Kenia – September 2017

Wir waren eingeladen, die Hochzeit unserer Tochter Raphaela in Kenia zu begleiten. Gemeinsam mit der Familie Ihres Ehemannes sind wir hierzu 10 Tage lang durch Afrika gereits, haben Land und Leute und insbesondere die Tierwelt kennengelernt- und nach einer unvergesslichen Trauung in der afrikanischen Wildnis noch einen Badeurlaub am bekannten Diani Beach genossen…

Mittwoch, den 06.09.2017

Um 13:00 stehen wir schon an der Haustüre der beiden, alle sind gut gelaunt, so kann unsere Reise losgehen. Nach ein paar Fotos vor der Türe kommen auch schon die beiden Taxis, die uns zum Airport in Stuttgart bringen werden. Der Weg bis dahin ist ja nicht weit, so werden wir schon am Eingang des Terminals von Dagmar und Klaus begrüßt. Gemeinsam gehen wir nun im Terminal 3 zum Check-In, um uns hier einzuchecken, und geben auch gleich unsere Koffer ab. Danach gehen wir in den ersten Stock zu Gate 312 hoch. Einige von uns haben auch schon wieder Hunger und Durst, da bis zu unserem Abflug noch etwas Zeit ist. Das Bistro ist gleich daneben, Klaus holt mir und sich selber ein Glas Weizenbier, und auch Raphaela bringt uns ein paar Brezeln zum Knabbern vorbei. So verbringen wir die restliche Zeit bis zum Abflug in fröhlicher Runde. Kurz vor der Abfahrtszeit wechseln wir zu unserem Abflugsgate, hier bekommt Raphaela noch von Ihrer Schwester ein T-Shirt von Kevin („die Minions“) geschenkt, da Sie ja offensichtlich ein großer Fan von dieser Kunstfigur ist.

Kurz vor 15:00 gehen wir alle in den Flieger, der uns als erstes nach Istanbul bringen wird. Unser Flugzeug ist eine Airbus 321 mit der Flugnummer TK 1704, die um 15:15 hier in Stuttgart abhebt. Unser Flug dauert etwas mehr als 4 Stunden, und so sind wir kurz nach 19:00 im Anflug auf die Metropole am Bosporus. Da Hermine einen Fensterplatz hatte, konnte ich den Anflug genau verfolgen. Wir flogen von Bulgarien über das Schwarze Meer, und überquerten den Asiatischen Teil von Istanbul. Überflogen dann im Anschluss von Südosten her noch das Marmara-Meer, und setzten am Flughafen-Atatürk auf. Hier hatten wir eine knappe dreiviertel Stunde Zeit,bevor es weiter Richtung Afrika geht. Hier am Flughafen waren nur Flugzeuge von Turkish Airlines zu sehen, das ist insofern verwunderlich, weil in Istanbul der Welt größter Flughafen entstehen soll. Von 200 Millionen Fluggästen träumt Präsident Erdogan, dieses Ziel ist zur Zeit kaum noch zu verwirklichen. Die Anzahl der Passagiere am Airport hält sich in Grenzen, so können wir nach 20:00 unseren Flug nach Mombasa in Kenia fortsetzen. Vom Flug selber gibt es wenig zu sagen, die meisten von uns haben geschlafen oder geruht. Raphaela hat Reisetabletten ausgegeben, die müde machen sollen, das hat auch in den meisten Fällen geklappt. Als einziger wohl habe ich den Flug überwacht, so konnte ich feststellen dass wir um 2:00 morgens den Tana-See in Äthiopien überflogen haben. Hier befindet sich die Geburtsstätte des Blauen Nils, warum ich das hier erwähne, wird etwas später klar.

Gegen 4:00 in der Frühe kommen wir dann am Moi International Flughafen in Mombasa an, das Auschecken geht relativ zügig voran. So sind wir nach einer knappen Stunde an unserem Hotel Severin Sea Lodge im Norden von Mombasa angekommen. Der Eingangsbereich ist sehr schön und offen gestaltet, wie hier in allen Hotels in Kenia, die wir kennen lernen dürfen. Hier bekommen wir auch die Nachricht von der Geburt von Max-imilian, die um 2:00 morgens statt gefunden hat, siehe Tana-See.

Hier an dieser Stelle nochmals die herzlichsten Glückwünsche an die glückliche Mama Sarah, und den Vater Matze und natürlich auch an die glücklichen Großeltern Dagmar und Klaus. Nachdem wir eingebucht sind, werden wir in unsere Zimmer geführt, die sich in verschiedenen kreisrunden doppelstöckigen Häusern im Park befinden. Hier sehen wir erstmals die großen Moskitonetze die sich über und um die Betten befinden, und zum Schutz vor den bösen Insekten dienen sollen. Die nächsten drei Stunden schlafe ich großartig, was ich auch von den anderen hoffe.

Donnerstag, den 07.09.2017

So gegen 9:00 am Morgen treffen wir uns gemeinsam im Speisesaal der Severin Sea Lodge zu einem gemeinsamen Frühstück. Es ist ein Buffet aufgebaut, das durchaus dem Europäischen Stil entspricht, mit Brötchen, verschiedenen Marmeladen, Wurst, sowie auch Rühreier, Obst und verschiedene Müsli. Danach geht jeder erstmals seiner Wege, ich hole mir meinen Fotoapparat aus unserm Zimmer, um von der ansprechenden Hotelanlage noch ein paar schöne Fotos zu machen. Mein kleines Fotoshooting beginne ich am Eingang des Ressort.

Es ist eine abgeschlossene Hotelanlage mit Tor und einem Pförtner sowie einer Wachmannschaft, und ist sehr gepflegt mit all Ihren Blumen und Sträuchern. Die einzelnen Häuser sind meist auch zweistöckig mit außenliegender Stahltreppe zum oberen Zimmereingang. Im Park blühen große Oleander-Sträucher und andere bunte Sträucher, es gibt große Fächerpalmen und viele verschiedene Farne. Das Zentral-gebäude ist ganz im Afrikanischen Stil gebaut, bis zum Dach offen gehalten mit Rezeption und vielen Sitzgelegenheiten, Geldwechsel-Schalter, Reisebüro, verschiedene Boutiquen und Bars. Desweiteren befindet sich im Eingangsbereich ein Souvenier-Geschäft, hier gibt es viele Giraffen, Elefanten, Trommeln und vieles andere aus Holz zu kaufen. Es gibt sogar ein Internet-Cafe, eines der Restaurants befindet sich in einem Holz-Schiff, das im Garten aufgestellt ist. Beim Durchgang durch eine dieser Bars kommt man zu einer netten Poollandschaft mit einer kleinen Rutsche. Raphaela und Alexandra können einfach nicht widerstehen und machen ein paar Rutschfahrten in den netten kleinen Pool. Wenn man durch den Garten geht, sieht man überall verstreut unsere kleine Reisetruppe auf ihren Liegen schlafen, der Flug war halt doch sehr anstrengend. Direkt an der Pool-Landschaft, ein paar Treppenstufen hinunter, beginnt schon der Strand und dahinter der Indische Ozean mit seiner unendlichen Weite. Hier am Strand sind einige Händler mit Ihren Waren und Souveniers unterwegs, unsere Hotelanlage betreten sie aber nicht.

Als ich zu unserem Zimmer zurück kehre, sehe ich vor der Türe eine wunderschöne Agame, das ist eine Echsenart, die hier in Kenia vorkommt. Ihr Körper ist blau schimmernd mit einem goldfarbenen Kopf, die sich hier in der Sonne wärmt. Weiter oben am Eingangsbereich des Hotels waren auch einige Affen zu sehen, hier sollte man immer die Türen und Fenster geschlossen halten.

