Von Singapur nach Hongkong – Januar 2018

Unsere zweite Reise nach Asien führt uns über Thailand/Phuket, und die Inselgruppe Langkawi. Ein Wiedersehen mit dem Stadtstaat Singapur, und ein kleines Stück mit dem Boot durch das Mekongdelta. Die Millionenstadt am Meer, Da Nang und die Chinesische Insel Hainan zu sehen. Ein Traum wird wahr, einmal Hongkong zu besuchen.

Montag, den 15.01.2018

Es ist 8:15 am Morgen und wir machen uns bereit, für unsere Autofahrt zum Flughafen nach München. Eigentlich war für unsere heutige Flugreise nach Bangkok/Puket der Frankfurter Flughafen geplant. Aber auf Grund einer guten Auslastung durch süddeutsche Fluggäste kam jetzt auch der Airport in München in Betracht. Uns kann es ja nur Recht sein, für die Reise nach Frankfurt brauchen wir fast dreimal so lang. Wir hatten ja einen Bustransfer gebucht für Frankfurt sowie für die Änderung nach München, jetzt hatte sich aber heraus gestellt, das unsere Abfahrtszeiten mit dem Bus jenseits von Gut und Böse lagen. Unsere Tochter Alexandra hätte uns schon um halb vier Uhr Morgens zur OMV-Tankstelle nach Memmingen bringen müssen. Dort wäre es erstmals in Richtung Bad Waldsee und weiter ins Würtembergische gegangen. Wenn alle Gäste hier aufgesammelt sind, geht es dann zurück zum Anschlussbus nach Senden, wenn wir dann Glück haben geht es direkt zum Münchner Flughafen bei Hallbergmoos. Kurzum bis zu unserem Abflug um 13:30 wären wir schon mal 10 Stunden unterwegs gewesen, das war uns eindeutig zu viel. Wir brauchen für diese Strecke mit unserem Auto etwa 1:30 Stunden. Wir verlassen unser Haus kurz vor 9:00, auf der Bergstraße vor seinem Haus sehen wir unsern Nachbarn Uli S. im Morgenmantel seinen Mülleimer auf die Straße schieben. Ich halte kurz mal und erzähle ihm dass wir jetzt auf dem Weg in den Urlaub Richtung Asien sind. Auf der Autobahn nach München ist ganz normaler Verkehr, so dass wir auch pünktlich in Hallbergmoos ankommen. Bei der letzten Ampel in Richtung des Ortes gibt es plötzlich ein Problem, unsere Ampel will nicht auf Grün schalten. Ich warte hier bestimmt 10 Minuten, alle anderen Richtungen werden immer wieder frei, nur wir können nicht weiterfahren. Dann reicht es mir, hinter uns ist schon ein Autoschlange, sobald es der Verkehr möglich macht, fahre ich einfach über die Kreuzung. Unser Fahrer von Parkfly erwartet uns schon und gemeinsam mit einem anderen Pärchen aus Kaufbeuren geht es zum Flughafen. Der Terminal 2 ist unser heutiges Ziel. Wir sind dann mit dem Flughafen-Transfer schon um 10:30 vor Ort. So kann Günther Holdenried beruhigt sein, dass alle seine Schäfchen pünktlich am Flughafen sind. Von hier geht es weiter zum Terminal 2 Satelliten mit den Gates K und L, der Weg dahin und auch im Gebäude ist nicht einfach für uns Ortsfremde. Aber irgendwie haben wir das auch geschafft, von Günther Holdenried und seiner Mannschaft sehen wir erstmals gar nichts. Aber dafür eine große Menschenschlange die offensichtlich alle nach Thailand wollen. Später sehen wir durch Zufall Gabi von der Fa. Holdenried, die wir von unserer Mittelmeerkreuzfahrt auf der MS Albatros im November 2016 kennen lernen durften. Bis jetzt ist leider noch keine Reisebetreuung seitens der Fa. Holdenried zu spüren, schade eigentlich.

Dienstag, den 16.01.2018

Gegen 6:00 in der Früh Ortszeit hier in Bangkok sind wir nach etwa 11 Stunden Flugzeit angekommen. Nach einem mehr als eineinhalbstündigen Aufenthalt hier am Airport, geht unser Anschlußflug weiter Richtung Phuket wo wir dann nach weiteren 1:30 Flug-Stunden ankommen. Als erstes suchen wir die Gepäck-Ausgabe wo unsere Koffer auf dem Laufband erscheinen sollen. Nach einer Viertelstunde ist es dann soweit, aber bis dahin haben sich unsere Mitreisenden so dicht am Laufband aufgestellt, das kaum einer seine Reisekoffer ohne seinen Nebenman zu verletzen vom Band bringen kann. Nachdem das aber glücklich und ohne Schrammen erledigt ist, verlassen wir den Terminal von Phuket, wir das sind etwa 114 Gäste von Holdenried-Reisen. Erstmals ist auch etwas von Bruno einem Reiseleiter von der Fa. Holdenried zu sehen. Leider sind vor dem Ausgang des Terminals keine Örtlichen Reiseleiter die uns in Empfang nehmen, weder von Phoenix-Reisen dem Veranstalter unserer Kreuzfahrt noch von sonst irgend jemanden zu sehen. Es sind auch keine Busse zu sehen, die für uns bestimmt wären. Dagegen von TUI Reisen warten einige Reiseleiter vor der Tür des Terminals. So irren wir von einer Richtung zur anderen, auch Holdi und Bruno wissen nicht mehr als wir.
Die Temperatur hier in Phuket liegt momentan bei ca. 33°. So sind wir fast eine Stunde vor dem Terminal unterwegs, bis endlich mal eine Frau von einer Örtlichen Reise-Agentur erscheint. Sie wies uns in eine Richtung wo unsere Busse zu finden seien, trotz ihrer Beschreibung war das eine Herausforderung, der nächste Punkt war der Busfahrer wollte uns nicht mitnehmen, geschweige denn unsere Koffer. Dann kam eine weitere Frau von der Örtlichen Reiseleitung, sie telefonierte mindestens eine Viertelstunde lang mit Ihrem Handy und erzählte uns, das ein LKW unser Gepäck mitnehmen würde. Nur wo er stand wusste niemand genau, sie zeigte in irgendeine Ecke des großen Parkplatzes, nur da war kein LKW zu sehen. Verschiedene Gäste darunter auch ich gingen über den Parkplatz um die gesuchten Fahrzeuge zu finden. Zwischendurch konnte man irgend welche Kleintransporter sehen, die vielleicht Koffer geladen hatten. Deutlich zu erkennen war das aber nicht. Das ganze wirkte absolut Unorganisiert. Irgendwann kam dann tatsächlich so ein Kleintransporter zu unserm Bus und wir konnten endlich unsere Koffer in den Transporter einladen. Natürlich mit der Hoffnung das unsere Koffer auch wirklich in unser Hotel Hilton Arcadia an der Karon Beach ankamen.

Da wir leider erst irgendwann am Spätnachmittag in unser Hotel konnten, war eine Phuket-Besichtigungtour eingeplant, trotz unserem 12 1/5 stündigen Flug bis hierher. Der Flughafen von Phuket befindet sich im Norden der Insel die etwa 48 Kilometer lang und 21 Kilometer breit ist. Erstaunlich war für mich dass diese Insel so ungemein bergig war, es war eine ewige Berg und Talfahrt mit dem Bus. Die Vegetation hier ist toll, Bäume, Sträucher alles herrlich grün. Viel Sonne und viel Regen, da wächst halt etwas. Am faszinierendsten aber war die Elektroversorgung in den Orten und Städten. Hier laufen oft Hunderte von Elektro-Leitungen in einem dicken Wulst an der Straße entlang, darin eine bestimmte Hausleitung zu finden stelle ich mir als unmöglich vor. Vielleicht wird aber eine defekte Leitung nur durch eine weitere neue Leitung ersetzt. Ich habe bisher schon einiges auf den Karibischen Inseln gesehen, aber das hier toppt alles bisherige. Wir fahren durch Phuket-Stadt, sie ist mit ca. 60.000 Einwohnern gar nicht mal so klein. Als schön kann man sie aber nicht bezeichnen, es gibt hier zwar schon noch vereinzelne Häuser im Kolonialstil, aber schön ist anders.

Als erstes besuchten wir den Wat Chalong Tempel in dem die Stauen der beiden in Phuket meist verehrtesten Buddistischen Mönche stehen. Es ist eine große und schöne Anlage die beeindruckend für uns Europäer ist. In Vorgarten von einem der vielen Tempel konnte ich ein junges Paar sehen, das mit gefalteten Händen wie bei einer Trauungs-Zeremonie stand. Zeitweise konnte man auch Knallschüsse hören, die in einem kleinen Turm hier auf der Anlage abgefeuert werden. Wie schon gesagt die Tempelanlage ist wunderschön, aber heute ist vielleicht der falsche Zeitpunkt für uns sie zu besichtigen. Wir wollten sie ja eigenständig in den nächsten Tagen besuchen.

Es ist jetzt Mittagszeit und wir fahren zu einem Restaurant wo ein großes Essens-Buffett für uns aufgebaut ist. Hier können wir auch unsere ersten Thailändischen Bath (einheimische Währung) eintauschen. Als nächstes fahren wir zum südlichsten Punkt der Insel Cap Phrompthep, hier steht der 50 hohe Kanchanaphisek Leuchtturm der 1996 zur 50 jährigen Thronbesteigung des kürzlich verstorbenen Königs Bhumiphol erbaut wurde. Natürlich hat sich auch der jetzige neue König auf einem großen Bild hier verewigt, vielleicht ist er zum Fotoshooting mal kurz aus seiner Oberbayrischen Wahlheimat erschienen. Die Sonnenuntergänge hier seien wunderschön wie man sich erzählt.

Kurz nach 16:00 Ortszeit können wir endlich in unser Hotel hier auf Phuket einziehen. Das Hilton Arcadia & Spa Hotel an der Karon Beach ist sehr groß, und nur einen Steinwurf vom Strand entfernt. Die Einfahrt war beeindruckend, ein riesiger 30 ha. großer Park, sehr gepflegt wie man auf den ersten Blick sehen konnte. Es besteht aus mehreren großen Rundbauten, wir waren im Andaman Wing C untergebracht, gleich daneben befindet sich das Zentralgebäude.

In der Nähe unseres Zimmers war die Rezeption und im Untergeschoss das Sails-Restaurant untergebracht das wir in den nächsten Tagen nutzen werden. Unser Zimmer war in der dritten Etage und unser Balkon zeigte auf einen der wunderschönen Pools die hier im Park stehen. Die Luftfeuchtigkeit hier auf Phuket ist wahnsinnig hoch, wenn man auf dem Balkon steht hat man gleich den Eindruck das man sich in einer Waschküche befindet. Unser Zimmer ist sehr groß, und hat eine schöne Einrichtung mit sogenannten Box-springbetten wie man so schön sagt und ist sehr gut gekühlt. Draußen auf dem Balkon ist eine unglaubliche Schwüle, so das wir die Balkontüre nach draußen schnell wieder schließen. Am späten Nachmittag machen wir noch einen Spaziergang über Teile des riesigen Hotelgeländes, bevor es zum Abendessen in unser Sails-Restaurant unterhalb der Rezeption geht. Hier gibt es heute ein großes Buffet von den Suppen angefangen bis hin zu Fleisch, Fisch, Nudeln und Gemüse halt alles was es in Asien zum Essen gibt. Dazu noch Nachspeisen an Kuchen, Cremes, Eis sowie Schokoladen-Mousse und natürlich vielerlei Obst. So gegen halb neun Uhr Abends sind wir in unser Bett gegangen und haben einfach nur noch geschlafen.

