Endlich wieder in Südfrankreich 2022

Endlich ist es wieder soweit, 3 Jahre nach unserer letzten Urlaubsreise in das sonnige Südfrankreich wollen wir es dieses Jahr wieder wagen.
Im Januar des Jahres 2020 brach der Coronavirus in China und danach im März 2020 in Deutschland und Europa aus. Wir waren gerade eben aus unserem Urlaub in den Emiraten zurück gekommen. Damit war eine weitere Planung für unseren Caravan-Sommerurlaub 2020 in Südfrankreich schon erledigt.

Donnerstag, den 16. Juni 2022

Wir sind heute Morgen um 6:30 aufgestanden, vor unserer Abfahrt in den Camping-urlaub gibt es ja noch einiges zu tun. Unseren Caravan habe ich schon gestern Nachmittag auf den öffentlichen Parkplatz vor unserm Haus gestellt. Wir haben in Bayern noch keine Schulferien, und die Parkplätze sowie die Straßenränder in unserer kleinen Straße sind mit Lehrer und Schüler-Autos voll geparkt. Das Rangieren mit einem Caravan ist aus unserer Garagen-Einfahrt somit kaum noch möglich.

Aber auch für heute Vormittag bleibt noch genug Arbeit übrig, der Kühlschrank im Caravan der schon seit gestern Vormittag vorgekühlt wurde, muss noch befüllt werden. Ebenso die Technischen Sachen wie meinen Fotoapparat, die Handys und das Notebook sowie die ganzen Reiseunterlagen müssen in den Wohnwagen gebracht werden. Trotz moderner Technik wie Navi ist auch ein Reiseatlas von Michelin (ich bin vielleicht noch ein bisschen altmodisch und vertraue letzten Endes auf die Straßenkarte) mit dabei und kommt noch ins Auto. Am frühen Morgen habe ich unser Auto schon aus der Garage gefahren um die Caravanspiegel am Auto zu befestigen. Mit den anmontierten Spiegeln komme ich ja nicht mehr durch das Garagentor. Als alles soweit fertig ist, drehe ich die Caravanstützen mit dem Accuschrauber nach oben. Anschließend kommt das Auto auf die Straße, um dann mit dem Mover den Wohnwagen aus dem Parkbucht zu fahren, und ihn an unser Auto zu hängen. Jetzt stellen wir noch unsere Caravan-Spiegel auf der Straße ein, und dann kann es schon los gehen.

Es ist 9:10 als wir hier in Ottobeuren losfahren, der Dieseltank in unserem VW Tiguan ist nicht mehr ganz voll. Auf dem Tageskilometerstand stehen schon 187 km, wir wollen dieses Mal in Lindau volltanken. Mit einem vollen Tank kommen wir dann durch die ganze Schweiz, wo der Kraftstoff fast 30 Cent den Liter mehr kostet als in Frankreich oder bei uns.

In der Aral Tankstelle in der Robert-Bosch-Straße haben wir schon früher Flüssiggas für unseren Hyundai Santa Fe getankt. Da waren wir auch auf jede Gas-Tankstelle angewiesen. Leider haben sie die Tankbuchten mit den Zapfsäulen so schräg gestellt, dass man mit einem großen Wohnanhänger kaum um die Säulen kommt, besonders wenn die zweite Spur belegt ist, schade eigentlich.

In den vergangenen Jahren sind wir immer wieder mitten durch die Stadt Bregenz gefahren, für den Pfänder-Tunnel wollten Sie pro Fahrt ca. 9,00 Euro, und das für etwas mehr als 6,7 Kilometer. Seit Ende 2019 ist das Autobahn Teilstück endlich kostenlos zu befahren.

Meiner Meinung nach braucht man für den Tunnel fast genau so lang, wie bei flüssiger Fahrt durch die Stadt Bregenz. Unsere erste Kaffeepause machen wir dieses Mal auf dem Rastplatz Stegen ein paar Kilometer vor der Raststätte Forrenberg wo wir die vergangenen Jahre immer Pause gemacht haben. Wir haben eine Thermoskanne mit Kaffee sowie ein paar belegte Brote von zu Hause mit dabei. Ca. 45 Minuten verbringen wir auf dem recht netten Rastplatz, bevor es weiter geht.

Zwei Stunden später haben wir dann die Raststätte Gunzgen in der Westschweiz erreicht. Die Raststätte ist ziemlich voll, nur ein, zwei LKW-Parkplätze sind noch frei, sogar die Durchfahrspuren waren zugeparkt. Auch hier machen wir eine dreiviertel Stunde Pause, bevor das letzte Teilstück bis zum Campingplatz in Payerne kommt. Wie jedes Mal fahren auch heute zwei Fahrzeuge des Schweizer Bundesheeres auf den Parkplatz, und mehrere Soldaten steigen aus um in dem Tank-Shop einzukaufen.

Es ist 16:00 geworden, als wir am Campingplatz in Payerne ankommen. Die Temperaturen liegen bei etwa 32°. Das Freibad neben dem Campingplatz hat heute mehrere Tausend Besucher, wie uns der Campingverwalter, der nebenbei auch noch Bademeister ist, erzählt. Er schaut ziemlich geschafft aus, wie man gut erkennen kann. Gerade wollte er sich eine Erfrischung aus seinem hübschen Mobilhome holen, als wir mit dem Caravan auf den Platz fahren. Seine Freude uns wieder zu sehen ist offensichtlich, wie immer können wir auf der großen Wiese zwischen zwischen den Dauercampern unseren Wohnwagen aufstellen. Dieses Mal sind ein paar Meter vor uns zwei weitere Zelte aufgebaut. Heute Abend gibt es wie immer auf der Reise eine Brotzeit, bestehend aus Bratensülze, Hering in Currysauce und Käse und Salami dazu ein oder mehrere Weizenbier. Meine Frau trinkt meistens ein Glas Wein dazu.

Freitag, den 17. Juni 2022

Um 6:30 sind wir heute Morgen schon aufgestanden, meine Frau wollte so früh wie möglich weiter fahren. Als erstes gehe ich ins Waschhaus zu einer Morgentoillette, währenddessen meine Frau im Caravan alles zur Abfahrt bereit macht. Unser Frühstück haben wir für später auf einer Raststätte in Frankreich geplant.
Anfangs ging auch alles gut, unsere Kurbelstützen habe ich mit der Hand hoch gedreht um die umliegenden Dauercamper nicht zu stören. Auch die Toilletten-Cassette entleere ich im Waschhaus, als nächstes wird das Elektrokabel aufgerollt. Dann kann es auch schon los gehen. Wir kommen gerade mal 20 Meter weit, die Wege auf dem Camping-Platz sind ziemlich schmal. In einer Kurve haben sie Begrenzungspfähle in den Boden gerammt, wahrscheinlich um Camper zu schützen, die hier ihr Zelt oder ähnliches aufgeschlagen haben (Dieses Mal waren tatsächlich welche in der Nähe der Engstelle). Aber auf der anderen Seite der Straße liegen seit ewigen Zeiten Steine (Findlinge) um den dortigen Stellplatz zu begrenzen. Mit meiner Länge von 12 Metern komme ich nicht durch. Nach einem kurzen Versuch hänge ich den Caravan ab und fahre zuerst unser Auto durch die Engstelle. Danach wird der Caravan mit dem Mover (Elektroantrieb) zwischen den Begrenzungen durch bugsiert. (Bei uns würde man das einen Schildbürgerstreich nennen).
Um 7:30 verlassen wir den Ca. Platz, gute 10 Minuten später als gedacht. Bis nach Genf sind es ca. 110 Kilometer, also etwa 1,5 Stunden werden wir dazu brauchen. Ich hoffe nur dass bis dahin schon alle Berufspendler in Ihrem Büro sitzen. Es geht alles gut, eine halbe Stunde später fahren wir an Gland am Genfer See vorbei, wo sich der Schlossähnliche Wohnsitz von Michael Schuhmacher befindet.

Bild rechts: die Villa von Michael Schuhmacher

Die Durchfahrt durch die Großstadt Genf geht recht zügig voran, es gibt nur eine einzige Baustelle. Hier muss im Schritttempo gefahren werden, das uns aber nicht groß aufhält. Bald darauf überqueren wir erstmals die Rhone die hier aus dem Genfer See fließt, und gleich darauf ist die Französische Grenze erreicht.

Jetzt geht es weiter auf der A41 die kostenlos bis zur Mautstelle bei Crusseilles geht. Um 9:30 haben wir die Raststätte Aire des Ponts-de-la-Caille errreicht. Wir haben sie erstmalig in 2016 entdeckt, damals hatte man eine gute Aussicht auf die Ponts-de-la-Caille. Sie ist die letzte große Hängebrücke Europas und überquert auf 145 Meter Höhe den Fluß Usses. Heute sieht man wegen des starken Baum und Busch-Bewuchses kaum noch etwas von der Hängebrücke.

Hier verbringen wir fast eine Stunde bei einem gemütlichen Frühstück, wir haben von zu Hause noch einen Laib Zopfbrot mitgebracht. Dazu haben wir verschiedene Marmeladen wie Erdbeere und Himbeere sowie Honig (Wir sind süße Frühstücker) und eine Kanne Kaffee dabei.

Auf der Tankraststätte bei Seynod die wir 20 Minuten später erreichen, müssen wir jetzt unbedingt unseren Dieseltank füllen. Auch einen 5 Ltr.-Kanister mit AdBlue kaufe ich im Tank-Shop. Es gibt hier auch eine AdBlue-Zapfsäule, aber da müsste ich nochmals mit dem Caravan rückwärts an eine weitere Zapfsäule fahren, aber das ist mir hier etwas zu eng. An dieser Raststätte hatten wir in früheren Jahren unsere Frühstückspause verbracht, und es war immer wieder schön hier. Es gibt überdachte Rastinseln wo man gemütlich sitzen und sein Frühstück geniesen kann. Einmal stand hier auf der Raststätte auch ein hübsches Wohnmobil mit einem Anhänger auf dem ein gelber Ferrarri stand. Offensichtlich hatten die etwas älteren Besitzer, damals hier auf der Raststätte übernachtet.

Zu dem AdBlue gibt es noch eine Geschichte, Gestern Nachmittag kam im Auto die Meldung, AdBlue bitte nachfüllen. Wir könnten aber noch 1900 Kilometer fahren, das würde ja noch eine Weile reichen. Heute Morgen kam eine weitere Meldung wo sich die Fahrstrecke auf 1400 Kilometer reduziert hat. Das ganze passiert noch einmal, und dieses Mal ist die Reststrecke noch einmal kürzer geworden, jetzt waren es nur noch 900 Kilometer. Ich sah mich auf Grund dieser Meldungen gezwungen, möglich schnell auf irgend einer Tankstelle die Harnsäure (AdBlue) zu kaufen.
Das wäre ja nicht so schlimm gewesen, zwei Tage zuvor war ich in der Werkstatt zum Motoröl nachfüllen, bei uns im Ort gibt es ebenfalls eine AdBlue Zapfsäule

Dann geht`s auch weiter, wir passieren Chambery und es geht weiter auf der A43 Richtung Lyon bis wir dann bei Bourgoin-Jallieu wiederum die Richtung und die Autobahn wechseln. Ab Chambery (270 Höhenmeter) geht es wieder in die Höhe, wie das Gebirge heißt, entzieht sich meiner Kenntnis. Wir erreichen auf jeden Fall im Verlauf der Strecke mindestens 550 Meter bis es dann in Valence (Rhone) wieder auf ca.120 Höhenmeter absinkt. Um 13:40 haben wir dann nach einer weiteren kurzen Pause auf einem Rastplatz bei Vinay die Mautstelle bei Romans-sur-Isere erreicht, hier durften wir unsere erste Mautgebühr bezahlen. Mit 48,40 € waren das etwa 10 Euro mehr wie vor drei Jahren. Seit der letzten Rast fährt meine Frau, so konnte ich mich in aller Ruhe um die letzte Fahrstrecke bis nach Mirabel-et-Blacons kümmern. Unser Navi wollte uns immer wieder auf anderen Wegen nach Mirabel …. führen, was ich aber immer erfolgreich abgelehnt habe. Es gibt drei Möglichkeiten für die Fahrstrecke. Als erstes über die Autobahn, die zweite Möglichkeit war die Fahrt über die Nationalstraße N7 und die letzte Möglichkeit war über die D111. Für diese Lösung habe ich mich entschlossen, diese Straße führt uns direkt nach Crest, der Nachbarstadt unseres Campingplatzes. Um 14:30 haben wir dann unser heutiges Ziel den Campingplatz Cervanne in Mirabel-et-Blacons erreicht. Heute sind wir zum dritten Mal auf diesem netten Platz am Flüsschen Drome. Mal sehen wieviel Wasser sie diesem Jahr führt. Wir stellten unseren Caravan an der Straße ab und gehen in die Rezeption, vor uns werden gerade zwei weitere Urlauber eingebucht. Dann sind auch wir dran, die Rezeptionistin bietet uns einige Plätze zur Auswahl. Leider ist keiner der zwei Plätze, die ich mir vom letzten Mal gewünscht hätte, mit dabei. Wir wählen den Platz A29 aus, er ist der beste davon, sehr groß, mit Sonne und Schatten. Auch davon brauchen wir in diesem Urlaub viel, wie es sich zeigen wird.

Als wir ankommen liegt die Temperatur zwischen 35 und 36°, der Kühlschrank kocht und hat Innen ca. 15°. Wir müssen schnell unseren Caravan aufstellen, und an den Strom anschließen.
Anschließend gibt es Kaffee und die Reste von unserem Zopfbrot mit Erdbeer-Marmelade. Die Sonne steht jetzt hinter unserem Wohnwagen, er gibt uns etwas Schatten, den man bitter nötig hat. Später sind wir zum Pool gegangen, der sehr nett und ansprechend ist, auch wenn er vielleicht nicht der neueste ist. Es sind relativ viele Campinggäste hier, was bei dieser Temperatur kein Wunder ist. Anschließend gehen wir zurück über den ganzen Campingplatz bis zum Ufer der Drome. Auch hier sind viele Campinggäste, viele sitzen mit ihren Stühlen im Wasser, manche liegen sogar im kühlen Fluss. Die hohe Lufttemperatur macht es notwendig. Auch wir gehen mitsamt unseren Sandalen ins flache und kühle Wasser.

Nach einer dreiviertel Stunde gehen wir wieder zum Wohnwagen zurück, kommen dabei an einem kleinen Spielplatz mit hübschen Geräten vorbei, der einen netten Eindruck macht. Als erstes bauen wir jetzt unsere Klimaanlage auf, da sind auch schon mal 20 Minuten weg. Danach rollen wir die Markise runter, bisher war es uns zu Heiß dafür. So müssen wir schon an unserem ersten Urlaubstag hier oben an der Drome unsere Klimaanlage aufbauen (was eigentlich gar nicht geplant war), die uns aber gute Dienste leisten wird.
Zum Abendessen gibt es heute eine Currywurst mit Brot, nach unserem langen Tag wollte ich meiner Frau kein aufwendiges Kochen zumuten. Danach sind wir nochmals zum Restaurant gegangen (hier gibt es auch freies Internet), im Unterschied zu den vergangenen Jahren war heute sehr wenig los. Ich kann mich daran erinnern, im ersten Jahr als wir ankamen, wurden die neuen Gäste mit Pizzaschnitten und einer Weinprobe verwöhnt. So ist alles vergänglich.
Wir sind danach wieder zum Stellplatz zurück, als erstes gibt es einen Hugo mit viel Eis, später habe ich noch ein Weizenbier getrunken. Gegen 22:00 gehen wir ins Bett, die Temperatur im Caravan war immer noch zu heiß. Als wir die Klimaanlage um 18:00 eingeschaltet haben, hatten wir ca. 32°, um 22:00 haben wir dann 25° erreicht. Nach dem Ausschalten der Anlage ging die Temperatur wieder nach oben, aber wir wollten wegen der Lautstärke das Gerät nicht die ganze Nacht laufen lassen.

Samstag, den 18. Juni 2022

Gegen 7:00 sind wir aufgestanden, die Morgendliche Temperatur lag schon wieder bei 25°. Unser Baguette und die Croissants muss ich im Lebensmittel-Shop direkt neben der Rezeption holen. Hier bekommt man so ziemlich alles, vom Bäckereibedarf bis hin zu Zeitschriften oder anderen Lebensmittel. Ein, zwei Camper stehen schon vor der Türe und warten, bis der Shop aufmacht. Nachdem ich meine Croissants und das Baguette bekommen habe, gehe ich wieder zum Caravan zurück. Meine Frau hat mittlerweile Kaffee gemacht und den Frühstückstisch gedeckt. Mit dem üblichen Zubehör wie Marmeladen sowie Honig, Schwarzwälder Schinken und Holländischer Gouda und auch Bergkäse und gekochten Eiern genießen wir unser erstes Frühstück in Frankreich. Danach überlegen wir, was heute Vormittag auf dem Programm steht. Wir holen unsere klappbaren Fahrräder aus dem Kofferraum, sie sind mit Befestigungs-bänder fixiert, und bauen sie auf. Für die zwei Räder sie sind ja im Kofferraum festgezurrt, brauchen wir ca. 30 Minuten für den Aufbau incl. dem Kofferraum holen.

Wir wollen nachher mit den Rädern nach Crest fahren, das sind ca. 9 Kilometer einfach. Die Strecke kennen wir vom letzten Jahr her, es gibt hier einen netten Fahrradweg, der stellenweise an der Drome entlang führt. Die Temperatur spielt natürlich auch eine Rolle, aber jetzt am Vormittag müsste es gehen. Um 10:00 fahren wir los, es ist leicht windig, das senkt natürlich die Temperatur. Auf dem Weg sehen wir zwei wunderschöne Lavendelfelder, wo wir natürlich ein paar Fotos machen. Dann haben wir auch schon die kleine Stadt Crest erreicht. Unsere E-Bikes sperren wir an einem Ufergeländer an der Drome ab.