Vor dem Abendessen treffen wir uns noch in einer schönen Bar zu einem kleinen Umtrunk, die Herren bevorzugen ein Bier, die Damen trinken eher ein Glas Wein und diverse Säfte. Danach gehen wir zum Essen in den Speisesaal, wo schon ein großer Tisch für uns gedeckt ist.
Es gibt gegrilltes Schweinefleisch auf Kürbis-Pürree, sautierte Kartoffeln und Gemüse oder in der Pfanne gebratenes Fischflilet mit Zitronen-kräuterbutter, gedünsteter Reis mit Gemüse oder aber etwas Vegetarisches. Zum Nachtisch eine Schwarzwälder Kirschtorte mit Melbasauce, sowie einen Kenianischen Tee oder Kaffee.
Wir gehen heute schon frühzeitig ins Bett, da der morgige Tag schon bald für uns beginnen wird.

Freitag, den 08.09.2017

Kurz nach 5:00 weckt uns schon ein Boy vom Hotel, er klopft an allen Zimmertüren unserer Reisegruppe. Hermine und ich vergewissern uns, ob Dagmar und Klaus im Zimmer über uns auch schon auf den Beinen sind. Im Speisesaal liegen Breakfast-Pakete für uns alle bereit. Alexandra und Vito müssen wir aber noch aus dem Schlaf klingeln. Um Punkt 6:00 stehen wir dann schon gemeinsam vor der Rezeption, auf uns warten zwei große Toyota-Landcruiser mit Ihren Fahrern. Jedes von Ihnen hat Platz für sieben Fahrgäste, derart ausgestattet sind die Safari-Urlauber in der Regel kaum, die meisten Urlauber müssen zu 9 Personen in Kleinbussen ihre Safari überstehen. Dagmar und und Klaus sowie Hermine und ich, die Alten also, besteigen eines der tollen Gefährte. Und die Jungen, das Brautpaar Ela & Chris sowie Alex & Vito nehmen den anderen Jeep, und schon geht es los Richtung Westen hinaus in die Savanne. Die ersten Kilometer führen uns durch Mombasa, deren Straßen mit riesigen Schlaglöchern gesegnet sind.

Nach etwa zwei Stunden machen wir eine erste Rast in einem Rasthaus, wo man sich Essen, aber auch viele Holzschnitzereien kaufen kann. Diese Art von Rasthaus ist uns schon von Ägypten bekannt. Hier sehen wir auch die üblichen Touri`s mit Ihren Kleinbussen stehen. An dieser Stelle muss man sich schon mal bedanken bei unserer Tochter und Ihrem zukünftigen Ehemann Chris, die uns diese durchaus komfortable Reise möglich gemacht haben.

Die Fahrt über die A 109 in Richtung Nairobi, quer durch die Savanne , war schon beeindruckend, mal war die Straße geteert, mal geschottert, zum überholen anderer Fahrzeuge und LKWs war es durchaus üblich, die Hauptstraße über eine seitliche Böschung nach unten zu verlassen, und nach dem Überholvorgang wieder hinauf auf die Hauptstraße zu fahren. Am Rand dieser Transitstraße sehen wir immer wieder Haufen mit Zweigen oder gebundene Äste, die aber schon mal im Feuer waren. Des Rätsels Lösung ist, die Anwohner machen hier Holzkohle und verkaufen sie. Auf LKWs werden sie dann in die Städte gebracht, wo die dortigen Bewohner sie zum Kochen verwenden. Auf unserer Fahrt durch die Savanne begegnen uns immer wieder mal Paviane, später sehen wir noch Impalas, das ist eine Antilopenart. Zu guter Letzt bekommen wir jetzt auch vereinzelte Zebras zu sehen. Auf der Strecke nach Voi sehen wir auch Sisalfelder, und auch junge Bananen-Anpflanzungen. Im Hintergrund ist die neue Eisenbahnlinie, die bis nach Nairobi führt.

Nach etwa 150 Gesamtkilometern, und weiteren 2,5 Stunden Fahrzeit haben wir die Stadt Voi erreicht, wo die Gates der großen Nationalparks beginnen. Hier verlassen wir die Hauptstraße, die weiter bis nach Nairobi und noch weiter zum Viktoriasee, und bis in den Kongo geht. Wir fahren aber jetzt nach Süden, über die A23 die bis zum Nachbarland Tansania führt, diese Straße ist absolut neuwertig. Obwohl sie nur eine Nebenstraße ist und es kaum Verkehr herrscht. Kurz vor Mittag erreichen wir den Äußeren Eingang zum Taita Hills Wildlife Sanktuary Reservat, hier sehen wir schon eine größere Anzahl Zebras und Antilopen weiden.

Wir fahren weiter zur Sarova Game Lodge wo wir unser Mittagessen einnehmen wollen. Die Lodge ist ein elegantes, koloniales Steingebäude inmitten eines hübschen Landschaftsgarten und prächtigen Bougainvilleen-Sträuchern. Die Lobby im Inneren ist traumhaft, und der Speisesaal ist sehr gediegen. Es ist ein großes Buffett aufgebaut, an dem wir uns alle bedienen. Was wir im einzelnen gegessen haben weiß ich nicht mehr, aber es hat wohl den meisten geschmeckt. Danach besuchen wir noch den Garten im Innenhof, es gibt hier sogar einen schönen Pool. Zu erwähnen wäre vielleicht, dieses Hotel, wie auch das folgende Haus das wir noch besuchen werden, gehört zu den Sarova-Hotels.

Das Reservat in dem wir uns heute und auch Morgen befinden werden, ist in privater Hand und gehört auch zu dieser Hotelgruppe. Noch ein paar Bilder vor dem schönen Hotel, und schon geht es weiter. Gleich hier am Hotel ist das offizielle Eingangstor zum 110 Quadrat-Kilometer großen Reservat.

Unsere beiden Chauffeurs haben mittlererweile die Verdecke unserer Geländewagen so hoch geklappt, so dass für uns die Sicht nach außen unbeschränkt ist. Auf einem Schild gleich am Eingang können wir lesen, dass die Höchst-Geschwindigkeit hier im Park bei max. 30 K.P.H. ist. Unser nächstes Ziel, die Salt Lick Game Lodge dagegen 7,4 Kms entfernt ist. Als erstes sehen wir hier Kuhantilopen, Zebras und weiter vom Weg entfernt unter einem schattigen Baum eine Löwendame die sich hier faul räkelte. Nach etwa einer halben Stunde über die ziegelrote Erde haben wir unser heutiges Tagesziel erreicht, vor uns liegt die Salt Lick Game Lodge.

