
Nachdem unsere Septemberreise an die Mosel im vergangenen Jahr auf Grund unser vorgezogenen Kreuzfahrt nach Norwegen bzw. Nordkap nicht stattgefunden hat. So haben wir für dieses Jahr wieder einen Moselurlaub geplant, allerdings an einem anderen Ort. Nachdem wir in Bernkastel-Kues wegen des Weinfestes keinen Stellplatz mehr bekamen, buchten wir in dem kleinen Moselort Mesenich einen Stellplatz für 7 Tage an einem kleinen Familienplatz.
Donnerstag, den 03. Sept. 2026
Heute am späten Nachmittag soll unsere Urlaubsreise an die Mosel beginnen. Das Wetter für die nächsten 10 Tage soll spitze sein. Wie bei jedem Campingurlaub haben wir unseren Caravan in den vergangenen Tagen bestückt.
Um 15:30 geht es los, wir verlassen unsere Wohnstraße in Ottobeuren in Richtung Memmingen-Ost. Da die direkte Verbindung zum Autobahnanschluss nach Memmingen-Süd schon wieder seit wenigen Wochen wegen Bauarbeiten gesperrt ist. Wir müssten in Memmingen durch die Unterführung Tiroler Ring / Luitpoldstrasse und über die Allgäuer Straße fahren, um den Autobahn-Anschluss zu erreichen. Auf Grund dessen fahren wir heute durch die Gemeinde Memmingerberg zum Zubringer Memmingen-Ost. Unser heutiges Ziel ist ein Autohof bei Bad Rappenau in der Nähe von Neckarsulm/Heilbronn. Dort werden wir die Nacht verbringen. An einem Rastplatz zwischen Heidenheim und Crailsheim machen wir eine kurze Pinkelpause. Der Verkehr hat seit wir auf der A7 nördlich des Autobahnkreuzes bei Elchingen fahren stark abgenommen.

Wie geplant verlassen wir am Autobahnkreuz Feuchtwangen/Crailsheim die A7 und wechseln auf die A6, die bis Heilbronn und weiter geht. Auch hier ist die Verkehrs-situation sehr angenehm, das haben wir schon anders erlebt. Unser Navi hat eine voraussichtliche Ankunftszeit in Bad Rappenau von 18:30 angekündigt. Mal sehen ob wir es schaffen, wir sind ja mit einem Caravan unterwegs.
Knapp daneben, wir erreichen den Autohof ziemlich genau um 19:00, er ist im Moment noch ziemlich leer, aber das kann sich in ein paar Minuten ändern.
Der 24- Aral Autohof Bad Rappenau liegt neben der A6, er ist ziemlich klein, beherbergt in etwa15 Lkw`s. Seit einiger Zeit hat er mehrere Ladestationen für Pkw`s und 2 Stationen für Elektro-Lastkraftwagen bekommen. Wir haben heute Glück und bekommen noch einen freien Parkplatz zwischen zwei großen LKW`s. Wir gehen gemeinsam in den Rasthof um uns anzumelden. In diesem Jahr kostet es 20 Euro, ich hatte mehr erwartet., wir bekommen eine Quittung. Sie muss man an die Frontscheibe anbringen. Während meine Frau unser Abendessen vorbereitet, mache ich noch einen Rundgang über den Autohof. Zuvor drehe ich aber noch die hinteren Caravanstützen mit dem Accuschrauber herunter. Vorne drehe nur das Bugrad herunter um unser Auto etwas zu entlasten. Als Abendessen gibt es nur eine Brotzeit, wie immer wenn wir unterwegs sind. Es gibt Käse, Schinken, Leberwurst als Aufstrich sowie eine Bratensülze, so etwas wird bei uns in Bayern sehr gern gegessen. Auch ein Glas Weizenbier darf am Tisch nicht fehlen. Gegen 21:30 machen wir uns Bettfertig. Es ist erstaunlicherweise heute auf dem Autohof wenig los. In den vergangenen Jahren war ein reges Treiben auf dem Parkplatz zu sehen.



