Östliches Mittelmeer – September 2016

Unsere zweite Reise mit Günther Holdenried der ein ganzes Schiff gechartert hat, eine Kreuzfahrt durch das Herbstliche Mittelmeer. Mit Stationen von Venedig – Ancona – Kotor – Mykonos – Rhodos – Santorin – Korfu und Dubronik.

Samstag, den 05.11.2016

Der Wecker klingelt schon um 5 Uhr Morgens, wir müssen jetzt raus aus den Federn, ein kurzes Frühstück, und die letzten Sachen noch zusammen packen. Wir haben für die Kreuzfahrt zwei Koffer gepackt, einen großen sowie den mittleren Koffer. Jetzt bringen wir beide die Treppe hinunter, der große Koffer ist ganz schön schwer, gute 23 kg und das Treppenhaus wohl zu eng. Um 6:30 steht dann unser Taxi vor der Türe um uns nach Memmingen zu unserm Reisebus zu bringen. Für 7:10 ist die Weiterfahrt Richtung Venedig geplant. Treffpunkt ist die OMV Tankstelle in Memmingen Nord, hier soll uns der Bus der aus Richtung Ulm kommt, abholen. Es klappt alles vorbildlich, aber kurz vor der Abfahrt von der Tankstelle rammt uns ein Baustellen-Fahrzeug mit seinem Anhänger. Auf Grund dessen verzögert sich unsere weitere Abfahrt um ca. 30 Minuten, da ein Vorgesetzter des Unfallverursachers den Schaden noch begutachten muss. Gegen 8:00 geht es dann endgültig los, es läuft zügig so dass wir bald darauf unsere erste Rast bei Nasserreith machen können. Im Anschluss fahren wir übers Sonnen-plateau in Tirol, warum auch immer, in Richtung der Brenner-Autobahn. Der Verkehr ist nicht allzu stark, aber als wir in Italien ankommen fängt es leider zu regnen an. Bei Triest im Trentino machen wir unsere zweite Rast, leider gibt es heute nicht das sonst übliche Holdenried – Frühstück mit Rotwein und einem Nusszopf.

Aber was soll`s gegen 15:30 sind wir dann in Venedig angekommen, wir holen unsere Koffer aus dem Bus und gehen ins Kreuzfahrtterminal. Wir müssen mit unserem gesamten Gepäck selber durch den Zoll gehen. Kurz vor der Zoll-Barriere sehe ich Bernd von der MS Albatros mit einem sehr alten Ehepaar heftig diskutieren und per Hand-Funk sprechen. Später stellt sich heraus, dass die alten Leute ohne ihre Ausweispapiere angereist sind. Sie müssen mit dem letzten Bus wieder heimfahren, es besteht hier keine Chance ohne Ihre Papiere durch den Zoll zu kommen.

Wir kommen gut an Bord und werden vom Kreuzfahrtdirektor Thomas Gleiß willkommen geheißen. Eine weibliche Bedienstete an Bord soll uns im Anschluß vom Eingang des Schiffes zu unserer Kabine führen, aber leider hat sie selber keine Ahnung wo unsere Kabine liegt. Aber nach ein paar Irrläufern kommen wir doch noch in der richtigen Kabine an.
Nachdem wir uns kurz frisch gemacht und unsere Koffer ausgepackt haben, suchen wir das Restaurant Möwe an Deck 6 auf. Aber hier gibt es keinen Kaffee mehr für uns, wir sind viel zu spät dran, die Kaffeezeit ist schon vorbei. Die Stewards in den Restaurants decken schon für das Abendessen ein. So machen wir halt einen Spaziergang über`s Schiff, aber auch beim Lido-Buffet hinten am Heck ist kein Kaffee mehr zu bekommen. Als letztes bleibt uns noch Harry`s Bar oben auf dem Promenadendeck (Deck 7), wir setzen uns an einen Fensterplatz, hier bekommen wir noch einen Cappuccino für 2€ die Tasse, er schmeckt aber vorzüglich.

Um 19:00 gehen wir zum Abendessen ins Restaurant Möwe, wir bekommen vom Maitre des Restaurants einen Tisch zu gewiesen und siehe da, unsere Busnachbarn aus Erolzheim sitzen mit an unserem Tisch. Wir beginnen eine lebhafte Unterhaltung mit den beiden, sie sind beide etwas Älter wie wir aber durchaus nett. Das Menü das uns serviert wird ist vorzüglich, auch die Kellner unseres Tisches und der Sommelier sind zuvorkommend und sehr freundlich. Nach einem guten Essen machen wir noch einen kurzen Spaziergang übers Schiff, zuerst bleiben wir in der Casablanca-Bar stehen. Hier spielt das Duo Romantica, die Musik gefällt uns im Moment nicht. Auf Deck 9 in der Pazifik-Lounge bleiben wir dann noch etwas länger hängen. Hier spielt eine Allgäuer Musikband die Günther Holdenried mitgebracht hat. Aber nach einer guten Stunde gehen wir in unsere Kabine zurück, für heute reicht`s uns.

Sonntag, den 06.11.2016 Venedig – Ancona 148 sm

Wir sind heute Morgen schon kurz vor 6:00 aufgestanden, um am 6:30 auf dem Lido- Deck zum Frühstücken, da die Hauptrestaurants Möwe und Pelikan erst um 7:00 öffnen. Leider gibt es um diese frühe Zeit hier nur ein kleines Gebäck, so eine Art von Zopf, Butter, Honig und Nutella und natürlich Kaffee. Kurz vor 7:00 wird aber dann die Theke am Lido-Deck aufgedeckt, es sind nun Wurst, Schinken und Käse zur Verfügung. Was uns aber auch nichts mehr nützt, da unser Ausflug schon um 7:30 beginnt und wir zur Abfahrt pünktlich sein müssen.
Um 7:25 sind wir dann zum Treffpunkt in der Atlantik-Lounge, bereit für unseren Busausflug nach San Marino.

