Mein Südfrankreich – Juni 2013

Eine Reise von der malerischen Ardeche in die Provence und weiter zur Traumküste der Côte d’Azur.

Unserer Wetter in Bayern ist zur Zeit gut, aber wir wollen trotz allem unseren diesjährigen Urlaub im sonnigen Süden Frankreichs verbringen. Unsere Route ist klar: es geht über die Schweiz, am Genfer See vorbei und durch Genf hindurch fahren wir nach Frankreich hinein. Unser erstes Ziel in Frankreich ist Tain de Hermitage/ Tournon sur Rhone, die beiden Orte liegen ca. 80 km südlich von Lyon an der Rhone. Hier werden wir ein paar Tage verbringen, dann geht es weiter an den Malerischen Fluss Ardeche die bei Pont-Saint-Esprit in die Rhone mündet. Im Anschluss soll es weiter nach Saint Remys in der Provence gehen, und als letztes haben wir uns einen Campingplatz an der Cote d`Azur ausgesucht. Und zum Abschluss auf dem Heimweg über den Camping Soleil Fruite, der dann wieder in der Nähe von Valence an der Rhone liegt. Auf diesem Campingplatz waren wir schon einige Male zu Besuch.

Samstag, 15. Juni 2013

Unsere Abfahrt in Ottobeuren ist um 12:30, Aber eins nach dem anderem, als wir heute Mittag in unserer Straße losfahren, sehe ich im letzten Moment die Fam. Sch…. mit Taschentücher in der Hand in Ihrer Haustüre stehen, sie winken uns zu. Schade ich konnte nicht mehr anhalten, da hinter uns schon ein anderes Auto fährt. Über die Autobahn-Auffahrt Memmingen Süd geht es dann auf die A96 in Richtung Lindau / Bregenz. Dieses Jahr fahren wir durch den Grenztunnel bei Bregenz, da die Österreichische ASFINAG die Maut-Gebühren für Bregenz gesenkt hat. In ein paar Minuten sind wir durch den Tunnel, und kurz vor der Schweizer Grenze haben wir unseren Hyundai iX35 nochmals vollgetankt. Bei Höchst sind wir dann auf die Schweizer Autobahn gefahren, und immer korrekt mit einer Geschwindigkeit von etwas über 80 km/h gleiten wir dahin. Unsere erste Rast machen wir bei Winterthur auf der Raststätte Forrenberg. Hier trinken wir noch einen Kaffee aus der Thermoskanne den wir von zu Haus mitgebracht haben, und essen dazu ein paar belegte Brote.

Nach einer dreiviertel Stunde geht es dann weiter, die Umgehungsstraße von Zürich schaffen wir in einer halben Stunde, das ist ein sehr guter Wert und so können wir am Späten Nachmittag noch einmal eine kurze Rast machen am Rasthof Deitingen in der Westschweiz ein paar Kilometer vor Bern. Unser Übernachtungsziel für heute ist die Raststätte Rose de la Broye bei Estavayer de Lac am Lac Neuchatel (Neuenburger See). Sie erreichen wir wie geplant um 19:30, nach einem kurzen Spaziergang über die hübsche Raststätte genießen wir unser Abendessen, es gibt heute einen Teller mit Bratensülze, dazu Heringe in einer Pilzrahmsoße, Schinken, Käse und Brot. Halt eine zünftige Brotzeit, und zum Trinken ein Glas Wein für meine Gattin und für mich zwei Gläser Weizenbier.

Gegen 22:30 legen wir uns dann ins Bett, denn am nächsten Morgen geht unsere Reise nach Frankreich ja weiter.

Sonntag, 16. Juni 2013

Der nächste Morgen beginnt leider nicht ganz glücklich, und schon um 5:30, meine Frau weckt mich und sagt zu mir, wir haben kein Licht und keinen Strom im Wohnwagen. Auweia: Ich dachte als erstes schon die Autobatterie ist leer, Ich ziehe mich schnell an und gehe nach draußen und starte unseren Hyundai, er springt aber tadellos an, als nächstes schalte ich das Autolicht an, auch die Außenbeleuchtung von unserem Caravan brennt. Aber innen im Caravan geht nichts, kein Licht aber was noch schlimmer war, unser Kühlschrank hat wohl auch keinen Strom das war eine Katastrophe. Seit vielen Jahren schleppe ich einen kleinen Akku in den Urlaub mit, wir haben ihn bisher noch nie gebraucht, ich schließe ihn am Netztransformator vom Wohnwagen an und siehe da wir haben Licht im Wagen. Das würde bedeuten, die Plus Leitung der Elektro-Kupplung vom Auto bringt uns keinen Strom oder aber der Umformer im Caravan ist kaputt, wir wissen es nicht. Kurzum wir fahren weiter, um 6:30 sind wir auf der Straße. Ob unser Kühlschrank jetzt Strom bekommt wissen wir nicht, da unser Kühlschrank keine Innenbeleuchtung besitzt. Auf der Strecke kontrollieren wir immer wieder mal die Temperatur im Kühlschrank, sie hält sich in etwa konstant.

Unser Frühstück machen wir dann schon in Frankreich in der Nähe von Annecy am Aire de Fontanelle das ist ein Rastplatz den wir schon wiederholt besucht haben, hier kann man bei schönem Wetter, das wir auch heute haben ganz nett im Freien frühstücken. Es gibt hier hübsche Sitzinseln aus Stein. Nach einer knappen Stunde geht es weiter, immer die Temperatur im Kühlschrank im Auge. So nähern wir uns immer mehr unserm heutigen Tagesziel, über Chamberry geht es jetzt in Richtung Lyon weiter über die A48 dann Richtung Grenoble und zum Schluss auf die A49 nach Valence kommen wir um die Mittagszeit an unseren letzten Rastplatz bei Royans-Vercours an, es ist bei uns schon Tradition all die schönen Rastplätze auf unserem Weg die es hier in Frankreich gibt zu besuchen und genießen. Nach ca. 40 Minuten Pause fahren wir weiter, zuvor machen wir noch ein kleines Experiment und nehmen den Ersatz-Accu vom Netztransformator weg und gehen wieder auf Autostrom. Resultat – Wir haben wieder Strom im Caravan warum auch immer, vielleicht ist es ein Wackelkontakt ???.

