Unsere Nordlandkreuzfahrt 2025

mit der Vasco Da Gama

Seit vielen Jahren schon, möchte meine Frau eine Kreuzfahrt nach/in Norwegen machen. Die Postschifffahrt mit Hurtigruten wäre eine Option gewesen, aber das Preisleistung-Verhältnis hat mich immer etwas abgeschreckt. Dazu kommt das kühle Klima, ich bin kein Freund davon. Aus diesem Grund fahre ich lieber in die Karibik oder ins warme Südostasien.

Montag, den 06. Oktober 2025

Es ist Sonntagabend kurz vor Mitternacht als unser Schwiegersohn uns mit seinem Auto von unserem Wohnort in Ottobeuren nach Memmingen-Nord zur Esso-Tankstelle / vormals OMV -Tankstelle an der Europastraße 3 bringt. Wir sind offensichtlich die einzigen Gäste, die hier auf den Bus warten. Wenig später es ist jetzt Montag um 00:30, fährt auch schon ein Bus in das Tankstellen-Gelände ein. Wir steigen in einem komfortablen Reisebus der Firma“ Komm mit “ den unser Reisebüro die Fa. Holdenried aus Wangen/vormals in Heimenkirch gechartert hat. Etwas erstaunt sind wir schon, ganze 10 Fahrgäste sitzen im Bus. Ein paar Minuten später kommt ein weiterer kleiner Bus und bringt weitere 5 Fahrgäste aus dem Raum Ravensburg / Friedrichshafen. Mit also 15 Fahrgästen startet unsere Transferfahrt in Richtung Ostsee.
Unser heutiges Ziel ist der Ostseehafen in Kiel. Laut Google Maps sind das gute 850 Kilometer, bis wir an unserem Zielort angekommen sind. Unsere Ankunft in Kiel ist für die Mittagszeit gegen 12:00 vorgesehen. Das Einschiffen soll laut Plan erst ab 15:00 beginnen, nach Auskunft von Nicko Cruises können die Gäste von Holdenried Reisen aber schon früher an Bord gehen.
Auf der Raststätte Riedener Wald es ist jetzt 3:10 wird unser Busfahrer ausgetauscht, da er seine tägliche Lenkzeit anscheinend schon ausgeschöpft hat. Es warten 2 Kollegen in einem Kleinbus, wovon einer der beiden anderen Fahrer seine persönlichen Daten in unserem Reisebus gespeichert hat. Früher gab es einen analogen Fahrtenschreiber, heute geht alles Digital. Nach einer genau vor-geschriebenen Pause geht unsere Fahrt nach Norden weiter. Es regnet immer wieder mal, die Fahrt wird für unseren Busfahrer bestimmt nicht angenehm. Auch wir sind etwas Müde, hoffen aber bis in ein / zwei Stunden wenigstens ein kurzes Schläfchen zu machen.

Mittlerweile ist es kurz nach 7:00, wir sind an der Raststätte Hildesheimer Börde Ost angekommen. Es ist eine halbe Stunde Rast zum Toilettengang sowie Kaffee trinken oder ähnliches vorgesehen. Der Verkehr auf der Autobahn A7 ist bis jetzt recht angenehm und Ruhig. Aber das wird sich wohl bald ändern, wenn wir erst Hannover erreichen, und dann weiter Richtung Hamburg fahren werden. Kurz vor 9:00 erreichen wir die Autobahn-Abfahrt Soltau-Süd, hier geht es auf der rechten Straßenseite zum Südsee-Camping in Wietzendorf. Den wir in vergangenen Jahren schon mehrmals besucht haben. Bis Hamburg sind es jetzt nur noch etwa 75 Kilometer, das wir um 9:30 erreicht haben.

Der Hafen von Hamburg ist Deutschland größter Seehafen und beinhaltet 4 moderne Kreuzfahrt-Terminals. Das Cruise Center Altona steht seit 2011 zur Verfügung und ist für die kleineren Kreuzfahrt-Schiffe vorgesehen, das Cruise Center Steinwerder (2015) sowie das Cruise Center Hafencity (2025) ist für die großen Kreuzfahrtschiffe von und bis 340 Metern Länge vorgesehen und das Cruise Center Baakenhöft ist wiederum für etwas kleinere Kreuzfahrtschiffe gedacht.
Der Hamburger Hafen verfügt ebenso über 4 moderne Containerterminals, darunter den HHLA Container Terminal Altenwerder GmbH, der zu den modernsten Terminals seiner Art zählt. Das HHLA Container Terminal Tallert GmbH, den HHLA Container Terminal Burchardkai GmbH und den EUROGATE Container Terminal Hamburg

die oberen Bilder sind der Website Hafen-Hamburg entnommen

Die A7 führt durch das westliche Hafengelände, wir passieren die Auffahrt zur Köhlbrandbrücke auf der linken Seite. Rechts von uns fahren wir am EUROGATE Container Terminal Hamburg sowie gleich danach am HHLA Container Terminal Burchardkai vorbei. Im Anschluss geht es durch den 3,3 Kilometer Neuen Elbtunnel der sich bei mittlerem Tidehochwasser durchschnittlich 28 Meter unter der Elbe befindet. Am rechten nördlichen Ufer der Elbe befindet sich der Museumshafen Oevelgönne eV, von dem wir aber leider nichts sehen können. Die A7 führt westlich von HH-Altona vorbei, wir sehen die Wegweiser zum Volksparkstadion, wo der Hamburger SV spielt. Zur Rechten Seite geht es zum Flughafen Hamburg Fuhlsbüttel, sowie der Tierpark Hagenbeck ist fast neben der Autobahn. Von Hamburg-Stellingen sind es nur noch 90 Kilometer bis zum Cruise Terminal Ostseekai in Kiel.

Der Hafen von Kiel / Kieler Förde

Am Hafen angekommen sehen wir am Schwedenkai die Stena Germanica 51.837 BRZ stehen, ein Fährschiff das zwischen Göteborg/Schweden und Kiel verkehrt. Gleich dahinter steht die Color Fantasy, die zusammen mit der Color Magic das größte Kreuzfahrtschiff mit einem Fahrzeugdeck auf der Welt ist. (Sie ist 224 Meter lang und hat eine Bruttoraumzahl von 74.500 BRZ und Platz für 2.400 Passagiere) sie ist daher noch um einiges größer als unser Kreuzfahrtschiff die Vasco Da Gama.

Cruise Terminal Ostseekai

Um 11:00 sind wir dann am Parkplatz des Terminals Ostseekai LP 27 /28 angekommen. Wir müssen etwas warten, unser Busfahrer möchte noch nachfragen, durch welche Türe und in welchem Terminal wir mit unserem Gepäck gehen müssen. Nachdem dies geklärt ist, gehen wir mit unseren Koffern in die vollständig in Glas verkleidete Halle, wo wir gleich im Eingangsbereich unsere großen Reise-Koffer abgeben können. Vor uns liegt die Vasco Da Gama die auf den ersten Blick einen guten Eindruck auf uns macht. Gleich rechts daneben liegt die MSC Poesia; die mit Ihren 92.627 BRZ und 293 mtr. Länge wohl im Moment das größte Schiff hier im Hafen ist.
Wir fahren mit einer Rolltreppe in die erste Etage hinauf, wo wieder Erwarten der Check In schon um 12:30 (mit Foto und Bordkarte) und die Personenkontrolle gleich darauf stattfindet. Im Anschluss müssen wir in einem großen Warteraum mit Blick auf den Hafen einige Zeit verbringen, weil wir leider noch nicht auf unser Schiff können. Anscheinend sind einige Passagiere von der vorherigen Kreuzfahrt immer noch an Bord, wie wir sehen können.

In der Woche vor unser Ankunft in Kiel lag die AidaNova, sowie die AidaLuna und die Mein Schiff 3 hier am Ostseekai LP 27 mit seinem vollständig in Glas verkleideten Terminalgebäude.

Kurz vor 13:00 ist es dann soweit, über eine lange Zugangsbrücke können wir unser Kreuzfahrtschiff die Vasco Da Gama über Deck 5 betreten. Da ich mich im Vorfeld schon gut informiert habe, gehen wir gleich im Treppenhaus des Schiffes eine Treppe hinunter bis auf Deck 4. Wir haben nur unser Handgepäck, das sind ein Rucksack und ein kleiner Koffer dabei. An unserer Kabine 4027 steht die Türe offen, offenbar ist sie schon freigegeben. Wir sind Optisch sehr zufrieden mit unserer Kabine, sie ist größer als erwartet, und die Einrichtung macht einen guten und wertigen Eindruck.

In meinem großen Rucksack befinden sich nur Technische und verschiedene andere Sachen wie Medikamente usw. Wir nehmen als erstes die Ladekabel heraus, um unsere Handy`s etwas aufzuladen. Danach fahren wir mit einem der Fahrstühle zum Lidodeck hinauf das sich auf Deck 11 befindet. Dieses Deck hat einen größeren Pool sowie zwei kleine Wirlpools mit einer sehr angenehmen Wasser-Temperatur. Der gesamte Poolbereich ist mit einem verschiebbaren Dach verschlossen, das bei schönen und warmen Wetter geöffnet oder widrigem Wetter verschlossen werden kann. Hier befindet sich auch im vorderen Teil des Poolbereichs der Alfresco Grill. Da meine Frau Hunger verspürt setzen wir uns an einen der Tische, bei einem Koch am Alfresco Grill bestellt meine Frau eine Pizza Margarita und für mich eine Portion Pommes Frites. Ein Kellner/Steward bringt uns kurz darauf die bestellten zwei Glas Weizenbier. Es ist unser erstes Essen seit etwa 15 Stunden außer ein paar Brötchen von zu Hause. Die Pizza schmeckt meiner Frau und auch die Pommes sind nicht übel. Nach unserem Essen gehen wir weiter zum Heck des Schiffes, vorbei an der Lido-Bar die leider noch nicht geöffnet hat. Auf der Backbordseite (von hinten links) befindet sich eine Eisbar, das Cappuccino`s. Hier holen wir wir uns einen Becher mit leckerem Eis. Damit gehen wir durch das Club Bistro wie das Selbstbedienungsrestaurant hier an Bord heißt zum Heck der Vasco Da Gama, wo sich eine offene Terrasse befindet. Ein Deck tiefer auf Deck 10 befindet sich der Oasis Pool der in der warmen Jahreszeit sicher viele Freunde hat. Das Wetter ist schön der Himmel ist blau, vielleicht etwas zu kühl.

Wir genießen die schöne Aussicht auf die Kieler Förde, nach einer Weile gehen wir wieder in`s Innere vom Lidodeck. Auf einem der hübschen Sitzecken der Lido-Bar Platz nehmend, bestellen wir einen Cappuccino sowie eine heiße Schokolade mit Sahne, die beide ausgezeichnet schmecken. Etwas später trinken wir noch einen Aperol Spritz der ebenfalls sehr gut mundet.
Wir gehen danach wieder hinunter in unsere Kabine, wo sich vor der Kabinentüre einer unserer beiden Koffer befindet. Gleich darauf kommt ein Kabinen-Stewart vorbei und bringt uns ein Schreiben von der Rezeption. Darin steht die Sicherheits-kontrolle hat bei der Röntgenkontrolle einen bedenklichen Gegenstand im Koffer entdeckt. Wir sollen uns bei der Rezeption melden. Wir gehen gleich hinauf auf Deck 6 an den Schalter der Rezeption. Offensichtlich gibt es mehrere Gäste die Probleme mit Ihrem Gepäck haben. Die einen vermissen Ihr Gepäck, wiederum andere haben wie wir ein Sicherheitsproblem im Koffer. Neben der Rezeption befindet sich ein Raum wo die Koffer abgestellt wurden, die Besitzer müssen ihre Koffer Identifizieren, und öffnen, und wenn sie unbedenklich sind können sie gleich in die Kabine mitgenommen werden.
Unser großer Koffer ist noch gar nicht bei der Rezeption angekommen, wir warten gleich oben bei der Rezeption auf Deck 6. Mehrmals kommt ein Boy mit mehreren Koffern, unserer ist nicht dabei. Nach einer halben Stunde gehen wir zu unserer Kabine zurück, vor der Türe steht unser vermisster Koffer. Das Schreiben der Sicherheitskontrolle mit dem bedenklichen Gegenstand im Koffer war wohl eine Ente.
Um 17:00 findet eine Rettungsübung statt, angekündigt war über ein Video im Fernsehen sollte es losgehen. Stattdessen gingen alle Passagiere mit ihren Rettungswesten auf ihre Rettungsstation auf Deck 6 (Promenadendeck). Hier hat uns ein Mitglied der Besatzung die Handhabung der Rettungswesten erklärt. Zum Abschluss der Übung gibt es bei unserer Gruppe einen Medizinischen Notfall, eine Frau ging zu Boden, wie es sich herausstellte hatte sie wohl ein Kreislaufproblem.
Nach der Seenotrettungsübung sind wir wieder in die Kabine gegangen, um unsere Rettungswesten abzulegen und die Handys und meinen Fotoapparat zu holen. Kurz darauf es ist 18:00 legt die Vasco Da Gama von Ihrem Liegeplatz ab, viele Passagiere sind auf den offenen Deck 12 und beobachten unser Ablegen. Bald darauf fahren wir am Schleuseneingang des Nord-Ostsee-Kanal`s vorbei, den wir in größerer Entfernung sehen können, bevor wir die offene Ostsee erreichen.

Wir gehen danach in unsere Kabine zurück, um uns für das Abendessen fertig zu machen. Wir wollen in das Hauptrestaurant „Waterfront“ auf Deck 7 gehen. Interessanterweise ist es nicht direkt über einen der vorderen Lifte zu erreichen, sondern über Deck 8 über das Heck-Treppenhaus hinunter nach Deck 7. Oder wie wir es versuchten, von unserer Kabine im vorderen Teil des Schiffes den schmalen Gang bis zum Heck an den Kabinentüren vorbei bis zum hinteren Treppenhaus zu gehen, um hier mit dem Lift nach oben zu fahren. Das haben wir aber nur ein einziges Mal gemacht, der Aufwand war uns zu groß. Was wir im einzelnen gegessen haben, weiß ich nicht mehr so genau. Ich wählte eine Suppe aus Fleischbrühe, die Vorspeise war irgend ein Fisch, und zum Hauptgang wählten wir ein Rinderfilet.
Unsere Tischnachbarn sind ein älteres Ehepaar aus Bremen, beide wohl über 80 Jahre alt. Ihren Erzählungen ist zu entnehmen, das Sie schon einige Mal mit der Vasco Da Gama in Norwegen waren. Seit dem Jahr 1997 sind sie regelmäßig auf Kreuzfahrt in Europa oder ähnliches unterwegs. Unser Tischkellner stammt aus Bali, wie er uns auf Nachfrage erzählt. Nach dem Essen haben wir einen Spaziergang übers Schiff gemacht. Sind dann in der Ocean-Bar hängen geblieben, wo eine junge Asiatin mit ihrem Partner hübsche Musik macht und singt. Um 21:45 ist dann Musikwechsel, es kommt ebenfalls ein Asiate der mit seiner Gitarre schöne Oldies und Country spielt und ebenfalls dazu singt. Nach einer dreiviertel Stunde gehen wir in unsere Kabine zurück.

Dienstag, den 07. Oktober 2025 Seetag

Guten Morgen, es ist 7:30 als wir aufstehen, meine Frau und ich haben wunderbar geschlafen, die See war sehr ruhig. Die vergangene Nacht sind wir durch den großen Belt der zwischen den Dänischen Inseln Fünen und der Insel Seeland führt gefahren. Irgendwann in der Nacht unterquerten wir die Storebæltsbroen-Brücke die mit einer Gesamtlänge von mehr als 13,5 Kilometern die beiden Inseln verbindet. Der östliche Teil der Brücke ragt 65 Meter über das Meer.
Heute haben wir Seetag unsere Fahrtroute führt weiter durch das Kattegat und dem Skagerrak der die Ostsee mit der Nordsee verbindet.
Wir machen uns zum Frühstücken fertig, das wir im Waterfront-Restaurant machen wollen. Laut einer Beschreibung hat man hier ein Buffet zur Selbstbedienung, wird aber auch von den Kellnern bedient. Wir werden am Eingang des Restaurants erwartet und zu einem der Tische geführt. Mit uns wird ein weiteres Ehepaar an unseren Tisch gebracht. Kaffee, Tee und andere Getränke sowie Eierspeisen werden von einem Kellner serviert. Auf dem Tisch steht ein kleineres 3 Stöckiges Etagentableau mit verschiedenerlei Schinken und Käse sowie Marmelade. In der Mitte des Tisches steht ein Körbchen mit verschiedenen Brötchen und Broten. Jeder der Tischgäste hat eine kleine Schale mit Butter vor sich. Wenige Meter von uns entfernt steht das kleine Buffett, das aber nicht ganz überzeugt. Bei unserem Tisch-Kellner bestellen wir eine Tasse Cappuccino, unsere Tischnachbarn trinken normalen Kaffee aus einer Kaffeekanne. Das Entnehmen der Brötchen und aus dem Etagentableau mit Schinken und Käse erzeugt bei mir ein blödes Gefühl, da jeweils nur ein paar Scheiben vorhanden sind. Man will ja nicht den anderen Gästen etwas weg nehmen. Unsere Tischnachbarn kommen aus dem Raum Berlin, und sind nach Ihrer Aussage erfahrene Flusskreuzfahrtgäste sowie AIDA Kreuzfahrer.
Die nächsten 14 Tagen werden wir auf jeden Fall ins Buffet-Restaurant auf Deck 11 gehen, und uns selbst bedienen.
Um 9:45 gehen wir in die Hollywood`s Showlounge auf Deck 7 & 8. Hier präsentiert unser Lektor Wolfgang Pröhl die Stadt BergenAlte Hanse, Viel Regen und hohe Berge„. Der Vortrag von Wolfgang Pröhl einem Wiener, war sehr Interessant und Witzig, so verbrachten wir etwa eine Stunde in der Showlounge auf Deck 7/8 die Optisch sehr ansprechend war.

Um 11:00 findet am Lidodeck auf Deck 11 ein Bayrischer Frühschoppen mit Snacks und Getränken statt. Zu beiden Seiten des Pools hat die Küche ihre Tische mit Leckereien aufgebaut. Es gibt Weißwürste, Leberkäse, Kartoffelsalat, Brezen und vieles mehr. Auch Süßes wie Waffeln und Omelette mit Marmelade wird angeboten. Die Küche hat sich wohl große Mühe gegeben. DJ Franky sorgt auf einer kleinen Bühne für die musikalische Unterhaltung. Wir sind etwas spät dran, alle Sitzplätze an Deck sind schon belegt. Daher setzen wir uns auf eine der Stufen die zum Pool bzw. zu den Whirlpools führt. Bei einem der Deckboy`s bestellen wir zwei Gläser Weizenbier (Erdinger Dunkel) das recht schmackhaft ist. Da ich noch keinen großen Hunger verspüre, hole ich mir nur eine Breze von der Anrichte. So genießen wir die hübsche Veranstaltung, die aber leider schon nach einer weiteren halben Stunde beendet ist, und die Poolboy`s die Tische und Bänke wieder abräumen.
Meine Frau möchte unbedingt einen Spaziergang über Deck machen, dazu bietet sich die Promenade auf Deck 6 an. Hier kann man um das ganze Schiff herumgehen, da Bug und Heck im Gegensatz zu manchen anderen Kreuzfahrtschiffen offen zu begehen sind. Die Vasco Da Gama ist ja Gegensatz zu den meisten heutigen Schiffen noch klein, aber pro Rundgang kommen doch fast 460 Meter zusammen. Zwei Runden drehen wir heute, es ziemlich Kalt draußen, der Himmel ist grau und die Sicht eingeschränkt?. Unser Heckwasser schaut toll aus, oder.

Wir gehen in die Kabine zurück, um hier unsere dicke Jacken wieder aufzuhängen, anschließend fahren wir mit dem Lift wieder auf Deck 11 hinauf. Hier in der Lido-Bar bestellen wir eine Tasse Cappuccino und für mich eine Heiße Schokolade mit Sahne. Im Buffet-Restaurant gleich nebenan holen wir uns noch zwei Stückchen Kuchen dazu. Eine größere Anzahl der Badeliegen am Pool sind mit Gästen belegt. Nachdem wir unsere warmen Getränke getrunken und den Kuchen gegessen haben, legen wir uns für eine knappe Stunde ebenfalls auf die hübschen Badeliegen.

Um 16:00 findet in der Hollywood`s Showlounge auf Deck 7 & 8 eine Ausflugs-Präsentation mit Reiseleiter Manfred statt. Es geht um nähere Informationen unserer Ausflüge in Bergen. Im Laufe des Tages bekamen wir schon eine Information, das unsere Route auf Grund der schlechten Wetterlage sich verändert wird. Wir fahren nicht mehr wie mehr wie geplant nach Nordfjordeid im Hardangerfjord, sondern suchen Schutz im Geirangerfjord. Das heißt aber auch sämtliche Ausflüge, die wir im voraus gebucht hatten zb. in Kristiansund und Svolvaer auf den Lofoten fahren wir jetzt nicht mehr an. Alle diese Ausflüge werden automatisch Annuliert. Nach der Präsentation gehen wir auf Deck 7 zum Ausflugsbüro das leider im Moment noch geschlossen hat. Um 17:00 wird das Büro wieder geöffnet, wir sind die ersten am Schalter und buchen einen Ausflug „Panoramafahrt Geiranger„. Danach setzen wir uns in die Sports Lounge und bestellen zwei Erdbeer Colada Strawberry, Der Cocktail hat uns aber leider nicht allzu gut geschmeckt.
Im Anschluss gehen wir in die Kabine zurück und machen uns zum Abendessen fertig. Geplant ist für heute Abend das Mediterranean oder das Fusion Restaurant (Asiatischer Flair), leider waren beide Restaurants schon voll belegt. Der Empfangschef ruft im Waterfront-Restaurant an, hier sind noch Sitzplätze frei, dazu gehen wir die Treppe nach unten auf Deck 7. Unser Balinesischer Kellner freut sich uns zu sehen. Ich nehme eine Spargelcremesuppe, als Hauptgang eine Ente mit Schupfnudeln und zum Nachtisch eine Schale mit Eiscreme.

die zwei linken Bilder: Atrium auf Deck 6 sowie die Sports Lounge auf Deck 8; Vorspeise meiner Frau

Ab 18:30 war in der Hollywood`s Showlounge ein Willkommensempfang, wo der Kreuzfahrtdirektor Michael Schuller den Kapitän und einige der Offiziere vorstellt. Anschließend ist „Rock on“ mit Musik von den Queen, die Beatles, David Bowie und andere Rocklegenden. Kurz vor 22:00 gehen wir in unsere Kabine zurück, da wir noch etwas müde von der langen Anreise sind.

Mittwoch, den 08. Oktober 2025

Es ist schon 8:30 vorbei als wir aufstehen, am Fenster sehen wir ganz nah die Norwegische Küste an uns vorbeiziehen. In der nächsten Stunde werden wir durch den Byfjord bis nach Bergen fahren. Wir gehen hinauf zum Dome auf Deck 12, von hier hat man wohl die beste Aussicht auf unsere Einfahrt nach Bergen. Auch unser Lektor Wolfgang Pröhl ist schon hier, und erzählte den Passagieren Interessantes von Bergen, und der Einfahrt in den Fjord. Es sind natürlich alle Sessel an der großen Fensterfront belegt. Unser Weg geht an vielen Inseln vorbei, deren Namen ich mir nicht merken kann. Zur rechten Seite kann man die neue Brücke Sotrabrua mit einer Durchfahrtshöhe von 49 Metern die von der Insel Sotra nach Bergen führen soll erkennen, sie soll im Jahr 2027 fertig gestellt sein. Bald darauf fahren wir unter der bekannten Askoy-Brücke hindurch und erreichen die Bucht und den Hafen von Bergen. Der Himmel ist grau aber es regnet wenigstens nicht.
Bergen soll ja die Regenreichste Stadt in Europa sein

Nachdem wir in den Hafen eingelaufen sind, es ist jetzt 10:45 als wir am Cruise Bontelabo Pier anlegen, gehen wir schnell in´s Buffett-Restaurant auf Deck. Wir haben Glück und bekommen gerade noch die letzten Brötchen von der Buffettheke. Nach unserem kurzen und mageren Frühstück gehen wir schnell in die Kabine zurück, und machen uns fertig für den Landgang.
Die Ausflugskarten dafür werden in der Hollywood`s Showlounge auf Deck 7 ausgeben. Anschließend verlassen wir unser Schiff über Deck 3. Ein paar Meter außerhalb des Hafengeländes trifft sich unsere Ausflugsgruppe. Wir bekommen vom Reiseleiter Manfred ein Audiosystem ausgehändigt, damit wir in der Gruppe alle Informationen zum Ausflug hören können. Eine örtliche Stadtführerin begleitet uns. Wir gehen an einem Park der die Festung Bergenhus umgibt vorbei, wir kommen an der Hakoonshalle vorbei, sie wurde von (König Hakon Hakonsson in den Jahren 1247 bis 1261 errichtet) und am Rosenkrantz Turm vorbei. Der Rosenkrantz-Turm war im 13. Jahrhundert die Residenz eines der bedeutendsten Könige Norwegens, Magnus des Gesetzeshüters.
Nach einem etwa 10 Minütigen Spaziergang kommen wir am Hanseatic Museum an. Hier werden wir von einer jungen Frau in einer Historischen Kleidung der damaligen Zeit empfangen. Sie erzählt uns viel über die Zeit als die Hanse diesen Kontor gegründet hat. Über viele Jahrhunderte wohnten Kaufleute der Hanse in einem eigenen Stadtteil, der Bryggen genannt wurde. In ihrer Blütezeit machten die Hanseatischen Kaufleute ein Viertel der Stadtbevölkerung aus. Um Brände in dem eng gebauten Viertel das ausschließlich aus Holz gebaut wurde, zu vermeiden waren alle Gebäude unbeheizt. Die einzigen beheizten Räume befanden sich in den rückwärtig gelegenen Schötstuben.
(Norwegisch = Schøtstuene), welche den Hanse Kaufleuten auch als Versammlungs- und Gerichtsraum dienten.

Hanseatic Museum in Bergen

Bergen wurde im Jahr 1070 gegründet und wurde rasch zu einer bedeutenden Handels- und Hafenstadt und später zu einem wichtigen Handelszentrum für die Hanse. Das Deutsche Kontor in Bergen wurde 1360 gegründet und währte 400 Jahre (ca. 1360-1761). Der Handel des Kontors stützte sich auf den Export von Stockfisch und Tran und den Import von Getreide, Mehl, Malz und Bier. Das Kontor erlangte ein fast vollkommenes Monopol auf den Handel mit Stockfisch und Tran und hatte ein eigenes Viertel im Stadtzentrum Bryggen.

bild oben links: Rosenkrantz Turm; bilder unten: Küche und Versammlungsraum in den Schötstuben

Nachdem wir das Museum wieder verlassen hatten, gehen wir an der Marienkirche, einer Historische Kirche aus dem zwölften Jahrhundert vorbei. Weiter geht es in Richtung Hafenbecken und an den ehemaligen Handelskontoren der Hanse Bryggen vorbei. Unser nächstes Ziel ist die Fløibanen-Standseilbahn die zum Gipfel des Fløyen führt. An der Kasse holt unsere einheimische Stadtführerin unsere Fahrkarten und verteilt sie an die Gruppe. Mit der Fløibahn dauert es nur 6 Minuten hinauf, um von hier oben ganz Bergen sehen zu können.
Die Fahrt beginnt mitten im Zentrum, nur 150 Meter vom Fischmarkt und den Handelskontoren von Bryggen entfernt. An der Bergstation des Floyen angekommen, können wir einen schönen Blick auf die Stadt und unser Schiff die Vasco Da Gama genießen. In einem anderen Teil des Hafenbeckens (Puddefjorden) liegt ein Kreuzfahrtschiff der Holland America Line die Rotterdam (99.800 BRZ) an der Pier. Auch unser Schiff die Vasco Da Gama ist ein ehemaliges Schiff von Holland America Line das im Jahr 1993 in Dienst gestellt wurde.

Wir haben heute ein schönes Wetter für Bergen, das ja die Regenreichste Stadt Norwegens sein soll. Es ist nicht gerade warm, geschätzte 7-10 Grad werden es wohl sein. Wir machen einen kleinen Spaziergang auf dem 399 Meter hohen Floyen. Man hat eine tolle Aussicht auf die Stadt Bergen. Sogar einen der bekannten Trolle sehen wir in der Nähe eines Spielplatzes stehen.

Nach einer dreiviertel Stunde, es ist jetzt 14:30 fahren wir mit der Seilbahn wieder in die Stadt hinunter. Einige Minuten haben wir noch auf zwei Gäste aus unserer Gruppe gewartet, die aber nicht gekommen sind. Während wir nach unten fahren, hat unsere Stadtführerin noch weiter auf die Zwei Passagiere gewartet. (Versicherungs-Rechtliche Gründe ?). Vor der Talstation geben wir unserem Reiseleiter Manfred unsere Audioguides wieder ab. Wir haben jetzt die Möglichkeit uns von der Gruppe zu trennen, und allein ein paar Meter durch Bergen und den Hansekontor Bryggen zu gehen. Zuerst gehen wir nach links eine Straße entlang, wo sich ein Steh-Imbiss befindet. Hier gibt es anscheinend Rentier-Bockwurst zu kaufen, was offensichtlich viele Käufer anlockt.

Auf dem Herweg habe ich schon in ein paar Gassen zwischen den ehemaligen Handelskontoren hinein geschaut. In eine der Schmalen Gassen möchte ich auf jeden Fall noch hinein gehen. Heute sind in den Häusern viele moderne Geschäfte darunter auch einige Souvenir Geschäfte untergebracht. Für unsere Enkel wollen wir in jeden Fall einen Hübschen Troll mit nach Hause bringen. Wir haben Glück und finden in mehreren Geschäften das Passende. Auch für unsere Magnetwand findet sich ein hübscher Troll. Aber die Preise hier in Norwegen sind ziemlich hoch. Ein kleiner Kühlschrank-Magnet kostet etwa 8 Euro, ein kleiner Troll, der stehen kann, den gibt es ab 15 Euro, und nach oben unbegrenzt. Wir gehen in zwei der engen Gassen die sich zwischen den ehemaligen Kontorhäuser befinden. Die Häuser sind alle aus Holz gebaut wie auch die Wege dazwischen (Bürgersteig?). Hier wurden früher die Fässer mit dem Fisch und anderem vom Hafen oder zum Hafen gerollt.

Im Anschluss darauf gehen wir wieder zum Schiff zurück. Beim Betreten des Schiffes werden für die Sicherheitskontrolle unsere Bordkarten gescannt, und das Handgepäck durch einen Röntgenapparat geschleust. Wir gehen gleich in die Kabine zurück, um unsere Jacken und Handy, und meine Fotokamera abzulegen. Anschließend fahren wir auf Deck 11 um im Buffett-Restaurant noch etwas von der Kuchentheke zu bekommen. Ein paar Kekse sowie eine Art Zopf (Weißbrot) finden wir noch. An der Lido-Bar bestellen wir eine Tasse Cappuccino und eine warme Schokolade mit Sahne zu unserem Teller mit den Keksen.
Um 17:00 gehen wir nochmals in die Hollywood`s Showlounge auf Deck 7, wo unser Österreichischer Lektor Wolfgang Pröhl noch Interessantes zu unserem kommenden Ausflug in den Geiranger Fjord zu erzählen weiß. Wir werden Früh Morgens um 7:00 am Wasserfall „die sieben Schwestern und dem Freier“ vorbei fahren, alternativ gegen 17:00 auf unserer Rückfahrt noch einmal sehen. Gegen 21:00 werden wir dann in Alesund am Beginn des Storfjord ankommen.

die Vasco Da Gama vor der Abfahrt in Bergen; die Showlounge auf Deck 7

Unsere Abfahrt heute aus Bergen ist gegen 17:30. Nach dem Interessanten Vortrag von unserem Österreichischem Lektor Wolfgang Pröhl gehen wir zurück in die Kabine, um uns nach dem Duschen zum Abendessen fertig zu machen. Wir entschließen uns heute ins Buffett-Restaurant zu gehen, um hier einen Wok zu essen. Zum trinken bestelle ich ein Warsteiner Bier, Ich habe mit Wein Probleme, was ich als sehr Schade empfinde. Nach dem Abendessen gehen wir wieder zurück in die Hollywood`s Showlounge wo für heute Abend die bekannte Opernsängerin Deborah Sasson mit ihren Begleitmusikern angesagt ist. Mir ist sie noch aus ihrer gemeinsamen Zeit mit Peter Hoffmann bekannt. Nach der Vorstellung sind wir noch kurz in die Ocean-Bar zu einem kleinen Drink und anschließend zurück in die Kabine. Im Laufe des Abends ist der Seegang immer Heftiger geworden, man sprach im Vorfeld von einer zu erwartenden Wellenhöhe von 6 – 7 Metern. Aus diesem Grund haben wir ja eine Fahrtrouten-Änderung durchgeführt. Statt zum Nordfjordeid der am Ende des Hardangerfjord liegt und Südlich von Bergen ist, fahren wir jetzt in den Geiranger Fjord.

Donnerstag, den 09. Oktober 2025 136 Seemeilen

Wir haben es natürlich nicht geschafft um 7:00 die Wasserfälle der sieben Schwestern und den Wasserfall Freier von gegenüber anzuschauen.
Guten Morgen, es ist kurz vor Acht Uhr als wir aufstehen, wir fahren mit dem Fahrstuhl auf Deck 11 hinauf, gehen über das Pooldeck ins Buffett-Restaurant. Nachdem wir einen Sitzplatz gefunden haben und Kaffee und Orangensaft an unseren Tisch gebracht haben. Gehen wir als nächstes an eine Theke wo wir Käse, Wurst und Schinken sowie Brötchen verschiedener Art bekommen. Die Brötchen haben einen Durchmesser von etwa 5-6 Zentimeter schmecken aber recht gut. Dazu gibt es verschiedene Marmeladen, ich nehme immer Himbeere oder Erdbeere auf einer kleinen Schale. Auf der Vasco Da Gama wird man immer von einem Personal hinter der Theke bedient. Auf diese Weise wollen sie einen übermäßigen Verbrauch an Essen vermeiden. Das klappt ja auch sehr gut, aber bei der Streich-Butter gibt der Bedienstete meistens einen sehr großen Haufen Butter auf den Teller.
Einmal habe ich bei einem Mädchen das mich hier bedient hat, eine Little Butter bestellt, das ging Schief, das Mädchen gab mir so wenig Butter auf meinen Teller, die reichte gerade für ein Brötchen. Aus dem Grunde habe nie wieder etwas über die Menge gesagt. Während wir hier noch oben noch bei unserem Frühstück sitzen, fährt die Vasco Da Gama an den sieben Schwestern und dem Freier vorbei. Anscheinend sind wir heute Morgen etwas später mit unserer Durchfahrt durch den Fjord dran. Wir haben noch versucht ein paar Fotos durch die Fensterscheiben zu machen, durch die Spiegelung in den Scheiben, war alle Mühe vergebens. Wir saßen auf der Steuerbordseite am Tisch, auf unserer Seite glitt der Wasserfall Freier vorbei.
Hoffentlich bekommen wir Heute Abend bei unserer Ausfahrt aus dem Geiranger Fjord doch noch ein paar schöne Bilder von den beiden Wasserfällen.

Nach unserem Frühstück, gehen wir in die Kabine zurück, um unsere Handys und die Fotokamera zu holen. Danach fahren wir wieder auf Deck 12 hinauf und gehen ans Heck auf die Terrasse, das ganze Oberdeck ist nass, anscheinend hat es seit Stunden nur geregnet. Wir sind jetzt kurz vor unserem Ziel, der kleine Ort Geiranger mit seinen 250 Einwohnern liegt kurz vor uns. Der Blick auf den Fjord mit seiner schon Herbstlichen Färbung ist traumhaft.

Bis zur letzten Minute war es fraglich, ob wir an der Pontonbrücke, dem sogenannten „Sea Walk“ anlegen können oder mit dem Tenderboote an Land fahren müssen. Als wir vom Schiff nach unten schauen, sehen wir ein Tenderboot in Richtung Pier fahren, wo sich die Touristeninformation und ein Souvenir-Geschäft befinden. Damit sind wohl die Würfel gefallen. Da sich unser Schiff jetzt etwas dreht, gehen wir in den The Dome am Bug der Vasco Da Gama um von hier oben noch eine schöne Aussicht zu genießen. Hier trinken wir noch eine Tasse Cappuccino, bis wir dann das Schiff verlassen, haben wir noch viel Zeit. Wie üblich sitzen auch heute viele Passagiere in den Sesseln, um in Ihren Büchern zu lesen. Ich denke das ist ihre Beschäftigung den ganzen Tag und über die ganze Reise. Nach einer dreiviertel Stunde gehen wir wieder in unsere Kabine zurück, um unsere Jacken auszuziehen. Im Anschluss fahren wir wieder auf Deck 11 hinauf, um in der Lido-Bar noch einen Aperol Spritz zu trinken.

Panoramabild der Bucht von Geiranger

Wir haben für heute den Ausflug „Panoramafahrt Geiranger„, die 2. Abfahrt gebucht. Um 12:30 ist es dann soweit, wir gehen in die Hollywood`s Showlounge um unsere Ausflugskarten zu holen, Gleich danach geht unsere Gruppe auf Deck 3 hinunter, wo sich auch heute der Ausgang zum Tenderboot befindet. Nachdem unser Tender gefüllt ist, fährt unser Boot in Richtung der Anlegestelle wo sich auch die Pontonbrücke, der sogenannte „Sea Walk befindet. Hier steigen wir aus, gehen an der Touristen-Information und dem Souvenirgeschäft vorbei, wo auf dem Parkplatz ein Bus mit der Ausflugs-Nummer 15 auf uns wartet. Als unsere Reisegruppe vollständig ist, kann es losgehen. Wir haben eine Reiseführerin die Ihrer Sprache nach aus Ostdeutschland stammt, besser gesagt aus Thüringen. Im Laufe der Fahrt erzählt sie uns viel von Norwegen, und das Leben hier. Sie und Ihr Mann sind vor etwa 5 Jahren von Deutschland nach Norwegen ausgewandert.
(die Gründe weiß ich jetzt nicht, vielleicht hat Sie es auch nichts gesagt).
Sie war anscheinend Berufschul-Lehrerin und übt hier in Norwegen den Beruf einer Reiseführerin und nebenbei betreut sie in einem Kindergarten eine Anzahl von Kindern. 
Wir fahren die Fylkesvei 63 hoch in Richtung Eidsdal. Sie beginnt mit dem ersten Straßenabschnitt der sogenannten Adlerstraße, die sich in 11 Serpentinen von der Meereshöhe bis auf 620 Meter hinauf schlängelt. Von hier sind immer wieder eindrucksvolle Ausblicke auf den Geirangerfjord mit seinen Wasserfällen sowie auf den Ort Geiranger möglich An der höchsten Kurve gibt es einen kleinen Parkplatz mit einer Aussichtsplattform, der sogenannte Adlerkurve die einen schönen Blick auf den Wasserfall, die sieben Schwestern und auf der linken Seite nach Geiranger zeigen soll. Die Fylkesvei 63 führt weiter durch ein Hochgelegenes Tal, sie ist die einzige Straße die ganzjährig nach Geiranger führt und zu befahren ist. Aber im Winter ist mit Lawinen zu rechnen. Unsere Reiseleiterin erzählt, das früher die Schneehöhen in den Bergen um Geiranger herum bis zu 12 Metern hoch waren, heute aber nur noch bis zu 6-7 Meter erreichen. Aber auch diese Höhen können wir uns in Deutschland kaum noch vorstellen.
Aus diesem Grund hat man vor wenigen Jahren den Indreeidstunnel gebaut, der nach 3 jähriger Bauzeit fertig gestellt wurde. Unser erster Halt ist am Eidsvatnet See, wo wir eine kurze Pause machen, es ist ein Naherholungsgebiet mit einem Campingplatz, der See ladet ebenso zum Angeln ein. Hier steht auch eine kleine Hütte, wo sich 2 Toiletten befinden. Die Berge um uns herum sind schon leicht mit Schnee überzuckert. Wir fahren weiter nach Eidsdal das sich an der Südseite des Norddalsfjord befindet. Das kleine Dorf besitzt durch seine besondere Lage einen Fährhafen mit Verbindungen bis in den Storfjord. Die Fähre ist sehr wichtig für die Arbeitende Bevölkerung hier in der Gegend, wie auch am Fjord. Man ist oft viele Stunden von der Arbeit und zu der Arbeit unterwegs. Bei schlechtem Wetter fällt die Fähre schon mal aus.
Und im Winter ist sie die einzige Verbindung zum Dorf Geiranger, da der Schiffsverkehr durch den Geirangerfjord wegen der Lawinengefahr nicht mehr möglich ist.

Es regnet leider wieder stärker, so dass wir am Fährhafen gar nicht aus dem Bus steigen. Soeben kommt eine Fähre an, und bringt ein Defektes Auto, das von einem Abschleppdienst aufgeladen wird. Auf dem Weg hier nach Eidsdal und auch im Ort sehen wir viele Typische Norwegische Holzhäuser stehen. Auf unsere Frage erklärt unsere Reiseleiterin, dass diese Häuser sehr gut Isoliert und warm sind.

Wir fahren auf der Fylkesvei 63 wieder zurück nach Geiranger, dieses Mal fahren wir durch den 4.900 Meter langen Tunnel. Nach ein paar Kilometer kommen wir wieder an der Adlerstraße an. Hier gibt es einen kleinen Parkplatz mit einer Aussichtsplattform, der sogenannten Adlerkurve von hier hat man einen schönen Blick auf die sieben Schwestern und auf der linken Seite nach Geiranger. Leider Regnet es nach wie vor in Strömen. Die meisten Bus-Gäste gehen trotz dem schlechten Wetter nach draußen um ein Foto zu machen.

Wir fahren die Adlerstraße wieder nach Geiranger hinunter. An der Schiffsanlegestelle vorbei geht es auf der anderen Seite wieder die Serpentinen der Geirangerstraße wieder nach oben. Wir kommen an den beiden Hotels dem Havila und dem Union Hotel vorbei. Hinter unserem Bus fährt ein Schneeräumfahrzeug mit einem Riesenschneeschild, so etwas habe ich noch nie gesehen. Anscheinend muss er weiter oben in den Bergen schon die Straße vom Schnee befreien. An einem Parkplatz fahren wir auf die Seite um ihm den Weg frei zu machen. Wir fahren im Anschluss weiter bis zum Flydalsjuvet-Aussichtspunkt wo wir weitere schöne Bilder vom Geiranger Fjord machen können. Auch die schöne Färbung der Blätter und Bäume ist wunderschön, leider kann unser Handy das alles nicht so aufnehmen. Am Aussichtpunkt müssen wir auf jeden Fall umdrehen, weil die Geiranger Straße nach Süden schon gesperrt oder in den kommenden Tagen gesperrt wird.

Unten im Ort Geiranger angekommen, können wir endlich ein schönes Foto vom Imposanten Wasserfall machen, den wir schon vom Schiff aus, bewundert haben.

Wieder am Parkplatz angekommen, steigen wir aus dem Bus, bedanken uns bei der Örtlichen Reiseleiterin für die ausführlich Information mit einem Trinkgeld. Wir wollten ursprünglich noch in den Souvenir-Shop gehen um einen Troll oder Ähnliches für unsere Magnetwand zu kaufen. Aber es Regnet immer noch in Strömen, ein Tenderboot vom Schiff steht an der Anlegestelle und wartet auf die Kreuzfahrtgäste um sie zum Schiff zurück zu bringen. Dieser Einladung können wir nicht widerstehen und laufen schnell durch den Regen zum Boot.
Es 16:00 als wir wieder an Bord der Vasco Da Gama sind, hier findet auf Deck 3 noch kurz eine Anwesenheitskontrolle über die Bordkarte und eine Gepäckkontrolle statt. Wir gehen gleich in die Kabine und legen unsere dicken Jacken ab. Dann fahren wir auf Deck 11 um im Buffett-Restaurant noch kurz einen Kuchen zu ergattern (es ist kurz vor Ende). Aber wir haben Glück, in der Lido-Bar bestellen wir noch zwei Tassen Cappuccino.
Eine halbe Stunde später lichten wir den Anker und fahren los, für 17:00 war ja unsere Abfahrt aus dem Geirangerfjord angesagt. An der Nordseite des Fjords gleiten wir am Feriencenter Geiranger vorbei (Campingplatz mit 4**** Hotel). Wir sind auf das Sports Deck (12) gegangen, stehen neben dem riesigen verschiebbaren Schiebedach das den Pool und die Lido-Bar abdeckt. Auf der linken Seite von uns (Backbord) ist ein großer Berg dessen Spitze leicht mit Schnee überzuckert ist. Die Vasco Da Gama gleitet langsam durch den Fjord, bald darauf sehen wir auf der rechten Seite (Steuerbord) die Wasserfälle der Sieben Schwestern, eigentlich sehen wir nur sechs, eine ist wohl gerade beim Einkaufen.

Auf der Backbordseite sehen wir den Freier, in meinen Augen ist er wohl um einiges imposanter als die Sieben Schwestern. (In der Mitte des Wasserfalles sieht man mit viel Phantasie eine Flasche).

Der Sage nach wollte der Freier nacheinander jede der sieben Schwestern heiraten. Alle lehnten jedoch ab und wiesen sein Werben zurück. Daraufhin griff der Freier zur Flasche und wurde zum Alkoholiker. Dieses spiegelt sich in der Form des Wasserfalls nieder, welcher die Form einer Flasche annahm.

Hier auf Deck 12 ist ziemlich viel Wasser auf dem schönen Teak-Holzboden, es hat ja den ganzen Tag nur geregnet. Nachdem wir an beiden Imposanten Wasserfällen vorbei sind, gehen wir in den The Dome. Hier spricht unser Lektor Wolfgang Pröhl, der immer viel neues zu erzählen weiß. Heute geht es um die Stadt Alesund, und was Deutschland damit zu tun hat.

(Kaiser Wilhelm II war ein großer Norwegen-Fan, und hat nach dem großen Brand in Alesund der im Januar 1904 fast den ganzen Stadtkern der aus Holz gebauten Stadt zerstörte. Maßgeblich große Hilfe geleistet, und dies ausschließlich aus seinem Privatvermögen finanziert. Innerhalb von 3-7 Jahren wurde die Stadt aus Stein im Jugendstil wieder aufgebaut.)

Der gesamte Dome auf Deck 12 ist gefüllt mit all den Gästen die wahrscheinlich den ganzen Tag hier oben sitzen, Bücher lesen und ihre Füße auf die Sitzbänke legen. Nachdem Wolfgang Pröhl seinen Interessanten Vortrag beendet hat, gehen wir wieder nach unten auf Deck 8. In der Ocean-Bar finden wir noch einen Sitzplatz, auch hier ist fast den ganzen Tag alles belegt. Das Personal hier in der Bar ist sehr nett, einer der Kellner kommt von der Indonesischen Insel Bali, eine kleine Kellnerin aus Java und eine weitere Kellnerin die ist wohl auch aus Indonesien. Wir bestellen bei der kleinen Kellnerin einen Aperol Spritz sowie einen Alkoholfreien Cocktail.
Später gehen wir zurück in unsere Kabine, um uns für das Abendessen umzuziehen. Vor dem Eingangsbereich von der Waterfront Mediterranean und dem Fusion-Restaurant befindet ein Tisch sowie eine Elektronische Anzeigetafel, wo man immer die aktuellen Speisekarten ablesen kann. Nach einer Durchsicht der Speisekarten entscheiden wir uns auch heute Abend für das Waterfront Restaurant. Der Empfangschef bringt uns zu einem Tisch seiner Wahl. Der Service-Kellner bringt uns eine Tischkarte / Speisekarte. Zum Trinken bestellt meine Frau zwei Glas Rotwein und eine Flasche Wasser. Nachdem ich einen Schluck vom Wein getrunken habe, brennt die Weinsäure schon in meiner Speiseröhre. Ich lasse das Glas Wein stehen und trinke nur noch etwas Wasser.
Als Suppe nehme ich eine Kürbiscremesuppe, als Vorspeise besteht aus einer Hühnerleber, und danach nehme ich einen Fisch. Als Nachspeise gibt es eine Schale mit Eiscreme. Was meine Frau bestellt weiß ich nicht mehr, ich bin ja schon mit meinem eigenen Essen überfordert.

Nach dem Essen machen wir noch Spaziergang über`s Schiff, streifen durch die verschiedenen Bars wie Blue Room, Captain` Club und der Sports Lounge. In der Ocean Bar bleiben wir wie immer hängen. Hier gibt es in der Regel gute Musik, allerdings ist das freie Sitzangebot immer sehr knapp. Wir finden noch zwei Sitzplätze bei einem Ehepaar aus Itzehoe, im Moment sitzt nur der Ehemann hier. Seine Frau steht mit dem Mikrophon in der Hand neben der kleinen Sängerin vom Instinct Duo die jeden Abend in den verschiedenen Bars auf der Vasco Da Gama mit einem oder zwei Partnern Musik macht und auch singt.
Wie schon gesagt, die Ehepartnerin unseres Tischnachbarn singt gerade auf der kleinen Bühne ein Lied. Sie hat eine schöne Stimme, ich würde mal auf Sopran tippen, auf jeden Fall einen Opernstimme.
(In der Folge darf Sie jeden Abend hier in der Ocean-Bar auftreten und ein Lied singen, die Sängerin vom Duo sitzt dann an der Orgel und begleitet sie).
Sie ist nicht sonderlich Attraktiv und kleidet sich auch nicht besonders gut.
Es ist schon 21:00 vorbei als wir in Alesund ankommen, es Regnet nach wie vor sehr stark, und das Anlegen an der Pier dauert ziemlich lange. Wegen dem starken Wind müssen zwei Schlepper die Vasco Da Gama an die Pier drücken. Ursprünglich planten wir heute Abend noch einen Spaziergang durch Alesund zu machen. Wegen dem schlechten Wetter ist das leider hinfällig geworden.
So verbringen wir die nächsten 1 1/2 Stunden bei guter Musik in der Ocean Bar, bevor wir in unsere Kabine zurück gehen.

Freitag, den 10. Oktober 2025 61 Seemeilen

Heute Morgen sind wir kurz vor 8:00 aufgestanden, nach einem Blick durch das Kabinenfenster stellen wir fest, es regnet immer noch ziemlich heftig. Wir ziehen uns an und machen uns auf den Weg auf Deck 11 ins Club Bistro, das schon gut gefüllt ist.
Als wir einen freien Sitzplatz gefunden haben, geht meine Frau los um zwei Gläser mit Orangensaft an den Tisch zu bringen. Nachdem auf diese Weise unser Sitzplatz gesichert ist, gehen wir zusammen an eine der Theken, wo es Wurst, Käse und auch Schinken gibt. Gleich daneben sind auch die verschiedenen Brötchen, Croissants, Schnecken und natürlich auch Scheiben von Schwarzbrot oder Ähnliches zu bekommen. Am Beginn der Theke gibt es auch verschiedene Marmeladen in diversen Behältern, in kleinen Schälchen nehme ich mir meistens Himbeere oder Erdbeermarmelade oder beides. Danach holen wir noch zwei Tassen Kaffee vom Automaten, er schmeckt gar nicht schlecht. Hier kann man auf jeden Fall gemütlich essen, und kann sich das holen, was einem gerade schmeckt. Als wir Heute morgen kurz aus dem Kabinenfenster schauten, sehen wir einen rauen Seegang im Hafen, dazu einen Böigen Wind, wir haben im Moment eine Windgeschwindigkeit von 40 Knoten oder ca. 75 km/h.

Nach dem Frühstück gehen wir zurück in die Kabine, ziehen unsere dicken Jacken an, wir wollen heute Vormittag noch zu Fuß in die Stadt gehen. Wir verlassen das Schiff, im Gebäude der Hafenbehörde nehmen wir noch einen Stadtplan mit. Danach ziehen wir uns noch einen Regencape über, und verlassen das Haus. Wir kommen keine 50 Meter weit, der Regen peitscht uns waagerecht ins Gesicht, und unser Regenumhang wird vom Wind hochgeblasen. Kurz entschlossen drehen wir wieder um und gehen ins Schiff zurück. In unserer Kabine legen wir unsere Jacken ab und gehen auf Deck 8 in die Ocean Bar, um hier etwas zu trinken. Gegen Mittag gehen wir ins Buffett-Restaurant hinauf um eine Kleinigkeit zu essen. Einen Schüssel mit Suppe würde uns schon reichen. Ich nehme mir eine Cremesuppe aus dem großen Suppenbehälter, wogegen meine Frau so eine Art Tomatensuppe bevorzugt.
Kurz vor 13:00 gehen wir wieder in die Hollywood`s Showlounge wo der Treffpunkt für alle Ausflüge ist. Wir haben für Heute Nachmittag die Panoramafahrt Alesund & Freilichtmuseum Sunnmore gebucht. In der Gruppe verlassen wir das Schiff und gehen zum Bus. Es regnet genauso stark wie heute Vormittag, aber es hilft nichts, wir haben diesen Ausflug gebucht. Wir haben eine nette Studentin als unsere Stadtführerin. Sie stammt aus der Deutschsprachigen Schweiz und studiert hier in Alesund. Sie weiß uns sehr viel über Norwegen, von den Bewohnern und ihren Eigenheiten zu erzählen. Wir fahren durch die Altstadt mit ihren schönen Häusern, deren Wiederaufbau ab 1904 zum Teil von Kaiser Wilhelm II und zwei großen Redereien HAPAG und vom Norddeutschen LIoyd finanziert wurden. Leider kann man durch die Busfenster nicht fotografieren, wegen den Köpfen der Busgäste die immer im Bild sind, als auch wegen dem starken Regen, der an die Fensterscheiben prasselt.
Unser Schiff liegt auf Aksla die Hauptinsel von Alesund, wir fahren über viele Brücken und Inseln, durchfahren einige der langen Tunnel wo die Inseln miteinander verbinden.
Man spricht hier von mehr als 4-5 Kilometern Länge und einer Tiefe von bis zu 150 Metern unter dem Meeresspiegel. Bei der Einfahrt in einen Tunnel fällt es nicht weiter auf, nur bei der Auffahrt im Tunnel sieht man wie steil die Strasse wieder nach oben geht. Einmal habe ich ein Verkehrs-Schild gesehen mit 10 Prozent Steigung, und das mitten in einem Tunnel.
Wir besuchen die Insel Giske dem Geburtsort des Wikingerhäuptlings Rollo. Auf dem Busparkplatz bei der Giske Church einer Lutherische Kirche aus dem 12.Jahrhundert halten wir an. Ein kleiner Teil der Busgäste steigt trotz dem starken Regen aus und geht zur Kirche um ein paar Fotos zu machen.

  Rollo ist der fränkisch-lateinische Name eines Wikingers, der im Jahr 911 den letzten großen Überfall der Wikinger auf das Westfrankenreich kommandierte.
Rollo schloss mit  Karl dem Einfältigen 911 den Vertrag von Saint-Clair-sur-Epte , Rollo ließ sich taufen er nannte sich jetzt Robert. Karl III. trat in dieser Vereinbarung – angesichts einer bevorstehenden Landnahme der Normannen in Neustrien – das Gebiet zwischen der Epte und der Oise mit Ausnahme des Vexin francais an Rollo ab. Es handelt sich hier um die Grafschaften und Bistümer Rouen, Evreux und Lisieux, was heute der Haute-Normandie entspricht. 

Im Anschluss an die Kirche gehe ich noch ein paar Schritte in Richtung See, wo sich ein Bootshafen und eine kleine Bootswerft befindet. Hier steht auch ein größerer Kabe-Caravan, der würde mir schon gefallen. (Ist aber sehr teuer)

Wir fahren wieder zurück über die zwei großen Tunnels zum Zentrum von Alesund. Wir kommen am großen Sportstadion von Color Line vorbei, das mit einer Kapazität von fast 11.000 Plätzen für Fußballspiele als auch für Konzerte und sonstige Großveranstaltungen genutzt wird.
Color Line ist eine Norwegische Fährschiff-Reederei die mit Ihren großen Schiffen verschiedene Überfahrten von und nach Skandinavien macht. Wir haben zu Beginn unserer Kreuzfahrt die Color Fantasy im Hafen von Kiel gesehen.
Wir fahren weiter zum Freilichtmuseum von Sunnmore das sich in einem Stadtteil von Borgund befindet..
Das Freilichtmuseum besteht aus einer Sammlung verschiedener Gebäudetypen aus Sunnmøre. Es gibt hier Bootshallen und der Museumskai, wo eine große Sammlung traditioneller Sunnmøre-Boote sowie Kopien von verschiedenen Schiffen und kleineren Booten aus der Wikingerzeit ausgestellt sind. 

Es regnet nach wie vor, wir gehen zuerst ins Bootshaus hinein um die alten Langschiffe anzuschauen, im Anschluss gehen wir ins Haupthaus hinauf, wo sich ein Cafe befindet. Hier trinken wir eine Tasse Cappuccino und eine Heiße Schokolade. Einer unser Mitreisender aus dem Allgäu setzt sich kurzzeitig zu uns an den Tisch. Wenig später, der Regen hat jetzt etwas nachgelassen, gehen wir noch ein Stück durch`s Freigelände um die hübschen Häuser aus vergangener Zeit anzuschauen.
Es ist kurz vor 16:00 als wir zurück zum Schiff fahren. Hier angekommen, gehen wir kurz in die Kabine zurück, um unsere Sachen abzulegen. Anschließend geht es noch schnell hinauf auf Deck 11 ins Buffett-Restaurant, damit wir noch ein Stück Kuchen von der Kuchentheke bekommen. Es hat noch geklappt.
Ich hole mir an der Kuchentheke eine Scheibe Zopf und zwei Krapfen oder Berliner, wie man auch sagen könnte. Die Krapfen sind etwa 5 Zentimeter im Durchmesser, aber im Inneren fast vollständig mit Marmelade gefüllt, Köstlich.
Das ältere Ehepaar aus Bremen ist auch gerade gekommen, sie haben ebenfalls eine Stadtrundfahrt gemacht, allerdings ohne einen Museumsaufenthalt. Später gehen wir nochmals kurz in die Kabine, ich möchte für meinen Reisebericht noch ein paar Daten in`s Diktiergerät sprechen. Kurz vor halb Sieben, also 18:30 gehen wir noch in die Ocean-Bar um hier eine Kleinigkeit zu trinken. Erstaunlicherweise ist die Bar heute mal fast leer.

Früher konnte ich in die einzelnen Bilder schreiben, das geht leider nicht mehr; Bild 1 u 2 Ocean Bar / Bild 3 Atrium auf Deck 8 / Bild 4 Sports Lounge

Anschließend machen wir einen Rundgang über Deck 8 mit seinen verschiedenen Bars und Restaurants. Im Heck der Vasco Da Gama befindet sich hier das Fusion sowie das Waterfront Mediterranean. Beide Restaurants sind sehr beliebt bei den Gästen, aber man bekommt hier kaum einen Sitzplatz.

Bild 1 Blue Bar / Bild 2 Captains Club / Bild 3 The Grill

Zum Abendessen gehen wir auch heute in das Waterfront-Restaurant auf Deck 7. Wir bekommen einen Tisch im Mittelteil des Restaurant. Die Kellner in den Restaurants sind sehr zuvorkommend, nur wenige Minuten nach der Bestellung bekommen wir unsere Getränke serviert. Zum Essen bestellen wir heute zum Hauptgang ein Steak, die Suppe und die Vorspeise habe ich vergessen. Zum Nachtisch gibt es auf jeden Fall eine Schale mit Schmackhafter Eiscreme.

Nach dem Essen machen wir noch einen kurzen Spaziergang über Deck 8 und landen wieder in der Ocean Bar. Hier spielt auch schon das Duo Instinct mit seiner netten Sängerin. Zum Trinken bestelle ich heute ein dunkles Weizenbier (Erdinger) das sehr süffig schmeckt. Im Laufe des Abends tanzen wir öfters (das erste Mal in den letzten 20/30 Jahren).
Wie meistens gegen 22:30 oder etwas später gehen wir zurück in die Kabine um zu Schlafen.

Samstag, den 11. Oktober 2025 753 Seemeilen

Guten Morgen, es ist kurz vor 8:00 als wir aufstehen, wir sind auf dem Weg zum Nordkap. Die Vasco Da Gama hat gestern Abend gegen 23:00 / 23:30 hier in Alesund abgelegt. Wir hatten einen sehr unruhigen Seegang heute Nacht / Morgen hinter uns, hoffentlich beruhigt sich das Meer im Laufe des Tages wieder. Wir haben zwar geschlafen mehr oder weniger, das Schiff stampfte schon etwas durch die schwere See.

Wir gehen zum Frühstücken hinauf auf Deck 11, hier gefällt es uns zum Frühstück besser als im Waterfront mit seinem zum Teil Buffett-Theke und dem Bedienen durch die Kellner. Heute Vormittag um 10:30 ist noch ein Vortrag unseres Österreichischen Lektors Wolfgang Pröhl, der uns heute ein paar Tricks vom Fotografieren zeigen will. Vielleicht kann ich ja noch einiges von ihm lernen, seine Vorträge sind immer wieder Interessant. Im Laufe des Vormittags machen wir einen Spaziergang auf dem Promenadendeck. Zwei/Drei Runden um das ganze Schiff, da kommen schon 1,5 Kilometer zusammen. Stellenweise ist es sehr Windig auf der Promenade, aber wir können ein paar nette Fotos machen. Um 10:00 gehen wir in den Captains Club, hier macht Reiseleiter Manfred das Spiel „Stadt, Land, Fluß„. Ich habe keine Ahnung von diesem Spiel, dementsprechend sind wir auch nicht sonderlich erfolgreich.
Um die Mittagszeit gehen wir in`s Club Bistro hinauf, wir essen aber nur einen Teller mit Suppe.

Im Laufe des Nachmittags trinken wir an der Lido-Bar noch einen Aperol Spritz, zuvor waren wir nochmals auf dem Promenadendeck unterwegs. Auf den Bildern kann man schon die unruhige See erkennen. Um 16:00 ist im Buffet-Restaurant Tea Time und damit wieder die Kuchentheke geöffnet. Wie gestern hole ich mir zwei der köstlichen Krapfen oder Berliner, wie sie wohl in Norddeutschland heißen.
Um 17:00 ist eine Veranstaltung im Auditorium (Kinosaal) auf Deck 7 mit Reiseleiter Manfred. Es nennt sich Globetrotter-Rätsel und ist ein Wissensspiel für erfahrene Kreuzfahrer und solche die es werden wollen. Wir sind das erste Mal dabei und schneiden dementsprechend schlecht ab. Gleich darauf um 17:30 ladet unser Lektor Wolfgang Pröhl zu seinem Filmvortrag „Elephant to India“ in der Hollywood`s Showlounge auf Deck 7 & 8 ein.

Zu dritt, mit zwei Knallroten Vespas und einem Himmelblauen Elefanten – von Berlin bis nach Indien.
Der Film dauerte über eine Stunde, er war unglaublich Interessant und Abenteuerlich. Mit dem Vespa-Roller 20.000 Kilometer durch Europa, die Türkei, Georgien und Aserbeidschan über das Kaspische Meer nach Turkmenistan. Weiter geht es über Tadschikistan nach Tibet. Nach einem weiteren etwas längeren Aufenthalt in Tibet ging es über Nepal bis nach Goa in Indien, wo das Ende dieser Reise war. Über ein halbes Jahr waren die drei Abenteurer unterwegs
.

Zum Abendessen gehen wir heute in`s Club Bistro auf Deck 11, wir bestellen ein Schweinesteak, die Beilagen weiß ich nicht mehr. Danach gehen wir in unser Stammlokal, die Ocean Bar. Hier spielt immer gute Musik mit dem Instinkt Duo oder Trio. Wie wir beim Abschied von Ihnen erfahren, stammen Sie von den Philippinen. Ich trinke ein Dunkles Weizenbier, wie es sich herausstellt, verträgt mein Magen das eher wie ein Glas Rotwein, was sehr schade ist. Bettina unsere Hobbysängerin aus Itzehoe darf auch Heute Abend ein Lied singen, sie singt uns „Summer Wine“ ein Lied von Nancy Sinatra & Lee Hazlewood aus dem Jahr 1967.
Sie hat eine sehr schöne Stimme, auch wenn Sie nicht sonderlich Attraktiv erscheint. Wie immer gegen 22:30 oder etwas später treten wir den Weg in unsere Kabine an.

Sonntag, den 12. Oktober 2025 Seetag

Guten Morgen, heute ist unser zweiter Seetag. Irgendwann in der Nacht haben wir den Polarkreis überquert. Die kleine Insel Vikingen mit Ihrem Wahrzeichen dem Polar Circle Globus haben wir natürlich nicht gesehen. Zum einem weil es schon Dunkel war, zum anderen weil wir wahrscheinlich viel weiter draußen auf dem Meer gefahren sind. Auf jeden Fall sind wir an der Inselgruppe der Lofoten schon vorbei gefahren. Gestern am Samstag wären wir in Svolvaer / Lofoten angekommen, und hätten unter anderem das Fischerdorf Henningsvaer besucht. Leider hat sich das durch eine Änderung unserer Kreuzfahrtroute zerschlagen.
Auch heute Morgen gehen wir zum Frühstücken hinauf in`s Club Bistro, und wie immer ist es gut besucht. Wir finden auch heute einen Sitzplatz, die Fensterplätze sind ja immer belegt, das macht uns aber nichts aus. Hier einen Blick auf die Frühstückstheke, und auf unseren Teller. Er schaut nicht sonderlich voll aus. Nach diesem Teller holen wir uns noch etwas Obst, geschnittene Ananas oder Ähnliches. Wir essen in unseren Urlauben, egal ob wir im Campingurlaub sind oder auf Kreuzfahrt sind nicht allzu viel. Wenn wir dagegen auf Teller von anderen Gästen schauen, hier gibt es Rührei oder Spiegeleier mit Speck, Müsli in mehreren Gängen, da können und wollen wir einfach nicht mithalten. An unserem Tisch haben wir heute ein nettes Gespräch mit Gästen aus Thüringen.

Nach dem Frühstück ziehen wir wieder unsere dicken Jacken in der Kabine an, und gehen über das Atrium auf Deck 6 hinaus auf das Promenadendeck. Hier machen wir wieder einen Rundgang um das ganze Schiff. Heute sieht man die Küste von Norwegen ziemlich nah am Schiff vorbei gleiten. Der Regen hat aufgehört, das Meer ist immer noch etwas aufgewühlt, die Temperatur liegt bei schätzungsweise 7-10°. Allerdings ist es immer noch stark Windig. Wie schon die vergangenen Tage machen wir mehrere Runden um das Schiff, immer wieder trifft man Gäste, die auch 10 mal oder mehr in einem zügigem Tempo um das gesamte Promenadendeck gehen.

Um 10:30 gehen wir wieder in die Showlounge auf Deck 7/8. Hier hält unser Österreichischer Lektor Wolfgang Pröhl heute einen Vortrag über das Nordkap. Mit Erstaunen hören wir von ihm, das Nordkap wäre gar nicht der Nördlichste Punkt Europas. Auch nicht auf dem Festland. Wenn ich das richtig verstanden habe, wäre das zu Russland gehörende Sankt-Georgs-Land der Nördlichste Punkt Europa. Er erzählt uns etwas über Honningsvag auf der Insel Mageroya, das wir morgen Vormittag erreichen werden.
Ein kurzer Bericht von der Brücke: Seit unserer Abfahrt aus Alesund haben wir etwas über 500 Seemeilen zurück gelegt. Bis zu unserem nächsten Ziel Honningsvag sind es noch etwas mehr als 200 Seemeilen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit laut der Brücke betrug zwischen 13,7 und 14,2 Knoten. Das ist nicht allzu schnell, aber vielleicht dem Seegang geschuldet den wir in den vergangenen Tagen gehabt haben. Die Wellenhöhe beträgt heute etwa 2-3 Meter. Die vergangenen Tage waren mit einer Wellenhöhe bis zu 6 Metern wesentlich höher, Ich denke, es war der größte Seegang den wir jemals erlebt hatten.

Um die Mittagszeit müssen wir wohl an Tromsø vorbei gefahren sein. Schade dass die Stadt nicht auf unserer Reiseroute liegt. Tromsø  liegt 344 km Luftlinie nördlich des Polarkreises, und hat fast 80.000 Einwohner. Sie ist damit die größte Stadt von Nord-Norwegen. Wahnsinnig gern hätte ich einmal die Eismeerkathedrale gesehen und auch besucht. 

Aber nochmals kurz zum Vortrag von Wolfgang Pröhl, er erzählt von Honningsvag und dem Nordkap, und was man hier erleben und unternehmen kann. Zum ersten Mal haben wir gesehen , dass unser Lektor Wolfgang in seinen Unterlagen blättert. Normalerweise spricht er ohne Punkt und Komma frei heraus, ohne etwas nach zu lesen.
Gegen 12:00 gehen wir in`s Club Bistro, um einen Teller Suppe zu essen, und eine Kleinigkeit zu Trinken. Später gehen wir ein Deck höher in den Dome um eine Tasse Cappuccino zu trinken. Hier ist heute nicht so viel los, nur ein paar alte Tanten und Onkels die an den Fenstern sitzen und in ihren Bücher blättern und ihre Füße hochlegen, sind da. Eine Frau bei uns in der Nähe hat sich so hingesetzt, das sie mit ihrem Sessel einen ganze freie Sitzreihe blockiert hat. Um zu diesen freien Plätze zu gelangen, müsste man einen großen Umweg gehen. Es ist einfach unmöglich, wie sich manche Menschen benehmen. Nach einer Viertelstunde gehen wir wieder, da auch kein Kellner vorbei kommt um unsere Bestellung aufzunehmen. Wir fühlen uns hier einfach im The Dome nicht wohl.
Wir gehen wieder hinunter in die Ocean Bar, wo wir einen Aperol Spritz und ein Glas Rose Wein trinken. Danach gehen wir in die Kabine zurück, um uns wieder warm anzuziehen. Meine Frau möchte nochmals einen Spaziergang auf dem Promenadendeck machen. Um 16:00 gehen wir wieder hinauf in`s Club Bistro zur Kaffee oder Teezeit mit Kuchen und sonstigem Gebäck. Ich liebe die kleinen Krapfen oder Berliner, die es hier gibt, sie schmecken sehr gut. Nachteilig mag vielleicht sein, sie sind im Inneren fast vollständig mit Marmelade gefüllt. Die Hälfte der Menge an Marmelade würde auch ausreichen. An der Lido-Bar bestellen wir unseren Cappuccino, im Club Bistro gibt es ja nur den Automaten-Kaffee. Das Berliner Ehepaar das wir an unserem zweiten Tag beim Frühstück im Waterfront Restaurant kennen gelernt haben, sie setzen sich zu uns an den Tisch. Sie sind beide Nett, nachteilig ist vielleicht, er ist ein Schnellsprecher und ich habe Probleme ihn zu verstehen, schade.
Mittlerweile ist es 17:00 vorbei, wir sind in der Kabine beim Duschen, ich möchte noch Rasieren. Danach gehen wir auf Deck 8 hinauf, um uns hier bei den ausgestellten Speisekarten zu Informieren.

Wir entschließen uns heute Abend ins Fusion-Restaurant zu gehen (Asiatischer Stil). Wir bekommen einen Sitzplatz bei zwei älteren Damen, mit denen wir schon vor dem Restaurant ein paar Worte gewechselt haben. Es wird ein lustiges Gespräch mit den beiden Damen, die Schwestern sind und aus Wuppertal stammen. Ihren Erzählungen zu entnehmen, sind die beiden trotz Ihres fortgeschrittenen Alters sehr Urlaubs-Aktiv
Eine dreiviertel Stunde später, wir sind eigentlich mit dem Essen fertig, ertönt eine Durchsage von der Brücke. Der Kapitän teilt uns mit, dass Nordlichter gesehen wurden. Schlagartig verlassen fast alle Gäste das Restaurant, um auf Deck 12 oder Anderswo ins Freie zu kommen. Wir gehen zuerst in unsere Kabine um die Jacken zu holen. Mit dem Fahrstuhl fahren wir anschließend auf Deck 12. Hier ist schon alles voll von den Kreuzfahrtgästen. Wir stehen auf dem freien Deck neben dem Dome und dem verschiebbaren Schiebedach, der das Pooldeck /Deck 11 nach oben abschirmt.
Da erscheinen auch schon die ersten Polarlichter (Aurora Borealis) am Himmel.

Leider war schon nach wenigen Minuten der Zauber vorbei, meine Frau hat ebenfalls ein paar Bilder gemacht, aber sie sind alle noch schlechter als meine. Neu für uns war, das unser menschliches Auge die Aurora Borealis nicht so erkennen kann wie eine Kamera oder eine Handy-Aufnahme.
Danach gehen wir wieder nach unten, zuerst unsere Jacken in der Kabine ablegen. Dann fahren wir wieder hoch auf Deck 8 in die Fusion-Restaurant, hier ist unser Tisch schon wieder abgeräumt. Wir gehen in die Ocean Bar, sie ist voll bis auf den letzten Platz, so gehen wir weiter zum Blue Room. Es sind ja nur etwa 80 Meter bis in diese Bar. Leider war auch diese gut gefüllt. Hier spielt und Singt jetzt unsere kleine Philippinin mit Ihrem Partner vom Duo Instinct. Alle Bars auf dem Schiff sind der Länge nach zu einem Durchgang offen, hier im Blue Room stehen am Gang noch ein paar Sitzmöbel. Wo wir Platz nehmen, wenig später kommt ein Kellner vorbei, bei dem ich ein Erdinger Weißbier bestelle. Als er mit dem Getränk wieder kommt, schenkt er das Weizenbier fehlerfrei ein (der Mann kommt aus Bali).
Bald darauf kommt unsere Bettina aus Itzehoe in die Bar, Es dauert nicht lange, und Sie darf wieder ans Mikrofon um zu singen. Sie singt ja toll, wenn gleich nicht alles klappt und passt. Auch heute Abend singt sie uns den „Summer Wine“ ein Lied von Nancy Sinatra & Lee Hazlewood aus dem Jahr 1967.
Wie fast jeden Abend verlassen wir gegen 22:30 die Bar, und gehen kurz zur Rezeption um uns für den nächsten Morgen um 6:30 wecken zu lassen.

Montag, den 13. Oktober 2025

Es ist gerade 6:15 als wir alleine aufwachen, gut 10 Minuten später läutet schon unser Telefon, die Rezeption ruft an, um uns zu wecken. Als wir fertig angezogen sind, fahren wir hinauf auf Deck 11 zum Club Bistro. Heute Morgen gibt es nur ein schnelles Frühstück, weil wir etwas früher von Bord gehen müssen. Um 7:30 hat die Vasco Da Gama in Honningsvag auf der Insel Magerøya angelegt.

Der kleine Ort hat etwas über 2200 Einwohner, besitzt aber trotz allem seit 1996 den Status einer Stadt. Dadurch löste Honningsvåg die Stadt Hammerfest als nördlichste Stadt Norwegens ab. Ein Jahr später wurde das Recht, den Stadtstatus zu erteilen, auf Kommunen mit mindestens 5000 Einwohner beschränkt. Da Nordkapp unter 5000 Einwohner hatte, kam es daraufhin zwischen den Kommunen Hammerfest und Nordkapp zu einem Konflikt darüber, wer den Titel als nördlichste Stadt tragen dürfe. Im Jahr 2005 bestätigte das Kommunalministerium, das Honningsvag weiterhin den Titel einer Stadt tragen dürfe.

Wir holen nur kurz unsere Buskarten in der Hollywood`s Showlounge, und gehen gleich nach draußen auf den Parkplatz, wo vier Busse auf die Ausflügler warten. Um 8:30 geht es los, unser Ziel heute ist das Nordkapp. Von Honningsvag bis hinauf zum Nordkapp sind es ca. 34 Kilometer, durch eine karge Landschaft. Einige wenige Gräser, Flechten und bodennahe Sträucher sind alles, was auf dem felsigen Untergrund einigermaßen wächst. Magerøya, eine Insel, die sich bis zu 308 Meter über der Barentssee erhebt und jedes Jahr das Sehnsuchtsziel von Hunderttausenden von Menschen ist. Magerøya, von Sturm und Wellen geformt, von eisiger Kälte umgeben. Wir benötigen mit unserem Bus bestimmt eine dreiviertel Stunde bis zu unserem Ziel.

Unterwegs kommen wir an zwei Campingplätzen/ bzw. Hotels im 2 Sterne-Bereich vorbei. Direkt neben der Zufahrtsstraße zum Nordkapp sehen wir auch einen Parkplatz, wo sich ein paar Wohnmobile zwecks Übernachtung aufhalten.

Dann haben wir auch schon das Nordkapp erreicht, unser Lektor Wolfgang hat uns empfohlen, gleich nach dem Aussteigen aus dem Bus zu einer Felsenspitze zu gehen. Hier befindet sich die sogenannte Oskarsäule.
Sie wurde 1873 zur Erinnerung an den im Juli 1873 erfolgten Nordkap-Besuch des damaligen Königs von Norwegen und Schweden Oskar II. auf dem Nordkap errichtet.
Von hier hat man einen schönen Ausblick auf das Nordkapp-Denkmal, das wir gleich im Anschluss besuchen. Hier sind natürlich schon mittlerweile zwei Busse von der Vasco Da Gama angekommen. Aber wir können trotz allem noch ein paar nette Fotos machen. Danach gehen wir an den Nordkaphallen vorbei, zum Denkmal „Kinder der Welt“.

Mehrere „Kinder der Welt“ haben dieses Denkmal am nördlichsten „Festlandspunkt Europas“ 1988 mitgestaltet: Jasmin aus Tansania, Rafael aus Brasilien, Ayumi aus Japan, Sithidejaus aus Thailand, Gloria aus Italien, Anton aus der Sowjetunion und Louise aus den USA.
Alles entstand unter Anleitung der Künstlerin Eva Rybakken, die dazu eine Figurengruppe „Mutter mit Kind“ gestaltet hat.

Im Anschluss gehen wir in die Nordkaphallen hinein, die Eintrittskarten dazu waren in unserem Ausflugprogramm enthalten. Wir betreten die große Halle, wo sich auf der linken Seite ein netter Souvenir-Shop befindet, gegenüber liegt ein Cafe und ein Restaurant. Zuerst besuchen wir natürlich den Souvenir-Shop, hier gibt es Trolle in großen Mengen zum kaufen. Und immer wieder kann man feststellen, die Preise hier in Norwegen sind um einiges höher als bei uns in Deutschland. Während meine Frau Intensiv durch die Regale geht, sitze ich schon draußen in der Halle auf einem der freien Tische. Sie bringt ein paar Ansichtskarten für unsere Enkel mit, die sie am Tisch beschreibt. Im Anschluss werfen wir die ausgefüllten Karten in einen Briefkasten der vor dem Souvenir-Shop steht.

Bei einem Blick nach draußen zur Weltkugel kann ich tatsächlich einmal sehen, dass im Moment keine Besucher um die Kugel herum stehen. Eine Treppe führt in das Untergeschoss hier sind Toiletten und ein Museum, das wir aber gar richtig nicht wahrgenommen haben.
Unser gebuchter Ausflug hier zum Nordkapp ist heute ohne Führung und mit 3 Std. Dauer angegeben. Wir gehen zur angegebenen Abfahrtszeit zum Bus der uns wieder hinunter nach Honningsvag zurück bringt.

Am Hafen-Parkplatz angekommen, gehen wir gleich auf das Schiff zurück, wo wir in der Kabine unsere Jacken ablegen. Gleich darauf fahren wir auf Deck 11 hinauf um im Club Bistro einen Teller Suppe zu essen.

Wenig später verlassen wir nochmals das Schiff um einen Wanderweg zu erkunden, den Wolfgang unser Lektor uns empfohlen hat. Dazu gehen wir an der Touristen-Information und dem Souveniergeschäft vorbei durch eine Nebenstraße in Richtung eines weiteren Hafenbeckens. Hier befindet sich unter anderem der Liegeplatz der Hurtigruten-Schiffe. Eine davon, die NORDNORGE liegt hier an der Anlegestelle. Wir gehen weiter die Storgata (Hauptstraße) entlang in Richtung zur Honningsvag Kirke. Wir kommen dabei an einem Haus vorbei, wo sich die Baptistische Kirche befindet vorbei, wir gehen weiter in die Skolegata und danach in der Elvedalen einbiegen. Hier sehe ich vor einem Haus einen schönen Kabe-Caravan stehen, es ist ein großes Tandemfahrzeug mit zwei Achsen (wir sind selber Camper und machen lange Reisen mit unserem Caravan). Kurz darauf verlassen wir die Ortschaft und gehen eine Schotterstraße den Berg hinauf.

Etwas weiter oben teilt sich der Weg, zur linken Seite geht er an einer kleinen Hütte mit zwei Außensitzbänken vorbei und danach über eine steile Treppe die mit Steinplatten ausgelegt hinauf zum Hausberg von Honningsvag und zum Stofjellet. Der rechte Weg geht flacher und soll aber wesentlich länger aber einfacher zu gehen sein. Wir gehen nur bis zum Beginn der Steinernen Treppe und drehen hier wieder um. Auch bei der Hütte hat man ebenfalls einen hübschen Ausblick auf die Bucht und den Ort sowie das Hurtigruten Schiff die NORDNORGE die hier am Kai liegt. Hier kommt uns das Berliner Ehepaar entgegen, die den langen Wanderweg auf der rechten Seite hinauf gegangen sind. Weiter oben führt der Weg über eine Ebene dann weiter über den Gipfel (Storfjellet) und wieder zurück über die Steinerne Treppe nach unten. Sie erzählen uns, dass der rechte Weg, gar nicht so leicht und ungefährlich wäre. Gemeinsam gehen wir wieder nach unten in den kleinen Ort .

Bevor wir zur Vasco Da Gama zurück kehren, besuchen wir noch das Artico Christmas House, das sich direkt am Hafen befindet. Als wir eintreten müssen wir staunen, soviel Weihnachts-Sachen auf so kleinem Raum. Eine so große Vielfalt an Weihnachts-Artikel habe ich noch niemals gesehen. Ich denke bei uns in Deutschland in unseren Weihnachtsmärkten gibt es nur noch Weihnachtskugeln zu kaufen, und natürlich verschiedene Imbissstände und Glühwein.

Nach etwa zwanzig Minuten verlassen wir das Artico Christmas House wieder, ein paar Meter weiter sehen wir auf der anderen Straßenseite die Bäckerei Honni Bakes. Meine Frau möchte unbedingt eine Norwegische Zimtschnecke probieren. Kurz entschlossen betritt sie das Geschäft, um zwei Zimtschnecken zu kaufen. An einem der Tische vor der Eingangstüre probieren wir gleich die leckeren Zimtschnecken.

Als wir danach an der Touristen-Information und dem Arctic Souvenir Shop vorbei kommen, fällt uns ein Riesenhafter Bernhardiner aus Metall aus. Es ist Bamse (ehemaliger Schiffshund) dessen Denkmal in Montrose/Schottland sowie auch hier in Honningsvag steht. Als wir über den Busparkplatz gehen, fällt uns ein Gestell mit ein paar aufgehängten Stockfischköpfen auf. An der Kontrolle der Hafenbehörde vorbei gehend, betreten wir unser Schiff, wo natürlich ebenfalls eine Eingangs-Kontrolle stattfindet.

Wir bringen unsere Jacken und die Handys und meinen Fotoapparat auf die Kabine und gehen anschließend in die Ocean Bar um einen Cocktail zu trinken. (Wir hatten für die Reise extra ein Getränkepaket gekauft) Eine halbe Stunde später es ist jetzt 16:00 vorbei, gehen wir auf Deck 11 in`s Club Bistro wo jetzt Kaffee oder Teezeit ist, mit Kuchen und sonstigem Gebäck. Ich hole mir an der Theke zwei der kleinen Krapfen /Berliner. Leider muss ich feststellen, heute sind sie mit Vanille-Pudding gefüllt, der schmeckt nicht ganz so gut wie die Marmelade. An der Lido-Bar neben dem großen Innenpool bestellen wir unseren Cappuccino , der hier an der Bar ganz ausgezeichnet schmeckt.
Kurz nach 21:30 setzt sich die Vasco Da Gama in Bewegung und wir verlassen langsam, während die Auslaufmelodie „High Above The Ocean“ erklingt, den Hafen von Honningsvag. Unser nächstes Ziel ist Hammerfest 64 Seemeilen Südöstlich von Honningsvag.

Zum Abendessen gehen wir auch heute in Waterfront-Restaurant. Nachdem wir ein paar Minuten gewartet haben. holt uns einer der Kellner ins Restaurant an einem seiner Tische. Zum Trinken entscheide ich mich für ein kleines Bier, ein Warsteiner. Ich habe mir wohl in den vergangenen Tagen den Magen verdorben, und vertrage die Säure im Wein nicht mehr. Zum Essen nehme ich ein Fleischbrühe-Suppe und danach Fleisch, ich weiß nicht mehr was für eines. Meine Frau bestellt als Hauptgang einen Fisch. Bis der Kellner unsere Nachspeise bringt, dauert es heute sehr lang. Ob es an der Küche oder am Kellner liegt, ist für uns nicht erkennbar.

Nach dem Abendessen gehen wir in Richtung Ocean-Bar, bekommen hier aber keinen freien Sitzplatz mehr, so gehen wir ein Stückchen weiter in die Blue Bar, wo unsere kleine Philippinische Sängerin mit dem Instinct Trio spielt und singt. An einem der kleinen Tische finden wir noch Platz, einer der Kellner bringt mir ein Glas Weizenbier, das er tadellos einschenkt kann. (zur Erinnerung er stammt aus Bali)

Um 20:40 gehen wir weiter in die Hollywood`s Showlounge, hier treten in wenigen Minuten die Ukrainischen Akrobatikkünstler Andrii Briutkin und Anastasiiia Peletska mit einer Zirkus-Theatershow auf.

Nach der Theater und Showvorstellung gehen wir wieder zurück in die Ocean-Bar, wo unsere Philippinische Sängerin jetzt nur mit einem Partner spielt und Singt.
Kurz vor 22:00 kommt die Ansage von der Brücke „Nordlichter gesehen„. Alles stürmt auf Deck 12 neben dem Dome und dem verschiebbaren Schiebedach, der das Pooldeck Deck 11 nach oben abschirmt.

Nach ein paar Minuten war der Zauber der Polarlichter leider schon wieder vorbei. Nach dieser Phantastischen Lichter-Show gehen wir wieder nach unten in die Ocean-Bar. Bei einer der beiden jungen und hübschen Kellnerinnen, eine der beiden stammt aus Java eine der vier großen Sundainseln mit der Hauptstadt Jakarta. Die zweite junge Kellnerin kommt aus Bali (auf dieser Insel wollten wir im Rahmen einer Asien-Kreuzfahrt in 2024 noch ein paar Tage verbringen) bestelle ich ein Glas Coca Cola. Etwas später tanzen meine Frau und ich noch bei einem schönen Lied, ich glaube es war eines von ABBA.
Gegen 23:00 gehen wir zurück in unsere Kabine, der Tag war Irgendwie schon lang.

Dienstag, den 14. Oktober 2025 64 Seemeilen

Einen schönen guten Morgen, es ist gerade 7:00 geworden. Wir sind soeben in Hammerfest angekommen. Hammerfest ist mit Ihren 10.000 Einwohnern die nördlichste größere Stadt der Welt, noch vor irgendwelchen Orten in Alaska oder Russland.
Nachdem wir uns zum Frühstück fertig gemacht haben, fahren wir mit dem Lift auf Deck 11. Am Pool und der Lido-Bar vorbei gehen wir in`s Club Bistro. Auch heute ist wie jeden Morgen das Selbstbedienungs-Restaurant sehr gut gefüllt. Zwei freie Sitzplätze findet man aber meistens noch. Auch unser Frühstück schaut in der Regel fast immer gleich aus.

Nach dem Frühstück gehen wir in die Kabine zurück um unsere Handys zum Fotografieren zu holen, und gehen hinauf auf Deck 12. In der großen Bucht etwas außerhalb liegt ein großer Gastanker auf Reede. Soeben kommt die Richard With von Hurtigruten in den Hafen herein. Sie legt in der Bucht uns gegenüber direkt am Kai von Hurtigruten an. Die Richard With ist seit 1993 in Dienst, 120 Meter lang, und gehört zur Gruppe der älteren Schiffe der Flotte. Als wir gerade zum Fenster unserer Kabine hinaus schauen, sehen wir zwei Personen mit Koffern auf unser Schiff zu gehen. Die einzige Erklärung für mich ist, es sind Besatzungsmitglieder, die heute ihren Dienst beginnen. Hammerfest hat tatsächlich einen kleinen Flughafen, der aber nur Inlandflüge anbietet. Eine weitere Möglichkeit wäre der Flughafen vom Tromsø, der einige Internationale Flüge anbietet, dafür aber einige Hundert Kilometer mit dem Autobus entfernt ist.

Kurz vor 12:00 gehen wir in die Hollywood`s Showlounge, um unsere Buskarten abzuholen, und verlassen anschließend das Schiff. Unser heutiger Ausflug „Sami Abenteuer in Mikkelgammen“ findet um 12:15 statt. Der Ausflugsbus steht schon vor dem kleinen Cruise-Terminal und wartet auf unsere Gruppe. Nachdem alle im Bus sind kann es los gehen. Wir fahren an der Hafenbucht entlang, zweigen dann in den Stadttteil Fuglenes ab. Hier fahren wir dann an einem kleinen See entlang, wo sich auf der rechten Seeseite ein kleiner Campingplatz befindet. Links von der Straße befindet sich ein riesiges Halbrundes Gebäude, die jetzige Nutzung sollen Apartment-Wohnungen sein. Bevor wir im Anschluss einen Berg hinauf fahren, kommen wir noch am Fußballstadion von Hammerfest vorbei. Wir fahren jetzt durch eine kleine und ruhige Siedlung, wo sich viele kleine Einfamilienhäuser aus Holz befinden. Ein paar Minuten später sind wir auch schon auf dem Hügel im Samicamp bei Mikkelgammen angekommen, der uns schon erwartet.

Gemeinsam gehen wir in eine Hütte, die Optisch einem Tipi-Zelt entspricht. Sie ist Quadratisch, alle Außenwände sind mit Gras bewachsen, sie ist etwa 5 – 6 Meter hoch. Wir betreten die Hütte, der Innenraum hat ebenfalls eine Kantenlänge von bis 6 Metern. Der Boden des Innenraumes ist mit Ästen und Reisig, vermutlich wegen der Bodenfeuchtigkeit abgedeckt. Darauf liegen überall Rentierfelle, die vermutlich sehr warm halten. In der Mitte der Hütte befindet sich eine Feuerstelle, die mit großen Steinen umrandet ist. Die Wände bzw. das Dach sind aus Baumstämmen und Ästen konstruiert, wie man an den Bildern erkennen kann.
An den Wänden stehen lange Sitzbänke für die Besucher die nicht auf dem Boden knien oder Sitzen wollen. Mikkel erzählt uns per Übersetzerin etwas über die Kultur der Samen (Lappen). Leider weiß ich gar nichts mehr darüber. Etwas später singt er uns noch ein Lied aus der Kultur der Samen vor.
Danach verlassen wir gemeinsam die Hütte und gehen in eine Art Gemeinschaftshaus, (Restaurant) wo uns Solveig die Frau von Mikkel vor der Türe begrüßt. Das Haus ist ebenso aus Baumstämmen und Ästen gebaut wie die kleinere Zelthütte.

Mikkelgammen ist laut einer Reklame aus dem Internet, ein Restaurant in Hammerfest, das ein einzigartiges kulinarisches Erlebnis bietet, wo die Traditionen der Samen hervorhebt. Solveig bietet uns Tee oder Kaffee an, des weiteren können wir kleine Snacks vom Lachs und Rentier probieren, während Sie uns in Deutscher Sprache einiges über die Bräuche der Samen erzählt. Zu guter Letzt gehen wir wieder hinaus, um endlich ein paar Rentiere zu sehen. Leider Gottes bewahrheitet es sich. Wir sehen tatsächlich nur zwei Jungtiere. Ich hatte eigentlich gedacht, eine kleine Herde, mindestens aber 20 Rentiere zu sehen. Ein Sohn von Mikkel hat in einer Schüssel Futter/Lekkereien für die zwei Rentiere, die Besucher können damit die Tiere füttern.

Etwas enttäuscht gehen meine Frau und ich etwa 100 – 150 Meter weiter, hier befindet sich ein kleines Hotel (Turistua Lodge), das aber jetzt geschlossen zu sein scheint. Von hier wie auch von einem Aussichtspunkt gleich in der Nähe haben wir eine schöne Aussicht hinunter auf den Hafen, die Bucht und die Stadt Hammerfest. Wir blicken vom Hügel aus direkt auf die Anlegestelle von Hurtigruten, und auf der anderen Seite der Bucht sehen wir unser Schiff die Vasco Da Gama stehen.

Kurz darauf gehen wir wieder zum Bus zurück, und fahren zum Schiff zurück.
Es ist ca. 14:40 als wir wieder den Hafen von Hammerfest verlassen. Laut Aussage der Schiffsleitung ist die Schönwetterperiode, die wir heute genossen hatten, schon wieder vorbei. Keine Stunde nach unserer Ausfahrt aus dem Hafen wird der Wellengang schon merklich höher, und es baut sich der nächste Sturm auf. Er soll dann bis Morgen Früh seinen Höchststand erreichen.

Hier zur Einstimmung ein paar der Bilder, allerdings habe ich niemals die größten Wellen fotografieren können.

Wir verbringen die nächste Stunde in der Ocean Bar im Gespräch mit einem Kölner Ehepaar. Danach gehen wir in unsere Kabine zurück, meine Frau möchte sich kurz mal in`s Bett legen und ausruhen. Allerdings sind die Wellenschläge die etwas weiter vorne am Bug an den Schiffsrumpf donnern, gewaltig. Auch sind die Wellen-Berge, die Teilweise noch über unser Kabinenfenster hinaus gehen, nicht sonderlich beruhigend. Während dieser Zeit schaue ich im Satelliten-Fernsehen noch ein paar Nachrichten-Beiträge an. Nach kurzer Zeit verlassen wir wieder die Kabine und gehen wieder zurück auf Deck 8. Akustisch und Optisch war der Aufenthalt in unserer Kabine nicht gerade Beruhigend.
Zum Abendessen gehen wir in das Waterfront-Restaurant, ich habe keine Ahnung, was wir gegessen haben. Was wir am weiteren Abend noch gemacht haben, darüber habe ich mir anscheinend keine Aufzeichnung gemacht.

Mittwoch, den 15. Oktober 2025 586 Seemeilen bis Trondheim

Hallo guten Morgen, ob der Morgen gut wird, wird sich herausstellen, es ist kurz nach 8:00, wir gehen hinauf auf Deck 11 in unser Frühstücksrestaurant (Club Bistro). Heute Morgen ist etwas weniger los, als die vergangenen Tage, es gibt mehr freie Plätze zur Auswahl. Unser Frühstück schmeckt wie immer, wir lassen es uns auf jeden Fall schmecken. Um 10:30 ist in der Hollywood`s Showlounge ein Vortrag unseres Lektors Wolfgang Pröhl: Trondheim im Reich der Kirche und der Wikinger. Dazu gibt er uns Tipps für einen persönlichen Trondheim-Besuch.
Kurz vor 12:00 gehen wir nochmal ins Club Bistro um eine Kleinigkeit zu essen. Wir entscheiden uns für eine Suppe. Der Seegang ist am Vormittag wieder etwas ruhiger geworden, so dass wir nach dem Mittagessen einen Rundgang auf dem Promenaden-deck machen können Das Deck ist jetzt wieder freigegeben, und die Türen nach draußen sind auch wieder offen. Danach gehen wir wieder in die Ocean Bar um hier eine heiße (warme) Schokolade mit Sahne zu trinken.

Am Nachmittag wird der Wellengang wieder etwas höher. Man spricht von einer Windgeschwindigkeit von 60 Knoten, (112km/h) und einer Wellenhöhe von über 5 Metern. Kurz vor 14:00 gehen wir nochmals in die Hollywood`s Showlounge, hier präsentiert uns Reiseleiter Sven eine spannende Reise in das Land der aufgehenden Sonne „Japan“

Es ist 15:05 wir sind gerade wieder in unserer Kabine, als eine hohe Welle an unserem Kabinenfenster vorbei rauscht. Unsere Kabine ist auf Deck 4, und bestimmt 4-5 Meter über der Normalen Wasserhöhe. Diese Welle ging gerade eben über unser Kabinen-fenster hinauf bis auf Deck 5. Wir verlassen gleich wieder die Kabine und fahren mit dem Fahrstuhl auf Deck 11 hinauf. Das Gehen ist heute wieder etwas beschwerlich, man wankt von einer Seite des Ganges zur anderen. Wir haben schon einige schwere Seegänge erlebt, ob in der Karibik bei der Überfahrt von Kolumbien nach der Dominikanischen Republik. Oder auf einer Atlantikfahrt nach Tanger/Marokko. Oder mit der MS Artania von der Chinesischen Insel Hainan nach Hongkong usw.
In der Cappuccino-Eisdiele bestellen wir zwei Tassen Cappuccino, danach gehen wir ins Club Bistro hinein, und holen uns an der Theke zwei der kleinen Krapfen /Berliner und dazu zwei Scheiben einer Art Zopfbrot. Im Anschluss gehen wir auf Deck 7 hinunter, um im Ausflugsbüro nachzufragen, ob unser gebuchter Ausflug für Morgen/Mittag in Trondheim gebucht ist. Wir haben bis jetzt keinerlei Bestätigung darüber bekommen. Zuerst meinte der Bedienstete, die Karten wären schon unterwegs zur Kabine. Beim weiteren Nachschauen stellte sich aber heraus, dass keine Buchung erfolgt war. Um 17:30 gehen wir ein paar Meter weiter ins Auditorium zum Globetrotter-Rätsel mit Reiseleiter Manfred. Manfred ist sehr Sympathisch, wir hatten ihn als Begleiter auf unserer Ausflugstour in Bergen. Als auch in verschiedenen Gesellschaftsspielen wie Stadt, Land, Fluss und andere Rätselspiele.
Um 18:15 gehen wir zurück in die Kabine, um uns zum Abendessen umzuziehen. Während unseres Spazierganges auf dem Promenadendeck haben wir einmal in Richtung Westen einen blauen Himmel und etwas Sonne entdeckt, nur leider hat sich die Sonne nicht durchgesetzt. Wir haben jetzt am frühen Abend nach wie vor einen hohen Seegang, um die 6 Meter. Das hatten wir uns nicht vorgestellt, wenn wir das geahnt hätten, wären wir vielleicht nicht nach Norwegen gefahren. (Das ist auf jeden Fall keine Kreuzfahrt für reine Landratten).
Zum Abendessen gehen wir heute Abend in`s Club Bistro, heute gibt es Hirsch-Steak mit Pommes Frites. Später fahren wir in die Hollywood`s Showlounge hinunter. Hier singt und bringt uns eine junge Sängerin durch 5 Jahrzehnte Pop-Geschichte. Anschließend gehen wir in den Blue Room, wo unsere junge Sängerin von den Philippinen mit Ihren Partner singt und spielt. Nach einer dreiviertel Stunde wechseln die beiden in die Ocean Bar, wo wir ihnen nach kurzer Zeit folgen. Bei unseren Reisebekannten aus Geisenried nehmen wir Platz, es gibt ein angenehmes Gespräch mit den beiden.
Kurz vor 23:00 gehen wir in die Kabine zurück, die Nacht und der Seegang bleibt lebhaft.

Donnerstag, den 16. Oktober 2025

Es ist 8:00 als wir aufstehen, die See hat sich wieder beruhigt. Zum Frühstücken gehen wir wie immer auf Deck 11 in das Club Bistro. Hier ist es wie jeden Morgen, das Selbstbedienungs-Restaurant sehr gut gefüllt. Aber zwei Sitzplätze lassen sich finden, meine Frau geht los zwei Gläser Orangensaft zu holen, um damit unsere Tischplätze zu reservieren. Im Anschluss gehen wir zur Theke, wo sich Wurst und Käse als auch verschiedene Brot und Brötchen befinden. Unser Frühstück schaut in der Regel immer gleich aus, wir sind ja spartanische Esser. Die Küstenlinie von Norwegen rückt immer näher heran, und die Felsformationen werden immer deutlicher sichtbar.
Um 10:00 gehen wir in die Hollywood`s Showlounge, wo unser Lektor Wolfgang Pröhl uns etwas über Westnorwegen erzählen will. Seine Vorträge sind im allgemeinen sehr Interessant und lustig. Es ist mittlerweile 11:15 geworden, die Vasco Da Gama legt in Trondheim an. Leider erwartet uns, nach dem Unwetter der vergangenen Tage auch hier in Trondheim starker Regen. In einer Stunde beginnt unser gebuchter Ausflug, mit dem Besuch des Nidarosdom und dem Volkkundemuseum Sverresborg.

Das schicke Gebäude vor uns soll ein Indoor Wasser Park sein.

Trondheim ist mit 216.518 Einwohnern die drittgrößte Stadt Norwegens. Trondheim ist Sitz der Provinzregierung für Trondelag und des  Nidaros Bistum, in dem auch der Präses der Norwegischen Kirche wohnt. Ein großer Teil der 30.000 in Trondheim lebenden Studenten ist an der Technisch u. Naturwissenschaftlichen Universität (NTNU) immatrikuliert. Das Universitätskrankenhaus St. Olavs Hospital beschäftigt etwa 10.000 Personen und hat eine Reihe von nationalen Spezialistenfunktionen und Abteilungen.

Unser Ausflugsbus steht auf dem Parkplatz neben dem Indoor Water Park ebenso ein Stadtführer der uns etwas über die Stadt Trondheim erzählen soll. Als wir einsteigen, stellen wir fest, der Bus oder einer der beiden, Fahrer oder Stadtführer riechen stark nach Fisch. Wir fahren also durch Trondheim, durch die Fensterscheiben unseres Busses lässt es sich sehr schlecht fotografieren. Es regnet leider ziemlich stark, und unser Blick nach draußen ist stark eingetrübt. Unser erster Halt ist am Nidarosdom, wo wir alle aussteigen, unser Stadtführer holt im Touristikbüro unsere Eintrittskarten für den Dom. Danach verschwindet er, ohne uns zu sagen, auf welcher Seite oder bei welcher Tür der Eingang zur Kirche ist.

Der Nidarosdom gehört zu den bedeutendsten Kirchen Norwegens und gilt als Nationalheiligtum, und war lange Zeit die Krönungs und auch die Begräbniskirche der Norwegische Könige.
Der Dom wurde auf der Grabstätte des Königs Olaf Haraldson errichtet, der 1030 in der Schlacht von Stiklestad gefallen ist Ein Jahr nach seinem Tod wurde er Heilig gesprochen, es setzte ein Pilgerstrom zu seinem Grab ein. Kurz darauf, unter Magnus dem Guten, wurde über der Grabstätte eine kleine Holzkapelle errichtet. König Olaf III. „der Ruhige“ ließ 1070 die Kapelle durch eine steinerne Kirche ersetzen, die 1090 fertiggestellt wurde.

Im Mittelalter und nach Norwegens wiedererlangter Eigenständigkeit ab 1814 war der Nidarosdom die Krönungskirche der norwegischen Könige. Als Letzter wurde König Håkon VII. hier 1906 gekrönt. 1957 wurde König Olav V. als erster König nicht mehr im Dom gekrönt, sondern gesegnet. 1991 setzte der heutige König Harald V. mit Königin Sonja diese neue Tradition fort.

Wir probieren als erstes eine der drei großen Eingangstore leider vergebens, unsere Gruppe geht ganz um den großen Kirchenkomplex herum. Auf der Nordseite der Kathedrale finden wir dann einen Eingang zum Dom. Es ist die nördlichste Mittel-alterliche Kathedrale der Welt in einem Romanisch/Gotischen Baustil.

Im Seitenflügel des Querschiffs erwartet uns eine junge Dame, die unsere Eintrittskarten kontrolliert. Unser erster Blick in die Kathedrale ist beeindruckend, der ganze Baukörper umfasst 102 Meter in der Länge und einer Höhe von 21 Metern. Das Querschiff von 50 Metern Breite ist in Nord-Südlicher Richtung angeordnet.

Sehr beeindruckt verlassen wir die schöne Kirche, bevor unser Stadtführer uns verlassen hat, erzählte er uns noch, in Nördlicher Richtung würden wir den alten Hafen von Trondheim erreichen. Wir sind etwas spät daran, weil er uns leider nicht gesagt hatte wo sich der Eingang zum Dom befindet, und wir ihn erst suchen mußten. Wir gehen trotz des Strömenden Regens durch die Munkegata bis zum Trondheim Zentrum. Hier drehen wir wieder um, meine Frau und ich sind klatschnass durch den Wolkenbruchartigen Regen. Unser Bus steht in der Nähe des Nidarosdomes, der Fahrer lässt uns einsteigen. Unser Stadtführer sitzt wohl in einem Cafe am Dom, und hat uns alleine springen lassen.
Nachdem alle Ausflügler wieder im Bus zurück sind, geht unsere Stadtrundfahrt weiter, Wie schon erwähnt durch die Fensterscheiben unseres Busses lässt es sich sehr schlecht fotografieren. Die Alte Brücke Gamle Bybro aus dem Jahr 1861 ist kaum zu erkennen.

Als nächstes fahren wir zum Sverresborg Trøndelag Folk Museum. Das ist ein Freilichtmuseum, das schon um 1915 gegründet wurde. Hier befinden sich ca. 60 Gebäude aus dem 17-18. Jahrhundert aus dem gesamten Trøndelag-Gebiet (Landesteil von Mittelnorwegen). Meine Frau und ich haben auf Grund des Starken Regens nur den Ausstellungs-Bereich der Altstadt angeschaut. In einigen der Gebäuden gibt es Zimmer mit alten Möbeln und Geräten. Im Haus Thanengarden ist ein Zahnarzt und Fotograph zu finden oder Friseur, in einem anderen Haus ist eine Bäckerei zu finden. So auch ein Café im Stil des vergangenen Jahrhunderts.

Bild links: Danielsveita und gegenüber die Löwenapotheke ; untere rechte Bild : Nissen – Haus
Bild links: Löwenapotheke; Bild rechts: Haus Thanengarden hier befindet sich eine Zahnarzt-Praxis sowie ein Fotostudio

Es regnet immer noch, wir gehen zurück in das Hauptgebäude am Eingang, hier gibt es ein Café und Taverne, dazu einen hübschen kleinen Souvenier-Shop, und gegenüber in einem Untergeschoß ist eine Ausstellung. Welcher Art kann ich leider nicht näher bezeichnen. Wir machen ein paar Bilder davon.

Im Anschluss an das Sverresborg Trøndelag Folk Museum fahren wir einen Berg hoch, wo eine gute Aussicht auf die Stadt sein sollte. Aber es Regnet halt immer noch. Keiner unserer Busgäste verlässt den Bus. Danach fahren wir durch das Universitäts-krankenhaus St. Olavs, das fast ein eigenes Stadtviertel ist. Das St.-Olav-Krankenhaus, ist eine der größten Gesundheits-Einrichtungen Norwegens, in der 11.000 Mitarbeiter arbeiten.

Die Geschichte des Hospitals geht auf die großen Pilgerströme seit dem Tod Königs Olaf Haraldson dem Heiligen im 11. Jahrhundert zurück. Es wurde von Pilger-Heilung erzählt, und die Pilger die nicht durch Wunder Geheilt wurden, sind im damaligen St.-Olav-Krankenhaus behandelt worden.

Kurz vor 16:00 kehren wir wieder auf unser Schiff zurück, legen in der Kabine unsere Jacke ab, um Anschließend auf Deck 11 zu gehen. Im Club Bistro ist jetzt Teezeit wie es auf der Vasco Da Gama heißt. An der Kuchentheke holen wir zwei der kleinen Krapfen (Berliner wie der Norddeutsche sagt), dazu bestellen wir an der Lido Bar zwei Tassen warme Schokolade mit Sahne. Wenig später kommt das Berliner Ehepaar vorbei und setzt sich zu uns an den Tisch. Sie sind sehr nett, nur leider spricht er sehr schnell und ist schwer für mich zu verstehen. Ich habe große Probleme dabei, sehr schade. Später machen wir noch einen Spaziergang über das Promenadendeck. Auf der Seeseite des Schiffes sehen wir in etwa 2 Kilometer Entfernung die kleine Insel Munkholmen liegen. Sie ist im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel zum Baden und in der Sonne liegen.

Munkholmen („Nidarholm“) wie sie heißt, diente im 10. und 11. Jahrhundert den Wikingern als Hinrichtungsstätte und wurde später Standort eines Benediktinerklosters, das als eines der ersten in Skandinavien gilt. 
 Es wird erzählt, dass der Wikingerkönig Olav Tryggvason im Jahre 995 dort den Kopf von Hakon Sigurdasson dem Jarl von Lade (Earl oder Graf) auf einer Stange ausstellen ließ.

Zum Abendessen gehen wir heute Abend in`s Waterfront Mediterranean, wir bekommen sogar einen Tisch direkt am Heckfenster. Ich trinke seit ein paar Tagen in den Restaurants ein Bier meistens ein Warsteiner. Ich habe mir wohl in den vergangenen Tagen meinen Magen verdorben, und vertrage die Säure im Wein nicht mehr. Zum Essen gibt es heute Rotbarbe und Gebratenes Kalbsfilet, beides sehr lecker.

Später gehen wir noch in die Ocean Bar, hier treffen wir unsere Allgäuer Bekannten, auch Sie haben heute wie auch die meisten Tage nur einen Spaziergang durch Trondheim gemacht. Und sind ebenso wie wir immer wieder vom stetigen Regen überrascht worden.
Um 21:30 verlässt die Vasco Da Gama die Bucht von Trondheim.
Wie jeden Tag suchen wir gegen 22:30 unsere Kabine auf.

Heute Nacht durchfahren wir die Gewässer von Hustadvika, das Seegebiet ist seicht und weist zahlreiche kleine Inseln und Riffe auf. Im Jahr 2019 mussten dort das Kreuzfahrtschiff  Viking Sky sowie das Frachtschiff  Hagland Captain, die ihr zur Hilfe eilen wollte, jeweils aufgrund Maschinenschadens und stürmischer See, evakuiert bzw. mit Schleppern geborgen werden. Auf der Viking Sky wurden insgesamt 460 Personen per Helikopter gerettet. Auf der Hagland Captain wurden alle 9 Besatzungsmitglieder per Hubschrauber gerettet. Ich kann mich sehr gut an dieses Drama errinnern
Am Abend des 23. März konnte ein Motor der Viking Sky wieder in Gang gebracht werden. Am folgenden Mittag konnten drei von vier Motoren wieder arbeiten und das Schiff aus eigener Kraft die Fahrt nach Molde fortsetzen.
Als Ursache für den Motorenausfall wurde später bekannt, dass aufgrund des starken Seegangs die Schmierölpumpen versagt hätten und die Motoren daraufhin wegen des zu niedrigen Öldrucks automatisch abgeschaltet worden seien. Auf Grund Menschlichen Versagens wurden die Schmieröltanks lediglich zu 28–40 % gefüllt waren und nicht, wie vom Hersteller empfohlen, zu 68–75 % befüllt.

Freitag, den 17. Oktober 2025 ca.100 Seemeilen bis Kristiansund

Guten Morgen, heute sind wir erst um 7:45 aufgestanden, laut der Schiffleitung war die Ankunft der Vasco Da Gama hier in Kristiansund um 7:30, davon haben wir aber nichts mitbekommen. Wie jeden Morgen fahren wir mit dem Fahrstuhl auf Deck 11 zum Frühstücken hinauf. Das Club Bistro ist wie jeden Morgen sehr gut gefüllt, ob das auch im Waterfront Restaurant, dem zweiten Frühstücksrestaurant so ist, können wir nicht beurteilen. Nach unserem Frühstück gehen wir zuerst in unsere Kabine und ziehen unsere dicken Jacken an. Anschließend fahren wir auf Deck 12 hinauf, hier über dem Pooldeck haben wir freie Sicht nach allen Seiten. Kristiansund scheint ein schöne Stadt zu sein

Kristiansund hat etwa 25.000 Einwohner, besteht aus 4 Stadtteilen auf den drei Inseln Nordlandet,  Gomalandet/Kirklandet und Innlandet, die alle über Brücken verbunden sind. Der Hafenort erhielt 1742 unter dem Namen Christianssund, benannt nach dem dänisch-norwegischen König  Christian VI, das Stadtrecht als „Handelsstadt“) Zu dieser Zeit wurde mit Holz gehandelt. Der Holzhandel wurde dann im 17. Jahrhundert vom Heringshandel ersetzt. Nach dem Handel mit dem Hering kam der Handel mit Kabeljau. 
Nach wie vor ist der Fischfang und dessen Verarbeitung zu Klipp-oder Stockfisch (gesalzener, getrockneter Kabeljau) ein wichtiger Wirtschaftszweig. Die Konservierung des Stockfisches erfolgt nur noch zum kleinen Teil im Freien auf den Felsen. Der Stockfisch wird auch heute noch hauptsächlich in die Länder Südeuropas exportiert.

Kurz nach 10:00 gehen wir in die Hollywood`s Showlounge um unsere Buskarten für die gebuchte Panoramafahrt entlang der Atlantikstraße abzuholen. Unsere Ausfluggruppe verlässt das Schiff, und steigt in einen der Ausflugsbusse, kurz darauf kann es losgehen. Wir fahren in Nördlicher Richtung, im Stadtteil Karihola beginnt der 5.779 Meter lange Atlanterhavstunnel zur Insel Averoy. Seine größte Tiefe liegt bei 250 Meter unter dem Meeresspiegel, Er gehört damit zum fünf-tiefsten Tunnel in Norwegen. Unser Weg geht weiter über die Insel Averoy, zu unserer Linken ist der Bremsnes Fjorden zu sehen. Nach ca. einer halben Stunde erreichen wir die Stabkirche von Kvernes, wo wir schon von einer Frau erwartet werden. Sie gehört zu einer Stiftung, wo diese Kirche Renoviert bzw. Betreut.

Die Stabkirche in Kvernes ist eine norwegische Stabkirche aus dem Jahr 1633 n. Chr auf der Insel Averoya zehn Kilometer südlich von Kristiansund. Der Name „Stabkirche“ geht auf die Bauweise der Gebäude zurück. Sie ist eine von zwei Stabkirchen, die auch außen hölzerne Säulen haben, um die Gebäudestruktur zu stützen und zu versteifen.
Die Stabkirche in Kvernes ist eine der größten Stabkirchen in Norwegen und bietet Platz für etwa 200 Personen. Neben Ihr steht eine neuere Kirche aus dem Jahr 1893 n. Chr.

Sie führt uns in die alte Stabkirche aus dem Jahr 1633 n. Chr. Von außen scheint sie in meinen Augen nicht Außergewöhnlich zu sein, bis auf die Stützbalken im Außenbereich, wo die Wände abstützen sollen. Im Innenraum ist sie Wunderschön, laut Aussage der Fremdenführerin ist sie eine Vierstabkirche und somit eine der größten Stabkirchen des Landes. Unsere örtliche Fremdenführerin erzählt uns viel, aber leider kann ich mir das alles nicht merken. Im Anschluss gehen wir noch in die neue Kirche, die größer und ca. 250 Jahre jünger ist. Auch sie schaut sehr schön aus und macht einen gepflegten Eindruck. (Sie besitzt sogar zwei Toilettenräume). Nach dem Bau der neuen Kirche wurde schon überlegt, die alte Stabkirche abzureißen. Man entschloss sich aber, sie als Museumskirche zu behalten.
Anschließend fahren wir weiter den Kvernesfjorden entlang in Richtung der Atlantikstraße 64 die von Kristiansund bis nach Molde führt.

Hier in der Nähe der kleinen Gemeinde Karvag beginnt der Faszinierendste Abschnitt der Atlantikstraße 64, die von hier zu der Kommune Vevang auf dem Festland führt. Wir fahren über die ersten 3 Brücken mit den Inseln Kuholmen, Roholmen, Litllauvoya, Storlauvoya. Auf der nächsten Insel Eldhusoya befindet sich ein großer Parkplatz, wo unser Bus anhält. Auch hier sind einige Deutsche Touristen mit ihren Wohnmobilen zu sehen. Um den Nordwestlichen Teil der kleinen Insel gibt es einen Rundweg, der einen schönen Ausblick auf die berühmte Storseisund-Bridge erlaubt. Am Rundweg befindet sich ein Informationscenter mit Shop und einem Cafe, das leider heute nicht geöffnet ist. Einige unserer Busgäste machen einen kleinen Spaziergang über den Rundweg.

Die Atlantikstraße umfasst einen 8.274 Meter langen Abschnitt zwischen Vevang in der Kommune Hustadvika und dem auf der Insel Averoy gelegenen Karvag. Durch ihren Verlauf mit acht Brücken über mehrere kleine Inseln ist die Atlantikstraße eine große Touristenattraktion geworden. Da die Atlantikstraße genau am Ausgang eines Fjords liegt, treten bei einem Tidenwechsel zwischen den einzelnen kleinen Inseln, wo die Atlantikstraße hinüber führt, gewaltige Strömungen auf.

Mit einer Länge von 260 Metern bei einer Höhe von 23 Metern ist sie die größte Brücke der in den 1980er Jahren gebauten Atlantikstraße und zugleich auch ihr Wahrzeichen. Sie verfügt über drei Bögen, der größte hat eine Spannweite von 130 Metern. Die Eröffnung der Storseisund-Brücke erfolgte im Jahr 1988.

Nach einer 20 Minütigen Pause ? steigen wir in den Bus, und genießen im Anschluss die Fahrt über diese einmalige (Storseisund-Brücke). Unsere Fahrt geht weiter über die restlichen Inseln, bis wir dann bei Vevang wieder auf`s Festland kommen. Auf dem Parkplatz eines Coop Market drehen wir wieder um, und fahren ein zweites Mal über diese Faszinierende Brücke.

Mittlerweile ist es schon 13:30, unser Ausflugsprogramm nähert sich dem Ende, und wir fahren zurück über die Insel Averoy und den 5.779 Meter langen Atlanterhavs-tunnel nach Kristiansund. Unser Schiff, die Vasco Da Gama liegt hier im Stadtteil Kirklandet an der Pier. Einige Meter vor uns liegt der Sundbaten (Hafenferry) mit Ihm kann man kostenlos zu den anderen Stadtteilen übersetzen. Wir sind der letzte Ausflugs-Bus der jetzt am Schiff ankommt. Eine halbe Stunde später legt die Vasco Da Gama mit Ihrem Auslauflied „High Above The Ocean“ ab.
Wir hatten irgendwann am Mittwoch den Polarkreis das zweite Mal überquert. Wegen dem Schlechten Wetter und der Stürmischen See konnten wir die Polartaufe beide Male nicht abhalten.
Heute Nachmittag findet nun auf Deck 11 am Pooldeck, die etwas verspätete Polartaufe statt. Die Crew hat im Vorfeld viele Tische mit Essen aufgebaut.
Es gibt Waffeln, Omelett mit Kompott, zum Trinken Kaffee, Bier, Schnaps und vieles andere.

Dieses Mal haben wir einen schönen Sitzplatz gefunden, es gibt auf der Vasco Da Gama ein paar Überdachte Poolmuscheln aus Korb. Auf einer dieser Möbel haben wir Platz gefunden. Das Berliner Ehepaar organisiert sich zwei Stühle und ein kleines Tischchen vom Alfresco-Grill und setzte sich zu uns. Zum Trinken bestelle ich zuerst zwei Coca Cola und danach ein dunkles Schneider-Weissbier. Das Berliner Paar, er bestellt sich ein Bier, und seine Gattin trinkt nur ein Glas Wasser.
Punkt 15:00 findet der Einmarsch von Neptun dem Gott des Meeres mit seinem Gefolge statt. An der Lido-Bar ist eine Tribüne aufgebaut, wo Neptun und der Kapitän eine Rede halten. Im Verlauf seiner Rede übergibt der Gott des Meeres Neptun dem Kapitän den Goldenen Schlüssel, für eine freie Fahrt ins Polarmeer.
Im Anschluss werden die Täuflinge die zum ersten Mal den Polarkreis überquert haben getauft. Sie müssen einen Fisch küssen, der ihnen vor ihr Gesicht gehalten wird. Danach müssen/dürfen Sie als Belohnung ein Glas Schnaps trinken.

Neben der Tribüne befindet sich ein kleines Podium wo eine Musik-Gruppe mit einer weiteren Asiatischen Sängerin spielt. Diese Musikgruppe kennen wir gar nicht, vielleicht spielen sie oben im The Dome & Nightclub. Wo wir niemals am Abend verkehren.

Direkt neben uns, ist ein Ausschank für die harten Getränke. Immer wieder geht ein Kellner mit seinem Tablett voller Schnapsgläser vorbei. Ich meine dass es Flaschen mit Bols waren, bin mir aber nicht mehr sicher.
Um 16:00 oder etwas später ist die Veranstaltung zu Ende, und die Crew baut die Tische mit dem Essen und Trinken wieder ab. Wir gehen im Anschluss noch ins Club-Bistro um einen Kaffee zu trinken, und ein, zwei Krapfen/Berliner zu essen.
Heute um 16:45 ist in der Hollywood`s Showlounge noch ein Vortrag von unserem Lektor Wolfgang Pröhl, der übrigens einer der beiden Eisbären war. Der Reisebegleiter bei unserer Tour durch Bergen war Manfred, heute Nachmittag ist er der Doktor bei der Polartaufe.

Wolfgang Pröhl der Liebling aller Frauen an Bord

Wolfgang Pröhl erzählt uns von Stavanger, dem einstigen Slum Skandinaviens zur reichsten Stadt von Norwegen. Wie immer gibt er Tipps für einen privaten Landgang der Gäste in einer der schönsten Städte von ganz Skandinaviens. Nach dem Vortrag von Wolfgang machen wir noch einen Rundgang um das Promenadendeck. Meistens zweimal um das ganze Schiff, etwa 1 Kilometer ist unsere Tour über das Deck lang. Man trifft hier Läufer/Geher, die durchaus Zehnmal um das ganze Schiff gehen.

Zum Abendessen gehen wir heute wieder in das Waterfront Restaurant auf Deck 7. Vom Empfangschef werden wir zu einem freien Tisch geführt. Zum Trinken entscheide mich heute für ein kleines Bier, ein Warsteiner. Meine Frau bestellt sich weiterhin ein Glas Rotwein. Es gibt einen Spanischen, Italienischen oder Deutschen Rotwein zur Auswahl. Sie bestellt einen deutschen Wein zum Trinken. Eine junge Kellnerin bringt bald darauf eine Karaffe des gewünschten Weines, und schenkt das Weinglas voll. Es sind durchaus sehr große Gläser.
Zum Essen bestellen wir für meine Frau einen Hummer mit Tagliatelle Nudeln und Spargel. Für mich gibt es heute eine Gefüllte Kalbsbrust mit Kartoffelbrei. Beides schmeckt ausgezeichnet. Zum Abschluss nehmen wir eine Schale mit Eiscreme. Sie haben ein Ausgezeichnetes Speiseeis hier an Bord.
Später gehen wir wie immer in die Ocean-Bar, die meiste Zeit finden wir noch einen Sitzplatz. Auf der kleinen Bühne singt die junge Philippinin mit ihrem Partner. Sie hat eine sehr schöne Stimme, auch ihre Lieder-Auswahl kann sich Hören lassen. Später kommt auch Bettina aus Itzehoe mit Ihrem Mann vorbei. Sie hat Ebenfalls eine gute Stimme, meiner Meinung singt sie Sopran. Etwas später bittet die kleine Philippinin Bettina auf die Bühne für ein Lied.
Wie fast jeden Abend verlassen wir gegen 22:30 die Ocean-Bar und gehen in unsere Kabine zurück.

Samstag, den 18. Oktober 2025 325 Seemeilen bis Stavanger

Hier eine kurze Auskunft zu Stavanger, die Stadt ist mit 150.000 Einwohnern die Viertgrößte Stadt und Kommune ist der Verwaltungssitz des Fylkes Rogaland und gilt als Zentrum der Erdöl- und Erdgasindustrie Norwegens. Die Geschichte der Stadt beinhaltet Perioden, wo der Fischfang mit Heringen eine große Rolle spielte.
Während des Ersten Weltkrieges gab es über 50 Konservenfabriken in Stavanger, die etwa 70 Prozent der Konserven Norwegens produzierten. Irgendwann veränderte sich das Bild, die Konservenfabriken verschwanden und die Stadt verarmte zusehends.
Erst nach den Ölfunden Ende der 1960er-Jahre entwickelte sich Stavanger zu einer modernen Großstadt. Im Jahr 1972 wurde der Gas & Ölkonzern Statoil  (heute Equinor) gegründet und begann mit der staatlich gesteuerten Gewinnung. Im selben Jahr wurde die für die Erdöl- und Erdgasbranche zuständige Behörde Oljedirektoratet in Stavanger gegründet. Stavanger entwickelte sich damit zur „Ölhauptstadt“ Norwegens.
So entwickelte sich Stavanger von der Ärmsten Stadt zur Reichsten Stadt in Norwegen.

Guten Morgen, es ist 8:00 als wir aufstehen, für die Mittagszeit ist unsere Ankunft in Stavanger der letzten Stadt hier in Norwegen vorgesehen. Wir machen uns fertig zum Frühstücken im Buffett-Restaurant oben auf Deck 11. Die meisten Sitzplätze sind auch heute belegt, aber ein/zwei freie Plätze finden sich schon noch. Nach dem Frühstück gehen wir hinunter auf Deck 6 auf die Promenade, wo wir einen wunderschönen Sonnenaufgang bewundern können.

es ist 8:30, wir haben einen wunderschönen Sonnenaufgang kurz vor Stavanger

Es ist 11:30 als wir in den Hafen von Stavanger am Eingang des Byfjords einlaufen. Wir haben heute schönes Wetter, der Himmel ist blau und das Wasser ist ruhig. So hat die Schiffsleitung beschlossen, den Passagieren den Zugang zum Vorderdeck zu ermöglichen. Man kann über einen seitlichen Zugang beim Theater (Hollywood`s Showlounge) das Vorderdeck erreichen. Als wir das Vorderdeck betreten, war schon das ganze Vordeck gefüllt mit den Passagieren.

Um 12:15 ist Treffen in der Hollywood`s Showlounge, wo wir unsere Buskarten für den heutigen Ausflug bekommen. Im Anschluss gehen wir auf Deck 4 hinunter, wo sich der Ausgang befindet. Hier werden unsere Bordkarten zwecks Abwesenheit abgescannt. Unser Reiseleiter Manfred, den wir von unserem Ausflug in Bergen kennen, geht in Begleitung eines Kollegen ebenfalls in die Stadt.

Die Ausflugsbusse stehen in der Nähe des Konzerthauses, dazu überqueren wir einen großen Platz der mit mehreren Treppenstufen wohl für eine Open-Air Veranstaltung gedacht ist.
Wir haben heute eine Reiseleiterin / Stadtführerin, die aus Nürtingen bei Stuttgart stammt. Sie sind nach einem Norwegen-Urlaub vor 5 Jahren kurzfristig ein Jahr später gemeinsam mit Ihrer Familie nach Norwegen ausgewandert.
Ihr Mann ist Elektrotechniker von Beruf, während Sie in einem Büro tätig war, sie haben zwei Kinder
. Ihr Mann geht einmal im Jahr zum Service auf eine der Bohrinseln, dazu musste er Kurse und Lehrgänge machen, sowie jedes Mal einen Gesundheitscheck. Sie erzählt uns in der Folge viel über Norwegen, über die Sozialen Unterschiede zwischen Deutschland und Norwegen, und vieles mehr.
Als alle Gäste eingestiegen sind, kann unser Ausflug beginnen. Wir kommen an der Domkirke vorbei, fahren weiter durch das Zentrum von Stavanger. Danach geht es auf der Stadtbrücke zu den Stadtteilen Grasholmen, Solyst und Engoy, die alle auf Inseln im Byfjord liegen. Auf Grasholmen sehen wir hübsche Ein oder Zweifamilienhäuser in einer kleinen Siedlung stehen. Über eine weitere Brücke die Engoybrua überqueren wir den Engoysundet. Hier auf der Insel Engoy, die nur einen Kilometer lang und 400 Meter breit ist, kehren wir wieder um. Während der Westen der Insel aus Gewerbebauten besteht, dient der Ostteil als Wohngebiet. Unter den Inseln befindet der Hundvag-Tunnel mit 5,5 Kilometer Länge. Er geht von Stavanger Zentrum bis zur Insel Hundvag. Im Anschluss folgt der Ryfylke-Tunnel der mit 14,4 Kilometer Länge und einer Tiefe von 292 Meter unter der Meereshöhe der derzeit der tiefste Tunnel in Norwegen ist. Von den Verbindungsbrücken die die Inseln miteinander verbinden, haben wir einen schönen Blick auf den Hafen von Stavanger mit den beiden Schiffen die gerade anliegen. Unsere Vasco Da Gama sowie die Borealis von der Fred. Olsen Cruise Lines.

die Olsen Linie ist uns bekannt durch die Black Watch, die uns auf Curacao begegnet ist/ Schwesterschiff der Albatros von Phoenix-Reisen.

Wir verlassen die Inseln und fahren in Süd-Westlicher Richtung nach Madlamark am Hafrsfjord. Hier ragen drei gewaltige Wikinger-Schwerter in den Himmel

Die Geschichte, die sich hinter den Schwertern verbirgt, ist sowohl eine dramatische Liebesgeschichte als auch eine blutige Kriegsgeschichte. Norwegen wurde im 8. Jh. von mehreren kleineren Königen regiert, und der Legende zufolge zog Harald I. Schönhaar los, um das Land zu vereinen und seine auserwählte Ehefrau, Gyda Eiriksdatter, die ihn nur heiraten wollte, wenn es ihm gelang, sich ganz Norwegen unterwürfig zu machen, zu beeindrucken. Er zog daher in den Krieg gegen die anderen kleineren Könige, und die entscheidende Schlacht fand 872 am Hafrsfjord statt. Harald I. schlug hier seine letzten großen Widersacher, und Norwegen wurde in einem einzigen großen Königreich vereint (und er konnte seine Gyda heiraten).
Harald Schönhaar wurde vermutlich um das Jahr 850 n. Chr. geboren und stammte aus einer angesehenen Häuptlingsfamilie. Sein Beiname „Schönhaar“ entstand laut Legenden aufgrund eines Schwurs, den Harald geleistet haben soll.
Der Legende nach erfüllte Harald nach seinem Sieg bei Hafrsfjord im Jahr 872 n. Chr. endlich sein Versprechen. Er ließ sich die Haare waschen, kämmen und schneiden, woraufhin man ihn „Schönhaar“ nannte.

Wir fahren weiter ins Landesinnere nach Sandnes, und weiter auf der E39 in Richtung Opstad und Algard. Von hier geht es auf der 450 am Limavatnet und dem Oltedalsfatnet (beides sind Seen) vorbei. Wir kommen an Oltedal vorüber, das auf beiden Seiten durch hohe Berge beschattet und begrenzt wird. Der Ort hat knapp über 1000 Einwohner und etwas Industrie. An einem Berghang haben die Bewohner ein riesiges Ortnamens-schild (siehe in Hollywood) aufgestellt. Bei Dirdal erreichen wir wieder einen Ausläufer des Frafjords. Unser Ziel ist Byrkjedal, eine kleine Siedlung wo sich vier Täler und Straßen treffen.
Byrkjedal ist vor allem für Byrkjedalstunet bekannt, eine alte Käserei im Ort. Im Laufe vieler Jahre wurde diese zu einer Kerzengießerei, einem Souvenirladen, einem Hotel sowie einem Restaurant im alten Stil umgebaut. Entlang der alten Straße in Richtung Gloppedalen befinden sich ein paar Kopien alter Gebäude aus dem Tal. Byrkjedalstunet ist sowohl bei Einheimischen als auch Touristen beliebt. Hier kann man auf eine Tasse Kaffee mit Waffeln oder Pfannkuchen einkehren

Wir steigen aus unserem Bus, und unsere Reiseleiterin führt uns direkt neben der Bäckerei in eine mit blauen Licht beleuchtete Höhle. Wir werden schon erwartet, nach unserer Busgruppe kommt noch ein weiter Reisebus mit Gästen der Vasco Da Gama. Wir nehmen Platz an den zwei Reihen von Tischen die in der Höhle aufgestellt sind. Kaffeekannen sowie Tassen und ein Teller mit Pfannkuchen stehen schon am Tisch. Die Pfannkuchen haben eine Stärke von bis zu 2 Zentimetern und werden dann mit einem Kirschkompott belegt. Unser Tisch ist mit drei Paaren belegt, offensichtlich schmeckt allen der Pfannkuchen, manche der Gäste essen auch zwei Stück der Schmackhaften Pfannkuchen.
Es gibt hier auch einen größeren Raum für Tagungen oder Ähnliches, ebenso mehrere Toilettenkabinen in der Höhle.

Nach unserem kleinen Snack verlassen wir wieder die Höhle, und gehen ein paar Schritte eine Anhöhe hoch, wo sich ein paar Kopien uralter Gebäude aus dem Tal befinden.

Danach gehen wir am Restaurant vorbei in den Souvenirladen bzw. der Kerzengießerei. Was uns da erwartet kann man sich kaum vorstellen.
Hier nur eine kleine Auswahl an Bildern.

Unsere Reiseleiterin Anja erzählt uns, als sie einmal Besuch von Ihren Ehemaligen Nachbarn aus Nürtingen bekommen hat, machte Sie mit Ihnen einen Ausflug hierher nach Byrkjedal. Die Frauen kamen erst nach Stunden wieder aus dem Geschenkeladen Byrkedalstunnet heraus, so begeistert waren sie von dem Warenangebot.

Dann geht es auch schon weiter, wir steigen wieder in den Bus und fahren eine Anhöhe hinauf, kommen an einem kleinen See vorbei. Nach ca. 3 Kilometer erreichen wir das eiszeitliche Geröllfeld die Gloppedalsura. Es ist ein gigantisches Feld mit zum Teil riesigen Gesteinsbrocken, das vor 10.000 Jahren entstanden ist, und Europas größter Stein oder Geröllhaufen ist. Die Gloppedalsura liegt auf einer Endmoräne und trennt in einer 100 Meter breiten Geröllschicht die beiden Gewässer voneinander.

Mittlerweile ist es schon 15:45 vorbei, wir machen uns wieder auf den Heimweg zurück nach Stavanger. Bei Dirdal streifen wir den Lysefjord kurz, der bis nach Stavanger geht. Von hier fahren wir die 450 weiter über Oltedal bis nach Sandnes, das sind ca. 50 Kilometer, und noch weitere 16 Kilometer bis zum Schiff. Heute haben wir viel von Norwegen gesehen und auch gehört. Unsere Reiseleiterin Anja war wirklich spitze, sie hat uns von Land und Leute, über das Leben hier berichtet. Wie sie und Ihre Familie (4Personen) den Umzug in ein fremdes Land erlebt und geschafft haben.
Anja hat angeboten, mit uns noch einen gemeinsamen Spaziergang zur Altstadt (Gamle Stavanger) von Stavanger zu machen. Wir steigen in der Nähe vom Byparken aus dem Bus und gehen zu Fuß an der Domkirke (älteste Bischofskirche von Norwegen) vorbei, die leider geschlossen ist, zum Hafen. Die Uferpromenade (Strandkaien) entlang, gehen wir eine Treppe hinauf in die Gamle Stavanger. Auf dem Weg nach oben stolpere ich mal kurz, und verletzte ich mich etwas an der rechten Hand.
Kurz darauf erreichen wir das alte Stadtviertel mit seinen 173 weiß gestrichenen kleinen Holzhäusern. Wir gehen durch die Fußgängerzone Ovre Strandgate an den Häusern entlang, die alle bis auf einziges Haus nach dem großen Stadtbrand von 1760 erst viele Jahre später wieder aufgebaut wurden. Das weitgehend original erhaltene Haus Ovre Strandgate 60 (es wurde als einziges Haus durch den Brand nicht zerstört) steht seit 2018 unter Denkmalschutz.

Es sind wunderschöne kleine Häuser aus dem 18. Jahrhundert, sehr gepflegt. Anja hat uns gebeten, nicht direkt in die Fenster hinein zu schauen, sie sind ja alle bewohnt von einfachen Menschen. Anschließend gehen wir von der Anhöhe zum Hafen hinunter, wo unser Schiff die Vasco Da Gama auf uns wartet. Wir verabschieden uns von Anja unserer tollen Reiseleiterin und wünschen Ihr alles Gute für Ihr Leben hier in Norwegen. Wie sie erzählt bleibt sie heute Abend etwas länger in Stavanger, es ist Saisonende für die Touristik in der Stadt und die Stadtführer. Heute Abend wollen sie ihre Kollegen die aus an­ders­spra­chigen Ländern kommen, verabschieden.

Noch nie haben wir in kurzer Zeit so viele Regenbögen gesehen.

Es ist mittlerweile 17:00 vorbei, als wir wieder auf`s Schiff zurück kehren. In unserer Kabine liegen für jeden von uns zwei Urkunden auf dem Bett. Eine für die vergangene Polarüberquerung, und eine zweite Urkunde, die uns eine große Seefestigkeit bescheinigt. Als wir am Mittwoch zum zweiten Mal den Polarkreis überquerten, hatten wir auch eine etwas Stürmische See, so dass eine Polartaufe nicht stattfinden konnte.

Unsere Abfahrt aus Stavanger findet um 19:30 statt, leider ohne eine Abfahrtsmelodie. Es gibt leider Kommunen und Städte in Norwegen, wo dieses nicht gewünscht ist. Wir gehen zum Abendessen in das Club Bistro auf Deck 11. Heute essen wir einen Wok hier, ich meine der Wok auf der alten Mein Schiff 1 hat uns besser geschmeckt. Unsere heutigen Tischnachbarn kommen aus Aalen, das ist nördlich von Ulm, wir führen eine rege Unterhaltung mit den Beiden.
Heute Abend findet in der Hollywood`s Showlounge eine Crew-Show statt. Wir haben auf jedem Schiff auf dem wir bisher gefahren sind, eine Crew-Show erlebt. Nur auf der MSC Euribia kann ich mich nicht daran erinnern, obwohl erst ein dreiviertel Jahr seither vergangen ist. Diese Shows die von der Besatzung gemacht werden, sind in der Regel toll und können Qualitativ mit Professioneller Darbietung ohne weiteres konkurrieren.
Die Crew-Show war sehr schön, wir hatten einen Sitzplatz auf der Tribüne auf Deck 8. Sehr gute Interpreten waren zwei Mitarbeiter aus der Küche, und der Kellner vom Blue Room, der so gut ein Weissbier einschenken kann (Bali). Kurz zuvor hat er noch die Zuschauer auf der Tribüne auf Deck 8 bedient. Ich fragte ihn, ob er auch heute singt, er hielt sich den Finger an den Mund, und sagt er müsse noch Proben. Nach der Show, die wie erwartet schön war, gehen wir in die Ocean Bar die auf dem gleichen Deck ist, nur ein paar Meter weiter Mittschiffs. Die Ocean Bar ist wie fast jeden Abend sehr voll, wir bekommen zwar noch einen Sitzplatz, aber der zuständige Kellner kommt einfach nicht zu uns durch. Nach einer Viertelstunde gehen wir wieder, am Eingang treffen wir noch einen Reisekollegen aus dem Allgäu mit seiner Frau. Er hat immer einen flotten Spruch drauf.
Kurz darauf verlassen wir die Bar und gehen ein paar Decks tiefer in unsere Kabine zurück.

Sonntag, den 19. Oktober 2025 486 Seemeilen bis Kiel

Guten Morgen, wir sind kurz vor 8:00 aufgestanden, die See ist Ruhig wie man von unserem Kabinenfenster erkennen kann. Was man von den vergangenen 14 Tagen nicht immer sagen konnte. Wie jeden Morgen fahren wir mit dem Fahrstuhl nach oben auf Deck 11. Das Pooldeck bis zum Club Bistro ist immer ziemlich kühl, das verschiebbare Dach überm Pool hält die kalte Oktoberluft von draußen leider nicht ab.
Das Selbstbedienungs-Restaurant war wie jeden Morgen sehr gut besucht, aber zwei Sitzplätze finden sich immer. Meine Frau holt uns zwei Gläser mit Orangensaft, danach gehen wir gemeinsam zur Theke, wo es Käse, Schinken und Wurst gibt, gleich daneben befinden sich Brot, Brötchen in verschiedenen Versionen, Croissants und kleine Nussschnecken. Auch einen größeren Klecks mit Butter bekommt man vom verantwortlichen Mitarbeiter/in. Einmal habe ich bei einer Servicekraft eine Little Butter bestellt, das ging Schief, das Mädchen gab mir so wenig Butter auf den Teller, die reichte gerade für ein Brötchen. Aus diesem Grunde habe nie wieder was gesagt.
Nach dem Frühstück gehen wir zurück in unsere Kabine um uns für einen Spaziergang auf dem Promenadendeck fertig zu machen. Um 10:15 gehen wir nochmals ins Theater / Hollywood`s Showlounge, hier erzählt unser Lektor Wolfgang Pröhl heute Anekdoten, allerdings hatten wir etwas anderes erwartet. Es waren Geschichten aus den verschiedenen Wiener Theatern, von Schauspieler und Regisseuren usw. Das hat uns nicht ganz Interessiert.

Wenn man den Informationen unserer Handys glauben kann, befinden wir uns im Moment im Kattegat, genau zwischen Göteborg in Schweden und Frederikshavn in Dänemark. Wie man sehen kann, haben wir Heute ein Sonniges Wetter.
Als wir um 12:45 nochmals in`s Club Bistro gehen wollen, sehen wir unseren Kapitän Adrian Firsov (Rumänien) am Fußball-Kickertisch mit anderen Gästen spielen. Wir gehen weiter in`s Restaurant. Wir essen zu Mittag meistens einen Teller mit Suppe. Später als wir mit dem Essen fertig waren und schon gehen wollten, sehen wir Kapitän Firsov an der Eis-Theke im Restaurant stehen, und den Gästen ihr gewünschtes Eis servieren. Meine Frau kann natürlich nicht widerstehen, und holt sich ebenfalls ein Eis vom Kapitän.


Irgendwann am frühen Nachmittag sehen wir durch Zufall zwei Schiffe von AIDA die in größerer Entfernung in Richtung Norden unterwegs ist. Nach späterer Recherche konnte ich feststellen, dass es sich einmal um die AidaLuna sowie die AidaNova handelte. Sie hat gestern am Spätnachmittag unseren Liegeplatz in Kiel am Ostseekai LP 27 verlassen und ist in Richtung Oslo / Stavanger unterwegs.

Am späten Nachmittag, um 17:00 war der Auftritt des Passagier-Chores, der in den Vergangenen 14 Tagen, immer wieder geprobt hatte. Ich hatte eigentlich gedacht, wir würden Shanty-Lieder hören. Es wurde uns ein Pot­pour­ri aus Seemannslieder und Schlagern präsentiert. Dazu ein Soloauftritt von Bettina, die so eine Art Opernmelodie zum Besten gab. Der Auftritt des Chores fand im Atrium auf Deck 6 statt, und konnte auch vom Atrium auf Deck 7 und 8 gesehen und gehört werden.

Zum Abendessen gehen wir wie die meiste Zeit in das Waterfront-Restaurant auf Deck 7. Hier bekommt man eigentlich immer einen Sitzplatz, bei den anderen beiden Restaurants, dem Fusion oder dem Waterfront Mediterranean ist es meistens voll. Wir sitzen heute an einem 2er Tisch direkt am großen Heckfenster. Schade dass es schon Dunkel ist.
Zum Trinken bestellen wir ein Glas Rotwein und eine Flasche Wasser, ich nehme ein Glas Bier, da ich mit dem Rotwein hier an Bord nicht zurecht komme.
Zum Essen bestellen wir beide ein Rinderfilet, das vorzüglich geschmeckt hat.

Nach dem Essen gehen wir wie immer ein Deck höher in die Ocean Bar. Hier singt auch heute unsere nette Philippinin mit Ihrem Partner. Es ist unser letzter Abend hier an Bord, wo wir einige Male getanzt haben. Später kommt Bettina aus Schleswig Holstein mit Ihrem Ehemann vorbei, auch heute Abend darf Sie ein Lied zum Besten geben. Sie hat eine Opernstimme, das passt aber nicht immer!. Um 23:00 hört die Unterhaltungs-Musik mit dem Instinct Duo also unsere hübsche und nette Sängerin auf. Da es auch unser letzter Abend hier an Bord ist, verabschieden wir uns von den Beiden. Wenig später möchte die kleine Sängerin noch ein Bild mit dem Handy von uns machen. Wie sie in Englischer Sprache erzählt, stammt Sie mit Ihrem Partner von den Philippinen. Noch 6 Wochen dauert ihr Engagement auf der Vasco Da Gama, dann kehrt Sie wohl auf die Philippinen zurück.
Die Abende in der Ocean Bar sind immer schön gewesen.
Nach Auskunft unseres Kreuzfahrtdirektors Michael Schuller sind wir gegen 23:30 durch die große Storebæltsbroen-Brücke gefahren

Montag, den 20. Oktober 2025 Ankunft in Kiel

Guten Morgen Kiel, wir sind um 7:00 hier in Kiel angekommen, unsere Koffer mussten wir schon Gestern Abend bis um Mitternacht vor die Kabinentüre stellen. Nachdem wir angelegt haben, sind unsere Koffer bestimmt schon auf dem Weg in`s Terminal-Gebäude. Als wir mit unserer Morgentoilette fertig sind, gehen wir mit unserem Handgepäck (ein Rucksack und kleiner Koffer) hinauf in unser Buffett Restaurant zum Frühstücken. Alles ist wie immer, nur heute sind noch mehr Passagiere zum Essen da. Aber wir finden noch ein Plätzchen für uns. Unsere Kabine mussten wir schon um 8:00 verlassen.
Mittlerweile ist es 8:45, die ersten Gepäckstücke im Terminal wurde vor 10 Minuten vom Zoll freigegeben, so dass jetzt die ersten Passagiere schon das Schiff verlassen haben. Bei uns dauert es etwas länger, wir sollen laut Angabe der Schiffsleitung erst nach 11:45 abgeholt werden. So wird es wohl Mitternacht werden bis wir wieder zu Hause sind. Unsere Berliner Bekannten essen an einem Stehtisch in unserer Nähe. Als sie uns gesehen haben, kommen Sie zu einem kurzen Gespräch vorbei. Sie sind mit ihrem eigenen Auto da, und haben es in einem Parkhaus in der Nähe des Terminals abgestellt. Somit sind sie Zeitunabhängig und können das Schiff jederzeit verlassen. Plötzlich kommt die Ansage vom Kreuzfahrtdirektor: Der Zoll hat jetzt auch unsere Koffer frei gegeben. Die Passagiere von Holdenried-Reisen können Ihre Koffer im Terminal abholen. Der Busfahrer wartet auf Sie.

Wir werden Heute Morgen um 7:00 am Terminal LP 27 anlegen.

Wir verabschieden uns von den beiden Berlinern, und fahren mit dem Fahrstuhl auf Deck 5, wo sich Heute der Ausgang befindet. Über eine lange Zugangsbrücke gehen wir in das Terminal, wo im Erdgeschoß alle Koffer nach Farbbändern sortiert stehen. Unsere Koffer sind schnell gefunden, zum Abschluss verabschieden wir uns noch von den Reiseleitern Romona (Indien/Sri Lanka ?) und Sven ein Hamburger. Noch liebe Grüße an Reiseleiter Manfred und unserem Lektor Wolfgang Pröhl, der uns so viel und amüsant zu erzählen wusste, sie wollen es ausrichten.
Mit unseren Koffern beladen, verlassen wir den Terminal, in der Türe begegnet uns der gleiche Busfahrer von „Komm mit“ der uns vor 14 Tagen hergebracht hat. Er erzählt uns, er sei schon Gestern Abend in Kiel angekommen, und hat hier Übernachtet. Im Gegensatz zum Letzten Mal ist er heute mit einem kleinen 20er Bus gekommen. Für 12 oder 14 Passagiere sollte das ausreichen. Das Gepäck stellte sich im Nachhinein als Problem dar. Es gab einige Passagiere, die belegten ganze Sitzreihen. Direkt vor uns saß ein Ehepaar, beide hatten ihre Sitzplätze auf beiden Fensterseiten, ihre Nebenplätze plus Fußraum und auch den Zwischengang haben sie mit Tüten und Taschen belegt.
Kurz nach 10:30 fahren wir los, ein kurzer Blick zur Stena Germanica ein Fährschiff aus Schweden. Kurz darauf verlassen wir Kiel, und fahren auf der A1 in Richtung Hamburg. Um 12:00 haben wir dann Hamburg erreicht, der Verkehr um diese Zeit war enorm, aber auch das schafften wir.

Gegen 18:30 oder später erreichen wir die Raststätte Ohrenbach oder Ähnliches, unser Fahrer muss Tanken. Überraschung für uns, ein weiteres Fahrzeug von „Komm mit“ steht hier, und nimmt ein paar Passagiere mit, die aus dem Württembergischen Raum kommen. Auch unser Fahrer hat seine Lenkzeit schon erreicht, und wird durch einen Kollegen ersetzt. Weiter geht es, unser Ziel ist Memmingen. Irgendwann vor 22:00 erreichen wir in Memmingen-Nord die ESSO-Tankstelle den Treffpunkt mit unserem Schwiegersohn, der uns hier abholen will.

Fazit: Es war unsere erste Kreuzfahrt in den Norden Europas, nach Norwegen. Ich hatte mich immer gesträubt so eine Kreuzfahrt zu machen. Ich liebe warme Gebiete wie die Karibik, Asien, Ägypten oder die Emirate.
Wir haben die Vasco Da Gama kennen und Lieben gelernt. Ein kleineres Schiff mit knapp 1000 Passagieren. Die Gesellschafträume sind wunderschön eingerichtet, zum Wohlfühlen. Unsere Kabine war entgegen unserer Erwartungen relativ geräumig und nett.

Die Shows waren Passabel, das Personal überall an Bord war sehr freundlich und zuvorkommend.
Unser Lektor Wolfgang Pröhl war spitze, er hat uns soviel über Norwegen und die Städte die wir besucht haben in seiner lustigen Art erzählt.

Unser Ausflug in Hammerfest war leider nicht ansprechend, wir fuhren mit dem Bus ein paar Kilometer einen Hügel hoch, Hier wurden wir von einem Einheimischen Sami / Lappen erwartet und in sein Zelt eingeladen. Er erzählte einiges, die Dolmetscherin übersetzte davon ein paar Worte, anschließend gehen wir in ein größeres Haus, wo es Kaffee und Tee gibt. Zum Abschluss sehen wir die Rentiere, ganze zwei Stück hat er in seinem Gatter stehen. Ich hatte mindestens 20 Stück erwartet. Dieser Ausflug war unser Teuerster Ausflug mit sehr wenig Leistung.
Die weiteren Ausflüge in Kristiansund und Stavanger*** waren gut. Dagegen unser Stadtführer in Trondheim machte sich wohl einen schönen Tag, indem er uns alleine durch die Stadt laufen lies.
Wir werden jederzeit wieder an Bord der Vasco Da Gama eine Kreuzfahrt machen, wenn uns eine schöne Reiseroute anspricht.
Unsere vielen Aufenthalte in der Ocean Bar, wir hatten beide ein Getränkepaket gebucht, zum Abschluss der Reise konnten wir aber feststellen, dass wir das Soll des Getränkepaketes nicht erreicht hatten.

Unser Urlaub in Italien 2025

Campingurlaub auf der Seiser Alm und am Gardasee, anschließend eine weitere Woche in Tisens bei Meran !

Es ist schon wieder soweit, unseren diesjährigen Sommerurlaub verbringen wir in diesem Jahr in Italien. Eine Woche verbringen wir auf dem Camping Seiser Alm, danach fahren wir weiter nach Süden an den Gardasee. Der Campingplatz Lido bei Pacengo ist unser Ziel. Hier wollen wir eine weitere Urlaubswoche verbringen. Zum Abschluss unseres 3 Wöchigen Urlaubes fahren wir wieder nach Norden und machen Station auf einem schönen Campingplatz in Tisens. Von hier soll es dann über den Reschenpass oder den Brennerpass wieder zurück nach Deutschland gehen.

Freitag, den 20. Juni 2025

Guten Morgen, es ist kurz nach 6:00 als wir aufgestanden sind, für den heutigen Freitag ist gutes und warmes Wetter hier im Allgäu angesagt. Unser 3 wöchiger Sommerurlaub in Südtirol und sowie am Gardasee kann also beginnen. Unsere Ankunft am Campingplatz an der Seiser Alm am Fuße des wunderschönen Schlernmassivs habe ich für 15:00 – 16:00 geplant. Allerdings gibt es in diesem Jahr noch mehr Verkehrs-probleme als in den vergangenen Jahren. Auf der Brennerautobahn bzw. Luegbrücke wird gebaut und man kann nur auf zwei Fahrspuren in Richtung Süden fahren.

Aus diesem Grund möchte ich heute Morgen wesentlich früher als in den vergangenen Jahren unsere Fahrt nach Südtirol antreten. Bei unser ersten Reise nach Südtirol in 2021 kamen wir um 15:00 auf dem Campingplatz Seiser Alm an. Zwei Jahre später benötigten wir für die gleiche Strecke mit Ampelstau bei Reutte, dem normalen Stau an der Mautstelle Schönberg/Europabrücke, sowie der Mautstelle in Sterzing 2,5 Stunden mehr. Von der Mautstelle in Sterzing bis Bozen Nord konnten wir nur noch im Schritttempo Fahren.

Nach unserem kleinen Frühstück kümmere ich mich um den Caravan den ich schon gestern Nachmittag auf den Parkplatz vor unserem Haus gestellt habe. Unser Auto steht ebenfalls seit gestern Abend auf der Straße. Um zu verhindern dass irgendwelche Schüler oder Lehrer der nahegelegenen Schule oder gar Nachbarn sich neben den Caravan stellen und mir die Ausfahrt aus der Parklücke schwer machen. Als erstes drehe ich mit dem Accuschrauber die Kurbelstützen hoch. Danach montiere ich die Caravanspiegel ans Auto. Währenddessen füllt meine Frau den Kühlschrank im Wohnwagen auf. Nachdem das alles geschehen ist, kann ich das Stromkabel abnehmen und im Bugraum verstauen. Anschließend rangiere ich mit dem Mover (Elektrische Rangierhilfe) den Caravan hinter das Auto um ihn an der Anhängerkupplung anzudocken.

Es ist jetzt 8:30 geworden als wir losfahren, die Susi und Gerhard S. stehen im Nachbarhaus in ihrer Haustüre und winken uns zum Abschied zu. Am südlichen Ortsende von Ottobeuren, wo es zum Konohof mit seinen etwa 14% Steigung hinaufgeht, steht ein Verkehrsschild das eine Sackgasse ankündigt. Vor uns fährt ein Holländer mit seinem Caravan der wahrscheinlich von unserem Ottobeurer Campingplatz kommt. Er fährt einfach am Verkehrsschild vorbei, auch mir ist nichts über diese Sperrung/Sackgasse bekannt, wir fahren ebenfalls weiter. Sollte dieses Verkehrsschild eine Bedeutung haben, hätten wir eine Zeitverzögerung von mindestens 45 Minuten. Aber es geht alles gut, unser Weg bis zur Autobahnauffahrt bei Bad Grönenbach bleibt auch weiterhin frei.
Wenig später fahren wir durch das kleine Dorf Wolfertschwenden, wo sich mein ehemaliger Arbeitgeber, die auf der Welt bekannten Firma Multivac befindet. Hier habe ich über 33 Jahre meines Arbeitslebens verbracht.

Die Firmengruppe Multicac ist der Weltweit größte Anbieter von Verpackungslösungen …..

Es ist mittlerweile 9:25, wir durchqueren den Grenztunnel bei Füssen, der Verkehr ist Lebhaft aber nicht unangenehm. Aber schauen wir mal, was in ein paar Kilometer weiter bei der Ortsumfahrung von Reutte los ist. Vor zwei Jahren kamen wir schon bei der Abfahrt Reutte-Nord zum stehen, die nächsten 7 Kilometer ging es dann im Stop-and-Go weiter bis zur südlichen Ausfahrt von Reutte. Aber Heute geht alles gut, kein Autostau, die beiden Dosierampeln am südlichen Ende der Umgehungsstraße sind erstaunlicher Weise ausgeschaltet.

Kurz darauf fahren wir an der Festung Ehrenberg mit ihrer über 400 Meter langen Hängebrücke der Highline 179 vorbei. Bald darauf haben wir den kleinen Ort Bichlbach erreicht, wo wir nochmals unser Auto volltanken wollen. Hier steht die in meinen Augen billigste Tankstelle im ganzen Lechtal. Kurz darauf gibt es Stau, wir fahren mit Tempo 30 weiter, vielleicht ist das die Baustelle von der meine Tochter berichtet hat. Kurz nach dem Lermooser Tunnel fahren wir für einige Minuten auf einen Parkplatz, von dem man einen Blick auf die Zugspitze haben könnte. Wir befinden uns jetzt auf der Fernpassstraße, auf unserer Fahrspur in Richtung Süden ist der Verkehr noch angenehm. Allerdings der Heimreiseverkehr nach Norden ist sehr stark. Die Pfingstferien sind in drei Tagen zu Ende, die Schüler müssen nach Hause. Nach dem Tunnel bei Nassereith will unser Navi hinauf auf das Sonnenplateau bei Obsteig und Obermieming fahren.
Vor zwanzig/dreißig Jahren sind wir mit unserem Caravan die Straße 189 über das Sonnenplateau in Richtung Obsteig und Obermieming gefahren, das hat uns damals nicht gefallen.

Ich habe das nicht gleich gemerkt, und muss nach wenigen Kilometer wieder umdrehen um auf der B189 gleichen Namens in Richtung Tarrenz und Imst weiter zu fahren. Bei Imst fahren wir jetzt auf die Autobahn A 12 in Richtung Innsbruck. Hier wird auf großen Teilen der Autobahn gerade gebaut. Kurz nach 11:15 erreichen wir die Raststätte Pettnau, wo wir schon mehrmals eine kurze Pause gemacht haben.

Hier verbringen wir etwa eine Stunde zum Teil im Caravan, um kurz eine Mittagspause zu machen. Vor einigen Jahren als wir das erste mal hier waren, sprang ein Hund an unserem Caravan vorbei, und sein Besitzer hinterher. Für uns war das Lustig
anzuschauen, aber für seinen Besitzer sicher nicht. Dieses Mal konnten wir beobachten, dass von einem größeren Viehtransporter Kälber in kleinere Auto-Anhänger geladen wurden.
Dann geht`s auch schon weiter, in wenigen Minuten haben wir die Ausfahrt Innsbruck-Kranebitten erreicht wo es laut Ansage meiner Tochter zum Camping Natterer See***** gehen soll. Dieser Campingplatz hat inzwischen ein 5 Sterne Niveau erreicht. Wir kommen an Innsbruck-West vorbei und gleich darauf haben wir die Auffahrt zum Brenner-Pass erreicht. Auf der linken Seite sehen wir die Bergiselschanze, eine ehemalige Olympiaschanze aus den Jahren 1964/76. Es ist 12:15 soeben haben wir die Europabrücke überquert, eigentlich wollte ich auf dem Rastplatz anhalten, um ein paar Bilder von der Europabrücke zu machen. Wir haben im Auto eine Temperaturanzeige von 28°. Um am Rastplatz anzuhalten, wenn ein Parkplatz frei sein sollte, um dann wieder ca. 200 Meter bis zur Brücke zurück gehen ist es einfach viel zu Heiß.

Bild Links: Bergiselschanze; die drei rechten Bilder sind im Jahr 2021 entstanden

Auf unserer Spur nach Süden ist der Verkehr relativ gering, dagegen die Rückreise nach Deutschland mitsamt den LKWs ist sehr heftig. Wir kommen an der ASFINAG Mautstelle Brenner an. Auf der Nebenspur hat sich ein junges Pärchen mit einem kleineren Van wohl falsch eingeordnet. Großzügig lassen wir die beiden vor uns in unsere Spur einfädeln. Bald darauf kommen wir an der Luegbrücke an, wo seit Anfang des Jahres 2025 gebaut wird. Die LKWs müssen auf einer vorbestimmten Fahrspur fahren. Heute am 20. Juni gibt es hier kein LKW Fahrverbot, dagegen Morgen am Samstag müssen die LKWS stehen bleiben. Es klappt alles gut und wir kommen gut voran. An der Grenze oben am Brenner wird es wieder etwas heftiger.

Mit einem Caravan geht es nicht so schnell; So schnell fährt nur Google Maps ; rechtes Bild: Luegbrücke.

Wir fahren weiter nach Süden, die Gegenfahrbahn ist mit stehenden LKWs voll gestellt. Wir kommen an der Mautstelle in Sterzing an, wo wir unser Ticket für die Italienische Autobahn ziehen. Keine 20 Kilometer geht unsere freie Fahrt. An der Franzensfeste beginnt der Stau, die linke Fahrspur mit den Autos kann immer wieder mal ein paar Meter fahren. Allerdings die LKWs auf der rechten Fahrspur stehen die folgenden beinahe 20 Kilometer vollständig. Wir brauchen für diese Fahrstrecke bis nach Klausen fast eine Stunde, positiv daran war nur, das es kein Stop-and-Go war. Wir standen in drei Zeiträumen, aber wie gesagt fast eine Stunde lang.
Die restlichen Kilometer bis nach Bozen gingen wieder flott voran. So gegen 14:45 haben wir die Autobahnabfahrt Bozen-Nord erreicht. Nachdem wir unsere Maut von knapp 8 Euro bezahlt haben, verlassen wir die Mautstelle. Wir müssen jetzt auf die SS 12 einbiegen. Es sind viele Fahrzeuge, LKWs und Busse die auf die Verkehrsreiche Straße, die vom Brenner parallel zur Autobahn nach Süden führt, wollen. Nach ein paar Minuten haben auch wir die Einfahrt geschafft. Im kleinen Ort Blumau biegen wir dann auf die Landesstrasse 24 ab, die uns jetzt hinauf zu den Ortschaften Völs, Seis und Kastelruth führt. Die nicht allzu breite Straße führt uns in engen Kehren mit einer ca. Steigung von 12-14% hinauf auf 880 Meter Meereshöhe.

Es ist 15:15 als wir endlich den Campingplatz Seiser Alm erreichen. An der schräg nach unten führenden Zufahrtstraße stellen wir unser Gespann ab, und gehen gemeinsam in die Rezeption. Ich bin das erste Mal hier in der Rezeption, vor zwei Jahren hat Erhard Mahlknecht der Besitzer des Platzes eine neue Rezeption und einen neuen Lebensmittel-Shop bauen lassen. Wir haben damals den Rohbau betrachten können.

Von der neuen Rezeption habe ich leider keine Bilder.

Das Einbuchen ging schnell voran, wir hatten im Januar schon vorgebucht, und den Wunsch geäußert in einem bestimmten Areal einen Stellplatz zu bekommen. Der junge Mann in der Rezeption gibt uns den Stellplatz mit der Nummer 215, das entspricht meinem Wunschareal. Den Stellplatz vorher anschauen gehe nicht, weil sie nach seiner Aussage schon vollkommen ausgebucht sind.
Wir fahren mit unserem Gespann drei Ebenen hinunter, bis wir unser Plateau mit der Platznummer 215 erreichen. Der Stellplatz ist schön, aber die direkte Sicht auf den Schlern die wir uns gewünscht hatten, ist durch einen großen Baum verdeckt. Meine Frau ist sehr enttäuscht darüber.

Wir manövrieren den Caravan mit unserem Mover (Elektrische Rangierhilfe) auf den Stellplatz und richten ihn im Wasser (Niveau) aus. Gleich anschließend drehen wir unsere Markise herunter, und befestigen sie mit den passenden Sturmleinen. Nachdem wir auch unseren Tisch und die Stühle aus dem Auto geholt und aufgebaut haben, machen wir erstmal eine Pause. Wir setzen uns an den Tisch, freuen uns dass wir angekommen sind und trinken ein Radlerbier (im Norddeutschen heißt das Alsterwasser). Die Temperatur hier oben (unser Campingplatz liegt auf ca. 880 Meter) ist schon bei über 30°, bei der Herfahrt hatten wir auf der Autobahn laut Autoanzeige bis zu 37°. Später trinken wir noch Kaffee und essen ein Stück Kuchen von zu Hause. Wir beschließen nach unserer Kaffee-Pause noch unsere Klimaanlage aufzubauen. Es soll ja heiß genug werden in diesem Urlaub .

Man kann sich am Schlern einfach nicht satt sehen.

Auf einem Stellplatz schräg gegenüber von uns macht sich ein Camper auf den Heimweg nach Nordrhein-Westfalen. Es ist ein außergewöhnliches Fahrzeug, bei einem kurzen Gespräch mit dem Besitzer erfahre ich, er hat es selber gebaut. Das Fahrgestell sowie die Fahrerkabine sind aus einem Stück. Alles was dahinter kommt hat er angebaut. Mit Streben hat er den hinteren Anbau sta­bi­li­sie­rt und verplankt/verkleidet. Bevor er endgültig losfährt holt er noch den Caravan seiner Schwiegermutter der auf einem anderen Stellplatz untergebracht ist. Es ist ein riesiger Wohnwagen, ein Tandem mit über 9 Meter Länge. Laut seiner Aussage beträgt die Gespannlänge die größtmögliche Länge von 18,75 Meter, die in Deutschland erlaubt ist. Damit fährt er heute Nacht durch die Alpenländer Italien, Österreich und Deutschland.
Es ist schon lange nach 20:00 als wir noch einen netten Spaziergang über den schönen Campingplatz machen. Er ist tatsächlich fast bis auf den letzten Platz belegt. Auch die Zeltplätze auf der Wiese oberhalb des normalen Platzes sind gut gefüllt. In zwei großen Reihen stehen die Autos auf der etwas abfallenden Wiese.
Wir gehen später zum Eingangsbereich hoch, wo sich die neue Rezeption sowie der Shop 1974 (keine Ahnung warum er so heißt) befindet. Anschließend schauen wir noch die Speisekarte vom Restaurant zur Quelle an. Mal sehen vielleicht gehen wir in diesem Jahr doch einmal in diesem Restaurant zum Essen.
Kurz nach 22:00 gehen wir ins Dolomiten-Bad, wie das Waschhaus genannt wird, um uns für die Nachtruhe fertig zu machen. Es war ein langer und vielleicht auch anstrengender Tag.

Samstag, den 21. Juni 2025

Ja, Guten Morgen wir haben ausgezeichnet geschlafen, die Temperatur in unserem Wohnwagen war dank unserer Klimaanlage sehr angenehm. Es ist jetzt 7:45 als wir aufstehen. Gestern Abend haben wir noch festgestellt, dass zwei Platz-Nachbarn von uns offensichtlich heute Morgen abreisen werden, beide Stellplätze mit ihrer ungehinderten Sicht auf den Schlern würden uns sehr gefallen. Schon kurz vor 9:00 marschieren wir die Anhöhe zur Rezeption hinauf um unseren Wunsch einer Stellplatzänderung vorzutragen. Die Rezeptionsmitarbeiterin möchte das nicht entscheiden, und fragt beim Juniorchef nach. Es stellt sich heraus, dass nur einer der beiden Stellplätze frei wird. Er gibt uns den Stellplatz gleich neben uns. Wieder am Caravan angekommen baue ich gleich die Markise ab, bzw. nehme die Abspann-Schnüre ab und lasse die Markise einfach am Wohnwagen herunter hängen. Nachdem ich auch noch die Kurbelstützen mit dem Accuschrauber hochgedreht habe, fahre ich mit dem Mover (Elektrische Rangierhilfe) den Wohnwagen auf die Straße. Währenddessen hat meine Frau unser Auto umgedreht, so dass ich gleich den Caravan auf die Anhängerkupplung setzen kann. So fahre ich mit dem Gespann im Viereck auf unseren neuen Stellplatz mit der Nummer 306.

Fünf Minuten später sind wir auf dem neuen Platz angekommen, schließen das Stromkabel wieder an dem neuen Stromkasten an. Nachdem der Caravan wieder in`s Wasser gestellt ist, und die Kurbelstützen herunter gedreht sind, bauen wir noch die Sackmarkise wieder auf, und befestigen sie.
Anschließend, es ist gerade 10:00 geworden, genießen wir unser spätes Frühstück. Die Brötchen haben wir auch heute Morgen im Shop 1974, der gleich neben der Rezeption ist geholt. Am späten Vormittag machen wir einen Spaziergang über den Campingplatz. Dieses Mal benutzen wir so eine Art Trampelpfad, der hinab in die unterste Ebene des Platzes führt. Hier campen vorzugsweise kleine Van`s, VW-Bulli`s oder Familien mit kleinen Kindern. Es gibt da einen Kinderspielplatz, ich glaube sogar einen Grillplatz für Holzkohle ?. Gleich daneben auf der Wiese grasen Ziegen mit kleinen Glöckchen, die man immer wieder mal Hören kann.

Auf dem Fahrweg der wieder nach oben führt, kommt uns ein Mann mit einem E-Bike entgegen. Ein kurzer Blick, ich erkenne Erhard Mahlknecht den Besitzer dieses schönen Campingplatzes. Nach einem Gruß von uns, steigt er von seinem Fahrrad und wir führen ein kurzes Gespräch. Ich lernte ihn zum ersten Mal bei unserem ersten Urlaub hier, im Jahr 2021 ebenfalls bei einem Gespräch kennen.

Als ich Ihn nach unserem Gespräch fragte wer er denn sei, antwortete er: Er sei der Ehemann der Besitzerin.
Im darauf folgenden Gespräch erzählt er, dass seine Familie im 1900. Jahrhundert aus dem Grödnertal zugewandert und sein Großvater hier mehrere Bauernhöfe gekauft hat. Ich fragte ihn ob aus der Besitzerfamilie ein bekannter Bergsteiger stammte, was er aber verneinte.
Als ich zu Hause einmal im Internet recherchierte konnte ich feststellen, dass mein Gesprächspartner Erhard Mahlknecht ein ehemaliger italienischer Naturbahnrodler und mehrfacher Medailliengewinner war.

Nach unserem kurzen Gespräch gehen wir weiter nach oben, und besuchen das nette Schwimmbad, das sich neben den Zeltplätzen befindet. Laut Beschreibung des Campingplatzes ist es 144 qm groß . Mit hochwertigen Quellwasser und mit Hilfe modernster Elektrolyttechnologie und natürlichem Salz wird das Wasser in ein erfrischendes Salzwasser verwandelt. Nach der Besichtigung des hübschen Pools gehen wir wieder zu unserem Stellpatz zurück.

Heute werden wir nicht mehr viel unternehmen, am frühen Abend findet im Nachbarort Seis ein Openair-Konzert der Kastelruther Spatzen statt. Zu meinem Geburtstag habe ich von meinen Töchtern Eintrittskarten für dieses Konzert bekommen. Als wir vor zwei Jahren hier waren, fand ebenfalls ein Konzert der Spatzen statt. Ich hatte das zu spät erfahren, und im Tagesverkauf damals keine Karten mehr bekommen.

Hier ein Bild aus vergangenen Jahren

Vom Schwimmbad zurück, trinken wir erstmals Kaffee und essen ein Stück Kuchen. Danach machen wir uns fertig für den Abend. Wir hatten Gestern bei der Ankunft in der Rezeption erfahren, dass wir im Rahmen des Südtirol Guest Pass mit dem Linienbus bis zum Parkplatz der Umlaufbahn von Seis fahren können. (Berggondel zur Seiser Alm).
Gegen 16:15 machen wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle hinauf an der Landes-straße 24. Es sind nur etwa 3 – 4 Kilometer bis zum Parkplatz der Umlaufbahn bzw. dem Platz wo das Konzert stattfindet. Neben dem Eingang zum Konzertgelände befindet sich ein Großes Parkhaus. Wir mussten unser Bestätigungs-Schreiben an einem Kiosk gegen richtige Konzertkarten umtauschen. Bei einem der Ordner fragen wir wo unsere Sitzplätze sind. Die Biertische sind alle nummeriert, wir haben Glück und unser Sitzplatz befindet sich ca. 15 Meter von der Bühne entfernt. Die Sicht bis dahin ist sehr gut. Wir sitzen bei heißen Fan`s der Kastelruther Spatzen, es ist ein Ehepaar aus der Nähe von Konstanz an der Schweizer Grenze. Nach Ihren Worten sind sie bei allen Konzerten der Spatzen mit dabei. Es ist schon Interessant solche Fan`s mal aus der Nähe zu erleben.

Das Vorprogramm beginnt mit der Amüsanten Moderation von Martin Wunderlich um 17:30. Er stellt mit der jungen Sängerin Elisabeth Kreuzer aus Kärnten, die schon seit über 10 Jahren im Musikgeschäft sein soll, die erste Interpretin vor. Sie bringt einige Lieder auch Ihr neuester Hit „Unsterblich verküsst“ ist dabei. Ein halbe Stunde lang unterhält Sie das Publikum.
Ab 18:00 kommen die Austrian Schlager Girls Acarina & Julia Raich
Das Gesangsduo aus Ober und Niederösterreich bringt viel Stimmung mit Ihren Liedern „Ich liebe das Leben“ und Warum hast du nicht nein gesagt“ und vielen anderen eigenen Liedern wie „Das war doch klar“ ins Publikum.
Es geht weiter mit den Jungböhmischen Pichl – Gsies aus dem Pustertal, auch diese 15 Musikanten aus einer Feuerwehrkapelle gegründet bringen viel Stimmung mit. Sehr schön war der Musikalische Betrag der 2 jungen Sängerinnen, die bekannte Schlager singen.
Zum Abschluss des Vorgrammes kommt Alexander Rier, der Sohn von Norbert Rier auf die Bühne. Ich bin etwas überrascht, über sein Gesangstalent, sein Lieder-Auswahl ist sehr groß, auch wenn ich keine Lieder davon kenne. Eines davon hat mir sehr gut gefallen „Wünsch mir eine Nacht, wo der Mond für uns beide lacht„. Zum Abschluss singen Vater und Sohn (Norbert Rier & Alexander Rier) gemeinsam ein Lied.

Wir haben sehr wenig Bilder an diesem Abend gemacht, einige Bilder habe ich aus den paar Videos heraus geschnitten, die meine Frau gemacht hat.

Nach einer Viertelstündigen Pause marschieren die Kastelruther Spatzen in Bauarbeiter-Uniform über die Zuschauerreihen ein. Man hatte sie laut Ansage der Moderation gesucht, und an einer Baustelle der Seiser Umlaufbahn gefunden, wo sie in einer Baugrube gearbeitet hätten!. Leider habe ich keine Bilder von Ihrem Einmarsch zur Bühne.
Mittlerweile hat das Wetter ziemlich umgeschlagen, es schaut nach Regen aus. Die Spatzen beginnen um etwa 20:45 mit Ihrem Konzert. Sie bringen neue und alte Lieder wie zb. „Schatten überm Rosenhof“ sowie „Atlantis der Berge“ und anderes, oder von den neuen Liedern wie „Bussi, Bussi„; „mein Südtirol„, oder „Friedensadler„.
Die Musikalischen Vorstellung der Spatzen war toll und ohne Tadel. Leider spielte das Wetter nicht mehr mit. Kurz vor 21:00 fing es an zu Regnen, auch mit kurzen Unterbrechungen. Wir hatten Regenumhänge aus Plastik mit dabei, mehrmals kamen Wolkenbrüche vom Himmel, die mein Musikvergnügen stark schmälerten. Lange Zeit konnte nicht mehr auf die Bühne schauen, weil bei gesenkten Kopf das Regenwasser von meiner Kapuze herunterlaufen konnte. Wir waren rechts und links von Fans umgeben, links war das Ehepaar aus dem Konstanz. Sie verließen uns gegen 22:30, die Frau war bis auf die Unterwäsche durchnässt, wie Sie mir sagte. Die Gruppe zur rechten Hand, sie kamen aus Freising und machten einen Kurzurlaub in Bad Ratzes, das hier gleich um die Ecke liegt. Sie bleiben bis zum Ende der Veranstaltung, offensichtlich machte der Regen Ihnen nicht soviel aus
Die Kastelruther Spatzen setzten Ihr Programm fort, in der Hoffnung dass es einmal mit dem Regnen aufhört. Die Musikalischen Darbietung war Toll, die Spatzen waren sicher Ihr Geld wert. Sie spielten bis ca.23:15 ohne große Unterbrechung. Zum Schluss der Vorstellung standen viele Fans auf den Gängen, so dass wir die Kastelruther Spatzen auf der Bühne nicht mehr sehen konnten, das war sehr schade.

Zum Abschluss des Konzerts konnten wir mit der Linie 2 vom Parkplatz der Seiser Umlaufbahn bis zur Haltstelle des Campingplatzes fahren. Kurz vor Mitternacht waren wir wieder an unserem Caravan zurück.

Sonntag, den 22. Juni 2025

Einen schönen, guten Morgen, es ist kurz nach 8:00 als wir aufstehen. Heute muss ich nicht den Berg zur Rezeption bzw. dem Shop 1974 hinauf gehen. Die beiden Anhöhen bringen mich noch um. Der Shop, es ist Sonntag ist heute geschlossen, die Verkäuferin hat uns gestern schon darauf hingewiesen. Für solche Fälle haben wir immer noch ein paar Backsemmel und einen kleinen Backofen mit im Caravan dabei.
Wir haben heute Morgen schon blauen Himmel, die Temperatur liegt im Moment bei kühleren 18 Grad, aber die Sonne scheint schon. Nichts erinnert mehr an den gestrigen verregneten Abend. Vor uns ist der Stellplatz 305 schon gestern Nachmittag frei geworden. Nach unserem Frühstück besuche ich mit dem Morgengeschirr das Waschhaus und vertraue die Teller und Tassen einem der drei Geschirrspülautomaten an. Erhard Mahlknecht hat sie liebeswürdiger Weise zur freien Verfügung gestellt. Danach genießen wir geruhsam den Morgen, am späten Vormittag wollen wir noch einen Spaziergang zum Völser Weiher hinauf machen.

Kurz vor 11:00 brechen wir auf, wir müssen die steile Zufahrtstraße bis zur Bushaltestelle an der Landesstraße hinauf gehen. Ein paar Meter weiter geht es am Gasthof zum Schlern vorbei, hier geht jetzt ein Weg an den grünen Wiesen vorbei zum Waldrand hinauf. In steilen und engen Stufen geht es weiter in den Wald hinein. Von hier führt ein breiter und schattiger Waldweg entlang bis zum Weiher hinauf. Wir waren vor zwei Jahren das letzte Mal am Völser Weiher, ich hatte die Länge des Weges vollkommen falsch in der Erinnerung. Wir brauchten vom Campingplatz bis wir oben am Weiher angekommen waren, für die etwa 2 Kilometer und 86 Höhenmeter mindestens 45 Minuten.
Der Völser Weiher liegt auf 1036 Höhenmeter während unser Campingplatz sich auf 950 Meter befindet.

Als wir am Weiher ankommen, es ist ja kurz vor Mittag, sind wir erstaunt über die große Menge an Badegäste die schon hier sind (Der Völser Weiher ist anscheinend die einzige Badegelegenheit der Gemeinden Völs bis Kastelruth und daher sehr beliebt).
Am alten Gasthaus am Weiher vorbei gehen wir weiter zur Schwimmhütte am Westufer, wo sich ein großer Steg aus Holz befindet, und eine Liegewiese für die Badegäste gibt. Auf einer der Bänke nehmen wir Platz, und genießen die schöne Landschaft. Hinter uns ragt eines der Wahrzeichen von Südtirol, der Schlern 2.563 Meter in die Höhe. Wir haben auch etwas zum Knabbern dabei, obwohl es in der Schwimmhütte eine ausgezeichnete Speisekarte gibt. Nach etwa zwei Stunden und einem schmackhaftem Eis machen wir uns wieder auf den Weg zum Campingplatz zurück. Gegen 14:00 sind wir wieder am Platz angekommen, jetzt ging es natürlich etwas schneller als beim Aufstieg.

Unsere Nachbarn von Garmisch-Partenkirchen mit ihrem großen Kabe-Wohnwagen haben schon heute Morgen, bevor wir aufgestanden sind, den Campingplatz verlassen.
Während unserer Abwesenheit haben wir neue Nachbarn bekommen, es sind Niederländer aus der Gegend nördlich von Amsterdam. Wir begrüßen die beiden recht freundlich, in der Folge haben wir ein recht gutes Verhältnis zu Ihnen. Ebenso zu der jungen Schweizer Familie die jetzt auf unserem Stellplatz stehen, den wir gestern verlassen haben.
Die Temperatur liegt im Moment bei 30° oder mehr, so wollen wir Morgen Vormittag unseren geplanten Ausflug auf die Seiser Alm machen. Die Temperatur auf der Alm liegt bei etwa 20°, das wäre zum Wandern doch Ideal.
Etwas später trinken wir noch unseren alltäglichen Kaffee und essen dazu ein Stück Kuchen, und genießen den restlichen Nachmittag. Was es heute zum Abendessen gegeben hat, weiß ich gar nicht mehr. Auf jeden Fall machen wir am frühen Abend noch einen Spaziergang über den Platz. Als wir am Treppenabgang der von der zweiten Platz-Ebene ins Dolomiten-Waschhaus hinuntergeht, kann ich noch ein schönes Foto vom Schlern 2.563 Meter machen.

Abendsonne beleuchtet den Schlern

Wie jeden Abend gehen wir um etwa 22:00 ins Waschhaus um uns zum Bett gehen, fertig zu machen.

Montag, den 23. Juni 2025

Ein neuer Morgen bricht an, die Zeit es ist 8:00 vorbei, und ich muss wieder den steilen Weg hinauf zum Shop 1974 gehen. Heute gibt es wieder Brötchen zum Frühstück, der Bäcker hat wohl geliefert. Der Weg bringt mich noch um. Auf dem Hinweg treffe ich noch unsere Holländische Nachbarn, die auch schon unterwegs sind.
Gestern Nachmittag hatte unsere Holländische Nachbarin erzählt, dass auf der Website Bergfex von einem Schlechtwetterumbruch ab 14:00 im Bereich des Schlern`s und der Seiser Alm berichtet wird. So haben wir uns entschlossen unsere Wanderung auf der Seiser Alm um einen Tag zu verschieben.
Unser neuer Plan ist nach Kastelruth zu fahren, und nebenbei eine andere Zufahrts-strasse die von der Autobahn bei Waidbruck herauf nach Kastelruth führen soll, zu testen. Zwei Campinggäste haben unabhängig voneinander diese Strecke (Landesstrasse 24) als wesentlich besser beurteilt als die Zufahrt, die von Bozen-Nord/Blumau herauf führt. Wir fahren in Richtung Kastelruth und biegen am Kreisverkehr in Telfen ab. (Hier befindet sich der Getränkegroßhandel von Albin Gross dem Keyborder und Manager der Spatzen).
Wir fahren weiter auf der Landesstrasse 24 in Richtung Tisens. Nach dem ersten Tunnel geht es jetzt in einigen Kurven und Schleifen in einem beachtlichen Gefälle immer weiter hinab nach Waidbruck. Irgendwo auf der Strecke sehen wir den Pferdehof von Norbert Rier, wir halten kurz an, um noch ein Foto von dem Anwesen zu machen. In Waidbruck drehen wir wieder um, und fahren zurück nach Kastelruth. Unser Fazit: Die Straße ist in einem wesentlich besseren Zustand und auch breiter als die Straße die von Blumau nach Völs hinaufführt. Allerdings die Steigung kommt mir noch etwas grösser vor als die vorgenannte Straße. Mein uralter Straßenatlas sagt 17% und in Google finde ich kein Ergebnis.
In Kastelruth angekommen besuchen wir das Parkhaus von Albin Gross und stellen unser Auto ab. Nachdem wir in der Nähe des Parkhauses keine Toilette finden, gehen wir Richtung Kirche oder Pfarrei wo sich laut einem Ortsplan ein WC befinden soll.
Da wir heute etwas später hier sind, entschließen wir uns als erstes den Kastelruther Spatzenladen von Walter Mauroner dem Trompeter der Spatzen zu besuchen, wo es alle Arten von Spatzenprodukten zu kaufen gibt, von CDs und DVDs bis zu T-Shirts und sonstigen Geschenkartikeln. Die vergangenen Jahre als wir hier am Schaufenster standen, war es immer um die Mittagszeit und der Laden war geschlossen. Als wir den Laden betreten, sind schon ein paar Kunden/Fan`s anwesend. Auch den Besitzer (Walter Mauroner) und seinen Sohn, sowie dessen Frau und ein junges Mädchen sehen wir im Geschäft.
Wir gehen durch die engen Gänge auf der Suche nach Souveniers von Südtirol, sowie Motiven der Spatzen. Was die Fan`s alles tragen haben wir am gestrigen Abend beim Konzert gesehen, auch hier gab es ja einen Verkaufstand. Nachdem wir etwas für uns gefunden haben, gehen wir ins Untergeschoß, wo sich das Museum befindet.

Das Spatzenmuseum, ist rustikal wie ein alpenländischer Bauernhof aus dem 18. Jahrhundert eingerichtet. Das Untergeschoss ist in mehrere Räume – wie Hütten dargestellt und untergliedert, in denen die kaum noch überschaubaren Auszeichnungen, Fangeschenke und Ehrungen den Interessierten gezeigt werden.

Bevor wir gehen, bedanke ich mich bei Walter Mauroner noch für den schönen Musikabend, er meinte schade dass es Geregnet hätte. Früher hätten sie drei Tage ihr Festival gefeiert, und man hätte wegen dem Wetter ausweichen können.
Im Anschluss gehen wir durch die Vogelweidergasse bis zum Krausplatz. In der Gasse mit der Hausnummer 4 befindet sich die Holzschnitzerei Familie Kostner.

Wir gehen am Rathaus vorbei in die Viale Kofel und weiter hinauf zum Kalvarienberg (Kofel).

Auf dem Kalvarienberg ist der Leidensweg von Jesus Christus beeindruckend nachgestellt. Es gibt zahlreiche kleine Kapellen, die mit holzgeschnitzten, nahezu lebensgroßen Figuren bestückt sind, sie lassen das damalige Ereignis nochmals lebendig werden.
Um die ganze Bergkuppe führt ein ziemlich ebener Rundgang, der sich für einen gemütlichen Spaziergang eignet. Während des Rundgangs hat man einen schönen Blick auf einige Dörfer, die zur Marktgemeinde Kastelruth gehören. So kann man von hier auch die Dörfer Tisens und Tagusens sehen. Man kann sogar das Gelände wo das Kastelruther Spatzenfest immer im Oktober stattfindet, sehen.

Am zentralen Punkt des Kalvarienberges befinden sich noch die Teile eines Turms, der zum Kastelruther Schloss gehört haben soll. Von dem Schloss ist heute leider nichts mehr zu sehen. Im Inneren der Anlage befinden sich heute noch zwei gut erhaltene Kapellen. 

Nach unserem Spaziergang um die Bergkuppe gehen wir wieder nach unten. Eigentlich hatten wir geplant wie in den vergangenen Jahren auf der Terrasse des Hotel Lamm einen „Aperol Spritz“ zu trinken. Als wir hier ankommen, sehen wir, dass die Terrasse unbelebt und das Hotel geschlossen ist. Wir gehen weiter in die Dolomitenstraße, wo wir bei der Ankunft ein kleines Straßencafe gesehen haben, leider ist gerade Mittagspause und nichts mehr los. Aber gegenüber entdecken wir ein Schild „Pizzeria“ und Panoramaterrasse. Wir gehen die Treppe hinunter, gehen durch die Pizzeria auf eine schöne Terrasse. Eigentlich wollten wir nur etwas trinken.
Meine Frau kann wieder einmal nicht widerstehen, so bestellen wir zum „Aperol Spritz“ noch eine Pizza. So verbringen wir eine weitere Stunde auf dieser netten Terrasse. An einem Nebentisch sitzen drei Gäste die wohl ebenfalls zu unserem Campingplatz gehören, wie meine Frau sagt. Nach unserem Aufenthalt in der Pizzeria/ Panoramaterrasse gehen wir wieder zurück zum Parkhaus in der „Oswald von Wolkensteinstraße„. Das Parkhaus ist eine Tiefgarage, über dem eine Bushaltestelle, drei Häuschen stehen, seit neuem ein Kneippbecken, sowie etwas weiter oben die BlechFiguren der Kastelruther Spatzen. Wir gehen hinauf um noch ein Foto mit den Spatzen zu machen. Gleich daneben stehen drei Motorräder und auf der anderen Straßenseite steht ein Polizeiauto mit den drei Motorradfahrer. Wie wir danach von Ihnen erfahren, mussten sie Strafe bezahlen, dass sie hier parkten. Wir finden noch einen Einheimischen, der seine Mittagspause etwas kürzt um uns hier zu Fotografieren.

Um 14:00 sind wir wieder am Campingplatz zurück. Das Wetter ist immer noch schön, 2 Stunden später kommt das für Heute angekündigte Unwetter, man kann oben am Schlern beobachten, wie die Wolken vorbei ziehen und sich dann verdichten. Zuerst kommt starker Wind und danach beginnt der Regen. Auch in Deutschland soll es Regnen wie man hört
Gegen 18:00 ist alles vorbei, der Himmel ist wieder blau. Bald darauf gibt es Abend-essen, heute Abend gibt es eine Brotzeit mit Käse, Schinken, eine Dose mit Truthahnfleisch eine weitere mit Thunfisch. Nach dem Essen kommen unsere Holländische Nachbarn vorbei. Jeder erzählt, von seinen Unternehmungen. Sie waren heute doch noch auf der Seiser Alm, in Compatsch und in Saltria, wo sie auf einer Berghütte zu Mittag gegessen haben.
Als sie wieder zurück zu Ihrem Wohnwagen gegangen sind, gehe ich mit dem Geschirr zum Waschhaus, hier werde ich die Geschirrspülmaschine beschäftigen. Später machen wir einen Spaziergang über den Platz. Morgen wenn nichts dazwischen kommt und das Wetter schön bleibt, fahren wir auf die Seiser Alm.

Dienstag, den 24. Juni 2025

Einen schönen guten Morgen, geschlafen haben wir gut, die Temperatur im Caravan ist dank unserer Klimaanlage sehr gut. Wir sind heute Morgen etwas früher als sonst aufgestanden, wir wollen ja heute auf die Alm fahren.
Wie meistens gehe ich den Berg hoch in den Shop, hier kann ich gleich Trainieren für die Seiser Alm. Meine Frau hat inzwischen den Kaffee und das restliche Frühstück fertig gemacht.
Es ist 9:00 vorbei, als wir aufbrechen und mit dem Auto nach Sais zur Umlaufbahn fahren. Hier angekommen, können wir gleich in das große Parkhaus fahren, dass die Umlaufbahn Ihren Gästen kostenlos zur Verfügung stellt. Über jedem der Stellplätze leuchtet ein Ampellicht das frei oder besetzt anzeigt. Über einen Zugangsweg gehen zur Talstation hinüber. An einem der vielen Ticketschalter kaufen wir eine Fahrkarte für die Gondel. Die Fahrt nach oben zur Bergstation in Compatsch (1850 Meter) dauert in der Regel 14 -18 Minuten je nach Auslastung der Bahn. Die Temperatur an der Bergstation liegt bei 20°, das wäre ja Angenehm für unsere Wanderung hier oben.
Geplant war der Weg der zwischen der Spitzbühlhütte und der Straße die zum Panorama-Hotel hinauf führt zu gehen.
Wir verlassen die Bergstation, in einem der vielen Sportgeschäfte hier habe ich meine zwei Wanderstöcke gekauft. Von der Bergstation geht es ca. 200 Meter den Hügel hinunter, vorbei am Seiser Alm Urthaler Hotel*****und am Seiser Alm Plaza*** bevor wir die Hauptstraße erreichen. Hier geht es auf der anderen Seite zum Joch Giogo wieder hinauf, im Hintergrund sehen wir die Santnerspitze und das Schlernmassiv. Wir gehen die Via Giogo hinauf bis zu einem Weg der zum Apartmenthaus Bernard führt. Diesen Weg kennen wir von unserem letzten Ausflug hier vor zwei Jahren.

Ab jetzt gehen wir den Wanderweg mit der Nummer 10 einem Schotterweg immer Bergauf, ringsum uns grüne Wiesen, keine Kühe ?, vor uns sehen wir das Schlernmassiv mit seinen 2.450 Meter und rechts davon die Santnerspitze mit 2.414 Meter. Bis wir den Höhenweg oder Panoramaweg mit der Nummer 6 erreicht haben, benötige ich noch einige Verschnaufpausen. Der Panoramaweg liegt auf einer Höhe von etwa 2000 Meter, so dass man von hier an beiden Seiten nach unten, bzw. zum Schlern oder zum Puflatsch hinüber schauen kann. An der Kreuzung wo wir am Panoramaweg ankommen steht eine kleine Bank, auf der wir schon beim letzten Mal (2 Jahre) eine kleine Brotzeit gemacht haben. Nach einer kurzen Pause entschließen wir uns den Berg hinunter in Richtung Malga Gstatsch Schwaige zu gehen. Den Berg abzugehen habe ich kein Probleme, aber wir müssen ja wieder die 165 Höhenmeter hinauf bis auf den Panoramaweg. Und danach auf der anderen Seite wieder hinunter bis nach Compatsch.
(Ich hatte es mir zu Hause so gewünscht diesen Weg zu gehen, also Riskiere ich es einfach).

Die ersten Meter geht es über eine Wiesenfläche, danach laufen wir über Rasengittersteine, wie über einen Entenpfad nach unten. Nach einiger Zeit stoßen wir auf den Wanderweg Nr. 5 der von der Spitzbühlhütte kommend den Hügel nach unten bis zur Gstatsch Schwaige und weiter bis zur Saltner-Tschapit-Hütte geht. Von hier geht es dann wieder hinauf auf den Schlern bzw. das Schlernhaus. Als wir zum Wanderweg Nr. 5 kommen, sehen wir die ersten Kühe hier auf der Alm. Sie stehen nahe einer Ruhebank eng gedrängt auf einem kleinen Stück pure Erde. Unter Ihnen ist eine schöne grüne Wiese. Von Hier oben können wir die Gstatsch Schwaige schon gut sehen. Wir gehen weiter, und nach weiteren 20 Minuten haben wir die Hütte erreicht. Sie ist relativ gut besucht, aber wir finden noch einen Sitzplatz bei Gästen, mit denen wir zuvor auf der Sitzbank oben am Promenadenweg noch gesprochen hatten. Die Speisekarte enttäuscht mich etwas, ich hatte im Internet eine ansprechendere Speisekarte gesehen. Meine Frau hat einen Apfelstrudel bestellt der aber anscheinend gut geschmeckt hat, gegessen.
Ich bestelle einen Becher mit Eis. Mit den Österreichern an unserem Tisch haben wir uns gut unterhalten. Sie waren anscheinend schon öfters hier auf der Seiser Alm. Die Frau erzählte, dass sie schon vor vielen Jahren oben auf dem Schlern und auch im Schlernhaus gewesen waren. Nach einer guten Stunde brechen wir zum Heimweg auf. Auf der Wiese vor der Hütte stehen jetzt 5 Männer mit Ihren Alphörnern, sie werden anschließend vor den Besuchern der Gstatsch Schwaige Hütte ein paar Lieder spielen. Wir warten noch, bis sie anfangen zu spielen, die Alphornmusik hört sich toll an, nach weiteren 10 Minuten brechen wir dann endgültig auf.
Wir haben jetzt zwei Möglichkeiten wieder auf den Panoramaweg zu kommen. Einmal den gleichen Weg zurück, Wanderweg Nr. 5 sowie wie wir hergekommen sind. Oder man verlässt die Gstatsch Schwaige Hütte und wandert zunächst nach links (also über den Weg, über den man gekommen ist) einige Meter bis an der ersten Linkskurve bzw. bei der Brücke auf der rechten Seite der Wanderweg 6 abzweigt. Dieser führt über Wiesenpfade bis zur Laurinhütte. Als wir an der Brücke ankommen sehen wir gerade Wanderer die von oben kommen, der Weg den wir da sehen überzeugt mich nicht ganz.

Wir nehmen den gleichen Weg wie auf dem Hinweg, eine dreiviertel Stunde später kommen wir oben an der Wegkreuzung an. Hier müssen wir uns entscheiden, ob wir Richtung Panoramahotel oder zur Spitzbühlhütte gehen. Auf den Schilder steht 35 Minuten zum Panorama-Hotel, weitere 35 Minuten bis nach Compatsch. Zum Parkplatz der Spitzbühlhütte sind es nur 25 Minuten, was uns überzeugte.
Wir entscheiden uns für die Spitzbühlhütte, was im Nachhinein falsch war. Wie es sich herausstellt, geht die Straße in vielen und weiten Kurven steil den Berg (geschätzte 14% oder mehr) hinunter bis zur Talstation der Spitzbühlhütte. Am Parkplatz an der Talstation angekommen, sehen wir dass die Straße nach Compatsch wieder Bergauf geht und unser Weg sehr lang wäre. Wir entscheiden uns für einen Schotterweg, der gleich oberhalb des Parkplatzes beginnt. Wenig später müssen wir über einen Trampelpfad in Richtung Compatsch gehen. Irgendwann kommen wir am Wellnesshotel Seelaus vorbei, das sogar eine eigene Skiabfahrt besitzt. Weiter geht der Weg vorbei an der Jaggl Schwaige, wo es anscheinend schöne Ferienwohnungen zu mieten gibt.

Es ist kurz vor 15:32 als wir wieder in Compatsch an der Bergstation der Umlaufbahn ankommen. Wir steigen gleich in eine der Liftgondeln und fahren hinunter zur Talstation. Um 16:10 sind wir wieder am Campingplatz zurück. Als erstes trinken wir Kaffee und essen einen Kuchen, das haben wir uns heute schon verdient, nach unserer schönen aber auch anstrengenden Wanderung auf der Seiser Alm. Während wir anschließend noch ein Glas Weizenbier trinken, kommen unsere Holländischen Nachbarn vorbei. Wir erzählen uns gegenseitig von unseren Unternehmungen.
Zum Abendessen gibt es heute eine Brotzeit, das schmutzige Geschirr waschen der Geschirrautomat und ich. Gegen 22:00 machen wir uns auf den Weg ins Waschhaus, anschließend gehts ins Bett.

Mittwoch, den 25. Juni 2025

Wir haben heute einen wunderbaren Morgen, der Himmel ist blau, es ist kurz vor 8:00 als wir aufstehen. Es ist heute der letzte Tag auf dem „Campingplatz Seiser Alm„. Wie üblich mache ich mich auf die beschwerliche Wanderung zum Shop 1974 hinauf um unsere Brötchen zu holen. Die Auswahl an Frühstückssachen ist recht gut, allerdings (größere Croissants) in verschiedenen Füllungen kosten hier 2,50 Euro. Das überrascht mich schon etwas. Die Brötchen werden hier nach Gewicht berechnet, so etwas kennen wir nicht in Südtirol, das war aber schon bei unserem ersten Aufenthalt so.
Nach unserem ergiebigen Frühstück ist für heute Hausarbeit oder rund um den Caravan den Service machen, vorgesehen. Im Detail heißt das Die Toilettenkassette entleeren, den externen Spülkasten wieder auffüllen, weiterhin noch den großen Wasserbehälter auffüllen. Während die Spülmaschine mein Morgengeschirr reinigt, gehe ich weiter um mich im Waschraum zu Rasieren. Es gibt eine größere Anzahl an Einzelkabinen, etwa 25 Mietkabinen, und natürlich den Gemeinschaftswaschraum mit etlichen Waschbecken. Nachdem ich mit dem Rasieren fertig bin, gehe ich mit dem gereinigten Geschirr zurück zum Caravan. Es ist jetzt 10:00 vorbei, die Temperatur liegt schon bei über 27°. Wir wollen heute den Tag etwas ruhiger angehen, nach unserer großen Wanderung gestern. Vielleicht fahren wir noch mit dem Auto zum Völser Weiher hinauf. Nochmals die etwa 50 Minuten Wegstrecke bis zum Weiher hinaufgehen, ist uns heute zu viel.

Kurz vor 12:00 fahren wir tatsächlich mit dem Auto hinauf zum Völser Weiher, es ist sehr warm und der Himmel blau. Wir wollen nicht nur vor dem Caravan sitzen. Beim Völser Ortsteil St. Anton geht eine Straße zum 1036 Meter hoch gelegenen Weiher. In der Nähe des Weihers befindet sich ein Waldparkplatz, wo man 6 Euro Parkgebühr bezahlen muss. Von diesem Parkplatz geht auch ein Wanderweg zum dahinter gelegenen Huberweiher und weiter zur Malga Tuff Alm und noch einiges weiter zur Hofer Alpl die auf 1340 Meter Höhe liegt. Von hier ist ein Einstieg oder der Beginn eines Wanderweges der über den Prügelweg auf den Schlern bzw. zum Schlernhaus führt.
Vielleicht dreihundert Meter vom Parkplatz entfernt befindet sich der Völser Weiher, wo wir hingehen. Meine Frau möchte auf der kleinen Badewiese einen Liegeplatz finden. Wir haben Glück, trotz der vielen Besucher die sich hier tummeln, gibt es noch einen Platz im Schatten der umliegenden Bäume.
Ca. 2 Stunden verbringen wir hier oben, es sind nicht so viele Badegäste wie am Sonntag hier, aber unsere Liegewiese war auf jeden voll. Zwischendurch kaufen wir uns noch Eis in der Schwimmhütte am Weiher. Das Eis schmeckt ausgezeichnet, jedes Mal wenn wir hier oben sind, kaufen wir uns eine Waffel mit Eis. Zurück am Caravan trinken wir erstmals Kaffee mit einem Stück Kuchen. Danach beginne ich die Spanngurte an der Markise zu lösen, da kein Wind zu befürchten ist. Unsere Nachbarn aus Meißen gleich hinter uns, mit ihren großen Kabe Wohnmobil sind irgendwann im Laufe des Tages abgereist. Das haben wir gar nicht mitbekommen. Die Holländer vor uns wollen heute mit ihrem Fahrrad eine Tour von der Seiser Alm hinunter nach St. Christina, das ist ein Ort zwischen St. Ullrich und Wolkenstein Selva liegt machen. Wo denn letzten Endes ihr Auto parkt, ob es in Sais oder in St. Christina steht, habe ich nicht ganz begriffen. In Ihrem großen Adria Caravan haben sie zwei Fahrradträger transportiert. Heute Abend haben wir noch Gegrillt, auf jedem Campingplatz einmal Grillen das reicht mir, ich bin kein großer Freund davon.

Ein kurzer Blick über den Campingplatz: das Waschhaus und ein letzter Blick zum Schlern.

Es ist schon Dunkel als wir den Tisch und unsere Stühle im Auto verstauen, unsere Markise haben wir schon am frühen Abend aufgerollt.

Donnerstag, den 26. Juni 2025

Guten Morgen, es ist 7:00 als wir aufstehen, es ist unser Abreisetag von der Seiser Alm. Zum Frühstück gibt es heute Morgen unsere eigenen Backbrötchen, da der Shop 1974 um diese frühe Zeit noch gar nicht geöffnet hat. Wir essen auch im Wohnwagen, wir haben ja Gestern Abend unsere Stühle und den Tisch im Auto verstaut. Anschließend bauen wir noch unsere Klimaanlage ab, sie hat uns auch in diesem Jahr gute Dienste geleistet. Während meine Frau sich um das Frühstücksgeschirr kümmert mache ich den Caravan zur Abfahrt bereit. Die Kurbelstützen mit dem Accuschrauber hochdrehen und das Stromkabel abnehmen und Reinigen. Als letztes dann die Spiegel am Auto anbringen. Mit unserem Mover (Elektrische Rangierhilfe) bewege ich den Caravan aus dem Stellplatz und hänge ihn ans Auto.

Es ist jetzt kurz vor 9:00 als wir den schönen Campingplatz an der Seiser Alm verlassen, vielleicht kommen wir im nächsten Jahr ja wieder ?.
Mit ca. 40-50 Stundenkilometer fahren wir die recht steile und auch kurvige Passstraße nach Bozen hinunter. Nach Blumau fahren wir auf die Autobahn A22 hinauf, der Verkehr ist recht rege, es sind viele LKW`s unterwegs, so dass wir meistens auf der rechte Seite fahren. Ich meine auch eine gewisse Seitenwindanfälligkeit zu spüren. Ab Trient wurde es mit dem Verkehr wieder leichter. Bei Affi schon in der Nähe des Gardasee verlassen wir die Autobahn und fahren auf der Schnellstraße SR 450 weiter. Zwölf Kilometer später auf der Abfahrt bei Cola verlassen wir die Schnellstraße schon wieder. Es sind noch etwa 4 Kilometer, bis wir unser nächstes Ziel den Camping Lido erreicht haben.
Im letzten Jahr waren im Camping Piani Di Clodia ein paar Kilometer Nördlich von hier. Wir sind um 11:30 vor dem Campingplatz angekommen, haben länger als erwartet für die Fahrt gebraucht, aber was soll`. In der Rezeption bekommen wir 6 Stellplätze zur Auswahl. Nach der Besichtigung aller angebotener Plätze haben wir den Stellplatz 10T ausgesucht. Er ist groß, wir haben eine gute Aussicht auf den See, sind neben dem Hauptweg, unser Caravan steht im Schatten eines Baumes, und es sind nur einige Meter bis zum Waschhaus. Nachdem wir unserem Caravan mit dem Mover (Elektroantrieb) auf den Stellplatz gefahren, und ins Wasser ausgerichtet haben, setzen wir uns ein wenig in den Schatten. Wir haben zur Zeit 37° hier in Lazise. Eine Viertelstunde setzen wir uns in den Schatten, essen einen Pudding und Joghurt, danach trinken wir noch ein Radlerbier (in Norddeutschland sagt man Alsterwasser). Anschließend drehen wir die Markise herunter, und hängen gleich unseren Sunblocker an die Markise an. Wiederum etwas später bauen wir noch unsere Klimaanlage auf, sie werden wir bei diesen Temperaturen nötig brauchen. Danach besichtigen wir die beiden Waschhäuser bei uns in der Nähe. Beide sind sauber und genügen absolut unseren Ansprüchen
Etwas später schauen wir noch die sehr schöne Poolanlage an, da es sehr warm ist, kühlen wir uns in einem der vielen Pools ab. Wir stehen bis zum Hals im (Kühlen) Wasser, es war herrlich.

Wir treffen heute Abend noch unsere zweite Tochter, die mit ihrer Familie in der Relais Villa Clodia ihren Urlaub verbracht hat. Kurz nach 17:00 fahren sie in die Einfahrt vom Camping Lido, so dass wir ihnen nur noch Nachfahren müssen. Es geht wieder hinaus in Richtung Cola. Ihren Worten nach besuchen wir den Agriturismo Le Caldane, einen Bäuerlich betriebenen Hof, mit Weinfeldern, Restaurationsbetrieb, Zimmervermietung und etwas Campingbetrieb.

Die meisten der Tische sind belegt, aber wir bekommen doch noch Platz an einem der Tische. Viele der Gäste, die hier sitzen sind allen Anschein von den Campingplätzen am See. Auch unsere Tochter war die vergangenen Tage schon einmal hier beim Essen. Es sind auch einige Autonummern aus dem Allgäu zu sehen. Bei den Weinfeldern stehen ein paar große Wohnmobile, darunter ein großer Morelo aus der Hansestadt Hamburg in der einige Hunderttausend Euro-Klasse. Zwischen den Weinreben steht ein VW-Bully wo ein Ehepaar das aus dem Raum Biberach stammt sitzt. Auch sie kommen kurz darauf zum Essen auf die Terrasse und begrüßen uns als Memminger Nachbarn. Meine Tochter bestellt für uns alle zum Trinken zwei Karaffen mit Holunder und Apfelsaft, da wir erstmal auf Alkoholische Getränke verzichten wollen.
Mein Schwiegersohn bestellt sich eine Caprese mit Tomaten und Mozzarella, für Ihre Kinder bestellt sie eine Lasagne, und für sich eine Pinsa. Ein Pizzaähnliches Gebäck aus verschiedenen Mehlsorten mit Mozzarella, Rucola und halbgetrockneten Tomaten. Meine Frau nimmt Focaccia mit Parmaschinken, Ruccola, Schinken und Thunfischsoße. Zu guter Letzt bestelle ich mir einen Toast mit Käse und Schinken, der allerdings etwas klein geraten ist. Es war nur ein Dreiecktoast, wie er in Amerika oder vielleicht gegessen wird.
Hier verbringen wir etwa eineinhalb Stunden, bevor zu Ihrer Ferienwohnung in der Relais Villa Clodia, beim Campingplatz Piani Di Clodia fahren. Es sind nur ca. 4 Kilometer bis zur Villa. Nach Absprache mit der Hausverwalterin können wir als Besucher auf das Gelände fahren. Es ist eine Obergeschoßwohnung mit großer Terrasse und Whirlpool. Der Preis ist sehr exclusiv für die nicht allzu große Wohnung (380 Euro pro Tag).

Unser Schwiegersohn bringt uns etwas zum Trinken, er hat einige Dosen mit Bier und Aperol Spritz gekauft. Auch den Whirlpool muss meine Frau zusammen mit der Enkelin Leona ausprobieren. Das Gelände um die Villa ist sehr gepflegt, es gibt sogar einen kleineren Speisesaal, wo zum Buffett Frühstück angeboten wird.
Wir können später einen schönen Sonnenuntergang am See erleben.

Es ist schon 21:00 vorbei als wir uns von unserer Familie verabschieden, sie fahren Morgen Früh wieder nach Hause, während unser Urlaub hier am Gardasee erst beginnt. An unserem Stellplatz am Camping Lido angekommen, genießen wir ein letztes Getränk, Es ist schon 23:00 vorbei bevor wir ins Waschhaus gehen.

Freitag, den 27. Juni 2025

Guten Morgen, es ist schon wieder 8:00 vorbei, als wir aufgestanden sind. Wie meine Frau erzählt, hat es heute Nacht einen starken Wind gegeben, der unsere Stühle umgeworfen hat. Unser Zeltteppich war ebenfalls etwas eingerollt. Die Temperatur heute Morgen lag aber schon wieder bei 30°.
Gemeinsam gehen wir die etwa hundert Meter bis zum Supermarkt hinauf, um hier unsere Frühstücksbrötchen zu kaufen. Die Brötchen sowie die gesamte Auswahl im Supermarkt ist ganz ordentlich, zufrieden gehen wir zum Caravan zurück.
Hier fällt meiner Frau auf, dass die Temperatur im Kühlschrank viel zu warm ist. Das Problem war, wir hatten seit gestern Morgen bei der Abfahrt auf der Seiser Alm unseren Kühlschrank auf Autostrom umgestellt. Und natürlich gestern Mittag bei der Ankunft hier im Camping Lido nicht auf Platzstrom umgeschaltet. So etwas ist uns in den vergangenen mehr als 30 Jahren noch niemals passiert. Nachdem das Malheur erkannt, und wir den Kühlschrank umgeschaltet haben, hoffen wir dass kein größerer Schaden mit dem Kühlgut entstanden ist.
Endlich setzen wir uns hin, um unser Frühstück zu genießen. Durch den Baum hinter unserem Wohnwagen sind wir die ersten paar Stunden von der Sonne geschützt. Am Nachmittag kommt sie dann von der Seeseite, da wird es schwieriger, hier hilft auch die Markise kaum.
Danach setzte ich mich hin um meine Medizin-Tabletten für die jetzige Woche zu sortieren. (Ich muss eine ganze Menge davon nehmen). Im Anschluss gehe ich noch auf die Toilette im Waschhaus und zum Duschen , um mich für den Tag frisch zu machen.

Unser Ausblick vom Stellplatz zum See hinunter!

Wenig später gehen wir den Hauptweg bis zum Strand hinunter. Unser Stellplatz liegt etwa in der Hälfte des mittelgroßen Campingplatzes. Oberhalb des Strandes gibt es ein weiteres Restaurant sowie ein Waschhaus und mehrere Reihen mit verschiedenen Maxicaravans von 34 -37qm. Die Garden und Garden Superior (Maxicaravans) machen einen sehr guten Eindruck.

Wir sind unten am Strand bzw. Strandpromenade angekommen, hier gibt es nur wenige im Kies gelegene Liegeflächen. Wir haben meinen Strandhocker sowie ein großes Badetuch mitgenommen. Auf einem schmalen Kiesbereich lassen wir uns nieder. Später als die Sonne zu warm wird, ziehen wir uns in den Schattenbereich der riesigen Bäume zurück.
(Der Strand und die Uferpromenade sind Öffentlicher Bereich und kein Besitz des jeweiligen Campingbetreibers. Als Folge kann er auch keine Verbesserung und Instandhaltung des Strandbereiches veranlassen).

Nach ein bis eineinhalb Stunden später gehen wir wieder den Berg hoch bis zu unserem Stellplatz. Wir setzen uns in den Schatten eines Baumes der ebenfalls unseren Caravan schützt, der aber leider zur späteren Stunde immer spärlicher wird. Als erstes essen wir einen Becher mit Pudding bzw, Joghurt (wir essen zu Mittags niemals). Ein ganzes Stück später trinken wir Cappuccino und essen dazu Kuchen von zu Hause. Nach unserer Kaffeepause brechen wir auf und gehen ein Stück weiter hinauf zur schönen Badeanlage. Die Anlage besteht aus vier großen Schwimmbecken für Erwachsene und auch für Kinder. In einem der Becken gleich hinter dem Restaurant finden wir eine freie Badeliege mit Sonnenschirm. Da es heute sehr heiß ist, gehen wir gleich zweimal ins Wasser hinein, hier stehen wir bis zum Hals im wohl temperierten Wasser, das kommt nicht allzu oft bei mir vor. Gegen 16:00 hat sich der Himmel kurzzeitig zugezogen, nach einer halben Stunde war die Gewitterstörung ? aber wieder vorbei, und es wurde wieder heiß.

zwei der vier Kinderbecken

Beim Abendessen brannte die Abendsonne vom See unter unserer Markise herein, wir versuchten ein Badetuch über die Stützstange der Markise zu hängen allerdings mit mäßigem Erfolg. Nach dem Essen, es gibt heute Spaghetti Bolognese, gehen wir noch zum Duschen ins Waschhaus, unser Haus hat nicht die neueste Einrichtung, die anderen Häuser sind schon etwas moderner, aber ich bin mit der Ausstattung und Sauberkeit des Waschhauses sehr zufrieden.
Später am Abend gehen wir nochmals ins Zentrum hinauf, wo sich die Pools, das Restaurant und die Animateure ihr Abendprogramm machen. Heute findet ein Karaoke-Vorstellung statt, mit Teilnehmer aller Altersgruppen, die Gesangs-Darbietung war in meinen Augen etwas schwach. Übrigens es gibt im Restaurant ein sehr gutes Speiseeis, für zwei Euro gibt es auf einer Waffel eine Riesen Kugel Eis. Nach 21:00 gehen wir wieder hinunter zum Caravan um hier noch etwas zu trinken. Meine Frau trinkt noch einen Rotwein, während ich einen Spanier bevorzuge (Sangria) und bereiten uns zum ins Bett gehen vor.

Samstag, den 28. Juni 2025

Guten Morgen, wir haben Samstag es ist 8:00 vorbei, die Vögel zwitschern schon wie man hört. Die Temperatur liegt auch jetzt schon bei 30°. Auch im Caravan war es trotz unserer Klimaanlage zu heiß. Wir schalten ja das Gerät aus Rücksicht auf die Nachbarn gegen 22:00 wieder aus. Gemeinsam gehen wir in den Supermarkt der oben bei den Pools liegt, um unsere Frühstücksbrötchen zu holen. Wir haben zu Hause einen kleinen Tischventilator für den Urlaub gekauft, aber leider habe ich das USB-Ladekabel für das Gerät zu Hause vergessen. Im Supermarkt habe ich ein paar USB-Ladekabel gesehen, vielleicht haben wir Glück und finden das passende Kabel.
Wie schon gestern erwähnt, ist die Auswahl hier im Supermarkt sehr gut, bei der Bäckerei sowie im übrigen Shop. Auch ich habe Glück und finde das passende Ladekabel für den Ventilator.
Auf dem Stellplatz gegenüber steht ein Holländer, der schon gestern Nachmittag einsam und allein sein Vorzelt abgebaut und danach wieder eine Sackmarkise eingezogen hat. Seine Frau ist anscheinend oben am Pool, und lässt ihn alleine arbeiten. Heute Morgen ist er wieder alleine beim weiteren Abbau, wie Sackmarkise einrollen, sämtliche Tücher und Schnüre entfernen, den großen Kühlschrank in den Wagen heben, und vieles mehr. Seine Frau sitzt im Wagen und schwitzt ??.
Bald darauf ist er fertig mit dem Abbau seines Caravans, und sie steigen in Ihr Auto und fahren los. Wenig später wird Ihr Wohnwagen von einem Auto mit der Aufschrift http://www.parkingserena.it abgeholt.
Es ist eine Firma, nur einen Steinwurf vom Gardasee entfernt, wo man Wohnwagen und Hausboote übers Jahr abstellen kann. Nebenbei werden Reinigungen sowie Desinfektions-Arbeiten durchgeführt.
Kurz nach 11:00 gehen wir wieder zum Strand hinunter, solange wir noch den Schatten der großen Bäume genießen könne. Gleich hinter unserem Strandabschnitt geht der Strand-Promenadenweg von Lazise bis Peschiera vorbei.

Ein paar Meter von uns entfernt befindet sich das Strand-Restaurant Pirata Stube Pacengo. Weitere ca. 300 Meter weiter befindet sich der Bootshafen Porto di Pacengo mit einer kleinen Marina. Hier findet heute ein kleiner Markt statt. Bei einem der Händler sehen wir schöne Tücher /Decken wo die Sonnenseite unserer Markise abdecken könnte. Leider haben wir kein Geld dabei. Wir gehen wieder zu unserem Strandliegeplatz zurück, meine Frau erklärt sich bereit zum Stellplatz hinauf zu gehen, um etwas Geld zu holen. Es ist kurz vor Marktende als wir wieder bei einem der Händler sind, wir finden eine wunderschöne Decke mit einer strahlenden Sonne drauf.
Ein Problem hat sich leider herausgestellt, wir bekommen unseren Kühlschrank nicht richtig Kalt. Wir haben ja seit unserer Ankunft am Gardasee eine Temperatur von 35° oder mehr. Schon im vergangenen Jahr in Frankreich / St. Raphael hatten wir das gleiche Problem. Damals wie heute stellten wir den Kühlschrank auf Gas um, und die Temperatur im Gerät wurde merklich kühler. Aber es stellte sich in der Folge heraus, dass in der Gasflasche anscheinend nicht soviel Inhalt ist um alle Bereiche abzudecken.
(Bei unseren Fahrten nach Frankreich hatte ich immer eine volle Gasflasche dabei, da es unsere Gasflaschen in Frankreich nicht gibt).
Heute Abend werden wir in den Nachbarort Lazise fahren, um eine neue Gasflasche zu kaufen. Wir hatten in der Rezeption nach einem Campinggeschäft gefragt, welches solche Flaschen verkauft. Ihre Aussagen deckten sich mit meiner Erinnerung, wir waren ja schon vor 20 Jahren hier am Gardasee/Lazise in Urlaub. Damals kauften wir in diesem Geschäft öfters ein.

Es sind ja nur etwa 4-5 Kilometer bis in das kleine Städtchen, hier an der alten Stadtmauer entlang und durch zwei Kreisverkehre. Gleich danach geht es in die Corso Cangrande hinein, wo sich das kleine Campinggeschäft befindet. Gleich daneben befindet sich ein Parkplatz wo wir unser Auto abstellen. Mit unserer Gasflasche bewaffnet, betreten wir den Laden. Wir haben Glück, sie haben noch eine 5 Kg Flasche zum Tausch. Der Preis, na ja 30 Euro, daheim wäre es billiger gewesen. Anschließend fahren wir zurück, kurz vor der Altstadt gibt es einen großen Parkplatz, wo wir unser Auto abstellen können. Über die Porta Lion betreten wir das Schmucke Städtchen, zur linken Hand gehen wir am Garten des Ristorante Al Castello vorbei. Kurz vor der Piazza Vittorio Emanuele kommen wir am Innenhof des Restaurant Corte San Marco vorbei, hier haben wir vor vielen Jahren schon einmal gegessen. Wir gehen weiter nach links am alten Hafen vorbei, hier gibt es die Eisdiele La Cremeria di Lazise, wo wir vor zwei Jahren des öfters einen Becher mit Eis geholt hatten. Auch heute gelüstet uns nach einem Becher des damals Schmackhaften Eises. Damals wie heute stehen Gäste vor den beiden Eistruhen. Da die beiden Eisverkäuferinnen aus beiden Eis-Truhen die unter-schiedlichen Eissorten verkaufen, wird die Bedienung der Käufer mehr durch den Zufall bestimmt. Eine Zeitlang warte ich an einer der beiden Eistruhen, das ich bedient werde, und gehe danach verärgert weiter. Meine Frau hatte mehr Glück, allerdings war nach Ihren Worten das Eis in Menge und Qualität vor zwei Jahren besser.
Kurz nach 20:00 fahren wir zum Campingplatz zurück, kurz darauf erleben wir einen der schönen Sonnenuntergängen der nächsten Tage. Meine Frau kommt auf den Gedanken diesen Sonnenuntergang mit einem Glas „Aperol Spritz“ zu genießen. Also spazieren wir ein letztes Mal für heute zum Strand hinunter.

Nach dem beeindruckenden Sonnenuntergang gehen wir wieder zum Wohnwagen zurück, um noch eine Kleinigkeit zu trinken. Wie an anderen Abenden trinkt meine Frau gerne ein Glas Rotwein, während ich entweder ein Glas Weizenbier oder aber einen „Sangria“ trinke.
Kurz nach 22:30 machen wir uns fertig zum Schlafen gehen.

Sonntag, den 29. Juni 2025

Auch heute Morgen holen wir unsere Brötchen im Supermarkt nahe der hübschen Badeanlage, die mich wirklich positiv überrascht hatt. Nach unserem Frühstück und dem Abspülen des „Geschirrs per Hand“ machen wir uns wieder auf den Weg zum Strand hinunter. Die Liegefläche hier unten ist ja relativ klein, aber das habe ich ja schon gesagt. Wir machen einen Spaziergang in Richtung des Porto di Pacengo wo viele kleinere Boote im Hafen liegen.

Als wir wieder zu unserem Liegeplatz zurück kehren bekommen wir Besuch von einer oder zwei Entenfamilien, die direkt vor uns im Wasser schwimmen. In den folgenden Tagen machen wir auch Spaziergänge in die andere Richtung. In etwa 350 Meter befindet sich der Yachthafen Nautica Casarole Marina, und gleich danach die Campingplätze Belvedere, Fossalta und Piani di Clodia. Wo meine Tochter in der Relais Villa Clodia ihren diesjährigen Sommerurlaub verbracht hatten. Vor zwei Jahren sind wir diesen Uferweg fast bis Peschiera mit unseren Fahrräder gefahren.

Den restlichen Nachmittag verbringen wir am Caravan im Schatten der Markise. Nach unserer Kaffeepause gehen wir noch zum Pool hinauf, wo wir noch ein Liegeplatz unter einem Sonnenschirm bekommen. Gleich anschließend gehen wir ins Wasser, das ein wenig Abkühlung verspricht.

Am späten Sonntag-Nachmittag bekommen wir neue Nachbarn gegenüber in unserer Straße, sie kommen aus Dillingen. Ein hübsches Wohnmobil Knaus SUN TI Platinium fahren die beiden, dazu einen Anhänger, worin ein großer Motorroller sowie zwei E-Bikes befestigt sind.
In der Straße 12 auf der anderen Seite der Hauptstraße, versucht ein riesiger Caravan auf den ersten Stellplatz 27T in der engen Gasse zu kommen. Nach einer langer Zeit funktioniert das auch. Am nächsten Morgen das gleiche Schauspiel, jetzt möchte er wieder hinaus fahren, Beim Einschwenken auf die Hauptstraße touchiert mit seinem langen Caravan ein parkendes Auto seines Nachbarn. Das Auto ist mit einer Plane abgedeckt, so dass man die Beschädigung nicht gut erkennen kann. Sie melden den Unfall aber sofort, später kommt ein Mitarbeiter des Campingplatzes vorbei, da die Besitzer des Autos anscheinend nicht anwesend sind.
Am späten Abend gehen wir nochmals hinauf Richtung Pool und der Animation. Die Vorführung der Animateure ist schon für die Kinder unter 10 Jahren gerichtet. Was anderes gibt es leider nicht. Dafür gibt es ein gutes und nicht teures Eis zum Schlecken. Wie meistens gegen 22:30 machen wir uns Bett fertig.

Montag, den 30. Juni bis Mittwoch, den 02. Juli 2025

Ich habe hier ein paar Tage zusammen gefasst, weil wir eigentlich nichts erlebt haben, und ich meine Leser auch nicht Langweilen möchte. Unser Tagesablauf hier am Gardasee ist genauso wie in den vergangenen Tagen. Heute hat Dagmar, die Schwiegermutter meiner Tochter Geburtstag, da müssen wir unbedingt eine Whatsapp schreiben, und Ihr gratulieren. Zum Abendessen werden wir heute noch grillen, einmal in der Woche und Aufenthalt, ich bin kein Freund von Grillen.
Es ist Dienstagmorgen, heute Nacht hat es anscheinend gestürmt, davon ist meine Gattin wach geworden, und hat unsere Stühle, die der Wind umgeworfen hat, wieder zusammen gelegt. In der Regel klappen wir die Stühle zusammen und legen sie an der Caravanwand ab, stellen dann den Tisch davor. Keiner rechnet hier mit starkem Wind oder Sturm. Am Morgen ziehen wir den Vorzeltteppich wieder gerade, und was der Wind sonst noch in Unordnung gebracht hat.
Heute ist Mittwochmorgen, nach dem Frühstück und der Morgentoilette gehen wir zum Strand hinunter, verbringen hier 1 bis 1 1/2 Stunden im Schatten der großen Bäume. Machen irgendwann einen kleinen Spaziergang zum Porto di Pacengo , wo sehr viele kleine Boote im Hafen liegen. Es ist nach wie vor sehr heiss, die Temperaturen hier am Gardasee liegen schon die ganze Woche bei über 30°.
Am Nachmittag fahren wir mit dem Auto nach Peschiera zum Migros Supermarkt, um ein paar Kleinigkeiten zum Essen zu kaufen. Auf dem Weg dahin tanken wir unseren Tiguan noch einmal voll. Morgen Früh fahren wir wieder zurück nach Südtirol, aber in Richtung Meran.

Donnerstag, den 03. Juli 2025

Guten Morgen, wir sind heute kurz vor 7:00 aufgestanden. Zum Frühstück essen wir unsere eigenen Backbrötchen, so sind wir Zeitlich nicht abhängig vom Supermarkt. Unsere Markise und den Sunblocker haben wir schon Gestern Abend abgebaut. Und die Klimaanlage bauen wir nach unserem Frühstück ab, jede Stunde, wo die Anlage läuft ist ein Gewinn. Den Strom müssen wir hier nicht extra bezahlen, er ist in unserem Preis schon enthalten. Mit dem Accuschrauber drehe ich die Kurbelstützen vom Caravan hoch, zuvor habe ich noch die Toilettenkassette in der Kimik entleert. Nachdem ich den Caravan mit dem Mover (Elektrische Rangierhilfe) in Fahrrichtung an unser Auto angehängt habe, verlassen wir den Stellplatz und fahren den Berg hinauf Richtung Ausgang.
Wir müssen beide noch in der Rezeption vorstellig werden, um uns abzumelden. Hier werden die Bändchen mit der Code-Plakette abgeschnitten, mit der man den Camping-platz z.b. über die Türe zum Strand verlassen kann. Kurz nach 8:30 verlassen wir den Campingplatz.

Wie auf der Hinfahrt müssen wir durch die kleine Ortschaft Cola fahren um die Schnellstraße SR 450 zu erreichen. Zwölf Kilometer weiter geht es bei Affi auf die Autobahn A22, wo wir zuerst ein Ticket ziehen müssen. Die Fahrt nach Norden geht ohne Probleme voran, so dass wir die Autobahn in Bozen-Süd verlassen. Weiter geht es in Richtung Meran, unser Navi hat natürlich keine Ahnung und möchte uns schon an der Abfahrt Vilpian/Nals von der Schnellstrasse SS38 herunter schicken. Laut Ansage des Campingplatzes müssen wir aber die Abfahrt in Lana nutzen um den kleinen Ort Tisens zu erreichen. Am Nordöstlichen Rand des Ortes liegt der Campingplatz Luxury Camping Schlosshof, auf dem wir schon zweimal Urlaub gemacht haben.
Von der Abfahrt der Schnellstrasse SS38 fahren wir durch die Ortsteile Niederlana, Mitterlana und zum Abschluss Oberlana. In Oberlana geht dann die Gampenstrasse in teilweise engen Serpentinen mehr als 300 Meter in die Höhe, bevor wir das kleine Bergdorf Tisens erreichen. Im Ort müssen wir durch die einspurigen Straßen fahren, bis wir kurz nach 11:15 am Campingplatz Tisens angekommen sind.
Am Parkplatz vor der Einfahrt stellen wir unser Fahrzeug ab, gehen in die Rezeption die sich innerhalb des hübschen Gebäudekomplexes befindet. Wir haben im Januar einen der Panorama-Plätze gebucht, sie befinden sich im erhöhten Bereich der Anlage und bieten Ausblicke auf Tisens und die umliegende Naturlandschaft des Tisner Mittelgebirges. Das Einbuchen geht schnell voran. Die Dame in der Rezeption erklärt uns den Weg auf die obere Plattform, die durch ein eigenes Tor mit einem Code-Automaten gesichert ist. Wir fahren die Anhöhe hinauf, ich muss an einer Haltelinie warten. Meine Frau gibt einen Code ein und geht gleich weiter, eine Lichtschranke erkennt meine Gattin am Eingang und schließt darauf hin wieder das Tor. Gleich neben uns durch eine Hecke geschützt befindet sich die Werkstatt des Besitzers, der das Schließen des Tores mitbekommt. Seine Aussage ist: niemand darf während das Tor sich öffnet, im Sichtbereich des Sensor sein. Beim zweiten Mal klappt alles, und ich fahre mit viel Gas die weitere Anhöhe hinauf. In meiner Zufahrtsstraße angekommen, muss ich etwas warten, weil ein Caravan, der unten auf dem Parkplatz gestanden ist, gerade auf seinen Stellplatz gebracht werden soll. Während der Mann das Auto von der Straße fährt, bringt seine Gattin mit dem Accu-schrauber ihren Easydriver (Mover- Elektroantrieb) in Stellung. Bestimmt über eine Minute scheppert und ratscht der Schrauber bis der Easydriver endlich am Reifen anliegt.
(Ein Holländischer Campingnachbar am Camping Lido hatte den gleichen Easydriver, der Ratterte und lärmte bis er am Reifen anliegt- beim ersten Mal war ich ziemlich erschrocken als ich ihn hörte)
Ich selber besitze eine Rangierhilfe GO2 von Truma, die mit einem Hebel innerhalb von 20 Sekunden an den Reifen gelegt wird.

Gleich danach können wir weiterfahren, es sind nur wenige Meter weiter, bis zu unserem Stellplatz P11 /A11 der sich am Ende des Weges befindet. Ich fahre jetzt mit unserem Mover in Fahrtrichtung in den Platz hinein, möchte hier umdrehen, was aber nicht gelingt. Der Stellplatz ist viel zu eng, ich muss wieder auf den Weg hinausfahren, um hier umzudrehen. Zwischen den Plätzen P12 und P10 komme ich gerade noch zum Drehen, und fahre jetzt rückwärts auf unseren Stellplatz. Die Kurbelstützen herunter-drehen und das Stromkabel anschließen geht schnell. Auch die Markise herunter-drehen ist im Nu passiert, während unsere neuen Nachbarn noch Ihr Vorzelt aufbauen. Sie sind zu Viert, müssen aber noch ein Iglu für die Kinder aufbauen.
Die Familie kommt aus Hildesheim, sie sind am Beginn ihrer Ferien, und wollen im weiteren Verlauf ihres Urlaubs noch weiter an die Adria bei Cavallino (Camping Ca. Pasquali) fahren.

Gegen 16:00 gehen wir hinunter zum Pool, um uns ein wenig zu erfrischen, ich nehme meinen kleinen Strandhocker mit, sollte es hier keine freien Badeliegen mehr geben. Um der warmen Temperatur zu entgehen wechseln wir nach kurzer Zeit in`s (kühle) Wasser. Es sind einige Campinggäste hier, dazu noch ein paar Kinder vielleicht vom Dorf. Die gesamte Badanlage einschließlich der Gebäude, wo die Rezeption, Restauration, den Shop, und den gesamten Wasch und Toilettenbereich einschließlich der Mietbäder beinhalten, ist wunderschön. Laut Aussage des Besitzers sind die Wasch u. Toilettenräume, obwohl das gesamte Gebäude erst wenige Jahre alt ist, erst im Frühjahr komplett erneuert worden.

Die beiden Bilder rechts: Bild oben Wohnung der Besitzer; Bild unten zwei Ferienwohnungen im Obergeschoß

Wir verbringen etwa 1,5 – 2 Stunden auf der Liegewiese, gehen auch zweimal in`s Wasser, die Temperatur im Wasser war für mich Grenzwertig. Allerdings fühle ich auch erst bei nahezu 30° wohl. Anschließend gehen wir wieder zum Caravan hinauf, wo wir noch ein Glas Weizenbier trinken. Zum Abendessen gibt es heute Tortellini mit Pilzen. Nach dem Geschirr spülen, wo meine Frau mich begleitete, gehen wir noch eine Runde spazieren.
Unser Weg führt uns zuerst an den Apfelplantagen vorbei zum Ortseingang von Tisens, wo wir wieder umdrehen. Am Parkplatz des Ca.-Platzes gehen wir durch das große Eingangstor und schauen uns noch die Comfort-Plätze des Campingplatzes an. Wir sehen hier zwei riesige Fahrzeuge stehen, ein großer Tandem-Achs-Wohnwagen und weiter hinten ein großes Morelo-Wohnmobil. Anschließend gehen wir eine Treppe inmitten des langgestreckten Gebäudes hoch, hier auf der Dachterrasse, befindet sich Willi`s Beach. Eingebettet zwischen dem Wohnhaus der Campingbetreiber und den Ferien-wohnungen „Solterra 1+2“ befindet sich ein Sandstrand mit Komfortliegen und Sonnenschirmen der nach dem Namen des ehemaligen Seniorchef Willi benannt ist. Hier kann man mit Sandfeeling die Aussicht auf die umliegenden Berge genießen.

Die folgenden Stunden verbringen wir vor unserem Caravan, und gegen 22:00 machen wir uns zum Bett gehen fertig.
Die Temperaturen waren im Gegensatz zum Gardasee mit ca. 27° hier sehr angenehm.

Freitag, den 04. Juli 2025

Guten Morgen, es ist schon 8:15 vorbei, als wir aufstehen, dank unserer Klimaanlage haben wir herrlich geschlafen.
Während meine Frau den Kaffee macht und den Frühstückstisch deckt, gehe ich zum Shop hinunter, um ein paar Frühstücksbrötchen zu kaufen. Man bekommt hier alles mögliche, von verschiedenen Brötchensorten, Südtiroler Schinken, Wurst und Käse. Ebenso Gläser mit den verschiedenen Marmeladen sowie Getränke für den Abend. Gleich daneben sind die Tische für das angeschlossene Restaurant. Bedient werde ich von einer sehr netten Frau. Mit dem Beutel unserer Frühstücksauswahl gehe ich wieder zu unserer Terrasse nach oben. Unsere Platznachbarn aus Hildesheim sind auch schon auf, und sitzen ebenfalls schon beim Frühstücken. Nach einem Morgengruß frage ich sie was sie am heutigen Tag unternehmen wollen. Die Frau ist sehr unternehmungslustig und erzählt mir dass sie heute ca. 600 Höhenmeter bewältigen wollen.
Nach einem reichhaltigen Frühstück mit Wurst, Schinken und Käse, sowie verschiedene Marmeladen und auch Honig darf nicht fehlen, wollen wir unsere E-Bike`s aus dem Auto holen. Wir haben kleine 20″ E-Bike`s, die man auch zusammen klappen kann, und im Kofferraum verstauen kann. Als wir das Fahrrad meiner Frau aus dem Auto holen, stellen wir fest, der hintere Reifen ist platt.

Mit unserer kleinen Fahrradpumpe versuchen wir Luft in den Reifen zu pumpen, leider ohne Erfolg. Etwas später geht meine Frau in die Rezeption hinunter, um Hilfe zu bekommen. Wenig später kommt Sie mit dem Ehemann der Campingplatz-Besitzerin zurück. Er hat eine große Fahrrad-Luftpumpe in der Hand, und versucht gleich sein Glück mit dem Aufpumpen des Reifens. Leider hat er auch keinen Erfolg, der Reifen bleibt platt, zwischenzeitlich kommt auch seine Frau vorbei, laut seinen Worten versteht Sie etwas von Fahrrädern, auch ohne Ergebnis. Der freundliche Platzbetreiber trägt jetzt mein Rad in seine Werkstatt hinunter, um mit einem Kompressor Luft in den Reifen zu bringen. Auch das hat keinen Erfolg, wir müssen erkennen, dass der Schlauch offensichtlich geplatzt ist.
(Ich hatte kurz vor dem Urlaub auch diesen Reifen aufgepumpt, und wohl zu viel Druck in den Reifen gebracht. Danach kam die große Hitze am Gardasee, das war wohl das Ende für den Reifen)
Der Platzbetreiber nennt uns zwei Fahrradgeschäfte in der Umgebung, eines wäre in Lana und das zweite Geschäft ist in Nals ca. 5 Kilometer von hier ins Tal hinunter. Um 11:30 sind wir am Fahrradgeschäft in Nals angekommen, der Besitzer und sein Meister haben unser Fahrrad zur Reparatur angenommen. Heute Abend um 17:00 können wir es wieder holen, versprechen sie. Die Fahrt von der Hochebene, wo Tisens bzw. Prissian liegt, bis hinunter nach Nals im Etschtal ist sehr anspruchsvoll. Es erklärt sich hier, warum die Anfahrt zu den Campingplätzen hier oben im Tal nur über die Ausfahrt Lana erfolgen soll.
Kurz nach 12:00 sind wir wieder am Platz zurück, wir haben einen blauen Himmel und die Temperatur liegt bei etwa 28°. Bei einem Besuch in der Toilette sehe ich dass das Restaurant, das ganz in der Nähe liegt gut besucht ist. Auf der Dachterrasse in Willi`s Beach dagegen herrscht Leere. Die Platzbetreiber haben offensichtlich Privatbesuch, auf dem Parkplatz neben ihrem Haus steht ein Wohnmobil, dessen Markise immer ausgerollt ist.

Bilder unten: links Einzel-Waschraum mit Toilette; rechts Dusche mit wahlweise Regen oder Handdusche

Nach einem kurzen Mittagsnack überlegen wir, was wir heute Nachmittag machen könnten, Fahrrad fahren fällt ja leider aus. Wir beschließen mit dem Auto zu einem Parkplatz bei Naraun zu fahren. Es sind nur 2 Kilometer bis dahin, wo wir unser Auto abstellen können. Von hier führt ein Wanderweg zum 758 Meter hohen Hügel wo die St. Hippolyt Kapelle/Kirche steht. Der Tisener Ortsteil Naraun gilt als ältester Siedlungsplatz Südtirols.
Zahlreiche Funde aus der Jungsteinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit belegen, dass der Hügel von St. Hippolyt bereits vor mehreren tausend Jahren besiedelt war und als Kultstätte genutzt wurde.
Zu Beginn des Waldweges passieren wir ein großes Baumlager, das beidseitig des Weges aufgestapelt wurde. Im Verlauf des Weges kommen wir immer wieder an Bronzetafeln vorbei, die Papst Johannes Paul II gewidmet sind. Nach zirka 100 Höhenmeter erreichen wir das neueröffnete Gasthaus Hippolyt, das mit einer gemütlichen Gaststube und der sonnenverwöhnten Terrasse uns willkommen heißt. Wenige Meter weiter stehen wir vor dem langgezogene Kirchhügel, auf dem das Kirchlein thront, das im Jahr 1288 erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Leider ist die Kapelle geschlossen, so dass wir uns zuerst der atemberaubenden Kulisse des tiefer liegenden Etschtals widmen. Einige Bänke laden zum Genießen dieser malerischen Idylle ein. Links unter uns befindet sich die Ortschaft Lana und im Hintergrund kann man bis nach Meran und weiter sehen. Unter uns zur Rechten sehen wir die riesigen Apfelbaumfelder bis hin nach Vilpian oder Terlan, das kurz vor der  Landeshauptstadt Südtirols Bozen liegt.

Nachdem wir eine Weile diese herrliche Aussicht genossen haben, gehen wir die paar Meter hinunter zum Gasthaus Hippolyt, wo wir uns in die Schattige Weinlaube setzen. Zum Trinken bestellen wir bei der freundlichen Bedienung zwei Gläser Spezi und als Belohnung für den Aufstieg einen Apfelstrudel mit Eis. Überflüssig zu sagen, dass der Strudel sehr gut geschmeckt hat. Gegen 15:00 machen wir uns wieder auf den Rückweg zum Parkplatz. Auf dem halben Weg begegnet uns ein Geländegängiges Fahrzeug das wohl dem Wirt des Gasthauses Hippolyt gehört. Laut der Beschreibung des Weges ist dieser auch Kinderwagentauglich und für Mountainbike / E-Bike geeignet, was kaum vorstellbar ist, wenn man den Zustand an manchen Stellen des Weges sieht.
Am Campingplatz angekommen, trinken wir erstmals einen Cappuccino und dazu ein Stück Kuchen. Kurz vor 17:00 machen wir uns auf den Weg nach Nals hinunter um unser E-Bike abzuholen. Der Reifen/Schlauch ist gewechselt, auch die Bremsbeläge hat er ausgetauscht, meine Frau bremst ja sehr viel. Der Preis ist in Ordnung, wir klappen unser Fahrrad zusammen und stellen es wieder in den Kofferraum. Im Campingplatz angekommen steckt meine Frau den Accu in das E-Bike und macht eine Probefahrt. Mit Schrecken erkennt sie, dass der E-Antrieb nicht funktioniert. Nachdem auch ich eine Probefahrt mit dem gleichen Ergebnis gemacht habe, ruft sie in der Werkstatt an. Der Meister kann es gar nicht glauben, wir sollen eine Steckerverbindung kontrollieren, die aber in Ordnung ist. Wir machen einen weiteren Termin für Morgen Vormittag aus.
Zum Essen macht meine Frau heute Abend Tortellini mit Pilzen, dazu trinke ein Glas Weizenbier, meine Frau möchte lieber ein Radler (Alsterwasser sagt man dazu in Norddeutschland) trinken.

Es ist schon 21:00 vorbei, als wir nochmals nach unten gehen um im Restaurant bzw. auf der Terrasse einen Aperol Spritz zu trinken, den wir bei einer Bedienung bestellen. Die Chefin des Campingplatzes bringt uns die Getränke, da die Angestellten anscheinend schon Feierabend haben.
Oben am Caravan angekommen, trinke ich zum Abschluss des heutigen Tages noch ein Glas Sangria, meine Gattin trinkt lieber ein Glas Rotwein. Gegen 22:45 machen wir uns Bettfertig, es war wohl ein ereignisreicher Tag.

Samstag, den 05. Juli 2025

Wir sind heute Morgen recht früh aufgestanden, es ist kurz nach 7:00. Meine Gattin möchte bei Öffnung des Fahrradgeschäftes um 8:00 vor der Türe stehen, um nicht wieder einen halben Tag oder mehr auf Ihr Fahrrad zu warten.

Es klappt, wir kommen als erste Kundschaft dran, schon 10 Minuten später hat der Meister den Fehler gefunden. Am Lager der Pedale gibt es eine Scheibe, die in einer bestimmten Position stehen muss. Beim Ausbau des Hinterrades hat der Lehrling nicht darauf geachtet, diese Scheibe wieder in die richtige Position zu bringen. Dieses Mal haben wir den Accu mitgenommen und meine Frau kann gleich eine Probefahrt mit dem Elektro-Antrieb machen. Während wir unser E-Bike wieder zusammen klappen, fährt ein Wohnmobil mit Mindelheimer Kennzeichen aus dem Parkplatz hinter der Werkstatt. Der Werkstattbesitzer hat anscheinend noch ein paar Wohnmobilstellplätze zu vermieten.

Zufrieden fahren wir wieder den steilen Berg nach Prissian und Tisens hinauf, über uns am Berg thront eine hübsche Burg. Da wir heute Morgen wegen des E-Bikes nicht beim Brötchen holen im Shop waren, müssen wir uns jetzt selber verköstigen. Für solche Fälle haben wir Aufbackbrötchen von zu Hause mit dabei. Nachdem der Kaffee und die Brötchen fertig sind, können wir endlich unser spätes Frühstück genießen.
Danach wollen wir endlich starten mit unser ersten Fahrradtour. Vom Campingplatz führt unser Weg über die Via Sant`Antonio und dem Casatschweg hinauf zum Erlebnisweg „Vorbichl“. Nachdem der Waldweg aber steil Bergauf führt, drehen wir wieder um, am Unterer Wiesenweg fahren wir in Richtung Prissian. Hier fahren wir am verschlossenen Eingang der Fahlburg vorbei. Weiter überqueren wir die alte Steinbrücke aus dem Jahre 1308, hier wurde sie erstmals erwähnt. Ihre Durchfahrtshöhe ist auf 3 Meter beschränkt. Das ist vielleicht ein Grund, warum man nicht mit einem Wohnmobil oder Caravan die steile Passstraße von Nals nach Tisens hinauf fahren soll.

Da ich ein großer Fan von Burgen und Schlösser bin, möchte ich heute die Wehrburg am Ortsrand von Prissian anschauen. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und wird heute als Hotel Schloß Wehrburg geführt. Wir besichtigen gemeinsam die Burg, gehen durch das niedrige Tor in den Innenhof der Anlage. Wir sind sehr angetan vom gepflegten Inneren der Burg. Über einen weiteren Torbogen sieht man eine die Erasmus-Kapelle. An einer Schmalseite des Palasgebäudes befindet sich ein kleiner Schlossgarten mit Tischen und Stühlen.

In den 50er Jahren kaufte Hermann Holzner, der Besitzer des Gasthofs Mohrenwirt in Prissian die Wehrburg, der sie anschließend zu einem Schlosshotel umbaute, das seine Nachkommen bis heute betreiben.
Wohnen in einem 3*** Hotel mit mittelalterlicher Schlossromantik, in einem der beiden 18 Meter hohen Wohntürme oder im langgezogenen Palastgebäude.
Das herrliche Panorama mit einer grandiosen Aussicht auf das ganze Etschtal. Bei Sonnenschein und guter Fernsicht können Sie das gesamte Panorama von den Dolomiten bis zum Rosengarten überblicken.

Wir sind begeistert von der hübschen Burg, am Fuße des Burghügels befindet sich sogar ein kleiner Pool. Etwas abseits des Schlosses befinden sich Garagen und Unterstellflächen für die Autos der Gäste.
Eigentlich wollten wir den Schlossrundweg fahren, müssen aber leider feststellen, dass er nur per Fuß zu begehen ist. Wir fahren also zurück zum Ortseingang, um hier auf die Grissianer Straße einzubiegen. Unser Ziel wäre das Hotel Grissianer Hof, wo man nach Ansicht unserer Campingnachbarin anscheinend gut Essen könnte. Leider müssen wir kurz vor dem Waldeingang bei einem Gehöft unsere Fahrt abbrechen, da es nur Bergauf geht. Dafür sind unsere kleinen Räder nicht geeignet. Wieder in Prissian angekommen fahren wir den Sebastian-Kneipp-Weg bis zu einer kleinen Tretanlage. Sie wird gerade von zwei Bediensteten mit einem Hochdruckreiniger geputzt.
Wir kehren wieder zum Campingplatz zurück, machen hier eine Vesperpause. Am späten Nachmittag gehen wir zum Pool bzw. auf die schöne Liegewiese hinunter. Der Himmel war bisher eher grau, aber langsam verziehen sich die Wolken, und der blaue Himmel kommt zum Vorschein. Die Badeanlage füllt sich auf Grund des schöneren Wetters schnell mit den Campinggästen. Kinder aus dem Dorf sind heute nicht zu sehen, aber das hat wohl mit dem Eintrittsgeld zu tun, das sie für diese 2 Stunden bezahlen müssten.
Gegen 18:00 gehen wir wieder zum Caravan zurück. Zum Schutz gegen die warme Abendsonne haben wir unser großes Tuch mit der Sonne aufgehängt. Wir hatten bei unserer Ankunft vor ein paar Tagen auch unseren Sunblocker auf der Vorderseite aufgehängt. Machten Ihn aber bald wieder weg, um die gute Aussicht auf die gegenüberliegenden Berge nicht zu verdecken.

Heute gibt es zum Abendessen Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat. Beides schmeckt hervorragend, und ist eines meiner Leibgerichte. Später bin ich noch zum Geschirr spülen ins Waschhaus hinunter gegangen, es gibt zweierlei Bereiche hier. Einmal einen Innenraum mit einigen Spülbecken und Waschmaschinen/Trockner. Dann im Außen-bereich ein paar weitere Spülbecken, gleich in der Nähe befindet die Kimik für die Toilettenkassetten, und für Hunde ein separates Bade oder Waschbecken.
Wie üblich nach 22:00 gehen wir nochmals ins Waschhaus, und machen uns zum Bett gehen fertig. Die Tagestemperatur lag Heute bei etwa 25°

Sonntag, den 06. Juli 2025

Es ist 8:00 Morgens, als wir aufstehen, heute Nacht hat es geregnet und war teilweise auch etwas Stürmisch. Nach Aussage meiner Frau war sie in der Nacht unterwegs, um diverse Dinge wieder aufzuräumen. Ich habe davon nichts mitbekommen.
Während ich unten im Shop unsere Frühstücksbrötchen geholt habe, hat meine Frau den Tisch mit den notwendigen Dingen gedeckt. Nach unserem schmackhaften Frühstück, das aus Käse, Schwarzwälder Schinken, Salami und natürlich verschiedenen Marmeladen und Honig besteht, überlegen wir was wir Heute im Laufe des Tages unternehmen könnten. Wir schauen in jedem Urlaub auch andere Campingplätze an, und wollten sowieso den Campingplatz in Völlan besuchen/anschauen.
Gesagt, getan, um nach Völlan zu kommen müssen wir die Gampenpaßstraße in Richtung Lana hinunter fahren. Fast am Ortschild von Lana angekommen, führt jetzt eine Abzweigung wieder hinauf nach Völlan. Am Eingang des Ortes führt ein Hinweisschild uns in den Zehentweg, wo bald darauf auf der rechten Seite der Camping Völlan auftaucht. Im vergangenen Herbst wollten wir diesen Campingplatz besuchen, wegen der schlechten Wetterlage in Südtirol haben wir darauf verzichtet, und haben eine Woche an der Mosel verbracht. (Wir hatten eine wunderschöne Woche mit herrlichem Wetter hier)
Wir stellen unser Auto ab, und fragen in der Rezeption nach, ob wir ihren Camping-platz besichtigen dürfen, was uns auch erlaubt wird. Der Platz liegt meiner Ansicht nach auf einer kleinen Hügelkuppe, und ist etwas schwach besucht. Die vorhandenen Gäste kommen aus Deutschland und aus den Niederlanden. Wir gehen den ganzen Campingplatz bis nach oben, wo sich das Waschhaus befindet. Das Sanitärgebäude macht einen tadellosen Eindruck, den ich mit 4 Sternen bewerten würde. Ohne den Platz weiter zu bewerten wollen, uns gefällt er nicht. Leicht enttäuscht gehen wir wieder nach unten, und verlassen den Campingplatz.

In Völlan gibt es noch einen weiteren Campingplatz den Alpin Fitness Waldcamping, den wollen wir jetzt auch noch anschauen, wenn wir schon mal hier oben sind. Der Weg ist etwas umständlich, es geht durch ein Industriegelände des kleinen Dorfes. Dann stehen wir auf dem Parkplatz vor dem Campingplatz. Wir stellen unser Auto ab, und gehen eine leichte Anhöhe hinauf um uns in der Rezeption anzumelden.

Die oberen 4 Bilder sind vom Campingbetreiber

Wir bekommen die Erlaubnis den Platz zu besichtigen. Gleich neben der Rezeption befindet sich die Bar mit einem kleinen liebevoll eingerichteten Einkaufsgeschäft das für Campinggäste ein Serviceangebot an verschiedenen Artikeln bietet. Wir gehen weiter durch das Gebäude und kommen an einen Pool 20*8 Meter geschätzt , der sehr gepflegt ausschaut.

Wir gehen eine mit Blumen geschmückte Treppe nach oben, auf der rechten Seite auf einer Wiese befindet sich eine große Grillhütte mit Tischen und Stühlen für die Gäste. Die Stellplätze die wir sehen sind groß, die Rasenflächen grün und in bestem Zustand. Da wir leider keinen Platzplan besitzen, können wir leider das Waschhaus nicht finden und besichtigen. Aber laut Ihrer Vorstellung im Internet ist es schön.
Wir sind der Meinung, sollten wir wieder einmal nach Völlan kommen, Campieren wir mit Sicherheit auf diesem hübschen Platz.
Wir steigen in unser Auto und fahren auf der Gampenpassstraße zurück nach Tisens bzw. Prissian. Wir wollen noch die kleine Kapelle St. Jakob im Weiler Grissian besuchen. Sie wurde im Jahre 1142 durch den seliggesprochenen Bischof Hartmann von Brixen geweiht. Wir fahren mit dem Auto den gleichen Weg (Grissianer Straße) wie am Tag zuvor, als wir bei einem Gehöft wieder umgedreht haben. Es geht einige Kilometer weiter, bis wir den Schmiedelhof und etwas weiter den Grissianer Hof erreicht haben. (unsere Hildesheimer Campingnachbarn waren auf einer Ihrer Wanderungen hier bis zum Schmiedelhof gekommen). Hier erkennen wir dass die kleine Kapelle noch sehr weit entfernt ist, und wir zu Fuß weitergehen müssten. Laut einer Beschreibung müssten wir noch weitere 15-20 Minuten bis zur Kapelle gehen, dazu haben wir keine Lust mehr.

Fresken im Romanisch, Gotischen Stil in der St. Jakob Kirche


Wir fahren über die alte, und enge Steinbrücke in Prissian die aus dem Jahre 1308 stammt. Hier in Prissian sowie auch in Tisens sind die Straßen so eng, das immer nur eine Fahrtrichtung fahren kann. In unserem Campingplatz in Tisens angekommen, trinken wir zuerst Kaffee und essen ein Stück Kuchen. Am späteren Nachmittag gehen wir zum Pool hinunter, das Wetter ist sehr wechselhaft, ein Mix aus Sonne, Wolken, Sonne. Am späten Nachmittag packen wir unsere E-Bikes in den Kofferraum. Morgen Früh wollen wir den Berg hinunter nach Lana fahren, um hier in der Ebene endlich eine längere Zeit mit dem Rad unterwegs zu sein.
Heute Abend gibt es Schupfnudeln mit Ei und Apfelmus zum Essen. Anschließend geht es zum Geschirrspülen ins Waschhaus hinunter. Ich bevorzuge die Außenspülbecken, hier ist kaum was los, man hat immer ein freies Becken zur Verfügung. Kurz nach 19:00 fängt es an zu Regnen, nur kurz aber das Wetter ist halt Wechselhaft. Den weiteren Abend verbringen wir vor dem Caravan.

Montag, den 07. Juli 2025

Es ist schon 8:00 Morgens vorbei, als wir aufstehen, heute hat es die ganze Nacht geregnet. Erst um 6:00 in der Früh hat der Dauerregen aufgehört. Jetzt zwei Stunden später klart sich auf, und hinter den Wolken ist blauer Himmel zu sehen. Unsere Hildesheimer Nachbarn verlassen uns heute frühzeitig. Ihr Stellplatz am Lido von Cavallino(Camping Ca Pasquali) ist vorzeitig frei geworden. Nach dem Brötchen holen im Shop und einem gemütlichen Frühstück packen wir unser Ausflugsgepäck zusammen. Es ist 10:00 vorbei, wir fahren auf der Gampenstraße die 8 Kilometer nach Lana hinunter. Unser Auto werde ich auf dem Parkplatz beim Schwimmbad parken, hier wird es die wenigsten Problem beim Langzeitparken geben. Wir müssen durch Oberlana und Mitterlana bis zum Ortsende fahren. Wir packen unsere Räder aus dem Auto und schon kann es losgehen.
Zuerst fahren wir zum Camping Arquin, der einem Onkel oder Cousin unserer Platzbesitzerin Stefanie Arquin gehört. Er ist wie immer, wenn wir hier vorbei kommen nur leicht besucht. Als erstes schaue ich mir das Waschhaus an, das einen guten Eindruck macht. Auf einer Campingstraße sehen wir einen kleinen und Interessanten Caravan, ideal für ein bis Personen zum Übernachten. Wir verlassen den Campingplatz und fahren in Richtung Burgstall, wo wir die Etsch sowie die Schnellstraße SS38 überqueren. Gleich danach biegen wir auf den Radweg Bozen/Meran ein, wo wir ca. 5,5 Kilometer nach Süden bis zum Naturbad in Gargazon fahren. Auf dem Radweg ist heute weniger Verkehr als in den vergangenen Jahren wo wir hier waren. Die Etsch auf unserer rechten Seite hat heute relativ viel Wasser, wie ich meine.

In Gargazon verlassen wir wieder den Etsch-Radweg und fahren durch das Industriegelände von Gargazon, überqueren wiederum die Etsch und die Schnellstraße SS38 in Richtung Tisens. Nach ein paar hundert Metern biegen wir rechts ab in die Weinstraße SP158 (Provinzialstraße). Unser Weg führt uns durch die Apfelplantagen die uns rechts und links der Straße begleiten. Wir waren im Jahr 2023 das letzte mal hier, damals waren die Felder voller. Kurz vor dem Ortsschild von Niederlana biegen wir nochmals nach links ab, und fahren am Golfplatz vorbei. Ein paar Leute spielen zu dieser Zeit. Wir fahren weiter an einem kleinen Biotop vorbei bis zu einer Fischzucht bzw. dem Restaurant Krebsbach. Hier kommen wir nicht weiter, der Weg durch die Apfelfelder ist durch eine Schranke versperrt, und weiter oben ist auch ein Privatweg, den haben wir schon vor zwei Jahren versucht.
Wir fahren zurück nach Niederlana, vorbei an der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ mit seinem berühmten Schnatterpeck-Altar und dem etwas oberhalb gelegenen „Südtiroler Obstbaumuseum“.

Der sogenannte Schnatterpeck-Altar stammt aus der Werkstatt Hans Schnatterpecks und wurde in der Zeit von 1503 bis 1511 gebaut. Der prachtvolle Flügelaltar gilt als eines der schönsten Werke der Südtiroler Spätgotik Bei diesem aus Kastanienholz geschnitzten Altar mit einer Höhe 14,10 Metern und einer Breite von 7,00 Metern handelt es sich um den größten Altar im Alpenraum

Wir fahren mit unseren E-Bikes weiter in Richtung Oberlana, auf den St. Margarethen Weg mit der gleichnamigen Kapelle verzichten wir. Beim kurzen Anstieg zur Kapelle geht unseren Rädern immer der Dampf aus. Stattdessen fahren wir den Kirchweg und die Kapuzinerstraße weiter.
Wir stehen jetzt vor dem auffälligen Haus von Ernst Müller des bekannten Südtiroler Malers, das wir in 2023 zufällig entdeckt hatten.

Ernst Müller wurde 1951 in Schlanders/Südtirol geboren. Zusammen mit seinen 10 Geschwistern wurde er im Sommer zum Arbeiten auf andere Höfe geschickt. Seine Werke können zwischen abstrakter und darstellender Kunst angesiedelt werden. Ein Großteil seiner Bilder sind Landschaftsbilder. 

oben vier seiner Bilder

Weiter fahren wir die Erzherzog-Eugen-Straße bis zur Heilig Kreuzkirche wo wir auf einer der vorhandenen Bänke eine kleine Trinkpause machen. Im Anschluss wollen wir ein kleines Cafe besuchen, wo wir vor 2 Jahren einen Eiskaffee/Eiskakao getrunken haben. Beim Kulturhaus biegen wir in den Lorenzerweg ein, um dann wenig später in die Franz-Höfler-Str. einzubiegen. Am Ende der Straße auf der rechten Seite finden wir unser gesuchtes Cafe die „Bar Plankensteiner„. Ein kleiner Garten mit einem dichtem Baumbestand mit alten Tischen und Stühlen. Die Gäste sind meist Rentner die an einem der Tische Karten spielen. Wir bestellen wie vor 2 Jahren einen Eiskakao der von der Besitzerin nach einigen Minuten gebracht wird.

Das rechte Bild ist aus dem Jahr 2023


Nach ca. 1 Stunde fahren wir weiter, ich möchte noch den Aichweg hinunter bis an die Max-Vallier-Straße fahren. Hier befindet der Zulauf eines Waals ? (Bewässerunskanal) in die Falschauer der im Jahr 2021 einen beeindruckenden Wasserzulauf hatte. Heute sieht man kaum etwas davon. Zirka einen Kilometer weiter unten an der Schnellstrasse SS38 befindet sich ein Biotop das von der Falschauer gespeist wird, bevor sie in die Etsch mündet.

Bild links: Falschauer im Jahr 2021; Bild rechts: Falschauer im Jahr 2025

Nachdem die Falschauer so wenig Wasser führt, verzichten wir darauf das Biotop anzuschauen. Wir biegen gleich am St. Agathaweg in Richtung Lana ein. Unser jetziges Ziel ist der Campingplatz Schlosshof wo wir in den Jahren 2021 und 2023 zu Gast waren. In Mitterlana kreuzen wir die Bozner Straße, wo es weiter bis zum Feldgatterweg, wo wir jetzt einbiegen geht.
Der Campingplatz „Schlosshof “ ist heute nicht so voll wie wir es in den vergangenen Jahren erlebt hatten. Der hübsche kleine Pool ist gut besucht. ich nütze die Gelegenheit und besuche im Waschhaus „Grande Amor“ die Toilette. Hier muss ich immer Lachen, im Hintergrund des Pissoir ist die Fototapete eines Mannes, der sich gerade in die Hose fasst, um sein Werkzeug zu entsichern.
Der Campingplatz hat drei verschiedene Waschhäuser , das etwas ältere „TIAMO“ , gleich daneben das „Grande Amore“ das einen sehr schönen und wertigen Eindruck macht. Zu guter Letzt das „Piccolo Amore“ das allein für die Premium Gäste vorbehalten ist.


Bevor wir den hübschen Campingplatz verlassen, mache ich noch schnell ein paar Fotos vom Pool. Vorbei geht es am 4 Sterne Hotel Pfeiss, das gleich neben dem Schlosshof Camping liegt. Wenig später fahren wir am Camping Arquin vorbei, den wir zum Beginn unseres heutigen Ausfluges besucht hatten, und kommen wir am Freibad von Lana an. Wir packen unsere kleinen E-Bikes in den Kofferraum, und fahren die Gampenstrasse hinauf bis nach Tisens zu unserem Campingplatz.
Hier angekommen trinken wir erst einmal eine Tasse Kaffee und dazu gibt`s ein Stück Kuchen. Später wollen wir noch zum Pool hinunter gehen. Leider haben wir keinen Erfolg, es fängt leicht zu Regnen an. Damit ist der heutige Tag soweit beendet.
Zum Abendessen gibt es Fleischpflanzerl dazu Erbsen und Kartoffelpüree wie man bei uns in Bayern sagt oder Frikadellen wie es in Norddeutschland heißt.

Dienstag, den 08. Juli 2025

Fast wie jeden Morgen stehen wir gegen 8:00 auf, während ich im Shop unsere Frühstücksbrötchen hole, deckt meine Frau den Frühstückstisch und macht den Kaffee. Die Temperatur liegt bei kühlen 17 Grad. Später am Vormittag machen wir einen Spaziergang ins Dorf Tisens. Meine Frau möchte zum Grillen heute Abend noch ein paar Brötchen und anderes kaufen. Ich schaue mich, während meine Frau in einem kleinen Lebensmittelgeschäft nach ihren Sachen schaut, ein wenig im Ort um. Hinter dem Rathaus und dem Tourismusverein befindet sich ein größerer Platz wo Feste, Musikveranstaltungen der Musikkapelle oder ähnliches stattfinden können. Unter dem Platz befindet sich eine Tiefgarage. Der kleine Ort ist für Überraschungen gut. Nach unserem Einkauf gehen wir zum Campingplatz zurück. Das Wetter ist nicht besonders schön. Es ziehen immer wieder Wolkenfelder vorbei und es ist nicht allzu warm. Eigentlich wollten wir heute noch das Schloss Katzenzungen besuchen, wo sich angeblich die größte und älteste Weinrebe der Welt befindet.
Das Grillen für Heute Abend fällt aus, stattdessen essen wir eine Brotzeit.
Den Abend verbringen wir im Caravan beim Mühle und „Mensch ärgere dich nicht“ spielen. So etwas habe ich die letzten vierzig Jahre nicht mehr gespielt.
Über meinen Handyvertrag habe ich Internetanschluss für das Notebook.
Wir suchen für unsere Nordland-Kreuzfahrt im Oktober auf der Vasco Da Gama, noch ein paar Ausflüge. Es war nicht ganz einfach, aber zum Schluss waren wir doch erfolgreich. Aber es war teilweise erschreckend, welche Preise für manche Ausflüge verlangt werden. Der Spitzenpreis mit 780 Euro liegt bei einer ATV-Safari (Quad).
Um 22:00 machen wir uns zum Schlafen fertig. Es hat heute die ganze Nacht geregnet, ich habe schon bedenken, das unser Heimweg über den Reschenpass wegen Steinschlag und sonstigen Moränenabgängen ein Problem wird.

Mittwoch den 09. Juli 2025

Guten Morgen es ist 8:00 vorbei, als wir aufstehen, der Himmel ist strahlend blau, und es ist verhältnismäßig warm. Es ist unser letzter Urlaubstag hier in Südtirol.
Wir können auf jeden Fall vor dem Caravan Frühstücken. Am späten Vormittag fahren wir mit dem Auto zum Schloss Katzenzungen in Prissian. Wie schon erwähnt befindet hier die größte und älteste Weinrebe der Welt. Die Versoaln-Rebe hier ist ungefähr 350 Jahre alt. Das Pflanzendach der Rebe ist nach der bedeckten Fläche circa 300 Quadratmeter groß. Damit ist sie die größte Weinrebe der Welt.

Das Schloss das in Teilen aus dem 12 Jahrhundert stammt, können wir leider nicht besichtigen. Die Besitzerfamilie Popitzer nutzt das Schloss als Eventlocation.

In den herrschaftlichen Sälen, getäfelten Renaissancestuben, der schwarzen Räucherküche und den Gewölbekellern finden das ganze Jahr über gastronomische und kulturelle Ereignisse wie Galaabende, Hochzeiten, Tagungen, Ausstellungen, Konzerte statt.

Wir fahren über die alte Steinbrücke zurück nach Prissian, auf der Herfahrt haben wir gesehen, dass die Toreinfahrt zum Castel Fahlburg geöffnet ist. Auf dem Markplatz des kleinen Ortes stellen wir unser Auto ab, und gehen die paar Meter zum Schlosseingang. Leider können wir auch dieses Castel nicht besichtigen, da es nach Aussage der Besitzer gerade Renoviert wird.

Auch dieses Schloss wird für besondere Events wie Hochzeiten und literarischer und kultureller Ereignisse genutzt. Bis vor kurzem war es im Besitz der Familie von Brandis. Wir fahren zurück zum Campingplatz, und da es gerade Mittagszeit ist, machen wir eine kurze Brotzeit. Danach werde ich die Spannschnüre für die Markise entfernen, da nicht mehr mit Starkem Wind gerechnet werden muss. Später am Nachmittag trinken wir noch Kaffee und Kuchen. Ich mache noch ein paar letzte Bilder von unserem Stellplatz, und der schönen Aussicht. Heute findet der Ausgefallende Grillabend mit Steaks, verschiedenen Würstchen und Pilzen statt.

Wir haben Nachricht von unserer Tochter erhalten, die ein paar Tage auf dem Camping Natterer See bei Innsbruck verbracht hat. Wegen anhaltendem Regen haben sie Ihren Urlaub abgebrochen und sind nach Hause gefahren.
Wir gehen zeitig ins Bett, damit wir einigermaßen ausgeschlafen sind. Ich habe mich Entschlossen über den Brennerpass nach Hause zu fahren, nach den starken Regen-fällen die vergangenen Tage. Es hat ja in der Vergangenheit am Reschenpass schon einige Felsabbrüche gegeben, mir ist das Risiko einfach zu groß.

Donnerstag den 10. Juli 2025

Hallo, Guten Morgen, es ist kurz vor 7:00 als wir aufwachen und auch gleich aufstehen. Heute ist unser Abfahrtstag aus dem schönen Südtirol. Während meine Frau den morgendlichen Kaffee macht, gehe ich mit der teils gefüllten Toilettenkassette nach unten ins Waschhaus zur Kimik. Im Anschluss gehe ich in die Männertoilette die sich im gleichen Sanitärgebäude befindet, um mich selber fertig und frisch zu machen. Nachdem ich wieder an unserem Caravan zurück bin, trinken wir gemeinsam eine Tasse Cappuccino und essen dazu ein paar Croissants, die wir noch von zu Hause mitgebracht haben. Es gibt heute Morgen keine frischen Brötchen vom Bäcker bzw. Campingshop, weil er erst um 8:00 öffnet.
Während meine Frau sich im Waschhaus frisch macht und das Frühstücksgeschirr abwäscht, kümmere ich mich um den Caravan um unsere Abfahrt vorzubereiten. Als erstes drehe ich die 4 Kurbelstützen mit dem Accuschrauber nach oben. Danach fahre ich mit unserem Mover (Elektroantrieb) den Wohnwagen von der gleich dahinter liegenden Hecke weg. Um ihn dann in Fahrtrichtung an unser Auto anhängen zu können. Jetzt sehe ich zum ersten Mal dass meine obere Begrenzungslampe auf der linken Fahrzeugseite abgerissen und eine größere Fläche einen Farb oder Kunststoffauftrag auf der Caravan-Lackierung aufweist.

Nachdem meine Frau mit dem Geschirr und dem Waschbeutel in der Hand zurück gekommen ist, zeige ich ihr die Beschädigungen. Erklärungen dazu haben wir im Moment, wo und wann das passiert ist, nicht.
Im Anschluss nehmen wir das Stromkabel ab, und verstauen es im Bugraum.
Jetzt kann es losgehen, die Schranke wo die oberen Stellplätzen abgrenzt ist etwas eng und knifflig. Aber es geht ja jetzt Bergab.
Um 8:30 verlassen wir den schönen Campingplatz in Tisens mit dem gleichen Namen. Die kleine Ortschaft (ca. 2000 Einwohner mit ihren Ortsteilen Prissian und Naraun) liegt nur wenige Meter vom Campingplatz entfernt. Auch hier heißt es aufzupassen, da Gegenverkehr auf der meist einspurigen Straße zum Ausweichen zwingt. Aber es geht alles gut, wir fahren die Gampenstrasse (ca. 9%)n Richtung Lana hinab. Mit dem Caravan im Schlepp kann man hier sowieso nur etwa 50 bis 60 Stundenkilometer fahren. Wir fahren durch Oberlana und Mitterlana um am Ortsende auf die Schnellstrasse SS 38 einzubiegen. Ich habe mich kurzzeitig entschlossen wieder auf der Brenner-Autobahn in Richtung Norden zu fahren. Ursprünglich wollte ich die durch das Vinschgau zum Reschenpass fahren. Der Verkehr wird wegen einer Baustelle zwischen Nauders und Pfunds über Ampeln geregelt. Wie sich das in der Praxis auswirkt ist mir nicht klar. Bis nach Bozen-Süd sind es nur etwa 21 Kilometer.

Bei der Einfahrt auf die Autobahn A22 in Bozen-Süd behindert ein Rumänischer LKW uns beim einbiegen. Wenige Minuten später fahren wir an der Abfahrt Bozen Nord vorbei, wo es zum Schlerngebiet / Seiser Alm hinauf geht. Hier begann vor drei Wochen unser Urlaub. Es geht an Brixen und der Franzensfeste vorbei. Bei der Herfahrt standen wir fast eine Stunde neben einer fast 20 Kilometer langen LKW-Schlange, die aus irgend einem Grund hier warten musste. Heute ist der Verkehr in Richtung Brennerpass sehr angenehm, so dass wir schon kurz nach 11:00 die Baustelle an der Luegbrücke bzw. die Europabrücke erreichen. Die Italienische Maut haben wir in Brenner sowie die Österreichische Maut in Schönberg bezahlt. Die Vignette für die Österreichische Autobahn haben wir auf dem Campingplatz in Tisens mit dem Handy im Internet gekauft.

Kurz nach 11:00 sehen wir schon Innsbruck unter uns liegen, der Himmel ist stark bewölkt, bei unserer Abfahrt in Südtirol hatten wir einen strahlend blauen Himmel über uns. Gleich darauf fahren wir an der Abfahrt Kranebitten vorbei. Hier geht es einerseits zum Flughafen von Innsbruck, sowie zum Campingplatz am Natterer See. Hier machte meine Tochter Alexandra ein paar Tage Urlaub mit ihrer Familie. Im Autoradio kommt eine Meldung über eine kurzzeitige Sperrung zwischen Nassereith und Lermoos wegen einem LKW der liegen geblieben ist. Wir hoffen, bis wir an dieser Stelle angekommen sind, die Sperre beendet ist. Der Fernpass ist wie bei der Herfahrt und wie im ganzen Jahr total überfüllt.
(Manchmal kann man schon nachvollziehen, dass man hier am Fernpaß einen Tunnel bauen und eine weitere Maut kassieren will.)
Die Sperrung wegen dem LKW ist beendet, und wir können weiter Richtung Reutte fahren. Bei der Ruine Ehrenberg kommt die Hängebrücke die Highline 179 in Sicht, sie war bis 2022 mit ihren 406 Metern die längste Hängebrücke der Welt. Hier machen wir einen Fahrerwechsel, meine Frau möchte noch ebenfalls mit dem Gespann fahren.

Die beiden Dosier-Ampeln bei Reutte sind der Herr sei Dank ausgeschaltet, so dass wir ohne weitere Störung bis zum Grenztunnel weiter fahren können. Hier zeigt die Ampel einen 2 minütigen Stopp an. Nach dem Tunnel müssen wir kurz durch das Große Zelt der Grenzpolizei Füssen fahren, kommen aber ohne weitere Beanstandung durch.

Eine knappe Stunde später sind wir in Ottobeuren in unserer Straße angekommen. Bei der Einfahrt in unsere Straße musste ich feststellen, dass ein Nachbar seinen Kleinbus kurz vor meiner Einfahrt geparkt hatte. Auf der anderen Straßenseite befand sich ebenfalls ein Auto in der Parkbucht. Ich muss zwischen den beiden Autos durchfahren und gleich danach mit dem Gespann in die Hofeinfahrt bzw Garage fahren.
(Ich ziehe mit dem Auto den Caravan über eine Bordsteinkannte und muss gleichzeitig ohne eingeklappte Außenspiegel in meine Garage fahren.)

Nachwort:
Unser Aufenthalt auf dem Campingplatz Seiser Alm war wie immer sehr schön. Wir konnten eine Wanderung auf der größten Hoch-Alm Europas machen, und besuchten dieses Mal die Malga Tschatsch Schwaige Hütte in der Nähe des Schlern. Ich wollte hier anständig zu Mittag essen, aber die Speisekarte war im Gegensatz zu unserem letzten Aufenthalt auf der Laurinhütte sehr mager. Insgesamt war unser Ausflug auf der Seiser Alm aber sehr schön. Auch der Campingplatz Seiser Alm ist für einen weiteren Urlaub eine gute Adresse.
In der folgenden Woche waren wir am Gardasee auf dem Camping Lido, der ebenfalls einen guten Eindruck auf uns machte. Zu schaffen machte uns die hohe Temperatur hier am Gardasee, dafür kann ja niemand.
Unsere letzte Urlaubswoche verbrachten wir wieder in Südtirol in der Nähe von Meran. Nachdem wir schon zweimal auf dem Schlosshof Camping in Lana zu Gast waren, haben wir uns einen schönen Campingplatz in Tisens ausgesucht. Leider kamen wir auf dieser Hochebene nicht zum Fahrrad fahren , irgendwie gingen alle Wege bergauf. Dafür sind unsere kleinen Räder nicht geeignet.

Unsere Urlaubsreise nach Ägypten 2025

Wir hatten erstmals für Mitte Februar 2024 wieder eine Reise nach Ägypten gebucht, nach über 10 Jahren Stillstand. In diesen Jahren machten wir einige Kreuzfahrten, die uns unter anderem ins Westliche und Östliche Mittelmeer führten. Wir konnten mehrmals die Karibik sowie Mittelamerika und zwei Länder in Südamerika besuchen. Auch in Asien waren wir zweimal zu Gast. In Singapur meiner Traumstadt sind wir schon öfters gewesen. Hongkong ein weiterer Traum aus meinen jungen Jahren durften wir schon einmal besuchen.
Eine Kreuzfahrt mit der mein Schiff Herz im Jahr 2022 brachte uns von Mallorca, Marseille und einige Spanische Häfen hinüber nach Marokko, Gibraltar und die Kanarischen Inseln Lanzarote und Teneriffa.
Im Dezember letzten Jahres machten wir eine Reise mit der MSC Euribia. Von Dubai aus besuchten wir die Hauptstädte am Arabischen Golf.

Samstag, den 08. März 2025

Guten Morgen, wir sind heute kurz vor 3:00 aufgestanden, der Wecker hat noch gar nicht geklingelt. Wie meistens vor einer Urlaubsreise, konnten wir auch diese Nacht so gut wie nicht schlafen. In der Regel betrifft dies aber nur die Flugreisen, bei all unseren Camping-Reisen haben wir dieses Problem nicht. Meine Frau macht uns noch eine Tasse Cappuccino zum Trinken, das entgangene Frühstück werden wir im Terminal 1 nach dem Check-In nachholen. Unsere Abfahrt in Ottobeuren ist für 4:00 vorgesehen, wir sind heute schon eine Viertelstunde früher fertig. Aber unsere Koffer müssen noch ins Auto gebracht werden.
Jetzt kann es auch schon losgehen, meine Frau sitzt am Steuer wie meistens wenn es zum Flughafen nach München geht, ich bin darüber nicht traurig. Ich fahre viel lieber mit unserem Caravan im Schlepp als mit dem Auto allein. Die Autobahn A96 in Richtung München ist ziemlich leer um diese frühe Zeit, nur ein paar LKW sind unterwegs. Eine Viertelstunde früher als geplant, um 5:15 sind wir an unserem Treffpunkt mit Parkfly (Parkservice) angekommen. In der Lilienthalstraße wird gebaut und sie ist in Teilen abgesperrt. Auch der Parkplatz vom Soller Business Hotel den wir in den vergangenen Jahren immer für die Ankunft verwendet haben ist abgesperrt. Wir sind darüber etwas irritiert weil wir keine Information darüber haben. Kurz darauf kommt ein weiteres Auto, es wartet ein paar Minuten und fährt zu einer anderen großen Einfahrt ein paar Häuser weiter.

Wenig später fährt ein zweites Auto ebenfalls in diese Einfahrt hinein. Wie es sich später herausstellt ist es ein Haus von My Minga Hotel & Apartment. Ich versuche meinen Parkfly-Service anzurufen, aber es meldet sich niemand am Telefon. Wir drehen um und fahren ebenfalls in diese Einfahrt hinein, wo die zwei Autos warten. Ich steige aus, und frage die Fahrer ob sie ebenfalls bei Parkfly gebucht hätten, was einer der beiden Fahrer bestätigt. Kurz darauf kommt ein Taxi von Parkservice Neumeier in diese Einfahrt gefahren, er sagt zu mir: ich wäre falsch. Er hätte meine Autonummer nicht auf seiner Liste. Die beiden anderen Auto sind bei ihm gemeldet, der Fahrer den ich gefragt hatte, hat sich wohl beim Parkservice-Namen geirrt.

Ich fahre wieder auf die Lilienthalstraße zurück, wo jetzt auf der anderer Seite ein Auto steht, es ist der Fahrer von Parkfly der hier auf uns wartet. Wir folgen Ihm jetzt in eine Tiefgarage wo wir unser Auto abstellen, und mit unseren Koffern in sein Fahrzeug einsteigen. Er fährt uns zum Flughafen Terminal 1/ Modul A wo wir aussteigen. Hier befindet sich der Check In von Air Kairo, der schon im Gange ist. Wir stellen uns ebenfalls in die wartende Schlange, aber es geht relativ zügig voran, so dass wir um 6:15 schon mit dem Einchecken fertig sind.

In Modul A befinden sich einige Sitzbänke auf denen wir Platz nehmen um unser entgangenes Frühstück nachzuholen. Anschließend gehen wir auf einer Treppe ein Stockwerk tiefer um über das Rollband hinüber nach Modul B zu fahren wo sich die Pass und Handgepäck sowie die Personenkontrolle befindet. Kurz nach 7:00 kommen wir durch die Kontrolle in den Sicherheitsbereich, wo wir weitere 40 Minuten warten müssen, bis wir in den Flieger von Air Kairo mit der Flugnummer (SM2931) steigen. Unser Flugzeug ist eine Airbus A320-200 neo mit 180 Sitzplätzen. Die Sitzreihe ist ziemlich weit hinten, aber dafür haben wir einen Fensterplatz bekommen. Unser Flieger setzt sich kurz nach 8:00 in Bewegung und wenige Minuten später um 8:14 sind wir schon in der Luft. Unsere Flugroute verrät der Flugkapitän leider nicht, so dass wir auf`s Raten angewiesen sind.

Die Bilder die wir machen können, verraten uns teilweise die Flugroute. Es geht über den Schneebedeckten Balkan, bis wir dann später über den Ägäischen Inseln angekommen sind.

Auf den zwei letzten Bildern ist wohl Kefallinia und Ithaki sowie die KykladenInsel Santorin zu erkennen.

Dann haben wir auch schon den Afrikanischen Kontinent erreicht, nach meinen Erfahrungen aus den vergangenen Jahren geht es an der großen Hafenstadt Alexandria vorbei. Die Stadt wurde im 4. Jahrhundert vor Chr. von Alexander dem Großen gegründet. Nach dem Tod Alexanders dem Großen wurde Ptolemaios I Herrscher des Spätägyptischen Reiches der die Stadt 311 v. Chr. zu seiner Hauptstadt machte.
Wir kommen dann auf der linken Seite an der Hauptstadt Kairo vorbei, es geht weiter durch die Lybische bzw. die Arabische Wüste wo die Sicht heute nicht allzu gut ist. Bis wir dann kurz vor 12:00 erstmals das Rote Meer unter uns sehen können. Wir fliegen in einem Bogen von der Meerseite und von Süden den Flughafen von Hurghada an.

Die Temperatur am Airport in Hurghada ist bei etwa 25°
Unsere Ankunft ist wie geplant um 12:15 am Terminal 1 in Hurghada. Wenig später können wir über die hintere Treppe das Flugzeug verlassen und mit einem Bus zum Eingang der sich auf der Seite des langen Terminal befindet fahren. Als wir die Halle betreten, stehen vor uns Mitarbeiter von einigen Reiseveranstaltern die den Fluggästen Ägyptische Visa verkaufen wollen. Wir kaufen unsere Visa am Schalter vom Veranstalter Schauinsland, es kostet mit 30 € etwas mehr als im freien Handel, aber wir müssen keinen Bank-Schalter mehr suchen. Im Anschluss gehen wir durch die Zollkontrolle und geben den Einreiseschein den wir im Flugzeug bekommen und ausgefüllt haben ab. Nach einer weiteren Kontrolle gehen wir zum Kofferband um unsere Koffer zu holen. Dieses Jahr haben wir Glück und die Koffer erscheinen schon nach kurzer Zeit auf dem Band. Im vergangenen Jahr ist das Kofferband wegen eines technischen Defekt`s fast eine halbe Stunde stillgestanden, bis sie es dann wieder zum Laufen gebracht haben. Wir verlassen den Airport und gehen in Richtung des Parkplatzes, wo ein Mitarbeiter von MyDriver schon auf uns wartet. Schnell sind unsere Koffer im Auto eingeladen und es geht etwa 37 Kilometer Richtung Süden, bis wir die Makadi Bay erreichen. Wir sind heute das fünfte Mal hier in der Makadi Bay, aber meist in verschiedenen Hotels, aber das zweite Mal hier im Sunrise Tucana Resort *****.
Schon nach 30 Minuten, es ist jetzt 14:00 haben wir unser Ziel erreicht, unser Deutsch-Sprachiger Fahrer lädt unsere Koffer aus, die von einem Hotelboy gleich übernommen werden. Als erstes gehen wir in die Rezeption, wo wir von zwei der Rezeptions-Mitarbeitern gleich erkannt und begrüßt werden.

Zur Begrüßung bekommen wir ein Glas Sekt überreicht, während ein Mitarbeiter unsere Zimmer-Buchung vornimmt. Wir bekommen heute ein Zimmer im ersten Stock von Haus 23 mit Sicht direkt hier auf die Rezeption und den Willkommensbereich, wie wir später feststellen. Ein Hotelboy bringt uns zusammen mit den Koffern auf einem Elektro-Mobil zu unserem Zimmer. Qua­li­ta­tiv ist unser heutiges Zimmer genau so gut und Schön wie im letzten Jahr. Nur die Aussicht vom Balkon auf die Rezeption und den Willkommensbereich, unter uns ist eine Wohnung mit einem kleinen Swimmingpool ist wesentlich schöner als im vergangenen Jahr. Wir sind sehr zufrieden mit der diesjährigen Auswahl. Nur der Weg zum Pool und in`s Lucina-Restaurant ist etwas weiter als ein Jahr zuvor, aber wir haben ja Urlaub. Meine Frau packt unsere Koffer teilweise aus, bevor wir in Richtung Pool hinunter gehen, wo Animateure gerade eine Tanz-Vorführung auf kleinen Podesten präsentieren.
Laut einer Tafel ist heute eine Happy Women`S Day Party
An der Wand im Hintergrund zwischen dem Lucina-Restaurant und dem Treppenaufgang zum Gaia-Restaurant und der Anjum-Bar sind kleine Ständer mit Cocktail-Gläsern und kleinen Schalen mit Erdbeeren aufgestellt. Nach der netten Tanzvorführung hole ich mir eine Schale der schönen Erdbeeren.

Meine Frau hat einen kleinen Hunger, hier im Hotel gibt es um diese Zeit nur komplette Menüs zum Essen, das ist uns zu viel. Wir machen einen Spaziergang zum Sunrise Royal Makadi dem Schwesterhotel hinunter, am Imbiss hier an der Splash-Bar holen wir uns einen Teller mit Pommes Frites, meine Frau bestellt sich einen Hamburger und ein paar Pommes. Zum Trinken bestellen wir zwei Gläser Bier. Das es jetzt schon später Nachmittag ist, sind nur noch wenige Tische belegt, auch die Reiher (Kuhreiher?) die wir im letzten Jahr so viele gesehen haben, sind im Moment nur wenige hier. Nach unserem späten Mittagessen gehen wir die Strandpromenade entlang, vorbei am Fischrestaurant Felluca (Meeresfrüchte-Restaurant) und der Chiringuito-Beachbar bis zum Yades Restaurant. Hier am Ende des Sunrise Strandes wo es hinüber zum Nachbar-Hotel Fort Arabesque geht, nehmen wir an einem der freien Tische Platz. Bei einem der Kellner bestellen wir zwei Gläser CubaLibre, und genießen die warme Nachmittagssonne. Bis etwa 17:00 bleiben wir hier am Strand in der Yades Bar sitzen, bis wir wieder zum Hotel zurück gehen.
Wir haben danach in der Rezeption zwei weitere Restaurant Besuche im Sunrise Royal Makadi gebucht. Für den Montag Abend hier im Gaia-Restaurant (Italienische Küche) ein Stockwerk höher, und am Mittwoch wollen wir in das Manzouku Restaurant (Asiatische Küche) gehen. Das Chimichurri Restaurant (Steakhouse) können wir heute nicht mehr vorbestellen. Wir gehen anschließend weiter in unser Zimmer um zu Duschen und uns kurz frisch machen. Danach gehen wir zum Abendessen ins Lucina-Restaurant hinunter. Der Weg ist eigentlich sehr kurz, wir verlassen unser Haus gehen kurz nach rechts, eine kleine Treppe zwischen der Cohiba-Bar und den angrenzenden Souvenir-Geschäften nach unten. Danach ein paar Meter an den Geschäften vorbei und wir stehen schon am Willkommensbereich vor der Rezeption. Auf der rechten Seite ist eine schöne Mauer die mit Steinen und Kakteen in den vielen Mauernischen im Mexikanischen Stil dekoriert ist.

in der linken Bildmitte befindet sich unser Zimmer; mittleres Bild: Rezeption ; rechtes Bild: Sitzgelegenheit an der Rezeption

Im Restaurant werden wir von der gleichen Empfangsdame wie im letzten Jahr begrüßt. Sie weist uns einen Tisch auf der linken Seite des Restaurants zu, im letzten Jahr saßen wir immer auf der rechten Seite. Leider sehen wir außer Mohammed dem älteren Kellner keinen uns bekannten Kellner aus dem vergangenen Jahr. Auf unsere Nachfrage bei der Empfangs-Dame erzählt sie uns, der eine oder andere Kellner den wir kennen, hätte gerade Urlaub.

Mohammed unser junger Lieblingskellner vom letzten Jahr arbeitet leider nicht mehr in diesem Hotel.
Er trug auf seinem Arm mehrere Teller übereinander mit Bravour. Dazu war er auch sehr freundlich ohne ein Trinkgeld zu erwarten. Er bediente uns fast bei jedem Frühstück und auch Abends wenn wir hier im Lucina Restaurant gegessen haben, und besorgte für meine Frau die fehlende Erdbeermarmelade und vieles andere.

Es ist schade, wir hatten uns auf ein Wiedersehen mit den verschiedenen Kellner gefreut.
Als erstes bestelle ich eine Suppe, keine Ahnung wie sie heißt, es waren ganz kleine Fleischstückchen darin und sie war ganz weiß. Als Hauptspeise nehme ich ein Beef, als der Teller kam waren drei große Stücke Fleisch mit etwas Kartoffelpürree und Karotten sowie Brokkoli darauf. Die Beilagen sind immer ganz wenig, wie es der Name schon sagt. Als Nachtisch nehme ich Eis, es kommen 4 verschiedene Eissorten in der Schale. Meine Frau bestellt sich beim Hauptgang einen Fisch, was es für einer ist, war auf der Speisekarte nicht ersichtlich, aber die Beilagen sind ähnlich wie bei mir. Nach dem Abendessen machen wir noch einen Spaziergang hinüber zum Sunrise Royal, da ist immer viel los, weil auch Familien mit Kindern hier Urlaub machen. An der Splash-Bar sind die meisten Tische belegt. Gegenüber ist eine kleine Bühne, wo eine Sängerin ihr Bestes gibt.
Bei uns im Sunrise Tucana Resort beginnt das Abendprogramm oben in der Anjum-Bar erst ab 21:00.

Das ist uns heute viel zu spät, kurz nach halb Neun gehen wir in unser Zimmer 23209 hinauf. Ich hatte die vergangene Nacht wie meistens vor einer Flugreise nicht geschlafen. (Vielleicht aus Angst zu verschlafen ?). Auf unserem Balkon trinken wir noch kurz eine Dose Stella Bier sowie einen Saft aus unserem Kühlschrank und dann geht es auch schon in`s Bett.

Sonntag, den 09.März 2025

Einen schönen guten Morgen, wir haben herrlich geschlafen, nach der entgangenen letzten Nacht zuhause. Es ist jetzt kurz nach 8:00, wir machen uns fertig zum Frühstücken im Lucina-Restaurant. Das Lucina ist das Hauptrestaurant und für alle zuständig, die kein Essen in einem der anderen A`-la-Carte Restaurants gebucht hat.
Aber jetzt zurück zu unserem heutigen Frühstück, nachdem uns die Empfangsdame einen Tisch zugewiesen hat, dieses Jahr sitzen wir auf der linken Seite des Restaurants. Im letzten Jahr saßen wir immer an den Tischen rechts vom Eingang, warum auch immer. Einer der zuständigen Bestellkellner kommt zu uns an den Tisch und tippt unsere Bestellung in sein Tablet oder Handy ein. Wir wollen zwei Cappuccino und zwei Orangensaft zum Trinken. Beim Essen gibt es die Möglichkeit, sein Frühstück nur vom Buffet zu holen, oder beim Kellner zusätzlich Eierspeisen wie Rührei, Spiegelei, oder gekochtes Ei, Knusprigen Bacon sowie verschiedene Omelettes zu bestellen. Ich bevorzuge ein Omelette mit Käse und Mushrooms, während meine Frau sich meistens ein gekochtes Ei oder ein Spiegelei bestellt. Nach unserem Frühstück gehen wir ins Zimmer zurück, um unsere Badesachen anzuziehen, wir wollen als erstes heute zum Pool gehen, es sind noch einige Badeliegen frei. Wir haben schon seit dem Aufstehen einen wunderschönen blauen Himmel, und die Sonne scheint warm herunter. Im Gegensatz zum letztem Jahr haben wir keinen Wind der bei der Rezeption durchbläst. Nachdem wir zwei nette Badeliegen gefunden haben, bestellen wir beim Kellner von der Oasis Bar der für den Pool zuständig ist zwei Strawberry Juice. Der schmeckt ausgezeichnet, wir wir feststellen konnten, ich habe die restlichen Urlaubstage wenn wir hier am Oasis Pool waren, meistens einen Strawberry Juice (Erdbeersaft) getrunken.

li.Bild: zur Rezeption ; Bild mitte: zum Pool ; re. Bild: Pool im Erdgeschoß von Haus 23

Um 10:15 Heute ist eine Besprechung mit unserem Örtlichen Reiseleiter von Schauinsland angesetzt, wir haben bei der Einbuchung gestern Nachmittag die Einladung bekommen, mal sehen was er anbietet, oder verkaufen will. Unser Treffen ist in der Cohiba-Bar, ich kann mich gar nicht daran erinnern dass wir schon einmal in dieser Bar gesessen sind.
(Im letzten Jahr waren unsere Fränkischen Bekannten immer wieder in dieser Bar- es gab hier anscheinend einen guten Martini)
Als wir in der Bar ankommen, sind schon einige Gäste hier, insgesamt sind wir fast 15 Personen, die am Freitag oder auch gestern frisch im Tucana Resort angekommen sind.
Der Reiseleiter gibt uns ein paar Interessante und Praktische Hinweise zur gesamten Hotelanlage inklusive dem Sunrise Royal Makadi dem wir eigentlich zugehören. Die Gäste des Tucana können in der gesamten Anlage zum Essen gehen, umgekehrt gilt das aber nicht für die Gäste vom Sunrise Royal Makadi. Zum Abschluss bietet er noch verschiedene Ausflüge an: Mit einem Boot zu den Fischen, Bus-Fahrten nach Luxor, einen Flug nach Kairo zu den Pyramiden usw. Wir wollen keine Ausflüge machen, da wir in der Vergangenheit schon 10mal in Ägypten waren, und schon zweimal in Kairo waren. Von Luxor aus haben wir schon mehrmals eine Nilkreuzfahrt bis nach Assuan, sowie Ausflüge nach Abu Simbel gemacht .
Im Anschluss an diese Info-Veranstaltung gehen wir wieder zu unserer Badeliege am Pool zurück.

li. Bild Frühstückstische vor dem Lucina; re.Bild: Wassergymnastic im Pool

Wir bleiben bis etwa 12:30 hier am Oasis Pool, packen dann zusammen und gehen hinunter zum Strand, wo wir in der zweiten Sonnenschirmreihe einen netten Liegeplatz unter einem mit Stroh bedeckten Schirm finden. Nach einer weiteren halben Stunde ziehen wir unsere Strandschuhe an, um an der Uferpromenade entlang, in Richtung der Red Seas Hotels zu wandern. Unser nächstes Nachbarhotel ist das Fort Arabesque**** ein großes und hübsches Vier Sterne Hotel mit einen schönen Garten.

Wir gehen weiter bis zum Ende des Fort Arabesque Strandes, wo sich der Club 159 befindet, hier befindet sich ein schöner Strandabschnitt für besonders Zahlungskräftige Gäste ?.
Gleich dahinter befindet sich der Strand vom Prima Life Hotel**** ebenfalls ein Vier Sterne Haus. Das wir schon bei unserem ersten Aufenthalt in der Makadi Bay im Jahr 2009 gesehen haben, das mir aber schon damals nicht besonders gefallen hat. Wir gehen bis zu einer Absperrung dahinter geht es weiter zu den Red Seas Hotels, hier drehen wir wieder um. Es ist mittlerweile schon ziemlich warm geworden, wir sind heute vielleicht auch etwas zu spät um einen Strand-Spaziergang zu machen.

Meine Frau hat Hunger bekommen, sie möchte im Yades Restaurant (Griechisches Restaurant) das sich hier am Ende des Sunrise Strandes befindet eine Kleinigkeit essen. Das Restaurant ist gut gefüllt, wir bekommen gerade noch zwei Sitzplätze für uns. Meine Frau bestellt sich einen Salat mit Thunfisch oder Ähnliches, ich nehme einen Teller mit Nudeln in Käsesoße und Mushroom. Zum Trinken bestellen wir zwei Gläser Bier.
Nach dem Essen gehen wir wieder zurück zu unserem Sonnenschirm/Liege zurück. Die Sonne ist schon etwas weiter gezogen, so dass wir unsere Badeliegen aus dem Schatten der Sonnenschirme ziehen müssen, um weiter die warme Sonne zu genießen.

Kurz darauf kommen ein paar Animateure vom Sunrise Royal Makadi mit Musik in abenteuerlichen Verkleidungen den Strandabschnitt herunter gelaufen. Nachdem Sie an uns vorbei gezogen sind, packen wir unsere Badetücher zusammen und gehen in unser Tucana Resort zurück. In der Oasis-Bar trinken wir erstmals eine Tasse Cappuccino, später noch einen CubaLibre, meine Frau trinkt danach noch ein Glas Tonic Water. Hier in der Oasis-Bar bleiben wir bis etwa 17:30, danach brechen wir zu unserem Zimmer auf, das sich ja nur wenige Meter von hier entfernt befindet.
Im Zimmer angekommen gehen wir nacheinander zum Duschen und uns fertig machen zum Essen und für den weiteren Abend. Unter unserem Apartment befindet sich eine Junior Suite mit einem kleinen Pool, die aber anscheinend nicht belegt ist.

re. Bild: Blick von unserem Balkon auf das Hauptgebäude / Rezeption-Lucina-Restaurant-Gaia-Restaurant

Zum Abendessen gehen wir heute noch einmal ins Lucina Restaurant, die Empfangs-dame erwartet uns an der Eingangstüre, und führt uns an einen der kleinen 2er Tische.
Beim Bestellkellner ich glaube es war Mohammed der ältere Ober, (er ist nicht unsere erste Wahl) nimmt unsere Bestellung mit seinem kleinen Tablet auf. Zum Trinken bestellen wir Rotwein der ganz ausgezeichnet schmeckt. Als Suppe nehme ich eine Linsensuppe und als Hauptspeise wähle ich ein Chicken Cordon bleu das sehr gut schmeckt, aber mit zwei großen Stücken mir zu groß ist. Ich nehme in der Regel nur zwei Gänge + Dessert das meistens aus einer Schale mit Eiskrem besteht.
Meine Frau nimmt als Vorspeise einen Meeresfrüchtesalat mit frittierten Calamaris und Muscheln. Zum Hauptgang wählt Sie dann ein Gegrilltes Rinderfilet auf Kartoffelpürree. Danach bestellt Sie zum Dessert ein Chocolate Fondue das anscheinend recht gut schmeckt.

Nachdem wir so ausgiebig gespeist haben, machen wir unseren Abendlichen Verdauungsspaziergang in Richtung Sunrise Royal Makadi, kommen an einem der vielen Standart-Restaurants vorbei. Hier auf der Außenterrasse des SHAHRAZAD Restaurant sind viele Tische belegt. In einem der Pools entdecke ich eine neue Attraktion, es sind Autos so ähnlich wie beim Auto-Scooter, nur eben im Wasser fahrend. Damit sind ein paar Jungs im großen Pool unterwegs. Wir gehen ein Stückchen weiter bis zum Eingang des Manzouku Restaurant (Asiatisches Restaurant), hier drehen wir wieder um und gehen in unser Hotel zurück. Von der Anjum-Bar auf der Dachterrasse hört man schon die Musik spielen. Wir gehen hinauf, an der Gitano-Bar (Shishabar) vorbei, und setzen uns auf eine Sitzbank in Nähe der Aufgangstreppe. Die Musikauswahl heute Abend ist nicht unser Geschmack und die Musik ist sehr laut, was ein Gespräch fast unmöglich macht. Später kam noch eine Sängerin, sie brachte eine etwas eigenwillige Version von Dancing Queen, es hörte sich soweit ganz gut an. Meine Frau meinte darauf hin, wir müssten darauf tanzen, zumindest dieses Lied haben wir Getanzt. Ein Ehepaar das wir auch in den folgenden Tagen hier oben gesehen haben, tanzte einen äußerst eigenwilligen Stil, der mindestens zum Lächeln einlud. Man muss aber auch sagen, dass sie schon Morgens um 10:00 Sekt am Pool getrunken haben.
Nach einer Stunde verlassen wir wieder die Anjum-Bar und gehen in`s Zimmer zurück, auf unserem Balkon trinken wir auch heute ein Stella Bier (Ägyptisches Bier) meine Frau trinkt eine kleine Flasche Wasser. Wenig später gehen wir ins Bett, wir haben ja immer noch ein paar Schlafschulden.

linkes Bild : Übersichtplan vom Sunrise Gelände ; rechtes Bild: Autoscooter im Pool ?

Montag, den 10. März 2025

Wir haben heute unseren zweiten Urlaubstag hier in der Makadi Bay, geschlafen haben wir auch heute Nacht vorzüglich. Der blaue Himmel sticht durch eine kleine Lücke der Vorhänge in unserem Zimmer. Nach der Morgentoilette machen wir uns auf den Weg zu unserem Frühstücks-Restaurant dem Lucina. Heute Morgen wählen wir einen anderen Weg hinunter, eine kurze Treppe, am Oasis Pool vorbei zum Restaurant. Hier kann man schon erkennen, dass einige Badeliegen schon mit Tüchern belegt sind. Es ist schade, dass solche Unsitten immer mehr um sich greifen. (Wir hatten das gleiche auf der MSC Euribia so auch in Dubai in einem Spitzenhotel- Marriot erlebt).
Wir wollten heute Morgen vor dem Lucina-Restaurant direkt am Pool essen. Aber es war etwas windig, und die Morgensonne kommt noch nicht über das Haus. So gehen wir lieber ins Innere des Restaurants, wo wir auch heute einen Tisch auf der linken Seite bekommen. Etwas später kommt der zuständige Kellner, es ist Mohammed der Ältere und nimmt unsere Bestellung entgegen. Wir bestellen auch heute zwei Tassen Cappuccino und Orangensaft zum Trinken, schon in wenigen Minuten werden Sie von einem der Zustell-Kellner gebracht. Zum Essen bestelle ich auch heute Morgen mein Lieblingsgericht ein Käse-Omelette mit Mushrooms, während meine Frau ein Spiegelei für sich bestellt. Nach unserer Bestellung holen wir an der Buffett-Theke noch Brot oder Brötchen, auch ein Croissants findet den Weg auf meinen Teller. Wenig später werden unsere Bestellung aus der Küche geliefert, das Omelette schmeckt eigentlich immer vorzüglich, lediglich die Salz und Pfefferstreuer sind nicht immer der Renner.

Nach unserem Frühstück gehen wir nochmals ins Zimmer zurück, um unsere Badesachen und die Badetücher zu holen. Auch heute Morgen bleiben wir für ein bis zwei Stunden hier am Oasis Pool. Beim zuständigen Ober von der Oasis-Bar lasse ich mir einen Strawberry Juice (Erdbeersaft) bringen. So verbringen wir die nächsten zwei Stunden hier, bevor wir unsere Sachen packen um zum Strand hinunter zu gehen. Wir haben schon Gestern festgestellt, dass es sehr schwierig ist, einen Sonnenschirm mit freien Liegen zu finden. Von den vier Sonnenschirmreihen vom Promenadenweg bis zum Wasser waren schon im letzten Jahr mindestens die ersten zwei bis drei Reihen am Wasser immer belegt. Nach ein paar Minuten fanden wir einen freien Schirm in der letzten Reihe direkt am Promenadenweg. Wir sind in der Nähe der Chiringuito Bar, die für die Strandversorgung der Getränke der Sunrise Hotels zuständig ist. Hier treffen wir auch unseren Strand-Kellner vom letzten Jahr, der uns damals immer mit Getränken versorgt hat.
Nach einer dreiviertel Stunde ziehen wir unsere Strandschuhe an und machen uns bereit für den heutigen Strandspaziergang. Dieses Mal wollen wir auf die andere Seite der Bucht gehen, in Richtung des Jaz Makadina das wir noch unter dem Namen Sol Y Mar Club Makadi kennen. Und weiter am Iberotel Makadi Beach vorbei, das ebenfalls wie unseres zu den teuersten Hotels hier in der Makadi Bay gehört.

Hier ein paar Bilder von damals / Sol Y Mar Club Makadi

Aber nochmals zurück zum Sol Y Mar Club Makadi, das wir vor 15 Jahren zusammen mit einer unser beiden Töchter besucht hatten. Es war damals ein einfaches 4 Sterne Hotel mit einem wunderschönen gepflegten Garten im hinteren Bereich des Hotels. Unser Zimmer war relativ einfach, aber wir konnten unser Frühstück in der strahlenden Morgensonne direkt am Pool genießen. Aber wir haben uns einfach wohl gefüllt, ich denke auch heute noch gern daran zurück.

Wir gehen los, das nächste Hotel in diese Richtung ist das Xanadu Makadi Bay mit einem sehr großen Strandabschnitt. Das Hotel hat wohl auch eine große Grundstücks-tiefe, denn seine Gäste werden mit einem Elektro-Car vom Strand bis in die einzelnen Wohn-Bereiche gebracht. Letztes Jahr wollte ich einen Besuch, auf das Xanadu Makadi Bay Gelände machen. Am Beginn einer Straße die zu den einzelnen Häuserblöcken führt steht ein Security Mann der einen unberechtigten Besuch unterbindet. Auch in diesem Jahr steht ein Security Mann an der Einmündung, und passt genau auf, dass keine Fremden Gäste das Gelände betreten. Wie man von der Strandpromenade erkennen kann ist das Xanadu Hotel sehr Modern gehalten.
Am weitläufigen Strand des Hotel findet heute Nachmittag eine Schaumparty statt, wir gehen zu dieser Schaumkanone die in Nähe des Wassers aufgestellt ist, wo sich viele Besucher befinden. Es scheint ein großes Vergnügen für die Gäste zu sein, sich im Schaum zu bewegen.

Nach einigen Minuten gehen wir wieder weiter, der nächste Strand-Abschnitt gehörte in den vergangenen Jahren zu Tia Heights Makadi. Im letzten Jahr wurde im gesamten Areal an den verschiedenen Häusern die Fenster heraus gerissen, sie hatten ein riesiges Schwimmbecken, auch das wurde abgebrochen. Man konnte vom Promenadenweg das ganze Baugebiet überblicken. In diesem Jahr wurde ein Zaun aus Bambusmatten aufgestellt, so dass kein ungehinderter Einblick auf das Gelände möglich ist. Man sieht und hört LKWs auf dieses Gelände fahren. Der schöne Strandabschnitt vom Hotel ist ohne Gäste aber mit neuwertigen Sonnenschirmen und Badeliegen ausgestattet.
Jetzt haben wir das Madinat Makadi erreicht, es ist die Keimzelle des Madinates und besteht aus 9 verschiedenen Hotels, die aber offensichtlich heute fast alle zur Jaz Hotel Gruppe gehören. Als erstes kommen wir am Jaz Makadina vorbei, unser ehemaliges Sol Y Mar Club Makadi. Auf den ersten Blick scheint es wenig verändert, bis auf das kleine Theater, das abgerissen wurde. Letztes Jahr haben wir nochmals einen Spaziergang auf das Hotelgelände mit seinem hübschen Garten gemacht. Heute gehen wir weiter bis zum Iberhotel Makadi Beach wo wir bis zum großen Pool hinein gehen.

Bild 1+2; Pool u Strand v Sol Y Mar ; Bild 3 u 4: Strandpromenade ; Blume Gazanie ; Pool v Iberhotel Makadi Beach : letztes Bild Cleopatra Luxury damals und Heute

Das Cleopatra Luxury ist schon außerhalb der damaligen Grenzen vom Madinat Makadi. Zurück blickend stellen wir fest, das letztes Jahr und auch in diesem Jahr weniger Gäste hier in der Makadi Bay ihren Urlaub verbringen. Hier drehen wir wieder um, und gehen zurück zu unserem Strandabschnitt der aber eigentlich zu unserem Nachbar & Partnerhotel Sunrise Royal gehört. Das Tucana hat selber einen kleinen Strandabschnitt der uns aber nicht sonderlich gefällt. Zuvor aber machen wir einen kleinen Abstecher zur Splash-Imbiss, wo sicherlich die Reiher schon auf uns warten. Hier bestellen wir einen Teller mit Spaghetti, meine Frau holt sich eine Schale mit Salat aus der Vitrine. Dazu trinken wir zwei Gläser Stella Bier, das hier aus Ägypten stammt.

li. Bild: Splash Imbiss ; mitte: Sunrise Royal Strand ; re. Bild: Sunrise Tucana Strand

Es ist mittlerweile 15:30 geworden, wir gehen hinüber zur Yades Bar und Restaurant (Griechisches Restaurant) um zwei CubaLibre zu trinken, hier stellen wir fest dass die Animation hier am Tucana Strandbereich eine Vorführung machen will. Die Kellner und andere Bedienstete bringen zwei Holzpodeste an den Strand. Ebenso gibt es etwas zum Trinken und kleine Schalen mit Erdbeeren. Abwechselnd tanzen immer eine Tänzerin und ein Tänzer auf dem Podest. Nach etwa 10 Minuten wechseln sie mit einem anderen Paar, es ist heute ziemlich Heiß am Strand. Die angebotenen Getränke am Stand finden reißenden Absatz bei den Strandgästen, trotz unseres All lnclusive.

Ich mache noch ein Bild von zwei der kostümierten Animateuren. Anschließend packen wir unsere Badesachen zusammen und machen uns auf den Weg nach oben zum Pool bzw zur Oasis-Bar. Wir kommen an den Posh Villen vorbei, es gibt sie in den Zimmergrößen von 36 qm bis 250 qm.

(Posh Club-Villen sind eigentlich Ferienhäuser mit verschieden großen Pools auf dem Gelände unseres Hotels im Club-Charakter. Manche haben auch noch zusätzlich einen Whirlpool auf der Dachterrasse. In einer dieser Häuser wurde im vergangenen Jahr ein Film gedreht, wie wir sehen konnten. Auf diesem geschlossenen Gelände gibt es auch eine Bar, die Royal Club Bar & Lounge ob es ein eigenes Restaurant besitzt kann ich leider nicht sagen, wir kommen hier nicht hinein. Zusätzlich zu den eigenen Pools vor den Häusern gibt es auch den größeren Royal -Pool und natürlich auch Bade-Liegen auf einer kleineren Sandfläche auf dem mit einer Hecke abgegrenzten Grundstück.
Es gibt einen Kostenlosen Transfer vom und zum Flughafen. Man hat hier natürlich einen Butler und Concierge-Service 24-Stunden-Service.
Das ganze hat natürlich auch einen Preis, Es kommt auf den normalen Hotelpreis noch weitere 250 Euro pro Tag dazu).

Zum Abschluss des heutigen Nachmittags gehen wir noch in die Oasis-Bar um einen Cappuccino und vielleicht auch mehr zu trinken. Am Nachmittag ist immer ein junger Kellner hier, wahnsinnig freundlich und zuvorkommend. Er freut sich immer wenn wir kommen. Wie geplant bestellen wir zuerst zwei Tassen Cappuccino, danach nehme ich ein Glas CubaLibre und meine Frau ein Tonic Water. Kurz darauf gehen wir auf die zweite Etage zum oberen Infinity-Pool um die restliche Abendsonne zu genießen. In einer halben Stunde verschwindet sie leider hinter den anderen Häusern vom Sunrise Royal.

Kurz vor 17:30 verlassen wir den Pool und gehen in unser Zimmer zurück. Als wir unser Zimmer betreten sehen wir einen Gast auf dem Sofa sitzen. Anscheinend hat ihn der Zimmerboy herein gelassen.

Während meine Frau jetzt zum Duschen geht, probiere ich den großen Fernseher aus, der bei uns an der Wand hängt. Dieses Jahr bekomme ich sogar das Erste und Zweite Deutsche Programm herein. Im Vergleich zu letztem Jahr hatten wir nur den Sender Österreich 3 zur Verfügung. Als meine Frau mit dem Duschen fertig ist, gehe ich jetzt in die Duschkabine um mich ebenfalls fertig zu machen.
Für 18:30 heute Abend haben wir einen Tisch im Italienischen Restaurant Gaia reserviert. Das Gaia befindet sich oberhalb des Lucina Restaurant und unterhalb der Shisha-Bar Gitano und der Anjum Bar, die sich auf der Dachterrasse befinden.
Meine Frau bestellt zur Vorspeise irgend einen Salat (Cäsar Salat ?), danach einen Meeresfrüchte-Spieß wo sich zwei Muscheln darauf befinden. Ich bestelle eine Tomatensuppe und als Hauptgericht nehmen wir beide ein Beef. Auf dem Teller befinden sich drei dicke Scheiben mit dem Schmackhaften Stück Fleisch. Zum Nachtisch bringt uns der Kellner die bestellte Schale mit Gemischtem Eis.

Nach unserem Abendessen gehen wir zur Strandpromenade hinunter, Wir wollen im Dunklen einmal einen Spaziergang durch den Garten unseres Nachbarhotel`s machen. Mit Erstaunen stellen wir fest, dass eine Kette den Promenadenweg vom Fort Arabesque absperrt. Wir fragen beim Security unseres Sunrise Hotel` nach, ob wir durch gehen können.
Er hat nicht`s dagegen, allerdings der Sicherheits-Mann vom Fort Arabesque möchte das nicht. Wir können untertags wieder hier durchgehen meint er. So machen wir uns jetzt auf den Weg ins Sunrise Royal, um hier das Abendprogramm anzuschauen.

Wir kommen am großen Pool und der beleuchteten Anlage vom Posh Club vorbei. Im anschließenden Fellucca Restaurant (Fischrestaurant) sind auch heute keine Gäste. (Ich glaube aber, dass man hier Reservieren und das Fischessen auch bezahlen muss)
Heute Abend soll im Amphitheater des Sunrise Royal eine Magic-Show stattfinden. Das wollen wir uns mal anschauen. Wir setzen uns an einen der Tische vom Splash Imbiss, gegenüber ist eine Tribüne wo eine junge Frau eine Gesangsvorstellung gibt. Es ist keine Spur einer Zaubershow zu sehen. Nach einer Weile mache ich mich auf den Weg um dieses Amphitheater zu suchen. Und tatsächlich finde ich hinter einem großen Zeltvorhang ein Amphitheater, allerdings schaut das Ganze etwas sehr kühl aus. Wie in einem Fußballstadion aus, mehr für Kinder als für Erwachsene. Wir gehen zurück in`s Tucana Resort, wo von der Dachterrasse in der Anjum-Bar schon Musik erklingt. Wir gehen hinauf auf die Terrasse, es singt auch heute eine junge Sängerin. Wir setzen uns wie gestern auf eine Sitzbank nahe der Treppe, beim Kellner der am Vormittag auch in der Oasis-Bar und den Pool bedient, bestellen wir zwei Gläser Rotwein. Das Ehepaar das immer so auffällig tanzt, ist auch heute hier. Die beiden sind heute Abend nicht so gut in Form, bei Ihr geht es ja noch einigermaßen, er springt aber eher wie ein Hampelmann umher. Nach einer dreiviertel Stunde gehen wir zurück in unser Zimmer.

Dienstag, den 11. März 2025

Guten Morgen, es ist jetzt 8:15 geworden, vor einer halben Stunde sind wir aufgestanden. Geschlafen habe ich heute Nacht nicht ganz so gut. Wir gehen jetzt wie immer zum Frühstücken in`s Lucina Restaurant hinunter. Die Sonne scheint schon warm vom Himmel herunter. Ein paar Tische auf der Terrasse sind schon aus dem Schatten des Haupthauses getreten und von der Sonne bestrahlt, wir nehmen an einem der freien Tische Platz. Gleich darauf kommt einer der zuständigen Kellner und und nimmt unsere Bestellung entgegen. Wir bestellen auch heute zwei Tassen Cappuccino und Orangensaft zum Trinken, schon in wenigen Minuten werden Sie vom Zustell-Kellner gebracht. Von der Küche bestelle ich auch heute mein Lieblingsgericht ein Käse-Omelette mit Mushrooms, während meine Frau ein gekochtes Ei für sich bestellt. Nach unserer Bestellung beim Kellner gehen wir ins Restaurant, und holen an der Buffett-Theke noch Brot oder Brötchen, auch Croissants und süßes Gebäck nehme ich mit nach draußen. Nach dem Frühstück gehen wir kurz in unser Zimmer zurück, um unsere Badesachen anzuziehen. Im Anschluss gehen wir für eine Stunde oder mehr zu einer freien Badeliege am Pool. Beim Poolboy von der Oasis-Bar bestelle ich einen Strawberry Juice (Erdbeersaft), der wie immer köstlich schmeckt. Gegen 11:00 gehen wir zum Strand hinunter, heute ist es hier noch viel voller als die vergangenen Tage. Buchstäblich in der letzten Reihe finden wir auch heute zwei freie Badeliegen mit Sonnenschirm. Kurz vor 12:00 ziehen wir unsere Strandschuhe an, gehen auf der Promenade durch den Park vom Fort Arabesque in Richtung der Red Seas Hotels.

Wir gehen weiter bis zum Ende des großen Fort Arabesque Strandes, wo sich der Club 159 befindet. Gleich dahinter schließt sich der Strandabschnitt vom Prima Life Hotel ebenfalls ein Vier Sterne Haus an. Der immer gut besucht ist, allerdings sind die Badeliegen und Sonnenschirme meiner Ansicht in billiger Ausführung. Bei den Bademeistern stehen große Musikboxen, die meistens laute Musik spielen. Durch eine Absperrung aus 3 uralten Windschotten, mit einem Schild (Privatbesitz) verziert, hier beginnt das Gelände der Red Seas Hotels.

Sie umfasst das ganze Nördliche Ende der Makadi Bay mit ihren 5 riesigen Hotels. Beginnend mit dem Grand Waterworld Makadi, The Makadi Spa, The Makadi Palace und dem Grand Makadi. Im Inneren des riesigen Areals befindet sich noch das Sunwing Familiy Star.
Zur Erklärung wir waren vor vielen Jahren Urlaubsgäste in den Hotels Grand Makadi, The Makadi Palace , The Makadi Spa. Somit kennen wir uns hier in dieser Hotelanlage recht gut aus.

Wir gehen am Aquarius Diver Club (Tauchzentrum) vorbei, bis wir die schöne mit Pflastersteinen geschmückte Promenade von den Red Sea Hotels erreichen. Auf unserer rechten Seite beginnt das große Strandareal mit Hunderten von Badeliegen und Sonnenschirmen, die für die Gäste der oben genannten Hotels zu Verfügung stehen. Auf der linken Seite befinden sich das Gebäude von Grand Waterworld Makadi, hier gehen wir eine Außentreppe nach oben, um uns die großen Pools der Sunwing Waterworld anzuschauen. Danach gehen wir weiter am Biergarten (hier gibt es deutsche Küche mit Würstchen und mehr) und am La Terraza Restaurant vorbei. Wir gehen am Infinity Pool des The Makadi Spa vorbei, bis wir an der riesigen Gartenfläche des The Makadi Palace ankommen. Was mir hier besonders gut gefällt, es stehen immer Gruppen von 4 bis 5 Palmen beieinander, das gibt ein tolles Bild. In anderen Hotels stehen die Palmen nacheinander in langen Reihen. Auf einer der vielen Sitzbänke nehmen wir Platz, gegenüber sind einige Kiosk wo es Souvenirs und Gewürze und anderes mehr gibt. Letztes Jahr als wir hier auf der Bank saßen, konnten wir gegenüber ein paar Frauen in einem Fish-Spa beobachten, wie Sie gackerten und schwatzten.
Nach einer kurzen Pause gehen wir weiter zum Ende des Grundstücks.

Das letzte Hotel in der Reihe ist das Grand Makadi, es ist auch das älteste Hotel von Red Sea hier in der Makadi Bay. Wir waren im Jahr 2011 das erste Mal im Grand Makadi. Unser Zimmer war in der Nähe der Rezeption und der großen Terrasse mit seinen vielen Sitzgelegenheiten für Cafe`s und Restaurants.
Als wir weitergehen erkennen wir einen Bauzaun, der das ganze Gelände vom Grand Makadi absperrt. Ob nur der Garten und das Poolgelände oder der ganze Hotelkomplex renoviert wird, können wir hier nicht sehen. Etwas weiter auf der Meerseite befindet sich ein langer Steg der über das vorhandene Riff hinaus geht. Im letzten Jahr sind wir hier noch an diesem Steg hinaus gelaufen, den es vor einigen Jahren noch nicht gab..

Wir gehen jetzt auf das Hotelgelände vom The Makadi Palace, an den großen Pools vorbei. Auf der anderen Seite des Pools steht ein großer Rundbau (Dom) genannt, hier ist ein großer Speisesaal und eine Küche. Wenn man weiter geht, sind auf der linken Seite weitere Spezialitäten Restaurants gewesen. Und Geradeaus weiter ist der gewaltige Eingangsbereich mit der Rezeption. Wir gehen wieder zurück bis zu einem großen Haus mit vier Kuppeln an den Seiten, hier an der Seite ist eine Treppe die hinauf zum Makadi Spa führt.

Vorbei am Eingangsbereich vom Makadi Spa Hotel folgen wir dem Promenadenweg zwischen dem Spa Hotel und der Sunwing Waterworld. Er mündet beim Restaurant La Terraza wieder in die Hauptpromenade die alle Red Sea Hotels auf der Strandseite miteinander verbindet.

Es ist schon weit über die Mittagszeit hinaus und wir machen uns auf den Weg zurück zu unserer Badeliege am Badestrand von Sunrise Royal. Zurück blickend könnte man sagen, dass unser Badestrand von Sunrise zusammen mit dem Strand von Prima Life Makadi Bay am dichtesten von allen Hotels hier an der Makadi Bay belegt ist. Bevor wir aber zur Badeliege zurück kehren, möchte meine Frau eine Kleinigkeit im Yades Restaurant (Griechisches Restaurant) etwas essen. Wir finden zwei freie Sitzplätze bei einem jungen Pärchen, die gerade mit ihrem Essen fertig sind. Ich möchte nur ein paar Pommes Frites essen, meine Frau schließt sich dem an. Ich denke, wir machen uns mit unserer mageren Essensauswahl keine Freunde bei den Kellnern. Als die Pommes kommen, sind selbst wir etwas überrascht. Sie werden in einem kleinen Gitter-Körbchen serviert. Anschließend bestellen wir noch eine Schale Eiskrem. Danach gehen wir zu unserem Liegeplatz zurück.
Die Sonne ist mittlerweile etwas weiter gezogen, und wir müssen unsere Liegen aus dem Schatten der mit Stroh oder Schilf belegten Sonnenschirme ziehen. So verbringen wir noch eine knappe Stunde hier, um anschließend unser Badesachen packen, und nach oben zum Pool bei der Oasis-Bar zu gehen. Wir haben Glück und finden zwei freie Badeliegen am oberen Infinity-Pool. Beim Barkellner bestellen wir zwei Getränke, einen Mojito Cocktail und für mich einen Strawberry Juice (Erdbeer-Cocktail). Später gehen wir noch zur Oasis-Bar hinunter um hier eine Tasse Cappuccino zu trinken.
Wie wir schon heute Morgen von unserer Empfangsdame erfahren haben, findet heute ein Arabischer Abend statt, mit Essen vom Grill, alle möglichen Beilagen sind auf der Terrasse in großen Schüsseln und Behältern untergebracht. Ich habe keine Fotos von all den Köstlichkeiten die in den großen Töpfen verborgen sind. Unter anderem liegt ein Truthahn auf einer Wärmeplatte. Salate und mehr sind als weiteres Buffet im Lucina Restaurant aufgebaut, hier konnte ich in aller Ruhe ein paar Fotos machen. Wir haben uns schon zuvor Sitzplätze vor dem Lucina Restaurant gesichert.

Der Unterhaltungsabend beginnt mit einer Gruppe Nubier mit ihren Musik-Instrumenten. Sie gehen an den Tischreihen entlang und fordern die Gäste auf mit Ihnen Musik zu machen. Sie drückten mir ebenfalls ein solches Streichinstrument in die Hand, um mit Ihnen zu Musizieren. Ein paar Minuten spielte ich Musik mit Ihnen. Danach gingen sie zum nächsten Tisch, um hier die Gäste ebenfalls dazu aufzufordern.

Als nächste Darbietung kam eine Tanzgruppe bestehend aus ein paar Männer und zwei Frauen, ebenfalls aus Nubien (Nubien ist das Gebiet südlich von Assuan/Nasser-Stausee). Leider konnte ich keine Fotos von ihnen machen, weil einige Zuschauer sehr eng um die tanzende Nubier Gruppe herum standen.
Im Anschluss kommt eine hübsche junge Ägypterin und zeigt uns einen typischen Arabischen/Ägyptischen Bauchtanz in zwei verschiedenen Tänzen.

Der Begriff „Bauchtanz“ reduziert die Vielfalt des orientalischen Tanzes und den Auftritt der Tänzerinnen auf den Bauch, die Hüfte oder das Gesäß, doch umfasst der Tanz genauso Arme, Beine, den Kopf und mitunter die Brüste. Je nach Stilart wird der Tanz unterschiedlich mit langsam geschmeidigen, bis hin zu harten, rhythmischen Bewegungen durchgeführt, abhängig von dem gewählten Stil und Musikstück.

Zum Abschluss der Veranstaltung führt uns ein junger Tänzer einen Tanoura Tanz vor. In den vielen Jahren wo wir hier in Ägypten zu Besuch waren, haben wir schon einige Tanoura Tänze gesehen und erlebt. Die letzte Vorführung die wir sehen konnten, war im vorigen Jahr hier im Tucana Hotel. Es ist immer ein gern gesehenes Erlebnis, wobei auch die Qualität des Tanzes eine große Rolle spielt.

Auch unser Tanoura-Tänzer hat sehr schön getanzt, ich schätze so an die 15 bis 20 Minuten lang. Unser heutiger Tänzer hatte an einem seiner Röcke LED-Lampen befestigt, das war sicher ungewöhnlich, so etwas hatte es früher nicht gegeben.
Die folgenden drei Bilder sind aus dem Jahr 2006 im Hotel Grand Resort in Hurghada. Meiner Meinung dauerten die Tänze damals länger, bestimmt 30 Minuten oder mehr bis zu einer beginnenden Ektase.

Tanoura ist ein traditioneller Nationaltanz hier in Ägypten. Seine Besonderheit ist, dass nur Männer diesen Tanz aufführen Die Grundlage des Tanzes ist ein kreisender Tänzer der sich fortlaufend um seine Achse dreht, notwendigerweise gegen den Uhrzeigersinn. Ein Tanoura- Tänzer kann sich von 15 Minuten bis zu mehreren Stunden drehen!, und sich dadurch in einen Zustand der Trance bringen. Bei der Aufführung entstehen technisch anspruchsvolle Elemente mit 3 Röcken oder mehr, die den Tänzer vielschichtig bedecken. Eine flauschige und dramatische Schicht von Röcken dient als Attribut der Präsentation. Und erfahrene Tänzer beziehen Tamburine und andere Elemente in den Tanz ein)

Nach dem Ende der Veranstaltung machen wir einen Spaziergang ins Sunrise Royal wo ebenfalls Musik spielte, und die meisten Tische an der Splash-Bar waren belegt. Auf dem Rückweg ins Tucana Resort begegneten wir unser Platzdame, die offensichtlich jetzt Arbeitsende hat, und in ihr Zimmer geht. Wir gehen noch in die Anjum-Bar hinauf, bei einem jungen Holländer finden wir einen Sitzplatz. Er konnte etwas Deutsch, aber unser Gespräch miteinander war leider etwas Mühsam. So verließen wir die Anjum-Bar nach einer halben oder dreiviertel Stunde. Wir gehen aber dieses Mal zurück in unser Zimmer, auf dem Balkon trinken wir noch eine Kleinigkeit, bevor es ins Bett geht.

Mittwoch, den 12. März 2025

Guten Morgen, es ist 8:00 vorbei, wir machen uns zum Frühstücken fertig , sowie jeden Tag in`s Lucina Restaurant. Wir könnten ohne weiteres in ein anderes Lokal gehen, dazu fehlt uns aber die Lust. So werden wir auch heute Morgen Mohammed den älteren begrüßen, oder auch nicht, mal sehen wer uns heute bedient. Wir gehen die Treppe bei der Cohiba-Bar hinunter, an den verschiedenen Souveniergeschäften und der Rezeption vorbei.

Direkt am Pool und bei angenehmer Morgensonne ist noch ein Tisch mit zwei Plätzen frei, wo wir sogleich Platz nehmen. Heute Morgen hat das Lucina-Restaurant wohl Personalprobleme, es fehlt an Bestellkellnern. Mohammed der ältere muss fast den ganzen Außenbereich alleine bedienen. Nach gewisser Zeit kommt er auch zu uns, um unsere Bestellung aufzunehmen. Wir bestellen auch heute zwei Tassen Cappuccino und Orangensaft bei ihm, schon in wenigen Minuten werden Sie von einem der Zustell-Kellner gebracht. Von der Küche bestelle ich mein Lieblings-Gericht ein Käse-Omelette mit Mushrooms, während meine Frau ein gekochtes Ei für sich bestellt. Nach unserer Bestellung bei Mohammed gehen wir in`s Restaurant, und holen an der Buffett-Theke noch Brot oder Brötchen, auch ein Croissants nehme ich mit nach draußen.

In diesem Jahr haben wir auch einen Reiher (Kuhreiher ?) hier im Tucana Resort, der zu den Essenszeiten an den Tischen auf der Terrasse auftaucht. Im Sunrise Royal am Splash Imbiss haben wir sie ja schon in den letzten Jahren gesehen. Es ist Interessant ihm beim Laufen nach zu schauen, Schritt für Schritt geht er voran, jederzeit bereit auch einen Schritt wieder rückwärts zu machen. Im Anschluss an unser Frühstück suchen wir uns ein Plätzchen am Pool. Beim Kellner von der Oasis-Bar bestelle ich einen Strawberry Juice (Erdbeersaft) der vorzüglich schmeckt, meine Frau trinkt ein Tonic Water.
Heute Morgen ist keine Wassergymnastik hier am Pool, vor ein paar Tagen hat eine Animateurin direkt vor unseren Augen eine Wassergymnastik abgehalten. Sie ist zierlich aber unheimlich agil und quir­lig. Wie wir in einem späteren Gespräch mit Ihr erfahren stammt sie aus Assuan am Nil, das wir gut kennen.
Gegen 11:00 packen wir wieder unsere Badesachen zusammen und gehen zum Strand hinunter. In diesem Jahr sind anscheinend mehr Badegäste im Urlaub hier in den Sunrise Hotels. Dementsprechend sind freie Badeliegen bzw. Sonnenschirme schwer zu finden. Am Stand angekommen, sehen wir unsere Befürchtung bestätigt, es sind nur in der letzten Reihe direkt am Promenadenweg ein paar einzelne Badeliegen bzw. Sonnenschirme frei. Auch heute sind wir direkt an der Chiringuito Bar (Beachbar), von wo der gesamte Strandabschnitt von Sunrise mit Getränken versorgt wird. Hier am Wegrand ist der Abstand der einzelnen Sonnenschirme noch etwas größer als am Wasser. Wir genießen die Ruhe und die warme Mittagssonne, gegen 12:30 ziehen wir unsere Strandschuhe an (meine jetzigen Strandschuhe habe ich letztes Jahr bei einem Spaziergang drüben im Makadi Palace gekauft). Heute wollen wir wieder auf die andere Seite der Bucht gehen, in Richtung des Jaz Makadina und des Makadi Beach Hotels. Wir kommen aber nicht weit, auf der Wiese wo die Gebäude von Sunrise Royal beginnen, und sich das Elia Restaurant und das Basilico Restaurant ist findet eine Veranstaltung statt. Hier haben die Köche und Bedienstete vom Sunrise Royal Schalen mit Obst und Snacks sowie Getränken aufgebaut. Wie man sieht Essen und Trinken umsonst geht bei den Urlaubern immer. Auch die Animateure sind in diversen Tierkostümen anwesend. Wir holen uns ein paar Stücke mit Ananas und geschnittene Orangen, und bleiben einige Minuten hier stehen.

Dann gehen wir auch schon weiter, gleich im Anschluss kommt das Xanadu Hotel, dessen Gelände aber weit nach Innen geht. Teile des Hotels anschauen geht leider nicht, da immer ein Security Mann am Beginn des Weges steht. Ich glaube aber nicht dass dieses Hotel mit unserem Tucana Resort qualitativ zu vergleichen ist. Man kann es auch an den Strandliegen und Sonnenschirmen erkennen. Das nächste Hotelgelände ist das Tia Height , hier wird immer noch gebaut bzw. abgerissen. Genaues ist hinter dem Bauzaun nicht zu erkennen. Ob das Hotel auch heute noch so heißt und wann es fertig ist, weiß ich nicht. Der Strandabschnitt ist mit neuen Sonnenschirmen und noch aufgestapelten Badeliegen soweit fertig aber leer. Als nächstes kommen ein paar Tauchzentren und anschließend das Hotel Jaz Makadina. Wir gehen an den verschieden kleineren Hotels bis zum Iberotel Makadi Beach weiter. Das Iberotel hier ist das beste an diesem Strandabschnitt. Die einzelnen Strand-Abschnitte sind unterteilt, auch in unterschiedlicher Qualität, ein Teilabschnitt hat sogar statt Sand eine Rasenfläche. Auf unserem Weg werden wir von einem Strandverkäufer der Karten für Bootausflüge oder Tauchfahrten anbietet, angesprochen. Ihm fallen gleich unsere wertigen Armbänder vom Tucana Resort auf. Sie haben ein Emblem von Giorgio Armani, was ihn sichtlich beeindruckt. Heute gehen wir aber nicht bis zum Ende des Madinats, wo es hinüber zum Cleopatra Resort geht. Auf einer der Sitzbänke im Bereich des Iberotel Makadi Beach genießen wir ein wenig die Zeit. Auf dem Rückweg gehen wir noch kurz auf den Steg der zu den Tauchbooten hinaus führt. Hier komme ich noch ins Gespräch mit einem jungen Pärchen mit einem vielleicht zweijährigen Kind. Sie machen gemeinsam mit ihren Eltern im Jaz Makadi Oasis Hotel Urlaub. Das ist ein Hotel in der zweiten Reihe, als wir damals vor vielen Jahren im Sol Y Mar Club Makadi Urlaub machten, hatten wir auf einem unserer Spaziergänge auch dieses Hotel besichtigt.
Wir gehen wieder zurück ins Sunrise Royal, meine Frau bekommt plötzlich Hunger so dass wir zur Splash Bar hinauf gehen. Hier bestellen wir ein paar Pommes, meine Frau nimmt einen Salat und dazu einen Hamburger. Zum Trinken bestellen wir zwei Gläser Bier, eigentlich würde uns auch Coca Cola ausreichen. Aber unser Reiseleiter hat uns bei der Besprechung darauf hingewiesen, dass im Sunrise Royal die Eiswürfel aus Nilwasser gemacht werden. Darauf können wir aus Gesundheit und Hygienegründen gern verzichten.

Nach unserem Essen, auch die Reiher sind wie im letzten Jahr zum Essen hier. Sie werden aber immer wieder von den Kellner verjagt. Schuld daran sind wohl die halbvollen Teller, die von vielen Gästen zurück gelassen werden. Auf unser Liege genießen wir die nächsten Stunden, Hier treffen wir auch unseren Strandboy vom letzten Jahr, der uns immer mit Getränken versorgt hat.

Damals hat er uns gefragt, ob wir ihm 10 Euro in Münzen umtauschen können. Die Boys bekommen immer mal ein paar Euros in Münzen als Trinkgeld geschenkt. Das können Sie aber nicht auf einer Bank umtauschen, da die Bank nur Geldscheine zum Wechseln annimmt. Der Strandboy freute sich sichtlich, seinen Münzvorrat an Euro, endlich wieder in seine heimische Währung umzutauschen.

Gegen 15:30 brechen wir zur Yades Bar (Griechisches Restaurant) auf, um einen CubaLibre und einen Mojito zu trinken. Eine halbe Stunde später machen die Animateure auf dem Strandabschnitt von unserem Hotel in Afrikanischer Verkleidung eine Vorführung , so eine Art Step-Tanz. Wenig später kam noch ein Riesen Gorilla auf unseren Strand.

Gegen 17:00 verlassen wir den Strand und gehen hinauf zur Oasis-Bar, wo unser junger Bar-Kellner auf uns wartet. Bei ihm bestellen wir zwei Tassen Cappuccino. Anschließend gehen wir noch kurz auf die obere Poolebene, hier finden wir freie Sitzkissen, wo wir uns setzen. Wir gehen heute Abend etwas früher in unser Zimmer zurück, um uns für den Heutigen Abend fertig zu machen. Wir wollen im Manzouku Restaurant (Asiatisch) essen, am Samstag hatten wir in der Rezeption für heute einen Tisch reserviert. Während meine Frau zum Duschen geht, mache ich noch ein paar Bilder von unserem Zimmer.

Kurz nach 18:00 machen wir uns auf den Weg zum Sunrise Royal, wo sich die meisten der Spezialitäten-Restaurants befinden. Der Eingang zum Manzouku Restaurant (Asiatisch) befindet sich zwischen dem Splash Imbiss und dem großen Shahrazad Restaurant (Internationale Küche). Und gleich daneben befindet sich das Sultana Cafe eine Shisha Bar.

Wir müssen noch ein paar Minuten warten, bis sich der Eingang öffnet. Ein Ehepaar vor uns, möchte hier zum Essen gehen hat aber nicht Reserviert. Dann sind wir an der Reihe. Der Maitre sucht auf seiner Liste nach unseren Namen, kann sie aber leider nicht finden. Auch bei der zweiten Essenszeit um 20:00 sind unsere Namen nicht dabei. Da ist wohl etwas schief gelaufen am Samstag bei unserer Buchung in der Rezeption. Wir haben Pech, auch wir bekommen keinen Zutritt ins Manzouku Restaurant (Asiatisches Restaurant) . Leicht gefrustet gehen wir zurück ins Tucana Resort, nur gut dass wir in unser Hauptrestaurant das Lucina-Restaurant immer noch gehen können. Wir gehen zuerst in die Rezeption um zu klären, warum wir heute nicht auf der Liste des Manzouku Restaurant stehen. Es stellt sich heraus, dass der Mitarbeiter uns am Samstag bei der Buchung für Mittwoch den 19. März eingetragen hat. An diesem Datum sind wir schon gar nicht mehr in Ägypten. Nachdem wir einen neuen Termin am Samstag 15. März bekommen haben, gehen wir ins Lucina Restaurant hinüber. Hier hat uns Mohammed der ältere bedient, irgendwie haben wir ein gespaltenes Verhältnis zu ihm. Auf jeden Fall mussten wir heute sehr lange auf unser Essen warten. Was es jetzt im einzelnen war, weiß ich nicht mehr.
Meiner Meinung waren im Vergleich zum letzten Jahr zu wenig Kellner, die eine Bestellung aufnehmen vorhanden. Bedienstete die Getränke bringen oder den Tisch abräumen waren ausreichend vorhanden.

Im Anschluss an unser Abendessen sind wir noch kurz in die Anjum Bar hinaufgegangen, haben uns aber heute nicht allzu lang hier aufgehalten. Auch heute Abend ist in der Gitano Bar (Shisha Bar) wie die meisten Abende nichts los.
Von unserem Zimmer-Balkon sehen wir direkt auf ein Gebäude unseres Nachbar-Hotels Fort Arabesque. In drei Apartments uns gegenüber sind anscheinend neue Gäste angekommen, man sieht sie ihre Koffer auspacken. Wir trinken auf unserem Balkon noch ein Stella Bier, bevor wir in`s Bett gehen.

Donnerstag, den 13. März 2025

Guten Morgen, es ist 8:00 vorbei, ein strahlend blauer Himmel erwartet uns auch heute. im Anschluss gehen wir zum Frühstücken in unser Restaurant hinunter. Unsere Strandtücher nehmen wir gleich mit, um eine freie Badeliege zu bekommen. Dieses Jahr ist es leider etwas problematisch freie Liegen zu ergattern.

Viele der Badeliegen am Poolbereich sind schon vor dem Frühstück mit Handtüchern belegt. Das gleiche passiert am Strand, ab 11:00 bekommt man keine freien Sonnenschirme und Badeliegen in den ersten drei Reihen. Mit Glück gibt es dann noch in der letzten Reihe einzelne Plätze. Die Besucherzahlen in diesem Jahr scheinen etwas höher zu sein, als im vergangenen Jahr. Es betrifft aber eher die zwei Sunrise Hotels, auch die Red Seas Hotels scheinen mehr Gäste als im vergangenen Jahr zu haben. Dagegen die Hotels von Jaz Makadi in der inneren Bucht sind nicht gerade überlaufen.

Wir wählen heute Morgen einen der Tische direkt am Pool vor dem Lucina-Restaurant aus. Beim zuständigen Kellner bestellen wir unseren Cappuccino und Orangensaft, danach wähle ich meine Omelette mit Mushroom aus. Meine Gattin bestellt sich ein paar Spiegeleier. Am Buffet drinnen im Restaurant holen wir noch Brot und Gepäck und etwas Obst.

Wir haben eine freie Badeliege in der Nähe des Lifeguard der den unteren Pool überwacht, gefunden. Ich gehe zur Oasis Bar hinüber um an der Theke einen Strawberry Juice zu bestellen. Dieses Jahr haben wir einen Poolboy der nicht unbedingt zu allen Badeliegen geht. Aber er bringt dann wenigstens die bestellten Getränke. Heute Morgen ist Wassergymnastik am Pool, einer der Animateure, meiner Optischen Einschätzung kommt er aus Nubien, mit einem Muskulösem Oberkörper macht die Übung heute. Gegen 11:00 packen wir unsere Badesachen und gehen zum Strand hinunter. Wie erwartet finden wir noch einen Liegeplatz in der letzten Reihe direkt an der Chiringuito Bar (Strandbar), wo sich auch die Handtuchausgabe bzw. die Toilette befindet. Kurz vor Mittag ziehen wir unsere Strandschuhe an und machen uns auf den Weg in Richtung der Red Seas Hotels, wo wir gute Erinnerung an sie haben. Es ist merkbar wärmer geworden, jeder Tag ein bisschen mehr. Unser Weg geht die lange Promenade vom Arabesque entlang, es ist ein schöner Weg und grüne Wiesen, ob das Hotel auch so toll ist können wir leider nicht beurteilen.

Beim Club 159 befindet sich der Übergang zum Hotel Prima Life****, das mir noch nie gefallen hat, die Badegäste hier werden meist mit lauter Musik beschallt. Dann beginnt auch schon der eigentlich abgegrenzte Bereich der Red Seas Hotels Wir gehen am Aquarius Diver Club (Tauchzentrum) vorbei, bis wir ein paar Meter weiter oben die mit Pflastersteinen geschmückte Promenade der Red Sea Hotels erreichen. Hier steht das erste Hotel der Gruppe das Grand Waterworld Makadi die nach wie vor von ETI-Ägypten vertrieben wird. Auf unserer rechten Seite beginnt der riesige Strand und auf unserer linken Seite kommen die ganzen Hotel der Gruppe. Im nächsten Hotel dem Makadi Spa waren wir im Anschluss an unsere letzte Nilkreuzfahrt, hier verbrachten wir noch weitere 7 schöne Tage. Wir gehen noch ein wenig weiter, hier geht es zum Innenbereich vom Makadi Palace, in seinem schönen Gartengelände haben wir in einem Bistro in der Mittagszeit eine Kleinigkeit gegessen. Vor uns stehen jetzt einige Kiosk und Pavillons wo es Souveniers und sonstige Artikel zu kaufen gibt. Auf einer der vielen Sitzbänke im Park nehmen wir Platz, gegenüber ist ein kleiner Fisch- Spa wo ein paar Hotelgäste ihre Füße den Fischen in den kleinen Becken zum Knabbern zur Verfügung stellen.
(Vor einigen Jahren konnte ich in einen kleinen Bach im Oman meine Füße ebenfalls von kleinen Fischen anknabbern lassen. Es war ein interessantes und tolles Gefühl).

Nach einer halben Stunde brechen wir wieder auf, zurück zu unserer Sonnenliege. Einige Zeit später kam der Strandboy den wir vom letzten Jahr noch gut kannten, und fragte uns ob er etwas zu Trinken vorbei bringen könnte. Wir kommen ins Gespräch mit ihm, er stammt aus Luxor wohnt aber jetzt mit seiner Familie in Hurghada erzählt er uns. Jeden Abend nach Feierabend fährt er zu seiner Familie zurück. Das ist für uns kaum vorstellbar, weil ja keiner der Bediensteten hier ein Auto besitzt. Aber vielleicht gibt es ja Busse, die spät am Abend und sehr früh am Morgen diesen Transfer machen. Gegen 16:30 haben wir unsere Badesachen gepackt, und sind an den Posh-Villen vorbei zur Oasis-Bar hinaufgegangen. Bei unserem jungen Kellner bestellen wir zwei Tassen Cappuccino, die wir gemütlich trinken, bevor wir nochmals eine Treppe höher zum Infinity-Pool gehen. Auch hier sind alle Badeliegen belegt, aber es gibt hier noch Sitz oder Liegekissen, die wir in die Sonne ziehen. Als die Abendsonne hinter den Häusern vom Sunrise Royal verschwindet, brechen wir auf, und gehen in unser Zimmer zurück. Hier werden wir auch schon erwartet, unser Zimmerboy hat uns ein Strandtier auf`s Bett gelegt.

Nach dem ersten Schrecken gehen wir nacheinander zum Duschen, und machen uns zum Abendessen bzw. zum Abend fertig. Auch heute ist das Lucina Restaurant wieder an der Reihe. Gestern Abend hatten wir eigentlich das Manzouku Restaurant (Asiatisches Restaurant) vorgesehen, aber durch ein menschliches Versagen ging dieser Termin schief. (wir werden am Samstag im Manzouku Restaurant (asiatisch) speisen.
Am Lucina Restaurant angekommen wollten wir uns selber einen Tisch aussuchen, aber die Empfangsdame hat uns schon erspäht und führt uns gleich zu einem freien Tisch. Wenig später ist auch Mohammed der ältere an unserem Tisch und nimmt unsere Bestellung auf. Wir nehmen beide eine klare Gemüsesuppe, zum Hauptgang nehme ich so eine Art Backhähnchen, meine Gattin wählt einen Fisch mit Kartoffeln aus. Zur Nachspeise nehmen wir eine Schale mit Eis, die immer aus vier verschiedenen Kugeln Eis besteht. Zum Trinken bestellen wir eigentlich immer ein Glas Rotwein, der ganz ausgezeichnet schmeckt. Heute Abend klappt die Zustellung der Speisen wieder vorzüglich.
Nach dem Essen verlassen wir die Terrasse vom Lucina und gehen mit unseren Gläsern ein paar Schritte weiter zum Eingangsbereich vor der Rezeption. Hier an der mit Blumennischen versehenen Steinmauer im Mexikanischen Stil setzen wir uns hin. Ein alter Bekannter vom letzten Jahr Murat (er war im letzten Jahr Poolboy an der Oasis-Bar und Abends Kellner in der Anjum-Bar) bringt uns noch ein Glas Rotwein und einen Raki. Wir unterhalten uns mit ihm eine Weile. Er stammt aus Alexandria, hat einen Zwillingsbruder und ist 23 Jahre alt und unverheiratet. Er spricht ein sehr gutes Englisch, ist unheimlich freundlich und sehr schnell beim Bedienen. Da könnte sich der jetzige Poolboy der am Abend seinen Dienst in der Anjum-Bar hat, ein Beispiel nehmen.

Etwas später machen wir noch einen Spaziergang in`s Sunrise Royal Makadi, hier wollen wir ein paar Ansichtskarten für unsere Enkel kaufen. In einer der Boutiquen finden wir das passende, allerdings ohne die Briefmarken dazu. Auf dem Rückweg besuchen wir nochmals die Oasis-Bar, um bei unserem jungen Freund einen CubaLibre zu trinken. Danach gehen wir auf unser Zimmer zurück, und trinken am Balkon noch ein Stella Bier, bevor wir ins Bett gehen.

Freitag, den 14. März 2025

Heute ist schon Freitag, unser Urlaub geht bald zu Ende. Wenn man zum Fenster hinausschaut erkennen wir erstmalig einen leicht bedeckten Himmel mit Schleier-wolken. Es ist nach wie vor sehr warm, um diese frühe Zeit bestimmt schon an die 25°. Wir gehen heute über die hintere Treppe vorbei am Infinity-Pool zur Terrasse vom Lucina Restaurant. Unsere Empfangs und Platzanweiserin hat heute Morgen Unterstützung von einer anderen jungen Frau bekommen. Vielleich geht sie in Urlaub ?. Nach dem Frühstück suchen wir uns eine freie Badeliege am unteren Pool. An der Oasis-Bar bestelle ich einen Strawberry Juice (Erdbeersaft) den der Poolkellner später vorbei bringt. Um die Mittagszeit gehen wir dann zum Strand hinunter. Zwischen 13:00 und 14:00 machen wir unser Strandspaziergang, heute gehen wir in Richtung der Makadi Bay mit seinen Jaz Hotels. Bei unserem Nachbarhotel Xanadu ist alles ruhig, keinerlei Veranstaltungen zu sehen oder hören. Auch an der Baustelle von Tia Heights Makadi Bay ist alles wie sonst. Wir gehen weiter an den Tauchschulen von Egypt Divers und Scuba World Divers vorbei. Dann sind wir schon am Jaz Makadina (Sol Y Mar Club Makadi) mit seinem Aqua Restaurant (Meeresfrüchte Restaurant). An dieser Stelle war früher ein kleines Theater bzw. Atrium für die Gäste. Hier ist auch der Durchgang zum Strand für die Gäste vom Jaz Makadina.

Auf einer Bank vom Jaz Makadi Blue-Tui setzen wir uns hin, sie haben hier im Strandbereich sogar eine Rasenfläche statt der Sandfläche gemacht. An einer Hütte hängt sogar ein kleiner Bücherschrank für die Gäste.
Wenig später gehen wir zurück zum Sunrise Strand, um noch etwas zu chillen.
Um 15:00 sind wir zum Infinity-Pool hinauf gegangen. Beim Pool-Boy bestellen wir zwei Cappuccino`s, weil wir nicht in der Bar sitzen, kommen sie wohl in einem Pappbecher. Wir liegen das erste Mal hier oben unter den Markisen aus Holz, die wohl an die 15 Badeliegen beschatten. Neben uns liegt ein junges Pärchen mit einem paar Monate alten Baby. Etwas später werden zwei Badeliegen frei, so dass wir näher an den Infinity-Pool rücken. Irgendwann gehen wir nochmals zur Oasis-Bar hinunter um einen CubaLibre zu trinken. Wie meistens nach 17:30 gehen wir auf unser Zimmer zurück, um zu duschen und für den Abend fertig zu machen. Heute geht es ins Chimichurri Restaurant (Steakhaus). Es befindet sich an einem anderen Ende vom Sunrise Resort. Wir haben uns schon im letzten Jahr als wir hier waren den besten Weg dahin ausgesucht. Wie bei unseren sonstigen Spaziergängen gehen wir ins Sunrise Royal durch die große Rezeption, am vorderen Eingang wieder hinaus. Hier gehen wir rechts zum Kids Club und Kids-Playground weiter. Hier befindet sich ein weiterer großer Pool mit vielen großen Baderutschen. In der Nähe der Aqua Pool Bar befindet sich das Chimichurri Restaurant (Steakhaus).

Als wir hier ankommen stehen einige Köche an einem riesigen Außengrill. Es gibt wie sich herausstellt heute Barbecue mit verschiedenem Fleisch und Würstchen sowie auch Essen aus der Küche. Da wir heute kein Gegrilltes essen möchten bestellen wir ein Rumpsteak, das in der Küche gebraten wird. Der Kellner, der auf den ersten Blick nicht allzu ansprechend scheint, zeigt sich im Nachhinein als äußerst freundlich und zuvorkommend. Unser Rumpsteak kommt garniert mit Pilzen, und einer riesigen Kartoffel und etwas Gemüse. Das Steak ist paniert wohl nach Ägyptischer Art mit einer sehr guten schmackhaften Soße. Dazu brachte uns der Ober kleine Schalen mit verschiedenen Beilagen zum ausprobieren. Gewürzt war das Essen ganz nach Deutschen oder Europäischem Geschmack. Zum Trinken bestellten wir ein Glas Rotwein, der auch hier vorzüglich schmeckt. (Das Ägyptische Weinbaugebiet liegt in Teilen im Nildelta, im Niltal als auch im Wadi El Natrun, das zwischen Kairo und Alexandria liegt). Zufrieden und gesättigt verlassen wir das Chimichurri Restaurant (Steakhaus), nicht ohne eine kleine Geldspende in eine Box am Eingang zu werfen. Am Himmel können wir heute Abend einen Vollmond bewundern, der vom Sternbild Löwe in das Sternbild Jungfrau gewechselt hat.

Auf dem gleichen Weg wie vor dem Essen gehen wir durch das Central und Rezeptionsgebäude wo sich diverse Bar`s befinden zurück. Im Tucana Resort angekommen, ist das Abendessen auf der Terrasse und im Innenraum des Lucina-Restaurant noch im vollen Gange. Dagegen ist in der Oasis Bar im Moment nichts los. Wir gehen die Treppe hoch auf die Terrassen wo sich die Gitano Bar bzw. in die Anjum Bar befinden, wo aber zu dieser frühen Zeit auch noch nichts geboten ist. Auf der Terrasse von der Gitano Bar kann ich noch ein schönes Bild vom Zentralgebäude des Posh-Club`s im Hintergrund die Palmen vom Strand und der Makadi Bucht machen.

Im Anschluss gehen wir auf unser Zimmer zurück, auf dem Balkon trinken wir noch ein Bier, bevor wir ins Bett gehen.

Samstag, den 15. März 2025

Hallo Guten Morgen, es ist 7:45 als wir aufstehen und uns zum Frühstücken in Lucina Restaurant aufmachen. Wir gehen auch heute die Treppe zum Infinity Pool herunter, wo wir erkennen dass dreiviertel aller Badeliegen schon mit Badetüchern belegt sind. Und das um 8:15, diese üble Praxis greift immer mehr um sich. Früher sagte man, es wäre eine Deutsche Tradition mit der Belegung der Badeliegen, wir haben hier ein Internationales Publikum bzw. Gäste in den beiden Sunrise Hotels.
Wie schon die vergangenen Tage haben wir auch heute, obwohl ein scharfer Wind herrscht, draußen auf der Terrasse gegessen. Wir bestellen wie üblich zwei Tassen Cappuccino und 2 Orangensaft. Auch zum Essen wie jeden Morgen ein Omelett mit Mushroom und meine Frau nimmt zwei hartgekochte Eier. Als ich mich einmal umdrehe, sehe ich einen alten Bekannten an einem Tisch stehen. Es ist Esayed ein Kellner den wir auch im letzten Jahr kennen gelernt haben. Er stammt ebenfalls aus Alexandria, wie wir von unserer Empfangsdame gehört hatten, hatte er wohl diese Woche Urlaub gehabt. Ich gehe ihm nach, frage aber vorsichtshalber bei unserer Platzanweiserin nach, ob es wirklich Esayed ist, was Sie dann bestätigt. An einem der Tische im Restaurant die er gerade bedient hatte begrüße ich Ihn. Im ersten Moment schaut er ganz fassungslos, dann erkennt er mich sofort und umarmt mich herzlich. Als ich danach das Restaurant verlasse um zu unserem Tisch zurück zu kehren, kommt er wenige Minuten später nach um meine Frau ebenfalls zu begrüßen.

ein Bild vom vergangenen Jahr: Bedienkellner Esayed aus Alexandria

Bei einem späteren Gespräch als ich ihn nach seiner Frau frage, erzählt er uns dass er drei Kinder hätte, und das vierte Kind demnächst kommt. Im letzten Jahr hat er uns ganz stolz ein Foto von seiner Frau gezeigt.
Danach gehen wir in unser Zimmer zurück um unsere Badesachen zu holen, um danach eine freie Liege am Pool zu suchen. In der Nähe des Lifeguard finden wir noch zwei freie Liegen. Vor uns liegen drei jüngere Pärchen, ein Paar reist anscheinend heute wieder ab. Wie meine Frau hören kann, kommen die beiden jungen Leute aus Bukarest in Rumänien. Es ist für mich kaum Vorstellbar, dass Urlauber aus den ehemaligen Ostblockländern sich dieses Luxushotel !!! leisten können. Preislich ist das Tucana Resort das Teuerste Hotel im Umkreis von einigen Kilometern hier an der Makadi Bay.
Um die Mittagszeit wechseln wir zum Strand hinunter, hier stellen wir seit gestern Nachmittag ein Abnehmen der Urlaubsgäste fest. Heute Mittag sind nur noch etwa 50 Prozent der Sonnenschirme/Badeliegen belegt. Nach einer Stunde etwa haben wir unsere Strandschuhe angezogen, und sind in Richtung der Red Seas Hotels los gelaufen. Wir sind aber nicht weiter als zum Ende des Arabesque Hotels gekommen. Es war einfach heute etwas zu warm und Sauerstoffarm, ich konnte und wollte nicht mehr. Wir gehen zurück zu unserem Platz. Auch der Hurghada Express kommt mehrmals am Tag mit seinem Führer direkt am Wasser vorbei (der Hurghada Express ist ein Kamel mit seinem Führer, auf dem Kinder und auch Erwachsene am Strand reiten können, auch unser kleiner Enkel konnte bei seinem Aufenthalt vor zwei Jahren mit seinem Vater auf ihm Reiten.).
Sein Besitzer nennt ihn bei den großen und kleinen Kunden Casanova. Das Kamel gibt auf Wunsch den kleinen Kindern einen Kuss auf die Wange. Das hat meine Frau aus Hygienegründen etwas verstört.

Irgendwann gehen wir nochmals in die Yades-Bar um einen CubaLibre zu trinken. Auch hier ist es ruhiger, aber die Mittagszeit ist ja auch schon lange vorbei. Um 16:00 gehen wir wieder zum Pool zurück, in der Oasis-Bar trinken wir noch zwei Cappuccinos und danach nehme ich einen weiteren CubaLibre. Auch hier sehen wir zwei weitere Pärchen mit Ihren Handkoffern, die anscheinend die letzten Stunden hier sind.
Vor dem Zentralgebäude wo sich Rezeption bzw. dem Lucina Restaurant findet eine Animationsveranstaltung statt, auf zwei kleinen Podesten tanzt immer ein Animations-Pärchen. Im Hintergrund an der Wand stehen auf einer Anrichte Gläser mit bunten Getränken und sind kleine Schalen mit Erdbeeren aufgestellt. Es ist offensichtlich die gleiche Veranstaltung die wir am letzten Samstag als wir angekommen sind erlebt haben.

Wir verbringen noch einige Zeit an der Oasis-Bar, und danach weiter am Infinity-Pool oben. Hier finden wir noch eine freie Badeliege in der schon langsam untergehenden Sonne, bevor wir etwas später in unser Zimmer zurück kehren. Im Zimmer erwartet uns ein gefährliches Tier auf dem Bett, es ist eine Kobra die unser Zimmerboy anscheinend herein gelassen hat.

Aber es geht alles gut, wir können ohne Gesundheitliche Folgen uns Duschen und für den weiteren Abend vorbereiten. Heute geht es in das Manzoku Restaurant (asiatisch) wo wir vor ein paar Tagen vergeblich am Eingang gewartet hatten. Als wir gegen 18:30 im Manzoku eintreten, erwartet uns eine Überraschung. Der nette Kellner der uns gestern Abend im Chimichurri Restaurant (Steakhouse) bedient hat, erwartet uns auch heute und begleitet uns zu einem 2er Tisch. Im Gespräch erzählt er uns, wenn im Steakhaus Ruhetag ist, bedient er hier im Manzoku.

Wenige Minuten vor uns sind ebenfalls schon ein paar Gäste gekommen, sie werden in der Folge auch vor uns bedient. Als an einem der Nachbartische das bestellte Essen gekommen ist, stiegen zweimal Rauch oder Dampfwolken bei ihnen auf, wir können natürlich nicht erkennen, was sie zum Essen bestellt hatten.
Der nette Kellner bringt uns eine Speisekarte zur Auswahl vorbei, nach kurzer Zeit kommt er wieder an unseren Tisch um unsere Bestellung aufzunehmen. Zum Trinken bestellen wir ein Glas Rotwein sowie ein Glas mit Wasser, Was wir im einzelnen gegessen haben, weiß ich nicht mehr so ganz genau. Ich bestellte eine Tomatensuppe mit Ei, danach gibt es Hähnchen Süßsauer mit Honig und Pilzen und Zwiebel. Meine Frau bestellte ein Frittiertes Hähnchen mit Chilly Dip, als zweiten Gang nahm sie eine Asiatische Ente mit gebratenen Nudeln. Zum Abschluss bestellte sich meine Frau eine Frittierte Banane auf Vanillie-Eis. Ich nahm zum Abschluss eine Schale mit gemischtem Eis.
Nach unserem Schmackhaften und gelungenem Abendessen im Manzouku (asiatisch) gehen wir wieder zurück in unser Tucana Resort. An der Mauer zum Eingangsbereich vor der Rezeption setzen wir uns hin. Die Mauer ist mit Blumennischen versehen ganz im Mexikanischen Stil gehalten. Murat ein uns bekannter Kellner vom letzten Jahr (er war Poolboy an der Oasis-Bar und Kellner in der Anjum-Bar) bringt uns noch ein Glas Rotwein sowie eine Flasche mit Wasser und ein Glas Raki vorbei. Später gehen wir nochmals die Treppe hoch in die Anjum-Bar, wo mittlerweile eine Sängerin mit Ihrer Musikalischen Begleitung einem Gitarristen auftritt. Ihre Musik war im Jazz oder Blues-Stil genau weiß ich es nicht mehr, jedenfalls gefiel uns das nicht besonders gut. Nach einem Glas Rotwein haben wir die Anjum-Bar wieder verlassen und sind in unser Zimmer zurück gegangen. Im letzten Jahr saßen wir auch immer im geschützten Teil der Bar, weil der kühle Wind am Abend unangenehm wurde.

die beiden unteren Bilder sind aus dem letzten Jahr: der windgeschützte Teil der Anjum Bar

Auf unserem Balkon trinken wir noch ein Stella Bier, das unser Zimmerboy immer fleißig im Kühlschrank nachfüllte. Nachdem wir unser Nachtgetränk genossen haben machen wir uns Bettfertig.

Sonntag, den 16. März 2025

Guten Morgen, heute ist unser letzter Urlaubstag hier in Ägypten und im Sunrise Tucana. Wir haben auch heute ausgezeichnet geschlafen. Der Himmel ist so blau wie fast die ganze Woche. Es ist schon 8:00 vorbei, als wir zum Frühstücken ins Lucina-Restaurant hinunter gehen. Auch heute bietet unsere Empfangsdame uns einen Tisch in der Nähe des Pools an. Wenig später ist schon Esayed bei uns, um unsere Bestellung aufzunehmen. Im letzten Jahr durfte er nur das bestellte Essen an den Tisch bringen, oder die Teller abräumen. Außer Mohammed dem älteren Ober sind noch zwei weitere Kellner für die Bestellung des Essen`s zuständig. Leider arbeitet Mohammed ein junger Kellner, ebenfalls aus Alexandria kommend nicht mehr in diesem Hotel, wir hatten uns sehr auf Ihn gefreut. Aber auch Esayed macht seine Sache sehr gut, wir essen jeden Morgen eigentlich das gleiche. Zwei Cappuccino und Orangensaft, für mich noch ein Omelett mit Mushroom, meine Frau nimmt meistens ein Spiegelei oder ein hartgekochtes Ei. Den Rest an Brot oder Brötchen, bzw. Croissant holen wir dann selber am Buffett. Beim Frühstück oder am Frühstückstisch mache ich keine Fotos, weil das die anderen Gästen bestimmt stören würde.
Im Anschluss gehen wir auf unser Zimmer hinauf , um uns umzuziehen und die Badetücher zu holen. In der Nähe der Oasis-Bar finden wir zwei freie Liegen. Heute findet wieder eine Wassergymnastik im großen Schwimmbecken vor dem Restaurant statt. Der Muskulöse Animateur aus Nubien macht sie auch heute Vormittag. Die kleine quirliche Ägypterin die ebenfalls aus Assuan stammt, haben wir leider nur einmal bei der Wassergymnastik gesehen.

Es ist schon 13:00 vorbei, packen wir unsere Badesachen und gehen zum Strand hinunter, auch heute ist er wie die vergangenen Tage schon ziemlich gefüllt. Wie sonst finden wir noch einen freien Sonnenschirm direkt am Promenadenweg. Die Badetuchausgabe sowie die Toilette und die Chiringuito Bar (für den Strandausschank) befinden sich gleich in der Nähe. Die Lufttemperatur ist in den letzten Tagen immer mehr gestiegen, darum möchte ich heute keinen Strand-Spaziergang durch die anderen Hotels mehr machen. Als wir im vergangenen Jahr hier waren, war die Temperatur noch erträglicher. Sollten wir ein weiteres Mal hier in Ägypten Urlaub machen, werden wir das Datum wohl besser im Auge behalten müssen. Unser Strandkellner läuft immer wieder bei uns in der Nähe vorbei, er fragt auch immer mal, ob wir was zu Trinken benötigen. In diesem Jahr sind wir aber Selbstversorger, unsere Sonnenschirme und Badeliegen sind ja in aller nächster Nähe der Chiringuito Bar. Wenn wir eine Flasche Wasser zum Trinken benötigen, können wir sie selber holen. Auf ein kurzes Gespräch bleibt er stehen, dass er mit seiner Familie in Hurghada wohnt, wissen wir ja schon. Er hat zwei Kinder, und das dritte ist unterwegs, in 6 Monaten ist es soweit.

Um 16:15 gehen wir wieder hinauf zur Oasis Bar um einen Cappuccino zu trinken. An der Bar steht eine größere Gruppe, meist sind es Frauen (ich vermute Angestellte von irgendwelchen Reisebüros aus dem Ostblock) denen von einer Mitarbeiterin des Hotel-Management das Tucana-Resort und seine Einrichtungen vorgestellt wird. Nachdem wir unserem Cappuccino getrunken haben, gehen wir die Treppe hoch zum Infinity-Pool, wo um diese Zeit immer wieder ein paar Badeliegen frei werden. Hier verbringen wir eine weitere Stunde, bis die Abendsonne hinter den Häusern vom Sunrise Royal verschwindet.

Bevor wir in unser Zimmer gehen, schauen wir noch in die Rezeption hinein um in der Mappe von Schauinsland -Reisen nach unseren Abflugs-Zeiten für Montag Vormittag zu schauen. Es bleibt aber bei unserem geplanten Abflug von 12:45 in Hurghada.


(Wir hatten das Problem dass die Gewerkschaft Verdi die Mitarbeiter der meisten Deutschen Flughäfen zur Arbeitsniederlegungen am 10. März 2025 aufgerufen hat. Zur Erinnerung: wir sind am Samstag, den 08. 03.2025 also 2 Tage vor dem Streikbeginn von München nach Hurghada geflogen. Es war nicht sicher, ob die Gewerkschaft nicht zu einem weiteren Streik aufrufen würde, der uns betreffen würde)

Als wir in unser Zimmer kommen, hängt ein Affe an der Decke, anscheinend hat unser Zimmerboy wieder die Balkontüre offen gelassen. Aber er verhält sich friedlich, so dass wir unbeschadet zum Duschen gehen können. Um 18:30 machen wir uns auf den Weg in`s Lucina Restaurant unser letztes Abendessen hier in Ägypten. Was wir heute Abend hier Essen weiß ich nicht mehr so genau, als erster Gang auf jeden Fall eine Suppe. Danach als Hauptgang vermutlich ein Rindersteak und zum Schluss eine Schale mit gemischtem Eis, es gibt immer vier Kugeln. Nach unserem Essen machen wir nochmal einen Spaziergang durch die Hotel-Anlage vom Sunrise. Ein paar letzte Bilder vom nächtlichen Infinity-Pool bzw. der Pool in Haus 23 wo wir in der ersten Etage gewohnt haben. Ein kurzer Blick hinauf in die Anjum-Bar und Gitano-Bar, wo wir auch in diesem Urlaub keine Shisha-Pfeife geraucht haben. Irgendwann nach 21:00 gehen wir in unser Zimmer zurück.

Montag, den 17. März 2025

Heute ist unser Abreisetag, es ist kurz vor 7:00 als wir aufstehen müssen. Der Himmel wie immer blau und die Temperaturen liegen bestimmt schon bei über 25°. Wir machen uns fertig zum Frühstück, unsere großen Koffer haben wir schon gestern Abend fertig gepackt.
Ein letztes Mal gehen wir an der Cohiba-Bar die Treppe hinunter, an den Souveniers-shops die an der Einfahrtsstraße sind, vorbei. Ich mache noch ein letztes Foto mit meinem Handy von unserem Zimmer/Balkon wo wir uns so wohl gefühlt haben. Die Empfangsdame und auch der Kellner Esayed erwarten uns schon, und bieten uns einen Tisch in der Nähe des Oasis-Pool`s an. Unser Frühstück wie immer mit Cappuccino und zwei Gläser Orangensaft, dazu ein Omelette mit Mushroom, und für meine Frau ein Teller mit Spiegeleier.
Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von den verschiedenen Kellnern, die uns in den vergangenen Tagen so gut betreut haben. Wir haben immer wieder dem einen oder anderen ein Trinkgeld zugesteckt. Wir gehen ein letztes Mal in unser Zimmer um unser Gepäck zu holen. Es gibt immer die Möglichkeit das Gepäck vom Kofferboy mit dem Elektro-Caddy holen zu lassen, wir machen das grundsätzlich alleine. In der Rezeption geben wir unsere Zimmerkarten und Handtuchkarten ab.
Einer der Rezeptionisten macht uns ein tolles Angebot, drei Arabische Worte und wir bekommen 3 Tage umsonst.
Danach setzen wir uns auf eine der Bänke an der Mauer mit ihrem schönen Mexikanischen Stil die mit vielen Blumennischen versehen ist. Auch Murat, der schnelle Kellner kommt gerade vorbei, um sich von uns zu verabschieden. Er arbeitet hier an der Bar wo die Getränke und der Kaffee für das Lucina Restaurant fertig gemacht werden.

Da klingelt auch schon unser Handy, eine WhatsApp von unserem My Drive Fahrer, er steht vor dem Eingangstor des Hotels. Wir müssen jetzt in der Rezeption seine Einfahrt und das Autokennzeichen bestätigen, erst dann wird die Eingangsschranke für Ihn geöffnet. Wenige Minuten später ist er hier, die Zeit es ist 9:45 geworden. Unsere Koffer sind im Nu eingeladen, und schon kann es los gehen. Bis zum Flughafen von Hurghada sind es ca. 37 Kilometer, wir brauchen dafür eine knappe halbe Stunde. Wir müssen zum neuen Terminal 1, wir fahren eine lange Rampe zur Abflugebene hinauf. Hier lässt uns der Fahrer aussteigen, wir bezahlen für diese Fahrt 18 Euro.
(Ich meine vor fast 20 Jahren haben wir für die Gesamtfahrt etwa 35-40 Euro für den Bus von ETI bezahlt).

Danach geht es in die riesige Halle, wo wir zum Flug einchecken und unsere Koffer abgeben. Wir haben leider vergessen nach Fensterplätzen zu fragen, so bekommen wir beide Sitzplätze am Mittelgang, aber die vier Stunden oder etwas mehr wird es schon gehen. Danach geht es weiter zu den Gates wir müssen auf Gate 39, wie es sich herausstellt ist das fast am Ende der großen und modernen Abflughalle. Wir sind 10 Jahre lang von diesem Flughafen geflogen, das im Aussehen einem Beduinenzelt entsprach. Es gab viele Souvenier-Geschäfte in der damaligen Halle, es entsprach eher einem Basar als einem Terminal. Es hatte durchaus seinen Reiz, ob die neue Halle seine Besucher anspricht bleibt jedem Betrachter selbst überlassen. Auch im letzten Jahr hat der Abflugbereich noch vollkommen anders ausgeschaut.

Bild links: Alter Terminal; Bild rechts: Modell des neuen Terminals

Unser Abflug hier in Hurghada findet um 12:45 Ägyptischer Zeit statt. Eine knappe halbe Stunde früher konnte wir unser Flugzeug eine nagelneue Condor Airbus A321 betreten. Unsere Plätze waren in der Reihe 13 von insgesamt 38 Reihen direkt am Beginn der Flügel. Das Flugzeug war wider unserer Erwartung bis zum letzten Platz gefüllt.
Zum ersten Mal seit langer Zeit hatten wir einen Co-Piloten der unsere Flugroute mitteilte. Von Hurghada ging es zuerst nach Westen, wir überflogen Alexandria und Kreta, danach kamen wir an Santorin und Athen vorbei. Von hier geht es in Richtung Thessaloniki, über Dalmatien, Kosovo und den Balkan hinauf. Weiter geht es dann über Slowenien und Klagenfurt im Anschluss über Salzburg, wir sind schon seit Klagenfurt im Sinkflug auf München. Im Landeanflug auf München hatten wir ein paar Turbulenzen, beim Aufsetzen auf der Landebahn gab es eine ziemlich harte Landung. Um 16:25 sind wir in München angekommen, wie üblich müssen wir eine Weile warten, bevor wir die Maschine verlassen können. Beim Abstieg auf die Passkontrolle und die Kofferebene ließ uns eine Rolltreppe im Stich. Auf unsere Koffer mussten wir schon eine Weile warten, das Band unterbrach immer mal den Lauf, bevor es weiterging. Es war dann schon 17:00 vorbei als wir den Terminal verlassen können und unseren Parkfly-Service anrufen können. Er bringt uns in die Parkgarage wo unser Auto schon wartet. Wir haben keine gute Zeit für die Heimfahrt erwischt, es herrschte Feierabend-Verkehr auf der A92 und A99. Aber wir hatten wenigstens einen schönen Sonnenuntergang.

Nachwort: Einen Tag nach unserer Heimreise gibt es einen Temperatursturz in Hurghada/Ägypten auf etwa 12 bis 15°. Während unseres Aufenthaltes hatten wir Temperaturen von 28-30°. Für Unternehmungen wie längere Spaziergänge am Strand entlang war es mir teilweise schon zu warm.
Fazit: Wir hatten eine schöne Zeit, einen schönen Urlaub hier in Ägypten. Wir werden in jeden Fall auch in Zukunft wieder nach Ägypten reisen. Ob es wieder das Tucana Resort wird oder nicht, kann ich heute noch nicht beantworten. Die Leistung im Hotel ist sehr gut, mit seiner Menü-Karte, und nicht nur aus großen Töpfen schöpfen, wie meine Frau sagen würde. Allerdings auch das muss gesagt werden, das Hotel ist absolut nicht billig. Was mich für die Zukunft etwas stören würde, wäre der Strandspaziergang wo leider nur nach rechts (Makadi Jaz Hotels) oder nach links zu den (Red Sea Hotels) geht.
An anderen Hotels oder Stränden wäre es ähnlich, aber halt neu !!!!


Weihnachten und Silvester 2024 – Kreuzfahrt durch die Arabischen Emirate

Kurz vor Weihnachten wollen wir zusammen mit einer unser Töchter und Ihrer Familie die Arabischen Emirate besuchen.
Wir fliegen mit der Fluggesellschaft Fly-Dubai von Salzburg nach Dubai. Geplant hatten wir weitere 1,5 Tage in einem Hotel in Dubai in der Altstadt Bur Dubai zu verbringen. Der Stadtteil Bur Dubai war uns noch aus dem Jahr 2020 bekannt wo wir ein paar Tage im Stadthotel Mövenpick***** in Bur Dubai verbrachten. Es hatte uns damals hier sehr gefallen, die zentrale Lage nahe der Downtown mit dem Burj Khalifa und der Dubai Mall und seinen Attraktionen. Am Samstag Nachmittag werden wir dann auf der MSC Euribia einschiffen. Das riesige Schiff ist gerade auf einer Kreuzfahrt-Route im Arabischen Golf (Persischer Golf) unterwegs. Von Dubai geht es zuerst nach Doha der Hauptstadt des Emirates Katar. Von hier fahren wir weiter zum Königreich Bahrain. Am dritten Seetag legen wir in Abu Dhabi an. In Folge des nächsten Tages besuchen wir die Insel Sir Bani Yas. Und als letzte Station legen wir wieder in Dubai an.
Am folgenden Tag ist die Offizielle Kreuzfahrt mit derMSC Euribia beendet.
Wir verbringen noch ein paar weitere Tage in der Glitzerstadt Dubai, bevor es wieder zurück nach Europa geht.

Donnerstag, den 19. Dez. 2024

Es ist 6:00 Morgens, als wir aufstehen müssen, und uns für die Fahrt nach Salzburg bereit machen. Ein kleines Frühstück und nur eine Tasse Cappuccino zum Trinken, das muss ausreichen, um nicht mehrmals während der Autofahrt auf die Toilette gehen zu müssen. Unsere Koffer habe ich schon in die Garage gebracht. Etwas später, es ist schon 8:15 vorbei, als unsere Tochter mit Ihrer Familie in unsere Garageneinfahrt fährt. Wir fahren mit unserem VW Tiguan, weil das Auto unserer Tochter keinen so großen Kofferraum besitzt und weil sie ein E-Fahrzeug mit einer geringeren Kilometerleistung besitzt. Wir müssten auf der Rückfahrt irgendwo das Fahrzeug wieder aufladen.
Als erstes werden die 2 größten Koffer unser Kinder, danach die restlichen 6 oder 7 kleineren Koffer, unsere eigenen Koffer sind nicht allzu groß und ein Kinder-Buggy muss auch noch mit. Der Kofferraum ist jetzt bis zum Dachraum gefüllt, kaum zu glauben was in unserem Auto Platz hat.
Kurz darauf kann es losgehen, mein Schwiegersohn sitzt am Steuer, weil die Befürchtung vorherrscht, bei meiner Fahrgeschwindigkeit die Fahrt etwas länger dauern könnte. In Sontheim/Allgäu fährt er auf einer Nebenstrecke nach Stetten, wo wir die Autobahn A96 nach München erreichen. Der Straßenverkehr in die Landeshauptstadt einschließlich dem Gegenverkehr hält sich in angenehmen Grenzen. Der Stadtverkehr am mittlerem Ring in München ist da schon etwas heftiger. Trotz allem es geht voran, und bald darauf haben wir das Kreuz München Süd erreicht, wo es auf der A8 weitergeht in Richtung Inntal Dreieck.

Auch hier geht es relativ zügig voran, an Bad Aibling und dem Chiemsee vorbei, so dass wir bald die Landesgrenze bei Piding erreichen. Von hier sind es nur noch ca. 10 km bis zum Flughafen in Salzburg. Wir haben vor Wochen einen Parkplatz im Parkhaus 4, nahe dem Terminal gebucht . Es ist 10:50 als wir das Parkhaus erreichen, von hier müssen wir nur über die Zufahrtstrasse gehen um den Terminal zu betreten. Unser vierjähriger Enkel hat sich während der langen Autofahrt unglaublich tapfer und angenehm verhalten.
Mit unseren Koffern beladen, fahren wir mit dem Fahrstuhl ins Erdgeschoß hinauf, von hier geht es über die Zufahrtsstraße zum Terminal. Der Flughafen hier in Salzburg ist vergleichbar mit unserem Heimatflughafen in Memmingen. Der allerdings nach neuesten Zahlen 3,2 Millionen Fluggästen fast 3 mal soviel Passagiere umsetzt.
Unser Flug FZ1450 geht um 14:05 mit einer Boeing 737 max zum DXB Flughafen in Dubai. Auf Grund des angenehmen Verkehrsaufkommen und der höheren Fahr-Geschwindigkeit meines Schwiegersohnes haben wir jetzt ein großes Zeit-Fenster bis zu unserem Abflug vor uns. Wir setzen uns in ein kleines Cafe in der Ankunftshalle und bestellen uns etwas zum Essen und Trinken.

Mittlerweile ist es kurz nach 13:00 geworden, als wir den Sicherheitsbereich betreten, kein Vergleich mit den großen Flughäfen wie München, Frankfurt oder andere. Es gibt auch hier nette Shops, es wirkt einladender als im Eingangsbereich. Hinter den großen Fenstern sehen wir unsere Maschine von Fly-Dubai die uns in die Emirate bringen soll. Wenig später um 13:15 ist Boarding angesagt, und wir können zu Fuß über die Landebahn zu unserem Flugzeug gehen. Wie ich später feststelle ist es eine Boeing 737 max (hier gab in den vergangenen Jahren große Probleme, weil einige der Maschinen abgestürzt sind)

Originalbild von Boeing

Pünktlich um 14:05 starten wir aus Salzburg. Erfreulicherweise sind in unserer Maschine Bildschirme in die Rückenlehnen der Vordersitze eingebaut. So können wir uns immer Informieren auf was für einer Route wir fliegen. Unser Ziel ist der DXB Flughafen in Dubai, und er ist 4.500 Kilometer von uns entfernt. Die Ankunftszeit liegt bei 23:00 Ortszeit. Wir fliegen über Ungarn/Debrezen passieren kurz darauf die Rumänische Grenze, fliegen über Siebenbürgen und Sibu (Hermannstadt) weiter geht es über Bukarest bevor wir wieder Rumänien verlassen. Danach geht es über das Schwarze Meer, bevor wir irgendwo bei Samsun das Türkische Festland erreichen. (bei unserer Rückreise habe ich ein paar Screenshot vom Bildschirm gemacht). Weiterhin fliegen wir zwischen dem Van-See und dem Berg Ararat (bekannt aus der Bibel, Arche Noah) vorbei. Wenig später überfliegen wir den Iran, was mich ein wenig verwundert, unter uns das Zagros-Gebirge mit seinen bis zu seinen über 4.000 m hohen Bergen, die schneebedeckt sind. So geht es weiter über den Iran bis wir kurz vor 23:00 im Anflug auf Dubai sind.

Nachdem wir unser Flugzeug verlassen können, fährt uns der Flughafenbus Kilometer-weit über das riesige Flughafengelände. Man glaubt schon es geht nie zu Ende. Dann endlich haben wir den Eingang von Terminal 3 erreicht. Hier noch ein paar Bilder, später habe ich aus Sicherheits-Gründen darauf verzichtet.

Der Flughafen Dubai International (DXB) ist nach dem Flughafen in Atlanta/USA nach Passagierzahlen derzeit der Zweitgrößte Flughafen der Welt.

Nachdem wir alle Einreise-Formalitäten erledigt haben, verlassen wir den Terminal 3. Vor der Halle erwarten uns Hunderte von Taxis in verschiedenen Größen. Wir brauchen für 4 Erwachsene und einem 4jährigen Kind plus dem riesigen Gepäck ein Großraum-Taxi. Es dauert eine Weile, bis wir das passende Fahrzeug gefunden haben. An das schnelle Tempo das hier in Dubai, ob hier am Terminal oder bei der Dubai-Mai als auch bei den Hotels an den Taxiständen herrscht, muss man sich erst gewöhnen.

Freitag, den 20.Dez 2024

Es ist jetzt weit über Mitternacht hinaus, als wir unser Hotel in Bur Dubai erreichen. Nach meiner Recherche zu Hause sind es ca. 7 Kilometer bis zu unserem Hotel Rove Healtcare City*** das mit hervorragenden Bewertungen glänzt.


Guten Morgen, nach unserer späten Ankunft gestern Abend auf dem riesigen Flughafen DXB von Dubai sind wir heute Morgen etwas später aufgestanden. Es ist schon 7:30 als wir aufstehen und zum Frühstücken in den Speiseraum im Erdgeschoß gehen. Der Speisesaal macht einen hübschen Eindruck, als auch das Angebot am Frühstücksbuffet einen sehr guten Eindruck macht. Die Bediensteten laufen mit Weihnachtlichen Zipfelmützen umher. Man kann zusätzlich zum Buffett bei den Angestellten noch Eierspeisen oder Omelette bestellen. Es gibt im Speisesaal 2 Kaffeeautomaten mit einem ausgezeichneten Kaffee. An jedem der Tische stehen noch Flaschen mit Trinkwasser zur Verfügung.

An einem Getränkestand holen wir ein paar schmackhafte Obstsäfte, bevor wir zum Kaffeeautomat gehen um uns hier eine Tasse Cappuccino zu holen. Danach stellen wir uns unsere Frühstücksteller zusammen. Wenig später kommt unsere Tochter Alexandra in den Speiseraum und setzt sich mit an unseren Tisch. Sie ist als einzige in Ihrer Familie wach, die anderen beiden schlafen noch. Ihr kleiner Sohn braucht den Schlaf, er ist ja ebenso wie wir erst nach Mitternacht ins Bett gekommen, und der Papa wacht jetzt auf den Kleinen. Nachdem Alexandra Ihr Frühstück eingenommen hat, geht sie mit einem kleinen Frühstücksteller für Ihren Sohn zurück aufs Zimmer. Wenig später kommt unser Schwiegersohn herunter, um ebenfalls bei uns am Tisch zu frühstücken. Nach dem wir alle unser Frühstück genossen haben, gehen meine Frau und ich in unser Zimmer zurück, um unsere Morgentoilette zu vervollständigen. Wir haben uns für die Mittagzeit verabredet um einen Ausflug über den Creek hinüber zum Stadtteil Deira zu machen.
Gegen 11:30 verlassen wir unser hübsches Zimmer in der 11. Etage (in diesem Jahr können wir sogar The Frame und den Burj Khalifa durch unser Zimmerfenster sehen) und fahren ins Erdgeschoß hinunter zur Rezeption bzw. dem Ausgang. Wir haben noch bestimmt eine halbe Stunde Zeit bis unsere Kinder kommen. Ca. zwei hundert Meter zur linken Seite befindet sich das Hotel Mövenpick***** in diesem hübschen Hotel waren wir im Januar 2020, also kurz vor dem Corona-Ausbruch zu Gast. So gehen wir die paar Schritte um dieses Haus nochmals anzuschauen, ich hätte auch dieses Mal gern in diesem Hotel übernachtet, aber meine Tochter steht nicht auf diesen Baustil.

li. Bild: Rove Healtcare City re. Bilder: Hotel Mövenpick

Kurz nach 12:00 treffen wir uns vor dem Hoteleingang. Mein Schwiegersohn hat über eine Uber-App für uns ein Taxi bestellt, das laut der Handy-App in 15 Minuten da sein soll. Dieses Mal haben wir ein normales großes Taxi bestellt, das uns die etwa 5 Kilometer bis zum Dubai-Creek fährt.
(der Dubai-Creek ist ein etwa 14 Kilometer langer Meeresarm der die Stadtteile Bur Dubai und Deira voneinander trennt)

älteres Bild aus dem Internet: der Creek

Unser Taxi-Fahrer bringt uns in die Altstadt Al Fahidi wo wir aussteigen, hier ist aber nicht die Abra-Station wie von mir geplant. Wir gehen weiter am Creek entlang, an einem kleinen Platz geht unser Enkel auf Tauben-Jagd, ein beliebtes Hobby von ihm. Wenig später gehen wir durch den Old Souk von Bur Dubai, bis wir die mir bekannte Abra-Station erreichen. Hier ist erstaunlicherweise im Moment nichts los.

Einer der Bootsfahrer bringt uns mit seiner Abra (Holzboot) für 20 Dirham über den Creek in den Stadtteil Deira. Hier an der Deira Old Souq Station steigen wir aus und gehen wir die Old Baladya Str. entlang in Richtung dem Gold-Souq. Dieser Souq ist immer schön und Interessant für Besucher. Im Gegensatz zum Jahr 2020 wo wir ebenfalls an einem Freitag (Feiertag in den Arabischen Ländern) hier waren, ist heute wesentlich mehr los. Mein Schwiegersohn und ich müssen auf eine Toilette gehen, zwischen all den Schmuckgeschäften befindet sich ein kleines Häuschen zu diesem Zweck.
Man kann aber nicht einfach hinein gehen, Münzgeld oder Ähnliches verwenden, man muss mit einer Telefon-App den Eintritt ins Häuschen bezahlen. Nachdem der Vorgänger das WC-Haus verlassen hat, muss man warten, bis der Toilettenraum automatisch gereinigt wurde. Erst danach wird der Raum zur Bezahlung frei gegeben, im Anschluss kann man eintreten.


Der „ Star of Taiba wie er genannt wird, hat einen Durchmesser von 70 Zentimeter, besteht aus 21 karätigem Gold mit einem Gewicht von 58,686 Kg, zusätzlich mit 5,17 kg Edelsteine aus dem Hause Swarowski, sein Wert lag im Jahr 2020 bei 2,5 Millionen Euro“.