Mit unseren Sturzhelmen in der Hand spazieren wir durch die Fußgängerzone. Offensichtlich ist heute Markttag, hier ist einiges los (Wo wir das letzte Mal vor drei Jahren hier waren, fand ein Mittelalterliches Marktfest mit Kostümierten Verkäufern und Historischen Verkaufsständen statt).
Als wir vor dem Hotel de Ville (Rathaus) stehen, ist der ganze Platz mit Besuchern voll. Überall stehen Tische die übervoll mit Brot und Würsten sind, sowie Häppchen mit Schweineschmalz, und Pesto zum aufstreichen. Zum Trinken gibt es Bier und einige Liköre, alles kostenlos. Irgendwann finden wir heraus, dass ein Partnerschaftsverein zusammen mit dem Rathaus diesen Tag veranstaltet, auf irgendeine Weise ist auch eine Italienische Schule daran beteiligt. Wir wollten danach noch am Place General de Gaulle ein Cafe besuchen, aber leider waren hier schon alle Stühle im Außenbereich belegt.

So kehren wir wieder um, und gehen zu unseren Fahrrädern zurück. Auf dem Weg schauen wir noch einer Schaustellerin zu, die mit einer Marionetten-Puppe spielt. Musikalisch begleitet wird sie von einer weiteren Frau auf einer Querflöte, auch hier schauen wir eine Weile zu.

Am Ufer schließen wir die Fahrräder auf und gehen zu Fuß über die Dromebrücke ans andere Ufer. Hier beginnt der Fahrradweg nach Mirabel-et-Blacons nach ein paar hundert Metern fahren wir am Skatepark Soubeyran vorbei, der sicher eine tolle Sache für die Jugendlichen vom Ort ist. Noch ein paar Meter weiter befindet der Camping-platz von Crest Les Clorinthes, den wir natürlich kurz anschauen. Mit unserem Campingplatz Gervanne in Mirabel et Blacons kann er nicht mithalten. Etwas später kommen wir noch an einem Kanu und Kajakverleih vorbei. Es ist aber wenig los, vielleicht wegen dem Niedrigwasserstand den wir zur Zeit haben. Nach ein paar Kilometer müssen wir durch den kleinen Ort Aouste-sur-sye fahren, gleich danach kommt ein Industriegelände, bis wir wieder an unseren schönen Lavendelfelder vorbei fahren.

Nach wenigen Minuten haben wir jetzt unseren Campingplatz erreicht. Die Temperatur ist weiter gestiegen, wir bewegen uns an der 30° Marke, und es wird noch weiter nach oben gehen. Als erstes machen wir eine kleine Brotzeit mit Käse, Schinken und Salami, dazu ein Radlerbier oder Alsterwasser wie es in Norddeutschland genannt wird. Danach beschäftigen wir uns mit dem AdBlue-Problem, die Ansage im Auto lautet mittlerweile „nur noch 500 Kilometer fahren bis das Auto steht„. Der Einfüllstutzen für die Harnsäure ist ziemlich klein, und ich habe keinen Trichter dabei. Mir kommen die besten Ideen, den Hals unserer Plastikflaschen zum einfüllen zu benutzen, nur die sind leider auch zu groß. Ein Holländischer Nachbar erkennt unser Problem, und bietet mir eine Einfüllhilfe (kein Trichter) an. Nach gut 15 Minuten sind die 5 Liter AdBlue Harnsäure) im Tank verschwunden. Als wir später den Kanister entsorgen wollen, tut sich wundersames (Im Boden des Kanisters befindet sich ein Einfüllschlauch), wir haben es einfach nicht gesehen.
Nach wir dieses Problem endlich gelöst haben, nehmen wir unsere kleinen Hocker und gehen zum Ufer der Drome hinunter und setzen uns ins kühle Nass. Nach einer Stunde gehen wir wieder zum Stellplatz zurück um einen Kaffee zum Trinken.

Bild oben: Auf dem Schuh befindet sich eine Zikade

Nach unserer Kaffeepause genehmigen wir ein kleines Schläfchen. Danach erledige ich Hauswirtschafts-Arbeiten wie zum zb. Wasser auffüllen im Caravan und in der Toilette sowie die Cassettentoilette entleeren. Kurz vor 16:00 gehen wir nochmals zum Pool hinauf, hier ist es inzwischen ruhig geworden. Die meisten Gäste sind wohl mittlerweile bei Ihren Wohnwagen. Inzwischen ist es früher Abend, heute gibt es zum Essen Leberkäse mit Ei, bei dieser Hitze ist jedes Essen eigentlich zu viel. Anschließend gehen wir durch den Camping spazieren, bei dieser Gelegenheit besuchen wir den zweiten Platzteil oberhalb der Straße. Hier gibt es neben den zahlreichen Miethäusern einige zum Teil sehr große Stellplätze, allerdings viele ohne genügend Schatten.

Jetzt sind wir schon wieder an der Poolanlage zurück, es ist ca. 20:30 vorbei, und es sind immer noch Badegäste im Pool. Heute Abend ist die Terrasse vom Restaurant voll mit Gästen, anscheinend gehen die Leute nur noch am Samstagabend zum Essen. Wir setzten uns auf eine der Bänke oberhalb des La Gervanne-Baches, der hier vorbei fließt und hundertfünfzig Meter weiter in die Drome fließt. Vor drei Jahren hatten wir hier noch einen guten Internet-Empfang, in diesem Jahr bekommen wir mit unseren Handys kein Netz. Ich habe extra noch bei einer Frau nachgefragt, die hier sitzt und im Handy liest. Sie hat einen prächtigen Empfang mit ihrem Gerät, vielleicht liegt es auch an unseren iPhone`s. Wir gehen wieder zum Platz zurück, hier gibt es als erstes einen Hugo mit Eis zum Trinken. Später trinke ich noch ein Glas Weizenbier, bis wir dann ins Bett gehen. Unsere Klimaanlage läuft schon seit ca. 18:00 mal sehen was sie heute bringt. Unsere Tagestemperatur lag bei über 34°.

Sonntag, den 19. Juni 2022

Heute Morgen sind wir schon um 7:00 aufgestanden, haben beide sehr gut geschlafen, die Temperatur im Caravan hat wohl gepasst. Heute geht meine Frau in den Shop um zu schauen was es außer dem Baguette noch für Brote zum Frühstück gibt. Sie hat Glück ihr Brot das sie bringt ist breiter als meines von gestern. Der Kaffee ist auch schon fertig, wir können mit dem Frühstück beginnen. Wie meistens gibt es verschiedene Marmeladen, Honig, dazu einen Schwarzwälder Schinken und einen holländische Gouda. Auch zwei hartgekochte Frühstücks-Eier finden den Weg auf unseren Tisch.
Auch heute wollen wir mir unseren kleinen E-Bikes eine kleine Fahrrad-Tour machen. Ich wähle mir dieses Mal einen Fahrradweg Richtung Osten aus, wir kommen aber nur etwa 3 Kilometer weit. Unser Weg ist ohne Schatten, mit Wind und geht an der Straße entlang. Wir drehen wieder um, und fahren auf dem selben Weg wie gestern nach Aouste-sur-sye. Hier fahren wir über die Brücke in den Hauptort bis zur D93 die durch den Ort führt. Auf dieser Straße die bis Mirabel-et-Blacons und noch weiter geht, soll es auch eine Art Fahrradweg geben. Wir erkennen dass unter Fahrradweg eine eingezeichnete Rad-Spur gemeint ist, die aber größtenteils auf beiden Seite ist. Hier gibt es viele Schattige Bäume am Straßenrand, so kommen wir gut zurecht. Am Ortschild von Mirabel et Blacons ist noch ein Hinweisschild über einen weiteren Campingplatz. Wir fahren in die angegebene Richtung, nach ca. 2 Kilometer ist noch nichts von dem Platz zu sehen, so drehen wir wieder um. Kurz vor Mittag sind wir wieder am Campingplatz zurück. Gerade fahren unsere Holländischen Nachbarn mit ihrem Auto an uns vorbei. Sie machen gerne Tagesausflüge mit dem Auto wie er mir gestern erzählte. Im Schatten unserer Caravan-Markise trinken wir zuerst ein Radlerbier, dazu gibt es Käse und Salami sowie die Reste vom morgendlichen Baguette. Kurz nach 13:00 gehen wir zum Pool hinauf, hier sind gerade ein paar Schattenplätze frei geworden. Kurz darauf drehen wir noch eine Runde im erfrischenden Wasser. Um 15:00 gehen wir dann zum Kaffee trinken an den Platz zurück, und eine Stunde später wieder hinunter zur Drome um unsere Füße zu kühlen. Nah am Ufer steht das Campalune ein Futuristisches Zelt ein paar Meter hoch auf Stelzen. Geschlafen wird oben, es gibt hier einen kleinen Kühlschrank und eine Espresso Kaffee-Maschine. Darunter befindet sich eine Terrasse mit Tisch und Stühlen, Plancha-Grill und Liegestühlen, hier kann man gemütlich Frühstücken.

Bild rechts: Das „Campalune“ ist ein gemütliches Nest in den Bäumen 

Heute ist auch schon unser letzter Abend im netten Camping Gervanne, morgen früh geht es weiter in die Provence bzw. an die Sorgue. Viel gibt es nicht zu tun, unsere E-Bike haben wir am späten Nachmittag schon in den Kofferraum gepackt. Die Markise rollen wir nach dem Sonnenuntergang ein, und die Tische und Stühle kommen noch vor dem ins Bett gehen ins Auto.

Montag, den 20. Juni 2022

Es ist 7:15 als wir aufstehen, wie schon erwähnt, heute geht es weiter nach Süden, unser nächstes Ziel ist der Campingplatz La Couteliere bei Fontaine-de-Vaucluse. Hier waren wir schon einige Male und es war immer schön am Ufer der Sorgue.
Aber eins nach dem anderen: Frühstücken müssen wir heute im Caravan, da wir gestern Abend unseren Tisch und die Stühle schon ins Auto gebracht haben. Bevor wir los fahren müssen wir aber unsere Klimaanlage noch abbauen.

Die Klimaanlage besteht aus einem Außen und einem Innenteil

Nachdem ich noch die Cassettentoilette entleert habe und frisches Toilettenwasser eingefüllt, die Caravanstützen drehe noch mit dem Accuschrauber hoch. Das Strom-kabel ist schon aufgerollt und verstaut, kann es losgehen.
Mit dem Mover (Elektroantrieb) fahre ich den Caravan auf den Weg um ihn gleich an unser Auto zu hängen. Jetzt geht es los, ein paar Hindernisse sind noch zu bewältigen, zwei Kurven sind wahnsinnig eng für unser 12 Meter Gespann. Mit Einweisen durch meine Frau passieren wir die Engstellen.

Um 8:45 verlassen wir den Camping Gervanne in Mirabel et Blacons. Die Wegstrecke ist heute kurz, nur etwa 160 Kilometer, etwas über 2 Stunden mit Pause werden wir brauchen. Bei Avignon machen wir eine kurze Rast, die Temperatur liegt jetzt am Vormittag schon bei 29° und die Tendenz geht weiter nach oben. Bei der Anschluss-stelle 24 verlassen wir die Autobahn und fahren weiter auf der D900 in Richtung Osten. Nach 20 Kilometer haben wir die Abzweigung nach Fontaine-de-Vaucluse erreicht. Jetzt sind es nur noch ein paar Kilometer. Um 11:10 haben wir unser Ziel erreicht, den Camping La Couteliere. Der Campingchef hat zusammen mit seiner Tochter eine Besprechung mit zwei jungen Leuten, gemeinsam besichtigen sie dann die zwei Waschhäuser. Ich vermute dass sie zu einem Campingführer gehören, etwas später habe ich den jungen Mann gesehen, wie er etwas im Waschhaus vermessen hat. In der Rezeption sitzt seine Frau, auf den ersten Blick habe ich sie gar nicht wieder erkannt. Ihre Haare sind etwas grauer geworden aber es steht ihr gut. Sie erkennt uns gleich wieder, es sind seit unserem letzten Aufenthalt drei Jahre vergangen. Vier Plätze kann sie uns anbieten, der Platz ist gut gefüllt trotz Corona. Es sind nicht unsere Wunsch-stellplätze, die noch frei sind, einige der Plätze sind ganz ohne Schatten und kommen gar nicht in Frage. Ein Platz in der ersten Reihe, wo wir in den vergangenen Jahren waren ist frei, aber auch er hat keinen Baum, der uns Schatten geben kann. Hier gegenüber vom Waschhaus sehen wir einen alten Bekannten, der fast jedes Jahr seinen 4 wöchigen Urlaub hier am Ca. Couteliere verbringt. Er kommt aus Nordholland, besser gesagt aus Friesland irgendwo bei der Stadt Groningen. Wir freuen uns, einander zu sehen, das letzte Mal war es im Jahr 2019, damals belegte er wie meistens den Platz Nr.2 am Beginn der Straße. Im Jahr 2020 ist er daheim in Holland geblieben, wie vermutlich die meisten Gäste hier, die ebenso aus den Niederlanden kommen. Man muss ihn bewundern, mit 78 Jahren noch so eine weite Fahrt mit dem Caravan zu machen. Ohne genau zu wissen welche Route er fährt, aber 1300 Kilometer sind es bestimmt, bis hierher nach Lagnes in der Provence.

Ich kann nichts dafür: aber meine Frau findet mich offensichtlich Fotogen

Wir entscheiden uns für den Platz 44, der in der Nähe der Rezeption ist, auf dem Nachbar-Stellplatz waren wir schon mal. Er ist ganz unter den dichten Bäumen, wir hatten die vergangenen Tage immer über 35°. Es soll ja in den nächsten Tage die Temperatur etwas herunter gehen, bevor die 35° Marke wieder nach oben überschritten wird. Der Stellplatz ist riesig, zumindest denken wir das, ich fahre den Caravan mit dem Mover (Elektroantrieb) hinein und möchte ihn hinten umdrehen. Wir wollten parallel zur Straße stehen, aber es geht nicht der Platz ist zu schmal. So dauert es natürlich länger bis wir endlich stehen, und die Stützen herunter drehen können.
Wir haben noch Reste von unserem Nudelsalat von gestern Abend der muss weg, die Mayonaise im Nudelsalat hält die Temperatur nicht aus, dazu gibt es noch etwas Baguette von heute Morgen. Es ist schon 14:00 vorbei, als wir endlich mit unseren kleinen Hockern auf die kleine Insel auf der Sorgue gehen können. Auch sie hat sich etwas verändert, der Chef hat einen der großen Bäume gefällt, und schon schaut alles etwas anders aus.

Wir bleiben eine gute Stunde hier am Ufer, zuerst bleibt alles ruhig, aber nach einer halben Stunde kommen die ersten Kanus vorbei. Zweihundert Meter Flussaufwärts ist ein Kanuverleih, wo wohl die meisten Ihr Kanu mieten. Heute sind es vorwiegend Ehepaare und Familien die den Fluss herunter kommen. In den vergangenen Jahren sind es Schülerklassen mit Ihren Lehrern und andere Jugendliche gewesen. Das war ein Heidenspaß ihnen zuschauen. Sie spritzten einander an, fuhren in die anderen Kanus hinein, oder fahren in die Büsche. Man konnte vom Stellplatz aus schon hören, wenn eine Horde Jugendlicher kommt. Später gehen wir zum Wohnwagen zurück, um eine Tasse Kaffee zu trinken, dazu gibt es einen Streuselkuchen mit Kirschen zum Essen.

Etwas später am Nachmittag machen wir einen kleinen Spaziergang über den Ca-Platz, er ist ja ziemlich überschaubar. Wie es ausschaut hat der Chef an der Durchgangsstraße eine Lärmschutzwand gebaut, und dafür einige der Stellplätze still gelegt. Jetzt gehen wir noch kurz zum Pool, die Sonne ist nicht allzu kräftig heute Es soll die nächsten Tage etwas kühler werden.
Um 17:00 verlassen wir den Campingplatz zu einem weiteren kleinen Spaziergang, wir gehen zu einer Brücke die über die Sorgue führt. Hier teilt sich die Straße nach LÌsle-sur-la-Sorgue und nach Fontaine-de-Vaucluse. Auf der Brücke machen wir ein paar Fotos, es ist leider schon ziemlich spät, sonst würde man Kanufahrer die hier am Kanuverleih ein Boot besteigen, oder von weiter Flussaufwärts kommen sehen.

Die Sorgue ist von hier bis zu ihrer Quelle gerade mal ca.3 Kilometer lang, und führt in meinen Augen sehr viel Wasser.

Gegenüber vom Campingplatz war auf der anderen Straßenseite ein Kletterpark mit vielen Besuchern, man konnte sie oft bis in den Campingplatz hören. Aber dieses Jahr ist er wohl geschlossen (Corona ?).
Die vergangenen Jahre waren im Eingangsbereich viele blühende Blumen, die ich diesesmal vermisse. Es gibt aber schon noch Stellplätze die mit hübschen Oleander-büschen umrandet sind.

Nach dem Abendessen sitzen wir mit einem Glas Wein bis etwa 22:00 vor dem Caravan bzw. an der Straße, weil es unter den Bäumen, wo wir stehen, schon ziemlich dunkel ist. Bald darauf machen wir uns im nahegelegenen Waschhaus bettfertig.
Die Temperatur lag heute unter 30°, und im Caravan haben wir vor dem ins Bett gehen, kühle 23° erreicht eine angenehme Temperatur zum Schlafen.

