Rhodos – September 2021

Vorwort: Nach langen Diskussionen ob, oder wohin wir noch in diesem Jahr fahren könnten, entschieden wir uns doch noch für einen Flug nach Rhodos und suchten uns dafür ein nettes Hotel aus. In den vergangenen Jahren fuhren wir mit unserem Caravan nach Bad Birnbach und verbrachten hier eine Woche auf dem Kur-Gutshof-Camping Arterhof. Aber durch die Corona-Auflagen, die eine Kontingentierung im Hallenbad sowie im Thermalbecken bedeuten würden, verzichten wir in diesem Jahr auf einen Aufenthalt auf diesem schönen Camping-platz. Im Vorfeld der Reise gab es verschiedene Formulare auszufüllen zb. Eine PLF Datei mit allen persöhnlichen Daten für die Einreise nach Griechenland, die als allererstes ausgefüllt und sogleich abgeschickt werden mußten (die PLF Datei muß in allerbestem Englisch ausgefüllt werden, das hat unsere Tochter Raphaela für uns gemacht). Laut Angabe im Internet bekommt man dann 24 Stunden vor dem Abflug einen Code zugesendet, ohne den man aber nicht ins Land einreisen darf.

Samstag, den 25. Sept. 2021

Heute im Laufe des Vormittages machen wir unsere Reisekoffer fertig, für unseren Flug auf die griechische Insel Rhodos. Wir hätten ab Mitternacht den Code für unsere Einreise bekommen sollen, leider warteten wir vergeblich auf diese Email. Es gibt eine Notfall-Nummer die man anrufen kann, aber am Wochenende ist ja leider niemand am Telefon zu erreichen. Ich durchforschte nochmals das Internet nach Informationen über die Einreise nach Griechenland. Durch Zufall fand ich eine Notiz darüber, dass ab Juni 2021 dieser Code unmittelbar nach der Beantragung verschickt werden soll. Und tatsächlich fand ich auf dem Formular, das kurze Zeit darauf mit einer Email zurück geschickt wurde einen Code aufgedruckt. Was ich natürlich immer noch nicht wusste, ob es auch dieser gesuchte Code war. Nach weiteren Suchen im Netz fand ich ein Musterbild dieses Formulars mit diesem Unique Code. Nun waren wir ziemlich sicher, dass unsere Einreise stattfinden konnte, wir werden das aber am Flughafen feststellen. Gestern hatte unsere Tochter Alexandra für uns noch einen Online-Check-in gemacht, sowas haben wir auch noch nie gemacht. Es war recht spannend die letzten Tage. Nachdem dies alles nun vorbereitet war, konnten wir entspannt in die letzten Stunden vor unserer Flugreise gehen. Nach vielen Jahren starten wir erstmals wieder vom Flughafen in Memmingen, unser Flug mit der Ryanair soll um 19:55 auf die Insel Rhodos starten. Kurz vor 17:40 werden wir von unserer Tochter Alexandra mit ihrem Auto abgeholt, bis zum Airport brauchen wir nur etwa 15 Minuten. So dass wir schon kurz nach 18:00 im Terminal sind, und gleich den Check-in machen, kurz darauf gehen wir durch die Schleuse in den Sicherheitsbereich.

Hier hat es wohl ein kleines Missverständnis gegeben, auf der Anzeigetafel im Vorraum stand Gate 5-6 im ersten Stock für unseren Abflug. Oben angekommen mussten wir feststellen, dass Gate 3 für uns zuständig war. An der Passkontrolle geht es wieder vorbei zurück ins Erdgeschoß zu Gate 3. Nur gut dass der Flughafen in Memmingen so übersichtlich ist. Mittlerweile ist es 19:45 geworden und wir sitzen im Flugzeug einer Boeing 737-800 von Ryanair. Dieses Flugzeug kann ca. 190 Passagiere befördern auf 33 Sitzreihen. Wir sitzen im Hinflug in Reihe 27 auf einem Fensterplatz A und B, also ziemlich weit hinten. Wenige Minuten später geht unser Flieger in die Luft. Bei Ryanair gibt es leider keine Bildschirme an der Decke oder in der Rückseite des Vordersitzes, wo man den Verlauf der Flugstrecke verfolgen könnte, und vom Fenster kann man nichts erkennen, da wir ja über den Wolken fliegen.

Flughafen Memmingen

Um 23:50 also kurz vor Mitternacht haben wir den Flughafen von Rhodos mit Namen Diagoras erreicht, sogar ein paar Minuten vor der angegebenen Zeit.

(der Flughafen Diagoras ist relativ groß und auch neuwertig die Auslastung lag in 2019 bei 5,5 Millionen Passagieren, nach meiner späteren Recherche zu Hause, stelle ich fest dass der Flughafen zu 75% der Fraport in Frankfurt gehört, und nur 25% gehören dem griechischen Staat.)

Die Abholung unserer Koffer vom Band ging dann relativ flott voran, als nächstes suchen wir eine Toilette auf, bevor wir die Kontakt-Agentur des Örtlichen Reisebüros aufsuchen. Beides funktionierte zügig und nun heißt es etwas warten, bis alle Passagiere für diese Agentur anwesend sind, und wir dann mit einem Kleinbus los fahren können. Etwa eine halbe Stunde dauert es bis wir komplett sind und es endlich los geht. So ca. 20 – 25 Personen sind wir, als wir los fahren. Unsere Fahrt geht nach Nordosten in Richtung Rhodos-Stadt, irgendwann bog der Bus dann nach rechts ab. Nach einer halben Stunde glaubte ich schon, als es wieder belebter wurde und wir an noch geöffneten Lokalen vorbei fuhren, schon in Faliraki zu sein. Es war leider ein Irrtum, nach ein paar weiteren Kilometern stellte ich fest, dass wir jetzt gerade an der Festungsmauer von Rhodos-Stadt entlang fahren. Unsere Fahrt geht weiter über den Mondänen Badeort Kallithea mit seinen schönen Hotels und seiner Therme. Der nächste größere Badeort ist dann Faliraki und hat ebenfalls schöne Hotels vorzu-weisen. Zwischenzeitlich haben wir immer wieder ein paar von unseren Fahrgästen vor ihren Hotels abgeladen. Nach etwa eineinhalb Stunden sind wir endlich in Kolymbia bei unserem Hotel Marianna Palace angekommen. Der erste Eindruck ist ganz gut, das Foyer ist hell-erleuchtet (wir haben 01:50) und der Nachtportier erwartet uns mit freundlicher Miene. Mit bruchstückartigen Englisch von beiden Seiten werden wir eingebucht. Die Touristensteuer von 3€ pro Zimmer und Nacht kassiert er gleich, danach zeigt er uns den Speisesaal der in einem angrenzenden Gebäude liegt. Auf dem Weg dahin kommen wir an der Poolbar vorbei, wo trotz der frühen Morgenstunde (02:10) noch eine Handvoll Gäste sitzen. Im Anschluss führt er uns zu unserem Zimmer das ebenfalls in einem anderen Gebäude liegt. Mit einer Chipkarte öffnet er die Türe und lässt uns eintreten. Das Zimmer und die Einrichtung sind tadellos und sehr ansprechend, auch das Bad ist Top mit einer begehbaren Dusche und schönen Fliesen und Waschbecken. Als nächstes öffne ich die verschlossenen Vorhänge um etwas frische Luft ins Zimmer zu lassen, wir haben eine Balkonbrüstung aus Glas. Und dahinter: statt der erwarteten Poollandschaft ein schmales Gartenstück mit Olivenbäumen. Danach eine Mauer und gleich dahinter eine Straße und auf der anderen Straßenseite ein Feld mit von der Hitze verdorrtem Gras. Wir sind schockiert, vom gebuchten Gartenblick hatten wir die immer gezeigte Pool-Landschaft erwartet. Wir gehen sofort in die Rezeption um unser Zimmer zu reklamieren, der Portier hat aber gerade neue Gäste bekommen die nach uns ange-kommen sind. Er sagt wir sollen gleich Morgen in aller Frühe bei der Tagesschicht reklamieren, und heute in diesem Zimmer schlafen. Wir gehen wieder zurück und machen uns Bettfertig.