Mittwoch, den 17.01.2018

Guten Morgen Phuket, es ist acht Uhr morgens, wir haben jetzt 12 Stunden geschlafen. Der gestrige Tag war schon anstrengend gewesen, aber wir haben ausgezeichnet geschlafen. Wir machen uns zum Frühstücken fertig, wahrscheinlich ist es im selben Restaurant, wo wir gestern Abend gegessen haben. Als wir unser Zimmer im dritten Stock verlassen und die Balustrade entlang in Richtung Fahrstuhl gehen, begleitet uns schon Strahlender Sonnenschein und eine angenehme Wärme. An einem Treppenabgang der zum Restaurant hinunter führt steht schon ein Mädchen das nach unserer Zimmer Nummer fragt und uns einen Tisch zuweist. Die Tische sind schon gut belegt, wir bekommen einen Platz im Schatten, bei einer der vielen Bedienungen bestellen wir statt Kaffee zwei Tassen mit Cappuccino. Das Frühstücks-Buffett ist reichlich bestückt, als erstes bestelle ich mir an einer Kochstation ein Omelett mit Pilzen, es hat mir sehr gut geschmeckt. Danach hole ich mir noch ein Croissant sowie ein paar Brötchen mit einigen Käsescheiben und verschiedene Marmeladen. Hermine nimmt sich Spiegeleier sowie auch verschiedene Brötchen mit der dazu passenden Beilage.

Nach dem Frühstück gehen wir auf unser Zimmer zurück und die Morgentoilette abzuschließen und uns für den Tag fertig zu machen. Gegen zehn Uhr verlassen wir unser Hotel um ein paar schöne Fotos zu machen. Wir gehen durch den großen Hotelpark an einem kleinen Haustempel vorbei. Über die verkehrsreiche Straße die den Hotelpark zum Strand abtrennt, der sich rechts und links von uns einige Kilometer weit ausdehnt. An der Straße steht ein Sicherheitsmann der den fließenden Autoverkehr anhält, um den Hotelgästen einen sicheren Übergang zu ermöglichen. Nach einer kurzen Besichtigung des Strandes gehen wir zum Hotel zurück, um uns ein schattiges Plätzchen auf einer Liege an einem der drei Hotel-Pools zu suchen. Am Seafarer Pool der etwas weiter vom Hotelzentrum entfernt ist finden wir für uns das passende. Wo wir dann die nächsten Stunden verbringen, teilweise auch mit guter Unterhaltung. Der Himmel zeigt sich unterschiedlich mal leicht bewölkt, mal Sonnig.

Hermine holt sich hier an der Bar eine Kokosnuss zum Trinken, der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig, der Preis mit ca. 2,50 Euro eigentlich happig. Aber es sind halt Hotelpreise. Zwischendurch geht sie mal ins Zentral-Gebäude des Hotels zurück und bucht im dortigen Reisebüro für den morgigen Tag noch einen Tages-Ausflug in den Pang-Nga-Nationalpark mit ca.12 Stunden um 75 Euro, hoffentlich ist der Ausflug das auch wert, aber wir werden es sehen.

Gegen 16:00 gehen wir zum Haupthaus zurück um irgendwo einen Cappuccino zu trinken. Wir finden einen passenden Platz gleich neben der Rezeption, wo eine Bar für den Nachmittag und Abendbetrieb ist. Hier sucht Hermine noch mal nach einem Free Wifi, nach einer kurzer Nachfrage an der Rezeption klappt auch das gut. Über Whatsapp schreibt sie unsern Mädchen ein paar Zeilen und hängt auch gleich ein paar Bilder dran. Wer weiß wann wir das nächste Mal Internet haben werden. Kurz vor fünf Uhr gehen wir auf unser Zimmer zurück, ich möchte noch an meinem Reisebericht schreiben, bevor wir uns zum Abendessen fertig machen. Die Temperatur heute lag wohl bei ca. 30° aber die Luftfeuchtigkeit hält sich in Grenzen.

Donnerstag, den 18.01.2018

Wir sind schon um 6:00 aufgestanden, dann um 6:45 zur Kofferrezeption um für den heutigen Tag frische Badetücher zu holen, dann mit einem Shuttlebus zur Willkomm-Lounge gefahren, das ist am Eingang unserer Hotel-Anlage dort sollen wir abgeholt werden. Laut der Zeitangabe war die Abfahrt um 7:15 geplant, der Fahrer kam 20 Minuten später. Das ist ja sonst nicht so schlimm, wenn wir auch sicher gewusst hätten, dass er wirklich kommt. Eine Stunde brauchen wir mit dem Kleinbus bis zu einer Bootsanlegestelle irgendwo nördlich von Phuket-Stadt. Es geht über Berg und Tal sowie durch unzählige Dörfer und Orte. Am Wasser angekommen geht es mit einer Kleinbahn hinaus auf die Pier. An Bord unseres Ausflugsbootes müssen wir Rettungswesten anlegen, dann geht es in Richtung Norden dem Pang-NgaNationalpark zu.

Wir sind eine wirklich Illustrierte Gesellschaft an Bord, es gibt Gäste aus Argentinien, Taiwan, Bosnien, Amerika und noch viele andere Nationen. Nach einiger Zeit gibt es ein thailändisches Frühstück, das Essen ist na ja für meinen Geschmack, aber es gibt auch Kaffee, Cola und andere Getränke. Unsere Fahrt geht immer weiter nach Norden dem Nationalpark entgegen, wir kamen an Inseln vorbei wo die Stalaktiten fast bis ins Wasser hängen. Unsere Gruppe wird aufgeteilt, meine Frau und ich fahren mit einem kleinen Schlauchboot weiter, wir haben einen etwa 14 Jährigen Bootsführer der uns durch die Tham talu (Grotte) fährt, hier muss man teilweise schon ins Boot liegen, weil die Decke der Grotte sehr niedrig ist, einfach traumhaft. Dann wieder im Freien haben wir einen wunderschönen Ausblick in eine geschlossene Bucht mit einer hohen Felsnadel in der Mitte. Als wir die Bucht durch eine weitere Engstelle wieder verlassen wollen, haben wir ein weiteres interessantes Bild vor uns. An einen Felsufer vor uns steht ein Schlauchboot, der Bootsführer steht am Ufer und versucht einen unheimlichen dicken Mann im Boot wieder aufzurichten. Der Mann mit einem geschätzten Gewicht jenseits von 125 kg liegt mit seinem ganzen Körper im Boot. Da ja ein Schlauchboot keinen festen Boden hat, kommt der Mann einfach nicht in die Höhe. Es war ein Bild für Götter.

Mit einem Long-tailed-boat (langes schmales Boot, der Propeller ist an einer langen Stange) besuchen wir nun Khao Ping Kan die James Bond Insel, hier gibt es auch einige Souvenierstände, für unsere heimische Küchenwand kaufen wir noch einen passenden Magneten von Thailand. Dann fahren wir mit dem Long-tailed-boat weiter, vorbei an Mangroven-Wäldern nach Koh Panyi wo die See-Zigeuner (Herkunft Indonesien) leben, das ist ein Dorf das ganz auf Stelzen gebaut ist. Sie leben zu 30% vom Fischfang und 70% vom Souvenir Verkauf an die Touristen, es gibt sogar eine Grundschule für 150 Kinder und mehrere Sportplätze sowie eine größere Moschee im Dorf. Alle Dorfbewohner (ca.1800 Einwohner) sind Muslimischen Glaubens.

Etwas später gibt es ein Mittagessen an Bord, reichlich Fleisch und verschiedene Gemüse. Zum Trinken gab es immer reichlich, Kaffee, Cola, Sprite usw.

Um 15:30 sind wir zurück nach Süden zum Naka Island gefahren, dort haben wir noch einen zweistündigen Strand-Aufenthalt zum Baden oder ähnliches. Der Strand hier war gut besucht, wir sind natürlich auch ins Wasser gegangen, aber nacheinander wegen unserm Gepäck und der Fotokamera. Das Wasser ist mit 28° herrlich warm, dann fahren wir zurück zum Hafen. Unser Transferbus der uns zurück bringen soll, ist wieder etwas später gekommen. Wir sind aber dann gegen 18:15 ins Hotel gekommen.

Das Abendessen war wie gewohnt in unserem Restaurant, aber halt nur etwas später.

Freitag, den 19.01.2018

Wir sind heute Morgen wie sonst gewohnt um ca. 8:00 aufgestanden, geschlafen haben wir auch diese Nacht sehr gut, was ja leider nicht die Regel in diesem Urlaub ist. Nach einer kurzer Dusche sind wir erfrischt in unser Frühstücks-Restaurant gegangen. Hier bekamen wir einen netten Zwei-er Tisch nahe der Omelette u. Spiegeleier Station. Eine nette Thailändische Bedienung brachte uns noch eine Kanne Kaffee, bevor wir unser Frühstück zusammen stellten. Ich holte mir als erstes ein Omelette mit Pilzen, Hermine ein Spiegelei, dazu einen Ananassaft und einen Orangensaft für uns beide. Danach holten wir uns verschiedene Brötchen, es gibt normale weiße Semmel sowie Körnersemmel, die schmecken eigentlich recht gut. Dazu für mich etwas Marmelade und einige Käseschnitten wie Edamer oder ähnliches.

Nach dem Frühstück gehen wir auf unser Zimmer zurück, wir sind im dritten Stock Zimmer Nummer 370. Die Aussicht von unserem Balkon geht auf den Garden-Pool, weiter nach links wäre dann schon unser Frühstücks-Restaurant (Sails) zu sehen. Kurz vor 11:00 wandern wir zum Seafarer-Pool, er ist zwar etwas weiter weg aber er gefällt uns von allen Pools am besten. Es gibt heute Sonne aber auch Schatten. Hier treffen wir die Bekannten vom Bodensee/Radolfzell, mit denen wir schon vorgestern gesprochen haben. Um halb Drei Uhr nachmittags sind wir dann auf unser Zimmer zurück gegangen, um uns nochmals umzuziehen und mit einen Fotoapparat bewaffnet nochmals an den Strand zu gehen. An der Transport-Station (Kofferträger) bekommen wir noch frische Strandtücher zum mitnehmen. Durch den Park ist es nur ein kurzes Stück bis zum Strand, hier liegen wir uns erstmals hin. Die Sonne lässt sich sehr sparsam sehen, trotzdem haben wir bestimmt über 30 Grad, aber heute scheint es besonders Schwül zu sein.