Dienstag, den 21. Juni 2022

Kurz vor 7:30 ist es als wir aufstehen, die Nacht haben wir ausgezeichnet geschlafen, es war ja nicht so warm wie in der vergangenen Woche. Gestern Nachmittag haben wir in der Rezeption unser Baguette für heute Früh bestellt. Kurz vor 8:00 bin ich zur Rezeption vor um unser Baguette zu holen, aber es war noch alles geschlossen, der Chef macht erst um Punkt 8:00 seinen Backshop auf. Die Morgensonne schaut schon etwas durch die dichten Bäume. Nach dem Frühstück, das für unsere Begriffe reichhaltig ist, holen wir unsere E-Bikes aus dem Auto. Das ist immer mit etwas Arbeit verbunden, weil sie ja fest verzurrt im Kofferraum sind. Heute Vormittag wollen wir mit Ihnen eine kleine Tour machen. Das letzte Mal vor drei Jahren haben wir eine kleine Straße gefunden, die nicht allzu viel Autoverkehr hat. Kurz nach 10:00 fahren wir los, es geht zum Campingplatz hinaus, auf der Hauptstraße nach rechts, kurz einen Schotterweg entlang. Wir kommen an einem kleinen Hotel vorbei, wenig später kommt eine weitere Straße in die wir einfahren. Dort fahren wir an dem Belambra Clubs „Le Domaine de Mousquety“ vorbei. Hier stehen seit einiger Zeit neue Apartmenthäuser, die wir beim letzten Mal in 2019 noch nicht gesehen haben. Wir fahren auf der Rte. de Lagnes weiter bis zur D901 die von LÌsle-sur-la-Sorgue bis zur Hauptstraße D900 und weiter bis nach Apt führt. Bei der Domaine Tourbillon die einem einheimischen Winzer gehört halten wir kurz an, biegen hier auf die Straße D24 die nach Fontaine-de-Vaucluse bzw. unserem Campingplatz geht, ab. Auf dem großen Parkplatz vor der Domaine befindet sich ein Obst und Gemüsestand. Meine Frau schaut kurz durch die Markstände, aber die Preise sind ihr etwas zu hoch. So kauft sie nur eine Gurke für unser Abendessen. (Es muss an dieser Stelle mal erwähnt werden, dass im Europäischen Vergleich unsere Preise in Deutschland größtenteils noch sehr human sind).

Vor der Domaine befindet sich ein Schau-Beet mit Weinreben

Kurz vor unserem Campingplatz sehen wir auf der rechten Seite mehrere Obstfelder, darunter auch ein Feld mit Kirschbäumen (französisch Cerises), hier haben wir schon vor drei Jahren ein paar Kirschen genascht. Ich kann nicht widerstehen, stelle mein E-Bike ab, und gehe unter die Bäume. Der Bauer hat sein Kirsch-Feld schon abgeerntet, aber vereinzelne Bäume sind immer noch voll mit den Früchten. Die Kirschen sind süß und schmecken ausgezeichnet, als wir sie probieren. So nehmen wir noch eine Hand-voll der Kirschen zum Campingplatz mit. Hier essen wir nur noch ein paar der süßen Früchte, da sie sehr verdauungsfördernd sind, wie ich seit unserem letzten Urlaub hier weiß. Meine Gattin hat gerade noch Kartoffeln gekocht und geschält, heute Abend gibt es Putenschnitzel mit Kartoffelsalat und Gurken.

Anschließend nehmen wir unsere Stühle und gehen auf unsere kleine Insel an der Sorgue. Hier ist heute wahnsinnig viel los. Verschiedene Schülergruppen mit ihren Lehrern fahren bei uns vorbei, das ist ein Heidenspaß mit Ihnen. Wie ich schon erzählte, sie spritzen sich an, fahren mit Ihren Kanus ineinander, und fahren in die niedrigen Bäume und Büsche am Ufer. Nach einer etwa einer Stunde kehren wir zum Caravan zurück, dort gibt es einen Cappuccino, wir haben dazu immer noch einen Streuselkuchen mit Kirschen. Das Wetter schaut nach Gewitter aus und Regen, so dass wir trotz unserm Schattigen Stellplatz noch unsere Markise ausrollen, damit wenigstens der Boden vor dem Wohnwagen trocken bleibt.

Schon heute Morgen beim Frühstück hatten wir Besuch von einer Ente aus der nahen Sorgue. In all den Jahren wo wir hier auf dem Campingplatz sind, ist so etwas noch nie vorgekommen. Jetzt um 15:00 kommt sie wieder des Weges. von mir bekommt sie ein Stück Kuchen, der Ihr offensichtlich sehr gut schmeckt. Gemüse mag sie nicht so gerne, meine Frau bietet Ihr ein Stück Gurke an, die sie aber verschmäht.
Wie wir später hörten, besucht sie eine ganze Reihe von Stellplätzen, um nach Futter zu schauen/betteln.

Heute Abend gibt Putenschnitzel mit Kartoffelsalat dazu eine Gurke, die wir heute Vormittag am Gemüsestand an der Domaine Tourbillon gekauft haben. Danach sitzen wir wie jeden Abend vor dem Caravan, als erstes trinken wir einen Aperol Spritz gut gekühlt. Meine Frau hat etwas Prosecco mit auf die Reise genommen. Hier spricht uns eine Frau aus dem Raum Karlsruhe an, sie meint bei uns schaut es recht gemütlich aus. Die bunten Lämpchen am Caravan dazu noch der Aperol Spritz. Wir unterhalten uns noch eine Weile, sie und Ihr Mann sind Campinganfänger. Die beiden haben einen einjährigen Sohn, und erst vor kurzem einen nagelneuen Caravan der Marke Hymer gekauft. Wenig später trinkt meine Gattin noch einen Rotwein, ich persönlich trinke lieber einen Sangria oder einen CubaLibre.
Kurz nach 22:00 gehen wir dann in die Koje, irgendwann in der Nacht fängt es leider an zu Regnen.

Mittwoch, den 22.06.2022

Wie fast jeden Morgen stehen wir gegen 7:30 auf, es regnet leider immer noch ein bisschen. Ich gehe zur Rezeption, es ist schon 8:00 vorbei und der Chef hat seine Bäckerei-Verkaufsstelle aufgemacht. Ich hole unser Baguette und die bestellten Croissants, dann wird erst gemütlich gegessen. Unsere Schweizer Nachbarn sie sind aus Luzern, packen zusammen anscheinend geht es heute weiter. Die Frau spricht mich auf meinen Reiseblog an. Sie meint so einen Blog würde sie auch gern schreiben, aber wie es halt so ist, man möchte viel, macht es dann doch nicht. Mal hat man keine Zeit oder sonstige Gründe die dagegen sprechen.
Unser Wetter ist heut nicht allzu gut, der Mistral (starker Wind in der Rhone Ebene) meldet sich immer wieder mit starken Böjen. Gegen 10:00 soll das Wetter wieder besser werden, was sich dann auch bewahrheitet.
Wir steigen auf unser Fahrrad, heute probieren wir eine andere Route aus, unser Ziel bleibt aber nach wie vor die kleine Stadt LÌsle-sur-la-Sorgue. Nach der Brücke über die Sorgue biegen wir nach links in die Chemin du Pigeolet ein. Nach ca. 3 Kilometer biegt sie in die D25 ein, die von Fontaine de Vaucluse kommt, nach einem weiteren Kilometer haben wir die Stadt und den ersten Kreisverkehr erreicht. Hier fahren wir nach links auf der Cours Fernande Peyre weiter. Man könnte meinen, dass sie eine Prachtstraße wäre, auf jeden Fall ist sie ziemlich breit, und die ehemaligen Parkplätze an der Straße sind mit Stein-Pollern blockiert. Auf dem Fahrrad und Fußgängerweg fahren wir jetzt Stadt einwärts, kommen noch am Super U vorbei, wo wir des öfteren mit dem Auto geparkt haben. An der Porte des Bouigas haben wir dann das Zentrum erreicht, wo am Donnerstag der Bauernmarkt und am Sonntag der große Markt stattfindet. Ab hier stehen am Sonntag die ersten Marktstände das ganze Ufer der Sorgue entlang, bis zur Rue de la Republique. Hier teilt sich das Markttreiben nach links über eine Sorguebrücke und weiter fast bis zum Jardin Public (Kleiner Park mit Schattigen Bäumen, in dem in den vergangenen Jahren, Hobby-Chansonsänger ihr Debüt gegeben haben). Auf der anderen Straßenseite geht es die Rue de la Republique entlang, bis zur Kirche Notre-Dame des Anges die am Place de la Liberte steht. Der Sonntagsmarkt in LÌsle-sur-la-Sorgue (der Trödelmarkt ist weit bekannt) und einer der größten hier in der Gegend.

Wir schieben also unsere E-Bike`s über die Quai Jean Jaures, die an einem Seitenarm der Sorgue entlang geht. Überall stehen Männer im Wasser, teilweise auch mit Booten um mit Rechen und Hacken den starken Algenbewuchs einzudämmen. Sie reißen die Algen los, und die Strömung nimmt sie dann mit. Ob sie dann irgendwo wieder aufgefangen werden, und entsorgt werden, können wir nicht erkennen.
In den vergangenen Jahren waren die Restaurant am Ufer der Sorgue fast immer gut besucht. Aber heute (mit Corona) ist alles leer. Wir biegen jetzt in die Rue de la Republique ein auch hier herrscht Leere. Einzig am Place de la Liberte sind ein paar Cafe`s besucht. Wir stellen unsere Fahrräder beim Cafe de France ab und setzten uns an einen der kleinen Tische, die im Schatten der großen Platanen und Sonnenschirmen stehen. Beim Kellner bestellen wir zwei kleine Bier, und schauen dem regen Treiben am Place de la Liberte zu. Nach einer dreiviertel Stunde gehen wir dann wieder weiter, beim Tourismusbüro hole ich mir noch eine neue Stadtkarte von LÌsle-sur-la-Sorgue. Der Himmel ist schon wieder grau, und wir wissen nicht wann der nächste Regen kommt. Über die D901 fahren wir in Richtung unserem Campingplatz. Am Stadtrand kommen wir am Camping La Sorguette vorbei, ihn haben wir in den vergangenen Jahren schon mehrmals angeschaut. Wir konnten uns aber niemals für Ihn richtig begeistern. So dass wir heute, auch wegen des zweifelhaften Wetters an ihm vorbei fahren. Nach ein paar Kilometer biegen wir in die Route de Lagnes ein, wo wir nach weiteren 2 Kilometer schon wieder auf die D24 kommen. Kurz vor unserm Campingplatz kommen wir an unseren Kirschbäumen vorbei, Kurz unsere E-Bike`s abgestellt, es sind immer noch viele Kirschen an manchen Bäumen. Wir nehmen mehr als eine Handvoll der süßen Früchte zu unserem Campingplatz mit. So brauchen wir eigentlich nicht mehr zu dem kleinen Städtchen Venasque fahren, wo wir in den vergangenen Jahren unsere Kirschen geholt haben.

(Wo werden die meisten Kirschbäume in Frankreich angebaut? Die Region mit den höchsten Konzentration an Kirschbäumen befindet sich in Vaucluse, in den Monts de Venasque. Hier entstand 1978 die erste Kirschmarke der Spitzenklasse: die Venasque-Kirsche, die sehr süß und duftend ist).

Nach einer kleinen Brotzeit statten wir dem Pool noch einen Besuch ab, die Sonne ist zwischenzeitlich wieder da. Hier verbringen wir eine gute Stunde, bevor es zurück zum Stellplatz geht.
Heute Nachmittag ist ein älteres Wohnmobil aus dem Raum Ravensburg auf dem Campingplatz angekommen, den Fahrer treffe ich wenig später bei unserem Wasch-haus und kommen gleich ins Gespräch. Er ist ein ehemaliger Koch mit eigenem Restaurant, das er aus Gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Heute ist er Frührentner und mit seiner Frau und seinem Wohnmobil unterwegs, auch immer wieder in Südfrankreich.
Am späten Nachmittag brechen wir nochmals auf und fahren mit dem Auto nach Fontaine-de-Vaucluse zur Quelle der Sorgue. Immer wenn wir hier am Campingplatz waren, haben wir auch die Quelle besucht. Nachdem wir die obligatorischen 4 Euro an Parkplatzgebühren bezahlt haben, dieses Mal steht ein Parkautomat am Eingang. Leider ist steht der Gebrauch des Automaten nur auf Französisch, mit Hilfe einer Parkplatz-Besucherin meistern wir das Problem. Vom Parkplatz gehen wir ca. 200 Meter Richtung Ort. Neben der Auto-Brücke steht ein altes Wasserrad, leider ist es nicht mehr in Betrieb. Wir gehen weiter an den vielen Restaurants die hier am Ufer stehen, aber alle sind geschlossen, genau wie die Hälfte aller Souvenier-Geschäfte hier im Ort geschlossen sind (Corona).

Es geht jetzt den schattigen Weg am Fluss entlang bis hinauf zur Quelle, die unterhalb einer 230 Meter hohen Steilwand liegt. Am Ende des Weges ist eine Absperrung, die man eigentlich nicht überklettern sollte. Einige halten sich nicht an diese Regel, ich auch nicht. Hinter der Absperrung geht es ca.30 Meter über ein Geröllfeld nach unten. Der Höllenschlund oder das große Loch (geschätzt ca. 10 Meter Durchmesser) hat heute sehr wenig Wasser, man kann sehr weit nach unten klettern. Ich halte aus Respekt einen größeren Abstand vom Rand (Ein Pärchen ist noch einige Meter weiter nach unten gegangen).

Hier ein paar Bilder aus dem Jahr 2018.

(Im Jahr 2018 hatten wir den höchsten Wasserstand im Quelltopf, den wir je hier gesehen hatten. Damals machte ein junger Mann eine Seilakrobatik über das Wasserloch der Quelle. Er fiel aber immer wieder vom Seil ins Wasser)

Leicht enttäuscht gehen wir den Weg wieder nach unten, 100 Meter weiter ist vom Wassermangel im Fluss nichts mehr zu spüren. In dem kleinen Souvenier-Shop am Weg, den wir immer wieder mal besuchen, kaufen wir dieses Mal eine wunderschöne Wanduhr aus Keramik für unseren Balkon, dazu einen Salamander für den Garten. Dann gehen wir zurück zum Auto zurück, auf dem Weg durchfahren wir die Pont-Aqueduc de Galas eine Bogenbrücke aus dem vorherigen Jahrhundert, sie ist mit ihren 13 halbkreis-förmigen Bögen mit einer Öffnung von 9 Metern gute 159 Meter lang. Auf ihr läuft der Carpentras-Kanal der zur Bewässerung dient.

Kurz darauf sind wir wieder auf unserem Campingplatz angekommen. Zum Abendessen gibt es heute eine Brotzeit, mit Bratensülze, Käse, Schinken und Heringsfilet auf Baguette. Nach dem Geschirr spülen, das mein Job ist im Urlaub machen wir wie jeden Abend einen Spaziergang über den Platz. Wieder vor dem Caravan angekommen stellen wir unseren Tisch aus dem Schatten unserer Bäume an den Straßenrand. Wir haben schon lange bereut, dass wir den Caravan so weit unter die Bäume gestellt haben. Aber nach der Hitze der vergangenen Tage mit durchschnittlich 36° erschien uns das vernünftig.
Kurz nach 22:00 machen wir uns im Waschhaus fertig, morgen ist ja auch noch ein Tag.

Donnerstag, den 23. Juni 2022

Kurz vor 7:30 stehen wir heute auf, machen die Morgentoilette in unserem Waschhaus. Meine Frau macht danach den Kaffee fertig und ich decke den Tisch. Kurz vor 8:00 gehe ich zur Rezeption wo der Chef soeben seinen Backshop öffnet. Die Ausgabe der Backwaren übernimmt er immer selber, während die Rezeption erst später öffnet. Wie meistens haben wir zum Frühstück ein Baguette und zwei Croissants bestellt.
Nach unserem gemütlichen Frühstück machen wir uns fertig, denn heute Vormittag ist Bauernmarkt in LÌsle-sur-la-Sorgue. Wie gestern mit dem Fahrrad fahren wir auch heute auf der D25 in die kleine Stadt. In den vergangenen Jahren haben wir meistens beim Super U geparkt, heute fahren wir ein Stückchen weiter auf der Cours Fernande Peyre Richtung Stadtmitte. Auf der linken Seite kommt jetzt ein Parkplatz-Schild, wo wir einbiegen. Wie es sich herausstellt ist der Parkplatz leider nur für die Anwohner, so stellen wir unser Auto am Straßenrand ab und gehen bis zum Porte de Boui`gas. Hier beginnt normalerweise der große Markt, heute ist nichts davon zu sehen. Erst in der Mitte der Uferpromenade am quai Rouget de Lisle sind die ersten Marktstände aufgebaut. Wir schlendern gemütlich an den spärlichen Verkaufstischen vorbei. Meine Frau kauft an einem Lederwarenstand zwei Geldbörsen aus Kork für unsere Töchter. Wie gestern gehen wir durch die Rue de la Republique, in einem Schuhgeschäft kauft meine Frau ein paar neue Sandaletten. Die alten Treter haben im Urlaub ihren Geist aufgegeben (trotz unserer großen Rettungsaktion auf dem Camping Cervanne). Auch hier in der Straße sind keine weiteren Verkaufsstände zu sehen. Erst am Place de la Liberte finden sich wieder Händler mit Agrarprodukten.

Wir sind ziemlich enttäuscht, wie gestern schon in Fontaine de Vaucluse (Corona hat viel angerichtet).
Als nächstes gehen wir durch den Jardin Public, früher spielte hier Musik und einer der vielen begnadeten Chanson-Sänger gab hier sein Debüt. Heute ist niemand hier zum Singen. Nahe des Jardin Public befindet sich ein kleines Cafe, hier lassen wir uns nieder um einen Cappuccino bzw. eine heiße Schokolade zu trinken.

Nach einer guten Stunde fahren wir wieder zum Campingplatz, eigentlich wollte ich wie jedes Mal hier eine billige Armbanduhr kaufen. Dieses Jahr war leider kein Uhren-Verkäufer zu finden.
c’est la vie.
Den Nachmittag verbringen wir teilweise wieder auf der Insel am Sorgue-Ufer, wo sich wieder viele Jugendliche und andere Kanufahrer auf dem Fluss tummeln. Als wir am Caravan unseren Cappuccino trinken, spricht uns eine Frau an. Es stellt sich heraus, dass sie die Frau des Ravensburger Kochs ist. Im Verlauf des Gespräch kommt heraus das wir gemeinsame Bekannte in Ottobeuren haben.

Freitag, den 24.06.2022

Wie jeden Morgen ein gutes Frühstück vor dem Caravan, einschließlich der notwendigen Morgentoilette. Kurz nach 10:00 fahren wir nochmals nach LÌsle-sur-la-Sorgue zum Intermarche. Hier möchte meine Frau für unsere Enkelin eine Sonnen-brille mit einem Motiv von paw patrol kaufen, auf den die Kleine so steht. Nach einem Infoanruf per Handy bei meiner Tochter kann der Kauf nun stattfinden. Als wir aus dem Supermarkt heraus kommen schaut der Himmel zum fürchten aus. Offensichtlich zieht ein Unwetter heran.

