Südfrankreich – Juni 2015

Vorgeschichte: Einige Wochen vor unserem diesjährigen Campingurlaub in Südfrankreich bzw. der Provence haben wir einen großen Wasserschaden in unserem Badezimmer bekommen. In dessen Verlauf Wasser durch die Betondecke in das Badezimmer der Erdgeschoß-wohnung gelaufen ist. Als Folge mußte auch hier die Vorhandene Holzdecke erneuert werden. Bei uns im Bad mußte das aufgetretene Leck durch eine Feuchtigkeitsmessung lokalisiert werden. Danach rückte der Handwerker eines Örtlichen Sanitärunternehmens an, um den Schaden an der Warmwasserleitung zu beheben, was gar nicht so einfach war. Danach mußten 2 Trocknungsgeräte 14 Tage lang die vorhandene Feuchtigkeit aus beiden Bädern absaugen. Wir waren also wirklich urlaubsreif…

Freitag, den 12.06.2015

Nachdem wir seit Mittwoch wieder ohne die Lüftungsgeräte im Bad leben, konnten wir uns jetzt auf unsern Urlaub in die Provence konzentrieren. Mit einigen Vorbereitungen, machten wir unsern Caravan für unseren Trip ins hoffentlich sonnige Frankreich startklar.
So einige Kleinigkeiten wie richtiges Beladen eines Wohnwagens in den einzelnen Sektoren um keine Probleme bei der Fahrt zu haben, müssen schon berücksichtigt werden. Da die Pfingstferien schon vorbei sind und wieder Schulunterricht stattfindet, sind einige Autos von Schülern und Lehrern in der Straße und natürlich die Nachbarn von der anderen Straßenseite. Am Donnerstag hatte ich unseren Nachbarn gegenüber angesprochen und ihn gebeten sein Auto nicht auf die Straße zu stellen, was ja auch klappte, bis seine Tochter mit ihrem Auto kam. Sie stellte Ihr Fahrzeug natürlich sehr knapp zwischen die beiden Einfahrten. Ein paar Meter weiter in der anderen Richtung stand ein Schüler oder Lehrer mit seinem Auto, so konnten wir nur mit Mühe und Not unseren Caravan auf die Straße bringen und anhängen. Ein kleines Auto kam gerade noch durch, danach ein zweites Auto kam nicht mehr durch, so war unsere Straße (Sackgasse) in Richtung der hinteren Nachbarn dicht. Unsere Nachbarn schauten dem Chaos von der gegenüberliegenden Terrasse zu, bis ich sie ansprach ob sie den nicht den kleinen Skoda ihrer Tochter wegfahren können. Um den Autoschlüssel zu holen brauchten sie dann fast 10 Minuten.

Um 10.45 haben wir dann die Bergstraße in Ottobeuren verlassen, es geht Richtung Memmingen-Süd zu unseren Autobahnzubringer. Die ersten Kilometer erstmal die Frage, wie läuft der Caravan hinter unsereem Auto, wie macht sich unser neuer Hyundai-Diesel mit dem Wohnwagen. Nach der ersten Stunde ist alles klar das Gespann passt gut zusammen, auch die Beladung passt. Um 11.45 haben wir Bregenz erreicht, der Stadtverkehr ist sehr lebhaft aber wir kommen gut zu recht. Kurz nach 12:00 sind wir an der Esso-Tankstelle in Hard, gestern war der Dieselpreis laut Internet bei 1,20 € ,heute man staune bei 1,28 € über Nacht um 8 Cent gestiegen. Einige Minuten später haben wir dann die Schweizer Grenze erreicht und dann um 13.25 unsern Rastplatz Forrenberg bei Winterthur erreicht, wo wir eine halbe Stunde Pause machten. Es gibt Kaffee aus der Thermoskanne und ein paar belegte Brote.

(In dieser Raststätte hatten wir vor Jahren ein nettes Erlebnis, die ganze Tankstelle stand unter Wasser. Ein unaufmerksamer Autofahrer hatte einen der Wasserhydranten umgefahren. Und die Wasser-absperrung mußte durch die benachbarte Gemeinde durchgeführt werden, was aus irgendeinem Grunde nicht klappte).

Zehn Minuten später erreichten wir den Nordring von Zürich, wo es heute sehr gut läuft, in einer Viertelstunde haben wir die Umgehung von Zürich geschafft. Unsere zweite Rast war auf dem Rastplatz Gunzgen in der Westschweiz, hier verbrachten wir eine weitere halbe Stunde, bei der Abfahrt kam plötzlich ein heftiger Regenschauer, der aber Gott sei dank nur etwa 10 Minuten dauerte. Auf der Gegenfahrbahn war sehr dichter Verkehr bis hin zum Stau, und immer wieder war die Autobahn dicht, auf unserer Seite lief der Verkehr aber flüssig. An der Abzweigung in Avenches verlassen wir die Schweizer Autobahn, wir müssen eine Hügelkette überwinden die das Niveau von der Autobahn zum See abtrennt. Um 16:55 haben wir dann unsern ausgesuchten Campingplatz La Nacelle in Portalban-Delley am Ostufer des Neuenburger Sees erreicht. Es gibt hier nur wenige Touristenplätze so ca. 50 Stück und alle sind frei, bis auf einen Stellplatz der mit einem abgestellten Caravan belegt ist. Der übrige hübsche Campingplatz ist mit lauter durchaus luxuriösen Mobilhome belegt. Unser Auto muss nach dem Abhängen des Caravans wieder hinaus auf einen Öffentlichen Parkplatz gebracht werden. Es sind ein paar hundert Meter bis dahin, und gleich dahinter ist der Yacht oder Segelboothafen, ob das mit dem Parken hier wohl gut geht? . Am frühen Abend haben wir noch einem Rundgang über den Platz gemacht, in der Mitte des Campingplatzes ist ein gut besuchtes Restaurant zu finden. Am Caravan zurück gekehrt haben wir zu Abend gegessen inklusive zweier Gläser Weizen. Später am Abend haben wir dann den Tisch und die Stühle wieder im Auto verstaut und es auf den Parkplatz zurück gebracht. Gegen 22:00 wollte ich nochmals ins Waschhaus auf die Toilette und zum Zähne putzen gehen, man glaubt es nicht das Haus war um diese Zeit schon abgeschlossen. So etwas haben wir in unserer ganzen Campingzeit noch nie erlebt.
Die Temperatur lag heute ca. 23° und mit reichlich Sonne

Samstag, den 13.06.2015

Pünktlich um 6:30 sind wir aufgestanden, ich bin dann gleich zum Auto-Parkplatz Richtung See gelaufen, unser Auto war noch da und auch unbeschädigt. Mit dem Auto bin ich dann gleich zurück zum Campingplatz um danach die Caravan-Spiegel anzubringen, ich hatte sie gestern Abend abgebaut weil ja das Auto außerhalb des Campingplatzes stand. Hermine hatte zuvor schon das Stromkabel vom Caravan abgehängt. Während sie dann im Anschluß das Waschhaus aufsuchte, drehte ich den Caravan mit dem Mover um und hängte ihn ans Auto. So konnten wir pünktlich um 7:30 den Campingplatz verlassen. Fremdsein ist ein Elend, fünf Minuten später wussten wir schon nicht mehr weiter. Das Navi zeigte mir mitten im Ort einen Weg der sehr steil einen Berg hinauf führte. Das war mir nicht ganz geheuer, ich hielt an und fuhr mit dem Caravan rückwärts bis ich wieder auf einer Ebene war. Zurückstoßen ist ja immer ein Vergnügen, vor allem wenn man es nicht so gut beherrscht.


Auf der neuen Route ging es dann genau so den Berg hoch, geschätzte 12-14% aber egal ich hatte ja jetzt eine Bergkatze ( Hyundai Diesel ). Auf einem schmalen Weg ging es dann weiter durch die Felder, manchmal nur in Caravan-Breite. Nach geschätzten zehn Kilometern hatten wir die Autobahn dann erreicht und die große Fahrt konnte beginnen. Es lief alles gut mit unserm neuen Diesel-Fahrzeug, mit ihm konnten wir eine höhere Durchschnitts Geschwindigkeit erreichen, so dass wir trotz der Verzögerung heute Morgen schon gegen neun Uhr die Großstadt Genf erreichten. Auch hier ging alles gut, man muß halt gut aufpassen in so einer großen und belebten Stadt. Am Internationalen Flughafen vorbei, durch einen Tunnel fahren und schon haben wir die Rhonebrücke überquert (Abfluß vom Genfer See).
Bei Saint-Julien-en-Genevois das große Autobahnkreuz überquert und weiter auf der A41 in Richtung Cruiseilles. Von jetzt wird es gemütlicher, man kann entspannter Fahren. Unsern Frühstücksplatz in Seynod / Frankreich wo wir meistens halten, und heute auch Tanken wollten, erreichten wir doch schon 9:45. Die Sonne kam schon hinter den Bergen hervor, und wir konnten gemütlich unser Frühstück in der Morgensonne genießen. Für unseren Cappuccino mußten wir ja nur die Gasflasche aufdrehen.

Zur Errinnerung: Vor ein paar Jahren stand vor uns auf dem Rastplatz ein wunderschönes Adria Wohnmobil, es hatte einen Anhänger dabei, auf dem sich ein zitronengelber Ferrari befand. Die Besitzer waren ein älteres Ehepaar zwischen 60 und 70 Jahren.

Nach einer Stunde fuhren wir dann weiter, etwas Negatives im nach hinein unser Auto-Navi kannte sich hier gar nicht aus, und wollte uns immer wieder von der Autobahn jagen. Aber wir ließen uns nicht beirren, unser TomTom-Navi, das wir auch mitgenommen hatten unterstützte uns ja richtig. Wir fahren von Annecy, wo wir gefrühstückt haben über Chambery weiter auf der A41 weiter nach Süden. Kurz vor Grenoble sah ich im Rückspiegel daß sich eine Dichtung an der vorderen Leiste des Caravans gelöst hatte, und im Wind flatterte. Mit Hilfe unseres Campingtisches den wir zwischen die Deichsel stellten, versuchten wir sie wieder fest zu machen was auch teilweise gelungen ist. Nachdem wir Grenoble verlassen hatten ging es Richtung Süden zuerst noch auf der Autobahn dann später über die Nationalstraße 1075. Die Fahrt ging an den Alpen entlang, es war schön und Interessant. Um 14:30 erreichten wir unser heutiges Ziel in Veynes den Campingplatz Solaire, die Rezeption war nicht besetzt und wir mussten eine viertel Stunde warten bis irgend jemand kam, der Campingplatz war leer ( Vorsaison ) aber so was von leer hatte ich noch nie gesehen. Er machte soweit einen netten Eindruck wie er auch im Campingführer zu sehen war.

Archivbilder: Camping Solaire
Leider sind die netten Bilder nicht von mir, es war wohl der falsche Zeitpunkt für uns.