Wir machen noch einen großen Strandspaziergang, danach kaufen wir bei einem der vielen Strand-Verkäufer noch ein großes Bier. Hier am Strand gibt es mehrere Einheimische die auch Paragliding anbieten. Ein paar Tage später hörten wir von Günther Holdenried dass eine alte Dame aus dem Raum Esslingen mit ihrem Alter von 76 Jahren hier noch geflogen sei. Um halb fünf gehen wir ins Hotel zurück, zuerst schnell noch Duschen, danach schreibe ich nochmals an meinen Reisebericht weiter, und natürlich auch unser Abendessen. Später sind wir dann noch in die Andaman Lounge gleich neben der Rezeption gegangen, hier spielt heute eine Band und eine hübsche Sängerin sang europäische und auch Internationale Lieder.

Samstag, den 20.01.2018

Heute Morgen sind wir schon um 6:00 aufgestanden, der Check Out im Hotel ist schon um 9:00. Diese Nacht haben wir schon wieder nicht geschlafen, warum wissen wir nicht, so stehen wir halt Müde auf. Um 7:00 sind wir schon in unserem Frühstücks Restaurant (Sails), ich hole mir wie meistens zuerst ein Pilzomelett und danach verschiedene Brötchen mit Marmelade und auch einige Scheiben Käse. Dazu eine Kanne mit Kaffee und ein Glas Obstsaft, einmal Ananassaft oder auch Orangensaft. Spätestens nach einer Stunde sind wir dann schon wieder auf unserm Zimmer, um unsere restliche Morgentoilette zu machen. Die Koffer müssen noch fertig gepackt werden, und vor die Zimmertüre gestellt werden. Kurz vor 9:00 sind wir dann an der Rezeption und geben unsere Schlüsselkarten ab, da wir ja an jedem Tag unsere Getränke-Rechnungen bezahlt haben, geht die Abrechnung schnell voran. Wir setzen uns in die Andaman Lounge gleich neben der Rezeption, hier treffen wir auch die Bekannten aus Radolfzell am Bodensee wieder. Viele der Gäste haben ihre Koffer aus Sicherheitsgründen selber zum Kofferservice nahe der Rezeption gebracht, dem haben wir uns dann halt auch angeschlossen und unsere Koffer ebenfalls von der Zimmertüre geholt. Bei dem Kleintransporter der unsere Koffer zum Schiff bringen soll, müssen wir dann unsere Koffer identifizieren und dafür sorgen dass sie wirklich in den Transporter kommen. Kurz vor 10:00 nehmen wir in unserm Transfer-Bus Platz, und 15 Minuten später geht es auch schon los. Die Fahrzeit bis zum Hafen betrug etwa 50 Minuten, die Anlegestelle unseres Kreuzfahrtschiffes lag ein paar Kilometer südlich von Phuket Stadt.

Die MS Artania lag vor uns, wir das heißt die Holdenried Gruppe sind über eine Gangway an Bord gegangen, zur unserer Begrüßung gab es gleich ein Gläschen Sekt oder Orangensaft. Dann ging es mit langsamen Tempo in Richtung Atlantik-Showlounge. Zuvor wurde noch schnell unser Reisepass von einer hübschen jungen dunkelhäutigen Dame eingescannt, wir bekamen eine Kopie unseres Reisepasses zurück, der Originalpass verblieb dann in der Rezeption. Beim Check-In in der Showlounge bekamen wir nach einem Portrait-Photo mit der Webcam unseren Bordausweis sowie eine Kabinenkarte von einer Bordbediensteten. Als erstes suchten wir dann unsere Kabine auf, die sich auf Deck 4 mit der Nummer 4020 im vorderen Teil unseres Schiffes befand. Auf dem gleichen Deck befand sich auch die Promenade die rund um das Schiff führt, wo wir auch schnell und ohne sich mal zu verirren das Achterdeck mit der Phoenix-Bar erreichen konnten. Da unsere Koffer schon in der Kabine waren, begann Hermine schon mal mit dem Ausräumen der Koffer und Einräumen der Kleidung in die vorhandenen Schränke. Ich mache in dieser Zeit schon mal einen Rundgang über das Schiff. Da es schon lange Mittag war, suchten wir zu einer kleinen Mahlzeit das Lido-Restaurant (Buffett) auf Deck 8 auf. Hermine nahm sich ein Nudelgericht mit Schweine-Fleisch angebraten, ich suchte mir einen Fisch und dazu Salzkartoffeln aus, dazu tranken wir ein, zwei Gläser Rotwein, der uns gut schmeckte. Etwas später trafen wir noch Günther Holdenried auf Deck 8 der uns gleich eine weitere neue Seereise angeboten hat (vom Mittelmeer zu den Kanaren im Herbst 2018). Wir legten uns im Anschluß daran an Deck 9 auf eine der schönen Lounge-Liegen um die Ruhe zu genießen. Später haben wir an der Phoenix-Bar am Heck des Schiffes noch eine Tasse Cappuccino getrunken, Der Cappuccino war aber leider etwas dünn geraten. Noch kurz erwähnt: zum heutigen Abendessen waren wir nochmals im Lido-Buffettrestaurant auf Deck 8. Um ca. 21:15 war noch die Internationale Seenot-Rettungsübung und im Anschluß gab es noch ein Glas Sekt in der Phoenix-Bar und kurz nach 23:00 hat die MS Artania und somit auch wir die schöne und wahnsinnig grüne Insel Phuket verlassen. Es war heute in Phuket sehr warm ca. 32° und auch die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch gewesen. Die MS Artania nimmt Kurs auf die Inselgruppe Langkawi = 132 SM

Sonntag, den 21.01.2018

Heute Morgen sind wir schon um 7:30 aufgestanden da wir für heute einen Ausflug über die Insel Pulau Langkawi gebucht haben. Geschlafen habe ich heute Nacht gut, wobei Hermine anscheinend wieder nicht allzu gut geschlafen hat. Aber wie auch immer, wir müssen uns fertig machen und zum Frühstücken gehen. Wir gehen auch heute ins Lido-Buffettrestaurant auf Deck 8. Es ist ja ein Buffett-Restaurant, das heißt man kann sich einfach aussuchen was man essen will und in welcher beliebigen Menge. Ich nehme mir ein Spiegelei und danach verschiedene Brötchen mit Käse und Schinken. Um 9:20 ist dann Treffen unserer Ausflugsgruppe in der Atlantik-Show-lounge, dort werden wir von Corina der Entertainment Managerin in die einzelnen Ausflüge und Busse weiter geleitet. Vor unserm Ausflugsbus werden wir von Mirkos Schäffes Freundin Jennie (eine nette Russin) empfangen, die unsere Buskarten vor dem jeweiligen Ausflugsbus wieder einsammelt. Danach geht es auf Fahrt über Pulau Langkawi der Hauptinsel dieser Inselgruppe mit insgesamt 104 Inseln hier in der Andamanen-See. Unser erstes Ziel ist Oriental Village mit angeschlossener SkyCab und Skybridge.

Das Village selber ist ein reines Touristendorf mit vielen Shops und sonstigen Geschäften. Die Talstation der Seilbahn dagegen ist Interressant anzuschauen. Wir haben Express-Tickets bekommen, das heißt wir müssen nicht erst lange in der Schlange warten, sondern können gleich in einer Sechserkabine den Berg hochfahren. Die Seilbahn ist 2079 Meter lang und fährt auf den zweithöchsten Berg der Insel Pulau Langkawi, den Mount Mat Cincang (705 m). Wir genießen den Blick auf die 125 Meter lange Sky Bridge, sie gehört zu den längsten gebogenen Fußgängerbrücken der Welt. Sie hängt in 100 Metern Höhe über einer Schlucht und wird nur von einem 82 Meter hohen Mast gestützt.

Der Rundweg hier oben auf dem Berg ist mit vielen bunten Blumen und Sträuchern geschmückt. Es gibt sogar freilaufende Affen am Wegesrand. Hier verbringen wir eine gute dreiviertel Stunde bevor wir wieder mit der Seilbahn nach unten fahren. Der Ausblick oben am Berg war gigantisch man sieht die umliegenden Berge, das Meer und die vielen Insel um uns herum. Im Oriental Village gehen wir noch kurz durch die Gassen und verschiedenen Geschäften um nach einen schönen Magneten von Langkawi für unsere Magnet-tafel zu Hause suchen. Danach kehren wir zum Bus zurück, im Anschluss besuchen wir noch ein Reis-Museum, es ist sehr interessant, wir sehen dabei auch ein Reisfeld und wie der Reis angepflanzt wird. Die Arbeit ist sehr Intensiv und wenn man davon ausgeht dass zwei Drittel aller Menschen sich von Reis ernähren, fragt man sich schon wo diese riesige Menge herkommen soll.

Gegen 14:00 sind wir wieder auf der MS Artania zurück. Im Lido Restaurant holen wir uns eine Kleinigkeit zum Essen. Ich nehme mir heute ein Paniertes Schnitzel mit Kroketten, Hermine holt sich nur einen Teller mit Salat. Wir setzten uns zum Essen auf die Außenterrasse des Lido Restaurant und genießen dazu ein Glas Rotwein.

Den restlichen Nachmittag verbringen wir hier auf Deck 9 in der Sonne, der Deckboy richtet uns zwei der fahrbaren Sonnenschirme her. Um 16:00 gehen wir dann zur Kaffeestunde ins Restaurant Vier Jahreszeiten auf Deck 2. Ich habe mir von der Kuchentheke eine Schwarzwälder Kirschtorte geholt, sie sah sehr lecker aus und hat auch so geschmeckt. Eine ältere Dame hat sich zu uns gesetzt, sie trank aber nur ein Kännchen Tee. Sie erzählte uns, dass sie sich schon seit der Abfahrt des Schiffes in Marseille an Bord befindet und die ganze Weltreise mitmacht. Seit einem Zwischen-stopp auf den Malediven ist sie nun krank und kämpft gegen Durchfall und Übelkeit und Erbrechen. Sie erzählt uns weiter, dass seit diesem Stopp sehr viele Passagiere krank sind, man hört auch viele der Bordgäste husten. Um 17:30 sind wir noch in die Phoenix-Bar im Heck der MS Artania zum Happy Hour!. Da gibt es alle Getränke zum halben Preis, allerdings mussten wir feststellen, das auch der Alkohol in unserem bestellten Getränk „Sex on the Beach“ wohl auch nur die Hälfte war, schade eigentlich.

Unser Abendessen nehmen wir auch heute im Lido-Restaurant ein. Im Anschluss an den Abend gehen wir nochmals zur Phoenix-Bar um uns einen Cuba-Libre zu genehmigen.