Wir schauen, dass wir zum Campingplatz zurück kommen.
Im Verlauf des Nachmittags stelle ich an meinem Campingstuhl starke Beschädigungen am Sitzteil fest. Es ist jetzt das eingetreten, was ich seit vielen Jahren befürchtet habe, das ein Campingstuhl während eines Urlaubes kaputt geht. Aber meine Frau glaubte ja immer wieder, der geht schon noch. Zwischenzeitlich haben wir probiert den Camping-stuhl mit einem Starken Textilband zu reparieren, was aber nicht funktionierte.
Meine Gattin fragt in der Rezeption nach dem nächsten Campingshop hier in der Gegend, es soll sich einer in der Nähe von Avignon befinden. Ich erspare mir den Verlauf der Wegstrecke zu erzählen, der Hinweg wie auch der Rückweg waren eine Katastrophe. Wir mussten wegen 3 – 2 Kilometer Weg auf die Autobahn auffahren, und natürlich auch eine Gebühr bezahlen.
Einzig die hier gekauften Stühle waren ein Lichtblick. Für den gesamten Weg von etwa 70 Kilometern brauchten wir inclusive den Kauf der beiden Stühle ca. 2 – 2,5 Stunden. Wobei die Beratung und der Kauf bei ca. 15 Minuten lag.
Heute Abend kaufen wir eine Pizza beim Chef, vor vielen Jahren haben wir schon einmal hier eine Pizza bestellt. Man sollte so etwas nicht tun, eine französische Pizza ist anders als wir sie gewöhnt sind. Die heutige war auch keine Überraschung für uns. Den Tisch und die Stühle haben wir am Abend noch ins Auto gebracht

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Samstag, den 25.06.2022

Um 7:00 waren wir heute Morgen schon wach, waren kurz im Waschhaus zur Morgentoilette. Danach haben wir unsere Klimaanlage abgebaut und verstaut, dafür brauchen wir etwa 20 Minuten. Im Anschluss gehe ich zur Rezeption wo der Chef mir die bestellten Croissants und das Baguette übergibt.
Heute Morgen wollen wir weiter fahren nach Saint-Remy-de-Provence einem kleinen Städtchen hier in der Provence. Auf dem Campingplatz Monplasir haben wir schon viele schöne Tage verbracht. Wie auf jedem der vielen Plätze, die wir auf unseren alljährlichen Touren besuchen, sind wir auch hier nur ein paar Tage zu Gast.

Um 8:30 verlassen wir den Camping La Couteliere, nachdem wir uns herzlich beim Platzbesitzer verabschiedet haben. Es sind nur je nach Fahrstrecke ca. 38 Kilometer, für die wir etwa 50 Minuten brauchen. Wir fahren über die D938 in Richtung Cavaillon ersparen uns dadurch den Verkehr im Nahbereich der Großstadt Avignon. Hier geht es dann über eine Brücke über die Durance (die den Beinahmen die wilde Durance trägt). Auf der D99 geht es weiter, zuletzt durch eine Platanenallee, die aber in den letzten Jahren durch eine Krankheiten stark geschrumpft ist. Die letzten 10 Kilometer waren eine Baustelle, die Fahrbahn war abgefräst, teilweise mit großem Schotter belegt. Einmal sind wir in ein großes Loch (geplumpst) das nicht vorhersehbar war. Es ist Gottseidank im Caravan nichts passiert.
Kurz vor halb Zehn haben wir unser heutiges Ziel erreicht. Wie die vergangenen Jahre haben wir auch heute keinen Stellplatz reserviert. Die Bedienstete in der Rezeption erzählt uns zuerst der Ca.-Platz ist voll belegt. Erst nachdem sie im Computer nachschaut und hier feststellt dass wir eigentlich Stammgäste sind, bemüht sie sich um eine Stellplatz-Alternative für uns. Sie bietet uns für heute den Stellplatz mit der Nummer 47 an, am nächsten Tag müssen wir dann auf Platz Nummer 49 für die nächsten vier Tage ausweichen. Uns bleibt nichts anderes übrig als dieses Angebot anzunehmen (auf dem Campingplatz Monplasir ist einen Stellplatz während des Aufenthaltes zu wechseln seit vielen Jahren, Sitte und Brauch). Anscheinend werden den anfragenden Camping-Gästen bei einer Buchung die Stellplätze mit der Platznummer versprochen, oder die Gästen fragen nach ihnen bekannten Stellplätzen.
Die uns angebotenen Stellplätze befinden uns auf dem älteren Teil des Campingplatzes, wo noch vor einigen Jahren viele alte und hohe Bäume gestanden sind. Heute sind die alten Bäume beschnitten und oder teilweise gar nicht mehr vorhanden. Wir sind das erste Mal im Jahr 2011 auf diesem schönen Campingplatz gewesen und haben uns immer hier wohl gefühlt. Unser erster Stellplatz befindet sich in der nächste Straße nach links. Die Plätze hier sind alle relativ groß, sie kosten natürlich auch etwas mehr als andere. Mit dem Mover (Elektroantrieb) fahren wir unseren Caravan in kürzester Zeit auf den Platz. Auch der übrige Aufbau geht sehr schnell voran, die Temperaturen steigen hier in Saint Remys… wieder auf 35°. Wir haben Glück unser Stellplatz ist von ein paar kleinen Bäumen umrahmt, die uns Schatten geben können.

Nach einer gemütlichen Brotzeit um die Mittagszeit und einem Cappuccino einige Zeit später halten wir Ausschau nach Bekannten aus alter Zeit. In einem Mobilhome eine Straße weiter zuvor verbrachte ein älterer Holländer mit seiner Frau über Jahre hinaus hier seinen 4 wöchigen Urlaub. Sein schwarzer Mitsubishi steht heute und an den folgenden Tagen auch nicht mehr vor dem bewussten Mobilhome. Auch am Pool wo sie Stundenlang waren, sind die beiden nicht mehr zu sehen, Corona oder das Alter der beiden hat wohl zugeschlagen.
Kurz nach 16:00 besuchen wir die nette Poolanlage, die immer noch einen gepflegten und netten Eindruck hinterlässt. Knapp Eineinhalb Stunden verbringen wir hier, bevor es zurück zum Stellplatz geht.

Während wir genüsslich vor unserem Caravan sitzen, fährt ein französisches Ehepaar mit zwei Oldies in unsere Straße. Die beiden kommunizieren während der Einfahrt über Sprechfunk miteinander. Zwei Stellplätze weiter stellen sie ihre alten Fahrzeuge ab, wo meine Frau ein paar Bilder von den beiden Oldtimern macht.
Zum Abendessen gibt es heute Spaghetti Bolognese dazu ein Glas Weizenbier für mich. Meine Frau trinkt ja meistens ein Glas Wein. Etwas später machen wir einen Rundgang durch den Campingplatz, zuletzt waren wir im Juni 2019 hier, aber im neueren Platzteil auf Platznummer 105 direkt hinter dem Waschhaus.
Den weiteren Abend verbringen wir bei einem Glas Aperol Spritz und einem CubaLibre den ich sehr gern trinke. Wie meistens gehen wir kurz nach 22:00 ins Waschhaus um uns Bettfertig zu machen.
Die Tagestemperatur lag heute wieder bei etwa 36°.

Sonntag, den 26.06.2022

Heute Morgen müssen wir unseren Stellplatz wechseln, von Platz Nummer 47 zwei Plätze weiter auf die Nummer 49. Es ist kurz nach 7:30, als wir aufstehen, die Rezeption bzw. der kleine Einkaufsladen mit dem Backshop hat erst um 8:00 geöffnet. Unser neuer Platz ist noch mit einem Caravan aus der Schweiz belegt. Vor dem Wohnwagen steht zusätzlich noch ein Motorrad, aber die Besitzer lassen sich noch Zeit mit der Abreise. Bis 11:00 müssten sie den Platz eigentlich verlassen haben, mal sehen ob es klappt. Wir machen erstmals unser Frühstück, bevor wir die Kurbelstützen hochdrehen. Währenddessen schaffen die Schweizer ihre Abreise, sie haben einen Knaus Deseo mit großer Hecktüre. Mit Hilfe einer Rampe schieben sie ihr Motorrad durch die hintere Türe in den Wohnwagen hinein. Dann fahren sie auch schon los.
Wir holen unsere Markise herunter, lassen sie einfach die paar Meter am Caravan hängen und mit Hilfe unseres Movers (Elektroantrieb) schicken wir unseren Caravan auf die große Reise zum übernächsten Stellplatz. Wir erregen auf den Nachbarplätzen einiges Aufsehen während der kurzen Fahrt, offensichtlich gibt es hier einige Camper die noch niemals einen Caravan-Mover in Aktion gesehen haben.
Ich war mir nicht sicher, ob die Batterie von unserem Mover diesen Weg noch schaffen würde, immerhin ist sie auch schon einige Jahre alt. Aber es ging alles gut, nach wenigen Minuten haben wir den neuen Platz erreicht. Nachdem der Wohnwagen ins Wasser gestellt ist, drehe ich noch die Kurbelstützen mit dem Accuschrauber herunter. Danach richten wir noch schnell die Markise hoch und holen unseren Tisch und die neuen Stühle auf den neuen Platz. Auch hier gibt es zwei kleine schattige Plätzchen, wo man den heißen Sonnenstrahlen etwas entgehen kann. Im Moment liegt die Temperatur bei etwa 28°, warten wir mal auf den Nachmittag.
Um 14:00 steigen wir ins Auto, um nach Le Baux zu fahren, das ist ein kleiner Ort direkt hinter den Alpilles, die sich gleich nach Saint Remy de Provence erstrecken. Wir fahren über die D27 das ist eine kleine Straße die zuerst durch einen Wald und später über den Kamm der Alpilles führt. Auf der Südseite der Alpilles angekommen, hat man jetzt eine wunderbare Aussicht auf Le Baux den kleinen Ort sowie auf die Festung der Herren von Le Baux.

Das Fürstenhaus Les Baux leitete seine Herkunft von einem der Heiligen Drei Könige, Balthasar ab, und führte deshalb den Stern von Betlehem in seinem Wappen. Hier wurden im Mittelalter grandiose Feste gefeiert, es konnte allerdings auch passieren dass missbillige Gäste vom Festungsfelsen gestürzt wurden. Es war eine sehr mächtige Familie die hier herrschte, bis Kardinal Richeleu bei Abwesenheit der Burgherren die Festung schleifen lies. Es gab so einige Exesse zu dieser Zeit im Süden Frankreichs, die Adligen hatten freie Hand bei Ihrem Tun (so auch der Marquis de Sade in Lacoste).
Nach dem Vertrag von Peronne 1641 wurde Les Baux sowie Saint Remy de Provence als Lehen dem Fürstenhaus von Monaco übergeben.

Bevor wir aber den Ort erreichen kommen wir am Carrieres de Lumieres einem gewaltigen unterirdischen Steinbruch vorbei.
In diesem Steinbruch gibt es die größte Multimedia-Einrichtung von Frankreich. Jedes Jahr werden hier einzigartige multimediale Ausstellungen durchgeführt, die sich den großen Namen der Kunstgeschichte widmen. Mit 70 Videoprojektoren und 70 Servern werden die Bilder auf einer Fläche von über 6000 m² auf den Stein projiziert. Hier werden unter anderem Bildprojektionen: von Van Gogh; Marc Chagall; Pablo Picasso dargestellt.

Dieses Mal fahren wir am Dorfeingang vorbei etwas die Straße hinunter Richtung Maussanne, bis wir einen Parkplatz für unser Auto finden. So schlenderten wir später durch das schöne Bergdorf mit seinen Natursteinhäusern und engen Gassen und den vielen Souvenirläden, Boutiquen und Bistros. Heute ist sehr viel los hier im Dorf, was man an den vielen parkenden Autos auf den Zufahrtsstraßen gut erkennen kann.

Wir besuchen die Kirche St. Vincent 12. Jahrhundert sowie die Büßerkapelle eine ehemalige Kapelle aus dem 17.Jahrhundert. beide stehen auf einer kleinen Aussichts-terrasse. Im Jahr 1937 wurde die Kapelle wieder errichtet die heute wunderschöne Wandmalereien trägt. Das Innere der Kapelle, früher ein Kreuzrippengewölbe, ist mit Fresken von Yves Brayer (1974) geschmückt, die an den Seitenwänden das Weihnachtsfest der Schäfer in der provenzalischen Tradition zeigen.

Jedes Jahr wenn wir hier in Le Baux sind, besuchen wir in ein kleines Bistro auf einer Terrasse um eine Crepes zu essen, und dazu ein Glas Wein, meist einen Rose zu trinken. Zielbewusst steuern wir das bewusste Bistro an und nehmen an einem der kleinen Tische Platz. Bis dann eine Bedienung uns mitteilt, dass heute schon das Lokal geschlossen ist. Enttäuscht stehen wir auf und verlassen das Bistro, in dem wir schon einige Jahre eine Crepes gegessen haben. An ein/ zwei Tischen sitzen immer noch ein paar Gäste. Ob es sich hier um eine geschlossene Gesellschaft handelt wissen wir nicht. Wir probieren es dann ein paar Gassen weiter, hier ist eine wunderschöne kleine Terrasse direkt am Weg. Vor Jahren haben wir hier schon einmal nach Crepes nachgefragt, und sind negativ beschieden worden. Heute gibt es hier Crepes auch mit verschiedenen Zutaten, dazu bestellt meine Frau einen Cappuccino, ich nehme eine heiße/warme Schokolade. Meine Frau ist danach nicht allzu begeistert über die Qualität des Essens. Sie sagt ihre Crepes sind nicht genug warm gewesen. Ich kann dazu nichts Negatives sagen.
Mittlerweile ist es schon 16:30 vorbei, wir verlassen das schöne Dorf und gehen zum Auto zurück. In den vergangen Jahren besuchten wir immer wieder die Abtei Saint-Paul-de-Mausole hier in Saint-Rémy-de-Provence. Wo sich der damals noch unbekannte Maler Vincent van Gogh über ein Jahr in dieser Nervenanstalt aufgehalten hat.
Siehe meine Reiseberichte Südfrankreich 2012 und 2013
Auch hier sind wir schon einige Male gewesen, beim letzten Mal sind die Lavendel-stöcke hier im Garten ausgetauscht worden. Wir waren damals wahnsinnig enttäuscht darüber, dass man die wunderschöne Lavendelstöcke ausgetauscht hat (es wird natürlich einen Grund gehabt haben). Zwischen 19:00 und 20:00 waren wir noch in der Poolanlage, die Hitze des Tage war weg, und es ist sehr angenehm hier, und Besucher sind um diese Zeit nur noch ganz wenige hier.
Den Abend verbringen wir in Ruhe an unserem Stellplatz, nach dem Abendessen gehen wir wie immer eine Runde über den Campingplatz. Es sind immer wieder freie Stellplätze zu sehen.
Gegen 22:00 machen wir uns Bettfertig.

Montag, den 27. Juni 2022

Guten Morgen, als wir aufstehen begrüßt uns der strahlendblaue Himmel, die Temperatur im Wohnwagen liegt bei 24°. Um 8:00 wird die Rezeption zusammen mit dem kleinen Einkaufsshop geöffnet. Oft steht einer der beiden Brüder denen der schöne Camping-Platz gehört hinter der Theke, und bedient die Campinggäste. Hier bekommt man die meisten Lebensmittel, die am Platz notwendig sind. Es gibt sogar einen Hauswein, der aus eingebauten Weinfässern in die passenden Flaschen gefüllt wird (er schmeckt sehr gut, meine Frau kauft bei jedem Aufenthalt hier einen Wein).
Man muss hier kein Brot bestellen, es ist immer genügend da, ich hole heute 2 Baguette zum Frühstück. In der Zwischenzeit hat meine Frau den Frühstück gedeckt und der Morgenkaffee ist auch schon fertig, als ich zurück komme. Beim Frühstück besprechen wir den heutigen Tagesablauf. Ich habe seit ein paar Tagen starke Probleme mit meinem Nacken, das immer schlimmer wird. Bei unserem nächsten Urlaubsziel am Canal du Midi wollen wir viel am Kanal entlang radeln, wenn es bis dahin mit meinem Nacken noch geht. Wir entscheiden uns für eine Fahrradtour.
Als erstes holen wir unsere E-Bikes aus dem Kofferraum und bauen sie zusammen. Mein Vorschlag ist auf dem Fahrradweg nach St-Gabriel zum gleichnamigen Campingplatz zu fahren. Der Weg dahin ist recht nett ca. 12 Kilometer lang, und führt abseits der D99 durch den kleinen Ort St-Etienne du Gres. Auf dem Weg kommen wir an einem interessanten Baum vorbei.

Gute 50 Minuten später haben wir dann den kleinen Campingplatz St-Gabriel erreicht. Hier stellen wir unsere Fahrräder ab, im Bistro wo sich auch die Rezeption befindet fragen wir wegen der Besichtigung des Platzes nach. Auch hier sind wir schon mehrmals gewesen und haben uns den Platz angeschaut. Er entspricht auch heute nicht unseren Erwartungen, so im Sanitärbereich als auch bei den Stellplätzen oder einfach beim Spülen.
Er hat natürlich auch seine Reize, wie man an den paar Bildern oben erkennen kann. Gleich darauf steigen wir wieder auf unsere Räder und fahren bis zum nächsten Ort St-Etienne du Gres zurück. Hier gibt es ein Straßencafe, das wir vor drei Jahren entdeckt haben, dort steigen wir ab und bestellen uns jeder eine Flasche Coca Cola. Der Wirt bringt uns die Trinkgläser mit sehr viel Eis darin, die Hälfte davon schütten wir gleich unter die Bäume. Um die Mittagszeit ist es sehr ruhig im Ort.