Wir suchten uns ein schönes Plätzchen in der Sonne, aber auf sie war kein Verlaß mehr. Wir konnten noch eine Tasse Kaffee trinken danach vertrieb uns ein Regen-schauer. Von nun an wechselten sich Sonne und Regen ab. Um 17:30 fuhren wir die ca. 5 Kilometer bis nach Veynes zum Tanken in den Supermarkt (Super U) der Preis hier war 1,259 € immerhin 10 Cent weniger als auf der Autobahn, schon mal 4,20 gespart.
Nachdem wir wieder auf dem Platz zurück waren, machen wir einen Rundgang über den Platz, vor dem Hauptgebäude sind zwei größere Pools allerdings ohne eine Wasser-befüllung. Hier tummeln sich unzählig viele Frösche im vorhandenen Regenwasser. Unser Eindruck ist, daß die Campingbetreiber trotz der Saisoneröffnung, wie im Campingführer zu erkennen war, überhaupt noch nicht so weit waren.
Der Ca. Platz hat große Stellplätze unter Bäumen, wie auch sonnige Wiesenplätze. In der Saison, wann immer sie hier ist, ist es bestimmt sehr schön. Etwas später gehen wir nacheinander zum Duschen ins Haupthaus, anschließend schreibe ich an meinen Reisebericht noch ein paar Zeilen weiter. Danach essen wir noch zu Abend, zum Geschirr spülen geht es ein paar Meter weiter. In der Nähe des Fußballplatzes steht ein kleines Häuschen mit Toilettenkabinen und Spülbecken. Nach unserer Arbeit geniesen wir noch ein Glas Weizenbier. Gegen 22:00 sind wir dann ins Bett, es regnete mittlererweile schon ein paar Stunden. Auf dem Fahrweg ein paar Meter vor uns steht ein Holländisches Wohnmobil, die Besitzer legen aber keinen Wert auf ein kurzes Gespräch.
Die Temperatur betrug heute ca. 20° bedeckter Himmel, später am Abend viel Regen.

Sonntag, den 14.06.2015

Die ganze Nacht regnet es ohne Pause, seit 4:00 morgens jetzt in Strömen, der ganze Platz vor unserm Caravan war mit Pfützen übersät. Um 7:30 sind wir dann auf-gestanden zu einem kurzen Frühstück, um uns und den Caravan zur Abfahrt fertig zu machen. Ich ziehe mir eine Regenjacke an, um nacheinander die Caravanstützen mit dem Accuschrauber hoch zudrehen, den Strom abzuhängen und den Mover (Elektroantrieb) anzulegen. Dann drehte ich den Caravan um und hänge ihn ans Auto. In dieser dreiviertel Stunde war ich durch und durch nass bis zur Unterhose. Aber pünktlich um 9:00 waren wir zur Abfahrt bereit. Eine Stunde später hatten wir die kleine südfranzösiche Kleinstadt Sisteron erreicht. Seit gut einer Viertelstunde regnete es nicht mehr. Ich hatte mir im Internet einen netten Parkplatz für unser Gespann unterhalb der Zitadelle ausgesucht. Beim Durchfahren an dieser Stelle sehen wir keine Parkmöglichkeiten mehr für uns. So fahren wir ein, zwei Kilometer weiter Richtung Ortsmitte bis zum Bahnhof, hier ist ein weiterer Parkplatz und es gibt noch einen freien Platz für uns. Wir gehen dann zurück bis auf den Platz unterhalb der Zitadelle, von hier gibt es einen grandiosen Blick auf den Felsen jenseits des Flusses Durance. Der Fluß war heute auf Grund der starken Regenfälle schmutzig braun als wäre er voller Lehm. Der Ort selber ist sehr nett und ansprechend und er gilt als Tor zur Provence.


Nach einer voller Stunde sind wir dann weiter Richtung Süden unterwegs, meine Frau wollte unbedingt mit dem Wohnwagen-Gespann fahren, mir war es recht da unsere beiden Navis pausenlos andere Routen fahren wollten. So dass wir nur nach der Karte fahren konnten, die Strecke zog sich hin bis Manosque. Ab hier geht’s dann wieder rein ins Gebirge, ich hab es wohl unterschätzt. Man muß sich vorstellen die Strecke ist wohl geeignet für ein kleineres Wohnmobil aber nicht unbedingt für ein Caravan-Gespann von 12 Meter Länge So ging es ca. 60 km weiter auch durch sehr enge Ortschaften. In Greoux-les-Bains mußten wir eine Engstelle passieren, wo auf der Gegenseite ein großer Reisbus uns die Vorfahrt ermöglichte. Kurz nach dem netten Örtchen Moustier-Saint-Marie habe ich das Steuer wieder übernommen, das war auch gut so. Ein paar Kilometer am Lac-de-Sainte-Croix entlang, kam schon die Abzweigung, die Strecke nach Aguines ging jetzt steil und eng in die Höhe, der Höhenunterschied die letzten 7 km lag bei 300 Meter. Ich fuhr nur noch im zweiten Gang, schneller konnte man auch wegen des etwaigen Gegenverkehrs nicht fahren. Auch in Aguines war eine Engstelle zu passieren, am Ende des Ortes kam eine enge Haarnadelkurve wo es weiter in die Höhe ging.

Aber endlich hatten wir auch das geschafft und den Campingplatz erreicht, die Höhe des Platzes lag bei 850 Höhenmeter. Wir suchten nach schönen sonnigen Stellplätzen und hatten bald einen gefunden, mitten auf der Wiese. Aber auch der Campingplatz war eine Herausforderung so schöne enge Wege, wir mussten weitere 37 Höhenmeter wieder nach unten fahren um auf unsern Wunsch-Stellplatz zu kommen. Aber das Berg-Panorama war toll, der Blick auf den See mit seinem strahlend blauen Wasser. Diese Sicht ist wohl der schönste Ausblick den ich bisher in Europa gesehen habe. Kurz nach uns kam noch ein Wohmobil in unsere Nähe, diesen Stellplatz hatten wir uns auch schon überlegt, ca.75 Meter von unserem Jetzigen. Nach einer Kaffeepause schauen wir uns den Campingplatz genauer an, hier gibt es einige eigenwillige Übernachtungs-möglichkeiten. Wir gehen zur Rezeption hoch, auf der Terrasse trinken wir eine Flasche Coca Cola und geniesen die wunderschöne Aussicht auf den See.

In der Nähe unseres Stellplatzes befindet sich ein Ausgang der uns zum kleinen Dorf Aiguines hinunter führt. Am Ende des Dorfes befindet sich ein Schloß im Stil der Renaissance, wir konnten es bei der Anfahrt schon sehen.
(Der mächtige Herrensitz aus dem 16. Jahrhundert besteht aus einem viereckigen Zentralbau, an seinen Ecken befinden sich Rundtürme deren Kegeldächer mit bunten Dachziegeln gedeckt sind). Zur Schlossdomäne gehören auch Olivenbäume und Weinpflanzungen.

Aber morgen bei unserer Tour durch die Verdonschlucht werden wir bestimmt noch viele schöne Dinge sehen.
Die Temperatur lag heute ca. 23° und mit mittlerweile sehr viel Sonne.

Montag, den 15.06.2015

Guten Morgen Provence, der Himmel war blau, die Sonne schien schon kräftig. Wir sind um 8:00 aufgestanden, ich stellte unseren Tisch an die Sonne, so schmeckt das Frühstück um so besser. Mit Kaffee, Brötchen selber gebacken aus heimischer Quelle, Erdbeere und Himbeermarmelade und Honig, sowie Käse und Schinken und dazu ein Glas Orangensaft. Besser kann man auch daheim kaum Frühstücken.
Kurz nach 10:00 sind wir dann mit dem Auto auf Tour gegangen, wir wussten nicht was uns erwartete. Unmittelbar nach dem Campingplatz ging es sofort weiter in die Höhe, die Straßen waren eng und sehr kurvig nach ein paar Kilometern waren wir auf über 1200 Metern Höhe. Ich hatte schon Respekt vor der Strecke, wie gesagt sehr eng und Kurvig. Ab und zu kamen uns ein paar mittelgroße Wohnmobile entgegen, wie die hier durchfahren, alle Achtung. Aber der Ausblick auf den Verdon in der Tiefe bis etwa 700 Meter hinunter, war Faszinierend und sehr Schön.

Wir fuhren auf dieser Seite des Flusses knapp 23 Kilometer an der Verdon-Schlucht entlang. Dann konnte man auf einer Abzweigung die durch zwei Dörfer führte auf die Nordseite des Gorges de Verdon wechseln. So hatten wir das Glück beide Seiten der Schlucht zu sehen und zu befahren. Einfach einmalig dieser Canyon, der Europas größter und bekanntester ist. Nach ca.75 Kilometer war die Tour um den Fluß beendet.

Wir fuhren weiter bis nach Moustier-Saint-Marie um den goldenen Stern den der einheimische Kreuzritter Blacas im 12. Jahrhundert über einer Schlucht an einer über 135 Meter langen Kette aufhängen lies, zu sehen. Wie sie das damals wohl gemacht hatten ?.
Wie auch immer, der Ort war sehr ansprechend und lag direkt an und unter einem hohen Felsen. Ich dachte mir wenn es hier regnet geht wohl die Welt unter. Aber egal der Ort war bezaubernd, wir setzten uns in ein Bistro im Zentrum und bestellten uns Crepes mit Marmelade und Zucker. Wir wollten anschließend noch auf die Hochebene von Valensole fahren um hier die riesigen Lavendelfelder zu sehen, aber plötzlich kam starker Wind (Mistral) auf. So beschlossen wir vorzeitig zum Campingplatz zurück zu fahren. Einen kleinen Abstecher zu einem Parkplatz der einen Zugang zum See hat, machen wir aber doch noch. Hier kann man Tretboote mieten um über den See oder in die Verdonschlucht hinein zu fahren. Unser Ausflug um die Schlucht war einmalig und sehr gelungen.

So gegen 16:00 sind wir wieder auf unserm Ca.-Platz angekommen, so konnte ich noch nötige Wartungsarbeiten wie Toiletten entleeren und Wasser für die Spülung auffüllen, und manches mehr erledigen. Anschließend wollte ich noch ein paar Fotos vom Campingplatz schießen. Als ich zurück zum Stellplatz ging war der Cappuccino auch schon fertig, mit Blick auf den blauen See und der Strahlenden Sonne genossen wir den Rest des Nachmittags. Natürlich nicht zu vergessen, an meinen Reisebericht weiter zu schreiben. Gegen 18:30 gab es als Abendessen Schnitzel in Nature auf Salzkartoffeln und als Salatbeilage Gurken, Tomaten sowie Paprika. Als Krönung des Tages durfte ich heute wieder das Geschirr abspülen. Später machte ich noch die Caravanspiegel wieder ans Auto, so hatte ich morgen in der Früh weniger Arbeit. Wir wollten ja am nächsten Morgen weiter fahren ans Meer. Aber davor mussten wir ja erst im Campingplatz den Berg bis zum Eingang wieder hoch fahren, sowie die Serpentinenstrasse wieder runter in Richtung Moustier-Saint-Marie und Autobahn. Was sicher kein Vergnügen wird.
Die Temperatur lag heute bei ca. 23° und Sonne, stellenweise leicht bewölkt.