Man muss sich das etwa so vorstellen, das rustikale Zifferblatt einer Uhr, der große Zeiger steht auf zwölf Uhr, und der kleine etwa auf vier Uhr. An jedem Zeiger befinden sich Gruppen von Häusern, die auf etwa 8 -10 Meter hohen Säulen stehen. Jede Gruppe besteht aus 4 Häusern. die doppelstöckig über eine Treppe verbunden sind, und die untereinander über einen Laufsteg erreichbar sind. Im Zentrum des Ganzen, also in der Nabe dieser Uhr befindet sich die Rezeption, der Speisesaal, eine Cafeteria und im obersten Stockwerk auch noch eine große Bar. Von diesem Zentrum aus sind die Zeiger, also die einzelnen Häusergruppen zu erreichen. Um das Ganze noch abzurunden, als wir hier ankommen, befinden sich bestimmt mehr als 30 Elefanten und auch Zebras hier in der Anlage. Der Erbauer dieses Hotels in der Afrikanischen Savanne hat direkt am Haus eine Wasserstelle geschaffen. So kann man in maximaler Entfernung von geschätzten 7 – 8 Metern die Elefanten beim Trinken beobachten. Als erstes bringen wir unser Reisegepäck in unseren Zimmern unter, das Zimmer ist kreisrund, so etwa 8 Meter im Durchmesser. Ein riesengroßes Bett mit einem Moskitonetz darüber, dahinter eine Wand wo sich das Badezimmer und die Toilette befinden. Ein eingebauter Kleiderschrank, zwei Sitzgelegenheiten und ein kleiner Sekretär. Und natürlich Fenster zum Öffnen, unter uns sind die Elefanten zu sehen die ganz nah vorbei zum Wasser gehen. Das Wasserloch ist ja nur ein paar Meter entfernt. Als erstes gibt es jetzt einen Kaffee und natürlich Kuchen in der Cafeteria, man möchte es kaum glauben, es gibt Marmorkuchen zum Kaffee. Dass Chris und Ich diesen leckeren Kuchen mögen ist ja bekannt, aber auch den Vögel hier schmeckt der Kuchen. Ganz besonders der Dreifarben-Glanzstar ist wohl so ein Feinschmecker. Als ich kurz mal nicht aufpasste, wollte einer dieser Vögel, die hier herum sitzen, sich meinen Kuchen krallen. Bei der Cafeteria gibt es einen schönen Ausblick zu den hier trinkenden Elefanten, der Abstand wie schon gesagt etwa 8 Meter. Als wir später das Zimmer unseres zukünftigen Brautpaares anschauen, können wir sehen dass die Zimmerboys vom Hotel sich viel Mühe gegeben haben, um das Zimmer des künftigen Brautpaares schön zu schmücken.

Kurz nach 16:00 verlassen wir die Lodge zu einer Spätpirsch, unsere zwei Chauffeure erwarten uns schon an den Jeeps. Als erstes begegnen wir einem Afrikanischen Strauß, gleich darauf einem Afrikanischen Büffel, auch Kaffernbüffel genannt, zwei junge Löwen spielen im hohen Gras. Wenig später folgen die ersten Giraffen, die wir bei unserer Safari noch oft sehen werden, dann wieder eine Herde Elefanten. Wiederum ein ruhender Afrikanischer Büffel, danach ein Kaffernhornrabe und viele, viele Giraffen in allen Größen und Schattierungen.

Samstag, den 09.09.2017

Um halb Sieben Uhr sind wir schon wieder auf Achse, es ist heute morgen eine Frühpirsch angesagt, bevor wir weiter zu unserem nächsten Ziel im Tsavo Nationalpark fahren. Als erstes sehen wir eine Herde Afrikanische Büffel an uns vorbei ziehen, danach noch eine Gruppe Grant-Gazellen, die hier friedlich grasen. Ab und zu machen wir auch mal ein Foto vom zweiten Geländewagen, der heute morgen mit Raphaela und Chris, sowie Dagmar und Klaus bestückt ist. Wir kommen immer wieder mal an meterhohen Termitenhügeln vorbei, in Ihrer blutroten Farbe schauen sie grandios aus. Pötzlich kommt wieder eine Nachricht aus dem Funkgerät, es wurde eine Gruppe junger Löwen mit Ihrer Mama gesichtet. Unsere zwei Fahrer drehen um und fahren in die Gegend, wo die Tiere gesehen wurden.

Als erstes sehen wir schon mindestens 8 Autos am betreffenden Zielort stehen. Alle sind geländegängige Kleinbusse wie Mitsubishi oder die von Toyota. Fast alle großen Safari-Veranstalter machen Ihren Safaritouren mit den Kleinbussen, wo sie dann bis zu 9 Personen hinein packen. Keiner von Ihnen kann mit unseren großen Gelände-Jeeps mithalten. Plötzlich sehen wir das Rudel junger Löwen mit Ihrer Mutter, die jungen Löwen spielen und balgen miteinander. Auf einmal wird die Mutter unruhig, es sind einfach schon zu viele Autos hier vor Ort. Sie läuft daraufhin an unseren Jeeps vorbei und überquert die Schotterpiste, auf der rechten Seite ist eine Hügelkette wo sie dann hinauf läuft. Um Ihren Nachwuchs kümmert sie sich im Moment nicht. Die Jungen möchten später auch auf die andere Seite wechseln, wobei sie dabei schon leicht in Bedrängnis kommen. Sie sind nur noch etwa 10 Meter von uns entfernt und versuchen krampfhaft auf die andere Seite zu kommen. Plötzlich klappt es und sie laufen den Hügel hinauf in Richtung Ihrer Mutter. Die Löwenmutter hat von oben die Situation beobachtet, ob sie uns im Zweifelsfalle angegriffen hätte lässt sich nicht sagen. Wir fahren wieder weiter zu einem kleinen See, wo wir schon gestern Nachmittag waren.

Auf dem Weg gibt es noch Afrikanische Büffel und einige Giraffen, sowie ein Warzenschwein zu sehen. In der Nähe des Ufers im hohen Gras sehen wir zwei junge Löwen liegen, allerdings noch ohne Mähne, denn diese bekommen sie anscheinend erst in in späteren Jahren. Sie liegen faul herum ohne sich groß mal zu bewegen. Nach einer Weile fahren wir weiter, vor uns taucht plötzlich eine große Herde Büffel auf, aber sie nehmen keine Notiz von uns. Der Afrikanische Büffel oder auch Kaffernbüffel genannt, gehört zu den Big Five und ist einer der angriffslustigsten dieser Gruppe. Auf einem Baum, in der Nähe sitzend, beobachtet ein Schrei-Seeadler die Büffel und unsere Gruppe.

Gegen 9:30 fahren wir wieder zu unserm Hotel zurück, wir wollen ja auch noch frühstücken, bei einigen von uns knurrt bestimmt schon der Magen. Im Hotel wartet ein reichhaltiges und gutes Frühstück auf uns. Nachdem wir unsere Koffer aus den Zimmern geholt und in den Jeep gebracht haben, geht die Fahrt auch schon los. Diese Elefanten-Lodge war ein Erlebnis schon vom Baustil her, und ganz besonders auch die Nähe zu den Elefanten, die man hier so nahe beobachten konnte.

Der Weg bis zum Eingang vom Tsavo West Nationalpark dauert jetzt nicht mehr allzu lange, schon nach einer halben Stunde sind wir am Maktau Southern Gate ( 10:30 ) angekommen.

Nach einer kurzen Pause dort, haben wir wieder umgedreht und sind auf der anderen Seite der Nationalstraße durch das dortige Nord Gate gefahren. Offensichtlich hat hier sogar die Ankunftszeit eine Rolle gespielt, weil wir zu einer bestimmten Uhrzeit den Nationalpark auch wieder verlassen müssen. Um 12:30, nach weiteren 2 Stunden Fahrt in Richtung Norden sind wir am Ziel unserer heutigen Reise, dem Severin Safari Camp angekommen.