Wir waren schon mehrmals in dieser Straße, es ist immer wieder nett und Interessant die vielen Schmuckgeschäfte anzuschauen. Nachdem wir den Goldsouk am Ende der Straße wieder verlassen haben, wollten wir jetzt wieder zurück in Richtung Creek gehen. Meine Jugend möchte aber nicht den gleichen Weg zurück bis zum Gewürzsouk gehen, offensichtlich haben sie genug gesehen, schade eigentlich. Wir gehen jetzt auf einer Nebenstraße in Richtung Fluss. Plötzlich ertönt der Ruf des Muezzins der die Gläubigen zum Gebet aufruft. Auf unserem Weg sehen wir eine große Anzahl von Männern auf der Straße knien und beten. Nachdem wir den Creek erreicht haben, möchte ich gern eine kleine Cafeteria am Ufer aufsuchen.
In dem wir im Jahr 2020 bei herrlichstem Sonnenschein zwei wunderbare Cocktails getrunken haben. Meine Frau hatte sich damals einen Mango-Cocktail und ich schmackhaften Erdbeer-Cocktail bestellt.
Leider war von dieser kleinen Ufercafeteria heute nichts mehr zu sehen, hier herrscht Baustelle. Der Sheik von Dubai hat wohl andere Pläne. Auch die ganzen alten Dhaus die damals hier am Ufer des Creek`s standen, sind auch nicht mehr zu sehen.

Diese Bilder sind aus dem Jahr 2020

(Dhau / altes Segelschiff mit ihnen werden Küstennahe Frachtfahrten bis zum Iran, Pakistan oder Indien sowie Oman oder Afrika getätigt ). Wir sehen Flachfernseher, riesige Mengen an Klimageräten, Gefriertruhen und Kühlschränke sowie Staubsauger am Ufer stehen. Ebenso riesige Ballen an Stoffen liegen hier am Ufer, irgendwann werden sie abgeholt oder auf die Dhaus verladen.

Wir suchen die nächste Abrastation in der Nähe auf und fahren mit der Abra wieder zurück nach Bur Dubai. Am Fährterminal Al Fahidi wo wir aussteigen sehen wir eine kleine Terrasse. Vor dem Haus ist ein Eis-Reklameschild zu sehen. Beim Näherkommen entdecken wir das hübsche Speiselokal Wokyo Noodle Bar AL Seef mit einer Chinesisch/Japanischen Küche und der kleinen Terrasse, die wir vorher gesehen hatten.
Wir hatten unserem Enkel drüben in Deira ein Eis versprochen, dieses Versprechen konnten wir bisher nicht halten, weil unser Cafe einer Baustelle weichen musste. Hier müssen wir wohl unser Versprechen einlösen. Zuerst setzen wir uns an einen Tisch im Inneren des Lokals, etwas später wird ein Tisch auf der kleinen Terrasse frei. Meine Jungen sind immer für Essen zu begeistern, auch meine Frau bestellt sich einen Teller mit Chicken, während meine Tochter sich eine offenbar schmackhafte Suppe bestellt. Mein Enkel bekommt nach dem Eis noch einen Teller mit Reis, was es dazu gab und was mein Schwiegersohn gegessen hat weiß ich heute nicht mehr. Ich habe mir nur ein Glas mit Eiskaffee bestellt, statt mit Milch war er leider nur aus Eiswasser gemacht.

Nach dem Essen das allen offensichtlich geschmeckt hat, verlassen wir das hübsche Speiselokal. Auf der Straße versuchen wir ein Taxi zu organisieren, was sich nicht einfach gestaltet, mangels Internet-Verbindung. Mein Schwiegersohn geht zurück ins Lokal und bittet um eine Taxi-Bestellung, was sie auch gerne machen.
Mit dem Taxi, das bald darauf kommt, fahren wir zu unserem Rove Healthcare City Hotel zurück. Wir gehen alle zum Umziehen in unsere Zimmer zurück, im Anschluss wollen wir zum Pool, der sich in einer Art Hochparterre befindet. Hier tummeln sich Vater und Sohn im warmen Wasser des Hotelpools. Schade nur, dass bald darauf die Sonne hinter dem nächsten Hochhaus verschwindet.

Wir haben hier im Hotel nur Zimmer mit Frühstück bestellt, da wir uns frei entscheiden wollten, wo und wann wir essen wollten. Heute Abend bleiben wir im Hotel, unser Kleinster sollte rechtzeitig ins Bett.
Wir gehen kurz nach 18:30 in den Speisesaal, der zugleich auch Frühstücksraum ist. Gleich neben dem Eingang bekommen wir einen großen Tisch für uns. Meine Frau bestellt sich einen Teller Rove Butter Chicken, unsere Tochter nimmt einen Salatteller mit dem Namen „Rove Poke Bowl„. Ich bestelle für mich (Spaghetti Bolognese) mit dem Namen „Lentil & Mushroom Bologne“ , mein Schwiegersohn hat eine etwas größere Liste „Double Double Burger mit Süßkartoffeln und Tapas„. Unser Enkel bekommt ein paar Pommes mit Mayo. Dazu für uns Männer eine Flasche Bier und die Damen trinken Wasser.
Bald darauf ist es Zeit, für unseren Enkel ins Bett zu gehen, er hat gewaltige Schlafschulden. Während unser Jungen in ihren Zimmer verschwinden, machen wir noch einen Spaziergang über die 19 th Street vorbei am Mövenpick Hotel***** bis zur Querstraße genau wie vor fast 5 Jahren. Es ist unglaublich was für ein riesiges Verkehrsaufkommen hier in einem Neben-Stadtteil von Dubai herrscht. Gegen 21:45 kommen wir ins Zimmer zurück, schauen kurz durch unser Fenster, die allabendliche Lichtershow am Burj Khalifa sehen heute Abend leider nicht mehr.

Samstag, den 21. Dez. 2024

Guten Morgen wir haben ausgezeichnet geschlafen, es ist kurz vor 8:00 als wir aufstehen und danach zum Speisesaal im Erdgeschoss gehen. Auch heute ist einiges hier los. Die Hotelgäste die wir im Speisesaal sehen haben oft Afrikanische Wurzeln, im Gegensatz zum Mövenpick Hotel***** wo vorwiegend Gäste aus Indien, Pakistan oder Nepal waren. Nachdem wir Cappuccino und unsere Obstsäfte an unseren Tisch geholt haben, kommt auch schon unsere Tochter vorbei. Der Kleine und sein Vater schlafen noch selig. Bei einem der jungen Kellner bestellt sie ein paar Spiegeleier und holt sich noch andere gesunde Sachen dazu. So verbringen wir eine Stunde gemütlich beim Frühstück, bevor sie mit einem Teller bewaffnet nach oben geht. Was aber nicht gern gesehen wird. Wenig später kommt unser Schwiegersohn in den Speisesaal, auch er bringt einen großen Hunger mit.
Für heute Vormittag ist der Besuch von „The Frame“ vorgesehen. Der „The Frame“ ist ein überdimensionaler Bilderahmen mit 150 Metern Höhe der mit 24 Karätigem Gold verkleidet ist. Als wir im Jahr 2019 das erste Mal Urlaub in Ras Al Khaimah machen und einen Ausflug nach Dubai machten, konnten wir erstmals den riesigen Bilderrahmen sehen.
Für 11:30 haben wir ein Taxi bestellt das uns zum Zaabel-Park bringen wird, in dem der riesige Bilderahmen steht. Es sind nur ja wenige Kilometer bis zum „The Frame„. Wenige Meter vor dem Haupteingang lässt uns der Fahrer aussteigen. Wir haben bewusst auf einen Ticketkauf per Internet verzichtet, weil wir zeitlich ungebunden sein wollten. Wenige Meter vor dem Bilderrahmen haben sie eine Absperrung aufgestellt, um die Besucher zu dosieren. Hier stehen an die hundert Besucher und müssen warten. Wir haben aber Glück, beim dritten Öffnen der Sperre innerhalb einer Viertelstunde sind wir mit dabei. Im Inneren des „The Frame“ stehen wir nochmals kurz. Dann endlich können wir in den Fahrstuhl der uns die 150 Meter in die Höhe bringen wird. Der Fahrstuhl ist nach Außen mit Glas verkleidet, so dass man auch während der Fahrt Teile von Dubai in Richtung dem Hafen sehen kann. Hier Oben verbringen wir fast eine Stunde, und ich hoffe dass es allen gefallen hat. Unser Enkel, seine Mama und die Oma stehen sogar auf dem gläsernen Boden, unter Ihnen 150 Meter nichts.

Auf der anderen Seite des senkrechten Rahmens fahren wir im Anschluss wieder nach unten, das kleine Museum haben wir ja schon vor der Auffahrt angeschaut. Meine Tochter hatte sich im Anschluss noch einen Besuch im Dinosaurierpark ausgesucht. Da unser Enkel unheimlich auf Dinos steht. Unser Taxifahrer bedeutet uns, dass der Park jetzt am Nachmittag geschlossen sei und nur Abends mit Beleuchtung geöffnet hat. Beim Vorüber Fahren bestätigt es sich leider. Wir fahren zu unserem Rove Healtcare City*** zurück, bis 14:00 müssen hier im Hotel auschecken, und im Anschluss zum Kreuzfahrt-Terminal Port Rashid fahren wo unser Kreuzfahrtschiff die MSC Euribia auf uns wartet.

Wir hatten für das Einchecken auf der MSC Euribia ein Zeitfenster zwischen 14:00-15:00 gebucht. Für die Fahrt zum Kreuzfahrt-Terminal 3 in Port Rashid haben wir ein Großraum-Taxi bestellt. Hier in Dubai sind viele Autos oder Taxi riesengroß, sei es von Toyota, Nissan oder Chevrolet OMC, die meisten sind Siebensitzer mit einem riesigen Kofferraum. Heute kommt ein großer OMC um uns abzuholen, bis zum Hafen fahren wir schon ein gutes Stück. Wie wir sehen wird hier auf dem Hafengelände mächtig gebaut, und auch die Metro wird irgendwann bis in den Hafen hinaus fahren. Wir kommen an der Queen Elisabeth 2 die seit vielen Jahren am Yachthafen Mina Rashid liegt, vorbei. Sie erfüllt seit 2018 hier in Dubai den Zweck eines Luxus Hotels. Vor dieser Zeit sollte sie zum gleichen Zweck als Hotelschiff in Singapur dienen.
Von weitem sehen wir schon die MSC Euribia über das Hafenterminal hinausragen. Unser Taxi ladet uns vor der Halle ab, mit einem Kofferwagen voller Gepäck machen wir uns auf den Weg ins Innere. Zuerst müssen wir unsere Koffer in einem abgeteilten Bereich der riesigen Halle abgeben, wo die Bediensteten vom Schiff Banderolen für unsere Kabinen auf die Koffer kleben.

Danach geht es zum Einchecken, in langen Reihen warten hier die Angestellten von MSC Cruises die an Bord ihren Dienst tun, um unsere Papiere zu prüfen und die Bordausweise ausstellen. Und dann stehen wir vor dem Riesenschiff.
Die Technischen Daten sind: 331 Meter lang; 43 Meter breit für 6.327 Passagiere:
die Bruttoraumzahl entspricht 184.011 und das Baujahr ist 2023. Die Werft ist Chantiers de l’Atlantique bei (Saint-Nazaire.
Das größte Schiff auf dem wir bisher schon gefahren sind, war die MSC Fantasia gewesen, die mit einer Brz. von 137.936 und einer Länge von 333 Meter wohl etwas kleiner war.

Mit unserem Handgepäck bestückt betreten wir auf Deck 4 das riesige Schiff. Über einen Treppenaufgang gehen wir weiter auf Deck 5 hinauf, wo sich die Rezeption und auch unsere Kabinen befinden. In unseren Formularen die wir beim Check-In bekommen hatten steht, gehen sie zuerst zu ihren Kabinen. Was uns nicht klar war, das der Bordausweis an der Kabinentür befestigt war. Nachdem wir unsere Kabine inspiziert haben, und als schön befunden haben, verlassen wir wieder die Kabine.
Bis unser Gepäck auf die Kabine gebracht wird dauert es bestimmt noch einige Stunden.
In der Nähe des Atriums befinden sich 6 Lifts, mit denen man auf die beliebigen Decks fahren kann.
Das besondere daran ist, wenn man auf einen der Bildschirme drückt kommt zugleich eine Anzeige welcher der 6 Fahrstühle A;B;C; D;E; F; auf das betreffende Deck fährt. Wir fahren mit einem Lift auf Deck 15 hinauf. Hier befindet sich etwa in der Mitte des riesiges Schiffes der große Pool, Auf beiden Seiten des Pool sind die Atmosphere Bar`s South, in der es Snacks, Pizzen und andere Spezialitäten vom Grill gibt. Auf der anderen Seite des Pools gleich neben dem Riesigen Bildschirm ist die Atmosphere Bar`s North hier gibt es Cocktails, Bier, alkoholfreie Getränke, Coladas, Kaffee und mehr.
Wir gehen wieder zurück ins Schiffsinnere und streifen als erstes durch das Selbstbedienungs-Restaurant auf dem gleichen Deck. Am Eingang dieses Restaurants vor der Marketplace Bar ist eine hübsche Winterlandschaft aus Lebkuchen und einer Eisenbahn aufgebaut. Wir gehen danach auf Deck 16 hinauf an der Außenreeling entlang nach hinten ans Heck, wo sich die Horizon Bar, das Sun-Deck sowie ein weiterer kleinerer Pool und Badeliegen befinden. Wir nehmen wir an einem der zahlreichen Tische Platz um unser erstes Getränk auf der MSC Euribia zu bestellen. Mein Schwiegersohn und ich trinken ein Heinecken Bier und meine Frau und unsere Tochter einen Strawberry Daiquiri, unser Kleinster hat ein Hörnchen Eis in der Hand. Mittlerweile ist es 15:45 geworden.

Plötzlich ertönt ein Ausruf über die Lautsprecher, alle Passagiere möchten sofort Ihre Kabinen aufsuchen. In 15 Minuten beginnt die obligatorische Seenotrettungsübung an Bord. Ein Internationales Abkommen verpflichtet alle Passagiere und Besatzungs-mitglieder, innerhalb von 24 Stunden nach Betreten des Schiffes daran teilzunehmen. 

Aktuell muss an Bord der MSC Flotte niemand mehr mit seiner Rettungsweste an einem überfüllten Sammelplatz diese Übung demonstriert bekommen, sondern kann dank visueller Technik dieses Sicherheitstraining wesentlich entspannter erleben: Am Anreisetag werden alle Gäste an Bord dazu aufgerufen, das Sicherheitsvideo auf den Fernsehern in den Kabinen anschauen und im Anschluss telefonisch über das Kabinentelefon mit einem Code die Kenntnisnahme zu bestätigen.

Bis wir in unseren Kabinen ankommen, ist alles schon alles vorbei, ein Kabinenboy gibt für uns über das Telefon den betreffenden Code 881 ein. Wir müssen auf Deck 6 Kontakt mit einer Prüfstelle aufnehmen, damit ist alles erledigt. Wir kennen das Prozedere in verschiedenen Variationen vom Teilnehmen über einen Bildschirm, in einem Restaurant bis hin zum Lauf im Gänsemarsch zu den Rettungsbooten. Nach unserer Registrierung bei der Rettungsübung gehen wir wieder zurück in unsere Kabinen. Unser kleiner Enkel braucht etwas Ruhe, der Tag ist ja noch nicht zu Ende für Ihn. In unserem Kabinengang stehen schon vereinzelt Koffer vor den Kabinentüren, bei uns leider nicht.
Wir haben die erste Tischzeit um 17:30 bekommen oder ausgesucht ?. Vor dem Essen haben wir in der Rezeption nachgefragt, ob man mit leichter Kleidung zu Tisch gehen kann (mein Schwiegersohn ist mit kurzer Hose an Bord gekommen), und unsere Koffer sind immer noch nicht da. Es sei kein Problem wird uns versichert. So gehen wir also in leichter Freizeitkleidung in unseren Speisesaal mit dem Originellen Namen Green Orchid. Dieser Speisesaal liegt auf dem gleichen Deck 5 in der Nähe der Rezeption und unseren Kabinen. Wir haben einen Tisch direkt an einem Fenster mit guter Sicht nach draußen, aufs Meer bekommen. Der Stewart der für unseren Tisch zuständig sein soll, ist wahnsinnig nett und freundlich, so wie die meisten hier an Bord, wie wir auf unserer Kreuzfahrt feststellen konnten. Das Essen war meiner Meinung nach nicht überwältigend, ich habe bei der Mein Schiff-Flotte schon besser gegessen. Auch unserem kleinsten schmeckt das Essen nicht so gut.

Es ist jetzt 19:00 vorbei, unsere Tochter und Schwiegersohn wollen mit ihrem Sohn zu irgend einer Kinder-Veranstaltung, die glaube ich oben auf Deck 6 stattfindet. Wir gehen zunächst in unsere Kabine zurück, und freuen uns dass unser Gepäck endlich da ist. Meine Frau fängt gleich an unsere Koffer auszupacken. Anschließend gehen wir im Atrium über die Swarovski-Treppe auf Deck 6 hinauf, wo sich einige Bar`s und Pubs (z.b. Master of the Sea ist durch eine kleine Treppe nach Deck 7 erreichbar) und viele andere Spezialitäten-Restaurants befinden.

Die Galeria mit ihrem 112 Meter langen Led-Himmel auf Deck 6 und 7 ist im vorderen Bereich des Schiffes, das heißt vom Delphi-Theater bis zum Atrium mit Bar`s und verschiedenen Bezahl-Restaurant bestückt. Vom Atrium bis nach hinten am Heck befindet sich das Casino und eine weitere schöne Tanzbar Carousel Lounge, sie wurde in der Vergangenheit nur für besondere Shows benutzt. Sie kann mittlerweile von den Passagieren ganztags benutzt werden, Als wir im Laufe der Woche einmal die Carousel Lounge aufsuchten war aber sie ohne weitere Gäste.
Vor der Euribia-Bar treffen wir unsere Jungen wieder, unser Enkel hat in der Jean-Philippe-Chocolat ein großes Eis bekommen, woran er noch knappert. In der Bar spielt leider laute Musik, was nicht gerade zu einer Unterhaltung einlädt. Ein kurzes Gespräch miteinander, und unsere Jungen gehen gemeinsam in Ihre Kabine zurück. Wir dagegen besuchen noch kurz die Infinity-Bar, die sich auf Deck 5 neben dem Atrium befindet, und in nächster Nähe unserer Kabine ist. An der Bar bestellen wir nach Durchsicht der Getränkekarte einen Strawberry Daiquiri zum Trinken. Er ist einer der wenigen Getränke die für unser Getränkepaket Easy zur Verfügung stehen. Ein Lob auf Mein Schiff hier stehen laut Reklame immer noch an die 100 Getränke zur freien Verfügung.
Wie wir später einmal feststellen konnten, bekommt man nach dem Trinken vom Strawberry Daiquiri eine rot gefärbte Zunge.

Sonntag, den 22. Dez 2024

Guten Morgen, es ist schon 7:45 als wir aufstehen und uns zum Frühstücken fertig machen. Wir mussten noch gestern Abend die Uhr um eine Stunde zurück stellen. Die MSC Euribia steht in Doha/ Emirat Katar an der Reede. Wie wir schon gestern Abend bei einem kurzen Blick durchs Fenster feststellen konnten hat unser Kapitän einen sehr schnellen Speed hingelegt.
Wir haben schon gestern mit unserer Familie vereinbart, das wir meistens separat zum Frühstücken gehen werden. Unser kleiner Enkel hat durch die Zeitverschiebung von 3 Stunden einen ganz anderen Tages-Rythmus, den man berücksichtigen muss.
Wir fahren mit dem Fahrstuhl hinauf auf Deck 15 wo sich das Marketplace Buffet sowie das Marketplace Family & Kids befindet. Als wir im Buffett-Restaurant ankommen erschrecken wir, bei der Unmenge an Frühstücksgästen die hier sind. Man könnte glauben alle 6.400 Gäste des Schiffes essen hier. Im Marketplace Family & Kids finden wir noch einen freien Tisch für uns zwei. Zuerst besorgen wir uns 2 Gläser mit Obstsaft von einem der Getränkeautomaten. An den Tischen befinden sich eine Glocke, über die man beim Kellner Kaffee oder andere Sachen bestellen kann. Nach wenigen Minuten kommt ein Kellner vorbei und nimmt nach Einscannen unseres Bordausweises die Bestellung auf. Wenig später bringt ein anderer Kellner den bestellten Cappuccino vorbei. Danach gehen wir auf die Suche über die verschiedenen Stationen die das Selbstbedienungs-Restaurant bietet. Ich erspare mir darüber detailliert zu berichten, ich hole mir etwas Brot, Käse, Rührei oder Spiegelei, gegebenenfalls auch ein Omelett. Zum Süßen Teil des Frühstück gehört auch Marmelade oder etwaige Hörnchen und sonstiges Gebäck. Mein Frühstück hält sich auch hier in Grenzen. Ich denke aber gern an die Kreuzfahrten mit der mein Schiff 1 oder mein Schiff 6 wo es ein tolles Frühstück im Hauptrestaurant gab. Ungern dagegen an mein Schiff Herz im Jahr 2022, hier war das Frühstücks-Buffett sehr spartanisch.
Etwa eine halbe Stunde später kommt unser Tochter vorbei, die uns trotz der riesigen Menschenmenge hier oben gefunden hat. Ihre Männer schlafen noch selig. Meine Tochter sowie meine Frau haben ein ganz anderen Essens-bedarf wie ich. Da kommen ganz andere Dinge wie Körner, Schinken, Wurst, Eier und viele andere Dinge, mir fällt gar nichts mehr ein. Ein wenig später kommt unser Schwiegersohn mit dem Kleinen Mateo in den Speisesaal. Jetzt geht unsere Tochter los um einen Frühstücks-Teller für den Kleinen zusammen zu stellen. Während unsere Jungen wieder in die Kabine zurück kehren, besuchen wir das Oberdeck(Pool) um ein paar Bilder zu machen.
Wie schon erwähnt stehen wir mit unserem Schiff vor dem Kreuzfahrtterminal von Doha. Wir hatten versäumt irgendwelche Ausflüge bei MSC zu buchen, teilweise aber auch aus Gründen der hohen Preise. Vor der Reise haben wir ein paar Ausflüge bei MSC markiert, der Ausflug hier in Doha wäre eine Busfahrt an der Corniche (Uferstraße) zum Souq Waqif und im Anschluss eine Fahrt auf einer Dhau mit einem Barbecue bei einem Preis von über 130 Euro gewesen. Bei all unseren Kreuzfahrten in der Vergangenheit waren Ausflüge vom Schiff das A und O der jeweiligen Kreuzfahrt. Wir wollen auf dieser Reise unsere Ausflüge mit dem Taxi bestreiten.

Unsere Kinder möchten ihren Sohn heute Vormittag in den Kidsclub bringen. Nach der Registrierung stellte sich heraus, dass Mateo nur mit der Mama hinein gehen wollte, das ist leider nicht möglich. Sie wollen keine Begleitpersonen im Kidsclub dabei haben.

Es gibt für alle Altersgruppen eine Betreuung; Hier zwei Bilder vom Kidsclub

Nach langem Hin und Her müssen wir wieder gehen. Unterwegs kommen wir an einer Legowand vorbei, an dem unser Kleiner etwas spielen konnte. Gegenüber befand sich die riesige Sporthalle (Sportplex) die sich über zwei Decks erstreckte.

Gegen 12:00 verlassen wir die MSC Euribia, wie gewohnt über Deck 4 mit dem Buggy, den wir in diesem Urlaub mit dabei haben. Hinter uns liegt die Norwegian Dawn an der Pier, sie ist um einiges kleiner als unser Schiff.

Die Technischen Daten der Norwegian Dawn: BRZ.99.250; 294 mt. Länge; 2.244 Passagiere.

Wir betreten über eine Treppe das Grand Cruise Terminal von Doha, nach den üblichen Absperrungen sehen wir vor uns ein riesiges Aquarium das sich mindestens über 2 Stockwerke erstreckt. Unser Enkel ist kaum von den schönen Fischen abzubringen. Danach geht es über eine Rolltreppe nach unten, wo die Sicherheitskontrolle auf uns wartet. Kurz vor dem Ausgang können wir noch Geld umwechseln in Katar Riyal, das wir für unsere Taxis wohl brauchen werden.

Danach verlassen wir den großen Terminal, auf dem Parkplatz stehen eine Menge an Bussen, als auch viele Taxis. Nachdem wir ein größeres Fahrzeug für uns ausgesucht hatten fahren wir vom Port Doha am Mina District (Alter Hafen von Doha) mit seinen Pastellfarbenen Gebäuden vorbei. Danach fahren wir am Amiri Diwan, dem Offiziellen Arbeitsplatz des Emir von Katar über die AL Corniche in Richtung Zentrum. Hier in der Nähe wäre auch der Souq Waqif gewesen, was wir natürlich nicht wussten, mangels Information meinerseits. In der Nähe des Al Dafna Parks lässt der Taxifahrer uns aus dem Fahrzeug aussteigen mit dem Hinweis, dass immer wieder Taxis hierher kommen. Was sich leider Nachträglich nicht bestätigte. Auf der anderen Seite der 8 Spurigen Prachtstraße beeindruckende Hochhäuser in allen möglichen Formen. Wir suchen jetzt den Markt Souq Waqif ? haben aber keine Ahnung, wo er sich befindet. Am Sheraton Grand Doha einem Imposanten Hotel vorbei, wechseln wir irgendwann die Straßenseite und befinden uns plötzlich in einem weiteren Park vor dem City Centre Rotana Doha einem weiteren 5 Sterne Hotel. Wir fragen bei einem Einheimischen nach einem Markt, der uns auf die The Gate Mall hier in der Nähe hinweist. Vor Ort stellen wir fest, dass wir in einem Einkaufscenter gelandet sind. Durch ein Parkhaus gelangen wir in die große Mall. Zuletzt sitzen wir in einem Starbucks Cafe, jeder mit einem Becher Kaffee bestückt.

In einem sogenannte Atrium mitten in der Mall befand sich eine riesengroße Hüpfburg, auf der unser Enkel unbedingt einmal Hüpfen wollte, Was sich aber zerschlug auf Grund eines großen Eintrittsgeldes ?.
Wir verlassen die große Mall und versuchen zurück auf die Ufer-Corniche zu kommen. Das wurde leider eine längere Geschichte, weil alle Straßen immer pa­r­al­lel zur Corniche führen. Aber irgendwann hat es doch geklappt, wir verlassen zwischen dem Doha Tower und dem QP Tower das Qatar Petroleum District. Direkt an der Corniche befindet das Twisted Olive & Naama`s Garden (Garten-Lokal) das sich zum Verweilen einladet.
Als nächstes müssen wir die mehr als 8 spurige Corniche überqueren, was sich als nicht so einfach heraus stellt. Aber irgendwann gelingt uns das und wir befinden uns wieder im Al Dafna Park wo wir eine ganze Weile auf ein Taxi warten müssen. Es kommt keines, nach einer geschätzten halben Stunde fährt ein Privat-Auto in die Einbiege-Spur wo wir stehen. Er fragt uns, was los ist und wohin wir wollen. Vielleicht wollte er etwas Geld verdienen, auf jeden Fall nimmt er uns mit und fährt uns zum Doha Port. Leider haben wir jetzt Rush Hour fast genauso wie in Dubai um ca. 17:00. Auf unserem Weg kommen wir wieder am Amiri Diwan, dem Offiziellen Amtssitz des Emir von Katar vorbei. Hier kommt gerade eine Gruppe Reiter auf Kamelen die Straße entlang. Das sei Tradition an jedem Sonntag hier in Doha, erzählt unser Fahrer.

Mein Schwiegersohn hat uns später erzählt, dass unser Fahrer sehr nervös während der Fahrt war. Einmal sind wir an einer Polizeistreife vorbei gefahren, er hatte wohl etwas Angst vor einen Polizei-Kontrolle.
Wir sind hier offensichtlich in einem Autokratischen Land genau wie in den Vereinigten Arabischen Emiraten, das sollte man nie vergessen.
Wir sind froh wieder an Bord zu sein, nach unserem ach so erfolgreichen Ausflug in Doha !!. Nachdem wir unsere Sachen auf die Kabine gebracht haben, fahren wir hinauf zum Pool auf Deck 15. Nachdem viele Gäste heute auf einem Ausflug sind, stehen viele Badeliegen zur Verfügung. An der Atmosphere Bar South holen wir uns einen Teller mit Pommes und einer Pizzasscheibe, Hier gibt es dreierlei Sorten der äußerst schmackhaften Pizzen. So verbringen wir den restlichen Nachmittag in der warmen Sonne. Gegen 18:00 gehen wir zurück in unsere Kabinen. Auf Wunsch meiner Tochter haben wir die Essenszeiten geändert von 17:30 auf 19:30, mal sehen wie das klappt.
Es zeigt sich dass wir in der zweiten Esszeit keinen festen Tisch bekommen, sondern immer wieder warten müssen, wann und wo der Maitre uns einen Tisch gibt. (Das war wohl keine so gute Idee).
Wie jeden Abend machen wir im Anschluss einen Spaziergang über die Galeria auf Deck 6/7 . Heute Abend kommen vom Kidsclub ein paar Figuren darunter das Maskottchen der MSC Euribia, ein Seestern auf die Galeria. Das möchte unser Kleiner natürlich sehen. Anschließend ist im Delphi-Theater eine Zauber-Show, wovon unser Jüngster hellauf begeistert ist.

Nachdem sich unsere Jungen in die Kabine verabschiedet haben, gehen meine Frau und ich noch kurz in die Infinity-Bar zu einem kurzen Absacker. Wir haben hier eine sehr nette Bedienung von den Philippinen/Manila kennengelernt. Auch die anderen zwei weiblichen Bedienungen sind sehr freundlich und zuvorkommend. Eine kommt ebenfalls irgendwo aus Asien, die andere kommt aus Afrika. Nach einem Getränk an der Bar gehen wir ebenfalls in unsere Kabine zurück.

Montag, den 23. Dez 2024

Für Manama in Bahrain hatten wir zu Hause in Ermanglung besserens einen Bade-Aufenhalt am Strand geplant und vorgemerkt. Hier auf der Insel Amwai Island befindet das 5***** Art Hotel Rotana auf dessen Badeliegen man ein Glas Orangensaft geniesen könnte. Das wär zu einem MSC Preis von 140 Euro möglich gewesen. Es gibt auch einen Bustransfer von MSC nach Manama zum Souk für 22 € für Erwachsene und 20 € für den Kleinen.

Hallo Guten Morgen, wir sind seit 8:00 heute Morgen in Manama im Königreich Bahrain angekommen. Wir hatten auch die obengenannte Buchung für den Ausflug in Bahrain verschlafen.
Nach unserem ach so erfolgreichen Ausflug gestern in Katar haben wir beschlossen den heutigen Tag an Bord zu verbringen. Nach unserem Frühstück wie gestern im Marketplace Family & Kids, auch heute Morgen sind die Selbstbedienungs-Restaurants voll. Wir finden einen Tisch um unsere 2 Gläser mit Obstsaft zu platzieren. Unseren Cappuccino bestellen wir per Tisch-Glocke bei einem der Kellner. Erst danach gehen wir los um unseren Frühstücksteller zu bestücken. Und auch wie gestern Morgen kommt unsere Tochter des Wegs, um vor ihrer noch schlafenden Familie zu Frühstücken. Nach einer weiteren dreiviertel Stunde kommt unser Schwiegersohn mit Sohn Mateo an unseren Frühstückstisch, wo ihm seine Mama seinen Frühstücksteller zusammen stellt.
Gegen 11:00 treffen wir uns gemeinsam am Pooldeck, auf Grund der Landausflüge ist das Pooldeck nur zur Hälfte belegt.
(Auch hier an Bord der MSC Euribia herrscht die Unsitte Badeliegen zu belegen, um dann erst nach Stunden zu erscheinen, das ist keine Deutsche Unsitte wie oft behauptet wird, wir haben hier ein Internationales Publikum an Bord. Und kaum Deutsche hier an Bord.)

Wir verbringen die nächsten Stunden hier am Pooldeck. Zeitweise machen die Bord-Animateure Ratespiele über ihren großen Bildschirm, der an einem Ende des Pooldecks vor dem Indoor-Pools ist. Hier geht es um Teile von bekannten Symbolen, oder Formel 1 Rennstrecken oder vieles andere. Nach der Rätselrunde gibt es jeden Tag einen Tanz-Unterricht in Salsa oder anderen Tänzen, dazu finden sich immer viele Interessenten die hier mit machen. Irgendwann am Nachmittag mache ich mich auf den Weg über Bord, um noch ein paar Bilder vom Schiff zu machen.

Den modernen Kreuzfahrtterminal von Manama wie er vielfach beschrieben wird, konnte ich leider nicht erkennen.
Als erstes mache ich ein paar Bilder von unserer Anlegestelle am Khalifa Bin Salman Port. Längs der Anlegestelle befinden sich viele Containerstellplätze. Mein Weg geht über Deck 16 als nächstes zum Indoor-Pool der sich etwas weiter vorne befindet. Von der Galerie im Indoor-Pool mache ich ein paar Fotos von dem durchaus beeindruckenden Hallenbad. Danach verlasse ich den Indoor-Pool um über das ganze Deck nach Hinten zu gehen. Am Heck beim Horizon Amphitheater mache ich noch ein Foto. Hinter unserem Schiff parkt die Bohrinsel Arabia II die zuvor in Saudi-Arabien eingesetzt war, und nun für 12 Monate ihren Betrieb aussetzen muss.
Ich versuche danach noch auf Deck 19 zu kommen, wo sich der Kletterpark befindet, finde aber keinen Zugang zum Park. Ich gehe über Deck 18 an der großen Sporthalle, wo gerade ein Spiel stattfindet, und dem Kidsclub vorbei zum Pooldeck. Wenig später wechseln wir zum Indoor-Pool. Unser Schwiegersohn ist seit geraumer Zeit beim Sport machen im Gymnastic-Raum. Unser Enkel geht mit seiner Mama in den Innenpool, allerdings ist die Wassertemperatur hier sehr kühl. Zum Aufwärmen gehen sie im Anschluss in der Wirlpool, meine Frau und ich sitzen auf eine der zahlreichen Lounge-Sessel und genießen ein Getränk von der gleich daneben liegenden Tropical-Bar.
Gegen 17:30 gehen wir gemeinsam in unsere Kabinen zurück, und machen uns zum Abendessen fertig. Wie gestern Abend gehen wir erst um 19:30 in den Speisessaal, müssen aber am Eingang warten, bis der Maitre des Restaurants uns einen Tisch gibt. Das Essen ist, die Ansichten sind hier unterschiedlich, auch unserem Kleinsten schmeckt es nicht so gut.

Danach machen wir noch einen Spaziergang über Deck 5; 6; und 7 bevor wir an der Infinity-Bar etwas trinken. Etwas später kommt unser Schwiegersohn vorbei, um ebenfalls einen Drink zu nehmen. Er möchte noch das Casino begutachten, das sich etwas weiter vorne auf Deck 7 befindet. In unserer Kabine zurück, sieht meine Frau durch unser Kabinenfenster große Feuer-Fackeln leuchten. Mit meinem Tele-Objektiv an der Kamera kann ich erkennen, das hier über Rohre Gas oder Öl von den jeweiligen Feldern abgefackelt wird.

Dienstag, den 24. Dez 2024

Guten Morgen, heute ist Dienstag der 24. Dez und Heiligabend und wir befinden uns irgendwo auf dem Meer zwischen Bahrain und Abu Dhabi. Wir mussten die Zeit wieder um eine Stunde zurück stellen. Nach der neuen Zeit ist es jetzt 8:00 als wir aufstehen und im Anschluss zum Frühstück ins Marketplace Family & Kids gehen. Der Speisesaal ist heute fast völlig leer. Anscheinend haben die meisten Passagiere ihre Uhr nicht umgestellt, und der Speisesaal deshalb leer. Wie jeden Morgen kommt unsere Tochter während ihre Familie noch schlummert wenig später an unseren Tisch.
Um 10:00 fahren wir mit dem Lift auf Deck 15 hinauf, beim Betreten des Pooldecks erschrecken wir erstmal. Fast alle Badeliegen sind mit Handtüchern und sonstigen Tüchern belegt, Passagiere sind so gut wie keine am Pool zu sehen. Die sind wohl alle noch in der Kabine oder beim Frühstücken. Eine Stunde später beginnen die Animateure mit Wasserspielen, auch unser Schwiegersohn macht in einer der zwei Mannschaften mit. In der siegreichen Mannschaft bekommt jeder eine Flasche Prosecco geschenkt.

In den beiden linken Bildern schaut es um 12:35 so aus, schön ist anders.

So verbringen wir den Nachmittag hier oben auf dem Pooldeck, um 16:00 ist im Delphi-Theater eine Santa Claus Feier. An der wir unbedingt mit unserem Enkel teilnehmen müssen. Im Anschluss an diese Feier können alle Kinder im Theater ein Foto mit dem Santa Claus machen und bekommen dazu ein Geschenk. Auch unsere Jungend möchte daran teilnehmen, allerdings sind mindestens einhundert oder mehr Kinder hier, die ebenfalls warten. Die Kinder werden in Altersgruppen eingeteilt, solange wollen wir aber nicht warten und gehen zurück in unsere Kabine, um uns für den heutigen Abend fertig zu machen.

Heute am Heiligen Abend wollen in die erste Tischzeit gehen, weil nach unserem Abendessen eine Weihnachts-Bescherung in unserer Kabine stattfinden soll. In unserem Restaurant Green Orchid gibt es heute ein Weihnachtsmenü, hier wäre ein Hummer oder Teile eines Truthahnes zu sehen. Zur Vorspeise einen Teller Tortellini hat unser Schwiegersohn bestellt, unser Enkel bekommt einen Teller mit Nudeln und Käse. Seinen Teller Eis mit Flambierten Eischnee scheint Ihn etwas erschreckt zu haben. Nach unserem Abendessen gehen wir gemeinsam in unsere Kabine zurück.

Meine Frau hat einen Mini-Christbaum im Koffer mit auf unsere Kreuzfahrt genommen, unser Enkel soll eine begrenzte Anzahl an Geschenke von seinen Eltern und von uns bekommen. Die Weihnachtliche Bescherung für unseren Enkel in der Kabine ist meiner Meinung nach gut gelungen. Über zwei Geschenke freut er sich ganz besonders, einen Kinder-Fotoapparat sowie einen LEGO-Bausatz, den er sogleich mit seinem Vater zusammen baute.

Um 20:00 Ortszeit beginnt im Delphi-Theater eine Tanz und Gesangshow, und im Anschluss daran, eine Akrobatic-Show (Circus 1920) die ausgezeichnet war, und offensichtlich den ganzen Zuschauern im Theater gefiel.

Mittwoch, den 25. Dez 2024

Wir haben heute den ersten Weihnachtsfeiertag, es ist auch das erste Mal, dass wir Weihnachten nicht zu Hause verbracht haben. Ich glaube aber nicht dass es zur Nachahmung empfohlen werden muss.
Wir haben sehr gut geschlafen, und sind gegen 7:45 aufgestanden und zum Frühstücken auf Deck 15 ins Marketplace Family & Kids gegangen. Die Belegung heute Morgen im Restaurant war Relativ angenehm. Wir stehen seit etwa 7:00 Morgens im Kreuzfahrthafen von Abu Dhabi. Nachdem wir alle unser Frühstück eingenommen haben, geht es zurück in die Kabinen. Um 11:00 treffen wir uns wieder, und verlassen gemeinsam unser Schiff. Mit dem Taxi fahren wir miteinander über die Corniche von Abu Dhabi bis in Richtung des Emirates Hotel. Wir haben beschlossen, den heutigen Tag jeder für sich zu verbringen. Wir wollen als erstes in das Emirates Palace Hotel fahren, und uns dort umsehen, bevor wir über die Corniche ST wechseln und in die Etihad Tower wechseln. Am Nachmittag wollen wir uns nochmals treffen und gemeinsam die Grand Moschee besichtigen.
Unser Taxifahrer lässt uns aber nicht vor dem Emirates Hotel aussteigen, sondern fährt mit uns gemeinsam auf die kleine Landzunge wo sich die Marina Mall von Abu Dhabi und am Ende das Emirates Heritage Village (Das traditionelle Oasendorf bietet einen Einblick in die Vergangenheit von Abu Dhabi) befindet. Wo unsere Kinder aussteigen und das Dorf genießen wollen.
(Wir waren in 2020 schon einmal im Emirates Heritage Village, es hat mir damals nicht so gut gefallen)

Bild links: Rixos Marina Hotel Bild rechts: Eingang zum Emirates Heritage Village

Wir fahren zurück über die King Abdullah Bin Abdulaziz Al Saud St. durch das Emirates Palace Gate bis vor den großen Eingang des Luxushotels, wo wir aussteigen. Einer der Boy`s vor dem Eingang weist uns zu einer Türe hin. Hinter dieser Türe befindet sich aber eine Kofferstation, wir gehen zurück und durch eine große Türe ins Innere des Hauses. Vor uns eine riesige Lobby mit einer großen Kuppel die 8 Etagen in die Höhe geht, und einen Durchmesser von 42 Metern besitzt. In der obersten Etagen liegen die Suiten für die Regenten der Vereinigten Emirate wie auch die Herrscher von Kuwait, Bahrain, Katar, Oman und Saudi Arabien. Die zur kostenlosen Benutzung durch die jeweiligen Herrscher gedacht sind. Wir streifen durch die unteren Räume die Luxus verbreiten. Unter der riesigen Kuppel steht ein ebenso gigantischer Weihnachtsbaum, dessen größte Kugeln einen Durchmesser von fast 1 Meter haben. Wir sehen weitere Teile der Lobby die mit weiteren Tannenbäumen Hirsche und Rehe geschmückt sind. Oder Weihnachtsschlitten mit Geschenken beladen, und Rentiere aus Ruten geflochten.
Es ist Faszinierend, dass in einem Land dass einen ganz anderen Glauben hat, Christliche Werte und Elemente dargestellt werdenSiehe auch Dubai.
Wir sind schon im Jahr 2016 das erste Mal in diesem Luxushotel gewesen, seit damals hat sich kaum etwas verändert. Heute kann man im „Le Cafe“ eine Tasse Kaffee mit 24-karätigen Gold bestreut genießen.

Geschichte zum Hotel: Der Bau des Hotels wurde im Jahr 2001 begonnen, zum Zweck eines alljährlichen Treffens der Regierungschefs der VAE. Im Dezember 2004 war geplant, dieses Treffen in Abu Dhabi abzuhalten. Die Scheichfamilie von Abu Dhabi wollte anlässlich dieses Treffens ein pompöses einem Palast ähnliches Anwesen errichten.
Leider starb wenige Wochen vor dem Treffen im Emirates Palast der Beliebte Scheich von Abu Dhabi und Gründer der Vereinigten Arabischen Emirate „Sheik Zayid„. Das Treffen wurde daraufhin an einem anderen Ort abgehalten. Das Emirates Palast wurde danach als Hotel von der Hotelgruppe Kempinski betrieben. Und ab 2019 durch die Hotelgruppe Mandarin Oriental fortgeführt. Es gibt hier im Haus 302 Zimmer sowie 92 Suiten. Das Hotel ist 714 Meter lang, hat einen Umfang von 2,5 km und eine Fläche von 243.000 m². Um das Hotel herum wurde ein 1 km² großer Park mit Gärten und ein Privatstrand (1400 Meter) angelegt. Der sich anschließende Jachthafen erstreckt sich über fast 500 Meter.

Wir werfen noch einen Blick in den Meerseitigen Teil, wo sich die Adventure Pools vom Emirates befinden. Nach einiger Zeit verlassen wir das Luxushotel und gehen die große Treppe hinunter in den Park vor dem Hotel. Wo überall kleine Fontänen sprudeln, wir setzen uns auf eine der zahlreichen Bänke. Es sind viele Ausländische und auch Inländische Besucher hier im Park. Wir genießen die warme Winter-Sonne (26°) bevor wir uns auf den Weg machen zu den Etihad Towers. Das ist heute leichter gesagt als getan. Im Jahr 2016 verließen wir den Emirates Palace, gehen am großen Eingangstor zum Präsidentenpalast vorbei. Danach konnten wir ungehindert auf der richtigen Straßenseite bis zu den Etihad Towers gehen. Heute muss man eine weite Wegstrecke gehen und suchen, bis man die breite Straße endlich überqueren kann, um danach wieder zurück zu den Towers zu kommen.
Und dann stehen wir vor den 5 Türmen des Etihad Towers Komplexes, der höchste Turm (2) ist 305 Meter hoch. Ich vergleiche die Türme immer mit einer geschälten und aufgebrochenen Orange. Im 74. Stock von Turm 2 befindet sich auf 300 Metern eine Aussichtsplattform (OBSERVATION DECK AT 300), wo sich ein Cafe befindet.

Wir gehen die breite Auffahrt, vorbei an einem Showroom von Aston Martin, wo einige hübsche Sportwagen stehen, zu einer Tiefgarage hoch. Hier befindet sich auch der Empfang zur Aussichtsplattform, wo man die Karten für den Fahrstuhl bzw. Cafe kaufen kann. Auch hier sind die Preise im Gegensatz zu 2016 um einiges gestiegen. Wir bezahlen für uns ca. 60 Euro, darin sind aber noch Getränke dabei.
Wir waren im Jahr 2016 schon einmal hier, ich wollte noch einmal die wunderbare Aussicht von hier oben genießen. Man kann das gesamte Gelände vom Präsidenten Palace bis zum Emirates Palace Hotel, wie auch den Bereich bis zum Rixos Marina Hotel sehen. Bei unserem damaligen Besuch war es noch im Rohbau. Auf der Halbinsel befindet sich eine Marina mit Yachten und sonstigen Booten.

Kaffeestunde in 300 Meter Höhe / Aussichtsplattform im Etihad Tower 2016

Das Cafe hier oben auf der Aussichtsplattform hat sich meiner Meinung etwas zum Negativen verändert. Es hatte damals ein gediegenes Ambiente, natürlich mit den entsprechenden Preisen. Im Preis für die Auffahrt war ein Guthaben für eine Tasse Kaffee und Kuchen mit dabei. Heute ist die Auswahl der Getränke sehr beschränkt, trotz der erheblichen Preise. Meine Frau bestellte sich eine Tasse Cappuccino und ein Glas Mangosaft, ich wählte eine (Dose) Coca Cola zum Trinken. Damit war unser Guthaben schon ausgeschöpft. Die Aussicht war natürlich die Gleiche, wir bleiben etwa eine dreiviertel Stunde, bis wir mit dem Fahrstuhl wieder nach unten fahren. In der Tief-Garage steigen wir in ein Taxi mit dem Ziel “ Khalidya Children`s Garden„. Obwohl unser Ziel in allernächster Nähe sein muss, fährt unser Fahrer sehr weit. An seinem Ziel lässt er uns aussteigen, und deutet auf ein grünes Gelände. Wir gehen einige Meter dahin, finden aber nicht das was wir suchen. Ein Sicherheitsmann spricht uns an, wir erklären unser Anliegen, er meint dazu, es wäre bis dahin nur ca. 20 Minuten zu gehen. Gemeinsam rufen wir wieder ein Taxi, er erklärt dem Taxifahrer offensichtlich den Weg dahin, was bei dem Taxifahrer keine Freude auslöst. Er lässt uns einsteigen und fährt uns zu einem anderen Park, wie es sich für uns herausstellt ist auch dieser Park falsch. Wir befinden uns jetzt im Family Park A nah am Ufer bzw. der Corniche ST.
Wir haben mittlerweile genug davon, sind auch lang über unserer Zeitabsprache mit unserer Tochter hinaus.
Wir rufen ein weiteres Taxi mit einem neuen Ziel der Sheikh Zayed Grand Moschee, und hoffen das es dieses Mal klappt. Die Moschee ist ein gutes Stück entfernt an einem anderen Ende der Insel. Aber wir kommen jetzt wirklich an, von weitem sehen wir die große Moschee immer näher kommen. Unser Fahrer lässt uns nahe einer großen Kuppel aussteigen, mit dem Hinweis an uns, dort hin zu gehen. Wir gehen über einen großen Parkplatz in Richtung der Moschee, kommen aber durch eine Zaunabsperrung nicht weiter und müssen zurück gehen.
Jetzt wissen wir wieder warum wir zur Kuppel gehen sollten, hier befindet sich das Besucher-Zentrum, das uns unterirdisch zur Moschee führt. Es geht eine Rolltreppe nach unten, wir kommen an einem unterirdischen Souk vorbei, später fahren wir einige hundert Meter auf einem Rollband bis zur Grand Moschee. Zum Schluss geht es eine Rolltreppe nach oben, wir stehen vor der strahlend weißen Moschee.

Die meisten Bilder von der Grand Moschee sind von meiner Reise im Jahr 2020

Wir betreten die Moschee durch die Säulenhalle die außen um den großen Innenhof führt. Den wunderschönen Innenhof, der mit schönen Fliesen ausgelegt ist darf man nur an ein paar einzelnen Stellen betreten. Gleich nachdem wir den Hauptteil der Moschee betreten haben, geht es nicht mehr weiter. Hier stehen ein paar Männer vom Security und sperren hier ab. Nach einer Kontrolle ihres Handys können einige Besucher durch die Sperre gehen. Es zeigt sich dass nur einige auf Ihrem Handy eine solche Bescheinigung nachweisen können.
Wir haben und hatten keine Ahnung wo diese Erlaubnis zu bekommen war. Es deutet daraufhin, das man für eine Besichtigung der weiteren Innenräume und des Gebetsraumes eine Erlaubnis kaufen musste.
(Nach einer Nachträglichen Recherche meinerseits musste ich feststellen, dass für die weitere Besichtigung ein Kauf-Ticket notwendig gewesen wäre, wir hatten keines!)
Da wir aus diesem Grund keine neuen Bilder machen konnten, habe ich meine Bilder aus dem Jahr 2020 eingefügt.
Enttäuscht verlassen wir die Grand Moschee wieder, fahren über die langen Rollbänder zurück ins Besucherzentrum. Hier nehmen wir uns ein Taxi um zum Kreuzfahrthafen zu fahren, wo die MSC Euribia schon auf uns wartet. Es ist mittlerweile schon 16:30 geworden.

Heute haben wir wieder unsere Tischzeit um 19:30 im Restaurant Green Orchidee, wir sind schon früher fertig, und machen einen Spaziergang übers Schiff. Wir beginnen auf der Galerie in Deck 6, steigen die Seiten-Treppe auf Deck 7 hinauf. Als erstes gehen wir an der Kaito Sushi-Bar vorbei, wo noch gähnende Leer herrscht.
Ein paar Meter ist das Kaito Teppanyaki, hier geht es nicht nur um köstliche asiatische Aromen, sondern auch um Unterhaltung mit akrobatischer Zubereitung durch spezialisierte Köche. Die Gäste können sich daran erfreuen, fliegende Frittata-Stücke zu fangen, eine Reisschlange zu sehen, die sich auf ihre Teller zubewegt, oder Eier, die auf dem Tisch vor ihnen aufgeschlagen und gerührt werden.

Wir gehen weiter Richtung Heck, vorbei am Steakhaus Butcher`s Cut und an der Champagne Bar, durch das Atrium das sich unter uns befindet. Weiter durch das Casino, das um diese Zeit Menschenleer ist. Nach einem weiterem Treppenhaus bzw, den Fahrstühlen kommen wir in einer weiteren Lokalität mit dem Namen Carousel Lounge an. Sie ist eine Ganztägig nutzbare Lounge mit 400 Sitzplätzen, auch im Entertainment Bereich wird hier einiges geboten. Es treten eine Big Band und wechselnde Showkünstler auf und sorgen für Alltägliche Unterhaltung. Sogar zwei Außenbereiche gibt es hier für Raucher. Anschließend gehen wir wieder zurück und treffen uns mit der restlichen Familie vor unserem Restaurant.

Auch für Raucher: Außenbereich der Carousel Lounge

Heute um 21:00 ist im Delphi Theaterwieder eine Zaubershow, unser kleiner Mann ist natürlich auch dabei. Die Show beginnt mit einer Verkleidungsshow. Der Zauberer zeigte einige Male seine Assistentin die in Sekundenschnelle jeweils mit einer anderen Bekleidung(Kostüm) auftrat.
Das wäre mit Sicherheit eine Einkleide-Hilfe für all die Frauen gewesen, die Kleidungs-Probleme beim Abendlichen Ausgang haben.
Danach geht es weiter mit Vorführungen mit einer großen Kiste, wo die Assistentin hinein steigt. Wo anschließend auf allen Seiten Schwerter in die Kiste gesteckt werden, oder die Seitenwände aufgeklappt sind, und man durch die Leere Kiste schauen kann. Es war toll, aber eigentlich nichts neues mehr. Nach der schönen Vorstellung verlassen wir das Theater, in der Galeria bewundern wir noch die über 100 Meter lange LED-Decke. Sie strahlt in den verschiedensten Farben und Motiven.

Wir gehen weiter, unser kleiner Mann muss unbedingt ins Bett. Meine Frau und ich statten der Infinity-Bar noch einen kurzen Besuch ab, um hier ein Heineken-Bier oder einen Strawberry-Daiquiri zu trinken. Unsere Philippinische Kellnerin Mary Jane, sie ist in Manila auf den Philippinen zu Hause, freut sich sehr uns zu sehen.

Donnerstag, den 26. Dez. 2024

Hallo guten Morgen, wir haben heute den zweiten Weihnachtsfeiertag, natürlich merkt man sowas hier nicht. Es ist schon 8:00 vorbei als wir aufstehen, und zum Frühstücken auf Deck 15 ins Marketplace Family & Kids gehen. Heute ist das Selbstbedienungs-Restaurant wieder ziemlich voll, aber wir zwei finden schon noch einen freien Tisch. Wir sind vor einer dreiviertel Stunde hier auf Sir Bani Yas Island das ebenfalls zum Emirat Abu Dhabi gehört angekommen.
Die Insel ist ein Naturreservat und besitzt einen Arabian Wildlife Park mit 13.000 freilaufenden Tieren. Hier gibt es Giraffen, Geparden, Flamingos, Emus, Schildkröten, Delfine etc. Für diese Gegend typische Tiere wie beispielsweise Kamelspinnen und die Oryx-Antilopen kann man ebenfalls hier sehen.
Wir hatten schon vor Monaten im Fernsehen einen Film über Sir Bani Yas Island gesehen, der uns im Nachhinein nicht überzeugte. Man sah meistens nur die Orix-Antilopen sowie ein paar Geparden. Aus diesem Grund verzichten wir auf die Besichtigung des Arabian Wildlife Park.
Wir haben auf die Kabine einen Plan bekommen, wo die Strände auf der vorgelagerten Badeinsel eingezeichnet waren. Auch wer zum Baden gehen wollte, musste dieses bei MSC vorbuchen. Es gab verschiedene Areale darunter auch für den Yacht-Club die vorgesehen waren. Es sollte auch ein weiteres Kreuzfahrtschiff hier anlegen, um einen (kleinen) Teil des Badestrandes beanspruchen. Wie es sich zeigt, sind viele Passagiere an Land, ob auf einem Ausflug mit Bus oder einer Jeep-Safari wissen wir ja nicht. Oder einfach zum Baden auf die vorgelagerte Badeinsel gegangen sind. Es ist mittlerweile 11:30 geworden, hier ein Blick auf unser leeres Pooldeck. Kurz vor 13:00 taucht das angemeldete zweite Kreuzfahrtschiff auf. Wie es sich heraus stellt ist es die Celestyal Journey ein kleineres Schiff mit einer Bruttoraumzahl von 55.819 und 1.258 Passagieren. Die nach einiger Zeit auf der anderen Seite unseres Schiffsanleger fest machte. Für mich war das Schiff eine gelungene Überraschung.

Wir hatten für den Februar 2024 eine Kreuzfahrt von den Seychellen bis nach Bali geplant und gebucht. Leider wurde diese Kreuzfahrt 14 Tage vor Antritt unser Teil-Etappe in dieser Form vom Veranstalter abgesagt. Alternativ wurde uns eine andere Route mit der oben genannten Celestyal Journey angeboten. Die wir in der Folge aus mehreren Gründen ablehnten.

Als ich am Nachmittag wieder einen Rundgang über 16 Deck mache, kann ich natürlich nicht widerstehen, um ein paar Bilder von der Celestyal Journey zu machen. Ich muss ehrlich sagen, sie gefällt mir nicht besonders gut. Sie wurde im Jahr 1994 gebaut und hat in der Folge schon einige Reedereien hinter sich. Sie macht auch in meinen Augen keinen sonderlich gepflegten Eindruck, Nur schade dass ich sie nicht von Innen sehen kann. Alle Passagiere der Celestyal Journey sind offensichtlich auf der Badeinsel. Auf den Oberdecks kann ich nur ein paar Bedienstete die das Oberdeck reinigen erkennen. Im Anschluss gehe ich wieder auf`s Pooldeck zurück, wo mein Schwiegersohn mit seinem Sohn in einem der zwei Schwimmbecken Schwimmübungen macht.
Meiner Tochter geht es gar nicht gut, sie ist um die Mittagszeit zurück in die Kabine gegangen. Laut Ihren Worten bekommt Sie wohl eine Migräne, mit Nacken und Rücken-Schmerzen. Mit dieser Krankheit sind meine beiden Töchter belastet, das muss ganz übel sein. Wir bleiben bis ca. 17:00 hier oben am Pool, zwischenzeitlich haben die Animateure an Bord neue Ratespiele über ihren Großen Monitor veranstaltet. So vergeht die Zeit wie im Flug. Die Temperaturen heute Nachmittag waren sehr warm, bestimmt über 30 Grad.

Kurz nach 19:30 gehen wir zum Eingang unseres Restaurants. Wir haben zu Beginn der Kreuzfahrt die Tischzeit 17:30 – 19:30 ausgewählt, für diese Zeit haben wir einen festen Tisch bekommen. Auf den Wunsch meiner Tochter hatten wir für die zweite Tischzeit nachgefragt. Allerdings bekommen wir für diese Zeit keinen festen Tisch zugesagt. So stehen wir immer wieder am Eingang und müssen warten, bis der Maitre des Restaurants uns einen Tisch frei gibt. Unsere Tochter ist heute Abend nicht zum Essen erschienen, sie verbringt den Abend in der Kabine. Um 21:00 findet im Delphi-Theater ein Mix aus Tanz, Gesang und Zaubervorstellung. Gesanglich und auch Artistisch waren die Darbietungen der Künstler sehr schön. Die Zaubershow kannten wir ja schon von den vergangenen Tagen.

Nach der Vorstellung sind meine Frau und ich nach unten in die Infinity-Bar gegangen. Hier war aber heute Abend gar nichts los, so dass wir nochmals in den Fahrstuhl steigen und auf das Pooldeck hinauf zu fahren, in der Annahme dass hier oben eine Veranstaltung stattfände. Was sich abermals als Irrtum heraus stellte, so steigen wir wieder in den Lift und fahren zu unserer Kabine hinunter.

Freitag, den 27. Dez. 2024

Guten Morgen, es ist jetzt 8:30 und wir sind gerade in Dubai angekommen, es ist unser letzter Urlaubstag hier an Bord. Noch bevor wir zum Frühstücken ins Marketplace Family & Kids gehen, machen wir einen kleinen Abstecher hinüber zum Pooldeck bzw. auf das darüberliegende Deck um ein paar Fotos vom Kreuzfahrtterminal Port Rashid und dem im Sonnenaufgang liegenden Dubai zu machen.
Im Speisesaal ist heute Morgen wenig los, da offensichtlich die meisten Kreuzfahrtgäste einen letzten Ausflug in Dubai machen, bevor Sie am Samstag Ihre Heimreise antreten müssen. Heute Morgen fällt uns auf, dass viele Bedienstete von unserem Restaurant Green Orchidee hier oben im Selbstbedienungs-Restaurant ihren Dienst machen. Auch den Maitre von unserem Restaurant kann ich hier sehen. Jetzt am Morgen trägt er zwei Streifen auf seinem Hemd. Ich habe vor ein paar Tagen mit Ihm gesprochen, dabei erzählte er mir, dass er aus der Ukraine stamme. Seine Frau und die Kinder wohnen jetzt in Spanien (seit dem Überfall auf die Ukraine ?). Bis zu Corona-Ausbruch in 2020 war er bei TUI Cruises auf der mein Schiff ?. Nachdem die ganze Kreuzfahrt zusammen gebrochen war, wurde er wohl ausgestellt?. Danach hat er sich anscheinend bei MSC beworben.
Wir bleiben heute an Bord, weil wir noch ein paar Anschluss-Tage in einem Hotel in Dubai verbringen werden. Nach dem Frühstück fahren wir nach unten, kommen an der Infinity-Bar vorbei, wo unsere nette Bar-Bedienung Mary Jane schon ihren Dienst begonnen hat. Ein nettes Gespräch mit ihr, und wir gehen weiter in unsere Kabine, um uns für den weiteren Tag am Pooldeck fertig zu machen.

Seit heute Morgen liegt an unserer Seeseite ein Tankschiff, offensichtlich muss die MSC Euribia frischen Treibstoff Bunkern. Mich würde Interessieren, ob die MSC Euribia ausschließlich mit LNG (Flüssiggas) fährt. Unsere Jungen haben wir heute Morgen noch gar nicht gesehen, unsere Tochter ist ja seit gestern Krank, ihr geht es überhaupt nicht gut. Kurz vor Mittag gehen wir zum Pool hinauf, hier sind viele Badeliegen frei, weil die meisten der Gäste auf einem Ausflug in Dubai sind. Bald darauf kommt unser Schwiegersohn mit unserem Enkel an den Pool. Das Wetter ist toll wir haben nach wie vor fast 30°. Wie meistens machen die bordeigenen Animateure ein Rätselspiel das am großen Bildschirm gezeigt wird. Es geht um Teile von Internationalen Symbolen nach denen gefragt wird. Nach den Rätselspielen kommt meistens ein Unterricht in Latein- Amerikanische Tänze, der sehr gut angenommen wird. Gegen 15:00 kommt meine Tochter zu uns auf die Badeliegen, anscheinend geht es Ihr jetzt etwas besser.
Als wir später einmal in unsere Kabine kommen, liegt eine Nachricht vom Schiff auf unserem Bett, mit Nachrichten bezüglich unserer morgigen Abreise. Wie wir durch unser Kabinenfenster sehen können ist das Tankschiff immer noch längsseits.

Bevor wir heute zum Abendessen gehen können, müssen unsere Koffer zum größten Teil gepackt sein. Und um 22:00 vor der Kabinentüre stehen, hier werden sie im Laufe der Nacht von dem zuständigen Kabinenpersonal auf Deck 4 gebracht. Wir wissen ja nicht, wieviel Passagiere morgen das Schiff verlassen, aber zwischen 6.000 und 8.000 Koffer werden es schon sein, die Morgen Früh ins Terminal geschafft werden.
Um 19:30 ist unser letztes Abendessen hier Bord, wir sind wieder alle vollständig, auch unsere Tochter ist wieder mit dabei. Nach dem Essen gehen wir eine kurze Runde über Deck 6, um dann zurück in der Kabine die Koffer fertig zu machen, und vor die Türe zu stellen.

Samstag, den 28. Dez. 2024

Hallo, heute ist unsere Ausschiffung von MSC Euribia, wir haben Gestern Nachmittag Informationen über die Ausschiffung bekommen. Das ganze ist etwas widersprüchlich, aber klar ist, um 7:30 müssen wir unsere Kabine verlassen. Die übrigen Regeln betreffen Passagiere, die über MSC ihre Abreise gebucht haben.
Das heißt wir werden heute Morgen etwas früher als sonst zum Speisesaal auf Deck 15 gehen. Wir müssen noch ein wenig auf unsere Jungen warten, heute Morgen stehen zum ersten Mal freie Sitzplätze im Atrium zur Verfügung, während der ganzen Kreuzfahrtwoche waren niemals Sitzplätze frei.
Nachdem wir unsere Kabine verlassen haben, gibt es anscheinend die Möglichkeit unser Handgepäck in einem Raum auf Deck 6 auf der Promenade zu hinterlegen, was wir aber nicht nutzen. Wir nehmen unser Handgepäck nach oben in den Speisesaal mit. Der Speisesaal war wie die übrige Woche brechend voll.
Danach halten wir uns bis etwa 11:00 auf dem Pooldeck auf, es ist sehr warm, die Sonne scheint. Die ersten neuen Gäste sind auch schon an Bord. Einige davon holen sich wiederholt Gläser mit Sekt von der Bar, bis zum Abend werden sie wohl kaum noch nüchtern sein.
Vom Benehmen und der Sprache her, glaube ich es sind Russische Staatsbürger.
Um 11:15 verlassen wir über Deck 4 endgültig die MSC Euribia. Im Terminal gehen wir in den Bereich wo unsere großen Koffer stehen. Wie bei den meisten Kreuzfahrt-schiffen üblich, sind die Kofferbanderolen in verschiedenen Farben nach den einzelnen Decks geordnet.

Mit unseren Koffern beladen, verlassen wir den Terminal. Auf dem großen Parkplatz stehen viele Taxis, wir brauchen allerdings ein Großraumtaxi, das 5 Personen und unser Riesengepäck zum Hotel Mariott Resort auf der Insel Palm Jumeirah bringen soll. Wir haben Glück, gerade eben hat ein solches Taxi Fahrgäste zum Terminal ausgeladen. Es ist ein Chevrolet Suburban, eine Riesenkiste, solche große Fahrzeug gibt es viel in den Emiraten. Der Fahrer nimmt uns mit, und schon kann die Fahrt los gehen. Auf dem Gelände wo sich der Terminal 3 auf Port Rashid befindet ist jetzt eine riesige Baustelle. Wir waren zuletzt im Jahr 2017 hier, als wir mit der Mein Schiff 1 auf unserer Asientour von Singapur hier her kamen. Damals mussten wir vom Flughafen Dubai International (DXB) nach Hause fliegen.
Am Ende des Hafens fahren wir an einer riesigen Yacht vorbei, wenig später können wir Ihren Namen lesen. Es ist die Yacht Dubai, der Besitzer der 162 m langen Luxusyacht ist der Scheich von Dubai Muhammad bin Raschid Al Maktum. Wenig später fahren auch an der Queen Elisabeth 2 die seit 2018 hier am Yachthafen Mina Rashid als Hotelschiff steht.
Die ersten Kilometer fährt unser Chauffeur die Jumeirah Beach Road entlang, wir kommen an der Jumeirah Zentral Moschee vorbei.

Die Jumeirah Moschee wurde im Jahr 1976 eröffnet, die Moschee ist im traditionellen fatimidischen Stil gebaut, der von den fatimidischen Kalifen benutzt wurde. Stilgleiche Moscheen befinden sich in Kairo/ Ägypten das ebenfalls von den Fatimiden im 8. Jahrhundert gegründet wurde.

Die Bilder der Jumeirah Moschee stammen von unserem Besuch im Jahr 2016

Irgendwann biegt er dann doch ab, und wir fahren auf der Sheik Khalifa Bin Zayed Road weiter. Wir kommen am Museum of The Future und den Jumeirah Emirates Tower vorbei. Etwas weiter entfernt fahren wir am Burj Khalifa vorbei, ich habe mir mal die Arbeit gemacht, und die Entfernungen geprüft. Bis zu unserem Hotel Marriot Resort Palm Jumeirah sind es vom Hafen mindestens 33 Kilometer. Um 12:30 sind wir an unserem Hotel angekommen, leider habe ich versäumt ein paar Bilder von der Überdachten Einfahrt bzw. dem Eingang zu machen. Wir betreten die riesige Hotelhalle, die meiner Schätzung nach bestimmt über 100 Meter lang ist. Während meine Tochter und mein Schwiegersohn die Einbuchung vornehmen, können meine Frau und ich die riesige Eingangshalle bewundern. Der Mitarbeiter an einem der vier Rezeptionstheken der meine Tochter bedient, ist nicht der schnellste, er wiederholt alle Modalitäten mehrmals. Aber irgendwann ist das auch fertig, und wir werden in unsere Zimmer 1012 und 1018 in der 10. Etage geführt. Wir sind alle beeindruckt von dem 5***** Hotel, es ist bestimmt eines der zwei besten Hotels, die wir in den letzten Jahren besucht haben.

Nachdem unsere Koffer ausgepackt sind, und wir in die Badeklamotten gewechselt haben, verlassen wir unsere Zimmer und fahren mit dem Fahrstuhl nach unten. Eine Eigenheit hier im Fahrstuhl ist, man muss als erstes die Zimmerkarte auf einen Display legen. Erst wenn die Karte gelesen wurde, kann man das Stockwerk anwählen. Zurück im Erdgeschoss verlassen wir das Hotel auf der Rückseite/Gartenseite. Nach dem Durchgang eines kleinen Parkes haben wir den hübschen Pool erreicht. Wir sind natürlich relativ spät daran. Fast alle Badeliegen sind mit Handtüchern und Gästen belegt. Offensichtlich ist das Marriot Resort sehr gut besucht bis fast voll belegt. Ganz hinten wo sich anscheinend der Mini-Club befindet, sind noch ein paar Badeliegen frei. Hier liegen wir natürlich ganz im Schatten der großen Sonnenschirme.

Wenig später gehen wir zum Lunch ins Hoteleigene Restaurant. Wir haben hier im Hotel Halbpension gebucht, können also wählen zwischen Mittag oder einem Abendessen. Nach dem Essen das wir im Außenbereich des Restaurant einnehmen, möchte unsere Tochter und unser Schwiegersohn noch an den Hoteleigenen Strand wechseln, unser Enkel möchte noch im Sand spielen. So gehen wir über die Promenade an den Strand West Palm Beach, der sich am Hotel entlang ca. 1 Kilometer in beiden Richtungen ausdehnt. Ein paar Kilometer entfernt sehen wir auf Bluewater Island die Kulisse des 250 Meter hohen Riesenrades Ain Dubai .
Dieses Riesenrad „Auge von Dubai genannt„, ist das derzeit höchste Riesenrad der Welt. Es wurde kurz nach der Eröffnung 2021 wegen Instabilitäts-Problemen bis zum Januar 2025 geschlossen.
Ebenfalls in Sichtweite von uns ist der neue Kreuzfahrthafen Dubai Harbour, er ist größer und auch moderner als der alte Hafen Port Rashid. Der Dubai Harbour soll einen modernen 1,5 Kilometer langen Hafen-Terminal besitzen. Ich hatte schon über diesen neuen Terminal gelesen, aber irgendwie nicht ganz wahr genommen. Wie wir von unserem Strand erkennen können liegt hier ein großes Schiff am Pier. Ich hatte vor unserem Urlaub recherchiert, was für Kreuzfahrtschiffe in unserer Urlaubszeit hier im Hafen von Dubai anlegen. Es waren die Costa Smeralda und die Aida Prima, ich hatte eigentlich erwartet sie an unserem Terminal am Port Rashid zu sehen, das war wohl ein Irrtum. Die Costa Smeralda ist ein wunderschönes Schiff, wir haben sie schon in Marseille und in Barcelona gesehen. Sie ist mit 185.010 BRZ noch etwas größer als die MSC Euribia, und wurde in 2019 von der Meyer Werft in Turku gebaut. Ein paar Stunden war auch noch die AIDA Prima zu sehen, sie ist wohl einiges kleiner als die Costa Smeralda. Sie wurde als erstes Schiff seit vielen Jahren in Japan bei Mitsubishi Heavy Industries in Nagasaki gebaut. Mit einjähriger Verspätung wurde sie dann im März 2016 an AIDA Cruises übergeben.

Um 18:00 verlassen wir das Hotel bzw. die schöne Lobby. Am Hotel befindet sich ein großer Überdachter Bereich, wo Taxis ein und ausfahren können. Seit einigen Jahren ist es in Dubai anscheinend nicht mehr möglich, Taxis auf der Straße oder auch am Hotel zu buchen. Mein Schwiegersohn hatte über Uber ein Taxi für uns bestellt, man kann nachdem das Ziel eingegeben wurde, den Preis sowie die Ankunftszeit des Taxi und die Daten des Fahrzeuges erkennen. Aber aus irgendeinem Grund kam der bestellte Fahrer nicht, so dass wir ein neues Taxi bestellen musste. Nach mehr als einer halben Stunde kam ein neuer Taxifahrer, mit ihm hatten wir allerdings einen Glücksgriff gemacht.
Wir fahren in der Downtown von Dubai an einer wunderschönen Moschee vorbei, leider weiß ich nicht wie sie heißt. Unser Ziel ist die Dubai Mall mit dem Burj Khalifa, unser Fahrer wollte uns zum Palace Downtown Hotel bzw. zum Souk Al Bahar bringen. Von hier könne man über eine Fußgängerbrücke zur Dubai-Mall hinüber gehen. Nachdem er in eine große Tiefgarage gefahren ist führt er uns noch durch den Souk Al Bahar bis zum Burj Khalifa Lake. Von der Terrasse des Al Bahar Souk aus kann man die Fontaine-Show im See, wie auch die Lichtspiele am Burj Khalifa die ab 19:30 in bestimmten Abständen erfolgen, sehen. Wie in den vergangenen Jahren sind auch heute Tausende von Zuschauern am Burj Khalifa Lake und in der Dubai Mall unterwegs, um die Wasserspiele und Lichterspiele zu sehen.

Wir bleiben fast eine Stunde auf dieser Terrasse und beobachten das Spektakel, bevor wir auf der Al Bahar Souk Brigde in Richtung der Dubai Mall gehen. In der ersten Etage der Mall befindet sich der Apple Store, auf seinem zum Burj Khalifa Lake gehenden Balkon haben wir schon mehrmals das Spektakel der beiden Wasser und Lichtspiele gesehen. Direkt vor der Mall steht der Kiosk eines Eisverkäufers der seine Kunden mit einer außergewöhnlichen Art der Eisübergabe fasziniert (es dauert immer einige Minuten von der Präsentation des gefüllten Eishörnchen bis zur Übergabe des Hörnchen). Auch unser kleiner Enkel bekommt auf diese Weise sein Eis überreicht.
Wir gehen weiter in Richtung des The Address Downtown Hotels (In diesem Hotel brach am 31. Dez 2015 wenige Stunden vor der geplanten Silvesterfeier zwischen dem 14. und 15. Stockwerk des Gebäudes ein Großbrand aus). Die Spuren dieses Brandes waren bei unserem Besuch in den Emiraten 2016 noch sichtbar. Wir drehen wieder um und betreten die Dubai Mall. Unser Schwiegersohn möchte in der Mall noch etwas Essen. Im Eingangsbereich zum Lake gibt es keinen anständigen Food. Wir mussten fast eine halbe Stunde warten, bis mein Schwiegersohn das bestellte Essen holen konnte. Ich glaube dass es eine libanesische oder Persische Küche war. Leider schmeckte Ihm das Essen überhaupt nicht. Danach verlassen wir wieder die Mall und gehen ein Stückchen in Richtung der Fontaine Lake Ride und der Dubai Opera. Wieder zurück bei der Mall, spielt unser Enkel mit ein paar einheimischen Jungs auf dem großen Platz Fußball. Es ist kaum zu glauben, wie er ohne irgend welche Hemmungen mit den etwas älteren Jungen dem Ball hinterher läuft.

Wir hatten mit unserem Taxifahrer bei der Herfahrt einen Zeitrahmen ausgemacht, wo er uns wieder abholen soll. Unser Treffpunkt wäre wie bei der Ankunft im Parkhaus Al Bahar Souk. Leider haben wir hier am Burj Khalifa Lake keinen Handy-Empfang. Es wird immer später und unser Kleiner sollte eigentlich ins Bett. Wir gehen zurück in die Dubai Mall, um hier den Taxi-Stand zu suchen. Meine Frau und ich waren schon mehrmals hier in der Dubai Mall, aber sich hier zurecht finden, keine Chance. Wir fragen mehrmals nach, schauen auf den Infotafeln nach. Fahren auf den Rolltreppen auf und ab, wir sind bestimmt fast eine Stunde unterwegs, bis wir den Ausgang finden der in die große Taxihalle geht. Es ist schon Mitternacht vorbei, bis wir unser Hotel auf der Jumeirah The Palm erreichen.


Sonntag, den 29. Dez. 2024

Guten Morgen, wir haben ganz ausgezeichnet geschlafen, heute ist Sonntagmorgen es ist 8:15 als wir aufstehen, und uns zum Frühstücken fertig machen. Strahlend blauer Himmel ist zu sehen als wir zum Fenster hinaus schauen. Mit dem Fahrstuhl fahren wir ins Erdgeschoss hinunter, durch die riesige Eingangshalle und an der Rezeption vorbei. Hier gibt es sogar einen Hauseigenen Friseur mit über 10 Friseurplätzen die gut besucht sind. Am Eingang des Levantera-Restaurant angekommen, müssen wir uns anmelden, eine Mitarbeiterin bringt uns anschließend zur Außenterrasse an einen Tisch, wo wir an einem sonnigen Tisch Platz nehmen können. Hier angekommen bestellen wir uns Cappuccino sowie ein Glas Orangensaft, den uns später ein Kellner bringt. Erst danach gehen wir ins Restaurant zurück, um an der sehr großen Buffet-Theke unseren Frühstücksteller zu füllen. Hier gibt es fast alles was das Herz begehrt, mein Persöhnliches Frühstück bleibt immer etwas zurückhaltend. An der warmen Theke hole ich mir ein Käse-Omelett oder Spiegelei beidseitig angebraten (das Spiegelei war leider kalt) . Dazu Brot oder Brötchen mit entsprechender Marmelade, und einer Blätterteigschnecke.
Nach einer halben Stunde kommt unsere Tochter vorbei, um bei uns am Tisch Platz zu nehmen. Unser Schwiegersohn ist mit seinem Sohn sind noch im Zimmer, beide schlafen anscheinend noch. Unsere Tochter ist schon hungrig, und sie hat einen gesunden Appetit, da können wir nur staunen.

Nachdem wir drei gefrühstückt haben, gehen die Damen auf`s Zimmer zurück. Ich gehe hinunter zum Pool, um für die Familie ein paar Badeliegen zu suchen und Reservieren. Zu dieser frühen Zeit, es ist etwa 9:30 sind schon ca. 70% aller Liegen belegt. Beim Bademeister hole ich vier Badetücher, in der Etage oberhalb vom Pool finde ich noch vier freie Badeliegen, allerdings nicht beieinander. Fast eine Stunde später kommt meine Frau und nochmals später auch meine Tochter mit Familie vorbei. Kurz nach 10:00 sehen wir Rauch aufsteigen irgendwo in der Dubai Marina, genau können wir das von unserem Standpunkt nicht erkennen. Offensichtlich brennt es in der Nähe des Kreuzfahrthafens oder beim Riesenrad Ain Dubai.
Mein Schwiegersohn kommt nicht mit zum Pool, er hat auch schon auf das Frühstück verzichtet. Wir verbringen den ganzen Vormittag am Pool, erst gegen 14:00 wechseln wir hinüber an den Strand, wo wir ein nettes Plätzchen und ein paar freie Liegen finden.

Gegen 17:00 verlassen wir den Strand, wir wollen heute Abend noch einmal mit einem Taxi in die Downtown von Dubai fahren. Unser Fahrer bringt uns wie gestern Abend in Parkhaus des Souk Al Bahar. Hier kann man viele Arabische Souvenirs in über 130 Geschäften kaufen. Sehr schön sind auch die 25 Restaurants und Cafes, wo man direkt an der Wasserpromenade den Burj Khalifa genießen kann. Um 18:40 sind wir Drei mit unserem Enkel in der Dubai Mall angekommen. Als erstes besuchen wir das Riesige Aquarium in der Mall. Unser kleiner Mann steht unheimlich auf Fische. Wir gehen weiter bis zum Wasserfall um hier ein paar Fotos zu machen. Danach drehen wir um und gehen durch die riesige Einkaufs-Mall mit Ihren über 1200 Geschäften. Ich habe es ja schon erwähnt, trotz meiner mehrmaligen Besuche in der Mall fehlt mir hier die Orientierung.

Meine Tochter sucht für Ihren Sohn noch ein Bistro wo sie für Ihn eine Kleinigkeit zum Essen kaufen kann, ob es Pommes Frites oder Ähnliches ist. Er isst hier in den Emiraten nicht viel. Wir besuchen im Anschluss einen Lego-Shop, wo es Tolle Sachen für Kinder zu kaufen gibt. Etwas später verlassen wir die Mall und gehen über die Al Bahar Souk Brigde zurück ins Parkhaus, wo wir unseren Taxi-Fahrer wieder treffen.
(Zu Hause hatte ich eigentlich einen Besuch auf den Burj Khalifa geplant, beinahe auch reserviert). Meine Tochter hatte etwas vom Sky View Tower eine der neuesten Attraktionen hier in Dubai gelesen, den wollen wir als Ersatz für den Burj Khalifa heute anschauen. Eigentlich hatte ich gedacht man könnte von der Dubai Mall zum Sky View Tower 1 hinüber gehen. Mit dem Taxi sind wir dann doch eine Viertelstunde oder mehr gefahren, bis wir vor den 219.5 Meter hohen Hoteltürmen der Address-Hotelgruppe angekommen sind.

Wir gehen durch Teile des Sky View Tower 1 Hotels, vorbei an der Rezeption und der Lobby sowie anderer Räume. Danach fahren wir mit einem Fahrstuhl ein paar Stockwerke nach oben und gehen hier irgendwelche Gänge durchs Hotel entlang, bis wir den richtigen Fahrstuhl der uns zum Sky View Observatory bringt, gefunden haben.
Ein gläserner Aufzug bringt uns nach oben, wobei drei Seiten einen beeindruckenden Panoramablick auf die Stadt bieten auf die 53. Etage zur Sky View Observatory. Von hier geht es über eine Wendeltreppe in die nächsttiefere Etage, von der aus eine 46 m lange Glasbrücke (Sky Bridge) zum Nachbargebäude führt. Von hier hat man einen schönen Ausblick auf das Nächtliche Dubai und sowie den Burj Khalifa.

Eigentlich hatte ich mir etwas anderes vorgestellt, nämlich auf Schwimmbadhöhe über eine offene Brücke zu gehen, statt dessen mussten wir vier Stockwerke tiefer über die Bridge laufen. Wer wollte, konnte natürlich über den 46 Meter langen Glasboden gehen, und 200 Meter in die Tiefe zu schauen.
Ich gehörte nicht dazu. Mir wäre der Burj Khalifa viel lieber gewesen, mit seinen zwei Plattformen. Eine Plattform ist wie ein Balkon, und die zweite Plattform ist geschlossen ganz hinter Glas. Natürlich kann der Preis eine Rolle spielen der Eintritt im Burj kostet mehr als das Doppelte als beim Sky View Observatory
Am Ende des Überganges in den zweiten Tower gab es einen Automaten, der Münzen mit dem Emblem des Sky View Tower 1 presste. Meine Frau kaufte unserem Enkel eine solche Münze, vom Burj Khalifa sowie vom Clock Tower (Uhrenturm) in Deira hat er ebenfalls eine Münze bekommen.

Address Sky View: im Bau 2020

Nach unserer Besichtigung gehen wir zunächst wieder eine Treppe nach Oben um unseren Fahrstuhl zu finden. Im Gepäckraum nahe des Eingangs und dem Lift holen wir unserem Kinderbuggy ab, den wir hier Deponieren mussten. Danach geht es in den Gläsernen Fahrstuhl, eine Security-Mitarbeiterin drückte für uns den Abwärtsknopf. Mit uns in der Kabine steht ein junges Asiatisches Pärchen. Unten angekommen fuhr der Fahrstuhl gleich wieder noch Oben. Wir schauten alle etwas entgeistert, anscheinend hätten wir unten angekommen, gleich die Lift-Türe öffnen müssen. Es ist jetzt 21:30 vorbei, unser (Privat Chauffeur) wartet schon auf uns, für heute fahren wir in unser Hotel Marriot Resort auf Palm Jumeirah zurück. Hier angekommen gehen wir noch in unser Restaurant Levantera zum Essen. Hier im Hotel haben wir Halbpension gebucht, und außer unserem Frühstück heute noch nichts gegessen. Nachdem wir eine Kleinigkeit verspeist haben bleiben wir noch eine Zeitlang am Tisch sitzen, anschließend fahren wir mit dem Lift zu unseren Zimmern in der 10. Etage.

Montag, den 30. Dez 2024

Es ist schon 8:00 vorbei, als wir aufstehen, auch heute Nacht haben wir sehr gut geschlafen. Nach der Morgentoilette fahren wir den Fahrstuhl hinunter, und gehen in unser Frühstücksrestaurant Levantera. Nach dem Anmelden führt uns eine der Mitarbeiterinnen auf unseren Wunsch u einem Tisch hinaus auf der Terrasse. Bei einem der Kellner bestellen wir Cappuccino und Orangensaft. Kurz darauf kommt unser Schwiegersohn von einem Spaziergang auf der Promenade vorbei. Er setzt sich aber aus Infektionsgründen nicht zu uns, es geht ihm nicht so gut. Bevor er nach 10 Minuten wieder geht sagt er dass unsere Tochter im Anschluss herunter kommt. Eine halbe Stunde später ist sie dann da und setzt sich zu uns an den Tisch. Anscheinend ist unser kleiner Enkel auch etwas krank. Das Frühstück im Hotel ist sehr reichhaltig und schmeckt ausgezeichnet, wie wir auch heute feststellen können.
Die Terrasse direkt am Hotel und oberhalb des Pools wird seit gestern Abend mit Tischen und Stühlen für das Sylvester- Menü vorbereitet.

Nach unserem Frühstück gehe ich hinunter zum Pool um drei Badeliegen mit Handtüchern zu belegen. So etwas ist auch hier im Hotel wie auch auf unseren bisherigen Kreuzfahrtschiffen Sitte und Brauch, wie wir die vergangenen Tage leider feststellen mussten. Ich warte hier auf den Badeliegen bis meine Frau mit unseren Badesachen kommt.
An der Reede unweit von uns am Kreuzfahrthafen Dubai Harbour liegt noch immer die Costa Smeralda, ich bin gespannt wann sie wieder auf Tour geht und abfährt. Kurz vor 10:00 kommt ein weiteres Kreuzfahrtschiff in den Hafen Dubai Harbour gefahren. Auf den ersten Blick kann man nicht erkennen, um was für ein Schiff es sich handelt. Erst mit dem Teleobjektiv meiner Foto-Kamera kann ich erkennen, es handelt sich um die Celestyal Journey die wir am Anleger von Sir Bani Yas Island gesehen haben.
Meine Frau und ich verbringen fast den ganzen Vormittag am Pool, erst gegen 11:00 ist unsere Jugend vom Zimmer herunter gekommen. Unser kleiner Enkel ist krank, und sein Vater ist auch nicht besser in besserer Verfassung. Am Nachmittag spitzt sich die Situation zu, unser Schwiegersohn liegt die ganze Zeit mit Fieber im Bett. Um 13:00 bestellt unsere Tochter einen Arzt auf`s Zimmer, der aber leider erst gegen 17:00 erscheint. Nach der Untersuchung stellt er die Diagnose „Influenza-Virustyp B„. Nach Aussage des Arztes ist unser Schwiegersohn für die nächsten 48 Stunden nicht Reisefähig.
(Unser Rückflug war für 5:00 am nächsten Tag geplant)
Er bekommt auf dem Zimmer eine Infusion um seine Körperliche Verfassung wieder etwas aufzubauen. Eine weitere Infusion ist für morgen Früh um 5:00 geplant.
(Gesamt-Preis ca. 6000-7000 Euro)
Unsere Tochter klärt Telefonisch mit der Versicherung in Deutschland, ob in unserem Fall eine Reiserücktrittversicherung greift. Nachdem das geklärt ist, muss noch mit der Hotelleitung verhandelt werden, ob sie noch Zimmer für uns alle frei haben und zu welchem Preis.
Irgendwann am Nachmittag gehen meine Frau und ich an den Strand, hier verbringen wir die nächsten Stunden, danach machen wir noch einen kleinen Spaziergang über den Palm West Beach.

Um 17:45 gehen wir mit unserer Tochter über die riesige Lobby zum Abendessen in unser Restaurant Levantera. Beim Friseur der am Ende der Lobby seinen Salon hat, sind wie meistens alle Stühle besetzt.

Nachdem wir uns am Eingang des Restaurants angemeldet haben, begleitet uns eine der Bediensteten zu einem Tisch auf der Terrasse. Wir bestellen bei einem Kellner unsere Getränke, danach gehen wir an die reichhaltige Theke, um unsere Teller mit schmackhaftem Essen zu füllen.
(Ich weiß nicht, ob ich das schon einmal erwähnt habe, die meisten Bediensteten hier in den Emiraten stammen aus Asien).

Erst am frühen Abend erfahren wir, ob wir aus dem Hotel ausziehen müssen. Unsere Tochter hat mit der Hotelleitung hart über den Preise für unsere Zimmer verhandelt. In der Folge hat sie bei Booking.com neue Zimmer für uns bis zum 2. Januar 2025 gebucht.

Ein Handicap gab es allerdings, die Hotelleitung hat für alle Hotelgäste ein Sylvester-Gala-Menü inkludiert für sage und schreibe 1950 AED, das sind weit über 500 Euro je Person. Wir konnten auf Entgegenkommen eines Managers im Hotel zugehörigen Cucina-Restaurant ein 5 Gänge Menü für umgerechnet 437 Euro pro Person buchen. Unser kleiner Enkel war im Gesamtpreis für die 4 Erwachsene enthalten.

Nach dem Essen gehen wir auf der Promenade von Palm West Beach, die sich zwischen dem Hotel und dem Strand befindet spazieren. Unsere Tochter geht mit ihrem Sohn eine Runde mit, unser Schwiegersohn liegt alleine Krank im Zimmer. Auf Bluewater Island das einige Kilometer von uns entfernt ist, kann man die Beleuchtete Kulisse des 250 Meter hohen Riesenrades Ain Dubai sehen. Wie ich schon erwähnt habe, ist es kurz nach der Eröffnung im Jahr 2021 wieder wegen Instabilitäts-Problemen still gelegt worden. Nach meinen neuesten Informationen läuft der Ain Dubai seit Anfang Januar 2025 wieder.

Wie man auf den Bildern erkennen kann, ist die Promenade sehr schön und gut für einen Nächtlichen Spaziergang geeignet. Hier befinden sich ein paar der fünf Sterne Hotels von Dubai. Das erste Hotel links von unserem Marriot Resort ist das Hilton Hotel, danach kommt das Five Palm Jumeirah am Beginn der Insel. Gleich danach kommt die Brücke zum Festland. Von unserem Hotel zur rechten Seite kommt das Voco Dubai The Palm, anschließend das Radison Beach Resort und zum Schluss das Fairmont the Palm.
Wir genießen den warmen Abend und die hübsche Beleuchtung der Promenade. Am Strand befinden sich noch einige Bars und Restaurants. Mittlerweile ist es schon nach 21:00 und unser Kleiner Enkel sollte ins Bett, wir gehen zurück in unser Hotel. Auf der großen Terrasse zwischen dem Hotel und dem Pool haben die Mitarbeiter Tische und Stühle sowie Gläser und Besteck für die morgige Sylvester-Gala-Menü aufgestellt. Und hinterher wird alles mit großen weißen Tüchern abgedeckt.

Dienstag, den 31.12.2024

Guten Morgen, heute ist der letzte Tag des Jahres angebrochen, eigentlich müssten wir jetzt am Flughafen sein, und auf unseren Abflug warten.
Wir sind ganz normal gegen 8:00 aufgestanden und haben uns zum Frühstücken fertig gemacht. Laut den Nachrichten über WhatsApp, das ist zeitweise unsere einzige Nachrichtenquelle von unseren Kindern, sind sie heute Morgen wohl gesund. Wir verlassen das Hotel durch den hinteren Eingang und gehen über die Pool-Terrassen in Richtung Levantera Restaurant. Hier mussten wir feststellen, dass die Arbeiter vom Hotel alle Badeliegen und Sonnenschirme auf der ersten Pool-Terrasse entfernt haben. Das heißt das heute etwa bis 40 Badeliegen am Pool fehlen werden. Zu dieser frühen Stunde sind noch viele Badeliegen frei, die Hotelgäste die gestern Abend in der Stadt verbracht haben, haben die fehlenden Liegen noch gar nicht bemerkt. Ich hole mir ein paar Handtücher von der Poolaufsicht und belege damit unsere Liegen. Andere Gäste machen es ja auch jeden Tag.
An der Terrasse des Levantera Restaurants angekommen, müssen wir uns zuerst beim Empfang melden, bevor wir an einem der Tische Platz nehmen können. Wenig später kommen unsere Tochter, unser Schwiegersohn und Enkel zu uns an den Tisch. Damit sind wir heute erstmalig seit einigen Tagen wieder komplett beim Essen. Unserem Schwiegersohn schmeckt es wieder, meiner Tochter sowieso, nur der Enkel hält sich beim Essen etwas zurück. Nach unserem erfolgreichen Frühstück gehen die anderen zum Umziehen auf`s Zimmer zurück, während ich unsere Liegen bewache. Heute wird es sehr eng an Badeliegen werden. Eine halbe Stunde später kommt meine Frau, die sich im Zimmer oben zum Baden fertig gemacht hat an den Pool. Unsere Jungen kommen etwa eine Stunde später zum Pool. Das Wetter heute Morgen zeigt sich Dunstig bis etwas Sonne am Himmel.

Gegen 15:00 machen wir uns auf, um noch einen Strandspaziergang zu machen. Zuerst gehen wir in die Richtung wo The Palm Jumeirah beginnt. Hier am Beginn der Insel wo es zum Dubai Marina Yachthafen hinein geht, fällt mir das Five Palm Jumeirah auf Grund seiner Außergewöhnlichen Bauart auf. Es scheint vorzugsweise von jüngeren Gästen besucht zu sein, macht aber einen sehr guten Eindruck auf mich.

Mittlerweile ist es 17:00 geworden, wir gehen in unsere Zimmer zurück, natürlich um uns vorzubereiten auf den heutigen Abend. Statt dem Gala-Menü haben wir Plätze im Italienischen Restaurant Cucina reserviert. Hier gibt es für uns ein 5 Gänge Menü mit Sekt und anderen Getränken, auf den Champagner müssen wir natürlich verzichten. Dafür wären weitere 75 Euro zu bezahlen.

Um 20:00 gehen beide Veranstaltungen los, beim Gala-Dinner auf der Terrasse spielt eine Pop-Band mit einer Sängerin. Als wir gegen 20:00 das Cucina betreten, werden wir mit einem Glas Sekt begrüßt und zu unserem Tisch geleitet. Auch wir haben Musik, auf einer kleinen Bühne spielt eine 3 Mann Jazz-Kapelle.

Die Bilder von unserem Essen sind nicht ganz in der richtigen Reihenfolge dargestellt.

Nach unserem Sekt-Empfang am Eingang trinken wir je nach Person Cocktails, Aperol Spitz, Bier, Wein oder Sekt und Softdrinks oder auch Wasser. Begonnen hat unser 5 Gänge Menü mit einem Rote Beete Carpaccio mit Früchte und Käse garniert. Dazu gab es eine Schinkenplatte mit rohem und gekochten Schinken garniert mit Oliven. Als zweiten Gang gibt es Tagliatella mit Pilzen und Rahmsoße, als weiteres Tortellini mit irgendeiner Cremesauce. Der dritte Gang begann mit Hummer und Rinderfilet mit einer Art Blätterteig, Kartoffelbrei und noch etwas. Anschließend eine Linsensuppe. Der nächste Gang besteht aus Tiramisu und Pana Coppa dazu einen Teller mit kleinen Törtchen, Windbeutel oder Ähnliches.
(Ich hoffe dass ich jetzt alles erwähnt habe)
Wir waren bis kurz vor Mitternacht mit diesem köstlichen Essen beschäftigt, zu unserer Unterhaltung spielte eine Jazz-Band, während draußen auf der Terrasse die Pop-Gruppe tobte. Wenige Minuten vor 24:00 verlassen wir das Cucina-Restaurant und warten auf die ersten Sylvesterknaller.
Wenige Minuten später gehen schon die ersten Raketen hoch, die meiner Ansicht nach in der Dubai Marina oder beim Riesenrad Ain Dubai gezündet wurden. So geht es vielleicht eine Viertelstunde lang, für eine Stadt wie Dubai hätte ich mir das vielleicht etwas länger vorgestellt. Aber vielleicht sind auch hinter unserem Rücken viele Raketen hoch gegangen, hier steht unser Marriot Resort ein Riesen Hotel mit seinen 13 Etagen.

Nach dem Feuerwerk dürfen wir auch auf die Terrasse gehen, wo das Gala-Menü stattgefunden hat, die Security gibt den Durchgang frei. So stehen wir eine Weile auf der Tanzfläche, wo einige Gäste Tanzen. Man sieht Gäste die Smoking tragen und die Damen haben Abendkleider an, die sie von zu Hause mitgebracht haben. Der Friseur der einen eigenen Salon im Hotel hat, hatte heute den ganzen Tag Hochkonjunktur.
So gegen 1:15 ziehen wir uns in unsere Zimmer zurück. Unser Enkel hat das erste Mal in seinem Leben ein Sylvester-Feuerwerk erlebt.

Mittwoch, den 01. Jan. 2025

Guten Morgen, es ist heute Neujahrstag, der ersten Tag im neuen Jahr. Der Himmel ist verschleiert, wir hoffen dass es im Laufe des Tages wieder schöner wird. Gegen 8:40 fahren wir mit dem Fahrstuhl nach unten, und gehen durch die riesige Lobby in unser Frühstücks-Restaurant Levantera. Wo wir auch heute an einem Tisch auf der Terrasse Platz nehmen. Nachdem wir 2 Cappuccino und 2 Gläser Orangensaft beim Kellner bestellt haben, machen wir uns auf den Weg zum großen Buffet das ja wie immer im Innenraum des Levantera aufgebaut ist. Ich hole mir zuerst 2 Stücke von einem Eier-Käse-Omelett, das ganz vorzüglich schmeckt, wenn es noch warm ist. Danach hole ich mir noch Brot, Käse (Gouda) sowie verschiedene Marmeladen (Erdbeere,Himbeere), und eventuell noch ein Croissant. Damit ist mein Frühstücks-Soll schon erfüllt.
Nach dem Frühstück gehen meine Frau und ich zum Pool hinunter, wo erstaunlicher-weise noch sehr viele Badeliegen frei sind. Ich belege drei der Liegen mit unseren Badetüchern. Anscheinend liegen viele der Gäste noch im Bett es hat wohl bei der Sylvester-Feier etwas länger gedauert. Die Badeliegen auf der ersten Poolterrasse sind schon aufgebaut, das Hotel-Personal hat wohl gleich früh am Morgen nach der Sylvester-Feier wieder mit dem Aufbau begonnen.
Es ist gleich Mittag, und unsere Jugend hat sich noch nicht sehen lassen. Wir genießen den letzten freien Tag hier am Pool. Heute Nachmittag wollten wir noch einen Ausflug zum Miracle Garden machen, zumindest war es so geplant. Aber zuerst müssen wir eventuell auch über WhatsApp etwas von unserer Jugend hören. Kurz nach 13:00 kommen sie am Pool vorbei. Gemeinsam verbringen wir den halben Nachmittag am Pool wie auch am Badestrand. Drüben am Kreuzfahrtterminal Dubai Harbour liegt als einziges Schiff noch die MS Celestyal Journey. Zwischenzeitlich machen wir ein letztes Mal einen Spaziergang über den Palm West Beach. Da wir geplant hatten heute noch den Miracle Garden zu besuchen, verlassen wir um 15:30 den Strand und machen uns im Zimmer für den Ausflug fertig. Unser Schwiegersohn bestellt das Taxi, wir hatten die vergangenen Tage immer wieder den gleichen Fahrer, da wir sehr zufrieden mit ihm waren. Heute Nachmittag fahren wir mit seinem Bruder, der bei den beiden immer die Tages-Schicht fährt.
Der Weg bis zum Miracle Garden ist relativ lang, ich hab es mal ausgemessen etwa 22 Kilometer, das ist wegen dem starken Verkehr hier in Dubai sehr viel. Wir brauchen wegen dem Rush Hour der jetzt herrscht eine gute Dreiviertel Stunde bis wir den Park erreicht haben. Unser Fahrer lässt uns an einem Nebeneingang aussteigen.

Hier betreten wir den Park, im Gegensatz zu unserem letzten Aufenthalt in 2020 machen wir heute eine wesentlich kürzere Runde durch den Park. Ich denke mal unser Schwiegersohn ist nicht in bester Verfassung. Weiter muss man ja auch bedenken, je mehr Personen in einer Gruppe sind, umso unterschiedlicher sind die Interessen. Kurzum als wir in 2020 hier waren, haben wir den Park ausführlicher besucht und gesehen. In der Toilette am Haupteingang fällt mir meine Fotokamera auf den Boden, in der Folge schließt sich der Lamellen-Verschluss nicht mehr ganz. Gleich danach verlassen wir am Haupteingang den schönen Park, es ist jetzt 18:30. Da unser Handy`s große Verbindungsprobleme haben, sprechen wir einen der vor dem Park stehenden Taxifahrer an. Zuerst verlangt er zu große Fahrtkosten, als wir dann weitergehen, geht er im Preis zurück, und wir steigen in sein Taxi ein.
Kurz vor halb Acht Uhr sind wir schon wieder in unserem Hotel zurück, hier stellt sich der Hunger bei einigen in unserer Gruppe ein. Wir gehen in das Italienische Restaurant Cucina wo wir den gestrigen Abend verbracht haben. Allerdings setzen wir uns heute auf einen der Tische im äußeren Bereich. In nächster Nähe von uns befindet sich ein Steinofen in dem die Pizza gebacken wird. Die meisten von uns haben Appetit auf eine Pizza, aber jeder hat auch seinen eigenen Geschmack. Ich nehme nur eine Pizza mit Schinken eventuell mit Salami aber in jedem Fall mit Pilzen (Funghi). Die Damen bestellen eine Pizza mit Ruccola. Welche mein Schwiegersohn bestellt, weiß ich gar nicht mehr. Wir Männer trinken ein Bier dazu, meine Frau ein Glas Rotwein, und meine Tochter die ein Kind bekommt trinkt Wasser. Nach ca. 20 Minuten sind die Pizzen fertig und bei uns am Tisch. Kurz gesagt die Pizzen schmecken vorzüglich auch unserem kleinen Mann, der eine Kinderpizza bekommen hat schmeckt sie allen Anschein nach. Kurz nach 21:00 brechen wir wieder auf, um auf unsere Zimmer zu gehen. Am nächsten Morgen müssen wir leider sehr früh raus, und mit einem Taxi zum DXB Flughafen fahren. Er ist etwa 30 Kilometer entfernt. Wie der Autoverkehr zu dieser frühen Uhrzeit ist. können wir leider nicht einschätzen.

Donnerstag, den 02.Jan. 2025

Es ist 4:45 als das Handy meiner Frau uns weckte, kurz darauf kam auch schon der Weckruf vom Hotel den wir gestern Abend noch bestellt hatten. Wir waren gerade angezogen als ein Etagen-Boy mit zwei Esspaketen vor der Türe stand. Unsere Tochter hatte die Ess-Pakete als Ersatz für unser entgangenes Frühstück bestellt. In den Paketen waren Sandwich, etwas Obst, Saft und ein Becher mit Kaffee enthalten. Den Kaffee to Go habe ich gleich getrunken, während meine Frau noch im Bad beschäftigt war. Nachdem alle Koffer geschlossen waren, gehen wir gemeinsam zum Lift und fahren hinunter in die Lobby. An der Rezeption geben wir unsere Zimmerkarten ab, und gehen nach draußen, wo unser bestellter Taxifahrer schon wartet. Heute Morgen haben wir wieder ein Großraum-Taxi bestellt wegen unserer großen Menge an Koffer. Nachdem die Koffer alle im Fahrzeug verstaut kann es losgehen. Wie schon erwähnt der DXB Flughafen ist ca. 30 Kilometer entfernt, wir sind an einem anderen Ende der Stadt Dubai und müssen an der Downtown vorbei fahren. Wir haben Glück, der Autoverkehr ist sehr angenehm und Ruhig, so dass wir schon um 6:15 am Flughafen sind. Ich habe es ja schon einmal erwähnt der DXB Flughafen hier in Dubai ist nach den (Fluggastzahlen 87 Mio.) der drittgrößte Flughafen der Welt. Dem zufolge sind lange Wege zu gehen, auch die Übersicht wo die Koffer und der Check In zu erfolgen hat ist nicht ganz einfach. Wir fliegen mit Fly-Dubai einer Tochter von Emirates (Was wir aber nicht wussten). In der ganzen Abflughalle sind Tafeln von Emirates zu sehen, aber nicht von Fly-Dubai, jeden Ordner den wir fragten schickte uns in Richtung der Emirates Schalter. Plötzlich erkennen wir an den Hinweisschilder von Emirates ziemlich Kleingedruckt das Emblem von Fly-Dubai. Jetzt gehen wir entspannt zu den richtigen Abflugschaltern, und geben unsere Koffer ab. Danach gehen wir Kilometerweit ? durch den Terminal, vorbei an Verkaufsshops verschiedener Art bis wir irgendwann unser Gate erreicht haben. Bis zum Abflug sind es jetzt noch etwa 40 Minuten, die wir auf ein paar Sitzen vor einem Getränke und Kaffeeautomaten verbringen. Meine Frau hat vor einer dreiviertel Stunde unsere restlichen Dirham in einen Sammelbehälter geworfen. Nun wären wir froh um ein paar Dirham, für die Automaten. Der Kaffeeautomat vor uns ich glaube es war einer von der Deutschen Kaffee-Firma Dallmayr funktionierte nicht allzu gut, wie man sehen konnte. Dann war es soweit unser Flug FZ 1449 wurde aufgerufen, wir reihten uns am Ende der Warteschlange ein. Danach geht es hinaus zu einem Vorfeldbus der uns einige Kilometer über den Flughafen fährt. Unsere Maschine steht an einem anderen Ende des riesigen Flughafen, über die Rollbahn schauend können wir die beiden Terminal 3 und gleich daneben den Terminal 1 erkennen. Wie schon bei unserem Hinflug haben wir auch heute eine Boeing 737 max für unsern Heimflug. Da unsere Sitzplätze ziemlich weit hinten sind steigen wir die hintere Treppe hoch, unsere Plätze sind in Reihe 30.
Kurz nach 9:30 geht es dann endlich los, unsere Ankunftszeit sollte nach 7 Stunden Flug um 13:05 / 15:45 in Salzburg sein. Mal sehen ob das klappt.

Kurz nach unserem Abheben bekommen wir einen letzten Blick auf die Megastadt Dubai, die Downtown und den Burj Khalifa zu sehen. Nach wenigen Minuten dreht sich unsere Maschine und fliegt in Richtung Meer bzw. dem Iran. Was mich schon etwas verwundert, da die Arabischen Emirate und der Iran nicht die allerbesten Freunde sind. Unser Weg geht weiterhin durch das Landesinnere des Irans, wir kommen in Nähe der 2 Millionen Stadt Isfahan vorbei.
Die im 11. Jahrhundert im Medizinischen Bereich (Hakim Ibn Sina (980-1037) so auch im 15. Jahrhundert mit der Eroberung der Stadt durch die Safawiden im Jahr 1502 eine große Rolle spielte.
Unser Flug geht weiter nach Norden, wenig später werden wir das Zagros-Gebirge erreichen, mit seinen schneebedeckten Bergen die bis auf 4.400 m Höhe ragen. Weiter geht unser Flug zwischen dem Van-See und dem 5.137 m hohen Berg Ararat (bekannt aus der Bibel Arche Noah) hindurch. Bei Samsun verlassen wir wieder das Türkische Festland und überfliegen das Schwarze Meer, wo wir bei Konstanza den Europäischen Kontinent und Rumänien erreichen. Es geht weiter über Bukarest und Sibiu in Siebenbürgen.
(hier nach Sibiu gibt es eine Ständige Flugverbindung von meinem Heimatflughafen Memmingen)
Bald darauf haben wir Ungarn und den Plattensee überflogen, kurz darauf überqueren wir südlich von Wien die Österreichische Staatsgrenze. Um 15:45 Ortszeit haben wir Unseren Zielort Salzburg erreicht. Der Flug selber war relativ angenehm, nicht so langweilig wie die Flüge die wir in den letzten Jahren gemacht haben. Man konnte den Flug über den Monitor der sich in der vorderen Sitzlehne befindet verfolgen, oder wer wollte konnte auch irgend welche Filme anschauen. Die meisten Fluggesellschaften haben alle Monitore entfernt, offensichtlich soll man sich nur noch mit dem Handy oder seinem eigenen Tablet beschäftigen.
Als die Maschine auf dem Rollfeld zum stehen kommt, und wir unser Handgepäck aus den Handgepäckklappen holen können, haben die ersten Passagiere schon die Maschine verlassen. Viele der vorderen Fluggästen gehen über das Rollfeld, während die restlichen Passagiere den Bus benutzen. Die Personenkontrolle geht schnell voran und auch unsere Koffer kommen zügig. Unser Flugzeug war ja nur mäßig besetzt, ich schätze mal mit ungefähr 100 – 120 Passagieren. Mit unserem Koffern in der Hand machen uns auf den Weg ins Parkhaus, das gleich an der Zufahrtstraße liegt. Unser Auto steht hier im Unter-Geschoss, während mein Schwiegersohn unsere Koffer in den Kofferraum ladet, suchen wir ein Büro um unsere ausständigen Park-Gebühren zu bezahlen.
(Wir sind 2 Tage länger in Dubai gewesen, als gebucht und bezahlt)
Es gibt hier einen Parkautomaten der aber leider kaputt ist, wo wir unsere Mehrkosten bezahlen könnten. Am Ausgang vom Parkhaus treffen wir noch andere Leute, die wohl ein Ähnliches Problem haben. Zu guter Letzt stellt sich heraus, dass man hier an der Schranke mit einer Kreditkarte bezahlen kann und muss. Wir müssen für unsere 2 Tage Verlängerung noch weitere 57 Euro nach bezahlen. Bei der Buchung unserer 10 Urlaubstage mussten wir vor 3 Monaten 95 Euro bezahlen.
Jetzt können wir endlich das Parkhaus verlassen, und nach wenigen Minuten haben wir die Deutsche Staatsgrenze erreicht. Wir befürchteten schon eine Personenkontrolle an der Grenze zu bekommen, aber es ging alles reibungslos. Unsere Fahrt war bis München ruhig und Angenehm, bis auf einige Staus wo wir im Schritt-Tempo fahren mussten. Auf einem Rastplatz kauften wir noch Kaffee To Go, mein Schwiegersohn kaufte noch ein paar Butterbrezeln dazu. Alles zu überhöhten Rastplatzpreisen. In München angekommen tritt plötzlich Starker Wind auf, Blätter wirbeln durch die Luft. Wenig später fängt es zu Regnen an, der uns noch die restliche Fahrt bis nach Ottobeuren begleitet hat.
Hier laden wir schnell die Koffer um, unsere Jungen wollen zügig nach Hause fahren. Wir sind alle froh endlich wieder zu Hause sein.

Fazit: Mein Reisebericht ist etwas länger geworden, als von mir gedacht. Natürlich wurde unsere Reise durch besondere Umstände auch etwas länger als geplant.
Unser erstes Hotel in Bur Dubai Rove Healtcare City war ein nettes 3*** Sterne Hotel mit hübschen Zimmern in der 11.Etage. Hier hatten wir zwei Ausflüge mit dem Taxi und einer Abra (Holzboot) gemacht. Auch den The Frame (Bilderrahmen) konnten wir besuchen.
Am Samstag gehen wir auf die MSC Euribia ein Riesenschiff, wo die Kreuzfahrt noch am gleichen Tag losging. Wir besuchten verschiedenen Emirate mit wechselnden Ergebnis. Nach 7 Kreuzfahrttagen kehren wir wieder nach Dubai zurück, hier wechseln wir in das Superhotel Mariott Resort
direkt auf The Palm. Wir konnten danach einige Ausflüge machen, vielleicht nicht in meiner gewünschten Form und Größe.
Unsere Jugend hatte durch die Krankheitsausbrüche auf dem Schiff und im Hotel nicht den erwünschten Urlaub und das Erlebnis.

Ich hätte meinen Kindern noch gern einige andere Attraktionen gezeigt, aber es war leider kein Interesse dafür vorhanden.
Wir hatten alle Ausflüge mit dem Taxi gemacht, trotz meiner im Vorfeld gemachten Berechnungen lagen die Kosten für die Ausflüge im Endeffekt bei mehreren Hundert Euro.

Ob wir jemals wieder nach Dubai kommen, glaube ich eigentlich nicht. Allerhöchstens bei einem Badeaufenthalt in Ras Al Khaimah und einem Zwischenstopp in Dubai.

Im September an der Mosel 2024

Bis vor wenigen Tagen hatten wir geplant, eine Woche im schönen Südtirol nahe der Kurstadt Meran zu verbringen. Nach dem herrlichem Wetter hier in Deutschland und auch in Südtirol kam ein plötzlicher Wetterumschwung, und die Temperaturen gingen in den Keller. In Südtirol waren Temperaturen von höchstens 18° angesagt. Das war uns entschieden zu wenig. Nachdem an der Mosel in der kommenden Woche warme 21 -23° angekündigt waren, entschieden wir uns kurzfristig eine Woche an einem Campingplatz an der Mosel zu verbringen.
Da wir schon mehrmals im Urlaub an der Mosel waren, haben wir uns dieses Mal für einen anderen Campingplatz hier an der Mosel entschieden, er befindet sich Flussabwärts einige Kilometer hinter Cochem.

Sonntag, den 15.09.2024

Es war alles vorbereitet für unsere Reise nach Südtirol. Gestern im Laufe des Vormittags haben wir uns nun entschieden statt nach Südtirol an die Mosel zu fahren. Wir telefonierten noch am Vormittag mit dem Camping Moselwunder, ob es noch freie Plätze bei ihnen gibt. Der Besitzer sagte uns, er hätte noch 17 freie Stellpätze zur Verfügung, wir sollten einfach kommen. Schon Wochen vorher stand auch die Mosel in der näheren Auswahl, und wir hatten uns damals für dem Camping Moselwunder in Pommern entschieden. Er machte einen recht guten Eindruck auf uns, und es war ein neuer Flussabschnitt an der Mosel den wir noch nicht kannten.
Unser Caravan war fertig beladen, bis auf den Kühlschrank, der noch auf seinen Inhalt wartete. Das Auto musste noch mit Tisch und den Stühlen bestückt werden. Ebenso kommen noch unsere kleinen faltbaren E-Bikes in den Kofferraum. Den Caravan hatte ich schon gestern Nachmittag auf den Parkplatz vor dem Haus gebracht. Nach unserem morgendlichen Frühstück habe ich unser Auto vor die Garage gestellt, um noch die Caravanspiegel am Auto anzubringen. Wir haben seit zwei Monaten ein anderes Auto, und das Anbringen des Caravanspiegels ist hier etwas schwieriger geworden. Nachdem im Laufe des Tages auch der Kühlschrank befüllt war, drehe ich die Kurbelstützen mit dem Accuschrauber hoch. Danach fahre ich den Wohnwagen mit dem Mover (Elektroantrieb) hinter das Auto um es an der Anhängerkupplung zu befestigen.

Um 16:47 ist es soweit, wir verlassen unsere Wohnstraße in Ottobeuren, fahren in Richtung Memmingen, obwohl unser Navi uns auf die Autobahnauffahrt bei Woringen schicken wollte (der etwas kürzere Weg ist wegen dem schlechten Straßenzustand für Caravan nicht geeignet).
Statt unserer üblichen Route zur Autobahn-Auffahrt Memmingen-Süd müssen wir heute beim Kreisverkehr bei Benningen in Richtung Memmingen fahren. Dort geht es weiter am Tiroler Ring bis zur Autobahn-Auffahrt MM-Ost, dann weiter zum MM-Kreuz und danach auf die A7 in Richtung Ulm. Der Autoverkehr ist heute recht angenehm für einen Sonntag Nachmittag. Nach knapp einer Stunde haben wir das Autobahnkreuz Ulm-Elchingen hinter uns gelassen. An der Raststätte Lonetal Ost legen wir eine kurze Pinkelpause ein. Nach weiteren 60 Kilometern haben wir die riesige Baustelle am Autobahnkreuz Feuchtwangen/Crailsheim erreicht. Hier wechseln wir jetzt auf die A6, die uns zu unserem heutigen Übernachtungsplatz bei Bad Rappenau führen soll. Da wir davon ausgehen, dass die parkenden LKWs auf unserem Übernachtungsplatz 24-ARAL Autohof hoffentlich gegen 22:00 ihr Wochenende-Quartier verlassen werden. Wir wollen bevor wir unser heutiges Tagesziel erreichen noch kurz Abend essen. Auf die Raststätte Hohenlohe Nord fahren wir kurz hinein, müssen aber feststellen, dass sie bis auf den letzten Platz mit LKWs gefüllt ist. Einige Kilometer weiter auf dem Rastplatz Weinsbach kurz vor Heilbronn finden wir noch einen Parkplatz um noch unsere Abendmahlzeit zu machen. Hier verbringen wir eine Stunde bevor wir weiter fahren, in Richtung Bad Rappenau.

Unser Übernachtungsziel den 24-ARAL Autohof erreichen wir gegen 21:15. Wie schon befürchtet war der Autohof bis zum letzten Parkplatz übervoll. Wie man auf dem Bild erkennen kann, ist er relativ klein, dazu wird er gerade umgebaut. So dass nochmals ein paar Parkplätze weniger zur Verfügung stehen. Nachdem ich erfolglos über den Parkplatz gegangen bin, fragt meine Frau in der Tankstelle nach, ob um 22:00 irgendwelche LKWs abfahren. Vor Morgen Früh um 5:00 fährt keiner der Fahrzeuge weiter, ist die Aussage der Mitarbeiter. Einer der Mitarbeiter bietet meiner Frau einen Parkplatz direkt vor den Abfall-Containern an. Hier kann kein LKW parken ohne die anderen Fahrzeuge zu behindern. Wir nehmen den Platz in Ermangelung eines besseren Platz an, morgen früh, so gegen 7:00 werden wir wieder aufbrechen in Richtung Mosel.
Wir stellen unser Gespann ab, danach drehe ich noch die hinteren Kurbelstützen vom Caravan hinunter, vorne drehe ich nur das Bugrad herab, um unser Auto etwas zu entlasten. Damit ist der heutige Tag beendet, zum Abschluss trinken wir noch ein Gläschen Rotwein bzw. ein Weizenbier. Kurz vor 22:30 hüpfen wir ins Bett, damit wir am nächsten Morgen auch wieder fit sind.

Unseren Übernachtungsplatz habe ich rot angezeichnet

Montag, den 16.09.2024

Guten Morgen, es ist kurz vor 7:00 als wir aufgewacht sind, und uns gleich angezogen haben. Wir trinken noch eine Tasse Cappuccino im Wagen bevor wir weiter fahren. Unterwegs werden wir irgendwo unser versäumtes Frühstück nachholen.
Gegen Morgen hat ein leichter Regen eingesetzt, der wohl zu der Bayrischen Schlechtwetterfront gehört, die gestern eingesetzt hat. Meine Frau hat zwischenzeitlich die Toilette im Rasthof aufgesucht, und als sie wieder zurück gekommen ist, fahren wir los. Es ist jetzt kurz vor 7:30 als wir den Rasthof verlassen. Ein paar Kilometer weiter fällt uns eine Fehler-Anzeige im Auto auf. Nach dem Durchschauen in dem sehr kurz gehaltenen Betriebsanleitungs-Buch (VW Tiguan bj. 2024) müssen wir feststellen dass mehrere Assistenzssysteme ausgefallen sind. Das ist sehr erfreulich bei einem Auto das gerade 2 Monate alt ist. Wir rufen über Handy eine VW-Werkstatt an, die in Zukunft unser Auto betreuen soll. Der Mitarbeiter kann mir über das Telefon keine Diagnose stellen, was und warum hier etwas ausgefallen ist. Er meint wir können aber unbesorgt weiter fahren, wir müssten halt auf verschiedene technischen Hilfen verzichten (zb. früher mussten wir auch ohne weitere Hilfe bremsen).
Mit dieser Auskunft fahren wir weiter, in der Hoffnung, dass nichts weiteres vorkommt. Ein paar Kilometer weiter kommen wir am Technik-Museum in Sinsheim vorbei, leider kann man in unserer Fahrtrichtung nichts davon sehen. Am Kreuz Hockenheimring wechseln wir auf die A61, die uns über Speyer-Nord an den Ballungsgebieten Ludwigshafen / Mannheim vorbei führt. Kurz nach 9:00 fahren wir auf einen Rastplatz zwischen Alzey und der Domstadt Worms, um unser versäumtes Frühstück nachzuholen. Nach einer dreiviertel Stunde geht es wieder weiter, der Rastplatz war leer bis auf ein Luxusmobil, das zwischenzeitlich gekommen ist und weiter hinten an der Seitenlinie parkte.

Der Himmel ist grau und die Temperatur liegt bei 13,5°, wir hoffen dass es irgendwann schöner wird. Wir haben noch etwa 100 Kilometer bis an die Mosel die wir bei Alken-Brodenbach erreichen werden. Laut unserem Navi könnten wir um 11:00 an unserem Campingplatz ankommen. Das Verkehrsaufkommen hier auf der A61 ist relativ angenehm. Bei der Abfahrt 41 (Boppard) verlassen wir die Autobahn und fahren nach Buchholz, hier soll es weiter gehen, bis wir auf der L207 an die Mosel abbiegen können. So der Plan.
Unser Navi hatte sich die Fahrstrecke über Herschwiesen/Oppenhausen ausgesucht was ich abgelehnt hatte. Im kleinen Ort Buchholz angekommen bogen wir am Kreisverkehr beim ersten Wegweiser nach Brodenbach ab. Es ging weiter durch ein Wohngebiet. Ein entgegen kommendes Auto machte uns ein un­de­fi­nier­bares Zeichen, womit wir aber nichts anfangen konnten. Nach einigen Kilometern Wegstrecke kam ein Schild in Sicht, worauf hingewiesen wurde, das die Höhe der Fahrzeuge auf der folgenden Strecke auf 2,5 Meter begrenzt wird. (unser Caravan ist etwas höher)
Es hatte sich jetzt heraus gestellt, dass wir genau auf der Straße fuhren die ich eigentlich vermeiden wollte. Wir fahren wieder zurück nach Buchholz, beim Kreisverkehr wählen wir eine andere Ausfahrt und nach wenigen Kilometern kommen wir auf die gewünschte Straße L207, die uns jetzt zur Mosel führt. Zehn Minuten später beginnt der Abstieg zur Mosel hinunter bzw. nach Alken-Brodenbach. Auf relativ kurzer Strecke und ein paar Spitzkehren geht es jetzt 330 Höhenmeter nach unten. Die Fahrt hier hinunter ist für Caravan-Gespanne durchaus anspruchsvoll.

Die nächsten 15 Kilometer fahren wir jetzt auf der Südseite der Mosel entlang, kommen wir an verschiedenen Campingplätzen vorbei. So der Happy Life-Mosel und der Knaus-Campingpark in Burgen, die wir von der Straße aus und im Vorbeifahren begutachten. Kurz darauf fahren wir an der Schleuse Müden vorbei, die einen Höhenunterschied um 6,5 Meter ausgleicht, wie wir bald erfahren werden. Wenig später erreichen wir den Ort Mosel-Ort Treis und über die Moselbrücke den Ortsteil Karden. Von hier sind es weniger als drei Kilometer bis zu unserem Ziel dem Campingplatz Moselwunder, den wir um 11:30 erreichen. Im Eingangsbereich geht es ein bisschen eng her durch die schon wartenden Fahrzeuge. In der Rezeption bekommen wir drei Stellplätze zur Auswahl angeboten. Nach der Besichtigung der freien Plätze wählen wir den Stellplatz K10 aus. Nachdem wir danach mit dem Caravan am Stellplatz angekommen sind müssen wir feststellen, dass wir eigentlich den Platz mit der Nummer K09 mit einer guten Platzbeschaffenheit im Auge hatten. Nur der ist nicht frei. Unser jetzt gewählter Stellplatz hat im Bereich des Vorzeltes eine etwas feuchte Bodenbeschaffenheit. Wir sind enttäuscht auch über unsere eigene Dummheit, die sich nicht erklären lässt. (der Rezeptionist hat alles richtig erklärt: vor dem Nummern-Schild stehend ist es der rechte Stellplatz), wir haben wohl den linken angeschaut. Es gab erstmals heiße Debatten zwischen uns, über einen Austausch des Stellplatzes. Nur das Problem war, die Rezeption ist seit einer halben Stunde geschlossen.
Es hilft alles nicht, nachdem der Caravan steht, legen wir vor dem Wohnwagen wo das Vorzelt stehen wird, das wir seit 5 Jahren erstmals wieder benutzen, unseren großen Teppich aus. Das Aufbauen des Vorzeltes geht trotz der langen Zeit die wir es nicht benutzt hatten tadellos voran. So schön schaute es nach meiner Erinnerung in unserem Herbsturlaub in Ostfriesland 2019 nicht aus. Gegen 14:00 waren wir mit dem Aufbau des Vorzeltes und allem anderen fertig

Nachdem wir auch den Tisch und die Stühle aus dem Auto geholt hatten, trinken wir erstmals etwas, dazu stellten wir unseren kleinen Beistelltisch auf. Etwas später essen wir einen Teller Erbseneintopf mit Würstchen. Ein bisschen warmes Essen schmeckt bei dieser Temperatur gerade gut, ich schätze sie lag bei ca. 17-18°. Während wir genüsslich essen, fährt gerade ein Flusskreuzfahrtschiff auf der Mosel vorbei, ich glaube sie hieß Swiss Crystal. (Nach meiner späteren Recherche ist sie 101 Meter lang und hat 63 Kabinen)
Danach machen wir noch einen Spaziergang über den Campingplatz bzw. am Ufer entlang. Gerade kommt ein Tankschiff vorbei es ist die RP Dordrecht (Länge 110 Meter, Tonnage 2525 t). Ob sie Öl oder Gas geladen hat weiß ich natürlich nicht.

Gegen 15:00 wollten wir noch in der Rezeption unsere Frühstücks-Brötchen für den nächsten Tag bestellen, aber hier war die Hölle los. Der ganze Eingangsbereich bis einschließlich der Straße außerhalb des Campingplatzes war mit wartenden Wohnmobilen überfüllt. Ich habe insgesamt 8 Wohnmobile gezählt die alle in den Ca. Platz wollten. Im Moment war keine Chance hier Brötchen zu bestellen. Wieder am Caravan angekommen lese ich auf der Homepage des Ca. Platzes, das man die Brötchen auch hier bestellen kann, was ich gleich mache. Später trinken wir Kaffee und essen dazu einen Marmorkuchen (mein Lieblingskuchen). Etwas später hat meine Frau auf dem Informationsblatt vom Campingplatz gelesen, man möchte doch die Brötchen telefonisch oder bei der Rezeption bestellen. So gehe ich später zur Rezeption um mich zu vergewissern dass wir auch am nächsten Morgen frische Brötchen bekommen. Ich treffe hier den Chef an und frage nach meiner Brötchen-Bestellung. Darauf hin schaut er in seinem Handy nach und gibt meine Bestellung an seine Vertretung weiter, der sie jetzt auf Papier bringt.
Nachdem das alles geklärt ist, kümmere ich mich um die Wartungsaufgaben wie Toilettenkassette entleeren, die bestimmt gut gefüllt von der Anfahrt über zwei Tage ist. Ebenso die beiden Wasserbehälter auffüllen, während meine Frau das Geschirr im Waschhaus spült. Nachdem das alles erledigt ist, gehen wir nacheinander zum Duschen ins Waschhaus.

Eine kurze Beurteilung vom Platz, was wir bisher von ihm gesehen haben. Die Toiletten und Duschen im ersten Stock sind tadellos sauber und sehr nett. Die Duschkabinen sind in meinen Augen wohl etwas geräumiger als woanders. Wenn gleich im Internet der Ca.-Platz als etwas Altmodisch dargestellt wird, was vielleicht auch stimmt (Beispiel Rezeption).
Was von mir Negativ zu bewerten wäre: Die zu geringe Anzahl an Stromkästen, unsere Stromkabel laufen über Nachbars-Parzellen und Durchgangswege. Aber allen Anschein nach hat der heutige Besitzer den Platz erst vor zwei Jahren übernommen.

Zum Abendessen gibt es heute Allgäuer Käsespatzen, dazu ein Glas Weizenbier und eine Flasche Radler oder Alsterwasser wie der Norddeutsche sagen würde. Den restlichen Abend nach dem Geschirr spülen, verbringen wir in unserem kleinen Vorzelt. Wir sind froh dass wir die Markise zu Hause und das Vorzelt mitgenommen haben, dass sich bei diesen Herbsttemperaturen einfach anbietet.

Dienstag, den 17.09.2024

Guten Morgen, wir haben ausgezeichnet geschlafen, es ist jetzt gerade 8:00 geworden. Die Morgendliche Temperatur liegt bei 14,5°, hier im Caravan sind es etwa zwei Grad mehr. Während ich nach dem Toilettenbesuch weiter in die Rezeption gehe, um unsere Brötchen zu holen, macht meine Frau den Kaffee und den Frühstückstisch fertig. Auf dem Campingplatz ist es noch ziemlich ruhig, die meisten Gäste scheinen keine Frühaufsteher zu sein. Es hat wunderbar geklappt mit den bestellten Brötchen. Es herrscht hier Selbstbedienung und man muss seine Brötchen aus den entsprechenden Ablagen holen. Nach dem Bezahlen der Brötchen wird die Bestellung für den nächsten Morgen aufgenommen.

Im Laufe des Vormittags holen wir unsere kleinen E-Bikes aus dem Kofferraum unseres Tiguan und bauen sie zusammen. Wir wollen heute noch eine kleine Fahrradtour mit ihnen machen. Am Nachmittag geht es los in Richtung Treis-Karden, gleich im Anschluss an unseren Campingplatz befindet sich der Moselimbiss Pommern mit einem kleinen Park und Anlegestelle für die Ausflugsschiffe der Gebr. Kolb die hier öfters anlegen. Wir fahren weiter Richtung Karden, nach geschätzt einem Kilometer sehen wir auf der anderen Uferseite bei Treis eine Insel wo sich der Campingplatz Mosel Island befindet. Wir halten kurz vor der Brücke an, hier fragt uns ein Paar das ebenfalls mit dem E-Bike unterwegs ist, nach dem Weg zur Burg Eltz. Ich kann Ihnen nur sagen, dass sie bis Moselkern weiter fahren müssen. Von da führt ein Weg weiter zur Burg. Auch wir fahren weiter bis zum nächsten Ort Müden wo sich eine der 28 Mosel-Schleusen befindet. Wie ich schon erwähnt habe gleicht diese Schleuse einen Höhenunterschied von 6,5 Meter aus. Hier pausieren wir ein paar Minuten, bevor wir wieder zurück in Richtung Campingplatz fahren.

An der Moselbrücke die hinüber nach Treis führt, schwenken wir ein und fahren über die Mosel nach Treis hinein. Nach ein paar hundert Metern führt die Straße zum Fluss hinab, an einem parkähnlichen Gelände vorbei. Hier befindet sich ebenfalls ein Schiffsanleger für die Ausflugsschiffe der Gebr. Kolb. Wir setzen uns für eine Zeitlang auf eine der zahlreichen Ruhebänke bevor wir weiterfahren. Am Anleger liegt ein Flusskreuzfahrtschiff, ob das von Phoenix-Reisen betrieben wird, kann ich im Moment nicht sagen. Nachdem wir den Park verlassen haben, fahren wir an einem schönen Biergarten vorbei. Wenig später haben wir den Ortskern von Treis verlassen, vor uns auf der rechten Seite sehen wir die Insel, wo sich der Campingplatz Mosel-Islands befindet, sie ist über eine weitere Brücke zu erreichen. Wir fahren weiter, in der Rezeption ist gerade Mittagspause, so dass wir ohne uns hier anzumelden in den Campingpark hinein fahren. Er macht optisch einen sehr guten Eindruck, hat schöne grüne Wiesenflächen. Allerdings wirkt er auf uns etwas Leblos, es sind nur vereinzelte Stellplätze belegt. Im hinteren Teil des Campingplatzes stehen ein neuwertiger Toilettenwagen sowie ein Wagen mit mehreren Duschkabinen.
(Der Vorteil daran ist, bei Hochwasser sind sie schnell vom Ca.-Platz zu entfernen).

Wir verlassen den Campingplatz, auf unserem Weg kommen wir nochmals am Treiser Biergarten vorbei, der noch immer gut besetzt ist. Meine Frau möchte unbedingt hier einkehren um etwas zu essen oder wenigstens ein Eis zu bestellen. Eigentlich wollte ich nichts essen, aber wir haben uns trotz allem entschlossen zumindest ein Eis zu nehmen. Meine Frau bestellt sich einen großen Eisbecher mit Nüssen drauf, ich möchte nur eine Eisschokolade trinken, die aber ausgezeichnet schmeckt. Danach fahren wir durch die kleine Ortschaft Treis wieder zurück nach Pommern, wo sich unser Ca.-Platz Moselwunder befindet. Der Platz ist zu über 90 Prozent gefüllt, wie wir feststellen mussten. Kaum auszudenken wenn wir erst gestern Nachmittag hier angekommen wären. Die wenigen noch freien Stellplätze sind alle Vorreserviert. Danach trinken wir noch einen Cappuccino, wir essen dazu nicht ganz Stilecht ein paar Brötchen von heute Morgen mit Käse und Schinken.
Seit 14:00 haben wir einen Strahlendblauen Himmel, das Grau der vergangenen Tage ist vorbei, und Wettervorhersage sagt uns warme Temperaturen voraus.

Zum Abschluss des netten Tages gibt es noch etwas zu trinken. Am frühen Abend machen wir noch einen Spaziergang in den rechten kleineren Teil des Campingplatzes. Wir stellen fest dass hier meist Dauercamper ihre Stellplätze haben. Mit den üblichen Kriterien, manche Stellplätze sind nett angelegt, viele andere aber abgewohnt, wie auf den meisten Campingplätzen die wir schon besucht haben.
Als wir spätabends das Waschhaus für unsere Abendtoilette besuchten, konnten wir von der oberen Terrasse einen Schwan im Schwimmbecken des Campingplatzes entdecken. Leider hatten wir natürlich keinen Fotoapparat oder Handy dabei, um dieses Erlebnis festzuhalten.

Mittwoch, den 18.09.2024

Hallo, es ist schon wieder Morgen und 8:00 vorbei, wir haben ausgezeichnet geschlafen. Nach meinem Besuch im Waschhaus, gehe ich gleich weiter in die Rezeption um unsere Frühstücksbrötchen zu holen. Auch meine Frau hat schon den Morgendlichen Tisch gedeckt, so dass wir unser Frühstück genießen können. Die verschiedenen Brötchen die wir hier bekommen schmecken alle ausgezeichnet. Es sind wohl die besten die wir in den letzten Jahren auf einem Campingplatz gegessen haben.
Für heute haben wir einen Ausflug zur Burg Eltz geplant, die einst unseren 500 Mark-Schein schmückte. Wir fahren mit dem Auto nach Moselkern wo es irgendwo einen Parkplatz geben soll, von dem man laut einer Beschreibung eine kurze Wegstrecke zu Fuß zur Burg gehen soll. Im Ort angekommen folgen wir den Schildern die uns den Weg dahin zeigen. Es geht ein paar Kilometer durch ein kleines Tal an einem Bachbett entlang, bis wir zur Ringelsteiner Mühle (Landhotel) kommen. Ab hier müssen wir unser Auto abstellen und zu Fuß weitergehen. Die ersten paar hundert Meter geht es über eine Schotterstraße am Elzbach entlang.
Danach beginnt der Wanderweg (Moselsteig) zur Burg Eltz, es geht in teilweise steilen Treppenstufen durch den Wald. Unter uns vielleicht 30 Meter tiefer schlängelt sich der Elzbach durch das Tal. Unser Weg geht über Höhen und Tiefen, das hatten wir eigentlich so nicht erwartet. Wir gingen laut einer Beschreibung von ein paar hundert Meter Fußweg bis zur Burg aus. Wir wurden immer wieder von Schülern einer Schule aus Solingen überholt, die in einer Jugendherberge in Cochem? übernachtet haben. Kurz gesagt der Weg war Abenteuerlich für uns, da wir eigentlich keine Wanderungen durchs Gelände machen, und auch nicht dafür ausgerüstet sind. Im Gespräch mit einigen der Schüler kam immer wieder von einigen die Bemerkung (Soviel bin ich noch nie in meinem Leben gelaufen). Nach ca. 2,5 Kilometer auf dem Moselsteig der durch den Wald und über Stock und Stein geht, sehen wir vor uns auf einem kleinen Hügel die Burg stehen.

Als erstes müssen wir eine schmale Fußgängerbrücke überqueren, am Ufer des kleinen Elzbaches sitzen eine Unmenge an Schulkindern. Offensichtlich haben uns die meisten der 120 Schülern irgendwann überholt. Als nächstes müssen wir eine steile Treppe überwinden, bevor wir den Zugang zur Burg erreichen.

Die Burg Eltz ist eine Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert und eine der bekanntesten ihrer Art in Deutschland. Auf einem 70 Meter hohen Felskopf, der als Fundament diente und auf drei Seiten von dem Flüsschen Elz umspült wird, ragt die Burg Eltz steil bis zu sieben Geschosse hoch auf.
Die Erbauer orientierten sich beim Bau der Anlage, die eine der wichtigsten Handelsstraßen des Deutschen Reiches schützen sollte, an der natürlichen Felsformation.
Dadurch sind die ungewöhnlichen Grundrisse einzelner Räume der Häuser Platt-Eltz, Kempenich, Rodendorf und Rübenach zu erklären

Leider dürfen wir keine Bilder aus dem Innenräumen der Burg machen oder zeigen, da sich die Burg im vollständigen Privaten Besitz befindet.
Zur unserer Führung war nur das Haus der Familie Rübenacher freigegeben.
Im Bereich der Kempenicher Häuser befinden die Räume der Verwaltung bzw. der Kastellane die diese Aufgabe wahrnehmen. Der heutige und alleinige Besitzer der Burg ist Karl Graf von und zu Elz-Kempenich
Während unserer Ankunft befanden sich ca. 50 Besucher im Innenhof der Burg und warteten auf die Führung durch das Haus der Familie Rübenacher. Wie schon erwähnt befanden sich drei oder vier Schulklassen vor oder in der Burg, einige waren sehr laut zu hören. Die Kastellanin richtete sehr deutliche Worte an ein paar Schüler, die es zu toll trieben.
Unsere Führung durch das Haus der Familie Rübenacher war sehr Interessant und schön, leider ohne entsprechende Bilder machen zu dürfen. Trotz der hohen Eintrittspreise die hier verlangt werden (14 Euro).
Nachfolgend ein paar Bilder aus der Schatzkammer, die erlaubt sind.

Nach einer dreiviertel Stunde war unsere Führung zu Ende. Der Innenhof war jetzt voll mit Besuchern, wir hatten wohl Glück, dass wir etwas früher hier waren. Im Anschluss verlassen wir die wunderschöne Burg. Ich versuchte noch ein paar Bilder von der Nord/West- Seite zu machen, was allerdings sehr schwierig war, wegen der kritischen Sonnenbestrahlung.
Wenige Meter vor der Burg befindet sich ein kleiner Parkplatz wo ein Shuttlebus immer wieder Gäste bringt oder wieder mitnimmt. Meine Frau fragt den Busfahrer, ob er bei der Ringelsteiner Mühle vorbei fährt, was er aber leider verneint.
Anschließend machen wir uns auf den Rückweg durch den Wald. Dieses Mal brauchen wir für die etwa 2,5 Kilometer etwa 50 Minuten, für den Aufstieg waren es noch knapp eine Stunde. Hier an der Ringelsteiner Mühle haben wir unser Auto geparkt, von hier geht es weitere 2,5 Kilometer bis in den Ort Moselkern zurück.

Gegen 15:00 sind wir wieder auf dem Campingplatz zurück, wo wir als erstes eine Tasse Kaffee trinken, wir haben ja auch noch Kuchen von zu Hause dabei. In unserer Straße befinden sich einige sehr große Wohnmobile. Unsere nächsten Nachbarn, es sind 2 Geschwister mit Ihren Ehegatten aus Ostfriesland sitzen heute Nachmittag nicht vor Ihren Wohnmobilen. Mit den vier Ostfriesen aus der Nähe von Aurich haben wir während unseres Aufenthaltes immer wieder ein nettes Gespräch geführt. Am späteren Nachmittag setzen wir uns in die warme Sonne und trinken ein Glas Weizenbier bzw. einen Aperol Spritz vor dem Caravan. Ursprünglich wollten wir heute am Nachmittag noch mit dem E-Bike unterwegs sein, aber unser längerer Ausflug zur Burg Eltz war mit mehr als 3,5 Stunden so nicht geplant.

Wir haben herrliches Wetter, und die Temperaturen liegen bei etwa 25° oder mehr. Diese Temperaturen hätten wir in Südtirol nicht mehr erreicht. Am späten Nachmittag werde ich noch unsere Toilettenkassette entleeren und die Wasserbehälter auffüllen. Das gehört zu meinem Job.

Heute Abend gibt es Puten-Schnitzel mit Kartoffelsalat, zum Trinken ein Glas Radler oder Alsterwasser Für den morgigen Tag haben wir uns vorgenommen mit dem E-Bike nach Cochem zu fahren, es sind ja nur ca. 10 -11 Kilometer bis dahin. Wie immer sind wir nach dem Besuch im Waschhaus ins Bett gegangen.

Heute Abend habe ich mein Handy mitgenommen, um noch ein Foto des schwimmenden Schwanes in unserem Schwimmbecken zu machen.

Donnerstag, den 19.09.2024

Wir sind heute Morgen gegen 7:45 aufgestanden, ein Blick durchs Fenster zeigt einen strahlend blauen Himmel. Es scheint auch relativ warm zu sein, allerdings haben wir einen starken Morgentau. Das ganze Vorzelt ist innen und außen beschlagen. Wir sind sehr froh darüber, dass wir uns entschlossen haben, diesen Herbst mit dem kleinen Vorzelt statt unserer Markise zu fahren. Das letzte Mal als wir es aufgebaut hatten, war im September 2019 in Ostfriesland und in der Anschlusswoche in Bad Birnbach.
Wie die vergangenen Tage gehe ich zuerst in Waschhaus und anschließend in die Rezeption um unsere Brötchen zu holen, und für Morgen Früh frische zu bestellen. Auch heute Morgen ist die Tochter des Besitzer an der Kasse. Sie ist soweit ganz nett, hat aber immer Kopfhörer um Musik zu hören im Ohr.
Nach unserem Frühstück am späten Vormittag brechen wir auf nach Cochem, wie schon erwähnt sind es etwa 10-11 Kilometer und immer an der Mosel entlang. Kurz vor unserem Ziel fahren wir durch Klotten ein kleiner Weinort der ebenfalls zum Landkreis Cochem-Zell gehört.

Schon von weitem sehen wir einige Flusskreuzfahrtschiffe am linken Ufer der Mosel stehen. Als wir näher kommen sehen wir 6 zum Teil sehr schöne Schiffe, die in Cond einem Stadtteil auf der Nordöstlichen Seite der Mosel angelegt haben. Kurz vor der Brücke, die Cond mit dem restlichen Teil von Cochem verbindet, befinden sich einige Fahrradständer, wo wir unsere kleinen E-Bike festmachen. Als erstes gehen wir zu einem Treppenaufgang der auf die Skagerak-Brücke Bj. 1927 führt. Wir gehen auf die andere Moselseite hinüber wo sich die schönen Kreuzfahrschiffe befinden. Hier könnte man sich schon etwas Appetit holen, für eine tolle Flusskreuzfahrt, mal sehen ob es wieder einmal klappt. (In früheren Jahren hatten wir schon mehrmals eine Kreuzfahrt auf dem Nil gemacht).

Wieder auf der Cochemer Seite angekommen, gehen wir im Treppenhaus nach unten in die Brückenstraße. Unter den Brückenbögen befindet sich ein kleiner Obst und Gemüsestand wo meine Frau ein paar Äpfel kauft. Gleich gegenüber befindet sich ein Souvenier-Geschäft, hier kauft sie noch ein paar Ansichtskarten für unsere Enkel. Wenige Meter weiter stehen wir vor der historischen Kachelwand.(Sie spiegelt offensichtlich die Geschichte der Stadt Cochem seit dem frühen Mittelalter ab).
Im Anschluss gehen wir die Bernstraße (Fußgängerzone) in Richtung Marktplatz hinauf, wo sich das 1739 im Barockstil erbaute Rathaus mit dem Martinsbrunnen befindet. Passieren kurz vorher die Martinskirche, wo sich allerlei Gestalten tummeln.

Der Markplatz ist gut besucht, von Touristen die von überall herkommen. Wir haben ja heute 6 Kreuzfahrtschiffe, die angelegt haben. Es gibt im Umland überall Campingplätze, die voll sind, sowie Ferienwohnungen die ebenfalls stark belegt sind. Auf unserem Rückweg betreten wir ein Geschäft das leckere Getränke und mehr anbietet. Hier kauft meine Frau ein paar Gläser mit Weingelee für unsere Hausnachbarn, die große Feinschmecker sind. Ein paar Meter weiter befindet sich Bäckerei/Konditorei wo sie noch ein Brot und Nuss-Schnecken kauft.

Im Anschluss gehen wir zur Moselpromenade hinunter, wo wir unter dem Schatten der großen Bäume hier ein Mittags-Picknick machen. Wir haben von gestern Abend noch Reste vom Wiener Schnitzel sowie Brötchen von heute Morgen übrig, das wir jetzt mit Genuss verzehren. Unter uns am Ufer ist die Anlegestelle für Ausflugsschiffe hier an der Mosel. Morgen am Freitag fahren wir ja mit einem der Ausflugsschiffe Moselabwärts bis nach Koblenz. Im Anschluss gehen wir nochmals zum Brunnen in der Brückenstraße, hier an der Ecke zur Bernd-Straße gibt es schmackhaftes Eis zum Essen. Noch ein kurzer Blick zur Reichsburg hinauf.

Die wunderschöne Reichsburg wurde im Erbfolgekrieg zerstört und wurde 1868 von Louis Ravenè in kurzer Zeit wieder aufgebaut.

Kurz vor halb Drei machen wir uns wieder auf den Weg zu unserem Campingplatz in Pommern. Ursprünglich wollten wir noch im Nachbarort Klotten halt machen, sind aber dann doch weiter gefahren. Hinter unserem Campingplatz befindet sich eine Anlegestelle für die Ausflugsdampfer. Wir wollen noch schauen wie lange wir vom Caravan bis zu dieser Anlegestelle benötigen für unsere Moselfahrt nach Koblenz. Wieder am Platz angekommen trinken wir erstmals einen Kaffee, dazu gibt es die Nuss-Schnecken mit Schokoladen Splitter. Sie schmecken lecker, wie wir feststellen können. Etwas später trinkt meine Frau einen Aperol Spritz und ich ein Glas Weizen. Unsere Ostfriesen sind noch nicht an ihren Wohnmobilen zurück, offensichtlich haben sie auch einen Ausflug gemacht. Gegen 16:00 gehen wir zum Swimmingpool um auf den Badeliegen die Aussicht auf die Mosel zu genießen. Wir hoffen natürlich auf ein paar Kreuzfahrtschiffe die vorbei fahren könnten.

Am späten Nachmittag haben wir neue Nachbarn gleich nebenan bekommen, ein älteres Ehepaar aus Stade. Sie kommen mit einem ebenfalls älteren Hymer Mobil, angehängt ist ein Anhänger und darauf steht ein Smart. Mein erster Eindruck ist naja, übermäßig freundlich sind sie schon mal nicht. Aber, vielleicht wird es ja besser. Schräg gegenüber von uns ist vor einigen Tagen ein Ehepaar aus Heide in Schleswig- Holstein angekommen. Die beiden waren trotz ihrem Ankommens-Stress sehr freundlich.
Mittlerweile ist es schon Abend, zum Essen gibt es heute Spaghetti Bolognese, die wir mit Genuss in unserem Vorzelt genießen. Den restlichen Abend verbringen wir ebenfalls im Vorzelt, während alle unsere Nachbarn schon in Ihren Wohnmobilen verschwunden sind.
Wie üblich gegen 22:00 suchen wir das Waschhaus auf, um uns zum Schlafen fertig zu machen. Die Tagestemperatur lag heute bei etwa 25°.

Freitag, den 20.09.2024

Ja guten Morgen, heute ist unser Ausflug mit dem Schiff nach Koblenz. Wir stehen heute etwas früher wie sonst auf, kurz vor 7:00 im Anschluss gehe ich gleich ins Waschhaus. Und danach zur Rezeption um unsere bestellten Brötchen zu holen. Leider macht die Rezeption erst pünktlich um 8:00 auf. Im schnellen Tempo gehe ich zurück zum Caravan, wo meine Frau schon wartet. Der Kaffee ist fertig und die Brötchen schnell geschmiert und auch gegessen. Am hinteren Ende des Campingplatzes ist ein Durchgang der durch einen kleinen Park führt, wo sich die Anlegestelle befindet. In ca. 10 Minuten haben wir es geschafft. Hier stehen schon einige Fahrgäste die wohl auch auf das Schiff wollen, zumindest nehmen wir das an. Uns kommt ein Mann entgegen, er ist von der Reederei, und verkauft die Fahrkarten, zusätzlich beordert er das Schiff bei Bedarf an diesen Steg. Nachdem er uns bedient hat, fährt er zur nächsten Anlegestelle in Treis und all die anderen Orte an der Mosel, wo sich ein Anlegesteg befindet. Punkt 9:00 sehen wir das Fahrgastschiff Kröver Reich an unseren Steg zusteuern. Innerhalb von 5 Minuten sind alle Passagiere, wir sind ich glaube 8 Personen an Bord, schon geht es weiter in Richtung Treis, wo ebenfalls ein paar Gäste aufgenommen werden.

Nachdem wir auch hier Gäste aufgenommen haben, geht es weiter nach Müden wo sich die erste Moselschleuse befindet, hier müssen wir sehr lange warten. Ein Frachtschiff hatte die Schleuse Flussabwärts benutzt, und aus irgendeinem Grund wollte er im Anschluss wieder in Richtung Trier (Flussaufwärts) fahren. Darum mussten wir über eine dreiviertel Stunde vor der Schleuse warten, bis wir endlich hinein fahren können. In Burgen legen wir ein weiteres mal an, um weitere Gäste aufzunehmen. Auf der linken Seite sehen wir auf der Höhe die Burg Bischofstein stehen, außergewöhnlich ist hier ein weißer Putzstreifen auf halber Höhe des Bergfrieds. (Die Bedeutung des Streifens soll besagen, dass sich hier die Flusshöhe der Mosel bei Trier befände ?).
Auf der rechten Seite kommen wir am Knaus Camping-Park Burgen und am Happy Life – Mosel Camping Burgen vorbei. Am linken Moselufer fahren wir an der Campinginsel Sonnenwerth vorbei, die sich ebenfalls bei Burgen befindet. Bei Oberfell kommt uns ein Kreuzfahrtschiff entgegen, es ist die MS Asara ein Schiff das für Phoenix-Reisen fährt. (MS Asara 135 mt. lang, 190 Passagiere).
Kurz darauf kommen wir an der nächsten Staustufe an, es ist die Schleuse Lehmen mit einer Fallhöhe von 7,5 Meter, die Schleusenkammer ist wie in der Schleuse Müden 170 Meter lang bei einer Breite von 12 Metern. Hier müssen wir nicht ganz so lang warten bis wir die Schleuse passieren können. Gleich darauf fahren wir an der Ortschaft Lehmen vorbei und an der Oberburg der Fürsten von der Leyen vorbei.

Nach der Ortschaft Dieblich auf der südlichen Moselseite kommt auch schon die Moseltalbrücke in Sicht. Die Autobahnbrücke A61 verbindet die Orte Winningen und Dieblich miteinander. (Die Gesamtlänge der Brücke ist 935 Meter bei einer Bauhöhe von 136 Metern). Sie ist ein durchaus beeindruckendes Bauwerk. Fast 80 Minuten später erreichen wir die letzte Schleuse in Koblenz, auch hier müssen wir noch etwas warten, bis wir endlich in die Schleuse fahren können. Hier ist die zweite Schleusenkammer in Reparatur.
Unsere Ankunft an der Anlegestelle am deutschen Eck in Koblenz ist um 13:45 fast eineinhalb Stunden später als geplant. Der Aufenthalt hier in Koblenz sollte ursprünglich 2,5 Stunden dauern. Die Abfahrtszeit bleibt weiterhin bei 14:50, das heißt für uns einmal kurz zum Deutschen Eck gehen, um Kaiser Wilhelm kurz die Hand geben. Das riesige Monument ist durchaus beeindruckend, allerdings frage ich mich schon, warum man das riesige Reiterstandbild niemals gereinigt hat, es ist fast Pechschwarz verschmutzt (es sollte doch Möglichkeiten der Reinigung für dieses Historische Denkmal geben).

Das Deutsche Eck in Koblenz

Hier am Zusammenfluss von Mosel und Rhein stehen ebenfalls ein paar schöne Kreuzfahrtschiffe, 2 Schiffe von Viking sind am Anleger an der Rheinseite fest. Eine davon ist die Viking Hild, von dem zweiten Viking-Kreuzfahrtschiff kann man leider keinen Namen lesen. Die beiden Schiffe von Viking sind wie viele andere Schiffe ebenfalls 135 Meter lang und für 190 Gäste gebaut. Meines Wissens fahren bei Viking meist Englisch sprachige Gäste, wie man sieht und auch hört. Wir gehen bis zur Talstation der Seilbahn, die über den Rhein hinauf zur Festung Ehrenbreitstein geht. Die Festung besteht seit dem 16. Jahrhundert, und wird heute als Landes-museum, Jugendherberge und für verschiedene Verwaltungsstellen genutzt.
Wir haben keine Zeit um mit der Seilbahn zur Festung zu fahren. An der Ufer-Promenade befinden sich einige Sitzbänke. Auf einer der Bänke nehmen wir Platz, wir haben heute Morgen noch Reste zum Essen mitgenommen. Nach einer Viertelstunde brechen wir wieder auf, unsere Zeit ist fast um, und wir müssen zum Schiff zurück. Auf der anderen Moselseite befindet der Knaus Campingpark Koblenz/Rhein-Mosel, er schaut aus der Ferne recht nett aus.
Unser Fahrgastschiff die Kröver Reich steht an der gleichen Anlegestelle, wir gehen gleich ganz hinauf auf das oberste Deck. Es ist jetzt Sonnig und sehr warm, im Gegensatz zu heute Morgen, wo es ziemlich kühl war. Auf der Rückfahrt sind wir weniger Gäste an Bord, einige fahren mit dem Zug zurück in ihre Ortschaften, wo sie eingestiegen sind.
Dann geht es auch schon los, wir durchfahren die drei kommenden Brücken und gleich dahinter liegt die Schleuse Koblenz, die nur eine Fallhöhe von 4,70 Meter hat. Wie ich schon erzählte, die zweite Schleusenkammer ist kaputt, und wird wohl gerade repariert. Wir kommen am Universitätsgelände auf der Nordseite vorbei, wo uns ein Sandstrand ins Auge sticht. Gleich dahinter befindet der Motorboot-Club von Koblenz. Es ist eine schöne Gegend hier draußen.

Nach etlichen Flusswindungen kommen wir an Winningen vorbei, wo sich das größte Weinanbaugebiet an der Mosel befinden soll. Hier gibt es auch einige Wanderwege um das Gebiet der Terrassenmosel. Unten am Fluss kommt die Ferieninsel Winningen (Campingplatz) in Sicht. Einige Meter weiter über uns Autobahnbrücke A61 verbindet die Orte Winningen und Dieblich miteinander. (Die Gesamtlänge der Brücke ist 935 Meter bei einer Bauhöhe von 136 Metern). Sie ist ein durchaus beeindruckendes Bauwerk.

Bald darauf erreichen wir die Schleuse bei Lehmen, dieses Mal müssen wir nicht so lange warten und können relativ bald hinein fahren. Nach und nach verlassen uns die Ausflugsgäste, anscheinend sind viele Gäste in Hotels und Pensionen in den umliegenden Moselorten untergebracht.
Als letztes kommt noch die Schleuse in Müden, sie hat uns bei der Hinfahrt die meiste Zeit gekostet, durch die doppelte Durchfahrt eines Frachtschiffes.
Wir kommen endlich um 19:30 an unserer Anlegestelle in Pommern an.
Die Kröver Reich (unser Ausflugsschiff) fährt weiter bis nach Cochem, auch von hier sind einige Gäste an Bord gewesen.

Samstag, den 21.09.2024

Hallo, guten Morgen heute ist unser vorletzter Urlaubstag hier an der Mosel, wir sind um 8:00 aufgestanden. Wir haben einen blauen Himmel, allerdings auch starken Morgentau. Unser Vorzelt ist von der Feuchte stark beschlagen. Wie jeden Morgen gehe ich zuerst ins Waschhaus und gleich danach in die Rezeption, um unsere Brötchen zu holen. Der Campingplatz ist fast bis auf den letzten Stellplatz belegt, es werden wohl sehr viele Wochenendgäste im Verlauf des gestrigen Tages gekommen sein. Wir frühstücken im Vorzelt, das wir statt unserer Markise mitgenommen haben es hat sich auf jeden Fall bewährt. Mit Markise wären wir immer nur ein paar Stunden vor dem Wohnwagen gesessen.
Nach dem Frühstück mache ich Wartungsarbeiten, wie Toilettenkassette entleeren, die heute gut gefüllt waren, sowie die Wassertanks auffüllen. Zwischen unseren Fahrrädern und dem Auto entdecke ich einen großen Hundehaufen. Vielen Dank auch an die Hundebesitzer, die gestern in unserer Straße angekommen sind, und deren Hunde auf anderen Stellplätzen ihre Notdurft verrichten können.
Wir wollen heute noch in Karden an der Aral-Tankstelle unser Auto volltanken, der Preis ist gerade sehr günstig. Weiterhin suchen wir in Pommern noch einen Briefkasten für die Ansichtskarten die wir an unsere unsere Enkel schicken wollen. Am Nachmittag fahren wir mit den E-Bikes in den Nachbarort Treis, wo es einen schönen Biergarten gibt, wir waren Anfang der Woche schon mal hier. Auch heute ist er gut besucht, viele Motorradfahrer machen hier Rast, und man kann hier gut essen.

Wir bestellen stattdessen zwei große Becher mit Eis, der Preis ist mit ca. 6 Euro fair. Danach sind wir wieder zurück, etwas später trinken wir noch Kaffee und essen ein Stück Kuchen. Wir wollen heute noch unser Vorzelt abbauen, es braucht viele Stunden, bis es in dieser Jahreszeit wieder trocken ist. Da wir Morgen im Laufe des Tages wieder heimfahren wollen, sollte das Zelt heute Trocken wieder abgebaut werden. Als erstes putzen wir die Zeltschürzen und hängen sie zum Trocknen hoch. Am späten Nachmittag ziehen wir das Zelt vom Caravan herunter, der Abbau geht genauso gut wie der Aufbau. Wir lassen nur noch den Vorzeltteppich stehen, unter dem sich voraussichtlich viel Schmutz befindet.

Nachdem alles abgebaut und verstaut ist, gehen wir zum Duschen ins Waschhaus, das immer von unserer Reinigungsfee Corinna sauber gehalten wurde. Wir wollen heute Abend einen Versuch starten und im Restaurant das sich auf dem Campingplatz befindet zu Abend essen. Wir haben in den vergangenen Tagen vergebens versucht in der Umgebung ein Lokal mit guter bürgerlicher Küche zu finden. Es gibt hier nur Pommes und Würstchenbuden oder Hochklassige Restaurants mit den entsprechenden Preisen.

Es stellt sich leider heraus, dass der Service und die Leistung der Küche hier am Platz nicht ganz unseren Erwartungen entspricht. Die Schnitzel waren relativ groß allerdings nicht gewürzt. Pommes und Salat waren nicht schlecht. Nach dem Abendessen, heute ist noch Feuerwehrfest in Pommern, meine Frau hatte sich eingebildet, dass wir im Anschluss dahin gehen. Wir sind auch noch ein paar hundert Meter nach Pommern gelaufen, aber wo das Fest stattfindet wissen wir nicht, und im Dunkeln ist es kaum zu finden. Wenig später gehen wir zu unserem Stellplatz zurück, aber heute müssen wir in unserem Caravan Platz nehmen, was sicher auch schön ist. Heute während des Tages hatten wir viel Sonne und bis zu 25° warm, allerdings soll das Wetter ab Morgen Früh schlechter werden und es soll Regnen.

Sonntag, den 22.09.2024

Heute ist unser letzter Tag an der Mosel, ich bringe unseren Hausmüll zu den Müll-Container die sich in Nähe der Rezeption befinden. Anschließend hole ich bei der Tochter vom Platzchef unsere letzten Brötchen. Auch heute sind die Brötchen wieder sehr gut, ich denke es sind wohl die besten, die wir an den verschiedenen Campingplätzen jeweils gegessen haben. Ich teile der Tochter mit, dass es unsere letzte Brötchenbestellung ist, da wir heute am Spätnachmittag den Campingplatz verlassen. Nach dem Frühstück und uns für den Tag fertig machen, beschließen wir mit dem Auto nochmals nach Cochem zu fahren. An der Moselstraße ziemlich am Ortsbeginn finden wir einen freien Parkplatz für unser Auto. Zu Fuß gehen wir an den Moselanlagen entlang bis zur Skagerak-Brücke , wo wir die erste Treppe nach oben benutzen.

Wir wollten nochmals zu den Kreuzfahrtschiffen auf der anderen Mosel-Seite gehen.
Als wir auf der Südseite der Brücke nach unten schauen, sehen wir unten am Brunnen auf dem Josef-Steib-Platz, dass sich hier eine Musikkapelle aufstellt. So warten wir einige Minuten bis sie anfangen zu spielen. Es sind Holländer, die vermutlich ein paar Tage Urlaub in Cochem oder Umgebung machen. Es dauert etwas bis sie dann anfangen einige bekannte Lieder und Schlager zu spielen.

Danach gehen wir weiter über die Brücke zur Ostseite wo sich der Cochemer Stadtteil Cond befindet, und die Anleger der Kreuzfahrtschiffe sind. Wir wollen uns noch etwas Appetit holen, für eine etwaige Flusskreuzfahrt, die man auch wieder mal machen könnte. Wir gehen zurück zum Treppenhaus an der Kachelwand, wo wir die Brücke verlassen. Als nächstes gehen wir über die Sternstrasse (hübsche Fussgängerzone) zum Markplatz. Auch hier ist einiges los, eine zweite Musik-Gruppe aus den Niederlanden/Holland macht hier Musik. Auch sie spielen ein paar schöne Lieder. Wir setzen uns später auf ein paar der Stahldraht-Stühle die hier am Brunnen aufgestellt sind, und überlegen, ob wir zu den Cafe-Stühlen gleich nebenan wechseln um eine Kleinigkeit zu trinken. Aber wir entscheiden uns dagegen, und gehen durch das Endert-Tor in die gleichnamige Straße. Hier befindet sich die Alte Wein Wirtschaft ein uriges Speise und Weinlokal, das offensichtlich nur von ein paar jungen Asiaten betrieben wird. Die Dekoration des ganzen Lokales ist grandios und besteht nur aus alten Gegenständen die im Weinbau verwendet wurden. Hier setzen wir uns auf eine offene Terrasse die sich im ersten Stock befindet, bestellen zwei Gläser eines süffigen Moselweines. Es ist Mittagszeit und die Terrasse ist voll mit Gästen die verschiedenes zum Essen bestellt hatten. Die Preise hier wie in ganz Cochem sind nicht ganz billig, aber es hat uns trotz allem sehr gut gefallen.

Es ist 13:00 als wir aufbrechen und zum Campingplatz zurück kehren, vor dem Caravan essen wir noch Käsebrötchen vom Frühstück. Während unserer Abwesenheit haben viele Campinggäste den Ca. Platz (Wochenend-Gäste)verlassen. Wenig später trinken wir noch Kaffee und essen Quark-Käsekuchen den wir in Cochem gekauft hatten. Wir haben trotz der gestrigen Schlechtwetter-Meldung immer noch blauen Himmel, und die Sonne scheint warm. Wir nutzen die letzten Minuten in der warmen Herbstsonne mit einem Glas Weizenbier in der Hand. Etwas später haben wir unseren Vorzeltteppich abgekehrt und zusammen gelegt. Auf der Unterseite war er stark verschmutzt, zu Hause werden wir ihn wohl mit dem Hochdruckreiniger abspritzen müssen. Im Anschluss bringe ich die Toiletten-kassette zur Kimik am Waschhaus zum Entleeren. Vor zwei Stunden war das Rohr zum Wasserhahn noch Defekt, ein Gast versuchte mit seiner Hand die undichte Stelle abzudecken. Jetzt geht es wieder, Gottseidank.
Es ist soweit, pünktlich um 16:30 verlassen wir den Camping Moselwunder. Wenige Minuten zuvor haben wir Martinshorn und Blaulicht direkt am Campingplatz gehört und gesehen. Auch ein Helikopter kreiste über den Platz. Nur vielleicht hundert Meter weiter auf der Straße ist ein Unfall passiert. Polizei und Rettungswagen stehen hier, es könnte ein Motorradfahrer ? beteiligt sein. Die Verkehrsstraße ist erfreulicherweise nicht gesperrt. Als wir Pommern in Richtung Treis-Kaden verlassen, sehen wir auf einer Wiese den Helikopter stehen und auf den weiteren Transport warten.
Wir fahren den gleichen Weg wie auf der Herfahrt, bei Treis-Karden überqueren wir die Moselbrücke und fahren Richtung Burgen und Alken. Wo wir dann das Moseltal verlassen und auf der L 207 wieder in den Hunsrück hinauffahren. Auf der steilen und kurvigen Passstraße bei Alken können wir einen letzten Blick auf die Ruine von Burg Thurant werfen. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert von den Erzbischöfen von Köln und Trier geteilt und jeweils von eigenen Burggrafen verwaltet.

(Wir sind in den Letzten Jahren dreimal die Passstraßen zur Mosel hinunter gefahren, einmal nach Zell, das zweite mal nach Senheim hinunter, und jetzt die dritte Fahrt nach Alken hinunter. Die Straße nach Senheim war für mich abgesehen von den engen und steilen Serpentinen die schlimmste Strecke. Damals habe ich für den Rückweg den Weg über Zell genommen).

Bei Pfaffenheck verlassen wir jetzt die L 207 und wenig später fahren wir auf die Auffahrt der A61 auf. Bei Rheinböllen wird der Autoverkehr deutlich stärker, ich hoffe aber dass es nach dem Autobahndreieck Nahe, wo die Autobahn nach Mainz oder Frankfurt geht, wieder ruhiger wird. Unser Weg geht weiter an Alzey und Worms vorbei, wir lassen Mannheim und Ludwigshafen links liegen. Bei Speyer überqueren wir den Rhein. Dieses Mal sehen wir sogar den Hockenheim-Ring, bald darauf erreichen wir das Autobahnkreuz Walldorf. Hier kreuzt uns die A5 , die von Basel nach Frankfurt geht. Der Verkehr in dieser Nord-Süd Richtung ist gewaltig. Wir fahren aber weiter auf der A6 in Richtung Heilbronn. Kurz nach 19:00 kommen wir an Sinsheim vorbei, dieses Mal können wir von der Autobahn auf Teile des Technik-Museums einsehen. Die Concorde und die Tupolev TU-144 sind gut von außen zu sehen.

(Im Museum befinden sich außerdem Sehenswürdigkeiten von Luft; See und Landfahrzeuge – ein Panzer der Leopard 1; sowie die SU 100 ein Russischer Jagdpanzer; auch das U-Boot U17 wird ab 2025 hier zu sehen sein.
Eisenbahnloks und Autos von Daimler, Maybach und ein Ferrari Lamborghini P 400;- Amerikanische Straßenkreuzer sowie Rennwagen verschiedener Hersteller, Ebenso Motorräder und Landwirtschaftliche Fahrzeuge aller Art)

Etwa 20 Minuten später um 19:30 haben wir unser heutiges Ziel unseren Übernachtungsplatz 24-ARAL Autohof bei Bad Rappenau erreicht. Er schaut auch heute so voll wie letzte Woche aus. Nur der Platz vor den Müllcontainer, den uns letzte Woche ein Mitarbeiter zeigte ist noch frei.

Unseren Übernachtungsplatz habe ich rot angezeichnet

Ich darf heute unser Gespann nicht zu weit nach vorne fahren, vor uns steht ein Sattelzug, der bei seiner Abfahrt rückwärts aus seiner Parklücke fahren muss. Auch nach hinten muss ich Abstand halten, auch hier steht ein Sattelzug, der hinter mir ausscheren muss. Eine dreiviertel Stunde später spricht mich der LKW-Fahrer hinter mir an, es wäre knapp wie er aus seiner Parklücke heraus fahren muss. Er ist aus Bulgarien und fahre den LKW erst seit 14 Tagen. Ich weise ihn darauf hin dass er bis zu meinem Caravan noch 5 Meter Abstand hat, und er könne noch weitere 4 Meter zurückstoßen um aus seiner Parklücke zu kommen. Mit dieser Aussage gibt er sich zufrieden.


Ich hatte schon bei unserer Ankunft die hinteren Kurbelstützen vom Caravan herunter gedreht. Da wir schon zu Abend gegessen hatten, drehe ich jetzt die Stützen wieder hoch, sollte der LKW heute Nacht um 2:00 nicht aus seiner Parklücke heraus kommen, müsste ich ein paar Meter nach Vorne fahren. Gegen 22:00 kamen zwei Klein-Transporter auf den Parkplatz und fangen an ihre Fahrzeug umzuladen. Das eine Fahrzeug war fast voll mit Geräten (Waschmaschinen, Kühlschrank oder ähnliches). Jetzt sollte noch ein Fahrrad hinein, was einfach nicht mehr geht. Es wurde jetzt auseinander gebaut und in den Kleintransporter fast gepresst. Leider konnten wir die Nationalzeichen nicht gut erkennen, sie kamen auf jeden Fall aus dem Ostblock. Im ersten Moment dachten wir an Diebesgut, das ins Ausland gebracht wird.
Ansonsten ging alles gut, unser hinterer LKW kam ohne Probleme aus seiner Parklücke heraus, und wir hatten eine relative Ruhige Nacht.

Montag, den 23.09.2024

Es ist Morgen um 6:30 als wir aufstehen, der Rasthof hat sich gegen Morgen etwas geleert. Nur der LKW der vor uns in der Parklücke steht, und rückwärts heraus fahren müsste ist immer noch da. Wir hätten weitere 3 Meter nach vorne fahren können, wenn wir das gewusst hätten.
Nach einer Tasse Cappuccino verlassen wir um 7:15 den Autohof bei Bad Rappenau. Der Verkehr heute Morgen in Richtung Heilbronn und weiter ist sehr lebhaft. Das Wetter ist im Gegensatz zum letzten Jahr ziemlich diesig. Im vorigen Jahr musste ich bei aufgehender Morgensonne fast bis zum Kreuz Feuchtwangen /Crailsheim im starken Gegenlicht der aufgehenden Sonne fahren. Irgendwo auf dieser Strecke machten wir noch eine Rast zu einem späten Frühstück. Unsere Abfahrt in Richtung Ulm/Kempten am Kreuz Feuchtwangen /Crailsheim war fast Abenteuerlich. Hier am Autobahnkreuz wird ja seit einigen Jahren gebaut, wir mussten einige Abfahrten bewältigen bis wir auf der richtigen Spur der A7 nach Ulm/Kempten waren.
Jetzt sind es noch etwas mehr als 2 Stunden, und ca. 170 Kilometer bis nach Ottobeuren, die wir fahren müssen. Es läuft relativ gut und wir kommen um 11:15 in Ottobeuren an. Unsere Straße ist sogar frei von parkenden Schülern und Lehrer-Autos, so dass wir ohne Probleme in unsere Garagen-Einfahrt fahren können.
Wie es bei uns Gewohnheit ist, räumen wir in der nächsten Stunde unseren Caravan aus, und bringen alle Sachen, Schmutzwäsche zur Waschmaschine, Stühle und Tisch in den Keller. Nur unsere E-Bike kommen erst am späten Nachmittag aus dem Auto.

Fazit: Wir hatten dem Wetter nach eine schöne und erholsame Woche hier an der Mosel. Unser gewählter Campingplatz entsprach unseren Erwartungen, schöne und teilweise grüne Stellplätze. (Was bei mir zur Verwunderung führte, die Stromkabel der einzelnen Stellplätze führten über andere Stellflächen und über die Verkehrswege) sowas hatte ich in der Vergangenheit bisher nicht gesehen. Der Campingplatz hatte sogar einen Swimmingpool, auch das hatte ich bisher an der Mosel noch nicht gesehen. Das Waschhaus mit der Betreuerin Corinna war immer bestens gepflegt. Die Verpflegung mit den Frühstücksbrötchen war sehr gut und Schmackhaft. Ich möchte sogar behaupten, dass unsere Brötchen die bisher Besten in den vergangenen Jahren auf den Campingplätzen waren (ausgenommen in Frankreich wo es Baguette gibt).
Im Ort Treis haben wir einen schönen Biergarten gefunden, wo es schmackhaftes Essen sowie schöne Eisbecher gab.
Trotz allem werden wir bei einem weiteren Aufenthalt in den nächsten Jahren, wahrscheinlich wieder auf einen Campingplatz in Zell oder Senheim zurückgreifen.
Der Grund ist: Die Fahrradwege hier in Pommern + Treis/Karden sind alle direkt zwischen Mosel und Verkehrstrasse, auch nicht zu breit. Es gibt auch immer wieder Gegenverkehr der nicht korrekt auf seiner Fahrspur bleibt. In Zell oder Senheim hatten wir größtenteils schönere und breitere Weg durch die Weinfelder zur Verfügung.

Was uns insgesamt etwas enttäuscht hatte, es gibt an der Mosel, anscheinend keine Bürgerliche Küche, nur etwas im Pommes oder Hamburger-Stile. Alternativ gibt es gehobene Küche im entsprechenden Preissegment.

Schönes Südfrankreich 2024

Auch in diesem Jahr wollen wir wieder ein paar Wochen im schönen Südfrankreich verbringen. Eines unserer Ziele ist die Provence, die ein herrliches Klima besitzt. Unser Weg wird uns durch die Schweiz bis nach Genf führen. Von hier geht es dann weiter über Grenoble, und den Französischen Alpen entlang. Nahe einen kleinen Bergstädtchen werden wir unsere zweite Nacht verbringen, bevor wir auf der D 1075 weiter nach Süden fahren. Wir überqueren den Col de la Croix Haute mit seinen 1179 m Höhe danach geht es zu unserem ersten längeren Aufenthalt am schönen Lac de Sainte Croix . Unsere nächste Station wird an der Cote d`Azur sein, bevor wir an den Geburtsort von Nostradamus in Saint Remys de Provence fahren. Von hier geht es dann weiter an die malerische Ardeche. Unser letzter Aufenthalt in Frankreich wird in Mirabel et Blacons an dem Flüsschen Drome sein. Danach geht es wieder über die Schweiz zurück nach Deutschland. Soweit unser Plan.

Die Kilometerangabe und die Zeit stimmen nicht

Donnerstag, den 13. Juni 2024

Wie in den vergangenen Jahren haben wir unseren Caravan auf dem öffentlichen Parkplatz vor dem Haus abgestellt. Da wir noch keine Ferien haben, ist unsere kleine Straße meist mit Autos von Lehrer und Schüler der nahe gelegenen Schule voll gestellt
In den vergangenen Tagen haben wir unseren Caravan auf die große Reise vorbereitet, die Technischen Sachen wie Wasser in die Tanks füllen, und die Batterie für den Mover (Elektroantrieb) laden. Auch die Kleidung und die Lebensmittel und Getränke die wir mit auf die Reise nehmen werden, kommen in den Wohnwagen.
Guten Morgen, es ist erst 6:45 als wir aufstehen, heute ist der große Tag unsere Abfahrt in den Süden Frankreichs steht bevor. Nach einem kurzen Frühstück verlasse ich das Haus um den Wohnwagen zur Abfahrt vorzubereiten. Unsere Caravanspiegel von Repusel müssen noch am Auto befestigt werden. Mit dem Accuschrauber drehe ich danach die Kurbelstützen hoch und nehme das Stromkabel ab. Zwischenzeitlich hat meine Frau noch den Kühlschrank im Wagen befüllt. Zum Abschluss fahre ich den Caravan mit dem Mover aus der Parklücke heraus und hänge Ihn an unser Auto.

Um 9:20 fahren wir aus Ottobeuren los, unsere Nachbarin Susi Sch. winkt uns noch von ihrer Haustüre nach. Statt unserer üblichen Route zur Autobahn-Auffahrt Memmingen-Süd müssen wir heute beim Kreisverkehr bei Benningen in Richtung Memmingen fahren. Dort geht es weiter am Tiroler Ring bis zur Autobahn-Auffahrt MM-Ost, dann weiter zum MM-Kreuz und hier in Richtung Lindau/Bregenz abbiegen. Nach einer knappen Stunde haben wir Lindau und Hörbranz erreicht. An der Raststätte in Hörbranz verlassen wir nochmals die Autobahn, weil dringende Bedürfnisse uns quälen, um danach nochmals die Caravanspiegel frisch einstellen. Plötzlich steht neben uns eine Gruppe mit Porsche-Sportwagen (keine 911er).

Mit dem Porschefahrer neben uns unterhalte ich mich kurz: Sie wären wohl etwas schneller als ich unterwegs, sage ich zu ihm, er meinte darauf er sei nur unwesentlich schneller mit einem Blick auf mein R-Zeichen am Kotflügel. Ich fragte Ihn nach seinem Motor. Er antwortete mir 650 Ps aber genau weiß ich das nicht mehr. Und sie sind auf der Fahrt zum Gardasee und machen eine Spritztour dahin

Nach der kurzen Pause verlassen wir die Raststätte und fahren durch den Pfänder-Tunnel nach Österreich. Wir fahren bis zur Abfahrt Dornbirn, wo wir dann die A14 verlassen und Richtung Zentrum/ Dornbirn fahren. Hier wollen wir bei der Eni-Tankstelle in der Lustenauer Straße unser Auto nochmals volltanken. So können wir ohne Probleme durch die Schweiz fahren, ohne nochmals Tanken zu müssen. Danach geht es über die L204 nach Lustenau wo wir im Anschluss die Rheinbrücke und die Grenze zur Schweiz überqueren. Von hier geht es auf der A13 bis nach St. Margrethen, wo wir ab jetzt auf der A1 fast durch die ganze Schweiz fahren werden.

Wie in den vergangenen Jahren machen wir auch heute eine Pause auf der Raststätte Forrenberg im Nahbereich von Winterthur, die wir um 12:15 erreichen. Vor vielen Jahren hat hier ein Auto einen Wasserhydranten umgefahren, so dass die ganze Tankstelle über viele Stunden unter Wasser stand. Es dauerte einige Stunden bis die zuständige Gemeinde den Wasserzulauf zur Raststätte stoppte.

Von zu Hause haben wir Kaffee und belegte Brote mitgebracht, die wir jetzt mit Genuss im Caravan verspeisen. Nach ca. 45 Minuten fahren wir wieder weiter. Bis zum Dreieck Wangen-Brüttisellen sind es ja nur ein paar Kilometer die in wenigen Minuten geschafft sind. Von hier bis zur Abzweigung Zürich-Affoltern ist meistens Staugebiet. Aber es geht heute relativ gut, so dass wir nach 20 Minuten die Stadtumgehung in Zürich hinter uns lassen können. Das Verkehrsaufkommen ist heute relativ gering und so kommen wir schon um 14:05 an der Raststätte in Gunzgen an. Die Raststätte ist gut belegt, aber wir finden noch einen Parkplatz. Immer wenn wir nach Frankreich fahren, machen wir hier eine kurze Pause. Hier verbringen wir weitere 40 Minuten, wir haben ja keine Eile, da wir unser heutiges Ziel erst gegen 16:00 erreichen wollen. Zum Wetter wäre zu sagen, wir haben keine Hochsommerlichen Temperaturen, ca. 22 Grad zeigt unser Auto-Thermometer gerade an.

Ca. 30 Kilometer später werden wir heute erstmalig die Autobahn A1 verlassen. In den vergangenen Jahren haben wir in Payerne /Westschweiz in der Nähe des Lac de Neuchatel (Neuenburger See) auf dem gleichnamigen Campingplatz übernachtet. Nachdem aber Preis und Leistung des Campingplatzes in diesem Jahr überhaupt nicht mehr übereinstimmen, haben wir uns für einen anderen Campingplatz entschieden.
Bei Solothurn wechseln wir jetzt auf die Autobahn A5, die uns über Biel das am gleichnamigen See liegt an unser Ziel bringen soll. Die A5 bringt uns einen weiteren Vorteil, wir müssen nicht über den Verkehrsknotenpunkt Bern fahren. Des weiteren ist der Verkehr hier auf dieser Autobahn wesentlich geringer. So dass wir nach einer halben Stunde schon Biel/am See erreichen. Hier heißt es etwas aufpassen, überall in der Stadt wird gebaut, bis wir am Stadtende wieder die A5 die am Ufer des See entlang läuft erreichen.
Der Blick auf den See ist gut, aber auch hier wird viel an der Autobahn gebaut. Nach einer weiteren halben Stunde haben wir Le Landeron am Südwestufer des See`s erreicht. Wir verlassen die Autobahn am nördlichen Ende des Ortes, und plötzlich sind wir in der Innenstadt gelandet. Unser Navi ist nicht ganz im Bilde, und will uns immer wieder in die falsche Richtung schicken, aber irgendwie haben wir unser Ziel doch noch erreicht. Der Mann an der Rezeption vom Camping Le Peches bietet uns zwei oder drei Stellplätze zur Auswahl an. Wir gehen in den Campingplatz hinein, entscheiden uns aber doch für den ersten Stellplatz mit der Nummer 48. Nachdem die Schranke geöffnet ist fahren wir gleich hinein, und wollen den Strom anschließen. Hier gibt es gleich die erste Überraschung, unser Eurostecker passt nicht. Dieses Problem hatten wir in den vergangenen fast 10 Jahren nie. Zum Glück haben wir im Caravan einen Stromstecker gefunden, den wir irgendwann gekauft haben, und er passt. Das Wetter ist herrlich, und wir können noch vor dem Wohnwagen sitzen um ein Glas Weizenbier geniesen. Wie man auf den Bildern erkennen kann, haben wir einen blauen Himmel und die Temperatur liegt wohl bei etwa 23°. Der Preis ist ca. 10 € höher als der Camping-Card ACSI-Katalog angibt, warum auch immer.

Im sehr gepflegten Waschhaus empfängt uns schöne Musik

Wenig später gehen wir noch zum Bieler See hinunter, der nur durch eine Mobilhome oder Gartenhaussiedlung, die anscheinend auch zum Campingplatz gehört getrennt ist. Am Lebensmittelladen vorbei kommen wir zum Seeufer, hier gibt es auch einen Boot oder Yachthafen sowie eine Slipanlage um die teilweise großen Boote aus dem Wasser zu heben.

Zurück am Caravan richtet meine Frau das Abendessen her. Wie immer gibt es am ersten Abend unserer Urlaubsreise eine Brotzeit, bestehend aus Tomatenhering, Sülze, Käse und Schinken und Brot. Dazu gibt ein oder zwei Gläser mit Weizenbier, meine Frau trinkt meistens etwas Rotwein. Zum heutigen Abschluss schaue ich noch auf einer Karten-App, die ich am Handy habe, wie unsere Abfahrt morgen Früh vom Camping-platz durch die Stadt zur Autobahn laufen soll. Kurz vor 22:00 gehen wir dann ins Bett um am nächsten Morgen gerüstet zu sein.

Freitag, den 14. Juni 2024

Es ist 6:30 als wir aufwachen und auch aufstehen, wir wollen ja weiter Richtung Süden fahren. Geschlafen haben wir recht gut, leider hat es gegen Morgen etwas zu Regnen angefangen. Während meine Frau unserem Cappuccino vorbereitet, bringe ich die Toiletten-Kassette ins Waschhaus. Auch hier gibt es wie überall einen eigenen Raum für die Entsorgung. Anschließend fülle ich noch das Wasser für die Toilettenspülung nach. Danach trinken wir unseren Cappuccino und essen ein Stück Kuchen dazu. Nach unserem gemeinsamen Waschhaus Besuch nehmen wir das Stromkabel ab. Um unsere Nachbarn so Früh nicht zu stören, drehe mit der Handkurbel unsere Stützen hoch. Und schon kann es los gehen, punkt 8:30 verlassen wir den hübschen Campingplatz. Dank der Karten-App vom Handy geht alles gut, und wir kommen ohne Probleme zur Autobahn-Auffahrt Le Landeron-Süd.

Wie erwartet wollte unser Navi uns wie schon gestern Nachmittag auf die Auffahrt Le Landeron-Nord schicken. Was wir natürlich ablehnen. Wir wollen nicht wieder durch die Innenstadt mit verkehrsberuhigter Zone fahren.

Zwischen den beiden Seen Biel und Neuchatel fahren wir kurz an einem Industrie-Gebiet vorbei. Ab der Stadt Neuchatel fahren wir meist unterirdisch am See entlang, was wir nicht erwartet hatten. Anscheinend sind die Grundstück am See nicht zu bebauen, was anderseits auch Richtig ist. So geht es gut 30 Kilometer immer wieder unter der Erde weiter. Am Ende des See`s kommen wir dann an Yverdon-les-Bains vorbei, wo es wieder auf die uns bekannte Autobahn A1 geht.
Auf dem Rastplatz La Cote Jura in Nähe des Genfer See holen wir unser versäumtes Frühstück nach. Es hat zu Regnen aufgehört, um 9:15 fahren wir wieder weiter, an Gland vorbei wo sich die Villa von Michael Schuhmacher befindet.
Gerüchten zufolge soll diese Villa verkauft sein, und Corinna Schuhmacher und Ihre Familie eine neue Heimat in den USA und auf Mallorca gefunden haben.

Kurz nach 10:00 haben wir dann Genf erreicht, fahren gerade am Flughafen vorbei wo soeben ein Flugzeug von Easy-Jet landet. Danach fahren wir an riesigen Parkdecks vorbei die ebenfalls zum Flughafen gehören. Hier müssen wir etwas aufpassen, es herrscht reger Großstadtverkehr. Aber es geht alles gut, und wir kommen zügig durch die Stadt.


Auf der A41 geht es jetzt weiter nach Frankreich, ein paar Kilometer nach der Grenze befindet sich die Raststätte Ponts-de-la-Caille. Hier haben wir schon einige Frühstücks-pausen gemacht. Dieses Mal fahren wir weiter, unser heutiges Frühstück haben wir schon gemacht, leider ist die Aussicht auf die Brücke wegen der stark gewachsenen Sträucher und Bäume nicht mehr so gut wie früher. Wenig später haben wir die Mautstelle bei Cruseilles erreicht, wo wir unsere erste Französische Vignette erhalten. Wir fahren an Annecy vorbei und ein paar weitere Kilometer um ca. 10:45 sind wir an unserer Tankstelle Fontanelles La Ripaille bei Seynod angekommen, wo wir unseren Dieseltank befüllen.
Wir hätten gerne noch auf dieser schönen Raststätte einige Minuten Pause gemacht, aber von den Tanksäulen kommt man kaum noch zum Rastplatz hinüber. Das Wetter ist auch nicht schön, so dass wir mit einem leisen Bedauern weiter fahren.
Zur Errinnerung: Vor vielen Jahren machten wir hier eine Frühstückspause und hinter uns stand ein schönes Adria Wohnmobil mit einem Anhänger. Man Staune darauf befand sich ein roter Ferrari.
Unser Ziel heute ist ein Campingplatz in den Französischen Alpen südlich von Grenoble.
Unsere Fahrt durch Grenoble ging zum größten Teil recht gut voran, bis in den Südlichen Teil der Stadt, wo wir auf der N1075 fahren wollten. Unser Weg war gepflastert mit Baustellen ohne Ende. Bis zum Col de la Croix Haute mit seinen 1179 m Höhe war ein gutes Drittel der N1075 in Reparatur. Leider hat es seit geraumer Zeit zu Regnen angefangen, teilweise recht Heftig. Zwischenzeitlich haben wir eine kurze Pause gemacht. In Sichtweite des Col de la Croix Haute mussten wir ca. 15 Minuten warten bis unsere Fahrspur frei gegeben war. Wenig später fuhr ein Traktor mit einem Anhänger vor uns, der anscheinend aus einem Feld gekommen ist. Die Straße ist jetzt voll Erde die von den landwirtschaftlichen Gespann verteilt wird. Wie wir später feststellen wird von meinen eigenen Hinterrädern der Schmutz auf die Vorderseite unseres Caravans gespritzt.
Gegen 15:45 haben wir unseren gewünschten Campingplatz erreicht.

Ich habe lange überlegt, ob ich den Namen und den Ort dieses Campingplatzes nennen kann und soll. Aus Haftungsgründen verzichte ich aber darauf.
Aber ich möchte schon darauf hinweisen, dass dieser Campingplatz in einem bekannten Campingführer aus mir unbekannten Gründen 4 Sterne bekommen hat.

Schon vor vielen Jahren haben wir diesen Platz besucht, damals waren wir zusammen mit einem Holländischen Paar die einzigen Gäste hier. Es war ebenfalls innerhalb der begonnenen Saison und kein Waschhaus war geöffnet und in den zwei Pools befand sich kein Wasser, nur eine große Menge an Fröschen. Wir mussten oder durften im Haupthaus Duschen benutzen, die als privat galten.
Damals dachte ich das wäre eine Ausnahme, darum besuchen wir den Platz nach vielen Jahren ein weiteres Mal.
Es war leider keine Ausnahme, auch dieses Mal war der Platz nach Saisonbeginn nicht fertig.


Der Eingang war wie damals unverändert. Auf einer großen Wiese hinter dem Sportplatz stehen zwei große Concorde-Wohnmobile mit Hänger. Wie wir später gesehen waren darin 2 tolle Sportwagen drinnen. In den beiden Pools war dieses Mal Wasser im Becken. Meine Frau und ich gehen in die wenig aufgeräumte Rezeption, bei der jungen Dame, die hier sitzt bekommen wir mit viel Niesen einen Stellplatz zugewiesen. Ganz in der Nähe der beiden Wohnmobile hinter den Pools beziehen wir einen Platz auf dem Weg. Für diese eine Nacht verstellen wir nicht so viel, auch der Caravan bleibt zunächst am Auto angehängt. Ich mache einen kurzen Rundgang über den Campingplatz. Es gibt ein kleines Haus, wo sich zwei Toiletten sowie zwei Waschbecken befinden. Das Wasser bleibt hier kalt und der Händetrockner ohne Strom. Ebenso bleibt es in der Herrenabteilung dunkel. Etwa 150 Meter weiter befindet sich das Haupt-Waschhaus, leider ist das geschlossen und anscheinend für die Saison noch nicht vorbereitet.

Für das Entleeren der Toiletten-Kassette findet sich nach Anfrage beim Betreiber ein kleines Abfluss-Loch in einem Betonboden außerhalb des Campingplatzes, das wir auch am nächsten Morgen benutzen.
Kurz nach 17:00 fahren wir noch zur nächsten Ortschaft, wo es einen Super U mit angeschlossener Tankstelle gibt. Wo wir unserem Auto etwas Diesel geben. Nach meiner Erinnerung befindet sich der Supermarkt am Ortsbeginn, ich täuschte mich, er war am Ortsende. Mit dieser Tankfüllung kommen wir jetzt bis zur Cote d`Azur und weiter. Nach dem Tanken fahren wir zurück zum Platz. Hier reinige ich noch kurz die Vorderfront vom Caravan die von dem Traktor mit seinen Reifen stark verschmutzt war.
Etwas später gehen wir zum Duschen ins Haupthaus, wo sich in einem abgeteilten Bereich, gemeinsam mit Waschmaschine und Trockner zwei Duschkabinen befinden. Auch hier sind nicht alle Gerätschaften in Ordnung, es liegen auch leere Shampoo-Flaschen am Boden. Ob sie vom Besitzer oder von den noch vorhandenen 8 Camping-Gästen stammen, weiß ich nicht. Unser Abendessen nehmen wir im Wohnwagen ein, da es wieder etwas zu Regnen anfängt.
Gegen 21:30 gehen wir ins Bett, da wir auch sehr früh weiter nach Süden fahren wollen.

Samstag, den 15. Juni 2024

Hallo, guten Morgen es ist 7:00 früh als wir aufstehen. Geschlafen wir unterschiedlich, ich relativ gut, dagegen meine Frau hat wohl schlecht geschlafen, wie sie sagt. Während ich die hinteren Kurbelstützen (Vorne habe ich nur das Bugrad hinunter gedreht) mit dem Accuschrauber hoch drehe, hat meine Gattin unser Frühstück fertig gemacht. Es gibt einen Hefezopf von zu Hause, dazu verschiedene Marmeladen und Honig (wir sind süße Frühstücker).
Um 8:00 verlassen wir den Campingplatz (ein weiteres Mal werden wir diesen Campingplatz nicht mehr besuchen). Außerhalb des Platzes suche ich noch das Abfluss-Loch für unsere Toiletten auf, um die Kassette zu Entleeren.

Zum Abschluss noch ein Wort über den Platz: auf den ersten Blick macht er einen guten Eindruck, wenn man dann vor Ort ist, stellt sich soviel als Negativ heraus. Im Internet präsentiert er sich als das Urlaubsparadies mit 4 Sternen.
Meine Persönliche Bewertung gesamt liegt bei höchstens 2,5 Sternen
.

Die nächsten 50 Kilometer werden wir noch auf der Nationalstraße 1075 fahren, bevor wir auf Wunsch meiner Frau auf die Autobahn wechseln. Auf dem Weg nach Sisteron müssen wir nochmal kurz die Straße wechseln, um ein paar Kilometer wegen einer Baustelle auf einer Nebenstraße zu fahren. Kurz vor Sisteron fahren wir jetzt auf die Autobahn A51 auf.
Nachfolgend ein paar Paar Bilder von Sisteron aus vergangenen Jahren, hier von der Autobahn hat man keinen Blick mehr auf die kleine Stadt, die gerne als das Tor zur Provence genannt wird.

Hier ein paar Bilder aus Sisteron an der Durance, wo wir vor Jahren waren /Tor zur Provence

Die nächsten 50 Kilometer fahren wir auf der A51 weiter nach Süden. Kurz danach machen wir nochmal eine Pinkel-Pause und essen im Anschluss eine Banane.

In Manosque verlassen wir die Autobahn auch schon wieder und fahren auf der D4 bis nach Vinon-sur-Verdon. (Unser Navi wäre wieder eine andere Strecke gefahren, was ich strikt ablehne). Hier in Vinon….. versäumen wir auf einem Kreisverkehr wegen mangelnder Ausschilderung die richtige Ausfahrt, können es aber nach ca. 1,5 Kilometer wieder Korrigieren. Weiter geht es über den kleinen Kurort Greòux-les-Bains in Richtung dem Lac de Sainte-Croix (Tiefblauer Bergsee).
In Riez muss ich wegen einer Baustelle und einer sehr engen Straße ein paar Meter zurück setzen, um die Engstelle für ein gerade entgegenkommendes Fahrzeug frei zu machen. Darauf setzte sich die ganze Wartepflichtige Karawane des Gegenverkehrs in Bewegung um die Engstelle noch schnell vor mir zu passieren.
Nach einigen Kilometern haben wir den wunderschönen Bergsee erreicht und damit vielleicht unser Ziel. Wir fahren an Moustier-Sainte-Marie vorbei bis zum See hinunter, über den Pont du Galetas hinüber der den Verdon-Fluss vom See trennt. Weiter geht es nach Les Salles-sur-Verdon wo sich unser gewünschter Campingplatz Les Pins befindet. Als meine Frau in der Rezeption nachfragt, stellt sich heraus, dass kein freier Stellplatz für uns zur Verfügung steht. Enttäuscht fahren wir über die kurze Waldstrecke (Einbahnstraße) zur Hauptstraße zurück. Ein bis zwei Kilometer weiter befindet sich der Gemeindliche Campingplatz „Muncipal Les Ruisses„. In der Hoffnung hier einen Stellplatz für zwei Tage zu bekommen, fahren wir in die enge Einfahrt hinein. Momentan ist die Schranke noch durch einen ankommendes Wohnmobil versperrt, wir gehen gemeinsam in die Rezeption und fragen nach einem freien Stellplatz. Die Dame am Computer erzählt, dass sie uns erst heute Nachmittag ab 14:00 sagen kann ob etwas frei ist.
Wir haben jetzt 11:30
Enttäuscht wollen wir wieder fahren, mittlerweile hat sich der Eingangsbereich noch mit ankommenden Fahrzeugen weiter gefüllt. Wir müssten rückwärts zwischen der Rezeption und den Müllcontainer stoßen. Allerdings kommt aus dem Ca.-Platz ein Ford Transit heraus, der Fahrer stellt sein Fahrzeug auch in die Einfahrt und bringt seinen Müllbeutel zum Abfallcontainer.
Weiterhin haben sie auf der linken Seite noch zwei Balken auf der Straße befestigt, was die Bewegungsfreiheit weiter einschränkt. Es herrscht jetzt nur noch Chaos.
Ich bin gezwungen den Caravan abzuhängen, und mit dem Mover (Elektroantrieb) zu bewegen, um endlich wieder nach draußen zu kommen.

Google-Bild vom Eingang

Die Frage lautete, was jetzt tun. Mein Plan war jetzt weiter ans Meer (weitere 180 Kilometer und 3 Stunden) zu fahren, unser nächstes Ziel wäre St. Raphael an der Cote`Azur gewesen. Dagegen meinte meine Frau, wir sollten einen Campingplatz bei Moustier-Sainte-Marie anschauen. Nach meinem Wissen gibt es keinen schönen Ca-Platz mehr am Ort, wir sind ja schon einige Male hier gewesen. Vor einigen Jahren hatte ich den Camping Le Vieux Colombier als Ziel ausgesucht, nach der Besichtigung sind wir weiter gefahren, der Platz entsprach damals nicht meinen Erwartungen.
Wir fahren wieder zurück in Richtung Moustier….., am oben genannten Campingplatz halten wir an einem Parkplatz an. Meine Frau geht den steilen Berg hinunter, in der kleinen Rezeption spricht sie mit dem Freund der jungen Besitzerin. Sie hätten noch ein paar Plätze frei, nach kurzer Durchsicht entscheiden wir uns für Platznummer 7 gleich im Eingangsbereich. Wie wir später feststellen ist der Campingplatz gut besucht. Im untersten Bereich sind einige hübsche Häuser zu vermieten.

die oberen 6 Bilder sind vom Campingbetreiber

Unser Stellplatz mit der Nummer 7 ist sehr groß, mindestens 12 Meter breit und etwa 20 Meter tief. Wir können unseren Caravan im Schutz der Bäume aufstellen, und müssen keine Markise ausrollen. Nun soll unser Urlaub endlich beginnen, den heutigen Nachmittag werden wir nach der etwas Stressigen Anfahrt in Ruhe genießen.
Am Spätnachmittag haben wir noch einen Spaziergang über den kleinen Campingplatz gemacht, das Waschhaus mit seinen Duschen und Toiletten angeschaut. Wir sind zufrieden mit dem was wir hier sehen. Gegen 22:00 gehen wir ins Bett, die Temperaturen heute lagen bei etwa 25°.

Sonntag, den 16. Juni 2024

Guten Morgen es ist schon 8:15 geworden als wir aufstehen, wir haben wunderbar geschlafen. Als erstes hole ich in der Rezeption ein Baguette das wir gestern Nachmittag noch bestellt hatten, der Himmel ist strahlend blau über unserem Frühstückstisch. Nach unserem ergiebigen Frühstück ist erstmals der Toilettengang und Duschen angesagt.
Heute wollen wir zum nahegelegenen Lac de Sainte-Croix fahren um hier am Stau-See ein paar schöne Stunden verbringen. Um 10.30 fahren wir los, bis zum Parkplatz in der Nähe des Pont du Galetas (Brücke am Einlauf des Verdon) sind es nur ca.6,5 Kilometer, hier stellen wir unser Auto ab und gehen zu Fuß zum See hinunter. Wir finden ein nettes Plätzchen am Ufer des herrlich blauen Stausee`s, der sich etwa 5 Meter unter uns befindet. Immer wieder kommen Badegäste oder andere vorbei, um sich ein nettes Plätzchen zu suchen. Von unserem Sitzplatz können wir die Pont du Gelatas Brücke sehen.

Etwa 1,5 Stunden später steigen wir ins Auto und fahren zur Brücke weiter, hier ist ein kleiner Parkplatz wo wir das Auto abstellen können. Im Einlauf des Verdon`s ist einiges los, Gleich in der Nähe kann man Tretboote sowie Elektroboote mieten, und unter der Brücke hindurch in den Verdon schippern, und schauen was sich hinter der Bergkante befindet. Auf der Brücke befinden sich Zuschauer aus aller Welt, eine Frau macht freundlicherweise ein Foto von uns.
Wenn man ein paar Kilometer weiter nach Süden fährt, geht eine Serpentinenstraße nach Aiguines hoch, wo sich der Campingplatz LÀigle befindet den wir vor einigen Jahren besucht hatten. Weiter geht es dann auf der Panoramastraße am südlichen Ufer des Verdon`s entlang, bis man dann am Pont de Soleils auf die Nördliche Seite des Verdon wechseln kann.
Um 13:45 fahren wir wieder zum Campingplatz zurück, als erstes Trinken wir einen Kaffee und genießen ein wenig die Ruhe, sowie Sonne und Schatten das wir auf unserem Stellplatz zur Genüge haben.

Da wir schon einige Male hier an der Verdon-Schlucht bzw. am See waren, haben wir für dieses Mal keine großen Ausflüge geplant. Zum Ausgleich habe ich ein paar Bilder aus vergangenen Jahren hier eingefügt.

Wir sind auch zweimal auf der Rte. des Cretes die am Nordufer bis über 1300 Meter in die Höhe geht, gefahren. Man kann auf 23 Kilometer Länge an 14 Aussichtsbalkonen einen Blick in die Tiefe machen. Hier kann man auch Adler und Gänsegeier auf Ihrem Flug über die Schlucht beobachten. Leider habe ich es bisher nicht geschafft, sie mit der Kamera festzuhalten.

Am Spätnachmittag gegen 16:00 machen wir einen Spaziergang in das nahe gelegene Moustier-Sainte-Marie, auch diesen kleinen Ort haben wir schon mehrmals besucht. Meistens essen wir hier einen Crepes mit Marmelade und danach ein Eis. An einem kleinen Parkplatz unterhalb des Ortes hält ein Bummelzug, um von hier Gäste in den Ortskern zu bringen.
Wir gehen die steile Abfahrt in unserem Campingplatz hoch, oben befindet sich neben dem Parkplatz auch ein Bistro, wo man sich eine Pizza holen, oder aber unter den Schattigen Bäumen sitzen kann. Danach gehen wir ein paar Meter nach links, bis wir einen Kreisverkehr erreichen. Die Straße weiter nach links führt nach Riez und Manosque, wir überqueren den Kreisverkehr und gehen die Av. de Lerins in Richtung Ortskern hinauf. In dieser engen Straße hatten wir schon öfters geparkt. Weiter oben gibt es einen kleinen Supermarkt mit einem Parkplatz hinterm Gebäude. Wir gehen weiter am Museum und der kleinen Polizeistation vorbei und sind schon auf der Rue de la Bourgade, ein kurze Einkaufsstraße die in Richtung des kleinen Wasserfalls führt. Über uns jetzt gut sichtbar hängt die 227 m lange Kette mit einem goldenen Stern.

Nach der von Frédéric Mistral übermittelten Legende ist dieser Stern ein Weihegabe an die Jungfrau Maria, die der Ritter Blacas vornahm, ein in die Gefangenschaft der Sarazenen geratener Kreuzritter, der geschworen hatte, dort einen Stern sowie eine Kette aufzuhängen, sollte er jemals in sein Dorf zurückkehren.

Seit dem Mittelalter gibt es in Moustiers…. Keramikhandwerk. Im 17. Jahrhundert ging man dazu über, die Technik der Fayence anzuwenden, und so wurde der Ort ein Zentrum der Fayence-Herstellung, die bis ins 19. Jahrhundert andauerte. Wegen sinkender Nachfrage und auf Grund gefallener Preise für Porzellan endete die Produktion in Moustiers…. Im 20. Jahrhundert wurde das Handwerk aber wieder belebt, so dass man heute wieder im Ort einige Betriebe und Geschäfte findet, wo diese spezielle Keramik hergestellt und angeboten wird. Ein Museum zeigt die Technik der Fayence und stellt einige schöne Beispiele aus.

Hier kommen wir nicht weiter und gehen über eine Brücke ins Zentrum vom Ort. Am Place Pomey ist unser Bistro wieder geöffnet wo wir schon in 2015 einen Crepes mit Erdbeermarmelade gegessen haben. Ein Jahr später war dieses Lokal geschlossen, und wir mussten im Haus gegenüber unseren Crepes essen. In diesem Jahr befindet sich hier im Haus ein Touristikgeschäft.
Wir setzen uns an einen gerade frei gewordenen Tisch und bestellen unseren Crepes, gleich neben den Tischen befindet sich ein Dorfbrunnen mit Quellwasser, wo sich Besucher erfrischen und trinken können. Nach dem Essen gehen wir weiter (eine Crepes mit Marmelade kostet 4 Euro, das ist zu akzeptieren), besuchen noch die im 12. Jahrhundert im Romanischen Stil erbaute Kirche Notre-Dame-de-l’Assomption. Auf dem Heimweg sehen wir noch den kleinen Touristenzug der die Besucher durch den Ort fährt und zum einem Parkplatz außerhalb des Ortes bringt.

Auf dem Rückweg zum Camping gehen wir einen anderen Weg, der ebenso in den Ca.-Platz führt. Es war einfacher als wir dachten, zumindest untertags. Am Stellplatz angekommen, trinken wir erst mal ein Glas Weizenbier. Wenig später essen wir zu Abend, mittlerweile scheint vor dem Caravan keine Sonne mehr, was ich sehr schade finde. Beim Gang um unseren Wohnwagen stelle ich fest, dass auf der Hinterseite unseres Caravans die untergehende Sonne noch gut eine Stunde zu sehen ist. Nachdem uns die Sonne endgültig verlassen hat, breche ich auf um im Waschhaus unser Abendgeschirr zu spülen. Danach setzen wir uns wieder vor den Caravan und trinken Rotwein, ich selber liebe seit vielen Jahren Sangria.
Um etwa 22:00 wie meist gehen wir ins Waschhaus und danach ins Bett, wir haben einen sehr schönen Tag hinter uns.

Montag, den 17. Juni 2024

Ein schönen guten Morgen, es ist inzwischen 8:00 als wir aufgestanden sind, die Sonne kommt gerade über dem Bergrücken den wir von unserem Stellplatz sehen hervor. Nachdem ich mich angezogen habe, gehe ich zur Rezeption um das von mir bestellte Baguette zu holen. Was ich nicht wusste, auch meine Frau hat ein weiteres Baguette bestellt. Heute Morgen ist eine Ältere Frau bei der Baguette und Croissantsausgabe, sie versteht so gut Deutsch wie ich Französisch. Ich hatte auf unsere Platznummer 7 bestellt, meine Frau dagegen auf unseren Namen. Die Namen auf Ihrer Liste waren für uns beide kaum lesbar, so kam ich nur mit einem Baguette zum Wohnwagen zurück. Unser Frühstück mit Marmelade, Käse, Salami und Schinken war deswegen genauso gut. Es ist schon ziemlich warm an unserem Frühstücksplatz, so dass ich mein T-Shirt ausziehen muss.
Für heute haben wir uns ein paar Lavendelfelder zur Besichtigung ausgesucht. Ich hatte mir vorgestern in der Rezeption einen Plan mitgenommen, darin sind Lavendelfelder eingezeichnet. Das berühmteste ist in Valensole, zwei schöne Felder habe ich vor Jahren zwischen Riez und Quinson gesehen. Auf meinem Plan befinden sich weitere Felder hinter Roumoules und auf der anderen Seite der D952 in der Nähe von Puimoisson. Wir fahren los an Moustiers …. vorbei, unterwegs nach Roumoules sehen wir schöne Salbeifelder rechts und links der Straße.

Durch den kleinen Ort Roumoules, geht es jetzt durch die Pampa, ob es hier Lavendel gibt, dafür gibt es keine Anzeichen. Plötzlich sehen wir auf der rechten Seite ein Rotwildgehege, wir steigen aus, um ein paar Fotos zu machen. Die ganze Herde kommt gleich an den Zaun gelaufen. Leider haben wir nichts zu fressen für die Rehe?.

Auf der anderen Seite des Feldweges ist ein riesiges Feld mit Muskatellersalbei. Auch hier machen wir ein paar Fotos. Etwa 200 Meter zurück haben wir ein Lavendelfeld gesehen, das wir jetzt zum Schluss noch anschauen.

Wir sind leicht enttäuscht, die Farben sowie die Dichte des Lavendelstrauches sind noch nicht so ausgeprägt. Es ist natürlich auch eine Sache des Lichtes und von welcher Seite man den Strauch anschaut. Aber vielleicht haben wir in Saint Remys-de-Provence oder an der Ardeche/Remeze mehr Glück.
Wir fahren zurück nach Roumoules und weiter an Puimoisson vorbei, wo sich ebenfalls Lavendelfelder befinden sollen. Wie es sich herausstellt leider ohne ein schönes Ergebnis. (Ich bin der Meinung dass der Lavendel dieses Jahr noch vielleicht 14 Tage benötigt, um schön zu blühen).

Wir fahren wieder zurück in unseren Campingplatz bei Moustier ….., auf dem Rückweg gibt es noch viele Felder mit Muskatellersalbei. Ich glaube fast, das der Salbei im Wechsel für den Lavendel angepflanzt wurde. Gegen 13:00 sind wir wieder am Platz zurück. Als erstes gibt es eine kleine Brotzeit, und später am Nachmittag noch Kaffee und Kuchen. Das Wetter ist wie man an unseren Bildern erkennen kann, sehr schön und die Temperaturen liegen bei über 25°. Zum Abendessen gibt es heute einen Tortellini-Auflauf mit Schinken und Pilze, der Ausgezeichnet geschmeckt hat.

Wir haben einen sehr schönen Stellplatz, unser Caravan steht im Schatten der Bäume, und die letzte Abendsonne geniesen wir hinter dem Wohnwagen, wie ich feststellen konnte.
Heute ist unser letzter Tag hier am Verdon, morgen Früh geht es weiter an`s Meer, Saint Raphael heißt unser Ziel.

Dienstag, den 18. Juni 2024

Wir haben Dienstag, unseren Abreisetag hier vom Lac de Sainte-Croix . Heute Nacht habe ich sehr schlecht geschlafen, vielleicht weil mir bewusst war, dass wir auch am Meer keinen sicheren Stellplatz bekommen könnten. Auch hier in Frankreich muss man wohl schon öfters Stellplätze reservieren, was mir Wiederstrebt.
Aber was soll`s, wir müssen los. Während meine Gattin im Waschhaus ist, und im Anschluss noch das Baguette zum Frühstück holt, mache ich den Caravan fertig. Mit dem Accuschrauber drehe ich die Kurbelstützen hoch. Auch die Gasflasche muss ja während der Fahrt geschlossen sein. Im Anschluss nehme ich noch das Stromkabel ab, und mache es noch sauber. Nun kann ich den Caravan drehen und ihn näher zur Straße Rangieren. Als meine Frau kommt machen wir ein kurzes Frühstück, der Kaffee ist schon lange fertig.
Als nächstes kommt unser Auto auf die Zufahrtsstraße, in der Hoffnung dass gerade kein Fahrzeug vorbei fahren muss. Aber es geht gut, wir können den Caravan ungestört an`s Auto anhängen. Die junge Campingplatz-Besitzerin winkt uns von Ihrem Schlafzimmer-Fenster ? zu, während Ihr Freund gerade eben den Berg herunter fährt.

Punkt 8:15 geht`s los, ich hatte mir gestern schon Sorgen gemacht, ob wir den steilen Berg ohne einen Anlauf hoch kommen. Aber es geht alles gut, unser Auto fährt ganz souverän die steile Auffahrt hinauf. Wir fahren an Moustiers … vorbei in Richtung Riez. Hier wartet die Baustelle bzw. die enge Straße, wo uns der Gegenverkehr Sorgen gemacht hatte. Wir haben Glück, kein wesentlicher Verkehr im Moment. Unser Weg führt uns abseits der Autobahn A51 über eine Nationalstraße. Ich bin die Strecke in der entgegengesetzten Richtung schon einmal gefahren. Hier müssen wir mit höchstens Tempo 65 kmh rechnen. Bei St.-Maximin-la-Ste-Baume erreichen wir dann wieder die Autobahn A8.

Unsere Abfahrt von der Autobahn in Saint Raphael klappt vorzüglich, bei der Peage (Mautstelle) befindet sich auch die Abfahrt Nr. 38. Vor einigen Jahren sind wir durch die Mautstelle gefahren, weil wir leider nicht wussten, dass sich hier die Ausfahrt nach St. Raphael befindet. So mussten wir weitere 30/40 Kilometer, bis zur nächsten Abfahrt in einem Vorort von Cannes fahren. Hier können wir nun über die DN 7 die am Esterel-Gebirge vorbei geht zurück nach St.Raphael fahren. (unser Ziel war damals der Esterel-Camping)
An der Abfahrt Nr. 38 fahren wir nun raus, es geht an vielen Kreisverkehren vorbei bis wir unser Ziel den Campingplatz Douce Quietude erreichen. Nur gut dass ich einen Stadtplan von Frejus/St.Raphael besitze. Während jetzt meine Frau fährt, kann ich die einzelnen Kreisverkehre abzählen. Kurz nach Mittag erreichen wir unseren Wunsch-Campingplatz. Der erste Eindruck ist sehr gut, wir sehen eine gepflegte Einfahrt. Der Campingplatz besteht allen Anschein aus einem Apartmenthaus, Hunderten von Mobilhomes und Cottages, sowie auch Stellplätze für Caravans und Wohnmobile. Während meine Frau hinauf in die Rezeption geht, warte ich an unserem Wohnwagen-gespann am Parkplatz. Kurz darauf kommt sie zurück und sagt: wir können hier stehen bleiben. Gemeinsam gehen wir in die Rezeption zurück.

Pool am Apartmenthaus

Der Angestellte der uns bedient, ist sehr umständlich wie wir im Nachhinein feststellen. Plötzlich kommt ein weiterer Mitarbeiter mit einem Gast und fragt nach dem Besitzer des Caravan-Gespanns. Wir sollten wegfahren, da ein Gast aus der Parklücke heraus fahren will. Da meine Frau mit der Buchung noch nicht fertig ist, muss ich allein mit dem Gespann zu unserem zukünftigen Stellplatz fahren. Die Einfahrt in unsere Straße ist nicht allzu breit. Nachdem ich feststelle, dass ich mit dem Caravan an einem Oleanderbusch nicht vorbei komme, hänge ich den Wagen einfach ab. Das Auto fahre ich zum Stellplatz, und den Caravan fahre ich die restlichen 80 Meter mit dem Mover hin. Leider wurde die Vorderseite meines Caravans durch den Strauch etwas verkratzt. Mal sehen, ob wir diese Beschädigung zu Hause wieder entfernen können.

Das ist jetzt unser Stellplatz, wir sind nicht recht zufrieden damit, es gibt keinen Grasboden, sondern nur Waldboden. Was wir hätten Denken können. Die Ausstattung des Platzes ist gut, zwei Badeliegen und eine Sitzbank mit Tisch. Und natürlich ein Häuschen mit Toilette, Waschbecken und Dusche, vor dem Haus befindet sich ein Spülbecken. Das hätten wir alles nicht gebraucht, ist aber im Preis enthalten.
Als meine Frau von der Rezeption kommt beginnen wir mit dem Aufbau, mit dem Accuschrauber die Stützen herunter drehen. Danach nochmals mit der Kurbel nachziehen, da sich der Caravan bewegt hat, als ich die Antriebsrolle vom Mover entferne. Als nächstes rollen wir die Markise herunter, und gleich danach befestigen wir noch die Klimaanlage am Heckfenster. Alles geht heute ein bisschen langsamer als normal, ich bin ziemlich müde, weil ich heute Nacht kaum geschlafen habe. Und es ist ziemlich warm, auf der Fahrt hatten wir etwa 28°, und hier am Platz ist es noch ein/zwei Grad wärmer.
Es gibt ein Highlight hier am Platz, als wir gerade an der Nachbarstraße vorbei gehen, hören wir ein lautes Grunzen, man glaubt es kaum. Es gibt Wildschweine hier am Campingplatz.

Den Rest des heutigen Tages verbringen wir vor dem Wohnwagen, und einem kleinen Spaziergang über Teile der schönen Anlage. Nicht weit von uns liegt eine wunder-schöne Badeanlage mit Whirlpool, Strömungskanal und ein Wellenbad, das von Zeit zu Zeit eingeschaltet wird.
Zum Abendessen gibt es heute panierte Schnitzel mit Kartoffelsalat, was vorzüglich schmeckt. Etwas Negatives zeigt sich leider an, ich habe seit einiger Zeit Husten, der sich immer stärker bemerkbar macht.

(Unser Verdacht ist: Der erste Abend in Frankreich in den Alpen, hier wurden wir von einer anscheinend kranken Mitarbeiterin bedient. Sie nieste in ununterbrochen während Sie uns bearbeitete. Als ich noch einen Platzplan anforderte, wurde auch der angespritzt. Damals dachte ich mir nichts dabei.)

Auf jeden Fall bin ich heute Abend schon gegen 21:00 ins Bett gegangen, und ich habe sogar sehr gut geschlafen.

Mittwoch, den 19.Juni 2024

Hallo Guten Morgen, es ist ziemlich spät als ich heute Morgen aufgestanden bin. Meine Frau hat oben im Shop schon ein Baguette geholt. So können wir jetzt Frühstücken, der Kaffee ist ebenfalls in der Kaffeemaschine durch gelaufen. Der Himmel ist leider bedeckt und keine Sonne hinter den Bäumen zu sehen. Die Temperatur liegt bei ca. 28° und es ist leider sehr schwül.
Nach dem Frühstück wollen wir erstmals den Müll entsorgen. Laut dem Platzplan befindet sich die Recycling-Station außerhalb des Camping an einem Parkplatz am Eingang. Wir gehen durch den Exit/Ausgang, am Sportbereich vorbei, hier sollte der Zugang sein. Leider Nein, über eine kleine Böschung verlassen wir den Bereich, und gehen über die Eingangsstraße zum Parkplatz/Recycling-Station. Die kleine Böschung ist leider Verletzungs gefährlich. Wir gehen lieber über die Einfahrts-Straße am Pool vorbei zurück zu unserem Stellplatz.

Plötzlich fängt es zu tröpfeln an, wir schauen dass wir zum Platz zurück kommen. Hier angekommen regnet es jetzt stärker, gute 20 Minuten lang. Die Temperatur liegt weiterhin bei ca. 28° und der Himmel bleibt grau.
Um 14:00 gehen wir in die Badeanlage um ein wenig die schöne Anlage zu geniesen. Wir finden auch einen netten Liegeplatz, es ist recht wenig los um diese Uhrzeit. Die Wassertemperatur im Strömungskanal ist recht angenehm, ich schätze um die 28°.

Vor einigen Jahren haben wir eine Woche im Esterel- Camping nur wenige Kilometer von hier verbracht. Auch der hatte eine wunderschöne Badelandschaft, allerdings in meinen Augen mehr für Kinder bis 12 Jahren geeignet.

Wir verbringen hier in der Poollandschaft eine gute Stunde oder mehr, bevor wir zum Stellplatz zurück kehren. Hier trinken wir einen Cappuccino und essen ein Stück Kuchen. Plötzlich stellt meine Frau fest dass die Temperatur im Kühlschrank viel zu hoch ist. Sie liegt schon bei 15°. Was ist der Grund ?, der Platz hat wahnsinnig viele Mobilhomes oder Chalets und alle haben natürlich eine Klimaanlage. Die Stromstärke am Platz liegt angeblich bei 16 Ampere, was ein sehr guter Wert wäre, aber es kommt nichts an. Oder aber der Grund liegt hier am Ort Frejus/St Raphael wo kein hoher Stromwert in den Platz kommt, wir wissen es nicht. Als erste Hilfe werden wir unseren Kühlschrank stundenweise auf Gas umstellen, mal sehen ob das hilft. Später möchte ich noch nachschauen was unser Kühlschrank an einem Tag an Gas verbraucht, wir haben ja nicht unendlich viel Gas dabei. Und hier in Frankreich gibt es andere Gasflaschen.
Als weiteres Problem stellt sich später heraus dass unsere Handys nicht mehr geladen werden, ob das Ladegerät oder das Kabel kaputt sind, weiß ich noch nicht. Nachdem ich verschiedene Ladegeräte ausprobiert habe und auf keines sprechen unsere Handys an, stellt sich wohl das Handykabel als defekt heraus.

Donnerstag, den 20. Juni 2024

Es ist kurz vor 7:30 als wir Aufstehen, es hat Frühmorgen schon einmal geregnet, die Temperatur ist auf 21° zurück gegangen. Neben dem Pool und Restaurant befindet der Shop wo es verschiedene Brote und Baguette gibt, holt meine Frau unser heutiges Baguette. Als Sie zurück kommt sieht Sie bei unserem Nachbarn nebenan, wie sich die Wildschweine an seinem Müllbeutel den er an den Außenspiegel seines Wohnmobiles gehängt hatte bedienen.

Nach dem Frühstück überlegen wir, wo wir ein passendes Handykabel bekommen könnten. Die Accu-Anzeige am Handy meiner Frau steht schon auf Rot. Sie fragt nun bei verschiedenen Platznachbarn nach einem Kabel. Ein Franzose ein paar Meter weiter hat zwar ein Apple, aber sein Kabel passt trotz allem nicht. Uns gegenüber sind zwei junge Belgische Frauen eine davon besitzt das passende Ladekabel, das sie auch meiner Frau für eine Stunde zur Verfügung stellt. Nachdem Ihr Handy einigermaßen geladen ist fragt sie in der Rezeption wo man hier ein passendes Ladekabel bekommen könnte. Zum Glück ist heute ein junges Mädchen am Tresen, sie erzählt das man im Supermarkt E.Leclerc der sich ganz in der Nähe befindet ganz bestimmt ein Apple-Ladekabel bekommt. Da man in diesem Supermarkt auch günstig Tanken kann machen wir uns auf den Weg dahin. Der Weg ist nicht weit, und tatsächlich bekommen wir das passende Kabel, und da es sehr billig ist nehmen wir gleich 2 Stück davon mit.
Im Anschluss tanken wir an der Tankstelle vor Ort, Danach fahren wir noch zur daneben liegenden Autowaschanlage. Hier gibt es zwei Fahrspuren zum selber waschen. Vor uns wäscht ein Mann sein Auto mit Kölner Autonummer, ich spreche Ihn an, aber es ist aber ein Franzose der gut Deutsch sprechen kann. Unser weißes Auto ist durch den heute Morgen stattfindenden Regen stark verschmutzt worden. Es ist jetzt Rotbraun, und unglaublich dreckig. Entweder ist das Sand vom Esterel-Gebirge, andere wieder sagen es sei der Sahara-Staub. Sie haben hier in der Waschanlage einen super starken Hochdruckreiniger für wenig Geld. Nachdem ich mit dem Abspritzen fertig bin, ist unser Auto wieder sauber.
Nachdem unser Auto gewaschen war, wollte meine Frau unbedingt ins Zentrum von St. Raphael fahren. Nach unzähligen Kreisverkehren hatten wir unser Ziel dann erreicht, und stellten unser Auto in einem Parkhaus ab. Wir sind jetzt im Centre Ville von St. Raphael. Als nächstes suchen wir den Weg zum Meer, an der Quai Albert I finden wir den Sporthafen. Hier befindet sich auch die Touristeninformation, ich wollte einen neuen Stadtplan von St. Raphael holen. Aber sie haben sowas überhaupt nicht, als wir vor einigen Jahren im Camping Esterel waren, bekam ich in der Rezeption eine ganze Stadtkarte vom Ort geschenkt. Da es gerade Mittagszeit ist, schlägt meine Frau einen Snack bei MCDonald`s vor, der sich vor uns befindet. Wir bestellen Frites und Chicken Nuggets, dazu Coca Cola zum Trinken.
Frisch gestärkt gehen wir über die Straße zum Sporthafen, hier befinden sich Schiffe in unterschiedlicher Größe. Eine Segelyacht in beachtlicher Größe gefiel mir besonders gut, während wir auf der Besucherplattform stehen, kommt ein jüngeres Pärchen aus der Kajüte und beginnt an der Takelage des Schiffes zu arbeiten. Leider wollen wir weiter, sollten die beiden mit Ihrem Schiff aus dem Hafen auslaufen wollen, dauern die Arbeiten bestimmt noch Stunden. Wir gehen zurück zum Parkhaus um unser Auto zu holen.

Nachdem wir schon auf dem Rückweg sind schlage ich vor einen Besuch im Camping Esterel zu machen. Unser Navi weiß den Weg dahin, zumindest hoffe ich das. Wir waren ja vor einigen Jahren in diesem Campingplatz. Laut seiner eigenen Aussage war der Ca. Esterel der erste FÜNF Sterne Campingplatz in Frankreich oder an der Cote Àzur. Wir fahren gerade am Campingplatz vorbei, unser Navi war doch nicht ganz im Bilde, aber es ist nicht so schlimm, wir drehen bei der nächsten Möglichkeit um. Es geht jetzt kurz eine Berganhöhe hoch und schon sind wir da. In der Rezeption fragen wir nach, ob wir den Platz besichtigen dürfen, nach der Abgabe eines Ausweises dürfen wir in den Ca. Platz hinein gehen.

Hier sind ein paar Bilder von unserem Aufenthalt in 2018

Es hat natürlich auch hier Geregnet, der Platz war noch Nass, aber die Poollandschaft war immer noch schön und gut besucht, einige der Hauptwege waren nicht so gut in Schuss. Unser damaliger Stellplatz war mit einem Wohnmobil aus Belgien belegt. Wir hatten einen Standartplatz der von drei Seiten mit Oleandersträuchern umrahmt war. Auf vielen Stellplätzen befinden sich kleine Häuschen, wo Spülmaschine, Kühlschrank und mehr enthalten. Zu den neuen Plätzen (mit Whirlpool und mehr) weiter hinten sind wir nicht mehr gegangen, das ist nicht unsere Preiskategorie. Der Campingplatz bietet Stellplätze von 80 bis 250 Quadratmetern an.
Nach einer dreiviertel Stunde der Besichtigung fahren wir wieder zurück zu unserem Camping Douce Quitude. Nach 15 Minuten Fahrt sind wir wieder zurück, jetzt gibt es einen Cappuccino mit Kuchen. Unser Auto ist ja jetzt relativ sauber vom roten Staub und Dreck, wir wollen noch den Caravan, der ebenso verdreckt ist reinigen. Da ein Wohnwagen aber mehr als 2,5 m hoch ist, machen wir mit einem ausziehbaren Besen und heißen Wasser erstmals drei Seiten des Caravans sauber. Es klappt recht gut, die Vorderseite möchte meine Frau nicht machen, weil sonst vor der Türe wieder alles nass wäre. Wir machen nur die Bereiche außerhalb unserer Markise sauber. Als nächstes gehe ich mit meiner Toilettenkassette ins nächste Waschhaus, wo sich die Kimik (Chemietoilette) befinden soll, um sie hier zu entleeren.
Wir benutzen unsere Toilette im Caravan aber nur in der Nacht, Tagsüber gehen wir in unser privates Waschhaus mit Waschbecken, Dusche und eben Toilette sowie ein Spülbecken.
Aber zurück zu diesem Waschhaus, außer der Kimik sind alle Türen für den Öffentlichen Bereich verschlossen.
Wenig später gibt es zum Abendessen Putenschnitzel dazu Kräuterbaguette und Salat. Während meine Frau zum Duschen in unser Waschhäuschen geht, kümmere ich mich um unser Geschirr. Wir haben vor zwei Stunden unsere Klimaanlage eingeschaltet, und die Temperatur im Kühlschrank ist schon um 2 Grad nach oben gegangen. Wir stellen daraufhin den Kühlschrank wieder auf Gas um.

Freitag, den 21. Juni 2024

Hallo, es ist kein guter Morgen, in den frühen Morgenstunden hat es wieder Geregnet, das heißt unser Auto und Caravan ist so verdreckt wie gestern. Nach dem Frühstück stellen wir unser Auto auf den jetzt freien Stellplatz gegenüber. Von einem französischen Nachbarn leihen wir uns ein längeren Wasserschlauch aus und spritzen unser Auto ab. Dieser Stellplatz ist mit Kies belegt, und das Wasser kann hier gut ablaufen. Im Anschluss kommt der Caravan dran. In unseren mehr als dreißig Jahren Camping-Erfahrung haben wir sowas noch nie erlebt.
Wir machen einen Spaziergang über den Ca.Platz, mit seinen Mobilhomes, Chalet und was er sonst noch hat, ist er schon groß. Heute soll das Wetter endlich wieder besser werden, sowas hatten wir uns an der Sonnigen Küste „Cote Àzur nicht vorgestellt. Am Nachmittag gehen wir nacheinander zweimal in die wirklich sehr hübsche Poollandschaft. Einmal unter`s Schützende Dach und das zweite mal ins Freie, hier ist es allerdings heute sehr warm.

Zum Abendessen gibt es heute Nudelsalat den wir mit Genuss verspeisen. Von den Cottage weiter hinten in unserer Straße kommen immer wieder nette und freundliche Franzosen vorbei. Eine Frau versucht immer wieder Deutsche Worte zu verstehen, bzw zu sprechen.
Bei unserem Abendlichen Spaziergängen haben wir am Theater oben, wo eine Animation für Kinder stattfindet, eine junge Familie kennen gelernt. Sie haben zwei nette Mädchen im Alter von 2 und 5 Jahren. Sie verbringen seit Jahren Ihren Urlaub in einem Mobilhome hier am Platz. Die Familie stammt aus Kirchheim/Teck, nur wenige Kilometer entfernt wo eine unserer Töchter wohnt. Sie erzählt uns, dass ihr Mann ein paar Tage vorher mit dem Auto alleine hierher fährt. Um ihre Unterkunft her zu richten, sie kommt dann mit den Kindern ein paar Tage danach mit dem Flugzeug nach, wo sie der Gatte abholt.

oben links: Animationsbereich ; unten links: Restaurant ; rechts: Eingangsbereich mit Pool bei Nacht

Heute Abend beginnt das Länderspiel Frankreich gegen Italien, für uns lässt sich auch an Hand der Jubelrufe nicht feststellen wer eigentlich gewonnen hat. Wir sitzen noch bis 22:00 draußen bevor wir unseren Campingtisch abräumen um ins Bett zu gehen.

Samstag, den 22. Juni 2024

Hallo, es ist kurz vor 8:00 als wir aufgestanden sind, der Himmel ist strahlendblau soweit wir das sehen können, und die Temperaturen sind angenehm. Beim Lebensmittel-Shop oben beim Pool ein Baguette zu holen was heute Morgen meine Aufgabe ist. So können wir das erste Mal hier in der warmen Morgensonne frühstücken. Unsere Belgischen Nachbarinnen sind auch schon auf Tour. Auch der Franzose auf unserer rechten Seite ist schon unterwegs. Eigentlich ist er jeden Tag mit seinem schicken Hybrid SUV von Daimler unterwegs. Wenn sie dann am Spätnachmittag von Ihrem Ausflug zurück kommen, wird schnell das Ladekabel an Ihrem Waschhaus angesteckt. Einmal ging es schief, laut seiner Aussage war sein Grill schuld, dass unsere ganze Straße keinen Strom hatte. Meiner Meinung ist der schicke Mercedes ein Hybrid, denn mit einem reiner Stromer könnten Sie Ihren großen Bürstner Averso 570 TS nicht ziehen. Die beiden sind wohl zum Strand oder aber in den Supermarkt zum Einkaufen, auf Grund Ihrer Figuren kann man Essen als Ihre große Leidenschaft betrachten.
Kurz nach 10:00 brechen wir auf zum Pool, um den Sonnigen sowie unseren letzten Tag hier in St. Raphael noch zu genießen. Es ist einiges los, heute merkt man wie viele Urlaubsgäste sich eigentlich in dieser Ferienanlage befinden. Wir bleiben etwa 2,5 Stunden hier, bevor wir zurück zum Stellplatz gehen.

Im Anschluss essen wir eine Kleinigkeit, bevor wir unsere Markise reinigen. Am Stellplatz gegenüber wird gerade das Waschhaus und die Badeliege gereinigt, ein Zeichen, dass neue Gäste kommen.
Heute Abend werden wir auf jeden Fall unsere Markise einrollen. Morgen Früh geht es los wir werden vorzeitig weiter nach Saint Remys de Provence fahren. Wir haben hier bis Montag bezahlt, aber meiner Frau gefällt es hier nicht. Das Wetter soll ab Sonntag hier in Saint Raphael schon wieder schlechter werden. Das wollen wir nicht abwarten.

Dieses Mal mussten wir unsere Markise zuerst mit einem Wasserschlauch abspritzen. Danach mit Wasser und Bürste und zum Schluss mit Schwamm und Wasser abreiben. So etwas haben wir in den vergangenen 30 Jahren noch nicht erlebt.

Wir haben heute im Laufe des Tages schon im Camping Monplasir in St. Remys …. angerufen, mussten aber wie oft schon hören, sie haben keine Plätze für längere Aufenthalte frei. Man müsste jeden Tag auf einen anderen Stellplatz ziehen. In den vergangenen Jahren konnten aber immer mehrere Tage auf einem Stellplatz bleiben. Wir fahren morgen Früh einfach los und schauen uns das vor Ort an.
Nachdem wir die Markise gereinigt und den Caravan zur Abfahrt vorbereitet haben, gibt es Abendessen. Heute grillen wir ein letztes Mal hier auf dem Platz. Auf unserer Straße läuft gerade ein Wildschwein vorbei, vielleicht ist es auch Irgendwo zum Essen eingeladen. Gegenüber kommt gerade ein neuerer VW Bulli an, zuerst glauben wir es sind Gäste aus der Ukraine, später stellen wir fest, sie kommen aus UK es sind also Engländer.

Sonntag, den 23. Juni 2024

Guten Morgen, wir sind heute relativ Früh um 7:30 aufgestanden, wir wollen ja weiter fahren in die Provence, besser gesagt nach St. Remys ….. Wir haben in den vergangenen Tagen schon mehrfach unser Auto und den Caravan geputzt, heute in der Frühe hat es schon wieder leicht Geregnet. Aber es hielt sich in Grenzen, so dass wir beide Fahrzeuge vor der Abfahrt nicht nochmals Reinigen müssen.
Zum Frühstück trinken wir nur eine Tasse Cappuccino, danach drehe ich die Kurbelstützen hoch. Nach dem Abnehmen des Stromkabels wird es auch kurz gereinigt, da es vom Regen der vergangenen Tage ziemlich verschmutzt war. Als alles fertig ist hängen wir den Caravan an unser Auto und fahren los. Es ist jetzt 8:30 geworden, wir kommen gerade bis zum Ende oder Anfang der Straße. Meine Frau glaubte nur weil sie dieses Mal dabei ist, kommen wir mit dem Gespann um die Kurve auf den Hauptweg. Wie schon bei der Anreise vor ein paar Tagen bleiben wir an den Büschen rechts und links unser Straße hängen. Und wie zuvor muss ich unseren Caravan abhängen und mit dem Mover auf den Hauptweg rangieren. Hier wird er wieder am Auto angehängt, und wir können den Campingplatz verlassen. Wir haben im Navi unser Ziel St. Remys ….. angegeben, das klappte im Allgemeinen recht gut, allerdings wollte es am Ausgang des Campingplatzes erstmals in die falsche Richtung fahren. Durch Saint Raphael und Frejus und all Ihren Kreisverkehren ging es dann recht schnell und fehlerfrei.
Allerdings bei der Autobahneinfahrt passierte mir ein Fehler, ich bin in die falsche Mautstelle hinein gefahren (in Richtung Nizza). Kurz vor den Häuschen und der Schranke haben wir es bemerkt und angehalten. Ich steige aus, zum Glück geht hier ein Weg auf der rechten Seite in einen Parkplatz hinein.
Ich gehe dem Weg nach, er führt danach auf eine Verkehrsstraße und einen Kreisverkehr. Hier können wir dann auf den richtigen Zubringer fahren. Ich kehre zum Auto zurück, und ich fahre in den Weg zum Parkplatz, es ist relativ eng hier, aber wir kommen durch bis zur Verkehrsstraße. Im Kreisverkehr nehmen wir dann die richtige Ausfahrt, wo wir in der Folge auf die richtige Autobahn-Auffahrt kommen.

li. Bild: Massif des Maures ; re. Bild das Massif von Saint Victory

Wir haben einen strahlend blauen Himmel, ganz entgegen der Wettervorhersage für Heute. Wenige Kilometer später kommen wir an Roquebrune-sur-Argens vorbei. Auch hier haben wir schon eine schöne Woche im Campingplatz Les Pecheurs verbracht. Gleich darauf fahren wir am Massif des Maures vorbei. Die nächsten Orte sind Brignoles und Saint-Maximin-La Sainte-Baum, wo wir im Hinweg auf die Autobahn A8 aufgefahren sind. Kurz vor Aix-en-Provence sehen wir auf der rechten Seite das Saint Victory Gebirge.

es war eines der Lieblingsmotive des Malers Paul Cézanne, er hat es auf über 60 Gemälden verewigt und berühmt gemacht.

Irgendwo vor Salon-de-Provence, ich glaube es war auf der Raststätte Lancon-Provence machten wir eine Mini-Rast, weil wir dringend auf eine Toilette mussten. Die Ausfahrt aus dem Parkraum war dann etwas Schwierig weil sie sehr schmal und eine enge Kurve besaß. Ansonsten war unsere Fahrt ohne Probleme, die Autobahnen hier in Frankreich sind meistens tadellos in Ordnung.
Kurz vor unserer Abfahrt in Cavaillon hat es uns doch noch erwischt, plötzlich standen alle Fahrspuren, und wir kamen nur noch schrittweise voran. Die Ursache für diesen Stau, lässt sich wie immer nicht feststellen. Wenige Kilometer vor uns in Senas wäre eine Abfahrt gewesen, hier müssten wir dann über die Nationalstraße D7n nach Orgon fahren. Auch hier waren wir schon einmal unterwegs, damals mussten wir durch die schmalen Straßen des Ortes fahren. Das wollte ich dieses mal mit einem Gespann vermeiden. So fuhren wir weiter, plötzlich ein paar Kilometer vor Cavaillon war der Stau verschwunden. So konnten wir planmäßig an der Abfahrt in Cavaillon herunter von der Autobahn, jetzt sind es nur noch 16 Kilometer bis nach Saint Remy de Provence. Es ist eine beschauliche Fahrt unter den Platanen, die sich Kilometer weit erstrecken. Endlich um 12:15 erreichen wir das kleine Städtchen bzw. unseren gewünschten Campingplatz Monplasir. Eine halbe bis dreiviertel Stunde später als gedacht. An der Türe hängt das Schild „Komplett“, und in der Rezeption scheint es dunkel zu sein.

Wir gehen gemeinsam in die Rezeption hinein, und fragen nach einem freien Stellplatz für ein paar Tage. Leider bekommen wir von der Angestellten hinter der Theke die gleiche Auskunft wie am Telefon. Wir müssten jeden Tag an einen anderen Stellplatz wechseln. Das lehne ich ab, mit Urlaub hat das nichts zu tun. Die Chefin die daneben steht, fragt ob sie an einem anderen Campingplatz anrufen sollen, da jetzt gerade Mittagspause in den anderen Ca. Plätzen wäre. Die Angestellte ruft im Camping Le Parc de la Bastide an und meldet uns an.
Enttäuscht verlassen wir die Rezeption, wir haben seit 2012 Saint Remy de Provence und diesen Ca.-Platz immer wieder für ein paar Tage besucht. Wir haben uns immer wohl gefühlt auf dem Ca.-Platz, auch wenn die Sanitäreinrichtungen nicht wesentlich besser als auf den anderen Campingplätzen hier am Ort sind. Um den Ca.Platz zu verlassen, müssen wir durch die Straße fahren, wo wir in 2022 unseren Stellplatz hatten. Unser damaliger Holländischer Nachbar ist anscheinend in diesem Jahr nicht hier, zumindest habe ich seinen Caravan in dieser Straße nicht gesehen.
Wir fahren zurück bis zum Ortsbeginn wo sich der Camping Le Parc de la Bastide befindet. Wir waren vor Jahren schon einmal für ein paar Tage hier auf diesem Platz, er ist uns also nicht unbekannt. Ich hatte Ihn mir schon zu Hause als Ersatz ausgewählt, wenn wir im Ca. Monplasir keinen Stellplatz bekommen sollten.
Wir melden uns in der Rezeption bei der Chefin an und bekommen zwei mögliche Plätze zu Auswahl.
Zuvor hatten meine Frau und ich eine Disput darüber, weil Ihr trotz meiner wiederholten Beschreibung nicht klar war, um was für einen Campingplatz es sich handelte. Sie hatte den Camping Mas de Nicolas im Kopf, auch diesen Ca.-Platz haben wir wiederholt besichtigt. Abgesehen von dem schönen Pool lässt der Platz ebenso zu wünschen übrig.

Bild rechts: das alte Wohnhaus(Bauernhaus)

Wir entscheiden uns für Stellplatz D1, etwa in der Mitte des Campingplatzes. Der Campingplatz besteht aus eigentlich schönen Wiesenplätzen, nur das Toilettengebäude lässt zu wünschen übrig. Allerdings wurden auch hier in den letzten Jahren nette Kabinen aufgestellt.
Wir fahren zum Stellplatz D1 hinauf, angekommen überlegen wir, wie der Caravan zum aufstellen wäre. Zuerst drehen wir den Wagen in Ost/West Richtung, sind damit aber wegen dem starken Wind/Mistral nicht glücklich. Nach ein/zwei Stunden drehen wir ihn in Nord/Süd Richtung um. Rollen im Anschluss die Markise herunter und bauen gleich den Sun-Blocker an, der uns vor der starken Sonne schützen soll. Kurz darauf trinken wir einen Cappuccino und machen uns erstmals gemütlich. Je nach Bedarf sitzen wir in der Sonne oder im Schatten. Wir haben hier in Saint Remy de Provence Temperaturen bis über 32°.
Nach dem Abendessen und dem leider Notwendigen Spülen gehen wir zum Duschen ins Waschhaus hinauf. (wir haben nur eine Minimale Steigung hier zum Waschhaus ). Die Duschkabinen sind recht Ordentlich und sauber, allerdings die Armaturen sind unterschiedlich je nach Einkauf, aber man kann damit leben. Den Abend verbringen wir vor dem Caravan mit einem Gläschen Wein und Weizenbier. Wie meistens gehen wir um 22:00 ins Bett.

Montag, den 24. Juni 2024

Guten Morgen, hier in Saint Remy…., wir haben strahlenden Sonnenschein schon in aller Früh. Wie meistens sind wir gegen 8:00 aufgestanden, nach meinem Toilettengang bin ich in die Rezeption hinunter um unser bestelltes Baguette abzuholen. Hier wartet der Chef Honoré Aubert mit der Baguette und Croissant Ausgabe auf seine Gäste. Die Baguette sind in riesigen Tüten vom Bäcker untergebracht, und der Kunde zieht sie hier nur heraus. Das Baguette ist sehr groß und schmeckt hervorragend, auch der Preis ist mit 1,10€ billig.
(Baguette gehört in Frankreich zu den Grundnahrungsmittel und ist Preislich Reglementiert).
Nach einem reichhaltigen Frühstück das wir in der warmen Morgensonne geniesen, holen wir aus dem Kofferraum unseres Tiguan Allspace unsere E-Bike-Klappräder heraus.
Wir wollen im Laufe des Vormittages noch eine Fahrt durch das kleine Städtchen machen. Als erstes fahren wir zum Camping Mas de Nicolas, hier möchte ich meiner Frau diesen Ca.-Platz nochmals zeigen, wo sich sich gestern eingebildet hatte. Er ist am Nördlichen Ende von Saint Remy…. hinter den Sportanlagen des Ortes. Vor dem Eingang des Ca.-Platzes stellen wir unsere E-Bikes ab, und gehen in die Rezeption hinein. Bei einem jungen Mädchen hier fragen wir nach, ob wir den Platz besichtigen können. Zu unserem Erstaunen lehnt Sie ab. Wir sind bestimmt schon mehr als fünfmal hier im Ca.-Platz gewesen, und niemals gab es Probleme damit, bis heute. Die Geschäftsleitung möchte nur Gästen mit anschließender Buchung den Zutritt gewähren.
Leicht verwundert verlassen wir die Rezeption und fahren zurück zur Hauptstraße, wo ein Fußgänger und Fahrradweg entlang führt. Wenig später kommt eine Unterführung, wo wir die Seiten wechseln ins Zentrum. Wir kommen durch Wohngebiete, bis wir über die AV. A. Gleizes wieder zurück am Place de la Republique vorbei bis zum Fremden-Verkehrsbüro dass sich ein wenig außerhalb des Zentrums befindet fahren. Hier gehe ich hinein um eine neue Stadtkarte von Saint Remy… zu finden. Leider vergebens, auch hier wird wohl überall gespart. Wir fahren weiter in Richtung der Alpilles, die D5 führt über das Gebirge nach Maussanne-les-Alpilles und weiter. Kurz nach dem Ortsende befindet sich das Kloster Abtei Saint-Paul-de-Mausole und danach die Archäologischen Ausgrabungen von Glanum aus der Römerzeit, beides auf der linken Seite.

Wir sind mit unseren E-Bikes in den Park vor dem Kloster hinein gefahren und haben uns im Schatten der Bäume auf eine große Steinplatte gesetzt, zum Trinken hatten wir ja eine Flasche Wasser mit dabei. Dieses Jahr wollen wir nicht in das Kloster hinein gehen.

Als Ersatz zeige ich ein paar Bilder von Vincent van Gogh die als Reproduktionen in der Abtei Saint-Paul-de-Mausole überall aufgestellt sind. Die Originale hängen meines Wissens im Van- Gogh-Museum in Amsterdam.

Diese Bilder sind von unserem Besuch im Jahre 2013

Das Kloster Saint Paul wurde nach der Französischen Revolution in eine in eine private Nervenheilanstalt umgewandelt. Vom 3. Mai 1889 bis zum 16. Mai 1890 lebte Vincent van Gogh in dieser Heilanstalt. In dieser Zeit hat er über 150 Bilder gemalt. Wir haben einige Male das Krankenzimmer des berühmten Malers Vincent van Gogh besucht.
Heute nennt sich die Heilanstalt „Maison de Santé de Saint-Paul“.
Die Patienten werden über die Malerei Therapiert.
Nach unserer kleinen Pause im Park fahren wir weiter, wir wollen neue Wege erkunden und fahren am Kloster vorbei auf der Chemin des Carrieres, der sich später als Waldweg entpuppt. Eigentlich sollte nach der Klostermauer ein Weg zurück nach St. Remys… führen, es war aber nicht so. Als der Weg für uns nicht mehr Interessant war, (es gab überall noch Abzweigungen die in den Wald und zu Gehöften führten) kehrten wir zum Kloster zurück. Von hier fahren wir weiter zum Ort hinein, und biegen anschließend in die Av. F.de Baroncelli ab. Zu Beginn der Straße waren relativ alte Häuser zu sehen. Später als wir in Richtung Norden in die Av.J.de Servieres und weiter fuhren, kamen wir an neueren Häusern und Villen vorbei.

Wenig später erreichen wir eine der beiden Hauptstraßen des Ortes die RD 99A auch Av.de la Liberation genannt. Wenige Meter weiter geht es auf der rechten Seite in die Av. Jean Moulin wo sich der Campingplatz Pegomas befindet. Meine Frau möchte ihn noch schnell sehen, Wir fahren ohne uns in der Rezeption anzumelden in den Platz hinein, er ist vielleicht zu 50% belegt. Meine Gattin besucht eines der Waschhäuser , kommt aber schnell wieder heraus, offensichtlich ist es nicht ansprechend. Vorne am Eingang gibt es noch einen kleinen Pool, man kann ihn gut von außen einsehen. Wir haben genug gesehen und verlassen den Platz. Von hier sind es nur noch ein paar Meter bis zu unserem Campingplatz Le Parc de la Bastide.
Wir waren jetzt bestimmt zwei bis drei Stunden mit dem Fahrrad unterwegs.
Im Anschluss trinken wir Kaffee und essen einen Kuchen von zu Hause. Später gehen wir zum Pool hinunter, der schon gut besucht war, zur Vollständigkeit die meisten Gäste auf dem Ca.-Platz waren schon Holländer. Der Pool ist im Gegensatz zur Rezeption eigentlich recht nett. Von der Poolanlage sehen wir auf die große Wiese die sich vor unseren Augen mit Caravan und vielen Wohnmobilen füllt. Hier bleiben wir ca. 1,5 Stunden, bis wir zu unserem Stellplatz zurück gehen.

Im Anschluss bauen wir unsere Klimaanlage auf, hier müssen wir leider immer zu zweit sein. Aber in 20 Minuten ist alles geschafft, heute Abend müssen wir aber die Temperatur im Kühlschrank beobachten. In St Raphael ging nach Einschalten der Klimaanlage die Temperatur im Kühlschrank nach oben. Nach dem Abendessen ist das obligatorische Geschirr spülen angesagt, danach gehen wir noch eine Runde über den Campingplatz spazieren. In der Straße beim Waschhaus oben steht ein Camperpaar aus Pirmasens in der Pfalz, nach einem Gespräch mit den beiden erfahre ich: sie wären schon seit April hier auf diesem Campingplatz. Das ist für uns unglaublich, wir könnten nicht so lange an einem einzigen Campingplatz verweilen.

Der heutige Tag war schön und auch warm, die geschätzte Temperatur lag bei ca. 28 oder mehr Grad. Mein Husten /Bronchitis baut sich leider immer mehr auf. Wir haben von zu Hause ACC Akut 600 Brausetabletten in unserer Medikamententasche vorsorglich mitgenommen, die ich seit einigen Tagen zu mir nehme. Bisher ohne großen Erfolg.

Dienstag, den 25. Juni 2024

Gegen 8:00, die Sonne steht schon am Himmel, steigen wir aus dem Bett. Ich gehe in die Rezeption hinunter, wo der Campingchef auf seine Morgendliche Kundschaft wartet. Man muss am Vortag in der Rezeption das Brot oder was auch immer bestellen, das ist fast überall so, nur in den größeren Campingplätzen kann man für das Frühstück ohne vorher gehende Bestellung einkaufen.
Nach unserem Frühstück überlegen wir, was wir heute unternehmen könnten, der Plan wäre auf Wunsch meiner Frau in das kleine Dorf Le Baux zu fahren. Zuerst aber geht meine Frau in die Apotheke am Bv. Marceau gegenüber des PL.de la Republique um ein neues Medikament für mich und Schmerztabletten für sich zu kaufen. Die Apothekerin kann anscheinend gut Englisch, und sie berät meine Frau gut.
Leider ist mein Husten nicht besser geworden und ich bin ziemlich verschleimt.
Sie bringt einen Schleimlöser wie der ACC Akut den wir von zu Hause hatten mit, er ist in der Dosierung etwas schwächer wie die Deutsche Ausführung. Man muss also die doppelte Menge einnehmen.
Danach fahren wir weiter über die Av. Vincent van Gogh (D5), vorbei am Kloster Saint Paul und der Römischen Archäologische Ausgrabungsstätte Glanum. Wir überqueren als nächstes die Alpilles, ein kleines Kalksteingebirge südlich von St. Remys….

(Ihre Ausdehnung beträgt in West-Ost-Richtung etwa 30 und in Nord-Süd-Richtung etwa 10 Kilometer, sie erreichen Höhenlagen von 300 bis 500 Meter). 

Vor Maussanne-Les-Alpilles biegen wir auf die D27A ab, die direkt nach Les Baux-de- Provence führt. Kurz vor unserem Ziel, hoch oben vor uns das Chateau Le Baux, die Straße steigt etwas an, stehen die ersten Besucher-Autos. Hier hat die Gemeinde Parkautomaten aufgestellt, und verdient hier viel Geld damit. Wir stellen uns ebenso in die Parkreihe, und gehen zum nächsten Parkautomaten. Hier stehen schon einige Leute an und warten um ein Ticket zu kaufen.
Unsere Parkautomaten in Deutschland sind ein Kinderspiel gegen die Automaten in Frankreich, hier kommen nicht einmal die Einheimischen zurecht. Wir warten eine Viertelstunde am Automaten, es geht nichts voran, und die Warteschlange wird nicht kleiner. Ich beschließe ohne ein Parkticket ins Dorf zu gehen. Wir gehen den restlichen Weg hinauf in das kleine Dorf.
Über uns ragt das Chateau Le Baux. Diese Festung gehörte den Herren von Le Baux die ein arrogantes und mächtiges Geschlecht waren, das im Mittelalter im ganzen Süden Frankreichs verschwägert war. Die Herren hatten die unselige Angewohnheit missbillige Gäste vom Burgfelsen zu stürzen
Es war eine sehr mächtige Familie die hier herrschte, bis Kardinal Richeleu bei einer Abwesenheit der Burgherren die Festung im Jahr1632/33 schleifen lies. Es gab so einige Exesse zu dieser Zeit im Süden Frankreichs, die Adligen hatten freie Hand bei Ihrem Tun (so auch der Marquis de Sade in Lacoste).

Im Mittelalter war Les Baux das befestigte Zentrum einer mächtigen Feudaldynastie, die über 79 Orte in der Umgebung herrschte. Das Fürstenhaus Les Baux leitete seine Herkunft von einem der Heiligen Drei Könige, Balthasar, ab und führte deshalb den Stern von Betlehem in seinem Wappen.
Nach dem Einsatz auf der Seite Frankreichs gegen Spanien konfiszierte Spanien Gebiete der Familie Grimaldi. Durch den am 8. Juli 1641 geschlossenen Vertrag von Peronne, der jede französische Einmischung in die Regierung oder Justiz Monacos ausschloss, erhielt die Familie Grimaldi dafür als Ausgleich vier Lehen in Frankreich, darunter Les Baux, aus dem die Grimaldis zuvor die Spanier vertrieben hatten.

Wir haben einmal einen Fernseh-Film über Les Baux… gesehen, hier wurde erzählt, dass es nur noch ca. 20 Bewohner gibt die hier Wohnen. Der Rest des Ortes sind anscheinend Leute die hier nur ihre Ladengeschäfte haben, um an die Touristen zu verkaufen.

Jedes Mal wenn wir in St. Remys….. zu Besuch waren, sind wir auch nach Les Baux…. gefahren, und waren immer wieder begeistert über den kleinen Ort. Wir streifen durch die schmalen Gassen und schauten uns die vielen Auslagen vor den Souveniershops an. Am Kirchplatz von Les Baux… besuchen wir die Kapelle Pénitents Blancs (Kapelle der weißen Büßer). Sie wurde im 17. Jahrhundert von der Bruderschaft der weißen Büßer errichtet. Auch hier waren wir schon mehrmals drinnen. Einmal konnten wir einen Bastelkurs in der Kapelle sehen.

Im Jahr 1937 wurde die Kapelle wieder errichtet die heute wunderschöne Wandmalereien trägt. Das Innere der Kapelle, früher ein Kreuzrippengewölbe, ist mit Fresken von Yves Brayer (1974) geschmückt, die an den Seitenwänden das Weihnachtsfest der Schäfer in der provenzalischen Tradition zeigen.

Wir gehen weiter, kommen an der Creperie die sich auf einer kleinen Terrasse befindet vorbei, Hier waren wir viele Jahr immer wieder zu Gast, meine Frau wollte unbedingt auch heute ein Glas Wein und Crepes essen. Leider sind alle Tische direkt an der Brüstung belegt, so nahmen wir einen kleinen Tisch gleich dahinter. Eine Frau neben uns am anderen Tisch bekam gerade einen Riesen Teller mit Salat und Fleisch. Meine Frau fragte die Nachbarin was sie denn esse, die Französin, wie es sich herausstellte antwortete ganz freundlich und zeigte Ihr sogar das Gericht in der Speisekarte.

Meine Frau war ganz hingerissen von dem schön angerichteten Teller mit Cäsar-Salat, und bestellte den gleichen. Ich esse wie meistens einen Crepes mit Fraise (Erdbeere), dazu tranken wir eine kleine Flasche Rose Wein. Zwischen der Französin , die mit ihrem Mann hier saß, und meiner Frau entwickelte sich ein Intensives Gespräch mit Hilfe beider Handys. Auf Nachfrage erzählte Sie, sie wohnen etwa eine Autostunde von hier, wo genau wurde nicht klar. Sie erzählte uns mit Hilfe Ihres Handys wo es schön wäre, und war ganz erfreut als Sie erfahren hatte, dass wir bestimmt schon zehnmal oder mehr hier in Frankreich unseren Urlaub machten.
Wir verbrachten hier bestimmt eine Stunde mit Essen und guter Unterhaltung. Dann gehen wir die Gasse nach unten, an der linken Seite befindet sich eine Plattform. Hier hat man eine gute Aussicht ins Tal und die Alpilles. Vor uns befindet sich das Museè des Santons. Hier gibt es eine Kostenlose Ausstellung von Krippenfiguren aus dem 17. und 18. Jh. und 19. Jh.

Das Krippenfiguren-Museum zeigt eine große Anzahl dieser Figuren (darunter einige außergewöhnliche neapolitanische Figuren), sowie Szenen, die die mit der Geburt Christi verbundenen Traditionen der Provence und der Gegend um Les Baux veranschaulichen.

Nach dem Besuch des Museums beschließen wir unseren Ausflug hier in Les Baux…. und gehen zurück zu unserem Auto. In der Hoffnung, dass wir keinen Strafzettel wegen Falschparkens an der Windschutzscheibe haben. Es geht alles gut, keiner hat unser Auto Kontrolliert.
Für den Heimweg wählen wir die D27 eine Nebenstraße die ebenfalls nach Saint Remys… führt. Bevor wir aber den Ort erreichen kommen wir am Carrieres de Lumieres einem gewaltigen unterirdischen Steinbruch vorbei. In diesem Steinbruch gibt es die größte Multimedia-Einrichtung von Frankreich. Jedes Jahr werden hier einzigartige multimediale Ausstellungen durchgeführt, die sich den großen Namen der Kunstgeschichte widmen. Mit 70 Videoprojektoren und 70 Servern werden die Bilder auf einer Fläche von über 6000 m² auf den Stein projiziert. Hier werden unter anderem Bildprojektionen: von Van Gogh; Marc Chagall; Pablo Picasso oder Salvador Dali dargestellt.
Vom 19. April bis 5. Januar 2025 findet die Ausstellung statt:
Das Ägypten der Pharaonen, von Cheops bis Ramses II

Wir fahren weiter auf der engen Serpetinenstrassen der D27 weiter hinauf ins Gebirge. Kurz vor dem Kamm kommt ein Parkplatz wo man sein Auto abstellen und einen schönen Blick nach Süden auf das Dorf Les Baux sowie die Ruine werfen kann.

Nachdem wir den Kamm der Alpilles wenige Kilometer später erreicht haben, führt unser Weg jetzt durch den bewaldeten Nördlichen Teil des Gebirges. Auf dem Weg zurück in die Stadt fällt mir ein, wir könnten noch die Ölmühle „Moulin du Calanquet“ besuchen. Sie liegt ja auf unserem Weg. In den vielen Jahren wo wir hier in Saint Remys… ein paar Tage verbrachten, hatten wir einer unser Töchter, sowie manchem unserer Nachbarn eine Flasche des „wertvollen“ Olivenöles mitgebracht. Die ersten Jahre kauften wir auf dem Markt in Saint Remys… unser Öl, zweimal direkt beim Erzeuger in Maussane, wo laut Aussage die besten Köche Frankreichs ihr Olivenöl beziehen. Das letzte Mal im Jahr 2022 besuchten wir Ölmühle „Moulin du Calanquet“ die 2019 in Paris für Ihr Olivenöl eine Goldmedaille bekommen hatte.

Von der Hauptstraße in die Einfahrt erwartet uns ein ganzes Feld mit Gartenputinien die wohl zur Ölmühle gehören. Wir stellen unser Auto ab und gehen ins Haus hinein. Hier werden wir wie vor zwei Jahren von einer Frau empfangen und betreut. Sie berichtet von den 4 verschiedenen traditionellen Oliven der Alpilles, die seit dem Jahr 2000 rund um die Ölmühle neu gepflanzt wurden:

Grossane
Oliven französischen Ursprungs, die in den Bouches-du-Rhône verbreitet sind. Seine Produktivität ist durchschnittlich und regelmäßig. Diese Früchte sind sehr fleischig und von guter Größe (sehr runde Form) und werden hauptsächlich für die Herstellung von schwarzen Oliven verwendet und werden für ihren besonders süßen Geschmack geschätzt. Grossane wird auch bei der Herstellung von Olivenöl verwendet, seine Ausbeute variiert zwischen 10 und 12%.

Picholin
Diese Sorte kommt überwiegend in der Region Gard und zu 5% in den Alpilles vor. Er ist sehr widerstandsfähig gegen Kälte und Trockenheit, begann früh mit der Produktion und reifte sehr spät. Diese Spitzolive wird sowohl für die Zubereitung von grünen Tafeloliven als auch für Olivenöl verwendet. Die Extraktion ist nach wie vor schwierig und die Ausbeute der Früchte in Öl ist durchschnittlich: zwischen 14 und 18 %.

Aglandau
Französische Sorte mit Synonym Blanquette, Béruguette, Verdale de Carpentras. Er ist selbstverträglich und seine Produktion, die alle zwei Jahre stattfindet, ist in der Regel durchschnittlich. Sein Hauptziel ist die Herstellung von Olivenöl. Es ergibt ein Öl von ausgezeichneter Qualität, das sehr gut hält. Ihr Ertrag variiert zwischen 17 und 21%. Es wird auch für Süßwaren verwendet.

Salonenque
Die Salonenque stammt aus Frankreich und hat eine hohe und konstante Produktivität. Er reagiert empfindlich auf Kälte und Trockenheit. Seine birnenförmige Form und seine gelbliche Farbe machen ihn sehr charakteristisch. Im September werden nur die großen Größen für die unterbrochene Olivensaison und im November-Dezember für das Öl gepflückt. Sein Ertrag variiert zwischen 17 und 21% und verleiht dem Öl eine gewisse Cremigkeit.
Eine französische Sorte, genauer gesagt aus dem Süden der Bouches-du-Rhône, ist sie mit ihren vielen Lentizellen sehr charakteristisch. Diese Sorte ist kältebeständig.

Auf dem Tisch stehen Schälchen mit den verschiedenen Olivenölen in die man kleine Brotstückchen eintauchen kann. So soll man den Unterschied zwischen den verschiedenen Olivensorten erkennen. Das beim eventuellen späteren Kauf einer Flasche Olivenöl eine große Rolle spielt.
Aus dem Öl werden auch andere Produkte hergestellt: z.b. Brotaufstriche aus den verschiedenen Olivensorten wie Grossane oder Aglandau und mehr. Kekse aus grünen oder Schwarzen Olivenblättern.
Weiterhin gibt es Marmelade und Konfitüren aus verschiedenen Obstsorten die hier verkauft werden, und viele andere Produkte.
Nach der sehr ausführlichen Einweisung suchen wir eine Flasche einer Olivenöl-Sorte aus, die für unsere Tochter sowie eine weitere für unsere Hausnachbarn bestimmt ist. Die Preise sind wie wir später feststellen konnten auch auf dem Markt relativ ähnlich, wenn gleich auf dem Markt das Olivenöl meist auch nur von einer Ölmühle angeboten wird.
Gegen 15:00 waren wir wieder auf dem Campingplatz zurück, wenig später gibt es Kaffee und Kuchen. Anschließend versuche ich ein wenig zu Schlafen, was leider nicht klappt. Meine Hustenanfälle werden nicht weniger (vielen Dank auch an die Rezeption unseres ersten Französischen Campingplatzes, die mich angesteckt hat).

Mittwoch, den 26. Juni 2024

Guten Morgen, heute ist Markttag hier in Saint Remy, bestimmt einer der größten in der Gegend. Wir wollen auch heute zum Markt hingehen, wie all die Jahre davor.
Es ist kurz vor 8:00 als wir aufstehen, nach dem Toilettengang gehe ich in die Rezeption hinunter um unser Morgentliches Baguette zu holen. Der Chef wartet schon auf uns, er macht immer einen trotteligen Eindruck neben seiner Frau, aber eigentlich ist er der Besitzer des Ca.Platzes.
Während unseres Frühstücks haben sich unsere Nachbarn von gegenüber fertig gemacht zur Abfahrt/Heimfahrt. Um 9:30-9:45 sind wir dann zu Fuß aufgebrochen in Richtung Saint Remys… . Die Temperatur heute Morgen hält sich noch in Grenzen, soweit möglich sind wir auch im Schatten der Häuser gelaufen. Als erstes suchen wir das Postgebäude auf um ein paar Ansichtskarten für unsere Enkel abzugeben. Das klappt recht gut, von hier sind es nur ein paar Meter bis zum Place de la Republique, wo der Markt auf dieser Seite beginnt. Hier gibt es Kleider, Schuhe, Leder, Porzellan und sonstiges. Nach dem Stadtplan zu urteilen sollte sich hier eine Toilette befinden, was leider nicht stimmte.
Danach sind wir über den Boulevard Marceau in die Altstadt hinüber gegangen, wo sich in der Hauptsache der Lebensmittelmarkt befindet.

Gleich am Anfang der Straße gibt es Stände oder Verkaufswagen wo es Fleisch, Hähnchen und Fischprodukte zu kaufen gibt. Wir schlendern durch die Straßen der Altstadt. Hier am Beginn der Av.de la Resistance direkt an der Collegiale St. Martin befindet sich ein Markthändler der Wildschweinwurst in Verschiedenen Variationen verkauft. Es gibt bei ihm Würste mit Nuss, Fromage, Tomate, Pfeffer, Fume und Natur. Ein Bund mit drei Stück kostet dieses Jahr Zwölf Euro.
Immer wenn wir hier auf dem Markt in Saint Remys… sind, kaufen wir ein oder zwei Bund dieser Schmackhaften Würste. Auf dem Platz vor dem Rathaus (Mairie) steht immer der Händler der Oliven in allen Variationen anbietet. Bei ihm haben wir jahrelang das Olivenöl unter anderem für eine unserer Töchter gekauft. An anderen Ständen gibt es Käse, Nougat, Brotaufstriche, Honig und Marmelade, halt alles was der Magen und das Herz begehrt. In den Straßen die auf der anderen Seite wieder aus dem Zentrum herausführen, gibt es Kleider, Bilder und Sonstiges. Wir suchen für unsere Enkel noch bestimmte T-Shirt, wie Einhorn, Spiderman oder Ähnliches, aber das gibt es hier wohl nicht.
Ich habe zu Beginn schon erwähnt, der Markt findet in der Hauptsache auf zwei Straßen sowie zwei kleineren Plätzen statt. Dazu kommt der Place de la Republique der aber sehr groß ist. Nach meiner Schätzung sind bestimmt an die 200 Marktleute hier in Saint Remys… an jedem Mittwoch. Der Markt wird gut angenommen von Touristen sowie von Einheimischen.
Gute 2 Stunden sind wir durch den Marktgeschlendert, gefunden haben wir außer den Wildschweinwürsten nichts. Für unsere Töchter haben wir schon gestern eine Kleinigkeit zum Mitnehmen gefunden, für uns gab es leider nichts.

Gegenüber des Place Favier, der heute mit Marktständen vollgestellt ist war früher ein kleiner Lebensmittelmarkt, heute befindet sich ein Eiscafe darin. Hier setzen wir uns für eine weitere halbe Stunde hin und beobachten das bunte Treiben auf der Straße. Danach machen wir uns auf den Weg zurück zum Campingplatz, inzwischen ist es ungleich heißer geworden als auf dem Hinweg, die Temperatur liegt bei etwa 29-31°. Irgendwann zwischen 13:30-14:00 sind wir wieder am Platz zurück. Wir setzen uns in den Schatten der Zypressen und genießen ein Glas Radlerbier.
Auch versuche ich ein wenig zu Schlafen, was leider genau so wenig wie gestern klappt. Auch meine Hustenanfälle werden einfach nicht weniger.

Gegen 16:00 gehen wir wieder hinunter zum Pool, der heute aber überraschenderweise nicht so voll wie am Montagnachmittag war. Die Poolanlage ist wohl das schönste was dieser Platz zu bieten hat, ausgenommen der einem grünen Park ähnlichen Zustand der Stellplätze.

Hier bleiben wir etwa eine Stunde, bevor wir wieder zum Stellplatz zurück gehen. Im Anschluss gehe ich zum Duschen ins Waschhaus weiter. Das Waschhaus ist wie ich schon einmal erwähnte eines der schwächsten Punkte in diesem Ca.-Platz. Die Kabinen sind zwar sauber, aber nichts besonderes. Die Armaturen in den Duschkabinen sind meist Einzelstücke, die wohl nach dem Momentanen Bedarf gekauft wurden. Nachdem wir beide geduscht haben, gibt es Abendessen, aber was weiß ich nicht mehr. In früheren Jahren habe ich unser Essen aufgeschrieben, aber dieses Jahr einfach vergessen.
Das mit dem Spülen ist sowie so immer das gleiche, es ist mein Part, da ja meine Frau kocht. Heute Abend wollen wir nochmals mit dem Fahrrad ins Centrum fahren, um in einem Lokal noch etwas zu trinken. In vergangenen Jahren waren wir öfters am Place Favier, wo wir unter den hohen Bäumen noch ein Bier oder ein Glas Wein getrunken haben. Als wir im Centrum angekommen sind stellen wir fest, dass heute kein Ausschank unter freiem Himmel stattfindet. Der Grund war einfach, heute war ja Markttag, und es wurden danach keine Tische und Stühle aufgestellt. Enttäuscht schieben wir unsere Räder durch die Rue Carnot bis zum anderen Ende des Altstadtring an der Boulevard Mirabeau.

Hier setzen wir uns in ein Bistro, fragen aber bei einem Kellner nach, ob wir ohne zu Essen überhaupt erwünscht sind. Wie es sich aber heraus stellt, sind wir beim Chef nicht unbedingt gewünscht. Wir trinken unser Bier aus, und fahren zum Campingplatz zurück.
Hier setzen wir uns vor unseren Caravan, ich trinke ein Glas Weizenbier und meine Frau ein Glas Rotwein. Gegen 22:00 gehen wir hinauf ins Waschhaus um uns zu waschen. Das Camper-Ehepaar aus Pirmasens sitzt ebenfalls noch vor Ihren Caravan, manchmal haben Sie auch Besuch von einem ihrer Platznachbarn.

Donnerstag, den 27. Juni 2024

Hallo, heute ist unser letzter Tag hier in Saint Remys…, es ist 8:00 als wir aus den Federn kommen. Geschlafen haben wir relativ gut, bis auf meinen starken Husten, der für meinen nächsten Nachbarn sicher auch eine Belästigung ist. Morgen früh fahren wir weiter an die Ardeche, besser gesagt an den Campingplatz La Bastide en Ardeche in der Nähe von Vallon Pont de Arc. Ich gehe zuerst in die Rezeption hinunter um unser Baguette und Croissants zu holen. Der Camping-Chef Honore Aubert wartet schon auf seine Kundschaft, die ihre bestellten Brote oder Croissant abholt. Nach dem Essen fahren wir nach Saint Remys… hinein. Auf dem Parkplatz beim Intermarche ist eine Tankstelle, hier kann man Preisgünstiger Tanken als auf der Autobahn oder sonst in den Städten. Danach gehen wir ins Zentrum, hier am Bv. Marceau gegenüber des PL.de la Republique befindet sich die Apotheke, um neue Medikamente für mich zu kaufen. Die Apothekerin kann gut Englisch verstehen und sprechen. Wir kaufen zweierlei Medikamente, das erste ist ein Hustensaft. Das zweite sind Tabletten die den Husten lindern sollten.
Danach gehen wir zurück zum Intermarche, wir brauchen noch eine Kleinigkeit, und zudem wollen wir für unsere Enkel noch T-Shirts mit speziellen (Superman, Rennwagen oder Einhorn) Motiven kaufen. Das gibt`s hier nicht, wo die Franzosen für ihre Kleinkinder einkaufen ist uns Schleierhaft.

Zurück am Ca.-Platz haben wir eine kleine Brotzeit gemacht. Mit Resten unseres Frühstück-Baguette`s, etwas Käse und einer Salami vom Rentier, die uns unsere Hausnachbarn von Ihrem Urlaub in Schweden mitgebracht haben.
Für heute haben wir beschlossen noch ein letztes Mal mit unserem kleinem E-Bike den netten Fahrradweg entlang der RD 99 nach St.Etienne du Gres zu fahren. Unser Campingplatz befindet sich im Osten von Saint Remys… wir müssen durch die ganze Stadt nach Westen fahren. Hier ist leider sehr viel Durchgangsverkehr an der RD 99 entlang. So wechseln wir halt zwischen Bürgersteig, Fahrradweg und Hauptstraße, bis wir hinter dem Intermarche ins Industrieviertel wechseln können. Hier an der Ecke Chemin Monplasir zur ZI de la Gare hätte mich beinahe ein Kleinwagen beim Links abbiegen (trotzdem Handzeichen) erwischt. Nach ein paar hundert Meter sind wir am Radweg nach St.Etienne du Gres angekommen. Von hier sind es nur noch ca. 8 km bis in das kleine Dorf. Es ist kaum Verkehr auf dem Radweg, in Mas-Blanc-des Alpilles kommen wir an einer Fabrik vorbei. Hier stehen Hunderte von Gastanks in allen Größen auf dem Fabrikgelände. In St.Etienne du Gres befindet sich ein kleines Bistro, wo wir schon des Öfteren etwas getrunken haben. An einer Anzeigetafel stehen 40° , die wir im Moment wohl haben. Wir verbringen eine gute Stunde im Schatten einer Markise, vereinzelt kommen andere E-Biker vorbei um auch etwas zu trinken. Dann machen wir uns wieder auf den Heimweg.
Hier angekommen, trinken wir noch eine Tasse Cappuccino, dazu setzen wir uns auf den jetzt freien Stellplatz gegenüber, wo ein hohes Bambusgebüsch die strahlende Sonne abhält. Wir müssen heute Abend noch unseren Sunblocker abbauen, unsere Fahrräder abbauen und ins Auto verstauen. Weiterhin unsere Markise reinigen und aufrollen. Es gibt also noch einiges zu tun. Unseren Tisch und die Stühle haben wir dann vor dem ins Bett gehen noch ins Auto verstaut.
Wie immer gegen 22:00 suchen wir das Waschhaus auf und anschließend geht es in die Koje.

Freitag, den 28. Juni 2024

Guten Morgen, heute ist unser Abfahrtstag hier aus dem Camping Park de la Bastide in der Provence. Wir sind kurz vor 7:00 aufgestanden und wollten eigentlich um etwa 8:00 – 8:30 den Platz verlassen. Das klappte natürlich nicht, trotz allem dass wir gestern Abend fast alles abgebaut und eingeräumt haben. Unsere Klimaanlage muss heute Morgen noch abgebaut und verstaut werden. Nachdem das Elektrokabel aufgerollt und die Kurbelstützen hochgedreht sind, können wir endlich los fahren.

Um 8:40 verlassen wir den Campingplatz, während ich hier meine Toilettenkassette an der hier vorhandenen Kimik-Station ausleere, ist meine Gattin in die Rezeption um unser bestelltes Baguette abzuholen.
Meine Frau hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten schnell mit dem Ca.-Platz arrangiert. Er hat ja eine nette Grünanlage und auch Schatten durch die hohen Zypressen. Lediglich die Sanitäranlagen lassen zu wünschen übrig.
Nachdem wir unser Bordeigenes Navi aktiviert haben, kommt die Meldung (Nutzerdaten nicht erfasst) und wir müssen feststellen dass sich kein Bild aufbaut. Ich habe zwar noch zwischen dem Tacho und dem Drehzahlmesser eine kleine Fahrroutenanzeige. Aber wir können zb. kein neues Ziel programmieren. Wir probieren es immer wieder vergebens, auch durch Ausschalten der Zündung dass sich ein Bild aufbaut. Erst einiges später, es wird schon kurz vor Graveson gewesen sein, probieren wir ein weiteres mal durch Ausschalten der Zündung und verriegeln der Autotüren das Navi zu starten.

Und siehe da, es funktioniert, unser Navi baut sich neu auf und wir sind darüber sehr erleichtert. Ich könnte zwar aus dem Gedächtnis heraus unsere Route nach Vallon-Pont-d`-Arc fahren, aber mit Navi ist es viel angenehmer. Hinter Graveson fahren wir auf der D 570n bzw. N1007, das eine Umgehungstrasse hier in Avignon ist, die direkt über die Rhonebrücke nach Villeneuve-les- Avignon führt. Hier biegen wir auf die D 6580 in Richtung Bagnols-s-Ceze ab.

Erinnerungen werden wach, vor Jahren als wir einmal von der Ardeche gekommen sind und im Kreisverkehr falsch abgebogen sind und im Supermarktviertel von Les Angles gelandet sind. Oder weiter in Avignon nach der Brücke Pont de l’Europe mehrmals falsch abgebogen, und durch halb Avignon fahren mussten.

Aber es geht dieses Mal alles gut, wenig später überqueren wir die A9 die von Montpellier und Spanien kommt. Irgendwo vor und in Bagnols-s-Ceze befinden sich Baustellen, die wir mit etwas Glück hinter uns lassen. Hinter der Stadt geht es jetzt auf die D 980 (Überregionale Verbindungsstraße) bis nach St-Andre-….. Hier haben wir plötzlich eine ca.10 Kilometer lange Fahrbahnverengung. Und genau hier kommen uns zwei große LKWs entgegen. Auch das geht gut, wir kommen an einander vorbei. In Barjac will unser Navi direkt ins Zentrum hineinfahren wo sich heute ein Bauern-Markt befindet. Wir fahren weiter bis zum Ende der Ortschaft wo wir in die D 979 einbiegen, die weiter hinauf nach Vallon-Pont-d`Arc führt. Hier gibt es Abzweigungen die zum Aven dÒrgnac führen.

Der Aven dÒrgnac ist eine der großartigsten Sehenswürdigkeiten Frankreichs, Die Höhle wurde im Jahr 1935  von Robert de Joly entdeckt.
Das Höhlensystem erstreckt sich auf einer Länge von rund 4 km und ist in drei Bereiche unterteilt. Der allgemein zugängliche Besucherbereich mit einer Abmessung von 2 Hektar in drei großen Sälen mit dem natürlichen Eingang. Die durchschnittliche Temperatur beträgt 11 °C.
Wenn man also den ersten Raum der Höhle, den Salle De Joly, betritt, findet man sich vor 7000m² verschiedener Konkretionen (Stalagmiten und Stalaktiten).
Saal 1
Der „Salle Robert de Joly“ (Saal Robert de Jolys) hat eine Dimension von 125 m Länge auf 90 m Breite. Wir verlieren dann jede Vorstellung von Entfernung, unter mehr als 30 m hohen Decken… Stalagmiten sind überall! 
Saal 2
Dieser etwa 70 Meter unterhalb der Erdoberfläche gelegene Bereich, des „Salle du chaos“ (Chaossaal) wurde vor rund 6 Millionen Jahren von Wasser durchströmt und bildete so eine Art Stollen. Die Decke stürzte teilweise durch diese Auswaschungen ein und bildet den Bodenbelag. Das Alter der dortigen Tropfsteine liegt bei rund 190.000 Jahren.
Saal 3
Im „Salle rouge“ (Roter Saal) befindet sich der tiefste Punkt der Höhle und des für Besucher zugänglichen Bereiches. Auf dem Boden befinden sich Lehmablagerungen. Bei Bohrungen in diesem Bereich wurde festgestellt, dass sich etwa 50 bis 100 m darunter ein weiteres wassergefülltes Höhlennetz befindet. Ein Lift führt von hier aus wieder hinauf zur Erdoberfläche. 

Wir sind schon selber zweimal in der wunderschönen Grotte gewesen. Das erste Mal im Jahr 2002 als wir mit unseren Töchtern eine Woche an der Ardeche verbrachten. Anschließend fuhren wir zum Ca. Sagittaire bei Nyons. Als meine Frau und ich die Höhle besuchten und danach zum Ca.Platz zurück kehrten bekamen wir die Auskunft von unseren Töchtern dass die zweigeteilte Tür unseres Caravans ausgehängt sei. Wie sie das geschafft hatten ist uns immer ein Rätsel geblieben.

Unseren gewählten Campingplatz La Bastide en Ardeche erreichen wir um 11:30, etwas später als erwartet. Wie schon erzählt, hatten wir Probleme mit unserem Navi. Wir waren seit 2014 immer wieder mal auf diesem hübschen Platz zu Besuch. In der Vergangenheit haben wir in vier weiteren Campingplätzen an der Ardeche jeweils ein paar Tage verbracht, keiner hat uns wirklich zugesagt. Der Ca.-Platz La Bastide…. ist wirklich der erste Platz hier an der Ardeche, der uns immer wieder angesprochen hat. Er ist in Holländischer Hand, was uns nie gestört hat, und hat im vorderen Bereich ein hübsches Waschhaus und ebenso einen netten Pool.

Wir stellen unseren Wohnwagen neben der Verkehrsstraße ab und gehen zur Anmeldung in die Rezeption hinunter, hier werden wir freundlich empfangen. Eine der beiden Damen am Empfang gibt uns eine Liste der freien Stellplätze aus denen wir auswählen dürfen. Für uns ist der Bereich schon klar, wo wir unseren Caravan aufstellen wollen. Wir entscheiden uns für Platznummer 260 im vorderen Bereich, in nächster Nähe befindet sich das Waschhaus Nr. 2. Bevor wir unseren Wohnwagen aufstellen, diskutieren wir kurz, wie wir unseren Caravan wegen der Sonnen-Einstrahlung aufstellen wollen.

Auf der anderen Seite des Weges bauen gerade Holländische Nachbarn ihr Vorzelt ab, anscheinend wollen sie am nächsten Morgen abreisen. Der Campingplatz ist locker besucht, aber das sind wir von unseren bisherigen Besuchen an der Ardeche (Vorsaison ?) ja gewohnt. Nachdem der Wohnwagen steht, rollen wir die Markise ab, und hängen gleich unseren Sunblocker dran. Die Temperatur ist höllisch heiß, unser Thermometer zeigt fast 35° an. Als das alles erledigt ist, trinken wir erstmals ein Glas Weizenbier zur Abkühlung. Danach gehen wir ins Waschhaus um zu Duschen um unseren Temperatur-Pegel etwas zu senken. Im Nachhinein hat auch das wenig gebracht.

Im Anschluss trinken wir eine Tasse Cappuccino, bevor wir unsere Badesachen einpacken, und die etwa 300 Meter zum Pool gehen. Seit unserem letzten Aufenthalt hier am Platz ist anscheinend der Pool renoviert worden. Das Schwimmbecken ist mit einer Folie ausgekleidet worden, die einen guten Eindruck macht. Es sind auch viele Badeliegen und Sonnenschirme aufgestellt. Am Eingang zum Pool befindet sich eine größere Baderutsche, die mir auch nicht bekannt war. Die Temperatur im Schwimmbecken war in meinen Augen genau richtig nicht zu kalt und nicht zu warm. Die Tiefe im Becken geht von 70 Zentimeter bis zu 1,70 Meter. Wir gehen ins Becken hinein bis wir zum Hals im Wasser stehen. Meine Gattin dreht im Anschluss noch ein paar Runden im Becken. Hier verbringen wir eine gute Stunde, neben uns auf der Liege sind unsere Holländischen Nachbarn die gerade Ihr Vorzelt abgebaut hatten. Gegen 18:00 gehen wir wieder zum Stellplatz zurück

Wir müssen heute noch unsere Klimaanlage aufbauen, das ist dringend notwendig bei dieser Temperatur. Etwas später am Abend baue ich unseren kleinen Gas-Grill auf. Meine Frau möchte mindestens einmal in der Woche grillen, und hat diverse Fleischpakete zusammen gestellt. Es gibt Hühnchen, Truthahn und diverse Würstchen mit Schinken umwickelt sowie Käsekrainer. Für sie selber nimmt sie noch etwas Fleisch vom Schwein mit, das mag ich nicht. Früher waren die Fleischportionen riesig, die wir mitgenommen und verzehren mussten. Das hat sich mit der Zeit etwas Reduziert.

Nach einem kleinen Spaziergang über den Platz geniesen wir die Ruhe und die etwas sinkenden Temperaturen. Zum Trinken gibt es Aperol Spritz, Rotwein, Weizenbier oder Sangria, den ich Persönlich sehr gern trinke.
Um 22.00 gehen wir ins Waschhaus um uns Bettfertig zu machen, der Tag war lang und sehr heiß.

Samstag, den 29. Juni 2024

Guten Morgen, wir sind nun den ersten ganzen Tag hier an der Ardeche, wir haben trotz der hohen Temperaturen dank unserer Klimaanlage sehr gut geschlafen. Meine Bronchitis ist natürlich nach wie vor vorhanden, aber der Husten ist etwas leichter geworden. Meine Frau hat schon im Shop ein Baguette geholt, während ich noch geschlafen habe. Auch der Kaffee ist schon fertig, so dass unserem gemütlichen Frühstück nichts im Wege steht.
Für heute Vormittag wollen wir ins Lavendelmuseum (Maison de la Lavande) bei Saint Remeze fahren. Das hiesige Lavendelfeld ist in der Regel wunderschön, sowie das danebenliegende Museum und die ganze Anlage ansprechend ist. Gegen 10:00 fahren wir los, unser Weg führt an Vallon-Pont-dÀrc mit seinen vielen Campingplätzen vorbei. An einem davon dem Rives dÀrc waren wir im Jahr 2002 mit unseren Kindern. Der Campingplatz zuvor heißt Natur Parc LÀrchechois ist wohl einer der Teuersten hier an der Ardeche. Auch ihn haben wir schon vor Jahren angeschaut. Wir fahren weiter an der Ardeche entlang, kommen an einigen kleineren Campingplätzen wie Camping dÌle** und Camping des Tunnels** vorbei. Wenig später kommen wir an der Prehistoric Lodge vorbei. Ich habe mir mal die Bilder der Lodge im Internet angeschaut, man könnte glauben man wäre in Afrika bzw. Kenia.

Bald darauf fahren wir am Parkplatz vom Pont d`Arc vorbei, hier gibt es eine Auberge du Pont dÀrc mit dem gleichen Namen. Zu beiden Seiten des Felsentores gibt es einen Sand/Kiesstrand, einen davon werden wir auf der Rückfahrt bestimmt besuchen. Ab hier geht die Fahrt langsam in die Höhe, nach wenigen Kilometern erreichen wir den Belvédère du Serre de Tourre eine Plattform, die einen herrlichen Blick auf die 200 Meter Tiefer liegende Ardeche zulässt. Wenige Meter weiter gibt es einen kleinen Parkplatz längs der Straße, der gut gefüllt ist, wo wir unser Auto abstellen. Unten an der Ardeche sind heute leider wenig Kanus unterwegs. Seit einigen Jahren gibt es auf der Bergseite der Straße eine größere Anzahl Bergziegen, die von den Besuchern betrachtet werden, als auch von den Ziegen betrachtet werden.

Nach einer Viertelstunde fahren wir weiter, die Abzweigung nach Saint Remeze befindet sich vor der nächsten Kurve. Von hier sind es nur noch ein paar Kilometer bis zum Lavendelmuseum. Wir sind schon oft hier gewesen, im Schattigen Garten haben wir etwas getrunken. Als erstes gehen wir zum Lavendelfeld, das heute einen etwas Strubbeligen Eindruck macht. Es wachsen dieses Jahr auch irgendwelche Blumen und Kräuter zwischen den Lavendelsträuchern. Als wir da waren wurde gerade der Bummelzug repariert, er hatte wohl einen Plattfuß an einem der Reifen.

Wenig später sind wir ins Lavendelmuseum bzw. in den Shop gegangen, unglaublich was alles aus den Lavendelsträuchern hergestellt wird. Hier gibt es auch seit neuestem ein Schwein, ob es eine Wildsau oder ein normales Hausschwein ist, kann ich nicht beurteilen. Gegenüber dem Bistro / Cafe was es bisher gab, steht nun ein großer Verkaufstand. Hier gibt es nun Fleisch, Pommes, Flammkuchen, Salate und vieles mehr. Natürlich auch Getränke mit oder ohne Alkohol. Es gab einige Besucher die hier gegessen haben. Während unseres Aufenthaltes waren zwei große Reisebusse hier, dessen Passagiere mit dem kleinen Zug durch die Lavendelfelder gefahren sind. Die Fahrt mit dem Zug und der anschließenden Besichtigung des Museum kostet anscheinend etwas über 10 Euro.
Wir setzen uns in den schattigen Vorgarten, um eine Coca Cola und eine Flasche Wasser zu trinken. Nach gut einer halben Stunde gehen wir zum Auto zurück. Gegen 13:00 sind wir wieder am Campingplatz zurück. Den Pont d’Arc werden wir Morgen oder in den nächsten Tage besuchen.

Nach einer kurze Essenspause vor dem Caravan, unsere Holländischen Nachbarn sind schon auf dem Weg nach Hause. Ein weiterer Camper baut gerade mit vielen Pausen sein Vorzelt ab, seine Frau gibt ihm technische Hilfe von ihrem Liegestuhl aus.
Vom Fluss hört man immer wieder Gelächter und Stimmen, wir nehmen unsere kleinen Sitzhocker und machen uns auf den Weg zur Ardeche, wo wir uns an`s Ufer setzen. Auf der Gegenüberliegenden Flussseite hinter den Bäumen und Büschen befindet sich der Campingplatz „Grand Terre„. Auch diesen Platz haben wir vor etwa 20 Jahren, beim Besuch eines Bekannten schon besichtigt.

In der nächsten halben Stunde kommt keine weiteres Kanu hier vorbei. Lediglich ein Ehepaar stellt sein Kanu am Ufer ab, und geht in den Campingplatz zurück. Wir haben ja immer wieder einen Geländewagen mit Anhänger gesehen der Kanus aufgeladen und damit den Campingplatz verlassen hat. Nachdem es leicht zu Regnen beginnt, gehen wir zum Wohnwagen zurück. Der Regen wird leider immer heftiger, bei uns würde man sagen ein richtiger Landregen (Wolkenbruch?). Es ist Samstag, eigentlich Anreisetag, aber es tut sich nichts. Der Campingplatz ist in Holländischem Besitz, auch mit vorwiegend Holländischen Gästen. Von Ihrer Heimat bis hier an die Ardeche sind es bestimmt mehr als 1200 Kilometer.
Von 16:00 an kommt ein starker Wind/Sturm auf, auch der Regen wird immer noch heftiger, so dass wir uns in den Caravan zurück ziehen. Etwas später baue ich meinen DVD-Rekorder auf (die Satellitenschüssel habe ich bisher nicht aufgebaut). Wir werden später ein paar Filme von „Verrückt nach Meer“ anschauen, und den Abend so beschließen.

Sonntag, den 30. Juni 2024

Hallo, es ist schon wieder Morgen, geschlafen habe ich leider nicht sehr gut, meine Bronchitis/Husten plagt mich sehr. Es ist mittlerweile schon 8:30 geworden, meine Frau hat im Shop schon Baguette geholt, und der Kaffee ist auch schon fertig. Nach unserem gemütlichen Frühstück wollen wir für ein paar Stunden an den Pont d’Arc fahren. Bis zum Felsentor sind es ja nur ca. 13 Kilometer, oberhalb davon gibt es einen großen Parkplatz um all die vielen Gäste aufzunehmen. Kurz vor 11:00 sind wir hier angekommen, für unsere gebuchten 3 Stunden haben wir 10 Euro bezahlt. Auch die Franzosen wissen mittlerweile wie man Geld verdient. Wir sind schon oft hier gewesen, fast jedes mal schaut der Fußweg zum Fluss etwas anders aus.

Entstanden ist der Pont d’Arc, als die Ardèche an der engsten Stelle einer Flussschleife, des Cirque d’Estre, die natürliche Barriere des Kalksteins durchbrach und den Cirque d’Estre in Tausenden von Jahren trocken legte. Festes obenliegendes Gestein wurde nicht abgetragen, sodass sich der Durchbruch als Steinbrückenbogen erhalten hat. Der Pont d’Arc spannt sich 59 Meter in der Breite und 34 Meter hoch über dem Flusslauf der Ardeche.

Unten am Felsentor angekommen, ist es heute noch etwas ruhiger als in anderen Jahren. Auch Kanus sind im Moment nur wenige unterwegs, in anderen Jahren kamen bis zu 20 Stück im Rudel den Flusslauf herunter. Etwas vom Sandstrand bzw. dem Pont d’Arc entfernt, befinden sich mehrere Stromschnellen wo alle Kanufahrer durchfahren müssen. Hier habe ich in all den Jahren schöne und Interessante Bilder davon gemacht. Nicht wenige Bootsfahrer sind hier ins Wasser gefallen. Vor einigen Jahren haben wir hier an der Ardeche eine Hitzewelle erlebt, laut unserem Auto-Thermometer hatten wir zwischen 42 – 45 °. Zeitweise wehte ein heißer Wind durch das Flusstal, man hatte den Eindruck dass ein Heißluftgerät hier durchbläst. In der Sahara kann es kaum heißer sein. Wir standen bis zum Hals im angenehm Temperierten Wasser der Ardeche, anders war die Hitze nicht auszuhalten.
Kurz vor 14:00 sind wir zum Parkplatz und zurück zum Camping Bastide… gefahren. Im Anschluss trinken wir eine Tasse Kaffee die darf bei uns einfach nicht fehlen. Rein zufällig entdecken wir auf unserem Vorzelt-Teppich die Hülle einer sich entpuppten Zikade.

Wer sich nicht für Zikaden und ihre Bilder Interessiert, möge doch an diesem Abschnitt weiter blättern.

Unser erstes Erlebnis mit schlüpfenden Zikaden hatten wir 2015 an der Cote Àzur, damals hat sich eine Zikade an die Unterseite unseres Tritthockers geklebt. Wir brachten sie in die Sicherheit eines Strauches und schützen sie vor der starken Sonne. Wir beobachteten als Geburtshelfer die Geburt weiterhin, aber nach ein paar Stunden ist sie ohne sich bei uns zu Verabschieden, einfach weggeflogen. Das zweite mal war auf dem Camping Cervanne, wo ich ein größeres Insekt auf unserem Camping-Teppichboden entdeckte. Erst nach längerer Zeit kam mir der Gedanke, dass es sich um eine Zikade handeln könnte. Daraufhin brachte ich sie an den Stamm eines nahen Baumes, wo sie langsam hoch krabbelte.

Jetzt aufmerksam geworden, untersuchte ich den Umkreis zu einem in der Nähe stehenden Baum. Und siehe da ich wurde Fündig, zwischen den Blättern entdeckte ich weitere leere Hüllen von Zikaden. Und konnte mehrere Zikaden in verschiedenen Stadien sehen und Fotografieren. Unsere Holländischen Nachbarn in Zeltcaravan bekamen unsere Aktivitäten mit. Auf Ihre Nachfrage erklärten wir den Beiden dass es sich hier um Zikaden handelte. Das Ganze zog noch weitere Kreise, die beiden erzählten anderen Holländischen Nachbarn davon. Und so kamen einige Besucher an die zwei Bäume nahe unserem Stellplatz.
Man konnte erkennen, dass nur wenige Camper, obwohl der Zikaden-Gesang in Südfrankreich allgegenwärtig ist, jemals eine lebende Zikade gesehen hatten.

Lebenszyklus einer Zikade
Nach der Paarung verwenden Zikaden-Weibchen einen scharfen Legebohrer, mit ihrer Hilfe legen sie ihre Eier in geeignete Äste Jedes Weibchen kann Hunderte von Eiern legen und so den Fortbestand seiner Art gewährleisten. Die Eier bleiben normalerweise ruhen, bis günstige Bedingungen wie warme Temperaturen und ein reichliches Nahrungsangebot eintreten.
Das Nymphenstadium ist die längste Phase im Lebenszyklus einer Zikade und dauert je nach Art zwischen einigen Jahren und mehreren Jahrzehnten. Unter der Erde, die Nymphen ernähren sich vom Saft der Baumwurzeln. Sie nutzen ihre stechenden Mundwerkzeuge, um an Nährstoffe zu gelangen.
Wenn die Zeit gekommen ist, tauchen voll entwickelte erwachsene Zikaden aus dem Boden auf. Die Ihre Nymphen-Exoskelette abwerfen, und enthüllen ihre komplizierten Flügel und leuchtenden Farben.
Innerhalb weniger Stunden verwandeln sich die neu geschlüpften Erwachsenen in aktive Erwachsene, die für ihren endgültigen Zweck bereit sind: Paarung und Fortpflanzung. Männliche Zikaden erzeugen ihre charakteristischen Rufe, um die Weibchen zur Paarung anlocken.

Montag, den 01. Juli 2024

Das zweite Halbjahr hat heute begonnen. Wir sind ziemlich früh aufgestanden, mein Gesundheitlicher Zustand hat sich nicht verbessert. Für mich stellt sich die Frage, nach Hause fahren oder zum Arzt gehen. Meine Frau hat heute Morgen in der Rezeption die Adresse einer Ärztlichen Versorgungsstation erhalten. Wir wollen heute Vormittag zum Arzt nach Ruoms fahren. Der kleine Ort ist nur etwa 4 Kilometer von unserem Campingplatz entfernt. Die Praxis war nicht einfach zu finden, obwohl die Adresse klar war „6 place du Général de Gaulle in Ruoms„.
Wir meldeten uns an bei einer Sprechstundenhilfe an, sie füllte das notwendige Formular aus. Nach ca.20 Minuten im Wartezimmer holte uns eine junge dunkelhäutige Frau ab, wie es sich heraus stellte, war sie eine der Ärzte in dieser Praxis. Die Verständigung ging über Englisch sowie einem Deutschsprachigem Übersetzungs-Progamm, das Sie immer wieder benutzte.
Nach meiner Untersuchung stellte Sie die Diagnose “ verengte Bronchien“. Sie verschrieb mir ein Antibiotika gegen die Infektion mit Bakterien, weiterhin Cortison gegen die verengten Bronchien.
Ihrer Aussage zufolge sollte die Infektion in den nächsten zwei Tagen merkbar abklingen. Wir zahlten für die Untersuchung 50 Euro, die wir später von unserer Ausland-Versicherung inkl. der Medikamente wieder zurück bekommen haben. In der naheliegenden Apotheke holten wir die verschriebenen Medikamente.
Auf dem Rückweg zum Campingplatz haben wir noch im Super U unser Auto vollgetankt und anschließend ein Baguette für unser entgangenes Frühstück gekauft.
Am Nachmittag habe ich die notwendigen Arbeiten am Caravan gemacht, die Toilettenkassette entleert, und beide Wassertanks wieder aufgefüllt. Später sind wir noch zum Fluss hinunter, hier war soviel los wie gestern, nämlich gar nichts. Das Wetter war Relativ gut, der Himmel ist blau, ein Tag zum durch Lümmeln.
Heute Abend wird noch etwas gegrillt, es gibt leichte Grillkost Würstchen mit Bratkartoffeln und Salat.
Vor 22:00 sind wir schon ins Bett gegangen.

Dienstag, den 02. Juli 2024

Hallo, Guten Morgen zumindest hoffe ich dass es ein guten Morgen wird, oder wenigsten ein bisschen besser als die vergangenen 8 oder 14 Tage. Heute ist der letzte Tag hier am Camping La Bastide en Ardeche. Morgen geht es zur letzte Etappe hier in Frankreich an die Drome. Nach unserem Frühstück wollen wir einen Ausflug nach Labeaume machen, dass wir seit ein paar Jahren kennen. Wenn wir hier in der Gegend sind, besuchen wir das kleine Dorf am kleinen Fluss Beaume der hier unterhalb einer Imposanten Felswand vorbei fließt.
Wir fahren wieder nach Ruoms, hier geht es dann über eine schmale Brücke über die Ardeche, danach ein paar Kilometer bergauf. Am Beginn des Ortes stehen auch schon ein paar Ordner, die 3 Euro für die Parkgebühren verlangen, das gilt allerdings für einen ganzen Tag. Nach unserem Einparken gehen wir den restlichen Berg hinunter zum Fluss. Wir haben unsere kleinen Hocker und Stühle an den Kiesigen Strand-abschnitt mitgenommen. Im Gegensatz zu früheren Jahren ist heute sehr wenig am Flussufer los. Etwas später taucht ein Mann auf, der in das heute kühle Wasser geht.

Ich kann mich Erinnern, vor einigen Jahren waren wir hier selber im Wasser, allerdings war es damals sehr heiß. Nach etwa 1,5 Stunden tragen wir unsere Stühle und das andere überflüssige Gepäck wieder zum Auto zurück. In einem Parkähnlichen Garten macht eine Reisegruppe eine Picknickpause. Sie haben auch einen Holzofen-Grill dabei. Zu dieser Gruppe gehört auch der Mann, der vor einer Stunde im Flüsschen gebadet hatte.
Von unserem Gepäck befreit machen wir jetzt einen Spaziergang durch das kleine Dorf. An einem Platz in der Nähe des Flussufers befinden sich zwei Bistros, in einem der beiden Lokale haben wir schon mehrmals Crepes gegessen. Das macht uns heute nicht an. In diesem Urlaub haben wir schon in verschiedenen Orten Crepes gegessen. Zudem ist hier auch kein Sitzplatz mehr frei.

Wir gehen weiter bis zum nächsten Bistro, das heute einen sehr guten Eindruck auf uns macht. Dort setzen wir uns an einen freien Tisch, als der junge Kellner kommt, bestellen wir bei Ihm eine Pizza Raine sie ist mit Schinken und Pilzen belegt. Dazu zwei Gläser Coca Cola, eine Flasche Wasser in einer hübschen Dekorflasche wird vom Haus ebenfalls an den Tisch gebracht. Eine Französische Pizza hat für uns Deutsche einen etwas eigenwilligen Geschmack, auf Grund der verschiedenen Käsesorten.

Viele Franzosen essen gerne Pizza, die auf der Liste ihrer Lieblingsgerichte an dritter Stelle steht (nach Hühnchen mit Pommes frites und Raclette). Sie sind nach den Amerikanern die zweitgrößten Pizzakonsumenten der Welt mit mehr als 10 kg Pizza pro Jahr 
Pizza ist ein beliebtes Gericht, das in Frankreich so vielfältig interpretiert wird, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Von traditionellen Belägen wie Schinken und Pilzen bis zu kreativen Kombinationen mit Ziegenkäse und Feigen – die französische Pizza bietet eine kulinarische Vielfalt, die es zu entdecken lohnt.

Nach unserem Pizzaessen gehen wir weiter durch die Gassen des Dorfes zurück zu unserem Auto. Mit Hilfe unseres Navis fahren wir durch Ruoms, das uns jetzt durch eine hübsche Fußgängerzone führt. Am Ende dieser Straße kommen wir am Super U vorbei, wo wir unser Auto waschen wollten, das es schon verdient hätte. Im Super U möchten wir noch etwas Käse und Sauerkraut kaufen. Es heißt Sauerkraut wäre gut für meine Darmflora, die auf Grund meiner Antibiotika-Behandlung geschwächt wäre. Das Mädchen an der Kasse schaute ganz fasziniert das Glas mit dem Sauerkraut an, sowas kannte sie wohl nicht.
Wieder zurück im Campingplatz gibt es erstmal einen Kaffee mit Kuchen, danach gehe ich zum Eingang des Platzes um hier noch ein paar Bilder zu machen. Danach gehe ich in die Rezeption um unsere Rechnung zu bezahlen.

Anschließend, als ich zurück zum Stellplatz gehe, nehmen wir den Sunblocker , und gleich darauf die Markise ab. Beides wird gereinigt und danach getrocknet. Unsere Markise ist immer noch leicht verschmutzt von unserem Aufenthalt an der CoteÀzur. Es ist jetzt 18:00 geworden, die Sonne scheint warm, aber wir haben ebenso einen starken Wind der die Wolken vor sich her treibt.
Etwas später wenn die Sonne weg ist, werden wir unsere Klimaanlage noch abbauen. Gerade fällt mir noch die Wäschespinne, auch die muss noch abgebaut werden.
Den Abend verbringen wir vor dem Caravan, es ist ja wieder wärmer geworden. Und wie immer gegen 22:00 gehen wir ins Waschhaus, um uns für die Nachtruhe fertig zu machen.
Am Nachmittag hatte ich einige Gabeln des gekauften Sauerkrauts mit Schweinefleisch gegessen, es hatte einen etwas eigenen Geschmack. Zu Hause esse ich Sauerkraut sehr gerne.
Dieses Sauerkraut hatte eine durchschlagende Wirkung, ich musste mitten in der Nacht, es war Stockdunkel die Toilette im Waschhaus aufsuchen.

Mittwoch, den 03. Juli 2024

Es ist soweit, wir wollen heute weiter an die Drome fahren, es ist ein kleiner Fluss der in den Voralpen in der Nähe von Aspres-sur-Buech entspringt. Hier in der Nähe ist unser erster Französischer Campingplatz gewesen.
Um 7:00 sind wir heute aufgestanden, zum Frühstück gibt es Kaffee und ein Stück Kuchen, wir wollen ja im Anschluss den Campingplatz verlassen. Es sind knapp 100 Kilometer bis nach Mirabel-et-Blacons zum Campingplatz Gervanne. Ich rechne mit ca. 2 Stunden. Nachdem wir das Stromkabel abgehängt haben, die Kurbelstützen hoch gedreht und den Moover (Elektroantrieb) angelegt haben, können wir den Caravan an unser Auto anhängen. Punkt 8:30 verlassen wir den schönen Campingplatz an der Ardeche. Während meine Frau noch ein Baguette im Shop holt, kommt gerade der Campingchef des Platzes mit seinem Elektroroller vorbei. Ich gratuliere ihm zu seinem schöne Camping-Platz was ihn sichtlich erfreut.
Unser Weg geht an Balazuc (gehört zu den 100 schönsten Dörfern Frankreichs, wir haben schon einige Male das schönen Dorf besucht) vorbei. Bei Vogue (gehört ebenfalls zu den schönsten Dörfern, nicht in meinen Augen) biegen wir auf die D579 ab, die D 104 erreichen wir bei der größeren Stadt Aubenas. Hier geht es weiter an Privas vorbei, bis wir die Rhone bei Le Pouzin überqueren. Auf unserem Weg von der Ardeche bis hinauf nach Le Pouzin an der Rhone bewegen wir uns im Bereich des Zentralmassivs mit Höhen bis 800 Metern.

Auf der Östlichen Rhone-Seite kommen wir an Loriol-sur-Drome vorbei. Jetzt sind es nur noch ca.25 Kilometer bis wir unser Ziel in Mirabel-et-Blacons um 10:30 erreichen. Wir stellen unser Gespann auf der Straße vor dem Ca.-Platz ab, und gehen in die Rezeption hinein. Die Frau am Empfang bietet uns drei mögliche Stellplätze an. Nach Ihrer Besichtigung, die Freude darüber hält sich in Grenzen, sehen wir auf dem Rückweg zur Rezeption zwei weitere freie Stellplätze. Wir fragen gezielt nach Platznummer A19 und A20 beide liegen in nächster Nähe zum Waschhaus. Die Rezeptionistin ist ganz erstaunt, das beide Plätze frei sind. Kurz gesagt wir können Platznummer A19 beziehen. Wir fahren jetzt die kurze Anhöhe hinunter bis kurz vor das Waschhaus, hier hängen wir den Caravan ab, und fahren mit unserem Mover (Elektroantrieb) in den Stellplatz hinein. Der Stellplatz ist rund herum mit großen Bäumen beschattet, aber auch mit sonnigen Flächen ausgestattet. Wir werden bei der Platzierung unseres Wohnwagens von ein paar Holländischen Nachbarn beobachtet.

Nachdem wir uns aufgestellt und die Markise ausgefahren haben, entscheiden wir uns für ein spätes Frühstück, mit den üblichen Zutaten. Ein Baguette haben wir ja von der Ardeche mitgenommen, und der Kaffee ist gleich fertig.
Nach einer geruhsamen Pause entschließen wir uns zu einem Spaziergang hinunter ans Ufer der Drome. Auf dem Weg dahin können wir eine etwaige Belegung des Campingplatzes von ca. 60 Prozent feststellen. In anderen Jahren war sie deutlich höher, wir sind heute das 4. Mal hier auf diesem Campingplatz. Am Strandufer war wenig los, ein älteres Pärchen saß einsam am Wasser. Als ich die beiden Grüßte schauten sie etwas fassungslos, offensichtlich hatten wir sie in ihrer Ruhe gestört. Die Drome führte im Verhältnis heute viel Wasser, das steinige Ufer fiel relativ steil ins Wasser ab. Wir sitzen eine halbe Stunde auf einer der Bänke, die der Campingplatz aufgestellt hat.

Vor ein paar Jahren hatte die Drome Hochwasser, das Wasser stand damals ein paar Meter über dem heutigen Flusslauf.

Danach gehen wir zum Stellplatz zurück, auch dieses Mal haben wir das Campalune (2 Personen ein Bett in 4 Meter Höhe) bewundert. Allerdings der Preis ist selbst Angesichts der Extravagant in meinen Augen etwas zu hoch. Wie es scheint ist es auch heute von Gästen bewohnt. Wir gehen weiter, auf der linken Seite hat das Geschwisterpaar das den Campingplatz führt eine neue Toilettenstation mit 4 Einheiten aufgestellt. Im Jahr 2022 als wir das letzte Mal hier auf dem Platz waren, gab es diese neue Einheit noch nicht. Das ist bestimmt erfreulich für die Campinggäste in diesem Teil des Platzes. Hier unten gibt es teilweise schöne Schattige Stellplätze.

Wir gehen weiter an unserem Caravan vorbei über einen kleinen Steg der unterhalb der Hauptstraße in einen anderen Platzteil führt. Hier befindet sich eine Bar-Eisdiele, ein Restaurant wo man auch Pizzas bekommt und Gerichte zum Essen mitnehmen kann. Gleich dahinter befindet sich der hübsche Pool. Er mag jetzt vielleicht nicht mehr der Neueste sein, aber Optisch ist er Tadellos in Schuss. Für einen Campingplatz in dieser Größe ist er ein Traum. Es sind nicht allzu viele Besucher heute in der Anlage. Auch hier verweilen wir etwa eine halbe Stunde auf den Badeliegen, die hier reichlich zur Verfügung stehen. Als nächstes kaufen wir in der Bar-Eisdiele, die zum Restaurant gehört zwei Becher mit Eis, das sehr gut schmeckt. Während unseres kurzen Aufenthaltes am Pool gibt es immer wieder Wind, der die Wolken vor sich her treibt. Wenn die Wolken weg sind, wird es schnell heiß.

Am Pool vorbei geht es eine kleine Anhöhe hoch zu einem anderen Platzteil. Hier befinden sich ebenfalls ein paar Urlauber mit Ihren Caravans. In der Hauptsache aber sind hier Chalets, Mobilhome oder Wohnwagen (Roulotte)aus Holz aufgestellt.
Der gesamte Campingplatz umfasst 142 Stellplätze, sowie 32 Mobilhomes, Chalets in verschiedenen Größen, Tente`s ebenfalls in zwei Größen, Lodges und die Trapperzelte sind nahe am Fluss aufgestellt.

Nachdem wir den oberen Teil des Campingplatzes besichtigt haben, kehren wir wieder zum Caravan zurück. Die Stellplätze im oberen Teil sind in meinen Augen zu geradlinig, bei uns im unteren Teil in eher natürlicher Form.
Mittlerweile wird es langsam Abend, heute gibt es zum Essen Gorgonzola-Schnitzel mit Spätzle. Das essen wir seit über 30 Jahren auch im Campingurlaub sehr gerne.

Nach dem Abendessen gehe ich noch mit unserem Geschirr zum Spülen in das nahegelegen Waschhaus. Auf Grund meiner etwas angeschlagenen Gesundheit musste ich in diesem Urlaub noch nicht so oft das Geschirr waschen.
Nach dem Spülen machen wir einen kleinen Spaziergang über den Abendlichen Campingplatz, der Relativ gut besucht ist. Am späten Nachmittag ist ein Knaus TAB gekommen, unsere Tochter Alexandra besitzt so einen kleinen Caravan, sie schwört darauf. Wir wollen schauen wo er steht, sein Vorzelt ist schon aufgebaut und reicht bis zum Boden hinunter. Danach kehren wir zu unserem Stellplatz zurück. Meine Frau trinkt am Abend gerne ein Glas Rotwein oder auch zwei, dagegen trinke ich Weizenbier oder Sangria den ich auch gern mag.
Wie meistens gegen 22:00 gehen wir ins Waschhaus und machen wir uns Bettfertig. Die Tagestemperaturen lagen heute bei etwa 24-25°.

Donnerstag, den 04. Juli 2024

Guten Morgen, wir haben unsere erste Nacht hier am Camping Gervanne sehr gut geschlafen. Aus zweierlei Gründen, der erste wäre die Temperatur ist hier oben an der Drome etwas kühler. Der zweite Grund ist, mir geht es etwas besser, offensichtlich schlagen meine Medikamente an, und meine Bronchitis geht langsam zurück.
Um 8:00 sind wir aufgestanden, ich bin zuerst ins Waschhaus gegangen, und anschließend in das Lebensmittelgeschäft das oben an der Hauptstraße liegt gegangen. Heute Morgen habe ich ein Flûte (laut Internet ist dieses Brot kürzer und dünner, dem wir widersprechen müssen) mitgebracht, unser Brot ist etwas Dicker als das Baguette und dafür kürzer, schmeckt aber genauso gut. Im Laufe des Vormittags nehmen wir unsere Badesachen und gehen über den kleinen Laufsteg hinüber zum Pool. Trotz des frühen Vormittags sind schon einige Gäste hier. Wir haben einen blauen Himmel und die Temperatur liegt bei etwa 24°. Wir suchen uns ein paar Liegen im Schatten der Bäume. Gegen Mittag kehren wir zum Stellplatz zurück, hier gibt es eine Brotzeit, wir haben ja vom Frühstück noch ein großes Stück vom Flûte übrig, das jetzt große Dienste leistet. Als ich das Brot heute Morgen mitbrachte, meinte meine Gattin, es wäre viel zu groß wir müssten Reste davon wegschmeißen.

Nach einer längeren Mittagspause beschließen wir ein wenig an den Strand bzw. an das Ufer der Drome zu gehen. Heute Nachmittag ist hier an der Drome etwas mehr los. Man kann hier am Fluss ebenso Kanus mieten und den Fluss herunter schippern wie an der Ardeche, natürlich in einem kleineren Verhältnis. Ein paar Meter weiter oben unter der Brücke gibt es eine Rinne wo die Kanus herunter gleiten können. Heute Nachmittag sehen wir ein paar Gäste die sich irgendwo Kanus gemietet haben, und den Fluss herunter fahren. Ein paar davon legen bei uns am Strand an, und ziehen ihre Boote die Böschung hoch, wo sie offensichtlich später abgeholt werden.

Mir fällt gerade ein, das letzte Mal als wir hier an diesem Campingplatz waren, herrschte gerade eine große Hitzewelle in Frankreich. Viele Camper, auch wir gingen mit Ihren Ca.-Stühlen zum Fluss hinunter, und setzten sich mit ihnen ins Fließende Wasser der Drome. Andere Gäste wiederum bauten kleine Steindämme ins Wasser und legten sich dahinter in den Fluss.

Als wir wieder zum Stellplatz zurück gehen, kommen wir an ein paar hübschen Tentes und Roulottes vorbei die hier im Schatten stehen. Auch sie sind von Urlaubsgästen belegt. Hier sehen wir einen für uns außergewöhnlichen Caravan. Ich denke gleich an meine Tochter, sie liebt außergewöhnliche Caravans, und fährt selber einen TAB 320. Seit Jahren versuche ich Ihr einen größeren Wohnwagen einzureden, bisher ohne Erfolg.

Ich spreche die jungen Leute an, die am Wohnwagen sind, laut Aussage des jungen Mannes gehört der Caravan seinem Vater, bereitwillig darf ich einen Blick ins Innere des Wagens werfen, der mir sehr gut gefällt.

La Manchelle – Liberty

Nach der kleinen Besichtigung gehen wir zurück zu unserem Caravan, der uns natürlich immer noch gefällt, auch wenn er schon ein paar Jahre hinter sich hat. Jetzt gibt es zuerst eine Tasse Cappuccino und ein Stück Kuchen bzw. von unserem Morgendlichen Flûte, das auch verbraucht werden sollte. Wir haben ein Traumhaftes Wetter hier in Frankreich, bis auf die Tage an der CoteÀzur, die für uns in diesem Jahr enttäuschend waren.
Nach unserem Abendessen machen wir wie gewohnt einen Spaziergang über den Platz, halten noch ein Schwätzchen mit unseren Holländischen Nachbarn die sehr Nett sind. Ach ja, seit heute Mittag ist der zweite Platz neben uns, die Nummer A20 besetzt. Seit gestern Abend steht ein Caravan plötzlich hier, offensichtlich wurde er hier in der Gegend in Langzeit untergestellt. Wie man am Autokennzeichen erkennen kann, stammen die Besitzer aus dem Languedouc Roussillon. Seit Mittag bauen sie den Caravan, das Vorzelt und alles dazu gehörige auf. Es ist ein älteres Ehepaar an die 70 Jahre alt und ihre ca. 14 jährige Enkelin?, die sich mit Leidenschaft Ihrem Handy widmet.
Wir sitzen noch eine Weile vor dem Wohnwagen und trinken einen Aperol Spritz, bevor wir ins Waschhaus gehen um den heutigen Tag zu beschließen.

Freitag, den 05. Juli 2024

Heute ist unser letzter Urlaubstag hier am Camping Gervanne. Wir sind immer wieder gerne hier, weil er so eine angenehme Atmosphäre besitzt. Um 8:00 gehe ich in das Lebensmittelgeschäft von Virginies und Anthonie um unser Morgendliches Baguette zu holen. Auf Anweisung meiner Frau besorge ich heute Morgen wieder ein Baguette, nicht weil das Flûte nicht geschmeckt hat, sondern wegen der Menge des Brotes.
Für heute Vormittag haben wir eine Fahrt zum Nachbarort Crest vorgesehen. Über dem Städtchen befindet sich ein Mittelalterlichen Wehrturm. Vor ein paar Jahren waren wir im Rahmen eines Mittelalterlichen Festes hier oben am Turm.
Um 10:00 fahren wir los, es sind nur ca. 10 Kilometer bis in das kleine Städtchen Crest. Leider sind wir nicht mehr ganz im Bilde, was für eine Abfahrt wir nehmen sollen, und fahren etwas zu weit. Es ist weiter nicht so schlimm, wir müssen halt den ganzen Ortsteil südlich der Drome entlang fahren, bis wir wieder den Champ de Mars erreichen, um hier unser Auto abzustellen. Im Anschluss gehen wir über die Drome-Brücke in die Altstadt hinüber.

Wir gehen in die Rue de L Hotel de Ville, bzw. der Rue de la Republique hinauf, das ist wohl hier eine Hauptstraße, wo sich auch das Rathaus befindet. In 2022 als wir das letzte Mal hier waren, fand eine Veranstaltung vor dem Rathaus statt.

Als wir vor dem Hotel de Ville (Rathaus) stehen, ist der ganze Platz mit Besuchern voll. Überall stehen Tische die übervoll mit Brot und Würsten sind, sowie Häppchen mit Schweineschmalz, und Pesto zum aufstreichen. Zum Trinken gibt es Bier und einige Liköre, alles kostenlos. Irgendwann finden wir heraus, dass ein Partnerschafts-verein zusammen mit dem Rathaus diesen Tag veranstaltet, auf irgendeine Weise ist auch eine Italienische Schule daran beteiligt.
Als wir 2019 in Crest waren, fand gerade ein Mittelalterliches Marktfest mit Kostümierten Verkäufern und Historischen Verkaufsständen statt. Damals stiegen wir auch zur im Mittelalter gebauten Burg hinauf. Der Turm hat eine Grundfläche von 20 mal 32 Metern. Die Burg besteht aber in der Hauptsache nur aus einem sehr großen Wohnturm. Mit seiner Höhe von 52 Metern ist er der höchste Bergfried in Frankreichs.

Heute ist leider nichts los in dem kleinen Städtchen, etwas enttäuscht gehen wir durch die Straßen. Wenig später überqueren wir wieder die Dromebrücke und gehen zum Auto zurück. Gleich in der Nähe unseres Parkplatzes gibt es eine Boulangerie / Patisserie, wo meine Frau noch ein Baguette und Croissants kauft. Im Anschluss fahren wir über die Brücke in Richtung Aouste sur Sye wo wir unser Auto volltanken wollten. Am Ortsrand von Crest kommen wir am Intermarche Hyper Crest vorbei. Wir fahren bis nach Aouste…. und weiter fast nach Mirabel…. hinein. Ich habe mich wohl getäuscht, hier in Aouste…. gibt es keine Supermarkt-Tankstelle.
Wir drehen um und fahren wieder zurück nach Crest zum Intermarche Hyper Crest, hier auf der anderen Straßenseite befindet sich die Intermarché Station Aouste-sur-Sye. Wie es der Name sagt gehört es wohl zum Nachbarort Aouste…. An unserem Campingplatz angekommen steigt meine Frau aus und geht in das Lebensmittelgeschäft an der Straße. Sie will noch eine Gurke für heute Abend kaufen. Für unser Abendessen gab es zwei Optionen, einmal eine Pizza vom Restaurant, aber so gut ist auch nicht, um hier zwei Pizzen zu kaufen. Wir haben uns für`s Grillen entschieden. Später am Nachmittag besuchen wir nochmals den Pool, das letzte mal in diesem Urlaub. Zuvor trinken wir aber noch eine Tasse Cappuccino. Die Temperatur heute ist bei 26-28°, zu Hause ist es um einiges kühler, die Temperatur liegt dort bei 15-16°.
Später rollen wir noch die Markise ein, und bauen unsere Klimaanlage ab, und verstauen Sie anschließend im Caravan. Danach baue ich noch unseren kleinen Grill auf, meine Frau hat schon das Grillfleisch und die Würstchen hergerichtet. Am frühen Abend haben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang am Himmel. Aber Morgen Früh soll das Wetter hier umschlagen und es soll regnen.

Heute Abend findet im Restaurant bzw. auf der Terrasse davor eine Musikveranstaltung statt. Das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Gegen 20:45 machen wir uns auf den Weg zum Restaurant, die Terrasse ist gut besucht. Die Chefin sitzt auf einem Barhocker in der ersten Reihe und will sich nichts entgehen lassen. Das Duo besteht aus einer jungen gut Aussehenden Sängerin und einem Gitarristen als Ihre Begleitung. Wir setzen uns etwas abseits auf eine der vielen Bänke und hören eine Weile der Musik zu. Es ist nicht ganz unser Geschmack, und so verlassen wir nach einer halben Stunde wieder die Veranstaltung.
Wir genießen gemeinsam den Restlichen Abend bei Rotwein und Weizenbier vor unserm Caravan.

Samstag, den 06. Juli 2024

Guten Morgen heute ist unser Abreisetag hier am Camping Gervanne. Wir haben eine schöne Zeit hier am Platz, wie auch in anderen Jahren.
Es ist kurz vor 7:00, als wir aufstehen müssen, während meine Gattin schon den Kaffee macht und Baguette und Croissant oben im Shop holt, kümmere ich mich um den Caravan. Als erstes leere ich die Toilettenkassette im Waschhaus aus, danach fülle ich die beiden Wasserbehälter mit frischem Wasser auf. Danach gibt es einen kurzen Kaffee. Im Anschluss geht meine Frau ins Waschhaus um sich für die Abreise fertig zu machen. In dieser Zeit drehe ich die Kurbelstützen mit dem Accu-Schrauber hoch, und nehme das Stromkabel ab, um es zu Reinigen. Ich drehe mit dem Mover unseren Wohnwagen in die Fahrtrichtung. Zum Anhängen des Caravans an unser Auto bleibe ich innerhalb des Stellplatzes, um vor uns den Fahrweg für die anderen Camper nicht zu blockieren. Zum Schluss montiere ich noch die Caravanspiegel und stelle sie frisch ein. Unsere Holländischen Nachbarn sind noch nicht soweit, obwohl sie heute auch abreisen wollen. Er sagt, sie möchten ihre Abreise heute am letzten Tag gemütlich gestalten.

Gestern hat es geheißen, dass es heute am Samstag kühler wird und Regnen soll. Als wir um 8:20 den Campingplatz verlassen, hat es noch nicht geregnet. Unser Weg geht über die D 111 direkt auf die Umgehungstraße von Valence. Eine Stunde nach unserer Abfahrt haben wir die Raststätte bei Royans-Vercors erreicht, wo wir eine Frühstücks-pause mit Baguette und Croissants und einer Tasse Kaffee machen wollen. Mittlerweile hat es angefangen zu Regnen. Um 10:10 geht es weiter durch das Tal der Isere, bei Voreppe wechseln wir auf die A 48 vorbei an den Ausläufern des Vercors-Gebirges. Der Himmel ist trübe und es Regnet immer wieder mal, die Temperatur liegt bei etwa 18°. Es ist jetzt 12:40 geworden und wir sind an der Tankstelle bei Seynod angekommen. Vor wenigen Minuten sind wir im Strömenden Regnen am Lac du Bourget bei Aix-les-Bains vorbei gefahren. Wir tanken ein letztes Mal hier in Frankreich, anschließend fahren wir ein paar Meter weiter auf die Raststätte, wo wir eine kleine Pause machen.

Es 13:45 geworden, als wir die Schweizer Grenze bei Genf erreichen. Im Detail heißt das unsere Handy`s umschalten, weil wir die EU verlassen, uns wieder im Europäischen Ausland (Schweiz) befinden. Das Wetter ist wieder besser geworden, der Himmel ist blau / bewölkt und die Temperatur liegt im Moment bei ca. 20-21,5°.
Wir fahren am Genfer See entlang, kommen an Gland vorbei, dem Heimatort von Michael Schuhmacher ?. Es sind nur noch etwa 50 Kilometer bis zur Raststätte bei Bavois, wo wir eine weitere Kaffeepause machen wollen.

Wir haben noch ein paar Croissants zum Essen übrig. Nach unserer Ankunft sind mehrere LKW`S mit lauten Signal-hörnern neben uns stehen geblieben. Im ersten Moment dachte ich an eine Hochzeit, die Jungs waren alle sehr jung, ebenso das Mädchen. Vielleicht war das nur ein Wochenend-Ausflug der Gruppe?.
Nach einer halben Stunde fahren wir weiter, es sind nur ein paar Kilometer bis zur Abzweigung bei Yverdon-Les-Bains. Von hier geht es dann am Lac De Neuchatel entlang. Am nordwestlichen Ende des Sees ist die A5 unterirdisch gebaut. Nur wenige Kilometer hinter Neuchatel erreichen wir unser heutiges Ziel den Campingplatz Le Peches in Le Landeron am Bieler See. Dieses Mal klappt alles vorzüglich mit der Abfahrt von der Autobahn. Nur im Ort selber fahren wir zuerst eine falsche Straße entlang. Es ist jetzt fast 16:30 geworden, als wir den Platz erreichen. Wir stellen unseren Caravan in der Anmeldespur ab, und gehen zur Rezeption um uns anzumelden. Auch heute bekommen wir gleich einen freien Stellplatz mit der Nummer 63 zugewiesen, auf den wir im Anschluss fahren. Hier hängen wir den Caravan ab und fahren ihn auf den Stellplatz. Während wir das Stromkabel im Stromkasten bzw. am Caravan anbringen, fängt es leider schon an zu Regnen.

Bei der Anmeldung in der Rezeption erwartet uns eine kleine Überraschung. Wir sind jetzt in der Hauptsaison, das wussten wir ja. Heute verlangen sie 52 Euro, fast 20 Euro mehr als beim letzten Mal. Das hat uns schon Schockiert, halt Schweizer Preise.
Es regnet fast die ganze Nacht durch, so dass wir den Wohnwagen heute überhaupt nicht mehr verlassen können. In Ermangelung Besseren macht meine Frau das Abendessen. Es gibt heute Rindergulasch mit Knödel und einer Pikanten Soße, das ausgezeichnet schmeckt.

Zum Geschirr spülen müssen wir leider den Caravan verlassen, aber das Waschhaus ist ja nicht so weit entfernt. Nachdem die notwendige Arbeit erledigt ist baue ich meinen Blu-ray DVD Player auf, wir wollen im Anschluss ein paar Filme von „Verrückt nach Meer“ anschauen.
Um etwa 22:00, eigentlich wie immer gehen wir ins Bett, es regnet immer noch.

Sonntag, den 07. Juli 2024

Es ist kurz nach 7:00, als wir aufstehen, ich entleere im Anschluss unsere Toilettenkassette im Waschhaus/Kimik und fülle unser Frischwasser bzw. das Spülwasser in der Toilette auf. Meine Frau macht in dieser Zeit Cappuccino, wir haben noch Waffeln die mit Marmelade beschmiert werden, von zu Hause dabei das soll unser heutiges Frühstück ersetzen. Um 8:35 verlassen wir den eigentlich sehr netten Campingplatz am Bieler See. Gleich darauf hat unser Navi wieder Probleme gemacht, es war nicht in der Lage, die Ländervorwahl von der Schweiz nach Deutschland durch zu führen. Nachdem wir eine Weile ohne Ergebnis am Navi gespielt haben, fahren wir einfach los.
Die A5 zwischen Le Landeron und Biel ist in großen Teilen eine Baustelle, aber es geht trotz allem voran. Auch in Biel selber kommen wir gut durch, dann passiert mir ein Malheur. Statt der A5 die nach Solothurn führt, biege ich versehentlich auf die A6 ab, die nach Bern führt. Im Nachhinein ist das ganze nicht so schlimm, wir kommen nach der Hauptstadt Bern auf die A1 (Hauptautobahn die weiter bis nach Zürich und St. Gallen geht).
Der große Stau von Bern bleibt uns damit erspart, es sind nur vielleicht 15-20 Kilometer mehr geworden. Bis Zürich läuft alles gut, dann beginnt das altbekannte Chaos. Am Limmatthaler Kreuz kommt die A3 aus dem Süden der Schweiz herein. Jetzt geht es nur noch im Schritt-Tempo weiter. Aber irgendwann haben wir auch Zürich hinter uns gelassen, es ist jetzt 11:20 als wir die Raststätte Forrenberg bei Winterthur erreichen. Hier machen wir noch eine Pause von 15 Minuten, bevor es weiter geht. Die Grenze von Österreich überqueren wir bei Lustenau, nur wenige Kilometer weiter in Dornbirn möchte ich nochmals volltanken.
(Allerdings ist mir ein Denkfehler passiert, drei Tage später geben wir unser Auto ab, dazu würden auch 15 oder20 Ltr. Diesel ausreichen).
In Dornbirn bei Eni tanken wir also unser Auto voll, und fahren anschließend durch den Pfändertunnel nach Hörbranz bzw. auf der A96 in Richtung Memmingen. Auch unsere letzten Kilometer laufen ausgezeichnet und wir erreichen um 14:30 unseren Heimatort Ottobeuren.

Fazit: Wir hatten in den dreieinhalb Wochen, die wir in Frankreich verbracht haben, die meiste Zeit ein schönes Wetter. Nur an der CoteÀzur hat uns das Wetter im Stich gelassen. Man könnte auch sagen, dass die Reichen und Schönen hier am Meer ein gutes Wetter nicht kaufen können.
Leider konnte ich in unserer Urlaubszeit wegen meiner Krankheit gute 2,5 Wochen kaum genießen.
Zu den Campingplätzen wär zu sagen: unser erster Platz in Frankreich war der Abschuss, dazu natürlich meine Infektion aus dieser Rezeption.
Der Platz Nummer 2 in der Nähe des Lac de Sainte-Croix zwei war nicht geplant, hat sich aber als positiv gezeigt. Trotz dem er von mir vor einigen Jahren als ungenügend klassifiziert wurde.

In Platz Nummer drei in St. Raphael war die Poollandschaft und die Außenanlage hübsch, die Straßen und Stellplätze dagegen waren eher schlecht. Da konnten auch die vorhandenen Wildschweine nichts ändern.
Nun die Nummer 4 war eigentlich nicht geplant, musste aber als Ersatz herhalten, da mein gewünschter Campingplatz Monplasir, den wir seit etwa 10 Jahren immer wieder besuchen keinen Stellplatz für uns hatte. Wir haben uns aber hier in St. Remys… gut Arrangiert.
Nun unser Platz Nummer 5 an der Ardeche, auch ihn besuchen wir immer wieder und sind auch heute mit Ihm zufrieden.

Unser letzter Platz in Frankreich, der Camping Gervanne, auch Ihn kennen wir gut, er ist immer wieder eine Reise wert.
Nun unser erster und letzter Campingplatz in der Schweiz Le Peches, er ist klein und nett. Das Waschhaus von außen ist mit sehr dunklem Holz verkleidet, im Innenraum aber mit Hochwertigem Sanitär ausgestattet. Schade dass wir unseren letzten Abend nur im Wohnwagen verbringen mussten.

Frühjahr in Kalabrien 2024

Heute ist wieder soweit, wir wollen eine Woche in Kalabrien, genauer gesagt in Tropea verbringen. Nach unserem kühlen Wetter hier im Allgäu hoffen wir auf einen endlich beginnenden Frühling hier in Süd-Italien. Meine Frau hat sich diese Reise als weiteren Ersatz für unsere entgangene Kreuzfahrt Seychellen bis nach Bali gewünscht. Seit Jahren wollten wir einmal nach Süditalien, entweder an die Amalfiküste, oder Ischia oder eben nach Kalabrien fahren. Immer wieder haben wir dieses für eine weitere Fern-Reisen verschoben. Jetzt endlich haben wir uns dazu entschlossen, dieses Jahr eine Flugreise zur Südlichsten Festland-Region von Italien, nämlich nach Kalabrien zu machen.

Sonntag, den 28. April.2024

Guten Morgen, es ist erst 4:00 am Morgen als wir heute aufstehen müssen, um 6:30 sollten wir schon an unserem Treffpunkt in Hallbergmoos nahe dem Flughafen München sein. Hier erwartet uns wie auch in vergangenen Jahren unser Shuttlebus von Parkfly, der uns anschließend zum Flughafen fahren wird.
Gestern waren wir noch bei meiner Schwägerin zu Ihrem 75.Geburtstag eingeladen, sind aber trotz allem nicht allzu spät nach Hause gekommen. Müde sind wir trotzdem und geschlafen haben wir auch nicht so gut, aber das ist nichts neues bei uns. Das passiert eigentlich bei jeder Flugreise die wir unternehmen.
Wir trinken schnell noch eine Tasse Cappuccino, ein Frühstücksessen gibt`s erstmals nicht, das holen wir dann im Flughafen-Terminal nach. Pünktlich um 4:45 verlassen wir das Haus, unsere großen Koffer haben wir noch am Vorabend in den Kofferraum des Tiguan geladen. Es ist Sonntag Morgen und der Verkehr in Richtung München hält sich in angenehmen Grenzen. Wir erleben auf unserer Fahrt zum Flughafen einen wunderschönen Sonnenaufgang.

Wir haben mehr als 5 Minuten vor unserer vereinbarten Zeit unseren Treffpunkt mit Parkfly in der Lilienstrasse erreicht. So etwas haben wir in den vergangenen Jahren noch nie geschafft. Gemeinsam fahren wir in das vorgesehene Parkhaus, hier werden unsere Koffer in den Shuttlebus geladen, danach fahren wir zum Flughafen. Dort setzt uns der Fahrer vor dem Terminal 2 ab.
Ich mag den Terminal 2 eigentlich gar nicht, hier sind wir schon vor einigen Jahren Orientierungslos durch den Terminal gelaufen. Allerdings fliegt die Lufthansa nur von diesem Terminal in die Welt.
Im Terminal angekommen, stehen vor uns Automatische Check-In Schalter wo wir unsere Koffer abgeben könnten. Das haben wir so noch nie gemacht, ein Dunkel-häutiger Mitarbeiter antwortet auf unsere Anfrage. Die Koffer kommen alle nach Italien, diese Aussage war uns zu dubios. Wir umgehen diese Schalterreihe und probieren unser Glück in der nächsten Reihe. Auch hier heißt es plötzlich man muss zuerst an einem der vielen Computer-Bildschirme auf der anderen Seite einchecken. Hier steht eine der Flughafen-Mitarbeiterin die wir um Rat fragen können. Sie füllt uns das Bildschirm-Formular aus, mit dem Ausdruck gehen wir auf die Kofferseite um hier unser Gepäck auf das Kofferband Zu bringen. Auch hier sind noch ein paar Angaben auf den Bildschirm-Terminal zu machen, bevor unsere Koffer auf die Reise gehen. Als nächstes müssen wir zum Terminal 2 Satellit mit der Untergrundbahn fahren. Hier auf Gate K mit der Nummer 14, warten wir auf unseren kommenden Abflug nach Kalabrien.

Auf unseren Bordkarten stehen keinerlei Angaben über unsere Sitzplatznummern im Flugzeug. Hinter unseren Sitzreihen befindet sich ein Schalter der sogar mit zwei Mitarbeiterinnen besetzt ist. Ich nehme meine Bordkarte und frage nach meiner Sitzplatznummer im Flugzeug. Eine der beiden Frauen murmelt etwas von einer Änderung, und stellt mir eine neue Bordkarte aus. Dasselbe mache ich nun mit der Bordkarte meiner Frau, auf unseren neuen Bordkarten ist nun endlich eine Sitzplatznummer angegeben. Kurz darauf beginnt nun das Boarding und wir können endlich an Bord unserer Airbus 319/100 gehen. Als wir an unserem Sitzplätzen ankommen, muss ich leider erkennen, dass schon alle Fächer für das Handgepäck in unserer Nähe restlos gefüllt sind. So muss ich einige Plätze weiter vorne unseren Trolly in ein halbleeres Fach schieben. Wie es sich später heraus stellt, haben viele der vorwiegend Italienischen Passagiere mehrere Hand-Gepäckstücke mit in den Flieger genommen
Wie vorgesehen startet unsere Maschine von der Star Alliance, einer Lufthansa Tochter um 8:45 hier in München. Der Pilot erzählt uns kurz über den Flugplan, wir fliegen über Salzburg nach Triest, hier geht es wohl ein Stückchen über Kroatien. Die Berge in Österreich und in Kroatien sind immer noch Schneebedeckt, wie man auch auf meinen Bildern erkennen kann.

Bei Pescara erreichen wir dann die Italienische Küste, fliegen weiter in Richtung Neapel, bevor unsere Reise um 11:20 in Lamezia Terme endet. Unser Anflug auf den kleinen Flughafen erfolgt von der Seeseite und ist nett zu beobachten. Nach unserer Landung können wir zu Fuß die kurze Strecke über das Rollfeld ins Terminal-Gebäude gehen. Uns erwartet ein Starker Wind als wir aus dem Flugzeug steigen. Eine Pass-Kontrolle im Terminal findet erst gar nicht statt, so dass wir gleich zu einem der beiden Kofferbänder gehen können.

Nachdem wir unsere Koffer erhalten haben verlassen wir den Terminal, der in meinen Augen nicht allzu groß erscheint.

(Ich habe mich hier wohl stark getäuscht, die Fluggastzahlen lagen in 2022 bei 2.7 Millionen)


Nach den Angaben die wir von unserem Reiseveranstalter bekommen haben, erwartet uns ein Mitarbeiter von Meeting Point Italy vor dem Terminal. Nach der Sichtung unserer Buchungsunterlagen weist diese Frau uns den Weg zum 200 Meter entfernten Bus, der uns in das ca. 60 Kilometer entfernte Tropea bringen wird. Der Busfahrer erwartet uns schon und ladet die Koffer in seinen Laderaum. Nachdem unser Bus fast gefüllt war mussten wir noch längere Zeit warten, unser Fahrer hat sich mit anderen Kollegen unterhalten. Endlich kam die Dame von Meeting Point Italy mit vier weiteren Gästen, die anscheinend Probleme mit Ihrem Gepäck hatten. Nachdem sie uns ein weiteres mal Begrüßt hatte, und Sie uns mitgeteilt hatte dass die Gäste im Bus in den verschiedenen Hotel abgeladen werden, konnte unsere Fahrt endlich beginnen.
Der Flughafen von Lamezia Terme liegt etwas außerhalb der Stadt, den genauen Weg den wir bis Tropea gefahren sind, kann ich gar nicht genau sagen. Teilweise sind wir eine Schnellstraße sowie auch Ortsverbindungsstraßen gefahren. Die normalen Straßen waren in einem schlechten Zustand mit vielen Schlaglöchern. Meistens konnten wir von den Hügeln an dessen westlicher Seite wir gefahren sind, hinunter zur Küste sowie zu den Ortschaften die direkt am Meer liegen, sehen.

Auf unserem Weg haben wir noch zwei andere Gäste in Ihr gebuchtes Hotel gebracht, das sich irgendwo im Landesinneren befunden hat. Unsere gesamte Fahrt dauerte ca. 60 Minuten genau wie die 60 Kilometer bis zu unserem Ziel dem Hotel Labranda Rocca Nettuno in Tropea. Um 13:00 haben wir dann unser Ziel erreicht

Das Hotel macht auf uns vom äußeren Aussehen einen guten Eindruck, die Guest Relations Managerin erwartet uns schon vor der Türe. Nachdem unsere Koffer aus dem Bus gebracht und vor dem Eingang geparkt sind, gehen wir zur Rezeption um im Hotel einzuschecken. Mit einem Klebestreifen für unsere Koffer mit einer Zimmer-Nummer ist unsere Aufgabe vorerst erledigt. In der Lobby bekommen wir ein Glas Limoncello zur Erfrischung angeboten.

Nach unserem Erfrischungs-Getränk führt uns einer der Animateure zu unserem Zimmer in Block 3. Wir haben ein Doppelzimmer auf der Garten Seite / All Inclusive gebucht. Wie oben schon beschrieben sind wir im Block 3 einem 2 Stöckigem Gebäude untergebracht. Unser Zimmer liegt im Erdgeschoß mit direktem Zugang zum Garten. Hier befinden sich unzählige Sonnenliegen mit absenkbarem Sonnendach. Man könnte auch von hier das übrige Hotelgelände betreten. Nachdem wir uns etwas frisch gemacht haben und leichtere Kleidung Angezogen haben, machen wir einen kleinen Spaziergang über das Hotelgelände. Vor der Poolbar stehen eine Menge Tische und Stühle in der Sonne, hier machen wir halt. Drinnen an der Theke bedient uns ein unheimlich netter Barkeeper. Wir bestellen zwei Cappuccino, ich nehme an der Kuchentheke noch ein Stück Marmorkuchen mit (mein Lieblingskuchen), beides schmeckte sehr lecker.

Anschließend gehen wir weiter in Richtung Strand, vorbei an den netten Villen die ebenfalls zu mieten sind. Hier wacht Ercole (Herkules) über die Bewohner der kleinen Häuser. Eine weitere Treppe nach unten und wir stehen vor dem Fahrstuhl der uns zum 30 Meter tiefen Strand hinunter bringt. Von der Terrasse des Fahrstuhles (2 Kabinen) hat man eine schöne Aussicht auf den Strand und die diverse Strandrestaurants. Sie müssen aber erst wieder zur kommenden Saisoneröffnung aufgebaut werden. Auf der Klippe oben sieht man Teile von der Neustadt/Tropea.
Auf einem Hochtisch an der Strandbar trinken wir zwei Gläser Aperol Spritz, die auch dieser Barkeeper ganz excellent zubereitet. Anschließend schauten wir noch die Pizzeria im Strandrestaurant an, die gerade ihre Türen schließt (Öffnungszeiten 12:30-15:00). Kurz darauf fahren wir mit dem Fahrstuhl wieder nach oben, der Fahrstuhl ist nicht der Schnellste, aber man hat ja Urlaub. Als erstes gehen wir in unser Zimmer zurück (137), wo meine Gattin noch die Koffer auspackt. Ich probiere während dessen die Gartenliegen vor unserem Zimmer aus. Sie sind sehr nett und haben sogar einen Sonnenschutz für das Kopfteil. Ca. 8 Meter vom Zimmer entfernt haben wir den ganzen Tag Sonne auf unserer Gartenliege.
Wenig später gehen wir zur Poolbar zurück, um hier ein Glas Bier zu trinken, danach geht es ein Stockwerk höher zum Hauptrestaurant, wo wir auf der freien Terrasse einen Platz finden. Zum Essen hole ich mir ein Stück Fleisch von einer Pute und dazu Pommes Frites. Beides schmeckt recht gut.
Den weiteren Abend verbringen wir nochmals an der Poolbar, wo ein paar junge Animateure ein Programm zur Unterhaltung bringen. Gegen 21:00 gehen wir in unser Zimmer zurück, da wir hundemüde von unserer entgangenen Vor-Nacht sind.

Montag, den 29.April 2024

Guten Morgen, es ist kurz vor 8:00 als wir aufwachen, die Nacht war super, wir haben beide sehr gut geschlafen. Nachdem wir uns fertig gemacht haben, verlassen wir unser Haus und gehen die Straße entlang in Richtung Pool. Hier steigen wir ein paar Stufen bis zur Lobby/Rezeption hoch, wo sich auch der Eingang zum Haupt-Restaurant befindet.

Meine Frau wünscht sich einen Sitzplatz in der warmen Morgensonne. Wir gehen also um die riesige Ess-Theke herum und finden im dahinterliegenden Teil unseren Platz an der Sonne. Hier sind noch viele Tische frei, wir suchen uns einen runden Vierertisch aus, der gleich in der Nähe des Kaffee-und Saft-Automaten steht. Durch die riesige verglaste Fensterfront kommen die ersten Sonnenstrahlen gut herein. Als erstes hole ich für meine Frau einen Cappuccino und für mich eine heiße Schokolade aus dem Automaten. Die Schokolade war allerdings, da sie mit heißen Wasser hergestellt wurde nicht allzu gut. Ich hole mir gleich im Anschluss eine Tasse Cappuccino, der war schmackhaft.
Nachdem wir uns Kaffee und ein Glas Ananassaft an den Tisch geholt haben, gehen wir auf die Reise um riesige Theke. Hier gibt es fast alles was das Herz und vor allem der Magen begehrt. Von diversen Salaten über Salami oder Aufschnitt von verschiedenen Fischen, Würstchen, Spiegelei, Rührei, hart gekochte Eier oder diverse Omelette mit verschiedenen Zutaten. Näheres kann ich nicht dazu sagen, weil mein Frühstück in der Regel ganz anders ausfällt.
Ich hole mir einen Teller mit Rührei, im Anschluss dann etwas Weißbrot mit zweierlei Käse und dazu eine Scheibe Schinken. Hinterher noch Marmelade auf Toast oder Brötchen. Es gibt zum Frühstück auch schon eine größere Kuchentheke, und dazu dreierlei Croissant mit Marmelade, Vanille oder auch leer. Zum Abschluss holt meine Frau eine Schale mit Ananasscheiben, die wir gemeinsam essen.
Unsere Tochter erzählte uns von einem einfachen und spartanischen Frühstück hier in Italien, dies hat nichts mit unserem Frühstück hier im Hotel zu tun. Wer das alles Essen kann und will, was angeboten wird ist in jedem Fall satt. Nach unserem für unsere Begriffe Opulenten Frühstück gehen wir in unser Zimmer zurück. Wir entschließen uns wenigstens eine halbe Stunde auf unseren Gartenliegen vor unserem Zimmer zu verbringen.

Gegen 11:00 gehen wir in Richtung Pool um beim Bademeister ein paar Badetücher zu holen und zwei Liegen zu belegen. Man kann bei den Sonnenschirmen eine Art Zimmerkarte in ein vorhandenes Fach stecken, so dass dieser Schirm und die Liegen darunter als besetzt gelten. Wenig später gehen wir zur Poolbar um einen schmackhaften Aperol Spritz zu trinken.
Bei unserer Reise war noch ein Ausflug Spicy Calabria Inkludiert. Diesen Ausflug in etwas anderer Form hatten wir gestern Nachmittag bei unserer Örtlichen Reiseleiterin bestätigt. Jetzt gegen 14:00 soll er am Parkplatz vor unserem Hotel starten, der gleiche Bus der uns vom Flughafen in Lamezia Terme nach Tropea gebracht hatte holt uns ab. Wir sind schon eine Viertelstunde vor der Abfahrt auf dem Parkplatz, da noch keine Gäste hier sind, überqueren wir die Straße und gehen in ein Geschäft wo auf einem Stand die Legendären Roten Zwiebeln aus Tropea ausgestellt sind. Auf dem Rückweg spreche ich noch mit einem Busfahrer aus Baden Württemberg der sich auf einer Rundreise durch das Südliche Italien einschließlich (Apulien) befindet. Auf meine Frage antwortet er Apulien sei auf jeden Fall eine Reise wert.

Vom Hotel Rocca Nettuno steigen etwa 20 Personen ein, auf zwei weitere Personen warten wir vergebens. In Capo Vaticano (Leuchtturm 110 Meter über dem Meer) sollen wir noch weitere Urlaubsgäste, die an einer Bushaltestelle auf uns warten abholen. Auch hier fehlen noch angemeldete Gäste, auf die wir aber nur 5 Minuten warten, bevor es wieder zurück geht in Richtung Santa Domenica wo unsere heutige Reiseleiterin zu Hause ist. Wie Sie erzählt stammt sie aus Deutschland und ist seit vielen Jahren (14 Jahren) hier in Kalabrien zu Hause. Im Anschluss geht es eine Anhöhe hinauf am kleinen Bergdorf Ricadi vorbei in Richtung Brattiro. Kurz vor der Ortschaft halten wir am Ristorante Albergo L Ùliveto an und steigen aus. Hinter dem eiserenen Gittertor erwarten uns drei oder vier neugierige Hunde. Neben der Einfahrt befindet sich ein Gehege mit zwei schönen Pfauen und einem anderen Huhn (was ich aber nicht kenne).

Unter einem riesigen Baum erzählt unsere heutige Reiseleiterin Vera einiges über Land und Leute sowie die Besitzer des Weingutes die wir heute besuchen. Danach gehen wir einen Weg unter Olivenbäumen entlang, auf der rechten Seite des Weges befindet sich ein kleines Weinfeld dessen Weinreben ein seltsames Bild abgeben. Im unteren Bereich sind sie alle ohne Blätter und Triebe, die auf Grund dessen weniger Krankheiten erleiden sollen.
Nach einigen weiteren Meter erreichen wir ein kleines Gehöft, wo uns schöne Musik vom einem Dudelsack und einem Tamburin das hier in Kalabrien fast ausschließlich von den Frauen gespielt wurde entgegen schallt. Unter einem Baum sitzt der Opa des Hofes und flechtet aus Weide Körbe für verschiedene Anwendungen.

Der Besitzer des Weingutes hat einige Strohballen als Sitzgelegenheit unter die umliegenden Bäume gestellt. Nachdem die meisten Gäste irgendwo Platz genommen haben, Spielen und Tanzen unsere Gastgeber mit dem Akkordeon verschiedene Tänze aus der Region von Kalabrien sowie aus Campania, Basilikata und Apulien. Ebenso wird uns der Ursprung des Tarantella-Tanzes erklärt.

Hier in Kalabrien gab es auf dem Feld eine Menge Taranteln die zur Familie der Wolfsspinnen gehört. Bei einem etwaigen Biss wurden Vergiftungserscheinungen und auch die Tanzwut (Veitstanz) früher dem Biss der Taranteln zugeschrieben Dies schlug sich auch in der Redensart „wie von der Tarantel gestochen“ nieder. 

Ebenso erzählt uns Anna-Maria und Ihr Mann von den verschiedenen Instrumenten, die hier verwendet werden. Der Dudelsack hier in Kalabrien wird aus Ziegenleder hergestellt, wo gegen die Pfeifen im Unterschied zu einem Schottischen Dudelsack immer nach unten schauen. Die Pfeifen werden aus harten Holz wie Nussbaum oder aus Olivenholz gefertigt, was ebenfalls eine Frage des Preises ist. Der Mann von Anna-Maria spielt uns im Anschluss ein wunderschönes Lied auf dem Dudelsack vor. Nach all den Musikalischen Darbietungen die uns Anna-Maria und Ihr Mann mit Geige, Gitarre und Akkordeon zeigen, tischt uns Tony der Besitzer des Weingutes einige Schalen und Tablets mit Antipasti auf. Hier gibt es Salami, verschiedene Schinken, eingelegte Oliven und Tomaten, dazu schmackhaftes Pizzabrot. Bruschetta mit einer Oliven oder Leberpaste. Ebenso gibt es Knabberstangen mit Schinken und Speck umwickelt.
Dazu schenkt er uns schmackhaften Weißwein oder Rotwein ein, der sehr gern von allen Gästen getrunken wird, bei einzelnen Personen sogar zu viel. Nach etwa 2 1/2 Stunden verabschieden wir uns von unseren netten Gastgebern, und gehen zu unserem Bus, der uns in`s Hotel zurück fährt. Ein Wort zu den Straßen hier in Kalabrien, sie sind denkbar schlecht ein Schlagloch nach dem anderen, während der Fahrt scheppert es im Bus unablässig. Wir hatten das Glück das unser Hotel als erstes angefahren wurde.
Um 19:30 gehen wir zum Abendessen in unser Hauptrestaurant, zum Essen hole ich mir so eine Art Schweinebraten mit Kartoffeln. Zum Trinken bringt uns der Kellner eine Karaffe mit süffigem Rotwein.
Nach dem Essen gehen wir in die Poolbar, wo schon die meisten der Tische belegt waren. Heute Abend veranstalten unsere Animateure ein Spiel „Wie werde ich Millionär„, ein Fragespiel, wo die Gäste Antworten finden sollten. Die Veranstaltung dauerte etwa bis 22:00, danach gehen wir in unser Zimmer zurück.

(Nach Aussagen eines Gastes bekam der Sieger keinen Preis – es ist natürlich schwierig bei All Inclusiv noch etwas zu spenden)
(Es war trotz allem ein schöner und ereignisreicher Tag heute)

Dienstag, den 30.April 2024

Wie gestern sind wir auch heute kurz nach 7:30 aufgestanden, und haben uns zum Frühstücken fertig gemacht. Wir nehmen den gleichen Tisch wie gestern, er ist hell und freundlich und bietet sich auch wegen der Getränke, wie Kaffee und sonstiges Gebäck an. Auch mein Rührei, das ich mir hole ist nicht allzu weit entfernt. Als nächstes schneide ich, also zumindest versuche ich mir eine Scheibe Weißbrot herunter zu schneiden. Mit zwei großen Brotmessern versuche ich mein Glück, es dauert bestimmt ein paar Minuten bis die Weißbrotscheibe geschnitten ist. (beim Essen war es dann ähnlich). Anschließend hole ich mir von der anderen Seite der großen Theke zwei Scheiben Käse (Edamer ?). Dazu ein Brötchen und eine kleine Schale mit Erdbeermarmelade.

Nach dem Essen sind wir kurz in unser Zimmer, haben uns fertig gemacht, heute Vormittag wollen wir am Strand verbringen. Wir gehen mit unseren Badetüchern zum Fahrstuhl, der uns gemütlich nach unten zum Strand bringt. Einer der Bademeister macht uns den Sonnenschirm auf, der bei jeder 2. Liege steht. So verbringen wir erstmal eine längere Zeit auf den Badeliegen. Irgendwann möchte meine Frau einen Strand-Spaziergang machen, wie wir es gewöhnt sind. Unser Strand hier ist zum Teil Sand mit Kiesel und auch größere Steine in Salz/Pfeffer Optik. Auf jeden Fall komme ich so gar nicht gut zum Laufen.
Unser Weg am Wasser entlang, führt uns in Richtung Tropea. Vorbei geht es an Holzgerüsten die anscheinend in der Hauptsaison Strandrestaurants oder Cafe`s beherbergen werden sollen. Wir gehen bis zu einem Felsen der das Ende unseres sichtbaren Strandabschnittes anzeigt. Hier wechseln wir auf eine Straße die offensichtlich nach Tropea und zur Wallfahrtskirche Santa Maria dell`Isola führt. Nach 10 Minuten drehen wir wieder um, da ich eigentlich in Strandkleidung, also mit nacktem Oberkörper auf dem Fußweg gehe. Wenig später wechseln wir auf einen Strandweg der an noch geschlossenen Restaurants vorbei geht bis zu einem Kreis der einem Kompass gleicht. Zum Strand geht es über riesige Steine die nicht zu einem Abstieg einladen, und nach oben geht es über eine steile Treppe, an ihrem Ende wissen wir nicht auch weiter. So dass wir zurück gehen und zum Schluss ein kleines Wegstück wieder am Strand gehen müssen, um zu unserem Liegeplatz zu kommen.
Wenig später, es ist inzwischen schon 13:00 geworden gehen wir die paar Treppen-stufen zur Strandbar hinauf um hier einen Aperol Spritz zu trinken. Mittlerweile hat auch das Strand-Restaurant (Pizzeria) geöffnet. Wir wechseln hinüber, während ich uns ein paar Getränke am Automaten besorge, bestellt meine Frau für uns eine Pizza direkt beim Pizzabäcker und holt sich einen Teller mit Salat dazu.

Unsere Pizza hat sehr gut geschmeckt, wir werden wieder kommen.

Nach unserem Mittagessen legen wir uns noch für eine Stunde auf die Strandliegen, bevor wir mit dem Lift nach oben fahren. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen am Pool, später trinken wir an der Poolbar, Cappuccino, einen CubaLibre und für meine Frau einen Limoncello. Später machen wir noch einen Rundgang über das Hotelgelände. Im Leda-Komplex der sich ebenfalls an der Steilriffkante befindet, sind noch Handwerker unterwegs , die Einrichtungsgegenstände in die leerstehenden Wohnungen bringen. Bei uns gegenüber im Diana- Komplex sind die Zimmer ebenfalls noch nicht fertig eingeräumt.

Nachdem wir uns für den Abend fertig gemacht haben, machen wir uns auf den Weg in unser Restaurant. Im Innenbereich der Terrasse finden wir einen freien Tisch, beim Kellner bestellen wir eine Karaffe mit Rotwein, der übrigens ganz vorzüglich schmeckt. Was wir heute Abend gegessen haben, ganz ehrlich weiß es nicht mehr.
Nach dem Essen gehen wir ein Stockwerk tiefer in die Poolbar, hier ist schon einiges los. Trotz allem, wir finden noch ein Plätzchen, an der Bar bestellen wir für mich einen Cubalibre und meine Frau nimmt ein Glas Limoncello auf Eis. Die jungen Animateure versuchen ein Spiel auf zu bauen, was nicht immer gelingt. Wie auch die vergangenen Abende, gegen 22:00 gehen wir in unser Zimmer zurück.

Mittwoch, den 1. Mai 2024

Wir sind wie üblich, kurz vor 8:00 aufgestanden, und haben uns zum Frühstücken fertig gemacht. Im Restaurant gehen wir auf die Seite, wo die Morgensonne etwas herein schaut. Unsere Bekannten aus Aalen sitzen auch schon beim Frühstück.
Unser Frühstück gleicht dem was wir auch die vergangenen Tage gegessen haben, (aber das wird bei allen Leuten gleich sein). Das Rührei schmeckt heute besonders gut, zum Abschluss hole ich mir noch ein Croissant. Danach gehts auf`s Zimmer zurück, wo wir noch kurz überlegen, was wir heute Vormittag machen können. Wir entschließen uns in die Altstadt von Tropea hinein zu gehen. Nach Aussagen mehrerer Gäste sind es nur etwa 10 -15 Minuten bis zum Zentrum.

Bild links: karminroter Pfeifenputzer / Bild rechts: Trödelladen

Ein paar Meter vom Hotel entfernt, gehen wir an der Pfarrkirche Santissima Annunziata und Ihrem schönen Friedhof vorbei. In einer Kellerabfahrt sehen wir eine Art Trödelladen wo wir ein kleines Keramikbild von der „Wallfahrts-Kirche Santa Maria dell`Isola“ Kaufen. Leider können die Verkäufer nicht auf 5 Euro heraus geben, und sagen wir sollen auf unserem Rückweg bezahlen. Wenig später als wir die Piazza Cannone erreichen, können wir einen ersten Blick auf die kleine Kirche hoch auf dem Felsen werfen. Wir gehen erstmals nach Rechts auf der Via Umberto I eine kleine Anhöhe hoch. Vor uns Rechts befindet sich die Katholische Kirche San Michele, wir gehen aber weiter nach Links. Auf dem Corso Vittorio Emanuele III, die den Charakter einer Fußgängerzone hat, folgen wir ihr bis zu Ende.

Vom Ende dieser Straße hat man einen ungehinderten Ausblick auf die kleine Kirche auf dem Felsen. Wir gehen jetzt zurück auf die Piazza Belvedere del Cannone und setzen uns in ein kleines Cafe um ein Bier zu trinken und die warme Morgensonne zu genießen.

Es ist jetzt kurz vor Mittag, als wir uns entschließen noch hinunter zum Strand, bzw. die Kirche auf dem Felsen zu besuchen. Um zu dieser ehemaligen von den Normannen erbauten Bischofskirche zu gelangen, müssen wir von der Piazza Cannone über eine steile Treppe ca. 60 Meter zum Strand hinuntergehen. Vom Parkplatz führt dann ein kurzer, aber steiler in den Sandsteinfelsen gehauener Aufstieg zu dieser wunderschönen kleinen Kirche. Hinter der Kirche erstreckt sich ein wunderschön angelegter Garten mit mediterranen Pflanzen und Kakteen, der zu einem erholsamen Spaziergang einlädt. Der Eintrittspreis in den Garten sind 3 Euro pro Person. Wir verzichten aber für heute auf eine Besichtigung des Gartens.

Die Kirche soll schon im 4. Jahrhundert begonnen und seither immer wieder umgebaut worden. Im 18. Jahrhundert richtete ein schweres Erdbeben großen Schaden an dem Sakralbau an

Von der obersten Plattform der Kirche kann man eine wahrhaft atemberaubende Landschaft bewundern. Zu beiden Seiten der Kirche befinden sich Strände die zum Baden einladen. Auch der Campingplatz Marina Dell Isola mit vielen auch großen Wohnmobilen ist gleich in der Nähe.
Langsam und vorsichtig gehen wir den steilen Weg wieder nach unten, und laufen über den Parkplatz und die Uferstraße auf die andere Seite. Hier ragt der Felsen fast 60 Meter in die Höhe und das kleine Städtchen Tropea hängt Oberhalb an dieser Felsenkante. Über eine Treppe gehen wir jetzt wieder zurück in das Centrum. Als wir endlich wieder oben angelangt sind, muss ich erstmals durchatmen. An der Ecke Piazza del Cannone/ Via Via Umberto I befindet sich eine kleine Eisdiele. Ich nehme mir zwei Kugeln Eis, einmal Vanille und Erdbeere, was meine Frau ausgewählt weiß ich nicht mehr, sie nimmt meist etwas Exotisches. Wir zahlen für beide Hörnchen mit einer Riesen Menge Eis gerade mal 6 Euro, haben aber viel Mühe diese Menge abzuschlecken bevor uns das Eis einfach hinunterläuft.

Es ist dann schon ca. 14:00 geworden, als wir uns auf den Rückweg zum Hotel machen. Der Trödelladen wo wir das Keramikbild gekauft haben, hat offenbar schon Mittagspause und das Gitter zum Kellerabgang ist geschlossen.
Im Hotel angekommen gehen wir zuerst auf unser Zimmer, um unsere Taschen abzulegen. Im Anschluss gehen wir kurz ins Restaurant um noch etwas zu Essen. Meine Frau holt sich einen Teller mit Salat und ein kleines Kalbsteak mit Pommes Frites, ich nehme mir einen Teller mit Suppe, und später ein Cordon Bleu und ebenfalls mit Pommes Frites. Zum Trinken bestellen wir beim Kellner eine Karaffe mit Rotwein und Wasser. Nach dem Essen gehen wir in die Poolbar hinunter um einen Aperol Spritz zu trinken, plötzlich fängt es an zu Regnen. Wir gehen wieder in unser Zimmer zurück in der Hoffnung, dass es später aufhört zu Regnen, und wir dann in der Poolbar einen Cappuccino trinken können.
Im Laufe des späteren Nachmittags hat es tatsächlich zu Regnen aufgehört, und die Sonne spitzelt ein bisschen hinter den Wolken heraus. Wir gehen zur Poolbar um wie beabsichtigt einen Cappuccino zu trinken. Unsere Bekannten aus Aalen sind inzwischen auch wieder aufgetaucht, sie haben gleich die nassen Stühle von der Poolbar gegen Trockene Stühle aus dem überdachten Bereich ausgetauscht. Dem habe ich mich auch gleich angeschlossen. An der Bartheke holten wir uns ein Glas Bier und einen Limoncello mit Eiswürfeln.

Nach unserer Tasse Cappuccino bestellen wir noch ein Glas Bier, meine Frau hat sich mit einem Glas Limonccello mit Eis angefreundet. Etwas später haben wir uns noch eine Weile auf die Badeliege gelegt, allerdings waren sie noch etwas Feucht. Wir bleiben bis etwa 18:30 am Platz, bevor wir in unser Zimmer zurück gehen, um uns für den Abend umzukleiden. Um 19:30 gehen wir dann zu unserem Haupt-Restaurant Nettuno hoch. Nachdem die vergangenen Tage auf der Außenterrasse öfters einmal Windig gewesen ist zogen wir uns zum Essen lieber in den Inneren Bereich der Terrasse zurück. Was wir heute Abend gegessen haben, ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr. Die Küche hier im Hotel ist sehr gut.
(für mich persönlich spielt das Essen keine so überragende Rolle, aber jeder wie er will).
Später sind wir wieder nach unten zur Poolbar gegangen, die meisten Tische waren trotz des etwas zweifelhaften Wetters schon belegt. Wir fanden trotz allem noch ein Plätzchen an einem der beiden riesigen Weinfässer, zum Trinken bestellt meine Frau einen Limoncello und für mich einen CubaLibre. So verbringen wir etwa eineinhalb Stunden hier in der Bar, bevor wir zurück in unser Zimmer gehen.

Donnerstag, den 02. Mai 2024

Guten Morgen, es ist 7:45 als wir aus den Federn hüpfen, die Sonne scheint schon auf unsere Bade/Strandliege vor unserem Zimmer. Wir machen uns kurz fertig und gehen zum Frühstücken ins Nettuno-Hauptrestaurant.

Vor der Türe hängt ein Hinweis für die Hauser-Busgäste:
Das Restaurant ist seit 7:00 geöffnet und die Abfahrt für den heutigen Ausflug geht um 8:00 los

Hier ein Bild vom Hotelier vom Nettuno Restaurant

Wir gehen zu unserem Frühstücksplatz in der Morgensonne. Unser Frühstück ist eigentlich fast jeden Tag gleich, höchstens noch eine Schale mit Obst dazu.
Wir beschließen auch heute Morgen in die Altstadt von Tropea hinein zu gehen. Kurz vor 10:00 sind wir bei unserem Trödelladen in der Via Liberta angekommen. Wir wollen ja unsere Schulden bei den beiden Trödlhändlern bezahlen, zusätzlich zum Kaufpreis von 2 Euro geben wir den beiden noch einen weiteren Euro Versäumnis-zuschlag. Die beiden verstehen nicht warum, aber sie nehmen das Geld trotz allem an.

Wir gehen weiter ins Zentrum auf der Piazza Cannone gehen wir nach Rechts auf die Via Umberto I . Hier auf der Straße hat der Besitzer der kleinen Pension Franco`s House auf dem Randstreifen vor seinem Haus ein schönes Blumenbeet angelegt.

Bild links: Ritterstern- ( Hippaéastrum reginae ) Bild mitte: Bornholm Margerite-Löwenmaul- (Antirrhinummajus) Bild rechts: Kahnorchidee- (Cymbidiumhybrid )

Bei der Ciesa di San Michele (Kirche) gehen wir nach Links in die Corso Vittorio Emmanuele III in Richtung der Piazza Ercole, gleich zu Beginn der Straße liegt ein Geschäft das Souvenirs und auch die berühmte Tropea-Zwiebel sowie angeblich die schärftste Chilisorte verkauft. Für unseren Hausnachbarn und unserem Schwieger-sohn wollen wir die schärftste Chilisorte mitbringen.

Nach getanem Kauf gehen wir weiter zur Piazza Ercole, hier befindet das Fremden-Verkehrsbüro von Tropea und gleich daneben das Cafe de Paris. Hier nehmen wir an einem gerade Frei gewordenem Tisch Platz. Meine Gattin möchte unbedingt das berühmte Tartufo-Eis das eigentlich aus der Nachbarstadt Pizzo stammt probieren. Ich bestelle mir ein Peroni Bier das hier aus Italien stammt, ich trinke das Bier bei uns im Hotel ebenfalls, es ist sehr süffig.

Bild rechts: Das klassische Tartufo-Eis besteht aus Nuss- und Schokoladeneis, ist mit Schokoladensauce gefüllt und mit Kakao ummantelt. Es sieht aus wie ein Ball und ist einer Trüffelpraline nachempfunden. 

Nach unserem Aufenthalt im Cafe de Paris machen wir auf den Heimweg ins Hotel, hier auf der Plaza vor der Poolbar herrscht um 13:00 gähnende Leere. Wir gehen weiter in unser Zimmer und ziehen unsere Badesachen und beschließen zum Strand hinunter zu gehen. Auch hier sind nicht allzu viel Badeliegen belegt. Wenig später gehen wir in das La Sirena (Strandrestaurant) um hier eine Pizza zu essen. Zum Trinken mixe ich ein Spezi aus Cola und Orangensaft, am Automaten muss man hier fix sein, und den Knopf kaum berühren, da läuft es schon los. Auch der Standort für das Glas muss für das Abfüllen genau stimmen, sonst geht`s daneben.

Die Pizza schmeckt genau so gut wie gestern. Gegen 16:00 sind wir dann wieder mit dem Lift nach oben gefahren und haben uns auf einen der vielen Tische der Poolbar gesetzt. Drinnen an der Bar haben wir uns als erstes einen Cappuccino geholt. Hier an der Poolbar sowie an der ganzen Piazza war immer noch nichts los. Vielleicht sind viele der Gäste auch auf einem gebuchten Ausflug.

Als wir am Sonntag mit dem Bus von Lamezia Terme abgeholt wurden, bekamen wir eine Liste mit 4 oder 5 Ausflügen ausgehändigt. Nach Durchsicht dieser Ausflüge hat mir aber keiner davon richtig gefallen, so dass ich das Thema ganz vergessen hatte.

Linkes Bild: Normalerweise hatten wir einen Super Bar-Chef, zwischendurch mussten wir mit nicht so guten Bediensteten auskommen.

Am späten Nachmittag kamen plötzlich viele neue Gäste ins Hotel, und wie wir von den Animateuren erfuhren, war die Rede von 50 Gästen die heute kommen sollen. Sie wurden von der Deutsch sprechenden Gästebetreuerin empfangen und wurden danach von den Animateuren in ihre Zimmer begleitet.
Bis ca. 17:30 blieben wir an einem Tisch bei der Poolbar sitzen, bestellten noch ein Peroni-Bier, das mir lieber als ein anderes angebotenes Bier war. Zwischendurch war es immer wieder stark bewölkt, ob es heute noch zum Regnen kommt, ich hoffe es nicht. Mittlerweile tauchten auf der Piazza wieder ein paar Gäste auf.
Im Zimmer angekommen, duschten wir erstmals und machten uns fertig für den weiteren Abend. Kurz nach 19:00 sind wir dann ins Nettuno Restaurant hinauf gegangen. Auf Grund des Starken Windes haben wir beschlossen heute im Restaurant drinnen und nicht auf der Außenterrasse zu essen. Wir fanden einen kleinen Tisch in der Nähe der Türe zur Terrasse. Während unseres Essen kam plötzlich ein Wolkenbruch vom Himmel herunter. Nach dem reinigenden Regen konnten wir plötzlich den 60 Kilometer entfernten Stromboli im Hintergrund wieder sehen. Anfang der Woche hatten wir ihn schon öfters vom Strand aus erkennen können.
Während unseres Abendessens, meine Frau hatte sich einen Weißen Snapper (Fisch) und eine Makrele geholt, zeigte sich ein wunderschöner Sonnenuntergang am Himmel. Ich hole mir zuerst einen Teller Linsensuppe und danach ein kleines Schnitzel mit Pommes. Zum Trinken bestellen wir wie immer eine Karaffe mit Rotwein und extra Wasser dazu. Zum Nachtisch holt meine Frau ein Stück Kuchen und für mich eine Schale mit Pfirsich-Eis. Nach dem Essen sind wir hinunter in die Poolbar gegangen, sie war vielleicht zur Hälfte besetzt, kurz zuvor hatte es ja noch stark geregnet. Die anwesenden Gäste haben sich, wie wir auch an der Innenseite der Bar unter dem Schützenden Dach verdrückt. Wir fanden einen Sitzplatz an einem der größeren Weinfässer. Beim Barkeeper holten wir uns einen CubaLibre und Limoncello mit Eis.
Drüben auf der Plattform, wo die Animateure ihren Room hatten, saß seit etwa18:30 der Alleinunterhalter mit seinem Keyboard und machte Musik. Er saß jeden Abend hier auf der Plattform und machte unterschiedliche Musik mit und ohne Gesang. Die jungen Animateure machten irgendeine Tanzveranstaltung, von unserem Sitzplatz konnten wir aber nicht allzu viel davon sehen.

Wie fast jeden Abend sind wir kurz vor 22:00 aufgebrochen, und in unser Zimmer zurück gegangen. Zwischenzeitlich hatten wir noch ein Interessantes Gespräch mit Gästen die eine Flugreise mit eigenem Bustransfer (Hauser-Reisen) gebucht hatten. Sie waren während ihres Aufenthaltes hier immer wieder mal auf einem Ausflug mit dem Reisebus von Hauser unterwegs. Seit Tagen war ein Ausflug mit dem Boot zu den Liparischen Inseln /Stromboli geplant, aber wegen der Stürmischen See immer wieder verschoben worden.
Das Ehepaar waren ehemalige Caravaner und trauerten schon etwas der Vergangenheit nach, als sie noch auf eigene Faust unterwegs waren.

Anfang der Woche hatte ich noch ein Gespräch mit dem Busfahrer von Hauser-Reisen , unter anderem über Apulien, das Landschaftlich so schön wäre.

Eine nette und Interessante Beobachtung während unseres Heimweges, als wir an den Pools vorbei gingen, ertönten Quak-Rufe aus der Richtung der Becken. Nachdem wir genauer schauten, konnten wir insgesamt 5 Frösche am Beckenrand erkennen. Wo sich die Frösche untertags aufgehalten haben, haben wir nicht feststellen können.

Freitag, den 03. Mai 2024

Guten Morgen, als wir heute Morgen aufstehen, ist der Himmel schon leicht bewölkt, die Temperaturen heute sollen etwas zurück gehen. Das ist sehr Schade, wir hatten die vergangenen Tage meiner Schätzung bis zu 24°, und jetzt sollen die Tagestemperaturn nur noch bis 18° erreichen. Und es soll Windig werden, was wir später auf unserem Vormittag-Spaziergang merken werden.
Es ist schon 8:00 vorbei als wir ins Nettuno-Restaurant zum Frühstücken gehen, das Restaurant ist schon sehr gut besucht mit vielen fremden Gesichtern, aber unser Platz an der Rückseite des Raumes ist nach wie vor frei. Unser Frühstück war wie immer, ein zwei Tassen Cappuccino und Ananas-Saft der vorzüglich schmeckt. Neben uns am Nachbartisch sitzt eine Frau mit Ihrem Gatten die uns immer wieder wegen Ihres etwas erhöhten Weinkonsum aufgefallen war. Zum Frühstück isst Sie gar nichts, stattdessen holt Sie ununterbrochen Getränke, zb. Kaffee, normale Säfte und reine Fruchtgetränke die sie auf dem Tablett im 6er Pack von der Saft und Obst-Theke holt. Diese Gläser schüttet sie sich nacheinander hinunter, am Abend gibt es dann wieder Wein in Fülle.
Wir beschließen heute Morgen wieder nach Tropea zu wandern, heute aber wieder über die Strandstraße. Wir verlassen das Hotel über den Straßen-Ausgang, gehen danach an der Statue von Heiligen Padre Pio vorbei und gehen die doch recht steile Straße Via Lungomare die zum Strand bzw. zum Campingplatz hinunterführt. Hier am Strand wird es schnell ziemlich windig, wie man an meiner Kleidung feststellen kann.

Als wir an der Kirche Santa Maria dell`Isola an der Promenade unterhalb von Tropea ankommen, beschließen wir gleich wieder die Steile Treppe zur Piazza del Cannone hinauf zu gehen. Wenig später fängt es tatsächlich an zu Regen, so dass wir uns an einer überdachten Haustreppe unterstellen müssen. Der Platzregen dauert aber nicht allzu lange, mit uns hat Ein Gästepaar aus unserem Hotel hier vor dem Regen in Sicherheit gebracht. Kurz darauf können wir weiter gehen. Einige Meter vor unserm Hotel befindet sich die Pfarrkirche Santissima Annunziata. Unter einem Vordach der Kirche können wir ein seltsames Gebilde erkennen. Wie es sich später heraus stellt: es ist das Modell eines Sarazenen-Schiffes das heute Abend für ein Fest das hier in Tropea stattfindet, benötigt wird.

Im Anschluss gehen wir noch kurz auf den daneben liegenden Friedhof. Wir schauen uns kurz im Eingangsbereich um, hier gibt es wunderschöne Familien-Urnengräber. Wenn man weiß was bei uns Gräber kosten, stelle ich mir schon die Frage, wer diese prachtvollen Familien-Gräber denn bezahlen kann.

Ich wollte immer schon mal einen Italienischen Friedhof mit seinen Urnengräbern besuchen

Kurz darauf gehen wir wieder in unser Hotel zurück. In der Lobby stehen ein paar der Animateure, auf einem Tisch stehen vollgeschenkte Gläser mit Limoncello. Offensichtlich werden auch heute neue Gäste erwartet. Es ist kurz vor 12:00 Mittags, als wir die Treppe hinunter zur Poolbar gehen. Als erstes holen wir uns zwei Tassen Cappuccino und setzen uns in die leicht scheinende Sonne. Mit der Zeit wird es wieder wärmer, so dass wir unsere Jacken öffnen bzw. ausziehen können. Später holen wir uns noch Wasser und einen Aperol Spritz zum Trinken.
Gegen 15:00 fahren wir noch mal mit dem Fahrstuhl zum Strand hinunter, alle Badeliegen sind Leer und die zwei Bademeister arbeitslos. Etwas später sammeln Sie alle Sonnenschirme ein und tragen Ihr Rettungsboot weiter nach oben zum Schutz vor der starken Brandung. In der Strandbar trinken wir Cappuccino und ein Glas Rotwein. Später fahren wir wieder nach Oben und legen uns auf die Badeliegen am Pool. Nach einer halben Stunde gehen wir an die Poolbar und holen nochmals zwei Tassen Cappuccino, und danach einen CubaLibre und für meine Frau ein Glas Limoncello mit Eis.
Das Wetter wechselt ziemlich stark und die Temperaturen liegen meiner Meinung nach bei etwa 16 – 18°. Wenn die Sonne durch die Wolken kommt wird es schnell warm, wenn dann die Sonne weg wird es ziemlich kühl.
Um 19:00 gehen wir ins Nettuno-Restaurant, heute nehmen wir gemeinsam von einem großen Kalbsschlegel ein schönes Stück Fleisch mit einer pikanten Soße und dazu Pommes Frites. Zum Trinken nehmen wir wie immer Wein und Wasser, oder Wasser und Wein, je nachdem wie man es lieber möchte. Zum Nachtisch gibt es eine Schale mit Eis, die Auswahl ist leider nicht allzu groß.
Kurz vor 20:00 brechen wir mit dicken Jacken bekleidet in Richtung Tropea auf , heute Abend ist ein großes Fest im Ortszentrum, das die Vertreibung der Sarazenen darstellt.

Im 9. Jahrhundert begann die traurigste Episode Kalabriens: die Invasion der Sarazenen, die in der Region eine beträchtliche Zeit lang wüteten und Kalabrien zeitweise verwüsteten. Dabei verhinderten sie jede friedliche Entwicklung.
Trotz der Zerstörungen muss bedacht werden, dass der Einmarsch der Sarazenen mit einem großen Sieg der Kalabresen endete, denn sie waren zwar lästige Räuber, aber wurden nie zu Herrschern über Kalabrien. Die aufsässige Haltung der Einheimischen machte jede Ansiedlung unmöglich und hinderte die Sarazenen daran, sich in Italien auszubreiten und bis nach Rom zu gelangen.

Es beginnt mit Musik und im Laufe des Abends wird das Sarazenen-Schiff verbrannt, um Mitternacht soll es ein großes Feuerwerk geben. Wir sind noch etwas zu früh in der Altstadt, es wird noch immer an der Tribüne gebaut. Auch das Sarazenenschiff das wir heute Nachmittag bei der Kirche Santissima Annunziata gesehen haben, ist noch nicht aufgebaut. So gehen wir die Via Umberto I hoch, und danach Richtung Piazza Ercole bis zum Ende der Straße, wo man die Santa Maria dell`Isola sehen kann. Es sind Leute unterwegs, aber alle gehen in eine andere Richtung wie wir. Im Cafe de Paris fragt meine Frau eine Bedienstete nach dem Beginn der Feier.
Laut deren Aussage soll das Fest nach 21:00 beginnen. Durch die Via Indipendenza gehen wir zurück zur Piazza del Cannone, hier stehen mittlerweile ein paar Musiker auf der Bühne. Auch ein paar Lichtspiele werden wohl vorbereitet, so gegen 21:15 fängt die Musikkapelle an zu spielen. Soweit ich etwas davon verstehe, ist das eine Rockband die hier spielt. Es kamen Bässe aus den Lautsprechern, dass gleich der ganze Boden im Umkreis vibrierte. Ein Wunder dass die Piazza del Cannone nicht gleich die 50 Meter den Hang hinunter stürzte. Auf der Bühne standen Fässer aus denen Feuersäulen nach oben schossen. Wir standen direkt an der niedrigen Umfassungsmauer die das Ortszentrum von der Bucht unten trennt. Es wurde im Laufe der Zeit immer Windiger/Kühler und nachdem auch die Musik nicht das war, was wir uns vorgestellt hatten, beschlossen wir wieder zurück ins Hotel zu gehen.

Gegen 22:00 sind wir wieder im Hotel angekommen, wir beschließen gleich in unser Zimmer zu gehen, und auf einen Absacker in der Poolbar zu verzichten.

Samstag, den 04.Mai 2024

Hallo, heute ist Samstag unser letzter Urlaubstag hier in Kalabrien. Morgen Vormittag geht es zurück nach Deutschland. Wie meistens stehen wir um 8:00 auf, und machen uns fertig zum Frühstücken. Der Himmel ist strahlend blau wie die letzten Tage auch. Unser Frühstückstisch ist zum ersten Mal besetzt, wir nehmen einfach den nächsten Tisch direkt am Fenster mit einer tollen Aussicht auf den Strand bzw. Tropea. Zur Abwechslung hole ich mir mal statt Rührei einmal Spiegeleier, Ansonsten bleibt bei uns alles wie gehabt
Im Zimmer zurück, beschließen wir auch heute Morgen nach Tropea hinein zu gehen. Etwa 10-15 Minuten brauchen wir bis ins Zentrum, danach gehen wir nach rechts die Via Umberto I hinauf und oben links in die Corso Vittorio Emanuele III. In der Via Umberto hat ja der Besitzer der kleinen Pension Franco`s House auf dem Randstreifen vor seinem Haus ein schönes Blumenbeet angelegt. Das bewundern wir auch heute, bevor wir weitergehen. In der Piazza Ercole und am Cafe de Paris vorbei laufen wir zur Abwechslung mal in die Via Roma hinein. Am Straßenende befindet sich auf der Rechten Seite die Kirche „Duomo di Maria Santissima di Romania„.

Die Kirche wurde um das zwölfte Jahrhundert von den Normannen erbaut. und im Im siebzehnten Jahrhundert wurde das Gebäude in den Barockstil umgewandelt.
Mit einer Längsbebauung mit drei Schiffen im normannischen Stil wurde das Bauwerk vollständig aus Quadern aus gelblichem Tuffstein und Lavastein gebaut. 

Als wir wieder zurück gehen sehen wir die Zwei Pärchen aus Aalen in einem kleinen Cafe in der Fußgängerzone bei einem Glas Bier sitzen. Wir gehen weiter die Via Umberto I hinunter, in einem kleinen Souveniergeschäft finden wir einen Kühlschrank-Magneten (Vesparoller in den Italienischen Nationalfarben) für unseren Enkel. Und für unseren Schwiegersohn dessen Eltern aus Sizilien stammen, eine Kochschürze mit dem Emblem von Tropea. Die Schürze hat mich so angelacht, ich konnte nicht anders, als sie zu kaufen. Für unsere Enkelin und Ihren Bruder kaufen wir einen Schreibstift mit Bildern von Tropea sowie einen weiteren Magneten mit einem Delphin.
Für unseren zweiten Schwiegersohn hatten wir ja schon am Donnerstag extra scharfe Chillis gekauft.
Zum Abschluss gehen wir nochmals in die kleine Gelateria Nonna Rosa deren Eis wir schon vor ein paar Tagen gekostet, und deren unglaubliche Menge wir schon bewundert hatten. Dieses Mal nehmen wir einen Becher mit Eis, damit wir nicht wie beim letzten Mal in Nöte kommen. Auch dieses Mal schmeckte das Eis hervorragend.

Ein paar Minuten später fängt es plötzlich an zu Regnen, so das wir in der Gelateria Schutz suchen müssen. Der Regenschauer dauerte aber nicht allzu lange, so dass wir unser Eis fertig essen können, und uns anschließend auf den Heimweg machen können.
In unserem Hotel angekommen, gehen wir zuerst in die Poolbar und holen uns an der Theke zwei Gläser Aperol Spritz. In der Sonne ist es momentan sehr schön und warm. Danach gehen wir ins Zimmer zurück und holen unsere Badesachen und Badetücher und legen uns auf eine der vielen Badeliegen. Bei einem Gespräch mit einem der jungen Animateure erfahren wir dass die Verbrennung des Sarazenen-Schiffes die gestern wegen des starken Windes ausgefallen war nun am kommenden Wochenende stattfinden soll.
Etwas später am Nachmittag fahren wir mit dem Fahrstuhl zum Strand hinunter, in der Strandbar trinken wir noch Cappuccino.
(der Schmeckt hier besser als oben in der Poolbar, das liegt wohl am jeweiligen Barkeeper)

Danach holen wir noch einen Aperol Spritz und ein Glas Limoncello mit Eis. An einem Tisch neben uns sitzt ein Gast der uns in den vergangenen Tagen immer wieder wegen seiner außergewöhnlichen T-shirts aufgefallen ist. Leider habe ich kein einziges Mal ein Foto vom T-shirt gemacht, einmal hatte er ein T-shirt worauf ein Schwein mit bemalten Lippen drauf war an, es war auf jeden Fall immer köstlich Ihn zu sehen.
Kurz nach 18:00 begann der Alleinunterhalter mit seinem Keyboard zu spielen an. Heute Vormittag wurden Lieder von Modern Talking gespielt und Nachmittags ältere Italienische Schlager, das klang besser als der Alleinunterhalter am Abend.
Gegen 19:30 gehen wir ein letztes Mal ins Nettuno Restaurant, ich weiß nicht mehr was wir gegessen haben, danach auch ein letztes Mal in die Poolbar, allerdings nur bis ca. 21:00. Wir müssen unsere Koffer noch packen, wir könnten die Koffer bis 23:00 vor die Zimmertüre stellen, sie würden dann vom Personal geholt und irgendwo zwischen-gelagert.