Es sind ca. 130 km von der Hafenstadt Ancona bis zum Fürstentum und kurz nach 10:00 sind wir dann in dem kleinen Städtchen angekommen. San Marino ist eine Mini-Republik, die Altstadt befindet sich an einem Berghang in etwa 600 Meter Höhe. Wir gehen hier durch die Altstadt, leider ist nicht mehr allzu viel los, man erkennt hier ganz deutlich, es wird bald der Winter kommen darum sind auch keine Touristen mehr da. Die Aussicht auf die Umgebung von San Marino und das Apennin-Gebirge ist dagegen sehr schön, leider bläst ein starker und kühler Wind hier oben.

Wir gehen durch das kleine Städtchen, es geht immer weiter nach oben. Ich errinnere mich daran, daß wir vielleicht vor ca. 35 Jahren schon einmal hier waren. Es gibt einen ausgezeichneten Amaretto in San Marino den wir damals kauften. In einem kleinen Straßencafe tranken wir noch eine Tasse Cappuchino, bevor wir wieder zurück gehen müssen. Um 11:40 ist wieder Busabfahrt nach Ancona, zum Schluß verlaufen wir uns noch in dem Städtchen und müssen eine Einheimische nach dem Weg zum Bus-Parkplatz fragen. Kurz vor der Abfahrt kommen wir am Bus an.
Während unserer Busfahrt nach San Marino und zurück regnet es leider immer wieder, aber wir sind ja jetzt im Trockenen.

Um 13:40 sind wir dann wieder am Schiff angekommen, die Mittagszeit ist schon vorbei. Aber es heißt dass die Passagier die in San Marino waren, doch noch etwas zum Mittagessen bekommen. So sind wir zuerst in den Speisesaal Möwe auf Deck 6 gegangen, und tatsächlich bekommen wir noch ein spätes Mittagessen. Dem Günther Holdenried sei Dank, er sorgt halt für seine Gäste, die Offizielle Essenszeit war schon lange vorüber, nur wir die Ausflügler bekamen noch was zum Essen.

Die MS Albatros verabschiedet sich von Ancona und begibt sich auf die weitere Reise nach Süden. Unser nächstes Ziel ist Kotor in Montenegro.
Ab 16:30 findet ein Begrüßungscocktail in der Atlantik-Lounge statt, dazu werden wir von Kapitän Morten Hansen, dem Kreuzfahrtdirektor Thomas Gleiß sowie Günter Holdenried begrüßt. Wir und die übrigen Gäste vom Restaurant Möwe sind als erstes zum Sektempfang eingeladen. Nur leider bekamen wir das zeitlich nicht ganz auf die Reihe, so gingen wir halt mit den Gästen vom Restaurant Pelikan zum zweiten Empfang. Das war eh gleich. Nach dem Handshaking mit dem Kapitän und dem Kreuzfahrtdirektor Thomas Gleiß bekommen wir ein Glas Sekt zum Anstoßen. Das wir heute in Gala-Kleidung waren verspricht sich ja von selbst, so gingen im Anschluss vom Sektempfang in unser Restaurant zum Abendessen. Unsere Tischnachbarn waren schon zu Tisch. Wir hatten eine rege Unterhaltung mit Ihnen, sie kamen ja aus Erolzheim und so hatten wir auch gemeinsame Bekannte ( Prestel ).

Später am Abend sind wir noch auf Deck 9 in die Pazifik-Lounge , hier spielte die Allgäuer Band „das Trio Herzblatt“. Günter Holdenried hat sie aus seinem Heimatort Heimenkirch mitgebracht. Der kleine Saal war prall gefüllt, man hatte Mühe noch zwei Plätze zu finden. Die Musik war ansprechend und wir konnten sogar etwas Tanzen trotz dem leichten Seegang der herrscht.
Irgend wann am späteren Abend sind wir dann in unsere Koje gegangen.

Montag, den 07.11.2016 Ancona – Kotor 275 sm

Um 6:00 sind wir schon wieder aufgestanden, weil wir unbedingt die Einfahrt in den Fjord von Kotor sehen wollten. Leider regnet es so stark dass wir nicht einmal nach draußen gehen konnten. Wir verbrachten lange Zeit in der Karibiklounge über der Brücke, um die Einfahrt durch den Fjord zu sehen. Es war leider noch Dunkel und die Sicht war so schlecht, dass wir später in die Kabine zurück gehen um uns zum Frühstück fertig zu machen. Wir gingen dann in unser Restaurant Möwe um einmal anständig zu frühstücken, nachdem unser gestriges Frühstück am Lido-Deck ziemlich mager ausgefallen war. Aber heute Morgen konnten wir unser Frühstück, so mit allen Schikanen und in ausreichender Menge genießen.
Wir hatten heute eine eigene Tour durch die Altstadt von Kotor geplant. Um 9:00 holten wir in der Atlantik-Show-Lounge unsere Billetts für die Fahrt mit dem Tenderboot in den Hafen von Kotor ab. Wir wollten aber nicht ganz so früh an Land gehen, so machten wir noch einen Rundgang übers Schiff um dann hinten am Lidodeck noch einen weiteren Kaffee zu trinken.

Gegen 10:00 sind wir dann mit dem Tender-Boot in den Hafen von Kotor gefahren. An der Pier stand schon die Costa Mediterranea die knapp vor uns in den Fjord eingefahren ist. Sie ist um einiges größer als wir, und hat eine Länge von etwa 290 Meter und etwa 2600 Passagiere sind an Bord. Wir sind zuerst in die Altstadt gegangen und gingen durch die engen Gassen und Straßen. Eine Zeitlang suchten wir den Aufgang zur Festung und zur Kapelle Sveti Ivan die wir unbedingt besuchen wollten, da wir sie vom Fernsehen her schon kannten. Nachdem wir einige Male die gleiche Gasse hin und her gingen, fanden wir doch noch den Aufgang zur Festung. Und damit auch zur Kapelle die sich am halben Weg nach oben befand. Zur Festung hinauf sind es etwa 1350 Stufen, der Weg ist nicht allzu schwer, aber Trittsicher sollte man schon sein. Der Weg führt über teils unbefestigte Wege wie auch an der Seite über große etwas abschüssige Steinstufen. Für den Aufstieg bis zur Kapelle brauchten wir etwa eine halbe Stunde, aber der Ausblick war hier traumhaft auf die Stadt sowie auf die Bucht und den Fjord . Vor uns lag die Costa Mediterranea und rechter Hand in der Bucht die MS Albatros.