Nach gut einer Stunde fahren wir weiter nach Saint-Remys…. es sind noch ca. 9 Kilometer bis zum Campingplatz. Die Temperatur steigt langsam aber sicher auf über 33° -34°, aber unser Fahrradweg liegt größtenteils noch im Schatten. Es ist schon nach 14:00, als wir wieder unseren Campingplatz erreichen, als erstes machen wir eine Brotzeit. Wir haben noch etwas vom Baguette übrig, dazu gibt es einen Schwarzwälder Schinken und Bergkäse. Zum Dessert essen wir noch etwas von unseren Kirschen, die wir in Lagnes (Camping La Couteliere) gesammelt haben. Sie sind ganz Süß und schmecken wirklich ganz Excellent und stehen den Prädikats-Kirschen von Venasque kaum nach.
Unser Platznachbar von gegenüber, der erst gestern am Spätnachmittag angekommen ist, hat während unserer Abwesenheit, seinen Stellplatz gewechselt. Er steht jetzt hinter uns in der letzten Straße gleich neben einem Mobilhome auf Platz-Nummer 27, einem ganz Schattigen Platz. Für ein Stündchen suchen wir noch den Pool auf, der recht gut besucht ist. Die Temperatur liegt bei ca. 35°, da bietet sich halt ein Sprung ins nicht so kühle Wasser an. Danach trinken wir noch eine Tasse Cappuccino und dazu ein Stückchen vom Kuchen. Der Wind frischt immer mehr auf, vielleicht meldet sich der Mistral noch heute (starker Fallwind der aus dem Rhonetal nach Süden weht). Auf jeden Fall machen wir unsere Sturmbespannung fest. Heute am Spätnachmittag wollen wir noch nach Saint-Rémy-de-Provence spazieren. Es ist ein nettes Provinzstädtchen und bei diesem schönen Wetter ist hier sicherlich einiges los.

Es sind nur etwa 800 Meter bis zu einem Kilometer ins Zentrum des kleinen Städtchens. Am Place Favier ein wunderschöner kleiner Platz im Herzen der Stadt Saint-Rémy de Provence, ist vom Alpilles Museum und dem Hotel de Sade umgeben (Der berühmte Marquis de Sade ist einer der vielen Nachkommen dieses Hauses). Im Schatten der großen Kastanienbäume haben viele Bistros und Kneipen ihre Tische aufgestellt. Hier setzen wir uns hin und bestellen bei der jungen Bedienung ein Glas Bier. Um uns sitzen viele junge Leute, zum Teil ältere Schüler oder sonstige die eine Unterhaltung suchen bei einem Getränk. Ich kann mich noch daran Erinnern, dass wir an diesem schönen Platz schon einmal waren und in einer Nachbarkneipe ein Crepes gegessen haben.

Nach einer Weile sind wir wieder aufgebrochen und weiter durch die kleinen Gassen und Straßen flaniert.

Um 19:15 sind wir schon wieder auf dem Campingplatz Monplasir zurück, haben noch zu Abend gegessen. Später in der Bibliothek ins Internet gegangen

Heute Abend gibt es wieder einmal ein eisgekühltes Glas Aperol Spritz zum trinken, solange wir noch einen Prosecco dabei haben.
Danach greifen wir zu den Standard-Getränken wie Weizenbier bzw. Sangria für mich, meine Frau bevorzugt einen Rotwein, den man im Shop bei der Rezeption kaufen kann. Kurz nach 22:30 machen wir uns zum ins Bett gehen bereit, noch ein paar Meter bis ins Waschhaus, um noch die Zähne zu putzen.
Die Tages-Temperaturen lagen heute bei etwa 35°.

Dienstag, den 28. Juni 2022

Guten Morgen, der Mistral hat uns im Laufe der Nacht erreicht, die Temperaturen sind etwas zurück gegangen. Der Himmel ist bewölkt, aber der für heute Nacht angesagte Regen ist aber ausgeblieben. Momentan haben wir ca. 22°, zum Frühstück haben wir uns Strickjacken angezogen. Meine Gattin hat heute Morgen das Baguette im Shop geholt, nachdem sie der Ansicht war, mein Baguette das ich gestern geholt hatte, sei alt gewesen. Heute wollten wir noch nach Saint-Rémy de Provence zum Markt gehen. Auf meinem Reiseplan den ich für jeden Urlaub erstelle, und wo die einzelnen Stationen bzw. Campingplätze eingetragen sind, werden auch die Markttage in den verschiedenen Orten eingetragen. Wie es sich später herausstellt ist mir hier ein Fehler unterlaufen. Wie gestern Nachmittag gehen wir heute Morgen wieder in Richtung Zentrum von Saint-Rémy….. Fast schon am Rande des Stadtzentrum bemerken wir die ungewöhnliche Ruhe für einen Markttag. Und tatsächlich kein einziger Markstand zu sehen. Am Place de la Republique steht allein ein Karussell, im Normalfall stehen hier Buden mit Kleidung, bunte Keramik-Töpfe, Schuhe und viele andere Sachen.
Was war passiert: Bei der Fertigstellung meines Reiseplanes habe ich die Abfahrtstage bzw. Wochentage verändert, so rutschte der Markttag in Saint Remy…. von Mittwoch auf jetzt Dienstag.
Wir gehen also ergebnislos zum Campingplatz zurück. Kurz nach Mittag entscheiden wir uns für eine Rad-Fahrt durch die Stadt, vielleicht hinaus bis zum Kloster Saint Paul de Mausole (Heil-Anstalt, in der Vincent van Gogh eineinhalb Jahre verbracht hat). Oder zum Campingplatz Parc de la Bastide den wir auch vor ein paar Jahren besucht haben. Wir fahren los, ein paar Minuten später merken wir, dass in der Stadt ein unheimlicher Autoverkehr herrscht. Trotzdem ich eine ruhige Strecke gewählt habe. Vor drei Jahren als wir das letzte Mal hier waren ist uns dieser starke Verkehr nicht aufgefallen, (oder es war damals ruhiger, oder aber wir sind älter geworden).
Wir brechen die Tour ab und fahren auf dem kürzesten Weg zum Campingplatz Parc de la Bastide. Der Eingangsbereich hat sich immer noch nicht verändert, wie in all den Jahren, wo wir ihn angeschaut bzw. einmal haben wir hier sogar ein paar Tage verbracht. mit unseren E-Bikes fahren wir bis zu den Toiletten hoch, der Platz ist ziemlich leer, nur ein paar einzelne Wohnwagen stehen auf den einzelnen Feldern. Auf einer der großen Areale steht ein einzelner luxuröser Morelo, je größer das Wohnmobil umso weniger möchte man wohl für den Campingplatz ausgeben. Mehr möchte ich über diesen Ca.-Platz nicht mehr sagen. Enttäuscht fahren wir weiter, unser nächstes Ziel ist der Camping Le Mas de Nicolas am nördlichen Ende von Saint Remy….. Dazu müssen wir an der D99 eine der beiden Durchfahrtstraßen hier im Ort entlang fahren. An der Avenue Theodore Aubanel biegen wir ein in Richtung Parcours De Sante, auf halbem Weg befindet sich der Campingplatz. Unsere E-Bikes stellen wir am Eingang ab und fragen in der Rezeption, ob wir den Platz besichtigen können (wir sind schon einige Male hier gewesen). Im daneben liegenden Shop kauft meine Frau Eis für uns beide, wir setzen uns in der Nähe des Pools auf eine der Sitzecken und schlürfen unser Eis. Es ist schon wieder ziemlich heiß heute. Danach gehen wir ein paar Meter auf der Straße nach oben, es ist hier weniger los als vor ein paar Jahren wo wir ebenfalls zur Besichtigung hier waren. Die Stellplätze sind in irgendwelche Nischen untergebracht und etwa ungepflegt (was sicher Ansichtssache ist). Das erste Waschhaus auf der linken Seite schauen wir an, was uns auffällt sind die niedrigen Toilletten-Schüsseln, sind hier Zwerge zu Besuch?. Wir drehen wieder um und verlassen den Platz.
Jetzt fahren wir weiter den Berg hoch in Richtung Plateau de la Crau hier oben gab es einmal eine schöne Aussicht auf die Berge der Alpilles, heute ist das meiste durch Bäume und Büsche verwachsen. Weiter hinten ist das Gebiet, wo Carolin die Prinzessin von Monaco in den Neunziger Jahren mit Ihren Kindern gelebt hat. auch hier schaut alles anders aus als vor einigen Jahren. Es gibt einige neue Häuser hier, die Einfahrten sind mit riesigen Schmiedeeisernen Toren verschlossen, wo mit Sicherheit einige zigtausend von Euro kosten. Auf der Straße …… fahren wir wieder den Berg hinunter, kurz darauf erreichen wir die D30 die nach Saint Remy….. führt. Ab dem Kreisverkehr geht es wieder auf der D99 weiter, hier gibt es einen Fahrradweg der fast bis zu unserem Campingplatz geht.

Hier trinken wir einen Cappuccino mit einem Stück Kuchen, und geniesen die Ruhe am Platz. Kurz nach 15:00 packen wir unsere Badesachen und gehen zum Pool, der heute sehr wenig Besucher hat. So finden wir wenigsten eine freie Liege, vor dem ins Wasser gehen muss sie im Schatten sein, danach ist es in der Sonne schön. So verbringen bestimmt zwei Stunden hier. Unser Holländischer Bekannter, der viele Jahre mit seiner Frau hier zu Gast war ist auch heute nicht am Pool oder anderswo zu sehen.

Heute Abend gibt es Gegrilltes von der Pute und vom Hähnchen, sowie Berner Würstchen und Käsewürsten. Es kurz nach 9:30 als wir ins Bett gegangen sind

Mittwoch, den 29. Juni 2022

Guten Morgen, heute ist unser letzter Tag hier in Saint Remys…., unser Stellplatz ist ab Morgen Mittag von einem anderen Camper reserviert, und wir müssen gehen. Heute ist nun endlich der Marktag hier im Ort, wir überlegen ob wir mit dem Auto bis zum Intermarche fahren sollen, und hier das Auto abstellen. Anschließend im Intermarche einkaufen und unser Auto volltanken.
Um 10:00 fahren wir los, stellen das Auto wie geplant ab, und gehen zu Fuß ins Zentrum. Am Place de la Republique beginnen die Marktstände mit Kleidung, Porzellan, Schuhen und Schmuck und sonstiges. Auch eine neue Armbanduhr finde ich für mich, genau in der Preisklasse die ich mir vorgestellt habe. Im Zentrum befindet sich der Naturalienmarkt mit Fisch, Fleisch, Wurst, Olivenöl, Nougat, Pesto und verschiedene Beilagen in denen Oliven enthalten sind. Wie immer kaufen wir an einem Stand Wurst vom Wildschwein. Der Händler bietet die Würste in verschiedenen Geschmacks-richtungen an, einmal mit Nuss, Oliven, Pilzen und vieles mehr. Wir nehmen ein Set mit drei unterschiedlichen Zutaten für 10 Euro. Als nächstes suchen wir den Oliven-stand auf, an dem wir jahrelang das Olivenöl für unsere Tochter gekauft haben. Leider müssen wir feststellen, dass unsere gewünschte Olivenölmarke an diesem Stand nicht mehr verkauft wird.

Hier ein Bild aus dem Jahr 2017 mit unserem Olivenöl


Dann gehen wir weiter durch den Markt immer getreu mit unseren Corona-Masken vor dem Gesicht. Wir wollen hier kein Risiko eingehen, damit sind wir fast die einzigen die so etwas noch tragen. In einem Geschäft in einer Nebenstraße hat meine Frau gestern im Schaufenster einen Dino (Tyrannosaurus Rex) gesehen, unser Enkel Mateo steht auf Dinos. Heute wollen wir danach fragen, 17 Euro will der Verkäufer dafür haben, ganz schön happig, aber er ist von Schleich einem bekannten Deutschen Spielzeughersteller. Nach dem Kauf gehen wir zum Auto zurück, und tanken an der Tankstelle des Intermarche nochmals unser Auto voll. Morgen früh fahren wir weiter an`s Meer.
Nach dem Markbesuch fahren wir noch zur Ölmühle Moulin du Calanquet, sie ist in nächster Nähe von Saint Remy……., etwa 5,5 Km entfernt. In den vergangenen Jahren haben wir unser Olivenöl hier auf dem Markt in der Stadt, einmal auch direkt auf dem Olivengut Domaine Plaines Marguerite in Maussane gekauft.
Vor der Ölmühle Moulin du Calanquet erwartet uns ein wunderschönes Blumenfeld.

Die im Jahr 2000 von Anne und Gilles Brun in Saint-Rémy de Provence gegründete Moulin du Calanquet hat in seiner Gemeinde die seit mehr als 40 Jahren ausgestorbene Olivenaktivität wiederbelebt. Fünf Generationen im landwirtschaftlichen Umfeld, die Verbundenheit mit dem Terroir, der Respekt für Familienwerte und Traditionen und eine unglaubliche Dynamik sind die Grundlagen des Unternehmens.
Die Moulin du Calanquet hat einen Olivenhain von mehr als 20.000 Fuß, der 1997 gepflanzt wurde. Es besteht aus den traditionellen regionalen Sorten: Aglandau, Salonenque, Grossane, Verdale und Picholine. Seine Besonderheit besteht darin, neben einer Mischung auch sortenreine Olivenöle herzustellen. Diese Ausrichtung ermöglicht es, die vielfältigen Aromen und Düfte jeder Sorte zu entdecken, um sie mit verschiedenen Gerichten in Verbindung bringen zu können.
Sein Name calanquet kommt von dem provenzalischen Wort „calan“, einem Felsen, wo es gut ist, sich vor dem Mistral zu schützen. Stark in provenzalischen Traditionen verwurzelt, ist das Moulin du Calanquet auch ein Vorbild der Moderne. Es verwendet alle neuesten Techniken für seine Produktion, in Übereinstimmung mit den europäischen Lebensmittelsicherheits- und Hygienestandards.

Hier werden außer Olivenöl in den traditionellen Sorten Aglandau, Grossane, Salonenque, Verdale und Picholine auch Marmeladen aus verschiedenen Früchten sowie Tees und sonstige Produkte hergestellt.
Wir wollten eigentlich nur eine Flasche Olivenöl für eine liebe Nachbarin als Geschenk mitbringen. Bei der Auswahl des Öles stießen wir dann auf die oben genannten Sorten. Eine Mitarbeiterin führte uns durch die Produktion und stellte uns die verschiedenen Sorten auf Probierhäppchen vor. So wurde die Auswahl etwas leichter für uns. Beeindruckt und zufrieden verlassen wir die Ölmühle, die auch Führungen für ganze Reisebusse anbietet.
Am Platz angekommen erfreuen wir uns noch an unseren Kirschen die wir vom Campingplatz La Couteliere mitgebracht haben. Sie schmecken nach wie vor köstlich, weil sie auch sehr preiswert waren. Etwas später gibt es noch Kaffee und Kuchen, manchmal ist Camping auch ein einziges Schlemmen. Danach putzt meine Frau unsere E-Bikes, bevor sie ins Auto verladen werden. Am späten Nachmittag suchen wir den hübschen Pool auf, untertags haben wir immer noch ca. 36°, so dass eine Erfrischung am Abend gut tut.
Zum Abendessen gibt es heute Currywurst und Pommes Frites, die wir vom Restaurant holen werden. Wir haben in den vergangenen Jahren schon mehrmals Pommes….. aus diesem Restaurant geholt, die Portionsgröße war mir aber nicht mehr bewusst. So habe ich im Restaurant zwei Portionen bestellt und bin dann zur angegebenen Zeit mit einer Plastikschüssel losgelaufen um sie abzuholen. Als der Junge an der Kasse mir die 2 Portionen gab, bin ich erstmals erschrocken. Eine dieser Portionen hätte für uns vollkommen ausgereicht. Mit den 2 Päckchen bin ich dann zum Stellplatz zurück gegangen. Meine Frau bestätigt meine Befürchtung, über diese Riesenmenge an Pommes….., und dass wir sie niemals essen können.

Auf Stellplatz Nr. 48 steht ein holländisches Ehepaar mit seinem Caravan, den ersten Tag stand unser Wohnwagen hinter Ihnen auf einem Stellplatz, und heute sind wir vor Ihnen platziert. In dieser Zeit haben wir immer wieder mal ein paar Worte miteinander gewechselt. Ich nehme meinen zweiten Beutel mit den überzähligen Pommes und frage Sie, ob sie die Frites zum Essen brauchen können. Damit habe ich anscheinend ins Schwarze getroffen. Wie es herausstellt, ist die Frau eine leidenschaftliche Pommes Frites Esserin. Sie erzählen mir, dass er zweimal in der Woche mit einem Kleinbus unterwegs ist (der Mann ist 72 Jahre alt) in dieser Zeit isst sie mit Leidenschaft Pommes…. . Voller Begeisterung nehmen die beiden den Beutel mit den Pommes Frites an, und bedanken sich herzlich dafür.
Im Laufe des Nachmittags haben wir versucht die Zeltheringe heraus zu ziehen, aber der Boden war so trocken dass es beinahe unmöglich wurde.
(seit Jahren gießen wir vor dem herausziehen des Zeltherings Wasser in den Bereich um den Hering, so kann man ihn nach einer gewissen Zeit ohne Problem heraus ziehen). Eine gute Stunde haben wir dieses Mal gebraucht, bis sie draußen waren. Auch die Markise haben wir am Frühen Abend noch eingerollt, und alles für die morgige Abfahrt vorbereitet.

Donnerstag, den 30.06.2022

Es ist 7:00 als wir heute aufstehen, nach dem Gang zum Waschhaus machen wir unseren Caravan Reisefertig. Als erstes bauen wir die Klimaanlage ab, und verstauen sie im Schrank. Die Caravanstützen drehe ich mit der Hand hoch um unsere Nachbarn nicht so früh zu stören. Die Rezeption bzw. der Einkaufsshop hat erst um 8:00 geöffnet. Hier hole ich unser morgentliches Baguette und paar Croissants für das Frühstück.
Heute Morgen müssen wir den Campingplatz Monplasir verlassen, unser Stellplatz mit der Nummer 49 ist leider nur bis heute Mittag frei. So fahren wir schon heute weiter ans Meer, wir haben uns einen schönen Campingplatz in der Nähe von Beziers direkt am Canal du Midi ausgesucht. Ich wollte ja eher an den Platz Le Sablons fahren, den wir vor einigen Jahren besucht hatten. Er ist sehr schön mit einer Poolanlage, die für Jung und Alt gleichermaßen etwas bietet.
Kurz nach 8:00 verlassen wir den schönen Campingplatz auf dem wir viele Jahre und schöne Tage verbracht haben. Unser Weg führt uns bei Tarascon/Beaucaire über die Rhone, hier geht es weiter auf der D999 nach Nimes. Nach knapp einer Stunde haben wir schon die Mautstelle in Nimes Est erreicht, von hier geht es ca. 120 Kilometer in südwestlicher Richtung. Einige Kilometer nach Nimes machen wir unser Frühstück auf dem Aire de Vergeze. Der Himmel ist leicht bedeckt, und wir wissen nicht was uns am Meer für ein Wetter erwartet.