Sonntag, den 05. Mai 2024

Es ist 6:20 wir müssen aufstehen uns zum Frühstücken fertig machen. Im Restaurant gibt es heute für mich nur zwei Stücke Toast mit Marmelade, dazu 2 Tassen Cappuccino und 2 Glas Ananassaft. Danach gehen wir ins Zimmer zurück um uns für den Flug fertig zu machen als letztes wird der Waschbeutel noch in den Koffer gepackt. Mit unseren Koffern gehen wir durch die Gänge von B1 Nettuno und B2 Nettuno. In der Rezeption müssen wir noch ausschecken, und die Kurtaxe mit 56 Euro bezahlen, die Höhe hat uns etwas überrascht. Um Punkt 8:00 ist unser Bus zum Abholen hier, eine Stunde später sind wir am Flughafen in Lamezia Terme angekommen. Der Flughafen hier ist doch etwas größer als wir bei der Ankunft am vergangenen Sonntag gesehen hatten. Die Dame von der Örtlichen Reiseleitung konnte uns zu Beginn nicht sagen welcher Check-in Schalter für uns zuständig wäre, und wo er sich befindet.
Der zweite Streich war, es hieß zu Beginn wir sollten für unsere Koffer extra 60 Euro pro Koffer bezahlen. Danach kam ein Mann von der Aufsicht an unseren Schalter und telefonierte mindestens 10 Minuten mit seinem Handy bis die Sache mit den Koffern geklärt war.
Es gab hier zwei Schalter zum Check-In, einmal für die Economy und der zweite für die Business Class. Kurz bevor als wir an der Reihe waren sagte die Dame von der Economy Class, wir dürften nicht zum Business Class Schalter wechseln. Zwei Minuten später hat uns die Dame von der Business Class gerufen, sie wäre ja frei. Das zeigte uns wohl, dass auch das Problem mit den Koffern wahrscheinlich von der Dame von der Economy Class ausging. Anschließend gehen wir durch die Passkontrolle, die nach Ansicht meiner Frau etwas zu nachlässig durchgeführt wurde. Auf dem Weg zum Gate 3 kommen wir durch eine kleine Halle wo es Toiletten und Erfrischungen sowie Gebäck zu kaufen gibt. Hier warten wir die nächsten eineinhalb Stunden auf unseren Abflug. Plötzlich heißt es unser Abflug wäre frei gegeben, wir wechseln in die nächste Halle, die nur aus einem großen Zelt besteht. Aber hier müssen wir ebenfalls mindestens 20 Minuten warten, bevor der Abfertigungs-Schalter sich öffnet. Nachdem diese Dame unsere Flugpapiere eingescannt warten wir nach dem Schalter nochmals eine ganze Weile, bis sich die Türe zum Rollfeld/Flugzeug öffnet. ( ja hier kann man noch über das Rollfeld gehen).
Um 11:30 fast pünktlich startet unsere Maschine, es ist eine Airbus 319-100 mit 138 Sitzplätze auf 25 Sitzreihen. Unser Sitzplatz ist in der Reihe 24 der Platz am Fenster sowie der Mittelplatz gleich daneben. Der dritte Sitz bleibt frei, ebenso in der Reihe 25 wo der Notfallkoffer platziert wird. Anscheinend praktiziert die Lufthansa sowie die Star Alliance das so.
Wir haben heute Nacht aus irgendwelchen Gründen wieder nicht gut geschlafen, so dass wir im Flugzeug eine Weile wohl einnicken. Der Vorteil daran war wohl dass die Wahrnehmung unserer Flugzeit sich verkürzt hat. Beim Anflug auf München hat der Pilot seine Maschine einige Male auf unsere Seite gelegt, so dass wir eine tolle Aussicht auf die Felder und Bauernhöfe von Niederbayern hatten. Dieses Erlebnis hatten wir bisher noch nie, obwohl wir bestimmt schon mehr als 20 oder 30 Mal einen Anflug zum Flughafen München hatten. Unten angekommen, es ist jetzt 13:00 als wir gelandet sind, waren wir natürlich fast die letzten die das Flugzeug verlassen konnten. Nachdem wir unsere Koffer hatten, mussten wir wieder den Ausgang suchen, wo unser Abholdienst uns erwartete. Das ging natürlich erstmals daneben, in der Ankunftshalle gehen wir geradeaus nach draußen. Hier konnte natürlich kein Auto fahren, also wieder zurück, und am Starbucks Cafe vorbei durch einen anderen Ausgang hinaus. Wie es sich zeigte waren wir hier richtig, nach ca. 7 Minuten kam unser Fahrer von Parkfly die Abfahrt herunter. In der Parkzone hielt er an, um unser Gepäck und uns nach Hallbergmoos mitzunehmen. Hier im Parkhaus wartet schon unser Auto sehnsüchtig auf uns. Schnell werden die Koffer umgeladen und die Parkgebühren bezahlt, und schon geht es auf die Fahrt nach Hause. Der Verkehr in Richtung München und auch ins Allgäu ist rege aber noch angenehm. So dass wir um 15:30 in Ottobeuren ankommen.

Fazit: Das Labranda Rocca Nettuno Hotel kann man auf jeden Fall weiter empfehlen, der Service sowie fast das gesamte Personal war gut und Freundlich. Die Leistungen aus der Küche waren beachtlich. Die ganze Hotelanlage war sehr schön. Unser Zimmer war tadellos, wenn man etwas aussetzen wollte, könnte das Badezimmer etwas moderner und ansprechender sein.
Aber wie man sehen konnte wurde im gesamten Hotelgelände renoviert, vielleicht wäre irgendwann auch B3-Nettuno wieder neu geschaffen worden.
Wir wollten uns in dieser Urlaubswoche ausruhen und entspannen, daher hatten wir keine weiteren Ausflüge von zu Hause geplant. Allerdings hatte ich gedacht, dass vor Ort / im Hotel irgendwelche Busausflüge z.b. nach Pizzo oder anderes in der näheren Umgebung stattfinden. Was leider nicht der Fall war.
Wir hatten die ganze Woche blauen Himmel, im zweiten Teil der Woche wurde es leider etwas kühler. Wir hatten es für Ende April/Anfang Mai eigentlich wärmer erwartet.

Der Flug von München nach Lamezia Terme war sehr kurz, allerdings wäre ein Flug von Memmingen nach Lamezia Terme durch die kürzere Anfahrt viel günstiger für uns.

Unser Urlaub in Ägypten 2024

Nach über 10 Jahren wollen wir dieses Jahr wieder einmal nach Ägypten reisen. Es soll der Ersatz für unsere kurzfristig abgesagte Kreuzfahrt „Von den Seychellen bis nach Bali“ sein. Wer sich dafür interessiert kann das in meiner Sparte Kreuzfahrten nachlesen.
Nachdem es klar war dass unsere Kreuzfahrt in dieser Form nicht stattfinden wird, suchten wir ein kleines Trostpflaster für diese wunderschöne Seereise. Kurz gesagt, zwei Tage später hatten wir, besser gesagt unsere Tochter für uns 10 Tage im 5***** Sunrise Tukana Resort-Grand Select gebucht. Eine meiner beiden Töchter hatte im letzten Frühjahr eine Woche in diesem schönen Hotel verbracht.
Das Hotel liegt in der Makadi Bay ca. 30 Kilometer südlich von Hurghada. Die Makadi Bucht war uns bekannt, da wir selbst vor einigen Jahren schon mehrmals in anderen 5***** Hotels in Verbindung mit einer Nilkreuzfahrt unseren Urlaub hier verbracht hatten.

Samstag den 17. Feb. 2024

Guten Morgen, es ist ziemlich früh als wir aufstehen müssen, unser Wecker hat schon in aller Frühe um 3:00 geklingelt. Wie schon oft vor einer Urlaubsreise, haben wir auch diese Nacht so gut wie nicht geschlafen. Aber soll`s wir müssen raus. Es gibt nur eine Tasse Cappuccino zum Trinken. Unser kleines Frühstück werden wir im Terminal nach unserem Check in machen. Die großen Koffer haben wir schon gestern Abend ins Auto gebracht. Kurz vor 4:00 verlassen wir das Haus und machen uns auf den Weg zum Flughafen München, bzw. nach Hallbergmoos zum verabredeten Treffpunkt mit unserem Parkfly-Shuttle. Der uns wie schon in anderen Jahren in eine Tiefgarage führt, wo wir unser Auto abstellen, und dann mit dem Shuttle gemeinsam zum Terminal fahren. Heute fliegen wir wieder einmal von Terminal 1 nach Hurghada. Hier kennen wir uns besser aus als im Terminal 2 und seinem Terminal 2 Satelliten den man mit einem unterirdischen Shuttle-Zug (PTS – Personentransportsystem) befahren muss.
Dieses Transportsystem ist zur Zeit ausgefallen, so dass man anderweitig zum Satelliten-Terminal fahren muss. Es regnet leider ziemlich stark, so dass die Fahrt kein reines Vergnügen wird, aber immer noch besser als vereiste oder verschneite Straßen. Das wir auch schon in anderen Jahren erlebt haben.
Fünf Minuten vor der vereinbarten Zeit sind wir am Treffpunkt in Hallbergmoos angekommen. In der Tiefgarage wird unser Gepäck umgeladen und schon geht es weiter zum Terminal. Als wir die Eingangshalle von Modul A betreten, bekommen wir erstmals einen Schreck. Vor den zwei Check In Schaltern von Air Kairo stehen schon hunderte von Passagieren die offensichtlich alle nach Ägypten wollen. Wir gehen nach rechts zum Ende der Warteschlange und ich frage bei einem der wartenden Passagiere nach, er sagt mir dass Sie hier in dieser Warteschlange nach Marsa Alam fliegen wollen.

So gehen wir zurück zum anderen Check in Schalter, hier wird der Flug nach Hurghada abgefertigt, auch hier stehen bestimmt über Hundert Passagieren in der Warte-schlange. Der Flug nach Marsa Alam findet um 7:10, und unser Flug nach Hurghada um 8:00 statt. Bei uns ist nur ein Abfertigungsschalter besetzt, für den Abflug nach Marsa Alam wird an 4 Schaltern abgefertigt. Die Bedienstete an unserem Schalter macht aber eine gute Arbeit, wir werden fast genauso schnell abgefertigt. Gegen 6:30 sind wir eingescheckt, unser Abflug findet aber in Modul B statt. Zuvor holen wir unser versäumtes Frühstück auf einer der Sitzbänke in der Abfertigungshalle nach. Auf dem Weg nach Modul B müssen wir wieder nach draußen gehen, da zwischen den beiden Modulen umgebaut wird. Hier gehen wir gleich zur Passkontrolle, die Personen und Gepäckkontrollen werden immer Intensiver. Aber nach etwa 10 Minuten haben wir auch dieses geschafft und sind im Wartebereich angekommen. Um kurz nach 8:00 sind wir in unserem Flieger, eine Airbus 320 neo in Reihe 28 angekommen. Es wird leider schon 8:40 bis wir endlich abheben. Ein Blick durch unser Fenster zeigt es regnet leider immer noch.

Unser Flieger von Air Kairo ist genauso ein Billigmodell wie all die anderen Kurzstreckenflugzeuge in denen wir die letzten Jahre in die Türkei oder auch nach Rhodos geflogen sind. Keine Monitore an den Sitzlehne oder an der Decke bzw. eine Ansage des Flug-Personals, wo wir uns im Moment befinden. Zwischenzeitlich konnte ich Berg-Landschaften vom Balkan und später wenn die Wolken wieder einmal aufgerissen waren, Bilder vom Mittelmeer sehen. Über Ägypten angekommen konnten wir Wolkenbällchen über der Wüste erkennen.

Um 14:45 ist unser Flug mit der Flugnummer SM2931 in Hurghada angekommen.
Nachdem wir über die hintere Treppe aus dem Flugzeug steigen konnten, fahren wir mit einem Flughafenbus zum Terminal 1. Ich hatte mich schon zu Hause vorbereitet, um an einem Bankschalter das notwendige Einreise-Visa für Ägypten zu kaufen. Aber jetzt schaut alles wieder ganz anders aus, als es in den Internetbilder zu sehen war. Wir mussten zuerst an den Schaltern der verschiedenen Reiseanbietern vorbei gehen, unsere Einreisekarten für Ägyptenhatten wir schon im Flugzeug bekommen und ausgefüllt. Bei den Bankschaltern hier im Terminal hätte das Visa 25 Euro gekostet, bei unserem Reiseanbieter „Schauinsland Reisen“ bezahlen wir jetzt 30 Euro pro Person. Aber es ist schon egal, ansonsten haben wir All Inclusive in unserem Hotel gebucht.
Nachdem wir unser Visa erhalten haben, geht es weiter zur Passkontrolle und danach zum Kofferband. Unser erster Reisekoffer erscheint relativ schnell auf dem Kofferband, für unseren zweiten Koffer müssen wir sehr lange warten. Zwischenzeitlich ist das Kofferband noch stehen geblieben, ein paar Koffer sind vom Band gefallen, das dauerte bestimmt eine Viertelstunde bis es endlich weiter ging. Meine Frau wollte zum Flughafen-Terminal hinaus gehen um unserem Shuttle-Fahrer Bescheid zu geben, der sicher schon auf uns wartete. Wie es sich dann herausstellte konnte meine Frau danach nicht mehr in den Terminal herein kommen. Kurz darauf erscheint endlich unser fehlender Koffer auf dem Band, und ich konnte jetzt mit drei Koffern in Richtung Ausgang gehen. Normalerweise hätte ich dann alle Koffer durch eine weitere Röntgenstation rollen müssen. Ein junger Mann hatte wohl mit mir Mitleid und winkte mich an der Station vorbei, so konnte ich die Halle verlassen, wo meine Frau vor dem Ausgang schon wartete. Gemeinsam fahren mit unseren Koffern auf den großen Parkplatz hinaus, wo unser Fahrer von My Driver schon wartete. Nachdem die Koffer in den Toyota eingeladen waren, konnte es nun losgehen. Vom Flughafen in Hurghada bis in die Makadi Bay sind es etwa 32 Km, allerdings kam mir heute der Weg dahin sehr lang vor. Aber es sind doch schon 10 Jahre her, als wir das letzte Mal hier waren. Im Bereich Makadi gibt es verschiedene Abzweigungen die zu den unterschiedlichen Hotels führen. Jedes der Hotels hat ein Eingangstor mit einem Absperrgitter, das von einem Wächter geöffnet oder verschlossen wird.

Um 15:10 haben wir unser Ziel, das Sunrise Tucana Resort-Grand Select ***** erreicht. Es ist im Jahr 2022 in einem sogenannten Boho-Chic-Style erbaut und neu eröffnet worden.

In der Rezeption werden wir von einem der Mitarbeiter begrüßt, unsere Anmeldung wird mit einem Tablet durchgeführt. Zur Begrüßung wird ein Glas Sekt oder auch nicht alkoholische Getränke angeboten. Ebenfalls wird uns auf einer Schale hausgemachte Schokopralinen sowie schmackhafte und schöne Erdbeeren angeboten. Ein Mitarbeiter erklärt uns in welchen weiteren a`-la-Carte-Restaurants von Sunrise wir essen können. Einige davon müssen aber in der Rezeption für den Tag Vorreserviert werden.

(sämtliche Bestellungen in den Restaurant der gesamten Hotelanlage, dazu gehört auch das Schwesterhotel Sunrise Select Royal Makadi werden mit Tablets oder geeigneten Handys durchgeführt)

Während unserer Anmeldung kann ich noch zwei Bilder vom ansprechenden Innenraum der Rezeption machen. Danach bringt uns ein Mitarbeiter in unser Zimmer, das gleich im Nachbarhaus liegt. Es liegt ganz in der Nähe von Rezeption, der Poolanlage sowie die beiden Restaurants Lucina und Gaia (Italienisch) und in der Dachterrasse die Anjum Bar sowie die Shisha Bar Gitano. Als wir unser Zimmer betreten sind wir ganz begeistert vom dem schönen Ambiente das uns erwartet.

Als nächstes räumt meine Frau noch ein paar Sachen aus dem Koffer, bevor wir uns auf den Weg machen um noch einen Cappuccino oder etwas anderes zu trinken. Es ist mittlerweile schon 16:00 geworden, also höchste Zeit unseren Urlaub zu beginnen. Zwischen dem Lucina-Restaurant und dem Pool ist eine Terrasse, wo wir einen Kaffee trinken wollten, ein Kellner erklärt uns, dass hier schon geschlossen ist. Wir sollten ein paar Meter weiter in der Oasis-Bar unseren Cappuccino trinken. Wie wir später bemerkten, war ein Ober dieser Bar auch für den weiteren Service am Pool verantwortlich.

Der Cappuccino schmeckte ganz ausgezeichnet, wie wir feststellen konnten. Ein wenig später sind wir zum Strand hinunter gegangen, an einem Ende unseres Hotel-Strandes befindet sich die Yades Bar (Griechisches Restaurant). Hier machen wir Halt und setzen uns an einen der Tische, meine Frau bestellt beim Kellner einen Cocktail mit dem Namen „Sex on the Beach“ und für mich einen „Cuba Libre“. Das Getränk meiner Frau schmeckte aber mehr nach Fruchtwasser und war ganz wohl ohne Alkohol.
(Das Originalrezept umfasst einen Cranberry-Necktar, Wodka, Pfirsichlikör sowie Orangensaft)

Hier verbringen wir eine ganze Weile, die Sonne scheint noch herrlich warm vom Himmel herunter. Mittlerweile ist schon 17:30 geworden als wir zurück gehen zu unserem Zimmer, um unsere Koffer ganz auszupacken. Später wollen wir ja noch zum Abendessen in das Lucina-Restaurant gehen, es ist das Hauptrestaurant hier im Hotel und hat eine Internationale Küche. Kurz nach 18:30 waren wir dann im Lucina zum Abendessen. Meine Frau bestellte sich Lachs, was sonst auf unseren Tellern war weiß ich nicht mehr, ich suchte mir ein Rinderfilet aus. Beide Teller waren auf jeden Fall sehr schmackhaft angerichtet.
Was ich bisher noch gar nicht erwähnt hatte, in allen Restaurants wo wir Zutritt haben, herrscht All Inclusive und a`-la-Carte. Nach dem Essen machen wir noch einen kurzen Spaziergang und zum Abschluss des heutigen Tages einen kurzen Besuch in der Anjum-Bar. Die Bar befindet sich auf der Terrasse im zweiten Stock gleich über dem Gaia Restaurant (Italienisch). Wie gesagt eine knappe Stunde sitzen wir hier, bevor wir wieder nach unten gehen, ein kurzer Blick zu einer Sitzecke gegenüber der Rezeption die hübsch beleuchtet ist. Dann geht es zurück in unser Zimmer mit der Nummer 20107.

Aus unserer Minibar holen wir noch eine Dose Bier und eine Flasche Wasser und trinken es auf unserer kleinen Terrasse, danach geht es ins Bett. Wir müssen ja die vergangene Nacht nachholen, in der wir nicht geschlafen haben.

Sonntag den 18. Feb. 2024

Guten Morgen, es ist 8:00 als wir aufstehen, geschlafen wir sehr gut. Allerdings hat meine Frau in der Nacht noch einen leichten Durchfall (Rache des Pharaos) bekommen. Als Sie das heute Morgen unserer Empfangs und Platzanweiserin im Lucina erzählt, bringt diese Ihr eine Tasse Tee, der angeblich helfen soll. Im Laufe des Tages tritt der Durchfall auch nicht mehr auf, wir rätseln aber darüber, weil meine Frau eigentlich nichts außergewöhnliches gegessen oder getrunken hat.
Unser erstes Frühstück ging nicht so reibungslos ab, man konnte beim Kellner Kaffee, Tee, Orangensaft sowie diverse Sachen wie Rührei, gekochte Eier oder verschiedene Omelette bestellen. Ansonsten gab es ein Buffett mit Brot, Käse, Wurst, Gebäck, Salate, Müsli und andere Sachen wie sie halt an jedem Buffett angeboten werden. Auf jeden Fall hat mein bestelltes Omelett nie seinen Platz an meinem Tisch gefunden. Als wir das reklamierten, suchte der zuständige Kellner ganz verzweifelt in seinem Handy nach dem vermissten Omelett, es war ihm offensichtlich sehr peinlich. Weitere fünf Minuten später war das Ersatz-Omelett an unserem Tisch.
Nach unserem Frühstück gehen wir zurück auf`s Zimmer und machen uns für den weiteren Tag fertig. Danach packen wir unsere Badetasche und nehmen unsere Handtuch-Karten mit. Gegenüber der Oasis-Bar befindet sich ein Stand wo der Boy die Tücher für die Badeliegen ausgibt. Er fragt zusätzlich noch nach der Zimmernummer, was uns etwas erstaunt. Hier am schönen Pool direkt vor dem Hauptrestaurant finden wir zwei noch freie Badeliegen. Eine Etage höher ist ein Infinity-Pool mit weiteren Badeliegen. Noch etwas höher liegen Zimmer und Wohnungen, die einen direkten Zugang zum eigenen Pool haben. Nachteilig ist dass immer etwas Wind am Pool herrscht, der von Nordosten durch den Zugang von der Rezeption durchbläst.

Ein bis Eineinhalb Stunden lang bleiben wir hier am Pool liegen, dann brechen wir auf um unser Schwesterhotel das Sunrise Royal Makadi Resort wenigstens in Teilen zu erkunden. Vorbei an den schönen Häusern in weiß/grauen Beton oder Putzfassaden unseres Resorts. Gehen wir über die schönen Grünanlage bis zur riesigen Poolanlage des Royal Makadi Resort , die aber erstaunlicher Weise ziemlich leer ist. Dahinter befindet sich unter anderem die Rezeption des großen Hotels, diverse Shops wo man Souvenirs, Schmuck, und andere Ägyptische Sachen kaufen kann. Als nächstes kommt das Shahrazad (Internationale Küche), das Basilico (Italienische Küche) und das Manzoku Restaurant (Asiatisch). Hier beim Asiaten sowie im Chimichurri (Steakhaus) wollen wir unbedingt einmal Essen. An einem Ende des Zentrums kommt die Splash Bar, wo man ebenfalls essen kann. Es ist in jedem Fall ein Selbstbedienungs-Imbiss, gleich daneben kann man Pizzas bestellen. Während meine Frau sich hier eine Pizza bestellt, hole ich mir einen kleinen Teller mit Pommes Frites, bei einem Kellner bestelle ich dazu zwei Gläser mit Bier. So verbringen wir unsere erste Mittagszeit hier in Ägypten.

Nach einer Stunde etwa gehen wir weiter zum Strand, wir kommen am Fellucca Restaurant (Meeresfrüchte-Küche) vorbei. Es ist wie eine große überdachte Terrasse, aber es sitzen während unseres gesamten Urlaubs kaum Gäste drin.

Gleich anschließend kommt die Chiringuito-Bar (Beach Bar), von hier wird anscheinend der ganze Strandbereich des Hotels Sunrise Royal Makadi mit Getränken versorgt. Gleich hier in der Nähe gehen wir auf den Sandstrand mit seinen aus Schilfdächern bedeckten Strandliegen. Jede der vielen Strandinseln ist mit einem Windschutz versehen. Die ersten drei Reihen Liegen vom Wasser aus gesehen sind aber alle belegt.

(man sagt das Reservieren von Badeliegen sei ein Deutsches Übel, hier ist aber ein Internationales Publikum, trotz allem sind viele Liegen mit Handtüchern belegt und doch leer)

So nehmen wir halt eine Liege in der dritten Reihe, wir haben unsere Badetücher vom Tukana Resort mit dabei. Nach einiger Zeit kommt ein Strandboy mit Getränken vorbei, bei ihm bestellen wir ein Glas Bier sowie ein Tonic Water. So geniesen wir die nächsten eineinhalb Stunden in der warmen Ägyptischen Sonne. Hier am Strand ist es auch windstiller als weiter oben am Hotel-Pool. Mehrmals am Tag kommt der Hurghada Express am Strand vorbei
(es ist ein Kamel mit seinem Führer, wo Kinder und auch Erwachsene am Strand reiten können).

Später gehen wir wieder hinauf zu Poolanlage unseres Hotels, die Badeliegen am unteren Pool sind alle belegt, so versuchen wir unser Glück am oberen Pool wo wir noch zwei freie Liegen finden. Als der Boy von der Oasis Bar vorbei kommt, bestellen wir zwei Cappuccino bei ihm. Es wird immer später und die Sonne verschwindet hinter den Häusern der Badeanlage. So wechseln wir wieder die Plätze und setzen uns bei der Rezeption auf eine Sitzgruppe, gegenüber befindet sich der Getränke-Ausschank für das Lucina Restaurant. Hier bestellen wir nochmals zwei Cuba-Libre die uns ein Bediensteter macht, sie schmecken ausgezeichnet. Auf eine Bitte macht er auch ein Foto mit dem Handy von uns beiden. Wenig später geht meine Frau noch in die Rezeption, um sich nochmals die notwendigen Reservierungen bei den anderen Restaurants erklären zu lassen.

Während unseres Aufenthaltes haben wir noch öfters Kontakt mit Ihm, er bedient auch zu anderen Zeiten in der Anjum Bar in der zweiten Etage des Hauptgebäudes.

Wenig später gehen wir in unser Zimmer zurück, zum Duschen und fertig machen für den Abend. Auf jeden Fall gehen wir heute Abend ins Lucina Restaurant zum Essen. Die Empfangs-Frau am Eingang erwartet uns schon und bringt uns zu einem der kleinen Tische. Hier kommt auch schon der Bestell-Kellner mit seinem Tablet und nimmt unsere Bestellung auf. Meine Frau bestellt sich ein Rinderfilet und ich bestelle mir ein Cordon Bleu mit Kartoffeln und Gemüse. Zum Trinken nehmen wir Rotwein und ein Glas Bier. Am Nebentisch sitzt ein Ehepaar das anscheinend erst heute Morgen angekommen ist. Sie sind aus Ansbach in Franken und machen einen netten Eindruck, wir sprechen mit den beiden ein paar Worte . In den folgenden Tagen treffen wir sie immer wieder mal und wechseln ein paar Worte. Nach unserem Abendessen das übrigens sehr schmackhaft war, machen wir einen Spaziergang über die Anlage, bzw. das Zentrum vom Sunrise Royal Makadi wo ebenfalls in den Restaurants reges Treiben herrscht. Allerdings gibt es hier nur Buffett-Essen zum Auswählen, hier ist auch eher ein Kinderparadies wie man unschwer erkennen kann. Bei uns im Hotel geht es eher ruhig zu, bis auf ein oder zwei Familien die ein paar kleinere Kinder haben. Die fallen manchmal schon auf mit Ihrer Lautstärke, aber die Eltern hören das nicht.

Gegen 20:00 gehen wir die Treppe hoch in die Dachterrasse, wo sich die Gitano-Bar (Shisha-Bar) und noch eine Treppe weiter die Anjum-Bar befindet. Hier oben ist es sehr nett, nachteilig aber sind die kühlen Abendtemperaturen die wir zur Zeit haben. Es gibt einen größeren offenen Teil mit einer halbhohen Glasbrüstung, dahinter befindet sich ein geschlossenen Teil mit teilweise geschlossenen Glasfronten. Heute sitzen wir eine knappe Stunde mit einem Bier, im vorderen offenen Teil der Bar, wie schon erwähnt der Wind hier oben ist für mich besonders unangenehm. Auf der kleinen Bühne stand eine gutaussehende junge Sängerin, die schöne Deutsch/Englische Schlager sang. Sie hatte eine tolle Stimme, mir tat sie nur etwas leid, weil Sie ein rückenfreies Glitzerkleid an hatte, und der kühle Wind bestimmt auf Ihren nackten Rücken blies. Danach gehen wir wieder in unser Zimmer zurück und machen uns zum Schlafen fertig.

Montag den 19. Februar 2024

Es ist kurz nach 7:30 als wir heute Morgen aufstehen, wir haben ausgezeichnet geschlafen, was auch nicht selbstverständlich ist. Als wir die Vorhänge aufmachen, kommt ein strahlend blauer Himmel zum Vorschein. Wir machen uns zum Frühstücken fertig und gehen in das Lucina-Restaurant wo wir schon von den betreffenden Kellnern erwartet werden. Unsere Bestellung ist schnell aufgenommen: (zwei Cappuccino, 2 Orangensaft und für meine Frau ein gekochtes Ei; ich esse jeden Morgen ein Omelett mit Pilzen) mal sehen ob es heute klappt.
Der Cappuccino schmeckt heute Morgen nicht allzu gut, wir mussten im Laufe der Zeit feststellen, er schmeckt eigentlich immer etwas anders. Woran das liegt, keine Ahnung vielleicht das Bedienpersonal, aber die Maschine kann das wohl nicht sein. Mit meinem Omelett klappt das heute recht gut. Was das Buffett ansonsten anbietet, ist in meinen Augen eher Durchschnittlich.

Das Lucina Restaurant ist für Frühstück und Abendessen vorgesehen

Nach unseren Frühstück gehen wir zurück auf unser Zimmer und machen uns fertig für den heutigen Tag. Es weht leider ein kühler Wind und er soll im Laufe des Tages stärker werden. Es stellt sich die Frage, was wir tun werden, wir entscheiden uns für einen Strandspaziergang in Richtung der Red Seas Hotels an einem Ende der Bucht. In diesen Hotels waren wir vor vielen Jahren, unser letzter Aufenthalt war im Makadi Spa von Red Sea, das damals nagelneu und in Teilen noch im Bau war. In diesen Jahren waren wir mehrmals auf einer Nilkreuzfahrt und verbrachten die Anschlusswoche hier oder in Hurghada.
Am Strand angekommen gehen wir nach links, am Yades Restaurant (Griechisches Restaurant) vorbei, sind wir schon am Fort Arabesque Hotel ***** angekommen. Das Hotel hat einen wunderschönen grünen Garten mit vielen Palmen und Hängematten. Es sind auch viele Pavillion im Park die wohl auch zu Massage-Zwecke genutzt werden. Vom Garten aus macht das Hotel einen sehr guten Eindruck. Wie viele verschiedene Kategorien es hier gibt und was in welchem Preis enthalten, ist kann ich hier natürlich nicht beurteilen.

Wir gehen weiter, kommen Hotel Prima Life**** vorbei, es hat mir schon vor 10 und mehr Jahren nicht gefallen, daran hat sich auch heute nichts geändert. Die Musik aus den großen Lautsprechern ist gut und laut als wir am Hochsitz des Lifeguard vorbei gehen. Der Strandabschnitt ist auch Relativ schmal gegenüber anderen Hotels. Hier am Ende des Strandes ist eine Wand aus Sperrholz oder Ähnlichem und der weitere Weg ist durch 3 uralte verrostete Windschotte abgegrenzt. Wenn ich nicht gewusst hätte, was sich hinter dieser sogenannten Absperrung verbirgt, hätten wir einfach umgedreht. Am Ende der Bretterwand stehen ein paar Buden von einem Tauchclubs und sonstiges. Wir gehen jetzt vom Sandstrand aufwärts zum gepflasterten Uferweg der die 5 Red Sea Hotels miteinander verbindet. Er ist nach wie vor in einem sehr guten Zustand wie auch die gesamten Hotels.

Hier eine kleine Bilderauswahl von den Red Sea Hotels

Was mir heute leider auffällt, der riesige Strand mit seinen Liegeinseln ist sehr schwach besucht. Bei unseren Spaziergängen am Strand entlang, kommen wir auch immer wieder bei den Red Sea Hotels vorbei, und ich stelle in den nächsten Tage einen Zuwachs an Gästen fest.
Wir gehen weiter bis zum Grand Makadi, in dem wir als erstes zu Gast waren. Es schaut auch heute noch so aus wie damals, als wir hier waren. Es gibt einen Durchgang zum Makadi Palace bei dem Haus in dem unser Zimmer lag, hier geht eine Treppe zum Palace .. hinunter. Neben der Treppe befindet sich ein kleiner Shop in dem wir neue Strandschuhe für mich finden. Nach kurzem Anprobieren wechseln sie für 8 Euro den Besitzer. Wir gehen weiter durch den riesigen Innenhof, am Dom das ist eines der Restaurants gewesen wird gerade gebaut. Durch den Park zurück gehend, auf der rechten Seite kommen wir jetzt wieder am Makadi Spa vorbei. In diesem Superhotel waren wir das letzte Mal hier in der Makadi Bay. Es war eine schöne Zeit damals, eine Woche auf dem Nil-Kreuzfahrtschiff und eine Woche hier, oder in Hurghada im Hotel Grand Resort.

Teilansicht vom Makadi Palace

Langsam gehen wir den Weg zurück, am Hotel Prima Life vorbei, hier steht am Strand-übergang zum Fort Arabesque ein Händler der Flaschen mit schönen Sandbildern anbietet. Meine Frau schaut sich die Flaschen in Ruhe an, sie möchte unserer Hausnachbarin eine solche mitbringen. Wir gehen wieder durch den schönen Park vom Arabesque und machen ein paar Bilder davon.

Im Tukana Resort angekommen, gehen wir zuerst auf unser Zimmer, um meinen Fotoapparat im Safe abzulegen. Am Platz vor dem Hauptgebäude und der Oasis-Bar steht eine drei Personen Tanz oder Musikgruppe in Dirndl und Lederhosen. An der Oasis-Bar trinken wir noch etwas, bevor wir zum Sunrise Royal Resort hinüber gehen um eine Kleinigkeit zu essen. Hier im Tukana Resort gibt es leider nur komplette Mittags-Menüs, das ist uns zuviel. Im Splash Imbiss angekommen setzen wir uns an einem der zahlreichen Tische. Meine Frau bringt mir eine Schale mit Spaghetti Bolognese. Während ich an einem anderen Tisch eine Besteckgarnitur hole, sehe ich an unserem Tisch einen der zahlreichen Reiher (die mit den Gästen gemeinsam speisen) genüsslich meine Spaghetti aus der Schale holen. Sie haben hier im Splash Imbiss einen Bediensteten der mit einem Elektrischen Federballschläger die Reiher von den Tischen verjagen soll, auch er kam zu spät. Natürlich hat der Reiher eine Sauerei am Tisch gemacht, die wir mit Servietten wieder abwischen. Ein paar Tage später konnte ich die Reiher beim Pizza essen an einem der Nachbartische Fotografieren. Nachdem wir unsere Pommes und meine Spaghetti gegessen und unser Bier getrunken haben, gehen wir weiter zu unserem Strandabschnitt.

Wie man sich im Ausland oder auch in Norddeutschland die Bayern vorstellt ?

Zum Wetter hier in der Makadi Bay könnte man noch sagen: seit unserer Ankunft in Ägypten haben wir einen blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein, die Tagestemperaturen liegen wohl bei etwa 25°. Einziges Manko bis jetzt ist der für meinen Geschmack zu starke und kühle Wind.
Bis ca. 17:00 bleiben wir am Strand, bevor wir uns wieder auf den Rückweg machen. In einer der großen Strand-Villen die zum Posh-Club gehören, stehen an die 20 Mann mit Kameras und Mikros sowie einem mehrere Meter langen Gleis für den Kamerawagen. Als wir hier stehen bleiben und zuschauen wollen, schickt uns ein Ordner weiter. Vor dem Lucina-Restaurant ist ein Grill aufgebaut. Wir erfahren dass für heute Abend ein Barbecue gedacht ist

Drinnen im Restaurant ist ein Buffet mit Salaten, Obst und Gebäck. Vor dem Haus sind mehrere Grills aufgebaut, sowie eine Wärmestation für einen Truthahn der anschließend zerlegt wird. Dahinter sind unzählige Töpfe mit verschiedenen Gerichten aufgebaut, was in den Töpfen alles drin ist kann ich nicht sagen. Ich bin im Essens-Angelegenheiten kein Fachmann. Ich selber habe, als der Truthahn angeschnitten wurde ein paar Stücke davon auf meinen Teller gemeinsam mit Penne-Nudeln geholt und an einem der Tische im Restaurant gegessen. Nach dem schmackhaften Essen machen wir noch einen Spaziergang hinüber bis zum Sunrise Royal Resort, wo wir noch das Manzouku Restaurant suchen, in dem wir am Donnerstag Abend Asiatisch essen werden. Gegen 20:00 gehen wir in die Anjum Bar auf der Dachterrasse, aber in den geschlossenen Teil der Bar, wo kein Wind herein kommt. Auch heute ist eine Sängerin hier, allerdings war der Gesang gestern besser, und die Sängerin natürlich hübscher. Bis ca. 22:00 bleiben wir hier oben, manche der vielen Gäste spielen hier auch Karten, die meisten hier sind Englisch sprechend.

Bis ca. 22:00 bleiben wir hier oben sitzen, eine Treppe hinunter durch die Shisha-Bar Gitano Bar, in der kaum Gäste sitzen und am Gaia Restaurant (Italienisch) vorbei. Es sind ja nur ein paar Meter bis zu unserem Zimmer.

Dienstag den 20. Feb. 2024

Es ist kurz vor 8:00, als wir aufstehen und uns zum Frühstücken fertig machen. Auch heute ist der Himmel strahlend blau, die Temperaturen werden wir gleich feststellen, wenn wir unser Zimmer verlassen. Am Eingang zum Lucina Restaurant wartet schon die Frau, die alle Gäste begrüßt und zu Ihren Tischen bringt. Sie ist immer sehr freundlich, wie auch die anderen Kellner (Ober), wo die Bestellungen aufnehmen bzw. das bestellte Frühstück bringen.
(wir hatten selten so ein freundliches Personal wie hier im Hotel außer auf unseren Kreuzfahrten )
Meistens sind es die gleichen Kellner die uns bedienen, einer der Älteren Kellner scheint etwas überfordert mit den Essens-Bestellungen zu sein. Während einer Bestellungs-Aufnahme schaut er immer wieder von seinem Tablet auf, um vielleicht Informiert zu sein, über neue Gäste die kommen. Danach hat er einen Teil der Bestellung wieder vergessen, und muss sich wiederholen.
Aber alle anderen Kellner sind spitze, ein junger Kellner fällt sehr positiv dabei auf. Er trägt auf seinem Arm mehrere Teller übereinander mit Bravour. Dazu ist er auch sehr freundlich ohne ein Trinkgeld zu erwarten.

(Im Makadi Palace hatten wir einmal einen Kellner, der wahnsinnig freundlich und bemüht war. Nach einem sehr reichhaltigen Trinkgeld von uns, war der gute Service von ihm uns gegenüber erledigt)

Aber zurück zu unserem jungen Kellner, er bediente uns fast zu jedem Frühstück und auch Abends wenn wir hier im Lucina Restaurant gegessen haben. Er besorgte für meine Frau die fehlende Erdbeermarmelade und vieles andere. Nach dem Frühstück gehen wir zurück auf unser Zimmer, und machen uns Pool bzw. Strand fertig. Gegenüber der Oasis-Bar holen wir frische Badetücher, der Bedienstete hier fragt trotz unserer Handtuchkarten immer nach der Zimmernummer. Danach gehen wir zum Strand hinunter um uns zwei freie Liege in der Nähe des Wasser zu suchen, was aber nicht klappt, auch heute muss die dritte Reihe ausreichen. Nach einer Weile ziehen wir unsere Strandschuhe an, und brechen zu einem Strandspaziergang in Richtung dem Madinat Makadi. Hier waren wir zusammen mit unserer Tochter Raphaela für 10 herrliche Tage.
Mal sehen wie es heute im Hotel Sol Y Mar Club oder im Iberotel Makadi Beach ausschaut. Wir verlassen unseren Hotelstrand und wechseln ins Nachbarhotel Xanadu Makadi Bay das ebenfalls einen guten Eindruck macht. Nach diesem Hotelgebiet ist erstmals Schluss, ab hier beginnt eine Baustelle, wo gerade ein riesiger Pool abgetragen wird, im Hotel-Gebäude fehlen schon die Fenster und im Strandgebiet ist praktisch nichts schönes mehr vorhanden. Beim letzten Mal als wir hier waren stand an dieser Stelle das Luxushotel Tia Heights Makadi*****, schade darum. Wir gehen weiter, jetzt beginnt das Madinat Makadi die Keimzelle der Makadi Bay. Das erste Hotel das wir erreichen ist der ehemalige Sol Y Mar Club****, der heute einem neuen Besitzer gehört Jaz Makadina*****.
Wir können es nicht lassen und spazieren noch einmal durch diese wunderschöne und gepflegte Gartenanlage, die mir schon damals gut gefallen hat. An den Stämmen von vielen Palmen hängen Namensschilder von ehemaligen Gästen, denen es hier offensichtlich sehr gut gefallen hat.

Danach gehen wir weiter am Strand entlang, das nächste Hotel heißt Tui Blue Makadi und das Juwel in dieser Reihe ist meines Wissens das Iberotel Makadi Beach. In der zweiten Reihe dahinter befinden sich noch weitere Hotels, die auch teilweise einen Strandanteil haben. Ein Strandteil besitzt sogar statt Sand eine Rasenfläche am Wasser. Was uns aber auch hier auffällt, im Gegensatz zu den Hotels auf unserer Seite Xanadu Makadi Bay , Fort Arabesque und Sunrise Royal Makadi und unseres Sunrise Tukana Makadi sind auch hier weniger Gäste zu sehen.

Als nächstes gehen wir beim Iberotel Makadi Beach in die Hotelanlage hinein, auch sie ist wunderschön und sehr gepflegt. Wir sind jetzt am Ende des Madinats Makadi angekommen, siehe unten Plan vom Madinat Makadi.

Hier ein Ortsplan aus dem Jahr 2009

Vor Jahren sind wir noch etwas weiter nach Süden gewandert. Hier entstand im Jahr 2009 das Cleopatra Luxury Resort. Weiter nach Süden kommen dann die Hotels die Sonnenklar TV seit ein paar Jahren anbietet.

3 Bilder von 2009

Hier brechen wir unseren Spaziergang ab, und gehen zurück bis zu einem Steg der von einer Tauchschule genutzt wird. Gleich hier in der Nähe ist ein Riff wo man Schnorcheln oder mit einer Sauerstoff-Flasche ins Wasser gehen kann. Anschließend geht es zurück ins Sunrise Royal Resort (Splash) um hier eine Kleinigkeit zu essen.

Danach gehen wir wieder am Strand entlang und kommen an den Posh Club Villen vorbei.

( Posh Club-Villen sind eigentlich Ferienhäuser mit verschieden großen Pools auf dem Gelände unseres Hotels im Club-Charakter. Manche haben auch noch zusätzlich einen Whirlpool auf der Dachterrasse. In einer dieser Häuser wurde ja gestern ein Film gedreht, wie wir sehen konnten. Auf diesem geschlossenen Gelände gibt es auch eine Bar, ob es ein eigenes Restaurant besitzt kann ich leider nicht sagen, wir kommen hier nicht hinein. Zusätzlich zu den eigenen Pools vor den Häusern gibt es auch den größeren Royal -Pool und natürlich auch Bade-Liegen auf einer kleineren Sandfläche auf dem mit einer Hecke abgegrenzten Grundstück.
Das ganze hat natürlich auch einen Preis: Laut Aussage unseres Bekannten aus Ansbach der mit einem Manager des Hotels gesprochen hat, kommt auf den normalen Hotelpreis noch weitere 250 Euro pro Tag dazu).

Wir gehen jetzt hinauf ins Hotel um meinen Fotoapparat in unser Zimmer zu bringen. Anschließend setzen wir uns in die Oasis-Bar um einen Cappuccino zu trinken. Zehn Minuten später kommen auch unsere Bekannten aus Ansbach vom Strand herauf. Sie sind ebenfalls sehr viel unterwegs, und die restliche Zeit verbringen sie am Strand wie auch im Wasser. Für eine Tasse Kaffee setzen sie sich zu uns, bevor es weiter geht. Heute Abend gehen Sie zum Essen ins Asia-Restaurant Manzouku, sie sind seitdem sie hier im Hotel sind, jeden Abend in ein anderes Spezialitäten-Restaurant gegangen.
In der Anjum-Bar oben auf der Dachterrasse wird gerade ein Film gedreht, man sieht einen Kameramann und den Regisseur und die übrigen 20 Mann oben auf der Dachterrasse umher laufen. Wenig später gehen wir in unser Zimmer um uns für den Abend fertig zu machen.
Für heute Abend in der ersten Essenszeit um18:30 haben wir einen Tisch im Gaia Restaurant (Italiener) bestellt. Mal sehen wie gut das Essen hier ist.

Punkt halb Sieben werden wir ins Lokal gelassen, und an einen der kleinen Tische geführt, meine Frau bestellt als Vorspeise einen Shrimps-Salat, und für mich eine Tomatensuppe. Als Hauptspeise nimmt Sie dann Gnochi mit einer Trüffelsoße. Ich esse ein Beefsteak mit Karotten dazu Kartoffelspalten. Dazu trinken wir einen ausgezeichneten Rotwein. Kurz vor 20:00 bevor die zweite Essenszeit beginnt, verlassen wir nach einem guten Essen das Gaia Restaurant.

Als wir an der Rezeption vorbei gehen, sehen wir die ganze Film-Mannschaft vor dem Haus stehen und oberhalb des Getränkeausschanks sind große Scheinwerfer zur Beleuchtung aufgestellt. Wir glauben dass hier ein neuer Werbefilm für das Hotel gedreht wird. Wir gehen ein paar Meter in Richtung des Eingangs-Tores von unserem Resort. Auf der linken Seite der Straße sind ein paar Geschäfte, ein Juwelier, Souvenier und Geschenkartikel aus Ägypten sowie ein Friseur. Gleich danach kommt eine Treppe die nach oben führt, hier befindet sich die Cohiba Bar, wir schauen kurz hinein, aber es sind keine Gäste hier. Unsere Bekannten aus Franken haben erzählt, hier in der Bar gibt es einen guten Martini zum Trinken.
Hier soll es irgendwo zum Chimichurri-Steakhaus gehen, wo wir in den nächsten Tagen essen werden. Ein Hotelboy zeigt uns den Weg dahin. Es ist in der Nähe des Kidsclub / Spielplatzes, hier befindet sich ein weiterer Pool mit einer großen Anzahl an Bade-Rutschen. Über den uns bekannten Weg an der Rezeption des Sunrise Royal Resort vorbei, gehen wir in unser Tukana Resort zurück. Hier angekommen gehen wir die zwei Stockwerke hoch, vorbei an der Gitano Bar wo wir eigentlich einmal eine Shisha rauchen wollten. In der Anjum Bar setzen wir uns in den hinteren Teil wo es windgeschützt ist. Die beiden Kellner die hier bedienen sind zu anderen Tageszeiten an der Oasis-Bar bzw. am Pool tätig. Wir bestellen ein Glas Raki für meine Frau, und ich nehme ein Glas Rotwein, der hier im Hotel ausgezeichnet schmeckt. Hier verbringen wir die nächste Stunde bevor es in unser Zimmer zurück geht.

Mittwoch den 21.Feb. 2024

Auch heute Morgen sind wir gegen 7:30 aufgestanden und haben uns zum Frühstücken fertig gemacht, das wir wie immer im Lucina (Hauptrestaurant) einnehmen. Der Himmel ist auch heute Morgen strahlend blau. Und der Wind hat etwas nachgelassen.
Mohammed unser junger Kellner nimmt die Bestellung auf, Wir essen eigentlich immer dasselbe, ein Omelette mit Pilzen für mich, meine Frau nimmt ein hartgekochtes Ei und Cappuccino für uns beide. Hier gibt es auch frisch gepressten Orangensaft. Am Buffett suchen wir uns dann verschiedene Brote oder ein Gebäck aus, dazu etwas Käse, die Wurst möchten wir nicht. Die passende Erdbeermarmelade besorgt uns Mohammed von anderen Tischen. Wie er uns erzählt hat ist er in der Nähe von Alexandria zuhause.
Nach dem Essen gehen wir ins Zimmer zurück und ziehen uns um, nehmen unsere Badetücher und suchen uns eine freie Liege am unteren Pool vor dem Restaurant aus. Eine Frau zwei Badeliegen von uns entfernt hat vom Poolboy einen Cocktail Spezial bekommen, es gibt zu diesem Getränk aber keine nähere Beschreibung. Als der Serviceboy von der Oasis-Bar das nächste Mal wieder bei uns vorbei kommt, bestellt meine Frau den gleichen Spezial Cocktail zum Trinken, während ich mich mit einem einfachen Cocktail Sex one the Beach zufrieden gebe. Der Spezial Cocktail war wohl nicht ganz so prickelnd, wie es sich dann heraus stellt.
Gegen 12:30 verlassen wir mit unseren Badetüchern den Pool und gehen zum Strand hinunter um hier nach einer freien Badeliege zu schauen. Heute wollen wir wieder mal in Richtung Osten gehen zu den Red Sea Hotels, um dort in Erinnerungen zu schwelgen. Es war eine schöne Zeit damals, ob in Hurghada, hier in Makadi Bay oder auf einer der vielen Nil-Kreuzfahrten die uns hinunter bis nach Assuan und weiter führten. Den Tempel von Ramses II in Abu Simbel konnte ich zweimal besuchen.
Aber zurück zum Strand, unser Weg geht durch das hübsche Fort Arabesque Hotel***** das mit seinen ausgedehnten Grünanlagen durchaus einen Charme verbreitet. Vorbei am Prima Life**** über das ich jetzt keine weiteren Worte verlieren werde. Und schon sind wir am großen Strand der Red Seas Hotels angekommen. Im Bereich der Sunwing Waterworld gehen wir eine Treppe hoch um den Innenbereich des Hotels mit seinen riesigen Pools zu sehen. Beim wieder Abwärts gehen verliert meine Frau die Balance und stolpert ein paar Stufen nach unten. Gottseidank ist nicht mehr passiert. Kurz darauf gehen wir einen Promenadenweg entlang, der schon damals angelegt wurde und zwischen dem Sunwing Waterworld Hotel und dem Makadi Spa durchgeht und der am Eingang des Spa Hotels vorbei führt.

Über eine Treppe wechseln wir auf das Gelände vom Makadi Palace, es werden wieder Erinnerungen wach. Direkt hier war eines der zahlreichen Gartenbistros wo wir zur Mittagszeit einen kleinen Snack zu uns nahmen. Ein paar Meter weiter zum Strand hin können wir zu unserem damaligen Zimmer im Makadi Spa hoch schauen.

Über die schöne Strandpromenade wandern wir zurück zum Tukana Resort, wo wir meinen Fotoapparat im Zimmer ablegen und die Badesachen mitnehmen. Es ist jetzt etwa 11:00 und ca. 1,5 Stunden waren wir heute unterwegs. Zuerst gehen wir zum Strand um die Morgensonne zu geniesen, und ein Glas Bier das der Strandboy uns bringt zu trinken. Alle Liegen direkt am Wasser sind natürlich belegt, so begnügen wir uns halt wieder mit der dritten Reihe.
Gegen 12:30 verlassen wir den Strand und gehen hinüber zum Sunrise Royal Resort, genauer gesagt zum Splash Imbiss, wo sicher schon die Reiher auf uns warten. An einem freien Tisch essen wir einen Teller Pommes Frites und eine Schale mit Spaghetti und bestellen bei einem Kellner zwei Glas Bier.
Danach kehren wir für weitere zwei Stunden auf unsere Strandliegen zurück. An der Strandpromenade befindet sich die Chiringuito-Bar (Beach-bar), hier holen die Strand-Kellner ihre bestellten Getränke ab.

Eine nette Episode dazu: Gleich daneben befindet sich eine Toilette und und eine Badetuch-Abgabestelle, die von einem Hotel-Mitarbeiter betreut wird. Als ich zufällig vor diesem Haus stand, wird der Badetuch-Mitarbeiter auf lautes Gelächter gleich nebenan aufmerksam. Hier befindet sich eine der Luxuriösen Villen des Sunrise Posh Clubs, die ausgestattet mit einem großen Pool ist. Vier Frauen im mittleren Alter tummeln sich hier ausgelassen im Pool der Villa, die zur Zeit nicht bewohnt ist. Der Mitarbeiter ist erbost und jagt die Frauen vom Grundstück herunter, sie flüchten über eine niedrige Hecke. Ob Sie überhaupt Gäste vom Sunrise Tukana Hotel oder vom Sunrise Royal Makadi waren, oder nur Spaziergänger von anderen Hotels waren, lässt sich im Nachhinein kaum feststellen.

Hier die betreffende Villa mit Pool, leider ohne die vier Badenixen

Um etwa 15:30 gehen wir zurück in unser Hotel, um einen Cappuccino an der Oasis-Bar zu trinken. Bald darauf setzen sich unsere Fränkischen Bekannten an unseren Tisch, um ebenfalls eine Tasse Kaffee zu trinken. Etwas später gehen Sie an den Strand zurück, während wir eine leere Badeliege am Pool gefunden haben. Hier verbringen wir bis ca. 17:00 die Zeit, trinken noch einen CubaLibre, und gehen danach auf unser Zimmer um uns für den Abend fertig zu machen.
Heute Abend essen wir wieder im Lucina-Hauptrestaurant. Die Empfangs-Frau am Eingang erwartet uns auch heute und bringt uns zu einem der kleinen Ess-Tische. Beim Kellner bestellt meine Frau als Vorspeise einen Meeresfrüchtesalat und zum Hauptgang so eine Art Zürcher Geschnetzeltes, das sehr schön ausschaut und offensichtlich auch so schmeckt. Ich bestelle mir eine Pilzrahmsuppe und als Hauptspeise einen Lachs.
Nach dem Essen machen wir wie immer einen Spaziergang hinüber zum Sunrise Royal Makadi (Buffett), wo die Gäste ebenfalls beim Essen sind. Danach gehen wir über die Strandpromenade zurück in unser Hotel.
Zum Abschluss des Tages gehen wir wieder auf die Dachterrasse in die Anjum-Bar, wo unsere beiden Poolboy`s schon ihren Abenddienst begonnen haben. Die beiden sind stark unterschiedlich in ihren Charakteren. Der eine ist wahnsinnig aufmerksam und sehr schnell, während der zweite ebenfalls sehr höflich, sich aber mehr als Schauspieler präsentiert. Wir bestellen ein Glas Rotwein und für meine Frau ein Glas Raki (hier ist die Trinkmenge im Glas maßgebend). Was heute Abend für eine Musik war, weiß ich leider nicht mehr. Gegen 22:00 gehen wir auf jeden Fall wieder zurück in unser Zimmer.

Donnerstag, den 22. Feb. 2024

Guten Morgen, heute haben wir schon unseren 6. Urlaubstag hier in der Makadi-Bay. Der Himmel ist strahlend blau, auch der Wind hat etwas nachgelassen. Wie jeden Morgen gehen wir zum Frühstücken ins Lucina Restaurant, wo die Bediensteten schon auf uns warten. Sameh einer der netten Kellner nimmt unsere Bestellung auf und schickt sie per Tablet an die richtige Stelle. Der Kaffee kommt von einer kleinen Bar, so auch der Orangensaft, das Omelett wie auch die Eier selbstredend aus der Küche. Nach unserem Frühstück gehen wir in unser Zimmer zurück, und machen uns für den weiteren Tag fertig. Heute wollen wir wieder einen Spaziergang in Richtung Madinat Makadi machen. Wir haben ja nur zwei Richtungen wo wir gehen können. Am Strandende vom Sunrise Royal Makadi befindet sich ein weiterer Steg an dessen Ende sind einige Schiffe die für Tauchfahrten genutzt werden. Hier am Übergang zum Xanadu Makadi Hotel befindet sich ein Tauchzentrum sowie einige andere Geschäfte. Unter anderem auch ein Souveniershop mit Ägyptischen Skulpturen aus Alabaster, Schmuck, Parfüm und natürlich Magneten die man an einem Kühlschrank anbringen kann.
Ich möchte mir dieses Mal unbedingt einen Magneten aus Ägypten mitbringen. Aus vergangenen Jahren besitze ich natürlich einen Pharao-(Magnet) und viele andere Ägyptische Souveniers. Hier finde ich einen hübschen Fisch (Magneten) für unsere Magnetwand zu Hause.
Wir gehen weiter am Baustellen-Gelände des ehemaligen Tia Heights Hotel***** vorbei, ins Madinat Makadi mit seinen vielen kleineren Hotels. Auch hier ist auffällig, wie wenig Urlauber sich hier befinden. Wir spazieren bis zur Grenze vom Makadi Beach Hotel zum Cleopatra Luxury Resort, hier drehen wir wieder um. Als wir wieder am Jaz Makadina (ehemals Sol Y Mar Club Makadi) vorbei kommen, beginnt gerade ein Spiel mit Wasser gefüllten Luftballons. Die Spieler stehen sich in zwei Reihen gegenüber. Die Teilnehmer einer Seite müssen die Luftballons zur anderen Seite werfen. Wenn das nicht gelingt, platzen die Ballons und der Spieler wäre nass, allerdings tragen die Mitspieler Schürzen zum Schutz. Es ist eine lustige und feuchte Aktion, wir gehen weiter über die Baustelle des ehemaligen Tia Heights***** Hotels und seinem Strandabschnitt.
(Schutt und Abfall werden in Ägypten erst bei einem etwaigen Neubau entfernt und an anderer Stelle in der Wüste abgelagert).

Wir gehen weiter zu unserem Strandabschnitt von den Sunrise-Hotels.

Als wir gerade am Felucca Restaurant vorbei kommen, sehen wir eine Karawane von Animateure vom Sunrise Royal in bunten Tierkostümen kommen. An der Uferpromenade wurde von Köchen des Sunrise Hotels mehrere Stände mit verschiedenem Obst, Fleischspieße und Popcorn aufgebaut.
Wir hatten bevor wir unseren Spaziergang begonnen hatten, unsere Badetücher auf eine der Strandliegen gelegt. Hier machen wir erstmals Pause, und als der Strandboy gerade vorbei kommt, bestellen wir bei ihm ein Glas Bier bzw. eine Flasche Wasser. Gegen 12:30 wandern wir zum Splash (Selbstbedienungs-Imbiss) zu einer kleinen Mittagspause hinauf. Meine Frau bestellt für mich eine Schale mit Spaghetti, sie selber holt sich einen Hamburger und dazu eine Portion Pommes Frites, die wir dann gemeinsam essen. Beim Kellner bestellen wir zwei Glas Bier zum Trinken. Die Geier warten schon auf uns, sie haben wohl auch etwas Hunger.

Um ca. 15:00 gehen wir zum Hotel-Pool hinauf , der Himmel war zwischenzeitlich ziemlich bedeckt. Plötzlich erscheinen Animateure aus unseren Hotel sowie vom Sunrise Royal in Afrikanischen Kostümen. Wir haben gelegentlich Kontakt mit einer ungarischen Animateurin, sie erzählt von einer Tanz-Veranstaltung die sie gleich am Strand machen werden. Wir beschließen danach ebenfalls zum Strand hinunter zu gehen, wo der Tanz schon begonnen hat. Sie haben einen Teil des Tukana-Strandabschnittes frei geräumt, wo jetzt mehrere Afrikanische Tänze vorgeführt werden.

Nach den Tänzen die von den Animateuren des Hotel vorgeführt werden, werden die Zuschauer in einem Kreis gerufen, wo ein weiteres Spiel stattfindet. Wir ziehen uns zurück und setzen uns in die gleich oberhalb liegende Yades-Bar (Griechisches Lokal), wo wir zwei Glas Prosecco bestellen. Von hier können wir beobachten wie es weiter geht. Nach verschiedenen Aktionen bekommen alle Teilnehmer einen Becher in die Hand gedrückt, der zum Abschluss in die Luft geschleudert wird.
Das Ergebnis kann man gleich sehen. Die meisten Teilnehmer erscheinen jetzt in bunten Farben. Was für Farben verwendet wurden, weiß ich nicht, allerdings sind ein paar Mitwirkenden danach ins Meer gegangen, und waren hinterher wieder sauber.

Gegen 17:30 gehen wir zurück in unser Zimmer um zu Duschen und uns für den weiteren Abend fertig zu machen. Wir wollen heute Abend im Schwesterhotel Asiatisch essen. Das Manzoku-Restaurant (Asia) befindet sich zwischen dem Shahrazad (Internationale Küche) meines Wissens das Hauptrestaurant vom Sunrise Royal Makadi und dem Splash Imbiss. Hier befindet sich auch eine kleine Bühne für Kindervorstellungen.

Um 18:30 ist unsere Essenszeit die wir für heute Abend gebucht haben, im Lokal ist gerade einmal Platz für ca. 70 Gäste. Meine Frau bestellt für sich eine Gemüsesuppe und für mich eine Tomatensuppe, zum Hauptgang wählen wir einmal Hähnchen süßsauer und für meine Frau eine Ente in einer Asiatischen Soße. Als Nachtisch wählt meine Frau eine Schale mit Eis und Frittierten Bananen.
Als Getränk wählen wir einen Rotwein der auch hier in diesem Speiselokal ausgezeichnet mundet. Das Essen hat sehr gut geschmeckt, der Restaurantleiter kommt mit dem Chefkoch an jeden Tisch um sich eine Belobigung abzuholen. Es ist natürlich schon Toll wenn ein Ägyptischer Koch so ausgezeichnet Asiatisch kochen kann. Kurz vor der zweiten Essenszeit die um 20:00 beginnt, verlassen wir das Manzoku-Restaurant. Draußen vor der Türe warten schon die nächsten Gäste. Heute Abend gehen wir mal in die andere Richtung spazieren, zurück ins Tukana Resort.

Hier angekommen stellen wir fest, das zwischen dem Lucina-Restaurant und dem Pool eine Tanz-Vorführung stattfinden soll. Es soll wohl ein Ägyptischer Abend werden.
Vor dem großen Pool sehen wir einen Tanoura-Tänzer stehen, der sich auf seinen Tanz vorbereitet. Wir haben schon in unseren vielen Ägypten-Urlauben diesen wunderschönen Tanz gesehen. Er ist immer wieder ein tolles Erlebnis.

Leider war mein Handy nicht in der Lage, diesen Tanz in seiner schnellen Drehbewegung aufzunehmen. Nur die ersten zwei Bilder sind an diesem Abend entstanden.
Die übrigen 5 Bilder sind von mir vor vielen Jahren in Hurghada im Hotel Grand Resort gemacht worden.

(Tanoura ist ein traditioneller Nationaltanz hier in Ägypten. Seine Besonderheit ist, dass nur Männer diesen Tanz aufführen Die Grundlage des Tanzes ist ein kreisender Tänzer der sich fortlaufend um seine Achse dreht, notwendigerweise gegen den Uhrzeigersinn. Ein Tanoura- Tänzer kann sich von 15 Minuten bis zu mehreren Stunden drehen!, und sich dadurch in einen Zustand der Trance bringen. Bei der Aufführung entstehen technisch anspruchsvolle Elemente mit Röcken, die den Tänzer vielschichtig bedecken. Eine flauschige und dramatische Schicht von Röcken dient als Attribut der Präsentation. Und erfahrene Tänzer beziehen Tamburine und andere Elemente in den Tanz ein)

Auch unser Tanoura-Tänzer hat sehr schön getanzt, ich schätze so an die 20 Minuten lang. Unser heutiger Tänzer hatte an einem seiner Röcke LED-Lampen befestigt, das war sicher ungewöhnlich, so etwas haben wir bisher noch niemals gesehen. Nach diesem Tanz ist eine Bauchtänzerin aufgetreten und zum Abschluss kam eine weitere Tanzgruppe bestehend aus zwei Frauen und drei Männern. Auch diese Gruppe machte eine schöne Tanzaufführung.

Während dieser Tanzvorführungen saßen wir bei zwei Frauen am Tisch. Die beiden sind uns schon am Nachmittag in der Oasis-Bar aufgefallen. Wie es sich jetzt herausstellt kommen die beiden aus Belarus / Minsk. Mit Hilfe eines Übersetzungs-Programmes mittels Handy kam eine nette Unterhaltung zustande. Eine der Frauen hieß Anna-Maria, bei der zweiten Frau konnte ich ihren Namen nicht definieren. Obwohl sie die Lebhaftere der beiden Frauen war. Sie erzählt uns , dass Ihr Mann Lehrer für Geschichte und Deutsch wäre, und daher ausgezeichnet Deutsch spräche. Die Gegenwärtigen Kampfhandlungen in Osteuropa erwähnte sie nur kurz. Sie meinte (sie wären doch alle Brüder und Schwestern, und eine Familie).
Etwas auffällig für mich war, dass sie dem Alkohol (Rotwein und Schnäpse) sehr gerne zusprachen. Beide flirteten mit einem Kellner, Eysayed kommt ebenfalls aus der Nähe von Alexandria. Er zeigt uns auf seinem Handy Bilder von seinen beiden Kindern und seiner Frau. Seine Ehefrau ist sehr hübsch und auf diesem Foto Arabisch gekleidet.
Mittlerweile ist es schon nach 22:00 geworden, als wir in unser Zimmer aufbrechen. Unser Zimmerboy hat uns heute als hübsche Bettdekoration zwei sich liebende Schwäne hinterlassen.

Freitag, den 23. Feb. 2024

Als wir heute Morgen aufstehen ist der Himmel noch ziemlich Blau, das soll sich aber im Laufe des Tages ändern. Nach unserem Frühstück im Lucina-Restaurant und danach fertig zu machen für den heutigen Tag, beschließen wir einen weiteren Spaziergang in Richtung der Red Seas Hotels zu machen.
Gegen 10:30 brechen wir auf, vorbei an der schönen Gartenanlage vom Fort Arabesque Hotel mit seinen verschiedenen Strandrestaurants. Weiter am Strandabschnitt vom Prima Life Makadi Bay der mit großen und lauten Lautsprechern beschallt ist vorbei, kommen wir am Gelände der Red Seas Hotels an. Heute gehen wir die ganze hübsche Promenade bis zum Ende entlang. Das letzte Hotel in dieser Reihe ist das Grand-Makadi-Hotel.

Diese wunderschönen Bogainvillea Sträucher konnte ich in diesem Jahr leider nicht sehen

Vorbei an schönen Palmengruppen kommen wir jetzt an einen Steg der nur für Schnorchler und andere Gäste vor einigen Jahren neu gebaut wurde. Von hier kann man die gesamte Bucht von Sahl Hasheesh überblicken, die schon vor vielen Jahren als neues Touristenzentrum geplant war. Wir gehen den langen Steg hinaus, unter uns ist ein Riff zu erkennen, wo schon ein paar Schnorchler unterwegs sind. Hinter der Abgrenzung vom Grand-Makadi-Hotel beginnt die Wüste und die Bucht von Sahl Hasheesh mit seinen wenigen Hotels. Direkt hinter dem Zaun hat ein Quad-Verleiher sein Haus gebaut, am Strand stehen ein paar Fahrzeuge, mit denen man durch den Wüstensand brettern kann. Im hinteren Drittel der Bucht von Sahl Hasheesh befindet sich das Luxus-Hotel Baron Palace dem 6 Sterne zugerechnet werden. Leider können wir es von unserem Standpunkt nicht erkennen.

Danach kehren wir wieder um, von hier bis zu unserem Hotel sind es doch etwa 2 Kilometer. Heute Mittag essen wir ausnahmsweise einmal im Lucina-Restaurant. Das Essen schmeckt mir heute nicht, ich bin auch nicht gewöhnt im Urlaub mittags größere Mengen zu essen. Später brechen wir zum Strand auf, in der Hoffnung auf schöneres Wetter. Aber es bleibt weiterhin bewölkt, nur manchmal kommt die Sonne etwas durch die Wolken.
Am Spätnachmittag sind wir in die Yades-Bar die gleich hier am Strand ist gegangen, um zuerst einen Cappuccino zu trinken, wenig später bestellen wir noch ein Glas Rotwein bzw. einen CubaLibre für mich. So verbringen wir eine knappe Stunde hier in der Bar, bevor wir wieder nach oben ins Hotel gehen. Hier in der Oasis-Bar sitzen heute viele Leute, aber da es hier immer einen stärkeren Wind gibt, gehen wir lieber in unser Zimmer zurück. Während meine Frau sich in der Dusche zurecht macht, schaue ich in unserem Fernseher einen Naturfilm mit allerlei Arten von Tieren an. Wir bekommen hier im Hotelfernseher nur Europäische Sender wie Österreich 3 herein. Dieser Sender wäre ganz nett und Informativ, bei mir zu Hause wird er von Kabel-Deutschland leider nicht eingespeist. Heute Abend essen wir wieder im Lucina-Restaurant.

Ich bestelle für mich eine Art Rindergulasch auf Indische Art, pikant und sehr Schmackhaft. Was meine Frau gegessen hat, weiß ich nicht mehr. Wie immer machen wir nach dem Abendessen einen Spaziergang hinüber in`s Sunrise Royal, hier sind immer viel Menschen unterwegs. Bevor wir in die Anjum Bar hinauf gehen machen wir noch ein Foto vom Eingang der Rezeption und der schönen Mauer im Mexikanischen Stil mit ihren Nischen und Kakteen.
Kurz nach 22:00 verlassen wir die Dachterrasse (Anjum-Bar) wieder, und gehen in unser Zimmer zurück.

Samstag, den 24. Feb. 2024

Einen schönen guten Morgen, der Himmel begrüßt uns mit einem strahlenden Blau, auch der Wind hat anscheinend etwas nachgelassen. Nachdem wir uns fertig gemacht haben, gehen wir die paar Meter hinüber ins Lucina-Restaurant. Mohammed der junge Kellner (er ist wohl der jüngste hier im Restaurant) begrüßt uns, und bringt die Frühstückskarte zur Auswahl. Die aber bei uns nicht notwendig wäre, da wir sowieso immer das gleiche zum Frühstück essen. So auch heute, 2 Cappuccino, 2 Orangensaft dazu ein gekochtes Ei und für mich ein Omelett mit Mushrooms. Den Rest unseres Frühstückes holen wir am Buffett im Anschluss.
Nach unserem Frühstück gehen wir wieder ins Zimmer um uns fertig zu machen. An der Ausgabe für Badetücher am Pool holen wir zwei neue Tücher, und gehen anschließend zum Strand hinunter. Heute haben wir Glück und finden eine Badeliege in der ersten Reihe. Anscheinend sind heute Morgen viele Urlauber abgereist und die neuen Gäste kommen erst heute Nachmittag an. So geniesen wir den Tag am Strand, zwischenzeitlich machen wir auch heute einen Spaziergang in Richtung Jaz Makadina unserem ehemaligen Hotel Sol Y Mar Club Makadi. Um die Mittagszeit gehen wir zum Essen hinauf zur Imbiss-Terrasse Splash. Meine Gattin holt sich wieder einen Teller mit Hamburger und Pommes, während ich einen kleinen Teller mit Spaghetti Bolognese esse. Zum Trinken bestellen wir bei einem Kellner zwei Glas Bier. Auch hier sind heute merkbar weniger Gäste zu sehen. Es ist halt Samstag, der große An und Abreisetag in den meisten Hotels. Auch heute sind einige Reiher um die Tische oder auf den Tischen unterwegs. Nachdem wir in aller Ruhe gegessen haben, gehen wir wieder zu unserer Badeliege am Strand zurück.

Der Hurghada Express kommt auch heute mit ein paar kleinen Kindern auf dem Rücken vorbei.
(es ist ein Kamel mit seinem Führer, wo die Kinder und auch Erwachsene am Strand reiten können).
Im letzten Jahr durfte mein kleiner Enkel mit seinem Vater auf einem Kamel hier an diesem Strand reiten. Heute ist meiner Ansicht der schönste und wärmste Tag in dieser Woche, so könnte es bleiben. Aber leider haben wir nur noch zwei Urlaubstage, am Montag geht es wieder zurück nach Hause. Beim Strandboy bestellen wir ein Glas Bier und eine Flasche Wasser. Vor ein paar Tagen hat er uns gefragt, ob wir ihm 10 Euro in Münzen umtauschen können. Damals hatten wir kein Geld am Strand dabei, heute Morgen haben wir etwas Geld mitgenommen um für Ihn umzutauschen. Die Jungs bekommen immer mal ein paar Euros in Münzen als Trinkgeld geschenkt. Diese können Sie aber nicht auf einer Bank umtauschen, da eine Bank nur Geldscheine zum Wechseln annimmt. Der Strandboy freute sich sichtlich, seinen Münzvorrat an Euro, endlich wieder in seine heimische Währung umzutauschen.

(solche Tauschaktionen haben wir auch früher regelmäßig gemacht, im Grand Resort/Hurghada hatte ich einmal einem Kellner 40 Euro umgewechselt.)

Gegen dreiviertel Vier gehen wir zum Cappuccino trinken in die Yades-Bar (Restaurant), anschließend bestellen wir noch zwei CubaLibre zum Trinken. Die Sonne scheint herrlich warm auf diese Terrasse herunter, es ist leider unser vorletzter Urlaubstag hier im Sunrise Tukana. Unterhalb der Terrasse ist die Fußgängerpromenade die an der ganzen Bucht entlang führt. Gleich nebenan hinter der Hecke beginnt das hübsche Hotel Fort Arabesque. Hier ist immer Bewegung, und die Leute promenieren von einem Hotel zum anderen. Kurz vor 17:00 gehen wir in unser Zimmer zum Duschen und uns für den weiteren Abend fertig zu machen.

Heute Abend speisen wir wieder in unserem Hauptrestaurant dem Lucina. Als Suppe wähle ich eine Hühnerbrühe mit Ägyptischen Nudeln. Meine Gattin bestellt sich eine Rinderlende. Zum Abschluss essen wir noch eine Schale mit Eis. Wie man auf den Bildern erkennen kann, ist unser Essen optisch und Geschmacklich erstklassig. Danach machen wir wie jeden Abend auf den gut beleuchteten Wegen des Hotel einen Spaziergang hinüber zum Sunrise Royal.

Zum Abschluss des Tages gehen wir auf die Dachterrasse, an der Gitano-Bar vorbei. Eigentlich wollten wir hier einmal eine Shisha rauchen, das schaffen wir wohl in diesem Urlaub nicht mehr. Oben in der Anjum-Bar gehen wir gleich in den windgeschützten Teil hinüber. Murat der schnellere der beiden Poolboys hat inzwischen seinen Dienst hier in der Bar begonnen. Meine Frau bestellt sich ein Glas Raki, ich nehme einen Rotwein, der hier in unserem Hotel ganz ausgezeichnet schmeckt. Die Bar ist ziemlich voll, laut Programm ist heute Jazz-Nacht, warum es so heißt ist uns nicht klar. Aber die Sängerin hat eine sehr schöne Stimme, was auch nicht selbst verständlich ist. So wurden einige der Gäste zum Tanzen animiert. Dafür sorgte auch einer der Animateure des Hotels. Wie die meisten Abende gehen wir so gegen 22:30 in unser Zimmer zurück.

Sonntag, den 25. Feb. 2024

Guten Morgen, heute ist unser letzter Urlaubstag hier in Ägypten. Der Himmel erscheint auch heute Morgen in einem strahlenden Blau. Und die Temperaturen sind weiter angestiegen. So dass wir Gestern und Heute wohl unsere wärmsten Urlaubstage erleben werden. Schade dass unser Urlaub schon Morgen enden wird. Nach unserem Frühstück im Lucina, das wie immer war, gehen wir kurz in unser Zimmer zurück, um unsere Badesachen zu holen bzw. die Badetücher die wir immer wieder mal mit in unser Zimmer nehmen. Am Strand sind heute wie schon die ganze Woche die Badeliegen in der ersten Reihe am Wasser belegt. Wir begnügen uns halt mit der zweiten oder dritten Reihe. Wenig später haben wir unseren Strandspaziergang begonnen. Heute geht es wieder in Richtung der Red Seas Hotels, die optisch in meinen Augen immer noch Sehenswert sind. Vorbei am Fort Arabesque, das immer wieder einen guten Eindruck macht.

Wir spazieren über das große Gelände der vier Red Sea Hotels, die Gästeanzahl hat sich hier wohl positiv verändert. Welche Nationen sich hier aufhalten kann ich natürlich nicht erkennen. Auf dem Rückweg halten wir noch an dem Verkaufsstand an, wo es Flaschen mit Sandbildern wie Kamele mit Palmen oder Pyramiden zum kaufen gibt. Meine Frau sucht sich eine der hübschen Flaschen aus, die sie unserer Hausnachbarin mitbringen will.

Wir verbringen noch eine gute Stunde auf unserer Badeliege, bevor wir eine zum Splash-Imbiss (Sunrise Royal) hinauf gehen um eine Kleinigkeit zu essen. Während meine Frau das Essen besorgt, kümmere ich mich um die Getränke. Auch heute sind wieder sehr viele Reiher (Kuhreiher ??) zum Mittagessen eingeladen. Ich habe Glück und kann ein paar Foto mit meinem Handy machen wie sie genüsslich eine übrig gebliebene Pizza verspeisen.

Nach unserer Mittagspause machen wir noch einen Spaziergang über das Gelände vom Sunrise Royal Makadi. Heute Abend haben wir ja einen Tisch im Chimichurre (Steakhaus) reserviert, und wir wollen noch kurz den Weg dahin erkunden. Hier befindet sich auch der Aqua-Park mit dem Kidsclub sowie unzählige Rutschen für Groß und Klein.

Im Anschluss gehen wir wieder zu unserem Liegeplatz am Strand zurück. Wir kommen noch kurz an den luxuriösen Posh-Villen vorbei. Hier gibt es trotz Pool vor der eigenen Villa noch einen Gemeinschaftspool und natürlich einen Sandstrand mit Badeliegen.

Kaum an unseren Badeliegen angekommen, tauchen schon verkleidete Figuren an unserem Strandabschnitt auf. Es sind wohl die Animateure vom Sunrise Royal, die zu einem Spiel aufrufen. Als unser Strandboy wieder auftaucht bestellen wir etwas zum Trinken bei ihm. Kurz vor 17:00 gehen wir in unser Zimmer zurück, um uns für den Abend bzw. unser Essen im Steakhaus fertig zu machen. Unsere Bekannten aus Ansbach haben heute schon ihren Letzten Tag hier im Hotel. Ihr Abflug nach Nürnberg soll aber erst am Spätabend stattfinden. Sie fragten in der Rezeption bzw. dem Manager nach, wann sie ihr Zimmer verlassen müssen. Es wurde Ihnen bis 18:00 ein anderes Zimmer, das sich im Eingangsbereich des Hotels befindet, gegen eine Gebühr von 40 Euro überlassen.

Um 18:30 stehen wir vor dem Chimichurri (Steakhaus), wir sind fast die ersten Gäste, soeben wird aufgesperrt. Das Lokal macht einen netten Eindruck, was mir aber auffällt, die vielen Fenster im Lokal sind alle aus Kunststoff-Folie. Ein Kellner führt uns zu einem kleinen Tisch, als Getränk wählen wir einen Rotwein, der ja wie wir inzwischen wissen hier im Hotel ausgezeichnet schmeckt. Als Vorspeise wähle ich eine Ägyptische Flädle-Suppe, was meine Frau als Vorspeise wählt kann ich nicht mehr sagen. Als Hauptspeise bestellt meine Frau ein Rindersteak mit Gemüse, bestehend aus Karotten, Erbsen, Bohnen und Süßkartoffeln, und natürlich Zwiebel. Genau aus diesem Grund habe ich dieses Menü nicht genommen. Ich gebe mich mit einem Wiener Schnitzel, garniert mit Krautsalat und Kartoffeln zufrieden. Allerdings war das Schnitzel hauchdünn und die Panade sehr dunkel, aber es schmeckte soweit ganz ordentlich. Zum Nachtisch haben wir eine Schokoladen-Mousse bzw. eine Erdbeer-Mousse gegessen. Beides waren sehr schmackhaft und lecker.

Nach unserem ausgezeichneten Abendessen machen wir uns auf den Heimweg hinüber ins Tukana Resort. Wir wählen den Weg durch das Hauptgebäude vom Royal Makadi, eine Alternative wäre durch das übrige Gelände vom Tukana oder Royal gewesen. Das wollten wir aber in der Nacht nicht machen, und uns am letzten Tag noch in dem riesigen Gelände verlaufen. Im Tukana angekommen setzen wir uns noch kurz auf die hübschen Sitz-Gelegenheiten bei der Rezeption. Allerdings bläst hier immer wieder ein kühler Wind durch. Gegen 20:30 gehen wir in Anjum hinauf, hier soll heute ein Mystischer Abend stattfinden. Keine Ahnung was das sein sollte, es sind zwei oder drei Tänzer wo mit Lichtstäben oder Lichtschwertern herum wirbeln. Mehr konnten wir aus unserem mit Glasfenstern geschützten Raum nicht erkennen. Wie meistens verlassen wir nach 22:00 die Bar und gehen in unser Zimmer zurück.

Montag, den 26. Feb. 2024

Heute ist unser letzter und Abreisetag hier im Sunrise Tukana, um die Mittagszeit werden wir von unserem Privat-Shuttle abgeholt.
Wir sind auch heute Morgen um etwa 7:45 aufgestanden und haben uns zum Frühstücken fertig gemacht. Die Empfangsdame sowie Mohammed unser junger Kellner warten schon auf uns. Unser letztes Frühstück hier im Lucina ist wie immer ein bis Tassen Cappuccino und ein Orangensaft gepresst, dazu mein Pilzomelett und für die Gattin ein Ei und den Rest holen wir vom Buffett.
Mit dem Frühstück fertig, verabschieden wir von Mohammed, Sayed und all den anderen Kellner, sowie den Jungs die Getränke und Essen an den Tisch bringen bzw. den Tisch abräumen. Es waren durch die Bank alle Bedienstete hier im Lucina sehr freundlich. Natürlich gab es für viele auch ein Trinkgeld, wobei es offensichtlich auch eine Sammelkasse gab, wie wir feststellen konnten.
Mohammed unser junger Freund verdrückte Spaßeshalber eine Träne als wir uns von ihm verabschiedeten. Als nächstes gehen wir ins Zimmer zurück um unsere Koffer zu packen. Als das erledigt ist setzen wir uns in die Oasis-Bar zu einer letzten Tasse Cappuccino. Murat unser schneller Kellner, der am Tag den Pool und Abends die Anjum-Bar betreut, macht ein Foto von uns mit unserem Handy. Auch er versteht die Kunst mit der verdrückte Träne, wir müssen alle darüber lachen.

Um 11:40 gehen wir ins Zimmer zurück um unsere Koffer zu holen, natürlich müssten wir nur in der Rezeption Bescheid geben und ein Bediensteter würde unsere Koffer vor dem Eingang der Rezeption bringen. Aber so etwas machen wir in der Regel selber, solange wir das noch können. Wir übergeben die Koffer dem zuständigen Boy und geben unsere Zimmerkarten in der Rezeption ab. Ein letztes Mal setzen wir uns auf die Bänke die mit ihrer Rückwand nach meiner Ansicht ein wenig an Mexiko erinnern könnten.

Plötzlich kommt eine WhatsApp von unserem Privat-Shuttle auf`s Handy, wir sollen die Nachricht bestätigen, der Fahrer steht draußen vor dem Eingangstor des Hotels und könnte nicht herein fahren. Das wussten wir so nicht, meine Frau geht in die Rezeption um das zu klären. Wenig später steht unser Shuttle-Auto hier, um gleich unsere Koffer einzuladen. Gemeinsam mit uns verlassen zwei weitere Urlauber-Paare aus Franken, die wir erst gestern kennen gelernt haben, in einem anderen Auto das Hotel.

Bis zum Terminal 1 des Flughafens von Hurghada sind es ca. 30 Kilometer, die wir in etwa 40 Minuten hinter uns lassen. Als erstes geht es zum Check-In um unseren Rückflug zu bestätigen und unsere Koffer abzugeben. Im riesigen Souvenier-Shop treffen wir unsere Fränkischen Hotelgäste wieder. Sie sind anscheinend zum falschen Flug-Terminal gefahren, dem Terminal 2. Der aber meines Wissens nur für Inlandflüge gedacht ist. Um zum Terminal 1 zu kommen, müssen Sie weitere 25 Euro bezahlen. Nach einem kurzen Aufenthalt im Souvenier-Bereich wechseln wir in den Warte-Bereich, wo wir nach einer weiteren halben Stunde in unser Flugzeug wechseln können. Wir haben auch am Rückflug beinahe den gleichen Platz, in Reihe 27. Wie es sich heraus stellt bleibt der Fensterplatz in unserer Reihe frei, den jetzt meine Frau belegen kann. Unser Abflug erfolgt ziemlich pünktlich um 14:55 Ortszeit.

Über den Flug gibt es wenig zu sagen, im Gegensatz zu unserem Hinflug nach Ägypten spricht unser Flugkapitän wenigstens mit uns, und gibt ein paar Informationen zum jetzigen Flug.
Relativ pünktlich so gegen 18:40 kommen wir in München an, nach der Passkontrolle geht es weiter zum Kofferband, das sich auch spannend gestaltet. Nach dem wir unsere Koffer gefunden haben, kann ich unseren Shuttlebus von Parkfly informieren dass wir gelandet sind. Seit Anfang des Jahres müssen Sie außerhalb des Flughafen-Geländes warten, da innerhalb der Parkzone hohe Parkkosten drohen. So warten wir im Anschluss einige Minuten vor der Ankunftshalle bevor unser Shuttle-Fahrzeug ankommt. Nachdem unsere Koffer im Fahrzeug verstaut geht es weiter ins Parkhaus wo unser Auto steht. Nach dem Umladen unserer Koffer fahren wir aus dem Parkhaus hinaus, hier überlegen wir noch, wo wir heute Abend eine Pizza essen könnten. Wir hatten unseren Shuttle-Fahrer schon bei der Fahrt nach einer Pizzeria gefragt. Vor vielen Jahren waren wir in Hallbergmoos in der Pizzeria Il Mistero, dessen Namen und Adresse mir aber entfallen war. Laut Aussage des Shuttle-Fahrers ist diese Pizzeria aber immer voll. Als Alternative suchten wir die Pizzeria Girasole auf, die hier gleich an der Hauptstraße liegt. Wir gehen in das Lokal das auch gut besucht ist, nach einem Blick auf die Pizza auf einigen der Tische verlassen wir wieder das Lokal.
Wir machen uns auf den Heimweg, überlegen aber immer noch welche Pizzeria wir noch besuchen könnten. Das Problem ist, bis wir in Ottobeuren oder Umgebung ankommen, wäre es schon nach 21:15, und so spät möchte meine Frau keine Pizza mehr essen.
Zuhause angekommen gibt es jetzt nur eine kleinen Brotzeit mit einer mageren Auswahl die im Haus zur Verfügung steht. Damit war unser Urlaub zu Ende.

Fazit: Wir hatten einen wunderschönen Urlaub in Ägypten. Das Wetter war schön wenn auch teilweise am Abend etwas kühl und windig.
Unser Hotel war Erstklassik und das Essen in der Mittag und Abendzeit war in Menüauswahl. In allen Hotel in denen wir bisher in Ägypten zu Gast waren, gab es nur Essen vom Buffett. Die Zubereitung und Präsentation des angebotenen Essen entsprach einer gehobenen Küche. Positiv war ebenfalls, dass wir in allen Restaurants der Hotelanlage Sunrise Royal Makadi und Sunrise Tukana Resort bei Bedarf essen gehen konnten. Was wir selber aber nicht machten (unsere Ansbacher Bekannten waren fast jeden Tag in einem anderen Restaurant beim Essen).
Die Hotelanlage sowie unser schönes Zimmer entsprechen hohen Ansprüchen. Vor Beginn unserer Reise konnte ich mich nicht mit der Architektur des Hotels befreunden, da mir der Orientalische Baustil siehe Red Sea Hotels besser gefallen hat.
Der Service in fast allen Abteilungen (Restaurant, Strandboy, Zimmerboy und diversen Bars ausgenommen die Oasis-Bar war gut. In der Oasis-Bar war das Personal hinter der Theke meist nicht in der Lage Getränke zeitnah zu machen.
Wir machten jeden Tag einen Spaziergang am Strand entlang, auf Grund der Lage aller Hotels in der Makadi Bay konnte man leider nur in zwei Richtungen gehen. Trotz allem kamen auch hier jeden Tag ein paar Kilometer zusammen.
Wir würden ohne weiteres ein weiteres Mal unseren Winterurlaub im Sunrise Tukana Resort verbringen.

Von den Seychellen bis nach Bali

Wir wollten dieses Jahr mit der MS Amera von Phoenix-Reisen von Mahe der Hauptinsel der Seychellen aus die Nachbar-Inseln La Digue und Praslin besuchen. Danach sollte es weitergehen zu den Malediven und Sri Lanka anschließend nach Sabang nahe der Indonesischen Insel Sumatra und der Malayischen Inselgruppe Langkawi. Unser nächstes Ziel wäre George-Town auf der Insel Penang, und danach weiter nach Süden in Port Kelang, wo wir die wunderschöne Hauptstadt von Malaysia Kuala Lumpur besuchen könnten.
Eineinhalb Tage hätten wir im Stadtstaat Singapur verbracht, der in meinen Augen zu den schönsten und interessantesten Städten der Welt gehört. Der nächstes Halt in Semerang auf Zentral-Java. Danach geht es nach Banyuwangi das sich am Südöstlichen Ende der Insel Java befindet.
Der Abschluss unserer Kreuzfahrt sollte in Benoa auf der Insel Bali stattfinden. Hier wollten wir noch ein paar schöne Tage verbringen. Bevor es von Denpassar/Bali mit dem Flieger ins winterliche und kalte Deutschland zurück geht.

Unsere Route von den Seychellen über den Indischen Ozean bis nach Bali

Soweit der Plan: Aber nochmal zu den Details!
Diese Kreuzfahrt war Teil einer Weltreise und schon einmal für das Jahr 2022 vorgesehen, damals liebäugelte ich erstmalig mit dieser Reise. Ich konnte mich aber nicht dazu entschließen, so verging die Zeit, und diese Kreuzfahrt fand ohne uns statt.
Im Phoenix-Seereisen-Katalog für das Jahr 2023/2024 fanden wir diese Reise wieder. Und im Mai 2022 buchten wir schließlich die Kreuzfahrt die von den Seychellen bis nach Bali führen sollte.

Die MS Amera wurde Ende September 2023 zum Überholen in eine Werft bei Danzig überführt. Geplant war, dass bis zum Antritt der Weltreise am 21.12.2023 die Renovierung abgeschlossen ist. Dieser erste Termin im Dezember wurde überschritten, und Phoenix-Reisen musste mit der MS Celestyal Journey kurzfristig ein Ersatzschiff organisieren. Zudem wurde der Startpunkt von Hamburg nach Genua verlegt, weil die MS Celestyal Journey in der kurzen Zeit Hamburg nicht mehr erreichen würde. Dazu wurden die Passagiere mit Bussen oder dem Flugzeug nach Genua gebracht, wo sie auf der MS Celestyal Journey einschiffen konnten.
Ob das den Weltreisenden und allen anderen Passagieren gefallen hat, darf bezweifelt werden.

Die MS Celestyal Journey
Laut Herrn Zurnieden, dem Geschäftsführer von Phoenix-Reisen hat der Wechsel zur MS Celestyal Journey bisher 9 Millionen Euro gekostet.

Der Krimi geht aber weiter, bis Ende Dezember hörte man von Phoenix-Reisen nichts mehr, bis dann Anfang Januar auf Ihrer Webseite die Meldung kam.
„Die MS Amera verlässt am 14.Januar die Remontowa Werft in Danzig und wird am 2. Februar 2024 die Seychellen erreichen„.
    Wo wir in Viktoria der Hauptstadt der Seychellen einsteigen wollten.

Inzwischen hatte die MS Celestyal Journey am 15.01.2024 Kapstadt in Südafrika erreicht, wo der erste Passagier-Wechsel auf die MS Amera eigentlich stattfinden sollte.
Leider verging auch dieser Termin, ohne dass die MS Amera die Werft verlassen hatte. Ab diesem Zeitpunkt wurde es immer knapper, die fast 7800 Seemeilen durch den Suezkanal und das Rote Meer bis zu den Seychellen zu fahren. ( Die Gefahr, das Schiff und die Besatzung durch die Huthi Rebellen in Gefahr zu bringen, war ebenfalls gegeben).
Die Fahrtstrecke nur von Genua über Westafrika nach Kapstadt und weiter zu den Seychellen beträgt ca. 10.500 Seemeilen und beträgt bei einer Höchstgeschwindigkeit von 18 Knoten nach meiner Rechnung mehr als 24 Tage.
Am 15. Januar rief ich bei Phoenix Reisen an und erkundigte mich darüber, wo die MS Amera ist. Meine Gesprächspartnerin gab ohne Umschweife zu, dass das Schiff noch in der Werft in Danzig wäre. Sie sagte dass die Geschäftsleitung am Mittwoch/Donnerstag den 17. 01./ 18.01. mitteilen würde, wie es nun weitergehen würde.
Am Donnerstag am frühen Abend bekamen wir nun die traurige Nachricht, dass die Kreuzfahrt in der ursprünglich geplanten Route abgesagt wird.
Für uns bedeutet es nun, wir werden die Reise nicht antreten und fliegen auch nicht mehr zu den Seychellen.
Phoenix-Reisen hat sich bemüht, für Ihre Weltreisenden auf der MS Celestyal Journey und auch für die noch kommenden Gäste zu einem fairen Preis, eine alternative Route zu finden.
Laut Reiseveranstalter wird die neue Route ab den Seychellen wieder zurück nach Kapstadt und weiter bis zu den Kanaren gehen. In Las Palmas/Gran Canaria soll am 25.02.2024 endgültig der Wechsel auf die nun hoffentlich anwesende MS Amera erfolgen.
Die neue Route mit der MS Amera geht dann über den Atlantik nach Rio de Janeiro, Buenos Aires, Feuerland und weiter rund um Südamerika, wo ab dem 13.04.2024 in Callao/Lima die letzte Teilstrecke der Weltreise nach dem ursprünglichen Routenplan bis zum Ende der Weltreise nach Bremerhaven führt.

Das wäre die letzte Information zu dieser ursprünglich geplanten Weltreise.
Allen noch anwesenden Gästen auf der MS Celestyal Journey und künftig der MS Amera wünsche ich eine gute und glückliche Reise.
Heinz

Unsere Herbstreise an die Mosel 2023

25 Jahre ist es jetzt her, seit wir im Monat September einige Tage an der Mosel verbrachten. Damals waren noch unsere Kinder dabei, als wir eine Woche im Camping Landal Sonnenberg bei Leiwen verbrachten. Das nächste Mal im Coronajahr 2020 verbrachten wir im Zuge einer dreiwöchigen Deutschlandtour eine Woche im Campingpark Zell an der Mosel.
Ein Jahr später planten wir nochmals für zwei Wochen an die Mosel und in die Eifel zu fahren. Leider hat Corona und das voraussichtlich Schlechte Wetter unsere Absicht zunichte gemacht.

Freitag, den 08. Sept. 2023

Meine Frau hat sich gewünscht nochmals im Herbst eine Woche an der Mosel zu verbringen. Wir hatten im Jahr 2021 als wir unsere Reise an die Mosel absagten, einen schönen Campingplatz gefunden. Jetzt wollen dieses nachholen und haben kurzfristig
eine Woche am Camping Holländischer Hof in Senheim reserviert.

Aber wie vor jedem Campingurlaub muss noch einiges vorbereitet werden, bevor die Reise beginnen kann.
Es ist mittlerweile 16:20 geworden, als wir die Bergstraße in Ottobeuren verlassen, die Fahrtstrecke bis an die Mosel beträgt fast 470 Kilometer. Wir beabsichtigen darum wie vor zwei Jahren eine Zwischenübernachtung auf einem Autohof bei Bad Rappenau zu machen.
Unser Weg führt uns über den Autobahnanschluss in Memmingen-Süd auf die A7 in Richtung Ulm. Hier gleich bei Memmingen beginnt die erste Baustelle, die uns ca.7 Kilometer weit begleitet. Der Auto und LKW-Verkehr nach Norden hält sich aber für ein Wochenende in Grenzen. So dass wir nach gut einer Stunde das Autobahnkreuz Ulm/Elchingen erreicht haben. Wir bleiben weiter auf der A7 bis zum Autobahnkreuz Feuchtwangen/Crailsheim, wo wir auf die A6 in Richtung Heilbronn wechseln. Diese Strecke ist zwar etwa 30 Kilometer länger als auf der A8 nach Stuttgart / Karlsruhe, hat dafür aber ein wesentlich geringeres Verkehrsaufkommen.

Um 19:50 erreichen wir den ARAL- Rasthof bei Bad Rappenau. Der LKW-Parkplatz ist gut gefüllt, aber ein Plätzchen findet sich doch noch für uns. Als erstes melden wir uns drinnen im Rasthof an, die Übernachtung auf dem Parkplatz kostet 15 Euro. Allerdings können 10 € bei einem etwaigen Essen gut geschrieben werden. Wir überschauen kurz die Speise-Theke, finden aber nichts was unseren Wünschen entspricht. Wieder am Caravan angekommen, drehe mit dem Accuschrauber noch schnell die Kurbelstützen hinunter, mittlerweile ist schon die Dunkelheit eingebrochen. Als wir zuletzt im Jahr 2020 hier auf diesem Rasthof übernachteten, konnten wir bei der Ankunft wenigstens noch einen Spaziergang machen. Aber damals war es Juni, und der Tag wesentlich länger.
Meine Frau macht unser Abendessen fertig, heute gibt es wie meistens eine Brotzeit wenn wir auf der Fahrt sind. Etwas weiter hinten lässt ein Lkw- Fahrer sein Fahrzeug laufen, obwohl er gar kein Kühlaggregat im Lastwagen hat. Wir genießen die nächsten 1,5 Stunden, mit ein bis zwei Glas Weizenbier, bevor es in die Koje geht.

Samstag, den 09. Sept. 2023

Kurz vor 7:00 sind wir aufgewacht, mittlerweile sind auch schon einige LKW`s weiter gefahren. Ich habe relativ gut geschlafen, meine Frau eher weniger, sie hat wohl die LKWs gezählt. Es gibt noch ein kurzes Frühstück im Caravan, eine Tasse Kaffee sowie Brötchen mit Marmelade. Während meine Frau im Anschluss auf die Toilette des Rasthofes geht, mache ich unser Wohnwagen und das Auto startklar. Das heißt die Kurbelstützen am Caravan wieder hoch drehen, und die Caravan-Spiegel am Auto wieder fest machen. Gestern Abend hatte ich sie gelockert, damit die Gummibänder nach der Tageshitze ? nicht ausleiern. Als meine Frau kurz darauf vom Rasthofgebäude kommt, können wir gleich darauf weiterfahren. Es ist 7:45 und der Himmel ist herrlich blau, als wir den Rasthof verlassen. Schon nach etwa 15 Minuten haben wir Sinsheim erreicht, wo sich das bekannte Technik-Museum befindet.


(hier befinden sich Sehenswürdigkeiten von Luft; See und Landfahrzeuge – eine Concorde, Tupolev TU-144; Leopard 1; SU 100 Selbstfahrlafette; U-Boot, Eisenbahnloks und Autos von Daimler, Maybach und Ferrari Lamborghini P 400;- Amerikanische Straßenkreuzer sowie Rennwagen verschiedener Hersteller, Ebenso Motorräder und Landwirtschaftliche Fahrzeuge aller Art)

Zu früheren Zeiten konnte man von der Autobahn auf das Museumsgelände einsehen. Heute ist es nicht mehr möglich, dafür sorgen starker Bewuchs und Sicht sowie Lärmschutzzäune. Man muss sich manchmal schon fragen, was für ein Zweck dahinter steht, wenn hinter einem Lärmschutzzaun nichts ist. Dafür gibt man Millionen an Euros bei uns in Deutschland aus.

Bild links: Der erste Heißluftballon unterwegs; Bild mitte am Rheinufer; Bild rechts die Rheinbrücke

Nach weiteren 40 Minuten haben wir die Rheinbrücke bei Speyer erreicht, und sind jetzt im Bundesland Rheinland-Pfalz angekommen. Auf der A61 geht es weiter nach Norden in Richtung Mainz bzw. Koblenz. Kurz nach Albig es ist etwa 9:30 fahren wir auf einen Rastplatz der sich Parkplatz Wiesbach nennt, er macht optisch einen sehr guten Eindruck. Während meine Frau auf der Fahrt meistens die Toilette im Wohnwagen benutzt, gehe ich fast immer in die Öffentlichen Toiletten auf den Rastplätzen. Als ich am Toilettengebäude ankomme, sehe ich dass alle Türen der Toiletten verschlossen sind. Überall sind Schilder angebracht mit dem Hinweis „Wegen Vandalismus geschlossen„. So etwas habe ich in den über 30 Jahren meines bisherigen Camping-lebens noch niemals erlebt.
Nachdem ich nunn ebenfalls meine eigene Toilette im Caravan benutzt habe, fahren wir weiter. Es sind noch ungefähr 50 Kilometer bis wir die Autobahn A61 bei Rheinböllen verlassen und es sind knapp 100 Kilometer bis zu unserem Ziel in Senheim. Hier in Rheinböllen wir sind im Hunsrück angekommen, wechseln wir auf die B50 und B421 und fahren an Simmern, Kirchberg und Kappel vorbei, bis wir um 11:30 unseren Campingplatz Holländischer Hof in Senheim an der Mosel erreichen.

Wir stellen unser Gespann vor dem Eingang des Campingplatzes, und gehen die paar Schritte bis zur Rezeption. Hier eröffnet uns der Platzchef, dass wir ein bisschen zu früh hier sind. Er erwartete uns erst gegen 14:00, da die abreisenden Campinggäste noch bis Mittag auf dem Platz sein dürfen. Nach Auskunft seiner Tochter ist unser Reservierte Stellplatz noch belegt. Er sagt uns, wir sollen unseren Caravan am Eingang des Platzes (siehe hier Bild 3) abstellen. Nachdem wir unser Gespann umgestellt haben, gehen wir wieder in den Campingplatz hinein und suchen unseren Stellplatz mit der Nummer 158 auf. Wieder erwarten ist unser Stellplatz schon frei, so gehen wir in die Rezeption zurück und teilen es den Platzbetreibern mit. Im Anschluss holen wir unseren Caravan und fahren an der Rezeption und dem Waschhaus vorbei die Anhöhe hinunter bis zu unserem Stellplatz. In dieser kleinen Straße sind noch einige Plätze frei, aber vielleicht sind sie auch Reserviert, wir werden es sehen.

Während wir unseren Caravan aufstellen, bekommen wir Besuch von einer Gruppe Enten die vom nahe gelegenen Moselufer gekommen sind. Sie fressen in aller Ruhe das frische Gras auf dem Nachbar-Stellplatz. Es ist schon 15:45 als wir unsere kleinen E-Bikes aus dem Kofferraum des VW Tiguan geholt haben, kommen schon die nächsten Campinggäste in unserer Straße an. Als erstes kommt ein kleinerer Kip-Caravan auf den Stellplatz vor uns mit der Nummer 159. Wenig später kommt ein weiterer Wohnwagen auf den Platz gegenüber von uns. Beide Camper kommen aus Holland/Niederlande, (ich kenn den Unterschied immer noch nicht).
Ich habe noch gar nicht erwähnt, der ganze Campingplatz ist in Holländischer Hand, zumindest mit etwa 85% der Gäste. Auch die Betreiber des Platzes sind Holländer, daher auch der Name (Holländischer Hof ). Es ist schön hier, der Platz bildet eine Halbinsel mit einigen Bäumen, die auch Schatten geben können, und liegt langgestreckt an der Mosel. An der Innenseite der Halbinsel liegt ein Yachthafen, der anscheinend auch vom Campingplatz verwaltet wird.

Unser Stellplatz liegt etwa in der Mitte des langgezogenen Campingplatzes. Das Waschhaus sowie ein Einkaufsshop der zeitweise geöffnet hat, liegen am Beginn des Ca.-Platzes. Auf dem Weg zum anderen Ende des Platzes befindet sich eine Mauer die auf der einen Seite bestückt mit Kaltwasserbecken und Wasserhahn ist, auf der anderen ist ein Wasserhahn mit langem Schlauch für den Frischwassertank der Wohnmobile, ein Ausgussbecken (Kimik), dazu am Boden ein Ablauf für Wohnmobile (etwas ungünstig, er sperrt vorübergehend die Durchfahrt anderer Fahrzeuge).
Ein paar Meter weiter vorne befindet sich ein netter Kinderspielplatz. Ca. alle 50 Meter befindet sich eine Wasserzapfsäule. Im letzten Drittel des Platzes steht ein Sanitärwagen mit insgesamt 4 Toiletten, 3 Pissoir und ein Handwaschbecken pro Geschlecht.
Man muss aber auch sagen, wer ziemlich am Ende des Campingplatzes sein Fahrzeug hat, muss viele Meter (10 Minuten ? ) bis zum Duschen/Geschirr spülen zurück legen.
Im Laufe des Nachmittags suchen wir die Rezeption des Platzes auf, um nach etwaigen Radkarten oder sonstigen Informationsmaterial zu schauen. Hier finden wir Prospekte von umliegenden Gemeinden, wo irgendwelche Feste angezeigt werden. Unter anderem ein Prospekt von der Gemeinde Ediger-Eller, wo dieses Wochenende ein Weinfest stattfindet. Zwischendurch trinken wir noch eine Tasse Kaffee und essen ein Stück Kuchen den wir von zu Hause mitgebracht haben. Zwischendurch bauen wir noch schnell unsere Mobile Klimaanlage auf, die Temperaturen liegen im Moment bei etwa 30°. Das soll auch die nächsten Tage so bleiben.

Wir beschließen gegen 18:30 mit unseren E-Bikes über einen Fahrradweg nach Ediger zu fahren. Ich dachte, es sei gleich die Nachbargemeinde, links von der Moselbrücke, wo man vom Campingplatz aus sieht. Im Nachhinein war es dann doch etwas weiter, es wurden 5,5 Kilometer. Die uns aber direkt an der Mosel und an zwei weiteren Campingplätzen vorbei führte. Der erste Platz hieß Campingplatz Nehren, genannt nach dem Ortsteil Nehren. Danach geht es einige Kilometer weiter nach Nordosten bis wir den Zweiten Ca.Platz „Zum Feuerberg“ am Ortsrand von Ediger erreicht haben. Beide Campingplätze sind wohl eher für Jahrescamper vorgesehen. Wir konnten noch einige Stellplätze am Moselufer für Wohnmobilisten sehen. In der Ortsmitte von Ediger verlassen wir den schönen Radweg, überqueren die Hauptstraße und schieben unsere Räder die schmale Kirchstraße hoch. Wo wir sie dann an einer Absperrung festmachen. Einige Meter vor uns kommt ein Belgischer Kleinwagen aus einer Seitenstraße, das ganze Viertel ist eigentlich wegen des Festes abgesperrt. An einer Minikreuzung dreht er um, aber keine 5 Minuten später taucht er in einer Gasse, die kaum breiter als sein Auto ist wieder auf. Er hängt mit seinen Außenspiegel in einem Hauseingang und kommt eigentlich nicht weiter. Nach vorne zu uns wird die Gasse noch schmäler. Ein paar vorbeigehende Fußgänger wollten schon Fotos von dem Chaos/Chaoten machen. Wir gehen weiter ein paar Meter noch und wir sind schon im Zentrum des Festes angekommen.
Laut dem Prospekt, den wir mitgenommen haben schauen wir uns die verschiedenen Ess-Angebote in Natur an. Vor uns sitzen auf einer Treppenstufe zwei jüngere Frauen und knabbern voller Inbrunst an einem sowie es scheint belegten Brötchen. Ich frage eine der Beiden, wie es denn schmeckt. Sie hebt voller Begeisterung den rechten Daumen. Ich zeige daraufhin auf den Stand der „Räucherbande“ der sich in einer Ecke des kleinen Platzes befindet. Hier gibt es laut Programmheft Pullet Pork in zweierlei Ausführungen (mit Weißkraut oder mit Zwiebel) beides auf Brötchen. Sie nickt mit einem Lächeln, und wir gehen an die Verkaufstheke um die Brötchen zu bestellen.

Wie man auf dem Bild erkennen kann, das Pullet Pork mit Weißkraut schmeckt hervorragend, auf das Brötchen könnte ohne weiteres verzichtet werden (es hat McDonalds Charakter). Zum Trinken holt meine Frau uns noch zwei Becher mit Traubensaft. Auf Wein oder sonstigen Alkohol verzichten wir, wir sind ja mit dem Fahrrad hier. Kurze Zeit bevor die Dämmerung herein bricht, fahren wir wieder zum Campingplatz zurück. Auf der Promenade oberhalb des Radwegs sehen wir ein Paar das ihr Fahrrad schiebt. Als die Frau dann aufs Fahrrad aufsteigt, zeigt sich dass ihr Mann nicht mehr in der Lage ist, auf sein Fahrrad zu steigen. Der Wein war wohl zu gut.
Bevor es dunkel wird haben wir unseren Campingplatz erreicht. Vor unserem Wagen angekommen, trinken wir noch ein Glas Hefeweizen bzw. einen Rotwein. Danach machen wir uns auf den Weg ins Waschhaus (4Min.) und zurück ins Bett.

Sonntag, den 10. Sept. 2023

Es ist schon 8:15 als wir heute aufstehen, offensichtlich haben wir etwas verschlafen. die Temperatur im Caravan war angenehm. Wohl mit Hilfe der Klimaanlage die wir gestern noch ein paar Stunden in Betrieb hatten. Ich mache mich auf den Weg zum Waschhaus, um mich etwas frisch zu machen. Danach gehe ich den kleinen Shop um die gestern bestellten Brötchen abzuholen. Danach mache ich mich auf den Heimweg zu unserem etwas weiter entfernten Stellplatz (5 Minuten). Währenddessen hat meine Gattin schon den Kaffee gemacht und den Frühstückstisch gedeckt. Wir sind süße Frühstücker, daher stehen Himbeer – Erdbeer-Marmelade sowie Honig auf dem Tisch. Natürlich gibt es auch Käse und Schinken, Salami und manchmal auch gekochte Eier. Die umliegenden Hügel die Senheim umgeben sind noch in Morgentlichem Nebel gehüllt, der sich aber bis 10:00 auflöst.
Kurz vor 11:00 entschließen wir uns mit den Fahrrädern an der Mosel abwärts zu fahren, soweit wir halt kommen. Von Senheim aus führt ein hübscher Radweg zum Nachbarort Mesenich, es herrscht hier reger E-Bike Verkehr. Allerdings sind die Radfahrer hier nicht mit den Urlaubern am Gardasee zu vergleichen. Man muss auch sagen, die Radweg hier sind schöner, auch breiter und das Publikum sind in meinen Augen alles Holländer. Die mit dem Fahrrad wesentlich geübter sind, als die Deutschen Omas die das E-Bikes wegen ihrer Konditionsschwäche schätzen. (Das ist vielleicht böse gesagt, aber meine Persöhnliche Einschätzung seit unserem Urlaub in Italien im Juni dieses Jahres).
In Mesenich fahren wir am Moselgasthof Andries vorbei, wo jetzt einige der Urlauber zum Mittagessen gehen. Wir haben ja heute Sonntag, da bietet sich es sich zum Essen gehen an.

Wir fahren weiter, kommen am Family Camping vorbei, der anscheinend bis zu 100 Urlauber Plätze inclusive einer Ferienwohnung anbietet. Laut einer Infotafel wird auch Pizza angeboten. Weiter geht es, auf der linken Seite des Radweges zwischen Moselufer und Weg sind Wiesen. Immer wieder mal entlang des Radweges befinden sich hübsche Sitzliegen, auf denen man eine Pause und sich ausruhen kann. Auf dem Nördlichen Moselufer befindet sich der Aussichtspunkt Sieben-Dörfer-Blick, von ihm kann man auf die 7 Dörfer blicken (Ellenz-Poltersdorf, Bielstein, Briedern,Mesenich, Senhals und Senheim). Einige Meter weiter in der Schleife kommt der Rieber Berg mit seiner bekannten Weinlage des Ortes Briedern („Rüberberger Domherrenberg„). Rechts vom Radweg sind ebenfalls große Felder mit schmackhaften Weintrauben. Wir haben selbstverständlich ein paar probiert.

Am Ortsbeginn von Briedern befindet sich ein kleiner Wohnmobilstellplatz, gleich danach müssen wir mit den Rädern auf die Hauptstraße ausweichen. Bis dann am anderen Endes des Ortes wieder ein Radweg beginnt (allerdings wesentlich schmäler). Auf der anderen Seite der Mosel (Nordseite) kommt die Doppelgemeinde Ellenz-Poltersdorf mit Ihren rund 900 Einwohnern, die ebenfalls von Wein und Tourismus geprägt ist. Für uns geht es aber noch ein Stückchen weiter. Etwa 2,5 Kilometer vor uns liegt der kleine Ort Beilstein „Das Dornröschen der Mosel genannt“ mit seiner Ruine Burg-Metternich. Kurz vor dem Ort überholen uns unsere Holländischen Platznachbarn. Sie wollen zum Baden in das Freibad von Ellenz-Poltersdorf. Dazu müssen sie aber mit einer kleinen Personen und Autofähre auf die andere Seite der Mosel übersetzen.
Sie sind schon eine Woche länger an unserem Campingplatz als wir, und kennen sich hier in der Gegend schon etwas aus. Die beiden sind vielleicht in unserem Alter, besitzen einen schönen Fendt Saphir oder ähnliches in unserer Caravan-Größe und ebenfalls einen VW Tiguan . Allerdings einen getunten mit über 300 PS.

Wir stellen unsere E-Bikes am Moselgeländer ab und verschließen sie. Es gibt hier einen Schiffs-Anleger von Viking River Cruises die wohl auch Mosel-Rundfahrten betreibt. Mit unseren Rädern stehen bestimmt noch 50 andere E-Bikes hier am Geländer. Sie besuchen alle den wunderschönen kleinen Ort (ca. 150 Einwohner), der Bernkastel-Kues bis auf seine Größe in nichts nachsteht. Alle Cafes und Restaurants des Ortes sind voll mit Besuchern aus Nah und Fern.

Gegen 13:15 fahren wir weiter Flussabwärts in Richtung Fankel wo sich eine der 10 Mosel-Staustufen hier in Deutschland befindet. Ab 2011 wurde die zweite Schleusen-kammer für Großmotorgüterschiffe mit einer Größe von 210 m × 12,5 m erweitert. soeben fährt gerade ein größeres Kreuzfahrtschiff aus der Schleuse heraus. Es ist die MS Prestige des Berliner Anbieter Reise Riese mit 110m Länge und 135 Passagieren.
Wenig später fahren wir am Campingplatz des Moselort Bruttig vorbei, wo sich die nächste Moselbrücke befindet, auf der wir dann die Uferseite wechseln können. Auf dieser der Nördlichen Moselseite wollen wir nach Senheim zurück fahren. Am Ende des Ortes geht es dann auf die Brücke hinauf. Hier treffen wir eine kleine Gruppe von Radfahrern die uns nach dem Weg fragen will. Da wir aber selbst nicht von hier sind, fahren sie weiter um einen Ortsansässigen Bewohner zu fragen. Wir überqueren die etwas hochgelegene Brücke und fahren über einen Zubringer hinunter zur B49 die von Cochem nach Trier verläuft und von einem Fahrradweg begleitet wird.

Nach etwa 2 Kilometer sind wir schon wieder an der Nordseite der Schleuse angekommen. Hier liegt ein Frachtschiff das Sand geladen hat. Und nach weiteren 5 Minuten sind wir schon wieder am Fähranleger von Beilstein angekommen. Drüben liegt jetzt die MS Prestige vom Berliner Anbieter Reise Riese am Schiffs-Anleger von Viking Cruise.

Weiter geht es am Campingplatz Happy Holiday und am Ortsteil Poltersdorf vorbei, und schon 1,5 Kilometer weiter in der Moselschleife kommt der Rieber Berg mit seiner bekannten Weinlage („Rüberberger Domherrenberg„) in Sicht. Wir halten an einem kleinen Parkplatz an. Hinter uns am Weinberg sehen wir einen der Hanglifte womit die Winzer mit ihren Arbeitsgeräten und Kisten voller Weintrauben (bei der Ernte) den Berg hinauf oder hinunter fahren müssen.
Gegenüber am Fluss ist die Ortschaft Briedern zu sehen, wohin diese Hanglage gehört. Hier liegen jetzt einige der Ausflugsdampfer die auf der Mosel unterwegs sind (die Mosella; Wappen von Trier; Stadt Zell; die Wappen von Bernkastel sowie ein weiteres Schiff) dessen Name ich nicht erkennen kann. Von hier sind es noch etwa 5 Kilometer bis nach Senhals einem Ortsteil von Senheim. Danach kommt der kleine Wohnmobilplatz von Briedern, bald darauf sehen wir die großflächigen Felder mit Weintrauben, die meiner Meinung zum Örtchen Mesenich gehören. Auf der anderen Seite des Flusses sehen wir jetzt Mesenich vorbeiziehen. Am Ortsrand von Senhals fahren wir nochmals an einem großen Wohnmobilplatz vorbei, wo bestimmt 20 Mobile in allen Größen und Marken stehen. Nach Senhals müssen wir wieder über die Moselbrücke fahren, um auf die andere Seite zu kommen. Gleich darauf sind wir schon an unserem Campingplatz dem Holländischen Hof angekommen.

Um 15:00 sind wir wieder am Platz zurück, knappe 4,5 Stunden waren wir unterwegs. Ca. 25 Kilometer war die Fahrstrecke die wir mit unseren kleinen Rädern zurück gelegt haben.
Jetzt gibt es erstmals ein kühles Glas Weizenbier zur Erfrischung, Es war relativ warm, aber auf dem Fahrrad ist es immer etwas Windig, und daher gut auszuhalten. Später trinken wir noch eine Tasse Kaffee und essen dazu einen Nussstollen von zu Hause. Danach machen wir noch einen Spaziergang über den Campingplatz, setzen uns auf eine der hübschen Sitzliegen, die am Flussufer stehen. Wir hoffen das noch ein paar Schiffe vorbei fahren. Aber im Moment ist kein Güterschiff oder Kreuzfahrtschiff in Sicht. Von unserem Caravan-Stellplatz sehen wir ab und zu mal ein Kreuzfahrtschiff vorbei fahren, aber meistens nur noch das hintere Ende des Schiffes.

Bei unserem Spaziergang über den Platz kommen wir auch am Inselhafen (Wirtschaft am Platz)vorbei. Haben uns die Preise für Essen angeschaut, vor unserer Fahrt hierher hatte ich im Internet schon einmal die Preisliste gesehen. Die heutigen Preise waren noch mal höher. Ein einfaches Wiener Schnitzel kostet hier 17 Euro und höherwertige Schnitzel ab 19 Euro. Wir haben gestern Abend beim Geschirr spülen mit einem Berliner Camper gesprochen, der uns sagte das Essen in diesem Lokal sei äußerst bescheiden.

Mittlerweile ist es fast Abend geworden, und wir uns zum Duschen bereit machen. Auf diesem Campingplatz benutzt man Duschmarken, die in der Rezeption zum Kaufen sind. Als ich gestern Abend zum ersten Mal hier duschen wollte, und in der Kabine am Automaten den Schlitz für die Duschmarken vergebens suchte. Im Gang davor war ein kleiner Automat mit Geld-Schlitz und vielen Lämpchen. Ein Camper erklärte mir die Prozedere des Duschvorganges, man muss eine Münze in diesen Automaten werfen, zuvor eine freie Kabine mit der Nummer auswählen. Diese Nummer dann im Geld-Automat bestätigen. In der Duschkabine dann wie üblich „Wasser Start oder Wasser Stop“ drücken. Das klappte auch heute hervorragend.
Heute Abend gibt es Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat im Eigenbau, dazu ein kühles Weizenbier. Die restlichen Abendstunden verbringen wir noch vor dem Caravan, bevor wir ein letztes Mal für heute zum Waschhaus gehen.
Die Tagestemperaturen lagen heute bei ca. 28°, es war durch unser Radfahren, bei dem immer ein sanftes Lüftchen weht, sehr erträglich.

Montag, den 11. Sept. 2023

Aufgestanden sind wir auch heute um kurz nach 8:00, nach einem kurzen Gang ins Waschhaus hole ich unser bestellten Brötchen aus dem netten Einkaufsshop und gehe zu unserem Stellplatz zurück. Wir geniesen unser Frühstück, überlegen dabei was wir heute unternehmen können. Zuerst muss ich aber noch die Toilettenkassette in der ca. 150 Meter entfernten Station entleeren. Ebenfalls müssen die beiden Frischwasser-tanks aufgefüllt werden.
Gegen 11:00 sind wir dann mit unseren Fahrädern aufgebrochen mit dem Ziel Bullay, es geht zuerst über die Moselbrücke nach Senhals. Im Ort kurz nach rechts fahren, wo wir dann den Moselradweg erreichen. Den Radweg bis nach Ediger-Eller kennen wir ja schon, am Samstagabend sind wir beim Weinfest in Ediger gewesen. Vorbei an den beiden Campingplätzen in Nehren und Ediger, hier am Ort gibt es auch einen kleinen Wohnmobilstellplatz. Heute Morgen stehen hier zwei große Luxusmobile von Concorde, die hier auf den billigen Plätzen übernachten. Gleich darauf sind wir in der Ortsmitte angekommen und suchen das Fremdenverkehrsbüro auf. Ich möchte nach irgendwelchen Radkarten oder Radtouren suchen, was genau ich suche weiß ich auch noch nicht.
Letzten Endes kaufe ich eine Rad- und Wanderkarte vom „Ferienland Cochem an der Mosel “ im Maßstab 1:25 000 mit, in der Hoffnung dass wir ein weiteres Mal Urlaub an der Mosel verbringe.

Touristen – Information in Ediger

Vor der Touristen-Information befindet sich ein überdachtes Rondell mit Bänken und einem Brunnen aus dem Trinkwasser fließt. Wir füllen unsere Wasserflaschen auf, und fahren wieder zum Radweg an der Mosel hinunter. Gleich darauf fahren wir am Ortsteil Eller vorbei. Wenige Meter weiter kommt die Eisenbahnbrücke Ediger-Eller die wir unterqueren. Vor der Brücke muss sich ein Zugang zum Klettersteig befinden.

Der Calmont-Klettersteig, führt Sie mit teilweise alpinen Herausforderungen auf 200 bis 300 Höhenmetern über der Mosel zwischen den Orten Eller und Bremm und quer durch die steilsten Weinberge Europas.

Unter der Eisenbahnbrücke durch führt ein schöner gut 3,5 Kilometer langer Radweg durch die Moselschleife bei Bremm. Wir sind umgeben von den Rebhängen des Calmont, der mit 378 Metern Höhe und einer 65 Grad Neigung zu den steilsten Weinbergen Europas gehört. Unser Weg geht am Weinort Bremm vorbei, am Ortsende sind wieder Bänke und Sitzliegen wie so oft an der Mosel aufgestellt. Hier machen wir eine kleine Pause, allerdings ist in der Sonne ziemlich heiß. So geht es bald weiter, es befinden sich ein paar Gärten am Wegesrand mit schönen Blumen denen ich nicht widerstehen kann.


Nach knapp einem Kilometer ist die Moselbrücke bei Neef erreicht, die wir jetzt überqueren müssen, da unser heutiges Ziel Bullay ist. Links der Brücke ist ein weiterer Wohnmobilstellplatz mit vielen Fahrzeugen zu sehen. Wir fahren nach rechts auf der Verkehrstrasse durch den Ort Neef, gleich am Ortsende kommt das Moselkraftwerk Neef mit seiner Schleuse in Sicht. Seit der Ortsmitte gibt es keinen Radweg mehr, ca 600 Meter weiter kommt ein Anzeigeschild auf einen Radweg. Wir müssen die Straße überqueren und durch eine Zugunterführung gehen. Hier beginnt ein Schotterweg, dem wir vielleicht 100 Meter folgen, bevor wir wieder umdrehen, und zur Straße zurück kehren. Bis zum Ortsrand von Bullay fahren wir jetzt auf der Uferstraße bei relativ wenig Verkehr entlang. Am Ortsrand von Bullay beginnt wieder ein Radweg, der durch einen Uferpark mit schattigen Bäumen führt. Wir fahren bis zu einem großen Platz wo sich der Fähranleger Bullay-Alf befindet.
Hier steht ein großes Veranstaltungszelt, wo bis gestern das 4 tägige Herbstfest des Ortes stattgefunden hat. Wir hören im Zelt Musik und Gesang die von einem Alleinunterhalter stammen. In einer Imbissbude daneben kann man sich Würstchen mit Brot, Currywurst, Pommes Frites oder Fischbrötchen kaufen. Wir entscheiden uns für einen Teller Pommes und gehen zum Essen auf eine Bank im Park zurück.

Vor drei Jahren waren wir mehrmals mit dem Fahrrad hier in Bullay. Damals hatten wir unseren Caravan in Zell an der Mosel stehen.
Auf einer Wiese standen damals Amerikanische Oldies /Straßenkreuzer, die sich hier zu einem Treffen verabredet hatten.

Ein weiteres Mal sind wir mit unseren E-Bikes hinauf zur Onkel Tom`s Hütte einer Straußenwirtschaft die hoch am Berg liegt. Um die Auffahrt zu dieser höchstgelegenen Weinschenke Europas zu finden, mussten wir auf steilen Pfaden ca. 2 Kilometer einen Weinberg hinauf fahren.

Der Name: Onkel Toms Hütte ist einer Geschichte geschuldet. Ein alter Hotelier mit Namen Bert verkaufte sein Anwesen vor Ort und erbaute Mitte der 60er Jahre die heute genannte „Onkel Toms Hütte“. Sein Freund, der Fährmann, trank ganz gerne einen über den Durst. Somit versorgte Bert seinen Freund regelmäßig mit Wein und Schnaps und verlangte im Gegenzug, dass dieser ihm viele Gäste schickte.
Der Fährmann konnte gut Geschichten erzählen und gaukelte den Leuten vor, hier oben sitzt ein alter Mann, dem der greise Bart schon in die Stuhllehne gewachsen sei. Das weckte das Interesse vieler Besucher, welche „Onkel Tom“ kennen lernen wollten. Außerdem nannten ihn alle Onkel Tom, somit entschied sich Bert sein neues Zuhause „Onkel Toms Hütte“ zu nennen.

Heute wollen wir nicht zur Hütte hinauf fahren, unser Heimweg ist dieses Mal auch wesentlich länger als vor drei Jahren. Als wir unsere Pommes verspeist hatten, holten wir unsere Räder und fuhren weiter an der Mosel entlang. Vorbei am Campingplatz dem Bärencamp der sehr interessant ausschaut und ebenfalls direkt an der Mosel liegt. An der Doppelstock-Eisenbahnbrücke drehen wir wieder um und fahren zurück zum Fähranleger. Wir wollen nicht mehr auf der Uferstraße nach Neef fahren, und entscheiden uns für die Überfahrt mit der kleinen Fähre nach Alf. Zusammen mit einem weiteren Ehepaar das ebenfalls mit den E-Bikes unterwegs ist, fahren wir hinüber, 3,50 Euro will er für die kurze Fahrt. Die Fähre in Beilstein war billiger.

Hier in Alf angekommen fahren wir sofort Richtung Ortsende, wo ebenfalls ein paar Wohnmobile stehen. Auf einem schönen Radweg geht es jetzt weiter in Richtung St. Aldegund wo sich unter anderem wunderschöne neugotische Kirche aus dem Jahre 1872 befindet. Wir kommen an einem sehr großen Wohnmobilplatz wo bestimmt mehr als 50 Mobile in allen Größen und Marken stehen. Gleich darauf fahren wir wieder am Moselkraftwerk /Neef mit seiner Schleuse vorbei. Einen weiteren Kilometer und wir sind an der Moselbrücke von Neef vorbei, wo wir bei der Anfahrt auf die andere Seite gefahren sind.

Hier beginnt wieder die Moselschleife bei Bremm, wir fahren jetzt auf einem 4,5 Kilometer langen Radweg durch die Moselschleife, und sind wie schon erwähnt umgeben von den Rebhängen des Calmont, der mit 378 Metern Höhe und einer 65 Grad Neigung zu den steilsten Weinbergen Europas gehört.
Ich wollte am Ortsrand von Bremm auf einer der Sitzliegen noch ein letztes Mal rasten, meiner Frau war es aber in der Sonne zu warm. So fahren wir halt weiter, auf einer Wiese vor der Eisenbahnbrücke in Eller-Ediger sind gerade zwei Gleitschirmflieger zur Landung herunter gekommen, und packen Ihre Schirme ein. Von hier sind es noch etwa 6,5 Kilometer bis zum Campingplatz.
Gegen 15:00 sind wir am Platz angekommen, wir haben heute etwas mehr als 31 Kilometer auf unseren kleinen E-Bikes zurück gelegt. Zum späten Mittagessen gibt es die Reste von gestern Abend „Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat“.

Dann wie üblich, Geschirr spülen, Duschen gehen und den restlichen Abend vor dem Caravan sitzen. Der Himmel war blau und die Temperatur heute lag bei ca. 28-30°.

Dienstag, den 12. Sept. 2023

Guten Morgen, es ist 8:00 als ich aus den Federn hüpfe, als erstes muss ich zum Campingshop hinauf gehen um unsere bestellten Brötchen zu holen. Es gibt hier ein sehr schmackhaftes Ciabatta, die Brötchen sind eher Durchschnitt. Nach dem Frühstück beschließen wir, mit dem Auto ins ca. 15 Kilometer entfernte Cochem zu fahren.

Vor drei Jahren wollten wir schon einmal das kleine Städtchen mit seiner wunderschönen Reichsburg besuchen. Die Burg wurde im Erbfolgekrieg zerstört und wurde 1868 von Louis Ravenè in kurzer Zeit wieder aufgebaut.

Kurz vor 10:30 kommen wir in der kleinen Reichsstadt Cochem an, fahren an der Moselstraße entlang, über uns thront die schöne Reichsburg von Cochem. Im Ort angekommen unterqueren wir die Brückenstraße mit der Moselbrücke, die auf die andere Seite der Mosel führt. Wir hatten zuvor ein Parkplatzschild gesehen, dem wir jetzt folgen. Wir biegen nach links in die Ravenèstraße und gleich darauf zurück in die Brückenstraße die uns zum Ortsausgang führt. Nach der Zugunterführung haben wir unser Ziel erreicht die Feuerwache mit dem Städtischen Parkhaus.
Jetzt gehen wir wieder zurück in den Bereich der Altstadt, in der Liniusstraße sucht meine Frau ein Geschäft das Ansichtskarten vertreibt. Etwas schwierig sind die Motive für unsere 4-5jährigen Enkelkinder zu finden. Im Anschluss gehen wir die Bernstraße in Richtung Markplatz hinauf, wo sich das 1739 im Barockstil erbaute Rathaus mit dem Martinsbrunnen befindet. Wir gehen hier noch weiter durch die Altstadtgässchen bevor wir wieder auf die Moselpromenade wechseln, und hier in Richtung der Skagerrak-brücke zurück gehen.

Rechts von uns befinden sich die Schiffsanleger der Örtlichen Ausflugschiffe, und hinter der Brücke etwas weiter entfernt sind drei Anlegestelle für Hotelschiffe zu sehen. Wir haben immer wieder mal ein paar Kreuzfahrtschiffe hier auf der Mosel gesehen. Auf einer der Sitzbänke am Moselufer setzen wir uns hin und beobachten eine Weile den Verkehr auf dem Fluss. Danach betreten wir die Brücke um noch ein paar Meter auf die andere Flussseite zu gehen. Von hier Oben kann man die Ausflugsschiffe wie die Treis-Karden sehen, die gerade neue Urlauber aufgenommen hat und soeben ablegt. Sie ist hauptsächlich auf der Linie zwischen Cochem und dem kleinen Moselort Beilstein unterwegs, den wir schon am Sonntag besucht haben. Auf der anderen Brückenseite, also Flussabwärts ist gerade ein Kreuzfahrtschiff angekommen, dessen Passagiere sich auf dem Weg in die Altstadt befinden.

Im Anschluss gehen wir auf der Altstadtseite im Treppenhaus der Skagerrak-Brücke zur Promenade hinunter. Hier befindet sich das Cafe / Bistro Filou, wo wir an einem freien Tisch Platz nehmen. Bei der Kellnerin bestellen wir zwei Schalen Eis, meine Frau hat sich einen Becher mit Nuss-Eis und einer Portion Sahne bestellt. Ich esse ein Spaghetti-Eis mit Erdbeeren, beide Eisbecher schmecken aber recht gut. Ursprünglich wollte ich einen Eiskaffee trinken/essen, aber bei einem Preis von über 8,00 Euro für das Glas, das war mir doch zu teuer. Ein paar Meter weiter befindet sich ein Brunnen, wo einige Tagesgäste sitzen, und offensichtlich auf ihren Stadtführer warten. Gerade eben fährt der Mosel-Wein-Express die Bimmelbahn wie sie liebevoll von den Einheimischen genannt wird los. Gleich dahinter befindet sich die aus schönen Bild-Ornamenten verzierte Kachelwand. Ein paar Meter weiter stehen drei Straßenmusiker und unterhalten uns mit Ihrer Musik. Ewas später kommt einer der drei an die Cafe-Tische und möchte Geld für die Musikalische Darbietung sammeln. Kurz darauf ziehen sie weiter an einen anderen Platz. Nachdem ich mein Eis gegessen habe, blättere ich nochmal kurz in der Getränke u. Eiskarte. Bei den Getränken angekommen, bin ich erstmals etwas geschockt, ein normales 0,5 Liter Bier sowie ein Weizenbier kostet hier 8,90 Euro. Ich bin mir nicht sicher, ob die Getränkepreise allgemein so hoch geworden sind, oder nur hier in Cochem.
Gegen 13.00 setzen wir uns wieder ins Auto und verlassen Cochem über die Mosel-brücke in südlicher Richtung. Kaum dass wir den Stadtrand erreicht haben, fängt es zu Regnen an. Aber es sind nur ein paar Tropfen die vom Himmel kommen. Kurze Zeit später haben wir die Moselbrücke bei Bruttig Fankel erreicht, die wir erst am Sonntag mit dem E-Bike überquert haben. Wenige Meter weiter kommen wir an der Wiese des kleinen Campingplatzes Bruttig Fankel vorbei. Gleich darauf sind wir auch schon an der Moselschleuse in Fankel vorbei. Nach der nächsten Moselschleife haben wir auch schon das nette Örtchen Beilstein erreicht, den wir sicher noch einmal besuchen werden. Auf dem Campingplatz angekommen trinken wir zur Erfrischung ein Glas Weizenbier und genießen die Ruhe auf dem Platz. Etwas später machen wir noch einen Spaziergang über den gut gefüllten Campingplatz.

Um etwa 17:30 fährt die MS Swiss Crystal, ein ca. 100 Meter langes Flusskreuz-fahrtschiff das bis zu 125 Passagieren Platz bietet an unserem Campingplatz vorbei. Viele Kreuzfahrtschiffe fahren in den frühen Vormittag und Abendstunden hier am Ca.-Platz vorbei, so dass wir die meisten Schiffe gar nicht sehen können. An den Wiesen in Ufernähe als auch an vielen Stellplätzen tummeln sich immer wieder viele Nilgänse. Ein Platznachbar verjagt sie immer wieder mit einem Besen, da sie offensichtlich sehr Aggressiv gegenüber den heimischen Enten und Gänsen sind. Angeblich drücken sie die Küken anderer Gänse u. Enten-Arten unter Wasser. Auch einige Nutrias können wir immer wieder am Platz beobachten. Laut Aussage eines Campingmitarbeiters sorgen sie dafür dass sich keine Ratten am Platz ansiedeln.
Zum Abendessen hatten wir heute geplant zum Pizzaessen nach Zell oder Mesenich zu fahren. Eine Pizza in Mesenich zu essen hatte sich aber zerschlagen, nachdem wir das Lokal auf dem Campingplatz gesehen hatten.(die guten Bewertungen haben sie vielleicht selbst geschrieben ???). Nachdem aber mein Magen nicht in der Lage war eine ganze Pizza zu verspeisen, verzichteten wir auch auf die Pizzeria in Zell. Stattdessen entschlossen wir uns für einen Nudelsalat, dessen Menge wir selbst regeln bzw. den Rest am folgenden Tag zu essen.
Gegen 19:00 fängt es an leicht zu Regnen an, eine Stunde später wird es beinahe ein Wolkenbruchartiger Regen. Den restlichen Abend verbringen wir jetzt im Caravan. Ich hatte einige DVDs von unserer Lieblingssendung „Verrückt nach Meer“ mit dabei, die wir anschauten. Wegen des starken Regens war die Lautstärke unseres Fernsehers aber dabei ziemlich überfordert. Gegen 22:00 gehen wir dann sowieso in die Koje.

Mittwoch, den 13. Sept. 2023

Guten Morgen, es ist 8:15 als wir aufstehen, der Himmel ist blau allerdings auch leicht bedeckt, die Temperatur liegt im Moment bei etwa 19°.
Wie immer gehe ich zum Einkaufsshop hinauf um unsere bestellten Brötchen zu holen. Die beiden Angestellten im Shop sind Holländerinnen wie die meisten Bediensteten hier am Ca. Platz und sehr freundlich. Mit unseren gestern bestellten Brötchen mache ich mich auf den Weg zum Stellplatz, wo meine Frau den Frühstücks-Tisch schon gedeckt und auf mich gewartet hat. Nach unserem reichhaltigen Frühstück überlegen wir unseren heutigen Tagesablauf.
Wir beschließen gegen Mittag ein weiteres mal mit dem Fahrrad nach Beilstein zu radeln. Jetzt am Vormittag möchte ich aber noch Wartungsarbeiten am Wohnwagen verrichten. Die Toilettenkassette muss wieder entleert , sowie die beiden Frischwasser-tanks aufgefüllt werden. Für das Ausgießen der gefüllten Toilettenkassette muss ich schon ein paar Meter weit gehen, der Frischwasserhahn ist dagegen nur etwa 50 Meter entfernt. Als nächstes laden wir noch die Accus unserer E-Bike frisch auf.
Gegen 12:30 machen wir uns auf den Weg nach Beilstein. Auf dem Fahrradweg fahren wir an Senheim vorbei, von hier geht es an der Mosel entlang bis zum Nachbarort Mesenich. Am Ufer entlang befindet sich eine Parkähnliche Anlage mit etlichen Sitzbänken. Am Ortsende auf der rechten Seite kommt der hübsche Moselgasthof Andries in Sicht, wo am vergangenen Sonntag einige Urlauber zum Essen gegangen sind. Weiter geht es, ab jetzt biegt der Fahrradweg von der Hauptstraße ab, wir kommen am Family-Camping Mesenich vorbei, der gut besucht ist. Hier befindet sich auch die besagte Pizzeria von gestern Abend. Gleich darauf kommen die ersten Weinreben-Felder in Sicht. Hier gibt es abwechselnd Trauben für Weisswein oder Rotweine. Die Reben für den Weisswein schauen oft noch sehr trocken aus(vielleicht sind sie auch für eine spätere Lese). Dagegen sind die Roten Trauben oft voll Mundig und saftig. Wir können nicht widerstehen und probieren einige der süßen Beeren, die sehr gut munden.

Vor uns in der Moselschleife kommt jetzt der kleine Winzerort Briedern. Links von uns an der anderen Moselseite befindet sich der Rieber Berg mit seiner bekannten Weinlage die zum Ort Briedern („Rüberberger Domherrenberg„) gehört. Am Beginn des Ortes ist wie fast überall an der Mosel ein (kleiner) Wohnmobilstellplatz. Danach ist eine Anlegestelle für Ausflugsdampfer (Wappen von Trier; Stadt Zell; die Wappen von Bernkastel und andere) zu sehen. Durch die Ortschaft müssen wir auf der Straße fahren, bis am Ortsende wieder ein Radweg beginnt. Von hier bis zu unserem Ziel sind es noch etwa 2,5 Kilometer. Der Radweg ist etwas schmäler und geht neben der Verkehrstrasse, bei wenig Gegenverkehr ist das kein Problem. Auf der anderen Moselseite gleitet Poltersdorf ein Ortsteil von Ellenz vorbei. Danach können wir den Campingplatz Happy Holiday sehen, wo wir schon vor ein paar Tage vorbei gefahren sind. Dann haben wir auch schon den kleinen Ort Beilstein erreicht. Vor der kleinen Ortschaft unterhalb der Burgruine Metternich ist ein Hang mit Weinreben bepflanzt. Wie schon bei unserem ersten Besuch ist das Geländer an der Mosel mit abgestellten Rädern (E-Bike) übersät. Wir verschließen unsere Fahrräder direkt neben der Fähranlegestelle nach Ellenz an einer noch freien Stelle des Ufergeländers.

Wir betreten zum zweiten Mal die kleine Ortschaft, die den BeinamenDas Dornröschen der Mosel “ trägt. Nach Überquerung der Uferstraße, kommen wir an zwei Weinstuben und einem Eiscafe vorbei. Das letzte Mal hatten wir hier einen Becher Eiscreme gegessen, der ausgezeichnet geschmeckt hat. Man hat den Eindruck, das der gesamte Ort mit seinen knapp 150 Einwohnern aus Gaststätten, Hotels oder Restaurants besteht. Jedes zweite Haus hier ist im Touristikbereich tätig. Wir gehen zuerst die Bachstraße entlang, zur Rechten geht es zum Marktplatz mit dem ehemaligen Zehnthaus und der ehemaligen Pfarrkirche St. Christopherus. Zur linken geht es in die kurze Fürst-Metternich-Straße, wo die steile Klostertreppe, zu dem Karmeliterkloster mit der Schwarzen Madonna, dem Prunkstück der barocken Klosterkirche führt.

Von hier Oben hat man eine schöne Aussicht auf die Mosel, den Ort Beilstein und die auf der gegenübenden Seite des Flusses liegende Gemeinde Ellenz. Der Platz vor der Kirche und dem Kloster ist durch große Sonnenschirme geschützte Tische und Stühle gefüllt. Sie werden durch das Kloster-Restaurant & Cafe bewirtschaftet.
Zuerst betreten wir die kleine Pfarrkirche St. Christopherus die offensichtlich seit 1948 bzw. 1950 von Karmeliterpater wieder benutzt wird. Wir verlassen die im 17. Jahrhunderts im Stil des Barock erbauten Kirche, beeindruckt durch die wunder-schönen und klaren Linien.

Diese drei Bilder sind nicht von mir

Die dreischiffige Kirche ist in fünf  Joche gegliedert. Das Hauptschiff und die beiden Seitenschiffe werden von Kreuzgratgewölben mit kräftigen Gurt-und Schildbögen überspannt. Diese ruhen auf mächtigen Säulen, die von hohen, achteckigen Sockeln getragen werden.
Die Orgel in der Klosterkirche ist ein Werk des Orgelbauers Balthasar König aus Münstereifel/ im Süden Nordrhein-Westfalens aus dem Jahre 1738. 

Die meisten Tische vor dem Klostercafe sind belegt, ich betrete das Cafe das im Innenraum einen guten Eindruck macht. Durch eine weitere Türe kann man in einen Patio ähnlichen Garten schauen. An einem Ausgabefenster hat man einen Blick auf die Kuchenvitrine die durchaus mit Schmackhaften Kuchen und Torten belegt ist. Allerdings muss ich feststellen, dass für eine Tasse Kaffee und und ein Stück Kuchen fast 10 Euro zu bezahlen sind.
Wir gehen die steile Treppe wieder nach unten und gehen auf der Bachstrasse entlang, bis eine Abzweigung zur Burgruine kommt. Hier drehen wir wieder um und gehen die Klosterstraße entlang bis wir an der Rückseite der Kirche bzw. des Klosters angekommen sind. Wir gehen wieder zu unseren Fahrrädern am Moselufer. Zurückblickend hat der kleine Ort bis auf seine Größe durchaus eine Ähnlichkeit mit Bernkastel-Kues.
Auf dem gleichen Weg geht es jetzt wieder Richtung Senheim zurück. Nach ca.2,5 Kilometer haben wir den kleinen Ort Briedern erreicht. In der darauffolgenden Moselschleife kommen auf beiden Seiten der Mosel die großflächigen Felder mit Weintrauben. In einer der Weinfelder haben wir schöne Trauben entdeckt, beim Winzer, der in der Nähe ist, bekommen wir vier schöne Weinreben geschenkt.

Um etwa 15:00 sind wir wieder an unserem Campingplatz Holländischer Hof angekommen. Wir haben noch einen Rest vom Nudelsalat von gestern Abend, dazu der Rest vom heutigen Baguette. Später trinken wir unseren in Beilstein entgangenen Kaffee und ein Stück Gebäck, das wir noch von zu Hause mitgebracht haben. Für heute Abend haben wir uns entschlossen das Pizzaessen in Zell/Mosel nachzuholen.
Da meine Frau immer sehr früh Abendessen möchte fahren wir schon um 17:00 los. Da der Dieselpreis heute um ein paar Cent gefallen ist, fahren wir noch an die Tankstelle, die sich am Ortsende von Senheim befindet. Für die Heimfahrt brauchen wir einen vollen Tank, ansonsten müssten wir auf der Autobahn tanken, bei ungleich höheren Preisen. Für die knapp 21 Kilometer nach Zell brauchen wir eine halbe Stunde. Am Ortsrand von Zell/Kaimt liegt unser Campingpark Zell, den wir im Jahr 2020 besucht haben. Nachdem wir die Moselbrücke überquert haben, sind wir ein paar Minuten später in der Altstadt von Zell angekommen. Hier befindet sich die Pizzeria La Terrazza die wir besuchen wollen. Da wir noch etwas zu früh sind, gehen wir ein paar Schritte durch die kleine Stadt.

Danach betreten wir die Pizzeria, wo wir schon in 2020 einmal zu Gast waren. Kurz gesagt die Pizza war in unserer Erinnerung damals besser, auch das Männliche Bedienpersonal war heute Grenzwertig. Unser Besteck wurde erst nach der Pizza gebracht. Das Wetter war während unseres Essens etwas kühl und ziemlich zügig gworden, so dass auf der Außen-Terrasse von anderen Gästen schon mal die Tische und Sitzplätze gewechselt wurden. Auf dem Gang zu unserem geparkten Auto fing es leicht an zu Regnen.
Um 19:45 sind wir schon wieder am Campingplatz zurück, das Regnen hat wieder aufgehört. Unser Holländischer Nachbar hat mittlerweile schon sein Vorzelt abgebaut, da sie Morgen Früh wieder nach Hause fahren wollen. Wir sitzen noch einige Zeit unter unserer Markise bei einem Weizenbier und Glas Rotwein. Gegen 22:00 machen wir uns auf den Weg ins Waschhaus, und danach ins Bett.

Donnerstag, den 14. Sept. 2023

Als wir gegen 8:15 aufstehen, sind auf der Südseite gegen Senheim die Hügel in Nebel gehüllt, der sich aber meistens nach einer Stunde auflöst. Dagegen ist die Sicht nach Norden auf die Moselseite (Senhals) immer frei. Es ist heute ziemlich kühl, unser rechter Nachbar der eigentlich ein Naturbursche zu sein scheint, hat eine Jacke angezogen. Er sagte zu mir: oh ist heute kühl. Auch sie reisen heute wieder nach Hause, und er packt sein Inventar zusammen. Ich gehe zum Campingshop um unsere Brötchen zu holen. Als ich wieder komme, ist der Nachbar fast zur Abfahrt bereit. Wir helfen ihm seinen Caravan an das Zugfahrzeug zu hängen. Seine Frau sagt zu uns: „SIE SIND GUTE NACHBARN GEWESEN“. So etwas haben wir noch nie in unseren 30 Camping-Jahren gehört. Wir bedanken uns bei der Holländischen Nachbarin. Wenig später fahren sie los, wir winken Ihnen noch nach.
Später am Vormittag brechen wir mit unseren Rädern auf, es geht an der Mosel entlang in Richtung Briedern, wo die schönen Weinrebenfelder stehen. Danach drehen wir wieder um und fahren nach Senheim zurück. Der Weinort ist kleiner als erwartet, so sind wir nach ein paar Meter schon an der Zufahrtsstraße, die vom Hunsrück hier herunter führt. Es geht hier ziemlich eng und Steil die Serpetinenstrasse nach oben. Bei der Herfahrt habe ich mir schon Gedanken darüber gemacht, wenn es hier am Berg einen Gegenverkehr gibt. Nachdem wir hier am Ortsrand die Situation erleben, dass ein LKW ausweichen muss, weil von Oben ein Fahrzeug kommt, beschließe ich unsere Heimfahrt über Zell und über die Bundesstraße 421 zu machen.

Etwas später am Nachmittag haben wir noch Kaffee getrunken, ein Mitarbeiter vom Campingplatz ist mit seinem Rasenmäher-Traktor gekommen, und hat den nun freien Nachbarstellplatz gemäht. Wir stellen unser Auto auf die Seite, so dass er auch bei uns durch-mähen kann. Es ist heute nicht mehr so warm wie in den vergangen Tagen, man muss sich direkt in die Sonne setzen. Danach machen wir nochmals einen Spaziergang über den ganzen Platz, bis hin zur Spitze der Halbinsel. Wer hier wohnt hat einen sehr weiten Weg bis zum Waschhaus vorne bei der Rezeption. Am Moselufer gibt es mehrere hübsche Sitzliegen, die man benutzen kann um nach Schiffen zu schauen, wenn welche kommen. Wir legen uns auf einer der Liegen und hoffen noch ein Kreuzfahrtschiff zu sehen.
Unseren letzten Abend genießen wir wie immer vor dem Caravan bei Bier und Wein.

Freitag, den 15. Sept. 2023

Guten Morgen, wir haben heute wieder einen strahlend blauen Himmel. Die Morgen-Temperatur ist stark zurück gegangen, unser Thermometer zeigt knappe 10,5° an. Der Herbst zeigt sich immer deutlicher. Kurz vor 8:00 gehe ich zum Lebensmittelshop hoch, um unsere bestellten Brötchen und das Baguette zu holen. Als die Bedienung im Backshop mich nach einer Bestellung für Morgen Früh fragt, lehne ich ab. Wir haben kurzfristig entschieden, heute am Spätnachmittag die erste Etappe bis nach Bad Rappenau zu fahren. Am Stellplatz angekommen hat meine Frau den Frühstückstisch schon gedeckt. So dass wir in der Strahlenden Morgensonne unser Frühstück genießen können.
Unser Holländische Nachbarn von Gegenüber sie reisen auch ab, zurück nach Hause. Sie waren sehr nett, wenn auch eine Sprachbarriere bestand. Unser Klimaanlage haben wir schon gestern abgebaut. Wenig später bauen wir unsere E-Bike ab und verstauen sie im Kofferraum des VW Tiguan Allspace. Am frühen Nachbarplatz wird der erste Stellplatz in unserer Reihe von einem älteren Mann mit seinem Wohmobil belegt. Wenig später kommt ein Mitarbeiter vom Camping-Platz vorbei, der bei Ankunft und Abfahrt den verbrauchten Strom abliest, und schließt sein Stromkabel an. Ich frage ihn, ob er bei uns gegen 16:30 unseren Strom ablesen kann, und das Stromkabel abnehmen kann. Er macht sich eine Notiz darüber.

Mit dem neuen Camper wechsele ich noch ein paar Worte. Er erzählt dass noch sein Freund mit einem weiteren Wohnmobile auf den Stellplatz zwischen uns kommt. Kurz nach 16:15 drehe ich Kurbelstützen hoch, damit ich später den Caravan drehen und an unser Auto anhängen kann. Pünktlich um die verabredete Zeit ist der Camping-Mitarbeiter wieder da um unseren Strom abzulesen.

Bei der Abfahrt aus unserer Straße gibt es plötzlich ein Problem, der ältere Mann mit seinem Wohnmobil hat später sein Fahrzeug um ein paar Meter zurück gesetzt. Die Folge war, ich musste zweimal zurück setzen und korrigieren, bis ich um sein Fahrzeug herum fahren kann. Kurz vor 17:00 sind wir mit unserem Fahrzeug an der Rezeption angekommen. Meine Frau steigt aus und geht in die Rezeption hinein. Im Nu ist die Rechnung dank fertiger Stromablesung erledigt und wir können den Campingplatz Holländischer Hof verlassen. Wie geplant fahren wir über die Moselbrücke bei Senhals und weiter geht es auf der B 49 nach Zell/Mosel. 20 Minuten später sind wir hier in Zell angekommen, ein letzter Blick auf die kleine Stadt.

Auf der B 421 geht es nun die Serpentinen in den Hunsrück hinauf. Bis zur Autobahnauffahrt bei Rheinböllen sind es nun knappe 50 Kilometer. Das Wetter ist immer noch Schön und der Verkehr heute am Freitag hält sich in Grenzen. Irgendwo nach Kappel müssen wir noch mal aufpassen, um auf die richtige Straße B50 nach Simmern zu kommen. Die Autobahnauffahrt bei Rheinböllen erreichen wir nach 18:30. Hier auf der A61 ist eine riesige Baustelle die uns einige Kilometer begleiten wird. Der Verkehr ist ziemlich stark geworden, vielleicht macht sich das kommende Wochenende bemerkbar. Irgendwann fahren wir an der Stadt Worms vorbei, hier hat am Dienstag ein schwerer Hagelsturm große Schäden an Autos sowie an Weinbergen hinterlassen.
Etwas mehr als eine Stunde später ist auch schon die Rheinbrücke bei Speyer erreicht. Wir müssen aber noch ca. 60 Kilometer weiter bis nach Bad Rappenau fahren. Das Technikmuseum in Sinsheim können wir dieses Mal von der entgegen gesetzten Fahrbahn gut erkennen. Kurz darauf sind wir im ARAL-Rasthof angekommen, hier haben wir auch schon bei der Herfahrt übernachtet. Es ist jetzt kurz nach 20:30, und schon fast dunkel als wir den Rasthof erreichen, der fast bis auf den letzten Parkplatz gefüllt ist. Wir stellen uns an den Rand des Fahrweges und hoffen im Lauf des Abends einen anderen Parkplatz zu bekommen.

Als wir im Jahr 2020 hier auf dem Rasthof waren, konnten wir damals noch etwas spazieren gehen, das fällt heute aus. Bis wir in der Tankstelle die Platzgebühren an der Kasse bezahlt haben, ist die Dunkelheit schon vollständig eingebrochen.
Nachdem ich die hinteren Kurbelstützen herunter gedreht habe, machen wir uns im Caravan gemütlich. Meine Frau deckt den Tisch, wir haben von heute Morgen ein weiteres Baguette mitgebracht, das jetzt gute Dienste leistet. Ferne gibt es Schinken, Hering in Tomatensoße und Wiener Würstchen zu essen. Dazu ein Weizenbier, mehr sollte man auch nicht zur späten Stunde essen. Kurz vor 22:00 gehen wir ins Bett, einen anderen Parkplatz bekommen wir nicht mehr, dann muss es halt so gehen.

Samstag, den 16. Sept. 2023

Wir haben relativ gut geschlafen, es war in der Nacht kaum LKW Bewegung auf dem Rasthof. Vielleicht hat sich das Wochenend-Fahrverbot für LKWs bemerkbar gemacht. Erst am frühen Morgen sind ein oder zwei LKWs losgefahren. Kurz vor 7:00 stehen wir auf und machen uns fertig zur Abfahrt. Mit dem Accu-Schrauber drehe ich die Stützen hoch und schon geht es los. Leider verpassen wir gleich die erste Autobahnauffahrt und fahren ca. 300 Meter zu weit. Hier bei einem Park & Ride Parkplatz können wir umdrehen und bei der richtigen Auffahrt auf die Autobahn auffahren. Kurze Zeit später fahren wir an der Autostadt Neckarsulm vorbei, wo sich ein Audi-Werk mit 14.000 Beschäftigten befindet. Unsere Fahrt geht nach Osten der aufgehenden Sonne entgegen, die mir heute Morgen schwer zu schaffen macht. Trotz der herunter geklappten Sonnenblende im Auto konnte ich teilweise die Fahrbahn schlecht erkennen. Erst nachdem die Sonne oder wir die Richtung gewechselt haben, war es angenehmer zu fahren. Nach etwa 1 1/4 Stunden sind wir am Autobahn Dreieck Feuchtwangen-Crailsheim angekommen, von hier geht es jetzt auf der A7 nach Süden. Der Zustand der Fahrbahn auf Plattenbauweise lässt teilweise zu wünschen übrig. Das andauernde Poltern auf der Straße ist für Auto und Caravan nicht angenehm. Es ist jetzt 9:30 geworden, als wir das nächste Autobahnkreuz in Ulm/Elchingen erreicht haben. Auf der A7 in Richtung Memmingen geht es jetzt weiter. Wir haben Glück, das befürchtete Chaos zwischen Vöhringen und Memmingen, das normalerweise an jedem Wochenende herrscht ist bisher ausgeblieben. Eine dreiviertel Stunde später um 10:15 haben wir die Abfahrt Memmingen-Süd erreicht.
Da wir heute noch nicht gefrühstückt haben, fahren wir in der Woringer Straße vorbei. Hier befindet die Filiale einer Bäckerei in einem Lebensmittel-Discounter, wo meine Frau jetzt Brötchen und Brezeln sowie Brot kauft. Wenig später sind wir zu Hause in Ottobeuren angekommen. Wie immer ziehe ich mit meinem Auto den Caravan über eine Bordsteinschwelle in die Garageneinfahrt.
Hier wird das Auto abgestellt, und wir gehen in unsere Wohnung, um endlich unser versäumtes Frühstück schnellstens nach zu holen.

Fazit:
Wir hatten eine schöne und Interessante Woche hier an der Mosel. Der Campingplatz Holländischer Hof entsprach unseren Erwartungen und lag direkt an der Mosel. Wir sind nebenbei auch Kreuzfahrt-Fans, allerdings im Hochseebereich. Wir hatten gehofft viele Flußkreuzfahrtschiffe an unserem Campingplatz vorbei fahren zu sehen. Leider war es nicht der Fall.
Eine dreiviertel Woche lang hatten wir sehr warme Herbsttage, danach sind die Temperaturen etwas zurück gegangen. Das Speiselokal am Ca.-Platz hat mir nicht gefallen, auch die Preise waren in meinen Augen viel zu hoch für einen Campingplatz.
Positiv waren die vielen schönen Radwanderwege an der Mosel, die wir gefahren sind, ausgenommen der Radweg(zwischen Neef und Bullay) der nur aus Schottersteinen bestand. Wir werden bestimmt ein weiteres Mal an die Mosel fahren, ob es dann Zell/Mosel oder hier in Senheim sein wird, lasse ich mal offen.

Unser Urlaub in Südtirol und am Gardasee 2023

Wir hatten für diesen Sommer unseren Campingurlaub an der Ostsee geplant, meine Frau hatte sich dieses gewünscht. Ich hatte mir schon eine Tour mit unserem Caravan die uns über den Spreewald und die Müritz führt, ausgearbeitet. Als wir dann die AGB unseres gewünschten Super-Campingplatzes der das Endziel unserer Reise sein sollte, gelesen hatten, verzichteten wir auf diese Reise. Was mir hier überhaupt nicht gefallen hat, waren unter anderem die hohen Stornokosten zb. 80% bei Rücktritt ab 21 Tagen.
Wir sind eigentlich Schönwetter-Camper, und das Wetter an der Ostsee lässt sich genau so wenig voraus sagen wie im übrigen Deutschland. Aus diesem Grund verzichten wir auf diese Reise. Vor zwei Jahren hatten wir schon einmal einen Urlaub an der Mosel und in der Eifel geplant und Stellplätze reserviert. Zehn Tage vor Antritt der Reise mussten wir auf Grund der geltenden Corona-Regeln und dem Miserablem Wetter auf diese Reise verzichten. Kurz entschlossen hatten wir uns zwei Campingplätze in Südtirol ausgesucht, mussten hier natürlich genauso einen Stellplatz Reservieren. Aber unser Wetter war zu 85% Trocken und warm.

Camping Seiser Alm am Schlern

Sonntag, den 11. Juni 2023

Guten Morgen, es ist 6:20 als wir aufgestanden sind, für den heutigen Sonntag ist gutes und warmes Wetter hier im Allgäu angesagt. Unser 3 wöchiger Sommerurlaub in Südtirol und am Gardsee kann jetzt beginnen. Für etwa 15:00 ist unsere Ankunft am Campingplatz Seiser Alm am Fuße des Schlernmassivs geplant.
Aber bevor wir losfahren können gibt es noch einiges zu tun, unseren Kühlschrank im Caravan habe ich schon gestern Vormittag eingeschaltet, so dass er gut Vorgekühlt ist. Die frischen Sachen wie Wurst, Butter, Joghurt und ein paar Getränke, auch Grillfleisch für die ersten Tage haben wir dabei. Das alles wird meine Frau noch heute Morgen in den Kühlschrank einräumen.
Wie in den letzten Jahren haben wir am Vorabend unserer Abreise den Wohnwagen aus unserer Einfahrt auf einen Parkplatz vor dem Haus gebracht, mit dem Mover (Elektroantrieb) geht das ja recht schnell. Der Grund liegt leider auf der Hand, wir hatten vor einigen Jahren ein großes Problem unseren Caravan vor unserer Abreise auf die Straße zu bringen. Die Straße war zugeparkt von Schülern und Lehrern der nahe gelegenen Gesamtschule. Dazu kam dass ein Nachbar sein Auto ebenfalls in unmittelbarer Nähe parkte und damit war unsere Stichstrasse (Sackgasse) für die hinteren Anlieger blockiert.
Jetzt muss ich nur noch die Caravan-Spiegel am Auto zu befestigen, und die Kurbel-stützen am Caravan mit der Hand hoch zu drehen um unsere Nachbarn nicht so früh zu belästigen. Als letztes messe ich noch die Stützlast unseres Caravans um eine sichere Fahrt zu haben. Danach noch das Elektrokabel abzunehmen und im Bugraum zu verstauen. Anschließend den Wohnwagen mit dem Mover (Elektroantrieb) an die Anhängerkupplung vom Auto anzuhängen. Womit wir jetzt fahrbereit sind.
Um 8:50 verlassen wir unsere Straße, kurz nach der Basilika (Kirche) und dem großen Klosterkomplex machen wir noch schnell ein Foto von unserem Caravangespann und verlassen jetzt Ottobeuren in Südlicher Richtung, es geht den Konohof hinauf der mit seinen etwa 14% Steigung und dem noch kaltem Motor für ein größeres Wohnwagengespann durchaus eine kleine Herausforderung ist.

Wenig später fahren wir durch das kleine Dorf Wolfertschwenden, wo sich mein ehemaliger Arbeitgeber, die in der ganzen Welt bekannten Firma Multivac befindet. Hier habe ich über 33 Jahre meines Arbeitslebens verbracht.

Die Firmengruppe Multicac ist der Weltweit größte Anbieter von Verpackungslösungen …..

Eine Stunde nach unserer Abfahrt haben wir den Grenztunnel bei Füssen erreicht, hier staut sich erstmals der Verkehr. Es ist Kühl die Temperatur hier im Alpenvorland beträgt im Moment etwa 15°. Am Tunnel schaut es nach einer Blockabfertigung aus, aber wenig später geht es zügig weiter. Gut 10 Minuten später sind wir im ersten Stau angekommen, an der Anschlussstelle Reutte Nord stehen wir erstmals. Von hier geht es im Stop-and-Go die nächsten 7 Kilometer weiter. Am südlichen Ende der Orts-Umfahrung von Reutte haben sie eine mobile Ampel (Dosierampel nennt man das in Österreich) aufgestellt, die in der Grünphase zwei Autos durchlässt (Ein Schelm der böses dabei denkt / Verkehrerziehung, oder denen zeigen wir es mal ???). Für die 24 Kilometer vom Grenztunnel Füssen bis nach Bichlbach wo wir nochmals volltanken wollen, haben wir jetzt eine ganze Stunde gebraucht. Mittlerweile ist es 10:56 als wir die Tankstelle erreicht haben. Hier ist einiges los, sie ist aber auch die billigste Tankstelle im gesamten Lechtal.

Wie man auf dem Bild erkennen kann ist auch der Fernpass in beiden Richtungen voll. Wir erklimmen den Fernpass mit 20 Km/h, die Gegenfahrbahn nach Deutschland ist auf der ganzen Passlänge lang dicht. Sodass wir für unsere heutige Pause an der Raststation Pettnau A12 bei gleicher Abfahrtszeit wie vor zwei Jahren hier über eine Stunde später ankommen. Auf Grund dessen machen wir hier nur eine halbe Stunde Pause, bevor es wieder weiter geht. Wir wollten eigentlich gegen 15:00 unser Ziel den Campingplatz Seiser Alm erreichen. (Was nettes zu erzählen gibt es heute sowieso nicht — siehe entlaufener Hund wie vor zwei Jahren).
Bei weiterhin regem Verkehr fahren wir die A13 südlich von Innsbruck hinauf. Eigentlich wollte ich nochmal an der Raststation Europabrücke anhalten um noch ein paar Fotos von der hohen Lueg-Brücke zu machen, es ist leider unmöglich. Sowas von voll habe ich hier noch niemals gesehen. Die Auto stehen stehen sogar noch auf den Fahrwegen herum, mit Müh und Not kommen wir hier durch den Parkplatz, so fahren wir weiter bis zur Mautstelle der Europabrücke.

Bilder unten: Meine Bilder aus dem Jahr 2021

Die ASFINAG Mautstelle in Schönberg erreichen wir um 13:30. Der Österreichische Autobahnbetreiber ASFINAG will eine Maut von 11 Euro von uns, das ist sogar billig, wir haben schon mehr dafür bezahlt. Für den Caravan müssen wir heute nicht mehr extra bezahlen. Die aus Italien ausreisenden Urlauber sehen wir in einer endlos erscheinenden Auto- und- Wohnmobile/Caravan Schlange an uns vorbei schleichen. Bisher haben wir noch Glück und kommen gut voran. Wenig später erreicht der Stau auch uns, der uns bis zur nächsten Mautstelle in Sterzing begleitet. Da stellt sich heraus, dass von 6 möglichen Einreisespuren nur 3 Spuren zur Verfügung stehen. Hier stehen Männer der Autobahngesellschaft und reichen die Billetts per Hand an die Autofahrer weiter. Die restlichen 3 Fahrspuren werden für die Ausreise verwendet (6+3 =9 Fahrspuren).
Wir sind auf jeden Fall bereits eine Stunde später dran als vor 2 Jahren.
Aber das Drama geht weiter, im Autoradio erreicht uns die Nachricht, dass bei der Einreise nach Italien der Autostau bis nach Klausen bzw. Bozen gehen soll. Wir kämpfen uns Meter für Meter voran, meine Frau hat seit der Mautstelle Sterzing das Steuer übernommen. So geht es jetzt im Schritttempo die nächsten 40 bis 60 Kilometer bis zur Ausfahrt Bozen Nord.
Um 16:30 haben wir endlich unser Ziel den Campingplatz „Seiser Alm“ erreicht. Wir stellen unser Gespann vor der Schranke ab, und gehen in die Rezeption, wo uns ein junger Mitarbeiter erwartet. Da wir Reserviert hatten, geht die Anmeldung schnell voran, und wir bekommen den Stellplatz 303 zugewiesen. Er befindet sich auf der mittleren Ebene des Campingplatzes, eine Etage tiefer als im Jahr 2021. Auch hier haben wir einen fantastischen Ausblick auf den Schlern der vor uns in die Höhe ragt, sich aber im Moment Wolkenverhangen zeigt. Die Temperatur liegt heute Nachmittag bei ca. 26° .
Mit dem Mover (Elektrischer Antrieb) fahren wir unseren Caravan auf unseren Stellplatz, rollen im Anschluss unsere Markise herunter und stellen Tisch und die Stühle auf. Jetzt ist endlich Feierabend, zum Einstieg gibt es ein Weizenbier zum Trinken, das haben wir uns heute verdient. Abendessen gibt es ein bisschen später, für heute Abend ist eine Brotzeit mit Bratensülze, Thunfisch, Käse und Schinken angedacht. Plötzlich fängt es an zu Regnen, aber nur zwei, drei Minuten dann ist schon wieder Schluss damit. Gegen 20:00 zeigt sich ein Regenbogen der sich bis über die Santnerspitze spannt. (Die Santnerspitze 2.414 m ist von unserem Standpunkt aus gesehen der linke / Nördliche Felsen der ebenfalls zum Schlern-Massif gehört). Wir machen noch kurz einen Spaziergang über den Campingplatz, der gut besucht ist, ja eigentlich voll ist. Sogar auf der Zeltwiese weiter oben stehen noch zwei, drei Caravans neben den üblichen kleinen Zelten. Nach unserem Spaziergang gehen wir zurück zum Stellplatz, trinken noch eine Kleinigkeit. Um 21:00 kommt plötzlich ein Platzregen vom Himmel herunter, so etwas haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Bei unserem Nachbar hinter uns ist ein kleiner See am Vorzelt entstanden, weil das Wasser hier nicht schnell genug ablaufen konnte. Nach ca. 20 Minuten ist alles vorbei, wir gehen im Anschluss ins Waschhaus und danach in die Koje. Der Tag heute war anstrengend genug.

Montag, den 12. Juni 2023

Guten Morgen, unser erster Tag in Südtirol. Die Temperatur jetzt um 7:45 beträgt erstaunliche 15°. Der Regen gestern Abend hat stark abgekühlt und natürlich wir liegen hier auf 880 Höhenmeter, das sollte man nicht vergessen. Der Himmel um uns ist strahlend blau. Als erstes müssen wir den Campingtisch und die Stühle vom gestrigen Regenguss säubern, unser kleiner Teppichboden wird mit einer Gießkanne Wasser abgespritzt und anschließend zum Trocknen auf die Caravan-Deichsel gelegt.
Während meine Frau den Morgen-Kaffee macht und den Frühstückstisch herrichtet gehe ich los um ein paar Brötchen zu holen. Der Lebensmittelshop befindet sich zwei Ebenen über unserem Stellplatz, im gleichen Gebäude wie das Restaurant und die Rezeption. Es geht steil bergauf meine Kondition liegt anscheinend bei Null. Im Lebensmittelshop wähle ich ein paar Brötchen und ein Ciabatta aus, der Preis für die Brötchen wird hier am Platz nach Gewicht berechnet. Anschließend schaue ich mir in einem Schaukasten die Speisekarte vom Restaurant zur Quelle der zum Campingplatz gehört an, finde aber nichts was meinem Geschmack entspricht, abgesehen vom Preis. Hier oben direkt neben dem jetzigen Hauptgebäude wird neu gebaut, (Einkaufspassage oder ähnliches, darüber auf dem Flachdach sind wohl Parkplätze bzw. Kurzzeitplätze für Wohnmobile angedacht)
Erhard Mahlknecht der Besitzer des schönen Campingplatzes wird hier einige Euro investieren.

Unser Frühstück wird begleitet von unzähligen Vogelgezwitscher, das von den umliegenden Bäumen tönt. Nach dem Essen haben wir uns überlegt ob wir unsere Klimaanlage aufbauen sollen, aber nach dem gestrigen Regenguss und der kühlen Temperatur heute Morgen halten wir das nicht für notwendig. Als erstes entleere ich noch die Toilettenkassette im Sanitärgebäude und mache im Anschluss mein Morgendliches Ritual. Anschließend gehe ich nochmals mit dem Morgengeschirr in das Waschhaus, meine Gattin hat mir gestern erklärt wie ungünstig es hier zu spülen wäre. Nach meinem Spülgang gehe in einen weiteren kleinen Raum, hier stehen drei Geschirrspülautomaten zur Benutzung. Ich frage bei einer Putzfrau nach, sie versteht nur Italienisch, versucht aber mir die Benutzung zu erklären. (Beim nächsten Spülgang habe ich zunächst unsere Teller und Tassen, Kunststoffgläser und das Besteck in den Automat gegeben — nach 5 Minuten war alles fertig und sauber)

Zur Mittagszeit haben wir uns eine Büchse mit Apfelmus zum Essen aufgemacht, schon seit vielen Jahren ist unsere Hauptmahlzeit am Abend. Für den Nachmittag haben wir uns eine kleine Wanderung ausgedacht, nämlich zum Völser Weiher, laut Beschreibung ist er ca. 45 Minuten entfernt (je nach Kondition natürlich). Wir kennen den Weg noch aus dem Jahr 2021, er geht ziemlich steil nach oben wie alles hier. Trotz allem dass wir die kürzere Version des Weges kennen und auch machen zieht sich der Weg unendlich. Am Völser Weiher angekommen sehen wir hier viele Touristen und Badegäste aus den umliegenden Ortschaften.

Wir gehen um den halben Weiher herum bis zu einem netten Lokal (Schwimmhütte), auf einem großen Steg wo mehrere Sitzbänke stehen, nehmen wir Platz. Die Schwimmhütte ist offensichtlich ein Ausflugslokal wo man auch essen kann. Immer wieder sehen wir eine Bedienung Teller zu den einzelnen Tischen tragen. Wir haben in unserem Rucksack etwas zum Knabbern sowie Obst dabei, ebenso eine kleine Flasche Wasser. Nach einiger Zeit kommt meine Frau auf den Gedanken uns im Restaurant einen Becher Eis zu kaufen. Der Einkauf dauert aber etwas länger, der Eisverkäufer arbeitet anscheinend auch noch in der Küche. Dafür schmeckt das Eis aber ausgezeichnet. Meine Frau steckt zur Erfrischung ihre Füße in das Wasser des in meinen Augen leicht Moorigen Naturweihers der sich immerhin auf einer Höhe von 1036 m befindet. Damit haben wir auf unserer kurzen Wanderung durch den Wald doch 156 Höhenmeter überwunden.
Nach einer dreiviertel Stunde brechen wir wieder zum Heimweg an den Campingplatz auf. Ich möchte aber einen anderen Weg als beim Hinweg einschlagen. Auf einem Schild lesen wir den Hinweis „Wanderweg vom Völser Weiher nach Seis 2h„. Unser Campingplatz ist in St. Konstantin, das wäre wohl die halbe Wegstrecke. Er ist für Radfahrer gesperrt, wenig später merken wir auch warum das so ist. Unser Weg führt über Hunderte von Baumwurzeln und steile Geröllwege, teilweise ist der Weg nur zu ahnen, wie die Natur ihn geschaffen hat aber es ist Interessant, Wir kommen auch an einer Almwiese mit weidenden Kühen vorbei. Gegen Ende müssen wir noch einen steilen Schotterweg hinunter gehen, bevor wir die Verbindungsstrasse von Völs nach Seis erreichen. Von hier geht ein Weg am Park Hotel Miramonti vorbei zum Campingplatz hinab. Etwas mehr als 1 Stunde haben wir wohl gebraucht für den Rückweg.

Wieder am Platz angekommen gibt es nach einer kurzen Verschnaufpause Kaffee und einen Schokoladenkuchen von unserer Hausnachbarin, den sie uns auf die Reise mitgegeben hat. Nach unserer Pause beschließen wir doch noch unsere Klimaanlage aufzubauen, nachdem es am Nachmittag doch ziemlich warm geworden ist. Zur Belohnung für den aktiven Tag gibt es anschließend ein Glas Aperol Spritz zum Trinken.
So vergeht der restliche Nachmittag im Fluge und der Abend naht. Zum Abendessen gibt es heute nur Currywurst die wir von zu Hause mitgebracht haben dazu ein paar Brötchen vom Lebensmittelshop . Zum Trinken ein oder zwei Gläser Weissbier. Etwas später machen wir noch einen Spaziergang über den Campingplatz, der wie schon erwähnt zu 95% voll ist. Kurz nach 21:00 kommt ein Regenguss vom Himmel, allerdings heute nur ein paar Minuten, dann ist alles wieder vorbei. Gegen 22:30 gehen wir ins Waschhaus um uns im Anschluss Bettfertig zu machen.

Dienstag, den 13. Juni 2023

Es ist schon 7:45 als wir heute aufstehen, unsere Schweizer Nachbarn von nebenan frühstücken schon, anscheinend haben sie heute was größeres vor. Als erstes gehe ich auf die Toilette im Waschhaus, bevor ich die steile Straße (hier muss ich immer pusten) zum Lebensmittel-Shop hinaufgehe, um ein paar Brötchen zu holen. Ich wähle normale Semmel, Laugenhörnchen und ein Ciabatta, der Preis wird wie gesagt nach Gewicht berechnet. Der obere Teil des Schlern`s ist heute Wolkenverhüllt, aber wir denken in ein, zwei Stunden ist das Bergmassif wieder frei.
Gerade fällt mir ein, gegen drei Uhr Morgen`s hat es geregnet, man hörte den Regen am Caravan klopfen. Aber jetzt am Morgen ist alles wieder trocken. Nach dem Frühstücken ist erstmals die Morgentoillette angesagt und anschließend das Frühstücksgeschirr spülen. Dazu nutze ich den Geschirrspülautomat vom Platz, in fünf Minuten ist alles sauber.
Heute wollen wir die etwa 10 Kilometer nach Kastelruth (Kastelruther Spatzen) fahren, gemütlich durch den Ort schlendern, den Rundweg am Kalvarienberg (Kofel) hinauf gehen. Und danach im Posthotel Lamm**** einen Aperol Spritz geniesen. Gegen 10:30 geht` los, 15 Minuten später haben wir die Ortsmitte von Kastelruth erreicht. Auf der linken Seite befindet sich die Tiefgarage des Ortes, dieses Mal nehme ich die richtige Einfahrt. Hier stellen wir unser Auto ab und gehen zu Fuß durch die Dolomitenstraße, am Ende rechts in die Platten-Straße bis zum Krausenplatz. Das ist wohl hier der Marktplatz, mit dem Rathaus, Verkehrsbüro und der Kirche sowie der Rückseite vom Posthotel Lamm****. Beim Rathaus geht es durch einen Torbogen in die Kofelgasse hinauf zum Rundweg am Kalvarienberg.

Es ist kein Zufall, dass der Kofel den Beinamen hat, der an die einstige Hinrichtungsstätte Jesu Christi am Berg Golgatha erinnert. Denn auf der Kalvarienberg-anlage ist der Leidensweg von Jesus Christus beeindruckend nachgestellt. Zahlreiche kleine Kapellen, die mit holzgeschnitzten, nahezu lebensgroßen Figuren bestückt sind, lassen das damalige Ereignis nochmals lebendig werden.
Um den gesamten Kalvarienberg führt ein ziemlich ebener Rundgang, der sich auch für einen gemütlichen Spaziergang eignet. Während dieses Rundgangs hat man einen herrlichen Blick über Kastelruth mit seinem imposanten Kirchturm und dem Santner- und Schlernmassiv
sowie auf einige Dörfer, die zur Marktgemeinde Kastelruth gehören.

Nach unserem Rundgang um den Kofel gehen wir wieder zum Marktplatz (Krausenplatz) zurück um im Hotel Lamm ein Glas Aperol Spritz zu trinken. Im Verkehrsbüro das gleich daneben liegt, hole ich mir noch einen Ortsplan von Kastelruth.

Bild links: Rathaus; rechts: Speiselokal

Nach unserer Getränkepause gehen wir nochmals in die Dolomitenstraße zurück, wo sich der Spatzenladen von Walter Mauroner befindet. Hier kann man allerlei Souveniers und auch Andenken von den Kastelruther Spatzen kaufen. Im Untergeschoss befindet sich das Spatzenmuseum. Aber es ist gerade Mittagszeit und das Geschäft ist bis 14:00 geschlossen. Wir gehen zurück zur unterirdischen Parkgarage von Kastelruth, die im übrigen Albin Gross dem rührigen Manager der Kastelruther Spatzen gehört.
Auf der Wiese über der Parkgarage stehen seit vielen Jahren die Umrissfiguren der Kastelruther Spatzen. Wir müssen ein bisschen warten bis wir ebenfalls ein Foto von Ihnen machen können. Es stehen gerade einige weibliche Fans der Spatzen vor den Figuren um Selfies von sich mit ihren Lieblingen zu machen.

Nicht zu vergessen am kommenden Freitag 16. / Samstag 17 Juni ist ein OpenAir Konzert der Spatzen in Seis direkt auf dem Parkplatz der Seiser Alm Umlaufbahn.

Als wir vor zwei Jahren hier in Kastelruth waren, und bei einem Tagesausflug nach St. Ulrich unterwegs waren, tauchte plötzlich bei der Rückfahrt zum Campingplatz auf dem Navi die Anzeige vom „Fuschghof“ auf. Ein paar Tage vorher hatte ich im Internet gelesen, dass hier Norbert Rier der Sänger der Kastelruther Spatzen zu Hause ist.
Kurz entschlossen folgten wir der Navi-Anzeige, aber im Nachhinein ohne Erfolg, plötzlich war die Anzeige verschwunden. So dass wir erfolglos zurück fahren mussten.
In den vergangenen zwei Jahren habe ich immer wieder mal im Internet nach dem Fuschghof gesucht, auch ohne Ergebnis. Jetzt drei Wochen vor unserem heutigen Urlaub habe ich das Haus und den Pferdehof zufällig entdeckt.

Für den heutigen Nachmittag wollen wir den Fuschghof, das Wohnhaus und den Pferdehof von Norbert Rier aufsuchen. Hier züchtet er seit vielen Jahren erfolgreich Haflinger Pferde. Wir haben aber nicht vor, den Hof zu betreten und ihn zu belästigen, aus diesem Grunde gebe ich auch keine weitere und nähere Beschreibung die zu seinem Hof führt. Wir sind also am Hof vorbei gefahren, es standen ein paar Menschen vor dem Haus. Wie man im Internet lesen kann, möchte Norbert Rier ein paar Fremdenzimmer vermieten, allerdings habe ich noch keine Anzeige darüber gelesen. Erfolgreich und zufrieden machen wir uns auf den Heimweg zu unserem Campingplatz zurück.
Die Wege hier auf der Hochebene in der Nähe des Schlerns sind für uns in Deutschland abenteuerlich und sehr eng. Bei Gegenverkehr heißt es zurück fahren bis zur letzten Ausweichmulde. Was uns selber etwa hundert Meter oberhalb des Hofes passiert ist. Es kam uns ein Auto mit einem Anhänger entgegen, wir mussten etwa 100 Meter zurück stoßen. Vor ein paar Minuten sind wir gerade hier gestanden, und haben einen letzten Blick auf den Fuschghof geworfen. Das zweite Mal kam uns im Bereich St. Oswald unweit eines Wasserfalls ein Tesla (Elektroauto) entgegen, er hatte rückwärts etwa 50 Meter bis zu einer großen Parkbucht zu fahren. Das war ihm scheinbar zu viel, er fuhr immer näher an die Felswand heran, auch ich musste immer mehr an die Böschung fahren, bis wir endlich aneinander vorbei fahren können. Das Risiko einer Beschädigung einer oder beider Fahrzeuge war sehr hoch.
Um 14:00 haben wir wieder unseren Campingplatz erreicht. Gleich im Anschluss gibt es eine Brotzeit mit Käse, Brot und einem Südtiroler Schinken, den meine Frau in einem Lebensmittelladen in Kastelruth gekauft hat. Etwas später am Nachmittag mache ich noch ein paar Bilder mit meinem Handy vom Platz . Danach gibt es noch Kaffee mit Kuchen. Das Wetter kann man an meinen Bildern erkennen, und die Temperatur liegt bei über 25°.

Mittwoch, den 14. Juni 2023

Guten Morgen, es ist 7:45 als wir aufstehen, wie jeden Tag gehe ich den steilen Weg zur Rezeption und dem kleinen Shop hoch, wo wir die morgendlichen Brötchen für unser Frühstück holen.
Nach dem Frühstücken und meinem obligatorischen Geschirr spülen (im Automat) wollen wir aufbrechen. Zuerst war für heute ein Ausflug zur Seiser Alm geplant, aber das Wetter ist auch heute noch nicht so konstant warm (Höhenunterschied von 1000 Meter oder mehr). Wir beschließen mit dem Auto nach Prösels wo sich ein schönes Schloss befindet zu fahren. Dort angekommen, entscheiden wir uns weiter bis nach Ums/Umes zu fahren. Das kleine Bergdorf liegt direkt zwischen dem Schlern und der Hammerwand. Die Straße hier hinunter ist wie alles schmal und nicht auf einen Gegenverkehr ausgerichtet. Am Ortsende von Ums finden wir einen Parkplatz wo wir unser Auto abstellen können.
Hier gehen wir die Via San Martino hoch, bevor es auf dem Tschafonweg weiter aus dem kleinen Ort heraus geht. Immer wieder kommen wir an einzelnen Häusern und Gehöften vorbei. Unter uns hört man einen Bach rauschen, wie sich später herausstellt ist das der Schlernbach (Rio Sciliar) der irgendwo auf dem Schlern entspringt. Wir überqueren auf einer Holzbrücke den Bach, danach geht der Weg immer Bergan durch den schönen Wald unterhalb der Hammerspitze. Unser Weg führt uns in Richtung der Tschafonhütte die sich zwischen der Hammerwand und der Völseggspitze befindet. Nach einer Weile des Wanderns die uns aber offensichtlich immer weiter vom Schlern-Massif wegführt, wir haben mittlerweile über 1100 Höhenmeter erreicht, beschließen wir den Rückweg anzutreten. Auf dem halben Weg ins Dorf zurück, sehen wir ein Schild das zum Heidegger und Eichbühlerhof, aber auch zum Schlernhaus (mein Traumziel) führt. Bis zur ersten Kehre folgen wir dem neuen Weg, aber als ein neues Schild auftaucht, das auf einen schmalen Trampelpfad hinweist, drehen wir um und gehen zum Auto zurück.

Über die Umser und die Schlernstrasse fahren wir nach Völs zurück. Hier kommt uns der Gedanke noch zum Völser Weiher hoch zu fahren, der auch vom Ortsteil St. Konstantin zu erreichen ist. Wir wollen ein Eis essen oder kurze Zeit am Steg sitzen. Auch diese Straße ist eng und in einem nicht so guten Zustand. Als wir am Parkplatz Völser-Weiher ankommen, sehen wir das Schild mit den Parkgebühren an der Schranke stehen. Sechs Euro an Parkgebühren ist uns zu viel nur um am Weiher ein Eis zu essen, so drehen wir wieder um und fahren zum Campingplatz zurück.
Trotz allem, dass wir kein Namentliches Ziel erreicht hatten, bin ich mit unserer heutigen Tour zufrieden gewesen. Meine Frau dagegen war eher unzufrieden, weil sie mehr in der Sonne spazieren gehen wollte.
Am Camping-Platz angekommen trinken wir erstmals eine Tasse Kaffee und essen dazu einen Kuchen.

Verschiedene Ansichten vom Schlern

Unsere Schweizer Nachbarn sind noch nicht von Ihrer Tagestour zurück. Nach unserem Abendessen bin ich beauftragt mich um das schmutzige Geschirr zu kümmern. Da ich mich schon in die Materie Geschirrspülautomat eingearbeitet habe, ist das weiter kein Problem.

Donnerstag, den 15. Juni 2023

Heute ist es soweit, nach unserem Frühstück fahren wir die ca. 4 Kilometer bis zur Talstation der Seiser Umlaufbahn. Das Wetter ist gut und es verspricht ein schöner Tag auf der größten Hochalm Europas zu werden. Die Fahrt kostet für uns Rentner 40 Euro. Wir sitzen gemeinsam mit einem Ehepaar und dem 90 jährigen Vater der Frau in einer Gondel. Sie sind offensichtlich Bergerfahren, er erzählt von Ausflügen am Langkofel und Plattkofel die beide hinter dem Schlern liegen.
Als wir gegen 10:00 auf der Bergstation Compatsch 1850 m ankommen, sind wir etwas erstaunt über die niedrigen Temperaturen hier oben. Knappe 12 ° zeigt das Thermometer an der Bergstation an. In einem Sportgeschäft unterhalb des Gondeleinlaufes kaufe ich einen zweiten Trekkingstock, meinen ersten Stock habe ich vor zwei Jahren ebenfalls hier gekauft. Unser heutiges Wanderziel wäre die Spitzbühlhütte, sie liegt auf 1.934 m Höhe unterhalb der Santnerspitze (2414 m) und dem Burgstall.
Wir gehen die kleine Straße hinunter, vorbei am Hotel Seiser Alm***** und dem Touristenzentrum. Hier geht die Hauptstraße (Compatsch) die von Seis als Passstraße herauf bis nach Saltria und weiter führt. Auf meiner kleiner Karte ist ersichtlich, dass wir zur Talstation der Spitzbühlhütte einen längeren Weg an der Hauptstraße entlang gehen müssen. Vielleicht gibt es ja einen Wanderweg, wir fragen bei einem Parkplatz-Wächter nach dem Weg. Er sagt uns: die Spitzbühlhütte ist geschlossen, hier wird gebaut, einen Baukran kann man auch von hier unten erkennen. Wir sind ratlos und enttäuscht, die Laurinhütte wäre auch schön meint er, und der Weg nicht so steil. Er erklärt uns den Weg, vor zwei Jahren sind wir zum Panorama-Hotel 2009m hinauf gegangen. Bei dem ersten Haus auf dem Weg müssten wir rechts abbiegen, hier führt der Weg weiter zur Laurin-Hütte und der Spitzbühlhütte. Wie zu erwarten der steinige Weg führt stetig Bergauf, immer wieder muss ich anhalten, aber die Aussicht auf den Bergrücken des Schlerns und die Santnerspitze ist traumhaft. Immer wieder stehen kleine Hütten am Wegesrand, an einem Wegkreuz hat jemand Bastelsachen zum Verkauf für eine Spende von 5 Euro ausgelegt. Bei einer Hütte steht ein alter Holzbrunnen, ihn bewacht eine geschnitzte Eule. Es ist noch wenig Wanderbetrieb hier oben, aber ab und zu überholen uns vereinzelt Bergwanderer. Manche grüßen beim überholen, die meisten nicht. Nach gesamt eineinhalb Stunden haben wir den Bergkamm erreicht. Hier gehen die Wanderwege nach allen Richtungen weiter. Wir haben Glück soeben ist ein Tisch und eine Bank am Wegrand freigeworden, hier essen wir unsere belegten Brote, sowie hartgekochte Eier die wir in unserem Rucksack dabei haben. Zum Trinken haben wir Wasser und eine Flasche Orangenlimonade dabei.

Gleich neben uns teilen sich die verschiedenen Wege, einer führt zur Spitzbühlhütte, ein anderer zur Laurinhütte und zum Panoramahotel. Den Berg auf der anderen Seite hinunter geht es zur Prossliner Schwaige und zur Malga Gstatsch Schwaige. Ein weiterer Weg geht zum Saltnerhütte und zum Schlernhaus hinauf. Wenig später treffen wir unsere Platznachbarn mit Ihrem Hund. Er ist uns auf dem Stellplatz aufgefallen weil er so Gott`s erbärmlich jaulen kann. Unglaublich wie schlecht er sich wohl fühlt. Wir gehen weiter, kurz vor der Laurinhütte ist der Weg mit Holzplatten ausgelegt. Zehn Minuten später sind wir an der bewirtschaften Hütte angekommen. Ich habe mir für dieses Jahr Mal vorgenommen auf einer Almhütte zu essen.
Zum Trinken nehme ich ein Weißbier und meine Frau ein Radlerbier. Und zum Essen bestelle ich ein Wiener Schnitzel mit Pommes, da kann man nichts falsch machen. Als die Bedienung das Schnitzel bringt werde ich ein wenig blass, es ragt gut über den Tellerrand hinaus. Die nette Bedienung hat ein Einsehen und bringt einen zweiten Teller und Besteck dazu. Beim Essen stellen wir fest, das Schnitzel wurde wohl durch eine Walze gedreht, dessen Rollen-Abstand nicht allzu groß war. Dadurch wurde wohl die enorme Größe erreicht, aber es hat wenigstens geschmeckt.

Eine dreiviertel Stunde später brechen wir wieder auf. Ein paar Meter von der Laurinhütte befindet sich die Bergstation vom Laurin-Sessellift (dieser ist aber nur in der Wintersaison in Betrieb). Wir gehen weiter, unser nächstes Ziel ist das Panoramahotel auf 2009 m Höhe, nur vielleicht einen Kilometer entfernt. Vor dem Hotel ist ein kleines Gehege worin sich ein paar Alpakas befinden. In dem Hotel hat meine Frau vor zwei Jahren gegessen. Wir gehen die jetzt geteerte Straße ins Tal (Compatsch) zurück. Vorbei am Hotel Seiser Alm***** das einen guten optischen Eindruck macht. An der Bergstation angekommen setzen wir uns für ein paar Minuten auf eine der zahlreichen Bänke vor der Lift-Station. Kurz darauf steigen wir in die Gondel und fahren abwärts ins Tal nach Seis. Auf einem großen Parkplatz neben der Talstation sehen wir zwei große Zelte und andere Aufbauten für das OpenAir Konzert der Kastelruther Spatzen dass an diesem Wochenende stattfindet.

Ein paar Minuten später sind wir schon wieder am Campingplatz angekommen. Als erstes trinken wir eine Tasse Kaffee, und essen dazu ein paar Kekse. Wenig später bekommen wir neue Nachbarn, am Stellplatz hinter uns ein Wohnmobil aus Böblingen. Der Fahrer wirkt nicht allzu freundlich, aber vielleicht sind sie auch nur müde von der Fahrt. Wenig später trinken meine Frau und ich ein Glas Weißbier, bevor ich mich mit dem Fotoapparat auf den Weg über den Campingplatz mache. Ich möchte noch ein paar hübsche Bilder vom Platz machen.

Unseren Caravan finde ich noch immer schön !

Heute Abend wollen wir noch Grillen, an jeden unserer drei diesjährigen Camping-plätze gibt es einmal gegrilltes Fleisch zum Essen. Dazu haben wir seit vielen Jahren einen kleinen Gasgrill von Camping-Gaz mit dabei. (Ich bin kein Freund von großen Grillaktivitäten)
Gegen 22:30 gehen wir ins Waschhaus, um diese Zeit benutze ich meistens den Gemeinschaftswaschraum und machen uns danach Bettfertig.

Freitag, den 16. Juni 2023

Aufgestanden sind wir um heute Morgen um 7:30, wie immer als erstes gehe ich zum Einkaufs-Shop hinauf, um ein paar Brötchen für unser Frühstück zu kaufen. Die zwei kurzen Anhöhen schaffen mich immer wieder. Nach unserem Frühstück und dem Gang ins Waschhaus brechen wir auf. Wir wollen einen Spaziergang machen, ein genaues Ziel haben wir aber noch nicht vor Augen. Kurz nach 10:00 verlassen wir den Campingplatz auf der Zufahrtsstraße nach St. Konstantin. Bis wir die Hauptstraße erreicht haben, geht mir schon beinahe die Puste aus. Nach Geschätzten 1,5 Kilometern verlassen wir den Radweg und biegen nach Rechts ab. Wir lassen die Kirche von St. Konstantin links liegen, auf einer Wiese sehen wir einen Bauern, der mit einem kleinen Handtraktor sein Heu wendet.

Vor einem Waldstück auf der rechten Seite sehen wir ein Hinweisschild das nach St. Vigil weist. Es ist ein kleines Dörfchen mit knapp 100 Einwohnern die sich auf zahlreiche Bauernhöfe verteilen. Wir folgen diesem Weg, der nach geraumer Zeit durch einen Wald geht. Es ist eigentlich kein Wanderweg dem wir hier folgen, es geht durch hohes Gras, einen steilen und nassen Waldweg hinunter. Am Abend hat es ja immer wieder mal geregnet, und der Boden ist sehr nass. Später kommen wir an einem Bach vorbei, der aus der Richtung unseres Campingplatzes zu kommen scheint. Endlich sehen wir die Kirchturmspitze von St. Vigil (1353 erbaut und dem Hl. Vigilius geweiht) in der Ferne. Wir verlassen jetzt den Wald, unser Weg geht über eine Schotterstraße zum Örtlhof der offensichtlich auch Ferienwohnungen anbietet.

Oberhalb des Hauses steht eine Sitzbank die uns jetzt gute Dienste leistet. Während wir hier sitzen findet im Haus offensichtlich gerade eine Abreise der Feriengäste statt. Hinter uns befindet sich das Gelände des 18 Loch Golfplatzes von St. Vigil. Der Golfclub St. Vigil Seis gehört zu den besten Plätzen Südtirols, und ist auch der teuerste von allen. Wir schauen den Golfspielern in unserer Nähe beim Spielen ein bisschen zu, bevor wir weiter gehen.

Wir müssen noch ein paar Kilometer bis zum Campingplatz zurück legen. Wir quälen uns die Alleestraße am Golfplatz vorbei der mit Fangnetzen abgesperrt ist. Etwas später ist das Schotterwerk Kritzinger (Betonabrucharbeiten) auf der linken Seite zu sehen. Die Straße geht immer leicht bergan, bis wir endlich wieder die Hauptstraße nach Seis / Völs erreichen. Auf der anderen Straßenseite befindet sich eine Bushaltestelle, nur leider ist der Linienbus vor etwa 10 Minuten hier durch gefahren. Auch meiner Gattin reicht es inzwischen, aber es hilft nichts wir müssen weiter laufen. Unser Trost der Weg ist jetzt ein normaler Rad und Fußgängerweg geworden, der größtenteils entlang der Straße läuft und sich gut begehen lässt. Nach einiger Zeit geht der Weg von der Hauptstraße ab, wir haben wieder einen Blick ins Tal hinab. Unser Weg führt uns jetzt an weiteren kleinen Höfen vorbei, die Bauernhofurlaub mit Ferienwohnungen anbieten.
Kurz vor 14:00 haben wir endlich unseren Campingplatz erreicht. Die Wegstrecke wäre ja nicht so schlimm gewesen, es waren nur etwa 7 Kilometer, dafür aber fast 300 Höhenmeter den Berg hinunter und zum Schluss wieder nach oben geführt hat. In der Nähe des Golfplatzes haben wir unsere Camping-Nachbarn von Lippstadt getroffen, die mit Ihren E-Bikes unterwegs waren. Wir sind beide fast zeitnah wieder am Platz angekommen.

Im Anschluss gibt es eine Brotzeit mit Käse, Gurken und Südtiroler Schinken aus Kastelruth dazu ein Radlerbier/Alsterwasser. Eine Stunde später trinken wir noch Kaffee. Das Wetter ist heute sehr Wechselhaft, so etwas haben wir die vergangenen Tage nicht erlebt.

Mittlerweile ist es 18:30 geworden, das Vorgramm der Kastelruther Spatzen beginnt mit der Sängerin Marleen aus der Schweiz und den Sunnseit Brass aus dem Eissacktal. Bis dann um 19:50 Alexander Rier der Sohn von Rorbert Rier dem Sänger der Kastelruther Spatzen auftritt.
Das Konzert der Kastelruther Spatzen beginnt erst um 20:30.

Wir hätten gern das Konzert der Spatzen besucht, nur leider ist mir ein Versehen bei der Ausarbeitung meines diesjährigen Reiseplanes passiert. Ich bin davon ausgegangen, dass wir am (Freitag 16.Juni) nicht mehr in Kastelruth sind. Als wir den Terminfehler entdeckt haben, war der Ticketvorkauf im Internet und auch in Kastelruth schon beendet. Wir hofften dass wir das Konzert wenigstens in Teilen am Campingplatz mithören konnten.

Der Aufführungsplatz des Spatzenkonzerts war in Seis auf dem Geländer der Seiser Umlaufbahn. Unser Campingplatz ist nur 2,4 Kilometer Luftlinie entfernt. Wir hatten Pech, nur einmal hat meine Frau ein paar Musikfetzen vom Openair-Konzert vernommen.
Ich habe im Verlauf des Nachmittags noch die Caravanspiegel am Auto angebracht, und später am frühen Abend gemeinsam mit meiner Frau die Markise eingerollt, und vor dem Bett gehen, unseren Tisch und die Stühle ins Auto verbracht.
(Unsere Fahrräder haben auf der Seiser Alm das Auto nicht verlassen).

Samstag, den 17. Juni 2023

Guten Morgen, heute fahren wir weiter zum Gardasee, unser nächster Campingplatz ist der Piani di Clodia einige Kilometer südlich von Lazise. Wir waren zuletzt im Jahre 2000 mit unseren Kindern auf der Rückfahrt von der Toskana hier auf diesem Campingplatz. Damals war dieser Camping ziemlich neu am Gardasee und preislich auf sehr hohem Niveau.
Es ist 7:30 als wir aufstehen, zum Einkaufshop geht heute meine Frau den Berg hoch um ein paar Brötchen zu kaufen. Während ich alles für die Abfahrt vorbereite, siehe das Elektrokabel abmachen und aufrollen. Die Caravanspiegel am Auto befestigen und zum Schluss den Wohnwagen mit dem Mover (Elektroantrieb) hinter das Auto fahren, und danach auf die Anhängerkupplung setzten. Ein Frühstück ist jetzt nicht geplant, das werden wir irgendwo auf der Strecke nachholen. Um ca. 8:25 verlassen wir den schönen Campingplatz an der Seiser Alm. Ein Wiedersehen gibt es bestimmt einmal. An der Halteschranke steht der Besitzer Erhard Mahlknecht ein ehemaliger italienischer Naturbahnrodler und mehrfacher Medailliengewinner und wünscht uns eine gute Reise. Ich habe ihn ein paarmal gesehen und auch mit ihm gesprochen, allerdings war er im Gegensatz zum Sommer 2021 kaum mit seinem E-Bike auf dem Platz unterwegs.

Bild links-unten: die Brennerautobahn — Bild rechts: Fahrt durch das Trentino

Wir haben seit ein paar Tagen eine Anzeige in unserem VW Tiguan leuchten, die besagt „Partikelfilter mit Ruß zugesetzt“ Die im Handbuch beschriebene Regenerationsfahrt wollen wir jetzt auf der Fahrt zum Gardasee machen. Dazu muss man bis an die 60 Kilometer mit einer Drehzahl von mehr als 2000 Umdrehungen fahren. Danach wäre der Partikelfilter laut Aussage von VW wieder frei. Soweit der Plan, aber wir haben ein Automatikgetriebe das nach eigenem Ermessen schaltet. Aber man kann in den Manuellen Bereich wechseln und von Hand schalten, um den gewünschten Drehzahlbereich zu halten.

Mein Plan war ab der Mautstelle Bozen-Süden in den Manuellen Bereich zu schalten. Das klappte leider nicht, da die Mautstelle zu eng und kurz war, und ich nur mit der Automatik weg fahren konnte. Einige Kilometer südlich von Bozen auf einem Rastplatz hatte ich erstmals die Chance in den Manuellen Schalt-Bereich zu wechseln. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 85 Kilometer und einer Drehzahl von 2200 – 2800 Umdrehungen fahren wir jetzt Richtung Gardasee. Der Verkehr in Richtung Süden ist angenehm, wir sind ja früh los gefahren, auf der Gegenfahrbahn in Richtung Norden ist schon mehr los. So ging unsere Fahrt bis zur Abfahrt Affi wo es dann auf der Schnellstraße weiter nach Lazise geht. Unsere Anzeige Partikelfilter leuchtete lustig weiter. Wir waren ziemlich frustriert unser Tiguan ist gerade mal etwas über 2 Jahre alt und hatte noch keine 17.000 Kilometer auf dem Tachometer.

Um 11:30 sind wir dann auf dem Campingplatz Piani Di Clodia angekommen, der Parkplatz vor dem Campingplatz war noch leer, allerdings wenige Minuten später war er mit Wohnmobilen gefüllt. Das aufwendige Prozedere das hier in der Rezeption gepflegt wird, war uns neu. Nachdem wir in der Rezeption gute 10 Minuten auf eine freie Mitarbeiterin gewartet hatten, die uns dann folgendes erklärte. Man muss sich vor der Türe bei einem Boy anmelden, danach wird man mit einem Elektro-Car über den Platz gefahren und kann sich nach Vorschlägen einen Stellplatz aussuchen. Unser Fahrer hatte schon nach 2 angebotenen Stellplätzen keine Lust mehr, er meinte man könne ja auf eine höhere und teuere Kategorie wechseln.
Nachdem ein Stellplatz ausgewählt war, konnte man in der Rezeption zur Einbuchung gehen. Der Campingplatz war meiner Meinung höchstens zu 40 Prozent belegt. Unser Stellplatz war im Bereich Waschhaus B4 (Jungle) in der Via Melograno Platznummer 16. Wie man uns gesagt hatte fahren wir jetzt direkt an der Rezeption nach rechts und der nächsten folgend nach links den Berg hinunter. Die hat laut Anzeigetafel 20 Prozent Gefälle oder Steigung. Davor fahren wir an ein paar großen Wohnmobilen von Morelo und Niessmann-Bischoff vorbei, die hier ihren Stellplatz haben. Der Morelo ist wohl der größte den ich bisher gesehen habe. Auf der linken Seite fahren wir jetzt am Catullo-Wasserpark vorbei, gleich anschließend kommen wir am Sport und Vergnügungs-Zentrum mit seinen Restaurants, Geschäften und dem Atrium vorbei, wo Showdarbietungen für die Kinder geboten werden. An unserem gewählten Stellplatz angekommen, hängen wir den Caravan ab und fahren ihn mit dem Mover (Elektromotor) auf Position. Als nächstes werden die Kurbelstützen mit dem Accuschrauber herunter gedreht, und natürlich das Stromkabel angeschlossen. Wir wollen auch gleich unsere Klimaanlage installieren (wir haben bereits jetzt ca. 30° oder mehr). Zum Einbau müssen wir das Heckfenster ganz öffnen, was leider nicht geht. Wir stehen zu nah an einem Baum, also wieder die Kurbelstützen nach oben und den Wohnwagen um ca. 30 Zentimeter weiter nach vorne fahren.
Nachdem auch das erledigt ist, kommen wir erstmal dazu unser entgangenes und völlig vergessenes Frühstück nachzuholen.

Nach unserem verspätetem Frühstück suchen wir im Sport und Vergnügungs-Zentrum ein Informationsbüro, aber wie es sich herausstellt, gibt es nur „Infotafeln“. Der Supermarkt und Backshop hat erst um 16:00 geöffnet. Beim Restaurant Catullo das sich ebenfalls im Zentrum befindet, gibt es einen Eisverkauf, wir probieren gleich davon. Es schmeckt ausgezeichnet und ist nicht einmal teuer. (man muss sagen die Preise hier am Campingplatz sind nicht allzu hoch für Italienische Verhältnisse)
Danach gehen wir eine Treppe höher in die große Poollandschaft des Catullo-Wasserparks, der sehr beindruckend ist. An einem anderen Ausgang der ganz in der Nähe von unserem Stellplatz ist verlassen wir dann die Badelandschaft. Nur etwa 100 Meter weiter sind wir schon wieder an unserem Stellplatz angekommen. Hier trinken wir erstmals eine Tasse Kaffee und essen dazu ein Stück Kuchen. Die Stellplatzbelegung in unserer Straße ist nicht allzu stark. Uns gegenüber steht ein neuerer Wohnwagen von Hobby mit einer jüngeren Ehepaar und ihren zwei Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren. Zwei Plätze weiter hinten steht ein weiterer Hobby-Caravan mit einem Ehepaar. Die beiden Paare kommen aus dem Raum Aalen und haben sich hier wohl kennen gelernt.
Um 17:30 gehen wir noch zum See-Strand hinunter um ihn zu besichtigen. An der letzten Terrasse des Platzes befindet sich ein Tor das nur mit unseren Chips zu öffnen ist. Danach geht es ca. 25 Meter über einen abschüssigen Holperpfad nach unten. Der kleine Strand würde keinen Preis gewinnen. Leicht enttäuscht gehen wir nach einer Weile zurück zum Stellplatz.
Für heute Abend habe ich mir Nudelsalat gewünscht, dazu Hering und Käse, ein paar Brötchen haben wir nach 16:00 noch schnell im Supermarkt geholt. Zum Trinken gibt es ein Franziskaner Weissbier. Später gehe mit dem Geschirr in unser schönes Waschhaus, während meine Gattin sich in der Dusche hübsch macht. Danach machen wir ein kleinen Spaziergang über den Platz, schauen uns den Abenteuer-Spielplatz an. Vor wenigen Tagen haben hier noch unsere Enkelkinder gespielt. Wir gehen weiter auf die nächsthöhere Terrasse, wo in der Arena die MiniDisco läuft. Zwei junge Animateuren bespaßen hier die Kids mit ihrer Darbietung. Später genießen wir den weiteren Abend vor unserm Caravan, vom Theater klingt noch Musik herüber, wo immer noch die MiniDisco läuft.


Wie meistens gehen wir gegen 22:30 ins Waschhaus um uns ins Bett gehen vorzubereiten.
Die Tagestemperatur liegt heute am Gardasee bei über 30°

Sonntag, den 18. Juni 2023

Ein recht schönen Morgen, wir haben sehr gut geschlafen die Temperatur im Wohnwagen war dank der Klimaanlage sehr angenehm. Als erstes gehe ich zum Supermarkt um ein paar Brötchen zu holen (eine Brezel nehme ich auch zum Probieren mit). Währenddessen hat meine Frau den Frühstückstisch mit verschiedenen Marmeladen, Honig sowie Schinken und Käse bestückt, in dieser Reihenfolge. Wir sind süße Frühstücker wie ich immer wieder sagen möchte.
Als nächstes holen wir unsere kleinen E-Bikes aus dem Kofferraum, die seit über einer Woche auf ihren Einsatz warten. Heute Vormittag wollen wir mit den Rädern am Ufer-Radweg des Gardasee`s in Richtung Peschiera fahren. Man hat uns vorgeschwärmt wie schön und gut dieser Fahrradweg sei (Ich kann es nicht bestätigen !!!).
Als erstes müssen wir die Räder den recht steilen Weg zum Uferweg hinunter schieben, bevor es los geht. Der Weg nach Peschiera ist teilweise bekiest, manchmal mit Schotter oder auch Stücke mit Sand belegt, es gibt aber auch wenige aspaltierte Wegstrecken. Der Verkehr auf dem schmalen Weg inklusive dem Gegenverkehr ist sehr stark, und nicht angenehm. Hier fährt alles was sich in den letzten Jahren ein E-Bike angeschafft hat. Gleich in unserer Nähe befindet sich die Bootswerft Nautica Casarola Marina wo sich ein paar schöne Motorboote befinden. Hier muss man auf einem schönen Überweg über die Marina sein Fahrrad schieben (was auch nicht jeder macht).

Wir kommen an einigen Campingplätzen und ehemaligen Hotels und Bistros vorbei und näheren uns dem kleinen Städtchen Peschiera. Das Radfahren auf dem Uferweg ist in meinen Augen nicht angenehm. Man hat den Eindruck hier wären lauter Radfahr-Weltmeister unterwegs. Ich mag nicht mehr, kurz vor Peschiera drehen wir wieder um, und kehren zum Campingplatz zurück.
Mittlerweile ist es schon Mittag vorbei, so machten wir als erstes eine kleine Brotzeit und trinken dazu eine Flasche Radlerbier/Alsterwasser. Danach legen wir uns in den Schatten der Bäume die unseren Stellplatz rechts und links bisschen beschatten. Im weiteren Nachmittag suchen wir die schöne Badelandschaft des Catullo-Wasserpark auf, wo wir etwa 2 Stunden verbringen.

Heute Abend gibt es panierte Schnitzel mit Kartoffelsalat zum Essen. Kurzfristig entschließen wir uns heute mit dem Shuttlebus vom Campingplatz nach Lazise zu fahren.
(er fährt von 18:00 bis 22:00, alle 20 Minuten und ist kostenlos).

Wir müssen dafür zur Rezeption hinauf gehen, wo der Kleinbus losfährt. Auch hier sind es 20 Prozent Steigung bis zum Camping Eingang, in diesem Urlaub geht es anscheinend immer wieder Bergauf. Einige Minuten müssen wir noch warten, bis der Shuttle-Bus von seiner letzten Fahrt kommt. Bis Lazise sind es etwa 10 Fahrminuten, der Busfahrer lässt uns vor der Ausstiegstelle für Busse (Area Verde) aussteigen. Bis zum Porta San Zeno einem der Stadttore von Lazise, wo wir in das Städtchen hinein gehen sind es nur ein paar Meter. Ebenso die Piazza Vittorio Emanuele, die wohl als Marktplatz fungiert, im Hintergrund steht das Rathaus direkt am kleinen Fischereihafen. Hier beginnt die Hafenpromenade von Lazise die sich an die dreihundert Meter am Gardasee entlang zieht. Gegenüber vom Rathaus befindet sich eine Eisdiele wo in 2 großen Eisvitrinen viele verschiedene Sorten an ausgezeichnetem Eis verkauft wird. Danach spazieren wir die hübsche Seepromenade entlang, wo eine Restaurant (Pizzeria) nach dem anderen steht. Alle sind gut gefüllt, das Essen gehen ist des Deutschen liebstes Hobby. Unsere Nachbarn von gegenüber am Campinglatz fahren jeden Abend mit ihren Auto und den Kindern zum Abendessen weg.

Wir sind heute erst spät losgefahren, so dauert es nicht mehr allzu lange, bis die Abenddämmerung kommt. Meine Frau kann ein schönes Foto vom Sonnenuntergang am Gardasee machen. Wenig später fahren wir auch schon wieder mit dem Shuttle-Bus zurück zum Campingplatz. Es war ein schöner Ausklang auf den heutigen Tag.

Montag, den 19. Juni 2023

Heute ist unser dritter Tag hier auf dem Campingplatz Piani Di Clodia. Die Morgentemperatur liegt bei ca. 26°. Als erstes gehe ich zum Supermarkt hinauf um ein paar Brötchen zu holen. Statt der Brezel die ich versuchsweise gestern geholt habe nehme ich zu den normalen Brötchen heute Laugenhörnchen mit. Sie schmecken wesentlich besser als die Brezel die ich gestern geholt habe. Nach dem Frühstück wollen wir mit unseren kleinen E-Bike über den Strandweg nach Lazise fahren. Laut mehrfacher Aussage soll er sehr gut zu befahren sein. Dieses Mal fahren wir nach Norden , vorbei am Camping IdeaLazise (ehemals Ca. Ideal unser erster Campingplatz vor 30 Jahren hier am Gardasee) und dem Camping La Quercia ein preislich etwas gehobener Platz. Gleich danach kommt der Ca. Spiaggia DÒro, aber soweit komme ich gar nicht. Der ganze Weg hier führt über Schotter und teilweise Sandstrand. Vor mir taucht eine (tiefe) Sandkuhle auf, ich denke noch ich komme hier durch. Plötzlich stecke ich fest und stürze vom Fahrrad in den Sand. Es ist nicht viel passiert, leichte Schrammen an Arm und Bein. Der Mentale Sturz war schlimmer. Wir fahren noch am Ca. Du Parc vorbei und sind schon am Ortsrand von Lazise angekommen.
Vorbei am großen Parkplatz und über die Blumengeschmückte Fußgängerallee Via Rosenheim gehen wir durch die Porta Del Lion in das kleine Städtchen.

Wir gehen aber nur kurz durch das kleine Städtchen, verlassen es wieder durch die Porta San Zeno. Auf dem Fußgänger und Fahrradweg entlang der Hauptverkehrsstraße fahren wir bis zum Campingplatz Du Parc, dem wir einen kurzen Besichtigungsbesuch abstatten wollen. Er überzeugt uns aber nicht, so dass wir gleich zum nächsten Campingplatz Spiaggia D Òro weiter fahren. Auch ihn schauen wir nur ganz kurz an, bevor wir wieder zu unserem Campingplatz zurück fahren. Der Fußgänger und Fahrradweg hier an der Hauptstraße ist sehr eng und stark belebt, die gleiche Situation wie gestern am See.
(Mit dem E-Bike fährt heute jeder, der sich gestern wegen Konditionsprobleme nicht mehr auf ein Fahrrad traute).
Bei der Einfahrt zum Camping La Quercia kommt jetzt ein breiter Fahrradweg der von der Hauptstraße wegführt und in der Folge am Eingang der beiden Campingplätze „Delle Rose“ und „IdeaLazise“ vorbei führt. Weitere etwa 200 Meter geht es wieder an der Hauptstraße entlang, bis der Eingang unseres Campingplatzes erreicht ist.

Wir hatten vor unserer heutigen Fahrradtour bei einer Service-Nummer von VW angerufen. Der Mitarbeiter am Telefon rät uns auf jeden Fall eine Vertragswerkstatt von VW aufzusuchen, um die Anzeige und den Defekt mit dem Partikelfilter klären zu lassen.

Mittlerweile ist es 12:00 geworden, sodass wir eine Kleinigkeit essen, bevor wir nach Garda in eine Vertragswerkstatt von VW fahren, um die Ursache des Defekts klären zu lassen. Vom Campingplatz sind es ca. 12 Kilometer bis in die VW-Werkstatt nach Garda. Wir haben Glück, die Mitarbeiterin in der Werkstatt spricht ein ausgezeichnetes Deutsch. Und vor allem, sie nimmt unseren Tiguan zur Kontrolle an. Sie wollen die Fehlermeldung mit dem Computer auslesen, wir sollen in 2 Stunden wieder kommen.

Bis zur Uferpromenade von Garda sind es laut der netten Frau etwa 20 Gehminuten, was in etwa stimmt. Wir schlendern die Promenade die mit großen Bäumen beschattet ist, entlang. Im Wasser steht ein kleiner Pavillon der von ein paar Jugendlichen besucht ist. Unter den Fußbodenbrettern sieht man viele große Fische umher schwimmen, anscheinend werden sie hier des Öfteren gefüttert ?.
Später kaufen wir uns im Caffe Roma das hier an der Promenade ist, noch ein Hörnchen mit Eis, das ganz hervorragend schmeckt.

Bevor die zwei Stunden vorbei sind, machen wir uns wieder auf den Weg zur VW-Werkstatt, unser Auto ist fertig und steht schon auf dem Hof. Laut Aussage der netten Büro-Angestellten ist der Sensor für den Partikelfilter kaputt. Sie können ihn aber nicht austauschen, es würde drei Wochen dauern bis sie das Ersatzteil bekommen, wir können aber ohne Sorgen bis nach Hause fahren.

Beruhigt bezahlen wir die 40 Euro für die Messung und fahren zum Campingplatz zurück. Es ist mittlerweile schon 17:00 vorbei.
Für heute Abend haben wir beschlossen, nochmals mit dem Shuttlebus nach Lazise zu fahren. Wir wollen in der Pizzeria Riviera das an der Uferpromenade liegt, eine Pizza essen. Vor ein paar Tagen war unsere Tochter Raphaela mit ihrer Familie hier zum Pizza essen, sie hat anscheinend ausgezeichnet geschmeckt. Wir standen gestern schon einmal an der Speisekartentafel, eine nette Bedienung (Maria) wollte uns zum Pizza oder Eis essen animieren. Wir hatten aber gestern Abend schon am Campingplatz gegessen.
Als wir oben an der Rezeption vom Ca.- Platz ankommen, fährt in diesem Moment der Shuttle-Bus vor unserer Augen los. Wir mussten nur etwa 15 Minuten warten, bis er wieder hier am Platz war, so schnell war er eigentlich noch nie. In Lazise angekommen spazieren wir sogleich zur Seepromenade, wo sich unsere gewünschte Pizzeria befindet. Die nette Bedienung (Maria) führt uns an einen freien Tisch, meine Frau bestellt sich meistens eine Pizza Spezial oder etwas mit Meeresfrüchten. Bei mir ist es einfacher, ich esse immer eine Pizza Funghi oder eine Prosciotto-Funghi. Zum Trinken bestellen wir eine Coca Cola (6€) und ein Glas Weizenbier (6€). Die Getränke sind fast so teuer wie das Essen, wir sind das wohl nicht mehr gewöhnt. Die Pizzen schmecken aber recht gut.

Nach einer guten Stunde brechen wir wieder auf, die Eisdiele am Hafen hält uns noch ein bisschen auf , das Eis hier ist einfach gut, wie man an der Menschen-Schlange gut erkennen kann. An der Bushaltestelle warten schon ein paar Campinggäste auf den Shuttle-Bus der uns zurück bringen soll. Eine Viertelstunde später sind wir schon am Campingplatz angekommen. Beim Theater ist gerade Babydance so bleiben wir noch ein paar Minuten stehen. Für Erwachsene ohne Kinder ist das sehr peinlich was die beiden Weiblichen Animateure so bieten. Ich mache noch schnell ein paar Bilder vom schön beleuchteten Minigolfplatz, der gleich neben dem Theater ist (auf diesem hübschen Platz spielt aber leider niemand).
Am Stellplatz angekommen trinken wir noch einen Aperol Spritz zur Entspannung. Um 22:00 gehen wir nochmals hinauf zum Theater, wo laut Abend-Programm etwas für Erwachsene sein sollte. Es stellte sich heraus, auch hier sollen kleine Kinder Karaoke singen, was leider daneben ging. Nach einer Viertelstunde waren wir wieder am Caravan zurück.
Wie üblich gehen wir nach 22:30 in unser hübsches Waschhaus um uns zum Bett gehen fertig zu machen.

Dienstag, den 20. Juni 2023

Guten Morgen, wir sind um ca. 7:45 aufgestanden, geschlafen wir fabelhaft. Die Morgentemperatur liegt heute schon bei 26° und der Himmel ist strahlend blau. Als erstes gehe ich zum Supermarkt hoch um unsere Morgendlichen Brötchen zu holen. Bis ich zum Caravan zurück komme hat meine Gattin schon den Frühstückstisch gedeckt. Was wir heute unternehmen wissen wir noch nicht, mit dem E-Bike am Strand entlang fahren möchte ich nicht mehr. Es ist mir einfach zu gefährlich, mit der Menge an Urlaubern die hier entlang fahren.
Wir fahren dann tatsächlich mit den Rädern über den großen Campingplatz um uns umzuschauen. Die Belegung in dieser Woche ist nicht allzu hoch, ich schätze, sie liegt bei etwa 35 Prozent. Wir schauen uns das Waschhaus 6 und die umliegenden Stellplätze an. An einem dieser Stellplätze war meine zweite Tochter Alexandra vorige Woche zu Gast. Unsere andere Tochter Raphaela hat mit ihrer Familie in der Relais Villa Clodia verbracht, da sie sich bisher nicht zu einem eigenen Caravan/Wohnmobil entschließen können.

Wir besuchen ebenso den ziemlichen neuen Virgilio Wasserpark, wo sich unsere Platznachbarn mit ihren Kindern vorzugsweise aufhalten. Für etwas gehobene Ansprüche findet sich das Restaurant „Marc`Aurelio“ gleich oberhalb des neuen Wasserparkes.

Bild links: Relais Villa Clodia; Bild oben: unser Caravan; Bild rechts: Blick auf den See;

Am Abend fahren wir nochmals in das hübsche kleine Städtchen Lazise, einfach zum Spazieren gehen und ein gutes Eis zu essen. Mit dem Platzeigenen Shuttle-Bus bietet sich das einfach an, und vor allem man braucht keinen Parkplatz für das eigene Auto zu suchen und bezahlen.

Mittwoch, den 21. Juni 2023

Heute ist Markttag in Lazise, ausgerechnet heute haben wir verschlafen, wir sind erst um 8:00 aufgestanden. Ich bin dann gleich zum Supermarkt hoch gegangen, um Brötchen für unser Frühstück zu holen. Nach dem Essen haben wir uns schnell fertig gemacht und sind um viertel nach neun, halb Zehn vor der Rezeption gewesen. Gut eine Viertelstunde später, waren wir schon im Marktstädtchen Lazise. Es ist schon ziemlich warm im Ort, am Caravan hatten wir vor einer Stunde schon 26° gemessen. Der Markt hier in Lazise ist ziemlich groß. Er beginnt an der Piazza Vittorio Emanuele, geht am kleinen Hafen vorbei, und zieht sich an der langen Seepromenade entlang. Am Ende der Promenade befindet sich ein weiterer kleiner Hafen, wo man sich anscheinend Motorboote mieten kann. Gleich dahinter befindet sich der Städtische Campingplatz (Campeggio Comunale). Vor fast 20 Jahren haben wir hier an diesem Camping-Platz eine Nacht verbracht, weil in den privaten Campingplätzen um Lazise herum kein freier Stellplatz mehr zu finden war.
Heute möchte meine Frau sich am Markt ein paar schöne Kleider für unsere Kreuz-fahrt im kommenden Jahr kaufen, die uns von den Seychellen bis nach Bali führen wird .

Das Angebot am Markt ist riesengroß, man bekommt hier einfach alles. Von Keramik, Schuhen, Kleidung, Handtaschen/Lederwaren, halt alles was man von einem Italienischen Markt so kennt. Was auffallend ist, dass viele Bekleidungsgeschäfte und Marktstände von Asiaten betrieben werden. An einem Marktstand wo meine Frau zwei hübsche Kleider gefunden hat, frage ich den Betreiber aus welcher Nation er abstammt. Seine Antwort lautet „China„, das hatte ich nicht erwartet. Ich dachte eher an Vietnamesen oder Thailänder. Nachdem meine Frau fündig geworden ist, vier hübsche Kleider konnten wir mitnehmen, machen wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Oben angekommen, hörten wir der Shuttle-Bus sei soeben weg gefahren. Die ganze Bus-Haltestelle war mit Ortsfremden Bussen voll gestellt, und es hatten sich schon viele Fahrgäste die zum Campingplatz wollten eingefunden. Als unser Shuttle-Bus wiederkam musste er in der zweiten Reihe anhalten, dass die Leute einsteigen konnten.
Als wir am Campingplatz angekommen waren, hatten wir neue Nachbarn bekommen. Eine Italienische Familie mit zwei Buben, einem Zwerghund und einem älteren Wohnmobil. Die erste Stunde waren die Kinder sehr laut mit ihren Handys und externen Lautsprecherboxen. Später wurde Ihnen wohl klar, dass sie Ihre Geräte leiser stellen müssen. Nachdem wir eine Kleinigkeit gegessen hatten, putzte meine Frau die E-Bikes die später wieder in unser Auto verstaut werden. Gegen 15:00 gehen wir in den Catullo Wasserpark, die Temperatur ist mit 34 -36° am Stellplatz nicht mehr auszuhalten. Zweimal gehen wir ins Laguna-Becken, das ist der tiefe und Schwimmbereich im Catullo Wasserpark. Als wir dann zum Kaffee trinken zum Stellplatz zurück kehren, ist es genauso heiß wie vorher. Ein nettes Erlebnis gab es noch, der kleine Zwerghund unserer Italienischen Nachbarn ist aus dem Fenster ihres Wohnmobiles gesprungen. Überall hat er seine Familie gesucht, bis zum Strand ist er hinunter gelaufen, ob er im Wasserpark drin war wissen wir nicht. Im ganzen Viertel war er unterwegs, kehrte aber immer wieder zum Wohnmobil zurück. Zwei kleine Mädchen brachten eine Schale mit Wasser für ihn zum Stellplatz. Offensichtlich hatte er auch Durst das ist uns gar nicht eingefallen. Sein Herrchen mit der ganzen Familie kam erst nach ein paar Stunden zum Stellplatz zurück. Eine Platznachbarin die selbst zwei Hunde hat, machte sie darauf aufmerksam, dass ihr Hund durch`s Fenster hinaus gesprungen. Sie machten sich gar keine Gedanken darüber, später banden sie ihn fest, als sie wieder auf Achse waren. Solche Leute sollten keine Hunde haben.
Heute Abend wollen wir noch einmal Grillen, für solche Zwecke haben wir einen kleinen Grill mit Gaspatronen. Nach dem Abendessen gehen wir noch eine Runde über den Campingplatz spazieren. Und danach zum Babydance oder Karaoke für die Kleinkinder oben am Theater. Zum Schluss noch ein Getränk am Caravan, ein Weizenbier oder einen Sangria den mag ich sehr gerne. Meine Frau trinkt meistens ein Glas Wein. Nach 22:00 machen wir uns fertig zum Schlafen gehen.

Eintrag ins Diktiergerät für meinen Reisebericht

Donnerstag, den 22. Juni 2023

Guten Morgen, heute ist unser letzter Tag hier am Camping Piani Di Clodia, es war nett hier am Platz, allerdings viel zu heiß für meinen Geschmack. Früher machte mir die hohe Temperatur nicht aus, aber im zunehmenden Alter macht mir das schon zu schaffen.
Wir sind gegen 7:30 aufgestanden, heute Nacht war es trotz Klimaanlage ziemlich schwül im Wohnwagen, und heute Morgen haben wir schon ca. 25 ° am Platz. Ich gehe zum Supermarkt hinauf um unsere Frühstücks-Brötchen zu holen. Später am Vormittag bringen wir unsere E-Bikes im Auto unter, das dauert auch immer wieder eine gute dreiviertel Stunde, bis die Räder festgezurrt sind. Der hintere Nachbar aus Aalen baut seit heute Morgen mit seiner Frau gemeinsam sein Vorzelt und alles was sie haben ab. Unser Nachbar von gegenüber ebenfalls aus dem Raum Aalen, die beiden fahren am Abend gemeinsam nach Hause, liegt da noch im Bett. Um 11:00 schickt er seine Familie zum Baden in den Virgilio Wasserpark. Er baut alleine seine Markise, den Tisch und alle 4 Fahrräder und was sie sonst noch dabei haben, und das ist nicht wenig ab. Ich möchte natürlich nicht in seinen Wohnwagen schauen, was er alles in den Caravan wirft. Da trennen uns Welten, in unserem Caravan kann man auf der Fahrt zu jeder Minute sitzen, in den Betten liegen oder Schlafen. Nach eineinhalb Stunden ist er mit seiner Arbeit fertig, und geht dann ebenfalls zum Baden in den Virgilio Wasserpark. Wir gehen etwas später in den Catullo Wasserpark, der ist gleich bei uns in der Nähe. Die Temperatur am Stellplatz ist mittlerweile auf 35° gestiegen. Mit meinem Handy in der Hand gehe ich durch den riesigen Campingplatz um noch ein paar Fotos zu machen.

Etwas später am Abend, als die Sonne hinter den Bäumen verschwunden ist, rollen wir unsere Markise auf. Meine Frau putzt noch die Fenster von unserem Wohnwagen sauber. Die letzten Stunden verbringen wir vor unserem Caravan bei einem Glas Wein bzw. Weizenbier. Kurz nach 21:30 kommen unsere beiden Nachbarn aus Aalen vom Abendessen zurück. Bevor sie in ihre Autos steigen, verabschieden wir uns von den beiden Familien. Danach gehen wir auch ins Bett, morgen Früh fahren wir auch weiter, zurück nach Südtirol.

Freitag, den 23. Juni 2023

Guten Morgen, es ist kurz nach 7:00 als wir aufstehen, ich gehe als erstes zum Supermarkt um ein paar Brötchen für unser Frühstück zu holen. Währenddessen hat meine Frau schon den Kaffee gemacht und den Tisch gedeckt.
Nach unserem Frühstück bauen wir als erstes unsere Klimaanlage ab, die uns hier gute Dienste geleistet hat.

Zehn vor 9:00 verlassen wir den Campingplatz Piani Di Clodia bei Lazise. Laut Google Maps sind es etwa 157 Kilometer bis nach Lana, das kurz vor Meran liegt. Wir hoffen, dass es keine weiteren Probleme mit unserem Auto gibt. Und natürlich der Verkehr auf der Autobahn nach Norden sich bezüglich der Heimreisen nach Deutschland in Grenzen hält.
Wir haben Glück und kommen ohne einen Stau auf der Autobahn bis nach Bozen Süd, wo wir dann auf der SS38 weiter in Richtung Meran fahren. Von hier sind es nur noch etwa 23 Kilometer bis zu unserem Ziel. Kurz vor 11:00 erreichen wir den Schlosshof Camping in Lana. Die Morgendliche Temperatur von 25° ist während unserer Fahrt nach Norden nicht weiter gestiegen.

Der Campingplatz ist gut besucht aber nicht voll. Im Gegensatz zum Jahr 2021 haben wir dieses mal einen Stellplatz der Kategorie Classic gebucht. (meiner Frau war der De Luxe Stellplatz vom letzten Aufenthalt zu steril und abgeschieden). Nach einer halben Stunde sind wir mit dem Aufbau fertig, und genießen ein zweites Frühstück. Danach bauen wir gleich unsere Klimaanlage wieder auf, die Temperaturen hier in Südtirol sollen ja nicht wesentlich kühler sein als unten am Gardasee. Mittlerweile ist es 14:00 geworden, der Himmel ist blau mit einer leichter Bewölkung, als nächstes trinken wir eine Tasse Kaffee und essen dazu Kuchen. Bevor wir gegen17:00 noch zum Pool gehen, trinken wir noch eine Dose mit Radlerbier, die wir noch von zu Hause haben. Hier finden wir noch zwei freie Badeliegen, wo wir uns gemütlich machen. Wenig später gehen wir in den kleinen aber durchaus netten Pool, das Wasser ist für meinen persönlichen Geschmack etwas zu frisch (meine Wohlfühltemperatur liegt bei 28° aufwärts).

Der Schlosshof Camping hat seit diesem Frühjahr einen neuen Infinity Pool auf dem Dach des Sanitärgebäudes „Piccolo Amore“ der für die Gäste der Premium-Stellplätze reserviert ist. Unterhalb des Infinity Pools Piscina Blu steht die Blu Bar. Beides ist für einen Preis von 12 Euro von den Gästen zu nutzen, selbst wenn man es nur ein paar Stunden nutzt. Ich persönlich halte die Preisgestaltung dafür stark übertrieben. Ein spritziger „Veneziano Aperol“ auf der Terrazza oder vielleicht direkt auf der Liege kann an beiden Pools serviert werden. Die Getränke-Preise dafür sind im normalen Bereich.

die drei Bilder sind vom Betreiber; Bild rechts: der Sandstrand stammt von der Insel Lampedusa

Nach einer guten Stunde gehen wir zum Abendessen auf den Stellplatz zurück. Zwischendurch werde ich von zwei Campinggästen angesprochen, der eine Interessiert sich für unseren VW Tiguan (Automatikgetriebe). Einem Wohnmobilfahrer gleich gegenüber von uns gefällt unsere Klimaanlage sehr gut. Ich gebe ihm im Verlauf des Gespräches alle Technischen Daten darüber. Nach unserem Abendessen machen wir einen Spaziergang über den Campingplatz. Der Schlosshof-Camping hat drei Kategorien von Stellplätzen. Der billigste ist der Classic-Stellplatz, danach folgt der Deluxe und als drittes der Premiumplatz. Die Premiumplätze sind rechts vom Hotel/Restaurant und des Infinity Pools und bis 130 qm groß, hier sind im letzten Jahr einige riesige Wohnmobile gestanden. Mal sehen was in diesem Jahr los ist. Dieses Jahr stehen im Moment nur zwei große Morelos und ein paar große Tandem Caravans auf den Premiumplätzen .
Den Abend verbringen wir bei einem Glas Weizenbier, meine Frau trinkt lieber ein Glas Rotwein, bevor wir gegen 22:00 zurück zum Schlafen in den Caravan gehen. Zur Abend wie auch Morgentoilette gehe ich meistens in das Waschhaus „TIIAMO“. Es ist mir lieber als im gleich danebenliegenden Waschhaus „GRANDE AMORE“. Hier gibt es nur Regenduschen an den Decken. Dagegen sind im „TIIAMO“ abnehmbare Duschköpfe und Schläuche montiert, was mir wesentlich besser gefällt.

Samstag, den 24. Juni 2023

Wir sind heute Morgen erst gegen 8:00 aus den Federn gehüpft, geschlafen habe ich sehr gut, dagegen meine Gattin wurde von zwei Platznachbarn durch deren Schnarch-Attacken gestört. Unsere Frühstücksbrötchen hole ich aus dem Zentralgebäude wo sich das Hotel, die Rezeption, das Restaurant, bzw. Frühstücksraum, die Bar und eben auch eine Verkaufstheke für das Morgendliche Gebäck befindet. Die Preise dafür halten sich in Grenzen. Nach dem Frühstück wollen wir noch unsere E-Bikes aus dem Auto holen und vielleicht im Laufe des Tages eine Fahrt durch Lana oder den Radweg entlang der Etsch machen. Heute ist ja Samstag, das heißt es ist auch Abreisetag für einige Traditions-bewusste Camper. Die gerne am Samstag auf die Heimreise gehen, davon gibt es sehr viele. Was man an den vielen Staus auf den Autobahnen in Deutschland, Österreichs und hier in Italien feststellen kann. Natürlich kommen auch neue Gäste am Platz an. Vor zwei Jahren haben wir hier ein Ehepaar aus Görlitz kennen gelernt, der Mann ist an einem Tag von Görlitz an der Polnischen Grenze bis hier nach Südtirol gefahren. Das sind immerhin fast 900 Kilometer und bestimmt mehr als 10 Stunden Fahrt, und das allein. Ich denke das die beiden auch in diesen Jahr kommen werden.

Im Schwimmbecken vorne am Eingang sind trotz der frühen Stunde schon ein paar Erwachsene und Kinder im Wasser. Wir verlassen den Campingplatz über den Feldgatterweg und die Ing. Luis-Zuegg-Straße und überqueren die Bozner Straße. In Gewerbeviertel verfahren wir uns erstmals, bevor wir in den Sonnenweg einbiegen. Gleich am Anfang der Straße befindet sich die Halle der Obstgenossenschaft Lana. Die kleine Straße führt durch Apfelbaumfelder bis zur Niederlanaer Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ (Schnatterpeck-Altar). Ein paar Meter weiter oben befindet sich das Südtiroler Obstbaummuseum von Lana, und ein Zugang zum Brandiswaalweg, der von hier zu einem kleinen Wasserfall führen soll. Nach ein paar Fotos von der Kirche fahren wir weiter über die Lahnstraße und nachfolgend die Weinstraße, die aber durch riesige Apfelbaumplantagen führt. Ein paar Kilometer weiter gegenüber von Gargazon überqueren wir auf einer Brücke die Schnellstraße SS 38 und die Etsch. Auf der Ostseite der Etsch fahren wir auf dem Fahrradweg in Richtung Lana zurück. Auch heute ist reger Verkehr auf diesem netten Fahrradweg, der von Bozen über Meran bis ins Vinschgau hinauf führt.

Wieder am Ortsrand von Lana angekommen, fahren wir am Freibad vorbei am Feldgatterweg entlang bis zum Camping Arquin, dem wir auch in diesem Jahr einen Besuch abstatten wollen. Wir waren schon im Jahr 2021 hier, damals war der Platz ziemlich leer. Er kann mit dem Schlosshof Camping Qualitativ nicht mithalten, obwohl er auch preislich gesehen nicht allzu billig ist. In meinen Augen ist es ein Campingplatz für Reisende die viel Ruhe suchen, sowie Wanderungen in den Bergen machen. Und der Flair keine so große Rolle spielt.

Kurz vor 13:00 haben wir wieder unseren Campingplatz erreicht. Etwas Negatives muss ich leider berichten. Auf der Weinstraße „Strada del Vino“ die durch lauter Apfel-Plantagen führt, fahren ein paar Mofafahrer an uns vorbei. Wir stehen am Straßenrand, nicht außerhalb der Straßenmarkierung, sondern knapp innerhalb. Nach der kleinen Gruppe kommt ein einzelnes Motorrad vorbei, der Fahrern schimpft während der Vorbeifahrt und zeigt mir einen Stinkefinger. Die Straße ist etwa 6 Meter breit und es kommt kein Gegenverkehr. Man sieht also solche Verkehrsrowdy`s gibt es auch hier in Südtirol und nicht nur bei uns in Deutschland.
Den Nachmittag verbringen wir dann am Stellplatz, die Temperatur liegt bei etwa 30° , allerdings ist es stark Windig. Er kommt immer wieder in Böen, bei einem Nachbarn hat er einen Wäscheständer umgeworfen, ob ihr danebenstehendes Auto dabei beschädigt wurde weiß ich nicht. Im Laufe des Nachmittages gehen wir zweimal an den netten Pool, dessen Wassertemperaturen für meine Begriffe etwas zu kühl sind.
Und schon ist der Abend da, heute gibt es einen Spinatspätzle-Auflauf mit Fleisch und Pilzen. Zum Trinken schenke ich mir ein Franziskaner-Weißbier ein. Danach machen wir einen kleinen Spaziergang über den Platz, um nach etwaigen Bekannten zu schauen, bzw. nach interessanten Caravans und Mobilen zu schauen. Später holen wir uns einen Becher Eis an der Eis-Theke des Restaurants. Der Schlosshof-Camping hat ein sehr gutes Eis und es ist nicht allzu teuer. Die letzten Abendstunden verbringen wir vor unserem Caravan, bevor es in die Koje geht.

Sonntag, den 25. Juni 2023

Guten Morgen, es ist 7:30 als wir aufstehen, der Himmel ist strahlend Blau und unsere Morgentemperatur liegt bei ca. 25°. Heute ist starker Abreiseverkehr in unserer Straße, vorhin sind schon zwei Wohnmobile hinter uns gefahren. Schon Gestern Abend haben ein oder zwei Fahrzeuge unsere Straße verlassen. Mal sehen, was heute im Laufe des Tages neu herein kommt.
Meine Frau deckt unseren Frühstückstisch, während ich die Brötchen aus dem Shop an der Rezeption hole. Die Brötchen machen heute Morgen keinen allzu guten Eindruck, sie wirken wie Frisch aufgebacken auf uns. So schmecken sie auch.
Unsere Aussicht auf die umliegenden Berge und Hügel ist traumhaft. Bevor wir uns heute auf die Räder schwingen, machen wir als erstes unsere Morgentoilette fertig. Auch unsere Kassetten-Toilette muss ich noch entleeren und Frischwasser in beide Tanks nachfüllen.

Oben sind die Waschräume vom „TIIAMO“ — die unteren Bilder sind vom „GRANDE AMORE“

Um 10:15 verlassen wir mit den Fahrräder den Campingplatz, der am Feldgatterweg liegt. Hier kommen wir nach ein paar Meter an die Bozner Straße die weiter zum Tribusplatz in Mitterlana führt. Dort fahren wir auf dem St. Agathaweg der uns wieder aus dem Ort hinaus führt. Hier befinden sich auf beiden Seiten der Straße ausgedehnte Apfelbaumfelder. Nach etwa 1,5 Kilometer haben wir das Flüsschen Falschauer erreicht, das von irgendwo aus dem Bergmassiv oberhalb der Gaulschlucht kommt. Sie wird im Normalfall zusätzlich von Waalen die ebenfalls von den Bergen herunterkommen und zur Bewässerung der Apfelbaumfeldern dienen, gespeist.
Wir sind erschrocken als wir den kleinen Flusslauf sehen, er führt heute fast kein Wasser, zum Vergleich habe ich unten zwei Bilder aufgeführt. Eines von 2023 und das zweite Bild ist im gleichen Zeitraum zwei Jahre früher entstanden.

weitere 1,5 Kilometer weiter kurz vor der Einmündung in die Etsch befindet sich das Falschauer Biotop, auch hier das gleiche Ergebnis. Erschreckend wenig Wasser im Fluss, dagegen ein paar Meter weiter die Etsch führt ausreichend Wasser. Erschüttert und Enttäuscht kehren wir um, gegenüber der Einmündung vom Agathaweg geht auch ein Fahrradweg nach Tscherms. Hier muss man durch einen abgewinkelten kleinen Tunnel fahren. Vorsichtshalber steige ich ab und schiebe das E-Bike die Abfahrt hinunter durch den Tunnel. Wie von mir erwartet kommen zwei Radfahrer in einem Wahnsinns Tempo uns entgegen, auch sie rechnen nicht mit einem Gegenverkehr. Meine Frau kommt gerade noch unbeschadet um die Kurve. Solche Radfahrer habe ich vorige Woche auch am Gardasee erlebt. Am kleinen Markplatz von Tscherms steigen wir ab, machen ein paar Fotos bevor wir am Radweg durch die Garberstrasse weiter fahren. Auf dem weiteren Weg nach Marling/Marlengo entschließen wir uns den Radweg an der Hauptstraße zu verlassen.

Bergauf geht es jetzt die Lebenberger Straße bis zum Haflingergestüt Schloss Baslan das seit 2001 von einer engagieren Pferdewirtin betrieben wird.

Im hinteren Teil des Schlosses befindet sich ein Montessori Kindergarten sowie eine Schule die Kinder in den Stufen Primaria, Sekundaria und weiter ab der 10. Jahrgangsstufe in der Oberstufe A.M.O.S begleitet.
Wir fahren aber weiter den steilen Berg hinauf bis zum Biohof Obergluninger, der meine Frau fasziniert. Mehr als 450 Jahre Geschichte und Gemütlichkeit atmet der alte Hof der Familie Platter aus.

(Bio-Bauernhof Obergluniger, der hier Ferienapartments im historischen Haus am Hof und auch im neuen Haus am Lebenberg zur Gänze aus natürlichen Materialien gebaut und nach eben diesen Kriterien ausgestattet hat. Vom Außenpool und der Liegewiese hat man einen weiten Panoramablick von Meran bis Bozen und auf die umliegende Bergwelt )

 Zum Probieren werden am Morgen die Früchte und Kräuter des hofeigenen Gartens gereicht:
Äpfel in großer Sortenvielfalt, Rote und weiße Trauben, Kirschen, Pfirsiche und Marillen im Frühsommer, sowie Beeren, Feigen, Zwetschgen, Kiwi, Khaki und Gemüse zur jeweiligen Jahreszeit

Nach einer kurzen Außen-Besichtigung des hübschen Anwesens geht es mit unseren kleinen E-Bikes den steilen Berg am Schloss Baslan vorbei auf eine Straße (Baslingerstrasse) die uns zurück nach Tscherms führt. Hier verpassen wir die Abzweigung zum Fahrradweg der nach Lana führt. Stattdessen fahren wir auf der Hauptstraße die nach Oberlana geht. Wir kommen direkt an der Pizzeria Liesy vorbei, wo wir vor zwei Jahren eine ausgezeichnete Pizza gegessen haben. Dadurch konnten wir sogleich zwei Sitzplätze für unseren Pizzaabend hier in Lana reservieren. Wir fahren weiter in Oberlana durch die Fußgängerzone „Am Grieß“ und weiter über die Hauptstraße (Andreas Hofer u. Bozner Straße) zurück zum Campingplatz. Nach ca. 3 Stunden ist unser heutiger Fahrradausflug beendet.
Wir machen eine kleine Brotzeit, dazu gibt es Südtiroler Schinkenspeck, den meine Frau in einem Geschäft in Kastelruth gekauft hat. Etwas später besuchen wir den kleinen Pool, heute war das Wasser nicht mehr so kühl wie die vergangenen Tage. Die Tagestemperaturen steigen unermüdlich nach oben. Unser Thermometer zeigt über 35° an, am Abend haben wir immer noch eine Temperatur von 32,9°. Nur gut dass wir eine Klimaanlage haben, die uns gute Dienste in diesem Urlaub leistet. Im Laufe des Nachmittags suchen wir noch zweimal den netten Pool auf, die hohen Temperaturen lassen uns keine andere Wahl. Zwischendurch gibt es einen Kaffeepause mit Kuchen aus der Heimat. Um 18:30 machen wir uns fertig, ich habe für 19:00 zwei Sitzplätze in der Pizzeria Liesy reserviert. Dieses Mal fahren wir mit dem Auto durch die verkehrs-reiche Straße nach Oberlana. Leider gibt es keinen anderen netten Weg den man mit dem E-Bike bewältigen könnte. Das Lokal war sehr gut besucht, die Besitzerin hat uns einen kleinen Tisch im Vorgarten reserviert. Wir bestellten zwei Pizzen einmal „Funghi“ sowie eine „Speziale„. Die Pizzen schmeckten gut, auch wenn in meiner Erinnerung damals ein anderer Geschmack vorhanden war. Nach etwas mehr als einer Stunde verlassen wir die Pizzeria und fahren wieder zurück auf unseren Campingplatz. Wo wir den restlichen Abend verbringen. Kurz entschlossen machen wir noch eine kurze Platzbegehung, um nach großen Wohnmobilen zu schauen, die wir im letzten Urlaub hier gesehen hatten.

In der Straße wo wir vor zwei Jahren gebucht hatten steht heute ein Morelo sowie ein großer Bürstner Elegance der leicht schräg in seinem Stellplatz steht, weil er anders nicht hinein passt.

Montag, den 26. Juni 2023

Guten Morgen, es ist kurz vor 8:00 als wir aufstehen, heute verköstigen wir uns selber mit Baguette-Brötchen von zu Hause. Wir haben in jedem Camping-Urlaub Aufbackbrötchen als Reserve dabei. Fast in jedem Campingplatz gibt es Ruhetage wo die Bäckerei keine Brötchen liefert. Für solche Zwecke ist es einfach gut, eine Reserve zu haben. Nach unserem reichhaltigem Frühstück, überlegen wir uns was für eine Fahrradtour heute gemacht werden könnte. Die Temperatur liegt um 9:00 schon bei ca. 26°, es könnte ein heißer Tag werden. Leider verplaudern wir uns mit den Nachbarn von gegenüber, die uns von Kathi`s Jausenstation erzählen, die auf dem Weg nach Gargazon liegen soll. So dass wir erst um 10:30 vom Campingplatz loskommen. Unser Radweg führt durch die Sonnenstraße nach Niederlana, vorbei an der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt mit seinem Schnatterpeck-Altar. Danach geht es auf der Lahnstraße hinaus aus der Ortschaft.

Um nicht jedes Jahr auf dem gleichen Weg zu fahren, habe ich mir auf dem Ortsplan von Lana einen anderen Weg ausgesucht der bis nach Gargazon führen würde. Wir fahren also am Golfplatz vorbei, danach kommt ein kleines Waldstück mit einem kleinen Biotop. Auf der Linken Seite kommt eine (Kläranlage oder Fischzucht ? ), wenig später auf der rechten Seite eine Abzweigung die zu verschiedenen Bauernhöfen bzw. zur Leonburg hinauf führt. Hier sollten zwei Wege weiterführen, nach links geht es zu einem Restaurant (Krebsbach), hier ist abgesperrt. Weiter oben ist ebenfalls abgesperrt, so dass wir wie schon vor zwei Jahren nicht weiterkommen. Mit uns steht ein anderes Urlauber-Pärchen vor dem gleichen Problem. Wir müssen umdrehen und fahren den ganzen Weg zurück, bis wir wieder an der Weinstraße ankommen und hier nach rechts abbiegen.

Hier wachsen wunderschöne Malvensträucher am Straßenrand

Wir fahren Kilometerweit durch die Apfelplantagen, bis wir eine Kreuzung erreichen, die weiter bis nach Nals bzw. Gargazon führt. Wir überqueren sie und nach einiger Zeit haben wir dann „Kathi`s Jausenstation“ erreicht. Aber wir haben Pech, heute ist Montag und damit Ruhetag in der Jausenstation. Die mit seinen von Wein überwachsenen Lauben, und seinen überdachten Törggeleecken und Holzbänken im Eingangsbereich sonnige und schattige Plätze zur Erholung bietet.
Typisch Südtiroler Speisen stehen in großer Auswahl zu Verfügung: Vom Speckbrettl über Kaminwurz, Speck- und Käseknödel, Vinschgerl, Spaghetti, Apfelstrudel sowie weiteren Speisen und eine reichhaltigen Getränkekarte.

Während wir vor dem verschlossenen Eingang stehen, kommt ein Ehepaar aus südlicher Richtung, mit seinen Gelände-E-Bikes gefahren. Die beiden haben offensichtlich eine große Tour über Völlan und über die Berge gemacht. Sie sind aus Lindenberg im Allgäu zu Hause. Ihr Caravan steht auf dem Campingplatz Arquin ebenfalls in Lana, wie sie erzählen. Beide sind im Alter von etwa 40 Jahren und offensichtlich Sportlich sehr aktiv. Nach einem angenehmen Gespräch mit den beiden, trennen sich unsere Wege, und die beiden fahren weiter.
Auch wir müssen weiter, die Temperatur hat bestimmt mittlerweile mehr als 30° erreicht, und meine Arme und Beine sind irgendwie lahm, aber es hilft nicht, wir müssen zurück zum Campingplatz. Nach einer für mich schier unendlichen Fahrt sind wir kurz nach 13:00 wieder auf dem Schlosshof-Camping angekommen. Unser Thermometer am Caravan zeigt 36° an. Wir essen zu Mittag noch Reste von unserer Pizza vom Vorabend, die Besitzerin hat sie uns eingepackt. Früher hätten wir keine Probleme mit dem Essen einer normalen Pizzagröße gehabt, aber im zunehmenden Alter, das gilt zumindest für mich, schaffen wir es nicht mehr.
Etwas später suchen wir den kleinen aber durchaus netten Pool auf, auf der Liegewiese dahinter finden wir noch zwei freien Badeliegen. Das Wasser ist kühl wie immer, aber bei der heutigen Temperatur durchaus angenehm. Zwischendurch gehen wir zum Caravan zurück um einen Kaffee zu trinken. Wir haben vor kurzem in einer Bäckerei ein Zopfbrot gekauft, der bietet sich heute zum Snack an. Danach gehen wir wieder zum Pool zurück, wo wir eine weitere Stunde verbringen.

Mittlerweile ist es Abend geworden, der Campingplatz hat sich wieder etwas gefüllt, unser Nachbar von gegenüber will Morgen Früh weiter fahren. Auf dem Heimweg noch auf dem Campingplatz am Hopfensee ein paar Tage verbringen. (wir waren vor ein paar Jahren mit unserer Tochter Raphaela ebenfalls am Hopfensee zu Gast).
Heute gibt es zum Abendessen Spaghetti Bolognese, mir ist das fast zu Bauchfüllend, aber da muss ich wohl durch. Danach ist Spülen angesagt, hier gibt es ja einen schönen Geschirrspülraum auch mit einer Geschirrspülmaschine. Aber leider nicht umsonst, wie auf dem Campingplatz an der Seiser Alm. Den weiteren Abend verbringen wir vor dem Caravan mit Rotwein und Weizenbier. Gegen 22:00 geht es in`s Bett.

Dienstag, den 27. Juni 2023

Es ist 7:45 als wir aufstehen, der Himmel ist leicht dunstig aber die Temperatur liegt schon bei 25°. Ich gehe vor zum Brötchenshop bei der Rezeption um ein paar Brötchen für unser Frühstück zu holen. Während dessen hat meine Frau schon den Tisch gedeckt. Was wir heute unternehmen wissen noch gar nicht, aber bestimmt mit dem E-Bike unterwegs sein. Unser Schwager Fred hat heute Geburtstag, dem sprechen wir noch heut Vormittag zum Gratulieren auf seine Mailbox.
Unser Nachbar von gegenüber erzählt mir, er hat gestern Abend noch auf meinen Reiseblog geschaut. Er findet ihn sehr Interessant, auch die Art wie ich schreibe und erzähle, gefällt ihm, nicht so Selbstdarstellerisch. Sowas freut mich natürlich wenn ich einmal ein persöhnliches und positives Feedback bekomme.
Gegen 10:15 fahren wir los, unser Weg führt uns durch die Sonnenstrasse hinauf bis zur Niederlanaer Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ mit seinem bekannten „SchnatterpeckAltar„. Danach fahren wir hinauf zum Margarethenweg mit der gleichnamigen Kapelle St. Margarethen. Bis zur Kapelle geht es steil bergauf, so dass unsere kleinen E-Bikes schon an ihren Grenzen kommen. Wir sind jetzt nur ein paar Meter vom Brandis-Waalweg entfernt der hier entlang läuft. Von hier oben hat man einen schönen Ausblick auf Lana und die Weinfelder die es hier im Ortsbereich gibt. Vorbei geht es jetzt an ehemaligen Höfen die zu Pensionen umgebaut wurden, und dem Garni Hotel Katzenthalerhof, bis wir wieder den Ortsrand von Lana erreichen.

In der Kapuzinerstraße kommen wir an einem schönen älteren Haus vorbei. Es gehört dem bekannten Südtiroler Maler Ernst Müller. Im Internet habe ich ein paar seiner wunderschönen Bilder gesehen, die erstaunliche Preise erzielen.

Weiter geht unser Weg die Erzherzog-Eugen-Straße bis zur Heilig-Kreuz-Kirche hinunter. dort wechseln wir die Richtung und fahren am Kulturhaus von Lana vorbei in den Lorenzerweg. Eigentlich fahren ziemlich planlos durch den Ort, an der nächsten Kreuzung wieder nach Links, plötzlich sieht meine Frau auf der rechten Seite ein nettes Gartenlokal. Wir steigen ab und schieben unsere kleinen E-Bikes in den Garten des Lokals. Auf einer großen Anzeige in der ersten Etage steht Cafe Bar Plankensteiner. In dem Laubenartigen Vorgarten finden wir einen freien Tisch. Bei einer Bedienung bestellen wir für uns beide Eis-Kakao, der im nachhinein ausgezeichnet schmeckt. Zuvor kontrollierte ich noch den Bestand in meinem Portemonnaie, da ich auf unseren Fahrradtouren nicht allzu viel Geld mitnehme. Die übrigen Gäste im Garten waren wohl Einheimische als auch vielleicht ein paar Urlauber. Hier verbringen wir eine knappe Stunde bis wir dann auf dem Aichweg der neben dem Flüsschen Falschauer entlang geht heimwärts fahren. Hier biegen wir in den Agathaweg ab, der uns durch die Apfelplantagen führt, bis wir wieder unseren Campingplatz erreicht haben. Es ist schon 12:30 vorbei, der Himmel ist leicht bedeckt, aber die Temperaturen erreichen auch heute wieder über 33°.

Als erstes genießen wir eine kleine Brotzeit mit Käse, Brötchen und dem Südtiroler Schinkenspeck, den wir in Kastelruth gekauft haben. Dazu ein Glas Radler oder Alster-wasser wie man in Norddeutschland sagen würde. Danach suchen wir wie auch die Tage zuvor für eine Stunde den Pool auf. Heute Nachmittag genießen wir am Wohnwagen noch einen Aperol Spritz.
Zum Abendessen wollen wir noch Grillen, es gibt Putenfleisch, Hühnchenfleisch, für meine Frau noch Schweinesteak und zweierlei Würstchen. Einmal Berner Käsergreiner, sowie Würstchen im Speckmantel. Wir haben davon noch eine ganze Portion von zu Hause mit dabei. Wir verbringen den restlichen Abend vor dem Caravan, wie meistens gegen 22:00 nach unserer Abendtoilette gehen wir ins Bett.

Mittwoch, den 28. Juni 2023

Es ist 7:30, als wir heute Morgen aufstehen, der Himmel ist stark bewölkt. Es ist relativ kühl, aber wir haben sehr gut geschlafen. Mein erster Gang ist ins Waschhaus, dort nehme ich die Tägliche Morgenpost vom Schlosshof mit, die jeden Tag hier im Hausgang abgeholt werden kann. Nachdem ich anschließend die Brötchen aus dem Frühstücksshop bei der Rezeption geholt habe, setzen wir uns zu einem gemütlichen Frühstück an den Tisch.

In unserer Straße einige Stellplätze hinter uns, sind zwei Familien aus dem Oberallgäu die sich gerade verabschieden, um mit ihren Caravans in Richtung Heimat fahren. Auch für uns ist unser letzter Urlaubstag hier im Schlosshof Camping angebrochen. Nach dem Frühstück steigen wir nochmals auf unsere E-Bikes und fahren über unsere Zubringerstraße und die Bozner Straße Richtung Etsch bzw. dem Fahrradweg der nach Meran führt. Es ist eigentlich ein schöner und breiter Weg, bis auf gelegentliche Unterführungen und andere Engstellen. Wo dann Rennfahrer und ungeübte Muttis an einem vorbei schießen. Wir fahren die etwa 6 Kilometer bis zum Stadtrand von Meran, hier kehren wir dann wieder um. (Vor zwei Jahren sind wir mit unseren Rädern bis ins Stadtzentrum gefahren, und haben im Terrassencafe des Hotels Aurora das direkt am Flüsschen Passer liegt eine Getränkepause gemacht).

Am späten Nachmittag beginnen wir mit dem Abbauen unserer Fahrräder und im Auto zu verstauen. Danach bringe ich die Caravanspiegel am Auto an. Und zum Schluss wird die Markise abgebaut. Um 19:00 haben wir schon wieder über 30° erreicht.
Wir haben bis zuletzt überlegt, ob wir denn Morgen zum Alpencamping in Nenzing/Vorarlberg fahren sollen. Aber die Voraussicht auf das Wetter für die nächsten Tage hat starken Regen für das gesamte Alpengebiet (Südtirol, Österreich und Süddeutschland) voraus gesagt. Bei dieser Wetterlage verzichten wir lieber darauf diesen Spitzencampingplatz im Vorarlberg zu besuchen, und fahren lieber nach Hause.

Donnerstag, den 29. Juni 2023

Heute Morgen sind wir schon sehr früh aufgestanden, der Uhrzeiger stand auf 6:45. Wir wollen ja heute unsere Heimreise antreten. Eigentlich war vorgesehen noch ein paar schöne Tage am Alpencamping in Nenzing/Vorarlberg zu verbringen. Aber in unserer Planung machte das Wetter einen Strich durch unsere Rechnung. Wie oben schon erwähnt war die Voraussicht auf das Wetter für die nächsten Tage mit starken Regen für das gesamte Alpengebiet (Südtirol, Österreich und Süddeutschland) voraus gesagt. Nach dem Frühstück geht es los, als erstes entleere ich die Toilettenkassette und fülle das Frischwasser von Toilette und Caravan auf. Die Caravanspiegel habe ich gestern am späten Nachmittag am Auto angebracht. Als nächstes machen wir unser Stromkabel sauber und rollen es zusammen, und drehen mit dem Accuschrauber die Caravanstützen hoch. Nachdem wir den Caravan mit unserem Mover (Elektroantrieb) auf den Weg gebracht haben und am Auto angehängt haben, wären wir eigentlich fertig. Vor uns in der Straße steht noch ein Knaus Sport und der wird mit vereinten Kräften der Nachbarn ans Auto angehängt. Endlich sind wir dran und können um 8:50 den Schlosscamping verlassen. Am Eingang fahre ich dieses mal nach links und bin in ein paar Minuten an der Bozner Strasse. (in 2021 bin ich nach rechts abgebogen und musste zweimal korrigieren, bis ich in der engen Ausfahrt heraus kam).
Ebenso unbeschadet erreichen wir die Staatsstraße 38 und sind im Nu am schönen Kurort Meran vorbeigefahren. Nach der Forstbrauerei in Algund sie ist die größte Bierbrauerei in Südtirol (ein schönes Gebäude) steigt die Straße langsam an.

Der Verkehr ist rege aber nicht unangenehm, in Naturns und Kastelbell wird es etwas dichter. Wenig später haben wir die Gemeinde Latsch erreicht, hier ist vor ein paar Wochen ein Felsbrocken so groß wie eine Garage auf die Staats-Straße gestürzt. Der Fels wurde bald darauf mit einem Bagger zertrümmert, aber die Straße war an dieser Stelle stark beschädigt. Danach musste man über eine Umleitung über den Ort Latsch fahren. Wir hatten Glück die Straße war wieder frei. (Wir sind früher mit unseren Kindern öfters mal für ein paar Tage auf dem Camping Latsch gewesen).
Um 10:35 haben wir dann die Grenzstelle am Reschenpass erreicht, auf dem Parkplatz direkt hinter der Grenze machen wir eine Kaffeepause. Dieser Parkplatz ist mittlerweile die einzige öffentliche Halt und Parkmöglichkeit für uns Caravanfahrer zwischen Meran und der Österreichischen Grenze. Bis vor 15 Jahren konnte man an einem Parkplatz in Reschen am See mit Blick auf den Stausee noch anhalten, um ein paar Bilder zu machen bzw. etwas zu essen. Heute sind alle Haltemöglichkeiten für uns abgesperrt.

Haltemöglichkeit am Reschensee vor 15 Jahren

Nach ca. 20 Minuten geht es weiter nach Nauders bzw. zum Finstermünz-Pass. Vielleicht hundert Meter nach der Festung Nauders am Beginn der offenen Tunnel-Galerien wo die Staatsstraße vor Steinschlag schützen sollen, stehen wir auch schon. Auch Gegenverkehr kommt uns nicht mehr entgegen, ein Grund ist nicht ersichtlich für uns. Nach etwa 20 Minuten können wir weiterfahren. Etwas später sehen wir auf der linken Seite ein Baustellenfahrzeug mit ein paar Arbeitern stehen. Sie schauen den jetzt fahrenden Autos nach. Ob und was sie hier gearbeitet haben, ist nicht ersichtlich. Jetzt können wir ungehindert die Passstraße hinunter fahren. Weiter geht es am Inn entlang, der aus Graubünden(Schweiz) kommt, und uns die nächsten Kilometer begleiten wird. Der Verkehr ist angenehm, so passieren wir die Orte Putz der einen netten Campingplatz (Via Claudiasee) besitzt. Als nächstes kommt Ried und Pfunds die beide ein hübsches Freibad besitzten. Kurz vor Landeck fahren wir an Prutz vorbei, wo es rechter Hand ins Kaunertal geht. Hier befindet sich der zweitgrößte Gletscher Österreichs. Es finden immer wieder verschiedene Musik-Events im Kaunertal statt. Bei Landeck durchfahren wir den fast 7000 Meter langen Landecker- Tunnel bevor es auf der A12 nach Imst geht. Die Vignette für die Autobahn hat meine Frau schon im Kiosk an der Grenzstelle/Reschenpass gekauft. Nach kaum 20 Kilometer haben wir auch schon Imst erreicht, wo wir die Autobahn wieder verlassen und Richtung Fernpass fahren. Auf der Fahrt nach dem Süden hatten wir in beiden Richtungen Stau, mal sehen wie es heute wird.

Aber es ging alles gut, der Verkehr war mäßig, ebenso der Gegenverkehr. So konnten wir mit einer am Fernpass üblichen Geschwindigkeit den Pass hinter uns lassen. Da meine Frau seit dem Reschenpass am Steuer sitzt, konnte ich ein paar Fotos machen.

Im Bereich von Reutte gibt es heute keine Verkehrsstörung von Seiten der Österreicher. Auf der Hinfahrt mussten wir einen 7 Kilometer langen Stau hinnehmen, weil die örtlichen Behörden eine mobile Ampel aufgestellt hatten. Die in der Grünphase maximal 2 Autos durchfahren lässt. Man kann sich ja denken, wie erfreut wir alle dabei waren.
Aber heute geht alles gut, die Ampel ist abgedeckt, so können wir ohne weitere Beeinträchtigung bis zum Grenztunnel bei Füssen fahren. Hier findet auf der deutschen Seite noch eine Kontrolle des Zolls statt, die uns aber nicht betrifft. Die restlichen etwa 70 Kilometer läuft alles gut, so dass wir um 14:25 unseren Heimatort Ottobeuren erreicht haben.

Fazit:
Wir hatten schöne und Interessante Wochen hier in Südtirol und am Gardasee. Die Temperaturen in Südtirol waren angenehm, nur am Gardasee war es uns mit bis zu 35° eindeutig zu heiß.
Etwa 5 Wochen nach unserem Urlaub am Gardasee wütete ein Unwetter mit schweren Hagel im südöstlichen Bereich des Gardasee`s. Laut ADAC sind ca. 30.000 Fahrzeuge davon betroffen.
Darauf folgend sind im ganzen Juli und August schwere Unwetter im ganzen Italienischen Alpenland sowie in Österreich, Slowenien und Kroatien. Wer zu dieser Zeit in diesen Ländern Urlaub machte, hatte keine Freude mehr.

Mein Ägypten – Kurzurlaub in Sharm el Sheik

Während unsere zweite Tochter sich ihre weitere berufliche Zukunft aufbaut, und sich selbstständig machen wird, wollen wir gemeinsam mit unserer anderen Tochter ein paar Tage in Ägypten verbringen. Vor zwei Jahren haben wir schon einmal gemeinsam eine Woche in Ägypten verbracht. Damals war die Makadi Bay südlich von Hurghada unser Ziel.
Wir haben uns entschlossen diesen Oktober mit unserer Tochter einen fünftägigen Kurzurlaub auf der Sinai-Halbinsel zu machen.
Heute beginnt unser Badeurlaub in Sharm El Sheik. Dazu haben wir uns ebenfalls ein kleines Hotel aus der Gruppe der
Red Sea Hotels in Hurghada ausgesucht. Unser Hotel heißt Sharm Plaza und wurde vor kurzem aus einer anderen Hotelgruppe (Crowne Plaza) übernommen.

  1. Urlaubstag: Wir sind erst am späten Montag-Nachmittag hier in Sharm el Sheik angekommen. Unser Hotel Sharm Plaza befindet sich in der Nabq Bay unweit des Flughafens. Wie gebucht bekommen wir ein Dreibettzimmer im oberen Bereich der Hotelanlage. Kaum im Zimmer angekommen stolpere ich erstmals über den Fuß unseres Bettes, und lande auf allen Vieren. Es ist aber nicht so schlimm, ohne eine Verletzung kann ich wieder aufstehen. Nachdem wir unser Gepäck ausgepackt haben, machen wir noch einen Rundgang über das Hotelgelände. 

Zum Abendessen geht es dann ins Restaurant Via Veneto, das sich im Untergeschoss des Zentralgebäudes befindet, wir haben uns heute Abend für eine Pizza entschieden.

2. Urlaubstag: Es ist jetzt kurz vor 8:00 als wir aufstehen, Wir haben heute Nacht ausgezeichnet geschlafen. Als erstes machen wir unsere Morgentoilette und gehen anschließend zum Frühstücken in eines der vielen Restaurants. Danach spazieren wir in Richtung Strand, um uns für den Vormittag ein schönes Plätzchen am Pool oder am Strand auszusuchen. Der Himmel hat ein strahlendes Blau als wir losgehen, nur die Fernsicht ist durch Dunst etwas eingeschränkt, was uns aber nicht weiter stört.
Unser Hotel ist mehr lang als breit, auf dem Weg zum Strand muss man durch viele Innenhöfe gehen, bis man am Ziel (Strand oder Pool) ist. Wir entscheiden uns für einen der beiden Pools in der Nähe des Strandes. Gleich daneben befinden sich zwei der Restaurants einmal ein Mexikanisches Restaurant mit Namen Fajitas. Hier soll man angeblich sehr gut Mexikanisch Essen können.
Ein paar Meter weiter befindet sich das C-View-Restaurant, für Liebhaber von Fast Food Gerichten, hier holt sich meine Tochter am frühen Nachmittag noch einen Snack. Es gibt aber auch Fleischspieße zum Essen, wie wir später sehen werden.

Hier direkt am Meer gibt es kleine Zonen mit Strandliegen und Sonnenschirmen, wo wir ein paar schöne Stunden in der warmen Sonne verbringen. Gleich daneben befindet sich der Beach-Pool wo gerade eine Runde Wasserball gespielt wird. Etwas später trinken meine Frau und ich noch ein Glas Bier an der Lagoon-Bar und wechseln am Tisch ein paar Worte mit zwei jungen Russen die anscheinend in Moskau zu Hause sind.

Am Spätnachmittag machen wir noch eine weitere Spazierrunde durch das hübsche Hotel. Meine Tochter sitzt in der Lobby bei einem Videogespräch mit Ihrem Freund .

Für den Nachmittag wählen wir uns heute den Lagoon-Pool aus, der sich zwischen dem Block 1 in der unteren Reihe befindet. Auch dieser Pool ist gut besucht.

Am Abend wollen wir noch mit dem Bus nach The Old Market der etwas südlich von Sharm El Sheikh liegt. Er ist eine der bekanntesten Attraktionen der Stadt, wo sich viele Touristen aus der ganzen Welt tummeln, um das einzigartige Einkaufserlebnis und die schöne historische Atmosphäre zu genießen.

Hier gibt es alles zu kaufen von Fisch, Fleisch, Gemüse Früchte, Kräuter und Gewürze gehören zu den Delikatessen des Bazars. Es gibt auch Andenken wie Teppiche, Shishas und Wandgemälde. Ebenso werden Antiquitäten angeboten angeboten. Traditionelle Kleidung und handgearbeiteten Schmuck findet sich in einer unglaublichen Vielfalt auf dem Old Market.

An einem beleuchteten Felsenhang sind mehrere Plattformen mit Stühlen und Tischen, wo man etwas essen und Trinken kann. Ebenso ist es möglich hier eine Shisha zu rauchen. Unter uns am Platz spielt Musik, so kann man den Moment und die Aussicht auf den bunt beleuchteten Vorplatz mit seinen vielen Besuchern einfach genießen.

4. Urlaubstag: Nach unserem gemeinsamen Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Strand hinunter. Die Badeliegen und Sonnenschirme sind in schmalen Bereiche unterteilt. Am Ende des kleinen Hotelabschnittes gibt es einen Steg aus Kunststoff-Pontons der über die Riffkante hinaus ragt. Wo einige Schnorchler mit Atemmasken unterwegs sind, um die vielen bunten Fische die sich am Riff tummeln, zu bewundern.
Wie jeden Abend geht gegen 18:00 die Sonne unter, und sorgt für einen wunderschönen Sonnenuntergang. Für Heute Abend haben wir einen Tisch im Fellini Restaurant reserviert. ( Das Fellini Restaurant ist ein Openair Restaurant das sich zwischen den Villas und Apartments auf dem Weg zum Strand / Pool befindet).
Hier gibt es Pasta und Pizza und sie soll sehr gut schmecken.

6. Urlaubstag: Heute ist unser letzter Urlaubstag im Sharm Plaza Hotel hier in Sharm el Sheik. Die wenigen Tage waren toll, und wir hatten immer einen strahlendblauen Himmel und viel Sonne über uns.
Nach einem geruhsamen Frühstück gehen wir ein letztes Mal zum Strand hinunter, die Sonne brennt vom Himmel herunter. Ich hole mir zum ersten Mal seit ein paar Jahren einen starken Sonnenbrand an der Stirn.

Zu unserem letzten Abendessen gehen wir in das Mexikanisches Restaurant Fajitas, das sich ganz unten am Strand bzw. am Lagoon Pool befindet. Das Essen schmeckt meinen Damen recht gut, zumindest sagen sie es. Hier verbringen wir noch einige Zeit bei einem weiteren Getränk auf der Terrasse des Lokales, bevor wir in unser Zimmer zurück gehen.

Morgen Früh geht es wieder zurück nach Deutschland zurück.

Unsere Kreuzfahrt 2022 mit der „mein Schiff Herz „

Zwischen Mallorca und den Kanarischen Inseln

Dreieinhalb Jahre sind seit unserer letzten Kreuzfahrt in die Karibik und Mittelamerika vergangen.
Heute soll es nun endlich wieder losgehen, wir wollen mit der
„mein Schiff Herz“ von Mallorca aus unter anderem, einige der Mittelmeerhäfen besuchen. Von Palma de Mallorca fährt unser Schiff als erstes nach Norden in die Französische Metropole Marseille, von dort geht die Reise weiter nach Barcelona und Valencia. Als nächstes überqueren wir die Straße von Gibraltar und legen in der Marokkanischen Hafenstadt Tanger an. Von hier fahren wir zurück nach Malaga in Spanien. Dort beginnt der zweite Teil unserer Reise, und viele Passagiere werden die mein Schiff Herz verlassen. Unser nächstes Ziel soll nun die Englische Enklave Gibraltar sein. Von hier geht es nun hinaus in den Atlantik, wir fahren an der Afrikanischen Küste entlang bis nach Agadir, der zweiten Marokkanischen Hafenstadt, auf unserer Reise.
Unser nächstes Ziel sind nun die Kanarischen Inseln Lanzarote und zum Schluss die Insel Teneriffa. Hier endet unsere Kreuzfahrt, und es geht mit dem Flieger zurück ins kalte Deutschland
.

Die mein Schiff Herz im Hafen von Arrecife /Lanzarote

Freitag, den 28.10.2022

Guten Morgen, wir sind heute kurz vor 00:45 aufgestanden, um uns für die Autofahrt zum Flughafen München fertig zu machen. Denn heute beginnt unsere Kreuzfahrt mit der mein Schiff Herz, die in Palma de Mallorca auf uns wartet. Wir haben selbst einen Flughafen der nur 12 Kilometer von uns entfernt ist, und sogar während der Sommer-monate nach Mallorca fliegt. Unser Problem aber ist, dass unsere Rückreise von der Ferieninsel Teneriffa erfolgt. Auch das kann man lösen, wenn man die Zeit dazu hat, um sich damit zu beschäftigen. Das setzt aber auch voraus, man muss eventuell ein paar Tage früher anreisen oder später zurück fliegen, das Schiff wartet nicht auf uns. Wie auch immer, es gibt eine Tasse Cappuccino und ein Stück Toast zum Essen, und um 01:30 sitzen wir schon im Auto auf der Fahrt nach Hallbergmoos, wo unser Park und Fahrservice auf uns wartet, der uns zum Terminal bringen wird. Pünktlich wie verabredet sind wir um 03:00 auf dem Parkplatz des Business Hotel Soller in Hallbergmoos angekommen. Der Fahrer wartet schon auf uns und weist uns einen Parkplatz zu. Wir fahren schon seit dem Jahr 2006 mit diesem Fahrdienst und hatten bislang immer einen Tiefgaragenparkplatz im Ort, dieses Mal konnte er mir nur ein Außenparkplatz anbieten. Ganze 20 Minuten später sind wir schon im Airport Center (Mac) auf Ebene 3 angekommen, wo sich der CheckIn-Schalter von Tui Fly befindet. Vor uns steht schon eine ganze Schlange an Menschen die offensichtlich alle nach Mallorca fliegen wollen. Kurz vor 4:00 werden die ersten Schalter geöffnet, und das einschecken kann nun endlich beginnen. Zum Gate A im Terminal 1 müssen wir dann ein Stockwerk höher, über lange Wege teilweise auch Rollwege gehen. Hier sitzen wir auf eine der Sitzbänke und genießen noch ein paar belegte Brote von zu Hause.
Es ist jetzt 4:55 geworden als wir durch die Personen-Kontrolle gehen und uns jetzt im Wartebereich befinden, 10 Minuten später beginnt schon das Boarding. Unser Flieger von TuiFly steht etwas abseits vom Terminal und wir werden mit einem Transferbus zum Flugzeug gebracht. Kurz nach 6:00 geht es dann endlich los, auf was für einer Flugroute wir fliegen, kann ich leider nicht sagen da es keinerlei Informationen an Bord dazu gibt. Unser Flugzeug besitzt keine Monitore an der Rückseite des Vorder-sitzes noch an der Decke. Offensichtlich sind wir in einem Billigflieger gelandet.

Ein paar Minuten vor 8:00 sind wir am Flughafen Son Sant Joan in Palma de Mallorca angekommen. Wie üblich fährt das Flugzeug einige Kilometer über das Flugfeld, bis wir endlich am Terminal angekommen sind. Nach einer gefühlt langen Zeit können wir endlich aussteigen und uns auf die Suche nach unseren Koffern machen. Es dauert natürlich eine ganze Weile bis das Gepäck auf dem Laufband erscheint, und wir unsere Koffer abnehmen können. Mittlerweile ist es schon 8:30 geworden. Danach gehen wir in Richtung Ausgang wo wir die erste Mitarbeiterin von Tui sehen, die uns den Weg zum richtigen Bus weist. Wir sind vor einigen Jahren schon einmal hier in Mallorca gewesen, aber heute schaut hier alles etwas anders aus. Draußen stehen viele Busse von Tui-Cruises, ein kleiner Bus für etwa 20 Personen nimmt uns auf. Nachdem die Koffer eingeladen sind, und der Bus sich gefüllt hat, kann unsere Fahrt beginnen.
Der Weg vom Flughafen bis zum Hafenterminal ist ziemlich lang, ich sehe auf unserem Weg Schilder die nach Port Antratx hinweisen. Aber irgendwann biegt er dann doch zum Kreuzfahrthafen Port de Palma ab, wo in der Ferne unser Schiff die mein Schiff Herz an der Pier liegt. Kurz darauf haben wir auch schon den Terminal 6 erreicht, wo wir zügig von einer jungen Mitarbeiterin des Bordpersonals eingecheckt werden. Die Bilder für die Bordkarten die früher mit einer WebCam gemacht wurden, werden heute alle offensichtlich mit dem Handy gemacht. Eine spezielle App macht das wohl möglich. Sie erzählt uns, dass unsere Kabinen erst gegen 15:00 freigegeben werden. Und die Sicherheitsübung an Bord findet für uns heute Abend auf Deck 6 zwischen 18.00 und 21:00 neben der Abteilung für Landausflüge statt. Gleich darauf verlassen wir die große Terminalhalle. Vor uns liegt jetzt die mein Schiff Herz (ehemals mein Schiff 2), sie ist fast baugleich wie die mein Schiff 1, mit der wir schon einige Kreuzfahrten unternommen haben. Bevor wir auf das Schiff gehen, machen wir ein paar Fotos von dem großen Schiff. Als nächstes fahren wir mit dem Fahrstuhl und unserem Handgepäck auf Deck 11 dem sogenannten Pooldeck. Wir können sofort alle Annehmlichkeiten des Schiffes außer der Benutzung der Kabine geniesen. Mit unserem Handgepäck gehen wir in das Ankelmann -Restaurant auf Deck 11 zu einem späten Frühstück. Wir holen uns als erstes ein paar Brötchen dazu Schinken und Käse sowie Marmelade. Zum Trinken nimmt meine Frau einen Cappuccino und ich eine Tasse mit heißer Schokolade aus einem Automaten und ein Glas Fruchtsaft dazu. Im Anschluss hole ich mir noch einen Teller mit zwei Spiegeleier, auch die Eier schmecken recht gut. Nach unserem etwas späten Frühstück kehren wir auf das Pooldeck zurück und legen uns im Schattenbereich des Decks auf die noch reichlich vorhandenen leeren Badeliegen. Gegen 12:00 hole ich uns von der Eisbar ein leckeres Eis zum Schlecken, meine Frau steht auf Schokolade mit Chilli. Ich bevorzuge dagegen normale Eissorten wie Vanille, Schoko oder Stracciatella sowie Erdbeere und Caffee.
Zwischendurch hole ich für uns in der Unverzichtbar zwei Gläser Aperol Spritz der uns ganz ausgezeichnet mundet.

An einem weiteren Pier in der Nähe befinden sich die MSC Grandiosa (BJ. 2019 – 331 Meter Länge und 181.541 BRZ und 6.334 Passagieren) und ein Luxusliner von Seaborn die Ovation mit (210 Metern Länge – 41.865 BRZ und 600 Passagiere). Direkt am Hafenufer liegt die Wind Star (110 Meter – 158 Passgiere und 5.307 BRT) ein Segel-Kreuzfahrtschiff mit vier Masten und dreieckigen selbstrollende, computergesteuerte Segeln. Ein Schwester-Schiff von ihr, die Wind Surf haben wir schon im Jahr 2013 in Grenada in der Karibik gesehen, sie war zu diesem Zeitpunkt der größte Segelkreuzer der Welt (188 Meter – und 342 Passagiere und 14.745 BRZ) . So verbringen wir den Nachmittag bei ein oder mehreren Getränken, mein Lieblingsgetränk (ohne Alkohol) hier an Bord ist der Cocktail Strawberry Kiss. Zwischendurch suche ich mehrmals unsere Kabine auf, ob sie schon freigegeben ist. Kurz vor halb Drei finde ich einen Briefumschlag mit unseren Bordkarten an der Türe und kann nun die Türe zur Kabine öffnen. Aber unsere Reise-Koffer sind leider noch nicht in der Kabine angekommen.

Das untere Schiff ist der Luxusliner „Seaborn Ovation“

Die Temperatur heute Morgen bei unserer Ankunft in Palma lag bei etwa 12 Grad und wir hatten etwas Nebel. Jetzt am Nachmittag, wir haben leider keinerlei Temperatur-anzeigen hier am Pooldeck, sind es meiner Schätzung nach bestimmt an die 25° geworden. Die meiste Zeit verbringen wir nach wie vor im Schatten von Deck 11, nachdem wir jetzt wenigstens unser Handgepäck in der Kabine zurück lassen können. Am späten Nachmittag gehen wir noch in die Alsterbar die sich ebenfalls auf Deck 11 befindet. Die Alsterbar hat zwei Bereiche, einen überdachten Innenbereich sowie einen Außen-Bereich ganz hinten am Heck. Hier haben wir schon bei früheren Kreuzfahrten mit der mein Schiff 1 einen Cappuccino oder Aperol Spritz oder aber ein Weizenbier getrunken. Heute sitzen wir an einem Tisch bei drei Männern die auf dem Schiff wohl einen Solo-Urlaub genießen.
Kurz nach 18:30 gehen wir zur Seenotrettung-Übung, die für uns wie schon gesagt auf Deck 6 (Atlantik-Deck) bei der Abteilung für Landausflüge stattfindet. Hier wird dann unsere Anwesenheit überprüft und uns gezeigt wie eine Rettungsweste angezogen wird. Danach sind wir schon wieder entlassen. (Wir kennen das noch ganz anders, da musste man noch in Gruppen vom Theater bis zu den Rettungsbooten hinaus gehen).
Anschließend gehen wir nochmals in die Kabine zurück, aber unsere Koffer sind immer noch nicht angekommen. Wir entschließen uns zum Abendessen in das Ankelmann-Restaurant zu gehen, da wir ja immer noch mit unserer Reiseklamotten unterwegs sind. Das Selbstbedienungs-Restaurant ist zu dieser Zeit fast leer, wir fragen nach und erfahren dass es schon seit 18:00 geöffnet ist. Zum Essen stellen wir uns beide einen Teller mit verschiedenen Fleischsorten zusammen, dazu Glasnudeln und andere normale Nudeln. Darauf kommen verschiedene Soßen zum Würzen, den wir anschließend an der Wok-Station zum Garen abgeben. Wir bekommen einen Piepser mit an den Tisch, der uns meldet, wann unser Essen fertig ist. Zum Trinken hole ich uns zwei Gläser mit einem Rotwein der ganz vorzüglich schmeckt. Keine 5 Minuten später macht unser Piepser Meldung, dass unsere Teller mit dem Wok fertig ist, und abgeholt werden können, der übrigens ganz ausgezeichnet geschmeckt hat. Als zweite Runde hole ich mir einen Teller mit Spätzle mit Soße dazu eine Scheibe mit Kasseler. Auch dieser Teller schmeckt ausgezeichnet.
Nach dem Essen gehen wir nochmals zu unserer Kabine auf Deck 9, unsere Koffer sind halt immer noch nicht da. Auf dem Gang läuft die Hausdame, die zuständig für das Housekeeping bzw. die Reinigung der Kabinen ist mit einem Gäste-Koffer in der Hand. Wir fragen Sie nach dem Verbleib unserer Koffer: Ihre Antwort darauf, die stehen am anderen Ende des Schiffes im Gang. Wir gehen in die gesagte Richtung und tatsächlich stehen hier noch unzählige Koffer im Gang herum, die auf ihre Besitzer warten. Wir nehmen unsere Koffer in die Hand und laufen wieder zurück ans Heck des Schiffes zu unserer Kabine.

Nachdem wir nun unsere Koffer ausgepackt und uns etwas frischgemacht haben, es ist mittlerweile schon 21:00 geworden, gehen wir zurück an Deck 11 und nehmen an einem der zahlreichen Tische Platz. Von Seiten der Schiffsleitung gibt es ein Getränk, worauf wir verzichten. Bei einem der Deck Stewards bestellen wir einen CubaLibre. Ein anderes Pärchen setzt sich zu uns, und eine rege Unterhaltung findet statt. Nach einiger Zeit kommt der Kreuzfahrtdirektor (Maximilian Kenntemich genannt Max) auf die Bühne des Pooldecks und begrüßt die neuen Gäste an Bord. Er macht einen sehr netten und Souveränen Eindruck auf uns. Gleich darauf beginnt eine Vorstellung. Als erstes kommen alle Reiseleiter des Schiffes mit geschwenkten Fahnen auf das Pool Deck. Ihre Fahnen entsprechen den Nationen der Crew die hier an Bord arbeitet. Danach kommen zwei Ukrainische Tänzer des Showensemble und bieten uns einen Tanz-Vorstellung. Danach kommen zwei Künstlerinnen die großartige artistische Leistungen mit Reifen die den uns bekannten Hula-Hoop Reifen sehr ähneln, bieten. Kurz vor 22:00 gehen wir ein Deck auf Deck 12 hinauf, um das Auslaufen der mein Schiff Herz aus dem Hafen von Mallorca sowie den Auslaufsong der mein Schiff Flotte zu Genießen (Große Freiheit) der gerade gespielt wird.
Nach einem zweiten CubaLibre gehen wir auf unsere Kabine zurück um zu Schlafen, der heutige Tag war lang genug für uns.

Samstag, den 29.10.2022

Guten Morgen, heute ist Seetag und wir sind auf dem Weg nach der Französischen Hafenstadt Marseille der Perle am Mittelmeer. Wir haben sehr gut geschlafen, die See war absolut ruhig. Kurz vor acht Uhr Morgens sind wir aufgestanden und haben unsere Morgentoilette gemacht. Danach sind wir zum Frühstücken ins Atlantik-Restaurant auf Deck 6/5 gegangen, das schon gut besucht ist. Wie erwartet ist ein großes Buffet neben der großen Treppe aufgebaut. Auf der Steuerbordseite finden wir einen 2er Tisch der uns zusagt. Zwei der Philippinischen Kellner rücken uns die Stühle zurecht und schenken uns einen Kaffee ein. Danach gehe ich los um an der Saftbar zwei Gläser mit Orangensaft sowie Multivitaminsaft an unseren Tisch zu holen. Gemeinsam gehen wir dann zum Buffett um uns mit Brötchen, Zopfbrot, es gibt in der Regel 2 verschiedene geschnittene Käsesorten (Gouda und ein anderer Käse) zu versorgen. Auch ein kleines Käsebuffett mit Stückkäse ist vorhanden. Vom Schwarzwälder Schinken gibt es ein kleines Angebot. Von Serrano Schinken den es in früheren Jahren bei mein Schiff reichlich gab ist hier nichts zu sehen.
(in den Jahren 2013 / 2015/ 2017 und 2019 war das Frühstücks-Angebot ungleich besser)
Ferner gibt es dreierlei Marmeladen, geschnittenes Obst sowie eine größere Auswahl an Kompott ist leider nicht vorhanden. Fairerweise muss man sagen wer Fisch bzw. Lachs zum Frühstück mag ist gut bedient. Natürlich gibt es Eier in verschiedenen Angeboten, Spiegelei, Rühreier, gekochte Eier in 5 oder 10 Minuten, sowie Gebratenen Speck. Müsli in mehreren Versionen. Damit wäre das Angebot hier im Atlantik-Restaurant wohl dargestellt. (Seltsamerweise gibt es im nachgeordneten Selbstbedienungs-Restaurant Ankelmann auf Deck 11 meistens den guten Serrano-Schinken was eigentlich nicht ganz verständlich ist).
Wir selber sind nicht allzu anspruchsvoll, aber es wäre natürlich schon schön, wenn das Angebot vorhanden wäre. Nach unserem Frühstück gehen wir zuerst auf das Promenaden-Deck um die aktuelle Morgentemperatur zu ermitteln um dann zurück in unsere Kabine zu gehen um unsere Morgentoilette zu abzuschließen. Im Anschluss fahren wir mit dem Lift auf das Pooldeck (Deck11) um uns zwei freie Badeliegen zu suchen. Auch an diesem Morgen hat das beliebte deutsche Hobby schon früh am Morgen Badeliegen mit Badetücher zu belegen schon begonnen. Um eventuell erst nach ein paar Stunden an der Badeliege zu erscheinen. Der Himmel ist leicht bewölkt aber die Temperaturen sind viel versprechend. Auf der Bockbordseite finden wir zwei freie Badeliegen. Nach einiger Zeit räumt eine damit beauftragte Bedienstete vom Schiff einige der mit Handtüchern belegten Badeliegen ab, deren Besitzer über lange Zeit nicht zu sehen sind. Auf Grund dieses Ereignisses komme ich mit unseren Platznachbarn ins Gespräch. In deren Verlauf stellt sich heraus, die beiden kommen aus Schwerin an der Ostsee und sind für eine Woche hier an Bord. Sie sind ebenfalls wie wir Camper aus Leidenschaft und Besitzer eines Wohnmobiles. Und anscheinend jedes Wochenende unterwegs (Ostsee, Kühlungsborn und anderes).
Gegen Mittag verspürt meine Gattin einen leichten Appetit , so dass wir zum Grill 24 überwechseln um hier eine Currywurst mit Pommes zu genießen. Diese Currywurst ist uns seit vielen Reisen mit der mein Schiff bekannt, mal sehen wie sie hier an Bord schmeckt. Nach dem Mittagessen gehen wir wieder zu unserem Liegeplatz zurück. Zum Trinken überlegen wir uns ein Antialkoholisches Getränk wie zb. Strawberry Kiss oder Dolce Vita in der Unverzichtbar zu holen. Einen CubaLibre haben wir schon hinter uns gebracht, und der Tag ist ja noch lang. Später am Nachmittag wollen wir noch in die Alsterbar hinten am Heck unseres Schiffes gehen, wo wir schon in früheren Jahren öfter gesessen haben.
Der Himmel ist graublau und die Temperatur liegt meiner Schätzung nach bei etwa 24°. Um 15:00 verlassen wir das Pooldeck und machen uns auf den Weg in die Alsterbar, hier finden wir einen Sitzplatz bei einer alleinsitzenden Frau. Sie machte einen etwas seltsamen Eindruck auf mich, das ich aber dem von Ihr getrunkenen Alkohol ?? zu schieben möchte. Vor Ihr stand ein Glas mit Weizenbier mit Cola. Nach einer Viertelstunde kam ihr Mann an den Tisch und sie bestellten eine weitere Runde Weizenbier. Trotz allem konnte man sich gut unterhalten. Sie kommen aus dem Raum Regensburg und hatten offensichtlich die gleichen Anfahrtsstrapazen wie wir auf dem Weg zum Flughafen in München. Nach einer Weile sind die beiden gegangen, und meine Frau wollte in unserer Kabine zurück um etwas zu holen. Von der Alsterbar führt eine Treppe über 2 Decks hinunter bis zu unserer Kabine. Leider kommt Sie mit ihrer Bordkarte nicht in die Kabine. Wenig später machte ich ebenfalls einen Versuch mit ihrer Karte, was genauso misslang. Es stellt sich heraus, dass die Schlüsselkarte meiner Frau wohl nicht richtig programmiert war, und sie somit nicht in die Kabine konnte.


Wir haben unsere ganzen Ausflüge für diese Seereise kurz zuvor bei Tui mein Schiff com „meine Reise“ gebucht. Jetzt wunderten wir uns darüber, dass wir keine Ausflugs-Bons über die gebuchten Ausflüge in die Kabine bekommen haben. So etwas kennen wir aus der Vergangenheit mit TUI Cruises, aber auch bei Phoenix-Reisen. Wir gehen also in das Bord-Landausflüge auf Deck 6. Dort werden wir aufgeklärt, dass es keine Ausflugs-bons mehr gibt. Das ganze läuft jetzt über Handy-Apps, und hier an Bord über die Monitore der Bord-Landausflüge. Wir bitten einen jungen Mitarbeiter uns das ganze Procedere zu zeigen, nur leider er kann es selber nicht. So ruft er eine Kollegin die uns das ganze erklären kann. Man muss an jedem Vorabend seinen Ausflug aufrufen mit der jeweiligen Busnummer und seiner Abfahrtszeit. Das geht natürlich auch über die mein Schiff App, mit dem Nachteil man muss das Internet-Paket von Tui kaufen was wir eigentlich nicht wollen.

Kurz vor 17:00 gehen wir mit der Bordkarte meiner Frau zur Rezeption auf Deck 5 um ihre Karte neu programmieren zu lassen. Im Anschluss sind wir nochmals auf Deck 12 zur Überschaubar gegangen um die letzten Strahlen der Abendsonne zu geniesen. Zum Trinken bestellen wir einen Aperol Spritz und für mich einen Strawberry Kiss. So bleiben wir eine gute Stunde hier oben, bevor wir zum Duschen zurück in die Kabine gehen. Zwischenzeitlich hatten wir noch an der Speisekarte vom Atlantik-Restaurant nachgeschaut was es wohl heute zum Essen gibt. Was uns aber nicht zusagt, so beschließen wir heute Abend ins Italienische Restaurant La Vela zu gehen. Wir bestellen als erstes eine Kürbiscreme Suppe, danach bestellt sich meine Gattin eine Wachtelbrust und ich eine Pizza Rustica. Die Wachtelbrust ist äußerst klein geraten (was man sich hätte denken können). So dass wir anschließend noch in das angrenzende Restaurant-Ankelmann gehen, hier holt sich meine Frau noch einen Teller mit Fleisch. Meine Pizza schmeckte leider etwas süßlich, das war aber keine Überraschung, wir haben ja schon mehrmals bei mein Schiff eine Pizza gegessen, und sie schmeckt eigentlich immer so.
Um 21:30 ist heute im Theater eine Vorstellung, der Kapitän (Panagiotis Varotsos) stellt seine leitenden Offiziere vor. Die meisten Offiziere hier an Bord sind Griechen bis auf den Sicherheitsoffizier der ein Italiener aus Neapel ist und lieber Kartoffelsalat als Pizza isst. Und der Hoteldirektor der nach seinen eigenen Worten aus dem schönsten Bundesland von Deutschland, der Türkei kommt. Der Chefkoch ist ein Niederländer. Nur der Bord-Arzt ist ein Deutscher der in seiner Fachrichtung Orthopäde ist und seinem Aussehen nach schon in Rente ist. Im Anschluss gibt es noch ein kleines Entertainment-Programm mit den Künstlern vom Bordensemble. Gegen 22:30 ist dann Schluss und wir gehen in unsere Kabine zurück.
Heute genießen wir einen strahlend blauen Himmel mit einer Tagestemperatur bis 28°

Sonntag, den 30. Oktober 2022

Gegen 7:30 sind wir heute Morgen aufgestanden, gleich anschließend zum Frühstücken in Atlantik-Restaurant hinunter. Unser Schiff steht kurz vor der Einfahrt in den Hafen von Marseille. Vor uns steht die Costa Smeralda (BJ. 2019 – 337 Meter Länge und 185.010 BRZ und 6.518 Passagieren ) die sich gerade in das Hafenbecken rückwärts hineindrehen will. Wie es sich heraus stellen wird, macht sie fast genau neben uns auf der anderen Seite des Terminal A fest. Wenig später legt auch die MSC Splendida (BJ. 2008 – 333 Meter Länge und 137.936 BRZ und 3.276 Passagieren ) ein paar Meter vor der Costa an. Die MSC Poesia ist auch schon da (BJ. 2007 – 293,8 Meter Länge und 92.627 BRZ und 2.550 Passagieren)
Somit sind mit uns etwas über 14.500 Passagiere hier an diesem Morgen in Marseille. Das kann ja heiter werden.

Wir machen noch einen kurzen Rundgang übers Schiff, besuchen auf Deck 5 das Restaurant „La Spezia“ , fahren dann mit dem Lift auf Deck 12. Bewundern hier das Menschenleere Pooldeck.

Unser gebuchter Ausflug „Marseille mit der Mini-bahn“ startet um kurz nach 9:00. Vor der mein Schiff stehen schon eine große Anzahl Reisebusse, die unsere Ausflügler ins Stadtzentrum bzw. zum alten Hafen bringen werden. Bei unserem Bus mit der Nummer 12 wartet eine Stadtführerin auf uns. Wie es sich herausstellt spricht Sie ein exzellentes Deutsch. Ob sie eine Deutsche ist, wollte ich sie nicht fragen, aber dass Sie hier in Marseille lebt hat Sie mir gesagt. Auf dem Weg zum alten Hafen kommen wir am Fährhafen sowie am Jachthafen vorbei, ebenso an einer Werft die große und luxuriöse Jachten baut, hier steht auch eine große russische Jacht die von ihrem Besitzer beschlagnahmt wurde. Wir fahren an der wunderschönen Kathedrale von Marseille vorbei, leider kann ich davon keine eigenen Bilder machen. Am Vieux Port auf der Nordseite steigen wir aus dem Bus, hier wartet schon eine der vielen Minibahnen (Petit Train) die es in Marseille gibt auf uns. Wir kommen gleich zu Beginn am Hotel de Ville (Rathaus) vorbei, fahren am Quai du Port entlang. Auch an der Südseite des kleinen Hafens liegen Hunderte von kleinen Segel – Motorbooten an den Stegen. Wir fahren durch einen Tunnel beim Fort Saint Nicolas durch und befinden uns jetzt auf der Cor President John Fitzgerald Kennedy, die einige Kilometer an der Küste entlang führt. Hier haben wir einen wunderschönen Ausblick auf die Frioul-Inseln, und das berühmte Château d’If (bekannt durch den Roman von Alexandre Dumas „Der Graf von Monte Christo).
Am Vallon de l’Oriol biegt unsere Mini-bahn nach links ab und zeigt uns bei der Fahrt auf den Hügel hinauf schöne, typisch „Marseiller“ Häuser, die sich an den Hang schmiegen und oft nur über Treppen zu erreichen sind. In einer Höhe von 162 Metern schließlich ragt Notre Dame de la Garde in den Himmel, Als wir auf dem Parkplatz vor der Kirche angekommen sind, herrscht schon ein großes Gedränge. Alle Autopark-plätze sind voll, unsere Mini-bahn mit fast 20 Metern Länge kommt hier kaum noch zum umdrehen. Als wir dann die Treppenstufen zur Kathedrale hinauf gehen, sehen wir eine große Menschenmenge davor stehen. Wie schon vorhin erwähnt es sind 4 Kreuzfahrt-Schiffe mit fast 15.000 Passagiere an diesem Morgen hier in Marseille. Dazu kommen noch einheimische Touristen und sonstige Urlauber.

Auf dem dreieckigen Felsplateau des Hügels La Garde, der später der Kirche den Beinamen gab, ließ ein Marseiller Priester Pierre im Jahr 1214 eine kleine Marienkapelle errichten. Der Bau der neuen Kirche musste wegen Geldmangels mehrfach unterbrochen werden. Im Jahr 1861 war die in den Fels geschlagene Krypta fertiggestellt.
Bei der feierlichen Weihe der Oberkirche, die Kardinal Villecourt im Juni 1864 in Anwesenheit von 41 Bischöfen vornahm, war der Glockenturm noch unvollendet. Erst 1866 fand die große Glocke Marie-Joséphine dort ihren Platz. Es folgte als nächstes die Anfertigung und Aufstellung der 11,20 m hohen Marienstatue auf der Turmspitze, ein Entwurf von Eugene-Lois Lequesne, als feuervergoldete Galvanoplastik. Sie wurde 1870 vollendet. Weitere Jahrzehnte nahm die aufwendige Innenausstattung, vor allem die großflächigen Mosaiken, in Anspruch. Am 26. April 1886 weihte der Kardinal Charles Martial Lavigerie den Hauptaltar ein. Das Jahr 1897 mit dem Einbau der schweren Bronzeportale markiert die Vollendung der Basilika Notre-Dame de la Garde.
Notre-Dame de la Garde, im Volksmund La Bonne Mère – „die gute Mutter“, genannt ist eine Marien-Wallfahrtskirche  sowie Bitt- und Dankeskirche der Seeleute.

Das Äußere der Kathetrale ist mit geschichtetem Mauerwerk in kontrastierenden Farben versehen: Weißer Calissane-Kalkstein wechselt sich mit grünem Sandstein aus Golfolina bei Florenz ab. Marmor und Bildmosaike in verschiedenen Farben schmücken die Oberkirche. Eine 35 m lange Doppeltreppe führt zu einer Zugbrücke, die den Zugang zur Krypta und über eine weitere Treppe zum Haupteingang der Kirche ermöglicht.

In dem Gedränge das hier oben herrscht können wir nur mit Mühe die Krypta besuchen. Leider ist es hier sehr dunkel, so dass ich auf weitere Fotos verzichte.

Bild oben: Die Krypta im Untergeschoß

Anschließend wollen wir in die Oberkirche hinein gehen, aber auch das ist vergebens, hier steht ein Sicherheitsmann der niemand in die Kathedrale lässt. Offensichtlich wird gerade eine hl. Messe vorbereitet. Jetzt können wir nur noch auf der Plattform ein paar Bilder von der unten liegenden Stadt Marseille machen, aber auch das ist beeindruckend. Auf der Ostseite sehen wir in der Ferne das Orange Vélodrome Fußballstadion in dem die Mannschaft von Olympique Marseille zu Hause ist. Manchem bekannt durch den ehemaligen Bayernspieler Franck Ribéry der in der Saison 2005/06 hier in Marseille spielte.
Wir sind schon vor einigen Jahren mit der MSC Fantasia (Typschiff von MSC Splendida) hier in Marseille gewesen, was sich als Vorteil heraus stellen wird. Die Bilder der Kirche die ich hier zeige sind alle von meinem Besuch vor ein paar Jahren.

Etwas enttäuscht fahren wir mit der Mini-bahn wieder nach unten. Der Rückweg ist wesentlich kürzer als die Anfahrt zur Kathedrale hinauf, wo wir noch ein Stück an der Mittelmeerküste entlang gefahren sind. Nach wenigen Minuten sind wir wieder an der Haltestelle des Petit Train am alten Hafen angekommen. Von jetzt an haben wir gute eineinhalb Stunden Freizeit, wenn wir wieder mit unserem Bus mit der Nummer 12 zurück zum Schiff fahren wollen. Wir gehen am Fahrkartenschalter vorbei, wo man die Karten für die Minibahn (Petit Train) kaufen kann, hier ist die Hölle los. Eine lange Menschenschlange hat sich gebildet, um Fahrkarten zu kaufen. Nun gehen wir weiter am Hafenbecken entlang, wo Hunderte von kleineren Segelbooten liegen. Am Ende des Hafenbeckens wechseln wir in die La Canebiere die beliebte Einkaufsstraße von Marseille, gesäumt von Cafes, Museen, Tourismusbüro und sonstige Läden. Auch einen kleinen Shop wo wir für unsere Magnettafelwand ein hübschen Magneten finden. Von hier gehen wir wieder über die Straße Quai des Belges zum Vieux Port wo sich eine unterirdische U-Bahn-Haltestelle sowie ein weiteres Fährterminal befindet. Bei unserem letzten Besuch vor ein paar Jahren fand hier eine Demo…. statt, wo wir aus Sicherheitsgründen Abstand hielten. Ein paar Meter weiter kommen wir an einem kleinen Fischmarkt vorbei, wo es unter anderem auch Seeigel sowie Thunfisch zu kaufen gibt.

Damals befand sich auch ein mit weißen Weihnachtsbäumen geschmücktes Riesenrad hier. Was ebenfalls sehr schön war, es gab zwei Paare, die als verkleidete Straßen-künstler Pantomime zeigten. Das alles sehen wir heute nicht mehr, Corona hat die Welt verändert.

An einem der vielen Cafés und Restaurants an der Quai du Port machen wir Pause um eine Kleinigkeit zu trinken. Wir sehen eine Gruppe Ausflügler von unserem Schiff mit Segways vorbei fahren. Eine tolle Sache, und man kommt damit weit umher wenn man sich das Fahren mit diesem Fahrzeug zutraut. Uns fehlt leider der Mut dazu.

Um etwa 12:15 sind wir mit dem Bus zu unserer mein Schiff Herz zurück gefahren, sind dann gleich in unsere Kabine gegangen, um Fotoapparat und Handys abzulegen. Im Anschluss gehen wir über die Treppe hinauf auf Deck 11 wo sich das Ankelmann-Restaurant befindet. Das Angebot an Essen und die Qualität das hier angeboten wird, hat seit unserer letzten Seereise mit Tui anscheinend stark abgenommen. An der Fleischstation an der Ecke hole ich mir ein Stück Fleisch von einem Rinderschenkel, dazu Kartoffeln und eine gute Soße das Ganze war geschmacklich in Ordnung. Meine Frau wollte nur etwas Salat essen, fand aber nichts ansprechendes. Hier fehlte es an der Auswahl bzw. Zubereitung (Dressing) der Salate.
Danach gehen wir gemeinsam aufs Pool Deck, hier waren trotz des heutigen Ausflug-tages mehr als die Hälfte der Badeliegen mit Handtüchern belegt. Aber keine Passagiere zu sehen, die darauf liegen. Wie man es leider gewohnt ist von deutschen Urlaubern. Am späten Nachmittag sind wir dann zum Heck der mein Schiff Herz in die Alsterbar /Außenterrasse gegangen. Leider war es heute nicht so schön, es wehte ein starker Wind, so dass wir nach einer Tasse Cappuccino wieder zurück ans Pooldeck gehen. Hier vor dem Wind geschützt, verbringen wir eine weitere dreiviertel Stunde, bevor es zurück in die Kabine geht.

Für 18:00 ist unser Auslaufen aus dem Hafen von Marseille angesagt. Die MSC Splendida und die Costa Smeralda sind kurz vorher aus dem Hafen gefahren, auch die MSC Poesia ist schon lange verschwunden. Nur wenig später mit dem Ertönen des Schiffshornes und der bekannten Auslaufmelodie der mein Schiff Flotte (Große Freiheit von James Last und der Gruppe Unheilig) verabschieden wir uns von der Französischen Metropole am Mittelmeer.
Um 19:00 gehen wir zum Essen ins Atlantik-Restaurant auf Deck 5/6. Untertags hatten wir schon mal die Speisekarte angeschaut, die vor dem Restaurant aushängt, sie schaut recht vielversprechend aus.
Wir haben uns für eines der drei 5 gängigen Menüs entschieden. Die zuständige Mitarbeiterin brachte uns an einen Platz wo drei kleine Tische mit 6 Plätzen zusammen gestellt waren. Links außen von uns saß ein ebenfalls älteres Ehepaar, wo wir zu Beginn ein paar Worte wechseln konnten. Kurz darauf wurde ein weiteres Pärchen an den Mittelteil unseres 6er Tisches gebracht. Die Frau war meiner Meinung eine etwa 35 jährige Japanerin und ihr Begleiter wohl Deutschstämmig. Während er seiner Begleitung das Essen in der Speisekarte aussucht, beschäftigt sie sich ununterbrochen mit Ihrem Handy. Das Asiaten sich sehr viel mit dem Handy beschäftigen war mir wohl bekannt. Es stellte sich im Nachhinein heraus dass beide keinen Wert auf eine Konversation mit Ihren Tischnachbarn legten. Sie sprachen nur miteinander, er in einem sehr gepflegt wirkenden oder affektierten Englisch. Somit war die Stimmung am Tisch ziemlich mau. Bei allen meinen Kreuzfahrten habe ich so etwas am Esstisch noch nie erlebt.
Nach dem Essen machen wir eine kleine Runde übers Schiff und bleiben in der Tui-Bar hängen. Hier sitzt auch das ältere Ehepaar von unserem Tisch. Wir fragen ob wir uns zu ihnen setzen dürfen, was Sie bejahen. Wir können ein angeregtes Gespräch mit den beiden führen. Es stellt sich im Laufe unseres Gesprächs heraus, dass die beiden ebenfalls Camper bzw. Wohnmobilisten sind. Ihr derzeitiges Wohnmobil ist von Eura-Mobile hergestellt. Das erste Wohnmobil ist offensichtlich im Hochwasser der Ruhr im Sommer 2021 abgesoffen. Sie erzählen von vielen Reisen / Aktionen und allein 25 Kreuzfahrten mit der AIDA – Flotte. Es waren Interessante Gespräche mit den beiden. Gegen 22:00 gehen wir in unsere Kabine zurück.
Das Wetter heute; wir hatten teilweise einen bewölkten Himmel mit Tageshöchst-Temperaturen von bis zu 25°

Montag, den 31. Okt. 2022

Wir sind erst kurz vor 8:00 aufgestanden, eigentlich wollten wir die Einfahrt der mein Schiff Herz in den Hafen von Barcelona anschauen und erleben. Als wir dann mit dem Lift auf Deck 12 hinaufgefahren waren, mussten wir leider feststellen, dass unser Schiff schon ruhig steht und soeben an der Pier festgemacht wird. Vor ein paar Jahren waren wir schon mit der MSC Fantasia hier, damals hatten wir nicht verschlafen. Das Wetter heute ist recht vielversprechend, ein blauer Himmel und schon leicht Sonnig. Vor uns an der Pier steht die Celebrity Reflection ein großes Schiff, im Volumen gut eineinhalb mal so groß wie die mein Schiff Herz. Anscheinend war sie mit uns Zeitgleich in Marseille, Passagiere von Ihr haben wir oben bei der Kathedrale Notre-Dame de la Garde gesehen. Mit dem Schwesterschiff, der Celebrity Silhouette hat meine Tochter Raphaela mit Ihrem Mann vor einigen Jahren eine Karibikkreuzfahrt unternommen. In einem anderem Hafenbecken sehen wir das Luxuskreuzfahrtschiff die Europa 1 von Hapag-Lioyd liegen. Gerade eben fährt ein Hybrid RoRO von der Grimaldi Flotte, die Eco Savona bei uns vorbei. Sie gehört zu der neuesten Generation von RoRo Schiffen. Auf dem Oberdeck sehen wir abgehängte LKW-Auflieger und hinten am Heck Kleintransporter stehen. Ein Deck tiefer stehen weitere LKW-Anhänger. Das Schiff schaut im vorüber fahren gar nicht so groß aus, aber als ich zuhause im Internet Recheriere, stelle ich mit Erstaunen fest dass sie fast genauso groß wie die mein Schiff Herz ist. Sie kann bis zu 500 LKW-Anhänger und 180 Autos laden.

Wir wollten gerade zum Speisesaal im Atlantik-Restaurant zum Frühstücken gehen, da sehen wir in der Ferne ein Kreuzfahrtschiff von Costa auf den Hafeneingang zu steuern. Wir entschließen uns noch eine Weile zu warten und ganz nach vorne auf Deck 14 zu gehen wo die Kugelförmigen Radioantennen stehen. Endlich kommt sie um die Ecke, es ist tatsächlich wieder die Costa Smeralda. In Marseille ist sie eine halbe Stunde vor uns los gefahren und heute Morgen kommt sie erst eine gute Stunde später nach uns an.

Ich habe mir das mal kurz durchgerechnet: von Marseille bis Barcelona sind es ca. 202 Seemeilen. Die mein Schiff Herz benötigte dazu ca. 13,5 Stunden mit einer Fahr-Geschwindigkeit von etwa 15 Knoten/Seemeilen.
Dagegen fuhr die Costa Smeralda mit einer Geschwindigkeit von 13,5 Knoten und benötigte dazu 15 Stunden für den gleichen Weg. Die Costa Smeralda
gehört zu der neuen Generation von Schiffen die einen Vertikalen Bug besitzen, und dadurch Vorteile bei langsameren Geschwindigkeit haben. Das heißt: Ein Schiff, das 21 bis 23 Knoten fährt, braucht mehr als doppelt so viel Treibstoff wie ein Schiff, das 15 Knoten fährt, oder 17 Knoten. Der Widerstand steigt exponential an. 

Nachdem feststeht dass die Costa direkt vor uns am Terminal E anlegen wird, gehen wir zum Frühstücken ins Atlantik-Restaurant auf Deck 5/6. Es schon ziemlich spät, der Hauptandrang für die Frühstücksgäste ist vorüber. Wir haben für Heute Nachmittag einen Stadtausflug gebucht. Nach unserem gemütlichen Frühstück gehen wir auf das Pooldeck auf Deck 11. Heute Morgen sind fast alle Badeliegen frei, offensichtlich haben die meisten Kreuzfahrtgäste hier in Barcelona einen Vormittagsausflug gewählt. Das Wetter ist toll, wir haben einen blauen Himmel und die Temperatur liegt bei ca. 24°. So genießen wir die Vormittagsstunden bei einem Strawberry Kiss und einem Dolce Vita, (beides sind Cocktails ohne Alkohol). Später gehen wir noch zum Grill 24 um eine Currywurst zu essen. Und um 12:30 gehen wir in die Kabine um die Handy`s und die Fotokamera zu holen. Um 13:00 ist der Treffpunkt für unsere Stadtrundfahrt hier in Barcelona. Der Bus wartet direkt vor dem Terminal D. Früher ging man in Ausflugs-Gruppen von dem jeweiligen Treffpunkt zb. in der Tui-Bar, Theater oder anderes zum Bus. Heute muss man den Ausflugsbus selber finden, so spart man sich die Betreuung durch die Reiseleiter an Bord.
Unser Deutschsprachiger Stadtführer wartete schon auf uns, wir bekamen ein Audio-Guide in die Hand gedrückt. Wie es sich herausstellt, ist unser Stadtführer in Deutschland aufgewachsen und erst im Alter von 20 Jahren zurück in seine Heimat Katalonien gekommen. Daher auch sein Akzentfreies Deutsch. Wir fahren über die Puerta de Europa (Brücke) die unsere Pier vom übrigen Hafen trennt. Hier sehen wir die MSC Magnifica als viertes Schiff am Terminal A stehen. Rechts von uns steht die Europa 1 von Hapag-Lloyd am Terminal Süd. Ganz in der Nähe gehen auch die Fährschiffe nach Civitavecchia/Italien und Tanger/Marokko ab. Als erstes fahren wir zu einem Wahrzeichen von Barcelona dem Mont-Juic hinauf, gleich darauf kommen wir am Olympiastadion von Barcelona vorbei. Es wurde für die Weltausstellung im Jahr 1929 gebaut. Das Stadion war weiterhin als Hauptstätte für die Olympischen Spiele 1936 vorgesehen, sie wurden aber später nach Berlin vergeben.

Auf dem Parkplatz des Palau Nacional das zu Füßen des Montjuic liegt steigen wir aus unserem Bus und gehen in Richtung Museum. Hier steht eine Hummer-Stretch-Limousine vor dem Eingang. Von hier oben hat man einen wunderschönen Blick auf Teile von Barcelona. Darunter den Magischen Brunnen der ebenfalls im Jahr 1929 zur Weltausstellung gebaut wurde und die vier Ionischen Säulen die die Balken in der Katalanischen Flagge symbolisieren sollen. Hier findet einmal am frühen Abend eine Musik und Lichtershow statt, die etwa eine Stunde dauert. Auf der Straße vor dem Palau Nacional sind unzählige Straßenhändler zu sehen, als plötzlich von der anderen Seite ein Polizei-Streifenwagen heran fährt, sind blitzartig alle im Park verschwunden. Ich vermute mal, dass die meisten Händler hier am Platz illegal in Spanien sind. Unser Blick geht die Treppe hinunter, am Place de les Cascades vorbei zum Magischen Brunnen. Und weiter bis zu den Venezianischen Türmen, die ebenfalls zur Weltausstellung 1929 erbaut wurden. Sie sind eine Nachbildung des berühmten Glockenturmes von San Marcos in Venedig.
In der Ferne können wir auch Kathedrale Sagrada Familia erkennen, welches unser nächstes Ziel sein wird.

Das Museo Nacional dÀrt de Catalunya entstand als die Sammlung des Museu d’Art Modern und das Museu d’Art de Catalunya im Jahr 1990 zusammen geführt wurden. Die Romanik-Sammlung umfasst romanische Fresken und großformatige Wandmalereien aus dem 12. und 13. Jahrhunderts, sie wurden in den 1920er Jahren aus kleinen Kirchen in den Pyrenäen abgenommen und konserviert. Darüber hinaus beinhaltet die Sammlung zahlreiche Tafelbilder und Holzskulpturen. Die Sammlung Gotische Kunst hat ihren Schwerpunkt in der katalanischen  Tafelmalerei und Bildhauerei.
Die Kunstsammlung der Moderne vereinigt die wichtigsten Werke katalanischer Kunst des 19. und der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts. 

Wir fahren den Hausberg Montjuic ins moderne Stadtviertel Eixample hinunter, die einer von zehn Stadtbezirken Barcelonas ist. Unser Bus lässt uns in der Nähe der Sagrada Familia Kathedrale in der Calle de Provenca aussteigen. Wir besuchen zuerst einen Souvenir-Shop, wo es eine kostenlose Toilette für geführte Reisegruppen wie die unsere gibt. Unser Reiseleiter führt uns anschließend an der Kathedrale entlang bis zum Marienturm der sich an der Nordseite der riesigen Kirche befindet.

Die Sagrada Família ist eine römisch-katholische Basilika des Modernisme in Barcelona und gilt als das Hauptwerk des katalanischen Baumeisters Antoni Gaudi`. Ihr Bau wurde 1882 begonnen und dauert bis in die Gegenwart an. Das frühere Ziel, die Kirche bis zum 100. Todestag Gaudís im Jahre 2026 fertigzustellen, wird seit 2020 als nicht mehr als realistisch angesehen.
Insgesamt besitzt die Kathedrale 18 Türme, zwölf davon sind den Aposteln geweiht, vier den Evangelisten und die beiden höchsten Türme sind der Jesusturm mit seinen 172,5 Metern und der Marienturm mit seinen 138 Metern der vor der Vollendung steht. Dem Marienturm wurde im Dezember 2021 ein zwölfzackiger Stern auf die Spitze gesetzt, der den Stern von Bethlehem symbolisieren soll.

Unser Reiseführer erzählt uns viel über die wunderschöne Kathedrale, über den Bauherrn, seinen Visionen und wie die Kirche nach seinen Vorstellungen aussehen sollte. Die heute offensichtlich nicht mehr so ganz seinen ursprünglichen Vorstellungen entspricht. Wir verstehen nicht allzu viel davon, was er sagt.
Ich habe die Kathedrale schon im Jahre 2015 gesehen, schon damals war sie beeindruckend. Wir umrunden die ganze Kirche und stehen zum Schluss auf der Placa de la Familia einem hübschen grünen Park gegenüber der Kirche und machen hier unsere letzten Fotos.
Unser Bus bringt uns jetzt zur Passeig de Colom einer breiten Allee die von Palmen gesäumt ist. Hier beginnt unser Spaziergang durch das Gotische Viertel zwischen der Ramblas und der Via Laietana. Durch eine schmale Gasse geht unsere Gruppe an der Placa de Regomir einem kleinen Platz vorbei. An seinen kleinen Bäumen und Hanfpalmen die in großen Töpfen stehen vorbei, geht es weiter bis zur Placa St. Jaume. Hier stehen sich das Rathaus und der Regierungssitz von Katalonien gegenüber. Durch die enge Gasse Calle del Bisbe (Carre del Bisbe) gehen wir weiter unter der Neugotischen Brücke hindurch, die das Haus der Generalität (Regierungssitz) mit der Offiziellen Residenz des Präsidenten verbindet.

Unser Führer erwähnt die Katalanischen Freiheitsbewegungen die bis zur Parlamentswahl einen Zuspruch etwa 20 Prozent hatten. Nachdem die Spanische Zentralregierung ein neues Unabhängigkeitsreferendum verboten hat, hat sich anscheinend die Zustimmung zur Unabhängigkeit der Katalonen unter der Bevölkerung auf 50 Prozent erhöht.

Wir gehen noch weiter bis zur Cathetrale Le Seu bevor wir wieder zurückkehren, bis zur Passeig de Colom (Allee) wo der Bus schon auf uns wartet.
Nachdem wir unsere Fotosachen und Handys in die Kabine gebracht haben, gehen wir nochmals auf das Pooldeck um einen Cocktail zu trinken.

Hier eine Präsentation unserer Kabinenstewards

Heute Abend ist eine Halloween-Party auf dem Pooldeck, die Küchencrew baut auf der Backbordseite einige Tische mit Obst und geschnitzten Kürbissen und Melonen. Auf der anderen Seite (Steuerbordseite) ist Fotoshooting „Ihr Foto mit dem Kapitän„. Wer will kann sich heute Abend mit dem Kapitän Panagiotis Varotsos oder kurz Panos porträtieren lassen. Auf der Steuerbordseite ist die ganze Schiffsprominenz versammelt, viele Offiziere und die Generalmanagerin schenken exclusiv Gläser mit Champagner aus. Wir bleiben mit unseren Getränken (CubaLibre) die wir beim Decksteward bestellt haben, an unserem kleinen Tisch sitzen. Später hat sich noch ein weiteres Ehepaar zu uns gesetzt.

Etwas später kommt noch unser Kreuzfahrtdirektor auf die Poolbühne und präsentiert eine der zwei grandiosen Hula Hop Tänzerinnen aus dem Show Ensemble. Danach folgen noch zwei Tänzer bzw. Tänzerin, die beiden stammen aus der Ukraine wie ich später auf der Künstler-Tafel vor dem Theater sehe.

Gegen 10:45 verlassen wir das Pooldeck und machen uns auf den Weg in unsere Kabine, es war ein anstrengender Tag hier in Barcelona. Wenn gleich ich auch nicht zufrieden bin mit meiner heutigen Fotoauswahl.
Die Tagestemperaturen heute lagen bei etwa 23°.

Dienstag, den 1. November 2022

Guten Morgen, wir sind laut Ankunftsplan von der mein Schiff, um 8:00 hier in Valencia angekommen. Wir erwarten für heute Temperaturen von bis zu 26°, und Sonne pur, zumindest sagt uns das die Wettervoraussage. Wir haben den ersten Tag im November, bei uns zuhause sind Temperaturen von 17° angesagt.
Es ist 7:15 als wir aufstehen, und uns zum Frühstücken fertig machen. Wie immer gehen wir ins Atlantik-Restaurant zum morgentlichen Essen. Wir suchen uns einen 2er Tisch auf der Backbordseite aus. Die Jungs (Philippinische Kellner) warten schon auf uns, einer schiebt uns den Stuhl zurecht und schenkt den gewünschten Kaffee ein. Anschließend hole ich von der Saft-Bar eine Orangen und Multivitaminsaft für meine Frau und mich. Danach gehen wir zum Buffet um uns mit dem gewünschten Frühstück einzudecken. Für mich besteht das aus 2 Scheiben eines hervorragenden Zopfbrotes sowie 1 oder 2 Körner Brötchens, dazu gibt es Käsescheiben (Gouda). Wenn noch vorhanden einen Schinken (meistens ist nichts mehr da). An der Marmeladetheke nehme ich mir ein Schälchen mit Erdbeer-Marmelade. Damit ist meine Auswahl schon abgeschlossen, wir sind eigentlich süße Frühstücker.
Einmal habe ich auf den Nachbarstisch geschaut, hier wird anders gefrühstückt, da gibt es ein Glas Saft, ein Glas Wasser, dazu noch Sekt, beim Kellner wird noch ein Omelett mit allen Schikanen bestellt. Damit aber kein Leerraum entsteht, holt sich der Gast zuvor an der Theke Spiegeleier mit Speck und anderem usw. Man muss dann aber dazusagen, er hat Unterschenkel die so dick wie meine Oberschenkel sind. Aber jeder wie er will, ich erzähle das nur um auf die Unterschiede beim Essen der einzelnen Gäste hinzuweisen.
Um 8:45 haben wir für heute einen Ausflug geplant mit einer Stadtbesichtigung von Valencia. Als wir unsere Kabine verlassen sehen wir ein paar Meter weiter ein Ehepaar das mit ihrer Schlüsselkarte nicht in ihre Kabine hinein kommt. Ich probiere ebenfalls bei Ihnen an der Kabinentür, habe aber auch kein Glück damit. Ich schicke Sie in die Rezeption auf Deck 5 zurück, damit Sie hier ihre Karte neu programmieren lassen.
Etwas später treffen wir die beiden wieder, dreimal mussten sie in die Rezeption gehen um Ihre Karte neu programmieren zu lassen. Das sind jedes mal mehr als zweihundert Meter von der Kabine bis zur Rezeption und dann wieder zurück, dazu kommen noch 4 Stockwerke oder Decks.
Aber sie haben es trotz allem geschafft, rechtzeitig am Ausflugsbus zu sein. Vom Schiff bis zum Bus waren es ebenfalls noch ein paar hundert Meter. Von unserem Stadtführer bekommen wir wieder ein Audiogerät in die Hand gedrückt. Und schon geht die Fahrt los, wenig später fahren wir an ein paar alten Markthallen aus der Jugendstil-Zeit vorbei. Valencia ist mit etwa 800.000 Einwohnern nach Madrid und Barcelona die drittgrößte Stadt hier in Spanien, sie ist sehr schön mit ihrer Altstadt und dem Stadtteil der Modernen Kunst.
Unser erstes Ziel ist der Stadt-Teil der Künste und der Wissenschaften Ciutat de les Arts i les Ciències, sie wurde vom Valencianischen Architekten Santiago Calatrava entworfen

Leider ist auf meinen Bildern sehr gut zu erkennen, dass die Busscheiben blaugrün waren.

Nach unserer Fahrt durch den Stadtteil der Künste Ciutat de les Arts i les Ciències.  Das moderne Wahrzeichen der Stadt liegt im trockengelegten Flussbett des Turia, geht es weiter in die Altstadt. Wir fahren durch die Straßen mit ihren fünfstöckigen Häusern, überall wachsen am Straßenrand Bäume. Allerdings sind sie Teilweise sehr dürr, weil sie zu wenig Sonne und auch Wasser bekommen.
Am Carrer de la Blanqueria in der Nähe des Torres de Serranos können wir dann aus dem Bus aussteigen, hier beginnt unser eineinhalb stündiger Spaziergang auf eigene Faust. Links von uns befindet sich das ehemalige Flussbett des Turia, das nach einem katastrophalen Hochwasser im Jahr 1957 in den späten 80er Jahren zu einer durch die ganze Stadt reichende Parkanlage umgebaut wurde. Vor uns stehen die Torres de Serranos, das sind ehemalige Stadttore die schon im 14. Jahrhundert erbaut wurden. Zusammen mit dem Torres de Quart sind sie als einzige von den ursprünglich zwölf Stadttoren erhalten. Wir biegen in die Carrer dels Serrans ein, die uns durch die Altstadt von Valencia führt. Leider haben wir keine Stadtkarte oder sonstiges dabei, in den Jahren vor Corona bekam man sowas noch von der Reiseleitung an Bord. So gehen wir ziemlich planlos durch die Straßen. Auf der rechten Seite sehen wir einen Souvenier-Shop wo es Magneten für uns zu Hause gibt. Nach kurzer Zeit haben wir uns für einen Magneten entschieden, der Teile der Altstadt sowie die Torres… und die Moderne von Ciutat de les Arts i les Ciències zeigt.
Auf der linken Seite passieren wir jetzt die Placa de Manises und das 5***** Hotel Palacio Vallier. Ein paar Meter weiter kommen wir an der Plaza de la Virgen mit dem Font Del Turia (Brunnen) vorbei.

die große Hauptfigur auf dem Brunnen stellt den Fluss Turia dar, die anderen zahlreichen anderen Figuren unten am Brunnen stellen die Bewässerungsgräben dar, die verwendet wurden, um den Fluss Turia umzuleiten.

Wir gehen weiter an der Kathedrale entlang die aus dem 13. Jahrhundert stammt, sie ist der hl. Maria gewidmet. Am achteckigen Glockenturm vorbei erreichen wir die Placa de la Reina. Er ist einer der berühmtesten Plätze der Stadt. Die begrünten Flächen, die Kathedrale im Hintergrund und die zahlreichen Restaurants zu beiden Seiten machen diesen Platz zu einem sehr lebendigen Ort. An den Tischen der Tapas-Bar ist reges Treiben zu beobachten. Wir gehen erstmals weiter bis zur Carrer de la Pau, die offensichtlich eine sehr belebte Geschäftstrasse ist. Nach ein paar Meter drehen wir wieder um, und warten an einem Brunnen bis an einem der Tische der Tapas-Bar Mondatitos zwei Plätze frei geworden sind. Wir bestellen etwas zum Trinken und beobachten das lebhafte Treiben hier an den Tischen. Wir haben heute Allerheiligen auch wenn das vielleicht untergeht bei diesen warmen Temperaturen. Es kommen viele Gäste zum Frühstücken hier her, um danach in den großen Parkanlagen des ehemaligen Turia-Flusses den restlichen Tag zu verbringen. Wir sehen hier auch Gäste, die aus den Nordafrikanischen Ländern, den Maghreb-Staaten zu stammen scheinen. Ganze Familien sitzen hier zu einem durchaus reichhaltigen Essen. Offensichtlich gibt es hier in Spanien Einkommensmäßig nach keine so großen Unterschiede wie bei uns.

So sitzen wir etwa eine Stunde in der warmen Morgensonne, bis wir wieder aufbrechen, zurück bis zum Torres de Serranos (Stadttor) wo unser Bus auf uns wartet. Vor dem Stadttor angekommen beschließen wir noch auf den Turm zu steigen, wo sich einige Besucher tummeln. Von hier oben hat man eine schöne Aussicht auf die Altstadt sowie auf die großen Parkanlagen auf dem ehemaligen Flussbett des Turia.

Auf der rechten Seite die riesige Parkanlage auf dem ehemaligen Flußbett des Turia

Um 12:15 sind wir dann mit dem Bus zurück zum Schiff, bei der Personenkontrolle im Terminal mussten wir einige Zeit warten. Auf dem Schiff angekommen gehen wir zuerst auf die Kabine um uns umzukleiden. Anschließend geht es gleich auf`s Pooldeck, das zur Zeit ziemlich leer ist, anscheinend sind die meisten Gäste bei einer Stadtrundfahrt. Beim Grill24 holen wir uns eine Kleinigkeit zum Essen, danach einen Strawberry Kiss sowie einen Dolce Vita für meine Frau. Momentan liegen wir im Halbschatten, die Sonne knallt vom Himmel, heute sollen 26° erreicht werden.
Zu Valencia wäre noch zu sagen, es ist eine sehr schöne Stadt mit sehr viel Grün (siehe Jardin del Turia). So verbringen wir einige Zeit, im Anschluss gehen wir die Treppe zu Deck 12 hinauf um einen Rundgang um das Pooldeck zu machen. Hier treffen wir unsere Bekannten aus Mecklenburg Vorpommern bzw. Schwerin, sie haben anscheinend den gleichen Ausflug wie wir gemacht. Nur halt mit einem anderen Bus. Danach holen wir uns an der Überschaubar ein Bier (Bitburger). Als meine Frau auf unseren Liegeplatz ein Deck tiefer schaut, sieht sie. dass unsere Badeliegen schon im Schatten liegen. So hole ich unsere Badetücher auf Deck 12 herauf, wir finden sich tatsächlich noch ein paar freie Liegen. Es gibt hier Leute die ihre Badeliegen an die Reling längsseits stellen, ohne Rücksicht auf die übrigen 1700 Gäste an Bord, aber dann auch noch stundenlang abwesend sind. Eine knappe Stunde bleiben wir hier, bevor wir weiter zur Außenalsterbar auf Deck 11 gehen. Der Kellner bringt uns zwei Tassen Cappuccino, der ganz ausgezeichnet schmeckt. Aber heute am Spätnachmittag weht ein kühler Wind hier am Heck, so dass wir uns nach dem Trinken des Kaffees schnell wieder gehen. Wieder an der Überschaubar angekommen bestellen wir zwei Aperol Spritz und genießen die restliche Abendsonne. Um 17:00 geht`s zurück in die Kabine zum Duschen und fertig machen für das Abendessen. Irgendwann im Laufe des Nachmittages haben wir auf der ausgehängten Speisekarte vom Atlantik-Restaurant nachgeschaut, was es heute Abend zum Essen gibt.

Um 19:00 ist die Abfahrt von der mein Schiff Herz, ein paar Meter von unserem Heck entfernt, steht das Segelschiff die Windstar, die wir schon in Barcelona gesehen haben. Ganz im Hintergrund hinter den Containern steht die Quantum of the Seas, die wir erstmalig in der Meyer Werft in Papenburg sahen. Dahinter unsichtbar für uns liegt die Celebrity Reflection, die wir schon mehrmals gesehen haben zb. in Antigua/Karibik 2013 und Cartagena/ Kolombien 2019 die gerade ablegt und jetzt sichtbar für uns wird.
Um 19:30 gehen wir zum Abendessen, heute wieder einmal ins Restaurant Atlantik. Wir bekommen einen Tisch im Nahbereich des Einganges auf Deck 6 zugewiesen. (zum Frühstück gehen wir immer die Treppe hinunter auf Deck 5). Mit dem Essen heute Abend waren wir gute zwei Stunden beschäftigt, was uns eigentlich zu lang war. Irgend etwas lief heute in der Küche schief, wir bekamen schon die Vorspeise serviert, bevor der Korb mit den Brötchen und den verschiedenen Brotaufstrichen gekommen ist. So zieht es sich heute durch das ganze Essen, auf Deck 5 ist eine Käsebuffet aufgebaut. Als meine Gattin etwas später das Buffet besucht ist schon fast alles leer geräumt. (so etwas gab es noch vor ein paar Jahren nicht)
Nach unserem gelungenen Abendessen sind wir Richtung Tui-Bar gegangen, die schon fast voll war. Unsere Bekannten von gestern aus Hagen sitzen an einem vollbesetzten Tisch, und die Musik die gerade spielt, ist nicht gerade das was wir hören wollen. So gehen wir weiter in die Schau-Bar auf Deck 7, wo die Band Black Velvet spielt, mal sehen was die drauf haben. Wir waren noch niemals in dieser Bar am Heck der mein Schiff Herz, sie ist relativ groß, aber es sind wenig Gäste heute Abend hier. Wir bestellen einen Raki für meine Frau und für mich einen CubaLibre bei der Bedienung und hören der Kapelle zu. Sie besteht aus einer jungen Sängerin und zwei weitere Bandmitglieder. Es klingt nicht schlecht was Sie bringen. Nach etwa einer Stunde brechen wir wieder auf, und gehen zwei Decks höher in unsere Kabine.
Die Temperatur am heutigen Tag lag um 18:00 bei ca. 21° Untertags hatten wir dann 26° erreicht, aber ab 16:00 herrscht ein leichter aber kühler Wind, wie wir leider an der Alster-Bar feststellen mussten.

Mittwoch, den 2. November 2022

Guten Morgen, heute ist Seetag und wir sind auf dem Weg nach Afrika, genauer gesagt nach Tanger in Marokko. Heute Morgen ist es etwas später geworden mit unserem Aufstehen. Aber es sind ja keine Ausflüge wo man sich frühzeitig fertig machen muss. So trudeln wir gemächlich in`s Atlantik-Restaurant zum Frühstück. Die Jungs die für unseren Tisch zuständig sind warten schon auf uns. Einer schiebt uns den Stuhl zurecht, und der zweite Stewart schenkt uns den Kaffee ein. Nachdem ich zwei Gläser mit Saft geholt habe, gehen wir gemeinsam zum Buffett um Brötchen (Weizenbrötchen oder Körnerbrötchen) zu holen. Dazu nehme ich zwei Scheiben Käse (Gouda), einen Schinken soweit vorhanden, dazu ein 10 Minuten Ei sowie Butter aus dem Automaten zu holen. Sie haben da eine Maschine, wo der Teller darunter gestellt wird, oben wird ein Knopf gedrückt, und ein Stück Butter fällt heraus. Übrigens es gibt auch einen sehr guten Butterzopf mit und ohne Rosinen aber auch sonstiges Gebäck. Auf dem Weg zum Tisch noch schnell ein Schälchen mit Erdbeermarmelade mitnehmen. Meine Frau ißt meistens etwas anderes, bei ihr gibt es Wurst, Käse, Gurken und Tomaten. Danach holt sich noch einen kleinen Teller mit zwei oder drei Ananasscheiben. Früher gab es hier an Bord Kompott mit Pfirsich oder Ananas oder anderes. So genießen wir unser etwas einfaches Frühstück.
Danach gehen wir in die Kabine zurück, um uns fertig zu machen, und anschließend auf Deck 11 zu gehen. Wir haben ein Plätzchen unter Dach, das heißt wir liegen genau unter der Balustrade im leichten Schatten über uns ist Deck12. Neben uns liegt ein Mann im mittleren Alter, der offensichtlich gerade Kreuzworträtsel löst, was ihn aber nicht an einem Gespräch mit uns hindert. Nachdem er einmal aufsteht, stellt sich heraus, dass er mit einem Stock gehen muss, und sehr schwer läuft. Im Anschluss erzählt er, seit Jahren an MS zu leiden. Normalerweise ist er mit einem Rollstuhl unterwegs, aber der wurde beim Transport im Flugzeug nach Mallorca beschädigt. Bis jetzt war das zuständige Sanitätshaus im Ruhrgebiet aber nicht in der Lage ein Ersatzrad für seinen Rollstuhl zu besorgen. Die beiden sind trotz seiner starken Behinderung offensichtlich viel auf Reisen. Sie machen Hotelreisen nach Marokko, sie kennen Agadir sowie Gibraltar (zwei unserer nächsten Ziele) von einem früheren Urlaub, wie auch Kreuzfahrten mit AIDA oder auch Phoenix-Reisen. Im Dezember planen Sie einen Urlaub in Senegal, alle Achtung vor den beiden, mit dieser starken Behinderung zu verreisen.
Unseren ersten Strawberry Kiss und einen Dolce Vita haben wir schon hinter uns, vielleicht gibt es später noch ein gutes Paulaner Weizen, mal sehen.

Allerdings hat er einen besonderen Rollstuhl den e-motion, mit Elektroantrieb aber die Motoren und Batterien sind direkt in den Rädern positioniert. Mit ihm kann man längere Strecken ganz ohne Anschubbewegung am Greifreifen im Cruise-Mode zurückzulegen. Über ein kabellose Bediengerät gibt man, ähnlich wie bei einem Tempomat die gewünschte Geschwindigkeit vor, den Rest erledigt der Antrieb.

Gegen 14:00 es ist gerade etwas ruhiger mit den hungrigen Gästen am Grill 24 geworden. So holen wir uns jetzt einen Teller mit Pommes und dazu ein Glas Spezi aus einem Getränkeautomat. Als wir zu unserer Liege zurück kommen, hat das Bord-Mädchen das heute die Aufsicht über die unbelegten Badeliegen hat, uns eine Karte mit der Kontrollzeit auf die Liege gelegt. Das ist Ihr Job, allerdings waren wir höchstens 15 Minuten von unserer Liege weg.
So verbringen wir den Tag in interessanter Unterhaltung, etwas kommt auch seine Frau vorbei. Das Wetter ist heute etwas wechselhaft, mal scheint die Sonne, dann ist es wieder bewölkt oder ziehen Schäfchenwolken auf. Wir gehen auf Deck 12 hinauf, hier oben haben wir dann volle Sonne, wenn sie scheint. Am späten Nachmittag besuchen wir wieder die Alster-Bar hinten am Heck des Schiffes, hier gibt es einen sehr guten Cappuccino. Eine Frau setzt sich zu uns an den Tisch, wenig später kommt ihr Mann dazu, sie fragt uns ob wir schon einmal in Afrika waren. Was wir verneinen, ohne daran zu denken, dass ich eine Halskette mit einem Anhänger von Afrika trage. Sie zeigt auf meine Kette, wir erklären Ihr dass wir fast 10 Jahre lang in Ägypten Urlaub gemacht haben. Einschließlich der 5 Nilkreuzfahrten die wir schon erlebt haben, sowie zweimal auf der Sinai-Halbinsel. Wir konnten die beiden von Ägypten begeistern.
Wir haben seit unserer Abfahrt in Mallorca vor ein paar Tagen eine spiegelglatte See, wie man auf diesem Bild unschwer erkennen kann.

Im Anschluss gehen wir auf Deck 6 zu den Bordausflügen, hier wollen wir auf dem Info-Teminal nach den Abfahrtszeiten der Busse in Tanger schauen. Hier heißt es dann, keine Information mehr, zum Glück kommt gerade eine der Bordreiseleiterinnen vorbei, wir fragen nach. Sie sagt “ die Reise ist schon geschlossen, und ausgebucht„. Ich frage was dann ist mit denen ist, wo den Ausflug schon zu Haus gebucht haben. Ja, die müssen bei Ihnen nachfragen, wenn jemand da ist. Soweit zu den negativen Veränderungen nach Corona.

Zum Abendessen gehen wir ins Ankelmann-Restaurant, nachdem wir gestern Abend im Atlantik-Restaurant weder mit der Leistung noch mit dem Zeitaufwand zufrieden waren.
Um 21:30 ist heute Crew Show im Theater auf Deck 6/7. So eine Vorstellung der Besatzung ist den normalen Darbietungen der Künstler an Bord durchaus ebenbürtig. Wir haben schon viele Crew Shows auf verschiedenen Schiffen gesehen, die letzte war auf der mein Schiff 6. Hier hat zb. die damalige Kreuzfahrtdirektorin eine Gesangs-Darbietung gebracht, die gesanglich erstklassig war, nur ein Beispiel unter vielen.
Als erstes kommt unser derzeitiger Kreuzfahrtdirektor Max, mit Mikrophon und Hände klatschend auf die Bühne. Er weiß schon wie er sich präsentieren muss. Im einzelnen weiß ich leider nicht mehr, welche Besatzungsmitglieder auf der Bühne waren.
Aus der Küche kamen mehrere Jungs (Philippinen) und führten einen Breakdance vor, später kam eine Gesangskünstlerin, aus was für einer Abteilung sie kommt, weiß ich nicht mehr. Ihrem Aussehen nach kommt sie aus dem Asiatischen Teil von Russland oder der Mongolei, auf jeden Fall hinter dem Ural-Gebirge. Die Reiseleitergruppe brachte im Anschluss eine Schauspieldarbietung, näher kann ich es nicht beschreiben. Zum Schluss kommt Schnapsitaxi, das ist ein Philippinischer Boy der jeden Abend mit einem Wagen voll hochprozentiger Getränke (die man kaufen kann) durch den Ankelmann…. fährt und dabei singt.
Auch heute Abend singt er hier vor vollem Haus seine Lieder, und macht dabei große Stimmung. Um 22:30 ist dann Schluss mit der Veranstaltung im Theater, unser Weg führt uns durch den Neuen Wall (Einkaufspassage) und durchs das ganze Schiff nach hinten in unsere Kabine.

Donnerstag, den 3. November 2022

In den frühen Morgenstunden haben wir die Straße von Gibraltar erstmalig überquert und befinden uns jetzt im Atlantischen Ozean. Es ist erst 7:00, als wir in Tanger anlegen, Tangier wie die Stadt auch genannt wird, ist das Tor zu Nordafrika. . Die Stadt hat fast eine Million Einwohner, die ausschließlich aus Angehörigen verschiedener Berberstämme besteht.  In großen Hallen in der näheren Umgebung der Stadt werden beispielsweise aus Kostengründen hier Nordseekrabben gepult. Sie werden von LKWs aus Norddeutschland hierher gebracht, nach dem Pulen der Krabben kommen sie auf dem selben Weg zurück nach Deutschland, wo sie dann verkauft werden können.
Zurück zu uns, wir mussten heute Morgen sehr früh aufstehen und zum Frühstücken ins Atlantik gehen. Als wir auf das Promenadendeck gehen, sehen wir an einer anderen Pier ein großes schwarzes Schiff stehen. Es ist schnittig wie eine Yacht, an Bord ist keine Bewegung zu sehen, als ob niemand an Bord wäre.
Für unsere Ausflüge stehen an der Pier einige Busse zur Verfügung. Wir haben die Busnummern 4-9 zur Verfügung. Um 8:00 beginnt unser heutiger Ausflug mit dem Bus “ Tanger – das Tor zu Afrika„. Wie erwartet haben wir einen Einheimischen Stadtführer der uns heute begleiten wird. Er spricht ein gutes Deutsch, und himmelt die Deutschen an, so zumindest seine Worte. Auch Marokko bzw. Tanger hat die vergangenen Jahre wegen Corona keine Kreuzfahrtgäste mehr gehabt. Heute ist das erste mal seit drei Jahren, dass drei Kreuzfahrtschiffe hier im Hafen liegen.
Irgendwo am Stadtrand entlang geht unsere Fahrt nach Westen durch eine grüne Landschaft, wie Gärten und Parks zum Cap Spartel. Hier befindet sich anscheinend die geographische Grenze zwischen dem Mittelmeer und dem Atlantik. Hier oben angekommen sehen wir einen angestrichen Felsen im Meer der wohl die Grenze zwischen den Meeren markieren soll. Auf einer Klippe über dem Eingang der „Straße von Gibraltar“ steht der große gelbe viereckige Leuchtturm umrahmt von ein paar Palmen und gibt seit 1864 den Schiffen den Weg an. Zum Cap Spartel gehört auch das dahinterliegende Waldgebiet. Unterhalb des großen Busparkplatzes befindet sich ein weiterer Platz, auf dem einheimische Straßenhändler ihre Waren anbieten.

Sie sind im Gegensatz zu den Ägyptischen Straßenhändlern nicht aufdringlich. Hier kaufen wir für unsere Magnettafel zu Hause einen hübschen Magneten. Nach einer halben Stunde fahren wir weiter, die Straße führt jetzt eine weitere Anhöhe hinauf. Unser Bus stottert und kommt nicht auf Touren, wir denken hoffentlich gibt er nicht den Geist auf. Die anderen Busse überholen uns, bzw. sind schon weit voraus. Wenn wir jetzt stehen bleiben müssen, haben wir ein Problem. Es gibt keine weiteren freien Busse in Tanger mehr, durch die 3 Kreuzfahrtschiffe die heute im Hafen liegen. Aber irgendwann kommt unser Bus wieder auf Touren, und wir fahren zurück in die Stadt. Hier steigen wir aus dem Bus und gehen zu Fuß durch die kleinen Straßen. Beim Bab Kasbah kommen wir in der Medina an. Durch kleine Gässchen führt unser Weg, vorbei am Basar und weiter in die Altstadt.

Leider kann ich unsere Stadtführung durch Tanger nicht näher beschreiben, so dass ich an dieser Stelle nur ein paar Bilder zeige.

Nach unserem Rundgang durch die Altstadt fahren wir mit dem Bus noch an der Strandpromenade entlang, bevor es zurück zum Schiff geht. Kurz vor Mittag gehen wir an Bord zurück. Nachdem wir unsere Sachen in die Kabine gebracht haben, fahren wir dem Lift auf`s Pooldeck hinauf. Hier verbringen wir längere Zeit, treffen unsere Bekannten aus Schwerin. Die Frau erzählt uns, das Schwarze Schiff das schon vor unserer Ankunft hier im Hafen unbelebt am Kai liegt, einer bekannten Hotelkette gehöre.
Als drittes Schiff liegt die Costa Favolosa direkt vor uns an der Pier.

Die Yacht Evrima von Ritz Carlton hat eine Länge von 190 Metern, 8 Decks und ist 24 Meter breit. Die Luxusyacht ist mit 149 Suiten für maximal 298 Gäste gedacht. Die Größe liegt bei BRZ 24.000.
Die Ritz-Carlton Yacht Collection hat die Erweiterung ihrer Flotte um die beiden neu gebauten Superyachten Ilma und Luminara bekannt gegeben, die 2024 bzw. 2025 in See stechen sollen. Diese Superyachten werden in Zusammenarbeit mit der weltbekannten Werft Chantiers de l’Atlantique in Sant-Nazaire, Frankreich, gebaut, mit einer Option für weitere Schiffe. 
Die neuen Yachten sind mit einer Länge von 240 Metern und 228 Suiten für maximal 456 Gäste gedacht. Die Größe liegt bei 46.750 BRZ.

Im Anschluss essen wir beim Grill 24 noch ein paar Pommes frites, die ganz ordentlich schmecken. Später gehen wir in die Alster-Bar, aber in den Innenbereich, zum einen weil draußen kaum freie Plätze sind, und der Himmel sich etwas zugezogen hat. Hier trinken wir wie jeden Tag eine Tasse des ausgezeichneten Cappuccino, den es hier an Bord gibt, bevor wir zurück auf Deck 6 zur Abteilung Landausflüge gehen. Wie schon erwähnt, können hier an den Monitoren unsere gebuchten Landausflüge und die Abfahrtszeiten der Busse abgerufen werden (wenn`s klappt). Heute leider schon wieder nicht. Die Ausflugskarten aus früheren Jahren waren besser, aber der Druck solcher Karten kostet die Reederei halt Geld.
Später sind wir nochmals an die Alsterbar gegangen, aber dieses mal auf den Außenbereich, es sind jetzt Sitzplätze frei geworden. Wir setzen uns zu einem Mann, der wie es sich heraus stellt aus Bremen kommt. Beim Kellner bestellen wir einen Aperol Spritz für die Gattin und für mich ein Glas Paulaner Hefeweizen. Wir können uns Nett mit dem Mann unterhalten. Er erzählt uns dass seine Freundin von der Ostfriesischen Insel Norderney stammt und im dortigen Fremdenverkehrsamt arbeitet. In ein paar Jahren wenn er in Rente geht, möchte er ebenfalls auf die Nordsee-Insel ziehen. Wenig später kommt seine Freundin ebenfalls an unseren Tisch, und unsere nette Unterhaltung geht weiter. Uns Interessiert das insofern, weil wir selber schon einige Male in Ostfriesland waren, nur auf den Inseln außer Borkum waren wir noch nicht.
Morgen in Malaga ist Ihr Urlaub zu Ende, sie gehen von Bord und fliegen zurück nach Bremen. Hier ist seine Freundin mit Zug und Autofähre noch einmal etwa 4,5 Std unterwegs, bis Sie endlich wieder zu Hause ist.
Um 18:00 gehen wir zurück in die Kabine, um uns zum Abendessen fertig zu machen. Gegen 19:00 gehen wir auch heute in den Ankelmann, weil wir mit dem ganzen Zeitaufwand für das Essen im Atlantik-Restaurant nicht zufrieden sind. Nach dem Abendessen gehen wir hinaus auf`s Pooldeck. Jetzt um 20:00 läuft die mein Schiff Herz unter den Klängen des Auslaufsong der mein Schiff Flotte (Große Freiheit) aus dem Hafen von Tanger aus.

Im Anschluss gehen wir für etwa zwei Stunden in die Tui-Bar zu einem CubaLibre und danach in unsere Koje. Das Mittelmeer ist auch heute den ganzen Tag wie auch die Nacht sehr ruhig. Im Laufe der Nacht überqueren wir ein weiteres Mal die Straße von Gibraltar mit dem Ziel Malaga.
Die Tagestemperaturen lagen heute bei etwa 21°, und der Himmel war blau aber auch stellenweise bewölkt.

Freitag, den 4. November 2022

Am frühen Morgen, laut Plan ist es 4:00 als wir in Malaga dem letzten Ziel der ersten Etappe ankommen. Für etwa die Hälfte der Passagiere ist heute ihre Ausschiffung in Malaga. Auch unsere Bekannten aus Schwerin müssen im Laufe des Tages das Schiff verlassen. Ihr Flug geht am Nachmittag Richtung Hamburg ab, wo sie dann weiter nach Schwerin fahren müssen.
Aber zurück zu uns, gegen 8:00 Morgens gehen wir wie immer ins Atlantik-Restaurant auf Deck 5 zum Frühstücken, im Speisesaal ist heute merkbar weniger los. Man sieht viele Passagiere schon in Reisekleidung, die Damen teilweise in Stiefeln die zum Frühstückstisch oder davon weg eilen. Für Gäste die kein Anreisepaket von Tui gebucht haben, endet die Kreuzfahrt um 9:00 und sie müssen das Schiff verlassen. Nach unserem Frühstück gehen wir zurück in unsere Kabine, wo wir uns für den weiteren Vormittag fertig machen. Im Anschluss geht`s hinauf auf`s Pooldeck, der Himmel ist strahlend Blau mit ein paar kleinen Wölkchen. Unseren gebuchten Ausflug in „Malaga zu Fuß und im Bus erkunden“ haben wir erst am Nachmittag. So können wir den herrlichen Vormittag am Pooldeck genießen. Unter anderem mit einem Gespräch mit dem netten Herrn aus dem Ruhrgebiet, der die vergangenen Tage ohne seinen Rollstuhl verbringen musste. Der übrigens heute Morgen die neuen Antriebsräder seines Rollstuhls durch den Hafenmeister angeliefert bekommt. Kurz vor Mittag gehe ich mal kurz auf Deck 12 hinauf um ein paar neue Fotos zu machen, und entdecke die ODYSSEY OF The Seas die still und heimlich hinter uns angelegt hat.

Die Odyssey of the Seas ist der fünfte Luxusliner der Quantum-Klasse, das erste Schiff die Quantum…. haben wir erstmalig im Herbst 2014 bei der Meyer-Werft in Papenburg gesehen. Wenige Tage später ist sie über die Ems in die Nordsee ausgelaufen. Leider konnten wir damals die Flussfahrt nicht verfolgen, obwohl wir am Ems-Ufer standen, weil sich die Flussfahrt über lange Stunden hinzog, und wir nicht mehr solange warten wollten.
Die Odyssey of the Seas hat eine Länge von 347 m und eine Tonnage von 167.704 BRZ. Bis zu 5.510 Passagiere kann sie aufnehmen. Sie gehört nach der Oasis-Klasse von Royal Caribbean, der World Europa von MSC, und den Schiffen der Helios-Klasse, von AIDA, Costa und P&O Cruises nach der Tonnage zu der viertgrößten Baureihe in BRZ.

Bei diesem Giganten vergisst man leicht die kleineren Schiffe, vor uns an einer anderen Pier liegt die MS Europa, ein Luxusliner der Spitzenklasse. Und etwas weiter weg, im Uferbereich liegt die Wind Star ein Segelkreuzer, die wir schon in Palma de Mallorca sehen konnten. Dahinter sieht man die Berge der Sierra de Mijas die Malaga als zweitgrößte Stadt hier in Andalusien umrahmen. Um die Mittagszeit sind wir auf Deck 12 hinauf, wo es durch den leichten Wind etwas angenehmer war. Zum Trinken gibt es einen Strawberry Kiss und einen Dolce Vita. Etwas später holen wir am Cliff 24 noch Pommes und ein paar Hähnchenschenkel zum Essen.
Gegen 14:00 beginnt unser Ausflug „Malaga zu Fuß und im Bus erkunden“ unser Guide erwartet uns vor dem Malaga Cruise Terminal. Bevor wir in den Bus einsteigen bekommen wir von unseren Reiseleiter (Stadtführer) einen Audio-Guide in die Hand gedrückt. Dann geht`s auch schon los, das Wetter ist traumhaft, heute erwartet uns wohl der bisher wärmste Tag unserer Seereise. Unser Guide ist ein ehemaliger Deutscher aus Köln dessen Familie schon seit zwanzig/dreißig Jahren hier in Malaga lebt. Er hat in Köln zuerst Sport studiert, später sich für Germanistik und Tourismus entschieden. Seit dieser Zeit lebt er ebenfalls in einem kleinen Dorf nahe Malagas. Er erzählt viel von seiner Heimatstadt Malaga, von der Preisen hier in der Stadt, die horrend hoch sind. Auch der Prominentenort Marbella wo sich Teile des Europäischen Hochadels herumtreiben, liegt ja nicht allzu weit entfernt. Als erstes fahren wir ein Stück am Stadtstrand der Playa de La Malagueta entlang, bevor wir in die Stadt zurück kehren. Wir haben uns einen Sitzplatz ganz hinten im Bus ausgesucht, um Bilder von der Stadt zu machen (leider sind sie teilweise verspiegelt).

Am Fuente de las Tres Gracias einem hübschen Gusseisernen Brunnen aus dem 19. Jahrhundert vorbei, fahren wir in die Straße C. Guillen Sotelo wo wir unseren Bus verlassen. Ein Meter weiter vorne befindet sich ein Aufzug der uns zur Alcazaba Festung hinauf bringt. Auf der linken Seite befindet sich die Rückseiten vom Rathaus sowie der Banco de Espana. Oben angekommen besichtigen wir Teile der ehemaligen Festungs- und Palastanlage aus dem 11. Jahrhundert die vom Berbersultan Bādīs errichtet wurde. Der Sultan Bādīs setzte später seinen Enkel Tamīm ibn Buluggīn als Gouverneur Málagas ein.

Unser Örtliche Reiseleiter erzählt uns über die Burg und zieht auch Vergleiche mit der Alhambra in Granada, die ebenfalls von dem Berbersultan Bādīs errichtet wurde. Wir gehen durch die schönen Gärten und bewundern den Baustil der von den Berbern hinterlassen wurde. Von hier Oben hat man einen wunderschönen Blick auf die Stadt und Hafen von Malaga. Nach einer guten Stunde verlassen wir die Festung, dieses mal auf dem Fußweg der direkt neben dem Römischen Theater aus dem 1. Jahrhundert nach unten führt. Von hier führt unser Weg zur Plaza de la Merced die in der Nähe des Altstadtkerns liegt. Es ist ein belebter und beliebter Platz, in der Mitte des Platzes steht ein Obelisk unter dem eine Krypta ist, in dem sich die Überreste des General Torrijos befinden. An der nördlichen Ecke des Platzes befindet sich das Geburtshaus von Pablo Picasso und einige Meter davor ist eine Sitzbank auf der eine Statue von Picasso aus Bronze sitzt. Sie ist ein beliebtes Fotomotiv für Touristen die sich hier neben dem Künstler fotografieren lassen. Auch wir können dem nicht widerstehen, nachdem unser Stadtführer sich angeboten hat ein paar Fotos von uns zu machen. Im Anschluss gehen wir durch die Fußgängerzone zurück.

Unser Weg führt uns am Picasso Museum, der 1881 hier in Malaga geboren ist vorbei, unser Führer fragt uns noch ob wir an einem weiteren Besuch des Museum interessiert sind, was alle verneinen. Wie er uns erzählt macht er ebenfalls auch Führungen im Picasso-Museum. Seine Kindheit verbrachte Picasso in Coruna/Galacien. Sein weiteres Leben verbrachte er dann in Avignon, Madrid, Barcelona und Paris. Seiner Erzählung nach war Picasso kein so toller Vater. Wenig später sind wir an der Catedrale Santa Iglesia Basílica de la Encarnación angekommen. Am Eingang muss unser Reiseleiter einen Eintritt für unsere Reisegruppe bezahlen.

Obwohl schon im 16. Jahrhundert mit dem Bau begonnen wurde, und bis 1782 daran gearbeitet wurde, konnte die Kathedrale nie komplett fertiggestellt werden.
Allein die Maße der Basilika sind beeindruckend: 117 m Länge, 72 m Breite und 87 m Höhe. Bis 2012 war sie das zweithöchste Gebäude in Andalusien.

Als Resultat der 254 Jahre langen Bauphase bis ins Jahr 1782 besteht die Kirche aus einer Mischung verschiedener Stilrichtungen. Vorherrschend ist der Stil der Renaissance, sie besitzt aber auch Elemente der Gotik, des Barocks und des Neoklassizismus.

Hier eine kleine Auswahl meiner Bilder in der Kathetrale

Auch hier weiß unser Führer viel zu erzählen, er hat ein unglaubliches Wissen. Nur leider ist nichts bei mir hängen geblieben. Das einzige was ich von dieser Bischofs-kirche sagen kann, sie ist vom Innenraum und der Gestaltung, eine der schönsten Kirchen die ich jemals gesehen habe. (Ich selber stamme aus einem Ort, dessen Basilika zu den schönsten Kirchen in Deutschland gehört). Nach etwa einer halben Stunde verlassen wir die wunderschöne Kirche, und haben jetzt noch etwas Freizeit die wir zu einem weiteren Gang durch die Einkaufstraßen nutzen, bevor es zum Schiff zurück geht.

Ein kleines negatives Ereignis gibt es leider noch zu berichten, eine Frau aus unserer Gruppe die vor dem Urlaub an einem Knie operiert wurde. Sie stürzte anscheinend zu Beginn unseres Ausfluges und zog sich eine innere Verletzung am zweiten Knie zu. Und konnte in der Folge nicht mehr an unserem Stadtrundgang teilnehmen. Als wir Sie am Schluss unseres Rundgangs mit Ihrer Tochter wieder abholen wollten, hatte sich Ihr Befinden rapide verschlechtert. Sie konnte kaum noch laufen und bleibt im Mittelgang des Busses auf der Treppe sitzen, während wir zum Hafen zurück fahren. Sie wird später mit einem Rollstuhl von der Krankenabteilung des Schiffes abgeholt und an Bord gebracht. In den kommenden Tagen sahen wir sie öfters an Bord mit einem Rollstuhl umher fahren.
An Bord zurück, bringen wir unsere übrigen Sachen in die Kabine, und danach auf Deck 12 zur Überschaubar um einen Aperol Spritz zu trinken. Wir finden einen Sitzplatz bei einem Herrn der sehr Intensiv in einem Buch liest. Er ist einer der neuen Gäste die heute angekommen sind, und mindestens bis zu den Kanarischen Inseln mitfahren. Wenig später verabschiedet sich die ODYSSEY OF The Seas, und verlässt langsam den Hafen

Wir bleiben heute noch bis 23:00 in Malaga, bevor wir unser nächstes Ziel Gibraltar das nur 79 Seemeilen entfernt ist, ansteuern. Unser Abendessen werden wir heute Abend im Ankelmann-Restaurant einnehmen, um mal wieder einmal einen Wok essen, der immer wieder gut schmeckt. Danach gehen wir auf`s Pooldeck, hier gibt es Live-Musik mit Ahneta & dem Duo Heartbeat.
Noch ein Wort zu gestern, Im Laufe des Tages kam eine Durchsage von unserem Kreuzfahrt-direktor Max, dass 1300 neue Gäste auf dem Schiff angekommen sind. 600 Passagiere der ersten Etappe, darunter auch wir setzen die Kreuzfahrt bis Teneriffa fort.

Samstag, den 5. November 2022

Um 7:00 Morgens ist die mein Schiff Herz in Gibraltar angekommen. Um diese frühe Zeit waren wir noch nicht am Promenadendeck um unsere Einfahrt zu sehen. Ein Grund für unser spätes Aufstehen war unser Ausflug hier vor Ort: „Für Langschläfer – Flinke Äffchen in freier Wildbahn“ der erst gegen 11:00 beginnt.
Wir liegen an der Pier für Kreuzfahrtschiffe, wo sich auch der kleine Terminal befindet. Der Blick vom Schiff ist nicht sonderlich ansprechend. Vor uns auf der Landzunge stehen riesige Flüssig-Gastanks, die wir in Deutschland auch gerade brauchen könnten.
Die Außentemperatur beträgt im Moment 16°. Die Gesamtstrecke die wir seit Mallorca zurück gelegt haben beträgt 1088 Seemeilen.
Wir gehen als erstes zum Frühstücken ins Atlantik-Restaurant, danach geht`s erstmal auf`s Pooldeck, die Sonne scheint strahlend vom Himmel.

Gibraltar ist eine Halbinsel, und ein Britisches Überseegebiet die von der Bucht von Algeciras im Westen begrenzt wird. Es liegt an der Nordseite der Straße von Gibraltar, an der sich Europa und Afrika am nächsten sind.
Die Halbinsel besitzt  eine Landfläche von 6,5 km². Das Staatsoberhaupt ist der Gouverneur und Oberbefehlshaber von Gibraltar. Er wird vom britischen Monarchen auf Vorschlag der britischen Regierung ernannt und fungiert de facto als Staatsoberhaupt. 
Interessant ist die Statistik von Gibraltar: Hier wohnen etwa 35.000 Einwohner, davon sind 27% britischer Abstammung; 26 % kommen aus Spanien; 19 % sind aus Italien; und 11% kommen aus Portugal.

Die Automobildichte beträgt 745 Fahrzeuge auf 1000 Einwohner. Für Ordnung im Zwergstaat sorgen 300 Polizisten.

Es ist jetzt 10 Minuten vor 11:00, als wir das Schiff verlassen, vor dem Terminal wartet der Fahrer mit seinem ca. 20 sitzigen Kleinbus auf uns. Unser Fahrer ist ein nur englisch sprechender lustiger Typ, der mit einer deutschsprachigen Audiokassette, teilweise auch selber ein paar Erklärungen abgibt. Unsere Fahrt führt durch eine sehr enge Stadt die sich links vom 426 m hohen Kalksteinfelsen erstreckt, danach geht es durch einen schmalen Tunnel, den er mit sehr hoher Geschwindigkeit durchfährt. Wir sind jetzt auf der Südspitze der Halbinsel, dem Europa Point angekommen. In den 1990er Jahren wurde hier die Ibrahim-al Ibrahim-Moschee, als Geschenk des saudi-arabischen Königs Fahd, eine der größten Moscheen in einem nicht islamischen Land errichtet. Am Parkplatz am Europa Point Lighthouse (eröffnet1841) halten wir an, um vom Leuchtturm ein paar Fotos zu machen. Von hier kann man bei gutem Wetter auch die Küste von Afrika sehen. Nach einer halben Stunde geht es weiter auf einer steilen Straße den Berg hoch.

Irgendwann erreichen wir die Tropfsteinhöhle St.Michael`s Cave die auf ca. 300 Meter liegt. Die enge Serpentinenstraße ist voll mit parkenden Kleinbussen die unzählige Touristen zu den Höhlen bzw. den Affen bringen.

Die Tropfsteinhöhle ist wunderschön, kaum zu glauben dass man so etwas in Gibraltar findet. Für den Weg durch die Höhle brauchen wir etwa 20 Minuten, wir kommen an einem anderen Ausgang wieder heraus. Hier sehen wir nun die berühmten Berber-affen, von Bekannten an Bord wurden wir gewarnt, einen zu nahen Kontakt zu vermeiden, weil sie angeblich klauen wie die (Raben). Einige der Tiere sehen wir am Straßenrand und auch am Kiosk sitzen, danach gehen wir zum Bus zurück, und die Fahrt geht wieder nach unten in die Stadt.

Unser Fahrer versucht uns einige Interessante Punkte zu zeigen. So kommen wir auch an der Flughafen-Piste vorbei, wo die Grenze zwischen Spanien und dem Zwergstadt Gibraltar verläuft. Zurück im Kreuzfahrt-Terminal kaufen wir noch einen Magneten für unsere Magnettafel (rote englische Telefonzelle mit einem Affen).

Irgendwie habe ich mir Gibraltar ganz anders vorgestellt

Kurz vor 15:00 lösen wir die Trossen, und die mein Schiff Herz verlässt den Hafen von Gibraltar. Ein weiteres Mal überqueren wir die Straße von Gibraltar, dieses Mal aber am Tag. Bisher war das Meer spiegelglatt, mal sehen ob das weiterhin so geht, wir sind jetzt unterwegs in den Atlantik, Die Straße von Gibraltar ist 14 bis 44 km breit und etwa 60 km lang. Sie erreicht eine Tiefe von 300 m bis 900 m, und hat ein nicht zu unterschätzendes Strömungsverhalten. Ferner ist die Straße von Gibraltar eine der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt, die täglich von ca. 300 Handelsschiffen durchfahren wird.

Den Nachmittag verbringen wir bei strahlendem Sonnenschein und herrlichen Temperaturen auf dem Pooldeck. Den Mann aus dem Ruhrgebiet mit seinem Rollstuhl (MS) treffen wir auch wieder, eigentlich jeden Tag. Man kann sich ganz angenehm mit ihm und seiner Frau unterhalten. Das Deck ist wie an jeden Seetag gut gefüllt, ein schönes Plätzchen haben wir trotz allem gefunden. Zum Trinken hole ich an der Unverzichtbar für meine Frau einen Dolce Vita und für mich einen Strawberry Kiss. Den tollen Elefanten hat der Pool-Boy der für die Badetuchausgabe verantwortlich ist, gebaut. Es ist mittlerweile schon 17:30 geworden, die Afrikanische Küste gleitet immer noch an uns vorbei, entfernt sich aber immer weiter von uns. Wenig später sehen wir in der Ferne die Lichter einer Großstadt leuchten, es könnte die Marokkanische Stadt Tanger sein, wo wir vor einigen Tagen waren.

Zum Abendessen gehen wir auch heute in das Ankelmann-Restaurant, hier findet man immer wieder etwas zum Essen. Ich habe mir heute ein Truthahnschnitzel mit Pommes, dazu eine gute Bratensauce geholt. Danach verbringen wir etwas Zeit für einen kurzen Spaziergang auf dem Pooldeck, um danach einen CubaLibre zu trinken. Etwas später suchen wir noch die Tui Bar auf, wo das CoffeePress Duo spielt. Dann um 21:30 gehen wir ins Theater, hier gibt es heute Abend ein lustiges Kabarett und eine Comedy mit Lutz von Rosenberg Lipinsky.

Um kurz nach 22:30 gehen wir in die Kabine zurück, wo uns unsere Kabinenboys eine schöne Figur auf unser Bett gezaubert haben.

Sonntag, den 6. November 2022

Guten Morgen, es ist jetzt vor 8:00 als wir aufgestanden sind, und uns zum Frühstücken im Atlantik-Restaurant bereit machen. Gute eineinhalb Stunden später sind wir auf der Höhe von Casablanca der größten Stadt von Marokko angekommen. Die Temperatur liegt momentan bei 21°. Im Laufe des Vormittags zieht sich der Himmel immer wieder zu, die Temperatur bleibt aber bei ca. 21°. Das Pooldeck ist bis zu 80 Prozent belegt allerdings nur mit Badetüchern, heute kommt wieder die deutsche Unsitte zum Tragen die Badeliegen mit Badetüchern zu reservieren. Kurz vor Mittag kommt die Sonne richtig raus und die Wolken sind verschwunden und ein strahlender blauer Himmel zeigt sich. Zweimal wechseln wir unseren Liegeplatz, vom Schatten in die Sonne und wieder zurück. Im Laufe des Nachmittags gehen wir auf Deck 12 zur Überschaubar hinauf, um ein Glas Weizenbier zu trinken. Auch die Alsterbar besuchen wir noch um eine Tasse des guten Cappuccino zu genießen. Hier weht aber ein etwas kühler Wind, wir kehren zum Pooldeck zurück, in der Nähe vom Cliff 24 finden wir noch Plätzchen um die Sonne zu geniesen. Kurz vor 18:00 gehen wir in die Kabine zurück, wo wir heute Abend essen wissen wir noch nicht. Wahrscheinlich im Ankelmann-Restaurant, für das Bedien-Restaurant Atlantik benötigt man zuviel Zeit. Und ob wir heute Abend wieder in die Tui-Bar gehen, wissen wir auch noch nicht. Gestern Abend haben wir dort ein Ehepaar kennen gelernt, es sind ebenfalls Wohnmobilisten, es war nett und kurz, weil wir gleich darauf ins Theater gehen wollten.
Hier im Theater stellt der Kreuzfahrtdirektor Max und Kapitän Panagiotis Varotsos, den neuen Passagieren die in Malaga an Bord gekommen sind seine leitenden Offiziere vor.
Das Gesamtpublikum das wir seit Malaga an Bord haben, ist etwas speziell, die meisten davon keine Kreuzfahrtgäste im typischen Sinne, die eine informative Länderreise zum kennenlernen machen. Meiner Meinung sind es nur Resturlaubstage-Verbrater, mit Fressen, Saufen und sonstiges, es ist etwas schade.
Jetzt um 18:00 ist unsere Position bei Marrakesch und die Temperatur bei ca. 22°, seit Malaga haben wir 414 Seemeilen zurück gelegt.

Montag, den 7. November 2022

Wir sind schon um kurz vor 7:00 aufgestanden, unsere Ankunft in Agadir wird erst um 8:00 erfolgen. Was erkennbar ist, seit vielen Stunden haben wir einen bemerkens-werten Seegang. Das also ist der Atlantik, die vergangenen 10 Tage hatten wir im Mittelmeer eine Spiegelglatte See. Wie jeden Morgen geht es ins Atlantik-Restaurant zum Frühstücken. Heute Morgen muss man ziemlich breitbeinig gehen, auch ein junger Stewart an einem Beistelltisch schützt seine Tassen und Teller vor dem Seegang. Die mein Schiff Herz hebt und senkt sich etwa 2 Meter, was wir am Horizont sehen können. Beim Frühstücken können wir die schaukelnde Fahrt bis und in den Hafen von Agadir betrachten. Aber sobald wir die schützende Kaimauer erreicht haben wird es ruhiger. Nach unserem Essen gehen wir nochmals hoch auf Deck 12 um ein paar Fotos zu machen. Unser Ausflug „Stadtbesichtigung von Agadir“ beginnt erst um 9:00. Unser Schiff liegt direkt am Containerhafen, was auch nicht anders zu erwarten war.

Pünktlich zur richtigen Zeit verlassen wir das Schiff, um in unseren Bus zu steigen, der Stadtführer wartet schon vor dem Bus. Als wir dann losfahren, schaltet der Busfahrer das Mikrofon ein und heraus kommt erstmals ein Rauschen. Im Laufe der Fahrt wird es etwas besser, nur der hintere Teil des Busses, wo auch wir dazu gehören, versteht leider kein Wort der Ansage. Es wird auch in der Folge nicht besser. Unser Stadtführer selber, sein Wissen hielt sich ziemlich in Grenzen. Die Fahrt geht durch den Industrie-hafen ein paar Kilometer in Richtung Stadt, Irgendwann verlassen wir die N1 und biegen in die Berge ab. Es geht auf einer schmalen Straße einen Berg hoch. Unser Ziel ist demnach die alte Kasbah von Agadir, was wir jetzt erfahren. Von hier oben hat man eine gute Aussicht auf die Stadt und den Hafen. Leider können wir die Befestigung nicht betreten.

Wenige Kilometer vom Zentrum von Agadir entfernt, auf einem Hügel, steht die alte Kasbah. Der Name, Kasbah, bedeutet Festung, und das war es, eine Konstruktion von robusten Wällen, die als Schutz für die Armee und das Volk gebaut wurden. Es befindet sich in bester Lage, um die Umgebung auf einer Höhe von mehr als 200 Metern über dem Meeresspiegel zu überblicken.

Nach ca. 15 Minuten fahren wir dann auch schon wieder den Berg hinunter ins Stadt-Zentrum hinein. Unser nächstes Ziel, wie wir feststellen, ist die Moschee Mohammed V. Sie wurde in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts errichtet. Leider können wir auch diese schöne Moschee im Innenbereich nicht besichtigen, aber ein Rundgang um das schön gestaltete religiöse Gebäude wäre durchaus möglich. Wir fahren weiter irgendwo im Außenbereich der Stadt kommen wir an ein Gehöft, das sich als Souk bzw. als Basar mit heimischer Handwerkskunst heraus stellt. Als wir ankommen stehen schon einige Busse mit Touristen auf dem kleinen Parkplatz. Hier kann man Marokkanische Pantoffel für die Herren und sonstige Lederwaren, Souvenirs und Keramiken, sowie Schmiedeeiserne Kunstgegenstände kaufen. Im Unter und Obergeschoß gibt es zwei Cafe`s in denen man Marokkanischen Minze-Tee trinken kann. Ebenfalls im Ober-geschoss befindet sich die hübsche Nachbildung eines Beduinenzeltes aus der Wüste. Auch hier verbringen wir eine gute dreiviertel Stunde. Für unsere Magnettafel kaufen wir einen Magneten auf dem sich unter anderem ein Kamel befindet.

Dann geht es auch schon weiter, unser nächstes Ziel ist der Plage d`Agadir (Strand). Der feinsandige Strand erstreckt sich südlich vom Hafen über mehrere Kilometer entlang. Mitten im Hotelviertel am Boulevard de Qued Souss fahren wir auf einen Bus-Parkplatz und steigen aus. Auf der anderen Straßenseite befindet sich das Gourmetrestaurant Le Mauresque Agadir. Am Strand entlang befinden sich viele Hotels von internationalen Hotelketten. einige Hotels von der Spanischen Hotelkette Riu, zb.das Riu Palace Tikida oder das Riu Tikida Beach. Aber auch andere Hotels von Iberostar und Sofitel sind hier zu finden.

Die Bilder vom Riu Hotel Palace Tikida sind nicht von mir

Wir gehen am Sandstrand entlang, die Wellen brechen hier relativ heftig. und es gibt einige Surfer die am Strand Gymnastik – Übungen machen. Im Wasser sehen wir allerdings niemand, vielleicht sind das alle Anfänger hier am Strand. Auf der Uferseite gehen wir am Riu Hotel Palace Tikida vorbei, bestimmt ein wunderschönes Hotel. Nur für mich stellt sich die Frage, wer geht denn nach Agadir/Marokko zum Baden oder surfen?.
Weiter hinten am Entree 17 sehen wir am Strand wunderbare Wildtiere aus Sand gestaltet, die ein Künstler hier gemacht hat. Es sind zwei Zebras, ein Mama-Nashorn mit ihrem Kleinen, sowie ein Schwarzer Puma. Auch eine Dunkelhäutige Straßen-Händlerin, die Tücher und irgendwelchen Handschmuck verkaufen will, sehen wir vorbei gehen. Ich hätte gern ein Portrait-Foto von Ihr gemacht, aber das möchte Sie nicht.

Nach einer guten Stunde fahren wir wieder mit dem Bus zum Schiff zurück, wo wir den ganzen Nachmittag auf dem Pooldeck bzw. auf Deck12 verbringen. Auch das Ankelmann-Restaurant besuchen wir kurz. Zum Essen holen wir uns Hähnchenfleisch und Nudeln und Sauce. Zum Trinken gibt es ein Glas Coca Cola für uns.
Im Laufe des Nachmittages heißt es die mein Schiff Herz muss sich im Hafenbecken drehen. Wir hören dass zwei Trossen des Schiffes gerissen sei. Das Schiff hinter uns, ein Frachter der gerade Kies ladet, hat Zuviel Leinen an den vorhandenen Poller fest gemacht. Er war halt auch vor uns da. So konnte unser Schiff nur an (zwei Pollern ?) fest gemacht werden. Und eine dieser Trossen ist jetzt gerissen. Eine gute halbe Stunde oder länger dauert allein das Drehen des Schiffes. Später gibt es noch Probleme mit der Gangway zuerst wird sie auf Deck 5 angelegt. Es stellt sich heraus, es ist zu steil für den Zugang der Passagiere. Bei einem zweiten Durchgang wird sie dann auf Deck 3 justiert. Für die verschiedenen Nachmittags-Ausflüge stehen die wartenden Passagiere auf Deck 5 vor der Rezeption und warten, dass Sie endlich hinaus können. Ebenso stehen vor dem Schiff mindestens hundert Passagiere, die von irgend welchen Ausflügen zurück kommen und auf`s Schiff zurück wollen. Der ganze Spaß mit dem Umdrehen des Schiffes und das Anlegen der Gangway dauert mehr als 1 1/4 Stunden. Ein lustiger Nebeneffekt für uns war, ein Bordoffizier eventuell der Sicherheitsoffizier musste an die 30 Fahrräder die für Ausflüge gedacht sind zweimal an einen anderen Platz tragen. Er war zu dieser Zeit allein hier unten an der Pier beim Arbeiten, aber er hat bestimmt nicht dabei gelacht. An der Überschaubar haben wir später noch einen Sitzplatz gefunden, und beim Kellner einen Aperol Spritz und für mich einen CubaLibre bestellt.

Wir haben den weiteren Nachmittag auf einer Badeliege auf Deck 12 verbracht, beim Drehen des Schiffes oder aber beim Cappuccino trinken an der Alsterbar habe ich mir einen dicken Rußfleck auf meine kurze Hose geholt. Das kommende Prozedere kennen wir aus den vergangenen Seereisen mit Tui Cruises, von anderen Passagieren. Wir bringen meine kurze Hose zur Reinigung an die Rezeption. Hier wird sie dann in die Bord-Wäscherei gebracht, und frisch gereinigt bekomme ich meine Hose morgen Abend in unsere Kabine zurück.
Zum Abendessen sind wir auch heute in das Ankelmann-Restaurant gegangen, es fällt uns nichts besseres ein. Im Atlantik-Restaurant braucht man bis zu 2 Stunden zum Essen, so lange wollen wir hier nicht sitzen. Vielleicht essen wir heute Abend wieder einen Wok, der schmeckt eigentlich immer gut, es gibt verschiedenerlei Fleisch von der Pute, Hähnchen, vom Schwein und auch Rind. Natürlich auch Nudeln, Glasnudeln und eine Auswahl an pikanter Saucen. Dazu gibt es Fisch, Garnelen, Gemüse, Nüsse und vieles mehr. Dazu ein oder zwei Gläser Rotwein, der uns ganz ausgezeichnet schmeckt.
Im Anschluss gehen wir auf`s Pooldeck, um hier einige Runden zu gehen, bevor wir uns hinsetzen um etwas zu trinken. Mein Leibgetränk am Abend hier auf dem Pooldeck ist der CubaLibre. Es ist aber jetzt schon zum zweiten Mal passiert, dass der Bedien-kellner von der Unverzichtbar keinen CubaLibre (Havana Club) servieren kann. Er bringt dann irgendein Cola-Rum-Getränk, das merkbar schlechter schmeckt (in der Tuibar bekommt man immer noch das Original vom CubaLibre (Havana Club).
Um 22:00 verlässt die mein Schiff Herz unter den Klängen des Auslaufsongs der „großen Freiheit“ den Hafen von Agadir und damit Afrika. Anschließend gehen wir nach unten auf Deck 9 um unsere Kabine aufzusuchen.
Die Tagestemperatur lag heute bei warmen 28°

Dienstag, den 8. November 2022

Es ist 7:30 nach Kanarischer Ortszeit, als wir heute Morgen aufstehen, wie uns der Kapitän schon gestern mitteilte hatten wir in der Nacht mit einer etwas aufgeregten See zu rechnen. Was sich leider auch bestätigte. Schon Gestern Abend vor dem Bett, hatten wir unsere Uhren um eine Stunde zurück gestellt, was uns heute Morgen zugute kam. Wie immer geht es zum Frühstücken in das Atlantik-Restaurant auf Deck 5, meistens haben wir sogar den gleichen Sitzplatz. Aber nicht generell wie manche andere Passagiere, die darauf hohen Wert legen. Die Essensauswahl ist wie immer gleich, wertigere Sachen wie ein Serrano-Schinken oder aber auch Obst-Kompott zb. in Pfirsich, Ananas sind einfach nicht vorhanden. Alles das hatten wir in vergangenen Jahren auf der mein Schiff 1, oder auf der mein Schiff 6. Auch auf den Phoenix-Schiffen wie Albatros und Artania wird es angeboten.
Auch jetzt hat sich die See immer noch nicht beruhigt, und der Wellengang ist um einiges höher als wir letzte Woche im Mittelmeer hatten. Mal sehen was der Tag uns bringen wird, die Temperatur im Moment liegt bei ca. 20°. Heute haben wir Seetag, unsere Ankunft in Arrecife auf der Insel Lanzarote soll heute Abend gegen 19:00 erfolgen.
Den Tag verbringen wir bei strahlendem Sonnenschein auf dem Pooldeck, zu Mittag suchen wir das Ankelmann-Restaurant auf, um einen Teller mit Suppe und eine kleine Brotzeit zu essen. Auch in der Überschaubar auf Deck 12 waren wir einmal, um ein Glas Weizenbier zu trinken. Auch hier zeigt sich immer wieder das Phänomen, dass es auch Gruppen gibt, die Tische reservieren und belegen. Daher auch meine etwas harte Meinung von Resturlaubstage-Verbrater, mit Fressen, Saufen und sonstiges. Zum Cappuccino trinken waren wir ebenfalls in der Alster-Bar, so verging auch dieser, unser vorletzter Reisetag auf der mein Schiff Herz.


Schon über eine Stunde vorher um 17:45 erreichen wir die Kanaren-Insel Lanzarote.

Wir hatten eigentlich geplant noch heute nach der Ankunft des Schiffes einen Spaziergang in die kleine Stadt Arrecife zu machen. Nachdem aber die Abend-dämmerung so schnell einsetzte verzichten wir darauf, und freuen uns auf den morgigen Tag.
Auch heute Abend geniesen wir unser Abendessen im Ankelmann, um danach eine kleine Spazierrunde über das Deck zu machen. Danach setzen wir uns an einen der kleinen Tische die auf der Steuerbordseite stehen und bestellen einen Ouzo für meine Gattin und für mich einen CubaLibre .

Heute ist um 21:30 laut Programm auf dem Pooldeck eine Deckparty mit dem Motto „Viva Espana-Noche Blanca„. Neben uns baut die Küchencrew seit geraumer Zeit einige Tische mit Schokoladenköstlichkeiten und Obstschnitzereien auf. Nach meinem zweiten CubaLibre kommt der Kellner schon und erzählt dass es in der Unverzichtbar keinen Havana Plus mehr für meinen CubaLibre gibt. Er bringt mir im Anschluss ein Getränk mit Cola und einem billigem Rum. Arme Tui-Cruises. Auch gestern Abend ging hier am Pooldeck der Havana aus, so dass ich ich auf Wodka-Orange umsteigen musste. Was aber auch nicht schlecht war.
Zwischenzeitlich wird das Schokaladen-Buffett eröffnet und von den Passagieren sehr gut angenommen. Wie immer verzichte ich auf solche Angebote, weil ich mich deswegen nicht in eine Warteschlange stellen möchte. Auf der Backbordseite können Interessierte auch heute ein Fotoshooting machen, und sich zusammen mit dem Kapitän porträtieren lassen. Auch die Schiffsprominenz tummelte sich auf dieser Schiffsseite und schenkt Champagner für zahlungsfreudige Gäste aus.

Wie meistens gehen wir gegen 22:30 in unsere Kabine zurück.

Mittwoch, den 9. November 2022

Guten Morgen, es ist 7:30 als wir aufstehen und uns zum Frühstück fertig machen. Hier angekommen fällt uns auf, heute Morgen sind beide Käseplatten schon leer. Wann sie wieder aufgefüllt, weiß ich nicht, einen guten Schinken wie Serrano gibt es im Atlantik sowieso nicht (im Ankelmann-Restaurant aber schon ?). Gestern Abend sind meine beim Steward bestellten Getränke (Havana) an der Unverzichtbar /Pooldeck schon früh ausgegangen, so etwas häuft sich leider hier an Bord.
Für heute Morgen haben wir keinen Bord-Ausflug gebucht. Wir wollen am Vormittag zu Fuß in die kleine Hafenstadt Arrecife gehen, es sollen ja nur ein paar Hundert Meter bis ins Zentrum sein. Wir gehen noch zur Rezeption auf Deck 5, für den Morgigen Flug nach Hause müssen wir noch einen Online-Check-In machen. Wir haben schon einmal in der Rezeption mit einer netten Mitarbeiterin über den Check-In gesprochen, die sich dazu bereit erklärt hat, uns zu helfen. Auch die heutige Rezeptionistin hat damit keine Probleme, und so ist der Check-In bei Tui-Fly in wenigen Minuten erledigt. Wir bekommen ihn in Papierform ausgehändigt, so dass wir morgen Nachmittag wohl keine Probleme am Flughafen in Teneriffa beim weiteren Einchecken haben werden.

Kurz vor 10:00 verlassen wir das Schiff und das Gelände des kleinen Terminals. Wir kommen am Jachthafen vorbei, hier befinden sich viele kleine Segelboote sowie Sportboote. Auf der anderen Seite der Mole sind einige Geschäfte und Restaurants. Ebenfalls sind ein paar Stände mit Souvenirs, Lederwaren und sonstiges aufgebaut. Hier finden wir auch einen hübschen Magneten für unsere Magnettafel (Delphin). Weiter vorne befindet sich ein Kiosk des Tourismusbüro von Arrecife, wo ich einen Stadtplan abfotografieren kann. In Papierform gibt es leider keinen mehr. Anschließend gehen wir über einen schmalen Fußgängersteg und verlassen die Mole. Kurz darauf sind wir auf der Cesar Manrique unterwegs, die am alten Fischerhafen entlang läuft, wo sich viele kleine Fischerboote im Wasser befinden. Auch das Metall-Gerippe eines Fisches auf zwei Stelzen befindet sich hier im flachen Wasser. Von hier gehen wir nach links in die Fußgängerzone Calle Leon y Castillo, die sich leider als wenig aufregend zeigt. Wir suchen das Einkaufs-Zentrum El Mercadillo das einen Glas-überdachten zweistöckigen Patio besitzen soll. Hier sollen sich Kunsthandwerksladen, Lederwarengeschäfte, Eisdielen und Bistros befinden. Nur leider, wir finden das Einkaufs-Zentrum nicht. Unterwegs treffen wir das ältere Ehepaar aus Hagen (Wohnmobil) mit dem wir einen gemeinsamen Abend im Restaurant-Atlantik und in der Tui-Bar verbracht haben. Ein kurzes Gespräch mit den beiden, sie sind auch auf einem Spaziergang durch die kleine Hafenstadt. Wenig später sind wir schon am Ende der Fußgängerzone angekommen. Meine Frau schaut noch in ein Geschäft um nach einem kleinen Mitbringsel für unsere Enkelkinder zu suchen, während ich die Zeit auf einer Bank im Schatten eines Baumes verbringe. Unser Rollstuhlfahrer aus Herne den wir vom Schiff kennen gelernt haben, sieht mich offensichtlich hier sitzen wie er mir später an Bord erzählt.

Hier verlassen wir die Fußgängerzone, gerade aus geht es über eine kleine Straße zum Archäologischen Museum bzw. Castillo de San Gabriel das sich auf einer kleinen Insel befindet. Wir wenden uns nach Rechts wo sich eine hübsche Promenade mit Kinder-spielplatz direkt am Meer befindet. Weiter die Promenade entlang befindet der Jose Ramirez Cerda Park mit vielen Ruhebänken. Hier treffen wir einen Reiseleiter vom Schiff der mit seiner Gruppe auf Elektro-Rollern unterwegs ist. Sie besuchen soeben eine Galerie für Regionale Kunst, während er auf die Elektro-Roller aufpasst. Er gibt mir eine kleine Einweisung für den Elektro-Roller, dann gehen wir schon wieder zurück. Etwas später auf dem Weg zum Schiff, sehen wir die Roller-Gruppe an uns vorbei fahren. Auf der Promenade befindet sich eine Skulptur zu Ehren des heimischen Malers, Architekten, Bildhauer und Umweltschützer Cesar Manrique. Hier setzt sich meine Gattin neben den Ausnahme-Künstler, der das Bild der Vulkaninsel Lanzarote so entscheidend geprägt hat.