Sonntag, den 26. Sept. 2021

Es ist kurz vor 7:30 als wir aufstehen, und als erstes nochmal einen Blick durch die Balkontüre machen, es bestätigt was wir heute Nacht gesehen haben. Wir packen unsere Sachen zusammen und gehen zur Rezeption zurück, hier hat inzwischen die Tagesschicht angefangen. Eine junge Frau empfängt uns und hört sich unser Anliegen an, sie gibt uns einen Schlüssel zum Zimmer 0210 in einem anderen Gebäude. Wir gehen hinüber und schauen uns das Zimmer an, die Einrichtung ist gleich gut wie im vorigen Zimmer wo wir heute Nacht geschlafen haben. Nur das Badezimmer ist eindeutig älter und in einem schlechteren Zustand. Vom Balkon kann man auf das Poolgelände schauen, die Aussicht ist nicht gerade super, aber man könnte damit leben. Nach einer kurzer Diskussion beschließen wir das Zimmer zu nehmen. Kurz nach 8 Uhr gehen zum Speisesaal, hier ist Maskenpflicht und nach dem Infektionsspray für die Hände, sind Plastikhandschuhe anzuziehen. Danach gehen wir hinein, der Speisesaal macht einen guten und sauberen Eindruck. Als erstes wählen wir einen Tisch aus, müssen aber feststellen dass die Klimaanlage eine große Rolle spielt. Danach holen wir uns eine Tasse Kaffee und ein Glas mit Orangensaft. Jetzt gehen wir auf Informationstour am Buffett entlang. Es gibt außer hartgekochten Eiern, Spiegeleiern und Rühreiern viele Sachen die unseren nicht allzu verwöhnten Magen belasten könnten. Er ist wohl eher für Osteuropäer gedacht, wir entschließen uns für ein einfaches Frühstück mit Toast und Brötchen. Das Toastbrot zu Rösten gelingt mir heute nicht ganz, als ich es aus dem Toaster nehme ist es noch immer sehr weich. Ich denke es ist eine Frage der eingestellten Zeit, morgen werde ich das bestimmt besser machen. Zum Toast nehme ich mir ein paar Scheiben mit Käse (Edamer oder Gouda) aus dem Kühlfach mit, der sich im Nachhinein als vorzüglich erweist, weiterhin nehme ich noch eine Schale mit Erdbeermarmelade an den Tisch. Danach hole ich nochmal eine Tasse Kaffee-Crema, der nicht schlecht schmeckt. Zum Abschluss des Frühstücks gibt es dann noch eine Schale mit Pfirsich und Ananaskompott. Meine Frau wählt eine etwas luxuriösere Mahlzeit für sich aus.

Es ist mittlerweile schon 9:30 geworden, als wir auf unser Zimmer gehen, um unsere Morgentoilette zu vervollständigen. Nachdem wir auch dieses erledigt haben und Badekleidung angezogen haben gehen wir zum Pool. Von zu Hause haben wir unsere Badetücher mitgenommen, nachdem in der Beschreibung vom Hotel nichts darüber erwähnt wurde. Die nette Poolanlage ist mittlerweile gut gefüllt, unter einem Olivenbaum finden wir aber noch zwei freie Badeliegen. Der Schatten unter den niedrigen Bäumen ist wie geschaffen für uns, da wir seit Juni keine Sonne genießen konnten. So verbringen wir die nächsten drei Stunden unter dem Olivenbaum der voll mit Früchten ist. Sie sind noch nicht allzu groß, so ca. 6-7 Millimeter lang, aber es sind dafür sehr viele.

So gegen 13:15 ziehen wir wieder unsere Shorts an, und gehen an der Poolbar (sie ist übrigens seit 11:00 geöffnet) vorbei zum Restaurant. Am Eingang hängt ein Desinfektions-spray mit dem man die Hände einsprühen soll, und danach ein Körbchen mit hauchdünnen Plastikhandschuhen, selbstredend tragen wir unsere Masken auf den Verkehrswegen im Restaurant. In den Wärmeschalen liegen meistens Nudeln, Kartoffeln, Pommes oder Lasagne, bei Fleisch gibt es Schweinefleisch oder Rind aber auch Fisch. Die Fleischstücke sind leider nicht sauber ausgenommen, hier hängen meistens noch irgendwelche Hautfetzen daran. Sowas stört mich ungemein, da ich ein etwas heikler Esser bin. Natürlich gibt es jede Menge Salate in allen Schattierungen. Zum Trinken holen wir uns ein Glas Rotwein der ganz ausgezeichnet schmeckt. Nach unserem Mittagessen gehen wir noch kurz aufs Zimmer, meine Gattin möchte unbedingt zum Strand gehen, entweder einen Spaziergang machen oder am Strand ein Stündchen liegen. Wir wissen aber noch gar nicht wohin es zum Strand geht, wir fragen in der Rezeption nach, die nette Mitarbeiterin gibt uns eine Zeichnung über die nächste Umgebung inklusive dem Strand. Hier in Kolymbia sind die meisten Straßenschilder aber gar nicht vorhanden. Man kann also nur raten welche der Straßen auf dem Plan man benutzen soll. Das klappt trotz allem im Nachhinein aber relativ gut, wir kommen auf jeden Fall am Strand an. Auf dem Weg dahin und auch hier am Strand sehen wir viele große Hotels. Der Strand ist meiner Schätzung nach etwa 1 – 1,5 Kilometer lang und mit zum Teil sehr großen Steinen bedeckt, eigentlich schade. Oberhalb von der Strandfläche gibt es teilweise einen schmalen Fußgänger-Promenadenweg der an ein paar Hotel Grünflächen vorbei führt. Hier gehen wir erstmals entlang bis auch dieser Weg endet und wir wieder zum Kiesstrand hinunter müssen. Das Laufen über das tiefe Kiesbett ist für uns nicht sonderlich toll und angenehm. Der Strand ist etwa zur Hälfte mit Badeliegen von einzelnen Hotels bestückt und teilweise auch von Urlaubern belegt.

Wir wollen nach einiger Zeit wieder zurück zu unserem Hotel gehen, aber nicht mehr auf dem gleichen Weg wie wir hergekommen sind. Bei einem Hotel, dem Lutania Beach versuchen wir eine Durchgang zu finden, leider ergebnislos wie es sich zeigt. Wir gehen einen steilen Weg hinauf über eine Grünfläche, an den Hotelpools vorbei, ebenso an einem Restaurant. Jetzt geht es ins Hotel hinein, wir sehen hier Hinweis-schilder für Toiletten aber keinen weiteren Durchgang durchs Haus. Die Hotelgäste hier tragen alle ein Armband zur Kennzeichnung am Handgelenk. Wir drehen um und gehen wieder zum Strand zurück. Von hier bis zu anderen Ende des Strandes sind es geschätzte 500 Meter, das klingt nicht viel, aber bei diesen großen Steinen ist es kein Vergnügen. Aber wir müssen durch, am Ende des Strandes führt ein etwas steiler Weg hinauf, auf der rechten Seite scheint es ein kleines Restaurant zu geben. Wir gehen weiter und kommen auf eine größere Straße, auf unserem Plan heißt sie London-Straße, nur gibt es keine Straßenschilder davon, die das bestätigen. In einem kleinen Market fragen wir nach, der Besitzer beschreibt uns den weiteren Weg zu unserem Hotel. Nach mehreren Nachfragen kommen wir wieder gegen 15:00 in unserem Hotel an. Wir gehen gleich zur Poolbar durch und holen uns zwei Tassen Kaffee Creme der ja ganz ausgezeichnet schmeckt, besser als im Restaurant. Nach dem Kaffee nehmen wir uns noch zwei Gläser Cuba-Libre an unseren Liegeplatz. Den restlichen Nachmittag mit noch ein, zwei weiteren Getränken, verbringen wir hier unter unserem schattigen Olivenbaum.