Wir werden am Eingang von zwei Massai-Kriegern wie auch von den Mitarbeitern und der Guast Relations Managerin Manja begrüßt, und bekommen als Willkommensgruß ein Glas Tee gereicht. Das Zentralgebäude dieser Safari-Lodge mit seiner offenen Lounge und dem ebenfalls offenen Restaurantbereich bietet ein schönes Bild. Als erstes müssen wir unsere Anmelde-Formulare ausfüllen, und werden von einem der Massai anschließend zu unseren Domizil für die nächsten 2 Tage gebracht.

Unser Camp hat 21 Zelte die großzügig auf weiter Flur aufgestellt sind, und über Wege, die mit Steinen abgegrenzt sind, miteinander und dem Zentralgebäude verbunden sind. Alle Zelte sind achteckig und mit robustem Canvasstoff verkleidet, das äußere Dach ist mit zusätzlich Stroh bedeckt. Sie haben eine Größe von 34 qm und zusätzlich eine Terrasse mit 7,4 qm. Sie sind sehr komfortabel mit fließend Kalt- und Warmwasser, Dusche, seperater Toilette und einem Bidet eingerichtet. Ein großes Doppelbett mit Moskitonetz in der Mitte des Raumes, einen Safe, einen kleinen Schreibtisch mit zwei Stühlen, und selbstverständlich auch Strom. Vom Bett aus kann man die Tiere die sich vor dem Zelt aufhalten durch einen Netzvorhang betrachten, nicht weit entfernt ist eine Wasserstelle zu sehen. Für unser Brautpaar Raphaela und Chris ist eine Junior-Suite reserviert, das ist ein Steinhaus mit mehreren Räumen und einer Terrasse sowie einem privaten Innenhof mit einer Regen-Außendusche.

Nachdem wir unser Gepäck verstaut, und uns etwas frisch gemacht haben, geht meine Frau Hermine und ich mit Dagmar und Klaus um 13:45 gemeinsam zur Lounge bzw. Speisesaal. Hier treffen wir auch schon Alexandra u. Vito, sowie unser Brautpaar Raphaela und Chris. Was es zum Essen gegeben hat weiß ich nicht mehr, auf einem meiner Bilder ist ein Fleischgericht zu sehen, das in einem Reismantel mit Gemüse serviert wird. Auf weiteren Fotos die wir gemacht haben, ist nur zu sehen, dass Dagmar und die anderen einen Salatteller vor sich stehen haben. Und natürlich einige Flaschen mit Tusker Bier stehen auf dem Tisch. So verbringen wir einige Zeit in der wunder-schönen Lobby, bevor wir gegen 16:15 zurück zu den jeweiligen Unterkünften gehen.

Unsere Vorbereitungen zur geplanten Hochzeits-Zeremonie beginnen jetzt. Die Braut wird von ihrer Schwester begleitet und unterstützt, da werden die Haare gemacht, es wird geschminkt und alles für die große Stunde gerichtet. Um 18:30 ist es dann soweit, alle sind fertig und versammeln sich am Bungalow unseres Brautpaares. Ein Kellner bringt uns noch Getränke, für Dagmar einen Fruchtcocktail, Klaus nimmt sich ein Glas Gin, die meisten von uns trinken einen Cuba Libre oder zumindest etwas mit Cola, wie auf den Bildern zu erkennen ist.

Wir sind alle Top gestylt, zumindest von den Knöcheln bis zum Oberteil. An den Füßen haben wir alle unsere Wanderschuhe an, wir müssen ja noch ein paar hundert Meter in der Savanne wandern, wo dann die Trauung stattfinden wird. In hohen Schuhen läuft`s sich aber schlecht, vor den wilden Tieren davon, die uns hier draußen ohne weiteres begegnen können. Als wir um 18:45 losgehen, begleiten uns vier Massai-Krieger mit ihren langen Speeren bewaffnet zum Zeremonie-Platz, wo uns schon Musik aus einem Kassetten-Rekorder empfängt. Mit einem weißen Sonnenschirm bestückt, geleite ich als Brautvater meine Raphaela und übergebe sie anschließend an Ihren zukünftigen Ehemann Chris der von seiner Schwägerin Alexandra begleitet wurde. Die übrigen Familien-Mitglieder folgen im Anschluss. Unsere Gastgeberin Manja hält eine kurze Begrüßungsrede, bevor Harrison einer der Massai-Krieger seine Hochzeitsansprache in englischer Sprache abhält. Als Schwester der Braut hält auch Alexandra eine kleine Ansprache.

Zu guter Letzt gibt sich auch das Braupaar, zuerst Raphaela dann Chris ein Eheversprechen. Es ist eine rührende Atmosphäre, die alle in Ihren Bann zieht. Es gibt auch ein paar Tränen, aber wohl der Freude, seitens der Mütter, auch Klaus kann seine Rührung kaum verbergen. Zum Abschluss der Feier gibt es ein Glas Sekt für jeden, gespendet vom Camp-Management. Natürlich auch eine Hochzeitstorte, in Form eines Herzens ganz in türkis und weiß gehalten, mit drei weißen Rosen und dem heutigen Datum dem 09.09.2017 die jetzt gemeinsam von Ela & Chris aufgeschnitten wird.

Fotografisch begleitet wird unsere Trauung und auch der folgende Tag von einem bekannten Spitzenfotografen aus Nairobi, und seinem Assistenten, die aber in einer anderen Lodge einige Kilometer entfernt untergebracht sind. Sie präsentieren uns ein paar Wochen später wunderschöne und traumhafte Bilder von dieser Trauung und den Tagen danach. Nach dieser schönen Zeremonie gehen wir in Begleitung der Massai-Krieger, die unsere Hochzeitsfeier bewacht hatten, zurück zum Haus des Brautpaares, wo Chris seine Ela symbolisch über die Schwelle des Hauses trägt. Zu guter Letzt pflanzt das Brautpaar vor dem Haus ein Akazienbäumchen ein, daneben legen Sie einen Stein mit der Inschrift:

ELA & CHRIS 09.09.2017.

Kurz vor Acht Uhr werden wir im „Out of Africa“ Restaurant der SafariLodge zum Hochzeitsmenü erwartet, unsere Tafel ist unterhalb der Terrasse gedeckt, mit einem sagenhaften Ausblick auf die Savanne vor uns, und den wilden Tieren, die wir in den nächsten Stunden noch sehen werden. Das Abendessen selber kann ich leider nicht so genießen, weil ich im Laufe des Tages vergessen habe meine Medikamente pünktlich zu nehmen, und dem entsprechende Probleme mit dem Magen hatte. Etwas später gingen wir noch zum Lagerfeuer, das im Kreis mit Stühlen bestückt war. Von hier konnte man wunderbar ein beleuchtetes Wasserloch einsehen. Ein paar Plätze waren für uns reserviert, wo die Tiere, die jetzt in der Nacht aktiv wurden, gut zu beobachten waren. Dieses Vergnügen konnte das Brautpaar kaum genießen, da sie mit Ihren Fotografen ein Fotoshooting in allen Räumen der Lodge machen mussten.