Nach ein paar Autominuten haben wir dann die Mautstelle bei Romans-sur-Isere erreicht, entrichten unsern Obulus, immerhin 41,20 € nicht schlecht. Nach weiteren zwei Fahrminuten verlassen wir die Autobahn auf der Abfahrt zu dem Städtchen Romans-sur-Isere, ich habe mir die Optimalste und kürzeste Wegstrecke ausgesucht. Aber nach dem zweiten Kreisverkehr in Romans…. war schon Schluss. Wir haben hier eine Baustelle – Sie schickten uns in die entgegen gesetzte Richtung, so war eine halbe Stunde kaputt, bis wir wieder auf der richtigen Straße in Richtung Tain de Hermitage waren. Jetzt noch über die Rhonebrücke hinüber, kurz durch Tournon sur Rhone fahren, danach ein kleines Rätselraten wo die richtige Abfahrt zum Campingplatz ist. Wir fahren auf den Parkplatz eines großen Supermarktes um unser Navigationsgerät noch einmal frisch mit der Straße und Hausnummer zu programmieren. Ein paar Kilometer noch, schon sind wir am Ziel angekommen. Der Camping Le Castelet ist sehr klein aber auch sehr nett, die Betreiber sind ein junges Ehepaar und sehr freundlich, unser Urlaub kann jetzt beginnen.

Montag, 17. Juni 2013

Gegen 8:00 in der Frühe hüpfen wir erst aus dem Federn, das Wetter ist schön und der Himmel blau, so können wir schon vor dem Wohnwagen frühstücken. Frische Bötchen oder Baguettes haben wir heute nicht, weil die Bäcker in Tournon… heute am Montag geschlossen haben, warum auch immer. Das macht uns aber nicht viel aus, weil wir selber noch einen guten Butterzopf von zu Hause und auch Brötchen zum Aufbacken mit dabei haben. Unser Frühstückstisch war auf jeden Fall reichhaltig mit diversen Marmeladen und Honig, Käse und Salami und Schinken gedeckt. Wir ließen uns das Essen gut schmecken. Im Anschluss an unser Essen machen wir einen längeren Spaziergang auf die andere Seite des Flüsschen Doux, dazu müssen wir über eine alte Steinbogenbrücke gehen. Sie war sehr eng und kann nur jeweils einspurig von einer Seite befahren werden. Danach folgen wir der Straße in Richtung dem Ort Tournon sur Rhone nach ca. einem Kilometer erreichten wir ein Hotel sowie zwei weitere Campingplätze. Wir riskierten einen kurzen Blick hinein und stellten fest, unser Camping-Platz ist viel schöner. Danach gehen wir zu unserm Platz zurück.

re. Bild: Wohnhaus unserer Gastgeber

Am Nachmittag fahren wir mit dem Auto die etwa 5 Kilometer bis nach Tournon sur Rhone, bei unserer Anreise gestern Mittag haben wir einen Wochenmarkt am Ufer der Rhone gesehen, da war einiges los. Aber heute ist tote Hose, so gehen wir am Flussufer entlang und auf einer alten Fußgängerbrücke über die Rhone in Richtung Taine de Hermitage. Der Blick auf die Rhone war schön, es ist nur schade dass heute kein Kreuzfahrtschiff zu sehen ist.

Kurz nach 15:00 gehen wir zum Baden in den kleinen Pool unseres Campingplatzes, das Wasser war auf den ersten Blick sehr erfrischend, aber wenn man sich einmal überwunden hatte, war das kühle Nass ein Traum. Gegen Abend gehen wir nochmals zur Rezeption / Bistro, da es hier in diesem Bereich kostenloses Wlan gibt und probierten mit dem Handy unser WhatsApp aus. Leider gelang uns das nicht gleich, so dass wir ein Ehepaar das sich als Deutsche herausstellte, um Rat fragten. Der Mann konnte uns das Wifi einstellen, so dass wir die ersten Nachrichten versenden konnten. Wir führten noch ein nettes Gespräch mit den beiden, sie waren mit einem gemieteten Wohnmobil unterwegs. Im Anschluss gingen wir zu unserem Wohnwagen zurück, um noch ein, oder zwei Hefeweizen zu trinken und kurz darauf ging es ins Bett.

Dienstag, 18. Juni 2013

Nach einem guten Frühstück wollten wir heute einen Ausflug machen, wir wussten nur nicht wohin, mein erster Gedanke war St. Donat de Herbasse die Französische Partner-Gemeinde von Ottobeuren. Aber dort waren wir auch schon ein paarmal. Also fahren wir direkt am Campingplatz den Hausberg hoch, den wir von unserm Stellplatz überblicken konnten. Oben ging es dann über Hügel und Täler, es war zwar nichts außergewöhnliches und doch war die vielfältige Landschaft beeindruckend. Nach einem 40 Kilometer langen Rundweg – 2 Stunden – war unser Ausflug zu Ende.

Inzwischen war es schon wieder Mittag geworden und zwischen Tagebuch schreiben und Essen verging nochmals Zeit. Gegen zwei Uhr mittags gingen wir zum Pool, die Wassertemperaturen waren die gleichen wie gestern, aber inzwischen waren wir sie schon etwas gewohnt. Ohne Scheu gingen wir ins kühle Nass, und konnten uns dabei erfrischen. Später gehen wir zu unserem Stellplatz zurück um eine Tasse Cappuchino zu trinken. Ach ja, ein Eis haben wir uns auch geholt, der Camping-Chef gibt uns dazu noch einen Krug mit eisgekühltem Wasser, das wir auf der schönen Terrasse vor seiner Bar tranken. Im Anschluss gehen wir nochmals zum Pool zurück um noch einige Runden im Becken zu schwimmen.

Erst gegen 17:00 Uhr kehrten wir zum Caravan zurück, bald darauf gibt es Abendessen. Heute ist Asia-day, wir hatten Hühnchen in Curry, sowie Chop Suey dabei, das wollten wir mal ausprobieren, es schmeckte wirklich großartig. Am Abend drehten wir noch eine kleine Runde über den kleinen Ca.-Platz und landeten zum Schluss in der Bar bei der Rezeption wo das junge deutsche Ehepaar von gestern eine Pizza aß. Wir durften uns zu Ihnen setzten, und so verplauderten wir den restlichen Abend mit den beiden.
(Man konnte in der Bar verschiedene Pizzas von einem Pizzaservice aus Tournon sur Rhone bestellen).
Zum Wetter wäre noch zu sagen, die Temperaturen waren meist um die 29° allerdings war es meiner Meinung bis zum Mittag gerne mal bewölkt, danach gab es Sonne pur.