Die Kapelle ist klein aber sehr nett, es sind viele Menschen hier oben, die meisten sind wohl Italiener von der Costa Mediterranea. Wobei auch viele Asiaten von Bord zu sehen sind. Nach einer halben Stunde treten wir den Rückweg an, wir machen nochmals einen kleinen Stadtrundgang. Um die Mittagszeit gehen wir in ein Café in der Nähe der Sankt Tryphon-Kathetrale um noch einen Cappuccino zu trinken. Kurz nach 12:30 gehen wir zum Tender-Boot zurück, hier müssen wir aber noch eine Viertelstunde warten bis unser Boot voll belegt ist und ablegt. An Bord der MS Albatros gehen wir erstmals in unsere Kabine um uns frisch zu machen. Ich wollte unbedingt eine Pizza am Lido-Deck essen, aber es war aber eine kleine Enttäuschung, Sie war nicht wirklich gut. Es war die erste und letzte hier an Bord, die Pizzas vom letzten Jahr auf der MSC Fantasia die wir gegessen haben, waren dagegen ein Gedicht.

Später machten wir eine Runde übers Schiff um die MS Albatros, unser Schiff noch besser kennen zu lernen. Um 16:00 war dann auch schon Kaffee-Time mit Kuchen hier am Lido-Deck, den wir voll genossen haben, man gönnt sich ja sonst nichts im Urlaub. Gegen 17:00 holte dann die MS Albatros den Anker ein und wir fuhren langsam durch den Fjord Richtung Meer. Leider brach auch schon die Dämmerung herein und so konnten wir auch jetzt nicht mehr die kleine Insel mit der Kirche St. Marien auf dem Felsen (die im Laufe der Jahrhunderte von den Bewohnern aus Felsblöcken und alten, versunkenen Schiffsteilen um einen kleinen Felsen (Škrpjel) herum aufgebaut wurde) sehen.
Wir hatten extra Steine vom Bergweg nach Sveti Ivan mitgebracht um sie nach altem Brauch auf die Insel zu werfen, aber keine Chance wir konnten sie nicht mal erkennen. Wir waren dann schon in der Verige-Straße der die Bucht von Kotor trennt, als eine Nachricht über Bordfunk kam. Wir haben einen Patienten mit einem Herzanfall an Bord und müssen zurück zum Hafen von Kotor, die MS Albatros drehte wieder um und kehrte in den Hafen von Kotor zurück. Dort wurde der Patient in das Nächste Kranken-haus gebracht.

Archivbild von St.Marien auf dem Felsen

Dann kam ja auch schon der Abend, zuerst schon mal Duschen und sich fertig machen zum Abendessen, Im allgemeinen esse ich nicht so aufwendig an Bord, mir reichem 2 bis 3 Gänge. Heute Abend suchte ich mir in meinem Menüplan eine Entenbrust aus, sie schmeckte ausgezeichnet wie auch die Suppe als Vorspeise, zum Nachtisch nahm ich noch eine Eis-Creation.
Um 21:00 war in der Atlantik-Lounge (das ist hier an Bord das Theater) eine Show des MS Albatros EnsemblesIch packe meinen Koffer“ eine sehr schöne musikalische Darbietung. Die vier jungen Damen sangen und tanzten eine ganze Stunde lang um die ganze Welt.
Zum Abschluss des Abends gingen wir noch auf Deck 9 in die Pazifik-Lounge zum Tanzen. Hier spielte das Trio Herzblatt schöne Lieder zur Unterhaltung. Kurz nach Mitternacht zogen wir dann in die Koje.

Dienstag, den 08.11.2016 Kotor – Mykonos 617 sm

Heute ist Seetag, wir befinden uns auf dem Weg von Kotor auf die Zykladen-Insel Mykonos. Wir sind schon 7:30 aufgestanden zum ergiebigen Frühstück in das Restaurant Möwe, ich genehmige mir als erstes einen Teller mit Rührei dazu ein paar Scheiben roher Schinken und sowie zwei, drei Scheiben Edamer Käse, zum Abschluss hole ich mir noch ein paar Scheiben Zopf mit Erdbeer-Marmelade und einige Tassen Kaffee. Auf das mein Magen gefüllt sei, Frühstücken ist sowie mein liebstes Essen auf all „unseren Reisen um die Welt“.

Heute Vormittag ist um 11:00 Maritimer Frühschoppen auf der Lido-Terrasse mit dem Duo Romantica, sie spielen alte Seemannslieder. Die hübsche Sängerin ist aus Hamburg, Sie singt das alte Lied „Seemann, deine Heimat ist das Meer“ von Lolita, ihre musikalische Begleitung ist aus dem Allgäu, ich glaube sogar aus dem Raum Memmingen. Wir sitzen direkt vor der Kapelle, die Stimmung ist großartig. Das Glas Weizenbier gibt es heute zum Sonderpreis. Günter Holdenried hält eine Rede, und gibt eine Runde Schnaps für alle Gäste aus. Als Höhepunkt kommt der Kapitän Morten Hansen, und Kreuzfahrt-direktor Thomas Gleiss sowie Reiseleiter Bernd Wallisch. Jeder von ihnen hält ein Glas Bier in der Hand, um Anzustoßen mit den Gästen. Die Stimmung ist grandios, so was haben wir leider auf der mein Schiff 1 bisher noch nicht erlebt. Auch das Gesangsduo ist gut, und die Sängerin hat eine tolle Stimme, eigentlich schade dass wir sie auch in der Folgezeit niemals in der Casablanca Bar besucht haben.