Kurz vor 23:00 begleiten wir alle unsere frisch Vermählten, zusammen mit unserem Wachdienst, den bewaffneten Massai`s zu Ihrem Bungalow zurück. Keine 8 Meter von Ihrer Haustüre entfernt zwischen 2 Bäumen steht unbeweglich eine wunderschöne Giraffe. Wir alle, auch die Giraffe sind fasziniert, vollkommen regungslos und beobachten einander. So vergehen bestimmt 20 Minuten bis sich die Giraffe wieder in Bewegung setzt und in Richtung des Zentralgebäudes davon stapft. Wir machen uns jetzt alle auf der Terrasse unseres Brautpaares gemütlich, und bestellen noch ein paar Drinks und harren der Dinge die da kommen sollen. Eine der beleuchteten Wasser-stellen ist gerade 150 Meter von uns entfernt. So kommen im Laufe der nächsten eineinhalb Stunden einige Tiere zum Trinken vorbei. Als erstes sehen wir eine Hyäne, gut zu erkennen an ihrem schrägen Körperbau. Es kommen auch einige Gazellen vorbei, später auch ein Gepard, das schnellste Tier hier im Afrikanischen Busch. An einem anderen Wasserloch glauben wir noch ein, zwei Löwen zu sehen, sind uns aber nicht sicher. Kurz nach Mitternacht begeben wir uns heim zu unseren Zelten, begleitet von zwei Massai-Kriegern. Wir dürfen ja nicht ohne Begleitung der Massai`s nach Einbruch der Dämmerung allein durch das Camp gehen. Ist schade aber wohl sicherer!.
Einige Zeit später, als wir das Brautpaar schon verlassen hatten, sind Elefanten zum Trinken an das Wasserloch gekommen, schade dass wir das nicht erlebt haben.

Sonntag, den 10.09.2017

Es ist kurz nach 6:00 in der Frühe, als wir schon wieder auf den Beinen sind. Zum gemeinsamen Frühstück treffen wir uns alle im“ Out of Africa “ Restaurant. Unser Tisch ist gleich an der Brüstung, so dass wir alles in der Umgebung beobachten können. Wir sitzen alle am Frühstückstisch und genießen unser Essen. Um uns herum sitzen einige Vögel auf den Querstreben des Dachstuhls und beäugen uns. Darunter auch wieder ein Dreifarben-Glanzstar, ein wunderschöner Vogel mit Vorliebe zu Kuchen wie ich schon feststellen konnte. Plötzlich ein Rascheln, ein Schwarzer Vogel, ich vermute mal dass es ein Riesen-Glanzstar war, stürzt sich auf unsern Tisch und klaut in Sekundenschnelle ein Croissant aus einem Korb in der Mitte des Tisches.

Bevor wir überhaupt realisiert hatten, was geschehen war, ist er schon wieder über unsere Köpfe hinweg verschwunden. Aber die Strafe folgte auf dem Fuße, nur etwa 20 Meter weiter hat er seine Beute im Gras schon wieder verloren. Irgend welche großen Vögel oder Hühner, die gleich neben unserm Restaurant auf der Wiese waren, haben sich des Croissant angenommen und sind bestimmt dankbar für diese Spende gewesen.

Keine 200 Meter von uns entfernt liegt eine Giraffe ganz ungestört und ohne Scheu im Gras. Ein paar Meter weiter beginnt hohes Gestrüpp und Büsche, wo wir und auch die Giraffe bestimmt nicht weiter einsehen können, was sie aber nicht sonderlich zu stören scheint. An der gleichen Stelle konnten wir schon gestern Abend eine junge Giraffe beobachten, die lange Zeit ohne Ihre Mutter hier stand, bevor die Mutter dann wieder zurück kam und sie dann gemeinsam im Busch verschwunden sind.

Gestern Nachmittag hatte ich meine Fotokamera in den Safe eingeschlossen, als ich sie dann heute Morgen wieder aus dem Safe holen wollte, war der Safe nicht mehr zu öffnen. Gleich vor dem Frühstück meldete ich das Malheur in der Rezeption der Lodge. Ich wurde auf später vertröstet, wenn der Chef aus Nairobi zurück kommt, würde er sich darum kümmern. Ich hatte so den ganzen Tag keine Fotokamera zum Fotografieren mehr. Kurz nach 8:00 sind wir dann schon auf dem Weg in die Savanne, hier sehen wir erstmalig auch eine Herde von Gnu`s die es ja sonst Hundert-tausendfach in Kenia gibt. Auch Giraffen und ein Dikdik, das ist eine Art von Zwergantilope bekommen wir zu sehen. Wir wollen heute die Mzima Springs besuchen, das eine Süßwasseroase im Herzen der sonst trockenen Savanne ist. Sie wird gespeist unter anderem vom Kilimandscharo und den Chyulu Hills. Es ist eine gewaltige Wassermenge, man spricht von 200 Millionen Litern täglich, die hier aus der Erde kommen. Hier werden wir von einem Ranger empfangen der uns durch die üppige Vegetation aus Palmen und sonstigen Bäumen und Büschen führt. Überall auf den Wegen und daneben sind Spuren von Elefanten und anderen großen Tieren wie Büffeln zu sehen. Das Wasser wird auch von Kudus und vielen anderen Antilopenarten besucht. Als wir den kleinen See erreichen, sehen wir rechts von uns einige Krokodiele im Wasser liegen. Weiter hinten im See, es ist leider ziemlich entfernt, sehen wir mehrere Flußpferde im Wasser stehen, plüstern und grunzen.

Unsere Starfotografen begleiten uns auch heute, in allen Lagen werden Fotos von uns und dem Brautpaar gemacht. Überall sind Schädelknochen von großen Tieren zu sehen, wie auch große Dunghaufen von Elefanten. Zu guter Letzt besuchen wir die Shetani Lava Flow die erst vor kurzem, also knapp 240 Jahren, die Erde aufbrach und ein glühender Lavastrom sich über das Land ergoss. Hier wird nochmal ein großes Fotoshooting mit dem Brautpaar und teilweise auch mit uns gemacht. Gegen Mittag kehren wir ins Camp zu einem gemütlichen Mittagessen zurück.
Es gibt sogar eine Badeanlage im Camp, am Nachmittag besuchen wir alle den Kenbali Spa mit seinem tollen Pool hier, inmitten der Afrikanischen Savanne. Alle Mann auf die Liegen, Mensch waren alle fertig . Die meisten haben gepennt, nur die Mädchen Ela und Alexandra sowie Chris waren im Wasser. Auf einem Foto, das Hermine hier gemacht hat, sieht man den Kopf einer kleinen Schlange aus einem Schlitz zwischen den Bodendielen herausragen. Ich kann diese Schlange schlecht indentifizieren, im schlechtesten Fall wäre es eine Speikobra. Die trifft ihre Opfer punktgenau, was dann tödlich wäre.

Nach nochmaligem Ermahnen bei der Rezeption kommt jetzt Jürgen der Manager vom Camp vorbei, um meinen Safe zu öffnen. Ich dachte eigentlich das sei überhaupt kein Problem, mit einem Schlüssel wäre er einfach zu öffnen gewesen. Aber er wollte ihn mit dem Hauptcode öffnen, und da hatte er wohl auch ein Problem, auf jeden Fall ging der Tresor nicht auf. Also ging Jürgen erstmals spazieren in Richtung Wasserloch um sich zu besinnen. Nach ca. 20 Minuten kam er wieder zurück, und probierte ein weiteres Mal den Tresor zu öffnen, und dieses Mal klappte es. Der Tresor war offen und ich hatte meine Kamera wieder, meine Erleichterung war groß.

Um ca.17:00 machen wir mit unseren Jeeps einen letzten Ausflug, der uns zum Poacher`s Lookout führen soll, wir brauchen dazu bestimmt eine dreiviertel Stunde. Der Weg geht wirklich über Stock und Stein, aber mit Afrikanischen Verhältnissen ein Schlagloch nach dem anderen, bis wir die Anhöhe erreicht haben. Hier dann die Überraschung, es standen schon zwei Boys vom Camp mit Ihren Fahrzeugen hier oben und hatten für uns Stühle und zwei kleine Tische aufgestellt. Es gab Knabberzeug und zwei Flaschen Sekt zum Trinken. Wir machten ein paar Fotos von unserer Runde und dem grandiosen Ausblick von hier Oben. Weiter hinten war ein weiteres Paar mit Ihren Gästen da, aber das sollte uns nicht weiter stören.