Anschließend haben wir uns für den Abend frisch gemacht, meine Gattin hat geduscht und ich habe mir ein warmes Bad gegönnt. Als ich dann das Wasser wieder heraus lassen will, sehe ich das der Abfluss- Stöpsel in der Badewanne kaum geöffnet ist und somit kaum Wasserabläuft, als ich ihn jetzt ganz herausnehme läuft plötzlich aus dem Abflussgitter am Fußboden das Badewasser heraus. Schnell stecke ich den Abfluss- Stöpsel wieder in die Badewanne hinein. Gegen 20.00 gehen wir ins Restaurant zum Abendessen, das bekannte Prozedere wie zu den anderen Mahlzeiten. Ich nehme mir eine Sellerie-Suppe an den Tisch, sie ist würzig und schmeckt relativ gut. Das übrige Essen ist sehr einfach für einen Sonntag- Abend, das Abendessen ist ja in vielen Ländern die Hauptmahlzeit. Ich habe mir später noch einen kleinen Teller mit Spaghetti und einer Bolognese geholt. Meine Frau hat sich einen griechischen Salat geholt und daran satt gegessen, das Essen ist hier äußerst schwach. Ob es einem Osteuropäischen Standard entspricht kann ich nicht beurteilen, für uns war es auf jeden Fall sehr schlecht. Da haben wir sogar in den Emiraten, wo wir in den letzten Jahr waren, wesentlich besser gegessen. Nach unserem missratenen Essen gehen wir eine kurze Runde spazieren, bevor wir uns an die Poolbar setzen. Da wir zum Essen einen Rotwein getrunken haben, hole ich meiner Frau jetzt einen Ouzo mit Eis und für mich ein Glas Bier, das nicht einmal schlecht schmeckt. Gegen 22:00 stehen wir auf und gehen die paar Meter bis in unser Zimmer. Nach dem Waschen und obligatorischen Zähne putzen, geht es ins Bett. Der Tag war aufregend genug.

Montag, den 27. Sept. 2021

Guten Morgen, wir sind heute etwas spät aufgestanden, es ist schon 8:00 vorbei. Geschlafen haben wir soweit ganz gut, nur ich merke ein leichtes Kratzen im Hals und das schon am ersten Tag hier. Warum läßt sich schlecht beantworten, ist es die Klimaanlage im Restaurant oder die doch etwas kühlen Getränke ?. Nachdem wir uns soweit fertig gemacht haben, gehen wir ins Restaurant zum Frühstücken. Am Eingang wie gestern der Desinfektionsautomat zum Einsprühen der Hände und danach die Handschuhe zum anziehen und natürlich unsere FFP-Masken vors Gesicht. Heute suchen wir uns einen anderen Platz aus, wo die Klimaanlage nicht so stark von der Raumdecke herunter bläst. Oberhalb der Theke wo das Essen in den Wärmebehältern auf die Gäste wartet, ist eine kleine Balustrade mit weiteren kleinen Tischen. Hier suchen wir uns einen Tisch aus, und gehen gleich darauf los um eine Tasse Kaffee Creme und ein Glas Orangensaft zu holen. Erst danach stellen wir unser Frühstück zusammen, als erstes probiere ich nochmals den Toastautomat, ob es heute Morgen besser funktioniert. Danach hole ich die übrigen Sachen wie Butter, den Schmack-haften Käse (Edamer oder Gouda) und zum Schluß eine Schale mit Erdbeermarmelade (die Erdbeermarmelade ist unverschämt süß) vom Tisch in der Mitte des Raumes, wo Müsli, Nutella und viele andere Sachen abgestellt sind . Die angebotene Wurst entspricht nicht unseren Erwartungen sowas ähnliches bekommt man auch in der Türkei, Ägypten oder auch in den Emiraten. Weil mir der Toast an diesem Morgen wieder nicht gut gelingt, stelle ich in den folgenden Tagen auf Weißbrot um, um weitere Enttäuschungen zu vermeiden. Man könnte sich natürlich auch Rühreier oder ein Spiegelei nehmen, aber dazu haben wir keinen Appetit.

Trotz allem sind wir mit dem Frühstück zufrieden, es ist zwar kein Vergleich mit einem Frühstück auf dem Kreuzfahrtschiff (z.b mein Schiff). Als nächstes gehen wir zur Rezeption, wir wollen hier nachfragen wo man hier im Ort einen Ingwer kaufen kann (unser Hausmittel gegen Erkältungen). Zufällig ist auch die Chefin des Hotels anwesend, sie erklärt uns, dass sie in der Küche Ingwer verwenden, und wir einen auf unser Zimmer bekommen sollen. Weiterhin erklärt sie uns dass auch Ouzo hier helfen soll, was wir dann sicher in den nächsten Tagen berücksichtigen werden. Bevor wir heute Morgen zum Frühstücken gegangen sind, haben wir unseren Liegeplatz unter dem Olivenbaum mit einem Badetuch reserviert (eine Untugend die wir Deutschen leider besitzen). Der Schattenplatz war uns sehr wichtig, es gab aber auch schon andere Liegen die reserviert waren. Danach gehen wir auf unser Zimmer zurück, um uns für den weiteren Tag fertig zu machen. Im Anschluß gehen wir zu unserem Olivenbaum um den Schatten zu geniesen. Um 11:00 macht dann die Poolbar auf, keine Minute später steht schon eine Menschen-schlange davor, um sich die kostenlosen Getränke zu holen. Als es wieder etwas freier geworden ist, hole ich für uns ebenfalls ein paar Getränke, dieses Mal aber einen Frucht-Cocktails, der aber recht gut schmeckt. Kurz nach 13:00 sind wir ins Restaurant gegangen, hier haben wir aber nur einen kleinen Teller mit Pommes geholt. Meine Frau hat sich danach noch einen Teller mit Griechischem Salatat geholt, und im Anschluß noch etwas Obst (Kiwi und Ananas in Scheiben). Danach gehen noch kurz in unser Zimmer zurück, ziehen unsere Badeschuhe an. Mit Ihnen gehen wir jetzt wieder zum Strand, vorbei an Vasilis nettem Straßencafe und biegen etwas später auf die Luxembourger Straße ab. Wir kommen jetzt an einer Reihe Hotels vorbei, die von außen alle einen ansprechenden Eindruck machen. Es sind das Atlantica Holiday Village sowie das Kolumbia Sky und einige andere Hotels.

Am Strand laufen wir jetzt direkt am Wasser entlang. Aber auch mit den Badeschuhe wird das Gehen am Strand auf Grund des Kiesbettes mit kleinen Steinchen oder sehr großen Steinen nicht unbedingt schöner. Wir sind trotz alledem etwa zwei Drittel des Weges am Strand entlang gegangen, haben uns danach auf eine der vielen leeren Badeliegen gesetzt. Unseren kleinen Rucksack hatten wir dabei und darin ein paar Getränke und Kekse zum Knabbern. Nach einiger Zeit gehen wir den schmalen Uferweg an den Hotels wieder zurück. An einem der Hotels (Alfa Beach) haben wir unsere Badeschuhe noch ausgespritzt, so dass das Gehen mit ihnen wieder angenehmer wird. Auf der kleinen Begrenzungsmauer haben wir unsere Füße von der Sonne trocknen lassen. Aber bevor es jetzt wieder die Straße hinauf geht, sehen wir plötzlich eine Horde Ziegen aus einem Hotelgelände springen und die Straße überqueren. Sie sind in ein eigentlich abgegrenztes Grundstück hineingelaufen. Dort hat sie anscheinend jemand vertrieben, auf jeden Fall kommen sie wieder heraus, und laufen ein paar Meter weiter nach oben und hier in ein unbebautes Grundstück hinein.