Als Tischnachbarn an der Lido-Terrasse haben wir heute einen 80jährigen Papa mit seiner Tochter aus Tutlingen. Er hat früher bei der Firma Hohner gearbeitet die Akkordeons herstellt. Es ist nett sich mit den beiden zu unterhalten. Anscheinend fahren sie öfters einmal miteinander auf Kreuzfahrt. Sie wohnen 1 Deck unter uns, von Phoenix haben Sie einen Geburtstagnachlaß für diese Reise erhalten.

Der Maritime Frühschoppen läuft gleich nahtlos in die Mittagszeit hinein. Heute zum Mittag Essen wir gleich hier an der Lido-Terrasse, es gibt saure Nierchen mit Kartoffeln, sowie Wiener Schnitzel mit Pommes, beides schmeckt vorzüglich. Am späten Nachmittag machen wir nochmals einen Spaziergang über Deck, und legen uns in eine der aufgestellten Ruheliegen an der Promemade. Leider herrscht aber ein starker Wind, so daß wir nach kurzer Zeit wieder aufgeben. So besuchen wir anschließend mal unsere Kabine. Später gegen 16:00 gehen wir nochmals zurück auf die Lido-Terrasse um Kaffee zu trinken und ein paar Stückchen Kuchen zu essen.

Dann ist auch schon wieder Abend, nach einem sehr guten Essen in unserm Restaurant Möwe, besuchen wir kurz vor 21:00 noch das Theater (Atlantik-Lounge). Heute Abend bringt uns Peter Löhmann ein Comedy Künstler zum Lachen. Wir haben Ihn schon einige Male als Entertainer und Ansager erlebt, er ist spitze. So auch seine heutige Show, man muss ihn mal erlebt haben.
Zum heutigen Tagesabschluss gehen wir auch heute wieder auf Deck 9 zum Trio Herzblatt.

Mittwoch, den 09.11.2016 Kotor – Mykonos 617 sm

Guten Morgen Mykonos, es ist 8:30 und wir haben die Insel Mykonos erreicht. Aber wir werden draußen auf Reede bleiben, da die Costa neoRiviera im Seehafen anlegen will und nur ein Platz an der Pier zur Verfügung steht. Kurz darauf hören wir das die Costa wegen des starken Windes hier doch nicht anlegen wird. Das ist jetzt das zweite Mal auf dieser Reise, dass die Costa ihr Ziel nicht erreicht, sie hatte vor Kotor schon Probleme mit der Einfahrt. Wir haben sehr starken Wind und Seegang dadurch verzögert sich auch bei uns der Landgang etwas. Gegen 11:00 gehen wir dann auf das Tender-Boot, nach einem kurzen und sehr netten Gespräch mit dem Bordarzt der neben mir sitzt und ca. 10 Minuten später sind wir im Fischerhafen der Insel Mykonos angekommen. Als erstes gehen wir am Hafen entlang, vor uns gehen der Schweizer Komedy-Künstler Peter Löhmann und die Mädchen vom Show-Ensemble. Sie besuchen als erstes gleich ein Cafe hier am Hafen. Wir gehen weiter, ich möchte einen Treppenaufgang finden der uns ins Inselinnere beziehungsweise zu diesem Appartmenthaus führt in dem wir vor fast 30 Jahren einige Tage verbracht haben. Aber wir finden uns nicht ganz zurecht, es hat sich doch einiges hier verändert in den letzten 30 Jahren.

So laufen wir durch die Straßen von Mykonos-Stadt, in den verwinkelten engen Gassen kann man leicht die Orientierung verlieren. So kommen wir auf unserem Weg sogar bis weit hinter die berühmten Windmühlen die auf einem Hügel stehen. Es ist sehr wenig los, man kann auch hier erkennen dass schon Winterruhe herrscht. Eigentlich sollte ja heute noch ein anderes Kreuzfahrtschiff hier auf Mykonos sein, die Costa neoRiviera, sie hat aber einfach auf das Anlegen wegen der schwierigen Windverhältnisse verzichtet.
Wir sind auf dem Weg von den Windmühlen zurück nach Klein-Venedig wie das Viertel heißt wo die weißen Häuser mit Ihren Holzbalkonen und Erkern direkt am Wasser stehen. Und wo einst die Kapitäne wohnten, besuchen wir eine Taverne. Auf einer kleinen Terrasse trinken wir jeder eine Flasche Bier und genießen das gute Wetter und den blauen Himmel. Die Sonne scheint warm, wir haben bestimmt an die 21° . Nach einer guten Stunde verlassen wir das Lokal und gehen Richtung Hafen zurück. Petros den berühmten Insel-Pelikan haben wir leider nicht gesehen.

Gegen 14:30 gehen wir zum Tender-Boot zurück, müssen aber noch etwas warten, das Boot fährt nur alle halbe Stunde zurück zum Schiff. Aber nach kurzer Zeit ist unser Boot voll besetzt und wir können zurück fahren.
Im Abendprogramm heute in der Atlantik-Lounge singen heute die Hauptstadt-Tenöre wie sich sie nennen. Zwei Künstler beide sind Tenöre wie es der Name sagt, vor zwei Tagen haben wir sie mal kurz gehört. Ihr Gesang hat uns sehr gut gefallen. Privat scheinen die beiden aber kaum Kontakt zueinander haben wie ich hier an Bord sehen konnte.
Wie jeden Abend gehen wir anschließend auf Deck 9 wo das Trio Herzblatt schon auf uns wartet.

Donnerstag, den 10.11.2016 Mykonos – Rhodos 174 sm

Hallo Rhodos, wir sind kurz vor 8:00 Morgens bei strahlendem Sonnenschein hier auf der Sonneninsel Rhodos angekommen. Bevor wir die MS Albatros verlassen gehen wir in unseren Speisesaal zum Frühstück, unsere Tischnachbarn aus Erolzheim sind anscheinend schon weg. Ihr Gedeck ist schon abgeräumt, sie haben für heute die große Insel-Rundfahrt mit Mittagessen gebucht, wie sie uns gestern Abend erzählten. Heute Morgen hat uns Günther Holdenried bei seiner morgendlichen Ansprache von der Brücke die per Bordradio übertragen wird, auch von einer Olga erzählt.
Sie sei in Lindenberg zu Hause gewesen und lebt heute hier auf Rhodos. Bei jeder Visite auf der Insel wird sie demnach von den Holdenried Gästen besucht.