Kurz vor halb Zwölf haben wir dann die Autobahnabfahrt bei Bessan erreicht, jetzt sind es nur noch 9 Kilometer bis zum Campingplatz LÀir Marin****. Den letzten Kilometer sind wir nochmals falsch gefahren, bis dann der Platz erreicht war.
Mein erster Eindruck war, ich bin etwas enttäuscht. Schon im Internet konnte ich mich einem negativen Gefühl nicht entziehen. Nur auf Wunsch meiner Frau und der unmittelbaren Nähe zum Canal du Midi habe ich zugestimmt.
(mein Favorit war der Campingplatz Le Sablons)
Auf Anraten eines Campinggastes auf dem Ca. Monplasir haben wir wegen der beginnenden Hochsaison hier einen Stellplatz reserviert
Unseren Caravan haben wir vor dem Campingplatz abgestellt und sind in den Platz gegangen, der Campingplatz wirkte etwas leblos, der größte Teil war mit den unter-schiedlichen Mobil Homes belegt. Die Verkehrsführung mit Wohnwagen war für mich etwas rätselhaft, nur wenige der Stellplätze sind momentan belegt. In die Rezeption zurückgekommen, haben wir nach einem Stellplatz in der Nähe der Poolanlage gefragt. Nicht weil wir so viel zum Schwimmen gehen, sondern weil hier in der Regel etwas mehr Leben herrscht. Die hübsche Rezeptionistin bot uns vier Plätze zur Auswahl an, wovon wir einen Stellplatz an der Ecke zur Allee Lezard annehmen.

Wir fahren mit dem Wohnwagen auf den gewünschten Stellplatz Nr. 106 der sich in der Nähe des Pools befindet. Eines der beiden Waschhäuser befindet sich ebenfalls in unserer Nähe. Mit unserem Mover stellen den Caravan auf den Platz und rollen die Markise aus. Danach schaue ich mir das Waschhaus und die Toiletten in unserer Nähe an. Ich bin äußerst unzufrieden mit den Toilettenkabinen in unserem Waschhaus, (es sind die schlechtesten Kabinen die wir in den letzten 5-6 Jahren gesehen haben). Der Waschraum und die Duschen dagegen sind Ok. Als nächstes schaue ich mir jetzt das zweite Waschhaus an, leider sind hier die Türen zu den Toiletten versperrt. Schwer enttäuscht gehe ich zum Wohnwagen zurück. Wir beschließen noch heute Nachmittag den Campingplatz Les Sablons in Portiragnes zu besuchen und nach einem Stellplatz zu schauen.
Gegen 15:00 fahren wir los, es sind etwa 12 Kilometer bis zum Platz, stellen unser Auto an der Straße ab, und gehen in die Rezeption hinein. Eine der vielen Rezeptionistin hat uns mehrere Stellplätze in den verschiedenen Regionen des Platzes markiert. Wo wir in 2016 waren, dieser Platzteil steht leider nicht mehr zur Verfügung. In der Region Golf stehen ein paar Plätze zur Verfügung, ebenso in Tamaris. Nach langem Hin und Her entscheiden wir uns für einen Stellplatz in Golf, wobei auch diese Plätze in unserer Erinnung wesentlich besser aussahen. Auch die Toiletten sollten für einen 5***** Platz eigentlich besser sein. Unmittelbar bevor wir buchen, sagt uns die Rezeptionistin, dass ab Morgen die Hauptsaison beginnt, und die ACSI Preise nicht mehr gelten. Für die kommenden 5 Tage müssten wir mehr als 250 Euro bezahlen. Das war mir dieser Campingplatz nicht wert. Enttäuscht fahren wir zurück, und beschließen uns mit dem LÀir Marin zu arrangieren, gegebenenfalls etwas früher weiter zu fahren.
Auf dem Weg zurück kommen wir an dem Camping Dragonniere ***** vorbei, und beschließen ihn kurz entschlossen anzuschauen. Ein Wachmann möchte unsere Ausweise haben, und wir bekommen ein Armbändchen umgebunden. Der Eingangs-bereich sowie der Platz ist sehr elegant, mit sehr vielen Cottage und Chalet in verschiedenen Größen, und wie es sich zeigt wenig (55) Stellplätzen für die Caravans. Die Badeanlage erscheint mir etwas altmodisch zu sein. Allerdings was wir nicht wussten, es gibt auch eine Lagune hinter der Poolanlage. Es gibt viele Service-Attraktionen wie mehrere Restaurants, Bars, Jack Burgers und Pommes von Food Truck sowie vietnamesischen Spezialitäten vom Feinkostservice.

Diese Bilder sind vom Besitzer

Nach unser Besichtigung des Platzes steigen wir ins Auto und fahren zum Campingplatz LÀir Marin zurück. Hier angekommen trinken wir erstmals einen Kaffee und essen ein Stück Kuchen, danach rollen wir noch unsere Markise auf. Die Temperatur heute liegt bei ca. 25°, und der Himmel ist ziemlich bedeckt. Morgen soll es sehr warm und wieder Sonnig werden. Im Anschluß mache ich noch Arbeiten rings um den Wohnwagen zb. Toilettencassette entleeren, sowie die beiden Wasserbehälter auffüllen. Mittlerweile ist es jetzt schon 17:00 vorbei und schon ist Zeit für unser Abendessen. Es gibt heute Truthahnschnitzel mit Bratkartoffeln. Wie immer um etwa 22:30 ist Schluss für uns und wir gehen ins Bett. Der Tag war lang und nicht so erfolgreich.
Die Tagestemperaturen lagen heute bei ca.25°.

Freitag, den 01.07. 2022

Es ist kurz vor halb acht, als wir aufstehen, geschlafen haben wir gut die Temperaturen gingen in der Nacht auf etwa 23° zurück. Der blaue Himmel ist schon zusehen Unser Frühstücksbaguette hole ich in der Supèrette (Shop) gleich neben der Bar/Restaurant, beides befindet sich hinter dem hübschen Schwimmbad.
Heute Vormittag wollen wir nach dem kleinen Städtchen Adge fahren, wo sich eine weitere Schleuse am Canal du Midi befindet. Die Rundschleuse Adge Bj.1676 ist die einzige Kesselschleuse mit mehr als zwei Anschlüssen, die hier in Frankreich in Betrieb ist. Es sind nur ein paar Kilometer bis zur Stadt und zur Schleuse, den Weg kenne ich auswendig. Direkt vor der Brücke über den Herault die ins Stadtzentrum führt, müssen wir links abbiegen. Nur leider in dieser Straße ist eine Baustelle und wir kommen nicht durch. Beim zweiten Mal versuche ich es über die Av. Victor Hugo die bis zum Bahnhof geht, auch hier ist kein Durchkommen möglich. Wir fahren zurück über die D912, ein kurzes Stück vor der Stadt führt eine kleine Straße (Schotterweg) rechts ab. Durch eine Unterführung und an einem alten Fabrikgebäude vorbei geht der Weg. An den Schienen des Bahnhofs entlang der sich auf der anderen Seite der Schienen befindet. Zum Schluss die wir umfahren und schon sind wir kurz an der Schleuse, wo wir unser Auto abstellen. Die nächste Viertelstunde ist von keiner Seite des Kanals ein Boot zu sehen. Endlich kommt aus Richtung des Flußes Herault oder aus dem Bassin de Thau (Meer) ein Motorboot gefahren. Der Schleusenwärter hat schon auf das Boot gewartet, offensichtlich sind sie telefonisch angemeldet. Sie fahren in das Rondell und der Wärter schließt die Tore, und lässt Wasser aus dem Becken ab. Wenn der Wasserstand vom Canal du Midi (ca. 44 cm weniger) erreicht ist, öffnet der Wärter das gegenüber-liegenden Tor. Und das in der Kammer liegende Boot kann die Schleuse nun verlassen.

Wenn man mit einem Motorboot von Osten her kommend, aus dem Bassin de Thau in den Canal du Midi einfährt. Die zweite Schleusenkammer befindet sich hier in Adge in dieser Rundschleuse  Der dritte Anschluss führt in einen Stichkanal, der zum Unterlauf des Flusses Herault und durch die Stadt Adge und auf kürzestem Wege zum Mittelmeer führt. Auf geradem Wege führt der Kanal weiter nach Beziers, zur Schleusentreppe Fonseranes, die mit 6 bzw. /7 Schleusenkammern eine Höhe von 13,60 Meter überwindet. Von hier führt der Canal du Midi 240 Kilometer weit bis nach Toulouse, wo er seine Fortsetzung zum Atlantik über den Fluss Garonne findet.

Nach einer weiteren halben Stunde fahren wir wieder, geplant wäre jetzt die Schleusen-treppen von Fonseranes anzuschauen. Auch sie sind nicht allzu weit entfernt, etwa 12 Kilometer, aber mein Navi möchte uns über die Autobahn schicken mit 36 Kilometer, was ich strikt ablehne. Ich möchte über die D612 was der kürzeste Weg zu den Schleusen wäre fahren. Kurz vor Beziers verfahren wir uns erstmals, und wissen nicht mehr genau wo wir jetzt sind. Ich breche die Fahrt ab und wir fahren zurück zum Campingplatz. Wir waren in den vergangenen Jahren schon zweimal bei den Schleusentreppen von Fonseranes, und der Weg dahin oder zurück war immer ein Problem.

Hier ein paar Bilder aus vergangenen Jahren

Am Campingplatz angekommen, stellen wir den Tisch und die Stühle aus dem Schatten der umliegenden Bäume und genießen die Ruhe. Später am Nachmittag packen wir unsere Badesachen und gehen die paar Meter zum Pool. Heute ist die Badeanlage gut gefüllt, kaum zu glauben wo all die vielen Menschen herkommen. Die Poolanlage ist der schönste Bereich des Campingplatzes, das kann man ohne weiters sagen.
Ob das schon der Beginn der Hauptsaison ist, wir wissen es nicht. Nach gut einer Stunde gehen wir zum Kaffee und Kuchen essen zurück auf den Stellplatz.

Im Anschluss wollen wir noch den Strand aufsuchen, der in nächster Nähe sein soll. Es geht durch den ganzen Campingplatz bis wir den kleinen Ausgang erreichen und auf einer Nebenstraße stehen. Von hier aus gehen wir etwa einen Kilometer an einem weiteren Ca. Platz vorbei, ohne den Strand zu finden. Hier plagt mich plötzlich ein menschliches Bedürfnis, so dass wir die Suche für heute abbrechen müssen.
Zum Abendessen gibt es heute eine Brotzeit mit Bratensülze, Schinken, Käse und einer Dose mit Thunfisch und anderes. Den weiteren Abend verbringen wir vor dem Caravan mit Wein, einem Weizenbier und weiteren Getränken unserer Wahl, bevor es in die Koje geht.

Samstag, den 02.07. 2022

Wie meistens stehen wir kurz vor halb acht auf, nach einem Besuch im Waschhaus, das gerade von der Putzkolonne ausgespritzt wird, auch im Schwimmbad geht der Tauch-roboter jetzt auf Reisen. Was mich etwas erstaunt, meiner Meinung könnte er schon am Vorabend seine Arbeit machen, oder heute schon einige Stunden laufen. Wir haben einen blauen Himmel und keinen Wind. Ich gehe los um im Campingshop unser Baguette und ein paar Croissants zu holen. Vielleicht ist heute ein großer Anreisetag hier auf dem Platz. Schon gestern Nachmittag war die Poolanlage gut gefüllt. Was man an den Caravans in unserer Nähe erkennen kann, sind die meisten Gäste hier aus Belgien sowie Franzosen die meist einen Heimaturlaub am Meer verbringen.

Heute wollen wir nun endlich mit dem E-Bike am Canal du Midi entlang fahren. Am Campingeingang läuft der Kanal vorbei, vor zwei Tagen haben wir schon mal geschaut ob man hier Fahrrad fahren kann. Leider mussten wir erkennen dass der Weg nur eine schmale Spur mit einer Breite von ca. 30 cm hat. Und dass hier kaum ein Schiff vorbei kommt. Im Internet-Google und auf einer Karte habe ich einen Weg am Canal du Midi entdeckt, der anscheinend breiter als der bei uns liegende Weg vor unserem Platz ist.
Zunächst holen wir die Räder aus dem Kofferraum und bauen sie zusammen. Gegen 10:00 kann es auch schon losgehen, wir müssen am World Europark Vias Plage einem Vergnügungspark hier in Vias Plage vorbei fahren. Kurz darauf kommt ein Weg auf der rechten Seite der zum Kanal führt.
Den Weg den wir jetzt fahren, kann man sich kaum vorstellen. Er hat eine Breite bis zu 2,5 Meter, statt der Fahrspuren die man erwartet hätte, gibt es Gleisen mit Höhen-unterschieden bis zu 35 Zentimeter. Man muss immer wieder darauf achten auf seiner Spur zu bleiben, sonst gehts hinunter in eine Gleisspur. Vom Kanal sehen wir so gut wie nichts, einmal wegen der Büsche und Bäume, zum anderen wegen dem schwierigen Fahrweg. Ab und zu werden wir von jungen Leuten mit Geländerädern überholt. Wenn man im vorigen Jahrhundert mit einem Pferdewagen oder einem Ochsengespann unterwegs war, so schaute dieser Weg aus. Trotz allem wir tun unser Möglichstes und kommen tatsächlich ein paar Kilometer weit (mein E-Bike tat mir leid) bis zu einem Hafen. Hier befindet sich der Le Boatverleih Port Cassafieres, hier befinden sich ca. 40 Motorboote in allen Größen. Wir machen ein paar Fotos von den Kanalbooten, gerade steigen ein paar Gäste aus ihren gemieteten Boote. Sie haben große Reisekoffer dabei, die vielleicht auf den Schiffen nicht stören. Jetzt gehen sie zu den Autos hinüber mit denen Sie heute abgeholt werden. Es sind meist vier Personen mit stattlicher Figur, dazu die Reisekoffer und der Fahrer des Wagen will ja auch noch mitfahren. Das alles mit einem Kleinwagen zb. Renault Clio oder ähnliches…..

Wir fahren weiter am Hafenbecken vorbei auf die Straße, hier ist der Eingang zum Les Mimosas Camping Herault in Vias. Gleich darauf geht der Weg wieder zurück zum Kanal. Ganze 30 Meter schaffe ich auf diesem Weg, plötzlich rutsche ich von meiner Spur hinunter in eine tiefe Gleise. Ich stürze vom Fahrrad und falle auf die linke Seite, das Fahrrad auf mich drauf, mein Sturzhelm hat eine Delle bekommen und ich blute an meinem linken Arm. Dem Fahrrad ist Gottseidank nichts passiert.
Jetzt reicht es uns, aber Dank unserem Handy wissen wir genau wo wir sind und auf welchem Weg wir nach Hause kommen. Es geht jetzt auf einer normalen Landstraße in der Nähe von Portiragnes zurück zum Ca. Platz. Auf unserem Weg dahin stehen wir plötzlich vor dem Campingplatz Capfun Les Ondines der auf den ersten Blick einen guten Eindruck auf uns macht. Aber so wie es ausschaut verfügt der Platz nur über Mobilheime. Nach gut einem Kilometer haben wir auch schon den World Europark in Vias Plage erreicht (es gibt hier Vergnügungen aller Art zb. Go-Kartbahn, Wildwasser-bahn, Autoscooter, Indoor-Spielplatz). Nach weiteren 600 Meter sind wir am Ziel und stehen vor unserem Campingplatz. Wir fahren weiter am Kanal entlang am Camping vorbei, nach 500 Meter kommt eine Brücke, die einen Entlastungskanal überquert. Diese Brücke fahren wir hinüber, drehen aber gleich wieder um, weil uns nicht klar ist, wo diese Straße hinführt. Es geht wieder zurück, auf der Rückseite unseres Camping-platzes führt eine Straße entlang. Nach ein paar hundert kommen wir am Ausgang 5 unseres Ca. Platzes vorbei, wo wir gestern schon gelaufen sind. Es geht an zwei weiteren Campingplätzen vorbei, zweimal fragten wir nach dem Weg, die Auskünfte darüber waren unterschiedlich der eine Mann sagte 2 Minuten, ein anderer meinte 5 Minuten danach führte der Weg durch ein Wald und Heidestück das teilweise ziemlich sandig war. Hier konnte man nur ohne Antriebsunterstützung fahren. Nun über einen Parkplatz fahren, und wir sind am Strand von Vias Plage angekommen.

Nach einer kurzen Besichtigung, es gibt hier auch ein Strandrestaurant La Plage du Delta in dessen eingezäunten Bereich sind Badeliegen mit Getränkeservice. Am Strand selber ist heute nicht los. So fahren wir an einer Hauptstraße durch Vias Plage entlang die bis zu unserem Campingplatz zurück führt.
Gegen 15:00 gehen wir zum Pool, ein bisschen chillen und eventuell ins Wasser gehen. Die Badeanlage ist so gut wie voll, offensichtlich sind im Laufe des Tages weitere Gäste gekommen. Im großen Schwimmbecken war noch Platz für uns, aber das Wasser war für meinen Geschmack etwas zu kühl. Nach einer Stunde gehen wir zurück um beim Caravan einen Kaffee zu trinken. Danach wollen wir noch nach Vias zum Tanken fahren, da es am Montag wieder weiter nach Norden geht. Und auf der Autobahn wollen wir wegen der hohen Preise nicht tanken. Mit Hilfe vom Navi finden wir die Tankstelle und machen gleich den Tank voll. Danach gehen wir in den gleich daneben-liegenden Intermarche um eine neue Radkappe für den Caravan zu kaufen, da wir bei der Anfahrt schon wieder eine verloren haben. Pech gehabt, der Intermarche hat keine Radkappe, wir fahren wieder zum Platz zurück.