Gegen 16:00 sind wir wieder im Hotel zurück, gehen als erstes zur Poolbar um eine Tasse Kaffee zu trinken. Im Anschluß noch auf unser Zimmer um die Badeschuhe und den Rucksack abzulegen. Danach gehen wir zu unseren Liegen unter dem Olivenbaum, hier ist aber zwischenzeitlich keine Sonne mehr. So wechseln wir erstmalig unseren Liegeplatz, und gehen an die Längsseite des Pools. Hier hat man im äußersten Fall bis ca. 18:00 noch Sonne, bis sie dann hinter unserem Hotel verschwindet. Nach einer Weile holte ich uns noch zwei CubaLibre zum Trinken. Nachdem die Sonne endgültig hinter dem Hotel verschwunden ist, gehen auch wir in unser Zimmer zurück. Dort gehen wir nacheinander zum Duschen in unsere kleine Badewanne (eine Dusche haben wir leider keine in unserm Zimmer, auf etwas mußten wir verzichten bei dem Zimmerwechsel). Vor dem Abendessen wollen wir noch die Bushaltestelle suchen, für unseren Morgigen Ausflug nach Rhodos-Stadt. An der Rezeption fragen wir noch kurz nach, sie erklärt uns, dass es nur ein paar Meter vom Hotel aus sind. Wir haben die Haltestelle auch gleich gefunden, so können wir gleich zurück ins Restaurant gehen. Wie zu jeder Mahlzeit, so auch heute (Hände desinfizieren-Handschuhe anziehen und Maske) in der Hoffnung dass es heute Abend etwas Interressantes zum Essen gibt. Zu Beginn hole ich eine Schüssel mit Tomatensuppe mit Brot, ich habe in all den Jahren die Erfahrung gemacht, dass man mit Suppen essen nichts falsch machen kann. Danach gibt es so eine Art Geschnetzeltes mit Pilzen und Nudeln. Zum Trinken nehmen wir uns ein Glas Rotwein der ganz ordentlich schmeckt. Zum Nachtisch gibt’s noch geschnittene Ananasscheiben.

Im Anschluß haben wir noch zwei Runden um den Pool gemacht, bevor wir uns in die Poolbar gesetzt haben. Meine Frau bringt uns zwei Gläser Ouzo mit Eis wegen der Bekömmlichkeit und dem Kratzen im Hals (siehe Aussage der Hotelchefin). Später nochmals ein Glas Bier oder zwei, und kurz vor 22:00 sind wir schon wieder in unserem Zimmer zurück.

Dienstag, den 28. Sept. 2021

Es ist jetzt 7:45 als wir aufgestanden sind, wir machen uns gleich zum Frühstück fertig, heute Vormittag wollen wir mit dem Linienbus nach Rhodos-Stadt fahren. Der Speisesaal war heute schon gut gefüllt, vielleicht sind neue Gäste gekommenn die vom Flug ausgehungert sind?. Das Frühstück für uns wie immer mit Obstsaft und Kaffee-Crema, Weißbrot und den guten Gouda oder Edamer Käse dazu. Die Marmelade war heute nicht besonders gut, zum Ausgleich hole ich mir ein gekochtes Ei. Meine Frau nimmt meistens irgendwelche Brötchen statt dem Brot, aber auch mit den üblichen Zutaten wie Tomaten, Gurkenscheiben, den guten Edamerkäse und ein gekochtes Ei Danach machen wir uns im Zimmer fertig und gehen im Anschluß zur Bushaltestelle, der Linienbus soll um 10:10 kommen. Nach Internet-Aussagen soll diese Zeitangabe relativ sein.

Punkt 10:10 steht unser Bus an der Haltestelle, wir steigen ein und bezahlen pro Person 3,90 €, ein fairer Preis wie ich meine. Dann geht es schon los, unsere Fahrt dauert insgesamt 50 Minuten und bis Faliraki ohne einen Zwischenstopp. Insgesamt hat er dann ca. 5 mal angehalten bis wir in Rhodos-Stadt angekommen sind. Der Haltepunkt war wie gedacht in der Neustadt am neuen Markt (New Agora). Von hier sind es nur ein paar Meter zum Mandraki-Hafen und zur Altstadt.

(In Rhodos-Stadt führt kein Weg am Mandraki-Hafen vorbei, der als eines der Wahrzeichen der Stadt gilt und bereits 400 vor Christus angelegt wurde. Wo früher die Kriegsschiffe ankerten, liegen heute Jachten und Ausflugsschiffe, die die umliegenden Inseln ansteuern. Die Hafeneinfahrt wird von zwei Säulen eingerahmt, auf denen die Wappentiere der Insel, der Hirsch und die Hirschkuh, stehen. Hier soll auch einst der Koloss von Rhodos gestanden haben. An der östlichen Seite wird der Hafen von einer 400 Meter langen Mole geschützt, wo die drei Windmühlen stehen).

Wir gehen an der Mole entlang bis zu den alten Windmühlen von den nur noch eine mit den nötigen Windsegeln bestückt ist. Nach ein paar Fotos vom Jachthafen gehen wir Richtung Altstadt zurück. Als erstes betreten wir das Saint Pauls Gate mit seinem imposanten Mauerring, von hier sehen wir dass zwei riesige Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen. Hier kommen wir aber nicht weiter, so gehen wir am Kolona Harbour (Jachthafen) entlang. Hier stehen einige Fischerboote, darunter ein kleineres Schiff das vollgeladen mit Souveniers von Muscheln, Perlen, Halsbändern und Armbändern sowie Schwämmen ist. An dieses Boot kann ich mich noch von unserer Kreuzfahrt Östliches Mittelmeer in 2016 erinnern.

Vom dortigen Anleger hat man einen guten Blick über den Emborio-Hafen (Marinehafen) und dem Kreuzfahrt-Anleger wo die beiden riesigen Schiffe heute stehen. Es sind die Norwegian Jade (294 Meter und 94.000 BRZ); sowie die Celebrity Apex (306 Meter und 130.818 BRZ) ein ganz neues Schiff das bei Chantiers in Saint-Nazaire gebaut wurde. Die Celebrity Apex wurde wegen Corona erst mitte Juni 2021 in Dienst gestellt, sie hat den gleichen stumpfen Bug wie die Aidaprima. (Durch die Form des Bugs erreicht sie keine so hohe Geschwindigkeiten >19,6 kn < wie die meisten anderen Kreuzfahrtschiffe).

Hier ganz in der Nähe am Thalassini-Tor betreten wir erstmals die Altstadt. Ein paar Meter nach dem riesigen Tor gehen wir zuerst nach rechts in die Odos Ermou das ist eine kleine Gasse mit lauter kleinen Souvenier-Shops. Kurze Zeit darauf drehen wir wieder um, ich möchte mich zuerst etwas orientieren, dazu ist eine so kleine Gasse nicht geeignet. Keine dreißig Meter nach Links gegangen und wir sind schon am Hippocratous Square mit seinem bekannten Eulenbrunnen angekommen.

Der Platz hat ein tolles Ambiente, rund um den Platz befinden sich in mehreren Etagen viele Restaurants und Bistros. Und überall sind, (ich nenne sie mal Marktschreier) die vorüber gehende Touristen ansprechen und auf ihr Lokal aufmerksam machen wollen. Wir gehen jetzt in östlicher Richtung weiter zum Platia Evreon Martrion (Platz der jüdischen Märtyrer) ein wunderschöner beschatteter Platz, den ein Brunnen mit drei hübschen bronzenen Seepferdchen ziert. Hier sitzt wie vor einigen Jahren schon ein roter Papagei, der sich auch gerne mal Fotografieren läßt. Als nächstes gehen weiter auf der Straße Odos Aristotelous bis zur Ruine der Virgin Mary of the Burgh Church (Die Kirche stammt aus dem 15. Jh. und war eine 3 schiffige Basilika im gotischen Stil mit 6 Seitenkapellen. Heute stehen nur noch die Ruinen der Apsis, und des Chors). Gegenüber befindet sich das Virgin Mary`s Gate das ein Blick auf den Emborio Hafen zuläßt. Es sind heute Morgen viele Touristen unterwegs, in zwei Straßen begegnen uns so viele davon, dass wir aus Vorsicht unsere Masken wieder aufsetzten.

Jetzt gehen wir wieder zurück zum Hippocratous Square wo sich die vielen Restaurants und Cafes befinden. Etwas schräg gegenüber vom Eulenbrunnen setzen wir uns in ein Straßencafe, der Besitzer zählt uns auf was er alles zum Trinken auf seiner Karte hat. Wir wollen ein anti-alkoholisches Getränk, der Tag ist ja noch lange. Meine Frau bestellt sich einen Fruchtssaftcocktail und ich einen mit Strawberry. Nach der Bestellung fragt uns der Chef, aus was für einem Land wir denn herkommen, wir erzählen ihm, unsere Heimat ist in Deutschland.