Die MS Artania verlässt kurz nach 20:00 die Inselgruppe Langkawi und macht sich auf den Weg in die Löwenstadt Singapur. Die Temperatur auf der Insel lag heute bei etwa 25 -28° Die MS Artania ist auf dem Weg nach Singapur = 442 SM

Montag, den 22.01.2018

Heute Morgen sind wir erst gegen halb Neun aufgestanden, denn wir haben heute einen Seetag, das heißt es gibt keinen Ausflug, einfach nur die Ruhe genießen. Zum Frühstück sind wir wie bisher ins Lidobuffet-Restaurant gegangen, heute möchte Hermine mal im Freien frühstücken. Also suchen wir uns einen Tisch auf der Außen-Terrasse, das ist ja ganz schön, allerdings fliegt einem gleich das Butterpapier, die Serviette oder der Zuckerbeutel durch den stetigen Wind davon. Zum Frühstück nehme ich mir Spiegeleier und im Anschluss noch Brötchen mit Schinken und Käse sowie Marmelade. Selbstredend auch Kaffee und Obstsaft. Danach gehen wir zur Kabine zurück, auf dem Weg treffen wir Günther Holdenried der uns auf den bevorstehenden Frühschoppen mit der Spirit-Band auf Deck 8 hinweist. In der Kabine zurück, machen wir noch kurz unsere Morgentoillette fertig und ziehen uns etwas bequemeres an. Kurz vor Elf Uhr sind dann auf Deck 8 vor der Kopernikus-Bar, aber wir sind viel zu früh dran, fast alle Bierbänke auf Deck sind noch frei. Wir gehen also ein Deck höher und nehmen eine freie Liege in Beschlag, später kommt ein Stewart vorbei bei dem wir ein thailändisches Bier bestellen. Es wird auf Phuket herstellt und schmeckt sehr herb. Die Sonne brennt sehr heiß vom Himmel obwohl man sie kaum sieht, wir ziehen also weiter auf Deck 9 zur Mitte des Sonnen-Lounge-Decks. Hier sind bequeme Liegen mit Schaumstoffmatratze und Sonnenschirm, da verbringe ich erstmals eine Stunde mit Lesen, bevor ich in die Kabine zu meinem „Reisebericht schreiben“ zurückkehre. Auf den Frühschoppen mit der Spirit-Band verzichten wir jetzt halt.

Dienstag, den 23.01.2018

Wir sind heute schon um 5:45 aufgestanden um die Einfahrt in den Hafen von Singapur zu sehen. Es war draußen noch ziemlich dunkel als wir auf Deck 9 ganz nach vorne zum Bug gegangen sind. Die Morgendämmerung setzte gerade ein, die Bordcrew stellte zwei Tische gleich neben dem Artania-Pool auf. Es gab zum Trinken schon heißen Kaffee und Tee in Pappbechern. Auf dem zweiten Tisch war kleines Gebäck wie Nuss-schnecken und ähnliches zum Essen bereit.

Auf der Steuerbord-Seite (rechts) zogen schon die ersten Inseln vorbei, Singapur besteht ja aus 60 kleineren und größeren Eilanden. Gerade fahren wir an der kleinen Insel Pulau Busing wo sich unter anderem eine Ölraffinerie befindet, vorbei. Vor uns links sehen wir schon Teile des großen Containerhafens und dann weiter wieder zur Rechten Sentosa Island das Vergnügungs-Zentrum von Singapur. Man kann auch schon den riesigen Mast sehen, der die Seilbahn abstützt, die vom Mount Faber nach Sentosa Island hinüber geht. Jetzt biegen wir um eine Inselspitze und sehen schon das Cruise Center links vor uns stehen. Wir machen noch einige Fotos von der Einfahrt, bis wir dann angelegt haben vergehen aber noch ein paar Minuten. Um 7:30 gehen wir ins Artania-Restaurant das heute Morgen als erstes Restaurant geöffnet hat, zum Frühstücken.

Sobald die MS Artania hier in Singapur freigegeben ist, wollen wir auf eigene Faust auf Sightseeing-Tour gehen. Die Ankunft hier am Sentosa Harbour Cruises Center (ältere von zwei Kreuzfahrtterminals) war wie geplant um etwa 8:00 Morgens. Unser Erstes Ausflugsziel heute ist der Jurong Vogelpark im Westen von Singapur, das wir mit dem Taxi erreichen wollen, das klappt auch wunderbar. Und wir sind kurz nach Neun Uhr im Vogelpark angekommen. Besucher waren zu dieser frühen Zeit nur wenige, um Zehn Uhr war dann eine Show mit großen Vögeln, wie Adlern, Geiern und anderen Greifvögeln zu sehen. Wir gingen dann weiter durch den Park, zugegeben wir hatten schon mehr erwartet von den Vögeln hier. Es gab wunderschöne Papageien-Arten aber sie waren leider alle in Käfigen untergebracht, in den großen Volieren waren wir nur in einer, aber hier war für uns nur eine Gattung Vogel zu sehen.

Unterwegs sahen wir einen Leguan etwa einen Meter lang, wir können einige Bilder von ihm machen, er steht ganz ruhig da und beobachtet uns. Auf jeden Fall ein wunderschönes Tier, Eine schöne Nahaufnahme im Abstand von zirka 40 Zentimeter ist mir gelungen. So gehen wir weiter durch den Park leicht ernüchtert, die Botanik war ja toll, der Park war stark bewaldet, aber die Vögel waren alle hinter Gitter, sehr schade.

So sind wir sind früher fertig als erwartet mit der Besichtigung des Parks und so beschließen wir als nächstes nach Kampong Glam zur Sultan Moschee zu fahren. Der Weg dahin stellt sich als sehr lang dar, so beschließen wir den Weg abzukürzen und schon am Singapur Flyer auszusteigen, unser Fahrpreis bis dahin waren 18 Singapur Dollar plus Trinkgeld. Wir gehen dann von hier zurück über die schöne Helix-Fußgängerbrücke auf die andere Seite der Marina Bay.

Von hier führt uns der Weg zum Park Gardens by the Bay (der Flower-Dome das größte Glasgewächshaus der Welt und im Cloud Forest werden Klima-Verhältnisse von 1000 bis 3000 Meter Höhe dargestellt) und natürlich den Supertrees. Aus dieser Perspektive haben wir die künstlichen Türme noch nie gesehen. Wir schlendern durch den Park, machen eine kleine Pause auf einer der zahlreichen Sitzbänke, leider ist es sehr heiß heute. Als erstes wollen wir über die Fußgängerbrücke gehen die in luftiger Höhe von einem der Supertree Türme zum andern führt, entscheiden uns dann aber dagegen. Als nächstes suchen wir den Übergang der uns zum Marina Sands Bay Hotel führen soll. Auch hier laufen wir einige Meter zu viel, bis wir endlich den Steg für den Übergang vom Park zum Hotel finden. Wir kommen dann im Hochgeschoss dieses riesigen Hotels mit seinen 2500 Zimmern und Suiten und 50 Restaurants an, suchen einen Weg wieder nach unten in die große Eingangshalle, den wir dann über einen Lift im Außenbereich erreichen. Von hier kommen wir aber nicht mehr in das Hotel hinein. Wir müssen also draußen an den Hoteltürmen zwei und drei vorbei gehen bis wir den östlichen Eingang vom Marina Sands Bay erreichen.

Als nächstes suchen wir die Fahrstühle die uns zum Skypark nach oben führen soll, weil wir dort auf 200 Meter den sagenhaften Ausblick über Singapur, und dazu noch eine Tasse Kaffee in luftiger Höhe genießen wollen. Erst nach einer weiteren Nachfrage finden wir den Aufgang bzw. den Fahrstuhl nach oben. Für eine halbe Stunde auf der Aussichtsplattform wollen sie 18 Euro. Das ist uns dann doch zu viel, so suchen wir als nächstes das Untergeschoss mit seinen Einkaufsarkaden auf. Nach kurzer Nachfrage und mit Glück finden wir es dann, im untersten Stock des riesigen Zentrums ist dann auch eine kleine Kunststoff-Bahn wo die Kinder Pirouetten drehen können. Hier sind auch die vielen kleinen Asiatischen Restaurants und Suppen-küchen, wo wir schon im letzten Jahr gegessen haben. Auch heute essen wir einen Teller Suppe sowie ein Nudelgericht mit Hühnchen.


Als wir die riesige Mall verlassen versuchen wir auf die andere Seeseite der Marina Bay in Richtung des Merlion-Parks zu gehen, soweit waren wir eigentlich noch nie. Wir gehen an einem Seerosenteich entlang, in der Marina Bay sind einige Ausflugsboote unterwegs. Wir merken aber bald das die Entfernung bis zur Merlion Figur (Singapura / Löwenstadt) doch sehr erheblich und kurzzeitig auch verkehrsreich ist. Wir gehen also wieder zurück in die Marina-Sands-Mall, als wir dann zufällig mal kurz nach draußen schauen, sehen wir so eine Art Nebelwand vor der Glasfront der riesigen Mall stehen. Gleich darauf kommt ein Wolkenbruch vom Himmel, nur gut das wir trocken und sicher in der Halle stehen. Wir entschließen uns zum Schiff zurück zu kehren, da wir ja nicht wissen ob und wann der Regen aufhören wird. Der Taxistand ist wie in der Dubai-Mall vor dem Eingang in so einer Art Seitenhalle zu finden. Unsere Fahrt dauert nicht allzu lange bis zum Sentosa Harbour Cruises Center, an dem unser Schiff steht. Für etwa 15 Singapur Dollar sind wir wieder daheim an Bord der MS Artania. Gegen 16:00 gehen wir auf Deck 2 ins Bordrestaurant Vier Jahreszeiten zum Kuchenbuffet mit Kaffee, die Kuchen und Torten sind sehr gut und die Auswahl heute ist riesig. Wir haben uns gestern Abend noch kurz entschlossen den Ausflug Chinatown bei Nacht zu machen, bis zu der letzten Stunde wissen wir aber nicht, ob unsere späte Buchung noch geklappt hat.

Gegen 17:30 ist es dann doch soweit, unsere Ausflugskarten für Chinatown waren im Briefkasten vor unserer Kabine, der Treffpunkt ist wie immer in der Atlantik-Showlounge auf Deck 3. Unser örtlicher Reiseleiter ist ein sehr netter und gut Deutsch sprechender und auch gut zu verstehender Chinese.

Unsere Busfahrt führt uns nach Chinatown, auch Günther Holdenried ist bei uns in der Gruppe. Das Chinesische Neujahrsfest steht vor der Tür, unser erstes Ziel ist eine Suppenküche in der Nähe des Buddha Tooth Relic Tempels. Danach gehen wir durch die Straßen des Chinesen- Viertels, wir haben noch einige Singapur-Dollars eingetauscht. Die wir jetzt umzusetzen versuchen, als letzte Rettung finde ich für mich ein T-Shirt mit einem Emblem von Singapur. Die Preise dafür liegen zwischen 2 und 15 Singapur-Dollars, wir entschließen uns für die teure Ausführung. Gegen Ende unseres Rundganges treffen wir unterwegs noch Günther Holdenried, der uns fragte ob wir schon zurück zum Bus gehen wollen. Was wir dann verneinten, so gingen wir gemeinsam durch die Straßen des Chinesenviertels. In einem Straßenlokal wollten wir noch etwas trinken, aber die junge Geschäftsführerin wollte uns ohne etwas zum Essen zu bestellen, nicht Platz nehmen lassen. Wir gingen weiter auf die andere Straßenseite zu einem anderen Lokal, wo uns aber dann die Besitzerin des vorigen Lokales zurück holte. Es war eine etwa 55 jährige nette Chinesin die klare Anweisungen gab. So bekamen wir also unser Bier doch noch, die Flasche Tiger Bier 0,65 Liter kostet hier 8 Singapur Dollar. Um etwa 21:45 kehren wir zu unserem Bus zurück, der uns dann zum >Harbour Cruises Center< zurück brachte. Noch kurz durch den Zoll, natürlich mit Passkontrolle ohne das geht in Singapur gar nichts, und schon waren wir auf unserm Schiff zurück. Nach einem kurzen Besuch in der Phoenix-Bar am Heck unseres Schiffes und einem kleinen Drink namens Cuba Libre beschließen wir den heutigen Abend. Es war sehr heiß heute in Singapur über 30°, die Luftfeuchtigkeit hält sich aber heute in Grenzen.