Vor dem Eingang unseres Campingplatz liegt ein etwas größeres Motorboot am Ufer. Es ist erst das zweite Mal dass wir hier ein Boot am Ufer liegen sehen dass mit Urlaubern besetzt ist.
Heute Abend wird mal wieder Gegrillt, wir haben noch eine Portion Grillfleisch dabei. Wie fast immer gehe ich nach dem Essen zum Geschirr spülen, das ja im Campingurlaub mein Part ist. Später spazieren wir noch etwas über den Platz, der sich heute schon etwas gefüllt hat. Auf einem der Wege bei uns in der Nähe treffen wir eine Kölnerin, die mit ihrer Familie heute Nachmittag angekommen ist. Sie sind mit einem Falt-Caravan unterwegs, heute Morgen sind sie irgendwo im Elsaß losgefahren. Sie erzählte uns von 12 Stunden die sie für die Fahrt bis hierher gebraucht haben. Offensichtlich waren im Raum Lyon große Verkehrstau`s.
Später am Abend spazieren wir zum Restaurant El Pueblo (Mexikanisches Restaurant) um an einem der kleinen Tische etwas zu trinken. Wir wählen ein paar Cocktail`s bei einer hübscher Bedienung aus, den eine Kollegin uns etwas später bringt. Vor der Bühne vom Animationsteam werden irgendwelche Musikalischen Vorführungen geplant, dafür werden Mitwirkende unter den Zuschauern gesucht. Aber irgendwie kommt das Ganze nicht in die Gänge, es fehlt wohl an der notwendigen Professionalität der Animateure. Wir bleiben ca. 1 Stunde hier, dann gehen wir wieder zurück zu unserem Caravan.
Nach einem weiteren Getränk vor dem Wagen machen wir uns zum Bett gehen fertig.

Sonntag, den 03.07.2022

Heute ist unser letzter Tag hier auf dem Camping LÀir Marin****, und morgen Früh geht es wieder nach Norden. Der Himmel zeigt sich in einem strahlenden Blau und die morgentliche Temperatur liegt bei 25°.
Um 8:00 gehe ich los um im Campingshopetwas für unser Frühstück zu holen, auch heute gibt es ein Baguette sowie 2 Croissants. Beides schmeckt ausgezeichnet und ist hier am Platz nicht teuer. Nach unserem Frühstück reinigt meine Frau unsere E-Bikes etwas Staub der vergangenen Tage. Anschließend werden sie abgebaut und im Kofferraum unseres Autos untergebracht und mit stabilen Haltebändern verzurrt. Später gehen wir gemeinsam zum Pool, wo irgendeine Veranstaltung stattfindet deren Sinn und Zweck wir nicht ganz begreifen.

So wie es aussieht sind auch Gäste aus einem anderen Campingplatz hier, die nach dieser Veranstaltung die Poolanlage verlassen. Auf jeden Fall findet danach ein Wasserball statt. Nach einiger Zeit gehen wir wieder zum Platz zurück (wir sind meistens nur eine knappe Stunde am Pool ganz egal an welchem Platz wir sind). Meine Frau telefoniert mit dem Campingplatz Soleil Fruite bei Valence und fragt nach freien Stellplätzen, die ihr bestätigt werden. Es sind noch Reste vom Morgentlichen Baguette übrig, die wir noch verspeisen.
Am Platznummer 86 schräg gegenüber von uns, parkt gerade ein wunderschönes, großes Wohnmobil (Chausson) ein. Dieser Stellplatz wurde uns ebenfalls angeboten, nur es steht mitten im Platz ein Baum, der die Qualität des Stellplatzes stark einschränkt. Auf jeden Fall versucht der Fahrer, es ist ein Franzose sein Fahrzeug optimal zu platzieren. Später gehen wir nochmals Spazieren, Informieren uns am Eingang darüber, ab wann die Schranke Morgen früh geöffnet ist. Ein paar Meter weiter am Kanal du Midi fährt gerade eine junge Frau mit einem Motorboot vorbei. Diese kann man hier irgendwo in der Nähe mieten. Weiter oben steht ein älteres Hausboot am Ufer, das anscheinend auch von Urlaubern gemietet ist. Es stehen einige Fahrräder und ein rosafarbener Schwan für kleinere Kinder an Deck.

Wieder am Stellplatz angekommen, bauen wir noch unsere Markise ab, und später erklingt vom Restaurant nette Musik. Wir gehen kurz rüber, es spielt tatsächlich eine Musikkapelle auf der Tribüne der Animation. Kurz bevor wir ins Bett gehen, kommen der Tisch und die Stühle noch ins Auto.

Montag, den 04.07.2022

Es ist 7:00 als wir aus den Federn kommen, wir fahren weiter zum Camping Soleil Fruite, es sind bis dahin 270 km. Es gibt nur eine Tasse Kaffee, Frühstücken werden wir später irgendwo auf der Autobahn. Jetzt bauen wir als nächstes unsere Klimaanlage ab und verstauen sie im Fußraum vom Kleiderschrank. In 20 Minuten ist alles passiert, danach hole ich unser Baguette vom der inzwischen schon geöffnet hat.
Pünktlich um 8:10 verlassen wir den Campingplatz LÀir Marin****

ein letztes Mal durch die engen Kurven des Ca.Platzes

Unser Frühstück machen wir auf einem Autobahnrastplatz kurz hinter Nimes, wo wir etwa eine halbe Stunde verweilen. Den Kaffee hat meine Frau noch auf dem Camping-Platz gemacht, dazu gibt es diverse Marmeladen und Schinken und einen Gouda. Und natürlich das Baguette vom Camping LÀir Marin. Um 10:20 geht es dann weiter, wir haben ja noch bestimmt an die 200 Kilometer zu fahren. Der Verkehr ist lebhaft aber kein Vergleich zu Deutschen Autobahnen, wo Kilometerlange LKW-Schlangen an der Tagesordnung sind. Wir kommen jetzt an Bollene vorbei, wo es an der rechten Seite zu unserem ersten Campingplatz dem Ca. Sagittaire geht. (Hier werden Erinnerungen wach/ Sommer 2000). Auf der linken Seite geht es zur Ardeche, wo wir ebenfalls einige Urlaubstage in verschiedenen Jahren verbracht haben. Gute 60 Kilometer weiter fahren wir an Loriol-sur-Drome vorbei, wo wir in Mirabel-et-Blacons am Beginn unserer diesjährigen Tour ebenfalls ein paar Tage verbracht haben.
Das Wetter ist bewölkt und Gewitterhaft, die Temperatur sinkt im Laufe unserer Fahrt nach Norden unablässig. Heute Morgen nach der Abfahrt hatten wir stellenweise bis zu 29°, jetzt kurz vor Valence sind es nur noch etwas 21°. Plötzlich fängt es an zu Regnen, wir fahren gerade an Valence vorbei, und gleich kommt die Abfahrt. Hier an der Peage de Valence-Nord wird gerade gebaut. 35 Euro möchte die Autobahngesellschaft von uns, ich hätte eigentlich mehr erwartet. Ein paar Meter noch bis zu einem großen Kreisverkehr, hier biegen wir gleich nach rechts ab. Wir fahren nun auf der N7 die bis nach Lyon hinauf führt. Nach ein paar Kilometer müssen wir die Autobahn A7 unterqueren und an Aiguille vobei fahren. Es sind jetzt nur noch ein paar Minuten bis wir unser Ziel den Campingplatz Soleil Fruite**** erreicht haben.
Punkt 12:30 sind wir angekommen, es sind viele Jahre vergangen, seit unserem letzten Aufenthalt hier, mal sehen was sich verändert hat. In der Rezeption bedient uns eine Farbige Mitarbeiterin, sie bietet uns ein paar freie Plätze an. Nach einem Durchgang über den Ca.Platz entscheiden wir uns für Stellplatznummer 50. Wir sind momentan etwas erstaunt über die geringe Belegung des Campingplatzes.

(nach späterem Nachdenken fällt mir ein, daß dieser Camping ein reiner Übernachtungsplatz für Caravaner ist, die am späten Nachmittag kommen und am nächsten Morgen weiterfahren)

Um 14:30 sind wir dann zum Pool hinauf gegangen der eine tolle Anlage für einen Campingplatz dieser Größe hat, aber sparsam besucht war. Wenig später kommen einige der Campinggäste in die hübsche Poolanlage, ich denke daß die meisten von den Mobilhomes kommen, von denen der Ca.Platz auch ca. 60 Stück hat. So waren mittlerweile doch ca. 35 Personen hier am Pool. Nach einer Stunde gehen wir zum Caravan zurück um einen Cappuccino zu trinken. Das Wetter weiß nicht genau was es will, es ist einfach Gewitterhaft. Zuerst wollten wir zurück zum Pool gehen, haben uns aber entschlossen die Klimaanlage aufzubauen. Nach den ca. 20 Minuten für den Aufbau der Anlage gehen wir doch zum Pool hinauf. Hier verbringen wir dann weitere30-40 Minuten, dann kommt meiner Frau der Gedanke unseren Caravan nochmals zu drehen. Bei unserer Ankunft wollte ich den Wohnwagen auf diese Seite des Stellplatzes stellen, sie wollte anders. Jetzt drehen wir den Wagen halt wieder um.

Im Laufe des späten Nachmittags fahren bestimmt an die 10 -12 Caravans hier auf den Campingplatz, aber morgen früh sind die meisten wieder weg.
Nächste Woche beginnen die Ferien in den Niederlanden, da ist die Hölle los hier auf dem Platz, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Es soll auch wieder wärmer werden, was die weitere Wetterprognose sagt.
Wir sitzen vor dem Caravan bei Wein und einem Glas Weizenbier, urplötzlich zieht eine Gewitterfront auf, es ist jetzt mittlerweile 20:30. Man sieht von allen Seiten Blitze herunter kommen, das Groß liegt derzeit noch jenseits der Rhone. Um 22:30 räumen wir das Feld es fängt an zu regnen. Unsere Markise haben wir heute gar nicht ausgerollt, so müssen wir zum Sitzen in den Wohnwagen zurück. Es regnet mehr als zwei Stunden lang und vor allem sehr Intensiv. Dieser Regen war der längste und stärkste in den vergangenen drei Wochen, den wir erlebt haben.

Dienstag, den 05.07.2022

Als wir heute Morgen aufstehen, ist der Himmel wie meistens in den vergangenen Wochen strahlend blau. Leider ist der Platz vor unserem Caravan durch den gestrigen Regen nicht so schön. Wir haben ja keinen Grasboden vor dem Wagen, sondern so etwas wie in einem Waldboden, wenn es trocken ist gibt es kein Probleme. So hat der Regen in der Nacht halt unseren Tisch und die Stühle so angespritzt, dass wir jetzt ihre Füße sauber machen müssen. Unsere Markise haben wir hier im Ca. Soleil Fruite**** auch nicht abgerollt, weil wir nicht wussten, wie lange wir hier bleiben werden.
Um 8:00 bin ich zur Restaurant hinauf gegangen, um meine Gestern bestellten Croissant und das Baguette abzuholen. Währenddessen hat meine Frau schon den Frühstückstisch gedeckt, heute außerhalb unseres Stellplatzes. Vor unserem Stellplatz beginnt ein großer Schotterplatz, wo Campingäste vorbei gehen, und die Caravan-Gespanne vorbei fahren. Hier ist genug Platz und die Morgensonne erwärmt uns. Die ersten Wohnwagen verlassen gerade eben den Campingplatz .

Im Laufe des Vormittags haben wir den Ca.-Platz zu einem kleinen Spaziergang verlassen.
Direkt vor dem Ca.-Platz gibt es jetzt einen Streichelzoo mit hübschen kleinen Ziegen, der eine Attraktion für die kleinen Kinder geworden ist. So schöne Tiere habe ich schon lange nicht gesehen.

Danach gehen wir weiter in Richtung einem weiteren Feriencentrum, dem Le Domaine du Lac, dazwischen liegt noch ein Minigolfplatz der aber seit Jahren schon geschlossen ist. Früher war hier ein großes Feld mit Aprikosenbäumen, dieses Feld mit den vielen Bäumen gibt es leider nicht mehr, (hier haben wir in früheren Jahren des Öfteren ein paar Früchte genascht) inzwischen ist hier ein schon abgeerntetes Getreidefeld. Auch in das Ferien-Centrum kommen wir nicht mehr hinein, hier sperrt jetzt ein großes Tor mit einem Nummerncode das Gelände ab. So gehen wir wieder zum Campingplatz zurück, inzwischen ist es schon Mittagszeit geworden, heute machen wir einen Obsttag, es gibt Ananas-Kompott zum Essen, der erfrischt und schmeckt immer gut.
Gegen 14:00 gehen wir zum Pool hinauf, um uns ein bisschen zu erfrischen, um diese Zeit ist meist wenig los. Am Morgen haben viele der Caravans den Campingplatz verlassen, auf dem weiteren Weg weiter nach Süden, oder auch zurück in ihre Heimat. Die meisten der Campinggäste sind Holländer oder Niederländer wie man oft sagt, den genauen Unterschied kenne ich auch nicht. Sie fahren genauso wie wir, mindestens zwei Tage bis sie wieder zu Hause sind.
Wir bleiben aber nur knapp eine Stunde am Pool, die ersten Übernachtungs-Caravans kommen schon wieder auf den Ca.-Platz. Wir gehen wieder zum Stellplatz zurück, um eine Tasse Cappuccino zu trinken. Kuchen haben wir leider keinen mehr, jetzt müssen wir auf Waffeln zurück greifen, darauf eine Himbeer oder Erdbeermarmelade das schmeckt herrlich (wir sind ja süße Esser, das habe ja schon öfters erwähnt). Später trinken wir ein Radlerbier, das wir von zu Hause mitgebracht haben. Um 17:00 sind wir nochmals zum Pool rauf, die meisten Gäste (Mobilhome oder Hüttengäste) sind schon wieder gegangen. Die Temperatur ist jetzt erträglicher geworden, trotz allem länger wie eine Stunde bleiben wir nicht hier. Auf dem Rückweg kaufen wir uns im Restaurant Eis aus der Kühltruhe, sie haben einige Sorten in der Truhe. Ich nehme eine Kugel mit Vanille und dazu eine zweite mit Himbeere. Meine Gattin wählt Eis mit Pfeffermint das offensichtlich ebenfalls gut schmeckt. Die boule de glace kostet 2,50 € aber die Kugel ist sehr groß.

Heute Abend gibt es Gulasch mit Semmelknödel zum Essen und dazu Gurkenscheiben. Der Teller ist ziemlich voll für einen so heißen Tag, aber die Fertigportionen sind halt nicht kleiner, da müssen wir wohl durch. Meine Frau nimmt sich dazu nur einen Semmelknödel, ich schaffe schon zwei Stück davon. Nach dem Essen kommt mein Part, nämlich spülen. Die Wasserhähne im Waschhaus (Spülbecken) haben einen sehr hohen Wasserdruck, die meisten spritzen etwas, weniger wäre schon besser.
Danach gehen wir beide zum Duschen, es sind hier immer Duschkabinen frei. Die Qualität und Sauberkeit in den Kabinen ist in all den Jahren wo wir den Camping Soleil Fruite**** besucht haben, einfach vorbildlich. Mehrmals am Tag werden die Waschräume gereinigt und sauber gehalten.
Den restlichen Abend sitzen wir vor dem Wohnwagen und Genießen ein oder zwei Glas Weizenbier oder auch Rotwein. Um 22:15 schalten wir unsere Klimaanlage wegen der Nachtruhe für unsere Nachbarn aus. Kurz darauf machen wir uns im Waschhaus fertig und gehen ins Bett.
Die Temperatur lag heute Nachmittag bei 26°.

Mittwoch, den 06. Juli 2022

Guten Morgen, es ist 7:30 als wir aufstehen und der Himmel ist herrlich blau ohne eine Wolke am Himmel zu sehen. Erstmalig schaue ich auf ein Thermometer und staune, wir haben gerade noch 20°, es kühlt hier oben in den Nordwestlichen Rhone-Alpes in der Nacht merklich ab. Der Vorteil liegt auf der Hand, man kann dadurch sehr gut im Caravan schlafen. Somit hat unsere Klimaanlage weniger zu tun um die teilweise hohen Tagestemperaturen zu senken. Um 8:00 hat das Restaurant geöffnet, wo man die verschiedenen Sachen zum Frühstück (Baguette, Paint, und Croissant) abholen kann, die man am Nachmittag zuvor bestellt hat.
Zuerst gibt es Frühstück das wir sehr genossen haben, wir sind eigentlich süße Frühstücker. Zu Hause essen wir immer Toast oder Brötchen mit den verschiedenen Marmeladen wie Erdbeere oder Himbeere, meine Frau nimmt dazu noch ein Glas Bienenhonig. Hier im Urlaub gibt es höchstens noch Käse wie Gouda, Bergkäse und geschnittenen Schinken (Schwarzwälder Schinken, Serrano Schinken) dazu.
Im Laufe des Vormittags fahren wir ein paar Kilometer bis an den Stadtrand von Valence. Hier in der Nähe der Autobahnabfahrt Valence-Nord befindet sich die Tankstelle Access-Total Energie, in den Jahren wo wir am Camping Soleil Fruite zu Gast waren, haben wir meistens hier getankt. Der Preis kann sich sehen lassen 2,03 € bezahlen wir, eine der billigsten Tankstellen in der wir in Frankreich in diesem Jahr getankt haben. Auf der Rückfahrt kommen wir noch an einem Feld mit Aprikosen-bäumen vorbei, dessen Früchte uns anlachen. Wir fragen den Obst-Bauern der gerade einige der Bäume aberntet, ob wir ein paar von seinen Früchten bekommen, was er bejaht.

Nach unserer Mittagspause gehen wir hinauf in die hübsche Poollandschaft, Badeliegen stehen genug zur Verfügung. Wie jeden Morgen sind viele der Übernachtungsgäste schon weiter gereist.

Der Camping Le Soleil Fruite**** ist meiner Meinung hauptsächlich ein Übernachtungsplatz, wo am frühen Morgen die Gäste mit Ihren Caravans weiter fahren. Am Nachmittag kommen dann neue Caravans zum Übernachten. Ausgenommen sind natürlich die Feriengäste in den Mobilhomes, die bleiben ja meistens 1- 3 Wochen hier.