Es dauert eine ganze Weile bis unsere Getränke kommen, dann eine Überraschung, jeder bekommt ein Cocktailglas, etwa für einen halben Liter. Das Glas ist garniert mit drei Melonenstückchen in die jeweils Holzstäbe gesteckt sind. Am anderen Ende der Holzstäbe befindet sich eine Grapefruite und darüber eine Deutschlandflagge an einem Wimpel. Wir sitzen hier eine ganze Weile und betrachten den ganzen Fußgänger-verkehr, der hier vorbei geht. Die meisten sind sicher Touristen, es liegen ja zwei große Kreuzfahrtschiffe hier am Kai. Ich beobachte auch unseren Zuweiser (Marktschreier) für unser Restaurant, der Mann steht bestimmt über 7-8 Stunden hier in der prallen Sonne. Obwohl er einen Strohhut auf dem Kopf trägt ist sein Gesicht feuerrot. Nach vielleicht einer Stunde bezahlen wir unsere Cocktail, jetzt kommt die zweite Überraschung, er verlangt pro Glas 15€ (das meiste in unserem Glas ist ja eigentlich Wassereis). Aber es ist ja Urlaub, und bisher haben wir noch kein Geld extern ausgeben, bis auf einen Magneten für unsere Souvenierwand zuhaus, gleich zu Anfang unserer heutigen Stadttour. Als nächstes gehen wir in die Sokratous-Straße, die hier gleich in einer Ecke des Platzes anfängt. Wir wollen Olga besuchen, eine Griechin die früher in Heimenkirch gelebt hat, vor fünf Jahren waren wir schon mal mit Günther Holdenried hier in dieser Straße und in ihrem noblen Geschäft. Damals wurde die ganze Holdenried-Gruppe mit luxurösen Getränken verwöhnt. Die Sokratous-Straße ist eine lange und noble Einkaufsstraße hier in der Altstadt. Zwischen der Aga-Moschee und der Süleyman-Pascha-Moschee befindet sich das Modegeschäft. Wir fragen bei einer Verkäuferin nach, die gerade aus dem Geschäft kommt, sie erzählt uns, daß Olga inzwischen im Ruhestand ist. Sie hat uns auch angeboten bei ihr anzurufen, das wollte ich aber nicht, da Olga uns persöhnlich überhaupt nicht kennt ((Damals waren bestimmt über 100 Holdenried-Gäste in ihrem Geschäft und dazu die Musiker das Trio Herzblatt), die Günther Holdenried als Unterhaltungskapelle an Bord engagiert hatte.

Im Bild rechts der unscheinbare Eingang zum Sokrates-Garten

Wir verabschieden uns bei der netten Frau, und gehen die Straße weiter an der Süleyman-Pascha-Moschee vorbei, wenig später sind wir in der Odos Orfeus und am Uhrenturm angekommen (Der Uhrenturm aus der byzantinischen Epoche ist eines der beeindruckendsten Bauwerke der Altstadt und stammt aus dem späten 7. Jahrhundert). Ich wollte meiner Frau nicht soviel Kultur zumuten, also bleiben wir am Boden. Hier in der Straße befinden sich ebenfalls einige Restaurant und Kneipen. Vor uns auf der rechten Seite befindet sich ein Vorhof der in den Großmeisterpalast führt, aber hier kommen wir nicht hinein. Als wir die Ippoton (Ritterstraße) verlassen, begegnet uns eine Gruppe Touristen alle mit Headset ausgestattet, allen voran die Stadtführerin. Wir unterqueren jetzt das St. Anthony Gate das vom Burghof zur Äußeren Stadtmauer bzw. bis zum Burgraben führt. Hier begegnet uns eine zweite Gruppe Touristen ebenfalls mit Headset ausgestattet. Ich glaube dass sie von einem der beiden Kreuzfahrtschiffe kommen, die im Hafen liegen. Solche großen Reisegruppen findet man nur auf den Schiffen, es sind bestimmt weit über 100 Personen. Es geht hier nur etwa 100 Meter auf der westlichen Seite des Großmeisterpalastes entlang, dann ist schon wieder Schluß, es befindet sich auf der linken Seite ein Torbogen der zum D`Amboise Gate führt (das habe ich später zu Hause recherchiert).

Wir drehen wieder um und gehen den Weg bis zur Sokratous-Straße zurück. Gegenüber von Olga´s exclusivem Mode-Geschäft befindet sich der Sokrates-Garten, auch hier waren wir schon vor fünf Jahren zu Gast. Als wir durch den Durchgang gehen (der Eingang ist vielleicht nur für Einheimische und Kenner zu finden?), staunen wir erstmals das Gartenlokal ist fast vollständig mit Gästen belegt. Es sind 5 Angestellte beschäftigt um alle Gäste zu bedienen, vor fünf Jahren waren es um einiges weniger Gäste hier. Aber gut es war auch Anfang November und somit auch Ende der Jahres-Saison. Wir bekommen aber schon noch einen freien Tisch und werden auch sogleich bedient, ein Kellner bringt uns die Speise und Getränkekarte. Wie damals möchte ich auch heute nichts essen, meine Frau hat eigentlich immer etwas Hunger. Sie bestellt einen Teller mit Thunfischsalat garniert mit Tomaten und Zwiebel, dazu gehört anscheinend fast ein halber Laib Weißbrot. Zum Trinken bestellen wir für meine Gattin ein Glas Rose, ich bestelle mir ein Glas Paulaner-Bier, es ist kaum zu glauben ich bekomme tatsächlich ein Weizenbier, sowas hatte ich gar nicht erwartet. Am Nachbartisch scheinen sich Engländer zu befinden, glaube ich wenigstens. Der Teller mit dem Thunfischsalat scheint meiner Frau zu schmecken, und so halten wir uns bestimmt mehr als eine Stunde in diesem hübschen Gartenlokal auf (bei uns würde es vielleicht Biergarten heißen, allerdings ist hier ein ganz anderes Ambiente > schöner <).

Wir gehen wieder an der Süleyman-Pascha-Moschee vorbei um nochmals die Odos Ippoton (Ritterstraße) zu erreichen. Die damaligenRitter (Johanniter) wohnten hier unter einem Prior in Gebäuden, die man je nach ihrem jeweiligen Herkunftsland als Herbergen der Engländer, Deutschen, Franzosen, der Provence und Aubergne, Kastiliens, Aragons und Italies bezeichnete. Nachdem wir die imposanten Gebäude von außen bewundert haben, gehen wir nochmals in westliche Richtung um endlich den Großmeisterpalast etwas näher anzuschauen. Der Palast ist wahnsinnig beeindruckend und toll anzuschauen, aber er wurde eigentlich im Jahr 1856 bei einer Pulver-Explosion fast vollständig zerstört.(Die Italiener restaurierten auf Geheiß Mussolinis den Palast als Sommerresidenz).

Nach einer kurzen Visite am Eingang des Palastes gehen wir die Ritterstraße zurück am Archeologischem Museum (Krankenhaus aus dem 15. Jahrhundert) vorbei. Bevor wir das Freiheitstor zurück in die Neustadt durchgehen, kommen wir noch an einem alten Munitionslager bzw, dem Volkskundemuseum vorbei. Am Pili Eleftherias und am Mandraki-Hafen vorbei haben wir schon unsere Bushaltestelle am Neuen Markt erreicht. In einem Kiosk neben der Nea Agora kauft meine Frau die notwendigen Bus-Tickets für unsere Rückfahrt nach Kolymbia. Danach schauen wir uns das kleine Einkaufszentrum (Nea Agora) an. Hier befinden sich ein paar nette Boutiquen sowie Bistros und einzelne Tavernen. Das Zentrum hat leider schon ihre beste Zeit hinter sich. Pünktlich um 16:00 fährt unser Linienbus los, im Bereich der Stadt hält er noch ein paarmal an den Bus-Haltestellen. Danach fährt er durch bis Kolymbia, hier lernen wir jetzt einige Hotel kennen aber in ca. 55 Minuten ist unser Hotel, das Marianna Palace erreicht. Der kleine Ort Kolymbia soll ca. 200 Einwohner haben, aber bestimmt mehr als 3000 Hotelbetten.

Im Hotel angekommen gehen wir als erstes auf unser Zimmer um unser überflüssiges Gepäck los zu werden. Danach gehen wir zur Poolbar um einen Kaffee-Crema zu trinken. Nach dem Kaffee nehmen wir einen CubaLibre, mit ihm suchen wir uns eine Badeliege ganz hinten links. Hier haben wir noch am längsten Sonne, bis etwa 18:10.