Dienstag, den 16.06.2015

Unser letzter Morgen hier im Camping L`Aigle. Es ist 6:30 und wir müssen aufstehen. Als erstes gehe ich ins Waschhaus um mich den normalen Bedürfnissen zu widmen. Zurück im Caravan machen wir als erstes Frühstück, um unsere Nachbarn in aller Frühe nicht mit Lärm zu belästigen. Nachdem wir also unser letztes Frühstück hier genossen haben, geht’s an die Arbeit. Die Toilette hatte ich ja schon gestern entleert, so also die Kurbelstützen hochdrehen, den Strom abgeklemmen und den Caravan mit dem Mover von den Bäumen frei stellen Dann nur noch den Wohnwagen an unser Auto hängen, und schon kann es los gehen. Aus Sicherheitsgründen ist Hermine vorausgegangen und ich mit dem Hyundai-Allrad und dem Caravan hinterher. Das Problem war aber nicht unbedingt die Steigung, sondern die Verbindung mit den engen Wegen und Kurven, hier gab es dann schon einige Stellen die sehr kritisch waren. An einer Bruchstelle waren wir bestimmt 10 Minuten beschäftigt, bis dieses Hindernis überwunden war.
(Auf der rechten Seite war ein Loch in der Straße welches zum Abrutschen des Caravans führen konnte, oder anderseits würde ich weder mit dem Auto noch mit dem Caravan aus diesem Loch wieder heraus kommen. Die linke Straßenseite war mit großen Felsbrocken bestückt, hier wäre also die goldene Mitte zu treffen).
Aber gleich im Anschluss kam die nächste Kehre, das Problem war wohl unser zu großer Caravan. Wie schon gesagt: nach etwa 10 Minuten hatten wir das Problem gelöst, durch ein paar Meter zurück laufen lassen des Gespanns, um etwas weiter nach links zu kommen und mit Hilfe des Allrads wieder hoch den Berg. Der Rest des Weges war dann relativ harmlos. Die Serpentinen von Aiguines zum See hinunter waren dann gut zu fahren, vor allem weil heute kaum Gegenverkehr herrschte.

Die etwa 60 Kilometer von Moustier… bis zur Autobahn waren schon beschwerlich, kurvenreich und die Ortsdurchfahrten waren sehr anspruchsvoll. Eigentlich nur für kleinere Wohnmobile geeignet, was solls wir mussten hier durch. Unsere beiden Navis waren eine Entäuschung wie meist in diesem Urlaub, völlig unkompetent und ahnungslos. Nachdem wir dann in La Ciotat-Ceyreste die Autobahn verlassen haben und um über Nebenstraßen unseren Wunsch-Campingplatz zu finden. Kurz vor 12:00 waren wir jetzt am Ca. Ceyreste angekommen, das Mädchen in der Rezeption sagte uns dass sie nur Caravans bis zu einer Länge von 5 Metern aufnehmen können. Wir mussten also wieder zurück, wir standen direkt auf einer Anhöhe die Straße hier war ziemlich eng und steil, es war auch kein Platz zum umdrehen. Um nicht rückwärts den Berg runter zu rollen musste ich die Handbremse und einen Gang beim Auto einlegen. Gleichzeitig beim Caravan den Mover anlegen und ebenfalls die Handbremse anziehen. Was tun also. Wir fuhren ein kleines Stück in den Eingangsbereich vom Campingplatz hinein um den Caravan abhängen und mit Hilfe des Movers wieder auf die Straße hinaus zu bringen und ihn in die neue Fahrtrichtung umzudrehen. Dann unser Auto wieder vor den Caravan setzen und wieder anzuhängen.
Das nächste Dilemma war die folgenden ca. 24 Kilometer bis Sanary-Sur-Mer auf Landstraßen und Orts-verbindungsstraßen zu fahren. Wie schon gesagt: meine Navis hatten keine Ahnung wo sie waren, und wir auch nicht.


Aber wie es so schön heißt: ein blindes Huhn findet auch ein Korn, so kamen wir dann doch noch am Camping Mas de Pierredon unserm nächsten Ziel an. Er hatte leider noch Mittagruhe aber wir konnten uns wenigstens in Ruhe einen geeigneten Stellplatz aussuchen. Es war jetzt nicht unbedingt mein Traum von einem Campingplatz, das schönste hier auf dem Platz war die Poolanlage, die war wirklich super. Wir stellten den Caravan in der Nähe eines Waschhauses mit der Platznummer 23 auf und verbrachten den Nachmittag in aller Gemütlichkeit mit Cappuccino und Kuchen essen. Später gingen wir noch auf dem Campingplatz eine Runde spazieren.
Zum Abendessen gibt es heute Spaghetti Bolognese mit Weißbier und Rotwein, später trinke noch ein paar Gläser Sangria. Damit beschließen wir den heutigen Tag, er war ziemlich Ereignisreich. Es ist mittlererweile schon 22:30 geworden.

Die Temperatur lag heute ca. 25° und mit viel Sonne

Mittwoch, den 17.06.2015

Wir haben sehr gut geschlafen heute Nacht, durch ein paar offene Fenster war es angenehm kühl und doch nicht kalt im Wohnwagen. Es wurde schon 8:30 bis wir endlich aus dem Bett gekrochen sind. Zuerst eine Morgentoilette und dann mit sauberer Nassrasur zurück kommen, anschließend ein schönes Frühstück heute auch noch mit gekochtem Eiern. So kann unser Tag beginnen. Unser holländischer Nachbar weiter hinten packt seine Sachen zusammen, anscheinend wollen sie weiterfahren. Sein kleiner Faltcaravan ist ja auch im Nu fertig. Am späten Vormittag gehen wir noch in die nette Poolanlage, ein paar Liegen sind schon belegt. Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein und eine Wassertemperatur von ca. 26° das lässt genießen. Nach ein paar Schwimm-Runden im Pool und anschließender Ruhe, gehen wir zum Caravan zurück. An meinem heutigen Reisebericht schreibe ich auch noch ein Stündchen, bis wir wieder zum Pool zurück gehen. Gegen Fünf Uhr fahren wir dann in den Nachbarort Bandol um im Supermarkt (Super U) unseren Hyundai voll zu Tanken. Gleich danach wollen wir noch in das hübsche Bergdorf Castelet fahren. Am Parkplatz kaufen wir ein Ticket und laufen bis zum Zentrum hoch. Wir sind offensichtlich heute schon zu spät dran, es ist 17:45 und die ersten Geschäfte schließen schon. Aber das Dorf ist auch so sehr schön, durch die sonnige Lage am Berg blühen Blumen wie zum Beispiel die Bougeenvillea in riesigen Sträuchern. Nach einer Stunde fahren wir wieder zum Campingplatz zurück.

Gegen Abend haben wir einen neuen Platznachbarn bekommen, ein Franzose im mittleren Alters, der eine Radtour an der Cote D`Azur entlang bis nach Marseille macht. Mit Rennrad, dazu einen einrädrigen Fahrradanhänger in dem sich ein Zelt, ein kleiner Grill und Kleidung sowie eine Wäscheleine befindet. Er hat alles dabei, was man für diese spezische Urlaubsform braucht.
Mit Händen und Füßen führen wir eine kurze Unterhaltung. Bei uns gibt es heute zum Abendessen eine Brotzeit, mit Bratensülze, Leberwurst, Heringen und anderes mehr, dazu für mich ein Glas Weizenbier. Nach unserem Essen bieten wir unserm Nachbarn ein Glas Weißbier an, was er dankend annimmt. So führen wir unsere Unterhaltung auch mit den Händen und Füßen und was uns sonst zur Verfügung steht fort. Er ist in Beauvies nördlich von Paris daheim, etwas über 40 Jahre alt, hat zwei Jungs und seine Frau ist Apothekerin. Er freut sich wahnsinnig über unsere Gastfreundschaft und möchte noch ein Foto von uns machen.
Um 22:30 gehen wir in den Caravan zum Schlafen, da entdeckt meine Frau eine Horde Ameisen im Wagen, mit Hilfe unseres Handstaubsaugers bekommen wir sie in den Griff. Um 11 Uhr waren wir dann in der Koje.

Die Temperatur lag heute ca. 25° und viel Sonne

Donnerstag, den 18.06.2015

Es ist 8:00 Uhr morgens, zunächst geht der Kampf mit den Ameisen weiter, dann gibt es aber doch noch Frühstück mit allem was unsere Küche zu bieten hat. Unser netter Französische Nachbar hat mittlererweile seine Sachen zusammen gepackt und bereitet sich zur Abfahrt vor. Zum Abschied schenken wir ihm noch eine Flasche Radler auf den Weg, er freut sich sehr und nimmt sie dankend an.
Als wir nochmals einige Ameisen im Caravan absaugen wollen, geht unser Staubsauger plötzlich kaputt. Als ich ihn öffne, finde ich darin eine kleine Feder die zerbrochen ist, später komme drauf dass es die Andruckfeder von den Kohlen sein muß. Wie auch immer der Staubsauger bleibt kaputt. Bevor ich mich noch an das Notebook setze um an meinem Reisebericht weiter zu schreiben, mache ich noch mal Morgentoilette. Heute Nachmittag wollen wir noch mal nach Bandol zum Strand fahren, um die Luxus Crepes die es ab 12 Euros hier gibt zu begutachten. Kurz nach 13:00 Uhr sind wir dann los zum Strand in Bandol, wir haben strahlenden Sonnenschein und am Strand ist es noch relativ ruhig um diese Zeit. Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen und genießen die Zeit.

Vor uns startet eine Segelschule mit einem Dutzend Einhandjollen ihren Kurs. Bandol selber hat eine schöne Promenade mit Blumen und Palmen, hier steht auch ein wunderschönes altes Karussell. Weiter nach Westen beginnt der kleine Fischereihafen und im Anschluß der schöne Yachthafen, der Hafen hier ist auf Platz 6 der Sporthäfen in Frankreich. Heute liegen außer der vielen Hundert kleineren Boote drei riesige Yachten an der Reede, sie sind im Moment die größten Privatboote die ich je gesehen habe. Die Juko ist ca. 30 Meter lang. Der Preis geschätzte um 10 Mios, man kann das aber schlecht beurteilen. Auf dem Rückweg gehen wir über die wunderschöne Promenade von Bandol zu unserem Auto zurück.

Nach ein paar Stunden fahren wir die paar Kilometer zum Campingplatz zurück. Heute Abend wollen wir noch Grillen, aber kurz nachdem wir unsern Elektro-grill angemacht und unser Fleisch auf gelegt haben, bekommen wir einen Strom-Ausfall. Ich gehe zur Rezeption um das zu melden, es stellt sich heraus, daß unser ganzes Viertel ohne Strom ist. Die Chefin drückt die Sicherung wieder hinein, aber gleich darauf ist die Sicherung wieder heraus gesprungen.
Wie es sich später herausstellt sind wir der Verursacher, vielleicht ist unser Grill kaputt oder er braucht zu viel Strom. Die Platzchefin ist nicht allzu begeistert, sie deutet uns, wenn das nochmal passiert, müssen wir gehen. In den Vergangenen Jahren hatten wir keine Probleme mit unserem Elektrogrill. Unser Essen haben wir dann in der Bratpfanne fertig gemacht und gegessen, es hat auch so gut geschmeckt. Nach dem Essen bin ich dann Spülen, und danach sind wir noch eine Runde auf dem Platz spazieren gegangen. Mittlererweile ist es schon 21:00 vorbei, vor unserm Caravan trinken wir noch ein paar Gläschen Wein bzw. Weißbier und beobachten die Eidechsen gegenüber am Waschhaus die auf der weißen Hauswand hinauf und herunterklettern. Nach Anderthalb Stunden gehen wir ins Bett, es war ein unterhaltsamer Tag.