Mittwoch, 19. Juni 2013

Heute heißt es Abschied nehmen vom Campingplatz und seinen netten Besitzern, hier waren vier Generationen am Platz. Von der 86 jährigen Oma bis zum 2jährigen Urenkel, und die Enkel waren die heutigen Betreiber, der Mann konnte eine gewisse Wesens-ähnlichkeit mit Stefan dem Schwiegersohn von Fam. Zi…. nicht verbergen. Gegen 9:45 haben wir den Platz dann verlassen, ich hatte mich entschlossen über die National-straße die D86 entlang der Rhone zu fahren, dies war aber keine ganz glückliche Entscheidung. Auf dem Weg kam eine Ortschaft nach der anderen, und die dazu gehörigen Kreisverkehre, pro Ortschaft waren es mindestens drei Stück. Das ging an die Nerven, so brauchten wir für die 113 km gute 2.5 Std. Aber irgendwann haben wir dann doch unser Ziel erreicht. Unser heutiges Ziel war ein Camping-Platz weiter in Richtung Süden an dem wunderschönen Fluss Ardeche.

Mein allererster Eindruck bei der Einfahrt in den Campingplatz Les Coudoulet war nicht allzu gut, vielleicht war auch das Wetter schuld, es war zeitweise sehr bewölkt und etwas später kamen auch noch einige Regentropfen vom Himmel. Bei einer späteren Platzbesichtigung stellten wir fest, dieser Platz war fest in der Hand junger holländischer Familien. Was ja sonst nicht so schlimm wäre, wenn die holländischen jungen Männer nicht so eingebildet wären, wie wir leider schon öfters feststellen mussten. Dieser Campingplatz war eher ein Ferien – Camp mit Mobilhomes, nicht diese Art gemütlicher Campingplatz wie er uns eigentlich vorschwebte. Der Fluss Ardeche – das Ziel unserer zweiten Etappe war erreicht, machen wir was draus.

Donnerstag, 20. Juni 2013

In Vallon du Arc das ist nur wenige Kilometer von unserem Ca.-Platz in Pradons entfernt ist heute Markttag, wir waren schon letztes Jahr einmal hier und hatten damals einen Strohhut für mich gekauft. Mein erster Strohhut aus Ägypten hatte leider damals nur ein paar Tage überlebt, mal sehen wie es dem neuen Hut geht. Heute wollen wir eine Tischdecke für die Waltraut Zi… kaufen mit einem Lavendel-Motiv oder ähnlichem, als kleines Dankeschön für die Blumenpflege. Wir mussten tatsächlich den ganzen Markt ablaufen und suchen, bis wir endlich passende Tischdecken fanden.

Es war inzwischen schon Nachmittag geworden so fuhren wir zum Pont de`Arc zum Baden, der Pont selber ist ein riesiges Felsentor oder Brücke das die Ardeche in Jahrtausenden durch den Fels gebrochen hat. Etwas weiter oberhalb im Flusslauf sind kleinere Stromschnellen wo die Kanus in Gruppen durchfahren, mehr oder weniger glücklich. Auf alle Fälle, es ist sehr interessant Ihnen dabei zu zuschauen. Hier verbrachten wir ein paar schöne Stunden. Bevor wir zu unserm Campingplatz zurück kehren, wollten wir noch einen alternativen Campingplatz für das kommende Jahr finden. Zuerst schauen wir den Camping la Plaine an, der war aber für uns schnell abgeschlossen, die Pool-Landschft wirkte auf uns irgendwie lieblos und grau, den Platz und die Stellplätze schauten wir uns gar nicht mehr an. Ein paar Kilometer weiter kamen wir zum Camping La Bastide en Ardeche, auch er liegt direkt am Ufer der Ardeche.

Nach einer ausführlichen Platzbesichtigung waren wir der Überzeugung einen schönen Campingplatz für das kommende Jahr gefunden zu haben.

Freitag, 21. Juni 2013

Wir wollten heute nach dem Frühstück mit dem Auto eine kurze Tour in die nähere Umgebung machen, unweit von Pradons wo unser Campingplatz liegt gibt es eine schmale Brücke über die Ardeche, dahinter konnte man auf einem Schotterweg den Berg hinauf bis zu einem schönen Aussichtpunkt, dem Cirque de Gens a`Chauzon gehen. Hier schlängelte die Ardeche sich in engen Schleifen die von steilen Felswänden umgeben war. Wir gingen ca. 1 Kilometer über diesen Pfad, die Aussicht von hier oben war traumhaft, ab und zu konnte man Kanus sehen, auf ihrer Wanderung flussabwärts. Der Fluss hat in unbestimmten Abständen immer wieder Stromschnellen die den Kanuten durchaus zu schaffen machten, da die Strömung ihren Weg bestimmte.

Danach fahren wir über den Ort Chauzon nach Balazuc, der Weg führte uns durch eine Heideähnliche Landschaft, zum Schluss wurde die Straße immer enger. Irgendwann erreichten wir dann doch wieder die Ardeche und über eine schöne Steinbogenbrücke das gegenüber liegende Dorf Balazuc das uns vom vorigen Jahr schon bekannt war. Durch enge Gassen, an Häusern die wohl schon vor Jahrhunderten gebaut wurden führte uns der Weg bergauf und bergab, wir machten ein paar schöne Bilder vom Ort. Nach ca. 2 Stunden fuhren wir zum Campingplatz zurück. Bevor wir zum Pool gingen, machten wir noch eine kleine Brotzeit. Die Wassertemperaturen hier im Pool waren frisch aber nicht unmöglich, man konnte es durchaus genießen.