Nachdem die Sonne auch an dieser Stelle hinter unserem Hotel verschwunden ist, packen wir unsere Sachen zusammen und gehen auf unser Zimmer zum Duschen. Kurz nach 19:30 gehen wir ins Restaurant, zum Essen gibt es heute Stücke vom Rinderbraten mit Nudeln, meine Frau nimmt dazu eine Lasagne (nicht ganz stilecht) sowie einen Teller mit Oliven. Zur Erfrischung trinken wir erstmals ein Glas Coca Cola um danach noch ein Glas von dem Hauswein der sehr süffig ist zu trinken. Als Ersatz für einen Verdauungsspaziergang auf der Straße, hier ist ja um diese Zeit nichts mehr los. Außer man geht in Vasilis Cafe zum etwas Trinken oder im Fernsehen Fußball schauen, ein paar Meter weiter auf der anderen Straßenseite ist ebenfalls ein nettes Lokal zum hinein sitzen. Für beide Lokalitäten gilt, man sollte vielleicht in einer Gruppe sein, wegen der besseren Unterhaltung. Nur etwas trinken können wir auch hier im Hotel (all Inklusive). Nach unserem Abendessen drehen wir zur Verdauung eine kleine Runde um den Pool bevor wir uns an die Poolbar setzen. Bei einem Paar das uns schon im Restaurant aufgefallen ist, fragt meine Frau ob wir uns zu Ihnen an den Tisch setzen können. Sie stimmen dem (freudig) zu, so entwickelt sich eine Interressante Unterhaltung mit den beiden. Das Paar stammt aus Ansbach in Mittelfranken und hat für 10 Tage dieses Hotel gebucht, beide sind leidenschaftliche Strandbesucher, wo sie meist am Vormittag verbringen. Ihrem Gespräch zu entnehmen beide sind Mitte 50 Jahre alt und beide sind geschieden, und haben zusammen mit ihen vormaligen Partnern 6 Kinder. Es war eine Interressante Unterhaltung mit den beiden, gegen 22:00 verabschieden wir uns voneinander und gehen gemeinsam auf unsere Zimmer zurück.

Mittwoch, den 29. Sept. 2021

Es ist schon 7:30 als wir aufstehen, ein Blick nach draußen zeigt uns den strahlend blauen Himmel von Rhodos. Wir machen uns einstweilen fertig um in das Restaurant zum Frühstücken zu gehen. Das Publikum hier im Hotel ist vorwiegend aus Osteuropa, aber in keiner Weise auffallend, weder hier im Restaurand noch an der Poolbar. Nach dem üblichen Prozedere mit den Masken und den Handschuhen holen wir die Kaffeetassen und den Obstsaft an unseren gewählten Tisch, der sich oberhalb der Theke befindet wo sich die Wärmeschalen für die Speisen stehen. Hier haben wir gestern festgestellt das die Klimaanlage nicht auf die kleinen Frühstückstische bläst. Heute Morgen hole ich mir zur Abwechslung mal ein Rührei zum Frühstücken, ich habe das Rührei nur von ganz oben abgenommen, weil meistens im Schalenboden das Wasser steht. Das mit dem wässrigen Rührei in der Schale passiert öfters mal, sogar auf der mein Schiff 1 habe ich es schon gesehen, und daraufhin auf das Essen eines Rühreies verzichtet. Danach hole ich mir noch zwei Scheiben mit dem Weißbrot und ein paar Scheiben mit dem guten Käse und dazu eine Schale mit Erdbeermarmelade.Im Anschluß noch etwas Obst, geschnittene Ananas und Pfirsiche, die immer gut schmecken. Draußen vor dem Restaurant treffen wir einen Mann aus Krugzell, der in der gleichen Nacht wie wir mit seiner Frau im Hotel angekommen ist. Auch er ist mit Ryanair geflogen, aber durch einen anderen Reiseanbieter erst eine Stunde später als wir im Hotel angekommen. Als erstes gehen wir auf unser Zimmer um uns für den Pool fertig zu machen. Unser Liegeplatz ist wie immer unter dem schattigen Olivenbaum, heute morgen ist sehr wenig los am Pool sowie auch schon beim Frühstücken im Restaurant. Ob die Gäste abgereist oder auf einer Ausflugstour über die Insel sind, lässt sich nicht sagen. Um 11:00 macht die Poolbar, wir probieren es heute mit einem antialkoholischen Getränk, das sehr gut schmeckte, aber einen für mich unaussprechlichen Namen hat.

Wie meistens gegen 12:45 gehen wir ins Restaurant zum Mittagessen, da meine Frau darauf nicht verzichten möchte. Heute suchen wir uns ein Reisragout aus, das optisch gut ausschaut, aber leider in der Würze zu wünschen übrig lässt. Nach unserem Mittagessen gehen wir heute nochmals zum Strand hinunter, aber wir wollen nicht den ganzen Weg am Strand entlang gehen, wie gestern. Sondern nur ein Stückchen auf dem Promenadenweg unterhalb der Strandhotels entlang, und danach auf dem kleinen Mäuerchen an der Promenade sitzen und die gute Seeluft geniesen. Unsere Bekannten von gestern Abend haben uns eine Abkürzung zum Strand gesagt. Man müsse nur unsere Straße vom Hotel aus gerade aus in Richtung Meer gehen, in der zweiten Parallelstrasse (Parisstrasse) ein paar Meter nach links laufen. Hier man sieht einen schmalen Weg der sich zwischen Bananenstauden dahin schlängelt. In diese Richtung auf der linken Seite befindet das Alfa Beach Hotel und rechts von uns das Kolymbia Beach Hotel wo wir dann auch den Strand schon erreichen. Durch den kurzen Weg bis zum Beach gehen wir doch noch nach Links in Richtung Theotokos Hill (Felsrücken) der hier den Strand vom kleinen Hafen von Kolymbia trennt. Hier auf dem Felsen befindet sich die kleine Kapelle Agios Nikolaos mit ihrem pastellblauen Dach. Doch ganz so weit gehen wir dann doch nicht, sondern drehen wieder um, bei einem der vielen Strandhotels, im Kolymbia Beach Hotel ist die Strandbar geöffnet. Meine Frau fragt an der Bar nach ob wir als Hotelfremde Gäste hier auch bedient werden. Da die Bardame dem zustimmt, bestellen wir zwei Becher mit Eiskaffee, Kostenpunkt 2€ pro Becher. Wir setzen uns mit unserem Getränk auf die Terrasse oberhalb des Kiesstrandes und mit Blick auf das Meer. Im Nachhinein stellt sich heraus dass dieses Eis im Becher kein Speiseeis ist sondern leider nur aus Eiswürfeln besteht.

Unterhalb unserer Terrasse sehen wir das Ehepaar aus unserem Hotel mit dem wir gestern den Abend verbracht haben, auf den Badeliegen sitzen. Wie sie erzählten gehören die Badeliegen und die Sonnenschirme zu den etwaigen Strandhotels und müssen für den Tag angemietet werden. Während wir hier auf der Terrasse sitzen, kommt ein kleineres Boot an den Strand gefahren und lädt drei junge Frauen aus. Vielleicht waren sie mit dem Ausflugsboot in Lindos, solche Bootstouren werden ja hier vor Ort auch angeboten. Die Frauen kommen ebenfalls auf die Terrasse herauf und bestellen an der Bar etwas zum Trinken und eine geschnittene Grape-fruite wie es ausschaut. In unmittelbarer Nähe von unserem Tisch setzen sie sich hin und Knabbern an ihrem Obst und unterhalten sich Intensiv. Nach einer dreiviertel Stunde brechen wir wieder Richtung Hotel auf.

Ein paar Meter vor unserem Hotel befindet sich ein Textil-Geschäft, wo man Kleidung, insbesondere Strandkleidung sowie Cocktailkleider aber auch Handtücher und Badekleidung kaufen kann. Wir schauen kurz mal hinein, es sind hier ganz nette Strandkleidung und Cocktailkleider zu sehen. Bei der Besitzerin fragen wir nach den Preisen der Kleider, die aber durchaus akzeptabel sind. Nach einer Weile hat meine Frau auch zwei Strandkleider gefunden, so daß wir jetzt zum Hotel zurück gehen können. Hier gehen wir zuerst auf unser Zimmer um unsere Sachen abzulegen, um gleich darauf zur Poolbar zu gehen um einen CubaLibre zu trinken.