Freitag, den 04. Sept. 2026
Die Nacht bleibt relativ ruhig, erst im Morgengrauen starten ein, zwei Lkw`s in unserer Nähe. Es ist schon 7:30 als wir aufstehen, eigentlich wollten wir uns Zeit lassen mit unserer Ankunft auf dem Campingplatz an der Mosel. Wir wurden gebeten erst gegen 14:00 auf dem Ca.-Platz anzukommen, da sie keine Warteplätze zur Verfügung haben. Es gibt ein kurzes Frühstück mit Kaffee und ein paar Brote. Ich hatte gestern Abend meine Caravanspiegel abmontiert, die ich jetzt wieder am Morgen auf die Autospiegel schraube. Kurz darauf kann s auch schon losgehen. Wir fahren auf der Autobahn A6 weiter, kommen am Technikmuseum Sinsheim sowie an der Fußballarena des TSG Hoffenheim vorbei. Bald darauf sind wir am Autobahnkreuz Walldorf sowie am Hockenheim Ring vorbei. Ein paar Kilometer weiter überqueren wir den Rhein bei Speyer-Nord. Wir befinden uns jetzt auf der A61 die uns jetzt zum Dreieck Nahetal in der Nähe von Bingen sowie Mainz vorbei bringen soll. An der Rastplatz Hauxheim kurz vor Alzey legen wir eine halbstündige Pause ein. Es ist ziemlich warm, das Auto-Barometer zeigt uns 28° an. Kurz bevor wir die Autobahn A61 verlassen, machen wir eine weitere Pause an der Raststätte Hunsrück-West. Es hat sich ein kleiner Stau in Richtung Koblenz gebildet, so dass wir nichts versäumen werden.
Wir verlassen an der Abfahrt Rheinböllen endgültig die Autobahn A61. Über die B50 geht es weiter nach Simmern und Kappel. Hier ganz in der Nähe befindet sich der Hahn-Airport. Da mein Auto-Navi unseren Zielort Mesenich nicht kennt habe ich den Mosel-Ort Zell angegeben. Von hier sind es nur etwa 20 Kilometer bis in den kleinen Ort Mesenich bei Senheim.
Kurz vor 14:00 erreichen wir den Family-Camping in Mesenich. Neben dem Zugangsweg stellen wir unseren Caravan ab, und suchen die Rezeption auf. Da sie noch geschlossen ist, gehen wir die paar Meter zum Moselufer hinunter, wo sich unser gebuchte Stellplatz befindet.
Wir sind recht zufrieden mit der Auswahl unseres Platzes, und gehen zur Rezeption zurück um unsere Ankunft zu melden. Im Gegensatz zu vielen Campingplätzen in Deutschland und auch im Ausland mussten wir keine Vorauszahlung leisten. Der Betreiber wünscht eine Bezahlung bei Ankunft, die wir auch leisten. Im Anschluss fahren wir mit dem Caravan zum Stellplatz und hängen Ihn ab. Mit dem Mover Elektrische Rangierhilfe ) möchte ich jetzt unseren Wohn-wagen auf den Stellplatz fahren. Ganze 2 – 3 Meter komme ich, dann schaltet sich der Mover aus, und rührt sich nicht mehr. Meine Frau bittet zwei Holländische Nachbarn um Hilfe. Gemeinsam schieben wir den Caravan auf den Platz.
Nachdem ich die Caravanstützen mit dem Accuschrauber herunter gedreht und meine Frau das Stromkabel angeschlossen hat, holen wir aus dem Auto den Campingtisch und die Stühle um sie auf zu stellen. Zur Nachmittagpause gibt es nun eine Tasse Kaffee und ein paar Brötchen mit Marmelade.
Später gegen 17:00 bauen wir unser kleines Vorzelt auf. Wir haben seit ca. 10. Jahren ein kleines Vorzelt, gekauft von der Fa. Obelink. In den vergangenen Jahren haben wir das Zelt etwa 3 mal aufgebaut. Über die Jahre fahren wir mit einer Sackmarkise in den Urlaub. Vor zwei Jahren haben wir das Zelt erstmals an der Mosel aufgebaut, es hat sich damals toll bewährt. Heute haben wir das Zelt auf das erste Mal nicht richtig aufgebaut. Zuerst haben wir die Außenhaut verkehrt eingezogen, es aber gleich gemerkt. Das zweite Malheur war, wir wollten das Vorzelt zwischen Fenster und Türe beginnen, es hat leider nicht richtig geklappt. Beim Aufbau des Zeltes hat sich gezeigt, dass ich bei Bodenarbeiten nicht mehr in Form bin. Beim Auf und Ab habe ich ziemlich Kreislaufprobleme bekommen.
Etwas später habe ich mit unserer Toiletten-Kassette die Entsorgung-Station (Kimik) aufgesucht, um sie zu Entleeren. Gegen 18:00 ist ein Schiff von Phoenix-Reisen an uns vorbei gefahren. Es war die MS Andrea, sie wurde im Jahr 2020 gebaut. Sie ist 135 Meter lang und für 135 Passagiere gedacht. Sie ist auf dem Weg weiter nach Cochem und Koblenz, wo sie die Mosel verlassen wird. Ich meine dass sie weiter nach Süden in Richtung Frankfurt fahren wird.