Die Temperatur lag heute ca. 25° und viel Sonne

Freitag,den 19.06.2015

Wir haben wunderbar geschlafen, durch die offenen Fenster haben wir ein angenehmes Raumklima. Zum Frühstück gibt es heute Baguette das ich gestern Nachmittag bestellt habe. Allerdings muss man bis 9:00 warten, früher ist die Rezeption nicht offen. Zuerst also noch die Morgentoilette, dann zum Baguette holen danach können wir unser Frühstück genießen. Später gehe ich zur Badeanlage, hier muss man auch leider rechtzeitig die Liegen mit Sonnendach belegen, sonst sind sie gleich weg. Ich hatte Glück es waren noch fünf Stück frei, eine Minute später kamen Jugendliche da waren dann alle Liegen weg. Später kam meine Gattin zum Pool und so verbrachten wir dann zwei Stunden im Bad. Es ist ziemlich warm heute, der Wind bläst in etwas höheren Lagen durch, wir bekommen davon aber wenig ab. Nach geraumer Zeit gehen wir zum Caravan zurück, hier haben wir mittlererweile Besuch von einer Zikade bekommen. Sie klebt an unserem Tritthocker, und hat sich wohl frisch gehäutet und ist noch ziemlich belämmert, das Schlüpfen ist schon anstrengend. Nach ein paar Portrait-Aufnahmen von ihr, haben wir der Zikade ein schattiges Plätzchen geschaffen. Wo sie sich ein paar Stunden aufgehalten hat, ihr Entwicklungs-Stadium war von Glasig Grün bis später ein dunkles Braun.


Nach ein paar Stunden ist sie ohne sich zu verabschieden, einfach weggeflogen.
Frankreich ohne seine Zikaden, es ist nicht vorstellbar. In all den Jahren wo wir das Land besucht haben, war das unüberhörbare Singen dieser Insekten allgegenwärtig. Und es hat Jahre gedauert bis wir das erste Insekt sehen konnten. Hier an der Cote dÀzur konnten wir mehrmals eine Enthäutung dieser Tiere aus nächster Nähe erleben.

Im Moment schreibe ich an meinem Reisebericht, wir wollen aber gleich zum Pool zurück gehen. Und vielleicht ein paar Runden schwimmen, bevor es einen Kaffee gibt. Danach gehen wir nochmals für eine weitere Stunde zum Pool zurück. Die nette Badelandschaft ist heute sehr gut besucht, es ist natürlich auch sehr warm heute. Etwa 27° warm, die Sonne brennt gnadenlos vom Himmel, gut dass es hier auch Liegen mit Sonnenschutz gibt, die dem Kopf Schatten geben. Gegen 17:00 gehen wir dann endgültig zum Stellplatz zurück, heute Abend gibt es Goulasch mit Semmelknödl und dazu ein/zwei Gläser kühles Weizenbier. Unsere letzte Zikade hat uns leider auch schon verlassen. Um 22:30 gehen wir dann in den Caravan zum Schlafen, das ist so unsere Zeit. An die 15 Stunden sind wir hier im Freien und in der frischen Luft, in welcher Urlaubsart gibt es schon so was. Hier an diesem Stellplatz haben wir fast den ganzen Tag Sonne, so daß wir die Markise teilweise weit nach unten stellen müssen, um vor der Sonne geschützt zu sein.
Die Temperatur lag heute bei ca. 27° und sehr viel Sonne

Samstag, den 20.06.2015

Es ist 7:30 Zeit zum aufstehen, wir wollen weiterfahren zu unserem nächsten Etappen-ziel in der Provence. Es gibt noch einiges für die Abfahrt zum Vorbereiten, wir haben schon gestern Abend unsere Markise eingerollt. Die Toilette entleert und Wasser aufgefüllt. Gestern Abend hatte ich leider vergessen die Caravan- Spiegel noch ans Auto zu montieren. Unseren Tisch und die Stühle haben wir aber mit Absicht draußen gelassen, wir wollen ja noch am Morgen in der Sonne frühstücken. Als wir dann den Caravan vom Auffahrkeil herunter fahren, sehen wir das ganze Dilemma. Der Caravan stand mit dem Reifen direkt auf einem Ameisennest, was wir bei der Anreise gar nicht bemerkt hatten. Daher auch die vielen Ameisen im Wohnwagen. Mit einem Besen kehre ich die noch sichtbaren Ameisen vom Caravan herunter. Und der Auffahrtkeil und die Unterleghölzer werden an einem Wasserhahn ausführlich gereinigt, sie sind voll mit Ameisen.
So wird es halt doch 8:30 bis wir endlich starten können. Nachdem wir bei der Herfahrt Probleme hatten diesen Campingplatz zu finden, habe ich bei einem Platznachbarn nachgefragt, der schon öfters hier gewesen ist. Er erklärte mir einen schnellen Zugang zur Autobahn, was sich im Nachhinein bestätigte.

Wir fahren heute nach Nordwesten in die Provence bei Fontaine de Vaucluse auf den Campingplatz Couteliere, er liegt direkt an einem kleinen Fluß der Sorgue und ist nicht weit von seiner Quelle entfernt. Die Fahrt verläuft gut es sind ja nur etwa 150 Kilometer bis hierher. Aber wir brauchen trotz allem mit einer kleinen Pause ca. 3 Stunden. Was leider etwas nervt, es gibt in diesen 150 km an die 5 Maut-Stellen zum Bezahlen oder eine neue Vignette ziehen, das kostet Zeit und auch Geld.
Um 11:50 sind wir hier am Campingplatz angekommen, wir sind das erste Mal auf diesem Platz. Er macht optisch einen sehr guten Eindruck, nette Stellplätze, und die Poolanlage ist klein aber recht hübsch. Die Sanitär-Anlagen sind das Beste was wir in diesem Jahr bisher gesehen haben. Der ganze Campingplatz ist mit Holländer und Belgiern belegt, nur ein/zwei deutsche Camper sind hier am Platz, mal sehen wie es uns hier gefällt.

Zum Abendessen beschließen wir uns eine Pizza in der kleinen Bistro neben der Rezeption zu holen, hier backt der Platzchef am Abend bestellte Pizzen, es gibt auch Pommes und andere Kleinigkeiten zum Kaufen. Aber das hätten wir auch leichter nicht getan, die Größe der Pizza war ok, der Rand dagegen hat sehr viel Feuer abbekommen, es gibt viele Rußige Stellen und den Mozzarella-Käse hat der Pizza-bäcker in riesigen Stücken auf der Pizza verteilt. Die Gesamtnote ist schlecht: wir sind halt in Frankreich, da darf man keine gute Pizza erwarten. Der Mistral hat uns dann später noch überrascht mit einer gewaltigen Stärke, wir mußten in den Windschatten unseres Autos fliehen. Anders war es nicht mehr möglich draußen zu sitzen, es wurde auch empfindlich kühl. Für zwei Gläser Weizenbier hat es aber doch gereicht, gegen 22:00 sind wir ins Bett.
Die Temperatur betrug heute ca. 27° und viel Sonne und später mit sehr viel Wind.

Sonntag, den 21.06.2015

Für heute Morgen haben wir ein Baguette und Croissants in der Rezeption bestellt. Der Mistral hat uns wieder verlassen, wir haben einen strahlend blauen Himmel, kein einziges Wölkchen zu sehen. So schmeckt das Frühstück gleich noch mal so gut.

Heute ist Markttag und auch Trödelmarkt in Isle-sur-Sorgue da wollen wir unbedingt hin. Gegen 10:00 fahren wir los und am Ortseingang auf dem Parkplatz vom Super U einem Supermarkt stellen wir unser Auto ab. Es sind einige hundert Meter bis ins Zentrum hinein zu laufen, aber das macht nichts, weiter im Zentrum bekommt man sowieso keinen Parkplatz. Der Markt hier ist sehr groß, der größte in der ganzen Gegend, dazu kommt noch der Trödelmarkt, der Überregional bekannt ist. Für Hermine haben wir einen Sonnenhut gekauft, für meine kaputte Armbanduhr einen Ersatz und ein paar neue Sandalen. Alles für wenig Geld. So streifen wir an den vielen Verkaufständen entlang der Sorgue vorbei.

Kurz nach halb Eins sind wir zum Auto zurück und auf den Campingplatz gefahren. Nach einer Mittagspause und nachdem wir die Reste von der gestrigen Pizza verspeist haben, sind wir zum Pool gegangen. Gegen halb Vier sind wir die paar Meter zum Caravan zurück um dort einen Cappuccino zu trinken und Kuchen zu essen. Etwas später sind wir noch nach Fontaine-de-Vaucluse um hier die Quelle der Sorgue zu besuchen. Wir waren zwar schon mehrmals hier, aber es ist immer wieder schön. Nachdem wir die obligatorischen 4 Euro Parkplatzgebühren bezahlt haben, gehen wir den schattigen Weg am Fluß entlang bis hinauf zur Quelle, die unterhalb einer 230 Meter hohen Steilwand liegt. Es sind trotz der späten Nachmittagstunden noch immer sehr viele Touristen hier. Wie immer natürlich auch viele Asiaten (Chinesen, Japaner). Am Ende des Weges ist eine Absperrung, die man eigentlich nicht überklettern sollte. Einige halten sich nicht an diese Regel, wir auch nicht. Nachdem die Absperrung überwunden ist geht es ca.30 Meter über ein Geröllfeld nach unten. Der Höllenschlund oder das große Loch hat heute sehr wenig Wasser, man kann heute sehr weit nach unten klettern.

Man sollte aber dabei nicht vergessen in diesem Schlund geht es tief in den Berg hinein, bis in 300 Meter Tiefe wurde schon mit einem Tauchroboter getaucht, weiter kam man nicht. Aber die Sorgue hat heute trotzdem viel Wasser, es drückt aus vielen unsichtbaren Löchern Wasser ins Flussbett, das Felsgestein hat mehr Löcher als ein Schweizer Käse. Es wird vermutet dass der unterirdische See eine Größe von 1100 Quadratkilometer hat, das entspricht etwa unserem Landkreis Unterallgäu.