Die Temperatur jetzt am Nachmittag liegt bei ca. 26°, so dass wir uns nur im Schatten der zahlreichen Sonnenschirme aufhalten wollen. Hier verbringen wir ein bis zwei Stunden, bevor wir zum Caravan zurück kehren, um Kaffee zu trinken und dazu ein Stück Kuchen zu essen.
Kurz nach 16:00 sind wir nochmals zum Pool hinauf um die letzten Stunden in diesem Urlaub zu genießen. Es treten aber immer wieder starke Windböen auf, für heute Nachmittag ist ein Mistral (starker Fallwind) mit Spitzen bis zu 69 km/h angesagt. Um halb Sieben gehen wir dann zum Wohnwagen zurück, anschließend geht es gleich zum Duschen. Heute Nachmittag sind sehr wenig Caravaner am Platz angekommen. Aber die Ferien in Holland beginnen ja erst am kommenden Montag, ab dann ist hier die Hölle los im Pool.
Heute Abend gibt es Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat und Gurken, dazu ein bis zwei Weizenbier, meine Frau trinkt meist einen Wein. (Wir haben ja welchen mitgebracht aus der Provence, genauer gesagt vom Camping Monplasir**** in Saint-Remy-de-Provence).
Später gehe ich zum Geschirr spülen. während meine Frau beim Duschen ist. Bevor es dunkel wird, packen wir unsere Stühle und den Campingtisch in unser Auto, so haben wir morgen Früh nicht mehr so viel zu tun. Um 22:30 geht es zuerst ins Waschhaus zum Zähne putzen usw. und gleich danach in die Koje.

Die Temperatur lag am Morgen bei 20° und am Nachmittag bei 26°.

Donnerstag, den 07. Juli 2022

Heute Morgen ist Abfahrt aus dem Sonnigen Südfrankreich. Wir sind etwas früher aufgestanden es ist erst 7:00, und haben uns in aller Ruhe fertig gemacht. Danach bin ich ins Restaurant hinauf gegangen und habe unsere bestellten Baguette und Croissant geholt. Nach dem Frühstück, das wir heute im Caravan gemacht haben, bauen wir noch schnell unsere Klimaanlage ab und verstauen sie im Kleiderschrank. Dort im Fußraum passt Sie genau hinein. Danach habe ich die Toilette entleert und das Frischwasser aufgefüllt, und als letztes die Kurbelstützen mit dem Accuschrauber hoch gedreht. Währenddessen hat meine Frau noch das benutzte Frühstücksgeschirr gewaschen. Die Wegstrecke wird heute etwas länger als normal sein, sonst übernachten wir immer wieder mal auf einem Campingplatz in Payerne (Schweiz). Heute wollen wir darauf verzichten und bis zum Raststätte Forrenberg bei Winterthur fahren, das sind ca. 540 Kilometer.

Unsere Abfahrt am Camping La Soleil Fruite ist um 9:50. Die Fahrt über die Umgehung von Valence bzw. über die A49 geht gut voran, an der Mautstelle bei Romans-sur-Isere holen wir unser Autobahn-Ticket für die Fahrt bis nach Annecy. Die Temperatur liegt bei ca.22° auf der Ebene bis nach Voiron. Danach beginnt die Bergstrecke A48 bis nach Bourgoin-Jallieu. Auch für heute ist ein starker Mistral angesagt mit Spitzen bis zu 73 km/h, aber Gottseidank spüren wir nichts davon.
An der Raststätte Aire d Oyeu in der Mitte der Bergstrecke machen wir eine kleine Pinkelpause von 11:10 -11:20 . Ich sitze noch im Auto und schreibe gerade meine Daten auf, neben uns auf der LKW-Spur möchte ein Holländer sein Auto einparken. Er fährt extra von den Autoparkplätzen hier hoch zu den LKW-Parkplätzen, ich kann nur den Kopf darüber schütteln. Die Temperatur hier oben liegt bei 20°. Wir haben hier eine Höhe von maximal 550 Höhenmeter gegenüber der Meereshöhe bei Valence mit einem Mittelwert von 120 Meter.

Um 12:40 -13:40 haben wir die Raststätte Aire de La Ripaille bei Seynod erreicht. Um in der Schweiz nicht mehr Tanken zu müssen, machen wir hier unseren Tank voll. Wir haben Glück gehabt, der Dieselpreis liegt hier bei 2,029 Euro, 10 Cent weniger als bei der Tankstelle 20 Kilometer zurück. Auf der gleich dahinter liegenden Raststätte machen wir unsere Mittagspause. Unter den überdachten Rast-Inseln genießt man Schutz vor der warmen Sonne. Hier verbringen wir fast eine Stunde, bevor es weiter geht. Nach weiteren 15 Minuten sind wir an der Mautstelle bei Cruseilles angekommen, dort knöpft man uns 48,40 € an Mautgebühren ab. Von jetzt geht es auf der Mautfreien A41 weiter bis nach Genf, das wir kurz darauf um 14:15 erreichen. Hier in der Großstadt heißt es natürlich aufpassen, um nicht vom rechten Weg abzukommen, aber es geht alles gut.

Um 15:15 machen wir eine Kaffeepause auf der Raststätte Bavois, die sich kurz vor dem Lac de Neuchâtel befindet. Den Kaffee hat meine Frau heute Morgen gemacht und in einer Thermoskanne mitgebracht. Hier bleiben wir etwa 45 Minuten, bis es weiter geht. Der Autoverkehr hält sich bis jetzt in Grenzen, aber das muss nichts heißen. Alle großen Staus in den vergangenen Jahren haben erst bei der Landeshauptstadt Bern begonnen.
So auch heute, noch im Stadtgebiet Bern kurz vor der Raststätte Grauholz beginnt der Stau, der sich etwa 65 Kilometer bis nach Rotchrist hinzieht. Und wenige Kilometer vor Zürich beginnt eine große Baustelle, die uns durch ganz Zürich begleitet. Erst nach dem Autobahndreieck Wangen-Brüttisellen gibt es wieder freie Fahrt für uns. Aber nur wenige Kilometer weiter, beginnt eine weitere Baustelle, die bis zu unserem heutigen Übernachtungsziel der Raststätte Forrenberg führt. Vor vielen Jahren haben wir einmal auf der Raststätte Kemptthal (ein paar Kilometer zurück) übernachtet, und in den darauf folgenden Jahren immer wieder vergeblich versucht auf dieser Raststätte zu nächtigen. Mittlerweile stellt sich heraus, dass Caravaner und Wohnmobilisten hier gar nicht erwünscht sind. Offensichtlich sind Fernfahrer aus ganz Europa die besseren Gäste.
Um 19:30 kommen wir endlich an der Raststätte Forrenberg an, der Rastplatz ist bis auf 4 LKW-Plätze voll. Wir fahren mit einem etwas schlechten Gewissen in einer der freien Spuren. Bis nach Haus zu fahren sind weitere 200 Kilometer, das kommt für uns nicht in Frage. Zuerst machen wir einen kleinen Spaziergang über den Rastplatz um uns die Füße zu vertreten. Am Caravan zurück gibt es, wie immer wenn wir auf Strecke sind eine Brotzeit mit Käse, Schinken und Hering in der Dose. Zum Trinken für mich ein Glas Weizenbier, meine Frau bevorzugt ein Radler oder aber in Norddeutschland auch als Alsterwasser bekannt. Gegen 22:00 gehen wir ins Bett, wir wollen ja morgen Früh zeitig weiter fahren.

Freitag, den 08.07.2022

Es ist schon 6:30 vorbei, als wir aufwachen. Wir haben gut geschlafen, die Temperatur im Wohnwagen war angenehm. Ein knappe halbe Stunde fahren wir auch schon los. Der Verkehr auf unserer Straßenseite in Richtung St. Gallen war angenehm, es ist sogar in Richtung Zürich weniger Verkehr zu beobachten. Hier haben wir in vergangenen Jahren schon größere Verkehrsaufkommen erlebt. Nach einer Stunde haben wir schon Schweiz-Österreichische Grenze erreicht. Wie auf der Herfahrt benutzen wir auch heute den Pfändertunnel. Ich kann allerdings keinen großen Vorteil gegenüber der Fahrt durch die Innenstadt sehen. Die Autobahnabfahrt über Au/Lustenau ist in meinen Augen ziemlich aufwendig. Wie auch immer, wir jetzt durch den Tunnel der ca. 6 Kilometer lang ist, fahren an Lindau vorbei. Weiter geht es auf der A96 nach Memmingen. Auch hier ist das Verkehrsaufkommen angenehm, so dass wir nach einer weiteren Stunde das Kreuz Memmingen erreichen. Von hier sind es über die Abfahrt Memmingen-Süd bis nach Ottobeuren nur noch ein paar Kilometer.
Unsere Ankunft vor dem Haus war kurz nach 10:00, in der Straße ist es ruhig, keine parkenden Autos am Straßenrand, sodass wir ohne weiteres in unsere Hofeinfahrt fahren können.

Fazit: Es hat dieses Mal länger gedauert, bis ich diesen Reisebericht fertig stellen konnte. Als wir zu Hause angekommen waren, und den Caravan ausgeräumt haben, machte ich einen Kontroll-Besuch in der Erdgeschosswohnung (die zur Zeit leer ist). Hier stellte ich mit Erschrecken fest, dass im Badezimmer dieser Wohnung Wasser am Fußboden steht. Wie es sich später herausstellte, haben wir einen Rohrbruch in der Warmwasserleitung in unserer Wohnung, und das Wasser ist dann die Wand in das untere Stockwerk gelaufen.

Zu unserem Urlaub ist zu sagen, wir hatten wunderschönes Wetter, in großen Teilen sehr heiß, sodass unsere Aktivitäten mit dem E-Bike etwas eingeschränkt waren. Fast alle Campingplätze waren schön. Bestimmte Ausflüge und Märkte waren dank Corona stark reduziert. (Fontaine de Vaucluse, L`Isle-sur-la Sorgue). Bis auf den C.Platz am Meer waren uns alle Orte und Campingplätze bekannt und hat uns bisher nie gestört. Im Nachhinein stelle ich mir die Frage, ob ich eine solche große Tour auch wegen meinem etwas fortgeschrittenen Alters in den folgenden Jahren noch machen möchte. Diese Frage wird sich sicherlich stellen.

Nochmals zum Campingplatz LÀir Marin, dieser Platz war für mich eine Persöhnliche große Enttäuschung. Im Detail: Platzansicht die Botanik war schön mit einigen Palmen ebenso war die Badeanlage ansprechend und hübsch. Es gibt zwei Waschhäuser, eines davon gehört meiner Meinung abgerissen, die Toilettenkabinen in jedem Fall. Die Duschkabinen in diesem Haus war ok, weil neue/ere Elemente eingebaut waren. Das zweite Waschhaus wurde erst einige Tage später geöffnet. Der Service der Putzmannschaft war dagegen ok.
Die Toiletten im 5 Sterne Platz Les Sablons ließen ebenfalls zu wünschen übrig, bei beiden Campingplätzen würde ich einen Sterne abziehen.
In diesem Zusammenhang noch eine Bemerkung dazu: Ein junge Frau fragte mich warum die Campingplätze am Meer so ein schlechtes Sanitär hätten. Ich wollte zu diesem Zeitpunkt diese Aussage nicht bejahen, heute würde ich zustimmen.

Unser Wiedersehen mit der Makadi Bay/Ägypten

mit anschließender Nilkreuzfahrt

Wir haben Winter in Deutschland, mittlerweile ist es schon Februar geworden als wir unseren alljährlichen Urlaub nach Ägypten antreten. Auch in diesem Jahr wollen wir in der Makadi Bay unseren Badeurlaub verbringen. Aber zuvor noch eine Woche mit einem Kreuzfahrtschiff auf dem längsten Fluss der Welt, dem Nil verbringen.
Nachdem wir im letzten Jahr zu Gast im Hotel Sol Y Mar waren, haben wir uns für dieses Jahr wieder für ein Haus, der uns wohl bekannten Red Sea Gruppe entschieden.

Unser Flug startet von München aus nach Hurghada, der Abflug ist für 21:15 vorgesehen. Wir werden also so ziemlich die ganze Nacht in unserem Flieger von Tuifly verbringen. Unsere Ankunft in Hurghada ist für 3:00 vorgesehen, nachdem wir unsere Koffer vom Laufband geholt haben, gehen wir schnell nach draußen. Hier wartet schon unser Bus, der uns nach der Makadi Bay bringen wird. Im Grand Makadi Hotel wartet man schon auf uns. Das Einschecken geht relativ schnell voran, so dass wir um 4:30 Morgens endlich ins Bett kommen.

  1. Urlaubstag: Um 7:45 sind wir schon wieder auf den Beinen, im Leonardo Restaurant das gleich in der Nähe der Rezeption liegt, nehmen wir unser erstes Frühstück ein. Wie meistens im Ausland oder Ägypten bestelle ich mir ein Omelette mit Mushrooms und Cheese, danach hole mir ein paar Brötchen und dazu Marmelade aus Erdbeeren oder Himbeeren. Zum Trinken gibt es Kaffee und irgendwelche Säfte, vorwiegend Orangen oder Ananassaft oder aber einen Multivitamin-Saft.
    Nach dem Frühstück machen wir unseren ersten Spaziergang über das riesige Hotel-gelände, das ja eigentlich aus den Hotels Grand Makadi, Makadi Palace und Makadi Spa besteht. Wie wir schon im letzten Jahr sehen konnten, werden hier noch einige weitere Hotels der Red Sea Gruppe gebaut.

Wir gehen auch durch die wunderschöne Anlage des Makadi Palace Hotels, das wir von Bildern im Reisekatalog vom Ägyptenspezialist ETI schon lange kennen. Leider war es uns in diesem Jahr zu teuer, so dass wir uns für das Grand Makadi entschieden haben. Ein weiterer Grund war die Kombination zwischen den Red Sea Hotels und den Nilkreuzfahrtschiffen von Grand Cruises die beide zu einem Familienunternehmen gehören. Wir haben uns in diesem Jahr für die Kombination Grand Makadi und der MS Grand Rose entschieden.

Blick auf das Makadi Palace

2. Urlaubstag: Um 10:30 haben wir eine Besprechung mit dem Örtlichen Reiseleiter von ETI der uns die nötigen Informationen über das Hotel und den morgigen Beginn unserer Nilkreuzfahrt mitteilt. Das meiste über die Nilkreuzfahrt ist uns bekannt, da wir ja schon mehrmals an einer Kreuzfahrt teilgenommen haben. Die Abfahrt findet Früh morgens schon um 5:00 statt, es geht von Makadi Bay Richtung Safaga. Hier ist ein großer Busparkplatz, wo sich alle Busse aus Sicherheitsgründen (ca.40/50 Stück) zu einem Konvoi zusammen schließen. Um dann gemeinsam durch die Arabische Wüste Richtung Quena/Luxor fahren. Die Stadt Luxor erreichen wir gegen 10:00 ???? Vormittags. Nach dem Einschecken an Bord und dem Beziehen unserer hübschen Kabine auf dem Secounddeck gehen wir noch kurz in das Restaurant. Das sich auf dem Maindeck, also ganz unten befindet, um noch eine Kleinigkeit zu essen.

Am frühen Nachmittag machen wir noch eine Spaziergang in Luxor an der Promenade und am Ufer des Niles entlang. Später gehen wir zum Schiff zurück, um auf dem Sonnendeck auf einer der zahlreichen Liegen in der Sonne liegend zu faulenzen. Hier oben gibt es auch einen überdachten Barbetrieb, wo es Kaffee und andere kühle Getränke gibt (Mein persöhnliches Lieblingsgetränk ist CubaLibre). Gegen 15:30 wird am Heck des Schiffes noch eine Crepes-Station eröffnet. Dazu gibt es verschiedene Zutaten von Puderzucker, Schokoladensoße oder verschiedene Marmeladen. So kann man es in der warmen Ägyptischen Sonne gut aushalten.
Um 18:00 gehen wir wieder in das Restaurant zum Abendessen. Seit Gestern Abend hat sich ein Pärchen aus Aue im Vogtland uns angeschlossen. Sie haben wohl festgestellt das wir uns hier in Ägypten einigermaßen gut auskennen.
Heute Abend gibt es in der Lounge-Bar Live-Musik, eine junge Frau führt uns dann einen Bauchtanz vor. Danach wird uns ein Tanoura-Tanz von einem Tänzer vorgeführt. Wir haben den sagenhaften Tanoura-Tanz schon einige Male in verschiedenen Ägyptischen Hotels und auch auf unseren Nil-Kreuzfahrten gesehen.

(Tanoura ist ein traditioneller Nationaltanz hier in Ägypten. Seine Besonderheit ist, dass nur Männer diesen Tanz aufführen Die Grundlage des Tanzes ist ein kreisender Tänzer der sich fortlaufend um seine Achse dreht, notwendigerweise gegen den Uhrzeigersinn. Ein Tanoura- Tänzer kann sich von 15 Minuten bis zu mehreren Stunden drehen!, und sich dadurch in einen Zustand der Trance bringen. Bei der Aufführung entstehen technisch anspruchsvolle Elemente mit Röcken, die den Tänzer vielschichtig bedecken. Eine flauschige und dramatische Schicht von Röcken dient als Attribut der Präsentation. Und erfahrene Tänzer beziehen Tamburine und andere Elemente in den Tanz ein)

3. Urlaubstag: Heute Morgen heißt es schon früh aufstehen, denn Besichtigungen hier in Ägypten beginnen wegen der beginnenden Hitze immer sehr früh. Kurz vor 7:00 sind wir schon im Speisesaal zum gemeinsamen Frühstück, und eine Stunde später sind wir am Tempelgelände von Karnak angekommen. Wir werden von einem Reiseleiter der uns die folgenden 7 Tage begleitet, durch den Tempel geführt. Er erzählt uns viel über die Ägyptische Kultur und seine Pharaonen.

Am Tempelgelände von Karnak wurde von insgesamt 30 Pharaonen über 2000 Jahre lang gebaut, somit ist er mit einer Fläche von 100 Hektar der größte Tempelkomplex der Welt.

Gegen 10:00 verlassen wir den Gigantischen Tempel und fahren mit dem Bus in die Altstadt von Luxor zu einem kurzen Spaziergang.

Als nächstes besuchen wir den Luxor-Tempel – Amun-Opet-Tempel, der am anderen Ende der Stadt liegt, und ebenfalls in allernächster Nähe des Nilufers liegt.