Mittwoch, den 24.01.2018

Um 6:00 aufstehen, 6:30 gehen wir zum Frühstücken in das Restaurant Vier Jahreszeiten. Das auch heute als einziges Restaurant zu dieser Zeit schon geöffnet hat, die anderen zwei Restaurants haben erst ab 7:00 geöffnet. Am Frühstücksbuffet hole ich mir Brötchen, dazu rohen Schinken und Edamer Käse, die Käse und Wurstauswahl hier an Bord ist ja vorzüglich. Dazu nur noch ein Glas Saft oder auch zwei, der Kaffee wird von den Kellner ausgeschenkt. Um 7:40 ist dann Treffen in der Atlantik Showlounge, wir müssen schnell raus zum Bus Nummer 2. Unser heutiger Örtlicher Reiseleiter war gar nicht so gut zu verstehen. er redet auch oft sinnloses Zeug.

Unser erstes Ziel heute war der Botanische Garten mit vielen Orchideen und anderen Blumen der im Jahr 1822 von Sir Raffles dem Gründer von Singapur angelegt wurde. Er ist wunderschön und tadellos gepflegt. Am Eingang tanzte eine Gruppe junger Frauen Tai-Chi, über eine dreiviertel Stunde bestaunten wir den Garten mit seiner unglaublichen Blüte und Vegetation. Man sieht überall die Schläuche eines Bewässerungssystem, es herrscht eine unglaubliche Luftfeuchtigkeit im Park.

Zurück fuhren wir dann über die Orchard Road, eine Haupt und Geschäftsstraße von Singapur. Hier stehen riesige Einkaufszentren und viele noble Geschäftshäuser.

Danach sind wir ins Arabische Viertel gefahren um die Sultans-Moschee zu besuchen. Am Eingang der Moschee mussten wir unsere Schuhe ausziehen, was uns ja bekannt war, wir betraten den schönen Innenraum und machten ein paar tolle Bilder darin. Danach gibt es noch einen kurzen Stopp im Merlion Park, der große Merlion eines der Wahrzeichen von Singapur, der direkt an der Marina Bay steht, ist ein Fabelwesen mit dem Kopf eines Löwen und dem Körper eines Fisches. Er war leider eingerüstet wie meistens vor dem Chinesischen Neujahrsfest das dieses Jahr am 16. Februar stattfindet. (Mein Bild vom großen Merlion stammt noch vom letzten Jahr). Wir fahren weiter am Bankenviertel vorbei, hier sind riesige Bürotürme gebaut von Banken aus aller Welt die meisten bestimmt über 150 Meter hoch, es gibt hier in Singapur auch viele hohe Mietshäuser mit über 50 – 60 Etagen. Was mir auffiel dass viele dieser Wohntürme die ersten acht bis zehn Meter nur auf offenen Betonsäulen standen. Wir genießen nochmals einen Blick auf die Marina Bay mit ihrem auf über 200 Meter Höhe gelegenen Surfbrett ( Skypark ) auf dem man so eine herrliche Aussicht über Singapur genießen kann. Natürlich mit dem entsprechenden Obulus von pro Person 18 Euro.

Zum Schluss fahren wir nochmals zurück nach Chinatown um den berühmten Tempel der Hindus, den Sri Mariamman-Temple zu besichtigen. Leider stellt sich hier heraus das außer Schuhe ausziehen auch noch ein Eintritt zu zahlen wäre, ob nur für Fotografieren oder pauschal als Eintritt, war nicht eindeutig zu erkennen. Aber nur für 5 Minuten rentiert sich das Eintrittsgeld nicht, mehr Zeit haben wir ja leider nicht mehr. Wir haben hier mal kurz die Straßenseite gewechselt, das ganze war ein Abenteuer, kein Auto hält hier an und ermöglicht einem den Übergang über die Straße. Die ganze Ausflugstour heute geht nur im Schnelltempo, Bus raus, Bus rein, es ist kein reines Vergnügen. Um 11:45 ist die heutige Bustour beendet, denn um 14:30 will die MS Artania Singapur verlassen wenn alles gut geht. Zuerst aber noch der Marathon durch den Zoll und die Gepäckschleusen. Singapur betritt oder verlässt niemand unbemerkt. Das sollte man sich für Deutschland merken. Beim Auslaufen sind wir wie die meisten Passagiere auf Deck, durch Zufall entdecke ich eine kleine Schildkröte neben unserem Schiff im Hafenbecken. Es war ein herrlicher Morgen, die Temperatur lag noch bei unter 30° Die MS Artania ist jetzt auf dem Weg nach Vietnam = 627 SM

Donnerstag, den 25.01.2018

Heute Morgen lassen wir uns etwas Zeit, wir haben ja Seetag und sind auf dem Weg nach Ho-Chi-Minh-Stadt. Kurz nach 9:00 verlassen wir unsere Kabine und gehen auf der Promenade nach hinten und per Lift auf Deck 8 ins Lido-Restaurant. Hier gibt es erstmals ein ergiebiges Frühstück, ich hole mir einen Teller mit Schinken und Käse, Marmelade sowie Verschiedene Brötchen, dazu Kaffee und Orangensaft. Nach dem Frühstück gehen wir die hintere Treppe zur Phoenix-Bar auf Deck 4 hinunter, hier ist aber auch nichts los. So verbringen wir ein paar Minuten in der Morgensonne auf einer Bank an der Steuerbordseite des Promenadendeckes. Ein paar Jogger laufen vorbei, ein Pärchen ermuntere ich zu einer weiteren Leistungsteigerung, was Sie aber mit Humor annehmen. Nach einer Viertelstunde gehen wir wieder in unsere Kabine zurück.

Um 12:00 ist Holdenried-Treffen in der Panorama-Pazifik-Lounge wo uns Kapitän Morten Hansen mit Kreuzfahrtdirektorin Manuela Bzdega sowie der Hoteldirektor Thomas Appenzeller begrüßen. Der Kapitän und die Kreuzfahrtdirektorin sprechen ein paar Worte, bevor Günther Holdenried seine Ansprache hält. Wir bekommen ein großes Glas Bier zum Anstoßen, nach einer halben Stunde ist das Treffen schon wieder vorbei. Über den hinteren Treppenabgang betreten wir die Terrasse des Lido-Restaurant zum Mittagessen. In der Zwischenzeit hat es offensichtlich mal geregnet, aber ein paar Tische und Stühle waren trocken geblieben. Mittlerweile ist das Restaurant geöffnet und die ersten Gäste kommen mit ihren Tellern heraus. Hermine geht hinein und bringt mir einen Teller mit Suppe und für sich einen Gemüseteller mit. Sie bringt mir auch die Nachricht dass es drinnen an der Buffett-Theke unter anderem gebratene Kalbsleber gibt. Da gebratene Leber eine meiner liebsten Speisen ist, mache ich mich gleich auf den Weg um mir einen Teller davon zu holen. Der Andrang an der Essenstheke ist momentan recht groß, aber ich bekomme doch noch meinen Teil ab.

Heute Nachmittag ist noch eine Brückenbesichtigung angesagt, für unser Deck findet sie zwischen 14:30 und 15:00 statt. Am Spätnachmittag ist an der Kopernikus-Bar der MS Artania ein Eissalon & tropisches Früchte-Buffet aufgebaut. Viele der ausgestellten Früchte hier bekommen wir leider nicht im Speisesaal zu sehen, geschweige denn zum Essen. Heute Abend ist in der Atlantik Show-Lounge eine Vorstellung von Martin von Barabü der 1 Stunde lang mit viel Humor und Witz sein Zauber-Programm präsentiert.
Anschließend gehen wir in unsere Kabine zurück, wir müssen ja Morgen sehr früh aus den Federn.

Freitag, den 26.01.2018

Heute müssen wir schon wieder um 5:30 aufstehen, und um 6:30 auf Deck 2 im Restaurant Vier Jahreszeiten frühstücken. Wir fühlen uns nicht unbedingt wohl in diesem Speisesaal, er wirkt und ist auch sehr kühl Temperiert. Wir waren schon gestern Abend beim Essen hier in diesem Restaurant, man wartet lange auf sein Essen und Trinken und im Gegensatz zum Lido-Restaurant wird auch kein Wein nach geschenkt.
Um 7:00 ist unsere Abfahrt zu unserm heute gebuchten Ausflug Mekong-Delta und Panoramafahrt. Zwei Stunden dauert die Fahrt nach Ho-Chin-Minh-Stadt, und eine weitere Stunde mit sehr viel Verkehr geht es bis zum Delta. Wir kommen an einem großen Arm des Mekongflusses an und steigen auf größeres Ausflugsboot. Damit setzen wir zur sogenannten Kokosnuss-Insel über, zuerst geht es dann in ein Lokal dort bekommen wir einen Teller mit getrockneten Früchten unter anderem Bananen, Papayas usw. zum verköstigen. Dazu einen Tee der mit Bienenhonig gesüßt ist. Letztendlich wollen sie den Honig und verschiedene Salben verkaufen. Womit sie aber keinen Erfolg haben, es Interessiert sich kaum jemand dafür. Wir gehen weiter auf einem schmalen Weg, der sehr stark von Rollerfahrer frequentiert wird. Einige Meter weiter befindet sich eine Kokosnuss-Fabrikation wo aus gemahlender Kokosnuss Bonbons hergestellt werden. Auch wir kaufen eine Tafel davon, als wir zu Hause davon probieren, stellen wir fest es schmeckt furchtbar.

Als nächstes kommen wir in ein weiteres Gebäude, wo wir ebenfalls Früchte serviert bekommen. Dazu kommen drei Musiker mit Ihrem Instrumenten, im Anschluss kommen noch ebenfalls drei Frauen in schönen langen Kleidern die uns wechselseitig Lieder vorsingen. Auch hier geht es leider nur um eine Geldspende, sie laufen nach der Vorstellung mit kleinen Körbchen umher um das Trinkgeld einzusammeln.