Nach der Besichtigung des Quelltopfes gehen wir wieder den Weg nach unten, gleich hier am Ortsende befindet sich die alte Papiermühle. Sie wird mit dem Wasser der Sorgue betrieben. (Hier nach ca. 200-300 Metern nach der Quelle ist die Sorgue schon ein stattliches Flüßchen geworden). Danach suchen wir einen kleinen Andenkenladen am Wegesrand auf, hier haben wir die ganzen vergangenen Jahre ein paar schöne Souveniers gekauft.
Nach eineinhalb Stunden fahren wir zurück zum Campingplatz. Bald darauf gibt es Abendessen, heute mit Putenfleisch und Bratkartoffeln sowie Gurkenscheiben. Zum Feierabend gibt es noch ein paar Gläser Weizenbier und Wein. Wir sind bis heute schon etwas länger als eine Woche unterwegs, und haben schon soviel erlebt wie nie zuvor.

Die Temperatur betrug heute ca. 28° und viel Sonne

Montag, den 22.06.2015

Kurz nach 8:00 Morgens sind wir aus den Federn, wir haben heute viel vor. Als erstes zu dem Bergdorf Gordes fahren, dann weiter nach dem Ockerstädtchen Rossillon. Und später noch Lacoste auf der anderen Seite der D900 am Nördlichen Rand des Luberon-Gebirges, packen wir es an. Nach unserm Frühstück es ist schon 10:00 geworden starten wir Richtung Gordes, wir fahren über kleine Landstraßen und Dörfer. Hier sieht man das meiste vom Land, nach kurzer Zeit sind wir in Gordes angekommen. Zuerst ein Ausblick von der Serpentinstraße auf das gegenüber liegende Bergdorf Gordes, ein Traumausblick. Danach fahren wir weiter ins Zentrum des Ortes, um das Verkehrs-chaos im Ort zu bändigen sind heute ein paar Männer von der Gemeinde mit Sprechfunkgeräten abgestellt. Die Straßen sind hier sehr eng, ein Lieferwagen an der Straßenseite abgestellt und schon stockt der ganze Verkehr. Es lässt sich aber auch kaum vermeiden, und ist nur mit Verkehrsteuerung zu kontrollieren. Am nördlichen Ausgang des Ortes finden wir einen Parkplatz: 3 Euro wollen sie dafür, umsonst gibt es in Frankreich kaum noch Parkplätze. Aber dafür sind die Autobahnen und auch viele Nationalstraßen vorbildlich.
Wir schlendern durch die engen Gassen, vor 30 Jahren war der Ort noch verlassen und wurde erst durch Künstler wieder belebt. Im Zentrum steht ein Chateau das aus dem 11. Jahrhundert stammt, irgendwann zerstört wurde, und im 15. Jahrhundert im Stil der Renaissance wieder aufgebaut. Heute befindet sich hier ein Kunstmuseum und es gibt regelmäßige Bildausstellungen im Schloß. Über steile Gassen mit ausgewaschenem Steinpflaster geht es nach unten, von hier hat man eine wunderbar Aussicht auf das Gebirge des Luberon`s. Auch hier kann man viele Asiaten finden die in Gruppen in einem Kleinbus die verschiedenen Orte des Vaucluses besuchen (In 3 Wochen durch Europa).

Den uns bekannten Campingplatz La Source zu besuchen ersparen wir uns heute, er ist zu eng, und die Zufahrt wäre zu steil für unsern großen Caravan. Nach einer Stunde fahren wir weiter über die D4 eine kleine Landstraße weiter nach Roussillion, kurz vor dem kleinen Ort sehen wir zwei wunderschöne Lavendelfelder die in voller Blüte stehen. Wir halten kurz an um ein paar Bilder zu machen. Im Anschluß wollen wir die Ockersteinbrüche gleich am anderen Ende des Ortes besuchen.

Roussillon ist schon seit der Römerzeit durch seine Ockerhaltige rote Erde bekannt, mit der sie Ihre Togas und Tunikas eingefärbt haben. Und war bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts Zentrum des Ockerabbaus, der noch bis 1930 betrieben wurde. Zur Besichtigung gibt es auch eine kleine Farbenfabrik. Der Eingang zum Sentier des Ocres, dem Ockerlehrpfad liegt direkt am Ortsrand. Die Felsen leuchten in allen nur erdenklichen Farben. Von Hellgelb bis Dunkelkarmin erstrahlen die Felsen in warmen Tönen.

Zwei Euro für den Rundweg ist vollkommen in Ordnung, am Anfang des Rundweges sind meiner Meinung die schönsten Ockerfelsen, sie sind wirklich toll. Man sollte bei dieser Wanderung natürlich nicht die besten Schuhe oder Hosen anhaben, nach unserem Rundgang von etwa 45 Minuten sind die Schuhe von einer dünnen, ocker-farbenen Staubschicht überzogen.

Anschließend machen wir noch einen Spaziergang durch den hübschen Ort mit seinen etwa 1300 Einwohnern und engen Gassen. Es gibt hier malerische Cafes die zum Verweilen einladen. Am Abend gibt es dann eine hervorragende Französische Küche und einen wunderbaren Wein der Region (Côtes du Ventoux).
Wir fahren aber ein paar Kilometer weiter bis zum Dorf Lacoste das von einer wieder in Stand gesetzten Burgruine überragt wird. Der kleine Ort ist nicht so populär wie die anderen Dörfer des Luberon, hat aber eine sehr steile Stadtsiedlung mit vielen kleinen Häuschen Die meisten Häuser sind aus unverputzten hellem Kalkstein gemauert und die Wege sind mit sehr grobem Kopfsteinplaster ausgelegt. Spaziert man durch die engen Gassen, die sich in engen Schleifen den Hang hinauf schlängeln, so fühlt man sich schon um Jahrhunderte zurück versetzt. Oben angekommen stehen wir vor der Burgruine des Marquise de Sade der im 18. Jahrhundert hier gelebt hat. In das Schloß selber sind wir nicht hinein gegangen. Auf der Plattform vor dem Eingang stehen zwei Skulpturen, eine davon zeigt den Marquise de Sade. In der Nähe des Schloßeinganges ist mir ein Malheur passiert. Mit meinen neuen Sandalen, die ich erst in Isle-sur-Sorgue gekauft habe bin ich in die Hinterlassenschaft eines Hundes getreten. Das ganze Schuhprofil war voll davon.

Seit 2001 ist die Ruine im Privatbesitz des Modeschöpfers Pierre Cardin, der sie und mehrere Häuser im Dorf gekauft und saniert hat. Pierre Cardin und andere Künstler haben das Dorf übernommen und zu einem Hort der Internationalen Kunst gemacht, was den übriggebliebenen Bewohnern nicht sonderlich gefällt.

Nachdem wir das Plateau des Chateau besucht haben, und die schöne Aussicht auf die Umgebung geniesen konnten, (Auch der Berg der Götter – Mount Ventoux war von hier gut zu erkennen) machen wir uns wieder auf die Heimreise zum Campingplatz. Auf dem Parkplatz angekommen, wollte ich noch meine Sandalen reinigen, aber die ganze Hinterlassenschaft des Hundes war getrocknet und zum größten Teil schon abgefallen.
Wir haben heute ca. 60 km zurück gelegt. Ein schöner Ausflug mit viel Historie. Am Campingplatz zurück, trinken wir erstmals einen Cappuccino und gehen danach die paar Schritte an die Sorgue. Direkt beim Campingplatz gibt’s eine kleine Insel die von der Sorgue umspült wird, hier gibt es eine Sitzbank zum Verweilen. Mit etwas Glück kommen heute noch ein paar Kanufahrer die eine kleine Paddeltour auf dem Fluß machen vorbei.

Zum Abendessen gibt es heute Nudelsalat mit Eier und Speck und danach darf ich noch unser Geschirr spülen. Zuvor haben wir aber noch eine Zikade im Puppenstadium bei uns auf dem Stellplatz gefunden, ich lege sie auf das kleine Tischchen nachdem ich gesehen habe, dass sie noch nicht ausgeschlüpft ist. Eine halbe Stunde später schlüpft sie tatsächlich, und wieder gibt es ein paar Portraitaufnahmen von Ihr.
Die Temperatur betrug heute ca. 31° mit sehr viel Sonne.

Dienstag, den 23.06.2015

Heute wollen wir unsere Reise fortsetzen und nach St. Remy-de-Provence fahren auf den Campingplatz Monplasir, auf den wir uns seit dem letzten Jahr schon wieder freuen. Wir sind um halb Acht aufgestanden, ein schönes Frühstück gemacht, Der Himmel war erstmals bedeckt man könnte meinen es sei gewittrig. Nach einer Stunde war aber alles wieder vorbei, der Himmel so blau wie auch sonst immer. Nach dem üblichen Abbau wie Caravanstützen hoch, Wäschespinne runter und Autospiegel wieder an den Hyundai anbauen konnten wir um 9:50 den Campingplatz Couteliere an der Sorgue verlassen. Wir werden eine gute Erinnerung an ihn behalten, es ist sicher nicht das letzte Mal das wir hier sind. Nach Saint Remys…. sind es normal an die 45 km, und wenn alles klappt sind wir in einer Stunde am Ziel. Für Laien wird es eine lange Zeit sein aber wir müssen durch Cavaillon, so eine Stadt hat immer Ihre Tücken. Dann die Nationalstrasse D99 nach St. Remys…. wird meist mit 50 bis 80 Stundenkilometern befahren. Nach einer kleinen Umleitung sind wir dann doch um 10:50 am Camping Monplasir angekommen. Wir haben Glück oder Pech wie man es nimmt der Platz ist voll bis auf zwei Stellplätze, die uns angeboten werden. Schon gar nicht die Wunsch-plätze die wir uns daheim im Internet ausgesucht hatten. Beide Stellplätze sind groß was wir ja auch so wollen. Unser Stellplatz den wir uns dann ausgewählt haben ist ganz hinten am Ende des Campingplatzes, aber was hilfts das Sanitärgebäude ist aber recht nett. In einer Stunde haben wir alles aufgebaut sogar schon mit Markise, es ist schon wahnsinnig heiß heute, da wollen wir wenigstens Schatten am Caravan. Anschließend gibt es eine kurze Brotzeit, die Reste noch vom gestrigen Nudelsalat das schmeckt gerade. Dann ruhen wir uns mal aus, bevor wir später zum Pool gehen. Das Wasser ist herrlich kühl, so richtig für heiße Tage, wir haben so etwa 32°. Ich habe in einer Broschüre von der Rezeption gelesen dass heute Abend um 19:30 im Ort ein Künstlermarkt stattfindet. Den wollen wir unbedingt besuchen. Ich habe richtig gelesen, mein Französisch ist wohl nicht ganz schlecht, er findet Tatsächlich statt.

Bevor wir aber gehen machen wir noch eine Sturmsicherung an unserer Markise fest, der Mistral (Starker Wind) deutet sich an. Nach etwa einer Stunde sind wir wieder am Caravan zurück, dann gibt es ein spätes Abendessen. Der Mistral bläst immer wieder in starken Böjen das geht dann auch die halbe Nacht durch.
Die Temperatur betrug heute ca. 31° und sehr viel Sonne.