Gegen 9:30 haben auch wir das Schiff verlassen und sind zu Fuß in die Stadt gegangen. Die Altstadt die von dem Johanniter-Orden im 13. Jahrhundert gebaut wurde ist überall von riesigen Mauern mit einigen Durchgangstoren umgeben. Es gibt hier in der Altstadt nette Straßen und Gassen, und überall natürlich Souvenirläden. Bei unserer Runde durch die Straßen trafen wir Günther Holdenried der uns gleich fragte ob wir denn schon bei Olga gewesen seien, was wir aber verneinten. So zogen wir noch einige Straßen weiter, bevor wir dann „die Olga“ suchten. Wir gingen also die Sokrates Straße rauf, als man schon von Ferne die Holdenried Flagge vor einem Geschäft sehen konnte.

Nach unserer bisherigen Ansicht sollte Olga ein Lokal sein, was sich aber als Irrtum herausstellte. Es war ein Designer Geschäft mit hochwertigem Schmuck, Lederwaren und Kleidung. Wir wurden freudig begrüßt vom Ehemann der Besitzerin, der uns auch gleich Getränke anbot die wir mit Freude annahmen. Es gibt verschiedene Sachen zur Auswahl Wodka/Orange, Rum/Cola oder Griechische Getränke wie Ouzo oder Metaxa zum Trinken. Auch Günter saß schon auf einem Stuhl hier mitten im Laden, so verbrachten wir einige Zeit hier im Geschäft bevor wir wieder weiter gingen. Für heute Nachmittag wenn alle Ausflüge auf der Insel beendet sind, hat Günter Holdenried das Trio Herzblatt angekündigt die hier im Geschäft bei Olga spielen sollen.

Wir gehen erst mal auf`s Schiff zurück, vor unserer MS Albatros steht ein großes modernes Segelboot, dem Namen nach gehört es wohl einem reichen Russen.
Hinter der Albatros hat die Chrystal Esprit eine Luxus-Yacht angelegt (3300 BRZ, 62 Gäste). Bedienstete des Schiffes heben mit dem Schiffskran im Moment ein großes Motorboot von seinem Liegeplatz am Heck des Schiffes herunter, das dauert eine Weile. Nachdem wir kurz auf der Kabine waren, gehen wir wieder zurück auf`s Lido-Deck um die strahlende Sonne und ein Glas Bier zu genießen.

Wir haben heute ca. 25°, es ist bisher der wärmste Tag auf unserer Reise. Kurz nach 13:30 gehen wir wieder in die Stadt, die Neugierde treibt uns voran, ob Günter seine Ansage wahr macht und die Musikkapelle ins Geschäft von Olga mitbringt. Als wir ankommen ist noch nicht`s los, auf der Straße gegenüber ist ein wunderschönes Gartenbistro da schauen wir hinein. Hermine möchte noch etwas essen, nur eine Kleinigkeit sagt sie. Der Wirt bringt Ihr aber ein Tablett voll mit Essen, Schafskäse, Oliven, Brot und vieles andere mehr. Nach Ihrem Essen gehen wir noch die paar Schritte zu Olga rüber, Auf der Straße spielt schon ein Akkordeon-Spieler und drinnen spielt tatsächlich das Trio Herzblatt schöne Volkslieder und vieles mehr. Erst gegen 16:00 kehren wir an Bord zurück, es ist immer noch sonnig und warm. So dass wir zuerst an der Lido-Terrasse sitzen um noch ein Bier zu trinken, später suchen wir eine Liege in der Sonne, müssen aber rauf bis Deck 9 dem Jupiter-Deck um noch eine freie Liege zu ergattern.

Heute um 21:00 spielt der Stargast unserer Reise der Trompeter Walter Scholz in der Atlantik-Lounge. Wir sind wie jeden Abend zeitig in der Lounge, da sie immer voll belegt ist, so auch heute wieder. Ich bin kein Freund von Volksmusik oder Trompetern, aber er spielt sehr gut und vor allem er ist sehr Freundlich und grüßt jeden. So etwas findet man unter so genannten Stars nicht oft.

Freitag, den 11.11.2016 Rhodos – Santorin 151 sm

Guten Morgen Santorin: Es ist jetzt 6:30 Morgens, vor ca.10 Minuten haben wir in der Caldera (Bucht) von Santorin gegenüber dem Hauptort Thira/Fira unseren Anker gelegt. Nachdem wir unsere Kabine verlassen haben, sind wir kurz auf Deck 7 gegangen, um einen ersten Blick auf die Insel Santorin zu werfen. Vor 29 Jahren waren wir zuletzt auf dieser Insel, auf den ersten Blick hat sich nicht`s verändert.

Aber zuerst natürlich wollen wir zuerst unser Frühstück hier im Restaurant Möwe genießen. Als erstes hole ich mir einen Teller voll Rührei, es schmeckt auch heute ausgezeichnet. Damals auf der mein Schiff 1 war das Rührei nicht besonders gut. Im Anschluss noch einen Teller mit Zopfbrot und Erdbeer-Marmelade, später noch eine Schale mit Obst aus Ananas und Mandarinen, das ebenfalls sehr gut war.

Wir werden heute mit den ortsansässigen Tender-Booten auf die Insel gebracht, die Boote von unserem Schiff dürfen nicht benutzt werden, da die einheimischen Fischer und Kapitäne ein Monopol auf den Transfer haben. Als erstes werden nun die Gäste die den Ausflug nach dem Nachbarort Oia gebucht haben an den Hafen Athinos der gleich unterhalb von Thira liegt gebracht, wo es dann mit dem Autobus weiter nach Oia geht. Alle anderen Gäste müssen in der Atlantik-Lounge ihre Tender-Tickets holen und damit auf Deck 3 zum Ausgang gehen. Wir also die Gäste von Deck 5 oder 7 können demnach erst gegen 8:30 an Land gehen. Trotz des starkem Seegang sind wir binnen 10 Minuten an der Anlegestelle. Mit der Seilbahn ( Kostenpunkt 5€ pro Fahrt u. Person) fahren wir hinauf, es ist natürlich noch nicht viel los wir haben ja erst kurz nach 9:00 Morgens. So spazieren wir halt im Ort herum, die meisten Häuser liegen ja an der Steilküste.