Heute war der letzte Tag hier an der Ardeche, wir haben unsern Aufenthalt hier um einen Tag abgekürzt. Wir müssen noch unser Wohnwagen-Vordach herunter holen, was eigentlich keine große Aktion ist und diverse Geräte noch aufladen. Was mir aber mehr Sorgen machte, wir wussten immer noch nicht , ob ein Ladestrom vom Auto zum Caravan / Kühlschrank ging oder ob mein kleiner Akku wieder herhalten musste – Dumme Situation.
Auf jeden Fall wollen wir den heutigen Abend noch einmal genießen mit Steak und Würstchen Grillen und Wein trinken oder für mich mit einem Sangria – mal schauen.

Samstag, 22.Juni 2013

Heute ist unsere Abfahrt nach Saint Remys de Provence, um 9:30 geht’s los, es sind ca. 120 km und schätzungsweise 2,5 Stunden werden wir dazu benötigen. Bei VallonPont-d’Arc fahren wir über die Ardechebrücke in Richtung des kleinen Dorfes Barjac und der Kleinstadt Bagnol sur Ceze, es ist eine sehr schöne Strecke, kurvig schmal und auch holprig.

Das erste Malheur ist uns dann in Villeneuve-les-Avignon passiert, wo wir in einem Kreisverkehr ins Gewerbegebiet hineinfuhren statt auf der Zubringer-Straße zu bleiben. Das zweite Malheur, bei der Ausfahrt in Avignon-Süd gleich hinter der Rhonebrücke. Das gleiche Problem wie schon im letztem Jahr, ich bin statt gleich rechts abzubiegen ein paar Meter zu weit gefahren. Jetzt muss ich nochmals zurück über die Brücke fahren um im zweiten Anlauf die gewünschte Abzweigung in Richtung Arles zu erreichen. Die restliche Wegstrecke nach St. Remy… ging dann problemlos, bis auf die Holper-schwellen (Geschwindigkeit) am Ortsanfang von Saint Remy… an die man sich einfach gewöhnen muß. Um 12:15 haben wir unser heutiges Ziel erreicht den Camping Monplasir**** in der Provence.

Die Sonne schien, der Himmel war blau, ein leuchtendes Licht, das man so einfach nicht beschreiben kann. Unser Stellplatz vom letzten Jahr war frei, aber leider nur für einen Tag, so suchten wir uns einfach den übernächsten Platz mit der Nummer 70 aus . Was uns gleich auffiel, es waren sehr viele Urlauber da, die wir vom letzten Jahr her noch kannten. Der Holländer, der Schweizer, der Däne und der Belgier und zu guter Letzt auch der Franzose aus der Picardie.
Die meisten waren Stammgäste die jedes Jahr an die 6 Wochen hier verbrachten. Da konnte man schon neidisch werden, so viele Wochen hier, in diesem intensiven und zugleich weichen Licht der Provence das ja bekanntlich viele berühmte Maler Picasso, Matisse, Renoir, Chagall und auch Vincent van Gogh inspirierte.

Sonntag, 23. Juni 2013

Heute Morgen wollen wir einen Ausflug durch und hinter die Alpilles machen, den kleinen Gebirgszug aus Kalkstein der sich gleich hinter Saint-Remy-de-Provence befindet. Er ist ca. 300-500 Meter hoch, etwa 30 Kilometer lang und 10 Kilometer tief/breit, zeichnet sich dafür durch sehr schroffe Felsen aus, er ist Optisch ein Gedicht. Als Weg habe ich mir diesmal eine kleine Straße die D27 ausgesucht, die ein paar Kilometer hinter Saint-Remy-de-Provence abbiegt. Zuerst ist es eine ganz normale Landstraße die durch Kiefernwälder führt, plötzlich aber kommen die Felsen der Gebirgskette. Nach einigen Kilometern durch das karge Gebirge bekommen wir eine wahnsinnig tolle Aussicht nach Süden zu sehen, unter anderem auch nach Le Baux den Ort, sowie das Chateau Le Baux. Diese Festung gehörte den Herren von Le Baux das ein arrogantes und mächtiges Geschlecht das im Mittelalter im ganzen Süden Frankreichs verschwägert war. Die Herren hatten die Angewohnheit missbillige Gäste vom Burgfelsen zu stürzen Bei einer Abwesenheit der Burgherren wurde die Festung von Kardinal Richeleu 1632/33 geschleift

Im Mittelalter war Les Baux das befestigte Zentrum einer mächtigen Feudaldynastie, die über 79 Orte in der Umgebung herrschte. Das Fürstenhaus Les Baux leitete seine Herkunft von einem der Heiligen Drei Könige, Balthasar, ab und führte deshalb den Stern von Betlehem in seinem Wappen. Nach dem Einsatz auf der Seite Frankreichs gegen Spanien konfiszierte Spanien Gebiete der Familie Grimaldi. Durch den am 8. Juli 1641 geschlossenen Vertrag von Peronne, der jede französische Einmischung in die Regierung oder Justiz Monacos ausschloss, erhielt die Familie Grimaldi dafür als Ausgleich vier Lehen in Frankreich, darunter Les Baux, aus dem die Grimaldis zuvor die Spanier vertrieben hatten.

Nach dieser grandiosen Aussicht stellten wir unser Auto in der Nähe des Ortes Le Baux ab und gingen zu Fuß in das nette Dorf hinauf. Streiften durch die schmalen Gassen und schauten uns die vielen Auslagen vor den Souveniershops an. In einem kleinen Terrassenbistro tranken wir Rotwein und essen mit Genuss die köstlichen Crepes mit Zucker und Marmelade. Vom Kirchplatz von Les Baux-de-Provence, am Rande des Felsplateaus hat man einen schönen Ausblick ins Tal. Hier steht auch die kleine Pénitents Blancs Kapelle aus dem 17. Jahrhundert. Das Innere der Kapelle, ist mit Fresken von Yves Brayer (1974) geschmückt, die das Weihnachtsfest der Schäfer in der provenzalischen Tradition zeigen. Hier findet offensichtlich gerade ein Bastelkurs statt. Über zwei Stunden verbringen wir im Dorf, obwohl wir im letzten Jahr schon einmal hier gewesen waren. Für unsere Tochter Alexandra finden wir eine hübsche Wanduhr im Provencalischem Stil, und auch wir gehen nicht Leer aus. Ein Dachziegel mit einem gemalten Motiv darauf, hat es uns angetan. Da es jetzt mittlerweile schon über 13:00 Uhr geworden war, haben wir die Tour für heute abgekürzt und fahren nach Saint-Remy-de-Provence zurück .