Zum Abendessen habe ich mir eine Erbsensuppe gewünscht, aber auch hier war mein Hunger schnell gestillt. Etwas später machen wir noch einen Spaziergang über den kleinen Campingplatz. Unser Stellplatz liegt direkt am Mosel-Radweg (Trier – Koblenz), schon den ganzen Nachmittag waren viele Radfahrer mit ihren E-Bikes unterwegs. Erst gegen 18:30 wird es zunehmend ruhiger.

Wir sitzen noch gute 2 Stunden in unserem kleinen Vorzelt bei einem Glas Wein und Weizenbier, bevor wir uns zum Bett gehen fertig machen, und zum letzten Mal für heute die paar Meter ins Waschhaus hinaufgehen. Gleich neben dem Waschhaus und der Rezeption befindet sich auch eine kleine Pizzeria und ein Bistro, die von einer Italienischen Familie betrieben wird. Die Außenterrasse ist noch sehr gut besucht, wir haben sehr viele Campingäste aus Holland auf dem Platz.
Samstag, den 05. Sept. 2026
Guten Morgen, es ist kurz vor 8:00 , wir haben hervorragend geschlafen, die Temperatur im Caravan auch ohne unsere Klimaanlage ist sehr angenehm. Nach einem kurzen Besuch im Waschhaus, gehen wir zur Einfahrt des Campingplatzes. Hier steht jeden Morgen ein mobiles Bäckereifahrzeug, das Brot und sowie Brötchen und andere Leckereien anbietet. Wir suchen uns ein paar verschiedene Brötchen zum Probieren aus. Nach unserem Frühstück, die Brötchen schmecken hervorragend machen wir uns fertig zu einem Ausflug.
Meine Frau möchte heute nach Bernkastel-Kues fahren. An diesem Wochenende findet dort das große Weinfest statt. Gegen 11:00 brechen wir auf in Richtung Zell an der Mosel, drei Kilometer weiter in Senheim fahren wir am Campingplatz Holländischer Hof vorbei. Auf diesem Campingplatz verbrachten wir vor ein paar Jahren unseren Herbsturlaub hier an der Mosel. Weiter geht es über eine Brücke auf die andere Moselseite. Wenig später erreichen wir Ediger-Eller, hier verbrachten wir damals einige schöne Stunden beim Straßenweinfest in Ediger. Wir fahren an der Moselschleife Bremm vorbei, wo sich der Klettersteig Calmont befindet, dem steilsten Weinberg der Mosel.
Im nächsten größeren Ort Moselort Alf möchte unser Auto-Navigationsgerät uns in Richtung Wittlich schicken, da es angeblich einige Kilometer weniger bis nach Bernkastel-Kues sind. Aber da ich die Strecke nicht kenne, fahren wir weiter Flussaufwärts nach Zell. In Zell, auch hier verbrachten wir im Corona-Jahr 2020 auf dem Örtlichen Campingplatz eine schöne Zeit. Wir überqueren die Brücke und fahren am Denkmal der Schwarzen Katze von Zell vorbei.