Ein Wort zu St. Remy-de-Provence: Sie ist eine Kleinstadt mit etwa 10000 Einwohner und etwa 20 Kilometer südlich von Avignon am Fuße der Alpilles. Sie ist die Geburtstadt von Michel de Nostredame (Nostradamus) der hier 1503 geboren ist.
Ferner lebte in den 90er Jahren Caroline von Monaco mit Ihren Kindern nach dem Tod ihres ersten Ehemannes einige Jahre in dem beschaulichen Ort.

Mittwoch, den 24.06.2015

Heute Morgen ist Markt in St. Remy-de-Provence, da wollen wir auch hin. Nach einem geruhsamen Frühstück gehen wir Richtung Rezeption. Durch die geöffnetete Tür sehen wir Silvie die uns seit ein paar Jahren bekannt ist an der Empfangstheke stehen. Sie spricht ein ausgezeichnetes Deutsch und wir unterhalten uns ein Weilchen , sie übersetzt gleich an Ihre Chefin weiter. Danach gehen wir weiter zum Markt. Dieser Verbrauchermarkt ist sehr groß für eine so kleine Stadt mehr als 100 Stände gibt es hier. Von Textilwaren, Korbwaren und Porzellan usw. weiter im Zentrum ist dann der Naturalienmarkt mit allem was man Essen kann, Käse, Würste, Oliven und hochwertige Olivenöle sowie Honig aus Lavendel oder Heide in allen Geschmacksrichtungen. Marmeladen aus allen möglichen Früchte, alles erdenkliche Obst oder auch frischen Fisch und sonstige Meeresfrüchte. Wir schlendern als erstes durch den Plaza de la Republique, bevor wir zu den Naturalien gehen. Meistens besuchen wir den gleichen Stand, hier gibt es Salami in vielen Geschmacksrichtungen, von Natur, Olive, Nuß und Pilzen. Davon kaufen wir zwei Bund der ausgesuchten Salamis. Danach besuchen wir noch einen großen Olivenstand, hier gibt es ein Exellentes Olivenöl das wir für unsere Tochter mitnehmen.

Zum Abschluß schlendern wir durch die netten Gassen der Stadt, an einem kleinen Platz sehen wir vier Straßenmusiker mit ihren Instrumenten spielen.

Nachdem wir für unsere Lieben daheim eingekauft haben und einen doch erheblichen Betrag dafür ausgegeben haben, gehen wir jetzt wieder zum Campingplatz zurück. Im Anschluß gibt’s noch eine kleine Brotzeit mit allem was unsere Küche hergibt. Gegen 15:00 gehen wir noch zum Pool um eine Runde zu Schwimmen, das Wasser ist angenehm Kühl oder Warm ??.
Heute Abend soll es Fleisch auf dem Grill geben. Nachdem wir am Campingplatz am Meer große Probleme mit unserm Grill hatten, baue ich den Elektro-Grill erstmals auseinander und siehe da. Er ist wirklich kaputt, man sieht auf den ersten Blick einige verschmorte Kabel, da ist nichts mehr zu machen. Ich werfe ihn gleich anschließend in den Schrottmüll vom Campingplatz. Wir probieren unser Grillgut in der Pfanne zu braten, es funktioniert gut – Gott Sei Dank. Und das Essen schmeckt, was will man mehr.
Die Temperatur betrug heute ca. 30° und sehr viel Sonne.

Donnerstag, den 25.06.2015

Guten Morgen Monplasir, als wir aus dem Caravan schauen ist ein strahlendes Blau am Himmel zu sehen, die Temperaturen liegen bei 19°. Auf der Wiese liegt ein leichter Tau, das erste Mal in diesem Urlaub. Während meine Gattin den Kaffeetisch bereitet, gehe ich zur Rezeption vor um ein Baguette und Croissant zu holen. Unser Frühstückstisch kann sich durchaus sehen lassen, von diversen Marmeladen, Honig, neuerdings haben wir sogar einen Lavendelhonig, Käse und gekochte Eier. Wirklich an Gewicht zu verlieren fällt hier im Urlaub schon schwer.
Auf unseren Routen hier in Frankreich schauen wir uns immer wieder neue Camping-plätze an, auch bei Orten wo wir uns öfters aufhalten. Als Beispiel 20 Jahre auf dem gleichen Campingplatz seinen Urlaub verbringen, wie es manche Leute machen ist uns ein Graus. Heute Vormittag schauen wir uns noch zwei Campingplätze als Alternative zum Ca. Monplasir (der uns wahnsinnig gut gefällt) an, einer liegt hier in St. Remy und der zweite in Orgon das ist bei Cavaillon also ca. 25 km von hier. Mit den GPS-Daten gefüttert findet unser Navi schnell den Platz hier vor Ort (Parc de la Bastide). Wir fahren mit dem Auto hinein, eine Rezeption ist nicht zu erkennen, dafür ein Gebäude das noch im Rohbau steht. Gleich dahinter ist ein Swimmingpool, den Weg an der Wiese entlang sind vereinzelne Stellplätze mit Caravans zu erkennen. Die Stellplätze als solche sind nicht schlecht, aber der ganze Platz ist nicht wirklich als Campingplatz zu erkennen, und soviel Ruhe wollen wir wirklich nicht. Und wegen 10 Euros weniger am Tag auf solchen einen Platz zu gehen, muß auch nicht sein.
Wir fahren also schnell weiter, zuerst auf der Hauptstrasse in Richtung Cavaillon dann an der Kapelle Sainte Sixte vorbei nach Orgon. Der Ort selber hat schon mal gar keinen Flair verglichen mit St. Remy,…, das Navi führt uns wieder aus dem Ort hinaus Richtung Süden. Nach ein paar Kilometern kommen wir in einem engen Talkessel an, Ringsum die wunderschöne Berge der Alpilles die den Campingplatz Domaine de la Vallée Heureuse umrahmen.

Der Platz hat eine traumhafte Lage, wir haben bestimmt eine Stunde in dem Platz verbracht und alles genau angeschaut, das für und wieder miteinander abgewogen. Manche Wege sind zu eng für unsern Caravan aber als Stellpätze kommen leider sowieso nur die im vorderen Teil in Frage wegen der Stellflächengröße. Der Camping-platz ist auf jeden Fall etwas für Ruhe suchende Camper die zum Wandern gehen und danach ein Buch vor ihrem Caravan oder einem kleinen Wohnmobil lesen. Desweiteren der Campingplatz liegt in einem sehr schmalen Tal, je nach Stellplatz bekommt man wohl nicht mehr als 3 Stunden lang Sonne ab. Mehr als drei Tage würde ich nicht auf diesem Platz verbringen möchten. Weiter muss man sich auch überlegen, was für Aktivitäten man hier machen will. Weil er doch etwas Abseits von unseren Routen liegt. Die Bewertung des Platzes ist für uns sehr schwierig.

Wir fahren also wieder nach St. Remy zurück, noch mal schnell zum Auto waschen das schon einigen Schmutz auf unserer bisherigen Reise abbekommen hat. Es gibt eine kleine Autowerkstatt mit einer Waschanlage auf der Straße D571 in Richtung Avignon. Danach sind wir noch kurz in den Intermarche zum Einkaufen, ein paar Kleinigkeiten und auch Gemüse braucht man ja immer. Um 13:00 sind wir wieder am Platz zurück, Zeit für eine kleine Brotzeit ist immer. Später am Nachmittag schauen wir zum Pool, er ist gut besucht um diese Zeit.
Zum Abendessen gibt es heute eine Dorade mit Kartoffelpürree, auf dem Begleitzettel steht, sie kommt aus der Beringsee bei Alaska. Da sollte sie ja schmecken und dazu ein kühles Weissbier !. Schau mer mal, geschmeckt hat sie dann ausgezeichnet. Nach dem Essen folgt mein Part, mit unserem schmutzigen Geschirr geht es jetzt zum Spülen ins Waschhaus bzw. einem überdachten Sechseck mit 6 Spülbecken. Wie bei der Ankunft schon erwähnt ist unser Stellplatz fast ganz am Ende des Campingplatzes. Hier haben die Besitzer neue Toilettenhäuser mit den Kabinen sowie Wasch und Duschkabinen und zum Spülen dieses überdachte Häuschen aufgestellt.

Später sind wir noch zum Eingang bzw. Rezeption gegangen, hier haben wir einen alten Bekannten getroffen. Ihn kennen wir schon von unserem ersten Aufenthalt hier auf dem Platz und war unser Platznachbar. Er ist Franzose und stammt aus der Picardie, das ist eine Region die an die Nordsee und den Ärmelkanal angrenzt. Danach gehen wir in die Bibliothek des Campingplatzes, wo es freies Internet gibt, um ein paar Emails und Whatapps-Nachrichten zu lesen und zu Schreiben. Das braucht meist ne halbe Stunde bis wir zum Caravan zurück kehren, um dann ein bis zwei Weissbier zu trinken. Um 22:45 gehen wir dann ins Bett.
Die Temperatur betrug heute ca. 31° und sehr viel Sonne.

Freitag, den 26.06.2015

Um 8:00 Morgens sind wir aufgestanden, der Himmel hat leichte Schleierwolken, es soll aber trotzdem heute warm werden bis 32°. In der Rezeption hole ich noch ein frisches Baguette zum Frühstück, das auch heute mit den üblichen Beilagen ausgestattet ist. Kurz nach 10:00 fahren wir dann über die D27 das ist eine kleine Strasse die durch einen Wald und später über die Alpilles führt. Auf der Südseite der Alpilles angekommen, hat man eine wunderbare Aussicht auf Le Baux den kleinen Ort sowie auf die Festung der Herren von Le Baux.

Das Fürstenhaus Les Baux leitete seine Herkunft von einem der Heiligen Drei Könige, Balthasar ab, und führte deshalb den Stern von Betlehem in seinem Wappen. Hier wurden im Mittelalter grandiose Feste gefeiert, es konnte allerdings auch passieren dass missbillige Gäste vom Festungsfelsen gestürzt wurden. Es war eine sehr mächtige Familie die hier herrschte, bis Kardinal Richeleu bei Abwesenheit der Burgherren die Festung schleifen lies. Es gab so einige Exesse zu dieser Zeit im Süden Frankreichs, die Adligen hatten freie Hand bei Ihrem Tun (so auch der Marquis de Sade in Lacoste).
Nach dem Vertrag von Peronne 1641 wurde Les Baux sowie Saint Remy de Provence als Lehen dem Fürstenhaus von Monaco übergeben.

Bevor wir den Ort erreichen kommen wir am Carrieres de Lumieres einem gewaltigen unterirdischen Steinbruch vorbei.

Bildprojektionen: von Van Gogh; Marc Chagall; Pablo Picasso

In diesem Steinbruch gibt es die größte Multimedia-Einrichtung von Frankreich. Jedes Jahr werden hier einzigartige multimediale Ausstellungen durchgeführt, die sich den großen Namen der Kunstgeschichte widmen. Mit 70 Videoprojektoren und 70 Servern werden die Bilder auf einer Fläche von über 6000 m² auf den Stein projiziert.