Diese Bilder sind leider nicht von mir

Kurz vor Mittag sind wir wieder auf der mein Schiff Herz angekommen. Nachdem wir unsere Sachen in der Kabine abgelegt haben, gehen wir zurück auf Deck 11 um uns beim Grill 24 einen Teller mit Pommes zu holen. Den Nachmittag verbringen wir bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein am Pooldeck. Die meisten Passagiere sind jetzt auf Ausflug, so dass heute viele freie Badeliegen zur Verfügung stehen. Jetzt haben wir auch Zeit nach den anderen Schiffen zu schauen, die hier im Hafen liegen. An der äußeren Hafenmole die ebenfalls als Pier ausgebaut ist liegen heute drei Schiffe, ganz Links die Marella Explorer 2 (246 Meter – 72.458 BRZ) die aus der gleichen Bau-Serie stammt wie unser Schiff, daneben die Brilliance of The Seas *** (293 Meter Länge – 90.090 BRZ – 2.500 Passagiere) und als drittes Schiff die Star Flyer**** ein Viermast-Segler mit (111 Meter Länge – 2.566 BRZ – 180 Passagieren).
Jetzt um 17:15 läuft die Star Flyer aus dem Hafen von Arrecife, und 45 Minuten später, die Sonne geht gerade unter, verlassen auch wir die Insel Lanzarote. Morgen Mittag ist auch unser Urlaub zu Ende und wir fliegen von Teneriffa nach München zurück. Wie gewohnt gehen wir um etwa 19:00 in das Ankelmann-Restaurant zum Abendessen. An der Fleischstation am Mittelgang gibt es heute Abend einen schmackhaften Rehbraten mit Klößen und Rotkraut und dazu eine pikante Fleischsauce. Dazu trinken wir wie meistens ein oder zwei Gläser eines sehr guten Rotweines. Im Anschluss sind wir in die Kabine zurück um unsere Koffer fertig zu packen, die bis um 23:00 vor der Kabinentür stehen müssen. Danach gehen wir kurz in die Tui-Bar um etwas zu trinken, um 21:30 ist eine Abschlussveranstaltung im Theater. Hier verabschiedet sich der Kreuzfahrt-direktor Maximillian (Kenntemich) und der Kapitän von den Gästen die Morgen früh das Schiff verlassen werden. Um halb Elf sind wir zurück in die Kabine um unsere Koffer vor die Türe zu stellen und danach ins Bett zu gehen. Für die verantwortliche Besatzung ist danach Großkampftag, sie müssen an die 3000 Koffer von den Kabinen abholen und Morgen Früh zum Terminal an Land bringen. Morgen Früh um 4:30 ist die Ankunft der mein Schiff Herz in Santa Cruz, Teneriffa.

Donnerstag, den 10. November 2022

Guten Morgen, es ist 7:00 als wir aufstehen, und uns fertig machen zu unserem letzten Frühstück hier an Bord. Der Kabinenboy fragte uns, ob er bei uns schon die Betten machen dürfte, was wir ihm erlaubten. Der Nachteil dabei war, was wir hinterher feststellen mussten, unsere Kabinenkarten waren beide entwertet. Das heißt wir kamen nicht mehr in unsere Kabinen hinein und mussten den Kabinenboy zum Öffnen der Kabinentüre bitten. Das Frühstück war normal, die Auswahl wie schon die ganze Reise etwas gering. Da ist es nur gut dass wir keine großen Esser sind.
Um 9:00 müssen alle Passagiere deren Kreuzfahrt heute endet, ihre Kabinen verlassen. Offiziell endet die Kreuzfahrt ich glaube um 10:00 und alle Gäste die den Transfer nach Mallorca oder hier von Teneriffa in Eigenregie gemacht haben, müssen das Schiff verlassen. Ausgenommen sind nur die Gäste die den Tui-Transfer gebucht hatten.

Wir haben noch etwas Zeit, unser Flug geht erst um 15:35 vom TFS Flughafen hier in Teneriffa , und die Abfahrt mit dem Bus vom Terminal ist um 13:00 vorgesehen. Die Temperatur betrug am Morgen ca. 22°, jetzt gegen Mittag steigt sie schon auf etwa 25°. Die Passagiere die heute keinen Ausflug für Teneriffa gebucht haben, haben ihre Bade-liegen auf Deck schon bezogen. Wir bleiben auch noch etwas an Deck, machen ein paar Fotos vom Hafen hier in Santa Cruz. Es ist offensichtlich eine sehr bergige Insel wie man sehen kann. Wir haben unser Handgepäck am Pooldeck mit dabei, so dass immer einer auf das Gepäck aufpassen muss. Ab und zu holen wir an der Unverzichtbar noch etwas zum Trinken, egal ob einen Cocktail zb. Strawberry Kiss oder ein Glas Spezi. Kurz vor 12:00 verlassen auch wir die mein Schiff Herz zum letzten Mal. Die Koffer der abreisenden Passagiere stehen nach Decks geordnet im Außenbereich des Terminals. Hier müssen wir unsere Koffer identifizieren und zum Bus der uns zum Flughafen fährt, bringen. Als weiteres möchte meine Frau noch ein paar Toilettenartikel im Handgepäck in die großen Koffer zurück packen. Um 12:15 also vor der angegebenen Zeit ist unser Bus losgefahren, und eine dreiviertel Stunde später am Flughafen TFS hier auf Teneriffa angekommen. Die Fahrt bis zum Flughafen über die Küstenautobahn TF 1 war nicht sonderlich Interessant oder Schön. Im einem lang gezogenen Terminal werden derzeit sowohl noch ankommende als auch abfliegende Passagiere abgefertigt. Unser Bus setzt uns auf dem Parkplatz in der Mitte des langen Terminals ab. In der Halle angekommen wissen wir erstmals nicht, wo wir hin müssen, da kein Wegweiser vorhanden ist. Eine örtliche Reiseleiterin weist uns dann den Weg nach Links zum Check-In der sich am wohl am Ende der Halle befindet. Die Schalter von Tui-Fly sind von 34 -39 angelegt, wir werden an Schalter 33 abgefertigt.
Nach unserem erfolgreichen Einchecken müssen wir den Weg zurück auf die rechte Seite der Halle wo sich anscheinend der Abflugbereich befindet. Auf halben Weg machen wir eine Kaffeepause an einem der Shops. Der Cappuccino schmeckt ausgezeichnet, danach suchen wir noch die Toilette auf, bevor wir weiter zur Passkontrolle gehen. Es gibt nach wie vor keinen Hinweis wo der Abflugbereich ist. Ein Bediensteter des Duty-free-Shop weist uns den Weg, nachdem wir den Shop hinter uns gelassen haben, sehen wir auch den Gate-Bereich. Hier ist auch eine Anzeige über die kommenden Abflüge und das betreffende Gate. Wir müssen zu Gate-Nummer B22 und unser Abflug nach München findet um 15:25 statt. Hier warten wir noch bis unser Flug aufgerufen wird, gehen dann ziemlich am Schluss ins Flugzeug, wir haben Platzreihe 29 also ziemlich weit hinten. Ein junger Mann sitzt schon am Fenster, ich frage ihn nach seiner Platznummer. Nach längerem Suchen stellt sich heraus, dass sich sein Sitzplatz am Gang befindet. Wir tauschen also die Plätze, meine Frau sitzt am Fenster und ich belege den undankbaren Mittelplatz. Unser Flug dauert 4 1/2 Stunden nach Angaben des Kapitäns, das Flugzeug hat wie auf dem Hinflug keinerlei Monitore an der Rückenlehne oder an der Decke gehabt. Offensichtlich gehört auch Tui-Fly zu den armseligen Fluggesellschaften die Ihre Gäste in keiner Weise informieren. Somit wird ein Flug mit 4 1/2 Stunden zur Marathonstrecke.

In München sind wir um 19:20 angekommen, einige Minuten davor hatten wir ein kurzes Schüttelerlebnis. Nach dem Aufsetzen geht es noch ein paar Kilometer auf der Rollbahn, bis wir in den Zubringerbus steigen können, der uns zum Terminal 1 brachte. Am Kofferband angekommen, mussten wir eine gute Viertelstunde warten, bis unser erste Koffer ankam. Erst ganz am Schluss nachdem die meisten Passagiere schon gegangen waren, kam endlich unser zweiter Koffer. Zur besseren Erkennung des Koffers benutzen wir immer ein buntes Kofferband, das jetzt fehlte. Um den Reißverschluss vor unbeabsichtigten Öffnen zu sichern benutzen wir ein weiteres Sicherungsband. Zu Hause stellen wir dass auch dieses Band verschwunden ist. Demnach ist unser Koffer beim Zoll oder anderswo geöffnet worden.
Man könnte auch nach der Zollkontrolle die Bänder wieder anbringen, und nicht einfach nur wegschmeißen.
Kurz nach 22:00 haben wir die Ankunftshalle verlassen, unser Fahrer von Parkfly hat uns schon erwartet und uns in die Lilienstraße in Hallbergmoos gebracht, wo schon unser Auto auf uns wartet.
Um kurz vor Mitternacht sind wir in Ottobeuren angekommen, die Straßen waren Schnee und Eisfrei.

Fazit: Wir hatten uns auf diese Reise gefreut, zum einen weil sie in ihrer Reiseroute für uns einmalig war. In einigen der angefahrenen Hafenstädten waren wir noch niemals.
Siehe Valencia, Malaga, Gibraltar, Tanger, Agadir und die Kanarischen Inseln.
Bei unserem Aufenthalt in Marseille hatten wir das Pech, dass einfach zu viele große Schiffe in Marseille lagen. Eine riesige Menschenmasse steht vor dem Wahrzeichen der Notre Dame de la Garde, des weiteren hatten wir das Pech, das soeben eine Messe beginnen sollte, und wir aus diesem Grund nicht in die Kirche hinein gehen konnten.
In Barcelona hätten wir besser einen Hop-on-Hop-off Bus gebucht, wegen der besseren Aussicht vom Oberdeck. Wir hatten einen sehr guten Stadtführer, aber unsere Sicht aus dem Bus war nicht allzu gut. In Valencia und Malaga haben wir uns dann auf die hintersten Sitzplätze gesetzt, hier war dann die Sicht nach allen Seiten gut.

Gibraltar hatte ich mir ganz anders vorgestellt, nicht so eng an den Berg gebaut. Die Hafenstadt Tanger an der Nordafrikanischen Küste war sehr nett mit Ihren engen Gassen. Die Marokkanische Stadt Agadir war in meinen Augen eine große Enttäuschung, da hätte ich mehr erwartet. Arrecife auf Lanzarote na ja, hier waren wir wohl selber Schuld, dass wir nur einen Spaziergang in das kleine Hafenstädtchen gemacht haben. Die Hauptstadt Santa Cruz auf Teneriffa war auf den ersten Blick beeindruckend, mehr haben wir dann nicht mehr gesehen. Die Fahrt zum Flughafen war nicht sonderlich Interessant und Schön.
Die mein Schiff Herz war für uns nicht neu, da wir schon viele Seereisen auf der ehemaligen mein Schiff 1 gemacht hatten. Die beiden Schiffe gleichen einander.
Ärgerlich für uns war die mangelnde Qualität beim Service, nicht beim Personal sondern beim Essen und Trinken. So etwas haben wir bisher noch niemals bei Tui-Cruises festgestellt.

Für eine etwaige weitere Seereise mit Tui-Cruises werde ich das im Auge behalten müssen.

Endlich wieder in Südfrankreich 2022

Endlich ist es wieder soweit, 3 Jahre nach unserer letzten Urlaubsreise in das sonnige Südfrankreich wollen wir es dieses Jahr wieder wagen.
Im Januar des Jahres 2020 brach der Coronavirus in China und danach im März 2020 in Deutschland und Europa aus. Wir waren gerade eben aus unserem Urlaub in den Emiraten zurück gekommen. Damit war eine weitere Planung für unseren Caravan-Sommerurlaub 2020 in Südfrankreich schon erledigt.

Donnerstag, den 16. Juni 2022

Wir sind heute Morgen um 6:30 aufgestanden, vor unserer Abfahrt in den Camping-urlaub gibt es ja noch einiges zu tun. Unseren Caravan habe ich schon gestern Nachmittag auf den öffentlichen Parkplatz vor unserm Haus gestellt. Wir haben in Bayern noch keine Schulferien, und die Parkplätze sowie die Straßenränder in unserer kleinen Straße sind mit Lehrer und Schüler-Autos voll geparkt. Das Rangieren mit einem Caravan ist aus unserer Garagen-Einfahrt somit kaum noch möglich.

Aber auch für heute Vormittag bleibt noch genug Arbeit übrig, der Kühlschrank im Caravan der schon seit gestern Vormittag vorgekühlt wurde, muss noch befüllt werden. Ebenso die Technischen Sachen wie meinen Fotoapparat, die Handys und das Notebook sowie die ganzen Reiseunterlagen müssen in den Wohnwagen gebracht werden. Trotz moderner Technik wie Navi ist auch ein Reiseatlas von Michelin (ich bin vielleicht noch ein bisschen altmodisch und vertraue letzten Endes auf die Straßenkarte) mit dabei und kommt noch ins Auto. Am frühen Morgen habe ich unser Auto schon aus der Garage gefahren um die Caravanspiegel am Auto zu befestigen. Mit den anmontierten Spiegeln komme ich ja nicht mehr durch das Garagentor. Als alles soweit fertig ist, drehe ich die Caravanstützen mit dem Accuschrauber nach oben. Anschließend kommt das Auto auf die Straße, um dann mit dem Mover den Wohnwagen aus dem Parkbucht zu fahren, und ihn an unser Auto zu hängen. Jetzt stellen wir noch unsere Caravan-Spiegel auf der Straße ein, und dann kann es schon los gehen.

Es ist 9:10 als wir hier in Ottobeuren losfahren, der Dieseltank in unserem VW Tiguan ist nicht mehr ganz voll. Auf dem Tageskilometerstand stehen schon 187 km, wir wollen dieses Mal in Lindau volltanken. Mit einem vollen Tank kommen wir dann durch die ganze Schweiz, wo der Kraftstoff fast 30 Cent den Liter mehr kostet als in Frankreich oder bei uns.

In der Aral Tankstelle in der Robert-Bosch-Straße haben wir schon früher Flüssiggas für unseren Hyundai Santa Fe getankt. Da waren wir auch auf jede Gas-Tankstelle angewiesen. Leider haben sie die Tankbuchten mit den Zapfsäulen so schräg gestellt, dass man mit einem großen Wohnanhänger kaum um die Säulen kommt, besonders wenn die zweite Spur belegt ist, schade eigentlich.

In den vergangenen Jahren sind wir immer wieder mitten durch die Stadt Bregenz gefahren, für den Pfänder-Tunnel wollten Sie pro Fahrt ca. 9,00 Euro, und das für etwas mehr als 6,7 Kilometer. Seit Ende 2019 ist das Autobahn Teilstück endlich kostenlos zu befahren.

Meiner Meinung nach braucht man für den Tunnel fast genau so lang, wie bei flüssiger Fahrt durch die Stadt Bregenz. Unsere erste Kaffeepause machen wir dieses Mal auf dem Rastplatz Stegen ein paar Kilometer vor der Raststätte Forrenberg wo wir die vergangenen Jahre immer Pause gemacht haben. Wir haben eine Thermoskanne mit Kaffee sowie ein paar belegte Brote von zu Hause mit dabei. Ca. 45 Minuten verbringen wir auf dem recht netten Rastplatz, bevor es weiter geht.

Zwei Stunden später haben wir dann die Raststätte Gunzgen in der Westschweiz erreicht. Die Raststätte ist ziemlich voll, nur ein, zwei LKW-Parkplätze sind noch frei, sogar die Durchfahrspuren waren zugeparkt. Auch hier machen wir eine dreiviertel Stunde Pause, bevor das letzte Teilstück bis zum Campingplatz in Payerne kommt. Wie jedes Mal fahren auch heute zwei Fahrzeuge des Schweizer Bundesheeres auf den Parkplatz, und mehrere Soldaten steigen aus um in dem Tank-Shop einzukaufen.

Es ist 16:00 geworden, als wir am Campingplatz in Payerne ankommen. Die Temperaturen liegen bei etwa 32°. Das Freibad neben dem Campingplatz hat heute mehrere Tausend Besucher, wie uns der Campingverwalter, der nebenbei auch noch Bademeister ist, erzählt. Er schaut ziemlich geschafft aus, wie man gut erkennen kann. Gerade wollte er sich eine Erfrischung aus seinem hübschen Mobilhome holen, als wir mit dem Caravan auf den Platz fahren. Seine Freude uns wieder zu sehen ist offensichtlich, wie immer können wir auf der großen Wiese zwischen zwischen den Dauercampern unseren Wohnwagen aufstellen. Dieses Mal sind ein paar Meter vor uns zwei weitere Zelte aufgebaut. Heute Abend gibt es wie immer auf der Reise eine Brotzeit, bestehend aus Bratensülze, Hering in Currysauce und Käse und Salami dazu ein oder mehrere Weizenbier. Meine Frau trinkt meistens ein Glas Wein dazu.

Freitag, den 17. Juni 2022

Um 6:30 sind wir heute Morgen schon aufgestanden, meine Frau wollte so früh wie möglich weiter fahren. Als erstes gehe ich ins Waschhaus zu einer Morgentoillette, währenddessen meine Frau im Caravan alles zur Abfahrt bereit macht. Unser Frühstück haben wir für später auf einer Raststätte in Frankreich geplant.
Anfangs ging auch alles gut, unsere Kurbelstützen habe ich mit der Hand hoch gedreht um die umliegenden Dauercamper nicht zu stören. Auch die Toilletten-Cassette entleere ich im Waschhaus, als nächstes wird das Elektrokabel aufgerollt. Dann kann es auch schon los gehen. Wir kommen gerade mal 20 Meter weit, die Wege auf dem Camping-Platz sind ziemlich schmal. In einer Kurve haben sie Begrenzungspfähle in den Boden gerammt, wahrscheinlich um Camper zu schützen, die hier ihr Zelt oder ähnliches aufgeschlagen haben (Dieses Mal waren tatsächlich welche in der Nähe der Engstelle). Aber auf der anderen Seite der Straße liegen seit ewigen Zeiten Steine (Findlinge) um den dortigen Stellplatz zu begrenzen. Mit meiner Länge von 12 Metern komme ich nicht durch. Nach einem kurzen Versuch hänge ich den Caravan ab und fahre zuerst unser Auto durch die Engstelle. Danach wird der Caravan mit dem Mover (Elektroantrieb) zwischen den Begrenzungen durch bugsiert. (Bei uns würde man das einen Schildbürgerstreich nennen).
Um 7:30 verlassen wir den Ca. Platz, gute 10 Minuten später als gedacht. Bis nach Genf sind es ca. 110 Kilometer, also etwa 1,5 Stunden werden wir dazu brauchen. Ich hoffe nur dass bis dahin schon alle Berufspendler in Ihrem Büro sitzen. Es geht alles gut, eine halbe Stunde später fahren wir an Gland am Genfer See vorbei, wo sich der Schlossähnliche Wohnsitz von Michael Schuhmacher befindet.

Bild rechts: die Villa von Michael Schuhmacher

Die Durchfahrt durch die Großstadt Genf geht recht zügig voran, es gibt nur eine einzige Baustelle. Hier muss im Schritttempo gefahren werden, das uns aber nicht groß aufhält. Bald darauf überqueren wir erstmals die Rhone die hier aus dem Genfer See fließt, und gleich darauf ist die Französische Grenze erreicht.

Jetzt geht es weiter auf der A41 die kostenlos bis zur Mautstelle bei Crusseilles geht. Um 9:30 haben wir die Raststätte Aire des Ponts-de-la-Caille errreicht. Wir haben sie erstmalig in 2016 entdeckt, damals hatte man eine gute Aussicht auf die Ponts-de-la-Caille. Sie ist die letzte große Hängebrücke Europas und überquert auf 145 Meter Höhe den Fluß Usses. Heute sieht man wegen des starken Baum und Busch-Bewuchses kaum noch etwas von der Hängebrücke.

Hier verbringen wir fast eine Stunde bei einem gemütlichen Frühstück, wir haben von zu Hause noch einen Laib Zopfbrot mitgebracht. Dazu haben wir verschiedene Marmeladen wie Erdbeere und Himbeere sowie Honig (Wir sind süße Frühstücker) und eine Kanne Kaffee dabei.

Auf der Tankraststätte bei Seynod die wir 20 Minuten später erreichen, müssen wir jetzt unbedingt unseren Dieseltank füllen. Auch einen 5 Ltr.-Kanister mit AdBlue kaufe ich im Tank-Shop. Es gibt hier auch eine AdBlue-Zapfsäule, aber da müsste ich nochmals mit dem Caravan rückwärts an eine weitere Zapfsäule fahren, aber das ist mir hier etwas zu eng. An dieser Raststätte hatten wir in früheren Jahren unsere Frühstückspause verbracht, und es war immer wieder schön hier. Es gibt überdachte Rastinseln wo man gemütlich sitzen und sein Frühstück geniesen kann. Einmal stand hier auf der Raststätte auch ein hübsches Wohnmobil mit einem Anhänger auf dem ein gelber Ferrarri stand. Offensichtlich hatten die etwas älteren Besitzer, damals hier auf der Raststätte übernachtet.

Zu dem AdBlue gibt es noch eine Geschichte, Gestern Nachmittag kam im Auto die Meldung, AdBlue bitte nachfüllen. Wir könnten aber noch 1900 Kilometer fahren, das würde ja noch eine Weile reichen. Heute Morgen kam eine weitere Meldung wo sich die Fahrstrecke auf 1400 Kilometer reduziert hat. Das ganze passiert noch einmal, und dieses Mal ist die Reststrecke noch einmal kürzer geworden, jetzt waren es nur noch 900 Kilometer. Ich sah mich auf Grund dieser Meldungen gezwungen, möglich schnell auf irgend einer Tankstelle die Harnsäure (AdBlue) zu kaufen.
Das wäre ja nicht so schlimm gewesen, zwei Tage zuvor war ich in der Werkstatt zum Motoröl nachfüllen, bei uns im Ort gibt es ebenfalls eine AdBlue Zapfsäule

Dann geht`s auch weiter, wir passieren Chambery und es geht weiter auf der A43 Richtung Lyon bis wir dann bei Bourgoin-Jallieu wiederum die Richtung und die Autobahn wechseln. Ab Chambery (270 Höhenmeter) geht es wieder in die Höhe, wie das Gebirge heißt, entzieht sich meiner Kenntnis. Wir erreichen auf jeden Fall im Verlauf der Strecke mindestens 550 Meter bis es dann in Valence (Rhone) wieder auf ca.120 Höhenmeter absinkt. Um 13:40 haben wir dann nach einer weiteren kurzen Pause auf einem Rastplatz bei Vinay die Mautstelle bei Romans-sur-Isere erreicht, hier durften wir unsere erste Mautgebühr bezahlen. Mit 48,40 € waren das etwa 10 Euro mehr wie vor drei Jahren. Seit der letzten Rast fährt meine Frau, so konnte ich mich in aller Ruhe um die letzte Fahrstrecke bis nach Mirabel-et-Blacons kümmern. Unser Navi wollte uns immer wieder auf anderen Wegen nach Mirabel …. führen, was ich aber immer erfolgreich abgelehnt habe. Es gibt drei Möglichkeiten für die Fahrstrecke. Als erstes über die Autobahn, die zweite Möglichkeit war die Fahrt über die Nationalstraße N7 und die letzte Möglichkeit war über die D111. Für diese Lösung habe ich mich entschlossen, diese Straße führt uns direkt nach Crest, der Nachbarstadt unseres Campingplatzes. Um 14:30 haben wir dann unser heutiges Ziel den Campingplatz Cervanne in Mirabel-et-Blacons erreicht. Heute sind wir zum dritten Mal auf diesem netten Platz am Flüsschen Drome. Mal sehen wieviel Wasser sie diesem Jahr führt. Wir stellten unseren Caravan an der Straße ab und gehen in die Rezeption, vor uns werden gerade zwei weitere Urlauber eingebucht. Dann sind auch wir dran, die Rezeptionistin bietet uns einige Plätze zur Auswahl. Leider ist keiner der zwei Plätze, die ich mir vom letzten Mal gewünscht hätte, mit dabei. Wir wählen den Platz A29 aus, er ist der beste davon, sehr groß, mit Sonne und Schatten. Auch davon brauchen wir in diesem Urlaub viel, wie es sich zeigen wird.

Als wir ankommen liegt die Temperatur zwischen 35 und 36°, der Kühlschrank kocht und hat Innen ca. 15°. Wir müssen schnell unseren Caravan aufstellen, und an den Strom anschließen.
Anschließend gibt es Kaffee und die Reste von unserem Zopfbrot mit Erdbeer-Marmelade. Die Sonne steht jetzt hinter unserem Wohnwagen, er gibt uns etwas Schatten, den man bitter nötig hat. Später sind wir zum Pool gegangen, der sehr nett und ansprechend ist, auch wenn er vielleicht nicht der neueste ist. Es sind relativ viele Campinggäste hier, was bei dieser Temperatur kein Wunder ist. Anschließend gehen wir zurück über den ganzen Campingplatz bis zum Ufer der Drome. Auch hier sind viele Campinggäste, viele sitzen mit ihren Stühlen im Wasser, manche liegen sogar im kühlen Fluss. Die hohe Lufttemperatur macht es notwendig. Auch wir gehen mitsamt unseren Sandalen ins flache und kühle Wasser.

Nach einer dreiviertel Stunde gehen wir wieder zum Wohnwagen zurück, kommen dabei an einem kleinen Spielplatz mit hübschen Geräten vorbei, der einen netten Eindruck macht. Als erstes bauen wir jetzt unsere Klimaanlage auf, da sind auch schon mal 20 Minuten weg. Danach rollen wir die Markise runter, bisher war es uns zu Heiß dafür. So müssen wir schon an unserem ersten Urlaubstag hier oben an der Drome unsere Klimaanlage aufbauen (was eigentlich gar nicht geplant war), die uns aber gute Dienste leisten wird.
Zum Abendessen gibt es heute eine Currywurst mit Brot, nach unserem langen Tag wollte ich meiner Frau kein aufwendiges Kochen zumuten. Danach sind wir nochmals zum Restaurant gegangen (hier gibt es auch freies Internet), im Unterschied zu den vergangenen Jahren war heute sehr wenig los. Ich kann mich daran erinnern, im ersten Jahr als wir ankamen, wurden die neuen Gäste mit Pizzaschnitten und einer Weinprobe verwöhnt. So ist alles vergänglich.
Wir sind danach wieder zum Stellplatz zurück, als erstes gibt es einen Hugo mit viel Eis, später habe ich noch ein Weizenbier getrunken. Gegen 22:00 gehen wir ins Bett, die Temperatur im Caravan war immer noch zu heiß. Als wir die Klimaanlage um 18:00 eingeschaltet haben, hatten wir ca. 32°, um 22:00 haben wir dann 25° erreicht. Nach dem Ausschalten der Anlage ging die Temperatur wieder nach oben, aber wir wollten wegen der Lautstärke das Gerät nicht die ganze Nacht laufen lassen.

Samstag, den 18. Juni 2022

Gegen 7:00 sind wir aufgestanden, die Morgendliche Temperatur lag schon wieder bei 25°. Unser Baguette und die Croissants muss ich im Lebensmittel-Shop direkt neben der Rezeption holen. Hier bekommt man so ziemlich alles, vom Bäckereibedarf bis hin zu Zeitschriften oder anderen Lebensmittel. Ein, zwei Camper stehen schon vor der Türe und warten, bis der Shop aufmacht. Nachdem ich meine Croissants und das Baguette bekommen habe, gehe ich wieder zum Caravan zurück. Meine Frau hat mittlerweile Kaffee gemacht und den Frühstückstisch gedeckt. Mit dem üblichen Zubehör wie Marmeladen sowie Honig, Schwarzwälder Schinken und Holländischer Gouda und auch Bergkäse und gekochten Eiern genießen wir unser erstes Frühstück in Frankreich. Danach überlegen wir, was heute Vormittag auf dem Programm steht. Wir holen unsere klappbaren Fahrräder aus dem Kofferraum, sie sind mit Befestigungs-bänder fixiert, und bauen sie auf. Für die zwei Räder sie sind ja im Kofferraum festgezurrt, brauchen wir ca. 30 Minuten für den Aufbau incl. dem Kofferraum holen.

Wir wollen nachher mit den Rädern nach Crest fahren, das sind ca. 9 Kilometer einfach. Die Strecke kennen wir vom letzten Jahr her, es gibt hier einen netten Fahrradweg, der stellenweise an der Drome entlang führt. Die Temperatur spielt natürlich auch eine Rolle, aber jetzt am Vormittag müsste es gehen. Um 10:00 fahren wir los, es ist leicht windig, das senkt natürlich die Temperatur. Auf dem Weg sehen wir zwei wunderschöne Lavendelfelder, wo wir natürlich ein paar Fotos machen. Dann haben wir auch schon die kleine Stadt Crest erreicht. Unsere E-Bikes sperren wir an einem Ufergeländer an der Drome ab.

Mit unseren Sturzhelmen in der Hand spazieren wir durch die Fußgängerzone. Offensichtlich ist heute Markttag, hier ist einiges los (Wo wir das letzte Mal vor drei Jahren hier waren, fand ein Mittelalterliches Marktfest mit Kostümierten Verkäufern und Historischen Verkaufsständen statt).
Als wir vor dem Hotel de Ville (Rathaus) stehen, ist der ganze Platz mit Besuchern voll. Überall stehen Tische die übervoll mit Brot und Würsten sind, sowie Häppchen mit Schweineschmalz, und Pesto zum aufstreichen. Zum Trinken gibt es Bier und einige Liköre, alles kostenlos. Irgendwann finden wir heraus, dass ein Partnerschaftsverein zusammen mit dem Rathaus diesen Tag veranstaltet, auf irgendeine Weise ist auch eine Italienische Schule daran beteiligt. Wir wollten danach noch am Place General de Gaulle ein Cafe besuchen, aber leider waren hier schon alle Stühle im Außenbereich belegt.

So kehren wir wieder um, und gehen zu unseren Fahrrädern zurück. Auf dem Weg schauen wir noch einer Schaustellerin zu, die mit einer Marionetten-Puppe spielt. Musikalisch begleitet wird sie von einer weiteren Frau auf einer Querflöte, auch hier schauen wir eine Weile zu.

Am Ufer schließen wir die Fahrräder auf und gehen zu Fuß über die Dromebrücke ans andere Ufer. Hier beginnt der Fahrradweg nach Mirabel-et-Blacons nach ein paar hundert Metern fahren wir am Skatepark Soubeyran vorbei, der sicher eine tolle Sache für die Jugendlichen vom Ort ist. Noch ein paar Meter weiter befindet der Camping-platz von Crest Les Clorinthes, den wir natürlich kurz anschauen. Mit unserem Campingplatz Gervanne in Mirabel et Blacons kann er nicht mithalten. Etwas später kommen wir noch an einem Kanu und Kajakverleih vorbei. Es ist aber wenig los, vielleicht wegen dem Niedrigwasserstand den wir zur Zeit haben. Nach ein paar Kilometer müssen wir durch den kleinen Ort Aouste-sur-sye fahren, gleich danach kommt ein Industriegelände, bis wir wieder an unseren schönen Lavendelfelder vorbei fahren.

Nach wenigen Minuten haben wir jetzt unseren Campingplatz erreicht. Die Temperatur ist weiter gestiegen, wir bewegen uns an der 30° Marke, und es wird noch weiter nach oben gehen. Als erstes machen wir eine kleine Brotzeit mit Käse, Schinken und Salami, dazu ein Radlerbier oder Alsterwasser wie es in Norddeutschland genannt wird. Danach beschäftigen wir uns mit dem AdBlue-Problem, die Ansage im Auto lautet mittlerweile „nur noch 500 Kilometer fahren bis das Auto steht„. Der Einfüllstutzen für die Harnsäure ist ziemlich klein, und ich habe keinen Trichter dabei. Mir kommen die besten Ideen, den Hals unserer Plastikflaschen zum einfüllen zu benutzen, nur die sind leider auch zu groß. Ein Holländischer Nachbar erkennt unser Problem, und bietet mir eine Einfüllhilfe (kein Trichter) an. Nach gut 15 Minuten sind die 5 Liter AdBlue Harnsäure) im Tank verschwunden. Als wir später den Kanister entsorgen wollen, tut sich wundersames (Im Boden des Kanisters befindet sich ein Einfüllschlauch), wir haben es einfach nicht gesehen.
Nach wir dieses Problem endlich gelöst haben, nehmen wir unsere kleinen Hocker und gehen zum Ufer der Drome hinunter und setzen uns ins kühle Nass. Nach einer Stunde gehen wir wieder zum Stellplatz zurück um einen Kaffee zum Trinken.

Bild oben: Auf dem Schuh befindet sich eine Zikade

Nach unserer Kaffeepause genehmigen wir ein kleines Schläfchen. Danach erledige ich Hauswirtschafts-Arbeiten wie zum zb. Wasser auffüllen im Caravan und in der Toilette sowie die Cassettentoilette entleeren. Kurz vor 16:00 gehen wir nochmals zum Pool hinauf, hier ist es inzwischen ruhig geworden. Die meisten Gäste sind wohl mittlerweile bei Ihren Wohnwagen. Inzwischen ist es früher Abend, heute gibt es zum Essen Leberkäse mit Ei, bei dieser Hitze ist jedes Essen eigentlich zu viel. Anschließend gehen wir durch den Camping spazieren, bei dieser Gelegenheit besuchen wir den zweiten Platzteil oberhalb der Straße. Hier gibt es neben den zahlreichen Miethäusern einige zum Teil sehr große Stellplätze, allerdings viele ohne genügend Schatten.

Jetzt sind wir schon wieder an der Poolanlage zurück, es ist ca. 20:30 vorbei, und es sind immer noch Badegäste im Pool. Heute Abend ist die Terrasse vom Restaurant voll mit Gästen, anscheinend gehen die Leute nur noch am Samstagabend zum Essen. Wir setzten uns auf eine der Bänke oberhalb des La Gervanne-Baches, der hier vorbei fließt und hundertfünfzig Meter weiter in die Drome fließt. Vor drei Jahren hatten wir hier noch einen guten Internet-Empfang, in diesem Jahr bekommen wir mit unseren Handys kein Netz. Ich habe extra noch bei einer Frau nachgefragt, die hier sitzt und im Handy liest. Sie hat einen prächtigen Empfang mit ihrem Gerät, vielleicht liegt es auch an unseren iPhone`s. Wir gehen wieder zum Platz zurück, hier gibt es als erstes einen Hugo mit Eis zum Trinken. Später trinke ich noch ein Glas Weizenbier, bis wir dann ins Bett gehen. Unsere Klimaanlage läuft schon seit ca. 18:00 mal sehen was sie heute bringt. Unsere Tagestemperatur lag bei über 34°.

Sonntag, den 19. Juni 2022

Heute Morgen sind wir schon um 7:00 aufgestanden, haben beide sehr gut geschlafen, die Temperatur im Caravan hat wohl gepasst. Heute geht meine Frau in den Shop um zu schauen was es außer dem Baguette noch für Brote zum Frühstück gibt. Sie hat Glück ihr Brot das sie bringt ist breiter als meines von gestern. Der Kaffee ist auch schon fertig, wir können mit dem Frühstück beginnen. Wie meistens gibt es verschiedene Marmeladen, Honig, dazu einen Schwarzwälder Schinken und einen holländische Gouda. Auch zwei hartgekochte Frühstücks-Eier finden den Weg auf unseren Tisch.
Auch heute wollen wir mir unseren kleinen E-Bikes eine kleine Fahrrad-Tour machen. Ich wähle mir dieses Mal einen Fahrradweg Richtung Osten aus, wir kommen aber nur etwa 3 Kilometer weit. Unser Weg ist ohne Schatten, mit Wind und geht an der Straße entlang. Wir drehen wieder um, und fahren auf dem selben Weg wie gestern nach Aouste-sur-sye. Hier fahren wir über die Brücke in den Hauptort bis zur D93 die durch den Ort führt. Auf dieser Straße die bis Mirabel-et-Blacons und noch weiter geht, soll es auch eine Art Fahrradweg geben. Wir erkennen dass unter Fahrradweg eine eingezeichnete Rad-Spur gemeint ist, die aber größtenteils auf beiden Seite ist. Hier gibt es viele Schattige Bäume am Straßenrand, so kommen wir gut zurecht. Am Ortschild von Mirabel et Blacons ist noch ein Hinweisschild über einen weiteren Campingplatz. Wir fahren in die angegebene Richtung, nach ca. 2 Kilometer ist noch nichts von dem Platz zu sehen, so drehen wir wieder um. Kurz vor Mittag sind wir wieder am Campingplatz zurück. Gerade fahren unsere Holländischen Nachbarn mit ihrem Auto an uns vorbei. Sie machen gerne Tagesausflüge mit dem Auto wie er mir gestern erzählte. Im Schatten unserer Caravan-Markise trinken wir zuerst ein Radlerbier, dazu gibt es Käse und Salami sowie die Reste vom morgendlichen Baguette. Kurz nach 13:00 gehen wir zum Pool hinauf, hier sind gerade ein paar Schattenplätze frei geworden. Kurz darauf drehen wir noch eine Runde im erfrischenden Wasser. Um 15:00 gehen wir dann zum Kaffee trinken an den Platz zurück, und eine Stunde später wieder hinunter zur Drome um unsere Füße zu kühlen. Nah am Ufer steht das Campalune ein Futuristisches Zelt ein paar Meter hoch auf Stelzen. Geschlafen wird oben, es gibt hier einen kleinen Kühlschrank und eine Espresso Kaffee-Maschine. Darunter befindet sich eine Terrasse mit Tisch und Stühlen, Plancha-Grill und Liegestühlen, hier kann man gemütlich Frühstücken.

Bild rechts: Das „Campalune“ ist ein gemütliches Nest in den Bäumen 

Heute ist auch schon unser letzter Abend im netten Camping Gervanne, morgen früh geht es weiter in die Provence bzw. an die Sorgue. Viel gibt es nicht zu tun, unsere E-Bike haben wir am späten Nachmittag schon in den Kofferraum gepackt. Die Markise rollen wir nach dem Sonnenuntergang ein, und die Tische und Stühle kommen noch vor dem ins Bett gehen ins Auto.

Montag, den 20. Juni 2022

Es ist 7:15 als wir aufstehen, wie schon erwähnt, heute geht es weiter nach Süden, unser nächstes Ziel ist der Campingplatz La Couteliere bei Fontaine-de-Vaucluse. Hier waren wir schon einige Male und es war immer schön am Ufer der Sorgue.
Aber eins nach dem anderen: Frühstücken müssen wir heute im Caravan, da wir gestern Abend unseren Tisch und die Stühle schon ins Auto gebracht haben. Bevor wir los fahren müssen wir aber unsere Klimaanlage noch abbauen.

Die Klimaanlage besteht aus einem Außen und einem Innenteil

Nachdem ich noch die Cassettentoilette entleert habe und frisches Toilettenwasser eingefüllt, die Caravanstützen drehe noch mit dem Accuschrauber hoch. Das Strom-kabel ist schon aufgerollt und verstaut, kann es losgehen.
Mit dem Mover (Elektroantrieb) fahre ich den Caravan auf den Weg um ihn gleich an unser Auto zu hängen. Jetzt geht es los, ein paar Hindernisse sind noch zu bewältigen, zwei Kurven sind wahnsinnig eng für unser 12 Meter Gespann. Mit Einweisen durch meine Frau passieren wir die Engstellen.

Um 8:45 verlassen wir den Camping Gervanne in Mirabel et Blacons. Die Wegstrecke ist heute kurz, nur etwa 160 Kilometer, etwas über 2 Stunden mit Pause werden wir brauchen. Bei Avignon machen wir eine kurze Rast, die Temperatur liegt jetzt am Vormittag schon bei 29° und die Tendenz geht weiter nach oben. Bei der Anschluss-stelle 24 verlassen wir die Autobahn und fahren weiter auf der D900 in Richtung Osten. Nach 20 Kilometer haben wir die Abzweigung nach Fontaine-de-Vaucluse erreicht. Jetzt sind es nur noch ein paar Kilometer. Um 11:10 haben wir unser Ziel erreicht, den Camping La Couteliere. Der Campingchef hat zusammen mit seiner Tochter eine Besprechung mit zwei jungen Leuten, gemeinsam besichtigen sie dann die zwei Waschhäuser. Ich vermute dass sie zu einem Campingführer gehören, etwas später habe ich den jungen Mann gesehen, wie er etwas im Waschhaus vermessen hat. In der Rezeption sitzt seine Frau, auf den ersten Blick habe ich sie gar nicht wieder erkannt. Ihre Haare sind etwas grauer geworden aber es steht ihr gut. Sie erkennt uns gleich wieder, es sind seit unserem letzten Aufenthalt drei Jahre vergangen. Vier Plätze kann sie uns anbieten, der Platz ist gut gefüllt trotz Corona. Es sind nicht unsere Wunsch-stellplätze, die noch frei sind, einige der Plätze sind ganz ohne Schatten und kommen gar nicht in Frage. Ein Platz in der ersten Reihe, wo wir in den vergangenen Jahren waren ist frei, aber auch er hat keinen Baum, der uns Schatten geben kann. Hier gegenüber vom Waschhaus sehen wir einen alten Bekannten, der fast jedes Jahr seinen 4 wöchigen Urlaub hier am Ca. Couteliere verbringt. Er kommt aus Nordholland, besser gesagt aus Friesland irgendwo bei der Stadt Groningen. Wir freuen uns, einander zu sehen, das letzte Mal war es im Jahr 2019, damals belegte er wie meistens den Platz Nr.2 am Beginn der Straße. Im Jahr 2020 ist er daheim in Holland geblieben, wie vermutlich die meisten Gäste hier, die ebenso aus den Niederlanden kommen. Man muss ihn bewundern, mit 78 Jahren noch so eine weite Fahrt mit dem Caravan zu machen. Ohne genau zu wissen welche Route er fährt, aber 1300 Kilometer sind es bestimmt, bis hierher nach Lagnes in der Provence.

Ich kann nichts dafür: aber meine Frau findet mich offensichtlich Fotogen

Wir entscheiden uns für den Platz 44, der in der Nähe der Rezeption ist, auf dem Nachbar-Stellplatz waren wir schon mal. Er ist ganz unter den dichten Bäumen, wir hatten die vergangenen Tage immer über 35°. Es soll ja in den nächsten Tage die Temperatur etwas herunter gehen, bevor die 35° Marke wieder nach oben überschritten wird. Der Stellplatz ist riesig, zumindest denken wir das, ich fahre den Caravan mit dem Mover (Elektroantrieb) hinein und möchte ihn hinten umdrehen. Wir wollten parallel zur Straße stehen, aber es geht nicht der Platz ist zu schmal. So dauert es natürlich länger bis wir endlich stehen, und die Stützen herunter drehen können.
Wir haben noch Reste von unserem Nudelsalat von gestern Abend der muss weg, die Mayonaise im Nudelsalat hält die Temperatur nicht aus, dazu gibt es noch etwas Baguette von heute Morgen. Es ist schon 14:00 vorbei, als wir endlich mit unseren kleinen Hockern auf die kleine Insel auf der Sorgue gehen können. Auch sie hat sich etwas verändert, der Chef hat einen der großen Bäume gefällt, und schon schaut alles etwas anders aus.

Wir bleiben eine gute Stunde hier am Ufer, zuerst bleibt alles ruhig, aber nach einer halben Stunde kommen die ersten Kanus vorbei. Zweihundert Meter Flussaufwärts ist ein Kanuverleih, wo wohl die meisten Ihr Kanu mieten. Heute sind es vorwiegend Ehepaare und Familien die den Fluss herunter kommen. In den vergangenen Jahren sind es Schülerklassen mit Ihren Lehrern und andere Jugendliche gewesen. Das war ein Heidenspaß ihnen zuschauen. Sie spritzten einander an, fuhren in die anderen Kanus hinein, oder fahren in die Büsche. Man konnte vom Stellplatz aus schon hören, wenn eine Horde Jugendlicher kommt. Später gehen wir zum Wohnwagen zurück, um eine Tasse Kaffee zu trinken, dazu gibt es einen Streuselkuchen mit Kirschen zum Essen.

Etwas später am Nachmittag machen wir einen kleinen Spaziergang über den Ca-Platz, er ist ja ziemlich überschaubar. Wie es ausschaut hat der Chef an der Durchgangsstraße eine Lärmschutzwand gebaut, und dafür einige der Stellplätze still gelegt. Jetzt gehen wir noch kurz zum Pool, die Sonne ist nicht allzu kräftig heute Es soll die nächsten Tage etwas kühler werden.
Um 17:00 verlassen wir den Campingplatz zu einem weiteren kleinen Spaziergang, wir gehen zu einer Brücke die über die Sorgue führt. Hier teilt sich die Straße nach LÌsle-sur-la-Sorgue und nach Fontaine-de-Vaucluse. Auf der Brücke machen wir ein paar Fotos, es ist leider schon ziemlich spät, sonst würde man Kanufahrer die hier am Kanuverleih ein Boot besteigen, oder von weiter Flussaufwärts kommen sehen.

Die Sorgue ist von hier bis zu ihrer Quelle gerade mal ca.3 Kilometer lang, und führt in meinen Augen sehr viel Wasser.

Gegenüber vom Campingplatz war auf der anderen Straßenseite ein Kletterpark mit vielen Besuchern, man konnte sie oft bis in den Campingplatz hören. Aber dieses Jahr ist er wohl geschlossen (Corona ?).
Die vergangenen Jahre waren im Eingangsbereich viele blühende Blumen, die ich diesesmal vermisse. Es gibt aber schon noch Stellplätze die mit hübschen Oleander-büschen umrandet sind.

Nach dem Abendessen sitzen wir mit einem Glas Wein bis etwa 22:00 vor dem Caravan bzw. an der Straße, weil es unter den Bäumen, wo wir stehen, schon ziemlich dunkel ist. Bald darauf machen wir uns im nahegelegenen Waschhaus bettfertig.
Die Temperatur lag heute unter 30°, und im Caravan haben wir vor dem ins Bett gehen, kühle 23° erreicht eine angenehme Temperatur zum Schlafen.

Dienstag, den 21. Juni 2022

Kurz vor 7:30 ist es als wir aufstehen, die Nacht haben wir ausgezeichnet geschlafen, es war ja nicht so warm wie in der vergangenen Woche. Gestern Nachmittag haben wir in der Rezeption unser Baguette für heute Früh bestellt. Kurz vor 8:00 bin ich zur Rezeption vor um unser Baguette zu holen, aber es war noch alles geschlossen, der Chef macht erst um Punkt 8:00 seinen Backshop auf. Die Morgensonne schaut schon etwas durch die dichten Bäume. Nach dem Frühstück, das für unsere Begriffe reichhaltig ist, holen wir unsere E-Bikes aus dem Auto. Das ist immer mit etwas Arbeit verbunden, weil sie ja fest verzurrt im Kofferraum sind. Heute Vormittag wollen wir mit Ihnen eine kleine Tour machen. Das letzte Mal vor drei Jahren haben wir eine kleine Straße gefunden, die nicht allzu viel Autoverkehr hat. Kurz nach 10:00 fahren wir los, es geht zum Campingplatz hinaus, auf der Hauptstraße nach rechts, kurz einen Schotterweg entlang. Wir kommen an einem kleinen Hotel vorbei, wenig später kommt eine weitere Straße in die wir einfahren. Dort fahren wir an dem Belambra Clubs „Le Domaine de Mousquety“ vorbei. Hier stehen seit einiger Zeit neue Apartmenthäuser, die wir beim letzten Mal in 2019 noch nicht gesehen haben. Wir fahren auf der Rte. de Lagnes weiter bis zur D901 die von LÌsle-sur-la-Sorgue bis zur Hauptstraße D900 und weiter bis nach Apt führt. Bei der Domaine Tourbillon die einem einheimischen Winzer gehört halten wir kurz an, biegen hier auf die Straße D24 die nach Fontaine-de-Vaucluse bzw. unserem Campingplatz geht, ab. Auf dem großen Parkplatz vor der Domaine befindet sich ein Obst und Gemüsestand. Meine Frau schaut kurz durch die Markstände, aber die Preise sind ihr etwas zu hoch. So kauft sie nur eine Gurke für unser Abendessen. (Es muss an dieser Stelle mal erwähnt werden, dass im Europäischen Vergleich unsere Preise in Deutschland größtenteils noch sehr human sind).

Vor der Domaine befindet sich ein Schau-Beet mit Weinreben

Kurz vor unserem Campingplatz sehen wir auf der rechten Seite mehrere Obstfelder, darunter auch ein Feld mit Kirschbäumen (französisch Cerises), hier haben wir schon vor drei Jahren ein paar Kirschen genascht. Ich kann nicht widerstehen, stelle mein E-Bike ab, und gehe unter die Bäume. Der Bauer hat sein Kirsch-Feld schon abgeerntet, aber vereinzelne Bäume sind immer noch voll mit den Früchten. Die Kirschen sind süß und schmecken ausgezeichnet, als wir sie probieren. So nehmen wir noch eine Hand-voll der Kirschen zum Campingplatz mit. Hier essen wir nur noch ein paar der süßen Früchte, da sie sehr verdauungsfördernd sind, wie ich seit unserem letzten Urlaub hier weiß. Meine Gattin hat gerade noch Kartoffeln gekocht und geschält, heute Abend gibt es Putenschnitzel mit Kartoffelsalat und Gurken.

Anschließend nehmen wir unsere Stühle und gehen auf unsere kleine Insel an der Sorgue. Hier ist heute wahnsinnig viel los. Verschiedene Schülergruppen mit ihren Lehrern fahren bei uns vorbei, das ist ein Heidenspaß mit Ihnen. Wie ich schon erzählte, sie spritzen sich an, fahren mit Ihren Kanus ineinander, und fahren in die niedrigen Bäume und Büsche am Ufer. Nach einer etwa einer Stunde kehren wir zum Caravan zurück, dort gibt es einen Cappuccino, wir haben dazu immer noch einen Streuselkuchen mit Kirschen. Das Wetter schaut nach Gewitter aus und Regen, so dass wir trotz unserm Schattigen Stellplatz noch unsere Markise ausrollen, damit wenigstens der Boden vor dem Wohnwagen trocken bleibt.

Schon heute Morgen beim Frühstück hatten wir Besuch von einer Ente aus der nahen Sorgue. In all den Jahren wo wir hier auf dem Campingplatz sind, ist so etwas noch nie vorgekommen. Jetzt um 15:00 kommt sie wieder des Weges. von mir bekommt sie ein Stück Kuchen, der Ihr offensichtlich sehr gut schmeckt. Gemüse mag sie nicht so gerne, meine Frau bietet Ihr ein Stück Gurke an, die sie aber verschmäht.
Wie wir später hörten, besucht sie eine ganze Reihe von Stellplätzen, um nach Futter zu schauen/betteln.

Heute Abend gibt Putenschnitzel mit Kartoffelsalat dazu eine Gurke, die wir heute Vormittag am Gemüsestand an der Domaine Tourbillon gekauft haben. Danach sitzen wir wie jeden Abend vor dem Caravan, als erstes trinken wir einen Aperol Spritz gut gekühlt. Meine Frau hat etwas Prosecco mit auf die Reise genommen. Hier spricht uns eine Frau aus dem Raum Karlsruhe an, sie meint bei uns schaut es recht gemütlich aus. Die bunten Lämpchen am Caravan dazu noch der Aperol Spritz. Wir unterhalten uns noch eine Weile, sie und Ihr Mann sind Campinganfänger. Die beiden haben einen einjährigen Sohn, und erst vor kurzem einen nagelneuen Caravan der Marke Hymer gekauft. Wenig später trinkt meine Gattin noch einen Rotwein, ich persönlich trinke lieber einen Sangria oder einen CubaLibre.
Kurz nach 22:00 gehen wir dann in die Koje, irgendwann in der Nacht fängt es leider an zu Regnen.

Mittwoch, den 22.06.2022

Wie fast jeden Morgen stehen wir gegen 7:30 auf, es regnet leider immer noch ein bisschen. Ich gehe zur Rezeption, es ist schon 8:00 vorbei und der Chef hat seine Bäckerei-Verkaufsstelle aufgemacht. Ich hole unser Baguette und die bestellten Croissants, dann wird erst gemütlich gegessen. Unsere Schweizer Nachbarn sie sind aus Luzern, packen zusammen anscheinend geht es heute weiter. Die Frau spricht mich auf meinen Reiseblog an. Sie meint so einen Blog würde sie auch gern schreiben, aber wie es halt so ist, man möchte viel, macht es dann doch nicht. Mal hat man keine Zeit oder sonstige Gründe die dagegen sprechen.
Unser Wetter ist heut nicht allzu gut, der Mistral (starker Wind in der Rhone Ebene) meldet sich immer wieder mit starken Böjen. Gegen 10:00 soll das Wetter wieder besser werden, was sich dann auch bewahrheitet.
Wir steigen auf unser Fahrrad, heute probieren wir eine andere Route aus, unser Ziel bleibt aber nach wie vor die kleine Stadt LÌsle-sur-la-Sorgue. Nach der Brücke über die Sorgue biegen wir nach links in die Chemin du Pigeolet ein. Nach ca. 3 Kilometer biegt sie in die D25 ein, die von Fontaine de Vaucluse kommt, nach einem weiteren Kilometer haben wir die Stadt und den ersten Kreisverkehr erreicht. Hier fahren wir nach links auf der Cours Fernande Peyre weiter. Man könnte meinen, dass sie eine Prachtstraße wäre, auf jeden Fall ist sie ziemlich breit, und die ehemaligen Parkplätze an der Straße sind mit Stein-Pollern blockiert. Auf dem Fahrrad und Fußgängerweg fahren wir jetzt Stadt einwärts, kommen noch am Super U vorbei, wo wir des öfteren mit dem Auto geparkt haben. An der Porte des Bouigas haben wir dann das Zentrum erreicht, wo am Donnerstag der Bauernmarkt und am Sonntag der große Markt stattfindet. Ab hier stehen am Sonntag die ersten Marktstände das ganze Ufer der Sorgue entlang, bis zur Rue de la Republique. Hier teilt sich das Markttreiben nach links über eine Sorguebrücke und weiter fast bis zum Jardin Public (Kleiner Park mit Schattigen Bäumen, in dem in den vergangenen Jahren, Hobby-Chansonsänger ihr Debüt gegeben haben). Auf der anderen Straßenseite geht es die Rue de la Republique entlang, bis zur Kirche Notre-Dame des Anges die am Place de la Liberte steht. Der Sonntagsmarkt in LÌsle-sur-la-Sorgue (der Trödelmarkt ist weit bekannt) und einer der größten hier in der Gegend.

Wir schieben also unsere E-Bike`s über die Quai Jean Jaures, die an einem Seitenarm der Sorgue entlang geht. Überall stehen Männer im Wasser, teilweise auch mit Booten um mit Rechen und Hacken den starken Algenbewuchs einzudämmen. Sie reißen die Algen los, und die Strömung nimmt sie dann mit. Ob sie dann irgendwo wieder aufgefangen werden, und entsorgt werden, können wir nicht erkennen.
In den vergangenen Jahren waren die Restaurant am Ufer der Sorgue fast immer gut besucht. Aber heute (mit Corona) ist alles leer. Wir biegen jetzt in die Rue de la Republique ein auch hier herrscht Leere. Einzig am Place de la Liberte sind ein paar Cafe`s besucht. Wir stellen unsere Fahrräder beim Cafe de France ab und setzten uns an einen der kleinen Tische, die im Schatten der großen Platanen und Sonnenschirmen stehen. Beim Kellner bestellen wir zwei kleine Bier, und schauen dem regen Treiben am Place de la Liberte zu. Nach einer dreiviertel Stunde gehen wir dann wieder weiter, beim Tourismusbüro hole ich mir noch eine neue Stadtkarte von LÌsle-sur-la-Sorgue. Der Himmel ist schon wieder grau, und wir wissen nicht wann der nächste Regen kommt. Über die D901 fahren wir in Richtung unserem Campingplatz. Am Stadtrand kommen wir am Camping La Sorguette vorbei, ihn haben wir in den vergangenen Jahren schon mehrmals angeschaut. Wir konnten uns aber niemals für Ihn richtig begeistern. So dass wir heute, auch wegen des zweifelhaften Wetters an ihm vorbei fahren. Nach ein paar Kilometer biegen wir in die Route de Lagnes ein, wo wir nach weiteren 2 Kilometer schon wieder auf die D24 kommen. Kurz vor unserm Campingplatz kommen wir an unseren Kirschbäumen vorbei, Kurz unsere E-Bike`s abgestellt, es sind immer noch viele Kirschen an manchen Bäumen. Wir nehmen mehr als eine Handvoll der süßen Früchte zu unserem Campingplatz mit. So brauchen wir eigentlich nicht mehr zu dem kleinen Städtchen Venasque fahren, wo wir in den vergangenen Jahren unsere Kirschen geholt haben.

(Wo werden die meisten Kirschbäume in Frankreich angebaut? Die Region mit den höchsten Konzentration an Kirschbäumen befindet sich in Vaucluse, in den Monts de Venasque. Hier entstand 1978 die erste Kirschmarke der Spitzenklasse: die Venasque-Kirsche, die sehr süß und duftend ist).

Nach einer kleinen Brotzeit statten wir dem Pool noch einen Besuch ab, die Sonne ist zwischenzeitlich wieder da. Hier verbringen wir eine gute Stunde, bevor es zurück zum Stellplatz geht.
Heute Nachmittag ist ein älteres Wohnmobil aus dem Raum Ravensburg auf dem Campingplatz angekommen, den Fahrer treffe ich wenig später bei unserem Wasch-haus und kommen gleich ins Gespräch. Er ist ein ehemaliger Koch mit eigenem Restaurant, das er aus Gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Heute ist er Frührentner und mit seiner Frau und seinem Wohnmobil unterwegs, auch immer wieder in Südfrankreich.
Am späten Nachmittag brechen wir nochmals auf und fahren mit dem Auto nach Fontaine-de-Vaucluse zur Quelle der Sorgue. Immer wenn wir hier am Campingplatz waren, haben wir auch die Quelle besucht. Nachdem wir die obligatorischen 4 Euro an Parkplatzgebühren bezahlt haben, dieses Mal steht ein Parkautomat am Eingang. Leider ist steht der Gebrauch des Automaten nur auf Französisch, mit Hilfe einer Parkplatz-Besucherin meistern wir das Problem. Vom Parkplatz gehen wir ca. 200 Meter Richtung Ort. Neben der Auto-Brücke steht ein altes Wasserrad, leider ist es nicht mehr in Betrieb. Wir gehen weiter an den vielen Restaurants die hier am Ufer stehen, aber alle sind geschlossen, genau wie die Hälfte aller Souvenier-Geschäfte hier im Ort geschlossen sind (Corona).

Es geht jetzt den schattigen Weg am Fluss entlang bis hinauf zur Quelle, die unterhalb einer 230 Meter hohen Steilwand liegt. Am Ende des Weges ist eine Absperrung, die man eigentlich nicht überklettern sollte. Einige halten sich nicht an diese Regel, ich auch nicht. Hinter der Absperrung geht es ca.30 Meter über ein Geröllfeld nach unten. Der Höllenschlund oder das große Loch (geschätzt ca. 10 Meter Durchmesser) hat heute sehr wenig Wasser, man kann sehr weit nach unten klettern. Ich halte aus Respekt einen größeren Abstand vom Rand (Ein Pärchen ist noch einige Meter weiter nach unten gegangen).

Hier ein paar Bilder aus dem Jahr 2018.

(Im Jahr 2018 hatten wir den höchsten Wasserstand im Quelltopf, den wir je hier gesehen hatten. Damals machte ein junger Mann eine Seilakrobatik über das Wasserloch der Quelle. Er fiel aber immer wieder vom Seil ins Wasser)

Leicht enttäuscht gehen wir den Weg wieder nach unten, 100 Meter weiter ist vom Wassermangel im Fluss nichts mehr zu spüren. In dem kleinen Souvenier-Shop am Weg, den wir immer wieder mal besuchen, kaufen wir dieses Mal eine wunderschöne Wanduhr aus Keramik für unseren Balkon, dazu einen Salamander für den Garten. Dann gehen wir zurück zum Auto zurück, auf dem Weg durchfahren wir die Pont-Aqueduc de Galas eine Bogenbrücke aus dem vorherigen Jahrhundert, sie ist mit ihren 13 halbkreis-förmigen Bögen mit einer Öffnung von 9 Metern gute 159 Meter lang. Auf ihr läuft der Carpentras-Kanal der zur Bewässerung dient.

Kurz darauf sind wir wieder auf unserem Campingplatz angekommen. Zum Abendessen gibt es heute eine Brotzeit, mit Bratensülze, Käse, Schinken und Heringsfilet auf Baguette. Nach dem Geschirr spülen, das mein Job ist im Urlaub machen wir wie jeden Abend einen Spaziergang über den Platz. Wieder vor dem Caravan angekommen stellen wir unseren Tisch aus dem Schatten unserer Bäume an den Straßenrand. Wir haben schon lange bereut, dass wir den Caravan so weit unter die Bäume gestellt haben. Aber nach der Hitze der vergangenen Tage mit durchschnittlich 36° erschien uns das vernünftig.
Kurz nach 22:00 machen wir uns im Waschhaus fertig, morgen ist ja auch noch ein Tag.

Donnerstag, den 23. Juni 2022

Kurz vor 7:30 stehen wir heute auf, machen die Morgentoilette in unserem Waschhaus. Meine Frau macht danach den Kaffee fertig und ich decke den Tisch. Kurz vor 8:00 gehe ich zur Rezeption wo der Chef soeben seinen Backshop öffnet. Die Ausgabe der Backwaren übernimmt er immer selber, während die Rezeption erst später öffnet. Wie meistens haben wir zum Frühstück ein Baguette und zwei Croissants bestellt.
Nach unserem gemütlichen Frühstück machen wir uns fertig, denn heute Vormittag ist Bauernmarkt in LÌsle-sur-la-Sorgue. Wie gestern mit dem Fahrrad fahren wir auch heute auf der D25 in die kleine Stadt. In den vergangenen Jahren haben wir meistens beim Super U geparkt, heute fahren wir ein Stückchen weiter auf der Cours Fernande Peyre Richtung Stadtmitte. Auf der linken Seite kommt jetzt ein Parkplatz-Schild, wo wir einbiegen. Wie es sich herausstellt ist der Parkplatz leider nur für die Anwohner, so stellen wir unser Auto am Straßenrand ab und gehen bis zum Porte de Boui`gas. Hier beginnt normalerweise der große Markt, heute ist nichts davon zu sehen. Erst in der Mitte der Uferpromenade am quai Rouget de Lisle sind die ersten Marktstände aufgebaut. Wir schlendern gemütlich an den spärlichen Verkaufstischen vorbei. Meine Frau kauft an einem Lederwarenstand zwei Geldbörsen aus Kork für unsere Töchter. Wie gestern gehen wir durch die Rue de la Republique, in einem Schuhgeschäft kauft meine Frau ein paar neue Sandaletten. Die alten Treter haben im Urlaub ihren Geist aufgegeben (trotz unserer großen Rettungsaktion auf dem Camping Cervanne). Auch hier in der Straße sind keine weiteren Verkaufsstände zu sehen. Erst am Place de la Liberte finden sich wieder Händler mit Agrarprodukten.

Wir sind ziemlich enttäuscht, wie gestern schon in Fontaine de Vaucluse (Corona hat viel angerichtet).
Als nächstes gehen wir durch den Jardin Public, früher spielte hier Musik und einer der vielen begnadeten Chanson-Sänger gab hier sein Debüt. Heute ist niemand hier zum Singen. Nahe des Jardin Public befindet sich ein kleines Cafe, hier lassen wir uns nieder um einen Cappuccino bzw. eine heiße Schokolade zu trinken.

Nach einer guten Stunde fahren wir wieder zum Campingplatz, eigentlich wollte ich wie jedes Mal hier eine billige Armbanduhr kaufen. Dieses Jahr war leider kein Uhren-Verkäufer zu finden.
c’est la vie.
Den Nachmittag verbringen wir teilweise wieder auf der Insel am Sorgue-Ufer, wo sich wieder viele Jugendliche und andere Kanufahrer auf dem Fluss tummeln. Als wir am Caravan unseren Cappuccino trinken, spricht uns eine Frau an. Es stellt sich heraus, dass sie die Frau des Ravensburger Kochs ist. Im Verlauf des Gespräch kommt heraus das wir gemeinsame Bekannte in Ottobeuren haben.

Freitag, den 24.06.2022

Wie jeden Morgen ein gutes Frühstück vor dem Caravan, einschließlich der notwendigen Morgentoilette. Kurz nach 10:00 fahren wir nochmals nach LÌsle-sur-la-Sorgue zum Intermarche. Hier möchte meine Frau für unsere Enkelin eine Sonnen-brille mit einem Motiv von paw patrol kaufen, auf den die Kleine so steht. Nach einem Infoanruf per Handy bei meiner Tochter kann der Kauf nun stattfinden. Als wir aus dem Supermarkt heraus kommen schaut der Himmel zum fürchten aus. Offensichtlich zieht ein Unwetter heran.

Wir schauen, dass wir zum Campingplatz zurück kommen.
Im Verlauf des Nachmittags stelle ich an meinem Campingstuhl starke Beschädigungen am Sitzteil fest. Es ist jetzt das eingetreten, was ich seit vielen Jahren befürchtet habe, das ein Campingstuhl während eines Urlaubes kaputt geht. Aber meine Frau glaubte ja immer wieder, der geht schon noch. Zwischenzeitlich haben wir probiert den Camping-stuhl mit einem Starken Textilband zu reparieren, was aber nicht funktionierte.
Meine Gattin fragt in der Rezeption nach dem nächsten Campingshop hier in der Gegend, es soll sich einer in der Nähe von Avignon befinden. Ich erspare mir den Verlauf der Wegstrecke zu erzählen, der Hinweg wie auch der Rückweg waren eine Katastrophe. Wir mussten wegen 3 – 2 Kilometer Weg auf die Autobahn auffahren, und natürlich auch eine Gebühr bezahlen.
Einzig die hier gekauften Stühle waren ein Lichtblick. Für den gesamten Weg von etwa 70 Kilometern brauchten wir inclusive den Kauf der beiden Stühle ca. 2 – 2,5 Stunden. Wobei die Beratung und der Kauf bei ca. 15 Minuten lag.
Heute Abend kaufen wir eine Pizza beim Chef, vor vielen Jahren haben wir schon einmal hier eine Pizza bestellt. Man sollte so etwas nicht tun, eine französische Pizza ist anders als wir sie gewöhnt sind. Die heutige war auch keine Überraschung für uns. Den Tisch und die Stühle haben wir am Abend noch ins Auto gebracht

Samstag, den 25.06.2022

Um 7:00 waren wir heute Morgen schon wach, waren kurz im Waschhaus zur Morgentoilette. Danach haben wir unsere Klimaanlage abgebaut und verstaut, dafür brauchen wir etwa 20 Minuten. Im Anschluss gehe ich zur Rezeption wo der Chef mir die bestellten Croissants und das Baguette übergibt.
Heute Morgen wollen wir weiter fahren nach Saint-Remy-de-Provence einem kleinen Städtchen hier in der Provence. Auf dem Campingplatz Monplasir haben wir schon viele schöne Tage verbracht. Wie auf jedem der vielen Plätze, die wir auf unseren alljährlichen Touren besuchen, sind wir auch hier nur ein paar Tage zu Gast.

Um 8:30 verlassen wir den Camping La Couteliere, nachdem wir uns herzlich beim Platzbesitzer verabschiedet haben. Es sind nur je nach Fahrstrecke ca. 38 Kilometer, für die wir etwa 50 Minuten brauchen. Wir fahren über die D938 in Richtung Cavaillon ersparen uns dadurch den Verkehr im Nahbereich der Großstadt Avignon. Hier geht es dann über eine Brücke über die Durance (die den Beinahmen die wilde Durance trägt). Auf der D99 geht es weiter, zuletzt durch eine Platanenallee, die aber in den letzten Jahren durch eine Krankheiten stark geschrumpft ist. Die letzten 10 Kilometer waren eine Baustelle, die Fahrbahn war abgefräst, teilweise mit großem Schotter belegt. Einmal sind wir in ein großes Loch (geplumpst) das nicht vorhersehbar war. Es ist Gottseidank im Caravan nichts passiert.
Kurz vor halb Zehn haben wir unser heutiges Ziel erreicht. Wie die vergangenen Jahre haben wir auch heute keinen Stellplatz reserviert. Die Bedienstete in der Rezeption erzählt uns zuerst der Ca.-Platz ist voll belegt. Erst nachdem sie im Computer nachschaut und hier feststellt dass wir eigentlich Stammgäste sind, bemüht sie sich um eine Stellplatz-Alternative für uns. Sie bietet uns für heute den Stellplatz mit der Nummer 47 an, am nächsten Tag müssen wir dann auf Platz Nummer 49 für die nächsten vier Tage ausweichen. Uns bleibt nichts anderes übrig als dieses Angebot anzunehmen (auf dem Campingplatz Monplasir ist einen Stellplatz während des Aufenthaltes zu wechseln seit vielen Jahren, Sitte und Brauch). Anscheinend werden den anfragenden Camping-Gästen bei einer Buchung die Stellplätze mit der Platznummer versprochen, oder die Gästen fragen nach ihnen bekannten Stellplätzen.
Die uns angebotenen Stellplätze befinden uns auf dem älteren Teil des Campingplatzes, wo noch vor einigen Jahren viele alte und hohe Bäume gestanden sind. Heute sind die alten Bäume beschnitten und oder teilweise gar nicht mehr vorhanden. Wir sind das erste Mal im Jahr 2011 auf diesem schönen Campingplatz gewesen und haben uns immer hier wohl gefühlt. Unser erster Stellplatz befindet sich in der nächste Straße nach links. Die Plätze hier sind alle relativ groß, sie kosten natürlich auch etwas mehr als andere. Mit dem Mover (Elektroantrieb) fahren wir unseren Caravan in kürzester Zeit auf den Platz. Auch der übrige Aufbau geht sehr schnell voran, die Temperaturen steigen hier in Saint Remys… wieder auf 35°. Wir haben Glück unser Stellplatz ist von ein paar kleinen Bäumen umrahmt, die uns Schatten geben können.

Nach einer gemütlichen Brotzeit um die Mittagszeit und einem Cappuccino einige Zeit später halten wir Ausschau nach Bekannten aus alter Zeit. In einem Mobilhome eine Straße weiter zuvor verbrachte ein älterer Holländer mit seiner Frau über Jahre hinaus hier seinen 4 wöchigen Urlaub. Sein schwarzer Mitsubishi steht heute und an den folgenden Tagen auch nicht mehr vor dem bewussten Mobilhome. Auch am Pool wo sie Stundenlang waren, sind die beiden nicht mehr zu sehen, Corona oder das Alter der beiden hat wohl zugeschlagen.
Kurz nach 16:00 besuchen wir die nette Poolanlage, die immer noch einen gepflegten und netten Eindruck hinterlässt. Knapp Eineinhalb Stunden verbringen wir hier, bevor es zurück zum Stellplatz geht.

Während wir genüsslich vor unserem Caravan sitzen, fährt ein französisches Ehepaar mit zwei Oldies in unsere Straße. Die beiden kommunizieren während der Einfahrt über Sprechfunk miteinander. Zwei Stellplätze weiter stellen sie ihre alten Fahrzeuge ab, wo meine Frau ein paar Bilder von den beiden Oldtimern macht.
Zum Abendessen gibt es heute Spaghetti Bolognese dazu ein Glas Weizenbier für mich. Meine Frau trinkt ja meistens ein Glas Wein. Etwas später machen wir einen Rundgang durch den Campingplatz, zuletzt waren wir im Juni 2019 hier, aber im neueren Platzteil auf Platznummer 105 direkt hinter dem Waschhaus.
Den weiteren Abend verbringen wir bei einem Glas Aperol Spritz und einem CubaLibre den ich sehr gern trinke. Wie meistens gehen wir kurz nach 22:00 ins Waschhaus um uns Bettfertig zu machen.
Die Tagestemperatur lag heute wieder bei etwa 36°.

Sonntag, den 26.06.2022

Heute Morgen müssen wir unseren Stellplatz wechseln, von Platz Nummer 47 zwei Plätze weiter auf die Nummer 49. Es ist kurz nach 7:30, als wir aufstehen, die Rezeption bzw. der kleine Einkaufsladen mit dem Backshop hat erst um 8:00 geöffnet. Unser neuer Platz ist noch mit einem Caravan aus der Schweiz belegt. Vor dem Wohnwagen steht zusätzlich noch ein Motorrad, aber die Besitzer lassen sich noch Zeit mit der Abreise. Bis 11:00 müssten sie den Platz eigentlich verlassen haben, mal sehen ob es klappt. Wir machen erstmals unser Frühstück, bevor wir die Kurbelstützen hochdrehen. Währenddessen schaffen die Schweizer ihre Abreise, sie haben einen Knaus Deseo mit großer Hecktüre. Mit Hilfe einer Rampe schieben sie ihr Motorrad durch die hintere Türe in den Wohnwagen hinein. Dann fahren sie auch schon los.
Wir holen unsere Markise herunter, lassen sie einfach die paar Meter am Caravan hängen und mit Hilfe unseres Movers (Elektroantrieb) schicken wir unseren Caravan auf die große Reise zum übernächsten Stellplatz. Wir erregen auf den Nachbarplätzen einiges Aufsehen während der kurzen Fahrt, offensichtlich gibt es hier einige Camper die noch niemals einen Caravan-Mover in Aktion gesehen haben.
Ich war mir nicht sicher, ob die Batterie von unserem Mover diesen Weg noch schaffen würde, immerhin ist sie auch schon einige Jahre alt. Aber es ging alles gut, nach wenigen Minuten haben wir den neuen Platz erreicht. Nachdem der Wohnwagen ins Wasser gestellt ist, drehe ich noch die Kurbelstützen mit dem Accuschrauber herunter. Danach richten wir noch schnell die Markise hoch und holen unseren Tisch und die neuen Stühle auf den neuen Platz. Auch hier gibt es zwei kleine schattige Plätzchen, wo man den heißen Sonnenstrahlen etwas entgehen kann. Im Moment liegt die Temperatur bei etwa 28°, warten wir mal auf den Nachmittag.
Um 14:00 steigen wir ins Auto, um nach Le Baux zu fahren, das ist ein kleiner Ort direkt hinter den Alpilles, die sich gleich nach Saint Remy de Provence erstrecken. Wir fahren über die D27 das ist eine kleine Straße die zuerst durch einen Wald und später über den Kamm der Alpilles führt. Auf der Südseite der Alpilles angekommen, hat man jetzt eine wunderbare Aussicht auf Le Baux den kleinen Ort sowie auf die Festung der Herren von Le Baux.

Das Fürstenhaus Les Baux leitete seine Herkunft von einem der Heiligen Drei Könige, Balthasar ab, und führte deshalb den Stern von Betlehem in seinem Wappen. Hier wurden im Mittelalter grandiose Feste gefeiert, es konnte allerdings auch passieren dass missbillige Gäste vom Festungsfelsen gestürzt wurden. Es war eine sehr mächtige Familie die hier herrschte, bis Kardinal Richeleu bei Abwesenheit der Burgherren die Festung schleifen lies. Es gab so einige Exesse zu dieser Zeit im Süden Frankreichs, die Adligen hatten freie Hand bei Ihrem Tun (so auch der Marquis de Sade in Lacoste).
Nach dem Vertrag von Peronne 1641 wurde Les Baux sowie Saint Remy de Provence als Lehen dem Fürstenhaus von Monaco übergeben.

Bevor wir aber den Ort erreichen kommen wir am Carrieres de Lumieres einem gewaltigen unterirdischen Steinbruch vorbei.
In diesem Steinbruch gibt es die größte Multimedia-Einrichtung von Frankreich. Jedes Jahr werden hier einzigartige multimediale Ausstellungen durchgeführt, die sich den großen Namen der Kunstgeschichte widmen. Mit 70 Videoprojektoren und 70 Servern werden die Bilder auf einer Fläche von über 6000 m² auf den Stein projiziert. Hier werden unter anderem Bildprojektionen: von Van Gogh; Marc Chagall; Pablo Picasso dargestellt.

Dieses Mal fahren wir am Dorfeingang vorbei etwas die Straße hinunter Richtung Maussanne, bis wir einen Parkplatz für unser Auto finden. So schlenderten wir später durch das schöne Bergdorf mit seinen Natursteinhäusern und engen Gassen und den vielen Souvenirläden, Boutiquen und Bistros. Heute ist sehr viel los hier im Dorf, was man an den vielen parkenden Autos auf den Zufahrtsstraßen gut erkennen kann.

Wir besuchen die Kirche St. Vincent 12. Jahrhundert sowie die Büßerkapelle eine ehemalige Kapelle aus dem 17.Jahrhundert. beide stehen auf einer kleinen Aussichts-terrasse. Im Jahr 1937 wurde die Kapelle wieder errichtet die heute wunderschöne Wandmalereien trägt. Das Innere der Kapelle, früher ein Kreuzrippengewölbe, ist mit Fresken von Yves Brayer (1974) geschmückt, die an den Seitenwänden das Weihnachtsfest der Schäfer in der provenzalischen Tradition zeigen.

Jedes Jahr wenn wir hier in Le Baux sind, besuchen wir in ein kleines Bistro auf einer Terrasse um eine Crepes zu essen, und dazu ein Glas Wein, meist einen Rose zu trinken. Zielbewusst steuern wir das bewusste Bistro an und nehmen an einem der kleinen Tische Platz. Bis dann eine Bedienung uns mitteilt, dass heute schon das Lokal geschlossen ist. Enttäuscht stehen wir auf und verlassen das Bistro, in dem wir schon einige Jahre eine Crepes gegessen haben. An ein/ zwei Tischen sitzen immer noch ein paar Gäste. Ob es sich hier um eine geschlossene Gesellschaft handelt wissen wir nicht. Wir probieren es dann ein paar Gassen weiter, hier ist eine wunderschöne kleine Terrasse direkt am Weg. Vor Jahren haben wir hier schon einmal nach Crepes nachgefragt, und sind negativ beschieden worden. Heute gibt es hier Crepes auch mit verschiedenen Zutaten, dazu bestellt meine Frau einen Cappuccino, ich nehme eine heiße/warme Schokolade. Meine Frau ist danach nicht allzu begeistert über die Qualität des Essens. Sie sagt ihre Crepes sind nicht genug warm gewesen. Ich kann dazu nichts Negatives sagen.
Mittlerweile ist es schon 16:30 vorbei, wir verlassen das schöne Dorf und gehen zum Auto zurück. In den vergangen Jahren besuchten wir immer wieder die Abtei Saint-Paul-de-Mausole hier in Saint-Rémy-de-Provence. Wo sich der damals noch unbekannte Maler Vincent van Gogh über ein Jahr in dieser Nervenanstalt aufgehalten hat.
Siehe meine Reiseberichte Südfrankreich 2012 und 2013
Auch hier sind wir schon einige Male gewesen, beim letzten Mal sind die Lavendel-stöcke hier im Garten ausgetauscht worden. Wir waren damals wahnsinnig enttäuscht darüber, dass man die wunderschöne Lavendelstöcke ausgetauscht hat (es wird natürlich einen Grund gehabt haben). Zwischen 19:00 und 20:00 waren wir noch in der Poolanlage, die Hitze des Tage war weg, und es ist sehr angenehm hier, und Besucher sind um diese Zeit nur noch ganz wenige hier.
Den Abend verbringen wir in Ruhe an unserem Stellplatz, nach dem Abendessen gehen wir wie immer eine Runde über den Campingplatz. Es sind immer wieder freie Stellplätze zu sehen.
Gegen 22:00 machen wir uns Bettfertig.

Montag, den 27. Juni 2022

Guten Morgen, als wir aufstehen begrüßt uns der strahlendblaue Himmel, die Temperatur im Wohnwagen liegt bei 24°. Um 8:00 wird die Rezeption zusammen mit dem kleinen Einkaufsshop geöffnet. Oft steht einer der beiden Brüder denen der schöne Camping-Platz gehört hinter der Theke, und bedient die Campinggäste. Hier bekommt man die meisten Lebensmittel, die am Platz notwendig sind. Es gibt sogar einen Hauswein, der aus eingebauten Weinfässern in die passenden Flaschen gefüllt wird (er schmeckt sehr gut, meine Frau kauft bei jedem Aufenthalt hier einen Wein).
Man muss hier kein Brot bestellen, es ist immer genügend da, ich hole heute 2 Baguette zum Frühstück. In der Zwischenzeit hat meine Frau den Frühstück gedeckt und der Morgenkaffee ist auch schon fertig, als ich zurück komme. Beim Frühstück besprechen wir den heutigen Tagesablauf. Ich habe seit ein paar Tagen starke Probleme mit meinem Nacken, das immer schlimmer wird. Bei unserem nächsten Urlaubsziel am Canal du Midi wollen wir viel am Kanal entlang radeln, wenn es bis dahin mit meinem Nacken noch geht. Wir entscheiden uns für eine Fahrradtour.
Als erstes holen wir unsere E-Bikes aus dem Kofferraum und bauen sie zusammen. Mein Vorschlag ist auf dem Fahrradweg nach St-Gabriel zum gleichnamigen Campingplatz zu fahren. Der Weg dahin ist recht nett ca. 12 Kilometer lang, und führt abseits der D99 durch den kleinen Ort St-Etienne du Gres. Auf dem Weg kommen wir an einem interessanten Baum vorbei.

Gute 50 Minuten später haben wir dann den kleinen Campingplatz St-Gabriel erreicht. Hier stellen wir unsere Fahrräder ab, im Bistro wo sich auch die Rezeption befindet fragen wir wegen der Besichtigung des Platzes nach. Auch hier sind wir schon mehrmals gewesen und haben uns den Platz angeschaut. Er entspricht auch heute nicht unseren Erwartungen, so im Sanitärbereich als auch bei den Stellplätzen oder einfach beim Spülen.
Er hat natürlich auch seine Reize, wie man an den paar Bildern oben erkennen kann. Gleich darauf steigen wir wieder auf unsere Räder und fahren bis zum nächsten Ort St-Etienne du Gres zurück. Hier gibt es ein Straßencafe, das wir vor drei Jahren entdeckt haben, dort steigen wir ab und bestellen uns jeder eine Flasche Coca Cola. Der Wirt bringt uns die Trinkgläser mit sehr viel Eis darin, die Hälfte davon schütten wir gleich unter die Bäume. Um die Mittagszeit ist es sehr ruhig im Ort.

Nach gut einer Stunde fahren wir weiter nach Saint-Remys…. es sind noch ca. 9 Kilometer bis zum Campingplatz. Die Temperatur steigt langsam aber sicher auf über 33° -34°, aber unser Fahrradweg liegt größtenteils noch im Schatten. Es ist schon nach 14:00, als wir wieder unseren Campingplatz erreichen, als erstes machen wir eine Brotzeit. Wir haben noch etwas vom Baguette übrig, dazu gibt es einen Schwarzwälder Schinken und Bergkäse. Zum Dessert essen wir noch etwas von unseren Kirschen, die wir in Lagnes (Camping La Couteliere) gesammelt haben. Sie sind ganz Süß und schmecken wirklich ganz Excellent und stehen den Prädikats-Kirschen von Venasque kaum nach.
Unser Platznachbar von gegenüber, der erst gestern am Spätnachmittag angekommen ist, hat während unserer Abwesenheit, seinen Stellplatz gewechselt. Er steht jetzt hinter uns in der letzten Straße gleich neben einem Mobilhome auf Platz-Nummer 27, einem ganz Schattigen Platz. Für ein Stündchen suchen wir noch den Pool auf, der recht gut besucht ist. Die Temperatur liegt bei ca. 35°, da bietet sich halt ein Sprung ins nicht so kühle Wasser an. Danach trinken wir noch eine Tasse Cappuccino und dazu ein Stückchen vom Kuchen. Der Wind frischt immer mehr auf, vielleicht meldet sich der Mistral noch heute (starker Fallwind der aus dem Rhonetal nach Süden weht). Auf jeden Fall machen wir unsere Sturmbespannung fest. Heute am Spätnachmittag wollen wir noch nach Saint-Rémy-de-Provence spazieren. Es ist ein nettes Provinzstädtchen und bei diesem schönen Wetter ist hier sicherlich einiges los.

Es sind nur etwa 800 Meter bis zu einem Kilometer ins Zentrum des kleinen Städtchens. Am Place Favier ein wunderschöner kleiner Platz im Herzen der Stadt Saint-Rémy de Provence, ist vom Alpilles Museum und dem Hotel de Sade umgeben (Der berühmte Marquis de Sade ist einer der vielen Nachkommen dieses Hauses). Im Schatten der großen Kastanienbäume haben viele Bistros und Kneipen ihre Tische aufgestellt. Hier setzen wir uns hin und bestellen bei der jungen Bedienung ein Glas Bier. Um uns sitzen viele junge Leute, zum Teil ältere Schüler oder sonstige die eine Unterhaltung suchen bei einem Getränk. Ich kann mich noch daran Erinnern, dass wir an diesem schönen Platz schon einmal waren und in einer Nachbarkneipe ein Crepes gegessen haben.

Nach einer Weile sind wir wieder aufgebrochen und weiter durch die kleinen Gassen und Straßen flaniert.

Um 19:15 sind wir schon wieder auf dem Campingplatz Monplasir zurück, haben noch zu Abend gegessen. Später in der Bibliothek ins Internet gegangen

Heute Abend gibt es wieder einmal ein eisgekühltes Glas Aperol Spritz zum trinken, solange wir noch einen Prosecco dabei haben.
Danach greifen wir zu den Standard-Getränken wie Weizenbier bzw. Sangria für mich, meine Frau bevorzugt einen Rotwein, den man im Shop bei der Rezeption kaufen kann. Kurz nach 22:30 machen wir uns zum ins Bett gehen bereit, noch ein paar Meter bis ins Waschhaus, um noch die Zähne zu putzen.
Die Tages-Temperaturen lagen heute bei etwa 35°.

Dienstag, den 28. Juni 2022

Guten Morgen, der Mistral hat uns im Laufe der Nacht erreicht, die Temperaturen sind etwas zurück gegangen. Der Himmel ist bewölkt, aber der für heute Nacht angesagte Regen ist aber ausgeblieben. Momentan haben wir ca. 22°, zum Frühstück haben wir uns Strickjacken angezogen. Meine Gattin hat heute Morgen das Baguette im Shop geholt, nachdem sie der Ansicht war, mein Baguette das ich gestern geholt hatte, sei alt gewesen. Heute wollten wir noch nach Saint-Rémy de Provence zum Markt gehen. Auf meinem Reiseplan den ich für jeden Urlaub erstelle, und wo die einzelnen Stationen bzw. Campingplätze eingetragen sind, werden auch die Markttage in den verschiedenen Orten eingetragen. Wie es sich später herausstellt ist mir hier ein Fehler unterlaufen. Wie gestern Nachmittag gehen wir heute Morgen wieder in Richtung Zentrum von Saint-Rémy….. Fast schon am Rande des Stadtzentrum bemerken wir die ungewöhnliche Ruhe für einen Markttag. Und tatsächlich kein einziger Markstand zu sehen. Am Place de la Republique steht allein ein Karussell, im Normalfall stehen hier Buden mit Kleidung, bunte Keramik-Töpfe, Schuhe und viele andere Sachen.
Was war passiert: Bei der Fertigstellung meines Reiseplanes habe ich die Abfahrtstage bzw. Wochentage verändert, so rutschte der Markttag in Saint Remy…. von Mittwoch auf jetzt Dienstag.
Wir gehen also ergebnislos zum Campingplatz zurück. Kurz nach Mittag entscheiden wir uns für eine Rad-Fahrt durch die Stadt, vielleicht hinaus bis zum Kloster Saint Paul de Mausole (Heil-Anstalt, in der Vincent van Gogh eineinhalb Jahre verbracht hat). Oder zum Campingplatz Parc de la Bastide den wir auch vor ein paar Jahren besucht haben. Wir fahren los, ein paar Minuten später merken wir, dass in der Stadt ein unheimlicher Autoverkehr herrscht. Trotzdem ich eine ruhige Strecke gewählt habe. Vor drei Jahren als wir das letzte Mal hier waren ist uns dieser starke Verkehr nicht aufgefallen, (oder es war damals ruhiger, oder aber wir sind älter geworden).
Wir brechen die Tour ab und fahren auf dem kürzesten Weg zum Campingplatz Parc de la Bastide. Der Eingangsbereich hat sich immer noch nicht verändert, wie in all den Jahren, wo wir ihn angeschaut bzw. einmal haben wir hier sogar ein paar Tage verbracht. mit unseren E-Bikes fahren wir bis zu den Toiletten hoch, der Platz ist ziemlich leer, nur ein paar einzelne Wohnwagen stehen auf den einzelnen Feldern. Auf einer der großen Areale steht ein einzelner luxuröser Morelo, je größer das Wohnmobil umso weniger möchte man wohl für den Campingplatz ausgeben. Mehr möchte ich über diesen Ca.-Platz nicht mehr sagen. Enttäuscht fahren wir weiter, unser nächstes Ziel ist der Camping Le Mas de Nicolas am nördlichen Ende von Saint Remy….. Dazu müssen wir an der D99 eine der beiden Durchfahrtstraßen hier im Ort entlang fahren. An der Avenue Theodore Aubanel biegen wir ein in Richtung Parcours De Sante, auf halbem Weg befindet sich der Campingplatz. Unsere E-Bikes stellen wir am Eingang ab und fragen in der Rezeption, ob wir den Platz besichtigen können (wir sind schon einige Male hier gewesen). Im daneben liegenden Shop kauft meine Frau Eis für uns beide, wir setzen uns in der Nähe des Pools auf eine der Sitzecken und schlürfen unser Eis. Es ist schon wieder ziemlich heiß heute. Danach gehen wir ein paar Meter auf der Straße nach oben, es ist hier weniger los als vor ein paar Jahren wo wir ebenfalls zur Besichtigung hier waren. Die Stellplätze sind in irgendwelche Nischen untergebracht und etwa ungepflegt (was sicher Ansichtssache ist). Das erste Waschhaus auf der linken Seite schauen wir an, was uns auffällt sind die niedrigen Toilletten-Schüsseln, sind hier Zwerge zu Besuch?. Wir drehen wieder um und verlassen den Platz.
Jetzt fahren wir weiter den Berg hoch in Richtung Plateau de la Crau hier oben gab es einmal eine schöne Aussicht auf die Berge der Alpilles, heute ist das meiste durch Bäume und Büsche verwachsen. Weiter hinten ist das Gebiet, wo Carolin die Prinzessin von Monaco in den Neunziger Jahren mit Ihren Kindern gelebt hat. auch hier schaut alles anders aus als vor einigen Jahren. Es gibt einige neue Häuser hier, die Einfahrten sind mit riesigen Schmiedeeisernen Toren verschlossen, wo mit Sicherheit einige zigtausend von Euro kosten. Auf der Straße …… fahren wir wieder den Berg hinunter, kurz darauf erreichen wir die D30 die nach Saint Remy….. führt. Ab dem Kreisverkehr geht es wieder auf der D99 weiter, hier gibt es einen Fahrradweg der fast bis zu unserem Campingplatz geht.

Hier trinken wir einen Cappuccino mit einem Stück Kuchen, und geniesen die Ruhe am Platz. Kurz nach 15:00 packen wir unsere Badesachen und gehen zum Pool, der heute sehr wenig Besucher hat. So finden wir wenigsten eine freie Liege, vor dem ins Wasser gehen muss sie im Schatten sein, danach ist es in der Sonne schön. So verbringen bestimmt zwei Stunden hier. Unser Holländischer Bekannter, der viele Jahre mit seiner Frau hier zu Gast war ist auch heute nicht am Pool oder anderswo zu sehen.

Heute Abend gibt es Gegrilltes von der Pute und vom Hähnchen, sowie Berner Würstchen und Käsewürsten. Es kurz nach 9:30 als wir ins Bett gegangen sind

Mittwoch, den 29. Juni 2022

Guten Morgen, heute ist unser letzter Tag hier in Saint Remys…., unser Stellplatz ist ab Morgen Mittag von einem anderen Camper reserviert, und wir müssen gehen. Heute ist nun endlich der Marktag hier im Ort, wir überlegen ob wir mit dem Auto bis zum Intermarche fahren sollen, und hier das Auto abstellen. Anschließend im Intermarche einkaufen und unser Auto volltanken.
Um 10:00 fahren wir los, stellen das Auto wie geplant ab, und gehen zu Fuß ins Zentrum. Am Place de la Republique beginnen die Marktstände mit Kleidung, Porzellan, Schuhen und Schmuck und sonstiges. Auch eine neue Armbanduhr finde ich für mich, genau in der Preisklasse die ich mir vorgestellt habe. Im Zentrum befindet sich der Naturalienmarkt mit Fisch, Fleisch, Wurst, Olivenöl, Nougat, Pesto und verschiedene Beilagen in denen Oliven enthalten sind. Wie immer kaufen wir an einem Stand Wurst vom Wildschwein. Der Händler bietet die Würste in verschiedenen Geschmacks-richtungen an, einmal mit Nuss, Oliven, Pilzen und vieles mehr. Wir nehmen ein Set mit drei unterschiedlichen Zutaten für 10 Euro. Als nächstes suchen wir den Oliven-stand auf, an dem wir jahrelang das Olivenöl für unsere Tochter gekauft haben. Leider müssen wir feststellen, dass unsere gewünschte Olivenölmarke an diesem Stand nicht mehr verkauft wird.

Hier ein Bild aus dem Jahr 2017 mit unserem Olivenöl


Dann gehen wir weiter durch den Markt immer getreu mit unseren Corona-Masken vor dem Gesicht. Wir wollen hier kein Risiko eingehen, damit sind wir fast die einzigen die so etwas noch tragen. In einem Geschäft in einer Nebenstraße hat meine Frau gestern im Schaufenster einen Dino (Tyrannosaurus Rex) gesehen, unser Enkel Mateo steht auf Dinos. Heute wollen wir danach fragen, 17 Euro will der Verkäufer dafür haben, ganz schön happig, aber er ist von Schleich einem bekannten Deutschen Spielzeughersteller. Nach dem Kauf gehen wir zum Auto zurück, und tanken an der Tankstelle des Intermarche nochmals unser Auto voll. Morgen früh fahren wir weiter an`s Meer.
Nach dem Markbesuch fahren wir noch zur Ölmühle Moulin du Calanquet, sie ist in nächster Nähe von Saint Remy……., etwa 5,5 Km entfernt. In den vergangenen Jahren haben wir unser Olivenöl hier auf dem Markt in der Stadt, einmal auch direkt auf dem Olivengut Domaine Plaines Marguerite in Maussane gekauft.
Vor der Ölmühle Moulin du Calanquet erwartet uns ein wunderschönes Blumenfeld.

Die im Jahr 2000 von Anne und Gilles Brun in Saint-Rémy de Provence gegründete Moulin du Calanquet hat in seiner Gemeinde die seit mehr als 40 Jahren ausgestorbene Olivenaktivität wiederbelebt. Fünf Generationen im landwirtschaftlichen Umfeld, die Verbundenheit mit dem Terroir, der Respekt für Familienwerte und Traditionen und eine unglaubliche Dynamik sind die Grundlagen des Unternehmens.
Die Moulin du Calanquet hat einen Olivenhain von mehr als 20.000 Fuß, der 1997 gepflanzt wurde. Es besteht aus den traditionellen regionalen Sorten: Aglandau, Salonenque, Grossane, Verdale und Picholine. Seine Besonderheit besteht darin, neben einer Mischung auch sortenreine Olivenöle herzustellen. Diese Ausrichtung ermöglicht es, die vielfältigen Aromen und Düfte jeder Sorte zu entdecken, um sie mit verschiedenen Gerichten in Verbindung bringen zu können.
Sein Name calanquet kommt von dem provenzalischen Wort „calan“, einem Felsen, wo es gut ist, sich vor dem Mistral zu schützen. Stark in provenzalischen Traditionen verwurzelt, ist das Moulin du Calanquet auch ein Vorbild der Moderne. Es verwendet alle neuesten Techniken für seine Produktion, in Übereinstimmung mit den europäischen Lebensmittelsicherheits- und Hygienestandards.

Hier werden außer Olivenöl in den traditionellen Sorten Aglandau, Grossane, Salonenque, Verdale und Picholine auch Marmeladen aus verschiedenen Früchten sowie Tees und sonstige Produkte hergestellt.
Wir wollten eigentlich nur eine Flasche Olivenöl für eine liebe Nachbarin als Geschenk mitbringen. Bei der Auswahl des Öles stießen wir dann auf die oben genannten Sorten. Eine Mitarbeiterin führte uns durch die Produktion und stellte uns die verschiedenen Sorten auf Probierhäppchen vor. So wurde die Auswahl etwas leichter für uns. Beeindruckt und zufrieden verlassen wir die Ölmühle, die auch Führungen für ganze Reisebusse anbietet.
Am Platz angekommen erfreuen wir uns noch an unseren Kirschen die wir vom Campingplatz La Couteliere mitgebracht haben. Sie schmecken nach wie vor köstlich, weil sie auch sehr preiswert waren. Etwas später gibt es noch Kaffee und Kuchen, manchmal ist Camping auch ein einziges Schlemmen. Danach putzt meine Frau unsere E-Bikes, bevor sie ins Auto verladen werden. Am späten Nachmittag suchen wir den hübschen Pool auf, untertags haben wir immer noch ca. 36°, so dass eine Erfrischung am Abend gut tut.
Zum Abendessen gibt es heute Currywurst und Pommes Frites, die wir vom Restaurant holen werden. Wir haben in den vergangenen Jahren schon mehrmals Pommes….. aus diesem Restaurant geholt, die Portionsgröße war mir aber nicht mehr bewusst. So habe ich im Restaurant zwei Portionen bestellt und bin dann zur angegebenen Zeit mit einer Plastikschüssel losgelaufen um sie abzuholen. Als der Junge an der Kasse mir die 2 Portionen gab, bin ich erstmals erschrocken. Eine dieser Portionen hätte für uns vollkommen ausgereicht. Mit den 2 Päckchen bin ich dann zum Stellplatz zurück gegangen. Meine Frau bestätigt meine Befürchtung, über diese Riesenmenge an Pommes….., und dass wir sie niemals essen können.

Auf Stellplatz Nr. 48 steht ein holländisches Ehepaar mit seinem Caravan, den ersten Tag stand unser Wohnwagen hinter Ihnen auf einem Stellplatz, und heute sind wir vor Ihnen platziert. In dieser Zeit haben wir immer wieder mal ein paar Worte miteinander gewechselt. Ich nehme meinen zweiten Beutel mit den überzähligen Pommes und frage Sie, ob sie die Frites zum Essen brauchen können. Damit habe ich anscheinend ins Schwarze getroffen. Wie es herausstellt, ist die Frau eine leidenschaftliche Pommes Frites Esserin. Sie erzählen mir, dass er zweimal in der Woche mit einem Kleinbus unterwegs ist (der Mann ist 72 Jahre alt) in dieser Zeit isst sie mit Leidenschaft Pommes…. . Voller Begeisterung nehmen die beiden den Beutel mit den Pommes Frites an, und bedanken sich herzlich dafür.
Im Laufe des Nachmittags haben wir versucht die Zeltheringe heraus zu ziehen, aber der Boden war so trocken dass es beinahe unmöglich wurde.
(seit Jahren gießen wir vor dem herausziehen des Zeltherings Wasser in den Bereich um den Hering, so kann man ihn nach einer gewissen Zeit ohne Problem heraus ziehen). Eine gute Stunde haben wir dieses Mal gebraucht, bis sie draußen waren. Auch die Markise haben wir am Frühen Abend noch eingerollt, und alles für die morgige Abfahrt vorbereitet.

Donnerstag, den 30.06.2022

Es ist 7:00 als wir heute aufstehen, nach dem Gang zum Waschhaus machen wir unseren Caravan Reisefertig. Als erstes bauen wir die Klimaanlage ab, und verstauen sie im Schrank. Die Caravanstützen drehe ich mit der Hand hoch um unsere Nachbarn nicht so früh zu stören. Die Rezeption bzw. der Einkaufsshop hat erst um 8:00 geöffnet. Hier hole ich unser morgentliches Baguette und paar Croissants für das Frühstück.
Heute Morgen müssen wir den Campingplatz Monplasir verlassen, unser Stellplatz mit der Nummer 49 ist leider nur bis heute Mittag frei. So fahren wir schon heute weiter ans Meer, wir haben uns einen schönen Campingplatz in der Nähe von Beziers direkt am Canal du Midi ausgesucht. Ich wollte ja eher an den Platz Le Sablons fahren, den wir vor einigen Jahren besucht hatten. Er ist sehr schön mit einer Poolanlage, die für Jung und Alt gleichermaßen etwas bietet.
Kurz nach 8:00 verlassen wir den schönen Campingplatz auf dem wir viele Jahre und schöne Tage verbracht haben. Unser Weg führt uns bei Tarascon/Beaucaire über die Rhone, hier geht es weiter auf der D999 nach Nimes. Nach knapp einer Stunde haben wir schon die Mautstelle in Nimes Est erreicht, von hier geht es ca. 120 Kilometer in südwestlicher Richtung. Einige Kilometer nach Nimes machen wir unser Frühstück auf dem Aire de Vergeze. Der Himmel ist leicht bedeckt, und wir wissen nicht was uns am Meer für ein Wetter erwartet.

Kurz vor halb Zwölf haben wir dann die Autobahnabfahrt bei Bessan erreicht, jetzt sind es nur noch 9 Kilometer bis zum Campingplatz LÀir Marin****. Den letzten Kilometer sind wir nochmals falsch gefahren, bis dann der Platz erreicht war.
Mein erster Eindruck war, ich bin etwas enttäuscht. Schon im Internet konnte ich mich einem negativen Gefühl nicht entziehen. Nur auf Wunsch meiner Frau und der unmittelbaren Nähe zum Canal du Midi habe ich zugestimmt.
(mein Favorit war der Campingplatz Le Sablons)
Auf Anraten eines Campinggastes auf dem Ca. Monplasir haben wir wegen der beginnenden Hochsaison hier einen Stellplatz reserviert
Unseren Caravan haben wir vor dem Campingplatz abgestellt und sind in den Platz gegangen, der Campingplatz wirkte etwas leblos, der größte Teil war mit den unter-schiedlichen Mobil Homes belegt. Die Verkehrsführung mit Wohnwagen war für mich etwas rätselhaft, nur wenige der Stellplätze sind momentan belegt. In die Rezeption zurückgekommen, haben wir nach einem Stellplatz in der Nähe der Poolanlage gefragt. Nicht weil wir so viel zum Schwimmen gehen, sondern weil hier in der Regel etwas mehr Leben herrscht. Die hübsche Rezeptionistin bot uns vier Plätze zur Auswahl an, wovon wir einen Stellplatz an der Ecke zur Allee Lezard annehmen.

Wir fahren mit dem Wohnwagen auf den gewünschten Stellplatz Nr. 106 der sich in der Nähe des Pools befindet. Eines der beiden Waschhäuser befindet sich ebenfalls in unserer Nähe. Mit unserem Mover stellen den Caravan auf den Platz und rollen die Markise aus. Danach schaue ich mir das Waschhaus und die Toiletten in unserer Nähe an. Ich bin äußerst unzufrieden mit den Toilettenkabinen in unserem Waschhaus, (es sind die schlechtesten Kabinen die wir in den letzten 5-6 Jahren gesehen haben). Der Waschraum und die Duschen dagegen sind Ok. Als nächstes schaue ich mir jetzt das zweite Waschhaus an, leider sind hier die Türen zu den Toiletten versperrt. Schwer enttäuscht gehe ich zum Wohnwagen zurück. Wir beschließen noch heute Nachmittag den Campingplatz Les Sablons in Portiragnes zu besuchen und nach einem Stellplatz zu schauen.
Gegen 15:00 fahren wir los, es sind etwa 12 Kilometer bis zum Platz, stellen unser Auto an der Straße ab, und gehen in die Rezeption hinein. Eine der vielen Rezeptionistin hat uns mehrere Stellplätze in den verschiedenen Regionen des Platzes markiert. Wo wir in 2016 waren, dieser Platzteil steht leider nicht mehr zur Verfügung. In der Region Golf stehen ein paar Plätze zur Verfügung, ebenso in Tamaris. Nach langem Hin und Her entscheiden wir uns für einen Stellplatz in Golf, wobei auch diese Plätze in unserer Erinnung wesentlich besser aussahen. Auch die Toiletten sollten für einen 5***** Platz eigentlich besser sein. Unmittelbar bevor wir buchen, sagt uns die Rezeptionistin, dass ab Morgen die Hauptsaison beginnt, und die ACSI Preise nicht mehr gelten. Für die kommenden 5 Tage müssten wir mehr als 250 Euro bezahlen. Das war mir dieser Campingplatz nicht wert. Enttäuscht fahren wir zurück, und beschließen uns mit dem LÀir Marin zu arrangieren, gegebenenfalls etwas früher weiter zu fahren.
Auf dem Weg zurück kommen wir an dem Camping Dragonniere ***** vorbei, und beschließen ihn kurz entschlossen anzuschauen. Ein Wachmann möchte unsere Ausweise haben, und wir bekommen ein Armbändchen umgebunden. Der Eingangs-bereich sowie der Platz ist sehr elegant, mit sehr vielen Cottage und Chalet in verschiedenen Größen, und wie es sich zeigt wenig (55) Stellplätzen für die Caravans. Die Badeanlage erscheint mir etwas altmodisch zu sein. Allerdings was wir nicht wussten, es gibt auch eine Lagune hinter der Poolanlage. Es gibt viele Service-Attraktionen wie mehrere Restaurants, Bars, Jack Burgers und Pommes von Food Truck sowie vietnamesischen Spezialitäten vom Feinkostservice.

Diese Bilder sind vom Besitzer

Nach unser Besichtigung des Platzes steigen wir ins Auto und fahren zum Campingplatz LÀir Marin zurück. Hier angekommen trinken wir erstmals einen Kaffee und essen ein Stück Kuchen, danach rollen wir noch unsere Markise auf. Die Temperatur heute liegt bei ca. 25°, und der Himmel ist ziemlich bedeckt. Morgen soll es sehr warm und wieder Sonnig werden. Im Anschluß mache ich noch Arbeiten rings um den Wohnwagen zb. Toilettencassette entleeren, sowie die beiden Wasserbehälter auffüllen. Mittlerweile ist es jetzt schon 17:00 vorbei und schon ist Zeit für unser Abendessen. Es gibt heute Truthahnschnitzel mit Bratkartoffeln. Wie immer um etwa 22:30 ist Schluss für uns und wir gehen ins Bett. Der Tag war lang und nicht so erfolgreich.
Die Tagestemperaturen lagen heute bei ca.25°.

Freitag, den 01.07. 2022

Es ist kurz vor halb acht, als wir aufstehen, geschlafen haben wir gut die Temperaturen gingen in der Nacht auf etwa 23° zurück. Der blaue Himmel ist schon zusehen Unser Frühstücksbaguette hole ich in der Supèrette (Shop) gleich neben der Bar/Restaurant, beides befindet sich hinter dem hübschen Schwimmbad.
Heute Vormittag wollen wir nach dem kleinen Städtchen Adge fahren, wo sich eine weitere Schleuse am Canal du Midi befindet. Die Rundschleuse Adge Bj.1676 ist die einzige Kesselschleuse mit mehr als zwei Anschlüssen, die hier in Frankreich in Betrieb ist. Es sind nur ein paar Kilometer bis zur Stadt und zur Schleuse, den Weg kenne ich auswendig. Direkt vor der Brücke über den Herault die ins Stadtzentrum führt, müssen wir links abbiegen. Nur leider in dieser Straße ist eine Baustelle und wir kommen nicht durch. Beim zweiten Mal versuche ich es über die Av. Victor Hugo die bis zum Bahnhof geht, auch hier ist kein Durchkommen möglich. Wir fahren zurück über die D912, ein kurzes Stück vor der Stadt führt eine kleine Straße (Schotterweg) rechts ab. Durch eine Unterführung und an einem alten Fabrikgebäude vorbei geht der Weg. An den Schienen des Bahnhofs entlang der sich auf der anderen Seite der Schienen befindet. Zum Schluss die wir umfahren und schon sind wir kurz an der Schleuse, wo wir unser Auto abstellen. Die nächste Viertelstunde ist von keiner Seite des Kanals ein Boot zu sehen. Endlich kommt aus Richtung des Flußes Herault oder aus dem Bassin de Thau (Meer) ein Motorboot gefahren. Der Schleusenwärter hat schon auf das Boot gewartet, offensichtlich sind sie telefonisch angemeldet. Sie fahren in das Rondell und der Wärter schließt die Tore, und lässt Wasser aus dem Becken ab. Wenn der Wasserstand vom Canal du Midi (ca. 44 cm weniger) erreicht ist, öffnet der Wärter das gegenüber-liegenden Tor. Und das in der Kammer liegende Boot kann die Schleuse nun verlassen.

Wenn man mit einem Motorboot von Osten her kommend, aus dem Bassin de Thau in den Canal du Midi einfährt. Die zweite Schleusenkammer befindet sich hier in Adge in dieser Rundschleuse  Der dritte Anschluss führt in einen Stichkanal, der zum Unterlauf des Flusses Herault und durch die Stadt Adge und auf kürzestem Wege zum Mittelmeer führt. Auf geradem Wege führt der Kanal weiter nach Beziers, zur Schleusentreppe Fonseranes, die mit 6 bzw. /7 Schleusenkammern eine Höhe von 13,60 Meter überwindet. Von hier führt der Canal du Midi 240 Kilometer weit bis nach Toulouse, wo er seine Fortsetzung zum Atlantik über den Fluss Garonne findet.

Nach einer weiteren halben Stunde fahren wir wieder, geplant wäre jetzt die Schleusen-treppen von Fonseranes anzuschauen. Auch sie sind nicht allzu weit entfernt, etwa 12 Kilometer, aber mein Navi möchte uns über die Autobahn schicken mit 36 Kilometer, was ich strikt ablehne. Ich möchte über die D612 was der kürzeste Weg zu den Schleusen wäre fahren. Kurz vor Beziers verfahren wir uns erstmals, und wissen nicht mehr genau wo wir jetzt sind. Ich breche die Fahrt ab und wir fahren zurück zum Campingplatz. Wir waren in den vergangenen Jahren schon zweimal bei den Schleusentreppen von Fonseranes, und der Weg dahin oder zurück war immer ein Problem.

Hier ein paar Bilder aus vergangenen Jahren

Am Campingplatz angekommen, stellen wir den Tisch und die Stühle aus dem Schatten der umliegenden Bäume und genießen die Ruhe. Später am Nachmittag packen wir unsere Badesachen und gehen die paar Meter zum Pool. Heute ist die Badeanlage gut gefüllt, kaum zu glauben wo all die vielen Menschen herkommen. Die Poolanlage ist der schönste Bereich des Campingplatzes, das kann man ohne weiters sagen.
Ob das schon der Beginn der Hauptsaison ist, wir wissen es nicht. Nach gut einer Stunde gehen wir zum Kaffee und Kuchen essen zurück auf den Stellplatz.

Im Anschluss wollen wir noch den Strand aufsuchen, der in nächster Nähe sein soll. Es geht durch den ganzen Campingplatz bis wir den kleinen Ausgang erreichen und auf einer Nebenstraße stehen. Von hier aus gehen wir etwa einen Kilometer an einem weiteren Ca. Platz vorbei, ohne den Strand zu finden. Hier plagt mich plötzlich ein menschliches Bedürfnis, so dass wir die Suche für heute abbrechen müssen.
Zum Abendessen gibt es heute eine Brotzeit mit Bratensülze, Schinken, Käse und einer Dose mit Thunfisch und anderes. Den weiteren Abend verbringen wir vor dem Caravan mit Wein, einem Weizenbier und weiteren Getränken unserer Wahl, bevor es in die Koje geht.

Samstag, den 02.07. 2022

Wie meistens stehen wir kurz vor halb acht auf, nach einem Besuch im Waschhaus, das gerade von der Putzkolonne ausgespritzt wird, auch im Schwimmbad geht der Tauch-roboter jetzt auf Reisen. Was mich etwas erstaunt, meiner Meinung könnte er schon am Vorabend seine Arbeit machen, oder heute schon einige Stunden laufen. Wir haben einen blauen Himmel und keinen Wind. Ich gehe los um im Campingshop unser Baguette und ein paar Croissants zu holen. Vielleicht ist heute ein großer Anreisetag hier auf dem Platz. Schon gestern Nachmittag war die Poolanlage gut gefüllt. Was man an den Caravans in unserer Nähe erkennen kann, sind die meisten Gäste hier aus Belgien sowie Franzosen die meist einen Heimaturlaub am Meer verbringen.

Heute wollen wir nun endlich mit dem E-Bike am Canal du Midi entlang fahren. Am Campingeingang läuft der Kanal vorbei, vor zwei Tagen haben wir schon mal geschaut ob man hier Fahrrad fahren kann. Leider mussten wir erkennen dass der Weg nur eine schmale Spur mit einer Breite von ca. 30 cm hat. Und dass hier kaum ein Schiff vorbei kommt. Im Internet-Google und auf einer Karte habe ich einen Weg am Canal du Midi entdeckt, der anscheinend breiter als der bei uns liegende Weg vor unserem Platz ist.
Zunächst holen wir die Räder aus dem Kofferraum und bauen sie zusammen. Gegen 10:00 kann es auch schon losgehen, wir müssen am World Europark Vias Plage einem Vergnügungspark hier in Vias Plage vorbei fahren. Kurz darauf kommt ein Weg auf der rechten Seite der zum Kanal führt.
Den Weg den wir jetzt fahren, kann man sich kaum vorstellen. Er hat eine Breite bis zu 2,5 Meter, statt der Fahrspuren die man erwartet hätte, gibt es Gleisen mit Höhen-unterschieden bis zu 35 Zentimeter. Man muss immer wieder darauf achten auf seiner Spur zu bleiben, sonst gehts hinunter in eine Gleisspur. Vom Kanal sehen wir so gut wie nichts, einmal wegen der Büsche und Bäume, zum anderen wegen dem schwierigen Fahrweg. Ab und zu werden wir von jungen Leuten mit Geländerädern überholt. Wenn man im vorigen Jahrhundert mit einem Pferdewagen oder einem Ochsengespann unterwegs war, so schaute dieser Weg aus. Trotz allem wir tun unser Möglichstes und kommen tatsächlich ein paar Kilometer weit (mein E-Bike tat mir leid) bis zu einem Hafen. Hier befindet sich der Le Boatverleih Port Cassafieres, hier befinden sich ca. 40 Motorboote in allen Größen. Wir machen ein paar Fotos von den Kanalbooten, gerade steigen ein paar Gäste aus ihren gemieteten Boote. Sie haben große Reisekoffer dabei, die vielleicht auf den Schiffen nicht stören. Jetzt gehen sie zu den Autos hinüber mit denen Sie heute abgeholt werden. Es sind meist vier Personen mit stattlicher Figur, dazu die Reisekoffer und der Fahrer des Wagen will ja auch noch mitfahren. Das alles mit einem Kleinwagen zb. Renault Clio oder ähnliches…..

Wir fahren weiter am Hafenbecken vorbei auf die Straße, hier ist der Eingang zum Les Mimosas Camping Herault in Vias. Gleich darauf geht der Weg wieder zurück zum Kanal. Ganze 30 Meter schaffe ich auf diesem Weg, plötzlich rutsche ich von meiner Spur hinunter in eine tiefe Gleise. Ich stürze vom Fahrrad und falle auf die linke Seite, das Fahrrad auf mich drauf, mein Sturzhelm hat eine Delle bekommen und ich blute an meinem linken Arm. Dem Fahrrad ist Gottseidank nichts passiert.
Jetzt reicht es uns, aber Dank unserem Handy wissen wir genau wo wir sind und auf welchem Weg wir nach Hause kommen. Es geht jetzt auf einer normalen Landstraße in der Nähe von Portiragnes zurück zum Ca. Platz. Auf unserem Weg dahin stehen wir plötzlich vor dem Campingplatz Capfun Les Ondines der auf den ersten Blick einen guten Eindruck auf uns macht. Aber so wie es ausschaut verfügt der Platz nur über Mobilheime. Nach gut einem Kilometer haben wir auch schon den World Europark in Vias Plage erreicht (es gibt hier Vergnügungen aller Art zb. Go-Kartbahn, Wildwasser-bahn, Autoscooter, Indoor-Spielplatz). Nach weiteren 600 Meter sind wir am Ziel und stehen vor unserem Campingplatz. Wir fahren weiter am Kanal entlang am Camping vorbei, nach 500 Meter kommt eine Brücke, die einen Entlastungskanal überquert. Diese Brücke fahren wir hinüber, drehen aber gleich wieder um, weil uns nicht klar ist, wo diese Straße hinführt. Es geht wieder zurück, auf der Rückseite unseres Camping-platzes führt eine Straße entlang. Nach ein paar hundert kommen wir am Ausgang 5 unseres Ca. Platzes vorbei, wo wir gestern schon gelaufen sind. Es geht an zwei weiteren Campingplätzen vorbei, zweimal fragten wir nach dem Weg, die Auskünfte darüber waren unterschiedlich der eine Mann sagte 2 Minuten, ein anderer meinte 5 Minuten danach führte der Weg durch ein Wald und Heidestück das teilweise ziemlich sandig war. Hier konnte man nur ohne Antriebsunterstützung fahren. Nun über einen Parkplatz fahren, und wir sind am Strand von Vias Plage angekommen.

Nach einer kurzen Besichtigung, es gibt hier auch ein Strandrestaurant La Plage du Delta in dessen eingezäunten Bereich sind Badeliegen mit Getränkeservice. Am Strand selber ist heute nicht los. So fahren wir an einer Hauptstraße durch Vias Plage entlang die bis zu unserem Campingplatz zurück führt.
Gegen 15:00 gehen wir zum Pool, ein bisschen chillen und eventuell ins Wasser gehen. Die Badeanlage ist so gut wie voll, offensichtlich sind im Laufe des Tages weitere Gäste gekommen. Im großen Schwimmbecken war noch Platz für uns, aber das Wasser war für meinen Geschmack etwas zu kühl. Nach einer Stunde gehen wir zurück um beim Caravan einen Kaffee zu trinken. Danach wollen wir noch nach Vias zum Tanken fahren, da es am Montag wieder weiter nach Norden geht. Und auf der Autobahn wollen wir wegen der hohen Preise nicht tanken. Mit Hilfe vom Navi finden wir die Tankstelle und machen gleich den Tank voll. Danach gehen wir in den gleich daneben-liegenden Intermarche um eine neue Radkappe für den Caravan zu kaufen, da wir bei der Anfahrt schon wieder eine verloren haben. Pech gehabt, der Intermarche hat keine Radkappe, wir fahren wieder zum Platz zurück.

Vor dem Eingang unseres Campingplatz liegt ein etwas größeres Motorboot am Ufer. Es ist erst das zweite Mal dass wir hier ein Boot am Ufer liegen sehen dass mit Urlaubern besetzt ist.
Heute Abend wird mal wieder Gegrillt, wir haben noch eine Portion Grillfleisch dabei. Wie fast immer gehe ich nach dem Essen zum Geschirr spülen, das ja im Campingurlaub mein Part ist. Später spazieren wir noch etwas über den Platz, der sich heute schon etwas gefüllt hat. Auf einem der Wege bei uns in der Nähe treffen wir eine Kölnerin, die mit ihrer Familie heute Nachmittag angekommen ist. Sie sind mit einem Falt-Caravan unterwegs, heute Morgen sind sie irgendwo im Elsaß losgefahren. Sie erzählte uns von 12 Stunden die sie für die Fahrt bis hierher gebraucht haben. Offensichtlich waren im Raum Lyon große Verkehrstau`s.
Später am Abend spazieren wir zum Restaurant El Pueblo (Mexikanisches Restaurant) um an einem der kleinen Tische etwas zu trinken. Wir wählen ein paar Cocktail`s bei einer hübscher Bedienung aus, den eine Kollegin uns etwas später bringt. Vor der Bühne vom Animationsteam werden irgendwelche Musikalischen Vorführungen geplant, dafür werden Mitwirkende unter den Zuschauern gesucht. Aber irgendwie kommt das Ganze nicht in die Gänge, es fehlt wohl an der notwendigen Professionalität der Animateure. Wir bleiben ca. 1 Stunde hier, dann gehen wir wieder zurück zu unserem Caravan.
Nach einem weiteren Getränk vor dem Wagen machen wir uns zum Bett gehen fertig.

Sonntag, den 03.07.2022

Heute ist unser letzter Tag hier auf dem Camping LÀir Marin****, und morgen Früh geht es wieder nach Norden. Der Himmel zeigt sich in einem strahlenden Blau und die morgentliche Temperatur liegt bei 25°.
Um 8:00 gehe ich los um im Campingshopetwas für unser Frühstück zu holen, auch heute gibt es ein Baguette sowie 2 Croissants. Beides schmeckt ausgezeichnet und ist hier am Platz nicht teuer. Nach unserem Frühstück reinigt meine Frau unsere E-Bikes etwas Staub der vergangenen Tage. Anschließend werden sie abgebaut und im Kofferraum unseres Autos untergebracht und mit stabilen Haltebändern verzurrt. Später gehen wir gemeinsam zum Pool, wo irgendeine Veranstaltung stattfindet deren Sinn und Zweck wir nicht ganz begreifen.

So wie es aussieht sind auch Gäste aus einem anderen Campingplatz hier, die nach dieser Veranstaltung die Poolanlage verlassen. Auf jeden Fall findet danach ein Wasserball statt. Nach einiger Zeit gehen wir wieder zum Platz zurück (wir sind meistens nur eine knappe Stunde am Pool ganz egal an welchem Platz wir sind). Meine Frau telefoniert mit dem Campingplatz Soleil Fruite bei Valence und fragt nach freien Stellplätzen, die ihr bestätigt werden. Es sind noch Reste vom Morgentlichen Baguette übrig, die wir noch verspeisen.
Am Platznummer 86 schräg gegenüber von uns, parkt gerade ein wunderschönes, großes Wohnmobil (Chausson) ein. Dieser Stellplatz wurde uns ebenfalls angeboten, nur es steht mitten im Platz ein Baum, der die Qualität des Stellplatzes stark einschränkt. Auf jeden Fall versucht der Fahrer, es ist ein Franzose sein Fahrzeug optimal zu platzieren. Später gehen wir nochmals Spazieren, Informieren uns am Eingang darüber, ab wann die Schranke Morgen früh geöffnet ist. Ein paar Meter weiter am Kanal du Midi fährt gerade eine junge Frau mit einem Motorboot vorbei. Diese kann man hier irgendwo in der Nähe mieten. Weiter oben steht ein älteres Hausboot am Ufer, das anscheinend auch von Urlaubern gemietet ist. Es stehen einige Fahrräder und ein rosafarbener Schwan für kleinere Kinder an Deck.

Wieder am Stellplatz angekommen, bauen wir noch unsere Markise ab, und später erklingt vom Restaurant nette Musik. Wir gehen kurz rüber, es spielt tatsächlich eine Musikkapelle auf der Tribüne der Animation. Kurz bevor wir ins Bett gehen, kommen der Tisch und die Stühle noch ins Auto.

Montag, den 04.07.2022

Es ist 7:00 als wir aus den Federn kommen, wir fahren weiter zum Camping Soleil Fruite, es sind bis dahin 270 km. Es gibt nur eine Tasse Kaffee, Frühstücken werden wir später irgendwo auf der Autobahn. Jetzt bauen wir als nächstes unsere Klimaanlage ab und verstauen sie im Fußraum vom Kleiderschrank. In 20 Minuten ist alles passiert, danach hole ich unser Baguette vom der inzwischen schon geöffnet hat.
Pünktlich um 8:10 verlassen wir den Campingplatz LÀir Marin****

ein letztes Mal durch die engen Kurven des Ca.Platzes

Unser Frühstück machen wir auf einem Autobahnrastplatz kurz hinter Nimes, wo wir etwa eine halbe Stunde verweilen. Den Kaffee hat meine Frau noch auf dem Camping-Platz gemacht, dazu gibt es diverse Marmeladen und Schinken und einen Gouda. Und natürlich das Baguette vom Camping LÀir Marin. Um 10:20 geht es dann weiter, wir haben ja noch bestimmt an die 200 Kilometer zu fahren. Der Verkehr ist lebhaft aber kein Vergleich zu Deutschen Autobahnen, wo Kilometerlange LKW-Schlangen an der Tagesordnung sind. Wir kommen jetzt an Bollene vorbei, wo es an der rechten Seite zu unserem ersten Campingplatz dem Ca. Sagittaire geht. (Hier werden Erinnerungen wach/ Sommer 2000). Auf der linken Seite geht es zur Ardeche, wo wir ebenfalls einige Urlaubstage in verschiedenen Jahren verbracht haben. Gute 60 Kilometer weiter fahren wir an Loriol-sur-Drome vorbei, wo wir in Mirabel-et-Blacons am Beginn unserer diesjährigen Tour ebenfalls ein paar Tage verbracht haben.
Das Wetter ist bewölkt und Gewitterhaft, die Temperatur sinkt im Laufe unserer Fahrt nach Norden unablässig. Heute Morgen nach der Abfahrt hatten wir stellenweise bis zu 29°, jetzt kurz vor Valence sind es nur noch etwas 21°. Plötzlich fängt es an zu Regnen, wir fahren gerade an Valence vorbei, und gleich kommt die Abfahrt. Hier an der Peage de Valence-Nord wird gerade gebaut. 35 Euro möchte die Autobahngesellschaft von uns, ich hätte eigentlich mehr erwartet. Ein paar Meter noch bis zu einem großen Kreisverkehr, hier biegen wir gleich nach rechts ab. Wir fahren nun auf der N7 die bis nach Lyon hinauf führt. Nach ein paar Kilometer müssen wir die Autobahn A7 unterqueren und an Aiguille vobei fahren. Es sind jetzt nur noch ein paar Minuten bis wir unser Ziel den Campingplatz Soleil Fruite**** erreicht haben.
Punkt 12:30 sind wir angekommen, es sind viele Jahre vergangen, seit unserem letzten Aufenthalt hier, mal sehen was sich verändert hat. In der Rezeption bedient uns eine Farbige Mitarbeiterin, sie bietet uns ein paar freie Plätze an. Nach einem Durchgang über den Ca.Platz entscheiden wir uns für Stellplatznummer 50. Wir sind momentan etwas erstaunt über die geringe Belegung des Campingplatzes.

(nach späterem Nachdenken fällt mir ein, daß dieser Camping ein reiner Übernachtungsplatz für Caravaner ist, die am späten Nachmittag kommen und am nächsten Morgen weiterfahren)

Um 14:30 sind wir dann zum Pool hinauf gegangen der eine tolle Anlage für einen Campingplatz dieser Größe hat, aber sparsam besucht war. Wenig später kommen einige der Campinggäste in die hübsche Poolanlage, ich denke daß die meisten von den Mobilhomes kommen, von denen der Ca.Platz auch ca. 60 Stück hat. So waren mittlerweile doch ca. 35 Personen hier am Pool. Nach einer Stunde gehen wir zum Caravan zurück um einen Cappuccino zu trinken. Das Wetter weiß nicht genau was es will, es ist einfach Gewitterhaft. Zuerst wollten wir zurück zum Pool gehen, haben uns aber entschlossen die Klimaanlage aufzubauen. Nach den ca. 20 Minuten für den Aufbau der Anlage gehen wir doch zum Pool hinauf. Hier verbringen wir dann weitere30-40 Minuten, dann kommt meiner Frau der Gedanke unseren Caravan nochmals zu drehen. Bei unserer Ankunft wollte ich den Wohnwagen auf diese Seite des Stellplatzes stellen, sie wollte anders. Jetzt drehen wir den Wagen halt wieder um.

Im Laufe des späten Nachmittags fahren bestimmt an die 10 -12 Caravans hier auf den Campingplatz, aber morgen früh sind die meisten wieder weg.
Nächste Woche beginnen die Ferien in den Niederlanden, da ist die Hölle los hier auf dem Platz, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Es soll auch wieder wärmer werden, was die weitere Wetterprognose sagt.
Wir sitzen vor dem Caravan bei Wein und einem Glas Weizenbier, urplötzlich zieht eine Gewitterfront auf, es ist jetzt mittlerweile 20:30. Man sieht von allen Seiten Blitze herunter kommen, das Groß liegt derzeit noch jenseits der Rhone. Um 22:30 räumen wir das Feld es fängt an zu regnen. Unsere Markise haben wir heute gar nicht ausgerollt, so müssen wir zum Sitzen in den Wohnwagen zurück. Es regnet mehr als zwei Stunden lang und vor allem sehr Intensiv. Dieser Regen war der längste und stärkste in den vergangenen drei Wochen, den wir erlebt haben.

Dienstag, den 05.07.2022

Als wir heute Morgen aufstehen, ist der Himmel wie meistens in den vergangenen Wochen strahlend blau. Leider ist der Platz vor unserem Caravan durch den gestrigen Regen nicht so schön. Wir haben ja keinen Grasboden vor dem Wagen, sondern so etwas wie in einem Waldboden, wenn es trocken ist gibt es kein Probleme. So hat der Regen in der Nacht halt unseren Tisch und die Stühle so angespritzt, dass wir jetzt ihre Füße sauber machen müssen. Unsere Markise haben wir hier im Ca. Soleil Fruite**** auch nicht abgerollt, weil wir nicht wussten, wie lange wir hier bleiben werden.
Um 8:00 bin ich zur Restaurant hinauf gegangen, um meine Gestern bestellten Croissant und das Baguette abzuholen. Währenddessen hat meine Frau schon den Frühstückstisch gedeckt, heute außerhalb unseres Stellplatzes. Vor unserem Stellplatz beginnt ein großer Schotterplatz, wo Campingäste vorbei gehen, und die Caravan-Gespanne vorbei fahren. Hier ist genug Platz und die Morgensonne erwärmt uns. Die ersten Wohnwagen verlassen gerade eben den Campingplatz .

Im Laufe des Vormittags haben wir den Ca.-Platz zu einem kleinen Spaziergang verlassen.
Direkt vor dem Ca.-Platz gibt es jetzt einen Streichelzoo mit hübschen kleinen Ziegen, der eine Attraktion für die kleinen Kinder geworden ist. So schöne Tiere habe ich schon lange nicht gesehen.

Danach gehen wir weiter in Richtung einem weiteren Feriencentrum, dem Le Domaine du Lac, dazwischen liegt noch ein Minigolfplatz der aber seit Jahren schon geschlossen ist. Früher war hier ein großes Feld mit Aprikosenbäumen, dieses Feld mit den vielen Bäumen gibt es leider nicht mehr, (hier haben wir in früheren Jahren des Öfteren ein paar Früchte genascht) inzwischen ist hier ein schon abgeerntetes Getreidefeld. Auch in das Ferien-Centrum kommen wir nicht mehr hinein, hier sperrt jetzt ein großes Tor mit einem Nummerncode das Gelände ab. So gehen wir wieder zum Campingplatz zurück, inzwischen ist es schon Mittagszeit geworden, heute machen wir einen Obsttag, es gibt Ananas-Kompott zum Essen, der erfrischt und schmeckt immer gut.
Gegen 14:00 gehen wir zum Pool hinauf, um uns ein bisschen zu erfrischen, um diese Zeit ist meist wenig los. Am Morgen haben viele der Caravans den Campingplatz verlassen, auf dem weiteren Weg weiter nach Süden, oder auch zurück in ihre Heimat. Die meisten der Campinggäste sind Holländer oder Niederländer wie man oft sagt, den genauen Unterschied kenne ich auch nicht. Sie fahren genauso wie wir, mindestens zwei Tage bis sie wieder zu Hause sind.
Wir bleiben aber nur knapp eine Stunde am Pool, die ersten Übernachtungs-Caravans kommen schon wieder auf den Ca.-Platz. Wir gehen wieder zum Stellplatz zurück, um eine Tasse Cappuccino zu trinken. Kuchen haben wir leider keinen mehr, jetzt müssen wir auf Waffeln zurück greifen, darauf eine Himbeer oder Erdbeermarmelade das schmeckt herrlich (wir sind ja süße Esser, das habe ja schon öfters erwähnt). Später trinken wir ein Radlerbier, das wir von zu Hause mitgebracht haben. Um 17:00 sind wir nochmals zum Pool rauf, die meisten Gäste (Mobilhome oder Hüttengäste) sind schon wieder gegangen. Die Temperatur ist jetzt erträglicher geworden, trotz allem länger wie eine Stunde bleiben wir nicht hier. Auf dem Rückweg kaufen wir uns im Restaurant Eis aus der Kühltruhe, sie haben einige Sorten in der Truhe. Ich nehme eine Kugel mit Vanille und dazu eine zweite mit Himbeere. Meine Gattin wählt Eis mit Pfeffermint das offensichtlich ebenfalls gut schmeckt. Die boule de glace kostet 2,50 € aber die Kugel ist sehr groß.

Heute Abend gibt es Gulasch mit Semmelknödel zum Essen und dazu Gurkenscheiben. Der Teller ist ziemlich voll für einen so heißen Tag, aber die Fertigportionen sind halt nicht kleiner, da müssen wir wohl durch. Meine Frau nimmt sich dazu nur einen Semmelknödel, ich schaffe schon zwei Stück davon. Nach dem Essen kommt mein Part, nämlich spülen. Die Wasserhähne im Waschhaus (Spülbecken) haben einen sehr hohen Wasserdruck, die meisten spritzen etwas, weniger wäre schon besser.
Danach gehen wir beide zum Duschen, es sind hier immer Duschkabinen frei. Die Qualität und Sauberkeit in den Kabinen ist in all den Jahren wo wir den Camping Soleil Fruite**** besucht haben, einfach vorbildlich. Mehrmals am Tag werden die Waschräume gereinigt und sauber gehalten.
Den restlichen Abend sitzen wir vor dem Wohnwagen und Genießen ein oder zwei Glas Weizenbier oder auch Rotwein. Um 22:15 schalten wir unsere Klimaanlage wegen der Nachtruhe für unsere Nachbarn aus. Kurz darauf machen wir uns im Waschhaus fertig und gehen ins Bett.
Die Temperatur lag heute Nachmittag bei 26°.

Mittwoch, den 06. Juli 2022

Guten Morgen, es ist 7:30 als wir aufstehen und der Himmel ist herrlich blau ohne eine Wolke am Himmel zu sehen. Erstmalig schaue ich auf ein Thermometer und staune, wir haben gerade noch 20°, es kühlt hier oben in den Nordwestlichen Rhone-Alpes in der Nacht merklich ab. Der Vorteil liegt auf der Hand, man kann dadurch sehr gut im Caravan schlafen. Somit hat unsere Klimaanlage weniger zu tun um die teilweise hohen Tagestemperaturen zu senken. Um 8:00 hat das Restaurant geöffnet, wo man die verschiedenen Sachen zum Frühstück (Baguette, Paint, und Croissant) abholen kann, die man am Nachmittag zuvor bestellt hat.
Zuerst gibt es Frühstück das wir sehr genossen haben, wir sind eigentlich süße Frühstücker. Zu Hause essen wir immer Toast oder Brötchen mit den verschiedenen Marmeladen wie Erdbeere oder Himbeere, meine Frau nimmt dazu noch ein Glas Bienenhonig. Hier im Urlaub gibt es höchstens noch Käse wie Gouda, Bergkäse und geschnittenen Schinken (Schwarzwälder Schinken, Serrano Schinken) dazu.
Im Laufe des Vormittags fahren wir ein paar Kilometer bis an den Stadtrand von Valence. Hier in der Nähe der Autobahnabfahrt Valence-Nord befindet sich die Tankstelle Access-Total Energie, in den Jahren wo wir am Camping Soleil Fruite zu Gast waren, haben wir meistens hier getankt. Der Preis kann sich sehen lassen 2,03 € bezahlen wir, eine der billigsten Tankstellen in der wir in Frankreich in diesem Jahr getankt haben. Auf der Rückfahrt kommen wir noch an einem Feld mit Aprikosen-bäumen vorbei, dessen Früchte uns anlachen. Wir fragen den Obst-Bauern der gerade einige der Bäume aberntet, ob wir ein paar von seinen Früchten bekommen, was er bejaht.

Nach unserer Mittagspause gehen wir hinauf in die hübsche Poollandschaft, Badeliegen stehen genug zur Verfügung. Wie jeden Morgen sind viele der Übernachtungsgäste schon weiter gereist.

Der Camping Le Soleil Fruite**** ist meiner Meinung hauptsächlich ein Übernachtungsplatz, wo am frühen Morgen die Gäste mit Ihren Caravans weiter fahren. Am Nachmittag kommen dann neue Caravans zum Übernachten. Ausgenommen sind natürlich die Feriengäste in den Mobilhomes, die bleiben ja meistens 1- 3 Wochen hier.

Die Temperatur jetzt am Nachmittag liegt bei ca. 26°, so dass wir uns nur im Schatten der zahlreichen Sonnenschirme aufhalten wollen. Hier verbringen wir ein bis zwei Stunden, bevor wir zum Caravan zurück kehren, um Kaffee zu trinken und dazu ein Stück Kuchen zu essen.
Kurz nach 16:00 sind wir nochmals zum Pool hinauf um die letzten Stunden in diesem Urlaub zu genießen. Es treten aber immer wieder starke Windböen auf, für heute Nachmittag ist ein Mistral (starker Fallwind) mit Spitzen bis zu 69 km/h angesagt. Um halb Sieben gehen wir dann zum Wohnwagen zurück, anschließend geht es gleich zum Duschen. Heute Nachmittag sind sehr wenig Caravaner am Platz angekommen. Aber die Ferien in Holland beginnen ja erst am kommenden Montag, ab dann ist hier die Hölle los im Pool.
Heute Abend gibt es Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat und Gurken, dazu ein bis zwei Weizenbier, meine Frau trinkt meist einen Wein. (Wir haben ja welchen mitgebracht aus der Provence, genauer gesagt vom Camping Monplasir**** in Saint-Remy-de-Provence).
Später gehe ich zum Geschirr spülen. während meine Frau beim Duschen ist. Bevor es dunkel wird, packen wir unsere Stühle und den Campingtisch in unser Auto, so haben wir morgen Früh nicht mehr so viel zu tun. Um 22:30 geht es zuerst ins Waschhaus zum Zähne putzen usw. und gleich danach in die Koje.

Die Temperatur lag am Morgen bei 20° und am Nachmittag bei 26°.

Donnerstag, den 07. Juli 2022

Heute Morgen ist Abfahrt aus dem Sonnigen Südfrankreich. Wir sind etwas früher aufgestanden es ist erst 7:00, und haben uns in aller Ruhe fertig gemacht. Danach bin ich ins Restaurant hinauf gegangen und habe unsere bestellten Baguette und Croissant geholt. Nach dem Frühstück, das wir heute im Caravan gemacht haben, bauen wir noch schnell unsere Klimaanlage ab und verstauen sie im Kleiderschrank. Dort im Fußraum passt Sie genau hinein. Danach habe ich die Toilette entleert und das Frischwasser aufgefüllt, und als letztes die Kurbelstützen mit dem Accuschrauber hoch gedreht. Währenddessen hat meine Frau noch das benutzte Frühstücksgeschirr gewaschen. Die Wegstrecke wird heute etwas länger als normal sein, sonst übernachten wir immer wieder mal auf einem Campingplatz in Payerne (Schweiz). Heute wollen wir darauf verzichten und bis zum Raststätte Forrenberg bei Winterthur fahren, das sind ca. 540 Kilometer.

Unsere Abfahrt am Camping La Soleil Fruite ist um 9:50. Die Fahrt über die Umgehung von Valence bzw. über die A49 geht gut voran, an der Mautstelle bei Romans-sur-Isere holen wir unser Autobahn-Ticket für die Fahrt bis nach Annecy. Die Temperatur liegt bei ca.22° auf der Ebene bis nach Voiron. Danach beginnt die Bergstrecke A48 bis nach Bourgoin-Jallieu. Auch für heute ist ein starker Mistral angesagt mit Spitzen bis zu 73 km/h, aber Gottseidank spüren wir nichts davon.
An der Raststätte Aire d Oyeu in der Mitte der Bergstrecke machen wir eine kleine Pinkelpause von 11:10 -11:20 . Ich sitze noch im Auto und schreibe gerade meine Daten auf, neben uns auf der LKW-Spur möchte ein Holländer sein Auto einparken. Er fährt extra von den Autoparkplätzen hier hoch zu den LKW-Parkplätzen, ich kann nur den Kopf darüber schütteln. Die Temperatur hier oben liegt bei 20°. Wir haben hier eine Höhe von maximal 550 Höhenmeter gegenüber der Meereshöhe bei Valence mit einem Mittelwert von 120 Meter.

Um 12:40 -13:40 haben wir die Raststätte Aire de La Ripaille bei Seynod erreicht. Um in der Schweiz nicht mehr Tanken zu müssen, machen wir hier unseren Tank voll. Wir haben Glück gehabt, der Dieselpreis liegt hier bei 2,029 Euro, 10 Cent weniger als bei der Tankstelle 20 Kilometer zurück. Auf der gleich dahinter liegenden Raststätte machen wir unsere Mittagspause. Unter den überdachten Rast-Inseln genießt man Schutz vor der warmen Sonne. Hier verbringen wir fast eine Stunde, bevor es weiter geht. Nach weiteren 15 Minuten sind wir an der Mautstelle bei Cruseilles angekommen, dort knöpft man uns 48,40 € an Mautgebühren ab. Von jetzt geht es auf der Mautfreien A41 weiter bis nach Genf, das wir kurz darauf um 14:15 erreichen. Hier in der Großstadt heißt es natürlich aufpassen, um nicht vom rechten Weg abzukommen, aber es geht alles gut.

Um 15:15 machen wir eine Kaffeepause auf der Raststätte Bavois, die sich kurz vor dem Lac de Neuchâtel befindet. Den Kaffee hat meine Frau heute Morgen gemacht und in einer Thermoskanne mitgebracht. Hier bleiben wir etwa 45 Minuten, bis es weiter geht. Der Autoverkehr hält sich bis jetzt in Grenzen, aber das muss nichts heißen. Alle großen Staus in den vergangenen Jahren haben erst bei der Landeshauptstadt Bern begonnen.
So auch heute, noch im Stadtgebiet Bern kurz vor der Raststätte Grauholz beginnt der Stau, der sich etwa 65 Kilometer bis nach Rotchrist hinzieht. Und wenige Kilometer vor Zürich beginnt eine große Baustelle, die uns durch ganz Zürich begleitet. Erst nach dem Autobahndreieck Wangen-Brüttisellen gibt es wieder freie Fahrt für uns. Aber nur wenige Kilometer weiter, beginnt eine weitere Baustelle, die bis zu unserem heutigen Übernachtungsziel der Raststätte Forrenberg führt. Vor vielen Jahren haben wir einmal auf der Raststätte Kemptthal (ein paar Kilometer zurück) übernachtet, und in den darauf folgenden Jahren immer wieder vergeblich versucht auf dieser Raststätte zu nächtigen. Mittlerweile stellt sich heraus, dass Caravaner und Wohnmobilisten hier gar nicht erwünscht sind. Offensichtlich sind Fernfahrer aus ganz Europa die besseren Gäste.
Um 19:30 kommen wir endlich an der Raststätte Forrenberg an, der Rastplatz ist bis auf 4 LKW-Plätze voll. Wir fahren mit einem etwas schlechten Gewissen in einer der freien Spuren. Bis nach Haus zu fahren sind weitere 200 Kilometer, das kommt für uns nicht in Frage. Zuerst machen wir einen kleinen Spaziergang über den Rastplatz um uns die Füße zu vertreten. Am Caravan zurück gibt es, wie immer wenn wir auf Strecke sind eine Brotzeit mit Käse, Schinken und Hering in der Dose. Zum Trinken für mich ein Glas Weizenbier, meine Frau bevorzugt ein Radler oder aber in Norddeutschland auch als Alsterwasser bekannt. Gegen 22:00 gehen wir ins Bett, wir wollen ja morgen Früh zeitig weiter fahren.

Freitag, den 08.07.2022

Es ist schon 6:30 vorbei, als wir aufwachen. Wir haben gut geschlafen, die Temperatur im Wohnwagen war angenehm. Ein knappe halbe Stunde fahren wir auch schon los. Der Verkehr auf unserer Straßenseite in Richtung St. Gallen war angenehm, es ist sogar in Richtung Zürich weniger Verkehr zu beobachten. Hier haben wir in vergangenen Jahren schon größere Verkehrsaufkommen erlebt. Nach einer Stunde haben wir schon Schweiz-Österreichische Grenze erreicht. Wie auf der Herfahrt benutzen wir auch heute den Pfändertunnel. Ich kann allerdings keinen großen Vorteil gegenüber der Fahrt durch die Innenstadt sehen. Die Autobahnabfahrt über Au/Lustenau ist in meinen Augen ziemlich aufwendig. Wie auch immer, wir jetzt durch den Tunnel der ca. 6 Kilometer lang ist, fahren an Lindau vorbei. Weiter geht es auf der A96 nach Memmingen. Auch hier ist das Verkehrsaufkommen angenehm, so dass wir nach einer weiteren Stunde das Kreuz Memmingen erreichen. Von hier sind es über die Abfahrt Memmingen-Süd bis nach Ottobeuren nur noch ein paar Kilometer.
Unsere Ankunft vor dem Haus war kurz nach 10:00, in der Straße ist es ruhig, keine parkenden Autos am Straßenrand, sodass wir ohne weiteres in unsere Hofeinfahrt fahren können.

Fazit: Es hat dieses Mal länger gedauert, bis ich diesen Reisebericht fertig stellen konnte. Als wir zu Hause angekommen waren, und den Caravan ausgeräumt haben, machte ich einen Kontroll-Besuch in der Erdgeschosswohnung (die zur Zeit leer ist). Hier stellte ich mit Erschrecken fest, dass im Badezimmer dieser Wohnung Wasser am Fußboden steht. Wie es sich später herausstellte, haben wir einen Rohrbruch in der Warmwasserleitung in unserer Wohnung, und das Wasser ist dann die Wand in das untere Stockwerk gelaufen.

Zu unserem Urlaub ist zu sagen, wir hatten wunderschönes Wetter, in großen Teilen sehr heiß, sodass unsere Aktivitäten mit dem E-Bike etwas eingeschränkt waren. Fast alle Campingplätze waren schön. Bestimmte Ausflüge und Märkte waren dank Corona stark reduziert. (Fontaine de Vaucluse, L`Isle-sur-la Sorgue). Bis auf den C.Platz am Meer waren uns alle Orte und Campingplätze bekannt und hat uns bisher nie gestört. Im Nachhinein stelle ich mir die Frage, ob ich eine solche große Tour auch wegen meinem etwas fortgeschrittenen Alters in den folgenden Jahren noch machen möchte. Diese Frage wird sich sicherlich stellen.

Nochmals zum Campingplatz LÀir Marin, dieser Platz war für mich eine Persöhnliche große Enttäuschung. Im Detail: Platzansicht die Botanik war schön mit einigen Palmen ebenso war die Badeanlage ansprechend und hübsch. Es gibt zwei Waschhäuser, eines davon gehört meiner Meinung abgerissen, die Toilettenkabinen in jedem Fall. Die Duschkabinen in diesem Haus war ok, weil neue/ere Elemente eingebaut waren. Das zweite Waschhaus wurde erst einige Tage später geöffnet. Der Service der Putzmannschaft war dagegen ok.
Die Toiletten im 5 Sterne Platz Les Sablons ließen ebenfalls zu wünschen übrig, bei beiden Campingplätzen würde ich einen Sterne abziehen.
In diesem Zusammenhang noch eine Bemerkung dazu: Ein junge Frau fragte mich warum die Campingplätze am Meer so ein schlechtes Sanitär hätten. Ich wollte zu diesem Zeitpunkt diese Aussage nicht bejahen, heute würde ich zustimmen.

Unser Wiedersehen mit der Makadi Bay/Ägypten

mit anschließender Nilkreuzfahrt

Wir haben Winter in Deutschland, mittlerweile ist es schon Februar geworden als wir unseren alljährlichen Urlaub nach Ägypten antreten. Auch in diesem Jahr wollen wir in der Makadi Bay unseren Badeurlaub verbringen. Aber zuvor noch eine Woche mit einem Kreuzfahrtschiff auf dem längsten Fluss der Welt, dem Nil verbringen.
Nachdem wir im letzten Jahr zu Gast im Hotel Sol Y Mar waren, haben wir uns für dieses Jahr wieder für ein Haus, der uns wohl bekannten Red Sea Gruppe entschieden.

Unser Flug startet von München aus nach Hurghada, der Abflug ist für 21:15 vorgesehen. Wir werden also so ziemlich die ganze Nacht in unserem Flieger von Tuifly verbringen. Unsere Ankunft in Hurghada ist für 3:00 vorgesehen, nachdem wir unsere Koffer vom Laufband geholt haben, gehen wir schnell nach draußen. Hier wartet schon unser Bus, der uns nach der Makadi Bay bringen wird. Im Grand Makadi Hotel wartet man schon auf uns. Das Einschecken geht relativ schnell voran, so dass wir um 4:30 Morgens endlich ins Bett kommen.

  1. Urlaubstag: Um 7:45 sind wir schon wieder auf den Beinen, im Leonardo Restaurant das gleich in der Nähe der Rezeption liegt, nehmen wir unser erstes Frühstück ein. Wie meistens im Ausland oder Ägypten bestelle ich mir ein Omelette mit Mushrooms und Cheese, danach hole mir ein paar Brötchen und dazu Marmelade aus Erdbeeren oder Himbeeren. Zum Trinken gibt es Kaffee und irgendwelche Säfte, vorwiegend Orangen oder Ananassaft oder aber einen Multivitamin-Saft.
    Nach dem Frühstück machen wir unseren ersten Spaziergang über das riesige Hotel-gelände, das ja eigentlich aus den Hotels Grand Makadi, Makadi Palace und Makadi Spa besteht. Wie wir schon im letzten Jahr sehen konnten, werden hier noch einige weitere Hotels der Red Sea Gruppe gebaut.

Wir gehen auch durch die wunderschöne Anlage des Makadi Palace Hotels, das wir von Bildern im Reisekatalog vom Ägyptenspezialist ETI schon lange kennen. Leider war es uns in diesem Jahr zu teuer, so dass wir uns für das Grand Makadi entschieden haben. Ein weiterer Grund war die Kombination zwischen den Red Sea Hotels und den Nilkreuzfahrtschiffen von Grand Cruises die beide zu einem Familienunternehmen gehören. Wir haben uns in diesem Jahr für die Kombination Grand Makadi und der MS Grand Rose entschieden.

Blick auf das Makadi Palace

2. Urlaubstag: Um 10:30 haben wir eine Besprechung mit dem Örtlichen Reiseleiter von ETI der uns die nötigen Informationen über das Hotel und den morgigen Beginn unserer Nilkreuzfahrt mitteilt. Das meiste über die Nilkreuzfahrt ist uns bekannt, da wir ja schon mehrmals an einer Kreuzfahrt teilgenommen haben. Die Abfahrt findet Früh morgens schon um 5:00 statt, es geht von Makadi Bay Richtung Safaga. Hier ist ein großer Busparkplatz, wo sich alle Busse aus Sicherheitsgründen (ca.40/50 Stück) zu einem Konvoi zusammen schließen. Um dann gemeinsam durch die Arabische Wüste Richtung Quena/Luxor fahren. Die Stadt Luxor erreichen wir gegen 10:00 ???? Vormittags. Nach dem Einschecken an Bord der MS Grand Rose und dem Beziehen unserer hübschen Kabine auf dem Secounddeck gehen wir noch kurz in das Restaurant. Das sich auf dem Maindeck, also ganz unten befindet, um noch eine Kleinigkeit zu essen.

Am frühen Nachmittag machen wir noch eine Spaziergang in Luxor an der Promenade und am Ufer des Niles entlang. Später gehen wir zum Schiff zurück, um auf dem Sonnendeck auf einer der zahlreichen Liegen in der Sonne liegend zu faulenzen. Hier oben gibt es auch einen überdachten Barbetrieb, wo es Kaffee und andere kühle Getränke gibt (Mein persöhnliches Lieblingsgetränk ist CubaLibre). Gegen 15:30 wird am Heck des Schiffes noch eine Crepes-Station eröffnet. Dazu gibt es verschiedene Zutaten von Puderzucker, Schokoladensoße oder verschiedene Marmeladen. So kann man es in der warmen Ägyptischen Sonne gut aushalten.
Um 18:00 gehen wir wieder in das Restaurant zum Abendessen. Seit Gestern Abend hat sich ein Pärchen aus Aue im Vogtland uns angeschlossen. Sie haben wohl festgestellt das wir uns hier in Ägypten einigermaßen gut auskennen.
Heute Abend gibt es in der Lounge-Bar Live-Musik, eine junge Frau führt uns dann einen Bauchtanz vor. Danach wird uns ein Tanoura-Tanz von einem Tänzer vorgeführt. Wir haben den sagenhaften Tanoura-Tanz schon einige Male in verschiedenen Ägyptischen Hotels und auch auf unseren Nil-Kreuzfahrten gesehen.

(Tanoura ist ein traditioneller Nationaltanz hier in Ägypten. Seine Besonderheit ist, dass nur Männer diesen Tanz aufführen Die Grundlage des Tanzes ist ein kreisender Tänzer der sich fortlaufend um seine Achse dreht, notwendigerweise gegen den Uhrzeigersinn. Ein Tanoura- Tänzer kann sich von 15 Minuten bis zu mehreren Stunden drehen!, und sich dadurch in einen Zustand der Trance bringen. Bei der Aufführung entstehen technisch anspruchsvolle Elemente mit Röcken, die den Tänzer vielschichtig bedecken. Eine flauschige und dramatische Schicht von Röcken dient als Attribut der Präsentation. Und erfahrene Tänzer beziehen Tamburine und andere Elemente in den Tanz ein)

3. Urlaubstag: Heute Morgen heißt es schon früh aufstehen, denn Besichtigungen hier in Ägypten beginnen wegen der beginnenden Hitze immer sehr früh. Kurz vor 7:00 sind wir schon im Speisesaal zum gemeinsamen Frühstück, und eine Stunde später sind wir am Tempelgelände von Karnak angekommen. Wir werden von einem Reiseleiter der uns die folgenden 7 Tage begleitet, durch den Tempel geführt. Er erzählt uns viel über die Ägyptische Kultur und seine Pharaonen.

Am Tempelgelände von Karnak wurde von insgesamt 30 Pharaonen über 2000 Jahre lang gebaut, somit ist er mit einer Fläche von 100 Hektar der größte Tempelkomplex der Welt.

Gegen 10:00 verlassen wir den Gigantischen Tempel und fahren mit dem Bus in die Altstadt von Luxor zu einem kurzen Spaziergang.

Als nächstes besuchen wir den Luxor-Tempel – Amun-Opet-Tempel, der am anderen Ende der Stadt liegt, und ebenfalls in allernächster Nähe des Nilufers liegt.

Das Opet-Fest wurde zur Zeit der alljährlichen Überschwemmungen gefeiert. Zur Beginn des Opet-Festes brachte man die Kultstatuen von Amun-Re, Mut, und Chons in ihren heiligen Barken vom nördlichen Opet (Karnak) ins südliche Opet (Opet bedeutet“ heiliger Ort“ in das innerste Heiligtum des Luxor-Tempels.

Kurz vor Mittag verlassen wir den Tempel und kehren auf unser Schiff zurück. Um 13:00 ist die Abfahrt der MS Grand Rose aus Luxor. Es geht Richtung Süden, als erstes werden wir die Schleusenanlagen von Esna erreichen, hier werden wir anlegen und Übernachten. Danach geht es weiter nach Edfu, wo sich der Horus-Tempel befindet. Am nächsten Tag werden wir im Laufe des Nachmittags den Doppeltempel von Kom Ombo (Sobek und Haroeris-Tempel) erreichen. In den vergangenen Jahren konnten wir diesen Tempel nur in der Nacht besichtigen. Anschließend geht unsere Kreuzfahrt weiter bis nach Assuan, wo wir ein weiteres Mal übernachten werden.
Hier ist der vorläufige Endpunkt unserer Reise, bevor es wieder mit dem Schiff zurück nach Luxor bzw. weiter zur Makadi Bay geht.

Aber zuerst gehen wir gehen wir in das Restaurant im Unterdeck, um eine Kleinigkeit zu essen. Danach ziehen wir uns Freizeitkleidung (darunter eine Badekleidung) an, und gehen auf das Sonnendeck, um uns auf zwei der zahlreichen Badeliegen hinzulegen. Währenddessen gleitet das Nilufer langsam an der Grand Rose vorbei. Wir waren schon einige Male hier auf dem Nil unterwegs, und es ist immer wieder ein tolles Erlebnis. Diese Ruhe auf dem Fluss, manchmal kommen uns auch andere Kreuzfahrtschiffe entgegen, oder ein anderes Schiff überholt uns, wir kommen an kleinen Inseln vorbei, wo ein paar Kühe weiden. Auf wiederum anderen Flussinseln sehen wir eine Gruppe Kinder mit einem Fußball spielen. Es ist einfach Traumhaft auf dem Fluss, und sehr zu empfehlen. Mittlerweile ist 15:00 geworden, ein Koch macht auf dem Sonnendeck Crepes für die Gäste, dazu gibt es beliebige Beilagen, und natürlich auch Cappuccino und andere Getränke zum Trinken.

Um 17:45 erreichen wir die Schleusen von Esna, wie man sieht herrscht schon volle Dunkelheit. Die Straßenhändler warten schon an der Schleuse auf uns, um ihre Waren anzubieten. (Die Schleusenkammerlänge beträgt ca. 150 Meter, ausreichend für zwei Schiffe, und die Kammerbreite 16 Meter, die Stauhöhe beträgt 4,5 Meter).
Wir haben Glück und können gleich durch die Schleuse fahren. Wir werden heute Nacht in Esna anlegen und auch übernachten.

Nach der Schleusendurchfahrt gehen wir gleich in die Lounge-Bar auf dem Oberdeck hinunter, hier werden heute die Honorationen des Schiffes (Kapitän, Chefingenieur, Generalmanager, Chefkoch usw. vorgestellt. Am Eingang zur Lounge-Bar die Platz für 130 Passagiere bietet, stehen für uns Getränke bereit.

Nach dem Empfang, geht es in das Restaurant im Unterdeck, wo allerlei leckeres Essen auf uns wartet.

4. Urlaubstag: Guten Morgen, wir haben auch heute Nacht ausgezeichnet an Bord der MS Grand Rose geschlafen. Aber hier in Ägypten heißt es ja früh aufstehen, da die meisten Ausflüge wegen der Hitze auch sehr früh beginnen. Vor dem Frühstück im Restaurant gehe ich noch schnell zum Pooldeck hoch (6:30), aber um diese Zeit ist niemand hier oben.
Um 8:30 erreichen wir die Nilbrücke bei Edfu, hier müssen die drei Verdecke an der Getränketheke und wo die ganzen Sitz-Inseln auf dem Sonnendeck stehen, sowie bei den Badeliegen herunterklappt werden.

Nach dieser Brücke haben wir wieder freie Fahrt, der Nil wird hier breiter und es kommen ein paar neue Inseln. Jetzt am späteren Vormittag ist das Pooldeck und seine Badeliegen wieder voll mit unseren Kreuzfahrt-Gästen belegt. Wir kommen an der kleinen Stadt Edfu vorbei, das wir auf dieser Reise aus Sicherheitsgründen nicht mehr besuchen werden.


Hier in Edfu steht der Horus-Tempel, der besterhaltene Tempel in Ägypten. Er wurde in der Griechische Antike als die Ptolemäer in Ägypten herrschten im Zeitraum von 237 bis 57 v. Chr. erbaut. Der Tempel von Edfu war lange Zeit bis zu den Kapitellen hinauf mit Wüstensand überdeckt, was seinen guten Erhaltungszustand erklärt. An den Seitenrändern des Tempels standen auf den Sandmassen noch im 19. Jahrhundert die Häuser der einheimischen Bewohner.

Unsere Reise geht weiter den Nil abwärts. Um die Mittagszeit gehen wir noch kurz in das Restaurant im Unterdeck zu einem kleinen Snack.
Kurz nach 14:00 sehen wir in einer Kurve des Flusses Kom Ombo auftauchen. Die kleine Stadt liegt am Östlichen Nilufer. Nach dem Anlegen der Grand Rose gehen wir mit unserem Reiseleiter zu der imposanten Tempelanlage hinauf. Wir sind schon mehrmals hier gewesen, aber bisher immer in der Dunkelheit. In den folgenden 2 Stunden schauen wir uns die beiden Tempel an und machen ein paar Fotos von ihnen.

Beeindruckend sind die Wandskulpturen (Malereien), die im Gegensatz zu früheren Dynastien aus der Wand heraus geformt wurden. Zu Früheren Zeiten wurden Reliefzeichnungen (Flachbild) aus der Wand >geschnitzt<.

Der Doppeltempel von Kom Ombo entstand in der ptomäischen Epoche Ägyptens 304 bis 31 v. Chr. Der Tempel von Kom Ombo am östlichen Nilufer stellt eine Besonderheit dar. Im Gegensatz zu den meisten anderen altägyptischen Sakralbauten wurden in ihm zwei Gottheiten getrennt voneinander verehrt. Die vom doppelten Haupteingang aus gesehen südöstliche, dem Nil abgewandte Seite war Sobek, dem krokodilköpfigen Wasser- und Fruchtbarkeitsgott, später auch Schöpfergott, geweiht. Im linken, nordwestlichen Halbtempel galt die Verehrung dem Haroeris, dem Licht- und Himmelsgott, aber auch Kriegsgott. Der falkenköpfige Haroeris war eine Erscheinungsform des Gottes Horus.

Gegen 16:30 geht unsere Fahrt weiter nach Süden in Richtung Assuan. Bald darauf wird es schon wieder dunkel, und wir gehen unter Deck um uns für das Abendessen fertig zu machen. Als wir um 20:00 wieder unsere Kabine aufsuchen, haben wir Besuch. Auf unserem Bett liegt ein Mann mit meiner Sonnenbrille, die der Kabinensteward auf unser Bett gezaubert hat. Den heutigen Abend verbringen wir wie immer in der großen Lounge-Bar (230qm) auf Deck 4. Hier ist immer etwas los, und man hat Zeit für eine Unterhaltung mit den übrigen Gästen. Irgendwann am frühen Abend haben wir dann Assuan erreicht.

5. Urlaubstag: Wir haben auch diese Nacht ausgezeichnet geschlafen. Auch heute Morgen heißt es früh aufstehen und Frühstücken. Um 6:45 sind wir schon mit einem Bus unterwegs zum unvollendeten Obelisken der in einem alten Steinbruch in der Nähe von Assuan liegt. Mit einer Höhe von 41,75 Metern auf einer Basis von 4,2 × 4,2 Metern sowie einem Gewicht von etwa 1168 Tonnen wäre er bei Fertigstellung der größte Obelisk des Altertums gewesen. Er besteht aus Rosenquarz und wird der Pharaonin Hadschepsut aus der 18. Dynastie zugeschrieben

Wir fahren weiter ca. 13 Kilometer in Richtung Süden und sind kurz vor 8:00 am Assuan-Staudamm (Assuan-Hochdamm) angekommen. Hier haben wir einen wunderbaren Blick auf den riesigen Nasser-Stausee. Wenn man den Hochdamm in Richtung Süden verlässt, führt die Straße zum Ramses Tempel in Abu Simbel (etwa 300 km) und weiter in den Sudan bzw. Auf der anderen Seite des Dammes geht der Blick auf den kleinen Stausee der sich von hier bis zur 7 Kilometer kleinen Staumauer, die im 19. Jahrhundert gebaut wurde. In diesem kleinen See befindet sich die Philae-Insel unser nächstes Ziel.

Der Hochdamm ist mehr als 3800 Meter lang und 111 Meter hoch, an der Sohle 980 Meter und an der Krone etwa 40 Meter breit) Der etwa 500 km lange Stausee ragt bis in den benachbarten Sudan hinein, ist nach Inhalt der drittgrößte und nach Fläche der siebtgrößte Stausee der Erde.

Schon um 8:30 haben wir die Anlegestelle im kleinen Nassersee erreicht. Über einen langen Steg, der von vielen Souvenierhändlern gesäumt ist, betreten wir unser Boot, das uns zu der Insel Philae (Agilkia) bringen wird. Pro Schiff sind etwa 30 Personen an Bord. Unsere Reisegruppe von der MS Grand Rose umfasst ca. 140 Personen mit 3 weiteren Reiseleitern.
Im kleinen Nasser-Stausee gibt es einige Kalkstein-Inseln an denen wir vorbei fahren, bis wir unser Ziel erreichen.

Nach kurzer Schifffahrt erreichen wir die Insel Agilkia, wo der Philae-Tempel in den Jahren 1977-1980 wegen der Überflutung durch den Stausee neu aufgebaut wurde. Gleich an der Anlegestellen stehen wunderschön blühende Bougeenvillea-Sträucher. Dann betreten wir den Tempelbereich der Göttin Isis geweiht ist, auf der linken Seite ist die lange Westkolonnade die man auch vom Wasser sieht. Rechts vom gepflasterten Hof ist die Ostkolonnade mit dem Arensnuphis-Tempel, dahinter die Mandulis-Kapelle und der Imhotep-Tempel. (berühmter Baumeister, Begründer der Ägyptischen Schrift sowie der Ägyptischen Heilkunde). Dann erreichen wir den ersten Pylon, überall im Tempelbereich sind die Spuren der jahrelangen Überschwemmungen durch den Bau des ersten Staudammes (1898-1902) zu sehen.

Nach knapp 2 Stunden verlassen wir die Insel im kleinen Nasser-Stausee und fahren zur Marina wo unsere Abfahrt erfolgte. Als nächstes besuchen wir eine Parfümerie in Assuan. Ägypten hat im Nil-Delta große Anbau-Felder mit Lotus, Rosen und Jasmin, aus denen sich wunderbare und preiswerte Parfüme herstellen lassen.

Am Nachmittag machen wir nochmals einen Busausflug durch Assuan, besuchen als erstes die El Tabia Moschee, die in einem Park inmitten der Stadt liegt. Sie besitzt zwei hohe Minarette, die in der ganzen Stadt gesehen werden. Die Kuppel wird von 24 Säulen getragen. Wir müssen alle unser Schuhe ausziehen, Obligatorisch müssen die Frauen vor dem Eintritt in die Musullah (Gebetshalle) ihr Haar sowie die Schultern bedecken.

Im Inneren der Moschee erklärt uns der Reiseleiter die fünf Säulen des Islams:
Allah als einzig wahren Gott mit seinem Propheten Mohammed anzuerkennen, fünf Gebete am Tag zu verrichten, Bedürftige zu unterstützen, die Fastenzeit während des Ramadans, warum es sie gibt und wer davon ausgenommen ist, sowie als Höhepunkt eines jeden Moslems die Pilgerfahrt (Hadsch) nach Mekka.

Danach fahren wir weiter zur koptisch-orthodoxen Erzengel-Michael-Kathetrale, die sich in Höhe der Nil-Insel Elephantine befindet. Sie wurde im März 2006 eingeweiht. Sie ist sehr groß und besitzt mehrere Andachtsräume. Hier in Assuan leben Christen und Muslims seit vielen Jahren friedlich miteinander.
Ebenfalls in unmittelbarer Nähe befindet sich das berühmte Luxushotel Old Cataract-Hotel im orientalisierenden Kolonialstil, das durch seinen Ausblick auf die ehemaligen Stromschnellen des Nils und seine berühmten Gäste, unter anderem Agatha Christie, Winston Churchill, François Mitterrand, bekannt wurde. In der Gleichen Straße weiter flussaufwärts steht das Nubische Museum, das wir aber heute nicht mehr besuchen.

Unser Weg führt uns jetzt zum Basar von Assuan, wo wir noch eine weitere dreiviertel Stunde verbringen. Hier gibt es allerlei zu kaufen, von Textilien über Obst und Gemüse, sowie Gewürze aller Art. Mittlerweile ist die Dunkelheit eingebrochen, so dass wir im Anschluss daran an Bord der MS Grand Rose zurück kehren. Wo ein schmackhaftes Abendessen auf uns wartet. In unserer Kabine haben wir wieder Besuch bekommen, auf unserem Bett liegt ein Krokodil das unser Kabinenboy aus den Bade und Handtüchern gezaubert hat.

6. Urlaubstag: Heute Morgen in aller Frühe machen wir uns auf den Weg nach Abu Simbel. Vor ein paar Jahren war ich schon einmal beim Weltberühmten Tempel von Ramses II der direkt am Nasser-Stausee liegt. Dieses Mal ist auch meine Frau mitgefahren und unsere Bordbekanntschaften aus Aue sind ebenfalls mit dabei. Der Weg nach Abu Simbel ist lang, fast 300 Kilometer geht es durch die Wüste, dafür benötigen wir mit unserem Bus etwa 4 Stunden.

Bild von 1963: Um das steigende Wasser von der Tempelanlage fernzuhalten, wurde zunächst ein Schutzdamm um sie herum gezogen.

Am heutigen Standort ist der Ramses-Tempel wie auch der Tempel seiner Gemahlin Nefertari seit den Jahren 1963 -1968. Zu dieser Zeit wurde der Nasserstausee geflutet und die Wassermassen standen schon kurz vor den beiden Tempeln.
Zwischen November 1963 und September 1968 wurden die zwei Tempel mit Sägen in 1.036 Blöcke zerteilt, die jeweils zwischen sieben und 30 Tonnen wogen. Ihr neuer Standort lag 64 Meter über dem Niveau des alten Areals und 180 Meter weiter landeinwärts. An dem Projekt waren ägyptische, deutsche, italienische und schwedische Baufirmen beteiligt. Die deutsche Firma Hochtief war mit der Bauleitung beauftragt.
Beim Bau der beiden Tempel zur Zeit Ramses II. schlug man sie 60 Meter tief in den Sandsteinfelsen. Am heutigen neuen Standort ersetzen riesige Stahlbetonkuppeln die Felsen. Daran ist das Innere der Tempel befestigt. Außen sind die Kuppeln von Sand, Geröll und den Original-Felsen ummantelt, so dass die Bauten weiterhin wie in den Felsen gebaut wirken. Nach vier Jahren Bauzeit war das Megaprojekt am 22. September 1968 vollbracht.

Die beiden Tempel liegen auf einer Halbinsel direkt am Stausee. Kurz vor 8:00 sind wir am Visitor-Center vor den Tempeln angekommen. Von hier geht ein Rundweg zu der Terrasse vor den Tempeln. Beeindruckt von den 21 Meter hohen Kolossalstauen betreten wir die insgesamt 63 Meter in den Fels führende Tempelanlage. In der großen Säulenhalle stehen 8 Osiris-Statuen von Ramses, dargestellt mit den Kronen von Ober u. Unterägypten. Dahinter befindet sich die Vier Säulenhalle mit einem Blick auf das Allerheiligste.
Seitlich zu beiden Seiten befinden sich 7 Räume, die für das Sed-Fest genutzt wurden. Jeder Pharao konnte erstmals nach 30 Regierungsjahren sein Sedfest feiern, das Fest diente der Erneuerung seiner Kräfte.
Der Pharao Ramses II. feierte in seiner 66-jährigen Regierungszeit 14 Sedfeste

Als „Sonnenwunder“ von Abu Simbel (21. Februar sowie am 21 Oktober) bezeichnet man ein Ereignis, das zwei Mal im Jahr stattfindet. Hierbei beleuchten in einem bestimmten Zeitraum die durch den Tempeleingang eindringenden Sonnenstrahlen für etwa 20 Minuten drei der vier in sitzender Haltung dargestellten Götterstatuen des tief im Tempel liegenden Heiligtums: des Amun-Re von Theben, des vergöttlichten Ramses und des Re-Harachte von Heliopolis. Die Statue des ganz links sitzenden Ptah von Memphis, eines Erdgottes, der mit dem Reich der Toten verbunden war, bleibt mit Ausnahme seiner linken Schulter außerhalb des Sonnenlichts.
Pharao Ramses II. feierte in seiner 66-jährigen Regierungszeit 14 Sedfeste

Als Nächstes besuchen wir auch den kleinen Tempel der Ramses-Gattin Nefertari, der etwas einfacher in seiner Aufmachung als der große Tempel war. Wir streiften noch über das Gelände und machten uns danach auf den Rückweg zum Visitor-Center. Hier nochmal nach ein paar Souvenir Ausschau zu halten, und zum Abschluss noch eine Toilette aufzusuchen. Um 9:00 Vormittags sind wir schon wieder auf dem Weg zurück nach Assuan.
Als ich vor ein paar Jahren das erste Mal hier in Abu Simbel war, schaute ich mir die Sound & Light Show an. Das war damals ein gewaltiges Erlebnis, aber auch nur möglich weil wir am späten Nachmittag hier vor Ort waren und die Dämmerung bald einsetzte.

Gegen 9:00 fahren wir zurück nach Assuan, das wir nach 4 Stunden wieder erreichen. Für heute Nachmittag ist ein Ausflug auf Kitchener Island geplant. Das ist eine kleine Flussinsel mit etwa 650 MeterLänge und einer Breite von 115 Metern, unterhalb des ersten Kateraktes und westlich der größeren Nil-Insel  Elephantine  Hier befindet sich heute der Botanische Garten von Assuan. Wir verbringen noch die letzten Minuten auf dem Pooldeck, soeben wendet ein Nilkreuzfahrtschiff und parkt neben uns ein.

Um 14:00 geht es dann los, unsere Gruppe wird von einem Reiseleiter abgeholt und zu einem Transferboot gebracht, das uns über den Nil bringt. Wir fahren am Nordufer von Elephantine vorbei. Plötzlich kommt ein kleiner Junge mit einer Art Boot vorbei, er hängt sich an unser Schiff an, und singt in deutlicher und Deutscher Sprache das Lied ( Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus). Wir sind alle erstaunt und freuen uns darüber, und natürlich bekommt der Junge ein Trinkgeld von den Bootsgästen.

Die Insel ist ein Juwel, das von seinem früheren Besitzer im Laufe seines Lebens begrünt wurde. Er hat Stecklinge verschiedener Pflanzen, Bäume und Blumen aus der ganzen Welt geholt und hat seine Insel dadurch zu einem Pflanzenparadies gemacht.

Die Insel ist nach Horatio Herbert Kitchener benannt, dem Sirdar (Oberbefehlshaber) der ägyptischen Armee von 1892 bis 1899, ersten Generalgouverneur des Anglo-Ägyptischen Sudan im Jahr 1899 und späteren ersten Earl Kitchener of Khartoum. Man überließ ihm die Insel 1899 für seine Verdienste bei der Niederschlagung des Mahdi-Aufstands im Sudan nach der Schlacht von Omdurman. Sie war bis zu seinem Tod im Juni 1916 in seinem Besitz.
Auf Kitchener geht die Bepflanzung der Insel zurück, der hier viele exotische Blumen, Bäume und andere Pflanzen aus Asien und Afrika setzen ließ, die den Grundstock des heutigen Botanischen Gartens bildeten. Die Insel ging später in das Eigentum der ägyptischen Regierung über, die auf ihr eine biologische Forschungsstation einrichtete. In der Gegenwart ist die Kitchener-Insel ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und Einheimische.

Nach etwa 2 Stunden verlassen wir wieder die grüne Insel (unnötig zu sagen dass wir schon mehrmals hier waren), um zurück zum Schiff fahren. Dort verbringen wir die nächste Stunde auf dem Pooldeck bei einem CubaLibre oder zwei. Zum Abschluss des heutigen Tages haben wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang erlebt.

Heute Abend nach dem Abendessen gibt es eine Galabija Party (Kostümparty) in der Lobby Lounge. Wir haben uns vor ein paar Jahren an Bord, hübsche Kostüme extra für so einen Abend gekauft, und nehmen sie immer wieder auf eine Nilkreuzfahrt mit. Etwa 30 bis 50 Prozent der Passagiere an Bord nehmen an der Galabija Party kostümiert teil. Und es sind teilweise sehr schöne Kostüme dabei.
Ich persönlich trage das Kostüm eines Emir aus Arabien, dazu eine klassische arabische Kopfbedeckung mit einem Igal Kopfring. Meine Kopfbedeckung lasse ich mir vom Besitzer der Bordboutique immer wieder frisch binden.

7. Urlaubstag: Am frühen Morgen startet unsere MS Grand Rose wieder zurück nach Luxor zum Ausgangspunkt unserer Nilkreuzfahrt. Wir konnten heute etwas länger schlafen, da ja keine Ausflüge gemacht werden konnten. Als erstes gehen hinunter ins Restaurant zu einem gemütlichen Frühstück. Danach gehen wir nochmals in unsere Kabine, um unsere Badekleidung anzuziehen, und danach auf das Pooldeck zu gehen. Um ca. 8:30 erreichen wir schon wieder die Stadt Esna mit seiner Schleuse. Vor der Schleuse entdecken wir die La Flaneuse du Nil, es ist ein traditioneller ägyptischer Großsegler, ein Dahabieh. Er ist auf Segel oder auf Schlepper angewiesen, besitzt eine Klimaanlage in seinen sieben Kabinen. Mit Ihr kann man kürzere Nilkreuzfahrten machen, es ist eine ruhigere Art des Reisens auf dem Nil.
Wir haben Glück und können gleich in die Schleuse fahren. Direkt vor uns in der Schleusenkammer, steht unser Schwesterschiff die MS Suntimes, das neueste Schiff aus der Flotte.


So geht es weiter in Richtung Luxor, die Fahrt Flussabwärts mit der Stömung geht wesentlich schneller, als unsere Fahrt nach Süden bzw. Assuan. Den heutigen Tag geniessen wir auf unserem sonnigen Pooldeck bei Cappuccino und Crepes. Dazu gibt es natürlich auch ein bis zwei CubaLibre. Auf dem Weg nach Norden sehen wir einen alten Schaufelraddampfer, wenig später einen alten Kahn der am Ufer mit geschnittenem Zuckerrohr beladen wird.
Wir kommen um 13:30 hier in Luxor an. In der Lobby steht eine Informationstafel, die uns auf das Abreisegespräch um 14:30 und 17:00 in der Bar hinweist.
Als Ersatz für den entgangenen Besuch des Edfu-Tempels (wegen Sicherheitsbedenken) werden wir jetzt den Totentempel von Ramses III hier in Medinet Habu besuchen. Das gehört nicht zu dem offiziellen Progamm einer Nilkreuzfahrt.

Ausführliche Erläuterungen zu den oberen Bildern möchte nicht machen, da mir das nötige Wissen dazu fehlt, und mein Besuch schon zu lange her ist. Die Bilder sprechen teilweise für sich.

Zu Ramses III selber weiß ich nur soviel: Bei der Errichtung seines Grabes im Tal der Könige und den Prinzengräbern im Tal der Königinnen kam es 1159 v. Chr., dem 29. Regierungsjahr des Pharaos, zum Streik von Deir el-Medina, der ersten dokumentierten Arbeitsniederlegung in der Geschichte. Grund war die mangelnde Versorgung der Arbeiter in der Siedlung Deir el-Medina mit Lebensmitteln, was auf wirtschaftliche Schwierigkeiten am Ende der Herrschaftszeit Ramses’ III hinweist. Der König soll einer Haremsverschwörung unter der Teilname seines Sohnes Pentawer zum Opfer gefallen sein. Unter seinem Nachfolger Ramses IV kam es des öfteren zu Thronstreitigkeiten mit Bürgerkriegscharakter und führte zu einem Erstarken der Macht der Priester, gerade in Theben, was zum Niedergang der Pharaonenherrschaft führte. Mit Ramses XI endete um 1075 v. Chr. die 20. Dynastie der Ramessiden-herrscher.

In diesem Jahr besuchen wir den Karnak-Tempel in der Nacht, es ist schon 19:30 als wir den Tempel betreten. Wir haben nicht weit zu gehen, da unser Schiff die MS Grand Rose fast direkt am Tempel anliegt. Leider haben wir ein Problem mit den Bildern auf Grund der Dunkelheit, so dass ich auf weitere Bild-versuche verzichte.

Wir sind viele Jahre in Luxor gewesen, so dass man auf andere Bildersammlungen von Karnak zurück könnte

8. Urlaubstag: Heute Morgen heißt es noch einmal früher etwas aufstehen als sonst. Wir haben nämlich eine Ballonfahrt gebucht, unsere Square Dance Tanzgruppe hat mir zu meinem Geburtstag im vorigen Jahr eine größere Summe für einen Ausflug geschenkt. Dieses Geld werden wir jetzt dazu verwenden, einen Rundflug in der Nilebene um Luxor zu erleben. Um 4:30 verlassen wir schon unser Schiff um mit einem der kleinen Fährboote auf die Westseite (Westbank) des Nil zu fahren, wo unser Heißluftballon starten wird. Unser Flug dauerte ein gute Stunde, wir konnten den Hadschepsut-Tempel von oben sehen. Weiterhin das Ramesseum von Ramses II, sowie Medinet-Habu von Ramses III und die Memmonkolosse von Amenophis III. Auch das fruchtbare Schwemmland des Nils und die kleinen Dörfer mit ihren Dachterrassen die für allerlei benutzt werden, waren gut zu erkennen .

Nach dem Landung unseres Ballons, es ist mittlerweile 6:00 morgens vorbei, fahren wir gleich mit dem Bus zum Schiff zurück. Denn kurz nach 9:00 findet schon unser nächster gebuchter Ausflug zum Tempel der Hadschepsut in Deir el Bahari statt.
Wir fahren wieder mit einem Bus auf die Westbank, dort liegt in einem Talkessel der aus Kalkstein erbaute Terrassentempel der Hadschepsut. Er soll im Jahr 1470 v. Chr. von ihrem Architekt und Haushofmeister Senenmut (Geliebter) erbaut worden sein. Sein Grab TT 353 lies er in allernächster Nähe de Hadschepsut-Tempels erbauen. In dieser Grabanlage führt ein langer Gang direkt unter den zentralen Bereich ihres Totentempels, was normalerweise nicht erlaubt war.

Vom Busparkplatz kommen wir an Verkaufsständen vorbei, ebenso gibt es hier seit ein paar Jahren ein Bistro/Cafe wo man Getränke bekommt. Als erstes kommen wir am verdeckten Eingang von TT 353 (Senenmut) vorbei. Bevor es zur ersten Rampe nach oben geht, kann man in Erdlöchern noch Reste von Palmen erkennen, die Hadschepsut damals aus ihren Expeditionen aus Punt mitbringen ließ. Die weitere Beschreibung des Tempels möchte ich vermeiden, weil mir das nötige Wissen dazu fehlt.
Wir gehen beiden Rampen nach oben bis zur Hathor-Kapelle und weiter zum Festhof auf der zweiten Terrasse. Hier sind gerade Polnische Restauratoren am Werk, um den Tempel weiterhin zu erhalten. Hier am Festhof soll es auch einen Gang geben, der tief in den Berg führen soll (Tal der Könige ???? ). Im unteren Hof besuchen wir im Anschluss die Anubis-kapelle, hier aber sind viele Bilder von Hadschepsut an den Wänden zerstört. Ob ihr Nachfolger Thutmosis III oder die Priester von Karnak dafür verantwortlich waren, lässt sich heute nicht mehr mit Gewissheit sagen.

Nach unserem Besuch im Totentempel von Deir-el Bahari fahren wir nach Kurna (El Qurna). Mittlerweile ist fast das ganze Dorf verlassen und die meisten Häuser abgerissen. Hier war über die Jahrtausende die Heimat der Grabräuber vom Tal der Könige oder in anderen Gräbern. Unser Weg führt uns zu einer Alabaster-Fabrikation oder Verkaufsstelle. Wir sind schon öfters hier gewesen, aber eine Kleinigkeit zum Kauf findet sich immer wieder. Ganz egal ob es Schalen, Vasen aus Alabaster, oder Wandbilder (Tafeln) aus Keramik sind.

Heute ist unser letzte Abend hier an Bord, in der Lounge-Bar ist für unseren Abschied eine Veranstaltung geplant. Die Kellner machen Musik und wer Tanzen möchte hat dazu Gelegenheit. Auch ein leckerer Kuchen steht für uns bereit.

9. Urlaubstag: Heute Morgen geht es mit dem Bus zurück zur Makadi Bay. Die ersten der etwa 300 Kilometer führen am Nil entlang. Bei Quena geht unser Weg nun durch die Ägyptische Steinwüste in Richtung Safaga. Kurz nach Mittag erreichen wir unser Hotel in der Makadi Bay, das Grand Makadi Hotel.

10. Urlaubstag: Nach unserem Frühstück im Leonardo Restaurant ziehen wir unsere Strandschuhe an, und machen uns auf den Weg den Strand entlang. Wir wollen die Makadi Bay entlang bis zu unserem Hotel Hotel Sol Y Mar gehen, wo wir vor zwei Jahren im Urlaub zusammen mit unserer Tochter waren. Auf dem Weg dahin gibt es eine ganze Reihe an Hotels, große und auch kleinere. Die Red Sea Hotels bauen hier direkt neben dem Makadi Spa ein neues großes Familienhotel, mit Namen Sun Wing Water World Makadi. So sind wir die nächsten 2 Stunden beschäftigt.

Nach dem Mittagessen suchen wir uns einen schönen Platz mit Badeliegen aus. Fündig werden wir am Strand, hier stehen noch viele freie Sonnenliegen. Sie sind alle mit einem großen Sonnenschirm aus Stroh oder Bast, sowie einem Windschutz ausgestattet. Heute Vormittag kamen wir an dem Hotel Prima Life vorbei, hier standen Mini- Sonnenschirme mit einem geschätzten Durchmesser von etwas über einem Meter (da muss man wohl seine Füße einziehen). So geniesen wir den Nachmittag, ab und zu bringt uns ein Kellner eine Cola oder ein Bier zum Trinken. Den Kaffee oder einen Cappuccino trinken wir meistens an einer der vielen Strandbars. So vergeht der Nachmittag im Fluge und gegen 16:30 gehen wir in unser Zimmer um uns für den Abend bzw. Abendessen fertig zu machen. Die Dämmerung setzt hier in Ägypten schon früh ein, wir machen noch ein paar Schritte vor unser Hotel, um ein paar Fotos zu machen.

11. Urlaubstag: Wir sind nun schon den zweiten Tag in unserem Hotel. Nach der doch etwas anstrengenden und stressigen Kreuzfahrt haben wir erstmals Ruhe und Entspannung im Hotel genossen. Wir verbringen die meiste Zeit am Strand auf einer der zahlreichen Badeliegen, und bei einem ausführlichen Strandspaziergang an der Bay entlang.
Heute spazieren wir durch das riesige Makadi Palace gleich nebenan, es ist natürlich schon eine Klasse besser als unser Grand Makadi Hotel. Hier gibt es überall kleine Bars und Grillstationen, wo man sich eine Kleinigkeit zum Essen und zum Trinken holen kann. Heute Abend verbringen wir mit den Bekannten aus Aue eine Stunde an einem Tisch bei der Piano-Bar. Danach möchte der Ehemann wieder auf sein Zimmer zurück.
( Wir hatten den Eindruck dass er ein ehemaliger Alkoholiker war, und kein weiteres Risiko wegen dem Alkohol eingehen wollte, was wir natürlich verstehen )
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12 – 15. Urlaubstag: Auch an den folgenden Tagen geniesen wir die warme Ägyptische Sonne. Unsere Badeliegen im Hotel-Park befinden sich alle unter den vielen Palmen. Am Strand sind alle Badeliegen durch die großen Sonnenschirme geschützt. Wir machen jeden Tag ein bis zwei große Strandspaziergänge, aber immer in Südliche Richtung. Unser Hotel ist bis jetzt das letzte Hotel in der Makadi Bay in nördlicher Richtung. Die nächste Bucht nördlich von uns ist Sahl Hasheesh, sie ist aber bis jetzt sehr wenig erschlossen. Nur am nördlichsten Ende der Bucht befindet sich ein großes Hotel.
Bei der Piano-Bar kann man Shisha-Pfeife rauchen, das möchte ich heute mal probieren. Ich bestelle eine Wasserpfeife mit Apfel-Geschmack, das schmeckt soweit sehr gut, aber alleine eine Shisha rauchen macht absolut keinen Spaß. Die letzten Male war meine Tochter mit dabei, zu zweit eine Wasserpfeife rauchen ist viel interessanter.

Einmal ist auch dieser schöne Urlaub zu Ende, kurz nach 20:00 werden wir im Hotel abgeholt, und zum Flughafen von Hurghada gebracht. Unser Flug mit einer Maschine von Tui-Fly wird Morgen Früh um 6:00 in München landen.

Fazit: Auch diese Ägyptenreise war sehr schön, wir hatten ein herrliches Wetter, was aber in Ägypten eigentlich selbstverständlich ist. Unser Reiseleiter von diesem Jahr war sehr nett , und konnte sein großes Wissen auch teilweise seinen Gästen vermitteln.
Auf unserer Nilkreuzfahrt hatten wir uns mit der MS Grand Rose ein anderes Schiff ausgesucht. Sie war etwas jünger als die Grand Palm, aber ebenso Rustikal eingerichtet. Das Bordpersonal war nett, ein sym­pa­thischer Koch der uns jeden Tag frische Crepes zubereitete. Ebenso zwei Pool-Kellner die uns jeden Wunsch erfüllten. Nur der Poolboy konnte mit seinem Vorgänger nicht mithalten. Habiby nannte er sich damals, (meine Liebe) heißt das übersetzt.
In Assuan konnten wir die Örtliche Moschee sowie die Koptische Kirche besichtigen, beides war sehr schön. Auch (Lord) Kitchener Island (Botanischer Garten)besuchten wir ein weiteres Mal. Mit meiner Frau fuhren wir nach ABU SIMBEL, vor einigen Jahren war ich alleine hier, damals besuchte noch die Sound & Light Show, weil wir am späten Nachmittag vor Ort waren.
Das Grand Makadi Hotel war eigentlich ein Kompromiss, unser Wunschtraum war das Makadi Palace. Aber auf Grund der Schiff-und-Hotelkombination mussten wir das Grand Makadi Hotel auswählen.
Bei einem nächsten Mal wird es wohl das Makadi Palace oder das Makadi Spa sein.

Unser Badeurlaub in der Makadi Bay

Ägypten

Dieses Jahr wollen wir zusammen mit unserer Tochter Raphaela eine Woche in einem kleinen Hotel in der Makadi Bay verbringen. Wir haben uns den Sol Y Mar Club im Madinat Makadi ausgesucht. Das Madinat liegt etwa 25 Kilometer südlich vom Flughafen Hurghada. Es ist Anfang März und die Temperaturen hier in Ägypten liegen wohl bei über 25°.

Unser Flug geht mit einem Flieger von Tuifly von München nach Hurghada, wo wir gegen 10:00 ankommen werden. Es geht über die Balkanroute, hier liegt noch viel Schnee in den Bergen. Danach fliegen wir über Griechenland und die Insel Kreta, bevor wir das Afrikanische Festland bei Alexandria erreichen. Hier geht es südwestlich an Kairo vorbei in Richtung dem Roten Meer bzw. dem Badeort Hurghada.

Wie erwartet hat unser Flugzeug kurz nach 10:00 auf dem Flughafen in Hurghada aufgesetzt, so dass meine Tochter und ich schon kurz darauf gemeinsam am Kofferband auf unser Gepäck warten. Danach verlassen wir den Flughafen und gehen zum großen Parkplatz wo schon ein Bus wartet, der uns nach der Makadi Bay bringen wird. Die Makadi Bay liegt etwa 20 Kilometer südlich des Flughafen von Hurghada.

Wir haben uns für dieses Jahr ein kleines Hotel das im Madinat Makadi liegt, ausgesucht. Das **** Sol Y Mar Club Makadi, mal sehen wie es uns gefallen wird. Ein Hotelboy bringt uns zu unserem Zimmer das in einem Gebäude in der Mitte des Hotelgeländes liegt. Wir gehen durch einen herrlichen grünen Garten bis zu dem Gebäude.

Unser Zimmer ist einfach möbiliert, aber vom Balkon kann man auf den wunderschönen Garten blicken. Das Bett unserer Tochter ist nur durch einen Vorhang von uns getrennt. Aber ich denke wir kommen damit zurecht. Wir packen zuerst unser Gepäck aus, danach gehen wir zum Restaurant zurück, das fast genau neben dem Rezeptionsgebäude liegt.

Mittlerweile ist es ja schon Mittagszeit und meine Damen haben Hunger. Unser Restaurant hat eine Außenterrasse wo man zu jeder Mahlzeit hier Essen und Trinken kann und ebenso in der warmen Morgensonne frühstücken kann. Danach holen wir uns ein paar Handtücher vom Strandboy und machen uns auf den Weg zum Strand. Es sind ja nur ein paar Meter bis dahin. Hier verbringen wir die nächsten 2 -3 Stunden teils in der Sonne sowie auch im Schatten.

Da es in Ägypten schon früh dämmert und dunkel wird, packen wir gegen 16:30 unsere Badesachen zusammen, und gehen zum Duschen in unser Zimmer zurück und uns für den heutigen Abend fertig zu machen. Wenn man dem Gartenweg der durch das Hotelgelände geht folgt, kommt man nach kurzer Zeit auf eine Zufahrtsstraße, auf der alle Hotels und Resort des Madinats zu erreichen sind. Mittlerweile ist es schon ziemlich Dunkel geworden. Es gibt einige Souvenier-Shops und Shisha Bars wo aber zu dieser frühen Zeit noch nichts los ist. Wir kehren in unser Hotel zum Abendessen zurück.

2. Urlaubstag: Kurz nach 8:30 gehen wir zum Frühstücken in unser Restaurant. Ich bestelle mir beim Koch als als erstes einen Teller mit Omelette und Mushrooms (mein Lieblingsessen). Danach hole ich mir ein paar Brötchen und dazu Marmeladen verschiedener Art dazu. Meine Mädchen essen wesentlich aufwendiger als ich. Nach dem Frühstück holen wir unsere Strandsachen aus dem Zimmer und gehen ans Meer. Hier verbringen wir ein paar Stunden bevor wir wieder zum Pool zurück kehren. In der El Kobra Bar gibt es einen ausgezeichneten Cappuccino zum Trinken.

Nach unserem schmackhaften Mittagessen machen wir noch einen Spaziergang durch den herrlichen grünen Garten. Die nächsten Stunden verbringen wir noch am Pool, bevor es nochmals zum Strand geht und wir an der hübschen Strandpromenade entlang gehen.

3. Urlaubstag: Heute Morgen fahren wir drei gemeinsam mit dem Linien-Bus nach Hurghada/Sekalla zum Shoppen?. Unser Weg führt durch die Wüste, vorbei an vielen Luxushotels wie das Alf Leila Wa Leila Hotel – (Albatros 1001 Nights) und dem Jungle Aqua Park vorbei. Weiter geht es am Flughafen und dem Grand Resort vorbei, dem Hotel wo wir viele und schöne Urlaubtage verbracht haben.

Wir spazieren durch die Geschäfts-Straßen von Sekalla die außer einigen Souvenier-Geschäften und Straßen-Cafes aber wenig zu bieten hat. Sodass wir schon nach 2,5 Stunden wieder zurück zur Makadi-Bay fahren.
Der Zimmerservice hat in der Zwischenzeit unsere Betten gemacht und ein Segelboot aus Handtücher darauf gezaubert. Solche Kunstwerke haben wir in vielen Jahren hier in Ägypten gesehen, ob es Elefanten, Krokodile oder Affen darstellte es war immer schön anzusehen. Den Nachmittag verbringen wir wieder am Pool gegenüber des Restaurants. Als wir um 16:00 in unser Zimmer zurück gehen sehen wir direkt vor unserem Balkon einen Arbeiter der an einer Palme abgestorbene Wedel abschneidet.

4. Urlaubstag: Für den Heutigen Tag habe ich einen Bus-Ausflug nach Luxor gebucht. Wir werden den Karnak-Tempel das Tal der Könige sowie den Tempel der Königin Hadschepsut besuchen. Meine Damen machen heute einen Quad-Ausflug durch die Wüste, einen kurzen Ritt auf dem Kamel und einer Verköstigung in einem Beduinendorf.
Mein Ausflug nach Luxor dauert heute den ganzen Tag, es sind ca. 295 Kilometer bis nach Luxor. Die Fahrt geht schon früh um 5:00 los. Unser Weg führt etwa 200 km durch die Arabische Wüste, auf einem Rastplatz inmitten der Wüste machen wir eine kleine Rast, bis wir dann bei Quena den Nil erreichen. Wir das sind etwa 40 Reisebusse die hier aus Sicherheitsgründen in einer Kolonne durch die Wüste fahren müssen, zumindest bis zum Nilufer.

Um 8:30 sind wir am Karnak-Tempel bei Luxor angekommen, um diese Zeit sind noch nicht so viele Besucher hier. So können wir in aller Ruhe durch den großen Tempelbezirk gehen (der größte Tempelkomplex der Welt). Ich bin mittlerweile schon einige Male hier in Luxor/Karnak gewesen, sowie auch im Tal der Könige. Es ist immer wieder faszinierend hier.

Nach dem Besuch des Karnak-Tempels fahren wir in ein Hotel in der Nähe des Luxor-Tempels zu einem Mittagessen. Danach geht es Flussaufwärts über die Nilbrücke ins Tal der Könige, dass wir gegen 12:00 erreichen. Dort steigen wir in eine Mini-Eisenbahn die uns die restlichen Meter bis zum Eingang der Königsgräber bringt.


Hier bekommen wir unsere Eintrittskarten die zur Besichtigung von maximal 3 Königs-Gräber berechtigen. Da ich schon einige Mal hier im Tal zu Besuch war, suche ich mir als erstes KV2 das Grab von Ramses IV aus, das sich gleich direkt am Eingang des engen Tales befindet. Danach gehe ich zu KV 11, das sich weiter im Zentrum befindet, hier liegt Ramses III, der Vater des obigen Herrschers. Die beiden sind die ersten Könige der 20. Dynastie. Leider finde ich im Moment keine Bilder dieser Gräber mehr. Das Bemerkenswerte an diesen Gräbern aus der 20. Dynastie ist, sie gehen alle gerade und ohne weitere seitliche Abzweigungen in die Tiefe. (Der Grund ist, dass man beim Bau eines Grabes schon öfters in ein älteres schon vorhandenes Grab durchgebrochen ist)


Im Zentrum des Tales befindet sich KV 62 das Grab von Tut Anch Amun des wohl bekanntesten Ägyptischen Pharaos. Der Hauptgrund seiner Bekanntheit ist aber, weil man sein Grab nahezu unversehrt mit allen Grab-Beigaben für einen König gefunden hat. Das Grab besuche ich nicht, weil es vollkommen leer und relativ ungeschmückt ist.
Gleich neben dem Grab von Tut Anch Amun haben sie den Weg aufgerissen, offensichtlich sucht man hier ein weiteres Königsgrab.

Oberes Bild: KV 62 Grab des Tut Anch Amun / Rekonstruktion des Grabes
Mittleres und unteres Bild: unter anderem der Innensarg und Totenmaske aus purem Gold und andere Grab-beigaben.

Wir waren vor zwei Jahren in Kairo unter anderem im Ägyptischen Museum und haben alle Artefakte der Grabbeigaben gesehen. Des weiteren war ich im letzten Jahr in einer Tut Anch Amun Ausstellung in Zürich wo wir ebenfalls die gesamten Gegenstände einschließlich der mit Blattgold verzierten Schreine und die verschiedenen Särge incl. des Innensarges aus puren Goldes und seine goldene Totenmaske gesehen haben.

Zum Abschluss gehe ich zum südlichen Ende des Tales, hier befindet sich das Grab KV 34 von Thutmosis III dem Nachfolger der Königin Hadschepsut. Auch dieses Grab habe ich schon mehrmals besucht. Am Eingang des Grabes führt eine Steile Treppe hinunter zu einem Korridor und einem Brunnenschacht und weiteren Räumen, an dessen Ende an der Tiefsten Stelle sich die Grabkammer mit dem Sarkophag befindet.

Neues zu KV 60: Hundert Jahre nach der Entdeckung des Grabes durch Howard Carter wurden die beiden Frauen in dem Grab durch CT-Scans und auch DNA-Untersuchungen unterzogen. Bei Vergleichen an Mumien der 18. Dynastie stellten sich die verwandtschaftlichen Verhältnisse zu einer der beiden Frauen heraus. Eine der beiden Frauen war die lange gesuchte Königin Hadschepsut.

Zum Abschluss unseres Ausfluges fahren wir nach Deir el-Bahari wo sich der weltberühmte Terrassentempel der Königin Hatschepsut (18. Dynastie) befindet. Auch hier befinden sich am Parkplatz schon Souvenier-Geschäfte und ebenso ein Gaststättenbetrieb. Dieser Totentempel ist ihrem Vater dem Reichsgott Amun-Re sowie der Göttin Hathor, die meistens mit Kuhohren dargestellt wird, geweiht. Wir gehen die erste Rampe hoch und besuchen die untere Anubis-Kapelle auf der mittleren Terrasse des Tempel. An den Wänden sind alle Bilder von Hadschepsut zerstört. (Ob ihr Nachfolger Thutmosis III oder die Priester das veranlasst haben, weiß man bis heute nicht). Anschließend gehen wir zur Hathor-Kapelle auf der anderen Seite des Tempels. Auch hier wurden Bilder der Königin durch Thutmosis III ersetzt. Zum Schluss besuchen wir den Festhof der zweiten Terrasse mit dem Amun-Heiligtum. Hier Restaurieren zur Zeit Polnische Wissenschaftler und Studenten die Fassade des Innenhofs. 

Der Totentempel der altägyptischen Königin Hatschepsut ist die am besten erhaltene Tempelanlage in Theben-West im heutigen Luxor. Zudem handelt es sich dabei um den einzigen erhaltenen Terrassentempel in ganz Ägypten. Errichtet wurde er in der 18. Dynastie des sogenannten Neuen Reichs, also etwa ab 1550 vor Christus. Der Tempel ist komplett aus Kalkstein und fällt vor allem durch seine ungewöhnliche Architektur auf: Er besteht aus drei Terrassen, die jeweils aus offenen Pfeilerhallen gebildet werden.
In Bild Eins ist der Eingang zum Grab des Senenmut TT353 zu sehen, des Haushofmeisters und Baumeister dieser Tempelanlage. Es wird vermutet das Hadschepsut und ihr Haushofmeister eine nähere Beziehung zueinander hatten. In dieser Grabanlage führt ein langer Gang direkt unter den zentralen Bereich ihres Totentempels, was normalen Sterblichen nicht gestattet wurde.

Gegen 15:00 brechen wir wieder auf, bis nach Hurghada/Makadi sind es ja etwa 300 Kilometer und ca. 5 Stunden werden wir wohl dazu brauchen. Es ist schon dunkel als wir den Rastplatz mitten in der Wüste erreichen. Jetzt auf dem Rückweg brauchen wir nicht mehr in einer großen Bus-Kolonne fahren, warum auch immer.

Kurz vor 20:00 bin ich wieder in unserem Hotel angekommen, meine zwei Damen haben schon auf mich gewartet. Das Restaurant hat noch geöffnet, heute Abend gibt es Teile von einer Enten, die ganz hervorragend schmecken.

Meine zwei Damen haben heute in meiner Abwesenheit eine Quadtour mit anschließendem Kamelritt durch die Wüste gemacht. Dort besuchten sie ein Beduinendorf, wo man offensichtlich auch Shisha rauchen konnte. Zum Abschluss gibt es noch etwas zum Essen. Meine Tochter war ganz flott auf ihrem Quad unterwegs, dagegen ließ sich meine Frau von einem der Führer auf dem Quad fahren. Das ganze Vergnügen war auf den Nachmittag begrenzt und dauerte 2 Stunden, bis es wieder zum Hotel zurück ging.

Unser Hotel hat ein kleines Theater, dort gehen wir heute Abend gemeinsam hin. Das Publikum in unserem Hotel ist durchwegs jung, wie man auf den Bildern erkennen kann. Im Anschluss an diese Veranstaltung trinken wir noch ein paar CubaLibre`s im Innenhof vor dem Hauptgebäude. Als wir dann zu späterer Stunde zurück in unser Zimmer kommen, erwartet uns ein hübsches Haustier auf unserem Bett.

5. Urlaubstag: Wie an jeden Morgen stehen wir gegen 8:00 auf, machen uns zum Frühstücken fertig. Mein bevorzugtes Frühstück beginnt mit einem Omelette, und Cheese sowie Mushrooms. Erst danach hole ich mir noch Brötchen, verschiedene Marmeladen und vielleicht noch ein paar Scheiben mit Käse. Und zum trinken ein paar Tassen Kaffee und ein, zwei Gläser Orangensaft oder Ähnliches. Meine Damen Frühstücken essen etwas aufwendiger, da gibt es schon mal irgendwelche Salate, Wurst, Käse und natürlich Eier in irgendeiner Form.
Nach unserem gemeinsamen Frühstück gehen wir auf unser Zimmer zurück um unsere Badesachen zu holen. Meistens liegen wir hier am Pool, gegenüber ist die Terrasse vom Restaurant. Meine Frau und ich wollen heute aber noch einen Strandspaziergang machen. Wir ziehen unsere Badeschuhe an, dann kann es auch schon losgehen. Nur ein paar Meter und wir sind schon auf unserem Strand-Areal, das Madinat Makadi endet hier an unserem Hotel. Aber die Makadi Bay ist natürlich viel größer es geht nach beiden Seiten, jeweils einige Kilometer, heute gehen wir nach Links. Das erste Hotel auf dieser Seite heißt Tia Heights Makadi, danach kommt das Sunrise Royal Makadi, etwas später das Fort Arabesque und zuletzt das Prima Life Makadi. Was mir hier am Strand vom Prima Life gleich auffällt, die Sonnenschirme sind sehr klein gehalten. Ich rechne so einen Durchmesser von knapp einem Meter.

Wir gehen noch etwas weiter wo am Ende das Gelände der Red-Sea Hotels beginnt, die auf dieser Seite der Bucht liegen. Zur Erinnerung, unser Hotel Grand Resort in Hurghada sowie die Nilkreuz-Fahrtschiffe der Grand Cruises gehören zu den Red-Sea Hotels.
Hier gehen wir wieder zurück, am Strandbereich zwischen dem Fort Arabesque und dem Sunrise Royal Makadi kann man mit einem Kamel am Strand entlang reiten. Wir kommen wieder an unserem Steg vorbei und gehen noch weiter in die südliche Richtung. Hier befindet sich heute das Hotel Beach Cleopatra Luxury Resort.

Heute Abend nach dem Essen gibt es eine Tanzvorführung mit Nubischen Tänzern, und danach noch einen Tanoura-Tanz. Die Bilder sind leider nichts geworden, alles ist viel zu dunkel.

6. Urlaubstag: Es ist 9:00 und meine Frau und ich sind schon wieder unterwegs. Wir haben beide Strandschuhe an, so lässt es sich ausgezeichnet am Strand spazieren gehen. Wir gehen nochmals in nördliche Richtung an das Ende der Bucht, wo sich die riesigen Häuser von Red-Sea Hotels befinden. Eines davon ist uns schon aus unserer Zeit im Grand Resort bekannt. Das Makadi Palace Hotel ist seit dem Jahr 2007 in Betrieb, und wir wollten schon immer mal dieses Hotel sehen und und als Gäste besuchen. Als wir ans Ende der Bucht kommen, sehen wir eine riesige Hotel-Baustelle wo derzeit gearbeitet wird. Was wir aber zu diesem Zeitpunkt nicht wissen, es ist das Sunwing Waterworld ebenfalls von Red-Sea Hotels. Gleich anschließend kommt das Makadi Spa das ebenfalls im Bau ist.

Wir gehen bis zum Ende der Bucht und betreten das Hotelgelände als Besucher, was wir aber im Moment nicht wissen, in welchem der Hotel wir jetzt sind.
Zwei Jahre später sind wir dann Gäste hier im The Grand Makadi und einer anschließenden Nil-Kreuzfahrt. Ein weiteres Jahr später sind wir zu Gast im Makadi Spa mit ebenfalls einer anschließenden Nil-Kreuzfahrt. Den Eintritt zum Hotel Makadi Palace finden wir aber nicht, weil der Eingang zum Garten bzw. Hotel ziemlich schmal ist und das riesige Anwesen sich erst im Hintergrund ausbreitet.

So gehen wir wieder am Strand entlang zurück in unser ebenfalls schönes Hotel.

Während unseres Spazierganges zu den Red-Sea Hotels ist unsere Tochter mit zwei Urlaubsbekannten beim Schnorcheln gewesen. Es gibt ja in der Nähe unseres Laufsteges der ins Meer hinaus führt, ein schönes Riff mit Fischen.
Danach geht sie mit ihrer Urlaubsbekannten und deren Mutter in unser Restaurant zu einem etwas späteren Mittagessen.

bei unserem Abendspaziergang kommen wir am El Shisha Cafe das in der Nähe des Makadi Saraya Resort ist, vorbei.

6. Urlaubstag: Auch der heutige Morgen beginnt wie immer mit einem strahlend blauem Himmel. Gegen 8:00 gehen wir ins Restaurant zu einem ergiebigen Frühstück, und nachdem wir unsere Badesachen im Zimmer geholt haben, suchen wir uns ein schönes Plätzchen am Pool. Die Schnorchel-Bekanntschaft meiner Tochter liegt auch schon am Pool, um die warme Morgensonne zu geniesen.

Später holen wir uns in der El Kobra Bar noch einen ausgezeichneten Cappuccino zum Trinken. Über der Bar befindet sich ein Raum, der zum Shisha rauchen gedacht ist. Hier oben hat man eine schöne Aussicht auf den Pool, und Teile der Terrasse vom Restaurant sowie die Grillstation unter einem Strohdach, hier befinden sich weitere Tische zum Essen. Ebenso kann man von hier einen schönen Blick auf das Meer geniesen.

Etwas später machen wir noch einen Spaziergang am Strand entlang Richtung Süden. Innerhalb des Madinats gibt es einen gepflegten Strandweg der an den Hotels Makadi Marine und Iberhotel Makadi Beach vorbei führt. Am Endes des Weges wechseln wir weiter auf den Strandabschnitt. Hier beginnt das neue Hotel Beach Cleopatra Luxury Resort, das seiner Fertigstellung entgegen sieht. Die Hüte für die Sonnenschirme liegen am Strand schon bereit für die weitere Montage.

7 Urlaubstag: Heute ist unser Bade-Urlaub in Ägypten beendet. Wir sind früher als sonst aufgestanden, ein letztes Mal im netten Restaurant essen. Ich hole mir einen Teller mit Omelette und Mushroom und danach ein paar Brötchen mit Marmelade. Ein kurzes Verabschieden bei ein paar uns lieb gewordenen Kellnern. Danach gehen wir in unser Zimmer zurück, um unsere Koffer zu holen. Um 8:15 stehen wir schon vor dem Hoteleingang, gleich darauf kommt unser Bus der uns zum Flughafen in Hurghada bringt. Adieu Makadi Bay

Ein paar Minuten warten wir noch im großen Flughafen-Terminal bis es dann um 10:39 in unseren Flieger geht, der uns in ein paar Flugstunden zurück nach München bringen wird.

Fazit: Wir sind bisher das fünfte Mal hier in Ägypten, in den vergangenen Jahren waren wir 4 mal im Hotel Grand Resort***** in Hurghada zu Gast. Die letzten zwei Jahre unternahmen wir in unserer zweiten Urlaubswoche eine Nilkreuzfahrt, die uns bis nach Assuan führte. (Ich persönlich besuchte auf einer Ausflugsfahrt den Nasser-Staudamm entlang den Ramses-Tempel in Abu Simbel in der Nähe der Sudanesischen Grenze).
Wir haben dieses Mal eine tolle Badewoche mit einer unserer zwei Töchter in dem hübschen Badeort Makadi-Bay verbracht. Das
Sol Y Mar Club Makadi**** hat ja nur 4 Sterne. Aber die ganze Hotel-Anlage war trotz allem sehr ansprechend, und das Essen ist ausgezeichnet. Somit könnte man ohne weiteres noch einmal eine Woche in dem schönen Madinat Makadi verbringen.

Mein Ägypten – Sharm el Sheik

Heute beginnt für uns eine weitere Urlaubsreise nach Ägypten, allerdings werden wir dieses Mal zwei schöne Wochen auf der Sinai-Halbinsel in Sharm el Sheik verbringen. Als weiteres werden wir die Felsenstadt Petra in Jordanien sowie das griechisch-orthodoxe Katharinen-Kloster das sich im Süden der Sinai-Halbinsel befindet, besuchen.

Unser Flug ging von München aus über das Mittelmeer, den Afrikanischen Kontinent erreichen wir bei Alexandria. Weiter geht es nach Kairo, dann weiter den Nil entlang bis nach Luxor. Von hier drehte unser Flugzeug (Tui-Fly) nach Osten. Der Badeort Marsa Alam am Roten Meer war das Ziel unserer Zwischenlandung. Nach etwa einer Stunde ging es weiter zu unserem Zielort Sharm el Sheik, wo wir gegen 13:30 ankamen.
Unser Shuttlebus erwartet uns vor dem Terminal 1 und bringt uns und die anderen Fluggäste zu ihren gebuchten Hotels. Ein paar der Fluggäste warten vergebens auf Ihre Koffer und müssen erstmals mit ihrem Handgepäck in Ihr Hotel einziehen. In einer weiteren 10 minütigen Fahrt bringt uns der Bus zu unserem Ferienhotel Nubian Island in der Nabq Bay.

1. Urlaubstag: Nach dem Einchecken im Hotel werden wir in unser Zimmer gebracht, es ist sehr hübsch und hat eine Außenterrasse die direkt zum wunderschönen Garten bzw. zu den Pools oder auch zum Strand führt. Nachdem wir unsere Koffer ausgeräumt haben, machen wir uns gleich daran unser Hotel mit dem herrlich gestalteten Garten zu erkunden.

Wir gehen die hübschen Spazierwege am Wasserlauf entlang, an den verschiedenen Bungalows vorbei bis zum Lagoon-Swimming Pool hinunter. Direkt neben dem Pool befindet sich auch das Beauty-Center und am Poolbecken die Lagoon-Pool-Bar.
Da es schon spät geworden ist, gehen wir wieder zum Central-Gebäude wo sich die Lobby, Rezeption, das Il Mondo Main Restaurant und die Shopping-Arcade befinden.

Zum Abendessen gehen wir ins Il Mondo Main Restaurant das sehr gut besucht ist. Das Hotel ist zu 40% mit Italiener und 60% Osteuropäer belegt. Das schlägt sich leider wie wir feststellen mussten, an der mangelnden Freundlichkeit der Kellner nieder. Die Ess-Teller werden von den Gästen bis zum Rand vollgeladen und dann von den Kellner mindestens halbvoll wieder abgeräumt. Das gleiche passiert mit den angetrunkenen Getränken.

2. Urlaubstag: Nach unserem Frühstück im Restaurant spazieren wir wieder nach unten zum kleinen Strand. Hier gibt es einen Steg, der über das Hausriff hinausragt, wo man schöne Fische sehen kann. Nach einiger Zeit gehen wir wieder nach oben ins Central- Gebäude und trinken auf dem Balkon der Lobby-Bar eine Tasse Kaffee. Von hier hat man eine schöne Aussicht auf den Island-Swimming-Pool.

Den Nachmittag verbringen wir dann auf den Sonnenliegen vom Lagoon-Swimming Pool, und holen uns ab und zu ein Getränk an der Pool-Bar. Zum Abendessen sind wir wie gestern auch im Il Mondo Main Restaurant. Die Kellner sind sehr zuhaltend, was wir auf unseren bisherigen Ägypten-Reisen noch niemals erlebt haben. Nach einem schönen Spaziergang verbringen wir den weiteren Abend vor der Lobby-Außenterrasse bei 1 bis 2 CubaLibres.

3. Urlaubstag: Um ca. 8:00 Morgens gehen wir in das Il Mondo Main Restaurant zum Frühstücken, und werden freundlich vom Restaurantleiter begrüßt, er ist momentan der einzige Bedienstete der freundlich ist. Danach gehen wir in unser Zimmer zurück um unsere Badesachen zu holen. Wir wollen heute Vormittag ein paar Stunden am Sandstrand verbringen, und nochmals zu den Fischen am Riff schauen.

Am Nachmittag gehen wir in das Napolitano-Restaurant etwas trinken und Essen, und werden von dem einzigen Bediensteten äußerst schlecht bedient und behandelt. Wir gehen in den folgenden Tagen niemals wieder in dieses Restaurant.

4. Urlaubstag: Heute Vormittag machen wir einen ausgedehnten Strandspaziergang in nördliche Richtung. Hier befinden sich Dutzende von Hotels direkt am Strand und ihre Stege führen oft bis zu 200 Meter über das Riff ins Meer hinaus.

5. Urlaubstag: Heute Morgen erkunden wir das einem schönen Park ähnliche Hotelgelände auf neuen Wegen. Die ebenso zum Lagoon Pool und zum Strand hinunter führen.

6. Urlaubstag: Heute Morgen starten wir auf einen Ausflug ins Königreich Jordanien, unser Ziel ist Petra die alte Nabatäerstadt mitten in der Wüste. Ca. 3 Stunden brauchen wir für die Busfahrt nach Taba. Danach geht es mit einer Schnellfähre hinüber nach Akaba, das wir kurz vor 8:00 erreichen. Von hier sind es weitere 2,5 Stunden bis wir Wadi Musa /Petra (Mosestal)
Wir genießen ein kleines Frühstück im hiesigen Möwenpick-Hotel Nabatean-Castle, bevor es weiter zum Dorf bzw. zur Felsenstadt geht.

Wir verlassen den Bus und gehen am Visitor Center vorbei auf einem staubigen Schotterweg der zum „Siq“ führt. Immer wieder kommen Pferdekutschen mit Gästen oder Reiter die den Fußweg scheuen, an uns vorbei. Bis zu Siq bzw. dem Eingang zur Schlucht sind es gut und gerne 1 bis 1,5 Kilometer.
Petra war über 8 Jahrhunderte ein bedeutender Handelsplatz. Insbesondere kontrollierte Petra einen wichtigen Knotenpunkt der Weihrauchstraße. Diese uralte Handelsroute führte vom Jemen aus an der Westküste Arabiens entlang und teilte sich bei Petra in einen nordwestlichen Zweig, der nach Gaza und in einen nordöstlichen Weg, der bis nach Damaskus führte.
Wir kommen am Siq an, hier steigen die Felsen rechts u. links des Weges bis zu 100 Meter in die Höhe. An manchen Stellen ist der stark gewundene Weg nur 2 Meter breit. Die gewundene Schlucht hat ebenfalls eine Länge von ca. 1000 Meter, bis man dann das Schatzhaus erreicht.

Endlich vor uns das Khazne al-Firaun (Schatzhaus), bewacht von einem Mitglied der berühmten Jordanischen Beduinenpolizei. Es ist ein Mausoleum das möglicher Weise aus dem 1. Jahrhundert v Chr. stammt und vom Nabatäerkönig Aretas IV angelegt wurde.

Nach zweieinhalb Stunden Aufenthalt in Petra treten wir den Rückweg an, vor uns liegen noch 2,5 Stunden Fahrzeit durch die Jordanische Wüste bis nach Akaba. Hier steigen wir in ein kleineres Schiff, das uns hinüber nach Taba (Ägypten) bringt. Den schnelleren Weg über Eilat (Israel) zu nehmen ist uns aus politischen Gründen nicht möglich. Hier auf dem Meer haben wir einen hohen Seegang, der für ein mulmiges Gefühl bei den meisten Gästen sorgt. Von Taba sind es über 200 Kilometer bis nach Sharm el Sheik zurück, dafür benötigen wir weitere 3 Stunden. So sind wir mehr als 16 Std. unterwegs, bis wir wieder im Hotel zurück sind. Der Ausflug war toll, sehr lang und anstrengend, und war mit über 200 Euro pro Person auch der teuerste Ausflug den wir bisher gemacht haben.

7. Urlaubstag: Nach dem gestrigen anstrengenden Ausflugstag ist heute ein Badetag mit viel Ruhe vorgesehen. Im Laufe des Vormittags gehen wir zum Lagoon Swimming Pool wo wir uns auf eine der vielen Badeliegen legen. Zeitweise gehen wir zum Strand hinunter um eine unserer vielen kilometerlangen Strandspaziergänge zu machen.

8. Urlaubstag: Als wir heute Morgen nach unserem Frühstück an den Strand gehen, sehen wir das Meer stark aufgewühlt und die Wellen schlagen an die Stege der einzelnen Hotels.

Für heute scheint der Badetag zu Ende zu sein.

Heute Abend haben wir einen Platz im El Dawar Beduinenzelt, das zwischen den Hotels Nubian Island und dem Nubian Village aufgebaut ist gebucht. Hier gibt es zum Trinken, Arabische Musik und Tanz (Bauchtanz) und natürlich konnte man auch eine Wasserpfeife rauchen. Hier verbringen wir ca. 3 Stunden bei hübscher Musik.

Leider sind die meisten meiner Bilder nichts geworden (daher nur eine kleine Auswahl).

9. Urlaubstag: Heute machen wir einen Ausflug zum etwa 200 Kilometer entfernten Katharinenkloster. Unsere Fahrt führt uns über die Hafenorte Dahab und Nuwaiba, bevor es ins Innere des Sinai-Gebirge geht. Das Kloster mit all seinen Nebengebäuden und Gärten liegt durchschnittlich 1585 Meter über dem Meeresspiegel im südlichen Sinai und hat eine Fläche von 100 Hektar. Das von Kaiser Justinian wie eine Festung gebaute eigentliche Kloster hat eine Grundfläche von 76 × 85 Metern. Heute leben noch etwa zwei dutzend Mönche im Kloster. Nach etwa 2,5 Stunden kommen wir vor dem Klostergelände an.

Das heute griechisch-orthodoxe Katharinenkloster im Sinai in Ägypten wurde zwischen 548 und 565 gegründet und ist eines der ältesten immer noch bewohnten Klöster des Christentums. Es liegt am Fuße des 2285 Meter hohen Berges Sinai (Mosesberg). Hier befand sich auch nach der Überlieferung der brennende Dornbusch, in dem sich Gott Moses offenbarte.

Die folgenden 4 Bilder sind aus dem Internet. Das letzte Bild unten zeigt den Wanderweg zum Gipfel hinauf:

Ursprünglich wollte ich ebenfalls mit einem Esel auf den Mosesberg reiten. Allerdings das letzte Stück mit 750 Stufen muss man immer zu Fuß gehen. Das konnte ich mir aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumuten.

Schade an diesem Ausflug zum Katharinenkloster war leider, dass wir nur einen kleinen Bereich des Klosters betreten durften. Nach ca. 2,5 Stunden verlassen wir den Historischen Ort im Sinai-Gebirge und fahren zurück zur Küste nach Dahab. Im wunderschönen Hilton Dahab Resort machen wir eine kurze Mittagspause.

Danach fahren wir ins ehemalige Fischerdorf und heutige Tauch und Windsurfer-Paradies weiter. Wo wir eine weitere Stunde verbringen. Unser Reiseleiter geht mit ein paar älteren Damen zum Goldschmuck kaufen. Das dauerte!!!

10. Urlaubstag: Nach unserem gemütlichen Frühstück im Il Mondo Main Restaurant machen wir uns wieder auf den Weg zum Strand bzw. dem Hotelsteg um nach den Fischen zu schauen. Hier am Hotelstrand verbringen wir die nächsten Stunden bei strahlendem Sonnenschein. Kurz nach 15:00 gehen wir wieder durch den herrlichen Park ins Hauptgebäude hinauf, um in der Dome Lobby Bar eine gemütliche Tasse Cappuccino zu trinken. Am Abend ist diese Bar bestens besucht, weil es auch eine Musikalische Unterhaltung gibt.

Unsere Kellner im Restaurant sind seit einigen Tagen uns gegenüber wie ausgewechselt, nachdem sie erkannt haben, wie Freundlich und Nett wir mit Ihnen umgehen. So kennen wir unser Ägypten eigentlich.

11. Urlaubstag: Ein neuer Tag, das Wetter ist herrlich und der starke Wind hat wieder nachgelassen. Wir machen uns heute wieder auf den Weg, um ein paar Kilometer am Strand entlang zu laufen.

Heute ist die Ägyptische Insel Tiran wieder gut zu erkennen.

12. Urlaubstag: Auch heute Morgen ist ein blauer Himmel und herrlicher Sonnenschein zu sehen. Nach unserem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Lagoon Swimming Pool, wo wir uns die meisten Zeit außerhalb unserer Strandspaziergänge aufhalten.

Gerade ist Morgengymnastik am Pool, den ein junger Nubier aus Assuan leitet, das wir schon einige Male besucht haben. Wir schließen uns dem Morgendlichen Sport an.

Heute Abend fahren wir mit dem Bus nach Sharm el Sheik hinein, wir wollen die Al Mustafa Moschee anschauen. Anschließend geht es zum Old Market von Sharm el Sheik, das ist ein großer Ägyptischer Basar außerhalb des Stadtzentrums. Hier kann man in der Nähe eines künstlichen Wasserfall in den Felsennischen sitzen und gemütlich eine Wasserpfeife rauchen, und das rege Treiben unten am Platz beobachten.. Ein Labyrinth aus Ständen mit den vielfältigsten Angeboten lädt zum Entdecken ein. Auf dem Old Market wird alles verkauft, von den täglich notwendigen Dingen bis hin zu außergewöhnlichen Andenken und Kunst. Frischer Fisch, Fleisch, Gemüse, Früchte, Kräuter und Gewürze gehören zu den Delikatessen des Bazars.

Old Market

13. Urlaubstag: Heute ist Sonntag, wir schlafen etwas länger bevor wir in unser Frühstücks-Restaurant gehen. Danach machen wir uns fertig und gehen zum Sonnen tanken an den Lagoon Swimming Pool sowie danach an den Strand und ins Wasser.

14. Urlaubstag: Heute Vormittag machen wir wieder einen unserer längeren Strandspaziergänge. Dabei kommen wir in nördlicher Richtung an vielen der Luxushotels vorbei. Einige der Hotels haben Laufstege die bis zu 200 Meter über das Riff gehen, wo man die herrlichsten Fische sehen kann. In zwei dieser schönen Hotels (Magic Life + Grand Azure Resort) machen wir einen kurzen Besuch.

15. Tag: Heute ist unser Abfahrtstag hier im Nubian Island in Sharm el Sheik. Um die Mittagszeit werden wir abgeholt und zum Flughafen gebracht.

Ali ein Kellner aus dem Restaurant, mit ihm sowie Achmet und Sameh ebenfalls aus dem Il Mondo Main Restaurant hatten wir einen sehr freundlichen Kontakt in unserem Urlaub.

Fazit:
Wir hatten eine schöne Zeit hier in Sharm el Sheik, ein gutes Wetter und warme Temperaturen. Im Verlauf unseres Urlaubes haben wir zwei berühmte Kulturgüter besichtigen können.
Der Sinai sowie Sharm el Sheik ist noch einiges felsiger und steiniger als das übrige Ägypten, wie wir feststellen konnten.
Für Taucher und Schnorchler und sonstige Fischliebhaber ist die Halbinsel ein Traum. Wir werden sicher noch einmal hierher kommen.

Erinnerungen an Südfrankreich – Juni 2010

Wir sind das erste Mal seit dem Jahre 2002 wieder zu Besuch in Frankreich, all die vergangenen Jahre sind wir nach Italien in Urlaub gefahren. Wir waren meistens auf einen wunderschönen Campingplatz in der Toskana in Nähe Florenz. In den 90er Jahren sind wir zusammen mit unseren Kindern hier sehr oft gewesen. Einige Jahre später waren meine Frau und ich auf dem Campingplatz Albatros bei San Vincento am Thyrrhenischen Meer in Urlaub. Wir sind dann nach etwa einer Woche weiter auf unseren Lieblingsplatz bei Florenz gefahren.

Freitag, den 04. Juni 2010

Heute Morgen heißt es frühzeitig aufzustehen, es gibt ja noch einiges zu tun, aber zuerst einmal ein gutes Frühstück, bevor es an die Arbeit geht. Unseren Caravan haben wir schon im Laufe der ganzen Woche bestückt. Bis auf die technischen Dinge wie Fotoapparat und Reiseutensilien wie Camping-führer und Straßenatlas. Auch die Ausarbeitung meiner gesamten Flüßiggas-Tankstellen in Frankreich kommt erst heute in den Wohnwagen bzw. ins Auto.
Unsere Abfahrt hier in Ottobeuren zu unserm diesjährigen Frankreich-Urlaub findet um 13:00 statt. Zwanzig Minuten später fahren wir schon bei Memmingen-Süd auf die Autobahn A8 und wenige Kilometer weiter biegen wir auf die A96 in Richtung Lindau ab. Der Verkehr ist im Moment recht angenehm für einen Freitagnachmittag, mal sehen ob es weiterhin so bleibt. Unser Caravan läuft sehr schön hinter unserm Auto her, offensichtlich habe ihn sehr ausgewogen beladen. In Lindau in der Robert-Bosch-Straße ist die letzte deutsche Gastankstelle, wo wir noch schnell unseren Gastank befüllen.

(Vor einigen Jahren haben wir in unseren Hyundai Santa Fe einen Gasantrieb einbauen lassen. Seitdem fahren wir vorwiegend mit Flüssiggas, mit dem wir auch schon in den vergangenen Jahren in der Tokana unsere Runden gedreht haben, und es hat immer gut geklappt. Man muss nur im Vorfeld im Internet die notwendigen Gastankstellen auf unserer jeweiligen Route recherchieren).

Nach zwanzig Minuten geht es schon weiter durch Bregenz-Stadt und gleich danach über die Schweizer Grenze bei Höchst. Es läuft immer noch gut, so daß wir schon kurz vor 16:00 die Raststätte Forrenberg erreichen, wo wir noch ca. 30 Liter Benzin tanken um für alle Fälle gerüstet zu sein, anschließend machen wir hier unsere erste Pause. Es ist offensichtlich hier ein Unfall passiert, ein unachtsamer Autofahrer hat mit seinem Fahrzeug einen Wasserhydranten direkt neben der Tankstelle umgefahren. Seitdem strömt das Wasser hier ungehindert heraus. In einer nahegelegenen Ortschaft befindet sich der Absperrhahn für diesen Hydranten, aber das Abstellen des Wassers klappt offensichtlich nicht.

Wir machen auf jeden Fall unsere erste Pause mit belegten Broten und Kaffee aus der Thermoskanne, beides haben wir von zuhause mitgebracht. Nach einer dreiviertel Stunde fahren wir weiter Richtung Bern und erreichen um etwa 18:00 die Raststätte Gunzgen-Nord in der Westschweiz. Wir machen aber nur eine ganz kleine Rast, da wir noch am hellen Tag in Gampelen / Tankstelle unseren Gastank auffüllen wollen, und danach noch etwas weiterfahren wollen. Wo wir heute übernachten werden, wissen wir im Moment noch nicht. So geht es weiter am Neuenburger See ( Lac de Neuchatel ) entlang, an der Raststätte in Bavois halten wir als erstes an. Fahren aber schon nach ein paar Minuten wieder weiter, da es uns zu laut und die Autobahn A1 zu nah ist.

Um 22:00 sind wir an der Raststätte La Cote Jura in der Nähe von Gland am Genfer See angekommen. (In Gland befindet sich die Schloßähnliche Villa von Michael Schuh-macher, dem bekannten Formel 1 Rennfahrer). Hier bleiben wir jetzt stehen, machen uns noch ein kurzes Abendessen, es ist schon viel zu spät um noch weiter zu fahren, so bleiben wir zum Übernachten hier am Platz.

Samstag, den 05 Juni 2010

Es ist erst 6:15 als wir schon weiterfahren, geschlafen wir in unserer ersten Nacht sehr gut und wir hatten auch keine laute Störung durch einen Kühl-Lastwagen oder ähnliches. Im Laufe der Nacht hat sich neben uns ein weiterer Caravan hingestellt, wir haben ihn gar nicht kommen gehört.

Es sind noch etwa 30 Kilometer bis nach Genf und der Verkehr nimmt allmählich zu. Nach ein paar Minuten kommen wir schon an Nyons vorbei, wo sich das UEFA– Verwaltungsgebäude befindet und die Auslosungen für die Fußball-Europa-League und Champions League stattfinden. Dann kommt auch schon der Internationale Flughafen von Genf in Sichtweite, die ersten Flugzeuge heute Morgen sind schon im Anflug auf den Flughafen Geneve Cointrin. Es geht weiter auf der Stadt-Autobahn auf mehreren Fahrspuren in Richtung Vernier, wo wir anschließend die Rhone überqueren. Danach geht es noch durch zwei lange Tunnel bis wir bei St.-Julien-Genevois das Autobahn-kreuz in Genf-Süd erreichen. Von hier geht es über die A40 direkt nach Lyon, oder in einem riesigen Bogen nach Süden bzw. Annecy. Wir wählen die direkte Verbindung über die Nationalsstrasse D1201 die uns über eine gebirgige Landschaft und einige Ortschaften führt. Kurz nach dem Örtchen Cruseilles erreichen wir die erste Mautstelle auf Französischem Boden, wo wir eine Mautkarte aus dem Automaten ziehen müssen. Von hier geht es auf der Autobahn A41 an Annecy vorbei, und nur wenige Kilometer weiter auf der Tankraststätte bei Seynod machen wir unseren Hyundai Santa Fe nochmals mit einer weiteren Gasfüllung glücklich. Hinter der Tankstelle befindet sich ein netter Rastplatz wo wir unsere Frühstückspause abhalten wollen, die Uhrzeit ist jetzt 7:15. Die Sonne kommt schon vor den Bergen des Lac d`Annecy hoch. Wir stellen unseren Wohnwagen ab und als erstes drehe ich den Absperrhahn der Gasflasche auf, um heisses Wasser für unseren Kaffee zu kochen. Auf dem Rastplatz befinden sich ein paar kleine Ruhe-Inseln wo sich Steintische und dazu gehörige Bänke befinden. Hier stellen wir unser Tablett mit den Frühstücks-Utensilien ab, wir haben Zopfbrot sowie diverse Marmeladen und Honig mit dabei (wir essen gern Süß ).

Nach einer dreiviertel Stunde geht es schon weiter, wir haben ja noch eine große Strecke bis zu unserm heutigen Ziel vor uns. Nach Chambery wechseln wir auf die A43 die nach Lyon führt, das wir aber nicht erreichen, da wir schon bei Bourgoin-Jallieu wieder die Richtung wechseln, Jetzt geht es auf der A48 ca. 40 Kilometer bis nach Voreppe. Die zurückliegende Wegstrecke war durchaus Alpin mit vielen Höhen wo unser Hyundai mit höchstens 55 km/h den jeweiligen Bergkamm erreichte. (der Etappenverbrauch mit Flüssiggas erreichte auf dieser Strecke starke 17,2 ltr.).

Endlich um 10:15 überquerten wir die Isere einen Gebirgsfluß der von Grenoble kommt und dort sich aus mehreren Bächen und Flüssen bildet. Ein paar Minuten später erreichen wir einen wunderschönen Rastplatz bei Romans-sur-Isere wo wir eine gute Viertelstunde Pause machen. Gleich darauf erreichen wir die Mautstelle bei Romans-sur-Isere wo unsere erste Mautgebühr in Frankreich fällig wird (37,40€).

Ein paar Kilometer weiter kommen wir schon auf die Umgehungstraße von Valence von der aus es auf die große Nord-Süd-Autobahn A7 geht. Bei der Tank-Raststätte Montellimar-Süd tanken wir nochmals unseren Gastank voll.

(in der Regel fahren wir mit dem Wohnwagen-Gespann ca. 280 km weit, mit dem Anspruch aus Kostengründen ausschließlich mit Flüssiggas zu fahren).

Kurz vor 12:00 erreichen wir unsere letzte Maustelle hier in Bollene für heute (8,70€) und verlassen die Autobahn Soleil (A7). Es geht jetzt auf der D94 weiter, vorbei an den kleinen Weinort Suze-la-Rousse in Richtung Nyons. Unser gewählter Campingplatz Le Sagittaire befindet sich nur ein paar Kilometer vor dem kleinen Städtchen Nyons. Um 13:00 haben wir endlich unser Ziel erreicht auf dem wir einige Tage bleiben wollen. Wir sind ohne eine Vorbuchung gekommen, aber wir bekommen ohne weitere Probleme einen schönen Stellplatz in der Nähe des Waschhauses zugewiesen. Es ist bei unserer Ankunft am Camping Sagittaire schon sehr heiß, das Thermometer zeigt 30° an. Unseren Caravan stellen wir unter einen schattigen Baum, und nach einer kurzen Pause ziehen wir unser Sonnendach auf. Danach ist eine Kaffeepause angesagt, wir haben noch Kuchen von zu Hause mitgebracht, den geniesen wir nach dem doch etwas anstrengenden Tag unserer Anfahrt. Von jetzt an ist nur Ruhe und Faulenzen im Programm, zumindest mal für die nächste Stunde.

Gegen 16:00 machen wir einen Spaziergang über den Campingplatz, gehen bis zum Eingang vor, wo sich die Rezeption befindet. Hier im Eingangsbereich befindet sich ebenso die wunderschöne Poolanlage, die schönste Badeanlage die ich seit langem gesehen habe und ein Restaurant wo hervoragend gegessen wird. Wie mir von unserem Aufenthalt aus dem Jahr 2002 noch bekannt ist, finden am Abends öfters Karaoke-Abende statt. Die Franzosen sind ja begnadete Karaoke-Sänger, auch wenn manche von ihnen auf öffentliches Singen verzichten sollten. Der Campingplatz hat auch einen größeren Badesee mit einem Sandstrand und einer langen Baderutsche, zwischen hier und der Zugangstraße zum Caravanbereich stehen viele Mobilhome. Wir gehen jetzt zu unserem Stellplatz zurück, kurz davor befindet sich ein großer Parkplatz wo sich geparkte und außerhalb der Saison abgestellte Wohnwagen befinden. In diesem Bereich hat man einen tollen Ausblick auf den Berg der Götter, den Mount Ventoux.

alle 3 Bilder sind aus dem Internet

Dann gehen wir zu unserem Platz zurück um eine Kleinigkeit zu trinken, der Abend naht ja auch mit Riesenschritten. Zum Abendessen gibt es heute Tortellini mit einer Sahnesoße und Pilzen, dazu ein Glas Weizenbier oder zwei. Nach dem unvermeidlichen Geschirr spülen, geniesen wir noch die warme Abendluft vor unserem Caravan. Gegen 22:00 streichen wir die Segel, der Tag war lang für uns und wir sind ziemlich müde. Im nahe gelegenen Waschhaus machen wir uns zum Schlafen fertig und gehen anschließend in unser gemütliches Bett.

Sonntag, den 06. Juni 2010

Um 7:30 stehen wir auf, geschlafen haben wir ausgezeichnet. Ich gehe die paar hundert Meter bis zum Eingangsbereich vor, wo sich auch ein Lebensmittelshop befindet, um Baguettes für unser Frühstück zu holen. Inzwischen hat meine Frau den Frühstücks-tisch schon gedeckt und den Kaffee gemacht. Wie meistens essen wir zu unserem Baguette Honig und verschiedene Marmeladen, sowie Salami und Schinken und Eier nach Bedarf. Danach gehe ich noch kurz ins Waschhaus hinüber um noch unser Frühstücksgeschirr zu spülen.

Der Himmel ist heute teilweise bewölkt, aber trotz allem liegt die Temperatur schon bei 27°. Im Laufe des Vormittags gehen wir zum Baden in die tolle Pool-Landschaft, hier verbringen wir zwei Stunden bis es wieder zurück zum Stellplatz geht. Zur Mittagszeit essen wir in der Regel nicht allzu viel, vielleicht etwas Käse oder Salami und zum Abschluß vielleicht einen Joghurt oder Pudding, unser Hauptessen findet meist am Abend statt. Nach einer längeren Pause gehen wir zum Pool zurück, Musik hören mit dem Ipod und Kopfhörer oder etwas etwas Lesen. Gelegentlich auch mal ins Wasser gehen. Manchmal fliegen hier auch die Sonnenschirme, es dauert eine Weile bis man den Schuldigen erkennt (Mistral). Irgenwann am Nachmittag kommt ein plötzlicher Gewitterregen auf, so daß wir zum Wohnwagen flüchten müssen. Der Regen dauert aber nicht allzu lange und schon kann man wieder auf dem Platz unterwegs sein.
Direkt neben bzw. hinter dem Waschhaus hat sich ein Wohnmobilist niedergelassen, er steht ziemlich tief unter den vorhandenen Bäumen. Ich traue meinen Augen nicht, plötzlich schneidet der Wohnmobilfahrer mit einer Astschere oder ähnlichem, störende Äste und Zweige ab, die seinem Wohnmobil zu nahe kommen.
Kurz nach 18:00 steigen wir in unser Auto und fahren die etwa 6 Kilometer bis in den netten Ort Nyons. Wir waren ja schon im Jahr 2002 gemeinsam mit unseren Töchtern auf dem Camping Sagittaire sowie hier in Nyons. Damals haben wir nach einem Stadtrundgang in einer Gasse an einem Stehimbiss eine wunderbare Pizza gegessen. Wir saßen an einem Tisch vor einem Bistro, trinken ein Glas Wein und essen die Pizza vom benachbarten Pizzastand.. (Diese Pizza war die Beste jemals in Frankreich gegessene Pizza).

Brücke über den Fluß Eygues in Nyons

In Erinnerung daran suchten wir heute in dieser Gasse diesen Stehimbiss, leider war er nicht mehr vorhanden. An einem Platz im Zentrum dem Place de la Liberation fanden wir dann eine andere Pizzeria, wo wir uns hinein setzten um voller Erwartung eine Pizza zu bestellen. Nach geraumer Zeit brachte der Kellner unsere bestellten Pizzen, leider entsprach sie nicht im mindesten unseren Erwartungen, mit anderen Worten sie schmeckte einfach nicht gut.

Leicht enttäuscht fahren wir wieder zum Campingplatz zurück und setzen uns vor den Caravan, meine Frau trinkt einen guten Rotwein, während ich mein geliebtes Weizen-bier zu mir nehme. Mit Knabbersachen wie Nüssen und Erdnußflips und ähnlichem geniesen wir den warmen Abend. Gegen 22:00 machen wir uns dann bettfertig.

Montag, den 07. Juni 2010

Wir sind heute schon den zweiten Tag hier auf dem Campinplatz Sagittaire. Kurz vor halb acht sind wir aufgestanden, geschlafen haben wir auch heute ausgezeichnet. Als erstes hole ich ein Baguette aus dem Shop neben der Rezeption. Dann wird erstmals anständig Gefrühstickt und nach unserer Morgentoilette noch das Frühstücksgeschirr gespült. Wir wollen heute Vormittag mit dem Auto bis nach Grignan fahren, hier befindet sich ein altes Schloß das im 17. Jahrhundert zu einem Renaissance-Schloss umgebaut wurde. Für den Weg wählen wir eine kleine Nebenstraße, die direkt vom Campingplatz, hinauf zum Weinort Vinsobres führt. Von hier geht eine kleine Straße die D190 in Richtung dem Weinstädtchen Valreas, und weiter nach Grignan geht, die Straße führt durch die Hügellandschaft des Vaucluse. Die Landschaft ist schön und sehr hügelig, sie ist teilweise bewaldet, und der Ginster blüht überall und immer wieder sieht man Oliven und Weinfelder neben der Straße und auf den Hügeln liegen. Das Wetter ist leicht bewölkt aber schon warm mit Temperaturen bis 25°, etwas später im kleinen Örtchen Grignan erreichen wir schon die 27° Marke.

(Grignan: Das berühmt wurde durch sein Renaissance-Schloß und seine Bewohner, die Grafen von Adhe`mar die zeitweise sehr mächtig und reich waren im Frankreich des Mittelalters. Bekannt wurde Grignan auch durch die 750 Briefe der Marquise de Sevigne an ihre Tochter Francoise de Adhe`mar )

Wir stellen unseren Hyundai Santa Fe auf einen Parkplatz in der Nähe des Schlosses ab und beginnen unseren Rundgang durch das kleine Mittelalterliche Dorf mit seinen knapp 1600 Einwohnern. Über die Rue de la Glaciere und die Le Village betreten wir den Schloßberg und das Zentrum des Dorfes, durch schmale und enge Gassen geht es immer weiter Bergauf. Die Häuser und Mauern sind aus weichem Sandstein erbaut, an ihren steilen Wänden wachsen Zypressen und einige blühende Sträucher wie die Bougeenvillea. An den Eingängen der Häuser stehen überall Keramiktöpfe und Tröge mit Blumen geschmückt. Einige Gassen sind mit Sträuchern von Efeu und vielem anderen Grün überwachsen. Auch wunderschön blühende Kletterrosen sind an vielen der alten Häuser zu finden, so steigen wir über enge Treppen immer weiter nach oben.

Am Außenring der die Festung (Schloß) umschließt, wachsen überall hunderte von Blumen und kleinen Sträuchern zwischen den alten Mauersteinen heraus. Es ist ein wunderschöner Anblick, ebenso sein Ausblick auf die umliegenden Hügel des Vaucluse. Wir betreten das Torhaus des Schlosses und sind jetzt auf der Terrasse des prächtigen Renaissance- Schlosses angekommen. Vor der prächtigen Fassade ist seit vielen Jahren ein Freilicht-Theater aufgebaut. Von der Terrasse sieht man weit über die vielgestaltige Landschaft der Drôme. Gegen Osten am Horizont kann man den kahlen Gipfel des Mount Ventoux 1909m erkennen sowie die kargen Höhen des Royans-Vercors-Gebirges im Nordosten.

Wir verlassen das Schloß und gehen am Außenring der Burg-Anlage entlang, auch von hier hat man einen wunderschönen Ausblick auf die kleine Stadt mit ihren alten Häusern. In den Gärten um uns ist alles Grün mit Bäumen und Büschen, auch blühen hier einige Wiesenblumen. Auf dem Weg zur Stiftskirche Saint Sauveur kommen wir an einem wunderschönen kleinen Häuschen mit einer davor liegenden Terrasse vorbei. So könnte ein (unser) Wochenendhäuschen ausschauen. Wenig später sind wir an der Stiftskirche angekommen, die an den mächtigen Burgfelsen angelehnt ist, und aus dem sechzehnten Jahrhundert stammt. Wir gehen durch das Portal in den Innenraum der Kathetrale hinein. Auf dem Boden vor dem Altar befindet sich ein Begräbnis-Stein aus Marmor der den versiegelten Eingang zum Grab der Marquise de Sevigne markiert. Wir verlassen jetzt wieder die Kirche und gehen durch die Rue de la Commune in Richtung Zentrum. Nach einer kurzen Visite der City geht es wieder über den Burgberg mit seinen herrlich grünen Gärten zurück zu unserem Auto.

Der kleine Ort Grignan befindet sich im Tricastin, der die Hochburg des Schwarzen Trüffels ist, wo bis zu 80 Prozent der Französischen schwarzen Trüffel geerntet werden.

Über die D941 die durch Valreas führt, fahren wir jetzt Richtung Nyons das etwa 24 Kilometer entfernt liegt. Hier im Zentrum fahren wir wider nach Westen zum Le Pont-de-Mirabel wo sich unser Campingplatz Le Sagittaire befindet. Gegen 14:00 haben wir unseren Campingplatz wieder erreicht, die Temperatur beträgt im Moment etwa 27°. Als erstes machen wir eine Mittagspause mit etwas Käse, geschnittene Salamischeiben und einem Becher mit Pudding. Danach gibt es noch ein oder zwei Flaschen mit Radlerbier, bevor wir die tolle Poolanlage aufsuchen. Um 15:00 sind immer noch so viele Badeliegen frei, daß wir im Nu einen schönen Liegeplatz an einem der vielen Poolbecken für uns finden. Es gibt hier natürlich auch Sonnen-schirme mit einen Strohdach bedeckt, aber wir wollen heute noch die warme Sonne geniesen. Hinter uns befindet sich das Hallenbad mit seinen verschiebbaren Glas-Elementen, die jetzt natürlich geöffnet sind. Im Hintergrund des Hallenbades befinden sich zwei Whirlpools wo sich unsere Mädchen im Jahr 2002 mit einer Urlaubs-bekanntschaft die sich Shakira nannte, immer aufgehalten haben. Die Pool-Landschaft ist ein Kinderparadies mit einem Wasserfall und Bade-Rutschen in vielen Größen und für alle Altersgruppen. In einem der Schwimmbecken befindet eine Kleinkinder-rutsche und in einem weiteren Becken eine größere Rutsche in einer Seeschlange. Auf der einen Seite der Badelandschaft schließt sich ein Minigolfplatz an, und auf der entgegen gesetzten Seite der Badesee mit seinem schönen Sandstrand. Auf der linken Seite des Sees beginnt das Feriendorf mit vielen Mobilhomes.

Gegen 16:45 verlassen wir das schöne Schwimmbad und gehen zu unserem Caravan zurück. Wir hatten heute ein tolles Badewetter am Pool. Ich gehe im Anschluß gleich zum Duschen ins Waschhaus, heute probiere ich einmal ein anderes Waschhaus das sich etwas weiter in unserer Seitenstraße befindet. Nach meiner Beurteilung sind beide Waschhäuser nicht unbedingt spitze, aber drei Sterne würde ich ihnen auch geben.

Heute Abend wird noch gegrillt, meine Gattin hat unseren Elektrogrill schon mit Puten-und Hähnchensteak, Schweinesteaks sowie Grillwürstchen belegt. Dazu gibt es gekochte Kartoffeln, Gurkenscheiben sowie geschnittene Tomaten, wir lassen uns das Essen gut schmecken. Obwohl wir unter einem schattigen Baum sitzen, scheint die Abendsonne warm auf unseren Tisch, so dass wir gezwungen sind einen weiteren Sonnenschirm aufzuspannen. Nach dem Abendessen muss ich mit dem Grillgeschirr ins Waschhaus zum spülen gehen, das ist im Urlaub immer meine Arbeit, da meine Gattin für das Essen zubereiten, zuständig ist. Nach getaner Arbeit machen wir einen Spaziergang über den Campingplatz und gehen bis zum Eingangsbereich vor, wo sich die Rezeption und das Restaurant befinden. Auch heute Abend ist beim Restaurant kein Karaoke-Abend, anscheinend gibt es so ein Unterhaltungsprogramm nur in der Hauptsaison. Das macht uns aber nichts aus, so gehen wir halt wieder zum Caravan zurück. Vor dem Wohnwagen sitzend, machen wir uns gemütlich, zum Trinken gibt es etwas Weizenbier für mich, meine Gattin bevorzugt Rotwein am Abend. Kurz nach 22:00, nachdem wir im Waschhaus waren und unsere Abendtoilette vollendet haben, geht es ins Bett.

Dienstag, den 08. Juni 2010

Kurz nach halb acht Morgens ist es als wir heute aufstehen, nach meinem Toiletten-gang gehe zur Rezeption vor, wo sich ein kleiner Lebensmittelshop befindet. Ich kaufe uns zwei Baguette, der Preis liegt wie immer hier in Frankreich bei ca. 90 Cent. Danach gehe ich zum Stellplatz zurück, wo meine Frau schon den Frühstückstisch sowie den Kaffee fertig gemacht hat. Es ist heute Morgen etwas bewölkt, und die Temperatur liegt im Moment bei ca. 24°. Wir wollen heute Vormittag nach Seguret, einem der 100 schönsten Dörfer Frankreichs am Nordwestlichen Rand des Dentelles de Montmirail-Gebirges fahren. Der Weg ist nicht allzu weit, es sind nur etwa 20 km bis nach Seguret das am am Fuße eines Gebirges liegt. Aber wir müssen durch Vaison-La-Romaine fahren, dort ist heute ein Regionalmarkt wie wir feststellen. Das heißt daß wir eine Umleitung fahren müssen, es klappt aber besser als gedacht. Das Montmirail-Gebirges soll ein Paradies für Wanderer und Bergkletterer sein, seine Gipfel sind aber nicht höher als der 730 Meter hohe Bergrücken Crête de Saint-Amand im Nordosten des Gebirges.

Wir stellen unser Auto an einem Parkplatz vor dem Ort ab und wandern zum Ortseingang der etwas auf der Höhe liegt. Wir wandern durch die engen kopfstein-gepflasterten Gassen mit teilweise alten aus Naturstein gebauten Häusern die sich hügelaufwärts winden. Das alte Dorf ist ein Traum mit engen Gassen und vielen Blumen an den Wegen und Häusern. Durch niedrige Torbögen kann man auch von einer Gasse in eine andere wechseln. In einem der niedrigen Durchgänge konnte man plötzlich in eine Wohnung schauen. Ich kann nicht wieder stehen und mache ein Foto davon. Es lässt sich sehr schwer beschreiben, man muß das hübsche Dorf selbst gesehen haben. Heute wohnen hier viele Maler und andere Künstler, es gibt auch einige Ateliers hier im Ort, und ein sehr bekanntes Sterne-Restaurant befindet sich ebenfalls hier. Wir verbringen etwa 2 Stunden mit dem Erkunden des hübschen Bergdorfes, bevor es wieder zurück zum Campingplatz geht.

Kurz vor der Mittagspause sind wir wieder am Platz angekommen, wir haben heute Mittag eine gute Fernsicht. Von einem großen Parkplatz wo Caravans von ihren Besitzern über eine lange Zeit abgestellt werden können, kann man den Berg der Götter, den Mount Ventoux (1909m) mit seinen weißen Haube sehen. Wir machen jetzt eine kurze Mittagspause, zum Essen gibt es wie gewohnt etwas Käse, Schinken und Wildschwein-Salami. Zum Trinken eine Flasche Radlerbier und danach Relaxen auf der Campingliege. Kurz nach 14:00 gehen wir zum Pool vor, er ist auch heute mit Campinggästen gut gefüllt. Gute 3 Stunden verbringen wir am Pool, die Temperatur liegt bei etwa 26°. Zum Abendessen gibt es heute Leberkäse mit Ei und Kartoffelpürree, es hat ausgezeichnet geschmeckt. Ich bin kein Freund von viel Fleisch essen, bzw. Grillen jeden zweiten Tag. Nach dem Essen bin ich wieder gefordert, unserem Essgeschirr neuen Glanz zu verleihen (spülen). Nachdem diese Leistung vollbracht ist, machen wir unseren obligatorischen Abendspaziergang über den Campingplatz. Mit Knabber-sachen wie Nüssen und Erdnussflips und ähnlichem, sowie einem Rotwein für die Gattin, für mich ein kühles Weizenbier genießen wir den heutigen Abend. Wie meist kurz nach 22:00 gehen wir ins Waschhaus für die Abendtoilette. Kurze Zeit darauf sind wir schon im Wohnwagen verschwunden, und das Licht geht aus. Ein toller Urlaubstag geht wieder zu Ende.

Mittwoch, den 09. Juni 2010

Guten Morgen, es ist 7:20 als wir aufstehen, wir haben auch heute Nacht ausgezeichnet geschlafen. Der Himmel zeigt sich heute Morgen leicht bewölkt. Als erstes gehe ich zum Waschhaus für die Morgentoilette, bevor ich zum Eingang des Campingplatz gehe, wo sich der Lebensmittelshop befindet. Wie meistens kaufe ich hier Baguette und Croissants zum Frühstück. Bis ich wieder am Caravan zurück bin hat meine Frau schon den Frühstückstisch gedeckt, auch der Kaffee ist schon fertig. So genießen wir unser Frühstück mit diversen Marmeladen, sowie Honig aber auch Käse und Schinken und manchmal mit Eier.

Heute wollen wir einen Ausflug zum Mount Ventoux (1909m; Wächter der Provence) machen, die Strecke führt über Vaison-La-Romaine bis nach Malaucene und es sind nur 20 Kilometer bis zum Startpunkt, hier beginnt dann die westliche Auffahrt zum Gipfel. Bis nach oben sind es weitere 21 Kilometer, die Anfahrt zum Gipfel beginnt sehr moderat mit etwa 6 Prozent, steigert sich aber im Verlauf der Strecke bis auf 12 Prozent. Auf unserem Weg zum Gipfel begegnen wir vielen Hobby-Rennfahrern die ihr Glück und Können auf einem Teilstück der alljährigen Tour de France suchen.

Die Strecke wechselt sich immer wieder von flache Strecken bis ziemlich steil. Im unteren Bereich sehen wir auch immer wieder mal Ausfahrten die zu irgendwelchen Chalets (Wochenendhäuser) führen sollen. Bei der Auffahrt sehen wir immer mal Stellen wo sich noch Schneefelder befinden. Kurz vor dem Gipfel sehen wir auf der linken Seite einen Kuppelbau in der sich eine Satelliten-Anlage befindet (Radôme) die zur Flugüberwachung dient. Nach etwa 20 Minuten haben wir den kleinen Parkplatz vor dem Gipfel erreicht, wo wir aus dem Auto steigen. Die Temperatur hier oben liegt bei ca. 12° und es ist stark windig bis Stürmisch, man muß schon darauf achten dass man nicht vom Wind einfach weg geblasen wird. Mit einer gewissen Vorsicht gehen wir zu einer Aussichtstafel. Es ist leicht dunstig heute, und die Fernsicht hält sich in Grenzen.

Vom Gipfel des Mount Ventoux hat man bei klarer Sicht eine großartige Rundumsicht. Das Panorama umfasst die Alpen, das Zentralmassiv, die Cevennen, das untere Rhônetal mit der Camargue, sowie die Crau-Ebene, das Mittelmeer, den Étang de Berre bei Marseille und den Berg Sainte-Victoire.

Nach unserem kurzen Aufenthalt beim Parkplatz steigen wir wieder ins Auto und fahren ein paar Meter bis zur Spitze des Berges hinauf. Hier geht eine Abzweigung die weiter zum meteorologischen Observatorium mit vielen Sendeanlagen führt. Das Gebäude ist 42 Meter hoch, und wird von einer 20 Meter hohen Antenne überragt. unterhalb des Observatoriums steht die Kapelle (Chapelle) Sainte-Croix.

Chalet Reynard

Jetzt geht es endgültig auf der Südseite des Mount Ventoux hinunter, auch hier sind 21 Kilometer zu bewältigen bis zum kleinen Ort Bedoin wo die Südtour beginnt. Aber zunächst fahren wir ca. 6 Kilometer nach unten, wo eine weitere Straße nach Sault (große Lavendelfelder) führt. Hier bei dieser Abzweigung befindet sich das Chalet Reynard, ein Rastplatz mit einem Restaurant und Snackbar für die wohl erschöpften Hobby-Renn-fahrer. Wir fahren weiter und kommen durch den bewaldeten Teil des Mount Ventoux, in diesem Teilstück sehen wir einige Chalets die wohl am Wochenende zur Erholung der Einheimischen dienen. Nach einiger Zeit sind wir jetzt wieder im Tal angekommen und fahren Richtung dem kleinen Ort Bedoin, von dort geht es weiter zurück nach Malaucene. Auf dem Weg dorthin sehen wir die ersten Kirschfelder, leider versäumen wir ein paar davon zu probieren.

Kurz nach 12:00 sind wir wieder am Ca.-Platz angekommen, der Himmel ist weiterhin blau, so können wir am Nachmittag auf jeden Fall zum Pool gehen und uns noch etwas entspannen. Zuerst aber machen wir Mittagspause, meine Frau sucht uns ein paar Leckereien zusammen. Von gestern Abend sind noch Reste vom Grillfleisch da, ferner haben wir von zu Haus einen Schinkenspeck mitgenommen, der ganz vorzüglich schmeckt. Auch Käse und eine Salami vom Wildschwein ist auf dem Tisch. Dazu ein bis zwei Flaschen Radlerbier für den Durst, so genießen wir unsere Mittagspause in vollen Zügen. Um ca. 14:30 gehen wir zu unserer schönen Pool-Landschaft, die sich in der Nähe des Campingeingangs befindet. Es sind noch einige Liegeplätze frei, so dass wir einen netten Platz in der Nähe eines der großen Schwimmbecken finden. Die Temperatur hier und heute liegt bei 28°, aber es ist auch ziemlich windig. Im Verlauf der nächsten eineinhalb Stunden zieht sich der Himmel ziemlich zu, plötzlich fliegen ein paar Sonnenschirme durch die Gegend, wir schauen, können aber nichts erkennen. Es dauert eine ganze Weile, bis wir den Übeltäter feststellen, Der Mistral ist es, der hier sein Unwesen treibt.

(Starker und kalter Fallwind der in den Tälern der Rhone und der Garonne weht, aus Nordwestlicher Richtung kommt, und sogar Orkanstärke erreichen kann.)

Um 16:30 verlassen wir den Poolbereich, da der Wind immer wieder auffrischt und es etwas Kühl wird. Bei uns am Stellplatz ist es Windgeschützter als am Pool. So trinken wir heute unseren Kaffee etwas später als sonst, vom Frühstück haben wir noch Reste vom Baguette übrig. Mit Marmelade und Honig schmecken sie ausgezeichnet. Bei uns in der Seitenstraße schräg gegenüber steht ein Holländischer Caravan, dessen Besitzer wir schon mehrfach gesprochen haben. Er erzählt uns unter anderem, daß er für den Stellplatz hier auf diesem Campingplatz nur 14 Euro bezahlt. Zum Vergleich dazu, wir müssen 35 Euro für den Platz bezahlen, wir können das kaum glauben. Nach unserem Abendessen, wir sitzen heute im Wohnwagen, weil es heute draußen etwas frisch ist, gerade habe ich mir ein Weizenbier eingeschenkt. Plötzlich klopft es an der Caravantüre, der Holländer steht vor der Türe wir machen auf, er kommt ohne Hemmungen in den Wagen herein. Ich glaube fast daß er etwas zuviel getrunken hat. In der Hand hat er ein Campingbuch von ACSI einem Holländischen Anbieter, besser gesagt die Campingcard von ACSI. Das Buch habe ich noch nie gesehen, er erklärt mir, daß mit diesem Buch bzw. der Karte dazu der Eintritt auf vielen Campingplätzen reduziert ist. Fast eine halbe Stunde verbringt er hier, bis er wieder heim geht, so etwas habe ich noch nie erlebt auf einem Campingplatz. Kurz nach 22:00 ist unsere Zeit um ins Bett zu gehen, zuerst ein Abstecher ins Wasch-haus zur Körperpflege, bald darauf sind wir schon im Bett.

Donnerstag, den 10. Juni 2010

Guten Morgen Frankreich, wir sind nun den siebenten Tag hier in Frankreich, heute ist es stark bewölkt als wir aufstehen. Auch heute gehe ich zum Campingshop um frische Frühstücks-Baguette für uns zu holen. Nachdem wir gefrühstückt haben, wird überlegt was heute auf unserem Programm stehen könnte. Heute ist auch unser letzter Tag hier im Camping Sagittaire, morgen wollen wir weiter etwas nach Süden zuerst nach Avignon dann weiter ans Meer bei Beziers fahren. Badewetter scheint es heute nicht zu werden, wie es den Anschein hat, im Gegenteil es beginnt etwas zu Regnen, nicht viel aber schade ist es doch. Wir beschließen nach Nyons zu fahren, hier ist heute am Donnerstag großer Markttag. Um 10:00 brechen wir auf es sind ja nur 6 Kilometer in die kleine Stadt, in einer kleinen Seitenstraße stellen wir unser Auto ab, und gehen zu Fuß ins Zentrum. Der Markt beginnt am Place de la Liberation und geht weiter bis in die Gassen der Altstadt. Wenn in Frankreich an einem Ort oder in einer Stadt Markttag ist, bedeutet das, es gibt außer Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch sowie Käse. Ferner gibt es Textilien bestehend aus Hosen, Pullover, Schuhe, Tischdecken und tausend andere Sachen. Ebenso werden Keramik und andere Dinge des täglichen Lebens angeboten.

(Nyons hat etwa etwas über 6300 Einwohner, hier werden Oliven angebaut. Heute ist die Drome provencale das nördlichste Anbaugebiet für Oliven. Sie werden relativ spät geerntet. Los geht die Ernte im Spätherbst, spätestens jedoch Anfang Dezember. Rund 400 Tonnen Oliven werden in Nyons jährlich meist per Hand geerntet. Doch die Ölmenge ist deutlich geringer „Für jeden Liter kalt gepressten Öls werden vier bis fünf Kilo Frucht benötigt“. Nyons hat ein trockenes und mildes Klima das besonders von älteren Menschen sehr geschätzt wird )

Der Himmel hat sich wieder aufgetan, wir spazieren durch den Markt der kleinen Stadt die mit Besuchern gut gefüllt ist. Hir finden wir auch eine Camping-Tischdecke mit Provencalischen Muster. Wir spazieren weiter durch die Altstadt bis zum Vieux Pont einer Romanische Brücke die aus 14. Jahrhundert stammt und den Fluß Eygues überspannt. Sie besteht aus einem einzigen Bogen mit einer Spannweite von 43 Metern und ist 18 Meter hoch. Mittlererweile ist die Temperatur wieder auf 27-29° gestiegen. Wir gehen wieder zurück zum Auto, da wir noch weiter ins Hinterland fahren wollen. Über die D94 kommen wir ebenfalls über den Fluß, die Straße führt weiter bis nach Serres das an der D1075 liegt. Soweit wollen wir aber nicht fahren, unser nächstes Ziel ist Buis-les-Baronnies ein Hauptort für die Lindenblütenernte. Der Markt Anfang Juli ist der Weltgrößte dieser Art. Neben den Lindenblüten werden auch Kirschen und Aprikosen hier geerntet.

Nach einer Stunde Aufenthalt in der Kleinstadt mit seiner wunderschönen Platanen-allee fahren wir wieder weiter. Unser Rückweg führt jetzt über die D5 in Richtung Vaison-la-Romaine, wir biegen aber schon vorher Richtung Norden nach Mirabel-aux-Baronnies ab.

Kurz vor 16:00 Uhr sind wir wieder Campingplatz angekommen. Hier gibt es zuerst eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen. Zum Pool gehen wir nicht mehr, sondern geniesen die Zeit vor dem Caravan bzw. mit einem kleinen Spaziergang über einen Bereich der vorwiegend mit Dauer-Campern belegt ist. Auch hier gilt, daß die Stellplätze der Dauercamper nicht zu den Schönsten gehören, was eigentlich schade ist, weil sie ja Wochen und Monate am Platz verbringen.

Freitag, den 11. Juni 2010

Heute ist Abfahrt von diesem wunderschönen Campingplatz, wo auch Erinnerungen wach werden, an den gemeinsamen Aufenthalt mit unseren Kindern im Jahr 2002. Wir stehen kurz nach 7:00 auf, bei der Rezeption hole ich unser letztes Baguette für das Frühstück. Der Himmel ist heiter bis leicht wolkig. Nach dem Essen drehe ich mit dem Accuschrauber die Kurbelstützen nach oben, und rolle das Stromkabel auf. Danach gehe ich mit der Kassettentoilette ins Waschhaus um sie ein letztes Mal zu entleeren. Unser Sonnendach haben wir ja schon gestern Abend herunter geholt. Währenddessen hat meine Frau unser Frühstücksgeschirr gespült. Um 8:45 verlassen wir unseren Campingplatz Le Sagittaire auf dem Weg nach Süden, unser nächstes Ziel ist Avignon.

(Avignon, Stadt der Päpste 1309-1376, >die bekannte Chanson-Sängerin Mireille Mathieu ist hier geboren).

Unser Weg führt uns über Vaison-La-Romaine sowie Malaucene (am Fuß des Mount Ventoux) vorbei. Weiter geht es durch die etwas größere Stadt Carpentras, wir müssen mit dem Caravan mitten durchs Zentrum fahren, und es herrscht ein starker Verkehr in der Stadt. Von hier sind es nur noch ca. 20-25 Kilometer bis zu unserem Ziel, dem Campingplatz Pont d Àvignon****. Der Himmel ist heiter bis Wolkig und die Temperatur liegt bei 25°.

Um 9:28 sind wir in Avignon angekommen, an der großen Rhone-Flußinsel Ile de la Barthelasse sehen wir die ersten Lastkähne ankern. Jetzt sind es nur noch ein paar Kilometer an der Rhone entlang. Links ist eine Einfahrt zu einem Parkhaus, das direkt unter dem Place du Palais liegt (was wir aber im Moment nicht wussten). Auf der Rechten Seite sehen wir die berühmte Brücke Le Pont Saint Benezet eines der Wahrzeichen von Avignon (von dieser Brücke gibt es ein berühmtes in ganz Frankreich bekanntes Chanson bzw. Kinderlied). Links von uns befindet sich die Stadtmauer und dahinter auf der Höhe befindet sich der Papstpalast. Wenig später haben wir die Brücke Pont Edouard Daladier erreicht, auf der wir die Rhone überqueren, und auf der Flussinsel Ile de la Barthelasse weiter zu unserem nächsten Campingplatz Pont d Àvignon**** fahren. Der Campingplatz hat zusammen mit den Wohnmobilplätzen ca. 335 Stellplätze, und besitzt einen 500 qm großen Badebereich. Um 9:45 sind wir am Campingplatz angekommen und suchen sogleich die Rezeption auf, wo wir einen netten Stellplatz nur durch Büsche und einem Uferweg von der Rhone getrennt bekommen. Unser Stellplatz liegt in der Allee des Cotes du Rhone und unsere Platznummer war 133. Es sind nur geschätzte 150 Meter bis zum Waschhaus und noch einmal 100 Meter weiter bis zum Pool.

Wir machen es uns erstmal gemütlich auf unseren Platz, am nächsten Stellplatz haben wir einen Holländer mit einem schönen LMC Musica als Nachbar. Er ist recht freundlich und man kann sich gut mit ihm unterhalten.

Gegen Mittag brechen wir auf, um auf der Uferpromenade in Richtung Rhonebrücke bzw, in die Stadt zu gehen. Wir betreten Avignon als erstes am Place Crillon, und gehen durch irgend welche Straßen bis wir am Place de I`Horloge angekommen sind. Nur ein paar Schritte vom Papstpalast liegt dieser stets belebte Platz. Er ist der zentrale Treffpunkt Avignons mit Dutzenden von Cafés und Restaurants, dem Hotel de Ville (Rathaus), dem Uhrturm und der Oper, von deren Fassade eine Molière-Statue das bunte Treiben betrachtet. Vor dem Hotel de Ville steht seit vielen Jahren ein Karussell aus derBelle Epoque“, vereinzelne Markstände sind ebenfalls auf dem Platz.

Gegenüber vom Rathaus sind unter riesigen Sonnenschirmen dutzende von Tischen die alle schon von Gästen belegt sind. Wir gehen weiter, es sind nur noch ein paar Meter bis zum Place du Palais des Papes. Zur Rechten ist das Carre`du Palais, hier werden unter anderem Weine aus dem Rhonetal für Weintouristen vorgestellt. Zu Beginn des Platzes geht eine Rolltreppe hinunter zu einem Parkhaus direkt unter dem Place du Palais des Papes die Einfahrt führt direkt am Rhone-Ufer in das große Parkhaus hinein. Dann stehen wir vor dem riesigen Papstpalast mit seinen über 50 Meter hohen Mauern. Eigentlich ist es eine mächtige Zitadelle die zwei verschiedene Paläste beinhaltet.

Luftbild: Palais du Papes

(Zur Erklärung: Avignon war im 14.Jahrhundert also von 1335 bis 1430 die Residenz verschiedener Päpste und Gegen-Päpste. Im Jahr 1305 wurde der Erzbischof von Bordeaux als Papst Clemens V gewählt, er erschien zu seiner liturgischen Weihe, erst gar nicht in Rom, sondern blieb in Frankreich und wurde in Lyon gekrönt. Er versprach immer wieder nach Italien zu ziehen, hielt sich jedoch aus gesundheitlichen und politischen Gründen ausschließlich in Mittel- und Südfrankreich auf. Einer seiner Nachfolger Papst Benedikt XII ließ ab 1335 -1342 das Palais-vieux erbauen. Sein Nachfolger Papst Clemens VI fügte im Süden und Westen die großen Bauten hinzu, die als neuer Palast oder Palais-neuf bekannt sind, dadurch wurde die Palastgröße vedoppelt).

Wir waren im Jahr 2002 das erste Mal hier in Avignon, damals parkten wir schon in diesem unterirdischen Parkhaus. Wir gehen durch ein Tor ins neue Schloß hinein, im großen Innenhof /Ehrenhof genannt, ist eine Tribüne für Festivals aufgestellt, auf der auch ausgedehnte künstlerische Veranstaltungen problemlos durchgeführt werden können. Die Räume im Innern des Palais sind sehr groß aber als Folge der Zerstörungen während der Französichen Revolution ihrer kostbaren Möbilierung bzw. Wandbilder entkleidet. So verlassen wir wieder das Palais, und gehen an der Cathédrale NotreDame des Doms d‘Avignon vorbei zum Rocher des Doms (Fels).

Hier ist der Stadtpark Jardin des Doms auf dem Felsvorsprung oberhalb der Rhone angelegt. Es ist ein öffentlicher bepflanzter Park mit vielen Bäumen und Büschen einem kleinen Aussichtspunkt der über einen steinigen Weg erreicht werden kann. Unterhalb davon befindet sich ein kleiner Teich mit Springbrunnen wo Goldfische schwimmen. Ein Stück weiter befindet sich ein kleiner See in dem Enten und Schwäne plantschen. Es gibt zwei Kinderspielplätze mit Rutschen und kleinen Holzpferden. Direkt am See befindet sich ein Restaurant mit einer Erfrischungsbar. Nach unserer Runde durch den Park nehmen wir an einem der vielen Tische Platz und bestellen etwas zum Trinken, und genießen die Stille.

Kurz nach 13:00 machen wir uns wieder auf den Rückweg, wir gehen den gleichen Weg über den Place du Palais des Papes und den Place de I`Horloge. Danach über kleine Straßen und Wege zum Place Crillon wo der Porte de l’Oulle (Mauerdurchbruch) ist. Danach gehen wir über einen Fußgängerweg am Pont Edourd Daladier zur Rhone-brücke. Auf der anderen Flussseite geht es jetzt an der Ufer-Promenade entlang bis zum Campingplatz, den wir gegen 15:00 erreichen.

Hier trinken wir als erstes eine Tasse Kaffee und essen dazu ein Stück Kuchen. Anschließend genießen wir erstmal die Ruhepause. Unser Campingnachbar der Holländer hat einen Nagelneuen Hyundai Santa Fe, ein tolles Fahrzeug. Er erzählt, daß in Holland dieses Fahrzeug über 50.000 Euro kosten soll, ebenso sein LMC Musica fast das Doppelte wie in Deutschland kostet. Heute Abend wollen wir nochmals in die Stadt zurück gehen, dieses Mal aber zum Pizzaessen. Da es mittlerweile etwas Regnet nehmen wir das Auto und fahren über die Brücke, direkt an der Stadtmauer befindet sich ein kleiner Parkplatz wo wir unser Auto abstellen. Ich bin vielleicht ein bisschen zu rasant in eine Parklücke hinein gefahren, auf jeden Fall musste ein Holländischer Junge der aus einem Autobus ein paar Parklücken weiter ausgestiegen ist, etwas schneller zur Seite gehen. Wir gehen wieder durch die Porte de l’Oulle (Mauerdurchbruch) in die Stadt hinein, nach einiger Zeit finden wir tatsächlich eine Pizzeria. Hier bestellen wir uns Pizza und einen Teller Spaghetti und etwas zum Trinken. Als dann die Pizza und die Spaghetti kamen und wir sie probierten, waren wir enttäuscht. (man sollte in Frankreich einfach keine Pizza essen). Nach unserem Essen gehen wir zurück zum Auto und fahren gleich los. Über einen Zubringer geht es zurück über die Rhonebrücke. Unterwegs hören wir komische Geräusche, es kommt mir vor wie das Walken eines Reifens, das immer schlimmer wird. Auf der Brücke halte ich an und schaue mal nach, tatsächlich der Reifen hinten Rechts ist fast platt. Jetzt schaue mir das genauer an, und erkenne dass er an der Außenwandung einen Schlitz hat. Offensichtlich hat jemand mit einem Messer unseren Reifen geschlitzt. Da wir durch unseren Gastank kein Ersatzrad mehr haben, versuche ich mit einem Pannenset den Reifen zu reparieren, leider erfolglos. Hinter uns hält ein Kleinwagen an, ein junges Pärchen steigt aus, fragt ob es uns helfen kann. Was wir aber verneinen, nach geraumer Zeit fahren wir mit dem platten Reifen weiter, das junge Pärchen verfolgt uns bis zum Campingplatz was uns sehr komisch vorkommt.

(In diesen Jahren war es in Frankreich auf den Autobahnraststätten und Parkplätzen nicht immer sicher, man konnte auch Opfer eines Raubüberfalles werden, was uns jetzt bedenklich stimmte. War der Schlitz im Reifen beabsichtigt für einen Überfall, oder war es ein Zufall, wir wissen es nicht?).

Am Campingplatz angekommen, stellen wir unseren Hyundai auf einen Parkplatz direkt neben der Rezeption ab. Das Büro ist leider nicht optimal besetzt, es ist nur ein Notdienst da, der kein Deutsch und nur etwas Englisch versteht. Wir lassen unser Auto stehen und gehen zu unserem Stellplatz bzw. Caravan zurück. Heute können wir heute sowieso nichts mehr tun. Wir verbringen den restlichen Abend in etwas getrübter Stimmung bei einem Glas Weizenbier und einem Glas Rotwein. Wie meistens gehen wir dann nach 22:00 ins Waschhaus und danach ins Bett.

Samstag, den 12. Juni 2010

Kurz nach 7:00 sind wir schon auf den Beinen, essen unser Frühstück bevor wir zur Rezeption gehen, wo seit 8:00 die auch Deutsch sprechende Angestellte hinterm Tresen sitzt. Wir erzählen ihr von unserem Malheur, im Anschluß daran ruft sie bei einer hiesigen Autowerkstatt an. Der Tag heute ist Neblig und Trübe, und die Temperatur liegt im Moment bei 18°. Nach einer guten Stunde kommt ein Mechaniker mit einem Abschleppwagen an. Der Mechaniker schaut sich das Malheur kurz an, danach zieht er unser Auto auf den Abschleppwagen hinauf. Wir können mitfahren, unsere Fahrt geht nach Villeneuve-de Avignon/Les Angles wo seine Werkstatt steht. Hier müssen beide Hinterräder ausgetauscht werden, die Kosten dazu 450 Euro. (meine Reifen waren erst 4 Wochen alt).

Ab Mittag wird es wieder sonnig und die Temperatur steigt auf 23 – 25°. Wir ent-schließen uns trotz des Frustes uns die Laune nicht ganz verderben zu lassen. Und entscheiden uns einen Ausflug zum Pont de Gard zu machen. Kurz nach 12:30 kommen wir am Parkplatz des Aquädukt an. Für die Parkgebühren verlangen sie hier stolze 15 Euro. Wir gehen Richtung Brücke bzw. Wasserleitung die hier über den Fluß Gardon führt. Die Brücke wurde wohl in der Mitte des 1. Jahr-hunderts n. Chr. gebaut.

Beide Bilder sind aus dem Internet

(Der Pont du Gard war Teil einer etwa 50 km langen Wasserleitung, mit der Wasser von den Quellen nahe Uzes zur römischen Stadt Nimes transportiert wurde. Die Brücke ist 49 m hoch und umfasst drei Etagen:

  • Untere Ebene: 6 Bögen, 142 m lang, 6 m breit, 22 m hoch
  • Mittlere Ebene: 11 Bögen, 242 m lang, 4 m breit, 20m hoch
  • Obere Ebene: 35 Bögen, 275 m lang, 3 m breit, 7 m hoch

Auf der oberen Ebene verläuft das rechteckige Gerinne der Wasserleitung, die 1,80 m hoch und 1,20 m breit ist und ein Gefälle von 0,034 %aufweist. Auf der unteren und mittleren Etage der Brücke befinden sich Arkaden aus 61 bis zu 6 Tonnen schweren Keilsteinen. Die Pfeiler der mittleren Ebene sind genau auf den Pfeilern der unteren Etage aufgelagert, um die Belastung der unteren Gewölbebögen zu minimieren. Von der Mitte ausgehend wird die Bogenspannweite zum Ufer hin immer kleiner)

Auf der unteren Ebene sehen wir einige Besucher spazieren gehen. Eine gute Stunde verbringen wir an diesem monumentale Bauwerk aus der Antike, bevor wir durch ein Feld mit knorrigen und alten Olivenbäumen weiter gehen. Wir kommen an einem hübschen Hotel oder Restaurant vorbei, wo sich mindestens ein Dutzend rote Ferraris tummeln.

Nach diesem Auflug an den Pont du Gard fahren wieder zu unserem Campingplatz zurück. Es ist immer noch früher Nachmittag, nach einer Tasse Kaffee streifen wir durch den Campingplatz. Es sind ein paar Wohnmobile hier, zur Zeit sind wir an ihnen sehr Interressiert, vielleicht kaufen wir irgendwann auch eines. Der Bürstner 530-2 oder ein Hymer wäre schon Interressant für uns.
Gegen 16:45 machen wir nochmals einen Spaziergang an der Promenade entlang bis nach Avignon hinein. Durch die Porte de l’Oulle (Mauerdurchbruch) gehen wir nochmals über den netten Place Crillon und ein paar Straßen weiter. Danach gehen wir an der riesigen Stadtmauer entlang wo sich der Eingang zum unterirdischen Parkhause befindet und zurück zur Brücke Le Pont Saint Benezet wo ein paar Leute gerade auf der Brücke spazieren gehen.

Nach unserem kleinen Spaziergang an der Gigantischen Stadtmauer entlang, kehren wir wieder zum Campingplatz zurück. Und genießen unseren letzten Abend hier in Avignon. Von unserem Stellplatz haben wir in der Abendsonne einen wunderschönen Ausblick auf den Papstpalast. Nur leider sind meine Bilder davon nicht allzu gut geworden.
Wie meistens gegen 22:00 gehen wir ins Waschhaus und gleich darauf ins Bett.

Sonntag, den 13. Juni 2010

Guten Morgen, es ist 6:30 in der Frühe und unsere Abfahrt ans Meer steht bevor. Aber zuerst machen wir unser Frühstück, vom Minimarkt hole ich noch unser Morgendliches Baguette. Die weiteren Zutaten wie Marmeladen und Honig, sowie Schinken und Käse haben wir selber noch dabei. Im Anschluss an unser Frühstück entleere als erstes die Toilettenkassette, während meine Gattin das Morgen-geschirr spült. Gleich danach drehe ich mit dem Akkuschrauber die Kurbel-stützen hoch und rolle unser Stromkabel zusammen, dann sind wir eigentlich schon Startklar. Kurz nach 8:00 verlassen wir den Campingplatz Pont d Àvignon****, es sind ca. 166 Kilometer bis zu unserem nächsten Ziel. Der Campingplatz Serignan Plage ***** ist unweit der Stadt Beziers und liegt direkt am Mittelmeer. Für die Fahrt dahin werden wir mit einer kleinen Rast ca. 2,5 Std. brauchen.

Bei Montpellier müssen wir die erste Maut bezahlen (7,90 €). Um 10:00 erreichen wir die Maut-stelle bei Beziers und entrichten unsere letzte Mautgebühr für heute 8,20 €. Wir kommen jetzt in ganz flaches Küstengebiet. Um uns herum sind lauter Weide-flächen für Rinder und Pferde. Kurz vor dem Campingplatz sehen wir einen großen Verkaufsstand für Obst und Gemüse am Straßenrand. Gleich darauf haben wir den Campingplatz erreicht, wir stellen unser Gespann auf einem Parkplatz ab, und gehen zur Rezeption. Die Anmeldung funktioniert reibunglos, da wir einen Stellplatz für uns reserviert haben. Über eine Straße im Außenbereich kommen wir in unserem Platzteil an, der offensichtlich sehr neu angelegt ist. Unmittelbar in der Nähe unseres Stell-platzes befindet sich ein Waschhaus und ebenfalls in der Nähe ist ein Zugang zum Strand zu finden. Unsere bisherige Temperatur liegt bei etwa 25° auf der Fahrt und 29° hier auf dem Platz und es ist teils sonnig und auch bewölkt.

Camping Serignan Plage

Auf Anraten eines Französischen Nachbarn mit einem großen wunderschönen Rapido-Wohnmobiles stellen wir unseren Caravan parallel und mit der Rückseite zum Strand auf (hier konkurrieren der Mistral sowie die Tramontana-Winde offensichtlich miteinander). Unser Sonnensegel ist gleich aufgezogen, und der Tisch und die Stühle ebenfalls aufgestellt. Als erstes trinken wir eine Tasse Kaffee und essen ein Stück Kuchen dazu. Was hier am Platz auffällt, es gibt hunderte von kleinen Marienkäfern, die hier im Gras sitzen, (sie sind aber keine Plage, dazu sind sie zu schön). Heute am Spätnachmittag kommt unsere Tochter Alexandra mit dem Flugzeug nach Montpellier, sie wird dabei von einer Freundin begleitet. Sie wollen am Flughafen einen Leihwagen nehmen und anschließend mit ihm hier auf den Campingplatz fahren.

Gegen 16:45 fahre ich mit dem Auto zum großen Parkplatz beim Campingeingang, hier werden die Mädchen in wenigen Minuten da sein. Sie haben uns eine SMS über ihr baldiges Eintreffen geschickt, und tatsächlich ein paar Minuten später sind sie schon da. Nach einer herzlichen Begrüßung gehen wir gemeinsam zur Rezeption, um die beiden anzumelden, ihren Leihwagen lassen wir auf dem Parkplatz stehen. Danach fahren wir mit unserem Auto über die Umgehungsstraße des Platzes zu unserem Stellplatz. Hier werden die beiden herzlich von meiner Frau begrüßt. Nach einem Begrüßungsgetränk beginnen wir mit dem Aufbau ihres Zeltes, das auf unserem Stellplatz aufgebaut werden soll.

Wie es sich zeigt sind die beiden keine Fachleute im Aufbau eines Zeltes, so daß ich ihnen dabei etwas zur Seite stehen muß. Nachdem das Zelt nun steht, wird auch noch die große Luftmatratze aufgeblasen. Jetzt steht unser Abendessen an, zu dem die beiden herzlichst eingeladen sind. Nachdem ich unser Abendgeschirr im nahen Waschhaus zum glänzen gebracht habe, machen wir noch einen Spaziergang über den schönen Campingplatz. Unser Stellplatz liegt ja etwas außerhalb des Zentrums, der Weg führt nahe des Strandes an noch vereinzelten Caravanplätzen vorbei, danach folgen viele Chalets und Cottage bis wir das Zentrum erreicht haben. Hier gibt es auch verschiedene Marktstände die Souveniers und Textilien anbieten, wie wir in den kommenden Tagen noch sehen werden. Dann stehen wir vor dem Patio, der wahnsinnig nett angelegt mit Bistros, wundervollen Innenhöfen, und schmuckvoll eingerichteten Räumen mit sehr vielen Dekoration-Gegenständen ist. Hier gibt es ebenso eine Hochterrasse wo man die Abende bei einem Glas genießen kann. Für das Frühstück gibt es eine Bäckerei die Baguette, Croissant oder viele andere leckere Sachen verkauft. Für das Mittag oder Abendessen gibt es Take-Away mit schmackhaften Pizzas, dazu einen köstlichen Rotwein so wäre dann auch der Abend gerettet. Wir gehen noch ein Stückchen weiter, an der Pool-Landschaft vorbei, auch sie macht einen sehr guten Eindruck auf uns (die Pool-Anlage am Ca. Le Sagittaire war aber noch viel schöner). Von hier sind es bestimmt noch 200 Meter bis zur Rezeption die sich ganz am Eingang des Campingplatz befindet. Zwischen der Zufahrtsstraße und dem Fußgängerweg befinden sich Beete und Sträucher mit Lavendel und blühendem Oleanderbüschen, alles ist sehr gepflegt.

Jetzt drehen wir um und gehen den ganzen Weg bis zum Caravan zurück. Zu Hause angekommen gibt es Rotwein für meine Frau, ein Glas Weizenbier für mich und die Mädchen trinken keinen Alkohol, wir haben aber auch Säfte und Wasser für die beiden mit dabei. So genießen wir gemeinsam die nächsten eineinhalb Stunden, bevor wir ins Bett gehen, und die Mädchen in ihr Zelt huschen. Wir hoffen dass sie auch gut Schlafen können.

Montag, den 14. Juni 2010

Wir sind um 7:20 aufgestanden, auch die Mädchen haben sich in ihrem Zelt schon gerührt, bei unser Nachfrage stellen wir fest daß auch sie gut geschlafen haben. Als erstes gehe ich ins Waschhaus um mich etwas frisch zu machen, bevor ich zum Bäcker gehe, um Baguette und Croissants für unser Frühstück zu holen. Es sind ja schon einige hundert Meter bis zum Patio, wo sich die Bäckerei befindet. Heute Morgen ist es stärker bewölkt mit einer Temperatur von 22° wie unser Thermometer anzeigt. Wir lassen uns davon aber nicht unser Frühstück vermiesen. Die beiden Mädchen essen als erstes ein Müsli, was hier in der Schüssel enthalten ist, habe ich keine Ahnung. Aber Croissants essen sie schon, wie man sehen kann.

Im Laufe des Vormittags wird es schon noch sonnig, so daß wir unsere Badesachen einpacken und die paar Meter bis zum Strand gehen. Mittlererweile hat die Temperatur weiter zugenommen 25° zeigt unser Thermometer am Wohnwagen an. So verbringen wir die ersten Vormittagsstunden am Strand, wir haben unsere Strandschuhe mit dabei. Seit unseren Urlaubsfahrten nach Ägypten haben wir uns angewöhnt, ausgedehnte Strandspaziergänge oft auch über ein paar Kilometer zu machen. Natürlich ist das nicht immer möglich, hier ist der Strand zur linken Seite begrenzt, nach einem Kilometer kommt man nicht mehr weiter, dort befindet sich die Einmündung des Grande Maire (Naturschutzgebiet). Die Mädchen genießen die etwas spärliche Sonne, leider ist dann ab Mittag Schluss damit. Die Temperatur fällt jetzt rapide ab und es fängt leider an zu Regnen. Wir sind alle etwas deprimiert darüber, die Mädchen sind ja extra von Deutschland hierher ans Mittelmeer geflogen um etwas Sonne zu genießen.

Es bleibt uns jetzt nichts anderes mehr übrig als in den Wohnwagen hinein zu sitzen, und ein paar Spiele zu machen. Spiele wie Uno oder Stadt, Land, Fluß können mich nun mal nicht begeistern, aber was bleibt einem bei einem Regentag noch übrig. Heute Abend gibt es eine zünftige Brotzeit mit Käse, Schwarzwälder Schinken, Hering in Currysauce, ebenso Truthahnfleisch in der Dose, und einige Scheiben Leberkäse sowie eine Schüssel mit Nudelsalat und Ei. Ich denke es war für jeden etwas dabei. Dazu für die Gattin eine Flasche Radlerbier für mich ein Glas Weizenbier, und die Mädchen Saft oder Wasser. Kurz nach 22:00 gehen wir ins nahe gelegene Waschhaus um uns fertig zu machen, für die Nacht.

Dienstag, den 15. Juni 2010

Als wir heute Morgen aufstehen ist der Himmel immer noch stark bewölkt und etwas windig, wir haben immer noch einen leichten Regen und die Temperatur liegt im Moment bei ca. 18°. Wie gestern Morgen gehe ich zum Patio wo sich die nette Bäckerei befindet. Ich nehme zwei Baguette, die kann man in Frankreich immer essen und sie sind überhaupt nicht teuer (Baguette gehört in Frankreich zu den Grundnahrungsmitteln und der Preis ist gesetzlich geregelt- der Preis liegt bei 80-90 Cents). Dazu noch ein paar Croissant für die Frauen, (ich mag sie nicht so, mir blättern sie zu stark), aber die Geschmäcker sind halt verschieden.

Nach dem Frühstück überlegen wir, was wir heute bei diesem Wetter noch tun können. So beschließen wir am Nachmittag in die nahegelegene Stadt Beziers zu fahren. Gegen 14:00 fahren wir los, es sind nur etwas mehr als 20 Kilometer bis ins Zentrum hinein. An einem größeren Platz finden wir tätsächlich einen Parkplatz für unser Auto, und machen uns auf den Weg zur Kathedrale. Die heutige Kathedrale stammt aus den 13. und 15. Jahrhundert und wurde im Gotischen Stil erbaut.

Von hier aus haben wir einen tollen Ausblick auf das Flüßchen Orb die hier den Stadtrand von Beziers berührt und weiter auf dem Weg nach Süden (Mittelmeer) ist. Ein paar Kilometer weiter Flußabwärts wird sie vom Canal du Midi auf der Brücke Pont-Canal de lÒrb überquert. Wir bummeln noch über die alte Steinbrücke die aus dem 12. Jahrhundert stammen soll und eine Länge von 241 Meter hat. Das Wetter ist mittlerweile etwas besser geworden und der blaue Himmel ist immer wieder mal zu sehen. Nach ein paar Stunden machen wir uns auf den Rückweg zum Campingplatz. Auf dem Weg dahin sehen wir auf dem Parkplatz eines großen Einkaufszentrum ein hübsches Lokal mit dem vielversprechenden Namen Au Bureau liegen.

Da wir alle plötzlich Hunger haben, stellen wir unser Auto ab und gehen in das Lokal hinein, es macht einen ziemlich nostalgischen Eindruck auf mich. Die Wände sind bis zur Mitte herauf mit dunklen Holzplatten vertäfelt, darüber sind helle Tapeten mit mehrfarbigen senkrechten Streifen. Und überall hängen alte schwarzweiße Bilder an den Wänden sowie Doppelleuchten im Retro-Stil. Auf dem Tresen wo sich die Kasse bzw. der Computer für die Bestellungen befindet steht ein uraltes Motorrad. Der Kellner bringt uns die Speisekarten zur Ansicht, zum Trinken bestellen wir einen guten Rotwein sowie zwei Flaschen Mineralwasser.

Auf der Speisekarte stehen Gerichte wie Fingerfoods, Salatteller, Burger mit Hack-fleisch und Käse, Teller mit Rostbeef und gebackenem Camembert. Es gibt natürlich auch Tartare De Boef und verschiedene Steaks mit diversen Beilagen und mehr. Wir haben alle plötzlich Appetit auf eine gute Pizza zum Essen, die wir gleich beim Kellner bestellen.

Nach geraumer Zeit werden die Pizzen gebracht, und sie hinterlassen erstmal optisch einen guten Eindruck. Wie in Frankreich üblich ist, wird viel Käse auf die Pizza aufgelegt, aber geschmacklich ist sie ausgezeichnet, alle sind zufrieden mit dem Essen. Nach mehr als eineinhalb Stunden verlassen wir das nette Lokal und fahren entgültig zum Campingplatz zurück. Kurz nach 21:00 spazieren wir ins Zentrum des Campingplatzes, hier im Patio befindet sich ein Lokal das sich direkt neben das hübsche Hallenbad anschließt,( für Familien mit kleinen Kindern ist es ganz ideal ). Heute Abend wird von den Animateuren des Campingplatzes eine Show mit Gesang und Tanz aufgeführt.

Die Franzosen lieben ja Karaoke, eben wird ein junger Mann von den Animateuren auf einen Tisch gestellt, wo er vor einer etwa 60 jährigen Frau ein Lied singt. Im Anschluss wird die Frau von den beiden Animateuren stark umschwärmt, was ihr sichtlich gut gefällt. Wir verbringen 1 -2 Stunden in diesem Lokal, bis wir gemeinsam zum Caravan bzw. Iglu zurück gehen.

Mittwoch, den 16. Juni 2010

Heute reisen unsere jungen Leute wieder ab, nur schade war dass sie leider kein schönes Wetter hier genießen konnten. Es ist heute Morgen bewölkt und sehr windig. Ich bringe sie noch über die Umgehungsstraße des Campingplatzes zur Rezeption, wo sie sich abmelden müssen. Die Kosten für die Platzgebühr der beiden übernehmen wir. Im Anschluss bringe ich sie noch zu ihrem auf dem Parkplatz abgestellten Leihwagen, mit dem sie zum Flughafen von Montpellier fahren werden.

Um die Mittagszeit klart der Himmel plötzlich wieder auf und die Sonne kommt zum Vorschein. Im Nu ist es sehr warm, wir packen unsere Badesachen und gehen zum vielleicht zweihundert Meter entfernten Sandstrand, wo wir die nächsten 2 Stunden in der warmen Sonne verbringen. Heute ist der erste schöne Tag, die Mädchen hatten ja leider kein Glück damit. Danach gehen wir zu unserem Caravan zurück um eine Tasse Cappuccino zu trinken. Später machen wir einen Spaziergang über den Campingplatz.

Dann ist auch schon wieder Abend geworden. Mit einem gemütlichen Essen und einem Glas Weizenbier beschließen wir den heutigen Tag. Die Tagestemperatur lag heute Nachmittag bei etwa 26 bis 28°, ein herrliches Badewetter.

Donnerstag, den 17. Juni 2010

Wie meistens stehen wir gegen 7:30 auf, im Moment ist der Himmel heiter bis leicht bewölkt, nach einem kurzen Besuch im Waschhaus mache ich einen Spaziergang zum Patio (ca. 300m) wo sich die Bäckerei befindet. Hier hole ich uns Baguette die ganz ausgezeichnet schmecken und für meine Frau noch Croissants. So bestückt gehe ich wieder zum Caravan zurück. Nach unserem Frühstück, der Himmel ist jetzt frei, die Sonne scheint und die Temperatur ist ebenfalls nach oben gegangen. Wir packen unsere Badesachen um damit für ein paar Stunden an den Strand zu gehen. Wir möchten aber heute Nachmittag noch in das tolle Balneo-Wellnesscenter in der Nähe des Campingplatz-Eingang gehen. Hier verbringen wir dann ein paar weitere schöne Stunden.

Freitag, den 18. Juni 2010

Auch heute Morgen stehen wir um 7:30 auf, hole in der Bäckerei die sich im Patio befindet, unser Baguette und die Croissants für meine Frau. Nach unserem gemütlichen Frühstück beschließen wir nach Bezier bzw. Ecluses-de-Fonseranes zu fahren. Hier befindet sich der Canal du Midi mit der Schleusentreppe Fonseranes mit seinen 6 noch aktiven Schleusenkammern und 7 Toren die Schiffe auf eine Höhe von 13,6 Meter heben kann.

Das Bauwerk entstand im 17. Jahrhundert und ging gemeinsam mit dem von Pierre-Paul Riquet geplanten und gebauten Canal du Midi in Betrieb. Die Schleusentreppe bestand ursprünglich aus acht zusammenhängenden  Schleusenkammern mit einer Längsausdehnung von insgesamt ca. 300 Meter bei einem Höhenunterschied von 21,18 Meter. Die Frachtschifffahrt ist auf dem Canal du Midi fast ganz verschwunden. Heute verkehren auf ihm Sport- und Hausboote, Fahrgastschiffe für Ausflugsfahrten und zu schwimmenden Hotels umgebaute Penichen (Frachtkahn) in großer Zahl: Die Schleusentreppe wird jährlich von etwa 10.000 solcher touristisch genutzter Wasserfahrzeuge passiert, wobei es in den Ferien-Monaten Juli und August bis zu 60 pro Tag sein können.

Wir betreten das Bauwerk von Südosten und gehen den Weg an der Schleusentreppe entlang nach oben. Die Schleuse ist beeindruckend auf Grund ihrer frühen Bauzeit und ihrer genialen Funktionalität. Aber ebenso beeindruckend sind die Fahrkünste der Bootskapitäne und ihrer Besatzung die meist nur eine Woche diese Schiffe gemietet haben. Unter den Hobbykapitänen sind die meisten Engländer, aber auch Deutsche die den Mut für solch eine Fahrt haben. Es sind aber auch Frauen dabei, die das Schiff fehlerfrei durch die Schleuse fahren. In der Ferne sehen wir auch die Brücke wo der Canal du Midi über das Flüsschen Orb hinüber führt. So verbringen wir eine längere Zeit hier an der Schleuse, bevor wir wieder die Heimfahrt antreten. Am Campingplatz angekommen trinken wir erstmals eine Tasse Cappuccino und essen ein Stück Kuchen, die Temperatur liegt im Moment bei 21°. Gegen 16:00 kommt plötzlich ein starker und sehr böiger Wind auf, so dass wir unser Sonnendach abbauen müssen, leider kommt es jetzt auch noch zum Regnen. Den restlichen Tag und Abend müssen wir leider im Caravan verbringen.

Samstag, den 19. Juni 2010

Heute Morgen haben wir wieder einen blauen Himmel, allerdings der starke Wind ist immer noch da. Es könnte der Mistral sein der von der Landseite (Norden) zu uns bläst. Da heute Sonnenbaden wieder ausfällt, machen wir wieder einen Spaziergang über den schönen Campingplatz. Auf dem Weg zum Patio (Centrum) besichtige ich eines der anderen runden Waschhäuser die hier am Ca. Platz stehen.

Wir gehen weiter zum Patio, wo sich sehr nette Innenhöfe und Räume befinden. Mit herrlicher Dekoration, es sind wahre Schmuckkästchen darunter.

re.Bild: die große Bühne für Abendveranstaltung

Auf der rechten Seite des Hauptweges ist ein kleines Feld mit Weinreben angebaut. Daneben steht eine so eine Art Wassermühlenrad als Dekoration auf dem Feld. Wir gehen weiter und kommen an der großen und hübschen Pool-Anlage vorbei, die heute auf Grund des wechselhaften Wetters fast leer ist.

rechtes Bild: der Eis u. Getränkeverkauf

Auf dem Fahrweg nach draußen bzw. der Rezeption befinden sich rechts und links der Fahrbahn wunderschöne Bepflanzungen mit Oleander, Lavendel und sonstigen Blumenrabatten. Bei der Rezeption drehen wir dann wieder um und gehen zurück.

In der Nähe der Pool-Anlage mache ich noch ein paar weitere Fotos. Dann gehen wir endgültig zurück zu unserem Caravan. Hier trinken wir erstmals einen Kaffee und essen dazu ein Stück Kuchen. Der Wind ist immer noch sehr stark, er bläst bei unserem Waschhaus durch die offenen Türen hindurch. Dann ist auch schon Abend geworden, nach einem kleinen Absacker geht es dann ins Bett. Irgendwann in der Nacht muss ich auf unsere Caravan-Toilette um mich etwas zu erleichtern. Beim Auftreten merke ich plötzlich dass ich auf meinem re. Bein nicht mehr stehen kann, und mich an der Küchenzeile festhalten muss . Mich überall festhaltend gehe ich auf die Toilette, und im Anschluss auf die gleiche Art zurück ins Bett humpeln.

Sonntag, den 20. Juni 2010

Wir stehen gegen 7:45 die Sonne scheint schon etwas und der Wind ist etwas zurück gegangen. Nur mir geht es immer noch nicht besser, ohne mich irgendwo festzuhalten kann ich nicht gehen. Im Laufe des Tages wird es aber dann doch etwas besser. So vergeht der Tag in etwas betrüblicher Stimmung und der Abend naht schon wieder heran. Gegen 21:30 gehen wir gemeinsam ins Waschhaus. Nach dem Zähne putzen bzw. dem Ausspülen des Mundes bekomme plötzlich wieder so eine Art Anfall. Nur Wankend und mit Hilfe meiner Frau verlassen wir das Waschhaus. Bis zu unserem Caravan sind es nur ca. 100 Meter, auf dem Weg dahin treffen wir einen Mann der uns auf Grund meines Torkelnden Ganges wohl etwas kritisch nachschaut.

Montag, den 21. Juni 2010

Auch heute Morgen scheint die Sonne schon und der Wind geht geht immer mehr zurück. Ich sitze am Frühstückstisch und gerade eben geht der Mann von gestern Abend vorbei. Ich spreche ihn an, mir ist es etwas peinlich, dass er mich in der Nacht für betrunken gehalten hat, das möchte ich schon klar stellen. Und erzähle ihm von meinen Problemen seit vorgestern Nacht. Einige Zeit später kommt eine junge Frau zu uns an den Caravan, sie stellt sich als die Ehefrau des Mannes von Heute Morgen vor. Sie ist von Beruf Ärztin / Kinderärztin und möchte sich ein Bild von meinem Zustand machen. Sie prüft verschiedene Reaktionen meinerseits, ebenso meinen Händedruck. Am Nachmittag kommt sie nochmals vorbei, zwischenzeitlich hat Sie Kontakt mit einer Freundin in Deutschland aufgenommen. Diese Freundin ist ebenso Ärztin /Internistin von Beruf. Kurz gesagt: die Info darüber war dass diese Ärztin einen Schlaganfall nicht ausschließen kann. Und mir dringend einen Besuch im nächsten Krankenhaus zur Diagnose empfahl. Diese Nachricht war nicht allzu gut. Das mit dem Krankenhaus wäre sicher vernünftig gewesen, ich wäre bestimmt sehr gut versorgt worden. Was dagegen sprach, meine Frau spricht ebenso wenig Französisch wie ich, ist hier absolut fremd und kommt weder mit dem Caravan noch mit dem Auto (Kartenlesen untauglich) alleine nach Haus. Eine Möglichkeit wäre noch gewesen, meine Tochter die vor ein paar Tagen hier gewesen ist zurück zu rufen. Und sie dann beide gemeinsam die zweitägige Heimfahrt antreten können. Übrigens wir haben auch heute einen tiefblauen Himmel und die Nachmittags-Temperaturen liegen bei 25-27°

Dienstag, den 22. Juni 2010

Guten Morgen, das Wetter ist gut ich hüpfe weiter auf eineinhalb Beinen. Ich habe mich nach Intensiver Überlegung entschlossen die Heimfahrt anzutreten. Als erstes kontrolliere ich den Motorölstand am Auto, drehe am Caravan die Kurbelstützen mit dem Akkuschrauber nach oben. All das kann ich, auch wenn ich mich überall abstützen muss. Mit Hilfe einiger Campingnachbarn hängen wir den Wohnwagen an unser Auto und schon geht es los. Die Zeit es ist 12:00 und meine Frau fährt den Wagen. Ich sitze als Kenner und Koordinator der Wegstrecke auf dem Beifahrersitz. Nach weniger als 10 Kilometern erreichen wir bei Beziers die Autobahn A9 und nach weiteren 40 Kilometern die erste Mautstelle bei Montpellier die wir mit 8,20 € begleichen.

Über die Historische Stadt Nimes und Orange geht es weiter nach Norden. Um 16:25 erreichen die Autobahntankstelle Portes-les-Valences kurz vor der größeren Stadt Valence. Hier beglücken wir unseren Hyundai Santa Fe mit einer größeren Ladung Flüssig-Gas. Gleich darauf kommt die Mautstelle wo wir ebenfalls 23,80 € bereithalten. Danach geht es auf die Umgehung-Straße von Valence auf die A49 die an Romans-sur-Isere vorbei und in Richtung Grenoble führt. Hier kommt die nächste Mautstelle wo wir unsere Mautkarte ziehen. Wenige Kilometer weiter kommt die Raststätte La Baume-d`Hostun wo wir eine 40 Minütige Pause machen. Diese Raststätte ist relativ groß und in einem Parkähnlichen Zustand ebenso wie ihr Gegenstück auf der Gegenfahrbahn. Mir geht es relativ gut, auch das Laufen geht einigermaßen, und meine Frau kommt mit dem Fahren unseres Wohnwagen-Gespannes gut zu recht. Die Zeit im Moment es ist 16:55 und um 17:35 fahren wir weiter Richtung Nordosten.

Bei Voreppe in der Nähe von Grenoble wechseln wir dann weiter auf die A48 nach Norden und weiteren 45 Kilometer geht es nach Chambery in Richtung Osten. Für einen Ortsunkundigen ist es etwas verwirrend. Auf einer Tankstelle in Seynod das ist in der Nähe von Annecy tanken wir unseren Hyundai wieder mit Flüssig-Gas voll, die Reichweite damit ist ja nicht allzu groß.

Der Verbrauch mit Flüssig-Gas lag im Durchschnitt auf dieser Reise mit unserem Wohnwagengespann zwischen 15 -17 Ltr. auf 100 Kilometer. Der Preis pro Liter war durchschnittlich bei 70 Cent.

Mittlererweile ist 20:00 geworden und wir wollen noch bis nach Gland in der Schweiz / Genfer See fahren. Unsere Fahrt nach und durch Genf geht sehr gut so daß wir gegen 21:45 unsere geplante Übernachtungsstätte die Raststätte La Cote Jura erreichen.

Mittwoch, den 23. Juni 2010

Es ist 6:30 Morgens als wir aufstehen, geschlafen haben wir sehr gut. Die Nacht war ruhig, auch wenn wir ziemlich nah an der Autobahn geparkt haben. Es gibt ein kurzes Frühstück, eine Tasse Cappucchino dazu ein Baguette das wir noch in Frankreich gekauft haben mit unseren vorzüglichen Marmeladen von zu Hause. Kurz nach 7:00 fahren wir los. Unser Weg geht auf der A1 an Lausanne und dem Neuenburger See (Lac de Neuchatel) entlang. An der Abfahrt bei Murten fahren wir von der Autobahn herunter und fahren Richtung Gampelen wo sich eine günstige Gas-Tankstelle befindet. Hier tanken wir nochmals voll (mit dieser Tankfüllung werden wir auf jeden Fall bis nach Deutschland kommen). Jetzt geht es wieder ca. 15 Kilometer zurück bis zur A1 und dann weiter über Bern, Zürich bis zur Raststätte Forrenberg bei Winterthur wo wir nochmals eine 40 Minütige Pause machen.

Um 12:40 fahren wir weiter bis nach Bregenz, bei unserer Stadtdurchfahrt haben wir großes Glück und die Einheimischen sind alle beim Arbeiten, so dass wir in einer guten Zeit durch Bregenz fahren können. Über die Uferstraße 190 geht es direkt nach Lindau in die Robert-Bosch -Str.40 wo wir ein letztes Mal auf dieser Reise unseren Gas- Tank befüllen. Von hier sind es nur noch ca. 80 Kilometer bis nach Ottobeuren, die wir in weniger als 1,5 Stunden zurücklegen.

Fazit: Wir waren fast 3 Wochen unterwegs, haben viel gesehen aber auch erlebt. Unser Wetter am Mittelmeer war nicht besonders schön, was sicher sehr schade war (besonders für die Mädchen die ein paar Tage zu Besuch waren). Negativ auf dieser Reise war sicher das Abstechen meines Hinterreifens (was 500 Euro an Zusatzkosten verursacht hat). Als weiteres meine plötzliche Krankheit deren Ursache und Wirkung völlig unbekannt war, und die uns zu einer vorzeitigen Heimreise gezwungen hat. Zu Hause angekommen vereinbarte ich sofort einen Termin beim Hausarzt, der mir gleich einen Termin und eine Überweisung zum Neurologen ausstellte. So war ich schon am nächsten Tag beim Facharzt zur Untersuchung. Der Befund war aber negativ, man konnte nichts mehr feststellen. Ich bekam einen weiteren Termin beim HNO-Arzt zwecks Verdacht auf Gleichgewichts-Störungen. Auch der konnte nichts mehr feststellen. War das jetzt gut oder Schlecht ???

Türkei – Alanya

Vor einigen Jahren machten wir eine Rundreise mit einem komfortablen Reisebus über den Balkan, Istanbul, Ankara sowie Anatolien und die Ägäis. Heute möchte ich Bilder von unser ersten Flugreise an die Türkische Ägäis in der Nähe von Alanya zeigen.

Nach einem etwa 3 Stündigen Flug von München landen wir gegen 12:30 auf dem Flughafen von Antalya. Hier besteigen einen Transfer-Bus der uns weiter nach Incekum das ca. 80 Kilometer weiter Östlich bringt. Unser Hotel ist das Incekum Beach Resort Hotel, ein kleineres Hotel mit ca. 360 Zimmern, etwa 28 Kilometer von Alanya entfernt. Es ist kurz nach 15:15 als wir im Hotel ankommen, das einen hübschen Eindruck hinterlässt. Die Zugangswege zu den einzelnen Häusern wo die Zimmer untergebracht sind, glänzen feucht wie man an den Steinplatten sehen kann, als wir einen kleinen Rundgang durch das Resort machen

Am nächsten Morgen ist strahlender Sonnenschein, als wir vom Frühstücken aus dem Restaurant kommen. Wir geniesen den Vormittag und teilweise den Nachmittag am Pool. Etwas später trinken wir Cappuccino in der Snackbar und gehen weiter auf das hauseigene Riff.

Ein herrlicher Morgen mit blauem Himmel, als erstes gehen wir ins Restaurant zum Frühstücken und danach für einige Stunden an den Pool bzw. später zum Strand. Am Spätnachmittag fahren wir mit einem Dolmus zum Grand Galerie Basar zum Shoppen.

Heute machen wir einen Ausflug in die schöne Badestadt Alanya mit seiner riesigen Festung auf einem Hügel die zu großen Teilen von den Seldschuken im Mittelalter erbaut wurde.

Wir fahren weiter zum Kleopatra-Strand, wo sich die Damlatas-Höhle (Stalaktitengrotte) befindet. Sie wurde 1948 bei Hafenarbeiten entdeckt. In der Höhle herrscht konstant 23 Grad bei einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit.

Unser nächstes Ziel ist der kleine Fluß Dimcay, an seinen Flussufern gibt es zahlreiche Restaurants auf kleinen Plattformen, wo man im eiskalten Süßwasser baden kann und fangfrische Forelle essen kann.

Heute ist wieder ein Ruhe bzw. Badetag angesagt, nachdem wir gestern Vormittag in und um Alanya unterwegs waren. Nach unserem Frühstück im Restaurant machen wir einen Spaziergang über das Hotelgelände. Als erstes gehen wir zum Riff, das sehr außergewöhnlich für ein Hotelgelände ist.

Und wieder wird es Abend, die Sonne geht langsam über dem Meer unter.

Neue Gäste sind heute Abend im Hotel angekommen. Die meisten Abende verbringen wir in der netten Hotelbar bei Raki und Wodka. Der Barkeeper und die Kellnerin waren sehr nett.
Leider bekam eine Kellnerin große Probleme mit ihrem jungen Chef (Restaurant & Barchef) wegen des zu intensiven Kontaktes mit den Gästen (mit uns), sie musste sofort gehen.
Der Chef suchte im Anschluss daran Kontakt zu uns, und erzählt von seiner Familie und seinem kleinen Sohn und zeigt uns Bilder von Ihnen!

Heute ist unser letzter Urlaubstag im Hotel Incecum Beach Resort. Wir wollen aber noch einen ganztägigen Bootsausflug in Alanya machen.

Der Abschied naht, wir werden gegen Mitternacht vom Hotel geholt und zum Flughafen von Antalya gebracht. Unser Abflug war gegen 3:00 Morgens und die Ankunft in München zur Frühstückszeit.

Unsere Reise nach Mallorca

Diesen Herbst haben wir beschlossen eine Woche Urlaub auf der Sonneninsel Mallorca zu verbringen. Es ist mittlerweile schon Mitte Oktober geworden, als wir von unserem nahegelegenen Flughafen in Memmingen Richtung der größten Baleareninsel Mallorca starten.

Nach einem kurzen Flug (2 Stunden) über die Schweiz und das südliche Frankreich erreichen wir das Mittelmeer bei Marseille. Von hier ist es nicht mehr weit bis zu unserem Ziel dem Flughafen von Palma de Mallorca. Wir kommen noch an der Westseite von Menorca vorbei, und schon ist die Insel Mallorca in Sicht und kurz darauf sind wir im Anflug auf den Aeropuorto de Son San Juan.

Nach der Passkontrolle verlassen wir den Airport über die Ankunftsebene im Tiefgeschoß. Gehen über den Parkplatz zu einem Bus der uns nach Cala Rajada bringen wird. Unsere Fahrt führt vom Flughafen auf der MA-15 nach Manacor und weiter nach Norden nach Cala Rajada wo sich unser Hotel befindet. Das Hotel befindet sich im Norden der Stadt an einer schönen Bucht direkt an den Klippen.

Zuerst bekommen wir ein Zimmer zugewiesen, das nach hinten geht und die Aussicht auf ein Flachdach zeigt und teilweise auf den netten Pool. Nach einer Reklamation durch meine Frau bekommen wir ein schöneres Zimmer mit Sicht auf die hübsche Bucht und ruhige Zufahrtsstraße.

Unser erster Urlaubstag hier in Cala Rajada: nach einem guten Frühstück in unserem Hotel brechen wir auf um die kleine Stadt und ihre Umgebung kennen zu lernen. Unser Weg führt zuerst zum Hafen, hier an der Uferpromenade entlang. Auch von Peter Maffay soll hier eine kleine Yacht im kleinen Hafen liegen. Am Hafen vorbei gehen wir eine weitere Promenade die uns zu der wunderschönen Bucht Cala Gat führt. Von hier gehen wir dann langsam zu unserem Hotel zurück.

Am Nachmittag machen wir einen Spaziergang zur Cala de s Àguila, das ist eine wunderschöne Sandbucht in der Nähe unseres Hotels. Nachdem wir eine Weile am Strand verbracht haben, gehen wir die Avinguda Cala Agulla in Richtung Zentrum hinauf. Dort kommen wir am Casa de Oso (Bärenhaus) vorbei, das jetzt am Nachmittag geschlossen ist. Wir gehen die Straße weiter hinunter und kommen an einem hübschen Straßencafe vorbei. Es gibt hier einen großen Erdbeerkuchen mit Kaffee zu einem Superpreis. Da können wir nicht Nein sagen!

Heute Morgen wollen wir einen Spaziergang in Richtung Faro de Capdepera (Leuchtturm) machen. Wir kommen an Wohnsiedlungen mit netten Häusern vorbei, bevor es zur Carrer deI Olla hoch geht. An der linken Straßenseite befinden sich hübsche Häuser, wobei eines davon uns sehr gut gefallen hat. Auf der rechten Seite befindet sich ein naturbelassenes Gelände mit Büschen und Sträuchern. Wir gehen bis zur Steilküste und geniesen hier die wunderschöne Aussicht. Danach gehen wir hinunter bis zur Platja de Cala Gat, von hier über Promenade ins Ortszentum und danach in unser Hotel zurück.

Heute wollen wir einen Ausflug ins Tramuntana-Gebirge machen, unser Weg führt über die Lederstadt Inca auf die MA-11 die nach einem Tunnel auf einer kurven-reichen Strecke nach Soller und weiter ins Tramuntana-Gebirge hinauf bis nach Pollenca führt. Wir kommen an den zwei Trinkwasser-Stauseen (Gorg Blau u. Cuber) vorbei, von hier führt dann die MA 2141 beginnend mit der Nus de sa Corbata (Krawattenknoten) und abenteuerlichen Serpentinen mit zwölf Haarnadelkurven hinunter zur Bucht von Sa Calobra. Ein Fußweg führt dann weiter zum Torrent de Pareis (Sturzbach).

Nachdem wir eine längere Pause in der Schlucht gemacht haben, geht es zurück zur Anlegestelle, wo ein Boot auf uns wartet und uns an der mallorquinischen Küste entlang nach Port de Soller bringen wird.
Hier fahren wir mit der Historischen Holz-Eisenbahn bis zum Bahnhof von Soller, wo wir dann mit dem Tren De Sóller (der rote Blitz) nach Son Sardina am Stadtrand von Palma fahren. Hier werden wir mit dem Bus zurück nach Cala Rajada gefahren.

Heute machen wir wieder einen Spaziergang zu der kleinen Siedlung Es Pelats mit seinen kleinen Häuschen und Ferienwohnungen oberhalb von Cala Rajada. Von hier geht es durch ein naturbelassenes Gebiet bis zum Far de Capdepera (Leuchtturm) der direkt an der Steilküste steht.

Mittag: wir sind wieder im Hotel zurück. Ein Unwetter zieht heran und es beginnt zu Regnen. Das Meer schäumt und die Wellen werden immer stärker.

Unser letzter Urlaubstag hier auf Mallorca: Auch am frühen Morgen war das nächtliche Unwetter auf dem Mittelmeer noch zu sehen, wie man am starken Wellengang erkennen konnte..

Als wir wenige Minuten später ins Zentrum von Cala Rajada kommen, ist davon aber nichts mehr zu spüren.

Heute Morgen ist unser Heimflug nach Memmingen. Wir gehen ohne großes Bedauern, denn jetzt ist auch Saisonende hier auf Mallorca, sodass wir nichts mehr versäumen.

Wir hatten eine schöne Woche hier auf Mallorca, waren auch erstmalig auf der Lieblingsinsel der Deutschen. Die Westseite der Insel mit dem Tramuntana-Gebirge war wunderschön. Wenn die Mandelblüte im Frühjahr beginnt sollte man hier Urlaub machen.

Unsere erste Nilkreuzfahrt in Ägypten

Für dieses Jahr haben wir einen zweiwöchigen Ägyptenurlaub geplant mit einer Woche Kreuzfahrt auf dem Nil. Wir starten mit dem Flieger wie meist in München via Hurghada. Hier verbringen wir eine Nacht in dem uns bekannten Hotel “ Grand Resort***** “ . Und am nächsten Tag geht es fast 300 Kilometer durch die Östliche Wüste bis nach Luxor. Hier werden wir an Bord der „MS Grand Palm“ gehen.

Tag 1: Fahrt mit dem Bus durch die Arabische Wüste bis nach Luxor.

Am Nachmittag: Stadt-Rundfahrt mit der Kutsche durch Luxor, uns begleiten zwei junge Mädchen. Sie werden uns auch die folgenden Urlaubstage auf unserer gemeinsamen Reise begleiten.

Tag 2: Fahrt mit einer Felukke an das westliche Nilufer“ in das Reich der Toten“, – zum Tempel der Hadschepsut in Deir el Bahari. Anschließend fahren wir weiter mit dem Bus ins Tal der Könige.

Besuch in einer Alabasterfabrikation.

Unser Besuch im Tal der Könige:

Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich noch nicht allzu viel mit der Ägyptischen Geschichte bzw. mit den Gräbern in und um das Tal der Könige befasst. In den Innenräumen der Königsgräbern darf leider nicht fotografiert werden.

KV 34 das Grab von Thutmosis III liegt wie auf den Bildern zu erkennen, ist in einer Felsspalte auf halber Höhe des Berges versteckt. Nachdem der Eingang erreicht ist, geht es wieder über zwei steil nach unten gehende Treppen wieder hinab. Das Grab ist für so einen mächtigen König nicht allzu groß und Prächtig. Allein der Zugang zum Grab ist etwas Abenteuerlich.

Als nächstes besichtigen wir KV 14 das Grab von Tausret/Sethnacht. Nachdem wir auch KV 17 das prächtige Grab von Sethos I besichtigt haben, fahren wir mit unserem Bus zurück an den Nil zu unserem schönen Kreuzfahrtschiff „Grand Palm“. Hier werden wir in der großen Lounge Bar mit einem Willkommenstrink verwöhnt.

Tag 3: unser Besuch im Karnak-Tempel von Luxor

Nachmittag: unsere Kreuzfahrt nach dem Süden von Ägypten zu den Historische Stätten von Edfu, Kom Ombo und Assuan beginnt jetzt. Wir geniesen schöne Nachmittagsstunden am Pooldeck bei Kaffee und Gebäck, sowie anderen Getränken. Unser Schiff fährt vorbei an kleinen Flußinseln wo vereinzelne Kühe weiden oder eine Horde Kinder Fußball spielen, es ist eine himmlische Ruhe hier am Fluß.

Den heutigen Abend geniesen wir bei einem guten Essen im Restaurant, das sich im Unterdeck der „Grand Palm“ befindet. Danach geht es wieder eine Treppe nach oben, wo sich die schöne Loungebar befindet. Bei netter Musik und einer angenehmer Unterhaltung mit unseren zwei Mädchen schreitet der Abend voran.

Tag 4: früh am Morgen unsere Ankunft in Edfu / Oberägypten

Besuch des Horus-Tempels in Edfu – der Tempel war lange Zeit fast vollständig von Sand bedeckt- was auch seinen guten Zustand erklärt.

Weiterfahrt nach Kom Ombo am Ostufer des Nils:

In der Abenddämmerung unsere Ankunft in Kom Ombo, dieser Doppeltempel ist dem krokodilköpfigen Gott „Sobek“ sowie dem falkenköpfigen Gott Haroeris Haroeris geweiht, der eine Erscheinungsform des Gottes Horus, entsprechend „Horus der Große“ ist.

Kostümfest auf dem Nil: viele unserer Kreuzfahrtgäste geniesen in wunderschönen Orientalischen Gewändern diesen herrlichen Abend. In der Bordboutique gibt es diese Kostüme zu einem kleinen Preis zu kaufen.

Ankunft in Assuan: im Steinbruch der unvollendete Obelisk aus Rosengranit = mit 41,75 m Höhe mit einer Basis von 4,2 * 4,2 Metern wäre er wohl der größte Obelisk seiner Zeit geworden. Ja, wenn er nicht diesen Sprung gehabt hätte.

Weiterfahrt zur alten (ersten) Staumauer von Assuan.
Der alte Staudamm wurde 1902 fertig getellt in der Folge zweimal erhöht. Die Staudammlänge beträgt 1965 Meter bei einer Basisbreite von erstmals 24,5 Metern und einer Höhe 26,5 der in zwei Baustufen auf 35.5 Metern erhöht wurde.

Weiterfahrt zu einer Bootsanlegestelle am Südende des ersten Nil-Kataraktes. Hier fahren wir mit einem Ausflugsboot zum Philae-Tempel der sich auf einer Nil-Insel zwischen dem alten und neuen Staudamm befindet.

Mit der Fertigstellung des ersten Staudammes im Jahre 1902 wurde die Insel Philae immer wieder überschwemmt. Nach dem Bau des neuen Staudammes wäre statt eines gleichmäßigen Wasserpegels ein ständiger Zu- und Abfluss des Wassers zwischen den beiden Staumauern erfolgt, der die Fundamente der Tempelanlagen ausgewaschen hätte.

Heute Abend findet an Bord eine Nubische Tanz und Musikvorführung statt:

Heute Morgen werden wir die Insel Kitchener Island besuchen.

Die Insel ist nach Horatio Kitchener dem ersten Generalgouveneur des Anglo-Ägyptischen-Sudan benannt. Man überließ ihm die Insel 1899 für seine Verdienste bei der Niederschlagung des Mahdi-Aufstands im Sudan nach der Schlacht von Omdurman. Sie war bis zu seinem Tod im Juni 1916 in seinem Besitz.
Auf Lord Kitchener geht die Bepflanzung der Insel zurück, der hier viele exotische Blumen, Bäume und andere Pflanzen aus Asien und Afrika setzen ließ, die den Grundstock des heutigen Botanischen Gartens auf der Insel bildeten

Meine Reise nach Abu Simbel, das mit 290 Kilometern und ca.3,5 -4 Std. Fahrzeit fast an der Grenze zum Sudan liegt. Meine Mädels machen heute einen Einkaufsbummel in Assuan.

Unsere Reise geht wieder den Nil abwärts Richtung Norden / Luxor wo unsere Kreuzfahrt enden wird. Und wir wieder mit einem Bus nach Hurghada zurück fahren müssen.

Ein letzter Rundgang über unser Nilkreuzfahrtschiff „Grand Palm“:

Unsere Ankunft in Luxor / Theben:

Zurück in Hurghada und unserem Hotel „Grand Resort***** „:

Das war unsere diesjährige Reise nach Ägypten mit dem Höhepunkt einer einwöchigen Nilkreuzfahrt. Als weiteres Highlight war mein Besuch bei den Tempeln von Abu Simbel am Nasserstausee zu sehen.

Unser Urlaub in Ägypten 2

Ägypten – Hurghada

Unsere zweite Urlaubsreise nach Ägypten. Wir starten dieses Jahr vom Flughafen in München, unser heutiges Ziel ist ebenfalls Hurghada am Roten Meer. Dieses mal haben wir uns den Februar als Urlaubs- oder Reisemonat ausgesucht.

Unser erster Tag am Meer:

Abendvorstellung in der Lobby mit einem Schlangenbeschwörer, sechs Kobras, eine Gruppe junger Damen, sie wurden alle Hypnotisiert und zum Schluß wurde eine der jungen Damen mit mehreren Kobras beladen. Zum Abschluß holte er eine riesige Python aus einer Holzkiste heraus.

Spaziergang durch den Ortsteil von Hurghada / Sekalla:

Die Koptische Kirche in Hurghada / ebenfalls die große Moschee in Hurghada:

Spaziergang durch den Basar und danach ein Besuch in einer Parfümerie:

Unser fünfter Tag in Hurghada:

Tanoura-Tanzvorführung in der Lobby des Grand Resort – „Der Tanoura /Drehtanz ist der ägyptische Tanz der Derwische“:

6. Tag: Bus-Ausflug nach Kairo, von Morgens um 6:30 bis spät in die Nacht. Gegen 23:00 sind wir wieder im Hotel zurück. Für die einfache Strecke von ca.470 km benötigen wir etwa 4,5 Stunden.

Und wieder zurück im Grand Resort in Hurghada:

Unser letzter Tag im Grand Resort/ Hurghada:

Unser Urlaub in Ägypten 1

Ägypten – Hurghada – 1

Unsere erste Urlaubsreise nach Ägypten. Wir starten vom Flughafen in Stuttgart, unser Ziel ist Hurghada am Roten Meer.

Mein erster Eindruck von Ägypten war nicht allzu gut, als wir gegen 17:00 auf dem Flughafen von Hurghada ankamen. Es waren noch die Reste eines Sandsturmes in der Luft zu spüren. Aber die Ankunft im Hotel bzw. in der Lobby und in unserem Zimmer versöhnten mich wieder etwas.

Unser erster Morgen in unserem Traumhotel „Grand Resort“ am Roten Meer:

Auf dem Weg zum Meer, der Strand vom Schwesterhotel „Grandhotel“:

Unser Ausflug nach Luxor – fast 300 km durch die Arabische Wüste:

Karnak – Tempel in Luxorüber 3000 Jahre Geschichte:

Fahrt über den Nil zum westlichen Ufer / Totenstadt:

Totentempel der Hadschepsut in Deir el-Bahari bei Luxor:

Wieder zurück in Hurghada im Traumhotel „Grand Resort“.

Die Temperaturen hier in Ägypten lagen jetzt im Januar bei etwa 18°. Und es wehte ein kühler Wind von Nordosten. Man mußte sich am Strand durch aufgestellte Liegepolster vor dem Wind schützen, sowie im Hotel im Windschatten seine Badeliegen aufstellen.

Spaziergang durch den Ortsteil Sekalla:

Auf dem Weg zurück nach Hause:

Ägypten, wir kommen bestimmt wieder!

Mit dem Schiff durch das Westliche Mittelmeer

Mit der MSC Fantasia von Genua über Neapel, Messina auf Sizilien, Malta, Palma de Mallorca, Barcelona die schöne Stadt am Meer, sowie Marseille die Perle am Mittelmeer

Ankunft in Neapel:

Ausflug nach Sorrent / Golf von Neapel:

Blick auf die MSC Fantasia:

Taormina / Sizilien:

Malta / La Valetta:

Kurzer Besuch auf Mallorca:

Ankunft in Barcelona:

Entspannung an Bord der MSC Fantasia:

Marseille, die Perle am Mittelmeer:

Rhodos – September 2021

Vorwort: Nach langen Diskussionen ob, oder wohin wir noch in diesem Jahr fahren könnten, entschieden wir uns doch noch für einen Flug nach Rhodos und suchten uns dafür ein nettes Hotel aus. In den vergangenen Jahren fuhren wir mit unserem Caravan nach Bad Birnbach und verbrachten hier eine Woche auf dem Kur-Gutshof-Camping Arterhof. Aber durch die Corona-Auflagen, die eine Kontingentierung im Hallenbad sowie im Thermalbecken bedeuten würden, verzichten wir in diesem Jahr auf einen Aufenthalt auf diesem schönen Camping-platz. Im Vorfeld der Reise gab es verschiedene Formulare auszufüllen zb. Eine PLF Datei mit allen persöhnlichen Daten für die Einreise nach Griechenland, die als allererstes ausgefüllt und sogleich abgeschickt werden mußten (die PLF Datei muß in allerbestem Englisch ausgefüllt werden, das hat unsere Tochter Raphaela für uns gemacht). Laut Angabe im Internet bekommt man dann 24 Stunden vor dem Abflug einen Code zugesendet, ohne den man aber nicht ins Land einreisen darf.

Samstag, den 25. Sept. 2021

Heute im Laufe des Vormittages machen wir unsere Reisekoffer fertig, für unseren Flug auf die griechische Insel Rhodos. Wir hätten ab Mitternacht den Code für unsere Einreise bekommen sollen, leider warteten wir vergeblich auf diese Email. Es gibt eine Notfall-Nummer die man anrufen kann, aber am Wochenende ist ja leider niemand am Telefon zu erreichen. Ich durchforschte nochmals das Internet nach Informationen über die Einreise nach Griechenland. Durch Zufall fand ich eine Notiz darüber, dass ab Juni 2021 dieser Code unmittelbar nach der Beantragung verschickt werden soll. Und tatsächlich fand ich auf dem Formular, das kurze Zeit darauf mit einer Email zurück geschickt wurde einen Code aufgedruckt. Was ich natürlich immer noch nicht wusste, ob es auch dieser gesuchte Code war. Nach weiteren Suchen im Netz fand ich ein Musterbild dieses Formulars mit diesem Unique Code. Nun waren wir ziemlich sicher, dass unsere Einreise stattfinden konnte, wir werden das aber am Flughafen feststellen. Gestern hatte unsere Tochter Alexandra für uns noch einen Online-Check-in gemacht, sowas haben wir auch noch nie gemacht. Es war recht spannend die letzten Tage. Nachdem dies alles nun vorbereitet war, konnten wir entspannt in die letzten Stunden vor unserer Flugreise gehen. Nach vielen Jahren starten wir erstmals wieder vom Flughafen in Memmingen, unser Flug mit der Ryanair soll um 19:55 auf die Insel Rhodos starten. Kurz vor 17:40 werden wir von unserer Tochter Alexandra mit ihrem Auto abgeholt, bis zum Airport brauchen wir nur etwa 15 Minuten. So dass wir schon kurz nach 18:00 im Terminal sind, und gleich den Check-in machen, kurz darauf gehen wir durch die Schleuse in den Sicherheitsbereich.

Hier hat es wohl ein kleines Missverständnis gegeben, auf der Anzeigetafel im Vorraum stand Gate 5-6 im ersten Stock für unseren Abflug. Oben angekommen mussten wir feststellen, dass Gate 3 für uns zuständig war. An der Passkontrolle geht es wieder vorbei zurück ins Erdgeschoß zu Gate 3. Nur gut dass der Flughafen in Memmingen so übersichtlich ist. Mittlerweile ist es 19:45 geworden und wir sitzen im Flugzeug einer Boeing 737-800 von Ryanair. Dieses Flugzeug kann ca. 190 Passagiere befördern auf 33 Sitzreihen. Wir sitzen im Hinflug in Reihe 27 auf einem Fensterplatz A und B, also ziemlich weit hinten. Wenige Minuten später geht unser Flieger in die Luft. Bei Ryanair gibt es leider keine Bildschirme an der Decke oder in der Rückseite des Vordersitzes, wo man den Verlauf der Flugstrecke verfolgen könnte, und vom Fenster kann man nichts erkennen, da wir ja über den Wolken fliegen.

Flughafen Memmingen

Um 23:50 also kurz vor Mitternacht haben wir den Flughafen von Rhodos mit Namen Diagoras erreicht, sogar ein paar Minuten vor der angegebenen Zeit.

(der Flughafen Diagoras ist relativ groß und auch neuwertig die Auslastung lag in 2019 bei 5,5 Millionen Passagieren, nach meiner späteren Recherche zu Hause, stelle ich fest dass der Flughafen zu 75% der Fraport in Frankfurt gehört, und nur 25% gehören dem griechischen Staat.)

Die Abholung unserer Koffer vom Band ging dann relativ flott voran, als nächstes suchen wir eine Toilette auf, bevor wir die Kontakt-Agentur des Örtlichen Reisebüros aufsuchen. Beides funktionierte zügig und nun heißt es etwas warten, bis alle Passagiere für diese Agentur anwesend sind, und wir dann mit einem Kleinbus los fahren können. Etwa eine halbe Stunde dauert es bis wir komplett sind und es endlich los geht. So ca. 20 – 25 Personen sind wir, als wir los fahren. Unsere Fahrt geht nach Nordosten in Richtung Rhodos-Stadt, irgendwann bog der Bus dann nach rechts ab. Nach einer halben Stunde glaubte ich schon, als es wieder belebter wurde und wir an noch geöffneten Lokalen vorbei fuhren, schon in Faliraki zu sein. Es war leider ein Irrtum, nach ein paar weiteren Kilometern stellte ich fest, dass wir jetzt gerade an der Festungsmauer von Rhodos-Stadt entlang fahren. Unsere Fahrt geht weiter über den Mondänen Badeort Kallithea mit seinen schönen Hotels und seiner Therme. Der nächste größere Badeort ist dann Faliraki und hat ebenfalls schöne Hotels vorzu-weisen. Zwischenzeitlich haben wir immer wieder ein paar von unseren Fahrgästen vor ihren Hotels abgeladen. Nach etwa eineinhalb Stunden sind wir endlich in Kolymbia bei unserem Hotel Marianna Palace angekommen. Der erste Eindruck ist ganz gut, das Foyer ist hell-erleuchtet (wir haben 01:50) und der Nachtportier erwartet uns mit freundlicher Miene. Mit bruchstückartigen Englisch von beiden Seiten werden wir eingebucht. Die Touristensteuer von 3€ pro Zimmer und Nacht kassiert er gleich, danach zeigt er uns den Speisesaal der in einem angrenzenden Gebäude liegt. Auf dem Weg dahin kommen wir an der Poolbar vorbei, wo trotz der frühen Morgenstunde (02:10) noch eine Handvoll Gäste sitzen. Im Anschluss führt er uns zu unserem Zimmer das ebenfalls in einem anderen Gebäude liegt. Mit einer Chipkarte öffnet er die Türe und lässt uns eintreten. Das Zimmer und die Einrichtung sind tadellos und sehr ansprechend, auch das Bad ist Top mit einer begehbaren Dusche und schönen Fliesen und Waschbecken. Als nächstes öffne ich die verschlossenen Vorhänge um etwas frische Luft ins Zimmer zu lassen, wir haben eine Balkonbrüstung aus Glas. Und dahinter: statt der erwarteten Poollandschaft ein schmales Gartenstück mit Olivenbäumen. Danach eine Mauer und gleich dahinter eine Straße und auf der anderen Straßenseite ein Feld mit von der Hitze verdorrtem Gras. Wir sind schockiert, vom gebuchten Gartenblick hatten wir die immer gezeigte Pool-Landschaft erwartet. Wir gehen sofort in die Rezeption um unser Zimmer zu reklamieren, der Portier hat aber gerade neue Gäste bekommen die nach uns ange-kommen sind. Er sagt wir sollen gleich Morgen in aller Frühe bei der Tagesschicht reklamieren, und heute in diesem Zimmer schlafen. Wir gehen wieder zurück und machen uns Bettfertig.

Sonntag, den 26. Sept. 2021

Es ist kurz vor 7:30 als wir aufstehen, und als erstes nochmal einen Blick durch die Balkontüre machen, es bestätigt was wir heute Nacht gesehen haben. Wir packen unsere Sachen zusammen und gehen zur Rezeption zurück, hier hat inzwischen die Tagesschicht angefangen. Eine junge Frau empfängt uns und hört sich unser Anliegen an, sie gibt uns einen Schlüssel zum Zimmer 0210 in einem anderen Gebäude. Wir gehen hinüber und schauen uns das Zimmer an, die Einrichtung ist gleich gut wie im vorigen Zimmer wo wir heute Nacht geschlafen haben. Nur das Badezimmer ist eindeutig älter und in einem schlechteren Zustand. Vom Balkon kann man auf das Poolgelände schauen, die Aussicht ist nicht gerade super, aber man könnte damit leben. Nach einer kurzer Diskussion beschließen wir das Zimmer zu nehmen. Kurz nach 8 Uhr gehen zum Speisesaal, hier ist Maskenpflicht und nach dem Infektionsspray für die Hände, sind Plastikhandschuhe anzuziehen. Danach gehen wir hinein, der Speisesaal macht einen guten und sauberen Eindruck. Als erstes wählen wir einen Tisch aus, müssen aber feststellen dass die Klimaanlage eine große Rolle spielt. Danach holen wir uns eine Tasse Kaffee und ein Glas mit Orangensaft. Jetzt gehen wir auf Informationstour am Buffett entlang. Es gibt außer hartgekochten Eiern, Spiegeleiern und Rühreiern viele Sachen die unseren nicht allzu verwöhnten Magen belasten könnten. Er ist wohl eher für Osteuropäer gedacht, wir entschließen uns für ein einfaches Frühstück mit Toast und Brötchen. Das Toastbrot zu Rösten gelingt mir heute nicht ganz, als ich es aus dem Toaster nehme ist es noch immer sehr weich. Ich denke es ist eine Frage der eingestellten Zeit, morgen werde ich das bestimmt besser machen. Zum Toast nehme ich mir ein paar Scheiben mit Käse (Edamer oder Gouda) aus dem Kühlfach mit, der sich im Nachhinein als vorzüglich erweist, weiterhin nehme ich noch eine Schale mit Erdbeermarmelade an den Tisch. Danach hole ich nochmal eine Tasse Kaffee-Crema, der nicht schlecht schmeckt. Zum Abschluss des Frühstücks gibt es dann noch eine Schale mit Pfirsich und Ananaskompott. Meine Frau wählt eine etwas luxuriösere Mahlzeit für sich aus.

Es ist mittlerweile schon 9:30 geworden, als wir auf unser Zimmer gehen, um unsere Morgentoilette zu vervollständigen. Nachdem wir auch dieses erledigt haben und Badekleidung angezogen haben gehen wir zum Pool. Von zu Hause haben wir unsere Badetücher mitgenommen, nachdem in der Beschreibung vom Hotel nichts darüber erwähnt wurde. Die nette Poolanlage ist mittlerweile gut gefüllt, unter einem Olivenbaum finden wir aber noch zwei freie Badeliegen. Der Schatten unter den niedrigen Bäumen ist wie geschaffen für uns, da wir seit Juni keine Sonne genießen konnten. So verbringen wir die nächsten drei Stunden unter dem Olivenbaum der voll mit Früchten ist. Sie sind noch nicht allzu groß, so ca. 6-7 Millimeter lang, aber es sind dafür sehr viele.

So gegen 13:15 ziehen wir wieder unsere Shorts an, und gehen an der Poolbar (sie ist übrigens seit 11:00 geöffnet) vorbei zum Restaurant. Am Eingang hängt ein Desinfektions-spray mit dem man die Hände einsprühen soll, und danach ein Körbchen mit hauchdünnen Plastikhandschuhen, selbstredend tragen wir unsere Masken auf den Verkehrswegen im Restaurant. In den Wärmeschalen liegen meistens Nudeln, Kartoffeln, Pommes oder Lasagne, bei Fleisch gibt es Schweinefleisch oder Rind aber auch Fisch. Die Fleischstücke sind leider nicht sauber ausgenommen, hier hängen meistens noch irgendwelche Hautfetzen daran. Sowas stört mich ungemein, da ich ein etwas heikler Esser bin. Natürlich gibt es jede Menge Salate in allen Schattierungen. Zum Trinken holen wir uns ein Glas Rotwein der ganz ausgezeichnet schmeckt. Nach unserem Mittagessen gehen wir noch kurz aufs Zimmer, meine Gattin möchte unbedingt zum Strand gehen, entweder einen Spaziergang machen oder am Strand ein Stündchen liegen. Wir wissen aber noch gar nicht wohin es zum Strand geht, wir fragen in der Rezeption nach, die nette Mitarbeiterin gibt uns eine Zeichnung über die nächste Umgebung inklusive dem Strand. Hier in Kolymbia sind die meisten Straßenschilder aber gar nicht vorhanden. Man kann also nur raten welche der Straßen auf dem Plan man benutzen soll. Das klappt trotz allem im Nachhinein aber relativ gut, wir kommen auf jeden Fall am Strand an. Auf dem Weg dahin und auch hier am Strand sehen wir viele große Hotels. Der Strand ist meiner Schätzung nach etwa 1 – 1,5 Kilometer lang und mit zum Teil sehr großen Steinen bedeckt, eigentlich schade. Oberhalb von der Strandfläche gibt es teilweise einen schmalen Fußgänger-Promenadenweg der an ein paar Hotel Grünflächen vorbei führt. Hier gehen wir erstmals entlang bis auch dieser Weg endet und wir wieder zum Kiesstrand hinunter müssen. Das Laufen über das tiefe Kiesbett ist für uns nicht sonderlich toll und angenehm. Der Strand ist etwa zur Hälfte mit Badeliegen von einzelnen Hotels bestückt und teilweise auch von Urlaubern belegt.

Wir wollen nach einiger Zeit wieder zurück zu unserem Hotel gehen, aber nicht mehr auf dem gleichen Weg wie wir hergekommen sind. Bei einem Hotel, dem Lutania Beach versuchen wir eine Durchgang zu finden, leider ergebnislos wie es sich zeigt. Wir gehen einen steilen Weg hinauf über eine Grünfläche, an den Hotelpools vorbei, ebenso an einem Restaurant. Jetzt geht es ins Hotel hinein, wir sehen hier Hinweis-schilder für Toiletten aber keinen weiteren Durchgang durchs Haus. Die Hotelgäste hier tragen alle ein Armband zur Kennzeichnung am Handgelenk. Wir drehen um und gehen wieder zum Strand zurück. Von hier bis zu anderen Ende des Strandes sind es geschätzte 500 Meter, das klingt nicht viel, aber bei diesen großen Steinen ist es kein Vergnügen. Aber wir müssen durch, am Ende des Strandes führt ein etwas steiler Weg hinauf, auf der rechten Seite scheint es ein kleines Restaurant zu geben. Wir gehen weiter und kommen auf eine größere Straße, auf unserem Plan heißt sie London-Straße, nur gibt es keine Straßenschilder davon, die das bestätigen. In einem kleinen Market fragen wir nach, der Besitzer beschreibt uns den weiteren Weg zu unserem Hotel. Nach mehreren Nachfragen kommen wir wieder gegen 15:00 in unserem Hotel an. Wir gehen gleich zur Poolbar durch und holen uns zwei Tassen Kaffee Creme der ja ganz ausgezeichnet schmeckt, besser als im Restaurant. Nach dem Kaffee nehmen wir uns noch zwei Gläser Cuba-Libre an unseren Liegeplatz. Den restlichen Nachmittag mit noch ein, zwei weiteren Getränken, verbringen wir hier unter unserem schattigen Olivenbaum.

Anschließend haben wir uns für den Abend frisch gemacht, meine Gattin hat geduscht und ich habe mir ein warmes Bad gegönnt. Als ich dann das Wasser wieder heraus lassen will, sehe ich das der Abfluss- Stöpsel in der Badewanne kaum geöffnet ist und somit kaum Wasserabläuft, als ich ihn jetzt ganz herausnehme läuft plötzlich aus dem Abflussgitter am Fußboden das Badewasser heraus. Schnell stecke ich den Abfluss- Stöpsel wieder in die Badewanne hinein. Gegen 20.00 gehen wir ins Restaurant zum Abendessen, das bekannte Prozedere wie zu den anderen Mahlzeiten. Ich nehme mir eine Sellerie-Suppe an den Tisch, sie ist würzig und schmeckt relativ gut. Das übrige Essen ist sehr einfach für einen Sonntag- Abend, das Abendessen ist ja in vielen Ländern die Hauptmahlzeit. Ich habe mir später noch einen kleinen Teller mit Spaghetti und einer Bolognese geholt. Meine Frau hat sich einen griechischen Salat geholt und daran satt gegessen, das Essen ist hier äußerst schwach. Ob es einem Osteuropäischen Standard entspricht kann ich nicht beurteilen, für uns war es auf jeden Fall sehr schlecht. Da haben wir sogar in den Emiraten, wo wir in den letzten Jahr waren, wesentlich besser gegessen. Nach unserem missratenen Essen gehen wir eine kurze Runde spazieren, bevor wir uns an die Poolbar setzen. Da wir zum Essen einen Rotwein getrunken haben, hole ich meiner Frau jetzt einen Ouzo mit Eis und für mich ein Glas Bier, das nicht einmal schlecht schmeckt. Gegen 22:00 stehen wir auf und gehen die paar Meter bis in unser Zimmer. Nach dem Waschen und obligatorischen Zähne putzen, geht es ins Bett. Der Tag war aufregend genug.

Montag, den 27. Sept. 2021

Guten Morgen, wir sind heute etwas spät aufgestanden, es ist schon 8:00 vorbei. Geschlafen haben wir soweit ganz gut, nur ich merke ein leichtes Kratzen im Hals und das schon am ersten Tag hier. Warum läßt sich schlecht beantworten, ist es die Klimaanlage im Restaurant oder die doch etwas kühlen Getränke ?. Nachdem wir uns soweit fertig gemacht haben, gehen wir ins Restaurant zum Frühstücken. Am Eingang wie gestern der Desinfektionsautomat zum Einsprühen der Hände und danach die Handschuhe zum anziehen und natürlich unsere FFP-Masken vors Gesicht. Heute suchen wir uns einen anderen Platz aus, wo die Klimaanlage nicht so stark von der Raumdecke herunter bläst. Oberhalb der Theke wo das Essen in den Wärmebehältern auf die Gäste wartet, ist eine kleine Balustrade mit weiteren kleinen Tischen. Hier suchen wir uns einen Tisch aus, und gehen gleich darauf los um eine Tasse Kaffee Creme und ein Glas Orangensaft zu holen. Erst danach stellen wir unser Frühstück zusammen, als erstes probiere ich nochmals den Toastautomat, ob es heute Morgen besser funktioniert. Danach hole ich die übrigen Sachen wie Butter, den Schmack-haften Käse (Edamer oder Gouda) und zum Schluß eine Schale mit Erdbeermarmelade (die Erdbeermarmelade ist unverschämt süß) vom Tisch in der Mitte des Raumes, wo Müsli, Nutella und viele andere Sachen abgestellt sind . Die angebotene Wurst entspricht nicht unseren Erwartungen sowas ähnliches bekommt man auch in der Türkei, Ägypten oder auch in den Emiraten. Weil mir der Toast an diesem Morgen wieder nicht gut gelingt, stelle ich in den folgenden Tagen auf Weißbrot um, um weitere Enttäuschungen zu vermeiden. Man könnte sich natürlich auch Rühreier oder ein Spiegelei nehmen, aber dazu haben wir keinen Appetit.

Trotz allem sind wir mit dem Frühstück zufrieden, es ist zwar kein Vergleich mit einem Frühstück auf dem Kreuzfahrtschiff (z.b mein Schiff). Als nächstes gehen wir zur Rezeption, wir wollen hier nachfragen wo man hier im Ort einen Ingwer kaufen kann (unser Hausmittel gegen Erkältungen). Zufällig ist auch die Chefin des Hotels anwesend, sie erklärt uns, dass sie in der Küche Ingwer verwenden, und wir einen auf unser Zimmer bekommen sollen. Weiterhin erklärt sie uns dass auch Ouzo hier helfen soll, was wir dann sicher in den nächsten Tagen berücksichtigen werden. Bevor wir heute Morgen zum Frühstücken gegangen sind, haben wir unseren Liegeplatz unter dem Olivenbaum mit einem Badetuch reserviert (eine Untugend die wir Deutschen leider besitzen). Der Schattenplatz war uns sehr wichtig, es gab aber auch schon andere Liegen die reserviert waren. Danach gehen wir auf unser Zimmer zurück, um uns für den weiteren Tag fertig zu machen. Im Anschluß gehen wir zu unserem Olivenbaum um den Schatten zu geniesen. Um 11:00 macht dann die Poolbar auf, keine Minute später steht schon eine Menschen-schlange davor, um sich die kostenlosen Getränke zu holen. Als es wieder etwas freier geworden ist, hole ich für uns ebenfalls ein paar Getränke, dieses Mal aber einen Frucht-Cocktails, der aber recht gut schmeckt. Kurz nach 13:00 sind wir ins Restaurant gegangen, hier haben wir aber nur einen kleinen Teller mit Pommes geholt. Meine Frau hat sich danach noch einen Teller mit Griechischem Salatat geholt, und im Anschluß noch etwas Obst (Kiwi und Ananas in Scheiben). Danach gehen noch kurz in unser Zimmer zurück, ziehen unsere Badeschuhe an. Mit Ihnen gehen wir jetzt wieder zum Strand, vorbei an Vasilis nettem Straßencafe und biegen etwas später auf die Luxembourger Straße ab. Wir kommen jetzt an einer Reihe Hotels vorbei, die von außen alle einen ansprechenden Eindruck machen. Es sind das Atlantica Holiday Village sowie das Kolumbia Sky und einige andere Hotels.

Am Strand laufen wir jetzt direkt am Wasser entlang. Aber auch mit den Badeschuhe wird das Gehen am Strand auf Grund des Kiesbettes mit kleinen Steinchen oder sehr großen Steinen nicht unbedingt schöner. Wir sind trotz alledem etwa zwei Drittel des Weges am Strand entlang gegangen, haben uns danach auf eine der vielen leeren Badeliegen gesetzt. Unseren kleinen Rucksack hatten wir dabei und darin ein paar Getränke und Kekse zum Knabbern. Nach einiger Zeit gehen wir den schmalen Uferweg an den Hotels wieder zurück. An einem der Hotels (Alfa Beach) haben wir unsere Badeschuhe noch ausgespritzt, so dass das Gehen mit ihnen wieder angenehmer wird. Auf der kleinen Begrenzungsmauer haben wir unsere Füße von der Sonne trocknen lassen. Aber bevor es jetzt wieder die Straße hinauf geht, sehen wir plötzlich eine Horde Ziegen aus einem Hotelgelände springen und die Straße überqueren. Sie sind in ein eigentlich abgegrenztes Grundstück hineingelaufen. Dort hat sie anscheinend jemand vertrieben, auf jeden Fall kommen sie wieder heraus, und laufen ein paar Meter weiter nach oben und hier in ein unbebautes Grundstück hinein.

Gegen 16:00 sind wir wieder im Hotel zurück, gehen als erstes zur Poolbar um eine Tasse Kaffee zu trinken. Im Anschluß noch auf unser Zimmer um die Badeschuhe und den Rucksack abzulegen. Danach gehen wir zu unseren Liegen unter dem Olivenbaum, hier ist aber zwischenzeitlich keine Sonne mehr. So wechseln wir erstmalig unseren Liegeplatz, und gehen an die Längsseite des Pools. Hier hat man im äußersten Fall bis ca. 18:00 noch Sonne, bis sie dann hinter unserem Hotel verschwindet. Nach einer Weile holte ich uns noch zwei CubaLibre zum Trinken. Nachdem die Sonne endgültig hinter dem Hotel verschwunden ist, gehen auch wir in unser Zimmer zurück. Dort gehen wir nacheinander zum Duschen in unsere kleine Badewanne (eine Dusche haben wir leider keine in unserm Zimmer, auf etwas mußten wir verzichten bei dem Zimmerwechsel). Vor dem Abendessen wollen wir noch die Bushaltestelle suchen, für unseren Morgigen Ausflug nach Rhodos-Stadt. An der Rezeption fragen wir noch kurz nach, sie erklärt uns, dass es nur ein paar Meter vom Hotel aus sind. Wir haben die Haltestelle auch gleich gefunden, so können wir gleich zurück ins Restaurant gehen. Wie zu jeder Mahlzeit, so auch heute (Hände desinfizieren-Handschuhe anziehen und Maske) in der Hoffnung dass es heute Abend etwas Interressantes zum Essen gibt. Zu Beginn hole ich eine Schüssel mit Tomatensuppe mit Brot, ich habe in all den Jahren die Erfahrung gemacht, dass man mit Suppen essen nichts falsch machen kann. Danach gibt es so eine Art Geschnetzeltes mit Pilzen und Nudeln. Zum Trinken nehmen wir uns ein Glas Rotwein der ganz ordentlich schmeckt. Zum Nachtisch gibt’s noch geschnittene Ananasscheiben.

Im Anschluß haben wir noch zwei Runden um den Pool gemacht, bevor wir uns in die Poolbar gesetzt haben. Meine Frau bringt uns zwei Gläser Ouzo mit Eis wegen der Bekömmlichkeit und dem Kratzen im Hals (siehe Aussage der Hotelchefin). Später nochmals ein Glas Bier oder zwei, und kurz vor 22:00 sind wir schon wieder in unserem Zimmer zurück.

Dienstag, den 28. Sept. 2021

Es ist jetzt 7:45 als wir aufgestanden sind, wir machen uns gleich zum Frühstück fertig, heute Vormittag wollen wir mit dem Linienbus nach Rhodos-Stadt fahren. Der Speisesaal war heute schon gut gefüllt, vielleicht sind neue Gäste gekommenn die vom Flug ausgehungert sind?. Das Frühstück für uns wie immer mit Obstsaft und Kaffee-Crema, Weißbrot und den guten Gouda oder Edamer Käse dazu. Die Marmelade war heute nicht besonders gut, zum Ausgleich hole ich mir ein gekochtes Ei. Meine Frau nimmt meistens irgendwelche Brötchen statt dem Brot, aber auch mit den üblichen Zutaten wie Tomaten, Gurkenscheiben, den guten Edamerkäse und ein gekochtes Ei Danach machen wir uns im Zimmer fertig und gehen im Anschluß zur Bushaltestelle, der Linienbus soll um 10:10 kommen. Nach Internet-Aussagen soll diese Zeitangabe relativ sein.

Punkt 10:10 steht unser Bus an der Haltestelle, wir steigen ein und bezahlen pro Person 3,90 €, ein fairer Preis wie ich meine. Dann geht es schon los, unsere Fahrt dauert insgesamt 50 Minuten und bis Faliraki ohne einen Zwischenstopp. Insgesamt hat er dann ca. 5 mal angehalten bis wir in Rhodos-Stadt angekommen sind. Der Haltepunkt war wie gedacht in der Neustadt am neuen Markt (New Agora). Von hier sind es nur ein paar Meter zum Mandraki-Hafen und zur Altstadt.

(In Rhodos-Stadt führt kein Weg am Mandraki-Hafen vorbei, der als eines der Wahrzeichen der Stadt gilt und bereits 400 vor Christus angelegt wurde. Wo früher die Kriegsschiffe ankerten, liegen heute Jachten und Ausflugsschiffe, die die umliegenden Inseln ansteuern. Die Hafeneinfahrt wird von zwei Säulen eingerahmt, auf denen die Wappentiere der Insel, der Hirsch und die Hirschkuh, stehen. Hier soll auch einst der Koloss von Rhodos gestanden haben. An der östlichen Seite wird der Hafen von einer 400 Meter langen Mole geschützt, wo die drei Windmühlen stehen).

Wir gehen an der Mole entlang bis zu den alten Windmühlen von den nur noch eine mit den nötigen Windsegeln bestückt ist. Nach ein paar Fotos vom Jachthafen gehen wir Richtung Altstadt zurück. Als erstes betreten wir das Saint Pauls Gate mit seinem imposanten Mauerring, von hier sehen wir dass zwei riesige Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen. Hier kommen wir aber nicht weiter, so gehen wir am Kolona Harbour (Jachthafen) entlang. Hier stehen einige Fischerboote, darunter ein kleineres Schiff das vollgeladen mit Souveniers von Muscheln, Perlen, Halsbändern und Armbändern sowie Schwämmen ist. An dieses Boot kann ich mich noch von unserer Kreuzfahrt Östliches Mittelmeer in 2016 erinnern.

Vom dortigen Anleger hat man einen guten Blick über den Emborio-Hafen (Marinehafen) und dem Kreuzfahrt-Anleger wo die beiden riesigen Schiffe heute stehen. Es sind die Norwegian Jade (294 Meter und 94.000 BRZ); sowie die Celebrity Apex (306 Meter und 130.818 BRZ) ein ganz neues Schiff das bei Chantiers in Saint-Nazaire gebaut wurde. Die Celebrity Apex wurde wegen Corona erst mitte Juni 2021 in Dienst gestellt, sie hat den gleichen stumpfen Bug wie die Aidaprima. (Durch die Form des Bugs erreicht sie keine so hohe Geschwindigkeiten >19,6 kn < wie die meisten anderen Kreuzfahrtschiffe).

Hier ganz in der Nähe am Thalassini-Tor betreten wir erstmals die Altstadt. Ein paar Meter nach dem riesigen Tor gehen wir zuerst nach rechts in die Odos Ermou das ist eine kleine Gasse mit lauter kleinen Souvenier-Shops. Kurze Zeit darauf drehen wir wieder um, ich möchte mich zuerst etwas orientieren, dazu ist eine so kleine Gasse nicht geeignet. Keine dreißig Meter nach Links gegangen und wir sind schon am Hippocratous Square mit seinem bekannten Eulenbrunnen angekommen.

Der Platz hat ein tolles Ambiente, rund um den Platz befinden sich in mehreren Etagen viele Restaurants und Bistros. Und überall sind, (ich nenne sie mal Marktschreier) die vorüber gehende Touristen ansprechen und auf ihr Lokal aufmerksam machen wollen. Wir gehen jetzt in östlicher Richtung weiter zum Platia Evreon Martrion (Platz der jüdischen Märtyrer) ein wunderschöner beschatteter Platz, den ein Brunnen mit drei hübschen bronzenen Seepferdchen ziert. Hier sitzt wie vor einigen Jahren schon ein roter Papagei, der sich auch gerne mal Fotografieren läßt. Als nächstes gehen weiter auf der Straße Odos Aristotelous bis zur Ruine der Virgin Mary of the Burgh Church (Die Kirche stammt aus dem 15. Jh. und war eine 3 schiffige Basilika im gotischen Stil mit 6 Seitenkapellen. Heute stehen nur noch die Ruinen der Apsis, und des Chors). Gegenüber befindet sich das Virgin Mary`s Gate das ein Blick auf den Emborio Hafen zuläßt. Es sind heute Morgen viele Touristen unterwegs, in zwei Straßen begegnen uns so viele davon, dass wir aus Vorsicht unsere Masken wieder aufsetzten.

Jetzt gehen wir wieder zurück zum Hippocratous Square wo sich die vielen Restaurants und Cafes befinden. Etwas schräg gegenüber vom Eulenbrunnen setzen wir uns in ein Straßencafe, der Besitzer zählt uns auf was er alles zum Trinken auf seiner Karte hat. Wir wollen ein anti-alkoholisches Getränk, der Tag ist ja noch lange. Meine Frau bestellt sich einen Fruchtssaftcocktail und ich einen mit Strawberry. Nach der Bestellung fragt uns der Chef, aus was für einem Land wir denn herkommen, wir erzählen ihm, unsere Heimat ist in Deutschland.

Es dauert eine ganze Weile bis unsere Getränke kommen, dann eine Überraschung, jeder bekommt ein Cocktailglas, etwa für einen halben Liter. Das Glas ist garniert mit drei Melonenstückchen in die jeweils Holzstäbe gesteckt sind. Am anderen Ende der Holzstäbe befindet sich eine Grapefruite und darüber eine Deutschlandflagge an einem Wimpel. Wir sitzen hier eine ganze Weile und betrachten den ganzen Fußgänger-verkehr, der hier vorbei geht. Die meisten sind sicher Touristen, es liegen ja zwei große Kreuzfahrtschiffe hier am Kai. Ich beobachte auch unseren Zuweiser (Marktschreier) für unser Restaurant, der Mann steht bestimmt über 7-8 Stunden hier in der prallen Sonne. Obwohl er einen Strohhut auf dem Kopf trägt ist sein Gesicht feuerrot. Nach vielleicht einer Stunde bezahlen wir unsere Cocktail, jetzt kommt die zweite Überraschung, er verlangt pro Glas 15€ (das meiste in unserem Glas ist ja eigentlich Wassereis). Aber es ist ja Urlaub, und bisher haben wir noch kein Geld extern ausgeben, bis auf einen Magneten für unsere Souvenierwand zuhaus, gleich zu Anfang unserer heutigen Stadttour. Als nächstes gehen wir in die Sokratous-Straße, die hier gleich in einer Ecke des Platzes anfängt. Wir wollen Olga besuchen, eine Griechin die früher in Heimenkirch gelebt hat, vor fünf Jahren waren wir schon mal mit Günther Holdenried hier in dieser Straße und in ihrem noblen Geschäft. Damals wurde die ganze Holdenried-Gruppe mit luxurösen Getränken verwöhnt. Die Sokratous-Straße ist eine lange und noble Einkaufsstraße hier in der Altstadt. Zwischen der Aga-Moschee und der Süleyman-Pascha-Moschee befindet sich das Modegeschäft. Wir fragen bei einer Verkäuferin nach, die gerade aus dem Geschäft kommt, sie erzählt uns, daß Olga inzwischen im Ruhestand ist. Sie hat uns auch angeboten bei ihr anzurufen, das wollte ich aber nicht, da Olga uns persöhnlich überhaupt nicht kennt ((Damals waren bestimmt über 100 Holdenried-Gäste in ihrem Geschäft und dazu die Musiker das Trio Herzblatt), die Günther Holdenried als Unterhaltungskapelle an Bord engagiert hatte.

Im Bild rechts der unscheinbare Eingang zum Sokrates-Garten

Wir verabschieden uns bei der netten Frau, und gehen die Straße weiter an der Süleyman-Pascha-Moschee vorbei, wenig später sind wir in der Odos Orfeus und am Uhrenturm angekommen (Der Uhrenturm aus der byzantinischen Epoche ist eines der beeindruckendsten Bauwerke der Altstadt und stammt aus dem späten 7. Jahrhundert). Ich wollte meiner Frau nicht soviel Kultur zumuten, also bleiben wir am Boden. Hier in der Straße befinden sich ebenfalls einige Restaurant und Kneipen. Vor uns auf der rechten Seite befindet sich ein Vorhof der in den Großmeisterpalast führt, aber hier kommen wir nicht hinein. Als wir die Ippoton (Ritterstraße) verlassen, begegnet uns eine Gruppe Touristen alle mit Headset ausgestattet, allen voran die Stadtführerin. Wir unterqueren jetzt das St. Anthony Gate das vom Burghof zur Äußeren Stadtmauer bzw. bis zum Burgraben führt. Hier begegnet uns eine zweite Gruppe Touristen ebenfalls mit Headset ausgestattet. Ich glaube dass sie von einem der beiden Kreuzfahrtschiffe kommen, die im Hafen liegen. Solche großen Reisegruppen findet man nur auf den Schiffen, es sind bestimmt weit über 100 Personen. Es geht hier nur etwa 100 Meter auf der westlichen Seite des Großmeisterpalastes entlang, dann ist schon wieder Schluß, es befindet sich auf der linken Seite ein Torbogen der zum D`Amboise Gate führt (das habe ich später zu Hause recherchiert).

Wir drehen wieder um und gehen den Weg bis zur Sokratous-Straße zurück. Gegenüber von Olga´s exclusivem Mode-Geschäft befindet sich der Sokrates-Garten, auch hier waren wir schon vor fünf Jahren zu Gast. Als wir durch den Durchgang gehen (der Eingang ist vielleicht nur für Einheimische und Kenner zu finden?), staunen wir erstmals das Gartenlokal ist fast vollständig mit Gästen belegt. Es sind 5 Angestellte beschäftigt um alle Gäste zu bedienen, vor fünf Jahren waren es um einiges weniger Gäste hier. Aber gut es war auch Anfang November und somit auch Ende der Jahres-Saison. Wir bekommen aber schon noch einen freien Tisch und werden auch sogleich bedient, ein Kellner bringt uns die Speise und Getränkekarte. Wie damals möchte ich auch heute nichts essen, meine Frau hat eigentlich immer etwas Hunger. Sie bestellt einen Teller mit Thunfischsalat garniert mit Tomaten und Zwiebel, dazu gehört anscheinend fast ein halber Laib Weißbrot. Zum Trinken bestellen wir für meine Gattin ein Glas Rose, ich bestelle mir ein Glas Paulaner-Bier, es ist kaum zu glauben ich bekomme tatsächlich ein Weizenbier, sowas hatte ich gar nicht erwartet. Am Nachbartisch scheinen sich Engländer zu befinden, glaube ich wenigstens. Der Teller mit dem Thunfischsalat scheint meiner Frau zu schmecken, und so halten wir uns bestimmt mehr als eine Stunde in diesem hübschen Gartenlokal auf (bei uns würde es vielleicht Biergarten heißen, allerdings ist hier ein ganz anderes Ambiente > schöner <).

Wir gehen wieder an der Süleyman-Pascha-Moschee vorbei um nochmals die Odos Ippoton (Ritterstraße) zu erreichen. Die damaligenRitter (Johanniter) wohnten hier unter einem Prior in Gebäuden, die man je nach ihrem jeweiligen Herkunftsland als Herbergen der Engländer, Deutschen, Franzosen, der Provence und Aubergne, Kastiliens, Aragons und Italies bezeichnete. Nachdem wir die imposanten Gebäude von außen bewundert haben, gehen wir nochmals in westliche Richtung um endlich den Großmeisterpalast etwas näher anzuschauen. Der Palast ist wahnsinnig beeindruckend und toll anzuschauen, aber er wurde eigentlich im Jahr 1856 bei einer Pulver-Explosion fast vollständig zerstört.(Die Italiener restaurierten auf Geheiß Mussolinis den Palast als Sommerresidenz).

Nach einer kurzen Visite am Eingang des Palastes gehen wir die Ritterstraße zurück am Archeologischem Museum (Krankenhaus aus dem 15. Jahrhundert) vorbei. Bevor wir das Freiheitstor zurück in die Neustadt durchgehen, kommen wir noch an einem alten Munitionslager bzw, dem Volkskundemuseum vorbei. Am Pili Eleftherias und am Mandraki-Hafen vorbei haben wir schon unsere Bushaltestelle am Neuen Markt erreicht. In einem Kiosk neben der Nea Agora kauft meine Frau die notwendigen Bus-Tickets für unsere Rückfahrt nach Kolymbia. Danach schauen wir uns das kleine Einkaufszentrum (Nea Agora) an. Hier befinden sich ein paar nette Boutiquen sowie Bistros und einzelne Tavernen. Das Zentrum hat leider schon ihre beste Zeit hinter sich. Pünktlich um 16:00 fährt unser Linienbus los, im Bereich der Stadt hält er noch ein paarmal an den Bus-Haltestellen. Danach fährt er durch bis Kolymbia, hier lernen wir jetzt einige Hotel kennen aber in ca. 55 Minuten ist unser Hotel, das Marianna Palace erreicht. Der kleine Ort Kolymbia soll ca. 200 Einwohner haben, aber bestimmt mehr als 3000 Hotelbetten.

Im Hotel angekommen gehen wir als erstes auf unser Zimmer um unser überflüssiges Gepäck los zu werden. Danach gehen wir zur Poolbar um einen Kaffee-Crema zu trinken. Nach dem Kaffee nehmen wir einen CubaLibre, mit ihm suchen wir uns eine Badeliege ganz hinten links. Hier haben wir noch am längsten Sonne, bis etwa 18:10.

Nachdem die Sonne auch an dieser Stelle hinter unserem Hotel verschwunden ist, packen wir unsere Sachen zusammen und gehen auf unser Zimmer zum Duschen. Kurz nach 19:30 gehen wir ins Restaurant, zum Essen gibt es heute Stücke vom Rinderbraten mit Nudeln, meine Frau nimmt dazu eine Lasagne (nicht ganz stilecht) sowie einen Teller mit Oliven. Zur Erfrischung trinken wir erstmals ein Glas Coca Cola um danach noch ein Glas von dem Hauswein der sehr süffig ist zu trinken. Als Ersatz für einen Verdauungsspaziergang auf der Straße, hier ist ja um diese Zeit nichts mehr los. Außer man geht in Vasilis Cafe zum etwas Trinken oder im Fernsehen Fußball schauen, ein paar Meter weiter auf der anderen Straßenseite ist ebenfalls ein nettes Lokal zum hinein sitzen. Für beide Lokalitäten gilt, man sollte vielleicht in einer Gruppe sein, wegen der besseren Unterhaltung. Nur etwas trinken können wir auch hier im Hotel (all Inklusive). Nach unserem Abendessen drehen wir zur Verdauung eine kleine Runde um den Pool bevor wir uns an die Poolbar setzen. Bei einem Paar das uns schon im Restaurant aufgefallen ist, fragt meine Frau ob wir uns zu Ihnen an den Tisch setzen können. Sie stimmen dem (freudig) zu, so entwickelt sich eine Interressante Unterhaltung mit den beiden. Das Paar stammt aus Ansbach in Mittelfranken und hat für 10 Tage dieses Hotel gebucht, beide sind leidenschaftliche Strandbesucher, wo sie meist am Vormittag verbringen. Ihrem Gespräch zu entnehmen beide sind Mitte 50 Jahre alt und beide sind geschieden, und haben zusammen mit ihen vormaligen Partnern 6 Kinder. Es war eine Interressante Unterhaltung mit den beiden, gegen 22:00 verabschieden wir uns voneinander und gehen gemeinsam auf unsere Zimmer zurück.

Mittwoch, den 29. Sept. 2021

Es ist schon 7:30 als wir aufstehen, ein Blick nach draußen zeigt uns den strahlend blauen Himmel von Rhodos. Wir machen uns einstweilen fertig um in das Restaurant zum Frühstücken zu gehen. Das Publikum hier im Hotel ist vorwiegend aus Osteuropa, aber in keiner Weise auffallend, weder hier im Restaurand noch an der Poolbar. Nach dem üblichen Prozedere mit den Masken und den Handschuhen holen wir die Kaffeetassen und den Obstsaft an unseren gewählten Tisch, der sich oberhalb der Theke befindet wo sich die Wärmeschalen für die Speisen stehen. Hier haben wir gestern festgestellt das die Klimaanlage nicht auf die kleinen Frühstückstische bläst. Heute Morgen hole ich mir zur Abwechslung mal ein Rührei zum Frühstücken, ich habe das Rührei nur von ganz oben abgenommen, weil meistens im Schalenboden das Wasser steht. Das mit dem wässrigen Rührei in der Schale passiert öfters mal, sogar auf der mein Schiff 1 habe ich es schon gesehen, und daraufhin auf das Essen eines Rühreies verzichtet. Danach hole ich mir noch zwei Scheiben mit dem Weißbrot und ein paar Scheiben mit dem guten Käse und dazu eine Schale mit Erdbeermarmelade.Im Anschluß noch etwas Obst, geschnittene Ananas und Pfirsiche, die immer gut schmecken. Draußen vor dem Restaurant treffen wir einen Mann aus Krugzell, der in der gleichen Nacht wie wir mit seiner Frau im Hotel angekommen ist. Auch er ist mit Ryanair geflogen, aber durch einen anderen Reiseanbieter erst eine Stunde später als wir im Hotel angekommen. Als erstes gehen wir auf unser Zimmer um uns für den Pool fertig zu machen. Unser Liegeplatz ist wie immer unter dem schattigen Olivenbaum, heute morgen ist sehr wenig los am Pool sowie auch schon beim Frühstücken im Restaurant. Ob die Gäste abgereist oder auf einer Ausflugstour über die Insel sind, lässt sich nicht sagen. Um 11:00 macht die Poolbar, wir probieren es heute mit einem antialkoholischen Getränk, das sehr gut schmeckte, aber einen für mich unaussprechlichen Namen hat.

Wie meistens gegen 12:45 gehen wir ins Restaurant zum Mittagessen, da meine Frau darauf nicht verzichten möchte. Heute suchen wir uns ein Reisragout aus, das optisch gut ausschaut, aber leider in der Würze zu wünschen übrig lässt. Nach unserem Mittagessen gehen wir heute nochmals zum Strand hinunter, aber wir wollen nicht den ganzen Weg am Strand entlang gehen, wie gestern. Sondern nur ein Stückchen auf dem Promenadenweg unterhalb der Strandhotels entlang, und danach auf dem kleinen Mäuerchen an der Promenade sitzen und die gute Seeluft geniesen. Unsere Bekannten von gestern Abend haben uns eine Abkürzung zum Strand gesagt. Man müsse nur unsere Straße vom Hotel aus gerade aus in Richtung Meer gehen, in der zweiten Parallelstrasse (Parisstrasse) ein paar Meter nach links laufen. Hier man sieht einen schmalen Weg der sich zwischen Bananenstauden dahin schlängelt. In diese Richtung auf der linken Seite befindet das Alfa Beach Hotel und rechts von uns das Kolymbia Beach Hotel wo wir dann auch den Strand schon erreichen. Durch den kurzen Weg bis zum Beach gehen wir doch noch nach Links in Richtung Theotokos Hill (Felsrücken) der hier den Strand vom kleinen Hafen von Kolymbia trennt. Hier auf dem Felsen befindet sich die kleine Kapelle Agios Nikolaos mit ihrem pastellblauen Dach. Doch ganz so weit gehen wir dann doch nicht, sondern drehen wieder um, bei einem der vielen Strandhotels, im Kolymbia Beach Hotel ist die Strandbar geöffnet. Meine Frau fragt an der Bar nach ob wir als Hotelfremde Gäste hier auch bedient werden. Da die Bardame dem zustimmt, bestellen wir zwei Becher mit Eiskaffee, Kostenpunkt 2€ pro Becher. Wir setzen uns mit unserem Getränk auf die Terrasse oberhalb des Kiesstrandes und mit Blick auf das Meer. Im Nachhinein stellt sich heraus dass dieses Eis im Becher kein Speiseeis ist sondern leider nur aus Eiswürfeln besteht.

Unterhalb unserer Terrasse sehen wir das Ehepaar aus unserem Hotel mit dem wir gestern den Abend verbracht haben, auf den Badeliegen sitzen. Wie sie erzählten gehören die Badeliegen und die Sonnenschirme zu den etwaigen Strandhotels und müssen für den Tag angemietet werden. Während wir hier auf der Terrasse sitzen, kommt ein kleineres Boot an den Strand gefahren und lädt drei junge Frauen aus. Vielleicht waren sie mit dem Ausflugsboot in Lindos, solche Bootstouren werden ja hier vor Ort auch angeboten. Die Frauen kommen ebenfalls auf die Terrasse herauf und bestellen an der Bar etwas zum Trinken und eine geschnittene Grape-fruite wie es ausschaut. In unmittelbarer Nähe von unserem Tisch setzen sie sich hin und Knabbern an ihrem Obst und unterhalten sich Intensiv. Nach einer dreiviertel Stunde brechen wir wieder Richtung Hotel auf.

Ein paar Meter vor unserem Hotel befindet sich ein Textil-Geschäft, wo man Kleidung, insbesondere Strandkleidung sowie Cocktailkleider aber auch Handtücher und Badekleidung kaufen kann. Wir schauen kurz mal hinein, es sind hier ganz nette Strandkleidung und Cocktailkleider zu sehen. Bei der Besitzerin fragen wir nach den Preisen der Kleider, die aber durchaus akzeptabel sind. Nach einer Weile hat meine Frau auch zwei Strandkleider gefunden, so daß wir jetzt zum Hotel zurück gehen können. Hier gehen wir zuerst auf unser Zimmer um unsere Sachen abzulegen, um gleich darauf zur Poolbar zu gehen um einen CubaLibre zu trinken.

Im Bereich der Poolbar befinden sich mehrere wunderschöne Bogeenvillea-Bäume, die ich schon seit unserer Ankunft bewundert habe. Ich mache noch schnell ein Bild von ihnen, ein Problem ist leider das sehr starke Tageslicht, um ein wirklich schönes Bild zu machen. Danach setzen wir uns auf die Badeliegen im hinteren Teil des Pools, um etwas von dem Starken Wind geschützt zu sein, der urplötzlich aufgetreten ist. Weiterhin haben wir natürlich hier auch noch etwas länger von der langsam unter-gehenden Abendsonne. Aber um 17:45 ist hier Schluß mit der Sonne, auch der Wind läßt nicht nach, so gehen wir auf unser Zimmer zurück um uns für den Abend fertig zu machen. Noch kurz im Fernseher Nachrichten zu schauen, man will ja auch im Urlaub etwas Informiert sein. Dann geht es auch schon in den Speisesaal, auch heute Abend sind auffallend weniger Gäste hier im Restaurant. Nach dem Essen (Pilzcremesuppe und danach Souflakispieße) machen wir wie gestern einen kleinen Spaziergang, bevor wir uns in die Poolbar setzen, die schon durchaus gut besucht ist. Das Pärchen aus Ansbach gesellt sich zu uns und es verspricht ein angenehmer Abend zu werden. Die beiden sind uns schon länger als sehr verliebtes Paar aufgefallen, heute gesteht sie, dass sie beide erst seit 17 Monaten beisammen sind, was uns nicht weiter erstaunt. In einem weiteren Gespräch stellt sich heraus dass ihr Partner seit vielen Jahren Urlaub (allein oder mit einem früheren Partner? ) in Ägypten macht, und in der selben Hotelkette zu Gast ist, in der wir früher viele Jahre ebenfalls zu Gast waren. Gegen 22:00 gehen wir alle in unsere Zimmer zurück.

Donnerstag, den 30. Sept. 2021

Auch heute Morgen sind wir um 7:30 aufgestanden zum Frühstücken in den Speisesaal, die Auswahl für uns ist die gleiche. Etwas Brot, Marmelade (wir sind süße Frühstücker auch im Campingurlaub) der gute Käse, meine Frau nimmt dazu einen Teller mit geschnittenen Tomaten und ein gekochtes Ei und zum Schluß Obst (Ananasscheiben, Kiwi oder halbierte Pfirsiche). Zum Trinken zwei Tassen Kaffee-Creme und einen Obstsaft, das war`s dann auch schon. Nachdem wir uns im Zimmer ganz fertig gemacht, suchen wir unseren Platz unter dem Olivenbaum auf. Hier verbringen wir die nächsten Stunden, holen uns an der Poolbar ein paar Getränke, es gibt einen alkoholfreien Cocktail der recht gut schmeckt. Über die Mittagszeit waren wir im Restaurant man könnte ohne weiteres darauf verzichten, aber die Geschmäcker sind halt verschieden. Unsere Ansbacher Bekannten loben das Essen hier im Hotel. Irgendwann machen wir noch einen Spaziergang zum Strand, hier stellen wir fest dass eines der großen Hotels hier am Strand, das Alfa Beach schon seine Pforten geschlossen hat. Heute ist es leider genauso windig wie gestern Nachmittag, so dass wir nach kurzer Zeit wieder ins Hotel zurück gehen. So verbringen den restlichen Nachmittag im Windschatten eines Baumes. Zum Abendessen gibt es heute Abend Schweineschnitzel oder gar Putenschnitzel, dazu nehmen Pommes Frites, die gibt es immer und die schmecken auch gut. Nach unserem kurzen Spaziergang setzen wir uns bei der Poolbar hin, allerdings etwas in den Windschatten. Auch unsere Ansbacher Bekannten kommen noch vorbei. So wird über vergangene Urlaubsreisen gesprochen, wir erzählen über die Hochzeit unserer Tochter in Kenia, was sie sehr Interressiert hat. Unsere Gespräche miteinander sind heute etwas problematischer, da die Musik von der Poolbar schon sehr laut ist. Auch heute ist um 22:00 Schluß für uns, und wir gehen alle auf unser Zimmer.

Freitag, den 01. Okt. 2021

Guten Morgen, heute ist unser letzter Tag hier auf der Insel Rhodos, und auch den wollen wir noch geniesen. Die vergangenen Tage hatten wir ein Bilderbuchwetter, jeden Tag blauer Himmel und Temperaturen von 27-28°. So kann man einen Urlaub geniesen. Ursprünglich hatten wir für Heute einen Ausflug nach Lindos geplant. Aber nach einem Gespräch mit unseren Ansbacher Bekannten haben wir davon Abstand genommen. Sie erzählten uns, dass der Weg von der Bushaltestelle bis zur Akropolis von Lindos nicht allzugut ausgezeichnet ist. Wenn man dann den Berg erreicht hat, geht es auf von den vielen Besuchern glatt geschliffenen Steinen den Weg hoch. Kurz vor dem Ziel hat sich dann eine Warteschlange gebildet, weil nur eine Kasse geöffnet hatte. Und das alles bei strahlendem Sonnenschein und einer Temperatur von 27°. Das müssen wir nicht haben. Also gehen wir wie gewohnt zum Frühstücken ins Restaurant, holen unseren Kaffee und ein Glas Apfelsaft, und danach unsere Brötchen und das übrige. Unsere Bekannten sitzen schon an ihrem Frühstückstisch beim Essen, viele der Gäste sitzen meist an den gleichen Tischen, soweit sie noch frei sind. Nach dem Frühstücken geht`s auf unser Zimmer, die Badekleidung anziehen und zurück zum Pool. Unser Olivenbaum wartet sicher schon auf uns.

Im Bildhintergrund unsere Badeliegen unter dem Olivenbaum

Wie immer um 11:00 öffnet die Poolbar ihre Jalousien und wir holen uns noch einen Kaffee Creme der hier recht gut schmeckt, und setzen uns in den Schatten der Bar. Im Anschluß nehmen wir noch einen alkoholfreien Cocktail, der ja auch recht gut schmeckt an unsere Badeliegen mit. So verbringen wir die Zeit bis zum Mittagessen hier am Pool, seit ein paar Tagen ist die Gästezahl schon etwas zurück gegangen. Gegen 13:00 gehen wir ins Restaurant um einen Teller mit Pommes, meine Frau ißt dazu immer einen Griechischen Salat, der ihr offensichtlich gut schmeckt. Danach gehen wir noch in die Rezeption wegen unserer Abholzeit vom Hotel. ( 24 Stunden vor Rückflug muß man den Rückflug bzw, die Transferzeit vom Transferpartner bestätigen lassen. Dazu wird bis 24 Stunden vor Abflug die Transferzeit durch die Rezeption des Hotels mitgeteilt). Sie wußten nicht wer der Ansprechpartner bzw, der Transfer-partner von uns war. Wir gingen auf unser Zimmer um die Buchungsunterlagen bzw. mein Tablet wo alles für die Reise gespeichert war zu holen. Die Örtliche Agentur war MTS Globe Hellas Tourist Service, auch eine Notfall Tel:-Nummer hatten wir dabei. Wir übergaben ihnen die Telefon-Nummer, nach einer Weile stellte sich heraus, dass durchaus eine Nachricht für uns angekommen war. Unsere Abholzeit hier im Hotel war demnach am Samstag um 14:15. Befriedigt gehen wir wieder zum Pool zurück, zuvor holen wir uns noch einen CubaLibre an unsere Badeliege. So vergeht auch unser letzter Urlaubstag auf Rhodos wie im Flug. Zum Abendessen gehen wir auch heute gegen 19:00, die übliche Prozedur mit Maske und Handschuhen, daran haben wir uns schon gewöhnt. Meine Frau sucht sich zum Essen einen Ofenfisch und dazu Kartoffeln aus, ich nehme mir ein Kalbsragout mit Nudeln. Beides schmeckt ganz passabel, dazu ein oder zwei Gläser Rotwein, der auf jedenfall sehr gut schmeckt. Danach drehen wir noch eine Runde um den Pool, und setzen uns anschließend zu unseren Ansbacher Bekannten an den Tisch. Zwecks der Verdauung hole ich uns zwei Ouzo mit Eis, das soll ja auch vor Erkältungen schützen, sagt zumindest die Hotelchefin. Auch heute ist unsere Unterhaltung Interressant und nett, die Frau macht einen sehr Symphathischen Eindruck. Nach zwei Bieren und die Uhr schlägt 22:00 ist auch heute die Zeit gekommen, dass wir uns eine gute Nacht wünschen, und in unsere Zimmer gehen.

Samstag, den 02.Okt. 2021

Es ist 7:30 als wir aufstehen und unser Abreisetag hier auf Rhodos, wir machen uns fertig zum Frühstücken. Danach packt meine Frau unsere großen Koffer zusammen. Um 11:00 ist Check-Out hier im Hotel, bis dahin müssen unsere Koffer aus dem Zimmer sein. Wir haben auch heute Morgen einen strahlenden Sonnenschein und die Temperaturen sollen heute noch bis 26° ansteigen. Wir verzichten heute auf unsere Badekleidung und setzen uns mit den Jeans auf die Liegen. Kurz vor 11:00 gehen wir auf`s Zimmer, holen unsere Koffer um in die Rezeption zu gehen. Dort geben wir den Zimmerschlüssel ab und stellen unsere Koffer in der Nähe der Rezeption ab. Hier können sie bis zu unserer Abfahrt bleiben. Mittlererweile ist die Poolbar geöffnet, so daß wir noch einen Kaffee Creme trinken können. Von unseren Ansbacher Bekannten ist nicht`s zu sehen. Um 12:00 gehen wir ein letztes Mal in`s Restaurant zum Essen. Wir holen uns aber nur einen Teller mit Pommes Frites, mehr wollen wir nicht essen. Kurz nach uns sind die Ansbacher im Speisesaal eingetrudelt, wir verabreden uns nach dem Essen in der Poolbar. Hier trinken wir gemeinsam noch einen Kaffee miteinander. Plötzlich taucht die nette Rezeptionistin auf und sagt dass unser Abholbus schon da ist, eine Viertelstunde vor der Zeit. Wir müssen uns überstürzt von ihnen verabschieden, wir hatten in den Vergangenen Tagen eine nette Unterhaltung mit den beiden. Ein ziemlich neuer Mercedes-Van steht vor dem Hotel, und darin sitzt ein junges Pärchen das mit uns bei der Anreise im Bus saß und noch weiter fahren mußte bis nach Kiotari. Das war dann geschätzt eine weitere halbe bis ganze Fahr-Stunde länger als bei uns. Ich fragte die beiden nach ihrem Urlaubsort bzw. dem Hotel aus, aber anscheinend hat sich die etwas weitere Fahrt für die beiden schon gelohnt. Sie stammen aus der Gegend von Biberach und sind wie wir mit Ryanair von Memmingen gekommen. Unser heutiger Busfahrer scheint ein kleiner Choleriker zu sein, wir hörten ihn immer wieder in sein Handy schimpfen. Aber um was es geht ist uns nicht klar. Auf dem Weg zum Flughafen müssen wir offensichtlich noch ein weiteres Pärchen mitnehmen. Unser Fahrer fährt jetzt mehrmals Hotels an, die zwar die gleichen Namen haben, aber andere Zusatznamen haben wie zb. Beach, Spa, Resort oder anderes beinhalten. Auf jeden Fall fährt er diese Hotels der Reihe nach an, aber es kommt halt kein Gast heraus. Seine Laune steigt ins Unermeßliche, er schimpft ins Telefon hinein, offensichtlich hat man ihm wohl die falsche Hotelliste gegeben.