So verbrachten wir die nächste Stunde bis zum Einbruch der Abenddämmerung hier oben. Dieser Ausguck war einmal für die Wilderer interessant, von hier konnte man das passende Wild beobachten und auch die Ranger die im Park unterwegs waren. Auch wir sahen von hier oben wilde Tiere, Raphela sah als erste einen Road Runner laufen. Ja wer ist denn das???
Ein Afrikanischer Strauß natürlich! Von hier aus in eine andere Richtung konnte man auch unser Camp die Severin Lodge im Dämmerlicht erkennen. Um 18:45 war es dann soweit, der Ferndunst legte sich und jetzt konnten wir die Umrisse des höchsten Berges hier in Afrika erkennen. Der Kilimandscharo mit seinen zwei Gipfeln dem 5895 Meter hohen Kibo und dem kleineren Mawenzi der mit 5148 Meter deutlich kleiner sein soll. Von unserem Standort aus sind beide gleich hoch gewesen. Kurz nach 19:00 sind wir dann wieder zum Camp gefahren, es ist ja mittlerweile schon stockdunkel geworden. Als nächstes mussten wir noch unser Gepäck zusammen packen, denn Morgen früh geht es dann wieder zurück nach Mombasa bzw. Diani Beach. Bis dahin ist ein weiter Weg, wir rechnen mit ca. 8 Stunden Wegstrecke. Nach dem Koffer packen sind wir noch ins Out of Africa Restaurant gegangen, um eine Kleinigkeit zu essen, an der Bar kommen wir natürlich auch nicht vorbei, ohne etwas zu trinken. Aber dann geht es schnell in die Koje, die Massai`s bringen uns alle sicher in unsere Unterkünfte.

Montag, den 11.09.2017

Nach einem kurzen Frühstück geht es los, wir verabschieden uns von unserem schönen Safari-Camp mit den tollen Safari-Zelten, wo wir uns so wohl gefühlt hatten. Gleich nach 7:00 fahren wir los, wir durchqueren ein letztes Mal den Tsavo West Nationalpark. Es geht durch ausgetrocknete Flussläufe, wir sehen eine Kolonie von Affen im Wald, auch die letzten Zebras und Giraffen sind zu sehen. So vergehen viele Stunden, wir hören, dass es Alexandra im anderen Jeep nicht allzu gut geht. Ob es vom Essen kommt, oder etwas anderes schuld ist, wissen wir nicht. Wir wünschen Ihr eine gute Besserung, denn der Weg ist noch sehr weit bis zum Meer. Im Laufe des Nachmittags kommt unser Chauffeur auf den Gedanken einen anderen Weg zu wählen, um nicht durch Mombasa fahren zu müssen.

Er verspricht sich davon eine große Zeitersparnis. So verlassen wir also den Nairobi-Mombasa-Highway und fahren zuerst nach Süden. Jetzt kommt wieder die Zeit der Schotterpisten, wir fahren durch viele kleine Dörfer am Wegesrand, wo wir immer wieder mal Kleinigkeiten durch das offene Autofenster an die Kinder reichten.

So gegen 16:00 haben wir unser letztes Ziel den Ocean-Village-Club am Diani Beach erreicht, alle sind froh endlich da zu sein. In einer Empfangslobby am Eingang werden wir von Mitarbeiterinnen begrüßt und bekommen zugleich ein Glas Tee zur Erfrischung. Wenig später gehen wir in die einzelnen Zimmer oder Suiten, die um einen grünen Park mit vielen Blumen, Bäumen und Palmen gruppiert sind. Wir sind alle in einem Teil der wunderschönen Anlage untergebracht, in unserer Mitte wohnt das Brautpaar. Sie haben sich eine Suite ausgesucht, wo inmitten der Terrasse ein Baum hochragt. Die Zimmersuiten sind sehr groß ca. 40-50 qm. Wenn man von der Terrasse den Raum betritt befindet sich auf der rechten Seite eine nette Sitzgelegenheit und dahinter ein riesiges Himmelbett, natürlich mit einem Moskitonetz. Auf der linken Seite befindet sich eine Kofferablage, ein Schreibtisch, Sidebord und dahinter ein großer Kleiderschrank mit Safe. Dann geht es durch eine Türe in den Waschraum, der wiederum unterteilt ist, in der Mitte ein großer Waschtisch mit 2 Keramikbecken. Links davon hinter einer Mauer die Toilette, und auf der rechten Seite eine begehbare Dusche. Und als Highlight eine freistehende Badewanne, von der man in den Wohn-raum schauen kann, wenn der Vorhang auf die Seite geschoben wird.

Aber zuerst ist Abendessen angesagt, das Hauptrestaurant ist wie alle anderen Lokalitäten, die Bars und dem Sails Restaurant einstöckig, und mit einem riesigen Strohdach ausgestattet. Unser Tisch befindet sich heute drinnen im Restaurant, es ist ein Beilagen-Buffet aufgebaut. Die Hauptgerichte wie Fleisch oder Fisch befinden sich draußen, eventuell auch im Holzkohlengrill. Nach unserem gemeinsamen Essen gehen wir alle noch eine Treppenstufe höher zur Bar. Die Getränke von uns sind vielseitig, die einen trinken Bier, Klaus bevorzugt einen guten Gin, er bekommt dazu eine Flasche Tonic geliefert, was die Mischung des Getränks nicht immer einfach macht. Die Mädels und die Schwiegermütter trinken Wasser und Wein in dieser Reihenfolge, und ich trinke wie immer gern einen oder auch mehrere Cuba Libre`s. So verbringen wir den ersten Abend hier am Meer, vor uns der riesige Indische Ocean .

Dienstag, den 12.09.2017

Es ist 7:30 als Hermine und ich aufstehen, wir haben sehr gut in unserem Himmelbett geschlafen. Wir machen uns fertig zum Frühstücken. Der Frühstücksraum ist ja der gleiche Speisesaal wie gestern Abend. So gehen wir die paar Meter durch den schönen Park, der mit Blumen und bunten Sträuchern und auch hohen Bäumen bewachsen ist. Manchmal sieht man auch Affen durch die Bäume tollen, sie sollen sehr lästig sein. Dagmar und Klaus sind ja Frühaufsteher und sitzen schon an unserm großen Frühstückstisch, ebenso Raphaela und Chris, nur Alexandra und Vito sind noch nicht da. Wie wir dann von Vito hören, hat Alexandra seit gestern Morgen schon Probleme mit ihrem Magen, ob das vom letzten Essen im Severin Camp kommt wissen wir aber nicht. Im Restaurant ist ein Buffet aufgebaut mit dem alltäglichen, wie verschiedene Brote, Marmeladen, Honig sowie Wurst und auch Käse. Es gibt auch Kuchen, sowie Muffins und verschiedene Müsli. Daneben gibt es eine warme Theke für den größeren Hunger. Auch verschiedene Obstsalate sind vorhanden. Wer Spiegeleier oder Omelette mit Pilzen möchte, wird von einem Koch bedient. Den Kaffee bringt eine Bedienung vorbei, so ist für alles gesorgt. Nach dem Frühstücken gehen alle noch ins Zimmer, um sich fertig zu machen, wir treffen uns dann später beim Pool bzw. Strand.