Dann geht es weiter auf einem schmalen Weg der uns zu einem engen Seitenarm des Mekong führt. Dort warten schon einige Boote auf uns, in China sagt man wohl Sampans dazu. Immer in Vierergruppen steigen wir in die Boote, sie sind sehr schmal und wir können nur hintereinander und ganz in der Mitte des Bootes sitzen. Vorne und hinten sitzen zwei Frauen in so einer Art Schneidersitz die uns durch den Seitenarm rudern. In einem sehr schnellen Tempo rudern sie voran, trotz des starken Gegenverkehrs und einigen engen Stellen des Kanales halten sie das hohe Tempo. Wir müssen unsere Hände im Boot halten sonst gibt es Schrammen. Rechts und Links des Flusses wächst Bambus oder anderes Gewächs, nach einem Kilometer sind wir wieder am Ende des Kanals angekommen.

Hier wechseln wir wieder auf ein größeres Schiff das uns in Gruppen von etwa 25 Personen zurück auf die andere Seite des Flusses führt. Unser Weg führt uns durch einen Laden-Passage wo wir noch einen Magneten für unsere Magnettafel kaufen können. Jetzt geht es mit dem Bus wieder zurück nach Saigon, auf dem Weg machen wir Halt in einem Rasthaus (Mekong Rest Stop) zum Mittagessen. Es besteht aus verschiedene große Häuser sie sind aber alle an den Seiten offen, also nur mit einem Dach. Wir gehen an einer offenen Küche und an einem Grill vorbei wo das Essen vorbereitet wird.

Hier sitzen wir zu etwa 10 Personen an einem Tisch. Als erstes decken hübsche junge Mädchen in langen Kleidern unsern Tisch ein. Als nächstes wird ein größerer Fisch der aufgestellt in einer flachen Schale steht gebracht. Im Anschluss werden noch kleine Schalen mit irgend welchen flüssigen Gewürzen auf jede Platzdecke gestellt. Daneben steht noch ein Teller wo Reispapier wie Omelette gestapelt ist. Etwas später kommt dann eine weitere junge Dame und wickelt für jeden Gast am Tisch aus den verschiedenen Schüsseln das Essen in dieses Reispapier, darunter auch Teile vom Fisch. Dieses wirklich ganz eng gewickelte Essen in eine der zwei verschiedenen Soßen getunkt, schmeckt wirklich ausgezeichnet. Später gibt es noch so eine Art Suppe, auch Schalen mit Reis, sowie eine Art Kompott. Er schmeckt wie Erbsen in einer süßen Soße, das muss man aber nicht haben, dazu noch einen Tee auch der ist gewöhnungs-bedürftig.

Nach dem Essen spazieren wir durch den netten Park dieses für uns außergewöhn-lichen Rasthauses.
Nach einer guten Stunde fahren wir wieder zurück nach Saigon (Ho-Chi-Minh-Stadt), wo wir das Hauptpostamt, (erbaut von Gustave Eiffel/Eiffelturm ) besuchen, sowie die Kathedrale Notre Dame von außen betrachten können. Kurz darauf geht es wieder zu unserm Schiff zurück. Zu Saigon wäre noch zu sagen, noch nie im Leben haben wir diese Unmengen an Motorrollern und Mopeds gesehen. Es sollen hier 5 Millionen Fahrzeuge in der Stadt sein, an jeder Straßenkreuzung und Einmündung stehen sie in Trauben von vierzig/ fünfzig Stück. Und immer fahren sie gemeinsam los, zwischen den einzelnen Rollern und Füßen sind immer nur ein paar Zentimeter Platz.

Heute Abend ist Rock-Night an der Phoenix-Bar, wir sichern uns einen Platz an der Balustrade ganz im Heck auf Deck 5. Von hier oben hat man einen schönen Überblick auf die Darbietungen unter uns, auch das Fernsehteam ist heute mit dabei. Es gibt ein paar Tanzvorstellungen vom Bord-Show-Ensemble und Corina singt gemeinsam mit einer Sängerin vom Show-Ensemble eine Rockarie. Rainer und Corina (Entertaiment-Manager) führen gemeinsam durch das Show-Programm. Wir bleiben bis etwa 22:00 hier auf der Balustrade, aber der Wind frischt immer mehr auf und es wird sehr kühl. So ziehen wir uns leider in unsere Kabine zurück. Den Schlaf brauchen wir auch nötig. Die Temperatur lag heute bei geschätzten 25°

Die MS Artania nimmt Kurs auf Da Nang = 519 SM

Samstag, den 27.01.2018

Es ist jetzt 7:30 als wir aufstehen, heute ist Seetag und wir sind irgendwo im Süd-chinesischen Meer entlang der Vietnamesischen Küste und südlich von Da Nang. Wir frühstücken auch heute wieder im Lido-Restaurant auf Deck 8, hier gefällt es uns am besten. Es ist Selbstbedienung und man holt sich das was man gern möchte, und muss auch nicht warten bis ein Kellner kommt. Wir waren ja auch an einzelnen Tagen im Restaurant Artania oder im Restaurant Vier Jahreszeiten, meistens wenn wir Ausflüge gebucht hatten. Es war niemals prickelnd, die Kellner sind nicht besonders freundlich und meistens überfordert. Wir sind heute schon früh im Lido-Restaurant aber es sind wenig Leute beim Frühstück hier, jeder Tag ist halt anders. Nach dem Essen gehen wir zurück in unsere Kabine um uns schön zu machen für den restlichen Tag.

Anschließend gehen wir rauf auf Deck 9 und suchen uns ein schönes windstilles Plätzchen direkt beim Spa-Bereich. Um 11:00 geht Hermine zum Singen mit Corina in der Panorama-Lounge, ich genieße die Ruhe während dessen die Sonne immer wieder mal sparsam vorbei schaut. Kurz vor zwölf kommt binnen weniger Minuten ein Regenschauer runter, er dauert hier meist nur ein paar Minuten, aber dafür äußerst heftig. Vor etwa 10 Minuten hat ein Poolboy erst die Rattan-Liegen mit den Polstern bestückt, jetzt sind sie alle wieder nass. Kurz vor ein Uhr kommt Hermine wieder und wir genießen gemeinsam die wenigen Sonnenstrahlen.

In der Kopernikus Bar unten auf Deck 8 gibt es heute Mittag eine Teriyaki-Rinderkeule dazu eine Flasche Corona Bier zum Preis von 2,50 €. Wir gehen kurz runter und holen uns ein Corona, die Bierbänke sind leider noch nass vom vormaligen Regen. So gehen wir wieder zurück auf unsere Liege und genießen unser Mexikanisches Bier. Später gehe ich in unsere Kabine zurück um meinen Reisebericht auf dem laufenden zu halten. Gegen Viertel nach Drei kam dann Hermine vom Sonnendeck herunter und wir sind gemeinsam zur Kaffeestunde ins Restaurant Vier Jahreszeiten gegangen. In den Restaurants auf Deck 2 und 3 ist es immer sehr kühl, da sind wir immer froh im Lido-Restaurant zu essen, hier herrscht eine angenehme Temperatur. Aber der Kuchen ist gut, hier können unsere dicken Seniorinnen etwas für ihre Figur tun. Es gibt leider sehr viele von dieser Gattung hier, ein Umfang von etwa 2 Meter ist keine Seltenheit hier.

Sonntag, den 28.01.2018

Gegen 8:00 Morgens sind wir hier in Da Nang angekommen, das ist eine Großstadt die in Zentralvietnam und nahe der ehemaligen Grenze zwischen dem Norden und Süden Vietnams liegt . Schon um Sechs Morgens sind wir aufgestanden haben uns kurz fertig gemacht, und sind gleich ins Restaurant Vier Jahreszeiten zum frühstücken. Unser Frühstück bzw. meines ist fast immer dasselbe. Im Anschluss daran schnell zurück in die Kabine und uns fertig machen, gegen 8:00 Uhr sind wir dann schon in der Atlantik-Showlounge zum Ausflugstreff.

Kurz darauf geht es schon los < Da Nang > heißt unser heutiger Ausflug. Wir besuchen als erstes die Buddistische Linh Ung-Pagode, der größte Tempel hier in Da Nang, der hoch auf einem Bergrücken steht. Inmitten dieser wunderschönen Tempelanlage die aus mehreren Gebäuden besteht ragt die 67 m hohe Bodhisattva Statue in den Himmel. Wir können uns kaum satt sehen an all diesen Figuren und Gebäuden. Wir fahren die engen Serpentinen wieder hinunter und gehen als nächstes ins Cham-Museum die eine bedeutende Sammlung von Kunstwerken aus der Epoche des Cham Königreiches das im 4. bis zum 14. Jahrhundert hier bestand, anbietet. Danach besuchen wir mitten im Stadtzentrum eine große Markthalle, hier kaufe ich für mich zwei T-Shirts von Vietnam um etwa 6 Dollar für beide. Später fahren wir zu einer Marmor-fabrikation, hier stehen hunderte von wunderschönen ganz verschiedenartigen Figuren. Vom Tonnenschweren Buddha über Elefanten und sonstige Statuen fast alles was das Herz begehrt. Nur alles leider zu schwer zum einfach nach Hause nehmen.

Im Anschluss fahren wir zu einem Strandrestaurant wo wir eine Kokosnuss mit einem Strohhalm zum trinken bekommen. Neben unsern Restaurant steht ein riesiges Partyzelt wo anscheinend gerade eine Vietnamesische Hochzeit stattfindet, es sind hunderte geladene Gäste dabei. Ich kann sogar ein paar Fotos von dem jungen Brautpaar machen. Wir hören dass eine Hochzeit hier in Vietnam durchaus einige Tage dauern kann. Unsere vorgesehene Fahrt zu den Marmor Bergen und ins Dorf der Holzschnitzer finden aus irgend welchen Gründen nicht mehr statt.

Nicht zu vergessen Da Nang hat einen kilometerlangen, wunderschönen in ganz Asien bekannten Sandstrand.
Um 13:15 kehren wir dann schon an Bord zurück, wir gehen gleich aufs Lido-Außendeck und suchen uns ein schattiges Plätzchen um eine Kleinigkeit zu essen und ein Glas Rotwein zu genießen. Anschließend holen wir aus unserer Kabine unsere Badetücher und legten uns auf die wunderschönen Rattan-Möbel auf Deck 9. Die Sonne meinte es gut mit uns. Gegen halb Vier Uhr sind wir zum Kaffee und Kuchen essen hinunter ins Restaurant Vier Jahreszeiten gegangen.
Danach haben wir fast bis zum Sonnenuntergang gegen 18:00 nochmals auf der Liege einfach nur ausgeruht. Die Temperatur lag heute bei überraschenden bei 30 Grad. Die MS Artania nimmt Kurs auf Sanya auf der Insel Hainan = 152 SM

Montag, den 29.01.2018

Wir sind an der Chinesischen Insel Hainan angekommen, unser heutiger Hafen heißt Sanya. Und die Temperatur heute Morgen liegt bei ca. 20 Grad.

Wir sind erst um 7:30 aufgestanden, da unser heute gebuchter Ausflug um 9:15 in der Atlantik-Show-lounge beginnt. Unser Frühstück nehmen wir wie meist im Lido-Restaurant ein. Danach gehen wir in unsere Kabine zurück und machen uns fertig für den geplanten Ausflug. In der Show-Lounge warteten wir dann eine dreiviertel Stunde bis wir dann endlich unser Schiff verlassen konnten. Im Phoenix-Cruises-Center an Land warteten dann die Chinesischen Einwanderungs-behörden auf uns, alles ging äußerst langsam und zäh vor sich. Wie ich schon von der Kreuzfahrtdirektorin Manuela Bzdega erfahren hatte, waren die Behörden hier nicht sonderlich kooperativ. Es wurden immer wieder Absprachen verändert, und immer wieder was neues erfunden.