Um 15:00 sind wir dann am Flughafen Diagoras angekommen, und haben unsere Koffer aus dem Bus geholt. Als erstes machen wir unseren Check-In auf Schalter 34 in der Eingangshalle und geben die Koffer ab Danach suchen wir die Toiletten auf, die sich ebenfalls hier im Erdgeschoß des großen Terminals befinden. Anschließend trinken wir noch unsere Wasserflasche leer, bevor es zur Zollkontrolle ein Stockwerk höher geht. Der Flughafen ist in einem sehr guten Zustand, überall sind Schilder mit der Bezeichnung Fraport zu sehen (wie schon zu Beginn meines Berichtes erwähnt, habe ich erst zu Hause die Beziehung zur Flughafen-Gesellschaft Frankfurt zuordnen können).

Unser Wartebereich befindet bei Gate 12, zuvor streifen wir noch durch den Duty-Free. Hier gibt viele hochprozentige Getränke, sowie Schokoladen von Lindt, Trumpf oder Toblerone. Meine Frau möchte unbedingt noch ein paar Kekse für den Flug kaufen, trotzdem alle Kassen vom Duty-Free von den Besuchern stark belegt sind. Nachdem sie fertig mit dem Einkauf war, sind alle Warteräume von den Gates 12,13,14 fast vollständig belegt. Mit Glück finden wir einen Sitzplatz abseits unseres Gates.

Um 16:25 ist dann Loading, unsere Maschine ist auch heute eine Boeing 737-800 mit 33 Sitzreihen. Wir sitzen jetzt in Reihe 30, also fast ganz hinten, gut eine Stunde später ist unser Abflug aus Rhodos. Über die Flugroute kann ich leider nichts sagen, da Ryanair keine Info-Montitore an den Sitzlehnen oder an der Flugzeugdecke besitzt. Durch das Einschwenken des Flugzeugs sehe ich dass wir zuerst die A96 überqueren und gleich darauf über die A7 fliegen unser Anflug zum Flugplatz im Memmingen ist demnach von Westen her. Unter uns ist jetzt Benningen mit der Fa. Christ gut zu erkennen. Unsere Ankunft hier in Memmingen (München West) ist um 19:13.

Es dauert noch ein paar Minuten bis wir an der Wartungshalle anhalten und in einen Transfer-Bus umsteigen können, der uns weiter bis zum Terminal bringt. Hier stehen schon einige andere Flugzeuge, von Wizzair, eine zweite Maschine von Ryanair und noch eine weiteres Flugzeug. Wir steigen aus dem Bus und gehen in die Halle wo sich das Kofferband befindet. Da wir in den letzten Jahren soviel Glück haben, warten wir auch heute bis die meisten Koffer ihre Besitzer gefunden haben. Von einer Passkontrolle konnten wir nichts feststellen, so verlassen wir unbehelligt die Halle. Unser Schwiegersohn sollte uns abholen, vor dem Terminal steht eine Menschenmenge dass man fast glaubt in Frankfurt oder München zu sein (200-300 Personen). Telefonisch nehmen wir Kontakt mit ihm auf, da keine weitere Sichtmöglichkeit besteht. Kurz darauf haben wir einen Sichtkontakt und können uns begrüßen.

Fazit: Unsere Reise auf die Insel Rhodos war sehr schön, vor fünf Jahren waren wir schon einmal mit einem Kreuzfahrtschiff hier auf der Insel. Rhodos-Stadt (Altstadt) ist wunderschön und immer eine Reise wert. Von der Insel selber haben wir nicht allzuviel gesehen, außer dass die ganze Insel ist sehr felsig ist. Die Tagestemperaturen in dieser Woche lagen bei ca 28°, an zwei halben Tagen war auch etwas Wind mit dabei. Unser Hotel Marianna Palace war nett, ein Familienhotel für die Gäste, sowie auch im Besitz einer Familie. Die Poolanlage war ansprechend, die Zimmer waren schön eingerichtet, in einem Teil der Anlage waren die Bäder renoviert mit begehbarer Dusche. In unserem Zimmer mit Blick auf den Pool, das wir uns dann ausgesucht haben, waren die alten Bäder mit einer (schmalen ?) Badewanne. Der Service und das Personal waren gut und sehr freundlich. Das Essen hier im Haus hat unseren Anspüchen leider nicht genügt, hier müßte eine bessere Qualität möglich sein. Aber man muß auch dazu sagen, die Geschmäcker sind verschieden, zb. unsere Ansbacher Bekannten waren mit dem Essen oder ihrer Qualität sehr zufrieden. Diese Beurteilung muß also jeder für sich machen.

In diesem Sinne einen schönen Urlaub.

Unsere Reise nach Südtirol – Juni 2021

Vorgeschichte: Auch in diesem Jahr hat uns der Corona-Virus noch nicht verlassen. Nachdem ich meinen Traum von einer Camping-Reise nach meinem geliebten Südfrankreich/Provence auch in diesem Jahr begraben musste. So suchten wir nach Alternativen und entschlossen uns wie im letzten Jahr einige Tage an der schönen Mosel zu verbringen. Zuerst dachten wir daran, wieder nach Zell an der Mosel zu fahren wo uns der Campingpark gleichen Namens doch recht gut gefallen hat. Das Problem waren eher unsere geplanten Ausflüge mit dem E-Bike, die auf den gleichen bekannten Wegen stattfinden würden. Wir entschieden uns für einen anderen Campingplatz ebenfalls an der Mosel. Danach wollten wir noch für ein paar Tage in die Eifel fahren. So buchten wir Mitte März auf beiden Campingplätzen jeweils 10 Urlaubstage, ohne zu wissen was uns Corona für Auflagen bringen wird. Einige Tag vor unserem Urlaubsbeginn stellt sich heraus, dass beide Camping-Plätze zwar geöffnet, aber die Waschhäuser und Toiletten geschlossen bleiben. Wir müssten unsere Wasch und Toilettengänge alle insgesamt im Caravan machen, was wir strikt ablehnen. So sind wir gezwungen uns neu im Ausland zu orientieren, und stoßen hier auf Südtirol als näher erreichbares Ziel. Nachdem die hier dazu notwendigen Corona-Formalitäten geklärt sind, buchen wir 10 Urlaubstage im Schlosshof in Lana nahe der Kurstadt Meran. Und als Ergänzung weitere 5 Tage auf dem Campingplatz auf der Seiser Alm nahe bei Bozen.

Dienstag, den 15.06.2021

Es ist kurz nach 6:00 heute Morgen als wir aufstehen, in wenigen Stunden beginnt unsere diesjährige Urlaubsfahrt nach Südtirol. Nach einem leichten Frühstück und der Morgentoilette beginnt die notwendige Arbeit. Unseren Caravan haben wir schon die vergangenen Tage bestückt, so daß nur noch die Kühlsachen und verschiedene Lebensmittel im Wohnwagen verstaut werden müssen. Wir haben dieses Jahr ein anderes Zugfahrzeug wie die vergangenen Jahre als wir mit einem Audi Q5 in den Urlaub fuhren. Der VW Tiguan Allspace ist geringfügig größer als der Audi, somit können wir unsere kleinen E-Bikes noch komfortabler im Kofferraum unterbringen.

Aber zurück zum Caravan, den haben wir am Montag Nachmittag schon auf den Parkplatz vor dem Haus untergebracht. Unser Hausnachbar hat uns den Tausch großzügig angeboten. Den Caravan am Abfahrtstag aus der Garageneinfahrt zu bugsieren, habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Wir haben in unmittelbarer Nähe eine große Schule mit, auch bei uns in der Straße parkenden Schülern und Lehrern. Aber auch Nachbarn die manchmal rücksichtslos ihre Auto in der kleinen Stichstraße parken.
Aber heute Morgen geht alles gut, so dass wir um kurz nach 9:00 die Bergstraße verlassen können. Von unseren Nachbarn Rita u. Theo H. ist nichts zu sehen, nur unsere Hausnachbarn die Fam. Z. winken uns nach. Über die Spittalstrasse, die Memminger Straße, sowie die Sebastian-Kneipp-Straße verlassen wir Ottobeuren in südlicher Richtung. Vorbei an der Allgäuer Volksternwarte, an meinem ehemaligen Arbeitsplatz (der Fa. Multivac) vorbei, erreichen wir die Autobahnauffahrt der A7 bei Bad Grönenbach. Wir haben relativ wenig Verkehr, so dass wir schon nach einer Fahrstunde den Grenztunnel bei Füssen durchfahren. Auch die Österreicher sind uns heute gnädig, es gibt keinen Ampelstopp bei Reutte und am Fernpass gibt es nur eine kleine Baustelle, wo wir vielleicht 10 Minuten warten müssen. In Bichelbach einem kleinen Ort kurz nach dem Fernpass tanken wir unseren VW Tiguan voll. An der hiesigen Oil- Tankstelle kaufen wir auch die notwendige Österreichische Autobahn-Vignette. Das kleine Dorf Bichelbach ist mir aus den Jahren wo wir mit unseren Kindern aus dem Urlaub in der Toskana und dem Gardasee gekommen sind, noch gut bekannt. Hier im Landgasthof Post haben wir öfters unsere letzte Urlaubsmahlzeit zu uns genommen, bevor es weiter nach Hause ging.

Kurz vor 12:00 haben wir die Autobahn-Raststätte im Inntal kurz vor der Landes-hauptstadt Innsbruck erreicht. Hier verbringen wir fast eine dreiviertel Stunde bei einer kleinen Brotzeit, bevor es weitergeht. Eine kleine Episode nebenbei, als wir im Caravan sitzen läuft plötzlich ein Hund frei an unserem Wohnwagen vorbei, und wenig später auch sein Besitzer. Ob der seinen Hund wieder gefunden hat, haben wir nicht mehr gesehen. Um 13:00 haben wir schon die Europabrücke bei Schönberg überquert, und machen an der dortigen Raststation halt, wo wir eine weitere kleine Pause machen. Errinerungen werden wach als die Brücke in den 60er Jahren gebaut wurde, meine Schwester und ich und unseren Eltern auf der alten Brennerstraße in Richtung Süden fuhren. Vorbei an den fast 200 Meter hohen Säulen die heute die Brücke tragen. Zusammen mit meiner Frau gehen wir zur Europabrücke zurück und machen ein paar nette Bilder von der Brücke und seiner schönen Umgebung.

Wir haben heute einen strahlend blauer Himmel um uns herum, die Temperatur laut meinem Auto-Thermometer beträgt 26°. Wir nehmen uns die Zeit, da wir ja nicht vor 15:00 unser heutiges Ziel den Campingplatz Seiser Alm erreichen müssen. Wenige Minuten nachdem wir weiter gefahren sind kommen wir schon an der Mautstelle der ASFINAG Schönberg an. Hier opfern wir weitere 10 Euro an die Österreichische Staats-kasse. Um 13:30 erreichen wir die Italienische Grenze am Brenner, die Temperatur beträgt hier oben auf 1370 Meter immer noch 25°. Dann geht es auch schon weiter Richtung Sterzing wo sich die Italienische Mautstelle befindet, und wir eine weitere Vignette ziehen. Kurz darauf fahren wir schon an der Franzensfeste vorbei,
(die um 1834 von Kaiser Ferdinand I erbaut wurde, und als unüberwindbare Alpenfestung konzipiert war).
Bei Klausen möchte uns das Navi von der A22 herunter führen, um uns über das Grödnertal zur Seiser Alm hinauf zu bringen.
Laut der Zufahrtsbeschreibung des Campingplatzes wird die Anfahrt mit dem Caravan über die Autobahnausfahrt Bozen-Nord/Blumenau empfohlen. Daran möchte ich mich schon halten, zumal ich die Strecke nicht kenne, und wir mit einem nicht allzu kleinem Wohnwagen unterwegs sind. Wie geplant verlassen wir die Autobahn bei Bozen und tasten uns weiter nach Blumau wo sich die Auffahrt zur Seiser Alm, mit seinen Orten wie Seis, Völs und Kastelruth befindet. Die Straße ist zum größten Teil direkt am Berghang gebaut und mit seinen 17% Steigung durchaus anspruchsvoll. Unser Tiguan mit seinen 200 PS kämpft sich meist im 2. bis 3. Gang die Pass-Straße hoch. Kurz vor 15:00 haben wir den Völser Ortsteil St. Konstantin wo sich unser Campingplatz befindet erreicht. Trotz der Höhe von 880 Metern haben wir auch hier eine Temperatur von 26°. Vor der geschlossenen Schranke stehen schon mehrere Wohnmobile und Wohnwagen deren Besitzer sich in der schon geöffneten Rezeption zur Anmeldung befinden.

Meine Frau und ich warten auf Grund der Corona-Auflagen vor der Türe bis wir aufgerufen werden, meine Frau geht dann allein hinein, und meldet uns an. Sie bekommt einen Platzplan auf dem mehrere freie Stellplätze angezeigt sind die wir uns anschauen können. Wir schauen uns einige der Plätze auf den verschiedenen Etagen bzw. Niveaus an und entscheiden uns dann für die Platznummer 511 der einen guten Eindruck auf uns macht. Der Platz ist von Sträuchern und einem schönen Nadelbaum umgeben und direkt vor uns ragt der Schlern in die Höhe. Wir holen unser Gespann vom Eingang und fahren hinunter zum ausgesuchten Platz und hängen den Caravan ab. Mit unserem Mover (Elektroantrieb) fahre ich den Wohnwagen auf den Platz und drehe ihn parallel zur Straße hin. Ich bin schon fertig damit, da kommt plötzlich ein Mann auf dem Fahrrad und meint; das von Seiten des Campingplatzes gewünscht wäre, den Caravan in Richtung zur Straße stellen. Weil z.b. die Wasser und Abwasser-leitungen so gelegt sind, er ist äußerst freundlich und besteht nicht voll darauf, aber er legt großen Wert darauf. Er zeigt mir die Vorteile auf und kann mich überzeugen, wir unterhalten uns noch eine Weile ganz nett.
Im Anschluß daran frage ich ihn, wer er denn sei, Seine Antwort darauf: Er sei der Ehemann der Besitzerin.
Im darauf folgenden Gespräch erzählt er, dass seine Familie im 1900. Jahrhundert aus dem Grödnertal zugewandert und sein Großvater hier mehrere Bauernhöfe gekauft hat. Ich fragte ihn ob aus der Besitzerfamilie ein bekannter Bergsteiger stammte, was er aber verneinte.
Als ich später einmal im Internet recherchierte konnte ich feststellen, dass mein Gesprächs-partner Erhard Mahlknecht ein ehemaliger italienischer Naturbahnrodler und mehrfacher Medailliengewinner war.
Ein liebenswürdiger und bescheidener Mann!! .

Nachdem wir also fertig waren mit dem Aufstellen des Caravans, und unseren Tisch und die Stühle aus dem Auto geholt haben, ist erstmals eine Pause angedacht. Meine Gattin schenkt uns ein Glas Hefeweizen ein, das wir genüßlich trinken. Wir sind trotz des kurzen Fahrweges hier nach Südtirol doch etwas angeschlagen. Etwas später gibt es dann noch eine Tasse Kaffee bzw. Cappuccino und Kuchen zum Essen. So geniesen wir die wunderbare Aussicht auf den Schlern (Wahrzeichen von Südtirol 2563 Meter) der direkt vor unseren Augen in die Höhe ragt. Erst gegen 18:30 rollen wir unsere Markise aus, die Sonne steht sowieso schon hinter unserem Wohnwagen, so daß keine Eile mehr besteht. Nachdem die Markise steht, entschließen wir uns die Klimaanlage anzuschließen.

Wir haben im letzten Jahr eine Klimaanlage für Caravans gekauft, sie wird einfach in ein Fenster eingebaut/eingehängt. Wir konnten sie bisher nicht richtig testen, das bietet sich ja hier in diesem Urlaub an. Es ist jetzt 19:00 und es ist immer noch 26° warm, und es ist zu erwarten das die Temperatur im Caravan bis zu unserer Schlafenszeit nicht nennenswert nach unten geht.

Heute Abend gibt es wie immer nach einer Urlaubsanreise nur eine Brotzeit, die aus einer Bratensülze, Hering, Käse und Schinken besteht, dazu natürlich ein oder zwei Hefeweizen. Um 22:30 haben wir uns Bettfertig gemacht und sind noch einmal in das Waschhaus mit dem ansprechenden Namen Dolomiten-Bad gegangen. Es hat zwei Eingänge, einer von unserer Straße zugänglich, ein offenes Treppenhaus, der andere Eingang ist von einer tieferen Platz-Etage zu begehen. Alles ist hier picobello sauber und wird mehrmals Täglich gereinigt, hier im Waschhaus besteht ebenfalls Maskenpflicht.

Mittwoch, den 16.06.2021

Es ist 8:00 als wir heute Morgen aufstehen, wir haben ausgezeichnet geschlafen und die Temperatur im Caravan lag jetzt bei 20°, offensichtlich hat die Klimanlage schon etwas gebracht. Zum Frühstück gibt es heute noch ein Zopfbrot das wir noch von zu Haus mitgebracht haben, dazu verschiedene Marmeladen, Honig und zum Schinken bzw. Käse ebenso ein Schwarzbrot.
Nach unserem Gang ins Waschhaus/Toilette entschließen wir uns kurz nach 10:00 mit dem Auto nach Kastelruth zu fahren, um eigentlich einen Fahrweg für unsere kleinen E-Bikes kennen zu lernen. Wir kommen an der Talstation der Seiser-Alm-Seilbahn vorbei die sich zwischen den Orten Völs und Seis befindet. Bis nach Kastelruth sind es ca. 10 Kilometer und es herrscht ein reger Verkehr, mit dem Fahrrad zu fahren ist hier nicht daran zu denken. Der Ort Kastelruth mit seinen knapp 7000 Einwohnern liegt lang gestreckt an der Landstraße 25, er macht einen sehr jungen und gepflegten Eindruck. Als erstes suchen wir einen Parkplatz für unser Auto, sehen kurz darauf einen Hinweis auf ein Parkhaus und fahren kurz entschlossen in diese Einfahrt hinein. An der Schranke merken wir, das wir an der Ausfahrt des Parkhauses gelandet sind. Es dauert einige Zeit bis wir rückwärts wieder auf die Hauptstraße zurück stoßen können, da ein reger Verkehr herrscht. Hundert Meter weiter befindet sich doch tatsächlich die Einfahrt ins Parkhaus, wo wir jetzt unser Auto abstellen. In der Nähe des Parkhauses sind die Kastelruther Spatzen als mannshohe Skulpturen dagestellt. Es wäre schon toll wenn wir als Beispiel hier im Ort Norbert Rier begegnen würden (Er ist natürlich auch der einzige aus der Gruppe den wir gleich erkennen würden).

Zu Fuß gehen wir in Richtung Zentrum wo zwei Gemeindearbeiter mit einem Walzen-reinigungs-Gerät den kleinen Marktplatz säubern. Auf einer Karte die wir vom Campingplatz bekommen haben, finden wir die Beschreibung zu einen kleinen Spaziergang “Rund um den Kofel“.

Der Rundgang beginnt am rechten Torbogen in Richtung Kofel/Kalvarienberg. Um den gesamten Kalvarienberg führt ein relativ ebener Rundgang mit einem wunderschönem Blick auf Kastelruth und die umliegenden Dörfer. Hier ist auch eine Szene am Kalvarienberg/Jerusalem dargestellt.


Was mir hier an Hand der Bilder und Statuen im Ort auffällt, die Menschen hier sind offensichtlich sehr gläubig. Nach unserem Rundgang besuchen wir kurz die nette Kirche und danach setzen wir uns in den Vorgarten vom Hotel Lamm****. Meine Gattin bevorzugt einen Aperol Spritz und ich einen Cranberry Spritz, so geniesen wir die Zeit und diesem schönen Vormittag, es ist mittlererweile gleich 12:00 Mittags. Kurz darauf kommen Bedienstete aus dem Rathaus und setzen sich ebenfalls hier auf die Terrasse. Eine Frau aus dieser Gruppe hat offensichtlich Geburtstag, sie bekommt ein paar Geschenke aus der kleinen Gruppe. Wenig später bringt der Wirt eine riesige Holzplatte auf dem sich Lachsschnittchen oder Ähnliches befinden, den das Geburtstagskind anscheinend ausgegeben hat. Die grüne Salat-Umrandung der Platte ist aber das meiste davon. Ich besuche noch kurz die Toilette im Untergeschoß des Hotels, was ich hier sehe ist sehr ansprechend und Schön.

Nach einer Stunde brechen wir wieder auf, um den restlichen Nachmittag am Campingplatz zu verbringen. Hier angekommen machen wir eine kleine Pause, im Anschluss sind für mich noch Wartungsarbeiten angesagt. Die Toilettenkassette muss noch entleert werden und das Wasser in den beiden Behältern frisch aufgefüllt. Danach machen wir eine Platzrunde, besuchen anschließend die hübsche Terrasse des Platz-eigenen Restaurant „die Quelle“ und machen ein paar Bilder davon. Auch hier ist der schöne Ausblick auf den Schlern vorherrschend. Auf dem Camping der in vielen Etagen angelegt ist, sind Wohnmobile meiner Einschätzung zu 75% in der Überzahl. In allen Größen von Carthago, Hymer, Morelo oder Modelle von NIESMANN+BISCHOFF stehen sie hier am Platz.


Wir gehen wieder zu unserem Stellplatz zurück, trinken eine Tasse Cappuccino und essen dazu ein Stück Kuchen von zu Hause. Danach schaue ich mir noch das Schwimmbad, das ein paar Meter weiter und eine Ebene weiter oben liegt. Auch das hat eine schöne Größe und ist seit Corona mit 14 Personen bzw. Liegen begrenzt, man muss sich in der Rezeption dazu anmelden. Am späten Nachmittag möchte meine Frau noch einen Spaziergang machen. Als näheres Ziel bietet sich der Völser Weiher an, es gibt verschiedene Wegweiser mit unterschiedlichen Entfernungsangaben. Wir suchen uns den kürzesten Weg aus, aber was man hier in der Gegend aber niemals vergessen sollte, es geht immer bergauf. Auf dem Weg dahin führe ich noch eine Unterhaltung mit einem Pferd das in der Koppel steht und mir aufmerksam zuhört.

Im Nachhinein stellt sich unser Weg als der Längste dar. Nach fast einer Stunde haben wir den kleinen See erreicht und waren sehr überrascht über die Menge der Besucher in allen Altersgruppen. Offensichtlich ist der kleine Badesee ein Naherholungsgebiet für die Jugend aus dem ganzen Hochtal, die auch mit dem Bus aus den anderen Orten kommen. An einem der vielen Badestege verbrachten wir eine halbe Stunde bis wir uns wieder zum Heimweg aufmachen. Dabei wurden wir von einer Gruppe Jugendlicher überholt, die plötzlich einen anderen Weg wählten. Kurz entschlossen folgten wir Ihnen und siehe da „unser Heimweg wurde um mindestens die Hälfte weniger“.

Zum Abendessen gibt es heute Schupfnudeln mit Ei, dazu Apfelmus und für mich zum Trinken ein Glas mit Weizenbier. Nach dem Abspülen des Geschirres das meistens mein Part ist, gehen wir nochmals eine Runde über den Campingplatz, der sehr gut gefüllt ist. Es gibt noch einen Platzteil der zwei Etagen über uns liegt, der aber sehr begehrt ist, nur der Weg zum Waschhaus ist dementsprechend weit. Was aber in meinen Augen mehr zählt, sie haben den Wald direkt im Hintergrund und sehen vom wunderschönen Bergmassiv des Schlern rein gar nichts. Zwischenzeitlich haben wir unsere Klimaanlage eingeschaltet um die Tagestemperatur etwas nach unten zu bringen. Danach sitzen wir vor dem Caravan, zum Trinken hole ich mir eine Flasche Sangria, den ich im Urlaub sehr gern trinke. Er ist ja eigentlich ein Fruchtsaft-Getränk mit minimal Alkohol darin. Meine Gattin bevorzugt ein Glas Wein, mal Weißwein meistens aber einen guten Roten. Es ist viel los auf der Straße an unserem Wohnwagen vorbei, die einen gehen auf die Toilette, wiederum andere noch zum Geschirr spülen ins Waschhaus.
Kurz nach 22:00 gehen wir ebenfalls ins Waschhaus und machen uns Bettfertig, es war ein schöner und langer Tag.

Donnerstag, den 17.06.2021

Kurz nach 7:30 stehen wir auf, meine Gattin geht in den kleinen Shop hinter dem Restaurant um frische Brötchen zu holen, sie haben eine nette Auswahl an Backwaren. Was hier Außergewöhnlich ist, es wird nach Gewicht und nicht nach der Menge abgerechnet. Der Himmel ist heute Morgen grau und wir haben einen Hochnebel, gegen Mittag soll die Sonne heraus kommen. Laut Wetterangabe im Handy kann es heute Nachmittag noch Regnen.
Kurz nach 10:00 sind wir vom Campingplatz aufgebrochen, mit dem Auto sind es ja nur ein paar Minuten bis zur Talstation der Seiser Alm. Hier kaufen wir die Eintrittskarten, pro Person 17€, dann geht es auch schon los. Wir haben eine Gondelkabine nur für uns allein, im Normalfall reicht der Platz wohl für bis zu 8 Personen. Auf dem Weg nach oben ist es noch teilweise Dunstig, dagegen auf der Bergstation auf der Seiser Alm auf 1850 Metern ist die Sonne schon durch gekommen.

Compatsch heißt der kleine Ort hier oben auf der Hochalm, es gibt ein paar Hotel sowie verschiedene Shops. In einem davon kaufe ich mir einen verstellbaren Spazierstock in der Hoffnung das mir das Laufen leichter fällt (bei unserem Spaziergang zum Völser Weiher benutzte ich einen großen Ast zum Laufen und zur Unterstützung).
Hier man kann auch mit dem Pferdewagen auf verschiedenen Wegen fahren und mehrere Hütten besuchen. Die Seiser Alm kann man auch zu bestimmten Uhrzeiten mit dem Auto besuchen, der Autobus und verschiedene Lkws fahren den ganzen Tag hier hinauf. Von Compatsch führt eine Verbindungsstraße bis nach Saltria (1690m). In der Nähe von Compatsch führen zwei Lifte rechts und Links der Straße nach Saltria einmal hinauf zum Panorama-Hotel 2009m, und zur Linken zur Puflatsch-Bergstation 2104m. Einige Kilometer weiter führt der Florianlift (Vierer-Sessellift) von der Hochalm hinauf bis zur Williamshütte auf 2100m. Wir stehen also hier in Compatsch und wissen nicht, in welche Richtung wir laufen sollen. Von Bergtouren haben wir absolut keine Ahnung, auf unserer Wegkarte sehen wir die Puflatschhütte liegen, vergessen aber dabei daß es bis dahin wohl einige hundert Meter in die Höhe geht. Wir fragen ein Ehepaar aus Franken nach für uns machbare Ziele, sie meinen wir sollten entlang der Straße bis nach Rauch laufen, zurück könnten wir Notfalls mit dem Autobus fahren. Wir laufen also los in die neue Richtung, auf halbem Weg meint meine Gattin daß wir nicht neben den LKWs und Bussen auf der Straße herlaufen sollten.

Also wechseln wir wieder die Richtung und gehen jetzt auf einer Bergstraße die sanft ansteigt ins Irgendwo führt. Es geht immer weiter bergauf, wir kommen am Berghotel Santner vorbei, in der Ferne kann man das Alpenhotel Panorama erkennen, wo ein Sessellift herauf führt. Immer wieder werden wir von Pferdewagen, Radfahrern und Traktoren mit (leeren) Viehanhängern überholt.

Nach etwa einer Stunde haben wir das Alpenhotel Panorama in 2009 Meter erreicht. Das Wetter ist schön, die Temperatur etwas frisch aber nicht unangenehm, und die Zeit 12:20. Der Schlern sowie der Plattkofel und Langkofel beides 3000 Meter hoch, sind zum Teil in Wolken gehüllt. Hier oben sind wunderschöne blühende Almwiesen aber keine Kühe. Als wir das Hotel erreicht haben beschließen wir eine kleine Pause zu machen, auf der Terrasse finden wir noch Platz und bestellen etwas zum Trinken. Meine Gattin bekommt Appetit auf ein Essen und so bestellt sie für sich Frankfurter Würstchen mit Pommes Frites.

Kurz vor dem Hotel kreuzen sich viele Wege auf denen viele Montain-Biker aber alle mit E-Motor unterwegs sind. Von hier aus kann man die noch mit Schnee überzogenen Gipfel des Langkofel oder der Sellagruppe in etwas weiterer Entfernung sehen. Es ist wunderschön hier oben, wo dann im Winterhalbjahr der Skizirkus stattfindet.

Diese zwei Bilder sind nicht von mir

Nach einer Stunde machen wir uns wieder auf den Weg nach unten, der Himmel ist mit Schleierwolken bedeckt und wir wissen nicht was heute Nachmittag noch kommt. Wir sind froh um unsere Windjacken die wir jetzt beim Abwärts gehen, wieder anziehen. Nach einer dreiviertel Stunde sind wir wieder unten bei der Bergstation in Compatsch auf 1850m, die Temperatur laut Anzeige in der Bergstation liegt im Moment bei 20,1°. Zuvor haben wir die Pferde der Kutscher mit unseren Apfelresten erfreut. Nach ein paar Minuten auf einer Bank in der warmen Sonne sitzend, machen wir uns mit dem Lift auf den Weg zurück ins Tal. Es ist jetzt mittlererweile 14:00 geworden.

Von der Talstation in Seis bis zu unserem „Campingplatz Seiser Alm“ sind es nur ein paar Auto-Minuten.
Am Stellplatz angekommen trinken wir erst noch einen Cappuccino mit einem Stück Kuchen, den wir noch von zu Hause mit gebracht haben. Hier unten ist es Sonnig und sehr warm, so daß wir uns in unsere Liegesessel lümmeln und die Ruhe geniesen. Kurz nach 18:00 gibt es ein schmackhaftes Abendessen nämlich „Rindergulasch mit Semmelknödel“, dazu ein Glas Franziskaner Weißbier und für die Gattin ein Glas Weißwein.

Freitag, den 18.06.2021

In der Nacht bzw. dem frühen Morgen hat es Stark geregnet, man könnte auch von einem Wolkenbruch reden, wenn es hier in Südtirol Regnet dann wirklich sehr fest. Wie wir ja von unserem Aufenthalt im letzten Jahr hier im Passeier Tal wissen. Hermine ist in der Nacht noch aufgestanden und hat diverse Sachen in Sicherheit bzw. unters Dach gebracht. Es ist immer noch trüb, wahrscheinlich bleibt es den ganzen Tag so. Um 8:00 gehe ich den kleinen Berg bei der Rezeption hoch um im Lebensmittel-Shop ein paar Brötchen zu holen, während meine Gattin den Frühstückstisch herrichtet. Später habe ich noch unseren kleinen Vorzeltteppich zusammen gerollt und am Wasserhahn mit dem Schlauch abgespritzt, zum weiteren Abtrocknen dann über den Stromkasten gehängt.
Nach 10:00 sind wir aufgebrochen, wir wollen heute bei dem bescheidenen Wetter nach St. Ullrich ins Grödner Tal fahren. Der Weg führt uns wieder über Kastelruth dann weiter über den Passo Pinei 1442m hinunter ins Tal. Diese Paßstraße hat ebenso eine große Steigung mit engen Kurven wie der Weg von Blumau nach Völs herauf. Ich war ja vor etwa 48 Jahren schon mal mit einer Jugend-Gruppe in St. Ullrich, aber nachdem wir hier vor Ort waren, fehlte mir jede weitere Errinnerung daran. Als erstes fanden wir ein Parkhaus wo wir unseren Tiguan abstellen konnten. Die Parkgarage Central ist nur einige Meter vom Zentrum?? enfernt. Wir gehen an der Pfarrkirche St. Ullrich vorbei, kommen am 5***** Hotel Adler vorbei, das einen tollen und gepflegten Eindruck auf uns macht.

Ein paar Meter weiter unten sind einige Marktbuden aufgestellt, hier müssen wir aber unsere Corona-Masken aufsetzen. Wir kommen noch an weiteren Hotels vorbei die allen einen guten Eindruck machen. Nach Rechts geht es zur Hauptstraße und zum Grödner Bach (Rio Gardena) der weiter zur Eisack fließt. Jetzt gehen wir langsam wieder zurück, in der kleinen Fußgängerzone sehen wir ein Cafe mit einer Außenterrasse, wo wir uns jetzt an einen Tisch setzen, und dem regen Treiben hier in der Fußgängerzone zu schauen.

Wir bestellen zwei Aperol Spritz mit Sekt beim Kellner, wie es sich im nach hinein heraustellte, war der Alkohol aber für den Geschmack kein Nachteil. Dazu gab es einen kleinen Teller mit Brötchen belegt mit Südtiroler Schinken, ein Schälchen mit Oliven und Pepperoni sowie Kartoffel-chips. So verbrachten wir fast eine Stunde auf der Terrasse des netten Cafes, bevor wir zurück zum Parkhaus gehen in dem der Tiguan auf uns wartet. Auf dem Rückweg fahren wir wieder die gleiche Strecke nach Kastelruth. Plötzlich zeigt unser Navi den Eintrag „Fuschghof“
(Der Fuschghof im Weiler St. Oswald ist die Heimat-Adresse des Sängers der Kastelruther Spatzen Norber Rier der auf diesem Hof eine Haflingerzucht betreibt).

Kurz entschlossen beschließen wir den Fuschghof zu suchen, um Norbert Rier wenigstens aus der Ferne zu sehen. Die erste Abfahrt nach St. Oswald ist wegen einer Straßenbaustelle bei Telfen gesperrt. Jetzt fahren wir weiter aber in der Ortschaft Seis, mitten im Centrum sehen wir die nächste Abfahrt in den Weiler St. Oswald. Zunächst geht es über Wiesen und Felder und dann über schmale Straßen in den Wald und in die Höhe hinauf. Ab und zu kommen wir an einsamen Bauernhöfen vorbei dem Fuschghof immer näher. Es wird immer einsamer die Straße bleibt schmal trotz den vielen Bushaltestellen die wir unterwegs sehen. Hoch oben im Wald kommen wir an ein Straßenstück wo vom gestrigen Regen ein gut 50 Meter langes Stück mit Erdreich und sonstiges vom Hang herab auf die Straße gespült wurde. Ganz vorsichtig im Schritttempo fahren wir durch und kommen unserem Ziel immer näher. So langsam kommen wir wieder ins Tal in einer Haarnadelkurve sehen wir auf der rechten Seite einen schönen Bauernhof weit in der Wiese stehen. Allerdings ist die Zufahrt auf die Wiese versperrt und es befinden sich andere Namen auf den Namens-Schildern. Am Beginn der Kurve auf der Linken Seite geht ein steiler Weg noch oben, wo wir ebenfalls einige Meter gehen. Ohne Erfolg, weiter oben ist nur eine alte Scheune zu sehen. Wir fahren weiter nach unten zwischenzeitlich müssen wir noch einem Kleinbus mit ca. 20 Sitzplätzen und einem kleineren LKW ausweichen. In einer weiteren Kurve kommt noch eine Gaststätte, dann ist auf dem Navi die Anzeige vom Fuschghof auch schon wieder verschwunden.

Adieu Norbert Rier, es ist schade daß wir dich nicht gefunden haben.

Auf einem anderen Weg fahren wir wieder nach Seis am Schlern zurück, müssen dort einem Auto ausweichen das uns entgegen kommt. Wie es sich heraus stellt sind es unsere netten Campingnachbarn von gegenüber, die heute Morgen ihr Zelt abgebaut haben. Wir müssen ein kleines Stück mit dem Auto zurück stoßen. Die Straßen hier sind vielleicht 3 Meter breit, wie mag das hier im Winter ausschauen, wenn überall Schneeverwehungen sind und dann ein Fahrzeug entgegen kommt. Ich mag mir das gar nicht vorstellen.
Um 14:15 sind wir wieder am Platz angekommen, als erstes machen wir eine Brotzeit, bestehend Käse, Salami und Leberwurst, wir haben ja noch Brötchen vom Frühstück übrig. Eine knappe Stunde später runden wir das Ganze noch mit Kaffee und Kuchen ab, wir liegen danach in der warmen Sonne, es sind bestimmt schon über 25° heute Nachmittag. Irgendwann spricht mich eine Dame auf meinen Reiseblog an, im Heckfenster unseres Caravans habe ich ein hübches Plakat hängen das auf meinen Reiseblog hinweist. Wie auch immer, aus dem Gespäch ist zu entnehmen, das sie einige meiner Reiseberichte gelesen und viele Details darüber wußte. Das freute mich natürlich, wenn man eine positive Resonanz über seine Arbeit bekommt. Später nehme ich mir meinen Fotoapparat um noch ein paar schöne Bilder von unserem Camping-platz zu machen. Der Platz ist wirklich schön / gelegen, wie schon erwähnt auf mehreren Ebenen und Terrassen, man hat eine gute Aussicht nach allen Seiten. Viele große Wohnmobile sind hier, ob sie Eigentum sind, darf in der heutigen Zeit bezweifelt werden. Ich mache auch ein paar Bilder vom Dolomiten-Bad, das aus zwei Etagen begehbar ist, und immer Sauber gehalten ist. Ebenso suche ich das Freibad auf, das recht hübsch ist und eine nette Größe hat.

Heute Abend gibt es Tortellini mit einer Sahnesoße und Pilzen zum Essen, zum Trinken gibt es ein Glas Hefenweizen. Dann wie immer Spülen im Waschhaus, das aber auch mit Geschirrspülautomaten ausgestattet ist. Nach 22:00 ist für uns Bettruhe angesagt, der Tag war schon anstengend aber auch Interressant.

Samstag, den 19.06.2021

Es ist 7:45 als wir aus den Federn hüpfen, die morgentliche Temperatur liegt heute bei etwa 20°. Wir haben einen Hochnebel unsere schöne Aussicht zum Schlern hinauf ist zum großen Teil in dichten Nebel gehüllt. So langsam und zaghaft kommt aber die Sonne aus den Wolken hervor, es soll trotz allem heute ein Sonniger Tag werden. Die ersten neuen Campinggäste treffen schon ein, nachdem gestern großer Abreisetag für viele Camper war, liegt im Moment die Belegung bei etwa 60%. Was sich im Verlauf des heutigen Tages sicher relativieren wird. Mittlerweile ist es 10:15 geworden, wir wollen heute einen kleinen Wandertag machen, und irgendwie zum Oachner Weiher gehen. Mit dem Auto fahren wir an Völs vorbei in Richtung Bozen, kurz nach Völs sehe ich die Abfahrt nach Prösels wohin unser Weg führen soll. Ich staune, die Straße ist schmal und die Steigung liegt bei 29 Prozent, sowas habe ich in den letzten 40 Jahre nicht mehr erlebt. Wir kommen an Schloß Prösels vorbei das einen imposanten Eindruck auf mich macht. Einige Kilometer nach dem Ort kommt eine breite Straße die von Bozen herauf führt nach Prösels bzw. nach Tiers im Rosengarten. Wir fahren weiter, Es geht an Oberaicha, Völser Aicha und St.Katharina vobei, ohne daß wir die Abfahrt zum Oachner Weiher sehen. Wir fahren noch bis Tiers im Rosengarten, wo wir dann wieder umdrehen, auf dem Rückweg orientieren wir uns an den Bushaltestellen in unserem Straßenplan. Bei der Haltestelle bei Völser Aicha gibt es eine einzig mögliche Abfahrt, sie führt aber steil in ein Waldstück hinein, das ich höchstens mit einem Quad befahren würde. Wir fahren also enttäuscht wieder zurück, im Örtchen Prösels machen wir dann wieder halt.
Hier in Prösels gibt es anscheinend einen weiteren Weg zum Oachner Weiher, wie ich aus unserer Karte ersehen kann. Wir fragen im Ort nach und gehen die ersten paar hundert Meter Bergauf.

Es ist sehr heiß heute, meine Kondition liegt bei Null, so drehen wir auch jetzt wieder um. Bei unserem Auto-Parkplatz beginnt der Oachner Höfeweg den wir jetzt ohne etwas näheres darüber zu wissen, zum Teil begehen wollen.

Unterhalb des Schlosses am Berghang sehen wir drei Personen einem kleinen Garten bewirtschaften. Weiter den Weg entlang sehen wir in der Ferne den Ort Völs, ich mache ein Foto mit dem Teleobjektiv. So laufen wir ein paar Kilometer bis der Weg in ein Waldstück hinein geht, von irgendwelchen Bauernhöfen konnten wir nichts sehen. Jetzt drehen wir wieder um, das Schloß liegt jetzt zu unserer Linken, wir gehen durch den kleinen Park bis zum Eingang.

(Schloß Prösels wurde erstmals im 1200 Jahrhundert von Dienstleuten der Bischöfe von Brixen erbaut. Und im frühen 16. Jahrhundert vom damaligen Landeshauptmann von Tirol, Leonhard von Völs, zu einer Renaissance-Schlossanlage erweitert).

Leider kommen wir nicht hinein, das Cafe das beim Eingang des Schlosses betrieben wird, hat heute Ruhetag. Nach ein paar Minuten kommt vom Gartentor ein typischer Italienischer Kleintransporter, auf seiner Ladefläche hat er frisches Gemüse und Salate und wunderschöne Erdbeeren geladen. Die Sachen sind für heute Abend zu einer Hochzeitsfeier bestimmt, die in der Burg stattfindet. Er klingelt am Tor und kann dann das kleine Tor öffnen, fährt aber nicht hinein. Ich kann nun einen kleinen Blick in den Äußeren Burghof werfen, aber viel ist nicht zu sehen. Nach einer Weile kommt der Pächter des Cafes und gleichzeitig derzeitige Verwalter des Schlosses mit einem noch kleineren Fahrzeug durch das Tor gefahren. Hier wird nun umgeladen, und beide fahren jetzt wieder hinein, das kleine Tor wird wieder geschlossen. Wir steigen nun in unser Auto und fahren zum Campingplatz zurück. Hier dann das übliche Ritual, Kaffee bzw. Cappuccino trinken und dazu ein Stück Kuchen essen. Wir haben heute auf dem Stellplatz gegenüber neue Nachbarn bekommen, ein Ehepaar mit zwei kleinen Kindern. Die jungen Leute aus Coburg wo die ganze Woche hier waren, haben ja gestern Morgen abgebaut und sind wohl im Laufe des Tages weiter oder Heimwärts gefahren. Am Nachmittag sind wir ihnen ja noch auf der Straße bei St. Oswald begegnet, vielleicht waren sie auch auf den Spuren von Norbert Rier (Kastelruther Spatzen).

Aber zurück zu den Neuankömmlingen, die ersten Minuten waren sie ganz freundlich, das hat aber ziemlich schnell nachgelassen. Vielleicht waren sie auch nur müde von der Anreise, aber das war uns jetzt auch gleich. Wir fahren ja Morgen Früh weiter nach Lana bei Meran. Die Ehefrau war wohl ein Allrounder, sie hat das Auto mit dem Caravan gefahren, den Wohnwagen mit dem Mover eingeparkt und im Anschluß mit dem kleinsten Kind noch zum Einkaufen gefahren.
Nach dem Abendessen haben wir unsere Markise abgebaut und alles was wir nicht mehr brauchten weggeräumt. Vor dem ins Bett gehen wird noch schnell unsere Klima-anlage abgebaut und veräumt.

Sonntag, den 20.06.2021

Heute Morgen sind wir schon früh wach, es ist erst 6:45 aber wir wollen ja heute weiter fahren zu unserem nächsten Ziel dem Camping Schlosshof in Lana. Heute am Sonntag hat der Campingshop geschlossen, es gibt also keine Brötchen heute. Aber wir haben ja noch Kuchen dabei und zum Trinken gibt es einen Cappuccino. Anschließen machen wir unsere Morgentoillette im Waschhaus. Meine Frau geht danach noch schnell zum Geschirr spülen, während ich ein letztes mal die Toilettenkassette vom Caravan entleere. Es ist jetzt 9:00 geworden als wir den Campingplatz auf der Seiser Alm verlassen. Unser Weg führt wie auf der Herfahrt über Völs, dann etwa 10 Kilometer die steile Passstraße mit Tempo 40 bis 45 Stundenkilometer hinunter. Mehr geht hier nicht, nach Blumau und danach nach Bozen-Süd. Es gibt ja irgendwo eine Straße bei Bozen-Nord die direkt auf die alte Verbindungsstraße nach Meran führt. Aber mit dem Caravan mitten durch die Stadt fahren ist vielleicht auch keine gute Idee. So führt uns das Navi über Bozen-Süd auf die Schnellstraße SS38, die wir bei Burgstall schon wieder verlassen. Von hier sind es nur ein paar Minuten bis zum Campingplatz. Laut Angabe vom Ca.-Platz soll man nur den Hinweisschildern zum Campingplatz folgen und nicht dem Navi. Eine Stunde seit der Abfahrt von der Seiser Alm und wir sind im Schlosshof-Camping angekommen.

Hier gibt es keine Wartespur wo die ankommenden Gespanne und Wohnmobile abgestellt werden können. Es gibt nur einen großen Vorplatz wo alle durchfahren müssen. Wo ich jetzt mein Fahrzeug abstellen muß, blockiere ich die Einfahrt zu einem anderen Platzteil, aber es geht nicht anders. Ich bleibe am Fahrzeug während meine Frau zur Anmeldung in die Rezeption geht. Gottseidank ist im Moment alles ruhig und keiner muß aus diesem Platzteil heraus fahren. Nach ein paar Minuten kommt meine Gattin schon zurück und wir können unseren Stellplatz mit der Nummer 28 de Luxe anschauen ob er schon frei ist, was der Fall ist. Ich gehe zum Eingang zurück und fahre in unsere Straße hinein, aber wie es meistens so geht: mir kommt in der Straße ein großer Morelo entgegen. Der Fahrer ist Gottseidank Intelligent und fährt in die Fahrbahnverbreitung beim Waschhaus hinein, so kann ich an ihm vorbei, und er im Anschluß weiter aus der Straße heraus fahren. Wir können anschließend gleich unseren Stellplatz beziehen. Das ist ja schnell passiert, den Caravan vom Auto abhängen mit dem Mover rangieren, die Caravanstützen herunter drehen und zum Schluß die Markise herunter rollen. Das Wetter ist heute sehr schwül und die Temperatur liegt jetzt am Vormittag schon bei ca. 28-30°.

Nachdem der Caravan fertig aufgestellt ist, gehe ich als erstes mal zum Duschen. Der Campingplatz hat zwei bzw. drei Sanitärgebäude: Das Gebäude mit der Nummer 1 heißt„Grande Amore“: die Nummer 2 „Tiiamo“: und die Nummer 3 „Piccolo Amore“, das ist aber nur für die Gäste der Premiumplätze zugänglich. Es gibt natürlich auch 10 mietbare Privatbäder mit Dusche/WC. Alle drei Sanitärhäuser sind im Detail, jede Lampe und jedes Waschbecken in edlen Italienischen Design eingerichtet (So die Originalaussage des Campingplatzes).
Die Duschen in den 2 Waschhäusern sind unterschiedlich eingerichtet, im „Grande Amore“ gibt es sogenannte Regenduschen an der Decke. Dagegen im „Tiimo“ sind herkömmliche Dusche mit Schlauch und Duschkopf installiert. Wir bevorzugen im Allgemeinen Duschen mit abnehmbarem Duschkopf.

Nach einer kleinen Brotzeitpause mit Käse, Schinken und Salami holen wir unsere E-Bikes aus dem Kofferraum des Tiguan, hier waren sie während der Fahrt gut verschnürt. Meine Gattin möchte unbedingt noch eine Fahrradtour machen, nachdem die Räder auf der Seiser Alm nicht benutzt wurden. Wir verlassen den Campingplatz und fahren über die Ing. Luis-Zueg-Strasse und dem Kreisverkehr zum Ortsausgang. Hier überqueren wir die Schnellstraße und gleich darauf die Etsch, die hier ein ganz ansehlicher Fluß geworden ist. Nachdem wir nach rechts abgebogen sind fahren wir jetzt im Bahnhofsgelände des Nachbarortes Burgstall. Hier befindet sich die Einfahrt zum Fahrradweg der von Meran bis nach Bozen geht. Wir überqueren jetzt ein zweites mal die Eisenbahnschienen und befinden uns jetzt auf dem Radweg. Neben uns ist der Fluß Etsch der viel Wasser führt und sehr schnell nach Süden fließt. Ab und zu werden wir von Radfahrern auf Rennrädern, aber auch von anderen E-Bikes überholt. Aber alle haben große Räder mit 28“, da können wir mit unseren 20“ Rädern nicht mithalten. Wir fahren fast bis nach Gargazon bis wir wieder umdrehen, am Campingplatz zurück, sind wir ca. 13 Kilometer gefahren (Ich bin das erste Mal seit einem Jahr wieder mit dem Fahrrad unterwegs).

Kurze Zeit nachdem wir mit dem Fahrrad wieder am Campingplatz sind, bekommen wir neue Nachbarn auf dem Stellplatz gegenüber. Zusammen mit einem weiteren Nachbarn helfen wir kurz den Caravan auf den Platz zu schieben. Die neuen Gäste kommen aus Görlitz in Sachsen und sind schon seit heute Morgen um 6 Uhr unterwegs. Die Wegstrecke beträgt mehr als 860 Kilometer wie sie uns erzählen und alles nur mit einem Fahrer, der aber noch einen munteren Eindruck macht.
Zum Abendessen gibt es heute eine Currywurst mit Brötchen. Nach dem Essen baue ich noch unsere Satellitenschüssel auf und mache im Fernseher einen Programm-Suchlauf. Hier gibt es dann einen Zwist zwischen meiner Frau und mir über die Notwendigkeit von Fernseh-schauen im Urlaub. Wie meistens gehen wir nach 22:00 ins Bett, dank unserer Klimaanlage ist die Temperatur mit etwa 20° im Wohnwagen gut auszuhalten.

Montag, den 21.06.2021

Kurz vor 7:30 sind wir heute Morgen aufgestanden, Meine Frau hat die morgentlichen Brötchen bei der Rezeption geholt, hier gibt es einen Verkaufsstand für die Frühstücksbrötchen welche von einem Kellner getätigt wird. Nachdem wir unsere Morgentoilette vollendet haben, steigen wir auf unsere Räder und fahren als erstes in Richtung Ortszentrum von Mitterlana. Danach fahren wir über den St. Agathaweg hinaus über die Apfelfelder bis zum Aichweg der von Oberlana her führt, wo wir dann die Straße und einen kleinen Fluß mit dem für uns ungewöhnlichen Namen Falschauer überqueren. Dieser Fluß führt sehr viel Wasser und hat eine sehr starke Strömung, wir fahren am rechtseitigen Ufer entlang. Bei der Gewerbezone Lana wird der Fluß plötzlich zu einem Biotop. Sein Wasser läuft jetzt über eine längere Strecke durch eine bewaldete Flußlandschaft, einfach wunderschön.

Als nächstes müssen wir jetzt eine stark befahrene Haupstraße überqueren. An einem Überweg probieren wir unser Glück, ein LKW-Fahrer zeigt uns noch den Vogel. Andere haben mehr Verständnis und lassen uns über die Straße gehen. Wenig später müssen wir noch die Schnellstraße überqueren, an einer Engstelle direkt an der Verkehrs-reichen Fahrbahnkreuzung werden wir noch von einem weiteren Ehepaar fahrlässig überholt. Manche Verkehrs-Rowdies sind jetzt auch mit dem E-Bikes unterwegs, wir schütteln nur mit dem Kopf. Wir überqueren auch die Schnellstraße SS38 und anschließend die Etsch, wenig weiter fahren wir am Obi-Markt von Meran vorbei. Hier kommen wir wieder auf den Fahrradweg der von Bozen hier nach Meran führt. Wir folgen für ein paar Kilometer diesem Weg, bis er später einmal abzweigt. Hier drehen wir wieder um, und fahren die umgekehrte Strecke bis hinunter zur Abzweigung Lana-Süd-bzw. Poststall wo wir mit dem Caravan herein gefahren sind. Jetzt radeln wir weiter bis zur Hl. Kreuz Kirche wo wir wieder enttäuscht umdrehen, hier ist von Zentrum nichts zu spüren. Die letzten Kilometer mußten wir über die verkehrsreiche Hauptstraße (A.-Hofer-Strasse) fahren.
Kurz vor Mittag sind wir wieder am Platz angekommen, nachdem wir unsere Räder abgestellt haben, sind wir zurück zur Rezeption gegangen, um uns einen Becher Eis zu kaufen. Wir setzen uns dafür auf die Sitzbänke beim Pool und genießen das aus-gezeichnete Eis, das gar nicht mal so teuer ist im Gegensatz zu anderen Sachen hier am Platz. Danach gehen wir zum Stellplatz zurück und trinken ein Radlerbier und genießen die Ruhe und die warme Sonne. Gegen 15:00 gehen wir noch zum Pool um eine Runde zu schwimmen. Der Pool ist sehr schön angelegt, nicht allzu groß, laut der Tafel am Eingang für über 80 Gäste frei gegeben (Corona). Im Vergleich zum etwa gleich großen Schwimmbad auf der Seiser Alm mit seinen 14 Personen halte ich das hier für übertrieben. Neben dem Schwimmbecken gibt es noch eine kleine Liegewiese, wo man im Schatten liegen kann. Um 16:00 sind wir schon wieder auf unserem Platz zurück um eine Tasse Kaffee zu trinken.

Zum Abendessen wird heute noch gegrillt, hoffentlich hat meine Gattin dieses mal nicht so große Portionen vorbereitet wie in früheren Zeiten.

Gegen 22:00 machen wir uns Bettfertig und gehen ein letztes Mal für heute ins Waschhaus. Ich persöhnlich ziehe das „Tiiamo“ den anderen Waschhäusern vor. So vergeht auch dieser schöne Tag.

Dienstag, den 22.06.2021

Kurz nach 7:30 sind wir heute Morgen aufgestanden, die Brötchen habe ich heute im Zentral-Gebäude geholt, während mein Gattin das Frühstück bereitet. Wir essen ja nicht allzu viel, es gibt verschiedene Marmeladen und Honig, weiter Käse in Scheiben und Schinken, manchmal auch ein gekochtes Ei. Das reicht uns zum Frühstück und für die nächste Zeit. Kurz nach 10:00 machen wir uns fertig für die heutige Fahrradtour. Wir verlassen den Campingplatz auf dem selben Weg wie immer. Zu Beginn haben wir das Problem einen bestimmten Weg oder eine Gasse zu finden, der Ortsplan von Lana lässt schon zu wünschen übrig. Nachdem das Problem gelöst ist fahren wir über die Sonnenstraße und den Brandisweg nach Niederlana. Hier steht eine kleine Kirche mit einem bekannten Altar (Schnatterpeck-Altar). Wir fahren jetzt weiter über die Lahn-straße und verlassen den Ort in südlicher Richtung. Überall gibt es hier Obstbauern-höfe und es gibt riesige Apfelbaumfelder soweit das Auge reicht. Wir fahren mit den Rädern bis zu einer Abzweigung die zum Nachbarort Gargazon führt, wo wir dann wieder umdrehen.

Wieder in Niederlana angekommen geht unser Weg wieder an der Kirche vorbei zum Obstbaumuseum und weiter zum Brandis-Waalweg, den können wir aber nicht mit unseren Fahrrädern befahren. Wir drehen um und fahren jetzt in Richtung dem St. Margarethenweg mit einer kleinen Kapelle gleichen Namens. Auf dem kurzen Bergweg haben unsere Räder schon schwer zu kämpfen, wir fahren hier fast neben dem Brandis-Waalweg. Hier oben am Margarethenweg haben wir eine wunderbare Aussicht auf den Ort und das umliegende Etsch-Tal.

Weiter geht es jetzt zum Kloster Lanegg und über die Kapuzinerstrasse sind wir jetzt im Ortsteil Oberlana angekommen. An der Hl.-Kreuz-Kirche vorbei fahren wir auf der Hauptstraße (Maria-Hilf-Strasse) bis fast zum Ortsende von Lana. Hier stehen wir an dem Bach oder Fluß die Falschauer, wo in zwei Kilometer Entfernung daraus ein reißender Fluß geworden ist. Etwas weiter in die Berge hinein soll die Gaulschlucht sein mit einem kleinen Wasserfall. Hinter der Brücke ist der Zugang in die Schlucht, wir fahren ganz langsam auf dem Fußgängerweg weiter. Von Zeit zu Zeit begegnen uns Spaziergänger die den Weg schon wieder zurück gehen. Wir kommen an der Gaulwiese vorbei, hier ist im Spätfrühling der Austragungsort des Open Air Gaul ein Musik-festival, weiterhin dient sie dann als Kulisse für die Freilichtspiele in Lana, und im Winter ist hier der Eislaufplatz und sogar mit einer Tribüne zu finden. Kurz darauf geht es durch einen kleinen Tunnel. Im weiteren Verlauf wird die Schlucht immer enger, man kommt an einem kleinen Wasserfall vorbei. Hier stehen einige Urlauber mit ihren Kleinkindern, wir sehen zum ersten Mal E-Bikes für Kinder. Dann geht es weiter über einen gut gesicherten Pfad, man überquert mehrere Brücken und erreicht wenig später das Ende der Schlucht beziehungsweise das Ende des Wanderweges wo sich ein weiterer Wasserfall befindet.

Wir gehen bzw. fahren wieder zurück, wieder in Lana angekommen. Hier überqueren wir die verkehrsreiche Hauptstraße und biegen gleich darauf in so eine Art Fußgänger-zone die sich „Am Gries“ nennt hinunter. Wir fahren ein paar hundert Meter bis wir ein nettes Cafe finden, wo wir einen Aperol trinken. Hier verweilen wir eine dreiviertel Stunde bis wir das Oberdorf wieder verlassen und über Mittel-Lana zurück zu unserem Campingplatz fahren. Unsere Fahrradtour heute dauert ca. 3 Stunden und 13 Kilometer lang, es ist Mittlererweile 13:00 geworden als wir den Ca-Platz erreichen.
Die Temperatur liegt jetzt bei ca. 31°, drinnen im Wohnwagen ist sie bei 35°. Bevor wir zum Pool gehen machen wir noch eine kurze Mittagspause mit Käse und Salami und einer Flasche Radlerbier. Gestern hatten wir Badeliegen direkt am Pool mit einem Sonnenschirm dazwischen, und als wir aus dem Wasser kamen mussten wir unsere Liegen nur etwas in die Sonne rutschen. So waren wir im Nu wieder trocken.

Heute waren nur in der kleinen Liegewiese noch ein paar freie Plätze zur Verfügung und der Himmel war jetzt schon leicht bewölkt, So trockneten unsere Badesachen kaum noch als wir aus dem Wasser kamen. Gleich neben der Liegewiese befindet sich die Garage in der das Auto des jungen Platzchefs abgestellt ist. Er leistet sich einen Porsche Carrera 4 S, das seinen Gästen zu Präsentieren halte ich etwas für etwas übertrieben und unüberlegt.

Mittwoch, den 23.06.2021

Wie meistens stehen wir gegen halb Acht Uhr auf und nach unserem morgentlichen Toilletten-besuch gibt es erstmal ein Frühstück, die Brötchen holen wir bei der Rezeption. Die Temperatur liegt heute bei etwa 22-23°. Gegen 10:00 machen wir uns fertig zu unserer nächsten Fahrradtour, die Nachbarn von gegenüber starten auch gerade zu ihrer Wanderung auf irgend welche Höhen. Sie sind fast jeden Tag hier in den Bergen unterwegs, wo sie sich offensichtlich gut auskennen. Das ist nicht unser Metier, wir kennen uns hier nicht aus und besitzen auch nicht die körperliche Kondition der beiden. So bleiben wir bei unseren Rädern und versuchen jeden Tag eine andere Fahrradtour zu machen.
Heute fahren wir wieder über den St.Agatha-Weg in Richtung dem Fluß Falschauer zu, der auch heute sehr viel Wasser führt und dementsprechend eine große Strömung hat. An einer Fußgängerbrücke überqueren wir den Fluß und fahren durch die Apfel-plantagen weiter dem Örtchen Tscherms zu. Bei der Kirche geht der Fahrradweg weiter Richtung Marlingo. Wir folgen diesem Weg (Dr.-J.-Garberstrasse) und kommen am Ortsende wieder auf die Hauptstraße zurück. Fast gegenüber geht ein Weg (Feldweg) steil nach oben und mündet dort in die Baslingerstrasse. Hier am Ende dieser Straße befindet sich das Schloß Baslan. Hier befindet sich ein Pferdegestüt das Haflinger züchtet, leider ist es für Besucher gesperrt. Wir fahren also ein paar Meter weiter in eine Strasse die sich Mühlenweg nennt. Dort finden wir zwei Häuser das erste hat eine wunderschöne Hofeinfahrt, und das zweite Haus hat an allen Fenstern und Balkonen sowie in der Einfahrt einen wunderbaren Blumenschmuck. Wir steigen ab um ein paar Bilder zu machen, auch die Aussicht von hier ins Tal ist sehr schön. Dann fahren wir weiter den Berg hoch, am Schloß vorbei, wo sich ein paar Häuser anschließen und im hinteren Bereich des Schlosses ein Montessori-Kindergarten befindet. Wir fahren weiter die Lebenberger-Strasse hoch bis zum Bio-Bauernhof Obergluniger.

(Bio-Bauernhof Obergluniger, der hier Ferienapartments im historischen Haus am Hof und auch im neuen Haus am Lebenberg zur Gänze aus natürlichen Materialien gebaut und nach eben diesen Kriterien ausgestattet hat. Vom Außenpool und der Liegewiese hat man einen weiten Panoramablick von Meran bis Bozen und auf die umliegende Bergwelt )

Urprünglich wollten wir noch bis zum Castell Lebenberg hoch, aber der Weg zur Burg führt weiter steil nach oben, das wollten wir unseren kleinen E-Bikes nicht weiter antun. Wir fahren also wieder hinunter nach Tscherms und von dort weiter bis zum Fluß Falschauer der hier wild und reißend ist. Keine zwei Kilometer weiter Fluß abwärts, fließt er beschaulich durch eine Waldlandschaft.

(das Flüßchen Falschauer das in Östlicher Richtung in die Etsch mündet. Zuvor sieht man ein Wunderschönes Biotop, hier fließt der Fluß durch einen lichten Laub- und Buschwald mit zunehmenden Sumpfbereichen. Dieses Gebiet ist bis heute ein wichtiger Rastplatz und ein Paradies für die Wasservögel während ihrem alljährlichen Vogelzug).

Wir machen ein paar Bilder von dem schönen Biotop, das ein kleines bißchen an den Amazonas errinnert. Danach müssen wir jetzt die stark befahrene Haupstraße überqueren. Beim Überqueren haben wir heute mehr Glück und finden gnädige Auto und Lkw-Fahrer die uns über die Straße lassen. Gleich darauf müssen wir noch eine Ausfahrtstraße überqueren, dann geht es über Brücken die Schnellstraße SS38 und anschließend über die Etsch hinüber, ein wenig später fahren wir am Obi-Markt Meran vorbei. Hier kommen wir wieder auf den Fahrradweg der von Meran nach Bozen führt. Hier fahren wir wieder ein paar Kilometer, gesäumt auf der rechten Seite von der Etsch und links sind die Schienen der Südtirolbahn, wo Zeitweise ein reger Zugverkehr herrscht. In Burgstall verlassen wir den Radweg und fahren in Richtung unserem Campingplatz Schlosshof. Hier angekommen haben wir doch heute ca. 17 Kilometer inclusive diverser Bergstrecken hinter uns gebracht. Im Schatten unseres Sonnen-Vordaches gibt es zuerst eine kleine Brotzeit, bevor wir zur Liegewiese am Pool gehen. Als erstes gehen wir ins Wasser das eine angenehme Temperatur hat. Außerhalb der Happy Your Zeit setzen wir uns auf die Terrasse vom Restaurant und bestellen einen Eiskaffee, meine Gattin hat Bedürfnisse nach einem „Aperol Spritz“ der offensichtlich gut mundet.

Heute zum Abendessen gibt es Putengeschnetzeltes mit Nudeln und Sahnesouce am Wohnwagen, dazu ein Glas Weizenbier und Wein für die Dame. Um 18:45 kommt plötzlich ein sehr starker Wind auf, die meisten Caravaner in unserer Straße ziehen gleich eine Sturmbespannung an ihre Markisen auf. Kurz darauf fing es heftig an zu Regnen, dazu muss man sagen, wenn es hier in Südtirol regnet, dann aber anständig, (nach unserer Erfahrung vom letzten Jahr im Passeier Tal). Nach einer knappen Stunde war aber alles vorbei und der Himmel wieder blau. Unser Schweizer Nachbar am Stellplatz vor uns hat aus lauter Sorge seine Markise eingerollt, jetzt muss er sie halt wieder frisch aufbauen.

Donnerstag, den 24.06.2021

Guten Morgen, es ist ca. 7:45 als wir aus den Federn hüpfen, die Temperatur liegt schon bei etwa 22°, und wir haben einen strahlend blauen Himmel. Nach dem gestrigen Unwetter das uns gestern für eine Stunde besucht hat, sind wir leicht verwundert. Ich gehe in die Rezeption um ein paar Brötchen für unser Frühstück zu holen. Danach gehe ich noch ins Waschhaus, wo vom Campingplatz ein Tagesprogramm bzw. Unter-nehmungen, sowie Vorschläge für das Abendliche Menü abgedruckt sind und in einem Fach abgelegt sind. Auch die Zeiten für die tägliche „Happy Hour“ und das für heute angebotene Getränk steht auf dem Din A4 Blatt Papier.

Nach unserem Frühstück wird noch kurz Überlegt, wo wir denn heute mit dem E-Bike hinfahren können. Vom Campingplatz haben wir bei der Ankunft einen Prospekt bekommen, worauf das Raffeiner Orchideenhaus bei Gargazon beschrieben steht. Hier soll es auch Gebirgsloris, Koi-Karpfen und Schmetterlinge zum Anschauen geben. Gegen 10:00 steigen wir auf unsere Räder und fahren auf dem Radwanderweg an der Etsch entlang Richtung Gargazon. Am dortigen Bahnhof verlassen wir den Radweg und fahren zum Ortszentrum, die Wegweiser zum Orchideenhaus führen uns wieder aus dem Ort heraus in Richtung Vilpian. Nach ca. 2 Kilometern haben wir die Raffeiner Orchideenwelt erreicht und stellen unsere Fahrräder am Parkplatz ab. Von Aussen schaut es wie eine Großgärtnerei aus. Zu dieser frühen Tageszeit sind kaum Autos da, so gehen wir in die große Eingangshalle. Meine Frau kauft die Eintrittskarten, so betreten wir den Erlebnisdschungel mit rund 10.000en tropischen Pflanzen, wir kommen als erstes an der Papageien-Voliere vorbei. Durch eine Sicherheitstüre betreten wir die Voliere. Außer uns ist noch eine Frau mit zwei kleinen Kinder in der Voliere, an einem kleinen Tisch befinden sich mehrere Becher mit Nektar mit denen man die Papageien-Loris anlocken kann. Wir nehmen uns zwei Becher in die Hand und schon sind mehrere der kleinen Racker auf einem Ast und schlappern genüsslich aus unserem Becher. Ganz mutige sitzen auch auf die Hand um hier ungestört zu fressen.

(Das errinnert mich an Guadeloupe in der Karibik, wo wir ebenfalls in einer Lori-Voliere die Papageien fütterten, einer nahm damals sogar auf meinem Strohhut Platz).

Danach gehen wir weiter durch den Dschungel, leider ist die Jahreszeit nicht ganz Ideal für unseren Besuch hier. So finden wir wenige gerade blühende Pflanzen vor. Auch Schmetterlinge sind ganz wenige unterwegs, ein schöner Falter sitzt auf einer Glasschale mit Obst. Nur leider faltet er seine Flügel kaum auf, so können wir leider seine Flügel nicht im offenen Zustand fotografieren.
In einer Aufzuchtstation können wir dann verschiedene Falter an der Wand/Decke hängen sehen, die sich erst vor kurzem entpuppt hatten. So konnten wir wenigstens ein paar verschiedene Schmetterlinge sehen.

(Wir haben schon öfters Schmetterlings-Gärten besucht, einmal in St.Maarten in der Karibik sowie auf Barbados. Die besten Bilder habe ich dagegen in der Heimat nämlich auf der Insel Mainau am Bodensee gemacht).

Es geht weiter durch den grünen Dschungel, eine Holzbrücke führt über einen kleinen Teich in dem Hunderte verschieden farbige Koi-Karpfen schwimmen. Sebstverständlich gibt es auch wunderschöne Blumen, aber auch Exemplare mit einer Blüten-Größe bis zu einem halben Quadratmeter. So etwas haben wir noch nie gesehen. Aber wir sind auch keine Fachleute, wir können nur die Schönheit der Pflanzen bewundern. Bevor wir die Halle verlassen, sehen wir in einem Teich noch jede Menge kleiner Schildkröten.

Wieder in der Vorhalle angekommen stehen hunderte von wunderschönen Orchideen in allen erdenklichen Farben und Formen. Diese riesige Auswahl an Orchideen haben wir noch nie gesehen. Sie werden alle hier zum Verkauf angeboten, zu einem durchaus akzeptablen Preis.

Eine kleine Auswahl aus dem riesigen Angebot

Nach ca.1,5 Stunden machen wir uns wieder auf die Heimfahrt, schätzungsweise einen Kilometer von der Orchideenwelt entfernt sehe ich am Straßenrand ein paar schöne Blumen stehen. Es sind Malven die hier wachsen, ich halte an um sie noch zu fotographieren. Gleich daneben ist ein Grundstück mit einem Haus wo jetzt zwei Hunde bellen. Ich lasse mich nicht davon stören, wenig später kommt die Besitzerin des Hauses heraus und fängt gleich mit meiner Frau ein Gespräch an . Sie ist durchaus nett aber man merkt daß sie Unterhaltung benötigt.

Nach einer Viertelstunde der guten Unterhaltung fahren wir weiter bis zur Etsch, wo unser Radweg beginnt. Hier fahren wir bis nach Burgstall wo wir den Radweg wieder verlassen, es geht über die Etsch hinein nach Lana. Beim Eurospar-Supermarkt halten wir kurz an um einen Kuchen oder ähnliches zu kaufen, da die Bäckerei heute schon geschlossen hat. Gegen 14:15 sind wir wieder auf dem Campingplatz angekommen unsere heutige Route war ca. 22 Kilometer lang. Die Temperatur heute Nachmittag liegt bei etwa 28°.
Nach einer kleinen Pause am Stellplatz suchen wir den Poolanlage auf, um eine kleine Runde im Becken zu schwimmen, und danach auf die Liegewiese zu gehen. Unsere Nachbarn aus Görlitz sind mittlerweile auch schon wieder zurück, sie sind jeden Tag hier in den Bergen unterwegs. Die Happy-Hour-Cocktailzeit ist von 14:30 -17:00, wo es jeden Tag einen speziellen Cocktails zu einem etwas ermäßigten Preis gibt. Davon machen hier viele Gäste Gebrauch, manche liegen auch in den drei vorhandenen Liegeinseln auf einer separaten Terrasse und schlürfen ihre Getränke. Aber von diesen Gästen, die das „besondere“ lieben, lebt ja dieser Campingplatz. Zum Abendessen gibt es heute Putenfilet mit Bratkartoffeln, die ganz ausgezeichnet schmecken, danach muss ich zum Geschirr spülen ins „Waschhaus Grande Amor“ gehen was immer mein Part ist. Später machen wir eine Platzrunde über die verschiedenen Straßen des Platzes, leider sind es alles Einbahnstraßen, das heißt man muss an jedem Ende der Straße wieder umdrehen.

Hinter der kleinen Liegewiese befindet sich der Aufgang zu einer netten Dachterrasse, wo sich einige Liegen einem Himmelbett ähnlich befinden. Von hier hat man eine schöne Aussicht auf die umliegenden Berge und die Umgebung. In nächster Nähe befindet sich das 4,5 Sterne Hotel Pfeiss mit einem etwas eigenwilligen Baustil. Direkt unter uns befinden sich die Premiumplätze (Premium-Plätze 120 – 130 qm) mit einem seperaten Waschhaus, hier stehen immer wieder mal riesige Reisemobile sei es von Phoenix, Concorde oder von Morelo, sowie große Tandem-Wohnwagen in den verschiedenen Marken.

Freitag, den 25.06.2021

Wie fast jeden Morgen stehen wir gegen 7:30 auf und nach dem Besuch des Waschhauses, wo ich die „Schlosshof`s tägliche Morgenpost für sie“ aus einer Ablage mitnehme. Hier ist die tägliche Wettervorschau mit den erwarteten Temperaturen zu sehen, ferner Tips für die heutige Tages-gestaltung. Und natürlich wenn ein Fußballspiel dieser Europa-Meisterschaft übertragen wird, haben die Gäste die Möglichkeit die Spiele in der Fernsehlounge oder aber auf der Terrasse bei einem Abendessen anzuschauen. Die heutige Temperatur liegt im Moment bei ca. 22-23°, es soll aber im Tagesverlauf die 28° nicht übersteigen, der Himmel bleibt aber weiterhin strahlendblau. Für heute Vormittag wollen wir nach dem Frühstück mit unseren Rädern nach Meran fahren. Wie meistens sind wir gegen 10:00 mit allem fertig und steigen auf unsere Räder. Wir sind ja Anfang der Woche schon einmal Richtung Meran gefahren, haben dann aber irgendwo kurz vor der Stadt wieder umgedreht. Heute wollen wir es wagen, es sind ja anscheinend nur 5 -6 Kilometer bis zum Stadtrand. Unser Weg führt uns nach Burgstall danach auf den Fahrradweg, der von Bozen nach Meran geht, immer an der Etsch entlang bis zu der Stelle wo wir letztes Mal umgedreht haben. Unser Weg führt weiter über eine kleine Brücke bis zu einem Kreisverkehr, wo wir neben einer Hauptstraße (Romstraße) fahren. Nach einem Kilometer haben wir den Ortsrand erreicht, im ersten Moment schauen wir recht dumm. Dann erkennen wir daß der Radweg nach links von der Haupstraße weg läuft. Es geht durch Wohngebiete, an einer alten Militärkaserne vorbei. Wir überqueren die Gampenstraße, kommen etwas später am Campingplatz LIVE Merano vorbei.
(Das neue LIVE Merano Camping**** hat am 14. September 2020 dort eröffnet, wo über Jahrzehnte der beliebte Campingplatz Merano stand).

Ich habe den Eindruck, wir fahren kreuz und quer durch die Stadt an den roten Fahrradweg-Schildern vorbei, bis wir nach langer Zeit endlich die Theaterbrücke erreichen, die hier über den Fluß Passer geht. Hier an der Passerpromenade stellen wir unsere Fahräder ab, und spazieren am Ufer entlang. Etwas später setzen wir uns auf die Außenterrasse vom Hotel Aurora (eines der besten Innenstadthotels von Meran, was wir aber nicht wußten). Die Terrasse war wunderschön und mit lauter Blumenkübeln voller Hortensien geschmückt. Wir bestellten etwas zum Trinken, ich meine ein Bier getrunken zu haben und meine Frau ein Bitter Lemon. So verbrachten wir eine gute Stunde hier und beobachten die Betriebsamkeit an der Promenade der Passer, die hier ein hübscher Gebirgsfluss geworden ist.

(Zu meinem 70. Geburtstag im letzten Jahr waren wir mit meiner ganzen Familie auf einem Campingplatz ein paar Kilometer weiter im Passeier Tal, direkt an der Passer).

Irgendwann gehen wir weiter, einige Meter Fluss aufwärts gehen wir über die Thermenbrücke, die mit einigen Rosenbögen geschmückt ist. Am Kurhaus von Meran vorbei und in die Fußgängerzone hinein. Hier drehen wir aber wieder um, und gehen zu unseren E-Bikes zurück. Wir wollen wieder zu unserem Campingplatz zurück, den gleichen Weg wie auf dem Hinweg außerhalb der Stadt am Milchhof Meran vorbei. Weiter zum Kreisverkehr, von hier aus läuft der Radweg schon wieder in Richtung Etsch bzw. Burgstall/Lana. Kurz vor 13:30 sind wir wieder am Schlosshof angekommen, unser heutiger Kilometerstand liegt bei 25 Kilometer.

Zum Fahrrad fahren wäre noch was zu sagen: Heute in Meran in einer 90° Kurve hat mich ein E-Bike -Fahrer mittleren Alters in der Kurve überholt, daß gleich seine Reifen in der Kurve gequietscht haben. Man muß sich hier nicht mehr wundern, wenn auch die E-Bike-Unfälle immer weiter steigen.

Wir sind später noch zum Pool gegangen um eine Runde zu Schwimmen, später haben wir bei der Rezeption noch ein Eis geholt, das hier ganz ausgezeichnet schmeckt. Die Temperatur liegt immer noch bei etwa 28°.
Ab 17:00 kommt ein starker Wind auf, rings um uns auf den Bergen ziehen Gewitter auf. Immer wieder blitzt es am Himmel, aber wir werden von einem weiteren Regenguß verschont. Den starken Wind erleben wir die nächsten Tage immer wieder, aber es bleibt immer trocken. Heute Abend gibt es Leberkäse mit Spiegelei und Erbsen, den Späteren Abend beschließen wir heute mit Sangria für mich, meine Frau genießt wie meistens am Abend einen Rotwein.

Samstag, den 26.06.2021

Guten Morgen es ist jetzt kurz nach halb Acht als wir aufstehen, der Himmel zeigt sich herrlich Blau und die morgentliche Temperatur hat schon 23° erreicht. Heute beginnt das Wochenende, wie immer holen wir unsere Brötchen direkt neben der Rezeption wo ein Brötchenstand mit frischen Backwaren aufgestellt ist. Bedient werden wir meist von einem emsigen jungen Kellner. Als erstes sind noch Wartungsarbeiten rund um den Caravan zu tun. Die Toilettenkassette muß noch entleert werden und Frischwasser aufgefüllt für die Toilette sowie für die übrige Wasserversorgung des Wohnwagens. In der Kimik-Toilettenentleerung befindet sich ein Frischwasserschlauch zum Ausspülen der Kassette, leider ist er nur durch einen externen Wasserhahn gesperrt. Viele der Camper öffnen zuerst den Wasserhahn, so läuft das Wasser aus dem Schlauch erstmals durch den ganzen Raum. Viele wischen den Boden aber nicht einmal mehr auf, so daß der Raum meistens unter Wasser steht. Auch heute ist es so, daß einer meiner Vorgänger den Raum geflutet hat, so wische ich erstmals den Raum wieder etwas trocken. Nach Auskunft unserer Campingnachbarn von gegenüber gibt es in Mitter-Lana am Angerweg Samstags einen Bauernmarkt, den wollen wir uns anschauen, vielleicht finden wir ja etwas Leckeres zum Essen? (Südtiroler Schinken-Speck, Salamis, Geräucherte Kaminwurzen, Saucen & Antipasti. … oder…).

Gegen 10:00 fahren wir los. Um nicht auf der Hauptstrasse zu fahren, wähle ich einen anderen Weg, der uns aber nicht zum Zielort führt. Nach einer etwas längeren Anfahrt erreichen wir den Bauernmarkt. Wir sind enttäuscht, nur 2 bis 3 Verkaufstände sind hier aufgebaut. So fahren wir wieder weiter. Heute geht es durch den Kreuzwiesenweg (wir wollen jeden Tag andere Wege fahren). Unser Weg führt uns durch die großen Apfelbaumplantagen und sollte am Ende wieder am Flüßchen Falschauer enden. Wir fahren also durch die Felder, kommen an kleinen Obsthöfen vorbei, manche der Abzweigungen sind mit Schranken versperrt. Auf einem Teilstück des Weges werden wir von einer aktiven Bewässerungsanlage nass gespritzt. Unser Weg führt uns ins Niemandsland, obwohl unsere Karte einen Weg vorweist. Wir müssen nochmals durch die Bewässerungsanlage fahren, als wir nach Lana zurückkehren. Hier biegen wir über den uns schon bekannten St.-Agatha-Weg in Richtung dem Falschauer-Fluß ab.
Heute Morgen kam uns die Idee für den Abend eine Pizza zu essen. Nach einer Internet-Recherche haben wir eine gute Pizzeria hier im Ort gefunden. Sie befindet sich in der Meraner Strasse im Ortsteil Oberlana. Nach einem Anruf in der Pizzeria stellt sich sich heraus, daß sie keine Hausbelieferung machen. Nun wollen wir mit dem E-Bike den Weg zur Pizzeria erkunden, wir fahren bzw. schieben unsere Räder an der verkehrsreichen Max-Valiers-Strasse entlang. Am ersten Kreisverkehr in Oberlana fahren wir dann offensichtlich in die falsche Richtung, und finden deshalb die Pizzeria nicht. Dafür sehen wir unsere Platznachbarn auf der Meraner Straße an uns vorbei Radeln. Es herrscht ein ziemlicher starker Verkehr auf dieser Straße, so daß wir bei der nächsten Gelegenheit wieder auf Nebensträßlein wie der Tschermser Weg; den Lanaer Weg und später auf die Baslinger Straße und den Marlinger Weg ausweichen. Sie liegen alle oberhalb der Hauptstraße und man hat meistens einen schönen Ausblick aufs Tal bzw. die Apfel und Weinplantagen, sowie auf die Häuser und Orte auf den Hügeln.

Bei Marlengo kommen wir wieder auf die Hauptstraße herunter, und fahren hier an der Weinkellerei Burggräfler vorbei, dann noch ein paar hundert Meter bis wir dann wieder umdrehen. Zurück bis zum Ortseingang von Tscherms führt ein netter Radweg direkt an der Hauptstraße entlang, bis wir dann auf den Radweg auf der Dr. – Garber-Straße ausweichen. An der Kirche vorbei und dem Trojenweg führt unser Weg über die Apfelfelder zurück zur Falschauer und weiter über den St.Agathaweg zurück zum Campingplatz.
Hier machen wir als erstes eine kurze Brotzeit mit Leberkäse den wir noch von zu Hause mitgebracht haben, dazu zum Trinken noch ein Radlerbier. Danach sind wir noch zum Pool gegangen um eine Runde zu schwimmen, und auf der Liegewiese etwas zu entspannen. So gegen 15:45 sind wir zum Kaffee trinken zum Caravan zurück, vom Eurospar hier in Lana haben wir noch ein paar Nussschnecken übrig, die jetzt gute Dienste leisten. Zwischen 17:00 und 18:00 kommt wieder ein starker Wind auf, um uns herum auf den Bergen sind Gewitterstörungen mit Blitz und Donner. Aber wir bleiben von stärkeren Störungen verschont.
Zum Abendessen gibt es heute Panierte Schnitzel mit Kartoffelsalat, dazu ein oder zwei Weizen-bierchen für mich und etwas Wein für die Gattin. Danach muß ich noch zum Geschirr spülen ins Waschhaus Grande Amore, bevor wir unsere abendliche Platz-begehung machen. So gegen 22:30 nach unserer Abendtoillette geht es in die Koje, auf den anderen Stellplätzen in unserer Straße herrscht schon Ruhe.

Sonntag, den 27.06.2021

Wie meistens stehen wir um 7:45 auf, gestern Abend hat es noch angefangen zu Regnen und in der Nacht nochmals etwas stärker. Jetzt am Morgen, der Himmel ist Grau-Blau und die Sonne ist nicht zu sehen. Die erwarteten Tagestemperautren sollen bis 30° liegen, was jetzt im Moment völlig unwahrscheinlich scheint. Gestern haben wir in der Bäckerei Winkler hier am Ort einen schönen Rosinenzopf gekauft den wir zusammen mit den Brötchen vom Campingplatz zum Frühstück geniesen werden.

Für heute ist eventuell der Besuch der Gärten von Schloß Trautmannsdorf vorgesehen, da die Temperaturen für Montag oder Dienstag über 34° liegen sollen. Und man bei dieser Hitze kaum noch etwas unternehmen wird. Wir versuchen die Adresse vom Schloß in unser Navi einzuspeichern, was leider erfolglos blieb, es ist kaum zu glauben. Unser Auto und das Navi ist ein Vierteljahr alt, aber nicht in der Lage, hier in Meran eine bestimmte Straße zu finden. In den vergangenen 10 Jahren sind wir mit anderen Autos und deren Navis quer durch Südfrankreich und die Provence gefahren, und haben unser Ziel immer erreicht. Wir fahren also los, leider habe ich keine Aktuelle Landkarte dabei, wir müssen zweimal fragen weil das Navi uns ganz woanders hinschickt. Dann haben wir es gefunden, Glück oder Zufall?. Gegenüber vom Schloß befinden sich die Parkplätze, bei der Einfahrt ziehen wir ein Park-Billett das wir gleich bei der Eintrittskasse mit bezahlen müssen.

Über eine Brücke die über die SP8 führt betreten wir den Park. Wir wählen den Rundweg Waldgärten aus, es geht am Lorbeerwald und Liliengarten vorbei, ebenso sehen wir den Bambuswald mit verschiedenen großen Bambusarten. Über eine kleine Brücke kommen wir am Wasserfall vorbei.

Etwas weiter oben betreten wir den Japanischen Garten und gehen am Bachlauf entlang. Wir kommen an wunderschönen Blumenbeeten vorbei, Bougainvilleas, Strelitzien und vieles andere. Da der Garten mit seinen 12 Hektar größtenteils am Berghang angelegt, gibt es viele steile Wege nach oben. Immer wieder sehen wir Schilder die 20 oder 26 Prozent Steigung anzeigen, und dazu ein Verbot für Kinder-wagen und Rollstühle auf diesen Wegen, was sicher sinnvoll ist.

Irgenwann haben wir den Palmenstrand erreicht, auch von hier hat man einen wunderschönen Ausblick auf Teile von Meran und die umliegende Bergwelt. Der Palmenstrand selber ist eine Enttäuschung für mich, ein paar mickrige kleine Palmen, eine größere Fläche mit Sand aufgeschüttet und einige Liegestühle, das ist alles. Wir gehen weiter und kommen jetzt zum höchsten Punkt der Gärten wo sich die Großraumvoliere befindet, in der sich Aras und Loris befinden sollen. Sie sitzen in 8 Meter Höhe und sind nur mit etwas Glück und viel Zeit zu fotografieren.

Gegenüber vom Eingang geht es hinaus zu einem schwindelerregendem, 15 Meter langem Steg hinaus ins Leere. Auf dieser Aussichtsplattform kann man den imposanten Ausblick auf die Gärten und das Meraner Becken und die umliegenden Berge genießen. Wir gehen jetzt wieder nach unten auf den weiteren Aussichtspunkt Matteo Thun’scher Gucker und den Garten für Verliebte verzichten wir.

Vorbei an wunderschön angelegten Beeten führt unser Weg weiter nach unten, wir erreichen das Restaurant Schloßgarten wo die meisten Tische belegt sind. Da wir aber nichts essen wollen, gehen wir weiter bis zur Sissy Terrasse, wo sich meine Gattin auf die Marmorbank zur Kaiserin Sissy setzt. Da diese offensichtlich nichts dagegen hat, mache ich ein Foto von den beiden. Die Terrasse ist sehr hübsch und mit Blumen-beeten und ein paar Palmen bepflanzt. Von hier hat man auch einen tollen Ausblick auf den Lotus und Seerosenteich.

Über den Rundweg Wasser- und Terrassengärten bewegen wir uns langsam nach unten. Wir kommen am Italienischen Garten und am Englischen Staudengarten sowie am Irrgarten vorbei und können ein paar wunderschöne Bilder dabei machen. Jetzt sind wir in der Sukkulenten-Halbwüste angekommen, wo übermannshohe Kakteen (Kakteen aus Afrika-Aloen und Nordamerika-Agaven) stehen, von denen wir natürlich auch ein paar Bilder machen.

Dann sind wir schon am Seerosenteich angekommen, gehen hier an der Seebühne vorbei. Im Palmencafe möchten wir noch einen Kaffee oder ähnliches trinken. Wir haben auch noch Glück, soeben wird ein Tisch für zwei Personen frei. Auf einem Schild vor der Tür steht, was für Kuchen heute angeboten werden. Der Kellner ist schnell zur Stelle und meine Frau bestellt für sich einen Kaffee und Tiramisu-Kuchen. Ich möchte eine Tasse Heiße Schokolade und dazu einen Kuchen aus Himbeersahne. Beide Kuchen und die Getränke sind ausgezeichnet, aber die Preise dazu lassen das auch erwarten.
Durch den Palmenwald und eine Treppe erreichen wir die obere Terrasse, wo sich wunderschöne Bougainvilleas-Sträucher befinden.

Wir gehen weiter über die Brücke und sind schon im Eingangs-Pavillion angekommen. Auf dem Parkplatz suchen wir unser Auto und fahren Richtung Ausgangs-Schranke. Ich schiebe das Parkbillett in den Automat, aber die Schranke öffnet sich nicht (beim bezahlen des Eintrittes wurde Automatisch die Parkgebühr dazu berechnet). Wir fahren wieder zurück und parken in nächster Nähe der Schranke. Was tun, wir gehen wieder hinauf zur Kasse und erzählen unser Mißgeschick. Die Zuständige Dame sagt uns, wenn wir an der Schranke sind, sollen wir eine schwarze Taste drücken, sie würden dann die Schranke manuell von der Kasse her öffnen. Nachdem die Schranke geöffnet war und ich losfahren wollte, blockierte erstmal meine elektronische Handbremse die weitere Fahrt. Erst nach mehrmaligen Versuchen löste sie sich wieder, und wir können den Parkplatz endlich verlassen, und nach Lana zurückkehren. Wir versuchen jetzt nochmals die Pizzeria zu finden, die wir gestern vergeblich gesucht hatten. Die Pizzeria liegt in Oberlana an der Meraner Straße rechts vom Kreisverkehr (Google-Maps zeigt sie links vom Kreisel). Wir haben Glück und die Besitzerin sitzt mit ihrem Gatten draußen auf der Terrasse, so könnnen wir für heute Abend 18:30 einen Platz reservieren. Danach kehren wir zum Campingplatz zurück, um anschließend zum Pool zu gehen. Es ist immer noch sehr heiß ca.30° heute Nachmittag. Nachdem wir eine Runde im Schwimmbecken gemacht haben, holen wir uns noch ein Eis im Restaurant, was auch heute excellent schmeckt.
Um 18:15 fahren wir los zur Pizzeria Liesy, die Terrasse ist schon voll, aber unser Tisch wartet auf uns. Die Pizzen waren wirklich ausgezeichnet, die positiven Bewertungen im Internet die wir gelesen haben, sind wohl wahr. Hier verbringen wir gute eineinhalb Stunden, auch mit einem Gespräch mit der Kellnerin, die glaubt mich vor …. zig Jahren schon einmal gesehen zu haben.
Danach fahren wir wieder zum Campingplatz zurück. Den restlichen Abend verbringen vor dem Caravan bei Sangria und einer Flasche Rotwein. Wie meistens gehen wir gegen 22:30 ins Waschhaus und danach ins Bett. Bei unseren Nachbarn in der Straße ist es schon lange dunkel.

Montag, den 28.06.2021

Auch heute Morgen stehen wir um 7:45 auf, der Himmel ist so blau wie die ganzen Tage davor. Nach dem Besuch im Waschhaus nehme ich noch die tägliche Morgenpost vom Schlosshof mit. Anschließend hole ich noch ein paar Brötchen nahe der Rezeption. So steht unserem Frühstück nichts mehr im Weg. Wir haben noch vom Samstag etwas Rosinenzopf übrig, der ganz toll zu unserem heutigen Frühstück passt. Durch Zufall sieht meine Frau an der vorderen linken Radfelge eine Beschädigung, die wir uns wohl gestern Mittag auf dem Parkplatz vom Schloß Trautmannsdorf beim Rückwärts rangieren, zugezogen haben. (Das sind wohl die Nachteile eines Niederquerschnittreifens).
Um 10:00 fahren wir dann wieder los Richtung Süden über die Sonnenstrasse nach Niederlana an der dortigen Kirche (mit dem Schnatterpeck Altar) vorbei, weiter zur Weinstraße, die bis Gargazon führen würde. Auf der rechten Seite geht eine Straße ab, die zum Golfplatz bzw. Richtung Schloß Leonburg führt, und kurz vor dem Schloss den Brandisweg kreuzt. Wir folgen dem neuen Weg an den Wiesen des Golfplatzes vorbei, wo einige Leute spielen. Am Beginn des Waldes liegt ein kleines Biotop (kein Vergleich zum wunderschönen Biotop /Falschauer bei der Gewerbezone, das wir mehrmals gesehen haben), wir fahren weiter bis zur Abzweigung, die zum Schloss Leonburg weitergeht. Auf der linken Seite ist wohl ein kleiner Obsthof, wo kein Durchkommen möglich ist. Jetzt drehen wir wieder um bis zur Weinstraße und fahren Richtung Gargazon. Es geht einige Kilometer weit durch die riesigen Apfelplantagen, dann endlich ist die Abzweigung nach Gargazon da.

Die endlos weiten Apfelplantagen

Wir überqueren die Schnell-Strasse und gleich darauf die Etsch, um auf dieser Seite des Flusses auf dem Radweg zurück nach Burgstall/Lana zu fahren. In Burgstall angekommen wollten wir in ein Lokal / Cafe gehen um eine Kleinigkeit zu trinken, es war aber kein geöffnetes Lokal zu finden. Auf dem Rückweg durch die Bahnhofstrasse kamen wir an einem Lokal vorbei das uns die Campingnachbarn empfohlen haben. Es war gerade Mittagszeit und viele Arbeiter aus der Umgebung waren zum Essen hier. Wir hätten bestimmt noch an einem Tisch Platz gefunden, aber im Moment war es uns hier zu schmuddelig (Mittagspause ?) So fuhren wir wieder weiter. Lana hat noch einen zweiten Campingplatz, den wollen wir nochmal schnell besuchen, und fahren den Feldgatterweg hinein. Nach ein paar hundert Meter sind wir am Eingang vom Camping Arquin.

Da gerade Mittagspause ist, fahren wir mit dem Fahrrad hinein, nach der Rezeption ist auf der linken Seite ein kleiner Pool. Danach ein Waschhaus und dahinter schöne große Stellplätze, es war wenig los. Wenn ich diesen Campingplatz beurteilen müßte: große schöne Stellplätze für Caravans, aber wenig los und viel Ruhe, Ideal zum Ausruhen nach einer Radtour oder zum Wandern. Im Vorteil zu unserem Campingplatz hat er einen kleinen Shop.
Den Preis habe ich im Internet recherchiert. Die Stellplatzpreise liegen zwischen 41 und 53 €, ich muß zugeben es hat mich etwas erschüttert.

Von gestern Abend haben wir noch Reste der ausgezeichneten Pizza übrig, die Wirtin hat sie uns in einen Pizzakarton eingepackt. Früher wäre es uns nicht passiert, dass etwas auf dem Teller übrig bleibt, aber im fortgeschrittenen Alter ißt man anscheinend nicht mehr soviel. So sind die Reste als kleinen Mittags-Snack vorzüglich. Später gehen wir noch zum Pool und auf die schattige Liegewiese. Nochmals den Porsche des Platzchefs bewundern, den ein Mitarbeiter gerade aus der Garage fährt. Irgendwann sind wir zum Kaffee trinken an den Caravan, und danach wieder zum Pool zurück.
Heute Abend wird noch gegrillt, ich bereite unseren kleinen Gasgrill vor und stelle ihn an eine passende Stelle und fülle die Auffangschale mit Wasser. Als es dann soweit ist, geht der Gasbrenner nicht mehr an, es stellt sich im nach hinein heraus, die Gattin hat den Grill an eine andere Stelle gestellt. Und es ist Wasser übergeschwappt und am Brenner herunter gelaufen, was sie natürlich nicht zu gibt. Nach dem Trocknen des Grills geht die Gasflamme wieder an. Wie meistens gibt es Hähnchen und Putensteaks, von Schweinesteaks bin ich nicht begeistert. Dazu geschnittene Gurkenscheiben und gekochte Kartoffeln auch geschnittene Pilze legen wir auf den Grill. Nach dem Essen muss ich zum Geschirr spülen ins Waschhaus. Anschließend drehen wir eine Platzrunde durch die Straßen und bewundern im Premiumbereich noch die großen Wohnmobile. Bevor wir zu unserem Wohnwagen zurück kehren, kaufen wir uns noch ein Eis, das hier wirklich ausgezeichnet und auch preiswert ist.
Bis ca. 22:30 sitzen wir vor dem Caravan und Geniesen den schönen Sommerabend. Die Tagestemperatur lag heute bei etwa 32°.

Dienstag, den 29.06.2021

Guten Morgen, heute ist unser letzter Urlaubstag hier in Südtirol, am frühen Morgen hat es nochmals stark Geregnet. Jetzt um 7:45 haben wir einen Mix aus blauen Himmel und viele Wolken. Die Wettervoraussage spricht heute von einer 70 Prozent Regen- wahrscheinlichkeit. Nach unserem Frühstück besprechen wir den heutigen Tag, wir wollen nochmals mit dem Fahrrad los fahren und im Laufe des Spätnachmittags unsere Markise und die Satellitenschüssel abbauen. Kurz nach 10:00 geht es dann los über die Bozener Strasse und den St. Agathaweg aus dem Ort hinaus. Den St.Agathaweg sind wir jetzt schon einige mal gefahren, er ist Verkehrsberuhigt und man ist gleich bei den ersten Apfelplantagen. Und anschließend ist man am rauschenden Bergbach dem Falschauer angekommen. Nach einem Foto überqueren wir den kleinen Fluß und fahren durch weitere Apfelplantagen nach Tscherms. Hier bei der Kirche wechseln wir auf die Dr.-J.-Garberstrasse bis wir wieder auf der Ortsverbindungsstraße (Gampenstrasse) ankommen. Von hier führt ein schöner Radweg an der Hauptstraße entlang bis nach Marling bzw. Meran. Wir kommen an der Carabinieristation von Tscherms vorbei, auf der linken Seite befinden sich immer wieder einzelne Häuser, Pensionen und Obsthöfe. Rechts dieser Strasse dagegen sind nur Apfelplantagen soweit das Auge reicht, nach Osten geht es bis zur Etsch und nach Süden mindestens bis nach Bozen oder mehr. Im Norden beginnt schon das Vinschgau mit weiteren Apfel-plantagen und dahinter die hohen Berge der Texelgruppe.

Kellerei Burggräfler in Marlengo

Am Ortsbeginn von Marlengo kommen wir an der Kellerei Burgggräfler vorbei wo excellente Weine hergestellt werden. Wir fahren weiter durch den kleinen Ort immer an der Hauptstrasse entlang, vor uns kommen Strassenarbeiter die einen Fußgängerweg markieren.

Nachdem wir einen Kreisverkehr überquert haben, kommen wir nach weiteren 400 Meter an eine Brücke, die über die Etsch und die Schnellstrasse führt. Dahinter befindet sich ein weiterer Kreisverkehr, der nach Meran führt, wir wissen jetzt aber nicht mehr weiter. Und es herrscht ein starker Auto und Lkw-Verkehr. Unter uns direkt am Ufer der Etsch sehen wir den Beginn des Radweges der nach Bozen geht, aber keine Zufahrt um den Weg zu erreichen. Also drehen wir wieder um, ohne nähere Orientierung möchte ich nicht weiterfahren. So fahren wir fast auf dem gleichen Weg wieder zurück, zu Beginn finden wir noch einen Radweg der an der Etsch entlang und danach ins Industriegelände führt. Von hier geht es wieder auf die Hauptstrasse zurück, die uns nach Tscherms und Lana auf unseren Campingplatz führt. Es war ein netter Ausflug, zwei Stunden waren wir unterwegs und unsere heutige Wegstrecke 17 Kilometer lang.
Am Platz angekommen machen wir zuerst eine Pause, danach spritzen wir kurz unsere Räder mit dem Wasserschlauch ab. Nachdem sie Trocken sind, klappen wir sie zusammen und stellen sie in den Kofferraum. Mit Bändern werden sie fest im Auto für die morgige Heimreise verzurrt. Anschließend rollen wir unsere Markise auf, gleich darauf fängt es kurz an zu Regnen. Von jetzt an regnet es immer wieder in kurzen Abständen, aber jeweils nur ein paar Minuten. Später gehen wir zur Rezeption um unsere Rechnung zu bezahlen und ein letztes Eis zu kaufen. 600 Euro möchte die Dame, ein stolzer Preis für die paar Tage, aber was solls, es war immer schönes Wetter. Später gehen wir nochmals zum Pool, aber es ist immer wieder stark bewölkt. Heute Abend gibt es eine Brotzeit mit Bratensülze, Fisch in der Dose, Schinken und Käse, dazu ein Weizenbier. Dann wie immer zum Geschirr spülen und anschließend einen Spaziergang über den Campingplatz. Um 22:00 geht es ins Bett. Das war unser letzter Urlaubstag hier in Südtirol.

Mittwoch, den 30.06.2021

Heute ist unsere Heimreise nach Deutschland, wir sind jetzt um 7:15 aufgestanden, haben kurz gefrühstückt. Danach unsere Morgentoilette gemacht, zum Abschluß habe ich unsere Toiletten-kassette ein letztes Mal entleert. Mit dem Mover fahre ich den Caravan auf die Straße und hänge ihn an unser Auto. Es ist 9:00 und wir sind fahrbereit, ein kurzes Verabschieden bei unseren Görlitzer Nachbarn und schon geht es los. Die Ausfahrt aus dem Campingplatz geht nach rechts in eine sehr schmale Einbahnstraße. Unsere Gespannlänge beträgt 12 Meter, ich habe mir schon in den vergangenen Tage überlegt, wie ich die Kurve zu nehmen habe um hier ohne große Probleme hinaus zu kommen.
Es hat nicht funktioniert, ich mußte nochmals mit dem Gespann zurück setzen, um einen weiteren Bogen zu fahren. Auch beim zweitenmal blieb es knapp, meine Frau wies mich ein, es waren nur wenige Zentmeter bis zu einer Mauer. Ich fahre jetzt schon fast 30 Jahre mit dem Caravan, aber so eine knappe Ausfahrt aus einem Campingplatz habe bisher nicht erlebt. Über die Ing.-Luis-Zuegg-Straße und die Bozner Straße verlassen wir Lana. Weil die Zufahrt über die SS38 gesperrt war, fahren wir durch Burgstall in Richtung Meran. Unser Navi war wieder nicht ansprechbar, so waren wir auf Verkehrsschilder bzw. Richtungsanzeigen angewiesen. Es klappte dann recht gut, wenig später fahren wir an der Brauerei Forst in Lagundo vorbei. Und schon sind wir im Vinschgau angekommen, es geht an Naturns vorbei. Gleich darauf passieren wir das Schloss Juval von Reinhold Messmer dem bekannten Abenteurer und Extrem-bergsteiger (das Schloss ist der Wohnsitz und Museum für seine Tibetika-Sammlung) und die Abfahrt zum Schnalstal . Es geht weiter an Kastellbell und Latsch vorbei, wo sich der Campingplatz Latsch mit seinem Hotel Vermoi befindet.

Auf diesem Platz waren wir mit unseren Kindern, einige Male auf dem Heimweg von der Toskana und dem Gardasee. Zuletzt im Jahr 2004 wo wir zu zweit unseren Urlaub am Gardasee verbracht haben.

Irgendwann sehen wir auf der linken Seite Prad am Fuß des Stilfser Jochs vorbei ziehen, mit seinen beiden Campingplätzen Kiefernhain und Sägemühle, auf beiden Plätzen waren wir schon vor über 20 Jahren zu Gast. So langsam kommen wir dem Reschen-Paß immer näher, wir passieren Schluderns und Males wo sich einige Straßenbaustellen befinden. Die Gegenfahrbahn wird wohl erneuert, wir denken nichts böse dabei. Bei der Auffahrt zum Reschen-Pass bzw. dem Reschensee kann man leider nicht mehr mit dem Caravan anhalten. Da kommt die Errinnerung wieder, früher war einfach alles schöner. Auf dem großen LKW-Parkplatz direkt an der Grenzstation halten wir kurz an und steigen aus dem Auto.

Hier sehe ich oh Schreck, unser Caravan ist an der Front und an der Seite mit vielen Teerflecken verschmutzt, auch das Auto ist auf der Fahrerseite im unteren Bereich mit Teerflecken übersät. Wir können nicht sagen wo das Passiert ist?.
Um 11:00 Mittags haben wir dann Nauders gleich vor dem Hochfinstermünz-Pass erreicht. Wir sind in Österreich angekommen, an der Örtlichen Tankstelle tanken wir nochmals unser Auto voll. Mit dieser Tankfüllung werden wir bis nach Hause kommen.
Anschließend geht es gleich weiter den Hochfinstermünzpass hinunter, das Inntal entlang der hier schon ein reißender Fluß geworden ist. Mittlererweile hat es angefangen zu regnen, ein passender Einstieg auf Zuhause. Wir kommen an Ried und Prutz vorbei, hier geht es hinauf über die Gletscherstraße die ganzjährig geöffnet ist, und bis auf 2.750 Meter führt ins Kaunertal. Aber wir wollen ja heim, unser Weg führt durch den Landecker Tunnel mit seinen fast sieben Kilometern Länge auf die Inntal-Autobahn. Die wir aber schon in Imst wieder verlassen um nach Norden zum Fernpaß und weiter bis zur Deutschen Grenze zu fahren. Der Fernpaß ist wieder Erwarten kein Hindernis für uns, der Verkehr ist rege aber gut zu bewältigen. So daß wir um 13:45 den Grenz-Tunnel bei Füssen durchfahren. Eine gute Stunde später sind wir in Ottobeuren angekommen. Wie meistens räumen wir unseren Wohnwagen gleich aus, so kommt die Wäsche gleich in den Keller zur Waschmaschine. Und die Kühlsachen nach oben in den Kühlschrank, die übrigen Sachen werden erstmals verstaut. Auch unsere E-Bikes kommen gleich aus dem Auto wie auch unsere Campingmöbel. Danach gibt es eine Tasse Kaffee, unsere Ankunftszeit war 14:45.

Fazit: Wir hatten schöne Tage in Südtirol, unser Aufenthalt auf der Seiser Alm war ein großes und schönes Erlebnis. Schade war nur, daß wir selber nicht in der Lage waren Fahrradtouren und Wanderungen in einem etwas größeren Stil zu machen. Unsere E-Bikes kamen hier gar nicht zum Einsatz, weil sie eigentlich nur City-Bikes sind, und nicht für Wege in den Bergen geeignet sind. Der zweite Teil unserer Reise fand in Lana einem kleinen Ort in der Nähe von Meran statt. Hier waren wir für 10 Tage Gast auf dem Luxury Camping Schlosshof.
Ich muß sagen, daß mich das Wort Luxury wahnsinnig stört, der Campingplatz ist nett, hat einen hübschen Pool und sehr schöne Waschräume, wobei Sanitärgebäude 2 eigentlich sehr klein ist. Die übrigen Leistungen auf dem Platz sind in meinen Augen ganz normal.
Wir haben eine schöne Zeit hier in Lana verbracht, sind jeden Tag mit dem Fahrrad unterwegs gewesen, immer andere Wege. Unser Besuch in der Raffeiner Orchideenwelt war sehr nett, der Jahreszeitpunkt war wohl nicht ganz günstig (Blüte). Die Loris ließen sich von uns gerne füttern. Der Besuch auf Schloss Trautmannsdorf war schön, anstrengend durch die teilweise steilen Wege nach oben, wahrscheinlich sind wir auch ohne System durch die Gärten gegangen. Die Blumenvielfalt ist sehr groß, für einen Blumenkenner bestimmt ein Gedicht (ich gehöre nicht dazu). Sollten mich meine weiteren Campingreisen nicht mehr nach Südfrankreich/Provence führen, ist sicher auch Südtirol ein lohnendes Ziel.

Mein 70. Geburtstag in Südtirol 2020

Anlässlich meines 70. Geburtstags sind wir mit unseren Töchtern, Schwiegersöhnen und Enkelkindern ins Passeiertal nördlich von Meran gefahren. Hier haben wir 5 schöne Tage auf dem Campingplatz im Passeier Tal zusammen verbracht…

Meine Tochter Raphaela mit Ihrer Familie auf der Fahrt nach Südtirol

Auch meine zweite Tochter Alexandra ist schon unterwegs mit Ihrem Mann Vito und dem 6 Monate alten Sohn Mateo

Wir sind zwischenzeitlich ebenfalls mit unserem Caravan auf dem Camping „Passeier“ bei Meran angekommen

Unser zweiter Tag in Südtirol, gemeinsamer Spaziergang zum Apfelhotel

Ausflug zum Kalmtaler Wasserfall bei St. Martin…

Unser Geburtstagsessen im Hilberkeller in Kuens mit einem wunderbaren Panorama-Ausblick auf das Passeiertal…

Nochmals Raphaela mit Familie

Und Alexandra mit ihrer Familie…

Endlich Essen- und Zeit für`s Familienfoto…

Unsere Deutschlandtour – Juni 2020

Nach über 20 Jahren ist das in diesem Jahr der erste große Campingurlaub den wir wider Erwarten hier in Deutschland verbringen werden.

Bernkastel-Kues

Vorgeschichte:
Seit der Corona-Virus Anfang März bei uns in Deutschland zugeschlagen hat rückte unsere alljährliche Südfrankreich-Reise immer mehr in den Hintergrund. Und wir mußten uns mit dem Gedanken anfreunden, auf unser schönes Frankreich zu verzichten und Alternativen zu suchen. Bis in die erste Juni-Woche war überhaupt nicht klar, ob es dieses Jahr eine Camping-Reise gibt, und was für Voraussetzungen dafür notwendig waren. Wir hatten Anfang Mai drei Campingplätze in Deutschland ausgesucht und Telefonischen Kontakt mit Ihnen auf-genommen. Der erste Platz auf unser diesjährigen Campingtour war der Campingplatz Zell an der Mosel. Als nächstes wollten wir nach Hessen zum Campingplatz nach Naumburg fahren. Sie sagten uns aber wegen Überfüllung gleich ab, so daß wir nach einem Ersatzplatz schauen mußten. Ich suchte mir den Camping Teichmann am Edersee aus, der einen sehr guten Eindruck auf uns machte. Als dritten Campingplatz wählte ich den SüdseeCamp in der Lüneburger Heide aus. Wir waren vor über 20 Jahren zweimal in dieser großen Ferienanlage und ich wünschte mir schon lange ihn wieder einmal zu besuchen. Damals waren wir mit unseren Kindern hier, und es war einfach toll.

Montag, den 15.Juni 2020

Wir sind heute Morgen zu unserer normalen Frühstückszeit aufgestanden, es war etwa 7:15 als wir am Frühstückstisch sitzen. Heute beginnt unsere Urlaubsreise quer durch Deutschland.
Es gibt nur ein kurzes Frühstück, dann geht die Arbeit auch schon los. Unseren Caravan haben wir schon gestern Nachmittag auf den Parkplatz vor unserm Haus gebracht, unser Hausnachbar Zie… hat mit uns den Parkplatz getauscht. Vor Jahren hatten wir mal das Problem über eine Stunde zu benötigen, bis wir unseren Caravan endlich auf der Straße hatten. Unsere kleine Straße wird von Schülern und Lehrern der benachbarten Gesamtschule zum ungenierten Parken benutzt. Wenn dann noch ein Nachbar von gegenüber sein Auto irgendwie ungünstig parkt, ist die ganze Straße dicht.

Den Wohnwagen haben wir die vergangenen Tage schon größtenteils eingeräumt , so bleiben nur noch den Kühlschrank zu befüllen. Der seit gestern Morgen vorgekühlt wird, ebenso die Technischen Sachen wie unsere Fotoapparate, das Handy und Notebook sowie die Reiseunterlagen müssen noch ins Auto bzw. in den Wohnwagen gebracht werden. Als nächstes montiere ich noch die Caravanspiegel an unseren Audi Q5, hier muß ich sehr sorgfältig sein. Letztes Jahr ist mir der rechte Spiegel während der Fahrt einfach herunter gefallen. Jetzt sind wir auch schon fertig zur Abfahrt. Den Caravan mit dem Mover (Elektroantrieb) aus der Parklücke auf die Straße fahren und an den Audi anhängen. Dann kann es auch schon los gehen.

Um 12:47 verlassen wir die Bergstraße in Ottobeuren und fahren zum Autobahn-zubringer in Memmingen Süd. Von unseren Nachbarn ist heute nicht zu sehen,Theo und Rita sind anscheinend in Salzburg und Susi und Gerhard irgendwo in den Bergen. Es läuft alles gut und der Verkehr auch mit den LKWs hält sich in Grenzen. Als erste Raststätte habe ich mir Rothensteig Nord ausgesucht, das Pech war nur, die Raststätte ist gleich im Anschluß an das Autobahnkreuz Crailsheim. Mit anderen Worten, ich habe sie nicht gesehen und bin einfach durchgefahren. Aber ein paar Kilometer kommt schon ein weiterer Rastplatz den wir nun ansteuern. Es ist Reusenberg Nord ein einfacher Parkplatz aber mit einem Toillettenhaus, die Zeit es ist mittlererweile15:26 geworden. Hier verbringen wir eine gute Stunde bei Kaffee und ein paar belegten Broten, das Wetter ist nicht gerade gut aber meistens doch trocken. Unser Übernachtungsziel heute ist der 24 ARAL Autohof in Bad Rappenau den wir bald erreichen werden. Seit einigen Jahren sind wir dazu übergegangen aus Sicherheits-gründen nicht mehr an den gewöhnlichen Autobahn-Raststätten zu übernachten. Im Internet wurde dieser Autohof empfohlen. Wir kommen an Heilbronn und Neckarsulm wo sich ein großes Audi-Werk befindet vorbei. Dann um 17:30 haben wir Bad Rappenau erreicht, es gibt hier zwei Autohöfe vor Ort. Nach der Autobahnausfahrt hätten wir dann nach Rechts fahren müssen, aber hier war ein Baustellenschild zu sehen, also fahren wir nach Links in ein weiteres Industriezentrum. Was natürlich falsch war, zum Schluß mußten wir bis zur Abfahrt in Heilbronn zurück fahren. Aber irgendwie haben wir unser heutiges Ziel doch noch erreicht, nur eben 35 Minuten später.


Der Autohof war leider eine große Enttäuschung für uns, er war sehr klein, Platz für etwa 15 LKWs, und es sind keine Caravans oder Wohnmobile zu sehen. Wir melden uns in der Tankstelle an und können einen Parkplatz belegen. Das Essen das hier angeboten wird ist leider nur Bistro tauglich. Darauf können wir gut verzichten, es gibt also heute eine Brotzeit im Wohnwagen. Das soll ja nicht schlecht sein, wir haben alles nötige dabei, von Wurst, Käse und Hering in Tomatensoße (was wir sehr gern im Urlaub essen). Auch eine Bratensülze gibt es heute Abend, dazu ein bis zwei Gläser Weizenbier und für die Gattin eine Radler. Nach unserem Essen machen wir noch eine Spazierrunde über den kleinen Rastplatz und über das angrenzende Industriegelände.

Dienstag, den 16. Juni 2020

Kurz nach 6:30 stehen wir auf, geschlafen haben wir gut im Caravan und auch die Nacht am Platz war sehr ruhig. Nur leider hat es immer wieder mal geregnet. Nach einem guten Frühstück und einer Tasse Kaffee brechen wir auf. Zuerst drehe ich die Stützen vom Caravan mit dem Accuschrauber hoch, dann kann es schon los gehen. Es ist jetzt 8:30 geworden. Kurze Zeit darauf fahren wir am Flugzeug-Museum in Sinsheim vorbei. Es regnet leider immer wieder mal. Als Nächstes kommt jetzt das Autobahn-kreuz Walldorf und gleich darauf das Kreuz am Hockenheim wo wir anschließend den Rhein überqueren. Wir sind jetzt auf der A61 die uns weiterführen wird bis nach Bingen oder Koblenz.
Nach unserer Rheinüberquerung fahren wir an Ludwigshafen und Mannheim vorbei, kurz vor Alzey machen wir noch eine kleine Pinkelpause. Es ist mittlererweile 10:45 als wir auf der Raststätte Hunsrück Ost unsere letzte Pause vor unserm Endziel an der Mosel machen. Hier bleiben wir aber nur etwa 20 Minuten, bevor es weitergeht. Während wir Pause machen sehen wir einem kleinen LKW-Stau auf der daneben-liegenden Autobahn, wir kommen danach aber wieder gut aus dem Rastplatz hinaus. Schon wenige Kilometer weiter verlassen wir dann die Autobahn 61 und fahren über die B50 bis nach Kirchberg und danach über die B421 bis nach Zell an der Mosel. Die letzten Kilometer bis zur Mosel waren recht interessant. Wir fuhren von der Hoch-ebene des Hunsrück ein/zwei Hundert Meter hinunter bis wir die Moselhöhe bzw. Zell erreicht haben.

Um 11:58 haben wir dann unseren Campingplatz in Zell erreicht, wir kommen also sogar noch vor der Mittagspause hinein und können unseren Stellplatz mit der Nummer 64 sofort beziehen.
Die Einfahrt in den Platz ist etwas eng für größere Wohnwagen, aber wir kommen gut durch und stellen unseren Caravan gleich auf. Es hat im Laufe des Vormittags noch einige Male geregnet, aber die letzten zwei Stunden ist es dann Trocken geblieben. Jetzt an der Mosel ist der Himmel immer noch bedeckt. Nach einer kleinen Brotzeit mit Käse und Schinken und dazu ein Radlerbier rollen wir jetzt unsere Markise aus. Gegen 16:00 kommt plötzlich die Sonne heraus, so sollte unser Urlaub beginnen. Unser Stellplatz ist gleich neben einem Seitenarm der Mosel und so können wir direkt am Fluß sitzen und das jetzt schöne Wetter genießen. Später gibt es noch Kaffee und einen Kuchen vom kleinen Campingshop. Beim Bestellen unseres Frühstücks für den nächsten Tag habe ich im Shop Streuseltaler mit Johannisbeeren gesehen. Das mag ich schon zu Hause sehr gern, somit ist die süße Beilage zum Kaffee schon gesichert.


Im Laufe des Nachmittags habe ich noch meine kleine Satellitenschüssel aufgestellt, konnte aber keinen Fernsehempfang feststellen. Die Südseite vom Campingplatz ist leider stark von großen Bäumen beschattet.
Zum Abendessen gibt es heute Krautschupfnudel, dazu zwei Weizenbier für mich und etwas Rotwein für meine Gattin. Die Sonne scheint bis in den Abend hinein und geht um 20:30 hinter den Bäumen unter. Wir genießen die Zeit und den Abend vor unserm Wohnwagen und etwa um halb Elf gehen wir ins Waschhaus bzw. im Anschluß in unser Bett.

Mittwoch, den 17. Juni 2020

Heute Morgen sind wir gegen halb Acht aufgestanden, geschlafen wir sehr gut, die Temperatur im Caravan war auch angenehm. Im Anschluß bin ich zur Rezeption gegangen um unsere bestellten Brezeln und Brötchen zu holen, während Hermine unseren Frühstückskaffee macht. Nach dem Frühstück machen wir uns erst einmal hübsch in dem wir das Waschhaus bzw. die Toillette besuchen. Gegen 10:00 Morgens holen wir unsere Klapp-Fahrräder aus dem Audi und bauen sie zusammen. Eine halbe Stunde später sind wir dann tatsächlich los gefahren, da es gegen 12:00 oder 14:00 schon wieder Regnen sollte. Unser Campingplatz befindet sich im Ortsteil Zell-Kaimt und wir fahren mit unseren E-Bikes eine Fußgängerbrücke über die Mosel in die Altstadt von Zell. Hier suchen wir das Verkehrsbüro der Kleinstadt auf, um eine Radkarte von Zell und seiner Umgebung zu finden. Leider sind wir erfolglos, es gibt hier nur große Karten zum Kaufen, die von Luxemburg bis nach Koblenz gehen. Wir wollen ja nur kurze Touren mit unseren kleinen 20“ Fahrrädern machen. Danach schauen wir uns noch kurz das Zentrum der Altstadt an bevor wir weiterfahren.

Es geht jetzt Richtung Westen, wir überqueren den Kreisverkehr der B421 auf der wir gestern mit dem Auto gekommen sind. Hier beginnt ein Radweg der uns zum nächsten Weinort Briedel und weiter führen soll. Wir fahren also von der Kreisstraße hinunter zum Radweg der hier ganz nah an der Mosel entlang führt. Es ist ein Naturweg der teilweise auch leicht geschottert und vom Regen der vergangenen Tage sehr naß war. Auf jeden Fall war es sehr eng, wenn uns ein Radler entgegen kam und man auch teilweise absteigen sollte oder mußte. Nach einem Kilometer drehten wir wieder um, wir fahren mittlererweile durch ein Waldstück, hier ist es sehr Schattig und Nass. Wir fahren also zurück bis zur großen Moselbrücke, die wir überqueren und an der Kaimter Seite wieder zum Moselufer hinunterfahren. Hier fahren wir wieder direkt an der Mosel entlang, werden wenig später von einer Radfahrergruppe überholt. Rechter Hand ist ein größerer Wohnmobilstellplatz zu sehen, und bald darauf fahren wir am Sportzentrum mit Erlebnisbad Zeller Land vorbei. Einige Meter weiter ist auch dieser Radweg zu Ende, Die Radfahrergruppe vor uns, und auch wir drehen wieder um, die Radler-Gruppe fahren in Richtung Ortsteil Kaimt zurück.

Als wir wieder am Wohnmobilstellplatz vorbei kommen, hier geht eine kurze Straße die Anhöhe nach oben. Am oberen Straßenende sehen wir ein paar Radler stehen, wir fahren also hoch, sie stehen an einem Anzeigeschild und beratschlagen sich. Hier geht wiederum eine kleine Straße (es ist endlich der Radweg) ab, und wie wir sehen führt sie an den Weinfeldern etwas oberhalb der Mosel entlang. Auf diesem Weg fahren wir jetzt weiter, immer an den Weinfeldern und etwas später an den Weinbergen auf unserer rechten Seite vorbei. Unser Weg führt uns jetzt direkt an der Mosel entlang und auf der anderen Seite des Flußes sehen wir den kleinen Weinort Briedel. Wir fahren immer noch weiter an den Weinbergen entlang, bis sich der Weg (Fahrweg für die Weinbauern zu ihren Feldern) wieder teilt. Vor uns hoch auf einem Bergrücken sehen wir die Marienburg stehen. Wir entschließen uns in diese Richtung, auf die noch sanfte Anhöhe zu fahren. Oben angekommen führt eine Straße auf der anderen Seite des Berges wieder ins Tal zurück bzw. die andere Seite der Moselschleife. Wir fahren aber weiter in Richtung Burg, kommen an einem Parkplatz wo ein paar Auto parken vorbei. Von hier geht es plötzlich steil den Berg nach oben, ein paar Meter schaffen wir noch mit unseren E-Bikes. Dann ist auf einmal Schluß, wir müssen Schieben. Nach uns kommen noch weitere E-Biker mit ihren großen E-Montainbikes auch sie müssen jetzt schieben. So geht es noch ein paar hundert Meter hoch bis zur Marienburg. Oben angekommen haben wir einen weiten und tollen Ausblick auf die Mosel, und auf die Weinberge umher. Ein paar Kilometer weiter ist das Pündericher Eisenbahnviadukt zu sehen die gleich im Anschluß durch einen Bergtunnel führt.

Die Marienburg ist eine ehemalige Burg aus dem 1. Jahrtausend, im Jahre 1146 wurde dann ein Augustinerinnenkloster gegründet. Das dann 350 Jahr später wieder aufgelöst wurde, und wieder eine Befestigung errichtet wurde. Heute befindet sich ein Gäste- und Tagungshaus, und die Jugend-bildungsstätte Marienburg in dem Gebäude.

Einen Blick in die kleine Kirche mache ich doch noch, sie schaut recht nett aus. Nach unserem kurzen Rundgang über das Plateau treten wir den Rückweg an. Die ersten paar hundert Meter schieben wir unsere Räder den Berg hinunter, weil es einfach zu gefährlich wäre, im Schuß hinunter zu fahren. Unten angekommen überlegen wir auf welchem Weg wir zum Campingpark in Zell zurück fahren. Kurz entschlossen fahren wir auf der anderen Bergseite hinunter und an der Anschlußstraße die stark befahren ist zum Ortsteil Barl-Zell wieder hoch. Der Weg von der Marienburg bis Ortsanfang von Barl zieht sich mit fast 3 Kilometern doch in die Länge. Der Ortsteil Barl selber ist nicht Schön, es ist größtenteils eine reine Industriesiedlung. Wir durchfahren den Ortsteil und fahren auf der anderen Seite die Serpentinenstraße wieder hinunter. Nun sind wir wieder im Ortsteil Kaimt angekommen und fahren an der Mosel entlang zum Campingplatz.

Um etwa 13:30 sind wir wieder am Platz angekommen, ca. 20 Kilometer sind wir jetzt gefahren auf teilweise schönen Radwegen, stark befahrenen Verkehrstraßen aber auch mit wunderschönen Aussichten auf die Mosel. Jetzt gibt es eine kleine Brotzeit am Platz, es sind noch vom Frühstück einige Brötchen übrig, danach essen wir noch eine Schüssel mit Obstsalat im Sonnenschein. Wir geniesen die warme Sonne und trinken um 15:30 am Moselufer unsere Tasse Kaffee mit einem Stück Kuchen. Zwischenzeitlich habe ich nochmals an meiner Satellitenanlage gearbeitet und sie frisch eingestellt, jetzt habe ich auch einen guten Empfang. Nach einem Suchlauf am Fernseher habe ich nun die meisten wichtigen Programme im Kasten. Es ist jetzt mittlererweile kurz vor 17:00 Uhr, und es regnet Intensiv, mal schauen was uns der restliche Tag noch bringen wird.
Im Moment ist es 20:00 vorbei und es regnet immer noch, wir werden den heutigen Abend wohl im Caravan vor dem Fernseher verbringen müssen. Und es regnet immer noch, auch nach dem wir schon ins Bett gegangen sind.

Donnerstag, den 18. Juni 2020

Es ist schon 8:15 vorbei als wir heute Morgen aufstehen, die Nacht war angenehm und ruhig und wir haben ausgezeichnet geschlafen. Als erstes hole ich in der Rezeption unsere bestellte Frühstückbrötchen. Dieses Mal haben wir Laugenstangen zu den Brötchen bestellt, die Brezeln waren gestern ziemlich Dunkel geraten. Hermine hat den Kaffee schon fertig gemacht, so daß wir gleich unser Frühstück geniesen konnten.

Danach machen wir einen kleinen Spaziergang über den Campingplatz, und verquatschen uns noch gleich bei vier anderen Campinggästen. Die Herren haben mich angeredet als ich am Dienstag meine Satellitenschüssel aufgestellt habe. Bei dem einen Campinggast der aus Verden in der Nähe von Bremen kommt, habe ich eine Klima-anlage die am Caravanfenster hängt, gesehen. Solch eine Klimaanlage habe ich noch nie gesehen, der Verdener ist auf jeden Fall von Ihr begeistert. Er zeigt mir die Anlage auch von innen. Wir machen auf jeden Fall Bilder von seiner Klimaanlage, von Innen und Aussen.
Gegen 10:45 machen wir uns auf den Weg zur Altstadt von Zell, es geht die Fußgänger-brücke über die Mosel. Von der Brücke aus sehen wir gleich eine Pizzeria, die wir wohl in ein paar Tagen besuchen werden. Wir gehen weiter in Richtung der Fußgängerzone gleich neben dem Rathaus, sie ist aber nur ein bis zweihundert Meter lang. Ein paar nette Geschäfte gibt es schon, wir spazieren die Schlossstraße entlang am Schloßhotel Zell vorbei das einen noblen Eindruck macht. Bei der Evangelischen Kirche ist ein schönes Mosaikbild in der Brüstungsmauer verewigt. Zurück an der Marktstraße, wo normalerweise der Wochenmarkt abgehalten wird, hat ein Weinlokal einige Tische aufgestellt. Man muß sich natürlich wegen Corona in eine Anwesenheitsliste eintragen und die Abstandsregelungen einhalten. Der Wein schmeckt ausgezeichnet, den uns die junge Dame serviert. Gegen 13:30 gehen wir wieder über die Brücke die ca. 1,3 Kilometer bis zum Campingplatz zurück.


Hier angekommen gibt es erstmals eine kleine Brotzeit, vom Frühstück haben wir noch ein paar Reste an Laugenstengeln, die mit Leberwurst ganz ausgezeichnet schmecken. Dazu Salami und etwas Käse, ein Radlerbier rundet das ganze ab. Wir sitzen hier direkt am Ufer und lassen die Sonne auf uns herunter scheinen. Etwas später trinken wir noch Kaffee mit einem Streuselkuchen, wir lassen uns so richtig gut gehen.

Gegen 16:30 steigen wir nochmals auf unsere E-Bikes und fahren am Ufer entlang in Richtung der Fußgängerbrücke. Über die Brücke hinüber, hier oben müssen wir aber unsere Räder schon schieben, dann geht`s an der Altstadt vorbei wieder ans Moselufer. Von hier geht jetzt ein Radfahrweg weiter bis nach Bullay und weiter. Der Radweg ist in unterschiedlicher Qualität, einmal geteert, mal Schotter oder Feldweg, aber er läßt sich trotz allem recht gut fahren. Wir kommen an der Wellenburg in Merl vorbei, sehen auf der linken Seite die Mosel und hoch oben auf dem Berg wieder die Marienburg, dieses Mal von der Rückseite. Zum Schluß unterqueren wir noch die Doppelstockbrücke von Alf-Bullay (Auf der oberen Fahrspur fährt die Eisenbahn und darunter geht die L199 über die Mosel).

Kurz vor Bullay kommen wir noch an einer kleinen Wiese vorbei, wo ein paar Oldies stehen. Es sind Amerikanische Straßenkreuzer und zum Teil Autos die ich noch gar nie gesehen habe. Nach dem ich ein paar Fotos von ihnen gemacht habe, fahren wir weiter bis zum Ortszentrum. Wo die Moselfähre nach Alf hinüber fährt, von hier fahren wir auf der Uferstraße wieder zurück nach Zell. Hinter dem Sportplatz gleich neben dem Radweg befindet sich der Campingplatz „Bärencamp“ den wir von außen bewundern. Das Bärencamp besteht offensichtlich aus drei verschiedenen Camps, an einem der Camps wollte ich noch die Sanitären Anlagen anschauen, komme aber nicht durch die gesperrten Eingangstüren. Ich frage einen Campinggast der zufällig gerade in das Gebäude will, nach der Qualität dieses Sanitärhauses. Dieser Gast ist auf jedenfalls zufrieden mit der Anlage. An den Oldtimern vorbei und unter der Doppelstockbrücke durch, geht es jetzt wieder zurück. Der Radweg hier ist Teil des großen Radwander-weges der von Trier bis nach Koblenz führt.
Unser kleiner Nachmittagsausflug ist jetzt 13,5 Kilometer lang gewesen, der Zustand des Weges ist ja nicht so prickelnd gewesen. Unsere kleinen E-Bikes sind halt nur City-Bikes und keine Tourenräder für Holperstrecken.

So gegen 18:30 essen wir zu Abend, es gibt heute Tortellini in Sahnesauce und Pilzen, nach dem Essen sitzen wir noch am Moselufer und geniesen die schöne Abendsonne. Später muß ich noch zum Geschirr spülen ins Waschhaus. Der Geschirrspülraum ist ebenso wie die Toiletten und Waschräume der Herren im ersten Stock des Zentral-gebäudes. Sie sind über eine etwas steile Eisentreppe zu erreichen, und beim Hinunter-gehen der Treppe muß man als älterer Herr durchaus aufpassen.

Freitag, den 19. Juni 2020

Heute ist es schon 8:00 vorbei, als wir aufgestanden sind, gestern Nachmittag haben wir vergessen die Brötchen für unser heutiges Frühstück zu bestellen. So müssen wir auf unseren eigenen Bestand an Backbrötchen zurückgreifen. Ein paar Päckchen davon haben wir in jedem Urlaub mit dabei. Unseren kleinen Backofen aus dem Gepäckraum vom Wohnwagen geholt und angeschlossen und bald darauf können wir unser Frühstück geniesen.
So gegen 10:00 steigen wir ins Auto, wir wollen heute Bernskastel-Kues besuchen. Unser Weg führt uns immer an der Mosel entlang, vorbei an Traben-Trarbach es sind etwa 45 Kilometer, eigentlich mehr als ich dachte. An einem großen Parkplatz an der Mosel stellen wir unseren Audi ab, und gehen die vielleicht 150 Meter bis wir den Zugang in die kleinen Gassen erreichen. Zuletzt waren wir 1997 mit den Kindern hier, das Zentrum hat sich kaum verändert, ein paar Baustellen sind dazu gekommen. Aber der kleine Ort ist nach wie vor sehr schön, im Zentrum befinden sich viele wunder-schöne Fachwerkhäuser. Auch die Weinstube Spitzhäuschen mit seinen höchstens zwei Metern Giebelbreite steht seit über 600 Jahren hier.

Man geht davon aus daß das Spitzhäuschen deshalb so hoch und krumm gebaut wurde, weil man zur damaligen Zeit Grundsteuer nur für die bebaute Fläche zahlen mußte.
Der mit Schiefersteinen ausgebaute Weinkeller und die beidseitig überhängenden Obergeschosse sind Typisch für die moselländischen Winzerhäuser.

So gehen wir etwa 1 ½ Stunden durch die kleinen Straßen mit Ihren schönen Fachwerk-häusern. Es gibt überall Restaurants und Lokale, aber wegen Corona sind halt alle leer, irgendwo in einer Gasse kommt ein kleiner Stehimbiß, hier kaufe ich mir eine Curry-wurst mit Brot. Hermine holt sich eine Leberkäsesemmel und dazu eine Flasche Cola, das wir an einem kleinen Stehtisch geniesen, unser kleiner Snack schmeckt recht gut. Nach ca. 20 Minuten gehen wir wieder weiter bis zu einem kleinem Platz, wo wir noch ein paar Minuten in der warmen Sonne sitzen bleiben. Hier gibt es auch eine Öffentliche Toilette, die ich mit meiner Anwesenheit beglücke. Im Anschluß gehen wir zurück zum Auto und fahren ein paar Kilometer bis nach Traben-Trarbach zurück. An einem größeren Parkplatz ebenfalls direkt an der Mosel stellen wir unseren Audi ab.

Von hier bis zum Wahrzeichen der Stadt dem Brückentor von Trarbach sind es ja nur ein paar Meter. Über eine Außentreppe steigen wir auf die schöne Brücke hinauf, der die beiden Ortsteile miteinander verbindet. Sie ist für den Autoverkehr zugelassen, aber für die Fußgänger gibt es Fußwege und Ausbuchtungen zum Fotografieren. Wir gehen auf der Brücke entlang, bis kurz vor den Stadtteil Traben, bevor wir wieder umdrehen und durch das schöne Brückentor in den Ortsteil Trarbach gehen. Hier gehen wir noch durch die Gassen der Fußgängerzone bevor wir zum Auto zurück gehen. Wir fahren jetzt zurück nach Zell, am Ortsbeginn ist eine Aral-Tankstelle deren Dieselpreis vor ein paar Tagen noch bei 1,049 € war. Heute wo wir Tanken wollen steht der Preis bei 1,109 €, innerhalb von 3 Tagen ist der Preis um 6 Cent gestiegen.

Um 14:30 sind wir wieder auf unserem Campingplatz angekommen, als aller erstes bestellen wir in der Rezeption unsere Frühstücksbrötchen für Morgen Früh. Heute Abend wollen wir in der Altstadt von Zell eine Pizza essen. Gleich neben der Fuß-gängerbrücke befindet sich die Pizzeria La Terrazza. Jetzt in Coronazeiten ist es gar nicht so einfach einen Tischplatz zu bekommen, aber es klappt und wir bestellen eine Pizza, für mich eine mit Pilzen, Salami und Schinken, mein Gattin nimmt eher etwas mit Meeresfrüchten. Die Pizzen schmecken ausgezeichnet und so machen wir uns nach dem Essen wieder auf den Heimweg.

Wir haben heute Nachmittag neue Camping-Nachbarn uns direkt gegenüber am Flußufer bekommen, sie kommen irgendwo aus Nordrhein-Westfalen. Und sind mit einem Mercedes-Van und Vorzelt incl. Vespa-Motorroller sowie zwei Fahräder gekommen. Um den Van zum Übernachten überhaupt frei zu bekommen, mußte der arme Mann eine ganze Weile arbeiten um die ganzen Fahrrad-Halterungen aus dem Van auszubauen. Er war Mitte Fünfzig und sie etwas Jünger, er war sehr Nett und unterhaltsam, sie dagegen war eher zurückhaltend.
Wir haben noch lang die Abendsonne genossen, und den schönen Tag an uns vorüber gleiten lassen, um 22:30 sind wir dann in die Koje gegangen.

Samstag, den 20. Juni 2020

Heute ist es 7:45 geworden als wir aufstehen, nach dem Gang ins Waschhaus hole ich in der Rezeption unsere bestellten Brötchen. Meistens sind es Semmeln wie man bei uns sagt, und dazu einige Laugenstengel. Brezeln nehme ich nicht mehr, sie sind mir zu dunkel, obwohl sie aus dem selben Teig und in der gleichen Lauge behandelt werden.

Nach dem Frühstück haben wir unsere Fahrräder repariert und die Vorderbremsen nachgestellt. So gegen 12:45 fahren wir los an der Uferstraße hier in Kaimt entlang bis zur großen Autobrücke. Von hier dann den Radweg entlang, den wir vor ein paar Tagen schon einmal gefahren sind. Es geht an den Weinfeldern und Weinbergen vorbei in Richtung Briedel bzw. der Marienburg. Wir sind bei strahlendem Sonnenschein los gefahren, aber im Verlauf unserer Fahrt ziehen immer dickere Wolken am Himmel auf.

Jetzt stehen wir gegenüber vom Weinort Pünderich der auf der anderen Moselseite ist und direkt unterhalb des Prinzenkopf-Turms. Es wird uns zu riskant und wir drehen um. Damit wir nicht den gleichen Weg zurück fahren müssen, nehme ich bei einer Abzweigung einen Weg der auf die Weinberge weiter nach oben geht. Mit unseren E-Bikes schaffen wir den Hang ohne weiteres, so fahren wir jetzt auf mittlerer Berghöhe durch die Weinhänge und haben eine tolle Aussicht nach unten ins Tal bzw. Mosel. Irgendwann geht der Weg dann wieder etwas nach unten und wir kommen an die Barlstraße die vom Industriezentrum Barl zum Ortsteil Kaimt hinuntergeht. Hier werden unsere Fahrradbremsen stark beansprucht bis wir endlich wieder unten sind. Zuerst wollen wir noch ein Stück in Richtung Bullay fahren, aber das Wetter schaut nicht mehr gut aus. So kehren wir doch wieder zum Campingplatz zurück. Im Lauf des Nachmittags wechselt das Wetter immer wieder stark, vom Sonnenschein bis Stark bewölkt es war alles vorhanden. Jetzt plötzlich um 15:30 fängt es stark an zu Regnen, unsere Fahrräder haben wir vorsorglich schon unter eine Regenplane gestellt.

Unsere Nachbarn von gegenüber sind heute mit ihrem Motorroller auf einem Ausflug nach Trier gefahren, wir stellen ihre Campingstühle zum Schutz vor dem Regen unter unser Vordach. Als sie dann nach ein paar Stunden wieder zurück gekommen sind waren sie sehr froh über ihre trocken gebliebenen Stühle. Nach dem starken Regen kam auch die Sonne wieder zum Vorschein, so daß wir gegen Abend wieder vor dem Wohnwagen essen konnten. Einige Zeit bevor die Dämmerung hereinbrach, sahen wir auf der gegenüberliegenden Seite der Mosel ein kleines Wohnmobil den Weinberg hinauf fahren. Unserer Karte zufolge müßte dort die Lönshöhe und eine kleine Schutzhütte sein. Am Ende unserer Sicht blieb er stehen und bewegte sich bis zum Einbruch der Dämmerung nicht mehr.

Sonntag, den 21. Juni 2020

Wie meistens stehen wir gegen 7:45 auf, holen unsere Brötchen von der Rezeption und machen ein gemütliches Frühstück vor dem Caravan. Wir haben heute Morgen eine Nebelwand, die den Weinberg von gegenüber total unsichtbar macht. Wo noch gestern Abend das Wohnmobil den Berg hinauf gefahren ist nicht zu sehen. Erst gegen halb Zehn löst sich der Nebel wieder auf, und wir können das kleine Wohnmobil oben am Berg wieder sehen. Man glaubt es nicht, der Wohnmobilist hat wohl die ganze Nacht hier oben am Berg verbracht.
Um 10:30 machen wir unsere E-Bikes fertig, heute Morgen wollen wir zur Onkel Tom`s Hütte bei Bullay fahren. Unser Nachbar von gegenüber, der öfters hier auf dem Campingplatz ist, erzählt uns von dieser Straußwirtschaft hoch auf dem Berg. Wir fahren auf dem Radweg Flußabwärts in Richtung Bullay, das etwa 6 Kilometer entfernt ist. An den Oldies vorbei ein paar sind immer noch da, im Ortszentrum von Bullay mußten wir schon etwas suchen, um die Auffahrt zu dieser höchstgelegenen Weinschenke Europas zu finden. Der Weg führt uns dann auf steilen Pfaden ca. 2 Kilometer einen Weinberg hinauf.

Unsere E-Bikes schaffen die schwierige Strecke mit Bravour, und die Aussicht unterwegs auf das Weindorf Bullay und die Mosel ist grandios. Nach ein paar Bergkilometer haben wir dann die Weinschenke erreicht.

Der Name: Onkel Toms Hütte ist einer Geschichte geschuldet. Ein alter Hotelier mit Namen Bert verkaufte sein Anwesen vor Ort und erbaute Mitte der 60er Jahre die heute genannte „Onkel Toms Hütte“. Sein Freund, der Fährmann, trank ganz gerne einen über den Durst. Somit versorgte Bert seinen Freund regelmäßig mit Wein und Schnaps und verlangte im Gegenzug, dass dieser ihm viele Gäste schickte.
Der Fährmann konnte gut Geschichten erzählen und gaukelte den Leuten vor, hier oben sitzt ein alter Mann, dem der greise Bart schon in die Stuhllehne gewachsen sei. Das weckte das Interesse vieler Besucher, welche „Onkel Tom“ kennen lernen wollten. Außerdem nannten ihn alle Onkel Tom, somit entschied sich Bert sein neues Zuhause „Onkel Toms Hütte“ zu nennen.

Wir müssen am Eingang warten bis uns eine Kellnerin abholt und zu einem Tisch führt hier muß ein Anmeldezettel mit unseren Personalien ausgefüllt werden. Da wir mit dem Fahrzeug hier sind (E-Bike) bestellen wir zum Trinken etwas Anti-Alkoholisches wie Fanta sowie eine Flasche Coca Cola. Zum Essen bestelle ich einen Teller mit Griebenschmalzbrot, Hermine sucht sich Datteln im Speckmantel aus. Die Platte ist belegt mit einer Scheibe Ananas und mehreren Stücken Pfirsich, mein Grieben-schmalzbrot ist mit Tomaten und Gurken belegt, Beide Brotzeitplatten schmecken ausgezeichnet. Hier auf der Außenterrasse sind die meisten Tische mit Corona-Abstand belegt, und immer wieder kommen Leute mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit einem Auto vorbei. Die Schänke scheint sehr beliebt zu sein.


Dann geht es wieder den Berg hinab, die Abfahrt ist ungleich schwieriger als die Auffahrt. Man muß jeden Moment bremsen, da die Straße sehr steil und kurvig ist, hier laufen unsere Bremsen schon mal heiß. Irgendwann haben wir das Tal und die Mosel wieder erreicht, fahren am Campingplatz „Bärencamp“ vorbei, es sind auch heute noch einige Oldtimer auf der Wiese zu sehen. Nun geht es auf dem Radweg an der Mosel entlang zurück zu unserem Campingplatz. So gegen 14:30 sind wir wieder am Platz, sitzen uns am Moselufer in die Sonne und trinken gemeinsam ein Radlerbier. Zwischen durch reden wir mit einem Mann, der ein paar Plätze weiter hinten seinen Zeltcaravan stehen hat. Er bereitet sich auf den Abschied vor und baut schon Stück für Stück sein Vorzelt und anderes ab. Später gibt es noch einen Kaffee und Gebäck dazu, Kuchen haben wir keinen mehr.


Heute Abend wird nochmals gegrillt, wir haben noch einige Portionen Grillfleisch mit dabei. Das Wetter ist immer noch schön, man kann immer im Freien sitzen bis weit in die Nacht hinein.

Montag, den 22. Juni 2020

Es ist kurz vor 8:00 als wir Heute Morgen aufstehen, beim Blick aus dem Caravanfenster sehen wir, der Himmel ist bedeckt und etwas Regnerisch. Schade eigentlich, es ist heute unser vorletzter Urlaubstag an der Mosel. Etwas betrübt frühstücken wir mal, und überlegen was wir heute unternehmen könnten. Wir entscheiden uns für einen kleinen Einkaufsbummel im Zeller Ortsteil Barl, der über uns auf dem Hügel liegt. So fahren wir gegen 10:00 los. Beim Lidl-Markt brauchen wir ein paar Sachen, etwas zum Trinken, Gemüse und andere Kleinigkeiten. In Barl gibt es auch einen großen Globus-Supermarkt in dem wir auch noch kurz hinein schauen, und eine Kleinigkeit finden. Anschließend fahren wir wieder zu unserem Campingplatz hinunter.
Es ist mittlererweile Mittag und die Wolken reißen auf, es ist schon ein blauer Himmel zu sehen. Wir entschließen uns nochmals mit dem Fahrrad in Richtung Briedel oder weiter zu fahren. Bisher hat es wegen dem immer wieder mal Wechselhaften Wetter ja nicht geklappt bis nach Reil zu fahren. Heute wollen wir`s nochmal probieren. Es geht den bekannten Uferweg hier in Kaimt entlang bis zur großen Brücke. Oberhalb des Erlebnisbad Zeller Land vorbei und über den Radweg der hier an den Weinbergen entlang führt. Wir kommen an Briedel vorbei, das auf der anderen Seite der Mosel liegt. Meistens liegt oder kommt gerade die kleine Fähre ans Ufer um Urlauber mit ihren Rädern oder die Winzer mit ihren Traktoren zum übersetzen. Wir fahren unterhalb der Marienburg und dem Eisenbahnviadukt vorbei, von hier aus wird es auf unserer rechten Seite etwas Waldig.
Kurz vor Reil gibt es plötzlich einen Stau, vor uns fährt ein kleiner Traktor mit einem Autoanhänger. Und plötzlich kommt uns allen ein sehr großer Traktor mit irgend einem größeren landwirtschaftlichen Gerät entgegen. Wir und ein anderes Radler-Paar kommen gut an den beiden Traktoren vorbei. Die beiden Landwirte haben schon mehr Probleme miteinander, aber es klappt dann doch noch.
Jetzt haben wir den Weinort Reil erreicht, hier steht die nächste Autobrücke die über die Mosel führt. Der Ort selber ist klein und Nett, es befinden sich einige Cafes und Straußen-Wirtschaften für die Urlaubsgäste hier.


Nach einer Pause entschließen wir uns auf dem Radweg an der anderen Moselseite wieder heimwärts zu fahren. Die Moselbrücke hier im Ort ist sehr hoch angelegt, so daß wir die Zufahrt zur Brücke erstmals suchen müssen. Nachdem das dann geklappt hat und wir die Brücke überquert haben, fahren wir die Moselallee in Richtung Pünderich zurück. Hier geht es wieder durch die Weinfelder und wir kommen am Campingplatz „Moselland“ vorbei, den wir auch gleich besichtigen. Wir sind aber enttäuscht, die Platzbeschaffenheit ist ja soweit OK, was man vom Sanitär nicht behaupten kann, es ist eindeutig ein niedrigeres Niveau.

Bei Pünderich fahren wir am Wohnmobil-Stellplatz und gleich darauf am Örtlichen Campingplatz vorbei, hier befindet sich auch die Fähre die auf die andere Seite nach Marienburg übersetzt. Ich möchte aber noch ein Stückchen mit dem Fahrrad weiterfahren und erst später bei Briedel übersetzen. Als wir dann nach ein paar Kilometern weiter in Briedel ankommen, stellen wir fest, daß diese Fähre heute nicht fährt. So müssen wir auch das letzte Stück am Mosel-Uferweg entlang fahren. Als wir vor ein paar Tagen diesen Radweg von Zell her gefahren sind, drehten wir schon nach einem Kilometer wieder um, weil er sehr eng, naß und verschmutzt war. Die ganze Wegstrecke von Briedel bis nach Zell ist stark bewaldet und beschattet und in unseren Augen nicht schön. Um 16:45 sind wir wieder am Campingplatz angekommen, unsere Tour heute Nachmittag war etwa 25 Kilometer lang.

Zum Abendessen gibt es heute Leberkäse mit Ei und Kartoffeln, dazu ein schmack-haftes Weizenbier, für Hermine gibt es einen guten Wein den wir erst am Samstag bei einem örtlichen Winzer gekauft haben, dessen hübsche Tochter vor ein/zwei Jahren Weinkönigin geworden ist.

Dienstag, den 23. Juni 2020

Der Himmel strahlt schon blau als wir gegen 8:00 aufgestanden sind und einen ersten Blick aus dem Caravan gemacht haben. Als erstes hole ich die bestellten Brötchen aus der Rezeption bzw. dem kleinen Shop der gleich daneben ist. Hermine hat inzwischen schon den Kaffee fertig und den Tisch gedeckt, so daß wir gleich unser Frühstück geniesen können.
Nach dem Wasch und Toilettengang versuche ich meine Vorderbremsen am E-Bike frisch einzustellen. Die ganze Arbeit ist mit wenig Erfolg gekrönt. So dass Hermine in der Rezeption nach einem Fahrradgeschäft hier in Zell nachfragt. Es gibt tatsächlich ein Zweirad-Center hier, die Straße ist Notenau 1 hier in Zell direkt am Ortseingang. Wir fahren also los und suchen das Fahrradgeschäft auf. Wir werden auch gleich dran genommen und ich kann das Rad in die Werkstatt schieben. Dort macht sich gleich ein Mechaniker an die Arbeit, nach kurzem Versuch tauscht er die Bremsbacken aus. Das Einstellen der Bremsen ist wohl nicht ganz einfach. Für das Austauschen meiner Bremsbacken sowie für Hermines Rad braucht er auch eine dreiviertel Stunde.

Nach der Rad-Reparatur fahren wir durch die Altstadt von Zell in Richtung Merl, hier am Ortsende in der Nähe der Wellenburg (Gebäude in Organischer Bauweise nach Gaudi) ist eine der Auffahrten die auf den Hausberg (Weinberg) von Zell führen. Dieser Weinberg ist vom Campingplatz ja gut zu sehen, und so wollen wir mal versuchen mit unseren Mini-Bikes die Weinterrassen zu erkunden. Wir kommen auch gut in die Höhe, haben aber oben leider keine Orientierung wo und welchen Weg wir gerade fahren. Immer wieder stoßen wir nach geraumer Zeit auf Schotterwege, die nicht unbedingt für unsere kleinen Klappräder geeignet sind. Zum Schluß fahren wir in der untersten Lage vorbei am großen Werbeschild „Zeller Schwarze Katz“. Ein paar hundert Meter weiter geht der Weg dann weiter über die Zeller Kehr nach unten in die Stadt und gerade aus weiter zum Runden Turm bzw. zum Friedhof.

Der Runde Turm bildete den obersten Teil der ehemaligen Stadtbefestigung die bei einem Großbrand 1848 zerstört und anschließend abgetragen wurde.

Irgendwo hier geht es weiter zum Collis Turm, der aber nur über einen Kletterpfad oder einen Steilpfad zu erreichen ist. Nach einer kurzen Aussichtspause fahren wir weiter. Kommen aber nach hundert Metern wieder auf eine grobe Schotterstrecke, so daß wir jetzt entgültig wieder umdrehen. Leider war unsere Fahrt hier oben auf dem Berg ziemlich planlos und orientierungslos. Dagegen war die Aussicht hier auf dem Weinberg grandios, der Blick ins Tal, auf die Stadt, und die Mosel und sogar unser Campingplatz ist gut zu sehen. Um 13:30 sind wir wieder auf dem Platz angekommen, als erstes machen wir eine kleine Brotzeit in der Sonne, heute ist ja unser letzter Tag hier an der Mosel. Am späten Nachmittag kurz nach unserer Kaffeepause beginnen wir unsere morgige Abfahrt vorzubereiten. Während Hermine unsere Fahrräder reinigt, baue ich die Satellitenschüssel ab und sichere den Fernseher im Caravan. Das nächste ist dann unser Fahrräder ins Auto zu packen und befestigen. Etwas später rollen wir noch die Markise auf, bevor es Abendessen gibt. Anschließend mache ich noch die letzten Bilder vom Platz.

oben rechts: Waschhaus u. Rezeption / unten rechts: Schlaf-Fass

Als Erfrischung gibt es noch einen Mohren (Weizen mit Cola), dieses Getränk ist nicht rassistisch gemeint, sondern nur einfach gut. Für heute Abend sind Schupfnudel vorgesehen mit einem Glas Weizenbier.

Mittwoch, den 24. Juni 2020 Weiterfahrt zum Edersee

Wie meistens stehen wir um 7:30 auf, holen unser Frühstück in der Rezeption und geniesen unser letztes Frühstück an der Mosel. Nach dem Besuch im Waschhaus machen wir den Caravan abreisefertig. Das heißt unser Elektrokabel abnehmen und reinigen, die Kurbelstützen mit dem Accuschrauber hochdrehen. Dann die Caravan-spiegel am Audi anbringen. Die Wäschespinne habe ich schon gestern Abend abgebaut.
Es ist jetzt kurz vor 9:30 als wir den Wohnwagen mit dem Mover hinter unser Auto gestellt und angehängt haben. Punkt halb Zehn verlassen wir diesen netten Camping- platz hier an der Mosel. Wir kommen bestimmt wieder einmal hierher.

Unsere Fahrt geht zuerst in Richtung Südosten über die B421 nach Kappel, von hier geht es nach Nordosten über die B327 nach Emmelshausen. Hier fahren wir auf die Autobahn A61 bis zum Autobahnkreuz Koblenz. Kurz zuvor überqueren wir auf der Moseltalbrücke bei Winningen (935 Meter lang, Höhe136 Meter, täglich befahren 45000 Fahrzeuge die Brücke) ein letztes Mal die Mosel. Von hier geht es nördlich an Koblenz vorbei, bevor wir den Rhein überqueren. Hier sehen wir auf der rechten Seite, also südlich von uns die Inseln Niederwerth und Graswerth im Fluß.

Die Rheininsel Niederwerth ist in der Bundesrepublik Deutschland die einzige Flussinsel mit einer Dorfgemeinde. Die landwirtschaftliche Fläche wird durch Obst – und Gemüseanbau intensiv genutzt.

Wir haben jetzt noch ca. 185 Kilometer vor uns, der Weg führt uns durch das südliche Hessen. Die Fahrt führt an der Bischofsstadt Limburg vorbei, vom Dom selber sehen wir leider gar nichts. Die Fahrt geht weiter in Richtung Nord-Osten. Gegen 12:00 machen wir eine halbstündige Rast in der Nähe von Weilburg. Wir befinden uns an der Nördliche Grenze des Naturparks Taunus. Immer wieder begegnen wir dem kleinen Flüßchen Lahn die hier beschaulich durch die Landschaft fließt. Wir kommen an Wetzlar und der Universitätsstadt Giessen vorbei, von hier geht es jetzt nach Norden. Bei der kleinen und hübschen Universitätsstadt Marburg hätte ich gern noch Halt gemacht, auch eine Nacht hier verbracht. Aber durch die gezwungenen Corona-Vorreservierungen können wir nicht spontan hier bleiben.
Hier meldet sich meine Gattin, sie möchte unbedingt wieder mal mit unserem Caravan fahren. Die Landschaft und die Bebauung ändert sich jetzt etwas, wir fahren durch kleine Dörfer mit Fachwerk-Bauernhöfen. (Die Gemeinde Burgwald unterstützen wir heute durch eine kleine Spende wegens etwas überhöhter Geschwindigkeit). Kurz vor 14:00 kommen wir an unserem Vorreservierten Campingplatz Teichmann bei Herzhausen/Vöhl an.

Camping Teichmann


Laut Infoblatt hat er noch Mittagsruhe bis 14:30, es stehen ein paar Caravans und Wohnmobile auf dem Warteplatz vor dem Camping. Wir stellen ebenfalls unser Gespann ab und gehen Richtung Rezeption, eigentlich mit dem Zweck den Ca.-Platz vorab noch anzuschauen. An der Rezeption sehen wir, daß sie schon geöffnet hat, und ein Gast soeben eingebucht wird.
Nach kurzer Zeit sind wir dann dran, und da wir schon per Internet reserviert und die notwendigen Unterlagen schon daheim fertig gemacht haben sind wir in kürzester Zeit fertig. Wir holen unser Gespann und fahren im Schritttempo über den Platz. Wir passieren auf der Linken Seite als erstes einen kleinen Kiosk mit Souveniers, gegen-über kommt jetzt die Gaststätte und danach die Rezeption. Im Anschluß kommen jetzt ein paar größere Ferienhäuser zum Vermieten. Auf der linken Seite fahren wir schon die ganze Zeit an einem Badesee entlang, jetzt kommen ein Minimarkt sowie der Miniclub und die Strandhütte ins Bild. Danach ist ein Spielplatz und gleich dahinter ein Sandstrand zu sehen.


Wir biegen weiter nach Rechts ab, noch etwa Hundert Meter und wir haben unseren Stellplatz für die nächsten 7 Tage erreicht. Es ist ein schöner und sonniger Eckplatz am Hessen-weg 1 für uns Reserviert worden. Als erstes hängen wir unseren Caravan vom Auto ab und fahren ihn mit dem Mover auf den Stellplatz, der Platz ist sehr sehr groß und wir bekommen von drei Seiten Sonne. Danach noch kurz den Strom anschließen und die Kurbelstützen mit dem Accu-schrauber herunter drehen. Als letztes rollen wir die Markise herunter , es ist schon ganz schön warm hier. Jetzt machen wir erstmals eine kleine Kaffepause und vom Streuselkuchen haben wir auch noch etwas. Nachdem wir noch unseren Sun Blocker an der Markise befestigt haben, machen wir einen kleinen Spaziergang über den Platz. Das nächste Waschhaus am Plateau ist für uns nur ein paar Schritte entfernt. Hier auf dem Plateau befinden sich mehrere kleine Parzellen für Zeltcamper aber auch für kleinere Caravans. Der ganze Campingplatz ist eigentlich für Familien angedacht, wie man überall sehen kann.

Wir gehen jetzt weiter zum Strand der an einem kleinen Badesee liegt. Er besteht aus einer Liegewiese und einem Kiesstrand die jetzt aber sehr gut besucht sind. Gleich daneben befindet sich ein Kinderspielplatz, der auch sehr nett ist. Es gibt sogar einen Pizzastand, einen Imbißwagen wo man diverse Snacks zum Essen abholen, aber auch auf Biergarnituren sitzen kann. Der ganze Campingplatz macht einen ansprechenden und gepflegten Eindruck (Ausnahme: Müllentsorgung die meisten Container sind immer voll).
Direkt neben unserem Stellplatz steht ein Nissan-Pickup mit einer aufgesetzten Tischer-Wohnkabine, so gut und nah haben wir noch nie eine Wohnkabine auf ihren Stelzen stehen gesehen.
Mittlererweile ist es jetzt Abend geworden, heute gibt es Hähnchenbrustfilet mit Brat-kartoffeln und Gurkenscheiben, dazu natürlich ein gepflegtes Weizenbier. Etwas später gehe ich noch zum Geschirr spülen in unser Waschhaus, hier hat die Camping-Leitung vorbildlich diverse Spülbecken wegen der Abstandsregelung mit Bändern abgeklebt. Was natürlich einige Campinggäste nicht daran gehindert hat diese Bänder weg zu reißen. Ein Abstand von unter einem Meter ist in der jetzigen Zeit nicht mehr tragbar.


Der Camping Teichmann hat alle Corona-Auflagen in Schrift und auch Bild-lich an allen seinen Öffentlichen Gebäuden angebracht. Meiner Beobachtung zufolge haben sich hier mindestens 30% der Gäste von 25 bis 40 Jahren nicht an die Maskenpflicht gehalten.

Nach dem Geschirr spülen gehe ich noch schnell zum Duschen, unser Wasch und Toilettenhaus inclusive der Duschkabinen ist sehr schön und auch sehr sauber gehalten. Danach machen wir noch einen kleinen Spaziergang über den Platz, auf der Nordseite des Platzes befinden sich ausschließlich Dauercamper-Stellplätze. Die meisten davon sind in einem erschreckenden Zustand, man kann sich kaum vorstellen, daß sie sich auf ihrem Stellplatz noch wohlfühlen.

In all den Jahren wo wir Campingurlaub betreiben, schauen wir auch die Stellplätze von Dauercampern an. Es ist schade sagen zu müssen, daß die meisten dieser Stellplätze ungepflegt sind, nur wenige davon sind nett und wirklich ansprechend .

Donnerstag, den 25. Juni 2020

Es ist 8:00, als wir heute aufstehen, und unser erster Tag hier in Hessen am Camping Teichmann. Der Himmel ist noch leicht bedeckt, als erstes hole ich im Supermarkt unsere Frühstücksbrötchen. Wegen Corona beginnt die Warteschlange schon einige Meter vor dem Laden, gut der Abstand ist vielleicht etwas reichhaltig. Aber besser so, als gar kein Abstand. Es gibt verschiedene Sorten von Brötchen, ich suche mir etwas aus was zu unserem gewünschten Frühstück paßt. Anschließend holen wir unsere E-Bike aus dem Kofferraum und bauen sie auf.
Wir wollen heute eine kleine Fahrradtour mit ihnen machen. Direkt vor dem Camping-platz läuft ein Radweg vorbei, nach links führt er zum kleinen Ort Herzhausen und zum Edersee. Der Stausee soll Flächenmäßig der zweitgrößte und im Volumen wohl der drittgrößte Stausee in Deutschland sein. Ein paar hundert Meter vom Campingplatz entfernt führt eine Brücke nach Herzhausen hinüber, hier beginnt der Stausee offiziell. Ein kleines Rinnsal führt unter der Brücke durch und Mäandert durch das hier leere Stauseebecken, das mit hohen Gräsern bewachsen ist. Wasser ist in diesem Bereich für die nächsten Kilometer Mangelware. Vor der Brücke geht eine kleine Straße durch den Wald (Nationalpark Kellerwald-Edersee) und am See entlang bis nach Asel-Süd, wo wiederum eine Fährverbindung zum Nördlichen Ufer besteht, wenn genügend Wasser im See vorhanden ist. So fahren wir die nächsten Kilometer am Waldrand entlang, nach ein paar Kilometer kommen wir am Sport, Natur und Erlebniscamp Edersee vorbei. Hier finden Jugendliche und Schülerklassen aus ganz Hessen in Gruppen Unterhaltung, Sport und Spaß. Der Nationalpark Kellerwald-Edersee befindet sich ja gleich daneben. Wir fahren weiter und kommen am Ferienzentrum Albert Schweizer vorbei, auch hier sind Jugendgruppen, Familien sowie Biker willkommen. Es stehen Zimmer, Holzhäuser, sowie eine Ferienwohnung, Zelthäuser und sogar ein kleiner Campingplatz zur Verfügung. Wir machen ein paar Bilder, im Hintergrund stehen ein paar VW-Bus und ein Hymer-Troll auf dem Gelände.

Ein kleines Stückchen fahren wir noch weiter bis wir den kleinen Fähranleger Asel-Süd erreichen. Wir fahren zum Kiesstrand hinunter, wo sich der Fähranleger befindet. Auf der anderen Uferseite fährt gerade ein kleines Fährboot mit Wanderer, die auf unsere Seite wechseln wollen ab. Hinter uns auf einer Anhöhe befindet sich der kleine Campingplatz Ederseeparadies. Am Ufer neben uns befinden sich ein paar Boots-anlegestellen. Wir fahren wieder auf die Straße zurück, und wollen weiter am See entlang fahren. Aber nach Hundert Meter ist hier die Straße zu Ende und ein Schotterweg beginnt, den wir unseren kleinen E-Bikes nicht zumuten wollen. So fahren wir den gleichen Weg zurück, an den Ferienzentren vorbei, auf der anderen Seite des See befindet sich ebenso eine Jugendherberge, sowie ein Sport und Studienheim der Philipps-Universität in Marburg. Hier am See wird Freizeitmäßig viel geboten, davon ist aber jetzt in der Corona-Zeit nichts zu spüren. Am Waldrand habe ich ein Blümlein entdeckt, das ich noch schnell fotografieren will. Wenig später haben wir auch schon die Hauptstraße erreicht, rechts geht es nach Herzhausen. Wir fahren über die Brücke in den kleinen Ort und finden eine Bäckerei die noch geöffnet hat. Mit einem gekauften Brot im Fahrradkorb fahren wir jetzt zurück zum Campingplatz Teichmann.

Anschließend machen wir eine kleine Vesper mit Wurstsalat und Käse und sonstigem, dazu eine Flasche Radler. Danach ist Pause angesagt, die Sonne scheint sehr warm vom Himmel und wir geniesen die Zeit in unseren Liegenstühlen. Gegen 15:00 trinken wir noch eine Tasse Kaffee und essen dazu einen Streusel-Kuchen. Am Spätnachmittag suchen wir nochmal den kleinen Strand auf, der auch heute relativ gut besucht ist. Am See gibt es auch einen Boot-Verleih mit verschiedenen Booten, im Hintergrund sehen wir unter anderem ein Tretboot mit einem tollen Drachenkopf vorbei fahren.
Zum Abendessen gib es heute Käsespatzen, die ausgezeichnet schmecken, danach muß ich noch unser Tagesgeschirr spülen. Und im Anschluß noch diverse Wartungsarbeiten am Caravan machen, wie Toilette entleeren und das Wasser nachfüllen. Später gehen wir noch spazieren, dieses mal in die Südliche Richtung, wo wir im Nachhinein von der Größe des Campingplatzes beeindruckt sind. Wir kommen an Sportgeräten, Minigolf, an Beachvolleyball und Streetballplätzen vorbei. Auch ein Bolzplatz befindet sich hier, gleich dahinter ist eine Grillhütte zu sehen. Dann beginnen große Wiesenflächen die nicht Parzelliert sind, für Caravaner, Zeltler oder für Jugendgruppen die hier lagern (und Trinken). Lauter Idyllische Namen wie Strandwiese, Teichwiese, Birkenwiese, Quellwiese, Südwiese und Sommerwiese laden zum Verbleiben ein. Hier brennen auch mehrere Lagerfeuer, das Holz und die großen Feuerschalen bekommt man für ein Entgelt vom Campingplatz-Betreiber.
Bevor wir unseren Caravan wieder erreichen kommen wir noch an der Halbinsel mit ihren kleinen Zeltplätzen und danach an ein paar Dauer-Camperplätzen direkt am Wasser vorbei.

Freitag, den 26. Juni 2020

Kurz vor Acht Uhr sind wir Heute Morgen aufgestanden, und während Hermine schon den Kaffee macht und den Tisch deckt, gehe ich los um Brötchen zu holen. Heute ist schon ein großer Andrang vor dem kleinen Supermarkt, die Kunden stehen bestimmt in einer 30 Meter langen Warteschlange vor dem Einkaufsmarkt. Trotz allem geht es recht flott voran, weil die Anzahl der Menschen trotz allem überschaubar ist. Nach etwa 20 Minuten bin ich am Stellplatz zurück und wir können unser Frühstück in der schon warmen Morgensonne geniesen. Kurz darauf ruft uns Raphaela auf unserem Handy an, bei Ihnen beginnt heute ihr Urlaub. Sie fahren gemeinsam mit der ganzen Di….-Familie nach Leutkirch in den Centerpark. Dagmar hat zu Ihrem 60. Geburtstag ihre Kinder nebst Familie eingeladen. Als nächstes sollte ich heute mal wieder frisch Rasieren und ebenso meinen Bart stutzen.
Nachdem wir gestern mit unseren E-Bike`s auf der Südseite des Edersee`s unterwegs waren, und im Nachhinein enttäuscht von der Qualität unseres Ausflugs und der gefahrenen Wege gewesen sind. Heute wollen wir die Nordseite des See`s befahren, in der Hoffnung auf schöne Fahrradwege. Kurz nach Zehn Uhr fahren wir dann los. Ein schmaler Fahrradweg führt ja beim Campingplatz vorbei, und führt dann über die Brücke nach Herzhausen hinein. Kurz nach dem Ortsende, die Hauptstraße geht hier weiter nach Vöhl bzw. auch zum Ende des Stausees zweigt ein Radweg ab. Er schaut recht gut aus und wir freuen uns auf die kommende Radtour. Die schmale Straße ist geteert, ab und zu kommen uns Radfahrer entgegen. Wir sind schon ein paar Meter vom See entfernt, haben aber meistens eine gute Sicht auf ihn. Die ersten Kilometer ist der See ja trocken, nur ein schmales Rinnsal (Eder) mit starker Wiesenbewachsung führt durch das Becken. Allmählich fahren wir durch den Wald, kommen an einem Schild mit der Aufschrift Jugendzeltplatz Herzhausen vorbei. Danach geht es noch ein, zweihundert Meter weiter, plötzlich beginnt ein steiniger Waldweg. Der vollkommen der Natur belassen und höchstens mit Montain-Bikes zu befahren ist.
Wir haben hier keine Chance mit unseren kleinen E-Bike`s und kehren nach kaum 2 Kilometern hier am See Ratlos und enttäuscht zum Campingplatz zurück. Hier vor dem Eingang aber entschließen wir uns mal in die andere Richtung zu fahren, der Radweg führt weiter in ein kleines Dorf mit Namen Kirchlotheim. Hier biegen wir nach Rechts ab, es geht über eine kleine Brücke und gleich nach einer großen Straßenschleife fahren wir an einem Bahngleis und der Eder entlang. Auf der rechten Seite blühen noch ein paar Wiesenblumen am Straßenrand. So fahren wir durch die nette und ruhige Flußauenlandschaft, etwas später kommen wir noch an einem Reiterhof vorbei. Wenig später erreichen wir den kleinen Bahnhof von Vöhl-Schmittlotheim, fahren dann noch einige Hundert Meter weiter an der Eder entlang. Hier auf einer Bank machen wir dann eine Rast, der Weg führt dann über das Bahngleis und weiter in den Wald hinein. Das wollen wir aber nicht mehr fahren und entschließen uns den Weg wieder zurück zum Campingplatz fahren.


Hier gibt es dann einen kleinen Snack, und danach eine längere Ruhepause in unseren Liegestühlen, die Sonne scheint immer noch warm vom Himmel. Um 15:30 gehen wir mit einer Stranddecke und meinem kleinen Sitzhocker bewaffnet zum Strand. Hier ist einiges los, und ganz ehrlich der Corona-Abstand wird in keiner Weise eingehalten. Wir versuchen weit genug von den anderen Badegästen zu sein. Schon um 17:30 gehen wir wieder zum Stellplatz zurück, ich lade noch die Accus unserer E-Bikes frisch auf und anschließend werden die Räder wieder abgedeckt.

Hermine bereitet gerade das Abendessen vor, heute wird wieder einmal unser kleiner Grill angeworfen. Nach meinem allabendlichen Geschirr spülen machen wir wieder einen Spaziergang über den Campingplatz. Hinter uns in Richtung Norden sind ja die Dauercamperplätze und nach Osten befinden sich ein paar eigene Mobilhome, und schöne Holzhäuser. Ebenso Blockhäuser und kleinere Hütten zum Vermieten, alle diese Häuser die dem Platz gehören, sind sehr gepflegt. Heute zum beginnenden Wochenende sind neue Gäste gekommen, sie belegen die freien Plätze am Sonnenhang. Das ist direkt vor unserem Waschhaus, es sind offensichtlich Väter die mit ihren Kindern einen netten Wochenend-Trip machen. Der ganze Platz ist mit größeren Zelten einem Caravan und mehreren Sitzgarnituren belegt. Bevor diese Gruppe kam war ein junges Pärchen an diesem Platz, sie hatten ein ganz originelles Zelt dabei. Auf den ersten Blick ist es ein VW Bulli, erst wenn man etwas näher kam, konnte man es als Zelt erkennen.

Wir geniesen noch die restlichen Abendstunden vor dem Caravan mit Bier und Wein.

Samstag, den 27. Juni 2020

Als wir gegen 8:00 aufstehen, ist der Himmel leider stark bewölkt, die Temperatur dagegen ist recht angenehm mit etwas über 20°. Nach dem Waschhaus gehe ich zum Supermarkt um unsere morgentlichen Frühstücksbrötchen zu holen. Heute Morgen ist kein großer Andrang beim Markt, statt 30 Meter Warteschlange sind wir bei ca. 5 Meter, das macht die Abholung gleich schneller und angenehmer.
Nach dem Frühstück und dem Waschhaus, das Wetter bleibt weiterhin bedeckt, es ist jetzt ca. 11:00 fahren wir mit dem Auto nach Korbach. Hier gibt es einen REWE-Markt wo wir eine Kleinigkeit einkaufen wollen, gebraucht wird Fleisch, Salat und Gurken und Orangensaft ebenso Wasser und sonstiges. Vor dem REWE-Mark steht ein Brat-hähnchen-Stand, wir können einfach nicht wiederstehen und kaufen ein Hähnchen. Er schmeckt vorzüglich wie wir später auf dem Campingplatz feststellen.

Am Nachmittag gehen wir wieder zum Strand, setzen uns auf einen großen Baum-stamm, der hier liegt und geniesen die Zeit, die Temperaturen sind mittlererweile wieder auf 25° bis 28° gestiegen. Nach einer kurzen Kaffeepause vor dem Wohnwagen gehen wir nochmals zum Strand zurück.
Zum Abendessen gibt es heute Spaghetti Bolognese, nach dem Spülen im Waschhaus machen wir noch die übliche Runde über den Platz. An der Rezeption und am See vorbei bis zum südlichen Ende des Platzes. Hier an der Strandwiese, Birkenwiese, Teichwiese oder wie einzelnen Abschnitte hier heißen, ist viel los. Es sind mehrere Gruppen mit großen und kleinen Zelten aber auch Caravans die dazu gehören, hier. Auch heute brennen viele Lagerfeuer und auch Bierkisten stehen reichlich umher. Offensichtlich ist dieser Campingplatz bei Jugendgruppen sehr beliebt.


Bevor wir zu unserem Stellplatz zurück gehen setzen wir uns noch ein paar Minuten beim Spielplatz in die Sonne, ein paar Minuten später kommen schon die ersten Regentropfen vom Himmel. Die hundert Meter bis zum Stellplatz gehen wir etwas schneller, stellen unsere Stühle und den Tisch unters Vordach, nehmen dann unsere Badetücher von der Wäscheleine ab. Da ist der Regenschauer schon wieder vorbei, und bei ein paar Getränken geniesen wir den restlichen Abend.

Sonntag, den 28. Juni 2020

Aufstehen wie meistens gegen 8:00, der Himmel ist leider bedeckt. Als erstes hole ich unsere Frühstücksbrötchen vom Supermarkt. Die Temperatur liegt bei etwa 22°, aber es ist leicht böig heute Morgen und wir überlegen wie wir den heutigen Tag verbringen können. Unsere Platznachbarn aus Soest im Sauerland bauen ihr Vorzelt und das Iglu für die Tochter nebst Freundin auch ab. Sie sind wohl nur zum Wochenende hier gewesen.
Wir entschließen uns zum Ederstauwerk am Ende des Stausee`s zu fahren. Um 11:15 sind wir dann losgefahren, die Fahrt geht durch Herzhausen und dem kleinen Städtchen Vöhl vorbei. Hier in der Nähe befindet sich die Sommerrodelbahn Edersee, von hier geht es wieder Richtung See zurück, an dessen Ufer wir weiter fahren. Wir kommen an der Strand und Hotelpromenade von Waldeck vorbei und nach ein paar weiteren Kilometern haben wir das Stauwerk vom Edersee erreicht. Das Parken hier wird ein kleines Abenteuer, Parkplätze gibt es wenige und an den Straßenrändern ist auch schon alles voll. Als wir dann endlich ein geeignetes Plätzchen am Straßenrand gefunden haben und ich schon eingeparkt habe, kommt ein Mitarbeiter vom Ordnungsamt Waldeck vorbei. Er teilt gerade Strafzettel an die dort parkenden Autos aus, er verweist mich an einen großen Parkplatz in der Nähe vom Hotel Ederseeblick hin. Wir fahren hin und tatsächlich finden wir noch einen freien Parkplatz, und stellen dort unser Auto ab. Von hier sind es jetzt ca. 400 Meter bis zur Talsperre.

Wir laufen am Hotel und ein paar Restaurants und Bistros vorbei, unten am See sehen wir verschiedene Bootsverleiher, es ist aber nicht viel los. So eine Art Floß mit Dach und Liegestühlen und einem Außenbordmotor, geeignet für eine ganze Familie fährt gerade auf dem See herum.
Jetzt haben wir den Damm erreicht, der Besucherstrom ist ganz ordentlich, aber es ist ja heute Sonntag. Wir betreten das große Stauwerk das eine 400 Meter lange Kronen-länge hat.

Zur Geschichte: Die Edertalsperre wurde in den Jahren 1908 bis 1914 erbaut und sollte für die Wasserzufuhr der Weserschifffahrt und des Mittellandkanals in den Sommermonaten genutzt werden. Darüber hinaus dient die Sperrmauer bis heute auch der Stromerzeugung und dem Hochwasserschutz.
Das Jahr 1943 war ein Katastrophenjahr für die erbaute Sperrmauer. In der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 war es dann soweit und die Edertalsperre wurde neben der Möhne-, Sorpe- und Ennepetalsperre von englischen Fliegerverbänden angegriffen. Die ersten zwei geworfenen Bomben richteten noch keinen großen Schaden an, doch die dritte Bombe traf direkt auf die Mauer und verursachte ein Riesenloch von etwa 70 x 23 Metern. Danach stürzte eine Flutwelle von 160 Millionen Kubikmeter Wasser in das Tal und riss alles mit sich. Diese Flutkatastrophe kostete 68 Menschen das Leben und sämtliche Existenzen, Gebäude und Brücken wurden zerstört.
Die Beschädigungen sind bis noch heute sichtbar.

re.Bild: Schloss Waldeck

Der Wasserstand liegt heute bei 7,50 m (wie ich später daheim recherchierte, unter dem normalen Höchststand), daher auch das fehlende Wasser am Beginn des Stausee`s. Auf der Ablaßseite ist fast alles trocken, somit bekommt auch der nachfolgende Affolderner See kaum Wasser ab. Auf der anderen Seite des Damms wechselt gerade ein Ausflugs-boot (Edersee Star) seine Passagiere. Alle sind mit Corona-Masken bewaffnet und dürfen nur ausgezählt an Bord. Wir gehen weiter und sind jetzt in dem kleinen Ort Hemfurth-Eder auf der anderen Seite des Stausee`s angekommen. Hier sind einige Souveniershops, Restaurants und Bistros, sowie eine Eisdiele laden zum Verzehr ein.
Auch hier herrscht ein reger Publikumverkehr, wir drehen wieder um und gehen über dem Staudamm zurück zu unserem Auto. Bei der SHELL-Tankstelle in Herzhausen wollen wir nochmals Tanken, nur leider ist der Dieselpreis von gestern auf heute um 4 Cents gestiegen. Das ist mir einfach zu viel, wir fahren zum Campingplatz zurück. Hier stellen wir den Tisch und die Stühle wieder ins Freie und im Anschluß gibt es eine Brotzeit. Mit Brötchen, Leberwurst etwas Käse und Eier. Die Temperatur ist ja ganz Ordentlich so bei ca.20°. Nach dem Essen mache ich Schönheitspflege am Caravan und wasche ein paar diverse Schmutzstellen herunter. Danach leere ich noch die Toiletten-kassette und fülle überall das Frischwasser auf.
Für heute Abend haben wir eine Pizza essen geplant, es gibt ja am Campingplatz selber zwei Möglichkeiten Pizza zu kaufen und zu Essen. Einmal im Restaurant und die zweite am Imbißwagen bzw. Pizzastand. Wir haben schon Campinggäste mit einer Pizza-schachtel in der Hand gefragt, wie denn die Pizza schmeckt, die Resonanz war eigentlich recht gut.
In Herzhausen in der Ederstraße gibt es die Pizzeria Nino, dessen Speisekarte haben wir vor uns liegen, wir bestellen also in dieser Pizzeria per Handy zwei schöne Pizzen, in der Hoffnung daß sie auch schmeckt. Gut zwanzig Minuten später fahre ich los um die Pizza abzuholen. Kurzum, die Pizza schmeckte ausgezeichnet, nachteilig war nur sie im Karton zu schneiden bzw. zu Essen, Pizzateller die wir leider nicht dabei haben wären schon von Vorteil gewesen. Danach haben wir im Caravan noch 90 Minuten fern gesehen, das Traumschiff (Macao) kommt heute Abend. Nach dem Film sind wir nochmals kurz vor dem Wohnwagen gesessen, um ein Weizen zu Trinken.

Gegen 22:30 sind wir dann in die Koje gehüpft.

Montag, den 29. Juni 2020

Gegen dreiviertel Acht Uhr sind wir heute Morgen aufgestanden, der Himmel war stark bewölkt und es war relativ kühl, 15 Grad zeigt unser Thermometer an. Wie immer hole ich unsere Brötchen im Supermarkt, auch heute ist wenig vor dem Shop los. Hermine hat zwischenzeitlich Kaffee gemacht und den Frühstückstisch gedeckt. Wie immer lassen wir uns das Frühstück schmecken.
Wir überlegen, was wir heute tun können, das Wetter spricht nicht sonderlich zu Freiluftaktivitäten an. Um 11:00 beschließen wir nochmals nach Korbach zu fahren. Die Stadt ist von unserem Campingplatz nur etwa 20 Kilometer entfernt, was wir auch in der gleichen Zeit schaffen.

Die kleine Stadt mit ihren 24.000 Einwohnern ist die einzige Stadt in Hessen die dem mittelalterlichen Bund der Hanse angehörte. Zwischen dem gut erhaltenen Doppelring der alten Stadtmauer befinden sich heute gepflegte Grünanlagen Sie hat eine gut erhaltene Altstadt mit viel Fachwerk und eine nette und schöne Fußgängerzone. Wir suchen uns einen Parkplatz in der Nähe der Fußgängerzone und laufen los. Gleich am Beginn der Fußgängerzone geht es durch einen ansprechenden überdachten Teil, über uns geht eine Straße vorbei, plötzlich fängt es an stark zu Regnen an. Fünf Minuten warten wir hier unter Dach, dann gehen wir im Schutze von Vorbauten verschiedener Geschäfte weiter. So landen wir halt im Örtlichen Woolworth und schauen uns verschiedenen Krimskram an, wir finden Kugellampen für unsere Vorzeltschnüre. Etwas später hört auch mal der Regen auf und wir können weiter durch die nette Fußgängerzone gehen. So verbringen wir vielleicht zwei Stunden im Städtchen, auf der Heimfahrt beglücken wir unseren Audi nochmals mit einer Ladung Treibstoff. Dann geht es endgültig heim zum Platz.
Mehr weiß ich jetzt nicht mehr zu diesem Tag, unsere Markise rollen wir natürlich heute auch noch ein. Und zum Abendessen gibt es heute Schnitzel mit Kartoffelpüree und Ananasscheiben.

Dienstag, den 30. Juni 2020 Weiterfahrt zum SüdseeCamp

Guten Morgen, es ist jetzt kurz nach 7:00 als wir aufstehen, heute ist unsere Abfahrt zum nächsten und letzten Ziel auf unserer diesjährigen Reise. Hallo SüdseeCamp, wir kommen.
Aber zunächst hole ich noch unsere Brötchen vom Supermarkt, und dann wird erst noch anständig gefrühstückt. Im Anschluß sowie bei jeder Abfahrt das übliche Ritual, im Caravan alles sicher verstauen. Den Fernseher habe ich schon gestern Abend gesichert, den Rest im Wohnwagen macht meine Frau. Draußen nehme ich das Stromkabel ab und mache es sauber, bevor es aufgerollt wird, bei uns kommt kein dreckiges Zubehör in den Caravan. Als nächstes drehe ich mit dem Accuschrauber alle 4 Kurbelstützen hoch, und steuere den Wohnwagen mit dem Mover vom Stellplatz herunter. Nachdem er am Audi angehängt ist, sind wir auch schon zum Abfahren bereit.


Es ist 9:35 als wir den Camping Teichmann endgültig verlassen, wir hatten eine nette Zeit und auch meistens schönes Wetter hier. Auch wenn unsere Unternehmungen mit dem E-Bike nicht so interessant waren wie von uns erhofft. Unsere Fahrt geht als erstes Richtung Korbach, der netten Kreisstadt, die wir erst am Montag besucht hatten. Vor der Stadt wechseln wir auf die B251 die uns nach etwa 35 Kilometern auf die A44 bringt. Von hier sind es nur noch ein paar Kilometer bis zum Autobahndreieck Kassel Süd. Die große Nordsüdroute, die A7 fahren wir jetzt nach Norden, kommen an der Universitätsstadt Göttingen vorbei. Hier hat mein Neffe Karsten einige Jahre in seinem Studium verbracht. Kurz vor halb Zwölf Uhr machen wir noch eine 40 minütige Pause auf dem Rastplatz Leineholz/Harz. Wir können ja nicht vor 15:00 auf dem SüdseeCamp einschecken, wir haben also noch Zeit genug. Eine Tasse Kaffee, dazu etwas Wurst und Käse, sowie Joghurt und Pudding geniesen wir die Pause. Der Verkehr heute ist auch tragbar, nur das Wetter ist nicht so schön. Der Himmel ist meist Grau und umso Nördlicher wir kommen wird es immer kühler. Auf unserem Weg sehen wir bei Hildesheim ein Anzeigeschild vom Schloss Marienburg, das sich hier in unmittelbarer Nähe befindet.

Archivbild

Das Schloss Marienburg ist eine historische Schlossanlage, die der Welfen-König Georg V. von Hannover von 1858 bis 1869 als Sommerresidenz und Jagdschloss erbauen ließ. Es ist heute noch im Besitz vom Welfenprinz Ernst August junior, dem es 2004 von seinem Vater Ernst August senior übertragen wurde. Der Papa Jettet seit Jahrzenten um die Welt, mal ist er in Kenia oder dann auch in Thailand zu finden.

Dann sind wir auch schon an Hannover vorbei und wenig später auch am Autobahndreieck Walsrode, hier fahren wir weiter Richtung Hamburg. Kurz vor dem Autobahndreieck war noch eine Ausfahrt die zum bekannten Serengeti-Park Hodenhagen führt. Eventuell werden wir einen Tagesausflug dahin machen.

Der Freizeitpark mit vielen Fahrgeschäften bietet über 1500 freilaufenden Wildtieren bietet ein naturnahes Zuhause hier begeg­nen Dir unter ande­rem Löwen, Tiger, Gepar­den, Zebras, Giraffen, Nas­hör­ner, Bisons und Anti­lo­pen. Die Safaritour kann man im Safaribus oder im eigenen Auto erleben. Auch hier Übernachten ist in verschiedenen sehr schönen Lodges möglich.

Kurze Zeit später haben wir auch schon die Ausfahrt Soltau-Süd erreicht, wo wir dann die Autobahn verlassen. Unser Ziel der SüdseeCamp bei Wietzendorf ist nur noch ein paar Kilometer entfernt. Um 14:40 stehen wir auf dem Anreise-Warteplatz vor dem riesigen Campingplatz, hier befinden sich auch weitere Parkplätze sowie die Übernachtungsoase mit 40 Stellplätzen. Es soll ja Leute geben die mit ihren riesigen Wohnmobilen hier draußen vor dem Campingplatz ihren Urlaub verbringen.

Vor uns stehen ein paar Wohnwagen bzw. Wohnmobile die auch vor kurzem angekommen sind, und sich ebenso anmelden müssen. Wir gehen über die Verkehrstraße zur Rezeption hinüber, hier gibt es jetzt einen Eingang sowie auf der anderen Seite den Ausgang. Wir sind fast allein im Raum, die Anmeldeschalter sind alle hinter Glas, vor zwanzig Jahren war alles schöner und belebter (Hier erkennt man was Corona angerichtet hat). Die Anmeldung geht schnell voran, da wir vor 6 oder 7 Wochen schon telefonisch reserviert haben.

Unser gebuchter Stellplatz befindet sich auf dem Platzteil Pilzwiese, aus diesem Grund können wir die Einfahrt Zwei benutzen. Sie führt an den neueren Platzteilen wie Sommerland und Sommarby vorbei. Auf halber Strecke geht es dann nach links in den älteren Platzteil und gleich wieder nach Rechts. Schon sind wir auf unserem Stellplatz angekommen. Unser Platz nennt sich Birkenpilz mit der Nummer 22c. Wir haben die falsche Einfahrtstraße gewählt und müssen jetzt einmal im Kreis fahren, bis wir unseren Stellplatz erreichen. Er löst bei uns keine Begeisterungsstürme aus, die Wiese ist zum großen Teil schon ohne Gras. Auf der anderen Straßenseite befinden sich Stellplätze mit Pflasterflächen vor dem Caravan, so etwas hätten wir heute auch vorgezogen. Was solls, wir hängen unseren Caravan ab und movern ihn in die richtige Position. Die Caravanstützen mit dem Accuschrauber herunter drehen und das Strom-kabel anstecken, auch der Wasseranschluß ist gleich nebenan.
Als nächstes holen wir den Tisch und die Stühle aus dem Auto, danach machen wir erstmal eine kleine Esspause. Etwas später machen wir einen Spaziergang über den großen Campingplatz, der schon zum größten Teil voll belegt ist. Nur auf dem Platzteil GT 2000 wird gerade das Sanitärgebäude erneuert und somit ist dieser Wiesenteil für Caravane und Wohnmobile abgesperrt. Wir kommen am Imbiss „Camper`s-Inn“ vorbei, hier soll es auch Morgens frische Brötchen geben.
Im Fernsehen kam vor einiger Zeit eine Fernsehserie bei der unter anderem ein Dauercamper hier in der Gorch Fock Straße in einem Bericht vorgestellt wurde.

„Nach kurzem Suchen fand ich den Stellplatz und den betreffenden Wohnwagen, der relativ alt und nicht sonderlich gepflegt war. Hierzu das Thema mit den ungepflegten Dauerstellplätzen wie schon einmal erwähnt. Leider sind auch auf diesem Spitzencampingplatz sehr viele Stellplätze, die von ihren Besitzern nicht sonderlich gepflegt werden“.

Wir gehen weiter zum See, der im Sommer und bei schönen Wetter ein Traum ist, leider zeigt auch hier das Corona seine Schattenseiten. Es ist eine überschaubare Anzahl an Gästen mit ihren kleinen Kindern am schönen Sandstrand sowie in der Strandbar, die vor zwanzig Jahren ein tolles Erlebnis war. Wir gehen weiter durch den Platzteil Seewald der mit ein paar Zelten belegt war, gehen auf der Südstrandallee, wo auf der rechten Seite die Stellplätze für die riesigen Wohnmobile sind. Zur Zeit sind gar keine hier, weiter auf der Südseite ist ein Großes Trampolin aufgebaut das von vielen jungen Gästen gegen Gebühr benutzt wird. An der Rezeption und am Amphit-Theater vorbei, auch hier sind keine Leute unterwegs, treten wir wieder den Heimweg an.

Hier an der Südsee-Allee befinden sich einige der Leihcaravans vom Platz. Mit netten Vogelnamen wie Bussard, Kiebitz oder Sperling kann man hochwertige Caravans in beliebiger Größe mieten. Auf der rechten Seite kommt jetzt der Platzteil Finkenbusch mit großen Mobilhomes aus Holz oder hochwertigen Blockhäusern. Wenig später sind wir auch schon wieder an unserem Stellplatz angekommen.
Zum Abendessen gibt es heute Nudelsalat mit Eiern, dazu ein bis zwei Weizenbier. Das Wetter hier in der Lüneburger Heide war leicht bewölkt und mit etwa 20° akzeptabel. Gegen 22:00 gehen wir dann ins Bett.

Mittwoch, den 01. Juli 2020

Es ist ca. 8:00 als wir aufstehen, während Hermine den Kaffee macht, mache ich mich auf den Weg zum Brötchen holen. Ganz in der Nähe von uns, beim Platzteil GT 2000 ist der ImbissCamper`s-Inn, hier soll es auch Brötchen geben, zumindest steht es oben über der Türe angeschrieben. Ich laufe also zum Imbiss, leider ist die Türe geschlossen und bei Öffnungszeiten steht ab 10:00, also wenn das Frühstück eigentlich schon vorbei ist. Ich gehe weiter den ganzen Weg bis zum Campingeingang, hier befindet der Schlemmermarkt (Supermarkt). Vor dem Geschäft steht ein großer Verkaufsanhänger, hier werden die Brötchen verkauft, alles vorbildlich mit Corona-Abstand. Nach insgesamt einer guten halben Stunde kehre mit meinen Brötchen zum Caravan zurück, wo ich schon freudig von meiner Gattin erwartet werde.
Das Wetter ist leider nicht so schön, wir machen am Vormittag einem weiteren Spaziergang über den Platz. Besuchen die Platzteile Rosen-Camp, den Märchenwald, und den Tannengrund, die ersten beiden Platzteile sind wieder Areale der Dauercamper (auch für sie gilt zum Teil der mangelhafte Zustand). Der Tannengrund dagegen ist ein gut gefüllter Touristenplatz, wo es nichts zu bemängeln gibt. Wir gehen weiter auf den Spuren der Vergangenheit und suchen den Platzteil Oase auf, wo wir vor über 20 Jahren unseren Urlaub mit unseren Kindern verbracht haben. Auch hier sind alle Stellplätze voll, trotzdem er nicht zu den billigsten Stellplätzen auf dem Campingplatz gehört. Der kleine Teich bei unserem damaligen Stellplatz mit der Nummer 75 ist vollkommen zugewachsen, was mir gar nicht so gut gefällt.
Beim Waschhaus kommen wir wieder zurück zum See, auch hier gibt es wieder Mietcaravans mit den lustigen Tiernarten „ vom Kolibri, der Biene, der Marienkäfer, die Hummel oder den Schmetterling und viele anderen Tieren und Insekten. Der SüdseeCamp hat wirklich viele schöne Mietcaravans hier stehen. Das Wetter bleibt weiterhin bescheiden, und wir überlegen was wir den Rest des Tages unternehmen könnten.

Nach unserer Mittagspause beschließen wir zu Südsee-Caravans bei der Autobahnabfahrt Soltau-Süd zu fahren.

Die Südsee-Camp G. & P. Thiele OHG. in Witzendorf betreibt neben dem 90 Hektar großen Campingplatz „SüdseeCamp“ auch die „SSC Bus-Reisen“ die nach Corona mit derzeit noch 4 großen Reisebussen besteht, ein großer Reisebus wurde abgestoßen. Es wurden damit Ausflüge vom Campingplatz zum Heidepark hier bei Soltau oder zu den Musicals nach Hamburg gemacht. Es besteht weiterhin auch die Möglichkeit ganze Busse zu mieten.
Ferner gibt es die „Südsee-Caravans“ bei der Autobahnabfahrt Soltau-Süd, hier stehen über 250 Neu -und Gebrauchtfahrzeuge im Caravan oder Wohnmobile Sektor zum Verkauf.
Die Marken sind von Carthago, Malibu, KNAUS, Fendt, TABBERT, Hobby, Weinsberg sowie TAB vorhanden, ebenso eine Werkstatt die Reparaturen an Ihrem Fahrzeug durchführt.
Es werden hochwertige Mobilheime zum Verkauf angeboten, es erübrigt sich zu erwähnen das sich hier auch ein 800 qm großer „Camping Outdoor Shop“ befindet.

Das Firmengelände befindet sich ca 7 Kilometer vom Campingplatz entfernt, das ist keine große Entfernung und das Wetter spielt auch noch mit. Wir gehen durch die ausgestellten Caravan-Reihen, es gibt sehr schöne Fahrzeuge hier, egal von welcher Marke. Was mir auffällt die Preise an den Fahrzeugen, zb. Grundpreis 17.000 oder 19.000 € dann der angegebene Verkaufspreis ist immer um etwa 6000 € höher. Nach dieser Darstellung bekommt man offensichtlich heute kein Fahrzeug unter 25.000 Euro mehr. Das hat mich etwas schockiert, mein Caravan ist schon etwas älter, und anscheinend bin ich diese hohen Verkaufspreise nicht mehr so gewöhnt. Es gibt auch einige gebrauchte, aber auch viele neue Wohnmobile zu sehen, dafür aber ist mein Geldbeutel etwas zu klein. Im Anschluß besuchen wir noch den Campingshop, aber da wir voll ausgestattet sind, werden wir auch hier nicht fündig. Nach gut zwei Stunden verlassen wir die Camping-Austellung und fahren zurück zum Campingplatz.

Gleich anschließend gibt es Kaffee und dazu einen Kuchen. Kurz darauf fängt es an zu Regnen, so daß unsere weiteren Aktivitäten stark eingeschränkt sind. Wir verlegen uns im Caravan auf`s lesen, Hermine blättert in Zeitschriften und ich nehme mein Ebook zur Hand.
Heute am Abend soll es Putenschnitzel geben, dazu hole ich vom Camper`s-Inn der ca. 200 Meter von uns entfernt ist eine große Portion Pommes Frites. Vor der Türe stehen ein paar Personen und warten, es gibt eine Anzeigetafel mit Nummern. Ich frage nach, sobald drinnen an der Theke frei ist kann ich meine Bestellung abgeben und dann vor der Türe warten. Es klappt alles und schon nach ca. 15 Minuten kann ich den Heimweg antreten. Hermine ist mit den Putenschnitzel schon fertig, so dass wir gleich essen können. Zusammen mit etwas Weizenbier lassen wir das Abendessen schmecken.

Gegen 22:00 gehen wir in die Koje, es regnet leider schon wieder, die Temperatur liegt untertags bei ca. 18°

Donnerstag, den 02. Juli 2020

Wir haben gut geschlafen, und es ist etwa 7:30 als wir aufstehen, aber es Regnet leider immer noch. Ich nehme mir einen Regenschirm und gehe los, auf dem Handy habe ich noch meine Runtastic-App eingeschaltet. Ich will wissen wie lange der Weg von meinem Stellplatz bis zum Supermarkt am Camping-Haupteingang ist. Als ich den Brötchen-Verkaufsanhänger nach 800 Meter erreiche, stehen schon einige Kunden in der Warteschlange. Vor mir steht ein kleiner Junge, der einen sehr großen Abstand zu seinem Vordermann hält, das wird auch gleich ausgenützt. Ein Mann drängt sich gleich von der Seite in die Warteschlange. Ich sage dem Jungen er soll näher aufschließen, und helfe ihm noch beim bestellen seiner Frühstücksbrötchen. Nach einer halben Stunde bin ich wieder zurück beim Caravan wo meine Gattin schon wartet. Heute habe zu den Brötchen auch Laugenstengel mitgenommen, die sehr gut schmeckten.

Im Laufe des Vormittags machen wir noch einen großen Spaziergang über den Platz. Beim Eingang zu unserem Platzteil befindet sich der große Abenteuerspielplatz und gleich dahinter die Straße die den alten Platzteil vom neueren Platzteil trennt. Hier auf dem neuen Teil befinden sich Feriengebiete wie das Sommerland, der Schwanensee sowie das Sommarby. Diese neueren Platzteile wurden etwa im Jahr 2000 angelegt, bei unserem damaligen Besuch sind wir schon einmal diese Runde durch den Platz gelaufen. Ursprünglich wollte ich einen Stellplatz im Platzteil Sommerland reservieren, es stellte sich heraus, daß diese Plätze sehr groß und teuer sind. Wir machen eine kurze Visite im Waschhaus VII, es schaut soweit recht nett und sauber aus. Als nächstes gehen wir ins Platzteil Sommarby, hier befinden sich 63 schöne Ferienhäuser mit den klangvollen Namen Malmö, Göteborg, Stockholm in Doppelreihe um ein Biotop gelagert. Den Platzteil Schwanensee besuchen wir nicht mehr, hier befinden sich verschiedene Chalets (Wohnmobile). Die Straßen sind immer noch Nass, das Wetter wird auch einfach nicht besser und meine Frau ist schon leicht deprimiert deswegen. Weiter zur Hauptstraße hin sind noch Dauercamperplätze und für Reise-Gruppen das Fort Adventure, beides ersparen wir uns heute. Wir gehen weiter in Richtung Tropic-Badeparadies Südsee, zuvor kommen wir aber noch am Dschungelgolf (Abenteuergolfplatz) vorbei. Wir schauen hinein, es ist recht nett für die Besucher, wir gehen dann weiter am Badeparadies vorbei. Es ist offiziell geschlossen wegen Wartungsarbeiten, und Corona hat hier ebenso zugeschlagen.
Auf dem Dach läuft ein Arbeiter umher und reinigt die Gläsernen Dachfenster.
(Die SüdseeCamp-Gesellschaft beschäftigt ca. 500 Mitarbeiter)

Es geht weiter auf der Südsee- und Hasen-Allee, wir kommen am Platzteil Finkenbusch vorbei, wo Dauercamper mit ihren schönen Block oder Holzhäuser stehen. Hier begegnen uns zwei Zugmaschinen die soeben ein großes Mobilhome in den Finkenbusch transportieren. Wir haben es gestern Vormittag noch in der Lienland-Allee gesehen, wo es neben der Arena (großes Festzelt) abgestellt war. Seit heute ist das Waschhaus und der Platzteil GT 2000 wieder geöffnet, und die ersten Gäste fahren schon auf ihre Reservierten Stellplätze. Wir gehen wieder zurück zum Stellplatz um eine Tasse Kaffee zu trinken und ein Stück Kuchen essen. Das Wetter bleibt weiterhin bedeckt und die Vorausschau auf die nächsten Tage verspricht nicht viel Verbesserung. Ein bißchen Lesen und Musik horchen, so verbringen wir die restliche Zeit bis zum Abend.
Heute gibt es Tortellini mit Sahnesauce zum Abendessen, danach muß ich noch zum Geschirr spülen ins nahe gelegene Waschhaus gehen. Und im Anschluß noch ein kleiner Spaziergang um unseren Platzteil, es kommen immer wieder neue Gäste, eine ewige An und Abreise auf so einem großen Campingplatz.
Etwas später am Abend schauen wir noch im Fernseher einen schönen Film an, und gegen 22:00 geht`s dann schon ins Bett.

Freitag, den 03. Juli 2020

Auch heute Morgen stehen wir um etwa 7:30 auf und ich gehe Richtung Haupteingang wo sich der Supermarkt bzw. der Verkaufsanhänger wo die Brötchen verkauft werden befindet. Im Anschluß an unser gutes Frühstück gehe ich ins Waschhaus um meine restliche Morgentoillette zu vervollständigen. Alle Duschkabinen und Einzelwasch-räume sind belegt so daß ich ein Waschbecken im großen aber sonst leeren Wasch-raum benutze. Nach ein paar Minuten kommt ein Mann mit Maske herein und weist mich auf ein Verbot hinsichtlich der Benutzung des Waschbecken hin. Nach der derzeitigen Corona-Verfügung muß ich zb. meine Zähne am Stellplatz und im Caravan reinigen, was ich eigentlich schon wußte.
Als ich dann das Waschhaus später verlasse, steht der Sicherheitsbeauftragte noch vor der Türe und beobachtet das Corona Verhalten der Campinggäste. Ich spreche den Mann an und frage ihn, ob er vom Campingplatz oder vom Gesundheitsamt oder Ähnliches ist.

Er erzählt mir, dass sein Job vor Corona, Fahrdienstleiter bei den Südsee-Reisebussen war. Jetzt aber gar nichts mehr geht, weder Ausflugsreisen noch Fahrten als Schulbusse sind zur Zeit möglich. Sie haben deswegen Anfang des Jahres schon einen ihrer Fünf großen Reisebusse verkauft. Ich erzähle Ihm daß wir vor über zwanzig Jahren schon mehrmals hier auf dem Campingplatz waren, und die damaligen Chefs Gottfried, Per und Marc vom Sehen kenne. Der Senior-Chef Gottfried ist im Jahr 2016 verstorben.

So unterhalten wir uns längere Zeit gemeinsam über den Campingplatz und seine Geschichte, bevor ich zum Stellplatz zurück kehre.
Hermine möchte nach wie vor wegen des schlechten Wetters frühzeitig Heim reisen, unsere Buchung hier auf dem Platz läuft aber noch bis kommenden Mittwoch. Jeder Tag kostet uns über 50 Euro, die wir dann umsonst bezahlt hätten. Zwischenzeitlich hat meine Frau mit Raphaela telefonisch gesprochen, und so wie es im Moment ausschaut hat Leona meine kleine Enkelin am Montag keine Betreuung von ihrer Tagesmutter. Wir entscheiden uns zügig heim zu reisen, zur Frage steht im Augenblick nur, ob Morgen Früh oder schon heute zu los zu Fahren. Wir brauchen in jedem Fall zwei Tage für die Fahrt zurück.

Dann fällt die Entscheidung für die heutige Abfahrt, binnen zwei Stunden haben wir alles am Caravan inclusive der Satelliten-Schüssel abgebaut. Unser E-Bikes haben wir ja erst gar nicht wegen dem schlechten Wetter aus dem Auto geholt.
Um 13:35 stehen wir vor der Ausfahrt 2, ich schreibe noch schnell den Kilometerstand auf, und dann kann es schon los gehen. Wir kommen gut auf die Autobahn, der Verkehr in Richtung Süden hält sich in Grenzen. Um 15:40 machen wir eine kurze Pause auf dem Rastplatz Bornum der sich irgendwo im Harz befindet. Nach 20 Minuten geht es dann schon weiter, so daß wir um 17:45 unseren für heute geplanten Übernachtungsplatz in Malsfeld erreichen. Wir sind jetzt schon einige Male auf dem Maxi-Autohof in Malsfeld gewesen, und sind immer zufrieden gewesen. Auch heute lösen wir an der abgesperrten Schranke ein Ticket zum Parken und stellen unser Caravan-Gespann auf dem Platz ab. Der große Parkplatz ist zu dieser Zeit relativ sparsam besucht, die 15 Euro wo dieses Jahr zu zahlen sind, können sich nicht allzuviele Brummi-fahrer leisten. Mit dem Accuschrauber drehe ich die Wohnwagen-Stützen runter und entlaste damit unser Auto. Im Moment scheint noch die Abend-sonne so warm, daß wir unser Stühle aus dem Auto holen und mit einem Glas Weizenbier in der Hand die Ruhe und Stille geniesen.
Wir gehen auch heute zum Abendessen noch ins Restaurant, heute aber ins Freie, sie haben vor dem Haus eine kleine Außenterrase, die Sonne scheint ja immer noch. Von den 15 Euro die zum Parken zu bezahlen sind, werden 10 Euro Guthaben auf unser Essen gut geschrieben.

Hermine bestellt sich einen großen Teller Salat mit SchnitzelstreifenSalatvariation mit Tomaten, Gurken, Paprika“ und ich wie sonst eine gebratene Leber Berliner Art „mit Apfel- und Zwiebelringen, dazu Kartoffelpüree“. Unser Essen schmeckt ausgezeichnet, und dazu noch zum trinken ein Fanta für meine Gattin und für mich ein Glas Weizenbier. Bevor es jetzt zu kühl wird gehen wir zum Caravan zurück, und machen uns im Wagen gemütlich. Eine halbe Stunde später kommt ein weiteres Caravan-Gespann zum Übernachten auf den Platz direkt neben uns. Ein Ehepaar mit zwei Kindern und einem Hund. Die Frau ist sehr nett und grüßt sehr freundlich, was man von ihrem Mann nicht behaupten kann. Auch sie gehen anscheinend noch zum Essen ins Restaurant.
Gegen 22:00 gehen wir ins Bett, denn morgen Früh geht es ja wieder weiter Richtung Heimat.

Samstag, den 04. Juli 2020

Guten Morgen, wir haben gut geschlafen und es ist erst 6:55 als wir losfahren, unser Frühstück gibt es später. So fahren wir fast eineinhalb Stunden und haben um 8:20, die Raststätte Rhön West erreicht, die Außentemperatur beträgt schon 18°. Meine Gattin hat heute Morgen im Autohof noch ein paar Brötchen gekauft, daß wir etwas zum Frühstück haben. Gleich nach der Ankunft habe ich die Gasflasche aufgedreht, so dass wir heißes Wasser für unseren Cappuccino machen können. Kurz vor Neun Uhr geht`s dann schon weiter, die Heimat ruft uns.
Der Reiseverkehr heute am Samstag ist noch verhältnismäßig ruhig, mal sehen wie es weiter geht. Kurz nach Zehn Uhr machen wir nochmals eine kurze Pause auf einen Rastplatz um den Zustand der örtlichen Toiletten zu begutachten. Nach etwa 50 Kilometern bekommen wir den ersten Stau auf unserer Wegstrecke zu spüren, es ist der Virngrundtunnel kurz vor Ellwangen.

Im 468 Meter langen Virngrundtunnel ist immer eine Tunnelröhre für die Durchfahrt gesperrt und der gesamte Verkehr wurde durch die jeweils andere Röhre geleitet. In der Mitte zwischen den beiden Hauptröhren zog man eine dritte Tunnelröhre ein, die als Fluchtweg und Durchfahrtsmöglichkeit für Rettungsfahrzeuge dienen soll. Diese Röhre ist über einen Fluchtstollen von der Tunnelmitte her erreichbar.

Die Staulänge betrug schon mehr als 15 Kilometer die wir im Schritttempo zurück legen, bis wir endlich durch den Tunnel fahren und die Engstelle hinter uns lassen konnten. Danach geht es wieder flott weiter, der Heimat entgegen.
Um 12:10 erreichen wir die Raststätte Lohnetal im Donau-Ries wo wir für weitere 15 Minuten eine kurze Rast machten. Jetzt sind es nur noch ca. 90 Kilometer bis nach Hause, auch auf der A7 zwischen Ulm und Memmingen war heute am Samstag alles ruhig. Was völlig außergewöhnlich ist, normalerweise ist hier immer um diese Zeit großer Stau angesagt.
Um 13:27 haben wir entgültig unseren Heimatort Ottobeuren erreicht.


Fazit: Unsere diesjährige Campingreise hat Corona geschuldet in Deutschland statt gefunden.
Wir haben sehr schöne Urlaubstage an der Mosel verbracht, mit unseren Mini E-Bike`s nette Radtouren an und um die Mosel herum gemacht.
Die Weiterreise quer durch das nördliche Rheinland Pfalz, über Koblenz und die Fahrt über den Rhein. Weiter geht es durch das schöne Bundesland Hessen bis zu unserm Ziel dem Camping Teichmann an der Eder. Der Campingplatz ist sehr schön und auch gepflegt, vorbildlich bei allen Corona-Auflagen, die durchgeführt wurden.
Leider waren unsere Ausflugsmöglichkeiten sehr eingeschränkt (vielleicht durch unsere kleinen Räder), jedenfalls konnten wir kaum mit dem Rad am Stausee oder um den See fahren. Was sehr schade war.
Unsere dritte Etappe in die Lüneburger Heide zum SüdseeCamp begann recht nett, hat aber in der Folge wegen des vielen Regens unsere Urlaubsbilanz stark ins Negative verlagert. Man konnte nicht allzuviel tun, unser E-Bike`s haben das Auto nicht verlassen. Der SüdseeCamp ist bestimmt eine der schönsten Anlagen in Norddeutschland, aber mit Corona und dem vielen Regen hat auch er seinen Reiz verloren. Wirklich Schade
darum.

Südfrankreich – Juni 2011

Nach vielen Jahren in denen wir unseren Campingurlaub in der Toskana und teilweise am Gardasee verbrachten haben, sind wir nun schon das zweite Jahr auf dem Weg nach Südfrankreich in die Region Rhone-Alpes und danach in die Camargue im Rhonedelta.

Freitag, den 17. Juni 2011

Neben den notwendigen Vorarbeiten für unseren diesjährigen Urlaub in Frankreich die wir Anfang der Woche schon mal begonnen haben, gibt es natürlich auch andere Dinge noch zu tun. Unser Garten wie auch der Rasen sollte für unsere dreiwöchige Abwesen-heit auf dem letzten Stand gebracht werden. Am Donnerstag beginnen wir damit unsere Kleidung und die notwendigen Lebensmittel und Getränke im Caravan zu verstauen. Als Selbstversorger benötigen wir eine ganze Menge für die lange Reise, wir wollen ja nicht jeden Tag in irgend einem Supermarkt verbringen.
Heute Morgen sind wir schon um 6:30 aufgestanden und noch einmal gut gefrühstückt. Meine Frau bringt das Kühlgut, wie Wurst, Käse, Pudding oder andere Milchprodukte in den Kühlschrank unseres Caravans. Ebenso die Gefriersachen die wir zum Grillen für die ersten Tage benötigen. Danach noch das Technische Equipment wie unsere Fotoausrüstung, Notebook usw im Wohnwagen verstaut. Kurz nach 11 Uhr sind wir dann endlich fertig, so daß ich die Kurbelstützen des Caravans mit dem Accuschrauber hochdrehen kann. Meine Frau und ich schieben den Caravan mit vereinten Kräften auf die Straße und hängen ihn gleich ans Auto. Wir haben seit einigen Jahren einen Hyundai Santa Fe mit Flüssiggasantrieb, den wir vor ein paar Jahren einbauen ließen.
Nachdem ich mich noch kurz abgeduscht habe, kann unsere Reise endgültig beginnen. Um 12:20 verlassen wir unsere Straße, von unseren Nachbarn ist nichts zu sehen eine Viertelstunde später sind wir auf der Autobahn A7 und fahren bei Memmingen-Nord auf die A96 in Richtung Lindau/Bregenz. Kurz vor halb Zwei sind wir in Lindau in der Boschstraße an der Aral-Tankstelle angekommen, um ein letztes Mal in Deutschland Flüssiggas zu tanken. Es geht auf der Uferstrasse 190 in Richtung Lochau weiter, Bregenz haben wir um 13:35 Uhr erreicht, wir sind sehr gut durch die Innenstadt gekommen, und haben um 14:10 Uhr die Schweizer Grenze erreicht. Wie im vergangenen Jahr haben wir auch dieses mal in der Raststätte Forrenberg (Winterthur) für ca. 25 Minuten Rast gemacht. Hier gibt Kaffee aus der Thermoskanne und ein paar belegte Brote von zu Hause. Dann geht die Fahrt auch schon weiter Richtung Westen, auch Zürich haben wir nach ca. 40 Minuten hinter uns gelassen. Nach insgesamt 360 Kilometer haben wir den Rasthof Platanenhof in Gampelen (in der Westschweiz zwischen dem Neuenburger und dem Bieler See) erreicht, hier befindet sich eine der wenigen Gastankstellen auf unserer Schweizer Wegstrecke. Es ist jetzt mittlererweile 19:00 geworden, so machen wir nach dem Flüssig-Gas-Tanken noch eine kleine Pause , um uns noch kurz die Füße zu vertreten. Nach 20 Minuten geht es weiter und weiteren vierzig Kilometer war unser heutiger Übernachtungs-Rastplatz bei Estavayer-de-Lac erreicht.

(Die Raststätte Rose de la Broye ist gut besucht, es gibt außer dem normalen Tankshop ein Übernachtungs-Hotel mit ca. 80 Betten, und 4 Seminarräume. Es gibt weiterhin ein Italienisches Bedien-Restaurant, Fast Food, Snackbars, Lebensmittel und Souveniershop).

Wir stellten unser Gespann zwischen die zahlreichen Lkw`s, anschließend wollten wir uns noch die Füße vertreten was sich auf dem großen Parkplatz ja anbot. Es gibt hier außerdem Spielplätze für Kinder und sogar einen Picknickplatz.
Hier verbrachten wir die Nacht von 20:00 – 6:30 Uhr am nächsten Morgen. Als wir ankamen, war alles Ruhig, kein einziger Kühlwagen in Sicht. Eine Stunde später hat so ein Kühllaster genau neben uns geparkt, Gott sei dank ist er später weiter gefahren. Aber bald darauf kam aber ein anderer Kühl-Lastwagen, und mit der Ruhe war es wieder vorbei. Irgendwann in der Nacht hat es angefangen zu Regnen, man hört es leider ziemlich deutlich durch das Wohnwagendach.

Samstag, den 18. Juni 2011

Bei strömendem Regen sind wir dann um 6:30 Uhr losgefahren, durch Genf ging es noch recht zügig, aber der Regen nahm jetzt wolkenbruchartige Zustände an, so eine Fahrt hatten wir mit dem Wohnwagen noch nie erlebt. Kurz darauf erreichen wir die erste Französiche Mautstelle bei Crusseilles. So machten wir nicht wie vorgesehen in der Raststätte Seynod bei Annecy unsere Frühstückspause, sondern erst ein paar Kilometer weiter in Drumettaz. Leider mussten wir unser erstes Frühstück in Frankreich wegen des starken Regens im Wohnwagen abhalten. Es gibt eine Tasse Cappuccino, wir haben von zu Hause ein Zopfbrot mitgenommen, dazu diverse Marmeladen und Honig (wir sind keine großen Wurstesser). Unsere Frühstückspause war von 8:30 – 9:25 Uhr. So fuhren wir dann im Strömenden Regen weiter bis zur nächsten Mautstelle in Romans sur Isere, die wir gegen halb zwölf Mittags erreichten.

Hier riss tatsächlich der Himmel auf und die Sonne kam zum Vorschein, und weiter ging die Fahrt auf der N532 in Richtung Valence. Auf der Stadtumgehung geht es jetzt ein paar Kilometer Richtung Norden, hier müssen wir nach Rechts abbiegen durch eine Autobahn-Unterführung. Gleich danach teilt sich die Straße, rechts geht es zu einem Dorf wo wir hinauf fahren. Das war falsch wie es sich im nachhinein herausstellt, mit einem leichten Umweg durch die Pampa erreichen wir um 12:00 unseren gewünschten Campingplatz Soleil Fruite****.

Auch der Campingplatz war leicht durchnässt, wie man an den Straßen und Wegen sehr gut erkennen konnte, Wir suchten uns einen schönen Stellplatz mit der Nummer 105 aus, ca. 130 qm mit viel Grün. Der Campingplatz war weiter nichts besonderes und die Straßen waren nur mit Kies aufgeschüttet. Aber im Eingangsbereich waren große Blumenbeete mit Lavendel, Rosmarin, Salbei und vielen anderen Kräutern bepflanzt. Die Gärtnerische Gestaltung am Vorplatz war lieb und sehr nett, die Sanitäranlagen waren nicht hochwertig, aber durchaus akzeptabel. Später am Nachmittag gehen wir noch zum Swimmingpool hinauf, auch der war durchaus ansprechend.

Hier verweilen wir etwa 1 bis 1,5 Stunden und geniesen die Zeit. Zu etwas späterer Stunde bauen wir noch unser Sonnendach auf, und unser Urlaub kann jetzt beginnen.

Sonntag, den 19. Juni 2011

Das Wetter war heute Morgen schon schön, der Himmel war blau als wir gegen 7:30 aufstehen, so dass wir beschlossen heute Vormittag uns in der näheren Umgebung des Campingplatzes umzusehen. Wir verliessen den Ca.-Platz in Richtung eines wie es den Anschein hat, unter einem dichten Baumbestand liegenden Freizeitzentrumes. Nach links als wir die Straße weitergehen, kommen wir zuerst an einer kleinen Minigolf- Anlage vorbei, die offensichtlich geschlossen ist. Die Straße weiter gehend kommt jetzt eine Hotelanlage mit vielen Bungalows und einem Pool auf der linken Seite. Als Randbepflanzung gibt es viele meterhohe Salbeibüsche und Lavendel, sie sind sehr schön. Nach der Besichtigung der Hotelanlage gehen wir wieder auf der Zufahrts-straße und dem Freizeitzentrum entlang. Nach ein paar weiteren Kilometern auf der Hauptstraße, kehren wir dann über einen Feldweg wieder zum Campingplatz zurück. Als Snack, es ist mittlererweile schon 12:00 vorbei, gibt es eine kleine Brotzeit, sowie Pudding und Joghurt je nach Wunsch. Für heute Nachmittag haben wir uns einen Poolbesuch vorgenommen. Die Temperaturen haben mittlererweile die 27° Marke erreicht.

Hier am Pool war aber nicht allzuviel los, einige Holländer mit ihren Kleinkindern spielten am Becken und im warmen Wasser. Zum Kaffee trinken, gehen wir wieder zu unserem Stellplatz zurück, wir haben noch einen Streuselkuchen von zu Haus mit dabei.

Montag, den 20. Juni 2011

Aufstehen wie meistens so gegen halb Acht, zum Frühstück haben wir wie schon gestern ein Baguette bestellt, und am Morgen abgeholt. Für den heutigen Tag war ein Ausflug nach Saint-Donat-sur-l’Herbasse (Partnerstadt von Ottobeuren) und Hauterives angedacht.

Hier ein Blick in unseren Knaus Azur Caravan

Wir fuhren gegen 10:00 Uhr los und wollten eigentlich nur etwas von der Landschaft sehen. Nach einer Umleitung mußte nun unser Navi zeigen ob es seine Dienste beherrschte. So kamen wir in Saint-Donat-sur-l’Herbasse an, hier war heute Marktag, er war aber sehr viel kleiner als gedacht. Ansonsten war hier nicht viel los, der Ort (ca. 4000 Einwohner) selber ist aber offensichtlich doch grösser als gedacht, es gibt einen großen Supermarkt und doch noch einige Industrie direkt an der Umgehungsstrasse und auch zwei Campingplätze. Wir waren im Jahr 2002 mit unseren Kindern auf dem Campingplatz Les Ulezes**** direkt am Ortsrand. Er hat uns damals aber nicht gefallen.

Wir wollten dann noch weiter nach Hauterives fahren um das Palais Ideal zu besichtigen. Der ehemalige Bäcker und spätere Landpostbote Ferdinand Cheval hat um die Jahrhundertwende in seiner Freizeit ein XXL Bauwerk geschaffen.

Über 33 Jahre lang hat der Landbriefträger Ferdinand Cheval in seinem Garten, alles mit seinen eigenen Händen, Stein für Stein, seinen Traum, seine Fantasie verwirklicht. Dabei folgte er keinem architektonischen Stil, sondern ließ sich von den Illustrierten und Postkarten aus aller Welt, die er austrug, zu seinem Fantasiepalast inspirieren. Das Palais Ideal ist sehr gross, an die 26 Meter lang, 10 Meter breit und an die 12 Meter hoch. Die Bauausführung entsprach wohl seiner Täglichen Eingebung und Phantasie“.

Wir haben dieses Bauwerk vor einigen Jahren mit unseren Kindern schon einmal gesehen, es ist einfach beeindruckend. Anschliessend fuhren wir wieder zu unserem Campingplatz zurück.

Dienstag, den 21. Juni 2011

Für heute Morgen war unsere Weiterfahrt nach Vaison La Romaine in das Département Vaucluse vorgesehen. Wir verließen um 9:43 den Campingplatz Le Soleil Fruite mit einem weinenden Auge. Auch der Platz wollte uns nicht gehen lassen, wir kamen an der Schranke wegen dem aufgeschütteten Kies schlecht anzufahren. Nach ein paar Kilometer erreichten wir dann schon die Autobahnauffahrt bei Valence. Bei Portes-les-Valence mußten wir nochmals für unser Auto Flüssig-Gas tanken (die Tank-Etappen muß man genau planen, wenn man ausschließlich mit Gas fahren möchte). So ging unsere Fahrt dann weiter nach Süden Richtung Bollene, das Wetter war Traumhaft und die Gegend war sehr schön. So erreichten wir gegen 11:20 die Autobahn-Mautstelle in Bollene. Hier ging es weiter auf der D94 Richtung Nyons, es ging durch den Weinort Suze-la-Rousse wir haben dann absichtlich die etwas längere Strecke bis Le Pont-de Mirabel gewählt, weil in Vaison la Romaine heute Markt-Tag ist, und wir somit keine Chance hatten mit dem Caravan direkt durch den Ortskern zu fahren.

Über Mirabel-aux-Baronnies zu fahren hatten wir keine Probleme weil wir den Ortskern (Vaison la Romaine) nur seitlich berührten. Um 12:30 erreichten wir dann unser heutiges Ziel den Campingplatz Carpe Diem**** ( Genieße den Tag ), an der Straße nach Saint Marcellin am südlichen Ende des Ortes. Es war nur noch ein einziger Stellplatz frei und so stellten wir unseren Caravan hier ab, und bauten anschließend gleich unser Sonnendach auf. Hier lernten wir das erste Mal, statt dem gewohnten Europäischen CEE-Stecker einen Französischen Campingstecker kennen, den wir leider nicht hatten. Um Strom zu bekommen mußten wir in der Rezeption einen passenden Stecker ausleihen. Anschließend genossen wir die nächste Stunden bei Kaffee und Kuchen und Relaxen.

(Am Nordende des Dentelles de Montmirail Gebirges stößt man auf die alte Kelten- und Römerstadt Vaison La Romaine. Die als eine der besterhaltenen Römischen Stätten Frankreichs gilt, mit einer Mischung aus moderner Stadt, einem mittelalterlichen Dorf und einer römischen Siedlung).

Etwas später besuchten wir noch die hübsche Poolanlage, sie war in zwei Etagen angelegt, der obere Teil in einem griechisch-römischen Stil und der untere Pool eher modern gehalten, eine große Rutsche und dazu noch einem überdachten Pool. Der gesamte Poolbereich war über einen hölzernen Treppenaufgang miteinander verbunden, (daneben steht ein großer Baum in dessen Gehölz sich offensichtlich viele Zykaden hörbar tummeln) und sehr schön an zu sehen. Der ganze Campingplatz ist sehr Reizvoll an einem Hügel gelegen, abgesehen von den einzelnen Stellplätzen und der Sanitär-einrichtung die nur als Standard anzusehen sind. Die Elektro-Versorgung ist aber nur mit einem Speziellen 220 Volt-stecker (Frankreich ) mit einem zusätzlichen Loch möglich.

Am Abend machten wir noch einen Spaziergang nach Vaison La Romaine. Hier ist heute Musik-Nacht, die Straßen sind voller Menschen und alle Cafes sind ebenso voll. Gegen 22:15 Uhr traten wir dann wieder den Heimweg zum Campingplatz an.

Mittwoch, den 22. Juni 2011

Als wir heute Morgen aufstehen regnet es leider, wir sind dann zum Zeitvertreib in den Lidl-Markt von Vaison la Romaine gefahren, Als wir dann später aus dem Geschäft kamen, hatte der Regen aufgehört und die Sonne kam doch noch zum Vorschein. Wir beschlossen einen Ausflug zu dem Bergdorf Buis les Baronnies zu machen, hier war heute Markttag. Der Ort ist sehr schön und bekannt für seine Lindenblüten, der Lindenmarkt und seine Ernte Mitte Juli ist die weltgrößte dieser Art. Die Fahrt bis dahin war sehr interressant, wir konnten unterwegs manchmal den Mont Ventoux (den heiligen Berg der Kelten / Berg der Götter, 1908 m) sehen. Im Ortskern gibt es eine wunderschöne Platanenallee und viele alte Arkaden zu sehen.

Die Gegend und die Fahrt war sehr reizvoll, auf dem Rückweg wählten wir eine andere Wegstrecke aus. Wir kamen an Weinfeldern und wunderschönen kleinen Landhäusern vorbei, die Temperatur stieg wieder auf ca. 25° und mehr. Nach unserer Ankunft auf dem Campingplatz haben wir vor dem Caravan noch eine Tasse Kaffee getrunken und ein Stück Kuchen verzehrt. Anschließend sind wir zum Baden in die Badeanlage hinauf gegangen. Am späten Nachmittag machen wir noch eine Spazierrunde über den Campingplatz bis zu den höchsten Stellen des Platzes. Im obersten Platzteil sind viele Mobilhome in sehr schön angelegten Straßen und mit vielen Lavendelbeeten und meterhohen Salbeisträucher zu sehen, ein Traum zum anschauen. Von hier konnten wir in der Ferne sogar den Mount Ventoux erkennen.

Damit war unser Tag mit Abendessen und ein Glas Weizenbier trinken auch schon zu Ende.

Donnerstag, den 23. Juni 2011

Wir wollen heute Vormittag nach Seguret, einem der 100 schönsten Dörfer Frankreichs am Nordwestlichen Rand des Dentelles de Montmirail-Gebirges fahren. Das Wetter wollte nicht so recht mit tun, es regnete schon den ganzen Morgen immer wieder in kurzen Abständen. Erst gegen Mittag hörte es auf, und so konnten wir endlich losfahren. Der Weg war nicht allzuweit, es sind nur ca. 12 km bis nach Seguret das am am Fuße des Gebirges liegt, das Montmirail-Gebirges soll ein Paradies für Bergsteiger sein. Wir waren letztes Jahr schon einmal hier, das alte Dorf ist ein Traum mit engen Gassen und vielen Blumen an den Wegen und Häusern. Heute wohnen hier viele Maler und andere Künstler, es gibt auch einige Ateliers hier im Ort, und ein sehr bekanntes Restaurant befindet sich hier. Wir verbrachten einige Zeit mit dem durchstöbern des netten Bergdorfes.

Später fahren wir zurück nach Vaison la Romain, wir wollen in die Altstadt auf der anderen Seite der alten Römerbrücke die über die Ouveze führt. Hier wandern wir durch die engen Gassen, auch hier gibt es viele Blumen und wundervolle alte Häuser. Durch eine Gasse wanderten wir einen steilen Weg nach oben bis kurz vor dem Chateau (mittelalterliche Burg), hier mussten wir dann leider umkehren, da der Accu in meiner Kamera leer geworden war.

So kehrten wir zum Campingplatz zurück. Das Wetter war mittlererweile sehr sonnig geworden. Und wir konnten noch dem Swimmingpool die Ehre erweisen.
Die Temperaturen waren am Nachmittag so an die 25° und sehr sonnig.

Freitag, den 24. Juni 2011

Wir wollen heute nochmals in die Altstadt von Vaison la Romain gehen um die gestrige Tour fortzusetzen, den Berg hinauf in die Altstadt mit den steilen Gassen und weiter bis zum Chateau. Es ging zum Schluss über sehr steile Wege und Felsplatten nach oben. Hier war der Blick hinunter in die Stadt und sein Umland sehr schön. Auf dem Rückweg gehen wir am Hang entlang oberhalb der Altstadt an wunderschönen und wild bewachsenen Gärten vorbei. Zum Schluss wollten wir noch in das Centrum der Neustadt zum Bummeln und noch etwas Essen. Wir haben dann in einem Strassencafe oder Bistro eine Pizza gegessen, was wir dann wohl bereut hatten, cest la vie .

Was zum Wetter noch zu sagen wäre, trotz unserer ca. 25° haben wir schon seit den frühen Morgenstunden einen wahnsinnig starken Wind ( Mistral genannt ) der uns heute schon den ganzen Tag begleitete

Samstag, den 25. Juni 2011

Der Samstag brachte uns einen strahlend blauen Morgen aber wir wollten heute weiter reisen nach Gordes in der Provence. Wir gehen hier mit einem lachenden und einem weinenden Auge, es hat uns hier sehr gut gefallen. Um 9:45 Uhr verlassen wir den Campingplatz in Richtung Süden nach Malaucene. Hier geht die Nördliche Serpentinenstrasse ab, die zum Gipfel des Mount Ventoux (1909m) hinauf führt. In der Ortschaft angekommen haben wir uns gleich verfahren. Unser Navi zeigte auf Rechts abfahren was wir auch machten, wir sind dann in eine Straße abgebogen, die uns nach ein paar hundert Meter in eine enge Strasse außerhalb des Ortes führte. Hier wurde uns klar, daß wir hier wohl falsch sein müßten. Leider gab es keine Möglichkeit mit unserem Wohnwagengespann umzudrehen. Nach einiger Zeit, die Straße führte wohl ins Dentelles de Montmirail-Gebirge weiter, zeigte sich eine Stelle wo wir endlich eine Möglichkeit zum umdrehen haben. Zu unserem Glück führte ein schmaler Weg auf der linken Bergsseite rückwärts den Berg hoch. Wir versuchten zuerst mit dem Gespann umzudrehen, aber das war sinnlos, dazu war es zu eng. Wir hängten also den Caravan ab, gute Zweihundert Meter weiter konnte ich jetzt mit dem Auto umdrehen, und fuhr die Straße wieder zurück, am Wohnwagen vorbei. Dann ließen wir den Wohnwagen mit Hilfe der Handbremse den Weg herunterlaufen und drehten ihn auf der Stelle, und hängten ihn anschließend wieder an unser Auto an. Und weiter ging es, unser Navi kannte sich hier in der Gegend gar nicht aus, denn es wollte uns fortlaufend irgendwo anders hinbringen. So auch in Carpentras und Isle de Sorgue die Fahrt hier nach Gordes war eine Tortur, erst 10 km vor Gordes kannte sich unser TomTom Navi wieder aus.
Das kleine Bergdorf Gordes (Gordes gehört ebenfalls zu den 100 schönsten Dörfern in Frankreich) liegt auf einer Anhöhe mit einem wunderbaren Blick auf das südlich gelegene Luberon-Gebirge. Wir fahren die Bergserpentinen hoch, durch den sehr engen Ort, hier war gerade die Hölle los. Mehrere große Omnibusse kamen uns auf der engen Hauptstraße entgegen. Gott-sei-dank gab es im Ort Hinweisschilder die uns den weiteren Weg zum Campingplatz anzeigten. Nach 1,5 km außerhalb des Ortes kamen wir an die Abzweigung, die zum “ Camping des Sources**** “ führte.
Hier führte eine steile und enge Straße zum Campingplatz hinauf. Gegenverkehr ist hier nicht gewünscht, der Caravan der von der Hauptstraße kommt muß zurückwärts fahren.

Pünktlich vor 12:00 Uhr kamen wir am Campingplatz an und stellten unser Gespann vor dem Eingang ab. Die Rezeption befand sich etwa 100 Meter einen Weg hinunter, Wir wurden auch gleich von der Chefin bedient, sie bot uns den Stellplatz Nr. 19 an.

Der Campingplatz war offensichtlich sehr gut belegt, die meisten Stellplätze lagen irgendwo zwischen den einzelnen Büschen und Sträuchern, es gab kaum offene Stellplätze wie wir sie auf anderen Campingplätzen kennen. Unser Stellplatz Nr. 19 war kaum größer als der Caravan und das Auto zusammen. Mit etwas Glück konnten wir noch die Markise ausrollen, noch vor ein paar Jahren hätten wir niemals so einen Stellplatz angenommen, es war nur ein kleiner Platz inmitten der hohen Büsche und Sträucher. Mit Hilfe eines Camping-Mitarbeiters schoben wir den Caravan in die enge Lücke. Nach mehrmaligen Versuchen standen wir endlich richtig. Rucki-zucki war unser WoWa aufgestellt und die Freizeit konnte beginnen.

(Im Verlauf unseres Aufenthaltes wurden wir immer mehr begeistert von unserem Stellplatz, bei Temperaturen von über 32° lernt man ein Schattenplätzchen schätzen. Hinter unserem Caravan war noch für unseren Tisch etwas Platz unter dem hohen Gebüsch. Hier konnten wir im Schatten Frühstücken und andere Mahlzeiten geniesen).

Nach einer kurzen Mittagspause gehen wir hinunter zum Pool, es war schön hier, eine herrliche Aussicht auf die Nordseite des Luberongebirges, nur das Poolwasser war stark erfrischend, rätselhaft wie bei diesen heissen Temperaturen das Poolwasser so kalt sein kann.
Gegen 17:00 steigen wir nochmals ins Auto und fahren die paar Kilometer zurück nach Gordes, im Centrum liegt ein kleiner Parkplatz wo wir auch tatsächlich unser Auto abstellen können.

(Gleich daneben befindet sich das Chateau de Gordes, eine massiv befestigte Burg das in Teilen noch aus dem 11. Jahrhundert stammt. In den Innenräumen der Burg, findet man heute ein Kunstmuseum der Malerei und das örtliche Tourismusbüro. Der Brunnen auf dem südlichen Vorplatz der Burg ist aus dem Jahre 1342. Er war über lange Zeit die einzige Wasserstelle des hochgelegenen Stadtkerns. Gordes wie auch andere Dörfer hier in der Provence wurden ab dem 11. Jahrhundert mit einer massiven Stadtmauer versehen).

Wir verbringen hier eine gute Stunde in den teilweise steilen Gassen die in den vergangenen Jahrhunderten sehr glatt gewordenen Kopfsteinpflaster verlegt sind. Auf einer Gasse die zu einer Außenterrasse führt kann man einen schönen Blick ins Tal sowie auf das angrenzende Luberon-Gebirge geniesen.
Die Tagestemperatur lag heute bei etwa 32° und es war sehr sonnig.

Sonntag, den 26. Juni 2011

Der Morgen beginnt schon mit sehr hohen Temperaturen, wir wollen heute Vormittag zum Kloster Abbaye de Senanque wandern, hoffentlich haben wir uns nicht zuviel vorgenommen. So quer durch das Gelände, mal sehen. Um 10:15 Uhr verlassen wir den Campingplatz mit einer aus dem Internet herunter geladenen Wegbeschreibung, wir gehen an Olivenbäumen und ähnlichem, an Macciasträuchern vorbei, es geht über Stock und Stein. Über Geröllhalden vom Berg runter ins Tal und auf der anderen Seite wieder rauf, durch Wald und an wild bewachsenen Ebenen vorbei, es war schön, aber wir wussten nie wirklich wo wir sind. Es gab schon mal Zeichen, hie und da mal ein blaues oder gelbes Strichlein auf Steinen, aber sonst war man allein auf weiter Flur. Nach wohl einigen weiteren Kilometern erreichten wir eine Straße mit Ortszeichen, mit dem Hinweis das Kloster wäre von hier aus noch 3 km entfernt. So gehen wir von nun an auf der Landstraße dem Kloster entgegen, so kurz vorm Ziel konnte man dann schon vereinzelne Lavendelfelder sehen. Dann haben wir unser Ziel erreicht, vor dem Kloster liegen einige große Lavendelfelder, das Kloster sehr erhaben und weltentrückt wirkt es im Schatten des schmalen Tales.

Wir haben natürlich auch die Kirche betreten, sie war nach der Helligkeit die draußen herrschte, sehr dunkel und kühl. Die ganze Klosteranlage (von den Ziesterzienser 1148 erbaut) war in Wirklichkeit viel grösser und höher, als man auf irgend welchen Internet-Bilder erahnen konnte.

Nach der Besichtigung des ganzen Geländes und der Kirche stand nun der Heimmarsch zur Debatte, auch nach mehrmaligem Nachfragen bei verschiedenen Besuchern, keiner konnte uns den richtigen Weg beschreiben. So gingen wir erstmals den laut Anzeige kürzesten Weg, das wären 2.3 km, es hörte sich ja gut an. Aber nach ein paar hundert Metern waren wir wieder mitten drin im Wald, da musste man auf steilen Wegen herunterrutschen. So kehrten wir zum Kloster um und trafen Deutsche Urlauber die mit dem Auto hier waren, und fragten ob sie uns nach Gordes mitnehmen konnten (so etwas haben wir noch nie im Leben gemacht). Wir hatten Glück, und so waren wir nach etwa 3:15 Stunden glücklich wieder auf unserem Campingplatz des Sources angelangt. Wo wir uns als erstes einen Kaffee und Kuchen genehmigen, bevor wir zum Pool hinunter gehen. Auch heute war das Poolwasser nicht wärmer, aber erfrischender nach unserer heutigen Wanderung.

Es gibt zwei Waschhäuser am Platz, das erste Haus war gleich bei uns Oben, es ist aber nur in der Haupt-saison geöffnet. Das zweite Haus war ein Stück weiter unten am Platz. Von der Außenansicht war es nicht besonders schön, aber Innen war es schon in Ordnung.
Die unteren drei Bilder zeigen neue renovierte Waschhäuser
Diese 3 Bilder sind aus dem Jahr 2018 -2020

Die Temperaturen waren wie man wohl ahnen konnte, bei über 30° und und ein strahlend blauer Himmel.

Montag, den 27. Juni 2011

Für Heute haben wir uns einige der schönsten Orte in dieser Gegend vorgenommen, die Abfahrt war um 9:50 vom Campingplatz. Alle diese Ort sind am nördlichen Fuße des Luberon-Gebirge, beginnen wollten wir mit Oppede-le-Vieux. Der Ort ist nur in absoluter Nähe zu erkennen, er ist fast völlig vom Wald versteckt, man kann nur in der Höhe eine Kirche sehen. Aber vor dem Preis hat der Herrgott den Fleiss gemacht, so auch hier. Wir mussten vom Parkplatz (Obulus 3 € ) durch eine hübsche Parkanlage mit vielen Blumen und auch Schmetterlingen gehen (die ich vergeblich fotographieren wollte), bevor wir dann den Haupt-Ort erreichten.

Von hier begann dann der Aufstieg durch den alten, teilweise auch verfallenen Ort. Es ging über steile und enge Gassen, im oberen Bereich standen zwei ältere Kleinwagen vor einem Haus, gut – einer hatte auch Allrad. Das Rätsel war deshalb nicht kleiner, wie kam der bloss auf den engen Wegen hier rauf. Wir kletterten immer weiter nach oben und hatten zum Schluß die kleine Kirche Église Notre-Dame-d’Alidon am Ende des alten Dorfes erreicht. Der Ausblick hier oben war wie immer Spitze, und der heilige Berg der Kelten der Mount Ventoux ist fast überall in dieser Gegend zu sehen.

Als nächstes wollten wir nach Menerbes fahren, hier sollte Francoise Mitterrand ein ehemaliger Französischer Präsident (gest. 1996) sowie die Freundin von Pablo Picasso einmal gewohnt haben. Zu sehen war keiner von beiden und so begannen wir mit der Suche nach weiteren Highlight. Nach einigen Anläufen kamen wir in den Historischen Teil der Stadt, besuchten eine Weinprobe und konnten einige Trüffel bewundern. Einen grossen Trüffel mit einem Durchmesser von vielleicht 8 cm konnten wir hier anschauen. (Hundert Gramm sollten 20 Euro kosten).

Dann ging die Fahrt weiter nach Lacoste, hier hatte wohl der Marquise de Sade im 17. Jahrhundert seine sadistischen Orgien gefeiert. Wir wollten jetzt nicht mehr in den Ort fahren, und haben nur von der Strasse aus – ein paar Fotos von dem Chateau (Burg) gemacht. Auch den kleinen Ort Bonnieux ließen wir aus, um dann über den Pont Julien (Römische Brücke) nach Rossillon zu fahren. Hier sahen wir die herrlichen Ockerfelsen, die es in 17 Farb-nuancen geben soll. Früher wurden Kleider und sämtliche Stoffe mit diesem aus dem Stein gestampften Pulver eingefärbt.

Eine gute Stunde verbrachten wir in dem hübschen Ort, in dem alle Häuser in warmen Ockerfarben bemalt sind bevor es wieder auf den Heimweg geht. Punkt 16:00 Uhr haben wir wieder unseren Campingplatz erreicht. Die Tagestemperatur lag heute bei 32°, also ganz schön warm.

Als erstes gönnten wir uns eine Tasse Kaffee im Schatten unseres Platzes, wir haben noch Reste unseres Baguette von heute Morgen. Anschliessend gehen wir die paar Meter hinunter ins Schwimmbad. Es ist hier meistens wenig los, nur ein paar einzelne Gäste liegen hier, viele sind so wie wir untertags auf Tour. Das kühle Wasser ist herrlich wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, von der Terrasse aus konnte man auch die herrliche Aussicht genießen, ins Tal hinunter und auf das gegenüberliegende Luberon-Gebirge.

Dienstag, den 28. Juni 2011

An unserem letzten Tag hier in Gordes wollten wir nach Fontaine de Vaucluse und anschließend nach Isle sur Sorgue und zum Schluss noch zum Supermarkt. Aber zunächst mal nach Fontaine… zur Quelle des Flusses Sorgue, wir fuhren in den Ort hinein, an den Parkplätzen stehen Männer die Parkticket verkaufen wollen. Der Preis war gar nicht mal so schlimm, im Gegensatz zu dem was wir im letzten Jahr am Pont du Gard (Parkgebühr 15€ ) schon bezahlt hatten. Nun gehen wir den Uferweg an der Sorgue entlang in Richtung dem Quelltopf, das Ufer war herrlich Schattig, und der Weg ist wie eine Promenade, teilweise mit Verkaufständen und hübschen Restaurants. Es war viel los hier, auch viele Asiaten (Japaner) waren da, eigentlich erstaunlich kurz nach Ihrer Atomkatastophe in (Fukoshima). Nach einigen Hundert Metern war es dann so weit, vor uns der Höllenschlund, davor eine Absperrung, natürlich aus Sicherheitsgründen. Aber mehr als die Hälfte der Besucher kletterten über diese Sperre und hinunter bis zum Loch, Es war gigantisch unterhalb einer steilen Felswand ein Riesenloch so an die 10 Meter im Durchmesser gefüllt mit Wasser.

Anmerkung: Die Sorgue entspringt am Fuße einer 230 Meter hohen Felswand aus einem kreisrunden Loch. Sie wird gespeist aus einem großen unterirdischen See mit der Größe von etwa 1100 Quadrat-Kilometern entspricht der Größe unseres heimischen Landkreises. Der wiederum vom Niederschlag und Tauwasser des Luberon und anderer Gebirgszüge versorgt wird. Ein Deutscher Taucher erreichte 1983 eine Tiefe von 215 Metern, und zuletzt mit einem Tauchroboter wurde eine Tiefe von 315 Metern erreicht.

Direkt am Wasserrand standen viele junge Leute, wenn man sich vorstellte, daß das Wasser plötzlich steigen würde wie im Frühjahr, würden wir alle absaufen. Keine Chance mehr zum Überleben, bis wir in Sicherheit wären, müssten wir bestimmt 25 Meter die Felsböschung nach oben steigen. Aber insgesamt ein toller Anblick. Aus diesem Quelltopf kam aber heute kein einziger Tropfen Wasser in den Fluss.

Der Quelltopf der Sorgue im Frühjahr

Auf dem Rückweg suchte ich dann den Beginn des Flüsschen, und wiederum unterhalb eines grösseren Felsens sprudelte Wasser empor. Und im Verlauf des Weges konnte ich noch weitere kleine Rinnsale sehen, die in den beginnenden Fluß strömten. Es gibt hier einige Verkaufstände mit Souveniers aller Art, an einem der Stände finden wir schöne Keramikwandbilder garniert mit Lavendelsträußchen. Wir entscheiden uns für eines der schönen Wandbilder. Als letztes besuchen wir eine alte Papiermühle aus dem 18. Jahrhundert, hier wurde bis in die 60er Jahre noch wertvolles Papier zum Briefe schreiben hergestellt.

Nun geht es weiter nach Isle sur Sorgue, hier ist jeden Sonntag ein weit bekannter Trödelmarkt, die Stadt selber ist vielleicht nichts besonderes, außer dass einige Kanäle der Sorgue hier durch fliessen. Mit netten Restaurants am Ufer, des weiteren viele Wehre und unglaublich viele und lange Pflanzen oder Algen im Fluß. Das Wasser muß trotz der Kälte unheimlich Nährstoffreich sein. Als nächstes fahren wir zum Tanken in den Super U Markt, es wurde insgesamt ein gelungener Ausflug.

Inzwischen ist es schon 15:30 geworden. Und 32° grad ( reif zum Swimmingpool )

Mittwoch, den 29. Juni 2011

Heute Morgen um 9:30 Uhr verlassen wir den Campingplatz in der Provence wir wollen weiter ans Meer fahren, nach Saintes- Maries-de-la-Mer in der Camargue. Aber zuerst mußten wir natürlich noch aus unserm schönen Standplatz raus, was mit gewissen Problemen verbunden war. Aber endlich war es geschafft und unsere Reise konnte losgehen. Über Cavaillon geht es, vor Saint Remy de Provence sehen wir eine tolle Bergkulisse, kleine Bizarre Gipfel (hier sehen wir erstmals die Bergkette der Alpilles)und eine herrliche Platanen-Allee viele Kilometer lang. Dann durch die Altstadt von Saint Remys in Richtung Arles sollte es zum Meer gehen, unser TomTom Navi hat leider eine Neigung uns immer wieder nach links auf eine dubiose Nebenstrecke zu schicken. Aber auf Grund meiner Standfestigkeit gelang es aber immer wieder den Kurs zu halten.

Um die Mittagszeit hatten wir dann unser Ziel erreicht. Das Küstenstädtchen Saintes- Maries-de-la-Mer war eigentlich schon beeindruckender als ich erwartet habe.

Der Campingplatz Du Clos Du Rhone am Stadtrand entspricht wohl eher einem etwas abgewohntem Küsten-standart, das Sanitär ist bei allen bisherigen Campingplätzen wohl wesentlich besser gewesen. Aber warten wir`s mal ab.
Die Temperaturen waren auf der Fahrt bei etwa 25 – 27°………….. hier auf dem Platz war es dann ca. 27° mit Wind.

Donnerstag, den 30. Juni 2011

Eigentlich wollten wir den heutigen Tag in Ruhe genießen, am Swimmingpool liegen, oder an unserm Stellplatz, der ja wirklich sehr nett war oder am Meer in der Sonne. Gesagt, getan alles machten wir: zum Schluss waren wir am Meer, vor uns waren grosse Buhnen mit riesigen Sandflächen.

Wir setzten uns hin, aber ein starker Wind (Mistral) vertrieb uns sehr schnell, so sind wir weiter Spazieren gegangen und haben an der Petit Rhone (kleine Rhone) die hier vorbei fliesst das Paddelschiff Tikki III bewundert, mit dem man auf der Petit Rhone fahren kann.

Am späten Nachmittag machen wir noch einen kurzen Ausflug nach Saintes-Maries-de-la-Mer, der kleine Küstenort liegt ja nur ca. 2 Kilometer von unserem Campingplatz entfernt. Wir spazieren durch das Zentrum und die nette Fußgängerzone. Wir kommen an der Kirche Notre-Dame-de-la-Mer einer Wehrkirche vorbei, die schon im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Der Ort und die Kirche sind als Wallfahrtsstätte für die Gitans (Roma) bekannt geworden. In der Krypta der Kirche befinden sich der Sage nach, die Gebeine der schwarzen Sara.

Am 24. und 25. Mai jeden Jahres werden bunt gekleidete Statuen von der schwarzen Sara und ihren Mitstreiterinnen in einer Prozession feierlich ans Ufer getragen und mit Meerwasser benetzt. Dieses als Zigeunerwallfahrt bekannte Großereignis ist inzwischen eine international bekannte Touristenattraktion mit Volksfest-charakter. Die dort in der Mehrheit katholischen Roma verehren die Schwarze Sara als ihre Schutzpatronin und tragen ihr Porträt als Medaillon.

Nach der Kirchenbesichtigung gehen wir weiter durch das nette Städchen, besuchen ein paar Souveniershops sowie eine Weinhandlung mit Orts-typischen Wein/flaschen.

Auf dem Rückweg zum Campingplatz sehen wir einige schneeweiße Hütten am Straßenrand stehen, es sind ehemalige Wohnhäuser (Cabanes) der Fischer und Schäfer sowie der Gardians (Rinderhirten). Heute werden sie teilweise als Ferienwohnung vermietet.

Freitag, den 01. Juli 2011

Auch heute Morgen ist der Mistral tätig, aber wir wollten noch etwas von der Camargue sehen, möglichst hier in der Nähe. Also entschlossen wir uns nach Pont de Gau an einen Ornithologischen Park zu fahren. Gleich in der Nähe war ein großer Obststand, hier gibt es von Aprikosen, Pfirsiche, Erdbeere bis Melonen alles zu kaufen.

Wir betreten den Park es sind viele Flamingos, Reiher und andere Vogelarten zu sehen, sogar mehrere Biber konnten wir aus der Nähe sehen, und auf kleinen Inseln die weißen Camargue-Pferde. Andere Tiere waren nicht so viel zu sehen, aber sehr viel Natur in Original Camargue.

Es war wirklich schön, aber man konnte schon erkennen das dieses Land kaum zu bewirtschaften ist, außer für Wildpferde und natürlich die Schwarzen Stiere, die wir bisher noch nie aus der Nähe gesehen haben. So waren wir an die 3 Stunden in dem Park unterwegs. Der Himmel war strahlendblau wie meistens und die Temperatur lag bei ca. 27° oder mehr, den Mistral natürlich nicht zu vergessen, den wir aber hier im Park nicht spürten. Gegen 14:15 Uhr fahren wir wieder an den Caravan zurück, trinken ein Radler-Bier und essen dazu eine französische Pizza die wir in einer Pizzeria in Saintes-Maries….. neben der Hauptstraße gekauft haben.
Später sind wir nochmal in Richtung Saintes-Maries….. gegangen, auf der Weide gegenüber befinden sich ebenfalls ein paar Camargue-Pferde zum grasen. Wir schauen noch kurz am Pool vorbei, machen noch einen Abstecher über den Campingplatz, und schauen noch ein paar Interressante Mobile und Caravans an, dann geht es zum Platz zurück.

Es wäre sicher Herrlich hier, wenn nicht der Mistral fast die ganze Zeit stark blasen würde, wir können nicht einmal unser Sonnendach aufbauen aus Angst vor dem starken Wind. Wir haben unsere offene Caravantüre mit einem Spanngurt gesichert, trotz allem hat der Wind die Türe mehr als einmal zugeknallt.
Und natürlich auch die Stechmücken oder anderes kaum sichtbares Getier, sind eine große Last. Man sieht sie nicht aber spürt sie sogleich.
Jetzt am Abend um 18:30 Uhr haben wir noch immer 31°, so geht auch dieser Tag zu Ende.

Samstag, den 02. Juli 2011

Jeden Tag eine gute Tat, heute hat`s mal auf jeden Fall geklappt. Heute Vormittag haben wir Nachbarn bekommen, junge Leute aus Belgien, die wohl ihr Zelt aufbauen wollten. Der Junge Mann schaute etwas Orientierungslos auf sein im Aufbau befindendes Zelt, Es war natürlich auch heute Morgen noch ein starker Wind. Aber es war kein Mistral, diesmal kam der Wind vom Meer, aber zu zweit hatten sie wohl keine Chance dieses Zelt aufzubauen. Kurz entschlossen fragte ich, ob ich ihnen mal helfen sollte, wenigstens mal die Stangen zu halten, um dem Wind keine Chance zu lassen. Nachdem die Zelthaut gestanden ist, ging es an das Abspannen der Leinen, was Sie offensichtlich auch nicht konnten. Also machten wir zu viert, meine Frau, ich und die Zwei das Zelt fertig, ich schenkte den beiden noch ein paar fehlende Zeltheringe zum befestigen ihres Zeltes. Anschließend enspannten wir uns, wir wollten später noch zum Meer gehen, um auf einer der Sandbänke noch ein bißchen Sonne genießen. Nachdem wir eine Stunde am Meer verbracht haben gehen wir zum Kaffee trinken an den Stellplatz zurück. Auf der Vorderseite vom Caravan haben wir heute Nachmittag noch Französische Nachbarn bekommen.

Re. Bild ist unser Waschhaus

Heute ist unser letzter Tag hier auf dem Camping Le Close du Rhone, zum Abschluß wird heute nochmals gegrillt.
Abschliessend wäre zu sagen: Camargue ja einmal sicher. Am Meer oder hier ist immer mit Schnaken oder Stechmücken zu rechnen. Weiterhin spielt der Mistral eine große Rolle, man kann hier kaum ein Sonnendach aufbauen, der starke Wind bläst das Vordach ohne eine Sturmspannung bestimmt weg.

Die Temperaturen sind hier auf jeden Fall um die 30° bis 33°, ohne Wind nicht auszuhalten. Mit dem Wind (Mistral) aber auch nicht.

Sonntag, den 03. Juli 2011

Heute wollen wir wieder nach Norden fahren, nach Chateauneuf sur Isere zum Campingplatz Soleil Fruite. Abfahrt ist 9:00 Uhr Morgens, der Tag verspricht wieder sehr heiss zu werden. Rückblickend ohne Mistral und Stechmücken wäre es sicher in der Carmargue noch interessant geworden. Der Himmel ist blau wie immer, der Verkehr nach Norden ist lebhaft, aber nach Süden gewaltig. Es schaut so aus, als ob die Franzosen, jetzt Ferienbeginn haben. Bei Margritta wollen wir noch einmal Tanken, weiter nördlich, fast an der Dromemündung machen wir noch kurz eine Rast.

An der Abfahrt Valence Nord ( 14 ) fahren wir dann raus, kurz nach (Links ???) an einen Kreisverkehr, gleich erste Ausfahrt scharf Rechts Richtung Lyon und Pont du Isere. Die Autobahn unterqueren, dann noch ca. 4 Kilometer und schon sind wir wieder hier. Der Campingplatz Soleil Fruite ist heute sehr gut besucht, wir haben aber Glück, unser Stellplatz von der Hinreise ist noch frei. Binnen einer halben Stunde haben wir unseren Caravan komplett aufgestellt inklusive dem Sonnendach.

Später gehen wir noch mal zum Pool hinauf, der jetzt sehr voll von Holländischen Gästen samt ihren Kleinkindern ist, von Ruhe ist jetzt keine Spur mehr, aber das ginge ja noch. Abends um 19:00 -20:00 Uhr ist leider die Hölle los im Waschraum. Da quäkt es aus allen Duschkabinen, wenn die lieben Kleinen abgespritzt werden (anscheinend gibt es für die Kleinen einen Unterschied zwischen Poolwasser und Duschwasser). Meiner Meinung nach haben die Holländer keinen besonderen Hang zur Erziehung, man könnte das ganze durchaus auch leiser gestalten, so aber brüllt aus jeder Ecke einer der lieben Kleinen.
Die Temperaturen waren auch heute bei gut 30° , mit blauem bis leicht bewölktem Himmel.

Montag, den 04. Juli 2011

Das Wetter ist Heute Morgen nicht mehr so gut, wir haben einen leicht grauen Himmel bei ca. 20°, also haben wir beschlossen einen kleinen Spaziergang zu machen, und nebenbei noch Nektarinen und Pirsiche zu pflücken, Was ja nicht schwer ist, sie wachsen ja teilweise schon auf dem Platz, und wenn man den Campingplatz nur 1 Kilometer weit verlässt, sind zwei grosse Felder zum Ernten da. Wir kommen an Feldern wo sie für dieses Jahr Sonnenblumen gepflanzt haben vorbei, sie werden mit riesigen Bewässerungsanlagen feucht gehalten. Wir gehen bis zur Hauptstraße dort befindet sich noch ein Feld mit Aprikosenbäumen, wo die Besitzer heute ihre Aprikosen ernten wollen. Meine Frau kauft von den Obstbauern ein paar Kilo der guten Früchte ab, anschließend gehen wir wieder zum Campingplatz zurück.
Am Spätnachmittag gehen die Temperaturen schon wieder auf ca. 27° hinauf.

Gegen 18 Uhr habe ich am Eingang vom Campingplatz einige Dunkelhäutige Personen gesehen, als ich dann später zur Rezeption hochgegangen bin, sah ich eine ganze Gruppe, ca 20 Personen bei einem grossen Bus stehen. Zuerst dachte ich, dass Sie hier vielleicht billig übernachten wollten. Es stellt sich heraus, dass Sie heute eine Tanzvorstellung für die Campinggäste geben sollten. Nach unserem Abendessen sind wir dann zum Restaurant bzw. Pool hinauf gegangen, wo dann etwas später wirklich die Kreolische Tanzgruppe von der Karibikinsel Martinique getanzt hat. Sie waren zu Besuch bei einem Folklore-Festival in Romans-sur-Isere. Das ist ganz in der Nähe, wo außer ihnen noch andere Tanzgruppen aus ganz Europa und Übersee zu Gast waren. ( Zur Erinnerung: Die Insel Martinique in der Karibik gehört zu dem Französischen Übersee- Department Guadeloupe ).

Es waren lauter junge äußerst hübsche Mädchen und Jungen, dazu ein paar ältere Musiker dabei. Der Tanz den die Jungs uns vorführten, sollte die Zuckerrohrernte der damaligen Sklaven in der Karibik darstellen und symbolisieren. Die Mädchen sah man beim Wäsche waschen und bei der Bananen-Ernte. Nach ihrer Vorführung haben sie die Campinggäste zum Mittanzen eingeladen.

Dienstag, den 05. Juli 2011

Heute ist unser letzter Tag hier am Soleil Fruite wie auch in unserm Urlaub, die Sonne scheint, der Himmel ist blau wie meistens in diesem Urlaub, die Temperatur ist schon auf 25° am Vormittag. Nach unserem Frühstueck beschließen wir zum Pool zu gehen, Spazieren gehen fällt wegen der Hitze aus. So werden wir unsern letzten Tag hier in Frankreich in aller Ruhe geniessen.

Zum Abendessen gibt es heute Fisch mit Salzkartoffeln und Sauerkraut, dazu ein kühles Weizenbier. Zum Nachtisch liegen noch Aprikosen aus eigener Ernte bereit.
Was zu unserm Campingplatz zu sagen wäre zb.: wenn man in unser Waschhaus geht, fällt einem auf, es ist hier immer sauber und und ein gepflegter Duft aus Pfirsich oder ähnlichen Früchten empfängt uns.

Mittwoch, den 06. Juli 2011

Heute Morgen wollen oder müssen wir unsere Heimreise nach Deutschland beginnen. Wir hatten schöne drei Wochen Urlaub in dieser herrlichen Gegend, besuchten fünf Campingplätze in der Provence und am Meer.
Gegen 7:30 stehen wir auf ein letztes Mal hole ich im Campingshop unser Frühstücks- baguette und machen anschließend ein gemütliches Frühstück. Die Markise wird eingerollt und ein letztes Mal unsere Campingtoilette entleert. Auch das Frischwasser wird noch aufgefüllt, wir sind ja noch zwei Tage unterwegs bis wir zu Hause angekommen sind. Unseren Campingtisch und die Stühle haben wir schon gestern Abend im Auto verstaut. Während meine Frau zum Bezahlen unserer Stellplatzgebühr in die Rezeption geht, nehme ich schon mal unser Stromkabel ab und reinige es kurz. Mittlererweile ist es schon 10:30 geworden und wir machen uns jetzt auf den Weg. Wir hatten bisher keine Eile, weil unsere heutige Übernachtung bei Winterthur stattfinden wird, und wir nicht vor 19:30 auf dem dortigen Rastplatz sein wollen.
Vom Campingplatz geht es ein kurzes Stück über die Landstraße und dann über die N7 an Valence vorbei Richtung Grenoble. Bei Romans-sur-Isere fahren wir jetzt auf die Autobahn A49 und lösen eine letzte Vignette. Ein paar Kilometer weiter ist die Tank-raststätte Relais Routier de Royans-Vercors, wo wir an unseren Auto den Flüssiggastank auffüllen wollen. Hier gibt einen riesigen Rastplatz zum Verweilen, sowie auch auf der anderen Autobahnseite. Nach einer kurzen Pinkelpause geht es schon weiter. Bis unserer nächsten Abzweigung in Voreppe begleitet uns das Vercors-Gebirge auf der rechten Seite (Gebirgstock mit Gipfelhöhen bis zu 2350 m). In Voreppe wechseln wir auf die A48 die uns die nächsten 50 Kilometer nach Nordwesten führt. Bei Bourgoin-Jallieu wechseln wir ein vorletztes Mal die Autobahn und fahren jetzt Richtung Chambery und weiter zur Schweizer Grenze bei Genf. Auf der Raststätte in Seynod südlich von Annecy tanken wir ebenfalls noch einmal unseren Gastank voll. Danach geht es weiter durch Genf und am Genfer See entlang, wo wir an der Raststätte La Cote ebenfalls eine kleine Pause machten. Die nächste Rast ist dann der Rasthof Platanenhof in Gampelen (Neuenburger See) wo unser Gastank wieder frisch gefüllt wird. Von hier sind es dann noch etwa 180 Kilometer bis zur Raststätte Kempthal bei Winterthur, die wir um 20:20 erreichen. Wir haben Glück und finden für unser Gespann einen Platz. Als erstes besichtigen wir die Raststätte, und stellen fest das wir auf einer Luxus-Raststätte gelandet sind, zumindest was die Preise hier betrifft. Leicht ernüchtert kehren wir zu unserem Caravan zurück, heute Abend gibt es eine Brotzeit wie meistens auf der Fahrt. Zum heutigen Abschluß trinke ich ein oder zwei Hefeweizen bevor es in die Koje geht. Zwischendurch sehen wir durch unser Hekidach immer wieder mal ein Flugzeug über uns hinweg fliegen, das auf dem Weg zum Flughafen Zürich-Kloten ist. Offensichtlich befinden wir uns genau in der Einflugschneise des Flughafens.

Donnerstag, den 07. Juli 2011

Um ca. 6:30 stehen wir auf, die Nacht war ruhig und wir haben sehr gut geschlafen. Auch der Flugverkehr von Zürich-Kloten hat sich gegen 23:00 beruhigt. Es gibt ein kurzes Frühstück. Gestern Morgen haben wir auf unserem Camping Soleil Fruite noch ein weiteres Baguette für unsere Fahrt gekauft. Dazu eine Tasse Cappuccino das muß heute reichen. In weniger als 3 Stunden werden wir wieder zu Hause sein.
Nachdem ich die Kurbelstützen wieder hoch gedreht habe fahren wir um etwa 7:30 weiter Richtung Heimat. Der Verkehr auf der A1 in Richtung Zürich, das wir schon gestern hinter uns gelassen haben, ist enorm. Die Leute müssen wohl alle zur Arbeit nach Zürich fahren, wie es den Anschein hat. Erst kurz vor dem Bodensee beruhigt sich die Verkehrsituation auf der Gegenseite wieder. Wir kommen auch gut durch Bregenz- Stadt und fahren über die Uferstraße nach Lindau-Zech. Wo wir dann an der ARAL-Tankstelle in der Robert-Koch-Str. nochmals unseren Gastank voll machen. Nur noch 75 Kilometer trennen uns jetzt noch von zu Hause, nachdem der Verkehr sich angenehm gestaltet, sind wir in etwas mehr als einer Stunde in Ottobeuren angekommen. Unsere Ankunftszeit hier ist 10:30.

Fazit: Wir haben in unserem dreiwöchigen Frankreich-Urlaub, der mit Starkregen begonnen hatte, viele heiße Tage mit Temperaturen von über 32° erlebt. Haben lauter neue und für uns unbekannte Campingplätze kennen gelernt, wobei die meisten einen positiven Eindruck auf uns hinterlassen haben.
Beginnend mit dem Camping Soleil Fruite, der aus einer ehemaligen Pfirsich-Plantage entstanden ist. Wir werden diesen Platz mit Sicherheit in den kommenden Jahren wieder aufsuchen auf unserem Weg nach Süden, was sicher auch auf die anderen Plätze ( Carpe Diem oder Le Sources in Gordes mit seinem tollen Ausblick und seinem heimeligen Ambiente) betrifft.
Auf die Campingplätze am Meer werden wir wohl verzichten, wegen der teils ungepflegten Anlagen (Toiletten und Schnaken / Stechmücken) man trägt die Stiche dieser Viecher noch einige Tage danach umher, was auch kein Vergnügen ist.

Südfrankreich – Juni 2014

Wir sind dieses Jahr das vierte Mal in Folge auf dem Weg nach dem Süden Frankreichs. Nachdem wir viele Jahre, darunter auch mit unseren Kindern die Toskana im Bereich von Florenz sowie in der Nähe des Tyrrenischen Meeres sowie den Gardasee bereist hatten.

Pont de`Arc / Ardeche

Samstag, den 21. Juni 2014

Guten Morgen, wir sind heute schon 6:30 aufgestanden, unsere große Urlaubsfahrt in den Süden Frankreichs beginnt heute Vormittag. Im Laufe dieser Woche haben wir unseren Caravan mit den notwendigen Utensilien eingeräumt, und Gestern Nachmittag auch noch den vorgekühlten Kühlschrank bestückt. Nach dem Frühstück gehe ich nach unten um unser Auto aus der Garage zu fahren, und die Caravanspiegel am Hyundai zu befestigen. Vor einigen Jahren haben wir neue Spiegel (Repusel aus Holland, wir haben sie auf einer Caravan-Messe in Melk/Österreich) gekauft. Unser Caravan steht noch in der Garagen-Einfahrt. Mit dem Accuschrauber drehe ich die Caravanstützen nach oben, um anschließend den Wohnwagen mit dem Mover (Elektroantrieb) auf die Straße zu fahren. Nachdem er am Auto angehängt ist, kann die Fahrt schon beginnen.

Unsere Abfahrt in Ottobeuren ist dieses Jahr schon um 10:00 morgens vorgesehen, da wir dieses Jahr auf einem Campingplatz in der Schweiz am Neuenburger See (Lac de Neuchatel) übernachten wollen. Estavayer de Lac heißt unser heutiges Ziel, ein paar Kilometer weiter haben wir in den vergangenen Jahren auf dem Autobahn-Rastplatz Rose de la-Broye übernachtet. Unseren für die Hinfahrt ausgesuchten Campingplatz wollen wir natürlich im Laufe des heutigen Nachmittags erreichen, um so unsere Reise stilgerecht zu beginnen. Bevor wir aber los fahren können gibt es noch ein großes Verabschieden bei unserem Haus-nachbarn Helmut, sowie den übrigen Nachbarn Theo und Rita und natürlich auch bei Susi und Gerhard Sch…. von gegenüber. Wir kommen Punkt 10:00 aus der Bergstraße und erreichen dann schon 20 Minuten später bei Memmingen-Ost die Autobahn. Den Bodensee und Bregenz haben wir um 11:10 erreicht, wir fahren auch dieses Jahr wieder durch die Stadtmitte um uns die 8 Euro für die Tunneldurchfahrt zu sparen. In Bregenz/Hard tanken wir noch einmal unseren Hyundai mit billigem Benzin voll, der Preis liegt heute bei 1,411 der Liter. Das sind immerhin gute 10 Cent weniger als bei uns in Deutschland.

Unser erste Rast verbringen wir wieder auf dem Rasthof Forrenberg bei Winterthur, eine gute dreiviertel Stunde sind wir hier. Wir haben von zu Hause ein paar belegte Brötchen und Kaffee in der Thermoskanne mitgenommen, das schmeckt hier gerade. Gegen 14:00 sind wir dann schon auf der Autobahn-Umfahrung von Zürich, ca. 25 Minuten brauchen wir heute für die Umgehung der Stadt, das ist gar nicht mal so schlecht. Kurz nach 15.00 machen wir auf dem Rasthof Deitingen das ist in der Nähe von Solothurn in der Westschweiz, nochmals eine kleine Kaffeepause. Von hier geht’s dann ohne weitere Pause bis zu unserem heutigen Ziel nach Estavayer de Lac. Gleich am Ortsanfang im Kreisverkehr einmal falsch gefahren, das ist mit einem Caravan jedes Mal ein Abenteuer, je länger das Gespann desto schöner. Aber das ist dann auch überstanden, und wir finden den Weg zum Campingplatz der ein paar Kilometer außerhalb des Ortes am Neuenburger See liegt.

Der Campingplatz La ferme de la Corbiere: ist eigentlich eher ein Jugendplatz mit ein paar einzelnen Caravan-Stellplätzen. Die Leistungen auf dem Platz sind sehr bescheiden, das Sanitär ist im Haupthaus untergebracht und die Anzahl der Duschen und Toiletten ist sehr mager. Auf der Camping-Wiese steht so eine Art überdachte Spülstation mit einigen Spülbecken, aber Warmwasser zum Geschirr spülen bleibt ein Traum. Und das im Hochpreisland Schweiz, aber so haben wir auch dieses Jahr für die Vignette und den Campingplatz über 100 Euro für das Schweizer Konjunkturprogramm gespendet. Inmitten dem anschließenden Maisfeld stehen einige Pavillons mit Doppelbetten für verliebte oder einfach nur junge Paare. Auf der Camping-Wiese stehen noch einige andere originelle Übernachtungs-möglichkeiten, wie ein kleines Hausboot, ein Holzhaus auf Stelzen, einige Mobilhomes und im Haupthaus mehrere Mehrbettzimmer.

Wir verbringen aber doch noch ein paar schöne Stunden in der warmen Abendsonne, und machten dazu eine Bayrische Brotzeit mit zwei Gläser Weißbier. Gegen 22:30 gehen wir dann in den Wohnwagen und ins Bett, wir haben heute Nacht ausgezeichnet geschlafen.

Sonntag, den 22. Juni 2014

Wir wollen heute Morgen weiter fahren zu unserm nächsten Ziel in Frankreich nach Tournon-sur-Rhone. Es ist jetzt 6:30 unser Auto steht außerhalb des Campingbereichs, und laut Aussage der Camping-Chefin, ist es aber kein Problem sehr Früh Morgens abzureisen. Wir haben daher schon am Vorabend unsere Rechnung bezahlt. So klemme ich als erstes unsere Stromversorgung ab, die uns leider hier auf dem Platz nicht ganz überzeugt hat. Als nächstes werden die Stützen am Caravan mit der Hand hochgedreht, um die noch schlafenden Campinggäste nicht zu wecken und das Auto auf den Platz geholt. Jetzt sehe ich schon dass irgend ein Gast gestern Abend seinen BMW X6 direkt in der Ausfahrzone abgestellt hat. Und dass es äußerst knapp wird hier mit dem Gespann heraus zu fahren. Was hilft es wir müssen es probieren, sonst kommen wir vielleicht irgendwann am Vormittag aus dem Campingplatz heraus. Was nicht in unserem Sinne ist, unsere ganze Zeitplanung wäre dahin. Den Caravan angehängen und los geht’s, wie erwartet es ist knapp, beim ersten Versuch kommen wir nicht vorbei. Ich muss nochmals zurück stoßen um etwas weiter nach links zu kommen, ein zweiter Versuch und diesmal gelingt es, wir kommen durch und können uns nach links wegdrehen. Unsere Weiterreise in den Süden beginnt um 7:30, wir fahren durch Estayer de Lac zur Autobahn A1. Gut eine Stunde später um 8:36 sind wir an der Tankstelle bei Gland angekommen um unseren Hyundai voll zu tanken. Hier kontrolliere ich noch unsere Caravanspiegel auf einen korrekten Sitz, und gleich darauf fahren wir weiter an Gland vorbei wo sich der Wohnsitz von Michael Schuhmacher befindet. Von hier sind es noch ca. 3 Kilometer bis zu seinem Haus am Genfer See einem Schloss-ähnlichem Gebäude in einem riesigen Park.

re. Bild: Villa von Michael Schuhmacher

Die Fahrt verläuft weiter gut und wir können Genf wie geplant und ohne Hindernisse durchqueren und erreichen kurz darauf die Schweiz-Französische Grenze. Als nächstes kommen wir zu unserer ersten Mautstelle bei Cruseilles und holen unsere erste Frankreich-Vignette ab. Um 9:50 haben wir unseren Frühstücksplatz auf einer Raststätte bei Seynod erreicht. Bei Sonnenschein und Blick auf die Berge bei Annecy genießen wir unser erstes Frühstück hier in Frankreich.

Nach ca. 1 Stunde geht es dann weiter Richtung dem Rhone-Thal. Bei Chambery wechseln wir auf die Autobahn A43 die jetzt in Richtung Lyon führt, die Fahrt hier ist wie immer sehr schön. Unser Hyundai iX 35 hat keine Probleme mit unserem großen Caravan über die steilen Höhen zu fahren, die jetzt auf uns zukommen. Um 12:35 machen wir noch eine weitere Rast bei St-Sauveur, wir haben ja keine Eile, der Weg ist das Ziel. Nachdem wir die Autobahn bei Romans-sur-Isere verlassen und die stattliche Mautgebühr von 42 Euro bezahlt haben, beginnt schon unser Problem im Stadtgebiet von Romans-sur-Isere ( bis 1990 war die Stadt Zentrum der Französischen Schuh-Produktion (Schuhmuseum ).
Im letzten Jahr war hier in der Stadtumgehung eine Baustelle wo uns aus der Umgehungstrasse in eine falsche Richtung geleitet hat, dieses Jahr haben wir nur im Kreis-verkehr die falsche Ausfahrt genommen und uns gleich verfahren. Wir fahren mit unserem Gespann jetzt mitten durch die Altstadt, und es wurde enger und enger, durch schmale Gassen und einspurige Straßen mit parkenden Autos führte unser Weg. Es waren zeitweise nur noch ein paar Zentimeter Platz zwischen Caravan und den Autos. Unser Navi war wie immer wenn es brenzlig wurde, einfach nicht im Bilde. Aber irgendwie schafften wir das auch. Nachdem wir die Stadt wieder verlassen hatten fahren wir über die D 532 auf direktem Weg zu dem kleinen Weinort Tain-de-Hermitage direkt an der Rhone. Diesen erreichten wir dann auch ohne weitere Probleme und am ersten Kreisverkehr am Ortsrand nicht direkt durch eine niedrige Unterführung in das Zentrum zu fahren sondern eine Umgehung zu wählen. Danach fahren wir ca. 2 Kilometer an der Rhone entlang bis die Rhonebrücke nach Tournon-sur-Rhone erreicht ist, die wir jetzt überqueren. In Tournon fahren wir dann die südliche Route an der Doux entlang bis zu einer alten Steinbrücke, wo sich zweihundert Meter weiter auch unser heutiger Campingplatz befindet. Diese ganze Wegstrecke fahre ich jetzt nur nach dem Gedächtnis. Um 14:20 haben wir auf jeden Fall unser heutiges Ziel erreicht, die Temperatur beträgt jetzt schon 32°.

Wir machen eine kurze Platzbegehung mit dem Chef des Platzes, der uns ein paar freie schöne Stellplätze zeigte. Danach fahren wir mit dem Gespann den kurzen Zufahrtsweg herunter und stellen unsern Caravan auf Platznummer 9 auf. Gleich anschließend rollen wir unser Sonnendach aus, um uns vor der heute stark scheinenden Sonne zu schützen. Unserer Urlaub konnte beginnen, anfangs hatten wir leider ein Problem mit der viel zu hohen Temperatur in unserm Kühlschrank. Das sich aber am nächsten Morgen als harmlos herausstellte.
Die Campingbetreiber sind jüngere Leute die wir noch von unserem Aufenthalt im letzten Jahr kannten. Sie sind sehr nett und der Platz war, wie wir wussten und wie auch heute noch sichtbar war, sehr gepflegt so auch die Sanitären Anlagen. In Ihrem großenWohnhaus gleich neben dem Campingplatz leben sie in vier Generationen.

Montag, den 23. Juni 2014

Wir haben herrlich geschlafen in unserer ersten Nacht hier auf dem Camping Castelet. Um 8.30 sind wir dann aufgestanden um nach einem kurzen Gang zum Waschhaus, unser Frühstück einzunehmen. Es war wie immer für unsere Begriffe mit diversen Marmeladen und Honig und Käse sowie Schinken sehr reichhaltig. Nach dem Frühstück wollte ich nun endlich meinen Reise-Tagebericht beginnen, bevor ich wieder alles vergessen habe. So wurde es schon bald Mittag bevor wir etwas anderes unter-nehmen konnten. Der Himmel war bewölkt aber die Temperatur lag jetzt um 12:00 schon bei 26° . Wir verließen den Ca.-Platz zu einem ausführlichen Spaziergang, es geht über die alte Steinbrücke in Richtung Tournon-sur-Rhone. Auf der Hauptstraße D532 am Ufer der Doux entlang, wo sich einige Campingplätze befinden. Zwei dieser Plätze schauen wir natürlich an, aber wie schon im letzten Jahr stellen wir fest, unser Campingplatz Castelet war der schönste und gepflegteste hier vor Ort.

Dienstag, den 24. Juni 2014

Wir haben auch Heute Nacht ausgezeichnet geschlafen, aber um 8:00 Morgens sind wir dann doch aus den Federn gehüpft. Nach einem ergiebigen Frühstück war noch heute technische Wartung am Caravan vorgesehen. Was für einen Hotelgast Arbeit wäre, ist für einen Camper Beschäftigungs-Therapie, sie muss zwar sein ist aber weiter nicht so schlimm. Toiletten entleeren und Wasser für die Toilettenspülung und für die Caravan-Versorgung auffüllen und sonstiges.

Direkt oberhalb von unserem Campingplatz fährt um 10:00 Vormittags eine Nostalgie-Eisenbahn vorbei, eine alte Dampflok mit vielen Waggons und natürlich begeisterten Zuggästen. Die vom gleich daneben liegenden Bahnhof St.-Jean-de-Muzols durch die Schlucht der Doux etwa 33 Kilometer bis nach Lamastre und wieder zurück fährt.

Am späten Vormittag fahren wir nach Tournon-sur-Rhone hinein und gehen am Ufer der Rhone spazieren, dann weiter über eine alte Fußgängerbrücke aus dem 18.00 Jahrhundert über die Rhone nach Tain-Hermitage hinüber. Hier gibt es einen schönen Marktplatz mit Wasserspielen sowie im Hintergrund die berühmten Weinberge. Zurück über die Brücke besuchten wir noch die Altstadt und das Chateau ( Schloss ) in Tournon-sur-Rhone. Im Anschluß sind wir noch zum südlichen Ende des Ortes gefahren, hier beim Supermarket Leclert kann man sehr billigen Benzin (1,46 €) tanken, gegenüber dem Preis von (1,63 € ) an der Autobahn ist das toll. Gleich in der Nähe entdeckten wir noch einen Netto-Markt, wo wir auch gleich noch frisches Fleisch zum Grillen kauften.

Dann fahren wir zum Campingplatz zurück zu einer kurzen Mittagspause. Anschließend verfasste ich meine Gedanken noch kurz in meinem Reisetagebuch. Das Wetter wechselt heute ziemlich stark, so dass wir nicht mehr zum Pool gingen und uns lieber am Caravan aufhielten. Es waren aber trotzdem immer wieder sonnige Abschnitte, wir mussten uns auch unterm Sonnendach immer wieder vor der strahlenden Sonne schützen. So kam auch schon der Abend, heute gibt es Leberkäse mit Spiegelei und Bratkartoffeln zum Essen. Etwas später gehen wir noch zur Rezeption / Bar hinauf um noch ein Bier bzw. ein Glas Likör in Weisswein zu trinken. Und natürlich wollten wir noch im Internet surfen, um unser zukünftiges Wetter abzurufen, sowie eine WhatsApp an unsere Kinder zu schreiben. Danach gingen wir zu unserem Stellplatz zurück und machten es uns im Caravan gemütlich. Gegen 22:00 gehen wir ins Bett.

Mittwoch, den 25. Juni 2014

Heute Morgen mussten wir schon etwas früher aufstehen, zuerst frühstücken im Anschluß noch unser Sonnendach abbauen, und unseren Caravan Abreisefertig machen. Zum Abschluss gibt es noch ein paar Gespräche mit den Campingnachbarn, nachdem man sich drei Tage lang nicht allzuviel zu sagen hatte. Um 9:50 haben wir dann entgültig den netten Campingplatz Castelet verlassen. Unsere Fahrt führte uns wieder über die Rhonebrücke zur Autobahn A7 und in Richtung Marseille, die wir aber dann schon nach 1 ½ Stunden wieder verlassen konnten. Bei Montellimar ist unsere Ausfahrt, die letzten ca. 60 Kilometer führen uns über die Nationalstraße N102 in Richtung Aubenas bzw. dem mittleren Ardeche-Flußabschnitt. Unser nächstes Ziel den Camping La Bastide erreichten wir kurz nach 12:00. Nachdem wir im letzten Jahr den Campingplatz schon einmal besichtigt hatten, wussten wir relativ schnell, wo und wie wir unsern Wohnwagen aufstellen wollten. Und zwar die Platznummer 282 gleich neben dem Waschhaus der uns gleich zusagte. Den Caravan stellten wir in Ost-Westrichtung so dass wir zum Frühstücken in der Sonne sitzen können und sonst über den Tag uns im Schatten bei normalen 27° auch wohl fühlen. Der Nachmittag verlief ruhig und erholsam. Nach einem ausgiebigen Spaziergang über den Campingplatz, wir schauen heute ganz hinten noch ein paar neue Stellplätze an. Die meisten sind aber reine Sonnenplätze ohne die großen Bäume die sonst überall im Park sind. Im Mittelteil des Platzes befinden sich viele Mobilhomes, die meisten sind mit Holländischen Gästen belegt. Der Campingplatz gehört zu den Holländischen RCN-Ferienparks.
Heute Abend gibt es Original Allgäuer Kässpätzle zum Essen die ganz ausgezeichnet schmecken. Mit ein paar Gläsern Weizenbier und Hugo´s lassen wir den heutigen Tag ausklingen, und gehen früh schlafen.

Donnerstag, den 26. Juni 2014

Gegen 8:00 Früh sind wir schon aus den Federn, ein erster Blick auf das Barometer am Wohnwagenfenster zeigte uns kühle 17°. Aber ein paar Schritte von unserm Caravan-vordach entfernt scheint schon die Morgensonne, hier stellen wir unseren Frühstücks-tisch auf, um in der schon warmen Morgensonne gemütlich zu Essen. Kaffee, diverse Brötchen, Marmelade, Honig und Käse und Schinken, so kann unser Tag gut beginnen. Im Anschluss noch das Morgengeschirr abspülen, das und noch mehr ist in diesem Urlaub mein Part. Meine Gattin hat sich kurz vor unserer Urlaubsfahrt ihr linkes Hand-gelenk gebrochen hat, und fällt für solche und andere Arbeiten total aus.

Kurz nach 10:00 gehen wir mit dem Auto auf Tour, wir wollten heute nach St. Remeze fahren. In einer Campingzeitschrift haben ich gelesen, das es hier schöne Lavendelfelder geben soll. Wir fahren vom Campingplatz über Vallon-Pont-d`Arc an der Ardeche entlang bis zu einem herrlichen Aussichtspunkt in den Bergen. Von hier konnte man auf den Fluß herunter sehen, der sich in vielen Windungen und Schleifen in Jahrtausenden durch das Gebirge gefräst hatte. Hier zogen viele Kanus flussabwärts auf dem Weg nach Süden.

Dann fahren wir weiter, nach kurzer Zeit geht eine Abzweigung nach links auf ein Hochplateau und dem Dorf St. Remeze ab. Direkt neben der schmalen Bergstraße wachsen viele wilde Kräuter, Büsche und sonstige Bäume. Nach ca. 6 Kilometer kommt auf der linken Seite ein riesiges Lavendelfeld, wir sind angekommen beim Lavendel-Museum in St. Remeze. Ein Traum, tiefblauer Lavendel in voller Blüte so etwas haben wir schon länger nicht mehr gesehen, zuletzt vor zwei Jahren in St- Remy-de-Provence im Kloster St. Paul (Vincent van Gogh). Man konnte sich hier gar nicht satt sehen, wir haben viele wunderschöne Fotos gemacht. Etwas weiter hinten im Gelände standen unzählige Bienenstöcke deren Bewohner sich an den reichlichen Lavendelblüten labten

Nebenbei konnte ich ein Motorrad fotografieren, eine Honda Goldwing mit Seiten- wagen ein tolles Gefährt. Im Museum kauften wir noch ein Glas Lavendel-Honig für unsere Tochter Raphaela. Danach fuhren wir noch in den kleinen Ort St. Remeze, das war aber nicht so interessant, so fuhren wir gleich wieder zurück in Richtung der Ardeche. Zuerst schauten wir uns den Pont de Arc von der östlichen Seite an, (der Pont dÀrc ist ein Felsentor oder eine Felsenbrücke das die Ardeche in tausenden Jahren durchgefrässt hat), danach fahren wir an den netten Badestrand westlich vom Pont ….. den wir schon einige Male besucht haben. Hier war heute allerhand los, viele Kanus kamen vorbei um hier zu rasten, nachdem sie ein Stück weiter oben glücklich durch die Stromschnellen gekommen sind. Nach einer Stunde fuhren wir weiter, denn ich wollte unbedingt noch den Campingplatz Mondial bei Vallon-Pont-d`Arc anschauen. Auch auf diesem Campingplatz ist genau so wenig los wie an den angrenzenden Plätzen Le Provencial und Ardecheois (Luxusplatz, der teuerste hier am Fluß) die wir schon im vergangenen Jahr gesehen hatten. Offensichtlich sind diese Plätze nur in der Hauptsaison besser belegt. Gegen 14:45 kommen wir wieder bei unserem Campingplatz an, im Schatten unseres Sonnendaches genossen wir eine Tasse Cappuccino und ein paar Kekse. Kurz nach 16:00 entschlossen wir uns noch dem Swimmingpool beim Eingang/Rezeption einen Besuch abzustatten. Was aber dann durch das laute Gequake der vielen Windel-rocker kein großes Vergnügen wurde. Nach kurzer Zeit gingen wir wieder zum Caravan zurück. Heute wird zum Abendessen Gegrillt, wobei meine Frau fast ein Pfund diverse Fleischscheiben auflegte. Womit wir dann schon schwer zu kämpften hatten.
Gegen 22:00 und nach ein paar Getränken wie Weizenbier, (ich bin auch ein Freund von Sangria, wir nehmen gern ein paar Flaschen von dem süffigen Getränk mit in den Urlaub) geht es in die Koje.

Freitag, den 27. Juni 2014

Wie fast jeden Morgen stehen wir auch heute zeitig auf, wir wollen heute den Camping-platz Ranchisses***** bei Largentiere anschauen, und dann weiter nach Pont Labeaume fahren. Diesen Ca.Platz habe ich in einer Campingzeitschrift gefunden, wir sind ja immer wieder an neuen Ca.-Plätzen interressiert. Die Temperatur heute morgen liegt bei 15° also relativ kühl dafür aber ein super blauer Himmel, wir stellen unsern Tisch zum Frühstücken in die Sonne. Kurz vor Zehn Uhr fahren wir los zuerst geht es nach dem kleinen Städtchen Ruoms, es ist nur ein paar Kilometer entfernt und liegt auf der Strecke. Hier ist heute Markttag meine Frau kauft Gurken und ein paar Tomaten, danach geht’s weiter Richtung Largentiere. Hier angekommen im Zentrum des kleinen Ortes finden wir keine Strasse die uns zum Campingplatz führt, wir fragen ein paar Frauen nach dem weiteren Verlauf der Strecke, können uns aber nicht gut verständigen. Auf der anderen Straßenseite sehe ich eine Plakatwand mit einem Ortsplan und darauf die richtige Abzweigung in Richtung Rocher (Felsen) zum Campingplatz. Wir drehen also wieder um, ca. 200 Meter zurück geht eine Straße halb-links weg. Nicht durch Straßenschilder gekennzeichnet und auch so nicht zu erkennen. Nach einigen Kilometern erreichen wir also unsern gesuchten Campingplatz, auf der rechten Seite der Hauptstraße befindet sich der Platzteil mit verschiedenen Mobilhomes in durchaus gehobener Qualität. Auf der linken Seite der normale Campingplatz mit Badeanlage, wir melden uns in der Reception an und können uns den Platz anschauen. Was soll man sagen der Eingang ist schön gestaltet, und danach die Badeanlage ist ein Traum, gleich dahinter noch ein Spa-Bereich mit extra Pool und Jacuzzi. Wir gehen jetzt weiter zu den Stellplätzen und zu den Sanitärhäusern. Das Sanitär ist sehr schön und ansprechend, nur mit den Stellplätzen sind wir nicht ganz zufrieden, der Platzteil mit den Stellplätzen ist sehr schmal und grenzt direkt direkt an die Strasse. Es gibt schon ein paar schöne Stellplätze, aber insgesamt auf dem Platz herrscht viel Ruhe das heißt die Belegung hier ist sehr gering. Da ist auf unserem Camping La Bastide schon bedeutend mehr los. Über eine kleine Brücke geht es zu den Sportanlagen wie Beach-Volleyball, Foot,Rugby, Minigolf und weiteres. Etwas enttäuscht verlassen wir den Campingplatz.
Nach der Besichtigung wollen wir noch den Ort Pont de Labeaume anschauen, nachdem wir die bisherige Strecke gesehen haben, entschließe ich mich über die Nationalstraße zu fahren. Über Aubenas sind es dann doch noch ca. 30 Kilometer. Am Ziel angekommen, suchen wir die Attraktion deswegen wir eigentlich hier sind. Nachdem wir eine ortsansässige Frau fragten, die uns aber keine Antwort geben konnte, kam uns dass wir hier wohl völlig falsch sein mussten. Nach erneutem Studium meiner Campingzeitschrift stellte sich heraus, an die 80 Kilometer hätten wir uns ersparen können. Nur einige Kilometer von unserem Campingplatz entfernt wäre unser gesuchter Aussichtspunkt gewesen. Jetzt erst Recht, auf dem Rückweg fahren wir nach dem gesuchten Labeaume. Der Ort ist wunderschön an einem Flüsschen gelegen, auch hier hohe und schroffe Felswände und die Häuser sind aus Bachgestein gebaut. In einer netten L’Auberge steht eine Anzahl roter Ferraris, die bestimmt eine Wochenend-tour durch die bezaubernde Landschaft machen. Bei einem Bistro oder einer Bar unter hohen Platanen essen wir Crepes mit Erdbeer-Marmelade. Vielleicht kommen wir im nächsten Jahr wieder vorbei, es ist doch sehr schön hier.

Aber jetzt fahren wir endgültig zu unserm Camping-Platz zurück. Bald darauf gibt’s zum Abendessen eine gebratene Leber (Berliner Art) eines meiner Lieblingsgerichte. Nach ein paar Weizenbierchen beschließen wir den heutigen Tag.

Samstag, den 28. Juni 2014

Wir haben für heute kein großes Ausflugsprogramm mehr, wir waren ja schon die vergangenen Tage viel unterwegs gewesen. Direkt über oder hinter unserem Campingplatz ist der Rocher de Sampzon ein 381 Meter hoher Kegelberg mit einem Sendemast. Diesen Hausberg von Sampzon wollen wir noch besuchen, es sind ja nur ein paar Kilometer bis zum Dorf hinauf. Eine Tolle Aussicht gibt es hier auf die Umgebung und den Fluß Ardeche. Das Dorf mit seinen 230 Einwohneren ist klein, nur ein paar Häuser und eine Kirche, von hier führt ein Weg zum Sendemast hoch, der im ganzen Gorges de l“Ardeche zu sehen ist. Schade dass uns das Wetter etwas im Stich läßt, es ist heute leicht diesig und trüb, und die umliegenden Hügel sind ganz blaß.

So verläuft der heutige Nachmittag, unser Belgischer Nachbar baut schon den ganzen Vormittag sein Vorzelt ab. Wir machen das erst ab 17:00, unser Sonnendach und der Teppich ist ja schnell verräumt. Und der Tisch und die Stühle kommen erst heute Spätabends, kurz bevor wir ins Bett gehen, in unser Auto. Gegen halb Sechs Uhr gehen zur Rezeption um unseren Stellplatz zu bezahlen und noch ein paar letzte Bilder vom Campingplatz zu machen.

So um 22:00 sind wir dann im Wohnwagen, Plötzlich hören wir die ersten Regentropfen auf unser Caravandach klopfen, von nun an regnet es die ganze Nacht ununterbrochen, wie es sich zeigt.

Sonntag, den 29. Juni 2014

Heute ist Abfahrt von der Ardeche, unser neues Ziel ist St. Remys in der Provence wie wir gestern beschlossen hatten (Alternative das Mittelmeer bei Beziers), meine Frau mag lieber die Berge als das Meer.
Es hat jetzt seit Samstagabend um 22:30 in einem Stück nur geregnet, nur gut dass wir schon am Vorabend unser Sonnendach, den Teppich und Tisch und Stühle abgebaut und verstaut haben. Unser Frühstück nahmen wir daher im Caravan ein, im Anschluss noch mal die Morgentoilette im nahe gelegenen Waschhaus. Im strömenden Regen muß ich dann das Elektrokabel aufrollen und die Kurbelstützen hochgedrehen. Das Elektrokabel und der Caravan waren vom nächtlichen Regen voll verspritzt. Nur gut dass wir einen Mover (Elektroantrieb) am Caravan haben, sonst wären wir vielleicht nicht aus unserem Stellplatz heraus gekommen. Punkt 9:00 haben wir dann den Camping-Platz La Bastide en Ardeche verlassen, wir sind sicher nicht das letzte Mal hier, er hat uns sehr gut gefallen. Die weitere Wegstrecke auf der D980 über Barjac und Bagnols-s-Ceze war mir schon bekannt, die Strecke war schmal und relativ kurvig. Aber alles ging ganz gut voran bis wir nach Les Angles einem Ortsteil von Villeneuve-les Avignon kamen. Hier an einem Kreisverkehr bog ich falsch ab und landete im Indudustriegebiet von Les Angles. Nachdem wir wieder heraus gefunden haben, geht es weiter Richtung Avignon. Wir überqueren die Rhone, hier gab es dann gleich die zweite Störung. Ich fuhr geradeaus auf der Hauptstraße weiter und bog dann falsch ab, zum Glück gab es noch eine Abbiege-Spur die uns wieder zurück über die Rhone führte. Hier im nächsten Kreisverkehr fahren wir wieder zurück nach Avignon, im zweiten Anlauf haben wir es dann geschafft, die richtige Abzweigung ist unmittelbar nach der Rhonebrücke scharf rechts abfahren. Nach ca. 2 Kilometer gibt es eine Abzweigung in Richtung Arles auf der D570N die wir leider auswählten. Leichter hätten wir die Strecke nach Chateaurenard genommen, hier hatten wir nur Probleme bis hinein nach St-Remy….. Aber irgendwie haben wir es doch geschafft, ich sollte vielleicht meiner Gattin mal einen ausführlichen Kurs in Landkarten lesen, verschaffen.

Zehn vor 12:00 sind wir auf unserem gewünschten Campingplatz Monplasir angekommen, in kurzer Zeit haben wir uns einen Stellplatz ausgesucht. Danach unser Sonnendach aufgespannt und den Teppich ausgelegt, sowie den Tisch und die Stühle aufgestellt. Unsere jetzige Urlaubs-Etappe konnte beginnen, nach einer etwas längeren Mittagspause gehen wir zu Fuß ins ca. 1 Kilometer entfernte Städtchen St.-Remys….. dort war heute Künstlermarkt oder (Flohmarkt). Bei einem geruhsamen Spaziergang durch das kleine Städtchen, wir kommen auch an der Fontaine Nostradamus vorbei ( Der berühmte Astrologe Michel de Nostredame bekannt für seine düsteren Prophezeiungen wurde 1503 hier in Saint Remy… geboren ). Hier in der Innenstadt haben heute viele Einheimische Künstler ihre Produkte ausgestellt und die Geschäfte sind geöffnet, bald darauf gehen wir wieder zum Campingplatz zurück.

Anschließend gibt es eine Tasse Cappuccino und Marmorkuchen den wir noch von zu Hause mitgebracht haben. Mit viel Ruhe genießen wir den Restlichen Nachmittag und auch den anschließenden Abend, die Zikaden in den umliegenden Bäumen sangen uns Ihr Lied. Gegen 22:00 gehen wir dann ins Bett.

Montag, den 30. Juni 2014

Es ist 8:00 Morgens im Camping Monplasir, die Morgensonne scheint schon, wir können aber unseren Frühstückstisch nicht in die Sonne stellen. Langes Gesicht bei meiner Frau und mir, haben wir unseren Wohnwagen falsch aufgestellt, wir haben dieses Jahr die Platznummer 27 gleich in der Nähe zur Rezeption. Die Sonne scheint zwischen zwei Bäumen durch, erreicht uns aber nicht. Bis mir der Gedanken kommt auf den Platz hinter dem Auto zu schauen, direkt bei der Hecke die unsere Parzelle begrenzt, hier scheint die Sonne durch die Bäume. Also das Auto kurz umgestellt und den Frühstückstisch auf die neue Stelle gestellt und alles ist wieder in Ordnung. Direkt an der Straße gegenüber ist der nette Franzose mit seiner Frau die wir schon kennen, im Jahr 2012 waren wir direkte Nachbarn von den beiden. Leider können wir uns kaum sprachlich verständigen. Heute Morgen sehe ich zum ersten Mal aus nächster Nähe eine Zikade. Einer der beiden Brüder denen der Campingplatz gehört, zeigt unserem Französischen Nachbarn und mir eine Zikade auf seiner Handfläche. Sie ist offensichlich abgestürzt. So verbringen wir den Vormittag am Stellplatz beim Chillen, etwas später gehen wir noch in die Poolanlage. Zuerst ist hier noch ziemlich wenig los, aber später füllt sich die hübsche Badeanlage ganz ordentlich.


Heute Nachmittag wollen wir einen neuen Campingplatz hier ganz in der Nähe anschauen, Saint Gabriel im gleichnamigen Örtchen ca.10 Kilometer von hier in Richtung Arles. Unsere Besichtigung war leider erfolglos, der Ca.-Platz enstanden wie soviele andere aus einem ehemaligen Mas (Bauernhof) war nichts besonderes. Die Stellplätze etwas niveaulos sowie die Toilletten und Waschplätze ziemlich primitiv. Einzig der Vorhof zur Rezeption und Bistro sowie der nette Pool waren idyllisch und Nett. Er ist natürlich auch um einiges billiger als unser jetziger Platz. So sind wir wieder zufrieden und um jeden Preis wollen wir ja nicht wechseln.

Um 19:00 gibt ’s Abendessen und danach wie jeden Tag Geschirr spülen, so dreimal am Tag steh ich an der Spüle. Hinter der Rezeption und dem Campingshop befindet sich die Biblothek, hier bekommt man kostenloses Internet. Wir waren heute schon zweimal hier, um Grüße an unsere Mädchen zu schicken und nach dem Wetter der nächsten Tage zu schauen. Auch Dagmar die künftige Schwiegermutter meiner Tochter Raphaela, sie hat heute Geburtstag bekommt von uns einen Gruß nach Hause. Und schon ist wieder Abend, ein paar Gläser Wein vom Campingplatz oder Weizenbier für den Herrn, und dann geht ’s auch schon ab ins Bett.

Dienstag, den 01. Juli 2014

Wie jeden Morgen stehen wir zeitig auf zum Frühstücken, wir wollen heute zum Chateau Le Baux. Der Himmel ist strahlend blau, obwohl die Wettervoraussage für heute eher schlecht war. Auf jeden Fall frühstücken wir auch heute in der Morgensonne, das ist halt schön. Gegen 10:00 fahren wir los, über die D 27 fahren wir durch die Alpilles. Es ist eine kleine Neben-strasse ein paar Kilometer hinter St.-Remys….. die wohl wenig benutzt wird, außer von Radfahrern die hier Ihre Touren machen. Die Steigungen sind durchaus anspruchsvoll. Nach einem Waldstück kommen wir jetzt in den gebirgigen Teil des kleinen Gebirges. Nach dem wir den Kamm der Alpilles erreicht haben, erwartet uns eine Grandiose Aussicht nach Süden.

Vor uns auf einem Felsen Le Baux das kleine Dorf, und darüber thront die Festungs-Ruine der Herren von Le Baux. Hier wurden im Mittelalter grandiose Feste gefeiert, es konnte allerdings auch passieren dass missbillige Gäste vom Festungsfelsen gestürzt wurden. Es war eine sehr mächtige Familie die hier herrschte, bis Kardinal Richeleu die Festung in Abwesenheit der Burgherren schleifen lies. Es gab zu dieser Zeit so einige Exesse im Süden Frankreichs, die Adligen hatten im Mittelalter freie Hand bei Ihrem Tun (so auch der Marquis de Sade in Lacoste).

So schlenderten wir durch das schöne Bergdorf mit seinen Natursteinhäusern und engen Gassen und den vielen Souvenierläden, Boutiquen und Bistros. Heute ist sehr viel los hier im Dorf. Wir besuchen die Kirche sowie eine ehemalig Kapelle die an den Seitenwänden wunderschöne Wandmalereien trägt.

(in Le Baux wohnen nur noch etwa 20 Einheimische Bewohner, der Rest sind Leute die von außerhalb kommen und hier im Dorf ein Geschäft betreiben).

Zum Abschluss essen wir in einem netten Terrassenbistro noch eine Crepes mit Zucker und Marmelade, dazu ein Glas Rose der recht süffig war. Wir verlassen das Dorf wieder, und gehen die Landstraße hinunter zu unserem geparkten Auto. Im Anschluß fahren wir nach Maussane weiter und zweigen danach auf die D 78 die entlang der Alpilles führt. Wir wollten hier noch zu einem Olivengehöft um Öl für unsere Zweite Tochter Alexandra zu kaufen. Hier aus Maussanne beziehen die besten Köche Frankreichs ihr Olivenöl. Für unsere Tochter ist uns nichts zu teuer. Leider war hier gerade Mittagspause und der Laden mit den Olivenprodukten geschlossen, so dass wir weiter fahren mussten, es geht jetzt immer entlang der Südseite des kleinen Gebirges.

Hier im Süden stieg das Gelände ganz allmählich an, mit Tausenden von Olivenbäumen und etwas später kamen unzählige Felder mit Weinreben dazu. So haben wir mittlererweile auch den Östlichen Teil der Alpilles umrundet. Über Eygalieres und die D99 geht es jetzt zurück nach St-Remy-de Provence, wir wollen noch einen Kurzbesuch bei Caroline von Monaco machen, aus dem Gedächtnis heraus bin ich bis zu Ihrem Bauernhaus Mas de La Sources gefahren.
Die Monegassische Prinzessin Caroline von Monaco hat in den 90er Jahren nach dem Tod Ihres ersten Mannes, einige Jahre mit Ihren Kindern hier in St. Remys… gelebt. Der Bezug der Fürstenfamilie Grimaldi von Monaco zu Saint Remys… und Les Baux war, sie bekamen beide Gemeinden im Jahr 1641 als Lehen zugeschrieben.

Nachdem wir uns hier umgeschaut haben sind wir dann zurück zum Campingplatz bzw. Caravan um eine Kleinigkeit zu essen, man soll ja nicht vom Fleisch fallen. Etwas später besuchen wir noch mal den Swimmingpool. Für heute ist ein Grillabend vorgesehen, mit Puten und Hähnchenschnitzel sowie Berner Grillwürstchen in Schinken gewickelt. Dazu gab es noch zwei Glas Hefeweizen um den heutigen Tag abzurunden.
Man müsste das vielleicht auch mal sagen, die Temperaturen hier in Frankreich lagen immer so bei minimal 27 bis 32°, Nachts ging die Temperatur an der Ardeche auf etwa 17 ° zurück.

Mittwoch, den 02. Juli 2014

Heute ist Marktag in Saint Remys, der Platz der Republik und einige Straßen sind voll mit Markthändlern. Hier gibt es alles: von Stoffen, dem Handwerker der Stühle repariert, die Obststände. Viele Käsestände und Wurststände, auch Brot, Fisch oder Gemüse, Oliven hier kann man alles kaufen. Wer hier hungrig zum Markt geht, kann durchaus mit vollem Magen wieder heimgehen, man kann ja hier alles probieren. Hier in Frankreich spielt der Markt eine größere Rolle als bei uns in Deutschland. Wir kaufen bei einem Straßenhändler eine Auswahl Salamis mit verschiedenen Geschmacksrichtungen (Nature, Olive,Pilze und vieles mehr). Auch am Olivenstand kommen wir vorbei, um das Olivenöl zu kaufen das wir gestern auf dem Olivengut nicht mehr kaufen konnten.

Nach gut 2 Stunden traten wir den Heimweg an. Zufällig kommen wir an einer Stelle vorbei wo ein Mann von der Notrettung versorgt wurde, kurz darauf wurde Ihm noch ein Defrillator angelegt. Es ist aber auch Schwül-warm heute Vormittag, wir sind auch froh als wir wieder den Campingplatz erreicht haben. Nachmittags gehen wir noch zum Pool um das kühle Nass zu genießen. Am Abend holten wir noch eine Ladung Pommes Frites vom Restaurant um unsere Putenschnitzel aufzuwerten. Nach meiner täglichen Spülrunde nahm ich mir noch ein Weizenbier zur Brust, oder war es Sangria, ist auch egal. Dann ging es in die Bett.

Donnerstag, den 03. Juli 2014

Als wir um 8:00 in der Frühe aufstehen, entscheiden wir uns einen Ausflug in den Luberon (Gebirge) zu machen, besser gesagt nach Oppede le Vieux . Wir waren vor einigen Jahren schon einmal hier, um den im Wald verstecken Ort der an der Nordseite des Petit Luberon thront, zu besuchen. Unser Weg dahin war grauenhaft, da meine Gattin einfach keine Landkarte lesen kann. So benötigten wir bestimmt eine halbe Stunde länger, für die ursprünglichen 35 Kilometer, nebst zusätzlichen 20 km. Aber irgendwann sind auch wir da, stellen unser Auto am Parkplatz von Oppede (dem neuen Dorf) ab. Nach dem wir den Dorfplatz von Oppede le Vieux erreicht haben beginnt der Aufstieg ins alte Dorf, Trotzdem unser Weg durch den Wald führte, waren die Temperaturen schon sehr hoch. Die aus teilweise Kopfstein gepflasterten Wege waren steil und eng. Irgendwo auf halber Höhe endeckten wir ein geparktes Auto, es war weder Geländegängig noch war ein Weg erkennbar der für dieses Auto geeignet war. Kurz darauf erreichen wir die Chapelle des Pénitents blancs (Kapelle) Bei der Kapelle ist der kurze Aufgang der zur Église Notre-Dame-d’Alidon führt. Auf dem Vorplatz war ein wundervoller Ausblick auf die Chevennen, die Voralpen und den Berg der Götter Mount Ventoux zu sehen. Man konnte von hier auch das Bergdorf Gordes auf der anderen Seite der Ebene gut mit dem Foto-Teleskop erkennen.

Danach machen wir uns an den Abstieg, in der heutigen Schwüle machte es einfach keinen Spaß mehr. Der Heimweg über die große Stadt Cavaillon war genau so eine Katastrophe wie die Hinfahrt, eine vernünftige Verkehrsführung wäre auch hier angebracht. Für spätere Jahre sollte ich einfach in Richtung der Autobahn Avignon/ Salon-de-Provence fahren. Wenn man aus der Stadt heraus gekommen ist, gibt es kein Probleme mehr.

Freitag, den 04. Juli 2013

Heute Morgen wollen wir den Camping Monplasir wieder verlassen um ca. 45 km Nord-westlich nach Pernes Les Fontaines zu fahren. Hier ist ein neuer Campingplatz entstanden, den wir als nächsten Platz auf unserer diesjährigen Route besuchen wollen. Von hier wollen wir dann noch weitere Ausflüge in den Luberon machen, bzw nach Fontaine de Vaucluse zur Quelle der Sorgue fahren. Beim Campingplatz Les Fontaines angekommen, heißt es wir sind seit dem 29. Juni voll. Der Mann an der Reception empfiehlt uns einen Campingplatz in Vedene (Nähe Avignon). Den Weg dahin führt über Nebenstraße mit stellenweise 4 Meter Breite plus Gegenverkehr. Einmal hat ein zu schnell fahrender Renault unseren linken Caravanspiegel eingeklappt. Aber nach ca. 10 km haben wir das auch geschafft. Aber dieser Campingplatz gefällt uns nicht, überall hohe Bäume mit total schattigen Stellplätzen und er wirkt irgendwo ungepflegt, Das Sanitär geht gerade noch, aber Wohlfühlen ist was anderes. Wir brechen die Besichtigung ab und steigen ins Auto, es geht jetzt nach Norden, der Camping Castelet oder Camping Soleil Fruite ist unser neues Ziel. Beide Ca.-Plätze liegen relativ nah bei einander, der eine liegt Westlich und der andere Östlich der Rhone. Ob wir dort wohl einen Stellplatz bekommen warten wir `s ab. Kurz bevor wir unser Ziel erreichen, entscheiden wir uns für den Soleil Fruite, wir denken daß wir hier bestimmt einen Platz bekommen. So war es dann auch, als wir kurz vor 14:00 ankamen. Der Platz war optisch gesehen nicht voll, aber anscheinend stark Reserviert. Wie auch immer, wir entscheiden uns für die Platznummer 83 in der Reihe hinter dem Waschhaus.

Kaum daß wir unseren Caravan abgestellt, und noch schnell eine Brotzeit gemacht haben, als wir schon zum Pool gehen. Hier lesen wir auf einer Anzeigetafel dass für heute Nacht ein Orkan (Orange) erwartet wird. Gut dass wir unser Sonnendach noch nicht aufgebaut haben. So werden später der Tisch und die Stühle einfach wieder ins Auto verfrachtet.

Samstag, den 05. Juli 2014

Heute Morgen haben wir schon wieder einen blauen Himmel, so dass wir unser Frühstück in der Morgensonne genießen können. Auf intensiven Wunsch meiner Gattin entschließen wir uns noch unser Sonnendach aufzuziehen. Etwas später gehen wir noch etwas spazieren, zu unserer Obstplantage vor dem Camping-Platz um frisches Obst zu ernten, Wir haben eine große Familie zu Hause die auch versorgt werden will. Am Nachmittag gehen wir zur Pool-anlage die wirklich sehr ansprechend ist. Hier hat die Junge Chefin im vergangenen Jahr noch ein überdachtes Schwimmbecken dazu gebaut, Mittlerweile hat die Badelandschaft drei Schwimmbecken und dazu eine Wasserrutsche. Für einen Campingplatz dieser Größe ist das schon toll. Eben so hat Sie den gesamten riesigen Vorplatz neu teeren lassen, das kann sich durchaus sehen lassen.

(Wenn man in den vergangenen Jahren bei der Abfahrt mit dem Caravan vor der verschlossenen Schranke stand, und wieder anfahren wollte, drehten die Antriebsräder im Kiesbett regelmäßig durch).

Zum Abendessen gibt es heute Gulasch mit Semmelknödel und ein paar Weizenbier Auf dem Platz herrscht Fußballfieber, wir haben ja Fußball-Weltmeisterschaft. Heute hat Deutschland gegen die Franzosen 2:1 gespielt, und die Holländer konnten gegen Costa Rica nur im Elfmeter Schießen 4-3 überzeugen. (der Platz wird von vielen Holländern besucht) Das wurde eine turbulente, laute Nacht zumindest bis Mitternacht.

Sonntag, den 06. Juli 2014

Gegen 8:00 hole ich ein Baguette aus dem Campingshop, dann wird erstmals gemütlich gefrühstückt. Später entschließen wir uns einen Spaziergang zu machen, dazu nehmen wir unsern kleinen Rucksack mit. Denn bekanntlich schmecken die Aprikosen und Nektarinen aus Nachbarsgarten am Besten. Der große Vorplatz vor der Rezeption und dem Central-gebäude ist liebevoll angelegt. Auf der Zufahrtstraße zum Camping Soleil Fruite sind ja einige Obstplantagen, deren Früchte zum Probieren einladen. Anderseits müssen wir ja unsere Daheimgebliebenen mit frischem Obst versorgen.
In nächster Nähe unseres Campingplatzes befindet ebenfalls eine Ferienanlage La Domaine de Lac der wir jetzt einen Besuch abstatten. An der Zufahrtsstraße sind große Beete mit blühendem Lavendel, wir gehen bis zum Centrum, und drehen dann wieder um. Es sind hier viele kleinen Villen und Ferien-Wohnungen zu sehen.

Am Nachmittag gehen wir zum Pool, hier ist es aber nur unter einem Sonnenschirm auszuhalten. Zwischenzeitlich gehen wir nochmals zum Caravan zurück, um einen Cappuccino zu trinken. Der Wind wird jetzt immer Stärker, er hebt in starken Böen unser Sonnendach an. So daß wir uns entschließen aus Angst um unser Sonnendach es wieder einzurollen.

Jetzt ab 16:00 kommen auch die ersten Wohnwagen-Gespanne zur Zwischen-Übernachtung auf ihrem weiteren Weg nach Süden. Man kann hier die verschiedensten Exemplare von Caravanern beobachten. Unsere Platz-Nachbarn von heute sind zwei Familien aus den Nieder-landen, hier wird debattiert wie und wo der Caravan aufgestellt. Obwohl sie am nächsten Morgen weiterziehen, es ist sicher wichtig sich wohl zu fühlen, aber alles sollte sich in einen gewissen Rahmen abspielen.
Bei uns gibt `s Heute Abend Fisch mit Salzkartoffeln zum Essen, dazu konnte ich erstmalig die Kartoffeln schälen. Da meine Gattin gewisse Handhabungen mit Ihrer gebrochenen linken Hand einfach nicht machen kann. Später gingen wir noch zum Restaurant zwecks Internet-verbindung und nahmen nochmals zwei Pizzen zurück zum Caravan. Während dem anschließenden Essen vor dem Caravan mussten wir aber das Feld räumen, es fing an zu regnen und hörte den ganzen Abend nicht mehr auf. So konnten wir auch mal unsern Wohnwagen von Innen genießen, was wir sonst nur während der Fahrt-Rast tun. Es regnete heute die ganze Nacht in einem Stück.

Montag, den 07. Juli 2014

Es ist 8:30 Morgens, ein Blick aus dem Caravan sagt uns, es ist alles grau und es regnet immer noch. Unsere Gegenüber sind auch schon lange beim Ausparken und Rangieren Ihrer Wohn-wagen, es ist beinahe eine Wissenschaft, was Sie so abziehen. Man kann hier erkennen was für Nachteile entstehen, wenn mit Bekannten in den Urlaub gefahren wird. Meist wird debattiert, wo und wie der Caravan aufgestellt wird. Oder zum Pool gegangen wird, man konnte es gestern sehr deutlich sehen. Auf das kann wohl verzichten, darum fahren wir immer allein in Urlaub. Das Wetter war stark durchwachsen, einmal gingen wir noch zum Pool hoch. Dann war die Sonne wieder weg. Man konnte eigentlich nur Spazieren gehen, was wir auch taten. Am Spätnachmittag kamen dann die ersten Übernachtungs-Gäste die auf der Durchfahrt waren. Es ist immer wieder Interessant Ihnen dabei zuschauen, da werden die Tische aus dem Caravan ausgebaut, die Segel und zwei Surfbretter aus dem Caravan gezogen und vieles andre mehr. Wie gesagt es ist Interessant, hier wird der Wohnwagen auch als Lastesel verwendet, am Abend muss der Wagen dann freigeräumt werden um Platz zum Schlafen zu bekommen.

Dienstag, den 08. Juli 2014

Auch heute Morgen regnet es Immer wieder, aber wir wollten einfach noch nicht heim. Immer wieder mußten wir unsern Campingtisch und die Stühle aus dem Auto heraus holen oder wieder hinein ins Auto stellen. Es ging nie lange gut, es blieb uns ja nichts anderes übrig, da wir unser Sonnendach am Sonntagnachmittag schon wieder eingerollt hatten. Zwischendurch verbrachten wir die Zeit im Wohnwagen, dafür haben wir ja einen schönen Wagen. Heute Abend gibt es Putenschnitzel, dazu sollte ich noch Pommes Frites vom Restaurant holen. Kurz vor dem Essen ging ich los um die Pommes zu bestellen, ich musste um die 15 Minuten warten die ich hier unter einem Strohdach am Pool verbrachte. Nach geraumer Zeit sah ich wie das Mädchen das meine Bestellung angenommen hatte mich suchte. Ich stand schnell auf und kurz vor der Theke rutschte ich noch auf dem nassen Boden aus und landete auf allen Vieren. Gott sei dank war es nicht so schlimm ich bin ja im Fallen doch sehr geübt. Mit den Pommes in der Hand ging es zum Wohnwagen zurück, ich kam gerade rechtzeitig an, die Schnitzel waren schon Fertig. Nach dem Essen kam das Geschirr spülen wie Immer, ich hatte ja schon Übung damit. Im Anschluss machte ich unsere Wäschespinne vom Wohnwagen ab und versorgte die Toilette mit frischem Wasser. Die übliche Bestandspflege eines Campers.

Mittwoch, den 09. Juli 2014

Heute Morgen ist Abfahrt vom Camping Soleil Fruite, das Wetter hat uns die letzten Tage im Stich gelassen, es gab immer wieder starken Regen. Der kleine Schleichweg zum Waschhaus war stark durchgeweicht, es machte keinen Spaß mehr hier weiter auszuharren. Nach unserm Frühstück und dem obligatorischen Spülen, sowie Toilettenbehälter entleeren, Stromkabel abnehmen und andere Dinge verließen wir um 10:45 unsern Campingplatz „ Soleil Fruite“. Wir wollten noch kurz vor Valence Benzin tanken, aber leider wurde in dieser Tankstelle gebaut, und war somit nicht befahrbar. Wir mußten also auf der Autobahn tanken, ca. 15 Cents auf den Liter mehr als beim Supermarkt. Aber mit Wohnwagen-Gespann kann man halt nicht überall reinfahren. Die Fahrt verlief sehr gut, es regnete jetzt kaum noch. So fuhren wir ohne Pause durch das restliche Frankreich bis über Genf hinaus Auf der Raststätte in Gland/Schweiz bei Michael Schuhmacher machten wir dann eine ergiebige Pause. Dann fuhren wir weiter in Richtung Bern, alles ging gut bis Bern-Forsthaus, urplötzlich war ein Stau da. Wir fuhren nochmals zum Tanken in die Raststätte Grauholz hinter Bern raus, aber der Stau begleitete uns weiter bis nach Zürich. So kamen wir erst gegen 20:00 an Zürich vorbei. Wir wollten dieses Mal am Rasthof Kemptthal übernachten, aber wie immer keine Chance, der Platz war voll. Um 20:15 kamen wir dann an der Raststätte Forrenberg an, hier war Platz für uns, er ist zwar nicht so schön wie die Raststätte Kemptthal aber was hilfts. Hier genehmigten wir uns ein gemütliches Abendessen sowie zwei Hefeweizen, anschließend schauten wir uns noch Urlaubsbilder aus vergangenen Jahren im Notebook an. Gegen 10:30 gingen wir dann ins Bett.

Donnerstag, den 10. Juli 2014

Es ist 7:30 als wir den Rasthof Forrenberg verlassen, wir haben ausgezeichnet geschlafen. Als wir Gestern Abend hier angekommen waren, war nur die oberste Längsspur mit LKWs belegt. Heute Morgen aber war der ganze Parkplatz voll mit LKWS, die wir in der Nacht gar nicht ankommen. Wie immer auf der Tour nehmen wir nur ein kurzes Frühstück mit Kaffee ein.

Die Fahrt durch die Restliche Schweiz ging recht gut, nach gut einer Stunde haben wir schon die Grenze nach Österreich erreicht. So dass wir um 8:45 bei der Jet-Tankstelle in Hard bei Bregenz das letzte Mal mit billigerem Benzin unsern Tank füllten. Die Fahrt durch Bregenz war mit ca. 20 min. ebenfalls gut, schade allerdings dass man dann auf der Landstrasse bis nach Lindau-Zech fahren muß, bis der Anschluss auf die Autobahn wieder möglich ist. Die restlichen 80 km waren ohne Probleme. Das Wetter war trocken, was schon mal außer-gewöhnlich war, da wir meistens im strömenden Regen daheim ankamen.

Um 10:20 fuhren wir dann in der Bergstrasse in Ottobeuren ein, wir hatten 2.200 km hinter uns gebracht.

Fazit unser Reise: Frankreich war wie immer schön, das Wetter hat uns stellenweise im Stich gelassen. Für mich war die Reise dieses mal schon stressiger als sonst, durch das Handikap meiner Frau, so dass ich viele Hausarbeiten zusätzlich übernehmen mußte. Die Planung der Ausflüge, so auch die Ausführung, mein Reise-Tagebuch schreiben, all das wurde schon zur Belastung. Bei Ausflügen in den vergangenen Jahren konnte ich mich auf das Karten lesen konzentrieren, das fiel diesesmal aus da meine Gattin nicht Landkarten lesen kann. So waren die Ausflüge nicht immer unproblematisch.

Wie auch Immer, im neuen Urlaubsjahr wird alles besser, bestimmt.

Sauerland – Mai 2015

Zum 60. Geburtstag von Franco ins Sauerland !

Wir hatten vor einigen Wochen einen größeren Wasserschaden in unserem Haus, davon waren beide Bäder in den zwei Wohn-Etagen betroffen. Nachdem nun die betroffenen Wasserleitungen repariert bzw. ausgetauscht waren, mußte in beiden Bädern noch die Vorhandene Feuchtigkeit entzogen werden. Dazu wurden für einige Tage Trocknungsgeräte aufgestellt.

Dienstag, den 12.05.2015

Nach einigen Vorbereitungen, die den Wasserschaden in unserm Haus betroffen hatten, machten wir jetzt unsern Caravan für den Trip ins Sauerland startklar. So einige Kleinigkeiten wie richtiges Beladen des Wohnwagens in den einzelnen Sektoren um danach keine Probleme auf der Fahrt zu haben. Ich habe für mich einen Beladungsplan erstellt, in dem das genaue Beladungsgewicht des Caravans zwischen Vorne und Hinten, bzw. Rechts und Links ermittelt wird. Nach dem abschließenden Kontrollieren der Stützlast können wir jetzt den Caravan mit Hilfe unseres Movers (Elektro-Antrieb) auf die Straße bringen. Hier hängen wir ihn gleich an unseren neuen Hyundai-Diesel ix35 an. Um 16.35 verlassen wir dann die Bergstraße in Ottobeuren und fahren Richtung Memmingen auf den Autobahnzubringer Süd. Die ersten Kilometer stellt sich dann die Frage, wie gut läuft der Caravan hinter dem Auto her, wie macht sich unser neuer Hyundai-Diesel ix35 mit dem Wohnwagen. Nach der ersten Stunde ist dann alles klar unser Gespann passt sehr gut zusammen. Kurz vor 18:00 machen wir noch mal eine 20 minütige Pause am Rastplatz Ellwanger Berge um nicht zu Früh an unserem heutigen Übernachtungsplatz zu sein. Dann um 19:30 sind wir auf dem Kempes Autohof in Gollhofen angekommen, wo wir heute übernachten wollten. Die erste Überraschung für uns war als wir ankommen, direkt neben dem Autohof ist die Zentrale von Frankana dem Camping-Ausrüster angesiedelt. Die Außentemperatur liegt im Moment immer noch bei ca. 27°.
Bei der Ankunft fahre ich wie gewohnt in eine LKW-Park-Spur, nach wenigen Minuten kommt ein älterer Mitarbeiter vorbei, der uns einen anderen Parkplatz zum Über-nachten zuweist. Die Übernachtungsgebühr liegt bei 6 Euro, davon werden aber 5 Euro für ein etwaiges Essen abgegolten, das war also nicht schlecht. Wir stellten uns auf seinen Wunsch auf einen Platz neben der Tankstelle und gehen zum Abendessen in das Restaurant. Das Wetter war immer noch so schön, dass wir uns einen Sitzplatz im Garten aussuchen konnten. Aus dem Internet wusste ich, das es hier eine sehr gute Currywurst in den verschiedensten Ausführungen geben soll. Aber während unseres Essens mussten wir ins Innere des Restaurants wechseln da es plötzlich zu Regnen anfing. Nach einigen weiteren Minuten kam es Wolkenbruchartigen Niederschlägen, so dass unser ggeplanter Spaziergang ins Wasser fiel.

Nach unserem sehr guten Essen suchen wir in einer Regenpause unsern Wohnwagen auf, wo wir noch einige Zeit bei Weizenbier und ein paar Gläser Wein verbrachten bevor wir ins Bett gehen wollten. Wir hatten mittlererweile schon unsere Schlafsachen an, als es plötzlich mehrmals an unserer Wohnwagentüre klopfte. Als ich dann aufstand und durch das Fenster schaute entdeckte ich draußen einige Männer in Feuerwehruniform stehen. Sie sagten mir daß ich mit dem Caravan ein paar Meter weiter fahren müßte, weil ich genau über dem Ölabscheider der Tankstelle stehen würde. Offensichtlich hat es einen technischen Unfall an den Zapfsäulen gegeben. Was blieb mir anderes übrig, als mitten in der Nacht die Caravanstützen hochdrehen, und mit dem Gespann ein paar Meter weiter zu fahren. Mittlererweile war auch der Platzwart vor Ort, der mir vor einigen Stunden diesen Platz zugewiesen hat. Er zeigte mir einen neuen Stellplatz wo ich dann bis zum Morgen bleiben konnte. Der Nachteil war wie es sich am nächsten Morgen herausstellte, er hatte uns auf dem Autoparkplatz untergebracht.

Mittwoch. den 13.05.2015

Ich bin schon seit 6:00 Uhr wieder wach, unsere Dachluke im Schlafbereich war nicht ganz abgedunkelt, aber egal eine halbe Stunde später mußten wir dann sowieso aufgestehen. Ich musste unsern Caravan vom Auto abhängen weil wir seit gestern Nacht auf dem Autoparkplatz standen (wo uns der Platzwart zugewiesen hat). Und wir uns hier im Gespann wegen der Enge nicht mehr bewegen konnten. Mit dem Mover war das weiter keine Aktion, höchstens ein Zeitfaktor. Um ca. 7:00 ging es dann weiter Richtung Norden. Unsere Frühstückspause genossen wir am Rastplatz Rhön, den wir nach etwa 1:15 Std. erreichten. Die Raststätte ist ein sehr schöner und um diese Zeit ein sehr sonniger Rastplatz den wir sicher bei Bedarf wieder aufsuchen werden.

Zur Fahrt selber ist noch zu sagen die Autobahn ist heute voll mit LKWs die sich gegenseitig überholen. Man sagt hier oft „Elefantenrennen“, wir haben es erlebt auf über 40 Kilometer ein LKW nach dem anderen. Jeder Überholvorgang dauert einige Kilometer von der Dauer des Überholens braucht man gar nicht reden, es ist wirklich nicht schön unter der Woche auf der deutschen Autobahn zu fahren.
So gegen 12:30 haben wir unser Urlaubsziel den Knaus-Campingplatz am Hennesee im Sauerland erreicht. Nach unserer Anmeldung in der Rezeption haben wir uns oben in der zweiten Reihe einen schönen sonnigen Stellplatz mit der Platznummer 13 ausgesucht. wo wir anschließend mit dem Caravan hoch gefahren sind. Nach dem Abhängen vom Hyundai stellen wir mit unserm Mover (Elektroantrieb) den Caravan so richtig in Position. Alles ein Kinderspiel wenn man das richtige Werkzeug (Mover) hat. Unser Stellplatz neigte sich am hinteren Ende etwas stark nach unten, so daß wir unsere hinteren Caravanstützen noch mit zusätzlichen Brettern, die wir hier in der Nähe fanden, unterbauen mußten.

Danach machen wir eine kurze Getränkepause um uns im Anschluß den Campingplatz etwas näher anzuschauen. Zwischenzeitlich kamen noch ein paar Caravans in unsere Straße allerdings links vom Waschhaus, es waren 2 Hobby Premium mit verdunkelten Fenstern wo man nicht hinein sehen kann. Die Touristenplätze waren größtenteils recht schön, auch viele mit sonniger Lage. Ein paar Straßen weiter den Berg hoch, liegen die Dauercamper-Plätze, sie nehmen wohl das meiste aller Camping-Stellplätze hier ein. Der Zustand der einzelnen Dauercamper-Parzellen ist optisch stark unterschiedlich, es gab einige die sehr schön und gepflegt waren, wiederum andere sind stark vergammelt. Viele andere Dauerplätze sind leer und unbewohnt. Man kann also schon sagen das ein Dauercamper-Stellplatz nicht automatisch schön sein muß. Mit einem älteren Ehepaar das einen großen Hobby Typ Landhaus in der obersten Reihe mit einem gepflegten Vorgarten hat, kamen wir noch ins Gespräch. Der Mann war der Meinung dass hier am Campingplatz die Dauer-Stellplätze sehr Teuer seien, 1600 Euro war die Jahresmiete, dazu kann ich mir aber kein Urteil erlauben.

Nachdem wir wieder auf unserm Stellplatz angekommen sind, rollen wir noch die Markise an unserem Caravan runter, um auch für künftige sonnige Stunden gerüstet zu sein. Bald darauf gibt es Abendessen, eine zünftige Brotzeit mit Bratensülze, Käse und Schinken und einem gepflegten Weizenbier war angesagt. Bislang war es immer noch sonnig, aber gegen 19:30 war der Spaß vorbei, die Sonne war weg und es wurde empfindlich Kalt. So dass wir uns in den Caravan verzogen um hier noch den restlichen Abend zu genießen. Um 22:00 gehen wir zum Waschhaus für unsere Nachttoilette, anschließend geht es gleich in die Koje. Unser Waschaus liegt ca. 100 Meter weiter auf der nächsten Ebene. Der Zustand der Waschgelegenheiten sowie der Toilletten ist nicht besonders berauschend.

Donnerstag. den 14.05.2015

Heute ist Vatertag, wir stehen um 8:00 in der Frühe auf, zum frische Brötchen im Campingshop zu holen haben wir aber keine Lust. Gott sei dank haben wir noch einen guten Hefezopf von zu Hause mitgebracht. Kurz vor Mittag holen wir uns noch 2 Mieträder von der Campingrezeption ab, eigentlich wollten wir ja E-Bikes mieten aber sie hatten gar keine hier am Platz. Also mit den eigenen Füßen strampeln, das erste mal in diesem Jahr, das ging mir schon etwas in die Waden. Unser Campingplatz liegt an einem hinteren Teil der Hennetalsperre und ist durch einen Vordamm von der übrigen Talsperre abgetrennt. Hier ist auch die Zufahrt zum Campingplatz. Es gibt einen schönen Radwanderweg rund um den Hennesee den wir gleich fahren werden. Das Wetter war schön und sonnig, aber es wehte ein kühler Wind auf dem Fahrrad. Wir sind trotz dreiviertel Hose mit eine dicken Strickjacke unterwegs, da wir meist durch den Wald der die Östliche Seite des Seees beschattete fahren. Es sind heute viele Leute auf dem Fahrrad unterwegs (Vatertag). Im Norden des Stauseees gleich in der Nähe ist die Stadt Meschede hier ist der Staudamm auf dem man schön spazieren kann. Es sind hier sogar einige Sitzbänke verhanden. Offensichtlich dient der Stausee und das Stau-wehr als Naherholungsgebiet, wie man an den zahlreichen Besucher erkennt. Die Ostseite des Sees war vom Weg her unproblematisch, aber hier auf der Westseite mussten wir einige Male nach dem richtigen Radweg fragen. Zum Schluß fuhren wir direkt neben der Hauprstraße, es war aber soweit schon okay. Einige Kilometer vor dem Campingplatz kam noch ein Straßenlokal mit Biergarten in Sicht, meine Gattin gönnte sich hier einen Kaffee und dazu eine Erdbeertorte, die sehr gut schmeckte. Ich bestellte mir dafür eine Currywurst mit Pommes, auch die Currywurst schmeckte vorzüglich mit einem Glas Coca Cola dazu.

Kurz vor 15:00 sind wir dann wieder am Camping-Platz zurück. Ich wollte unbedingt noch einen Cappuccino trinken und ein Stück Marmorkuchen von zu Hause essen. Nach einer kurzen Pause setzte ich mich noch an das Notebook, diesen Reisebericht um den heutigen Tag zu ergänzen. Danach machen wir noch einen kleinen Spaziergang über den Platz. Eine Straße weiter unten auf der Wiese sind Tipis zu vermieten, ein paar davon sind auch belegt, am Holzfeuer wird auch schon lustig gegrillt.

Wir wollen heute Abend noch mit dem Auto zum tanken fahren und anschließend eine Pizza essen, in der Pizzeria Bella Napoli in Meschede . Mit Navi ist heute alles leicht zu finden. Gegen 19:00 sind wir dann in der Pizzeria angekommen, sie war sehr gut besucht. Unsere Pizzas waren sehr gut, haben aber leider etwas länger gedauert bis sie am Tisch war, und der Preis war etwas höher wie bei uns, im Durchschnitt ab 9,50 Euro.

Nach dem Essen sind wir dann zum Campingplatz zurück und haben noch vor dem Caravan etwas getrunken, bis die Kühle des Abends uns vertrieben hat. Um 22:00 Uhr sind wir dann wieder ins Bett gegangen.

Freitag. den 15.05.2015

Heute Morgen war es sehr kühl, unser Barometer am Wohnwagen zeigte kühle 7° Außen-Temperatur. Gut dass wir eine Heizung haben, nach ca. 15 Minuten hatten wir eine wohlige Temperatur im Wagen, ideal zum Frühstücken. So gegen 10:30 sind wir mit dem Auto nach Soest gefahren, unser Navi musste man mit Tricks dazu verleiten, die kürzeste Entfernung zu nehmen. Zuerst nahmen wir den Weg über die Autobahn nach Arnsberg, dann über die Bundesstraße 229 am Möhnesee vorbei. Hier besuchten wir noch den Campingplatz Möhnesee der direkt am Südufer des Sees liegt. Sollten wir nochmals in diese Gegend kommen wäre es sicher interessant, er ist einfach näher an Neheim gelegen bzw. der Verwandtschaft. In Soest angekommen fand unser Navi einen schönen Parkplatz direkt an der Stadt-mauer, nach ein paar hundert Metern zu Fuß sind wir im Zentrum angekommen. Die Stadtkarte die ich zur Verfügung hatte war leider nicht allzu brauchbar, daher war unser Rundgang durch die Stadt manchmal ein Rätsel. Die Altstadt von Soest (ehemalige Hansesstadt) ist aber wunderschön, es gibt hier überall schöne Fachwerkhäuser ein Gedicht, man sollte die Stadt wirklich nochmals besuchen, natürlich mit dem richtigen Kartenmaterial.

Am Vreithof 2 dem Cafe am Dom tranken wir Cappuccino und aßen eine gute Erdbeer-torte dazu. So gegen 15:00 machten wir uns wieder auf den Heimweg. Durch eine hübsche Altstadtgasse kamen wir an einer Hofeinfahrt vorbei, wo eine wunderschöne gelbe Corvette Stingray stand. Ich durfte sie mir näher anschauen und noch ein paar Foto von ihr machen.

Anschließend zeigte ihr Besitzer uns noch ein paar Meter weiter in einer Garage zwei Harley Davidson, die eine als Chopper die andere als Straßenmaschine. Die Straßen-maschine war wunderschön mit Radio und Seitenkoffer, einfach toll. Zum Schluß wollte er uns noch etwas zum Trinken geben, was wir aber dankend ablehnten. So fuhren wir dann über den Möhnesee zurück nach Meschede auf unseren Camping-platz, wo wir die restliche Nachmittags-Sonne genießen konnten. Heute Abend gibt es nur eine Brotzeit, nachdem wir heute Nachmittag schon in Soest gesündigt haben. Ab 19:00 Uhr haben wir keine Sonne mehr an unserm Stellplatz, da wird es dann empfindlich kühl, man merkt halt doch dass wir in Deutschland sind, und es erst Anfang Mai ist. Später machen wir noch eine kleine Platzrunde, ach ja zwischenzeitlich bekamen wir noch neue Nachbarn neben unseren Stellplatz. Eine kleine Gruppe Jugendlicher, fünf oder sechs Personen zwischen 17 und 18 Jahren. Schade war nur: von keinem der Jugendlichen war ein kleines Grüß Gott zu hören. Das ist heute schon ein Problem die Gruß-Losigkeit auch an den Campingplätzen. Gegen 22:00 sind wir dann in die Koje, ich hatte dann noch einige Stunden mit Magenproblemen zu kämpfen. Der Kuchen mit Sahne am Nachmittag und zum Abendessen der Hering mit Tomatensoße ist mir wohl etwas auf den Magen geschlagen.

Samstag. den 16.05.2015

Kurz vor 8:30 sind wir heute aufgestanden, wie schon gestern war es auch heute Morgen sehr kühl, so dass wir wieder unsere Heizung im Caravan anmachen mussten. Innerhalb von 20 Minuten hatten wir eine angenehme Temperatur zum Frühstücken. Der Himmel war leicht bedeckt aber ab und zu war ein leichtes Blau zu sehen. Kurz vor Mittag kam ein leichter Regen auf, die Temperatur blieb bei etwa 11°. Wir beschließen ein paar Stunden im Hallenbad auf unserm Campingplatz zu verbringen. Das Schwimmbad ist ganz nett mit seinem etwa 25 m Becken, es wird sogar bewirtschaftet. Hier haben wir noch einen Cappuccino getrunken der recht lecker war. Nach etwa 2 Stunden sind wir dann zum Caravan zurück und haben nochmals Kaffee und Kuchen genossen. Bevor wir uns dann fertig machen zur 60″ Jahr Geburtstag-Feier bei Papa Ca…. in Neheim. Wir haben hier auf dem Ca. Platz eine sehr schlechte Telefon wie auch Internet-Verbindung, so dass man immer auf dem Platz in Richtung Rezeption gehen muss um eine Verbindung zu bekommen. Die neuesten Telefon-Nachrichten von unserer Tochter Alexandra sind, daß wir uns um 18:30 in Neheim miteinander treffen. Pünklich um halb sieben sind wir an der angegebenen Adresse angekommen. Die Geburtstagsfeier findet in einem Katholischen Gemeindehaus statt. Als wir in Begleitung von Alexandra und Vito im Saal ankamen und das Geburtstagskind und seine Gattin begrüßten, war ihre Verwandschaft größtenteils schon da. Wir haben als kleines Geschenk ein Körbchen mit Original Allgäuer Produkten mitgebracht, worüber sich der Jubilar sichtbar gefreut hat.

Als erstes gab es ein Glas Sekt zum Empfang und wir wurden teilweise den Verwandten vorgestellt. Nachdem wir unseren Platz eingenommen hatten, hielt der Schwiegersohn von Papa Ca… eine nette Ansprache auf das Geburtstagskind. Nach einer guten Stunde wurde das Büffet eröffnet, die Auswahl war sehr groß, es gab Rinderbraten, Hühnchen-schenkel, Schweinehaxen und mehr, die Beilagen waren ebenfalls sehr reichhaltig und geschmackvoll. Wie man hörte schmeckte es allen sehr gut. Für Getränke sorgte Papa Ca…, am Tisch standen Flaschen mit Rot und Weißwein, sowie Wasser und Fanta-flaschen. Die harten Getränke brachte das Geburtstagskind persöhnlich vorbei, es gab Wodka, Cognac und Rammazotti. Für Stimmung war ebenfalls gesorgt, Vito legte einige alte italienische Schlager auf. Es konnte sogar getanzt werden, so vergingen die Stunden im Fluge. Um ca. 23:30 haben wir uns dann auf die Heimfahrt gemacht, wir haben ja noch etwa 40 Kilometer Fahrweg bis zu unserem Campingplatz.

Sonntag. den 17.05.2015

Wir haben heute etwas länger geschlafen, so gegen halb Neun sind wir dann raus aus den Federn und haben uns ein kurzes Frühstück genehmigt. Nach unserer Morgen-toillette haben wir gleich unser Sonnendach aufgerollt, das Wetter spielt mit, es ist noch trocken, für heute Nachmittag ist aber schlechteres Wetter angesagt. So machen wir alles schon mal reisefertig, Tisch und Stühle ins Auto, da kann kommen was will. Gegen 12:00 sind wir nochmals nach Soest gefahren, wir wollen uns mit Alexandra und Vito zu einem gemeinsamen Essen im Asia-Palast treffen. Sabrina und Mike, Vitos Schwester und Schwager, wollen auch dazu stoßen. Der Asiapalast ist ein Restaurant für chinesische, mongolische und japanische Spezialitäten in Soest

Das Essen war super, wir haben 2 Std. nur gegessen, alles was das Herz begehrt. Später sind wir noch nach Neheim in Vitos Heimatstadt gefahren, hier in der Innenstadt haben wir noch Espresso, Cappuccino und wer sonst noch was wollte, getrunken. So gegen 18:00 Uhr sind wir zurück zum Campingplatz in Hennesee.

Montag. den 18.05.2015

Bevor wir um 8:00 den Campingplatz entgültig verlassen, holen wir noch schnell für unterwegs ein paar Brötchen im Camping-Shop. Wir fahren auf der B7 kommen an der bekannten Brauerei Warsteiner (sie gehört zu den 10 größten Brauereien hier in Deutschland) im gleichnamigen Ort vorbei. Bis zur Autobahn-Zufahrt brauchten wir bestimmt 35 Minuten. Der Verkehr ist nicht mehr so groß wie bei der Hinfahrt, anscheinend sind die meisten schon bei der Arbeit. Auch die LKWs sind im Moment wenige auf der Straße, so kommen wir gut voran.

Auf der A7 ist dann etwas mehr los, aber es läuft trotz allem ganz gut. Um ca. 14:00 tanken wir nochmal auf dem Autohof Gollhofen der Diesel ist mit 1,219 € schon ein paar Cents billiger als auf den anderen Raststätten. Eine Stunde später machen wir nochmal eine Rast auf dem Lonetal-Rastplatz, wir haben ja Zeit. Kurz vor 17:00 Uhr sind wir in Ottobeuren in der Bergstraße 73 angekommen. Den Caravan abhängen, die Kurbelstützen herunterdrehen, den Caravan ausräumen, und die Spiegel vom Auto abbauen, den Kofferraum ausräumen und so einiges mehr. Aber in einer Stunde oder auch etwas mehr, waren wir trotzdem fertig.

Fazit: Unser Resultat von unserem Sauerland-Urlaub es war schön, das Wetter war gut, am Abend leider etwas zu kühl. Unser neues Auto hat sich bewährt, auf der Hinreise mit ca.9,40 Liter Diesel moderat bedient. Auf der Heimreise wollte er dann etwas mehr Sprit, wir sind aber auch schneller gefahren und immer Bergauf. Die Kasseler Berge bis kurz vor Würzburg ein ewiges Bergauf, Bergab, manchmal mit deutlich mehr als 100 km/h gefahren. Das machen wir in Zukunft nicht mehr.

Vereinigte Arabische Emirate – Februar 2016

Unsere erste Reise in die Emirate sollte ein Blick in die Glitzerwelt am Persischen Golf sein! Wir werden eine kurze Woche hier in Abu Dhabi wie auch 1 -2 Tage in der Metropole Dubai verbringen.

Sonntag, den 14. Feb.2016

Es ist Sonntag um 17:00 Uhr als wir hier in Ottobeuren starten, unser Ziel ist der Flughafen München. Um 19:00 ist der Treffpunkt mit dem Shuttlebus von Parkfly in Hallbergmoos, der unser Auto in eine Tiefgarage, und uns danach zum Terminal 1 bringen wird. Der Abflug nach Abu Dhabi soll um 21:45 Uhr stattfinden. Wir sind gute zwanzig Minuten zu früh an unserem Treffpunkt, aber da wir anscheinend heute allein vom Shuttlebus abgeholt werden, fährt er gleich weiter zum Airport. So haben wir heute sehr viel Zeit bis zum Start, die wir in einem Bistro am Terminal verbringen. Um 21:00 gehen wir dann an Bord unserer Maschine und pünktlich wie vorgesehen startet der Flieger, wir fliegen mit einer Airbus A 330 von Etihad. Das ist eine Fluglinie die in Abu Dhabi beheimatet ist, eine der besten die es zur Zeit geben soll. Etwa 45 Minuten nach dem Start bringen die Flugbegleiter uns erstmals etwas zum Essen und zum Trinken. Leider gibt es auch hier an Bord wieder Fluggäste die ihren Sitz soweit zurück klappen müssen, dass der jeweilige Hintermann, in diesem Fall ich stark benachteiligt ist. Übertrieben gesagt liegt der Kopf des Vordermanns in meinem Schoß. Aber irgendwann dann werden die Lichter an Bord gelöscht und die meisten schlafen oder dösen vor sich hin.

Montag, den 15. Feb. 2016

Um etwa 6:30 Morgens haben wir nach einem ruhigen Flug Abu Dhabi erreicht, zwischendurch gab es noch was zu knabbern. Nach unserer Landung und einer schnellen Abbremsung des Flugzeugs fährt der Pilot noch sehr lange über das Rollfeld, bis wir endlich vor dem Terminal 1 anhalten. Danach müssen wir einige Zeit warten, bis wir dann endlich unsere Maschine verlassen können. Mit einem Flughafenbus geht es zum Terminal, aber hier dann geht dann erst mal gar nichts mehr. Anscheinend sind hier mehrere Maschinen gleichzeitig gelandet, in endlosen Schlangen werden die Fluggäste von einer Kontrolle zur anderen gebracht. Was hier auffällt die meisten Fluggäste kommen aus Asien (Indien,Pakistan oder Nepal). Auch die Wege im Terminal sind nicht gekennzeichnet ( außer Arabisch ), so daß man keine Ahnung hat wo es hingeht, und wo es zur Passkontrolle oder zum Koffer abholen geht. Wir sind bestimmt eineinhalb Stunden im Terminal unterwegs, bis wir dann endlich fertig sind. Mein Pass wurde in der gleichen Paßkontrolle von drei verschiedenen Personen geprüft bis ich endlich passieren konnte. Keine Ahnung warum, meine anscheinende Ähnlichkeit mit Türken oder Arabern kommt wohl immer wieder mal zum tragen.

Unser Transfer zum Hotel dagegen ging sehr schnell und reibungslos, nach einer Viertelstunde sind wir schon im Hotel Crowne Plaza. Unser Haus ist auf Yas Island einer Insel wo einige der Luxushotels von Abu Dhabi liegen. Das Einchecken geht reibungslos voran, aber leider können wir erst ab 11:30 unser Zimmer beziehen. So sind wir mit unserm Handgepäck erst mal in das Restaurant zum Frühstücken gegangen. Mit einem Pilzomelett sowie danach Brötchen mit Marmelade und Käse meinem Standard-Frühstück auf Reisen konnte unser Urlaub dann beginnen. Im Anschluß sind wir zum Hotelpool gegangen. Es war um diese frühe Zeit so gut wie gar nichts los, so das wir nicht aufgefallen sind mit unseren dicken Jeans von der Anreise. Schnell auf die Sonnenliegen und die Augen zu, wir waren doch sehr müde und kaputt nach dem langen Flug.

So verbrachten wir hier die nächsten 2 Stunden in der warmen Morgensonne. Gegen halb zwölf Mittags sind wir dann zur Rezeption zurück gegangen und bekamen ein Zimmer im sechsten Stock mit der Zimmernummer 612 zugewiesen. Nachdem wir uns kurz frisch gemacht haben, wollten wir uns unbedingt noch mal die Füße vertreten. Unser Hotelviertel liegt auf einer kleiner Anhöhe wir sind also die Straße hinunter gegangen , dann über eine große Kreuzung und rechts vor uns liegt schon der Yas Marina Circuit, das ist die Formel Eins Rennstrecke von Abu Dhabi. Wir gehen noch etwas weiter, da kommt auch schon der Eingangsterminal vom Hotel Yas Viceroy einem Fünf-Sterne-Haus direkt hier an der Rennstrecke. Der Portier und die hier installierten Kameras sehen uns nicht, als wir an ihnen vorbei über eine Brücke gehen. Unter dieser Brücke läuft die Rennstrecke durch, das nächste Formel Eins Rennen hier in Abu Dhabi findet aber erst im November statt. So gehen wir weiter bis zum Hotel, es ist Super-modern und hat eine sehr eigenwillige Form. Der Korpus wird in der Nacht in unterschiedlichen Farben beleuchtet.

Von hier sieht man auch auf den Yas Marina Yachthafen, leider sehe ich hier nur verhältnismäßig kleine Boote und nicht die Yachten die ich eigentlich hier erwartet habe. Wir gehen dann wieder zurück in Richtung unseres Hotel Crowne Plaza. An der stark befahrenen Kreuzung sehen wir nacheinander mehrere Porsche mit viel Speed vorbei fahren. Hier auf einer Bank sitzend schauen wir den schnellen Autos nach und genießen die späte Nachmittagssonne. Nach einer Weile gehen wir zu unserem Hotel zurück, auf einer der Terrassen trinken wir erst noch eine Tasse Cappuccino. Gegen achtzehn Uhr gehen wir auf unser Zimmer zurück, um erst mal zu duschen und uns frisch zu machen. Nach einer guten Stunde gehen wir ins Restaurant hinunter das im Erdgeschoß des Hotels ist, aber hier sind wir im Moment die ersten Gäste. Was uns aber nichts ausmacht so können wir am Buffett alles anschauen und unser Essen in Ruhe auswählen.
Um etwa 21:00 sind wir dann schon in unserm Zimmer zurück, wir sind hundemüde und gehen gleich ins Bett.

Dienstag, den 16. Feb. 2016

Heute Morgen wollen wir mit einem Taxi zur Grand Sheikh Zayed Moschee fahren, die hier irgendwo im Zentrum von Abu Dhabi liegen soll, wir müssen also früh raus aus den Federn. Um acht Uhr sind wir schon im Speisesaal. Unser Frühstücksbüffet ist reichhaltig und auch sehr schmackhaft. Gegen Zehn rufen wir ein Taxi vor unserm Hotel und fahren los, ca. 20 Minuten brauchen wir bis zur Moschee. Schon von weitem sehen wir sie „die Grand Sheikh Zayed Moschee “ diese Moschee ist riesengroß, sie ist die größte hier in den Emiraten und die drittgrößte der Welt, schneeweiß und auch wunderschön anzuschauen. Hier finden 40.000 Gläubige ihren Platz zum Gebet. Unser Taxi bringt uns vor den Eingang, 40 Dirham das sind ca.10 Euro will der Taxifahrer für die Fahrt, ich finde der Preis ist angemessen. Es sind aber schon viele Besucher hier, zuerst müssen wir aber in eine riesige Tiefgarage die unter dem Vorplatz der Moschee liegt, um uns umziehen. Hier sind große Räume wo die weiblichen Besucher aber auch männliche Besucher die nicht dem Islamischen Glauben entsprechend bekleidet sind, sich umziehen müssen.

Meine Gattin muss sich einen schwarzen Umhang „ eine Abaya “ überziehen, dazu ein Kopftuch. Danach gehen wir rein, wie schon gesagt die Moschee ist wunderschön, eine schlichte Eleganz ganz in Weiß gehalten. Die Säulen mit Mosaiken und Girlanden aus Keramik und Gold geschmückt. Der Innenhof mit geschliffenen und farbigen Steinplatten ausgelegt. So gehen wir durch die Gänge bis zum Gebetsraum, hier müssen wir zuvor unser Schuhwerk ausziehen. Der Innenraum der Moschee ist riesengroß, und mit einem über 5600 Quadratmeter großen Teppichen ausgelegt. An der Decke befinden sich drei riesige Swarovski Kronleuchter. (Der größte davon wurde von einer Münchner Firma gebaut , er ist 15 Meter hoch und 10 Meter im Durchmesser. Er gilt als der größte Kronleuchter der Welt). Voll Staunen gehen wir durch die Räume und Hallen.

Nach ca. eineinhalb Stunden sind wir dann mit dem Taxi zurück zur Insel Yas Island gefahren. Es bot sich aber an, noch kurz in das neue Einkaufszentrum die Yas Mall zu gehen. Für den Weg hierher zahlten wir dann 49 Dirham (etwas mehr als 10 Euro). Das Einkaufszentrum selber hat mir gar nicht gefallen, nur Kleidung und Schmuck und vereinzelne Cafes waren hier geboten. Im Anschluß sind wir in den Eingangsbereich der Ferrari-World gegangen, hier stehen ein Roter Ferrari F10 aus der Formel 1- Weltmeisterschaft 2010 sowie einige Rennmotoren einfach nur so als Dekorations-Marterial herum.

Danach sind wir in der Yas Mall in ein Pizza-Restaurant nahe den Wasserspielen gegangen. Die Pizza war leider zum Abgewöhnen, aber das hätte man sich ja hier auch denken können.

Zu unserem Hotel wollten wir dann wieder mit einem Taxi zurück fahren, da der Weg zu Fuß doch sehr weit war. Wir gingen zum Taxistand der direkt vor der Ferrari-World war. Ein Aufseher führte uns zu einem freien Taxi, als der Fahrer aber dann merkte, das die Fahrt zum gewünschten Hotel sehr kurz war, hatte er kein Interesse mehr daran. Es gab heftige Debatten zwischen ihm und einem Obmann und sowie einem weiteren Taxifahrer, wir sind schon wieder aus seinem Taxi ausgestiegen. Sie sagten uns der muss uns fahren, und wenn er keine Lust dazu hat muss er hier gehen, das war ganz deutlich zu verstehen. Zum Abschluss versuchte er noch mit dem Preis zu tricksen, aber die Taxiuhr war eindeutig. ( Kosten 17 Dirham )

Mittwoch, den 17. Feb. 2016

Wir stehen um 7:00 Morgens auf, heute steht unser geplanter Ausflug nach Dubai auf dem Programm. Wir packen alles dazu notwendige in den Rucksack, Schlafsachen, Toilettenartikel usw. da wir heute die Nacht in Dubai bleiben und dort übernachten werden. Im Anschluss gehen wir ins Restaurant zum Frühstücken, das wie immer reichhaltig ist aber heute Morgen essen wir noch ein bisschen mehr als sonst. Bis zu unserm Abend-Essen in der Dubai Mall gibt es heute wahrscheinlich nichts mehr zum Essen, das ist aber nur aus Zeitgründen.
Kurz nach 9:00 geht unser Taxi vor dem Hotel los, bevor wir Abu Dhabi verlassen fährt unser Taxifahrer nochmals zum Tanken. In der Wüste gibt es wohl keine Tankstellen, für die Strecke von ca. 120 Kilometer nach Dubai brauchen wir knapp ein Eineinviertel Stunden. Die Einfahrt nach Dubai ist grandios und beeindruckend, als erstes fahren wir zum Hotel Atlantis auf the Palm. Unser Taxi bringt uns direkt vor die Eingangs-lobby vom Hotel Atlantis.

Hier steigen wir aus und kommen unbehelligt vom Sicherheitspersonal in die Halle, es ist ein Traum kaum vorstellbar so schön ist es hier. Nachdem wir einige Zeit in der Eingangshalle verbracht haben, gehen wir anschließend noch eine Etage tiefer. Vor unsern Augen ist ein Riesengroßes Aquarium, hier schwimmen unter anderem wunderschöne Mantelrochen, das sind im Moment die einzigen Fische die ich kenne und auch benennen kann. Nachdem wir einige Zeit im Hotel verbracht haben, verlassen wir das Haus und machen noch ein paar Bilder vor dem Hotel. Ein zweites mal kommen wir aber nicht mehr in die Hotelhalle rein, so gehen wir auf die Straße zurück und halten ein Taxi an und fahren zurück über die Palmeninsel in die Stadt Dubai.

Unser nächstes Ziel ist das Madinat Jumeirah, das ist ein riesiger Hotelkomplex mit einem Souk und einem schön angelegtes Labyrinth aus Wasserstraßen auf denen sich Abras tummeln, so nennt man hier die kleinen Boote die mit den Gästen auf dem Kanal herum schippern. Auf eines dieser kleinen Boote wollen wir auch rauf, es heißt das nächste Boot fährt erst in einer halben Stunde. So spazieren wir an den Kanälen entlang. Als nächstes gehen wir noch ins Nobelhotel Al Wasr, das ist ein Nobelhotel im Traditionellen Arabischen Baustil, um auf seiner Cafe-Terrasse einen Cappuccino oder etwas ähnliches zu trinken. Nachdem uns ein Security-Mann schon abwimmeln wollte, führt uns ein junger Bediensteter doch noch in die Koubba-Bar die schöne Cafe-Terrasse im fünften Stock des Hotels.

Von hier hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Kanäle, und auch den Burj Al Arab kann man von hier aus sehen. Nach einem Blick in die Getränkekarte entscheide ich mich für eine Tasse Schokolade mit Sahne und einer Creme. Hermine bestellt sich einen Teller mit gemischtem Eis und einer Banane. Hier verbringen wir eine gute Stunde, bevor wir wieder weiter gehen. Mit einem Abra-Boot fahren wir aber dann nicht mehr, sie wollen für die etwa 20 Minuten ca. 18 Euro pro Person das ist es uns jetzt nicht mehr wert. Nachdem wir über eine Brücke auf die andere Kanalseite gewechselt haben, gehen wir Richtung Strand. Rechts auf der Landseite sind einige Luxushotels und jetzt vor uns links auf der Wasserseite sehen wir den Burj Al Arab in voller Schönheit, hier aus der Nähe erkennt man die wahre Größe (321,25 Meter) dieses luxurösen Hotelturmes in Form eines Dhau-Segels.

Am Eingangstor das bestimmt einige Hundert Meter vom Hotelturm entfernt ist, führt eine Straße zum Burj Al Arab , hier werden die Gäste in Hoteleigenen Rolls Royce, BMW mit Chauffeur oder mit dem Helicopter ins Hotel gebracht. Neben dem Eingangsterminal, gleich daneben ist der Eingang zum Wild Water Park sehen wir einen Taxistand, wo wir auch gleich in eines der Taxis steigen und zur Dubai Mall fahren. Diese Mall ist riesengroß und wohl die größte die wir bis jetzt gesehen haben. (Zur Zeit sind hier über 800 Geschäfte) Für uns Touristen ist sie auf den ersten Blick etwas Unübersichtlich, wir müssen zum At the Top das ist die Geschäftsstelle, um hier unsere im Internet bestellten Ticket für die Turmbesichtigung vom Burj Khalifa abzuholen. Nach mehrmaligem Nachfragen finden wir die Geschäftstelle auch, hier ist auch der Eingangsbereich zum Fahrstuhl der uns nach oben auf die Aussichtsplattform führen soll, aber das wissen wir im Moment noch nicht.
So gehen in der Mall spazieren und suchen nebenbei das Asia Restaurant das wir schon Zuhause für unser heutiges Abendessen ausgesucht haben. Danach gehen wir nochmals nach draußen um in der warmen Nachmittagssonne auch die Schönheit dieser herrlichen und einmaligen Stadtlandschaft zu genießen. Gegen 16:30 suchen wir dann den Eingang zum Fahrstuhl der uns auf den Burj Khalifa bringen soll, und finden ihn bei der Geschäftsstelle At the Top im Untergeschoss der Dubai-Mall. Zusammen mit vielen anderen Touristen fahren wir mit dem Fahrstuhl in rasanter Geschwindigkeit (55sec) nach oben. Im der 124. Etage (450 Meter) befindet sich eine offene Außen-terrasse sowie ein vollverglastes Stockwerk beide mit mit tollem Blick nach außen und nach unten und über die Wolkenkratzer von Dubai. Es mag ja viele hohe Häuser auf der Welt geben, aber dieser bizarre Baustil wie hier ist außer vielleicht in Shanghai wohl einmalig.

Um in die südwestliche Richtung zu schauen müssen wir von der Außenterrasse zurück in den voll verglasten Teil dieses Stockwerks, von hier sieht man über den großen Platz, wo die Wasseranlagen mit den Wasser-Fontainen vor dem Burj….. zu sehen sind. Am Himmel sind plötzlich starke Wolken zu erkennen, auf einmal wird es stark diesig und wir erkennen voller Staunen. Es regnet und das in Dubai wer hat das schon mal erlebt ?.

Irgendwann fahren wir mit dem Fahrstuhl wieder nach unten, der Regen hat wieder aufgehört. Jetzt gehen wir in unser Asia Restaurant das in der Dubai Mall einige Stockwerke über dem normalen Eingangs-Level liegt. Als Tischnachbarn haben wir ein junges Pärchen aus den USA, ich meine aus New York. Zum Essen bestellen wir etwas Pikantes mit Hühnchen und Reis, es schmeckt auf jeden Fall sehr gut.

So können wir noch am Platz vor dem Burj Khalifa und der Dubai Mall spazieren gehen. Ab 18:00 beginnen die Wasserspiele, es sind wohl die gleichen die beim Hotel Bellagio in Las Vegas geboten werden. Ein Traum mit Musik man muss es schon mal gesehen und erlebt haben. Dieses Spektakel schauen wir uns gleich drei mal an. Inzwischen ist es Dunkel geworden und der Turm wird beleuchtet. Mehr als 800 Meter in sehr vielen verschiedenen Motiven, mal in Wellenform oder als Teppich-muster oder anderes wird er beleuchtet, einfach toll. Man kann sich hier kaum satt sehen. Kurz vor 22:00 beschließen wir dann unser Übernachtungshotel in Dubai aufzusuchen. Wir müssen ja hier auch noch Einchecken. Die Taxis finden wir in einer riesigen Garage gleich neben der Dubai Mall, bestimmt an die 50 Stück man kann`s kaum glauben. Die Fahrt zum Al Khoory Executive Hotel und auch das Einchecken geht zügig voran, nach noch einem kurzen Spaziergang vor dem Hotel beschließen wir den heutigen Tag.

Donnerstag, den 18. Feb. 2016

Kurz nach 8:00 gehen wir zum Frühstücken in den Speisesaal, das Hotel ist nett, das Essen einfach, wir sind im drei Sterne Millieu angekommen. Wir haben trotz allem die Nacht sehr gut geschlafen, der gestrige Tag war bei aller Schönheit auch anstrengend.


Nach einem doch sehr guten Frühstück besuchen wir die Jumeirah Moschee. Sie ist die Hauptmoschee und, die schönste und war auch die einzige Moschee in den Emiraten die von Besuchern die nicht dem Muslemischen Glauben angehören, besucht werden konnte. Sie ist ganz in der Nähe von unserem Hotel, aber leider ist sie im Moment noch geschlossen. Nachdem der Eingang zum Museum das gleich neben der Moschee liegt, geöffnet wird stellen wir fest dass es eine Führung durch beide Gebäude, also Museum und Moschee geben soll. Eine Mitarbeiterin zeigt uns als als erstes die Traditionelle Hände und Füße-Waschung vor dem Betreten der Moschee.

Sobald der Eingang zur Moschee geöffnet wird, gehen wir hinein und schauen uns hier im Innenraum um und können ein paar schöne Bilder darin machen. Aber bevor der Haupteingang wieder geschlossen wird, verlassen wir den Innenraum der Moschee. Unsere Zeit ist leider begrenzt da wir noch heute Vormittag in unserem Hotel Al Khoory Executive Hotel ausschecken müssen. So gehen wir zügig zurück ins Hotel, packen unsere Klamotten zusammen und verlassen das Haus wieder.


Unser nächstes Taxi fährt uns zum Creek, das ist eine Art Flusslauf der etwa 14 km ins Land hinein reicht. Wir fahren dann mit einer Abra (Boot) über den Fluß in den Ortsteil Deira. Hier gibt es einige Souks (Markt) die noch zum Besuch einladen, den Deira-Souk für Gewürze und Andenken oder Ähnliches, einen Souk für Textilien und den Gold-Souk für die größeren Geldanlagen. Hier gibt es auch den Größten Ring der Welt ca. 8 kg schwer reines Gold, der passende Finger dazu müsste allerdings noch gefunden werden. (Näheres in meinem Reisebericht VAE 2020). Nachdem wir in diesem Viertel einige Runden gedreht haben, und auch die Dhau`s angeschaut haben die hier vor Anker liegen. Es werden gerade Frachtballen ausgeladen, wir fragen nach wo die Fracht herkommt, es sind Textilien aus Asien. Die mit dem LKW weiter oder mit einem Sackkarren gleich hinüber zum Deira-Souk gebracht werden.

Kaum zu glauben diese Schiffe, viele sind in einem Zustand der sich kaum mehr beschreiben lässt, sie fahren Fracht bis nach Afrika oder Afganistan, Indien. Nachdem es mittlererweile auch schon ca. 14:00 geworden ist, beschließen wir nach Abu Dhabi zurück zu kehren. Wir rufen ein Taxi und los geht es ca. 120 Kilometer bis zu unserm Hotel auf der Insel Yas Island.
Gegen halb Vier sind wir dann wieder in Hotel Crown Plaza angekommen, nach einem kurzen Aufenthalt im Zimmer um unser Gepäck los zu werden, gehen wir noch zum Pool hinunter. Ein kühles Bier und mal kurz entspannen und die Sonne genießen. Vor uns auf einer Liege hat Hermine ein älteres Ehepaar mit einer Plastiktasche mit dem Emblem von mein Schiff entdeckt. Kurze Zeit drauf führte sie ein längeres Gespräch mit den beiden, sie waren wohl sehr aufgeschlossen. Als wir am Spätnachmittag den Pool verließen konnte ich auch noch ein paar Worte mit den beiden wechseln.

Freitag, den 19. Feb. 2016

Es ist acht Uhr Morgens als wir aus dem Bett steigen und die Vorhänge öffnen. Es herrscht dichter Nebel hier auf Yas Island, man sieht nur ein paar Meter weit. Es ist zwar jeden Morgen dunstig aber so wie heute hatten wir bisher noch nicht erlebt. Nachdem wir uns fertig angezogen haben, gehen wir in den Speisesaal hinunter zum Frühstücken. Ich bestelle mir zuerst ein Omelett mit Schinken und Pilzen, danach hole ich noch Brötchen und Marmelade sowie etwas Käse. Zum Abschluss noch eine Schale mit geschnittenen Ananas, Hermine hat Ihr eigenes Frühstücks-Ritual. Als wir schon mit unserm Frühstück fertig sind, kommt das Ehepaar von gestern Nachmittag in den Speisesaal. Wir verabreden uns für später, sie wollen mit uns zum Viceroi Hotel und zur Yas Marina gehen um uns die großen Yachten zu zeigen die wir am Montag vergebens gesucht hatten. Um 10:30 verlassen wir unser Hotel und kurze Zeit später löst der Nebel sich tatsächlich auf und die Sonne kommt durch. Als wir die Brücke zum Hotel überqueren sehen wir ein paar Rennwagen auf der Rennstrecke fahren. Ich schätze es sind Fahrzeuge der Formel zwei oder drei, die hier Ihre Runden drehen. Wir gehen kurz in das Viceroi Hotel, es ist sehr modern und ein fünf Sterne Haus ob man es haben muss, kann jeder für sich selbst entscheiden. Zu Rennzeiten im November hat es klar Vorteile, dann kann man von den Balkons direkt auf die Rennstrecke sehen. Wir gehen weiter um die großen Yachten zu anzuschauen, die das Ehepaar uns versprochen haben. Ja heute sind sie schon größer als wir hier am Montag gesehen, ca. 25 Meter lang sind die größten Boote. Aber nicht das was ich erwartet habe, weder die Yacht Yas die wir in Barcelona gesehen haben noch die Yacht Azzam des Scheiks von Abu Dhabi beide passen aber hier nicht rein. Wie ich später daheim im Internet nachlesen konnte. Aber trotz allem ein paar Millionen sind sie trotzdem wert. Danach gehen wir zum Hotel zurück, das Ehepaar zeigt uns noch den direkten Weg zum Yas Strand der zum Hotel gehört und auch bequem zu laufen wäre.

Am Nachmittag so gegen 13:00 gehen Hermine und ich dann zum Yas Strand, er ist tatsächlich nicht so weit entfernt. Wir haben eine Eintrittskarte von unserm Hotel dabei und bekommen am Eingang zwei Badetücher für die Liegen. Der Strand ist sehr schön, der Sand ist herrlich weiß wir geniessen ein/zwei Stunden hier. Hermine möchte gern eine Tasse Cappuccino trinken, so bestellen wir bei einem Strandboy einen Cappuccino und für mich eine heiße Schokolade. Die Getränke kommen etwas später in Pappbechern aber in stark erhöhten Preisen. Als ich den ersten Schluck aus dem Pappbecher nehmen will, verbrenne ich mir fast den Mund dabei. Die Schokolade ist Brühend heiß und erst eine Viertelstunde später zum Trinken geeignet. Das hätte ins Auge gehen können. Die Kosten dafür ca. 13 Euro.
Um etwa 17:00 sind wir dann zurück ins Hotel bzw. zum schönen Pool um hier noch ein Bier an der Bar zu trinken. Danach gehen wir aufs Zimmer zum Duschen und für den Abend fertig machen. Der Speisesaal ist voll, und da heute Feiertag in den Emiraten ist, haben wir viele Arabische Gäste im Haus was man auch merkt. Später setzen wir uns noch zu dem bekannten Ehepaar zu einer netten Unterhaltung.

So gegen 22:30 gehen wir ins Bett, da wir am nächsten Morgen noch einiges vorhaben.

Samstag, den 20. Feb. 2016

Wir sind auch heute zeitig aus den Federn gekommen, da wir den Reiseführer des örtlichen Reisebüros treffen wollten. Zur Klärung unser Abflugszeiten für den Sonntag, wir hatten ja bislang noch gar nicht mit ihm gesprochen. In den Unterlagen vom Reisebüro stand Sprechzeiten im Hotel von 8:30-9:00. Wer nicht kam war der Reiseleiter, auch nach 9:00 war er nicht zu sehen. Nach Anfrage in der Rezeption gingen wir zum Frühstück in den Speisesaal. Hier gab uns eine Dame aus der Rezeption dann den Bescheid, dass der örtliche Reiseleiter nun anwesend sei. Nach unserm Frühstück trafen wir ihn in der Lobby und klärten mit im unsern morgigen Abflug.

Nach einem kurzen Zimmer-Aufenthalt fuhren wir mit einem Taxi zum Emirates Palace in Abu Dhabi. Wir stiegen direkt vor der Eingangs-Lobby aus, und galten somit als Gäste des Emirates Palace Hotels. Das uns die Türen geöffnet werden braucht nicht besonders erwähnt werden. Wir schauen uns die Eingangshalle sowie die daneben liegenden Räume an. Hier herrscht Luxus pur, in den höheren Etagen werden Staatsgäste empfangen. Und noch ein Stockwerk höher sind die Fürstenzimmer für die Emirate, auch der König von Saudi Arabien hat hier eine eigene Suite mit über 800 qm.

Wir schauen uns auf den unteren Stockwerken alles genau an. Weiter hinten im Untergeschoß ist ein Cafe, hier wird Tee oder Kaffee gereicht für Haus-Besichtigungen die über die Reisebüros vor Ort gebucht werden können. Natürlich ein stolzer Preis, für den Ausflug mit Tee oder Kaffee hier in den Emirates Palace und im Viceroy Hotel muss man fast 100 Euro ausgeben. Da haben wir es billiger bekommen. Den Strand vom Hotel besuchen wir nicht mehr, um dieses Luxus-Hotel komplett anzuschauen bräuchten wir allein ein paar Stunden. Danach gehen wir wieder nach draußen um uns den Park vor dem Hotel anzuschauen. Wunderschöne Balustraden und Wasserspiele kann man hier sehen, wir gehen noch durch weitere Torbögen um auch den Ostflügel dieses gewaltigen Komplexes zu sehen. Von der Frontseite vorne kann man nur Teile dieses riesiges Hotel sehen. Es heißt die gesamte Länge des Hotel wäre bei rund einem Kilometer.
Wir verlassen den Park des Hotels, auf einer Tafel an der Hauptstraße sehe ich den Hinweis „ neuer Präsidenten-Palast“. Was mich natürlich neugierig macht, irgendwo muss der Scheik von Abu Dhabi ja wohnen. Wir gehen dem Schild nach und kommen an ein riesiges Eingangsportal.

Hier ist Film und Fotografierverbot, was die wohl zu verbergen haben ?. Wir halten uns daran, obwohl wir fast hundert Meter vom Eingang entfernt sind. Unser nächstes Ziel ist der Etihad Tower, unser Cafe das wir jetzt besuchen werden befindet sich in Turm 5 im 74. Stock auf 300 Meter Höhe. Nachdem wir den Tower betreten haben, über eine Auffahrt kommen wir in eine Art Tiefgarage mit Taxistand. Von hier geht es zur Rezeption bzw. zu den Fahrstühlen zum Observationsdeck. Der gesamte Komplex ähnelt einer aufgebrochenen Orange mit fünf Türmen. Für den Eintritt muss man pro Person ca. 17 Euro bezahlen, allerdings werden 12,50 Euro im Cafe oben für den Verzehr angerechnet. Nach 15 Minuten bekommen wir einen schönen Platz am Fenster zugewiesen, mit einem wunderschönen Blick auf das Emirates Palace Hotel, das Meer dahinter, sowie den Palast des Scheiks von Abu Dhabi. Wir bestellen Cappuccino und dazu Kuchen aus einer Kuchenauslage, der ganz ausgezeichnet schmeckt. An einem Nachbartisch sehen wir auch Junge Emiratische Frauen ohne ihren Oligatorischen Schleier vor dem Gesicht.
Von hier oben überblickt man erst welche gigantischen Ausmaße das Emirates Palace Hotel sowie das Gelände des Präsidenten-Palastes Qasr al Watan (Sheikhpalast) hat. Gegen 15:00 sind wir dann wieder mit einem Taxi vom Zentrum am Kreuzfahrthafen vorbei zu unserem Hotel auf Yas Island zurück gefahren.

Nach einem kurzen Abstecher ins Zimmer haben wir nochmal den Pool aufgesucht, um die späte Nachmittagssonne zu genießen und ein kühles Bier zu trinken. Gegen 18:00 sind wir dann auf unser Zimmer zurück um kurz zu Duschen und für das Abendessen fertig zu machen. Es war heute wenig los im Hotel zum Vergleich der letzten Tage, die Emiratis waren weg und Europäischen Geschäftsleute waren auch kaum welche zu sehen. Aber egal das Essen war gut, im Anschluss verbrachten wir noch eine Stunde in der Lobby und hatten ein angenehmes Gespräch mit dem netten Ehepaar aus Osnabrück. Um Zehn, halb elf sind wir dann ins Bett, morgen ist ja auch noch ein Tag wenn auch der letzte hier.

Sonntag, den 21. Feb. 2016

So um acht Uhr sind wir aus den Federn gekommen, schnell fertig machen zum Frühstücken, wie immer gibt`s für mich ein Omelette mit Pilzen. Mein Leibgericht im Ausland soweit es möglich ist. Noch ein kurzes Plaudern mit dem Ehepaar aus Osnabrück, die gerade in den Speisesaal gekommen sind dann gehen wir auf`s Zimmer. Es ist zwar noch früh, aber wir wollen heute noch zum Yas-Strand, schließlich ist heute unser letzter Tag hier in Abu Dhabi. Um 10:00 laufen wir los, es ist ja nicht weit bis zum Strand. Vom Hotel sind es maximal zehn Minuten. Es ist und wird heute der wärmste Tag in dieser Woche.
Wir nehmen uns zwei Liegen direkt am Wasser, wenig später kommt der Bekannte von Osnabrück auf seinem Strandspaziergang bei uns vorbei. Sie sind auch schon einige Zeit da und mit dem Transfer-Bus hierher gefahren. Ein kurzes Gespräch miteinander, wir legen uns dann wieder hin und genießen die Sonne.

Im Laufe des Nachmittags machen wir mehrmals einen Strandspaziergang, es ist schön hier, der Sand ist Schneeweiß und das Wasser herrlich blau.

Kurz vor 16:00 verlassen wir das Strandbad und gehen zum Hotel zurück. Hier trinken wir einen Cappuccino und später noch ein Bier an der Poolbar. Weiter hinten im Garten treffen wir nochmals das Ehepaar aus Osnabrück. Der Mann macht uns ganz freundlich einen Platz neben Ihren Badeliegen frei. So verbringen wir noch eine Stunde gemeinsam am Pool, bis sie dann auf ihr Zimmer gehen. Nach einer weiteren Stunde gehen auch wir aufs Zimmer um uns zum Abendessen fertig machen. Unsere Koffer müssen ja auch noch gepackt werden, um 23:00 werden wir dann mit einem Taxi zum Flughafen gebracht. Bis dahin gehen wir nochmals vor den Hotels spazieren. Vor einem der anderen Hotels steht ein schöner Bentley und türkisfarbenes Motorrad.

Aber irgendwann ist unsere Zeit hier zu Ende, kurz vor 23:00 steht unser Taxi da. Wir steigen ins Auto ein, müssen aber noch etwas warten, es sollte ein weiteres Pärchen aus München mitfahren. Da Sie aber nicht kommen, und auch nicht in Ihrem Zimmer sind, fahren wir dann los. In einer Viertelstunde sind wir im Flughafen, zum Check-In und zum richtigen Terminal fragen wir uns durch. Wir müssen hunderte von Metern bis zu unserm Gate 3 zurück legen. Nachdem die ganzen Flugzeuggäste schon einige Zeit im Gate gesessen haben, müssen wir alle nochmals zurück um unser Tickets irgendwo anders abstempeln lassen.

Kurz vor 2:00 geht es dann in den Flieger, unser Platz ist am Fenster aber der letzte Platz in der Reihe das ist gar nicht schlecht so können wir unseren Sitz zurück lehnen ohne andere Leute zu stören. Nach einiger Zeit gibt es etwas zu Trinken und etwas zum Essen, das Essen lehnen wir aber ab. Mit etwas Schlummern, schlafen kann man das nicht nennen gleiten wir durch die Nacht.

Montag, den 22. Feb. 2016

Um 6:05 haben wir den deutschen Boden wieder berührt, gleich darauf bremst der Pilot die Maschine stark ab, das ist mir noch nie so aufgefallen. Bis wir die Maschine verlassen können, vergeht schon einige Zeit. Als unsere Koffer endlich auf dem Band ankommen, wollen wir gleich die Ankunftshalle verlassen. Hier aber steht der Zoll, erstmalig in unserm Leben wird unser Handgepäck kontrolliert, ein kurzer Blick des Beamten hier war nichts zu holen. Wir gehen weiter bis zum Parkfly-Abholservice der vor der Türe auf uns wartet, und uns zu unserm geparkten Auto in Hallbergmoos bringt.

Fazit:
Das also war unser erster Urlaub in den Arabischen Emiraten, es hat uns sehr gut gefallen. Die Woche hier war eigentlich zu kurz. Aber wer weiß, vielleicht führt uns der Weg nochmals hierher zurück.

Mein Südfrankreich – Juni 2013

Eine Reise von der malerischen Ardeche in die Provence und weiter zur Traumküste der Côte d’Azur.

Unserer Wetter in Bayern ist zur Zeit gut, aber wir wollen trotz allem unseren diesjährigen Urlaub im sonnigen Süden Frankreichs verbringen. Unsere Route ist klar: es geht über die Schweiz, am Genfer See vorbei und durch Genf hindurch fahren wir nach Frankreich hinein. Unser erstes Ziel in Frankreich ist Tain de Hermitage/ Tournon sur Rhone, die beiden Orte liegen ca. 80 km südlich von Lyon an der Rhone. Hier werden wir ein paar Tage verbringen, dann geht es weiter an den Malerischen Fluss Ardeche die bei Pont-Saint-Esprit in die Rhone mündet. Im Anschluss soll es weiter nach Saint Remys in der Provence gehen, und als letztes haben wir uns einen Campingplatz an der Cote d`Azur ausgesucht. Und zum Abschluss auf dem Heimweg über den Camping Soleil Fruite, der dann wieder in der Nähe von Valence an der Rhone liegt. Auf diesem Campingplatz waren wir schon einige Male zu Besuch.

Samstag, 15. Juni 2013

Unsere Abfahrt in Ottobeuren ist um 12:30, Aber eins nach dem anderem, als wir heute Mittag in unserer Straße losfahren, sehe ich im letzten Moment die Fam. Sch…. mit Taschentücher in der Hand in Ihrer Haustüre stehen, sie winken uns zu. Schade ich konnte nicht mehr anhalten, da hinter uns schon ein anderes Auto fährt. Über die Autobahn-Auffahrt Memmingen Süd geht es dann auf die A96 in Richtung Lindau / Bregenz. Dieses Jahr fahren wir durch den Grenztunnel bei Bregenz, da die Österreichische ASFINAG die Maut-Gebühren für Bregenz gesenkt hat. In ein paar Minuten sind wir durch den Tunnel, und kurz vor der Schweizer Grenze haben wir unseren Hyundai iX35 nochmals vollgetankt. Bei Höchst sind wir dann auf die Schweizer Autobahn gefahren, und immer korrekt mit einer Geschwindigkeit von etwas über 80 km/h gleiten wir dahin. Unsere erste Rast machen wir bei Winterthur auf der Raststätte Forrenberg. Hier trinken wir noch einen Kaffee aus der Thermoskanne den wir von zu Haus mitgebracht haben, und essen dazu ein paar belegte Brote.

Nach einer dreiviertel Stunde geht es dann weiter, die Umgehungsstraße von Zürich schaffen wir in einer halben Stunde, das ist ein sehr guter Wert und so können wir am Späten Nachmittag noch einmal eine kurze Rast machen am Rasthof Deitingen in der Westschweiz ein paar Kilometer vor Bern. Unser Übernachtungsziel für heute ist die Raststätte Rose de la Broye bei Estavayer de Lac am Lac Neuchatel (Neuenburger See). Sie erreichen wir wie geplant um 19:30, nach einem kurzen Spaziergang über die hübsche Raststätte genießen wir unser Abendessen, es gibt heute einen Teller mit Bratensülze, dazu Heringe in einer Pilzrahmsoße, Schinken, Käse und Brot. Halt eine zünftige Brotzeit, und zum Trinken ein Glas Wein für meine Gattin und für mich zwei Gläser Weizenbier.

Gegen 22:30 legen wir uns dann ins Bett, denn am nächsten Morgen geht unsere Reise nach Frankreich ja weiter.

Sonntag, 16. Juni 2013

Der nächste Morgen beginnt leider nicht ganz glücklich, und schon um 5:30, meine Frau weckt mich und sagt zu mir, wir haben kein Licht und keinen Strom im Wohnwagen. Auweia: Ich dachte als erstes schon die Autobatterie ist leer, Ich ziehe mich schnell an und gehe nach draußen und starte unseren Hyundai, er springt aber tadellos an, als nächstes schalte ich das Autolicht an, auch die Außenbeleuchtung von unserem Caravan brennt. Aber innen im Caravan geht nichts, kein Licht aber was noch schlimmer war, unser Kühlschrank hat wohl auch keinen Strom das war eine Katastrophe. Seit vielen Jahren schleppe ich einen kleinen Akku in den Urlaub mit, wir haben ihn bisher noch nie gebraucht, ich schließe ihn am Netztransformator vom Wohnwagen an und siehe da wir haben Licht im Wagen. Das würde bedeuten, die Plus Leitung der Elektro-Kupplung vom Auto bringt uns keinen Strom oder aber der Umformer im Caravan ist kaputt, wir wissen es nicht. Kurzum wir fahren weiter, um 6:30 sind wir auf der Straße. Ob unser Kühlschrank jetzt Strom bekommt wissen wir nicht, da unser Kühlschrank keine Innenbeleuchtung besitzt. Auf der Strecke kontrollieren wir immer wieder mal die Temperatur im Kühlschrank, sie hält sich in etwa konstant.

Unser Frühstück machen wir dann schon in Frankreich in der Nähe von Annecy am Aire de Fontanelle das ist ein Rastplatz den wir schon wiederholt besucht haben, hier kann man bei schönem Wetter, das wir auch heute haben ganz nett im Freien frühstücken. Es gibt hier hübsche Sitzinseln aus Stein. Nach einer knappen Stunde geht es weiter, immer die Temperatur im Kühlschrank im Auge. So nähern wir uns immer mehr unserm heutigen Tagesziel, über Chamberry geht es jetzt in Richtung Lyon weiter über die A48 dann Richtung Grenoble und zum Schluss auf die A49 nach Valence kommen wir um die Mittagszeit an unseren letzten Rastplatz bei Royans-Vercours an, es ist bei uns schon Tradition all die schönen Rastplätze auf unserem Weg die es hier in Frankreich gibt zu besuchen und genießen. Nach ca. 40 Minuten Pause fahren wir weiter, zuvor machen wir noch ein kleines Experiment und nehmen den Ersatz-Accu vom Netztransformator weg und gehen wieder auf Autostrom. Resultat – Wir haben wieder Strom im Caravan warum auch immer, vielleicht ist es ein Wackelkontakt ???.

Nach ein paar Autominuten haben wir dann die Mautstelle bei Romans-sur-Isere erreicht, entrichten unsern Obulus, immerhin 41,20 € nicht schlecht. Nach weiteren zwei Fahrminuten verlassen wir die Autobahn auf der Abfahrt zu dem Städtchen Romans-sur-Isere, ich habe mir die Optimalste und kürzeste Wegstrecke ausgesucht. Aber nach dem zweiten Kreisverkehr in Romans…. war schon Schluss. Wir haben hier eine Baustelle – Sie schickten uns in die entgegen gesetzte Richtung, so war eine halbe Stunde kaputt, bis wir wieder auf der richtigen Straße in Richtung Tain de Hermitage waren. Jetzt noch über die Rhonebrücke hinüber, kurz durch Tournon sur Rhone fahren, danach ein kleines Rätselraten wo die richtige Abfahrt zum Campingplatz ist. Wir fahren auf den Parkplatz eines großen Supermarktes um unser Navigationsgerät noch einmal frisch mit der Straße und Hausnummer zu programmieren. Ein paar Kilometer noch, schon sind wir am Ziel angekommen. Der Camping Le Castelet ist sehr klein aber auch sehr nett, die Betreiber sind ein junges Ehepaar und sehr freundlich, unser Urlaub kann jetzt beginnen.

Montag, 17. Juni 2013

Gegen 8:00 in der Frühe hüpfen wir erst aus dem Federn, das Wetter ist schön und der Himmel blau, so können wir schon vor dem Wohnwagen frühstücken. Frische Bötchen oder Baguettes haben wir heute nicht, weil die Bäcker in Tournon… heute am Montag geschlossen haben, warum auch immer. Das macht uns aber nicht viel aus, weil wir selber noch einen guten Butterzopf von zu Hause und auch Brötchen zum Aufbacken mit dabei haben. Unser Frühstückstisch war auf jeden Fall reichhaltig mit diversen Marmeladen und Honig, Käse und Salami und Schinken gedeckt. Wir ließen uns das Essen gut schmecken. Im Anschluss an unser Essen machen wir einen längeren Spaziergang auf die andere Seite des Flüsschen Doux, dazu müssen wir über eine alte Steinbogenbrücke gehen. Sie war sehr eng und kann nur jeweils einspurig von einer Seite befahren werden. Danach folgen wir der Straße in Richtung dem Ort Tournon sur Rhone nach ca. einem Kilometer erreichten wir ein Hotel sowie zwei weitere Campingplätze. Wir riskierten einen kurzen Blick hinein und stellten fest, unser Camping-Platz ist viel schöner. Danach gehen wir zu unserm Platz zurück.

re. Bild: Wohnhaus unserer Gastgeber

Am Nachmittag fahren wir mit dem Auto die etwa 5 Kilometer bis nach Tournon sur Rhone, bei unserer Anreise gestern Mittag haben wir einen Wochenmarkt am Ufer der Rhone gesehen, da war einiges los. Aber heute ist tote Hose, so gehen wir am Flussufer entlang und auf einer alten Fußgängerbrücke über die Rhone in Richtung Taine de Hermitage. Der Blick auf die Rhone war schön, es ist nur schade dass heute kein Kreuzfahrtschiff zu sehen ist.