Auf unserem Rückweg über die D5 kommen wir beim Kloster Saint- Paul -de-Mausole vorbei, das sich am Ortsrand von St. Remy… befindet. Im Sanatorium des Klosters Saint-Paul-de-Mausole hier in Saint-Rémy-de-Provence wird Vincent van Gogh von Mai 1889 bis Mai 1890 psychiatrisch behandelt. In dieser Zeit hat er über 100 Zeichnungen und 150 Bilder gemalt, man kann sie hier überall als Kunstdruck auf den Wegen und im Klostergarten sehen. Ebenso ist seine Kammer zu sehen, und in einem Nebenraum sind zwei Badewannen ausgestellt, eine davon mit einem Holzdeckel zum abschließen, wo die Patienten damals wohl ruhig gestellt wurden. In dem schönen Garten mit der kleinen Hütte eines der berühmtesten Motive van Goghs, wo der Lavendel so traumhaft blüht waren wir zum Schluss unseres Rundgangs. Das Kloster ist auch heute noch eine Nervenheilanstalt in der die Patienten mit der Malerei therapiert werden.


Dann fahren wir zum Campingplatz zurück, als erstes trinken wir einen Cappuccino und essen dazu ein Stück Kuchen. Wir wollen noch unbedingt zum Schwimmbad gehen um eine Runde zu schwimmen und am Beckenrand auf einer der unzähligen Bade-liegen zu Relaxen. Erst am späten Nachmittag gehen wir zum Caravan zurück, der Wind genannt ( Mistral ) hatte sich mittlererweile stark aufgefrischt, so dass wir aus Angst um unser Sonnendach es schnell einrollten. Nach dem Abendessen und zwei Gläsern Weizen bzw. einem Landwein für meine Frau, der hier vom Campingplatz stammt und ganz ausgezeichnet schmeckt, gehen wir ins Bett.

Montag, 24. Juni 2013

Für heute Morgen haben wir eine größere Tour hinter die Alpilles vorgesehen. Gegen 10:30 fahren wir vom Campingplatz weg, durch St. Remy… und überqueren auf der D 5 die Alpilles. In Maussane einem kleinen Ort gleich hinter den Alpilles ist das Zentrum des heimischen Olivenanbaues. Hier kaufen die Spitzen-Köche Frankreichs ihr Olivenöl ein. Gleich nach dem ersten Kreisverkehr im Ort geht es scharf links in die D78 eine kleine Strasse hinein. Hier beginnt unser Schleichweg der an der Südseite des kleinen Gebirgsmassifs vorbei führt. Links und rechts der Straße sind Olivenfelder in schier unendlicher Zahl. Wir besuchten noch ein altes Olivengehöft Mas de Bouto…, schauten uns hier um, aber die Preise sind ansprechend. Die Flasche Olivenöl beginnt bei ca. 18 Euro, aber solche Feinschmecker sind wir dann doch nicht. Weiter geht es von West nach Ost an den bizarren Felsspitzen der Alpilles vorbei, ein grandioser Anblick der uns immer wieder aufs neue begeistert.

Dieses Mal nehmen wir die Route nach Eygalieres, das ist ein kleines Dorf östlich des Gebirges. Hier machen wir noch einen kleinen Rundgang, bevor wir die Kapelle Sainte Sixte besuchen die etwas außerhalb des Ortes liegt.

Und weiter geht es auf die Hauptstraße nach St. Remy… zurück. Dort wollten wir noch das Haus von Caroline von Monaco – Le Mas de la Source – finden. Es ist nicht ganz einfach sich hier in St. Remy zurecht zu finden, alle paar Meter gibt es hier einen Kreisverkehr, aber wir haben es geschafft mein Gespür hat sich bewährt. Wir sind vor dem Grundstück der Prinzessin gestanden, es ist natürlich alles mit einer hohen Mauer umgeben, hier sieht man nicht rein. Aber das ist Nebensache, Hauptsache ich hab es gefunden.
Nach ein paar Jahren habe ich heraus gefunden, dass wir nicht vor ihrem Grundstück gestanden sind, wir waren aber in allernächster Nähe.

So fuhren wir dann befriedigt heim und tranken gemütlich eine Tasse Cappuccino und dazu einem Stück Kuchen vor dem Caravan. Leider hat der Mistral noch weiter zugenommen, der Wind kommt immer wieder in starken Böen. Es macht kaum noch Spaß draußen zu sitzen, zum Abendessen bleiben wir noch draußen. Nach 20:00 machen wir uns jetzt im Wohnwagen gemütlich, und trinken noch ein paar Gläschen Wein und dann geht es ab in die Koje.

Dienstag, 25.Juni 2013

Wir fahren heute nochmals nach Le Baux es ist einfach schön hier, der kleine Ort hat Leben, zumindest Tagsüber. Nach Geschäfts-Ende am Abend leben hier nur noch knapp über 20 Einheimische, der Rest sind Auswärtige die hier nur Ihr Geschäft betreiben. Das Interessante hier ist, auf kleinstem Raum sind hier Bistros, Läden oder sonstiges entstanden, wirklich toll.

So verbringen wir ein paar Stunden hier, danach fahren wir zum Campingplatz zurück. Wir haben immer wieder mit dem Gedanken gespielt unsern Wohnwagen wegen dem starken Mistral auf dem Stellplatz zu drehen, wissen aber noch nicht wie er stehen soll, dass es einen Sinn erfüllt. Wir probieren es, stellen den Wagen so um dass er uns einen Windschatten gibt. Das klappt einigermaßen. So genießen wir den restlichen Nachmittag, der Wind lässt nicht nach, aber wir sind jetzt einigermaßen geschützt. Baden konnten wir leider nicht mehr, es ist einfach zu kalt mit dem Mistral, so heftig haben wir Ihn bisher nicht kennengelernt. Aber einmal reicht auch. Abends saßen wir noch draußen, meine Gattin trank Ihren Landwein vom Campingplatz der sehr süffig ist, und ich trinke ein paar Gläser mit Sangria, es ist zwar nicht stilecht aber was solls.