Kurz nach 10:00 waren wir dann endlich im Bus, unser Ausflug konnte beginnen. Wir hatten heute > Nanshan Tempel und Dadonghai Strand< gebucht. fuhren also mit unserem Ausflugsbus durch die Hafenstadt Sanya. Vor dreißig Jahren war dieser Ort nur ein kleines Fischerdorf, heute ist es eine Stadt mit ca.70.000 Einwohnern. Nur kurz am Rande erwähnt, es wird hier ein neuer Flughafen gebaut mit einer Kapazität von 60 Millionen Fluggästen, das entspricht einer Kapazität die mehr als unser größter Deutscher Flughafen in Frankfurt hat. Fast alle Fluggäste sind natürlich Chinesen, die Insel wird ja auch das Hawaii von China genannt. Mit Ihren Kilometerlangen mit bestandenen Palmen bepflanzten Stränden ist sie schon schön. Die Insel Hainan ist auch eine Sonderwirtschaftszone, zweitgrößte Insel nach Taiwan, was die Chinesen immer noch zu ihrem Territorium zählen. Hier soll sogar ein Automobilwerk von Mazda stehen.

Als erstes besuchen wir den Nanshan Tempel im Westen der Insel, es ist eine große 27 Hektar große Tempel-Anlage die erst 1988 fertiggestellt wurde. Wir fahren mit kleinen Zügen durch den Park, unser erster Halt ist einige hundert Meter vor der Bodhisattva Guanyin-Statue. Diese Statue ist 108 Meter hoch und somit noch weitere 10 Meter höher als die Freiheitsstatue in New York, und wurde 2005 erstmals eingeweiht. Die Statue hat drei Ansichten, sie schaut auf das Land und zweimal auf das Südchinesische Meer hinaus, und man hat immer wieder den Eindruck sie schaut einem nach. Als nächstes fahren wir wieder mit einem der kleinen Züge die Hügel hoch, besuchen den Nanshan Tempel es ist eine Buddhistische Tempelanlage, mit wunderschönen Figuren und goldenen Buddhas dem wir auch mal am Bauch streicheln. Das soll Glück bringen sagt man ja in Asien. Danach essen wir in einem großem Restaurant in der Tempel-anlage zu Mittag, an großen runden Tischen mit 8 Personen. In der Mitte des Tisches befindet sich eine große drehbare Glasplatte mit vielen Speisen und auch Getränken.

Im Laufe des Nachmittags verlassen wir dann die große Tempelanlage, und besuchen ein Perlen Museum. Nach einem kurzen Durchgang, wir stellen fest das Perlen für die Chinesen eine große Rolle spielen, immer wieder sehen wir junge Buben oder Mädchen die mit Perlenhalsketten behängt werden. Was bei uns in Europa bei einem 10 jährigen Buben zu Befremdung führen würde. Dieser Besuch hier kann wohl als Verkaufsveranstaltung gewertet werden, auf uns warten etwa 25 Verkäufer die Perlen oder sonstige Colliers verkaufen wollen. Zum Schluss fahren wir noch zum Dadonghai-Strand, was sich aber auf Grund der späten Zeit nicht als sinnvoll erweist. Um 18:00 geht kaum einer mehr zum Baden. Auf dem Weg zum Strand sehe bei einer gr0ßen Wohnanlage zwei Wohnmobile stehen und das hier in China. Nach den Besuch des zum Strand gehörenden Freizeitparks kehren wir zum Schiff zurück.

Heute Abend um 21:30 findet für die Decks 2; 4 und 7 die Crew-Show in der Atlantik-Show-lounge statt. Die Darbietungen der Besatzung sind wirklich großartig, offensichtlich sind wahre Künstler unter Ihnen. Ob Gesangseinlagen von Kellnerinnen z.B. aus Harrys Bar oder artistische Einlagen von den Jungs aus der Küche, sogar Rainer vom Entertainment-Managements bringt eine Trommel-Solo Einlage. Sie war erstaunlich gut. Zum Schluss brachte auch das Reiseleiterteam eine Einlage im Popdance bei der Corina, Moritz, Silvia und im Hintergrund auch Elke tanzte. Sie machte im Gegensatz zu den anderen keine so gute Figur was bei ihrer Statur auch nicht anders sein kann. Um ca. 23:30 war die Show zu Ende und wir sind anschließend gleich zurück in unsere Kabine und in unser Bett.

Dienstag, den 30.01.2018

Der Wind hat heute Nacht aufgefrischt, wir haben Windstärke 7 und einen starken Seegang. Das Wetter ist regnerisch und kühl, ca. 16 Grad zeigte unser Fernseh-barometer. Unser Frühstück nehmen wir heute gemeinsam mit den Kanadier ein, das Ehepaar stammt aus dem Schwarzwald und sie sind gemeinsam vor ca.25 Jahren ausgewandert. Sie machen die Weltreise mit der MS Artania bis in Ihre Heimatstadt Halifax auf der Kanadischen Insel Nova-Scotia mit. Um 10:05 besuchen wir einen Vortrag von Lektor Erhard Paller über Hongkong, der in der Atlantik Show-Lounge stattfindet. Dann um 11 bis 12:00 findet bei der Kopernikus-Bar auf Deck 8 der Stadl-Frühschoppen statt.

Es regnet leider etwas und wir sind im Freien, was der Stimmung aber keinen Abbruch tut. Es gibt Freibier, dazu Leberkäse, Weißwurst, kleine Brezeln, Sauerkraut und vieles mehr. Nach dem Ende der Veranstaltung sind wir in unsere Kabine zurück, ich wollte unbedingt noch an meinem Reisebericht weiter schreiben.
Gestern Nachmittag haben wir noch eine Einladung von Günther Holdenried für irgend eine Unternehmung an Bord erhalten. Um 14:30 traf sich die Gruppe Holdenried dann vor der Rezeption, und gemeinsam gingen wir dann durch das Restaurant Vier Jahreszeiten in die Küche. Hier gab es dann nochmal Bier und auch zum Essen, es waren noch viele Reste vom Stadl-Frühschoppen übrig. Der Küchenchef ein Schweizer erzählte uns einiges über das Leben in der Küche und stellte sich weiter unseren Fragen. Er erzählte uns das er bis Acapulco an Bord bleibe und dann in Urlaub gehe, auf meine Frage hin sagte er daß „Tamara die Wienerin“ seine Nachfolge als Chefköchin antritt. In der Lobby trafen wir noch Theo und Sonja aus Radolfzell zu einem kurzen Gespräch und gingen dann gemeinsam nochmals zurück ins Restaurant zu einem Kuchen und Kaffee. Heute Abend findet noch der Abschieds-Cocktail, wo sich der Kapitän (Morten Hansen), die Schiffs-Leitung und die Kreuzfahrtdirektorin Manuela Bzdega ( die im übrigen einen sehr guten Eindruck ) auf mich machte. Ich hatte ein paar Mal die Gelegenheit mit ihr zu sprechen, bei ihr war keine Arroganz zu spüren, im Gegensatz zu manchen anderen Personen hier an Bord. Zum Abschiedscocktail und zum Dinner sind wir dann nicht mehr gegangen, dazu waren wir nicht passend angezogen. Ein Sakko und eine Krawatte wollte ich nicht mehr anziehen. Stattdessen sind wir in Harry`s Bar zu einem Trink, und später ins Lido-Restaurant zum Essen.

Mittwoch, den 31.02.2018

Aufstehen um 7:00, wir haben beide die ganze Nacht nicht geschlafen, waren aber schon um dreiviertel Zehn in die Kabine bzw im Bett. Unsere Einfahrt nach Hongkong begann für mich überraschenderweise von der Ostseite der Insel Viktoria, der Hafenlotse hatte das so gewünscht. Wir machten unsere ersten Bilder von Hongkong aus der Pazifik-Lounge auf Deck 9 da es leider Gottes stark regnete.

Um 9:15 ist wieder Treffen in der Atlantik Show-Lounge, um 10:00 dann die Abfahrt mit dem Ausflugsbus. Wir liegen mit unserem Schiff am Ozean Terminal in Kowloon, gleich neben dem Star Ferry Pier dem Fährhafen, wo die Schiffe nach der Insel Viktoria und zur Glückspielstadt Macau hinüber fahren. Die Passkontrolle ging heute reibungslos auf dem Schiff voran, nicht so penibel wie es zuvor auf der Insel Hainan war. Wir fahren durch den Cross Harbour Tunnel von Kowloon auf die Insel Viktoria, es regnet in Strömen und die Temperatur liegt bei etwa 10 Grad. Über Serpentinen fahren wir zum Peak ( Hausberg ) hoch, die Aussicht wäre sicher sehr schön wenn es trocken wäre. An unserem Bus sind alle Scheiben beschlagen, so das wir nicht viel von Hongkongs sagenhafter Skyline sehen. An einer kleinen Aussichtsplattform unterhalb der Bergstation wo die Standseil-Bahn zum Peak führt, können wir doch noch ein paar schöne Bilder machen. Danach geht es nach Süden den Bergrücken wieder runter. Um 11:30 fahren wir mit einem Sampan, so nennt man die kleinen Boote hier in China, durch den Hafen von Aberdeen durch den Typhoon Shelter (Taifunschutzhafen), wo leider keine der alten Dschunken mehr stehen. Es sind nur noch vereinzelne Hausboote und sonstige Boote und Yachten hier zu sehen. Die Taifun Zeit hier in Hongkong ist von Mai – Sept.

Als nächstes fahren wir zum schwimmenden Restaurant Jumbo Boat, das als das größte Restaurant-Schiff der Welt gilt. Die Aussicht auf das Schiff und auch im Innenraum ist ein Traum. Es passen etwa 2.000 Personen /Essensgäste an Bord. Mit zehn Personen sitzen wir an einem Tisch, es gab Dim-Sum und verschiedenes was ich gar nicht beschreiben kann, zum Essen. Bier und Cola kostete miteinander ca. 10 Dollar, das war sogar ein paar Schweizern an unserm Tisch zu viel. Meine bestellte Dose Cola machte eine Bedienung auf, nur leider brach ihr wohl der Nippel ab, so dass sie Tröpfchenweise das Cola in mein Glas zauberte.