Kurz nach 15:00 gehen wir zum Baden in den kleinen Pool unseres Campingplatzes, das Wasser war auf den ersten Blick sehr erfrischend, aber wenn man sich einmal überwunden hatte, war das kühle Nass ein Traum. Gegen Abend gehen wir nochmals zur Rezeption / Bistro, da es hier in diesem Bereich kostenloses Wlan gibt und probierten mit dem Handy unser WhatsApp aus. Leider gelang uns das nicht gleich, so dass wir ein Ehepaar das sich als Deutsche herausstellte, um Rat fragten. Der Mann konnte uns das Wifi einstellen, so dass wir die ersten Nachrichten versenden konnten. Wir führten noch ein nettes Gespräch mit den beiden, sie waren mit einem gemieteten Wohnmobil unterwegs. Im Anschluss gingen wir zu unserem Wohnwagen zurück, um noch ein, oder zwei Hefeweizen zu trinken und kurz darauf ging es ins Bett.

Dienstag, 18. Juni 2013

Nach einem guten Frühstück wollten wir heute einen Ausflug machen, wir wussten nur nicht wohin, mein erster Gedanke war St. Donat de Herbasse die Französische Partner-Gemeinde von Ottobeuren. Aber dort waren wir auch schon ein paarmal. Also fahren wir direkt am Campingplatz den Hausberg hoch, den wir von unserm Stellplatz überblicken konnten. Oben ging es dann über Hügel und Täler, es war zwar nichts außergewöhnliches und doch war die vielfältige Landschaft beeindruckend. Nach einem 40 Kilometer langen Rundweg – 2 Stunden – war unser Ausflug zu Ende.

Inzwischen war es schon wieder Mittag geworden und zwischen Tagebuch schreiben und Essen verging nochmals Zeit. Gegen zwei Uhr mittags gingen wir zum Pool, die Wassertemperaturen waren die gleichen wie gestern, aber inzwischen waren wir sie schon etwas gewohnt. Ohne Scheu gingen wir ins kühle Nass, und konnten uns dabei erfrischen. Später gehen wir zu unserem Stellplatz zurück um eine Tasse Cappuchino zu trinken. Ach ja, ein Eis haben wir uns auch geholt, der Camping-Chef gibt uns dazu noch einen Krug mit eisgekühltem Wasser, das wir auf der schönen Terrasse vor seiner Bar tranken. Im Anschluss gehen wir nochmals zum Pool zurück um noch einige Runden im Becken zu schwimmen.

Erst gegen 17:00 Uhr kehrten wir zum Caravan zurück, bald darauf gibt es Abendessen. Heute ist Asia-day, wir hatten Hühnchen in Curry, sowie Chop Suey dabei, das wollten wir mal ausprobieren, es schmeckte wirklich großartig. Am Abend drehten wir noch eine kleine Runde über den kleinen Ca.-Platz und landeten zum Schluss in der Bar bei der Rezeption wo das junge deutsche Ehepaar von gestern eine Pizza aß. Wir durften uns zu Ihnen setzten, und so verplauderten wir den restlichen Abend mit den beiden.
(Man konnte in der Bar verschiedene Pizzas von einem Pizzaservice aus Tournon sur Rhone bestellen).
Zum Wetter wäre noch zu sagen, die Temperaturen waren meist um die 29° allerdings war es meiner Meinung bis zum Mittag gerne mal bewölkt, danach gab es Sonne pur.

Mittwoch, 19. Juni 2013

Heute heißt es Abschied nehmen vom Campingplatz und seinen netten Besitzern, hier waren vier Generationen am Platz. Von der 86 jährigen Oma bis zum 2jährigen Urenkel, und die Enkel waren die heutigen Betreiber, der Mann konnte eine gewisse Wesens-ähnlichkeit mit Stefan dem Schwiegersohn von Fam. Zi…. nicht verbergen. Gegen 9:45 haben wir den Platz dann verlassen, ich hatte mich entschlossen über die National-straße die D86 entlang der Rhone zu fahren, dies war aber keine ganz glückliche Entscheidung. Auf dem Weg kam eine Ortschaft nach der anderen, und die dazu gehörigen Kreisverkehre, pro Ortschaft waren es mindestens drei Stück. Das ging an die Nerven, so brauchten wir für die 113 km gute 2.5 Std. Aber irgendwann haben wir dann doch unser Ziel erreicht. Unser heutiges Ziel war ein Camping-Platz weiter in Richtung Süden an dem wunderschönen Fluss Ardeche.

Mein allererster Eindruck bei der Einfahrt in den Campingplatz Les Coudoulet war nicht allzu gut, vielleicht war auch das Wetter schuld, es war zeitweise sehr bewölkt und etwas später kamen auch noch einige Regentropfen vom Himmel. Bei einer späteren Platzbesichtigung stellten wir fest, dieser Platz war fest in der Hand junger holländischer Familien. Was ja sonst nicht so schlimm wäre, wenn die holländischen jungen Männer nicht so eingebildet wären, wie wir leider schon öfters feststellen mussten. Dieser Campingplatz war eher ein Ferien – Camp mit Mobilhomes, nicht diese Art gemütlicher Campingplatz wie er uns eigentlich vorschwebte. Der Fluss Ardeche – das Ziel unserer zweiten Etappe war erreicht, machen wir was draus.

Donnerstag, 20. Juni 2013

In Vallon du Arc das ist nur wenige Kilometer von unserem Ca.-Platz in Pradons entfernt ist heute Markttag, wir waren schon letztes Jahr einmal hier und hatten damals einen Strohhut für mich gekauft. Mein erster Strohhut aus Ägypten hatte leider damals nur ein paar Tage überlebt, mal sehen wie es dem neuen Hut geht. Heute wollen wir eine Tischdecke für die Waltraut Zi… kaufen mit einem Lavendel-Motiv oder ähnlichem, als kleines Dankeschön für die Blumenpflege. Wir mussten tatsächlich den ganzen Markt ablaufen und suchen, bis wir endlich passende Tischdecken fanden.

Es war inzwischen schon Nachmittag geworden so fuhren wir zum Pont de`Arc zum Baden, der Pont selber ist ein riesiges Felsentor oder Brücke das die Ardeche in Jahrtausenden durch den Fels gebrochen hat. Etwas weiter oberhalb im Flusslauf sind kleinere Stromschnellen wo die Kanus in Gruppen durchfahren, mehr oder weniger glücklich. Auf alle Fälle, es ist sehr interessant Ihnen dabei zu zuschauen. Hier verbrachten wir ein paar schöne Stunden. Bevor wir zu unserm Campingplatz zurück kehren, wollten wir noch einen alternativen Campingplatz für das kommende Jahr finden. Zuerst schauen wir den Camping la Plaine an, der war aber für uns schnell abgeschlossen, die Pool-Landschft wirkte auf uns irgendwie lieblos und grau, den Platz und die Stellplätze schauten wir uns gar nicht mehr an. Ein paar Kilometer weiter kamen wir zum Camping La Bastide en Ardeche, auch er liegt direkt am Ufer der Ardeche.

Nach einer ausführlichen Platzbesichtigung waren wir der Überzeugung einen schönen Campingplatz für das kommende Jahr gefunden zu haben.

Freitag, 21. Juni 2013

Wir wollten heute nach dem Frühstück mit dem Auto eine kurze Tour in die nähere Umgebung machen, unweit von Pradons wo unser Campingplatz liegt gibt es eine schmale Brücke über die Ardeche, dahinter konnte man auf einem Schotterweg den Berg hinauf bis zu einem schönen Aussichtpunkt, dem Cirque de Gens a`Chauzon gehen. Hier schlängelte die Ardeche sich in engen Schleifen die von steilen Felswänden umgeben war. Wir gingen ca. 1 Kilometer über diesen Pfad, die Aussicht von hier oben war traumhaft, ab und zu konnte man Kanus sehen, auf ihrer Wanderung flussabwärts. Der Fluss hat in unbestimmten Abständen immer wieder Stromschnellen die den Kanuten durchaus zu schaffen machten, da die Strömung ihren Weg bestimmte.

Danach fahren wir über den Ort Chauzon nach Balazuc, der Weg führte uns durch eine Heideähnliche Landschaft, zum Schluss wurde die Straße immer enger. Irgendwann erreichten wir dann doch wieder die Ardeche und über eine schöne Steinbogenbrücke das gegenüber liegende Dorf Balazuc das uns vom vorigen Jahr schon bekannt war. Durch enge Gassen, an Häusern die wohl schon vor Jahrhunderten gebaut wurden führte uns der Weg bergauf und bergab, wir machten ein paar schöne Bilder vom Ort. Nach ca. 2 Stunden fuhren wir zum Campingplatz zurück. Bevor wir zum Pool gingen, machten wir noch eine kleine Brotzeit. Die Wassertemperaturen hier im Pool waren frisch aber nicht unmöglich, man konnte es durchaus genießen.

Heute war der letzte Tag hier an der Ardeche, wir haben unsern Aufenthalt hier um einen Tag abgekürzt. Wir müssen noch unser Wohnwagen-Vordach herunter holen, was eigentlich keine große Aktion ist und diverse Geräte noch aufladen. Was mir aber mehr Sorgen machte, wir wussten immer noch nicht , ob ein Ladestrom vom Auto zum Caravan / Kühlschrank ging oder ob mein kleiner Akku wieder herhalten musste – Dumme Situation.
Auf jeden Fall wollen wir den heutigen Abend noch einmal genießen mit Steak und Würstchen Grillen und Wein trinken oder für mich mit einem Sangria – mal schauen.

Samstag, 22.Juni 2013

Heute ist unsere Abfahrt nach Saint Remys de Provence, um 9:30 geht’s los, es sind ca. 120 km und schätzungsweise 2,5 Stunden werden wir dazu benötigen. Bei VallonPont-d’Arc fahren wir über die Ardechebrücke in Richtung des kleinen Dorfes Barjac und der Kleinstadt Bagnol sur Ceze, es ist eine sehr schöne Strecke, kurvig schmal und auch holprig.

Das erste Malheur ist uns dann in Villeneuve-les-Avignon passiert, wo wir in einem Kreisverkehr ins Gewerbegebiet hineinfuhren statt auf der Zubringer-Straße zu bleiben. Das zweite Malheur, bei der Ausfahrt in Avignon-Süd gleich hinter der Rhonebrücke. Das gleiche Problem wie schon im letztem Jahr, ich bin statt gleich rechts abzubiegen ein paar Meter zu weit gefahren. Jetzt muss ich nochmals zurück über die Brücke fahren um im zweiten Anlauf die gewünschte Abzweigung in Richtung Arles zu erreichen. Die restliche Wegstrecke nach St. Remy… ging dann problemlos, bis auf die Holper-schwellen (Geschwindigkeit) am Ortsanfang von Saint Remy… an die man sich einfach gewöhnen muß. Um 12:15 haben wir unser heutiges Ziel erreicht den Camping Monplasir**** in der Provence.

Die Sonne schien, der Himmel war blau, ein leuchtendes Licht, das man so einfach nicht beschreiben kann. Unser Stellplatz vom letzten Jahr war frei, aber leider nur für einen Tag, so suchten wir uns einfach den übernächsten Platz mit der Nummer 70 aus . Was uns gleich auffiel, es waren sehr viele Urlauber da, die wir vom letzten Jahr her noch kannten. Der Holländer, der Schweizer, der Däne und der Belgier und zu guter Letzt auch der Franzose aus der Picardie.
Die meisten waren Stammgäste die jedes Jahr an die 6 Wochen hier verbrachten. Da konnte man schon neidisch werden, so viele Wochen hier, in diesem intensiven und zugleich weichen Licht der Provence das ja bekanntlich viele berühmte Maler Picasso, Matisse, Renoir, Chagall und auch Vincent van Gogh inspirierte.

Sonntag, 23. Juni 2013

Heute Morgen wollen wir einen Ausflug durch und hinter die Alpilles machen, den kleinen Gebirgszug aus Kalkstein der sich gleich hinter Saint-Remy-de-Provence befindet. Er ist ca. 300-500 Meter hoch, etwa 30 Kilometer lang und 10 Kilometer tief/breit, zeichnet sich dafür durch sehr schroffe Felsen aus, er ist Optisch ein Gedicht. Als Weg habe ich mir diesmal eine kleine Straße die D27 ausgesucht, die ein paar Kilometer hinter Saint-Remy-de-Provence abbiegt. Zuerst ist es eine ganz normale Landstraße die durch Kiefernwälder führt, plötzlich aber kommen die Felsen der Gebirgskette. Nach einigen Kilometern durch das karge Gebirge bekommen wir eine wahnsinnig tolle Aussicht nach Süden zu sehen, unter anderem auch nach Le Baux den Ort, sowie das Chateau Le Baux. Diese Festung gehörte den Herren von Le Baux das ein arrogantes und mächtiges Geschlecht das im Mittelalter im ganzen Süden Frankreichs verschwägert war. Die Herren hatten die Angewohnheit missbillige Gäste vom Burgfelsen zu stürzen Bei einer Abwesenheit der Burgherren wurde die Festung von Kardinal Richeleu 1632/33 geschleift

Im Mittelalter war Les Baux das befestigte Zentrum einer mächtigen Feudaldynastie, die über 79 Orte in der Umgebung herrschte. Das Fürstenhaus Les Baux leitete seine Herkunft von einem der Heiligen Drei Könige, Balthasar, ab und führte deshalb den Stern von Betlehem in seinem Wappen. Nach dem Einsatz auf der Seite Frankreichs gegen Spanien konfiszierte Spanien Gebiete der Familie Grimaldi. Durch den am 8. Juli 1641 geschlossenen Vertrag von Peronne, der jede französische Einmischung in die Regierung oder Justiz Monacos ausschloss, erhielt die Familie Grimaldi dafür als Ausgleich vier Lehen in Frankreich, darunter Les Baux, aus dem die Grimaldis zuvor die Spanier vertrieben hatten.

Nach dieser grandiosen Aussicht stellten wir unser Auto in der Nähe des Ortes Le Baux ab und gingen zu Fuß in das nette Dorf hinauf. Streiften durch die schmalen Gassen und schauten uns die vielen Auslagen vor den Souveniershops an. In einem kleinen Terrassenbistro tranken wir Rotwein und essen mit Genuss die köstlichen Crepes mit Zucker und Marmelade. Vom Kirchplatz von Les Baux-de-Provence, am Rande des Felsplateaus hat man einen schönen Ausblick ins Tal. Hier steht auch die kleine Pénitents Blancs Kapelle aus dem 17. Jahrhundert. Das Innere der Kapelle, ist mit Fresken von Yves Brayer (1974) geschmückt, die das Weihnachtsfest der Schäfer in der provenzalischen Tradition zeigen. Hier findet offensichtlich gerade ein Bastelkurs statt. Über zwei Stunden verbringen wir im Dorf, obwohl wir im letzten Jahr schon einmal hier gewesen waren. Für unsere Tochter Alexandra finden wir eine hübsche Wanduhr im Provencalischem Stil, und auch wir gehen nicht Leer aus. Ein Dachziegel mit einem gemalten Motiv darauf, hat es uns angetan. Da es jetzt mittlerweile schon über 13:00 Uhr geworden war, haben wir die Tour für heute abgekürzt und fahren nach Saint-Remy-de-Provence zurück .

Auf unserem Rückweg über die D5 kommen wir beim Kloster Saint- Paul -de-Mausole vorbei, das sich am Ortsrand von St. Remy… befindet. Im Sanatorium des Klosters Saint-Paul-de-Mausole hier in Saint-Rémy-de-Provence wird Vincent van Gogh von Mai 1889 bis Mai 1890 psychiatrisch behandelt. In dieser Zeit hat er über 100 Zeichnungen und 150 Bilder gemalt, man kann sie hier überall als Kunstdruck auf den Wegen und im Klostergarten sehen. Ebenso ist seine Kammer zu sehen, und in einem Nebenraum sind zwei Badewannen ausgestellt, eine davon mit einem Holzdeckel zum abschließen, wo die Patienten damals wohl ruhig gestellt wurden. In dem schönen Garten mit der kleinen Hütte eines der berühmtesten Motive van Goghs, wo der Lavendel so traumhaft blüht waren wir zum Schluss unseres Rundgangs. Das Kloster ist auch heute noch eine Nervenheilanstalt in der die Patienten mit der Malerei therapiert werden.


Dann fahren wir zum Campingplatz zurück, als erstes trinken wir einen Cappuccino und essen dazu ein Stück Kuchen. Wir wollen noch unbedingt zum Schwimmbad gehen um eine Runde zu schwimmen und am Beckenrand auf einer der unzähligen Bade-liegen zu Relaxen. Erst am späten Nachmittag gehen wir zum Caravan zurück, der Wind genannt ( Mistral ) hatte sich mittlererweile stark aufgefrischt, so dass wir aus Angst um unser Sonnendach es schnell einrollten. Nach dem Abendessen und zwei Gläsern Weizen bzw. einem Landwein für meine Frau, der hier vom Campingplatz stammt und ganz ausgezeichnet schmeckt, gehen wir ins Bett.

Montag, 24. Juni 2013

Für heute Morgen haben wir eine größere Tour hinter die Alpilles vorgesehen. Gegen 10:30 fahren wir vom Campingplatz weg, durch St. Remy… und überqueren auf der D 5 die Alpilles. In Maussane einem kleinen Ort gleich hinter den Alpilles ist das Zentrum des heimischen Olivenanbaues. Hier kaufen die Spitzen-Köche Frankreichs ihr Olivenöl ein. Gleich nach dem ersten Kreisverkehr im Ort geht es scharf links in die D78 eine kleine Strasse hinein. Hier beginnt unser Schleichweg der an der Südseite des kleinen Gebirgsmassifs vorbei führt. Links und rechts der Straße sind Olivenfelder in schier unendlicher Zahl. Wir besuchten noch ein altes Olivengehöft Mas de Bouto…, schauten uns hier um, aber die Preise sind ansprechend. Die Flasche Olivenöl beginnt bei ca. 18 Euro, aber solche Feinschmecker sind wir dann doch nicht. Weiter geht es von West nach Ost an den bizarren Felsspitzen der Alpilles vorbei, ein grandioser Anblick der uns immer wieder aufs neue begeistert.

Dieses Mal nehmen wir die Route nach Eygalieres, das ist ein kleines Dorf östlich des Gebirges. Hier machen wir noch einen kleinen Rundgang, bevor wir die Kapelle Sainte Sixte besuchen die etwas außerhalb des Ortes liegt.

Und weiter geht es auf die Hauptstraße nach St. Remy… zurück. Dort wollten wir noch das Haus von Caroline von Monaco – Le Mas de la Source – finden. Es ist nicht ganz einfach sich hier in St. Remy zurecht zu finden, alle paar Meter gibt es hier einen Kreisverkehr, aber wir haben es geschafft mein Gespür hat sich bewährt. Wir sind vor dem Grundstück der Prinzessin gestanden, es ist natürlich alles mit einer hohen Mauer umgeben, hier sieht man nicht rein. Aber das ist Nebensache, Hauptsache ich hab es gefunden.
Nach ein paar Jahren habe ich heraus gefunden, dass wir nicht vor ihrem Grundstück gestanden sind, wir waren aber in allernächster Nähe.

So fuhren wir dann befriedigt heim und tranken gemütlich eine Tasse Cappuccino und dazu einem Stück Kuchen vor dem Caravan. Leider hat der Mistral noch weiter zugenommen, der Wind kommt immer wieder in starken Böen. Es macht kaum noch Spaß draußen zu sitzen, zum Abendessen bleiben wir noch draußen. Nach 20:00 machen wir uns jetzt im Wohnwagen gemütlich, und trinken noch ein paar Gläschen Wein und dann geht es ab in die Koje.

Dienstag, 25.Juni 2013

Wir fahren heute nochmals nach Le Baux es ist einfach schön hier, der kleine Ort hat Leben, zumindest Tagsüber. Nach Geschäfts-Ende am Abend leben hier nur noch knapp über 20 Einheimische, der Rest sind Auswärtige die hier nur Ihr Geschäft betreiben. Das Interessante hier ist, auf kleinstem Raum sind hier Bistros, Läden oder sonstiges entstanden, wirklich toll.

So verbringen wir ein paar Stunden hier, danach fahren wir zum Campingplatz zurück. Wir haben immer wieder mit dem Gedanken gespielt unsern Wohnwagen wegen dem starken Mistral auf dem Stellplatz zu drehen, wissen aber noch nicht wie er stehen soll, dass es einen Sinn erfüllt. Wir probieren es, stellen den Wagen so um dass er uns einen Windschatten gibt. Das klappt einigermaßen. So genießen wir den restlichen Nachmittag, der Wind lässt nicht nach, aber wir sind jetzt einigermaßen geschützt. Baden konnten wir leider nicht mehr, es ist einfach zu kalt mit dem Mistral, so heftig haben wir Ihn bisher nicht kennengelernt. Aber einmal reicht auch. Abends saßen wir noch draußen, meine Gattin trank Ihren Landwein vom Campingplatz der sehr süffig ist, und ich trinke ein paar Gläser mit Sangria, es ist zwar nicht stilecht aber was solls.

Mittwoch, 26.Juni 2013

Heute ist Markttag in Saint-Remy-de-Provence, wir sind nach unserem Frühstück gegen 10:00 zu Fuß in die Stadt man braucht ca. 20 Min. bis ins Zentrum. Der Markt ist zur Hälfte in Naturalien und der Rest in Kleidung und Porzellan und sonstigen Krimskram bestückt. Beeindruckend waren die vielen Stände mit den verschiedenen Oliven oder Käsesorten. An einem Stand probierten wir die verschiedenen Salami-sorten und kauften im Anschluss eine Auswahl derselben. Für unsere andere Tochter nahmen wir Salami mit Oliven und Nuss mit, dazu noch eine weitere Salami mit Käse. Anschließend verbringen wir noch eine Zeitlang in einem Strassencafe direkt an der Hauptstraße, es war sehr gut besucht. Ein kleines Glas Rotwein kostete hier 5 Euro, das ist schon ein erheblicher Preis, aber vielleicht in Frankreich normal.

Um die Mittagszeit gehen wir dann zum Campingplatz zurück, hier vernaschten wir einen Becher mit Joghurt und einen Pudding plus einer Flasche Radlerbier. Um zwei Uhr entschlossen wir uns zum Pool zu gehen, er war heute fast leer, es gab also kein Platzprobleme. Mit der Zeit wurde es sehr warm, und das Schwimmbad wurde wieder voller. Nach ca. 2 Stunden gehen wir wieder zum Stellplatz zurück, um eine Tasse Cappuccino zu trinken. Anschließend wollen wir noch unser Auto tanken im Intermarche (Supermarkt), hier sind die Benzinpreise halt immer etwas billiger als an einer normalen Tankstelle oder an der Autobahn.

Heute ist leider unser letzter Tag hier im Camping Monplasir, wir wollen zum Abschluss unseres Aufenthaltes hier in der Provence noch einmal Grillen.

Donnerstag, 27. Juni 2013

Unser heutiges Ziel ist die Cote Azur in der Gegend zwischen La Ciotat und Toulon östlich von Marseille. Um 9:45 haben wir unseren Lieblingsplatz hier in Saint-Remy-de-Provence verlassen. Wir wissen nicht was uns da erwartet am Meer, gutes oder schlechtes. Ces la vie; das einzige was bisher bekannt ist, das Wetter ist nicht so stürmisch. Der Mistral spielt hier anscheinend keine so große Rolle. Unsere Fahrt verläuft gut, der Weg ist ja kurz nur etwa 130 km aber dafür Mautstellen, drei Stück an der Zahl zweimal 5,60 € und einmal 3,30 € für das kurze Stück müssen wir bezahlen, abgesehen vom Zeitfaktor. Die Landschaft ist sehr schön hier, aber als wir dann in St. Cyr-sur Mer angekommen sind, bewahrheitet sich was ich befürchtet habe. Die Wegweiser zum Campingplatz sind praktisch gar nicht vorhanden, zweimal fahren wir durch den engen Ort auf der selben Route ohne Ergebnis. Bis wir dann eine nette Frau finden, die uns dann in die richtige Richtung weist. So ist das ganze keine Kunst mehr und nach ein paar Kilometern haben wir den Campingplatz Close Saint Therese erreicht. Aber mit den ganzen Mautstellen und der Suche nach dem Campingplatz haben wir fast 3 Stunden gebraucht, also eine ganze Stunde mehr als eigentlich notwendig.

Der erste Eindruck vom Campingplatz ist, er hat eine schöne Lage, na wie soll man sagen er ist sehr steil am Hügel gebaut. Die Beschattung ist sehr dicht und besteht aus lauter Kiefern und Zypressen. Unser Caravan wird mit einem Traktor an den Stellplatz gezogen, obwohl wir nicht allzu weit oben am Hang sind. Allerdings der Weg den der Traktorfahrer nimmt ist nicht ganz ohne, alles sehr eng und die Einfahrt auf den Stellplatz wäre ich mit dem Auto und dem Caravan nicht hinein gekommen. Nachdem der Wohnwagen vom Traktor abgehängt ist, drehe ich die Kurbelstützen des Caravans mit dem Akkuschrauber herunter. so sind wir im Nu fertig. Im Anschluss daran nehmen wir ein paar Häppchen zu uns, und trinken dazu noch ein Glas Radler. Wir verzichten auf das Ausrollen unserer Markise, da die hohen Bäume um uns herum für den notwendigen Schatten sorgen. Ich will später am Nachmittag noch ein paar Zeilen für mein Reisetagebuch schreiben, das schreibt sich auch nicht von allein.

Als erstes sehen wir uns den Pool an, mein Eindruck dazu: der Fotograf hat eine gute Arbeit geleistet, der Pool ist wohl um einiges kleiner als in den Internet-Fotos dargestellt. Trotz allem verbringen wir eine gute Stunde in der Badeanlage. Etwas später machen wir noch eine Platzbesichtigung, es gibt viele Mobilhomes hier am Platz und die Caravans sind so wie wir meistens im unteren Platzteil platziert. Es gibt einige Toilettenhäuschen aber sie sind in gutem Zustand, wir benutzen so eine Art Sanitäreinheit mit sechs Kabinen. Der Campingplatz ist im Allgemeinen sehr gut beschattet, man muss den einzelnen Sonnenstrahlen die an den Bäumen vorbei kommen, schon nachlaufen.

Freitag, 28. Juni 2013

Heute morgen wollen wir nach Cassis das ist eine kleine Stadt direkt am Meer fahren, sie ist vom Campingplatz aus ca. 25 km entfernt. Kurz vor der Stadteinfahrt fahren wir noch nach links eine steile Straße auf den Berg hinauf. Hier geht eine Landzunge ins Meer hinaus, die Straße geht bestimmt 10 km in engen Kehren in die Höhe. Der Ausblick an den verschiedenen Punkten ist grandios, man sieht einerseits nach La Ciotat eine etwas größere Hafenstadt und auf der anderen Seite auf die schöne Bucht von Cassis. Das Meer ist tiefblau und an manchen Stellen näher am Ufer tiefgrün. Die Felsen hier sind sehr steil und es geht abrupt in die Tiefe. Wir kommen mit einem Motorradfahrer aus Nürnberg ins Gespräch, der mit seinem Motorrad eine Tour durch den Süden Frankreichs macht.

Bild rechts: ganz Mutige

Im Anschluss fahren wir wieder den Berg nach unten, wir wollen noch zum Hafen von Cassis, mit dem Auto fahren wir Richtung Zentrum. Aber der Verkehr ist stark und kein Parkplatz in Sicht. Dann plötzlich stehen wir, nach einer Weile geht es wieder weiter. Kein Hafen und kein Zentrum in Sicht, plötzlich sind wir bei einem Spielcasino gelandet. Hier sind Parkplätze, so glauben wir wenigstens – ein Königreich für einen Smart – aber auch hier ist alles voll. Wir fahren weiter, ein Schild, zu einem Parkplatz, ein Polizist winkt uns gleich ab. Der Ort ist völlig überlaufen, nach einem längerem Disput fahren wir leicht frustriert zum Campingplatz zurück. Wir hatten heute Morgen beim Frühstücken einen blauen Himmel, als wir dann am Aussichtspunkt bei Cassis angekommen sind, war es ziemlich bedeckt und hier am Campingplatz ist es dann wieder sonnig. So gehen wir nach einem kurzen Pause zum Pool hinauf. Am spätem Nachmittag machten wir nochmals einen Spaziergang. Bei unserem Campingplatz gegenüber, ein paar hundert Meter von der Straße entfernt befindet sich ein Golfhotel das zugleich ein Weingut ist. Dem wollen wir noch einen Besuch abstatten.

Anschließend gab es noch Abendessen und mit einem Glas Wein aus Saint Remy-de-Provence beschließen wir den heutigen Tag.

Samstag, 29. Juni 2013

Wir fahren heute morgen nach Bandol ans Meer, damit meine Frau endlich einmal die Côte d’Azur kennenlernt. Bandol ist eine kleinere Hafenstadt am Mittelmeer (Côte d’azur) mit einem beträchtlichen Angebot an Bootsliegeplätzen, immerhin an Platz 9 der Sporthäfen hier in Frankreich. Ein paar Schiffe haben wir schon gesehen, die wohl einen Preis von 10 Millionen überschreiten. Die Promenade macht einen guten Eindruck, hier reihen sich wie wohl überall an der Küste, Cafes, Bistros und Restaurants. Bei einem der vielen Bistros haben wir mal den Preis für ein Omelett Natur mit 11 Euro festgestellt. Auch sonst sind die Preise hier bestimmt ein Viertel höher als anderswo. Nach einem zweistündigen Spaziergang an der Promenade entlang und in den anschließenden Straßen, haben wir das Zentrum von Bandol wieder verlassen.

Wir wollen noch an einem Supermarkt unser Auto volltanken und ein paar Kleinigkeiten zum Essen einkaufen. Anschließend fahren wir zum Campingplatz zurück um noch etwas Sonne zu genießen, die sich heute aber immer wieder kurz hinter den Wolken versteckte. Wie jeden Abend bläst auch heute wieder der Mistral um unsere Nase. Nach dem Abendessen machten wir einen Spaziergang über den Ca.-Platz, wo uns ganz idyllische Plätze mit Blick auf das Meer gefallen haben. Und wieder rückt das Ende unseres Urlaubes immer näher.

Sonntag, 30. Juni 2013

Hurra, wir fahren heute Morgen zum Baden an die Côte d’Azur ( Bandol ). Ein frei zugänglicher Strand ist gleich neben dem Parkplatz, wo wir gestern schon parkten. Wir sind gleich um 10:00 los gefahren, der Parkplatz war schon gut gefüllt aber für uns reichte es auch noch. Der Strand war herrlich, und die Sicht grandios, heute ist wohl der schönste Tag seit wir hier am Meer sind. Den ganzen Tag ein strahlend blauer Himmel und herrlicher Sonnenschein. Wir waren dann bis kurz nach 13:00 hier geblieben und fahren dann zum Ca.-Platz zurück.

Hier verbrachten wir den restlichen Nachmittag. Unsere Tochter Raphaela schickte uns noch ein SMS mit dem Hinweis, dass ihre Schwiegermutter Dagmar heute Geburtstag hat. Worauf wir die herzlichsten Geburtstagsgrüße nach Stuttgart schickten. Am späten Nachmittag sind wir dann noch nach Castelet gefahren, das ist ein Idyllischer kleiner Ort im Hinterland auf einem Hügel gelegen. Der ganze Ort besteht eigentlich nur aus lauter kleinen und netten Geschäften, auch die Aussicht von hier war grandios, man konnte von hier sogar bis zum Meer sehen.

Nach einem ausführlichen Spaziergang durch das hübsche Dorf und einem guten Glas Wein kehren wir zum Campingplatz zurück. Heute Abend gibt es eine Pizza vom Ca.-Platz, mal sehen wie sie schmeckt. Also für Französische Verhältnisse war sie recht gut, der Käse war aus Emmentaler leicht süßlich. Schade – Pilze – waren nicht zu sehen, aber ansonsten recht ordentlich.

Montag, 01. Juli 2013

Es ist Montagmorgen: heute ist unsere Abfahrt aus dem Ca.-Platz an der Cote Azur, unser Caravan wird wieder mit einem Traktor nach draußen gezogen. Aber erstmals müssen wir warten, 9 Uhr war ausgemacht um 9:30 kam dann der Traktor, und gute 10 Minuten später kamen wir endlich weg. Unser Weg geht nach Norden zum Campingplatz Soleil Fruite im Department Drome. Eigentlich sind wir hier schon Stammgäste, wir sind bestimmt insgesamt 5 mal oder mehr hier gewesen. Wir haben etwa 267 km zu fahren, 3:45 Stunden brauchen wir dazu. Die Strecke von der Küste bis nach Avignon ist interessant, den Rest des Weges kennen wir recht gut. Bei Montellimar sind einige Lavendelfelder noch in voller Blüte, einfach toll.

Um 13:15 kommen wir am Campingplatz an, er ist fast voll belegt, aber wir bekommen trotz allem noch einen riesigen Stellplatz. Hier könnte man ein großes Haus drauf bauen. Das Wetter ist sonnig und sehr heiß, und im Nu ist der Wohnwagen inclusive dem Sonnendach aufgestellt. Unsere Freizeit kann beginnen, als erstes machen wir eine kleine Mittagspause mit etwas Käse und Schinken dazu ein Glas Radler. Später gehen wir noch zur Poolanlage. Die Besitzerin hat die schöne Badelandschaft noch um ein weiteres überdachtes Becken erweitert.

Dienstag, 02. Juli 2013

Um etwa 7:30 stehen wir auf, es gibt ein reichhaltiges Frühstück, das wie gewohnt aus Käse und Schinken diversen Marmeladen und manchmal auch ein Frühstücksei besteht. Danach machen wir einen größeren Spaziergang vom Platz weg, unterwegs vorbei an den Aprikosenfeldern, die leider noch nicht zum Essen reif sind. Aber dafür gibt es Pfirsiche, die sind pflückreif.

Meine Frau klaut einen ganzen Rucksack voll der schönen Früchte, jeder will ja versorgt sein, die Kinder daheim und unsere Nachbarin die Waltraut Zie…., auch die bekommt ein paar der Pfirsiche. Da ist der Rucksack bald wieder Leer. Nach knappen eineinhalb Stunden sind wir wieder am Platz zurück, genießen ein Glas Radler und vertreiben uns die Zeit mit Lesen und sonstigem, gegen Mittag gehen wir noch zum Pool. Heute ist es nicht mehr so heiß wie gestern, es sind auch immer wieder Wolken zu sehen. Für Mittwoch Vormittag ist Regen angesagt, danach leichte Bewölkung. Unsere Überlegung ist ob wir dann vorzeitig abreisen, wenn der Tag nicht so schön wird, hier noch einfach rumhängen ist dann auch blöd.

Mittwoch, 03.Juli 2013

Heute Morgen zwischen 5:00 und 7:00 Uhr hat es tatsächlich geregnet, der Himmel ist stark bewölkt, nur manchmal sieht man ein Stück blauen Himmels. Wir überlegen immer noch, ob wir bleiben oder heimfahren sollen, das Wetter wechselt immer wieder. Wir hatten schon am Vorabend den Tisch und die Stühle ins Auto gepackt, da wir unser Sonnendach wegen des starken Windes auch schon einen Tag früher eingerollt hatten. Plötzlich fiel die Entscheidung, wir fahren heim, ich entsorgte die Toilette und meine Frau ging noch zum Geschirr spülen. Danach gehen wir gemeinsam in die Rezeption um unsere Rechnung bezahlen. Als nächstes mit dem Akkuschrauber die Kurbelstützen vom Caravan hochdrehen, das Stromkabel abnehmen und schon waren wir fertig zur Abreise.

Um 10:50 verließen wir den Campingplatz, der Reiseverkehr war angenehm, auf einem Rastplatz bei Annecy machten wir unsere erste Rast. Dann fuhren wir weiter Richtung Genf auch das ging reibungslos. Um Bern war sehr reger Verkehr, die Schweiz ist ja so klein dass ein Verkehrstau sehr weit reicht, fast von einer Großstadt zur anderen Großstadt. Tanken wollten wir auf der Raststätte Grauholz kurz hinter Bern, auf unserer Straßenseite war aber nur noch Baustelle zu sehen, hier war die alte Raststätte schon vollständig abgerissen. Wir mussten also auf die andere Seite hinüber, die Zufahrt ging über eine Brücke auf die andere Seite der Autobahn. Hier kamen aber auch die Fahrzeug von dieser Seite auf die Tankstelle, ziemlich chaotisch das Ganze. Und weiter ging die Fahrt Richtung Zürich, im Großraum der Stadt war natürlich genau so ein Stau. Wir brauchten ca. 1 Stunde bis wir hier durch waren. Übernachten wollten wir am Rasthof Kempthal, hier gibt es ein Luxusrestaurant, für uns allerdings wieder nur zum Anschauen. Der Rasthof war aber genau so wie letztes Jahr überfüllt, keine Chance hier einen Platz zum Übernachten zu bekommen.

Als letzte Rettung für unsere heutige Übernachtung war die Raststätte Forrenberg, ca. 20 km weiter. Hier bekommen wir Platz und stellten unsern Wohnwagen ab. Nach einem gemütlichen Abendessen und einem kühlen Weizen ging auch dieser Tag hier zu Ende. Ach ja mittlerweile regnete es immer mehr.

Donnerstag, 04.Juli 2013

Donnerstagmorgen: Wir sind ca 180 km entfernt von daheim im Bereich der Stadt Winterthur. Geschlafen haben wir gut, es regnet in Strömen auch das ist ein Zeichen, dass wir uns der Heimat nähern. Ein kurzes Frühstück dann fahren wir los, um 8:50 sind wir schon in Bregenz, ein letztes Mal billiger Benzin tanken. Auch das gehört zu unserer Philosophie – einfach preisbewusst tanken zb. in Supermärkten, die größten Kosten unserer Reisen entstehen ja auf der Straße. Bei der Ausreise sind wir durch den Pfändertunnel gefahren, das sind 2 Euro für den Weg das ist ok. Heute geht es mitten durch die Stadt, wir müssten heute ein 10 Tage Pickerl kaufen, nur für einmal Tunnel fahren. Für die ganze Durchfahrt von Bregenz einschließlich unser Auto volltanken brauchen wir ca. 45 Minuten. Nach der Uferstraße in Richtung Lindau geht es dann auf die deutsche Autobahn, die Heimat ruft. Man merkt es daran, es regnet immer mehr. Vor dem Autobahnkreuz in Memmingen kommt ein Wolkenbruch vom Himmel, wir sind daheim. 10:25 Uhr stehen wir in Ottobeuren vor unserer Haustür.

Fazit unserer Reise: Ein schöner Urlaub, tolles Wetter in drei Wochen hatten wir nur einmal ein paar Tropfen Regen an der Ardeche. Unsere Tour ist gelungen, die verschiedenen Anlaufstellen bzw. Campingplätze sind alle Positiv zu bewerten. Negativ als solches wäre: Wir hatten leider dieses Jahr einen starken Mistral, der Wind hätte schon schwächer sein können. Aber, wir kommen wieder. Ich werde einzelne Stationen austauschen, wir haben für nächstes Jahr einen neuen Campingplatz gefunden. Im Bereich der Provence gehen wir vielleicht mal mehr in die Berge oder ans Meer, man wird es sehen. Adieu Frankreich.

Und wieder in Südfrankreich – Juni 2012

Samstag, den 16. Juni 2012

Auch in diesem Jahr wollen wir unseren Sommerurlaub im Süden Frankreichs verbringen. Die vergangenen Tage haben wir unseren Garten auf Vordermann gebracht, wobei meine Frau hier das meiste getan hat. Im Garten arbeiten ist nicht mein Ding, höchstens mal Rasen mähen. Meine Arbeit war, mich um den Wohnwagen zu kümmern. Um all die Technischen Dinge zu kümmern, die für einen Reibungslosen Campingurlaub notwendig sind. Eine Reiseroute auszuarbeiten, und vieles mehr, für unseren meist dreiwöchigen Campingurlaub.

Aus Sicherheitsgründen verzichten wir auf eine Übernachtung in Frankreich außerhalb eines Campingplatzes. Aus diesem Grund werden wir auch in diesem Jahr in der Schweiz unsere erste Übernachtung machen. Um 12:40 sind wir in Ottobeuren losgefahren, haben dann die Österreichische Stadt Bregenz am Bodensee um 13:40 Uhr erreicht. Wir sind auch dieses Mal sehr gut durch die Innenstadt gekommen, und haben dann im Bregenzer Ortsteil Hard noch einmal vollgetankt. Die Schweizer Grenze erreichten wir um 14:10. Wie in den vergangenen Jahren haben wir auch in diesem Jahr auf der Raststätte Forrenberg für ca. 40 Minuten eine Pause gemacht. Wir haben ja meistens ein paar belegte Brote und eine Thermos-kanne mit Kaffee von zu Hause dabei. Danach geht unsere Fahrt weiter Richtung Westen, auch die Umgehung von Zürich haben wir in 20 Minuten geschafft, das ist super, normal brauchen wir fast eine Stunde dafür. Bei Aarburg mussten wir dann einen leichten Stau wegen eines Unfalls hinnehmen, der war aber nicht so schlimm. Ein paar Kilometer weiter war die Raststätte Gunzgen, wir befinden uns jetzt in der Westschweiz, wo wir gleich darauf eine weitere Rast machten. Heute musste man überall den Schatten suchen, es war wirklich die heißeste Tour die wir seit Jahren gemacht haben. Gegen 19:30 haben wir unser heutiges Übernachtungsziel die Raststätte Rose de la Broye bei Estavayer-de-Lac erreicht.

Hier verbringen wir die Nacht von 19:30 – 6:45 Uhr am Sonntagmorgen. Als wir hier ankamen, war alles sehr ruhig, die LKWs standen wohl schon fürs ganze Wochenende, es war kaum noch ein Durchgangsverkehr. Bei unserem kleinen Spaziergang auf dem Rastplatz haben wir 3 junge Mädchen aus Basel kennengelernt, die auf der Wiese eine Shisha geraucht haben. Sie wollten zu einem Musikfestival nach Montreux am Genfer See fahren, wir wechselten ein paar Worte mit den dreien, es war nett mit ihnen zu plaudern. Anschließend haben wir im Caravan noch Abend gegessen und ein gutes Cola-Weizen getrunken. Gegen 21:45 Uhr gingen wir dann ins Bett.

Sonntag, den17. Juni 2012

Die Nacht war ruhig und angenehm, kein Kühlwagen neben uns, dessen Kühlagregat uns die Nachtruhe versaute. So konnten wir uns einigermaßen erholt um 6:50 Uhr auf die weitere Reise in Richtung Frankreich machen. Um unser Tank-Volumen voll auszuschöpfen, haben wir erst bei der übernächsten Raststätte in Gland am Genfer See getankt. Diese Raststätte kennen wir seit 20 Jahren von unserm ersten Spanienurlaub, leider ist auch hier schon lange nichts mehr wie früher. Anscheinend wurde die Autobahn irgendwann um ein paar Hundert Meter vom Genfer See weg verlegt, heute ist es nur noch eine schmale Raststätte mit wenig Tiefe. Die Großstadt Genf haben wir gegen 8:30 und die Französische Grenze um 8:40 überquert. Kurz vor Annecy befindet sich die erste Französische Mautstelle wo wir aber nur ein Ticket abholen. Unser Frühstück nahmen wir 40 Minuten später auf einer Raststätte bei Seynod zu uns. Es ein sehr schöner Rastplatz und bei gutem Wetter kann man auf den steinernen Sitz-Inseln wunderbar sitzen und Frühstücken.

Als wir hier ankamen stand schon ein schönes Wohnmobil aus Deutschland ( EN ) mit einem Anhänger da, man glaubt es nicht, darauf stand ein gelber Ferrari. Anscheinend hatten die Besitzer hier Übernachtet. Die Besitzer sind beide gut über 60 Jahre alt und körperlich auch nicht mehr ganz auf der Höhe. Die Fahrt durch die Haute Savoy und die Drome war wie immer sehr schön, und so legten wir so gegen 11:50 auf der Raststätte La Baume de Houstune eine weitere 20 minütige Rast ein. Auch dieser Rastplatz ist ein Gedicht, ein Riesenpark wo man überall auf Bänken sitzen und essen kann. Nach ein paar weiteren Minuten haben wir dann die Mautstelle bei Saint Romans sur Isere erreicht wo wir um ca. 39 Euros erleichtert wurden.

Wir haben seit dem vergangenen Jahr ein anderes Auto. Statt dem Hyundai Santa Fe 2,4 Liter fahren wir jetzt einen Hyundai IX 35 mit 2 Liter Motor und 163 PS. Auf unserer Fahrt bis hierher hat er sich gut geschlagen, und auch der Benzin-Verbrauch liegt auf dieser Teil-Etappe bei 12 Liter. Im Gegensatz zum Vorgänger Santa Fe mit einem Gas-Antrieb mit durchschnittlich 15 Litern.

Bei der Umgehung Valence mussten wir uns schon aufpassen um die richtige Abfahrt Richtung Portes le Valences zu bekommen. Es klapppte ganz gut, allerdings haben wir die Rhone etwas zu früh schon bei Charme sur Rhone überquert, hier war nur eine Pontonbrücke, und es gab nur eine Fahrspur, aber wie gesagt, es klappt ganz gut. Und gegen 13:20 Uhr haben wir schließlich den Campingplatz La Garenne erreicht. Leider war laut Anschlag an der Rezeption hier von 11:00 bis 15:00 Uhr Mittagspause. Also ließen wir unser Gespann am Eingang des Platzes stehen und gingen zu Fuß durch den Campingplatz. Der Ca.-Platz ist in mehreren Ebenen aufgeteilt, und er war äußerst gut besucht, aber im unteren Bereich waren noch einige Stellplätze frei. Während unserm Gespräch mit einen Holländischen Gast kam der Platzbetreiber mit einem anderem Urlauberpaar vorbei, die waren anscheinend gleich mit dem Caravan hier runter gefahren und versperrten mit Ihrem Caravan-Gespann den Weg. Was dem Betreiber des Platzes, einem jungen Holländer anscheinend nicht ganz gefiel, denn er kümmerte sich dann sofort um uns, und ließ die anderen Gäste stehen. Wir haben uns zwei, drei Plätze ausgewählt, bei der Platznummer 90 zum Beispiel sagte er zuerst: Dieser Platz wäre reserviert, aber dann bekamen wir ihn doch noch. Zum Schluss nahm er uns noch mit seinem Elektroauto den Berg hoch zur Rezeption. Anschließend sind mit unserem Gespann den Berg wieder runter zum Stellplatz und unser Urlaub konnte beginnen. Wir stellten unseren Caravan auf Platznummer 90 mit Hilfe unseres Movers (Elektroantrieb) auf. (Wir hatten ihn erst vor kurzem auf Grund meiner Schulter-Operationen einbauen lassen).

Nachdem der Wagen stand und die Markise aufgebaut ist, gibt es erst ein Glas Radlerbier zur Erfrischung. Kurz nach 19:00 haben wir unseren Gasgrill angemacht und ein paar Puten-Steaks und Würstchen sowie Tomaten und Gurken und ein Weizenbier stehen bald auf dem Tisch.

Montag, den18. Juni 2012

Der heutige Morgen beginnt mit einem Strahlend blauen Himmel, den wir ganz ohne Stress genießen konnten. Im Laufe des Vormittags machte ich mit meiner Fotokamera einen kleinen Rundgang über den Campingplatz, beim Schwimmbad gab es wunder-bare Hortensiensträucher.

Am Nachmittag gingen wir dann zum Pool, der aber doch ernüchternde Temperaturen hatte. Trotz allem machte ich in diesem Schwimmbecken meine Schulterübungen mit einer Handscheibe, um nach meiner Schulter-OP wieder fit zu werden. Ein paar Campinggäste im Schwimmbad glaubten anscheinend, die Handscheibe sei eine Schwimmhilfe. Hier sieht man wieder mal wie Naiv manche Leute sind.

Am Abend gingen wir durch den Platz, und weiter in den Ort St. Laurent du Pape hinein. Der Ort war nicht sehr groß, lag am Flüsschen LÈyrieux und auch sonst gab es hier nichts besonderes, aber man musste ja etwas für die Beine tun.

Dienstag, den19. Juni 2012

Der heutige Tag begann ganz gut, etwas später zogen aber Wolken auf, die immer wieder mal für etwas Regen sorgten. Am Vormittag suchten wir eine Apotheke in La-Voulte-sur-Rhone auf, da meine Gattin sich am Tag zuvor im Schwimmbad offenbar etwas erkältet hatte. Die Apothekerin empfahl Ihr Lutschtabletten (Strepsils), sie halfen offensichtlich schnell wie sich im Nachhinein herausstellte. Da es immer wieder mal regnete fuhren wir am Nachmittag nochmal mit dem Auto in den nächsten Ort, zum Supermarkt um zu Tanken. Gegenüber den normalen Tankstellen sind hier immer 5 – 7 Cents weniger für einen Liter Benzin drin.

Mittwoch, den 20. Juni 2012

Wir wollen heute Morgen zu unserm nächsten Urlaubsziel den Camping Soleil-Vivarais an der Ardeche fahren. Auch in der Nacht hatte es mehrmals geregnet und jetzt war die ganze Wiese nass, aber trotz allem wir wollen weiter fahren. Unseren Tisch und die Stühle hatten wir schon am Vorabend im Auto verstaut und das Vordach aufgerollt. Ein kleines Frühstück und danach noch zum Waschhaus. Anschließend gleich das Stromkabel vom Caravan abgenommen und aufgerollt und den Mover angelegt. Wir hatten keine Probleme wegen dem nassen Gelände (Ruckizucki war der Caravan am Auto) angehängt. Aber nun war noch kurz Spannung angesagt, wir mussten noch einen relativ steilen Berghang mit zusätzlichen Querschwellen hochfahren. Also durften wir auch keinen Anlauf nehmen und mussten alles mit dem ersten Gang fahren, aber es ging alles glatt. Kurz nach 8:30 verlassen wir den Campingplatz, der trotz seines angeblichen guten Mikroklimas (Aussage eines Holländischen Campingastes) kein besonders gutes Wetter für uns bot. So ging unsere Fahrt über die D104 in Richtung Privas und Aubenas bis wir die Ardeche erreichen. Im kleinen Städtchen Privas waren die Durchfahrtstraßen ziemlich steil, inklusive mit vielen roten Ampeln, wir mussten mehrmals am Berg mit dem Caravan wieder anfahren. Aber auch das schafften wir, die ganze Strecke war sehr schön, kurvenreich und hatte einige Steigungen, trotz der geringen Entfernung von 80 Kilometern brauchen wir fast zwei Stunden für die Wegstrecke.

Gegen halb 11 Uhr fahren wir in den Campingplatz Soleil-Vivarais ***** hinein. Der Campingplatz war auf den ersten Blick sehr schön, aber die zahlreichen Stellplätze waren kaum belegt, die meisten Gäste waren in den vielen Mobilhomes untergebracht. Aber egal, wir bekamen einen Stellplatz direkt am Flussufer. Die Sonne brannte vom Himmel herunter, tagsüber waren es schon an die 30°. Nachdem wir den Caravan aufgestellt und auch unsere Markise ausgerollt hatten, gingen wir erstmal zum Pool. In der hübschen Badeanlage gibt es drei warme Jacuzzi, das große Schwimmbecken war etwas kühler, geschätzte 29°, es war toll zu genießen, nach unseren langen Regen-wochen in Deutschland.

Am Abend erkundeten wir den Platz und die nähere Umgebung des Platzes, wir besuchten auch den zweiten Platzteil Quartier Les Jardins mit einer Abenteuer-Schwimm-Landschaft. Sie war aber nicht so toll diese Badelandschaft, unser Pool mit allem hat uns besser gefallen, und die Aussicht auf den gegenüber liegenden Felsen war grandios. Ein Manko hier am Platz war wohl das Sanitär, es ist nicht überragend. Und vor unserem Stellplatz befindet sich eine große Kiesbank, erst dahinter fließt die Ardeche vorbei. Solche Dinge merkt man erst später. Der Abend war noch sehr warm, wir haben gegen 21:00 Uhr noch etwa 27°. Etwas später besuchten uns noch ein paar Stechmücken, nach ein paar Weizen, gingen wir dann ins Bett.

Donnerstag, den 21. Juni 2012

Heute ist Markttag in Vallon-Pont-D` Arc. dem nächsten etwas größeren Ort (2400 Einwohner) hier am Fluß. Gegen 10:Uhr fahren wir los, es sind nur etwa 5 Kilometer. Der Markt ist für die Größe des Ortes ziemlich ausgedehnt und groß, er erstreckt sich über mehrere Straßen im Zentrum. Für unser Esszimmer finden wir eine hübsche Wanduhr im Provencalischen Stil. Als Ersatz für meinen Strohhut den ich in Ägypten verloren habe, habe ich hier an einem Verkaufsstand einen neuen Strohhut gefunden. Unsere nächste Urlaubsreise nach Ägypten kann kommen.

Im Anschluss daran, wir waren ja doch schon zwei Stunden hier am Markt unterwegs fahren wir zum Pont de Arc um dieses grandiose Felsentor, den die Ardeche in einigen Jahrtausenden geschaffen hatte zu bewundern und hier vielleicht noch ein wenig ins Wasser zu gehen. Es waren sehr viele Badegäste hier, aber ich denke das wird wohl jeden Tag so sein. Geschätzte 80 Personen auf dem kleinen Sandstrand auf unserer Seite des Felsentors.

Nach ca. einer dreiviertel Stunde gehen wir dann wieder, beim zurückfahren kommen wir am Camping LÀrdechois***** vorbei. Kurz entschlossen halten wir an um diesen Luxusplatz zu besichtigen (Wir waren im Jahr 2002 schon einmal mit unseren Kindern hier an der Ardeche, damals auf dem Nachbarcampingplatz Le Provencal). Wir melden uns in der Rezeption an, wie es Sitte ist, und betreten den vornehmen Campingplatz. Alles ist hier gepflegt auch die Poolanlage macht einen sehr guten Eindruck. Was aber auffällt, die Belegung mit Campinggästen ist genau so schlecht wie auf unserem Campingplatz Soleil-Vivarais ***** . Offensichtlich beginnt die Urlaub-saison hier an der Ardeche erst im Juli oder August wenn in Frankreich die großen Sommerferien beginnen.

Wir schauen uns auch die Waschhäuser an, die alle einen sehr guten Eindruck machen. Danach gehen wir weiter durch den Platz in Richtung der Ardeche, hier gibt es eine Art Liegewiese sowie Ablageplätze für Kanus. Hier kann man auch die Ardeche mit ohne Kanus betreten. Auf dem Ufer gegenüber macht gerade eine Gruppe Kanus eine kurze Pause bevor es weiter den Fluss abwärts geht.

Freitag, den 22. Juni 2012

Wir wollten heute unbedingt noch einmal zum Baden an den Pont de Arc, bei einem Restaurant mit einem großen Parkplatz, kann man durch den Wald die Ardeche mit seinem Wahrzeichen Pont de Arc erreichen. Hier sind immer viele Badegäste am Ufer, wie wir gestern schon gesehen haben, auch der Mann mit seinen zwei großen schwarzen Hunden ist heute hier. Die beiden tollen durch den Fluss und haben offensichtlich einen großen Spaß. Viele Kanus kommen in meist in Gruppen hier vorbei. Meist rasten Sie dann für kurze Zeit hier, bevor es weiter geht. Es ist ein tolles Bild, links der Pont de Arc und rechts immer wieder mal ein paar tolle Stromschnellen als Hindernis für die Paddler. Es ist Interessant ihnen bei der Durchfahrt durch diese natürliche Barriere zu schauen.

Gegen 14:00 Uhr wollten wir noch zum Aven d`Orgnac einer wunderschönen Tropfsteinhöhle, die in der Nähe der Kleinstadt Barjac ist fahren. Sie ist von unserem Campingplatz etwa 20 Kilometer entfernt

(Die Höhle ist seit 1935 offiziell erforscht, das Höhlensystem erstreckt sich auf einer Länge von rund 4 km. Der obere der drei Säle „Salle Robert de Joly“ (Saal Robert de Jolys) hat eine Dimension von 125 m Länge auf 90 m Breite, bei einer Höhe von rund 30 m. An der höchsten Stelle liegt die Deckenhöhe bei 35 m. Er beinhaltet insbesondere Stalagmiten und Stalakiten, die an Teller- oder Pfannkuchenstapel erinnern).

Das Höhlensystem war toll anzusehen, die Führung dagegen weniger, es wurde alles nur in reinem Französisch erklärt. Bei uns in Deutschland ginge so was nicht, da wird meistens in mehreren Sprachen erklärt. Da müssen die Franzosen noch einiges lernen. Anschließend sind wir noch zum Intermarche (Supermarkt) in Vallon de Arc gefahren, ich wollte unbedingt einen neuen Michelin-Autoatlas kaufen. Und natürlich noch unser Auto tanken an der Zapfsäule des Supermarktes, bei einem Preis von 1,48 Euro pro Liter rentiert sich das schon. Am Abend sitzen wir vor dem Wohnwagen, heute ist Fußball-Abend und Deutschland spielt gegen Griechenland, was wir aber nicht mitkriegen (ich bin kein Fußballfan). Die Temperaturen lagen untertags bei ca. 30° und am späten Abend noch etwa bei 22°.

Samstag, den 23. Juni 2012

Heute Morgen sind wir nach Balazuc gefahren, einem Ort der ca. 12 km nördlich von hier ebenfalls an und über der Ardeche gelegen ist, seine übereinander geschachtelten Häuser, die um die Reste einer Burg an einem 80 m hohen Steilhang am Ufer der Ardeche kleben, machen ihn zu einem der 100 schönsten Dörfer Frankreichs. Es sind ja nur ein paar Kilometer von unserm Campingplatz bis dahin. Der Ortsanfang war erstmals mäßig, aber dann in der Mitte des Ortes wurde er durchaus ansprechend.

Der Ort Balazuc ist an einem Berghang gebaut mit einem schönen Blick hinunter auf die Ardeche. Wir sind die Straße hinunter bis auf die Brücke gegangen, und konnten von hier aus den regen Kanu-Verkehr auf dem Fluss beobachten. So gab es einige Kanus die hier in der Nähe der Brücke kenterten. Wo Paddel und Kanus und Ihre Besitzer getrennte Wege gingen. Der Fluss ist an und für sich nicht schwer, aber immer den richtigen Durchlass anzusteuern ohne am Kiesbett zu stranden oder kentern, offenbar schon. Es war richtig unterhaltsam Ihnen beim Paddeln zuzuschauen. Auf dem Rückweg wollen wir uns noch den Campingplatz Ranc-Davaine***** am kleinen Flüsschen Chassezac anschauen. Die Badelandschaft ist toll, wir haben danach ein paar der Stellpätze angeschaut, sie entsprechen nicht unseren Erwartungen. Die Stellplätze für die Caravans sind stark beschattet und reiner Waldboden. Der Traum von einem neuen Campingplatz für uns war hier schnell vorbei, er ist mit Sicherheit ein Superplatz aber nicht mehr für uns Camper, sondern nur noch für Mobilhomes.

Diese 4 Bilder vom Campingplatz sind aus dem Internet

Enttäuscht fahren wir wieder zurück an unseren Ca. Soleil-Vivarais. Am Nachmittag gehen wir nochmal zum Pool, er war ziemlich gut belegt. Seit Freitagnachmittag sind sehr viele junge Gäste angekommen, die anscheinend zu einem Musikfestival das in Ruoms statt findet gehen wollen. Auch heute kommen den ganzen Tag viele neue Gäste, ob das nur Wochenendgäste oder der Beginn einer Ferienzeit ist, wissen wir nicht.

Sonntag, den 24. Juni 2012

Heute Morgen ist Abfahrt von unserem Platz, es geht weiter nach Süden. Um 8.30 Uhr sind wir von unserm Campingplatz Soleil-Vivarais an der Ardeche aufgebrochen, es war sehr schön hier an der Ardeche. Für unseren nächsten Sommerurlaub in 2013 hier im Süden Frankreichs wäre das auf jeden Fall eine Etappe. Unser Weg führt uns auf der D579 in Richtung Barjac und weiter auf der D980 auf teilweise engen und kurvigen Straßen bis nach Bagnols-sur-Ceze. Von hier geht es auf der N580 weiter bis nach Villeneuve-l es-Avignon. Die Landschaft südlich der Ardeche und entlang des Flusses Ceze ist wunderschön.

Nach ca. 1,5 Std. erreichen wir Avignon, hier heißt es aufpassen, und prompt haben wir uns verfahren.

Rechtes Bild: Hier wäre die richtige Abfahrt gewesen

Unsere Fahrspur führt uns Richtung Stadtmitte, aber unser Navi sagt uns etwas weiter vorn, können wir die Fahrtrichtung wieder wechseln und wieder nach Süden Stadtauswärts fahren. Nach kurzer Fahrt sind wir auf der Straße nach Saint Remy-de-Provence. An die 20 km fahren wir noch bis zu unserer nächsten Station den Campingplatz Monplasir. Kurz vor 11:00 haben wir unser Ziel erreicht, nach einer kurzen Rundfahrt mit einem Elektromobil bekommen wir unsern Stellplatz Nr. 73 zugewiesen. Wir sind schnell begeistert über diesen Ca.-Platz, der aus einem ehemaligen Bauernhof vor 38 Jahren entstanden ist. Dazu ein alter Baumbestand, es ist überall wunderschön blühender Oleander sowie natürlich Lavendel zu sehen, kurz die ganze Anlage ist Gärtnerisch sehr schön und mit Liebe gestaltet. Unsere Platznachbarn sind ein etwa 70 jähriger Franzose aus der Picardie, er ist wahnsinnig freundlich, nur leider verstehen wir uns nicht. Hinter uns wohnt ein Belgisches Paar, die man aber so gut wie nicht sieht.

Die Badeanlage ist ansprechend mit kleinen Fliesen ausgelegt und wesentlich neuer, als im Internet zu erkennen war. Nach einer kurzen Mittagspause haben wir uns in die Fluten des Pools gestürzt. Auf den ersten Blick sehr erfrischend konnte man sich doch sehr schnell daran gewöhnen, da die Luft-Temperaturen doch bei ca. 32° waren. So gegen 15:30 Uhr gingen wir zu unserem Stellplatz zurück um Kaffee zu trinken.

Etwas Später haben wir uns zu Fuß ins etwa 1,4 Kilometer entfernte Zentrum von Saint Remy-de-Provence aufgemacht. Hier ist heute eine Künstler-Ausstellung, im Ortskern sind überall Gemälde, Schmiede-eiserne Skulpturen und vieles andere zu sehen. Nach einem Rundweg um das Zentrum gehen wir wieder zurück zum Campingplatz. Nach dem Abendessen wollten wir unseren ersten Abend hier in der Provence bei einem einheimischen Bier und dem unüberhörbaren Ruf der Zikaden genießen. Die Temperatur Abends um 21:00 Uhr lag noch bei ca. 24°.

Montag, den 25. Juni 2012

Für heute Morgen wollten wir die Alpilles (Kleines Kalkstein-Gebirge) beziehungsweise die Südseite davon besichtigen, wir fuhren also erstmals in Richtung Arles um dann in St-Etienne-du-Gries nach Süden abzubiegen. Aber alles ist leichter gesagt als getan, das konnten wir im Laufe unseres Ausfluges noch öfters feststellen. Zuerst besuchten wir die Aquädukte von Barbegal (zwei alte Römische Wasserleitungen die vom Gebirge Alpilles das Wasser nach Arles führen).

das waren die Reste des Aquäduktes

Im Anschluss fahren wir in Richtung Paradou und Maussane-le-Alpilles wo die Herkunft von Frankreichs bestem Olivenöl ist. Auf der D 78 einer Nebenstraße fahren wir die Südseite der Alpilles entlang, die (Rochers d`Entreconque) eine wunderschöne Landschaft mit etwas Wein und vielen Oliven und Kirschen, Aprikosen und Mandel-bäumen. Weiter geht es auf der D 24 und D25 durch Kiefernwälder Richtung Aureille u. Mouries.

Zum Schluß wollen wir nach Les-Baux-de-Provence. Ein schöner kleiner Ort hoch auf einem Bergrücken, und darüber wie ein Adlerhorst die alte Festung der Herren von Le-Baux, die im Mittelalter eine mächtige Feudaldynastie waren. Die Burg wurde im Zeitalter der Religionskrige im Jahre 1632 von Kardinal Richeleu dem ersten Minister des Königs Ludwig XIII belagert und Zerstört. Um 14:30 Uhr war unsere Sightseeing-tour beendet, es wurde auch langsam immer wärmer, die Temperatur lag jetzt bei ca. 33°.

Wir fahren zurück nach Saint Remys…., zuerst gehen wir noch kurz in den Super-marche, um noch ein paar Getränke zu kaufen. Anschließend fahren wir zum Kaffee trinken auf den Campingplatz zurück. Gegen 16:30 Uhr besuchen wir noch den Pool zur Auffrischung.

Dienstag, den 26. Juni 2012

Auf unserm heutigen Ausflugsprogramm war Arles vorgesehen, die alte Römerstadt die damals einen Flottenstützpunkt direkt am Meer besaß. Die Stadt ist nicht allzu weit weg von St. Remy – ca. 27 km entfernt, in einer knappen halben Fahrstunde waren wir dort. Erstaunlich war aber, auf was für Wegen unser Navi uns in die Innenstadt gebracht hat, zuerst irgendwo durch die Pampa, aber plötzlich waren wir im Zentrum. Hier mussten wir dreimal im Kreis fahren bis wir dann endlich einen Parkplatz in einem Innenhof gefunden hatten. Ein paar hundert Meter durch die Stadt gehen und wir waren am Amphitheater angekommen. Wir kommen von Norden direkt auf die Stufen des Theaters zu, das gerade frisch renoviert wird. der Stein sah hell und sauber aus. In die Arena kann man natürlich nicht hinein gehen, so gehen wir ein paar hundert Meter weiter zum Römischen Theater.

Das Amphitheater wurde um 90 n. Chr. erbaut; sein Durchmesser ist mit140 m × 103 m fast Kreisrund, mit zwei Geschossen mit je 60 Arkaden und für ca. 25.000 Zuschauern Platz bietend. Das Antike Theater, unter Kaiser Augustus wurde um 25 v. Chr. errichtet, von dem noch zwei  korinthische Säulen, die Orchestra und vom Zuschauerhalbrund die untersten der 33 Sitzreihen mit 12.000 Sitzplätzen zu sehen sind.

Es gab hier in Arles kaum noch Souvenier-Geschäfte für Touristen. Vor zehn Jahren als wir das erste Mal hier waren, haben wir Keramik-Ziffern für unsere Hausnummer gekauft. Wir machen noch einen kurzen Rundgang zum Rhoneufer, hier sehen wir ein Kreuzfahrtschiff am Ufer stehen. Ihre Rhone-Rundreise beginnt meistens in Lyon und fährt dann Norden auf der Saone bis Chalon-sur-Saone von hier geht es wieder nach Süden bis nach Avignon und Arles. Auf dem Weg zurück zu unserem Auto sahen wir noch einen für Frankreich typischen Straßenmusikanten auf dem Gehsteig seine Trompete spielen. Das war`s dann schon wieder, für eine große Stadt wie Arles ist das reichlich mager.

So fuhren wir wieder nach St. Remy zurück, zuerst trinken wir einen Cappuccino und essen ein Stück Kuchen, danach statten wir der hübschen Badeanlage einen Besuch ab.

Mittwoch, den 27. Juni 2012

Wie jeden Morgen stehen wir um 7:30 auf, als erstes hole ich ein Baguette von der Rezeption, wo sich auch der kleine Einkaufsshop befindet. Heute Morgen wollen wir einen Rundgang durch die Stadt Saint-Remys….. machen, und fahren mit dem Auto aus dem Campingplatz heraus. Auf der Straße merken wir schon, dass eine große Menge Menschen unterwegs sind. Im Zentrum war dann alles klar, heute ist Marktag in Saint-Remys….. Alle Straßen sind voll Autos und Menschen, zuerst wollten wir dann auch auf den Markt gehen, fanden aber keinen Parkplatz mehr und es war schon ziemlich warm bestimmt schon an die 27°. Also fuhren wir ein paar Kilometer weiter zum Kloster Saint-Paul de Mausole am Südrand von Saint-Remys….. , in diesem ehemaligen Kloster war Vincent van Gough über ein Jahr als Patient in dieser privaten Nervenheilanstalt untergebracht. Das Kloster war damals und ist auch heute noch ein Krankenhaus. Heute nennt sich die Heilanstalt „Maison de Santé de Saint-Paul“, es sind noch vorwiegend Frauen als Patienten hier. Sie werden über die Malerei therapiert.

Eine kleine Auswahl seiner Werke

Vincent van Gough malte in seiner Zeit hier mehr als 150 Bilder, und seine Werke sind als Kunstdrucke hier noch zu sehen. Wir konnten sein Zimmer bewundern wie auch den wunderschönen Garten mit dem Gartenhaus sehen, das in einem seiner Bildern vorkommt. Anschließend fuhren wir zum Campingplatz zurück, um noch in den Pool zu gehen. Am späten Nachmittag fahren wir noch zum Supermarkt zum Tanken. Heute ist unser letzter Tag hier in Saint-Remys de Provence wir hatten unseren Aufenthalt hier sowie schon um einen Tag verlängert. Morgen geht es endgültig nach Gordes (Gordes gehört ebenfalls zu den 100 schönsten Dörfern in Frankreich), zu einem weiteren Höhepunkt unserer Reise in der Provence.

Donnerstag, den 28. Juni 2012

Heute ist nun soweit, wir fahren nach Gordes, der Ort liegt auf einer Anhöhe mit einem wunderbaren Blick auf das südlich gelegene Luberon-Gebirge. Von Saint Remy—– bis hierher sind es nur ca. 45 km, aber die größere Stadt Cavaillon liegt dazwischen. Wie erwartet, zeigt uns das Navi den kürzesten Weg, aber quer durch die Pampa. Mit dem Caravan ist das nicht immer gewünscht und schon gar nicht gut. Wir wählen die D99 es ist eine wunderschöne Straße mit alten Platanen bewachsen bis nach Cavaillon. (Hier herrscht allerdings eine Tempobegrenzung von 60 km/h). Wir überqueren hier den Fluss Durance müssen aber jetzt durch die Stadt fahren. Es klappt relativ gut, nach gut einer Stunde ist auch das überstanden. Wir fahren die Bergserpentinen nach Gordes hoch, durch den sehr engen und lebhaften Ort, weiter geht es auf der D15 in Richtung Murs bis zur Abzweigung zum Campingplatz Camping des Sources****, hier müssen wir mit dem Gespann eine sehr enge, steile und dicht bewachsene Straße hochfahren, bis der Campingplatz erreicht ist. Wenn hier ein Caravan-Gespann entgegen kommt hat man ein Problem, wir mussten heute gleich nach der Einfahrt in die schmale Straße nochmals auf die Hauptstraße zurücksetzen.

Man glaubt es nicht, nur zwei Stellplätze bietet die Chefin uns an, alle Plätze sind anscheinend vergeben oder reine Zeltplätze. Der Campingplatz ist an einem doch relativ steilen Hang gelegen und sehr natürlich gehalten mit kleinen Nischen für die Caravans, darum haben wir uns ja letztes Jahr in diesen Campingplatz verliebt. Wir nahmen dann einen Platz weiter unten in einer Waldlichtung. Nach kurzer Zeit haben wir den Caravan mit dem Mover (Elektroantrieb) rangiert und danach unser Sonnen-dach aufgerollt. Nach einer bescheidenen Siesta sind wir dann zum etwas weiter oben gelegenen Schwimmingpool gegangen. Das Wasser war erstaunlich kühl, wie schon im letzten Jahr. Nach unserer Schwimmrunde und einem kurzen Aufenthalt auf einer der zahlreichen Badeliegen sind wir zum Stellplatz zurück um einen Cappuccino zu trinken (hier vom Pool hat man einen wunderbaren Ausblick auf das Tal und das dahinterliegende Gebirge, den kleinen und den großen Luberon) . Gegen 18:00 Uhr sind wir dann die ca. zwei Kilometer nach Gordes ins Orts-Zentrum gefahren, um hier unsere ersten Eindrücke zu sammeln. Vom zentralen Platz beim Chateau sind wir dann hinunter gestiegen , an seinen engen Gassen und Arkaden entlang. Ein Labyrinth von „Calades“ (enge Kopfsteinpflasterstraßen) führt durch den Ort. Es gibt hier viele Restaurants und Cafés, von einfach bis raffiniert; Bäckerei und Lebensmittelgeschäfte; und eine blühende Kunstszene, es war schon beeindruckend. Dieser Ort wurde ja erst vor 50 Jahren von Künstlern wie Marc Chagall wieder entdeckt. Einige, wie André Lhote, Marc Chagall, Victor Vasarely und Pol Mara blieben hier und bauten das kleine Dorf wieder auf.

(Gleich im Ortszentrum befindet sich das Chateau de Gordes, eine massiv befestigte Burg die in Teilen noch aus dem 11. Jahrhundert stammt. In den Innenräumen der Burg, findet man heute ein Kunstmuseum der Malerei und das örtliche Tourismusbüro. Der Brunnen auf dem südlichen Vorplatz der Burg ist aus dem Jahre 1342. Er war über lange Zeit die einzige Wasserstelle des hochgelegenen Stadtkerns. Gordes wie auch andere Dörfer hier in der Provence wurden ab dem 11. Jahrhundert mit einer massiven Stadtmauer versehen).

Sogar ein Luxushotel gibt es hier im Ort: Airelles, La Bastide de Gordes*****

Freitag, den 29. Juni 2012

Die erste Nacht im Camping des Sources hoch über Gordes war schön und Ruhig. Gegen 8:30 Uhr holte ich uns Baguettes von der Rezeption zum Frühstücken und gegen 10:00 Uhr sind wir dann nach Fontaine de Vaucluse zur Quelle der Sorgue gefahren. Auf einem großen Parkplatz am Ortseingang haben wir geparkt und sind dann durch den kleinen Ort und den Uferweg flussaufwärts bis zum Quelltopf gelaufen. Der Weg ist sehr schön und beschattet durch große alte Bäume, Am Fuß einer 200 Meter hohen Felswand, aus einem Loch tief unten entspringt die Sorgue.

Man sollte aber dabei nicht vergessen in diesem Loch oder Schlund geht es tief in den Berg hinein, bis in 300 Meter Tiefe wurde schon mit einem Tauchroboter getaucht, weiter kam man nicht. Aber die Sorgue hat heute trotz allem viel Wasser, es drückt aus vielen unsichtbaren Löchern Wasser ins Flussbett, das Felsgestein hat mehr Löcher als ein Schweizer Käse. Es wird vermutet dass der unterirdische See eine Größe von 1100 Quadratkilometer hat, das entspricht etwa unserem Landkreis Unterallgäu.

bei Hochwasser überwindet sie eine Steinbarriere und läuft in ihrem Flußbett neben dem Fußweg entlang in Richtung Fontaine….. Bei Niedrigwasser kommt das Wasser aus vielen kleinen Löchern, die man kaum erkennen kann. Ich staune immer wieder, wie aus so kleinen Rinnsalen innerhalb weniger Meter ein solcher Fluss entstehen kann. Es ist immer wieder schön in diesem Ort. An der Uferpromenade gibt es einige Souvenir-shops, wo man schöne Geschenke und Mitbringsel für zu Hause findet.

Danach sind wir nach Isle-sur-Sorgue gefahren, hier wollen wir noch den Camping-platz Sorguette anschauen. Wir sind aber nur kurz hinein, die Stellplätze sind im Quadrat angelegt und kaum beschattet. Er hat auch keinen Swimmingpool, was aber noch schlimmer ist, er wirbt mit seiner schönen Lage direkt am Ufer der Sorgue. Tatsächlich gibt es am ganzen Campingplatz nur eine Eisentür die dann mal nach draußen in Richtung dem Fluss Sorgue führt. Es ist jetzt Mittag und wir kehren zum Campingplatz zu einem kurzen Snack, und da es heute sehr heiß ist, gehen wir noch eine Runde zum Schwimmen an den Pool. Hier ist um diese Zeit nichts los, die meisten Campinggäste (Holländer) machen untertags ihre Ausflugstouren, und kommen erst am späten Nachmittag zurück. Es ist mittlerweile schon 14:30 geworden, als wir uns entschließen noch zur Kloster Abbaye de Senanque zu fahren. Dieses Mal fahren wir ein kleines Sträßchen die D117 wo direkt von Gordes einen steilen Bergrücken hinunter geht. Hier hat man einen wunderschönen Ausblick auf das im Tal liegende Kloster. Wir waren ja im letzten Jahr schon einmal hier, damals waren wir zu Fuß unterwegs, stundenlang an Olivenbäumen und Macciasträuchern vorbei, es ging über Stock und Stein. Über Geröllhalden vom Berg runter ins Tal und auf der anderen Seite wieder rauf, durch Wald und an wild bewachsenen Ebenen vorbei. Bis wir endlich das Kloster erreicht hatten. Leider standen die Lavendelfelder noch nicht in voller Blüte. Auch dieses Jahr hat der Lavendel noch nicht seine herrliche blaue Farbe bekommen.

Die meisten Klöster gehörten zunächst dem Benediktinerorden  an. Radikale Armut war eine der Hauptforderungen des Ordensgründers Benedikt von Nursia. Die Benediktinerklöster waren aber im Laufe der Zeit durch Spenden und Schenkungen zu großem Reichtum gelangt, mit der Folge, dass die Klosterkirchen immer prächtiger wurden. Gegen diese Aufweichungen der Regeln Benedikt von Nursia begehrten einige Mönche auf. Die von Robert von Molesme gegründeten Zisterzienser wollten zurück zu diesen Wurzeln und einfach leben. Bedeutend war für sie die Architektur als konsequente Umsetzung ihrer Vorstellung vom Klosterleben. Ästhetische Feinheiten und Ausschmückungen waren unbedeutend. Im Vergleich zu der Architektur der Benediktinerklöster sind deshalb die Zisterzienserklöster eher schlicht und klein.

Die Klosteranlage Abbaye de Senanque wurde im Jahre 1148 von den Ziesterzienser erbaut. Die Blütezeit lag im 13. Jahrhundert Während der Religionskriege wurde die Abtei 1544 abgebrannt und einige Mönche gehängt. Die Klostergemeinschaft wurde geschwächt und bestand gegen Ende des 17. Jahrhunderts nur noch aus zwei Mönchen. Danach wurde es wieder geschlossen und erst im Jahr 1989 sind wieder neue Mönche in diese großartige Eremitage eingezogen.

Auf dem Parkplatz stellen wir unser Auto ab und gehen zu der Abtei, die auf den ersten Blick einen düsteren Weltabgeschiedenen Eindruck auf uns macht. Das Kloster ist nur in Teilen außerhalb der Besuchszeiten zu besichtigen. Wir gehen in einen der Höfe wo sich auch die Türe zur Kirche befinden, und treten ein. Nach der gleißenden Helligkeit im Freien ist der Innenraum in ein kühles Halbdunkel gehüllt. Einer der Klosterbrüder bereitet offensichtlich den Altar für eine Messe vor. Nach einem kurzen andächtigen Aufenthalt verlassen wir die Kirche und gehen an der Klosteranlage vorbei. Auf der Rückseite der Anlage wo sich weitere Gärten befinden, ist so eine Art Hotelbetrieb wo Exerzitien angeboten werden. Wir gehen jetzt zurück zur Vorderseite des Klosters wo sich der Shop befindet, das Kloster vertreibt viele Produkte wie Lavendelöle, Honig, Seife, Balsam, Kerzen und mehr. Meine Frau findet ein paar nützliche Dinge zum kaufen. Danach brechen wir wieder auf und kehren zum Campingplatz zurück.

Nach einer kurzen Pause und einer Tasse Cappuccino, gehen wir dann noch zum Pool hoch, der bei dieser Temperatur von 33° einfach notwendig ist.

Samstag, den 30. Juni 2012

Samstagmorgen 10:00 Uhr, nach einem gemütlichen Frühstück, haben wir uns für heute vorgenommen eine etwas größere Tour zu unternehmen. Es geht von Gordes aus eine kleine Straße entlang die uns nach Goult führt. Von hier fahren wir weiter bis nach Bonnieux, das als das Mount Saint Michel der Provence gilt, der Ort liegt terrassenartig an einer Felswand direkt über dem Tal. Nachdem wir letztes Jahr wegen der Hitze auf einen Rundgang verzichtet hatten, wollen wir das heute nachholen.

Wir wollen danach weiter nach Lacoste fahren, wo wir letztes Jahr unsere Tour wegen der großen Hitze unterbrochen und direkt nach Roussillion weitergefahren sind. Über dem Dorf befindet sich die Ruine der gleichnamigen Burg Lacoste. Diese Burgruine wird seit einigen Jahren mit Unterstützung des französischen Modeschöpfers Pierre Cardin wieder aufgebaut, der auch einige Häuser des Ortes gekauft hat.  Der Ort Lacoste ist sehr alt und wie viele Orte hier in Südfrankreich an oder auf einem Hügel gebaut. Mit engen Sträßchen und steilen Wegen, wunderschön zum Anschauen aber nicht sehr bequem für die Bewohner. Es gibt nur wenige Dörfer in der Provence die ein so einheitliches Erscheinungsbild wie Lacoste aufweisen. Dies liegt in erster Linie daran, dass in Lacoste fast alle Häuser aus unverputzten hellem Kalkstein gemauert sind und die Wege mit sehr grobem Kopfsteinpflaster ausgelegt sind. Spaziert man durch die engen Gassen, die sich in engen Schleifen den Hang hinauf schlängeln fühlt man sich ins Mittelalter versetzt.

Die Ruine ist auch überregional bekannt, da sie im 18. Jahrhundert der Wohnsitz des Francois de Sade war. Der Marquise de Sade wurde bekannt für seine (sadistischen Exesse)und ist wohl vielen bekannt.

Es geht auf der D943 in Richtung Süden nach Loumarin durch ein enges Tal das den kleinen und den großen Luberon (Gebirge) voneinander trennt. Mittlerweise zeigt das Thermometer schon 35° an, und unsere Lust wird immer geringer. Gleich am Ortsbeginn steht ein Schloß aus dem 15. Jahrhundert, das aber in späteren Zeiten immer wieder umgebaut und vergrößert wurde.

Auch Loumarin überzeugt uns auf Grund der Hitze nicht mehr, und wir beschließen weiter nach Roussillion zu fahren. Auf dem Weg besuchen wir ein großes Lavendelfeld. und im Anschluß Pont Julien (Pont Julien ist eine römische Steinbogenbrücke aus dem Jahr 3 v. Chr.) Als wir in Roussillion ankommen, der Ort ist voller Touristen, als erstes genehmigen wir uns ein großes Eis, groß ist es wirklich, alle Achtung für pro Person 4 Euro. Als nächstes gehen wir zu den Ockerfelsen hinüber, 17 Nuancen in Ocker soll es hier geben. Seit der Römerzeit bis fast heute wurde der Stein gebrochen und geschlämmt. Anschließend gehen wir durch den Ort, wo natürlich alle Häuser in diesen Farben strahlten.

Die Temperatur ist natürlich immer noch sehr hoch. Mit anderen Worten uns reichts, wir fahren nach Haus, einen Kaffee trinken und den kühlen Pool geniessen.

Sonntag, den 01. Juli 2012

Für heute ist hier in Südfrankreich wie auch in Deutschland Regen angesagt, wir wollten zuerst nach Norden zum Camping Soleil Fruite fahren, weil es eigentlich egal ist ob wir die Regenstunden im Auto verbringen. Aber die Temperaturen bei Valence oben liegen heute schon bei 21° , und hier sollen sie noch 29° erreichen, also bleiben wir hier. Es hat schon in den frühen Morgenstunden begonnen, kurz zu regnen, im Laufe des Tages immer wieder mal. Wir sind dann nach Coustelet ins Lavendelmuseum gefahren, das war aber nicht ganz das was ich sehen wollte. Mein Interesse war mehr dem Anbau von Lavendel, als der Destillation gewidmet. Gegen 15:00 Uhr hat es dann immer intensiver Geregnet. Der Abend war schnell da, wir konnten nicht mehr aus dem Caravan, und mussten immer wieder eine kleine Regenpause abwarten, um bzw. das Sonnendach aufzurollen oder denTisch und die Stühle im Auto zu verstauen. Den Teppich zu säubern und vieles mehr. Die Nacht verging und immer wieder regnete es.

Montag, den 02. Juli 2012

Um 8.30 Uhr sind wir von unserm Campingplatz De Sources in Gordes aufgebrochen, Der Stellplatz war nass, aber mit unserem Mover (Elektroantrieb) war es natürlich kein Problem den Caravan in die richtige Richtung zu drehen und an unser Auto zu hängen. Aber mit dem Anfahren ging es nicht so leicht, unser Stellplatz war in einer Senke, die gekiest war und nach einer Seite offen zum hinausfahren, Ich stellte das Auto mit den Vorderrädern auf die Geteerte Straße und nachdem der Caravan angehängt war, versuchte ich anzufahren und musste aber gleichzeitig eine Steigung nehmen. Mit dem rechten Vorderrad war ich gleich im Kiesbankett gegenüber, aber mit qualmenden Reifen und lächelnder Kupplung ging es dann tatsächlich den Berg hoch (Mit Frontantrieb, ca 14% Steigung und schräg anfahren geht`s halt nicht besser). Als wir den Campingplatz verließen, staunten wir nicht schlecht, hier oben am Berg war Nebel, es sah aus wie bei uns in Bayern im Herbst. Als wir dann unten im Tal waren (Coustelet) war der Nebel weg, und man konnte hier schon den Blauen Himmel sehen. Der Verkehr Richtung Avignon war groß und 4 Kilometer vor dem Autobahnanschluss ging es nur noch im Schritttempo voran. Auf der Autobahn A7 lief es dann gut, wir konnten nach einem kurzen Tankstopp um 11:40 Uhr den Camping Soleil Fruite erreichen. Wie schon im letzten Jahr war der Campingplatz bei unserer Ankunft stark durchnässt. Allerdings war er im Gegensatz zum letztem Jahr nur zu einem Drittel belegt. Die südlichen drei Reihen waren jetzt mit Mobilhomes belegt. Auch hier lässt das Wetter am Nachmittag zu wünschen übrig, die Temperatur lag bei etwa 21° aber der Wind war recht kühl. Nachdem wir unseren Caravan aufgestellt haben und ein leichtes Süppchen gegessen haben, sind wir noch eine Runde auf dem Campingplatz und außerhalb des Platzes spazieren gegangen.

Etwas später gab es noch Kaffee und ein Stück Kuchen. Auf dem Platz blieb es heute ziemlich ruhig, es kamen kaum Durchreisende an.

Dienstag, den 03. Juli 2012

Heute Morgen haben wir einen blauen Himmel als ob nichts gewesen wäre. Wir frühstücken draußen in der Morgensonne, etwas später am Vormittag machten wir einen Spaziergang. Um zu schauen ob die Nektarinen und Aprikosen schon reif sind, für diesen Zweck haben wir extra einen Rucksack mitgenommen. Es hat hier vor Ort schon einige Veränderungen gegeben. Wo im letzten Jahr noch große Sonnenblumen-felder waren, haben sie in diesem Jahr Mais und Weizen angebaut, sehr schade. So sind wir die gleiche Spaziertour wie letztes Jahr gelaufen, und am Spa-Hotel vorbei, in der Nähe des Campingplatz wieder angekommen.

Am Nachmittag sind wir dann zweimal zum Pool gegangen, der war inzwischen mit kleinen Kindern und Ihren Eltern gut gefüllt. Es wäre ja nicht so schlimm, wenn viele der Kleinkinder nicht so unglaublich laut wären, einige von Ihnen würden ohne weiteres einen Konzertsaal mit ihrer Lautstärke ausfüllen, Was mir gestern schon Abend in der Toilette, wie auch letztes Jahr beim Duschen aufgefallen ist, die schreien, als ob man sie abstechen wollte. Wie schon gedacht, die Holländer haben wohl kein glückliches Händchen bei der Erziehung ihrer Kleinen. So ging dann unser zweite Tag im Ca. Soleil Fruite zu Ende. Die Temperaturen sind wieder auf ca. 27° geklettert.

Mittwoch, den 04. Juli 2012

Heute ist unser letzte Tag im Soleil Fruite angebrochen, es schien etwas Gewitterhaft zu werden. Nachdem Frühstück wollten wir noch etwas Spazieren gehen, so gingen wir zum Ferienzentrum am See, und zum Bungalowdorf International gleich dahinter. Hier sind lauter gemauerte Bungalow-Häuser, der Rasen hier ist ziemlich Trocken und schaut ungepflegt aus, es könnte alles viel schöner sein. Nachdem wir wieder am Campingplatz zurück waren, ist es inzwischen wieder warm geworden, so dass wir nochmal zum Pool gehen.

Heute waren wieder viel fliegende Ameisen im Pool, Letztes Jahr war es an einem einzigen Tag genau so. Die Viecher wurden mit dem Netz abgefangen. Die Temperaturen stiegen weiter, man konnte oder musste einfach ins Wasser um sich zu erfrischen. So verging unser letzter Tag hier, als wir am Nachmittag zum zweiten Mal am Pool waren, kamen von Westen schwarze Wolken. Wir wollten sowieso noch unser Sonnendach abbauen, aber diesmal im trockenen Zustand da keine weitere Möglichkeit mehr bestand unsere Markise zu trocknen außer zu Hause. Zum Abendessen grillten wir noch ein letztes Mal, es gibt verschiedene Steaks und Grillwürstchen. Etwas später am Abend regnete es tatsächlich noch, so dass wir den Abend im Caravan verbringen mussten.

Donnerstag, den 05. Juli 2012

Unsere Abfahrt ist heute Vormittags gegen 11:00 Uhr vom Camping Soleil Fruite. Das Wetter ist grau und diesig so dass uns die Heimfahrt nicht so schwer fällt. Kurz vor der Französisch / Schweizer Grenze machen wir noch einmal eine Pause. Die Fahrt bis zur Grenze ist eigentlich wunderschön, sie ist ohne weiteres vergleichbar mit Südtirol und dem Trentino in Italien. Ich selber fahre sehr gern hier. Nach Bern (Schweiz) wird der Verkehr sehr stark und die Staugefahr immer größer. Um Zürich wird es dann nochmals unangenehm, wir brauchen fast eine Stunde um den Großraum (Zürich) zu durchqueren. So wird es dann doch 20:30 Uhr bis wir einen Rastplatz erreichen. Wir wollten zuerst zum Rasthof Kempthal fahren, die Raststätte ist schon im Luxusbereich angesiedelt. Was aber die LKW-Fahrer nicht wirklich abhält, hier findet man auch sehr viele LKW s aus dem Osten Europas er war auch heute wieder Proppevoll, also mussten wir noch ein paar Kilometer bis zum Rasthof Forrenberg weiterfahren. Beide Rastplätze liegen in der Nähe von Winterthur.

Freitag, den 06. Juli 2012

Die Nacht war angenehm und auch kühl, so ging es dann um 7:45 Uhr weiter Richtung Bregenz, hier wollten wir ein letztes Mal unser Auto billig auftanken. Die Durchfahrt durch die Stadt war ganz ordentlich, einzig den Anschluss an die deutsche Autobahn via Memmingen daran muss ich wohl noch arbeiten. Unsere Ankunft war um 10:30 in Ottobeuren.

Fazit unserer Reise: Unseren ersten Campingplatz La Garenne muss man nicht mehr haben, aber er war sowieso nur als Rastplatz gedacht. An der Ardeche den Camping Soleil-Vivarais kann man mögen oder nicht. Die schöne Gegend hier werden wir mit Sicherheit wieder besuchen. Schöner warmer Pool mit Jacuzzi, leider eine riesige Kiesbank im Fluss direkt vor uns, naja. In unsere nächste Etappe ( St. Remy ) haben wir viel Hoffnungen gesetzt, es war durchwegs schön, die Gegend, der Campingplatz, die familiäre Atmosphäre hier war einfach alles schön, wir kommen bestimmt wieder. Unsere nächste Station in Gordes war uns schon bekannt, Hier haben wir noch weitere Orte besichtigt, Ungewöhnlich war wohl der Temperatursturz von Sonntag auf Montag, wirklich schade. Unsere letzte Station der Camping Soleil Fruite war uns auch bekannt: ein guter Ausklang einer schönen Reise durch den Süden Frankreichs.

Südfrankreich – Juni 2017

Und wieder einmal war es soweit- schon zum 7. Mal sind wir auch in diesem Sommer 23 Tage mit unserem Wohnwagen nach Südfrankreich gereist. Und immer wieder übt die Schönheit der Provence und des Languedoc-Roussillon einen unfassbaren Reiz auf uns aus.

Mittwoch, den 14. Jun. 2017

Heute Morgen beginnt unsere diesjährige Urlaubsreise nach Frankreich, wir sind schon kurz nach 6:00 aufgestanden, es gibt ja noch einiges zu tun. Unseren Caravan haben wir schon gestern am Spätnachmittag auf den Parkplatz vor unser Haus gebracht, in weiser Voraussicht auf unser Erlebnis vor einigen Jahren wo unsere Nachbarn von gegenüber unsere Ausfahrt mit dem Caravan aus unserer Hofeinfahrt noch zusätzlich erschwert haben. So etwas prägt schon mal für`s Leben.
Aber auch heute bleibt uns noch genug Arbeit, der Kühlschrank im Caravan muss noch mit Kühlprodukten aufgefüllt werden, sowie die Technischen Sachen wie Fotoapparate, Handys, Notebook und Reiseunterlagen müssen noch ins Auto bzw. in den Wohnwagen gebracht werden. Auch Flussi die Schildkröte unserer Hausnachbarn Zi…. möchte noch ihr tägliches Futter haben. Gestern hatte ich noch mehr als 100 Liter Frischwasser in ihrem Becken ausgetauscht. Heute Morgen stellte ich noch fest dass der Brunnen in unserem Vorgarten zu wenig Druck bzw. Wasser hatte, also auch hier sind nochmals etwa 70/80 Liter zum nachfüllen. Heute kommt auch noch die Müllabfuhr, aber das Müllauto ist bisher immer noch nicht durchgefahren. Als Folge kann ich den Wohnwagen auch noch nicht an`s Auto anhängen, um nicht die ganze Straße zu blockieren. Endlich gegen 10:00 ist das Müllauto dann durchgefahren und ich kann den Caravan jetzt an unser Auto anhängen.
Unsere Tochter Alexandra mit Gatte Vito wollte sich heute Morgen noch von uns verabschieden und einen schönen Urlaub wünschen, also warteten wir halt noch weiter.
Um 10:34 nachdem wir uns noch von unsern lieben Nachbarn wie Manfred sowie Theo und Rita verabschiedet hatten, verließen wir die Bergstraße in Ottobeuren. Über den Autobahnanschluß Memmingen Süd fuhren wir in Richtung Bregenz, dass wir auch gegen 11:45 erreichten. Also noch kurz vor der Mittagszeit wo mit einem großem Verkehrsaufkommen zu rechnen war.
In Hard einem Ortsteil, gleich hinter Bregenz füllten wir unseren Hyundai nochmals mit Diesel. Hier in Österreich ist Spritpreis immer noch ein bißchen billiger wie bei uns in Deutschland, so dass wir jetzt mit vollem Tank durch die Schweiz kommen sollten. Die Schweizer Grenze passierten wir gegen 12:15, unser erster Rastplatz war wie immer die Raststätte Forrenberg bei Winterthur. Hier verbringenen wir eine gute dreiviertel Stunde bei Kaffee und belegten Broten von zu Hause.

Auch die Umfahrung von Zürich-Stadt war in einer Viertelstunde abgeschlossen, so schnell waren wir noch nie hier durch. Kurz vor unserer nächsten Rast in Gunzgen, das ist in der Westschweiz bekamen wir den ersten Stau zu spüren, Gott sei Dank es waren nur noch ein, zwei Kilometer bis zur Raststätte. So machten wir hier eine halbe Stunde Pause in der Hoffnung dass der Stau sich legte. Auf unserer Seite ging es ja dann recht gut voran, aber die Gegenspur in Richtung Zürich war Rappevoll, kein Vergnügen für die Jungs die heim wollten.

Unsere heutige Übernachtung sollte in Payerne nahe dem Neuenburger See stattfinden, den dortigen Campingplatz kannten wir aber bisher noch nicht. Nach einer kurzen Fehlfahrt durch die Stadt erreichten wir den hiesigen Campingplatz um 17:15. Wir wurden sehr freundlich von einem Mitarbeiter des Ca-Platzes begrüßt und konnten gleich unseren Stellplatz in Beschlag nehmen. Das war auch dringend nötig, denn von Westen baute sich schon eine Gewitterfront auf. Wir waren gerade fertig mit dem Aufstellen des Caravans und der Anmeldung in der Rezeption, da fing es schon an zu Regnen. Obwohl es nur ein Gewitter war, hörte es einfach nicht mehr auf zu regnen, bis in die frühen Morgenstunden des kommenden Tages. Unser heutiges Abendessen nahmen wir also im Wohnwagen ein, es gab einen Teller mit Sülze, dazu Hering in Tomatensoße, Käse und Leberwurst. Zum Trinken noch ein Glas Wein für die Lady und für mich zwei Gläser Weizenbier. So gegen 22:30 gingen wir in die Koje, es regnete die ganze Nacht durch, immer weiter bis kurz vor Morgengrauen.
Die Temperaturen lagen heute bei ca. 21°

Donnerstag, den 15. Jun. 2017

Wir sind kurz vor 6:30 aufgestanden, da wir ja heute weiter Richtung Frankreich fahren wollten, unser Frühstück heute war ja auch erst in Frankreich auf einem Rastplatz in der Nähe von Annecy geplant. Zuerst aber noch eine kurze Morgentoilette hier im Waschhaus, die Ausstattung des Sanitärhauses ist sehr einfach gehalten für das Hochpreisland Schweiz (Der Übernachtungspreis hier auf dem Platz war im Vergleich zu den vergangen Jahren sehr günstig). Wir drehten also in aller Stille unsere Stützen hoch, die Dauercamper hier am Platz wollten ja schließlich noch schlafen. Um 7:20 fuhren wir dann los, der Weg zur Autobahn war dieses mal einfacher als auf der Hinfahrt. Der erste Stau heute Morgen baute sich schon aber kurz vor Lausanne auf, und der nächste lange noch vor Gland (beide Orte liegen am Genfer See). So beschlossen wir unsere Frühstückzeit vorzuverlegen, da wir davon ausgingen dass dieser Stau durch den Berufsverkehr verursacht wurde, und wohl gegen 10:00 beendet sein würde, wenn dann alle wieder bei der Arbeit waren. Wir fuhren also die Tank-Raststätte in Gland an und machten ein gemütliches Frühstück mit Kaffee, das Zopfbrot noch von daheim, sowie diverse Marmelade, Käse und Wurst.

Nach einer Stunde fuhren wir dann weiter, und eine weitere halbe Stunde später durchquerten wir die Großstadt Genf, es ging aber recht zügig durch die Stadt. So dass wir gegen 10:00 nochmals eine kurze Pause auf einem netten Bergrastplatz bei Le Pont la Caille kurz vor Cruiseilles machen konnten. Nur ein paar Kilometer weiter kam schon die erste Mautstelle hier in Frankreich, wo wir ein Ticket ziehen mussten. In weiteren 30 Kilometer Entfernung lag dann auch unsere erste Tankstelle hier in Frankreich, auf dem Aire de Fontaine, viele Jahre haben wir hier unsere erste Frühstückspause in der Morgensonne abgehalten nebst dem Kraftstoff für unseren Hyundai.
Auf dieser Autobahn A41 fahren wir bis Chambery, wo die A43 uns weiter in Richtung Lyon führt. Dieser folgen wir etwa 45 Minuten lang bis Villefontaine wo wir dann die Autobahn endgültig verlassen. Von jetzt müssen wir ca.45 Kilometer über die Nationalstraße D 75 nach Vienne sowie eine Landstraße bis zu unserem heutigen Ziel dem Campingplatz Le Bontemps fahren.

Um 13:15 haben wir unser Ziel erreicht, leider hat der Campingplatz gerade Mittagspause, so dass wir eine halbe Stunde bis zu seiner Öffnung warten müssen. Wir sind heute das erste Mal auf diesem Campingplatz, soweit Nördlich waren wir bisher noch nie. Wir nutzen jetzt die Wartezeit um uns ein paar Stellplätze vom Campingplatz anzuschauen und uns einen passenden Platz auszusuchen. Um 14:00 öffnet die Rezeption wieder und wir können uns anmelden, danach fahren wir mit dem Caravan an unseren gewünschten Platz. Innerhalb einer halben Stunde haben wir den Wagen aufgestellt, den Strom angeschlossen, sowie Tisch und Stühle aufgebaut. Die Temperatur war schon sehr hoch über 30°, zur Erfrischung tranken wir eine Dose Radler. Später rollten wir vom Caravan unsere Markise herunter, der Schweiß lief mir am Körper entlang. So musste ich im Anschluss gleich noch zum Duschen gehen.

Als wir dann alles geschafft haben, gibt es Kaffee und die Reste von unserem Zopf mit Erdbeermarmelade. So genießen wir den restlichen Nachmittag im Schatten unserer Markise. Irgendwann machen wir einen kurzen Rundgang über den Platz, er schaut sehr schön und gepflegt aus. Heute Abend gibt es Gulasch mit Semmelknödel und Blaukraut mit einem Glas Weizenbier.
Die Temperaturen lagen heute bei über 32°

Freitag, den 16. Jun. 2017

Aufgestanden sind wir heute Morgen kurz vor 8:00, es war schon blauer Himmel zu sehen, aber die Sonne war noch hinter den Bäumen die unseren Campingplatz nach Osten hin begrenzten. Ich wollte noch im Restaurant das bestellte Baguette abholen, dann lag unserm Frühstück nichts mehr im Wege. Wir stellten unseren Tisch soweit wie möglich in die langsam durch die Bäume scheinende Sonne. Zuerst aber suchten wir das Sanitärgebäude um uns frisch zu machen und das tägliche Muss zu erledigen. Im Verlauf unseres Frühstückes das wie immer aus verschiedener Marmelade, Käse sowie Schinken bestand, kam die Sonne immer kräftiger hinter den Bäumen hervor. Nachdem wir uns gestärkt hatten, wollte ich noch verschiedene Dinge rund um den Caravan machen. Die Toilette musste entleert, sowie das Frischwasser für die Toilette als auch für die Caravan Versorgung musste erneuert werden. Die Entsorgungsstation am Campingplatz für unsere Chemietoilette war nicht ganz einfach zu finden, aber auch das klappte schließlich.
Kurz vor Mittag machen wir eine kleine Platzbegehung, um den Campingplatz besser kennen zu lernen. Er gefiel uns recht gut, er war mittelgroß aber sehr gepflegt, mit grünen Stellplätzen sowie angelegte Wege, Teilweise auch hohe Bäume verschiedener Arten. Im Außenbereich vor dem Campingplatz hat der Besitzer einen schönen Park angelegt mit Bambus-Bäumen, blühenden Sträuchern alles im Chinesischen oder Japanischen Stil, auf jeden Fall sehr schön. Ebenfalls neben dem Eingang zum Platz lag eine hübsche Poolanlage sogar mit zwei mittelgroßen Rutschen eines dieser Pool-Becken war sogar zum Überdachen. Auf der rechten Seite noch vor der Rezeption und der Poollandschaft waren viele Übernachtungsplätze für Caravan angelegt, sehr schön, in dieser Qualität habe ich so etwas seit Jahren auch bei Spitzenplätzen nicht mehr gesehen.

Zur Mittagspause essen wir einen Joghurt und Pudding, dazu noch Reste von unserem Schinken und Käse vom Frühstück.

Nach der Mittagszeit wollten wir mal den Pool besuchen, wir schnappten unsere Handtücher und los ging es. Um diese Zeit war noch nicht viel los, so konnten wir ungestört ein paar Runden im Schwimmbecken ziehen. Neben der Pool-Anlage ist ja der Eingang bzw. der Wartebereich für die ankommenden Caravans. So konnten wir die Anreise einiger Caravans und Wohnmobile sehen. Später gingen wir auf unsern Stellplatz zurück um einen Kaffee zu trinken und Kuchen zu essen.

Nicht zu vergessen, der Mistral (Starker Nordwind im Rhonetal) besuchte uns immer wieder im Zeitabstand von etwa 20 Minuten.
Im Verlauf des Spät-Nachmittages schrieb ich wieder an meinem Reisebericht, so schön es sich dann liest, so aufwendig ist er manchmal zu schreiben. Dann war auch schon das Abendessen fertig, heute gibt es eine Brotzeit mit Schinkenspeck, Eiern, Schieblingen und Hering in Gelee und natürlich Schwarzbrot. Nach dem Abendessen machten wir nochmal eine kleine Runde über den Platz bevor wir zu unserm Stellplatz zurück kehren, um ein Glas Wein und ein Glas Weizenbier zu trinken. So verging der restliche Abend, und kurz vor 22:45 sind wir dann ins Bett gegangen.

Die Temperaturen lagen heute bei ca. 28°

Samstag, den 17. Jun. 2017

Wir sind gegen 7:30 aufgestanden, der Mistral hat immer wieder mal stark geblasen, aber so kann man wenigsten schön schlafen. Heute Morgen war es sehr kühl, ca. 17°, hat unser Thermometer angezeigt, das ist ja beinahe wie zu Hause. Wir mussten heute länger suchen bis wir ein einigermaßen sonniges Plätzchen für unseren Frühstücks-tisch gefunden haben. Ich holte noch schnell das Baguette, das wir gestern Nachmittag im Restaurant bestellt hatten, dann konnte unser Frühstück beginnen.
Es gab wie immer im Urlaub verschiedene Marmeladen vorzugsweise Erdbeer und Himbeer auch Honig, und dazu einen Schwarzwälder Schinken und zweierlei Käse, dazu das Baguette es schmeckte alles hervorragend.

Heute Morgen wollen wir eine kleine Rundfahrt in die nähere Umgebung machen, ich hatte mal was davon gehört, dass hier in Roussillion ein Schloss sei. In Frankreich nennt man es Chateau, also fahren wir in Richtung Autobahn und dann über die D7 weiter nach Roussillion Peage und anschließend in das Stadtzentrum von Roussillion. Hier fanden wir aber nichts, was in unserer Vorstellung einem Schloss entspricht. Wir standen vor dem Hotel De Ville, so heißt in Frankreich das Rathaus, hier ist auch das Verkehrsbüro. In dem wir nach dem Chateau fragten, die Angestellte bedeutete uns: Hier dieses Gebäude wäre das Chateau, aber außer einem mehrstöckigen Gebäude war hier davon nichts zu merken. Wir fuhren also enttäuscht weiter, kurz entschlossen kam uns der Gedanke nach Vienne zu fahren. Hier gibt es zwar auch ein Schloss, aber davon hatten wir im Moment die Nase voll. Bei der Einfahrt in die Stadt konnten wir sehen, das Chateau war eine Ruine auf einem Bergrücken. Dafür sahen wir zwei große Fluss-Kreuzfahrtschiffe am Rhone-Ufer stehen.

Das erste Schiff war von Viking Lines, sehr modern aber nicht unbedingt schön. Das hintere Kreuzfahrtschiff war die Gloria von Phoenix-Reisen die wir schon aus einer Fernsehserie kannten, sie war Optisch viel schöner und Interessanter anzuschauen.

Wir machten noch einen kurzen Spaziergang durch Vienne, es ist heute Markttag. In einer Promenadenstraße konnten wir noch ein paar schöne Harley Davidson bewundern.

Bald darauf fuhren wir zum Campingplatz zurück. Um 15:00 sind wir dann zum Pool gegangen, jetzt war schon mehr los als gestern, anscheinend sind die einheimischen Dauercamper zum Wochenende hierher gekommen. Gute 1 ¼ Stunde später sind wir zum Kaffee trinken an den Caravan zurück gegangen, wo wir dann die nächste Zeit verbrachten. Am Spätnachmittag machte ich noch eine Runde mit meiner Fotokamera, um die Schönheiten dieses Campingplatzes für spätere Jahre fest zu halten. Der Mistral macht sich auch heute schon den ganzen Tag in kurzen Abständen bemerkbar.
Heute Abend gibt es Tortellini mit Pilzen und Sahnesoße, was ganz lecker geschmeckt hat, dazu Weizenbier aus der Heimat. Hermine genehmigt sich einen Rotwein der hier aus Frankreich stammen soll. Kurz nach 22:00 machen wir uns zum Schlafen bereit.

Wir hatten heute den ganzen Tag einen blauen Himmel und die Temperaturen lagen heute bei über 30°.

Sonntag, den 18. Jun. 2017

Heute ist Abfahrt von unserem netten Campingplatz Le Bontemps im Department Isere, er hat uns sehr gut gefallen, war gepflegt und ansprechend. Wir haben heute sehr gut geschlafen am Anfang war es noch warm im Wohnwagen, aber im Laufe der Nacht hat es wohl nachgelassen.
Kurz vor 7:00 sind wir dann aufgestanden, eine kleine Morgentoilette gemacht. Ab 7:30 gibt es Baguette im Restaurant, das wir ja gestern noch bestellt hatten. Frühstücken wollten wir dann unterwegs. So machten wir den Caravan und auch uns Reisefertig, denn um 8:00 konnten wir den Campingplatz erst verlassen. So fuhren wir über Vernioz in Richtung der N7, dann bei Chanas wollten wir auf die Autobahn A7 in Richtung Süden. So war zumindest der Plan, leider übersahen wir die Auffahrt zur Autobahn oder es war kein Anzeigeschild vorhanden. Wir wissen es nicht, nach ein paar Kilometer die wir zu weit gefahren sind, drehten wir wieder um und fuhren wieder zurück Richtung Lyon. Von dieser Straßenseite konnte man dann das Hinweisschild zur Autobahn ganz deutlich sehen, und bis zur Autobahn war es dann nicht mehr weit. Der ganze Spaß inclusive Peage-Roussillon-Stadtzentrum durchzufahren kostete uns eine gute halbe Stunde. Nach einer weiteren Autostunde in Richtung Süden machten wir unsere Frühstückspause etwas nördlich von Montelimar der bekannten Nougat-Stadt. Allerdings nur eine halbe Stunde dann ging es schon weiter, wir wollten einer etwaigen Mittagspause unseres Wunschplatzes dem Campingplatz Couteliere zuvor kommen. Wie es sich später heraus stellte lagen wir gut in der Zeit, auch nach dem Abfahren von der Autobahn und kurz vor Lagnes verfuhren wir uns kein einziges Mal. Um 12:05 haben wir unseren Campingplatz erreicht, mittlerweile haben wir eine Temperatur von 34° erreicht.

Der Campingplatz ist rappevoll, nur einen einzigen Stellplatz können sie uns noch anbieten, die Nr. 48 gleich neben der Rezeption ist noch zu haben. Es ist zwar nicht unser Traum-Stellplatz aber es bleibt uns ja nichts anderes übrig. Im Moment ist er ja noch belegt, aber nachdem der Camper der den Platz bisher belegt hat zum Nachbarstell-platz umgesiedelt ist können wir endlich rein. Nachdem wir unseren Caravan schon fest aufgebaut haben, fällt meiner Gattin ein man könnte ihn anders aufstellen. Nach einer lebhaften Debatte stellten wir den Caravan dann doch noch um, Stützen rauf, Caravan rangieren, Stützen runter. Und alles bei einer Mittagstemperatur von 35°, na Mahlzeit. Heute ist vom Mistral nicht zu sehen und zu spüren, wenn man ihn mal bräuchte.

Nach einer längeren Mittagspause spazieren wir auf die kleine Insel am Ufer der Sorgue. Rings um uns sind lauter hohe Bäume die das Ufer beschatten. Hier verbringen wir eine gute Stunde auf unseren Campingstühlen die wir mitgenommen haben. Ab und zu kommen Urlauber mit Kanus vorbei, die man ein, zwei Kilometer Flußaufwärts mieten kann. Wir gehen zurück zu unserem Caravan um einen Cappuccino zu trinken und dazu Kuchen zu essen, im Anschluss daran rollen wir unsere Markise runter, um noch mehr Schatten vor dem Caravan zu haben. Nach einem weiteren kleinen Spaziergang an der Sorgue besuchen wir um 18:00 das Schwimmbad um vielleicht etwas Abkühlung zu bekommen. Das Wasser ist naja, kühl ist anders, aber es geht schon. Dann kommt auch schon der Abend, heute gibt es laut Ansage der Köchin Rindersteak mit Kartoffeln.
Die Temperaturen lagen heute bei ca. 34°

Montag, den 19. Jun. 2017

Wir sind so gegen 7:15 aufgestanden, die Sonne kam schon hinter den Bäumen der Rezeption hervor. Ich wollte wie gewohnt unseren Frühstückstisch in die Morgensonne stellen, aber Hermine meinte das wäre schon mutig. Also stellten wir den Frühstückstisch zurück in den Schatten unter unsere Markise. Ein kleines Stückchen kam die Sonne dann doch noch unter das Sonnendach, im Nu wurde es warm. Ich stellte dann die Markise etwas tiefer, so wurde es gleich schattiger. Nach unserem Frühstück und der Morgentoilette machten wir uns zu einem Ausflug fertig. Wir wollten nach Gordes, das vor vielen Jahren von Künstlern wieder aufgebaut und belebt wurde. Im Anschluß auch unseren ehemaligen Campingplatz Domaine Des SOURCES besuchen, auf dem wir zweimal ein paar Tage verbracht hatten. Und zum Schluß noch im Hinterland das Bergdorf Venasqeue besichtigen.
Es sind von unserm Campingplatz nur ein paar Kilometer bis nach Gordes. Von einem Aussichtpunkt kann man dann auf das gegenüber auf einer Bergkuppe liegende Dorf Gordes sehen. Der kleine Ort ist immer wieder einen Besuch wert.

Wir fahren durch das Dorf weiter zum Campingplatz, von der kleinen Straße, die D4 geht es jetzt auf der linken Straßenseite relativ steil und eng einen Hügel hoch. Ein Gegenverkehr ist hier nicht gewünscht, ein Gespann müßte immer zurückstoßen, wir haben heute Glück damit.
Vor dem Eingang des Ca.Platzes stellen wir unser Auto ab und melden uns in der Rezeption zum Besuch an. Die nette Dame beim Empfang gibt uns einen Plan, der Platz ist uns zwar noch geläufig aber der Plan schadet ja nicht. So schlendern wir über den netten Platz hoch am Berg, Erinnerungen werden wach, es ist schon schön hier oben. Wir finden auch einige Stellplätze die für unseren großen Caravan noch geeignet wären. Die Auffahrt zum Campingplatz ist das größte Problem.

Als nächstes fahren wir Richtung Ziesterzinser Kloster Abbaye de Senanque, als wir das Klostergelände erreichen, sehen wir das Chaos das hier herrscht. Ein großer Bus möchte wieder rückwärts aus der Einfahrt fahren, in der Folge müssen auch wir und die hinter uns fahrenden Auto auch wenn manche nicht wollen, zurückstoßen. Der Bus sollte für jeden erkennbar sein, aber vielleicht nicht für manche Engländer oder Holländer. Nachdem wir also nicht zum Kloster hinein können, kehren wir um und fahren in Richtung Venasque einige Kilometer durch einen Gorges wie man in Frankreich diese Schluchten nennt. Nach 14 Kilometern haben wir das Bergdorf erreicht. Durch ein großes Burg oder Stadttor gehen wir in den kleinen Ort hinein. Es gibt viel enge Gassen mit viel Blumenschmuck an den Treppen und sonstigen Nischen und Vorgärten. Wir besuchen auch die kleine Taufkirche die irgendwie einen besonderen Reiz hat. Wir schlendern durch die schmalen Gassen, später gehen wir noch in ein Bistro, um ein Cola und ein Sprite zu trinken.

Es ist mittlererweile schon 13:00 geworden, wir setzen unsere Fahrt weiter fort in Richtung Isle Sur Sorgue. Vor der kleinen Ortschaft St.-Didier sehen wir auf der rechten Seite ein noch ungepflücktes Kirschfeld, wir haben zwar kein geeignetes Gefäß für die Kirschen dabei. Es hilft uns ein Handschuh den ich normalerweise zum Tanken verwende, dieser wird vollgestopft mit herrlichen süßen Kirschen. In diesen Handschuh haben wir bestimmt 1 Pfund oder Kilo der süßen Früchte verstaut.

Eigentlich wollten wir hier in Isle Sur Sorgue noch zum Tanken gehen, aber die Tankstelle im Supermarche hat wohl Mittagspause. So gehen wir in die Stadt und spazieren an der Sorgue entlang, gehen in den schönen Park um die Stille zu geniessen.
Um 14:00 fahren wir an unseren Campingplatz zurück, zuerst gibt es eine Brotzeit mit Schiebling, Käse, Essiggurken und dazu ein Baguette ganz frisch von einem Bäcker hier in Isle Sur Sorgue. Später gehen wir auf unsere Insel am Ufer der Sorgue, wir nehmen auch heute unsere Stühle mit und genießen die Ruhe am Fluss. Ab und zu kommen Kanufahrer vorbei, manche fahren mit ihren Booten ins dicht bewachsene Ufer und in die Büsche hinein, es ist faszinierend wie wenig Leute mit den Kanus fahren können.

Dann gehen wir zum Caravan zurück um einen Cappuccino zu trinken und einen Kuchen zu essen.
Mittlerweile ist es auch schon 18:15 geworden, wir wollen noch kurz in den Pool um uns zu erfrischen, um diese Zeit ist im Pool meistens wenig los und die Lufttemperatur ist angenehm. Heute Abend gibt es Allgäuer Kässpatzen mit Weizenbier, das schmeckt hervorragend. So ist der heutige Tag auch schon zu Ende. Um 22:45 geht es dann in die Koje.
Die Temperaturen lagen heute bei ca. 34° und kein bißchen Wind

Dienstag, den 20. Jun. 2017

Heute Morgen war es spät, schon 8:00 vorbei als wir aufgestanden sind. Zum Frühstück gibt es Brötchen zum Aufbacken von zu Hause. Dazu diverse Marmelade wie üblich und aufgeschnittenen Käse aus der Heimat, Grünland-Käse aus Heimenkirch. Ob da wohl unser Günther Holdenried daran beteiligt ist, Spaß muss sein, dem reichen seine Kreuzfahrten wohl. Um 10:00 etwa nehmen wir unsere Stühle und gehen auf die Insel. Hier unter den Bäumen an der Sorgue ist es schön kühl, beim Frühstück am Caravan hatten wir heute morgen schon ca. 25°. Am Flussufer ist es immer etwas kühler, die Sonne ist durch die hohen Bäume abgeschirmt, ich schätze mal die Temperatur auf etwas über 20°. Das Wasser der Sorgue ist laut Aussage eines Campinggastes 13° also sehr kalt. Das merkt man auch wenn man die Füße ins Wasser streckt.

Kurz vor Mittag machen wir einen kleinen Spaziergang, unser Ziel wäre das Ufer bzw. die Wiese am anderen Ufer gegenüber vom Campingplatz zu erreichen. Wir verlassen also den Platz, neben der Straße geht ein Fahrradweg entlang. Danach biegen wir rechts auf eine weitere kleine Straße ab, so gehen wir schon ein/zwei Kilometer weiter, ohne dass wir auf den Fluss stoßen. Auf dem Rückweg treffen wir auf eine Frau die langsam mit Ihrer Jaguar-Limosine fährt, vor Ihrem Auto läuft ein riesiger Hund mindestens so groß wie ein Kalb. Der Hund springt auf uns zu, so neugierig wie Hunde mal sind. Ich streichele ihn, die Frau ruft uns aus dem Auto etwas zu, dann stellt sie ihr Auto auf die Seite ab und steigt aus. Die Auto-Nummer des Jaguars ist aus Hannover, wir fragen sie wo sie her kommt. Ihre Aussage ist: sie sei Französin aus Toulon verdient Ihr Geld aber hier vor Ort. Ihr gehöre ein Kraftwerk an der Sorgue, da hinten wo sie gerade herkommt. Nach diesem angenehmen Gespräch verabschieden wir uns von der Frau und gehen zum Campingplatz zurück.

Nach einer kurzen Mittagsbrotzeit gehen wir wieder auf die Insel genießen die Ruhe, die Kühle hier am Wasser und warten auf die Kajaks die da kommen werden. Kurz vor 15:30 gehen wir zum Stellplatz zurück um einen Cappuccino zu trinken, wir wollen anschließend nach Fontaines de Vaucluse an den Quelltopf der Sorgue fahren. Wie immer stellen wir den Hyundai auf dem bewachten Parkplatz ab, bezahlen unsern Obulus von heute 4 Euro. Nach ein paar Metern haben wir den Ortskern schon erreicht. Der Weg zur Quelle der Sorgue ist immer wieder schön, die hohen Bäume spenden auch an heißen Tagen viel Schatten.

Anmerkung: Die Sorgue entspringt am Fuße einer 230 Meter hohen Felswand aus einem kreisrunden Loch. Sie wird gespeist aus einem großen unterirdischen See mit der Größe von etwa 1100 Quadratkilometern. Der wiederum vom Niederschlag und Tauwasser des Luberon und anderer Gebirgszüge versorgt wird. Ein Deutscher Taucher erreichte 1983 eine Tiefe von 215 Metern, und zuletzt mit einem Tauchroboter wurde eine Tiefe von 315 Metern erreicht.

Archivbild vom Quelltopf

Nach unserer Meinung hat die Sorgue dieses Jahr mehr Wasser als die vergangenen Jahre. Am Rückweg kehren wir noch in einem schönen Restaurant direkt am Flussufer ein. Nach einem Glas Bier geht es weiter zurück. An dem gleichen Souveniershop wie in den vergangenen Jahren kaufen wir nochmals eine kleine Zykade und eine Eidechse für unsern Garten.


Heute Abend gibt es Steaks und Würstchen vom Grill und das in einer Menge die man bei anderen Campern so nicht beobachten kann. Da gibt es meist 4 bis 5 kleine Würstchen, dazu natürlich geschmorte Paprikas oder ähnliches im Wok zubereitet.

Die Temperaturen lagen heute bei ca. 34° und kein bisschen Wind.

Mittwoch, den 21. Jun. 2017

Da Heute Markt in Saint Remy…. ist und wir den Markt besuchen wollen müssen wir auch heute früh aufstehen. Es sind bis dahin ca. 37 Kilometer, also etwa eine dreiviertel Stunde Fahrt. Der Markt dort ist wunderschön und Typisch Provenzalisch, der Lebensmittelbereich umfasst Käse, Fleisch,Fisch, Oliven, Gemüse und Obst. Dazu Salami in den verschiedensten Geschmacksrichtungen. Von Natur, mit Käse, mit Oliven und mit Pilzen um nur einige zu davon erwähnen. Hier gibt es Olivenöl in höchster Güte, der Preis liegt derzeit bei 36 € den Liter. Einen dreiviertel Liter Öl bringen wir unserer Tochter Alexandra mit, da sie gern mit guten Olivenöl kocht oder Salate macht. Für unsere Nachbarn Um…. und Zi…. nehmen wir ein etwas billigeres Öl mit. Wir haben dazu noch eine Auswahl an schmackhaften Salamis gekauft davon bekommen sie noch was ab. Leider können wir für unsere zweite Tochter Raphaela hier nichts mitnehmen, weil sie für solche Öle keine Verwendung hat. Es gibt hier auch Keramik, Textilien und sonstige Haushaltswaren. Ach ja Mama hat sich hier ein weißes Kleid für die Hochzeit in Kenia gekauft. So schlendern wir durch den schönen Markt wie in den vergangenen Jahren, als wir noch auf dem Campingplatz Monplasir Urlaub machten. Das war eine schöne Zeit hier, den Besuch auf dem Campingplatz wollen wir uns aber heute ersparen.

Es mittlerweile schon 12:30 geworden, als wir zum Auto zurück gehen, das wir beim Intermarche geparkt haben. Wir gehen kurz rein um noch Tomaten, Eier und Gurken zu kaufen. Zum Abschluß wollen wir unsern Hyundai ix 35 noch volltanken, der Preis hier beim Supermarkt ist bestimmt 20 Cent billiger als auf der Autobahn. Für die Fahrt zurück zum Ca. Couteliere brauchen wir bestimmt 45 Minuten. Zurück hier auf dem Platz genehmigen wir eine Tasse Cappuccino, nicht ganz stilecht essen wir auch noch Reste des Baguette von heute Morgen, und dazu eine Dose mit Truthahnfleisch auf.

Im Anschluss gehen wir auf die Insel um die Stille, und das angenehme Klima hier am Fluss zu genießen. Zum besseren Verständnis: auf unserem Stellplatz liegt die Temperatur am Morgen bei ca. 25°, gegen Abend liegt sie dann bei etwa 32° ohne direkte Sonneneinstrahlung. Auf der Insel kommt die Sonne kaum durch und die Temperatur liegt im Schatten bei etwa 24°, manchmal bläst eine leichte Brise durch die Fluss-Auen.
Kurz vor dem Abendessen schreibe ich noch an meinem Reisebericht, es sind bestimmt schöne Erinnerungen darin, aber die Zeit dafür muss ich mir meistens stehlen. Zum Abendessen gibt es heute einen Nudelsalat mit Eiern usw.

Die Temperaturen lagen heute bei ca. 32° es sind leichte Schleierwolken am Himmel.

Donnerstag, den 22. Jun. 2017

Es ist 7:00 Früh, auch wenn es schwer fällt wir sollten aufstehen, denn wir wollen weiterfahren ans Meer. Die ersten Sonnenstrahlen schauen schon hinter den Bäumen hervor.
Unser Sonnendach und den Teppich haben wir schon gestern Abend eingerollt bzw. weggeräumt. Aber wir haben schon noch einiges zu tun, die Toilettenkassette muss noch entleert werden und dazu das Frischwasser aufgefüllt. Die Wäschespinne hängt noch mit Wäsche daran, auch die muss ich noch abbauen. Ab 8:00 gibt es frisches Baguette, ich habe gestern Abend noch eines bestellt. Nachdem der Frühstückstisch gedeckt können wir uns nochmal hinsetzen und in Ruhe unser Essen genießen. Die Sonne kommt immer höher und scheint auf unseren Frühstückstisch, wir haben heute früh um 8:00 schon 25°. Nach einer kurzen Morgentoilette und einem kurzen Duschen drehe ich die Stützen am Caravan hoch.
Mittlerweile ist es fast 9:30 geworden ich habe den Caravan an den Hyundai gehängt wir sind jetzt fahrbereit. Kurz darauf verlassen wir unseren netten Campingplatz an der Sorgue.
Hermine sitzt am Steuer, wir fahren heute quer durch die Pampa, dazu muss einer Karte lesen können und der zweite das Auto fahren. Die erste Problemstelle vor Avignon haben wir schon fehlerfrei überwunden, jetzt geht es über den Fluss Durance in Richtung Chateaurenard. Wir sind gestern schon die gleiche Strecke gefahren, dieses mal wähle ich die nördliche Umfahrung des Ortes und das geht prompt schief. Zuerst übersehe ich die richtige Abzweigung, dann geht es über eine LKW-Umleitung raus aus dem Ort.
Plötzlich aber stehen wir vor einer ganz eigentümlichen Straßenbegrenzung, ca. 2,50 Meter breit und 3 Meter hoch, so weit so gut. Aber das obere Drittel besteht aus einem Halbkreis, unser Caravan hat eine Höhe von 2,55 Meter. Nachdem wir ganz knapp heran gefahren sind und das Dilemma betrachtet haben, hänge ich den Wohnwagen ab und fahre ihn mit dem Mover rückwärts in eine Gott sei dank vorhandene Hofeinfahrt. Diese Halbkreisförmige Begrenzung hätte unseren Caravan im oberen Drittel völlig neu geformt.

Nach dem Wiederanhängen unsers Caravans fahren wir die Straße zurück und über weitere Umleitungen kommen wir wieder auf unsere Hauptstrecke. Die Wegstrecke über Graveson, Tarascon und Beaucare ist schon eine Herausforderung. Insbesondere da meine beiden Navis hier in Frankreich völlig überfordert sind. Der nächste Hindernispunkt war in Nimes, wir fuhren Kilometer weit in der Stadt herum ohne zu wissen, ob unser Weg überhaupt noch stimmt. Aber dann erreichten wir endlich die Autobahnauffahrt in Richtung Spanien, für meine Navis existierte die Autobahn an dieser Stelle gar nicht. Kurz vor Montpellier wollten wir nochmals eine kurze Pause auf einem Rastplatz machen, es gibt hier sogar einen eigenen Bereich für Wohnwagen. Einen Becher Pudding und einen Joghurt sowie einen Schluck Coca Cola dann geht es auch schon weiter. Kurz vor dem Ziel sind wir schon ein paar Meter am Kanal Du Midi entlang gefahren, und haben auch schon ein paar der Urlauberboote entdeckt die den Kanal entlang fahren.

Um 13:50 haben wir unser Ziel erreicht, den Campingplatz Les Sablons in Portiragnes Plage, (wir sind jetzt im Departement Languedoc Rossillon).
Ich musste direkt an der Hauptstraße warten, da es keinen Wartebereich vor dem Campingplatz gibt. Nach der Anmeldung in der Reception konnten wir aber in den Platz hinein fahren und uns einen netten Stellplatz aussuchen.

Ausgesucht haben wir uns einen Stellplatz einfach zentral und nahe der Rezeption und der schönen Schwimmlandschaft. Es war ziemlich schwül als wir den Caravan aufstellten, der Himmel war zwar bedeckt aber die Temperatur lag bei ca. 32°. Im Anschluss machen wir eine kleine Mittagspause und nehmen einen kleinen Snack zu uns. Wir bauen danach noch unser Sonnendach auf, solange die Temperatur noch erträglich ist.

Kurz nach 16:00 besuchen wir den Strand, auf den ersten Blick wirkt er sehr schön. Es sind auch einige Campinggäste hier am Strand. Wir setzen uns in den Sand und genießen den Ausblick und die leichte Brise die vom Meer kommt. Danach kehren wir zum Caravan zurück, es gibt ja bald Abendessen. Heute soll es Spaghetti Bolognese mit Thunfisch geben, dazu ein kühles Weizenbier. Nach meinem Spülen des Geschirrs laufen wir noch eine Runde über den Platz. Bei uns ganz in der Nähe finden wir einen Platzteil, der wunderschön angelegt mit Rasenflächen, mit Blumen-Insel und auch die Häuser sind äußerst ansprechend. Es nennt sich Taos VIP wie man an der Platzkarte erkennen kann. Der übrige Campingplatz ist normal mit Hunderten von Mobilhomes, Chalets oder Tente Lodge, das sind riesengroße Zelte mit mehreren Räumen belegt.

Wir kehren zu unserm Stellplatz zurück, es ist ja auch schon kurz vor 22:00. Hier gibt es noch ein paar Getränke bevor wir in die Koje geben, es ist immer noch ziemlich schwül. Hoffentlich können wir gut schlafen.
Die Temperaturen lagen heute bei ca. 32°, es ist aber leicht bedeckt

Freitag, den 23. Jun. 2017

Der erste Morgen hier am Meer, es ist 8:00 Früh und der Himmel erscheint in einem strahlenden Blau. Ich muss noch ein Baguette vom Bäcker holen bevor wir Essen können. Heute gibt es gekochte Eier zu unserem üblichen Frühstück. Als nächstes kommt die Morgentoilette und kurz noch Duschen. Danach gehe ich noch zum Geschirr spülen.
Als nächstes überlegen wir ob wir denn Spazieren gehen sollen, zum Strand oder zum Pool gehen. Wir entscheiden uns für den Pool, packen unsere Schwimmsachen und gehen los. Die Poollandschaft ist geteilt in einen Familienschwimmbereich, das soll heißen einen Baby und Kleinkinder-Teil. Dann einen Bereich für die Erwachsenen mit verschiedenen Wirlpools, Strömungskanal und andere Massagedüsen. Der Badeanlage insgesamt ist sehr schön, wohl die beste die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Kurz nach Mittag sind wir zum Wohnwagen zurück um eine kleine Brotzeit zu machen und etwas im Schatten zu sitzen. Die Temperaturanzeige in der Badeanlage zeigte schon kurz vor Mittag 34° an.

Nach unserer Mittagspause sind wir dann auf Tour gegangen, und zwar zu Fuß, wir wollen den Kanal Du Midi sehen. Und natürlich die Schiffe die den Kanal befahren. Laut Angabe des Camping-prospektes sind es nur 1 Kilometer bis zum Kanal. Das ist aber leicht untertrieben es war erheblich weiter. Nach einiger Zeit und Irrläufen haben wir ihn gefunden, wir haben sogar Glück und haben drei größere Schiffe mit Urlaubern gesehen, die den Kanal für eine Woche oder länger bereisen. Es ist aber eine Anspruchsvolle Aufgabe als Kapitän solch ein Schiff zu beherrschen, und ganz besonders in den Schleusen. Eine besondere Aufgabe erwartet den Freizeitkapitän dann auf den Schleusentreppen von Ecluses de Fonseranes. Hier gibt es 9 Treppenstufen bzw. Schleusen-kammern die nacheinander durchfahren werden müssen.

Nach einiger Zeit kehren wir wieder zum Campingplatz zurück, es ist ja schon wieder kurz vor 18:00 und es ist Zeit für die Abendmahlzeit. Heute gibt es Putenstreifen vom Grill mit Kartoffeln und Spargel. Dazu Bier aus Frankreich, wir haben auf dem Rückweg vom Kanal Du Midi im Supermarkt unseres Campingplatzes ein Paket mit 24 Fläschlein Bier gekauft. Keine große Sache, es sind pro Flasche nur 0,25 ltr drin. Einmal kurz angeschaut und schon ist die Flasche leer. Bevor die Sonne untergeht gehen wir noch kurz zum Strand, hier herrscht eine leichte Briese. Nicht zu vergessen den ganzen Nachmittag und bis in den Abend bläst hier auf dem Platz der Mistral in erheblicher Stärke.
Nach dem Strandausflug muss ich noch mal unser Geschirr spülen, bevor die Freizeit winkt. Vom Animations-Theater (ca. 75 Meter entfernt) hört man schon Musik und Gesang allerdings mehr laut als schön, das wird uns jetzt den ganzen Abend begleiten bis kurz vor Mitternacht.

Samstag, den 24. Jun. 2017

Heute Nacht habe ich schlecht geschlafen, keine Ahnung warum, erst gegen Morgengrauen bin ich kurz eingedämmert. Aber kurz nach 8:15 musste ich dann doch raus. Hermine hat beim Bäcker schon ein Baguette und eine Bild-Zeitung geholt. So beginnt als erstes unser Frühstück, unseren Tisch müssen wir schon in den Schatten stellen, es sind mittlererweile schon 25° im Schatten. Da läuft jede Butter weg, und schwitzend beim Frühstück ist auch nicht jedermanns Sache.
Duschen ein paarmal am Tag ist nichts außergewöhnliches, sondern manchmal hier auch notwendig.
Kurz vor 11:00 gehen wir zum Strand, hier bläst wieder eine leichte Brise. Eine halbe Stunde liegen wir in hier in der Sonne, dann machen wir einen Strandspaziergang Richtung Westen. Hier liegt unser altbekannter Campingplatz Serignan Plage den wir im Jahr 2010 besucht haben.
Damals begann unsere Tour in Nyons am Camping Sagittaire dann weiter zum Stadtcamping in Avignon. Das Negative damals war, auf einem Parkplatz an der Stadtmauer wurde uns ein hinterer Reifen von unserem Hyundai Santa Fe abgestochen. Der Spaß damals mit Auto abschleppen kostete uns fast 450 €. Der nächste Stopp war dann hier in Serignan Plage, wir bekamen dann Besuch von unserer Tochter Alexandra und einer Freundin. Sie haben bei uns auf dem Stellplatz in einem Iglu übernachtet.

Aber zurück zu unserem Strand-Ausflug, eine knappe Stunde sind wir nach Westen gelaufen ohne klar zu erkennen, ob wir denn wirklich in der Nähe unseres ehemaligen Campingplatzes sind. Eine Stunde zurück und nochmals die Sonne genießen, bevor wir zu unserem Stellplatz zurück gehen. Der Sand auf dem Weg zum Ca.Platz hat sich mittlererweile so aufgeheizt, dass wir trotz unserer Sandalen kaum noch laufen können.

Am Stellplatz machen wir erstmals eine kleine Brotzeit mit Salami, Käse und sogar einen Wurstsalat haben wir dabei, und nicht zu vergessen unsere kleine Bierchen vom Supermarkt.
So gegen 15:00 gehen wir dann ins Schwimmbad, Liegen im Schatten sind natürlich keine mehr da, aber es gibt niedrige Stühle in einem überdachten Bereich wo man gleichzeitig seine Füße in ein Wirlpool-Fußbecken stecken kann. Später fanden wir doch noch einen Liegeplatz auf einer der beiden Dachterrassen.
Auch heute war es wieder sehr heiß, die Temperaturanzeige am Pool lag bei 35°

Sonntag, den 25. Jun. 2017

Mein Tag beginnt nach dem Frühstück mit Wartungsarbeiten, die Toilette muss entleert , sowie das Wasser in allen Behältern nachgefüllt werden. Gegen 11:00 gehen wir zum Strand, wir haben unseren kleinen Schirm und die Strohmatten zum im Sand liegen mit dabei. Heute wollen wir in die andere Richtung Adge wandern. Auch hier sind wir pro Richtung gute 40 Minuten am Strand bzw. Wasser unterwegs. Gegen 14:00 sind wir zum Wagen zurück um einen Kaffee zu trinken.
Kurz vor 15:00 Uhr sind wir wieder zum Pool gegangen und gleich ins Wasser, so lässt sich die hohe Temperatur am besten vertragen. Auch hier verbrachten wir eine gute Stunde.
Hermine wollte noch unbedingt etwas von Adge sehen, wir fuhren also kurz vor halb Fünf los, über kleine Nebensträsslein in Richtung der Stadt Adge. Mir ist dann eingefallen daß sich oberhalb der Stadt der Kanal du Midi und der Fluss Herault kreuzten. Zuerst fanden wir den Zusammenfluss der beiden Wasserstraßen nicht, also fuhren wir wieder zurück in die Stadt. Auf einer Stadtkarte konnte ich dann ein Schleusenroundell erkennen, wir fuhren also los nach längerem Warten an einem Bahnübergang erreichten wir dann endlich die Schleuse. Sie war Kreisrund und hatte an drei Seiten Schleusentore. Eines ging in Richtung Beziers, das Zweite in Richtung Meer und die Dritte durch einen kleinen Kanal in den Fluss Herault. Wir hatten etwas Glück es fuhren ein kleines Ausflugsboot und ein normal großes Kabinenboot in die Schleusenkammer. Dabei konnte man sehen mit welchen Talent die einzelnen Schiffsführer ihre Anlegetaue warfen. Der Schiffsführer des größeren Bootes stand sogar in Unterhosen am Steuer und an der Leine. Wie gesagt es war sehr Interessant, der Schleusenmeister erklärte mir sogar das System dieser Schleuse. Nach ca. 15 Minuten war die Schleusenkammer voll, und der Herr mit der Unterhose konnte seinen Weg Richtung Beziers bzw. der Schleusentreppe fortsetzen. Nach einer Stunde fuhren wir zum Campingplatz zurück.

Zum Abendessen gibt es heute Tortellini mit Sahnesoße und Pilzen, dazu Wein und für mich Weizenbier. Nach dem obligatorischen Spülen drehten wir noch eine Runde über den riesigen Campingplatz. Kurz nach 23:00 sind wir in die Koje.

Die Temperaturen lagen auch heute bei über 35°

Montag, den 26. Jun. 2017

Zur Zeit stehen wir ziemlich spät auf, na ja ins Bett gehen wir ja auch nicht all zu früh, gestern Abend war es ja auch schon wieder 23:15 als wir in die Koje gingen.

Wie auch immer, als erstes hole ich in der Bäckerei am Campingeingang ein Baguette zum Frühstück. Das ist nicht weiter aufwendig, es kostet hier in Frankreich ca. einen Euro, meistens sieht man die Leute mit ein bis drei Baguette heimlaufen.
Das Wetter heute ist bescheiden, leicht bewölkt und manchmal leichte Sonne. Wir wollen heute Morgen nach Beziers genauer gesagt zu den Ecluses de Fonseranes fahren. Das ist eine Schleusentreppe mit 8 Kammern die den Kanal du Midi an dieser Stelle um 21 Meter aufstaut bzw. absenkt. Die Anlage selber ist ca. 300 Meter lang. Wir konnten die Schleusentreppe heute nur von oben und das auch nur an der ersten Kammer anschauen, der Rest war wegen Bauarbeiten gesperrt. Wir verbrachten trotzdem eine dreiviertel Stunde an der Schleusentreppe, zu Beginn waren zwei große Ausflugsschiffe in der Schleusen-kammer. Etwas später kamen drei Urlauberschiffe in die Kammern. Ein Schiff war mit 2 Ostdeutschen Paaren besetzt, wie man an der Sprache feststellen konnte. Das größte Schiff in der Kammer war laut Flagge mit 6 Engländern belegt ein Riesenschiff mit geschätzten 15 Meter. Und ganz Souverän am Steuer eine Jüngere Frau die das große Schiff beherrschte, alle Achtung.

Der Hinweg zu den Schleusen war etwas kompliziert, auf dem Rückweg wollte ich unbedingt unseren alten Campingplatz Serignan Plage besuchen. Der Camping war nicht schwer zu finden. Vor dem Ca.platz war ein großer Parkplatz auf dem wir unser Auto abstellten, und zu Fuß hineinlaufen. Hier gibt es ein großes Zentral-Gebäude mit Restaurant, lauschigen Innenhöfen und einer Dachterrasse. Sogar ein Hallenbad ist hier vorhanden. Wir durchstreifen den Platz und finden natürlich auch unseren damaligen Stellplatz wieder. Auf dem Rückweg gingen wir am Take Away vorbei, nach meiner Erinnerung gab es früher eine gute Pizza. Wir sind also hinein und bestellten uns eine Pizza und eine Flasche Wein zum Trinken , die wir dann in einem Parkähnlichen Garten genossen (2010 konnten wir Spiele der Fußballweltmeisterschaft hier an einem Fernsehbildschirm anschauen).

Jetzt wollten wir aber heim, das Sonnendach am Caravan muß noch abgebaut werden, ebenso Tisch und Stühle und der Teppich, einfach alles. Das Wetter war zweifelhaft, auf dem Heimweg obwohl alles so einfach schien, verfuhren wir uns mehrfach. Unser Auto-Navi war völlig daneben, erst nachdem ich das TomTom zusätzlich einschaltete ging es voran und auch heim.

Dienstag, den 27. Jun. 2017

Heute Morgen sind wir schon 6:45 aufgestanden zum einen weil wir nicht mehr schlafen konnten, zum anderen weil wir heute zu unserem nächsten Etappenziel auf unserer Reise aufbrechen wollten. Die Markise haben wir ja gestern Spätnachmittag mit Mühe und Not trocken runter bekommen. Ebenso den Teppich, nur leider hat es teilweise in der Nacht nochmals geregnet, so dass der Sandboden etwas matschig war. Zuerst machten wir ein kurzes Frühstück, dann kümmerte ich mich um den Caravan. Als erstes drehte ich mit dem Accu-Schrauber die Stützen hoch. Nahm dann sämtliche Bretter und Unterlagen die wir zum besseren Stand des Caravan unterlegt hatten raus. Bis dann Hermine vom Waschhaus kam hatte ich den Wohnwagen schon in die Fahrtrichtung gedreht. Als letztes haben wir das Elektrokabel geputzt und aufgerollt. Nun mache auch ich meine Morgentoilette und sind dann zur Abfahrt bereit.

Um 8:40 verlassen wir unseren Campingplatz am Meer Les Sablons, er war sehr schön und sehr gepflegt, besonders die Poollandschaft war das schönste was wir seit langem gesehen haben. Ein paar Kilometer auf der Landstraße und schon ging die Fahrt auf der Autobahn in Richtung Nimes weiter. In Nimes Quest mussten wir die Autobahn in Richtung Ales verlassen, zur weiteren Pflege dieser Autobahn entrichteten wir unseren Obulus von 9,70 Euro. Die Autobahngebühren dieses Jahr erschienen mir sehr Moderat. Unsere Weiterfahrt nach Norden auf der N106 ging ohne große Probleme voran. Die Umfahrung von Ales (am südlichen Ende der Chevennen) war sehr lang, eigentlich sollte hier mindestens eine Tankstelle an der Umgehungstraße stehen. Wir wollten auf dem Weg nochmals Tanken, aber das ging dann mal nicht. Der nächste größere Ort hieß dann Saint Ambroix, hier sollte es dann Richtung Aubenas gehen, aber leider war in der Stadtmitte eine große Baustelle. Sie ließ uns nicht durch fahren, so dass wir Richtung Barjac weiter fahren mußten. Das war weiter nicht schlimm, die Strecke ab Barjac kannten wir ja, aber davor waren es lauter kleine zum Teil sehr schmale Landstraßen.

Jedenfalls um 12:40 haben wir unser heutiges Ziel den Campingplatz Beau Rivage erreicht. Die Rezeption war zwar schon in der Mittagspause, aber der Chef ließ uns einen Stellplatz aussuchen und auch mit dem Caravan hineinfahren. Wir bauten gleich alles auf, und danach machten wir eine kurze Mittagspause. Irgendwann gingen wir hinunter zur Ardeche, der Campingplatz hat sogar einen eigenen Sandstrand, hier machten wir ein kurzes Nickerchen. Wir beide waren wohl doch ein bisschen geschafft. So gegen 17:00 sind wir dann zum Kaffee trinken an den Stellplatz zurück. Im Anschluss besuchen wir die Badeanlage, sie nett und fein und natürlich nicht allzu groß, aber das macht ja nichts, sie passte gut zum Camping-Platz. Und nun schreibe ich an meinen Memoiren, Quatsch ich meine natürlich meinen alljährlichen Reisebericht.

Irgendwann bekomme ich den Rest von unserm gestrigen Abendessen serviert, es gab Putenfleisch mit Reis, hat aber vorzüglich geschmeckt.
Gegen 21:00 machen wir eine kurze Platzrunde, zwei Straßen weiter oben sehen wir einen Rettungswagen, Notarzt und einen anderen Wagen. Was hier passiert ist, keine Ahnung wir wissen es nicht. In der Rezeption haben wir noch Internetverbindung, die Mama gleich dazu ausnutzt um unseren Mädchen zu schreiben.
Kurz bevor wir ins Bett wollten, kam plötzlich starker Wind auf, wie unsere Nachbarn machten wir unsere Sturmsicherung noch an die Markise fest. Zehn Minuten später Regnete es in vollen Zügen, bestimmt 1,5 Stunden lang. Gegen 22:30 machen wir uns Bettfertig, Gute Nacht.
Die Temperaturen lagen heute bei ca. 25° und leicht bewölkt

Mittwoch, den 28. Jun. 2017

Aufgestanden sind wir heute erst um 8:00, in der Rezeption hatten wir gestern noch ein Baguette bestellt. Da ich sowieso ins Sanitärhaus musste holte ich gleich unser Brot mit ab. Gestern Nachmittag ist uns die Kaffeesahne sauer geworden, die zweite in 8 Tagen so gibt es heute den Kaffee schwarz. Nach der Obligatorischen Körperpflege machten wir einen Spaziergang aus dem Campingplatz heraus über eine kleine Landstraße kamen wir an einem Landeplatz für Kleinstflugzeuge vorbei. So gingen wir an die 2 Kilometer durchs Gelände bevor wir wieder umdrehten. An der Rezeption schaute Hermine nach neuen WhatsApp Nachrichten von unseren Kindern. Kurz vor Mittag bin ich selber mit dem Notebook in die Rezeption gegangen, um wieder mal ein Update von Kaspersky runter zu laden. Leider dauerte es dieses mal fast 50 Minuten, 17 MB war das Update groß. Gut, zwischendurch konnte ich noch nach dem Wetter schauen, aber mehr war nicht drin.
Irgendwann am Nachmittag nachdem es immer wieder geregnet hatte und wir schon aus Frust zum Einkaufen gefahren sind. Eine Kondensmilch haben wir schon gebraucht vom Lidl, sind wir mit dem Auto nach Vogue gefahren. Es soll zu den schönsten Dörfern Frankreichs gehören. Aber diese 50 Kilometer hin und zurück waren unserer Meinung umsonst. So etwas mussten wir noch niemals sagen, der Ort war nicht gepflegt, wenig bewohnt auch keine Geschäfte. Schön ist einfach anders.

So kehren wir zum Campingplatz zurück, als erstes trinken wir Kaffee mit Kaffeesahne natürlich sowie ein Stück Apfelstreuselkuchen daheim vom REWE. Für eine halbe Stunde sind wir zum Pool gegangen, aber das Wasser erschien uns heute frisch.

Inzwischen ist es auch schon Abend geworden, es gibt zum Essen Krautspatzen mit natürlich Sauerkraut. Plötzlich wurde der Himmel sehr dunkel, wenig später fing es wieder an zu Regnen. Aber dieses Mal dauerte es nur eine Stunde bis der Regen aufhörte. So gingen wir danach nochmals in die Rezeption um etwaige WhatsApp Nachrichten von Raphaela abzuhören. Aber oben in der Rezeption bzw. Restaurant gab es heute großes Austern-Essen und der Chef hat anscheinend die Internetverbindung gekappt. So gingen wir zum Caravan zurück, vor dem Wagen war es uns zu kühl geworden. Nachdem es schon nach 21:00 blieben wir gleich im Caravan. Zum Abschluss des Tages noch zwei Gläser Sangria für mich und Mama noch etwas Wein und dann geht es in die Koje.

Das Wetter war heute leider stark gemischt, die Temperatur lag um die 23°

Donnerstag, den 29. Jun. 2017

Beim Aufstehen heute Morgen war kein blauer Himmel zu sehen und das Barometer zeigte kühle 17° an. So mussten wir unser Frühstück im Wohnwagen essen. Gegen 10:30 sind wir nach Vallon Pont de Arc wo heute Markt ist, gefahren. Mama wollte den ganzen Weg in den Ort gehen aber mir war das zuviel, so parkten wir auf dem Lidl-Parkplatz also am halben Weg. Während unseres Marktrundganges hat es mehrmals geregnet. Zum Abschluss unseres Marktganges hat Hermine noch zwei Hosen für die Hochzeit in Kenia gefunden. An einem Kreisverkehr in Richtung Ca.-Beau Rivage sahen wir noch ein Schild vom Camping La Roubine, kurz entschlossen fuhren wir noch hin um ihn zu besichtigen. Pauschal gesagt wäre er schon Interessant aber er ist wohl kein ASCI-Platz, der Preis wäre wohl bei ca. 37 € gewesen. Also zu teuer für uns Rentner.
Am Platz zurück gekommen haben wir eine leichte Vesper gemacht, mit einer Dose Hering und Tomatensoße und Curry, die übrigens ausgezeichnet geschmeckt hat. Das sollte man sich merken. Irgendwann sind wir mit unseren Stühlen zur Ardeche hinunter gegangen, unser Camping hat ja einen kleinen Sandstrand. Auch hier verbrachten wir nur eine Stunde bis wir wieder zum Caravan zurück kehrten. Um 18:00 kurz bevor die Poolanlage schließt, sind wir nochmals eine kleine Runde zum Schwimmen hinauf gegangen.
Zum Abendessen gibt es heute Putenschnitzel mit Kartoffelpürree und natürlich ein Glas Weißbier. Nach dem Essen gehört auch Spülen dazu, das auch heute mein Part ist. So ist der Abend auch schon gekommen, nach einem kurzen Besuch in der Rezeption bzw. im Internet sind wir wieder zum Caravan zurück und genossen noch einige Gläser ich mit Sangria und Mama zwei Gläschen Wein. Kurz nach 22:00 sind wir dann ins Bett gegangen.
Die Temperaturen lagen heute bei ca. 22° und es war teilweise immer wieder bewölkt.

Freitag, den 30. Jun 2017

Als wir heute Morgen aufgestanden sind, konnten wir den blauen Himmel sehen, aber die Temperatur war leider nur bei 13°. Hermine holte heute statt dem Baguette sowas ähnliches wie ein Weißbrot, es war länger und wesentlich Dicker wie ein Baguette. Es schmeckte ausgezeichnet und hatte deutlich mehr Volumen. Wir stellten unseren Frühstückstisch in die Sonne und ließen uns das Frühstück schmecken. Nach unserer Morgentoilette gingen wir in die Rezeption und schauten was es neues an WhatsApp- Nachrichten gibt. Schöne Bilder von Raphaela vom Gardasee, auch Alexandra bringt Urlaubsgefühle vom Bodensee mit. Heute wollen wir mit dem Auto nach Labeaume fahren, es ist dort immer wieder schön an diesem kleinen Flüsschen der Beaume zu liegen. Im Hintergrund die bizarren Felsformationen, die meiner Meinung aus der Eiszeit kommen. Der Ort Labeaume selber ist klein aber sehr sehenswert, mit seinen Häusern und steilen Gassen.
Auf dem Weg dahin wechselt das Wetter aber immer wieder. Im Parkplatz bei dem Ort sind viele Autos, als wir am Fluss angekommen sind dagegen sind nur wenige Menschen. Das macht aber nichts, wir legen unsere Strohmatten aus und legen uns in die immer wieder erscheinende Sonne. So verbringen wir die nächsten 1,5 Stunden, bevor wir wieder zusammen packen. Hermine hat in dem Kiesbett einige schöne Steine gefunden, die sie dann nach Hause nehmen will. Zum Abschluss wandern wir durch das schöne Dorf, über steile und enge Wege geht es nach oben. Hier steht ein schönes Haus direkt auf einem Felsen wie man von unten erkennen kann.

Jetzt fahren wir wieder zurück, in Ruoms halten wir nochmals an um eine Gurke zu kaufen, aber hier im Centrum kann man alles mögliche, aber keine Lebensmittel oder Gemüse mehr kaufen. So fahren wir ein paar Kilometer zu einem großen Supermarkt, hier finden wir zu der Gurke noch etwas Fleisch und auch etwas Gebäck.
Am Campingplatz angekommen trinken wir erst einen Cappuccino und essen Kuchen und eine Blätterteigschnitte mit Pfirsich vom Super U. Nach der Kaffeestunde setzte ich an das Laptop um an meinem Reisebericht weiter zu schreiben.

Die Temperaturen sind auch heute ca. 23° und es war teilweise immer wieder bewölkt.

Samstag, den 1. Juli 2017

Heute Morgen war schon ein blauer Himmel zu sehen, als wir aufgestanden sind und die Temperatur lag bei 17°. Mama ist in die Rezeption hoch gegangen für heute hat sie ein Paine bestellt, das ist so eine Art Graubrot. Das schmeckt nicht schlecht. Wir wollen heute Morgen ins Lavendel Museum bei St. Remeze.
Zuerst aber ist die Operation Rasur vorgesehen, mit Bart stutzen sowie einer schönen Nassrasur und anschließend einer Dusche vom feinsten.
Gegen 10:30 sind wir dann los in Richtung Pont De Arc den wir aber erstmals rechts liegen ließen, wir sind weiter gefahren. Ein paar Kilometer weiter gibt es neben der Serpentinen-Straße eine Aussichtsplattform von der man wunderbar auf ein paar Flussschleifen der Ardeche sehen kann. Wo sich auch heute wieder unzählige Kanus den Fluss abwärts bewegen.

Nach 10 Minuten fahren wir weiter, die Abzweigung zum Lavendel Museum ist nur ein paar Meter entfernt. Hier geht es nochmals in die Höhe auf einer schmalen Straße die durch niedriges Gebüsch und Sträucher begrenzt werden. Nach ein paar Kilometern sind wir am Ziel, vor uns liegt das Museum mit seinen großen Lavendelfeldern. Als wir näher kommen kann man sehen, dass die Farben des Lavendels schon stark nachgelassen haben. Offensichtlich ist hier die Blütezeit schon vorbei, die Dolden sind teilweise schon leer. Leicht enttäuscht gehen wir in den Laden, wo auch der Eingang zum Museum, wo auch Führungen gemacht werden, ist.

Mama kauft sich ein Glas Lavendelhonig zum Preis 7,50 € für 250 Gramm, der Preis ist schon happig, aber wir sind im Urlaub. Ich sehe noch eine putzige kleine Zikade für unsere Magnetwand. Nach ein paar weiteren Bildern fahren wir wieder den Berg runter Richtung Ardeche. Kurz vor dem Felsentor sehen wir einen freien Parkplatz, so dass wir mal von dieser Seite ein Bild vom Pont de Arc machen können. Bald darauf sehen wir ein Schild dass uns auf einen Sandstrand hinweist. Wir parken gleich in der Nähe des Felsentors und gehen über einen Schleichweg nach unten. Wir sind schon viele Jahre hier an der Ardeche aber noch nie auf dieser Seite des Felsentors gewesen. Es sind eine Menge Kanufahrer hier, als auch auf der anderen Flussseite.

Es ist schon etwa 14:00 als wir unsere Sachen zusammen packen und Richtung Campingplatz fahren. In Vallon Pont de`Arc bei der Tankstelle vom Super U haben wir noch kurz unser Auto in der Waschanlage gewaschen. Jetzt geht es heim zum Ca.-Platz, später so um 17:30 haben wir in der Rezeption vom Campingplatz unsere Platz-gebühren bezahlt. Wir wollen ja morgen Früh weiter.
Der Camping Beau Rivage war trotz seiner 4* eine kleine Entäuschung für uns, die Gäste waren Einheimische die nur für sich waren. Die Wasserhähne im Sanitärbereich und in der Nähe des Stellplatzes waren wohl auf Sparflamme eingestellt ?.

Die Temperatur liegt auch heute bei höchstens 23°, mal blauer Himmel, mal mehr oder weniger bewölkt.

Sonntag, den 2. Juli 2017

Heute Morgen sind wir schon um 6:30 aufgestanden, wir wollen ja zeitig weiterfahren zu unserm wahrscheinlich letzten Campingplatz hier in Frankreich. Es sollte heute warm und Sonne pur herrschen, davon war mal jetzt nichts zu spüren. Der Himmel war bedeckt und die Temperatur lag bei ca. 18°. Ich durfte so früh ja keinen Lärm machen, ich beschränkte mich auf die Caravanspiegel an das Auto zu montieren. Weiterhin kurbelte ich zwei der Stützen mit der Hand hoch, alles ganz leise. Zuvor war ich noch im Sanitärhaus um mich frisch zu machen. Baguette gibt es heute erst ab 8:00 bei der Rezeption, wir müssen also auch später Frühstücken. Endlich ist es soweit, kurz vor 8:00 gehe ich hoch um das Baguette zu holen. Nun können wir endlich frühstücken, um auch zeitig weiter zu fahren. Zum Schluss die restlichen Stützen mit dem Accu-schrauber hochdrehen und den Caravan an das Auto anhängen, und schon kann es losgehen.
Um 9:05 verlassen wir den Camping Beau Rivage, er war soweit ganz nett, aber fast ganz in Französischer Hand. Das kann auch ein Problem sein, die Franzosen verkehren dann fast nur noch untereinander.
Das Wetter hier an der Ardeche hat uns dieses Jahr etwas im Stich gelassen. Die Temperaturen bei unserem Aufenthalt lagen fast immer bei ca. 23° und oftmals bedeckt, schade wir haben so schöne Zeiten hier am Fluß erlebt. Wir fahren über die Nationalstraße 102 über Villeneuve de Berg in Richtung Montellimar, von dort noch ein paar Kilometer nach Norden. Dann geht es die restlichen Kilometer auf der Autobahn, so dass wir schon 11:15 durch Tournon sur Rhone durchfahren. Und kurz vor halb zwölf haben wir unseren Campingplatz Le Castelet erreicht.

Wir werden freudig von der Platz-Chefin und Ihrem Gatten begrüßt. Sie bieten uns einige schöne Plätze an, wir suchen uns den Platz Nr. 53 aus. Das Aufstellen unseres Caravans dauerte heute wider erwarten sehr viel länger als üblich. Das Gelände hat doch mehr Steigung als man auf den ersten Blick sehen kann, und wir den Caravan hinten sehr hoch stellen müssen um gerade und im Wasser ausgerichtet zu sein. Die Folge ist dass er uns nach hinten abrutschen will, wie gesagt eine etwas längere Prozedur.

Das Wetter hier an der Rhone will uns ebenso im Stich lassen, es ist stark bewölkt und nur selten scheint die Sonne. Erst spät am Nachmittag wird es wärmer, dass wir auch gleich zu einem Spaziergang nützen. Wir gehen über alte Steinbrücke in Richtung Tournon.. . und betrachten an der anderen Seite der Doux ein paar andere Campingplätze. Man kann von hier auch unseren Campingplatz bzw. das Weingut aus dem er entstanden ist betrachten, bevor wir wieder zurück kehren. Jetzt gibt es erstmals einen Cappuccino und ein Stück Marmorkuchen den wir noch von zu Hause haben. Den weiteren Nachmittag verbringen wir an unserem Stellplatz. Irgendwie sind wir schon etwas müde und geschafft.

Zum Abendessen gibt es heute für mich einen Topf mit Erbsensuppe, Hermine ißt Knäckebrot mit Käse und Gurkenscheiben. Jeder nach seinem Geschmack. Nach einem ausgiebigen Duschvorgang, im Anschluss schreibe ich noch an meinem Reisebericht. Um 22:00 und nach ein paar Gläsern Sangria beschließen wir den heutigen Abend.
Das Wetter heute ist durchwachsen, erst gegen 16:00 wird es richtig Sonnig.

Die Temperatur liegt zwischen 23 und 26°.

Montag, den 3. Juli 2017

Wir stehen heute gegen 8:00 auf , der Himmel ist noch sehr grau. Heute gibt es hier am Campingplatz keine Baguette oder ähnliches, der örtliche Bäcker hat heute geschlossen. Aber wir haben noch Reserve für solche Notfälle,nämlich Brötchen zum selber Aufbacken, wir haben ja einen kleinen Backofen dabei. Heute Vormittag wollen wir noch nach Tournon.. . . fahren, vielleicht liegt ja ein Kreuzfahrtschiff hier auf Reede.
Wir haben Glück als wir ankommen liegt tatsächlich ein Schiff am Rhoneufer. Der Name des Schiffes fällt mir gerade nicht ein, allerdings es ist von einer Schweizer Reederei. Die Schweizer sind in der Flußschifffahrt stark vertreten. Die Schiffe die Phoenix-Reisen chartert, sind auch meist von den Schweizern Reedereien. Optisch gefällt mir dieses Schiff gar nicht, aber vielleicht ist es ja innen schön.

Wir gehen weiter über die Rhone-Brücke nach Tain-Hermitage, schlendern über den schönen Marktplatz. Als wir an der Hauptverkehrstrasse wieder Richtung Rhone-Brücke gehen, sehen wir ein außergewöhnliches altes Auto mit einem Gepäckanhänger fahren. Am Rhone-Ufer gehen wir dann zurück, überqueren den Fluss und zu unserem Auto zurück. Kurz vor 13:00 sind wir an unserem Campingplatz zurück. Hier genießen wir die nächste Zeit, kurz vor 3 Uhr gehen wir mal zum Pool um uns ein wenig abzukühlen. Anschließend ist Kaffeetime angesagt, ein Tässchen Cappuccino mit Marmorkuchen geht da immer. Wir machen einen kurzen Spaziergang durch den Campingplatz um zu sehen, was oder wer denn alles dieses Jahr hier Urlaub macht.

Am Spätnachmittag schreibe ich an meinem Reisebericht weiter, solange ich noch weiß was denn heute alles passiert ist. Und schon ist wieder Abendessen-Zeit, heute gibt es Hähnchen-Fleisch in Gulaschform mit Nudeln und Erbsen und Karotten. Zum Abschluss gehe ich noch zum Geschirr spülen, Danach einen Spaziergang über den kleinen Platz,dann kann der freie Abend beginnen, mit vielleicht ein paar Gläslein Sangria oder Weizenbier.

Auch heute Vormittag lässt die Sonne noch auf sich warten, erst um die Mittagszeit kommt die Sonne richtig heraus.

Die Temperatur liegt zwischen 24 und 28°.

Dienstag, den 4. Juli 2017

Heute Morgen als wir aufstehen, ist der Himmel blau, und die Temperaturanzeige an unserem Caravan ist schon bei 24°. Auf das haben wir die letzte Woche an der Ardeche gewartet. Wir dürfen aber nicht meckern, mehr als die Hälfte unserer diesjährigen Urlaubzeit hatten wir hohe Temperaturen mit über 33°.
Ich hole heute in der Rezeption unser Brot, ein Pain haben wir heute bestellt. Das ist so ein kleineres Graubrot, schön weich und schmackhaft. Unseren Frühstückstisch stellen wir erstmal in den Halbschatten, mehr Sonne ist heute nicht drin.

Im Anschluss an unser Frühstück und dem Morgendlichen Besuch im Sanitärhaus entleere ich noch die Kassettentoilette. Wir wollen die noch angenehmen Temperaturen am Vormittag nutzen, um einen Spaziergang zu machen. Dieses Mal gehen wir auf der Nordseite des Doux an der Landstrasse entlang. In Saint Jean de Muzol wechseln wir dann auf einen Fahrraddamm aus und gehen auch hier noch einige Zeit weiter. Nach einer Stunde gehen wir zum Camping-Platz zurück, am Museumsbahnhof sehen wir einen Schweizer Reisebus mit der Aufschrift MS Emerald Liberte.
Das heißt es ist ein Kreuzfahrtschiff in Tournon …. . . auf Reede. Da wir so wieso noch zu einer Tankstelle fahren wollen, entschließen wir uns es bald zu tun. Am Parkplatz in Tournon steht dann tatsächlich das Schiff, es ist sehr Modern und schlicht gehalten. Wie der Komfort auf dem Schiff ist können ja so nicht beurteilen, die Gäste auf dem Schiff sind auf jeden Fall Amerikaner.

Nach einer guten Stunde fahren wir zum Campingplatz zurück und machen eine kurze Mittagspause mit etwas Salami, Käse und Pudding oder Joghurt. Um 15:00 suchen wir dann den Pool auf, die Temperatur ist angenehm und das Wasser frisch. Kurz vor dem Abendessen gehen wir noch zur Rezeption hier haben wir eine gute Internet-verbindung. Nach dem Austauschen neuer WhatsApp-Nachrichten gehen wir zu unseren Stellplatz zurück.
Heute Abend gibt es Rindersteak mit Spinatspätzle, das schmeckt sehr gut. Nach dem Geschirr spülen sitzen wir noch eine Weile bei Weizen und Wein. Gegen 22:00 gehen wir dann Schlafen.

Mittwoch, den 5. Juli 2017

Wir stehen früh auf, es ist erst 7:30 und trotz allem haben schon einige Caravans den Platz verlassen, um Ihre Heim oder Weiterreise anzutreten. Während Hermine unser Frühstück macht, kümmere ich mich um das notwendige rund um den Caravan. Nochmals die Kassettentoilette entleeren, das Wasser für die Toilette auffüllen und die Wäschespinne abnehmen. Wir frühstücken noch draußen, unser Tisch und die Stühle sind ja noch aufgebaut. Danach geht Hermine mit dem Geschirr zum Spülen, während ich die Stützen des Caravans hochdrehe. Ich möchte den Wohnwagen als erstes umdrehen, und auch die Unterleghölzer die wir zum abstützen des Caravans gebraucht haben heraus nehmen und reinigen. Als nächstes stelle ich unser Auto in Position und hänge den Caravan an. Nachdem wir auch das Stromkabel abgenommen haben sind wir eigentlich zur Abfahrt bereit.
Wir gehen nochmals zum Rezeptionsbereich um letzte Nachrichten per WhatsApp zu verschicken. Heute und Morgen haben wir ja kein Internet auf der Heimreise mehr.

Um 10:10 verlassen wir den Camping Le Castelet in dem wir uns immer wohl gefühlt haben. Über die Steinbrücke und auch über die Rhonebrücke geht es per N7 in Richtung Valence, und im Anschluss auf die Autobahnen A49 in Richtung Grenoble, etwas später bei Voiron auf die A48. Nachdem wir eine weitere Autobahn die A43 passiert haben, kommen wir endlich bei Chambery auf die letzte A41, die uns aus Frankreich heraus führen wird. Bei Seynod tanken wir unseren Hyundai voll, und machen auf dem Rastplatz unsere erste Pause. Nach einer dreiviertel Stunde geht es weiter Richtung Genf, ein paar Kilometer weiter bezahlen wir die letzte Maut in Höhe von 43 Euro. Wir haben ja überlegt ob wir in der Nähe von Genf übernachten wollen, uns aber dann dagegen entschieden. So dass wir jetzt durchfahren und um 15:30 auf der Raststätte Bavois in Nähe des Neuenburger See nochmals einen Halt machen.

Zwischenzeitlich wurde im Autoradio bekannt gegeben dass wenige Kilometer vor uns ein Autounfall stattgefunden hat, und mit Stau zu rechnen ist. So verbrachten wir eine Kaffeepause von ca. 50 Minuten auf der Raststätte. Es fuhren zwei Polizeiwagen in hoher Geschwindigkeit durch den Rastplatz um zu diesem Unfall zu kommen. Als wir später weiterfahren, konnten wir aber von diesem Unfall nichts bemerken.

Unsere Fahrt ging relativ gut voran bis wir dann Bern erreichten und schon war ein neuer Stau da.
Die nächsten 60 Kilometer bis zur Raststätte Gunzgen ging es sehr langsam mit immer wieder kurzen Autostopps weiter. Gegen 19:30 haben wir Zürich passiert und waren eine Viertelstunde später nach einem vergeblichen Versuch in der Raststätte Kempthal wieder auf der Raststätte Forrenberg gelandet. Auch sie war voll belegt mit LKWs, nur mit Glück konnten wir ein bißchen Platz zwischen zwei Fahrzeugen ergattern. Nach einem kurzen Spaziergang über die Raststätte gibt es heute eine Brotzeit zum Abendessen. Sülze, Hering in Tomatensauce sowie gekochte Eier, Käse und natürlich ein, zwei Weizenbier stehen auf dem Tisch. Gegen 22:00 legen wir uns schlafen, der Platz ist sehr ruhig.
Die Temperatur lag heute bei etwa 32° und war meist Sonnig.

Donnerstag, den 6. Juli 2017

Wir wachen schon sehr früh um 6:30 auf, Hermine macht uns noch eine Tasse Kaffee, zum Essen gibt es jetzt nichts und schon geht es los Richtung nach Hause. Gute 1,5 Stunden später haben wir schon Bregenz erreicht, der Morgendliche Berufsverkehr hier ist ganz ordentlich. Aber wir kommen trotzdem ganz gut durch die Stadt und sind um 9:15 wieder in Ottobeuren angekommen.

Fazit unserer diesjährigen Urlaubsreise:

Wir waren dieses mal 23 Tage in Südfrankreich unterwegs. Die Hälfte unserer Urlaubszeit hatten wir hohe Temperaturen mit bis zu 34°. In der zweiten Hälfte sind die Temperaturen stark zurück gegangen, meist etwas über 20°. Unsere Campingplätze in diesem Jahr waren bis auf eine Ausnahme sehr schön. Besonders der Campingplatz am Meer Les Sablons war sehr ansprechend mit seiner wunderschönen Badelandschaft. Der Campingplatz an der Ardeche hat mir nicht gefallen, trotz seiner 4**** war die Leistung nicht besonders gut.

Im nächsten Jahr möchte ich wieder, entweder vor oder nach dem Besuch der Provence an die Cote Azur fahren, wo es Landschaftlich sehr schön ist.

Südfrankreich – Juni 2016

Wir wollen auch dieses Jahr unseren Sommerurlaub im Süden Frankreichs verbringen, und benutzen dazu die Nationalstraße N 1075 und etwas später die N 1085 Richtung Süden. Die beiden Straßen führen von Grenoble über Sisteron, weiter an der Provinzhauptstadt Die vorbei, bis zur Cote de`Azur. Die N1085 auch Route Napoleòn genannt, wurde 1815 von Napoleòn I der aus seiner Verbannung auf Elba ausbrach, und im Eilmarsch mit 1200 Getreuen nach Paris marschierte.

Lac de Sainte Croix

Dienstag, den 14. Jun. 2016

Vorgeschichte: Heute beginnt unsere diesjährige Urlaubsfahrt in den Süden von Frankreich. Wir sind ja erst am Freitag Abend aus Ibiza zurück gekommen, wo unsere Tochter Alexandra und ihr Mann ihre Hochzeit im Kreis der beiden Familien und ihren Freunden gefeiert haben. Auf Grund dessen wurden die notwendigen Lebensmittel wo wir mitnehmen wollten, sowie die Frisch und Kühlsachen erst am Montag eingekauft und danach in den Caravan verstaut. Unser normales Campinggepäck hatten wir natürlich schon vor unseren Ibiza-Trip im Wohnwagen verstaut. Aus diesem Grund mussten wir nun unsere Vorbereitungen für die Reise schon etwas beschleunigen.

Wir sind heute Morgen um 7 Uhr aufgestanden nach der Morgentoilette und einem guten Frühstück haben wir dann die restlichen Sachen noch in den Caravan gebracht. Den Caravan selbst habe ich schon gestern Nachmittag aus unserer Einfahrt auf den Parkplatz vor dem Haus gebracht. In Erinnerung an das letzte Jahr, wo wir über eine Stunde für den Transfer des Wohnwagens auf die Straße und das Anhängen an unser Auto gebraucht hatten. Es ist einfach ein Problem in unserer Straße, wo Lehrer und Schüler sowie auch liebe Nachbarn Ihre Autos nach Belieben parken, so daß man kaum noch mit dem Auto ungehindert auf die Strasse kommt.
Aber dieses Mal ging alles gut, der Caravan stand ja schon in der Parkbucht und mein Auto am Gartenzaun der Fam. Ke— . Um pünktlich 10:30 starten wir von der Bergstraße in Richtung Frankreichurlaub. Unsere Nachbarn Carola und Fritz Si…. standen zufällig an Ihrer Haustüre als wir vorbei fuhren, und winkten uns noch nach. Über die Anschlußstelle Memmingen-Ost erreichen wir schnell die Autobahn A96. Und nach gut einer Stunde hatten wir schon die Österreichische Grenze bei Bregenz erreicht, unser Caravan lief toll hinter dem Auto her, das heißt unser Beladung im Wohnwagen ist gut verteilt.

Gegen 12:00 tankten wir bei Agip/Eni in Bregenz-Hard nochmals unsern Hyundai iX35 voll. Danach erreichten im Nu die Schweizer Grenze. Gegen 14:00 machten wir dann eine erste Pause auf der Raststätte Forrenberg bei Winterthur, plötzlich kam hier noch ein Wolkenbruch vom Himmel. Wir ließen uns davon aber nicht stören, bei Kaffee und belegten Broten, die wir von zu Hause mitgebracht hatten, geniesen wir unsere kurze Rast. Nach einer dreiviertel Stunde fahren wir wieder weiter in Richtung Zürich, unser Navi meldet jetzt einen Stau bei Zürich, was Gottseidank so nicht stimmte. Wir kamen gut auf der Umgehungsstraße um die Stadt herum, ca. 20 Minuten haben wir dafür gebraucht, da kann man nicht meckern. Um 15:00 machen wir nochmals eine Pause auf der Raststätte Gunzgen in der Westschweiz. Wir hatten ja Zeit, da wir erst gegen 18:00 unsern Übernachtungs- Campingplatz am Murtensee erreichen wollten. Der Reiseverkehr war in unsere Richtung relativ ruhig, so daß wir nach etwa 1 :15 Std. die Abfahrt bei Avenches 28 erreichten. Von hier sind es dann nur noch ca. 15 Minuten bis zum Campingplatz TCS Salavaux Plage am Murtensee. Etwa eine halbe Stunde vor unserer Zeitplanung waren wir dann doch angekommen, nach einer kurzen Besichtigung des Platzes können wir mit unserem Gespann hereinfahren. Nach dem Aufstellen vom Caravan machen wir noch einen Spaziergang zum See, der durch ein kleines Wäldchen zu erreichen ist.
Im Anschluß bereiten wir unser Abendessen vor, es gibt heute eine Brotzeit bestehend aus Bratensülze, Hering in Currysauce und Käse und Salami, dazu Schwarzbrot und 1 bis 2 Gläser Weizenbier und Radlerbier für die Dame. Irgendwann am Abend fängt es noch an zu Regnen, wir haben aber nur ca. 100 Meter bis zum Waschhaus, die wir unbeschadet überstehen. Kurz darauf um 22:00 gehen wir ins Bett.

Mittwoch, den 15. Jun. 2016

Gegen 7:00 sind wir aus den Federn gehüpft, wir haben ja heute noch einiges vor heute. Nochmals ca.375 km sind es bis nach Veynes, das in den französischen Alpen liegt. In der Nacht hatte es nochmals geregnet, so dass die Wiese wieder klatschnass war. Wir gehen kurz ins Waschhaus unsere Morgentoilette machen.


Ohne Frühstück fahren wir dann los, das wollten wir dann in Frankreich nachholen wie in den vergangen Jahren auch. Im Campingplatz sind die Wege und die Kurven recht eng, für unser doch relativ großes Gespann. Da ist Vorsicht geboten, aber wir kamen recht gut raus aus dem Campingplatz. Wir nahmen einen anderen Weg zur Autobahn als auf dem Hinweg und kamen am Nespresso-Werk (Kaffeekapseln/Maschinen) hier in Avenches vorbei. Bei Gland am Genfer See (Gruß an Michael Schuhmacher) und auch kurz vor Genf haben wir noch dreimal einen kurzen Stau, aber sonst lief es recht gut. Gegen 9:30 kommen wir zur Französischen Grenze und kurz danach noch auf der neuen Autobahnstrecke bei Cruiseilles am Aire des Ponts-de-la-Caille machen wir unsere Frühstückspause. Das Wetter war schön, leicht sonnig und ein netter Ausblick ins Tal, diesen Rastplatz muss man sich für die Zukunft merken.

Nach einer guten Stunde Aufenthalt fahren wir weiter bis zur nächsten Tankraststätte (Ripaille Seynod) wo wir die letzten Jahre immer unsere Frühstückspause gemacht hatten. Hier bekam unser Hyundai auch frischen Diesel für seine gute Leistung. Ab Chambery fahren wir auf der A41 Richtung Grenoble weiter, ein paar Kilometer weiter hatte ich mich plötzlich verfahren. Ich nahm die Ausfahrt in Richtung Albertville. Nach ein, zwei Kilometern merkten wir das und konnten die nächste Ausfahrt nehmen und wieder umdrehen. Das nächste Problem war in Grenoble selbst, meine beiden Navi führten mich bei Grenoble/Meylan von der Autobahn herunter, nach ein paar Kilometer durch die Stadt erreichen wir aber wieder die richtige Zufahrt zur Autobahn Richtung Süden (A51). Noch ein paar Kilometer auf dieser Autobahn die wir dann bei Vif schon wieder verlassen, um dann weiter auf der Nationalstrasse 1075 am westlichen Alpenkamm entlang zu fahren. Gegen 14:00 erreichen wir einen netten Rastplatz den wir schon vom letzten Jahr kennen gelernt haben, heute ist hier relativ wenig los. Hier gönnen wir uns eine weitere halbstündige Pause. Meine Frau wollte von hier aus auch mal mit dem Wohnwagen fahren, und nachdem sie für das Landkarten lesen einfach nicht geeignet, ist stimme ich zu.


Um 15:00 erreichten wir unsern gewünschten Campingplatz in Veynes, letztes Jahr waren wir am Camping Solaire (mehr dazu im Reisebericht 2015), dieses Jahr wählten wir den Camping Rives-du-Lac der ein paar Hundert Meter weiter entfernt lag. Die erste Ansicht vom Platz war gut, es standen einige Caravans und Mobile auf dem Platz. Eine Überraschung war: der Camping hatte Mittagspause bis 16:30. Wir standen also fast eineinhalb Stunden auf dem großen Parkplatz vor der Tür. Die Zeit nützten wir unter anderem dafür, den Campingplatz und seine Umgebung anzuschauen. Der Platz selber ist nicht allzu groß, hat aber einen offenen Schwimmingpool mit Jacuzzi und zwei überdachte Pools, alle drei Becken sind beheizt. Die steinigen Wiesenstellplätze haben einen Alpinen Charakter, man erkennt schon daß man sich in den Bergen auf etwa 800 Meter befindet. Es befinden viele Büsche und Nadelgehölze auf den einzelnen Stellplätzen.


Vor oder neben dem Campingplatz befindet sich ein kleiner See mit großem Kies-strand, ferner sind hier ein paar Restaurants und Bistros zu sehen. Das gesamte Gelände hier scheint ein Naherholungsgebiet zu sein, echt nett.
Kurz nach 16:00 treffen wir den Platzwart vor dem Platz, der uns mitteilt daß wir sofort auf den Platz fahren können, die Schranke öffne sich automatisch. Wir suchen uns einen netten Stellplatz aus und stellen unsern Caravan mit Hilfe des Movers (Elektroantrieb) auf. Bald darauf fahren wir zum Tanken zum Super U in Veynes (Supermarkt) das nur ein paar Kilometer entfernt ist, der Preisunterschied zu einer Autobahntankstelle ist ja gewaltig.
Nachdem wir getankt haben fahren wir gleich zurück zum Platz, holen noch unsere Stühle und den Tisch aus dem Auto um danach unser Abendessen bei einem Glas Weizen und Wein zu genießen.
Gegen 22:00 gehen wir in die Koje, da ja am nächsten Tag unsere Reise in den Süden weitergeht.

Donnerstag, den 16. Jun. 2016

Es ist 7:00 Morgens, vor kurzem hat es Regnen angefangen, schade wir müssen eigentlich abbauen. Wir machen halt mal Frühstück und holen in der Rezeption unser bestelltes Baguette ab, und hoffen dass es aufhört zu Regnen. Gesagt, getan wir haben Glück, nach unserer Morgentoilette können wir die Stützen am Caravan hochkurbeln und uns Reisefertig machen. Um 8:30 verlassen wir den Campingplatz auf unserem weiteren Weg nach Süden. Nach ca.52 km und einer Fahrtzeit von etwas mehr als einer Stunde sind wir in Sisteron angekommen.

Blick auf Sisteron und dem Fluß Durance


Sisteron das von einer imposanten Zitadelle überragt wird, kennen wir vom letzten Jahr her, es liegt am westlichen Ufer der Durance gegenüber des Markanten Felsens von Baume.
Ein paar Kilometer weiter bei Château-Arnoux-Saint-Auban setzen wir über die Durance und fahren jetzt auf der Route Napoleon weiter Richtung Digne les Bains. Kurz vor der Hauptstadt des Departements Alpes-de-Haute-Provence geht es auf der N 4085 (Route Napoleon) weiter nach Süden, einige Kilometer vor Castellane geht es ziemlich steil in die Höhe. Etwa 1200 Meter erreichen wir in engen Kehren und Kurven, so hatte ich mir die Strecke nicht vorgestellt. Gut dass wir hier nicht mehr zurück fahren müssen. So geht es ca. 10-15 Kilometer, bis es dann in engen Kehren wieder hinunter nach Castellane geht, unser zukünftiger Campingplatz RCN les Collines de Castellane befindet sich aber noch weitere 6 Kilometer weiter. Nach Castellane geht es wieder in die Höhe, der Ort liegt auf etwa 650 Höhenmeter nachfolgend fahren wir noch auf 995 Meter Höhe hinauf, wo sich unser Campingplatz befindet. Diese relativ großen Höhen hatte ich mir nicht vorgestellt.
Es ist jetzt 11:30 wir haben den Campingplatz erreicht, von der Strasse geht es erst mal wieder 10-15 Meter hinunter bis zur Rezeption. Zur weiteren Info dieser Campingplatz hat einen Höhenunterschied von ca. 45 Metern. Es geht also immer rauf oder runter auf dem Platz. Nach einer kurzen Besichtigung wählen wir den Stellplatz Nr. 32 auf der vierten von insgesamt 12 Terrassen aus. Die Plätze sind alle ziemlich feucht, anscheinend hat es hier in der Vergangenheit öfters mal geregnet.

Nachdem wir unseren Caravan aufgestellt und ausgerichtet haben, fängt es schon wieder an zu Regnen. So flüchten wir gleich in den Wohnwagen, als Alternative machen wir eine Mittagspause, es gibt Leberkäse, dazu einen Schinken und Käse. Als der Regen wieder nachlässt, gehen wir zuerst zur Rezeption um unsern ausgesuchten Stellplatz anzumelden. Danach machen wir eine kurze Platzbesichtigung vom Schwimmingpool, der herrlich warmes Wasser vorweist, bis hinunter in die untersten Ebenen. Einige Stellplätze hier unten sind ganz toll gelegen mit wunderbarer Aussicht. Nachdem wir wieder am Caravan oben angelangt sind, überlegen wir gleich unser Vordach aufzubauen. Wir holen unseren kleinen Hocker den wir für die Montage brauchen, aus der Seiten-klappe und rollen im Anschluss das Vordach runter. Gerade als unser Dach steht, und die Schnüre abgespannt sind fängt es schon wieder an zu Regnen.


Mittlererweile regnet es nun seit ca. 2 Stunden. In Ermangelung eines Besseren`s schreibe ich halt an meinem heutigen Reisebericht, zwischendurch gibt es noch Kaffee und einen Schokoladenkuchen. Mit kleinen Spaziergängen über den Ca.Platz und späterem Abendessen mehr ist heute einfach nicht drin. Es regnet immer wieder mal. Auf unserer Ebene befindet sich ein Waschhaus und die Toiletten, sowie die Spül-becken für Geschirr und Wäsche. Das Waschhaus ist ganz aus Holz gebaut und im Innenraum ganz ordentlich mit sauberen Duschen und Toiletten.
So gegen 22:00 gehen wir in die Koje und hoffen auf schönes Wetter für Morgen. Die Temperatur lag heute bei unter 18°, es war teilweise schön, später dann regnerisch und kühler. In der Nacht ging die Temperatur bis auf etwa 12° zurück, wir sind hier halt in den Bergen.

Freitag, den 17. Jun. 2016

Kurz nach 7:30 stehen wir auf, wir haben wunderbar geschlafen, vielleicht in der Hoffnung dass heute Morgen schönes Wetter herrscht. Als wir aus dem Caravan schauen ist ein strahlend blauer Himmel zu sehen. Wir wollen heute an die Verdon-schlucht fahren vielleicht auch noch Moustier St. Marie besuchen. Noch einmal die Route des Cretes fahren, das entscheiden wir aber vor Ort. Zuerst hole ich aber das Baguette das wir gestern bestellt haben oben im Campingshop, ab 8:30 Morgens ist der Shop auf.

Jetzt gibt es erstmal ein schönes Frühstück, wie immer mit Schinken, Käse und Honig und Marmelade. Gegen 10 Uhr brechen wir dann auf, zuerst den Berg hinunter bis nach Castellane, dann auf der N 952 in Richtung dem Canyon du Verdon. Von Castellane sind es ca. 12 Kilometer die wir teilweise fast neben dem Verdon entlang fahren.

Am Pont-de-Soleil kommt die D955, die vom Südufer über Trigance herführt Als wir dann in La Palud-sur-Verdon auf der Nordseite des Canyon sind, entscheiden wir uns dann doch die Route des Cretes zu fahren. Es sind ca. 23 Kilometer, die auf einem Rundweg von La Palud… wieder zurück nach La Palud… führen. Eine schmale Strasse führt uns bis über 1300 Höhenmeter hinauf, mit unvergleichlichen und traumhaften Ausblicken auf die Verdonschlucht. Man sieht enge Schluchten und Täler, einige Adler ziehen hier Ihre Kreise, nur leider meine Fotokamera sieht sich außerstande sie abzulichten. Es gibt einige Aussichtspunkte die zum Anhalten und Fotografieren einladen. Hier sieht man viele Gruppen von Motorradfahrern und Radler mit Rennrad oder normale Räder mit Kinderanhänger und andere Ausflügler die den Ausblick geniesen. An einem der Points sehen wir in ein paar Metern Entfernung eine Felsenkletterin an der Wand hängen.

Vom höchsten Punkt geht die Strasse dann wieder hinunter in Richtung La Palud-sur-Verdon. Die Abfahrt von hier Oben ist mit Respekt zu behandeln, es geht sehr steil und in engen Kurven und ohne weitere Straßenbegrenzung zur Verdon-Schlucht nach unten. Irgenwann auf der Wegstrecke kommt man an einem Restaurant oder Bistro vorbei, das von vielen Ausflüglern besucht wird

Von hier geht die Nordroute am Verdon entlang weiter bis nach Moustier-St-Marie. Meiner Meinung ist die weitere Nordroute nicht so schön oder die Sicht zum Fluß nicht so gut wie am Südufer. Erst fast am Ende der Schlucht öffnet sich der Blick wieder auf die Schlucht und den wunderschönen See.

Nach ein paar weiteren Kilometern sind wir in Moustier-St-Marie angekommen. (Moustier-St-Marie ist seit dem 17. Jahrundert die Hauptstadt des provenzalischen Keramik und Fayence-Handwerks) Das kleine Städtchen mit seinen knapp 700 Einwohnern haben wir schon im letzten Jahr besucht, es liegt ganz Idyllisch direkt an/unter einer hohen Felswand. An einem versteckten Parktplatz am Ortsbeginn lassen wir unser Auto zurück und gehen zu Fuß ins Städtchen. Nachdem wir heute schon einige Stunden unterwegs sind, haben wir etwas Appetit bekommen. Bei einem kleinen Bistro im Zentrum essen wir Crepes mit Zucker und Erdbeermarmelade dazu eine Büchse Bier sowie eine Coca Cola. Das kleine Lokal vom letzten Jahr in dem wir gegessen haben existiert leider nicht mehr. Dann gehen wir weiter durch den netten Ort mit seinen vielen Keramik-Geschäften, Boutiquen und Souvenierläden.

Auf einer Natursteintreppe am Ende des kleinen Ortes führen 262 Stufen zu der kleinen Chapelle Notre-Dame de Beauvoir empor, die sich vor einer Felswand hinter hohen Zypressen versteckt. Über der Kapelle hängt in beachtlicher Höhe zwischen zwei Bergspitzen befestigt ist eine 135 m lange Kette mit einem vergoldeten fünfzackigen Stern. Ihn soll der Kreuzritter Blacas einst der Muttergottes gewidmet haben.

Nach dem Rundgang durch den netten Ort fahren wir weiter am See entlang und die Paßstraße hinauf nach Aiguines. um danach die Südroute am Verdon entlang zu fahren. Wir kommen durch das kleine Städtchen Aiguines und am Camping De Aigle vorbei, den wir im letzten Jahr besucht hatten. Die Südroute ist insgesamt höher, hier geht es bis auf 1200 Meter hinauf, im Vergleich zur Nordroute die wohl um ca. 400 Meter tiefer liegt. Die Strecke geht weiter nach Trigance und am Pont-de-Soleils erreichen wir wieder das nördliche Ufer. Es dann nur noch ca. 12 Kilometer bis nach Castellan und weitere 6 bis zum Campingplatz.

Um 17:45 sind wir wieder am Caravan zurück. Die Tour heute war lang und doch einigermaßen anstrengend, wir sind etwa 145 Kilometer gefahren und das teilweise im zweiten/dritten Gang. Jetzt genießen wir den Platz und etwas Ruhe und eine späte Tasse Cappuccino und dazu einen Apfelstreusselkuchen. Heute Abend gibt es noch panierte Schnitzel mit Kartoffeln und Erbsen/Gelbe Rüben zum Essen, es war sehr lecker. Nach dem Geschirr spülen das ja auch irgendwie zum Essen gehört, wollten wir noch zum Duschen.
Mittlerweile ist es auch schon 21:00 geworden. Nach einer halben Stunde die ich am Reisebericht schreiben verbracht habe, und einer Runde Kreuzworträtsel lösen gehen wir ins Bett.
Die Temperatur lag heute bei ca. 20°, es war schön aber nicht allzuheiß heiß.

Samstag, den 18. Jun. 2016

Es ist kurz vor 8:00 Morgens, Zeit zum aufstehen wir haben zwar heute nichts besonderes vor, geplant ist aber den Markt in Castellane zu besuchen. Um 8:30 gibt es Baguette und anderes Brot am Campingplatz, wir haben gestern Abend für heute Früh ein Baguette bestellt. Ich gehe hinauf in den Laden und hole das bestellte Brot ab, in der Zwischenzeit hat Hermine den Kaffeetisch schon fertig gemacht. Wie üblich besteht unser Frühstückstisch im Urlaub aus diversen Marmeladen, Käse, Schinken oder ähnlichem. Kurz vor 10:00 fahren wir los, der Markt in Castellane ist klein aber nett, der Ort selber hat ja auch bloß etwa 2000 Einwohner. Wir finden leider nichts zum Mitnehmen für unsere Mädels.

am Markt in Castellane

Etwa 1 ½ Stunden später fahren wir schon wieder hoch zum Platz. Wir haben uns ja einiges vorgenommen für den restlichen Tag, ich wollte mich schön Rasieren, den Pool wollten wir besuchen, die Toilette entleeren und vieles mehr.
Nach einer kurzen Pause mit einem Glas Radler, der Himmel wechselt immer wieder zwischen Herrlich Blau und bewölkt. Später wird es Grau und stark bewölkt und etwas kühl, wir sind ja doch auf 1000 Meter Höhe, so daß wir beschließen in den Caravan zu gehen. Hier schreibe ich noch an meinem Reisebericht weiter, das bietet sich ja an. Plötzlich hat meine Frau den grandiosen Plan, wir könnten doch unser Sonnenvordach einholen, da es heute sowieso nicht mehr benötigt wird. Sollte es doch noch zum Regnen kommen müssten wir es nass einrollen. Gesagt, Getan wir machen die Leinen los, ziehen die Heringe aus der Erde, schieben die Aufstellstangen in die vorgesehene Hülse. Nun wird noch die Plane des Daches feucht sauber gemacht und kurz angetrocknet und zum Schluss eingerollt. Kaum dass wir das Dach verstaut und Tisch und Stühle im Auto untergebracht haben, fängt es schon zu Regnen an. Da haben wir mal wieder Glück gehabt. Bis jetzt konnten wir immer wieder mal trotz des bescheidenen Wetters das wir bisher haben, im Trocknen auf oder abbauen.

Die Temperatur lag heute bei etwa 18 bis 20°, es war schön aber zeitweise bewölkt.

Sonntag, den 19. Jun. 2016

Es ist kurz vor 7:00 Morgens, heute wollen wir weiter ans Meer fahren, besser gesagt nach Roquebrune-sur-Argens. Unser Campingplatz ist ca. 12 Kilometer davon entfernt. Wir haben ja gestern Nachmittag schon das Sonnendach abgebaut und Tisch und Stühle ins Auto gelegt. Und danach hatte es ja geregnet bis spät in den Abend hinein. Heute gibt es kein Frühstück, der Laden ist erst ab 8:30 geöffnet. Kurz darauf wollen wir ja schon abfahren. Unser Stellplatz ist relativ trocken, die Antriebswalzen haben wir gestern gereinigt, sie waren voller Schlamm durch den aufgeweichten Boden. In aller Frühe also die Stützen hochkurbeln diesmal mit Handbetrieb, mein Accu-schrauber hat auch den Geist aufgegeben. Dann mit dem Mover den Caravan ans Auto anhängen, das ging ja alles gut. Um 8:35 fuhr ich dann den Berg hoch, ich hatte schon etwas Respekt vor der großen Steigung, ich musste aus einer engen Kurve heraus ohne weiteren Anlauf direkt am Berg anfahren. Aber es gab keine Probleme, unser Hyundai meisterte das mit Bravour. meine Gattin holte noch unser bestelltes Baguette aus dem Laden und und um 8:50 ging unsere Fahrt Richtung Süden los.

Der Streckenverlauf blieb weiterhin bei etwa 1000 – 1200 Höhenmetern. Unsere Fahrroute ist sehr anspruchsvoll, viele enge Kurven, den Berg rauf, Berg runter. Erst bei der Parfümstadt Grasse, wo wir anschließend mitten durch die Stadt fahren mußten, ging es dann langsam nach unten und bei Cannes haben wir dann wieder Meeresniveau erreicht. Danach noch kurz auf die Autobahn A8 und am rötlich scheinenden Esterel-Gebirge vorbei, und bei Puget-sur-Argens wieder zurück auf die Landstrasse N7.
Kurz vor 11:15 haben wir dann unseren Wunsch-Campingplatz Les Pescheurs erreicht.

Nach einer kurzen Platzbesichtigung mit dem Elektromobil vom Campingplatz haben wir einen Stellplatz ausgesucht. Die Wege im Platz waren sehr eng und mit vielen Bäumen und schönen Oleandersträuchern bewachsen. Man muss hier höllisch aufpassen um den Caravan an den vielen Sträuchern nicht zu beschädigen. Nach einer kurzen Diskussion über das wie, stellen wir den Caravan in die gewünschte Stellung. Und rollen auch gleich unsere Markise aus, da es schon sehr warm ist. Danach machen wir eine Mittagspause mit Salami, Schinken und ein/zwei Radlerbier.

Zwei Stunden später, ich liege in der Sonne bekomme ich die ersten Regentropfen ab und kurze Zeit danach Regnet es wirklich. Wir können es kaum glauben, dieses Jahr regnet es wohl überall.
Die Temperatur lag heute bei ca. 18°, später am Meer war es deutlich über 20°, es war schön aber nicht allzu heiß.

Montag, den 20. Jun. 2016

Es ist kurz vor halb acht am Morgen die Sonne scheint, der Himmel strahlend blau, das haben wir uns für diesen Urlaub gewünscht. In Roquebrune-sur-Argens soll heute Markttag sein, wir fragen sicherheitshalber noch in der Rezeption nach. Wir bekommen eine vage Beschreibung dafür. Kurz vor 10:00 fahren wir dann los, im besagten Ort fragen wir nochmals nach, ein Mann sagt uns der Markttag wäre hier am Donnerstag. Damit wir nicht ganz umsonst los gefahren sind, beschließen wir den Camping Bergerie zu besuchen der hier in der Nähe liegen soll. Nachdem wir ihn gefunden haben, stellen wir unser Auto draußen auf dem Parkplatz vor dem Ca.Platz ab und kommen ganz formlos in den Platz hinein. Zuerst besuchen wir die Caravan-Stellplätze, aber schön ist anders, wegen dieser Stellplätze muß man nicht hierher fahren. Die Wasch und Toilettenanlagen dagegen sind sehr schön, meiner Meinung eine ganze Klasse besser als die unseren am Ca.Platz. Zum Schluss schauen wir noch die Badeanlage an, sie ist riesengroß und schon schön, allerdings macht sie um diese frühe Zeit einen ziemlich unbelebten Eindruck.

Fazit: Dieser Campingplatz La Bergerie ***** muss nicht sein, er ist zu groß, und zu unpersöhnlich.

Wir fahren wieder zurück, ein paar Kilometer weiter von unserem Campingplatz entfernt, auf der anderen Seite der Autobahn ist noch der Campingplatz Lei Suves dem wir jetzt auch noch einen Besuch abstatten wollen. Der Eingang ist sehr schön gehalten, ebenso die Badeanlage, alles macht einen gefälligen Eindruck. Der Platz ist unter einem lichten und hohen Kiefernwald. Ein paar Stellplätze sind direkt oberhalb dieser tollen Poolanlage, wenn man hier einen Stellplatz bekommen könnte, dass wäre bestimmt toll. Und zum Schluss die Wasch und Toillettenanlage anscheinend Nagelneu ein Gedicht!!. Wir sind ganz begeistert davon.
Aber jetzt fahren wir wieder heim zu unserem Campingplatz, er ist ja auch schön und ganz anders, mit Palmen und vielen meterhohen Oleanderbüschen. Bald darauf besuchen wir unseren Pool, die Anlage ist sehr schön, nicht futurisches, klare Linien zwei grosse Schwimmbecken, ein Kinderbecken zwei warme Jaccucci und alles unter Palmen. Mein Heimatort Ottobeuren wäre begeistert über diese Badeanlage. Hier verbringen wir die nächsten zwei Stunden. Es ist herrlich warm, und wir geniesen die nächsten 2 Stunden am Pool, anschließend gehen wir zum Kaffee trinken an den Caravan zurück.

Gegen 17:30 machen wir uns für den Abend fertig, zuerst geht es zum Duschen ins Waschhaus. Unser Waschhaus ist sehr einfach aber sauber. Später mache ich den Grill fertig, heute gibt es verschiedene Grill-spezialitäten zum Essen.

Wir haben dann noch lange in der Abendsonne gesessen, bis die ersten Stechmücken kamen.
Die Temperatur lag heute bei etwa 25 – 28°

Dienstag, den 21. Jun. 2016

Es ist 7:15 Morgens, als ich die Caravantüre öffne und zum Himmel schaue, es sind viele Schleierwolken zu sehen. Mal sehen was der Tag so bringt. Zuerst ein Besuch im Waschhaus und auf der Toilette. Als nächstes gibt es dann Frühstück das wie üblich aus Brötchen, Käse, Schinken, diverse Marmeladen und Honig besteht. Natürlich gibt es auch Eier und ein Glas Orangensaft dazu. Nachdem Frühstück spazieren wir durch den Campingplatz der wie ein Garten mit vielen Oleanderbüschen und Laubbäumen bewaldet ist. Der Campingplatz ist nicht sehr gross aber mit vielen Kurven und Abzweigungen auf den ersten Blick etwas unübersichtlich. Wir gehen an der Rezeption vorbei auf die Strasse, von hier hat man einen schönen Blick auf den Rocher (Felsen) gegenüber. Wenn die Sonne ihn beleuchtet, erscheint er in einem rötlichen Licht.

Leider haben wir heute nicht das Glück, das die Sonne ihn beleuchtet. Nach dem kurzen Fotoshooting über den Platz, gehen wir zum Caravan zurück.
Gegen 11:00 statten wir dann der Badeanlage einen Besuch ab, zu dieser Zeit sind kaum Besucher im Bad. Wir gehen in den Spa-bereich, hier gibt es Liegen mit Sonnenschutz für den Kopf zum herunter klappen.
Für den Nachmittag haben wir heute einen Ausflug nach Port Grimaud und St. Tropez geplant. Aber zuerst möchte ich noch unser Auto tanken, geplant war in Puget-sur-Argens bei Leclert. Als wir über den Kreisverkehr in Puget-sur-Argens fahren sehe ich rechts in einer Nebenstraße einen Supermarche, die meisten sind auch mit einer Tankstelle ausgestattet. Hier tanken wir unseren Hyundai dann voll. Dann geht es weiter in Richtung Meer, auf der Küstenstrasse nach St.Maxim das ist ein etwas grösserer Ort. Als nächstes kommt Port Grimaud, hier finden wir einen grossen Parkplatz wo wir unsere Auto abstellen können. Port Grimaud ist ein Ort der wie in Venedig einen Wasserzugang zu den einzelnen Häusern hat. Hier liegen die verschiedenen Boote der einzelnen Hausbesitzer an Ihrem Anlieger. In den grösseren Hafenbecken liegen dann auch die grösseren Schiffe, egal ob es Motoryachten oder Segelschiffe sind.

Wir entschliessen uns eine Fahrt mit dem Schiff nach St. Tropez zu machen. Für 12,50 € Hin und Rückfahrt das erscheint uns nicht so teuer, wir müssen ja sonst mit dem Auto fahren. Dazu noch der Parkplatz und die Parkgebühren im Ort. Um 15:10 ist Abfahrt im Innenhafen, wir legen noch einmal im Aussenbereich an um das Schiff zu wechseln, die nächsten 20 Minuten sind wir dann auf hoher See. Vor St. Tropez liegt ein kleineres Kreuzfahrtschiff, wir sehen sie schon als wir von St. Maxim die Küstenstrasse entlang fahren. Bei der Einfahrt in das Hafenbecken kann ich mit dem Foto-Zoom den Namen der Reederei erkennen. Es ist ein Schiff von Silversea wahrscheinlich die Silver Spirit ein Ultra-Luxusschiff.
Im Hafen von St. Tropez kann ich meinen Horizont bezüglich der Grösse von Privat-Yachten erweitern. Hier stehen unter anderem Schiffe bis zu 60 Meter Länge.

Geschätzter Preis pro Meter eine Million, abhängig vom Inhalt und der Ausstattung des Schiffes. Diese Masse an Privatyachten in dieser Anzahl findet man woanders kaum. Zu St. Tropez könnte man sagen, ein netter Fischerhafen, in den Seitenstrassen findet man mondäne Geschäfte von exclusiven Firmen. Wir bummeln am Hafen entlang, hier gibt es viele Souvenirshop und Speiselokale.

Ein Motorrad zur Auswahl ?

Durch ruhige Gassen kommt man dann zum Kern des Ortes, es gibt einen schönen Marktplatz mit Platanen bestanden, in dessen Schatten die Einheimischen Petanque/Boule spielen. Weiter hinten ist eine Tribüne aufgebaut, hier findet ein Musikfestival statt, gerade wird ein Soundcheck gemacht. Der besondere Flair des Ortes findet wohl in den Köpfen der prominenten Menschen und die sich dafür halten statt, dabei zu sein und einmal hier zu sein. Darum kommen wohl all die Yachten und Ihre Besitzer vorbei, der Hafen ist gerammelt voll davon. Wie gesagt ein sehr netter Ort aber nicht mehr.

Um 18:10 fahren wir mit unserm Schiff wieder hinüber nach Port Grimaud, wie auf der Herfahrt legt der Bootsführer ein sehr hohes Tempo vor. Nach einer halben Stunde sind wir angekommen und gehen gleich zum Auto um die Heimreise anzutreten. Unser Navi meldet Stau für die nächsten 30 Kilometer, aber nachdem er sich eine andere Route ausgesucht hat, kommen wir doch noch zeitig und ohne Probleme an. Zum Abendessen wollten wir uns eine Pizza holen, aber da in Frankreich eine Pizza essen ein gewagtes Unterfangen ist, entscheiden wir uns doch für Hausmannskost. Es gibt gebratenen Leberkäse mit Ei dazu noch Gurkenscheiben sowie Tomaten. Um 22:00 geht’s ins Waschhaus und danach in die Koje.
Das Wetter war sehr warm heute: ca 28°

Mittwoch, den 22. Jun. 2016

Auch heute stehen wir um 7:30 auf, nach dem Besuch im Waschhaus gibt es erstmals Frühstück. Wie üblich Brötchen, Käse, Schinken, diverse Marmeladen und Honig und ein Frühstücksei runden das ganze ab. Danach muss ich unbedingt an meinem Reisebericht schreiben, eine Stunde ist dafür geplant. Danach fragt Hermine schon, was wir denn jetzt machen. Sie will unbedingt ans Meer zum Baden. Kurz vor 11:00 fahren wir los in Richtung St. Aygulf, hier soll ein wunderbarer Strand sein. Wir haben Glück auf Anhieb finden wir Ihn, er ist wirklich sehr schön. Man kann von hier bis St. Raphael/Frejus sehen, und das sind einige Kilometer. Hier verbringen wir ein paar schöne Stunden, gehen einige Kilometer am Strand spazieren. Es weht auch eine leichte Brise.

Kurz nach 15:00 fahren wir dann wieder zum Campingplatz zurück. Mit Kaffee und Kuchen verbringen wir die nächste Stunde am Caravan. Später gehen wir noch zum Market am Platz, Hermine möchte noch einen Salat zum Abendessen. Er ist aber leider schon geschlossen, so verlassen wir den Ca.Platz um den auf der anderen Straßenseite liegenden Rocher(Fels) zu betrachten.

Danach gehen wir wieder zurück, am frühen Abend essen wir, es gibt heute Gulasch mit Semmelknödel. Dazu ein Glas Weizen oder zwei, kurz nach 22:00 beschließen wir den heutigen Abend.
Das Wetter war heute sehr warm: über 30°

Donnerstag, den 23. Jun. 2016

Die Sonne scheint schon in den Wohnwagen, als wir aufstehen und es ist schon ganz schön heiß. Heute hole ich im Laden ein Baguet, da muss man ein ganzes Stück Weg laufen. Unser Campingplatz ist nicht der größte aber mit sehr vielen Kurven unter einem dichten Blätterdach. Heute ist Großputz angesagt, dazu gehört auch eine gute Nassrasur und den Bart stutzen. Unser Frühstück genießen wir unter unser Laube im Schatten von Oleanderbüschen. Nach unserem reichhaltigen Frühstück sind erstmals diverse Wartungs-Arbeiten vorgesehen. Ich möchte nochmals die Antriebswalzen unseres Movers reinigen, sie sind noch voll Schlamm von unserem letzten Aufenthalt in Castellane wo es leider immer wieder mal Regnete.
Die Temperatur heute Morgen steigt unerbittlich, in der Sonne zeigt unser Barometer schon 40° an. Gegen 10:30 suchen wir unsere Badeanlage auf in der Hoffnung auf etwas Schatten, was sich leider nicht bewahrheitet, hier ist es heute genau so heiß wie an unserem Stellplatz. Der einzige Unterschied ist man kann in das etwas kühlere Schwimmbecken springen.

Nach eineinhalb Stunden gehen wir zum Stellplatz zurück um im Schatten einer Nachbarparzelle ein oder zwei Radler zu trinken. Wir haben es uns gerade gemütlich gemacht als wir von zwei Neuankömmlingen wieder vertrieben wurden. Also zurück zum häuslichen Caravan wo es leider immer noch heiß ist. Die neuen Camper sind Engländer, sie fahren mit Ihren sehr großen Caravan bei uns um die Ecke, wo ein schöner Oleanderstrauch steht. Der zweite bleibt gleich am Strauch hängen, so dass er doch noch abhängen muss. Zuerst müssen wir ihn aus dem Strauch herausschieben, bevor er seinen Mover benutzen kann, aus meiner Sicht hätte er den Caravan gleich abhängen müssen, als Rechtslenker müßte er eigentlich sehen dass er hier nicht durch fahren kann (mit einer Gespannlänge von ca. 13 Metern kann man keine engen 90° Kurven durchfahren). Etwas später gehen wir noch zum Schwimmen in den Pool, das ist das einzige was bei dieser Hitze noch einen Sinn hat. Um 16:30 fahren wir noch zum Supermarkt um Gurken, Tomaten, Käse und Butter zu kaufen, Gurken gab es keine mehr. Beim Campingplatz gegenüber am See ist ein Obst und Gemüsestand, hier bekam ich doch noch meine Gurken.
Heute Abend gibt es bei uns Tortellini mit Salat. Nach dem Abspülen machen wir noch einen Spaziergang über den Platz und über die Strasse zum See hinüber mit Blick zum heute rot beleuchteten Rocher. Es war dann schon 21:00 als wir zu unserm Stellplatz zurückkehren. Nach einer Stunde gemütlichem zusammen sitzen mit einem Glas Rotwein bzw. Weizen beschließen wir den Abend. Ein Manko besteht allerdings nach etwa 21:00, besuchen uns immer wieder mal Stechmücken. Nicht viel aber sie verleiden einem das im Freien sitzen.
Die Temperatur heute am Nachmittag lag bei ca.34°

Freitag, den 24. Jun. 2016

Um 7:30 stehen wir heute auf, unsere Nachbarn von gegenüber (Engländer) reisen heute ab, dafür sind ja gestern Nachmittag zwei Caravans mit Engländern in unsere Strasse gekommen. Auch diese sind nicht besonders freundlich, das haben sie wohl gemeinsam mit den Holländern. Aber auch hier gibt es Ausnahmen, wir haben hier am Platz ganz nette Engländer kennen gelernt, die zeitgleich mit uns angekommen sind. Auch auf dem Campingplatz in Castellane haben wir zwei nette Holländer als Nachbarn gehabt. Ich mache eine Morgenwanderung zu unserem Campingshop um Baguette zum Frühstück zu holen, das regt dann schon mal die Verdauung an. So gegen 10:00 fahren wir zum Baden ans Meer, am Campingplatz ist es leider viel zu heiß, wie wir gestern erkannt haben. Am Strand geht wenigstens ein Lüftchen, da kann man es besser aushalten. Wir haben unseren grossen Sonnenschirm mitgenommen, da sind wir bestens geschützt. Auch heute machen wir zweimal eine Strandwanderung in Richtung Frejus, das waren miteinander bestimmt 8 Kilometer direkt am Wasser entlang.

Nachdem wir ein paar Stunden hier verbracht haben fahren wir zurück zum Campingplatz, mal kurz unter die Dusche um den Sand herunter zu spülen. Im Anschluss gibt es Kaffee mit einem Stück Marmorkuchen.
Danach mache ich noch etwas Wartung am Caravan, die Toilette muss noch geleert werden und wieder frisch aufgefüllt. Und mein Reisebericht muss aktualisiert werden, gegen Abend bauen wir unser Sonnenvordach ab. Heute ist leider unser letzter Abend hier an der Cote`Azur.
Die Temperaturen lagen heute Nachmittag bei ca. 34°.

Samstag, den 25. Jun. 2016

Kurz nach 7:00 stehen wir auf, nach einem kurzen Frühstück kurbele ich die Stützen hoch, rolle das Elektrokabel auf. Als nächstes fahre ich den Caravan aus unserer Strasse auf den Hauptweg, als Gespann kommt man hier weder rein noch raus. Das haben wir zum Beispiel gestern wieder bei den Engländern gesehen. Ja heute ist ja Abfahrt Richtung Nordwesten unser Ziel ist der Camping Couteliere bei Fontaine de Vaucluse. Es sind etwa 192 Kilometer bis dahin, also ca. 3 Stunden müssen wir rechnen.

Die Ausfahrt aus dem Camping Pecheurs läuft tadellos trotz der vielen engen Kurven, ich hatte so meine Befürchtungen. Um 8:15 haben wir schon den Platz verlassen, zuerst Richtung Puget…. dann weiter auf die Autobahn. Unsere Navis waren wieder eine tolle Hilfe, so was von Ahnungslos die ganze Fahrt nach Nordwesten war ein Mix zwischen beiden Navis und meinem Wissen bzw. die Hinweisschilder. Wir haben es trotzdem geschafft um 11:15 waren wir am Campingplatz bei Lagnes.

Das Verkehrsaufkommen hielt sich trotz Samstag in Grenzen. Die Temperatur war schon wie unten am Meer sehr warm, 27° zeigte unser Barometer an. Der Campingplatz Couteliere war sehr gut gefüllt, aber wir bekamen trotz allem ein schönes Plätzchen. Viel Platz für den Caravan, eine schöne Laube unter einem schattigen und sehr niedrigen Baum genau für diesen Zweck und auch unser Auto hat noch Platz. Nur eine halbe Stunde brauchen wir für das Aufstellen des Wohnwagen plus dem Sonnendach.

Den halben Nachmittag verbringen wir im Schatten unseres Baumes, später gehen wir die paar Meter bis zur Sorgue, die gleich an unserem Campingplatz vorbei fließt. Der Fluss ist von grossen Bäumen beschattet und ist eine Oase der Ruhe. Kurz darauf kommt eine Gruppe Kanufahrer vorbei, es ist interessant Ihnen beim Paddeln zu zuschauen. Manche Boote treibt es in die Büsche oder Bäume die ganz flach über dem Fluss wachsen.

So gegen 17:00 gehen wir noch in die Poolanlage um eine Runde zu schwimmen, die meisten Gäste sind schon gegangen, so ist es ganz angenehm.
Zum Abendessen gibt es heute Putenschnitzel mit Bratkartoffeln, es schmeckt ganz ausgezeichnet. Und dazu noch zwei Gläser Weissbier. Der Nachteil heute war, es gab eine ungeheure Menge an Geschirr, wir hatten seit heute Morgen drei Mahlzeiten und keinen einzigen Spülgang. So hatte ich mal wieder die A…karte.


Nachdem wir mit all dem fertig waren unter anderem mit Spülen und Duschen, sind wir zur Rezeption um das Wylan zu testen. Hermine hat ein paar Whatsapp zu den Kindern geschickt, während ich an meinem Reisebericht weitergeschrieben habe. Später habe ich noch mal das Internet am Stellplatz ausprobiert, ich hatte Empfang erstmals in diesem Urlaub. Nur leider brauchte ich ein Passwort um in das Camping-Netz zu kommen. Ich ging also auch wieder zur Rezeption um mich hier Wifi free einzuloggen. Als erstes wollte ich meinen Virenscanner Kasperski auf den neuesteten Stand bringen, das war wohl ein Fehler für das Update braucht es fast eine Stunde und ca. 20 Megabyte Volumen. Ich war bedient davon. Nachdem er endlich mit dem Update fertig war, packte ich ein und ging zum Wohnwagen zurück. Mittlerweile war es auch schon 22:00 vorbei, so packten wir unsere Toilettentaschen und gingen ins Waschhaus um uns Bett fertig zu machen..
Die Temperatur lag heute bei ca. 28° , aber der Mistral: wir hatten ihn schon vergessen, dass es ihn gibt, wehte ganz schön stark.

Sonntag, den 26. Jun. 2016

Heute ist Markttag in Isle-sur-Sorgue, meines Wissens der größte Markt hier in der Gegend. Da kommen die gleichen Händler die auch in Saint-Remy-de-Provence auf dem Markt verkaufen. Wir möchten Olivenöl für Alexandra, wenn wir Glück haben bekommen wir das Öl aus Maussanne, wo die größten Köche Frankreichs ihr Olivenöl beziehen.

Kurz nach 9:00 fahren wir los, wir parken beim Super U das ist zwar weit weg vom Zentrum, aber weiter in der Innenstadt bekommt man keine Parkplätze. Abgesehen von den hunderten Händlern mit Ihren Ständen. Es war nicht ganz einfach unsere Wünsche zu erfüllen, der Markt ist weit verzweigt, direkt an der Sorgue entlang wie auch in den Strassen und Gassen der Innenstadt. Wir wollten nicht irgendein Olivenöl sondern das Beste, das zu kriegen war. Und für Raphaela und Chris die kein Olivenöl wollen, hat Mama Brotzeitbrettchen aus echtem Olivenbaum gesucht und gefunden. Es gab mehrere Händler aber mit stark unterschiedlichen Preisen. Und dann auch noch für Fam. Um…., die unsere Blumen und den Rasen mähen. Für sie haben wir auch Olivenöl sowie preisgekrönte Salami in verschiedenen Geschmacksrichtungen gefunden.

In den vergangenen Jahren war es einfacher in St. Remys. Der Markt ist vielleicht etwas kleiner und man konnte überall die Salami probieren, und sich etwas aussuchen. Was lange währt wird auch noch gut, wir haben alles geschafft. Nach dem Markt-bummel sind wir noch über eine Sorguebrücke in den kleinen Park gegangen. Hier brachte ein Einheimischer Künstler schöne Chansons für die Parkbesucher. Für uns haben wir später ein Schälchen mit Erdbeeren gekauft und noch etwas getrunken. Um12:30 haben wir den Markt verlassen und sind heim zu unserem Platz gefahren. Nach einer kurzen Brotzeit sind wir mit unsern Stühlen in den angrenzenden Auwald an der Sorgue gegangen. Die erste halbe Stunde war nichts los, aber dann kamen sie wieder die Kanus. Manche allein, andere in Gruppen vielleicht Schüler es war eine Menge los am Fluss. So verbrachten wir bestimmt fast zwei Stunden hier, bis wir zum Kaffee trinken an den Caravan zurück gingen. Kurz nach fünf als weniger los ist gehen wir noch zum Pool um eine Runde zu schwimmen und die letzten Sonnenstrahlen zu genießen.
Das Wetter war sehr warm heute: über 30°

Montag, den 27. Jun. 2016

Kurz vor 8:00 stehen wir auf, die Sonne schaut schon hinter den Bäumen hervor, in ca. 10 Minuten wird sie unsern Frühstückplatz erreichen. Morgens essen wir gerne in der Sonne zumal sie ja noch nicht so kräftig scheint. Ich gehe noch schnell zur Rezeption um ein Baguette zu holen, dann steht unserm Frühstück nichts mehr im Weg. Der Kaffee ist fertig, die Erdbeer und die Himbeermarmelade, der Käse und Honig stehen schon auf dem Tisch. Der Schinken und die Wurst von zu Hause sind schon verbraucht, aber wir sind sowieso keine Wurstesser. Wir wollen heute nach Perne-La-Fontaine um uns den gleichnamigen Campingplatz endlich mal anzuschauen. Wir waren vor Jahren schon mal hier, bekamen aber keinen Stellplatz und mußten weiterfahren. Versäumten damals aber den Platz anzuschauen, was wir heute tun wollen. Man weiß ja nie, wenn man mal irgendwelche Alternativen braucht. Gegen 10:00 sind wir dann in Perne….. am Campingplatz Perne-Les Fontaines. In der Rezeption erklärt uns eine Dame was für Bedingungen hier bestehen. Es gibt offensichlich zwei Kategorien: in der einen ist eine Mindestbelegungszeit von 7 Tagen, in der anderen anscheinend 4 Wochen die Rede was uns eigentlich unglaublich erscheint. Einen Campingplan gibt es nicht, wir laufen trotzdem mal durch den Platz. Die Sanitärgebäude sind sehr schön und auch sauber, der Platz wirkt aber eher steril. Nicht das was uns vorschwebt, einen kleinen gemütlichen Platz mit Sonnen oder Schattenplätzen. Auch die Poolanlage schaute im Internet imposanter und schöner aus. Sie haben einen neuen Platzteil mit nagelneuen Häusern mit Terrasse im gediegenen Look. Entäuscht verlassen wir diesen Camping-platz und fahren dann wieder zurück, es ist schade dieser Platz ist nichts für uns.

In Isle-sur-Sorgue gehen wir noch in den Intermarche um frisches Gemüse und Wasser zu kaufen. Eigentlich wollten wir noch unser Auto waschen, aber die Waschanlage ist kaputt. So fahren wir zum Ca.Platz zurück. Wir genießen die Ruhe vor dem Wohnwagen, man sollte vielleicht etwas erwähnen wir haben heute einen unheimlich starken Mistral, da fliegen schon mal die leeren Stühle.
Nach 15:00 fahren wir nach Fontaine-de-Vaucluse wir waren zwar schon oft hier, aber es ist immer wieder schön. Die Parkplätze vor dem Ort sind alle gesperrt nur am Ortsende ist ein Parkplatz offen. Wir gehen wie immer zur Quelle hoch, es sind heute weniger Leute als sonst hier. Letztes Jahr waren wir an einem Sonntag hier, da war die Hölle los.


Es ist auch weniger Wasser im Quelltopf der Sorgue, so einen niedrigen Wasserstand habe ich hier noch nie gesehen. Die Höhe bis die Sorgue über den Felsriegel übertreten kann beträgt bestimmt 20 Meter. Vielleicht 100 Meter vom Quelltopf in Richtung des Ortes bekommt das Bächlein aus verschiedenen Löchern soviel Wasser zugeführt dass einige Meter weiter ein Fluss entstanden ist. Mit einer Wassermenge die schon erstaunlich ist, und ab dem Ort Fontaine-de-Vaucluse kann man mit den Kanus bis nach Isle-sur-Sorgue das sind etwa 10 Kilometer paddeln. Wie ich schon erwähnt habe, führt die Sorgue direkt bei uns am Campingplatz vorbei, an manchen Tagen sind das bestimmt Hunderte von Kanuten.
Zwei Stunden später kehren wir zum Platz zurück, es ist ja auch Zeit zum Abendessen. Heute wollen wir noch Grillen, obwohl der Mistral sehr stark bläst. Ich löse das Problem damit in dem ich unser Auto einen Meter weiter nach links stelle, und wir im Windschatten des Autos sitzen und grillen können. Nach dem Essen und dem notwendigen Spülen machen wir noch einen Spaziergang über den Platz. Heute ist der Campingplatz merklich leerer geworden. Vielleicht merkt man die Hauptsaison (Preise) die hier am Platz schon frühzeitig begonnen hat. So gegen 22:45 gehen wir in die Koje.

Die Temperaturen lagen heute bei ca. 28-31°, viel Sonne und auch starker Wind ( Mistral )

Dienstag, den 28. Jun. 2016

Wir sind um 7:30 aufgestanden, heute Morgen holen wir kein Baguette aus dem Laden, wir haben selbst noch einige Brötchen zum Selbstbacken dabei. Nachdem der Kaffee durchgelaufen ist und die Brötchen fertig sind machen wir ein anständiges Frühstück, heute gibt es auch noch Frühstückseier dazu.
Heute wollen wir die Abtei Abbey Senanque mit Ihren schönen Lavendelfeldern anschauen. Die Abtei ist ein Sisterzienser Kloster, das im Jahr 1148 gegründet wurde, und erst vor einigen Jahrzehnten wieder belebt wurde. Der Sisterzienser Orden lebt sehr spartanisch, was man auch Ihren Bauwerken ansieht. Trotz der schlichten Bauweise sind sie sehr schön. Auf dem Weg zum Kloster berühren wir Gordes am Rande, an einem Aussichtspunkt halten wir mal an. Der Ausblick zum gegenüber-liegenden Bergdorf Gordes der wie ein Adlerhorst über und am Berg klebt ist grandios. Wie immer sind viele Touristen hier unterwegs, vor allem Asiaten die im Schnell-durchlauf Europa besuchen wollen.

Im Anschluss zweigen wir zum Kloster ab, Ein paar Kilometer vor dem Kloster führt eine enge und kurvenreiche Strasse den Bergrücken herunter. Am Kloster selber ist eine Menge los, der Parkplatz ist so gut wie voll. Auch hier sind, wie überall eine Menge an Asiaten zu sehen. Der Lavendel steht noch nicht in der Blüte wobei die Lage hier etwas problematisch ist. Ein tiefes schmales Tal wo die Sonne vom Süden oder dann von Westen herein scheinen muß.
Hermine kauft im Shop der Abtei noch ein Olivenpesto statt der normalen Andenken die es sonst in diesen Läden gibt. Als letztes besuchen wir die Abteikirche, aus der grellen Sonne kommend, kann man in der dunklen Kirche im ersten Moment kaum etwas erkennen. Nach einigen Minuten erscheint ein Mönch in einem Messegewand um die notwendigen Vorbereitungen für eine Messe zu treffen. Da es mir taktlos erscheint, verlassen wir die Kirche obwohl ich gern die übrigen Mönche bzw. Ihre Kleidung gesehen hätte.

Lavendelfeld im Kloster

Als nächstes wollen wir nach Rossillion fahren, über die Landstraße D4 kommend sind nördlich des Ortes zwei wunderschöne Lavendelfelder zu sehen, und wenn die Sonne richtig steht kann man schöne Fotos machen. Bilder von Lavendelfeldern zu machen ist extrem schwierig, bisher habe ich nur einmal „ tolle Bilder vom Lavendel“ und das im Kloster Saint Paul in St. Remys gemacht. Auch mit den heutigen Bildern bin ich nicht zufrieden. Cest la vie.

Bild oben: Lavendelfeld ca. 10 Kilometer entfernt bei Roussillon; —– Bild unten: Lavendelmuseum

Auf dem Heimweg fahren wir über Coustoulet hier ist das Lavendelmuseum beheimatet, vor einigen Jahren haben wir das Museum besucht. Auch hier stehen mehrere Reihen voll wunderschönem Lavendel, ein paar Fotos davon gönnen wir uns hier. Weiter fahrend sehen wir noch eine Autowerkstatt mit Auto-Waschanlage am Straßenrand, hier gönnen wir unserm Auto noch eine Frischekur das ihm gut steht.

Mittwoch, den 29. Jun. 2016

Guten Morgen. Heute ist Abfahrt nach Tournon-sur-Rhone zu unserem letzten Campingplatz auf dieser Reise. Wir haben auch heute Nacht gut geschlafen. Unser Sonnendach haben wir ja schon gestern Abend abgebaut, so daß nach einem guten Frühstück der Weiterreise nichts mehr im Wege steht. Um 8:15 verlassen wir unseren Campingplatz Couteliere wo wir uns immer wohl gefühlt haben. Es sind nur ca. 25 Kilometer bis zur Autobahn aber leider haben wir einen Rückstau auf der D900 vermutlich wegen des Arbeitsbeginns. Auch das geht vorüber, nachdem wir die Autobahn erreicht haben läuft es ohne Probleme. So dass wir um 11:00 schon unseren Camping Castelet in Tournon-sur-Rhone erreicht haben. Wir werden freudig von der Chefin des Platzes begrüßt, sie stellt uns einige Stellplätze zur Auswahl. Wir ent-scheiden uns für Platznummer 51 in der obersten Reihe links. Es ist wie immer etwas eng, um die Kurven zu meistern aber irgendwie geht es immer.

Wir bauen gleich unser Sonnendach auf, die Temperaturen sind auch hier sehr hoch. Danach gibt es eine gute Brotzeit die wir im Schatten unseres Vordaches genießen. Irgendwann gehen wir zum Pool, als die Temperaturen gar nicht abnehmen. Das Wasser im Becken ist sehr angenehm und frisch, aber so lässt sich die Nachmittags-hitze besser ertragen. Unser Stellplatz ist so von der Sonne verwöhnt, so dass wir am Spätnachmittag noch eine Wäscheleine zwischen zwei Bäume spannen müssen um ein großes Badetuch aufzuhängen.

Nur so können wir unser Abendessen auch genießen, es gibt heute Gulasch mit Semmelknödel und dazu noch etwas Weizenbier. Als die Sonne dann untergeht machen wir einen Spaziergang über den kleinen Platz, der Campingplatz ist sehr gut besucht. Wir genießen den restlichen Abend mit ein oder zwei Gläsern Weizenbier sowie für meine Gattin einem guten Tropfen Rotwein, bevor es in unser gemütliches Bett geht.
Die Temperatur lag heute bei ca. 32 bis 35°

Donnerstag, den 30. Jun. 2016

Kurz vor 8:00 stehen wir auf, zum Frühstück haben wir gestern in der Rezeption ein Paine das ist eine übergroße Form eines Baguettes bestellt, es ist sehr schmackhaft. Dazu gibt es wie immer verschiedene Marmelade, Honig, Käse und Schinken und natürlich Frühstücks-Eier. Bevor wir nach Tournon-sur-Rhone fahren, gehe ich noch kurz zum Geschirr spülen ins Waschaus. Gegen 10:30 Uhr fahren wir dann los, unser Auto stellen wir an dem schönen, beschatteten Platz an der Rhone ab. Zu Fuß geht es weiter über die Rhone-brücke nach Tain-de-Hermitage. Hier sehen wir ein Flusskreuz-fahrtschiff das die Rhone befährt am Anlieger. Es ist die Swiss Emerald sie hat 124 Passagierkabinen, und wird für Kreuzfahrten von der Saone über die Rhone bis ans Mittelmeer benutzt. Wir machen einen ausgiebigen Spaziergang durch Tain-de-Hermitage, es ist eigentlich ein schönes Städtchen. Über der Stadt liegen schöne Weinberge von bekannten Winzern, und in der Stadt gibt es die Weltbekannte Chocolaterie (VALRHONA).

Nach zwei Uhr kehren wir zum Auto zurück und fahren zur Leclert-Tankstelle, hier gibt es billigen Diesel für unsern Hyundai.
Im Anschluss kehren wir zu unserm Campingplatz zurück, als erstes gibt es noch einen Kaffee und Kuchen. Später suchen wir den Pool auf um der Hitze zu entrinnen. Am späten Nachmittag gehen wir noch eine Runde spazieren, wir verlassen den Platz und gehen über die alte Steinbrücke in Richtung Tournon…. Hier auf der anderen Seite des Flüßchen Doux gibt es einen tollen Ausblick auf unseren Campingplatz bzw. das schöne Herrenhaus oder wie man das hier nennt.


Am frühen Abend bauen wir unser Sonnendach ab, leider beginnt es kurze Zeit später zu Regnen. Wir sind zwar Froh dass wir unser Sonnendach schon eingerollt haben, dafür ist aber der Boden vor dem Caravan nass, man kann halt nicht alles haben. So trinken wir unseren Wein und das Weizenbier halt im Wohnwagen. Bevor wir in die Koje gehen, machen wir noch kurz einen Platzrundgang.

Das Wetter war sehr schön und warm heute: über 30°

Freitag, den 01.Juli 2016

Heute geht es Richtung Heimat wir stehen schon um kurz nach 7:00 auf um zu Frühstücken, und anschließend uns zur Abfahrt vorzubereiten. Das heißt unser Frühstückgeschirr zu spülen, aber zuvor natürlich unsere eigene Morgentoilette machen. Als nächstes die Toillette entleeren, Wasser auffüllen, Stromkabel abnehmen und die Stützen vom Caravan hochdrehen. Das Sonnendach haben wir ja schon Gestern Abend eingerollt und den Tisch und die Stühle ins Auto verbracht. Damit wären wir erstmals fertig, als nächstes fahre ich den Caravan mit dem Mover in die gegenüber liegende Straße. Von unserer Straße komme ich mit dem Gespann nicht um die Kurve, es ist ja immerhin gute 12 Meter lang.


Gesagt, getan um 10:00 ist Abfahrt, zuvor kommen von der unteren Straße noch zwei weitere Gespanne die auch weiter oder Heim fahren wollen. Aber jetzt ist die Straße frei ich fahre los, Hermine passt von hinten noch auf ob ich gut um die Kurve komme, aber es geht alles gut, so dass wir gleich weiterfahren können. Bei Romans-sur-Isere ist die erste Mautstelle dann geht’s die nächsten 200 Kilometer über bekannte Straßen in Richtung Grenoble sowie auch nach Genf. Unsere nächste Tank-Rast ist bei Annecy, wenn ich hier unser Auto volltanke komme ich damit durch die ganze Schweiz, das macht schon einige Euros aus. Auch der Rastplatz ist sehr nett, auf der gegenüber-liegenden Autobahnseite machen wir meist bei der Einreise unsere Frühstückspause.

Nach fünfzig Minuten geht es weiter in Richtung Schweiz, schon 30 Minuten später fahren wir durch Genf, es geht alles glatt. Das Wetter ist schön und heiß, so dass wir eine knappe Stunde später nochmals eine Kaffeepause machen, und zwar in Bavois kurz vor dem Neuenburger See. Zum nächsten Rastplatz sind weitere 40 Kilometer, Rose de la Broye so heißt er, wo wir früher immer übernachtet hatten. Aber hier ist es auch sehr schön, der Rastplatz liegt etwas am Berg so kann man eine gute Aussicht genießen.
Kurz vor Bern geht`s dann wieder los, der altbekannte Stau in der Schweiz, aber so schlimm haben wir es noch nie erlebt. Die nächsten 70 Kilometer im Schrittempo bzw. Stop und Go, der Grund Freitag Nachmittag ??, wir wissen es nicht. Unser schöner Zeitvorsprung ist dahin, so dass wir wie gewohnt erst gegen halb Acht Abends unser Tagesziel die Raststätte Forrenberg erreichen. Sie ist heute überraschender Weise fast leer, was uns verwundert in ein paar Stunden ist ja Wochenende und Fahrverbot. Als erstes machen wir noch einen Spaziergang über die Raststätte. Dann gibt es erstmals Abendessen, Wenn wir unterwegs sind gibt es natürlich nur eine Brotzeit, mehr ist halt während der An oder Abreise nicht drin. Aber auch diese Mahlzeit kann sich durchaus sehen lassen.

Nachdem wir noch zwei Gläser Weissbier zu uns genommen haben, geht es in die Koje. Es sind immer noch keine neue LKWs angekommen.
Der Tag war heiß, die Temperatur lag bei ca. 32°

Samstag, den 2. Juli 2016

Ich bin schon kurz nach Sechs Uhr Morgens aufgewacht, der Rastplatz ist fast leer es sind keine weiteren LKWs in der Nacht gekommen. Das haben wir so noch nie erlebt.
Wir entschließen uns nach einer Tasse Kaffee gleich weiter zu fahren, der Vorteil wäre bevor die Bregenzer aufstehen, sind wir schon durch die Stadt gefahren. So geht`s los der Verkehr ist Ruhig und kurz vor 8:00 sind wir schon in Bregenz / Hard beim Tanken. Das letzte mal in diesem Urlaub. Die Durchfahrt hier durch die Stadt ist sehr gut, die Uhrzeit spielt eine große Rolle. Die letzten 85 Kilometer sind auch kein Problem mehr, und so sind wir um 9:25 in Ottobeuren angekommen.
Das Wetter ist trocken und die Temperatur ist angenehm, so bei etwa 20°


Fazit: Unser Urlaub ist zu Ende, wir haben insgesamt über 2.500 Kilometer zurück gelegt, es war schön nicht ganz so anstrengend. Unsere nächste Tour in Frankreich wird wohl in Richtung Spanien gehen, mal sehen was ich finde und zusammen stellen kann.

Südfrankreich – Juni 2015

Vorgeschichte: Einige Wochen vor unserem diesjährigen Campingurlaub in Südfrankreich bzw. der Provence haben wir einen großen Wasserschaden in unserem Badezimmer bekommen. In dessen Verlauf Wasser durch die Betondecke in das Badezimmer der Erdgeschoß-wohnung gelaufen ist. Als Folge mußte auch hier die Vorhandene Holzdecke erneuert werden. Bei uns im Bad mußte das aufgetretene Leck durch eine Feuchtigkeitsmessung lokalisiert werden. Danach rückte der Handwerker eines Örtlichen Sanitärunternehmens an, um den Schaden an der Warmwasserleitung zu beheben, was gar nicht so einfach war. Danach mußten 2 Trocknungsgeräte 14 Tage lang die vorhandene Feuchtigkeit aus beiden Bädern absaugen. Wir waren also wirklich urlaubsreif…

Freitag, den 12.06.2015

Nachdem wir seit Mittwoch wieder ohne die Lüftungsgeräte im Bad leben, konnten wir uns jetzt auf unsern Urlaub in die Provence konzentrieren. Mit einigen Vorbereitungen, machten wir unsern Caravan für unseren Trip ins hoffentlich sonnige Frankreich startklar.
So einige Kleinigkeiten wie richtiges Beladen eines Wohnwagens in den einzelnen Sektoren um keine Probleme bei der Fahrt zu haben, müssen schon berücksichtigt werden. Da die Pfingstferien schon vorbei sind und wieder Schulunterricht stattfindet, sind einige Autos von Schülern und Lehrern in der Straße und natürlich die Nachbarn von der anderen Straßenseite. Am Donnerstag hatte ich unseren Nachbarn gegenüber angesprochen und ihn gebeten sein Auto nicht auf die Straße zu stellen, was ja auch klappte, bis seine Tochter mit ihrem Auto kam. Sie stellte Ihr Fahrzeug natürlich sehr knapp zwischen die beiden Einfahrten. Ein paar Meter weiter in der anderen Richtung stand ein Schüler oder Lehrer mit seinem Auto, so konnten wir nur mit Mühe und Not unseren Caravan auf die Straße bringen und anhängen. Ein kleines Auto kam gerade noch durch, danach ein zweites Auto kam nicht mehr durch, so war unsere Straße (Sackgasse) in Richtung der hinteren Nachbarn dicht. Unsere Nachbarn schauten dem Chaos von der gegenüberliegenden Terrasse zu, bis ich sie ansprach ob sie den nicht den kleinen Skoda ihrer Tochter wegfahren können. Um den Autoschlüssel zu holen brauchten sie dann fast 10 Minuten.

Um 10.45 haben wir dann die Bergstraße in Ottobeuren verlassen, es geht Richtung Memmingen-Süd zu unseren Autobahnzubringer. Die ersten Kilometer erstmal die Frage, wie läuft der Caravan hinter unsereem Auto, wie macht sich unser neuer Hyundai-Diesel mit dem Wohnwagen. Nach der ersten Stunde ist alles klar das Gespann passt gut zusammen, auch die Beladung passt. Um 11.45 haben wir Bregenz erreicht, der Stadtverkehr ist sehr lebhaft aber wir kommen gut zu recht. Kurz nach 12:00 sind wir an der Esso-Tankstelle in Hard, gestern war der Dieselpreis laut Internet bei 1,20 € ,heute man staune bei 1,28 € über Nacht um 8 Cent gestiegen. Einige Minuten später haben wir dann die Schweizer Grenze erreicht und dann um 13.25 unsern Rastplatz Forrenberg bei Winterthur erreicht, wo wir eine halbe Stunde Pause machten. Es gibt Kaffee aus der Thermoskanne und ein paar belegte Brote.

(In dieser Raststätte hatten wir vor Jahren ein nettes Erlebnis, die ganze Tankstelle stand unter Wasser. Ein unaufmerksamer Autofahrer hatte einen der Wasserhydranten umgefahren. Und die Wasser-absperrung mußte durch die benachbarte Gemeinde durchgeführt werden, was aus irgendeinem Grunde nicht klappte).

Zehn Minuten später erreichten wir den Nordring von Zürich, wo es heute sehr gut läuft, in einer Viertelstunde haben wir die Umgehung von Zürich geschafft. Unsere zweite Rast war auf dem Rastplatz Gunzgen in der Westschweiz, hier verbrachten wir eine weitere halbe Stunde, bei der Abfahrt kam plötzlich ein heftiger Regenschauer, der aber Gott sei dank nur etwa 10 Minuten dauerte. Auf der Gegenfahrbahn war sehr dichter Verkehr bis hin zum Stau, und immer wieder war die Autobahn dicht, auf unserer Seite lief der Verkehr aber flüssig. An der Abzweigung in Avenches verlassen wir die Schweizer Autobahn, wir müssen eine Hügelkette überwinden die das Niveau von der Autobahn zum See abtrennt. Um 16:55 haben wir dann unsern ausgesuchten Campingplatz La Nacelle in Portalban-Delley am Ostufer des Neuenburger Sees erreicht. Es gibt hier nur wenige Touristenplätze so ca. 50 Stück und alle sind frei, bis auf einen Stellplatz der mit einem abgestellten Caravan belegt ist. Der übrige hübsche Campingplatz ist mit lauter durchaus luxuriösen Mobilhome belegt. Unser Auto muss nach dem Abhängen des Caravans wieder hinaus auf einen Öffentlichen Parkplatz gebracht werden. Es sind ein paar hundert Meter bis dahin, und gleich dahinter ist der Yacht oder Segelboothafen, ob das mit dem Parken hier wohl gut geht? . Am frühen Abend haben wir noch einem Rundgang über den Platz gemacht, in der Mitte des Campingplatzes ist ein gut besuchtes Restaurant zu finden. Am Caravan zurück gekehrt haben wir zu Abend gegessen inklusive zweier Gläser Weizen. Später am Abend haben wir dann den Tisch und die Stühle wieder im Auto verstaut und es auf den Parkplatz zurück gebracht. Gegen 22:00 wollte ich nochmals ins Waschhaus auf die Toilette und zum Zähne putzen gehen, man glaubt es nicht das Haus war um diese Zeit schon abgeschlossen. So etwas haben wir in unserer ganzen Campingzeit noch nie erlebt.
Die Temperatur lag heute ca. 23° und mit reichlich Sonne

Samstag, den 13.06.2015

Pünktlich um 6:30 sind wir aufgestanden, ich bin dann gleich zum Auto-Parkplatz Richtung See gelaufen, unser Auto war noch da und auch unbeschädigt. Mit dem Auto bin ich dann gleich zurück zum Campingplatz um danach die Caravan-Spiegel anzubringen, ich hatte sie gestern Abend abgebaut weil ja das Auto außerhalb des Campingplatzes stand. Hermine hatte zuvor schon das Stromkabel vom Caravan abgehängt. Während sie dann im Anschluß das Waschhaus aufsuchte, drehte ich den Caravan mit dem Mover um und hängte ihn ans Auto. So konnten wir pünktlich um 7:30 den Campingplatz verlassen. Fremdsein ist ein Elend, fünf Minuten später wussten wir schon nicht mehr weiter. Das Navi zeigte mir mitten im Ort einen Weg der sehr steil einen Berg hinauf führte. Das war mir nicht ganz geheuer, ich hielt an und fuhr mit dem Caravan rückwärts bis ich wieder auf einer Ebene war. Zurückstoßen ist ja immer ein Vergnügen, vor allem wenn man es nicht so gut beherrscht.


Auf der neuen Route ging es dann genau so den Berg hoch, geschätzte 12-14% aber egal ich hatte ja jetzt eine Bergkatze ( Hyundai Diesel ). Auf einem schmalen Weg ging es dann weiter durch die Felder, manchmal nur in Caravan-Breite. Nach geschätzten zehn Kilometern hatten wir die Autobahn dann erreicht und die große Fahrt konnte beginnen. Es lief alles gut mit unserm neuen Diesel-Fahrzeug, mit ihm konnten wir eine höhere Durchschnitts Geschwindigkeit erreichen, so dass wir trotz der Verzögerung heute Morgen schon gegen neun Uhr die Großstadt Genf erreichten. Auch hier ging alles gut, man muß halt gut aufpassen in so einer großen und belebten Stadt. Am Internationalen Flughafen vorbei, durch einen Tunnel fahren und schon haben wir die Rhonebrücke überquert (Abfluß vom Genfer See).
Bei Saint-Julien-en-Genevois das große Autobahnkreuz überquert und weiter auf der A41 in Richtung Cruiseilles. Von jetzt wird es gemütlicher, man kann entspannter Fahren. Unsern Frühstücksplatz in Seynod / Frankreich wo wir meistens halten, und heute auch Tanken wollten, erreichten wir doch schon 9:45. Die Sonne kam schon hinter den Bergen hervor, und wir konnten gemütlich unser Frühstück in der Morgensonne genießen. Für unseren Cappuccino mußten wir ja nur die Gasflasche aufdrehen.

Zur Errinnerung: Vor ein paar Jahren stand vor uns auf dem Rastplatz ein wunderschönes Adria Wohnmobil, es hatte einen Anhänger dabei, auf dem sich ein zitronengelber Ferrari befand. Die Besitzer waren ein älteres Ehepaar zwischen 60 und 70 Jahren.

Nach einer Stunde fuhren wir dann weiter, etwas Negatives im nach hinein unser Auto-Navi kannte sich hier gar nicht aus, und wollte uns immer wieder von der Autobahn jagen. Aber wir ließen uns nicht beirren, unser TomTom-Navi, das wir auch mitgenommen hatten unterstützte uns ja richtig. Wir fahren von Annecy, wo wir gefrühstückt haben über Chambery weiter auf der A41 weiter nach Süden. Kurz vor Grenoble sah ich im Rückspiegel daß sich eine Dichtung an der vorderen Leiste des Caravans gelöst hatte, und im Wind flatterte. Mit Hilfe unseres Campingtisches den wir zwischen die Deichsel stellten, versuchten wir sie wieder fest zu machen was auch teilweise gelungen ist. Nachdem wir Grenoble verlassen hatten ging es Richtung Süden zuerst noch auf der Autobahn dann später über die Nationalstraße 1075. Die Fahrt ging an den Alpen entlang, es war schön und Interessant. Um 14:30 erreichten wir unser heutiges Ziel in Veynes den Campingplatz Solaire, die Rezeption war nicht besetzt und wir mussten eine viertel Stunde warten bis irgend jemand kam, der Campingplatz war leer ( Vorsaison ) aber so was von leer hatte ich noch nie gesehen. Er machte soweit einen netten Eindruck wie er auch im Campingführer zu sehen war.

Archivbilder: Camping Solaire
Leider sind die netten Bilder nicht von mir, es war wohl der falsche Zeitpunkt für uns.

Wir suchten uns ein schönes Plätzchen in der Sonne, aber auf sie war kein Verlaß mehr. Wir konnten noch eine Tasse Kaffee trinken danach vertrieb uns ein Regenschauer. Von nun an wechselten sich Sonne und Regen ab. Um 17:30 fuhren wir die ca. 5 Kilometer bis nach Veynes zum Tanken in den Supermarkt (Super U) der Preis hier war 1,259 € immerhin 10 Cent weniger als auf der Autobahn, schon mal 4,20 gespart.
Nachdem wir wieder auf dem Platz zurück waren, machen wir einen Rundgang über den Platz, vor dem Hauptgebäude sind zwei größere Pools allerdings ohne eine Wasser-befüllung. Hier tummeln sich unzählig viele Frösche im vorhandenen Regenwasser. Unser Eindruck ist, dass die Campingbetreiber trotz der Saisoneröffnung, wie im Campingführer zu erkennen war, überhaupt noch nicht so weit waren.
Der Ca. Platz hat große Stellplätze unter Bäumen, wie auch sonnige Wiesenplätze. In der Saison, wann immer sie hier ist, ist es bestimmt sehr schön. Etwas später gehen wir nacheinander zum Duschen ins Haupthaus, anschließend schreibe ich an meinen Reisebericht noch ein paar Zeilen weiter. Danach essen wir noch zu Abend, zum Geschirr spülen geht es ein paar Meter weiter. In der Nähe des Fußballplatzes steht ein kleines Häuschen mit Toilettenkabinen und Spülbecken. Nach unserer Arbeit geniesen wir noch ein Glas Weizenbier. Gegen 22:00 sind wir dann ins Bett, es regnete mittlerweile schon ein paar Stunden. Auf dem Fahrweg ein paar Meter vor uns steht ein Holländisches Wohnmobil, die Besitzer legen aber keinen Wert auf ein kurzes Gespräch.
Die Temperatur betrug heute ca. 20° bedeckter Himmel, später am Abend viel Regen.

Sonntag, den 14.06.2015

Die ganze Nacht regnet es ohne Pause, seit 4:00 morgens jetzt in Strömen, der ganze Platz vor unserm Caravan war mit Pfützen übersät. Um 7:30 sind wir dann auf-gestanden zu einem kurzen Frühstück, um uns und den Caravan zur Abfahrt fertig zu machen. Ich ziehe mir eine Regenjacke an, um nacheinander die Caravanstützen mit dem Accuschrauber hoch zudrehen, den Strom abzuhängen und den Mover (Elektroantrieb) anzulegen. Dann drehte ich den Caravan um und hänge ihn ans Auto. In dieser dreiviertel Stunde war ich durch und durch nass bis zur Unterhose. Aber pünktlich um 9:00 waren wir zur Abfahrt bereit. Eine Stunde später hatten wir die kleine südfranzösiche Kleinstadt Sisteron erreicht. Seit gut einer Viertelstunde regnete es nicht mehr. Ich hatte mir im Internet einen netten Parkplatz für unser Gespann unterhalb der Zitadelle ausgesucht. Beim Durchfahren an dieser Stelle sehen wir keine Parkmöglichkeiten mehr für uns. So fahren wir ein, zwei Kilometer weiter Richtung Ortsmitte bis zum Bahnhof, hier ist ein weiterer Parkplatz und es gibt noch einen freien Platz für uns. Wir gehen dann zurück bis auf den Platz unterhalb der Zitadelle, von hier gibt es einen grandiosen Blick auf den Felsen jenseits des Flusses Durance. Der Fluß war heute auf Grund der starken Regenfälle schmutzig braun als wäre er voller Lehm. Der Ort selber ist sehr nett und ansprechend und er gilt als Tor zur Provence.


Nach einer voller Stunde sind wir dann weiter Richtung Süden unterwegs, meine Frau wollte unbedingt mit dem Wohnwagen-Gespann fahren, mir war es recht da unsere beiden Navis pausenlos andere Routen fahren wollten. So dass wir nur nach der Karte fahren konnten, die Strecke zog sich hin bis Manosque. Ab hier geht’s dann wieder rein ins Gebirge, ich hab es wohl unterschätzt. Man muß sich vorstellen die Strecke ist wohl geeignet für ein kleineres Wohnmobil aber nicht unbedingt für ein Caravan-Gespann von 12 Meter Länge So ging es ca. 60 km weiter auch durch sehr enge Ortschaften. In Greoux-les-Bains mußten wir eine Engstelle passieren, wo auf der Gegenseite ein großer Reisbus uns die Vorfahrt ermöglichte. Kurz nach dem netten Örtchen Moustier-Saint-Marie habe ich das Steuer wieder übernommen, das war auch gut so. Ein paar Kilometer am Lac-de-Sainte-Croix entlang, kam schon die Abzweigung, die Strecke nach Aguines ging jetzt steil und eng in die Höhe, der Höhenunterschied die letzten 7 km lag bei 300 Meter. Ich fuhr nur noch im zweiten Gang, schneller konnte man auch wegen des etwaigen Gegenverkehrs nicht fahren. Auch in Aguines war eine Engstelle zu passieren, am Ende des Ortes kam eine enge Haarnadelkurve wo es weiter in die Höhe ging.

Aber endlich hatten wir auch das geschafft und den Campingplatz erreicht, die Höhe des Platzes lag bei 850 Höhenmeter. Wir suchten nach schönen sonnigen Stellplätzen und hatten bald einen gefunden, mitten auf der Wiese. Aber auch der Campingplatz war eine Herausforderung so schöne enge Wege, wir mussten weitere 37 Höhenmeter wieder nach unten fahren um auf unsern Wunsch-Stellplatz zu kommen. Aber das Berg-Panorama war toll, der Blick auf den See mit seinem strahlend blauen Wasser. Diese Sicht ist wohl der schönste Ausblick den ich bisher in Europa gesehen habe. Kurz nach uns kam noch ein Wohmobil in unsere Nähe, diesen Stellplatz hatten wir uns auch schon überlegt, ca.75 Meter von unserem Jetzigen. Nach einer Kaffeepause schauen wir uns den Campingplatz genauer an, hier gibt es einige eigenwillige Übernachtungs-möglichkeiten. Wir gehen zur Rezeption hoch, auf der Terrasse trinken wir eine Flasche Coca Cola und geniesen die wunderschöne Aussicht auf den See.

In der Nähe unseres Stellplatzes befindet sich ein Ausgang der uns zum kleinen Dorf Aiguines hinunter führt. Am Ende des Dorfes befindet sich ein Schloß im Stil der Renaissance, wir konnten es bei der Anfahrt schon sehen.
(Der mächtige Herrensitz aus dem 16. Jahrhundert besteht aus einem viereckigen Zentralbau, an seinen Ecken befinden sich Rundtürme deren Kegeldächer mit bunten Dachziegeln gedeckt sind). Zur Schlossdomäne gehören auch Olivenbäume und Weinpflanzungen.

Aber morgen bei unserer Tour durch die Verdonschlucht werden wir bestimmt noch viele schöne Dinge sehen.
Die Temperatur lag heute ca. 23° und mit mittlerweile sehr viel Sonne.

Montag, den 15.06.2015

Guten Morgen Provence, der Himmel war blau, die Sonne schien schon kräftig. Wir sind um 8:00 aufgestanden, ich stellte unseren Tisch an die Sonne, so schmeckt das Frühstück um so besser. Mit Kaffee, Brötchen selber gebacken aus heimischer Quelle, Erdbeere und Himbeermarmelade und Honig, sowie Käse und Schinken und dazu ein Glas Orangensaft. Besser kann man auch daheim kaum Frühstücken.
Kurz nach 10:00 sind wir dann mit dem Auto auf Tour gegangen, wir wussten nicht was uns erwartete. Unmittelbar nach dem Campingplatz ging es sofort weiter in die Höhe, die Straßen waren eng und sehr kurvig nach ein paar Kilometern waren wir auf über 1200 Metern Höhe. Ich hatte schon Respekt vor der Strecke, wie gesagt sehr eng und Kurvig. Ab und zu kamen uns ein paar mittelgroße Wohnmobile entgegen, wie die hier durchfahren, alle Achtung. Aber der Ausblick auf den Verdon in der Tiefe bis etwa 700 Meter hinunter, war Faszinierend und sehr Schön.

Wir fuhren auf dieser Seite des Flusses knapp 23 Kilometer an der Verdon-Schlucht entlang. Dann konnte man auf einer Abzweigung die durch zwei Dörfer führte auf die Nordseite des Gorges de Verdon wechseln. So hatten wir das Glück beide Seiten der Schlucht zu sehen und zu befahren. Einfach einmalig dieser Canyon, der Europas größter und bekanntester ist. Nach ca.75 Kilometer war die Tour um den Fluß beendet.

Wir fuhren weiter bis nach Moustier-Saint-Marie um den goldenen Stern den der einheimische Kreuzritter Blacas im 12. Jahrhundert über einer Schlucht an einer über 135 Meter langen Kette aufhängen lies, zu sehen. Wie sie das damals wohl gemacht hatten ?.
Wie auch immer, der Ort war sehr ansprechend und lag direkt an und unter einem hohen Felsen. Ich dachte mir wenn es hier regnet geht wohl die Welt unter. Aber egal der Ort war bezaubernd, wir setzten uns in ein Bistro im Zentrum und bestellten uns Crepes mit Marmelade und Zucker. Wir wollten anschließend noch auf die Hochebene von Valensole fahren um hier die riesigen Lavendelfelder zu sehen, aber plötzlich kam starker Wind (Mistral) auf. So beschlossen wir vorzeitig zum Campingplatz zurück zu fahren. Einen kleinen Abstecher zu einem Parkplatz der einen Zugang zum See hat, machen wir aber doch noch. Hier kann man Tretboote mieten um über den See oder in die Verdonschlucht hinein zu fahren. Unser Ausflug um die Schlucht war einmalig und sehr gelungen.

So gegen 16:00 sind wir wieder auf unserm Ca.-Platz angekommen, so konnte ich noch nötige Wartungsarbeiten wie Toiletten entleeren und Wasser für die Spülung auffüllen, und manches mehr erledigen. Anschließend wollte ich noch ein paar Fotos vom Campingplatz schießen. Als ich zurück zum Stellplatz ging war der Cappuccino auch schon fertig, mit Blick auf den blauen See und der Strahlenden Sonne genossen wir den Rest des Nachmittags. Natürlich nicht zu vergessen, an meinen Reisebericht weiter zu schreiben. Gegen 18:30 gab es als Abendessen Schnitzel in Nature auf Salzkartoffeln und als Salatbeilage Gurken, Tomaten sowie Paprika. Als Krönung des Tages durfte ich heute wieder das Geschirr abspülen. Später machte ich noch die Caravanspiegel wieder ans Auto, so hatte ich morgen in der Früh weniger Arbeit. Wir wollten ja am nächsten Morgen weiter fahren ans Meer. Aber davor mussten wir ja erst im Campingplatz den Berg bis zum Eingang wieder hoch fahren, sowie die Serpentinenstrasse wieder runter in Richtung Moustier-Saint-Marie und Autobahn. Was sicher kein Vergnügen wird.
Die Temperatur lag heute bei ca. 23° und Sonne, stellenweise leicht bewölkt.

Dienstag, den 16.06.2015

Unser letzter Morgen hier im Camping L`Aigle. Es ist 6:30 und wir müssen aufstehen. Als erstes gehe ich ins Waschhaus um mich den normalen Bedürfnissen zu widmen. Zurück im Caravan machen wir als erstes Frühstück, um unsere Nachbarn in aller Frühe nicht mit Lärm zu belästigen. Nachdem wir also unser letztes Frühstück hier genossen haben, geht’s an die Arbeit. Die Toilette hatte ich ja schon gestern entleert, so also die Kurbelstützen hochdrehen, den Strom abgeklemmen und den Caravan mit dem Mover von den Bäumen frei stellen Dann nur noch den Wohnwagen an unser Auto hängen, und schon kann es los gehen. Aus Sicherheitsgründen ist Hermine vorausgegangen und ich mit dem Hyundai-Allrad und dem Caravan hinterher. Das Problem war aber nicht unbedingt die Steigung, sondern die Verbindung mit den engen Wegen und Kurven, hier gab es dann schon einige Stellen die sehr kritisch waren. An einer Bruchstelle waren wir bestimmt 10 Minuten beschäftigt, bis dieses Hindernis überwunden war.
(Auf der rechten Seite war ein Loch in der Straße welches zum Abrutschen des Caravans führen konnte, oder anderseits würde ich weder mit dem Auto noch mit dem Caravan aus diesem Loch wieder heraus kommen. Die linke Straßenseite war mit großen Felsbrocken bestückt, hier wäre also die goldene Mitte zu treffen).
Aber gleich im Anschluss kam die nächste Kehre, das Problem war wohl unser zu großer Caravan. Wie schon gesagt: nach etwa 10 Minuten hatten wir das Problem gelöst, durch ein paar Meter zurück laufen lassen des Gespanns, um etwas weiter nach links zu kommen und mit Hilfe des Allrads wieder hoch den Berg. Der Rest des Weges war dann relativ harmlos. Die Serpentinen von Aiguines zum See hinunter waren dann gut zu fahren, vor allem weil heute kaum Gegenverkehr herrschte.

Die etwa 60 Kilometer von Moustier… bis zur Autobahn waren schon beschwerlich, kurvenreich und die Ortsdurchfahrten waren sehr anspruchsvoll. Eigentlich nur für kleinere Wohnmobile geeignet, was solls wir mussten hier durch. Unsere beiden Navis waren eine Entäuschung wie meist in diesem Urlaub, völlig unkompetent und ahnungslos. Nachdem wir dann in La Ciotat-Ceyreste die Autobahn verlassen haben und um über Nebenstraßen unseren Wunsch-Campingplatz zu finden. Kurz vor 12:00 waren wir jetzt am Ca. Ceyreste angekommen, das Mädchen in der Rezeption sagte uns dass sie nur Caravans bis zu einer Länge von 5 Metern aufnehmen können. Wir mussten also wieder zurück, wir standen direkt auf einer Anhöhe die Straße hier war ziemlich eng und steil, es war auch kein Platz zum umdrehen. Um nicht rückwärts den Berg runter zu rollen musste ich die Handbremse und einen Gang beim Auto einlegen. Gleichzeitig beim Caravan den Mover anlegen und ebenfalls die Handbremse anziehen. Was tun also. Wir fuhren ein kleines Stück in den Eingangsbereich vom Campingplatz hinein um den Caravan abhängen und mit Hilfe des Movers wieder auf die Straße hinaus zu bringen und ihn in die neue Fahrtrichtung umzudrehen. Dann unser Auto wieder vor den Caravan setzen und wieder anzuhängen.
Das nächste Dilemma war die folgenden ca. 24 Kilometer bis Sanary-Sur-Mer auf Landstraßen und Orts-verbindungsstraßen zu fahren. Wie schon gesagt: meine Navis hatten keine Ahnung wo sie waren, und wir auch nicht.


Aber wie es so schön heißt: ein blindes Huhn findet auch ein Korn, so kamen wir dann doch noch am Camping Mas de Pierredon unserm nächsten Ziel an. Er hatte leider noch Mittagruhe aber wir konnten uns wenigstens in Ruhe einen geeigneten Stellplatz aussuchen. Es war jetzt nicht unbedingt mein Traum von einem Campingplatz, das schönste hier auf dem Platz war die Poolanlage, die war wirklich super. Wir stellten den Caravan in der Nähe eines Waschhauses mit der Platznummer 23 auf und verbrachten den Nachmittag in aller Gemütlichkeit mit Cappuccino und Kuchen essen. Später gingen wir noch auf dem Campingplatz eine Runde spazieren.
Zum Abendessen gibt es heute Spaghetti Bolognese mit Weißbier und Rotwein, später trinke noch ein paar Gläser Sangria. Damit beschließen wir den heutigen Tag, er war ziemlich Ereignisreich. Es ist mittlererweile schon 22:30 geworden.

Die Temperatur lag heute ca. 25° und mit viel Sonne

Mittwoch, den 17.06.2015

Wir haben sehr gut geschlafen heute Nacht, durch ein paar offene Fenster war es angenehm kühl und doch nicht kalt im Wohnwagen. Es wurde schon 8:30 bis wir endlich aus dem Bett gekrochen sind. Zuerst eine Morgentoilette und dann mit sauberer Nassrasur zurück kommen, anschließend ein schönes Frühstück heute auch noch mit gekochtem Eiern. So kann unser Tag beginnen. Unser holländischer Nachbar weiter hinten packt seine Sachen zusammen, anscheinend wollen sie weiterfahren. Sein kleiner Faltcaravan ist ja auch im Nu fertig. Am späten Vormittag gehen wir noch in die nette Poolanlage, ein paar Liegen sind schon belegt. Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein und eine Wassertemperatur von ca. 26° das lässt genießen. Nach ein paar Schwimm-Runden im Pool und anschließender Ruhe, gehen wir zum Caravan zurück. An meinem heutigen Reisebericht schreibe ich auch noch ein Stündchen, bis wir wieder zum Pool zurück gehen. Gegen Fünf Uhr fahren wir dann in den Nachbarort Bandol um im Supermarkt (Super U) unseren Hyundai voll zu Tanken. Gleich danach wollen wir noch in das hübsche Bergdorf Castelet fahren. Am Parkplatz kaufen wir ein Ticket und laufen bis zum Zentrum hoch. Wir sind offensichtlich heute schon zu spät dran, es ist 17:45 und die ersten Geschäfte schließen schon. Aber das Dorf ist auch so sehr schön, durch die sonnige Lage am Berg blühen Blumen wie zum Beispiel die Bougeenvillea in riesigen Sträuchern. Nach einer Stunde fahren wir wieder zum Campingplatz zurück.

Gegen Abend haben wir einen neuen Platznachbarn bekommen, ein Franzose im mittleren Alters, der eine Radtour an der Cote D`Azur entlang bis nach Marseille macht. Mit Rennrad, dazu einen einrädrigen Fahrradanhänger in dem sich ein Zelt, ein kleiner Grill und Kleidung sowie eine Wäscheleine befindet. Er hat alles dabei, was man für diese spezische Urlaubsform braucht.
Mit Händen und Füßen führen wir eine kurze Unterhaltung. Bei uns gibt es heute zum Abendessen eine Brotzeit, mit Bratensülze, Leberwurst, Heringen und anderes mehr, dazu für mich ein Glas Weizenbier. Nach unserem Essen bieten wir unserm Nachbarn ein Glas Weißbier an, was er dankend annimmt. So führen wir unsere Unterhaltung auch mit den Händen und Füßen und was uns sonst zur Verfügung steht fort. Er ist in Beauvies nördlich von Paris daheim, etwas über 40 Jahre alt, hat zwei Jungs und seine Frau ist Apothekerin. Er freut sich wahnsinnig über unsere Gastfreundschaft und möchte noch ein Foto von uns machen.
Um 22:30 gehen wir in den Caravan zum Schlafen, da entdeckt meine Frau eine Horde Ameisen im Wagen, mit Hilfe unseres Handstaubsaugers bekommen wir sie in den Griff. Um 11 Uhr waren wir dann in der Koje.

Die Temperatur lag heute ca. 25° und viel Sonne

Donnerstag, den 18.06.2015

Es ist 8:00 Uhr morgens, zunächst geht der Kampf mit den Ameisen weiter, dann gibt es aber doch noch Frühstück mit allem was unsere Küche zu bieten hat. Unser netter Französische Nachbar hat mittlererweile seine Sachen zusammen gepackt und bereitet sich zur Abfahrt vor. Zum Abschied schenken wir ihm noch eine Flasche Radler auf den Weg, er freut sich sehr und nimmt sie dankend an.
Als wir nochmals einige Ameisen im Caravan absaugen wollen, geht unser Staubsauger plötzlich kaputt. Als ich ihn öffne, finde ich darin eine kleine Feder die zerbrochen ist, später komme drauf dass es die Andruckfeder von den Kohlen sein muß. Wie auch immer der Staubsauger bleibt kaputt. Bevor ich mich noch an das Notebook setze um an meinem Reisebericht weiter zu schreiben, mache ich noch mal Morgentoilette. Heute Nachmittag wollen wir noch mal nach Bandol zum Strand fahren, um die Luxus Crepes die es ab 12 Euros hier gibt zu begutachten. Kurz nach 13:00 Uhr sind wir dann los zum Strand in Bandol, wir haben strahlenden Sonnenschein und am Strand ist es noch relativ ruhig um diese Zeit. Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen und genießen die Zeit.

Vor uns startet eine Segelschule mit einem Dutzend Einhandjollen ihren Kurs. Bandol selber hat eine schöne Promenade mit Blumen und Palmen, hier steht auch ein wunderschönes altes Karussell. Weiter nach Westen beginnt der kleine Fischereihafen und im Anschluß der schöne Yachthafen, der Hafen hier ist auf Platz 6 der Sporthäfen in Frankreich. Heute liegen außer der vielen Hundert kleineren Boote drei riesige Yachten an der Reede, sie sind im Moment die größten Privatboote die ich je gesehen habe. Die Juko ist ca. 30 Meter lang. Der Preis geschätzte um 10 Mios, man kann das aber schlecht beurteilen. Auf dem Rückweg gehen wir über die wunderschöne Promenade von Bandol zu unserem Auto zurück.

Nach ein paar Stunden fahren wir die paar Kilometer zum Campingplatz zurück. Heute Abend wollen wir noch Grillen, aber kurz nachdem wir unsern Elektro-grill angemacht und unser Fleisch auf gelegt haben, bekommen wir einen Strom-Ausfall. Ich gehe zur Rezeption um das zu melden, es stellt sich heraus, daß unser ganzes Viertel ohne Strom ist. Die Chefin drückt die Sicherung wieder hinein, aber gleich darauf ist die Sicherung wieder heraus gesprungen.
Wie es sich später herausstellt sind wir der Verursacher, vielleicht ist unser Grill kaputt oder er braucht zu viel Strom. Die Platzchefin ist nicht allzu begeistert, sie deutet uns, wenn das nochmal passiert, müssen wir gehen. In den Vergangenen Jahren hatten wir keine Probleme mit unserem Elektrogrill. Unser Essen haben wir dann in der Bratpfanne fertig gemacht und gegessen, es hat auch so gut geschmeckt. Nach dem Essen bin ich dann Spülen, und danach sind wir noch eine Runde auf dem Platz spazieren gegangen. Mittlererweile ist es schon 21:00 vorbei, vor unserm Caravan trinken wir noch ein paar Gläschen Wein bzw. Weißbier und beobachten die Eidechsen gegenüber am Waschhaus die auf der weißen Hauswand hinauf und herunterklettern. Nach Anderthalb Stunden gehen wir ins Bett, es war ein unterhaltsamer Tag.

Die Temperatur lag heute ca. 25° und viel Sonne

Freitag,den 19.06.2015

Wir haben wunderbar geschlafen, durch die offenen Fenster haben wir ein angenehmes Raumklima. Zum Frühstück gibt es heute Baguette das ich gestern Nachmittag bestellt habe. Allerdings muss man bis 9:00 warten, früher ist die Rezeption nicht offen. Zuerst also noch die Morgentoilette, dann zum Baguette holen danach können wir unser Frühstück genießen. Später gehe ich zur Badeanlage, hier muss man auch leider rechtzeitig die Liegen mit Sonnendach belegen, sonst sind sie gleich weg. Ich hatte Glück es waren noch fünf Stück frei, eine Minute später kamen Jugendliche da waren dann alle Liegen weg. Später kam meine Gattin zum Pool und so verbrachten wir dann zwei Stunden im Bad. Es ist ziemlich warm heute, der Wind bläst in etwas höheren Lagen durch, wir bekommen davon aber wenig ab. Nach geraumer Zeit gehen wir zum Caravan zurück, hier haben wir mittlererweile Besuch von einer Zikade bekommen. Sie klebt an unserem Tritthocker, und hat sich wohl frisch gehäutet und ist noch ziemlich belämmert, das Schlüpfen ist schon anstrengend. Nach ein paar Portrait-Aufnahmen von ihr, haben wir der Zikade ein schattiges Plätzchen geschaffen. Wo sie sich ein paar Stunden aufgehalten hat, ihr Entwicklungs-Stadium war von Glasig Grün bis später ein dunkles Braun.


Nach ein paar Stunden ist sie ohne sich zu verabschieden, einfach weggeflogen.
Frankreich ohne seine Zikaden, es ist nicht vorstellbar. In all den Jahren wo wir das Land besucht haben, war das unüberhörbare Singen dieser Insekten allgegenwärtig. Und es hat Jahre gedauert bis wir das erste Insekt sehen konnten. Hier an der Cote dÀzur konnten wir mehrmals eine Enthäutung dieser Tiere aus nächster Nähe erleben.

Im Moment schreibe ich an meinem Reisebericht, wir wollen aber gleich zum Pool zurück gehen. Und vielleicht ein paar Runden schwimmen, bevor es einen Kaffee gibt. Danach gehen wir nochmals für eine weitere Stunde zum Pool zurück. Die nette Badelandschaft ist heute sehr gut besucht, es ist natürlich auch sehr warm heute. Etwa 27° warm, die Sonne brennt gnadenlos vom Himmel, gut dass es hier auch Liegen mit Sonnenschutz gibt, die dem Kopf Schatten geben. Gegen 17:00 gehen wir dann endgültig zum Stellplatz zurück, heute Abend gibt es Goulasch mit Semmelknödl und dazu ein/zwei Gläser kühles Weizenbier. Unsere letzte Zikade hat uns leider auch schon verlassen. Um 22:30 gehen wir dann in den Caravan zum Schlafen, das ist so unsere Zeit. An die 15 Stunden sind wir hier im Freien und in der frischen Luft, in welcher Urlaubsart gibt es schon so was. Hier an diesem Stellplatz haben wir fast den ganzen Tag Sonne, so daß wir die Markise teilweise weit nach unten stellen müssen, um vor der Sonne geschützt zu sein.
Die Temperatur lag heute bei ca. 27° und sehr viel Sonne

Samstag, den 20.06.2015

Es ist 7:30 Zeit zum aufstehen, wir wollen weiterfahren zu unserem nächsten Etappen-ziel in der Provence. Es gibt noch einiges für die Abfahrt zum Vorbereiten, wir haben schon gestern Abend unsere Markise eingerollt. Die Toilette entleert und Wasser aufgefüllt. Gestern Abend hatte ich leider vergessen die Caravan- Spiegel noch ans Auto zu montieren. Unseren Tisch und die Stühle haben wir aber mit Absicht draußen gelassen, wir wollen ja noch am Morgen in der Sonne frühstücken. Als wir dann den Caravan vom Auffahrkeil herunter fahren, sehen wir das ganze Dilemma. Der Caravan stand mit dem Reifen direkt auf einem Ameisennest, was wir bei der Anreise gar nicht bemerkt hatten. Daher auch die vielen Ameisen im Wohnwagen. Mit einem Besen kehre ich die noch sichtbaren Ameisen vom Caravan herunter. Und der Auffahrtkeil und die Unterleghölzer werden an einem Wasserhahn ausführlich gereinigt, sie sind voll mit Ameisen.
So wird es halt doch 8:30 bis wir endlich starten können. Nachdem wir bei der Herfahrt Probleme hatten diesen Campingplatz zu finden, habe ich bei einem Platznachbarn nachgefragt, der schon öfters hier gewesen ist. Er erklärte mir einen schnellen Zugang zur Autobahn, was sich im Nachhinein bestätigte.

Wir fahren heute nach Nordwesten in die Provence bei Fontaine de Vaucluse auf den Campingplatz Couteliere, er liegt direkt an einem kleinen Fluß der Sorgue und ist nicht weit von seiner Quelle entfernt. Die Fahrt verläuft gut es sind ja nur etwa 150 Kilometer bis hierher. Aber wir brauchen trotz allem mit einer kleinen Pause ca. 3 Stunden. Was leider etwas nervt, es gibt in diesen 150 km an die 5 Maut-Stellen zum Bezahlen oder eine neue Vignette ziehen, das kostet Zeit und auch Geld.
Um 11:50 sind wir hier am Campingplatz angekommen, wir sind das erste Mal auf diesem Platz. Er macht optisch einen sehr guten Eindruck, nette Stellplätze, und die Poolanlage ist klein aber recht hübsch. Die Sanitär-Anlagen sind das Beste was wir in diesem Jahr bisher gesehen haben. Der ganze Campingplatz ist mit Holländer und Belgiern belegt, nur ein/zwei deutsche Camper sind hier am Platz, mal sehen wie es uns hier gefällt.

Zum Abendessen beschließen wir uns eine Pizza in der kleinen Bistro neben der Rezeption zu holen, hier backt der Platzchef am Abend bestellte Pizzen, es gibt auch Pommes und andere Kleinigkeiten zum Kaufen. Aber das hätten wir auch leichter nicht getan, die Größe der Pizza war ok, der Rand dagegen hat sehr viel Feuer abbekommen, es gibt viele Rußige Stellen und den Mozzarella-Käse hat der Pizza-bäcker in riesigen Stücken auf der Pizza verteilt. Die Gesamtnote ist schlecht: wir sind halt in Frankreich, da darf man keine gute Pizza erwarten. Der Mistral hat uns dann später noch überrascht mit einer gewaltigen Stärke, wir mußten in den Windschatten unseres Autos fliehen. Anders war es nicht mehr möglich draußen zu sitzen, es wurde auch empfindlich kühl. Für zwei Gläser Weizenbier hat es aber doch gereicht, gegen 22:00 sind wir ins Bett.
Die Temperatur betrug heute ca. 27° und viel Sonne und später mit sehr viel Wind.

Sonntag, den 21.06.2015

Für heute Morgen haben wir ein Baguette und Croissants in der Rezeption bestellt. Der Mistral hat uns wieder verlassen, wir haben einen strahlend blauen Himmel, kein einziges Wölkchen zu sehen. So schmeckt das Frühstück gleich noch mal so gut.

Heute ist Markttag und auch Trödelmarkt in Isle-sur-Sorgue da wollen wir unbedingt hin. Gegen 10:00 fahren wir los und am Ortseingang auf dem Parkplatz vom Super U einem Supermarkt stellen wir unser Auto ab. Es sind einige hundert Meter bis ins Zentrum hinein zu laufen, aber das macht nichts, weiter im Zentrum bekommt man sowieso keinen Parkplatz. Der Markt hier ist sehr groß, der größte in der ganzen Gegend, dazu kommt noch der Trödelmarkt, der Überregional bekannt ist. Für Hermine haben wir einen Sonnenhut gekauft, für meine kaputte Armbanduhr einen Ersatz und ein paar neue Sandalen. Alles für wenig Geld. So streifen wir an den vielen Verkaufständen entlang der Sorgue vorbei.

Kurz nach halb Eins sind wir zum Auto zurück und auf den Campingplatz gefahren. Nach einer Mittagspause und nachdem wir die Reste von der gestrigen Pizza verspeist haben, sind wir zum Pool gegangen. Gegen halb Vier sind wir die paar Meter zum Caravan zurück um dort einen Cappuccino zu trinken und Kuchen zu essen. Etwas später sind wir noch nach Fontaine-de-Vaucluse um hier die Quelle der Sorgue zu besuchen. Wir waren zwar schon mehrmals hier, aber es ist immer wieder schön. Nachdem wir die obligatorischen 4 Euro Parkplatzgebühren bezahlt haben, gehen wir den schattigen Weg am Fluß entlang bis hinauf zur Quelle, die unterhalb einer 230 Meter hohen Steilwand liegt. Es sind trotz der späten Nachmittagstunden noch immer sehr viele Touristen hier. Wie immer natürlich auch viele Asiaten (Chinesen, Japaner). Am Ende des Weges ist eine Absperrung, die man eigentlich nicht überklettern sollte. Einige halten sich nicht an diese Regel, wir auch nicht. Nachdem die Absperrung überwunden ist geht es ca.30 Meter über ein Geröllfeld nach unten. Der Höllenschlund oder das große Loch hat heute sehr wenig Wasser, man kann heute sehr weit nach unten klettern.

Man sollte aber dabei nicht vergessen in diesem Schlund geht es tief in den Berg hinein, bis in 300 Meter Tiefe wurde schon mit einem Tauchroboter getaucht, weiter kam man nicht. Aber die Sorgue hat heute trotzdem viel Wasser, es drückt aus vielen unsichtbaren Löchern Wasser ins Flussbett, das Felsgestein hat mehr Löcher als ein Schweizer Käse. Es wird vermutet dass der unterirdische See eine Größe von 1100 Quadratkilometer hat, das entspricht etwa unserem Landkreis Unterallgäu.

Nach der Besichtigung des Quelltopfes gehen wir wieder den Weg nach unten, gleich hier am Ortsende befindet sich die alte Papiermühle. Sie wird mit dem Wasser der Sorgue betrieben. (Hier nach ca. 200-300 Metern nach der Quelle ist die Sorgue schon ein stattliches Flüßchen geworden). Danach suchen wir einen kleinen Andenkenladen am Wegesrand auf, hier haben wir die ganzen vergangenen Jahre ein paar schöne Souveniers gekauft.
Nach eineinhalb Stunden fahren wir zurück zum Campingplatz. Bald darauf gibt es Abendessen, heute mit Putenfleisch und Bratkartoffeln sowie Gurkenscheiben. Zum Feierabend gibt es noch ein paar Gläser Weizenbier und Wein. Wir sind bis heute schon etwas länger als eine Woche unterwegs, und haben schon soviel erlebt wie nie zuvor.

Die Temperatur betrug heute ca. 28° und viel Sonne

Montag, den 22.06.2015

Kurz nach 8:00 Morgens sind wir aus den Federn, wir haben heute viel vor. Als erstes zu dem Bergdorf Gordes fahren, dann weiter nach dem Ockerstädtchen Rossillon. Und später noch Lacoste auf der anderen Seite der D900 am Nördlichen Rand des Luberon-Gebirges, packen wir es an. Nach unserm Frühstück es ist schon 10:00 geworden starten wir Richtung Gordes, wir fahren über kleine Landstraßen und Dörfer. Hier sieht man das meiste vom Land, nach kurzer Zeit sind wir in Gordes angekommen. Zuerst ein Ausblick von der Serpentinstraße auf das gegenüber liegende Bergdorf Gordes, ein Traumausblick. Danach fahren wir weiter ins Zentrum des Ortes, um das Verkehrs-chaos im Ort zu bändigen sind heute ein paar Männer von der Gemeinde mit Sprechfunkgeräten abgestellt. Die Straßen sind hier sehr eng, ein Lieferwagen an der Straßenseite abgestellt und schon stockt der ganze Verkehr. Es lässt sich aber auch kaum vermeiden, und ist nur mit Verkehrsteuerung zu kontrollieren. Am nördlichen Ausgang des Ortes finden wir einen Parkplatz: 3 Euro wollen sie dafür, umsonst gibt es in Frankreich kaum noch Parkplätze. Aber dafür sind die Autobahnen und auch viele Nationalstraßen vorbildlich.
Wir schlendern durch die engen Gassen, vor 30 Jahren war der Ort noch verlassen und wurde erst durch Künstler wieder belebt. Im Zentrum steht ein Chateau das aus dem 11. Jahrhundert stammt, irgendwann zerstört wurde, und im 15. Jahrhundert im Stil der Renaissance wieder aufgebaut. Heute befindet sich hier ein Kunstmuseum und es gibt regelmäßige Bildausstellungen im Schloß. Über steile Gassen mit ausgewaschenem Steinpflaster geht es nach unten, von hier hat man eine wunderbar Aussicht auf das Gebirge des Luberon`s. Auch hier kann man viele Asiaten finden die in Gruppen in einem Kleinbus die verschiedenen Orte des Vaucluses besuchen (In 3 Wochen durch Europa).

Den uns bekannten Campingplatz La Source zu besuchen ersparen wir uns heute, er ist zu eng, und die Zufahrt wäre zu steil für unsern großen Caravan. Nach einer Stunde fahren wir weiter über die D4 eine kleine Landstraße weiter nach Roussillion, kurz vor dem kleinen Ort sehen wir zwei wunderschöne Lavendelfelder die in voller Blüte stehen. Wir halten kurz an um ein paar Bilder zu machen. Im Anschluß wollen wir die Ockersteinbrüche gleich am anderen Ende des Ortes besuchen.

Roussillon ist schon seit der Römerzeit durch seine Ockerhaltige rote Erde bekannt, mit der sie Ihre Togas und Tunikas eingefärbt haben. Und war bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts Zentrum des Ockerabbaus, der noch bis 1930 betrieben wurde. Zur Besichtigung gibt es auch eine kleine Farbenfabrik. Der Eingang zum Sentier des Ocres, dem Ockerlehrpfad liegt direkt am Ortsrand. Die Felsen leuchten in allen nur erdenklichen Farben. Von Hellgelb bis Dunkelkarmin erstrahlen die Felsen in warmen Tönen.

Zwei Euro für den Rundweg ist vollkommen in Ordnung, am Anfang des Rundweges sind meiner Meinung die schönsten Ockerfelsen, sie sind wirklich toll. Man sollte bei dieser Wanderung natürlich nicht die besten Schuhe oder Hosen anhaben, nach unserem Rundgang von etwa 45 Minuten sind die Schuhe von einer dünnen, ocker-farbenen Staubschicht überzogen.

Anschließend machen wir noch einen Spaziergang durch den hübschen Ort mit seinen etwa 1300 Einwohnern und engen Gassen. Es gibt hier malerische Cafes die zum Verweilen einladen. Am Abend gibt es dann eine hervorragende Französische Küche und einen wunderbaren Wein der Region (Côtes du Ventoux).
Wir fahren aber ein paar Kilometer weiter bis zum Dorf Lacoste das von einer wieder in Stand gesetzten Burgruine überragt wird. Der kleine Ort ist nicht so populär wie die anderen Dörfer des Luberon, hat aber eine sehr steile Stadtsiedlung mit vielen kleinen Häuschen Die meisten Häuser sind aus unverputzten hellem Kalkstein gemauert und die Wege sind mit sehr grobem Kopfsteinplaster ausgelegt. Spaziert man durch die engen Gassen, die sich in engen Schleifen den Hang hinauf schlängeln, so fühlt man sich schon um Jahrhunderte zurück versetzt. Oben angekommen stehen wir vor der Burgruine des Marquise de Sade der im 18. Jahrhundert hier gelebt hat. In das Schloß selber sind wir nicht hinein gegangen. Auf der Plattform vor dem Eingang stehen zwei Skulpturen, eine davon zeigt den Marquise de Sade. In der Nähe des Schloßeinganges ist mir ein Malheur passiert. Mit meinen neuen Sandalen, die ich erst in Isle-sur-Sorgue gekauft habe bin ich in die Hinterlassenschaft eines Hundes getreten. Das ganze Schuhprofil war voll davon.

Seit 2001 ist die Ruine im Privatbesitz des Modeschöpfers Pierre Cardin, der sie und mehrere Häuser im Dorf gekauft und saniert hat. Pierre Cardin und andere Künstler haben das Dorf übernommen und zu einem Hort der Internationalen Kunst gemacht, was den übriggebliebenen Bewohnern nicht sonderlich gefällt.

Nachdem wir das Plateau des Chateau besucht haben, und die schöne Aussicht auf die Umgebung geniesen konnten, (Auch der Berg der Götter – Mount Ventoux war von hier gut zu erkennen) machen wir uns wieder auf die Heimreise zum Campingplatz. Auf dem Parkplatz angekommen, wollte ich noch meine Sandalen reinigen, aber die ganze Hinterlassenschaft des Hundes war getrocknet und zum größten Teil schon abgefallen.
Wir haben heute ca. 60 km zurück gelegt. Ein schöner Ausflug mit viel Historie. Am Campingplatz zurück, trinken wir erstmals einen Cappuccino und gehen danach die paar Schritte an die Sorgue. Direkt beim Campingplatz gibt’s eine kleine Insel die von der Sorgue umspült wird, hier gibt es eine Sitzbank zum Verweilen. Mit etwas Glück kommen heute noch ein paar Kanufahrer die eine kleine Paddeltour auf dem Fluß machen vorbei.

Zum Abendessen gibt es heute Nudelsalat mit Eier und Speck und danach darf ich noch unser Geschirr spülen. Zuvor haben wir aber noch eine Zikade im Puppenstadium bei uns auf dem Stellplatz gefunden, ich lege sie auf das kleine Tischchen nachdem ich gesehen habe, dass sie noch nicht ausgeschlüpft ist. Eine halbe Stunde später schlüpft sie tatsächlich, und wieder gibt es ein paar Portraitaufnahmen von Ihr.
Die Temperatur betrug heute ca. 31° mit sehr viel Sonne.

Dienstag, den 23.06.2015

Heute wollen wir unsere Reise fortsetzen und nach St. Remy-de-Provence fahren auf den Campingplatz Monplasir, auf den wir uns seit dem letzten Jahr schon wieder freuen. Wir sind um halb Acht aufgestanden, ein schönes Frühstück gemacht, Der Himmel war erstmals bedeckt man könnte meinen es sei gewittrig. Nach einer Stunde war aber alles wieder vorbei, der Himmel so blau wie auch sonst immer. Nach dem üblichen Abbau wie Caravanstützen hoch, Wäschespinne runter und Autospiegel wieder an den Hyundai anbauen konnten wir um 9:50 den Campingplatz Couteliere an der Sorgue verlassen. Wir werden eine gute Erinnerung an ihn behalten, es ist sicher nicht das letzte Mal das wir hier sind. Nach Saint Remys…. sind es normal an die 45 km, und wenn alles klappt sind wir in einer Stunde am Ziel. Für Laien wird es eine lange Zeit sein aber wir müssen durch Cavaillon, so eine Stadt hat immer Ihre Tücken. Dann die Nationalstrasse D99 nach St. Remys…. wird meist mit 50 bis 80 Stundenkilometern befahren. Nach einer kleinen Umleitung sind wir dann doch um 10:50 am Camping Monplasir angekommen. Wir haben Glück oder Pech wie man es nimmt der Platz ist voll bis auf zwei Stellplätze, die uns angeboten werden. Schon gar nicht die Wunsch-plätze die wir uns daheim im Internet ausgesucht hatten. Beide Stellplätze sind groß was wir ja auch so wollen. Unser Stellplatz den wir uns dann ausgewählt haben ist ganz hinten am Ende des Campingplatzes, aber was hilfts das Sanitärgebäude ist aber recht nett. In einer Stunde haben wir alles aufgebaut sogar schon mit Markise, es ist schon wahnsinnig heiß heute, da wollen wir wenigstens Schatten am Caravan. Anschließend gibt es eine kurze Brotzeit, die Reste noch vom gestrigen Nudelsalat das schmeckt gerade. Dann ruhen wir uns mal aus, bevor wir später zum Pool gehen. Das Wasser ist herrlich kühl, so richtig für heiße Tage, wir haben so etwa 32°. Ich habe in einer Broschüre von der Rezeption gelesen dass heute Abend um 19:30 im Ort ein Künstlermarkt stattfindet. Den wollen wir unbedingt besuchen. Ich habe richtig gelesen, mein Französisch ist wohl nicht ganz schlecht, er findet Tatsächlich statt.

Bevor wir aber gehen machen wir noch eine Sturmsicherung an unserer Markise fest, der Mistral (Starker Wind) deutet sich an. Nach etwa einer Stunde sind wir wieder am Caravan zurück, dann gibt es ein spätes Abendessen. Der Mistral bläst immer wieder in starken Böjen das geht dann auch die halbe Nacht durch.
Die Temperatur betrug heute ca. 31° und sehr viel Sonne.

Ein Wort zu St. Remy-de-Provence: Sie ist eine Kleinstadt mit etwa 10000 Einwohner und etwa 20 Kilometer südlich von Avignon am Fuße der Alpilles. Sie ist die Geburtstadt von Michel de Nostredame (Nostradamus) der hier 1503 geboren ist.
Ferner lebte in den 90er Jahren Caroline von Monaco mit Ihren Kindern nach dem Tod ihres ersten Ehemannes einige Jahre in dem beschaulichen Ort.

Mittwoch, den 24.06.2015

Heute Morgen ist Markt in St. Remy-de-Provence, da wollen wir auch hin. Nach einem geruhsamen Frühstück gehen wir Richtung Rezeption. Durch die geöffnetete Tür sehen wir Silvie die uns seit ein paar Jahren bekannt ist an der Empfangstheke stehen. Sie spricht ein ausgezeichnetes Deutsch und wir unterhalten uns ein Weilchen , sie übersetzt gleich an Ihre Chefin weiter. Danach gehen wir weiter zum Markt. Dieser Verbrauchermarkt ist sehr groß für eine so kleine Stadt mehr als 100 Stände gibt es hier. Von Textilwaren, Korbwaren und Porzellan usw. weiter im Zentrum ist dann der Naturalienmarkt mit allem was man Essen kann, Käse, Würste, Oliven und hochwertige Olivenöle sowie Honig aus Lavendel oder Heide in allen Geschmacksrichtungen. Marmeladen aus allen möglichen Früchte, alles erdenkliche Obst oder auch frischen Fisch und sonstige Meeresfrüchte. Wir schlendern als erstes durch den Plaza de la Republique, bevor wir zu den Naturalien gehen. Meistens besuchen wir den gleichen Stand, hier gibt es Salami in vielen Geschmacksrichtungen, von Natur, Olive, Nuß und Pilzen. Davon kaufen wir zwei Bund der ausgesuchten Salamis. Danach besuchen wir noch einen großen Olivenstand, hier gibt es ein Exellentes Olivenöl das wir für unsere Tochter mitnehmen.

Zum Abschluß schlendern wir durch die netten Gassen der Stadt, an einem kleinen Platz sehen wir vier Straßenmusiker mit ihren Instrumenten spielen.

Nachdem wir für unsere Lieben daheim eingekauft haben und einen doch erheblichen Betrag dafür ausgegeben haben, gehen wir jetzt wieder zum Campingplatz zurück. Im Anschluß gibt’s noch eine kleine Brotzeit mit allem was unsere Küche hergibt. Gegen 15:00 gehen wir noch zum Pool um eine Runde zu Schwimmen, das Wasser ist angenehm Kühl oder Warm ??.
Heute Abend soll es Fleisch auf dem Grill geben. Nachdem wir am Campingplatz am Meer große Probleme mit unserm Grill hatten, baue ich den Elektro-Grill erstmals auseinander und siehe da. Er ist wirklich kaputt, man sieht auf den ersten Blick einige verschmorte Kabel, da ist nichts mehr zu machen. Ich werfe ihn gleich anschließend in den Schrottmüll vom Campingplatz. Wir probieren unser Grillgut in der Pfanne zu braten, es funktioniert gut – Gott Sei Dank. Und das Essen schmeckt, was will man mehr.
Die Temperatur betrug heute ca. 30° und sehr viel Sonne.

Donnerstag, den 25.06.2015

Guten Morgen Monplasir, als wir aus dem Caravan schauen ist ein strahlendes Blau am Himmel zu sehen, die Temperaturen liegen bei 19°. Auf der Wiese liegt ein leichter Tau, das erste Mal in diesem Urlaub. Während meine Gattin den Kaffeetisch bereitet, gehe ich zur Rezeption vor um ein Baguette und Croissant zu holen. Unser Frühstückstisch kann sich durchaus sehen lassen, von diversen Marmeladen, Honig, neuerdings haben wir sogar einen Lavendelhonig, Käse und gekochte Eier. Wirklich an Gewicht zu verlieren fällt hier im Urlaub schon schwer.
Auf unseren Routen hier in Frankreich schauen wir uns immer wieder neue Camping-plätze an, auch bei Orten wo wir uns öfters aufhalten. Als Beispiel 20 Jahre auf dem gleichen Campingplatz seinen Urlaub verbringen, wie es manche Leute machen ist uns ein Graus. Heute Vormittag schauen wir uns noch zwei Campingplätze als Alternative zum Ca. Monplasir (der uns wahnsinnig gut gefällt) an, einer liegt hier in St. Remy und der zweite in Orgon das ist bei Cavaillon also ca. 25 km von hier. Mit den GPS-Daten gefüttert findet unser Navi schnell den Platz hier vor Ort (Parc de la Bastide). Wir fahren mit dem Auto hinein, eine Rezeption ist nicht zu erkennen, dafür ein Gebäude das noch im Rohbau steht. Gleich dahinter ist ein Swimmingpool, den Weg an der Wiese entlang sind vereinzelne Stellplätze mit Caravans zu erkennen. Die Stellplätze als solche sind nicht schlecht, aber der ganze Platz ist nicht wirklich als Campingplatz zu erkennen, und soviel Ruhe wollen wir wirklich nicht. Und wegen 10 Euros weniger am Tag auf solchen einen Platz zu gehen, muß auch nicht sein.
Wir fahren also schnell weiter, zuerst auf der Hauptstrasse in Richtung Cavaillon dann an der Kapelle Sainte Sixte vorbei nach Orgon. Der Ort selber hat schon mal gar keinen Flair verglichen mit St. Remy,…, das Navi führt uns wieder aus dem Ort hinaus Richtung Süden. Nach ein paar Kilometern kommen wir in einem engen Talkessel an, Ringsum die wunderschöne Berge der Alpilles die den Campingplatz Domaine de la Vallée Heureuse umrahmen.

Der Platz hat eine traumhafte Lage, wir haben bestimmt eine Stunde in dem Platz verbracht und alles genau angeschaut, das für und wieder miteinander abgewogen. Manche Wege sind zu eng für unsern Caravan aber als Stellpätze kommen leider sowieso nur die im vorderen Teil in Frage wegen der Stellflächengröße. Der Camping-platz ist auf jeden Fall etwas für Ruhe suchende Camper die zum Wandern gehen und danach ein Buch vor ihrem Caravan oder einem kleinen Wohnmobil lesen. Desweiteren der Campingplatz liegt in einem sehr schmalen Tal, je nach Stellplatz bekommt man wohl nicht mehr als 3 Stunden lang Sonne ab. Mehr als drei Tage würde ich nicht auf diesem Platz verbringen möchten. Weiter muss man sich auch überlegen, was für Aktivitäten man hier machen will. Weil er doch etwas Abseits von unseren Routen liegt. Die Bewertung des Platzes ist für uns sehr schwierig.

Wir fahren also wieder nach St. Remy zurück, noch mal schnell zum Auto waschen das schon einigen Schmutz auf unserer bisherigen Reise abbekommen hat. Es gibt eine kleine Autowerkstatt mit einer Waschanlage auf der Straße D571 in Richtung Avignon. Danach sind wir noch kurz in den Intermarche zum Einkaufen, ein paar Kleinigkeiten und auch Gemüse braucht man ja immer. Um 13:00 sind wir wieder am Platz zurück, Zeit für eine kleine Brotzeit ist immer. Später am Nachmittag schauen wir zum Pool, er ist gut besucht um diese Zeit.
Zum Abendessen gibt es heute eine Dorade mit Kartoffelpürree, auf dem Begleitzettel steht, sie kommt aus der Beringsee bei Alaska. Da sollte sie ja schmecken und dazu ein kühles Weissbier !. Schau mer mal, geschmeckt hat sie dann ausgezeichnet. Nach dem Essen folgt mein Part, mit unserem schmutzigen Geschirr geht es jetzt zum Spülen ins Waschhaus bzw. einem überdachten Sechseck mit 6 Spülbecken. Wie bei der Ankunft schon erwähnt ist unser Stellplatz fast ganz am Ende des Campingplatzes. Hier haben die Besitzer neue Toilettenhäuser mit den Kabinen sowie Wasch und Duschkabinen und zum Spülen dieses überdachte Häuschen aufgestellt.

Später sind wir noch zum Eingang bzw. Rezeption gegangen, hier haben wir einen alten Bekannten getroffen. Ihn kennen wir schon von unserem ersten Aufenthalt hier auf dem Platz und war unser Platznachbar. Er ist Franzose und stammt aus der Picardie, das ist eine Region die an die Nordsee und den Ärmelkanal angrenzt. Danach gehen wir in die Bibliothek des Campingplatzes, wo es freies Internet gibt, um ein paar Emails und Whatapps-Nachrichten zu lesen und zu Schreiben. Das braucht meist ne halbe Stunde bis wir zum Caravan zurück kehren, um dann ein bis zwei Weissbier zu trinken. Um 22:45 gehen wir dann ins Bett.
Die Temperatur betrug heute ca. 31° und sehr viel Sonne.

Freitag, den 26.06.2015

Um 8:00 Morgens sind wir aufgestanden, der Himmel hat leichte Schleierwolken, es soll aber trotzdem heute warm werden bis 32°. In der Rezeption hole ich noch ein frisches Baguette zum Frühstück, das auch heute mit den üblichen Beilagen ausgestattet ist. Kurz nach 10:00 fahren wir dann über die D27 das ist eine kleine Strasse die durch einen Wald und später über die Alpilles führt. Auf der Südseite der Alpilles angekommen, hat man eine wunderbare Aussicht auf Le Baux den kleinen Ort sowie auf die Festung der Herren von Le Baux.

Das Fürstenhaus Les Baux leitete seine Herkunft von einem der Heiligen Drei Könige, Balthasar ab, und führte deshalb den Stern von Betlehem in seinem Wappen. Hier wurden im Mittelalter grandiose Feste gefeiert, es konnte allerdings auch passieren dass missbillige Gäste vom Festungsfelsen gestürzt wurden. Es war eine sehr mächtige Familie die hier herrschte, bis Kardinal Richeleu bei Abwesenheit der Burgherren die Festung schleifen lies. Es gab so einige Exesse zu dieser Zeit im Süden Frankreichs, die Adligen hatten freie Hand bei Ihrem Tun (so auch der Marquis de Sade in Lacoste).
Nach dem Vertrag von Peronne 1641 wurde Les Baux sowie Saint Remy de Provence als Lehen dem Fürstenhaus von Monaco übergeben.

Bevor wir den Ort erreichen kommen wir am Carrieres de Lumieres einem gewaltigen unterirdischen Steinbruch vorbei.

Bildprojektionen: von Van Gogh; Marc Chagall; Pablo Picasso

In diesem Steinbruch gibt es die größte Multimedia-Einrichtung von Frankreich. Jedes Jahr werden hier einzigartige multimediale Ausstellungen durchgeführt, die sich den großen Namen der Kunstgeschichte widmen. Mit 70 Videoprojektoren und 70 Servern werden die Bilder auf einer Fläche von über 6000 m² auf den Stein projiziert.

Im Ort Le Baux scheint es heute ruhiger zu sein, wir mussten auch feststellen dass auch zwei Geschäfte, eines davon unser Lieblingsgeschäft aus irgendwelchen Gründen geschlossen waren. Zuerst wollten wir auf einer Terrasse die uns immer fasziniert hatte ein Glas Wein trinken und ein paar Crepes essen. Auf der Speisekarte am Eingang stehen auch Crepes, aber in Wirklichkeit gibt es hier keine, so gehen wir dann weiter. Unsere Crepes bekamen wir doch noch in einem Bistro mit Dachterrasse wo wir schon einige Jahre gegessen hatten.

Wir verbrachten hier einige Stunden in dem netten Dorf, und spazierten durch die Gassen, die Burg besuchten wir auch heute nicht.

Wenig später sind wir dann zum Auto zurück gegangen, das wir beim Steinbruch geparkt hatten. Alle Zufahrten nach Le Baux und die Parkplätze sind mit mehr als 200 Autos belegt. Über die D5 fahren wir zurück nach Saint-Remy zu unseren Camping-platz Monplasir. Nach einem Cappuccino trinken und Kuchen essen vor dem Caravan, gehen wir noch zum Pool zum Abkühlen und Entspannen.

Zum Abendessen gibt es heute noch Gulasch mit Semmelknödel, unser Abendessen schmeckt ausgezeichnet und dazu ein Glas Weizenbier. Nach dem Abspülen des Geschirres rollen wir die Markise ein und legen den Teppich zusammen. Auch unsere Caravan-Spiegel montiere ich noch ans Auto, dass wir morgen zeitig los fahren können. Nachdem wir mit allem fertig waren, es ist schon kurz vor halb Zehn Abends gehen wir zur Biblothek. Um im Internet Nachrichten und die weiteren Temperaturen für die nächsten Tage und auch etwaige Emails abzurufen. Nach einer halben Stunde gehen wir zurück zum Caravan, mit einem Glas Sangria und einem Rotwein den wir immer vom Campingplatz kaufen, beschließen wir den heutigen Abend.
Die Temperatur betrug heute ca. 32° und sehr viel Sonne.

Samstag, den 27.06.2015

Heute Morgen wollen wir weiter fahren an die Ardeche zum Camping RNC la Bastide unserem siebten Campingplatz unserer diesjährigen Frankreich-Tour, wir kennen ihn schon vom letzten Jahr her. Es ist ein sehr natürlicher Platz direkt am Fluß, wo viele Stellplätze wie in einem Park und unter Bäumen angelegt sind.
Aber noch sind wir in St. Remy, wir sind um 7:30 aufgestanden ein gutes Frühstück wie gewohnt. Danach zum Geschirr spülen auch wie gewohnt, anschließend habe ich unseren Caravan in Fahrtrichtung gedreht. Unsere Nachbarn, junge Leute aus der ehemaligen DDR fahren auch weiter, heute schauen sie konsequent auf die Seite, komische Leute.
Um 9:30 sind wir fertig und fahren vom Campingplatz Monplasir ab, die Temperatur liegt jetzt schon bei 28°. Heute Nacht haben wir sehr schlecht geschlafen, es war wahnsinnig heiß im Caravan und die Frösche quakten ununterbrochenim nahen Bach. Auch ein Grund zu gehen, hier standen wir voll in der Sonne. Bei durchschnittlich 30° kein Vergnügen. Die Route ist soweit bekannt, bis auf Avignon hier heißt es höllisch aufpassen. Einmal falsch abgebogen, kostet das gleich ne halbe Stunde. Aber es klappt heute sehr gut nach einer Stunde haben wir Avignon und seine Außenbezirke verlassen. Wir sind jetzt im Department Rossillon angekommen und fahren weiter ins Department Ardeche. Von St. Remy…. sind es ca. 110 km bis zum Camping Bastide, das heißt etwa 2 1/4 Stunden für diese Strecke, sie ist Landschaftlich sehr schön aber auch anspruchsvoll.

Ein paar Worte zur Ardeche: Sie entspringt im Centralmassiv und mündet nach 125 Kilometern bei Pont-Saint-Espirit in die Rhone. Gorges de l’Ardèche wird die große und wunderschöne Schlucht im letzten Drittel des Flusses Ardèche zwischen den Orten Vallon-Pont-d’Arc und Saint-Martin-d’Ardèche genannt.
Die Ardèche ist in den Sommermonaten ein sehr beliebtes Revier für den Kanusport mit Familien und sonstige Touristen. Im Frühjahr und im Herbst führt der Fluß sehr viel Wasser und eine starke Strömung, die für Amateure sehr gefährlich werden kann.

Punkt dreiviertel zwölf sind wir am Campingplatz angekommen, Wir bekommen gleich beim Anmelden in der Rezeption eine Liste der freien Stellplätze, unsere Lieblingsecke wussten wir ja schon, wo wir uns dann auch aufstellten. Nach einer kurzen Ruhepause gehen wir an den Fluß (Ardeche), und heute auch ins Wasser es war angenehm kühl. Nach einem Cappuccino vor dem Caravan gehen wir später noch zum Pool, der eine Erholung in dieser Hitze bot.

Sanitärhaus mit Spülküche

Zum Abendessen gibt es heute Putenschnitzel mit Erbsen/Karotten und Salat/Tomaten, es hat lecker geschmeckt. Am frühen Abend machten wir noch eine Runde über den Platz, bevor es ein gemütliches Feierabend Bier gab. Wie immer kurz vor 23:00 geht es dann in die Koje.
Die Temperatur betrug heute ca. 32° und mit viel Sonne.

Sonntag. den 28.06.2015

Es istkurz vor 8:00 Morgens als wir aufstehen, durch die Bäume kann man schon den blauen Himmel erkennen. Die Temperatur liegt bei 19°, unser Frühstück nehmen wir auf unserem Nachbargrundstück ein. Es wird schon von der Sonne bescheint, während unser Caravan noch ganz im Schatten liegt, was ja auch untertags seine Vorteile hat. Heute wollen wir ein paar Ausflüge in die Umgebung machen, zuerst geht es nach Balazuc. Es gehört zu den hundert schönsten Dörfern Frankreichs. Der kleine Ort liegt auf einer Anhöhe hoch über der Ardeche, weiter unten führt eine alte Steinbrücke über den Fluß. Wir haben heute Glück es sind schon einige Kanus unterwegs, denen man vom Dorf oben wie auch von der Brücke zuschauen kann, wie sie durch die einzelne Stromschnellen fahren müssen.

Dann fahren wir wieder nach Pradons zurück (Hier waren wir vor ein paar Jahren auf dem Campingplatz Les Coudoulets), am Ortseingang von Pradons geht es über eine Brücke zum Le Cirque de Gens wo sich die Ardeche in großartigen Windungen ihr Bett durch den Kalksteinfelsen gegraben hat. Auf einem Höhenweg begleiten wir den Fluß ein Weilchen, hier sind ein paar wunderbare Ausblicke auf den Fluß möglich. Dieses Naturwunder habe ich vor zwei Jahren durch Zufall entdeckt. Dort treffen wir eine Jugendgruppe beim Felsen klettern, ein paar Momente schauen wir Ihnen zu, bis der Leiter der Gruppe uns zum weitergehen auffordert.

Als nächstes geht es nach Labeaume, wir haben den Ort im letzten Jahr gesucht, mit einem ähnlichen Ort verwechselt (Pont-de-Labeaume) und durch Zufall doch noch gefunden. Wir müssen durch Ruoms fahren, auch hier wieder über eine Brücke die Ardeche überqueren. Der kleine Ort liegt über dem kleinen Flüsschen La Beaume. Die Lage hier ist ein Traum, der Fluß, die Felsen am Fluß und der kleine Ort so was von schön und natürlich ein blauer Himmel, so wie heute findet man selten. Wie gesagt die Temperatur liegt momentan bei 32°, so dass wir sogar ins kühle Wasser der La Beaume steigen. Später sitzen wir noch im Bistro le Sablas wo ich ein Crepes und meine Frau sich einen Bananensplit bestellt, beides schmeckt ausgezeichnet.

Am frühen Nachmittag kehren wir zu unserm Campingplatz zurück wo wir zwischenzeitlich Nachbarn bekommen haben. Es sind Belgier sie sind leider auch so unfreundlich wie die meisten die wir in diesem Urlaub schon gesehen haben. Schade das soll Europa sein, die Franzosen sind sehr freundlich, bei den Urlaubern aus den Benelux-Ländern kann man das leider nicht behapten.

Die Temperatur betrug heute ca. 33° und sehr viel Sonne.

Montag. den 29.06.2015

Ein neuer Tag beginnt, es ist 8:00 vorbei und heute fahren wir an der Ardeche entlang nach Osten bis zu einer wunderschönen Aussichtsplattform in luftiger Höhe. Von hier sieht man auf die Ardeche hinunter wie sie in Schleifen durch das Kalksteingebirge fließt. Man kann sogar bis Sampzon sehen, wo sich unser Campingplatz befindet. Wenige hundert Meter weiter liegt die Abzweigung nach St. Remeze wo eine kleine Straße nochmals in die Höhe führt.

Ein paar Kilometer vor dem Ort liegt ein Lavendel-Museum mit einem wunderschönen Lavendelfeld. Als erstes gehen wir in den Shop, wo sich auch der Eingang zum Museum befindet. Die meisten Souveniers haben etwas mit Lavendel zu tun, Seifen, Öle, Honig Duftsäckchen und andere Essenzen. Der Lavendel blüht dieses Jahr besonders schön, so eine ältere Lavendel-pflanze hat einen Durchmesser von über einem Meter und ein herrliches Blau. Mein Fotoapparat nimmt dieses Blau gar nicht richtig auf, schade (Man braucht dazu das richtige Licht, die Tageszeit spielt eine Rolle und natürlich auch der Sonnenstand). Hier verbringen wir etwa eine Stunde in dieser schönen Umgebung. Zum Schluß trinken wir in einem kleinen Bistro zwei Coca Colas.

Danach fahren wir wieder an die Ardeche zurück, besser gesagt zum Pont d`Arc. An einem großen Parkplatz stellen wir unser Auto ab, gehen über einen Trampelpfad zum Fluß hinunter. Hier verbringen wir immer wieder, wenn wir hier in der Gegend sind einen Badetag vor dem großen Felsenloch (Pont d`Arc) . Es gibt einige Meter weiter Fluß aufwärts ein paar nette Stromschnellen. Während der 20 Minuten wo ich hier an dieser Stelle stand, sind zwei Kanufahrer aus ihrem Boot gepflogen. Eine Frau versuchte ihrem Kanu hinterher zu schwimmen, die zweite hing an einem Stein und dachte wohl ihr Boot kommt zurück. Bei einem anderen Boot tauchte ein Mann immer wieder in so einem Strömungskanal, es schaute von hier so aus als ob er etwas verloren hätte. So verbrachten wir auch hier ein paar schöne Stunden, es wäre schade gewesen wenn wir nicht an den Pont d`Arc gefahren wären.

Um 15:00 sind wir wieder am Campingplatz zurück, nach so einem Tag schmeckt der Cappuccino noch mal so gut. Ins Schwimmbad gehen wir heute nicht mehr obwohl es heute so heiß war, wir waren ja am Pont d`Arc im Wasser. Zum Abendessen bekam ich heute eine Rinderleber mit Kartoffelpürree, meine Gattin eine mit Schinken umwickelte Wurst, beides schmeckte gut. Nach dem Essen und dem obligatorischen Spülen danach rollten wir unsere Markise auf. Und was so alles anfällt wenn man weiter fährt. Beim Bezahlen in der Rezeption erfuhren wir dass heute Abend am Fluß eine Strandparty stattfindet. So gingen wir um kurz nach 20:30 an den Fluß zur Party. Es gibt sogar ein Freibier, das hätte ich nie erwartet. Aber wenn man kein Wort versteht, ist keine Party toll, so dass wir bald wieder zum Caravan zurück gehen. Um 23:00 waren dann auch schon im Bett.
Die Temperatur betrug heute ca. 32° mit sehr viel Sonne.

Dienstag, den 30.06.2015

Heute Morgen fahren wir Richtung Norden nach Tournon-sur-Rhone zu unserem schon bekannten Camping Castelet. Um kurz vor 8:00 heißt es raus aus den Federn, so dass wir um fünf nach 9:00 schon den Ca.Bastide verlassen können.

Unsere Fahrt geht am Mittellauf der Ardeche am Örtchen Balazuc vorbei, dann später Richtung Villeneuve-de-Berg, hier in der Nähe bei Saint-Jean-le-Centenier wollen wir noch mal einen Campingplatz (Les Arches) anschauen. Der Ca-Platz war gar nicht gut zu finden und die Straße bis zur Einfahrt sehr eng, Drinnen im Platz war er eigentlich sehr nett und heimelig. Ob wir ihn aber jemals besuchen werden werden hängt immer von der jeweiligen Tour ab, die wir irgendwann machen. Der Rest unser Fahrt auf der D 102 geht reibunglos bis auf Montellimar da heißt es wieder aufpassen bis wir die Auffahrt zur Autobahn A7 erreichen. Von hier sind es dann vielleicht noch 60 km bis nach Tournon-sur-Rhone, unsern Campingplatz Castelet erreichen wir kurz vor 12:00 Mittags. Der Campingplatz Besitzer erkennt uns gleich wieder. Der Campingplatz ist im Moment gut belegt bzw. reserviert, er kann uns nur wenige Plätze zur Auswahl anbieten. Wir entscheiden uns für Platz Nr. 38 den wir bei unserm Ersten Besuch hier in 2013 belegt hatten.

Unsere Markise bauen wir sehr bald auf, obwohl unser Stellplatz sehr gut durch Bäume geschützt ist. Am späten Nachmittag gehen wir noch zum Pool, das Wasser ist zwar etwas kühl aber bei dieser Luft-Temperatur durchaus angenehm. So vergeht der restliche Tag und Abend sehr ruhig und angenehm. Zum Abendessen gibt es heut Gulasch und Semmelknödel mit einem Weizenbier. Kurz vor 23:00 gehen wir in die Koje, das ist unsere Standard Zeit in diesem Urlaub.
Die Temperatur betrug heute ca. 35° und sehr viel Sonne. Es ist der heißeste Tag in unserm diesjährigem Urlaub.

Mittwoch, den 01.07.2015

Guten Morgen, wir sind hier im äußersten Norden des Departements Ardeche angekommen, das tut der momentanen Temperatur keinen Abbruch wir haben jetzt 20° und sollen gegen Mittag schon 33° erreichen.
Nach dem Frühstück fahren wir noch nach Tournon-sur-Rhone hinein zum Tanken, beim Supermarket Leclert im Süden des Ortes ist der Sprit meist billig. Anschließend parken wir unser Auto im Centrum am Quai Farconnet unter den großen Platanen-bäumen und gehen über die Fußgängerbrücke nach Tain-Hermitage hinüber. Wir haben heute Glück im Verlauf unseres Spazierganges können wir zwei Rhone-Kreuzfahrtschiffe die Viking Buri hier in Tournon… und die S.S. Catherine in Tain-Hermitage angelegt haben, sehen. Beide Schiffe sind 135 Meter lang und haben zwischen 159 und 190 Gäste.

Dann geht es zurück zum Campingplatz, am Nachmittag gehen wir noch zur Rezeption um im Internet nach Emails und Nachrichten zu schauen. Nebenbei kaufen wir einige Portionen Kirschen für all unsere Lieben in Deutschland. Die Kirschen werden hier am Platz sehr günstig angeboten, als ob sie aus eigener Ernte wären, was auch nahe liegend wäre. Am späten Nachmittag gehen wir noch zum Pool um unsere Betriebstemperatur zu senken. Heute ist wieder unser letzter Tag hier im Ca. Castelet, morgen Früh geht es entgültig Richtung Heimat zurück. Es ist schon schade aber am Ende haben wir 22 Tage und mehr als 2700 km zurück gelegt.
Wenn am Abend die Temperatur zurück geht werden wir unsere Markise einziehen und die restliche Arbeit für unsere Abreise machen.
Die Temperatur betrug heute ca. 35° mit sehr viel Sonne.

Donnerstag, den 02.07.2015

Heute ist Heimreise der Weg führt uns entgültig nach Norden besser gesagt nach Nordosten. Um 7:15 Aufstehen, dann ein kleines Frühstück, Geschirr spülen und der Gang zu den Sanitärhäusern. Später dann den Caravan in Laufrichtung stellen, die Wege sind ja nicht so breit um alle Kurven ohne Beschädigung zu überstehen.

Nachdem wir die Rechnung bezahlt hatten und uns bei dem netten Campingbesitzer und seiner neuen Empfangsdame verabschiedet haben, verlassen wir um 10:10 den Campingplatz. Wir fahren über die alte Steinbrücke in Richtung Tournon-sur-Rhone, ohne uns ein neues Wohnmobil von (Chausson- Fabrik) mitzunehmen. Dann über die Rhonebrücke nach Tain-Hermitage und weiter über die N 7 Richtung Valence. Bei Romans-sur Isere erreichen wir die Autobahn von hier geht`s zügig voran. Um 12:30 erreichen wir die Tank-Raststätte in Seynod um nochmals unser Auto voll zu Tanken. Hier vertratschen wir uns noch mit einem Ehepaar aus Aalen. Die Durchfahrt durch Genf erfolgt reibungslos und nach etwa 1,5 Stunden sind wir in Estavayer-le-Lac am Neuenburger See angekommen. Nach kurzem Suchen erreichen wir um 15:10 den Campingplatz „ La Ferme de la Corbiere“. Für die Übernachtung möchten sie in diesem Jahr 36 Euro was eigentlich eine Frechheit ist, für die Leistung was dieser Platz bietet. La Ferme de la Corbiere ist eigentlich ein Jugendplatz mit Schlafplätzen und Aufenthaltsraum im Haupthaus, Hütten auf Pfählen, und ein paar Mobilhomes. Stellpätze für Caravans sind es meiner Schätzung nur etwa 10-12 Stück und ein paar Dauercamper sind auch da. Als besonderen Clou gibt es inmitten des benachtbarten Maisfeldes Pavillions für junge Paare zum Übernachten. Zum Geschirr spülen ist mitten auf unserer Wiese ein überdachtes Spülbecken vorhanden, in diesem Jahr gibt es sogar warmes Wasser zum Spülen. Im Haupthaus sind ein paar Toiletten sowie Duschen vorhanden, eigentlich zu wenig.
Aber was solls, meine Gattin meint das ist ihr es wert, sie möchte aus Sicherheits-gründen nicht mehr an der Raststätte Rose de la Broye übernachten. Hier hatten wir in den vergangenen Jahren neben LKWs immer wieder übernachtet, es war nicht immer eine ruhige Nacht. Dazu kommt daß die meisten LKWs aus Osteuropa gekommen sind, was unser Sicherheitsgefühl nicht erhöht. So verbringen wir den restlichen Nachmittag hier am Platz bei 35° Hitze. Auch den nahegelegenen See suchen wir selbstverständlich auf. Es ist auch Zeit an meinen Memoiren weiter zu schreiben bzw. Reisebericht. Aber zuerst gibt es noch einen Cappuccino und ein paar Kekse. Früh am Abend machen wir eine Brotzeit mit Leberkäse, Schinken und Bergkäse und was sonst noch vorhanden ist. Aber nach 21:00 müssen wir in den Caravan flüchten, nach dem die Dämmerung herein bricht stürzen sich vom nahen See die Schnaken auf uns, wir haben das ja schon im letzten Jahr hier erlebt.

Die Temperatur betrug heute ca. 35° und mit sehr viel Sonne, es war sehr warm beim Autofahren.

Freitag, den 03.07.2015

Es heißt früh aufstehen, wir wollen nach Hause. Zuerst unsere Morgentoilette, nach einem kurzen Frühstück kümmere ich mich um die technischen Sachen. Als erstes Autospiegel anbauen, Stromkabel abnehmen, Stützen am Caravan hochdrehen. Den Caravan in die richtige Richtung stellen und an den Hyundai anhängen, danach noch eine Lichterkontrolle.

Um 8:15 verlassen wir dann den Campingplatz am Neuenburger See (Lac de Neuchatel ) in Richtung Autobahn. Die Fahrt verläuft erstaunlich gut, die Uhrzeit unserer Abfahrt war anscheinend richtig, kurz vor 9:00 sind wir bei Bern. Kein Stau: die Reise geht weiter nach Zürich auch hier alles ruhig. Wir machen noch kurz eine Pause am Rasthof Forrenberg, auch hier ist alles Ruhig. Es ist mittlererweile kurz vor Mittag geworden, als wir in Hard bei Bregenz ankommen. Noch einmal günstig Tanken bei der Jet-Tankstelle, der Preis ist 1,19 € für den Liter Diesel. Danach geht es ins Centrum von Bregenz, wir brauchen ca. 40 Minuten durch die Stadt. Es ist halt Mittagszeit man merkt das schon, aber auch das geht vorbei. Die Fahrt durch den Tunnel erspare ich mir, wegen der paar Kilometer eine Maut zu bezahlen. Über die Landstraße 190 geht es weiter Richtung Lindau, hier können wir dann wieder auf die deutsche Autobahn fahren und nach einer Stunde, es ist jetzt 14:00, sind wir wieder in Ottobeuren angekommen.

Fazit: Das Resultat von unserem diesjährigen Urlaub, er war sehr schön, das Wetter war herrlich, unsere Tour war sehr anspruchsvoll und lang. Wir besuchten auf dieser Reise 9 Campingplätze in der Schweiz und im Süden Frankreichs. Wir haben sehr viel und schönes erlebt. Nicht alles sollte man mit einem Gespann unserer Größe wiederholen. Unser neuer Hyundai-Diesel hat sich bewährt, ohne seine starke Leistung wäre so angenehmes Fahren nicht möglich gewesen. Der Verbrauch liegt mit ca. 9,55 Liter Diesel für ein Gespann dieser Größe im akzeptablen Bereich. Ob sich diese Reise durch den Süden Frankreich noch weiter steigern läßt, ist fraglich.

Östliches Mittelmeer – September 2016

Unsere zweite Reise mit Günther Holdenried der ein ganzes Schiff gechartert hat, eine Kreuzfahrt durch das Herbstliche Mittelmeer. Mit Stationen von Venedig – Ancona – Kotor – Mykonos – Rhodos – Santorin – Korfu und Dubronik.

Samstag, den 05.11.2016

Der Wecker klingelt schon um 5 Uhr Morgens, wir müssen jetzt raus aus den Federn, ein kurzes Frühstück, und die letzten Sachen noch zusammen packen. Wir haben für die Kreuzfahrt zwei Koffer gepackt, einen großen sowie den mittleren Koffer. Jetzt bringen wir beide die Treppe hinunter, der große Koffer ist ganz schön schwer, gute 23 kg und das Treppenhaus wohl zu eng. Um 6:30 steht dann unser Taxi vor der Türe um uns nach Memmingen zu unserm Reisebus zu bringen. Für 7:10 ist die Weiterfahrt Richtung Venedig geplant. Treffpunkt ist die OMV Tankstelle in Memmingen Nord, hier soll uns der Bus der aus Richtung Ulm kommt, abholen. Es klappt alles vorbildlich, aber kurz vor der Abfahrt von der Tankstelle rammt uns ein Baustellen-Fahrzeug mit seinem Anhänger. Auf Grund dessen verzögert sich unsere weitere Abfahrt um ca. 30 Minuten, da ein Vorgesetzter des Unfallverursachers den Schaden noch begutachten muss. Gegen 8:00 geht es dann endgültig los, es läuft zügig so dass wir bald darauf unsere erste Rast bei Nasserreith machen können. Im Anschluss fahren wir übers Sonnen-plateau in Tirol, warum auch immer, in Richtung der Brenner-Autobahn. Der Verkehr ist nicht allzu stark, aber als wir in Italien ankommen fängt es leider zu regnen an. Bei Triest im Trentino machen wir unsere zweite Rast, leider gibt es heute nicht das sonst übliche Holdenried – Frühstück mit Rotwein und einem Nusszopf.

Aber was soll`s gegen 15:30 sind wir dann in Venedig angekommen, wir holen unsere Koffer aus dem Bus und gehen ins Kreuzfahrtterminal. Wir müssen mit unserem gesamten Gepäck selber durch den Zoll gehen. Kurz vor der Zoll-Barriere sehe ich Bernd von der MS Albatros mit einem sehr alten Ehepaar heftig diskutieren und per Hand-Funk sprechen. Später stellt sich heraus, dass die alten Leute ohne ihre Ausweispapiere angereist sind. Sie müssen mit dem letzten Bus wieder heimfahren, es besteht hier keine Chance ohne Ihre Papiere durch den Zoll zu kommen.

Wir kommen gut an Bord und werden vom Kreuzfahrtdirektor Thomas Gleiß willkommen geheißen. Eine weibliche Bedienstete an Bord soll uns im Anschluß vom Eingang des Schiffes zu unserer Kabine führen, aber leider hat sie selber keine Ahnung wo unsere Kabine liegt. Aber nach ein paar Irrläufern kommen wir doch noch in der richtigen Kabine an.
Nachdem wir uns kurz frisch gemacht und unsere Koffer ausgepackt haben, suchen wir das Restaurant Möwe an Deck 6 auf. Aber hier gibt es keinen Kaffee mehr für uns, wir sind viel zu spät dran, die Kaffeezeit ist schon vorbei. Die Stewards in den Restaurants decken schon für das Abendessen ein. So machen wir halt einen Spaziergang über`s Schiff, aber auch beim Lido-Buffet hinten am Heck ist kein Kaffee mehr zu bekommen. Als letztes bleibt uns noch Harry`s Bar oben auf dem Promenadendeck (Deck 7), wir setzen uns an einen Fensterplatz, hier bekommen wir noch einen Cappuccino für 2€ die Tasse, er schmeckt aber vorzüglich.

Um 19:00 gehen wir zum Abendessen ins Restaurant Möwe, wir bekommen vom Maitre des Restaurants einen Tisch zu gewiesen und siehe da, unsere Busnachbarn aus Erolzheim sitzen mit an unserem Tisch. Wir beginnen eine lebhafte Unterhaltung mit den beiden, sie sind beide etwas Älter wie wir aber durchaus nett. Das Menü das uns serviert wird ist vorzüglich, auch die Kellner unseres Tisches und der Sommelier sind zuvorkommend und sehr freundlich. Nach einem guten Essen machen wir noch einen kurzen Spaziergang übers Schiff, zuerst bleiben wir in der Casablanca-Bar stehen. Hier spielt das Duo Romantica, die Musik gefällt uns im Moment nicht. Auf Deck 9 in der Pazifik-Lounge bleiben wir dann noch etwas länger hängen. Hier spielt eine Allgäuer Musikband die Günther Holdenried mitgebracht hat. Aber nach einer guten Stunde gehen wir in unsere Kabine zurück, für heute reicht`s uns.

Sonntag, den 06.11.2016 Venedig – Ancona 148 sm

Wir sind heute Morgen schon kurz vor 6:00 aufgestanden, um am 6:30 auf dem Lido- Deck zum Frühstücken, da die Hauptrestaurants Möwe und Pelikan erst um 7:00 öffnen. Leider gibt es um diese frühe Zeit hier nur ein kleines Gebäck, so eine Art von Zopf, Butter, Honig und Nutella und natürlich Kaffee. Kurz vor 7:00 wird aber dann die Theke am Lido-Deck aufgedeckt, es sind nun Wurst, Schinken und Käse zur Verfügung. Was uns aber auch nichts mehr nützt, da unser Ausflug schon um 7:30 beginnt und wir zur Abfahrt pünktlich sein müssen.
Um 7:25 sind wir dann zum Treffpunkt in der Atlantik-Lounge, bereit für unseren Busausflug nach San Marino.

Es sind ca. 130 km von der Hafenstadt Ancona bis zum Fürstentum und kurz nach 10:00 sind wir dann in dem kleinen Städtchen angekommen. San Marino ist eine Mini-Republik, die Altstadt befindet sich an einem Berghang in etwa 600 Meter Höhe. Wir gehen hier durch die Altstadt, leider ist nicht mehr allzu viel los, man erkennt hier ganz deutlich, es wird bald der Winter kommen darum sind auch keine Touristen mehr da. Die Aussicht auf die Umgebung von San Marino und das Apennin-Gebirge ist dagegen sehr schön, leider bläst ein starker und kühler Wind hier oben.

Wir gehen durch das kleine Städtchen, es geht immer weiter nach oben. Ich errinnere mich daran, daß wir vielleicht vor ca. 35 Jahren schon einmal hier waren. Es gibt einen ausgezeichneten Amaretto in San Marino den wir damals kauften. In einem kleinen Straßencafe tranken wir noch eine Tasse Cappuchino, bevor wir wieder zurück gehen müssen. Um 11:40 ist wieder Busabfahrt nach Ancona, zum Schluß verlaufen wir uns noch in dem Städtchen und müssen eine Einheimische nach dem Weg zum Bus-Parkplatz fragen. Kurz vor der Abfahrt kommen wir am Bus an.
Während unserer Busfahrt nach San Marino und zurück regnet es leider immer wieder, aber wir sind ja jetzt im Trockenen.

Um 13:40 sind wir dann wieder am Schiff angekommen, die Mittagszeit ist schon vorbei. Aber es heißt dass die Passagier die in San Marino waren, doch noch etwas zum Mittagessen bekommen. So sind wir zuerst in den Speisesaal Möwe auf Deck 6 gegangen, und tatsächlich bekommen wir noch ein spätes Mittagessen. Dem Günther Holdenried sei Dank, er sorgt halt für seine Gäste, die Offizielle Essenszeit war schon lange vorüber, nur wir die Ausflügler bekamen noch was zum Essen.

Die MS Albatros verabschiedet sich von Ancona und begibt sich auf die weitere Reise nach Süden. Unser nächstes Ziel ist Kotor in Montenegro.
Ab 16:30 findet ein Begrüßungscocktail in der Atlantik-Lounge statt, dazu werden wir von Kapitän Morten Hansen, dem Kreuzfahrtdirektor Thomas Gleiß sowie Günter Holdenried begrüßt. Wir und die übrigen Gäste vom Restaurant Möwe sind als erstes zum Sektempfang eingeladen. Nur leider bekamen wir das zeitlich nicht ganz auf die Reihe, so gingen wir halt mit den Gästen vom Restaurant Pelikan zum zweiten Empfang. Das war eh gleich. Nach dem Handshaking mit dem Kapitän und dem Kreuzfahrtdirektor Thomas Gleiß bekommen wir ein Glas Sekt zum Anstoßen. Das wir heute in Gala-Kleidung waren verspricht sich ja von selbst, so gingen im Anschluss vom Sektempfang in unser Restaurant zum Abendessen. Unsere Tischnachbarn waren schon zu Tisch. Wir hatten eine rege Unterhaltung mit Ihnen, sie kamen ja aus Erolzheim und so hatten wir auch gemeinsame Bekannte ( Prestel ).

Später am Abend sind wir noch auf Deck 9 in die Pazifik-Lounge , hier spielte die Allgäuer Band „das Trio Herzblatt“. Günter Holdenried hat sie aus seinem Heimatort Heimenkirch mitgebracht. Der kleine Saal war prall gefüllt, man hatte Mühe noch zwei Plätze zu finden. Die Musik war ansprechend und wir konnten sogar etwas Tanzen trotz dem leichten Seegang der herrscht.
Irgend wann am späteren Abend sind wir dann in unsere Koje gegangen.

Montag, den 07.11.2016 Ancona – Kotor 275 sm

Um 6:00 sind wir schon wieder aufgestanden, weil wir unbedingt die Einfahrt in den Fjord von Kotor sehen wollten. Leider regnet es so stark dass wir nicht einmal nach draußen gehen konnten. Wir verbrachten lange Zeit in der Karibiklounge über der Brücke, um die Einfahrt durch den Fjord zu sehen. Es war leider noch Dunkel und die Sicht war so schlecht, dass wir später in die Kabine zurück gehen um uns zum Frühstück fertig zu machen. Wir gingen dann in unser Restaurant Möwe um einmal anständig zu frühstücken, nachdem unser gestriges Frühstück am Lido-Deck ziemlich mager ausgefallen war. Aber heute Morgen konnten wir unser Frühstück, so mit allen Schikanen und in ausreichender Menge genießen.
Wir hatten heute eine eigene Tour durch die Altstadt von Kotor geplant. Um 9:00 holten wir in der Atlantik-Show-Lounge unsere Billetts für die Fahrt mit dem Tenderboot in den Hafen von Kotor ab. Wir wollten aber nicht ganz so früh an Land gehen, so machten wir noch einen Rundgang übers Schiff um dann hinten am Lidodeck noch einen weiteren Kaffee zu trinken.

Gegen 10:00 sind wir dann mit dem Tender-Boot in den Hafen von Kotor gefahren. An der Pier stand schon die Costa Mediterranea die knapp vor uns in den Fjord eingefahren ist. Sie ist um einiges größer als wir, und hat eine Länge von etwa 290 Meter und etwa 2600 Passagiere sind an Bord. Wir sind zuerst in die Altstadt gegangen und gingen durch die engen Gassen und Straßen. Eine Zeitlang suchten wir den Aufgang zur Festung und zur Kapelle Sveti Ivan die wir unbedingt besuchen wollten, da wir sie vom Fernsehen her schon kannten. Nachdem wir einige Male die gleiche Gasse hin und her gingen, fanden wir doch noch den Aufgang zur Festung. Und damit auch zur Kapelle die sich am halben Weg nach oben befand. Zur Festung hinauf sind es etwa 1350 Stufen, der Weg ist nicht allzu schwer, aber Trittsicher sollte man schon sein. Der Weg führt über teils unbefestigte Wege wie auch an der Seite über große etwas abschüssige Steinstufen. Für den Aufstieg bis zur Kapelle brauchten wir etwa eine halbe Stunde, aber der Ausblick war hier traumhaft auf die Stadt sowie auf die Bucht und den Fjord . Vor uns lag die Costa Mediterranea und rechter Hand in der Bucht die MS Albatros.

Die Kapelle ist klein aber sehr nett, es sind viele Menschen hier oben, die meisten sind wohl Italiener von der Costa Mediterranea. Wobei auch viele Asiaten von Bord zu sehen sind. Nach einer halben Stunde treten wir den Rückweg an, wir machen nochmals einen kleinen Stadtrundgang. Um die Mittagszeit gehen wir in ein Café in der Nähe der Sankt Tryphon-Kathetrale um noch einen Cappuccino zu trinken. Kurz nach 12:30 gehen wir zum Tender-Boot zurück, hier müssen wir aber noch eine Viertelstunde warten bis unser Boot voll belegt ist und ablegt. An Bord der MS Albatros gehen wir erstmals in unsere Kabine um uns frisch zu machen. Ich wollte unbedingt eine Pizza am Lido-Deck essen, aber es war aber eine kleine Enttäuschung, Sie war nicht wirklich gut. Es war die erste und letzte hier an Bord, die Pizzas vom letzten Jahr auf der MSC Fantasia die wir gegessen haben, waren dagegen ein Gedicht.

Später machten wir eine Runde übers Schiff um die MS Albatros, unser Schiff noch besser kennen zu lernen. Um 16:00 war dann auch schon Kaffee-Time mit Kuchen hier am Lido-Deck, den wir voll genossen haben, man gönnt sich ja sonst nichts im Urlaub. Gegen 17:00 holte dann die MS Albatros den Anker ein und wir fuhren langsam durch den Fjord Richtung Meer. Leider brach auch schon die Dämmerung herein und so konnten wir auch jetzt nicht mehr die kleine Insel mit der Kirche St. Marien auf dem Felsen (die im Laufe der Jahrhunderte von den Bewohnern aus Felsblöcken und alten, versunkenen Schiffsteilen um einen kleinen Felsen (Škrpjel) herum aufgebaut wurde) sehen.
Wir hatten extra Steine vom Bergweg nach Sveti Ivan mitgebracht um sie nach altem Brauch auf die Insel zu werfen, aber keine Chance wir konnten sie nicht mal erkennen. Wir waren dann schon in der Verige-Straße der die Bucht von Kotor trennt, als eine Nachricht über Bordfunk kam. Wir haben einen Patienten mit einem Herzanfall an Bord und müssen zurück zum Hafen von Kotor, die MS Albatros drehte wieder um und kehrte in den Hafen von Kotor zurück. Dort wurde der Patient in das Nächste Kranken-haus gebracht.

Archivbild von St.Marien auf dem Felsen

Dann kam ja auch schon der Abend, zuerst schon mal Duschen und sich fertig machen zum Abendessen, Im allgemeinen esse ich nicht so aufwendig an Bord, mir reichem 2 bis 3 Gänge. Heute Abend suchte ich mir in meinem Menüplan eine Entenbrust aus, sie schmeckte ausgezeichnet wie auch die Suppe als Vorspeise, zum Nachtisch nahm ich noch eine Eis-Creation.
Um 21:00 war in der Atlantik-Lounge (das ist hier an Bord das Theater) eine Show des MS Albatros EnsemblesIch packe meinen Koffer“ eine sehr schöne musikalische Darbietung. Die vier jungen Damen sangen und tanzten eine ganze Stunde lang um die ganze Welt.
Zum Abschluss des Abends gingen wir noch auf Deck 9 in die Pazifik-Lounge zum Tanzen. Hier spielte das Trio Herzblatt schöne Lieder zur Unterhaltung. Kurz nach Mitternacht zogen wir dann in die Koje.

Dienstag, den 08.11.2016 Kotor – Mykonos 617 sm

Heute ist Seetag, wir befinden uns auf dem Weg von Kotor auf die Zykladen-Insel Mykonos. Wir sind schon 7:30 aufgestanden zum ergiebigen Frühstück in das Restaurant Möwe, ich genehmige mir als erstes einen Teller mit Rührei dazu ein paar Scheiben roher Schinken und sowie zwei, drei Scheiben Edamer Käse, zum Abschluss hole ich mir noch ein paar Scheiben Zopf mit Erdbeer-Marmelade und einige Tassen Kaffee. Auf das mein Magen gefüllt sei, Frühstücken ist sowie mein liebstes Essen auf all „unseren Reisen um die Welt“.

Heute Vormittag ist um 11:00 Maritimer Frühschoppen auf der Lido-Terrasse mit dem Duo Romantica, sie spielen alte Seemannslieder. Die hübsche Sängerin ist aus Hamburg, Sie singt das alte Lied „Seemann, deine Heimat ist das Meer“ von Lolita, ihre musikalische Begleitung ist aus dem Allgäu, ich glaube sogar aus dem Raum Memmingen. Wir sitzen direkt vor der Kapelle, die Stimmung ist großartig. Das Glas Weizenbier gibt es heute zum Sonderpreis. Günter Holdenried hält eine Rede, und gibt eine Runde Schnaps für alle Gäste aus. Als Höhepunkt kommt der Kapitän Morten Hansen, und Kreuzfahrt-direktor Thomas Gleiss sowie Reiseleiter Bernd Wallisch. Jeder von ihnen hält ein Glas Bier in der Hand, um Anzustoßen mit den Gästen. Die Stimmung ist grandios, so was haben wir leider auf der mein Schiff 1 bisher noch nicht erlebt. Auch das Gesangsduo ist gut, und die Sängerin hat eine tolle Stimme, eigentlich schade dass wir sie auch in der Folgezeit niemals in der Casablanca Bar besucht haben.

Als Tischnachbarn an der Lido-Terrasse haben wir heute einen 80jährigen Papa mit seiner Tochter aus Tutlingen. Er hat früher bei der Firma Hohner gearbeitet die Akkordeons herstellt. Es ist nett sich mit den beiden zu unterhalten. Anscheinend fahren sie öfters einmal miteinander auf Kreuzfahrt. Sie wohnen 1 Deck unter uns, von Phoenix haben Sie einen Geburtstagnachlaß für diese Reise erhalten.

Der Maritime Frühschoppen läuft gleich nahtlos in die Mittagszeit hinein. Heute zum Mittag Essen wir gleich hier an der Lido-Terrasse, es gibt saure Nierchen mit Kartoffeln, sowie Wiener Schnitzel mit Pommes, beides schmeckt vorzüglich. Am späten Nachmittag machen wir nochmals einen Spaziergang über Deck, und legen uns in eine der aufgestellten Ruheliegen an der Promemade. Leider herrscht aber ein starker Wind, so daß wir nach kurzer Zeit wieder aufgeben. So besuchen wir anschließend mal unsere Kabine. Später gegen 16:00 gehen wir nochmals zurück auf die Lido-Terrasse um Kaffee zu trinken und ein paar Stückchen Kuchen zu essen.

Dann ist auch schon wieder Abend, nach einem sehr guten Essen in unserm Restaurant Möwe, besuchen wir kurz vor 21:00 noch das Theater (Atlantik-Lounge). Heute Abend bringt uns Peter Löhmann ein Comedy Künstler zum Lachen. Wir haben Ihn schon einige Male als Entertainer und Ansager erlebt, er ist spitze. So auch seine heutige Show, man muss ihn mal erlebt haben.
Zum heutigen Tagesabschluss gehen wir auch heute wieder auf Deck 9 zum Trio Herzblatt.

Mittwoch, den 09.11.2016 Kotor – Mykonos 617 sm

Guten Morgen Mykonos, es ist 8:30 und wir haben die Insel Mykonos erreicht. Aber wir werden draußen auf Reede bleiben, da die Costa neoRiviera im Seehafen anlegen will und nur ein Platz an der Pier zur Verfügung steht. Kurz darauf hören wir das die Costa wegen des starken Windes hier doch nicht anlegen wird. Das ist jetzt das zweite Mal auf dieser Reise, dass die Costa ihr Ziel nicht erreicht, sie hatte vor Kotor schon Probleme mit der Einfahrt. Wir haben sehr starken Wind und Seegang dadurch verzögert sich auch bei uns der Landgang etwas. Gegen 11:00 gehen wir dann auf das Tender-Boot, nach einem kurzen und sehr netten Gespräch mit dem Bordarzt der neben mir sitzt und ca. 10 Minuten später sind wir im Fischerhafen der Insel Mykonos angekommen. Als erstes gehen wir am Hafen entlang, vor uns gehen der Schweizer Komedy-Künstler Peter Löhmann und die Mädchen vom Show-Ensemble. Sie besuchen als erstes gleich ein Cafe hier am Hafen. Wir gehen weiter, ich möchte einen Treppenaufgang finden der uns ins Inselinnere beziehungsweise zu diesem Appartmenthaus führt in dem wir vor fast 30 Jahren einige Tage verbracht haben. Aber wir finden uns nicht ganz zurecht, es hat sich doch einiges hier verändert in den letzten 30 Jahren.

So laufen wir durch die Straßen von Mykonos-Stadt, in den verwinkelten engen Gassen kann man leicht die Orientierung verlieren. So kommen wir auf unserem Weg sogar bis weit hinter die berühmten Windmühlen die auf einem Hügel stehen. Es ist sehr wenig los, man kann auch hier erkennen dass schon Winterruhe herrscht. Eigentlich sollte ja heute noch ein anderes Kreuzfahrtschiff hier auf Mykonos sein, die Costa neoRiviera, sie hat aber einfach auf das Anlegen wegen der schwierigen Windverhältnisse verzichtet.
Wir sind auf dem Weg von den Windmühlen zurück nach Klein-Venedig wie das Viertel heißt wo die weißen Häuser mit Ihren Holzbalkonen und Erkern direkt am Wasser stehen. Und wo einst die Kapitäne wohnten, besuchen wir eine Taverne. Auf einer kleinen Terrasse trinken wir jeder eine Flasche Bier und genießen das gute Wetter und den blauen Himmel. Die Sonne scheint warm, wir haben bestimmt an die 21° . Nach einer guten Stunde verlassen wir das Lokal und gehen Richtung Hafen zurück. Petros den berühmten Insel-Pelikan haben wir leider nicht gesehen.

Gegen 14:30 gehen wir zum Tender-Boot zurück, müssen aber noch etwas warten, das Boot fährt nur alle halbe Stunde zurück zum Schiff. Aber nach kurzer Zeit ist unser Boot voll besetzt und wir können zurück fahren.
Im Abendprogramm heute in der Atlantik-Lounge singen heute die Hauptstadt-Tenöre wie sich sie nennen. Zwei Künstler beide sind Tenöre wie es der Name sagt, vor zwei Tagen haben wir sie mal kurz gehört. Ihr Gesang hat uns sehr gut gefallen. Privat scheinen die beiden aber kaum Kontakt zueinander haben wie ich hier an Bord sehen konnte.
Wie jeden Abend gehen wir anschließend auf Deck 9 wo das Trio Herzblatt schon auf uns wartet.

Donnerstag, den 10.11.2016 Mykonos – Rhodos 174 sm

Hallo Rhodos, wir sind kurz vor 8:00 Morgens bei strahlendem Sonnenschein hier auf der Sonneninsel Rhodos angekommen. Bevor wir die MS Albatros verlassen gehen wir in unseren Speisesaal zum Frühstück, unsere Tischnachbarn aus Erolzheim sind anscheinend schon weg. Ihr Gedeck ist schon abgeräumt, sie haben für heute die große Insel-Rundfahrt mit Mittagessen gebucht, wie sie uns gestern Abend erzählten. Heute Morgen hat uns Günther Holdenried bei seiner morgendlichen Ansprache von der Brücke die per Bordradio übertragen wird, auch von einer Olga erzählt.
Sie sei in Lindenberg zu Hause gewesen und lebt heute hier auf Rhodos. Bei jeder Visite auf der Insel wird sie demnach von den Holdenried Gästen besucht.

Gegen 9:30 haben auch wir das Schiff verlassen und sind zu Fuß in die Stadt gegangen. Die Altstadt die von dem Johanniter-Orden im 13. Jahrhundert gebaut wurde ist überall von riesigen Mauern mit einigen Durchgangstoren umgeben. Es gibt hier in der Altstadt nette Straßen und Gassen, und überall natürlich Souvenirläden. Bei unserer Runde durch die Straßen trafen wir Günther Holdenried der uns gleich fragte ob wir denn schon bei Olga gewesen seien, was wir aber verneinten. So zogen wir noch einige Straßen weiter, bevor wir dann „die Olga“ suchten. Wir gingen also die Sokrates Straße rauf, als man schon von Ferne die Holdenried Flagge vor einem Geschäft sehen konnte.

Nach unserer bisherigen Ansicht sollte Olga ein Lokal sein, was sich aber als Irrtum herausstellte. Es war ein Designer Geschäft mit hochwertigem Schmuck, Lederwaren und Kleidung. Wir wurden freudig begrüßt vom Ehemann der Besitzerin, der uns auch gleich Getränke anbot die wir mit Freude annahmen. Es gibt verschiedene Sachen zur Auswahl Wodka/Orange, Rum/Cola oder Griechische Getränke wie Ouzo oder Metaxa zum Trinken. Auch Günter saß schon auf einem Stuhl hier mitten im Laden, so verbrachten wir einige Zeit hier im Geschäft bevor wir wieder weiter gingen. Für heute Nachmittag wenn alle Ausflüge auf der Insel beendet sind, hat Günter Holdenried das Trio Herzblatt angekündigt die hier im Geschäft bei Olga spielen sollen.

Wir gehen erst mal auf`s Schiff zurück, vor unserer MS Albatros steht ein großes modernes Segelboot, dem Namen nach gehört es wohl einem reichen Russen.
Hinter der Albatros hat die Chrystal Esprit eine Luxus-Yacht angelegt (3300 BRZ, 62 Gäste). Bedienstete des Schiffes heben mit dem Schiffskran im Moment ein großes Motorboot von seinem Liegeplatz am Heck des Schiffes herunter, das dauert eine Weile. Nachdem wir kurz auf der Kabine waren, gehen wir wieder zurück auf`s Lido-Deck um die strahlende Sonne und ein Glas Bier zu genießen.

Wir haben heute ca. 25°, es ist bisher der wärmste Tag auf unserer Reise. Kurz nach 13:30 gehen wir wieder in die Stadt, die Neugierde treibt uns voran, ob Günter seine Ansage wahr macht und die Musikkapelle ins Geschäft von Olga mitbringt. Als wir ankommen ist noch nicht`s los, auf der Straße gegenüber ist ein wunderschönes Gartenbistro da schauen wir hinein. Hermine möchte noch etwas essen, nur eine Kleinigkeit sagt sie. Der Wirt bringt Ihr aber ein Tablett voll mit Essen, Schafskäse, Oliven, Brot und vieles andere mehr. Nach Ihrem Essen gehen wir noch die paar Schritte zu Olga rüber, Auf der Straße spielt schon ein Akkordeon-Spieler und drinnen spielt tatsächlich das Trio Herzblatt schöne Volkslieder und vieles mehr. Erst gegen 16:00 kehren wir an Bord zurück, es ist immer noch sonnig und warm. So dass wir zuerst an der Lido-Terrasse sitzen um noch ein Bier zu trinken, später suchen wir eine Liege in der Sonne, müssen aber rauf bis Deck 9 dem Jupiter-Deck um noch eine freie Liege zu ergattern.

Heute um 21:00 spielt der Stargast unserer Reise der Trompeter Walter Scholz in der Atlantik-Lounge. Wir sind wie jeden Abend zeitig in der Lounge, da sie immer voll belegt ist, so auch heute wieder. Ich bin kein Freund von Volksmusik oder Trompetern, aber er spielt sehr gut und vor allem er ist sehr Freundlich und grüßt jeden. So etwas findet man unter so genannten Stars nicht oft.

Freitag, den 11.11.2016 Rhodos – Santorin 151 sm

Guten Morgen Santorin: Es ist jetzt 6:30 Morgens, vor ca.10 Minuten haben wir in der Caldera (Bucht) von Santorin gegenüber dem Hauptort Thira/Fira unseren Anker gelegt. Nachdem wir unsere Kabine verlassen haben, sind wir kurz auf Deck 7 gegangen, um einen ersten Blick auf die Insel Santorin zu werfen. Vor 29 Jahren waren wir zuletzt auf dieser Insel, auf den ersten Blick hat sich nicht`s verändert.

Aber zuerst natürlich wollen wir zuerst unser Frühstück hier im Restaurant Möwe genießen. Als erstes hole ich mir einen Teller voll Rührei, es schmeckt auch heute ausgezeichnet. Damals auf der mein Schiff 1 war das Rührei nicht besonders gut. Im Anschluss noch einen Teller mit Zopfbrot und Erdbeer-Marmelade, später noch eine Schale mit Obst aus Ananas und Mandarinen, das ebenfalls sehr gut war.

Wir werden heute mit den ortsansässigen Tender-Booten auf die Insel gebracht, die Boote von unserem Schiff dürfen nicht benutzt werden, da die einheimischen Fischer und Kapitäne ein Monopol auf den Transfer haben. Als erstes werden nun die Gäste die den Ausflug nach dem Nachbarort Oia gebucht haben an den Hafen Athinos der gleich unterhalb von Thira liegt gebracht, wo es dann mit dem Autobus weiter nach Oia geht. Alle anderen Gäste müssen in der Atlantik-Lounge ihre Tender-Tickets holen und damit auf Deck 3 zum Ausgang gehen. Wir also die Gäste von Deck 5 oder 7 können demnach erst gegen 8:30 an Land gehen. Trotz des starkem Seegang sind wir binnen 10 Minuten an der Anlegestelle. Mit der Seilbahn ( Kostenpunkt 5€ pro Fahrt u. Person) fahren wir hinauf, es ist natürlich noch nicht viel los wir haben ja erst kurz nach 9:00 Morgens. So spazieren wir halt im Ort herum, die meisten Häuser liegen ja an der Steilküste.

Die Aussicht auf die Bucht ist trotzdem grandios, nur der Wind ist manchmal unangenehm. Langsam machen die Geschäfte auf, es gibt hier sehr viele Schmuckläden. Die Preise für Schmuck sind durchaus gehoben, aber das macht uns nicht`s. Wir kaufen sowieso nur einen Magneten für unsere Pinnwand zuhause, mehr brauchen wir nicht. Der Ort ist traumhaft, überall gibt es schöne kleine Hotels oder Apartments mit Ausblick auf die Caldera. Später trinken wir noch einen Cappuccino in einem Restaurant an den Klippen. Der Preis 4,50 € dafür hätte ich auch ein Glas Bier 0,5 Ltr. kaufen können, aber was solls. Um 11:00 ist Treffpunkt an der Seilbahn, hier will Holdi uns noch einen Ouzo ausschenken. Wir überlegen kurz, dann entscheiden wir uns doch zu Fuß den Eselsweg runter zum Tender-Boot zu machen. Ganze 25 Minuten brauchen wir dafür, es geht ganz schön steil runter und die Steine am Weg sind ziemlich glatt. Aber wir schaffen auch das, vor dem Boot steht Reiseleiter Bernd Wallisch er hat offensichtlich auch einen kurzen Ausflug auf die Insel gemacht.
Nach 10 Minuten Bootsfahrt sind wir wieder an Bord zurück, unsere Abfahrt von Santorin ist heute Mittag um 12:30.

Wir verlassen die Caldera von Santorin in südwestlicher Richtung und genießen das gute Wetter mit ein, zwei Bierchen am Lido-Deck. Heute ab 16:00 ist Wiener Kaffeehaus in den Restaurants hier an Bord, da gibt es die verschiedensten Kuchen und Kaffees zum Genießen. Zuvor gibt es aber noch eine Flaggenparade an Bord, das heißt: Die Holdenried Flagge wird vom Kapitän Morten Hansen von Deck 6 (Salondeck) über die anderen Decks bis auf Deck 10 (Sonnendeck)getragen. Das Trio Herzblatt und Walter Scholz, der bekannte Trompeter begleiten die Parade. So haben wir noch einiges zu tun, auch das Abendessen ruft ja bald.

Heute Abend in der Atlantik-Lounge gibt es Thank you for the Music von unseren Bordmädchen dem Show-Esembles. Die Darstellung war toll, eine ganze Stunde lang nur ABBA Songs. Danach geht es wie immer auf Deck 9 in die Pazifik-Lounge zum Trio Herzblatt, auch sie waren heute gut in Form.
Hier gibt es nach 22:00 einen weiteren Snack, es ist ja heute Faschingsbeginn. Die Stewarts kommen mit Tabletts voller Köstlichkeiten an jeden Tisch. Kurz vor Mitternacht machen wir dann die Runde in die Koje.

Samstag, den 12.11.2016 Santorin – Korfu 437 sm

Guten Morgen MS Albatros: Es ist 7:30 Heute konnten wir etwas länger schlafen da unsere Ankunft in Korfu erst gegen13:00 statt findet.
Wir gehen also erstmals gemütlich zum Frühstück in unser Restaurant Möwe. Unsere Tischnachbarn kommen heute erst nach uns zum Tisch. Mein Frühstück ist wie immer, zuerst einen Teller mit Rührei, Schinken und Käse sowie danach noch ein Zopfähnliches Weißbrot mit Erdbeermarmelade und einige Tassen Kaffee sowie Orangensaft. Der Mensch lebt halt in seinen Traditionen. Das Frühstück ist für mich eigentlich das wichtigste Essen hier an Bord.
Um 10:30 heute soll am Lidodeck ein bayrischer Frühschoppen mit Essen, Musik und Bier statt finden. Wegen des zweifelhaften Wetter wird diese Feier aber in die Pazifik-Lounge verlegt. Als wir hier ankamen war die Lounge schon zu zwei Dritteln belegt. Aber egal, wir fanden noch Platz, es gibt Freibier, der Küchenchef persönlich ein Österreicher serviert heute vielerlei Würstchen mit Kartoffelsalat und Sauerkraut, ebenso hat er zwei Spanferkel mitgebracht. Das Spanferkel schmeckt vorzüglich, ich habe mir eine Ladung geholt mit Kartoffelsalat und Sauerkraut und einem Laugenspitz dazu. Als musikalische Untermalung spielt das Trio Herzblatt. Diese Feier dauerte bis kurz vor Mittag, wo dann die meisten unserer Senioren direkt ins Restaurant zum Mittagessen wechselten. Essen ist für viele unserer Senioren das Nonplusultra einer Schiffsreise.

Wie gesagt um 13:00 ist Ankunft hier in Korfu, es herrscht leichter Regen und es geht gleich los mit unserem Ausflug „Korfu-Stadt und Paleokastritsa“. Wir beginnen mit der Stadt, es regnet, vom Schiff habe ich einen Leihschirm. Leider ist dieser kaputt, so etwas bringen die Leute zurück. Als erstes besuchen wir die Kirche Agios Spiridon sie ist im Inneren wunderschön, in einer kleinen Seitenkapelle ist der Schutzpatron der Insel begraben. Später haben wir frei und gehen durch die Fußgängerzone um noch nach Souvenirs zu schauen. Glücklicherweise hat es jetzt aufgehört zu regnen.

Wir fahren mit dem Bus weiter nach Paleokastritsa das liegt im Westen der Insel, ca. 25 km von Korfustadt entfernt. Das ehemalige Fischerdorf ist heute ein Touristenzentrum und hat eine traumhafte Lage am Meer. Nach einem kurzen Abstecher am Strand fahren wir über eine sehr schmale Straße einen Berg hinauf. Wir kommen durch ein paar Dörfer, wo unser Bus gerade noch zwischen den Häusern hindurch kommt, Gegenverkehr ist hier unmöglich. Am Aussichtspunkt Bella Vista „ Hotel“ haben wir einen sagenhaften Rundblick über die Buchten und das Meer. Es herrscht auch eine starke Brandung wie man auch von hier sehen kann. Im Hintergrund ist der Felsen wo Odysseus an einem Felsen gestrandet sein soll.

Unsere Reiseleiterin kann uns viel erzählen, sie ist geboren in der Nähe von Filderstadt, lebt aber schon sehr lange hier auf Korfu. Nach diesem wunderbaren Ausblick fahren wir wieder zurück in Richtung Schiff. Wir kommen auf dem jetzigen Weg auch durch viele Dörfer und können die Vegetation die hier wächst bewundern.

Heute zum Abendessen stellt der Küchenchef „Kai Wendland“ seine Crew vor, das Essen heute wie auch die ganze Reise ist sehr gut und Schmackhaft. Ein Lob für die Küche der MS Albatros.
In der Atlantik-Lounge singt heute Anne Becker ein Mitglied des Show-Ensemble , Lieder aus den 20er, 30er, und 40er Jahren. Gegen 21:00 zum Abschluss des heutigen Abends wechseln wir in die Pazifik-Lounge, die wie immer sehr gut besucht war. Ach ja heute um 22:00 ist ja noch die Günter Holdenried Talente-Show. Die Darbietungen lassen zu wünschen übrig, aber ein paar gute Sketche waren schon dabei. So gegen 23:30 gehen wir in die Kabine zurück.

Sonntag, den 13.11.2016 Korfu – Dubrovnik 212 sm

Es ist 7:00 Morgens wir sind gerade eben in Dubrovnik angekommen, die Einfahrt haben wir leider verpasst. Vielleicht ist das der Nachteil einer Innenkabine, die wir dieses mal haben, aber was soll`s. Jetzt aber müssen wir schon in die Gänge kommen, ein gutes und schnelles Frühstück auf Deck 6 im Restaurant Möwe. Danach noch schnell die Tickets für den Landgang in der Atlantik-Lounge holen. Gemeinsam verlassen dann alle Tour-Teilnehmer das Schiff. Es sind einige Busse auf unserer Tour, wir hatten den Ausflug Dubrovnik und Seilbahn ausgesucht.

Es ist jetzt kurz vor 9:00 wir stehen vor der Seilbahn-Talstation die jetzt hoffentlich gleich öffnet. Gleich darauf geht es mit etwa 30 Personen in einer Kabine steil nach oben. An der Bergstation befindet sich ein Restaurant, sowie ein Souvenir-Shop in dem man aber leider nur in einheimischer Währung (Kroatische Kuna) die wir leider nicht haben, bezahlen kann. Von hier oben geniest man einen herrlichen Ausblick über Dubrovnik und die Berge rundum. Die Grenzlinien von Montenegro und Bosnien sind hier in Sichtweite. Leider weht hier oben ein kalter Wind so dass wir nur ein paar schöne Bilder in die Stadt runter machen, und dann schnell wieder ins Haus gehen. Aber wir bleiben sowieso nur ca. 30 Minuten hier oben bevor es wieder in die Altstadt von Dubrovnik runter geht. An der Talstation führt eine Treppe weiter in die Stadt hinunter. Auf diesen Treppen werden unsere Senioren plötzlich sehr langsam, einige stoßen hier wohl an Ihren Grenzen.

Aber gleich darauf haben wir die Stadttore und die gigantischen Mauern der Altstadt erreicht, die noch vor Jahrhunderten Republik Ragusa hieß und sehr bekannt und mächtig im Mittelmeer war. Dubrovnik hat eine sehr beeindruckende Altstadt, im Stadtkern wohnen aber nur noch etwa 700 Bewohner. Viele ziehen anderswo hin, verkaufen ihre Wohnungen allerdings auch zu Höchstpreisen. Der Quadratmeterpreis soll bei ca. 600 Euro liegen, so dass nur sehr betuchte Leute hier eine Wohnung für den Sommer kaufen können.
Wir sind über das Ploce Tor im Osten über den Stradun Placa bis zum Pile Tor im Westen gegangen, hier gibt es ein paar Cafes und Kneipen und das Leben pulsiert hier rund um die Uhr. Der Luza-Platz gleich am östlichen Ende der Placa beherbergt den Uhrturm der 1929 wieder errichtet wurde, daneben dann der Sponza-Palast der wichtige Ämter beheimatete ( Zoll u. Münze ). Weiter hinten dann das Rathaus und der Rektorenpalast in dem das Oberhaupt des Stadtstaates ausländische Besucher empfing. (Die Regierungszeit des Oberhauptes betrug aber nur jeweils einen Monat) er wohnte in dieser Zeit allein ohne seine Familie hier, und durfte den Palast nur wegen amtlicher Geschäfte verlassen.

So spazierten wir die Stradun Placa entlang bis zum Großen Onofrio-Brunnen links davon das Klarissenkloster und Rechts die Festung des HL. Laurenz, auf dem Weg dahin führten kleine Gässchen und steile Treppen in nördlicher Richtung zur Stadtmauer. Hier waren Bistros und Wohnungen, die Gässchen waren sehr schmal, manche mit Blumen und Sträuchern dekoriert. In einer Gasse gingen wir ein paar Meter den steil aufsteigenden Weg nach oben, aber mir war das viel zu steil. Südlich vom Stradun Placa waren in weiteren Gassen einige nette Souvenir-Läden, es hatten aber auch manche geschlossen es war ja schließlich heute Sonntag.

Auf dem Stradun Placa standen jetzt viele Oldtimer denen wir schon beim Eintritt in die alten Stadtmauern begegnet waren. Mittlerweile begegneten uns viele Asiaten, vermutlich ist ein weiteres Schiff gekommen?. Wir tranken auf der Placa in einem kleinen Cafe noch einen Cappuccino, bevor uns der Weg zum vereinbarten Treffpunkt führte. Ein Rundgang auf der fast 2 km langen Stadtmauer mit Ihren 6 Meter dicken Mauern, 15 Türmen, 5 Bastionen und 2 Ecktürmen haben wir uns nicht gegönnt. Dafür hätten wir etwa 1Stunde gebraucht. Es wäre aber sicher ein tolles Erlebnis gewesen.

Die MS Albatros verlässt heute den Hafen von Dubrovnik/Gruz um 13:30. Als wir den Hafen der ein paar Kilometer Nord-Westlich von der Altstadt war erreichten, sahen wir ein weiteres Schiff und zwar die Vision of the Seas von Royal Carribbian stehen, daher also die Asiaten. Die Albatros verließ pünktlich den Hafen von Dubrovnik jetzt auf dem Weg nach Venedig.

Heute Abend war in der Show-Lounge noch Abschieds-Gala-Abend zuerst wollten nicht mehr hingehen, es war elegante Kleidung angedacht. Dann gingen wir doch noch mit den Gästen des Restaurant Pelikans in die zweite Sitzung. Um 21:15 war noch die Abschiedsvorstellung im Theater mit dem Show-Esemble und anschließend noch Tanz mit dem Trio Herzblatt in der Pazifik-Lounge. Damit war auch dieser schöne Tag beendet.

Montag, den 14.11.2016 Dubrovnik – Venedig 331 sm

Ja, leider heute ist unser letzter Tag hier auf der Albatros dem weitaus bekannten Schiff von „Verrückt nach Meer“. Es ist kurz nach 6:00 als wir aufstehen, wir wollen das Einlaufen unseres Schiffes in die Lagune von Venedig sehen. Aber natürlich zuerst ein gutes Frühstück im Restaurant Möwe, wo wir die letzten 10 Tage beim Frühstück sowie auch beim Abendessen verbracht haben. Einmal sogar zum Mittagessen. Das Frühstück war auch heute wie sonst sehr gut, zum Abschluss unserer Reise gab es noch ein Glas Sekt dazu, auf dass wir aber dankend verzichteten. Schließlich hatten hatten wir noch eine längere Heimreise vor uns.
So kurz vor 8:20 kamen wir in der Lagune von Venedig an, es war eine wunderschöne Einfahrt. Vor uns lag der Dogenpalast sowie der bekannte Markusplatz im besten Morgenlicht. Bei der Abfahrt vor 10 Tagen fuhren wir ja leider bei Regen und Dunkelheit durch die Lagune und konnten kaum etwas erkennen. Am Kreuzfahrt-terminal lag schon die Costa neoRiviera ein etwas größeres Schiff als wir (48.200 BRZ). Sie läuft aber erst seit Nov. 2013 für die Reederei Costa. Wie wir wussten hatte die Costa auf Ihrer Fahrt bei zwei Häfen auf den Landgang verzichtet. Die Passagiere an Bord werden sich gefreut haben.

Das kleine Schiff auf der rechten Seite gehört der Horten-Erbin

Nach der Ankunft verbrachten wir noch bestimmt eineinhalb Stunden auf dem Lido-Deck sowie in der Atlantik-Lounge. Bis wir dann unser Schiff verlassen haben. Zum Abschied gab`s noch einen warmen Händedruck von Kreuzfahrtdirektor Thomas Gleiss. Im Terminalgebäude nahmen wir unsere Koffer um damit durch den Zoll zu gehen. Bernd Wallisch der Reiseleiter von „Verrückt nach Meer“ schob etwas missgelaunt unsere Koffer durch die Röntgenschleusse. Er war eigentlich für mich die größte Enttäuschung an Bord. Die anderen Mitarbeiter an Bord waren wesentlich netter.

Um 10:30 verließen wir das Hafengelände und fuhren vorbei an der großen Fincantieri-Werft aufs Festland. Die Fahrt ging gut voran, so dass wir schon am Nachmittag so gegen 15:00 am Brenner waren. Das Wetter hier in Oberitalien war gut, blauer Himmel und alles sehr grün wie im Frühjahr, aber die Temperaturen lagen am Morgen bei etwa 4°. Im Laufe des Nachmittags stiegen sie dann auf 15°. Innsbruck lag dann voll im Nebel, kurze Zeit später machten wir an einer Raststätte eine halbstündige Pause. Die Raststätte war eine etwas gehobene Klasse, was auch an den Preisen gut zu erkennen war. Dann ging die Fahrt weiter, bei Telfs verließen wir die Autobahn und nun ging die Fahrt über das Sonnenplateau. Wir hatten offensichtlich jetzt eine beachtlich Höhe erreicht, hier waren die Wiesen und Wälder schon voller Schnee.

Gegen 17:00 haben wir dann Österreich durch den Grenztunnel verlassen und nach einer weiteren Stunde wurde dann Memmingen erreicht. So sind wir als Letzte auf dieser Reisetour und als erste wieder ausgestiegen, so macht eine Reise Spaß.

Fazit dieser Reise. Die Stationen unserer Route waren alle sehr schön, bis auf vielleicht Korfu-Stadt. Paleokastritsa im Westen der Insel dagegen war schön. Der Reisezeitraum war nicht ganz glücklich, im Vergleich zum letzten Jahr da war es wärmer.
Das Schiff, die MS Albatros sowie Phoenix als Reiseveranstalter und auch unser örtliches Reisebüro Holdenried, da gibt es nichts zu meckern. Wir würden jederzeit eine weitere Reise mit Ihnen machen, wenn uns die Route anspricht.
Unsere gesamte Fahrstrecke waren 2345 Seemeilen, In Gesamtkilometer sind das dann 4343 km

Nachtrag: Im Oktober 2020 wurde die MS Albatros an die ägyptische Pick Albatros Gruppe verkauft. Hier hat Corona eine große Rolle gespielt, wie auch die Wirtschaftlichkeit. Phoenix hätte im nächsten Jahr wieder einige Millionen in das Schiff investieren müssen und das obwohl die Schiffe seit Monaten stillstehen.

Von Singapur nach Hongkong – Januar 2018

Unsere zweite Asienreise führt uns über Thailand/Phuket, und die Inselgruppe Langkawi. Ein Wiedersehen mit dem wunderschönen Stadtstaat Singapur, und ein kleines Stück mit dem Boot durch das Mekongdelta. Die Millionenstadt am Meer, Da Nang und die Chinesische Insel Hainan zu sehen. Ein Traum wird wahr, einmal Hongkong zu besuchen.

Montag, den 15.01.2018

Es ist 8:15 am Morgen und wir machen uns bereit, für unsere Autofahrt zum Flughafen nach München. Eigentlich war für unsere heutige Flugreise nach Bangkok/Puket der Frankfurter Flughafen geplant. Aber auf Grund einer guten Auslastung durch süddeutsche Fluggäste kam jetzt auch der Airport in München in Betracht. Uns kann es ja nur Recht sein, für die Reise nach Frankfurt brauchen wir fast dreimal so lang. Wir hatten ja einen Bustransfer gebucht für Frankfurt sowie für die Änderung nach München, jetzt hatte sich aber heraus gestellt, das unsere Abfahrtszeiten mit dem Bus jenseits von Gut und Böse lagen. Unsere Tochter Alexandra hätte uns schon um halb vier Uhr Morgens zur OMV-Tankstelle nach Memmingen bringen müssen. Dort wäre es erstmals in Richtung Bad Waldsee und weiter ins Würtembergische gegangen. Wenn alle Gäste hier aufgesammelt sind, geht es dann zurück zum Anschlussbus nach Senden, wenn wir dann Glück haben geht es direkt zum Münchner Flughafen bei Hallbergmoos. Kurzum bis zu unserem Abflug um 13:30 wären wir schon mal 10 Stunden unterwegs gewesen, das war uns eindeutig zu viel. Wir brauchen für diese Strecke mit unserem Auto etwa 1:30 Stunden. Wir verlassen unser Haus kurz vor 9:00, auf der Bergstraße vor seinem Haus sehen wir unsern Nachbarn Uli S. im Morgenmantel seinen Mülleimer auf die Straße schieben. Ich halte kurz an und erzähle ihm dass wir jetzt auf dem Weg in den Urlaub in Richtung Asien sind. Auf der Autobahn nach München ist ganz normaler Verkehr, so dass wir auch pünktlich in Hallbergmoos ankommen. Bei der letzten Ampel in Richtung des Ortes gibt es plötzlich ein Problem, unsere Ampel will nicht auf Grün schalten. Ich warte hier bestimmt 10 Minuten, alle anderen Richtungen werden immer wieder frei, nur wir können nicht weiterfahren. Dann reicht es mir, hinter uns ist schon ein Autoschlange, sobald es der Verkehr möglich macht, fahre ich einfach über die Kreuzung. Unser Fahrer von Parkfly erwartet uns schon und gemeinsam mit einem anderen Pärchen aus Kaufbeuren geht es zum Flughafen. Der Terminal 2 ist unser heutiges Ziel. Wir sind dann mit dem Flughafen-Transfer schon um 10:30 vor Ort. So kann Günther Holdenried beruhigt sein, dass alle seine Schäfchen pünktlich am Flughafen sind. Von hier geht es weiter zum Terminal 2 Satelliten mit den Gates K und L, der Weg dahin und auch im Gebäude ist nicht einfach für uns Ortsfremde. Aber irgendwie haben wir das auch geschafft, von Günther Holdenried und seiner Mannschaft sehen wir erstmals gar nichts. Aber dafür eine große Menschenschlange die offensichtlich alle nach Thailand wollen. Später sehen wir durch Zufall Gabi von der Fa. Holdenried, die wir von unserer Mittelmeerkreuzfahrt auf der MS Albatros im November 2016 kennen lernen durften. Bis jetzt ist leider noch keine Reisebetreuung seitens der Fa. Holdenried zu spüren, Schade eigentlich.

Dienstag, den 16.01.2018

Gegen 6:00 in der Früh Ortszeit hier in Bangkok sind wir nach etwa 11 Stunden Flugzeit angekommen. Nach einem mehr als eineinhalbstündigen Aufenthalt hier am Airport, geht unser Anschlußflug weiter Richtung Phuket wo wir dann nach weiteren 1:30 Flug-Stunden ankommen. Als erstes suchen wir die Gepäck-Ausgabe wo unsere Koffer auf dem Laufband erscheinen sollen. Nach einer Viertelstunde ist es dann soweit, aber bis dahin haben sich unsere Mitreisenden so dicht am Laufband aufgestellt, das kaum einer seine Reisekoffer ohne seinen Nebenman zu verletzen vom Band bringen kann. Nachdem das aber glücklich und ohne Schrammen erledigt ist, verlassen wir den Terminal von Phuket, wir das sind etwa 114 Gäste von Holdenried-Reisen. Erstmals ist auch etwas von Bruno einem Reiseleiter von der Fa. Holdenried zu sehen. Leider sind vor dem Ausgang des Terminals keine Örtlichen Reiseleiter die uns in Empfang nehmen, weder von Phoenix-Reisen dem Veranstalter unserer Kreuzfahrt noch von sonst irgend jemanden zu sehen. Es sind auch keine Busse zu sehen, die für uns bestimmt wären. Dagegen von TUI Reisen warten einige Reiseleiter vor der Tür des Terminals. So irren wir von einer Richtung zur anderen, auch Holdi und Bruno wissen nicht mehr als wir.
Die Temperatur hier in Phuket liegt momentan bei ca. 33°. So sind wir fast eine Stunde vor dem Terminal unterwegs, bis endlich mal eine Frau von einer Örtlichen Reise-Agentur erscheint. Sie wies uns in eine Richtung wo unsere Busse zu finden seien, trotz ihrer Beschreibung war das eine Herausforderung, der nächste Punkt war der Busfahrer wollte uns nicht mitnehmen, geschweige denn unsere Koffer. Dann kam eine weitere Frau von der Örtlichen Reiseleitung, sie telefonierte mindestens eine Viertelstunde lang mit Ihrem Handy und erzählte uns, das ein LKW unser Gepäck mitnehmen würde. Nur wo er stand wusste niemand genau, sie zeigte in irgendeine Ecke des großen Parkplatzes, nur da war kein LKW zu sehen. Verschiedene Gäste darunter auch ich gingen über den Parkplatz um die gesuchten Fahrzeuge zu finden. Zwischendurch konnte man irgend welche Kleintransporter sehen, die vielleicht Koffer geladen hatten. Deutlich zu erkennen war das aber nicht. Das ganze wirkte absolut Unorganisiert. Irgendwann kam dann tatsächlich so ein Kleintransporter zu unserm Bus und wir konnten endlich unsere Koffer in den Transporter einladen. Natürlich mit der Hoffnung das unsere Koffer auch wirklich in unser Hotel Hilton Arcadia an der Karon Beach ankamen.

Da wir leider erst irgendwann am Spätnachmittag in unser Hotel konnten, war eine Phuket-Besichtigungtour eingeplant, trotz unserem 12 1/5 stündigen Flug bis hierher. Der Flughafen von Phuket befindet sich im Norden der Insel die etwa 48 Kilometer lang und 21 Kilometer breit ist. Erstaunlich war für mich dass diese Insel so ungemein bergig war, es war eine ewige Berg und Talfahrt mit dem Bus. Die Vegetation hier ist toll, Bäume, Sträucher alles herrlich grün. Viel Sonne und viel Regen, da wächst halt etwas. Am faszinierendsten aber war die Elektroversorgung in den Orten und Städten. Hier laufen oft Hunderte von Elektro-Leitungen in einem dicken Wulst an der Straße entlang, darin eine bestimmte Hausleitung zu finden stelle ich mir als unmöglich vor. Vielleicht wird aber eine defekte Leitung nur durch eine weitere neue Leitung ersetzt. Ich habe bisher schon einiges auf den Karibischen Inseln gesehen, aber das hier toppt alles bisherige. Wir fahren durch Phuket-Stadt, sie ist mit ca. 60.000 Einwohnern gar nicht mal so klein. Als schön kann man sie aber nicht bezeichnen, es gibt hier zwar schon noch vereinzelne Häuser im Kolonialstil, aber schön ist anders.

Als erstes besuchten wir den Wat Chalong Tempel in dem die Stauen der beiden in Phuket meist verehrtesten Buddistischen Mönche stehen. Es ist eine große und schöne Anlage die beeindruckend für uns Europäer ist. In Vorgarten von einem der vielen Tempel konnte ich ein junges Paar sehen, das mit gefalteten Händen wie bei einer Trauungs-Zeremonie stand. Zeitweise konnte man auch Knallschüsse hören, die in einem kleinen Turm hier auf der Anlage abgefeuert werden. Wie schon gesagt die Tempelanlage ist wunderschön, aber heute ist vielleicht der falsche Zeitpunkt für uns sie zu besichtigen. Wir wollten sie ja eigenständig in den folgenden Tagen besuchen.

Es ist jetzt Mittagszeit und wir fahren zu einem Restaurant wo ein großes Essens-Buffett für uns aufgebaut ist. Hier können wir auch unsere ersten Thailändischen Bath (einheimische Währung) eintauschen. Als nächstes fahren wir zum südlichsten Punkt der Insel Cap Phrompthep, hier steht der 50 hohe Kanchanaphisek Leuchtturm der 1996 zur 50 jährigen Thronbesteigung des kürzlich verstorbenen Königs Bhumiphol erbaut wurde. Natürlich hat sich auch der jetzige neue König auf einem großen Bild hier verewigt, vielleicht ist er zum Fotoshooting mal kurz aus seiner Oberbayrischen Wahlheimat erschienen. Die Sonnenuntergänge hier seien wunderschön wie man sich erzählt.

Kurz nach 16:00 Ortszeit können wir endlich in unser Hotel hier auf Phuket einziehen. Das Hilton Arcadia & Spa Hotel an der Karon Beach ist sehr groß, und nur einen Steinwurf vom Strand entfernt. Die Einfahrt war beeindruckend, ein riesiger 30 ha. großer Park, sehr gepflegt wie man auf den ersten Blick sehen konnte. Es besteht aus mehreren großen Rundbauten, wir waren im Andaman Wing C untergebracht, gleich daneben befindet sich das Zentralgebäude.

In der Nähe unseres Zimmers war die Rezeption und im Untergeschoss das Sails-Restaurant untergebracht, das wir in den nächsten Tagen nutzen werden. Unser Zimmer war in der dritten Etage und unser Balkon zeigte auf einen der schönen Pools die hier im Park stehen. Die Luftfeuchtigkeit hier auf Phuket ist wahnsinnig hoch, wenn man auf dem Balkon steht hat man gleich den Eindruck das man sich in einer Waschküche befindet. Unser Zimmer ist sehr groß, und hat eine schöne Einrichtung mit sogenannten Box-springbetten wie man so schön sagt und ist sehr gut gekühlt. Draußen auf dem Balkon ist eine unglaubliche Schwüle, so dass wir die Balkontüre nach draußen schnell wieder schließen. Am späten Nachmittag machen wir noch einen Spaziergang über Teile des riesigen Hotelgeländes, bevor es zum Abendessen in unser Sails-Restaurant unterhalb der Rezeption geht. Hier gibt es heute ein großes Buffet von den Suppen angefangen bis hin zu Fleisch, Fisch, Nudeln und Gemüse halt alles was es in Asien zum Essen gibt. Dazu noch Nachspeisen an Kuchen, Cremes, Eis sowie Schokoladen-Mousse und natürlich vielerlei Obst. So gegen halb neun Uhr abends sind wir in unser Bett gegangen und haben einfach nur noch geschlafen.

Mittwoch, den 17.01.2018

Guten Morgen Phuket, es ist acht Uhr morgens, wir haben jetzt 12 Stunden geschlafen. Der gestrige Tag war schon anstrengend gewesen, aber wir haben ausgezeichnet geschlafen. Wir machen uns zum Frühstücken fertig, ich vermute es ist im selben Restaurant, wo wir gestern Abend gegessen haben.
Als wir unser Zimmer im dritten Stock verlassen und die Balustrade entlang in Richtung Fahrstuhl gehen, begleitet uns schon Strahlender Sonnenschein und eine angenehme Wärme. An einem Treppenabgang der zum Restaurant hinunter führt, steht schon ein Mädchen das nach unserer Zimmer Nummer fragt und uns einen Tisch zuweist. Die Tische sind schon gut belegt, wir bekommen einen Platz im Schatten, bei einer der vielen Bedienungen bestellen wir statt Kaffee zwei Tassen mit Cappuccino. Das Frühstücks-Buffett ist reichlich bestückt, als erstes bestelle ich mir an einer Kochstation ein Omelett mit Pilzen, es hat mir sehr gut geschmeckt. Danach hole ich mir noch ein Croissant sowie ein paar Brötchen mit einigen Käsescheiben und verschiedene Marmeladen. Meine Frau Hermine nimmt sich Spiegeleier sowie auch verschiedene Brötchen mit der dazu passenden Beilage.

Bild oben: Gartenhaus für die Vögel

Nach dem Frühstück gehen wir auf unser Zimmer zurück um unsere Morgentoilette abzuschließen und uns für den Tag fertig zu machen. Gegen zehn Uhr verlassen wir unser Hotel um ein paar schöne Fotos zu machen. Wir gehen durch den großen Hotelpark an einem kleinen Haustempel vorbei. Über die verkehrsreiche Straße die den Hotelpark zum Strand abtrennt, der sich rechts und links von uns einige Kilometer weit ausdehnt. An der Straße steht ein Sicherheitsmann der den fließenden Autoverkehr anhält, um den Hotelgästen einen sicheren Übergang zu ermöglichen. Nach einer kurzen Besichtigung des Strandes gehen wir zum Hotel zurück, um uns ein schattiges Plätzchen auf einer Liege an einem der drei Hotel-Pools zu suchen. Am Seafarer Pool der etwas weiter vom Hotelzentrum entfernt ist finden wir für uns das passende. Wo wir dann die nächsten Stunden verbringen, teilweise auch mit guter Unterhaltung. Der Himmel zeigt sich unterschiedlich mal leicht bewölkt, mal Sonnig.

Einer der vielen Hotel-Schreine

Hermine holt sich hier an der Bar eine Kokosnuss zum Trinken, der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig, der Preis mit ca. 2,50 Euro eigentlich happig. Aber es sind halt Hotelpreise. Zwischendurch geht sie ins Zentral-Gebäude des Hotels zurück und bucht im dortigen Reisebüro für den morgigen Tag noch einen Tages-Ausflug in den Pang-Nga-Nationalpark mit ca.12 Stunden um 75 Euro, hoffentlich ist der Ausflug das auch wert, aber wir werden es sehen.

Gegen 16:00 gehen wir zum Haupthaus zurück um einen Cappuccino zu trinken. Wir finden einen passenden Platz gleich neben der Rezeption, wo sich eine Bar für den Nachmittag und Abendbetrieb befindet. Hier sucht Hermine noch mal nach einem Free Wifi, nach einer kurzer Nachfrage an der Rezeption klappt auch das gut. Über Whatsapp schreibt sie unsern Mädchen ein paar Zeilen und hängt auch gleich ein paar Bilder dran. Wer weiß wann wir das nächste Mal Internet haben werden. Kurz vor fünf Uhr gehen wir auf unser Zimmer zurück, ich möchte noch an meinem Reisebericht weiter schreiben, bevor wir uns zum Abendessen fertig machen. Die Temperatur heute lag wohl bei ca. 30° und die Luftfeuchtigkeit hält sich in Grenzen.

Donnerstag, den 18.01.2018

Wir sind heute schon um 6:00 aufgestanden, dann um 6:45 zur Kofferrezeption um für den heutigen Ausflugstag frische Badetücher zu holen, und anschließend mit einem Shuttlebus zur Willkomm-Lounge gefahren. Das sich am Eingang unserer Hotel-Anlage befindet, dort sollen wir abgeholt werden. Laut der Zeitangabe war die Abfahrt um 7:15 geplant, der Fahrer kam 20 Minuten später. Das ist ja sonst nicht so schlimm, wenn wir auch sicher gewusst hätten, dass er wirklich kommt. Eine Stunde brauchen wir mit dem Kleinbus bis zu einer Bootsanlegestelle irgendwo nördlich von Phuket-Stadt. Es geht über Berg und Tal sowie durch unzählige Dörfer und Orte. Am Wasser angekommen geht es mit einer Kleinbahn hinaus auf die Pier. An Bord unseres Ausflugsbootes müssen wir Rettungswesten anlegen, dann geht es in Richtung Norden dem Pang-NgaNationalpark zu.

Wir sind eine wirklich Illustrierte Gesellschaft an Bord, es gibt Gäste aus Argentinien, Taiwan, Bosnien, Amerika und noch viele andere Nationen. Nach einiger Zeit gibt es ein thailändisches Frühstück, das Essen ist na ja für meinen Geschmack, aber es gibt auch Kaffee, Cola und andere Getränke. Unsere Fahrt geht immer weiter nach Norden dem Nationalpark entgegen, wir kamen an kleinen Inseln vorbei wo die Stalaktiten fast bis ins Wasser hängen. Unsere Gruppe wird aufgeteilt, meine Frau und ich fahren mit einem kleinen Schlauchboot weiter, wir haben einen etwa 14 Jährigen Bootsführer der uns durch die Tham talu (Grotte) fährt, hier muss man teilweise schon ins Boot liegen, weil die Decke der Grotte sehr niedrig ist, einfach traumhaft. Dann wieder im Freien haben wir einen wunderschönen Ausblick in eine geschlossene Bucht mit einer hohen Felsnadel in der Mitte. Als wir die Bucht durch eine weitere Engstelle wieder verlassen wollen, haben wir ein weiteres interessantes Bild vor uns. An einen Felsufer vor uns steht ein Schlauchboot, der Bootsführer steht am Ufer und versucht einen unheimlichen dicken Mann im Boot wieder aufzurichten. Der Mann mit einem geschätzten Gewicht jenseits von 125 kg liegt mit seinem ganzen Körper im Boot. Da ja ein Schlauchboot keinen festen Boden hat, kommt der Mann einfach nicht in die Höhe. Es war ein Bild für Götter.

Mit einem Long-tailed-boat (langes schmales Boot, der Propeller ist an einer langen Stange befestigt) besuchen wir nun Khao Ping Kan die James Bond Insel, hier gibt es auch einige Stände mit Souveniers, für unsere heimische Küchenwand kaufen wir noch einen passenden Magneten von Thailand. Dann fahren wir mit dem Long-tailed-boat weiter, vorbei an Mangroven-Wäldern nach Koh Panyi wo See-Zigeuner (Herkunft aus Java / Indonesien) leben, das ist ein Dorf das ganz auf Stelzen gebaut ist. Sie leben zu 30% vom Fischfang und 70% vom Souvenir Verkauf an die Touristen, es gibt sogar eine Grundschule für 150 Kinder und mehrere Sportplätze sowie eine größere Moschee im Dorf. Alle Dorfbewohner (ca.1800 Einwohner) sind Muslimischen Glaubens.

Etwas später gibt es ein Mittagessen an Bord, reichlich Fleisch und verschiedene Gemüse. Zum Trinken gibt es immer reichlich, Kaffee, Cola, Sprite usw.

Um 15:30 sind wir zurück nach Süden zum Naka Island gefahren, dort haben wir noch einen zweistündigen Strand-Aufenthalt zum Baden oder ähnliches. Der Strand hier war gut besucht, wir sind natürlich auch ins Wasser gegangen, aber nacheinander wegen unserm Gepäck und der Fotokamera. Das Wasser ist mit 28° herrlich warm, dann fahren wir zurück zum Hafen. Unser Transferbus der uns zurück bringen soll, ist wieder etwas später gekommen. Wir sind aber dann gegen 18:15 ins Hotel gekommen.

Das Abendessen war wie gewohnt in unserem Restaurant, aber halt nur etwas später.

Freitag, den 19.01.2018

Wir sind heute Morgen wie sonst gewohnt um ca. 8:00 aufgestanden, geschlafen haben wir auch diese Nacht sehr gut, was ja leider nicht die Regel in diesem Urlaub ist. Nach einer kurzer Dusche sind wir erfrischt in unser Frühstücks-Restaurant gegangen. Hier bekommen wir einen netten Zwei-er Tisch nahe der Omelette u. Spiegeleier Station. Eine nette Thailändische Bedienung bringt uns noch eine Kanne Kaffee, bevor wir unser Frühstück zusammen stellten. Ich hole mir als erstes ein Omelette mit Pilzen, Hermine ein Spiegelei, dazu einen Ananassaft und einen Orangensaft für uns beide. Danach holen wir uns verschiedene Brötchen, es gibt normale weiße Semmel sowie Körnersemmel, die schmecken eigentlich recht gut. Dazu für mich etwas Marmelade und einige Käseschnitten wie Edamer oder ähnliches.