Im Bereich der Poolbar befinden sich mehrere wunderschöne Bogeenvillea-Bäume, die ich schon seit unserer Ankunft bewundert habe. Ich mache noch schnell ein Bild von ihnen, ein Problem ist leider das sehr starke Tageslicht, um ein wirklich schönes Bild zu machen. Danach setzen wir uns auf die Badeliegen im hinteren Teil des Pools, um etwas von dem Starken Wind geschützt zu sein, der urplötzlich aufgetreten ist. Weiterhin haben wir natürlich hier auch noch etwas länger von der langsam unter-gehenden Abendsonne. Aber um 17:45 ist hier Schluß mit der Sonne, auch der Wind läßt nicht nach, so gehen wir auf unser Zimmer zurück um uns für den Abend fertig zu machen. Noch kurz im Fernseher Nachrichten zu schauen, man will ja auch im Urlaub etwas Informiert sein. Dann geht es auch schon in den Speisesaal, auch heute Abend sind auffallend weniger Gäste hier im Restaurant. Nach dem Essen (Pilzcremesuppe und danach Souflakispieße) machen wir wie gestern einen kleinen Spaziergang, bevor wir uns in die Poolbar setzen, die schon durchaus gut besucht ist. Das Pärchen aus Ansbach gesellt sich zu uns und es verspricht ein angenehmer Abend zu werden. Die beiden sind uns schon länger als sehr verliebtes Paar aufgefallen, heute gesteht sie, dass sie beide erst seit 17 Monaten beisammen sind, was uns nicht weiter erstaunt. In einem weiteren Gespräch stellt sich heraus dass ihr Partner seit vielen Jahren Urlaub (allein oder mit einem früheren Partner? ) in Ägypten macht, und in der selben Hotelkette zu Gast ist, in der wir früher viele Jahre ebenfalls zu Gast waren. Gegen 22:00 gehen wir alle in unsere Zimmer zurück.

Donnerstag, den 30. Sept. 2021

Auch heute Morgen sind wir um 7:30 aufgestanden zum Frühstücken in den Speisesaal, die Auswahl für uns ist die gleiche. Etwas Brot, Marmelade (wir sind süße Frühstücker auch im Campingurlaub) der gute Käse, meine Frau nimmt dazu einen Teller mit geschnittenen Tomaten und ein gekochtes Ei und zum Schluß Obst (Ananasscheiben, Kiwi oder halbierte Pfirsiche). Zum Trinken zwei Tassen Kaffee-Creme und einen Obstsaft, das war`s dann auch schon. Nachdem wir uns im Zimmer ganz fertig gemacht, suchen wir unseren Platz unter dem Olivenbaum auf. Hier verbringen wir die nächsten Stunden, holen uns an der Poolbar ein paar Getränke, es gibt einen alkoholfreien Cocktail der recht gut schmeckt. Über die Mittagszeit waren wir im Restaurant man könnte ohne weiteres darauf verzichten, aber die Geschmäcker sind halt verschieden. Unsere Ansbacher Bekannten loben das Essen hier im Hotel. Irgendwann machen wir noch einen Spaziergang zum Strand, hier stellen wir fest dass eines der großen Hotels hier am Strand, das Alfa Beach schon seine Pforten geschlossen hat. Heute ist es leider genauso windig wie gestern Nachmittag, so dass wir nach kurzer Zeit wieder ins Hotel zurück gehen. So verbringen den restlichen Nachmittag im Windschatten eines Baumes. Zum Abendessen gibt es heute Abend Schweineschnitzel oder gar Putenschnitzel, dazu nehmen Pommes Frites, die gibt es immer und die schmecken auch gut. Nach unserem kurzen Spaziergang setzen wir uns bei der Poolbar hin, allerdings etwas in den Windschatten. Auch unsere Ansbacher Bekannten kommen noch vorbei. So wird über vergangene Urlaubsreisen gesprochen, wir erzählen über die Hochzeit unserer Tochter in Kenia, was sie sehr Interressiert hat. Unsere Gespräche miteinander sind heute etwas problematischer, da die Musik von der Poolbar schon sehr laut ist. Auch heute ist um 22:00 Schluß für uns, und wir gehen alle auf unser Zimmer.

Freitag, den 01. Okt. 2021

Guten Morgen, heute ist unser letzter Tag hier auf der Insel Rhodos, und auch den wollen wir noch geniesen. Die vergangenen Tage hatten wir ein Bilderbuchwetter, jeden Tag blauer Himmel und Temperaturen von 27-28°. So kann man einen Urlaub geniesen. Ursprünglich hatten wir für Heute einen Ausflug nach Lindos geplant. Aber nach einem Gespräch mit unseren Ansbacher Bekannten haben wir davon Abstand genommen. Sie erzählten uns, dass der Weg von der Bushaltestelle bis zur Akropolis von Lindos nicht allzugut ausgezeichnet ist. Wenn man dann den Berg erreicht hat, geht es auf von den vielen Besuchern glatt geschliffenen Steinen den Weg hoch. Kurz vor dem Ziel hat sich dann eine Warteschlange gebildet, weil nur eine Kasse geöffnet hatte. Und das alles bei strahlendem Sonnenschein und einer Temperatur von 27°. Das müssen wir nicht haben. Also gehen wir wie gewohnt zum Frühstücken ins Restaurant, holen unseren Kaffee und ein Glas Apfelsaft, und danach unsere Brötchen und das übrige. Unsere Bekannten sitzen schon an ihrem Frühstückstisch beim Essen, viele der Gäste sitzen meist an den gleichen Tischen, soweit sie noch frei sind. Nach dem Frühstücken geht`s auf unser Zimmer, die Badekleidung anziehen und zurück zum Pool. Unser Olivenbaum wartet sicher schon auf uns.

Im Bildhintergrund unsere Badeliegen unter dem Olivenbaum

Wie immer um 11:00 öffnet die Poolbar ihre Jalousien und wir holen uns noch einen Kaffee Creme der hier recht gut schmeckt, und setzen uns in den Schatten der Bar. Im Anschluß nehmen wir noch einen alkoholfreien Cocktail, der ja auch recht gut schmeckt an unsere Badeliegen mit. So verbringen wir die Zeit bis zum Mittagessen hier am Pool, seit ein paar Tagen ist die Gästezahl schon etwas zurück gegangen. Gegen 13:00 gehen wir ins Restaurant um einen Teller mit Pommes, meine Frau ißt dazu immer einen Griechischen Salat, der ihr offensichtlich gut schmeckt. Danach gehen wir noch in die Rezeption wegen unserer Abholzeit vom Hotel. ( 24 Stunden vor Rückflug muß man den Rückflug bzw, die Transferzeit vom Transferpartner bestätigen lassen. Dazu wird bis 24 Stunden vor Abflug die Transferzeit durch die Rezeption des Hotels mitgeteilt). Sie wußten nicht wer der Ansprechpartner bzw, der Transfer-partner von uns war. Wir gingen auf unser Zimmer um die Buchungsunterlagen bzw. mein Tablet wo alles für die Reise gespeichert war zu holen. Die Örtliche Agentur war MTS Globe Hellas Tourist Service, auch eine Notfall Tel:-Nummer hatten wir dabei. Wir übergaben ihnen die Telefon-Nummer, nach einer Weile stellte sich heraus, dass durchaus eine Nachricht für uns angekommen war. Unsere Abholzeit hier im Hotel war demnach am Samstag um 14:15. Befriedigt gehen wir wieder zum Pool zurück, zuvor holen wir uns noch einen CubaLibre an unsere Badeliege. So vergeht auch unser letzter Urlaubstag auf Rhodos wie im Flug. Zum Abendessen gehen wir auch heute gegen 19:00, die übliche Prozedur mit Maske und Handschuhen, daran haben wir uns schon gewöhnt. Meine Frau sucht sich zum Essen einen Ofenfisch und dazu Kartoffeln aus, ich nehme mir ein Kalbsragout mit Nudeln. Beides schmeckt ganz passabel, dazu ein oder zwei Gläser Rotwein, der auf jedenfall sehr gut schmeckt. Danach drehen wir noch eine Runde um den Pool, und setzen uns anschließend zu unseren Ansbacher Bekannten an den Tisch. Zwecks der Verdauung hole ich uns zwei Ouzo mit Eis, das soll ja auch vor Erkältungen schützen, sagt zumindest die Hotelchefin. Auch heute ist unsere Unterhaltung Interressant und nett, die Frau macht einen sehr Symphathischen Eindruck. Nach zwei Bieren und die Uhr schlägt 22:00 ist auch heute die Zeit gekommen, dass wir uns eine gute Nacht wünschen, und in unsere Zimmer gehen.