Die Aussicht auf die Bucht ist trotzdem grandios, nur der Wind ist manchmal unangenehm. Langsam machen die Geschäfte auf, es gibt hier sehr viele Schmuckläden. Die Preise für Schmuck sind durchaus gehoben, aber das macht uns nicht`s. Wir kaufen sowieso nur einen Magneten für unsere Pinnwand zuhause, mehr brauchen wir nicht. Der Ort ist traumhaft, überall gibt es schöne kleine Hotels oder Apartments mit Ausblick auf die Caldera. Später trinken wir noch einen Cappuccino in einem Restaurant an den Klippen. Der Preis 4,50 € dafür hätte ich auch ein Glas Bier 0,5 Ltr. kaufen können, aber was solls. Um 11:00 ist Treffpunkt an der Seilbahn, hier will Holdi uns noch einen Ouzo ausschenken. Wir überlegen kurz, dann entscheiden wir uns doch zu Fuß den Eselsweg runter zum Tender-Boot zu machen. Ganze 25 Minuten brauchen wir dafür, es geht ganz schön steil runter und die Steine am Weg sind ziemlich glatt. Aber wir schaffen auch das, vor dem Boot steht Reiseleiter Bernd Wallisch er hat offensichtlich auch einen kurzen Ausflug auf die Insel gemacht.
Nach 10 Minuten Bootsfahrt sind wir wieder an Bord zurück, unsere Abfahrt von Santorin ist heute Mittag um 12:30.

Wir verlassen die Caldera von Santorin in südwestlicher Richtung und genießen das gute Wetter mit ein, zwei Bierchen am Lido-Deck. Heute ab 16:00 ist Wiener Kaffeehaus in den Restaurants hier an Bord, da gibt es die verschiedensten Kuchen und Kaffees zum Genießen. Zuvor gibt es aber noch eine Flaggenparade an Bord, das heißt: Die Holdenried Flagge wird vom Kapitän Morten Hansen von Deck 6 (Salondeck) über die anderen Decks bis auf Deck 10 (Sonnendeck)getragen. Das Trio Herzblatt und Walter Scholz, der bekannte Trompeter begleiten die Parade. So haben wir noch einiges zu tun, auch das Abendessen ruft ja bald.

Heute Abend in der Atlantik-Lounge gibt es Thank you for the Music von unseren Bordmädchen dem Show-Esembles. Die Darstellung war toll, eine ganze Stunde lang nur ABBA Songs. Danach geht es wie immer auf Deck 9 in die Pazifik-Lounge zum Trio Herzblatt, auch sie waren heute gut in Form.
Hier gibt es nach 22:00 einen weiteren Snack, es ist ja heute Faschingsbeginn. Die Stewarts kommen mit Tabletts voller Köstlichkeiten an jeden Tisch. Kurz vor Mitternacht machen wir dann die Runde in die Koje.

Samstag, den 12.11.2016 Santorin – Korfu 437 sm

Guten Morgen MS Albatros: Es ist 7:30 Heute konnten wir etwas länger schlafen da unsere Ankunft in Korfu erst gegen13:00 statt findet.
Wir gehen also erstmals gemütlich zum Frühstück in unser Restaurant Möwe. Unsere Tischnachbarn kommen heute erst nach uns zum Tisch. Mein Frühstück ist wie immer, zuerst einen Teller mit Rührei, Schinken und Käse sowie danach noch ein Zopfähnliches Weißbrot mit Erdbeermarmelade und einige Tassen Kaffee sowie Orangensaft. Der Mensch lebt halt in seinen Traditionen. Das Frühstück ist für mich eigentlich das wichtigste Essen hier an Bord.
Um 10:30 heute soll am Lidodeck ein bayrischer Frühschoppen mit Essen, Musik und Bier statt finden. Wegen des zweifelhaften Wetter wird diese Feier aber in die Pazifik-Lounge verlegt. Als wir hier ankamen war die Lounge schon zu zwei Dritteln belegt. Aber egal, wir fanden noch Platz, es gibt Freibier, der Küchenchef persönlich ein Österreicher serviert heute vielerlei Würstchen mit Kartoffelsalat und Sauerkraut, ebenso hat er zwei Spanferkel mitgebracht. Das Spanferkel schmeckt vorzüglich, ich habe mir eine Ladung geholt mit Kartoffelsalat und Sauerkraut und einem Laugenspitz dazu. Als musikalische Untermalung spielt das Trio Herzblatt. Diese Feier dauerte bis kurz vor Mittag, wo dann die meisten unserer Senioren direkt ins Restaurant zum Mittagessen wechselten. Essen ist für viele unserer Senioren das Nonplusultra einer Schiffsreise.

Wie gesagt um 13:00 ist Ankunft hier in Korfu, es herrscht leichter Regen und es geht gleich los mit unserem Ausflug „Korfu-Stadt und Paleokastritsa“. Wir beginnen mit der Stadt, es regnet, vom Schiff habe ich einen Leihschirm. Leider ist dieser kaputt, so etwas bringen die Leute zurück. Als erstes besuchen wir die Kirche Agios Spiridon sie ist im Inneren wunderschön, in einer kleinen Seitenkapelle ist der Schutzpatron der Insel begraben. Später haben wir frei und gehen durch die Fußgängerzone um noch nach Souvenirs zu schauen. Glücklicherweise hat es jetzt aufgehört zu regnen.