Mittwoch, 26.Juni 2013

Heute ist Markttag in Saint-Remy-de-Provence, wir sind nach unserem Frühstück gegen 10:00 zu Fuß in die Stadt man braucht ca. 20 Min. bis ins Zentrum. Der Markt ist zur Hälfte in Naturalien und der Rest in Kleidung und Porzellan und sonstigen Krimskram bestückt. Beeindruckend waren die vielen Stände mit den verschiedenen Oliven oder Käsesorten. An einem Stand probierten wir die verschiedenen Salami-sorten und kauften im Anschluss eine Auswahl derselben. Für unsere andere Tochter nahmen wir Salami mit Oliven und Nuss mit, dazu noch eine weitere Salami mit Käse. Anschließend verbringen wir noch eine Zeitlang in einem Strassencafe direkt an der Hauptstraße, es war sehr gut besucht. Ein kleines Glas Rotwein kostete hier 5 Euro, das ist schon ein erheblicher Preis, aber vielleicht in Frankreich normal.

Um die Mittagszeit gehen wir dann zum Campingplatz zurück, hier vernaschten wir einen Becher mit Joghurt und einen Pudding plus einer Flasche Radlerbier. Um zwei Uhr entschlossen wir uns zum Pool zu gehen, er war heute fast leer, es gab also kein Platzprobleme. Mit der Zeit wurde es sehr warm, und das Schwimmbad wurde wieder voller. Nach ca. 2 Stunden gehen wir wieder zum Stellplatz zurück, um eine Tasse Cappuccino zu trinken. Anschließend wollen wir noch unser Auto tanken im Intermarche (Supermarkt), hier sind die Benzinpreise halt immer etwas billiger als an einer normalen Tankstelle oder an der Autobahn.

Heute ist leider unser letzter Tag hier im Camping Monplasir, wir wollen zum Abschluss unseres Aufenthaltes hier in der Provence noch einmal Grillen.

Donnerstag, 27. Juni 2013

Unser heutiges Ziel ist die Cote Azur in der Gegend zwischen La Ciotat und Toulon östlich von Marseille. Um 9:45 haben wir unseren Lieblingsplatz hier in Saint-Remy-de-Provence verlassen. Wir wissen nicht was uns da erwartet am Meer, gutes oder schlechtes. Ces la vie; das einzige was bisher bekannt ist, das Wetter ist nicht so stürmisch. Der Mistral spielt hier anscheinend keine so große Rolle. Unsere Fahrt verläuft gut, der Weg ist ja kurz nur etwa 130 km aber dafür Mautstellen, drei Stück an der Zahl zweimal 5,60 € und einmal 3,30 € für das kurze Stück müssen wir bezahlen, abgesehen vom Zeitfaktor. Die Landschaft ist sehr schön hier, aber als wir dann in St. Cyr-sur Mer angekommen sind, bewahrheitet sich was ich befürchtet habe. Die Wegweiser zum Campingplatz sind praktisch gar nicht vorhanden, zweimal fahren wir durch den engen Ort auf der selben Route ohne Ergebnis. Bis wir dann eine nette Frau finden, die uns dann in die richtige Richtung weist. So ist das ganze keine Kunst mehr und nach ein paar Kilometern haben wir den Campingplatz Close Saint Therese erreicht. Aber mit den ganzen Mautstellen und der Suche nach dem Campingplatz haben wir fast 3 Stunden gebraucht, also eine ganze Stunde mehr als eigentlich notwendig.

Der erste Eindruck vom Campingplatz ist, er hat eine schöne Lage, na wie soll man sagen er ist sehr steil am Hügel gebaut. Die Beschattung ist sehr dicht und besteht aus lauter Kiefern und Zypressen. Unser Caravan wird mit einem Traktor an den Stellplatz gezogen, obwohl wir nicht allzu weit oben am Hang sind. Allerdings der Weg den der Traktorfahrer nimmt ist nicht ganz ohne, alles sehr eng und die Einfahrt auf den Stellplatz wäre ich mit dem Auto und dem Caravan nicht hinein gekommen. Nachdem der Wohnwagen vom Traktor abgehängt ist, drehe ich die Kurbelstützen des Caravans mit dem Akkuschrauber herunter. so sind wir im Nu fertig. Im Anschluss daran nehmen wir ein paar Häppchen zu uns, und trinken dazu noch ein Glas Radler. Wir verzichten auf das Ausrollen unserer Markise, da die hohen Bäume um uns herum für den notwendigen Schatten sorgen. Ich will später am Nachmittag noch ein paar Zeilen für mein Reisetagebuch schreiben, das schreibt sich auch nicht von allein.

Als erstes sehen wir uns den Pool an, mein Eindruck dazu: der Fotograf hat eine gute Arbeit geleistet, der Pool ist wohl um einiges kleiner als in den Internet-Fotos dargestellt. Trotz allem verbringen wir eine gute Stunde in der Badeanlage. Etwas später machen wir noch eine Platzbesichtigung, es gibt viele Mobilhomes hier am Platz und die Caravans sind so wie wir meistens im unteren Platzteil platziert. Es gibt einige Toilettenhäuschen aber sie sind in gutem Zustand, wir benutzen so eine Art Sanitäreinheit mit sechs Kabinen. Der Campingplatz ist im Allgemeinen sehr gut beschattet, man muss den einzelnen Sonnenstrahlen die an den Bäumen vorbei kommen, schon nachlaufen.

Freitag, 28. Juni 2013

Heute morgen wollen wir nach Cassis das ist eine kleine Stadt direkt am Meer fahren, sie ist vom Campingplatz aus ca. 25 km entfernt. Kurz vor der Stadteinfahrt fahren wir noch nach links eine steile Straße auf den Berg hinauf. Hier geht eine Landzunge ins Meer hinaus, die Straße geht bestimmt 10 km in engen Kehren in die Höhe. Der Ausblick an den verschiedenen Punkten ist grandios, man sieht einerseits nach La Ciotat eine etwas größere Hafenstadt und auf der anderen Seite auf die schöne Bucht von Cassis. Das Meer ist tiefblau und an manchen Stellen näher am Ufer tiefgrün. Die Felsen hier sind sehr steil und es geht abrupt in die Tiefe. Wir kommen mit einem Motorradfahrer aus Nürnberg ins Gespräch, der mit seinem Motorrad eine Tour durch den Süden Frankreichs macht.