Wir fahren weiter Flussaufwärts in Richtung Burg und Enkirch. In Enkirch befindet sich ein großer Wohnmobilstellplatz, wo schon mehrmals große Treffen von Fernreise-mobilisten statt gefunden haben. Wir kennen den Wohnmobilplatz aus dem Fernsehen (Camping-Check mit Friso Richter und Lukas Lowack) das wir Regelmäßig anschauen.


Wir haben Glück, auch an diesem Wochenende findet eine Veranstaltung statt. Die ganze Wiese ist voll mit Fahrzeugen die im Eigenbau entstanden sind.
Es geht weiter am wunderschönen Traben Trarbach, bald darauf kommen wir am Mosel-Camping Rissbach und Wolf vorbei, die wir von der anderen Moselseite betrachten können. An Kröv und Urzig vorbei, erreichen wir die Hochmoselbrücke bei Zeltlingen.

Kurz vor Kues fahren wir noch an Wehlen vorbei, wo wir ebenfalls am Mosel-Camping Bernkastel in diesem Jahr nach einem Stellplatz angefragt haben, leider vergebens. Gleich darauf erreichen wir den Ortsteil Kues, meine Frau hat im Internet nach Parkmöglichkeiten in Bernkastel-Kues nachgeschaut.
Wir haben ja ein großes Weinfest im Ort
Die ersten angegebenen Parkmöglichkeiten sind leider schon vollkommen gefüllt, bald darauf finden wir aber bei der Cusanus-Apotheke am Stiftsweg noch einen freien Parkplatz. Bevor wir aber über die Moselbrücke nach Bernkastel hinübergehen, gehen wir eine Treppe hinunter, die zu den Moselauen führt. Hier gibt es eine mobile Toilette, die wir in Anspruch nehmen. Der Parkplatz am Moselufer ist heute mit verschiedenen Ständen und Weintheken sowie mit Biertischen und Bänken belegt. Wir gehen weiter am Spielplatz Moselaue vorbei, etwas weiter entfernt liegt ein Kreuzfahrtschiff am Ufer. Leider weiß ich seinen Namen nicht mehr. Auf der gegenüberliegenden Uferseite in Bernkastel liegt ein zweites Kreuzfahrtschiff, es ist die „Emily Bronte“ ein Schiff das unter Schweizer Flagge fährt.
Kurz darauf gehen wir über die Moselbrücke hinüber nach Bernkastel. Das Weinfest findet auf der Linken Seite der Brücke auf der Promenade und in den Straßen und Gassen dahinter statt. Über stehen Stände der verschiedenen Weinorte und Kellereien hier von der Mosel. An verschiedenen Standorten im Ort spielen Musikkapellen ihre Musik. Wir gehen bis fast zum Ende der Promenade, zur linken Seite geht es zu den Moselparkplätzen wo die Besucher der Ausflugsschiffe ihre Auto parken. Hier drehen wir wieder um. Kurz vor dem Ende der Promenade kommen wir am alten Moselbahnhof vorbei, der mir schon aus einem Film im Internet bekannt ist. Man soll hier gut Essen können.
Meine Frau möchte unbedingt am Stand der Zeller Schwarze Katz einen Wein trinken (wir haben vor Jahren in Zell am Marktplatz einen Weißwein der schwarzen Katz getrunken, er hat ihr sehr gut geschmeckt).
Kurz vor der Zeller Weintheke gibt es auch einen Würstchenstand, der optisch schöne Würstchen und anderes anbietet. Wir setzen uns an einen der Tische der Zeller und bestellten einen Weißwein der schwarzen Katz. Meine Frau holt am Würstchenstand gleich nebenan ein paar knackige Würstchen. An unserem Tisch sitzen zwei Urlauber-Paare aus Hameln / Niedersachsen. Das eine Pärchen ist mit dem Bus und die anderen mit dem Fahrrad von Zell hierher gekommen. Es sind immerhin fast 50 Kilometer bis nach Bernkastel-Kues.
Wir unterhalten uns eine ganze Weile mit den beiden Pärchen, bis sie dann wieder aufbrechen. Bald darauf gehen auch wir weiter, um in die Gassen des schönen Ortes einzutauchen. Wo wir genau gehen, kann ich nicht mehr nachvollziehen. Ich denke mal wir sind am Karlsbader Platz vorbei, wo ebenfalls eine Veranstaltung statt fand, und eine Kapelle Musik machte. Weiter gehen wir durch die Moselstraße, vorbei an der Schatzkammer (Spirituosengeschäft) wo meine Frau ein paar Gläser mit Trauben-Marmelade kauft .