Nach dem Frühstück gehen wir auf unser Zimmer zurück, wir sind im dritten Stock Zimmer Nummer 370. Die Aussicht von unserem Balkon geht auf den Garden-Pool, weiter nach links wäre dann schon unser Frühstücks-Restaurant (Sails) zu sehen. Kurz vor 11:00 wandern wir zum Seafarer-Pool, er ist zwar etwas weiter weg aber er gefällt uns von allen Pools am besten. Es gibt heute Sonne aber auch Schatten. Hier treffen wir die Bekannten vom Bodensee/Radolfzell, mit denen wir schon vorgestern gesprochen haben. Um halb Drei Uhr nachmittags sind wir dann auf unser Zimmer zurück gegangen, um uns nochmals umzuziehen und mit einen Fotoapparat bewaffnet nochmals an den Strand zu gehen. An der Transport-Station (Kofferträger) bekommen wir noch frische Strandtücher zum mitnehmen. Durch den Park ist es nur ein kurzes Stück bis zum Strand, hier liegen wir uns erstmals hin. Die Sonne lässt sich sehr sparsam sehen, trotzdem haben wir bestimmt über 30 Grad, aber heute scheint es besonders Schwül zu sein.

Wir machen noch einen großen Strandspaziergang, danach kaufen wir bei einem der vielen Strand-Verkäufer noch ein großes Bier. Hier am Strand gibt es mehrere Einheimische die auch Paragliding anbieten. Ein paar Tage später hörten wir von Günther Holdenried dass eine alte Dame aus dem Raum Esslingen mit ihrem Alter von 76 Jahren hier noch geflogen sei. Um halb fünf gehen wir ins Hotel zurück, zuerst schnell noch Duschen, danach schreibe ich nochmals an meinen Reisebericht weiter, und natürlich auch unser Abendessen. Später sind wir dann noch in die Andaman Lounge gleich neben der Rezeption gegangen, hier spielt heute eine Band und eine hübsche Sängerin sang europäische und auch Internationale Lieder.

Samstag, den 20.01.2018

Heute Morgen sind wir schon um 6:00 aufgestanden, der Check Out im Hotel ist schon um 9:00. Diese Nacht haben wir schon wieder nicht geschlafen, warum wissen wir nicht, so stehen wir halt etwas Müde auf. Um 7:00 sind wir schon in unserem Frühstücks Restaurant (Sails), ich hole mir wie meistens zuerst ein Pilz Omelett und danach verschiedene Brötchen mit Marmelade und auch einige Scheiben Käse. Dazu eine Kanne mit Kaffee und ein Glas Obstsaft, einmal Ananassaft oder auch Orangensaft. Spätestens nach einer Stunde sind wir dann schon wieder auf unserm Zimmer, um unsere restliche Morgentoilette zu machen. Die Koffer müssen noch fertig gepackt werden, und vor die Zimmertüre gestellt werden. Kurz vor 9:00 sind wir dann an der Rezeption und geben unsere Schlüsselkarten ab, da wir ja an jedem Tag unsere Getränke-Rechnungen bezahlt haben, geht die Abrechnung schnell voran. Wir setzen uns in die Andaman Lounge gleich neben der Rezeption, hier treffen wir auch die Bekannten aus Radolfzell am Bodensee wieder. Viele der Gäste haben ihre Koffer aus Sicherheitsgründen selber zum Kofferservice nahe der Rezeption gebracht, dem haben wir uns dann halt auch angeschlossen und unsere Koffer ebenfalls von der Zimmertüre geholt. Bei dem Kleintransporter der unsere Koffer zum Schiff bringen soll, müssen wir dann unsere Koffer identifizieren und dafür sorgen dass sie wirklich in den Transporter kommen. Kurz vor 10:00 nehmen wir in unserm Transfer-Bus Platz, und 15 Minuten später geht es auch schon los. Die Fahrzeit bis zum Hafen betrug etwa 50 Minuten, die Anlegestelle unseres Kreuzfahrtschiffes lag ein paar Kilometer südlich von Phuket Stadt.

Die MS Artania lag vor uns, wir das heißt die Holdenried Gruppe sind über eine Gangway an Bord gegangen, zur unserer Begrüßung gab es gleich ein Gläschen Sekt oder Orangensaft. Dann ging es mit langsamen Tempo in Richtung Atlantik-Showlounge. Zuvor wurde noch schnell unser Reisepass von einer hübschen jungen dunkelhäutigen Dame eingescannt, wir bekamen eine Kopie unseres Reisepasses zurück, der Originalpass verblieb dann in der Rezeption. Beim Check-In in der Showlounge bekamen wir nach einem Portrait-Photo mit der Webcam unseren Bordausweis sowie eine Kabinenkarte von einer Bordbediensteten. Als erstes suchten wir dann unsere Kabine auf, die sich auf Deck 4 mit der Nummer 4020 im vorderen Teil unseres Schiffes befand. Auf dem gleichen Deck befand sich auch die Promenade die rund um das Schiff führt, wo wir auch schnell und ohne sich zu verirren das Achterdeck mit der Phoenix-Bar erreichen konnten. Da unsere Koffer schon in der Kabine waren, begann Hermine schon mal mit dem Ausräumen der Koffer und Einräumen der Kleidung in die vorhandenen Schränke. Ich mache in dieser Zeit schon mal einen Rundgang über das Schiff. Da es schon lange Mittag war, suchten wir zu einer kleinen Mahlzeit das Lido-Restaurant (Buffett) auf Deck 8 auf. Hermine nahm sich ein Nudelgericht mit Schweine-Fleisch angebraten, ich suchte mir einen Fischgericht und dazu Salzkartoffeln aus, dazu tranken wir ein, zwei Gläser Rotwein, der uns gut schmeckte. Etwas später trafen wir noch Günther Holdenried auf Deck 8 der uns gleich eine weitere neue Seereise angeboten hat (vom Mittelmeer zu den Kanaren im Herbst 2018). Wir legten uns im Anschluss daran an Deck 9 auf eine der schönen Lounge-Liegen um die Ruhe zu genießen. Später haben wir an der Phoenix-Bar am Heck des Schiffes noch eine Tasse Cappuccino getrunken, Der Cappuccino war aber leider etwas dünn geraten. Noch kurz erwähnt: zum heutigen Abendessen waren wir nochmals im Lido-Buffett Restaurant auf Deck 8. Um ca. 21:15 war noch die Internationale Seenot-Rettungsübung und im Anschluss gab es noch ein Glas Sekt in der Phoenix-Bar und kurz nach 23:00 hat die MS Artania und somit auch wir die schöne und wahnsinnig grüne Insel Phuket verlassen. Es war heute in Phuket sehr warm ca. 32° und auch die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch gewesen. Die MS Artania nimmt Kurs auf die Inselgruppe Langkawi = 132 SM

Sonntag, den 21.01.2018

Heute Morgen sind wir schon um 7:30 aufgestanden da wir für heute einen Ausflug über die Insel Pulau Langkawi gebucht haben. Geschlafen habe ich heute Nacht gut, wobei meine Gattin Hermine anscheinend wieder nicht allzu gut geschlafen hat. Aber wie auch immer, wir müssen uns fertig machen und zum Frühstücken gehen. Wir gehen auch heute ins Lido-Restaurant auf Deck 8. Es ist ja ein Buffett-Restaurant, das heißt man kann sich einfach aussuchen was man essen will und in welcher beliebigen Menge. Ich nehme mir ein Spiegelei und danach verschiedene Brötchen mit Käse und Schinken.
Um 9:20 ist dann Treffen unserer Ausflugsgruppe in der Atlantik-Show-lounge, dort werden wir von Corina der Entertainment Managerin in die einzelnen Ausflüge und Busse weiter geleitet. Vor unserm Ausflugsbus werden wir von Mirko Schäffes Freundin Jennie (eine nette Russin) empfangen, die unsere Buskarten vor dem jeweiligen Ausflugsbus wieder einsammelt. Danach geht es auf Fahrt über Pulau Langkawi der Hauptinsel dieser Inselgruppe mit insgesamt 104 Inseln hier in der Andamanen-See. Unser erstes Ziel ist Oriental Village mit angeschlossener SkyCab und Skybridge.

Das Village selber ist ein reines Touristendorf mit vielen Shops und sonstigen Geschäften. Die Talstation der Seilbahn dagegen ist Interressant anzuschauen. Wir haben Express-Tickets bekommen, das heißt wir müssen nicht erst lange in der Schlange warten, sondern können gleich in einer Sechserkabine den Berg hochfahren. Die Seilbahn ist 2079 Meter lang und fährt auf den zweithöchsten Berg der Insel Pulau Langkawi, den Mount Mat Cincang (705 m). Wir genießen den Blick auf die 125 Meter lange Sky Bridge, sie gehört zu den längsten gebogenen Fußgängerbrücken der Welt. Sie hängt in 100 Metern Höhe über einer Schlucht und wird nur von einem 82 Meter hohen Mast gestützt.

Der Rundweg hier oben auf dem Berg ist mit vielen bunten Blumen und Sträuchern geschmückt. Es gibt sogar freilaufende Affen am Wegesrand. Hier verbringen wir eine gute dreiviertel Stunde bevor wir wieder mit der Seilbahn nach unten fahren. Der Ausblick oben am Berg war gigantisch man sieht die umliegenden Berge, das Meer und die vielen Insel um uns herum. Im Oriental Village gehen wir noch kurz durch die Gassen und verschiedenen Geschäften um nach einen schönen Magneten von Langkawi für unsere Magnet-tafel zu Hause suchen. Danach kehren wir zum Bus zurück, im Anschluss besuchen wir noch ein Reis-Museum, es ist sehr interessant, wir sehen dabei auch ein Reisfeld und wie der Reis angepflanzt wird. Die Arbeit ist sehr Intensiv und wenn man davon ausgeht dass zwei Drittel aller Menschen sich von Reis ernähren, fragt man sich schon wo diese riesige Menge herkommen soll.

Gegen 14:00 sind wir wieder auf der MS Artania zurück. Im Lido Restaurant holen wir uns eine Kleinigkeit zum Essen. Ich nehme mir heute ein Paniertes Schnitzel mit Kroketten, Hermine holt sich nur einen Teller mit Salat. Wir setzten uns zum Essen auf die Außenterrasse des Lido Restaurant und genießen dazu ein Glas Rotwein.

Den restlichen Nachmittag verbringen wir hier auf Deck 9 in der Sonne, der Deckboy richtet uns zwei der fahrbaren Sonnenschirme her. Um 16:00 gehen wir dann zur Kaffeestunde ins Restaurant Vier Jahreszeiten auf Deck 2. Ich habe mir von der Kuchentheke eine Schwarzwälder Kirschtorte geholt, sie sah sehr lecker aus und hat auch so geschmeckt. Eine ältere Dame hat sich zu uns gesetzt, sie trank aber nur ein Kännchen Tee. Sie erzählte uns, dass sie sich schon seit der Abfahrt des Schiffes in Marseille an Bord befindet und die ganze Weltreise mitmacht. Seit einem Zwischen-stopp auf den Malediven ist sie nun krank und kämpft gegen Durchfall und Übelkeit und Erbrechen. Sie erzählt uns weiter, dass seit diesem Stopp sehr viele Passagiere krank sind, man hört auch viele der Bordgäste husten. Um 17:30 sind wir noch in die Phoenix-Bar im Heck der MS Artania zum Happy Hour!. Da gibt es alle Getränke zum halben Preis, allerdings mussten wir feststellen, das auch der Alkohol in unserem bestellten Getränk „Sex on the Beach“ wohl auch nur die Hälfte war, schade eigentlich.

Unser Abendessen nehmen wir auch heute im Lido-Restaurant ein. Im Anschluss an den Abend gehen wir nochmals zur Phoenix-Bar um uns einen Cuba-Libre zu genehmigen.

Die MS Artania verlässt kurz nach 20:00 die Inselgruppe Langkawi und macht sich auf den Weg in die Löwenstadt Singapur.
Die Temperatur auf der Insel lag heute bei etwa 25 -28° Die MS Artania ist auf dem Weg nach Singapur = 442 SM

Montag, den 22.01.2018

Heute Morgen sind wir erst gegen halb Neun aufgestanden, denn wir haben heute einen Seetag, das heißt es gibt keinen Ausflug, einfach nur die Ruhe genießen. Zum Frühstück sind wir wie bisher ins Lido-Buffet-Restaurant gegangen, heute möchte meine Frau einmal im Freien frühstücken. Also suchen wir uns einen Tisch auf der Außen-Terrasse, das ist ja ganz schön, allerdings fliegt einem gleich das Butterpapier, die Serviette oder der Zuckerbeutel durch den stetigen Wind davon. Zum Frühstück nehme ich mir Spiegeleier und im Anschluss noch Brötchen mit Schinken und Käse sowie Marmelade. Selbstredend auch Kaffee und Obstsaft. Danach gehen wir zur Kabine zurück, auf dem Weg treffen wir Günther Holdenried der uns auf den bevorstehenden Frühschoppen mit der Spirit-Band auf Deck 8 hinweist. In der Kabine zurück, machen wir noch kurz unsere Morgentoillette fertig und ziehen uns etwas bequemeres an. Kurz vor Elf Uhr sind dann auf Deck 8 vor der Kopernikus-Bar, aber wir sind viel zu früh dran, fast alle Bierbänke auf Deck sind noch frei. Wir gehen also ein Deck höher und nehmen eine freie Liege in Beschlag, später kommt ein Stewart vorbei bei dem wir ein thailändisches Bier bestellen. Es wird auf Phuket herstellt und schmeckt sehr herb. Die Sonne brennt sehr heiß vom Himmel obwohl man sie kaum sieht, wir ziehen also weiter auf Deck 9 zur Mitte des Sonnen-Lounge-Decks. Hier sind bequeme Liegen mit Schaumstoffmatratze und Sonnenschirm, da verbringe ich erstmals eine Stunde mit Lesen, bevor ich in die Kabine zu meinem „Reisebericht schreiben“ zurückkehre. Auf den Frühschoppen mit der Spirit-Band verzichten wir jetzt halt.

Dienstag, den 23.01.2018

Wir sind heute schon um 5:45 aufgestanden um die Einfahrt in den Hafen von Singapur zu sehen. Es war draußen noch ziemlich dunkel als wir auf Deck 9 ganz nach vorne zum Bug gegangen sind. Die Morgendämmerung setzte gerade ein, die Bordcrew stellte zwei Tische gleich neben dem Artania-Pool auf. Es gab zum Trinken schon heißen Kaffee und Tee in Pappbechern. Auf dem zweiten Tisch war kleines Gebäck wie Nuss-schnecken und ähnliches zum Essen bereit.

Auf der Steuerbord-Seite (rechts) zogen schon die ersten Inseln vorbei, Singapur besteht ja aus 60 kleineren und größeren Eilanden. Gerade fahren wir an der kleinen Insel Pulau Busing wo sich unter anderem eine Ölraffinerie befindet, vorbei. Vor uns links sehen wir schon Teile des großen Containerhafens und dann weiter wieder zur Rechten Sentosa Island das Vergnügungs-Zentrum von Singapur. Man kann auch schon den riesigen Mast sehen, der die Seilbahn abstützt, die vom Mount Faber nach Sentosa Island hinüber geht. Jetzt biegen wir um eine Inselspitze und sehen schon das Cruise Center links vor uns stehen. Wir machen noch einige Fotos von der Einfahrt, an der Steuerbord Nock steht der Kapitän Morten Hansen und leitet das Anlegemanöver. Bis wir dann angelegt haben vergehen aber noch einige Minuten. Um 7:30 gehen wir ins Artania-Restaurant das heute Morgen als erstes Bord-Restaurant geöffnet hat, zum Frühstücken.

Sobald die MS Artania hier in Singapur freigegeben ist, wollen wir auf eigene Faust auf Sightseeing-Tour gehen. Die Ankunft hier am Sentosa Harbour Cruises Center (ältere von zwei Kreuzfahrtterminals) war wie geplant um etwa 8:00 Morgens. Unser Erstes Ausflugsziel heute ist der Jurong Vogelpark im Westen von Singapur, das wir mit dem Taxi erreichen wollen, das klappt auch wunderbar. Und wir sind kurz nach Neun Uhr im Vogelpark angekommen. Besucher waren zu dieser frühen Zeit nur wenige, um Zehn Uhr war dann eine Show mit großen Vögeln, wie Adlern, Geiern und anderen Greifvögeln zu sehen. Wir gingen dann weiter durch den Park, zugegeben wir hatten schon mehr erwartet von den Vögeln hier. Es gab wunderschöne Papageien-Arten aber sie waren leider alle in Käfigen untergebracht, in den großen Volieren waren wir nur in einer, aber hier war für uns nur eine Gattung Vogel zu sehen.

Unterwegs sehen wir einen Leguan etwa einen Meter lang, wir können einige Bilder von ihm machen, er steht ganz ruhig da und beobachtet uns. Auf jeden Fall ein wunderschönes Tier, eine schöne Nahaufnahme im Abstand von zirka 40 Zentimeter ist mir gelungen. So gehen wir weiter durch den Park leicht ernüchtert, die Botanik war ja toll, der Park war stark bewaldet, aber die Vögel waren alle hinter Gitter, sehr schade.

So sind wir früher fertig als erwartet mit der Besichtigung des Parks und wir beschließen als nächstes nach Kampong Glam zur Sultan Moschee zu fahren. Der Weg dahin stellt sich als sehr lang dar, so beschließen wir den Weg abzukürzen und schon am Singapur Flyer aus dem Taxi zu steigen, unser Fahrpreis bis dahin waren 18 Singapur Dollar plus Trinkgeld. Wir gehen dann von hier zurück über die schöne Helix-Fußgängerbrücke auf die andere Seite der Marina Bay.

Von hier führt uns der Weg zum Park Gardens by the Bay (der Flower-Dome das größte Glasgewächshaus der Welt und im Cloud Forest werden Klima-Verhältnisse von 1000 bis 3000 Meter Höhe dargestellt) und natürlich den Supertrees. Aus dieser Perspektive haben wir die künstlichen Türme noch nie gesehen. Wir schlendern durch den Park, machen eine kleine Pause auf einer der zahlreichen Sitzbänke, leider ist es sehr heiß heute. Als erstes wollen wir über die Fußgängerbrücke gehen die in luftiger Höhe von einem der Supertree Türme zum andern führt, entscheiden uns dann aber dagegen. Als nächstes suchen wir den Übergang der uns zum Marina Sands Bay Hotel führen soll. Auch hier laufen wir einige Meter zu viel, bis wir endlich den Steg für den Übergang vom Park zum Hotel finden. Wir kommen dann im Hochgeschoss dieses riesigen Hotels mit seinen 2500 Zimmern und Suiten und 50 Restaurants an, suchen einen Weg wieder nach unten in die große Eingangshalle, den wir dann über einen Lift im Außenbereich erreichen. Von hier kommen wir aber nicht mehr in das Hotel hinein. Wir müssen also draußen an den Hoteltürmen zwei und drei vorbei gehen bis wir den östlichen Eingang vom Marina Sands Bay erreichen.

Als nächstes suchen wir die Fahrstühle die uns zum Skypark nach oben führen soll, weil wir dort auf 200 Meter den sagenhaften Ausblick über Singapur, und dazu noch eine Tasse Kaffee in luftiger Höhe genießen wollen (siehe 2017). Erst nach einer weiteren Nachfrage finden wir den Aufgang bzw. den Fahrstuhl nach oben. Für eine halbe Stunde auf der Aussichtsplattform wollen sie 18 Euro. Das ist uns dann doch zu viel, so suchen wir als nächstes das Untergeschoss mit seinen Einkaufsarkaden auf. Nach kurzer Nachfrage und mit Glück finden wir es dann, im untersten Stock des riesigen Zentrums ist dann auch eine kleine Kunststoff-Bahn wo die Kinder Pirouetten drehen können. Hier sind auch viele kleine Asiatischen Restaurants und Suppen-küchen, wo wir schon im letzten Jahr gegessen haben. Auch heute essen wir hier einen Teller Suppe sowie ein Nudelgericht mit Hühnchen.


Als wir die riesige Mall verlassen versuchen wir auf die andere Seeseite der Marina Bay in Richtung des Merlion-Parks zu gehen, soweit waren wir eigentlich noch nie. Wir gehen an einem Seerosenteich entlang, in der Marina Bay sind einige Ausflugsboote unterwegs. Wir merken aber bald das die Entfernung bis zur Merlion Figur (Singapura / Löwenstadt) doch sehr erheblich und kurzzeitig auch verkehrsreich ist. Wir gehen also wieder zurück in die Marina-Sands-Mall, als wir dann zufällig mal kurz nach draußen schauen, sehen wir so eine Art Nebelwand vor der Glasfront der riesigen Mall stehen. Gleich darauf kommt ein Wolkenbruch vom Himmel, es ist nur gut das wir trocken und sicher in der Halle stehen.
Wir entschließen uns zum Schiff zurück zu kehren, da wir ja nicht wissen ob und wann der Regen aufhören wird. Der Taxistand ist wie in der Dubai-Mall vor dem Eingang in so einer Art Seitenhalle zu finden. Unsere Fahrt dauert nicht allzu lange bis zum Sentosa Harbour Cruises Center, an dem unser Schiff steht. Für etwa 15 Singapur Dollar sind wir wieder daheim an Bord der MS Artania. Gegen 16:00 gehen wir auf Deck 2 ins Bordrestaurant Vier Jahreszeiten zum Kuchenbuffet mit Kaffee, die Kuchen und Torten sind sehr gut und die Auswahl heute ist riesig. Wir haben uns gestern Abend noch kurz entschlossen den Bord-Ausflug „Chinatown bei Nacht“ zu machen, bis zu der letzten Stunde wissen wir aber nicht, ob unsere späte Buchung noch geklappt hat.

Gegen 17:30 ist es dann doch soweit, unsere Ausflugskarten für Chinatown waren im Briefkasten vor unserer Kabine, der Treffpunkt ist wie immer in der Atlantik-Showlounge auf Deck 3. Unser örtlicher Reiseleiter ist ein sehr netter und gut Deutsch sprechender und auch gut zu verstehender Chinese.

Unsere Busfahrt führt uns nach Chinatown, auch Günther Holdenried ist bei uns in der Gruppe. Das Chinesische Neujahrsfest steht vor der Tür, unser erstes Ziel ist eine Suppenküche in der Nähe des Buddha Tooth Relic Tempels. Danach gehen wir durch die Straßen des Chinesen- Viertels, wir haben heute noch einige Singapur-Dollars eingetauscht. Die wir jetzt umzusetzen versuchen, als letzte Rettung finde ich für mich ein T-Shirt mit einem Emblem von Singapur. Die Preise dafür liegen zwischen 2 und 15 Singapur-Dollars, wir entschließen uns für die teure Ausführung. Gegen Ende unseres Rundganges zu zweit treffen wir unterwegs noch Günther Holdenried, der uns fragte ob wir schon zurück zum Bus gehen wollen. Was wir dann verneinten, so gehen wir gemeinsam durch die Straßen des Chinesenviertels. In einem Straßenlokal wollten wir noch etwas trinken, aber die junge Geschäftsführerin wollte uns ohne etwas zum Essen zu bestellen, nicht Platz nehmen lassen. Wir gehen weiter auf die andere Straßenseite zu einem anderen Lokal, wo uns aber dann die Besitzerin des vorigen Lokales zurück holte. Es war eine etwa 55 jährige nette Chinesin die klare Anweisungen gab. So bekamen wir also unser Bier doch noch, die Flasche Tiger Bier 0,65 Liter kostet hier 8 Singapur Dollar. Um etwa 21:45 kehren wir zu unserem Bus zurück, der uns dann zum >Harbour Cruises Center< zurück brachte. Noch kurz durch den Zoll, natürlich mit Passkontrolle ohne das geht in Singapur gar nichts, und schon waren wir auf unserm Schiff zurück. Nach einem kurzen Besuch in der Phoenix-Bar am Heck unseres Schiffes und einem kleinen Drink namens Cuba Libre beschließen wir den heutigen Abend. Es war sehr heiß heute in Singapur über 30°, aber die Luftfeuchtigkeit hält sich aber heute in Grenzen.

Mittwoch, den 24.01.2018

Um 6:00 aufstehen, 6:30 gehen wir zum Frühstücken in das Restaurant Vier Jahreszeiten. Das auch heute als einziges Restaurant zu dieser frühen Zeit schon geöffnet hat, die anderen zwei Restaurants haben erst ab 7:00 geöffnet. Am Frühstücksbuffet hole ich mir Brötchen, dazu rohen Schinken und Edamer Käse, die Käse und Wurstauswahl hier an Bord ist ja vorzüglich. Dazu nur noch ein Glas Saft oder auch zwei, der Kaffee wird von den Kellner ausgeschenkt. Um 7:40 ist dann Treffen in der Atlantik Showlounge, wir müssen schnell raus zum Bus Nummer 2. Unser heutiger Örtlicher Reiseleiter war gar nicht gut zu verstehen, er redet auch oft sinnloses Zeug was kein Mensch im Bus versteht.

Unser erstes Ziel heute war der Botanische Garten mit vielen Orchideen und anderen Blumen der im Jahr 1822 von Sir Raffles dem Gründer von Singapur angelegt wurde. Er ist wunderschön und tadellos gepflegt. Am Eingang machte eine Gruppe junger Frauen Tai-Chi, über eine dreiviertel Stunde bestaunten wir den schönen Garten mit seiner unglaublichen Blüte und Vegetation. Man sieht überall in den Beeten Schläuche eines Bewässerungssystem, es herrscht eine unglaublich hohe Luftfeuchtigkeit im Park.

Zurück fuhren wir dann über die Orchard Road, eine Haupt und Geschäftsstraße von Singapur. Hier stehen riesige Einkaufszentren und viele noble Geschäftshäuser.

Anschließend sind wir ins Arabische Viertel gefahren um die Sultans-Moschee zu besuchen. Am Eingang der Moschee mussten wir unsere Schuhe ausziehen, was uns ja bekannt war, wir betraten den schönen Innenraum und machten ein paar tolle Bilder darin. Danach gibt es noch einen kurzen Stopp im Merlion Park, der große Merlion eines der Wahrzeichen von Singapur, der direkt an der Marina Bay steht, ist ein Fabelwesen mit dem Kopf eines Löwen und dem Körper eines Fisches. Er war leider eingerüstet wie meistens vor dem Chinesischen Neujahrsfest das dieses Jahr am 16. Februar stattfindet. (Mein Bild vom großen Merlion stammt noch vom letzten Jahr). Wir fahren weiter am Bankenviertel vorbei, hier sind riesige Bürotürme gebaut von Banken aus aller Welt die meisten bestimmt über 150 Meter hoch, es gibt hier in Singapur auch viele hohe Mietshäuser mit über 50 – 60 Etagen. Was mir auffiel dass viele dieser Wohntürme die ersten acht bis zehn Meter nur auf offenen Betonsäulen standen. Wir genießen nochmals einen Blick auf die Marina Bay mit ihrem auf über 200 Meter Höhe gelegenen Surfbrett ( Skypark ) auf dem man so eine herrliche Aussicht über Singapur genießen kann. Natürlich mit dem entsprechenden Obolus von pro Person 18 Euro.

Zum Schluss fahren wir nochmals zurück nach Chinatown um den berühmten Tempel der Hindus, den Sri Mariamman-Temple zu besichtigen. Leider stellt sich hier heraus das außer Schuhe ausziehen auch noch ein Eintritt zu zahlen wäre, ob nur für Fotografieren oder pauschal als Eintritt, war nicht eindeutig zu erkennen. Aber nur für 5 Minuten rentiert sich das Eintrittsgeld nicht, mehr Zeit haben wir ja leider nicht mehr. Wir haben hier mal kurz die Straßenseite gewechselt, das Ganze war ein Abenteuer, kein Auto hält hier an und ermöglicht einem den Übergang über die Straße. Die ganze Ausflugstour heute geht nur im Schnelltempo, Bus raus, Bus rein, es ist kein Vergnügen. Um 11:45 ist die heutige Bustour beendet, denn um 14:30 will die MS Artania Singapur verlassen wenn alles gut geht. Zuerst aber noch der Marathon durch den Zoll und die Gepäckschleusen. Singapur betritt oder verlässt niemand unbemerkt. Das sollte man sich für Deutschland merken.
Beim Auslaufen sind wir wie die meisten Passagiere auf dem Pooldeck, durch Zufall entdecke ich eine kleine Schildkröte neben unserem Schiff im Hafenbecken schwimmen. Es war ein herrlicher Morgen, die Temperatur lag noch bei unter 30° Die MS Artania ist jetzt auf dem Weg nach Vietnam = 627 SM

Donnerstag, den 25.01.2018

Heute Morgen lassen wir uns etwas Zeit, wir haben ja Seetag und sind auf dem Weg nach Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon). Kurz nach 9:00 verlassen wir unsere Kabine und gehen auf dem Promenadendeck nach hinten und per Lift auf Deck 8 ins Lido-Restaurant. Hier gibt es erstmals ein ergiebiges Frühstück, ich hole mir einen Teller mit Schinken und Käse, Marmelade sowie Verschiedene Brötchen, dazu Kaffee und Orangensaft. Nach unserem Frühstück gehen wir auf der hinteren Treppe zur Phoenix-Bar auf Deck 4 hinunter, hier ist aber auch nichts los. So verbringen wir ein paar Minuten in der warmen Morgensonne auf einer der Bänke an der Steuerbordseite des Promenadendeckes. Ein paar Jogger laufen vorbei, ein Pärchen ermuntere ich zu einer weiteren Leistungssteigerung, was Sie aber mit Humor annehmen. Nach einer Viertelstunde gehen wir wieder in unsere Kabine zurück.

Um 12:00 ist Holdenried-Treffen in der Panorama-Pazifik-Lounge wo uns Kapitän Morten Hansen mit Kreuzfahrtdirektorin Manuela Bzdega sowie der Hoteldirektor Thomas Appenzeller begrüßen. Der Kapitän und die Kreuzfahrtdirektorin sprechen ein paar Worte, bevor Günther Holdenried seine Ansprache hält. Wir bekommen ein großes Glas Bier zum Anstoßen, nach einer halben Stunde ist das Treffen schon wieder vorbei. Über den hinteren Treppenabgang betreten wir die Terrasse des Lido-Restaurant zum Mittagessen. In der Zwischenzeit hat es offensichtlich mal geregnet, aber ein paar Tische und Stühle waren trocken geblieben. Mittlerweile ist das Restaurant geöffnet und die ersten Gäste kommen mit ihren Tellern heraus. Meine Frau Hermine geht hinein und bringt mir einen Teller mit Suppe und für sich einen Gemüseteller mit. Sie bringt mir auch die Nachricht dass es drinnen an der Buffett-Theke unter anderem heute gebratene Kalbsleber gibt. Da gebratene Leber eine meiner liebsten Speisen ist, mache ich mich gleich auf den Weg um mir einen Teller davon zu holen. Der Andrang an der Essenstheke ist momentan recht groß, aber ich bekomme doch noch meinen Teil ab.

Heute Nachmittag ist noch eine Brückenbesichtigung angesagt, für unser Deck findet sie zwischen 14:30 und 15:00 statt. Am Spätnachmittag ist an der Kopernikus-Bar der MS Artania ein Eissalon & tropisches Früchte-Buffet aufgebaut. Viele der ausgestellten Früchte hier bekommen wir leider nicht im Speisesaal zu sehen, geschweige denn zum Essen. Heute Abend ist in der Atlantik Show-Lounge eine Vorstellung von Martin von Barabü der 1 Stunde lang mit viel Humor und Witz sein Zauber-Programm präsentiert.
Anschließend gehen wir in unsere Kabine zurück, wir müssen ja Morgen sehr früh aus den Federn.

Freitag, den 26.01.2018

Heute müssen wir schon wieder um 5:30 aufstehen, und um 6:30 auf Deck 2 im Restaurant Vier Jahreszeiten frühstücken. Wir fühlen uns nicht unbedingt wohl in diesem Speisesaal, er wirkt und ist auch sehr kühl Temperiert. Wir waren schon gestern Abend beim Essen hier in diesem Restaurant, man wartet lange auf sein Essen und Trinken und im Gegensatz zum Lido-Restaurant wird auch kein Wein nach geschenkt.
Um 7:00 ist unsere Abfahrt zu unserm für Heute gebuchten Ausflug Mekong-Delta und Panoramafahrt. Zwei Stunden dauert die Fahrt nach Ho-Chin-Minh-Stadt (Saigon), und eine weitere Stunde mit sehr viel Verkehr geht es bis zum Delta. Wir kommen an einem großen Arm des Mekong Flusses an und steigen auf größeres Ausflugsboot. Damit setzen wir zur sogenannten Kokosnuss-Insel über, zuerst geht es dann in ein Lokal dort bekommen wir einen Teller mit getrockneten Früchten unter anderem Bananen, Papayas usw. zum verköstigen. Dazu einen Tee der mit Bienenhonig gesüßt ist. Letztendlich wollen sie den Honig und verschiedene Salben verkaufen. Womit sie aber keinen Erfolg haben, es Interessiert sich kaum jemand dafür. Wir gehen weiter auf einem schmalen Weg, der sehr stark von Rollerfahrer frequentiert wird. Einige Meter weiter befindet sich eine Kokosnuss-Fabrikation wo aus gemahlender Kokosnuss Bonbons hergestellt werden. Auch wir kaufen eine Tafel davon, als wir zu Hause davon probieren, stellen wir fest es schmeckt furchtbar.

Als nächstes kommen wir in ein weiteres Gebäude, wo wir ebenfalls Früchte serviert bekommen. Dazu kommen drei Musiker mit Ihrem Instrumenten, im Anschluss kommen noch ebenfalls drei Frauen in schönen langen Kleidern die uns wechselseitig Lieder vorsingen. Auch hier geht es leider nur um eine Geldspende, sie laufen nach der Vorstellung mit kleinen Körbchen umher um das Trinkgeld einzusammeln.

Dann geht es weiter auf einem schmalen Weg der uns zu einem engen Seitenarm des Mekong führt. Dort warten schon einige Boote auf uns, in China sagt man wohl Sampans dazu. Immer in Vierergruppen steigen wir in die Boote, sie sind sehr schmal und wir können nur hintereinander und ganz in der Mitte des Bootes sitzen. Vorne und hinten sitzen zwei Frauen in so einer Art Schneidersitz die uns durch den Seitenarm rudern. In einem sehr schnellen Tempo rudern sie voran, trotz des starken Gegenverkehrs und einigen engen Stellen des Kanales halten sie das hohe Tempo. Wir müssen unsere Hände im Boot halten sonst gibt es Schrammen. Rechts und Links des Flusses wächst Bambus oder anderes Gewächs, nach einem Kilometer sind wir wieder am Ende des Kanals angekommen.

Hier wechseln wir wieder auf ein größeres Schiff das uns in Gruppen von etwa 25 Personen zurück auf die andere Seite des Flusses führt. Unser Weg führt uns durch einen Laden-Passage wo wir noch einen Magneten für unsere Magnettafel kaufen können. Jetzt geht es mit dem Bus wieder zurück nach Saigon, auf dem Weg machen wir Halt in einem Rasthaus (Mekong Rest Stop) zum Mittagessen. Es besteht aus verschiedene große Häuser sie sind aber alle an den Seiten offen, also nur mit einem Dach. Wir gehen an einer offenen Küche und an einem Grill vorbei wo das Essen vorbereitet wird.

Hier sitzen wir zu etwa 10 Personen an einem Tisch. Als erstes decken hübsche junge Mädchen in langen Kleidern unsern Tisch ein. Als nächstes wird ein größerer Fisch der aufgestellt in einer flachen Schale steht gebracht. Im Anschluss werden noch kleine Schalen mit irgend welchen flüssigen Gewürzen auf jede Platzdecke gestellt. Daneben steht noch ein Teller wo Reispapier wie Omelette gestapelt ist. Etwas später kommt dann eine weitere junge Dame und wickelt für jeden Gast am Tisch aus den verschiedenen Schüsseln das Essen in dieses Reispapier, darunter auch Teile vom Fisch. Dieses wirklich ganz eng gewickelte Essen in eine der zwei verschiedenen Soßen getunkt, schmeckt wirklich ausgezeichnet. Später gibt es noch so eine Art Suppe, auch Schalen mit Reis, sowie eine Art Kompott. Er schmeckt wie Erbsen in einer süßen Soße, das muss man aber nicht haben, dazu noch einen Tee auch der ist gewöhnungs-bedürftig.

Nach dem Essen spazieren wir durch den hübschen Park dieses für uns außergewöhn-lichen Rasthauses.
Nach einer guten Stunde fahren wir wieder zurück nach Saigon (Ho-Chi-Minh-Stadt), wo wir das Hauptpostamt, (erbaut von Gustave Eiffel/Eiffelturm ) besuchen, sowie die Kathedrale Notre Dame von außen betrachten können. Kurz darauf geht es wieder zu unserm Schiff zurück. Zu Saigon wäre noch zu sagen, noch nie im Leben haben wir diese Unmengen an Motorrollern und Mopeds gesehen. Es sollen hier 5 Millionen Fahrzeuge in der Stadt sein, an jeder Straßenkreuzung und Einmündung stehen sie in Trauben von vierzig/ fünfzig Stück. Und immer fahren sie gemeinsam los, zwischen den einzelnen Rollern und Füßen sind immer nur ein paar Zentimeter Platz.

Heute Abend ist Rock-Night an der Phoenix-Bar, wir sichern uns einen Platz an der Balustrade ganz im Heck auf Deck 5. Von hier oben hat man einen schönen Überblick auf die Darbietungen die unter uns stattfinden. Auch das Fernsehteam ist heute mit dabei, und macht Aufnahmen für die Fernsehserie „Verrückt nach Meer„. Es gibt ein paar Tanzvorstellungen vom Bord-Show-Ensemble und Corina singt gemeinsam mit einer Sängerin vom Show-Ensemble eine Rock Arie. Rainer und Corina (Entertaiment-Manager) führen gemeinsam durch das Show-Programm. Wir bleiben bis etwa 22:00 hier auf der Balustrade sitzen, aber der Wind frischt immer mehr auf und es wird langsam sehr kühl. So ziehen wir uns in unsere Kabine zurück. Aber den Schlaf haben wir auch bitter nötig.
Die Temperatur lag heute bei geschätzten 25°

Die MS Artania nimmt Kurs auf Da Nang = 519 SM

Samstag, den 27.01.2018

Es ist jetzt 7:30 als wir aufstehen, heute ist Seetag und wir sind irgendwo im Süd-chinesischen Meer entlang der Vietnamesischen Küste und südlich von Da Nang. Wir frühstücken auch heute wieder im Lido-Restaurant auf Deck 8, hier gefällt es uns am besten. Es ist Selbstbedienung und man holt sich das was man gern Essen möchte, und muss auch nicht warten bis ein Kellner kommt. Wir waren ja auch an einzelnen Tagen im Restaurant Artania oder im Restaurant Vier Jahreszeiten, meistens wenn wir irgendwelche Ausflüge gebucht hatten. Es war niemals prickelnd, die Kellner sind nicht besonders freundlich und meistens überfordert. Wir sind heute schon früh im Lido-Restaurant aber es sind wenig Passagiere beim Frühstück hier, jeder Tag ist halt anders. Nach dem Essen gehen wir zurück in unsere Kabine um uns schön zu machen für den restlichen Tag.

Anschließend gehen wir rauf auf Deck 9 und suchen uns ein schönes windstilles Plätzchen direkt beim Spa-Bereich. Um 11:00 geht meine Frau zum Singen zu Corina die in der Panorama-Lounge mit Sangesfreudigen Passagieren Lieder einstudiert. Ich genieße währenddessen die Ruhe und die Sonne immer wieder mal sparsam vorbei schaut. Kurz vor Mittag kommt plötzlich ein Regenschauer runter, er dauert hier meist nur ein paar Minuten, ist aber dafür äußerst heftig. Vor etwa 10 Minuten hat ein Pool- Boy erst die Rattan-Liegen mit den Polstern bestückt, jetzt sind sie alle wieder nass. Kurz vor ein Uhr kommt meine Gattin wieder zurück und wir genießen gemeinsam die wenigen Sonnenstrahlen.

In der Kopernikus Bar unten auf Deck 8 gibt es heute Mittag eine Teriyaki-Rinderkeule dazu eine Flasche Corona Bier zum Preis von 2,50 €. Wir gehen kurz runter und holen uns ein Corona Bier, die Bierbänke sind leider alle noch nass vom vormaligen Regen. So gehen wir wieder zurück auf unsere Liegen und genießen unser Mexikanisches Bier. Später gehe ich in unsere Kabine zurück um meinen Reisebericht auf dem Laufenden zu halten. Gegen Viertel nach Drei kam dann Hermine vom Sonnendeck herunter und wir sind gemeinsam zur Kaffeestunde ins Restaurant Vier Jahreszeiten gegangen. In den Restaurants auf Deck 2 und 3 ist es durch die Klimaanlagen immer sehr kühl, da sind wir immer froh im Lido-Restaurant zu essen, hier herrscht eine angenehme Raum-Temperatur. Aber der Kuchen im Restaurant Vier Jahreszeiten ist gut, da können unsere dicken Seniorinnen etwas für ihre Figur tun. Es gibt leider sehr viele von dieser Gattung hier, ein Umfang von etwa 2 Meter oder mehr ist keine Seltenheit hier.

Sonntag, den 28.01.2018

Gegen 8:00 Morgens sind wir hier in Da Nang angekommen, das ist eine Großstadt die in Zentralvietnam und nahe der ehemaligen Grenze zwischen dem Norden und Süden Vietnams liegt . Schon um Sechs Morgens sind wir aufgestanden, haben uns kurz fertig gemacht, und sind gleich ins Restaurant Vier Jahreszeiten zum Frühstücken. Unser Frühstück bzw. meines ist fast immer dasselbe. Im Anschluss daran schnell zurück in die Kabine und uns fertig machen, gegen 8:00 Uhr sind wir dann schon in der Atlantik-Showlounge zum Ausflugstreff.

Kurz darauf geht es schon los < Da Nang > heißt unser heutiger Ausflug. Wir besuchen als erstes die Buddistische Linh Ung-Pagode, der größte Tempel hier in Da Nang, der hoch auf einem Bergrücken steht. Inmitten dieser wunderschönen Tempelanlage die aus mehreren Gebäuden besteht ragt die 67 m hohe Bodhisattva Statue in den Himmel. Wir können uns kaum satt sehen an all diesen Figuren und Gebäuden. Wir fahren die engen Serpentinen wieder in die Stadt hinunter und gehen als nächstes ins Cham-Museum das eine bedeutende Sammlung von Kunstwerken aus der Epoche des Cham Königreiches das im 4. bis zum 14. Jahrhundert hier bestand, anbietet. Danach besuchen wir mitten im Stadtzentrum eine große Markthalle, hier kaufe ich für mich zwei T-Shirts von Vietnam um etwa 6 Dollar für beide. Später fahren wir zu einer Marmor-fabrikation, hier stehen hunderte von wunderschönen ganz verschieden-artigen Figuren. Vom Tonnenschweren Buddha über Elefanten und sonstige Statuen gibt es fast alles was das Herz begehrt. Nur alles leider zu schwer zum einfach nach Hause nehmen.

Im Anschluss fahren wir zu einem Strandrestaurant wo wir zum Trinken eine Kokosnuss mit Strohhalm bekommen. Neben unsern Restaurant steht ein riesiges Partyzelt wo anscheinend gerade eine Vietnamesische Hochzeit stattfindet, es sind hunderte von geladenen Gästen dabei. Ich darf sogar ein paar Fotos von dem jungen Brautpaar machen. Wir hören dass eine Hochzeit hier in Vietnam durchaus einige Tage dauern kann. Unsere zum Ausflugspaket gehörende Fahrt zu den Marmor Bergen und ins Dorf der Holzschnitzer finden aus irgend welchen Gründen nicht mehr statt.

Und nicht zu vergessen, die Millionenstadt Da Nang hat auch einen kilometerlangen, wunderschönen in ganz Asien bekannten Sandstrand.
Um 13:15 kehren wir dann schon an Bord zurück, wir gehen gleich aufs Lido-Außendeck und suchen uns ein schattiges Plätzchen um eine Kleinigkeit zu essen und ein Glas Rotwein zu genießen. Anschließend holen wir aus unserer Kabine unsere Badetücher und legten uns auf die Schönen Rattan-Liegen auf Deck 9. Die Sonne meinte es heute gut mit uns. Gegen halb Vier Uhr sind wir zur Wiener Kaffeestunde ins Restaurant Vier Jahreszeiten zum Kaffee und Kuchen essen gegangen.
Danach haben wir fast bis zum Sonnenuntergang gegen 18:00 nochmals auf der Liege einfach nur relaxt.
Die Temperatur lag heute bei überraschenden bei 30 Grad. Die MS Artania nimmt Kurs auf Sanya auf der Insel Hainan = 152 SM

Montag, den 29.01.2018

Wir sind an der Chinesischen Insel Hainan angekommen, unser heutiger Hafen heißt Sanya. Und die Temperatur heute Morgen liegt bei ca. 20 Grad. Wir sind erst um 7:30 aufgestanden, da unser heute gebuchter Ausflug um 9:15 in der Atlantik-Show-lounge beginnt. Unser Frühstück nehmen wir wie meist im Lido-Restaurant ein. Danach gehen wir in unsere Kabine zurück und machen uns fertig für den geplanten Ausflug. In der Show-Lounge warteten wir dann eine dreiviertel Stunde bis wir dann endlich mit der Gruppe unser Schiff verlassen konnten. Im Phoenix-Cruises-Center an Land warteten dann die Chinesischen Einwanderungs-behörden auf uns, es ging alles äußerst langsam und zäh vor sich. Wie ich zuvor schon von der Kreuzfahrtdirektorin Manuela Bzdega erfahren hatte, waren die Behörden hier nicht sonderlich kooperativ. Es wurden immer wieder Absprachen verändert, und immer wieder was neues erfunden.

Kurz nach 10:00 waren wir dann endlich im Bus, unser Ausflug konnte beginnen. Wir hatten heute > Nanshan Tempel und Dadonghai Strand< gebucht. fuhren also mit unserem Ausflugsbus durch die Hafenstadt Sanya. Vor dreißig Jahren war dieser Ort nur ein kleines Fischerdorf, heute ist es eine Stadt mit ca.70.000 Einwohnern. Nur kurz am Rande erwähnt, es wird hier ein neuer Flughafen gebaut mit einer Kapazität von 60 Millionen Fluggästen, das entspricht einer Kapazität die mehr als unser größter Deutscher Flughafen in Frankfurt hat. Fast alle Fluggäste sind natürlich Chinesen, die Insel wird ja auch das Hawaii von China genannt. Mit Ihren Kilometerlangen mit bestandenen Palmen bepflanzten Stränden ist sie schon schön. Die Insel Hainan ist auch eine Sonderwirtschaftszone, zweitgrößte Insel nach Taiwan, was die Chinesen immer noch zu ihrem Territorium zählen. Hier soll sogar ein Montagewerk vom japanischen Autohersteller Mazda stehen.

Als erstes besuchen wir den Nanshan Tempel im Westen der Insel, es ist eine große 27 Hektar große Tempel-Anlage die erst 1988 fertiggestellt wurde. Wir fahren mit kleinen Zügen durch den Park, unser erster Halt ist einige hundert Meter vor der Bodhisattva Guanyin-Statue. Diese Statue ist 108 Meter hoch und somit noch weitere 10 Meter höher als die Freiheitsstatue in New York, und wurde 2005 erstmals eingeweiht. Die Statue hat drei Ansichtsseiten, sie schaut auf die Landseite und die zweite zur Seeseite teilweise in Richtung Taiwan und die dritte zum offenen südchinesischem Meer hinaus, und man hat immer wieder den Eindruck sie schaut einem nach. Als nächstes fahren wir wieder mit einem der kleinen Züge die Hügel hoch, besuchen den Nanshan Tempel es ist eine Buddhistische Tempelanlage, mit wunderschönen Figuren und goldenen Buddhas dem wir auch mal am Bauch streicheln. Das soll Glück bringen sagt man hier in Asien. Danach essen wir in einem großem Restaurant in der Tempel-anlage zu Mittag, an großen runden Tischen an denen bis zu 8 Personen Platz finden. In der Mitte des Tisches befindet sich eine große drehbare Glasplatte mit vielen Speisen und auch Getränken.

Im Laufe des Nachmittags verlassen wir dann die große Tempelanlage, und besuchen ein Perlen Museum in der Nähe des Hafens. Nach einem kurzen Durchgang durchs Museum, stellen wir fest das Perlen für die Chinesen eine große Rolle spielen.Immer wieder sehen wir junge Buben oder Mädchen die mit Perlenhalsketten behängt werden. Was bei uns in Europa bei einem 10 jährigen Buben sicherlich zu Befremdung führen würde. Dieser Besuch hier kann wohl als Verkaufsveranstaltung gewertet werden, auf uns warten etwa 25 Verkäufer die Perlen oder sonstige Colliers verkaufen wollen.
Zum Schluss fahren wir noch zum Dadonghai-Strand, was sich aber auf Grund der späten Zeit nicht als sinnvoll erweist. Um 18:00 geht kaum einer mehr zum Baden. Auf dem Weg zum Strand sehe bei einer großen Wohnanlage zwei Wohnmobile stehen und das hier in China. Nach den Besuch des zum Strand gehörenden Freizeitparks kehren wir zum Schiff zurück.

Heute Abend um 21:30 findet für die Decks 2; 4 und 7 die Crew-Show in der Atlantik-Show-lounge statt. Die Darbietungen der Besatzung sind wirklich großartig, offensichtlich sind wahre Künstler unter Ihnen. Ob Gesangseinlagen von Kellnerinnen z.B. aus Harrys Bar oder artistische Einlagen von den Jungs aus der Küche, der Chefkoch Jörg Schwab bringt ein bekanntes Seemannslied, sogar Rainer vom Entertainment-Managements bringt eine Trommel-Solo Einlage. Sie war erstaunlich gut. Zum Schluss brachte auch das Reiseleiterteam eine Einlage im Popdance bei der Corina, Moritz, Silvia und im Hintergrund auch Elke tanzte. Sie machte im Gegensatz zu den anderen keine so gute Figur was aber bei ihrer Statur auch nicht anders sein kann. Um ca. 23:30 war die Show zu Ende und wir sind anschließend gleich zurück in unsere Kabine und ins Bett.

Dienstag, den 30.01.2018

Der Wind hat heute Nacht aufgefrischt, wir haben Windstärke 7 und einen starken Seegang. Das Wetter ist regnerisch und kühl, ca. 16 Grad zeigte unser Fernseh-barometer. Unser Frühstück nehmen wir heute gemeinsam mit den Kanadier ein, das Ehepaar stammt aus dem Schwarzwald und sie sind gemeinsam vor ca.25 Jahren ausgewandert. Sie machen die Weltreise mit der MS Artania bis in Ihre Heimatstadt Halifax auf der Kanadischen Insel Nova-Scotia mit. Um 10:05 besuchen wir einen Vortrag von Lektor Erhard Paller über Hongkong, der in der Atlantik Show-Lounge stattfindet. Dann um 11 bis 12:00 findet bei der Kopernikus-Bar auf Deck 8 der Stadl-Frühschoppen statt.

Es regnet leider etwas und wir sind im Freien, was der Stimmung aber keinen Abbruch tut. Es gibt Freibier, dazu Leberkäse, Weißwurst, kleine Brezeln, Sauerkraut und vieles mehr. Nach dem Ende der Veranstaltung sind wir in unsere Kabine zurück, ich wollte unbedingt noch an meinem Reisebericht weiter schreiben.
Gestern Nachmittag haben wir noch eine Einladung von Günther Holdenried für irgend eine Unternehmung an Bord erhalten. Um 14:30 traf sich dann die Gruppe Holdenried vor der Rezeption, und gemeinsam gingen wir durch das Restaurant Vier Jahreszeiten in die Küche. Hier gab es dann nochmal Bier und auch zum Essen, es waren noch viele Reste vom Stadl-Frühschoppen übrig. Der Küchenchef ein Schweizer erzählte uns einiges über das Leben in der Küche und stellte sich weiter unseren Fragen. Er erzählte uns das er bis Acapulco an Bord bleibe und dann in Urlaub gehe, auf meine Frage hin sagte er dass „Tamara die Wienerin“ seine Nachfolge als Chefköchin antritt. In der Lobby trafen wir noch Theo und Sonja aus Radolfzell zu einem kurzen Gespräch und gingen dann gemeinsam nochmals zurück ins Restaurant zu einem Kuchen und Kaffee. Heute Abend findet noch der Abschieds-Cocktail, wo sich der Kapitän (Morten Hansen), die Schiffs-Leitung und die Kreuzfahrtdirektorin Manuela Bzdega verabschieden(die im Übrigen einen sehr guten Eindruck ) auf mich machte. Ich hatte ein paar Mal die Gelegenheit mit ihr zu sprechen, bei ihr war keine Arroganz zu spüren, im Gegensatz zu manchen anderen Personen hier an Bord. Zum Abschiedscocktail und zum Dinner sind wir dann nicht mehr gegangen, dazu waren wir nicht passend angezogen. Ein Sakko und eine Krawatte wollte ich nicht mehr anziehen. Stattdessen sind wir in Harry`s Bar zu einem Trink, und später ins Lido-Restaurant zum Abendessen.

Mittwoch, den 31.02.2018

Aufstehen um 7:00, wir haben beide die ganze Nacht nicht geschlafen, waren aber schon um dreiviertel Zehn in die Kabine bzw im Bett. Unsere Einfahrt nach Hongkong begann für mich überraschenderweise von der Ostseite der Insel Viktoria, der Hafenlotse hatte das so gewünscht. Wir machten unsere ersten Bilder von Hongkong aus der Pazifik-Lounge auf Deck 9 da es leider Gottes stark regnete.

Um 9:15 ist wieder Treffen in der Atlantik Show-Lounge, um 10:00 dann die Abfahrt mit dem Ausflugsbus. Wir liegen mit unserem Schiff am Ozean Terminal in Kowloon, gleich neben dem Star Ferry Pier dem Fährhafen, wo die Schiffe nach der Insel Viktoria und zur Glückspielstadt Macau hinüber fahren. Die Passkontrolle ging heute reibungslos auf dem Schiff voran, nicht so penibel wie es zuvor auf der Insel Hainan war. Wir fahren durch den Cross Harbour Tunnel von Kowloon hinüber auf die Insel Viktoria, es regnet in Strömen und die Temperatur liegt bei etwa 10 Grad. Über Serpentinen fahren wir zum Peak (Hausberg) hoch, die Aussicht wäre sicher sehr schön wenn es trocken wäre. An unserem Bus sind alle Scheiben beschlagen, so dass wir nicht viel von Hongkongs sagenhafter Skyline sehen. An einer kleinen Aussichtsplattform unterhalb der Bergstation wo die Standseil-Bahn zum Peak führt, können wir doch noch ein paar schöne Bilder machen. Danach geht es nach Süden den Bergrücken wieder runter. Um 11:30 fahren wir mit einem Sampan, so nennt man die kleinen Boote hier in China, durch den Hafen von Aberdeen durch den Typhoon Shelter (Taifunschutzhafen), wo leider keine der alten Dschunken mehr stehen. Es sind nur noch vereinzelne Hausboote und sonstige Boote und Yachten hier zu sehen. Die Taifun Zeit hier in Hongkong ist von Mai – Sept.

Als nächstes fahren wir zum schwimmenden Restaurant Jumbo Boat, das als das größte Restaurant-Schiff der Welt gilt. Die Aussicht auf das Schiff und auch im Innenraum ist ein Traum. Es passen etwa 2.000 Personen /Essensgäste an Bord. Mit zehn Personen sitzen wir an einem Tisch, es gab Dim-Sum und verschiedenes was ich gar nicht beschreiben kann, zum Essen. Bier oder Cola kostete beide ca. 10 Dollar, das war sogar ein paar Schweizern an unserm Tisch zu viel. Meine bestellte Dose Cola machte eine Bedienung auf, nur leider brach ihr wohl der Nippel ab, so dass sie Tröpfchenweise das Cola in mein Glas zauberte.

Um 13:00 standen wir wieder im strömenden Regen, ein Shuttleboot holte uns ab und brachte uns zum Ufer zurück. Wir fuhren jetzt mit dem Bus weiter zu einer Edelstein-schleiferei, die in einem unscheinbaren Haus irgendwo in Aberdeen untergebracht war. Es gab sehr schöne und tolle Schmuckstücke, Perlen sowie Halbedelsteine zu sehen. Und es war mehr als genügend Verkaufs-Personal vorhanden. An uns aber wurden sie nicht glücklich, ein paar Gäste kaufen Kleinigkeiten, mehr aber war nicht. Auf dem Weg zu einer Toilette innerhalb der Manufaktur konnten wir eine sehr schöne Harley Davidson bewundern. Ich nehme mal an, dass sie dem Besitzer dieser Manufaktur gehörte. Wir waren bis 14:30 im Haus, dann ging es weiter zum Strand an der (Repulse Bay ) Nur ca. 15 Minuten von der Metropole Hongkong entfernt ist dieser Strand entfernt, und an schönen Wochenenden sollen gut 200.000 Besucher hier sein. Es ist aber auch eines der teuersten Gegenden hier in Hongkong. Hier gibt es ein riesiges Luxusapartmenthaus das „Repulse Bay“ wo ein großes Stück wie ein riesiges Fenster in der Hausfassade freigelassen wurde. Mit der Begründung, dass der Drache der hinter dem Haus am Berg wohnt, einen ungehinderten Zugang zum Meer hat. Die Chinesen sind ja sehr abergläubisch, so werden auch oft die Haustüren in einem bestimmten Winkel angebracht, damit die bösen Geister nicht in das Haus kommen können.

Es war nach wie vor kalt ca.10 Grad, es gibt einen kleinen Tempel Tin Hau mit schönen bunten Figuren direkt am Strand, für uns war aber nicht ganz erkennbar ob es sich hier um Kitsch handelt, oder einen religiösen Hintergrund hat. Dann fahren wir weiter in den südlichsten Teil der Insel Viktoria zu einem Textilmarkt in Stanley-Market. Im zweiten Weltkrieg befand sich hier ein Kriegs-Gefangenenlager der Japaner. Wir schlendern durch den Markt wo es allerlei Souveniers, Elektro-Kleinartikel und natürlich auch Textilien gibt. Aber es ist nicht berauschend hier. Das Wetter ist mittlerweile etwas besser geworden, der Regen hat aufgehört aber es bleibt weiterhin kalt. Auf dem Weg zurück zum Central-District hier auf der Insel kommen wir an einem Golfplatz vorbei. Der reichste Mann Hongkongs (Li Ka-shing) soll oberhalb dieses Golfplatzes wohnen. Wir kehren nun zur MS Artania zurück, kurze Zeit darauf ist ja auch Kaffeestunde im „Vier Jahreszeiten“, wo wir dann noch hingehen wollen. Im Bereich der Rezeption treffen wir Theo und seine Frau, gemeinsam gehen wir ins Restaurant zum Kaffee trinken und Kuchen essen.

Donnerstag, den 01.02.2018

Wir sind auch heute schon früher aufgestanden, weil wir gestern Abend noch den Ausflug „Kowloon und Sky 100 Tower“ gebucht haben. Wir wissen aber immer noch nicht ob wir mitfahren können, auch im Reisebüro an Bord wissen sie noch nicht ob es klappen wird. Wir gehen also wie immer zum Frühstücken und danach zum Ausgang der Atlantik-Show-Lounge, wo wir abwarten sollen. Es schaut sehr schlecht aus, bis jetzt wurden keine Karten von diesem Ausflug zurück gegeben. Nachdem schon alle Gäste durch sind, heißt es plötzlich zwei Plätze wären noch frei. Wir sollen runter zum Bus gehen, hier fällt die letzte Entscheidung.

Es hat doch noch geklappt. So gegen 9 Uhr fahren wir los zum Chi Lin Nonnen-kloster das 1934 gegründet und 1990 im Stil der Tang-Dynastie (618-907 n CHR.) renoviert, an den heutigen Standort umgesetzt wurde. Die Anlage ist ein großer Tempelkomplex mit eleganter Holzarchitektur, wunderschönen buddistischen Relikten und vielen goldenen Figuren sowie Lotusteichen. Der friedvolle 3,5 Hektar große Nan Lian Garten davor liegt inmitten der Diamond Hills mit seinen unzähligen Hochhäusern. Hier gibt es Hügel, Felsen, Bonsai-bäume, und Sträuchern sowie Gewässer mit schönen Koi-Karpfen. Alles wurde nach ganz speziellen Regeln angelegt. Leise Musik klingt durch den Park.

In Hongkong ist es üblich dass die Bewohner in den ersten Etagen eines Wohnturmes am wenigsten Miete bezahlen müssen, je höher dann die Etage liegt (Straßenlärm) umso höher dann die zu bezahlende Miete. Wir sprechen hier von Höhen über 150 Metern, was hier in Hongkong normal ist. Wenn man also hier in den umliegenden Wohntürmen wohnt, durch die Nähe zum Nan Lian Garten müssen die Bewohner dieser umliegenden Wohntürme erheblich mehr an Miete bezahlen als in anderen Gegenden hier. Die Standart-Wohnungsgrößen in Hongkong liegen bei ca. 25 -31 qm, und die Miete liegt dann bei etwa 1300 Euro.
Wir kommen am Luxushotel Peninsula vorbei (Das Hotel gehört zu den legendären Hotels dieser Welt und gilt immer noch als renommiertestes Haus am Platz)

Als nächstes besuchen wir den Gemüsemarkt hier in Kowloon, hier sehen wir auch ein Schwarzes Huhn ob es ein Ayam Cemani aus Indonesien ist, weiß ich nicht. Alle Enten sind ganz flach wie in Scheiben aufgehängt. Das normale Fleisch das hier an den Haken hängt schaut sehr gut und Tadellos aus. Wir gehen noch kurz durch den benachbarten Jade-Markt, dem kann ich aber nichts mehr abgewinnen. Unsere Stadtführerin sagt, man bekommt hier von 20 Euro bis in die Tausende von Euro schöne Jadestücke. Sie erkennt aber genauso wenig, welche Stücke denn echt sind und was nicht. Sie rät uns, also am besten die Finger weg lassen vom Jade kaufen.

Zum Abschluss fahren wir zum 484 Meter hohen ICC Turm. Hier befindet sich das Sky 100 das ist eine Aussichtsplattform in der 100. Etage. Nebenbei ist das höchste Hotel in der Welt hier in diesem Turm beheimatet. Das Ritz-Charlton-Hotel belegt die obersten 15 Stockwerke, und ist nur über separate Fahrstühle zu erreichen.

Von der Aussichtsplattform hat man einen wunderbaren Ausblick auf die gegenüberliegende Insel Viktoria und auf Kowloon. Leider ist es schon wieder etwas diesig geworden, was man auf unseren gemachten Fotos leider erkennt. Aber der Rundumblick von dieser Aussichtsplattform auf Hongkong und die dazu gehörenden Inseln ist trotzdem traumhaft. Nach einer guten dreiviertel Stunde fahren wir wieder mit dem Lift runter, der übrigens die 100 Stockwerke in Rekordzeit von 60 Sekunden nach oben schafft. Die MS Artania liegt ja nur ein paar Meter vom ICC Tower entfernt, so dass wir auch rüber laufen könnten. Am Ozean Terminal wo wir anliegen, ist am anderen Pier ein Schiff von Star Cruises das zur Malayischen Genting Group gehört. Dieses Schiff sowie zwei weitere Schiffe die beim ehemaligen Flughafen Kai Tak liegen, sind Casino-Boote. Das heißt sie fahren am Abend mit Ihren Fahrgästen aus dem Hongkonger Hafen und außerhalb der Hoheits-Gewässer von Hongkong kann der Casino-Betrieb aufgenommen werden. Am nächsten Morgen kehrt das Schiff in den Hafen zurück und die Glücksspieler verlassen das Schiff. Am Abend verlässt das Schiff wieder den Hafen und das Spiel geht dann von neuem los. Die Chinesen sind ja leidenschaftliche Zocker.
Um 19:30 beginnt unser Transfer zum Flughafen von Hongkong der sich seit einigen Jahren auf einem aufgeschütteten Gelände auf Lantau Island befindet. Unser Weg führt von Kowloon wo unser Schiff vor Anker liegt, über einige Brücken und Inseln zum neuen Flughafen. Die Einflugschneise des alten Airports Kai Tak führte über die vielen Hochhäuser der Großstadt und war sehr gefährlich. Die Piloten mussten sehr schnell mit ihren Maschinen nach unten gehen. Heute ist das ehemalige Flughafen-gelände noch Brachland und wenig bebaut, aber das wird sich wohl bald ändern. Am Flughafen empfingen uns noch einige Reiseleiter von der MS Artania darunter auch Corina von Wedel die Entertainment-Managerin die heute ebenfalls ihren verdienten Urlaub antreten will. Nach unserm Einchecken kam die obligatorische Wartezeit im Terminal und um 11:50 flogen wir mit der Lufthansa Maschine LH 731 Richtung Westen. Unser Flug sollte 12:25 Stunden dauern.

Freitag, den 02.02.2018

Unser Rückflug von Hongkong nach München führte uns über Shanghai, Peking und über die Mongolei. Wir fliegen über Russland, Teile von Sbirien, lassen dann Moskau südlich von uns liegen, das nächste Ziel ist St. Petersburg. Bevor es dann wieder Richtung Süden über Estland, Lettland und Litauen nach Polen geht. Von Polen fliegen wir Richtung Süden über Tschechien nach München. Um 5:30 sind wir wieder in München / Terminal 2 / Satellit angekommen. Den Weg vom Satellit bis zum Terminal 2 müssen wir mit U-Bahn zu Fuß oder per Laufband zurücklegen. Damit hat sich im Flughafen hier der Weg vervielfältigt und wird genau so schwierig und unübersichtlich wie in anderen Flughäfen siehe Dubai, Abu Dhabi, Istanbul oder Singapur. Wir sind dann um 6:30 aus dem Terminal gekommen, ich musste dann erst den Fahrer von Parkfly suchen der irgendwo in der zweiten Reihe im Auto saß. Und danach auch noch motzte weil er angeblich so lange warten musste.

Für das nächste Jahr werde ich mir wohl einen anderen Fahrdienst suchen, mit meinem Fahrdienst bin ich nicht mehr ganz zufrieden, vor einem Jahr mussten wir auch schon länger warten, bis der gleiche Fahrer dann endlich kam. Andere Fahrdienste stehen in der Ankunftshalle mit einem Schild in der Hand und warten hier auf Ihre Gäste.

Epilog:

Hongkong hat für mich schon seit den Neunziger Jahren eine große Bedeutung, mein Reiseführer von der Stadt stammt noch von 1992. Hongkong ist eine interessante Stadt, wirtschaftlich sehr stark, sein Flughafen ist der größte Frachtflughafen der Welt. Ebenso sein Containerhafen der Viertgrößte der Welt ist. Im Jahr 2007 verfügten 26,4% der Einwohner Hongkongs über ein Vermögen von mindestens einer Million US Dollar. Hongkong hat auch die größte Zahl an Wolkenkratzer in der Welt, die Durchschnittshöhe bei Wohnblöcken liegt wohl bei über 200 Metern. Und Hongkong hat auch die teuersten Wohnungen und Häuser der Welt. Jack Ma der Chef von Ali Baba ( Handelsplattform ) hat für 190 Millionen Schweizer Franken am Peak oben eine 920 Quadratmeter große Villa gekauft.

Das ist Hongkong

Karibik – Februar 2013

Nach vielen Jahren Ägypten-Urlaub und einigen Nilkreuzfahrten bis an die Grenze des Sudan`s….. nun unsere erste Kreuzfahrt auf einem großen Schiff und das in einer Traumgegend. Wir bereisen die Karibischen Inseln von Barbados über St. Lucia, St. Maarten und die Britischen Virgin Islands sowie die ABC Inseln an der Küste von Venezuelas.

Straßenmusiker in Willemstad/Curacao

Samstag, 15.02.2013

Um 6:00 Morgens sind wir mit dem Auto zum Flughafen München gestartet, auf dem Weg dahin hörten wir im Autoradio dass heute von München aus irgendwelche Flüge nicht stattfinden sollten. Na Mahlzeit, was Näheres wurde aber nicht Durchgegeben. Nach einer weiteren Dreiviertel Stunde, wir waren immer noch auf der Fahrt wurde näheres durchgesagt. Dass es sich hier nur um innerdeutsche Flüge handelte, wegen Fluglotsen-Streiks in den Flughäfen von Hamburg und Düsseldorf, jetzt waren wir schon beruhigt. Unser Treffpunkt mit Parkfly der uns zu einer Tiefgarage brachte, wo wir unseren Hyundai ix35 für die folgenden 2 Wochen unterstellten. Und uns im Anschluss mit einem Shuttlebus zum Terminal 1 brachte. Pünktlich um 8:30 sind wir am Flughafen München angekommen. Nach unserm Check-In setzten wir uns in der großen Ankunftshalle auf eine Bank und machen eine kleine Esspause. Wir haben ein paar belegte Brote und etwas zum Trinken dabei, mit vollen Wasserflaschen dürfen wir sowieso nicht durch die Kontrolle. Zufällig drehe ich mich um und sehe plötzlich hinter uns eine lange Warteschlange in Richtung Passkontrolle. Ca. 30 Meter lang ist die Schlange so etwas haben wir hier noch nie in München gesehen. Nach einer Nachfrage beim Infostand stellt sich heraus, daß diese Leute hier, in die Karibik nach Barbados fliegen wollen. Wir stellen uns flott in die Schlange, und konnten doch nach einer weiteren halben Stunde die Pass und Röntgenkontrolle hinter uns lassen. Wir hatten den Eindruck daß alle Leute hier, nach Barbados auf die mein Schiff 1 wollen. Um 11:00 endlich hebt unser Flieger von Air Berlin ab und bringt uns nach 9:30 Stunden Flug über den Atlantik sicher und etwas müde in der Karibik an. Nachdem die Türen im Flugzeug geöffnet sind gehen wir die Treppen hinunter, schwülwarme Luft erwartet uns. Wir steigen gleich in den Bus, der schon auf dem Rollfeld auf uns wartet. Vom Grantley Adams International Airport fahren wir etwa eine dreiviertel Stunde bis zum Hafen von Bridgetown. Hier auf Barbados hat es um 16.30 immer noch ca. 28°. In einem riesigen Zelt werden wir zügig von den Tui–Cruises Mitarbeitern eingescheckt.

Im Zelt werden wir mit kühlen Getränken und frischen Handtüchern, um uns frisch zu machen, versorgt. Innerhalb von wenigen Minuten erhalten wir unsere Bordkarte, und können das Zelt verlassen. Die Pier vor dem Schiff ist nass, offensichtlich hat es vor kurzem erst Geregnet. Wir gehen gleich an Bord der mein Schiff 1 um als erstes unsere Kabine zu suchen, Deck 5 Kabine Nr. 5052. Der Eingang zum Schiff befindet sich auf Deck 3, wir müssen also im Treppenhaus zwei Decks nach oben gehen. Auf diesem Deck befindet sich auch die Rezeption, daneben das Bordreisebüro und weiter nach hinten das Atlantik-Restaurant. Unsere Kabine befindet sich in nächster Nähe der Rezeption, gespannt sehen wir hinein und sind angenehm überrascht von der Größe wie auch von der Ansicht der Kabine.
Da unsere Koffer erst später gebracht werden, entschliessen wir uns einen Erkundungsgang über`s Schiff zu machen. Im Grill-Restaurant auf Deck 11 (Pooldeck) essen wir eine Currywurst mit Pommes, die Wurst war recht gut, aber die Curry-Sauce dazu war grandios scharf. Im Anschluß sitzen wir noch am Pooldeck um uns die Zeit mit einem Glas Franziskaner Weizen zu vertreiben, vor uns an der Pier lag die Ventura von P&O (Englische Reederei, gehört aber zu Carnival Cruise Line) mit seinen 115.000 BRZ ein Riesenschiff. Was wir damals nicht wußten, daß die Ventura und ihr Schwester-schiff die gleich große Azura fast das ganze Jahr ihren Heimathafen hier auf Barbados haben. Von hier starten sie ihre ganzjährigen Karibikkreuzfahrten, die Azura werden wir später auf unserer Fahrt in Curacao sehen. Hier auf Barbados muß es vor kurzem noch geregnet haben. Die Anlegestelle vor dem Schiff, bei den riesigen Containern wie auch hier an Bord an den offenen Decks ist alles nass.

Um 21:15 war noch eine Seenotrettungs-Übung angesagt, zu der wir gehen müssen. Wir sind eigentlich schon richtig müde, denn nach deutscher Zeit ist es immerhin schon 3:00 morgens. Aber es ist Pflicht daran teil zunehmen, um auch für einen eventuellen See-Rettungs-Notfall gerüstet zu sein. Endlich um 22:30 Ortszeit nach einem kurzen Drink beim tradionellen Gäste-Empfang durch die Kreuzfahrtdirektorin Susann Fabiero auf dem Pooldeck, fallen wir total geschafft ins Bett. Um 23:15 laufen die Schiffsmotoren an, und das große Schiff nimmt unmerklich Fahrt in Richtung der Insel Dominica auf. Sanft und leise gleitet das Schiff dahin. Außer einem leichten Brummeln der Motoren merkt fast nicht, dass es fährt, und so schlafen wir tief und fest bis zum nächsten Morgen.

Samstag, 16. Februar 2013

Es ist 7:30 als wir aufstehen, die Nacht war ruhig und wir haben ausgezeichnet geschlafen. Der gestrige Tag war sehr interressant aber auch anstrengend. Wir ziehen die Rolladen in unserer Kabine hoch, und sehen die Insel St. Lucia an uns vorbei-ziehen. Man erkennt sie gut an den Zwillingsbergen, den Petit und den Grand Piton, beide Berge haben die Form eines Zuckerhutes.

Wir gehen sogleich auf das Pooldeck um ein paar schöne Fotos von der an uns vorbei gleitenden Insel zu machen. Anschließend gehen wir in die Kabine zurück und machen uns fertig für unser erstes Frühstück im Bedienungs-Restaurant Atlantik. Die Auswahl an angebotenem Essen ist riesig, aber wir fangen erst mal klein an, wir haben auch nicht viel Zeit, denn um 9:30 beginnt ein Informationvortrag im Theater über unsern geplanten Ausflug am Sonntag auf Dominica. Der Vortrag selber war nicht besonders Interressant.
Danach ziehen wir die Badehose bzw. Bikini unter unsere Bordbekleidung an, um auf Deck 11 dem Pooldeck unsere erste Sonne und auch die leichte Brise die an Deck bläst zu geniessen. Es ist zeitweise sehr wolkig, aber die Temperatur bleibt bei ca 28° stehen. Irgendwann meldet sich unser Kapitän (Dimitris S. Papatsatsis ein gebürtiger Hamburger, heute wohnhaft in Igoumenitsa – Griechenland) mit einer Durchsage. Er weist die Kreuzfahrtgäste darauf hin, daß trotz mangelnder Sonne mit einem Sonnen oder Windbrand zu rechnen ist. Mit ein bis zwei Strawberry Kiss Cocktails lassen wir den Horizont an uns vorbeiziehen.

Etwas später am Nachmittag taucht plötzlich eine Nebelwand auf, daß wir schon glauben, zu Hause in Deutschland zu sein. Und innerhalb von ein paar Minuten vertreibt uns ein starker Wolkenbruch vom Pooldeck. Nach ein paar Minuten ist der Regenschauer schon wieder vorbei, und das Deck ist restlos leer.
Es gibt auf der mein Schiff 1 ausgezeichneten Kuchen zum Essen. Wir wollten unbedingt noch eine Tasse Kaffee trinken und dazu ein Stück Kuchen probieren. Wir suchen die Nasch-Bar auf Deck 6 auf, aber leider war unsere Information wohl falsch. Hier gibt es wohl Exclusive Pralinen zu kaufen, aber keinen Kuchen. Also suchen wir weiter, unterwegs trafen wir eine Frau mit Kuchenstücken auf ihrem Teller, die wir sogleich nach der Herkunft der süssen Stückchen fragten. Im Ankelmann dem Büffetrestaurant gibt es welchen, war ihre Auskunft: wir gehen also los (mittlererweile ist es schon 15:30 geworden – also kurz vor knapp), gute Zehn Minuten später waren schon alle Kuchen weggeräumt. Die Buffetauslagen werden für das kommende Abendessen vorbereitet. Das mit dem Kuchen essen war uns wohl später nicht mehr nicht so wichtig, meines Wissens haben wir die folgenden 14 Tage keinen einzigen Kuchen mehr gegessen.
Unser Abendessen nehmen wir auch heute im Bedienungs-Restaurant Atlantik ein, wir werden von einer Gastgeberin (Gästebetreuerin in allen Restaurants) zu einem Tisch geleitet. Der für uns zuständige Tisch-Stewart bringt uns die Menükarte, in der man aus 3 Menü`s sein persöhnliches 5 Gänge Menü auswählen kann. Der Weinsommelier bringt uns eine Weinkarte mit ausgsuchten Edlen Tropfen, oder auf Wunsch einen Hauswein der ebenfalls sehr gut schmeckt. Nach dem Essen gehen wir noch auf Deck 11, hier gibt es Tropische Klänge mit der Band Alegria Tropical. Wir geniesen ein bis zwei Cuba Libres, auf dem Heimweg lernen wir in der Tui-Bar auf Deck 6 die Bordband der mein Schiff 1 kennen. Die Shipping Wizzards sind eine ausgezeichnete Tanzkapelle mit einer hübschen Sängerin die dazu noch eine schöne Stimme hat.
Gegen 22:45 gehen wir endgültig in unsere Kabine zurück.

Sonntag, 17. Februar 2013

Es ist Ankunft in Dominica, seit vielleicht einer halben Stunde liegen wir am Anleger von Roseau der Hauptstadt der kleinen Karibikinsel Dominica. Wir stehen um 7:00 Früh auf, denn um 9:15 beginnt schon unser Ausflug in den Regenwald und zu den Schwefelquellen. Der Himmel ist heute Morgen stark bewölkt und so beschliessen wir nach unserem ausgiebigen Frühstück im Atlantik-Restaurant, doch noch unsere nagelneuen Regenjacken in den Rucksack zu packen.

Wir verlassen das Schiff und gehen auf der langen Reede zur Uferpromenade, hier wartet ein Kleinbus mit Platz für etwa 10 – 12 Personen auf uns. Kaum sind wir losgefahren, fängt es leider schon an zu regnen, die einstündige Fahrt führt uns durch den Regenwald der kleinen Insel. Auf engen Strassen mit Steigungen von bestimmt über 20 Prozent und spitzen Kehren geht unsere Fahrt immer weiter nach Oben. Und der Regen wird immer stärker. An unserem ersten Ziel angekommen können wir uns zuerst gar nicht entschliessen, überhaupt aus dem Kleinbus auszusteigen. Nach kurzer Bedenkzeit stapfen wir doch noch durch den Regenwald, der seinem Namen wirklich alle Ehre machte, und erreichen nasstriefend den Titou Gorge, auf den ersten Blick ist es ein kleines Wasserbecken – das zwischen engen Felsen nach etwa 30 Metern zu einem Wasserfall führen soll. Einige unser Ausflugs-Teilnehmer schwimmen tatsächlich in dem nur ca. 19° kühlen Wasser durch die Engstelle bis zum Wasserfall. Wir anderen haben unter einen Holzdach vor dem Regen Schutz gesucht. Anschliessend fahren wir wieder Talabwärts bis zum Wotten Waven, der Himmel tut sich jetzt wieder auf, so dass an unserem nächsten Ziel die Sonne wieder lacht.

Wotten Waven das ist ein Thermalbecken mitten im Tropenwald mit wirklich angenehmen Wassertemperaturen ca. 32°. In einer Hütte ziehen wir uns um und gehen alle in das schwefelhaltige Wasser, hier vergnügen wir uns mindestens eine Stunde lang darin. Das Wasser roch natürlich nach faulen Eiern, was aber niemand wirklich störte. Danach gehen wir zwischen den schönen Blumen und Sträuchern die steilen Treppenstufen wieder hinauf, um in einer Taverne unseren ersten Rumpunsch auf dieser Reise zu geniessen. Zwischen grünen Blättern habe ich einen wunderschönen ebenfalls grünen Leguan gesehen, man muß schon genau hinschauen um ihn zwischen den Blättern zu erkennen. Mir gelang dabei mit dem Teleobjektiv eine tolle Fotoaufnahme von dem Reptil.

Danach brachte uns unsere Fahrerin, eine nette Einheimische wieder sicher zurück zum Schiff. Auf Deck 11 unserm Sonnendeck geniesen wir noch eine Tasse Cappuchino und die warme Sonne. Zweimal mussten wir noch vor dem Regen unter Deck fliehen. Etwas später verließen wir das Schiff nochmals auf eigene Faust um Roseau, die Hauptstadt der Insel zu erkunden. Wir streiften durch die engen Strassen, standen auf der Straße vor dem Gouverneurspalast und besuchen das Fort Young Hotel das beste Hotel hier am Platz. Zum Schluss erzählte uns ein einheimischer Busfahrer, der einen bunten Karibischem Bus fuhr, noch einiges von dieser grünen Insel. Dominica ist eine fruchtbare sehr bergige aber auch eine arme Insel, die nur ein paarmal im Jahr von Kreuzfahrtschiffen besucht wird. Wovon wir uns selbst überzeugen konnten, denn wir waren das einzige Kreuzfahrt-Schiff hier. Gegen 18:00 verliessen wir die grüne Dank Ihrer Pflanzen und Tierwelt üppige Insel.

Haus des Premierminister

Ca. eine Stunde später gingen wir ins Atlantik-Restaurant zum Abendessen. Als heutige Tischnachbarn haben wir ein junges Pärchen aus Aalen, wir geniessen ein leckeres Menü, plus sehr angenehmer Unterhaltung mit den beiden. Sie erzählten von Ihrem heutigen Ausflug mit einem Motor-Katamaran hinaus auf`s Meer zu den Delphinen und Walen. Im Gegensatz zu uns hatten sie keinen Regen, trotz der geringen Entfernung zur Insel hatten Sie wohl ein ganz anderes Wetter wie wir. Sie erzählten daß sie im Anschluß an diese Kreuzfahrt noch eine Anschlußwoche in der Dominikanischen Republik verbringen werden. Nach dem Essen gehen wir noch zur Poolbar um mit ein paar Cocktails, Cuba Libres und schöner Karibischer Musik den heutigen Abend ausklingen zu lassen.
Gegen 23:00 Uhr fallen wir ins Bett, und schlafen wie die Murmeltiere.

Montag, 18. Februar 2013

Um 6:30 stehen wir schon wieder auf, denn unser Schiff ankert bereits in der Inselhaupstadt St. Johns auf Antigua. Nach unserem sehr reichhaltigen Frühstück startet schon unser Ausflug um 8:15 zu der historischen Inselfahrt. Mit einem Kleinbus für ca. 20 Personen geht es durch die Strassen von St. Johns zu verschiedenen Aussichtspunkten auf der Insel, darunter die ehemaligen Festung Shirley Heights (an klaren Tagen kann man hier bis Guadeloupe und Montserrat sehen) man sieht auch auf die reizvolle Bucht Falmouth Habour hinunter und dem historischen Marinestützpunkt Nelson Dockyard am English Harbour.


(Die geschützte Bucht bietet einen der wenigen sicheren karibischen Naturhäfen und war ab 1780 Basisstation von Admiral Horatio Nelson).

In einer anderen Bucht direkt beim Yachthafen ankert der Großsegler Wind-Surf, er ist ein Hightech-Segler mit computergesteuerter Segel-technik. Nebenbei ist er einer der grössten Segelschiffe der Welt mit 187 Meter Länge, auf ihm finden auf sieben Decks 300 Passagiere und 200 Crew-Mitglieder ihren Platz. Wir konnten ihn am Ende unserer Reise im Hafen von St. George auf Grenada wiedersehen.


Antigua selbst ist eine relativ flache Insel, aber es gibt 365 traumhafte Strände, tolle Ausblicke auf der Insel, auf den Atlantik sowie auf das Karibische Meer. Hier finden im Mai internationale Segelregatten statt, mit schönen Segeljachten, wie wir uns selbst überzeugen konnten. Hier lagen auch heute Segelschiffe aus aller Welt an der Pier, die wohl einige hundertausend Euro wert waren. Die meisten Segler hier kommen aus England, wie an ihren Nationalflaggen zu sehen ist. Im Anschluß suchten wir das ehemalige Werft-Dock auf, und das frühere Wohnhaus des Admirals Horatio Nelson, das heute als Museum dient. Mit einen Rumpunsch endete unser Besuch am English Habour, dann ist unsere Zeit hier auch herum, unser Bus wartet schon auf uns.


Was mir hier auf der Insel stark auffällt, es gibt eine Unmenge an Autos, neuwertige sowie Schrottautos die überall auf den Grundstücken herumstanden. Auch die Häuser waren stark unterschiedlich, einmal beinahe Luxuriös, dann wieder sehr einfach. Durch Zufall hörte ich später einmal, dass Silvio Berlusconi der Italienische Ministerpräsident und Möchtegern Gigolo sowie der Sänger Eric Clapton hier auf der Insel eine Villa besitzen.
Wir konnten uns auch überzeugen, daß es in der Karibik und besonders auch hier auf dieser Insel viele Glaubens-Richtungen, viele Kirchen/Religionen gibt, wobei die Katholische Kirche sehr wohl in der Minderheit ist, sie liegt bei etwa 20 Prozent.

Um die Mittagszeit kommen wir wieder in der Hauptstadt Saint John`s bei unserem Schiff an, das inzwischen schöne Gesellschaft bekommen hat. Die MSC Lirica ist links von uns an unserer Pier und die Celebrity Eclipse, ein wunderschönes Schiff das ebenfalls wie wir aus der Mayer-Werft in Papenburg stammt, liegt an einer anderen Pier gleich daneben. Die MSC Lirica ist etwas kleiner als wir, dagegen die Eclipse ist gut eineinhalb mal so gross wie die – Mein Schiff 1 – dazu noch fast neuwertig. Etwas müde und geschafft legen wir uns aufs Pooldeck und geniessen die warme Sonne.

Zwischendurch holen wir uns noch was zu Trinken, und ich esse noch eine Currywurst bei meinem bayrischen Freund, einem jungen Koch am Grill 24. Anschliessend hole ich mir noch ein Eis am Eisstand, und vergesse dabei meine Gattin zu fragen ob sie ebenfalls ein Eis will (einfach doof). Gegen 15:30 beschliessen wir, nochmals von Bord zu gehen um ins Städtchen St. Johns, und durch die Fussgängerzone zu schlendern. Es ist durch die anwesenden drei Kreuzfahrtschiffe hier sehr lebhaft, wir bringen noch ein paar Foto-Schnappschüsse sowie ein Käppi mit einem Emblem von Antigua mit zurück an Bord. Anschliessend gehen wir nochmals aufs Sonnendeck zurück um noch einen Cappuccino zu schlürfen und liegen faul in der Sonne. Um 18:00 kurz nach der Celebrity Eclipse verlässt unser Schiff den Hafen von St. Johns, nur die MSC Lirica liegt noch im Hafen.
Sobald das Schiff volle Fahrt aufgenommen hat, gehen wir in unsere Kabine zurück und machen uns zum Abendessen fertig. Auch heute gehen wir in`s Atlantik-Restaurant zum Essen. Wieder mal ganz lecker gegessen, voll und faul lassen wir den heutigen Tag bei einigen Cocktails und CubaLibre`s ausklingen. Dieser relativ kurze Inselbericht sollte natürlich nicht darüber hinweg täuschen, dass Antigua eine der schönsten Inseln in der Karibik ist, was sicherlich unbestritten ist. Im Laufe des Abends war noch über die Lautsprecher eine Ansage unseres Kapitäns zu hören, dass wir wegen gesundheitlicher Probleme eines Passagiers im Eilzugtempo nach St. Maarten fahren würden, und diese Insel schon gegen 2:00 Morgens erreichen werden.

Dienstag, 19.02.2013

Hallo Sint Marteen oder Saint Martin wie die Insel auf Holländisch oder Französisch heißt.

Ja, wieder aufstehen schon um 6:30, Frühstücken und um 8:10 zum Treffpunkt im Theater gehen. Wer hier glaubt dass er im Urlaub ist, der täuscht sich ganz schwer. Aber wir haben trotzdem unser Morgendliches Frühstück genossen, das wie gewohnt sehr reichhaltig, und wenn gewünscht, auch mit Sekt und Kaviar war. Aber wir wollten ja schließlich von der Karibik etwas sehen. Heute machen wir eine Rundfahrt von Philipsburg wo unser Schiff liegt, zuerst durch den Holländischen sowie durch den französischen Teil der Insel einschliesslich dem Besuch einer Schmetterlings-Farm.
Zu den Schiffen die schon neben uns lagen, komme ich noch später. Die ersten Kilometer mit dem Bus waren enttäuschend, wir fuhren durch irgend welche Kleinstadtstrassen, hier war kein Hauch von Karibik zu spüren. Etwas später fuhren wir über Serpentinen eine Anhöhe hoch entlang der Great Bay – hier war der Ausblick auf die im Hafen liegenden riesigen Schiffe doch sehr schön. Oben auf der Bergkuppe angekommen konnten wir auf eine andere Bucht die Simpson Bay inklusive des legendären Flughafens von Sint Marteen blicken, (dem Princess Juliana International Airport). Diese Ausblicke versöhnten mich wieder.

Wenig später erreichten wir die Grenze zwischem dem Holländischen und Französichen Teil der Insel. Nur ein kleiner Obelisk mit den Jahreszahlen 1648-1948 deutet auf die Grenze hin.

Die heutige französisch-niederländische Landgrenze wurde durch den Vertrag von Concordia am 23. März 1648 festgelegt.

Als erstes kommen wir nach Marigot, der mit nur 5700 Einwohnern kleinen Hauptstadt des französischen Teils der Insel. Natürlich brauchten wir keinen Ausweis zum Übertritt in den anderen Teil der Insel. Marigot war sehr gepflegt und schön. Es gibt viele Häuser die im Kolonialstil gebaut sind. Sogar ein netter Yachthafen ist hier zu finden. Auf einem kleinen Marktplatz stehen einige Verkaufsbuden, wo Kleidung, Taschen, Badetücher und Souveniers angeboten werden. Bei einem Franzosen der schon über 20 Jahre hier auf der Insel lebt, kaufen wir einen wunderschönen Schmetterling, der aus einer Kokusschale gefertigt wurde. Gleich daneben war ein Stand wo ein Einheimischer Zuckerrohr zum Essen anbot. Weiter geht unsere Fahrt vorbei am Französischen Airport de Saint Martin Grand Case.

Nach ein paar weiteren Kilometern haben wir unser nächstes Ziel erreicht, eine kleine Schmetterlingsfarm an der Ostküste der Insel in Quartier D’Orleans.

Hier war ich leider leicht enttäuscht, denn die Farm war viel kleiner als ich erwartet hatte und die Schmetterlinge waren auch nicht sonderlich kooperativ. Mit einem Wort: die Artenvielfalt war nicht allzuhoch, und außer einer bestimmten Art, ließen sie sich kaum fotografieren. Dagegen die Grösse vieler Arten war schon beeindruckend, vor uns in der Gruppe war ein Mann auf den sich eine Art von Schmetterlinge stürzte. Es waren um die 8 Stück die sich auf seinem Rücken tummelten, um was für Wohlgerüche es sich bei ihm handelte, konnten wir leider nicht feststellen. Meine Frau trug heute frühlingshafte Farben in der selbigen Absicht, aber leider ohne sichtbaren Erfolg. Zum Abschluss gab`s hier noch einen Rumpunsch, danach fuhren wir zum Schiff zurück.

Nun möchte ich kurz auf die anderen Schiffe eingehen die in der Great Bay standen – es waren außer uns fünf andere Schiffe hier. Der Grösse nach: die Nummer 2 und die Nummer 3 der Weltmeere: Mit Namen Norwegian Epic und von Royal Caribbean die Indepedence of the Seas sowie die neuste von Celebrity, die Reflection, die erst vor einigen Monaten aus der Mayer-Werft entlassen wurde. Jedes dieser Schiffe war in jeder Hinsicht um vieles grösser als wir. Dazu noch alte Bekannte, die Eclipse von Celebrity und die Vision of the Seas von Royal Caribbean, die wir erst gestern in Antigua gesehen haben.

Kurz am Pooldeck stärken wir uns mit einer Currywurst und Panini bei unserem bayerischen Koch am Griil 24. Wir wollen heute Nachmittag noch zum Flughafen Princess Juliana International Airport fahren um dieses wohl einmalige Erlebnis einmal zu geniessen – unmittelbar über unseren Köpfen die Starts und Landungen grosser Flugzeuge. Dazu packen wir noch Badehose und Handtücher ein. Als erstes gehten wir zum Taxistand, sie sind nicht ganz billig, 10 US-Dollar wollen die Jungs für ein Sammeltaxi – nur für die Hinfahrt. Gemeinsam mit einem anderen Pärchen fahren wir dann los. Als wir beinahe am Ziel angekommen sind, geht gerade ein Jumbo-Jet hoch, zwei Minuten zu früh. Aber egal – auch bei den kleineren Jets, wenn man genau in der Start- oder Landespur steht, geht man freiwillig auf die Seite. Der aufgewirbelte Sand der startenden Maschinen ist nicht angenehm. Zum Landen kamen normale grosse Jets aber auch Privatflugzeuge, sowie Maschinen von anderen Inseln. Der Höhenabstand geschätzte 8 bis 10 Meter bis zum Strand, das war schon toll. Zum Schwimmen kamen wir nicht, die Brandungswellen waren uns zu gross, vielleicht von den Flugzeugen ?. Wir haben Spass am Zuschauen. Um 15:00 treffen wir uns mit dem Pärchen zur Rückfahrt mit dem Taxi: Kosten 8 Dollar.

Zurück an Bord legen wir uns auf dem Pooldeck nochmal in die Sonne und trinken noch einen Cappuccino. Die Norwegian Epic und die Celebrity Reflection verlassen uns als erstes. Wir gehen zum Duschen in die Kabine und um uns zum Abendessen vorzubereiten. Dazwischen wollte sich meine Frau einen Nespresso gönnen, nur leider klappte das wieder nicht, (Die Schiffe der mein Schiff-flotte haben alle eine Nespresso-Maschine auf der Kabine) ich holte mir Rat an der Rezeption, was leider peinlich wurde. Die Kaffee-Maschine hatte noch einen eigenen Einschalter, den die Frau halt wieder nicht gesehen hatte. Nun gegen 19:00 gingen wir ins Atlantik-Restaurant zum 5-Gänge Menü schlemmen. Im Anschluß gehen wir nochmal auf`s Pooldeck hier ist heute Abend eine Poolparty „Karibische Nacht“ mit Alegria Tropical. Um 21:30 wird ein Früchte & Schokoladenbuffet eröffnet.

Mit karibischen Klängen am Pooldeck lassen wir den heutigen Tag ausklingen. Gegen 22:45 gehen wir in unsere Kabine zurück, der Tag war sehr anspruchsvoll.

Mittwoch, 20.02.2013

Heute ist Ankunft auf den British Virgin Islands, einem Steuerparadies wie wir später hörten. Schade ich hätte wohl auch ein paar Euros angelegt. Aber Spass beiseite: Wir sind um 6:45 aus den Federn das ist fast zu spät, denn uns waschen, gut frühstücken und um 8:00 beim Treffpunkt zum Ausflug im Theater zu sein – das wird eng. Aber wir haben`s trotzdem geschafft, und so gehen wir mit unserer Gruppe zu einem Motor-Katamaran, der uns hier von der Hauptstadt Tortola zu der Insel Virgin Gorda bringt. Das ist eine der kleinen Inseln, die im 16/17 Jahrhundert Stützpunkte der Karibischen Piraten waren, unser Ziel war The Baths ein traumhafter Strand der durch riesige Granitfelsen in lauter kleine Buchten unterteilt ist.

Zuerst fuhren wir mit einer Art Safari-Bus in Richtung Strand, anschließend ging es einige hundert Meter über einen Trampelpfad durchs Gebüsch und riesige Granit-steine. Eigentlich wollten wir hier zum Baden, aber die Stärke der Brandung hier hat uns Respekt eingeflösst. So sind wir dann über den Strand gewandert und durch die Felsen geschlüpft, die Nebeneinander und Übereinander lagen.

Durch einige Felsenformationen musste man schon kriechen oder durchs Wasser steigen um hier durch zu kommen. So verbrachten wir ca. 2 Std. mit viel Spass. Wir hatten vom Schiff sogar Badetücher dabei und legten sie ganz oben am Rand des Strandes aus. Wir saßen noch keine 2 Minuten hier, da kam eine große Welle machte unseren Liegeplatz mit Decke komplett nass, wir waren klitschnass so dass wir unsere Sachen zum Trocknen auf einen großen Stein legen mussten. Die Brandung war ziemlich heftig so daß wir hier auf Baden verzichteten, trotz allem hatten andere Leute ein großes Vergnügen daran in die Brandung zu springen. Das ging nicht immer gut, wir konnten ein Rettungsboot beim Versorgen eines Verletzten sehen. Anschließend tranken wir in einer Strandbar noch ein Bier, danach ging es über den Trampelpfad den Weg zurück. Bei einem netten Restaurant konnten wir uns noch unsere Füße waschen.

Zum Abschluss brachte der Safaribus uns zurück zu unserer Fähre und diese uns nach zwanzigminütiger schaukelnder Fahrt auf unser Schiff zurück. Dort wurden wir von einem Einheimischen Gitarre-Spieler begrüßt.
Während unserer Abwesenheit hatten wir an der Pier Gesellschaft bekommen, von der Costa Luminosa die etwa gleich gross wie wir, aber bestimmt nicht schöner war. Leicht hungrig und durstig entscheiden wir uns heute für`s La Vela, den Italiener auf Deck 11, um eine Pizza zu essen. Es war gut gefüllt hier, wir bestellten dann an der Theke die gewünschte Pizza, und suchten uns dann einen freien Sitzplatz. Nach geraumer Zeit kamen immer wieder Ober mit den von den Gästen bestellten Pizzen vorbei, aber leider nicht die unsere. Irgendwann bekam meine Frau ihre Pizza, und nachdem sie gegessen war, verliessen wir das Lokal, da zwischenzeitlich die Kellner schon einige Pizzen wieder woanders verteilt hatten. Ich wollte dann am Pooldeck noch eine Currywurst essen, aber die Warteschlange am Grill 24 war mir zu gross. Als Trost bekam ich von meiner Gattin noch einen Strawberry Kiss (Alkoholfrei) serviert, mein Leibgetränk untertags. So gegen 16 Uhr konnte ich nun meine Currywurst mit Pommes zu mir nehmen. Mittlerweile ist es leicht bewölkt aber mit 27° immer noch sehr warm.

Etwas Später gehen wir noch in die Tapas-Bar am Heck des Schiffes wo meine Gattin ein Glas Wein und ich ein Franziskaner-Weizen schlürfe. Inzwischen legt die Costa ab und wenig später sind auch wir wieder unterwegs.
Auf Wiedersehen Tortola!.
Wie immer geht es ins Atlantik zum 5 Gänge-Menü, und anschliessend zu einem Ab-sacker in die Unverzichtbar auf dem Pooldeck und irgendwann ins Bett.

Donnerstag, 21. Februar 2013

Heute ist Seetag ! Um ca. 6:00 morgens hätten wir Puerto Rico sehen können, wenn das Bett nicht so schön gewesen wäre. Endlich einmal länger schlafen und noch ausgiebiger Frühstücken als sonst, mit Sekt und Kaviar. Gegen 10:00 gehen wir auf`s Sonnendeck, man glaubt es nicht, keine einzige Liege frei. Auf Deck 12 grabschen wir noch zwei freie Liegen zusammen und schmachten bei jetzt schon 27° in der prallen Sonne. Etwas später kommt ein Poolboy mit einem Wagen und sammelt alle Handtücher von Liegen ein, die von einigen Gästen schon in aller Frühe belegt wurden. Nachdem sie an die zwei Stunden nicht belegt waren, werden sie jetzt abgeräumt. Darunter auch von zwei alten Damen, die so langsam gegen 1/2 11 Uhr ihre im voraus belegten Liegen einnehmen wollten – ihre Schattenplätze waren jetzt weg und leere Liegeplätze gab es nur in der Sonne, dazu ein Streitgespräch mit einem anderen Gast als Sie ihre Schattenplätze für sich reklamierten. Um 1/2 12 Uhr verlassen auch wir das viel zu sonnige Deck und gehen ein Deck tiefer in den Schatten. So verlief dann der Nachmittag mit Cappuccino und einigen Strawberry Kiss, am Spätnachmittag zogen wir noch weiter ins Tapas (Heckbar) zu einem Glas Weizen und ein Glas Wein für die Gattin.

Um 18:00 wollte ich noch zu einem Vortrag über Christoph Kolumbus der im Konferenzraum statt finden soll, über eine Stunde referierte die Lektorin über den Entdecker Amerikas Christopher Kolumbus.
Meine Frau und ich treffen uns dann vor dem Atlantikrestaurant, das unser Stamm-restaurant geworden. Das Essen war wie immer köstlich, jedenfalls sagt das meine Frau immer. Nach einem Besuch in der heutigen Show Genesis (die Erschaffung der Welt) im Theater, hier finden an die 900 Passagiere Platz, und ein paar Cuba Libre beschliessen wir den heutigen Abend.

Freitag, 22. Februar 2013

Aufstehn, es ist 6:15 und wir liegen im Hafen von La Romana / in der Dom Rep. Nach dem Frühstück wollen wir nach Caso de Campo, einem riesigen Feriendorf in dem die amerikanische Prominenz darunter auch die Clintons und die Bush ihren Urlaub verbringen. Der aus Naturstein im Stil eines mediterranen Dorfes aus dem 16. Jahr-hundert errichtete Ort Altos de Chavón liegt einige Meter hoch über dem Fluß Chavon. Mit unserem Bus brauchen wir eine 1/2 Stunde dahin, auf gepflegten Strassen und schönen Palmen am Strassenrand, man erkennt hier, es ist alles Privatgelände, sehr gepflegt. Als erstes besuchen wir eine kleine Weberei, wo uns ein Einheimischer Mitarbeiter seinen Webstuhl und die Sachen die er auf ihm fertigt zeigt.

Das mediterrane Dorf ist sehr schön mit einem grossen Amphitheater und einigen tausend Sitzplätzen. Zur Einweihung des Dorfes im Jahr 1982 gab Frank Sinatra hier ein Konzert vor Tausenden Besuchern. Am Markplatz steht die kleine Kirche St. Stanislaus mit einem offenen Glockenturm (Sie ist ein der schönsten Kirchen der Dominikanischen Republik). Auf dem Platz präsentieren sich ein paar Tanzgruppen in landesüblicher Tracht, für ein Trinkgeld wollen sie sich fotografieren lassen.

Etwas später fahren wir noch zum Fluss und steigen auf ein großes Floss das mit 2 Außenbordmotoren angetrieben wird, und uns 1 Stunde lang den Rio Chavon auf und ab schippert, dazu gibt es einige Gläser mit Cuba Libre zum Trinken.
(Geplant war unsere Fahrt mit einem nachgebauten Mississippi-Raddampfer, der aber leider seit einigen Wochen kaputt war).

Der Kapitän hat zwei hübsche Töchter, die zeigen uns bei schöner karibischer Musik wie in der Dom Rep. die Hüften und Po`s rhythmisch bewegt werden. Einige unserer Gäste versuchen ebenfalls ihr Glück beim Bewegen der Hintern, was aber meistens mißlingt. Nach der Bootstour bekommen wir alle vom Kapitän und seinen Töchtern eine kleine Flasche Rum geschenkt.
(die uns leider bei unserer Abreise auf Barbados vom dortigen Zoll geklaut wird)

Gegen Mittag kehren wir zum Schiff zurück, bei Essen, Kaffee und Eiskrem lassen wir den Nachmittag vorbei ziehen. Zwischenzeitlich sieht man immer wieder neue Gäste die frisch angekommen sind, über`s Pooldeck gehen. (Hier in La Romana ist der erste Teil der Kreuzfahrt zu Ende, und es beginnt die südliche Karibikkreuzfahrt). Beim Abendessen im Atlantik-Restaurant sind plötzlich alle Service-Stewart Seiten-verkehrt zur Arbeit eingesetzt. Bei einem späteren Gespräch mit dem Maitre – das ist der Chef vom Atlantik-Restaurant, der uns auf irgendwelche Weise in sein Herz geschlossen hat – erfahren wir, um alle Mitarbeiter gleichmässig zu belasten, müssen alle Kellner nach 14 Tagen von einer vielleicht ruhigen Arbeitsstelle in einen Brennpunkt rotieren. So ist gewährleistet, das alle Mitarbeiter es einmal locker oder aber Stress haben.
Heute um 20:00 ist wieder eine Seenot-Rettungs-Übung für die Passagiere in Hinblick auf die neuen Gäste angesagt. Aber Pflicht für alle, danach ist um 21:30 Sektempfang mit demKapitän für alle – mit Musik und einer Poolshow als Einstieg für die neuen Gäste.
Zum heutigen Abendabschluss haben wir noch ein paar Cocktails und Cuba Libre getrunken, und gehen gegen 23:00 ins Bett.

Samstag, 23.02.2013

Heute fahren wir nach Süden in Richtung Südamerika, das heißt es ist Seetag. Wir haben einen für unsere bisherigen Verhältnisse starken Seegang, den wir bis heute noch nicht kennengelernt haben. So gehen wir ohne Hektik zum Frühstücken ins Atlantik, die liebe Sabine eine für uns zuständige Gastgeberin begrüßt uns wie jeden Morgen, wir lassen uns das reichhaltige Frühstück schmecken. Gegen 10:00 gehen wir auf`s Pooldeck, wo trotz Seetag überraschender Weise genügend Liegen frei sind. Die Sonne brennt schon vom Himmel, es ist heißer als in der vergangenen Woche. Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen am Pooldeck und relaxen und geniessen nacheinander ein paar Cocktails, Eis sowie Cappuccino, wobei ich mehr zu einer heisser Schokolade umgestiegen bin. Wir gehen sogar zur Abkühlung in den Pool, obwohl ein starker Wind sogar am geschützten Pooldeck zu spüren ist.
Die Kreuzfahrtdirektorin stellt heute Vormittag am Pooldeck ihre Mitarbeiter und die Hotel-Offiziere vor, unter anderem auch die Gastgeber die uns in den Restaurants betreuen. Das Bord-Esemble kommt in toller ABBA-Kostümierung, und eine Sängerin trägt uns dazu die alten ABBA Lieder vor. Es herrscht eine tolle Stimmung an Bord.

Gegen 15:00 ist an der kleinen Tribüne zwischen den Pools wieder Eisskulpturen schnitzen von 2 Philippinischen Köchen. Wir haben heute den ganzen Tag schon einen beachtlichen Seegang. Wie immer am späten Nachmittag wechseln wir noch ins Tapas, um ein Glas Wein sowie ein Weizen zu trinken. Nach dem Abendessen gehen wir noch ins Theater, wo der Kapitän die neuen Gäste begrüsst, anschliessend gibt es eine neue Show „Ein Lied umgeht die Welt“. Mit viel Stimmung, singend und klatschend war es ein gelungener Abend.
So wurde es fast 23:00 Uhr, wo wir müde ins Bett fielen. Gute Nacht !

Sonntag, 24. Februar 2013

Gute Morgen Aruba: Wir sind in den frühen Morgenstunden in Oranjestad der Inselhauptstadt angekommen. Wie eine Spielzeugstadt präsentiert sich der Ort im Glanz vergangener Jahrhunderte. Wirklich toll, eine Farbenpracht, ein filigraner Baustil.
Heute können wir den Vormittag in Ruhe geniessen, unser Ausflug „Aruba zu Land und unter Wasser“ beginnt erst am Nachmittag. So machen wir einen kleinen Spaziergang in die Stadt hinein. Nach uns ist die Azura angekommen, ein mit lauter Engländern belegtes Schiff, dessen Schwesterschiff – die Ventura – lag mit uns gemeinsam in Barbados. Beide Schiffe sind wohl einiges grösser als wir. Nach unserem kleinen Stadtbummel haben wir noch ca. 1 Stunde am Sonnendeck verbracht, wo es heute stark windig war.

Um 12:30 Uhr geht es dann mit einem Bus übers Land nach Palm Beach – zu einer Bucht, wo wir von einem Zubringerboot abgeholt werden. Der Strand hier war toll und schneeweiss, ein wirkliches Gedicht. Die Fahrt mit dem Seaworld Explorer war dagegen eine Enttäuschung für uns, genauso wie 2005 in Ägypten. Es wird wohl das letzte Mal gewesen sein, dass wir unter Wasser gehen um Fische zu sehen. Zurück ging es dann mit dem Transferboot über das türkisfarbene Meer zum schneeweissen Strand, mit den tollen Hotels.

Danach fuhren wir weiter mit dem Bus über die Insel, die Vegetation war dürr und Trocken. Es gab wohl einige tausend Säulenkakteen, wir besuchten den Lighthouse Leuchtturm sowie die Natural Bridge – ein durch die Wellen geschaffenes Felsentor, die Brandung hier war Gigantisch, meterhohe Wellen preschten an die Felsenmauer. An einer anderen Stelle wieder fanden wir kleine Steintürmchen die Urlauber überall am Felsstrand gebaut haben, und zum Abschluss die Casibari Felsformation – das sind rundliche Felsenformationen, die ca. 20/30 Meter hoch waren – die einfach so in der Landschaft standen und wirklich Traumhaft aussahen. Nach dem kurzen Aufstieg auf einen der Felsen konnten wir von hier oben unser Schiff in der Ferne sehen.

Am späten Nachmittag kehren wir an Bord zurück, inzwischen war der Wind noch stärker geworden. Bei der Überschaubar am oberen Sonnendeck mussten wir schon unsere Gläser vor dem Wind halten, wir verzogen uns wieder ins windgeschützte Pooldeck. Um 18:00 lief dann die Azura aus, und wir wünschten den Engländern noch alles gute. Danach das übliche Ritual: Duschen, Stylen, Essen. Den Abend lassen wir mit einem Streifzug durch Bars und Musikdarbietungen ausklingen, zuzüglich einiger Cocktails.

Die Azura von P&O

Montag, 25.02.2013

Curacao: wir sind im Herzen der Holländischen ABC- Inseln angekommen, die Entfernung bis nach Venezuela beträgt vielleicht 40 Meilen.

Dafür heißt es aufstehen um 6:30. Nach dem ergiebigen Frühstück machen wir heute einen Ausflug mit der „Minibahn durch Willemstad„, ich denke so bekommt man am meisten von der Stadt zu sehen. Wir haben eine gut Deutsch sprechende „Französin“ die uns alles über das farbenprächtige Amsterdam der Karibik erzählt.

Wir besuchen das Fort Amsterdam, hier ist der Amtsitz des Gouverneurs sowie den schwimmenden Markt. Hier sind mittelgrosse Boote die mit frischen Obst und Gemüse sowie frischen Fisch von Venezuela für ein paar Tage rüberkommen, und ihre Waren verkaufen. Wir fahren durch die Strassen, sehen viele farbenfrohe Häuser und erfahren dass sie alle paar Jahre an der Aussenfassade wegen des verwendeten Muschel-Kalks renoviert werden müssen. Zum Schluss unseres Ausflugs gehen wir noch zu Fuss durch die farbenfrohe Stadt. Als wir über die Koningin Emmabrug gehen, die die Ortsteile Punda und Otrobanda verbindet ertönt plötzlich eine Glocke. In der Folge schwenkt die Pontonbrücke zur Seite, um ein Schiff vom Meer kommend in die innenliegende St. Anna Bay zu lassen.
Eine nette Episode nebenbei: Als die Glocke bimmelte und die Brücke sich bewegte rannte ein Ehepaar – ich glaube sie waren sogar von unserm Schiff – in grosser Panik von einer Brücken-seite zur anderen, offensichtlich hatten sie keine Ahnung was hier vor sich geht.

Hinter dieser Brücke geht es zum schwimmenden Mark und weiter hinten in ein riesiges natürliches Becken die St. Anna Bay. Hier ist ein grosser Gewerbehafen mit Containern und riesigen Öl- oder Gasbehältern und sonstigen Anlagen. Man darf nicht vergessen, Curacao ist ein grosses Versorgungszentrum für die gesamte holländische karibische Kolonie. Wir sind jetzt auf dem Heimweg zum Schiff, die Anlegestelle für die große Schiffe befindet sich ausserhalb dieses Hafenbeckens. So gehen wir in Ruhe am Wasser entlang, auf dem Weg sehen wir noch zwei Musiker in bunter karibischer Kleidung sitzen, so wie man sich die Straßen-Musiker hier vorstellt – ich konnte ein schönes Foto der beiden machen. Weiter gingen wir durch ein neues Geschäfts-zentrum, wo es einige Cafes zum Aufhalten gibt. Wir setzten uns in eines der Cafes und bestellten uns Cappuccino, und warteten, und warteten. Nach geraumer Zeit gingen wir weiter, da kaum noch Hoffnung für unseren Kaffee bestand. In einem Geschäft in der Auslage sahen wir den berühmten “ Curacao Likör“ in allen Farben.

Es waren nette Geschäfte in dieser Anlage, und wie wir später von einer Frau auf dem Schiff hörten, war dieses Geschäftszentrum höchstens zwei Jahre alt. Es gibt anscheinend doch Leute, die immer wieder mal in diesen Teil der Welt kommen. Kurz bevor wir unser Schiff betreten, sehe ich durch Zufall unsere Sabine die als Gast-geberin, uns im Atlantik-Restaurant betreut. Mit Ihrer Kollegin und einem Steward die jetzt anscheinend frei haben, und wie wir später von ihr hörten, zum Baden wollten. Inzwischen war es Mittag geworden und so laden wir unsere Sachen in der Kabine ab, und gehen hinauf zum Pooldeck um etwas zu essen, und später noch ein Eis und einen Strawberry Kiss zu geniessen.

Gegen Abend mache ich noch einige Panorama-Bilder von Willemstad, der Ortes ist einfach wunderschön. Nach dem Abendessen um 21:00 ist heute Poolparty angesagt: ein über 6 Meter langes Buffet mit Obst und Schokolade sowie geschnitzten Melonen und drei Eisskulpturen die von einer nachmittäglichen Eisschnitzerei die wir auch schon erleben konnten – kommen. Im Vordergrund leckere Obst-Spiesse die mit Schoko-oder Vanillesauce überzogen sind. Danach holten wir uns noch ein paar Cocktails und genossen die karibische Musik. Um 22.00 legte unser Musikdampfer ab. Bald darauf gingen wir ins heimische Bett.

Dienstag, 26. Februar 2013

Heute ist wieder Seetag, wir fahren Richtung Osten an der Küste von Venezuela entlang, unser nächstes Ziel ist die kleine Insel St. Lucia. Wir haben etwas länger geschlafen, und ausführlicher gefrühstückt, so mit allen Schikanen (inkl. Sekt – auf den Kaviar haben wir verzichtet ). Es ist 1/2 10 Uhr, die Sonne brennt schon vom Himmel, aber wir finden noch zwei freie Liegen und geniessen den Morgen. Im Laufe des Tages wird es aber immer heisser, mehr als 30° haben wir schon. Trotz des böigen Windes fast unerträglich, aber es gibt leider keine Schattenplätze mehr. Zwischendurch machen wir noch einen Spaziergang durch`s Schiff.

Das Atlantik-Restaurant beim Abendlichen Eindecken

Zwischen Swimming Pool und Cocktails trinken, so verbringen wir den halben Nachmittag. Um 1/2 5 Uhr wird noch ein Austern-Buffet am Pooldeck aufgebaut, mit Champagner, der war aber extra zu bezahlen. Es war toll anzuschauen, Berge von Austern ( im Restaurant Sylt-Gosch würde eine Auster 2 € kosten ) hier war sie umsonst, aber wir haben es nicht probiert. Es gab neugierige Gäste die sich einen ganzen Teller voller Austern holten, nach dem Probeschlürfen einer einzigen Auster den ganzen Teller stehen liessen, so sollte man es halt nicht machen, eigentlich schade drum.

Gut durchgebräunt verliessen wir dann um 18:00 das Pooldeck und machten uns zum Abendessen fertig. Mit Cuba Libre und Cocktails lassen wir dann den Abend ausklingen.

Mittwoch, 27. Februar 2013

Heute Morgen sind wir in St. Lucia angekommen, unsern Ganztages-Ausflug haben wir ja schon zu Hause gebucht: Zu Land und zu Wasser „. Nach dem Frühstück geht`s los, mit kleinen Bussen durch die Hauptstadt Castries.

re. Bild: Amtsitz der Gouverneurin von St. Lucia

Hier geht’s dann hinauf in die Berge, vorbei am Gouverneurspalast, wir erfreuen uns an der vielseitigen Vegetation. Auch eine Batik-Fabrikation, sowie eine Schule sehen wir von außen. Als erstes fahren wir nach Anse la Raye einem kleinen Fischerdorf, die Häuser dort sind alle klein, und die Bewohner arm, danach geht`s wieder rauf in die Berge in Serpentinen durch den Urwald, die Pitons sehen wir einige Male aus der Ferne.

Als erstes besuchen wir den Diamond Botanical Gardens, der sich mitten im Urwald befindet, hier ist die Luft sehr feucht, vorbei geht`s an einem schwefelhaltigen Bächlein. Weiter in den feuchten Tropischen Wald hinein kommen wir an einem kleinen Thermalbad mit mehreren Becken vorbei. Und noch einige hundert Meter haben wir den Diamond Falls erreicht. An seiner Felszeichnung im Hintergrund kann man erkennen daß er stark Eisenhaltig sein muß. Viele Blumen die wir zu Hause höchstens in Blumentöpfen pflegen, wachsen hier im Wald in ungeahnter Grösse und Schönheit. Der Park ist ein Gedicht – soviel an Blüte kennen wir sonst nur aus dem Treibhaus.

Weiter geht es zur Mourne Coubaril Estate Farm, wo aus Kokos dann Kopra gewonnen wird, Kakao wird hier ebenfalls verarbeitet. Hier können wir einige Sklaven-Hütten in ihrem Urzustand sehen.

Eine Führung durch die Plantage zeigte uns die Entstehung der Kakaobohne bis zur Herstellung der Schokolade, wie uns eine Einheimische Arbeiterin vorführt.

Am schönen Wohnhaus vorbei kommen wir zu einem Platz, wo Kokosnüsse gespalten und getrocknet werden.
(Die Kokosfasern werden für Matratzenfüllungen verwendet, aus den Kokosnuss-hälften wird das Nähr-gewebe nun Kopra genannt, gewonnen).
Auf dem Rückweg kommen wir jetzt an einem Mahlwerk vorbei, dessen Mühlstein wird von einem Pferd, das immer im Kreis läuft gedreht. Nun gehen wir wieder Richtung Eingang zurück, hier befindet sich eine Taverne wo unsere gesamte Gruppe seinen Platz findet. Wir bekommen hier ein kreolisches Mittagessen serviert, Zum Essen gibt es Hühnchen, Reis, Bohnen und Krautsalat.
Hier stellte sich heraus, dass unsere bisherige Ausflugstour falsch gelaufen war, anstatt dem Botanischer Garten waren die Schwefelquellen Inhalt unser Tour. Uns war es auch so recht, der Botanische Garten war toll anzuschauen, und die Quellen schauen wir danach noch im Eilzugtempo an, um auch noch ein paar Fotos von hier zu machen.

Die Sulphur Springs (Schwefelquellen) auf St. Lucia bilden die vulkanisch aktivste Region der Kleinen Antillen. Kochende Tümpel und ein stark beißender Schwefelgeruch (gemischt mit 95% Luftfeuchtigkeit) zeugen vom schlafenden Vulkan unter St. Lucia

Danach fuhren wir nach Soufriere – dem ältesten Ort der Insel, hier verbrachte Josefine – die spätere Gemahlin von Napoleon Bonaparte – einen Teil Ihrer Kindheit. Nachdem wir an der dortigen Anlegestelle einen Katamaran bestiegen hatten, fahren wir entlang der Küste Richtung Norden. Wir genossen die Sonne und den Wind, nach ca. einer halben Stunde legten wir in einer schönen Bucht an. An unserem Katamaran wurden Treppen ins Wasser gelassen, so konnte, wer wollte zum Schwimmen in das 26° warme Wasser. Ich musste auf Grund meiner Flügellahmheit (beidseitige Schulter OP) leider auf dieses Vergnügen verzichten. Meine Frau ging gerne ins Wasser, denn nach ein paar Schwimmzügen hatte sie schon wieder Boden unter den Füssen. Ein Einheimischer bot auf seinem Boot wunderschöne Muscheln zum Verkauf an, leider dürfen solche Muscheln nicht ausgeführt werden.
(Wenn der Zoll sie konfisziert, werden sie wohl dem Verkauf wieder zugeführt?).

Unser Aufenthalt hier dauerte eine gute Stunde, danach ging es weiter zur Marigot Bay eine wunderschöne Bucht, die heute als Jachthafen genutzt wird ( der Film Dr. Dolittle wurde hier gedreht ). Wir fuhren die Bucht wieder heraus, an der Küste entlang, vorbei an traumhaften Hotels in Richtung Castries, wo unser Schiff auf uns wartete. Vergessen sollte man den obligatorischen Rumpunsch nicht, der uns auf dem Katamaran gereicht wurde.

Mittlererweile war es schon halb fünf Nachmittags geworden, als wir auf der „Mein Schiff“ ankamen. So gingen wir gleich in unsere Kabine um uns zu duschen und für den Abend fertig zu machen.
Zum Essen gingen wir wie immer ins Atlantik-Restaurant, wo ein exellentes Menü auf uns wartete. Im Anschluß gehen wir ins Theater, wo heute Abend eine Musikrevue der 70er- Jahre geboten wurde, das Programm war toll anzuschauen. Etwas später gehen wir noch aufs Pooldeck um ein paar Drinks bzw. CubaLibre zu trinken, gegen 23:00 gingen wir dann ins Bett.

Donnerstag, 28. Februar 2013

Unser Schiff hat nun St. George die Hauptstadt von Grenada , somit die letzte Station unseres Karibik-trips erreicht. Aufstehen müssen wir heute schon um 6:30, im Anschluß gehen wir gleich in`s Atlantik-Restaurant zum Frühstücken. Hier erwartet uns schon wie jeden Morgen die liebe Sabine (Gastgeberin) um uns zu einem 2er Tisch zu führen. Der für den Tisch zuständige Steward schänkt uns den Kaffee ein, während wir uns noch ein Glas mit Obstsaft holen.Im Anschluß gehen wir zum Buffet und suchen unser Frühstück aus. Man kann wählen zwischen mehrerlei Brötchen, Toast, Zopfbrot, verschiedene Marmeladen. Es gibt Honig, verschiedene Käsesorten, Wurst und Schinken darunter auch erstklassiken Serrano-Schinken. Wer Eierspeisen liebt, hat die Auswahl zwischen Omelette, Rührei, Spiegelei oder Hartgekochte Eier. Für die ganz Gesunden gibt es auch Müsli und Körner. Mehrmals die Woche gibt es auch Sekt und Kaviar zum Frühstück. Am guten Frühstück mangelt es auf der mein Schiff 1 nicht.

Um 8:00 ist im Theater das Treffen zu unserer “ Inselfahrt in den Norden „. Wir fahren wieder mit kleinen Bussen und einer Reiseleiterin, die sich als ehemalige Münchnerin vorstellt. Sie hat ca. 17 Jahre in Kanada gelebt, und ist jetzt seit drei Jahren auf Grenada der Liebe wegen“ wie sie sagt. Wir fahren die Küstenstrasse Richtung Norden, der erste Eindruck von mir: „ Grenada ist sehr arm „. Aber die Einwohner lieben die Farben, überall sind bunt bemalte Mauern, Steine und auch Beete, die aus bemalten Reifen bestehen. Hier sieht man einfache kleine Häuschen und ein paar Meter weiter in derselben Strasse stehen – ich würde sagen “ Villen „. So gegensätzlich ist es hier, es ist kaum zu glauben!. Bei Nachfrage über die Besitzer der Villen, erfahren wir: sie gehören der Mittelschicht an – Polizist, Busfahrer und andere einfache Leute – Kaum zu glauben.

So geht es in Inselinnere auf engen Strassen, durch eine Waldähnliche Vegetation. Hier wächst einfach alles – mit einer Einschränkung es muss hier angepflanzt werden – von Kakao, Muskat, Mango, Zimt, Papaya, Bananen und vieles andere mehr.

Es war beeindruckend und schön, dass wir nur am Staunen waren. Unsere Reiseleiterin wusste viel zu erzählen von der Insel, von den Menschen hier, von den Hurrikans die hier gewütet hatten und den Pflanzen und Bäumen die danach wieder aufgeforstet wurden. Wir besuchten Dougaldston Estate eine ehemalige Kakao-Plantage, wo die Kakaobohnen auf grossen verschiebbaren Laden getrocknet werden.

Wir fuhren an Bananen-Plantagen vorbei, es ging dann weiter über einige Bergdörfer bis hinauf zum Grand Etang-Naturschutzpark wo sich der gleichnamige Lake (See) in einem über 5 Quadratkilometer großen Vulkankrater befindet. Als erstes besuchen wir das Forestcenter und bekommen hier erste Informationen über Flora und Fauna des tropischen Regenwald`s. Eine Einheimische mit einem grossen Kopfschmuck aus verschiedenen Früchten und Blumen versuchte für 1 US-Dollar Foto-Aufnahmen von sich zu verkaufen. Ich hatte mehr Glück, ein Gewürzketten-Verkäufer ließ freiwillig Aufnahmen von sich machen.

So fahren wir zurück zur Inselhauptstadt St. George auf das am Richmond Hill gelegene Fort Frederick. Meine Gattin kaufte hier von einer Straßenverkäuferin noch 2 Gewürz-ketten für unsere Mädchen zuhause. Hier oben hatte man eine wunderbare Aussicht auf den Carenage Habor den Hafen von St. George, wo der Großsegler Wind-Surf vor Anker liegt, (er ist ein Hightech-Segler mit computergesteuerter Segeltechnik. Nebenbei ist er einer der grössten Segelschiffe der Welt mit 187 Meter Länge, auf ihm finden auf sieben Decks 300 Passagiere und 200 Crew-Mitglieder ihren Platz). Im Hintergrund in der nächsten Bucht ist der Kreuzfahrthafen von Grenada wo unser Schiff an der Pier liegt.

So fuhren wir dann auf den abschüssigen Strassen (San Francisco) von St. George zum Schiff zurück. Für heute Nachmittag haben wir nochmals einen Ausflug mit dem Rum-Runner gebucht, nach einer halbstündigen Fahrt legten wir an der Bucht von Morne Rouge zum Baden an. Hier gingen alle von Bord und suchten sich ein Plätzchen am Strand. Die Jungs von unserem Boot versorgten uns reichlich mit Rum-Punsch. An einem leicht schattigen Plätzchen unter einem Mandelbaum, ließen wir die Seele baumeln, so vergingen ca 1,5 Stunden. Nach einem Strandspaziergang ging es zurück aufs Boot. Als wir dann wieder an Bord waren, sind einige der Gäste schon leicht angeheitert, so hatte die Steel-Band an Bord keine Probleme, um die Urlauber unter anderem auch mit heißer Limbo-Musik anzuheizen.

Vorbei an der Carenage und der mein Schiff 1 steuern wir mit unserem Katamaran den Yachthafen an. Unter dem strengen Blick eines Örtlichen Polizisten betreten wir hier wieder den Boden von Grenada. Feucht und fröhlich sind wir dann um 17:00 an Bord angekommen. Jetzt aber heißt es unsere Koffer packen, was meine Gattin übernimmt. während ich auf das Pooldeck gehe um die Abfahrt der mein Schiff 1 zu kontrollieren. Bis 1:00 Nachts muß unser Reisegepäck im Flur stehen, Nach dem Anlegen des Schiffes in aller Frühe muß das Gepäck von der Besatzung dann an Land gebracht werden. Nach dem Koffer packen gehen wir zum Abendessen und anschliessend ins Theater, der Kapitän und die Besatzung möchte sich von uns verabschieden. Mit einem Cuba-Libre und einem Bailays lauschen wir im Anschluß in der Tui-Bar noch der Kapelle Shipping Wizzards. Gegen 23:00 gehen wir ins Bett.

Freitag, 1. März 2013

Hallo Barbados: Um kurz vor 6:30 sind wir in Bridgetown auf Barbados angekommen, unser Anlegeplatz ist zur Zeit noch belegt. Ein kleines Containerschiff steht an unserem Anlegeplatz, hoffen wir mal, daß sie bald fertig mit der Beladung sind. Wir schieben uns ganz langsam in den Hafen, vorbei an der Kriegsflotte von Barbados, es sind drei Schnellboote, wenn ich es richtig einordnen kann. Dann verläßt das Containerschiff unsern Liegeplatz, und wir fahren jetzt Rückwärts und scheren auf den jetzt freien Platz ein. Im Hafen ist richtig was los, direkt vor uns steht die Ventura von P&O, auf der Außenmole ist die Adventure of the Seas ein Riesenschiff von Royal Caribbian (mit einer Vermessungszahl von über 137.000 BRZ), weiter vorne ist die „Freewinds“ ein Schiff der Sciencology-Organisation. Weiter zur Landseite steht die Christina Katarina von Christina Cruises (Finnland) an der Mole.

Heute ist unsere Kreuzfahrt zu Ende und der Abflug nach Deutschland steht uns bevor, sehr schade. Nach unserem Aufstehen müssen wir noch schnell die letzten Reste vom Gepäck zusammenpacken, danach gehts zum Frühstücken, wir plaudern noch etwas mit unserer Gastgeberin Sabine die uns immer schöne Sitzplätze zugewiesen hat. Um 9:00 muss unsere Kabine leer sein, so bringen wir unser Handgepäck zur weiteren Aufbewahrung ins Theater. Hier steht das gesamte Handgepäck der heute Abreisenden Gäste. Wir müssen später noch ins Casino vom Schiff um unsere Pässe von den Örtlichen Behöden abstempeln zu lassen. Zwischenzeitlich wurden von der verantwortlichen Mannschaft mit Aus und Einschiffung der neuen Passagiere bestimmt an die 2000 Koffer bewegt. Nachdem wir eine Stunde auf dem Sonnendeck verbracht haben, fahren wir mit dem Shuttlebus zum Hafenterminal. Dort bekommen wir unsere Flugtickets und die Kofferbanderolen, die noch an unsere Koffer müssen. In einer weiteren Halle, sortiert nach den einzelnen Schiffsdecks stehen sie bereit, für uns ist das der letzte Zugriff vor unserm Heimflug. Wir packen noch die Waschbeutel in die Koffer, dafür müßen unsere Strickjacken aus dem Koffer. Daheim ist es ja wieder kälter. Jetzt fahren wir zum Schiff zurück und geniessen die letzten Stunden an Bord. Die karibische Sonne, noch ein paar Cocktail und im Ankelmann-Restaurant essen wir einen Teller von der Wok-Station, der ganz ausgezeichnet schmeckte.

Um 14:30 gehen wir zum letzten Duschen in den Spa-Bereich, da wir ja keinen Zugang mehr zu unseren Kabinen haben. Mit langen Hosen und festen Schuhen machen wir uns Flugfertig und gehen zum Ausgang auf Deck drei, besteigen den Shuttle-Bus in Richtung Flughafen. Hier sind inzwischen die Abflüge von Düsseldorf, Frankfurt und jetzt München, versammelt. Auch die Engländer von der Ventura – geschätzte 1500 Personen – sind zum Abflug bereit, viel Spass dabei. Einzig ein paar Gästebetreuer von den Engländern kümmern sich um ihre Passagiere und bringen sie durch die Abfertigung. Hier könnte TUI-Cruises im Bezug auf die Gästebetreuung noch einiges lernen.
Der Flug war lang, der Platz war eng, eigentlich das Schlimmste an dieser Reise. Manche Fluggäste waren unmöglich, aber alles ganz normal.

Samstag, 2. März 2013

Ja, unsere Reise auf der Mein Schiff 1, mit viel Sonnenschein, Temperaturen um die 30°, mit vielen Eindrücken, tollen Landschaften und guter Erholung geht leider zu Ende. In München kommen wir um 8:20 Morgens bei einer Temperatur von etwa 0° an.

Fazit dieser Reise:

Die mein Schiff 1 ist toll — unsere Reise durch die Karibik sehr schön — Die Inseln sind stark unterschiedlich, aber alle sehr bergig. — Dominica ist sehr natürlich — Antigua traumhaft — St. Maarten eher enttäuschend — Virgin Island habe ich mehr erwartet, aber auch zu wenig gesehen — Dominikanische Republik schön, aber zu wenig gesehen — Aruba /Oranjestad ist eine Spielzeugstadt die Inselvegetation ist wahnsinnig karg und trotzdem traumhaft — Curacao/die Hauptstadt Willemstad ist sehr schön, von der Insel selbst haben wir leider kaum was gesehen — St. Lucia traumhaft/sehr grün und bergig — Grenada sehr natürlich, fruchtbar und schön — Barbados, wir kennen nur Bridgetown, wenn die Menschen hier nicht Schwarz wären, könnte es ebenso eine z.b. Österreichische Stadt sein. Die Eingangshalle vom Flughafen ist offen, und die Kontrollen sehr streng, den Touristen wird wohl gezeigt, wer hier das Sagen hat.

Karibik – Februar 2015

Alle Jahre wieder… Wir haben es noch einmal gemacht und zum Teil ganz andere Inseln hier in der Karibik besucht. Die französischen Inseln Martinique und Guadeloupe, aber auch Bonaire und die Venezolanische Insel Isla Margarita haben wir zu den uns schon bekannten Inseln kennen gelernt.

Freitag, den 27.02.2015

Unser Wecker klingelt schon um 5 Uhr Morgens, das heißt raus aus den Federn. Wir trinken nur schnell eine große Tasse Kaffee, machen kurz unsere Morgentoillette und sind dann eigentlich schon abreisefertig. In unsere großen Koffer müssen noch die Toillettenartikeln rein und schnell die letzten Sachen zusammen gepackt. Den kleinen Koffer und das Handgepäck haben wir schon gestern Abend ins Auto gebracht um am Morgen nicht soviel Lärm im Haus zu machen. Und schon geht`s los zum Flughafen nach München, die Fahrt verläuft reibungslos, so das wir um 7:45 in Hallbergmoos bei unserm Treffpunkt von Parkfly sind, der mit uns zu einer Parkgarage fährt, und dann mit dem Shuttlebus zum Flughafen bringen wird. Wir müssen aber noch eine Viertelstunde warten, es fehlen noch zwei Damen aus Innsbruck, die sich verspätet haben. Unser Flieger von Air Berlin startet um 10:55 mit Kurs auf La Romana in der Dominikanischen Republik.

Die Flugzeit beträgt ca. 9.50 Stunden, so daß wir hier um 16:20 Ortszeit in der Karibik ankommen. Der Flug ist sehr lang eigentlich habe ich schon nach 3 Stunden genug, aber es hilft ja nichts. Die Verpflegung an Bord war auch schon mal besser, und Getränke gab es auch schon mal mehr und das Entertainment Programm ließ zu wünschen übrig. Es werden lauter Filme angeboten, wo ich noch nie was davon gehört hatte, auch die Songs und Lieder waren mir absolut unbekannt. Nur gut daß ich meinen Ebook-Reader zum Lesen mitgenommen habe. Aber irgendwann hatten wir`s dann auch geschafft und landeten planmäßig in La Romana. Die ersten Schritte aus dem Flieger, die Luft war warm ca. 30° wie wir später erfuhren. Der Flughafen Casa del Campo ist ja nur etwa 8 Kilometer von der Anlegestelle der mein Schiff 1 entfernt. Ein Bus von Tui-Cruises erwartet uns am Flugzeug und bringt uns direkt zum Kreuzfahrtterminal der ebenfalls Casa del Campo heißt. Er ist einige Meter oberhalb der Schiffsanlegestelle, wo wir dann von Mitarbeitern von Tui-Cruises eingescheckt werden. Zuerst bekommen wir noch kleine Handtücher und ein Getränk zur Erfrischung gereicht. Danach müssen wir uns in die Warteschlange einreihen, das Einschecken geht aber im allgemeinen sehr schnell. Ein paar Reihen weiter vorn sehe ich Klaus Di… und seine Frau Dagmar stehen, wir können sie ein wenig später begrüßen. Allen Anschein sind sie kurz vor uns aus Punta Cana angekommen. Unsere Buchungsformulare anschauen, ein schönes Foto für den Bordausweis machen, und schon sind wir fertig. Im Nu haben wir unsere Bordkarte und gehen langsam die Treppen herunter, betrachten unser Schiff das für die nächsten 15 Tage unser zu Hause sein wird. Über den Landesteg gehen wir an Bord von mein Schiff 1 und suchen als erstes unsere Kabine auf. Wir haben das gleiche Deck 5 wie vor zwei Jahren, mit der Kabinenummer 5042 auf der Steuerbordseite. Bis unser Gepäck in der Kabine ist, wird es aber noch eine Weile dauern. So machen wir als erstes einen Rundgang über unser Schiff bis hinauf auf Deck 11, hier wollen wir noch schnell eine Currywurst essen und vom Sonnendeck aus die Stadt La Romana und seine Umgebung betrachten. Vielleicht sehen wir ja auch ein paar bekannte Gesichter aus der Mannschaft von unserer letzten Karibikfahrt aus 2013. Bei der Überschaubar (Deck 12) trinke ich noch kurz ein Franziskaner-Weissbier. Da sehe ich auf dem Pooldeck ein Deck tiefer Dagmar, Klaus und Ihre Bekannten stehen, (die vier haben schon öfters eine gemeinsame Reise gemacht) wir gesellen uns dazu. Kurz darauf bringen wir sie alle in das Restaurant Ankelmannsplatz, wo sie noch etwas zu Abend essen wollten. Das Buffet-Restaurant (Ankelmannsplatz) ist aber sehr gut gefüllt und für 6 Personen ist kein Platz zu bekommen. Wir gehen also weiter zur Alsterbar im Heck des Schiffes, hier finden wir noch ein Plätzchen für uns alle, Dagmar und Klaus können sich nun vom Restaurant etwas zum Essen holen.

Um 21:15 ist noch eine Seenot-Rettungsübung angesagt die wir noch mit Bravour überstehen, anschließend noch mal kurz zum Sonnendeck da gibt es einen Sektempfang für die Neuankömmlinge, ein Glas noch dann gehen wir in die Koje. Gute Nacht, es ist nach unserer Zeit schon halb Vier Uhr morgens.

Samstag, den 28.02.2015 La Romana – Willemstad 391 NM

Guten Morgen, heute ist Seetag und der erste Tag unserer Karibik-kreuzfahrt. Die mein Schiff 1 hat gestern Abend um etwa 22:00 in La Romana abgelegt. Wir sind nun auf dem Weg nach Süden, die Insel Curacao vor der Küste Südamerikas ist unser nächstes Ziel. Wir müssen dazu ca. 391 Nautische Meilen zurück legen, und unsere Reise-geschwindigkeit beträgt etwa 13,6 Knoten.
Curacao gehört zu den ABC-Inseln und liegt nur etwa 40 Kilometer von der Küste Venezuelas entfernt. Wir sind heute etwas später aufgestanden, wir wollen unser erstes Frühstück im Atlantik-Restaurant auf Deck 5 genießen, mit allem was die Küche so her gibt. Es gibt hier zwei Möglichkeiten, einmal sich bedienen zu lassen oder sich selbst am riesigen Büffett zu bedienen. Kaffee oder Tee wird auf jeden Fall am Tisch aus-geschenkt nur die diversen Säfte muss man sich selbst holen. An großen Büffets gibt es Brote, Toast, Brötchen dazu verschiedene Käsesorten und Schinken aller Art sowie unterschiedliche Marmeladen und Honig. Auf Rührei habe ich verzichtet, es hat sehr wässrig ausgeschaut, man kann aber auch Spiegeleier oder gekochte 5 oder 7 Minuten Eier haben. Stattdessen nahm ich mir noch einen Obstkompott aus verschiedenen Früchten.
Später gingen wir aufs Sonnendeck, die Sonne scheint ja schon vom Himmel und weil heute Seetag war empfahl sich eine Sonnenliege zu belegen. Ich blieb also an Deck auf einer freien Liege, bis Hermine mit unserer Badetasche und den Badetüchern wiederkam. So verbrachten wir mit Abständen den heutigen Tag am Pooldeck mal in der Sonne, mal im Schatten, und beim Spaziergang über die oberen Decks. Beim Weizen trinken in der Überschaubar auf Deck 12 dazu etliche Strawbery Kiss (Erdbeermark, Erdbeersirup, Zitronensaft, Ananassaft und Orangensaft), später noch einen Teller Pommes Frites vom Grill 24. Gegen 14:00 stellt der Kreuzfahrtdirektor Stefan Zimmermann die Damen und Herren die an Bord als Gastgeber auftreten (sie dienen in den einzelnen Restaurants neben dem Bedienpersonal als zb. als Platzanweiser). Im Anschluß zeigt uns die Bord-Tanzgruppe auf dem kleinen Podium eine schöne Tanzdarbietung. Danach um etwa 15:30 wurde uns von zwei Philippinos aus der Küche am Pooldeck Eisschnitzen gezeigt. Innerhalb von 10 Minuten zaubern sie zwei wunderschöne Eisfiguren aus den riesigen Eisblöcken. So verging der heutige Nachmittag, gegen 17:00 gingen wir noch in die Alsterbar mit der großen Außenterrasse. Sie ist auf Deck 11 im Heck der mein Schiff 1, ich möchte hier noch ein Weizenbier und Hermine einen Glas Aperol trinken. Ach ja, fast vergessen, wir hatten seit dem frühen Morgen einen starken Seegang einschließlich Wind.

Um 19:30 wollen wir ins Atlantik-Restaurant zum Abendessen gehen. Im Atlantik-Restaurant auf Deck 6 wird man zum Essen bedient. Nach dem Abendessen gehen wir noch kurz ins Theater, der Kapitän stellt heute seine Offiziere vor. Wir bleiben nach der Vorstellung noch ein paar Minuten sitzen, die nächste Show beginnt schon aber wir sind zu müde zum weiteren Schauen. Um 22:00 Uhr geht es in unsere Kabine und rein ins Bett.

Sonntag, den 1.03.2015 La Romana – Willemstad 391 NM

Wir sind heute Morgen kurz vor 7:00 in Willemstad der Haupstadt der Insel Curacao angekommen. Curacao gehört seit dem 16. Jahrhundert zum Königreich der Niederlande und ist ein wichtiges Handelszentrum der Holländischen Karibik-Inseln. Unsere Anlegestelle ist etwas außerhalb des Stadtzentrums, durch einen kleinen Park und anschließend durchs Rif-Fort, das heute eine Anlage mit lauter kleinen Cafe und Bistros ist, erreicht man aber in wenigen Minuten das Centrum. Wir wollen heute zu Fuß und allein in die Stadt gehen, da wir schon einmal hier auf Curacao waren, dürfte es kein grosses Problem sein. Aber zuerst gehen wir natürlich zum Frühstück ins Atlantik-Restaurant, darauf freue ich mich schon.

Um 9:30 verlassen wir die mein Schiff 1 und gehen durch den Park, auf der linken Seite kommen ein paar Café als wir auch schon die ersten Leguane sehen. Sie sind wunderschön und in mehreren Farben zu sehen, der erste in einem schönen Blau, der nächste in hellen Braun. Der größte war bestimmt 40 cm lang, sie sind leider sehr scheu, auf den Inseln hier gelten sie als Delikatesse. Als nächstes gehen wir durch das Rif-Fort davor stehen noch zwei Kanonen aus vergangenen Jahrhunderten. Das Rif-Fort ist wie der Name schon sagt eine ehemalige Befestigung der Holländer die wie schon erwähnt die ABC Inseln in ihrem Besitz haben.

Wir gehen über die Pontonbrücke in den Ortsteil Punta, rechter Hand sehen wir das Fort Amsterdam den Regierungssitz des örtlichen Gouverneurs. Wir gehen aber jetzt nach links da wir weiter zum schwimmenden Markt wollen. Hier liegen einige größere Boote die mit frischen Obst und Gemüse sowie frischen Fisch von Venezuela für ein paar Tage rüberkommen. Auf dem Weg dorthin treffen wir Dagmar, Klaus und Ihre Bekannten die Ihre für heute gebuchte Rundfahrt mit der Minibahn durch Willemstad schon hinter sich haben. Gemeinsam gehen wir nun weiter zum Schwimmenden Markt wo uns ein Verkäufer eine Papaya sowie eine Kokusnuss zum Trinken verkauft. Wir gehen dann noch ein Stückchen weiter durch den kleinen Markt, auf dem Rückweg gehen wir durch die Fußgängerzone. Hier kauft Klaus noch eine Art Panama-Hut der sein doch sehr lichtes Haar vor der starken Sonne schützen soll. Auf dem Rückweg gehen wir noch zum Fort Amsterdam, wo ich noch zwei schöne Mahagoni-Bäume in der Erinnerung hatte. Nach dem Besuch im Innenhof des Gouverneurssitzes gehen wir über die Pontonbrücke auf die andere Seite nach Otrobanda zurück. Als wir schon mitten auf der Brücke waren, wollte ein kleines Schiff in das innere Hafenbecken. Wir überlegten schon ob es unter der sehr niedrigen Brücke durchfahren kann, da wurde die Pontonbrücke mittels riesiger Zahnräder und Zahnstangen schon auf die Uferseite von Otrobanda gezogen.

Die Einheimischen Musiker die ich im Jahr 2013 hier an der Uferstraße gesehen habe, waren heute leider nicht mehr zu sehen. Im Rif-Fort tranken wir in einer Straßen-kneipe noch eine Flasche Cola, anschließend gehen wir aufs Schiff zurück.

Nachdem wir in der Kabine unsere Sachen abgelegt hatten, gehen wir noch kurz in das Ankelmann-Restaurant zum Mittagessen, Hermine und ich holen uns einen Teller mit Wok. Er hat prima geschmeckt, im Anschluss sind wir zurück aufs Sonnendeck auf eine Liege. Leider vertrieb uns kurz darauf ein Regenschauer, so dass wir noch unter dem Dach der Unverzichtbar unseren CubaLibre trinken mußten. Hier trafen wir wieder auf Dagmar, Klaus sowie Gisela und Gerhard. Gemeinsam verbrachten wir den halben Nachmittag am Pooldeck, bis wir gegen halb Fünf unsere Kabinen aufsuchten um uns für den Abend vorzubereiten. Um 19:30 gehen wir dann ins Atlantik-Restaurant zum Abendessen, dieses Mal hatten wir einen Zwei- er Tisch ganz hinten an der Steuerbordseite. Dazu einen Ober der wahnsinnig nett und Freundlich war, zum Essen nahmen wir heute als Hauptspeise eine Maispoularde sie war ganz lecker. Später gingen wir nochmals zum Pooldeck zurück, aber es hatte in der Zwischenzeit schon wieder geregnet. Wir schauten nochmals zu Dagmar und Klaus an ihren Tisch, der geschützt unter einem Vordach stand, aber hier war kein Platz mehr, so daß wir nach unten in die Tui-Bar gingen. Hier spielte die Tanzkapelle Shipping Wizzards der wir eine Stunde lang bei Ihrer Tanzmusik zuhörten. Zum Abschluss gingen wir nochmals zum Pooldeck zurück, hier spielten die Schiffsoffiziere irgendein Spiel. Nach ein paar Minuten räumten wir das Feld und gehen zurück in unsere Kabine, es war doch schon kurz nach 22:00 Uhr und wir waren heute hundemüde.

Montag, den 2.03.2015 Willemstad – Bonaire / Kralendijk 68 NM

Heute Morgen um 7:30 sind wir in Kralendijk dem Hauptort der Insel Bonaire angekommen. Bonaire gehört auch zu den ABC-Inseln sowie Aruba und Curacao ist aber Wirtschaftlich am wenigsten entwickelt. Hauptsächlich wird hier Salz aus großen Salinen gewonnen. Ein zweites Standbein sind die riesigen Öltanks der Bonaire Petroleum Corporation, und auch der Tourismus spielt hier eine gewisse Rolle.

Als erstes gingen wir zum Frühstück ins Atlantik-Restaurant, Frühstücken ist mein liebstes Essen hier auf dem Schiff. Hier kann ich in aller Ruhe schlemmen, was wir Hause zu keiner Zeit tun, die Auswahl im Atlantik-Restaurant ist ja riesig. Als nächstes gingen wir zum Pooldeck hoch und betrachteten das Städtchen Kralendijk aus der Höhe von Deck 12. Gegen Zehn Uhr verließen wir dann das Schiff zu einer Visite durch den kleinen Markt der hier direkt an der Pier stattfand, anschließend machten wir noch einen Spaziergang am Ufer entlang. Wie ich schon erwartet hatte, war der Ort nichts besonderes, nach einer Stunde waren wir wieder zurück an Bord. Ach ja, ganz vergessen bevor wir unser Schiff verlassen hatten, kam die Explorer of the Seas von Royal Caribbian in den Hafen. Kurz gesagt: Das Kreuzfahrtschiff hat 137.000 Brz; und mit ca. 4500 Passagiere ein schon gewaltiger Pott.

Am Nachmittag haben wir dann einen Ausflug mit dem Tuk-Tuk (das ist hier ein Dreirad für bis 5 Personen mit einem Elektroantrieb) durch das Städtchen gemacht. Die Fahrt war aber nichts besonderes, schade ich hatte mir schon etwas mehr vorgestellt. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir dann am Pooldeck, gingen kurz mal hoch auf Deck 12 zur Überschaubar. Hier habe ich ein Franziskaner Weissbier getrunken, nach einiger Zeit sind auch Dagmar und Klaus zu uns gestoßen. Gegen halb sechs sind wir dann in die Kabine um uns für den Abend bzw. Speisesaal vorzubereiten. Nach dem Abendessen im Atlantik-Restaurant machten wir wie meistens einen Spaziergang über Deck gingen wir zum Poolbar, wo Dagmar und Klaus und ihre Bekannten an einem Tisch saßen. Wir setzten uns noch bestimmt mehr als eine Stunde zu Ihnen. Ich glaube gegen 11:00 sind wir zur Kabine zurück.

Dienstag, den 3.03.2015 Bonaire – Isla Margarita 297 NM

Die mein Schiff 1 ist die ganze Nacht durchgefahren, wir sind auf dem Weg zu der Insel Isla Margarita in Venezuela. Die See war heute Nacht sehr ruhig, so konnten wohl auch alle Landratten gut schlafen. Wir sind um 7:20 aufgestanden um ein ergiebiges Frühstück zu genießen. Gestern Abend kam noch eine Information über eine halbstündige Zeitvorstellung rein. Nachdem ich unsern Fernseher eingeschaltet hatte, der mir aber wiederum eine ganz andere Zeit anzeigte, gingen wir zum Speisesaal. Hier standen wir vor verschlossener Tür, wir waren natürlich nicht alleine es standen eine ganze Menge Leute vor der Tür. Nach dem Gespräch mit einem der Stewards der uns sagte, der Speisesaal öffnet erst in einer halben Stunde gingen wir zur Reception um hier unsere Uhren auf die aktuelle Bordzeit zu stellen. Danach gehen wir zum Speisesaal zurück, der war natürlich schon offen, man sollte eigentlich niemals einem Steward etwas glauben. Der hatte auf jeden Fall keine Ahnung. Der Saal war fast rappevoll als wir wieder kamen, es war ja heute Seetag und keine Ausflüge, darum waren alle zur frühen Zeit hier im Atlantik-Restaurant beim Essen. Das Frühstück wie immer war Klasse, wer hier nichts findet dem kann man sowie nicht mehr helfen. Nach dem Gang zur Kabine sind wir zum Pooldeck das war natürlich genauso voll, bei Dagmar und Klaus in der Nähe fanden wir noch zwei freie Liegen. Mit einem stetigen Wechsel zwischen sonniger Liege und einem Platz im Schatten verging der heutige Tag. Wir wollten dann am Nachmittag noch zur Alsterbar im Heck des Schiffes, hier war innen in der Tapas-Bar eine Vorführung, aus der Küche. Zwei Köche zeigen uns wie man aus Obst lustige Figuren schnitzt. Anschließend sind wir weiter zum Außendeck aber die Schattenplätze unter dem Trapezförmigen Sonnenschutz waren alle besetzt. und die freien Plätze waren alle schutzlos der heißen Sonne ausgesetzt.

So gingen wir zurück auf Deck 12 und suchten hier etwas Schatten, was aber auch sehr schwer war. Um 16:00 war im Theater ein Vortrag über Barbados, es war leider nur eine Vorstellung über die Ausflüge dort. So ging ich in die Kabine zurück um an meinen Reisebericht weiter zu schreiben. Heute wollen wir mal ins Ankelmann-Restaurant zum Abendessen, mal schauen was es dort zum Essen gibt.

Mittwoch, den 4.03.2015 Bonaire – Isla Margarita 297 NM

Guten Morgen, es ist 6:30 Wir sind heute auf der Insel Isla Margarita angekommen, die Insel gehört zu Venezuela und damit nach Südamerika. Man merkt es gleich an den höheren Temperaturen und der höheren Luftfeuchtigkeit. Wir machen heute einen Ausflug in den Naturpark Restinga mit seinem Mangrovenwäldern. Diesen Ausflug haben wir erst vor einem Tag hier an Bord gebucht weil wir zu Hause die Sicherheits-lage in Venezuela im Vorfeld nicht beurteilen konnten. Vor ein paar Wochen ist hier am Hafen ein Deutscher Kreuzfahrtgast von der AIDA von einem Motorradfahrer erschossen worden.
Aber wie jeden Morgen gehen wir zuerst ins Atlantik-Restaurant zu einem üppigen Frühstück mit Eier, Schinken, Käse, Marmeladen und diversen Brötchen sowie Körner-semmel und Obst.
Um 9:10 ist Treffpunkt in der Tui-Bar, kurz darauf geht`s los mit zwei Reisebussen. Wir werden von einem deutschen Reiseleiter begrüßt, der hier seit zwanzig Jahren auf der Insel lebt. Als erstes fahren wir zu den Mangrovenwäldern an der Nordseite der Insel, steigen dann in Fünfergruppen in die verschiedenen Motorboote. Mit viel Speed geht es über die breite Wasserstraße bis wir dann eintauchen in die doch sehr schmalen Kanäle der Mangrovenwälder. Dort sehen wir Reiher, Kraniche und auch Pelikane. Hier holt unser Bootsführer Austern, Seesterne und sogar ein schönes Seepferdchen das er vorübergehend in ein Glas Wasser füllt, aus dem Brackwasser. Diese Bootstour war sehr interessant, dann geht`s weiter in den Nordwesten der Insel auf einen Aussichtspunkt mit herrlichem Panoramablick über die Umgebung. Dazu bekommen wir sogar einen bewaffneten Polizisten auf dem Motorrad als Begleitschutz.

Dann fahren wir weiter zum Koko-Bay-Resort, das ist ein Luxushotel für Südamerikanische Verhältnisse. Als erstes sehen wir eine Tanzvorführung in der Eingangshalle, kurz darauf bekommen wir im Restaurant des Resort Mittagessen und Getränke dazu .

Später gehen wir zum Strand hinunter, dort sind Badeliegen aufgestellt. Sie haben aber wohl schon schönere Zeiten erlebt, ist aber egal. Es herrscht eine starke Brandung so das wir leider nicht ins Wasser können. So genießen wir die Zeit mit am Strand spazieren gehen und einigen CubaLibre an der Strandbar. Eine ältere Indiofrau massiert mir für ein paar Euros noch die Füße.

Gegen halb vier Uhr etwa treten wir die Rückfahrt an durch den östlichen Teil von der Isla Margarita, kurz vor unserem Schiff sehen wir noch Flamingos in einem kleinen See. Hier kommen uns noch ein paar Einheimische mit ein paar alten amerikanischen Straßenkreuzer entgegen, die gern zu einem Fotoshooting bereit sind. Der Grund warum es hier noch so viele alte Ami-Schlitten gibt, man bekommt ca. 100 Liter Benzin für 2-3 Dollar.

Unsere Fahrt nach Isla Margarita war mit Vollem-Speed 18 kn; der Seegang lag heute bei ca. 2-3 meter

Donnerstag, den 5.03.2015 Isla Margarita – Tobago 208 NM

Guten Morgen, Scarborough wir sind auf Tobago, dem südlichsten Teil unserer diesjährigen Karibik-Reise, angekommen. Wir gehen heute zum Baden an den Pigeon-Point einem der schönsten karibischen Strände wie es heißt. Treffpunkt ist im Theater um 9:15, danach fahren wir mit mehreren Kleinbussen zum Pigeon-Point. Vom Hafen in Scarborough bis zum Strand sind es ja nur ein paar Kilometer. Hier angekommen gibt es einen kleinen Trink von der Örtlichen Reiseleitung, bevor wir uns am Strand verteilen und uns später eine Liege mieten für 3 Dollar das Stück. Als erstes machen wir einen kleinen Strandspaziergang, der Strand ist wirklich sehr schön, Karibik pur. Nur leider übervoll wie wir wenig später erkennen, die Hälfte der Strandgäste würde durchaus reichen. Das Wetter ist leider stark gemischt, ein paarmal regnet es ein bißchen, nicht viel, aber es ärgert uns halt. Wir waren hier sogar im Wasser es war herrlich warm die Wassertemperatur lag bestimmt bei 28°. Um 14:30 sind wir dann wieder zum Schiff zurück gefahren, Im Cruisecenter empfängt uns eine Steelband mit ihren Trommeln.

Wir sind dann als erstes in die Kabine gegangen um unsere Klamotten abzulegen. Als nächstes sind wir zum Pooldeck um eine Currywurst zu essen, aber hier war die Hölle los. Alle Passagiere sind anscheinend von ihren Ausflügen zurück. So dass ich nur ein Strawberry Kiss und später noch ein Glas Weizen trinke, Hermine trinkt sowieso nur ein Ginger Ale. Gegen 18:00 gehen wir dann in die Kabine, Hermine will noch Duschen und sich fertig machen für den Abend. Und ich schreibe noch ein bißchen an meinem Reisebericht, der macht sich auch nicht von allein. Zum Abendessen sind wir dann ins Atlantik-Restaurant gegangen, dort bekamen wir dann einen Platz zugewiesen bei zwei netten jungen Damen die heute unsere Tisch-Stewarts waren. Das Essen war wie immer köstlich, wie meine Gattin sagt. Als Tisch-Nachbarn hatten wir heute ein Ehepaar das offensichtlich viel bereist war, sie erzählten gleich “ ihre nächste Schiffsreise fände schon bald statt”.
Nach dem Abendessen trafen wir noch Dagmar und Klaus am Pooldeck zu einem kleinen Absacker.

Freitag, den 6.03.2015 Tobago – Barbados 167 NM

Heute ist Halbzeit unserer Reise durch die Karibik, wir sind in Brigdetown der Hauptstadt von der Insel Barbados angekommen. Es ist 7:00 in der Früh und als einziges Schiff liegt die Azura von P&O ein sehr großes Schiff an der Reede. Sie ist fast ausschließlich mit Engländer belegt. Es ist schon etwas verwunderlich, letztes Mal (2013) war die Adventure oft The Seas und noch einige andere Schiffe hier, und sogar ein Schiff von Scientology die (Freewinds) am Pier gegenüber. Aber egal wir gehen jetzt zum Frühstück ins Atlantik, um 9:15 ist Treffpunkt in der Tui-Bar. Heute machen wir den Ausflug “Blumenpracht Barbados”, zuerst zu einer Orchideen-Farm und später zu Hunte’s Garden. Wir fahren quer über die Insel von Westen in Richtung Osten. Die Orchideen Plantage ist sehr schön mit vielen tausenden von Pflanzen und Orchideen, sie liegt in einem Kessel. Ich erwähne das nur weil Hunte’s Garden ebenso in einem runden Kessel liegt, der vielleicht Windgeschützt ist und die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist.

Hier ein kleiner Auszug aus dem Orchideen-Garten

Hunte’s Garden ist ein Traum, bebaut oder bewirtschaftet von einem heute 72 jährigen Engländer der diesen Garten in nur wenigen Jahren, er spricht von drei bis fünf Jahren geschaffen hat. Der Garten ist in einem Krater angelegt, dadurch vermutlich Wind geschützt, und hat eine hohe Luftfeuchtigkeit wie die meisten Karibischen Inseln. Es ist eigentlich nicht vorstellbar daß dieser Park in dieser kurzen Zeit gewachsen sein soll. Er ist in mehreren Ebenen angelegt so daß der etwaige Besucher diese Pracht auch einmal geniesen kann. So gleicht die tropische Pflanzenwelt schon fast einem Feuer-werk an karibischer Vegetation. Begleitet wird man schon beim Betreten der Anlage mit klassischer Musik, man kann den Klängen von Chopin lauschen und dabei den paradiesischen Garten genießen.
Der Besitzer Anthony Hunte führt uns selbst durch seine Anlage. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus, über diese Botanische Pracht, die hier wächst.

Auch sein Wohnhaus, eine wunderschöne Villa mit dem Charme einer längst vergangenen Zeit, konnten wir besuchen und bewundern. Als Besucher darf man auch hier ein Stück in das Leben des englischen Besitzers eintauchen und zum Beispiel einen Blick in einen wunderbar detailreich gestalteten Speiseraum werfen oder auf der Besucherterrasse einen kühlen Drink genießen. Zum Abschluß unserer Besichtigung bekommen wir dort noch von ihm einen Rumpunsch zum Trinken.

Im Anschluß fahren wir wieder zum Hafen wo die mein Schiff 1 liegt, zurück. Nachdem wir uns etwas frisch gemacht haben, gehen wir auf`s Pooldeck um beim Cliff 24 einen Cappuccino zu trinken.
Kurz vor halb Fünf sind wir mit Dagmar und Klaus noch mal ins Zentrum von Bridgetown, der Caraeenage gegangen um auch mehr von der Hauptstadt Bridgetown zu sehen. Hier an der Caraeenage wurde vor Jahrhunderten die Segelschiffe kielgeholt um die Rümpfe zu säubern. Heute liegen hier kleinere Motorboote vor Anker und am Ufer stehen Boutiquen und Souveniergeschäfte. Wir gehen die St. Michael Road entlang, sehen ein Friseurgeschäft in einer einfachen Hütte und kommen später an einem kleinen Markt vorbei. Es fällt auf: hier auf Barbados wie auch später auf der Insel Martinique kann man durchaus die schönsten Mädchen der Karibik sehen. Nach einer Stunde treten wir wieder den Rückweg an, es ist gleich Essenszeit im Ankelmann-Restaurant, und wir haben großen Hunger.

Nach der letzten Meldung von der Brücke verschiebt sich unsere heutige Abfahrt aus Barbados von geplanten 23:00 auf Samstag morgen 8:00. Wir bekommen unsere Lebensmittel und Getränke an Bord meistens direkt aus Deutschland geliefert. Aber offensichtlich ist das Versorgungsschiff in Folge eines Atlantik-Sturmes nicht pünktlich hier in Barbados angekommen. Wir mussten deswegen heute Nachmittag unseren Liegeplatz an der Pier hinter der Azura verlassen, so das ankommende Containerschiff mit unserem Proviant dort entladen werden konnte.

Mittlererweile sind ein paar weitere Schiffe hier im Hafen angekommen, die Azura liegt immer am selben Platz. Gleich davor steht die Royal Clipper ein großes Segelschiff und dahinter die Prinsendam von der Holland-Amerika-Linie (die spätere MS Amera von Phoenix Reisen)

Samstag, den 7.03.2015 Barbados – Dominica 300 NM

Heute ist Seetag, wir sind unterwegs in Richtung Dominica, die Abfahrt von Barbados war wie schon erwähnt um 8:00 h also ca. 9 Stunden später als geplant. Heute gehen wir spät ins Atlantik-Restaurant zum Frühstücken, der Speisesaal war natürlich voll wie auch sonst immer. Aber wir finden auch heute ein Plätzchen um uns mit einem üppigen Frühstück zu erfreuen. Gegen 10:00 gehen wir aufs Pooldeck, wie erwartet waren natürlich alle Liegeplätze belegt, so daß wir uns an einen freien Tisch setzten. Um 11:15 stellte der Kreuzfahrtdirektor Stefan Zimmermann die Abteilungsleiter vor, die für das Wohlbefinden der Gäste an Bord zuständig sind. Kurz nach 15:00 Uhr haben dann zwei Philipinos aus der Küche am Pooldeck innerhalb von 10 Minuten zwei wunderbare Skulpturen aus einem großen Eisblock geschnitzt. Bei uns an Bord kann man natürlich auch Heiraten, dadurch daß die mein Schiff in Malta Registriert ist darf der Kapitän an Bord Trauungen vornehmen. Ein junges Pärchen macht gerade eben auf Deck 12 Hochzeitsbilder mit seinen Angehörigen.

Eine halbe Stunde später konnten wir schon die Umrisse von St. Lucia sehen. Weitere 25 Minuten fuhren wir an den Pitons von St. Lucia vorbei. Sie sind das Wahrzeichen der Karibik-Insel und haben die Form eines Zuckerhutes. Gegen 18:00 ging auch schon wieder die Sonne unter. Wir hatten vor einigen Tagen einen Kellner mit Namen Ali hier an Bord kennen gelernt. Er war immer wahnsinnig freundlich und sagte uns immer, wir sollten ihn doch in seinem Bereich besuchen.
Um 19:30 sind wir dann heute ins Atlantik-Restaurant zum Essen gegangen. Ali der Steward arbeitet ganz hinten im Atlantik-Restaurant. Er war leider enttäuschend wir mussten sehr lange warten, man konnte hier sehen das Ali nur ein Schwätzer war und kein Essen auf die Tische bringt. Bei dem läuft gar nichts, wir haben dann vorzeitig den Tisch verlassen und haben im Ankelmann nur noch ein paar Omelett gegessen. Diese kann man ja belegen wie man es möchte, von Schlagsahne, Schokosplitter einfach was das Herz begehrt und der Magen aushält. Etwas später sind wir noch ins Theater, wo der Kapitän Todd Burgman ein Amerikaner, heute für die neuen Passagiere die in Barbados zugestiegen sind, seine Offiziere vorstellte, anschließend gab es noch eine Show. Gegen 23:00 Uhr sind wir in die Kabine zum Schlafen.

Sonntag, den 8.03.2015 Barbados – Dominica 300 NM

Heute Morgen um kurz nach 6:00 sind wir auf der Insel Dominica angekommen. Der Himmel war strahlend Blau zumindest die nächsten eineinhalb Stunden. Als erstes gehen wir zum Frühstücken, allerdings etwas später, weil wir erst am Nachmittag eine Tour haben die uns hinaus zu den Walen führen soll.

Nach dem Frühstück verlassen wir das Schiff und machen einen Spaziergang durch die Stadt Rosenau. Wir kennen uns ja einigermaßen aus durch unsern Besuch bei unserer letzten Karibik-Kreuzfahrt. Roseau ist eine nette karibische Kleinstadt und natürlich auch Hauptstadt der Insel Dominica. Bei unserm Spaziergang kommen wir auch an einer Paptisten-Kirche vorbei, wo in der Karibik während eines Gottesdienstes leidenschaftlich gesungen wird. Wir fragen beim Kirchenvorstand, ob wir die Gemeinde bei ihren heutigen Gottesdienst besuchen dürfen, sie stimmen freudig zu, so verbringen wir hier eine Viertelstunde bei ihrer Messe. Dann setzen wir unsern Spaziergang durch Rosenau fort.

Als nächstes besuchen wir das Fort Young Hotel, es ist das beste Hotel auf der Insel. Wir waren schon vor zwei Jahren hier mal im Haus. Danach gehen wir die Victoria Street entlang wo sich der Sitz des Präsidenten von Dominica befindet.

Bild rechts: das Haus des Präsidenten von Dominica

Wenig später kehren wir an Bord zurück, am Pooldeck trinken wir noch einen Cappuchino. Um 12:45 ist Treffpunkt im Konferenzraum zu unserer Wal-Watching-Tour, danach gehen wir gemeinsam ca. 300 Meter bis zum Fährterminal wo unser Katamaran wartet. Danach geht’s auf das Offene Meer hinaus, nach ein oder zwei Meilen stoppt er die Maschine, und gibt uns zuerst eine Seenot-Rettungseinweisung.
Im Anschluss fahren wir weiter hinaus aufs Meer, nach geraumer Zeit hängt einer von der Besatzung ein Gerät ins Wasser. Mit diesem Gerät kann man anscheinend die Wale hören oder auch Orten. Danach fahren wir dann in eine bestimmte Richtung weiter, aus der wohl Geräusche zu hören sind. Nach einer halben Stunde haben wir tatsächlich die Wale gefunden, insgesamt viermal. Beim dritten Wal konnte ich gerade noch eine Schwanzflosse die Flute genannt wird fotografieren bevor er wieder in die Tiefe ging. Wale können einige Stunden unter Wasser bleiben, bevor sie wieder zum Luft holen an die Oberfläche kommen. Gegen halb fünf ging es wieder zurück aufs Schiff.

Danach machten wir uns fertig zum Abendessen, ich wollte heute mal ins Italienische Restaurant La Vela gehen um eine Pasta Bolognese zu essen und die Mama wollte eine Pasta mit Meeresfrüchten. Als wir vor dem La Vela standen, war es Randvoll. Aber wir bekamen trotz allem von der Gastgeberin, die das Bedienpersonal unterstützt, schnell einen Platz zugewiesen. Die Pasta’s waren nicht schlecht aber auch nicht besonders gut. Danach gehen wir aufs Pooldeck, hier war für heute noch eine Poolparty im Programm vorgesehen. Die Besatzung hatte schon Tische mit Obstschnitzereien, Fruchtboule oder Longdrinks mit oder ohne Alkohol aufgestellt. Es gab Fruchtspieße die mit Schokolade überzogen waren, und vieles mehr. Dagmar und Klaus sowie Gerhard und Gisela saßen schon an einem Tisch, wir setzten uns zu Ihnen, es wurde noch ein etwas längerer Abend. Die Damen tranken meist einen Aperol, Klaus und Gerhard einen Rosewein und ich blieb meinem geliebten CubaLibre treu. Das Bordensemble tanzte oben auf der kleinen Bühne zwischen den beiden Poolbecken. Die Obstschnitzereien aus der Küche waren ein Gedicht.
Um 23:00 verlassen wir die sehr grüne Insel Dominica ( 2013 waren wir das erstemal hier auf der Insel).

Montag, den 9.03.2015 Dominica – Martinique 67 NM

Es ist 6:00 Morgens, wir sind in Fort de France der Hauptstadt von Martinique (Martinique und Guadeloupe und Saint Martin sind Übersee-Departements von Frankreich) angekommen. Die Kai war ziemlich nass, es muss stark geregnet haben. Wie auch immer wir machten uns fertig zum Frühstück ins Atlantik, hier das übliche mit Käse, Schinken, Marmelade und verschiedene Brötchen. Es schmeckte auch heute wieder großartig. Aber wir mussten uns Sputen, um 9:00 traf sich unsere Reisegruppe im Konferenzraum. Unser Ausflug heute Balata-Kirche und Balata-Garten. Wir fuhren mit dem Bus quer durch Fort-de-France, die Stadt macht einen Tropischen Eindruck und ist mit grünen und bebauten Hügeln umgeben. Sie ist ja beinahe eine Großstadt mit ihren ca. 90.000 Einwohnern aber sehr reizvoll. Als erstes waren wir bei der Balata-Kirche, aus der Entfernung war die Basilika sehr schön, aus der Nähe waren leider sehr deutliche Spuren des umgebenden schwülen Klimas zu sehen. Auf dem Vorplatz begrüßte uns eine junge Einheimische im bunten typischen Kleid und Kopfbedeckung der Karibik.

Der Galata-Garden Park selber war ein Gedicht, man kann es kaum beschreiben. Man muss ihn einfach gesehen haben. Überall blühende Blumen, Sträucher und Bäume, in einem Teil des Parks sind in hunderten von alten Baumstümpfen Bromelien mit kleinen Haken befestigt. An einem Baumstumpf sind so etwa 6 Bromelien dran, zuerst haben wir gedacht man hätte sie in Löcher im Baumstumpf gesteckt. Aber sie sind nur mit Draht am Stamm befestigt. Am Ende unserer Tour sind wir noch über einen Kletterpfad gelaufen, hier ging es dann in 6 Meter Höhe schon mal über eine 30 Meter lange schaukelnde Brücke. Zum Schluss sahen wir noch Kolibries die mit ihren spitzen Schnäbeln einen Neckar aus hängenden Trinkgefäßen holten. Kurzum ein sehr gelungener Vormittag.

Nach einer kurze Pause an Bord der mein Schiff 1mit einer Currywurst am Pooldeck zogen wir nochmals in die Stadt, über den blue Walk line wie er genannt wurde kamen wir doch relativ schnell ins Zentrum von Fort de France. Wir kamen an der Place de la Savane mit ihren schönen Königspalmen vorbei. Als erstes besuchten wir die Bibliothek Schoelcher, die für die Pariser Weltausstellung 1889 (Eiffelturm) als Karibischer Pavillon aufgestellt wurde. Sie wurde später wieder in ihre Einzelteile zerlegt und mit dem Schiff nach Martinique gebracht.
Danach gingen wir weiter ins Stadtzentrum wo wir später noch eine Markthalle in der Gewürze, Rum und viele andere für die Karibik typischen Agrarprodukte entdeckten.

Nach ca. 1,5 Std. gingen wir zum Schiff zurück, um am Pooldeck noch einen Cappuccino trinken. Gegen 17:00 Uhr gehen wir dann in die Kabine zurück, ich möchte noch kurz an meinem Reisebericht schreiben und uns dann fertig machen zum Abendessen.
Heute schauen wir mal ins Ankelmann-Restaurant hinein, wir wollen heute einen Wok essen mit verschiedenen Fleischsorten. Es gibt ja Puten und Hühnchen, sowie Schweine und Rindfleisch von jedem etwas, dazu noch Glasnudeln und Pilze und pikante Soßen, das schmeckt herrlich. Wie schon gesagt, wir sind im Ankelmann beim Essen und verquatschen uns lange Zeit mit einem Pärchen aus Düsseldorf. Im Anschluß gehen wir noch kurz auf das Pooldeck, hier geht gerade ein Wolkenbruch runter. Eigentlich regnet es dieses Jahr mindestens jeden Tag. Nach ein paar Getränken in der Unverzichtbar gehen wir in die Koje.

Dienstag, den 10.03.2015 Martinique – Guadeloupe 128 NM

Es ist 7:00 Uhr wir sind seit einer halben Stunde in Pointe-a-Pitre der Hauptstadt von Guadeloupe. Die Insel hat die Form eines Schmetterlinges, der östliche Flügel besteht aus einer Ebene mit Zuckerrohrfeldern und bunten Ortschaften. Den Westteil prägt Gebirgswald mit Wasserfällen und Flüssen und einem Vulkan. Der La Soufrière ist 1467 Meter hoch und bis heute noch Aktiv.
Der Himmel ist heute strahlend Blau, hoffentlich bleibt es auch so. Zuerst also zum Frühstücken ins Atlantik-Restaurant und dann schnell zu unserm Treffpunkt in der Tui-Bar. Danach gehen wir geschlossen zum Bus hinunter. Unser Reiseleiter heute ist Erik ein sehr gut Deutsch sprechender Franzose der hier auf Guadeloupe lebt. Wir fahren durch Pointe-a-Pitre dann über eine Brücke die beide Inselteile miteinander verbindet. Es geht zuerst in Richtung Nord-Westen wir sind jetzt auf Basse-Terre dem gebirgigen Teil dieser Insel. Wir durchfahren Saint Rose das an der nördlichen Karibikküste liegt, nun gehts wieder an der Küste entlang Richtung Süden. Bis wir nach insgesamt 40 Kilometer unser Ziel erreichen, den Botanischen Garten von Deshayes. Gleich hinter dem Eingangsgebäude war ein großer Teich mit lauter Koi-Karpfen, es waren bestimmt an die 200 Stück. Sie schwammen direkt am Rand der Holzterrasse umher, und wie wir anschließend sehen konnten warteten sie auf Futter. Unser Reiseleiter warf aus einer kleinen Schale Futter ins Wasser, man glaubt es nicht explosionartig gingen die Kois auf das Futter los, mit offenen Mäulern über und untereinander das war schon eine geschlossene Fischmasse. So was muss man gesehen haben. Dann ging es weiter ging es durch den Park mit tausenden von blühenden Sträuchern, Bäumen und und sonstigen Blumen. Wir haben hier auf unser Reise durch die Karibik schon viele Botanische Gärten gesehen, aber keiner gleicht dem anderen. Ein weiteres Highlight war, als wir in eine Vogel-Voliere gehen, Hier waren vielleicht hundert wunderschöne Nymphensittiche. Sie flogen ungeniert auf die Hände und Schultern der Besucher, ein Sittich setzte sich auf meinen Strohhut. Man konnte sich ein kleines Becherlein mit einer milchigen Flüssigkeit nehmen, darauf waren sie ganz scharf. Auf meiner Hand saß ein schöner Sittich und schlapperte sein Essen runter, der ging erst wieder als der Becher leer war. So was haben wir noch nie erlebt. So ging es weiter durch den Park, hier gab’s auch Aras und Flamingos und auch kleine Wasserfälle. Einfach wunderschön.

Als nächstes fahren wir zum Strand von Desheyes, wir sind jetzt an der Westküste von Guadeloupe. Der Strand war sehr schön allerdings herrschte eine kräftige Brandung. Wir verbrachten hier noch gemütliche eineinhalb Stunden und bekamen sogar einen Rumpunsch zum Trinken, bevor es zurück zum Hafen ging.

Um 16:00 waren wir dann am Schiff, nach einer kurzen Kaffepause gingen wir dann nochmal los ins Zentrum von Point-Pitre, es waren ja nur ein paar Minuten bis zur Stadtmitte. Wir besuchten eine Markthalle hier gab es Obst, Gewürze und alle Arten von Rum waren hier zu sehen. So zogen wir noch eine Weile weiter, bevor wir zum Schiff zurück gingen.
Heute Abend gehen wir noch mal ins Restaurant La Vela um eine Pizza zu essen. Anschließend geht`s noch aufs Pooldeck um ein paar Cuba-Libre zu trinken, hier treffen wir noch Dagmar und Klaus sowie Gisela und Gerhard. Kurz 22:00 gehen wir dann in die Koje.

Mittwoch, den 11.03.2015 Guadeloupe – St. Kitts 141 NM

Wir sind auf der Insel St. Kitts in der Hauptstadt Basseterre angekommen. Es ist unsere letzte Station hier in der Karibik, bevor es dann wieder nach La Romana in der Dominikanischen Republik und damit heim nach Deutschland geht. Die mein Schiff 1 liegt am Hafen Port Zante an der Backbordseite am Pier an. Neben uns hat soeben die Celybrity Eclipse angelegt.
Aber erstmal gehen wir Frühstücken, wir müssen heute schnell sein, um 8:45 geht’s schon auf Tour. Unser Tourguide erwartet uns vor dem CruiseTerminal mit einem Kleinbus. Zuerst gehte es durch Basseterre am Berkeley Memorial (Uhrbrunnen oder Turm) und Independence Square vorbei. Wir haben uns heute für die Inselrundfahrt mit Fairview-House entschieden, das wir auch als erstes besuchen. Dieses Haus aus dem 18. Jahrhundert ist eine ehemalige Pflanzung im authentischem Kolonialstil und wurde mit viel Liebe zum Detail renoviert. Es ist wunderschön und in einem tadellosen Zustand, ebenso die gepflegten Gartenanlage mit ihrer tropischen Blütenpracht.

Der Tourguide der uns begleitet spricht kein Wort Deutsch, aber er hat im Bus einen Rekorder oder CD-Spieler eingebaut. Wenn wir den nächsten Punkt auf unserer Tour erreicht haben schaltet er den Rekorder ein, der erzählt uns dann verschiedenes über diese Haltestelle.
Unser nächster Halt ist jetzt Romney Major mit seiner Caribelle-Batik Werkstatt. Dieses Herrenhaus gehörte einem Vorfahren vom Thomas Jefferson dem späteren dritten Präsidenten der jungen Republik von Amerika. Ein wunderschöner Park mit blühenden Bäumen, Sträuchern und sonstigen Blumen. Ein 400 Jahre alter Samam-Baum (Regenbaum mit einem Stammumfang von 7,3 Meter und einer Krone von fast 50 Metern) beherrscht den schönen Park.
Die Caribelle Batik ist heute eine der bekanntesten Firmen auf der Insel St. Kitts u. Nevis. In traditioneller Handarbeit werden hier nach original indonesischen Anleitungen Stoffe gefärbt und verkauft. So eine Caribelle Batik-Fabrikation findet man öfters in der Karibik, wir haben vor zwei Jahren auf St. Lucia schon mal eine gesehen. Hier wurden bunte Stoffe gefärbt und zum Verkauf angeboten.

Nach einer halben Stunde geht es weiter zum Brimstone Hill. Diese Festung ist über 300 Jahre alt, man nennt sie auch das Gibraltar der Karibik. Unser Kleinbus zwängt sich durch enge Tore, da bleiben kaum noch ein paar Zentimeter übrig. Als erste gehen wir in die Zitadelle dem Zentrum der Festung, von hier hat man einen wunderbaren Ausblick auf die tieferliegenden Festungsteile, sowie auf das Meer und sogar auf die Nachbar-Insel St. Eustatius. Wir erkunden die riesige Befestigungsanlage.

li. Bild Prince of Wales Bastion —- re. Bild die Zitadelle

Nach einer dreiviertel Stunde geht es dann weiter nach dem Timothy Hill einer im Süden der Insel gelegenen Anhebung. Von dieser kann man beide Meere, links das Atlantische und rechts das Karibische Meer sehen. Zuvor sind wir durch Frigate Bay Nord gekommen wo mehrere Resorthotels stehen, darunter das Marriott Hotel mit seinem Casino ist. In einem davon verbringen die jungen englischen Königskinder Ihren Urlaub in der Karibik.
Auf der Anhöhe von Timothy Hill sind ein paar Verkaufstände von Einheimischen. Ein junger Mann läuft mit einem kleinen Affen umher, und möchte einen Dollar für ein Bild mit seinem Affen. Darauf kommt es mir auch nicht an, der Mann setzt mir das Äffchen auf die Schulter und stellt sich dazu. So kann Hermine ein Bild von uns machen. Danach geht es wieder in Richtung Schiff zurück. Neben uns steht die Celybrity Eclipse ein Riesenschiff im Vergleich zu der mein Schiff 1. Auf dem Schwesterschiff der Silhouette haben Raphaela und Chris letztes Jahr Ihre Karibik-Kreuzfahrt gemacht.

Re. Bild: li. der Atlantik re.Bild das Karibisches Meer

Wir gehen nach unsern Ausflug zuerst auf unsere Kabine und danach auf das Pooldeck um uns eine Currywurst mit Pommes zu genehmigen. Für eine kleine Mahlzeit ist die Currywurst immer gut.
An unserer Steuerbordseite liegt eine Plattform, ich bin mir im Moment nicht sicher ob sie Abwasser absaugt oder zum Kraftstoff tanken an unserer Seite liegt. Später kommt eine Meldung von der Brücke, daß unser Schiff jetzt vollgetankt sei, jetzt wissen wir es also warum die Plattform an unserer Seite lag.

Später trinke ich noch einen Strawberry Kiss und Hermine einen Dolce Vita hier am Sonnendeck. Nach einer längeren Pause beschliessen wir nochmals an Land zu gehen. Es kurz nach vier Uhr Nachmittags, wir wollen nur noch ins Cruises- Center, das ist hier eine Ansammlung von Shops, Souveniers und Bierkneipen direkt vor der Anlegestelle.

Nach einer dreiviertel Stunde hören wir durch die Lautsprecher daß die Celybrity Eclipse auslaufen will, wir gehen also zurück um dabei zuzuschauen. Um 19:00 läuft unser Schiff dann selbst aus. Wir geniessen unsere letzte Abfahrt hier in der Karibik, jetzt geht`s weiter nach La Romana in der Dominikanischen Republik. Nach dem Abendessen im Atlantik Restaurant gehen wir noch aufs Pooldeck für einen Absacker. Gegen 22:30 Uhr führt unser Weg ins Bett.

Donnerstag, den 12.03.2015 St. Kitts – La Romana 395 NM

Heute ist Seetag eigentlich unser letzter Reise Tag in der Karibik. Um 8:30 gehen wir zum Frühstück ins Atlantik, das Restaurant ist natürlich voll aber ein Plätzchen finden wir doch noch. Das Wetter hält sich etwas zurück also ziemlich bewölkt. Um Zehn bis halb elf gehen wir doch aufs Pooldeck auch hier ist es voll. Zwei leere Liegen lassen sich dann aber doch noch finden, und sogar die Sonne taucht noch auf. So verbringen wir zwei Stunden an Deck. An der Unverzichtbar auf Deck 12 trinken wir noch einen Cocktail bevor wir zurück in die Kabine gehen, ich möchte ja noch an meinem Reisebericht schreiben. Hermine packt noch unsere Koffer, sie müssen bis Mitternacht vor der Kabinentür stehen. Eine gute Stunde schreibe ich am Reisebericht bevor wir dann wieder auf`s Sonnendeck gehen und Hermine einen Dolce Vita und ich noch einen Strawberry Kiss trinke. Wir wollen noch zur Alsterbar im Heck gehen, aber dieses Jahr haben wir hier kein Glück die Schattenplätze hier unter der Sonnenplane sind immer belegt.
Gegen halb Sechs gehen wir dann in die Kabine zurück um uns zum Abendessen fertig zu machen. Heute geht`s in den Ankelmann zum Wok-Essen. Den kann man immer essen, dazu ein Glas roten Wein der schmeckt auch immer. Später gehen wir aufs Pooldeck zum Abschied feiern oder sonst was, heut ist schließlich unser letzter Abend an Bord. Wie üblich um ca. 22:45 gehen wir in die Koje, zuvor noch schnell unsere Koffer auf den Gang gestellt. Die werden nach Mitternacht abgeholt, denn jetzt ist Großkampftag für die zuständige Besatzung. In den nächsten Stunden werden sie um die 2000 Koffer raus aus dem Schiff und neue wieder auf das Schiff bringen und auf alle Decks verteilen.

Freitag, den 13.03.2015 St. Kitts – La Romana 395 NM

Wir sind seit 6:00 morgens in La Romana, das Wetter scheint toll zu sein 31 Grad sind angesagt. Wir müssen raus aus den Federn, uns anziehen und zum letzten Frühstück ins Atlantik-Restaurant. Um 9:00 müssen wir die Kabine verlassen haben, unser Handgepäck können wir dann noch im Theater abstellen. Wir sind aber noch fast den ganzen Tag an Bord, eines der Vorteile der Direkt-Buchung bei Tui-Cruises. Heute sind genügend Sonnenliegen vorhanden, weil viele Gäste das Schiff schon am Vormittag verlassen haben, teils wegen Anschluß-Urlaub in der Dominikanischen Republik oder bei Selbstbuchung des Fluges. Die Schiffs-Reise an Bord endet offiziell um 10:00 Uhr.

Wir gehen nochmals zum Mittagessen ins Ankelmann und trinken später auf dem Pooldeck noch ein paar Strawberry Kiss zum Abgewöhnen. Ein kurzes Zusammensein mit Dagmar und Klaus und ihren Bekannten, dann verlassen auch Sie das Schiff in Richtung Flughafen Punta Cana.
Um 15:45 werden auch wir abgeholt und zum Flughafen La Romana gebracht, Die Fahrt dorthin dauert ja nur ein paar Minuten. Aber leider unser Flug nach Hause verspätet sich um fast 1,5 Stunden. Endlich 19:30 geht`s in die Luft, die Flugzeit beträgt ca. 9,50 Stunden.

Samstag, den 14.03.2015

Wir sind angekommen in München kurz nach 9:00. Die Landung war gut wie immer, das Wetter hier war Schön so um die 8°. Erst bei Landsberg wurde der Himmel von Wolken bedeckt, das schöne Wetter war somit vorbei.

Fazit: Es war eine wunderschöne Reise und wir haben weitere Traumhafte Inseln kennen gelernt. Das Wetter war diesesmal nicht so gut, wir hatten immer wieder mal Regen. Das Wetter und die Temperatur in der Karibik war nach Aussage eines Einheimischen aus Bonaire um einige Wochen zurück geblieben.
Es war ja trotz allem warm, aber das letzte Quentchen fehlte halt doch, ich freue mich trotzallem auf eine weitere Reise in dieser Herrlichen Gegend.

Von Singapur nach Dubai – März 2017

Vom Stadtstaat Singapur und der Malayischen Halbinsel reisen wir über Sri Lanka und Indien, dem Oman nach Dubai. Von gigantischen Wolkenkratzern hin zu beeindruckenden Hinduistischen Tempeln und Arabischen Moscheen erleben wir den Zauber Südostasiens.

Dienstag, den 21.03.2017

Heute um 12:15 verlassen wir Ottobeuren mit dem Ziel Flughafen München. Der Verkehr in Richtung München ist auch heute wie meistens eher ruhig und Angenehm. Wir sind schon um 13:15 in Hallbergmoos, so gehen wir in die OMV-Tankstelle um einen Cappuccino zu trinken sowie eine Butterbrezel zu essen. Kurz vor 14:00 fahren wir dann zu unserm Treffpunkt mit Parkfly in der Lilienstraße 21. Unser Fahrer kommt ein paar Minuten später, und nach dem Einparken unseres Hyundais in der Tiefgarage und der Kofferübernahme in den Kleinbus geht es direkt zum Flughafen Franz Josef Strauss bzw. dem Check-In.
Hier steht schon eine große Menschenschlange vor den 5 Flugschaltern von Quatar Airways mit der wir heute Fliegen werden. Anscheinend besteht eine große Nachfrage zu dem Flug nach Katar oder aber als weiteres Ziel Südostasien oder Singapur wie auch bei uns. Wir werden es sehen. Kurz vor dem Abflug haben wir dann endlich den Wartebereich erreicht und weitere 15 Minuten später betreten wir schon unsere Maschine die uns nach Doha im Emirat Katar bringen wird. Unser Flugzeug ist eine Airbus A350 eine wunderschöne Maschine mit ca. 280 Sitzplätzen wie ich feststelle. Sie hat pro Reihe 3*3 Plätze also 9 Sitzplätze. Unser Sitzplatz befindet sich direkt über den Flügeln, somit ist unsere Sicht nach unten leider stark eingeschränkt.

Der Start ist um 16:15 hier in München und die Ankunft in Doha soll um 1:20 Ortszeit sein, bei 2 Stunden Zeitverschiebung. Über den Flug selber gibt es wenig zu sagen, dagegen das Platzangebot in der Maschine war sehr groß. Unsere Flugstrecke ging über Rumänien, dem Schwarzen Meer, über die Türkei und Kurdistan und nach dem Iran immer entlang an der Irakischen Grenze.
Hier im Iran über dem sogenannten Zagros-Gebirge am Rande der Persischen Hochebene mit Höhen von 3600 bis über 4500 Metern waren die Berggipfel schneebedeckt. Am südlichen Ende des Gebirges erreichten wir dann den Persischen Golf. Und bald darauf Doha im Emirat Katar, es ist mittlererweile schon 1:30, also kurz nach Mitternacht geworden .
Wir mussten unser Flugzeug und auch den Warte-Bereich des Flughafens verlassen. Und natürlich im Anschluß wieder einen neuen Check-In zu unserem Weiterflug nach Singapur machen, aber Gott sei dank ohne unsere großen Koffer zu schieben. Nur mit unserem Handgepäck spazierten wir durch die Gänge des Flughafens, nach einer guten Stunde konnten wir jetzt wieder den Wartebereich für unseren Flug nach Singapur betreten. Eigentlich hätte mir die bisherige Flugzeit schon gereicht, aber es hilft ja nichts wir wollen weiter nach Singapur zur mein Schiff 1 von Tui Cruises.

Mittwoch, den 22.03.2017

Kurz vor 15:00 Ortszeit sind wir im Anflug auf Singapur, man erkennt schon von oben wie grün der Stadtstaat Singapur ist. Überall Parks, Grünanlagen und Wälder, es heißt nicht umsonst ein Drittel der Stadt ist Grünland. Nach weiteren 7 Stunden Fluges und 5 Stunden Zeitverschiebung haben wir unser Ziel erreicht. Nach dem wir unseren Flieger verlassen haben und im Gangway Richtung der Personenkontrolle gehen, kamen wir an zwei jungen Damen mit einer Kamera vorbei. Nach dem Passieren der beiden Damen schaute ich kurz zurück und konnte im Display der Kamera erkennen daß es sich hier um eine Wärmebildkamera handeln mußte. Die ankommenden Fluggäste werden durch einen Temperatur-Screening untersucht, wo etwaige Krankheiten der Einreisenden durch erhöhte Körpertemperaturen festzustellen sind. Willkommen in der anderen Welt!.

Nach der sehr intensiven Pass und Zollkontolle konnten wir unsere Koffer am Kofferband suchen und mitnehmen. Im Wartebereich des Terminals standen Tui Cruises-Bedienstete mit Schildern von Mein Schiff 1 die uns einsammeln sollen. Gemeinsam und mit unserem Gepäck verließen wir dann den Terminal auf der Suche nach unserem Transitbus, der uns zum Schiff bringen sollte. Die Temperatur hier in Singapur lag bei über 30°, und die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch. Im Bus lernten wir zwei Junge Burschen aus Murnau bei Bad Tölz kennen und führten eine nette Unterhaltung mit den beiden. Auf dem Weg zu unserem Schiff fing es auch schon an leicht zu Regnen.

Im Marina Bay Cruise Centre im neueren von den beiden Kreuzfahrtcentren werden wir noch mehrmals streng kontrolliert mit Pässen und allen Ausweispapieren die hier zur Einreise nach Singapur nötig sind. Die Deutsche Passkontrolle ist dagegen ein Kindergarten. Aber irgendwann und nach dem Einborden durch einen Steward hatten wir auch das überwunden und konnten unser Schiff betreten. Unsere gebuchte Kabine 5063 war schon fertig und wir konnten sogleich einen Blick hinein werfen. Danach sind wir mit dem Fahrstuhl auf Deck 12 dem Pooldeck gefahren, um einen ersten Rundblick auf die Stadt und Ihre Highlights zu werfen. Das Deck war natürlich nass, es hatte ja eben erst geregnet. Auf dem gleichen Deck an der Backbordseite sah ich die Jungs aus Murnau stehen, die ebenfalls einen Blick auf Singapur und seine Skyline warfen. Ich winkte Ihnen zu, kurz darauf erkannten Sie uns auch wieder und kamen herüber. Wir holten uns das erste Getränk an der Unverzichtbar hier auf Deck 11, für mich und Hermine einen Cuba Libre und die Jungs zuerst ein Bier und danach einen Cocktail.

Gegen 19:00 gingen wir gemeinsam ins Ankelmann dem Selbstbedienungs-Restaurant hier auf dem Schiff zum Abendessen. Die Jungs erwarteten noch einen dritten Freund aus Frankfurt mit dem Sie ihre Kabine teilen wollten. Um 21:00 findet eine Lasershow beim Marina Bay Sands Hotel statt, die die Jungs sehen wollten, wir bleiben hier an Bord uns reichte der Stress für heute. So gegen 22:30 gingen wir in unsere Kabine zurück, wir waren doch sehr müde vom langen Flug. Es hatte eigentlich keiner von uns richtig geschlafen, nach ein paar Minuten waren wir schon weggetreten.

Donnerstag, den 23.03.2017

Gestern Abend hatten wir noch kurz unsere Ausflugtickets für die nächsten Tage überprüft und festgestellt, dass unser gebuchter Ausflug (Die Gartenstadt mit Besuch des Skyparks) hier in Singapur schon um 11:00 am Vormittag beginnt. Somit hat sich unser persöhnlich für Morgen geplanter Vormittagsausflug durch Chinatown erübrigt, da wir in den zwei Stunden nichts mehr unternehmen können. Besonders nicht wenn man die langen Passkontrollen hier vor Ort in Betracht ziehen muss, die wir gestern erlebt haben.
So gehen wir also kurz nach 8:00 ins Restaurant Atlantik auf Deck 5 zum Frühstücken, wir finden schnell einen freien Tisch. Der Ober schenkt uns einen Kaffee ein und wir gehen los uns am Büffett einen Frühstücksteller zusammen zu stellen. Es gibt wie immer diverse Brötchen, Käse am Stück oder geschnitten, verschiedene Wurst und Schinkenplatten sowie Croissants, und Gebäcke aller Art. Natürlich auch Standards wie mehrerlei Marmeladen und Honig. Für die ganz gesunden Frühstücker auch Körner und Müsli und Kompott sowie Obst. Manchmal gibt es auch Sekt und Kaviar zum Frühstück. So genießen wir unser erstes Frühstück hier an Bord, Hermine holt sich noch ein gekochtes Ei. Auch Spiegeleier, Rührei sowie gebratener Speck gibt es natürlich.
Danach gehen wir in unsere Kabine um unser restliches Morgenritual noch zu vervollständigen. Anschließend geht es auf das Pooldeck zurück, wir machen noch ein paar Bilder von der Stadt und auch vom Schiff und seiner Umgebung. Als nächstes gehen wir zum Heck in die Alsterbar und genehmigen uns das erstes Getränk des Tages. Hermine ein Ginger Ale und für mich einen Strawberry Kiss und genießen die erste Morgensonne. Kurz vor 11 Uhr gehen wir in die Tui-Bar, hier ist Treffpunkt für unseren heutigen Ausflug. Gemeinsam mit der Gruppe gehen wir von Bord und lassen die aufwändige Passkontrolle hinter uns. In der Tiefgarage des Cruise-Centers wartet schon ein Bus und bringt uns zum ersten Ausflugspunkt.

Der Garden by the Bay ist die neueste Parkanlage und Grünanlage hier in Singapur, er besteht im Wesentlichen aus den Supertrees und zwei riesigen Gewächshäusern. Die 18 Supertrees sind Mammutbäumen nachempfundene Konstruktionen aus Stahl und Beton und zwischen 25 und 50 Meter hoch. Eine Besucherbrücke verbindet die zwei höchsten Bäume miteinander, im höchsten Baum befindet sich zudem auch ein Restaurant. Wir spazieren durch den Park und fahren mit dem Fahrstuhl in einem der Mammutbäume nach oben um auf der Besucherbrücke einen großartigen Ausblick über die Parkanlage zu genießen. Gleich neben uns steht ja auch das Marina Bay Sands Hotel das wir heute noch besuchen werden.

Als nächstes aber gehen wir in die zwei Klimahallen, der Flower Dome ist ca. 1,2 Hektar groß und hat ein gemäßigtes Klima, er beherbergt Gewächse aus dem Mittelmeerraum. Man findet aber auch Japanische Kirschbäume und viele andere schöne Blüten und Sträucher, man kann das kaum beschreiben, das muss man einfach gesehen haben.

Im Cloud Forest ist dagegen eine feucht-kühle Berglandschaft der Tropen angelegt. Den Mittelpunkt hier bildet ein künstlicher Nebelberg samt einem 35 Meter-Wasserfall. Seinen Gipfel erreicht man über einen Fahrstuhl, abwärts geht man dann über lange Stege und Brücken. Im Inneren des Berges gibt es noch eine Ausstellung aus riesigen Kristallen.

Unser nächstes Ziel ist nun das Marina Sands Hotel mit seiner Plattform, wir betreten das Hotel und gehen durch das riesige Foyer das alle drei Hoteltürme einschließt. An einem Ende betreten wir dann den Fahrstuhl der uns auf 200 Meter Höhe bringt. Der SkyPark eine 1,2 Hektar große Plattform auf den drei Hoteltürmen ist einem riesigen Surfbrett nach empfunden. Der größten Teil davon beinhaltet ein 150 Meter langes Schwimmbecken mit Garten, Bäumen sowie einem Luxus-Restaurant. Von hier oben hat man einen wunderschönen 360° Ausblick über die Stadt.

Im Tiefgeschoss des Hotels befindet sich noch ein großes Casino das mehr als 10.000 Arbeitsplätze bietet und mehr als 1% des Bruttoinlandsprodukts des Stadtstaates von Singapur einbringen soll. Danach gehen wir durch das riesige Shopping-Center, auch hier befinden sich unter anderem künstliche Kanäle mit kleinen Booten, viele Restaurants. Darunter auch kleine China-Schnellrestaurants eines davon besuchten wir um uns einen kleinen Imbiss zu gönnen, nachdem unser geplanter Besuch in Chinatown geplatzt war. Wir nahmen eine schmackhafte Suppe, dazu einen Teller mit Huhn und Glasnudeln und anderen Sachen, das Essen schmeckte vorzüglich. Es gibt hier auch eine kleine Kunsteis-Laufbahn neben den Bistros, wohl zur Unterhaltung für die Kinder. Danach verlassen wir die Mall und besuchen die wunderschönen Außenanlagen mit dem Seerosenteich, von hier kann man über die Bay zu den Hochhäusern und dem Fullerton-Hotel sehen.

Als nächstes besuchen wir den Singapur Flyer, er ist mit 165 Metern nach dem „ The High Roller in Las Vegas das zweitgrößte Riesenrad der Welt. Der Flyer besitzt 28 Gondeln die bis zu 28 Personen fassen können, eine Umdrehung dauert hier ca. 30 Minuten. Bei guter Sicht kann man bis zu 45 Kilometer weit sehen. Die Anlage selber ist sehr groß mit viel Grün unter den Gondeln. Man kann die Aussicht aus dem Flyer kaum beschreiben, auch hier gilt man muss es gesehen haben.

Gegen 17:00 kehren wir auf unser Schiff zurück. Kurz vor dem Auslaufen von Mein Schiff 1 findet die obligatorische Seenotrettungsübung statt. Unsere Musterstation dafür ist wie immer das Theater auf Deck 7. Heute müssen wir im Anschluss an die Vorführung der Rettungsmaßnahmen nicht im Gänsemarsch aufs Promenadendeck marschieren.
Um 19:00 werden wie geplant die Leinen gelöst und unser Schiff geht auf die große Reise, wir fahren zunächst in südlicher Richtung. Wir umgehen die Vergnügungsinsel Sentosa in einem weitem Bogen, bevor wir die Straße von Malakka erreichen. (Auf Sentosa befinden sich viele Fahrgeschäfte, unendlich viele Attraktionen sowie ein zweites Casino und einige Badestrände).
Die Ufer der Halbinsel Malaysias sowie die Insel Sumatra / Indonesien auf der Backbordseite sind für die nächsten Stunden noch gut zu erkennen. Im Theater stellt Kapitän Rolf Noak uns seine Mannschaft vor. Im Anschluss gehen wir nochmals auf Deck 11 um unseren Durst zu stillen, für mich ein, zwei Cuba Libre und Hermine trinkt ich denke einen Mosquito. Gegen 23:00 gehen wir in die Koje, der Tag heute war wahnsinnig interessant und sehr schön.

Die Temperatur heute lag bei über 30°, die Luftfeuchtigkeit war aber nicht unangenehm.

Freitag, den 24.03.2017 Singapur – Kuala Lumpur 211 NM

Es ist 8:00 in der Früh, Hermine möchte gerne heute das Frühstück in der Alsterbar das ist die Freiluftterrasse im Heck der mein Schiff 1 einnehmen. Nur leider hat es irgendwann in der Nacht zu Regnen begonnen. So bleibt uns nichts anderes übrig als wie gewohnt ins Restaurant Atlantik auf Deck 5 zu gehen. Das macht aber nichts, denn die Qualität der angebotenen Frühstückswaren entschädigt reichlich dafür. Nach unserem Frühstück gehen wir nochmals in unsere Kabine zurück um die restliche Morgentoilette zu beenden. Kurz nach 10:00 gehen wir dann wieder an Deck, der Regen hat aufgehört. Leider sind mittlererweile schon alle Liegen in Sonne und Schatten belegt, hier bricht eine Untugend der Deutschen Urlauber voll aus. Viele der Bade-liegen sind schon seit dem Aufstellen seitens der zuständigen Pool-Mannschaft mit Handtüchern belegt. Ganz besonders zeichnen sich Passagiere aus einer Gegend in Deutschland (ich möchte sie hier nicht besonders kennzeichnen) in dieser Disziplin aus. Hier werden lustig Liegen und Stühle auch an Esstischen mit Handtüchern belegt. Wo die restlichen Gäste dann sitzen oder liegen ist Ihnen wohl egal.
Wir finden später noch einen Sitzplatz nahe der Unverzichtbar auf Deck 11 und unterhalten uns mit einem Gast der aus dem Raum Bottrop kommt. Er hat schon die voran gegangene Route von Singapur nach Vietnam mitgemacht. Heute Mittag gibt es ein Austernbüffet im Ankelmann-Restaurant, wir verzichten darauf. Im Laufe des Nachmittages gehen wir auf die Terrasse der Außenalsterbar um einen Cappuccino und später noch ein Glas Franziskaner-Weizen zu trinken.
So vergehen die Stunden, immer wieder mal können wir die Ufer von Malaysia und auch an der Backbordseite von Sumatra sehen. So gegen vier Uhr Nachmittags erreichen wir dann die Einfahrt nach Port Klang (Hafen von Kuala Lumpur), auf der Steuerbordseite ( Rechts) stehen Kilometer lang, riesige Container-Brücken. Um halb Fünf sind wir dann am Boustead Cruise Center das wir schon von Fernsehsendungen mit der MS Artania kennen. Wir legen an der Außenreede an, innen liegt die Silver Wisper ein Luxusliner von Silversea Cruises mit 28.000 Brz.

Es rüsten sich auch schon einige Gäste für einen Ausflug ins 13 Kilometer entfernte Stadtzenrum von Port Klang, wiederum andere auch für eine Lichterfahrt ins ca. 60 Minuten entfernte Kuala Lumpur. Uns ist das zu stressig, wir haben ja für Morgen eine Ganz-Tagestour in die Hauptstadt gebucht. Heute Abend findet noch eine Folklore-Tanzveranstaltung mit Malayischen Tänzern am Pooldeck statt. So genießen wir den Abend bei einigen Cuba Libres und sonstigen Getränken.

Samstag, den 25.03.2017

Wir müssen heute schon um 6:30 aufstehen, schnell zum Frühstücken in das Atlantik-Restaurant denn um 8:00 ist schon wieder Treffpunkt im Theater. Hier beginnt unser Ausflug nach Kuala Lumpur. In einer Gruppe, insgesamt sind es aber schon mehrere Busse die in die Hauptstadt fahren verlassen wir unser Schiff. Der Weg nach (KL wie die Einheimischen sagen) ist nicht besonders Attraktiv, wir sind froh dass wir gestern Abend auf dem Schiff geblieben sind. Nach eineinviertel Stunden erreichen wir den Stadtrand von KL, als erstes geht es zum Königs-Palast. Der Staat Malaysia hat einen König, er repräsentiert wie bei uns der Bundespräsident. Er wird für 5 Jahre von den 8 Sultanen der übrigen Regierungsbezirke gewählt. Der Palast ist wunderschön und sehr gepflegt, wir können halt nur die Außenanlagen bewundern, aber er ist trotzdem herrlich.

Als nächstes fahren wir zu den Batu Caves das ist eine Kalksteinhöhle am Rande von KL die mehrere Hindu-Schreine beinhaltet. Nachdem wir die 43 Meter hohe Statue des Gottes Murugan passiert haben, geht es über steile 272 Treppenstufen hinauf in die Kathetralenhöhle. Ich musste einige Male auf der Treppe pausieren um bei der hohen Luftfeuchtigkeit noch ausreichend Atem zu bekommen. Es war ein reger Besuch hier aus aller Herren Länder, um uns herum turnten viele Makaken-Affen auf der Suche nach Essbarem. Wir gingen den Affen aus dem Weg, sie konnten sehr Aggressiv sein und auch zubeißen, was für mögliche Krankheiten und Infektionen sorgen würde. Oben angekommen konnten wir die riesige Höhle bewundern in der einige Schreine errichtet wurden, die von vielen Hindu-Gläubigen besucht wird. Leider herrscht hier auch eine rege Bautätigkeit, an allen Ecken wird renoviert. In der Höhle und auch an der Treppe sahen wir Männer die Kübel trugen, deren Inhalt für uns auf den ersten Blick nicht erkennbar war. Im Nachhinein konnten wir feststellen, es war Sand dass sie über die 272 Stufen nach oben schleppten, für die Renovierung an den verschiedenen Schreinen. Nach unserem Besuch in der Höhle gehen wir wieder vorsichtig die Treppen nach unten, und vermeiden jeglichen Kontakt mit den Makaken-Affen die um uns herum springen.

Unten auf dem Vorplatz zur Höhle befinden sich Verkaufsstände für Obst und Souveniers wie überall auf der Welt, hier finden wir auch einen Magneten für unsere Souvenir-Wand. Dann fahren wir weiter in die Innenstadt von Kuala Lumpur zu den Petronas Twin Towers, sie sind auch heute noch mit 452 Metern die höchsten Zwillingstürme der Welt.

Wir stehen direkt vor ihnen, sie sind wunderschön und beeindruckend wie auch die übrige Umgebung hier. Wir machen einige tolle Fotos von den Türmen und dem Umfeld hier. Hier stehen einige Straßenhändler herum und wollen irgend ein Gerät verkaufen. Später kommen wir darauf dass es eine Zusatzlinse für das iPhone ist, mit dem man wie bei einem Weitwinkelobjektiv möglichst viel vor die Linse bekommt. Als nächstes fahren wir zu einem guten Restaurant in der Nähe der Petronas Towers, leider fällt mir der Namen nicht mehr ein. Hier treffen wir viele Busse die unsere Tour oder eine andere durch KL unternehmen. Das Essen schmeckte vorzüglich wie allgemein zu hören war. Nach einem süßen Nachtisch fuhren wir weiter zum Platz der Unabhängigkeit wo im Jahre 1957 der Abschied von den Engländern gefeiert wurde. Das Kolonial-Gebäude im Hintergrund mit seinem Glockenturm ist wunderschön, gegenüber befindet sich ein Kricketfeld mit einem Clubhaus im Fachwerkstil. Das dem mondänem Royal Selangor Club als Heim diente.

Unser nächstes Ziel ist der Central Market, zuvor gehen wir mit einer großen Gruppe und unserem deutschen Reisebegleiter nach Chinatown. Wir sind zu Fuß unterwegs, ein bis zwei Kilometer sind es schon bis dahin. Ich bin ein bisschen überrascht, dieses Chinatown besteht nur aus einer langen Straße mit zwei kurzen Querstrassen. Aber egal wir laufen durch und ich bekomme noch ein T-Shirt mit einem schönen Aufdruck der Petronas Towers. Nun laufen wir zum Central Market zurück und schlendern durch die Markthalle in der alles Mögliche zum Verkauf angeboten wird.

Von hier aus geht es dann zu unserem Schiff zurück, der Tag war sehr schön, sehr heiß und vor allem Informativ. Kurz vor 16:45 erreichen wir den Schiffsterminal in Port Klang, und etwa eine Stunde später legt die mein Schiff 1 ab, mit unserem neuen Ziel Sri Lanka.
Zum Abendessen gehen wir in das Ankelmann-Restaurant, ich suche mir Kaninchen und Rindercurry aus und danach noch ein Wok. Im Anschluss gehen wir auf das Pooldeck, wo wir unsere Bekannten aus Gersthofen treffen. Gemeinsam unterhalten wir uns bestimmt 2 Stunden lang bei Bier und CubaLibre für die Herren, bevor wir gegen 24:00 unsere Kabine aufsuchen.

Die Temperatur heute lag bei bis 40°, die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch.

Sonntag, den 26.03.2017 Kuala Lumpur – Colombo 1412 NM

Heute ist der erste von insgesamt 3 Seetagen bis wir Colombo auf Sri Lanka erreichen, wir haben etwas länger geschlafen. Dazu konnten wir die Uhrzeit auch noch um einen Stunde zurückstellen und sind anschließend zum Frühstück ins Atlantik-Restaurant gegangen. Nachdem wir unsere Morgentoillette beendet haben, gehen wir ins Theater dort findet heute Morgen eine Info-Veranstaltung über unsere Ausflüge in Sri Lanka statt. Diese Veranstaltung war ein Witz, keinerlei Informationen über das Land und Leute nur Standard – Geschwafel über Ausflüge allgemein. Wir holen also unsere Badetasche und gehen auf das Pooldeck, wie man erwarten konnte, keine freie Liege geschweige denn ein freier Stuhl hier auf Deck 11. Wir gehen also ein Deck weiter nach oben zur Überschaubar, hier finden wir Gott sei dank noch zwei Stühle im Schatten, in der Sonne ist es kaum auszuhalten. Nach einem Strawberry Kiss, Hermine hat einen Dolce Vita getrunken, probiere ich mal eine Flasche Tiger-Bier (Tiger ist ein Bier aus Singapur, die Muttergesellschaft gehört jetzt zu 100% Heineken), das ich namentlich von Klaus Di…. kenne. Es schmeckt wirklich nicht schlecht, so dass ich in der Folge der Reise immer wieder mal darauf zurück greife.

In der Mittagszeit findet Hermine doch Tatsächlich zwei freie Liegen und eine Platz dazu. Auf dem Pooldeck gibt es eine runde Plattform, eigentlich bei Veranstaltungen für Musikkapellen oder Technik wie Mischpult oder ähnliches. Auf dieser runden Plattform mit einem Durchmesser von etwa 6 Metern machten sich zwei Paare breit. Wir drückten uns also bei Ihnen vorbei und belegten die restlichen Liegen in Ihrem Rücken, Sie gingen keinen Millimeter zur Seite, dieses Gebaren konnten wir dann einige Tage lang vom oberen Deck beobachten, was für ein herrliches Völkchen hier an Bord ist. Das eine Pärchen konnte ich von hinten gut beobachten, arrogant und eingebildet, er ca. 65 Jahre alt, sie etwas jünger. Eine Lesebrille hing über seiner Nase, über diese schaute er nach Bedarf.

ein paar Tage später


Im Verlauf des Nachmittages sind wir zum Grill 24 gegangen ich nahm mir eine Currywurst, Hermine ein Wrap. Gegen 16:00 sind wir zur Außenterrasse der Alsterbar gegangen um einen Cappuccino sowie später noch ein Glas Weizenbier zu trinken. Später setzte sich ein älteres Ehepaar aus Kiel zu uns mit dem wir ein reges Gespräch führten konnten, wir trafen uns im Verlauf der Reise immer wieder, zusammen mit noch einem weiteren Paar aus Norddeich. Auf unserm Heimweg über das Pooldeck genossen wir noch ca. 20 Minuten in der Abendsonne.
In der Kabine zurück machen wir uns fertig zum Abendessen, es geht heute ins Atlantik-Restaurant. Hermine möchte unbedingt wieder mal in ein Bedien-Restaurant gehen, nachteilig ist halt das Essen nach Karte. In unseren vergangenen Schiffsreisen waren wir immer à la carte essen.
Im Anschluss daran sind wir nochmal ins Ankelmann um zum erweiterten Nachtisch ein Eis zu essen. Nachdem wir eine Runde übers Pooldeck gemacht hatten fanden wir doch noch einen Sitzplatz. Auch heute wie in der Folge trafen wir das Gersthofener Ehepaar, und ohne etwas miteinander auszumachen. Sie setzten sich zu uns und wir haben uns prächtig unterhalten. Kurz nach 23:00 ging es dann in die Koje.

Der heutige Tag war heiß, geschätzte gut über 30°.

Montag, den 27.03.2017

Ja heute ist der zweite Seetag, auf ein neues. Auch heute kamen wir spät aus dem Bett es war schon 9:00, wir haben noch knapp eine dreiviertel Zeit für unser Frühstück, eine Stewardess lief herum und wies auf das bevorstehende Ende der Frühstückszeit hin. Wir sitzen heute mit einem Ehepaar aus Hannover sowie einem anderen das anscheinend in England wohnt, zusammen. Die Leute aus Hannover sind offensichtlich sehr begütert, bei einem früheren Gespräch mit ihm am Grill 24 erzählte er mir von seinem Flug. Sie sind von London aus mit der Business-Class nach Singapur geflogen. Auch von früheren Reisen zu Beginn seiner Ehe erzählte er da, und dass er selber nur seiner Frau zuliebe Reisen machte. Wie gesagt ein netter und vor allem kein eingebildeter Mann.
Um 11:00 sind wir dann auf das Pooldeck, es ist heute so heiß dass sogar Liegen frei sind, unglaublich. Wir sitzen uns an die Überschaubar auf Deck 12 in den Schatten und trinken und trinken. So schlimm war es natürlich überhaupt nicht, zwei Tigerbier später nochmals einen Strawberry Kiss, der ist sowieso ohne Alkohol, das war es dann schon. Ich führte eine gute Unterhaltung mit einem älteren Ehepaar aus der Nähe von Berlin, sie waren recht freundlich und man konnte sich ausgezeichnet mit Ihnen unterhalten.


Ab 15:00 ist ein Vortrag im Theater über Nordamerika das neu im Routenprogramm von Tui-Cruises aufgenommen wurde, es sind zwei Routen eine von Kanada nach New York, die zweite geht von New York in Richtung Südstaaten und endet in der Dom Rep. oder Jamaika. Der Referent darüber ist Marcus Kummerer den wir schon als Reisebegleiter in Kuala Lumpur kennen lernten. Der Vortrag dauerte etwa eine Stunde danach sind wir in die Alsterbar am Heck unseres Schiffes gegangen. Zuerst gibt es einen Cappuccino und danach für mich noch ein Franziskaner-Weißbier und für Hermine einen Rose-Wein. Hier trafen wir auch unsere Bekannten aus Kiel und ein weiteres Ehepaar aus Norddeich in Ostfriesland. Es war immer wieder nett mit Ihnen zu plaudern und es ist auch nicht so heiß, da wir unter einem großen Sonnensegel im Schatten sitzen können. Um etwa 18:00 sind wir zurück auf das Pooldeck um auf einer jetzt freien Liege die restliche Abendsonne zu genießen. Hermine machte später noch ein paar Bilder von der untergehenden Sonne. Danach sind wir in die Kabine zum Duschen und uns fertig machen zum Abendessen. Wir haben dieses Jahr einfach keine Lust zu einem übermäßigen Gala-Essen im Atlantik-Restaurant. Somit findet auch unser heutiges Essen im Ankelmann-Restaurant statt, heute gibt es wieder einen Wok für uns, der ist geschmacklich immer gut und sehr würzig. Dazu ein, zwei Gläser Rotwein und einen Nachtisch, sei es ein Omelette mit Schlagsahne und Schokoladensoße oder einfach nur ein paar Kugeln Eis.
Danach sind wir wieder aufs Pooldeck, hier trafen wir unsere Gersthofener Bekannte ein nettes Gespräch war gesichert. Gegen 23:30 sind wir wieder in die Koje.

Der Tag heute war sehr Heiß ca. 33° und nur im Schatten auszuhalten.

Dienstag, den 28.03.2017

Es ist heute der dritte Seetag, wir durften inzwischen unsere Uhr um weitere 1,5 Stunden zurück stellen, das heißt wir können auch heute wieder etwas länger schlafen. Aber gegen 9:00 waren wir dann schon im Atlantik-Restaurant zum Frühstücken, man findet eigentlich immer wieder ein Plätzchen für zwei Personen. Zuerst beim Stewart einen Kaffee bestellen und dann losgehen um ein Glas Orangen oder Multivitaminsaft zu holen. Mein Teller ist bestückt mit zwei Scheiben Zopf und die zugehörige Erdbeer bzw. Himbeermarmelade, sowie eine Körner-Semmel dazu noch Käse und ein, zwei, drei Scheiben eines sehr guten Schinkens. Manchmal hole ich mir noch ein Frühstücksei, 7 Minuten laut Angabe. Zum Abschluss des Frühstückes gibt es meist noch eine Schale mit Ananas oder Mandarinen-Kompott.
Danach gehen wir kurz auf das Promenadendeck um zu sehen wie hoch die Temperatur heute schon ist. Nun gehen wir in unsere Kabine zurück um unsere Morgentoilette zu beenden. Es eilt ja nicht mit dem Sonnendeck, freie Liegen sind ja sowieso nicht vorhanden, es ist schon schade dass man die Seetage nicht richtig genießen kann. Und leider alles weil es hier an Bord so viele egoistische Menschen aus einer bestimmten Gegend in Deutschlands gibt.

Zum Abendessen waren wir heute wieder im Ankelmann, es gibt einen guten Rinderbraten heute im Angebot, dazu noch zwei Gläser Rotwein. Später machen wir einen Spaziergang übers Deck, und treffen ohne etwas zu verabreden unsere neuen Bekannten aus Augsburg/Gersthofen. Ich trinke meistens Cuba Libre und Hermine nur noch einen Ouzo, unser Bekannter trinkt meistens ein Bier oder ein Weizen und Sie einen Cocktail.

Wie meistens gehen wir nach 23:00 in die Kabine zurück.

Mittwoch, den 29.03.2017 Kuala Lumpur – Colombo 1412 NM

Es ist 6:00 in der Frühe, wir müssen aufstehen wenn wir noch ein Frühstück bekommen wollen. Also schnell fertig machen und ins Atlantik-Restaurant, heute muss alles schneller gehen. Um 7:30 sind wir dann im Theater zu unserm Ganz-Tagesausflug nach der alten Königstadt Kandy. Es sind geschätzte 200 Personen in Klimatisierten Reisebussen. Die ersten Plätze ion unserem Bus waren durch die Reiseleitung gesperrt. Wir setzten uns also auf die nächsten freien Plätze, die Temperatur im Bus war kühl, wir drehten als erstes unsere Lüftung zu. Nach einer Weile merkten wir, dass unsere Hinterleute ihre Lüftung genau auf unsere Vordersitze gestellt hatten. Hermine bat die Leute ihre Lüftung doch zu schließen oder wenigstens wo anders hinzu drehen. Sie lehnten ab, nach etwa 20 weiteren Minuten, es zog wie Hechtsuppe fragte Hermine nochmals nach. Einer der beiden schrie herum „ Wir sollen gefälligst woanders hinsitzen“ er macht seine Lüftung nicht zu. Dieses Geschrei fiel auch dem Ortsansässigen Reiseleiter auf, er bat uns auf den Reservierten Sitzen Platz zu nehmen.

Wir fuhren also los am Hafen von Colombo, die ersten Kilometer waren schrecklich, Schlaglöcher ohne Ende. Irgendwann haben wir dann das Stadtende erreicht, hier geht es dann auf eine Autobahn- ähnliche Straße. Wir fahren in der Nähe des Flughafens vorbei, die ersten 30 von etwa 130 Kilometer sind geschafft. Die Fahrzeit soll ca. 4,5 Stunden betragen. Von nun an geht es über Landstraßen, die Häuser stehen direkt an der Straße. Ein Dorf reiht sich an das andere, es ist kaum ein Übergang zu sehen. Hier sieht man ein kleines Sägewerk, eine Tuk Tuk Werkstatt eine Schlosserei oder ein Lebensmittelladen oder sonstiges Geschäft direkt nebeneinander. Oft ist ein Kanal vor den Häusern nur mit einer kleinen Betonplatte zum Eingang abgedeckt.

Nach zwei Stunden machen wir eine 20 minütige Pinkelpause in einem Hotel an der Hauptstraße. Aber irgendwann erreichen wir die alte Königstadt Kandy. Als erstes wollen wir den Zahntempel des Buddhas besuchen der im Königspalast aufbewahrt wird, unser Reiseleiter befürchtet dass viele in unserer Gruppe nicht durch die Strenge Kontrolle am Palasteingang kommen. An Bord hieß es Knie und Schulter bedeckt würde ausreichen, er aber meint lange Hosen wären schon Pflicht. Also versuchen wir unsere Knie-Shorts durch verschiedene Maßnahmen zu verlängern. In meinem Fall versuchen wir durch einen breiten Schal der in beiden Hosentaschen befestigt wird, mehr Hosenlänge zu erreichten.

Als ich durch die Kontrolle komme wird die Konstruktion die ich trage, mit sehr argwöhnischen und kritischen Blicken betrachtet. Endlich winkt er durch, ich hab es geschafft.
Am Eingang zum Zahntempel müssen wir unsere Schuhe ausziehen und zurück lassen. Wir betreten den Tempel, an einem Zugang im Inneren kann man Schalen mit Blumenblüten kaufen. Zu welchen Zweck sehen wir später. Der Tempel-Palast ist wunderschön und auch sehr gepflegt, vor dem Schrein des Buddha-Zahnes werden die Blumenschalen als Dank oder für Wünsche aufgestellt. Wir gehen ins Obergeschoß auch hier kann man einen goldenen Schrein sehen, danach gehen wir durch einen Innenhof der ein Schrein-Ähnliches Gebäude beinhaltet. Leider kann ich das nicht beschreiben und beziffern was ich sehe. Als letztes betreten wir einen Saal der mehrere Buddha-Figuren in Gold und in Marmor zeigt sowie Gemälde an der Decke.

Wir verlassen den Tempel wieder und holen unsere Schuhe zurück und gehen Richtung Bus. Unser nächstes Ziel ist ein Hotel in dem wir Mittagessen werden, das Earl`s Regency Hotel und ist ein 5 Sterne Haus. Im Speiseraum finden viele Leute Platz, wir sind ja mit einigen Bussen unterwegs. Es ist ein Büffett aufgebaut, in dem es viele Hauptspeisen, Suppen und viel Nachtisch gibt.

Nach einer guten Stunde brechen wir zum Botanischen Garten hier in Kandy auf. Hier gibt es ein kleines Orchideen-Haus mit wunderschönen Blumen darin. Der Botanische Garten selber ist eigentlich nur mit Bäumen ausgestattet, die aber wunderschöne Wurzeln aufweisen, dazu eine große und sehr schöne Palmenallee. Als wir durch den Garten gehen, werden wir von Schüler die hier in großen Gruppen unterwegs sind, um ein Foto mit Ihnen gebeten, so kommen wir in mehreren Singhalesischen Handys in einem Gruppenfoto vor

Wir müssen aufpassen daß wir uns in diesem großen Park nicht noch verlaufen, leider haben wir hier starke Zeitprobleme, es liegen noch 4,5 Stunden Heimfahrt vor uns. Nach einem kurzen Aufenthalt im Souvenier-Shop und dem Kauf eines Einheimischen Elefanten treten wir unsere Heimreise an.
Um 21:45 haben wir unser Schiff erreicht, schnell in die Kabine zum etwas Frisch machen und gleich wieder ins Ankelmann-Restaurant, es gibt heute einen schnellen Wok. Heute Abend findet eine Poolparty statt, allerdings im stömenden Regen, wir halten bis dreiviertel Zwölf aus, dann gehen wir ins Bett.

Die Temperatur heute lag bei etwa 35°, aber die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch.

Donnerstag, den 30.03.2017 Colombo – Mumbai = 906 Nm

Heute ist der erste Seetag auf dem Weg nach Indien/Mumbai. Frühstück wie immer im Atlantik. Das Personal hier im Restaurant war in früheren Reise angenehmer, es waren damals wesentlich mehr Asiaten beschäftigt, heute sind es zunehmend Osteuropäer. Die Optisch sowie in Sachen Freundlichkeit nicht soviel darstellen, aber so ist es halt. Alles ändert sich nicht immer zum besten. Auch den heutigen Tag verbringen wir in Abwechslung im Schatten an der Überschaubar auf Deck 12 und soweit wir einen Platz bekommen beim Grill 24 um einen Currywurst zu essen. So vergeht auch der heutige Tag, die Seetage hier sind wie schon erwähnt nicht die Schönsten Tage an Bord.

Freitag den 31.03.2017

Der zweite Seetag ist heute, nach unserem Frühstück gehen wir auf Deck 12 zur Überschaubar, hier finden auch gleich ein schönes Plätzchen im Schatten. So verbringen wir die nächste Zeit mit Ebook lesen, Wasser trinken und später noch ein Tiger Bier dazu. Für eine halbe Stunde sitzen wir uns an der Reling in die strahlende Sonne. Am Nachmittag gibt es am Pooldeck ein Indisches Büffett, ich denke nicht mal daran um mir etwas zu holen. Die Leute stehen in einer Schlange von fast 30 Meter an, und dass bis zum Ende der angegebenen Büffettzeit. Manche Menschen betrachten Essen als Hobby und nehmen alles mit was es umsonst gibt. Später setzen wir uns kurz an den Swimming Pool und schwenken unsere Füße im Wasser. Dazu holen wir an der Pool-Bar einen Strawberry Kiss (das ist mein Lieblingsgetränk hier an Bord) und einen Dolce Vita, das ist ein Cocktail mit Grenadine, Zitronen und Ananassaft sowie Kirschnektar. Später am Nachmittag essen wir am Grill 24 noch ein paar Pommes, hier treffen wir auch unsere Augsburger Bekannten die anscheinend ebenfalls gerade etwas gegessen haben. Sie setzen sich noch kurz zu uns, bevor sie wieder in Ihre Kabine mit einer großen Veranda zurück gehen.

Kurz nach 16:00 wandern wir ins Heck unseres Schiffes in die Alsterbar, hier treffen wir weitere Bekannte aus Ostfriesland/ Norddeich sowie das Ehepaar aus Kiel. Gemeinsam verbringen wir die nächsten 1 1/2 Stunden bei Cappuccino, Wein und Weizenbier. Danach gehen wir noch zum Pooldeck zurück, wo ja inzwischen die meisten Sonnen-liegen wieder frei geworden sind. So genießen wir die restlichen Minuten in der Abendsonne.
In unserer Kabine machten wir uns zum Abendessen fertig. Wir suchen uns zum heutigen Abend das Italienische Restaurant La Vela im Heck unseres Schiffes aus. Hier bekommen wir Tischnachbarn aus Karlsruhe mit einer angenehmer Unterhaltung an unsern Tisch. Beim Essen haben wir die Wahl zwischen Spaghetti oder irgend-welche Nudeln oder aber eine Pizza. Wir entscheiden uns beide für eine Pizza, Hermine nahm noch eine Suppe davor, dazu einen guten Roten, die Weine hier auf dem Schiff waren in der Regel sehr gut. Am Nachbartisch saß das bewußte Pärchen vom Pooldeck das uns vor Tagen so unangehm aufgefallen war, ein Kellner setzte immer wieder Gäste zu den beiden an den Tisch. Nach ein paar Minuten verließen die anderen Paare regelmäßig wieder den Tisch, das ganze passierte einige Male. Ich mußte mich beherrschen, um nicht heimlich zu lachen.

Samstag, den 01.04.2017 Colombo – Mumbai 906 NM

Heute Morgen müssen wir schon um 6:15 aufstehen um noch ausgiebig Frühstücken zu können. Um 8:10 ist Treffen im Theater zu unserm Ausflug in Mumbai/Indien. Zuerst aber müssen wir in der Gruppe noch auf Deck 7 in die Vinothek. Hier wartet die Immigration-Behörde von Indien auf uns, ob die wohl glauben dass wir bei Ihnen einwandern wollen?. Wir haben Reisepass und sowie eine Kopie davon, Immigration-Papiere und Landgangs-Karte und natürlich unsere Bordkarte dabei. Nach eingehender Prüfung unserer Papiere kommen wir dann doch vom Schiff und natürlich später an Bord zurück. Der Aufwand ist gewaltig für dieses Entwicklungsland mit seiner über einer Milliarde armer Menschen.


Unsere Busse stehen vor dem Cruises Terminal und schon kann es losgehen nach Mumbai der Millionenstadt am Meer. Als die Engländer noch hier im Land waren hieß sie Bombay und weltbekannt. Unsere Ziele sind das Wahrzeichen vom Mumbai, das Gateway oft India das zu Ehren des englischen Königs Georg V der im Jahre 1911 erstmals Indien besuchte, gebaut wurde. Ferner das berühmte Hotel Taj Mahal Palace das von einem reichen Inder aus Protest errichtet wurde, weil ihm der Eintritt in ein anderes Luxushotel verwehrt wurde. Im Jahre 2008 wurde dieses Hotel Opfer eines Terror-Anschlages bei dem große Teile des Riesenhotels in Flammen aufgingen und mehrere englische und amerikanische Gäste des Hauses umgebracht wurden. Stilistisch ist dieses Haus eine Mischung aus viktorianisch, gotischem Einfluss.

Danach geht es mit unserer Stadtrundfahrt weiter am Strand entlang wo an den Wochenenden viele Einheimische sind. Die Stadt selber ist auch eine Mischung aus altem Englischen Baustilen mit vielen historische Gebäuden. Zum Abschluß unserer Fahrt besuchen wir das Dhobi ghat die größte Wäscherei der Welt. Hier sollen über 5000 Männer an 826 Becken die Wäsche reinigen, 14 Stunden und an 7 Tagen die Woche lang. Gebügelt wird von den Frauen mit Bügeleisen die noch mit glühender Kohle betrieben werden. Nach dieser Fahrt bekommen wir eine Pause um in einem nahegelegenden Markt zu schlendern. Als erstes besuchen wir aber das Starbucks Cafe das sich an der Rückseite vom Hotel Taj Mahal Palace befindet, aber nur zu einem dringenden Toilettenbesuch. An einer belebten Straße finden wir nun unsere Einkaufsmöglichkeit, hier kaufe ich ein T-Shirt mit dem Emblem von Mumbai und für unsere Magnetwand einen neuen Magnet sowie einen schönen Holz-Elefanten für unsere Tochter Raphaela.

Um 13:00 und nach einer Intensiven Kontrolle sind wir wieder auf der mein Schiff 1 angekommen. Wir gehen auf das Pooldeck um am Cliff 24 eine Currywurst mit Pommes zu verdrücken. Da unser Schiff ziemlich leer ist, da die meisten Passagiere irgendwo auf einem Landausflug sind, können wir ohne Probleme eine leere Liege genießen. Später am Nachmittag besuchen wir noch die Überschaubar an Deck 12 um einen Strawberry Kiss und einen Dolce Vita zu trinken.
Nach 16:00 gehen wir zur Alsterbar um unsere Bekannten aus dem hohen Norden zu treffen, mit Cappuchino, Wein und Weizenbier unter dem Schatten des Sonnensegels lässt sich der restliche Nachmittag gut genießen.

Auch heute Abend besuchen wir das La Vela, ich möchte eine Spaghetti Bolognese essen und auch Hermine möchte irgend was mit Nudeln, dazu zwei Gläser Rotwein. Zum Nachtisch gehen wir meistens noch in den Ankelmann um Omeletts, Waffeln mit Schokoladensoße, viel Sahne oder einfach nur einen Becher mit gemischtem Eis zu essen. Um 21:30 beginnt die Poolparty mit Schokobüffet und Eisschnitzen auf der Poolbühne, und eine Stunde später ist die Abfahrt unseres Schiffes nach unserem nächsten Reiseziel, dem Sultanat Oman. Danach noch ein kurzes Getränk mit unsern Gersthofener Bekannten, dann geht es in die Koje.

Die Temperatur heute in Indien lag bei nahe 37 – 40°

Sonntag, den 02.04.2017 Mumbai – Muskat/Oman = 862 Nm

Wir haben heute Seetag, deswegen können wir etwas länger schlafen aber kurz vor 9:00 sind wir dann doch im Atlantik-Restaurant zu einem guten Frühstück. Wenn man mit etwas Stil frühstücken möchte braucht man dazu auch Zeit. Nach unserem Essen gehen wir kurz in die Kabine um uns fertig zu machen. Wir fahren mit dem Fahrstuhl auf Deck 12, hier hat man wenigstens eine Chance auf einen Sitzplatz. So auch heute, direkt neben der Bar, aber wir haben heute einen wahnsinnig starken Wind. Es wird im Schatten schnell kühl, also setzen wir uns an die Reling, aber die Sonne scheint, und scheint. Man kann nicht lange hier sitzen, wegen dem Wind merkt man aber nicht wie stark die Sonne scheint.
Nach einer Stunde gehen wir ein Deck tiefer und finden einen Schattenplatz in der Nähe vom Grill 24. So verbringen wir den halben Nachmittag, zwischenzeitlich gehen wir mal kurz zur Kabine. Später isst Hermine noch einen Teller Pommes und danach sitzen wir noch eine Zeitlang am Poolrand und trinken einen Strawberry Kiss und Hermine einen Dolce Vita.
Gegen 16:00 gehen wir in die Alsterbar einen Cappuccino trinken und später ein Glas Weizenbier. Hier sitzt auch schon Willi aus Kiel, ihm haben wir heute unsere Glückskekse mitgebracht (Geschenk von der Reederei an die Gäste, früher gab es eine kleine RitterSport-Schokolade) . Wir haben eine angeregte Unterhaltung mit Ihm und seiner Frau auch die Bekannten aus Norddeich stoßen später dazu. Kurz vor 18:00 gehen wir nochmal zum Pooldeck und genießen die restliche Abendsonne. Nach einer weiteren dreiviertel Stunde gehen wir in die Kabine zurück um zu Duschen.

Montag, den 03.04.2017

Heute ist wieder der zweite Seetag seit Mumbai, unser Tagesprogramm gleicht den übrigen und vergangenen Seetagen.
Aufstehen, Frühstücken – Pooldeck oder Deck 12 gehen. Platz im Schatten suchen, wir haben immer über 35°. Untertags ein Eis essen, es gibt an Bord der mein Schiff 1 ein exellent schmeckendes Eis. Zur Zwischenmahlzeit essen wir immer wieder mal einen Teller Pommes.
Heute Abend essen wir im Ankelmann-Restaurant, wir stellen uns einen Wok aus Putenfleisch, Hühnchen, Rind oder Schweinefleisch dazu verschiedene Nudeln und Gewürze zusammen, das schmeckt eigentlich immer. Dazu zwei Gläser Rotwein und eine schöne Nachspeise.
Im Anschluß auf das Pooldeck wo wir meist unsere Bekannten aus Gersthofen treffen, gemeinsam ein paar Gläser Cuba Libre oder Weizenbier. Kurz vor Mitternacht geht es dann in die Koje

Dienstag, den 04.04.2017

Heute müssen wir schon um 6:15 aufstehen, uns ganz schnell fertig machen zum Frühstücken. Denn um 7:45 ist bereits Treffpunkt im Theater für unsern geplanten Ausflug hier im Oman. Unser Schiff liegt bereits seit 7:00 an der Reede von Muskat. Unweit von uns am Kai liegt die Silver Cloud ein Schwesterschiff der Silver Wisper die wir im Hafen von Port Klang kennen gelernt haben. Beide Schiffe sind im Luxussegment ansässig und gehören zur Italienischen Silversea-Reederei.

Mit unserer Reisegruppe verlassen wir das Schiff wie immer über Deck 3, die Busse stehen schon bereit. Als erstes fahren wir durch die Neustadt von Muskat die Straßen sowie die Häuser oder sonstige Bauten hier sind absolut neuwertig, alles ist sehr gepflegt. Wir verlassen die Stadt und nach kurzer Zeit erreichen wir die Sultan Qaboos Moschee. Sie ist wunderschön und sehr groß, der jetzige Sultan hat die Moschee seinem Volk geschenkt. Solche Aussagen hört man ja immer in den Arabischen Ländern, so auch in den Emiraten. Aber sie ist wirklich sehr schön, auch im Vergleich mit der großen Moschee in Abu Dhabi, beide sind traumhaft. In der Bausubstanz und Ausstattung nicht miteinander zu vergleichen. Wo in Abu Dhabi Strahlendes Weiß vorherrscht, sind hier im Innenraum der Männergebetshalle die bis zu 6000 Gläubige fassen kann, viele Farben. Die Tore in Holz mit wunderbaren Schnitz-Arbeiten, Säulen mit Keramik oder Porzellan verkleidet. Bunt bemalte Decken und Wände. In der Mitte der mit Kalligrafien und Ornamenten reich verzierten Holzdecke prangt in einer 50 Meter hohen Kuppel einer der größten Kronleuchter der Welt. Mit 15 Metern Höhe und einer Breite von 8 Metern hat er ein Gewicht von 8 Tonnen, reich verziert mit über 1100 Swarowski-Kristallen, einfach wunderschön. Weitere 11 Kronleuchter ergänzen die Ausleuchtung dieser riesigen Gebetshalle. Wir verbringen eine gute Stunde in der Moschee. Unser Reisebegleiter ein gebürtiger Ägypter erzählt uns viel von Land und Leuten, und dass der Sultan bei seinen Untertanen sehr beliebt sei.

Unser nächstes Ziel ist der Fischmarkt von Barkha, der aber schon einige Kilometer von der Hauptstadt entfernt ist. Die Markthalle ist überdacht aber nach allen Seiten frei begehbar. Hier sitzen die Fischer mit Ihrem Tagesfang, es gibt hier Fische in fast allen Größen vom großen Thunfisch bis zu irgendwelchen kleinen Fischen. Die großen Fische sowie der Thunfisch sind ausgenommen, hier kann man Scheiben aus Thunfisch-filett kaufen. Die Hygiene lässt natürlich für uns zu wünschen übrig, sie werden hier auf gefliessten Tischen und Bänken geschlachtet und ausgenommen. Kein Europäer würde hier wohl kaufen.

Nach einer halben Stunde fahren wir weiter in das gebirgige Hinterland zur alten Oasenstadt Nakhl. Die Stadt ist ganz von großen Dattelhainen umgeben, und auf einem Hügel befindet sich eine alte Festung aus dem 9. Jahrhundert. Von hier kann man einen grandiosen Ausblick auf die Umgebung und das umliegende Hadschar- Gebirge genießen.

Nach der Besichtigung der Festung fahren wir zu den heißen Quellen von Ain A’Thawwarah im Wadi Hammam der über einen kleinen Bach die Oasenstadt mit Wasser versorgt. Auf dem Weg zur Quelle entdecke ich Ausflügler von unserm Schiff die an dem kleinen Bach sitzen und ihre Füße ins Wasser stecken. Hier gibt es so kleine Knabberfische wie in den Fish-Spa, die Hornhaut von den Füßen knabbern. Sogleich folge ich Ihrem Beispiel und ziehe meine Sandalen aus und setze mich ans Ufer und strecke meine Füße ins warme Wasser, die ersten Minuten waren nicht so erfolgreich. Mein Nachbar dagegen, er hatte bestimmt über 10 Fischlein die an seinen Füßen knabberten, es war bestimmt schmackhaft für die Fische. Aber nachdem meine Nachbarn zu Ihrem Reisebus zwecks Abfahrt zum Schiff zurück mussten, kamen jetzt auch wesentlich mehr Fische zu mir.

Nach einer halben Stunde mußten auch wir zurück zum Bus, unser nächstes Ziel war einer der Paläste von Sultan Quaboos in der Nähe von Muskat. Der Al Alam Palast wird von zwei Festungen flankiert und dient als Amtssitz des Sultans und wird von ihm nur zur Arbeit genutzt. Man darf weder das Gelände noch den Palast betreten, der Sultan möchte nicht gestört werden. Seine Wohnsitz der Bait al Barakah Palast dagegen, liegt in Sib rund 30 km von der Altstadt Maskat entfernt. Nachdem wir das Außengelände des Palastes besucht und Fotografiert haben geht es weiter in die Innenstadt zum Mutrah Souk.

Der Souk gilt als der Älteste Markt hier im Oman, das Angebot ist stark gemischt aus einheimischen und touristischen Waren. Hier gibt es Silber und Goldwaren, Antiquitäten, Gewürze, Kleidung und sonstigen Trödel. Auch hier verbringen wir eine gute Stunde, für Alexandra suchen und finden wir in einem Gewürz-Laden echte Muskatnüsse.

Dann fahren wir zurück an Bord der mein Schiff 1, unsere Ausfahrt heute ist für 18:00 vorgesehen.
Dann gibt es plötzlich Probleme, die Silver Cloud soll vor uns den Hafen verlassen, kommt aber aus irgendeinem Grund nicht von der Reede weg. Es dauert bestimmt eine Stunde länger bis auch wir endlich ablegen können. Vorbei am großen Weihrauch-brenner der auf einem Bergrücken steht, ist in Wirklichkeit ein Aussichtsturm verlassen wir den Hafen von Muskat. Unser nächstes und leider auch letztes Ziel ist Dubai das wir Morgen in der Frühe erreichen werden. Den warmen Abend genießen wir wie sonst auch am Pooldeck mit unseren Gersthofener Bekannten.

Eines der beiden Schiffe des Sultans vom Oman

Mittwoch, den 05.04.2017 Muskat – Dubai 336 NM

In der Nacht hat der Wind aufgefrischt so dass wir in der Nacht sowie am heutigen Vormittag einen starken Seegang haben. Zuerst aber wie immer gehen wir zu einem guten Frühstück ins Atlantik-Restaurant. Auch heute finden wir einen netten Tisch, als erstes bestellen wir eine Tasse Kaffee und holen uns dann Trinkgläser mit Orangen und Multivitaminsaft. Danach richten wir unsere Frühstücksteller zusammen, ich nehme für mich zwei Scheiben Butterzopf und die passenden Marmeladen, dazu eine Körnersemmel mit Käse und einige Scheiben Schinken. Zum Abschluss gibt es meist noch eine Schale mit Ananas-Scheiben oder einen Mandarinen-Kompott. Nachdem wir uns dann in der Kabine fertig gemacht haben, gehen wir hinauf auf das Pooldeck. Der Wellengang ist schon Interessant heute Morgen, die Poolmannschaft hat aus beiden Pools schon Wasser abgelassen. Aber dennoch spritzt das Wasser in Meterhohen Fontainen aus den Becken, sehr zur Freude der Passagiere. So geht es den ganzen Vormittag bis zum Mittag. Erst kurz vor der Ankunft in Dubai beruhigt sich die See. Durch den starken Seegang sind wir etwas langsamer als geplant gefahren, aber unser Kapitän Rolf Noack hat in der folgenden Zeit wieder einiges gut gemacht.

Zwischen 9:00 und 12:00 mussten wir unsere Reisepässe in der Blauen Welt auf Deck 6 abholen

Kurz nach 14:00 sehen wir dann die Skyline der Wüstenmetropole Dubai am Horizont auftauchen. Langsam gleiten wir am Industriehafen vorbei in Richtung dem Cruisecenter Port Rashid wie der örtliche Kreuzfahrthafen heißt. An der Reede steht schon ein anderes Kreuzfahrtschiff, als wir näher kommen können wir den Namen lesen. Es ist die Arcadia von P&O Cruises ein Schwesterschiff der Azura und Ventura die wir schon in der Karibik kennen gelernt haben. Sie ist mit 83.000 BRZ etwas kleiner als die beiden.

re. Bild Cruisecenter Port Rashid

Nach den üblichen Zollformalitäten bei der Einreise wurden die Pässe wieder einbehalten, und wir konnten nun unser Schiff verlassen. Es hatten sich unsere Gersthofener Bekannte zum Landausflug angeschlossen, was sich im Nachhinein als nicht glücklich zeigte. Wir suchten also ein Taxi und mussten feststellen dass es zwei Gattungen davon gab. Ein Großraumtaxi und nicht wesentlich kleiner das normale Taxi zur halben Grundgebühr. Unser erstes Ziel war das Madinat Jumeirah, der Weg dahin zeigte sich in der Folge als sehr weit. Man unterschätzt hier Dubai und seine Straßen-führungen, es gibt hier viele Einbahnstraßen.
Wir gingen durch den Souk und suchten gleich den Weg zu den Kanälen wo die kleinen Abras mit den Besuchern durchfuhren. Ich wollte eigentlich wie letztes Jahr über eine Brücke auf die andere Seite gehen um auf der Uferpromenade in Richtung Burj Al Arab zu wandern. Leider war über die Brücken und Stege kein Durchkommen mehr möglich, da auf der Meerseite lauter Hotels und Privatappartements sind. So müssen wir zurück durch den Souk gehen um irgendwie zum Burj Al Arab zu kommen. Nachdem wir das Madinat Jumeirah wieder verlassen haben, versuchen wir bei den nächsten Hotels Richtung Strand zu kommen, aber leider auch vergebens. So spazieren wir eine Hauptstraße entlang immer in Richtung Burj…….. .

Hier angekommen, stellen wir fest auch hier am Eingang zum Superhotel ist kein Eintritt zum Strand mehr möglich. Frustiert suchen wir am Taxistand am Wild Wadi Waterpark ein freies Taxi aber auch hier müssen wir warten und haben das Problem mit teuren Taxis. So gehen wir zurück zum Souk, hier bekommen wir endlich ein freies Taxi zu normalen Preisen. Wir wollen zur Dubai Mall, unsere Gersthofener Bekannte haben aber genug und wollen auf das Schiff zurück. Schade, einmal machen wir privat mit anderen Gästen eine Unternehmung aus, und die endet nicht so glücklich wie von uns gewünscht.
Wir steigen also an der Dubai Mall aus und spazierten durch die riesige Mall mit ihren 1200 Geschäften und 120 Gastronomiebetrieben. Es gibt auch ein großes Aquarium das sich über mehrere Stockwerke erstreckt sowie seit neuestem eine 24 Meter hohe Wasserkaskade. Da durch die länger als geplante Taxifahrt unsere Dirham schrumpften, suchten wir eine Wechselstube auf um unsere Devisen aufzustocken. Kurz vor 18:00 verließen wir die Mall am hinteren Ausgang um die Licht und Wasserspiele in der weltgrößten Springbrunnenanlage zu sehen. Der Platz beim Burj Khalifa war schon gut gefüllt, aber es dauerte noch einige Zeit bis die Wasserspiele beginnen, was wohl mit der später einsetzten Dämmerung zu tun hatte. Zwei Durchgänge der Wasserspiele schauten wir an, auf die Lichtspiele am Burj Khalifa warteten wir dieses mal vergebens.

Gegen 19:30 fuhren wir wieder mit einem Taxi zurück zum Schiff, Hier bezahlen wir eine Grundgebühr von 5 Dirham gegenüber von 20 Dirham was sie vom Hafengelände aus verlangten. Am Schiff angekommen sind wir gleich ins Ankelmann-Restaurant zum Abendessen. Hier kamen auch kurz darauf die Gersthofener vorbei. Wir machten aber kein weiteres Treffen mehr aus, da unsere Koffer noch gepackt werden mussten und bis 23:00 auf den Gang gestellt werden müssen. Nach dem Essen gehen wir in unsere Kabine zum Packen. Nach einem kurzen Abstecher am Pooldeck und einem Glas CubaLibre gehen wir zurück in unsere Kabine und anschließend geht es gleich in die Koje.

Donnerstag, den 06.04.2017

Es ist 4:00 früh als wir aufstehen müssen, ein kleines Frühstück im Ankelmann-Restaurant ist noch für uns drin. Anschließend holen wir unsere Pässe auf Deck 6 in der blauen Welt. Auch hier sind schon hunderte von Passagiere unterwegs. Gegen 5:00 fahren wir mit dem Bus zum Flughafen von Dubai DXB. Dieser Flughafen ist riesengroß, er ist mittlererweile der drittgrößte Airport der Welt. Wir checken im Terminal 1 ein und gehen dann weiter, müssen mit einer Metro-Bahn weiter zum Terminal 3. Auch hier laufen wir durch die riesigen Hallen, mit der Rolltreppe einige Stockwerke nach oben, danach wieder runter. Dieser Flughafen ist wahnsinnig groß und einfach unübersichtlich. Aber irgendwann sind wir doch am richtigen Abflug-Gate angekommen, unserm Abflug mit dem Airbus 380 steht somit nichts mehr im Weg. Unser Platz in dem riesigen Flieger ist, beim Schiff würde man sagen, Steuerbordseite hier ist es ganz einfach Rechts in der fünften Reihe ein Fensterplatz. Links vor uns ist der Aufgang in das Oberdeck der mit einem Kordelseil versperrt ist.

Zum Flug selber gibt es wenig zu sagen, die ca. 6 Stunden vergehen Gott sei dank schnell, so daß wir um 14:00 in München ankommen. Das Warten am Kofferband hält sich in Grenzen, wir haben auch schon bei kleineren Maschinen deutlich länger gewartet. Der Fahrer bei Park & Fly holt uns nach einer längeren Wartezeit ab und fährt uns in die Tiefgarage zu unserm geparkten Hyundai. Schnell noch die Koffer ins Auto und es geht los in Richtung Heimat.
Um 17:00 sind wir dann endlich wieder in der Bergstraße in Ottobeuren angekommen.

Fazit unserer Reise: Die Reise und die Städte die wir sehen konnten waren schön. Singapur ist eine Stadt, ein Highlight das man gesehen haben sollte. Negativ in dieser Stadt sind die stark übertriebenen Sicherheitskontrollen. Auf Mumbai kann man meiner Meinung durchaus verzichten, aber Kuala Lumpur ist durchaus eine Reise wert. Auch die Inselfahrt durch Sri Lanka war sehr interressant und schön, aber 12 Stunden lang, sind natürlich zu Anstrengend. Auch der Oman/bzw. Muskat sind interressant sowie die Sultan Qaboos Moschee ein Traum ist.

Als stark Negativ empfanden wir das Publikum auf der mein Schiff 1, sehr viele Unverschämte und einnehmende Passagiere die einfach alles in Beschlag nahmen was ging. In Anbetracht unserer Erlebnisse hier an Bord werden wir bis auf weiteres auf eine Reise mit der mein Schiff verzichten. Da das Schiffspersonal nicht in der Lage war, Stühle und Liegen für die anderen Passagiere frei zu halten. Einfach schade!!!.

Nachtrag: Im Januar 2018 sind wir mit einer anderen Reederei auf Kreuzfahrt gegangen.
Aber im März 2019 sind wir nochmals mit Tui Cruises auf große Fahrt gegangen, mit der mein Schiff 6, wo wir dann eine bessere Erfahrung machten.
siehe Karibik, Mittelamerika 2019

Kenia – September 2017

Wir waren eingeladen, die Hochzeit unserer Tochter Raphaela in Kenia zu begleiten. Gemeinsam mit der Familie Ihres Ehemannes sind wir hierzu 10 Tage lang durch Afrika gereist, haben Land und Leute und insbesondere die Tierwelt kennengelernt- und nach einer unvergesslichen Trauung in der afrikanischen Wildnis noch einen Badeurlaub am bekannten Diani Beach genossen…

Mittwoch, den 06.09.2017

Um 13:00 stehen wir schon an der Haustüre des künftigen Hochzeitpaares, alle sind gut gelaunt, so kann unsere Reise beginnen. Nach ein paar Fotos vor der Haustüre kommen auch schon die beiden Taxis, die uns zum Airport in Stuttgart bringen werden. Der Weg bis dahin ist ja nicht weit, so werden wir schon am Eingang des Terminals von den Schwiegereltern Dagmar und Klaus begrüßt. Gemeinsam gehen wir nun im Terminal 3 zum Check-In, um uns hier einzuchecken, und geben auch gleich unsere Koffer ab. Danach gehen wir in den ersten Stock zu Gate 312 hoch. Einige von uns haben auch schon wieder Hunger und Durst, da bis zu unserem Abflug noch etwas Zeit ist. Das Bistro ist gleich daneben, Schwiegervater Klaus holt uns beiden ein Glas Weizenbier, und die künftige Braut Raphaela bringt uns noch ein paar Brezeln zum Knabbern vorbei. So verbringen wir die restliche Zeit bis zum Abflug in fröhlicher Runde. Kurz vor der Abfahrtszeit wechseln wir zu unserem Abflugsgate, hier bekommt Raphaela noch von Ihrer Schwester ein T-Shirt von Kevin („die Minions“) geschenkt, da Sie ja offensichtlich ein großer Fan von dieser Kunstfigur ist.

Kurz vor 15:00 gehen wir alle in den Flieger, der uns als erstes nach Istanbul bringen wird. Unser Flugzeug ist eine Airbus 321 mit der Flugnummer TK 1704, die um 15:15 hier in Stuttgart abhebt. Unser Flug dauert etwas mehr als 4 Stunden, und so sind wir kurz nach 19:00 im Anflug auf die Metropole am Bosporus. Da meine Gattin Hermine einen Fensterplatz hatte, konnte ich den Anflug genau verfolgen. Wir flogen von Bulgarien über das Schwarze Meer, und überquerten den Asiatischen Teil von Istanbul. Überflogen dann im Anschluss von Südosten her noch das Marmara-Meer, und setzten am Flughafen-Atatürk auf. Hier hatten wir eine knappe dreiviertel Stunde Zeit, bevor der Flieger weiter Richtung Afrika geht. Hier am Flughafen-Atatürk waren nur Flugzeuge von Turkish Airlines zu sehen, das ist insofern verwunderlich, weil in Istanbul der Welt größter Flughafen entstehen soll. Von 200 Millionen Fluggästen träumt Präsident Erdogan, dieses Ziel ist zur Zeit kaum noch zu verwirklichen. Die Anzahl der Passagiere am Airport hält sich in Grenzen, so können wir nach 20:00 unseren Flug nach Mombasa in Kenia fortsetzen. Vom Flug selber gibt es wenig zu sagen, die meisten von uns haben geschlafen oder geruht. Unsere Tochter Raphaela hat Reisetabletten ausgegeben, die müde machen sollen, das hat auch in den meisten Fällen geklappt. Als wohl einziger habe ich den Flug überwacht, so konnte ich feststellen dass wir um 2:00 morgens den Tana-See im Hochland von Äthiopien überflogen haben. Hier befindet sich die Geburtsstätte des Blauen Nils, warum ich das hier erwähne, wird etwas später klar.

Gegen 4:00 in der Frühe kommen wir dann am Moi International Flughafen in Mombasa an, das Auschecken geht relativ zügig voran. So sind wir nach einer knappen Stunde an unserem Hotel Severin Sea Lodge im Norden von Mombasa angekommen. Der Eingangsbereich ist sehr schön und offen gestaltet, wie hier in allen Hotels in Kenia, die wir kennen lernen dürfen. Hier bekommen wir auch die Nachricht von der Geburt von Max-imilian, die um 2:00 morgens stattgefunden hat, siehe Tana-See.

Hier an dieser Stelle nochmals die herzlichsten Glückwünsche an die glückliche Mama Sarah, und den Vater Matze und natürlich auch an die glücklichen Großeltern Dagmar und Klaus. Nachdem wir eingebucht sind, werden wir in unsere Zimmer geführt, die sich in verschiedenen kreisrunden doppelstöckigen Häusern im Park befinden. Hier sehen wir erstmals die großen Moskitonetze die sich über und um die Betten befinden, und zum Schutz vor den bösen Insekten dienen sollen. Die nächsten drei Stunden schlafe ich großartig, was ich auch von den anderen hoffe.

Donnerstag, den 07.09.2017

So gegen 9:00 am Morgen treffen wir uns gemeinsam im Speisesaal der Severin Sea Lodge zu einem gemeinsamen Frühstück. Es ist ein Buffet aufgebaut, das durchaus dem Europäischen Stil entspricht, mit Brötchen, verschiedenen Marmeladen, Wurst, sowie auch Rühreier, Obst und verschiedene Müsli. Danach geht jeder erstmals seiner Wege, ich hole mir meinen Fotoapparat aus unserm Zimmer, um von der ansprechenden Hotelanlage noch ein paar schöne Fotos zu machen. Mein kleines Fotoshooting beginne ich am Eingang des Ressort.

Es ist eine abgeschlossene Hotelanlage mit Tor und einem Pförtner sowie einer Wachmannschaft, und ist sehr gepflegt mit all Ihren Blumen und Sträuchern. Die einzelnen Häuser sind meist auch zweistöckig mit außenliegender Stahltreppe zum oberen Zimmereingang. Im Park blühen große Oleander-Sträucher und andere bunte Sträucher, es gibt große Fächerpalmen und viele verschiedene Farne. Das Zentral-gebäude ist ganz im Afrikanischen Stil gebaut, bis zum Dach offen gehalten mit Rezeption und vielen Sitzgelegenheiten, Geldwechsel-Schalter, Reisebüro, verschiedene Boutiquen und Bars. Desweiteren befindet sich im Eingangsbereich ein Souvenier-Geschäft, hier gibt es viele Giraffen, Elefanten, Trommeln und vieles andere aus Holz zu kaufen. Es gibt sogar ein Internet-Cafe, eines der Restaurants befindet sich in einem Holz-Schiff, das im Garten aufgestellt ist.

Beim Durchgang durch eine dieser Bars kommt man zu einer netten Poollandschaft mit einer kleinen Rutsche. Meine Töchter Raphaela und Alexandra können einfach nicht widerstehen und machen ein paar Rutschfahrten in den netten kleinen Pool. Wenn man durch den Garten geht, sieht man überall verstreut unsere kleine Reisetruppe auf ihren Liegen schlafen, der Flug war halt doch sehr anstrengend. Was auffällt es gibt hier Badeliegen auf denen sich Europäische Frauen oder auch Männer räkeln und daneben sitzen Einheimische Männer und Frauen. Offensichtlich sind das gesuchte Urlaubsbekanntschaften. Die gleiche Situation erleben wir bei unserem Aufenthalt am Ende unserer Reise in unserem Strandhotel. Direkt an der Pool-Landschaft, ein paar Treppenstufen hinunter, beginnt schon der Strand und dahinter der Indische Ozean mit seiner unendlichen Weite. Hier am Strand sind einige Händler mit Ihren Waren und Souvenirs unterwegs, unsere Hotelanlage betreten sie aber nicht.

Als ich zu unserem Zimmer zurück kehre, sehe ich vor der Türe eine wunderschöne Agame, das ist eine Echsenart, die hier in Kenia vorkommt. Ihr Körper ist blau schimmernd mit einem goldfarbenen Kopf, die sich hier in der Sonne wärmt. Weiter oben am Eingangsbereich des Hotels waren auch einige Affen zu sehen, hier sollte man immer die Türen und Fenster geschlossen halten.

Vor dem Abendessen treffen wir uns noch in einer schönen Bar zu einem kleinen Umtrunk, die Herren bevorzugen ein Bier, die Damen trinken eher ein Glas Wein und diverse Säfte. Danach gehen wir zum Essen in den Speisesaal, wo schon ein großer Tisch für uns gedeckt ist.
Es gibt gegrilltes Schweinefleisch auf Kürbis-Pürree, sautierte Kartoffeln und Gemüse oder in der Pfanne gebratenes Fischflilet mit Zitronen-kräuterbutter, gedünsteter Reis mit Gemüse oder aber etwas Vegetarisches. Zum Nachtisch eine Schwarzwälder Kirschtorte mit Melbasauce, sowie einen Kenianischen Tee oder Kaffee.
Wir gehen heute schon frühzeitig ins Bett, da der morgige Tag schon bald für uns beginnen wird.

Freitag, den 08.09.2017

Kurz nach 5:00 weckt uns schon ein Boy vom Hotel, er klopft an allen Zimmertüren unserer Reisegruppe. Meine Frau Hermine und ich vergewissern uns, ob Dagmar und Klaus im Zimmer über uns auch schon auf den Beinen sind. Im Speisesaal liegen Breakfast-Pakete für uns alle bereit. Tochter Alexandra und Schwiegersohn Vito müssen wir aber noch aus dem Schlaf klingeln. Um Punkt 6:00 stehen wir dann schon gemeinsam vor der Rezeption, auf uns warten zwei große Toyota-Landcruiser mit Ihren Fahrern. Jedes von Ihnen hat Platz für sieben Fahrgäste, derart ausgestattet sind die Safari-Urlauber in der Regel kaum, die meisten Urlauber müssen bis zu 9 Personen in Kleinbussen von Mitsubishi und anderen Herstellern ihre Safari überstehen. Dagmar und und Klaus sowie Hermine und ich, die Alten also, besteigen eines der tollen Gefährte. Und die Jungen, das Brautpaar Ela & Chris sowie Alex & Vito nehmen den anderen Jeep, und schon geht es los Richtung Westen hinaus in die Savanne. Die ersten Kilometer führen uns durch Mombasa, deren Straßen mit riesigen Schlaglöchern gesegnet sind.

Nach etwa zwei Stunden machen wir eine erste Rast in einem Rasthaus, wo man sich Essen, aber auch viele Holzschnitzereien kaufen kann. Diese Art von Rasthaus ist uns schon aus Ägypten bekannt. Hier sehen wir auch die üblichen Touri`s mit Ihren Kleinbussen stehen. An dieser Stelle muss man sich schon mal bedanken bei unserer Tochter und Ihrem zukünftigen Ehemann Chris, die uns diese durchaus komfortable Reise möglich gemacht haben.

Die Fahrt über die A 109 in Richtung Nairobi, quer durch die Savanne , war schon beeindruckend, mal war die Straße geteert, mal geschottert, zum überholen anderer Fahrzeuge und LKWs war es durchaus üblich, die Hauptstraße über eine seitliche Böschung nach unten zu verlassen, und nach dem Überholvorgang wieder hinauf auf die Hauptstraße zu fahren. Am Rand dieser Transitstraße sehen wir immer wieder Haufen mit Zweigen oder gebundene Äste, die aber schon mal im Feuer waren. Des Rätsels Lösung ist, die Anwohner machen hier Holzkohle und verkaufen sie. Auf LKWs werden sie dann in die Städte gebracht, wo die dortigen Bewohner sie zum Kochen verwenden. Auf unserer Fahrt durch die Savanne begegnen uns immer wieder mal Paviane, später sehen wir noch Impalas, das ist eine Antilopenart. Zu guter Letzt bekommen wir jetzt auch vereinzelte Zebras zu sehen. Auf der Strecke nach Voi sehen wir auch Sisalfelder, und auch junge Bananen-Anpflanzungen. Im Hintergrund ist die neue Eisenbahnlinie, die bis nach Nairobi führt, zu sehen.

Nach etwa 200 Gesamtkilometern, und weiteren 2,5 Stunden Fahrzeit haben wir die Stadt Voi erreicht, wo die Gates der großen Nationalparks sind. Hier verlassen wir die Hauptstraße, die weiter bis nach Nairobi und noch weiter zum Viktoriasee, und bis in den Kongo geht. Wir fahren aber jetzt nach Süden, über die A23 die bis zum Nachbarland Tansania führt, diese Straße ist absolut neuwertig. Obwohl sie nur eine Nebenstraße ist und es kaum Verkehr herrscht. Kurz vor Mittag erreichen wir den Äußeren Eingang zum Taita Hills Wildlife Sanktuary Reservat, hier sehen wir schon eine größere Anzahl Zebras und Antilopen weiden.

Wir fahren weiter zur Sarova Game Lodge***** wo wir unser Mittagessen einnehmen wollen. Die Lodge ist ein elegantes Steingebäude aus der Kolonialzeit, inmitten eines hübschen Landschaftsgarten und prächtigen Bougainvilleen-Sträuchern. Die Lobby im Inneren ist traumhaft, und der Speisesaal ist sehr gediegen. Es ist ein großes Mittags-Buffett aufgebaut, an dem wir uns alle bedienen. Was wir im einzelnen gegessen haben weiß ich nicht mehr, aber es hat wohl den meisten geschmeckt. Danach besuchen wir noch den schönen Garten im Innenhof, es gibt hier sogar einen Pool. Zu erwähnen wäre vielleicht, dieses Hotel, wie auch das folgende Haus das wir noch besuchen werden, gehört zu den Sarova-Hotels.

Das Reservat in dem wir uns heute und auch die folgenden Tage befinden werden, ist in privater Hand und gehört auch zu dieser Hotelgruppe. Noch ein paar Bilder vor dem schönen Hotel, und schon geht es weiter. Gleich hier am Hotel ist das offizielle Eingangstor zum 110 Quadrat-Kilometer großen Reservat.

Unsere beiden Chauffeurs haben mittlererweile die Verdecke unserer Geländewagen so hoch geklappt, so dass für uns die Sicht nach außen unbeschränkt ist. Auf einem Schild gleich am Eingang können wir lesen, dass die Höchst-Geschwindigkeit hier im Park bei max. 30 K.P.H. ist. Unser nächstes Ziel, die Salt Lick Game Lodge dagegen 7,4 Kms entfernt ist. Als erstes sehen wir hier Kuhantilopen, Zebras und weiter vom Weg entfernt unter einem schattigen Baum eine Löwendame die sich hier faul räkelte. Nach etwa einer halben Stunde über die ziegelrote Erde haben wir unser heutiges Tagesziel erreicht, vor uns liegt die Salt Lick Game Lodge.

Man kann sich das etwa so vorstellen, das rustikale Zifferblatt einer Uhr, der große Zeiger steht auf zwölf Uhr, und der kleine etwa auf vier Uhr. An jedem Zeiger befinden sich Gruppen von Häusern, die auf etwa geschätzt 8 -10 Meter hohen Säulen stehen. Jede Gruppe besteht aus 4 Häusern. die doppelstöckig über eine Treppe verbunden sind, und die untereinander über einen Laufsteg erreichbar sind. Im Zentrum des Ganzen, also in der Nabe dieser Uhr befindet sich die Rezeption, der Speisesaal, eine Cafeteria und im obersten Stockwerk auch noch eine große Bar. Von diesem Zentrum aus sind die Zeiger, also die einzelnen Häusergruppen zu erreichen. Um das Ganze noch abzurunden, als wir hier ankommen, befinden sich bestimmt mehr als 30 Elefanten und auch Zebras hier in der Anlage. Der Erbauer dieses Hotels in der Afrikanischen Savanne hat direkt am Haus eine Wasserstelle geschaffen. So kann man in maximaler Entfernung von geschätzten 7 – 8 Metern die Elefanten beim Trinken beobachten. Als erstes bringen wir unser Reisegepäck in unseren Zimmern unter, das Zimmer ist kreisrund, so etwa 8 Meter im Durchmesser. Ein riesengroßes Bett mit einem Moskitonetz darüber, dahinter eine Wand wo sich das Badezimmer und die Toilette befinden. Ein eingebauter Kleiderschrank, zwei Sitzgelegenheiten und ein kleiner Sekretär. Und natürlich Fenster zum Öffnen, unter uns sind die Elefanten zu sehen die ganz nah vorbei zum Wasser gehen.

Das Wasserloch ist ja nur ein paar Meter entfernt. Als erstes gibt es jetzt einen Kaffee und natürlich Kuchen in der Cafeteria, man möchte es kaum glauben, es gibt Marmorkuchen zum Kaffee. Dass der Bräutigam Chris und Ich diesen leckeren Kuchen mögen ist ja bekannt, aber auch den Vögel hier schmeckt der Kuchen. Ganz besonders der Dreifarben-Glanzstar ist wohl so ein Feinschmecker. Als ich kurz mal nicht aufpasste, wollte einer dieser Vögel, die hier herum sitzen, sich meinen Kuchen stibitzen.

Bei der Cafeteria gibt es einen schönen Ausblick zu den hier trinkenden Elefanten, der Abstand wie schon gesagt etwa 8 Meter. Als wir später das Zimmer unseres zukünftigen Brautpaares anschauen, können wir sehen dass die Zimmerboys vom Hotel sich viel Mühe gegeben haben, um das Zimmer des künftigen Brautpaares schön zu schmücken.

Kurz nach 16:00 verlassen wir die Lodge zu einer Spätpirsch, unsere zwei Chauffeure erwarten uns schon an den Jeeps. Als erstes begegnen wir einem Afrikanischen Strauß, gleich darauf einem Afrikanischen Büffel, auch Kaffernbüffel genannt, zwei junge Löwen spielen im hohen Gras. Wenig später folgen die ersten Giraffen, die wir bei unserer Safari noch oft sehen werden, dann wieder eine Herde Elefanten. Wiederum ein ruhender Afrikanischer Büffel, danach ein Kaffernhornrabe und viele, viele Giraffen in allen Größen und Schattierungen.
Unsere Fahrer haben immer wieder Kontakt mit anderen Reisegruppen, so wird immer wieder mal ausgetauscht, wo im Reservat es etwas Interessantes zu sehen gibt. So gibt es nicht viele Leerfahrten über die roten Straßen und Wege hier im Reservat. Auch einer Löwenfamilie beim Verspeisen Ihrer Abendmahlzeit können wir zusehen, hier musste wohl ein Gnu oder ein Büffel daran glauben, wie man noch an den Hörnern erkennen konnte. Später fahren wir noch zu einem kleinen See, auf dem Weg dahin sehen wir eine Herde Elefanten und danach noch viele Büffel. Am Wegrand liegen immer wieder Kadaver-Reste von größeren Tieren herum, an einen Hügelrand sitzt eine ganze Kolonie von Geiern die sich an den Resten dieser Kadavern gütlich tun. Gegen 18:30 kehren wir wieder zurück in unser Hotel. Ein kurzes sich mal frisch machen, und etwas ausruhen auf dem Bett, oder am Fenster unter uns die Elefanten beobachten, und schon geht es wieder weiter. Um ca. halb / dreiviertel Acht Uhr treffen wir uns zum Abendessen im Speisesaal. Was es zum Essen gibt, fällt mir nicht mehr ein. Es ist ja fast schon ein Jahr her. Nur eines weiß ich noch, Schwiegervater Klaus hat für sich und seine Frau Dagmar eine Flasche Wein bestellt, die sich dann für ihn als etwas zu süß herausstellte. Da ich ja nichts von Wein verstehe, habe ich den Wein von Klaus gerne übernommen, und mir hat er sehr gut geschmeckt.

Nachdem wir alle gut gespeist hatten, gingen einige von uns noch Spazieren, natürlich nur auf den Laufstegen vom Hotel, das Haus dürfen wir in der Dunkelheit nicht mehr verlassen. Später trafen wir uns noch in der Vura-Bar im obersten Stockwerk zu einem oder mehreren Getränken. So gegen 22:30 sind dann alle in Ihre Zimmer und ins Bett gehuscht.

Samstag, den 09.09.2017

Um halb Sieben Uhr sind wir schon wieder auf Achse, es ist heute Morgen eine Frühpirsch angesagt, bevor wir weiter zu unserem nächsten Ziel im Tsavo Nationalpark fahren. Als erstes sehen wir eine Herde Afrikanische Büffel an uns vorbei ziehen, danach noch eine Gruppe Grant-Gazellen, die hier friedlich grasen. Ab und zu machen wir auch mal ein Foto vom zweiten Geländewagen, der heute Morgen mit Raphaela und Chris, sowie Dagmar und Klaus bestückt ist. Wir kommen immer wieder mal an meterhohen Termitenhügeln vorbei, in Ihrer blutroten Farbe schauen sie grandios aus. Pötzlich kommt wieder eine Nachricht aus dem Funkgerät, es wurde eine Gruppe junger Löwen mit Ihrer Mama gesichtet. Unsere zwei Fahrer drehen um und fahren in die Gegend, wo die Tiere gesehen wurden.

Als erstes sehen wir schon mindestens 8 Autos am betreffenden Zielort stehen. Alle sind geländegängige Kleinbusse wie Mitsubishi oder die von Toyota. Fast alle großen Safari-Veranstalter machen Ihren Safaritouren mit den Kleinbussen, wo sie dann bis zu 9 Personen hinein packen. Keiner von Ihnen kann mit unseren großen Gelände-Jeeps mithalten. Plötzlich sehen wir das Rudel junger Löwen mit Ihrer Mutter, die jungen Löwen spielen und balgen miteinander. Auf einmal wird die Mutter unruhig, es sind einfach schon zu viele Autos hier vor Ort. Sie läuft daraufhin an unseren Jeeps vorbei und überquert die Schotterpiste, auf der rechten Seite ist eine Hügelkette wo sie dann hinauf läuft. Um Ihren Nachwuchs kümmert sie sich im Moment nicht. Die Jungen möchten später auch auf die andere Seite wechseln, wobei sie dabei schon leicht in Bedrängnis kommen. Sie sind nur noch etwa 10 Meter von uns entfernt und versuchen krampfhaft auf die andere Seite zu kommen. Plötzlich klappt es und sie laufen den Hügel hinauf in Richtung Ihrer Mutter. Die Löwenmutter hat von oben die Situation beobachtet, ob sie uns im Zweifelsfalle angegriffen hätte lässt sich nicht sagen. Wir fahren wieder weiter zu einem kleinen See, wo wir schon gestern Nachmittag waren.

Auf dem Weg gibt es noch Afrikanische Büffel und einige Giraffen, sowie ein Warzenschwein zu sehen. In der Nähe des Ufers im hohen Gras sehen wir zwei junge Löwen liegen, allerdings noch ohne Mähne, denn diese bekommen sie anscheinend erst in in späteren Jahren. Sie liegen faul herum ohne sich groß mal zu bewegen. Nach einer Weile fahren wir weiter, vor uns taucht plötzlich eine große Herde Büffel auf, aber sie nehmen keine Notiz von uns. Der Afrikanische Büffel oder auch Kaffernbüffel genannt, gehört zu den Big Five und ist einer der angriffslustigsten dieser Gruppe. Auf einem Baum, in der Nähe sitzend, beobachtet ein Schrei-Seeadler die Büffel und unsere Gruppe.

Gegen 9:30 fahren wir wieder zu unserm Hotel zurück, wir wollen ja auch noch frühstücken, bei einigen von uns knurrt bestimmt schon der Magen. Im Hotel wartet ein reichhaltiges und gutes Frühstück auf uns. Nachdem wir unsere Koffer aus den Zimmern geholt und in den Jeep gebracht haben, geht die Fahrt auch schon los. Diese Elefanten-Lodge war ein Erlebnis schon vom Baustil her, und ganz besonders auch die Nähe zu den Elefanten, die man hier so beobachten konnte.

Der Weg bis zum Eingang vom Tsavo West Nationalpark dauert jetzt nicht mehr allzu lange, schon nach einer halben Stunde sind wir am Maktau Southern Gate ( 10:30 ) angekommen.

Nach einer kurzen Pause dort, haben wir wieder umgedreht und sind auf der anderen Seite der Nationalstraße durch das dortige Nord Gate gefahren. Offensichtlich hat hier sogar die Ankunftszeit eine Rolle gespielt, weil wir zu einer bestimmten Uhrzeit den Nationalpark auch wieder verlassen müssen. Um 12:30, nach weiteren 2 Stunden Fahrt in Richtung Norden sind wir am Ziel unserer heutigen Reise, dem Severin Safari Camp angekommen.

Wir werden am Eingang von zwei Massai-Kriegern wie auch von den Mitarbeitern und der Guast Relations Managerin Manja begrüßt, und bekommen als Willkommensgruß ein Glas Tee gereicht. Das Zentralgebäude dieser Safari-Lodge mit seiner offenen Lounge und dem ebenfalls offenen Restaurantbereich bietet ein schönes Bild. Als erstes müssen wir unsere Anmelde-Formulare ausfüllen, und werden von einem der Massai anschließend zu unseren Domizil für die nächsten 2 Tage gebracht.

Unser Camp hat 21 Zelte die großzügig auf weiter Flur aufgestellt sind, und über Wege, die mit Steinen abgegrenzt sind, miteinander und dem Zentralgebäude verbunden sind. Alle Zelte sind achteckig und mit robustem Canvasstoff verkleidet, das äußere Dach ist mit zusätzlich Stroh bedeckt. Sie haben eine Größe von 34 qm und zusätzlich eine Terrasse mit 7,4 qm. Sie sind sehr komfortabel mit fließend Kalt- und Warmwasser, Dusche, seperater Toilette und einem Bidet eingerichtet. Ein großes Doppelbett mit Moskitonetz in der Mitte des Raumes, einen Safe, einen kleinen Schreibtisch mit zwei Stühlen, und selbstverständlich auch Strom. Vom Bett aus kann man die Tiere die sich vor dem Zelt aufhalten durch einen Netzvorhang betrachten, nicht weit entfernt ist eine Wasserstelle zu sehen. Für unser Brautpaar Raphaela und Chris ist eine Junior-Suite reserviert, das ist ein Steinhaus mit mehreren Räumen und einer Terrasse sowie einem privaten Innenhof mit einer Regen-Außendusche.

Nachdem wir unser Gepäck verstaut, und uns etwas frisch gemacht haben, geht meine Frau Hermine und ich mit Dagmar und Klaus um 13:45 gemeinsam zur Lounge bzw. Speisesaal. Hier treffen wir auch schon Alexandra u. Vito, sowie unser Brautpaar Raphaela und Chris. Was es zum Essen gegeben hat weiß ich nicht mehr, auf einem meiner Bilder ist ein Fleischgericht zu sehen, das in einem Reismantel mit Gemüse serviert wird. Auf weiteren Fotos die wir gemacht haben, ist nur zu sehen, dass Dagmar und die anderen einen Salatteller vor sich stehen haben. Und natürlich einige Flaschen mit Tusker Bier stehen auf dem Tisch. So verbringen wir einige Zeit in der wunder-schönen Lobby, bevor wir gegen 16:15 zurück zu den jeweiligen Unterkünften gehen.

Unsere Vorbereitungen zur geplanten Hochzeits-Zeremonie beginnen jetzt. Die Braut wird von ihrer Schwester Alexandra begleitet und unterstützt, da werden die Haare gemacht, es wird geschminkt und alles für die große Stunde gerichtet. Um 18:30 ist es dann soweit, alle sind fertig und versammeln sich am Bungalow unseres Brautpaares. Ein Kellner bringt uns noch Getränke, für Dagmar einen Fruchtcocktail, Schwieger-vater Klaus hat sich ein Glas Gin bestellt, die meisten von uns trinken einen Cuba Libre oder zumindest etwas mit Cola, wie auf den Bildern zu erkennen ist.

Wir sind alle Top gestylt, zumindest von den Knöcheln bis zum Oberteil. An den Füßen haben wir alle unsere Wanderschuhe an, wir müssen ja noch ein paar hundert Meter in der Savanne wandern, wo dann an einem Festplatz die Trauung stattfinden wird. In hohen Schuhen läuft`s sich aber schlecht, vor den wilden Tieren davon, die uns hier draußen ohne weiteres begegnen können. Als wir um 18:45 losgehen, begleiten uns vier Massai-Krieger mit ihren langen Speeren bewaffnet zum Zeremonie-Platz, wo uns schon Musik aus einem Kassetten-Rekorder empfängt. Mit einem weißen Sonnen-schirm bestückt, geleite ich als Brautvater meine Raphaela zum Platz und übergebe sie anschließend an Ihren zukünftigen Ehemann Chris der von seiner Schwägerin Alexandra begleitet wird. Die übrigen Familien-Mitglieder folgen im Anschluss. Unsere Gastgeberin Manja hält eine kurze Begrüßungsrede, bevor Harrison einer der Massai-Krieger seine Hochzeitsansprache in englischer Sprache abhält. Als Schwester der Braut hält auch Alexandra eine kleine Ansprache.

Zu guter Letzt gibt sich auch das Brautpaar, zuerst Raphaela anschließend Chris ein Eheversprechen. Es ist eine rührende Atmosphäre, die alle in Ihren Bann zieht. Es gibt auch ein paar Tränen, aber wohl der Freude, seitens der Mütter, auch Schwiegervater Klaus kann seine Rührung kaum verbergen. Zum Abschluss der Feier gibt es ein Glas Sekt für jeden, gespendet vom Management des Camps. Es gibt natürlich auch eine Hochzeitstorte, in Form eines Herzens ganz in türkis und Weiß gehalten, mit drei weißen Rosen und dem heutigen Datum dem 09.09.2017 die jetzt gemeinsam von Ela & Chris aufgeschnitten wird.

Fotografisch begleitet wird unsere Trauung und auch der folgende Tag von einem bekannten Spitzenfotografen aus der Hauptstadt Nairobi, und seinem Assistenten, die aber in einer anderen Lodge einige Kilometer entfernt untergebracht sind. Sie präsentieren uns ein paar Wochen später wunderschöne und traumhafte Bilder von dieser Trauung und den Tagen danach. Nach dieser schönen Zeremonie gehen wir in Begleitung der Massai-Krieger, die unsere Hochzeitsfeier bewacht hatten, zurück zum Haus des Brautpaares, wo Chris seine Ela symbolisch über die Schwelle des Hauses trägt. Zu guter Letzt pflanzt das Brautpaar vor dem Haus ein Akazienbäumchen ein, daneben legen Sie einen Stein mit der Inschrift:

ELA & CHRIS 09.09.2017.

Kurz vor acht Uhr werden wir im „Out of Africa“ Restaurant der SafariLodge zum Hochzeitsmenü erwartet, unsere Tafel ist unterhalb der Terrasse gedeckt, mit einem sagenhaften Ausblick auf die Savanne vor uns, und den wilden Tieren, die wir in den nächsten Stunden noch sehen werden. Das Abendessen selber kann ich leider nicht so genießen, weil ich im Laufe des Tages vergessen habe meine Medikamente pünktlich zu nehmen, und dem entsprechende Probleme mit dem Magen hatte. Etwas später gingen wir noch zum Lagerfeuer, das im Kreis mit Stühlen bestückt war. Von hier konnte man wunderbar ein beleuchtetes Wasserloch einsehen. Ein paar Plätze waren für uns reserviert, wo die Tiere, die jetzt in der Nacht aktiv wurden, gut zu beobachten waren. Dieses Vergnügen konnte das Brautpaar kaum genießen, da sie mit Ihren Fotografen ein Fotoshooting in allen Räumen der Lodge machen mussten.

Kurz vor 23:00 begleiten wir alle unsere frisch Vermählten, zusammen mit unserem Wachdienst, den bewaffneten Massai`s zu Ihrem Bungalow zurück. Keine 8 Meter von Ihrer Haustüre entfernt zwischen 2 Bäumen steht unbeweglich eine wunderschöne Giraffe. Wir alle, auch die Giraffe sind fasziniert, vollkommen regungslos und beobachten einander. So vergehen bestimmt 20 Minuten bis sich die Giraffe wieder in Bewegung setzt und in Richtung des Zentralgebäudes davon stapft. Wir machen uns jetzt alle auf der Terrasse unseres Brautpaares gemütlich, und bestellen noch ein paar Drinks und harren der Dinge die da kommen sollen. Eine der beleuchteten Wasser-stellen ist gerade 150 Meter von uns entfernt. So kommen im Laufe der nächsten eineinhalb Stunden einige Tiere zum Trinken vorbei. Als erstes sehen wir eine Hyäne, gut zu erkennen an ihrem schrägen Körperbau. Es kommen auch einige Gazellen vorbei, später auch ein Gepard, das schnellste Tier hier im Afrikanischen Busch. An einem anderen Wasserloch glauben wir noch ein, zwei Löwen zu sehen, sind uns aber nicht sicher. Kurz nach Mitternacht begeben wir uns heim zu unseren Zelten, begleitet von zwei Massai-Kriegern. Wir dürfen ja nicht ohne Begleitung der Massai`s nach Einbruch der Dämmerung allein durch das Camp gehen. Ist schade aber wohl sicherer!.
Einige Zeit später, als wir das Brautpaar schon verlassen hatten, sind Elefanten zum Trinken an das Wasserloch gekommen, schade dass wir das nicht erlebt haben.

Sonntag, den 10.09.2017

Es ist kurz nach 6:00 in der Frühe, als wir schon wieder auf den Beinen sind. Zum gemeinsamen Frühstück treffen wir uns alle im“ Out of Africa “ Restaurant. Unser Tisch ist gleich an der Brüstung, so dass wir alles in der Umgebung beobachten können. Wir sitzen alle am Frühstückstisch und genießen unser Essen. Um uns herum sitzen einige Vögel auf den Querstreben des Dachstuhls und beäugen uns. Darunter auch wieder ein Dreifarben-Glanzstar, ein wunderschöner Vogel mit Vorliebe zu Kuchen wie ich schon feststellen konnte. Plötzlich ein Rascheln, ein Schwarzer Vogel, ich vermute mal dass es ein Riesen-Glanzstar war, stürzt sich auf unsern Tisch und klaut in Sekundenschnelle ein Croissant aus einem Korb in der Mitte des Tisches.

Bevor wir überhaupt realisiert hatten, was geschehen war, ist er schon wieder über unsere Köpfe hinweg verschwunden. Aber die Strafe folgte auf dem Fuße, nur etwa 20 Meter weiter hat er seine Beute im Gras schon wieder verloren. Auf einer Wiese die sich gleich neben unserm Frühstücksrestaurant befindet, halten sich ein paar große Vögel oder Hühner (Geierperlhuhn ?) auf, sie haben sich des Croissant angenommen und waren bestimmt dankbar für diese Spende gewesen.

Keine 200 Meter von uns entfernt liegt eine Giraffe ganz ungestört und ohne Scheu im Gras. Ein paar Meter weiter beginnt hohes Gestrüpp und Büsche, wo wir und auch die Giraffe bestimmt nicht weiter einsehen können, was sie aber nicht sonderlich zu stören scheint. An der gleichen Stelle konnten wir schon gestern Abend eine junge Giraffe beobachten, die lange Zeit ohne Ihre Mutter hier stand, bevor die Mutter dann wieder zurück kam und sie dann gemeinsam im Busch verschwunden sind.

Gestern Nachmittag hatte ich meine Fotokamera in den Safe eingeschlossen, als ich sie dann heute Morgen wieder aus dem Safe holen wollte, war der Safe nicht mehr zu öffnen. Gleich vor dem Frühstück meldete ich das Malheur in der Rezeption der Lodge. Ich wurde auf später vertröstet, wenn der Chef aus Nairobi zurück kommt, würde er sich darum kümmern. Ich hatte so den ganzen Tag keine Fotokamera zum Fotografieren mehr. Kurz nach 8:00 sind wir dann schon auf dem Weg in die Savanne, hier sehen wir erstmalig auch eine Herde von Gnu`s die es ja sonst Hundert-tausendfach in Kenia gibt. Auch Giraffen und ein Dikdik, das ist eine Art von Zwergantilope bekommen wir zu sehen. Wir wollen heute die Mzima Springs besuchen, das eine Süßwasseroase im Herzen der sonst trockenen Savanne ist. Sie wird gespeist unter anderem vom Kilimandscharo und den Chyulu Hills. Es ist eine gewaltige Wassermenge, man spricht von 200 Millionen Litern täglich, die hier aus der Erde kommen. Hier werden wir von einem Ranger empfangen der uns durch die üppige Vegetation aus Palmen und sonstigen Bäumen und Büschen führt. Überall auf den Wegen und daneben sind Spuren von Elefanten und anderen großen Tieren wie Büffeln zu sehen. Das Wasser wird auch von Kudus und vielen anderen Antilopenarten besucht. Als wir den kleinen See erreichen, sehen wir rechts von uns einige Krokodiele im Wasser liegen. Weiter hinten im See, es ist leider ziemlich entfernt, sehen wir mehrere Flußpferde im Wasser stehen, plüstern und grunzen.

Unsere Starfotografen begleiten uns auch heute, in allen Lagen werden Fotos von uns und dem Brautpaar gemacht. Überall sind Schädelknochen von großen Tieren zu sehen, wie auch große Dunghaufen von Elefanten. Zu guter Letzt besuchen wir die Shetani Lava Flow die erst vor kurzem, also knapp 240 Jahren, die Erde aufbrach und ein glühender Lavastrom sich über das Land ergoss. Hier wird nochmal ein großes Fotoshooting mit dem Brautpaar und teilweise auch mit uns gemacht. Gegen Mittag kehren wir ins Camp zu einem gemütlichen Mittagessen zurück.

Es gibt sogar eine Badeanlage im Camp, am Nachmittag besuchen wir alle den Kenbali Spa mit seinem tollen Pool hier, inmitten der Afrikanischen Savanne. Alle Mann auf die Liegen, Mensch waren alle fertig . Die meisten haben gepennt, nur das Brautpaar Ela und Chris sowie Alexandra waren im Wasser. Auf einem Foto, das meine Frau Hermine hier gemacht hat, sieht man den Kopf einer kleinen Schlange aus einem Schlitz zwischen den Bodendielen herausragen. Ich kann diese Schlange schlecht Identifizieren, im schlechtesten Fall wäre es eine Speikobra. Die trifft ihre Opfer punktgenau, was dann durchaus tödlich sein könnte.

Nach nochmaligem Ermahnen an der Rezeption kommt jetzt Jürgen der Manager vom Camp vorbei, um meinen Safe zu öffnen. Ich dachte eigentlich das sei überhaupt kein Problem, mit einem Schlüssel wäre er doch einfach zu öffnen gewesen. Aber er wollte ihn mit dem Hauptcode öffnen, und da hatte er wohl auch ein Problem, auf jeden Fall ging der Tresor nicht auf. Also ging Jürgen erstmals spazieren in Richtung Wasserloch um sich zu besinnen. Nach ca. 20 Minuten kam er wieder zurück, und probierte ein weiteres Mal den Tresor zu öffnen, und dieses Mal klappte es. Der Tresor war offen und ich hatte meine Kamera wieder, meine Erleichterung war groß.

Um ca.17:00 machen wir mit unseren Jeeps einen letzten Ausflug, der uns zum Poacher`s Lookout führen soll, wir brauchen dazu bestimmt eine dreiviertel Stunde. Der Weg geht wirklich über Stock und Stein, aber mit Afrikanischen Verhältnissen ein Schlagloch nach dem anderen, bis wir die Anhöhe erreicht haben. Hier dann die Überraschung, es standen schon zwei Boys von unserem Camp mit Ihren Fahrzeugen hier oben und hatten Stühle und zwei kleine Tische für uns aufgestellt. Es gab Knabberzeug und zwei Flaschen Sekt zum Trinken. Wir machten ein paar Fotos von unserer Runde und dem grandiosen Ausblick von hier Oben. Weiter hinten war ein weiteres Paar mit Ihren Gästen da, aber das sollte uns nicht weiter stören.

So verbrachten wir die nächste Stunde bis zum Einbruch der Abenddämmerung hier oben. Dieser Ausguck war bestimmt einmal für die Wilderer interessant, von hier konnte man das passende Wild beobachten und auch die Ranger die im Park unterwegs waren sehen. Auch wir sahen von hier oben wilde Tiere, Raphaela sah als erste einen Afrikanischer Strauß laufen.
Von hier aus in eine andere Richtung schauen konnte man auch unser Camp die Severin Lodge im Dämmerlicht erkennen. Um 18:45 war es dann soweit, der Ferndunst legte sich und jetzt konnten wir die Umrisse des höchsten Berges hier in Afrika erkennen. Der Kilimandscharo mit seinen zwei Gipfeln dem 5895 Meter hohen Kibo und dem kleineren Mawenzi der mit 5148 Meter deutlich kleiner sein soll. Von unserem Standort aus sind beide gleich hoch gewesen. Kurz nach 19:00 sind wir dann wieder zum Camp gefahren, es ist ja mittlerweile schon stockdunkel geworden. Als nächstes mussten wir noch unser Gepäck zusammen packen, denn morgen früh geht es dann wieder zurück nach Mombasa bzw. Diani Beach. Bis dahin ist ein weiter Weg, wir rechnen mit ca. 8 Stunden Wegstrecke. Nach dem Koffer packen sind wir noch ins Out of Africa Restaurant gegangen, um eine Kleinigkeit zu essen, an der Bar kommen wir natürlich auch nicht vorbei, ohne etwas zu trinken. Aber dann geht es schnell in die Koje, die Massai`s bringen uns alle sicher in unsere Unterkünfte.

Montag, den 11.09.2017

Nach einem kurzen Frühstück geht es los, wir verabschieden uns von unserem schönen Safari-Camp mit den tollen Safari-Zelten, wo wir uns so wohl gefühlt hatten. Gleich nach 7:00 fahren wir los, wir durchqueren ein letztes Mal den Tsavo West Nationalpark. Es geht durch ausgetrocknete Flussläufe, wir sehen eine Kolonie von Affen im Wald, auch die letzten Zebras und Giraffen sind zu sehen. So vergehen viele Stunden, wir hören, dass es Alexandra im anderen Jeep nicht allzu gut geht. Ob es vom Essen kommt, oder etwas anderes schuld ist, wissen wir nicht. Wir wünschen Ihr eine gute Besserung, denn der Weg ist noch sehr weit bis zum Meer. Im Laufe des Nachmittags kommt unser Chauffeur auf den Gedanken einen anderen Weg zu wählen, um nicht durch Mombasa fahren zu müssen.

Er verspricht sich davon eine große Zeitersparnis. So verlassen wir also den Nairobi-Mombasa-Highway und fahren zuerst nach Süden. Jetzt kommt wieder die Zeit der Schotterpisten, wir fahren durch viele kleine Dörfer am Wegesrand, wo wir immer wieder mal Kleinigkeiten durch das offene Autofenster an die Kinder reichten.

So gegen 16:00 haben wir unser letztes Ziel den Ocean-Village-Club am Diani Beach erreicht, alle sind froh endlich da zu sein. In einer Empfangslobby am Eingang werden wir von Mitarbeiterinnen begrüßt und bekommen zugleich ein Glas Tee zur Erfrischung. Wenig später gehen wir in die einzelnen Zimmer oder Suiten, die um einen grünen Park mit vielen Blumen, Bäumen und Palmen gruppiert sind. Wir sind alle in einem Teil der wunderschönen Anlage untergebracht, in unserer Mitte wohnt das Brautpaar. Sie haben sich eine Suite ausgesucht, wo inmitten der Terrasse ein Baum hochragt. Die Zimmersuiten sind sehr groß ca. 40-50 qm. Wenn man von der Terrasse den Raum betritt befindet sich auf der rechten Seite eine nette Sitzgelegenheit und dahinter ein riesiges Himmelbett, natürlich mit einem Moskitonetz. Auf der linken Seite befindet sich eine Kofferablage, ein Schreibtisch, Sidebord und dahinter ein großer Kleiderschrank mit Safe. Dann geht es durch eine Türe in den Waschraum, der wiederum unterteilt ist, in der Mitte ein großer Waschtisch mit 2 Keramikbecken. Links davon hinter einer Mauer die Toilette, und auf der rechten Seite eine begehbare Dusche. Und als Highlight eine freistehende Badewanne, von der man in den Wohn-raum schauen kann, wenn der Vorhang auf die Seite geschoben wird.

Aber zuerst ist Abendessen angesagt, das Hauptrestaurant ist wie alle anderen Lokalitäten, die Bars und dem Sails Restaurant einstöckig, und mit einem riesigen Strohdach ausgestattet. Unser Tisch befindet sich heute drinnen im Restaurant, es ist ein Beilagen-Buffet aufgebaut. Die Hauptgerichte wie Fleisch oder Fisch befinden sich draußen, eventuell auch im Holzkohlengrill. Nach unserem gemeinsamen Essen gehen wir alle noch eine Treppenstufe höher zur Bar. Die Getränke von uns sind vielseitig, die einen trinken Bier, Klaus bevorzugt einen guten Gin, er bekommt dazu eine Flasche Tonic geliefert, was die Mischung des Getränks nicht immer einfach macht. Die Mädels und die Schwiegermütter trinken Wasser und Wein in dieser Reihenfolge, und ich trinke wie immer gern einen oder auch mehrere Cuba Libre`s. So verbringen wir den ersten Abend hier am Meer, vor uns der riesige Indische Ocean .

Dienstag, den 12.09.2017

Es ist 7:30 als Hermine und ich aufstehen, wir haben sehr gut in unserem Himmelbett geschlafen. Wir machen uns fertig zum Frühstücken. Der Frühstücksraum ist ja der gleiche Speisesaal wie gestern Abend. So gehen wir die paar Meter durch den schönen Park, der mit Blumen und bunten Sträuchern und auch hohen Bäumen bewachsen ist. Manchmal sieht man auch Affen durch die Bäume tollen, sie sollen sehr lästig sein. Dagmar und Klaus sind ja Frühaufsteher und sitzen schon an unserm großen Frühstückstisch, ebenso Raphaela und Chris, nur Alexandra und Vito sind noch nicht da. Wie wir dann von Vito hören, hat Alexandra seit gestern Morgen schon Probleme mit ihrem Magen, ob das vom letzten Essen im Severin Camp kommt wissen wir aber nicht. Im Restaurant ist ein Buffet aufgebaut mit dem alltäglichen, wie verschiedene Brote, Marmeladen, Honig sowie Wurst und auch Käse. Es gibt auch Kuchen, sowie Muffins und verschiedene Müsli. Daneben gibt es eine warme Theke für den größeren Hunger. Auch verschiedene Obstsalate sind vorhanden. Wer Spiegeleier oder Omelette mit Pilzen möchte, wird von einem Koch bedient. Den Kaffee bringt eine Bedienung vorbei, so ist für alles gesorgt. Nach dem Frühstücken gehen alle noch ins Zimmer, um sich fertig zu machen, wir treffen uns dann später beim Pool bzw. Strand.

Dort gibt es für uns sogar ein reserviertes Areal zwischen dem Pool und dem Strand, ein sogenannter VIP-Bereich. Schöne Korb-Liegen mit Handtüchern als Auflage, sowie einer Nackenrolle laden zum faulenzen ein. Hier machen wir uns breit, genießen die Ruhe und das schöne Wetter im Schatten unserer Palmen. Eine nette dunkelhäutige Bedienung bringt uns eine Big Mama zum Trinken, das ist so eine Art Bananenmilch und schmeckt sehr köstlich. Es gibt hier auch Ebbe und Flut, und man kann gut am Strand entlang spazieren gehen. Immer wenn das Wasser da ist, also Flut, gehen Dagmar und Klaus zum Schwimmen, denn sie sind ja beide große Wasserratten. Die Brandung ist offensichtlich erträglich für die Zwei. Auch Ela und Chris, Vito, sowie Alexandra, die jetzt wieder fit ist, gehen öfters ins Meer baden. Dank einem Getränk, das Ihr der Barkeeper gemacht hat, ist ihr Magen wieder kuriert. Hermine und ich passen dann auf die Fotokameras, Handys und sonstige Sachen an den Liegen auf. Dann kommt auch schon die Mittagszeit, der Hunger meldet sich bei dem einen oder anderen schon sehr stark an. Keine 15 Meter von uns entfernt befindet das Sail- Restaurant, und davor stehen einige Tische und Korbsessel, die auf uns warten.

Ein Ober bringt uns die Speisekarte, es gibt Pizzen, diverse Würstchen und Lobster, für den sich dann Alexandra, Vito und auch Chris entscheiden. Die anderen bestellen sich eine der Pizzen, Dagmar und Klaus etwas mit sehr scharfem Zubehör, wir anderen eine normale Pizza. Meine Pizza ist mit Pilzen ausgestattet und schmeckt eigentlich nicht schlecht für afrikanische Verhältnisse. Zum Trinken bestellen sich Klaus und ich ein Tusker-Bier, die anderen Cola und Wasser. Nach unserem Mittagessen gehen wir wieder auf unsere Liegen zurück, die einen pennen, die anderen gehen am Strand spazieren. Es gibt hier einheimische Händler, die mit Ihren Holzwaren direkt vor unserem Resort stehen, aber sie gehen nicht die Treppenstufen hoch zu den Hotelgästen. Anscheinend wurde das Ihnen nachdrücklich verboten, und sie halten sich daran. auch direkt am Strand, also ein paar Meter weiter unten, hält sich die Anmache der Händler absolut in Grenzen. Irgendwann später trinken wir noch einen Kaffee, und dann kommt auch schon der Abend. Den wir nach dem Abendessen dann alle gemeinsam bei guter Laune an der Bar verbringen.

Mittwoch, den 13.09.2017

Auch heute Nacht haben alle gut geschlafen, die Klimaanlagen bringen ja eine erträgliche Temperatur ins Zimmer. Raphaela als Gastgeberin ist wie immer schon unterwegs und kümmert sich um alles und jeden. Das Frühstück ist wie gestern, die Dietzes als Frühaufsteher sind schon im Restaurant beim Essen. Auch der übrige Tag verläuft ähnlich wie am Vortag. Ein paar Einzelheiten noch, es gibt hier im Park einen Affenwächter, der die in den Bäumen lebenden und herum turnenden Affen in Schach hält. Wenn also die Affen, meiner Meinung nach gehören sie zu der Gattung der Meerkatzen, zu aufdringlich werden, schreitet der Affen-Wächter ein. Er ist im ganzen Parkgelände unterwegs, mit seiner Khakiuniform die aus dem vorigen Jahrhundert stammen könnte. Im Bedarfsfall schießt er mit so einer Art Steinschleuder auf die Affen, die das natürlich auch wissen und dann schnell abhauen.

Später gehen wir mit dem Brautpaar und seinen Eltern den Sandstrand aufwärts. Ein paar hundert Meter entfernt befindet sich eine größere Hütte die auch direkt am Strand ist. Man kann schöne Holzfiguren kaufen, alle Tiere die es in Afrika gibt. Auch Massai`s gibt es hier in Holz, und in vielen Größen, von einem halben Meter großen Elefanten bis zur Mini-Antilope. Man muss halt handeln mit den Jungs. Klaus findet ein großes Nashorn und einen wunderschönen Elefanten, den will er Matze schenken, wie wir hörten. Auch Ela und Chris finden einen schönen Elefanten aus Rosenholz, er ist nicht lasiert wie sonst üblich, die Oberfläche ist samtig. Er ist ca. 30 cm hoch und schaut wirklich toll aus.

Am Nachmittag gehen wir ein paarmal mit Dagmar und Klaus am Strand spazieren, und schon ist der Abend wieder in Sicht. Heute ist Gartenfest im Park unter dem Motto „Afrikanischer Abend“. Die Kellner haben die Tische und Stühle im Park aufgestellt, es kommt sogar eine kleine Kapelle. Nach meiner Erinnerung sind es zwei Männer und eine Frau, die Kenianische Folklore darbieten. Am Ende ihrer musikalischen Einlage spenden wir ein paar Dollar in Ihren Korb. Wir werden mit verschiedenem Fleisch, auch Steaks, gegrilltem Fisch und vielem anderen verwöhnt.

Wir haben uns heute Abend sehr stark mit Antibrumm eingesprüht, weil wir ja im Park zwischen den Büschen und Bäumen sitzen. Die Moskitos und auch die Tsetse Fliege hätten eine wahre Freude an uns gehabt. So aber verging unsere Urlaubszeit hier in den paar Tagen ohne große Probleme. Wir hatten zwar alle unsere Malaria-Tabletten dabei und auch genommen, und Gott sei Dank hat keiner von uns hinterher mit Malaria Probleme bekommen. Nach dem Essen sind wir noch die paar Schritte zur Bar gegangen, hier gibt es dann wieder Wein, Cocktails, für Klaus seinen Gin mit einer Flasche Tonic zum selber mixen. Für mich gibt`s ein, zwei oder gar drei Cuba Libre`s, meinem Leibgetränk im Ausland. Anschließend geht es für alle in die Koje.

Donnerstag, den 14.09.2017

Wie immer sind wir zur gleichen Zeit aufgestanden und haben uns zum Frühstücken fertig gemacht, und gehen die paar Meter durch den schönen Park. Im Makuti-Restaurant sitzen schon fast alle beim Frühstück, bis auf Alex und Vito, sie sind halt nicht so schnell. Nach dem Essen gehen alle zurück in die Zimmer, um sich für den Tag fertig zu machen. In unserem VIP-Areal vor dem Sails-Restaurant treffen wir uns dann wieder. Die Liegen mit Ihren Badetüchern sind fertig hergerichtet, bereit für uns zum faulenzen. Im Moment herrscht unten am Meer mal Ebbe, so nützen wir die Zeit für einen kleinen Strandausflug mit Dagmar und Klaus. Man kann hier wunderbar laufen, der Sand ist wahnsinnig fest, so dass man hier kaum einsinkt. Wir gehen heute mal in südlicher Richtung, aber nach ein paar hundert Metern ist dieser Strandabschnitt zu Ende. Und das Ufer rückt ganz nah ans Meer heran. Im Schutz der Büsche, die über einer Korallenwand wachsen, sitzt eine ganze Gruppe von Strandhändlern, ihrer Kleidung nach zu urteilen sind das auch Massai`s. Als wir weitergehen treffen wir einen einheimischen Fischer, der in seinem kleinen Netz eine seltsame Sammlung von Meerestieren hat. Bei näherem Betrachten meine ich auch einen Tintenfisch zu erkennen. Der Blick des Fischers an uns ist nicht allzu freundlich, so dass wir gleich weitergehen. Wieder in unserem Hotel angekommen machen wir uns auf der Liege breit. Als dann mal die nette Bedienung vorbei kommt, bestellen wir uns eine Big Mama ( Bananenmilch ), und andere Cocktails zum Trinken. So vergeht auch dieser Tag am Strand. Bei einem späteren Spaziergang finden wir im Sand ein paar kleine Beutelchen. Wir spekulieren ob es sich im Inhalt der Beutel um Rauschgift handeln kann, das vom Meer angespült sein könnte. Das wäre nicht ganz unmöglich da hier an der Küste die Afrikanische Schmuggelroute verläuft. Unsere Jungen sind mit einem Animateur des Hotels beim Volleyball spielen. Mitten im Park befindet sich ein Feld, wo man sich austoben kann. Es sind auch zwei fremde junge Männer mit dabei. Die Zwei sind uns schon aufgefallen mit Ihren schwarzen Freundinnen. Wir spekulieren darüber, ob sie die Mädchen nicht zum Spielen angemietet haben.

Heute Abend gehe ich mit Klaus ins Makuti-Restaurant zum Essen, die anderen zum Fischessen in Sails-Restaurant. Wir unterhalten uns auch so recht gut, und im Anschluss gehen wir gemeinsam noch in die Bar um noch ein paar Drinks zu nehmen. Nach fast 2 Stunden stoßen dann die anderen wieder zu uns. So vergeht auch dieser schöne Abend, und wir gehen anschließend in unsere Zimmer zurück.

Freitag, den 15.09.2017

Heute ist unser letzter Tag hier in Kenia angebrochen. Bisher haben wir die Zeit genossen, so soll auch dieser Tag sein. Zum Frühstück gehen wir wie immer ins Makuti-Restaurant, die anderen warten schon auf uns. Das Angebot ist wie immer reichhaltig, hier kann man schon satt werden. Nachdem sich alle umgezogen haben, treffen wir uns in unsern VIP-Areal wieder. Die Jungs gehen zum Schwimmen und tollen im Wasser. Auch Dagmar und Klaus scheuen das Wasser nicht, und drehen draußen eine Runde. Wir passen in der Zeit auf die Möbel auf, so nennt man das wohl.

Jetzt ist auch schon Mittag geworden, wir gehen gemeinsam zu unserer Sitzgruppe vor dem Sails-Restaurant. Ein Kellner bringt uns die Speisekarte und nimmt die Getränke-Bestellung auf. Chris und Vito bestellen sich jeder einen Lobster, die meisten anderen eine Pizza.Der Kellner muss erstmal nachfragen, ob es heute eine Pizza gibt, aber es klappt tatsächlich. Im Anschluss gehen wir auf unsere Liegen zurück. Später spazieren wir noch mit Dagmar und Klaus am Strand entlang.

Heute Nachmittag findet ein Volleyballspiel statt, einer der heutigen Spieler ist Mama, und zum Einpeitschen sind Dagmar, Klaus und ich zuständig. Am Spätnachmittag will sich auch Alexandra ein Holztier kaufen. Wir gehen also nochmals los um etwas passendes zu finden. Aber es sind nur Buchstützen geworden, sie konnten sich nicht für irgend etwas anderes entscheiden. Auch wir finden noch was kleines zum Mitnehmen. Hermine hat einen mittelgroßen Elefanten, und ich habe einen netten Massai mit Schild und Speer in der Hand, der mir gefällt. Inzwischen ist es auch schon wieder Abend geworden,und wir treffen uns ein letztes Mal zum Essen ins Makuti-Restaurant. Es wird wie immer ein Buffett angeboten, und jeder sucht sich das für ihn passende dabei aus. Später gehen wir die paar Schritte zur Bar hoch, wo sich jeder sein Lieblingsgetränk bestellt. Ein bisschen traurig und still sitzen wir in der Runde. Die ersten gehen dann schon mal in ihre Zimmer um sich noch mal auf `s Bett zu legen, oder ihre Koffer noch fertig zu machen.


Um etwa 23:00 geht es dann los. Unsere Fahrer warten schon, und mit Kleinbussen geht es zum Flughafen Moi. Raphaela hat den Fahrern Instruktionen gegeben, wo sie hinfahren sollen. So sind Dagmar und Klaus, Hermine und ich, dem ausgeliefert was da kommen soll. Aber es klappt ganz gut. Am Fährterminal-Likoni-Ferry setzen wir über den Sund, um dann über Mombasa Island weiter zum Flughafen zu fahren. Für die Fahrt brauchen wir ca. 1,5 Stunden, so dass wir um 0:30 den Moi International Airport erreichen.

Samstag, den 16.09.2017

Wir sind also jetzt am Flughafen von Mombasa. Unser Fahrer hat uns vor dem offenen Gebäude abgesetzt. Vom zweiten Fahrzeug mit unseren Jungen ist noch nichts zu sehen. Aber nach ein paar Minuten kommt ein weiteres Taxi, es sind Ela und Chris sowie Alex und Vito. Wir sind alle erleichtert dass wir nun komplett sind. Wir gehen in die offene Halle. Sitzplätze sind hier kaum vorhanden, die paar Stühle die es gibt, werden von einigen afrikanischen Mamas belegt. Was auffällt, es sind viele verschleierte Frauen hier unterwegs. Ich nehme mal an, dass sie von der arabischen Halbinsel und von den Emiraten kommen. Der Flughafen selber ist nicht besonders schön, aber das konnte man wohl auch nicht erwarten.

Unser Flug mit der Nummer 571 startet jetzt um 03:45 mit einer Boeing 777 und dem Ziel Istanbul, das wir dann auch termingerecht um 10:50 erreichen. Nach einer Stunde Aufenthalt auf dem Atatürk Flughafen fliegen wir weiter Richtung Frankfurter Airport, den wir auch pünktlich um 14:10 anfliegen.

Hier hat uns das Brautpaar einen großen Van reserviert, wo unsere ganze Reisegruppe mit allem Gepäck Platz findet. Mit unserem Chauffeur Chris, der die Fahrt nach Stuttgart sehr gut meistert, sind wir nach ca. 2,5 Stunden in Leinfelden angekommen. Wir, das sind Alexandra und Vito, Hermine und ich verabschieden uns von Dagmar und Klaus, und bedanken uns bei dem Brautpaar für die gemeinsame schöne Zeit.

Zusammen fassend für uns alle, ist zu sagen: Es war eine wunderschöne Reise in eine vollkommen andere Kultur. Wir haben Landschaften und Tiere in der freien Natur gesehen und das teilweise in allernächster Nähe, wie in der Salt Lick Game Lodge oder in der Severin Safari Lodge. Wir konnten eine Trauung in der Afrikanischen Savanne erleben, im Schutz von Massai-Kriegern mit ihrer tradionellen Bekleidung.

Es war teilweise auch anstrengend für uns alle, bestimmt auch für das Braupaar, das alles soooo toll organisiert hat. An dieser Stelle möchte ich mich nochmal ganz herzlich auch im Namen aller Teilnehmer bei Raphaela & Chris bedanken.

Meine Wunschliste

Die Welt ist nicht genug… und auch die Liste der Ziele, die ich gerne (noch) einmal bereisen möchte, ist lang…

Meine TOP 10 der Reiseziele:

1. Mit dem Flugzeug für ein paar Tage nach Bali fliegen um danach mit dem Kreuzfahrtschiff unter anderem nach Singapur und Malaysia zu fahren (wir waren kurz davor, die Reise war gebucht aber wurde leider seitens des Veranstalters abgesagt).

2. Ein weiteres Mal mit dem Kreuzfahrtschiff die Karibik besuchen (besondere Ziele wären nochmals Grenada, St. Lucia und Martinique sowie die ABC- Inseln).

3. Auch Hongkong würde ich ein weiteres Mal besuchen wollen, allerdings zu einer wärmeren Jahreszeit (siehe Reisetagebuch „Von Singapur nach Hongkong – Januar 2018“) .

4. Außerdem würde ich immer wieder mit meinem Caravan zu den Lavendelfeldern in der Provence und weiter zur Cote d´Azur fahren.

5. Auch Norwegen mit dem Nordkap steht auf unserem Kreuzfahrtprogramm weit oben.

6. Und sicherlich am weitesten entfernt: mit dem Kreuzfahrtschiff von Tahiti über Neuseeland, Australien und Indonesien (Bali) bis nach Singapur.

Vereinigte Arabische Emirate- Januar 2020

Wir sind in diesem Jahr wieder in die Vereinigten Emirate geflogen, weil wir uns nicht für eine Rundreise in Kuba entscheiden konnten. Alternative wäre auch eine Kreuzfahrt an der Westküste Mexikos und den USA in Frage gekommen. So haben wir während unser 14-tägigen Reise nun die Emirate Dubai und Ras Al Khaimah noch näher kennengelernt.

Hier einige der Höhepunkte in den Emiraten

Donnerstag, den 16. 01.2020

Guten Morgen, es ist jetzt kurz vor 5:00 Uhr als wir aufstehen, unsere Reise in die Vereinigten Emirate startet heute Morgen mit der Fahrt zum Flughafen München. Eine Tasse Cappuccino und nichts zum Essen, machen wir uns reisefertig. Unsere großen Alukoffer sind größtenteils gepackt, auch die Kofferbänder sind schon montiert, nur unser Handgepäck zusammen mit den Waschbeuteln muß noch fertig gemacht werden. Um dreiviertel Sechs bringe ich dann unser Reisegepäck nach unten in die Garage, wo der Audi schon startklar auf uns wartet. Mit den zwei großen und zwei kleinen Handkoffern ist der Kofferraum dann schon voll.
Um 5:55 geht es dann endlich los, wir sind zwar noch leicht müde, die Nacht war ja nicht allzulang, aber wir freuen uns trotz allem auf unsere Urlaubsreise in die Emirate. Wir verlassen Ottobeuren über die Umgehungstraße in Richtung Langenberg / Attenhausen. Der rege Verkehr um diese frühe Zeit überrascht mich schon etwas, aber ein Arbeitsbeginn um 6:30 oder 7:00 macht das wohl notwendig. Ich bin anscheinend schon zu lange aus dem Arbeitsleben ausgeschieden, um mich darüber zu wundern. Die Fahrt nach München ging soweit ganz gut, abgesehen vom sehr regen Verkehr auch auf der Autobahn, wir hatten ein Zeitfenster von ca. 1:35 Stunden. davon sollten 10 Minuten als Reserve reichen. Kurz nach dem Passieren vom Ammersee kam im Autoradio die Nachricht „ Stau auf der Umgehung München A99 wegen eines Unfalles“. Zuerst ging alles ganz gut, aber plötzlich standen wir, von jetzt ging es nur noch im Schritttempo weiter, unsere Zeitreserve schrumpfte im Nu auf Null. Das Navi zeigte uns die Ankunft in Hallbergmoos zu unserem Treffpunkt erst gegen 7:35 an. Als wir hinter Feldmoching die A92 in Richtung Freising erreicht hatten, ging es wieder schneller voran. Mit Tempo 140 sind wir dann die Restliche Strecke bis zu unserem Zielort gefahren, unseren Treffpunkt mit Parkfly in der Lilienstrasse erreichten wir auf den Punkt genau um 7:30.

Drei Minuten später war auch schon der Bus von Parkfly da, und wir fuhren gemeinsam in das vorgesehene Parkdeck um unseren Audi abzustellen, und die Koffer umzuladen. Kurz vor 8:00 waren wir schon im Terminal 2 angekommen, leider hatte ich versäumt mich zum vorgesehenen Terminal näher zu informieren. Wir liefen also erstmals ziemlich planlos umher, bis wir uns orientieren konnten. Der Check-In ging reibungslos, auf einer Sitzbank machten wir ein kleines Ersatzfrühstück, da wir zu Haus nichts mehr gegessen hatten. Wir hatten belegte Brote mit Käse und Salami, dazu ein gekochtes Ei, eine kleine Flasche Wasser mußten wir auch noch austrinken. Mit Flüssigkeiten kommen wir nicht durch die Personenkontrolle. Danach schlenderten wir noch durch die Eingangshalle bis wir später ein Stockwerk höher die Passkontrolle passierten. Im Warteraum verbrachten wir die Zeit bis zu unserem Abflug der um 10:50 statt fand. Wir flogen mit Etihad der staatlichen Fluglinie von Abu Dhabi, und unser Flugzeug war eine Boeing 777-300 mit über 400 Sitzplätzen.

Ein Viertelstunde später als vorgesehen starteten wir hier in München, unser Flug ging über Österreich, den Balkan hinunter bis Griechenland. Wir streiften Thessaloniki flogen über die Ägäis und erreichten die sehr grüne Insel Samos sowie Rhodos, hier geht es an der Westküste von Zypern vorbei wieder direkt nach Süden. Zwischenzeitlich gibt es Mittagessen, zur Auswahl steht Chicken, Tortellini, Rostbeef, oder Spaghetti Bolognese. Wir haben uns für das Rostbeef entschieden, dazu gibt es ausgezeichnete Semmelknödel und eine Büchse Bier. Unser Kurs zeigte nun direkt auf die Stadt Tel Aviv in Israel, aber kurz zuvor schwenkte unsere Maschine wieder direkt nach Süden. Wir flogen nun über den Sinai auf der Ägyptischen Seite um bei der Israelischen Hafen und Badestadt Eilath wiederum nach Osten zu drehen. Dort beginnt die Arabische Wüste, wir haben jetzt strahlenden Sonnenschein. Einige Zeit später erreichten wir das Emirat Kuweit am Persischen Golf, jetzt geht es direkt nach Süden. Wir überfliegen das Sultanat Bahrain und gleich darauf um 18:43 das Emirat von Katar.

In der beginnenden Dunkelheit kann man beleuchtete kleine Ortschaften sowie Öltanklager erkennen. Um 19:17 erreichen wir unseren Zielflughafen in Abu Dhabi, unsere Flugkilometer liegen im Moment bei 4980 Km. Inzwischen ist es Stockdunkel geworden als wir auf der Landebahn minutenlang in Richtung Terminal 3 rollen.

Hier müssen wir noch einige Zeit warten, bis unser Flugzeug freigegeben wird, wir hatten unseren Sitzplatz in Reihe 40, also ganz hinten. So waren wir fast die letzten Passagiere die den Flieger verlassen konnten. Über die Fluggastbrücke gingen wir ins Terminal zur Passkontrolle. Wie es sich im nachhinein herausstellte gingen wir zur falschen Passkontrolle (für Anschlußflüge). Nachdem wir unsere Koffer abholen wollten, wurde uns das klar. Wir sind also zurück gegangen und über die Treppe in eine andere Etage und hier nochmals durch eine Passkontrolle. So waren wir die letzten, die um 20:15 in der Eingangshalle auf den wartenden Reisebegleiter von BigXtra trafen. Er führte uns zu einem wartenden Kleinbus, der uns eine Viertelstunde später gemeinsam mit 6 anderen Personen nach Dubai fährt. Nach einer Stunde erreichen wir das terrassenförmige Hotel JA Lake View***** am Stadtrand von Dubai, wo wir die ersten 4 Personen absetzen.Von hier geht es dann weiter Richtung Stadtmitte, auf der Palmeninsel vor dem Hotel Atlantis the Palm***** setzen wir die letzten zwei Gäste ab. Um 21:10 erreichen wir unser Hotel Mövenpick***** in Bur Dubai. Das Einchecken geht rasch voran und so können wir nach wenigen Minuten unser schönes Executive-Zimmer im fünften Stock beziehen.

Nachdem Hermine unsere Koffer ausgeräumt hat, gehen wir noch mal hinunter in die Eingangshalle. Der erste Eindruck den wir vom Hotel haben ist gut, es ist eine gediegene Eleganz die es ausstrahlt. Nachdem wir uns eine Weile umgeschaut haben und zufrieden sind, gehen wir wieder auf unser Zimmer zurück. Der Tag heute war lang genug und auch sehr anstrengend, kurz nach 22:00 sind wir dann schon im Bett.

Freitag, den 17.01.2020

Es ist 7:45 als wir am Morgen aufgestanden sind, ich habe sehr gut geschlafen, Hermine allen Anschein nicht so gut. Wir machen uns zum Frühstücken fertig und gehen in die schöne Eingangs-halle, hier befindet das Restaurant „The Fountain“. Es ist schon gut besucht um diese Zeit, heute ist ja Feiertag in den Emiraten. Wir finden trotz allem einen schönen Platz zum Essen, das Frühstücks-Buffet ist reichhaltig bestückt mit europäischem Essen. Verschiedene Brote und Brötchen, Croissant und anderes Gebäck, Marmelade und Käse sind zu finden. Natürlich ist auch einheimische oder Asiatische Küche vorhanden. Wir bestellen eine Tasse Cappuccino bei einem Kellner, danach gehen wir zu einem Frühstückskoch der uns Spiegeleier, Rühreier oder auch Omelette machen wird. Mein Spiegelei schmeckt sehr gut, zum Trinken holen wir uns noch einen Orangensaft bzw. Ananassaft von der Saft-Theke. Nach unserem ergiebigen Frühstück erkunden wir das Hotel erstmalig. Wir suchen die Executiv-Lounge die für uns im Preis enthalten sein soll, hier kann man ebenfalls Frühstücken und untertags auch bestimmte Soft-getränke und Snacks erhalten. Weiterhin bekommt man in der Happy Hour von 18:00 -19:30 ausgesuchte alkoholische Getränke. Nach mehrfachen Versuchen finden wir die Lounge, die hier angebotene Frühstücktheke ist aber sehr mager, wir werden wohl darauf verzichten. Als nächstes suchen wir die Garden Lounge auf, hier soll man am Abend eine Sisha rauchen können, auch das wäre bei uns im Preis enthalten. Die Lounge befindet sich im ersten Stock und ist ein großer Innenhof mit mehreren Etagenhohen Außenwänden, das ganze wirkt leider ziemlich schmucklos.
Um 10:30 ist ein Treffen mit der örtlichen Reiseleitung von Meeting Point Dubai, es ist eine junge und nette Dame. Sie schreibt in unsere Reiseunterlagen alle notwendigen Daten für unsere Ausflüge in Dubai hinein. Erstaunlicherweise stimmen sie terminlich mit meinen geplanten Ausflugsplan überein. Als ich Sie nach Informationen über meine gewünschte Metrofahrt hier in Dubai frage, stellt Sie das als sehr schwierig und Abendteuerlich dar. Man merkt hier deutlich, daß Sie mehr an von ihr verkauften ( CitySightseeing Fahrten mit Hop On – Hop Off ) interressiert ist, schade sie war ansonsten sehr nett.
Von 11:30 an waren wir etwa eine Stunde auf der hübschen Dachterrasse mit dem kleinen Pool, die Sonne scheint sehr warm vom Himmel. Wir sind aber noch sehr vorsichtig mit unseren ersten Sonnenstrahlen in diesem Jahr und gehen bald zurück in den Schatten. Danach fahren wir mit dem Lift hinunter bis zur Rezeption um hier 50 Euro in die Landeswährung umzutauschen.

Heute Nachmittag wollen wir noch nach Deira zum Gewürz und Goldsouk fahren, vor dem Hotel stehen ja immer Taxis herum. Wir nehmen das erste Taxi mit dem Ziel die Abrastation am Museum bzw. Creek. Bis dahin sind es etwa 7 Kilometer, wir bezahlen 20 Dirham das sind etwa 5 Euro dafür.
An der Abrastation (Abras sind kleinere Holzboote die für den schnellen Transfer über den Creek gedacht sind). Die Überfahrt ist problemlos und kostet pro Person 1 Dirham. Zehn Minuten brauchen wir über den Creek bis nach Deira dem historischen Handelszentrum von Dubai.

Zuerst besuchen wir einen Gewürzsouk, hier gibt es außer Gewürze auch kleine Teppiche, Schals und andere Bekleidungsoberteile. Natürlich auch Souveniers, Shishas, Magneten und vieles mehr. Als nächstes suchen wir den Goldsouk auf, er ist sehr Interressant, am Beginn des Souks ist ein riesiger Goldring in einem Schaufenster zu sehen. Der „ Star of Taiba wie er genannt wird, hat einen Durchmesser von 70 Zentimeter, besteht aus 21 karätigem Gold mit einem Gewicht von 58,686 Kg, zusätzlich mit 5,17 kg Edelsteine aus dem Hause Swarowski, der heutige Wert liegt bei 2,5 Millionen Euro“.

Wir gehen weiter durch die Goldstraße die an die 300 Gold und Silbergeschäfte haben soll, allerdings fällt mir auf, das ca. ein Drittel aller Goldgeschäfte heute geschlossen hat ( Feiertag ). Wir verlassen diesen interessanten Ort und gehen die Uferstraße am Creek entlang. Hier liegen alte Dhaus die noch heute in Betrieb sind ( Dhau / altes Segelschiff mit ihnen werden Küstennahe Frachtfahrten bis zum Iran, Pakistan oder Indien sowie Oman oder Afrika getätigt ). Wir sehen Flachfernseher, riesige Mengen an Klimageräten, Gefriertruhen und Kühlschränke sowie Staubsauger am Ufer stehen. Ebenso riesige Ballen an Stoffen liegen hier am Ufer, irgendwann werden sie abgeholt oder auf die Dhaus verladen.

Bei einer Cafeteria nahe einer weiteren Abra-Station haben wir noch einen Fruchtcocktail getrunken. Hermine hat sich einen Mango-cocktail und ich einen wunderbaren Erdbeercocktail bestellt, Kostenpunkt 2,50 Euro pro Cocktail. Bei herrlichstem Sonnenschein geniesen wir unsere Getränke, später gehen wir ein paar Meter weiter und fahren dort mit einer Abra wieder über den Creek zurück nach Bur Dubai. Hier am Ufer verweilen wir noch eine Weile, gehen am Ufer entlang bis zu einem Platz wo sehr viele Männer herum stehen. Näheren Kontakt mit Ihnen vermeiden wir aber und verlassen wieder die Uferpromenade, kommen am Finanzministerium vorbei. Eine Parallelstraße führt zurück zur Abrastation, auf dem Weg dahin finden wir ein Taxi, das uns wieder zurück zu unserem Hotel Mövenpick hier in Bur Dubai fährt.

Gegen 17:00 sind wir wieder im Hotel, gehen noch kurz ins Zimmer um uns Badekleidung anzuziehen. Auf der Dachterrasse genießen wir die letzten Sonnenstrahlen, nach einer Stunde ist die Sonne dann verschwunden und wir gehen zurück in unser Zimmer. Dort gehe ich mal zum Duschen während Hermine mit dem Handy beschäftigt ist. Nachdem auch Hermine geduscht hat gehen wir zur Executive-Lounge, da gibt es heute ein kleines Problem. Wir kommen mit unseren Zimmerkarten mit dem Lift nicht in den vierten Stock wo sich die Lounge befindet. Wir gehen daraufhin zur Rezeption und erklären unser Problem, es stellte sich heraus unsere Zimmerkarten sind nicht für die vierte Etage freigegeben. Die junge Frau an der Rezeption programmiert unsere Karten neu, und wir fahren mit dem Lift nach oben. Die Lounge entspricht ihrem Grundgedanken wohl einem Englischen Clubhouse. Es sind ein paar Sessel und kleine Tische im Raum sowie ein Sofa und 2 Flachbildschirme an der Wand wo der Sender CNN pausenlos läuft. Weiterhin ein Buffet für Häppchen und Obst, einen Kaffeeautomat für Cappuccino, Espresso und Milchschokolade. Weiter hinten im Raum befindet sich eine Getränketheke mit ein paar Getränken, am Nachmittag gibt es ein paar Säfte sowie Wasser. In der Happy Hour von 18:00 -19:30 gibt es dann kostenlose Alkoholische Getränke beginnend mit Bier, Weiß oder Rotwein ebenso CubaLibre oder ein Whisky-Mixgetränk die jeweils in einer Karaffe mehrmals nachgefüllt werden. Das ganze ist nicht so hochwertig, entspricht eher den Mindestanforderungen, aber was solls. Die Getränke in diesem Hotel wie in den ganzen Emiraten sind sehr teuer, beginnend mit Bier ca. 10 €; Wein ca. 12-15 € und sonstige Whisky und Rumgetränke ebenfalls ca. 12-15 €; Cocktails sind für 10-15 € zu haben. Vor diesem Hintergrund lernt man dieses kostenlose Angebot zu schätzen.

Gegen 19:00 sind wir ins Hauptrestaurant „The Fountain“ neben der Eingangshalle gegangen, es war schon gut besucht. Die Gäste waren gut gemixt, manche mit Kindern oder nur Ehepaare, die meisten sind Englisch sprechend. Es gab natürlich auch vereinzelt Deutsche aus unserem Osten. Heute Abend war das Motto „Fischabend“, es gab natürlich auch anderes, ich holte mir ein Hühnchen dazu ein bißchen Reis. Beim meinem zweiten Gang wählte ich etwas vom Beef. Zum Trinken bekamen wir Wasser und sehr guten gepreßten Orangensaft. Zum Abschluß holten wir uns noch einen Edamerkäse von der Käsetheke, und dazu ein Schokoladenmousse. Nach dieser Opulenten Mahlzeit haben wir das Hotel noch zu einem kurzen Abendspaziergang verlassen. Nur ein paar hundert Meter die Straße entlang und wieder zurück. Nach unserem kurzen Ausflug sind wir auf unser Zimmer zurück, dort wartete eine gute Flasche Italienischer Rotwein auf uns, ein Geschenk des Hauses.
Wir hatten wunderbare Frühlingstemperaturen von ca. 23 – 25°

Samstag, den 18.01.2020

Heute Morgen sind wir schon um 6:45 aufgestanden, und nach unserer Morgentoilette ins „Restaurant Fontaine“ zum Frühstücken gegangen. Es ist noch nicht viel los im Restaurant was sicher der frühen Zeit geschuldet ist. Das Frühstück hier ist ausgezeichnet und auch der Service, das Personal kommt unserer Meinung größtenteils aus Pakistan, Nepal oder ähnliches. Alle sind sehr freundlich, um 8:00 sind wir auf`s Zimmer zurück, denn um 8:30 werden wir schon wieder abgeholt zu unserer großen Stadtrundfahrt. Wir sind Punkt halb Neun wieder bei der Rezeption, hier steht auch schon der Reiseleiter der uns abholen will. Mit uns fahren auch noch ein paar Leute hier aus dem Hotel. Der Reiseleiter stellt sich vor, es ist ein exellent Deutsch sprechender Mann hier aus den Emiraten. Als erstes fahren wir über den Creek zum Stadtteil Deira, dem alten Handelszentrum von Dubai. Es ist heute eine moderne Stadt mit vielen Hochhäusern und Hotels. Wir holen im Hotel Hilton Deira Creek noch ein paar Gäste ab, dann geht`s auch schon weiter zum Creek. Wir halten am alten Fischereihafen bei den Dhaus an, die jeden Morgen zum Fischen hinaus auf`s Meer fahren. Hier leben und arbeiten die Menschen auf diesen kleinen Schiffen unter einfachsten Verhältnissen, für uns kaum vorstellbar.

Zehn Minuten verbringen wir hier, dann geht es auch weiter zu einem Diamanten-Geschäft, nur gut daß wir alle viel Geld mitgenommen haben. Im Geschäft wurden wir von einem Sympatischen Mann empfangen, der nicht nur Deutschsprachig war, sondern auch in Deutschland gelebt haben muss. Er hielt einen kurzen Vortrag über Diamanten und seinen Verkauf in den Emiraten, dann wurden wir auch schon weitergereicht in die einzelnen Schmuck-Abteilungen. Ein Verkäufer bot uns Kaffee oder Tee an, es stellte sich heraus daß er im Raum Stuttgart aufgewachsen war. Ob das alles wahr ist können wir nicht beurteilen, er ist jedenfalls sehr nett. Auf jeden Fall möchte auch er etwas an Schmuck verkaufen, das ist schon klar. Nach einer dreiviertel Stunde verlassen wir das Schmuckgeschäft, es stehen schon einige von unserer Ausflugsgruppe draußen in der warmen Sonne. Nach einer Viertelstunde kommt auch der Rest der Gruppe aus dem Geschäft und wir können weiterfahren. Als nächstes besuchen wir ein Lederwarengeschäft, das hat uns der Reiseleiter schon zu Beginn angekündigt. Das sind halt so Werbeaktionen von Sonnenklar TV um so den Preis für Ihre kostenlos angebotenen Ausflüge zu senken.
Die Lederfabrikation die wir jetzt besuchen, stellt Artikel für Europäische Marken wie Zara, Hugo Boss und viele andere her, es beinhaltet Jacken, Mäntel und andere schöne Sachen. Wir kommen in einen Showroom, auf einem Laufsteg werden uns von ein paar hübschen Mannequins schöne Jacken und Mäntel präsentiert, sie sind alle aus dünnen Ziegenleder und alles Wendejacken. Nach ihrer Präsentation kommt eine der hübschen Damen und nimmt mich in einen Umkleideraum. Dort bekomme ich eine Sportjacke zum Anziehen, danach gehen wir gemeinsam über den Laufsteg nach draußen und präsentieren uns dem staunenden Publikum. Sie holen noch ein weiteres junges Mädchen und einen älteren Herrn aus unserer Gruppe zur Präsentation ihrer Produkte. Danach gehen wir in den Verkaufsraum und schauen uns an was es hier alles gibt. Es sind sehr schöne Sachen dabei, die Preise dafür, sie sind mir entschieden zu hoch. Ein junges Mädchen aus unserer Gruppe trägt eine von den Jacken zum Anprobieren, ich konnte zufällig den Preis dazu hören. Die Rede war von 580 Euro, das ist mir zu teuer.

Dann geht es wieder weiter, unser Pflichtprogramm ist jetzt beendet. Wir fahren vom Stadteil Deira über die Sheikh Rashid Road ins Zentrum von Dubai. Als erstes geht es an der The Dubai Frame vorbei (The Frame ist einem goldenen Bilderrahmen nachgebaut, er ist 150 Meter hoch und 90 Meter breit. Unten im Rahmen befindet sich ein Museum, über Fahrstühle fährt man nach oben. Von hier im oberen Teil des Bilderrahmens hat man einen schönen Blick über das alte und neue Dubai). Weiter geht es auf der Sheikh Zayed Road, der Prachtstraße hier in Dubai am Dubai World Trade Center, am Dubai International Financial Centre vorbei, etwas später kommen wir am Burj Khalifa vorbei. Hier stehen viele prachtvolle Wolkenkratzer nebeneinander, die meisten sind über 300 Meter hoch. Auf der linken Seite sehen wir jetzt die Emirates Mall und die Skihalle stehen. Wir fahren in Richtung Meer, kommen am Madinat Jumeirah Souk vorbei und gleich darauf können wir den Burj Al Arab sehen. Unser Bus sucht sich in der Einfahrtsstraße zum Hotel einen Platz zum Parken, wir steigen aus dem Bus und gehen alle Richtung Einfahrt des Hotelturmes.

Der Eingang und die Zufahrt zum Hotel ist gesichert durch Security, auch außerhalb des Geländes darf man nicht einmal auf der Straße stehen. Man könnte ja die Zu oder Ausfahrt der Exclusiven Gäste behindern. Wie auch immer, wir können ein paar schöne Fotos machen, im Jahre 2016 sind wir ja noch unter dieser Zufahrtstraße durchgegangen. So etwas geht heute leider nicht mehr, nach ein paar Bildern geht es auch schon weiter Richtung Atlantis The Palm. Bevor wir die Zufahrt zur Insel erreichen, sehen wir im Hintergrund den Palast des Generaldirektors von Dubai (Bürgermeister), und gleich danach ein wildes Strand / Sandgelände. Man staune auf diesem Gelände stehen viele große Wohnwagen und Auflieger, im Hintergrund sieht man eine Riesenyacht bei einer kleinen Insel liegen.

Dann fahren wir auch schon auf der Zubringerstraße auf „The Palm“ (die Zufahrtstraße ist ca. 7,6 Kilometer lang und der Durchmesser von „The Palm“ beträgt an die 12 Kilometer. Auf den einzelnen Palmblättern befinden sich viele Villen von berühmten Zeitgenossen. Der Sheikh von Dubai verschenkte Prominenten hier Villen im Wert von 5 Millionen Euro mit der Absicht, dadurch Interessenten mit der Nachbarschaft zu einem der Promis den Kauf eines Hauses schmackhaft zu machen. Die Preise dazu: eine normale Villa kostet hier ca. 1 Million Euro, am Ende eines Palmwedels beträgt der Preis dann 5 Millionen Euro) bzw. dem Hotel Atlantis wo wir jetzt zu Mittag essen werden.

Das Restaurant Kaleidoskop befindet sich in einem Seitenflügel des riesigen Hotels, unser Reiseleiter führt uns durch den Seitenflügel und erklärt uns den Weg zum Aquarium Lost Chambers, das wir nach unserem Essen besuchen können. Aber zuerst gehen wir ja zum Essen, durch den Empfang kommen wir in den riesigen Speisesaal vom Kaleidoskop. Unsere Gruppe bekommt einige Tische zugewiesen, Hermine und ich haben zwei junge Mädchen bei uns am Tisch sitzen. Sie verbringen eine Urlaubs-woche hier in Dubai offensichtlich sind gerade Semesterferien bei uns in Deutschland. Wir bestellen uns bei einem Kellner die Getränke bevor wir an das Buffett gehen. Die Getränke hier im Hotel sind sehr teuer, eine kleine Flasche Bier würde ca. 12 € kosten, wir wählen uns eine große Flasche Wasser zum Preis von ebenfalls 10 € aus. An der riesigen Buffett-Theke suche ich mir ein Gericht mit Hühnchen und Reis aus, danach noch eine kleine Schnitte Pizza. Zum Abschluß nehme ich von der Obst und Eistheke noch einen Becher mit einem gemischten Eis, das Öffnen des Eisbechers war allerdings eine Herausforderung.
Nach unserem Essen suchen wir das Aquarium Lost Chambers auf, es ist thematisch rund um die versunkene Stadt Atlantis gestaltet. In zehn Unterseeischen Räumen tummeln sich Haie, Stachelrochen, Piranhas, Hummer und winzige Seepferdchen in großen Becken. In dieser wunderschönen Unterwasserwelt sieht man Muränen aus künstlichen Höhlen herausschauen, bunte Barsche sowie sehr viele Stachelrochen vorbeiziehen.

Nach einer dreiviertel Stunde verlassen wir das Aquarium und suchen nochmals die Terrasse des Restaurant auf. Hier sehen wir unseren Reiseleiter mit einem Kollegen an einem Tisch sitzen, ich frage ihn ob wir in den Garten bzw. Poollandschaft des Hotels Atlantis gehen dürfen. Er verneint dieses, mit der Begründung, daß viele Mittaggäste im Hotel essen können, aber die Hotelgäste dieses 5* Hauses möchten und sollen nicht gestört werden. Wir gehen weiter über die nette Terrasse, an ihrem Ende will ich schon wieder umdrehen, da bekommt Hermine einen Anfall von zivilem Ungehorsam, sie möchte unbedingt weiter gehen. Über einen schmalen Weg betreten wir die Gartenlandschaft dieses Superhotels, und schauen uns genüßlich um. Im Vergleich zum gesamten Hotelgebäude ist dieser Garten gar nicht so besonders oder außergewöhnlich. Wir machen trotzallem einige schöne Bilder vom Garten, Pool und von der tollen Rückansicht dieses weltbekannten Hotels. Dann treten wir den Rückweg an und suchen den Weg nach draußen.

Was hier auffällt, direkt ins Hotel bzw. in die Lobby kommt man nicht mehr hinein, überall steht Security herum und sperrt die Durchgänge ab. Nur gut daß wir im Jahre 2016 schon einmal in diesem wunderschönen Hotel waren und uns damals im Erdgeschoss ausführlich umschauen konnten. Unser Busparkplatz befindet sich gleich neben der Monorailstation, die das Festland hier mit der Insel verbindet. Wir müssen noch ein paar Minuten warten bis unser Bus erscheint, in dieser Zeit kommt eine große Stretchlimousine an. Aus diesem Fahrzeug steigen, von uns gezählt 16 kleine Chinesen aus.

Es geht jetzt zurück zu unseren Hotels, der Reiseleiter bietet unseren Fahrgästen gewünschte Austiegsmöglichkeiten in der Stadt an. Gegen 16:15 erreichen wir wieder unser Hotel. Nachdem wir uns kurz frisch gemacht haben, ziehen wir die Badesachen an und gehen zum Pool der sich ja in nächster Nähe befindet. Dort verbringen wir die nächsten eineinhalb Stunden in der warmen Nachmittagsonne. Kurz vor Sechs gehen wir ins Zimmer zurück zum Duschen und fertig machen zum Abendessen ins Restaurant „The Fountain“. Es sind heute auffallend viele Inder oder Pakistani zum Essen hier, das Restaurant ist so gut wie voll. Das Essen ist gut, viele Arabische oder Asiatische Sachen, zum Trinken bekommen wir Wasser und gepreßten Orangensaft. Zum Nachtisch nehmen wir eine Schokoladenmousse sowie frische Ananas in Scheiben, die hervorragend schmecken.

Gegen 19:00 sind wir schon wieder im Taxi auf dem Weg zur Dubai Mall bzw. Burj Khalifa. Es sind ja nur 9,5 Kilometer bis dahin, und der Preis für das Taxi liegt bei 5 Euro. Kurz vor der Mall beginnt der Rush Hour der abendliche Stau hier in Dubai, unser Fahrer läßt uns aus dem Auto steigen und zeigt uns die Richtung wo die Mall ist. Es ist mittlererweile schon Stockdunkel und unsere Orientierung ist nicht die beste, wir laufen halt in diese Richtung und hoffen endlich die Mall zu sehen. Nach einiger Zeit sehen wir ein Hochhaus vor uns, das mir als „ die Fackel bekannt ist (das Hochhaus genannt die Fackel hat im Jahr 2015 und 2017 gebrannt), jetzt wissen wir endlich wo wir sind. Von jetzt sind es nur noch ein bis zweihundert Meter bis zu unserem Ziel. Der Burj Khalifa See ist ein 12 Hektar großer künstlicher See in dem zur Abendzeit die berühmten Wasserspiele stattfinden. Diese Wasserspiele sind vergleichbar mit denen der Glitzerstadt Las Vegas nur noch viel größer, die beleuchteten und von Musik begleiteten Wassersäulen können bis zu 150 Meter in die Höhe schießen. Dann beschließen wir in den Apple Store der Dubai Mall zu gehen, sie befindet sich auf Etage 1. Von hier soll man die beste Aussicht auf die Wasserspiele und danach auf die Lasershow am Burj Khalifa haben. Es ist traumhaft hier, heute haben wir Zeit wie sonst niemals und geniesen die nächsten Stunden. Kurz vor halb Elf fahren wir mit dem Taxi wieder zum Hotel zurück.

Sonntag, den 19.01.2020

Es ist 7:00 als wir aufgestanden sind, uns kurz fertig gemacht und in den Speiseraum zum Frühstücken gegangen sind. Ich bestelle mir ein Spiegelei, was der Koch am Show-Cooking sehr gut macht. Im Anschluß hole ich mir ein Croissant, Brot und Brötchen vom Buffett, es gibt meist auch einen guten Gouda-Käse an der Theke. Am Tisch haben wir kleine Gläschen mit Mövenpick- Marmelade die gut zu meinem Frühstück passen.

Um 9:30 fahren wir dann mit dem Hotel-Shuttle nochmals zur Dubai Mall. Wir haben für 12:00 Eintrittskarten zum Burj Khalifa At The Top. Um diese frühe Zeit sind die Geschäfte in der Mall noch gar nicht geöffnet, überall sind die Gittervorhänge noch zur Hälfte geschlossen. Wir verlassen also die Mall und gehen am Burj Khalifa Lake entlang, vorbei am Opernhaus bis zum Ende des Sees. Man sieht überall Reinigungs-personal im See und außerhalb arbeiten. Auch einen Reinigungs-Roboter sehen wir am Boden des künstlichen See die Fliesen putzen. Jetzt am Vormittag ist der ganze Vorplatz leer, gestern Abend waren hier Tausende von Menschen auf der Promenade flanieren und die Lichtershow ansehen. Wir geniesen die Zeit und sitzen auf deiner der zahl-reichen Bänke in der warmen Vormittagsonne.

Um 11:30 gehen wir in die Mall zurück, im Untergeschoß ist auch der Eingang zum At The Top ( Burj Khalifa ), wir hatten schon zuvor unsere Eintrittskarten bestätigen lassen. So konnten wir uns gleich in die Reihe der Wartenden einreihen. Hier ist immer was los, es ging sehr zäh voran bis wir endlich die Röntgenkontrolle erreicht hatten. Auch der lange Zugang bis zu den Lifts war voll wartender Menschen. Als wir die normalen Lifts dann endlich erreicht hatten, führt ein weiblicher Mitarbeiter uns durch eine Glastüre in einem ganz anderen Bereich des Turms. Es stellte sich heraus, daß wir jetzt mit einem Lift in den Hotelbereich vom Burj Khalifa fahren. Das Armani Hotel, die Armani Residenzen sowie die Armani Suiten belegen fast ausschließlich die Etagen 1 – 39 im Tower. Nach mehrmaligem Wechsel des Fahrstuhls haben wir die Aussichtsplattformen mit Außenterrasse auf der 124. Etage endlich erreicht. Heute sind wir das dritte Mal auf dem Turm, es bleibt aber immer wieder ein Erlebnis. Wir haben strahlenden Sonnenschein und eine gute Fernsicht heute.

Palast von Sheik Mohammed bin Rashid Al Maktoum / re.oben

Am Port Rashid (Kreuzfahrtterminal) sehen wir, daß außer der MSC Seaview auch die mein Schiff 5 da ist, (Die MSC Seaview haben wir im März letzten Jahres in Cozumel / Mexiko gesehen). Unsere Fotos werden bestimmt super, eine gute Stunde verbringen wir hier oben, dann geht es den selben Weg über das Armani Hotel nach unten. Im Ausgangsbereich sehen wir noch ein Modell der zukünftigen Stadtentwicklung hier in Dubai mit dem neuen Dubai Creek Tower der jetzt über 1000 Meter hoch werden soll, und im Jahr 2021 fertig gestellt sein soll. Man möchte damit den Kingdom Tower in Dschidda/Saudiarabien übertreffen.

Wir verlassen jetzt die Dubai Mall und fahren mit dem Taxi nach Bur Dubai zu The Frame, dem goldenen Bilderrahmen. Der The Frame ist erst im Januar 2018 eröffnet worden. Er besteht aus zwei 150 Meter hohen Türmen die unten durch ein Basisgebäude und oben durch eine 93 Meter breite Brücke verbunden sind. Im unteren Basisteil befindet sich ein kleines Museum, das die Entwicklung Dubai vom Fischerdorf zur Großstadt zeigt. Im Brückenteil oben auf 150 Metern befinden sich zwei 25 Meter lange Glasfußböden, über den man gehen bzw, schauen kann.

Wir kommen am Zabeel Park am Eingang des Bilderrahmen an. Im Internet hieß es, daß Rentner im Alter über 60 Jahren keinen Eintritt bezahlen müßten, das entspricht leider nicht der Wahrheit. Wir bezahlen und gehen weiter zu diesem Bauwerk. Die Ornament-Außenverkleidung von The Frame soll aus 24 karätigem Gold bestehen, wir glauben es und betreten das außergewöhnliche Gebäude. Im unteren Teil, wie schon erwähnt befindet sich das Museum das man nicht weiter erwähnen muß. Wir betreten den Fahrstuhl und gleiten nach oben, durch die Fenster vom Fahrstuhl kann man auch nach außen sehen. Dann sind wir oben im Brückenteil, zu beiden Seiten kann man durch die Ornament-fenster im Rahmen auf das alte Dubai und an der anderen Seite das neue Dubai mit dem Burj Khalifa sehen. Am Boden dieser Brücke befinden sich 2 ca. 25 Meter lange und etwa 2 Meter breite Glasfußböden über die man gehen kann, wenn man sich dazu traut. Hermine hat hier keine Hemmungen darüber zu gehen, es sind ja nur 150 Meter bis zum Erdboden. Ich bin da schon etwas reservierter, mache es dann aber doch noch. Die Aussicht über Dubai ist toll, hier gibt es keinen Ferndunst wie am wesentlich höheren Burj Khalifa. Wir bleiben etwa eine halbe Stunde hier oben, können ein paar schöne Bilder machen und fahren danach wieder hinunter. Auch im sehr grünen Park rund um „The Frame ist es sehr schön in der Sonne zu sitzen, es gibt auch ein kleines Wasserspiel vor dem Eingang des Gebäudes.

Dann verlassen wir den Park und fahren mit dem Taxi in unser Hotel zurück. Da es erst 15:00 ist beschließen wir zu unserem Hotelpool auf dem Dachgeschoß zu gehen, es sind noch einige Liegen in der Sonne frei. In der warmen Nachmittagssonne genießen wir unsere Freizeit. Später gehen wir noch in die Executive Lounge zu einem Cappuccino und später einen CubaLibre trinken. Dann ist der Abend auch schon da, das Fontaine-Restaurant wartet schon auf uns. Das Restaurant ist auch heute sehr gut besucht, in der Hauptsache von Pakistani oder Inder, die ein/zwei Tage hier verbringen, dann sind sie wieder weg. Nach dem Abendessen machen wir noch einen kleinen Spaziergang vor dem Hotel, im Anschluß geht es auf unser Zimmer und danach gleich in`s Bett.

Es war sehr sonnig heute mit Temperaturen von 25 bis 27°

Montag, den 20.01.2020

Kurz vor 6:00 am frühen Morgen sind wir heute schon aufgestanden, denn heute ist eine Stadtrundfahrt in Abu Dhabi geplant. Das heißt schnell Frühstücken und uns fertig machen, denn der Bus holt uns schon gegen 7:00 vor unserem Hotel ab. Mit dem frühen Früstück das klappt soweit ganz gut, das Restaurant ist schon geöffnet, nur der Eier und Omelettekoch hat seine Showküche noch nicht geöffnet. Das macht aber gar nichts, wir kommen mit dem übrigen Essen auch klar, auch eine Tasse Cappuccino und ein Glas Orangensaft wird uns an den Tisch gebracht. Die Kellner hier sind alle sehr freundlich und betriebsam. Um 7:00 stehen wir vor dem Hoteleingang, mit uns fahren anscheinend noch zwei weitere Pärchen nach Abu Dhabi. Zehn nach 7:00 ist dann der Bus da und es geht los. In Ibn Batutta das sich am südwestlichen Stadtrand von Dubai befindet steigt unser heutiger Reiseleiter zu. Hier ist auch anscheinend das Büro von Meeting Point das die Ausflüge und den Aufenthalt von BigXtra Gästen hier in den Emiraten koordiniert. Gegen 9:00 sind wir hier in Abu Dhabi angekommen, In der Zwischenzeit haben wir noch drei weitere Gäste, die hier in Abu Dhabi Urlaub machen aufgesammelt. Sie werden mit uns gemeinsam die vorgesehenen Besichtigungen machen. Wir fahren nun zur großen Sheihk Zayed Moschee, der riesige Parkplatz vor der Moschee ist heute noch ziemlich leer. Wir gehen nun gemeinsam zu einer der beiden runden Glaskuppeln am Rand des Parkplatzes wo sich der neue Eingang zur Moschee befindet. Auf einer Rolltreppe geht es nun ein Stockwerk nach unten, in diesem Tiefgeschoß befinden sich eine kleine Einkaufsstraße und auch einige Bistros. Wir gehen weiter und kommen an eine Sicherheitskontrolle wo unser Reiseleiter unsere Eintrittskarten kauft. Dann geht es weiter, auf einem mehrere hundert Meter langem Rollband fahren wir durch einen Tunnel weiter in Richtung Moschee. Danach geht es auf einer Rolltreppe wieder nach oben und wir stehen vor der Grand Moschee.

Die Moschee wurde vom Emir Zayed bin Sultan Al Nahyan (dem Gründer und ersten Präsidenten der VAE – Vereinigten Arabischen Emiraten) im Jahr 1989 begonnen. Er konnte aber die Fertigstellung im Jahr 2007 nicht mehr erleben, da er im Jahre 2004 verstarb. Sein Mausoleum befindet sich hier auf dem Gelände der Moschee.

Wir stehen vor den Wasserbecken die Pracht dieses weißen Gebäudes wird durch die Spiegeleffekte des Wassers zusätzlich betont. Sie ist mit ihren über 22.000 qm die drittgrößte Moschee der Welt und kann über 40.000 Gläubige aufnehmen. Sie besitzt 82 Kuppeln und 1096 mit goldenen Ornamenten verzierte Säulen. Wir gehen sprachlos durch die Gänge, die einen großen mit Blumen-mosaiken verzierten Innenhof umschließen. In den Eckpunkten befinden sich vier 107 Meter hohe Minarette.( in der großen Gebetshalle befindet sich ein 5.625 qm großer und von 1200 Iranischen Weberinnen gefertigter Teppich. Die Hauptkuppel wird vom größten Kronleuchter der Welt geschmückt. Er ist 15 Meter hoch und hat einen Durchmesser 10 Metern. Er und seine 6 etwas kleineren Geschwister wurden in Deutschland gefertigt).

Ich habe so viele Bilder vom Inneren der Moschee, da fällt die Auswahl schwer

Man kann viel sagen oder schreiben, wir sind heute das zweite Mal in dieser wunderschönen Moschee, ( Vor vier Jahren mußten wir durch eine große Tiefgarage gehen, bevor man in die Moschee kam, meine Gattin mußte sich damals eine Abaya für die Besichtigung anziehen) sie ist einfach gesagt „ ein Traum in Weiß und Gold“. Die Kosten dafür von 715 Millionen Dollar ist sie bestimmt wert, davon hat Sheihk Zayed 350 Millionen aus seiner Privatschattulle bezahlt. Heute gibt es abgesperrte und markierte Wege, die man nicht verlassen darf und Fotographieren darf man auch nicht alles. Wir sind aber zufrieden mit dem was wir sehen, es ist wunderschön hier.

Nach ca.1/12 Stunden sind wieder gefahren durch die moderne Stadt, vorbei an den Palästen der Königsfamilie, erreichen wir die Corniche von Abu Dhabi. Kurz vor dem Emirates Palace biegen wir leider ab und fahren auf die Insel Al Kasir, wo sich das Freilichtmuseum Heritage Village befindet. Wir steigen aus dem Bus und besuchen das kleine Museum, leider ist es wenig ansprechend, so daß wir nach einer halben Stunde schon weiter fahren. Hier auf der Insel befindet auch das Theater von Abu Dhabi sowie das Fairmont Marina Hotel, das wir 2016 schon im Rohbau gesehen haben. Dieses 5* Luxus-Resort beeindruckt als Wolkenkratzer mit seinen zwei Türmen die über einen Brückenbogen miteinander verbunden sind, es wurde erst im Jahr 2019 eröffnet.

Wir fahren wieder zurück, kurz vor der Brücke zum Festland halten wir an einem kleinen Parkplatz an. Von hier können wir Fotos vom Emirates Palace und vom Präsidentenpalast des Sheiks von Abu Dhabi machen. Ich bin wahnsinnig enttäuscht, die Entfernung über die Bucht zum Hotel bzw. zum Präsidentenpalast beträgt jeweils ca. 1500 – 2000 Meter leider ist die Sicht etwas trübe. Nur gut daß ich eine gute Fotokamera habe, die solche Entfernungen überbrücken kann, das Emirates Palace haben wir 2016 schon besucht und auch von Innen gesehen. Sonst wäre meine Enttäuschung noch größer gewesen.

Urlaub 2016 – Emirates Palace

Dann geht es auch schon zurück, wir fahren an einer Insel vorbei wo angeblich Öl gefördert wird. Wir passieren das 160 Meter hohe Capital Gate, das mit einer Neigung von 18 Grad das am stärksten geneigte Gebäuder der Welt ist. Hier befindet sich ein Hotel der bekannten Hyatt-Gruppe. Weiter geht es am Aldar HQ Building vorbei, das die Form einer aufgestellten Gläsernen Scheibe mit einem Durchmesser von 121 Metern hat. Hier in den Emiraten kommt man von einer Superlative zur nächsten.

Zum Abschluß in Abu Dhabi besuchen wir noch eine Kunstgalerie, wo es sehr viele schöne Sachen zum Kaufen gibt. Vom Diamantring bis zu Kunstgegenständen oder kleinere Wandteppiche, hier gibt es alles. Der Geschäftsführer präsentiert uns ein paar Wandteppiche. Sie sind wunderschön und mit einem Preis von 2500 € für den größten davon, ich hätte ihn ohne weiteres auf das doppelte geschätzt. Aber letzten Endes kauft keiner unserer Mitreisenden irgend etwas in dieser sicher sehr ansprechenden Galerie.

Nach einer dreiviertel Stunde fuhren wir dann wieder zurück nach Dubai in unser Hotel, das wir gegen 14:45 erreichten. Als erstes gehen wir auf`s Zimmer und ziehen die Badesachen an, und gehen zum Pool, wir haben strahlenden Sonnenschein. Die meisten Badeliegen sind frei, so können wir den restlichen Nachmittag hier geniesen. Gegen 17:30 gehen wir in die Executive Lounge um einen Cappuccino zu trinken, eine halbe Stunde später gibt es dann auch schon Cuba Libre und die anderen Alkoholischen Getränke. Nach gut einer Stunde gehen wir auf unser Zimmer zurück um uns für den Abend bzw. das Abendessen fertig zu machen.

Auch heute ist das Restaurant wieder sehr voll, die meisten Gäste hier sind vom Optischen gesehen Inder und Pakistani. Sie sind meistens nur ein bis zwei Tage hier, dann sind sie wieder verschwunden. Auf Nachfrage bei unserem Ober erklärt er, daß sie auf Arbeitsuche sind und vielleicht auch auf Probe hier in der Stadt arbeiten. Nach dem Essen machen wir noch einen kleinen Spaziergang vor dem Hotel bevor wir auf unser Zimmer zurück gehen.

Dienstag, den 21.01.2020

Heute ist unser vorletzter Tag hier in Dubai, denn Morgen Mittag fahren wir weiter nach Ras Al Khaimah in unser Badehotel Double Three by Hilton. Wir sind erst um 7:45 aufgestanden gleich zum Frühstücken hinunter in`s Fontaine Restaurant, denn wir wollen heute noch mit der Metro zum Miracle Garden (Blumenschaupark) fahren. Das wird sicher ein Abenteuer, bisher sind wir nur mit dem Taxi hier in Dubai unterwegs gewesen. Und wir wissen nicht wie es mit dieser roten Nol Cards und dem Aufladen dieser Karte vor sich geht. Zuerst gehen wir auf`s Zimmer zurück um uns für den heutigen Ausflug umzuziehen, Hermine will unser Geld aus dem Zimmertresor holen. Aber er geht schon mal nicht mehr auf, nach dreimaligem Versuchen haben wir keinen Chancen mehr, und müssen hinunter in die Rezeption um unser Malheur zu melden. Nach ca. 20 Minuten kommen zwei Bedienstete vom Hotel, einer macht den Tresor auf und der zweite protokolliert das ganze Prozedere.
Nun suchen wir eine Bank direkt neben dem Hotel auf, um weitere etwa 30 Euro in die Landeswährung Dirham umzutauschen. Der Eintritt ins Miracle Garden kostet schon mal 26 Euro, dazu noch die Kosten für die Metro. Dann gehen wir weiter um die nächste Metrostation Oud Metha zu suchen. Nach ca. 20 Minuten erreichen wir die Station und den Eingang, wir gehen eine Treppe nach oben und stehen in einer etwas kleineren Bahnhofshalle. Jetzt sind wir erstmal etwas ratlos, es gibt Automaten aber auch einen Schalter für den Kartenverkauf ?. Hermine fragt bei einer Bediensteten um Rat, sie hilft uns ausgiebig und versucht uns das Ganze zu erklären. Es stellt sich heraus, da wir mit Metro und Bus fahren müssen, brauchen wir dazu eine silberne Nol Cards. Das ganze kostet nun pro Person 10 Euro bis zum Miracle Garden und zurück, wir könnten auch den ganzen restlichen Tag noch mit dieser Card fahren. Sie gilt bis Mitternacht, mit dem Taxi würden wir pro Fahrt und mit viel Glück 15 Euro bezahlen. Wir gehen durch die Schranke noch eine Etage nach oben und steigen in die einfahrende Metro ein, nach zwei weiteren Metrostationen stellen wir fest, daß wir in die falsche Richtung fahren. Bei einem jungen Mann (er ist vermutlich Gastarbeiter aus Indien oder Pakistan ) fragen wir nach, er führt uns in das obere Stockwerk.

Dort fährt die Metro in die richtige Richtung zur Emirates Mall, jetzt klappt alles. Nach einer Stunde haben wir die große Mall erreicht, von hier müssen wir weiter mit der Buslinie RT 105 fahren. Wir verlassen die Metrostation und suchen den Ausgang, der Weg führt uns in die große Mall hinein. Hier gehen wir nach Rechts wie nach Links, wechseln das Stockwerk folgen einem Schild zum Busparkplatz. Es stellt sich heraus, das ist der Busparkplatz für die Ausflugsbusse. Nach mehrmaligem Fragen zeigt uns ein Mitarbeiter den richtigen Weg aus der Mall heraus, auf den Parkplatz, wo wir nach weiterem Fragen in Reihe 5 unseren Bus finden und einsteigen, fünf Minuten später fährt er schon los. 10 bis 15 Kilometer später haben wir den Miracle Garden erreicht. Von der Haltestelle bis zum Garten sind es nur etwa150 Meter, an der Kasse stehen nicht allzuviele Besucher, so können wir gleich hinein gehen.

Der Miracle Garden ist nur von Mitte November bis Anfang Mai geöffnet, und ist mit 150 Millionen Blumen der größte Blumengarten der Welt. Beginnend mit einer aus lauter Blumen bewachsenen Airbus 380. Es gibt hier riesige Mickey Mouse-Figuren, eine große Blumenuhr mit 15 Metern Durchmessern, zwei mit Blumen geschmückte Burgen. Verschiedene Blumenbögen die zb. Formen von Herzen oder Schmetterlingen haben, eine große mit Blumen bewachsene Schildkröte, oder einen 12 Meter hohen Teddybär. Riesige Elefanten, Pinguine oder eine ca. 8 Meter hohe Katze oder aber ein Englisches Landhaus aus lauter Blumen. Man könnte hier ewig aufzählen, der Park ist ein Gedicht und wir verbrachten hier mehr als 2,5 Stunden. Die Temperatur über die Mittagszeit war sehr angenehm, so geschätzte 25°. Vom Miracle Garden hätten wir noch in den Butterfly Garden gehen können, der sich gleich daneben befindet. Aber Schmetterlingsparks haben wir schon einige in der Welt gesehen, ob in der Karibik, oder in Sri Lanka, Singapur oder auch nur auf der Insel Mainau am Bodensee. Die Schmetterlinge sind alle etwas problematisch zu Fotografieren, sie halten meistens nicht still.

Kurz nach 14:15 gehen wir zur Bushaltestelle zurück, und nach weiteren 20 Minuten nimmt der Bus uns wieder mit zur Emirates Mall. Dieses Mal habe ich den Aufgang zur Metrostation gesehen, so daß wir ohne Probleme mit der einfahrenden Metro wieder zurück zu unserem Hotel in Bur Dubai fahren können. Die Dubai Metro ist eigentlich ein Skytrain (nur ein Sechstel fährt sie unterirdisch) und besteht in der Regel aus 5 Waggons, die aber alle meistens voll besetzt sind. In der Metrostation Burjuman mußten wir kurz umsteigen von der roten Linie auf die grüne Linie die weiter fährt bis zu unserer Metrostation Oud Metha. Die Fahrt vom Miracle Garden bis zu unserer Station dauert etwa eine halbe Stunde, von hier laufen wir noch weitere 20 Minuten bis zum Möwenpick Hotel zurück.
Mittlererweile ist es Viertel nach Vier geworden, wir gehen kurz aufs Zimmer zum umziehen und gleich darauf weiter zum Pool, der ja auf unser Etage liegt. Es ist ja noch Sonnig und sehr warm, so genießen wir bis nach 17:00 die Zeit am Pool, danach gehen wir zur Executive Lounge um noch einen Cappuccino zu trinken. Nach 18:00 gibt es dann Alkoholische Getränke, mein Leibgetränk CubaLibre gibt es heute nicht. Dafür trinke ich einen Wodka mit Orange, der schmeckt auch sehr lecker. Eine gute Stunde bleiben wir in der Lounge bis wir wieder zurück aufs Zimmer gehen. Ich nehme noch meinen Fotoapparat um ein paar schöne Bilder vom ganzen Hotel zu machen, Morgen Mittag geht es ja weiter nach Ras Al Khaimah.
Heute ist Indischer Abend im Restaurant, das heißt die meisten Gerichte sind auf Indien abgestimmt. Als erstes nehme ich mir eine Tomatensuppe, später noch ein Rindergulasch und natürlich noch eine Nachspeise. Meist ist es eine Schokoladen-mousse oder kleine Kuchen. Danach machen wir einen kleinen Spaziergang und sitzen noch kurz in der Lobby und darauf geht es auch schon ins Bett.

Mittwoch, den 22.01.2020
2. Teil Fahrt u. Aufenthalt in Ras Al Khaimah

Gegen 8:00 sind wir heute aufgestanden, haben uns fertig gemacht zum Frühstücken im Fontaine Restaurant. Wir könnten ja auch essen in der Executive Lounge, wir haben die Buffettheke zu Beginn einmal angeschaut, die Auswahl an Essen ist absolut billig und kein Vergleich mit unten im Hauptrestaurant. Der Speiseraum ist auch heute rappevoll mit Indischen oder Pakistanischen Gästen. Wir nehmen uns Spiegelei mit Brot, später Croissants und Brötchen mit der Möwenpick-Marmelade. Die kleinen Gläser mit Marmelade stehen ja auf jedem Esstisch. Danach noch einen Teller mit frischem Obst, vorzugsweise nehmen wir geschnittene Ananas-Scheiben. Es ist schon 9:20 als wir zurück auf unser Zimmer gehen, und unsere großen Koffer für die Abfahrt fertig machen. Dann gehen wir nochmal zum Pool hoch um die letzte Morgensonne von Dubai genießen, so ca.1,5 Stunden haben wir ja noch Zeit. Um 12:20 sollen wir vor dem Hotel abgeholt werden. Kurz nach 11 Uhr duschen wir nochmal im Zimmer, machen auch unser kleines Gepäck fertig. Und fahren dann zur Rezeption hinunter zum Checkout, was auch ohne Probleme geht. Wie es sich zeigt fahren noch vier weitere Personen mit uns nach Ras Al Khaimah, ein Pärchen aus dem Raum Nürnberg kennen wir ja schon.
Unser Bus kommt 12:20 und nach ein paar Minuten geht`s auch schon los. Aber wie schon von mir erwartet, aus dem Hilton Dubai Creek -Hotel im Stadtteil Deira holen wir noch weitere Urlauber ab. Man hat den Eindruck hier in Dubai sind alle Straßen Einbahnstraßen, unser Bus fährt kreuz und quer durch die Stadt. Nach einer Stunde haben wir dann endlich den Stadtrand erreicht. Wir kommen an der Endstation der grünen Metrolinie genannt (Etisalat) vorbei, hier werden die Züge praktisch umgedreht und es geht wieder in die andere Richtung zurück. Bis zum Double Three by Hilton in Ras Al Khaimah sind es ca. 85 km, dafür brauchen wir über die Schnellstraße E611 etwas über eine Stunde, kurz vor unserem Ziel laden wir noch ein Pärchen am Luxushotel Waldorf Astoria ab.

In unserem neuen Hotel Double Three by Hilton angekommen, heißt es daß die Zimmer noch nicht fertig sind und wir uns noch eine halbe Stunde also bis 15:00 gedulden sollten. Wir gehen auf die Terrasse vom Restaurant und holen uns ein Coca Cola, die Terrasse ist sehr schön mit ihren Pools. Aber um diese Zeit ist hier keine Sonne mehr da, das Hotel hat neun Stockwerke und die beschatten um diese Zeit die ganze Terrasse. Wenn man Sonne haben will muß man an den Strand oder zu beiden Seiten des Haupthauses wo die niedrigeren Villages stehen.

Kurz darauf gehen wir zur Rezeption, holen unsere Zimmerkarte und fahren mit dem Lift in den siebten Stock, wo sich unser Balkonzimmer befindet. Gleich darauf kommen auch unsere Koffer mit dem zuständigen Boy, der uns danach noch die Balkontüre öffnet. Das Zimmer ist groß und schön ca. 33qm, ein großes Bett, ein Sofa einen Tisch sowie einen Stuhl. Dahinter an der Wand noch eine Steckdosenleiste für unsere Technischen Anschlüsse. Der Balkon hat Sicht auf den Eingang bzw. auf ein Parkähnliches Gelände. Auf dem sich zwei einem Wohnwagen ähnliche Anhänger befinden, die mit Tischen und Stühlen auf einem künstlichen Rasen zum Imbiß gedacht sind.

Etwas später sind wir noch durch`s Hotel gelaufen um uns zu Orientieren, auf der Terrasse war ja leider schon Schatten. So besuchten wir die Dachterrasse auf Etage 9, von der uns Dagmar und Klaus schon berichtet hatten, sie war leider kleiner als gedacht. Eigentlich ein großer Raum mit offenen Fenstertüren, aber der Cappuccino und später der Wodka-Orange den ich hier getrunken habe, waren gut. Ok, die Aussicht war gut, wir konnten das Nobelhotel Waldorf Astoria auf der anderen Seite der Bucht sehen.
Um 19:30 sind wir auf die Außenterrasse vom Al Marjan Restaurant zum Abendessen gegangen, ich suchte mir ein schönes Beefsteak aus, dazu ein paar Kartoffeln. Der Ober brachte uns die Getränke, für Hermine ein Glas Rotwein, ich bestellte mir ein Bier das recht gut schmeckte. Etwas später am Abend sind wir noch in die Lounge Bar gegenüber vom Restaurant und der Rezeption gegangen. Hier gibt es Live-Musik von zwei jungen Damen, eine davon spielte Saxophon und die Zweite sang dazu. Wir fanden einen Sitzplatz bei einem jungen Pärchen mit einem Kleinkind ziemlich nah an der Bühne. Der kleine Mann etwa 2 Jahre alt war äußerst lebhaft und immer unterwegs, zog abwechseln seine Eltern zum Tanzen in Richtung Bühne. Nachdem die Mädchen ihre Musikvorstellung beendet hatten, kam von der Animation ein junger Mann und spielte Musik über seinen Laptop ab. Wir bleiben etwa zwei CubaLibre lang, das heißt bis ca. dreiviertel Zehn Uhr als wir auf unser Zimmer gehen.

Donnerstag, den 23.01.2020

Es ist 8:30 als wir aufstehen, wir machen uns soweit fertig zum Frühstücken im Al Marjan Restaurant. Mit dem Lift fahren wir von der 7. Etage hinunter in die Eingangshalle, wo sich auch der Eingang zum Restaurant befindet. Wir verlassen aber die Halle in Richtung Terrasse/Strand und betreten die Außenterrasse vom Restaurant. Als erstes suchen wir uns einen schönen Tisch in der schon warmen Morgensonne. Beim zuständigen Kellner bestellen wir uns einen Cappuccino, danach gehen wir hinein in den Speisesaal, und an die riesige Buffettheke um für uns das passende Frühstück auszusuchen. Bei einem der vielen Köche am Buffett bestelle ich ein Spiegelei und hole dazu Brot von der Theke. Das Ei ist nicht ganz durch, da fehlt bestimmt noch eine Minute und ist leider nicht gewürzt, im Gegensatz zur Mövenpick-Küche wo der Koch die Eier sehr gut würzte. Danach suchten wir noch Brötchen und Croissant dazu Marmelade aus einer großen Schüssel. Die angebotene Wurst und der Schmierkäse der zum Frühstück angeboten wird, entspricht nicht unseren Vorstellungen. Zum Abschluß gibt es meistens noch Obst. Auch eine zweite Tasse Cappuccino brachten die Kellner uns immer wieder. Nach unserem Frühstück gehen wir nach oben ins Zimmer und machen unsere Morgentoilette zu Ende. Von unserem Örtlichen Reiseleiter liegt eine Nachricht im Zimmer, das unser Ausflug nach Musandam morgen Früh um 8:20 stattfindet.

Gegen 10:00 sind wir dann auf die große Terrasse in der Nähe des schönen Pools, suchen uns ein schönes Plätzchen zum Anfang im Halbschatten einer Palme oder unter einer Pergola. Wir lernen hier ein jüngeres Ehepaar aus Moers kennen, das ebenfalls gestern hier im Hotel angekommen ist. Aus Ihrem Gespräch ist zu entnehmen, daß sie schon mehrmals hier im Haus gewesen sind. Irgendwann am Vormittag machen wir einen Spaziergang über den Hotelstrand, in der Reklame ist hier von 600 Metern die Rede. Das entspricht nicht ganz der Wahrheit, aber es ist trotz allem sehr nett hier. So gegen dreiviertel Eins sind wir dann ins Al Marjan Restaurant gegangen um eine Kleinigkeit zu essen, hinten an der Pizza-Theke wurden wir dann fündig. Hier gab es eine Pizza Margherita und noch eine andere Pizza mit Oliven zur Auswahl, von der Margherita nahmen wir uns zwei Scheiben mit an unseren Tisch. Der Kellner brachte mir eine Flasche Amstel-Bier, das Bier ist für meinen Geschmack schon ein bißchen herb, aber man gewöhnt sich daran. Zum Abschluß gibt es noch Obst und ein Eis.

Nach dem Mittagessen sind wir zu unseren Liegen zurück gegangen, aber hier war inzwischen nur noch Schatten. So nahmen wir unsere Sachen und suchten uns einen anderen Liegeplatz um aus dem Schatten des Hotels heraus zu kommen. Weiter hinten am Strand in der Nähe des Infinity-Pools ist noch für einige Stunden Sonnenschein angesagt. Irgendwann machen wir noch einen kleinen Spaziergang über den Strand. Gegen 16:00 sind wir zum Sundowner in die Anchor Sport Kneipe die eine nette Dachterrasse hat, gegangen. Hier haben wir uns einen CubaLibre bestellt, es war aber noch nicht allzu viel los. Ein dreiviertel Stunde später kam auch das Ehepaar aus Moers auf die Aussichtsterrasse, sie fragten ob sie denn bei uns Platz nehmen durften. Was wir natürlich bejahten, so konnten wir ein nettes Gespräch mit den beiden führen. Es stellte sich heraus daß er Handels-Reisender für Bauxit-Produkte ist, und in der ganzen Welt (auch in China, Corona-Virus) unterwegs ist. Nach einer halben Stunde verabschieden wir uns von den beiden und gehen ins Hotel zurück.

Als erstes gehe ich zum Duschen, während Hermine die Kleidung für den Abend herrichtet. Ich sitze dann auf unserem Balkon und mache mir Sprachnotizen für meinen Reisebericht, als Hermine dann zum Duschen geht.
Das schöne an unserem Zimmer ist, wir haben hier am Balkon noch eine wunderbare späte Nachmittags-Sonne, während sie unten am Strand ab 17:00 schon ganz verschwunden ist. Wie auch schon gestern sind wir ins Al Marjan Restaurant zum Abendessen gegangen. Wir suchten uns einen Platz auf der Aussenterrasse, da es Drinnen im Restaurant unheimlich laut ist, und man natürlich auch die verschiedenen Essensgerüche sehr deutlich schmeckt. Das Essen hier im Restaurant ist deutlich schlechter als im Hotel Mövenpick in Dubai, eigentlich schade. Das Publikum im Hotel ist stark Osteuropäisch (Ukraine, Bulgarien) aber auch Engländer, Italiener und Arabischer Herkunft. Nach dem Essen ist ein kleiner Spaziergang angesagt, und danach ist in der Lobby WhatsApp-Zeit. Hinter uns ist die Bühne der Lobby-Lounge die nur durch ein Glasfenster von der übrigen Halle getrennt ist. Nach einem kurzen Besuch und einem CubaLibre in der Lounge beschließen wir den heutigen Abend, und gehen nach oben in unser Zimmer.

Freitag, den 24.01.2020

Heute müssen wir früh aus dem Bett, da um 8:20 unser Ausflug nach Musandam im Oman (die Halbinsel Musandam ist die östlichste Spitze des Omans und ist nur wenige Seemeilen vom Iran entfernt) beginnen soll. Ein Blick aus dem Fenster zeigt, heute ist das Wetter bedeckt und von der Sonne ist leider nichts zu sehen. Wir machen uns also Reisefertig und gehen im Anschluß nach unten ins Restaurant, ich bestelle mir ein Spiegelei beim Koch. Heute Morgen bedient mich ein anderer Koch der mein Spiegelei anständig würzt, die Qualität des Essens ist anscheinend auch vom jeweiligen Koch abhängig. Danach gehen wir schnell in unser Zimmer und holen unser Ausflugsgepäck, und fahren mit dem Lift gleich wieder hinunter zur Lobby.
Unser Ausflugsbus steht schon vor dem Hotel und es sitzen etwa 25 Personen aus anderen Hotels darin. Wir suchen uns einen freien Sitzplatz, und merken dann daß ein paar Personen den Bus verlassen haben um die Toilette bei uns im Hotel aufzusuchen. So warten wir noch 10 Minuten bis sich die einzelnen Personen wieder im Bus einfinden. Einer der zurück gekommenen Busgäste hat die Abwesenheit genutzt um in unserem Speisesaal noch Croissant und anderes Essen zu holen. Natürlich brachte er seiner Frau auch etwas zum Essen mit. Offensichtlich gab es in ihrem Hotel nicht zu essen. Jetzt um 8:35 geht es dann los, wir holen noch ein junges Pärchen aus dem Luxushotel Waldorf Astoria ab. Wir kommen in der Nähe des Flughafens von Ras Al Khaimah vorbei, ab und zu sehen wir ein paar Beduinendörfer und weidende Kamele die das spärliche Gras das hier zu sehen ist abgrasen. Dann geht es auch schon weiter Richtung des mächtigen Hadjar-Gebirges, das sehr karg wirkt, es gibt hier praktisch keine Vegetation mehr. Nur noch schroffe Felsen an denen wir entlang fahren.

Nach mehr als 2,5 Stunden und Durchfahren eines weiteren Emirates (Fujairah) sind wir an der Grenze zum Sultanat Oman angekommen. Es ist jetzt kurz nach 11:00 als wir die Grenze und die Hafenstadt Dibba erreichen. Wir müssen mit dem Bus auf einen fast voll belegten Parkplatz fahren, damit der Zollbeamte in unserem Bus die Reisepässe kontrollieren kann. Kurz nach der Grenze haben wir den Örtlichen Reiseleiter aufgenommen der an der Straße stand. Dibba hat einen Stadtteil der zu den Emiraten gehört (Fujairah) sowie den Östlichen Teil der Stadt der zum Oman gehört, hier befindet sich auch unser Dhauhafen. Von hier gehen die Bootsausflüge zur Halbinsel Musamdam. Am Parkplatz des Hafens angekommen, gehen wir ein paar hundert Meter bis wir zum Schluß über eine große Anzahl von dort liegenden Dhaus überwechseln, bis wir unser Ausflugsboot erreichen. Unsere Dhau hat zwei Stockwerke, im oberen hinteren Teil befinden sich Badeliegen, in der Mitte ein Großer Tisch mit Stühlen. Hier setzten sich eine Anzahl unser Busgäste nieder, es sind wohl die gleichen Leute die man auch auf einer Kaffeefahrt treffen könnte. Am vorderen Teil befinden sich bunte Sitzkissen und Lehnen auf dem Boden, auf denen wir uns plazieren. Im unteren Teil sind vorne ebenfalls Sitzkissen sowie ein größerer Tisch auf dem später unser Mittagessen präsentiert wird. Im Heck befinden sich zwei Toilletten und Waschbecken.

Dann geht die Fahrt auch schon los, an der Küste entlang nach Osten in Richtung der Iranischen Küste die etwa 100 Kilometer entfernt ist. Zur Zeit gibt es ja große Probleme mit dem Iran, und ein Krieg mit dem Westen scheint momentan nicht ausgeschlossen zu sein. Unser Ziel ist die Haffah Bucht in der Omanischen Enklave Musandam etwa 25 Kilometer von Dibba entfernt. Das Wetter ist nicht allzu gut, wir hatten schon heute Morgen einen bedeckten Himmel, dagegen hier auf dem Meer ist blauer Himmel zu sehen. Was negativ ist, es herrscht ein kalter und sehr starker Wind, der die heutige Seefahrt etwas unangenehm machte. Nach etwa einer Stunde warfen wir an der Haffah Qadema Beach unsern Anker, es waren mittlererweile schon einige andere Dhaus mit ihren Ausflugsgästen vor Ort. Hier konnten unsere Schiffsgäste mit einem kleineren Motorboot zum Strand fahren, oder zum Schnorcheln gehen, wir hatten sogar ein Paddelboot mit dabei. Einige von uns, darunter auch wir blieben an Bord, konnten uns nicht für den Strand begeistern. An Bord gibt es etwas Obst und schmackhafte Kekse zum Naschen. Die Aussicht auf die umliegenden Berge war zwar nett, aber im Vergleich zu den Norwegischen Fjorden oder der Thailändischen Küste im Bereich von Phuket die wir kennen, konnte sie nicht mithalten.

So blieb unsere Dhau etwa 2,5 Stunden in dieser Bucht, zwischenzeitlich bot unser Reiseleiter uns eine kleine Bootsfahrt weiter in die Bucht hinein, wo irgendwo ein kleines Dorf sein sollte. Hinterher stellte sich diese Fahrt als Fake heraus, es gab hier gar kein Dorf. Stattdessen fuhren wir mit zum Strand um ein paar unserer Gäste abzuholen. Später gibt es noch ein Mittagessen an Bord, leider kann ich es so nicht mehr genau beschreiben. Alles was ich dazu weiß, es gab unter anderem auch Hähnchen und Reis. Später legten wir ab und fuhren ein paar Kilometer weiter nach Norden, wo unser Reiseleiter uns eine Kalksteinhöhle zeigen wollte. Aber auch das war nichts besonderes, eigentlich war es nur ein großes Loch in der Felswand so drei/vier Meter tief. Dann fuhren wir wieder zurück nach Dibba, der Wind war leider immer noch sehr unangenehm und verleidete uns die ganze Seefahrt. Wir versteckten uns hinter den Sitzkissen um einigermaßen geschützt zu sein. Auf halben Weg haben wir noch angehalten, weil einige der Passagiere unbedingt noch Angeln wollten, darunter auch ein Asiatischer Reiseleiter, der eine kleine Gruppe Asiaten an Bord betreute. Einen Fisch haben sie dann tatsächlich noch gefangen.

Nach mehr als einer Stunde sind wir dann wieder an Land angekommen und steigen in unseren Bus. Nach ein paar Kilometern sind wir schon an der Omanisch/Emiratischen Grenze angekommen, hier steht eine Autoschlange ca. dreihundert Meter lang zur Zollkontrolle. Eine ganze Stunde warten wir in der Warteschlange bis wir an der Grenzstation angekommen sind und ein Emiratischer Zöllner unsere Pässe kontrolliert. Es ist mittlererweile schon nach 17:00 geworden, als wir Dibba endlich verlassen. Wir haben jetzt noch ca.120 Kilometer Heimweg vor uns. Nach 1,5 Stunden erreichen wir Ras Al Khaimah-Stadt, und eine Viertelstunde weiter sind wir bei den Rotana-Hotels, wo wir im letzten Jahr unseren Urlaub verbrachten. Hier also sind die hungrigen DDR-ler aus unserem Reisebus her, wir mußten im letzten Jahr nicht in anderen Hotels zum Frühstück klauen gehen. Nachdem das letzte Pärchen im Waldorf Astoria Hotel abgesetzt wurde, kamen wir kurz nach halb Sieben endlich im Double Three by Hilton an. Im Zimmer machen wir uns kurz frisch, kühlten unsere Füße ab, bevor es zum Essen hinunter ins Restaurant geht. Zum Essen gibt es nicht viel zu sagen, wir suchten uns einen Tisch auf der Terrasse, allerdings mit einem Gas-Terrassenstrahler in unserem Rücken. Sie hatten ja einige von diesen Heizstrahlern aufgestellt, An diesem kühlen Abend brauchte man schon eine zusätzliche Wärme.
Nach einem Spaziergang suchten wir die Lobby-Lounge zu einem Getränk (CubaLibre) auf. Wir hatten Glück und fanden Platz an einem kleinen Tisch, kurz darauf kam eine Bauchtänzerin in die Lounge. Im Nu stand eine dichte Reihe von Zuschauern vor uns und verdeckte unseren Blick auf die Tanzvorführung. Zum Abschluß suchen wir noch die Dachterrasse in der neunte Etage auf, um noch ein paar Bilder von der beleuchteten Bucht und den Pools zu machen. Hier oben in der ShoFee Bar nahmen wir einen letzten Drink (CubaLibre) des heutigen Abends ein.

Samstag, den 25.01.2020

Es ist 8:00 in der Früh als wir aus den Federn hüpfen, geschlafen habe ich heute recht gut. Wir haben unter unserem Nachtischschränklein ein sogenanntes Nachtlicht. Da die Lichtschalter an der Rückseite unseres Bettes im Dunkeln nicht allzugut zu finden sind, ist der Sinn dieses Nachtlichtes durchaus gegeben. Der Nachteil daran ist, daß man durch die Helligkeit auch zu früh wach wird. Wir machen uns jetzt fertig zum Frühstücken, die Morgensonne scheint schon in unser Zimmer herein. Mit dem Lift fahren wir hinunter ins Erdgeschoß und bei der hinteren Drehtüre hinaus zum Poolbereich bzw. zur Terrasse vom Marjan Restaurant. Der Ober bringt uns den bestellten Cappuccino, bevor wir zur Buffet-Theke gehen. Die Essens-Auswahl hier im Hotel ist für uns Europäer etwas bescheiden, mit anderen Worten, unser Frühstück oder Abendessen im Möwenpick/Dubai war wesentlich besser.

Nach dem Essen sind noch schnell aufs Zimmer um die restliche Morgentoillette zu beenden. Im Anschluß es ist jetzt dreiviertel Zehn oder etwas später, sind wir mit unseren Badesachen hinunter zum Pool gegangen und suchen ein schönes Plätzchen so halb Sonne/Schatten. Hier verbrachten wir die nächsten 2,5 Stunden auf den bequemen Badeliegen. Natürlich holen wir uns ein bis zwei Drinks mit CubaLibre in der nächstgelegenen Strandbar. Gegen 13:00 suchen wir das Al Marjahn-Restaurant auf, in der Hoffnung nach einem Teller mit Pommes oder Omelette. Leider erfolglos, also holten wir uns an der Pizzastation ein paar Scheiben mit Pizza Margherita die ganz ausgezeichnet schmeckt. Der Kellner brachte mir ein Glas Amstel-Bier, später holten wir an der Käsetheke noch einige Schnitten mit Goudakäse, den es immer zur Mittagszeit gibt. Zum Schluß holen wir uns noch etwas Eis, bevor wir zurück zu unserem Liegestuhl gehen.