Bild rechts: ganz Mutige

Im Anschluss fahren wir wieder den Berg nach unten, wir wollen noch zum Hafen von Cassis, mit dem Auto fahren wir Richtung Zentrum. Aber der Verkehr ist stark und kein Parkplatz in Sicht. Dann plötzlich stehen wir, nach einer Weile geht es wieder weiter. Kein Hafen und kein Zentrum in Sicht, plötzlich sind wir bei einem Spielcasino gelandet. Hier sind Parkplätze, so glauben wir wenigstens – ein Königreich für einen Smart – aber auch hier ist alles voll. Wir fahren weiter, ein Schild, zu einem Parkplatz, ein Polizist winkt uns gleich ab. Der Ort ist völlig überlaufen, nach einem längerem Disput fahren wir leicht frustriert zum Campingplatz zurück. Wir hatten heute Morgen beim Frühstücken einen blauen Himmel, als wir dann am Aussichtspunkt bei Cassis angekommen sind, war es ziemlich bedeckt und hier am Campingplatz ist es dann wieder sonnig. So gehen wir nach einem kurzen Pause zum Pool hinauf. Am spätem Nachmittag machten wir nochmals einen Spaziergang. Bei unserem Campingplatz gegenüber, ein paar hundert Meter von der Straße entfernt befindet sich ein Golfhotel das zugleich ein Weingut ist. Dem wollen wir noch einen Besuch abstatten.

Anschließend gab es noch Abendessen und mit einem Glas Wein aus Saint Remy-de-Provence beschließen wir den heutigen Tag.

Samstag, 29. Juni 2013

Wir fahren heute morgen nach Bandol ans Meer, damit meine Frau endlich einmal die Côte d’Azur kennenlernt. Bandol ist eine kleinere Hafenstadt am Mittelmeer (Côte d’azur) mit einem beträchtlichen Angebot an Bootsliegeplätzen, immerhin an Platz 9 der Sporthäfen hier in Frankreich. Ein paar Schiffe haben wir schon gesehen, die wohl einen Preis von 10 Millionen überschreiten. Die Promenade macht einen guten Eindruck, hier reihen sich wie wohl überall an der Küste, Cafes, Bistros und Restaurants. Bei einem der vielen Bistros haben wir mal den Preis für ein Omelett Natur mit 11 Euro festgestellt. Auch sonst sind die Preise hier bestimmt ein Viertel höher als anderswo. Nach einem zweistündigen Spaziergang an der Promenade entlang und in den anschließenden Straßen, haben wir das Zentrum von Bandol wieder verlassen.

Wir wollen noch an einem Supermarkt unser Auto volltanken und ein paar Kleinigkeiten zum Essen einkaufen. Anschließend fahren wir zum Campingplatz zurück um noch etwas Sonne zu genießen, die sich heute aber immer wieder kurz hinter den Wolken versteckte. Wie jeden Abend bläst auch heute wieder der Mistral um unsere Nase. Nach dem Abendessen machten wir einen Spaziergang über den Ca.-Platz, wo uns ganz idyllische Plätze mit Blick auf das Meer gefallen haben. Und wieder rückt das Ende unseres Urlaubes immer näher.

Sonntag, 30. Juni 2013

Hurra, wir fahren heute Morgen zum Baden an die Côte d’Azur ( Bandol ). Ein frei zugänglicher Strand ist gleich neben dem Parkplatz, wo wir gestern schon parkten. Wir sind gleich um 10:00 los gefahren, der Parkplatz war schon gut gefüllt aber für uns reichte es auch noch. Der Strand war herrlich, und die Sicht grandios, heute ist wohl der schönste Tag seit wir hier am Meer sind. Den ganzen Tag ein strahlend blauer Himmel und herrlicher Sonnenschein. Wir waren dann bis kurz nach 13:00 hier geblieben und fahren dann zum Ca.-Platz zurück.

Hier verbrachten wir den restlichen Nachmittag. Unsere Tochter Raphaela schickte uns noch ein SMS mit dem Hinweis, dass ihre Schwiegermutter Dagmar heute Geburtstag hat. Worauf wir die herzlichsten Geburtstagsgrüße nach Stuttgart schickten. Am späten Nachmittag sind wir dann noch nach Castelet gefahren, das ist ein Idyllischer kleiner Ort im Hinterland auf einem Hügel gelegen. Der ganze Ort besteht eigentlich nur aus lauter kleinen und netten Geschäften, auch die Aussicht von hier war grandios, man konnte von hier sogar bis zum Meer sehen.

Nach einem ausführlichen Spaziergang durch das hübsche Dorf und einem guten Glas Wein kehren wir zum Campingplatz zurück. Heute Abend gibt es eine Pizza vom Ca.-Platz, mal sehen wie sie schmeckt. Also für Französische Verhältnisse war sie recht gut, der Käse war aus Emmentaler leicht süßlich. Schade – Pilze – waren nicht zu sehen, aber ansonsten recht ordentlich.

Montag, 01. Juli 2013

Es ist Montagmorgen: heute ist unsere Abfahrt aus dem Ca.-Platz an der Cote Azur, unser Caravan wird wieder mit einem Traktor nach draußen gezogen. Aber erstmals müssen wir warten, 9 Uhr war ausgemacht um 9:30 kam dann der Traktor, und gute 10 Minuten später kamen wir endlich weg. Unser Weg geht nach Norden zum Campingplatz Soleil Fruite im Department Drome. Eigentlich sind wir hier schon Stammgäste, wir sind bestimmt insgesamt 5 mal oder mehr hier gewesen. Wir haben etwa 267 km zu fahren, 3:45 Stunden brauchen wir dazu. Die Strecke von der Küste bis nach Avignon ist interessant, den Rest des Weges kennen wir recht gut. Bei Montellimar sind einige Lavendelfelder noch in voller Blüte, einfach toll.

Um 13:15 kommen wir am Campingplatz an, er ist fast voll belegt, aber wir bekommen trotz allem noch einen riesigen Stellplatz. Hier könnte man ein großes Haus drauf bauen. Das Wetter ist sonnig und sehr heiß, und im Nu ist der Wohnwagen inclusive dem Sonnendach aufgestellt. Unsere Freizeit kann beginnen, als erstes machen wir eine kleine Mittagspause mit etwas Käse und Schinken dazu ein Glas Radler. Später gehen wir noch zur Poolanlage. Die Besitzerin hat die schöne Badelandschaft noch um ein weiteres überdachtes Becken erweitert.