Wir fahren mit dem Bus weiter nach Paleokastritsa das liegt im Westen der Insel, ca. 25 km von Korfustadt entfernt. Das ehemalige Fischerdorf ist heute ein Touristenzentrum und hat eine traumhafte Lage am Meer. Nach einem kurzen Abstecher am Strand fahren wir über eine sehr schmale Straße einen Berg hinauf. Wir kommen durch ein paar Dörfer, wo unser Bus gerade noch zwischen den Häusern hindurch kommt, Gegenverkehr ist hier unmöglich. Am Aussichtspunkt Bella Vista „ Hotel“ haben wir einen sagenhaften Rundblick über die Buchten und das Meer. Es herrscht auch eine starke Brandung wie man auch von hier sehen kann. Im Hintergrund ist der Felsen wo Odysseus an einem Felsen gestrandet sein soll.

Unsere Reiseleiterin kann uns viel erzählen, sie ist geboren in der Nähe von Filderstadt, lebt aber schon sehr lange hier auf Korfu. Nach diesem wunderbaren Ausblick fahren wir wieder zurück in Richtung Schiff. Wir kommen auf dem jetzigen Weg auch durch viele Dörfer und können die Vegetation die hier wächst bewundern.

Heute zum Abendessen stellt der Küchenchef „Kai Wendland“ seine Crew vor, das Essen heute wie auch die ganze Reise ist sehr gut und Schmackhaft. Ein Lob für die Küche der MS Albatros.
In der Atlantik-Lounge singt heute Anne Becker ein Mitglied des Show-Ensemble , Lieder aus den 20er, 30er, und 40er Jahren. Gegen 21:00 zum Abschluss des heutigen Abends wechseln wir in die Pazifik-Lounge, die wie immer sehr gut besucht war. Ach ja heute um 22:00 ist ja noch die Günter Holdenried Talente-Show. Die Darbietungen lassen zu wünschen übrig, aber ein paar gute Sketche waren schon dabei. So gegen 23:30 gehen wir in die Kabine zurück.

Sonntag, den 13.11.2016 Korfu – Dubrovnik 212 sm

Es ist 7:00 Morgens wir sind gerade eben in Dubrovnik angekommen, die Einfahrt haben wir leider verpasst. Vielleicht ist das der Nachteil einer Innenkabine, die wir dieses mal haben, aber was soll`s. Jetzt aber müssen wir schon in die Gänge kommen, ein gutes und schnelles Frühstück auf Deck 6 im Restaurant Möwe. Danach noch schnell die Tickets für den Landgang in der Atlantik-Lounge holen. Gemeinsam verlassen dann alle Tour-Teilnehmer das Schiff. Es sind einige Busse auf unserer Tour, wir hatten den Ausflug Dubrovnik und Seilbahn ausgesucht.

Es ist jetzt kurz vor 9:00 wir stehen vor der Seilbahn-Talstation die jetzt hoffentlich gleich öffnet. Gleich darauf geht es mit etwa 30 Personen in einer Kabine steil nach oben. An der Bergstation befindet sich ein Restaurant, sowie ein Souvenir-Shop in dem man aber leider nur in einheimischer Währung (Kroatische Kuna) die wir leider nicht haben, bezahlen kann. Von hier oben geniest man einen herrlichen Ausblick über Dubrovnik und die Berge rundum. Die Grenzlinien von Montenegro und Bosnien sind hier in Sichtweite. Leider weht hier oben ein kalter Wind so dass wir nur ein paar schöne Bilder in die Stadt runter machen, und dann schnell wieder ins Haus gehen. Aber wir bleiben sowieso nur ca. 30 Minuten hier oben bevor es wieder in die Altstadt von Dubrovnik runter geht. An der Talstation führt eine Treppe weiter in die Stadt hinunter. Auf diesen Treppen werden unsere Senioren plötzlich sehr langsam, einige stoßen hier wohl an Ihren Grenzen.

Aber gleich darauf haben wir die Stadttore und die gigantischen Mauern der Altstadt erreicht, die noch vor Jahrhunderten Republik Ragusa hieß und sehr bekannt und mächtig im Mittelmeer war. Dubrovnik hat eine sehr beeindruckende Altstadt, im Stadtkern wohnen aber nur noch etwa 700 Bewohner. Viele ziehen anderswo hin, verkaufen ihre Wohnungen allerdings auch zu Höchstpreisen. Der Quadratmeterpreis soll bei ca. 600 Euro liegen, so dass nur sehr betuchte Leute hier eine Wohnung für den Sommer kaufen können.
Wir sind über das Ploce Tor im Osten über den Stradun Placa bis zum Pile Tor im Westen gegangen, hier gibt es ein paar Cafes und Kneipen und das Leben pulsiert hier rund um die Uhr. Der Luza-Platz gleich am östlichen Ende der Placa beherbergt den Uhrturm der 1929 wieder errichtet wurde, daneben dann der Sponza-Palast der wichtige Ämter beheimatete ( Zoll u. Münze ). Weiter hinten dann das Rathaus und der Rektorenpalast in dem das Oberhaupt des Stadtstaates ausländische Besucher empfing. (Die Regierungszeit des Oberhauptes betrug aber nur jeweils einen Monat) er wohnte in dieser Zeit allein ohne seine Familie hier, und durfte den Palast nur wegen amtlicher Geschäfte verlassen.

So spazierten wir die Stradun Placa entlang bis zum Großen Onofrio-Brunnen links davon das Klarissenkloster und Rechts die Festung des HL. Laurenz, auf dem Weg dahin führten kleine Gässchen und steile Treppen in nördlicher Richtung zur Stadtmauer. Hier waren Bistros und Wohnungen, die Gässchen waren sehr schmal, manche mit Blumen und Sträuchern dekoriert. In einer Gasse gingen wir ein paar Meter den steil aufsteigenden Weg nach oben, aber mir war das viel zu steil. Südlich vom Stradun Placa waren in weiteren Gassen einige nette Souvenir-Läden, es hatten aber auch manche geschlossen es war ja schließlich heute Sonntag.