Eine halbe Stunde noch, dann ist die Sonne hinter unserem 9 Stöckigen Hotel verschwunden. Wir gehen weiter in die Bucht hinaus, am Ende des Strandes hat man bis etwa Abends halb Sechs volle Sonne. So zweimal am Tag machen wir einen kleinen Strandspaziergang, man spricht hier von 600 Metern Länge des Strandes. Meiner Meinung nach sind es aber höchstens 400 Meter, rechts vom Centralgebäude befinden sich die 10 Deluxe Room Villas. Sie sind im Halbkreis angeordnet mit Grün-Anlagen und schönen Pools für Erwachsene und Kinder. Hier gibt es auch Kinder-Spielplätze und für die kleinsten Kinder noch einen Extra Pool. Sogar einen Eisverkauf mit Möwenpick-Eis gibt es hier, die Preise von einer Kugel Eis sind aber sehr gediegen. Eine Kugel kostet ca. fünf Euro, was aber kein Hindernis zu sein scheint.

Dann gehen wir zu unserem Liegeplatz zurück, treffen unterwegs noch unsere Bekannten aus Moers und halten ein kleines Schwätzchen mit den beiden ab. Hier verbringen wir noch die restliche Zeit in der Sonne. Kurz nach 17:00 gehen wir ins Zimmer zurück, geben zuvor aber unsere Badetücher bei der Handtuchausgabe ab. Wir verlassen jetzt das Hauptgebäude, und gehen draußen nach Rechts, wir bleiben aber innerhalb des Hotelgeländes. Hier befinden sich ein paar Geschäfte sowie ein Büro wo man diverse Ausflüge/Wüstensafari buchen kann.
Danach sind wir wieder auf unser Zimmer zurück, auf dem Balkon scheint noch die letzte Abendsonne. Diese 20 Minuten genießen wir auch noch, bevor es zum Duschen und danach zum Abendessen ins Al Marjan Restaurant geht. Der weitere Abend verläuft ähnlich wie all die anderen Abende auch, Gegen 22:00 gehen wir auf unser Zimmer zum Schlafen, man wird ja auch beim Nichtstun müde.

Die Temperatur lag heute bei etwa 28 bis 30°

Sonntag, den 26.01.2020

Es ist kurz nach 8:00 als wir heute aufstehen, ein Blick durch unser Balkonfenster verrät einen mit Wolken bedeckten Himmel. Trotz allem machen wir uns zum Frühstück fertig und fahren mit dem Fahrstuhl zur Lobby hinunter bzw. ins Restaurant. Nach einer Viertelstunde draußen auf der Terrasse wechseln wir ins Restaurant-Innere weil es plötzlich zu Regnen beginnt. Hier drinnen ist es laut wie in einer Bahnhofshalle, vom Geruch nicht zu reden, der hier herrscht. Nach ca. einer Stunde sind wir fertig mit dem Essen und gehen wieder hinauf auf`s Zimmer.

Das Wetter ist zwischenzeitlich wieder schön geworden so daß wir mit unseren Badesachen hinunter zum Pool gehen können. Wir haben seit ein paar Tagen ein sehr schönes Liegeplätzchen gefunden, hier unter einer Pergola sind die Liegekissen trocken geblieben vom vergangenen Regen. Und vor zuviel Sonne schützt sie uns auch noch. Die Temperatur momentan liegt bei ca. 25°. Das Wetter wird wieder sehr wechselhaft, und die Sonne verschwindet immer wieder hinter den Wolken. Um halb zwei gehen wir ins Marjan um etwas Essbares zu suchen (Pommes oder Ähnliches), leider ohne großen Erfolg. Ich finde etwas mit Hähnchen und ein paar Kartoffeln, danach noch eine Tasse Cappuccino, wie schon gesagt das Essen hier läßt schon zu wünschen übrig.
Kurz nachdem wir zu unserem Liegeplatz zurück gegangen sind, war die spärliche Sonne schon hinter dem Hotel verschwunden. So wechseln wir den Platz und gehen weiter den Strand entlang, bis wir ein sonniges Plätzchen finden. Das war aber nur von kurzer Dauer, die Sonne läßt uns erneut im Stich, und der Himmel bleibt grau. So geben wir für heute auf und verlassen den Strand um in die Lobby zu gehen. Drinnen setzen wir uns auf eines der Sofas um WhatsApp zu lesen/schreiben. In der Lobbybar trafen wir die zwei Berliner Damen die uns schon seit Dubai bekannt sind, später setzte sich ein junges Pärchen mit einem etwa 3 jährigen Mädchen zu uns an den Tisch. Wie sich herausstellt sind sie aus dem Raum Stuttgart/Ludwigsburg, der Mann artikuliert die Deutsche Sprache ungewöhnlich deutlich. Im Lauf des Gesprächs erzählt er uns, daß sich seine ursprüngliche Heimat im Russischen Raum befindet. Er macht einen sehr angenehmen Eindruck auf uns.

Für heute Abend um 18:30 haben wir einen Tisch im Italienischen Restaurant „Vespa“ „das sich direkt neben dem Hauptgebäude befindet reserviert, mal sehen wie das schmeckt. Wir betreten das Restaurant und werden zu einem 2er Tisch geführt. Ich bestelle ein Menü bestehend aus einer Pilzsuppe, Spaghetti Bolognese und zum Abschluss eine Schale mit Eiskrem. Hermine bestellt sich einen großen Salatteller mit Lendenstreifen, als Hauptgang einen Seebarsch und zum Abschluß eine Mousse au chocolat. Als Getränk wählt Hermine einen süffigen Rotwein, ich nehme ein Glas Amstel-Bier, das auch gut schmeckte.

Die Suppe ist sehr pikant mit irgendwelchen Sprossen, die anfangs sehr hart sind, aber nach dem Kauen sehr gut schmecken. Der Teller mit Spaghetti Bolognese ist wahnsinnig groß, so daß ich einen Teil davon zurück lassen muß. Nach gut einer Stunde sind wir mit dem Abendessen fertig und gehen zurück ins Hotel, der Wind bläst immer noch sehr stark. In der Lobby-Lounge sind alle Tische voll besetzt, später finden wir noch zwei Plätze bei einem Ehepaar das in der Nähe der Musikbühne sitzt. Bei einem Gespräch mit den beiden stellt sich heraus daß sie aus der Gegend von Köln kommen. Im weiteren Verlauf des Abends stellen wir viele Gemeinsamkeiten fest. Kreuzfahrten allerdings mit der AIDA. Sie besitzen ein Wohnmobil mit dem sie die Wochenenden auf heimischen Campingplätzen verbringen, aber auch Reisen nach Norden/Norwegen machen. Es war sehr angenehm mit Ihnen zu plaudern, allerdings war die Musik ein großes Hindernis, da wir in nächster Nähe von ihr saßen.
Gegen 22:00 brechen wir dann auf, und fahren mit dem Lift nach oben zu unserem Zimmer im siebten Stock.

Die Temperatur liegt heute bei etwa 20 bis 22° und es war sehr windig.

Montag, den 27.01.2020

Wie die meisten Tage stehen wir kurz vor 8:00 auf, machen uns zum Frühstücken fertig und fahren mit dem Lift nach unten. Heute können wir wieder auf der Terrasse Frühstücken, da die Sonne ein Einsehen mit uns hat. Nachdem wir beim zuständigen Kellner unseren Cappuccino bestellt haben, gehen wir zum Buffet ins Innere des Restaurants. Ich bestelle mir ein Omelette Plain, das bedeutet es ist ohne weiteren Inhalt, siehe (Tomaten, Paprika, Zwiebeln oder ähnliches). Später hole ich mir zwei Scheiben Brot, dazu Marmelade meistens aus einem überdimensonalen Glas. Der Kellner bringt uns noch 2 Gläser mit gepressten Orangensaft, sie sind alle sehr fürsorglich und aufmerksam zu Ihren Gästen.
Danach gehen wir wieder hoch in unser Zimmer um uns Strandfertig zu machen. Wie schon erwähnt haben wir ein schönes Plätzchen gefunden, mit einem Sonne-Schatten-Mix.
Die Morgentemperatur liegt heute bestimmt schon bei ca. 25°.

Gegen halb zwölf wechseln wir unseren Liegeplatz der schon wieder im Schatten liegt, und gehen weiter den Strand hinunter, der Sonne entgegen. Unter einer Palme in der Nähe des Infinity Pools finden wir ein schönes Plätzchen. Nach etwa einer Stunde landet ein Wasserflugzeit ganz in unserer unmittelbaren Nähe und nimmt etwa 8 Personen aus unserem Hotel auf. Ich hatte mir in den vergangenen Tagen die Preisliste mit den verschiedenen Attraktionen angeschaut, darunter auch diese Flüge. Ca. 45 Minuten Flug kosten etwa 325 Euro pro Person. Wir warten den ganzen Nachmittag vergebens auf die Rückkehr des Flugzeuges. Erst am nächsten Tag sehen wir einige von Ihnen wieder, offensichtlich war es ein Hinflug nach Dubai und die Heimkehr dann mit einem Bus oder Taxi.

Wir verbringen bis ca.16:00 unsere Zeit an diesem Liegeplatz, gehen auch kurz in das Wasser. Die Temperatur im Infinity Pool naja, mir ist es immer noch ein bißchen zu kühl (das Wasser im Pool wurde wegen Reperaturarbeitenerst vor einigen Tagen wieder gefüllt), an der Bar des Infinitypools holen wir uns eine Dose Amstel-Bier. Gestern Nachmittag haben wir an dieser Bar einen CubaLibre geholt, der scheußlich schmeckte. Auch heute machen wir einen längeren Spaziergang am Strand entlang. Danach haben wir noch einmal den Platz gewechselt um die restliche halbe Stunde nochmals in der Sonne zu geniesen. Um halb Fünf packen wir unsere Badesachen zusammen und gehen zurück zur Poolterrasse um einen Cappuccino zu trinken. So nach 17:00 sind wir auf unser Zimmer zurück zum Duschen und uns fertig machen für den heutigen Abend.
Auf der Terrasse vom Al Marjan Restaurant suchen wir uns einen Sitzplatz neben einem der zahlreichen Terrassenstrahler aus. Zum Essen suche ich mir etwas leichtes aus, da mein Magen schon leicht angeschlagen ist von dem vielen Biertrinken. Nach dem Essen gehen wir zurück in Richtung Lobby, hier sind aber alle Sitzplätze belegt. Also gehen wir wieder nach draußen, auf der Terrasse vor der Lobby stehen einige Sitzgruppen die von den Außenbars betreut werden. Wir setzen uns zu einem Ehepaar und bestellen ein Glas CubaLibre. Bei der Unterhaltung mit den beiden, stellt sich heraus daß sie schon vor ein paar Jahren hier im Hotel gewesen sind. Und jetzt enttäuscht sind und mit dem jetzigen Essen im Hotel absolut nicht zufrieden sind. Wir rätseln gemeinsam darüber, weshalb die Essqualität hier im Haus so stark abgenommen hat. Die Schwiegereltern von unserer Tochter Dagmar und Klaus sind schon öfters in diesem Hotel gewesen und bisher mit dem Essen immer zufrieden gewesen. Vielleicht hat auch der Küchenchef gewechselt oder die Essenskosten wurden einfach gesenkt. Etwas später sind wir dann doch noch in die Lobby-Lounge gegangen, fanden ein Plätzchen für uns und bestellten ein Glas Wiskey sowie einen CubaLibre. Eine der jungen Damen spielte auf einem Saxophon, und von Ihrem Netbook klang die passende Begleitmusik. Es war kaum zu glauben daß man mit nur einem Saxophon Unterhaltungs oder Tanzmusik machen kann. Nach der jungen Dame spielte einer der Animateure Discomusik auf seinem Laptop ab. Es war ein netter junger Mann, wir haben ihn schon öfters gesehn, aber leider war seine Musik immer etwas zu laut für uns. So verlassen wir um dreiviertel Zehn Abends die Lounge und gehen hinauf auf`s Zimmer.
Der heutige Tag war wieder sehr schön und die Temperatur lag bei etwa 28°

Dienstag, den 28.01.2020

Heute ist unser letzter Urlaubstag hier in Ras Al Khaimah, es ist dreiviertel Acht als wir aufstehen und uns zum Frühstücken fertig machen. Ich habe seit einigen Tagen Schmerzen in der li. Schulter, die ich mit Ibuprofen 600 Tabletten sowie mit einem Schmerz-Gel zum Einreiben behandele. Inzwischen ist es 10:35 geworden, wir sind schon an unserem Platz am Pool angekommen. Auch die Sonne scheint schon warm vom Himmel, unsere Urlaubsbekanntin aus Moers kommt soeben vorbei und fragt uns, ob wir schon unsere Abflugszeiten für den Rückflug bekommen haben.

Was wir verneinten, bis jetzt haben wir noch keine Nachricht von unserem Örtlichen Reiseleiter darüber erhalten. Von 10:00 bis 12:00 hat er heute Sprechstunde in unserm Hotel, ich entschließe mich ihn aufzusuchen und nach den Flugzeiten für Morgen nachzufragen. Ich habe Glück, er sitzt genau neben dem Eingang und er hat im Moment auch keine weitere Kundschaft. Ich frage nach unserem Abflug, er wundert sich darüber daß wir noch keine Nachricht vom Hotel erhalten haben. Neben der Rezeption befindet sich ein Computer, wo jetzt ein Bediensteter nach unserer Benachrichtung sucht und sie mir frisch ausdruckt. Mit dieser Nachricht gehe ich wieder hinaus zu unserem Liegeplatz, gemeinsam schauen wir unsere Abflugdaten an. Wir werden demnach um 4:00 Morgens hier im Hotel abgeholt und fahren mit dem Kleinbus zum Flughafen in Abu Dhabi.

Mittlererweile ist schon sehr warm geworden, so geschätzte 28°. Unseren letzten Tag hier in den Emiraten werden wir auf jeden Fall noch geniesen. In der Poolbar hole ich uns noch etwas zu Trinken, die Entscheidung fällt für einen CubaLibre, das Amstel-Bier hier ist auf Dauer nicht sehr bekömmlich für meinen Magen. Bis dreiviertel Zwölf bleiben wir hier am Pool liegen, bis die Sonne wieder hinterm Hotel verschwindet. Jetzt brechen wir auf und gehen den Strand hinunter der Sonne entgegen. In der Nähe des Infinity-Pool lassen wir uns nieder, ich habe heute ausnahmsweise meinen neuen Fotoapparat mitgenommen um noch ein paar letzte Bilder vom Hotel zu schießen. Gegen dreiviertel Eins gehen wir ins Restaurant um etwas zu essen, Unsere Auswahl fällt auf Hähnchen dazu ein paar Kartoffeln und zum Abschluß etwas Käse, der immer wieder gut schmeckt.

Ich habe auch Filme zur Verfügung, leider wäre das Datenvolumen dann zu groß

Wir haben am Hotelstrand auch ein Wassersportzentrum wo Wasserski, Jetski, Wakeboard, Flyboard oder Bananaboat angeboten wird. Die Preise hier sind wahnsinnig hoch, für den Jetski wollen sie für 15 min. ca. 50 Euro, für eine zweite Person nochmals 15 Euro extra. Das Flyboard aber schießt den Vogel ab, dafür werden für 15 min. ca. 125 Euro verlangt.
Heute steht ein Mädchen eingepackt mit Rettungsweste am Wasser, der Jetski läuft schon und ein zweiter Mann erklärt Ihr wohl dies Handhabung des Flyboard. (zur Erläuterung dazu: Flyboard wird i.d.Regel durch einen Jetski und einem ca. 15 Meter langem Schlauch und einem Fußteil aus dem durch einen Wasserstrahl ein Rückstoß erzeugt wird betrieben. Dieser Rückstoß am Fußteil katapultiert die Person bis zu 8 Metern in die Höhe).
Die junge Frau kommt leider gar nicht in die Höhe, manchmal schießt sie wie ein Delphin durchs Wasser, aber sie bringt ihr Füße mit dem Fußteil nicht in die Senkrechte. Sie tut mir schon sehr leid, nach erfolglosen 15 Minuten ist es vorbei. Einer der Wassersportbetreiber zeigt uns dann wie man Flyboard richtig macht, gute 20 Minuten zeigt er sein Können. Wie ein Dephin schießt er ins Wasser und wieder hinaus, tanzt in 8 Meter Höhe übers Wasser. Später nimmt er das junge Mädchen mit auf sein Board und tanzt gemeinsam mit Ihr übers Wasser, wohl als kleine Entschädigung für Ihre erfolglose Aktion.

Später gehen wir nochmals im Infinity-Pool zum Schwimmen, vor ein paar Tagen war er noch wegen Reparaturarbeiten geschlossen, inzwischen ist er wieder geöffnet. Die Wassertemparatur sollte inzwischen wohl angenehme Gradzahlen erreicht haben. Da war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens, mir persöhnlich ist das Wasser immer noch zu kalt. Wir schwammen eine Runde durch den Pool, der sich inmitten der fünfstöckigen Bay-Klub-Villen befand. Von hier hat man auch eine schöne Aussicht auf den Strand bzw. auf die restliche Hotelanlage. Mit einem Getränk von der Pool-Bar gehen wir wieder zurück zu unserem Liegeplatz. Etwas später kommen die Bekannten aus Moers vorbei, die ebenfalls einen Platzwechsel vornehmen. Wie schon erzählt arbeitet er in einer Firma in Essen, die Produkte aus Bauxit weltweit verkauft. Als Handelsvertreter bereist er die ganze Welt, so auch China, was im Moment (siehe Corona) leider sehr aktuell ist. So verbringen wir die letzten Stunden hier in Ras Al Khaimah.
Kurz vor 17:00 machen wir ein kleinen Spaziergang zum Westlichen Ende des Strandes, so weit hinten waren wir eigentlich noch nie. Hier befindet sich ein Türkisches sowie ein Asiatisches Restaurant, beide sind aber reine Bezahl-Restaurant. In nächster Nähe befinden sich noch Wasserrutschen aber nur für Erwachsene. Hier machen wir noch ein paar Bilder von der Terrasse der Restaurants. Man hat von hier einen guten Ausblick auf das Luxushotel auf der anderen Seite der Bucht, das Waldorf Astoria. (Letztes Jahr waren wir im Rahmen eines Ausfluges in diesem Hotel zum Tee-Time in der Peacock Alley Lounge die ein Teil der großen Eingangshalle ist. In einer Etagere wird uns eine Auswahl der schönsten Dinge serviert. Von Scones mit Erdbeer-marmelade und wipped creame über div. Sandwiches bis hin zu den süßen Varianten mit Schlagsahne, hier wird der Luxus einfach groß geschrieben).

Waldorf Astoria 2019

Wenig später verlassen wir den Strand, Hermine geht auf das Zimmer und ich verlasse das Hotel auf der Straßenseite um noch ein paar Bilder vom gegenüberliegenden Freizeitgelände zu machen. Vor jedem Hotel befindet sich so eine Anlage, bestehend aus Grünflächen dazu einem kleinen Wasserbecken mit bunten Wasserfontänen. Bei uns vor dem Hoteleingang befinden sich zwei große Imbiß-Wohnwagen. Dazu einige Tische und Stühle auf schönem Kunstrasen an denen man sitzen kann und sich vielleicht Hamburger oder Landes-ähnliches holen kann. Nachdem ich hier einige Bilder gemacht habe, gehe hinauf in unser Zimmer. Auf dem Balkon ist immer noch die untergehende Abendsonne zu sehen, es dauert wahrscheinlich nicht mehr allzu lang bis sie im Meer versinkt. Hier mache ich die letzten Bilder unseres diesjährigen Urlaubes in den Emiraten.

In der Mitte der Präsident der vereinigten Emirate, rechts der Hausherr Sheik von Ras Al Khaimah und links sein Sohn

So gegen 19:00 gehen wir ins Restaurant zum Abendessen, es wird wohl etwas mit Hähnchen geben, vielleicht mit Pommes, wir werden sehen. Nach unserem Essen machen wir eine kleine Runde durch den Park, bevor wir in die Lobby zum WhatsApp lesen gehen. In der Rezeption bestellen wir für morgen Früh 1 Essensbox und etwas zum Trinken, auf eine zweite Box verzichten wir großzügig. Danach geht es in die LobbyLounge um unsere letzten CubaLibre`s zu trinken. Kurz vor 22:00 gehen wir auf`s Zimmer, unsere Koffer müssen ja noch fertig gepackt werden, und im Anschluß geht es gleich ins Bett.
Der heutige Tag war auch heute wieder schön und die Temperatur lag bei etwa 28°

Mittwoch, den 29.01.2020

Es ist eigentlich mitten in der Nacht, als unser Handy uns aufweckt, die Uhr zeigt uns die Zeit 3:00. Kurz darauf klingelt unser Telefon, wir haben sicherheitshalber noch einen Weckdienst von der Rezeption beauftragt. Was hilft es, wir müssen raus aus dem Bett und uns fertig machen für die Abreise. Kurz ins Bad zum Waschen und Zähne putzen, ein kleiner Besuch auf der Toilette und schon sind wir fertig. Schnell noch den Rest in die Koffer räumen und dann geht es auch schon nach unten in die Rezeption zum Checkout. Wir haben ja gestern noch eine Essensbox in der Rezeption bestellt, auf eine zweite haben wir verzichtet. Es ist jetzt kurz vor 4:00 als wir die Eingangshalle verlassen, ein Kleinbus steht schon vor dem Hoteleingang. Der Hotelboy bringt unsere Koffer zum Bus, wir können gleich einsteigen. Nach ein paar Minuten kommt noch ein anderes Ehepaar zu uns in den Bus.
Dann geht die Fahrt auch schon los, es ist immer noch Dunkel, und unser Fahrer fährt seltsame Wege, aber irgendwann erreichen wir die Schnellstraße nach Dubai bzw. Abu Dhabi. Wir durchfahren das nächtliche Emirat Schardscha und sind kurz darauf auch an Dubai vorbei. Irgendwo tankt unser Fahrer ein paar Liter Benzin in seinen Kleinbus und verschwindet für längere Zeit im Bistro. Unser Mitfahrer hat die Vermutung, daß der Fahrer sich Alkohol besorgt hat, was so nicht abwegig wäre, da er äußerst rasant fährt.
(Nach Aussage eines Reiseleiters dürfen im Tourismus-betrieb die Kleinbusse nicht schneller als 100 km/h fahren und alle Fahrzeuge müssen eine Automatische Geschwindigkeit-Regelung haben).

Gegen 5:45 sind wir vor dem Terminal von Abu Dhabi angekommen. Unser Fahrer setzt uns vor irgend einem Terminal ab. Wir nehmen unsere Koffer und gehen hinein in die Halle, auf den großen Bildschirmen suchen wir unsern Check-In Schalter für den Etihad-Flug EY 3 nach München. Der Flughafen hier ist für Fremde schon etwas unübersichtlich. Hier gibt es 2 Terminals, der Check-In für uns befindet sich wohl im Terminal 1, der Abflug dagegen findet am Terminal 3 statt. Nach einer Weile finden wir den zuständigen Schalter zum Einschecken, und geben unsere großen Koffer ab. Unsere Busnachbarn müssen zu einem anderen Schalter, da ihr Flug nach Düsseldorf geht. Danach schlendern wir durch die Flughalle, neben den Toilletten finden wir einige Sitzstühle. Jetzt packen wir unser Esspaket vom Hotel aus, wir nehmen aber nur das Obst und das Getränk für uns. Die Brotschnitten verschenke ich an das Service-Personal, daß hier überall in der Halle sauber macht. Die Gastarbeiter hier im Land sind wohl kaum so hoch bezahlt, daß sie nicht dankbar für ein kostenloses Essen sind. Sie nehmen das Essen zumindest an und stecken es in ein Fach Ihres Service-Wagens. Nach unserer kurzen Rast gehen wir weiter durch die Passkontrolle, wo unser Handgepäck kontrolliert wird, und wir sogar unsere Schuhe ausziehen müssen. Danach laufen wir durch den Shopping und Foodbereich und schauen uns hier um. Bis wir uns dann weiter auf den Weg zum Terminal 3 machen. In welches Gate wir gehen müssen weiß ich jetzt leider nicht mehr, im Vorraum zu unserm Gate sehen wir einige der Passgiere mit Schutzmasken sitzen. So warten wir etwa 1 Stunde lang, bis unser Flug EY 3 aufgerufen wird. Unsere Maschine ist eine Boeing 787 mit über 330 Sitz-plätzen. Kurz nach halb Zehn startet unsere Maschine, die Nationalitäten der Fluggäste sind sehr stark gemischt. Hinter uns sitzt ein Ehepaar aus Indien, der Mann duftet sehr stark nach Schweiß, was sich bis zu uns bemerkbar macht.
Kurz vor Mittag wird Essen ausgegeben, Hermine bestellt sich Tortellini und ein Hähnchen für mich, das Hähnchen war sehr gut, so daß ich meiner Gattin davon etwas abgebe da Ihre Tortellini eine Katastrophe waren. Zum Flug selber gibt es nicht viel zu sagen, im Anflug auf München können wir größtenteils grüne Wiesen, manche sind auch etwas mit Schnee angezuckert sehen.
Kurz nach 13:00 Ortszeit setzen wir auf der Rollbahn auf. Danach dauert es natürlich ein paar Minuten bis wir vor dem Satelliten-Terminal aussteigen können. Mit einer kleinen Schnellbahn fahren wir ins Terminal 2 zur Sicherheitskontrolle um danach unsere Koffer abzuholen. Jetzt machen wir uns auf den Weg nach draußen, was uns leider mißlingt da wir den richtigen Ausgang nicht finden.

Wir werden ja von Parkfly abgeholt und zu unserem Auto gebracht. An dem Ausgang wo wir jetzt stehen, ist kein Auto von Parkfly zu sehen. Nach einem Anruf in ihrer Zentrale stellt sich heraus, daß wir auf der falschen Seite der Ankunftshalle das Gebäude verlassen haben. Nachdem wir die richtige Eingangseite gefunden haben, ist auch der Fahrer von Parkfly zu sehen. Nach fast einer Stunde von der Ankunft des Flugzeugs bis zum Verlassen des Flughafens sind wir endlich in Deutschland angekommen.

Fazit

Wir haben in diesem Jahr 14 wunderschöne Tage in den Emiraten verbracht, davon fast eine ganze Woche in der Glitzerstadt Dubai. Unser Stadthotel Mövenpick in Bur Dubai war für diesen Zweck völlig in Ordnung und Zentrumsnah gelegen. Wir konnten einige Tage Dubai erleben, mit vielem was diese Stadt zu bieten hat. Einige neue Atraktionen wie The Frame oder Miracle Garden sowie The Palm haben wir besucht. Altbekanntes wie auf dem Burj Khalifa sind wir ebenfalls gewesen oder den Burj Al Arab konnten wir aus der erlaubten Entfernung sehen. Ganz neu war für uns die Fahrt mit der Metro hier in Dubai. Unser Ausflug nach Abu Dhabi war etwas zwiespältig, wir konnten die wunderschöne Sheik Zayed Moschee besuchen. Auf das Freilichtmuseum Heritage Village dagegen könnte man gut verzichten. Entäuschend für mich war nicht einmal in die Nähe des Emirates Hotels oder den Etihad Towers zu kommen. Aus einer geschätzten Entfernung von ca. 1,5 Kilometern konnten wir den Präsidenten-palast und das Emirates Hotels bewundern. Damit war unser Ausflug hier in Abu Dhabi bis auf eine Verkaufsverstaltung schon zu Ende.

Die Ruhetage in Ras Al Khaimah waren sehr schön, wie auch unser Hotel ansprechend war. Das Essen hier im Hotel entspricht nicht unbedingt einem europäischen Niveau, was auch von anderen Gästen bestätigt wurde. Der Tagesausflug nach Musandam im Oman war völlig unnötig. Man verbringt viele Stunden im Bus und die Schiffsreise auf den alten Dhaus an der Küste entlang ist nichts besonderes. Es gibt schönere Küstenlandschaften (Norwegische Fjorde,Thailand/Phuket) auf der Welt zu sehen.

Ob wir ein weiteres Mal in die Emirate reisen, wird sich zeigen.

Noch ein Wort zu Corona:

Während unseres Aufenthaltes hier in den Emiraten war Corona kein Thema, wir hatten im Fernsehen nur Arabische und Englische Sender. Einmal bekam ich einen kurzen Beitrag zu hören, von einer Universität in Wuhan über Corona. Mir war dabei nicht klar, ob es sich um einen aktuellen Fall oder von Sars aus der Vergangenheit handelt. Ein paar Tage später war dann schon klar, daß es sich um eine momentane Situation handelt. Aber China ist ja weit weg. Wir hatten bei unserem Bootsausflug in den Oman eine Handvoll Asiaten (Chinesen) an Bord, einer davon war Krank. Er lag meistens in einer der Badeliegen und seine Windjacke war bis zum Hals zugezogen. Seine Sympthone waren Husten und Schüttelfrost, im Nachhinein ist mir heute klar, daß wir zu dieser Zeit Glück hatten. Und es sich bei Ihm um einen Corona-Patienten gehandelt haben könnte.

Mittelamerika – März 2019

Eine Kreuzfahrt mit der neuen Mein Schiff 6 durch das Westkaribische Meer von der Dominikanischen Republik, Jamaica über Mittelamerika, Panama, Kolumbien und zurück.

Freitag, den 22. März 2019

Um 05:00 Uhr Morgens starten wir in Ottobeuren, unser Ziel ist der Flughafen München. Um 06:30 ist unser Treffpunkt mit dem Shuttlebus von Parkfly in Hallberg-moos geplant, der uns ja auch heute zum Terminal 1 bringen wird. Leider verfehlen wir unser Zeitziel um ein paar Minuten, aber Punkt 6:32 stehen wir auf dem Parkplatz von Parkfly. Unser Transferbus wartet schon auf uns, wir fahren dann gleich weiter in die Tiefgarage wo unser Audi Q5 die nächsten 15 Tage verbringen wird. Dieses Jahr fliegen wir mit der Fluggesellschaft Condor, da die Fluglinie Air Berlin, womit wir in den vergangenen Jahren geflogen sind, im letzten Jahr in Konkurs gegangen ist. Die Leistungen von Air Berlin im Bezug auf Essen und Getränke waren zuletzt auch nicht mehr so gut wie die ersten Jahre. Mal sehen was uns hier Condor bringen wird, wir sind erstmals im Januar dieses Jahres mit Ihnen in die Emirate geflogen, da war die Leistung nicht allzu prickelnd. Unser Abflug nach der Dominikanischen Republik soll um 9:00 Uhr hier in München los gehen, und die Ankunft in La Romana sollte um 14:45 Ortszeit stattfinden. Leider verspätet sich auch heute wieder der geplante Abflug um eine dreiviertel Stunde, so daß wir erst um 9:45 abheben. Die Verspätungen von Flugzeiten scheinen auch zuzunehmen, unser letzter Flug nach Dubai fand auch eineinviertel Stunden später statt. Aber unser Flugkapitän erzählt uns daß wir trotz allem sogar früher als geplant landen werden. Er hat recht behalten unsere Ankunft in La Romana findet schon um 14:21 statt. Nach der Landung müssen wir noch ein paar Minuten warten bis wir dann endlich aus dem Flugzeug steigen dürfen. Tropische Temperaturen von ca. 30° erwarten uns auf dem Rollfeld. Heute müssen wir etwa 200 Meter gehen bis unser Transferbus erreicht ist, der uns zum Kreuzfahrtterminal von La Romana bringen wird. Ich errinnere mich noch daran, daß wir im Jahr 2015 bei unserer zweiten Karibikkreuzfahrt direkt am Flugzeug abgeholt wurden, aber das geht wohl heute aus Sicherheitsgründen nicht mehr.

Der Kreuzfahrthafen von La Romana der genau wie der Flughafen ebenso Casa de Campo heißt, ist nicht wieder zu erkennen. Die Empfangshalle die bei unserem ersten Besuch 2013 aus einem nach vorne offenen großen Zelt bestand, ist heute ein fast geschlossenes Gebäude. Dazu sind auf dem ganzen Platz davor, mittlerweile viele Häuser mit Shops usw. dazu gekommen. In dieser Halle werden die ankommenden Kreuzfahrtgäste wie auf den Flughäfen mittels von Leitbändern in die Wartespuren geleitet. Am Ende der Halle erwarten uns die dafür zuständigen Mitarbeiter von Tui-Cruises zum Check-in. Wir werden einer junge Dame zugewiesen, die uns einscheckt, und jeweils von uns beiden ein Foto für die Bordkarten macht und danach die fertigen Bordkarten überreicht. Als ich etwas weiter nach links zum nächsten Mitarbeiter schaue und sein Namens-Schild lese, erkenne ich mit Erstaunen den Namen Michelfeit. Mir fällt da sofort unser früherer Tanzkollege Ernst Michelfeit von den Squaredancers ein. Ich meine zu wissen hier war mal die Rede davon, daß sein Sohn auf einem Schiff arbeitet. So klein kann die Welt sein.

Mit dem Einchecken fertig, gehen wir durch eine weitere Halle eine kleine Anhöhe runter und betreten erstmals die mein Schiff 6. Es ist ein beeindruckendes und großes Schiff, um einiges größes als vormals die mein Schiff 1 die wir mittlererweile sehr gut kennen und schon viele Seereisen mit Ihr gemacht haben. Auf Deck 2 befindet sich der Eingang zum Schiff, alles hier schaut neu aus, das Schiff ist ja gerade eindreiviertel Jahre alt. Über den Treppenaufgang B kommen wir auf unser Deck, ein paar Meter von unserer Außenkabine 3094 entfernt befindet sich die Rezeption, der Informations sowie der Geldwechselschalter. Aber zuerst betreten wir unsere Kabine, sie ist mit 17 qm angenehm groß, gleich neben dem Eingang links befindet sich das Bad bzw. die Dusche. Danach kommt ein zweiteiliger Kleiderschrank der um die Ecke gebaut ist inclusive dem Safe. Als nächstes ein Doppelbett und danach ein kleines Sofa gleich dahinter das Außenfenster mit einem Sitzkissen belegt auf man bequem Lesen oder die Aussicht nach draußen bzw zum Meer geniesen kann.

Im Laufe des Nachmittags sind wir dann gemeinsam ins Tag & Nacht-Bistro auf Deck 5 gegangen, hier kann man fast den ganzen Tag etwas essen. Wir suchten uns ein Naturschnitzel aus dazu eine Portion Pommes Frites aus, es schmeckte ganz gut, die Pommes allerdings waren sehr klein und dürr. Danach gingen wir wieder auf das Pooldeck zurück um die warme Nachmittagssonne zu genießen. Wir ließen uns auch den ersten Strawberry Kiss schmecken, mein Lieblingscocktail auf der mein Schiff. Gegen 18:00 sind wir dann auf unsere Kabine gegangen, um uns für den Abend bzw. das Abendessen fertig zu machen. Wir wollen heute in das Ankelmann-Restaurant gehen um einen Wok zu essen. Die Fleischauswahl dazu ist wohl etwas kleiner geworden, es gibt nur Fisch, Schweinefleisch und zweierlei Rindfleisch zur Auswahl. Früher waren zusätzlich noch Hühnchenfleisch sowie Putenfleisch in der Auswahl. So neue Schiffe kosten viel Geld, mal sehen was denn sonst noch so fehlt. Aber auf jeden Fall mein Wok schmeckte ausgezeichnet, Hermine hat wohl nicht die richtige Würze hineingebracht, ihr Essen ist etwas scharf geraten. Um 21:15 war die Seenotrettungübung für alle neuen Kreuzfahrtgäste angesagt. Wir mußten in die Osteria dem Italienischen Restaurant, Die Übung war eigentlich langweilig, wo der Nutzen wirklich liegt läßt sich kaum darstellen. Danach sind wir wieder auf das Pooldeck zurück denn um 22:00 legt die mein Schiff 6 hier in La Romana ab. Unsere Kreuzfahrt durch die Karibik und Mittelamerika beginnt jetzt. Unmittelbar nach dem Ablegen des Schiffs sind wir in unsere Kabine zurück gegangen, wir sind beide hundemüde und mittlerweile seit 22 Stunden auf den Beinen. Ich denke mal, daß wir keine 10 Minuten lang mehr wach gelegen sind.

Samstag, den 23. März 2019

Wir sind heute Morgen auf der Fahrt nach Ochos Rios auf der Karibikinsel Jamaica, es ist 7:45 als wir aufstehen. Geschlafen haben wir ausgezeichnet und ohne Unter-brechung, das große Schiff liegt sehr ruhig im Wasser. Nachdem wir uns fertig angezogen haben, gehen wir los zum Frühstücken. Das Atlantik-Restaurant liegt ja nur ein paar Meter von unserer Kabine entfernt. Ich muß wieder feststellen, der Standort unserer Kabine ist Spitze, nur ein paar Meter bis zur Rezeption. Das Treppenhaus und die Fahrstühle zu den Pools und in die einzelnen Restaurants sind ebenfalls in allernächster Nähe. Als wir im Atlantik-Restaurant ankommen sehen wir daß das Restaurant schon gut besucht ist, aber wir finden trotz allem ein nettes Plätzchen. Als erstes bestellen wir Kaffee beim zuständigen Kellner für uns, bevor wir weiter zum Buffett gehen, Hier holen wir noch schnell zwei Gläser Orangensaft von der Safttheke. Die Auswahl zum Frühstück hier an Bord ist genauso groß wie in jedem 5* Hotel an Land. Es gibt verschiedene Müsli, Käse in mehreren Variationen, sowie Schinken in großer Auswahl. Dazu gibt es gebratenen Speck, Rühreier, Spiegeleier sowie Gekochte Eier und Marmeladen, verschiedene Brote, Brötchen. Zum Nachtisch gibt es auch Obst wie zb. geschnittene Ananasscheiben, Mangos und vieles mehr. Wir bevorzugen zum Frühstück einfach ein Buffett, weil es schneller geht und man die Auswahl auch sieht. Und es schmeckt ausgezeichnet, zum Abschluss unseres Frühstückes trinken wir noch ein Glas Sekt, der uns allerdings nicht so gut schmeckt. Um 9:30 sind wir noch kurz in die Kabine zurück um uns für den weiteren Tag fertig zu machen, anschließend wollen wir zum Pooldeck auf Deck 12 hoch. Wir begnügen uns heute mit dem kleinen Pool, der sogenannten Lagune, um zumindest den ersten Tag nur im Schatten zu sitzen. Wir haben ja zuhause noch kaum eine Sonne gesehen. Die Schatten sowie auch Sonnenplätze waren fast alle belegt, es gab aber noch vereinzelne bequeme Sitzmöbel im Halbschatten wo man sich hinein lümmeln konnte.

Gegen 12:00 bekommt Hermine einen leichten Appetit, worauf wir zum Bosporus-Grill gingen und meine Gattin sich ein Kebab holte und dazu einen Teller Pommes, Beides schaut lecker aus, Ich hole mir ein Glas Paulaner-Weizen aus der UnverzichtBar. Als wir später wieder an die Lagune zurück kamen, haben sich kurz darauf zwei Paare neben uns auf die freien Stühle gesetzt. Wie es sich herausstellte kamen sie aus Backnang in der Nähe von Stuttgart. Wir führten eine rege Unterhaltung mit dem einem Paar, sie erzählten von ihren bisher gemachten Ausflügen und wie schön sie gewesen waren. Am Montag ist ihre Kreuzfahrt in Montego Bay zu Ende, und es geht wieder zurück nach Hause. Gegen 15:00 haben wir einen kleinen Spaziergang über das Pooldeck gemacht und sind dann in der Überschau-Bar erstmalig in der warmen Sonne gesessen. Der bestellte Cuba-Libre schmeckte ausgezeichnet, einige Tage später stellten wir fest daß die Überschau-Bar auf Deck 14, sowie die Backbordseite der Außenalster-Bar die einzigen Raucher-Domizile waren. Darum waren sie fast immer voll belegt. Um 16:00 gab es dann eine Musikvorstellung eines jungen karibischen Künstlers der mit seiner Steeltrommel eine Vorstellung auf dem Pooldeck gab. Eine Stunde später sind wir dann in die Außenalster-Bar, die sich am Heck der mein Schiff befindet, gegangen, Ich möchte ein kühles Paulaner-Weizen und Hermine einen Desperado trinken. Danach sind wir mit dem Fahrstuhl hinunter in unsere Kabine um uns für den Abend fertig zu machen. Heute Abend wollen wir zum Essen ins Sylt-Gosch-Restaurant, allerdings war uns nicht bekannt daß wir jetzt im Selbstbedienung Teil gelandet waren. Das Essen schmeckt uns nicht besonders gut, der Seelachs war etwas zu trocken geraten. Später sind wir nochmals auf dem Pooldeck 12 gegangen, es war nicht mehr soviel los. Es gab Karibische Klänge mit der Tropical Breeze Band, es war aber nichts besonders gut. Um 21:30 sind wir dann in die Koje, um früh zu schlafen, der Jetlag machte uns wohl noch etwas zu schaffen.

Sonntag, den 24. März 2019

Um 6:45 war die Ankunft der mein Schiff 6 hier in Ochos Rios. Als ich aus unserem Kabinenfenster schaue, sind schon die E-bikes der mein Schiff auf der Pier geparkt, es sind bestimmt 40 Stück an der Zahl. Wenig später kommen auch die ersten Radler vom Schiff, ihnen werden von Ihren Scout ihre Räder zugewiesen, die Sturzhelme haben alle schon auf dem Kopf. Wir haben noch viel Zeit, unser Ausflug findet erst um 10:50 statt, es geht im Geländewagen zu den Dunn`s River Falls. Dieser Wasserfall ist der berühmtestete Wasserfall von Jamaika und auf vielen Bildern weltweit zu sehen. In zahlreichen Kaskaden und aus einer Höhe von 180 Metern stürzt er ins angrenzende Karibische Meer. Gegen 8:00 sind wir dann zuerst ins Atlantik-Restaurant zum Frühstücken, unsere Auswahl war wie immer, heute allerdings ohne ein Glas Sekt. Kurz nach halb Zehn sind wir hinauf zum Pooldeck um einen ersten Cocktail zu genießen. Leider müssen wir feststellen, die Bars an Deck öffnen erst ab 10:00, als dann die Unverzichtbar geöffnet hat hole ich uns gleich einen Strawberry Kiss zum trinken. Um 10:35 sind wir dann schnell in unsere Kabine zurück um unsere Sachen für den Ausflug zu holen. Treffpunkt war in der Schaubar auf Deck 5, danach geht es raus aus dem Schiff.

Im Terminal von Ochos Rios, man darf sich aber nicht allzuviel vorstellen. Es war nur ein großes stabiles Zelt, bekommen wir unsere Ausflugsbänder an das Handgelenk. Danach müssen wir auf die Geländewagen warten, eine Viertelstunde später sind sie dann da, und wir können aufsteigen in die großen Jeeps. Jeder der Fahrgäste muß eine Verzichtserklärung für den Fall eines etwaigen Unfalls unterschreiben. Wir fahren durch den kleinen Ort Ochos Rios, ein paar Kilometer weiter geht es eine bewaldete Anhöhe hoch, und schon sind wir an unserem ersten Ziel angekommen. Nach dem Aussteigen wird es erstmals etwas Chaotisch, die Fahrer sprechen ein Landes-typisches Englisch, die meisten Fahrgäste verstehen nicht was sie sagen. Wir folgen einem Führer mit weißem T-Shirt, der uns dann zu den Wasserfällen führt.

Nach dem Aushändigen der Eintrittskarten teilt sich unsere Gruppe, ein paar der Gäste wollen den Fall vom Meer aus hoch laufen. Da ich aber unbedingt Fotografieren möchte, gehen wir auf den gut ausgebauten Wegen die neben dem Wasserfall ganz nach unten führen. Wir machen wunderschöne Bilder vom Fall, und erkennen gleichzeitig, daß es gar nicht so einfach ist den Wasserfall wieder hoch zu laufen. Hand in Hand tasten sie sich in großen Gruppen den Flußlauf nach oben, sie werden von den einheimischen Guidès geführt. Wir gehen über die ansprechenden Fußwege die durch den dichten Dschungel führen bis zu ihrem Ende, wo der Fall über eine letzte Kaskade in`s Karibische Meer stürzt. Nach einer Weile und einem Besuch auf einer Toillette, die sich hier unten befindet, gehen wir langsam wieder zum Beginn des Wasserfalls bzw. Eingangs des Parks zurück. Irgendwo auf halber Strecke kaufen wir unser erstes Souvenier, einen Magneten für zu Hause. Es ist ein Bob Marley der auf einer Hängematte zwischen zwei Palmen liegt und Pfeife raucht, ein tolles Stück. Am Ende unser Tour über die Dunn River Falls, als wir wieder den Parkplatz erreicht haben, begrüßt uns eine Schiffs-Reiseleiterin. Sie wird uns jetzt begleiten auf unserer weiteren Tour. Nach etwa 1 ½ Stunden die wir hier verbracht haben fahren wir jetzt weiter Richtung St. Anns Bay, von hier aus geht es auf engen und kurvigen Straßen in die Berge Jamaicas. Ob es die bekannten Blue Montains oder ein daran anschließendes Gebirge sind weiß ich bis heute nicht, St. Anns (Parish ) wie die Bezirke in der Karibik heißen ist einer der größten hier. Er ist etwa so groß wie der Landkreis Unterallgäu und hat eine Einwohnerzahl von 174.000 Menschen. Es geht ca. 10/15 Kilometer auf steilen Straßen und kleinen Ortschaften vorbei in die Berge, viele der Häuser liegen direkt an der Straße, die meisten sind nur einfache Hütten. In unserem heutigen Ausflugs-Programm ist ein Besuch auf einer Kaffeeplantage vorgesehen, die wir jetzt erreichen. Eine kleine Abzweigung im Wald führt uns hin. Es ist eine sehr kleine und primitive Plantage die von einem Einheimischen geführt wird, ich hatte mir von der Besichtigung einer Kaffeeplantage schon etwas mehr vorgestellt. Aber egal, unsere Gruppe mit ca. 25 Personen geht zu einer Hütte die mit einem Zeltdach abgedeckt ist. Der Besitzer zeigt uns Zweige an den Bäumen wo viele der Kaffeekirschen hängen. Beim Ablösen des Fruchtfleisches zeigt sich die kommende Kaffeebohne, die aber später noch geröstet werden muß. Wir bekommen vom Besitzer einen Rumpunsch zum trinken, es ist mein erster Rumpunsch seit dem Jahr 2015, so lange liegt unsere letzte Karibikkreuzfahrt schon zurück. Zum Abschluß dieser Vorstellung haben wir noch die Möglichkeit einen echten Arabica-Kaffee aus Jamaica hier zu kaufen, was einige der Gäste auch tun ( Der jamaikanische Arabica-Kaffee wird größtenteils nach Japan verkauft ). Dann geht es wieder zum Teil über Stock und Stein durch die Berge zurück. Wir halten nochmals kurz an einer Anhöhe an, wo man einen wunderschönen Ausblick auf das Meer bzw. die mein Schiff 6 hat. Hier können wir noch ein paar wunderschöne Fotos machen.

Kurz nach 15:00 haben wir dann unser Schiff wieder erreicht, nach einem kurzen Zwischenstopp in der Kabine, wo wir unsere Sachen abzulegen gehen wir gleich auf`s Pooldeck in der Hoffnung daß noch Badeliegen frei sind. Was tatsächlich klappt, viele der Tagesausflügler sind noch nicht zurück gekommen. In diesem Zusammenhang fällt mir noch ein, etwa eine Stunde später als unsere E-bike-fahrer vom Schiff schon unterwegs waren kam ein riesiger Regenschauer vom Himmel. Der die armen Radfahrer mit Sicherheit völlig durchnässt hat. Nun kommt auch schon der Abend, und wir beschließen heute in der Osteria auf Deck 5zu essen, hier gibt es auch eine kleine Außenterrasse, so daß man im Freien essen kann. Man kann hier nur ein paar Pizzas und mehrere Nudelgerichte essen. Wir entscheiden uns für Pizzen, ich nehme eine normale Pizza mit Schinken belegt, meine Gattin möchte eine mit Parmaschinken und Rucola zu einem Aufpreis von 4,90 €. Als Vorspeise nehme ich eine Tomatensuppe, und Hermine einen Octopussalat, der ihr offensichtlich gut schmeckte. Später sind wir auf das Pooldeck auf Deck 12 gefahren, das schon sehr gut besucht war. Wir fanden trotz allem ein Plätzchen bei einem Paar aus dem Stuttgarter Raum, mit denen wir eine nette Unterhaltung führten. Von der Showaufführung die auf der daneben gelegenen Poolbühne statt fand, haben wir nichts mehr gesehen, weil die später dazu kommenden Zuschauer uns den Blick darauf versperrten.

Montag, den 25. März 2019.

Heute Morgen ist die mein Schiff 6 um 7:00 hier in Montego Bay am westlichen Ende von Jamaica angekommen, das bedeutet aber keinen Stress für uns, wir werden den ganzen Tag hier auf dem Schiff verbringen. Erst gegen Abend machen wir einen kleinen Segeltörn mit einem Katamaran-Segler.

So gegen 8:00 gehen wir die paar Schritte in`s Atlantik-Restaurant zum Frühstücken, zuerst wird ein Tisch ausgesucht und der Kaffee bestellt. Danach gehen gehen wir auf Futtersuche, die Auswahl ist ja riesig, wer hier am Buffet nichts findet dem kann man nicht mehr helfen. Von dem üblichen wie verschiedene Brötchen, Marmeladen, Schinken und Käse in großer Auswahl, gebratener Speck, Spiegeleier sowie Rühreier und vieles mehr. Müsli, Obst im ganzen oder als Salat und dazu verschiedene Säfte. Nach dem Frühstück geht`s zurück auf die Kabine um unsere Morgentoilette zu vervollständigen, danach fahren wir mit dem Lift hoch auf das Pooldeck. Hier verbringen wir fast den ganzen Nachmittag teils in der Sonne, meistens aber im Schatten. Gegen 14:00 verlassen wir kurz mal das Schiff um vielleicht noch ein Souvenier von Jamaica zu finden. Vor dem kleinen Terminal befinden sich ein paar Buden die verschiedene Sachen zum Verkauf anbieten. Nach längerem Suchen entscheiden wir uns für ein schwarzgrünes Käppi von Jamaica, mein altes von Antigua ist leider nicht mehr ansprechend. An einem der vielen Verkaufsstände, die von Einheimischen Frauen geführt werden, sie sind überhaupt nicht aufdringlich, bekomme ich eine Rasta-Perücke von Bob Marley aufgesetzt. Die Verkäuferin kräht voller Freude, und Hermine macht ein Foto von mir, mit dieser Rasta-Perücke auf dem Kopf.

Um dreiviertel Vier gehen wir kurz in das Ankelmann-Restaurant um einen Nachmittags-Kaffee zu trinken und ein Stückchen Kuchen essen. Danach geht es noch schnell hinunter in die Kabine und unsere Badesachen holen. Um 16:20 werden in der Schaubar auf Deck 5 die Ausflugskarten ausgegeben, gleich darauf verlassen wir nach der Sicherheitskontrolle das Schiff über den Ausgang auf Deck 2.

Vor dem Schiff werden wir schon erwartet und zu einem Segelkatamaran geführt, der ein paar Meter von der mein Schiff entfernt steht. Wir sind etwa 20 Personen die mit den Schuhen in der Hand das Schiff betreten. Es gibt eine kleine Sicherheits-unterweisung, dann geht`s auch schon los in die Bucht von Montego Bay. Insgesamt sind wir etwa 2 Stunden unterwegs, zuerst mit Motor später werden noch die Segel gesetzt. Zum Trinken gibt es Bier, Saft und Rumpunsch sowie kleine Kuchen und sonstiges. Dazu heiße Jamaica-Musik, der Skipper am Ruder tanzt ununterbrochen. Eine Gruppe aus dem Rheinland, zwei Frauen und zwei Männer haben schon einige Becher Rumpunsch intus, besondere eine der Damen. Sie tanzten mit nackten Füßen auf dem Deck unseres Katamarans herum. Wir hatten auch einen Kameramann vom Schiff dabei, aber der hatte mehr Arbeit mit dem Rumpunsch trinken als mit dem Filmen unseres Ausfluges. Aber es war trotzdem sehr nett, die Besatzung bestand aus vier Personen ebenfalls zwei Männer und zwei Frauen, die jüngere davon war ausgesprochen hübsch, wie man es durchaus öfters in der Karibik sehen kann. Gegen Ende unserer Ausflugsfahrt wurde es von Land her plötzlich stark diesig, binnen weniger Minuten brach ein heftiger Regenschauer auf uns herein. Nach einer Weile suchten die meisten Schutz in der Kajüte um vielleicht ihre Fotoapparate zu schützen, wiederum andere tanzten wie wild auf dem nassen Deck, der getrunkene Alkohol zeigte offensichtlich seine Wirkung.

Um ca.18:30 gehen wir durch das Kreuzfahrt- Terminal wieder zum Schiff zurück, zwischenzeitlich sind einige Flugzeuge am Airport von Montego Bay angekommen, wir konnten die anfliegenden Flugzeuge ja vom Segelboot aus sehen. Im strömenden Regen zusammen mit den Neuankömmlingen gehen wir an Bord. Wir können aber an Ihnen vorbei gehen, da wir ja nicht frisch einchecken müssen. Heute Abend gehen wir wieder in den Ankelmann zum Essen. Hier treffen wir noch ein Pärchen aus Saarbrücken, das heute angekommen ist. Sie erzählen uns daß sie schon ein paar Tage hier auf der Insel sind, und heute mit einem Mietwagen nach Montego Bay gefahren sind um hier auf`s Schiff zu kommen. Wir führen eine nette Unterhaltung mit den beiden bis der Gong ertönt, für die neuen Gäste an Bord gibt es heute Abend noch eine Seenotrettungsübung. Um 22:00 zu den Klängen von „die Große Freiheit„ verläßt die mein Schiff 6 Montego Bay und damit die Insel Jamaika. Die Kreuzfahrtdirektorin begrüßt alle neue Gäste, dazu spielt die Show-Band Red Bandits mit dem Sängerensemble ein Partykonzert. Bald darauf ziehen wir uns in unsere Kabine zurück.

Dienstag, den 26. März 2019

Wir haben heute einen Seetag es wäre Zeit zum länger schlafen, aber um etwa 7:30 stehen wir dann doch auf um zum Frühstücken in das Atlantik-Restaurant zu gehen. So gegen dreiviertel Neun sind wir dann wieder in der Kabine zurück, um unsere Morgentoilette zu beenden. Im Anschluss machen wir heute mal einen Spaziergang übers Schiff. Das Einkaufszentrum des Schiffes, den neuen Wall und auf die Aussen-promenade auf Deck 5. Wir gehen dann weiter zum Heck wo es weitere schöne Bars und Restaurants gibt. Vorbei am Surf & Turf Steakhouse in die Diamant-Bar, die große Freiheit und das Schmankerl wo deftige Kost angeboten wird. Hier die Treppe hinunter auf Deck 4 und man befindet sich im Hanami – By Tim Raue wo Asiatisches Essen angeboten wird. Aber hier in diesen Bars und Restaurants muß für das Essen und auch Trinken extra bezahlt werden.

So gegen 10:00 gehen wir aufs Pooldeck bei der kleinen Lagune, hier gibt es so eine Art Sitzliegen wo man ganz bequem sitzen kann. Irgendwann im Laufe des Vormittages machen wir einen weiteren Spaziergang über das Pooldeck und gehen über die Treppe hinauf auf Deck 14 zur Überschaubar um ein Glas Paulaner Weizen zu trinken. Als wir später auf unsere Plätze beim kleinen Pool zurück kommen, sind unsere Sitze belegt und die Handtücher weg. Auf Nachfrage bei einem Platznachbarn gegenüber war für diese Aktion keiner der Poolboys verantwortlich. Es gibt leider auch hier ziemlich unverschämte Gäste. Hermine holt sich 2 neue Badetücher bei der Badetuchausgabe, Gott sei dank habe ich 2017 bei unserer Asienkreuzfahrt mit der mein Schiff 1 unsere Badekarten nicht abgegeben. Das werde ich wohl auch diese Reise so machen, man sieht ja daß es manchmal für etwas gut ist. So belegen wir 2 freie Liegen im Schatten nahe der Lagune. Um 15:00 ist Eis schnitzen auf der Bühne vor dem großen Pool angesagt, ein Malayischer Koch zaubert in einer Viertelstunde aus einem großen Eisblock eine wunderschöne Eisfigur. Diese Kunst des Schnitzens egal ob es um Obstschnitzen oder aus einem Eisblock geht, stammt von den Philippinen. Hier gibt es sogar Schulen in denen man diese Kunst in 2 bis 3 Jahren erlernen kann.

Einige Zeit später sind wir in die Alsterbar am Heck der mein Schiff gegangen, zu einem Paulaner Weizen und einem Glas Gin Tonic. Dort führten wir eine nette Unterhaltung mit einem Ehepaar das aus der Pfalz stammt, er war in seiner Jugend zusammen mit seinen Eltern ebenfalls als Zeltcamper in Frankreich und Spanien unterwegs. Später mit seiner Frau verbrachte er die ersten Urlaubsjahre ebenfalls in einem kleinen Zelt, er schwärmte noch immer von dieser Zeit. Heute würde er gern mit einem gemieteten Wohnmobil wieder einmal nach Frankreich fahren. Im Anschluß suchten wir uns für ein paar Minuten eine Liege auf Deck 14, und genossen die warme Abendsonne. Danach sind wir in die Kabine zurück zum Duschen um uns fertig zu machen zum Abendessen. Wir wollen heute ins Atlantik-Restaurant zum Essen, am Eingang stellen wir fest daß es leider schon voll ist. So gehen wir halt ein Deck höher zum Atlantik-Mediterran-Restaurant, zusammen mit einem anderen Paar bekamen wir einen Vierertisch zugewiesen. Wir führten eine rege Unterhaltung mit den beiden, sie kamen ihrer Sprache nach zu urteilen aus Niederbayern. Beide waren Schiffs-erfahren, auch in getrennten Reisen unterwegs, sie sind wohl eher Lebensgefährten als verheiratet. Wir konnten erfahren, daß sie die folgenden 4 Wochen auf der mein Schiff 6 verbringen werden. Als erstes unsere Karibikkreuzfahrt und im Anschluß die folgende Heimfahrt, die von Ochos Rios über Montego Bay nach Santo Domingo ( Dom Rep.), und Saint Maarten führt. Dann weiter über den Atlantik bis nach Madeira, über Gibraltar nach Barcelona, das Ende ihrer Reise ist dann in Mallorca erreicht mit einer Gesamtdauer von 34 Tagen. Es war Interressant mit Ihnen zu plaudern, ihr breiter niederbayrischer Dialekt war unheimlich nett anzuhören. Im Theater findet heute um 21:30 noch die Willkommensshow statt, wo die Kreuzfahrts-Direktorin den Kapitän sowie die wichtigsten Personen hier an Bord vorstellt, danach trinken wir noch einen Cuba Libre an der Unverzicht-Bar, bevor es in die Kabine zurück geht.

Mittwoch, den 27. März 2019

Wir sind auf der Insel Cozumel an der Küste von Mexiko angekommen. Heute Morgen wollen wir einen Ganztagesausflug in eine alte Maya Stadt bei Tulum machen, das heißt aufstehen schon vor 7:00 und schnell zum Frühstücken ins Atlantik-Restaurant. Um 8:45 ist Treffen vor dem Theater, hier müssen wir noch die Buskarten für den Ausflug abholen, wir haben die Busnummer 13 bekommen. Über das gesamte Deck 4 geht es zurück bis zum Treppenhaus B, hier die Treppen hinunter bis auf Deck 2 wo sich der Ausgang des Schiffs incl. der Sicherheitskontrolle befindet.

Hier in Cozumel gibt es drei verschiedene Piers, wo insgesamt bis zu 10 Kreuzfahrt-schiffe anlegen können. Am Puerta Maya Terminal legen die Schiffe von Carnival Cruises, heute die Carnival Glory an. Die Schiffe von Royal Caribbean sind an der TMM International Pier zu sehen, im Moment liegt dieIndependence of the Seas an diesem Pier, später am Vormittag wird sich die Harmony of the Seas, derzeit das größte Kreufahrtschiff der Welt dazu gesellen. Die Celebrity Infinity ein älteres Schiff befindet sich gerade auf dem Weg zur TMM International Terminal, wir können sie von weitem beobachten.

Die mein Schiff 6 hat am TM Maritima de Cruceros Terminal angelegt. Wir gehen über den Anleger zu den blau/gelben Ultramar Fähren die uns hinüber auf das Festland bringen soll, unsere Fähre ist sehr groß, so ca. 250 Passagiere geschätzt. Kurz nach unserem Ablegen kommt ein weiteres Kreuzfahrtschiff, und wie es scheint wird sie an unserer Pier anlegen. Es ist die MSC Seaside ein ganz neues Schiff nur für die Karibik gebaut. Sie ist 323 mt. lang, 41 mt. breit und beherbergt ca. 5200 Gäste. Unsere Fahrt mit der Fähre über das Meer ist sehr rasant und die Wellen unerwartet heftig, aber nach einer guten dreiviertel Stunde sind wir wieder am Festland angekommen.

Auf der Pier von Playa del Carmen treffen wir unseren Reiseleiter für heute, es ist ein junger Holländer knapp unter 30 Jahren der zur Zeit in Mexiko lebt. Er spricht ein ganz interessantes Deutsch. Vom Fähranleger aus gibt die Stadt Playa del Carmen ein tolles Bild mit ihren Klassischen alten Häusern, die Stadt soll auch einen wunderbaren Strand besitzen. Mit dem jungen Holländer gehen wir gemeinsam zu unserem heutigen Bus mit der Nummer 13. Die Fahrt bis nach Tulum dauert etwa 1 Stunde bis wir den Busparkplatz der Maya Ruinen-Stadt erreichen.

Die Ruinenstadt Tulum hat auch einen Touristischen Teil mit Souveniershops, Restaurants und vieles mehr. Der kulturelle Teil entstand im 13. bis 14. Jahrhundert und war zu dieser Zeit eine der größeren Städte der Maya-Kultur. Zusammen mit unserem Führer gehen wir durch die Anlage, er erzählt uns immer wieder über die verschiedenen Häuser und die Geschichte der Historischen Stadt. Nach einer Stunde ziehen wir uns aus der noch vorhandenen Gruppe zurück um über Holztreppen an den Strand hinunter zu gehen. Der Strand selber ist leider sehr schmal und wenig tief, das konnte man aber über die Internetbilder leider nicht erkennen. Aber wir machen das beste daraus, eine Steilwand im Rücken ziehen wir unsere Kleidung aus, Badehose und Bikini haben wir ja schon an. Zum Essen haben wir ein Lunchpaket bekommen, das ein Sandwich, Kekse, sowie zum Trinken einen Saft enthielt. Ab und zu machen wir die paar Schritte zum nahen Meer, das einen erheblichen Seegang hat, einer bleibt immer zurück bei unserem Gepäck und Wertsachen. So nach einer Stunde ziehen wir uns wieder an und machen uns auf den Weg zum Ausgang. Bei den Soveniersshops am Eingang des Parks finden wir noch einen Magneten für zu Hause. Einen bunten Sombrero in den Nationalfarben von Mexiko, die anderen Magneten sind nicht allzu ansprechend. Weiter vorne am Eingang finden wir noch eine kleine Kneipe und probieren ein Mexikanisches Bier aus, das kleine 0,33l Bier kostet ca. 4 Dollar. Da wir noch bis zur Abfahrt etwas Zeit haben, setzen wir uns ein paar Meter weiter auf eine Bank neben dem Zufahrtsweg. Hier gleich daneben ist ein Bistro oder wie man das hier nennt, der Kokosmilch-Shakès verkaufen will. Oder auch andere Fruchtsäfte, mich würde gerade ein Becher mit Ananas-Saft anmachen. Ich frage den Verkäufer was der Becher kostet, mich haut es fast um, er will 8 US Dollar dafür. Da verzichte ich doch dankend, so leicht wird auch bei uns in Deutschland das Geld nicht verdient.

Es ist Zeit, wir müssen zum Bus zurück, der Fahrer erwartet uns mit feuchten kleinen Handtüchern zum Erfrischen, und dazu eine Flasche mit Wasser. Nachdem wir dann alle in den Bus eingestiegen sind, kommt plötzlich der Busfahrer mit dem Reiseleiter in den Bus. Der Busfahrer hat wohl seine Tüchlein gezählt, die wir nach dem Benutzen wieder in einen Korb gelegt haben. Es fehlen ihm zwei der Tücher, ein Ehepaar zwei Reihen hinter uns hat die 2 Tücher säuberlich zusammen gelegt und in die eigene Tasche gesteckt. War wohl etwas peinlich für die beiden, das zu zugeben. Die Tücher waren zur Erfrischung und nicht als Geschenk gedacht. Die Rückfahrt zur Insel Cozumel gestaltet sich noch etwas spannender als auf der Hinfahrt, wir hatten einen großen Seegang mit Wellen von drei bis vier Metern. Unser Katamaran schwankte auch seitlich immer wieder einige Meter rauf und runter. Das war bestimmt ein Spaß für einige unserer Landratten. Nach einer Stunde war die Überfahrt vorbei, im Hafen von Cozumel war das Wasser wieder ruhig. Als wir gegen 16:00 aus unserer Fähre ausstiegen und zu unserem Schiff hinüber gehen, kommen wir an der MSC Seaside vorbei die neben uns an der Außenpier liegt. Sie empfängt Ihre zurück kommenden Gäste mit lauter Musik und Tanz vor dem Schiff, es sind halt Italiener, aber toll.

Nachdem wir unsere Sachen in der Kabine abgeladen haben, gehen wir gleich auf`s Pooldeck um etwas zu trinken, ein Cuba Libre wäre jetzt gut, bei uns an Bord machen die Jungs jetzt auch Musik. Sie sind wohl animiert von den Italienern. Eine Stunde später um 17:15 setzt sich die MSC Seaside wieder in Bewegung, sie ist ein Riesenschiff. Während sie neben uns lag, konnten wir vom Pooldeck ungestört auf ihre unteren Decks schauen. Auf Deck 8 sind die Außenbereiche verschiedener Lokalitäten, ein Deck höher sehr viele große Veranda-Kabinen, das ganze Schiff schmuckvoll wie die meisten neuen Italienischen Schiffe. Sie ist wie schon gesagt extra für die Karibik konzipiert und gebaut worden. Zum Abendessen gehen wir heute wieder in das Ankelmann-Restaurant, beim Durchslaufen durchs Restaurant konnte ich an der Grillstation sehen: heute gibt es Gans. Dem konnte ich nicht wiederstehen, den Koch bat ich um schönes Brustfleisch sowie knusprige Haut. Dazu holte ich mir Kartoffel-knödel mit Blaukraut und Preiselbeeren. Hermine holte sich einen Wok, den sie dieses mal wohl etwas besser gewürzt hat. Dazu tranken wir einen Italienischen Rotwein aus Montepulcano. Als Tischnachbarn hatten wir ein älteres Ehepaar aus Österreich, sie waren zuerst sehr zurückhaltend aber später wurde es spürbar besser. Kurz darauf holte ich mir noch eine zweite Portion von der schmackhaften Gans und dazu ein Glas Rotwein. Nach dem Essen sind wir noch kurz aufs Pooldeck, hier war aber nicht mehr allzuviel los. Im Theater gibt es heute Abend eine Musikvorstellung Ti Amor, es wurden Deutsche und Italienische Lieder aus den 70er Jahren gesungen. Die Vorstellung war gesanglich und Dekorativ sehr schön. Zum Abschluß des Tages noch einen kleinen Absacker an der Unverzichtbar am Pooldeck (Cuba Libre), dann geht es in die Kabine zurück, der Tag war heute schon anstrengend .

Donnerstag, den 28. März 2019

Unsere Ankunft in Belize City war um 9:00 vorgesehen. Gegen 8:00 gehen wir heute zum Frühstücken ins Atlantik-Restaurant und wie immer mit den üblichen Zutaten. Es gibt hier einen guten Serranoschinken und Gouda Käse, manchmal nehme ich auch ein Frühstücksei dazu. Im Anschluß gehen wir in die Kabine zurück um unsere Morgentoilette noch zu vervollständigen, und die Sachen für den heutigen Ausflug herichten. Gegen 9:30 sind wir noch auf Deck 14 gegangen, wir haben einen schönen Platz an der Innenseite unter einer Pergola gefunden, in der Überschaubar zwei Strawberry Kiss bestellt und in der warmen Morgensonne getrunken. Um halb Elf sind wir noch schnell in unsere Kabine zurück, der Treffpunkt heute ist in der Schau Bar auf Deck 5. Den Ausflug den wir für heute gebucht haben heißt „Bootsfahrt auf dem Belize River“. Es geht mit dem Tenderboot in ca. 30 Minuten Fahrt nach Belize City. Die Boote sind große Doppelstöckige Schiffe die von Einheimischen geführt werden. Im Anschluß steigen wir auf so eine Art Speedboote die für etwa 20 Personen gedacht sind, gleich außerhalb des Hafens geben sie Vollgas. So fahren wir etwa 20 Minuten durch bis wir das Naturschutzgebiet von Belize erreichen. Von hier geht es dann im Schritttempo weiter, auf Schildern im flachen Wasser ist zu erkennen, daß es hier Seekühe geben soll.

Wir fahren also in den Belize River hinein in der Hoffnung eines dieser Tiere zu sehen. Zwei / Dreimal wurde ein Tier angesagt. Das Problem war bis man es sieht, irgend wo einen kleinen braunen Fleck beim Auftauchen, dann ist es schon wieder vorbei. Seekühe sind Pflanzerfresser und grasen am Flußboden oder den flachen Meersboden ab, sie sind etwa bis zu 4 Meter lang und ca. 450 kg schwer. Sie tauchen immer wieder für ein paar Sekunden auf, um nach Luft zu schnappen dann sind sie schon wieder weg. Als einzige Tiere haben wir auf dieser Bootstour einen Ibis sowie eine kleine Schildkröte auf einem Baumstumpf gesehen. So verbrachten wir ca. 2 Stunden auf dem Fluß bis es zum Hafen zurück ging. Als Höhepunkt unserer Bootsfahrt mußten wir noch eine Verzichts-Erklärung unterschreiben, für was eigentlich, dafür daß wir keine Tiere gesehen oder was ????.

Dieser Ausflug in Belize war im Nachhinein betrachtet der Schlechteste auf unserer diesjährigen Kreuzfahrt. Der kleine Hafen von Belize selber ist hübsch und nett, zum Abschluß haben wir noch einen kleinen Magneten für zu Hause gekauft. Ein schönes buntes Surfbrett, es schaut recht lieb aus. Wenig später steigen wir auf das Tenderboot das uns zurück auf die mein Schiff 6 bringen soll. Hermine sitzt an einem Platz direkt an der Brüstung, den ihr ein paar Jungs von unserem Schiff überlassen haben. Leider zieht es hier wie Hechtsuppe, so sind die zwanzig Minuten bis zum Schiff recht lang. Nach dem Besuch unserer Kabine sind wir gleich aufs Pooldeck 12, und haben uns einen Strawberry-Kiss geholt, so als Entschädigung für den mißlungenen Ausflug.

Freitag, den 29. März 2019

Unsere mein Schiff 6 ist seit 8:00 an der Pier von Coxen Hole, das ist ein Ort am südwestlichen Ende von Roatan, einer kleinen Insel die der Honduranischen Küste vorgelagert ist. Sie ist etwa 50 Kilometer lang und hat eine Breite von 2 bis 4 Kilometern. Wir frühstücken um 7:45 im Atlantik-Restaurant wie sonst auch. Um 9:05 ist der Treffpunkt in der Schaubar, hier bekommen wir unsere Buskarten, und verlassen über Deck 2 unser Schiff. Draußen erwartet uns ein Guide der zu unserer Überraschung ein ca. 55 jähriger Deutscher der seit 2 Jahren hier auf Roatan lebt. Mit einem Kleinbus fahren wir über die Insel, unser Ausflug heute: Baden auf Big French Key, ( bei Aida wird sie Insel of Paradies genannt ) das ist eine kleine vorgelagerte Badeinsel mit Restaurantbetrieb.

Mit einem kleinen Plattform-Boot fahren wir so einen Kilometer hinaus bis die kleine Insel erreicht ist. Sie haben hier ca. 200 Liegestühle und ein paar Hängematten, man kann hier Schnorcheln, Paddelboote mieten und vieles mehr. Die Botanik hier auf der Insel war außergewöhnlich, Bäume mit einem sehr bizarren Astbewuchs, es gibt aber auch Palmen hier. Später holten wir uns ein heimisches Bier vom Restaurant, das ganz passabel schmeckte, der Preis war mit 4 US Dollar relativ hoch wie überall auf Roatan bzw. Honduras. Nach der Aussage unseres deutschen Reiseleiters liegen die Preise hier auf der Insel um 30% höher als in Europa, bei einem durchschnittlichen Einkommen von etwa 400-500 US Dollar. Folgedessen müssen beide Ehepartner arbeiten um Essen zu können, ein Auto gehört hier nicht zum heimischen Lebensstandard. Hier in Roatan befindet sich das zweitgrößte Korallenriff der Welt, das von Venezuela die Küste hinauf bis nach Belize geht. Es ist zum Gegensatz zum Graet Barrier Riff kerngesund, die Wassertemperatur von 26 bis 31°, der Algenbewuchs samt der Anzahl und Größe der Fische, alles stimmt hier. Roatan besitzt sogar eigene Kläranlagen wo die Abwässer der Häuser gereinigt werden. Heute Mittag waren wir die einzigen Gäste auf der Insel Big French Key, und die mein Schiff 6 lag als einziges Schiff hier auf Roatan auf Reede. Wir waren von etwa 10:00 bis 13:20 in dem Freizeit-Paradies. Es gibt zwei kleine Souvenier-stände, nach längerem Suchen entscheiden wir uns für so eine Art Teller mit dem Bild von der Insel Roatan. Später konnte ich noch feststellen daß es hier durchaus auch Stechmücken gab. Trotz dem einsprühen mit einem Mückensprühmittel wurde ich zweimal gestochen. Während unser Rückfahrt erzählt uns der Reiseleiter einiges über das Leben in Honduras.

Am Terminal von Coxen Hole gibt es ebenfalls einige Souvenier-Shops. Gegen 14:00 waren wir dann wieder an Bord. Nach wir unsere Badesachen in der Kabine abgelegt haben, sind wir hinauf auf das Pooldeck, wie gewohnt sind die freien Liegeplätze am Pool auch heute sehr knapp. Von Deck 14 aus geniesen wir noch den Ausblick auf die Pier und den Terminal, wo stark gebaut wird. Unsere Kreuzfahrtdirektorin erzählt uns später, daß ein schneidiger Italiener mit seinem Kreuzfahrtschiff die Pier zusammen gefahren hat und sie darum repariert wird. Etwas später gehen wir zum Bosporus-Imbiss um einen Teller Pommes Frites und geschnetzeltes Hähnchen vom Spieß holen. An der Unverzichtbar hole ich noch ein Glas PaulanerWeizen und für Hermine ein Coca Cola zum Trinken. So geniessen wir die Nachmittagssonne, später holen wir noch einen Becher Eis, Hermine steht auf Schokalade/Chilli, mir ist das herkömmliche Eis, siehe Schoko, Vanille und Caffe viel lieber. Danach gibt es noch einen Strawberry Kiss, mein Lieblingsgetränk an Bord der mein Schiff Flotte. Gegen17:15 sind wir noch kurz in die Alsterbar am Heck unseres Schiffes, auch ein altes Ritual aus vergangenen Jahren, wie immer war es auch heute wieder fast voll. Ein Plätzchen an der Steuerbordseite für ein Glas Weizen und einen Hugo fanden wir aber doch noch.

Samstag, den 30. März 2019.

Heute ist Seetag, das heißt etwas später aufstehen, da wir ja keinen Ausflug haben. Es ist jetzt 7:45, wir machen uns fertig zum Frühstück und sind bis kurz nach 9:00 im Atlantik-Restaurant. Nach der Kabine gehen wir gleich zum Pool auf Deck 12, hier waren heute erstaunlicher Weise noch einige Liegen frei. Eine halbe Stunden später kamen zwei Schweizer Familien auf`s Pooldeck die offensichtlich ein paar Liegen unter anderem mit einem T-Shirt reserviert hatten. Sie reklamierten daß Ihr T-Shirt verschwunden sei, wobei eine Badetasche auf einer Liege gleich daneben noch da sei. Sie holten dann Ihr verschwundenes T-Shirt beim Poolboy wieder ab, und legten sich auf die Matten neben dem großen Pool. Der Nachmittag verlief ruhig, es gab heute auch keine besonderen Attraktionen wie Poolparty oder ähnliches. Zum Trinken holten wir uns nacheinander Cocktails wie Strawberry-Kiss sowie Weizen-Bier und auch Eis. Allerdings ab 14:00 gibt es kein Vanille-Eis, Erdbeer oder andere normale Eissorten, und natürlich kein Schokolade/Chilli-Eis mehr. Alles offensichlich aufgegessen, es ist heute wie auch schon gestern sehr heiss am Pooldeck. Man merkt schon wir bewegen uns jetzt in Richtung Südamerika und die Temperaturen steigen immer mehr auf über 30°. Gegen 15:30 sind wir ins Heck in die Alsterbar gegangen, bei zwei Weizen und einem Hugo führten wir ein nettes Gespräch mit einem netten Pärchen aus dem Rheinland. Zum Abendessen gehen wir wieder in den Ankelmann, es gibt heute Cordon Bleu und Spätzle für mich, Hermine ißt ein Hähnchen, zur weiteren Auswahl standen Cordon Bleu sowie Rindfleisch. Am Tisch hatten wir heute Mitreisende aus der ehemaligen DDR, sie waren ganz unterhaltsam. Später gehen wir noch ins Theater, heute gibt es die Schlagershow Es ist nie zu spät“, Die Show war nett anzuschauen. Um 22:30 sind wir dann zurück in unsere Kabine und anschließend in die Koje, manchmal fordert der Schlaf seine Rechte.

Sonntag, den 31. März 2019

Wir sind pünktlich um 7:00 mit der mein Schiff 6 hier in Puerto Limon in Costa Rica angekommen. Die Temperatur hier in Puerto Limon liegt bei etwa 25°, leider regnet es hier, der Regenwald läßt offensichtlich grüßen. Bei unserem Gespräch vor etwa einer Woche mit Gästen aus Backnang war auch von einem Regentag in Costa Rica die Rede. Ebenfalls um 7:00 gehen ins Atlantik-Restaurant zum Frühstück. Danach schnell in die Kabine, denn um 8:20 müssen wir ins Theater um unsere Buskarten zu holen. Nach einer halbstündigen Busfahrt erreichen wir die Tortuguero-Kanäle auf denen wir heute eine 1,5 stündige Fahrt machen wollen. Es sollen heute Faultiere, Krokodile und Affen zu sehen sein, zumindest hoffen wir das. Die letzte Flußfahrt in Belize war ja ein Reinfall.

Wir steigen also in größere überdachte Boote ein und fahren den Fluß aufwärts, tatsächlich sehen wir Ibisse, sonstige verschiedene Vögel sowie ein Krokodil. Leider kann man nur den Kopf des Reptils erkennen. Später sehen wir einen wunderschönen Leguan, er ist grasgrün und hat am Rücken einen großen Kamm. Er sitzt unbeweglich auf einem Ast und schaut uns an, seine Ähnlichkeit mit einem Drachen aus einer Fabelwelt ist frappierend. Die Botanik hier am Fluß im Urwald von Costa Rica ist sehr schön, hohe Bäume auf denen die Affen turnen und Faultiere an den Ästen hängen. Direkt am Ufer stehen auch einige Hütten sie sind ziemlich ungeflegt, es ist einfach eine andere Welt hier in Mittelamerika. Wie schon gesagt, die Fahrt ist nach 1,5 Stunden vorbei und wir kehren zur Basisstation zurück, hier bekommen wir auf Wunsch einen Becher Bier oder einen Fruchtsaft. Ebenso werden uns auf großen Tellern schmackhafte Ananas-Scheiben und Bananen angeboten. Hier erkennen wir, wie gut frisches Obst schmecken kann. Zum Abschluß finden wir noch einen wunderschönen Magneten für zu Hause. Ein Tukan im Urwald der ein Paddel im Flügel hält, da Tukane angeblich Spassvögel sein sollen, würde das gut passen. In der großen Halle kann ich noch vier wunder-schöne geschnitzte Masken fotografieren. Gegen 12:00 ist unser Ausflug dann zu Ende und wir kehren zum Schiff zurück. Hier erwarten uns noch 4 einheimische Musiker die an der Pier stehen, und uns Musikalisch verabschieden. Am Nachmittag gehen wir wieder auf`s Pooldeck, das Wetter ist wieder besser geworden und wir können uns an den Pool legen und die leichte Sonne genießen. Zum Abendessen gehen wir heute ins Gosch-Sylt zum Fischessen. Wir bestellen einen Grillteller bestehend aus Scholle, Rotbarsch, Lachs und Steinbeißerfilet dazu Röst-kartoffel und einen guten Rotwein. Das Essen hier im Gosch-Sylt ist für mich nicht ganz überzeugend. Im Anschluß gehen wir noch in das Ankelmann-Restaurant um ein Dessert zu essen.

Montag, den 01. April 2019

Die mein Schiff 6 ist heute Morgen in Colon auf der Karibischen Seite des Panama-Kanales angekommen. Wir sind schon um kurz vor 5:00 in der Frühe aufgestanden, da unser Ausflug eine „Bootsfahrt durch den Panamakanal“ schon um 5:45 beginnt. Kurz nach halb Sechs sind wir in die Backstube auf Deck 12 gegangen um wenigstens noch eine Tasse Kaffee zu trinken. Das Ankelmann und die Backstube sind als einziges Restaurant zu dieser frühen Zeit schon geöffnet. Man glaubt es nicht, alles war hier voll mit Frühstücks-Gästen, die sich zu dieser frühen Zeit schon den Magen voll schlagen. Hermine gönnt sich eine Tasse Kaffee und ich eine Tasse mit heißer Schokolade, dazu ein Brötchen mit Käse, dann gehen wir schon hinunter auf Deck 4. Vor dem Theater bekommen wir unsere Buskarten mit der Busnummer 7, und schon geht es los, über das Treppenhaus hinunter nach Deck 2, wo sich der Ausgang des Schiffes sowie die Sicherheits-Einrichtungen befinden. Der Reisebus wartet schon auf uns, es ist ein ziemlich neuer Hyundai-Bus, mit dem wir heute fahren.

Es geht durch das morgendliche Colon, es ist jetzt kurz nach 6:00, uns begegnen reihenweise Schulkinder in ihren schönen Schuluniformen. Kaum zu glauben es ist ja noch stockduster hier, und die Sicherheitslage hier in Colon ist nicht allzu gut. Wir fahren weiter über eine Autobahnähnliche Straße in Richtung Panama City. Der Verkehr ist äußerst lebhaft, es gibt hunderte von Autos hier, kaum zu glauben daß wir im armen Mittelamerika sein sollen. Nach etwa eineinhalb Stündiger Fahrt mit unserm rasanten Fahrer der High Speed fährt haben wir die Großstadt mit ihren 1,5 Millionen Einwohnern erreicht. Unser Reiseleiter im Bus sprach nur Englisch, das wohl die meisten Passagiere nicht verstanden. Der Bus fährt noch weiter an der City vorbei bis an den Pazifischen Ozean, wo sich dann der Fährhafen bzw. der Jachthafen befindet. Hier liegen einige Doppelstöckige Fährschiffe für uns bereit, wir sind mit ca. 8 Bussen gekommen. Die Schiffe, wie schon gesagt sind Doppelstöckig und haben bestimmt für über 200 Personen Platz. Wir finden ein nettes Plätzchen zum Sitzen vorne am Bug einer Personenfähre, hier an Bord haben wir jetzt endlich einen Deutsch sprechenden Reiseleiter.

Er erzählt uns von der Geschichte des Kanals, sowie von den Transitkosten einer Kanal-durchfahrt. Demzufolge muß zb. ein Kreuzfahrtschiff mit den Maßen der Panamax-Klasse (294 mt./32,3 mt) mit Gesamtkosten von ca. 400.000 US Dollar rechnen. Ein Mittelgroßes Containerschiff mit 4600 TEU muß pro Standart-Container etwa 72 US Dollar, das würde 340.000 US Dollar Grundgebühr kosten.

Zur Geschichte ist kurz gesagt: Die Franzosen haben 1881 nach dem Erfolg des Suez-kanalbaus mit dem Bau des Panama-Kanal begonnen, mußten aber 1889 die Bauarbeiten einstellen. Im Jahr 1904 begannen dann die Amerikaner mit dem Weiterbau am Kanal, der dann 1914 fertig gestellt wurde.

Als erstes fahren wir einige Kilometer in Richtung Pazifik hinaus, umfahren damit einen langen Leitdamm der als Schutz gegen Aufschwemmungen zum Kanal gebaut wurde. Nach ein paar Kilometer haben wir dann die Puente de las Américas eine vierspurige Brücke erreicht, die Nord und Südamerika verbindet, bevor es dann in die Schleusen geht. Wir fahren hinter der Mattheos I einem Containerschiff mit geschätzten 200 mt. Länge durch die Miraflores Schleusen und im Anschluß durch die Pedro Miguel Schleusen. Die Schleusenkammern waren minimal breiter als unser Vorderschiff, die Mattheos I. Die Tore der alten Schleusenkammern waren wie Flügeltüren angeordnet die zuklappen. Die Tore der neuen Schleusenanlagen die seit Juni 2016 in Betrieb sind, dagegen sind als Schiebetore konzipiert. Die Wasser-befüllung der einzelnen Kammern ging wahnsinnig schnell voran. Interressant waren auch die Treidelloks die vier bis 8 Lokomotiven, wo die einzelnen Schiffe in die Kammern ziehen bzw. stabilisieren. Leider ist heute nicht viel los im Kanal nur vereinzelt kommt mal ein Schiff vorbei. Auf der Strecke begegnet uns ein Autotransporter von Toyota und dahinter noch ein altes Containerschiff. Um 12:00 steigen wir leider in Gamboa wieder aus, die Fahrt durch den Gatunsee wird uns nicht gegönnt. Mit unserem Bus geht es wieder zurück nach Colon an der Karibikseite, das wir nach gut einer Stunde erreichen. Jetzt am Tag sehen wir in welchem Zustand die Stadt Colon ist, baufällige Häuser, in den Gassen überall Müll. Es ist die dreckigste Stadt auf unserer Reise. In der Stadt herrschte ein Verkehrschaos, eine dreiviertel Stunde brauchen wir, bis unser Schiff endlich erreicht ist. Es ist jetzt Zeit zum Mittagessen, wir sind anschließend in das Ankelmann-Restaurant hinauf gegangen und schauen uns nach dem angebotenen Essen um. Dann entschieden wir uns für eine Brotzeit, es gibt hier ein Holzofenbrot mit Griebenschmalz das vorzüglich schmeckt. Nach einer Weile erkennen wir durch die Fenster vom Restaurant, das in der Stadt Colon ein Haus brennt. Am Nachmittag gehen wir noch auf das Pooldeck zum Ausruhen und ein paar Strawberry Kiss trinken, um 16:30 ist aber schon wieder Abfahrt nach Cartagena in Kolumbien. Unser heutiges Abendessen findet wieder im Ankelmann statt, was ich gegessen habe weiß ich aber nicht mehr. Mein schönes neues Hemd habe ich beim Getränke holen mit einem Glas Rotwein bekleckert. Somit mußte ich also zurück in die Kabine und mich umziehen und natürlich versuchen die Rotweinflecken mit warmen Wasser zu entfernen. Als ich wieder ins Restaurant zurück bin, habe ich unser Handy mitgenommen um ein paar Bilder zu machen. Heute sind ein paar schöne geschnitze Figuren aus Melonen am Restauranteingang aufgestellt.

Den weiteren Abend haben wir noch am Pooldeck mit einem Ehepaar aus Bietigheim-Bissingen nahe Stuttgart verbracht und nett geplaudert. Sie haben eine neuartige Premium-Karte für einen Zusatzpreis von 800 € pro Person gekauft, die 100 Prozent der Getränke-Angebote beinhaltet. Mehr weiß ich leider nicht mehr über den weiteren Abend.

Dienstag, den 02. April 2019

Heute Morgen sind wir um 7:45 aufgestanden, uns fertig gemacht und gleich ins Atlantik-Restaurant zum Frühstücken gegangen. Dieses Mal saßen wir an einem Sechsertisch direkt an einem Fenster der teilweise schon belegt war. Wir sprachen über den heutigen Ausflug in die Stadt, offensichtlich wußten manche der Tischgäste noch gar nicht was sie in der Kolombianischen Stadt machen wollen. Im Gespräch ging es darum, daß die hiesigen Taxifahrer pro Person 20 US Dollar für die paar Kilometer ins Centrum verlangen. Wir hatten heute eine Busfahrt in die Altstadt von Cartagena für 29 Euro mit Begleitung gebucht. Darüber hinaus hatten wir ein nettes Gespräch mit Leuten denen die Stadt Memmingen offensichtlich schon ein Begriff war, bzw. der Flughafen. Sie waren ganz überrascht über die Passagierzahlen von über 1,2 Millionen Fluggästen die von Memmingen abfliegen. Schon beim Einlaufen in den Hafen von Cartagena haben wir von weitem ein schönes großes Schiff auf der Steuerbordseite gesehen. Nach dem Kamin zu urteilen war es ein Schiff von Norwegian Cruises, welches Schiff war im Moment aber noch nicht zu erkennen. Nach unserem Frühstück kam eine Durchsage der Kreuzfahrtdirektorin auf der Steuerbordseite wäre ein deutsches U-Boot zu sehen. Wir gingen auf das Promenadendeck konnten aber kein U-Boot entdecken, eigentlich haben wir heute den 2. April, es besteht also kein Grund uns in den April zu schicken.

Nachdem wir uns gedreht haben und angelegt hatten befand sich jetzt auf unserer Backbordseite die Norwegian Bliss, sie wurde erst im Frühjahr 2017 bei Meyer in Papenburg übergeben, ein riesiges Schiff mit 19 Decks und einer Schiffsgröße von über 163.000 BRZ. Und einer Länge von 325 mt. mit insgesamt 4200 Gästen. Auf der uns zugewandten Seite konnten wir auf den obersten Decks eine Kartbahn sehen, sie soll auf der zweigeschossigen Rennstrecke über 300 mtr. lang sein und die Elektrokarts können hier eine Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h erreichen können.

Um 10:15 war Treffpunkt im Theater um unsere Buskarten zu holen, danach ging es gleich nach unten auf Deck 2. Da anscheinend eine große Anzahl von Passagieren das Schiff heute verlassen wollte, mußten wir eine Ehrenrunde drehen, es ging einmal über die Sicherheits-Schleuse zurück in das Treppenhaus. Aus Sicherheitsgründen wollten sie die wartenden Gäste von der Treppe weg haben. Wir haben heute Busnummer 20 bekommen, und dazu eine Reisebegleitung die Spanisch und Englisch spricht, sie plapperte in einem fort, aber leider verstand ich kein Wort davon. So fuhren wir in die Altstadt von Cartagena. Es heißt Cartagena sei eine der schönsten Kolonialstädte Südamerikas, dem kann man voll zustimmen. Die Altstadt mit bunten Häusern und Balkonen, viele Blumen einfach Traumhaft. So spazierten wir 3,5 Std. durch die Gassen. Bei einem jungen Indiomädchen kauften wir einen Magneten für zu Hause, der mir aber gar nicht gefiel. Später in einer anderen Straße trafen wir die Verkäuferin wieder und tauschten den Magneten einfach um. Von einem Straßenverkäufer der einen Stand an der Straße hatte, kauften wir einen Becher mit Zuckersüßen Ananasscheiben, sie schmeckten herrlich. Auch ein T-Shirt mit dem Emblem von Columbia wechselte irgendwann den Besitzer. Den Verkäufer trafen wir immer wieder in den verschiedenen Straßen.

Wir sahen auch Reisegruppen von unserem Schiff, die von Örtlichen Reiseleitern durch die Straßen geführt wurden. Sie sahen nicht allzu begeistert aus, im Gänsemarsch hinter dem Führer her zu laufen. Demnach war unsere Entscheidung „auf eigene Faust gehen„ besser. Um 14:15 war der Treffpunkt an der San Pedro Claver (Kirche) mit unserer Begleitung die uns zum Bus bzw. zum Schiff zurück bringt.

Nahe dem Hafenterminal befindet sich der OASIS Eco Park mit vielen freilaufenden Tieren. Es gibt hier kleine Äffchen, Flamingos, Pfaue, Schildkröten, Aras und kleinere Papageien und sogar einen Tukan. Bei den Aras wo einige auch am Boden herum laufen, gibt es welche die auf „in die Füße von Besuchern beißen“ spezialisiert waren. Auch bei mir versuchte es ein Ara immer wieder mal. Ein Besucher der nicht darauf achtete, wurde von einem der Aras in die Fersen gebissen. Ob es ihm weh getan hat, konnte ich nicht erkennen, aber für uns Zuschauer war es halt nett anzusehen. Als wir weiter gehen, kommen wir an einem kleineren Kreuzfahrtschiff mit dem Namen Freewinds vorbei, dessen Name mir bekannt vorkommt. Erst ein wenig später komme ich darauf was für ein Schiff das ist. Dieses Schiff habe ich schon mehrmals im Hafen von Bridgetown / Barbados gesehen. Es gehört der Scientology Sekte und wird für Seminare der höchsten Führungsebene verwendet. Die Norwegian Bliss hat den Hafen von Cartagena schon kurz nach Mittag wieder verlassen. Wie ich zu Hause recherchierte, war sie auf dem Weg durch den Panamakanal. Ihre neue Route im Sommer 2019 führt von Seattle nach Alaska.

So gegen halb Drei sind wir noch auf das Pooldeck gegangen, ein bißchen Sonne tanken und dazu einen Strawberry Kiss trinken und vielleicht ein Eis dazu. Später sind wir ganz nach hinten in die Alsterbar gegangen, an einem Tisch der mit einer Frau belegt war, fanden wir noch ein freies Plätzchen. Sie kam aus der Pfalz, etwas später kam ihr Mann dazu, es war sehr intressant mit den beiden zu plaudern. Sie waren schon einige Male mit AIDA unterwegs und konnten uns von den Schiffen der AIDA-Flotte berichten, und vom Gebaren der AIDA-Gäste. Das Ergebnis lautete im Vergleich von AIDA zu Tui Cruises einen Vorteil für Tui.

Heute Abend um 21:30 ist die Crewshow im Theater, das ist meistens eine tolle Veranstaltung, die Reederei übergreifend einfach gut ist. Die Kreuzfahrtdirektorin nicht mit einer besonders guten Figur ausgestattet, dafür aber mit einer unheimlich symphatischen Stimme begann mit dem ersten Gesangsvortrag. Sie könnte durchaus Professionell singen, ihr Gesangsbeitrag „An Tagen wie diesen“ war sehr gut. Aus der Küche kamen einige Jungs die uns eine tolle Tanzakrobatik vorführten. Weiterhin kamen ein paar Sänger und eine Sängerin im Hauptberuf als Kellner im Restaurant tätig. Ihre Darbietung im Gesang war Exellent, man durfte sich wundern daß sie noch keine Gesangskarriere gemacht hatten. Danach war noch die Verlosung einer Seekarte, die meistens ein Offizier von der Brücke von jeder Seereise anfertigt. Ein Passagier aus dem Raum Mainz hat sie heute Abend gewonnen. Im Anschluß so gegen 22:30 sind wir wieder in unsere Kabine zurück.

Mittwoch, den 03. April 2019

Es ist Seetag: heute Morgen sind wir ziemlich spät aufgestanden, es war schon nach 8 Uhr als wir zum üblichen Frühstück ins Atlantik-Restaurant gegangen sind. Die Nacht über herrschte starker Seegang mit Wellen von ca. 6 Meter. Jetzt am Vormittag hat sich die Situation beruhigt, wir haben zwar immer noch Windstärke 5 und die Wellen sind ganz ordentlich. Da fällt mir ein, ein Ehepaar aus Schwäbisch Hall die wir immer wieder mal treffen und auch sprechen, setzt sich auch heute zu uns an den Frühstücks-tisch. Die Frau schaut heute Morgen etwas mitgenommen aus, was offensichtlich eine Folge des nächtlichen Seegangs ist.

Wir sind seit gestern Spätnachmittag auf dem Weg von Cartagena nach Santo Domingo der Hauptstadt der Dominikanischen Republik. Heute Morgen gleich nach dem Aufstehen war der Himmel ziemlich grau, inzwischen um kurz nach Zehn haben wir wieder einen strahlend blauen Himmel bekommen. Am Pooldeck ist alles voll belegt, aber an Deck 14 werden die Badeliegen nach der stürmischen Nacht, erst jetzt frei gegeben so entspannt sich die Lage etwas. So verbringen wir auch den heutigen Tag mit den üblichen Gepflogenheiten, mal etwas trinken, ob Paulaner-Weizen oder Alkoholfrei ein Strawberry Kiss, es kommt alles mal dran.

Zum Abendessen gehen wir auch heute in den Ankelmann, mir schwebt ein guter Teller mit Wok vor, dazu ein bis zwei Gläser Rotwein. Später gehen wir noch in die Tui-Bar zu Besuch bei dem jungen Michelfeit, der hier an der Bar arbeitet. Auch diese Bar ist fast immer gut besucht, so daß man sich immer ein freies Plätzchen suchen muß. So gegen halb Elf gehen wir in unsere Kabine, der nächste Morgen ruft schon.

Donnerstag, den 04. April 2019

Die mein Schiff 6 befindet sich immer noch auf dem Weg nach Santo Domingo der Hauptstadt der Dominikanischen Republik. Es ist jetzt 6:45 als wir aufstehen und uns zum Frühstücken bereit machen. Als wir den Eingang zum Atlantik-Restaurant erreichen stellen wir fest daß es noch geschlossen hat und erst um 7:00 öffnet. Da wir heute Zeitnot haben, unser Ausflug mit einer Truck-Safari zum Socoa-Wasserfall und ins Dominikanische Hinterland findet schon um 8:20 statt. So müssen wir mit dem Lift auf Deck 12 fahren und in die Backstube gehen, die schon ab 6:30 geöffnet hat. Hier oben angekommen erscheint uns das ganze etwas Chaotisch, vor allem wenn man sich in der Kürze nicht auskennt. Auch die Leute auf den Gängen hier muß man aufpassen alles läuft kreuz und quer und alle irgendwie in Eile. Da ist es im Atlantik-Restaurant beschaulicher und netter.

Dann geht es auch schon los mit der Busnummer 20 die wir von den Reiseleitern vor dem Theater bekommen, geht es über das Treppenhaus B zum Ausgang der sich wie immer auf Deck 2 befindet. Der Bus bringt uns zu einem Treffpunkt an einer Tankstelle, wo schon zwei offene Geländetrucks auf uns warten. Dann geht es auch schon los in Richtung Samana, jeder der Trucks hat etwa 10 Sitzplätze, unser erstes Ziel ist der Socoa-Wasserfall der sich anscheinend auf einem Privatgelände befindet. Hier wohnt eine Familie zusammen mit den Großeltern auf zwei Arealen. Es ist nichts besonderes nur ein paar Hütten aber dafür zwei neuere Motorräder. Nun gehen wir mit der Reisegruppe einige hundert Meter einen steilen und da es heute Nacht auch geregnet hat, auch rutschigen Waldweg hinunter. Nach etwa einer Viertelstunde haben wir den Wasserfall erreicht, der Fall ist ja ganz nett, aber man kann fast nirgends am Ufer stehen oder laufen. Ein paar mutige Passagiere aus unsere Gruppe stürzen sich ins Wasser, ob es sehr kalt ist, kann ich leider nicht sagen. Wir gehen nach etwa 20 Minuten den sehr steilen Weg wieder nach oben. Da es schon sehr warm ist, müssen wir schon einige Male nach Luft schnappen, bis wir das Hüttengelände wieder erreichen.

Oben angekommen bekommen wir von den Busfahrern einen Cuba Libre zum Trinken, der sehr süffig ist. Nachdem wir wieder alle komplett sind geht es ein paar Kilmeter weiter zu einer Zuckerrohr-Plantage. Die Plantage hat eine sehr sonnige Lage, als Folge gibt es hier viele wunderschöne Blumen und blühende Sträucher. Unter anderem auch Bougainvilleen die hier in der Dom. Rep. aber anders heißen. Die Wohnhütten sind auch hier einfach gehalten aber das Gelände ist sehr schön. Es gibt hier ein paar Schweine, Hühner und mehrere Ziegen, zum Abschluß bekommen wir ein Stück Zuckerrohr zum Kauen. Er ist sehr saftig und süß. Dann geht es weiter zu Mama Mercedes einer 92 Jährigen Dame die hier mit Ihrer Familie auf einer Kakao und Kaffee-Plantage lebt. Auch hier sind die Wohnhütten einfach aber die Plantage ist sehr nett, es gibt auch hier viele blühende Sträucher zu sehen. Am Eingang des Grundstückes stehen große Plakattafeln von Tui-Cruises, Aida sowie Tullmantur, die offensichtlich ihre Gäste zu dieser Plantage bringen. Wir bekommen Kakao zu trinken, den die Oma für uns gekocht hat. Dann zeigt man uns kurz das Mahlen von Kaffee-bohnen in einem Holzbehälter.

Zum Abschluß kann man verschiedene Produkte, wie Kakao, Honig, Vanille sowie ein Produkt das einen Viagra ähnlichen Wirkstoff besitzt, kaufen. Schade die Viagra-Flasche traute sich keiner unser Ausflugsgäste zu kaufen, entweder benötigte das wirklich keiner der Männer oder niemand traut sich zum Kauf dieser Flasche.

Als wir dann Mama Mercedes wieder verließen, bewunderten wir am Eingang nochmals die riesigen Tafeln mit den Kreuzfahrtschiffen. Auf dem zu sehen war, das die Gäste von AIDA, Tui-Cruises sowie Pullmantur sich regelmäßig bei der alten Dame sehen ließen. Dann fuhren wir noch ein paar Kilometer ins Hinterland, bevor es zurück zu unserem Bus der auf einem Tankstellengelände auf uns wartete. Zum Abschluss unseres Ausfluges gibt es noch einen Cuba Libre von unseren Reisebegleitern, dann fahren wir endgültig zum Schiff zurück. Als erstes gehen wir in die Kabine zurück, um unsere Sachen zb. Fotokamera abzulegen. Danach geht es auf das Pooldeck, ein letztes mal Sonne tanken. Aber wir haben kein Glück mehr, ab 15:00 Regnet es immer wieder. Da heute Nachmittag an Bord wenig los ist können wir immer wieder vor dem Regen unter das seitliche Pooldach schlüpfen. Aber es wird heute einfach nicht mehr schön, so daß wir den heutigen Nachmittag frühzeitig beschließen. Zum Abendessen gehen wir heute in die Osteria zum Pizza essen oder vielleicht gibt`s auch Spaghetti Bolognese. Dazu ein oder mehrere Gläser Rotwein, sie haben an Bord einen guten Rotwein von Montepulciano/Toskana. Später gehen wir vielleicht aufs Pooldeck sofern es nicht gerade Regnet oder in die TuiBar. Bis 23:00 Uhr müssen wir unsere gepackten Koffer vor die Tür stellen. Heute Nacht ist wieder Großkampftag für die verantwortliche Crew, bis zu 4000 Koffer müssen sie heute Nacht wieder durchs Schiff transportieren.

Freitag, den 05. April 2019

Wir sind in La Romana angekommen Um 7:15 sind wir heute Morgen aufgestanden, es ist heute unser letzter Urlaubstag hier auf der mein Schiff 6. Bis 9:00 müssen wir unsere Kabine verlassen haben, die großen Koffer haben wir schon gestern Abend vor die Kabinentür gestellt. Jetzt noch zum Frühstücken ins Atlantik-Restaurant, hier bekommen wir auch heute wieder Besuch von dem Ehepaar aus Schwäbisch Hall die immer mal zu einem kurzen Gespräch bereit sind. Danach nochmals zurück in unsere Kabine, ein letztes mal Duschen, dann verlassen wir mit unserem Handgepäck unsere Behausung. Das Handgepäck bringen wir in die Abtanzbar, wo es bis zu unserem Abflug bleiben kann. Es ist heute Morgen schon sonnig, die Temperaturen sollen sich zwischen 23 und 27° bewegen. Das leidige Ruheliegen belegen fand auch heute Morgen noch statt, trotz Abflugtag der Hälfte aller Passagiere. Wir konnten beobachten das zwei alte Weiber so um die 75 Jahre kurz vor uns drei Liegen im Schatten belegten. Eine davon ging kurz darauf zum Poolrand wo Sie eine weitere Badmatte die hier liegen, belegte. Kurze Zeit darauf folgte Ihr die zweite ältere Frau um sich ebenfalls in die Sonne zu legen. Wenn das alle Passagiere machen würden, müßte das Schiff über 10.000 Badeliegen haben.

Es ist jetzt kurz vor Mittag, unsere Abreisezeit rückt immer näher an der Eisbar Gelato holen wir uns ein letztes Eis. Ein Ehepaar aus Ostdeutschland das wir als sehr sympathisch kennen gelernt haben, setzt sich zu uns an den Tisch. Wir wechseln noch einige Worte miteinander, bevor wir uns von den beiden herzlich verabschieden. Um 12:30 haben wir entgültig die mein Schiff 6 verlassen. Wir waren die letzten Passagiere die in den Bus eingestiegen sind,so kann die kurze Fahrt bis zum 6 Kilometer Flughafen Casa del Campo beginnen.

Eine lange Menschenschlange von der mein Schiff 6 wartet hier schon auf das Einschecken, wir mußten dann auf Strumpfsocken durch die Kontrolle gehen. Das kam mir sehr bekannt vor, bei unserem ersten Karibikurlaub in 2013 durften wir in Barbados ebenfalls unsere Schuhe ausziehen. Es waren anscheinend außer den Fluggästen von München auch Düsseldorfer die hier auf den Abflug warteten. Kurz vor unserm Abflug kamen plötzlich kleine Rußpartikel durch die offene Wartehalle geflogen, zuerst dachte ich , sie kommen von den 2 Flugzeugen die gerade gelandet waren. Später erzählte unser Flugkapitän das hier in der Nähe Zuckerrohrfelder abgebrannt werden, und die Rußpartikel durch die Luft bis zum Flughafen getragen werden.

Um 15:00 war es dann endlich soweit, daß wir die Abflughalle verlassen durften, aber gleich darauf mußten wir auf dem Flugfeld nochmals kurz warten, bis unser Flugzeug endlich frei gegeben wurde. Um 15:45 scheint es dann endlich los zu gehen, unser Heimflug nach München mit der Condor-Flug-nummer 3775 in einer Boeing 737-300.

Eine nette Episode nebenbei, von einem Russischen Ehepaar das im Herflug nach La Romana direkt hinter uns gesessen war. Als wir jetzt zum Flugzeug gehen, trennen sich die beiden unbeabsichtigt, er geht zum hinteren Ende des Flugzeugs und sie zum vorderen Ende, wobei Sie recht Recht hat wie sich später zeigt. Jetzt diskutieren beide über eine Entfernung von über 30 Metern, wer jetzt zu der vorderen oder hinteren Flugzeugtüre kommen soll. Die Diskussion wurde stellenweise sehr kontrovers und laut geführt. Am Ende wollte er alleine hinten im Flugzeug einsteigen, aber da er jetzt ca. zwei Meter außerhalb der einsteigenden Fluggäste stand, mußte er jetzt wieder zum Ende der Schlange zurück. Dann ging er im großen seitlichen Abstand zum Flugzeug zum vorderen Eingang des Flugzeuges, wo er dann endlich einsteigen konnte. Eine kurze Diskussion der beiden an ihrem Sitzplatz, dann war die Meinungs-verschiedenheit der beiden offensichtlich behoben. Über den Flug gibt es nicht viel zu sagen, kurz nach dem Abflug sahen wir in der Ferne Rauchschwaden die wohl von den abgebrannten Zuckerrohrfeldern stammen werden. Einige Minuten später haben wir schon die Küste erreicht, jetzt beginnt der beinahe unendliche Atlantische Ozean der uns die nächsten geschätzte 7,5 Std. begleiten wird. Unser Flugkapitän berichtet uns, daß wir trotz der Verspätung beim Start hier in La Romana vorzeitig in München landen werden. Zuerst schaue ich mir zur Unterhaltung zwei/drei Filme an, bei Condor ist das Film-repertoire für die Economy-Class nicht allzu reichhaltig, im Vergleich zu anderen renommierten Fluggesellschaften. Später versuche ich zu schlafen, aber trotz Omex-Tabletten gelingt mir das auch heute nicht. So döse ich halt vor mich hin, wobei die fast senkrechte Sitzposition nicht sehr hilfreich ist. Irgendwann während des Fluges stelle ich meine Armbanduhr auf Deutsche Zeit um, um auf dem aktuellen Stand bis zur unserer Landung in München zu sein.

Samstag, den 06. April 2019

Unsere Ankunft hier in München war exakt 7:00 als wir auf der Rollbahn zum Terminal 1 fuhren. Wir kamen relativ schnell durch die Paßkontrolle, beim Kofferband dauerte es natürlich wieder länger. Wir haben wie meistens kein Glück und sind bei den letzten die Ihre Koffer erhalten. Im Anschluß verlassen wir den Terminal und warteten vor der Türe auf den Shuttlebus der uns nach Hallbergmoos zu unseren Auto bringen soll.

Fazit:

Es war wieder eine Reise mit mein Schiff dieses Mal konnten wir mit einem fast neuen Schiff unsere Kreuzfahrt machen. Das Schiff die mein Schiff 6 war für unsere bis- herigen Verhältnisse fast ein Riesenschiff. Es gibt viel Platz auch in der Sonne mit Sonnenliegen sowie größere Sonnenstühle. Aber leider hilft das hier auch nicht weiter, die Liegen sind wie auf den anderen Schiffen dieser Reederei immer voll belegt. Es gibt unheimlich viele Bars und auch Restaurants wo man sich aufhalten könnte, Auf den alten Schiffen wie die mein Schiff 1 gab es ein Zentrum wo man sich bei gutem Wetter aufhalten konnte. Bei dieser Menge an Bars hier an Bord ist es schwierig Bordbekannte wieder zu finden. Die Kreuzfahrt an sich war sehr schön, die angefahrenen Städte bzw. die angebotenen Ausflüge dazu, waren in der Mehrzahl nicht besonders gut. Ausnahme dazu war vielleicht Ochos Rios auf Jamaika, Cozumel war auch nicht schlecht ebenso die Insel Roatan und Puerto Limon. Entäuschend war Belize sowie Panama, hier hätte man auf Grund des hohen Ausflugspreises schon mehr erwarten können. Spitze dagegen war Cartagena die Metropole in Kolumbien, die Altstadt war ein Traum ebenso die Menschen sehr freundlich und angenehm. Unser letzter Ausflug in Santo Domingo war nur in Teilen gut. Aber vielleicht stellt man zu hohe Ansprüche an die Menschen und die Gebäude wo sie wohnen.

Wir würden jederzeit wieder auf die mein Schiff 6 zurück kehren, den Ausschlag wird aber die Route mit ihren Zielen geben.

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Vereinigte Arabische Emirate- Januar 2019

Heute beginnt unsere zweite Reise in die vereinigten Arabischen Emirate. Unser diesjähriges Urlaubsdomizil wird das 5-Sterne-Hotel The Cove Rotana in Ras Al Khaimah sein.

Samstag, den 05. Januar 2019

Um 16:00 Uhr am Späten Nachmittag starten wir in Ottobeuren, unser Ziel ist der Flughafen München. Wir haben seit heute Morgen um 7:00 ein großes Schneechaos im gesamten süddeutschen Raum. Das geht schon nah an einen Katastrophenalarm, was hier bei uns heute in Südbayern abgeht. Es wurden heute schon 120 Flüge in München abgesagt, und wir wissen eigentlich nicht ob unser Flug in die Vereinigten Emirate stattfinden wird. Und wir wissen auch nicht ob wir überhaupt nach München bzw. zum Flughafen kommen, die Wetterlage ist noch völlig unklar.
Um 20:30 wäre dann unser Zeitpunkt mit dem Shuttlebus in Hallbergmoos, der uns zum Terminal 1 am Flughafen bringen soll. Wie schon gesagt fahren wir um 16:00 in Ottobeuren los. Auf der Autobahn in Richtung München sind alle Fahrbahnen frei, so dass wir auch gut vorankommen. Nach gut zwei Stunden haben wir dann doch schon Hallbergmoos erreicht. Durch die frühzeitige und Ankunft hier beschließen wir noch eine Pizzeria zu besuchen. Zu Hause hatten wir die Pizzeria Girasole in der Lilienstraße hier in Hallbergmoos ausgewählt, nur leider hat sie am Samstagabend geschlossen. Nach kurzem Suchen haben wir die Pizzeria Il Mistero im Ortszentrum von Hallbergmoos gefunden, es ist mittlerweile kurz nach 18:00 geworden.
Die Pizzas, ich habe mir eine Pizza Regina und meine Frau eine Pizza Speziale bestellt, schmecken wirklich ganz ausgezeichnet, wir lassen uns Zeit beim Essen sind trotzdem viel zu früh fertig, es ist jetzt erst kurz nach 19:30.

So dass wir dann langsam zu unserem Treffpunkt fahren, nach unserer Ankunft in der Lilienstrasse 19 müssen wir trotz allem noch eine ganze Stunde auf unseren Transferbus warten. Erst um 20:30 werden wir dann vom Parkfly-Shuttlebus abgeholt und zum Airport gebracht. Zuerst gehen wir zum Check In auf Gate C, später müssen wir zur Passkontrolle ein Stockwerk nach oben gehen. Gegen 21:25 gehen wir durch die elektronische Passkontrolle (Pass in einen Schlitz stecken er wird ausgelesen, erste Schranke wird geöffnet, danach wird man noch fotografiert und die zweite Schranke öffnet sich) und wir sind nun im Warteraum angekommen. Hier verbringen wir nun die nächsten Stunden, später kurz vor dem Einchecken fallen uns noch zwei Pärchen auf. Typische Münchner, die Damen eine hat seitlich einen weißen Haarstreifen, bei der anderen ist er rot abgesetzt. Die Herren sind nicht besser, optisch zwar unauffälliger, aber dafür im Wesen ziemlich arrogant. Sie werden uns in Ras Al Khaimah noch weiterhin auffallen.

Dieses Jahr fliegen wir erstmals mit der Fluggesellschaft Condor, da die Fluglinie Air Berlin wo wir in all den Jahren geflogen sind, im Jahre 2017 pleite gegangen ist. Die Service-Leistungen von Air Berlin waren zuletzt auch nicht mehr so atemberaubend. Man wird sehen was uns Condor bringen wird, wir sind ja noch niemals mit Ihnen geflogen. Unser Abflug hier in München nach den Vereinigten Emiraten soll um 23:15 Uhr stattfinden, und die Ankunft am Airport in Dubai soll Morgen Vormittag um 9:20 Ortszeit stattfinden. Leider ist unser Flugzeug schon viel zu spät aus Hurghada/Ägypten zurück gekommen, dadurch verspätet sich auch unser Abflug. Wir rutschen genau um 0:25 durch das Flugverbot, das von 23:30 bis 6:00 in München besteht. Gegen halb Ein Uhr starten wir endgültig nach Dubai, zuvor muss unser Flugzeug eine große Enteisungsaktion erdulden. Wir hatten bisher so etwas noch nie erlebt, ca. 10 bis 15 Minuten wird unser Flieger mit dem Enteisungsmittel besprüht.

Sonntag, den 06. Januar 2019

Mit dreistündiger Zeitverschiebung sind wir hier gegen 9:20 in Dubai am Al Maktoum International Airport kurz DWC genannt angekommen. Der DWC sollte nach dem Willen von Dubais Scheich Mohammed Rashid Al Maktoum der weltgrößte Flughafen werden, aber zu seinem Leidwesen wird er von den Internationalen Flug-Gesellschaften sehr schlecht angenommen.
Es ist sehr wenig los hier, so dass wir schon nach einer dreiviertel Stunde mit dem Kleinbus Nummer 18 den DWC Flughafen von Dubai verlassen können. Unser Fahrer fährt zuerst nach Südwesten in Richtung Abu Dhabi, bis er später auf der Road 611 an Dubai-City wieder vorbei fährt Richtung Ras Al Khaimah. Die Road 611 in Dubai hat in einer Fahrtrichtung 6 Fahrspuren bis wir dann nach ca. 80 Kilometern in unserem Urlaubs-Emirat ankommen bleiben nur noch zwei Fahrspuren übrig, was wohl eine Frage des Geldes ist.

Kurz nach Mittag haben wir unser Ziel im Emirat Ras Al Khaimah mit dem Hotel The Cove Rotana erreicht. Das Einchecken war etwas Chaotisch, ein Boy zeigte uns anschließend mit einem Elektroauto die Ferienanlage und brachte uns danach zu unserem Haus, um 14:00 haben wir dann unser Zimmer 8010 in so einer Art Villa bezogen. Es besteht einem Schlafraum mit großem Bett, ein Sofa, einem Sideboard und einem Flat-TV. Im Vorraum ein großer Schrank mit Kühlschrank und Safe. Dazu ein Waschraum mit Toilette, einem Bidet und Duschabteil.

Nach dem Koffer auspacken sind wir noch zu einem späten Mittagessen ins benachbarte Cinnamon-Restaurant gegangen. Es gibt unter anderen Rindfleisch mit Reis das ich für mich auswähle, es hat ganz gut geschmeckt. Im Anschluss nach dem Essen sind wir zum Pool Laguna unterhalb der Rezeption gegangen. Hier habe ich meinen ersten Cuba libre getrunken. Gegen 18:00 sind wir dann in unsere Villa zurück, zum Duschen und dann fertig machen zum Essen und für den weiteren Abend.

Im Cinnamon-Restaurant muß man sich zum Essen anmelden und bekommt einen Platz oder Tisch zugewiesen. Wir essen meistens auf der Terrasse im Freien, es ist angenehm warm hier. Das Service-Personal hier im Hotel ist größtenteils Männlich und kommt aus Asien, und wie man hört die meisten aus Pakistan. In der Küche sieht man Köchinnen von den Philippinen oder auch Indonesien. Nach unserem Abendessen im Restaurant, es gab Teile von einer Pute, dazu nahm ich mir Fleisch aus einem Topf wo irgendwas mit Hongkong drauf stand, es war gut aber sehr scharf.
Nach unserem Abendessen sind wir noch in die Rezeption und danach auf die angrenzende Terrasse, hier in der Breeze Lobby Lounge haben wir dann noch ein junges Urlauber-Pärchen so Anfang 20 aus Ingolstadt getroffen. Wir setzten uns zu den beiden und führten eine angeregte Unterhaltung. Er ist von Beruf Schreiner und schon etwas in der Welt unterwegs gewesen. Das junge Mädchen war Bankangestellte und wohl das erste Mal in der weiten Welt unterwegs. Wir konnten uns sehr nett mit den beiden unterhalten. Kurz vor 23:00 sind wir wieder auf unser Zimmer zurück gegangen, der Tag war ja lang genug.

Die Temperatur in Ras Al Khaimah lag heute bei etwa 27°

Montag, den 7. Januar 2019

So gegen 8:00 sind wir aus dem Bett gestiegen, geschlafen haben wir heute Nacht sehr gut. So machen wir uns fertig zum Frühstücken, das wie schon gestern Abend im Cinnamon-Restaurant stattfinden wird. Zuerst müssen wir uns anmelden, wir bekommen auf unseren Wunsch hin einen Tisch auf der Terrasse. Das Frühstück ist in Buffettform im Inneren des Restaurants aufgebaut. Wir bevorzugen die leichtere Art von Essen maximal ein Pilzomelette oder Rühr bzw. Spiegeleier. Dazu Brötchen mit Marmelade und ein Glas Saft und eine Kanne mit Kaffee.
Heute um 11:00 ist Treffen der neuen Gäste im Cove Village (Außerhalb unserer Anlage) zur Reiseleiterbesprechung. Unser Reiseleiter von BigXtra beginnt erstmals sehr Chaotisch seinen Vortrag, er springt von einem Raumteil zum anderen. So langsam aber kristallisiert sich das ganze heraus, wann zum Beispiel unser Ausflug nach Dubai oder ins Stadtzentrum von Ras Al Khaimah stattfinden soll.
Nach der Besprechung mit dem Reiseleiter gehen wir zurück auf das Hotelgelände vom Cove Rotana und starten dem Sunset-Pool einen Besuch ab, es ist mittlerweile 12:00 geworden und Zeit für einen ersten Cuba Libre. Der Sunset-Pool hat einen sogenannten Infinity-Pool das heißt man hat eine Sicht vom Schwimmbecken aus über die Lagune bzw. das Meer.

Um 13:45 sind wir dann noch zu einem Mittagessen in das Cinnamon-Restaurant gegangen. Ich suchte mir vom Grill eine schöne Scheiben mit Putenfleisch aus, dazu noch etwas Reis. Der Ober brachte uns noch die passenden Getränke ein Glas Rotwein und für mich ein Bier.
Zurück auf dem Zimmer holten wir uns die Fotokamera, und machten einen langen Spaziergang durch die schöne und Interessante Hotelanlage hinunter bis zum zweiten Laguna Bay Pool. Wie wir von dem jungen Pärchen gestern Abend hörten wurde dieser Pool nicht beheizt. Ein paar Fotos von hier und weiter gehen wir hinaus bis zur Lagune und dem Strand.

Auch hier gibt es viele Strandliegen und auch eine Strandbar zum abhängen. Durch die Villen an der Lagune gehen wir den Berg wieder hoch bis zum Sunset-Pool zurück. Hier setzen wir uns nochmals in die Sonne und haben einen letzten Cuba Libre getrunken. Bis 17:00 sind wir noch hier geblieben dann war die Sonne nur noch als blasser Ball zu sehen. So dass wir den Heimweg antraten um uns im Zimmer zu duschen und für den weiteren Abend fertig machen. Danach sind wir nochmal auf dem großen Hotelgelände spazieren gegangen und gegen 18:45 zum Abendessen ins Cinnamon-Restaurant gegangen. Meistens bekamen wir einen Zweiertisch auf der Terrasse zugewiesen. Was ich hier meist gegessen habe, keine Ahnung ich merke mir sowas nicht.

Nach dem Abendessen sind wir nochmals in die Breeze-Lounge Bar gegangen. Man kann hier in der Lounge auch Shisha rauchen, das ist allerdings nicht ganz billig. Ich hörte von dem jungen Pärchen von gestern Abend von einem Preis von über 25 Euro und das ist mir eindeutig zu viel.

Die Temperatur heute lag bei etwa 25 – 27°

Dienstag, den 8. Januar 2019

Heute Morgen machen wir einen Ausflug in die Glitzer-Metropole am Golf, ins Emirat Dubai. Unser Ausflug mit dem Bus nach Dubai beginnt um 9:45. Der Reiseleiter der uns begleiten wird erwartet uns vor der Rezeption unseres Hotel The Cove Rotana ab, und der Bus wartet vor dem Rotana Village, das eine weitere Hotelanlage die zur Rotana-Gruppe gehört. Zu unserem Resort führen zwei große Durchfahrts-Tunnels. Wir sind ca. 20 Personen, darunter sind auch ein junges Türkisches Geschwister-Quartett, die uns schon gestern positiv aufgefallen sind. Unser Reiseleiter ist ein junger Mann, der sich später als Ägypter vorstellt und in seiner Heimat Germanistik und Touristik studiert hat. In Ägypten kann man zur Zeit in seinem Beruf kaum etwas verdienen, so dass viele von ihnen ins Arabische Ausland zum Arbeiten kommen. Er hat uns sehr viel von den Emiraten und auch später von Dubai erzählt.

Auf dem Weg nach Dubai fahren wir am Palast des Sheiks von Schardscha vorbei, ebenso an der Kamel-Rennstrecke von Dubai. Ein Hobby von Mohammed Rashid Maktoum dem Scheich von Dubai, er besitzt einige Rennkamele im Wert von vielen Millionen Euros. Er erzählte auch davon wie diese Rennkamele heute geritten werden, früher waren es Jockeys dann später wurden kleine Jungen dafür benutzt. Der neue Schrei war dann kleine Roboter die man auf dem Rücken der Kamele platzierte, und die immer wieder auf die selbe Stelle des Kamels schlugen. Das merkten irgend wann die klugen Tiere und sie brachen das Rennen einfach ab. Heute ist es so, daß die Besitzer außerhalb der Rennstrecke mit Ihren Geländewagen mitfahren und ihre Rennkamele über den besagten Computerjockey manuell anfeuern.

Archivbild

Heute Morgen machen wir einen Ausflug in die Glitzer-Metropole am Golf, ins Emirat Dubai. Unser Ausflug mit dem Bus nach Dubai beginnt um 9:45. Der Reiseleiter der uns begleiten wird erwartet uns vor der Rezeption unseres Hotel The Cove Rotana ab, und der Bus wartet vor dem Rotana Village, das eine weitere Hotelanlage die zur Rotana-Gruppe gehört. Zu unserem Resort führen zwei große Durchfahrts-Tunnels. Wir sind ca. 20 Personen, darunter sind auch ein junges Türkisches Geschwister-Quartett, die uns schon gestern positiv aufgefallen sind. Unser Reiseleiter ist ein junger Mann, der sich später als Ägypter vorstellt und in seiner Heimat Germanistik und Touristik studiert hat. In Ägypten kann man zur Zeit in seinem Beruf kaum etwas verdienen, so dass viele von ihnen ins Arabische Ausland zum Arbeiten kommen. Er hat uns sehr viel von den Emiraten und auch später von Dubai erzählt.

Meine Frau und ich besuchen anschließend noch den Gold-Souk, man will ja informiert sein. Eine ganze Straße voller Schmuck und Juweliergeschäfte. Gleich am Anfang dieser Straße in einem Schaufenster ist der größte Ring der Welt ausgestellt, ca. 40 cm im Durchmesser und 8 Kilo reines Gold (Näheres in meinem Reisebericht von 2020).
Nach einer halben Stunde kommen wir zu unserem Treffpunkt am Gewürz-Souk zurück. Danach unterqueren wir die Baniyas Road direkt am Creek, an dieser Abrastation steigt unsere Ausflugsgruppe in mehrere Boote (Abra) und wir fahren den Khor Dubai (Creek) hinunter in Richtung Bur Dubai einem weiteren Stadtviertel nahe dem Centrum. Nach dem Einsteigen in unseren Bus fahren wir weiter zum Dubai-Museum das sich im al Fahidi Fort dem ältesten noch erhaltenen Gebäude hier in Dubai befindet. Im Innenhof des Museums befindet sich das Modell eines sogenannten Sommerhauses der Beduinen, das ganz aus Bambus mit einem Wind-Turm (zur Kühlung, Klimaanlage) hergestellt ist. In der Tief-Etage des Museums wird das frühere Leben in Dubai-Stadt mit lebensgroßen Figuren dargestellt, Szenen aus dem Markt, Töpfereien, Gewürze, Getreide und vieles mehr wird mit viel Licht- und Toneffekten authentisch dargestellt.

Nach dem Besuch des Museum kommen wir am Al Fahidi District vorbei, hier befinden sich die ältesten Häuser von Dubai. Am Beginn der Sheik Zayed Road sehen wir eine der neuesten Errungenschaften von Dubai, ( The Frame ) das ist ein überdimensionaler Bilderrahmen. Er besteht aus zwei 150 Meter hohen Türmen, die unten durch ein Basisgebäude und oben durch eine 93 Meter lange Brücke verbunden ist. In dieser Brücke befindet sich ein 25qm großer Glasboden, durch den man eine grandiose Aussicht auf den Zabeelpark hat. Durch die seitlichen Fenster kann man die Altstadt bis hin zum Creek sehen, und auf der anderen Seite die Skylinie von Downtown Dubai ewrkennen.( siehe in Reisebericht 2020).
Wir fahren weiter über die Sheik Zayed Road an der Downtown mit seinen schönen Hochhäusern und dem Burj Khalifa mit seinen 828 Metern vorbei. Kurz bevor wir auf die Halbinsel The Palm Jumeirah erreicht haben, sehen wir auf der linken Seite noch die Skihalle von Dubai. Es ist ein Imposantes Bild das die riesige Halle mit seiner 400 Meter langen Skipiste uns bietet.

Wir sind jetzt auf der The Palm Jumeirah Road oder wie immer diese Straße heißt, die auf die gewaltige Palmeninsel führt. Zu Beginn der Straße sind große Apartment-Häuser, ein paar Hotels und sonstige Geschäftshäuser zu sehen. Die sogenannten Palmwedel sind bestückt mit Villen von reichen Emiratis als auch von Europäern, die hier Millionen Euros oder Dollars für diese außergewöhnliche Lage ausgeben. Am Ende des Palmen Stammes geht es noch durch eine fast einen Kilometer langen Tunnel bis wir den äußersten Ring erreicht haben.

Wir fahren am bekannten Hotel Atlantis The Palm vorbei, leider hält unser Bus hier nicht an. Ich kann aber ein paar schöne Fotos aus dem Bus machen. Vor zwei Jahren hatten wir das Hotel schon einmal besucht und vom Innenraum des wunderschönen und gigantischen Hotels ein paar Fotos gemacht. Weiter geht es am Adventure Waterpark und The Lost Chambers Aquarium vorbei bis fast zum Ende von The Palm Insel. Unsere Fahrt führt uns am Sofitel Dubai Palm Resort als auch am Waldorf Astoria Hotel vorbei. Von hier können wir ein paar Fotos vom Burj Al Arab Hotel das die Form eines Arabischen Dhau-Segels hat machen,(leider sehr dunstig, ich konnte schöne Bilder in 2016 und 2020 machen).
Sowie vom Madinat Jumeirah inclusive des Hotels Al Qasr das im Stil einer Sommer-residenz eines Scheichs gebaut wurde. Diese wunderbare Hotel haben wir im Jahr 2016 besucht und auf einer Terrasse im 5. Stock unseren Kaffee getrunken. Von hier hatte man einen wunderbaren Blick auf die Kanäle und die Abras (Boot) die durch die Wasserstraßen fuhren.
Wir fahren nun zurück ins Zentrum, bevor wir aber The Palm verlassen, sieht man auf der rechten Seite das Ain Dubai mit 260 Metern Höhe, das größte Riesenrad der Welt das seiner Fertigstellung entgegen sieht.

Es geht wieder auf der Sheik Zayed Road der Downtown entgegen, vor der Dubai Mall dem weltgrößten Einkaufszentrum steigen wir aus unserem Bus und gehen in die riesige Mall hinein. Mittlerweile befinden sich ca. 1600 Geschäfte in dieser Mall. Gemeinsam mit unserer Ausflugsgruppe gehen wir zur Geschäftsstelle vom At the Top, (Aussichts-Plattform in 450 m bzw. 524 m Höhe) in der unser Reiseleiter die Eintrittskarten für den Burj Khalifa für uns holt. Nachdem er die Karten an unsere Gruppe weitergegeben hat, gehen die meisten von uns Richtung Fahrstuhl. Eine lange Menschen-Schlange möchte anscheinend heute auf den Turm hinauf. So dass es schon eine ganze Weile dauert bis wir die Kontrollen hinter uns lassen und in einen der vielen Fahrstühle steigen können . Jetzt geht es sehr schnell nach oben, auf einer Anzeige im Fahrstuhl ist zu sehen wir benötigen eine Minute bis zum 124 Deck in 450 Meter Höhe.

linkes Bild: Wohnturm 352 m genannt die Fackel / rechtes Bild: die Dubai Mall von oben

Die Aussicht hier oben ist wie immer traumhaft, wenn auch leicht diesig oder Sandverhangen, wir befinden uns ja doch in der Wüste. Von unten sieht man den riesigen Turm auch nur aus einer begrenzten Entfernung. In der Ferne können wir The World Island erkennen das vom zumindest finanziellen Untergang bedroht ist, seit 2010 droht das Projekt auch zu versanden.
Am Port Rashid dem Kreuzfahrtterminal den wir schon im Januar 2017 besuchten, können wir heute von Tui Cruises die mein Schiff erkennen, bei meiner späteren Recherche konnte ich sie als mein Schiff 4 identifizieren. Sie geht wohl heute Abend um 17:30 auf die Reise nach Muskat im Oman und wieder zurück nach Abu Dhabi, Doha und Bahrain.
Wir bleiben etwa eine halbe Stunde auf dem Turm bevor wir wieder nach unten fahren. Bis zu unserem Treffen mit der Reisetruppe um 19:45 haben wir noch viel Zeit, die wir zu einem Rundgang durch die Mall nützen. Wir sind heute das dritte Mal hier, aber die Übersichtlichkeit ist für uns nicht besser geworden. Wir suchen noch eine Lokalität zum Essen, begnügen uns aber im vierten Stock mit so einer Art Hamburger Bude, den Namen weiß ich nicht mehr. Wir holen uns eine Art Chicken-Burger mit Hähnchenschnitzel, das Fleisch war ja soweit ok, aber die Verkleidung bzw. diese Art von Semmel war einfach schrecklich.

Wir verlassen jetzt die große Mall und begeben uns zur Dubai Fontaine wo um 18:00 die Wasserspiele beginnen werden. Im Moment ist noch wenig Betrieb auf dem schönen Vorplatz, eine Stunde später ist die Hölle los, wir wir erkennen werden. Die Wasserspiele sind sehr schön, wir haben sie schon einige Male gesehen. Nur die wunderschöne Lasershow aus dem Jahr 2016 als wir das erste mal hier in Dubai waren sehen wir auch heute nicht. Um 19:45 treffen wir uns mit der Gruppe und gehen gemeinsam zu unserem Bus zurück. Unsere Heimfahrt nach Ras Al Khaimah dauert ca. 2 Stunden. Kurz vor 22:00 besuchen wir noch schnell unser Restaurant Chinnamon zu einem kurzem Abendessen und einem Glas Bier bzw. Glas Wein. Wir wollen auch noch in die Breeze-Bar um einen letzten Cuba Libre zu trinken. Leider wird daraus nichts mehr, ab 23:00 endet das All Inklusive und dafür jetzt vielleicht 15 Euro auszugeben waren wir heute nicht mehr bereit.

Die Temperatur hier in Dubai beträgt heute etwa 30°

Mittwoch, den 09. Januar 2019

Heute genießen wir unseren freien Tag und das schöne Wetter, nach unserem Frühstück das wir wie immer auf der Terrasse des Cinnamon-Restaurant einnehmen. Es gibt ein Pilzomelett dazu Brötchen mit Marmelade und für die Gattin ein Spiegelei sowie Käse und Obstteller, dazu eine Kanne mit Kaffee. Wir wollen heute zum Strand hinunter gehen, es gibt ja auch hier schöne Liegen. Unsere Bade-Decken vom Sunset-Pool haben wir mitgenommen. Hier am Strand gibt es aber genau so eine Deckenstation, man muss dazu nur unsere Zimmernummer angeben. So verbringen wir die nächsten Stunden hier am Strand, dazu noch zwei Gläser mit Cuba Libre auch den gibt es hier an der Strandbar.

Kurz nach 14:00 gehen wir zum Mittagessen ins Restaurant hinauf, für mich gibt es heute ein Beefsteak dazu Spagetti und dazu ein Glas Bier. Die Spaghetti passen zwar nicht unbedingt zum Fleisch, aber das ist eben künstlerische Freiheit die ich hier zelebriere. Gegen 15:00 gehen wir nochmals zum Strand zurück, es ist leider jetzt etwas windig geworden. Ich hole mir noch einen Cuba Libre, so Genießen wir die restliche Tagessonne, so gegen 16:00 geht sie leider schon wieder unter, und ist nur noch als fahler Ball am Himmel zu sehen.
Für Heute Abend um 18:00 haben wir einen Tisch im Bezahl-Restaurant Basilico bestellt. Es soll einen Mediterranen Flair besitzen, es soll hier eine Auswahl an Speisen aus dem gesamten Mittelmeerraum mit Italienischem Schwerpunkt geben.

Wir lassen die Tisch Reservierung im Basilico aber sausen und entschließen uns auch heute Abend im Cinnamon zu verbringen. Es gibt hier Livemusik auf der Terrasse, ein Duo bestehend aus einer jungen Sängerin und einem Organisten bringen uns eine nette Musikalische Unterhaltung.
Nach unserem Abendessen wechseln wir noch kurz in die Breeze Lounge Bar um ein paar Cuba Libre zu geniesen, aber schon gegen 22:30 gehen wir heim ins Bett. Die Klimaanlage in unserer Wohnung geht leider immer noch nicht, die Anzeige auf dem Gerät bringt uns immer wieder 23°, trotz wiederholter Reklamation beim House-Keeping bringen sie das Gerät nicht in Ordnung. So lassen wir auch diese Nacht wieder unsere Balkontüre trotz der Sicherheitsbedenken oder etwaiger Insekten-Zulauf offen. Die Nachttemperatur draußen liegt geschätzt wohl bei ca. 18°.

Das Wetter heute in Ras Al Khaimah ist Sonnig aber nicht zu warm, ca. 25 – 27 °

Donnerstag, den 10. Januar 2019

Wir sind auch heute schon um 8:00 aufgestanden und zügig zum Frühstücken und anschließend zum Pool gegangen. Heute haben wir ja nur den Vormittag zum Sonnenbaden zur Verfügung. Das Wetter ist sehr schön, blauer Himmel so kann man es aushalten.

Um 13:30 beginnt unser Ausflug nach Ras Al Khaimah Stadt, wir müssen aber noch zuerst zwei weitere Hotels anfahren um noch Gäste mitzunehmen, beim ersten Hotel dem Hilton Double Tree Stadthotel mussten wir gute 20 Minuten auf die Gäste warten, offensichtlich waren die Zeitangaben des Veranstalters falsch. Beim zweiten Hotel klappte das Abholen ohne Probleme. Unser erster Stopp war bei der Mohammed Bin Salem Moschee eine der ältesten Moscheen in den Emiraten, aus 14. Jahrhundert und ganz aus Korallenstein gebaut und ohne Minarett. Sie war nicht als Moschee zu erkennen, wir konnten auch nicht in den Innenraum. Die Erklärungen unseres Reiseleiters waren sehr ausführlich und verständlich. Unser nächster Stop im Museum von RAK, war die ehemalige Festung Al Hisn sie wurde von den Engländer zerstört, war später eine Polizeistation, noch später ein Gefängnis und weiteres als Wohnstätte der Herrscher von Ras Al Khaimah gebraucht.
Es war viel Interessantes über die früheren Perlentaucher zu hören. Schon ab 6 Jahren mussten sie üben und wer mit 12 Jahren über 1,5 Minuten unter Wasser sein konnte, durfte den Beruf als Perlentaucher ausüben, es war ein sehr angesehener Beruf.

Unser letzter Stopp heute ist im Hotel Waldorf Astoria zum High Tea, ein luxuriöses Hotel man kann es fast mit dem Emirates Palace in Abu Dhabi vergleichen. Man konnte wählen zwischen einem Arabischem Kaffee, Tee und Cappuccino mit einem 3 Etagen-Tablett aus verschiedenen Sandwiches und süßem Gebäck mit Marmelade und Sahne. Wir hatten eine Stunde Aufenthalt hier im Hotel, noch ein kurzer Blick nach draußen zum hübschen Pool.

Um 17:30 sind wir dann wieder zu unserem Cove Rotana Hotel zurück. Zusammen mit einem weiteren Ehepaar aus Dingolfing sind wir in die Breeze-Bar zu einem Glas Bier und für die Gattin einen Brandy gegangen. Das Ehepaar war ebenfalls sehr Welterfahren, sie waren schon in Thailand, Dubai, Singapur, Ägypten und vielen anderen Ländern unterwegs gewesen. Meistens sind sie mit der Fluglinie Emirates geflogen, und waren damit immer zufrieden. Von Beruf war er Koch in einem Altersheim, anscheinend verdient man dort nicht allzu schlecht.
Es ist jetzt 19:15 wir sind ins Zimmer zum Duschen gegangen und uns fertig machen für das Abendessen. Auf der Außenterrasse unseres Restaurants saßen die zwei Münchner Ehepaare beim Essen. Kurz darauf verließ das erste Paar den Tisch, bei dem zweiten Paar konnte ich plötzlich eine laute Stimme hören. Die Münchner wollten als Abschluß vom High Tea im Hotel Waldorf Astoria zum Shopping in die Stadt fahren, sind aber dann kurze Zeit später zurück in unser Hotel, offenbar gab es Streit bei den zwei Paaren, sie haben bis zu unserer Heimreise nicht mehr miteinander geredet und sind sich sichtbar aus dem Weg gegangen. Das sind manchmal die Probleme, wenn Bekannte miteinander in den Urlaub fahren, es geht nicht immer gut.

Heute Abend ist Anreise der Arabischen Gäste hier aus den Emiraten, die den morgigen Feiertag hier im Hotel verbringen wollen. Die Autos die kommen waren alles sehr große Japanische Geländewagen von Toyota 2 Meter hoch und mehr als 5 Meter lang und 8 Zylinder. Ein wunderschöner Rolls Royce aus Dubai war auch dabei. Der Fahrer war wohl mit seinem Boyfriend ?? im gemeinsamen Wochenende.

Freitag, den 11. Januar 2019

Heute ist Feiertag in den Emiraten wie auch in den ganzen Arabischen Ländern. Bekannt mit dem sogenannten Freitagsgebet. Unser Frühstück machten wir um 8:45 auf der Terrasse vom Cinnamon-Restaurant, wie meistens bestellten wir uns ein Omelett oder Eier. Dazu Saftgetränke wie Orangensaft oder Ananas, den Kaffee brachten ja die Kellner vorbei. Käse und Wurst sowie Süßes war auch dabei.

Das Wetter war heute Morgen nicht so gut und so warm, wir wollten unseren letzten Tag hier eigentlich in der Sonne genießen. Als erstes sind wir zum Sunset-Pool gegangen um die etwas spärliche Morgensonne zu genießen, und sind dann nach dem Mittagessen noch zum Strand hinunter um noch ein paar schöne Fotos von der tollen Hotel-Anlage zu machen, später am Nachmittag sind wir nochmals zum Sunset-Pool zurück um in dem schönen Infintypool zu baden, das Wasser ist ja warm. Einen letzten Cuba-Libre haben wir an der Pool-Bar getrunken, bevor wir in unseren Bungalow zurück gegangen sind. Das Abendessen war wie üblich im Cinnamoon-Restaurant, hier hatten wir heute Abend viele Arabische Gäste die mit Ihren Familien das Wochenende genießen wollten.

Unsere Koffer waren zum größten Teil schon gepackt, in ein paar Stunden geht es zurück ins kalte Deutschland. Zuvor aber gehen wir ins Hauptgebäude wo sich die Breeze-Bar befindet, um die letzten Getränke zu genießen.
Um 22:30 sind wir ins Zimmer zurück, haben zuvor an der Rezeption gebeten, uns gegen viertel nach Zwölf zu wecken.

Die Temperatur lag heute bei etwa 25 bis 27°.

Samstag, den 12. Januar 2019

Heute Nacht ist unser Rückflug von Dubai nach Deutschland.
Gemeinsames Wecken um 0:15 mit unserm Handy und einem Anruf aus der Hotelrezeption. Wir sind dann mit unseren Koffern zur Rezeption gegangen, man hätte auch die Koffer über den Haus-Service holen lassen können, was wir aber nicht wollten.
In der Rezeption erfolgte die Hotelabrechnung, was sehr schnell voran ging. Unsere Abfahrt erfolgte um 0:45 mit 3 Kleinbussen mit insgesamt 14 Personen. Bei uns im Bus war ein junges Pärchen aus Frankfurt. Unsere Ankunft am Al Maktoum International Airport kurz DWC genannt war um 2:45, alle Schalter waren noch geschlossen. Um 4:00 war dann endlich der Check-In offen, dann mussten wir weiter bis 6:20 im Gate 1 warten. Unser Abflug sollte dann um 6:35 mit einer Boeing 757-300 stattfinden, die Maschine war nicht besonderes schön. Condor erscheint uns etwa wie eine Billig-Airline.
Die Ankunft in München erfolgte am Vormittag um 10:20, die Temparatur hier lag bei etwa 0°. Eine halbe Stunde mussten wir am Kofferband auf unsere Koffer warten, bis wir das Terminal verlassen konnten. Draußen vor der Tür des Terminals warteten wir ebenfalls fast eine halbe Stunde bis unser Fahrer von Parkfly uns abholte. Mein Eindruck von Parkfly ist, sie waren früher wesentlich besser im Abholservice.

Ein paar Minuten Fahrt und wir waren in der Tiefgarage in Hallbergmoos angekommen, wo unser Hyundai schon auf uns wartete. Die Heimfahrt nach Ottobeuren ging gut, die Autobahnen waren ja frei. Zuhause erwartete uns eine Überraschung, Schneeberge vor der Haustüre vor und in der Einfahrt, Ich konnte mit Mühe und Not in die Hofeinfahrt fahren, mein Auto stand bei der Einfahrt in den Hof vorne und hinten an den Schneebergen an. Unser Hausnachbar hat die Einfahrt etwas zu knapp frei geschaufelt, aber man muss ja froh sein, dass überhaupt geräumt wurde.

Fazit: Unser Urlaub war schön, wir waren jetzt das dritte Mal in den Emiraten bzw. Dubai.

Das Emirat Ras Al Khaimah selber ist nichts besonderes, die angebotene Stadtrundfahrt war sehr schwach. Besonders die älteste Moschee in den Emiraten hier in Ras …..war eine absolute Enttäuschung. Ein rechteckiger Bau ohne Minarett, es hätte auch ein Lagerhaus sein können. Dagegen das Waldorf Astoria hier in Ras…. war ein Traum, fast vergleichbar mit dem Emirates-Hotel in Abu Dhabi.
Der Ausflug in Dubai war schön, enttäuschend war der hier angesagte Fotostopp beim Atlantis The Palm, hier einfach vorbei fahren geht einfach gar nicht. Zum Glück waren wir schon vor ein paar Jahren hier im Hotel drinnen.
Unser Hotel war gut, eine schöne Ferienanlage in einem Park, kein mehrstöckiges Haus. Ob wir wieder einmal in die Emirate zu einem Winterurlaub reisen lässt sich heute nicht sagen, aber warum nicht.

Ostfriesland – September 2019

Eine Reise durch die- wie ich finde- schönste Seite des hohen Nordens. Vom Campingplatz Timmel am Boekzeteler Meer aus erkunden wir die Gegend mit den Fahrrädern und nehmen trotz des wechselhaften Wetters wunderbare Eindrücke mit nach Hause.

Donnerstag, 19.09.2019

Wir sind schon kurz vor 7:00 aufgestanden, denn heute beginnt unsere Urlaubsreise an die Nordsee genauer gesagt nach Ostfriesland, und wie immer ist noch einiges davor zu tun. Wir haben uns ziemlich kurzfristig entschlossen doch noch an`s Meer zu fahren. Der Wetterbericht gab uns keine klaren Auskünfte darüber, wie es im Norden die kommenden 8 bis 10 Tage ausschaut.

Aber wie sonst in den vergangenen Jahren auch, haben wir schon gestern am Spät-nachmittag unseren Caravan auf den Parkplatz vor unser Haus gebracht. Unser Hausnachbar Helmut Z. hat uns den Parkplatztausch angeboten, so haben wir dann den Wechsel durchgezogen. Es ist ja leider immer wieder ein Problem in unserer Straße, wenn keine Schulferien sind, werden die Parkplätze und Straßenränder von den Autos der Schul-Lehrer und Schüler belegt. Somit ist ein ungehindertes Rangieren mit einem Wohnwagen kaum noch möglich.

Nach dem Frühstück wird der Caravan noch fertig eingeräumt und der Kühlschrank auf die Reise mit Kühlgut bestückt. Im Laufe des Vormittages drehe ich die Kurbelstützen mit meinem Accuschrauber hoch und nehme auch das Stromkabel vom Caravan ab. Als nächstes fahre ich mit dem Mover (Elektro-antrieb) unseren Wohnwagen hinter das Auto und hänge ihn anschließend gleich an die Anhänger-kupplung. Dann sind wir auch schon soweit, um 11:45 verlassen wir dann die Bergstraße in Ottobeuren. Von unseren netten Nachbarn ist nichts zu merken, die Familie Sch…. ist vor ein paar Tagen schon auf Tour gegangen, und von Theo und Rita ist auch nichts zu sehen. Dieses Mal fahren wir in Memmingen-Ost auf die Autobahn A7 da die Durchfahrt über die Alpenstraße in Memmingen-Süd gesperrt ist. Abgesehen von der ersten Baustelle gleich nach dem Memminger Kreuz läuft`s aber recht gut, bei Aalen machen wir eine erste kleine Pause um den normalen menschlichen Bedürfnissen Rechnung zu tragen.

Unsere erste größere Rast machen wir dann um 14:40 bei Kilometerstand 199,6 km auf dem Rastplatz Ohrenbach das ist kurz hinter Rothenburg ob der Tauber. Wir haben eine Thermoskanne Kaffee von Zuhause mit dabei, dazu gibt es einige belegte Brote mit Käse und Schinken. Die Nachmittagsonne scheint noch warm und schön durch unser hinteres Caravanfenster. Nach einer dreiviertel Stunde geht es dann aber schon weiter in Richtung Norden, der Verkehr ist immer noch relativ angenehm und ruhig. Nach weiteren 16 km fahren wir am Autohof Gollhofen vorbei, wo wir auf unserer letzten Ostfrieslandfahrt im Jahr 2014 übernachtet hatten. Gleich neben dem Rasthof befindet sich auch das Versandzentrum der Firma Frankana ( Campingartikel ).

Auch dieser Rasthof war recht nett, ich erinnere mich daran, wir fuhren mit unserem Gespann auf einen der LKW-Parkplätze. Sogleich kam ein Mitarbeiter des Rasthofs und wies uns einen anderen Parkplatz zu, auf dem wir dann unser Fahrzeug abstellten. Die Parkgebühr betrug damals 12 Euro die ebenfalls zum Verzehr abgegolten wurde. Im Restaurant haben wir eine Currywurst gegessen, die laut unserer Errinnerung sehr gut geschmeckt hatte. Nach dem Abendessen und einem kurzen Spaziergang über den Autohof zogen wir uns in unseren Caravan zurück. Irgendwann in der Nacht klopfte es mehrmals an unserer Wohnwagentüre, als ich dann aufstand und durch das Caravanfenster schaute entdeckte ich einige Männer in Feuerwehruniform stehen. Sie sagten mir dass ich mit dem Caravan ein paar Meter weiter fahren müsste, weil ich genau über dem Ölabscheider der Tankstelle stehen würde. Offensichtlich hat es einen technischen Unfall an den Zapfsäulen gegeben. Was blieb mir anderes übrig, als mitten in der Nacht die Caravanstützen hochdrehen, und mit dem Gespann ein paar Meter weiter zu fahren. Mittlererweile war auch der Platzwart vor Ort, der mir vor einigen Stunden diesen Platz zugewiesen hat. Er zeigte mir einen neuen Stellplatz wo ich dann bis zum Morgen bleiben konnte. Der Nachteil war wie es sich am nächsten Tag herausstellte, um hier wieder heraus zu kommen musste ich unseren Caravan nochmals vom Auto abhängen und beide Fahrzeuge getrennt aus dieser Engstelle manövrieren.

Die Zeit verging wie im Fluge, und der Verkehr war soweit recht angenehm, aber nach einer guten Stunde fing es langsam an zu Regnen. Wir machen zwischendurch noch eine kleine Pause bevor wir an unserem heutigen Zielort ca. 26 Kilometer vor dem Autobahn-Dreieck Kassel angekommen sind.

Unsere Ankunft hier auf dem Autohof findet um 18:16 statt. Wir werden die heutige Nacht auf dem Maxihof in Malsfeld verbringen. Er ist zwar nicht umsonst wie die meisten Raststätten an den Autobahnen, dafür aber vielleicht sicherer. Jeder Autohof hat ein eigenes Ritual, wir fragen erstmal im Hauptgebäude an einer Imbisskasse was hier zu tun ist. Nach deren Aussage müssen wir durch eine LKW-Schranke auf den abgesperrten Platz fahren, an der Schranke bekommen wir dann einen Bon, mit dem wir dann drinnen an der Kasse bezahlen müssen. Der Preis für die heutige Übernachtung beträgt 15 Euro. Dafür bekommen wir aber einen Essens-Gutschein über eine Summe von 10 Euro gut geschrieben. Nachdem wir unseren Wohnwagen abgestellt haben und die Caravanstützen mit dem Accuschrauber herunter gedreht haben, hat es leider noch fester zu Regnen angefangen. Wir setzen uns in unseren gemütlichen Caravan und genießen erstmals ein Glas Radlerbier aus unserem eigenen Bestand. Zum Abendessen gehen wir dann gegen 19:30 in die Raststätte hinein. Vor dem Eingang zum Restaurant steht ein große Speisekarte mit den für heute angebotenen Speisen. Die Preise sind schon etwas gehoben und entsprechen fast den übrigen Autobahn-Raststätten in Deutschland, das heißt also relativ teuer. Heute gibt es zb. Gebackene Leber mit Apfelscheiben ( Berliner Art ) dazu Kartoffelpürree. Gebackene Leber oder auch saure Leber ist eine meiner liebsten Leibspeisen. Wir gehen hinein, suchen uns einen schönen Tisch aus, meine Frau bestellt sich einen Salat mit Putenstreifen. Ich bestelle mir eine Portion gebackene Rinderleber und zum Trinken eine Colaweizen. Das Essen kam relativ schnell und schmeckte ausgezeichnet, was ich auch unserer Bedienung sagte, die das Lob gerne in der Küche weitergeben wollte.

Kurz vor 21:00 waren wir dann schon wieder in unserem Wohnwagen zurück. Wir haben dann im Caravan noch eine weitere Radler und ein Glas Weizenbier getrunken, für die langen Campingabende haben wir schon einige Getränke von zu Haus mitgenommen.

Eine Stunde später sind wir dann endgültig ins Bett gegangen, der Rasthof war nur halb voll mit Lkws. Aber etwas weiter oben, ca. 30 Meter von uns entfernt stand ein LKW der seine Kühlung immer wieder mal kurz einschaltete. Die Kühlung lief zwar immer nur ein paar Minuten, aber es war halt in der sonst ruhigen Nacht gut zu hören.

Freitag, 20.09.2019

Als wir aufwachen, ist es schon kurz vor halb Sieben Morgens, zum Frühstück trinken wir nur eine Tasse Cappuccino. Danach drehe ich die Gasflasche wieder zu, wir hatten Gestern Abend und auch heute Morgen, da es doch etwas kühl war, noch kurz unsere Heizung angemacht. Zum Abschluss drehe ich die Kurbelstützen mit dem Accu-Schrauber wieder nach oben. Um Pünktlich 7:10 verlassen wir den Rasthof hier in Malsfeld, vielleicht kommen wir ja auf dem Rückweg zum Übernachten wieder hier vorbei. Es hat uns hier soweit ganz gut gefallen. Unsere Fahrt ging ca. 30 Kilometer weiter Richtung Norden, am Dreieck Kassel-Süd fahren wir jetzt auf der A44 weiter Richtung Dortmund/Ruhrgebiet. Nach ca. einer Stunde und weiteren 80 Kilometer verlassen wir die A44 schon wieder und fahren wieder auf der A33 nach Norden in Richtung Paderborn der alten Bischofsstadt.

Gleich nach dem Autobahnkreuz bei Wünnenberg / Haaren beginnt eine ca. 10 Kilometer lange Baustelle, hier war die ganze Gegenfahrbahn in Richtung Süden gar nicht mehr vorhanden, es fehlte stellenweise sogar der gesamte Unterbau der Fahrbahn bzw. Autobahn. Es ist jetzt mittlererweile 8:40 geworden und wir sind etwa 20 Kilometer vor Bielefeld auf dem Rastplatz Hövelsenne/Ost angekommen. Wir wollen noch ein spätes Frühstück machen, mit nochmals einer Tasse Cappuccino sowie Brot mit Marmelade und Käse. Die Morgensonne scheint schon durch unser Caravan-Heckfenster, die Außentemperatur liegt allerdings nur bei kühlen 4,5°. Nach einer dreiviertel Stunde Pause fahren wir auch schon wieder weiter. Zwischen Bielefeld und Osnabrück ist die Autobahn schon seit vielen Jahren im Bau und immer noch nicht ganz fertig. Mittlerweile sind es aber nur noch zwischen 10 – 15 Kilometer Fahrbahn die dazwischen fehlen, aus diesem Grund verlassen wir in Amshausen die A33 und fahren auf der Bundesstraße B68 weiter. Für die ca.15 Kilometer inclusive des Zubringers brauchen wir bestimmt eine halbe Stunde oder mehr. Wir fahren am Gerry-Weber-OutletCenter vorbei, bis wir dann in Oldendorf wieder auf die A33 zurück kommen. Nach ein paar Minuten haben wir auch schon Osnabrück mit seinen beiden großen Autobahnkreuzen erreicht. Dieses Mal haben wir Glück und kommen gut am Kreuz Lotte / Osnabrück vorbei. Von hier geht es wieder nach Norden, ein paar Minuten später fahren wir an dem kleinen Ort Wallenhorst vorbei, wo unsere Urlaubsbekannten aus Abu Dhabi 2015 die Fam. Ko. daheim sind. Urplötzlich meldet sich unsere Tankuhr vom Audi mit Nachdruck, so bleibt uns nichts anderes mehr übrig als am schnellsten Weg irgendwo eine Tankstelle zu suchen. Wir verlassen beim nächstgelegenen Autohof bei Vörden die Autobahn und machen unseren Audi Q5 mit viel Diesel wieder zufrieden. Es ist jetzt schon 11:00 vorbei, als wir weiter fahren, seit Osnabrück fahren wir auf der A1 der ältesten Autobahn hier in Deutschland nach Norden.

Über Cloppenburg und Oldenburg geht es weiter, wir sind jetzt schon in Ostfriesland angekommen. Der Verkehr heute Vormittag hält sich schon in Grenzen, bis zum Ziel sind es trotz allem 400 km gewesen und die Gesamtstrecke war mehr als 800 Kilometer. Unseren Campingplatz bei Aurich erreichen wir jetzt nicht mehr vor der Mittagspause um 13:00, dafür hätten wir etwas weniger Pause machen, oder einfach früher los fahren müssen.

Aber tatsächlich um 13:10 haben wir unser Ziel, den Campingplatz Timmel am Boekzeteler Meer erreicht. Und wir haben dazu Glück die Rezeption ist noch geöffnet, vor uns sind noch ein paar Holländer die mit Ihrem Wohnmobil auf den Wohnmobil-stellplatz am Segelhafen fahren wollen. Auch wir kommen jetzt noch vor der geplanten Mittagsschließung in den Campingplatz hinein, so sind wir ca. 13:30 auf unserem Stellplatz mit der Nummer 53 angekommen. Nach einer kurzen Pause entschließen wir uns dazu gleich unser kleines Vorzelt, das wir vor einigen Jahren für die Übergangszeit im Herbst oder Frühjahr gekauft hatten, aufzubauen. So sind wir gleich eine weitere dreiviertel Stunde beschäftigt bis dann alles steht. Jetzt kann unser Urlaub beginnen, unseren Campingtisch und die Stühle haben wir im Freien aufgestellt, der Himmel ist blau aber mit Schleierwolken leicht verhangen. Aber die Tagestemperatur ist soweit schon in Ordnung, sie liegt bei etwa 21°. Jetzt machen wir erstmal eine kurze Brotzeit es gibt Kasseler Ripple, Essiggurken etwas Käse und zum Trinken ein Radlerbier. Danach machen wir einen Spaziergang über den Campingplatz und an den direkt am Hafen stehenden Wohnmobilplatz. Der Campingplatz ist so gut wie voll belegt, was wir eigentlich niemals gedacht hätten. Wie es sich aber am Sonntag-Nachmittag heraus stellte, waren die meisten Mobilisten und Caravaner nur Wochenend-Gäste. Später holen wir noch unsere Klapp-Fahrräder aus dem Auto stellen sie neben dem Caravan, und decken sie vor etwaigem Regen mit einer Schutzplane ab.

Damit ist auch schon der heutige Nachmittag fast zu Ende gegangen, am Abend schaut dann die Sonne noch kurz in unser Vorzelt, in das wir uns zum Abendessen zurück zogen. Es gibt heute Gulasch mit Semmelknödeln dazu ein bis zwei Weizenbierchen zum Trinken. Gegen 21:45 sind wir gemeinsam ins Waschhaus gegangen und haben uns im Anschluss Bettfertig gemacht. Um 22:00 Uhr herrscht dann endgültig Ruhe im Caravan.

Samstag, den 21.09.2019

Wir sind heute erst um 7:45 aufgestanden, es ist schon ein blauer Himmel zu sehen. Nach dem Frühstück, wir haben von zu Hause noch etwas Brot und einen Hefezopf mitgebracht. Dazu Käse und Schinken sowie unsere Lieblingsmarmeladen, so kann unser Frühstück beginnen. Wir haben gestern auf der Fahrt hierher zum Campingplatz auf den letzten Kilometern ein Hinweisschild von Camping-Berger gesehen. Unsere erste Fahrradtour hier in Ostfriesland führte uns also zu Camping-Berger in Moormerland das direkt an der D31 in Richtung der Stadt Norden liegt, hier wollen wir dann nach ein paar Kleinigkeiten so für`s Campingleben schauen . Bei uns im Allgäu ist der nächste Camping-Shop von Berger in Isny mindestens 60 Kilometer entfernt. Es bietet sich also an diese kleine Fahrradtour mit unserem E-Bike zu machen. An einer Kreuzung hier in der Ortschaft Moormerland hat gerade eben ein leichter Unfall wegen Missachtung der Vorfahrt stattgefunden, und die Örtliche Polizei nimmt den Unfall auf.

Es sind mit Hin und Rückweg etwa 15 Kilometer die wir auf dem Fahrradweg neben der alten Landstraße / Timmeler Straße zurück gelegt haben. Im Schatten der Alleebäume fahren ist es schon etwas kühl, die Temperatur heute Vormittag liegt bei etwa 12 -15°. Leider fanden wir im Camping-Shop nichts für unsere Bedürfnisse, außer einen neuen Campingkatalog den ich mir gleich mitnahm. Gleich neben Berger-Shop war das Caravancenter Moormerland, hier sind die neuen Caravan-Modelle von Bürstner, Knaus Sport, TAB und Weinsberg ausgestellt. Die wir uns auch gleich anschauten, diesbezüglich sind wir immer Interessiert.

Nach einer längeren Mittagspause auf dem Campingplatz fahren wir kurz nach 14:00 mit dem E-Bike auf dem Fahrradweg zuerst in Richtung Westgroßefehn, dann weiter über die Fehnroute nach Mittegroßefehn und dem Fehnkanal nach Ostgroßefehn dem Hauptort dieser Fehn-Großgemeinde. Mitten in Ostgroßefehn befindet sich auch ein wunderschöner Galerie-holländer/ Wind-mühle und im Kanal davor ein kleines Fehn-Segelschiff, Antje genannt die heute als kleines Cafe hier an der Mühle betrieben wird. Schräg gegenüber sehen wir das historische Kompaniehaus mit einer Speisekarte die für mich durchaus interessant klingt. Ich nehme mir vor, in diesem Restaurant in den nächsten Tagen einmal zu Abend essen. Von hier fahren wir jetzt nach Süden in Richtung Bagband, auf halben Weg befindet sich Spetzerfehn, hier steht die älteste noch betriebene Getreidemühle Ostfrieslands. Vor über 20 Jahren haben wir die Mühle schon einmal besucht, auch im Fernsehen ist sie manchmal zu sehen. Von hier fahren wir über eine kleine Landstraße nach Ullbargen und weiter nach Timmel zu unserem Campingplatz zurück.

Unseren Campingplatz haben wir dann so zwischen 15:30 – 16:00 erreicht. Als erstes trinken wir noch eine Tasse Cappuccino und dazu noch etwas Gebäck, danach versuche ich meine kleine Satelliten-Schüssel an einem neuen Standplatz nochmals frisch einzustellen. Gestern Nachmittag hat es leider nicht mehr geklappt, ich bekam einfach keinen Fernseh-Sender auf den Fernsehschirm. Heute klappt es hervorragend, schon nach kurzer Zeit habe ich ein gutes Empfangs-Signal im Sat-Finder und die passenden Programme im Fernseher.
Wir überlegen was wir wohl heute Abend essen wollen, geplant war in diesem Urlaub einige Male zum Essen zu gehen, so haben wir uns heute unterwegs einige Speise-karten an den Örtlichen Gasthäusern angeschaut. Die Preise waren meistens sehr hoch, und die Qualität vom Essen können wir ja nicht beurteilen. Vor unserem Campingplatz befindet sich ein Cafe und daneben ein Imbissgrill, ich kann mich noch daran erinnern vor etwa 20 Jahren hier einmal eine Currywurst gegessen und ein Glas Bier zusammen mit den Ki.— aus Vöhringen getrunken zu haben. Wir versuchen es also heute und setzen uns an einen der Tische im Garten, und warten auf eine Bedienung. Eine Frau räumt einen Nachbartisch ab, längere Zeit tut sich jetzt gar nichts mehr, also stehe ich auf und gehe ins Haus und suche nach einer zuständigem Bedienung. Im Haus sehen wir durchaus Personal umher laufen, aber keiner interessiert sich für die neuen Gäste im Garten. In einem Raum weiter hinten sehe ich endlich eine Theke, und einen jungen Bediensteten der bereit ist eine Bestellung aufzunehmen. Ich bestelle zwei Teller mit Curry-Wurst und Pommes Frites und ein Bier sowie eine Coca Cola. Der junge Mann sagt mir, dass eine Nummer über einen Lautsprecher aufgerufen wird, und man das Essen dann hier abholen könnte. Wir warten also draußen an unserem Tisch, ein Pärchen an einem Nachbartisch sagt uns später Bescheid, dass irgendeine Nummer aufgerufen wurde. Es ist zwar nicht unsere Nummer, die offensichtlich aufgerufen wurde, aber ich gehe mal vorsichtshalber hinein bis zur Theke und tatsächlich steht unser Essen fertig auf der Anrichte sowie auch unsere bestellten Getränke. Das Essen selber hat sehr gut geschmeckt, und die Currywurst war relativ groß und die Pommes reichlich, auch wenn der Service sehr nachlässig war. So verging unser zweiter Tag hier in Ostfriesland und auf dem Campingplatz am Timmler Meer. Die Temperatur lag wohl bei etwa 20 °

Sonntag, den 22.09.2019

Heute Morgen ist ein strahlend blauer Himmel über uns zu sehen, und wir wollen den Tag nützen und mit dem Auto einen Ausflug an der Nordseeküste entlang machen. Die Wetter-Voraussagen für die nächsten Tage sind nicht ganz so freundlich. Nach einem guten Frühstück geht es dann los, zuerst in Richtung der Kreisstadt Aurich um unseren Audi wieder voll zu tanken. Ob heute am Sonntag hier auf dem Lande irgendwo eine Tankstelle geöffnet hat lässt sich schlecht einschätzen, so ist Aurich eine gute Wahl wie sich dann auch zeigt. Dann fahren wir auch schon weiter Richtung Küste, als erstes besuchen wir dem kleinen Ort Neßmersiel. Von hier geht die Fähre hinüber zu der kleinsten Ostfriesischen Insel Baltrum. Wir haben daheim lange überlegt ob wir auf die Insel hinüber fahren sollen. Aber durch die ständig wechselnden Gezeiten ist der Zeitraum auf der Insel ziemlich begrenzt. Wir müssten unser Auto hier parken, die Fähre kostet auch einiges und drüben auf der Insel möchte man ja schließlich auch noch etwas geniesen. Sei es ein Mittagessen oder auch nur einen Kaffee mit Kuchen. Das rentiert sich für die zwei /drei Stunden leider nicht. Hier auf Baltrum der kleinsten der Ostfriesischen Inseln hat der Kreuzfahrtdirektor von Phoenix „Thomas Gleiss mit seiner Frau Kathrin Wiedmann“ sein Heim. In Ihrem Haus auf der Insel werden auch die Shows und Events für die Kreuzfahrtschiffe der Phoenix-Flotte einstudiert. Mit dem Teleobjektiv meines Fotoapparates können wir Ihr Haus in der Ferne gut erkennen.

Nach etwa 20 Minuten fahren wir weiter nach Dornumersiel, direkt am Ortseingang führt die Hafenstraße am Dornumersieler Tief der durch eine Sielschleusse abgeteilt vorbei. Ein, zwei Kilometer weiter zur See ist dann der Hafen mit seinen Krabben-kuttern. Hier gibt es einen Fischfeinkost-Laden mit dazu gehörigem Restaurant. Auch ihn haben wir vor vier Jahren schon besucht. Meine Frau gönnt sich ein Krabben-brötchen zu 6,50 € und ich hole mir einen Bismarkhering ebenfalls auf Brötchen. Beides schmeckt ausgezeichnet, dazu eine Flasche Coca Cola vom Imbissstand gegenüber, sitzen wir in der warmen Nachmittagssonne. Dann gehen wir Richtung Auto zurück, hinter einer Anhöhe nach Westen befindet sich der Campingplatz des Ortes fast direkt am Wasser. Eines der eigenwilligen und modernen Sanitärgebäude ist ganz auf meterhohen Betonstelzen gebaut und ist somit Hochwasserfest. Als nächstes besuchen wir Bensersiel einen schönen kleinen Ort hier an der Küste, mehr weiß ich leider nicht mehr darüber.

Als vorletzten Ort auf unserer heutigen Liste kommt jetzt Neuharlingersiel, dieser kleine Ort ist wunderschön, allerdings in den letzten Jahren sehr mondän und teuer geworden. Wir suchen uns einen Parkplatz, das sich allerdings nicht einfach gestaltet. In einer Nebenstraße beim Badewerk ( Meerwasserhallenbad ) finden wir ein freien Platz, beim Blick auf die Parkgebühren am Automaten kommt kurz ein Staunen auf. Die Gebühren von 6,50 € für 2 Stunden regen zum Nachdenken an. Wir stellen unser Auto ab und verzichten auf die Parkgebühren. Kurz vor uns ist ein Notarztwagen vor das Hallenbad gefahren, da gab es wohl einen Badeunfall oder vielleicht Kreislaufprobleme.

Wir steigen über einige Stufen auf den Deich und gehen auf der Deichkrone in Richtung Orts-Zentrum bzw. dem kleinen Kutterhafen. Nach ein paar Meter sehen wir unten am Fuß des Seedeiches einen E-bike Fahrer von seinem Rad fallen. Der Weg unten an der Seeseite des Deiches ist etwas schräg wie an einer Radrennbahn, es ist vielleicht nicht unbedingt für Rentner geeignet. Es kümmern sich aber sofort Leute die hier am Damm sitzen, um ihn. Seine Frau die einige Meter vor ihm gefahren ist, hat es auch mitbekommen und kommt schon zurück gelaufen. Das kleine Hafengelände selber ist wirklich sehr schön, und die Backsteingebäude sind wie in der Form einer Flasche um das Hafenbecken gruppiert. An der Ostseite des Hafenbeckens wird gerade eine Bühne für ein zukünftiges Open-Air Konzert aufgebaut. Es ist wunderschön hier, die Sonne scheint und es ist warm, wir Geniesen den Blick auf den Hafen und die kleinen Krabbenkutter.

Gegen 15:00 fahren wir auch schon weiter, aus dem Fernsehen kennen wir den kleinen Ort Carolinensiel, ebenso das Cafe Heimathafen wo es ganz Excellente Kuchen und Torten gibt. Die Betreiberin ist eine junge Frau die Ihren ganz eigenen Stil hat, sie entwirft Phantasievolle Torten, sehr hoch und sehr Sahnig mit vielen unterschiedlichen Obstsorten in einem Kuchen. Das Cafe ist sehr gut besucht, die Tische und Stühle draußen auf der Terrasse sind alle unterschiedlich gehalten. Hier werden große Kabelrollen und alte Holz-Kisten als Tische und sowie Liegestühle ebenfalls aus Holz zum Sitzen verwendet. Man muss es einmal gesehen und erlebt haben, unsere bestellten Kuchen waren sehr gut und schmackhaft, wie gesagt viel Sahne und Cremes, auch der Preis dafür war durchaus akzeptabel.

Dann geht es auch schon heim, über Wittmund die kleine Kreisstadt im Norden von Ostfriesland und Aurich führt unser Weg zurück zum Campingplatz. Der Tag hier an der Küste war sehr schön aber auch anstrengend, und wir sind froh wieder hier bei unserem Caravan zu sein. Der Campingplatz hat sich Überraschend geleert, anscheinend waren die meisten Camping-Gäste nur zum Wochenende hier.

Zum Abendessen gib es heute Putenschnitzel mit Salzkartoffeln und dazu ein Glas Erdinger Weißbier. Das ganze Essen mundet ganz ausgezeichnet, so dass ich gestärkt zum Geschirr spülen ins Waschhaus gehen kann. Danach gehen wir noch eine Runde um den Campingplatz bzw. den kleinen Hafen, bevor auch schon langsam die Dunkelheit herein bricht. Gegen 22:00 wie die meiste Zeit gehen wir die ca. 100 Meter bis zum Waschhaus um uns für die Nachtruhe fertig zu machen. Wir hatten einen blauen Himmel und die Temperatur lag heute bei etwa 23°

Montag, den 23.09.2019

Wie der Wetterbericht leider voraus gesagt hat, es regnet heute Morgen, zum Frühstück haben wir schon am Samstagnachmittag ein Brot vom Örtlichen Bäcker geholt. So dass wir heute nicht extra in den Regen hinaus müssen, um etwas für unser Frühstück zu holen. Nach unserem Essen stellt sich die Frage: was tun bei diesem Wetter, angeblich soll ja der Regen gegen Mittag wieder aufhören. Wir werden es sehen, wir beschließen kurzerhand in die Kreisstadt Aurich zum Carolinenhof zu fahren. Der Carolinenhof war ein Einkaufszentrum das wir schon vor 20 Jahren mehrmals besucht haben. Unser Navi führte uns gut durch Aurich und zum Einkaufszentrum bzw. in die Tiefgarage des Centers. Mit der Rolltreppe geht es in die Oberen Stockwerke. Die Realität zeigt uns leider, das Haus hat seine besten Tage schon lange hinter sich, die zwei unteren Stockwerke sind nur teilweise belegt. Und die oberste Etage ist abgesperrt, weil leer. Es ist schade, vor zwanzig Jahren waren im obersten Stockwerk eine Fußgängerzone und einige nette Restaurants. Jetzt sind im ganzen Einkaufszentrum noch höchstens 20 kleinere Ladengeschäfte im Betrieb, der Rest steht leider leer.

Es regnet immer noch, so beschließen wir nach Wiesmoor zu fahren, dort gibt es eine ca. 1500 qm große Blumenhalle und dazu einen 5000 qm großen Außenpark. Der Eintritt in die Halle kostet normal 8 Euro pro Person, wir konnten für 6 Euro hinein-gehen. Der Grund war, das die bunten Wasserspiele in der Blumenhalle heute nicht funktionieren würden. Es gibt viele wunderschöne Blumen und Orchideen in der Halle, zwei kleinere Autos stehen als Dekoration mit Blumenschmuck gestaltet in einem Blumenbeet. Es gibt auch eine kleine Vogelfoliere mit vielen bunten Sittichen, die ganze Blumenhalle ist sehr ansprechend.

In einem der Nebenräum kann man einen Dokufilm über das Leben im vorigen Jahrhundert in den damaligen Fehngebieten anschauen.

Ostfriesland war zu dieser Zeit eine ganz arme Region, in den Anfängen wurden aus dem privatem Blumenanbau langsam eine gewerbliche Nutzung. Erst viel später wurde Torf in den weitläufigen Moorlandschaften abgebaut und als Heizmaterial verwendet. Zuerst wurden schiffbare Kanäle angelegt um das Moor zu entwässern. Der Torf wurde abgestochen, getrocknet und mit Schiffe über die Kanäle auch Wieken“ genannt abtransportiert. Die Siedler hier waren ganz arme Tagelöhner die den Torf im Moor abstechen. Die kleinen Plattbodenschiffe die den Torf nach Wilhelmshaven oder Emden brachten, gehörten den Companien die von reichen Emder Kaufleuten gegründet wurden. Da die Siedler auf den Fehnen ein karges Auskommen hatten, suchten sie sich Nebentätigkeiten u.a. in der Fehnschiffahrt.
So entstanden im 19. Jahrhundert, zur Blütezeit der Segelschiffe, viele  kleine Schiffswerften in den kleinen Fehnorten
.

Das war ein kleiner Ausflug in das Leben der Ostfriesischen Fehngebieten. Die Blumenschau in der Halle als Gesamtbild ist wunderschön und sehr ansprechend, wir wollten im Anschluß noch auf das Freigelände gehen, aber leider Regnet es noch immer. Die Wege im Park sind mit Kiesel und Sand geschüttet, und mit solch dreckigen Schuhen wollten wir nicht ins Auto einsteigen. Inzwischen laufen die Wasserspiele in der Halle wieder, deswegen wir die Preisermäßigung bekommen hatten. Wir schauen noch kurz in das Cafe das an die Blumenhalle angegliedert ist, es spricht uns leider nicht an, so daß wir die Blumenhalle entgültig verlassen. Inzwischen ist es auch schon Spätnachmittag geworden, so steigen wir ins Auto und fahren zu unseren Campingplatz am Timmeler Meer zurück. Zum Abendessen gibt es heute Allgäuer Kässpatzen, mittlererweile hat Gottseidank der Regen wieder aufgehört. Heute Abend geniesen wir einen Film in unserem Fernseher, der Satelliten-empfang auf dem Campingplatz klappt jetzt ausgezeichnet. Die Temperatur heute lag bei ca. 18°

Dienstag, den 24.09.2019

Guten Morgen, es regnet nicht mehr, heute Morgen nach dem das Wetter trocken ist, und anscheinend auch so bleiben soll wollen wir zum kleinen Fischerdorf Greetsiel, anschließend nach Norddeich und am Ende nach Großheide zum Pizza essen, fahren. Um ca.10:00 fahren wir auf der Alten Landstraße los in Richtung Westen. Unterwegs kommt mir der Gedanke, das Emssperrwerk in Gandersum zu besuchen. Das Sperrwerk soll als Schutz vor den Herbststürmen dienen sowie Sturmfluten ins Emsland verhindern. Wir haben dieses Bauwerk selbst noch nie gesehen, es hat zwei große Seetore. Wobei die größere als Drehsegmenttor funktioniert.

Rechts ein Archivbild

Nebenbei dient es dazu die Ems aufzustauen, damit unter anderem die riesigen Kreuzfahrtschiffe die von der Meyer Werft gebaut werden, unbeschadet das Meer erreichen können. Durch das Stauwerk wird die Ems soweit aufgestaut, dass Schiffe bis zu einem Tiefgang von 8,50 Meter auf dem Fluss im Schritttempo fahren können.

Wir umfahren die große Stadt Emden (VW Werk hier sollen ab 2022 E-Mobile hergestellt werden) und sind jetzt in der Großgemeinde Krummhörn gelandet, die aus 18 Ortsteilen besteht. Im Pewsum dem größten Ortsteil steht im Zentrum die alte Häuptlingsburg Manninga aus dem Jahre 1458. Unser nächstes Ziel ist jetzt der Pilsumer Leuchtturm mit seinen 11 Metern Höhe und seiner gelb-roten Ringbemalung bekannt aus dem Fernsehfilm von Otto – Der Außer-friesische. Auf dem Parkplatz in der Nähe zum Leuchtturm ist einiges los, die Leute kommen mit Fahrrädern und Autos hierher. Es gibt zwei Imbissstände mit Fisch und Würstchen sowie ein fahrbare Toilette. Wir gehen zu Fuß ein paar hundert Meter bis zum Leuchtturm, der auf dem Deich steht. Hier im Turm werden auch bis zu 200 Trauungen im Jahr von der Gemeinde Krummhörn durchgeführt.

Gleich hinterm Deich in Richtung Meer sind die Salzwiesen des Deichvorlandes. Nach ein paar Fotos vom Turm und seiner Umgebung gehen wir zum Auto zurück und fahren weiter nach Greetsiel.

Das kleine Fischerdorf Greetsiel hat die größte Krabbenkutterflotte der ganzen Nordseeküste und ist Touristisch weit bekannt. Es gibt hier einen großen Wohnmobil-stellplatz vor dem Ortskern, auf der Straße die zum Ortszentrum führt kommt man an zwei wunderschönen Galerie-Holländer (Windmühle) vorbei. Greetsiel ist nach wie vor ein Fischerdorf aber mit starkem Touristischen Flair. Auf der Hauptstraße gehen wir an einem Geschäft mit Afrikanischen Figuren vorbei, der Shop wird seit Jahren von einem Afrikaner aus Ghana mit dem Namen Simon betrieben.

Wir gehen weiter bis zum kleinen Kutterhafen, der mit dem Leyhörner Sieltief (Kanal) mit dem Meer verbunden ist.

Mit 25 Krabbenkuttern, die den malerischen Hafen im Fischerdorf Greetsiel regelmäßig ansteuern, ist in Greetsiel die größte Kutterflotte Ostfrieslands zuhause. Der „Granat“ wie er hier auch genannt wird, wird bis zu 9 cm lang und ist im eigentlichen Sinne eine Garnele. Nach dem Fang wird sie auf dem Fischkutter gekocht und im Anschluss gut gekühlt. Vor dem Verzehr muss sie noch gepult werden, das heißt: der Panzer der Krabbe wird mit beiden Händen durch gegenseitiges drehen auseinander gebrochen. Und danach wird das Krabbenfleisch aus dem Kopfteil des Tiers gezogen. Die bekanntesten Zubereitungen sind die Greetsieler Krabbensuppe, Rührei mit Granat oder aber „pur“ auf deftigem ostfriesischem Schwarzbrot. Die Krabben die weiter auf dem Deutschen Markt verkauft werden sollen, kommen in Kisten und werden mit LKWs bis nach Marokko gebracht wo sie gepult und im Anschluss wieder nach Deutschland zurück gebracht.

Hier haben wir vor 5 Jahren schon einmal gesessen und ein Bier getrunken und schmackhafte Fischbrötchen gegessen. Was wir auch heute vorhaben, im gleichen Fischgeschäft wie vor 5 Jahren werden wir fündig. Ich nehme ein Brötchen mit Bismarkhering und meine Frau einen Lachs mit Remouladensouce, beides wird auf einem süßen Brötchen serviert. ( Ein Brötchen mit Granat kostet heute 6,50 €) . Das süße Brötchen gefällt meiner Frau gar nicht und schmeckt offensichtlich auch nicht . Wie auch immer, wir gehen ein paar Schritte weiter, gleich daneben ist der Hafenkieker eine kleine urige Kneipe. Wir finden Platz bei einem Ehepaar, wie es sich im Gespräch heraus stellt, machen Sie für eine Woche Urlaub hier in Greetsiel. An Gesprächsstoff mangelt es uns nicht, so bleiben wir fast eine Stunde bei den beiden sitzen. Im Anschluss machen wir noch einen Rundgang durch den Ort, der sich in überraschender Weise größer darstellt als wir erwartet hatten. Bevor wir nun das hübsche Fischerdorf verlassen, kommen wir zuletzt nochmals am Eiscafe am Hafen vorbei. Vor dem kleinen Haus stehen bestimmt 20 Personen mit großen Eistüten in der Hand. Hier werden auf 2 Etagen dänische Eis-Kreationen serviert, wir lassen uns ebenfalls dazu animieren und wählen eine der angebotenen Variationen aus. Nachdem wir das vorzügliche Eis genossen haben, verlassen wir jetzt endgültig das kleine Fischerdorf Greetsiel.

Ursprünglich wollten wir noch nach Norddeich direkt ans Meer fahren, aber es ist schon etwas zu spät dafür geworden. So fahren wir direkt in das nette Städtchen Norden, hier schlendern wir durch eine kleine Fußgängerzone. Wir haben vor Jahren bei unserer ersten Asienkreuzfahrt mit der mein Schiff 1 ein Ehepaar aus dem Ortsteil Norddeich kennen gelernt, insgeheim hoffen wir sie durch Zufall hier oder auf dem Golfplatz bei Schloß Lütetsburg zu treffen.

Nach einer dreiviertel Stunde fahren wir zum betreffenden Golfplatz auch ohne Ergebnis, unser nächstes Ziel ist jetzt die Großgemeinde Großheide nur ein paar Kilometer weiter. Wir waren vor ein paar Jahren hier in Ostfriesland und hatten ein schönes Apartment hier in Großheide. Direkt in Sichtweite von unserer Ferienwohnung befand sich eine Pizzeria die wir damals mehrmals besucht hatten. Das wollen wir heute auch tun, in unserer Erinnerung war die Pizza zu dieser Zeit ausgezeichnet. Auf dem Parkplatz angekommen fängt es leider an zu regnen. Wir gehen ins Lokal und bestellen zuerst die Getränke und im Anschluss unsere Pizzas. Leider stellte sich heraus, dass die heutigen Pizzas bei weitem nicht unseren Erinnerungen entsprachen. So fahren wir ernüchtert und leicht enttäuscht auf unseren Campingplatz zurück.

Mittwoch, den 25.09.2019

Heute Nacht hat es die ganze Zeit geregnet. Wir sind am Morgen schon recht früh aufgestanden, da wir heute eine Werftsführung bei der Meyer-Werft in Papenburg machen werden. Um 7:00 hat der Wecker für uns geklingelt, zuerst gibt es ein kleines Frühstück mit dem morgendlichen Kaffee. Wir haben am Montag von einer Bäckerei im Carolinenhof in Aurich so eine Art Weißbrot gekauft, es ist sehr dünn geschnitten und der Geschmack ist auch nicht besonders gut. Komfortabel essen wie ( Gott in Frankreich) ist etwas anders und schmeckt auch besser. Die Temperatur heute Morgen ist etwas kühler als sonst, sie liegt bei knappe 14° als wir um 8:30 in Richtung Papenburg losfahren. Wir müssen um 10:00 in Papenburg bei dem Museumsschiff die Brigg Friederike“ die im Hauptkanal vor dem Rathaus steht sein.

Hier können wir unsere Eintrittskarten für die Werftbesichtigung bei der Meyer-Werft abholen, die wir per Internet reserviert haben. Wir sind gute 20 Minuten zu früh da, so haben wir noch Zeit uns eine öffentliche Toilette zu suchen. Wir finden eine auf der Rückseite vom Rathaus , allerdings sind wir erst kurz zuvor offensichtlich ohne sie zu sehen, an ihr vorbei gegangen . Die Kartenausgabe auf dem Schiff erfolgt pünktlich, und wir gehen zur Bushaltestelle die ca. 200 Meter entfernt liegt. Kurze Zeit später, um 10:25 ist der Bus der uns zur Werft bringen sollen da. Der Weg ist nicht allzu weit und die Fahrt selber dauert nur ca. 7 Minuten, der Busfahrer bittet uns in dieser kurzen Fahrtzeit nicht im Bus zu essen. Er transportiert den heutigen Tag etwa 500 Personen zur Meyer-Werft und möchte demnach nicht immer wieder bei jeder Fahrt den Bus reinigen.

Wir haben eine sehr kompetente weibliche Führung die uns heute durch die Meyer-Werft begleitet. Sie weiß viel zu erzählen und ist um einiges Informierter als unser damaliger Begleiter vor vier Jahren. Die 1,5 Stündige Werftführung hat sich noch positiver dargestellt, die Meyer-Werft hat das Besucher-Zentrum vor einem Jahr nochmals umgebaut, sie tut im Bereich ihrer Besucher sehr viel. Wir können verschiedene Filme über die Werft, die Fertigung der Schiffe und über die Entwicklung der Werft in den vergangenen 225 Jahren sehen. Wobei im Bereich der Fertigung der Film sehr schnell abläuft, ich denke dass nicht technisch begabte Personen hier große Probleme bekommen. Es gibt von fast allen Kreuzfahrtschiffen große Modelle im Schauraum. Daneben gibt es Musterkabinen von einigen Reedereien wie AIDA, Norwegian Cruises und Royal Caribian Cruises zu sehen.

Ferner besuchen wir die Besuchertribüne in der Halle 6 wo derzeit ein Schiff von P&O die Iona gebaut wird, sie ist ein Schwesterschiff der AidaNova. Die beiden sind zur Zeit die größten Schiffe die bisher in Papenburg gebaut wurden, beide mit einer BRZ von 183.000 und einer Länge von 342 Metern. Daneben als Schwimmteil die Odyssey of the Seas sie ist nur etwas kleiner als die Iona, und wird jetzt das fünfte Schiff der Quantum-Klasse die hier in Papenburg gebaut wird.

Die Halle 6 ist 529 Meter lang, 125 Meter breit, und die lichte Höhe innen beträgt 75 Meter.
Das Schwimmteil ist ein ca.120 Meter langes Mittel-Segment das zu 80 Prozent in der Halle fertig gestellt ist, und dann mit einem Schlepper vor die Dockschleuse gezogen wird. Sobald ein fertiges Schiff die Halle verlassen hat, werden alle Schwimmteile wieder ins Trockendock gezogen und zusammen-geschweißt. Dann geht die Fertigstellung dieses Schiffes in die nächste Runde. Parallel dazu wird ein neues Schwimmteil für das nächste Schiff aufgebaut. So geht es eigentlich immer weiter. Bisher hat die Meyer-Werft pro Jahr 2 neue Schiffe ausgeliefert. Sie möchte in der Zukunft ihre Kapazität auf 3 neue Schiffe pro Jahr steigern.

Als nächstes besuchen wir die Halle 5 wo sich das Baudock 1 befindet. Diese Halle ist die erste Fertigungshalle von Meyer gewesen, sie wurde im Jahr 1987 in Betrieb genommen und war auch damals mit 370 Meter Länge schon die größte Werfthalle der Welt. In ihr wird zur Zeit die Spirit of Adventure von Saga Cruises gebaut.

Sie ist das zweite Schiff von Saga Cruises das hier in Papenburg gebaut wird, beide Schiffe werden im Luxussegment angesiedelt sein. Wir verlassen jetzt das Besucher-Zentrum über den Treppenturm, vor uns im Hafenbecken liegt die Norwegian Encore. Es wird immer noch an ihr, oder in ihr gearbeitet, aber schon in 4 Tagen soll sie die Werft verlassen und über die Ems ausgeschifft werden. Das Schiff ist riesengroß, einzig die Rumpfbemalung die ein preisgekrönter spanischer Künstler entworfen hat, entspricht nicht meinem persönlichen Geschmack. Ihre Gesamtlänge beträgt über 330 Meter, und Höhe des Gesamtkörpers ist über 75 Meter, knappe 8 Meter weniger als z.b. die Ottobeurer Kirchtürme. Anschließend werden jetzt wieder mit dem Bus zum Rathaus gefahren wo unser Auto auf einem Parkplatz des Marien-Hospitales steht. Wir wollen nochmals auf den großen Parkplatz vor der Meyer-Werft fahren, um uns die Norwegian Encore nochmals in Ruhe anzuschauen und ein paar Fotos zumachen. Hier einen freien Parkplatz zu finden, gestaltet sich etwas problematischer als gedacht. Nach längerer Zeit klappt es dann doch noch, und wir finden einen freien Parkplatz.

Im Hafenbecken vor dem Schiff werden die Rettungsboote getestet und im Anschluß in ihre Halterungen gezogen. Solche Dinge wie auch den Fertigbau der Schornsteine oder der Aufbau der 350 Meter langen Kartbahn können nur im Freien gemacht werden . Dazu ist die Fertigungshalle mit ihren 75 Metern immer noch zu niedrig. Nachdem wir uns noch eine Zeitlang umgeschaut haben, treten wir jetzt den Heimweg an. Unser Weg führt uns über die Ortschaft Weener, es gibt hier einen kleinen Hafen direkt an der Ems, wo sich zwei Campingplätze bzw. ein Reisemobilhafen befinden. Hier ist an den Terminen wo die Meyer-Werft ihre großen Schiffe auf die Nordsee schickt, die Hölle los. Gegen 15:00 sind wir wieder am Campingplatz zurück, wo wir als erstes einen Cappuccino trinken und dazu ein Stück Kuchen essen. Später entschließen wir uns die Fahrräder wieder in unseren Audi zu verstauen, da es auch die nächsten Tage kein trockenes Wetter mehr geben soll. Heute Abend gibt es einen selbst gemachten Nudelsalat mit Eiern, dazu etwas Käse und Fisch aus der Dose, mit einem Glas Weizen schmeckt das ganze vorzüglich. Gegen 22:00 machen wir uns Bettfertig, das heißt zuerst müssen wir noch ins Waschhaus zum Zähne putzen, bevor es ins Bett geht.

Donnerstag, den 26.09.2019

Es ist schon 8:00 als wir aufgestanden sind, leider hat es auch heute die ganze Nacht geregnet. Zum Frühstück bleiben wir im geschlossenen Vorzelt sitzen, wir sind froh daß wir es für diese Reise mitgenommen haben, und nicht nur mit der Markise gefahren sind. Im Anschluß mache die notwendigen Wartungs-Arbeiten am Caravan, wie Toilettenkassette entleeren und mit frischem Wasser befüllen. Das sind ja Arbeiten die in jeden Urlaub anliegen, egal wo man ist und wie das Wetter ist.

Gegen 11:00 wird es endlich trocken und sogar leicht sonnig. Etwas später am Mittag fahren wir mit dem Auto nach Westgroßefehn ins Fehnmuseum. Im Moment ist noch Mittagspause aber die paar Minuten bis zur Öffnung gehen schnell vorbei. Wir sind überrascht als wir eintreten, ein heimeliges Museum nebst einem Teehaus wie aus einer Spielzeugkiste, einfach toll. Es gibt hier Miniaturmodelle der ehemaligen Fehnlandschaft, sowie Schiffemodelle aus dem vorigen Jahrhundert hier in Friesland und noch vieles mehr.

Im Anschuß fahren wir ein paar Kilometer weiter nach Ihloverfehn. Mitten im Ihlover Forst steht ein ehemaliges Kloster. Es ist eine ehemalige Zisterzienserabtei aus dem 1200. Jahrhundert. Wir stellen unser Auto am Rande des Waldes auf dem Parkplatz ab, und gehen auf einem Waldweg in Richtung des ehemaligen Klosters. Ab und zu müssen wir unsere Regenschirme aufmachen, da es immer wieder mal zu kurzen Schauern kommt.

Auf den Weg zur Ihlower Klosterstätte beginnt für den Besucher eine Reise in die Vergangenheit in die Zeit der Ostfriesischen Häuplinge sowie das Grundgesetz der Friesischen Freiheit das auf Bändern, Bannern und Fahnen dargestellt wird. Von 2005 bis 2009 ließ die Gemeinde Ihlow die frühere Klosterkirche im Maßstab 1:1 neu errichten: Mit Efeu überwachsene Matten aus Stahlgitter bilden die Mauern des Zisterzienserbaus nach. Die immergrünen Mauern sind von innen begehbar. Ab 2005 entstanden zudem der frühere Chor und Altarraum als Holz-Stahl-Skulptur in Originalgröße neu. Die Rekonstruktion, deren Bauweise den romano-gotischen Stil der mittelalterlichen Backsteinkirche aufnimmt, erreicht mit dem Dachreiter eine Höhe von bis zu 45 Metern.

Am Spätnachmittag beginnen wir unser Vorzelt abzubauen, das Gras auf unserem Stellplatz ist relativ trocken geworden. So daß wir unser Zelt abnehmen und auf dem Boden zusammen legen können. Ich mag diese Arbeit an diesem Vorzelt gar nicht, weil es eine halbrunde Form am Boden ergibt, und man es dementsprechend zusammen legen muß. Aber auch diese Arbeit ist mal getan, zum Schluß baue ich noch die Satellitenschüssel ab und sichere unseren Fernseher im Caravan für die lange Fahrt morgen Richtung Süden.

Freitag, den 27.09.2019

Es ist erst 7:00 Morgens als wir aufstehen, heute wollen wir zurück in den Süden fahren, unser nächstes Ziel ist Bad Birnbach. Aber zuerst gibt es natürlich ein letztes Frühstück hier in Ostfriesland, bevor es dann endlich los geht. Das Wetter hier im Norden hat uns leider im Stich gelassen, wir hatten schon 3-4 schöne Tage hier. Aber der Rest unserer Woche war stark durchwachsen bzw. verregnet, die Wetter-vorausschau war wesentlich besser angegeben. Unsere Heimreise bzw. die Fahrt nach Bad Birnbach war auf jeden Fall für Samstag/Sonntag geplant.

Nach unserem Frühstück machen wir unseren Caravan startklar, das heißt Stromkabel abnehmen und zusammen rollen, die Kurbelstützen hoch drehen. Dann den Wohnwagen an unseren Audi anhängen. Mittlererweile hat Hermine unser Frühstücksgeschirr im Waschhaus gespült und im Caravan verstaut, auch die Kaffeemaschine wurde in Sicherheit gebracht. Unseren Fernseher habe ich schon gestern Abend gesichert und verzurrt. Um 11:15 sind wir dann soweit und verlassen endgültig den Campingplatz am Timmler Meer. Das wird wohl das letzte Mal gewesen sein, daß wir hier im Norden unseren Urlaub verbringen werden.

Wir fahren den gleichen Weg zurück wie auf der Herfahrt, das heißt vom Autobahnanschluß bei Leer über die A28 nach Oldenburg, das wir nach einer guten Stunde schon erreicht haben. Von hier geht es dann über die A29 und später über die A1 Richtung Osnabrück. Bei Neuenkirchen/Vörden an einem Rasthof tanken wir nochmals voll, dann geht es auch schon weiter zum Großraum Osnabrück. Bei Wallenhorst ca. 12 Kilometer vom Autobahnkreuz Lotte beginnt plötzlich der Stau, mir war niemals bewußt welche große Bedeutung das Autobahnkreuz bei Osnabrück hat. Tatsächlich aber fährt der ganze Transitverkehr aus der Richtung Berlin/Hannover über diese Autobahn nach Holland/Amsterdam.

Wir waren dabei, so könnte man sagen. Wir brauchen für die 92 Kilometer von Wallenhorst bis zum Rastplatz Stukenbrock/Senne mehr als 2 Stunden. Dazwischen lag natürlich auch das fehlende Teilstück der A33 das uns auch noch viel Zeit kostete. Auf jeden Fall machen wir jetzt auf dem Rastplatz Stukenbrock/Senne eine Kaffeepause. Es ist mittlererweile 15:50 geworden und bis zu unserer heutigen Übernachtung auf dem Autohof in Malsfeld sind es noch ca. 130 km und dafür benötigen wir etwa 2 weitere Stunden. Eigentlich dachten wir weiter als bis Malsfeld zu kommen, weil unser Weg nach Bad Birnbach ja auch wesentlich länger ist, aber mehr schaffen wir heute nicht mehr. Um 18:10 haben wir endlich unseren Übernachtungsplatz erreicht, wir kennen uns ja schon in Malsfeld aus, im Gegensatz zu letztem Mal regnet es heute nicht, so können wir einen Spaziergang über den Autohof machen. Heute sind viele LKW auf dem Platz, um 22:00 beginnt ja das Wochenende-Fahrverbot für die LKWs. So gegen 20:00 gehen wir wieder in das Restaurant zum Abendessen. Hermine bestellt sich zum Essen Putenschnitzel mit Käse überbacken, dazu Bratkartoffeln. Ich nehme mir ein Wiener Schnitzel mit Pommes und Salat. Auch das heutige Essen schmeckt ausgezeichnet, was ich auch der Bedienung mitteile, die sich sehr darüber freut. Nach unserem schmackhaften Abendessen machen wir noch kurz eine Runde über den Platz, bevor es in den Wohnwagen geht. Wir wollen ja Morgen sehr früh aufzustehen um weiter zu fahren unserem nächsten Ziel entgegen.

Samstag, den 28.09.2019

Wir haben heute Nacht sehr gut geschlafen , keine Störung durch Kühl-LKWs, wir müssen weiter fahren Richtung Süden. Es ist 7:10 als wir den Autohof in Malsfeld verlassen, ca. 540 km sind es bis Bad Birnbach mal sehen bis wann wir unser Ziel erreichen werden. Unsere Frühstückspause machen wir auf der Raststätte Riedener Wald, wir sind jetzt 163 km gefahren dazu haben wir fast 2 Stunden mit unserem Caravangespann gebraucht. Nach einer dreiviertel Stunde um etwa 9:40 geht unsere Fahrt weiter Richtung Nürnberg. Gleich hinter Würzburg beginnt auf der A3 der nächste Stau, plötzlich und ohne erkenntliche Ursache, wir können nur noch etwa 50 km/h schnell fahren. Das geht so gute 40 Kilometer bis der Stau sich endlich aufgelöst hat, aber vor dem Kreuz Erlangen geht es wieder von vorne los. An der Großstadt Nürnberg kommen wir dann ohne weitere Störung vorbei, was mich eigentlich überraschte. Hier im Süden von Nürnberg wechseln wir auf die A3 Richtung Neumarkt in der Oberpfalz. Und weiter geht es nach Regensburg, die Alte Bischofsstadt umfahren wir südlich und nach einer weiteren dreiviertel Stunde haben die Autobahn-Raststätte Bayrischer Wald erreicht. Unser Audi möchte etwas Diesel haben, und wir wissen nicht wo hier eine billige Tankstelle zu finden wäre. Also beißen wir in den sauren Apfel und tanken hier auf der Autobahntanke. Mich haut es fast vom Hocker als ich den Preis sehe: 1,57 Euro wollen sie hier für den Liter Diesel, über 24 Cent mehr als wir bisher bezahlt haben. Um 13:15 fahren wir in Richtung Deggendorf und weiter nach Hengersberg, wo wir dann die Autobahn verlassen.

Ich habe mir eine Strecke ausgesucht, die einerseits kurz, aber auch mit dem Caravan zu befahren ist. Das Navi hätte mich wohl über Wald und Wiesen geführt. So kommen wir über Osterhofen nach Vilshofen wo nach dem Fasching immer der Politische Frühschoppen der SPD stattfindet. Es ist aber nicht mehr zu befürchten daß die immer noch da sind, es ist ja mittlererweile schon Herbst. Durch Vilshofen durchgefahren, geht es dann auf einer Hauptstraße weiter an Ortenburg vorbei ebenso an Bad Griesbach. Endlich um 14:36 haben wir den Camping Arterhof in Bad Birnbach erreicht.

Hier möchte ich heute meinen Reisebericht beenden, wir verbringen zwar noch gut eine Woche hier in Bad Birnbach. Aber besondere Erlebnisse haben wir nicht mehr gehabt. Das Wetter blieb weiterhin durchwachsen.

Zu erwähnen wäre höchstens, das Hauptwaschhaus wurde ab dem November letzten Jahres (2018) abgerissen und das neue Haus war halt noch nicht fertig. Als Ersatz wurden 4 Toillettenwagen bzw. Wagen zum Duschen aufgestellt. Qualikativ war es überhaupt nicht ansprechend und für uns kein Ersatz. Auf Grund dessen haben wir uns dazu entschlossen das Premium-Waschhaus zu benutzen, für einen Zusatzpreis von täglich 5 Euro. Dreimal waren wir im Arterhof beim Abendessen, das Essen hier im Roßstall schmeckt ja meistens sehr gut. Ein weiteres Mal waren wir beim Wasner-Wirt beim Schnitzel essen, das Schnitzel selber war nicht so aufregend.

Nachtrag:
Das neue Waschhaus ist seit Anfang Dezember geöffnet, und ist offensichtlich sehr schön, nach Aussagen meiner Nachbarn. Wir konnten das noch nicht fertige Haus Anfang Oktober 2019 im Rahmen einer Besichtigungstour anschauen.

Südfrankreich – Juni 2019

Und wieder einmal war es soweit- schon zum 9. Mal sind wir auch in diesem Sommer gute 4 Wochen mit dem Wohnwagen durch Südfrankreich gereist. Und immer wieder übt die Schönheit dieser Landschaft einen unfassbaren Reiz auf uns aus.

Donnerstag, den 06. Juni 2019

Heute Morgen sind wir schon sehr früh aufgestanden, unser Wecker zeigte auf 6:30, es gibt ja noch einiges zu tun da wir heute unsere diesjährige Urlaubsreise nach Süd-frankreich starten wollen. Unseren Caravan haben wir schon gestern Nachmittag auf den Öffentlichen Parkplatz vor unserm Haus geparkt. Wir haben in Bayern noch keine Schulferien, somit sind die Parkplätze in unserer Straße mit den Autos der Lehrer und Schüler voll gestellt. Somit ist kaum noch ein Rangieren mit einem Caravan aus unserer Einfahrt möglich. Aber auch für heute Vormittag bleibt noch genug Arbeit übrig, der Kühlschrank im Caravan der schon seit gestern Morgen vorgekühlt war, muss noch gefüllt werden, und die Technischen Sachen wie unsere Fotoapparate, das Handy und Notebook sowie die Reiseunterlagen müssen noch ins Auto bzw. in den Wohnwagen gebracht werden. Ich war soweit fast fertig, da kam plötzlich der Kaminkehrer vorbei. Meine Meinung das ginge ja schnell mit der Prüfung unserer Ölheizung, ging voll daneben. Wir sind zuerst zum Kamintürlein im Dachgeschoß gegangen, wo er seinen Rollbesen hinein schieben wollte, was aber so nicht mehr ging, weil mittlererweile nur ein kleines Keramikrohr im Kamin ist. Ich erzählte ihm, das wir seit Dezember letzten Jahres eine neue Ölheizung haben. Dann als nächstes gingen wir in den Heizungsraum im Keller, hier machte er gleich eine ganze Dokumentation mit Fotos und allem möglichen auf seinem Handy. Das ganze dauerte bestimmt 30 Minuten bis er endlich fertig war. Als nächstes kam unsere Nachbarin Angelika vorbei um uns einen schönen Urlaub zu wünschen, zumindest nehme ich das an. Um 10:05 endlich, nachdem wir uns noch von unserer netten Nachbarin Susi S…. verabschiedet hatten, verließen wir die Bergstraße in Ottobeuren. Über den Autobahn-Anschluss Memmingen-Süd fuhren wir Richtung Bregenz, irgendwo auf der Strecke zwischen Leutkirch und Wangen haben wir noch einen leichten Stau wegen einer Fahrbahnverengung. In Bregenz dass wir dann auch gegen 11:25 erreichten tankten wir unseren Audi nochmals mit billigerem Diesel, so dass wir mit einem vollem Tank ganz durch die Schweiz kommen sollten. In ca. 20 Minuten war die Durchfahrt durch Bregenz und Hart inklusive dem Tanken erledigt. Die Schweizer Grenze bei Höchst passierten wir gegen 12:00, unsere erste Pause verbringen wir traditionsgemäß auf der Raststätte Forrenberg bei Winterthur. Hier verbringen wir gute 40 Minuten in unserem Caravan bei einer Tasse Kaffee aus der Thermoskanne sowie ein paar belegten Broten von zu Hause.

Auch die Umfahrung von Zürich-Stadt war heute in etwas mehr als 10 Minuten abgeschlossen. Trotz der vielen Baustellen im gesamten Stadtgebiet, so schnell sind wir noch nie um die Stadt herum gefahren. Unsere Fahrt geht auch heute recht zügig voran, so konnten wir schon um 14:55 eine weitere halbe Stunde Pause in der Westschweiz auf der Raststätte Gunzgen machen. Das Wetter war bis jetzt sehr schön und trocken. Unsere Ankunft auf dem Campingplatz in Payerne erfolgte so gegen 17:00, zuvor hatte es kurz nach Bern eine halbe Stunde geregnet. Der eigentlich gar nicht vorausgesagt war, aber der Campingplatz war gottseidank trocken geblieben. Die Frau des Platz-wartes nahm uns in Empfang und füllte unsere Anmeldeformulare aus, wir zahlten auch sogleich die 25 € für die heutige Übernachtung. Ein wenig später kam der uns seit ein paar Jahren bekannte Platzwart vorbei, er freute sich uns wieder zu sehen. Wie schon gesagt, es hatte auf dem Weg hier her noch geregnet, aber hier im Campingplatz war es trocken geblieben. Wir konnten uns ein Plätzchen auf der Wiese aussuchen, und mußten nicht einmal unseren Caravan dazu abhängen.

Leider konnten wir nicht mehr draußen vor dem Wohnwagen zu Abend essen, dazu war es schon zu kühl geworden. So entschieden wir uns dazu im Caravan gemütlich zu machen, unsere Abendbrotzeit schmeckte auch so. Etwas später schaute die späte Abendsonne noch durch unsere Caravanfenster, so schmeckt unser Abendessen und auch das Weizenbier nochmal so gut. Bis ca. 21:30 saßen wir auf unserer gemütlichen Sitzgruppe bei einem guten Getränk, dann beschlossen wir ins Bett zu gehen. Mit unserer Zahnbürste bewaffnet gehen wir ins Waschhaus das auf einer Plattform ein paar Meter weiter oben lag, um unsere Abendtoilette zu machen. Gegen 22:00 waren wir dann schon im Bett.

Freitag, den 07. Juni 2019

Kurz vor 7:00 sind wir schon wach. Eine kurze Morgentoilette im Waschhaus, ich leere noch die Toillettenkassette aus und fülle frisches Wasser in den Wassertank. Danach drehe ich die Kurbelstützen des Caravans mit der Hand nach oben, ich will ja so früh keine schlafenden Camper wach machen, dann rolle ich das Elektrokabel zusammen. So kann es schon losgehen, es ist jetzt 7:45 als wir den Campingplatz verlassen. Der nächste Halt war auf der Tankraststätte bei Gland (Michael Schuhmacher) vorgesehen, mit volltanken des Audi Q5 und anschließendes Frühstück. An allen Diesel-Zapfsäulen war ein LKW-Schild angebracht, was das bedeutete konnte ich leider nicht nachvollziehen, also fuhren wir ohne zu Tanken von den Zapfsäulen weiter zu den Rastplätzen. Es gibt ja auch bei uns den LKW-Diesel an bestimmten Zapfsäulen, aber hier war bei allen Dieselsäulen ein LKW Schild dran. So machten wir hier auf der Raststätte „La Cote Jura von 8:50 – 9:30 unsere erste Frühstückspause, mit einer Tasse Cappuccino und einem Zopfbrot das wir von zu Haus mitgebracht haben, dazu Marmelade, Schinken und Käse. Zu Hause essen wir ja nicht so reichhaltig zum Frühstück, aber im Urlaub ist eben alles anders. Dann geht’s auch schon weiter Richtung Frankreich, die Großstadt Genf haben wir um 10:00 durch-fahren, man muss hier schon aufpassen und auf die richtigen Straßen-Abzweigungen achten, wie halt in jeder anderen Großstadt auch. Aber es ging alles gut, und nach ein paar weiteren Minuten sind wir dann schon in Frankreich angekommen. Wir haben noch kurz überlegt ob wir mit unserem Rest-Diesel im Tank bis zu unserem Zielort Mirabel-et-Blacons kommen könnten. Die Tank-Rest-Anzeige war ja vielversprechend, aber wir haben uns dann doch dagegen entschieden. Also suchen wir wie in früheren Zeiten die Tankraststätte bei Seynod auf, es war mittlererweile 10:30, nach dem volltanken machen wir noch eine kurze Pause im Stehen und dann geht`s schon wieder weiter. Da wir es uns heute die Anreise zu unserem ersten Campingplatz gemütlich machen wollen, halten wir schon nach weiteren 2 Stunden auf einem netten Autorastplatz bei Polienas. Inzwischen herrscht ein beachtlicher Wind auf der Strasse, ob es der hier bekannte Mistral ist, oder ein anderer Wind ist wissen wir nicht, es sind auf jedenfall Böjen bis an die 70km/h vorher gesagt worden. Kurz darauf haben wir schon den Umgehungsring von Valence erreicht als uns ein Stau gemeldet wird, Jetzt geht`s nur noch im Schneckentempo voran. Nach ein paar Kilometern kann man auch die Ursache erkennen, neben der Umgehungsstrasse brennt die Böschung lichterloh, die Sicht ist jetzt gleich null. Wir haben aber Gottseidank nur noch ein paar Kilometer bis zu unseren heutigen Ziel, das wir dann um 14:30 erreichen.

Es herrschte ein großes Gedränge in der Rezeption vom Camping Gervanne und die freien Stellplätze sind offensichtlich rar. Bei der Anmeldung dürfen wir uns drei Plätze anschauen, aber möglichst schnell zurück kommen zum bestätigen. Nachdem wir uns für einen der Stellplatz entschieden hatten und zurück in die Rezeption gehen, stellte sich heraus dieser Platz war soeben vergeben worden. Wir sind also wieder hinunter zu den Stellplätzen gegangen um einen weiteren Platz aus zu suchen, den wir dieses mal auch bekommen. Endlich konnten wir unseren Caravan aufstellen und Tisch und die Stühle aufbauen, um einen Cappuccino zu trinken und ein Stück Kuchen zu essen.

Später sind wir noch hinunter an das Ufer der Drome gegangen, die gleich hier am Campingplatz vorbei fließt. Im Vergleich zum letztem Jahr war der Wasserstand heute um bestimmt 70 Zentimeter niedriger und auch die Strömung war wesentlich geringer. Im vergangenen Jahr war die Drome hier noch ein reißender Fluß gewesen. Gegen Abend haben wir dann unsere Markise aufgebaut, der Wind hat wieder etwas abgeflaut, untertags hatten wir noch eine Windgeschwindigkeit von bis zu 70 km/h. Zum Essen gibt es heute Abend Tortellini und dazu ein bis 2 Gläser Weizenbier für mich. Zu unserem Stellplatz den wir bekommen haben, wäre noch zu sagen, so wie es aussieht haben wir hier den ganzen Tag Sonne. Die Platznummer 38 müssen wir uns für die kommenden Jahre merken, sollten wir diesen Campingplatz noch ein weiteres mal besuchen.

Samstag, den 08. Juni 2019

Heute sind wir erst spät so um 8:45 aufgestanden, es ist ja unser erster Urlaubstag hier in Frankreich. Zum Frühstück gibt es Zopfbrot von zu Haus, zusätzlich habe ich im Camping-shop ein Baguette geholt, der Preis liegt bei 0,95 €. Das ist in Frankreich ein üblicher Preis. Es ist heute Morgen schon ein strahlend blauer Himmel zu sehen, mit geschätzten 25°. Anschließend bin in die Rezeption gegangen und habe ich nach einer Fahradmap bzw. Elo-Bikemap gefragt. Die Angestellte erzählte mir von einer möglichen Fahrradtour für uns. Wir haben dann unsere Klapp-E-bike aus dem Kofferraum unseres Audi geholt und zusammen gebaut. Um 11:00 sind wir dann mit unserem E-Bike auf einem netten Fahradweg der ganz in der Nähe der Drome entlang geht, in Richtung Crest gefahren. Wir sind insgesamt ca. 2 Stunden unterwegs, bei einem leichten Wind der hier bläst. In Crest angekommen hatten wir ein nettes Gespräch mit einem Holländischen Ehepaar, die unsere schneeweißen E-Bikes bewunderten. Sie wollten alles darüber wissen, den Preis, die Technik und woher man die Räder bekommt.

In Crest ist dieses Wochenende ein historisches Fest, wo sich die Teilnehmer aus der Stadt in historischen Gewändern aus dem 14. Jahrhundert präsentierten. Gegen 13:00 sind wir wieder am Campingplatz zurück. Gute 18 Kilometer sind wir heute gefahren bei leichtem Wind und blauem Himmel. Nach unserem netten Ausflug genehmigen wir uns eine leichte Brotzeit bestehend aus Produkten von zu Hause wie Leberkäse, Bergkäse sowie einer Flasche Radler.

Gegen 15:00 sind wir in die sehr nette Badeanlage die zu dem Campingplatz gehört gegangen. Hier konnten wir im Halbschatten auf den reichlich vorhandenen Badeliegen die angenehme und warme Nachmittagssonne geniesen. Wir verbrachten so an die eineinhalb Stunden hier, bevor wir wieder an unseren Stellplatz zurück gingen. Es gibt noch eine Tasse Cappuccino und ein paar Kekse im Schatten unserer Markise. Die Temperatur lag heute bestimmt bei 30°, man mochte gar nicht in der prallen Sonne sitzen. Später sind wir noch an die Drome gegangen , die direkt am Campingplatz vorbei fließt. Wie schon gestern fest gestellt, im Vergleich zum letzten Jahr hatte sie heute sehr wenig Wasser. Damals war sie ein reißender Fluß und Wasserstand war bestimmt 70 cm höher als heute. Hermine hat schon mehrmals mit dem I-Phone versucht in das Platz-Internet zu kommen, meistens ohne Erfolg, gegen 18:00 bin ich mit dem Notebook zum Restaurant gegangen, hier ist ein WLAN-Sender stationiert. Es gibt hier auch am Platz WLAN sowie Internet-Karten zu kaufen, mit einem Tag oder eine ganze Woche direkt am Stellplatz zu nutzen. (Wir haben diese Internetkarte am nächsten Tag gekauft, die Verbindung stand aber trotzdem nicht immer zur Verfügung). Nach ein paar Minuten hatte ich schon Erfolg und war im Netz. Anschließend habe ich gleich ein Kaspersky-Update mit fast 11 Megabyte gemacht. Danach schaute ich in Wetter.com nach der Wetter-Vorausschau für die folgende Tage.

Mit Erschrecken stellte ich fest, daß für den morgigen Tag Regen angesagt war, mit Temperaturen von ca.17°. Wir entschlossen uns, die Fahrräder die wir erst heute Vormittag aus dem Auto ausgepackt hatten, wieder zusammen zu klappen und wieder im Auto verstauen. So waren wir eine weitere halbe Stunde beschäftigt. Zum Abendessen gibt es heute Rindersteak mit Bratkartoffeln und Gurkenscheiben und dazu ein Glas Weizenbier sowie für Hermine ein Glas Rotwein zum Essen und danach ein Gläschen Weißwein. Nach dem Abspülen des Abendgeschirres haben wir einen Spaziergang in Richtung Schwimmbad und weiter durch den anderen Platzteil der oberhalb des Pools und der Rezeption liegt. Wir waren schon überrascht wie groß dieser andere Platzteil war, so groß hatten wir in nicht mehr in der Errinnerung. Als ich einmal auf unseren Vorzeltteppich schaue sehe ich so etwas ähnliches wie einen großen Käfer auf unseren Wohnwagen zu krabbeln. Ich nehme eine kleine Schaufel und trage ihn zu einem Gebüsch. Wenig später kommt mir der Gedanke, daß es sich um eine Zikade handeln könnte. Ich gehe zurück zu dem Gebüsch, er krappelt hier noch rum, kommt aber mit dem hohen Gras nicht ganz zurecht. Ich nehme ihn wieder und setze ihn auf den Baum in unserem Stellplatz. Nach einer Weile schaue ich nochmals nach ihm, er ist jetzt auf dem Weg nach oben in die Äste.

Sonntag, den 09. Juni 2019

Als wir heute Morgen aus dem Caravanfenster schauen, war draußen alles naß, es regnete schon seit ein paar Stunden. Auf unserem Stellplatz haben wir einen größeren Laubbaum stehen, dessen abgefallene Blätter liegen jetzt alle auf unserem Audi und auf der Wohnwagenmarkise. Mit meiner Autowaschbürste und mehreren Eimern Wasser mache ich unseren Audi wieder etwas sauberer. Kurz nach Mittag fahren wir dann die 10 Kilometer nach Crest. Wir parken unser Auto auf dem großen Parkplatz auf der Südseite des Ortes, den wir gestern bei unserem Fahrradausflug gesehen haben. Wir gehen über die Drome-Brücke in das kleine Städtchen, überall sind Verkaufsstände mit Produkten die aus dem Mittelalter stammen könnten, zu sehen.

Die meisten Leute die uns begegnen haben Historische Gewänder an. Auf eine der schmalen Straßen empfängt uns Musik von einer Gruppe mit zwei Dudelsackspielern, ein weiterer spielt eine Laute und der Vierte hat eine große Trommel dabei. So spielen sie an mehreren Stellen der Stadt ihre Musik. Wir gehen im Anschluß diese enge Straße wo das Hauptspektakel stattfindet entlang. Überall hier sind die Marktstände aufgestellt und die Verkäufer in ihren historischen Gewändern zu sehen. Wir entschließen uns heute die Burg zu besuchen, da offensichtlich auch oben am Berg irgendwelche Darbietungen sein sollen.

Nach unserem strammen Aufstieg auf die Burg, der Weg war nicht ganz ohne. Von oben konnten wir einen schönen Ausblick auf die kleine Stadt geniesen. Im ver-gangenen Jahr war uns der Weg hier auf die Burg zu steil gewesen, allerdings war es damals auch wesentlich wärmer als heute. Die Burg selber war recht nett, sie besteht aber in der Hauptsache nur aus einem sehr großen Wohnturm. Als wir wieder die steilen Stufen nach unten in die Stadt gehen, kauften wir an einem Straßenstand noch eine Crepes. Sie hatten aber keine Auswahl an Marmeladen, so nahmen wir halt nur eine Crepes mit Zucker, sie schmeckte aber ganz ordentlich. Etwas später am Nachmittag kehren wir wieder zu unserem Campingplatz zurück. Als erstes trinken wir eine Tasse Cappuccino und Essen ein Stück Kuchen dazu. Anschließend sind wir nochmals zum Pool gegangen, die Sonne scheint ja recht nett und es war wieder sehr warm. So geniesen wir eine gute Stunde hier auf den netten Badeliegen. Irgendwann sind zwei junge Mädchen in die Poolanlage gekommen, sie spielten und tauchten immer im Schwimmbecken ab. Plötzlich stürzte eine der beiden direkt vor uns am Beckenrand unglücklich und fiel mit beiden Ellenbogen sowie dem Kopf rückwärts auf den Steinboden. Aber es ist offensichtlich nichts weiter passiert, sie hielt sich zwar eine Zeitlang den Arm, aber ansonsten war sie ganz mobil. Zum Abendessen gibt es heute Schupfnudeln mit Sauerkraut ganz eine bayrische Mahlzeit, dazu ein Weißbier das dazu toll mundete.

Danach machen wir noch einen Spaziergang über den Platz, und gehen nochmals an die Drome hinunter. Hier nahe zum Ufer haben die Campingplatz-Betreiber eine futuristische Übernachtungsmöglichkeit gebaut. Es steht auf ca. 4 Meter hohen gebogenen Stelzen und schaut aus wie eine große Haselnuss. Sie ist über eine Wendel-treppe zu erreichen. Diese Haselnuss mit dem Namen Campaluna hat ringsum Fenster und in der Mitte befindet sich ein Doppelbett. Unter dieser Haselnuss befindet sich ein Freisitz mit ein paar Stühlen und einem Tisch. Das alles zu einem Tagespreis von stattlichen 119 Euro.

Montag, den 10. Juni 2019

Es hat auch heute Nacht wieder geregnet, unser Auto hatten wir schon gestern Nachmittag von den Blättern die von den Bäumen gefallen waren, befreit. Kurz nach 7:00 stehen wir auf, wir wollen heute weiter nach Süden fahren zu einem unserer Lieblingsplätze hier in der Provence. Nach dem Toilettengang gehe ich als erstes zum Campingplatz-Shop um ein Baguette für unser Frühstück zu holen. Nach dem Essen das wir heute Morgen im Wohnwagen einnehmen, da unsere Stühle und der Tisch schon seit gesteren Abend wieder im Auto sind. Danach befreie ich noch kurz das Auto von den heute Nacht herabgefallenen Blättern, drehe die Kurbelstützen vom Caravan hoch und nehme das Stromkabel ab. Hermine hat in der Zwischenzeit ihre Morgen-toilette beendet und das Frühstücksgeschirr gespült. So sind wir fertig und verlassen um 9:15 den Camping Gervanne, leider hatten wir dieses Jahr nicht so viel Glück mit dem Wetter. Ein paar Kilometer weiter fängt es schon wieder an zu Regnen, die Außen-temperatur liegt bei etwa 16°. Bis zur Autobahn sind es ca. 40 Kilometer genau so lang brauchen wir auch für die Fahrt. Auf dem weiteren Weg nach Süden wird es immer ein bißchen wärmer, so daß wir bei Avignon schon 22° erreicht haben. Kurz vor Mittag um 11:45 haben wir unser heutiges Ziel den Camping Couteliere bei Isle-sur-La-Sorgue erreicht.

Die Tochter der Platzbesitzer sitzt in der Anmeldung der Rezeption sie bietet uns ihren letzten freien Stellplatz mit der Nummer 98 an. Er ist in der allerletzten Ecke ganz hinten. Nach der Besichtigung dieses Stellplatzes wollte ich eigentlich weiterfahren, in Richtung Saint Remy.. Auf dem Weg zu unserem Auto treffen wir den Besitzer des Ca.Platzes, wir begrüßen ihn herzlich. Er fragt uns ob wir einen schönen Platz bekommen haben, was wir aber verneinen mußten. Er geht gemeinsam mit uns in die Rezeption zurück. Im Computer schauen Vater und Tochter miteinander, was für Stellplätze für den nächsten Tag frei werden. Plötzlich bietet sie uns drei weitere Plätze zur Auswahl an. Wir entscheiden uns für Platz 25 gleich in der Nähe der Rezeption, ein Plätzchen von 3,5 Seiten mit einer hohen Hecke umsäumt, eigentlich ein Geheimtip. Von der Tochter hätten wir wohl nichts besseres bekommen, dazu ist sie leider noch zu unerfahren, um mit Stammgästen richtig umzugehen. Wir nehmen also den Platz Nummer 98 für die heutige Nacht, ganz hinten am Tennis und Sportplatz, mit dem Caravan stellen wir uns nicht ganz in den Stellplatz hinein. Der Stellplatz ist leider ganz ungepflegt, die Wurzeln eines großen Baumes stehen überall aus dem Boden, man kann den ganzen Stellplatz so gar nicht nutzen.

Zum Abendessen gibt es heute Käsespätzle, vom Camping Gervanne haben wir noch einen Rest vom Frühstücksbaguette übrig. Danach gehen wir über den Campingplatz spazieren bevor der Abend eingeläutet wird. Ach ja, bei der Rezeption waren wir ja auch noch um E-mails und WhatsApp zu checken und unseren Töchtern zu schreiben.

Dienstag, den 11. Juni 2019

Wir sind heute um ca. 7:30 aufgestanden, als erstes habe ich ein Baguette von der Rezeption geholt, das wir gestern bei der Anmeldung schon bestellt haben. Im Anschluss haben wir kurz im Caravan gefrühstück. Unsere Stühle und der Tisch sind seit gestern Abend schon wieder im Auto. Wir wollen ja heute noch umziehen von einem Stellplatz hinten am Camping nach ganz vorne fast bei der Rezeption. Dazu müssen wir den Caravan wieder umzugsbereit machen, das heißt die Caravanstützen hoch drehen und das Stromkabel abnehmen und zusammen rollen. Und den Caravan aus dem Stellplatz heraus Movern. Im Schritttempo geht es jetzt zum neuen Stellplatz mit der Nr. 25. Ich hatte schon leise befürchtet daß unser Caravan für diesen Stellplatz zu groß wäre. Als wir ihn gestern angeschaut hatten stand ein kleinerer Hymer Touring Troll 535 mit 570 cm Gesamtlänge auf dem Stellplatz. Dagegen war unser Caravan eine ganz andere Dimension, aber es ging alles gut wir sind ohne Probleme in den neuen Platz hinein gekommen und die Platzgröße hat auch gereicht.

Ab 10:00 hat es dann geregnet, den ganzen Tag, und die ganze folgende Nacht ohne Unterbrechung. Gegen Mittag sind wir noch zum Zeitvertreib in den Intermarche nach Isle-sur-La-Sorgue gefahren. Wir schauen uns nach einer neuen Kaffemaschine um, unsere alte Maschine arbeitet nicht mehr so gut. Der Kaffee kommt manchmal sehr dick und bitter heraus. Viel Geld kann man aber im Ausland nicht dafür ausgeben, wegen der Garantie-ansprüche, wir können uns aber nicht für eine Kaffeemaschine entscheiden. Wir haben dann noch Gurken und Tomaten und zwei Päckchen mit Rinderleber gekauft. Anschließend haben wir noch an der Tankstelle die am Super-markt angeschlossen ist getankt, der Preis war sehr gut für französiche Verhältnisse 1,36 € haben für den Liter Diesel bezahlt. Etwa 1,5 Stunden später sind wir wieder zurück zum Campingplatz gefahren, es regnet immer noch. Einige Caravan haben den Campingplatz verlassen aber es sind auch neue Camper gekommen. Wir können heute nicht viel tun, kein Ausflug, kein Schwimmbad oder ein Sitzen an der Sorgue, alles fällt buchstäblich ins Wasser.

Heute Abend gibt es Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat, wir haben noch Kartoffeln von zu Hause dabei, dazu ein paar Gläser mit Paulaner Weizen, alternativ dazu einen guten Wein.

Mittwoch, den 12. Juni 2019

Es hat noch die ganze Nacht bis in die Morgenstunden geregnet, Ab ca. 9:30 scheint endlich wieder die Sonne. Um 11:45 sind wir dann mit unseren E-bikes eine kleine Tour gefahren. Wir sind aus dem Campingplatz heraus, als erstes nach rechts, danach auf einer Straße gefahren, die wir schon vor zwei Jahren einmal zu Fuß gegangen sind. Und hier ein paar Kilometer weiter durch uns unbekanntes Terrain. Da wir keine vernünftige Radkarte haben, sind wir bei einer Abzweigung einfach nach rechts abgebogen und nach einer guten Weile in Isle-sur-la-Sorgue angekommen. Hin und her sind das ca. 14 Kilometer über die gut befahrene Autostraße D 901. Am Rückweg besuchen wir nochmals den Campingplatz Sorguette den wir schon in den vergangenen Jahren immer wieder mal besichtigt haben, aber er ist nach wie vor für uns einfach nicht schön. Am unserem Campingplatz zurück machen wir erstmals eine Brotzeit. Wir haben Kanossi vom Norma in Deutschland mitgebracht, sie waren aber nicht allzugut, dazu eine Packung mit Schinkenstückchen auch vom Norma, die waren spitze gewesen. Im Anschluß sind wir noch ins Schwimmbad für eine Stunde gegangen. Danach gehen wir wieder zurück an unserem Stellplatz um einen Cappuccino zu trinken, dazu gibt es Croissants mit Himbeer-Marmelade. Am Spätnachmittag sind wir noch für eine Stunde an das Ufer der Sorgue gegangen.

Heute sind wieder einige Kanus hier am Fluß unterwegs, meist sind es Familien mit Kindern die hier eine Fluß-Tour machen. Gegen 17:30 sind wir noch kurz zur Reception gegangen, zwecks Internet-Verbindung. Das ist hier am Platz aber sehr langsam, für ein Kaspersky-Update von 4,5 MB braucht man eine gute halbe Stunde. Zum Ausgleich trinken wir im Bistro ein Gläschen Rose, pro Glas 1,80 €. Der Preis ist in Ordnung. Zum Abendessen gibt es heute Spaghetti Bolognese dazu eine Radler. Nach dem obligatorischen Spülen und Abtrocken des Essgeschirres drehen wir noch eine Runde über den Platz. Es sind einige Campinggäste die schon mehrere Jahre hier sind, auch in diesem Jahr wieder hier am Platz

Donnerstag, den 13. Juni 2019

Wir sind um 8:00 aufgestanden, unser Frühstück geniesen wir vor dem Caravan, heute ist Wochenmarkt in Isle-sur-la-Sorgue. Wenn wir hier in der Gegend sind besuchen wir ihn immer wieder mal. An einem der Stände habe ich mir wieder eine Armbanduhr um 7 Euro gekauft, meine letzte Uhr habe ich auch hier am Ort gekauft. Für Raphaela suchen wir eine große Untersetz oder Servierplatte. Nachdem wir einige Stände mit Olivenholz-Artikel besucht hatten, sind wir doch noch fündig geworden, für unsere 1 jährige Enkelin Leona finden wir eine bunte Raupe zum Ziehen. Danach gehen wir in das Fremdenverkehrsbüro um eine Stadtkarte sowie Elo-Radkarten zu suchen. Gegen Mittag verlassen wir den großen Wochenmarkt, in einer Bäckerei am Ortsende hat Hermine noch eine Baguette gekauft, so daß wir im Anschluß dann am Campingplatz noch eine kleine Brotzeit machen können.

Da die Sonne inzwischen sehr hoch stand und in unseren beschatteten Stellplatz herein schien, stellten wir unsere Liegestühle in die Sonne und genossen die Wärme. Später sind wir noch ans Ufer der Sorgue gegangen um im Schatten der hohen Bäume den vielen Kanus nach zuschauen die heute vorbei kommen. Gestern Abend habe ich noch unsere Satellitenschüssel aufgebaut und heute Morgen am Fernseher kurz einen Probelauf gestartet, die wichtigsten Sender habe ich rein bekommen, mal sehen ob wir auch mal zum Fernsehen kommen werden. Gegen 17:00 sind wir mit dem E-Bike nochmals in Richtung Fontaine-de-Vaucluse gefahren, um uns zu vergewissern, ob wir unsere neuen Fahrräder irgendwo im Ort anketten können. Wir wollten ja Morgen am Spätnachmittag mit den Rädern nach Fontaine-de-Vaucluse fahren, und dann zu Fuß hinauf bis zur Quelle gehen. Das können wir aber nur zu Fuß machen. Und im Anschluß noch ein Andenken in einem Souvenierladen oben am Weg kaufen, wie sonst die vergangenen Jahre auch. Danach sind wir am anderen Ortsende auf der D 104A die Sorgue entlang Richtung Campingplatz gefahren. Am Campingplatz vorbei noch ein paar Kilometer weiter in Richtung Lagnes, und dann wieder zurück. Wir sind heute nur etwa 10 Kilometer gefahren.

Dann ist es auch schon 19:00 vorbei, heute gibt es Rinderleber mit Apfelschnitzel ( eine meiner liebsten Speisen ) und Kartoffelpürree zum Abendessen, die Leber haben wir am Dienstagnachmittag im Intermarche in Isle-sur-la-Sorgue gekauft. Nach dem obligartorischen Geschirrspülen drehen wir noch kurz eine Runde über den Platz, Im Anschluß an der Rezeption am Handy noch WhatsApp Nachrichten und das Wetter für die kommenden Tage checken. So gegen 22:30 sind wir wie meistens in die Koje gegangen.

Freitag, den 14. Juni 2019

Wir sind um 8:00 aufgestanden, es muß heute Morgen schon ganz leicht geregnet haben. Zum Frühstück gibt es heute Brötchen aus unserem Backofen, wir haben noch einige als Reserve mit dabei. Es war ja schon relativ warm, so stellten wir unseren Tisch vor den Caravan, hier geniesen wir unser gewohntes Frühstück mit Schinken, Käse und Marmelade und Honig, auch ein Frühstücksei gibt es heute. Jetzt am Vormittag haben wir einen starken Wechsel von Sonne und Wolken, so beschließen wir an der Sorgue spazieren zu gehen. Wir verlassen den Campingplatz an der Straße nach links, gehen über die kleine Brücke. Hier sehen wir aus Richtung Fontaine-de-Vaucluse eine Gruppe mit Kanus, bestückt mit jungen Mädchen. Sie werden begleitet von einem Guide, der ihnen das Fahren beibringen will. Es geht aber ziemlich chaotisch bei ihnen zu, einige steuern mit ihren Kanus in die Uferbüsche. Das bringt uns auf den Gedanken nochmals den Weg an der Sorgue entlang bis zum Wasserwehr zu gehen. Im Vergangenen Jahr haben wir diesen Weg erstmalig entdeckt. Am Wehr angekommen treffen wir die Mädchen wieder, sie müssen hier das Boot verlassen und ihr Guide stößt die leeren Kanus über eine Laufrinne nach unten in den Flußlauf. Hier können die Mädchen dann wieder in ihre Kanus einsteigen. Wir kehren wieder zu unserem Campingplatz zurück und geniesen eine leichte Vesper, wie meine Gattin immer betont, dazu eine Flasche Radler. Später steigen wir nochmals auf unsere E-Bike und machen eine kleine Tour von etwa 10 Kilometern. In der Nähe vom Campingplatz entdecken wir ein Feld mit Kirschen, sie sind recht blaß in der Farbe schmecken aber ausgezeichnet wie wir feststellen. Ich hole zweimal eine Handvoll der Kirschen bevor wir wieder zum Campingplatz zurück fahren.

Heute am Spätnachmittag wollten wir ja noch nach Fontaine-de-Vaucluse fahren, aber der Mistral macht uns einen Strich durch die Rechnung. Der Himmel ist grau und ob es zum Regnen kommt läßt sich nicht sagen. Da die Wettervoraussagen für Samstag Regen voraus gesagt haben, beschließen wir unsere Klappräder wieder in den Audi zu packen. Wir denken am Sonntag weiter zu fahren, nach Saint Remys… unsere alte Heimat. Vielleicht haben wir Glück und bekommen einen Stellplatz am Ca. Monplasir wo wir viele Jahre zu Gast waren. Heute Abend wird erstmalig in diesem Urlaub gegrillt, es gibt Putensteaks, ein Hack-steak sowie ein Stück Speck oder ähnliches für jeden. Früher hatten wir Fackeln so nannte man sie und dazu Berner Würstchen mit Käse überbacken dabei. Dazu ein bis zwei Gläser mit Weizenbier und einen guten Rotwein hier aus der Provence. Nach dem Geschirr spülen haben wir noch eine Runde über den Platz gemacht. In einer Straße weiter hinten ist ein junges Paar mit einem kleinen Jungen ca. eineinhalb Jahre alt. Sie campieren mit einem VW-Bus der ein großes Zelt auf seinem Autodach hat, das sie mit einer Leiter besteigen. Ich erwähne das nur, weil wir sie eine Woche später an unserem Campingplatz am Mittelmeer nahe der Grenze zu Spanien wieder sehen werden. Irgendwann nach 22:00 geht es ins Bett.

Samstag, den 15. Juni 2019

Wir sind heute gegen 8:00 aufgestanden, laut Vorhersage hätte es heute Nacht regnen sollen. Aber Gottseidank es hat nicht geregnet, das Wetter bleibt aber sehr wechselhaft. Ich gehe in die Rezeption und hole unser bestelltes Baguette ab, das Frühstück findet auch heute wie meistens im Freien statt. Gegen 10:00 brechen wir auf, es ist die letzte Gelegenheit um nach Fontaine-de-Vaucluse zu fahren. Zum Parken geht es zu einem uns bekannten Parkplatz am Ende oder Anfang des kleinen Ortes, je nach dem auf welchem Weg man in den Ort kommt. Wir laufen den altbekannten Weg den Fluß hinauf bis zur Quelle, die Sorgue hat eigentlich eine ganz normale Menge an Wasser wie man bei uns am Campingplatz sehen kann. Als wir aber oben am Quelltopf an der Absperrung ankommen sind zeigt sich daß außer einer Menge an Schülern die hier rum stehen, von Weg oben und der Absperrung kein Wasser im Quelltopf zu sehen ist. In vielen anderen Jahren bin ich immer wieder hinunter geklettert um nach dem aktuellen Wasserstand zu schauen, aber das rentiert sich heute nicht mehr. Letztes Jahr hatte die Sorgue Hochwasser und im Quelltopf stand das Wasser fast 10 Meter höher als heute.

rechtes Bild im Juni 2018

Leicht enttäuscht verlassen wir die Quelle und gehen wieder nach unten. Am Verkaufsstand wo wir all die Jahre immer mal schöne Zikaden oder Wandbilder einkaufen, nehmen wir heute eine bunte Eidechse mit. Sie hatten auch ein schönes Wandbild mit einer Uhr hängen, aber der Preis von 36 Euro das war uns doch zu viel. Im Anschluß fahren wir jetzt ( weiter nach Venasque zum Kirschen essen ) das klingt jetzt aber böse, ein bißchen Wahrheit ist aber schon drin. Von Fontaine geht es über die D 57, das ist eine enge und kurvenreiche Landstraße nach Saumane …. weiter nach St.-Didier und nach Venasque. Der kleine Ort liegt wunderschön auf einem Hügel, hat Mittelalterliche Türme und Ringmauern und auch einen Kleinstädtischen Charakter. Die Kirche Notre Dame mit ihrem wunderbaren Vor-Romanisches Taufbecken ist das das älteste Heiligtum des Vaucluse. Letztes Jahr als wir hier gerade im Ort waren, wurde gerade eine Hochzeit vorbereitet. Auf der Hauptstraße und in Nebengäßchen wurden Tische und auch der Brunnen mit Blumen geschmückt.

Wir fahren also jetzt wieder den Berg hinunter Richtung dem Kirschfeld, es gibt eine Aufforderung auf der Website des Ortes dazu ( Unbedingt probieren: Kirschen (Label „Cerises des Monts de Venasque). Man kann dem also schwer wiederstehen. Am Feld angekommen, es ist inzwischen Mittagspause, so daß wir nicht gestört werden können, verschwinden wir zwischen den Kirschbäumen. Sie sind voll und überladen mit den hochroten und süßen Früchten. Wir können uns nicht satt sehen und essen, dieses Mal haben wir nur eine mittelgroße Plastiktüte dabei. Aber ein paar Kilo sind es trotzdem geworden. Letzte Jahr hatten wir so viele Kirschen dabei, daß wir sogar ein Kilo der süßen Kirschen einer netten Schweizerin auf dem Camping Couteliere geschenkt haben. Auf dem selben Weg wie wir gekommen sind fährt Hermine dann wieder zurück. Auf dem Camping angekommen gibt es zuerst eine Tasse Cappuccino. Danach gehen wir noch kurz zur Sorgue um zu schauen ob heute Kanus vorbei kommen. Nach dem Abendessen, es gibt heute Nudelsalat mit Eiern, wird unsere Markise abgebaut. Morgen früh geht es ja weiter zu unserem nächsten Ziel nach Saint-Remys-de-Provence. Ich gehe noch kurz zur Rezeption um im Notebook meinen Virenscanner aktualisieren, wenig später kommt auch Hermine nach, um noch ein paar WhatsApp zu schreiben. Bevor es dann endgültig dunkel wird verstauen wir unseren Campingtisch und die Stühle in den Audi. Dieses Jahr ist es ein bißchen komplizierter mit dem Einräumen, wir müssen alles auf die umgeklappten Rückbänke legen und sichern. Im Kofferraum stehen unsere Klappräder mit Bändern fest gezurrt.

Sonntag, den 16. Juni 2019

Um 7:00 heißt es aufstehen eine kurze Morgentoilette machen, die bestellten Baguette um 8:00 von der Rezeption holen, und kurz frühstücken im Caravan. Danach die Caravanstützen mit dem Accuschrauber hochdrehen und das Elektrokabel sauber machen und einrollen. Das Auto muß ich kurz aus unserer Einfahrt herausfahren um mit unserem Caravan auf den Weg zu kommen. Anschließend wird der Caravan an den Audi gehängt, wir sind jetzt fahrbereit. Als erstes fahre ich mit dem Gespann hinter die Schranke um die Durchfahrt frei zu machen, für etwaige andere abreisende Camper. Dann gehe ich nochmals in die Rezeption zurück, um mich von den netten Campingbesitzern zu verabschieben. Um 9:30 ist endgültig Abfahrt aus dem Campingplatz, es geht über die D24 nach Petit Palais und hier auf die N990 und weiter Richtung Cavaillon. Wir wählen dieses mal den kürzesten Weg nach Cavaillon, es sind nur etwa 37 km . Um 10:00 sind wir dann in Saint-Remys-de-Provence angekommen. Unseren Wunschcampingplatz Montplasir erreichen wir zehn Minuten später. Wir haben anscheinend Glück, es sind noch Stellplätze frei, vom Chef (zwei Brüder mit ihren Familien betreiben den Campingplatz) bekommen wir zwei Plätze zur Auswahl, er fährt mit uns auf seinem Elektrowagen zu den freien Plätzen, wir entscheiden uns für Platznummer 105. Der Stellplatz ist sehr groß und liegt hinter einem der Wasch-häuser. Der Campingplatz selber ist wie immer voll oder zumindest sehr gut belegt.

Als erstes haben wir den Caravan aufgestellt und die Markise ausgerollt, pünktlich hier auf dem Campingplatz fängt der Mistral an zu blasen. Wir stellen den Caravan als Windschutz in Richtung Norden wo der Wind her bläst, in heftigen Böen hebt er unsere Markise aber immer wieder mal hoch. Als es später wieder ruhiger wird, sitzen wir in der warmen Sonne und geniesen die Ruhe. Wir wollten zuerst schon am Nachmittag in die Stadt gehen, haben uns aber wegen dem starken Wind dagegen entschlossen. Heute Nachmittag sind noch irgendwelche Ritterspiele in der Stadt. Um 16:40 sind wir dann endlich los gegangen, es ist auch nicht mehr so heiß. Am Parkplatz vom Intermarche (Supermarkt) ist heute Trödelmarkt, die Franzosen verkaufen hier alles, auch jeden Schund. Jetzt sind sie gerade beim wieder Einräumen in ihre Autos als wir vorbei gehen.

In der Stadt ist noch einiges los, das Wetter ist ja herrlich, so gibt es noch viele Spaziergänger die durch die engen Straßen und Gassen wandern. Und Kinder die eine Tüte Eis essen, am Place Favier der mit wunderschönen großen Platanen beschattet ist, sitzen die Leute in den zahlreichen Bistros bei einem Glas Wein. Nach einer Stunde kehren wir zum Campingplatz zurück. Heute Abend gibt es Currywurst die passenden Pommes bekommen wir vom Platzrestaurant ab 18:00 ( große Portion um 6 € ).

Nach dem Essen gehe ich noch kurz zum Geschirr spülen und danach noch mal ins Internet, Es gibt hier eine große Bibliothek zum Lesen wie auch Internet, hier am Platz ist der Internetempfang gratis. Im gleichen Gebäude befindet sich das Restaurant mit einer großen Gartenterrasse. Daneben kommt der schöne beheizte Pool mit einer akzeptabler Größe von 18×10 Metern mit reichlich Badeliegen um den Pool und auf einer schönen Liegewiese. Anschließend drehen wir noch eine Runde über den Platz. Bei den Mobilhomes am alten Platzteil sehe ich den schwarzen Mitsubishi eines Holländers der alle Jahre für 4 Wochen seinen Urlaub hier verbringt. Danach verbringen wir noch ein bis zwei Stunden vor dem Caravan bei Wein und Weizen-Bier, um 22:30 geht`s dann in die Koje.

Die Temperatur betrug heute ca. 28 – 32°

Montag, den 17. Juni 2019

Heute Morgen sind wir um 7:45 aufgestanden, haben herrlich geschlafen, die Nacht war irgendwie angenehm zum schlafen. Als erstes während Hermine den Kaffee macht und den Tisch herrichtet hole ich ein Baguette im Shop bei der Rezeption, ( Preis 0,90€ ) es war schön weich und schmeckt ausgezeichnet. Die Temperatur beträgt bestimmt schon 28°, der Himmel scheint in einem wunderbaren Blau, so könnte man sagen „wir sind zu Hause“ angekommen. Nach dem Frühstück muß ich noch schnell spülen. Danach werden die E-Bike aus dem Kofferraum geholt und zusammen gebaut. Anschließend sind wir am Industriezentrum und anderen Nebenstraßen vorbei zum Touristikbüro am Place Jean Jaures am anderen Ende der Stadt gefahren. Wir wollen geeignete Radkarten für unsere Fahrradtouren zu bekommen.

Da das Wetter so ansprechend war und die Berge uns lockten, sind wir gleich weiter auf der RD 5 am St. Pauls-Kloster (Vincent van Gogh) vorbei hinauf in die Alpilles. Die Hälfte des Weges nach Maussanne haben wir schon geschafft, bis zur Passhöhe waren wir auf jeden Fall schon mal. Die meiste Wegstrecke war so etwas ähnliches wie ein Fahrradstreifen am Rand der Strasse, man mußte aber schon etwas aufpassen, viele Autofahrer fahren sehr schnell. Dann kehrten wir wieder um, fahren am Kloster vorbei und in die Stadt zurück, dann weiter am Camping Pegomas vorbei zum Camping Bastide. Wir sind kurz hineingefahren in den Platz, im Gegensatz zum letzten Jahr als wir hier ein paar Tage verbracht hatten war er dieses Mal, ziemlich leer und leider auch ungepflegt. Zurück fahren wir über die RD 99 das ist eine der zwei Durchgangsstraßen von Saint Remy de Provence und hier ist immer die Hölle los. Dann zurück am Ca. Monplasir machen wir einen kurzen Imbiß , am 13:00 gehen wir in das Schwimmbad, es war aber ziemlich leer. Nach zwei Stunden als wir zurück zum Caravan gehen, füllt sich der Pool mit den vom Ausflug zurück gekehrten Camping-gästen. Wir geniesen einstweilen einen Cappuccino und dazu Marmorkuchen.

Heute Abend wird gegrillt, das zweite Mal in diesem Urlaub, Hermine hat zu Hause ein Grillpaket zusammen gestellt. Es gibt also Putensteak, Hacksteaks und so eine Art Speck dazu Berner Würstchen, und natürlich ein paar Paulaner-Weizen. Nach dem Abspülen und Abtrocknen vom Geschirr, gehen wir wie jeden Abend eine Runde auf dem Platz spazieren. Später möchte ich noch an meinem Reisebericht für dieses Jahr schreiben. Die Temperatur heute lag bei über 30 bis 32°.

Dienstag, den 18. Juni 2019

Ein sonniger Tag erwartet uns auch heute in Saint Remys, zum Frühstück gibt es heute Semmeln aus heimischer Quelle, wir haben noch Schinkenscheibchen die zusammen gelegt in einer Packung liegen, es sind lauter kleine Stückchen aber geschmacklich ausgezeichnet. Dazu das übliche Marmeladen, Honig und Käse und ein Frühstücksei.

Heute wollen wir mit dem E-Bike auf einem Fahrradweg, den es hier geben soll nach dem kleinen Ort Saint Gabriel fahren. Hier gibt es auch einen Campingplatz gleichen Namens, wir kennen ihn zwar schon, aber man braucht ja ein Ziel zum Fahrrad fahren. Der Fahrradweg ist ganz ordentlich, es geht unter einer schattigen Platanenallee neben der D99 entlang, wir brauchen für die 14 Kilometer in Richtung Westen etwa eine Stunde. Den Campingplatz schauen wir auch heute wieder an, er ist so ganz nett, ein alter Bauernhof schön hergerichtet dazu ein kleiner Pool. Die Liegeplätze daneben sind mit einem grünem Vliesboden belegt, wie gesagt ein nettes Ambiente. Auch die Stellplätze sind ansprechend, nur die Sanitäreinrichtung lässt in meinen Augen arg zu wünschen übrig. Zum Abschluss trinke ich in dem hübschen Innenhof, dem ein kleines Bistro und die Rezeption angegliedert sind, noch eine Flasche Cola und Hermine ißt ein Eis. Dann geht es auf dem gleichen Weg zurück, für den Rückweg brauchen wir nur noch etwa 45 Minuten.

Im Ca. Monplasir angekommen gibt es erstmals eine Flasche Radlerbier dazu eine kleine Brotzeit mit Baguette, Leberkäse noch von zu Hause, Streichwurst und als Nachspeise aus eigener Ernte die guten Kirschen aus Venasque.

Heute Nachmittag wollen wir ein Olivenöl für Alexandra kaufen. Zu Hause hatte ich im Internet schon recherchiert und die „Domaine Plaines Marguerite wo unser ge-wünschtes Olivenöl herstellt wird, gefunden. Domaine heißt in Frankreich ( Weingut oder Olivengut ). Wir sind all die Jahre in unmittelbarer Nähe an diesem Olivenhof vorbei gefahren, bei unserem Ausflügen auf der D78 die hinter den Alpilles entlang führt. Einmal standen wir sogar auf diesem Hof um ein Olivenöl zu kaufen, nur leider war es zu dieser ( Mittagszeit ) geschlossen. Gegen 15:45 machen wir uns fertig, und fahren durch die Alpilles nach Maussanne um heute direkt beim Erzeuger dieses Olivenöl zu kaufen. Das wir schon seit einigen Jahren in Saint Remy… auf dem Wochenmarkt für Alexandra kaufen. Wir finden den Hof ohne Probleme, gehen in den Verkaufsladen und sehen unser gesuchtes Olivenöl. Die Preise sind sogar noch etwas günstiger als wir im letzten Jahr am Markt bezahlt haben, so kaufen wir ein paar Flaschen davon. Einmal für Alexandra, eine für Susi Schindler und auch Mama möchte mal eine Flasche gutes Öl haben. Dann fahren wir zurück nach Saint Remys, wir wollen noch unseren eigentlich weißen Audi waschen, der arg verstaubt ist, eine Waschanlage ist gleich gefunden. Sie schaut zwar anders aus wie früher, und der Durchlass ist auch irgend wie kleiner, halt für kleinere Autos aber es klappt, der Audi ist wieder schön. Im Anschluss fahren wir noch zum Intermarche, Hermine möchte einen Fisch für das heutige Abendessen kaufen, nur leider verstehen wir nicht allzuviel davon. Es gibt eine große Auswahl an frischem Fisch, die Preise sind sehr hoch. So entschließen wir uns für ein Rumpsteak aus einem Angebot und hoffen daß es auch schmeckt.

Am Abend auf den Grill gelegt schmeckt es ganz ordentlich, vielleicht ein bißchen zu dick die Scheibe Fleisch, dazu Salzkartoffeln und ein Glas Paulaner Weizen. Nach dem Geschirr spülen, gehen wir noch kurz ins Internet, vorne bei der Biblothek um etwaige WhatsApp von den Mädchen zu checken und danach einen kleinen Spaziergang zu machen.

Auch heute war es ziemlich heiß, mindestens 32°.

Mittwoch, den 19. Juni 2019

Heute ist Marktag in Saint Remy de Provence, wir stehen zeitig auf und holen in der Rezeption ein frisches Baguette. Nach dem reichaltigen Frühstück das wie immer aus den verschiedenen Marmeladen, Honig und Käse, sowie Schinken besteht, machen wir uns fertig. Nachdem wir unsere Morgentoilette vervollständigt haben, geht es zu Fuß in das etwa einen Kilometer entfernte Stadtzentrum von Saint Remy de Provence. Der Wochenmarkt hier ist bestimmt einer der größten in der Gegend. Am Place de Repuplic sowie einige Straßen in der Fußgängerzone sind voll mit Marktständen. Hier kann man vieles kaufen, Kleidung am Place sowie Töpfereien und Holzartikel und sonstiges. Für Alexandra finden wir noch ein Salatbesteck aus echtem Olivenholz. In den Straßen gibt es mehr zum Essen wie Wurstwaren und Käse, Oliven und Aufstriche. Auch viele Obststände und frischer Seefisch von einem großen Stand sowie gebratene Poularden gibt es.

Auch der Markstand wo wir in den vergangenen Jahren immer das Olivenöl für Alexandra gekauft haben, ist am gleichen Standort. Er hat eine riesige Auswahl an eingelegten Oliven und anderen Sachen. Eine Nebenstraße weiter ist der Händler, wo wir immer unsere Salami einkaufen. Er hat Salamis in den verschiedensten Geschmacksrichtungen. Von Natur, Olive, Nuß,Pilze und vieles andere mehr und bietet einen Bund aus den gewünschten Würsten zu einem guten Preis an. Wir suchen auch dieses mal ein Sortiment aus den verschiedenen Würsten aus. Nach unserem Einkauf schlendern wir nochmals durch die Straßen, bevor wir den Rückweg zum Camping Monplasir antreten. Die Temperatur lag heute Vormittag schon bei ca. 30° als wir den Platz verlassen haben, und es wird immer wärmer. Kurz nach 13:00 gehen wir zum Pool, die Liegen sind um diese Zeit fast alle leer, so suchen wir uns Liegen im Schatten aus. Dort verbringen wir etwa 2 Stunden bevor wir wieder zum Caravan zurück kehren. Einen Cappuccino trinken und die Reste vom Marmorkuchen essen, geniesen wir die Zeit vor unserm Wohnwagen. Gegen halb Vier starten wir nochmals mit unseren E-Bike nach Saint Remy…, leider müssen wir immer wieder durch die zwei großen Kreisverkehr an der Hauptstraße D99 fahren. Heute möchte ich mal in die nördliche Richtung zum Parcours De Sante, man erreicht ihn wenn man am Camping Mas Nicolas vorbeifährt, weiter oben am Hügelende sind einige neue Villen entstanden mit schönen Blick auf die Alpilles. Einige Straßen weiter kommt der ehemalige Bauernhof auf dem die Prinzessin Carolin von Monaco in den neunziger Jahren mit ihren beiden Kindern lebte. Auf einem riesigen Eckgrundstück in unmittelbarer Nähe ist und wird noch zum Teil eine Wohnanlage die aus vier Villen mit Mauern und eigenen Toren besteht, gebaut. Reine Spekulation ist natürlich, daß diese große Anlage etwas mit dem Fürstenhaus von Monaco zu tun hat.

Der Weg hier hoch zum Parcours De Sante ist voll mit Schlaglöcher gesät, mein E-Bike tut mir herzlichst leid. Nach der Besichtigung dieses riesigen Anwesens (von außen) fahren wir die Chemin de Pilou herunter und weiter auf der RD 30 zurück in die Stadt. Hier entscheiden wir uns kurz nochmals den Campingplatz Mas Nicolas anzuschauen. Wir stellen unsere Räder vor dem Eingang ab und gehen den Platz in großen Teilen ab. Er ist durchaus nett, aber in keiner Weise mit der optischen Qualität vom Ca.Monplasir zu vergleichen. Als wir dann wieder am Campingplatz sind, entscheiden wir uns für heute Abend eine Pizza aus dem platzeigenen Restaurant zu holen. Wir haben noch nie eine Pizza von hier gegessen, sind aber mit der typischen französichen Pizza durchaus vertraut. Zuvor aber bauen wir unsere E-Bike auseinander und verstauen sie im Kofferraum des Audi Q5. Es ist unser letzter Tag hier in Saint Remy De Provence. Im Anschluss wird die Markise eingerollt und der Teppich zusammen gelegt. Die Pizza ist wie erwartet ganz passabel, aber auch nicht gerade super. Bevor es ganz dunkel wird und wir nichts mehr sehen können, räumen wir den Tisch und die Stühle ins Auto. Einen letzten Schluck Sangria und ein Glas Wein , dann geht es ab in die Koje, es ist mittlererweile schon halb Elf geworden. Wir haben heute eine Temperatur von über 33° gehabt.

Donnerstag, den 20. Juni 2019

Wir sind schon um 7:15 aufgestanden, der Himmel war grau, wir wollen heute zu unserem nächsten Stopp nach St. Marie de la Mer kurz vor der Spanischen Grenze fahren. Ich hole vorne im Campingshop bei der Rezeption unser Baguette, dann gibt es ein kurzes Frühstück. Danach geht es auch schon los, die Caravanstützen hochdrehen, unser Elektrokabel aufrollen, noch kurz die Toilettenkasstte entleeren. Kurz darauf gibt es ein kleines Gewitter und es fängt an zu Regnen (sowas haben wir hier in Saint Remys… noch nie erlebt).
Gottseidank haben wir ja gestern Abend alles abgeräumt bis auf die Wäschespinne, sie war noch in Ihrer Halterung an der Wohnwagendeichsel. Wir konnten ja nicht ahnen daß es hier in Saint Remys… einmal regnen könnte (ca. 20 Min.). Um 9:00 verlassen wir den Ca. Monplasir. Eine gute Stunde bis nach Nimes verläuft unsere Fahrt etwas holperig, was aber an der Straße liegt. Von hier geht es auf der Autobahn weiter in Richtung Spanien.

Die Ankunft an unserem Wunschcamping Palais de la Mer in Sainte Marie de la Mer ist genau um 13:01. Die Rezeption hat aber keine Mittagspause bzw. die nette Dame von der Rezeption hat Ihre Mittagspause schon hinter sich. Sie spricht ausgezeichnet Deutsch, auf meinem T-Shirt das ich heute trage erkennt sie gleich den Aufdruck von Cartagena/Kolombien. Sie erzählt uns sogleich, daß sie Ihren diesjährigen Urlaub in Kolumbien als auch in Cartagena bei Ihrem Bruder und seiner Kolumbianischer Frau verbringen wird. Sie bietet uns drei Stellplätze zur Ansicht für unseren Caravan an.

Als wir den Campingplatz betreten winkt uns ein Ehepaar zu, und der Mann sagt zu mir: Hallo Herr Nachbar. Ich schaue erstmals dumm, dann erklärt er mir wir sind am Campingplatz Monplasir in Saint Remys… Platznachbarn gewesen. Als wir dort ange-kommen sind, sind sie am folgenden Tag weiter gereist. Sie sind an einem anderen Campingplatz hier in Canet-en-Roussillion untergebracht, und schauen diesen Camping Platz nur an. Nachdem wir die Stellplätze begutachtet haben, entscheiden wir uns für die Nummer zwölf. Er ist recht groß so scheint es, und die Lage ist ansprechend. Als wir dann mit unserem Caravan in den Stellplatz fahren wollen, kommen wir mit dem Gespann aber erst gar nicht um die Kurve herum. Also hängen wir den Wohnwagen ab und fahren ihn mit dem Mover auf unseren Stellplatz. Hier drehen wir uns um die eigene Achse bis die Eingangstüre zur Platzmitte schaut. Das ist gar nicht so einfach weil der Stellplatz kaum größer als die Länge unseres Wohnwagens ist. Nach einer halben Stunde ist das auch geschafft, und der Wagen steht endlich so wie er soll.

Nach dem wir unsere Markise ausgerollt und befestigt haben, gibt es eine kleine Brotzeit mit Wurstsalat, etwas Baguette vom Morgen und eine Dose Thunfisch. Danach gehen wir zum Eingang des Campingplatzes, um noch die nette Badeanlage zu besuchen. Gegen 17:00 fängt es leider an zu Regnen, auch für morgen Früh ist Regen angesagt. So verbringen wir also die nächste Stunde im Schutz unserer Markise, es kommt einiges an Wasser vom Himmel. Als nach einiger Zeit der Regen aufgehört hat, machten wir einen weiteren Erkundungsgang über den Campingplatz. Laut seiner Vorstellung im Internet besitzt der Platz einen Minibauernhof, eine Hüpfburg sowie einen kleinen Zug mit dem die Kinder zum Strand fahren können. Einen Tennisplatz, den Bouleplatz und das Lèmbuscade, das ist eine Bar wo offensichlich in der Hauptsaison kleinere Musikveranstaltungen durchgeführt werden. Wir gehen also über eine Brücke die über ein Bächlein führt, es ist alles noch Nass vom Regen heute Nachmittag. Als erstes sehen wir ein paar Ziegen, zwei Pony und ein Pferd auf einem mit Stroh geschütteten Weideplatz. Es schaut alles trostlos aus, wir gehen nicht weiter sondern über die Brücke zurück zu unserem Stellplatz. Das war leider die erste Entäuschung hier am Campingplatz.

Das Waschhaus das in unmittelbarer Nähe unseres Stellplatzes, ist dagegen eine Augen-weide, eine kleine Brücke führt über einen Wasserlauf der mit ca. 30 bunten Koi`s oder normalen Karpfen besetzt, hinüber. Im nach vorne offenen Innenraum befindet sich nochmal ein Wasserlauf dessen Wasser über einen Wasserfall in das äußere Becken läuft. Die Toiletten, Wasch oder Duschkabinen sind soweit gut. Nachteilig ist höchstens daß eine große Toilettenpapierrolle außen vor den Kabinen hängt. Man muß also schon vor der Toilettentüre genau wissen, wieviel Papier man benötigt ( so etwas habe ich auch schon in Italien gesehen ). Den Abend beschließen wir mit etwas Essen ( ich habe keine Ahnung mehr, was es war ), und etwas Weizenbier und Rotwein.

Freitag, den 21. Juni 2019

Heute Morgen sind wir kurz nach 7:30 aufgestanden, der Himmel war strahlendblau und die Temperatur lag bei etwa 23°. Nach meiner Morgentoilette habe ich in dem kleinen Campingshop am Campingeingang ein frisches Baguette geholt. Die Preise für das Baguette liegen wie überall in Frankreich bei etwa einem Euro. Nach unserem Frühstück machen wir einen kurzen Spaziergang durch den kleinen Ort Saint Marie de la Mer, es gibt einige Geschäfte und viele Restaurants. Ein typischer Touristenort halt, keine Stadtbesiedlung in diesem Bereich. Wir gehen weiter bis zum Strand und sehen das erste Mal in diesem Jahr das Mittelmeer. Es ist hier ein schöner leicht körniger Sand. Der Himmel hat sich wieder leicht zugezogen, die große Hitze bleibt heute wohl aus. Nach einer Stunde kehren wir zum Platz zurück, am Eingang des Campingplatzes ist eine nette Poollandschaft, wo wir gleich die ersten Bilder hier vom Platz machen können. Vor unserem Caravan essen wir eine kleine Schale voll mit den Kirschen aus eigener Ernte. Kurz vor Mittag gehen wir dann in Richtung Strand, bewaffnet mit einer kleiner Strandliege sowie einer Strohmatte und einer Brotzeit. Wir haben noch eine Art Kabanossi ca. 30 cm lang und sehr würzig, dazu noch Reste vom morgendlichen Baguette dabei.

Der Zugang zum Strand bzw. Meer ist abwechslungsreich, rechts und links vom Weg wachsen Steingewächse, wie der bei uns bekannte Hauswurz. Hermine möchte unbedingt ein paar dieser Pflanzen mit nach Hause nehmen. Der Strand selber ist leicht vom Wasser ansteigend, das erschwert leider unseren Strandspaziergang, den wir sonst sehr gerne am Meer machen. Nach kaum einer Stunde müssen wir schon wieder zurück gehen, die ersten Regentropfen deuten sich an. Kaum am Caravan angekommen fängt es auch schon richtig an zu Regnen. Eigentlich wollte ich heute Nachmittag zur Rezeption, um dort ins Internet zu gehen. Mein Kaspersky bräuchte eine Auffrischung, da hier am Platz das Internet recht flott sein soll. Es hat dann bis etwa 17:00 immer wieder geregnet, erst gegen 18:00 kam die Sonne wieder raus. So verbrachten wir eine Stunde auf einer Liege am Pool, bis wir zum Caravan zurück gingen. Im Anschluß bin ich noch kurz zum Duschen ins Waschhaus gegangen. Heute Abend gibt es nach Aussage meiner Gattin ein Rindergulasch mit Semmel-knödeln, da freuen wir uns schon darauf. Dazu zwei Gläser Weizenbier und etwas Wein.

Samstag, den 22. Juni 2019

Wir sind heute Morgen gegen 7:30 aufgestanden, geschlafen haben wir gut, da es in der Nacht nicht so warm war. Um 8:00 macht das kleine Lebensmittelgeschäft auf, hier gibt es frisches Baguette und mehr. Anschließend wird gefrühstückt, das übliche wie sonst auch, heute gibt es gekochter Eier dazu. Danach sind wir auf unsere Räder gestiegen, um den Ort Saint Marie… und die Umgebung zu erkunden. Gestern bei unserer Anmeldung in der Rezeption habe ich einen kleinen Ortsplan entdeckt und gleich mitgenommen. Der hilft uns jetzt weiter. Vom Campingplatz fahren wir durch den Ort und biegen kurz vor der Uferpromenade nach rechts ab. Zum Hafen sind es nur ein paar Kilometer, dort gibt es kleinere Segel- und Motorboote. Ein Boot soll anscheinend bald ins Wasser gelassen werden, der Laufkran steht schon bereit. Anscheinend dauert es aber doch noch länger, so fahren wir weiter, und entdecken auf der Ortskarte einen Radweg. Nachdem wir ihn erreicht haben, sehen wir auf dem Schild einen Hinweis: ( Canet-en-Roussillion 6 Kilometer ). Kurz entschlossen radeln wir dorthin, der Weg ist gut zu fahren bis auf zwei Engstellen. In Canet… angekommen sehen wir durch Zufall auch eine Tankstelle vom Intermarche. Ich muß in den nächsten Tagen sowieso tanken, und der Preis ist auch sehr gut.

Auf dem Rückweg erreichen wir noch den zweiten Ortsteil von Sainte Marie…. mit dem Namen Saint Marie Village. Das ist anscheinend der alte Ortkern ohne das Touristen-zentrum wo sich der Campingplatz befindet. Auch hier gibt es einen netten Fahrradweg quer durch den Ort. Wir sind jetzt von 10:30 bis 12:30 unterwegs gewesen, und sind etwa 18 km gestrampelt. Nach unserem Mittagessen, es gibt wie immer eine Brotzeit, packen wir unsere Badesachen zusammen, den Liegestuhl und die Strohmatte und den Rest von unseren Kirschen. Hermine möchte heute mal einen anderen Weg zum Strand benutzen. Wir hatten gestern immer wieder Leute gesehen die am Campingausgang nach links gelaufen sind. Kurzum der Weg war länger als gestern und am Strand stellten wir dann fest, daß die Leute, die hier im Sand liegen alle nackt waren. Also gehen wir den Strandabschnitt zurück, bis wir wieder an der Stelle sind, wo wir schon gestern gelegen waren. So verbringen wir die nächsten ein bis 2 Stunden am blauen Meer.

Am späten Nachmittag gehen wir noch für eine Zeitlang in die schöne Poolanlage. Sie ist wirklich das beste was der Campingplatz zu bieten hat. Es gibt hier ein großes Schwimmbecken und weiter hinten ein Becken für Kleinkinder und noch ein weiteres mit Sprudeldüsen wo man sich den Rücken massieren lassen kann. Entspannt und etwas abgekühlt gehen wir zum Caravan zurück. Mit einem leckeren Abendessen bestehend aus einer Sülze, Hering in Tomatensauce sowie gekochten Eier und Wurst und dem obligatorischen Geschirrspülen beschließen wir den heutigen Tag. Ein kurzer Besuch bei der Rezeption um im Internet zu schauen was unsere Kinder alles so machen. Wir sitzen noch einige Zeit vor dem Caravan bevor es dann ins Bett geht. Die Temperatur lag heute bei über 30°.

Sonntag, den 23. Juni 2019

Heute haben wir etwas länger geschlafen, es war schon 7:45 als wir aufstehen, schnell noch ein Baguette im Shop am Eingang vom Campingplatz holen. Und anschließend frühstücken, die Morgentoilette machen und das Frühstücksgeschirr spülen. Es sind heute Schleierwolken am Himmel zu sehen, die morgentliche Temperatur liegt bei etwa 22° bis 23°. Wir wollen heute wieder eine Runde mit dem E-Bike fahren, nachdem das gestern doch so gut geklappt hat.
Um 10:30 sind wir dann los gefahren, es geht anfangs den gleichen Weg wie gestern über Saint Marie Village, hier haben wir erstmals das Problem die D12 zu finden. Nachdem es dann doch geklappt hat, fahren wir weiter auf der D31 fast bis nach Perpignan, es waren 13,5 km bis dahin. Wir umfahren zwei weitere Dörfer alles geht ohne Probleme. Kurz vor dem Ziel geben wir aber dann auf, von der Stadt Perpignan war noch immer nichts zu sehen. Unser Kartenmaterial war einfach zu schlecht. So geht es wieder den gleichen Weg zurück. Die Gesamtkilometer von heute waren 26,5 km und etwa 2,5 Std. haben wir dazu gebraucht. Die Temperatur war recht angenehm, es war auch nicht zu warm.

Um 13:30 sind wir wieder am Platz zurück, eine kurze Vesper mit Schwarzwälder Schinken und Gouda sowie Essiggurken und einer Flasche Radler stehen auf dem Tisch. Heute Nachmittag möchte ich noch ein paar Bildern mit dem Fotoapparat machen, so gehe ich bis zum Campingeingang zurück und beginne hier mit dem Fotographieren. Der Eingangsbereich mit einer Mauer aus Flußsteinen sowie Ziegelsteinen von denen das Wasser herunter läuft schaut recht nett aus. Wenn man davon absieht, daß die Straße die in den Campingplatz hinein führt voller Schlaglöcher ist, der Campingplatz hat wahrscheinlich schon bessere Zeiten gesehen. Als nächstes die Poolanlage, sie ist wirklich toll, auf der einen Seite die drei Pools die ich schon gestern beschrieben habe. Gleich daneben ist die Rezeption, eine nette kleine Bar sowie ein Restaurant. Wenn man von den Pools hier über eine große Holzbrücke geht, kommt man in einen reinen Kinderbadebereich. Dort gibt es einen Affen aus dem das Wasser kommt, auch eine Schlange aus der Wasserfontänen spritzen. Kleine Türme mit einer Rutsche für die Kleinstkinder, und ebenso zwei höhere Türme mit langen Rutschen für die größeren Kinder.

Obwohl gestern Abreisetag war, ist der Pool jetzt ab 15:00 wieder einigermaßen gut besucht, später kamen noch einige Kleinkinder mit Ihren Eltern dazu. Vielleicht sind das Neuankömmlinge ??. Wir sind dann bis kurz nach 17:00 geblieben, Im Anschluß bin ich gleich zum Duschen gegangen. Heute Abend wollen wir noch einmal Grillen, die vorletzte Portion Fleisch kommt auf unseren kleinen Campinggrill.

Montag, den 24. Juni 2019

Wir sind wie so üblich kurz nach 7:30 aufgestanden, ein Baguette vom Shop geholt haben dann ausführlich gefrühstückt, und nach der Morgentoilette habe ich noch schnell unser Frühstücksgeschirr gespült. Und im Anschluß unser Auto von den Oleanderblüten befreit die von den umliegenden Büschen herunter fallen. Als erstes wollen wir nach Canet-en-Roussillion fahren, um in der Supermarkt-Tankstelle die wir vor ein paar Tagen gesehen haben unser Auto voll zu tanken. Der Ort ist ja nur ein paar Kilometer von unserem Platz entfernt, nach dem Tanken werden wir den Nobel-Campingplatz Le Brasilia besuchen. Die Zufahrt die das Navi uns anzeigt ist sehr abenteuerlich, wir müssen eine enge Röhre unterhalb der Nationalstraße durch fahren. Hier mit einem Wohnwagen durchzukommen, kann ich mir gar nicht vorstellen. Aber der Campingplatz selber ist ein Gedicht, es gibt mehrere Kategorien von Stellplätzen abhängig von seiner Entfernung zum Meer. Die einzelnen Waschhäuser sind gut und auch die einzelnen Stellplätze sind sehr groß und schön. Es gibt auch Mobilhomes und sowie Ferienhäuser, sogenannte Chalets in sehr gehobener Qualität. Dann die Poolanlage, sie besteht aus einem Erlebnisbad für die Jugend und einem riesigen Schwimmbecken für die Erwachsenen sowie einem großen Spa-Bereich. Beide Teile sind wirklich top. Am Eingangsbereich ist dann das Einkaufszentrum wo man von Lebensmitteln, Obst bis zum Souvenier alles kaufen kann. Natürlich sind auch Restaurant und Fitnessräume hier. In Richtung zum Strand sind dann weitere Sportanlagen zu sehen. Man könnte sich hier bestimmt wohlfühlen, der Preis ist natürlich höher, als wir es gewohnt sind.

Jetzt geht es wieder heim zu unserem kleinen Campingplatz. Nach einer Erfrischung mit einer kühlen Flasche Radler am Platz , wollen wir heute nochmals ans Meer gehen. So kurz nach zwei Uhr gehen wir also nochmals zum Strand, aber leider weht heute ein starker Wind vom Meer, der uns nach einer Stunde gleich wieder vertreibt. Am Stell-platz wieder angekommen trinken wir erstmals einen Cappucchino. Es ist mittlerer-weile Spätnachmittag geworden und wir beginnen unsere Markise abzubauen. Da wir ja am nächsten Morgen wieder weiter fahren wollen. Als nächstes drehe ich die Kurbel-stützen am Caravan hoch um den Wohnwagen mit dem Mover in die richtige Abfahr-position zu bringen. Da unser Caravan im Vergleich zum Stellplatz doch sehr groß ist, müssen wir schon eine ganze Weile rangieren, bis er zur Abfahrt richtig steht. Und wir morgen Früh ohne größere Zeitprobleme aus dem Stellplatz kommen. Danach gibt es noch eine nette Unterhaltung mit unserem französichen Nachbarn, der auch in den vergangenen Tagen unheimlich kontaktfreudig war. Aber wir verstehen einander leider nicht. Jetzt holt er sein Handy, worauf sich ein Übersetzungsprogramm befindet, plötzlich klappt alles. So unterhalten wir uns bestimmt eine Viertelstunde lang. Er ist bei der Werksfeuerwehr in Le Mans (24 Stunden Rennen mit Rennwagen sowie auch Motoräder) beschäftigt. Auch Traktoren von Claas werden in Le Mans hergestellt.
Zum Abendessen gibt es heute geschupfte Nudeln mit Sauerkraut, die wir im Wohnwagen essen. Unser Tisch und die Stühle sowie die Fahräder haben wir ja schon im Auto verstaut. Morgen Früh geht es ja weiter Richtung Norden.

Dienstag, den 25. Juni 2019

Um 7:15 sind wir aufgestanden, es gibt ein schnelles Frühstück mit Cappuccino sowie Waffeln mit Marmelade im Caravan. Wir haben heute einen langen Weg bis an den Fluß ,die Ardeche vor uns, fast 300 Kilometer zum Teil auf schwierigen Straßen. Ich rechne mit mehr als 5 Stunden Fahrzeit. Hermine möchte schnell zu unserem nächsten Ziel an der Ardeche kommen, hier unten am Meer hat es ihr nicht besonders gut gefallen.


Nachdem die Kurbelstützen mit dem Accuschrauber hoch gedreht sind, und das Stromkabel abgenommen und gereinigt ist können wir endlich mit dem Wohnwagen aus unserem Stellplatz auf die Straße fahren. Der Stellplatz war nett auch ausreichend groß, aber durch den engen Zufahrtsweg äußerst schwierig zu erreichen. Bis wir unserem Caravan mit dem Mover auf der Straße hatten, verging bestimmt fast eine halbe Stunde. Auf jeden Fall um 8:15 standen wir vor der Schranke, nur die Schranke ging mit unserer Karte nicht mehr auf. Nachdem ein Mitarbeiter vom Campingplatz uns die Schranke geöffnet hatte, konnten wir und ein weiterer Campinggast endlich den PLatz verlassen. Die nächsten 100 Kilometer auf der Autobahn gingen flott voran, trotz des regen Verkehrs. Wir befinden uns auf einer der wichtigsten Transitstrecken in Europa. Viele Lkws sind auf dem Weg nach Spanien oder kommen von dort. Kurz vor Nimes haben wir eine späte Frühstückspause gemacht, ein Baguette haben wir noch von der Rezeption in Sainte Marie de la Mer geholt. Es ist mittlererweile fast 10 Uhr geworden, als wir im Anschluß die Autobahn A9 verlassen und über die N106 in Richtung Norden nach Ales fahren. Der Verkehr in Nimes war recht lebhaft, aber nach einer Viertelstunde hatten wir dann die Großstadt verlassen. Die N106 ist in sehr guten Zustand und wir haben nicht zuviel Verkehr, so daß wir schon um die Mittagszeit Ales erreicht haben. Hier war natürlich um diese Zeit die Hölle los, die Umgehungsstraße ist recht lang, und es war gerade kurz nach 12:00 geworden. Unsere Fahrt ging dann weiter durch den südlichen Teil der Chevennen bis nach Saint-Ambroix, hier wählte ich eine schmale Straße die uns bis nach Barjac führen soll. Von hier bis nach Vallon-Pont-d`Arc sind es dann nur ca. 20 Kilometer. Um 13:00 sind wir in Vallon… angekommen, in unserem Navi hatten wir die Straße vom Campingplatz Domaine de lÈsquiras eingegeben, allerdings nicht die Hausnummer dazu. Unser Navi führte uns in der Nähe vom örtlichen Intermarche in eine schmale Seitenstraße hinein, die irgendwann wieder aus dem Ort ins Feld führte. Ein junger Franzose den wir fragten, sagte uns daß wir hier mit dem Caravan nicht weiter kommen würden. Wir fuhren also zurück und suchten weiter, auf der D 579 die nach Ruoms führte, fanden wir dann ein kleines Hinweisschild mit dem Namen unseres Campingplatzes. Wir nahmen diese Abzweigung und folgten der Straße bis auch diese Straße sich wieder verzweigte. Hier war kein Campingschild weit und breit zu sehen, ich wählte dann die Abzweigung nach rechts, und es war falsch.
Kurz gesagt, irgendwann mußte ich den Caravan vom Auto abhängen und mit dem Moverden Caravan umdrehen, und wieder in die andere Richtung fahren. Nach gut einer Stunde Irrfahrt hier in Vallon Pont-d`Arc hatten wir endlich unser Ziel erreicht und standen vor dem Eingang des Camping Domaine de lÈsquiras. Es war gerade Mittagspause und die Rezeption war geschlossen, so schauten wir uns allein auf dem Campingplatz um. Zehn Minuten später war die Mittagspause in der Rezeption beendet, der junge Mann in der Anmeldung bot uns mehrere Plätze zur Auswahl an. Wir suchten uns gleich einen Platz in der ersten Reihe aus, der uns einen guten Schatten bot. Leider stellte sich danach heraus, der große Baum in der Mitte des Platzes verhinderte das ganze Abrollen unserer Markise. Nachdem wir den Caravan aufgestellt haben und auf die Markise verzichten, trinken wir noch zwei Radler-Bier im Schatten des Baumes.

Später gehen wir zum Pool, wir haben Glück und finden zwei freie Badeliegen für uns. Die Poollandschaft ist sehr nett für diesen kleinen Campingplatz und so verbringen wir den Nachmittag bis etwa 18:00 hier. Wir machten einfach das beste daraus, und hielten uns die nächsten Tage nur im Schatten des großen Baumes und der umliegenden Büsche auf.

Mittwoch, den 26. Juni 2019

Unser erster Tag hier an der Ardeche am Campingplatz Domaine de lÈsquiras, der Platz ist vollkommen neu für uns. Heute Nacht war es sehr warm, allerdings hat es nach 23:00 etwas abgekühlt, so daß wir mit offenen Caravanfenstern recht gut schlafen konnten. Gestern haben wir bei unserer Ankunft gleich ein Baguette für den heutigen Tag bestellt, so daß unserem Frühstück nichts im Wege stand. Danach war noch etwas Hausarbeit angesagt, siehe Geschirr spülen, Wasser am Caravan auffüllen und die Toilette entleeren. Jetzt am Vormittag stieg die Temperatur schon wieder langsam auf ca. 30° an. Wir haben unsere Klapp-E-Bikes mit dabei und wollen auch hier etwas mit dem Fahrrad fahren. Sie sind hinten im Kofferraum von unserem Audi Q5 mit Spanngurten befestigt, wir holen sie daher aus dem Kofferraum und bauen sie gleich auf. Es gibt hier neben der Hauptstraße nach Vallon….. und Ruoms auch nette Fahrradwege. Als erste suchen wir das Touristikbüro in Vallon-Pont-d`Arc es ist nicht leicht zu finden, aber irgendwann klappts ja doch. Ich gehe hinein finde aber keine passende Fahradkarte in dem großen Angebot. Hermine bringt dann doch Prospekte mit, allerdings betrifft es das ganze Department Ardeche ( im Vergleich wie bei uns das Land Bayern ), also nicht das was wir eigentlich wollten. Wir fahren dann noch weiter durch Vallon… , gehen zu Fuß mit unseren Fahrrädern durch die Fußgängerzone die recht nett und sogar heute sehr belebt ist.
Auf dem Heimweg in Richtung Campingplatz fahren wir noch kurz am Ca.Platz vorbei auf einer ganz schmalen Nebenstraße in Richtung Ruoms, um eine der zwei Fahr-möglichkeiten zu erkunden. Und damit den Platz mit dem Caravan wieder verlassen zu können. Die 2 Zufahrtswege hier zum Platz sind ja absolut bescheiden, keine Hinweis-schilder zum Ca.Platz und beide nur enge Straßen.
So kommen auch heute schon 12,5 Kilometer mit dem Fahrrad zusammen. Jetzt ist es mittlererweile schon 12:30 geworden, nach einer kleinen Vesper wollen wir noch in den Örtlichen Lidl der hier im Ort seine Filiale hat, fahren. Etwas Proviant für die nächsten Tage kaufen.

Danach geht es in die nette Badeanlage die schon eine Augenweide ist, sie besteht aus einem größeren Außenbecken und einen weiteren Pool. Der mit halbrunden Deckenelementen zusammen-schiebbar ist, auch als Innenpool benutzt werden kann. Im Laufe des Nachmittags kehren wir zum Stellplatz zurück, um einen Cappuccino und etwas Gebäck zu geniesen. Die Temperatur steigt immer mehr in Richtung der 40° Marke, auch unser Kühlschrank kämpft sichtlich mit den hohen Temperaturen.

Donnerstag, den 27. Juni 2019

Heute ist unser 22. Urlaubstag hier in Frankreich, wir sind um 7:45 aufgestanden ein Baguette an der Rezeption geholt und gefrühstückt. Anschließend wird unsere Morgentoilette vervollständigt. Heute ist Markttag hier in Vallon-Pont-d`Arc, da wollen wir noch hin. Es wird heute bestimmt kein Vergnügen, da wir schon jetzt am Morgen sehr hohe Temperaturen haben. Wir entschließen uns trotz der nur 2 Kilometer Entfernung mit dem Auto nach Vallon….. zu fahren. Zu Fuß wären wir bis zum Ort klatschnass, und mit dem Fahrrad wüßten wir nicht wo wir es anketten könnten. Dreihundert Meter vor dem Zentrum ist ein großer Parkplatz wo wir unser Auto abstellen können. Der Markt hier in Vallon…. ist sehr groß und auch Interressant, allerdings wegen der großen Hitze heute kein Vergnügen.

Gegen halb Zwölf Mittags sind wir wieder zum Campingplatz zurück gefahren, auf dem Markt haben wir bis auf eine kurze Shorts für mich und ein paar Kartoffeln zum Essen nichts weiter gekauft. Im Schatten vor dem Wohnwagen haben wir dann unsere restlichen Kirschen aus der Provence sowie ein paar Pfirsiche gegessen. Am frühen Nachmittag sind wir in die hübsche Poolanlage gegangen, Hermine hat einen schönen Liegeplatz unter einem Olivenbaum und daneben noch ein großer Sonnenschirm gefunden. Irgendwann sind wir zum Kaffee trinken an den Stellplatz zurück, zwischen halb vier und halb sechs dann nochmals zum Pool zurück. Ohne ein kühles Wasser war es heute kaum mehr auszuhalten, das Thermometer zeigt knappe 40° an. Man kann nur Trinken, Trinken, Trinken und sich halt im Wasser abkühlen. Heute Abend wollen wir noch einmal den Grill anwerfen, Hermine hat ja einige Portionen mit je 400 Gramm Fleisch mit in den Urlaub genommen.

Wir haben immer wieder ein paar Ameisen im Caravan gefunden, durch Zufall habe ich Ihren Zugang zum Wohnwagen gefunden. Es gibt eine Strada della Ameisa oder auf Französich (Rue de Fourmi) die führt über das Elektrokabel direkt ins Fahrzeug. Es gibt ja durchaus Möglichkeiten Ameisen abzuhalten, es geht mit Mehl oder Backpulver oder Ähnliches, alles das habe ich aber nicht hier. Mein Blitzgedanke ich nehme etwas Schmierfett aus dem Caravanwerkzeugkoffer und schmiere damit das Elektrokabel kurz vor dem E-Stecker und weiter unten kurz über dem Boden ein. Schon nach kurzer Zeit stellte sich der Erfolg ein, keine Ameise geht über den Fettstreifen, und die Ameisen die schon im Fahrzeug sind und wieder zurück wollen, werden auf dem Rückweg nach unten von mir gekillt. Dann ist auch schon Abend, und der Grill wird vorbereitet, wir haben so einen kleinen Gasgrill mit Gaspatronen. Der reicht für uns ohne weiteres, wir stellen unseren Eßtisch in den Schatten. Es gibt heute Putensteaks, ein Hacksteak, sogenannte Fackeln und Berner Würstchen. Dazu ein bis zwei Gläser Weizen bzw. Wein hier aus Frankreich. Nach dem Geschirr spülen sitzen wir noch ein paar Stunden vor dem Caravan, bis es ins Bett geht.

Die Nacht wird wieder sehr heiß.

Freitag, den 28. Juni 2019

Wir sind heute um 7:30 aufgestanden, Hermine hat ein bestelltes Baguette aus der Rezeption geholt und dann haben wir gemeinsam gefrühstückt. Heute wollen wir das Lavendelmuseum und die schönen Lavendelfelder bei Remeze besuchen, und im Anschluß zum Baden noch an die Ardeche fahren. Wir kennen einen schönen Badeplatz am Pont d`Arc den wir immer wieder besuchen, wenn wir hier an der Ardeche Urlaub machen. Zuerst wie jeden Tag das Frühstücksgeschirr spülen, gegen 9:30 sind wir dann losgefahren. Einige Kilometer von Vallon Pont d`Arc entfernt gibt es eine Aussichtsplattform hoch über der Ardeche, hier hat man eine wunderschöne Aussicht über den Fluß und seine Windungen. Als wir hier oben ankommen sehen wir Bergziegen an der Steilwand gleich neben der Straße stehen. Nach dem Parken unseres Autos gehen wir zu der Stelle zurück, wo sie immer noch nur ein paar Meter höher an der Felswand stehen. Es sind drei Ziegen und ein junges Zicklein läuft hinter her. Ich kann ein paar schöne Bilder von ihnen machen. Als die Ziegen dann wieder verschwunden sind, widmen wir uns der Aussicht, die der Fluß uns hier bietet. Es sind auch heute Morgen schon einige Kanus unterwegs. Nach einer Weile fahren wir weiter, nach Remeze gibt es eine Abzweigung, sie führt über eine schmale Strasse hoch bis zum Lavendelmuseum und weiter.

Wir haben dieses Jahr wieder Glück, der Lavendel steht gut und ist in Blüte, die Anzahl der Felder hat sich verdreifacht wie wir glauben. Nachdem wir ein paar schöne Bilder von den Lavendelfeldern gemacht haben, kaufen wir in dem kleinen Geschäft eine weitere Zikade für unseren Garten.

Im Anschluß setzten wir uns in den Garten des kleinen Bistros, das an das Museum angeschlossen und trinken eine Flasche mit eisgekühltes Coca Cola. Ein Bus mit Engländern ist auch angekommen, sie trinken aber hier nichts und stehen nur rum, im Bus ist das Getränk bestimmt billiger. Hier oben ist sogar ein angenehmer Wind zu spüren. Nach einer Stunde sind wir wieder hinunter an die Ardeche gefahren, der große Parkplatz den wir sonst immer benutzen ist gesperrt. Nur auf der Flußseite sind ca. 15 Parkplätze, sie sind aber leider alle belegt. Wir warten eine Weile in der Hoffnung, daß einer der Plätze frei wird. Nach etwa 20 Minuten haben wir Glück und ein Auto fährt weg so daß wir endlich einparken können. Der Zugang zum Fluß schaut immer wieder anders aus, allen Anschein nach wird er jedes Jahr irgendwie umgebaut.

Unser Badeplatz am Pont d`Arc ist zwar gut besucht, aber es sind immer noch ein paar Plätze im Schatten vorhanden. Es ist mittlererweile sehr heiß geworden, so daß wir mehrmals Kühlung im Fluß suchen, die Wassertemperatur im Fluß mal grob geschätzt lag bei 22°, wir standen bis zum Hals im Wasser. Zeitweise kam ein heisser Wind durch das Flußtal, man hatte den Eindruck daß ein Heißluftgerät hier durchbläst. In der Sahara kann es kaum heißer sein. Als wir dann gegen 15:30 zum Campingplatz bzw. Lidl fahren, werden in der Temperaturanzeige unseres Audis 45° angezeigt.

Samstag, den 29. Juni 2019

Heute ist unser letzter Tag hier an der Ardeche, wir sind um 8:00 aufgestanden, dazu noch schlecht geschlafen. Es war sehr heiß im Wohnwagen auch der Kühlschrank hatte nur etwa 15 bis 16°, wir haben dann in der Nacht auf Gas umgestellt in der Hoffnung auf eine bessere Kühlung. Gestern Nachmittag hatten wir ja 45° hier an der Ardeche, das schlägt sich auch auf unseren Kühlschrank durch. Um 10:15 sind wir nochmals an den Pont d Àrc gefahren, da der Pool auf unserem Campingplatz keine wirkliche Abkühlung mehr verspricht.

Am Fluß war heute am Samstag die Hölle los, was aber zu erwarten war. Aber wir sind früh hier, so hatten wir trotz allem noch einen schattigen Platz unter einem Baum, sind dann bis etwa 15:00 geblieben. Und anschließend noch zum Lidl in Vallon-Pont-d`Arc gefahren um nochmals Getränke wie Cola, Sangria und ein paar Dosen heimisches Bier zu kaufen. Kurz vor 17:00 sind wir wieder am Platz zurück, ich überlege nochmals an den Pool zugehen, was ich dann auch tue. Hier sind schon ein paar Liegeplätze bzw. Stühle zum verweilen frei geworden. Nach einer Stunde gehe ich wieder zum Stellplatz zurück. Heute Abend gibt es Kartoffelsalat mit Wiener Schnitzel, die Kartoffeln haben wir gestern auf dem Markt gekauft. Dazu etwas Weizenbier und Rotwein.

Sonntag, den 30. Juni 2019

Es ist heute unser Abreisetag hier an der Ardeche, wir sind um 7:15 aufgestanden, nur kurz einen Cappuccino getrunken, dann den Caravan reisefertig gemacht, die Stützen hoch gekurbelt, das Stromkabel abgenommen und zusammen gerollt, auch die Wäschespinne abgebaut und anderes. Hermine hat noch das bestellte Baguette in der Rezeption geholt. Um 8:30 sind wir dann losgefahren, vom Campingplatz aus nach rechts über die kleine Feldstrasse, es ging ganz gut, wir hatten keinen Gegenverkehr. Auf der N102 zwischen Villeneuve-de-Berg und Montelimar gibt es dann ein Problem, ein Baustellenschild möchte uns die Weiterfahrt erschweren oder auch verhindern ?. Wir fahren über die breite und schöne Strasse bis kurz vor Le Teil das ist ein paar Kilometer vor Montelimar.

Plötzlich Stop: Ein Bagger ist quer über die Strasse abgestellt, wir müssen umdrehen und zurück fahren bis Le Pont das sind ca. 12 km und dann über die D 107 nach Viviers und weiter nach Süden nach Pierrelatte um dann wieder auf den Autobahnzubringer Richtung Norden zu kommen. Es kommen so etwa 60 Kilometer Umweg zusammen und über eine Stunde mehr Fahrzeit. Als wir dann endlich in Tournon-sur-Rhone durchgefahren sind, konnten wir zwei Rhone-Kreuzfahrtschiffe sehen. Und auf dem großen Parkplatz vor dem Rhone-Ufer war irgend eine Veranstaltung im Gange, was es war konnte man von der Hauptstraße aus aber nicht sehen. Auch Rettungswagen waren schon mehrere im Einsatz, einer stand gerade auf dem Platz. Bei der heutigen Hitze sind ja Kreislaufkollapse nicht auszuschließen.

Kurz vor 12:00 sind wir vor dem Camping Castelet ( wir sind schon viele Jahre auf diesem Ca.Platz gewesen )angekommen, eine junge Holländische Rezeptionistin hat uns mehrere Plätze zur Auswahl angeboten, wir haben uns nach der Besichtigung für Platznummer 28 in der dritten Reihe entschieden. Und gleich den Caravan aufgestellt und im Anschluß daran die Markise sowie den Sun View aufgebaut, es ist ja schon sehr heiß heute. Die Sonne brennt ziemlich stark herunter. Zur Erfrischung haben wir gleich hintereinander einige Gläser mit Wasser, Radler und auch ein Weizen getrunken.

Um 15:00 sind wir hoch in die Rezeption gegangen um unser Anmeldeformular abzugeben, davor noch unter den schattigen Bäumen an der Bar beim Chef ( Didier ) ein Eis gegessen. An einem anderen Tisch habe ich bei einem Gast ein rotes Getränk gesehen, das gut aussah und mich sehr anmachte. Wir fragten bei der Bedienung nach, es war wohl ein Bier mit einem Crapefruitsaft oder ähnliches. Es schmeckte ausgezeichnet, der Preis war allerdings auch gut 3,20 Euro. Nach der Anmeldung in der Rezeption sind wir gegen 16:00 ins Schwimmbad gegangen. Das Wasser im Pool war keine Erfrischung, dazu muß man schon unter die Dusche stehen, das Duschwasser war kühler. So kommt auch heute der Abend, wir wollen das letzte Mal in diesem Urlaub grillen. Hermine hat noch eine Packung Grillgut bestehend aus verschiedenem Fleisch von der Pute, Rind, ein Hacksteak und dazu Berner Würstchen. Wir sitzen noch im Schatten eines Baumes und geniesen unser Essen, ein paar Gläschen mit Weizenbier und Weißwein gibt es auch. Während ich im Waschhaus unser Campinggeschirr wasche, zieht von Westen eine Gewitterwolke auf, die uns um 20:00 einen großen Platzregen bringt, binnen kurzem war der Boden vor dem Caravan durchweicht. Und es hat relativ schnell abgekühlt. Da wir zusätzlich zur Markise auch unseren Sunblocker aufgebaut hatten blieben wir restlos trocken. Unter dem schützenden Dach haben wir dann ein paar Sangria und ein paar Gläser Rotwein getrunken. Um 22:30 sind wir dann ins Bett gehüpft, der Tag war doch sehr Ereignisreich.

Montag, den 1. Juli 2019

Es ist unser erster Tag hier im Ca. Castelet aber auch die letzten Tage hier in Frankreich und von unserem Urlaub. Wir sind um 7:30 aufgestanden, heute am Montagmorgen gibt es leider kein Baguette auf dem Campingplatz. Vielleicht haben die Bäcker in Tournon-sur-Rhone heute Ruhetag ?. Wir mußten also unseren Backofen aus dem Stauraum holen und eigene Brötchen backen. Es ist nur gut das wir immer eigene Backbrötchen als Reserve mit dabei haben. Nach unserem recht guten Frühstück ist Hausarbeit angesagt, das heißt Geschirr spülen, am Caravan die Toilettenkassette entleeren und das dazu gehörige Wasser auffüllen. So gegen 10:30 sind wir nach Tournon-sur-Rhone gefahren, vielleicht liegt ja heute ein Kreuzfahrtschiff am Pier. Wir haben Glück, als wir ankommen liegen zwei Schiffe am Ufer. Eines hier in Tournon-sur-Rhone von der Schweizer Reederei Viking, das zweite über der Rhone drüben in Tain-Hermitage mit dem Namen Van Gogh ist von der Französischen Reederei CroisiEurope. Das Schiff hat nur zwei Decks plus dem Sonnendeck gehört aber zur Prestigeklasse, was immer das heißt.

Wir gehen über die schöne schon 170 Jahre alte Hängebrücke, die heute nur noch als Fußgängerbrücke benutzt wird nach Tain-Hermitage hinüber. Am Place du Taurobole mit seinen Wasserspielen vorbei in Richtung dem Hotel de Ville (Rathaus) hinter dem Rathaus haben sie einen kleinen Erlebnisgarten gebaut. Alles ist sehr schön und wäre auch bei uns zur Nachahmung empfohlen. Jetzt sind wir schon wieder am Rhoneufer und gehen am Kreuzfahrtschiff der Van Gogh vorbei in Richtung Fußgängerbrücke. Im Anschluß fahren wir noch zur Tankstelle vom Intermarche hier in Saint-Jean-de-Muzols, der Diesel ist am Supermarkt einfach billiger als auf jeder normalen Tankstelle und der Autobahn. Auf dem Campingplatz zurück gibt es erst eine kleine Brotzeit, man will ja nicht vom Fleisch fallen, bevor wir zum Pool gehen. Ach ja, vorher sind wir noch auf der kleinen Terrasse vor der Bar bzw. Rezeption gewesen, hier haben wir kostenloses Internet. Für unsere Whatsapp-Nachrichten nach Hause zu den Mädels und auch für Informationen vom Weltgeschehen. Es ist heute wieder sehr warm, so um die 30°. Zuerst eine Runde schwimmen im Pool, dann rauf auf die Badeliegen. Sie haben jetzt so einen Pergola-ähnlichen Sonnenschutz zusätzlich zu den Sonnenschirmen aufgebaut. Die Poolanlage ist klein und fein, der Ca-Platz hat jetzt auch vier Sterne vom Französischen Campingverband bekommen. Heute Abend wird nochmals Gegrillt, wir haben ja noch die zweite Portion Rumpfsteak im Gefrierfach. So sitzen wir im Schatten eines größeren Baumes und geniesen zum Essen ein schönes Hefeweizen. Unseren Sunblocker hätten wir gar nicht gebraucht. Aber als Regenschutz tat er doch noch seine Dienste. Nach dem Essen und dem Geschirrspülen wird er auf jeden Fall, sowie auch unsere Markise abgebaut.

Wir fahren ja Morgen Früh weiter in Richtung Heimat. Es ist schade, andererseits waren die letzten Tage auch nicht so angenehm, wegen der großen Hitze die wir stellenweise erlebt haben. Nachdem ich auch noch die Kassettentoilette entleert habe, geniesen wir den letzten Abend hier am Platz. Wir spazieren nochmals zum neuen Platzteil rüber, wo ein paar neue Mobilhome aufgestellt wurden.

Dienstag, den 02. Juli 2019

Heute Morgen ist unser Abreisetag hier am Ca. Castelet, wie immer ist es hier schön aber es ist halt auch unser letzter Campingplatz hier in Frankreich. Wir stehen so um 7:00 auf, nach einem Cappuccino und der Morgentoilette geht es daran die Kurbelstützen von unserem Caravan hochzudrehen und das Stromkabel abzunehmen. Auch die Wäschespinne muß noch abgebaut werden. Hermine hat zwischenzeitlich schon unsere Rechnung in der Rezeption bezahlt und sich von der Camping-Chefin verabschiedet. Ich fahre dann mit dem Mover unseren Caravan auf die Zufahrtsstraße um ihn an den Audi Q5 zu hängen. Bevor wir jetzt losfahren möchte ich mich ebenfalls von den Campingplatzbesitzern verabschieden. Die beiden freuen sich immer wieder wenn wir kommen, und es ist eigentlich schade, daß wir immer nur ein paar Tage hier sind. Aber so ist das halt, diese Situation haben wir mehrfach, ob im Ca. Couteliere, im Ca. Monplasir, in der Schweiz (Payerne) oder anderen Plätzen. Wir sind halt Wandervögel.

Wir verlassen pünktlich um 9:00 den Campingplatz, über die alte Steinbrücke geht es weiter nach Tournon/Hermitage. Von dort auf der geht`s auf der N7 in Richtung Valence, die Isere ein Zufluß der Rhone die wir jetzt überqueren hat wahnsinnig viel Wasser. Kurz über die Nordumgehung von Valence erreichen wir schon die A49 und die Mautstelle dazu. Von hier fahren wir etwa 100 Kilometer nach Nordosten für die Strecke bisher brauchen wir fast 2 Stunden. Auf der Aire de Ponteray machen wir gutes Frühstück, ein Baguette haben wir noch vom Campingplatz mitgenommen. So sitzen wir hier bei einem gemütlichen Frühstück, bevor es weitergeht. Hermine möchte ein Stückchen fahren, es kommt vor Chambery eine Strecke die nicht so nett ist aber es klappt alles gut. Geplant war vor Annecy auf der Raststätte Seynod eine Tankpause, aber wie immer an dieser Raststätte wird gebaut. Kurze Zeit darauf haben wir schon die Autobahn verlassen und sind unterwegs nach Genf. Auch hier geht alles gut, binnen einer halben Stunde sind wir hier durch Genf, an der Raststätte in Gland tanke ich mal 20 Liter Diesel um ohne Probleme auch durch die Schweiz zu kommen. Dann geht es auch schon weiter, um 15:30 haben wir dann unseren heutigen Übernachtungsplatz in Payerne erreicht. In der Rezeption des Campingplatzes bzw. dem Schwimmbad ist heute ein junges Mädchen, leider mit keinen Englisch-kenntnissen. Während Hermine mit dem Mädchen spricht, gehe ich schon Richtung Platz, da kommt mir schon die Frau des Campingverwalters entgegen. Sie kann auch nur Französisch, anscheinend kennt sie mich noch von der Herfahrt, sie führt mich gleich zu Ihrem Mann. Sie machen gerade eine Kaffepause vor Ihrem schönen Mobilhome. Er freut sich wahnsinnig und umarmt mich gleich, ebenso meine Frau Hermine die gerade kommt.

Er gibt uns gleich einen Stellplatz auf der großen Wiese, ganz egal wo wir halt stehen wollen. Eine Viertelstunde später stehen wir schon aufgebaut am Platz. Die Sonne scheint immer noch warm hinter den großen Bäumen durch, so daß wir immer wieder in den Schatten wandern müssen. Zum Abendessen gibt es heute eine Brotzeit, das Baguette haben wir noch vom Ca. Castelet mitgebracht. Dazu gibt es Hering in Tomatensoße, Käse und Schinken und sonstiges. Ich mag ja Hering sehr gerne, vergesse dabei immer wieder, daß mein Magen große Schwierigkeiten damit hat. So auch heute, die Tomatensoße bringt mir wieder einige Stunden mit Magenschmerzen und einige Tabletten, bis es zum nächsten Morgen wieder in Ordnung ist.

Heute Abend gibt es einen kleinen Zwischenfall an diesem sonst ruhigen Platz. Wir sehen einige junge Männer an einem Dauercamperplatz feiern. Es ist noch alles ruhig, plötzlich ertönt aus Richtung des Sanitärhauses ein großes Geschrei. Das geht so ein paar Minuten lang, verstehen tun wir nichts. Wir sind ja im Französisch sprechenden Teil der Schweiz. Das Gebrüll wird immer schlimmer und wir haben Angst das ein Mensch in Not ist. Meine Frau und ich laufen zum Sanitärhaus hoch, von der anderen Seite kommt auch schon der Platzwart mit ein paar anderen Männern gelaufen. Jetzt stellt sich heraus, daß ein junger Mann in eine der Duschen randaliert, er hat sich eingesperrt und erst nach einiger Zeit nach Zusprache durch den Platzwart verläßt er das Waschhaus. Ansonsten verläuft die Nacht wieder ruhig bis zum kommenden Morgen.

Mittwoch, den 03. Juli 2019

Guten Morgen, heute ist der letzte Tag unserer großen Frankreichtour. Es sind noch etwa 375 Kilometer bis nach Ottobeuren, dafür benötigen wir wohl ca. 5 Stunden ohne Pause. Wir stehen heute kurz vor 7:00 auf, geschlafen haben wir sehr gut. Es war ja nicht allzu warm im Caravan. Wir gehen dann nacheinander zur Morgentoilette ins Waschhaus. Während Hermine noch beim Waschen ist, mache ich den Caravan startklar. Das heißt die Kurbelstützen hochdrehen, das Stromkabel abnehmen und mit einem feuchten Tuch abwischen. Als nächstes noch den Caravan in Fahrtrichtung stellen um in an unser Auto anzuhängen. Dann noch die Caravanspiegel am Audi zu befestigen. Wir hatten ja dieses Jahr erstmalig ein Problem mit unseren Repusel- Caravanspiegel. Der rechte Spiegel ist uns ja auf der Fahrt nach Montellimar abgefallen. Als das alles erledigt ist, gehe ich auch ins Waschaus und mache mich fertig.

Um 8:00 wird die Schranke am Campingplatz aktiviert, früher kommen wir also gar nicht aus dem Platz. Punkt 8:00 verlassen wir den Platz in Payerne, es geht zuerst über eine kleine Auffahrt. Die Schranke geht automatisch hoch und unmittelbar danach müssen wir nach rechts abbiegen, es geht sehr eng zu. Ein paar Minuten weiter sind wir schon auf der südlichen Umgehungstraße von Payerne. Am Kreisverkehr wird gebaut, und der doch rege Verkehr über Ampeln reguliert. Nach ein paar weiteren Minuten haben wir die Autobahn erreicht, von hier aus geht es recht flott dahin. Wir fahren an der Kaffeefirma Nespresso in Avenches vorbei, hier werden wohl die bekannte Kaffeemaschine und der Kaffee dazu hergestellt. Kurz vor 9:00 haben wir dann Bern erreicht, was einmalig ist, es gibt heute keinen Stau in dieser Stadt. So fahren wir auf der A1 weiter, Hermine möchte wie immer schnell nach Hause. Auch Zürich ist bald erreicht, wir haben jetzt kurz nach 10:00, was hier schlimm erscheint, die ganze Umgehungsstraße um Zürich ist eine einzige Baustelle. Aber auch das schaffen wir, dieses Mal halten wir nicht an der Raststätte Forrenberg, es ist hier alles voll mit LKWs. So fahren wir weiter und entschließen uns kurzfristig für eine späte Frühstückspaus an der Raststätte Thurau die wir nach einer weiteren halbe Stunde erreichen. Wir stehen auf einer Zubringerstraße und genießen eine Tasse Cappucchino und Waffeln mit Erdbeermarmelade. Nach zwanzig Minuten geht es auch schon weiter, so daß wir um 12:30 in Bregenz ankommen. Hier herrscht natürlich ein Verkehrchaos, es ist ja Mittagszeit. Es geht im Schritttempo von einer Ampel zur anderen. Ich glaube eine halbe Stunde haben wir für die Durchfahrt gebraucht. Von Lochau über Lindau-Zech geht es dann über die deutsche Autobahn A96 nach Memmingen. Über das Kreuz Memmingen bis zur Ausfahrt Süd nach Ottobeuren, wir sind um 13:40 in Ottobeuren angekommen.

Fazit:

Wir sind dieses Jahr vier Wochen unterwegs gewesen, wir hatten eine schöne Zeit und viel gesehen. Sind immer wieder mit unseren neuen E-Bike unterwegs, und haben auf diese Weise viele andere Dinge gesehen, die mit dem Auto nicht möglich gewesen wären. Andererseits haben wir auch nicht soviel Ruhe genossen wie in anderen Jahren. Aufgefallen ist dieses z.B. bei unserem Aufenthalt an der Sorgue, wir haben wesentlich weniger Zeit am Ufer der Sorgue verbracht. Das Wetter war in diesem Jahr sehr abwechslungsreich, zu Anfang unseres Urlaubes in Mirabel-et-Blacons hat es mehr-mals geregnet. An der Sorgue einen ganzen Tag und eine Nacht, was wir noch nie erlebt hatten. Sogar in Saint Remys….. hat es einmal für eine halbe Stunde geregnet. Die nächsten zwanzig Tage hatten wir schönes bis heißes Wetter, bis auf die 5 Tage am Meer, wo die Temperaturen angenehm waren. Dann zum Schluß unserer Reise hatten wir eine Hitzeperiode mit Temperaturen von bis zu 45° was auch nicht schön war. Daß man keine Radtouren mehr unternehmen konnte. Wir werden auch in Zukunft nach Frankreich fahren, die Etappen ans Meer vermeiden, da wir immer wieder feststellen, das es nicht für uns ist. Stattdessen werden die Aufenthalte in den ausgesuchten Campingplätzen ausgedehnt, was vielleicht unserem Alter entspräche.

Südfrankreich – Juni 2018

Südfrankreich ist inzwischen eine zweite Heimat für uns geworden. Warum? Es ist die abwechslungsreiche Natur, es sind die kleinen Städtchen, die freundlichen und bodenständigen Menschen und nicht zuletzt die Sonne, die uns dort über all die Jahre treu begleitet hat…

Sonntag, den 10.06.2018

Wir sind heute Morgen schon Früh aufgestanden es ist jetzt 6:30, es gibt ja noch einiges zu tun da wir heute unsere Urlaubsreise nach Südfrankreich starten wollen. Unseren Caravan haben wir schon gestern am Spätnachmittag auf den Parkplatz vor unserm Haus gebracht, in weiser Voraussicht auf ein Erlebnis vor einigen Jahren wo unsere Nachbarn von gegenüber unsere Ausfahrt mit dem Caravan aus der Hofeinfahrt noch zusätzlich erschwert haben. So etwas vergisst man nie wieder. Die Wohnwagenspiegel habe ich ebenfalls schon gestern an unseren Hyundai montiert. Aber auch für heute bleibt noch genug Arbeit übrig, der Kühlschrank ist vorgekühlt und muss nur noch aufgefüllt werden. Die Technischen Sachen wie die Fotoapparate, Handys, das Notebook und sonstige Reiseunterlagen müssen noch ins Auto bzw. in den Wohnwagen gebracht werden. Auch Flussi die Schildkröte unserer Hausnachbarn Z… möchte noch was zu essen haben. Gestern hatte ich noch ca. 100 Liter Wasser in ihrem Freiluftbecken ausgetauscht, bei dieser Temperatur die wir zur Zeit haben schlägt das Wasser in ihrem Becken alle paar Tage um. Dann um 9:50 nachdem wir uns noch von unserer netten Nachbarin Rita H… verabschiedet hatten, verlassen wir die Bergstraße in Ottobeuren. Über den Autobahn-Anschluss Memmingen Süd fuhren wir in Richtung Bregenz, dass wir dann auch gegen 10:55 erreichten. In Hard einem Ortsteil, gleich hinter Bregenz befüllten wir unseren Hyundai ix 35 nochmals mit Diesel so dass wir mit vollem Tank gut durch die Schweiz kommen werden. In ca. 20 Minuten war die Durchfahrt durch Bregenz inklusive Tanken erledigt…
Die Schweizer Grenze bei Höchst passierten wir gegen 11:30, unsere erste Pause war wie immer auf der Raststätte Forrenberg bei Winterthur. Hier verbrachten wir gute 35 Minuten bei Kaffee und ein paar belegten Broten.

Auch die Umfahrung von Zürich-Stadt war in etwas mehr als einer Viertelstunde ab-geschlossen, so schnell sind wir noch nie hier durchgekommen. Kurz vor unserem nächsten Rastplatz in Gunzgen in der Westschweiz kam im Radio die Nachricht von einem Unfall irgendwo kurz vor Bern. Gott sei Dank, es waren nur noch ein bis zwei Kilometer bis zu unserem Rastplatz. So machten wir hier auf der Raststätte eine halbe Stunde Pause in der Hoffnung dass der zu erwartende Stau sich bis dahin legte.

Unsere heutige Übernachtung sollte in Payerne nahe dem Neuenburger See stattfinden, den dortigen Campingplatz kennen wir noch vom letzten Jahr her. Nachdem ich Zuhause den Weg von der Autobahn bis zum Campingplatz über Google Maps ausgedruckt hatte erreichten wir den heutigen Campingplatz ohne große Probleme schon um 16:10. Ein Jahr zuvor sind wir mit unserem Caravan mitten durch die Stadt Payerne gefahren, bis wir den Campingplatz endlich gefunden hatten, das war nicht so prickelnd. Wir wurden auch heute sehr freundlich vom Platzwart des Camping-Platzes begrüßt und konnten gleich einen Stellplatz in Beschlag nehmen. Nachdem wir mit dem Aufstellen des Caravans fertig waren sind wir zum Anmelden in die Rezeption gegangen. Hier führten wir ein weiteres Gespräch mit dem Platzwart. Er sprach ein ausgezeichnetes Englisch, was hier in der Französichen Schweiz schon ungewöhnlich ist und war wahnsinnig freundlich.
Unser heutiges Abendessen nahmen wir vor dem Wohnwagen ein, es gab eine Brotzeit (wie meistens wenn wir auf Fahrt sind) mit Sülze, Leberkäse und Leberwurst mit kleinen Gurkenscheiben. Dazu 2 Gläser Mohren (Weizenbier mit Cola) zur Erfrischung.

Anschließend ging ich zum Abspülen unseres Essgeschirres, während Hermine noch zum Duschen ging. In den Duschkabinen stellte sich heraus, dass hier auf dem Platz Duschautomaten installiert waren, und hier für Münzen notwendig sind, die wir natürlich nicht hatten. Eine Schweizer Dame sah unser Dilemma, und spendierte uns drei 50 Rappen-Münzen zum Duschen. So gegen 21:00 gingen wir in die Koje, da wir doch schon recht müde waren. Ach ja, meine neuen Badelatschen sind hier gleich beim ersten Duschen in der Kabine kaputt gegangen. Der Urlaub fängt ja toll an.
Der Tag war heute sehr Sonnig und die Temperaturen lagen heute bei ca. 25°

Montag, den 11.Juni 2018

Wir sind schon Früh aufgestanden um ca. 7:00, frühstücken wollen wir an der nächsten Raststätte in Gland am Genfer See, ganz in der Nähe ist die Villa von Michael Schuhmacher. Nach dem zügigen Abbau von unserm Stromkabel und hochdrehen der Caravan-Stützen mit dem Accuschrauber konnten wir den Platz schon um 7:50 verlassen. Einige Kilometer vor Lausanne kam im Radio eine Nachricht von einem Unfall mit Stau aber nachdem wir keine andere Möglichkeit hatten, fuhren wir einfach weiter. Und siehe da auch dieser Stau löste sich als gar nicht vorhanden auf. Gegen 9:00 erreichten wir die gewünschte Tankraststätte bei Gland, nur wenige Kilometer von Michael Schuhmacher seiner Schloßähnlichen Villa entfernt. Nach dem Tanken fuhren auf einem der LKW-Parkplätze und machten unsere Frühstückpause. Es gab einen Cappuccino sowie Zopfbrot mit Marmelade den wir noch von zu Haus mit genommen haben. Nach etwa 50 Minuten Pause fahren wir weiter Richtung Genf. Um 10:00 haben wir die große Stadt erreicht, sie ist wie immer etwas schwierig zu fahren, vor allem weil meine Navis im Ausland so unzuverlässig sind. Aber wir hatten Glück, wir haben Genf in ca. 20 Minuten durchquert, gleich hinter der Stadt fing es an zu Regnen. Es war ein stellenweise Wolkenbruch ähnlicher Regen.

Aus diesem Grunde fielen unsere zwei Rastplätze aus den vergangenen Jahren die wir sonst besucht hätten buchstäblich ins Wasser. Was sich natürlich auch als Zeitersparnis zeigte. Die Autobahn A 43 die weiter Richtung Lyon geht, verließen wir kurz nach Lìsle-d Àbeau. Nach der Mautstellen-Abfahrt fuhren wir erstmals in die falsche Richtung, das konnten wir aber im nächsten Kreisverkehr wieder korrigieren. So fuhren wir also die D36 und im Anschluss die D75 in Richtung Vienne. Nachdem wir die Stadtgrenze von Vienne fast erreicht hatten, haben unsere beiden Navis gemeinsam zugeschlagen. Sie führten uns in eine andere Richtung, das Resultat war dann eine kleine Seitenstraße die aber hoffentlich wieder in die Stadt zurück führte. Das Hyundai-Navi wollte uns dann immer wieder nach links von dieser Strecke wegleiten, was ich aber konsequent ablehnte. Der Erfolg gab mir später Recht. Irgendwann kamen wir im Zentrum von Vienne an und an einem großen Platz kannte ich wieder aus. Ein paar hundert Meter weiter und wir waren am Rhone-Ufer.

So fuhren wir weiter auf der Nationalstraße N7 nach Süden, ein paar Kilometer weiter bei Reventim-Vaugris kamen wir auf die D137 eine kleine Pampa-Straße. Nach etwa 11 Kilometer haben wir unser Ziel um 13:20 den Campingplatz Le Bontemps erreicht. Es war gerade Mittagspause, zwei große Wohnmobile standen schon in der Wartelinie. Wir stellten uns daneben und da wir uns hier am Platz schon auskannten, gingen wir in den Platz hinein und wählten im Voraus geeignete Stellplätze für uns aus.

Um 14:00 als dann die Rezeption öffnete standen wir als erste vor der Tür und bekamen auch als erster unseren gewünschten Stellplatz zu gewiesen. Wir fuhren dann zu unserem Stellplatz und bauten den Caravan plus Markise auf. Ach ja, da war noch was, wir konnten unseren Strom-Anschluss nicht finden. Dieser Stellplatz war offensichtlich in den vergangenen Jahren ein normaler Stellplatz für Zelte und anscheinend ohne Strom. Zweimal fragten wir in der Rezeption nach, irgendwann fand ich alleine den Stromanschluss der gut versteckt war. Als ich unser Stromkabel dann anstecken wollte stellte ich fest das der Anschluss stromlos war. Also wartete ich doch noch auf den Platzwart, der aber doch bald kam und die Sicherung hinein drückte. Irgendwann am Nachmittag regnete es mal kurz aber sehr heftig, was uns aber weiter nicht störte.

Die Temperaturen lagen heute bei etwa 18° Grad am Morgen, am Nachmittag bei 25°

Dienstag, den12. Juni 2018

Wir sind heute so gegen 8:00 aufgestanden, unser Frühstücks-Baguette hatten wir schon gestern Abend im Restaurant bestellt. So konnte unserm Frühstück nichts im Wege stehen. Das Wetter schaute nicht allzu gut aus, so beschlossen wir einen Ausflug nach Vienne zu machen. Vielleicht liegt ja ein schönes Flusskreuzfahrtschiff an der Anlegestelle. Kurz nach Zehn standen wir schon am Rhone-Ufer und tatsächlich war ein schönes Schiff da.

Die Avalon Poetry II ein schönes und relativ neues Schiff natürlich in Zug (ein Steuerparadies) in der Schweiz zugelassen, das Schiff ein Luxusliner war anscheinend für amerikanische und australische Gäste vorgesehen. Anschließend machten wir noch einen Spaziergang durch die Stadt. Am Nachmittag sind wir wieder zurück zum Campingplatz gefahren. Nach einer Cappuccino-Pause sind wir nochmals spazieren gegangen, der Besitzer des Platzes hat ein schönes Grundstück an der Zufahrtstraße zum Campingplatz das er im Japanischen Stil bepflanzt hat und sehr schön ist.

Heute Abend wird noch der Grill angeworfen, es gibt Rindersteak aber leider nicht mehr die Steaks aus Uruguay die wir in Bad Birnbach dabei hatten. Aber auch die heutigen Steaks schmeckten ausgezeichnet dazu noch Pilze und Käsewürstchen. Plötzlich kam wieder ein Regenschauer der sehr heftig war, der Boden hier am Stellplatz war aus den vergangenen Regentagen schon so durchnässt, dass das Wasser kaum noch abfloss, schade eigentlich.
Die Temperaturen lagen heute bei ca. 20°

Mittwoch, den 13. Juni 2018

Aufstehen um 8:30, Es hat fast die ganze Nacht durch geregnet und es war sehr kühl geworden, etwa um die 16° . Zum Frühstück gibt es Baguette aus der Heimat, da wir gestern Abend vergessen hatten, im Campingplatz-Restaurant für den kommenden Morgen ein Baguette zu bestellen. Hermine hatte heute Morgen den grandiosen Gedanken schon heute weiter Richtung Süden zu fahren, es sollte ja am Donnerstag der Wetter-Umschwung kommen. So wären wir dann schon vor Ort und könnten das schöne Wetter dann gleich genießen. Also fingen wir nach unserem Frühstück so langsam unsere Sachen zusammen packen. Gestern Nachmittag hatte ich die Sateliten-Schüssel erst aufgebaut um am Abend irgend einen Fernsehfilm anzuschauen. Das ging ja voll in die Hosen, also baute ich die Sat-Schüssel heute Morgen wieder ab. Es war alles Nass vom Dauerregen heute Nacht. Das Antennenkabel und die Wäschespinne alles war klatschnass und musste trocken gewischt werden. Zum Schluss noch unsere Stühle und der Tisch und auch die nasse Markise musste noch abgebaut werden. Unsern Campingplatz La Bontemps haben wir dann um 11:55 verlassen, bezahlt hatten wir noch für einen weiteren Tag hier, den der Camping-Pächter im Voraus schon kassiert hatte. Als ich noch am Campingplatz unser Navi programmiert hatte, kam dort die Meldung, dass auf der Autobahn A7 zwischen Vienne und Chanas ein Unfall passiert ist und mit Behinderungen zu rechnen ist. Ursprünglich wollte ich in Vienne auf die Autobahn fahren, da wir letztes Jahr nach Süden in Richtung Peage de Roussillon durch die Innenstadt fahren mußten. Und im Anschluss auch noch die richtige Auffahrt zur Autobahn verpaßt hatten. Als wir in die Nähe der Autobahn kamen, konnten wir schon die stehenden Autos und LKWs auf ihr sehen. So wählten wir doch den Weg Richtung Süden um erst in Chanas die Autobahn-Auffahrt zu suchen. Dieses Mal hatten wir Glück, es war aber starker LKW-Verkehr auf der N7, und immer wieder Ampelstopp. So konnten wir dieses Mal die Auffahrt zur Autobahn nicht verfehlen. Kurz nach 14:30 haben wir unseren gewünschten Camping Gervanne in Mirabel et Blacons erreicht. Eine sehr freundliche Receptions-Mitarbeiterin begrüßte uns, wir konnten uns ein passendes Plätzchen aussuchen. Die Platznummer 34 war unser Ziel, und der Caravan war gleich aufgestellt, so konnten wir im Anschluß eine Tasse Kaffee und dazu ein Stück Streuselkuchen essen. Um 18:30 war ein Treffen der Neuankömmlinge des Platzes angesagt, wie es sich herausstellte stellte die Platzchefin zweierlei örtliche Weine vor. Dazu gab es ein paar Häppchen Pizza, die ja ganz vorzüglich schmeckte.
Den Abend genossen wir dann mit einem oder zwei Gläsern Wein für Hermine und Weizenbier mit einem Schuss Cola, genannt Colaweizen oder Mohren. Der Platz war auch noch etwas feucht, aber Morgen sollte die Sonne ja endlich kommen. Die Temperatur heute lag bei etwa 22°.

Donnerstag, den 14. Jun. 2018

Bei strahlendem Sonnenschein sind wir heute gegen 8:00 Morgens aus den Federn gehüpft. Nach der Morgentoilette bin ich in den Supermarket bei unserm Campingplatz gegangen um ein Baguette oder ein etwas größeres Weißbrot zu holen. Im Geschäft gefiel mir das Brot mit dem Namen Fluid besser als das Baguette, und es ist eigentlich zu groß für unser Frühstück, aber was solls. Kurz vor Mittag sind wir zu einem Spaziergang aufgebrochen, es war sonnig aber auch ein starker Wind zu spüren. So bö..ig könnte doch nur der Mistral sein. Unser Ziel war das alte Dorf Mirabel, das die Campingbesitzerin uns gestern empfohlen hatte. Der Weg führte uns stetig bergan, dazu der Mistral der uns immer wieder stark ins Gesicht blies. Aber nach einer halben Stunde hatten wir es geschafft. Das Dorf selber war nicht so schön wie erwartet, eigentlich war alles verfallen, ich habe schon viele schöne alte Dörfer gesehen, Mirabel gehört nicht dazu.

Gegen halb Zwei waren wir wieder an unserm Caravan zurück, wir hatten noch Reste der Pizza die Mama gestern Abend noch geholt hatte. Heute Mittag leistete sie gute Dienste und dazu ein Radler. Um 15:00 sind wir dann in die Badeanlage gegangen, sie war relativ groß, und nicht unbedingt die neueste, aber war durchaus gepflegt und nett.

Nachdem unser Tankversuch vorgestern in Vienne bei der Supermarktkette Leclerc nicht geklappt hat, mussten wir das heute unbedingt versuchen, vielleicht funktioniert ja unsere neue Mastercard hier in Frankreich nicht. Wir fuhren gegen 16:00 nach dem Nachbarort Crest der ca. 7 Kilometer entfernt ist. Laut Internet siehe Google sollte hier ein Supermarkt mit Tankstelle sein. Mein Navi kannte die angegebene Straße auf jeden Fall mal nicht. Aber am Ortsanfang von Crest sahen wir gleich eine Tankstelle von Intermarche, der Preis war sehr gut 1,435 €, so haben wir gleich zu geschlagen.

Als wir wieder am Camping waren schien die Sonne nochmal am Heck unseres Caravans. So stellten wir unsern Camping-Tisch und die Stühle in die Abendsonne. Zum Abendessen gibt es heute eine Brotzeit mit Schnitzel, Hering mit Curry-Tomatensouce, hart gekochten Eiern, Tomaten und Gurkenscheiben. Zum Trinken gibt es für mich Weizenbier und für meine Gattin ein bis zwei Gläser Wein aus deutschen Landen. Nach dem Geschirrspülen saßen wir noch ein paar Stunden vor unserem Caravan bei Wein und für mich noch ein paar Gläser Sangria. Gegen 22:00 gingen wir ins Waschhaus und anschließend ins Bett.

Das Wetter war leicht wechselhaft, von leicht bewölkt bis Sonnig, und die Temperaturen lagen heute bei ca. 23°

Freitag, den 15. Jun. 2018

Heute Morgen sind wir um etwa 8:30 aufgestanden, die Sonne schien durch unsere Dachluke. Als ich zum Waschhaus ging war von der Sonne nichts mehr zu sehen, sie versteckte sich hinter den Wolken. Im Campingladen kaufte ich heute ein Baguette, da es heute besser aussah wie das Fluid das wir gestern gekauft hatten. Irgendwann am Vormittag bin ich mit dem Laptop zum Camping-Restaurant gegangen, hier gibt es kostenloses Internet. Es dauerte schon eine Weile aber mit Hilfe eines Holländischen Campinggastes klappte es dann doch noch. Mein Kaspersky auf jeden Fall war glücklich, er konnte endlich sein längst fälliges Update machen.
Kurz vor Mittag fuhren wir mit dem Auto nach Crest zu einer Ortsbesichtigung, wir schlenderten als erstes durch die Fußgängerzone. In der Ortschaft war gar nichts geboten, zum Chateau hoch gehen, wollten wir erst gar nicht, hier fehlte die Kondition von uns beiden. So fuhren wir nach einer dreiviertel Stunde zurück zum Ca. Platz. Daheim angekommen machten wir auch gleich eine kleine Brotzeit mit ein paar Scheiben Salami, einen Joghurt bzw. Vanillepudding und dazu ein Radlerbier.

Um 15:00 sind wir noch in die Poolanlage gegangen um die Sonnenstrahlen zu genießen, das Wetter ist ja recht wechselhaft heute. Laut Angaben von anderen Campinggästen ist das seit Wochen so. Wiederholt haben wir auch die Drome besucht, die gleich hier am Campingplatz vorbei fließt. Auf Reklamebilder des Ca.-Platzes ist ein beschaulicher Fluss wo Kinder spielen können, zu sehen. Davon ist zur Zeit nichts zu sehen, die Drome ist ein reißender Fluß geworden, wohl durch die Regenfälle der vergangenen Tage oder Wochen.

Das Wetter heute war stark wechselhaft. Die Temperatur lag heute Nachmittag schon bei ca. 25°

Samstag den 16. Jun. 2018

Wir wollen heute Morgen weiter in die Provence fahren, bis gestern Abend war unser alter Campingplatz Monplasir in Saint Remys…. unser begehrtes Ziel. Nach unserm dritten und letzten Telefonat stellte sich heraus, wir könnten nur drei Tage am Platz bleiben, wir wollten aber fünf Tage in Saint Remys….bleiben. Am Dienstagmorgen müssten wir schon wieder den Platz verlassen. Unser Zeitziel war aber bis mindestens Mittwoch zu bleiben, weil hier Markttag in Saint Remys ist. So war unser neues Ziel der Camping Le Parc de la Bastide, wir kennen ihn nicht wirklich. Vor Jahren haben wir mal kurz besichtigt, da hat er uns nicht besonders gefallen.
Heute war ich schon wieder vor 7:00 Morgens auf den Beinen, das Schlafen in diesem Urlaub lässt zu wünschen übrig. So war ich halt schon im Waschhaus und machte den Caravan reisefertig, die Caravan-Stützen hoch, das Elektrokabel abmachen und aufrollen und den Caravan am Auto anhängen. Zwischendurch haben wir noch eine Tasse Kaffee getrunken und Brötchen gegessen. Um 8:30 waren wir dann reisefertig, und es ging los Richtung Süden. Bis zur Autobahnauffahrt brauchten wir eine halbe Stunde. Es herrscht heute ein reger Verkehr auf der Autobahn A7 . Offensichtlich sind die Franzosen ins Wochenende unterwegs, aber auch viele LKWs fahren heute. Gegen 9:45 fahren wir an Avignon vorbei und gleich darauf ist die Autobahn-Abfahrt Nr.24 die uns über Chateaurenard nach Saint Remys bringen soll. Unser Navi zeigt uns den Weg zum Campingplatz Parc de La Bastide, den wir um 11:15 erreichten. Der erste Eindruck ist nicht besonders gut für uns. Obwohl wir wussten das sein Niveau niemals an den Camping Monplasir heran reichten würde.

Die Rezeption war primitiv und einfach, eigentlich eine Zumutung, obwohl beim Bau versucht wurde sie im Romanischen Stil herzustellen, gelang das wohl nicht. Bei einer Besichtigung von uns vor ein paar Jahren war sie noch eine Baustelle, nur das Schwimmbad war damals schon vorhanden. Dagegen war die Platzbeschaffenheit der einzelnen Parzellen sehr gut, schöne Wiesenflächen überall. Der Sanitärbereich war in einem alten Gebäude untergebracht, die Kabinen für die Toilette sowie die Dusch-kabinen waren in meinen Augen tadellos in Ordnung. Wir stellten unseren Caravan in eine der ersten Platzreihen mit Blick nach Norden, hinter uns war eine hohe Zypressen-Allee. Wenn wir die nächste Reihe nach oben genommen hätten, wären wir den ganzen Tag der kräftigen Sonne ausgesetzt gewesen.

Als nächstes gibt es eine kleine Brotzeit und ein Glas Radler zur Erfrischung. Nachdem wir unser Sonnendach aufgebaut hatten machten wir noch einen Spaziergang in Richtung Saint Remys…, auf dem Weg lag der nächste Campingplatz Pegamas den wir noch anschauen wollten. Sein Sanitärbereich und der Poolbereich waren sehr viel schöner als bei uns, dagegen war die Platzbeschaffenheit der einzelnen Parzellen wesentlich schlechter als bei unserem aktuellen Campingplatz Parc de La Bastide. Anschließend gehen wir weiter Richtung Innenstadt, wir kommen in die Fußgänger-zone und an einer Eisdiele genehmigen wir uns ein Eis der gehobenen Klasse, der Poule ( Kugel )um 2,80 Euro. Zum Abendessen gibt es heute Käsespatzen und zwei 2 Weizen. Später noch ein paar Gläschen Sangria. Um 22:00 gehen wir ins Bett. Es war ein anstrengender Tag heute.

Die Temperaturen lagen heute bei ca. 22° am Vormittag in Mirabel-Et-Blacons und bis über 30° am Nachmittag hier in Saint Remys und kaum Wind.

Sonntag, den 17. Jun. 2018

Aufgestanden sind wir gegen 8:00, Ich habe ein Baguette in der Rezeption geholt das in großen Tüten von einem hiesigen Bäcker hier stand. Nach dem Frühstück rollen wir unsere Markise wieder ein, da der Mistral über sämtliche Stränge schlägt. Wir trauen uns nicht unsere Markise aufgebaut zu lassen, wenn wir auf Tour gehen. Um 10:30 fahren durch Saint Remys und danach auf der kleinen Passstraße der D27 über die Alpilles nach Le Baux . Auf der Südseite der Alpilles kann man eine wunderbare Aussicht auf Le Baux geniesen. Es war heute viel los im kleinen Dorf unterhalb der Ruine Le Baux, (Le Baux wird heute nur noch von etwa 25 Einwohner bewohnt, die Geschäfte hier werden von Auswärtigen betrieben, die am Abend wieder heimfahren) .

In einer kleinen Terrassenbar haben wir wie meistens wenn wir hier im Ort sind, eine Crepes mit Marmelade gegessen und dazu ein Glas Rose Wein getrunken, wir verbrachten zwei wunderschöne Stunden in dem netten Dorf. Zum heutigen Tages-Abschluss fahren wir noch zum Intermarche wo auf dem großen Parkplatz heute ein Flohmarkt stattfindet. Zweimal gehen wir durch die Stände wo alles mögliche angeboten wird, Hermine begeistert sich an zwei alten Schmiedeeisernen Türglocken für Alexandras Haus in Ollarzried. Nur der Preis und Alexandras mögliche Ablehnung verhindern den Kauf. Um14:30 sind wir wieder auf dem Campingplatz zurück, wenig später trinken wir noch einen Cappuccino. Ich versuche noch meine Satelitten-Schüssel aufzubauen, habe aber keinen Fernsehempfang durch die hohen Zypressen. Am Camping Cervanne hatte Gott sei Dank einen sehr guten Empfang, so dass ich hier Technische Probleme ausschließen konnte. Einen weiteren Versuch unsere Markise wieder aufzubauen scheiterte am starken Wind ( Mistral ), so dass wir gleich wieder die Markise einrollten. Heute Abend gibt es bei uns Grillfleisch, an der Rezeption werden Poularden gegrillt dazu soll es Pommes geben. Wir werden uns eine Packung Pommes Frites von dort holen.

Die Temperaturen lagen heute bei ca. 32° es sind leichte Schleierwolken am Himmel, und ein sehr starker Mistral

Montag, den 18. Jun. 2018

Wir sind um 8:30 aufgestanden, der Mistral hat die ganze Nacht mehr oder weniger geblasen. Unser Teppich war auf jeden Fall vom Wind weggeschoben. Auch heute haben wir ein Baguette zum Frühstück bestellt, es ist fast einen halben Meter lang und meistens etwas scharf gebacken, aber es schmeckt schon recht gut. Gegen 10:30 fahren wir mit dem Auto los und besuchen den Campingplatz Nicolas, er schaut auf den ersten Blick ganz gut aus, besser auf jeden Fall wie unser Campingplatz der ja irgendwie eine Notlösung war. Unser Wunschcampingplatz Monplasir hat uns ja leider im Stich gelassen. Im Anschluss sind wir aber doch noch zum Camping Monplasir hinaus gefahren , er war schon sehr gut belegt. Es waren aber durchaus noch ein paar Plätze frei.

Gegen 13:00 sind wir ins Kloster Saint Paul gefahren und haben das Krankenzimmer des berühmten Malers Vincent van Gogh angeschaut .
(das Kloster war damals und heute eine Psychiatrische Klinik, van Gogh war eineinhalb Jahre hier Parient und hat in dieser Zeit über 150 Bilder gemalt) Im Garten des Klosters sind leider die wunderschönen Lavendelstöcke ausgetauscht worden die wir immer wieder bewundert haben. Jetzt sind nur frische Setzlinge angepflanzt, sie schauen aber recht mager aus, und blühen kaum. Anschließend sind wir wieder zu unserm Campingplatz zurück gefahren. Wie üblich gibt es auch heute Cappuccino und etwas Kuchen, später sind wir noch in das gut besuchte Schwimmbad gegangen. Bei diesen heißen Temperaturen hilft nur noch ein kühleres Wasserbad.

Heute Abend wird noch gegrillt, Hermine hat für 3 Abende Grillfleisch dabei, wir werden sehen ob der Mistral unsere Gasflammen ausbläst. Wir haben das Problem mit Hilfe unseres Autos gelöst, und die Beifahrertür aufmachen und dahinter der Gasgrill mit dem Grillfleisch aufgestellt. Es klappt alles gut.

Die Temperaturen lagen heute wieder bei ca. 30° , nur der Mistral bläst sehr stark

Dienstag, den 19. Juni 2018

Heute Morgen sind wir auch erst um 8:30 aufgestanden, geschlafen haben wir relativ gut. Unsere neuen belgischen Nachbarn sind wohl Frühaufsteher, sie sitzen meist schon beim Frühstücken, bis wir aus dem Caravan kommen. Hermine hat Baguette im Backofen gemacht, sie sind von Netto und schmecken ausgezeichnet. Üblicherweise gibt es bei uns zum Frühstücken eben Baguette mit verschiedenen Marmeladen, meist Erdbeere sowie Himbeere. Dazu Honig aus deutschen Landen, auch Orangensaft, dazu Käse und Schinken dieses Mal war es Englischer Schinken, der ganz ausgezeichnet schmeckte. Unser Holländischer Nachbar reist heute ab, schade es war ein lustiger und netter Mann, seine Frau war etwas zurückhaltender, sie verstand und sprach wohl kein Deutsch. Sie wollen heute noch bis Dijon fahren, dort bleiben sie noch zwei Tage bis es weiter nach Hause geht. Heute wollen wir die Tour hinter die Alpilles machen, wir fahren also durch Saint Remys wo schon starker Verkehr herrschte. Über die D5 geht es nach Maussanne, es sind ja nur ein paar Kilometer durch die Alpilles. Am Beginn des kleinen Örtchen ist auch ein kleiner Campingplatz den wir auch gleich anschauen wollen.
Er heißt Camping Romarins, gleich am Anfang befindet sich der örtliche Schwimming-pool. Er würde zum Abtauchen am Abend wohl reichen. Der Campingplatz ist soweit ganz nett und würde einen Vergleich mit unserm heutigen Platz durchaus bestehen. Anschließend fahren wir auf der D78 an der Südseite der Alpilles an den dortigen Olivenfeldern entlang. Das Olivenöl das hier im Raum Maussanne geerntet wird, gehört zu den berühmsteten Ölen hier in Frankreich, und wird von den bekanntesten Köchen des Landes verwendet. Nach der Südroute geht es wieder Richtung Norden, vorbei an Evagieres zu der bekannten Kapelle Sainte Sixte. Hier hören wir auch zum ersten Mal in diesem Jahr die Zikaden singen.

Es ist schon Mittag geworden und wir kehren nach Saint Remys… zurück, eigentlich wollten wir nur kurz in den dortigen Spar-Supermarkt um für mich ein Curry-Ketchup zu kaufen. Als wir das Geschäft gefunden haben, stellen wir fest, dass es Mittagspause hat. Gleich in der Nähe ist ein kleiner Platz der schön beschattet auch einige kleine Creperien und sonstige Bistros hat. In einem der Lokale setzen wir uns nieder und bestellen jeder ein Crepes und dazu eine Flasche Bier. Auf dem Platz spielt und singt ein Gitarrenspieler einige schöne Lieder.
Um 14:00 kehren wir wieder auf unseren Ca.-Platz zurück, Zuerst gibt es noch einen Cappuccino um anschließend dann faul in der Sonne zu liegen. Zum Abendessen gibt es heute Leberkäse mit Spiegeleier und Erbsen, es schmeckt lecker. Um 20:00 bauen wir unser Sonnendach und alles was wir aufgebaut wieder ab. Wir wollen Morgen Mittag nach Lagnes zum Camping Couteliere fahren. Wir flüchten in den Schatten der Sorgue, es ist in den vergangenen Tagen sehr heiß geworden.

Die Temperaturen lagen heute wieder bei über 30°

Mittwoch. den 20. Juni 2018

Wir sind heute schon relativ früh auf gestanden, einmal wegen der Abfahrt zur Sorgue, wo wir uns sehr darauf freuen. Zweitens heute ist noch Markttag in Saint Remys, gleich nach dem Frühstück laufen wir los. Bis zum Marktplatz und in die Innenstadt wo der Markt abgehalten wird brauchen wir ca. 20 Minuten. Zuerst laufen wir durch die Marktgassen und sondieren das Angebot, etwas später finden wir für Raphaela ein Salatbesteck aus echtem Olivenholz. Der nächste Streich ist dann, wir kaufen jedes Jahr ein Set aus verschiedenen Salamiwürsten. Eines mit Oliven, Pilzen, Nüssen und Käse, so ist für jeden Geschmack etwas vorhanden. Zum Schluss schauen wir nach dem Olivenöl für Alexandra, auch hier kaufen wir immer vom selben Stand und immer dasselbe Öl. Es ist Spitzenware aus Maussanne so heißt das Oliven-Anbaugebiet gleich hinter den Alpilles. So sind wir von 8:45 – 10:15 unterwegs, anschließend schnell zurück zum Campingplatz.

Nur noch die Caravanstützen hochdrehen, das Stromkabel aufrollen und den Caravan an das Auto anhängen das alles komplett zwischen 10:30 – 11:05. Und gleich danach erfolgt die Abfahrt aus Saint Remys. Wir fahren über die D99 in Richtung Cavaillon und dann nach Fontaine-de-Vaucluse, die Fahrt dauert nicht allzu lange, in 45 Minuten sind wir schon am Ziel dem Camping La-Couteliere.
Der Chef hat mich gleich erkannt, das freut uns natürlich wenn man nicht immer so Gesicht- oder Namenlos erscheint. Sie haben heute sogar mehrere Plätze zur Auswahl, letztes Jahr bekamen wir den letzten Platz den sie zur Verfügung hatten. Wir suchten uns die Platznummer 7 aus, ein weiterer Platz war an der Verkehrsstraße, und der nächste irgendwo weiter hinten im Campingplatz. Wir waren auf jeden Fall glücklich mit unserer Wahl. Aber zunächst ging uns der Gaul durch, Hermine wollte unseren Caravan ganz hinten querstellen, hat aber nicht funktioniert, weil unser Wagen einfach zu lang war. Nachdem wir Ihn wieder gerade in Richtung Weg gestellt hatten war alles gut.

Nach einer halben, dreiviertel Stunde waren wir trotzdem fertig. Nach einer kleinen Brotzeit und einem Radler-Bier sind wir erstmals mit unseren Stühlen die paar Schritte bis zur Sorgue gegangen. Hier war es mit ca. 10° weniger im Vergleich wesentlich kühler als am Campingplatz.
So verbrachten wir die nächsten eineinhalb Stunden im Schatten der Bäume am Fluß . Ab und zu kamen auch ein paar Kanus vorbei, die großen Schülergruppen oder Wochenendgäste die wie gewohnt die Sorgue herunter paddelten, waren heute nicht zu sehen. Anschließend sind wir zurück zu unserem Stellplatz um einen Cappuccino zu trinken, dazu gibt es noch ein Stück Marmorkuchen aus der Heimat. Anschließend drehen wir noch eine kleine Platzrunde, einige der Gäste kennen wir durchaus aus den vergangenen Jahren.
Zum Abendessen gibt es mal zur Abwechslung eine Currywurst aus der Fertigpackung, dazu ein schönes Glas Mohren oder auch zwei.

Auch heute ist es wieder sehr heiß, die Temperaturanzeige am Caravan zeigte über 36°

Donnerstag, den 21. Juni 2018

Wir sind schon um 8:15 aufgestanden, heute Nacht hab ich gar nicht gut geschlafen, ich hatte starke Probleme mit meinem Magen. Insgesamt drei Tabletten musste ich nehmen bevor mein Magen wieder ruhig wurde. Der Grund ist mir nicht ganz klar, aber ich denke das gesamte Essen den Tag über war wohl die Ursache.
Zum Frühstück holte ich ein Baguette in der Rezeption, das ganz ausgezeichnet schmeckte und doch nicht zu knusperig war. So genossen wir unser Frühstück an einem unser Lieblingsplätze hier in Frankreich, nur mit dem Kaffee musste ich noch etwas vorsichtig sein, da mein Magen noch nicht ganz in Form war.

Um 10:00 sind wir nach Isle-sur-Sorgue gefahren, dort ist heute der kleine Bauern-markt, von klein kann man eigentlich nicht reden (Der Hauptmarkt ist am Sonntag). Er hatte immer noch eine ordentliche Größe. Nach zwei Stunden sind wir dann zurück zum Campingplatz gefahren. Zum Mittag gibt es dann eine kleine Brotzeit mit Sülze und hart gekochte Eier dazu noch ein Radler-Bier.


Um etwa 14:00 sind wir noch an die schön beschattete Sorgue gegangen, und haben die Kühle hier genossen. Kurz vor Schließung der Poolanlage sind wir noch kurz ins Schwimmbecken gehüpft, allerdings von kühlem Wasser waren wir weit entfernt. Hier hätte der Chef wohl einige hundert Liter kühles Wasser aus der Sorgue nachfüllen müssen.

Heute Abend haben wir wieder mal gegrillt, es gab Putenschnitzel, Rindersteak, dazu ein paar Bauchscheiben und Grillwürstchen.

Die Temperaturen lag auch heute bei über 35°

Freitag, den 22. Juni 2018

Auch heute Morgen sind wir recht spät aufgestanden, der Himmel war noch leicht bedeckt, und die Morgentemperatur lag bei etwa 22°. In der Rezeption holte ich unser bestelltes Baguette ab, hier auf dem Platz kostete es einen Euro. Der Preis für ein Baguette ist hier in Frankreich soweit ich weiß gesetzlich geregelt, weil es zu den Grundnahrungsmitteln gehört.
Der Mistral war jetzt in der Frühe schon leicht zu spüren und sollte sich im Laufe des Tages merkbar aufbauen. Von Windgeschwindigkeiten von bis zu 76 km/h war die Rede. Nach dem Frühstück sind wir mal kurz zur Rezeption um im dort vorhandenen Internet nach neuen WhatsAppp-Nachrichten zu schauen.
Gegen 10:30 sind wir zu einem kleinen Spaziergang aufgebrochen, heute wollen wir das rechte Ufer der Sorgue erkunden. Letztes Jahr hatten wir schon mal den Versuch gestartet, kamen aber nicht an die andere Seite des Flusses. Von unserem Campingplatz am Ufer der Sorgue kann man immer wieder Gruppen von Spazier-gängern sehen, die sich auf der anderen Flussseite aufhalten. Dieses Mal sind wir vom Campingplatzeingang nach Links über eine Brücke der Sorgue und dann nach rechts eine Landstraße weiter gegangen. Nach ein paar hundert Metern geht es dann eine kleine Seitenstraße hinein. Wir haben Glück nach weiteren hundert Metern sind wir in diesem Freigelände, das wir von unserem Ca.-Platz teilweise einsehen können. Es ist aber nichts besonderes zu sehen, so gehen wir weiter einen kleinen Weg immer an der Sorgue entlang, Es gibt immer wieder kleine Ausblicke auf den Fluss, plötzlich erreichen wir eine Stelle wo der Fluss sich weitet wie ein kleiner See. Hier ist auch ein Wehr die von Kanus nicht überquert werden können, daneben gibt es eine kleine Holzrampe wo die Kanus dann nach unten gleiten sollen.

Als wir hier ankamen hat gerade ein Guide ein Boot mit drei jungen Mädchen über die Rampe geschickt. Es war ein tolles Bild, die weiteren Gruppen die hier ankamen mussten aus ihrem Boot aussteigen und zu Fuß über die Böschung klettern. Zufällig trafen wir das Schweizer Ehepaar wieder, mit dem wir schon gestern gesprochen hatten, mit ihrem Kanu und einem Guide auf ihrer Tour den Fluss abwärts. Auf dem Weg hierher war der Mistral kaum zu spüren. Nach einer Stunde kehrten wir zum Campingplatz zurück.
Heute möchte ich noch meine Satelliten-Schüssel aufbauen, um zu sehen ob ich hier Empfang habe. Es klappt ganz gut hier, der Aufbau dauert zwar immer wieder, aber soweit ich sehe bekomme ich die meisten deutschen Fernseh-Programme herein.

Heute am Spätnachmittag wollen wir noch nach Fontaine-de-Vaucluse zur Quelle der Sorgue gehen. Es sind ja nur drei Kilometer bis dahin, wir parken wie immer am großen Parkplatz am Ortsbeginn, der Parkplatz ist gut besucht. Nach ein paar hundert Metern sind wir dann schon am Uferweg der Sorgue unterwegs. Sie hat dieses Jahr sehr viel Wasser, aber das hatten wir schon von einem holländischen Campinggast auf unserm Ca.Platz gehört. Am Quelltopf dann die große Überraschung, soviel Wasser haben wir hier noch niemals gesehen. Das ganze Loch am Fuß der Felswand war voll bis oben hin. Ein junger Mann hatte hier ein Band oder Seil über den Quelltopf gespannt und versuchte immer wieder über den kleinen See zu gehen. Was aber meistens misslang. Nach einer halben Stunde machten wir uns an den Heimweg. An einem Verkaufsstand entlang des Ufers wo wir immer wieder ein Souvenier kauften, fanden wir auch dieses Mal ein schönes Keramik-bild für Zuhause.

Am Campingplatz angekommen wird jetzt das Abendessen vorbereitet, heute gibt es Leber nach Berliner Art mit Apfel-Schnitzen und dazu etwas Weißwein und ein Glas Weizenbier. So gegen 22:00 sind wir dann ins Bett gegangen.

Spiel Deutschland – Schweden 2:1

Die Temperaturen lagen heute bei ca. 25°, und der Mistral weht immer wieder in teilweise sehr starken Böen

Samstag, den 23. Juni 2018

Wir sind auch heute erst gegen halb neun Uhr aufgestanden, der Himmel ist noch leicht bedeckt, die Temperatur war bei ca. 21°. Zum Frühstück gibt es heute mal wieder ein Baguette aus dem Bestand von Netto-Deutschland. Das auch ausgezeichnet schmeckte. Dazu ein Frühstücksei und natürlich die üblichen Marmeladen wie Erdbeere und Himbeer und ein Käse aus Holland sowie den Frühstücks-Schinken aus England. Da wir schon Morgen Früh wieder weiterfahren wollen oder müssen?, überlegen wir uns ob wir die restliche Zeit die uns noch bleibt mit einem Ausflug vergeuden sollen. Gegen 10:30 entschließen wir uns doch noch los zu fahren, ich habe mir eine direkte Strecke nach Venasque ausgesucht. Dieses kleine Örtchen haben wir schon letztes Jahr besucht, es liegt hoch an einem Berg mit wunderbarer Aussicht, sogar auf den Mount Ventoux ( die Kelten verehrten ihn als heiligen Berg, heute wird er in der Tour de Franc von Radrennfahrern immer wieder befahren).
Als wir dieses mal durch den kleinen Ort spazieren sehen wir eine ganze Straße und die Brunnen mit Rosen und Girlanden geschmückt. Offensichtlich findet heute noch eine Hochzeit statt. Neben dem Rathaus wird soeben ein Hochzeitstisch mit Blumen geschmückt. Zum Schluß suchen wir noch die Kirche Notre Dame mit Ihrem vorromanischen Taufbecken auf, sie ist das älteste Heiligtum des Vaucluse. Hier in der Nähe des Ortes liegt das Kirschen-Feld das wir schon im vergangenen Jahr heimgesucht haben. Auch dieses Mal schlagen wir zu, bestimmt 3 bis 4 Kilo sammeln wir uns zusammen, soviel dass wir dem Schweizer Ehepaar auch einen kleinen Beutel mit den köstlichen Kirschen schenken.

Im Anschluß fahren wir noch nach Mazan, um einen Campingplatz in der Nähe des Mount Ventoux, den wir schon mal als Alternative ausgesucht hatten, noch anzuschauen. Er liegt etwas außerhalb des Ortes, aber mit Hilfe von GPS findet unser Navi ihn doch noch schnell. Der erste Eindruck ist naja, ein nettes Schwimmbad, die paar Stellplätze bekiest, eigentlich nur ein paar Stellplätze mehr nicht. Wir sind schon wieder aus dem Campingplatz heraus, als ich die Campingtafel mit dem Plan nochmals anschaue. Ich stelle dann fest, dass hinter dem Schwimmbad noch weitere Stellplätze sein müssen. Wir gehen also nochmal nach leichtem Maulen von Mama zurück, und siehe da es finden sich hier weitere, sogar sehr schöne Stellplätze. Die Aussicht hier vom Campingplatz auf die Umgebung und die Sicht auf den Berg der Götter den Mount Ventoux ist sehr schön.
Wir fahren wieder zurück über Pernes-les-Fontaines der Stadt mit den 40 Spring-brunnen, hier halten wir kurz an. Können uns aber nicht sonderlich begeistern und fahren weiter zu unserm Campingplatz zurück. Mit Kaffee in der Thermoskanne, die Zeit drängt und die Sorgue ruft uns schon, suchen wir uns ein nettes Plätzchen am Ufer aus. Heute sind wieder viele Gruppen mit Ihren Kanus unterwegs. Man hört sie schon von weitem schreien, wenn sie einander mit Wasser bespritzen oder in die Büsche fahren. Nicht jeder kann mit dem Paddel umgehen.
Nach einem Besuch an der Rezeption, im Fernseher läuft gerade die Übertragung Deutschland – XXXX und einem netten Gespräch mit der Schweizerin die mich zu einem Glas Weißwein eingeladen hat, beschließen wir den heutigen Abend.

Die Temperaturen lagen heute Morgen bei ca. 21° und am Nachmittag bei heißen 31°

Sonntag, den 24. Juni 2018

Heute Morgen fahren wir weiter, unser nächstes Ziel ist Frejus an der Cote d’Azur. Das heißt Aufstehen schon um 7:00, und gleich mal einen Toiletten Rundgang gemacht. Im Anschluss auch noch gleich die Caravan-Toiletten-Kassette entleert, und das Wasser für die Kassette aufgefüllt. Die Kurbelstützen vom Caravan mit dem Accuschrauber hochgedreht, und die Wäschespinne abgebaut und vieles mehr, zwischendurch noch mal eine Tasse Cappuccino getrunken und dazu ein Stück Marmorkuchen gegessen.

Um 8:20 sind wir dann losgefahren von unserm Lieblingsplatz an der Sorgue. Ich denke wir werden unseren Camping Couteliere auch im kommenden Jahr einen Besuch abstatten. Irgendwie im Rahmen unserer Touren im Süden Frankreichs geht das bestimmt. Zur Autobahnauffahrt fahre ich in Richtung Avignon, nächstes Jahr werde ich wohl die Auffahrt nach Cavaillon nehmen. Avignon hat mich nicht recht überzeugt. Unsere Fahrt an die Cote d’Azur ging sehr gut voran, nach drei Stunden waren wir kurz vor Saint Raphael angekommen. Ursprünglich wollte ich die Abfahrt Nr. 37 bei Puget-sur-Argens nehmen. Meine beiden Navis überzeugten mich erst die nächste Abfahrt Nr. 38 zu nehmen. Hier war die nächste Mautstelle, wir bezahlten brav unsere Mautgebühren von 22,20 Euro und fuhren weiter, nach ein paar Metern stellte ich fest daß wir ja immer noch auf der Autobahn fuhren. Es war keine Abfahrt da, oder wir haben sie einfach nicht gesehen (Dieses Phänomen hat sich später dann aufgeklärt).

Wir lagen so schön in der Zeit und jetzt mussten wir weitere 25 Kilometer nach Nordosten fahren bis nach Mandelieu-la-Napoule zur nächsten Abfahrt. In diesem Badeort mussten wir die DN 7 finden um zurück über das Esterel-Gebirge nach Saint Raphael zu kommen. Dazu brauchten wir weitere 30 Minuten, auch die Durchfahrt durch Saint Raphael war nicht so einfach. Hier hielt aber das Hyundai-Navi die Stellung und wir kamen fast ohne Störung durch. Punktum um 13:00 kamen wir am ersten Fünfsterne Campingplatz in Frankreich an.
Am Eingang erwartete uns schon ein hübsches Mädchen vom Empfang, sie wies uns einen Platz zum Parken an. Dann in der Rezeption bekamen wir ein paar Plätze zur Auswahl zugewiesen. Der Camping Esterel hat verschiedene Kategorien von Stellplätzen von ca. 90 qm bis etwa 230 qm. Einmal der Standardplatz, die nächste Kategorie mit einem Häuschen incl. Kühlschrank und Geschirrspülmaschine, dann weiterhin auch Plätze mit einem Jacuzzi am Platz. Über die Preise dazu wollen wir mal nicht reden.

Wir suchen uns ein schönes Plätzchen inmitten von Oleanderbüschen aus, ich möchte behaupten, dass wir einen der schönsten Stellplätze hier am Platz ausgewählt haben. Nach einer halben Stunde haben den Caravan inclusive der Markise und dem erst kürzlich erworbenem Sunview aufgebaut. Danach gibt es eine kleine Brotzeit mit Heringen in Tomatensouce, von unserem letzten Ziel dem Ca. Couteliere hatten wir noch ein Baguette übrig.

Später am Nachmittag haben wir noch die tolle Badeanlage besucht, es ist wirklich ein Traum allerdings mehr für Kinder. Es gibt viele Schwimmbecken und einige Rutschen, und natürlich ausreichend Liegen. Auch der Wirtschaftsteil mit Läden, Restaurants, Bars und Take-Away und einer großen LCD-Fernseh-Leinwand kann sich sehen lassen.

Um 18:45 kam ein starker Gewitterregen herunter der aber nach einer Stunde wieder aufhörte. Zum Abendessen gibt es heute Schnitzel mit Bratkartoffeln dazu Gurken und Tomaten.
Das Wetter auf der Fahrt war stark gemischt, die Temperatur lag um die 23°, später auf dem Campingplatz an der Cote d Azur war es sehr heiß.

Montag, den 25. Juni 2018

Heute Morgen sind wir sehr spät aufgestanden, anscheinend wird man mit zunehmendem Alter der Ruhe bedürftig. Aber was solls, wir haben ja Urlaub und geschlafen haben wir großartig. Es hat anscheinend durch den gestrigen Regen etwas abgekühlt. Zum Frühstück gibt es heute Morgen selbst gebackene Brötchen von Netto, wir haben offensichtlich noch größere Mengen dabei. Die Hauptsache sie schmecken, dazu wie immer verschiedene Marmeladen sowie Käse und Salami in Scheiben.

Unser Stellplatz ist vom gestrigen Regen noch sehr Feucht, aber wir können trotz allem im Freien und in der Morgensonne frühstücken. Gegen 10:15 gehen wir zum Baden in die sehr schöne Badeanlage, zum Vergleich im letzten Jahr waren wir ja auch am Meer. Allerdings im Bereich von Beziers – Camping Les Sablons hat der damalige Platz geheißen. Die damalige Badeanlage hat mir fast noch besser gefallen, hier war der Kinder und Erwachsenenbereich getrennt. Bei uns hier am Ort ist die komplette Anlage eher auf Kinder und Kleinkinder konzipiert. Aber es ist trotzdem Optisch sehr schön hier. Um 12:30 verlassen wir den Badebereich und gehen in die Rezeption um nach zu fragen wo sich denn der nächste erreichbare Strand befindet, bzw. der nächste Markt in der Umgebung ist.

Der Campingplatz bekommt neue Gäste, ein paar Meter weiter von uns entfernt stehen zwei sehr große Caravans auf der Straße einer direkt in der Kurve, der zweite Caravan kann an diesem Wagen nicht vorbei fahren und muss jetzt warten. Es sind junge deutsche Gäste aus Hessen, wie es später herausstellt mit 3 Kindern und 5 Hunden. Ein dritter Caravan hat Glück, er hat genau hier seinen Stellplatz gefunden.
Die jungen Leuten sind sehr nett, wie es sich später heraus stellte, und wir mit ihnen einige Male sprechen konnten.

Die Temperaturen lagen heute ca. 31° und es war immer sonnig

Dienstag, den 26. Juni 2018

Heute sind wir schon um 7:15 aufgestandem, es ist teilweise bewölkt, Im Supermarkt direkt am Eingang holte ich dann ein Baguette, es gab verschiedene Größen und auch Arten, der Preis für unser kleines Baguette war 1€, das war okay.

Gegen 10:15 sind wir aufgebrochen in Richtung Port Grimaud bzw. Saint Tropez. Der Verkehr hier an der Cote Azur ist schrecklich, ich hätte es eigentlich wissen müssen, ca. 2,5 Stunden haben wir gebraucht. Als nächstes haben wir den Parkplatz in Port Grimauds nicht gefunden und sind mehrmals daran vorbei gefahren. Durch Zufall kamen wir dann in die richtige Richtung, und der Parkplatz war nicht in Längsrichtung von Port Grimauds und an der Straße angeordnet, sondern seitlich in Richtung Meer und vor dem Ort. (meine Errinnerung hat mir wohl einen Streich gespielt)

Kurzer Blick auf unsere neue Jacht hier in Saint Tropez

Wir sind dann später mit einem Ausflugsboot hinüber nach Saint Tropez, gute 20 Minuten dauert die Überfahrt, im Hafen konnten wir nicht gleich anlegen. Die Anlegestelle war noch besetzt, es waren dieses mal sehr viel weniger Schiffe als vor zwei Jahren hier. Entweder war es Zufall oder die Liegegebühren hier sind zu hoch, oder aber die Millionäre haben andere Ziele gefunden. Nach einem schönen Spaziergang durch den Mondänen Ort fahren wir vor 16:00 mit der Fähre wieder zurück nach Port Grimaud. Die Rückfahrt zum Campingplatz ging relativ gut voran, wir brauchten nur 1,5 Std.
Heute holen wir zum Abendessen eine Pizza vom Take-Away, die sogar sehr gut war. Auf Anraten meiner Gattin besuchte ich heute die Duschen im Waschhaus 1, die um einiges besser waren als bei uns im Waschhaus 2 vor unserem Caravan. Den Abend verbrachten wir wie immer vor unserm Caravan bei einem Glas Wein, ich genieße immer wieder mal Sangria, wenn ein Weizenbier mich mal nicht an macht.

Die Waschhäuser machen einen etwas Altmodischen Eindruck, sind aber sehr sauber

Die Temperaturen sind auch heute ca. 28° und es war teilweise immer wieder bewölkt

Mittwoch, den 27. Juni 2018

Heute bin ich schon um 7:30 aufgestanden, Hermine machte schon Kaffee für unser Frühstück. Leider hatten wir noch keine Morgensonne auf unserm Platz, aber ich musste sowieso noch Baguette aus dem Camping-Backshop kaufen. Heute suchte ich mir ein helles Baguette aus, es schaute sehr gut aus, und es schmeckte danach auch sehr gut. Bis ich dann vom Einkaufen zurück kam, hatten wir auch schon die Morgensonne vor unserm Wohnwagen.

Kurz nach 10:00 sind wir dann mit dem Auto los gefahren nach Agay, das ist der Nachbarort hier. Es ist heute Markttag im Ort, im Anschluss wollen wir noch an den Strand gehen. Die drei Kilometer sind ja schnell gefahren, und ein Parkplatz ist gleich gefunden. Mit Hilfe eines Einheimischen wird auch der Park-Automat bewältigt. Der Markt ist klein aber mehr haben wir auch nicht erwartet. Hermine findet ein Strandkleid, es schaut nett aus, und es kostet nur 5 Euro. Ein zweites Kleid findet sie leider nicht mehr, sie sind alle etwas zu groß. Um halb Zwölf gehen wir an den Strand, es ist ein netter Stadtstrand, nichts besonderes. Um 14:00 fahren wir zurück an den Campingplatz, zur Erfrischung trinken wir erst mal ein Radler später noch einen Cappuccino und ein Stück Kuchen dazu.

Gegen 17:15 geht es dann nochmals ins Schwimmbad, die Temperatur ist dann nicht mehr so hoch wie am Nachmittag. Die junge Frau aus Hessen hat ihre Liege zufällig genau neben uns, so führen wir ein angeregtes Gespräch miteinander. Zum Abendessen gibt es heute Tortellini, anschließend muss ich noch zum Spülen gehen wie meistens. Später am Abend gehen wir nochmals über den Platz und schauen an was für Campinggäste hier sind. Es sind einige Deutsche hier am Platz, aber sie reden ja nicht miteinander, man kennt das ja.

Die Temperatur liegt auch heute bei 32°, strahlend Blauer Himmel.

Donnerstag, den 28. Juni 2018

Heute Nacht war es plötzlich sehr schwül im Caravan, dementsprechend konnten wir nicht so gut schlafen. Aufgestanden sind wir dann gegen 8:00 Uhr, zum Frühstück gibt es heute Kaiser-brötchen, das sind Semmel mit Sesam. Ich fühle mich heute Morgen nicht so besonders wohl, keine Ahnung warum.
Heute ist Putztag angesagt. Hermine hängt die Kissen und die Oberbetten zum Lüften ins Freie. Unsere Caravan Vorderseite ist auch leicht verschmutzt, zum Teil auch von Kieferbäumen die teilweise an der Hinterseite unseres Stellplatzes stehen. Unser Platz ist ansonsten von fast drei Seiten mit schönen Oleanderbüschen in verschiedenen Farben bewachsen. Die Fenster werden auch noch von Schmutz der Reise befreit.
Wir wollen später noch in den Shop gehen, um diverse Dinge wie Butter, Eier etwas Käse und Schinken zu kaufen. Im Kleidershop gleich nebenan habe ich vorgestern eine Badehose für mich gesehen, schnell entscheide ich mich für eine sehr nette Hose.

Es ist immer noch leicht bewölkt, so beschließen wir die drei Kilometer nach Agay runter zu fahren. Wir haben gestern bei der Fahrt zum Strand ein Schild mit einem 4**** Sterne Camping gesehen, den wollen wir heute noch anschauen. Wie es sich leider heraus stellte, war es leider vergebens. Der Platz war zum größten Teil ein Mobilhome-Stellplatz, und die paar Stellplätze waren eher für Zelte und sonstige kleine Fahrzeuge gedacht, schade. Im Anschluss fahren wir nochmals zum Strand hinunter, auch hier haben wir gestern einen kleinen Campingplatz gesehen. Ein paar Schritte hinein und es stellte sich heraus auch dieser Platz ist auch Qualitatív nicht für uns geeignet, es sind aber einige deutsche Camper hier am Platz.
Es gibt hier in Agay auch einen Supermarkt, hier kaufen wir noch schnell einige Becher Pudding mit Sahne, extra von Nestle. Dann fahren wir auch schon den Berg hoch zu unserm Campingplatz zurück, die Sonne meldet sich immer noch nicht zurück. So machen wir eine kleine Brotzeit mit etwas Käse und ein paar Salamischeiben und einem Radlerbier. Jetzt machen wir auch unser Sunblocker(Sonnenschutz der sich aus zwei Gründen sehr bewährt hat: Sonne + Regen) das wir erst vor kurzem bei der Fa. Stetter in Memmingen gekauft haben, wieder runter.

Zwischendurch regnet immer wieder, so kann man nicht gescheites mehr machen. Wir wollten ja noch zum Pool gehen, aber das wird wohl nichts mehr heute werden. Schade wir wollten unsern letzten Tag hier noch in der Sonne und am Pool verbringen. Heute Abend müssen wir unsere Markise noch runter nehmen und die Sat-Schüssel nebst dem Kabel abbauen. Um halb Vier scheint erstmals wieder die Sonne und nach einem Cappuccino und einem Streuselkuchen von daheim gehen wir ein letztes Mal zum Pool zu gehen. Aber lange geht das nicht mehr, die Sonne ist schon zu schwach. Hermine macht heute zum Abendessen Gulasch mit Semmelknödel und dazu gibt es für mich ein oder zwei Colaweizen.

Heute ist es bewölkt, am Nachmittag regnet es auch mal, die Temperatur liegt bei max. 23°.

Freitag, den 29. Juni 2018

Heute um 8:30 ist Abfahrt nach Moustieur-Sainte-Marie, über eine dreiviertel Stunde benötigen wir um allein um durch Saint Raphael zu kommen. Einmal verfahren wir uns noch mal, bis wir dann endlich bei der Autobahn-Auffahrt Nr.37 bei Puget-s-Argens sind. Die nächsten 60 Kilometer läuft alles super, bei einem Rastplatz in Nähe von Brignoles machen wir noch kurz unser ausstehendes Frühstück. Wir haben noch Kaffee in der Thermoskanne dabei und Baguette vom Camping Esterel. Bei der Abfahrt bei St-Maximin-la-Ste-Baume unterläuft mir ein kleiner Fehler, der Automat an der Mautstelle möchte meinen 10 Euro-Schein nicht haben. Er kommt immer wieder zurück obwohl ich ihn schon in alle Richtungen gedreht habe. Da sehe ich plötzlich, dass die Schranke sich geöffnet hat, ich überlege nicht lange. Den ersten Gang rein und durchfahren, plötzlich ertönt ein Pfeifen von der Mautstelle. Draußen halten wir noch kurz an, aber da nichts weiter zu sehen ist, fahren wir dann weiter.

Die weitere Strecke bis zum Lac de Croix ist sehr anspruchsvoll, jedenfalls behauptet das meine Gattin Hermine. Für die folgende Wegstrecke von Maximin-….. bis nach Moustieur-….. das sind 69 Kilometer benötigen wir gute 2 Stunden.

Kurz nach der Überquerung des Gorges du Verdon bei Quinson sehen wir viele wunderschöne Lavendelfelder stehen. Das sind die schönsten Lavendelfelder die wir in den letzten Jahren gesehen haben. Wir sind jetzt beinahe am Lac Croix angekommen, in Riez kommt nochmals eine Engstelle für unser Caravan-Gespann, zusätzlich kommt ein Deutscher Reisebus uns entgegen, der aber freundlicherweise vor der Engstelle anhält. Um 12:30 sind wir dann in Moustieur-Sainte-Marie angekommen, als erstes suchen wir den von mir ausgesuchten Campingplatz Colombiere auf. Unser Caravan-Gespann lassen wir oben an der Straße stehen und gehen zu Fuß einen Weg hinunter. Der erste Eindruck vom Platz ist kärglich, unter dem ersten Gebäude befindet sich eine nicht aufgeräumte Garage mit allerlei Gerümpel. Auch die Rezeption lädt nicht zum Verweilen ein. Einzig das Sanitär-Gebäude scheint akzeptabel, wir gehen dann über das Gelände weiter nach unten, hier finden wir ein paar passable Stellplätze für uns. Geplant war von mir nur ein Ruhepol zum Verweilen während unserer Ausflüge hier am Verdon. Hermine aber war gar nicht zu begeistern für diesen Camping-Platz.

Wir fahren weiter zum Camping Les Pins bei Les Salles-sur-Verdon, der Weg dahin ist schon eine Herausforderung. Wir müssen ca. 3 Kilometer über eine schmale Einbahn-Straße und Wege fahren, bis wir dann endlich den Campingplatz sehen. Der nächste Schrecken ist, die Angestellte an der Rezeption erklärt uns dass sie voll besetzt sind. Sie bietet uns einen Platz nur für eine Nacht an, was wir dann annehmen. Als nächstes stellen wir den Caravan auf und da es sehr heiß ist, bauen wir auch gleich unsere Markise auf. Anschließend gibt es Kaffee und ein Stück Kuchen, Später wollen wir noch einen anderen Campingplatz suchen, wo wir ein paar Tage bleiben können. Der Nachbarplatz Les Sources an die dreihundert Meter zurück den wir besuchen, hätte noch Plätze frei. Aber gleich heute zum Beziehen, für Morgen Früh müßten wir nochmals Nachfragen. So verbringen wir den Restlichen Tag in etwas getrübter Stimmung. Wir machen später noch einen Spaziergang zum blauen See (Lac Croix) der ein tolles Bild bietet. Am Abend kommt noch ein Pizza-Wagen auf unseren Platz, nach kurzer Überlegung bestellen wir eine Pizza Reine. Das ist hier in Frankreich eine Pizza mit Käse, Salami und Pilzen, der Geschmack war dieses Mal nicht ganz so gut. Auf dem Camping Esterel war die Pizza um einiges besser.

Die Temperatur liegt auch heute bei 27-29°, ein strahlend blauer Himmel.

Samstag, den 30. Juni 2018

Wir sind schon um kurz nach 7:00 aufgestanden, Frühstück machen wir noch vor dem Wohnwagen, da wir dann vor 10:00 am Nachbarplatz nachfragen wollen. Zuerst aber will Hermine noch hier an der Rezeption nach einem anderen Stellplatz fragen. Gesagt, getan bei einem Mann in der Rezeption bekommt sie tatsächlich einen neuen Stellplatz angeboten. Wir schauen ihn gleich an, es ist die Nummer 83 neben der Zugangsstraße, er ist ganz nett und hat einen großen Baum mit Schatten. Wir müssen zwar dreimal unseren Caravan vom Auto abhängen weil wir mit ihm nicht um die Kurven kommen. Mit dem Mover ist das ja kein Problem. Innerhalb einer Stunde sind wir dann umgezogen, und bauen unser Sonnendach wieder auf.

Der Camping Les Pins ist eigentlich nichts besonderes, auch die Sanitäreinrichtungen entsprechen nur dem normalen Standard, aber wir sind trotzdem froh hierbleiben zu können. Am Nachmittag gehen wir zum See runter, ich habe meinen kleinen Strandstuhl mit dabei, weil ich nicht so gut auf dem Sand oder Kiesstrand sitzen kann. Die Aussicht hier ist traumhaft, der blaue See inmitten eines beginnenden Gebirges, das Wasser ist gar nicht kalt. Trotz dem stetigen Zufluss vom Verdonfluss. Gegen 15:00 kehren wir zu unserm Stellplatz zurück um noch einen Cappuccino zu trinken.

Wir wollen noch nach Moustieur-Sainte-Marie um dieses tolle Örtchen zu besuchen (Moustiers-Sainte-Marie, das vor allem für sein schönes und weltweit berühmtes Steingut bekannt ist, gehört zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Der typisch provenzalische Ort wird von einem vergoldeten Stern beschützt, der an einer 135 Meter langen Kette zwischen zwei steilen Felsen über dem Dorf hängt).
Wir waren zwar schon einige Mal da, aber es ist immer wieder schön hier. Die letzten zweimale haben wir hier Creps gegessen, aber das eine Geschäft ist geschlossen und das zweite verkaufte jetzt ganz andere Sachen. So verändert sich halt alles, nicht immer zum Positiven. Eine gute Stunde schlendern wir durch die Gassen bevor wir zu unserm Campingplatz zurück kehren. An einem Kreisverkehr sehen wir ein Schild vom Camping Saint Clair, kurzerhand gehen wir zu einer Besichtigung hinein. Die Angestellte in der Rezeption erklärt uns, dass der Campingplatz nächstes Jahr den Besitzer wechselt und wir ihn nicht anschauen könnten. Kurz vor Les Salles-sur-Verdon schauen wir noch den Muncipal-Campingplatz der Gemeinde an, er wäre für Notfälle durchaus geeignet, mehr aber nicht.
Zum Abendessen haben wir nochmals gegrillt, die letzten Reste verbraten, es gibt Putenfleisch, Schweinesteak und auch noch Käsewürstchen und natürlich ein, zwei Colaweizen.

Hier die Eimündung des Verdon in den Lac de Sainte Croix

Die Temperatur hat etwas nachgelassen, Untertags waren es ca. 33° und jetzt haben wir nur noch etwa 23°.

Sonntag, den 01. Juli 2018

Heute ist der zweite Tag hier am Lac Croix im Camping Les Pins. Wir sind früh raus aus den Federn, da wir für heute einen Ausflug geplant haben. Wir wollen die Tour durch die Verdon-Schlucht machen. Am südlichen Ufer des Verdon beginnen wir unsere Fahrt, es geht hinauf nach Aiguines zuerst zum Camping Aigle den wir vor drei Jahren besucht haben. Er hat sich kaum verändert, höchstens das Sanitär ist etwas besser geworden. Weiter geht es hier auf der Südroute bis auf 1220 Meter Höhe mit teilweise traumhaften Ausblick auf die Verdon-Schlucht. Der Verkehr heute am Sonntagmorgen war sehr angenehm ruhig, so kamen wir bald an die Pont de l’Artuby Brücke die immer wieder für Bungee-Sprünge benutzt wird. So auch heute, wir konnte einige Sprünge beobachten, es geht hier 180 Meter in die Tiefe. Nach 100 Metern bremst das Seil den freien Fall ab. So verbrachten wir eine halbe Stunde um die Sprünge zu verfolgen, bevor wir weiterfahren.

Am Pont-de-Soleils wechseln wir auf das Nordufer um dann bei La-Palud-sur-Verdon auf die Route des Cretes zu wechseln. Hier geht es dann nochmals auf eine Höhe von 1330 Metern und der Ausblick auf die Schlucht ist teilweise Gigantisch. Es sind viele Radler unterwegs, aber nicht nur Profis, leider auch Amateure, so Muttis mit kurzen Jeans und ohne Kopfbedeckung die kaum in der Lage sind diese Strecke zu meistern. Und dann wenn sie endlich ganz oben sind, die Abfahrt ist eher noch schlimmer, steile Abfahrten, enge Kurven und meistens keine Abgrenzungen zur Schlucht hin. Ich habe im Auto schon einen Heiden-Respekt vor dieser Abfahrt.

In La-Palud-sur-Verdon haben wir nochmals getankt, da wir ja Morgen weiter nach Veynes fahren. Kurz vor Ende der Nordroute gibt es noch einen wunderbaren Ausblick auf den See, und als wir dann unten waren,machten wir eine kurze Rast vor der Brücke. Überall sind Tretboote auf dem See oder in der Schlucht unterwegs es müssen weit über hundert Stück sein, ein schönes Sonntagsvergnügen. Als wir dann gegen 14:30 wieder unsern Ca.-Platz erreichen, gibt es zuerst ein Radler zur Erfrischung und danach einen Kaffee mit Keksen. Später sind wir nochmals zum Strand hinunter um hier das schöne Wasser und den See zu genießen.
Zum Abendessen gibt es heute noch Nudelsalat mit gekochten Eiern und etwas Weizenbier, Nach dem Geschirr spülen, haben wir noch unsere Markise abgebaut. Morgen früh geht es ja weiter in Richtung Heimat, unser Tagesziel ist Veynes in den Französischen Alpen.

Die Temperatur lag heute bei etwa 32° und war meist Sonnig

Montag, den 02. Juli 2018

Wir sind heute ziemlich früh um 7:15 aus den Federn, Hermine hat schon Kaffee gekocht und Brötchen gebacken. Wir haben dann im Caravan gefrühstückt unseren Tisch und die Stühle haben wir schon gestern Abend ins Auto gepackt.
Ich habe draußen alles fertig gemacht zur Abfahrt, überall Wasser nachgefüllt. Dann eine Panne, es läuft Wasser aus dem Frischwasser-Toillettentank, der Ablass-Schlauch hat sich wieder einmal gelöst. Durch die ständigen Bewegungen beim hinein schieben oder heraus ziehen der Toilettenkassette , löst sich immer mal der eingeklebte Schlauch. Ich setze den Original Stopfen am Wassertank wieder ein und fülle das Wasser wieder nach.
Wir mussten aber noch zweimal den Caravan abhängen weil wir nicht durch die engen Kurven des Ca.Platzes gekommen sind. So wird es schon 9:30 als wir endlich den Platz verlassen können. Die Straße nach Riez ist schon eine kleine Herausforderung und dann die Engstelle im Centrum des Ortes lässt die Herzen höher schlagen.

So haben wir für die Wegstrecke nach Veynes etwa 3,5 Stunden gebraucht, gut vielleicht hätte ich die Autobahn-Auffahrt bei Manosque benutzen sollen. So hätte man sich den Verkehr durch diese Stadt sparen können, und natürlich ca. 30 Minuten.

Um 13:00 sind wir dann endlich im Camping Les Rives Du Lac bei Veynes angekommen, die Rezeption ist geschlossen und auf dem Schild steht. Geöffnet bis Morgens 10:00 und am Abend ab 17:00 oder so ähnlich. Hermine klingelt an der Glocke, nach einer Weile kommt der Platzwart und erklärt uns, die Schranke würde sich automatisch öffnen. Wir können hinein fahren, uns einen Platz aussuchen und später anmelden.
Veynes ist ein kleiner Ort am Westrand der Alpen und liegt etwa bei 825m Höhe. Man kann auch hier am Campingplatz erkennen dass man sich in den Bergen befindet, die Stellplätze befinden sich auf einer Naturwiese mit größeren Steinen durchgemischt. Inmitten der Plätze können sich Sträucher und kleinere Bäume befinden, das Sanitär befindet sich in einem guten Zustand. Wir haben immer noch sehr schönes Wetter und über 27°, so suchen wir uns ein nettes Plätzchen für unsern Caravan aus. Im Schatten des Wohnwagens machen wir eine kleine Kaffeepause. Danach gehen wir noch zu dem kleinen See und legen uns unter die Bäume in den Schatten. Am späten Nachmittag fahren wir noch nach Veynes um im Supermarkt (Super U) voll zu tanken, der Preis heute ist aber überraschenderweise hoch (1,454€).

Zum Abendessen gibt es heute Putenschnitzel, dazu von einem Restaurant am See eine Portion Pommes Frites, die ich später hole werde. Wir haben dann offensichtlich Luxus-Frites gekauft eine etwas größere Portion Frites für, man staune 13 €. Unser Stellplatz für heute Nacht hat ganze 16 € gekostet.

Die Temperatur lag heute bei etwa 27°

Dienstag, den 03. Juli 2018

Es ist 7:15 als wir aus den Federn hüpfen. Wir haben diese Nacht wunderbar geschlafen, es hat hier in Veynes in der Nacht etwas abgekühlt. Die Temperatur ist bei ca. 19°, man merkt halt die Berge hier. Hermine hat nur schnell einen Kaffee für das Frühstück gekocht, das wir später auf der Strecke machen wollen. Wie immer mache ich den Caravan zur Abfahrt bereit, es sind immer die selben Schritte die zu machen sind. Nachdem Hermine in der Rezeption noch ein Baguette geholt hat, brechen wir auf. Um 8:20 verlassen wir den Camping Du Lac und fahren weiter Richtung Heimat. Keine 30 Kilometer weiter wäre unsere Weiterfahrt schon für ein paar Stunden unterbrochen gewesen. Auf der Gegenfahrbahn lag ein umgekippter großer Auto-Anhänger, einen Meter weiter herüber und unsere Spur wäre auch blockiert gewesen. Irgendwo nach dem höchsten Pass auf dieser Strecke (1210m) holten wir zwischen 9:25 – 10:00 unsere versäumte Frühstückspause nach. Bei Vif sind wir dann wieder auf die Autobahn gefahren, mit dem Gedanken in Grenoble besser durchzukommen. Was sich dann auch bestätigte, in Chambery und Cruiseilles investierten wir in unsere letzten Mautgebühren hier in Frankreich (30€).

Durch Genf kamen wir sehr gut durch, es muss um die Mittagszeit gewesen sein. Ein letztes Mal tanken in Gland bei Michael Schuhmacher und schon geht es weiter nach Payerne, das wir dann auch um 14:30 erreichten. Wir wurden wie schon bei der Hinfahrt sehr freudig und freundlich vom Platzwart begrüßt. Ein nettes Plätzchen war gleich gefunden, und der Caravan aufgebaut. Danach gibt`s schnell ein Radler zur Erfrischung und später einen Kaffee mit Baguette und Marmelade. So genießen wir noch die Sonne, die Temperatur liegt bei etwa 23°. Später machen wir noch einen Rundgang durch den Platz, der meist von Dauercamper benutzt wird. Die Qualität hier ist nicht rasend, aber das haben bisher auf allen Schweizer Plätzen erlebt, aber wenigstens der Preis stimmt hier.

Die Temperatur lag heute Untertags bei etwa 27° und in Payerne bei ca. 23° und es war meist Sonnig

Mittwoch, den 04. Juli 2018

Wir stehen heute Morgen schon zeitig auf, es ist ja der letzte Tag unserer Reise und wir fahren endgültig nach Hause. Nach einem kleinen Kaffee und ein paar Kekse auf die Schnelle, drehe ich mit der Hand um niemanden zu stören die Stützen vom Caravan hoch. Auch die Toilletten-Kassette entleere ich noch mal, um daheim nicht alles auf den Kompost schütten zu müssen. Punkt 8:00 können wir den Campingplatz verlassen, die Zufahrt zur Autobahn kenne ich jetzt schon auswendig.

Die Fahrt bis nach Bern lief reibungslos, allerdings fing es hier an zu Regnen und steigerte sich bis zum Wolkenbruch. Der Verkehr hier war Erstmalig angenehm ruhig, was wir von hier nicht gewöhnt sind. Dann kam eine Meldung im Navi, zwischen Bern und Zürich wäre Stau und man sollte eine andere Strecke fahren. Da wir schon viele Staumeldungen in der Schweiz erhalten und auch viele nicht stimmten, fuhren wir einfach auf unserer Strecke der A1 weiter. Ganz Zürich zeigte sich als eine einzige Baustelle, in der Umfahrung von Zürich-Stadt kam es dann tatsächlich irgendwann zum Stillstand. Das aber nur weil eine andere Autobahn die A3 die von Chur kam hier einmündete. Unsere drei Spuren wurden auf zwei Spuren verengt, und von hinten kamen immer wieder Autos die an uns vorbei fuhren und dann weiter vorne wieder in die Spur rein wollten. So kann man auch Stau erzeugen.

Als wir dann endlich die Stadt verlassen hatten ging der Verkehr reibunglos voran. Punkt 12:00 haben wir dann Bregenz erreicht, was sich dann natürlich wieder im Verkehrsaufkommen bemerkbar machte. Aber nach einer halben Stunde haben wir auch das geschafft, eine kurze Runde auf der Uferstraße nach Lindau und schon sind wir auf der A96 nach Memmingen. Vor Leutkirch fing dann wieder der Regen an, es regnete bis Memmingen durch. Hermine wollte im Aldi noch etwas kaufen, also hielt ich noch kurz an, bevor wir nach Ottobeuren fuhren. Das wir dann um 13:30 erreichten. In der Bergstraße war alles in Ordnung, wir konnten ohne Probleme in unsere Einfahrt fahren, dieses Mal ließen wir uns etwas Zeit mit dem Ausräumen unseres Caravans.

Fazit unserer diesjährigen Urlaubsreise:

Wir waren fast vier Wochen unterwegs, ich musste unsere geplante Tour vor Beginn unserer Reise nochmals umbauen. So dass wir zuerst im Rhonetal unterwegs waren und erst später in die Provence und an die Cote Azur fuhren. Dem ensprechend waren wir erst zum Schluss unserer Reise am Lac de Croix und in der Verdonschlucht. Das Wetter war die ersten paar Tage etwas Regnerisch, danach holte uns der Sommer ein, mit Temperaturen bis zu 34°.

Die Tour war toll, wir hatten ein paar neue Campingplätze eingebaut, die sich alle bewährten. Statt dem vorgesehenen Ca. Colombier in Moustieur-Saint-Marie der sich als schlecht erwies, suchten wir den Camping Les Pins direkt am See auf.