Wir gehen am Bärenbrunnen entlang , biegen im Anschluss in die Römerstraße ein. Auch hier sind überall Lokalitäten mit feiernden Menschen, die vor den Weinlokalen sitzen. Auch gibt es kleine Gruppen von Musikern die hier überall auf der Straße aufspielen.



Gegen 16:30 machen wir uns wieder auf den Heimweg zu unserem Family Camping in Mesenich. Wir fahren wieder am Treffen der Fernreisemobilisten in Enkirch vorbei. Eine gute Stunde brauchen wir für die Rückfahrt von Bernkastel-Kues nach Mesenich. An unserem Stellplatz angekommen, haben wir leider keine Sonne mehr. Ein paar Plätze weiter oben, sowie am Schwimmbad herrscht noch voller Sonnenschein. Wir holen unseren Campingtisch aus dem Vorzelt ins Freie, um hier eine Kleinigkeit zu trinken. Meine Frau trinkt ein Glas Rotwein, während ich mir ein Glas Weizenbier genehmige. Gemeinsam warten wir auf die Kreuzfahrtschiffe, die von Flussaufwärts von Bernkastel-Kues kommen sollten. Erst gegen 21:00 kommt eine Kreuzfahrer aus Richtung Cochem vorbei. Ein gutes Stück später fährt ein zweites Kreuzfahrtschiff vorbei, es ist natürlich schon dunkel, so kann man keine Schiffs-Namen mehr erkennen. Oben im Restaurant mit dem Namen Moselle ist hell erleuchtet, und fast alle Tische belegt.
Sonntag, den 06. Sept. 2026
Es ist 8:00 vorbei, als wir aufstehen, es ist recht Kühl heute Morgen und leichter Nebel liegt über dem Flusstal der Mosel. Aber es soll ein schöner Tag werden. Gemeinsam gehen wir Richtung Eingang, wo das mobile Bäckereifahrzeug parkt. Eine nette und freundliche Frau verkauft hier die Bäckereiprodukte wie verschiedene Brötchen und Brote, sowie süße Sachen. Sie kommt von der Bäckerei Müsch aus Alflen aus der Eifel, das ist einige Kilometer entfernt von Mesenich.
Nach unserem Frühstück wollen wir noch unsere E-Bikes aus dem Auto holen und zusammen bauen. Des weiteren haben wir ja ein Problem mit unserem Mover (Elektroantrieb). Ich sollte versuchen ein Reset mit ihm zu machen, um zu sehen ob meine Fernbedienung noch Kontakt zum Antriebsmotor hat.
Meine Frau möchte aber unbedingt heute einen Ausflug mit dem E-Bike machen. Gegen 11:30 fahren wir los. Ich möchte bis zur Moselschleife Bremm fahren, wo sich der Klettersteig Calmont befindet, der steilste Weinberg an der Mosel. Bei Senheim am Campingplatz Holländischer Hof fahren wir über die Moselbrücke. Es geht an Nehren und seinem gleichnamigen Campingplatz vorbei. Ein paar Kilometer weiter kommen wir nach Ediger-Eller. Wenige Meter vor Ediger befindet sich der Campingplatz zum Feuerberg. Er ist meiner Meinung ebenso wie der vorhergehende Campingplatz qualitativ nicht mit dem Ca. Holländischer Hof oder unserem Family-Camping zu vergleichen.
Wir fahren unter der Eisenbahnbrücke durch, die hier die Mosel überquert. Hier in der Nähe befindet sich auch der Zugang zum Calmont Klettersteig (Ediger-Eller). Gleich nach der Durchfahrt der Eisenbahnbrücke können wir am Himmel einen Gleitschirmflieger beobachten, der offensichtlich im Moment nicht von der Wand wo der Calmont Klettersteig verläuft wegkommt. Aber bald darauf landet er auf der Wiese vor uns.