Samstag, den 02.Okt. 2021

Es ist 7:30 als wir aufstehen und unser Abreisetag hier auf Rhodos, wir machen uns fertig zum Frühstücken. Danach packt meine Frau unsere großen Koffer zusammen. Um 11:00 ist Check-Out hier im Hotel, bis dahin müssen unsere Koffer aus dem Zimmer sein. Wir haben auch heute Morgen einen strahlenden Sonnenschein und die Temperaturen sollen heute noch bis 26° ansteigen. Wir verzichten heute auf unsere Badekleidung und setzen uns mit den Jeans auf die Liegen. Kurz vor 11:00 gehen wir auf`s Zimmer, holen unsere Koffer um in die Rezeption zu gehen. Dort geben wir den Zimmerschlüssel ab und stellen unsere Koffer in der Nähe der Rezeption ab. Hier können sie bis zu unserer Abfahrt bleiben. Mittlererweile ist die Poolbar geöffnet, so daß wir noch einen Kaffee Creme trinken können. Von unseren Ansbacher Bekannten ist nicht`s zu sehen. Um 12:00 gehen wir ein letztes Mal in`s Restaurant zum Essen. Wir holen uns aber nur einen Teller mit Pommes Frites, mehr wollen wir nicht essen. Kurz nach uns sind die Ansbacher im Speisesaal eingetrudelt, wir verabreden uns nach dem Essen in der Poolbar. Hier trinken wir gemeinsam noch einen Kaffee miteinander. Plötzlich taucht die nette Rezeptionistin auf und sagt dass unser Abholbus schon da ist, eine Viertelstunde vor der Zeit. Wir müssen uns überstürzt von ihnen verabschieden, wir hatten in den Vergangenen Tagen eine nette Unterhaltung mit den beiden. Ein ziemlich neuer Mercedes-Van steht vor dem Hotel, und darin sitzt ein junges Pärchen das mit uns bei der Anreise im Bus saß und noch weiter fahren mußte bis nach Kiotari. Das war dann geschätzt eine weitere halbe bis ganze Fahr-Stunde länger als bei uns. Ich fragte die beiden nach ihrem Urlaubsort bzw. dem Hotel aus, aber anscheinend hat sich die etwas weitere Fahrt für die beiden schon gelohnt. Sie stammen aus der Gegend von Biberach und sind wie wir mit Ryanair von Memmingen gekommen. Unser heutiger Busfahrer scheint ein kleiner Choleriker zu sein, wir hörten ihn immer wieder in sein Handy schimpfen. Aber um was es geht ist uns nicht klar. Auf dem Weg zum Flughafen müssen wir offensichtlich noch ein weiteres Pärchen mitnehmen. Unser Fahrer fährt jetzt mehrmals Hotels an, die zwar die gleichen Namen haben, aber andere Zusatznamen haben wie zb. Beach, Spa, Resort oder anderes beinhalten. Auf jeden Fall fährt er diese Hotels der Reihe nach an, aber es kommt halt kein Gast heraus. Seine Laune steigt ins Unermeßliche, er schimpft ins Telefon hinein, offensichtlich hat man ihm wohl die falsche Hotelliste gegeben.

Um 15:00 sind wir dann am Flughafen Diagoras angekommen, und haben unsere Koffer aus dem Bus geholt. Als erstes machen wir unseren Check-In auf Schalter 34 in der Eingangshalle und geben die Koffer ab Danach suchen wir die Toiletten auf, die sich ebenfalls hier im Erdgeschoß des großen Terminals befinden. Anschließend trinken wir noch unsere Wasserflasche leer, bevor es zur Zollkontrolle ein Stockwerk höher geht. Der Flughafen ist in einem sehr guten Zustand, überall sind Schilder mit der Bezeichnung Fraport zu sehen (wie schon zu Beginn meines Berichtes erwähnt, habe ich erst zu Hause die Beziehung zur Flughafen-Gesellschaft Frankfurt zuordnen können).

Unser Wartebereich befindet bei Gate 12, zuvor streifen wir noch durch den Duty-Free. Hier gibt viele hochprozentige Getränke, sowie Schokoladen von Lindt, Trumpf oder Toblerone. Meine Frau möchte unbedingt noch ein paar Kekse für den Flug kaufen, trotzdem alle Kassen vom Duty-Free von den Besuchern stark belegt sind. Nachdem sie fertig mit dem Einkauf war, sind alle Warteräume von den Gates 12,13,14 fast vollständig belegt. Mit Glück finden wir einen Sitzplatz abseits unseres Gates.

Um 16:25 ist dann Loading, unsere Maschine ist auch heute eine Boeing 737-800 mit 33 Sitzreihen. Wir sitzen jetzt in Reihe 30, also fast ganz hinten, gut eine Stunde später ist unser Abflug aus Rhodos. Über die Flugroute kann ich leider nichts sagen, da Ryanair keine Info-Montitore an den Sitzlehnen oder an der Flugzeugdecke besitzt. Durch das Einschwenken des Flugzeugs sehe ich dass wir zuerst die A96 überqueren und gleich darauf über die A7 fliegen unser Anflug zum Flugplatz im Memmingen ist demnach von Westen her. Unter uns ist jetzt Benningen mit der Fa. Christ gut zu erkennen. Unsere Ankunft hier in Memmingen (München West) ist um 19:13.

Es dauert noch ein paar Minuten bis wir an der Wartungshalle anhalten und in einen Transfer-Bus umsteigen können, der uns weiter bis zum Terminal bringt. Hier stehen schon einige andere Flugzeuge, von Wizzair, eine zweite Maschine von Ryanair und noch eine weiteres Flugzeug. Wir steigen aus dem Bus und gehen in die Halle wo sich das Kofferband befindet. Da wir in den letzten Jahren soviel Glück haben, warten wir auch heute bis die meisten Koffer ihre Besitzer gefunden haben. Von einer Passkontrolle konnten wir nichts feststellen, so verlassen wir unbehelligt die Halle. Unser Schwiegersohn sollte uns abholen, vor dem Terminal steht eine Menschenmenge dass man fast glaubt in Frankfurt oder München zu sein (200-300 Personen). Telefonisch nehmen wir Kontakt mit ihm auf, da keine weitere Sichtmöglichkeit besteht. Kurz darauf haben wir einen Sichtkontakt und können uns begrüßen.

Fazit: Unsere Reise auf die Insel Rhodos war sehr schön, vor fünf Jahren waren wir schon einmal mit einem Kreuzfahrtschiff hier auf der Insel. Rhodos-Stadt (Altstadt) ist wunderschön und immer eine Reise wert. Von der Insel selber haben wir nicht allzuviel gesehen, außer dass die ganze Insel ist sehr felsig ist. Die Tagestemperaturen in dieser Woche lagen bei ca 28°, an zwei halben Tagen war auch etwas Wind mit dabei. Unser Hotel Marianna Palace war nett, ein Familienhotel für die Gäste, sowie auch im Besitz einer Familie. Die Poolanlage war ansprechend, die Zimmer waren schön eingerichtet, in einem Teil der Anlage waren die Bäder renoviert mit begehbarer Dusche. In unserem Zimmer mit Blick auf den Pool, das wir uns dann ausgesucht haben, waren die alten Bäder mit einer (schmalen ?) Badewanne. Der Service und das Personal waren gut und sehr freundlich. Das Essen hier im Haus hat unseren Anspüchen leider nicht genügt, hier müßte eine bessere Qualität möglich sein. Aber man muß auch dazu sagen, die Geschmäcker sind verschieden, zb. unsere Ansbacher Bekannten waren mit dem Essen oder ihrer Qualität sehr zufrieden. Diese Beurteilung muß also jeder für sich machen.

In diesem Sinne einen schönen Urlaub.

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