Dienstag, 02. Juli 2013

Um etwa 7:30 stehen wir auf, es gibt ein reichhaltiges Frühstück, das wie gewohnt aus Käse und Schinken diversen Marmeladen und manchmal auch ein Frühstücksei besteht. Danach machen wir einen größeren Spaziergang vom Platz weg, unterwegs vorbei an den Aprikosenfeldern, die leider noch nicht zum Essen reif sind. Aber dafür gibt es Pfirsiche, die sind pflückreif.

Meine Frau klaut einen ganzen Rucksack voll der schönen Früchte, jeder will ja versorgt sein, die Kinder daheim und unsere Nachbarin die Waltraut Zie…., auch die bekommt ein paar der Pfirsiche. Da ist der Rucksack bald wieder Leer. Nach knappen eineinhalb Stunden sind wir wieder am Platz zurück, genießen ein Glas Radler und vertreiben uns die Zeit mit Lesen und sonstigem, gegen Mittag gehen wir noch zum Pool. Heute ist es nicht mehr so heiß wie gestern, es sind auch immer wieder Wolken zu sehen. Für Mittwoch Vormittag ist Regen angesagt, danach leichte Bewölkung. Unsere Überlegung ist ob wir dann vorzeitig abreisen, wenn der Tag nicht so schön wird, hier noch einfach rumhängen ist dann auch blöd.

Mittwoch, 03.Juli 2013

Heute Morgen zwischen 5:00 und 7:00 Uhr hat es tatsächlich geregnet, der Himmel ist stark bewölkt, nur manchmal sieht man ein Stück blauen Himmels. Wir überlegen immer noch, ob wir bleiben oder heimfahren sollen, das Wetter wechselt immer wieder. Wir hatten schon am Vorabend den Tisch und die Stühle ins Auto gepackt, da wir unser Sonnendach wegen des starken Windes auch schon einen Tag früher eingerollt hatten. Plötzlich fiel die Entscheidung, wir fahren heim, ich entsorgte die Toilette und meine Frau ging noch zum Geschirr spülen. Danach gehen wir gemeinsam in die Rezeption um unsere Rechnung bezahlen. Als nächstes mit dem Akkuschrauber die Kurbelstützen vom Caravan hochdrehen, das Stromkabel abnehmen und schon waren wir fertig zur Abreise.

Um 10:50 verließen wir den Campingplatz, der Reiseverkehr war angenehm, auf einem Rastplatz bei Annecy machten wir unsere erste Rast. Dann fuhren wir weiter Richtung Genf auch das ging reibungslos. Um Bern war sehr reger Verkehr, die Schweiz ist ja so klein dass ein Verkehrstau sehr weit reicht, fast von einer Großstadt zur anderen Großstadt. Tanken wollten wir auf der Raststätte Grauholz kurz hinter Bern, auf unserer Straßenseite war aber nur noch Baustelle zu sehen, hier war die alte Raststätte schon vollständig abgerissen. Wir mussten also auf die andere Seite hinüber, die Zufahrt ging über eine Brücke auf die andere Seite der Autobahn. Hier kamen aber auch die Fahrzeug von dieser Seite auf die Tankstelle, ziemlich chaotisch das Ganze. Und weiter ging die Fahrt Richtung Zürich, im Großraum der Stadt war natürlich genau so ein Stau. Wir brauchten ca. 1 Stunde bis wir hier durch waren. Übernachten wollten wir am Rasthof Kempthal, hier gibt es ein Luxusrestaurant, für uns allerdings wieder nur zum Anschauen. Der Rasthof war aber genau so wie letztes Jahr überfüllt, keine Chance hier einen Platz zum Übernachten zu bekommen.

Als letzte Rettung für unsere heutige Übernachtung war die Raststätte Forrenberg, ca. 20 km weiter. Hier bekommen wir Platz und stellten unsern Wohnwagen ab. Nach einem gemütlichen Abendessen und einem kühlen Weizen ging auch dieser Tag hier zu Ende. Ach ja mittlerweile regnete es immer mehr.

Donnerstag, 04.Juli 2013

Donnerstagmorgen: Wir sind ca 180 km entfernt von daheim im Bereich der Stadt Winterthur. Geschlafen haben wir gut, es regnet in Strömen auch das ist ein Zeichen, dass wir uns der Heimat nähern. Ein kurzes Frühstück dann fahren wir los, um 8:50 sind wir schon in Bregenz, ein letztes Mal billiger Benzin tanken. Auch das gehört zu unserer Philosophie – einfach preisbewusst tanken zb. in Supermärkten, die größten Kosten unserer Reisen entstehen ja auf der Straße. Bei der Ausreise sind wir durch den Pfändertunnel gefahren, das sind 2 Euro für den Weg das ist ok. Heute geht es mitten durch die Stadt, wir müssten heute ein 10 Tage Pickerl kaufen, nur für einmal Tunnel fahren. Für die ganze Durchfahrt von Bregenz einschließlich unser Auto volltanken brauchen wir ca. 45 Minuten. Nach der Uferstraße in Richtung Lindau geht es dann auf die deutsche Autobahn, die Heimat ruft. Man merkt es daran, es regnet immer mehr. Vor dem Autobahnkreuz in Memmingen kommt ein Wolkenbruch vom Himmel, wir sind daheim. 10:25 Uhr stehen wir in Ottobeuren vor unserer Haustür.

Fazit unserer Reise: Ein schöner Urlaub, tolles Wetter in drei Wochen hatten wir nur einmal ein paar Tropfen Regen an der Ardeche. Unsere Tour ist gelungen, die verschiedenen Anlaufstellen bzw. Campingplätze sind alle Positiv zu bewerten. Negativ als solches wäre: Wir hatten leider dieses Jahr einen starken Mistral, der Wind hätte schon schwächer sein können. Aber, wir kommen wieder. Ich werde einzelne Stationen austauschen, wir haben für nächstes Jahr einen neuen Campingplatz gefunden. Im Bereich der Provence gehen wir vielleicht mal mehr in die Berge oder ans Meer, man wird es sehen. Adieu Frankreich.

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