Aussichtspunkt auf die Moselschleife / Panoramabild auf die Neefer Seite
Wir fahren weiter durch die Moselschleife bis nach Bremm. Am Ortseingang steht ein großes Zelt, das wohl auf ein Weinfest hinweist, das an diesem Wochenende stattfindet. Wir sind das letzte Mal im Jahr 2023 hier gewesen, erschreckend war in diesem Jahr die Trockenheit auf den Hügeln hier an der Moselschleife. Auf einer der vielen Ruhebänke hinter Bremm machen wir eine kurze Rast, bevor wir weiterfahren bis zur Mosel-brücke die nach Neef hinüber führt. Ein kurzer Blick zum Wohnmobilstellplatz der auf der anderen Seite der Mosel liegt, bevor wir wieder umdrehen.
Wieder an Bremm und der schönen Moselschleife vorbei, erreichen wir bald wieder die Orte Eller/Ediger, vorbei an den beiden Campingplätzen kommen wir an die Senheimer Moselbrücke. Die wir als nächstes überqueren, unter uns auf der linken Seite liegt der Campingplatz Holländischer Hof , auf dem wir im Jahr 2023 eine Urlaubswoche hatten. Ein kurzer Blick hinein, er ist gut besucht, fahren wir wieder weiter am Moselradweg nach Mesenich.

Am Ortsende halten wir kurz an, ich gehe kurz über die Straße. Hier befindet sich der Moselgasthof Andries. Angeblich soll man hier gut Essen können. Ich schaue mir die Speisekarte an, ein paar der Gerichte würden mir schon schmecken. Ich esse sehr gern Wildgerichte, vielleicht klappt es hier einmal. Im Moment ist es geschlossen, öffnet aber um 17:00 wieder.
Wir fahren auf dem Moselradweg weiter, der am Campingplatz bzw. an unserem Stellplatz vorüber geht. Hier angekommen gibt es erstmal eine Tasse Kaffee, und dazu einen Zwetschgendatschi (ich weiß nicht ob jeder diesen Kuchen kennt).