Im Ort Le Baux scheint es heute ruhiger zu sein, wir mussten auch feststellen dass auch zwei Geschäfte, eines davon unser Lieblingsgeschäft aus irgendwelchen Gründen geschlossen waren. Zuerst wollten wir auf einer Terrasse die uns immer fasziniert hatte ein Glas Wein trinken und ein paar Crepes essen. Auf der Speisekarte am Eingang stehen auch Crepes, aber in Wirklichkeit gibt es hier keine, so gehen wir dann weiter. Unsere Crepes bekamen wir doch noch in einem Bistro mit Dachterrasse wo wir schon einige Jahre gegessen hatten.

Wir verbrachten hier einige Stunden in dem netten Dorf, und spazierten durch die Gassen, die Burg besuchten wir auch heute nicht.

Wenig später sind wir dann zum Auto zurück gegangen, das wir beim Steinbruch geparkt hatten. Alle Zufahrten nach Le Baux und die Parkplätze sind mit mehr als 200 Autos belegt. Über die D5 fahren wir zurück nach Saint-Remy zu unseren Camping-platz Monplasir. Nach einem Cappuccino trinken und Kuchen essen vor dem Caravan, gehen wir noch zum Pool zum Abkühlen und Entspannen.

Zum Abendessen gibt es heute noch Gulasch mit Semmelknödel, unser Abendessen schmeckt ausgezeichnet und dazu ein Glas Weizenbier. Nach dem Abspülen des Geschirres rollen wir die Markise ein und legen den Teppich zusammen. Auch unsere Caravan-Spiegel montiere ich noch ans Auto, dass wir morgen zeitig los fahren können. Nachdem wir mit allem fertig waren, es ist schon kurz vor halb Zehn Abends gehen wir zur Biblothek. Um im Internet Nachrichten und die weiteren Temperaturen für die nächsten Tage und auch etwaige Emails abzurufen. Nach einer halben Stunde gehen wir zurück zum Caravan, mit einem Glas Sangria und einem Rotwein den wir immer vom Campingplatz kaufen, beschließen wir den heutigen Abend.
Die Temperatur betrug heute ca. 32° und sehr viel Sonne.

Samstag, den 27.06.2015

Heute Morgen wollen wir weiter fahren an die Ardeche zum Camping RNC la Bastide unserem siebten Campingplatz unserer diesjährigen Frankreich-Tour, wir kennen ihn schon vom letzten Jahr her. Es ist ein sehr natürlicher Platz direkt am Fluß, wo viele Stellplätze wie in einem Park und unter Bäumen angelegt sind.
Aber noch sind wir in St. Remy, wir sind um 7:30 aufgestanden ein gutes Frühstück wie gewohnt. Danach zum Geschirr spülen auch wie gewohnt, anschließend habe ich unseren Caravan in Fahrtrichtung gedreht. Unsere Nachbarn, junge Leute aus der ehemaligen DDR fahren auch weiter, heute schauen sie konsequent auf die Seite, komische Leute.
Um 9:30 sind wir fertig und fahren vom Campingplatz Monplasir ab, die Temperatur liegt jetzt schon bei 28°. Heute Nacht haben wir sehr schlecht geschlafen, es war wahnsinnig heiß im Caravan und die Frösche quakten ununterbrochenim nahen Bach. Auch ein Grund zu gehen, hier standen wir voll in der Sonne. Bei durchschnittlich 30° kein Vergnügen. Die Route ist soweit bekannt, bis auf Avignon hier heißt es höllisch aufpassen. Einmal falsch abgebogen, kostet das gleich ne halbe Stunde. Aber es klappt heute sehr gut nach einer Stunde haben wir Avignon und seine Außenbezirke verlassen. Wir sind jetzt im Department Rossillon angekommen und fahren weiter ins Department Ardeche. Von St. Remy…. sind es ca. 110 km bis zum Camping Bastide, das heißt etwa 2 1/4 Stunden für diese Strecke, sie ist Landschaftlich sehr schön aber auch anspruchsvoll.

Ein paar Worte zur Ardeche: Sie entspringt im Centralmassiv und mündet nach 125 Kilometern bei Pont-Saint-Espirit in die Rhone. Gorges de l’Ardèche wird die große und wunderschöne Schlucht im letzten Drittel des Flusses Ardèche zwischen den Orten Vallon-Pont-d’Arc und Saint-Martin-d’Ardèche genannt.
Die Ardèche ist in den Sommermonaten ein sehr beliebtes Revier für den Kanusport mit Familien und sonstige Touristen. Im Frühjahr und im Herbst führt der Fluß sehr viel Wasser und eine starke Strömung, die für Amateure sehr gefährlich werden kann.

Punkt dreiviertel zwölf sind wir am Campingplatz angekommen, Wir bekommen gleich beim Anmelden in der Rezeption eine Liste der freien Stellplätze, unsere Lieblingsecke wussten wir ja schon, wo wir uns dann auch aufstellten. Nach einer kurzen Ruhepause gehen wir an den Fluß (Ardeche), und heute auch ins Wasser es war angenehm kühl. Nach einem Cappuccino vor dem Caravan gehen wir später noch zum Pool, der eine Erholung in dieser Hitze bot.

Sanitärhaus mit Spülküche

Zum Abendessen gibt es heute Putenschnitzel mit Erbsen/Karotten und Salat/Tomaten, es hat lecker geschmeckt. Am frühen Abend machten wir noch eine Runde über den Platz, bevor es ein gemütliches Feierabend Bier gab. Wie immer kurz vor 23:00 geht es dann in die Koje.
Die Temperatur betrug heute ca. 32° und mit viel Sonne.

Sonntag. den 28.06.2015

Es istkurz vor 8:00 Morgens als wir aufstehen, durch die Bäume kann man schon den blauen Himmel erkennen. Die Temperatur liegt bei 19°, unser Frühstück nehmen wir auf unserem Nachbargrundstück ein. Es wird schon von der Sonne bescheint, während unser Caravan noch ganz im Schatten liegt, was ja auch untertags seine Vorteile hat. Heute wollen wir ein paar Ausflüge in die Umgebung machen, zuerst geht es nach Balazuc. Es gehört zu den hundert schönsten Dörfern Frankreichs. Der kleine Ort liegt auf einer Anhöhe hoch über der Ardeche, weiter unten führt eine alte Steinbrücke über den Fluß. Wir haben heute Glück es sind schon einige Kanus unterwegs, denen man vom Dorf oben wie auch von der Brücke zuschauen kann, wie sie durch die einzelne Stromschnellen fahren müssen.

Dann fahren wir wieder nach Pradons zurück (Hier waren wir vor ein paar Jahren auf dem Campingplatz Les Coudoulets), am Ortseingang von Pradons geht es über eine Brücke zum Le Cirque de Gens wo sich die Ardeche in großartigen Windungen ihr Bett durch den Kalksteinfelsen gegraben hat. Auf einem Höhenweg begleiten wir den Fluß ein Weilchen, hier sind ein paar wunderbare Ausblicke auf den Fluß möglich. Dieses Naturwunder habe ich vor zwei Jahren durch Zufall entdeckt. Dort treffen wir eine Jugendgruppe beim Felsen klettern, ein paar Momente schauen wir Ihnen zu, bis der Leiter der Gruppe uns zum weitergehen auffordert.

Als nächstes geht es nach Labeaume, wir haben den Ort im letzten Jahr gesucht, mit einem ähnlichen Ort verwechselt (Pont-de-Labeaume) und durch Zufall doch noch gefunden. Wir müssen durch Ruoms fahren, auch hier wieder über eine Brücke die Ardeche überqueren. Der kleine Ort liegt über dem kleinen Flüsschen La Beaume. Die Lage hier ist ein Traum, der Fluß, die Felsen am Fluß und der kleine Ort so was von schön und natürlich ein blauer Himmel, so wie heute findet man selten. Wie gesagt die Temperatur liegt momentan bei 32°, so dass wir sogar ins kühle Wasser der La Beaume steigen. Später sitzen wir noch im Bistro le Sablas wo ich ein Crepes und meine Frau sich einen Bananensplit bestellt, beides schmeckt ausgezeichnet.

Am frühen Nachmittag kehren wir zu unserm Campingplatz zurück wo wir zwischenzeitlich Nachbarn bekommen haben. Es sind Belgier sie sind leider auch so unfreundlich wie die meisten die wir in diesem Urlaub schon gesehen haben. Schade das soll Europa sein, die Franzosen sind sehr freundlich, bei den Urlaubern aus den Benelux-Ländern kann man das leider nicht behapten.

Die Temperatur betrug heute ca. 33° und sehr viel Sonne.

Montag. den 29.06.2015

Ein neuer Tag beginnt, es ist 8:00 vorbei und heute fahren wir an der Ardeche entlang nach Osten bis zu einer wunderschönen Aussichtsplattform in luftiger Höhe. Von hier sieht man auf die Ardeche hinunter wie sie in Schleifen durch das Kalksteingebirge fließt. Man kann sogar bis Sampzon sehen, wo sich unser Campingplatz befindet. Wenige hundert Meter weiter liegt die Abzweigung nach St. Remeze wo eine kleine Straße nochmals in die Höhe führt.

Ein paar Kilometer vor dem Ort liegt ein Lavendel-Museum mit einem wunderschönen Lavendelfeld. Als erstes gehen wir in den Shop, wo sich auch der Eingang zum Museum befindet. Die meisten Souveniers haben etwas mit Lavendel zu tun, Seifen, Öle, Honig Duftsäckchen und andere Essenzen. Der Lavendel blüht dieses Jahr besonders schön, so eine ältere Lavendel-pflanze hat einen Durchmesser von über einem Meter und ein herrliches Blau. Mein Fotoapparat nimmt dieses Blau gar nicht richtig auf, schade (Man braucht dazu das richtige Licht, die Tageszeit spielt eine Rolle und natürlich auch der Sonnenstand). Hier verbringen wir etwa eine Stunde in dieser schönen Umgebung. Zum Schluß trinken wir in einem kleinen Bistro zwei Coca Colas.

Danach fahren wir wieder an die Ardeche zurück, besser gesagt zum Pont d`Arc. An einem großen Parkplatz stellen wir unser Auto ab, gehen über einen Trampelpfad zum Fluß hinunter. Hier verbringen wir immer wieder, wenn wir hier in der Gegend sind einen Badetag vor dem großen Felsenloch (Pont d`Arc) . Es gibt einige Meter weiter Fluß aufwärts ein paar nette Stromschnellen. Während der 20 Minuten wo ich hier an dieser Stelle stand, sind zwei Kanufahrer aus ihrem Boot gepflogen. Eine Frau versuchte ihrem Kanu hinterher zu schwimmen, die zweite hing an einem Stein und dachte wohl ihr Boot kommt zurück. Bei einem anderen Boot tauchte ein Mann immer wieder in so einem Strömungskanal, es schaute von hier so aus als ob er etwas verloren hätte. So verbrachten wir auch hier ein paar schöne Stunden, es wäre schade gewesen wenn wir nicht an den Pont d`Arc gefahren wären.