Dort gibt es für uns sogar ein reserviertes Areal zwischen dem Pool und dem Strand, ein sogenannter VIP-Bereich. Schöne Korb-Liegen mit Handtüchern als Auflage, sowie einer Nackenrolle laden zum faulenzen ein. Hier machen wir uns breit, genießen die Ruhe und das schöne Wetter im Schatten unserer Palmen. Eine nette dunkelhäutige Bedienung bringt uns eine Big Mama zum Trinken, das ist so eine Art Bananenmilch und schmeckt sehr köstlich. Es gibt hier auch Ebbe und Flut, und man kann gut am Strand entlang spazieren gehen. Immer wenn das Wasser da ist, also Flut, gehen Dagmar und Klaus zum Schwimmen, denn sie sind ja beide große Wasserratten. Die Brandung ist offensichtlich erträglich für die Zwei. Auch Ela und Chris, Vito, sowie Alexandra, die jetzt wieder fit ist, gehen öfters ins Meer baden. Dank einem Getränk, das Ihr der Barkeeper gemacht hat, ist ihr Magen wieder kuriert. Hermine und ich passen dann auf die Fotokameras, Handys und sonstige Sachen an den Liegen auf. Dann kommt auch schon die Mittagszeit, der Hunger meldet sich bei dem einen oder anderen schon sehr stark an. Keine 15 Meter von uns entfernt befindet das Sail- Restaurant, und davor stehen einige Tische und Korbsessel, die auf uns warten.

Ein Ober bringt uns die Speisekarte, es gibt Pizzen, diverse Würstchen und Lobster, für den sich dann Alexandra, Vito und auch Chris entscheiden. Die anderen bestellen sich eine der Pizzen, Dagmar und Klaus etwas mit sehr scharfem Zubehör, wir anderen eine normale Pizza. Meine Pizza ist mit Pilzen ausgestattet und schmeckt eigentlich nicht schlecht für afrikanische Verhältnisse. Zum Trinken bestellen sich Klaus und ich ein Tusker-Bier, die anderen Cola und Wasser. Nach unserem Mittagessen gehen wir wieder auf unsere Liegen zurück, die einen pennen, die anderen gehen am Strand spazieren. Es gibt hier einheimische Händler, die mit Ihren Holzwaren direkt vor unserem Resort stehen, aber sie gehen nicht die Treppenstufen hoch zu den Hotelgästen. Anscheinend wurde das Ihnen nachdrücklich verboten, und sie halten sich daran. auch direkt am Strand, also ein paar Meter weiter unten, hält sich die Anmache der Händler absolut in Grenzen. Irgendwann später trinken wir noch einen Kaffee, und dann kommt auch schon der Abend. Den wir nach dem Abendessen dann alle gemeinsam bei guter Laune an der Bar verbringen.

Mittwoch, den 13.09.2017

Auch heute Nacht haben alle gut geschlafen, die Klimaanlagen bringen ja eine erträgliche Temperatur ins Zimmer. Raphaela als Gastgeberin ist wie immer schon unterwegs und kümmert sich um alles und jeden. Das Frühstück ist wie gestern, die Dietzes als Frühaufsteher sind schon im Restaurant beim Essen. Auch der übrige Tag verläuft ähnlich wie am Vortag. Ein paar Einzelheiten noch, es gibt hier im Park einen Affenwächter, der die in den Bäumen lebenden und herum turnenden Affen in Schach hält. Wenn also die Affen, meiner Meinung nach gehören sie zu der Gattung der Meerkatzen, zu aufdringlich werden, schreitet der Affen-Wächter ein. Er ist im ganzen Parkgelände unterwegs, mit seiner Khakiuniform die aus dem vorigen Jahrhundert stammen könnte. Im Bedarfsfall schießt er mit so einer Art Steinschleuder auf die Affen, die das natürlich auch wissen und dann schnell abhauen.

Später gehen wir mit dem Brautpaar und seinen Eltern den Sandstrand aufwärts. Ein paar hundert Meter entfernt befindet sich eine größere Hütte die auch direkt am Strand ist. Man kann schöne Holzfiguren kaufen, alle Tiere die es in Afrika gibt. Auch Massai`s gibt es hier in Holz, und in vielen Größen, von einem halben Meter großen Elefanten bis zur Mini-Antilope. Man muss halt handeln mit den Jungs. Klaus findet ein großes Nashorn und einen wunderschönen Elefanten, den will er Matze schenken, wie wir hörten. Auch Ela und Chris finden einen schönen Elefanten aus Rosenholz, er ist nicht lasiert wie sonst üblich, die Oberfläche ist samtig. Er ist ca. 30 cm hoch und schaut wirklich toll aus.

Am Nachmittag gehen wir ein paarmal mit Dagmar und Klaus am Strand spazieren, und schon ist der Abend wieder in Sicht. Heute ist Gartenfest im Park unter dem Motto „Afrikanischer Abend“. Die Kellner haben die Tische und Stühle im Park aufgestellt, es kommt sogar eine kleine Kapelle. Nach meiner Erinnerung sind es zwei Männer und eine Frau, die Kenianische Folklore darbieten. Am Ende ihrer musikalischen Einlage spenden wir ein paar Dollar in Ihren Korb. Wir werden mit verschiedenem Fleisch, auch Steaks, gegrilltem Fisch und vielem anderen verwöhnt.

Wir haben uns heute Abend sehr stark mit Antibrumm eingesprüht, weil wir ja im Park zwischen den Büschen und Bäumen sitzen. Die Moskitos und auch die Tsetse Fliege hätten eine wahre Freude an uns gehabt. So aber verging unsere Urlaubszeit hier in den paar Tagen ohne große Probleme. Wir hatten zwar alle unsere Malaria-Tabletten dabei und auch genommen, und Gott sei Dank hat keiner von uns hinterher mit Malaria Probleme bekommen. Nach dem Essen sind wir noch die paar Schritte zur Bar gegangen, hier gibt es dann wieder Wein, Cocktails, für Klaus seinen Gin mit einer Flasche Tonic zum selber mixen. Für mich gibt`s ein, zwei oder gar drei Cuba Libre`s, meinem Leibgetränk im Ausland. Anschließend geht es für alle in die Koje.