Auf dem Stradun Placa standen jetzt viele Oldtimer denen wir schon beim Eintritt in die alten Stadtmauern begegnet waren. Mittlerweile begegneten uns viele Asiaten, vermutlich ist ein weiteres Schiff gekommen?. Wir tranken auf der Placa in einem kleinen Cafe noch einen Cappuccino, bevor uns der Weg zum vereinbarten Treffpunkt führte. Ein Rundgang auf der fast 2 km langen Stadtmauer mit Ihren 6 Meter dicken Mauern, 15 Türmen, 5 Bastionen und 2 Ecktürmen haben wir uns nicht gegönnt. Dafür hätten wir etwa 1Stunde gebraucht. Es wäre aber sicher ein tolles Erlebnis gewesen.

Die MS Albatros verlässt heute den Hafen von Dubrovnik/Gruz um 13:30. Als wir den Hafen der ein paar Kilometer Nord-Westlich von der Altstadt war erreichten, sahen wir ein weiteres Schiff und zwar die Vision of the Seas von Royal Carribbian stehen, daher also die Asiaten. Die Albatros verließ pünktlich den Hafen von Dubrovnik jetzt auf dem Weg nach Venedig.

Heute Abend war in der Show-Lounge noch Abschieds-Gala-Abend zuerst wollten nicht mehr hingehen, es war elegante Kleidung angedacht. Dann gingen wir doch noch mit den Gästen des Restaurant Pelikans in die zweite Sitzung. Um 21:15 war noch die Abschiedsvorstellung im Theater mit dem Show-Esemble und anschließend noch Tanz mit dem Trio Herzblatt in der Pazifik-Lounge. Damit war auch dieser schöne Tag beendet.

Montag, den 14.11.2016 Dubrovnik – Venedig 331 sm

Ja, leider heute ist unser letzter Tag hier auf der Albatros dem weitaus bekannten Schiff von „Verrückt nach Meer“. Es ist kurz nach 6:00 als wir aufstehen, wir wollen das Einlaufen unseres Schiffes in die Lagune von Venedig sehen. Aber natürlich zuerst ein gutes Frühstück im Restaurant Möwe, wo wir die letzten 10 Tage beim Frühstück sowie auch beim Abendessen verbracht haben. Einmal sogar zum Mittagessen. Das Frühstück war auch heute wie sonst sehr gut, zum Abschluss unserer Reise gab es noch ein Glas Sekt dazu, auf dass wir aber dankend verzichteten. Schließlich hatten hatten wir noch eine längere Heimreise vor uns.
So kurz vor 8:20 kamen wir in der Lagune von Venedig an, es war eine wunderschöne Einfahrt. Vor uns lag der Dogenpalast sowie der bekannte Markusplatz im besten Morgenlicht. Bei der Abfahrt vor 10 Tagen fuhren wir ja leider bei Regen und Dunkelheit durch die Lagune und konnten kaum etwas erkennen. Am Kreuzfahrt-terminal lag schon die Costa neoRiviera ein etwas größeres Schiff als wir (48.200 BRZ). Sie läuft aber erst seit Nov. 2013 für die Reederei Costa. Wie wir wussten hatte die Costa auf Ihrer Fahrt bei zwei Häfen auf den Landgang verzichtet. Die Passagiere an Bord werden sich gefreut haben.

Das kleine Schiff auf der rechten Seite gehört der Horten-Erbin

Nach der Ankunft verbrachten wir noch bestimmt eineinhalb Stunden auf dem Lido-Deck sowie in der Atlantik-Lounge. Bis wir dann unser Schiff verlassen haben. Zum Abschied gab`s noch einen warmen Händedruck von Kreuzfahrtdirektor Thomas Gleiss. Im Terminalgebäude nahmen wir unsere Koffer um damit durch den Zoll zu gehen. Bernd Wallisch der Reiseleiter von „Verrückt nach Meer“ schob etwas missgelaunt unsere Koffer durch die Röntgenschleusse. Er war eigentlich für mich die größte Enttäuschung an Bord. Die anderen Mitarbeiter an Bord waren wesentlich netter.

Um 10:30 verließen wir das Hafengelände und fuhren vorbei an der großen Fincantieri-Werft aufs Festland. Die Fahrt ging gut voran, so dass wir schon am Nachmittag so gegen 15:00 am Brenner waren. Das Wetter hier in Oberitalien war gut, blauer Himmel und alles sehr grün wie im Frühjahr, aber die Temperaturen lagen am Morgen bei etwa 4°. Im Laufe des Nachmittags stiegen sie dann auf 15°. Innsbruck lag dann voll im Nebel, kurze Zeit später machten wir an einer Raststätte eine halbstündige Pause. Die Raststätte war eine etwas gehobene Klasse, was auch an den Preisen gut zu erkennen war. Dann ging die Fahrt weiter, bei Telfs verließen wir die Autobahn und nun ging die Fahrt über das Sonnenplateau. Wir hatten offensichtlich jetzt eine beachtlich Höhe erreicht, hier waren die Wiesen und Wälder schon voller Schnee.

Gegen 17:00 haben wir dann Österreich durch den Grenztunnel verlassen und nach einer weiteren Stunde wurde dann Memmingen erreicht. So sind wir als Letzte auf dieser Reisetour und als erste wieder ausgestiegen, so macht eine Reise Spaß.

Fazit dieser Reise. Die Stationen unserer Route waren alle sehr schön, bis auf vielleicht Korfu-Stadt. Paleokastritsa im Westen der Insel dagegen war schön. Der Reisezeitraum war nicht ganz glücklich, im Vergleich zum letzten Jahr da war es wärmer.
Das Schiff, die MS Albatros sowie Phoenix als Reiseveranstalter und auch unser örtliches Reisebüro Holdenried, da gibt es nichts zu meckern. Wir würden jederzeit eine weitere Reise mit Ihnen machen, wenn uns die Route anspricht.
Unsere gesamte Fahrstrecke waren 2345 Seemeilen, In Gesamtkilometer sind das dann 4343 km

Nachtrag: Im Oktober 2020 wurde die MS Albatros an die ägyptische Pick Albatros Gruppe verkauft. Hier hat Corona eine große Rolle gespielt, wie auch die Wirtschaftlichkeit. Phoenix hätte im nächsten Jahr wieder einige Millionen in das Schiff investieren müssen und das obwohl die Schiffe seit Monaten stillstehen.

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