Um 15:00 sind wir wieder am Campingplatz zurück, nach so einem Tag schmeckt der Cappuccino noch mal so gut. Ins Schwimmbad gehen wir heute nicht mehr obwohl es heute so heiß war, wir waren ja am Pont d`Arc im Wasser. Zum Abendessen bekam ich heute eine Rinderleber mit Kartoffelpürree, meine Gattin eine mit Schinken umwickelte Wurst, beides schmeckte gut. Nach dem Essen und dem obligatorischen Spülen danach rollten wir unsere Markise auf. Und was so alles anfällt wenn man weiter fährt. Beim Bezahlen in der Rezeption erfuhren wir dass heute Abend am Fluß eine Strandparty stattfindet. So gingen wir um kurz nach 20:30 an den Fluß zur Party. Es gibt sogar ein Freibier, das hätte ich nie erwartet. Aber wenn man kein Wort versteht, ist keine Party toll, so dass wir bald wieder zum Caravan zurück gehen. Um 23:00 waren dann auch schon im Bett.
Die Temperatur betrug heute ca. 32° mit sehr viel Sonne.

Dienstag, den 30.06.2015

Heute Morgen fahren wir Richtung Norden nach Tournon-sur-Rhone zu unserem schon bekannten Camping Castelet. Um kurz vor 8:00 heißt es raus aus den Federn, so dass wir um fünf nach 9:00 schon den Ca.Bastide verlassen können.

Unsere Fahrt geht am Mittellauf der Ardeche am Örtchen Balazuc vorbei, dann später Richtung Villeneuve-de-Berg, hier in der Nähe bei Saint-Jean-le-Centenier wollen wir noch mal einen Campingplatz (Les Arches) anschauen. Der Ca-Platz war gar nicht gut zu finden und die Straße bis zur Einfahrt sehr eng, Drinnen im Platz war er eigentlich sehr nett und heimelig. Ob wir ihn aber jemals besuchen werden werden hängt immer von der jeweiligen Tour ab, die wir irgendwann machen. Der Rest unser Fahrt auf der D 102 geht reibunglos bis auf Montellimar da heißt es wieder aufpassen bis wir die Auffahrt zur Autobahn A7 erreichen. Von hier sind es dann vielleicht noch 60 km bis nach Tournon-sur-Rhone, unsern Campingplatz Castelet erreichen wir kurz vor 12:00 Mittags. Der Campingplatz Besitzer erkennt uns gleich wieder. Der Campingplatz ist im Moment gut belegt bzw. reserviert, er kann uns nur wenige Plätze zur Auswahl anbieten. Wir entscheiden uns für Platz Nr. 38 den wir bei unserm Ersten Besuch hier in 2013 belegt hatten.

Unsere Markise bauen wir sehr bald auf, obwohl unser Stellplatz sehr gut durch Bäume geschützt ist. Am späten Nachmittag gehen wir noch zum Pool, das Wasser ist zwar etwas kühl aber bei dieser Luft-Temperatur durchaus angenehm. So vergeht der restliche Tag und Abend sehr ruhig und angenehm. Zum Abendessen gibt es heut Gulasch und Semmelknödel mit einem Weizenbier. Kurz vor 23:00 gehen wir in die Koje, das ist unsere Standard Zeit in diesem Urlaub.
Die Temperatur betrug heute ca. 35° und sehr viel Sonne. Es ist der heißeste Tag in unserm diesjährigem Urlaub.

Mittwoch, den 01.07.2015

Guten Morgen, wir sind hier im äußersten Norden des Departements Ardeche angekommen, das tut der momentanen Temperatur keinen Abbruch wir haben jetzt 20° und sollen gegen Mittag schon 33° erreichen.
Nach dem Frühstück fahren wir noch nach Tournon-sur-Rhone hinein zum Tanken, beim Supermarket Leclert im Süden des Ortes ist der Sprit meist billig. Anschließend parken wir unser Auto im Centrum am Quai Farconnet unter den großen Platanen-bäumen und gehen über die Fußgängerbrücke nach Tain-Hermitage hinüber. Wir haben heute Glück im Verlauf unseres Spazierganges können wir zwei Rhone-Kreuzfahrtschiffe die Viking Buri hier in Tournon… und die S.S. Catherine in Tain-Hermitage angelegt haben, sehen. Beide Schiffe sind 135 Meter lang und haben zwischen 159 und 190 Gäste.

Dann geht es zurück zum Campingplatz, am Nachmittag gehen wir noch zur Rezeption um im Internet nach Emails und Nachrichten zu schauen. Nebenbei kaufen wir einige Portionen Kirschen für all unsere Lieben in Deutschland. Die Kirschen werden hier am Platz sehr günstig angeboten, als ob sie aus eigener Ernte wären, was auch nahe liegend wäre. Am späten Nachmittag gehen wir noch zum Pool um unsere Betriebstemperatur zu senken. Heute ist wieder unser letzter Tag hier im Ca. Castelet, morgen Früh geht es entgültig Richtung Heimat zurück. Es ist schon schade aber am Ende haben wir 22 Tage und mehr als 2700 km zurück gelegt.
Wenn am Abend die Temperatur zurück geht werden wir unsere Markise einziehen und die restliche Arbeit für unsere Abreise machen.
Die Temperatur betrug heute ca. 35° mit sehr viel Sonne.

Donnerstag, den 02.07.2015

Heute ist Heimreise der Weg führt uns entgültig nach Norden besser gesagt nach Nordosten. Um 7:15 Aufstehen, dann ein kleines Frühstück, Geschirr spülen und der Gang zu den Sanitärhäusern. Später dann den Caravan in Laufrichtung stellen, die Wege sind ja nicht so breit um alle Kurven ohne Beschädigung zu überstehen.

Nachdem wir die Rechnung bezahlt hatten und uns bei dem netten Campingbesitzer und seiner neuen Empfangsdame verabschiedet haben, verlassen wir um 10:10 den Campingplatz. Wir fahren über die alte Steinbrücke in Richtung Tournon-sur-Rhone, ohne uns ein neues Wohnmobil von (Chausson- Fabrik) mitzunehmen. Dann über die Rhonebrücke nach Tain-Hermitage und weiter über die N 7 Richtung Valence. Bei Romans-sur Isere erreichen wir die Autobahn von hier geht`s zügig voran. Um 12:30 erreichen wir die Tank-Raststätte in Seynod um nochmals unser Auto voll zu Tanken. Hier vertratschen wir uns noch mit einem Ehepaar aus Aalen. Die Durchfahrt durch Genf erfolgt reibungslos und nach etwa 1,5 Stunden sind wir in Estavayer-le-Lac am Neuenburger See angekommen. Nach kurzem Suchen erreichen wir um 15:10 den Campingplatz „ La Ferme de la Corbiere“. Für die Übernachtung möchten sie in diesem Jahr 36 Euro was eigentlich eine Frechheit ist, für die Leistung was dieser Platz bietet. La Ferme de la Corbiere ist eigentlich ein Jugendplatz mit Schlafplätzen und Aufenthaltsraum im Haupthaus, Hütten auf Pfählen, und ein paar Mobilhomes. Stellpätze für Caravans sind es meiner Schätzung nur etwa 10-12 Stück und ein paar Dauercamper sind auch da. Als besonderen Clou gibt es inmitten des benachtbarten Maisfeldes Pavillions für junge Paare zum Übernachten. Zum Geschirr spülen ist mitten auf unserer Wiese ein überdachtes Spülbecken vorhanden, in diesem Jahr gibt es sogar warmes Wasser zum Spülen. Im Haupthaus sind ein paar Toiletten sowie Duschen vorhanden, eigentlich zu wenig.
Aber was solls, meine Gattin meint das ist ihr es wert, sie möchte aus Sicherheits-gründen nicht mehr an der Raststätte Rose de la Broye übernachten. Hier hatten wir in den vergangenen Jahren neben LKWs immer wieder übernachtet, es war nicht immer eine ruhige Nacht. Dazu kommt daß die meisten LKWs aus Osteuropa gekommen sind, was unser Sicherheitsgefühl nicht erhöht. So verbringen wir den restlichen Nachmittag hier am Platz bei 35° Hitze. Auch den nahegelegenen See suchen wir selbstverständlich auf. Es ist auch Zeit an meinen Memoiren weiter zu schreiben bzw. Reisebericht. Aber zuerst gibt es noch einen Cappuccino und ein paar Kekse. Früh am Abend machen wir eine Brotzeit mit Leberkäse, Schinken und Bergkäse und was sonst noch vorhanden ist. Aber nach 21:00 müssen wir in den Caravan flüchten, nach dem die Dämmerung herein bricht stürzen sich vom nahen See die Schnaken auf uns, wir haben das ja schon im letzten Jahr hier erlebt.

Die Temperatur betrug heute ca. 35° und mit sehr viel Sonne, es war sehr warm beim Autofahren.

Freitag, den 03.07.2015

Es heißt früh aufstehen, wir wollen nach Hause. Zuerst unsere Morgentoilette, nach einem kurzen Frühstück kümmere ich mich um die technischen Sachen. Als erstes Autospiegel anbauen, Stromkabel abnehmen, Stützen am Caravan hochdrehen. Den Caravan in die richtige Richtung stellen und an den Hyundai anhängen, danach noch eine Lichterkontrolle.

Um 8:15 verlassen wir dann den Campingplatz am Neuenburger See (Lac de Neuchatel ) in Richtung Autobahn. Die Fahrt verläuft erstaunlich gut, die Uhrzeit unserer Abfahrt war anscheinend richtig, kurz vor 9:00 sind wir bei Bern. Kein Stau: die Reise geht weiter nach Zürich auch hier alles ruhig. Wir machen noch kurz eine Pause am Rasthof Forrenberg, auch hier ist alles Ruhig. Es ist mittlererweile kurz vor Mittag geworden, als wir in Hard bei Bregenz ankommen. Noch einmal günstig Tanken bei der Jet-Tankstelle, der Preis ist 1,19 € für den Liter Diesel. Danach geht es ins Centrum von Bregenz, wir brauchen ca. 40 Minuten durch die Stadt. Es ist halt Mittagszeit man merkt das schon, aber auch das geht vorbei. Die Fahrt durch den Tunnel erspare ich mir, wegen der paar Kilometer eine Maut zu bezahlen. Über die Landstraße 190 geht es weiter Richtung Lindau, hier können wir dann wieder auf die deutsche Autobahn fahren und nach einer Stunde, es ist jetzt 14:00, sind wir wieder in Ottobeuren angekommen.

Fazit: Das Resultat von unserem diesjährigen Urlaub, er war sehr schön, das Wetter war herrlich, unsere Tour war sehr anspruchsvoll und lang. Wir besuchten auf dieser Reise 9 Campingplätze in der Schweiz und im Süden Frankreichs. Wir haben sehr viel und schönes erlebt. Nicht alles sollte man mit einem Gespann unserer Größe wiederholen. Unser neuer Hyundai-Diesel hat sich bewährt, ohne seine starke Leistung wäre so angenehmes Fahren nicht möglich gewesen. Der Verbrauch liegt mit ca. 9,55 Liter Diesel für ein Gespann dieser Größe im akzeptablen Bereich. Ob sich diese Reise durch den Süden Frankreich noch weiter steigern läßt, ist fraglich.

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