Donnerstag, den 14.09.2017

Wie immer sind wir zur gleichen Zeit aufgestanden und haben uns zum Frühstücken fertig gemacht, und gehen die paar Meter durch den schönen Park. Im Makuti-Restaurant sitzen schon fast alle beim Frühstück, bis auf Alex und Vito, sie sind halt nicht so schnell. Nach dem Essen gehen alle zurück in die Zimmer, um sich für den Tag fertig zu machen. In unserem VIP-Areal vor dem Sails-Restaurant treffen wir uns dann wieder. Die Liegen mit Ihren Badetüchern sind fertig hergerichtet, bereit für uns zum faulenzen. Im Moment herrscht unten am Meer mal Ebbe, so nützen wir die Zeit für einen kleinen Strandausflug mit Dagmar und Klaus. Man kann hier wunderbar laufen, der Sand ist wahnsinnig fest, so dass man hier kaum einsinkt. Wir gehen heute mal in südlicher Richtung, aber nach ein paar hundert Metern ist dieser Strandabschnitt zu Ende. Und das Ufer rückt ganz nah ans Meer heran. Im Schutz der Büsche, die über einer Korallenwand wachsen, sitzt eine ganze Gruppe von Strandhändlern, ihrer Kleidung nach zu urteilen sind das auch Massai`s. Als wir weitergehen treffen wir einen einheimischen Fischer, der in seinem kleinen Netz eine seltsame Sammlung von Meerestieren hat. Bei näherem Betrachten meine ich auch einen Tintenfisch zu erkennen. Der Blick des Fischers an uns ist nicht allzu freundlich, so dass wir gleich weitergehen. Wieder in unserem Hotel angekommen machen wir uns auf der Liege breit. Als dann mal die nette Bedienung vorbei kommt, bestellen wir uns eine Big Mama ( Bananenmilch ), und andere Cocktails zum Trinken. So vergeht auch dieser Tag am Strand. Bei einem späteren Spaziergang finden wir im Sand ein paar kleine Beutelchen. Wir spekulieren ob es sich im Inhalt der Beutel um Rauschgift handeln kann, das vom Meer angespült sein könnte. Das wäre nicht ganz unmöglich da hier an der Küste die Afrikanische Schmuggelroute verläuft. Unsere Jungen sind mit einem Animateur des Hotels beim Volleyball spielen. Mitten im Park befindet sich ein Feld, wo man sich austoben kann. Es sind auch zwei fremde junge Männer mit dabei. Die Zwei sind uns schon aufgefallen mit Ihren schwarzen Freundinnen. Wir spekulieren darüber, ob sie die Mädchen nicht zum Spielen angemietet haben.

Heute Abend gehe ich mit Klaus ins Makuti-Restaurant zum Essen, die anderen zum Fischessen in Sails-Restaurant. Wir unterhalten uns auch so recht gut, und im Anschluss gehen wir gemeinsam noch in die Bar um noch ein paar Drinks zu nehmen. Nach fast 2 Stunden stoßen dann die anderen wieder zu uns. So vergeht auch dieser schöne Abend, und wir gehen anschließend in unsere Zimmer zurück.

Freitag, den 15.09.2017

Heute ist unser letzter Tag hier in Kenia angebrochen. Bisher haben wir die Zeit genossen, so soll auch dieser Tag sein. Zum Frühstück gehen wir wie immer ins Makuti-Restaurant, die anderen warten schon auf uns. Das Angebot ist wie immer reichhaltig, hier kann man schon satt werden. Nachdem sich alle umgezogen haben, treffen wir uns in unsern VIP-Areal wieder. Die Jungs gehen zum Schwimmen und tollen im Wasser. Auch Dagmar und Klaus scheuen das Wasser nicht, und drehen draußen eine Runde. Wir passen in der Zeit auf die Möbel auf, so nennt man das wohl.

Jetzt ist auch schon Mittag geworden, wir gehen gemeinsam zu unserer Sitzgruppe vor dem Sails-Restaurant. Ein Kellner bringt uns die Speisekarte und nimmt die Getränke-Bestellung auf. Chris und Vito bestellen sich jeder einen Lobster, die meisten anderen eine Pizza.Der Kellner muss erstmal nachfragen, ob es heute eine Pizza gibt, aber es klappt tatsächlich. Im Anschluss gehen wir auf unsere Liegen zurück. Später spazieren wir noch mit Dagmar und Klaus am Strand entlang.

Heute Nachmittag findet ein Volleyballspiel statt, einer der heutigen Spieler ist Mama, und zum Einpeitschen sind Dagmar, Klaus und ich zuständig. Am Spätnachmittag will sich auch Alexandra ein Holztier kaufen. Wir gehen also nochmals los um etwas passendes zu finden. Aber es sind nur Buchstützen geworden, sie konnten sich nicht für irgend etwas anderes entscheiden. Auch wir finden noch was kleines zum Mitnehmen. Hermine hat einen mittelgroßen Elefanten, und ich habe einen netten Massai mit Schild und Speer in der Hand, der mir gefällt. Inzwischen ist es auch schon wieder Abend geworden,und wir treffen uns ein letztes Mal zum Essen ins Makuti-Restaurant. Es wird wie immer ein Buffett angeboten, und jeder sucht sich das für ihn passende dabei aus. Später gehen wir die paar Schritte zur Bar hoch, wo sich jeder sein Lieblingsgetränk bestellt. Ein bisschen traurig und still sitzen wir in der Runde. Die ersten gehen dann schon mal in ihre Zimmer um sich noch mal auf `s Bett zu legen, oder ihre Koffer noch fertig zu machen.


Um etwa 23:00 geht es dann los. Unsere Fahrer warten schon, und mit Kleinbussen geht es zum Flughafen Moi. Raphaela hat den Fahrern Instruktionen gegeben, wo sie hinfahren sollen. So sind Dagmar und Klaus, Hermine und ich, dem ausgeliefert was da kommen soll. Aber es klappt ganz gut. Am Fährterminal-Likoni-Ferry setzen wir über den Sund, um dann über Mombasa Island weiter zum Flughafen zu fahren. Für die Fahrt brauchen wir ca. 1,5 Stunden, so dass wir um 0:30 den Moi International Airport erreichen.

Samstag, den 16.09.2017

Wir sind also jetzt am Flughafen von Mombasa. Unser Fahrer hat uns vor dem offenen Gebäude abgesetzt. Vom zweiten Fahrzeug mit unseren Jungen ist noch nichts zu sehen. Aber nach ein paar Minuten kommt ein weiteres Taxi, es sind Ela und Chris sowie Alex und Vito. Wir sind alle erleichtert dass wir nun komplett sind. Wir gehen in die offene Halle. Sitzplätze sind hier kaum vorhanden, die paar Stühle die es gibt, werden von einigen afrikanischen Mamas belegt. Was auffällt, es sind viele verschleierte Frauen hier unterwegs. Ich nehme mal an, dass sie von der arabischen Halbinsel und von den Emiraten kommen. Der Flughafen selber ist nicht besonders schön, aber das konnte man wohl auch nicht erwarten.

Unser Flug mit der Nummer 571 startet jetzt um 03:45 mit einer Boeing 777 und dem Ziel Istanbul, das wir dann auch termingerecht um 10:50 erreichen. Nach einer Stunde Aufenthalt auf dem Atatürk Flughafen fliegen wir weiter Richtung Frankfurter Airport, den wir auch pünktlich um 14:10 anfliegen.

Hier hat uns das Brautpaar einen großen Van reserviert, wo unsere ganze Reisegruppe mit allem Gepäck Platz findet. Mit unserem Chauffeur Chris, der die Fahrt nach Stuttgart sehr gut meistert, sind wir nach ca. 2,5 Stunden in Leinfelden angekommen. Wir, das sind Alexandra und Vito, Hermine und ich verabschieden uns von Dagmar und Klaus, und bedanken uns bei dem Brautpaar für die gemeinsame schöne Zeit.

Zusammen fassend für uns alle, ist zu sagen: Es war eine wunderschöne Reise in eine vollkommen andere Kultur. Wir haben Landschaften und Tiere in der freien Natur gesehen und das teilweise in allernächster Nähe, wie in der Salt Lick Game Lodge oder in der Severin Safari Lodge. Wir konnten eine Trauung in der Afrikanischen Savanne erleben, im Schutz von Massai-Kriegern mit ihrer tradionellen Bekleidung.

Es war teilweise auch anstrengend für uns alle, bestimmt auch für das Braupaar, das alles soooo toll organisiert hat. An dieser Stelle möchte ich mich nochmal ganz herzlich auch im Namen aller Teilnehmer bei Raphaela & Chris bedanken.

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