Um 13:00 standen wir wieder im strömenden Regen, ein Shuttleboot holte uns ab und brachte uns zum Ufer zurück. Wir fuhren jetzt mit dem Bus weiter zu einer Edelsteinschleiferei, die in einem unscheinbaren Haus irgendwo in Aberdeen untergebracht war. Es gab sehr schöne und tolle Schmuckstücke, Perlen sowie Halbedelsteine zu sehen. Und es war mehr als genügend Verkaufs-Personal vorhanden. An uns aber wurden sie nicht glücklich, ein paar Gäste kaufen Kleinigkeiten, mehr aber war nicht. Auf dem Weg zu einer Toilette innerhalb der Manufaktur konnten wir eine sehr schöne Harley Davidson bewundern. Ich nehme mal an, dass sie dem Besitzer dieser Manufaktur gehörte. Wir waren bis 14:30 im Haus, dann ging es weiter zum Strand an der (Repulse Bay ) Nur ca. 15 Minuten von der Metropole Hongkong entfernt ist dieser Strand entfernt, und an schönen Wochenenden sollen gut 200.000 Besucher hier sein. Es ist aber auch eines der teuersten Gegenden hier in Hongkong. Hier gibt es ein riesiges Luxusapartmenthaus das „Repulse Bay“ wo ein großes Stück wie ein riesiges Fenster in der Hausfassade freigelassen wurde. Mit der Begründung, daß der Drache der hinter dem Haus am Berg wohnt, einen ungehinderten Zugang zum Meer hat. Die Chinesen sind ja sehr abergläubisch, so werden auch oft die Haustüren in einem bestimmten Winkel angebracht, damit die bösen Geister nicht in das Haus kommen können.

Es war nach wie vor kalt ca.10 Grad, es gibt einen kleinen Tempel Tin Hau mit schönen bunten Figuren direkt am Strand, für uns war aber nicht ganz erkennbar ob es sich hier um Kitsch handelt, oder einen religiösen Hintergrund hat. Dann fahren wir weiter in den südlichsten Teil der Insel Viktoria zu einem Textilmarkt in Stanley-Market. Im zweiten Weltkrieg befand sich hier ein Kriegs-Gefangenenlager der Japaner. Hier schlendern wir durch den Markt wo es allerlei Souveniers, Elektro-Kleinartikel und natürlich auch Textilien gibt. Aber es ist nicht berauschend hier. Das Wetter ist mittlerweile etwas besser geworden, der Regen hat aufgehört aber es bleibt weiterhin kalt. Auf dem Weg zurück zum Central-District hier auf der Insel kommen wir an einem Golfplatz vorbei. Der reichste Mann Hongkongs (Li Ka-shing) soll oberhalb dieses Golfplatzes wohnen. Wir kehren nun zur MS Artania zurück, kurze Zeit darauf ist ja auch Kaffeestunde im „Vier Jahreszeiten“, wo wir dann noch hingehen wollen. Im Bereich der Rezeption treffen wir Theo und seine Frau, gemeinsam gehen wir ins Restaurant zum Kaffee trinken und Kuchen essen.

Donnerstag, den 01.02.2018

Wir sind auch heute schon früher aufgestanden, weil wir gestern Abend noch den Ausflug „Kowloon und Sky 100 Tower“ gebucht haben. Wir wissen aber immer noch nicht ob wir mitfahren können, auch im Reisebüro an Bord wissen sie nicht ob es klappen wird. Wir gehen also wie immer zum Frühstücken und danach zum Ausgang der Atlantik-Show-Lounge, wo wir abwarten sollen. Es schaut sehr schlecht aus, bis jetzt wurden keine Karten von diesem Ausflug zurück gegeben. Nachdem schon alle Gäste durch sind, heißt es plötzlich zwei Plätze wären noch frei. Wir sollen runter zum Bus gehen, hier fällt die letzte Entscheidung.

Es hat doch noch geklappt. So gegen 9 Uhr fahren wir los zum Chi Lin Nonnen-kloster das 1934 gegründet und 1990 im Stil der Tang-Dynastie (618-907 n CHR.) renoviert, an den heutigen Standort umgesetzt wurde. Die Anlage ist ein großer Tempelkomplex mit eleganter Holzarchitektur, wunderschönen buddistischen Relikten und vielen goldenen Figuren sowie Lotusteichen. Der friedvolle 3,5 Hektar große Nan Lian Garten davor liegt inmitten der Diamond Hills mit seinen unzähligen Hochhäusern. Hier gibt es Hügel, Felsen, Bonsai-bäume, und Sträuchern sowie Gewässer mit schönen Koi-Karpfen. Alles wurde nach ganz speziellen Regeln angelegt. Leise Musik klingt durch den Park.

In Hongkong ist es üblich dass die Bewohner in den ersten Etagen eines Wohnturmes am wenigsten Miete bezahlen müssen, je höher dann die Etage liegt (Straßenlärm) umso höher dann die zu bezahlende Miete. Wir sprechen hier von Höhen ab 150 Metern, was hier in Hongkong normal ist. Wenn man also hier in den umliegenden Wohntürmen wohnt, durch die Nähe zum Nan Lian Garten müssen die Bewohner dieser umliegenden Wohntürme erheblich mehr an Miete bezahlen als in anderen Gegenden hier. Die Wohnungsgrößen in Hongkong liegen bei ca. 25 -31 qm, und die Miete liegt dann bei etwa 1300 Euro.
Wir kommem am Luxushotel Peninsula vorbei (Das Hotel gehört zu den legendären Hotels dieser Welt und gilt immer noch als renommiertestes Haus am Platz)

Als nächstes besuchen wir den Gemüsemarkt hier in Kowloon, hier sehen wir auch ein Schwarzes Huhn ob es ein Ayam Cemani aus Indonesien ist, weiß ich nicht. Alle Enten sind ganz flach wie in Scheiben aufgehängt. Das normale Fleisch das hier an den Haken hängt schaut sehr gut und Tadellos aus. Wir gehen jetzt noch kurz durch den benachbarten Jade-Markt, dem kann ich aber nichts mehr abgewinnen. Unsere Stadtführerin sagt, man bekommt hier von 20 Euro bis in die Tausende von Euro schöne Jadestücke. Sie erkennt aber genauso wenig, welche Stücke denn echt sind und was nicht. Sie rät uns, also am besten die Finger weg lassen vom Jade kaufen.

Zum Abschluss fahren wir zum 484 Meter hohen ICC Turm. Hier befindet sich das Sky 100 das ist eine Aussichtsplattform in der 100. Etage. Nebenbei ist das höchste Hotel in der Welt hier in diesem Turm beheimatet. Das Ritz-Charlton-Hotel belegt die obersten 15 Stockwerke, und ist nur über separate Fahrstühle zu erreichen.

Von der Aussichtsplattform hat man einen wunderbaren Ausblick auf die gegenüberliegende Insel Viktoria und auf Kowloon. Leider ist es schon wieder etwas diesig geworden, was man auf unseren gemachten Fotos leider erkennt. Aber der Rundumblick von dieser Aussichtsplattform auf Hongkong und die dazu gehörenden Inseln ist trotzdem traumhaft. Nach einer guten dreiviertel Stunde fahren wir wieder mit dem Lift runter, der übrigens die 100 Stockwerke in Rekordzeit von 60 Sekunden nach oben schafft. Die MS Artania liegt ja nur ein paar Meter vom ICC Tower entfernt, so dass wir auch rüber laufen könnten. Am Ozean Terminal wo wir anliegen, ist am anderen Pier ein Schiff von Star Cruises das zur Malayischen Genting Group gehört. Dieses Schiff sowie zwei weitere Schiffe die beim ehemaligen Flughafen Kai Tak liegen, sind Casino-Boote. Das heißt sie fahren am Abend mit Ihren Fahrgästen aus dem Hongkonger Hafen und außerhalb der Hoheits-gewässer von Hongkong kann der Casino-Betrieb aufgenommen werden. Am nächsten Morgen kehrt das Schiff in den Hafen zurück und die Glücksspieler verlassen das Schiff. Am Abend verlässt das Schiff wieder den Hafen und das Spiel geht dann von neuem los. Die Chinesen sind ja leidenschaftliche Zocker.
Um 19:30 beginnt unser Transfer zum Flughafen von Hongkong der sich seit einigen Jahren auf einem aufgeschütteten Gelände bei der Insel Lantau befindet. Unser Weg führt von Kowloon wo unser Schiff vor Anker liegt, über einige Brücken und Inseln zum neuen Flughafen. Die Einflugsschneise des alten Airports Kai Tak führte über die vielen Hochhäuser der Großstadt und war sehr gefährlich. Die Piloten mußten sehr schnell mit ihren Maschinen nach unten gehen. Heute ist das ehemalige Flughafen-gelände noch Brachland und wenig bebaut, aber das wird sich wohl bald ändern. Am Flughafen empfingen uns noch einige Reiseleiter von der MS Artania darunter auch Corina von Wedel die Entertainment-Managerin die heute ihren verdienten Urlaub antreten will. Nach unserm Einschecken kam die obligatorische Wartezeit im Terminal und um 11:50 flogen wir mit der Lufthansa Maschine LH 731 Richtung Westen. Unser Flug sollte 12:25 Stunden dauern.

Freitag, den 02.02.2018

Unser Rückflug von Hongkong nach München führte uns über Shanghai, Peking und über die Mongolei. Wir fliegen über Russland, Teile von Sbirien, lassen dann Moskau südlich von uns liegen, das nächste Ziel ist St. Petersburg. Bevor es dann wieder Richtung Süden über Estland, Lettland und Litauen nach Polen geht. Von Polen fliegen wir Richtung Süden über Tschechien nach München. Um 5:30 sind wir wieder in München / Terminal 2 / Satellit angekommen. Den Weg vom Satellit bis zum Terminal 2 müssen wir mit U-Bahn zu Fuß oder per Laufband zurücklegen. Damit hat sich im Flughafen hier der Weg vervielfältigt und wird genau so schwierig und unübersichtlich wie in anderen Flughäfen siehe Dubai, Abu Dhabi, Istanbul oder Singapur. Wir sind dann um 6:30 aus dem Terminal gekommen, ich musste dann erst den Fahrer von Parkfly suchen der irgendwo in der zweiten Reihe im Auto saß. Und danach auch noch motzte weil er angeblich so lange warten musste.

Für das nächste Jahr werde ich mir wohl einen anderen Fahrdienst suchen, mit meinem Fahrdienst bin ich nicht mehr ganz zufrieden, vor einem Jahr mussten wir auch schon länger warten, bis der gleiche Fahrer dann endlich kam. Andere Fahrdienste stehen in der Ankunftshalle mit einem Schild in der Hand und warten hier auf Ihre Gäste.

Epilog:

Hongkong hat für mich schon seit den Neunziger Jahren eine große Bedeutung, mein Reiseführer von der Stadt stammt noch von 1992. Hongkong ist eine interessante Stadt, wirtschaftlich sehr stark, sein Flughafen ist der größte Frachtflughafen der Welt. Ebenso sein Containerhafen der Viertgrößte der Welt ist. Im Jahr 2007 verfügten 26,4% der Einwohner Hongkongs über ein Vermögen von mindestens einer Million US Dollar. Hongkong hat auch die größte Zahl an Wolkenkratzer in der Welt, die Durchschnittshöhe bei Wohnblöcken liegt wohl bei über 200 Metern. Und Hongkong hat auch die teuersten Wohnungen und Häuser der Welt. Jack Ma der Chef von Ali Baba ( Handelsplattform ) hat für 190 Millionen Schweizer Franken am Peak oben eine 920 Quadratmeter große Villa gekauft.

Das ist Hongkong

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