Im Anschluss habe ich nochmal probiert, unseren defekten Mover zu aktivieren, leider ohne Ergebnis. Am Internen Ladegerät leuchtet überhaupt keine LED-Lampe mehr. Beim Anschluss zur Batterie ist eine Sicherung vorgeschaltet, ob diese Kaputt ist kann ich im Moment nicht sagen. Gestern Abend habe ich im Internet bei einem Deutschen Campinghändler eine solche Sicherung bestellt.
Um 17:30 fährt wieder einmal ein Kreuzfahrtschiff vorbei, es ist die MS River Diamond, ein vier Sterne Schiff (135 Meter lang /170 Passagiere). Sie fährt Flussaufwärts Richtung Traben Trarbach und weiter wohl bis nach Trier. Zum Abendessen gibt es heute Gulasch mit Nudeln. Nach dem Geschirr spülen machen wir noch einen Spaziergang über den hübschen kleine Ca.-Platz.
Gleich neben dem Waschhaus und der Rezeption befindet sich eine kleine Pizzeria und ein Bistro, die auch heute Abend gut besucht sind.
Morgen werde ich ein paar Bilder von dieser hübschen Poolanlage machen. Um 22:00 machen wir uns ins Bett fertig.
Montag, den 07. Sept. 2026
Es ist 8:00 vorbei als wir aufstehen, geschlafen haben wir sehr gut. Gestern Abend als ich meine Wohnwagen-Toilette aufsuchte, fuhr ein Kreuzfahrtschiff an uns vorbei, es ist gerade 23:00 geworden. Untertags sehen wir leider nur Frachtschiffe die bei uns vorbei fahren.
Wir gehen gemeinsam zum mobilen Bäckereifahrzeug, der auch heute in der Nähe des Eingang`s parkt. Mit unseren Brötchen gehen wir zum Stellplatz zurück. Heute wollen wir nach unserem Frühstück wieder mit dem E-Bike fahren, dieses Mal Flussabwärts in die andere Richtung. Um etwa 10:30 fahren wir los, heute in Richtung Beilstein. Ein paar Meter vom Campingplatz entfernt liegen die Weinreben der Briederner Weinbauern ?. Hier gibt es schöne Trauben für Rot und Weißwein. Auf der anderen Seite der Mosel einige Meter weiter in der Schleife liegt der Rieber Berg mit seiner bekannten Weinlage des Ortes Briedern („Rüberberger Domherrenberg„). Wir müssen durch den kleinen Ort Briedern durchfahren, auch hier gibt es einen kleinen Wohnmobilstellplatz. Gleich in der Moselkurve liegen die Ausflugsschiffe der Gbr. Kolb (mit einem Schiff dieser Reederei „Kröver Reich„hatten wir 2024 einen Ausflug nach Koblenz gemacht)
Wir fahren weiter, ein wenig später haben wir Beilstein “ Das Dornröschen der Mosel „wie es auch genannt wird mit seiner Ruine Burg-Metternich erreicht. Auf der anderen Seite der Mosel (Nordseite) kommt die Doppelgemeinde Ellenz-Poltersdorf mit Ihren rund 900 Einwohnern, die ebenfalls von Wein und Tourismus geprägt ist in Sicht. Wir stellen unsere E-Bikes am Moselgeländer ab und verschließen sie. Gerade eben kommt eine kleine Fähre von Ellenz-Poltersdorf mit Touristen und ihren Fahrräder herüber.
Wir gehen in das kleine Örtchen, das um die Mittagszeit schon einigen Zulauf an Touristen hat. Beilstein hat einige Hotels und Restaurants zu bieten. Als erstes besuchen wir den hübschen Marktplatz bevor wir die Bachstraße weiter nach oben gehen. Wir kommen durch einen Torbogen, in dessen Gewölbe der Eingang zu einem Weinausschank ist. Bis zum Ende der Bachstraße gehen wir, von hier kann man auch über die Klosterstraße zur Kirche St. Josef und dem Kloster-Restaurant & Cafe gelangen.
Wir gehen zurück, über die Fürst Metternich Straße kommen wir in so einen Art Hinterhof. Vor uns das Restaurant Winzerschenke, ein wunderschönes Anwesen. Rechts geht es die Klostertreppe relativ steil hinauf. Von der Terrasse des Kloster-Restaurant hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Mosel und den Ort Ellenz-Poltersdorf auf der anderen Seite.


Der Platz vor der Kirche und dem Kloster ist durch große Sonnenschirme geschützte Tische und Stühle gefüllt. Sie werden durch das Kloster-Restaurant & Cafe bewirtschaftet. Die meisten Tische vor dem Klostercafe sind belegt, wir betreten das Cafe das im Innenraum ebenfalls einen guten Eindruck macht. Durch eine weitere Türe kann man in einen Patio ähnlichen Garten gehen. In diesem Garten haben wir vor 3 Jahren einen Kaffee getrunken und Kuchen gegessen.

Wir gehen die steile Treppe wieder nach unten zu unseren Fahrrädern, die wir am Moselgeländer fest gemacht hatten. Für heute haben wir eine größere Tour geplant. Wir fahren weiter nach Bruttig-Fankel, hier befindet sich eine der zehn Deutschen Mosel-Wasserkraftwerke. Am Ortseingang gibt es einen Wohnmobilstellplatz sowie einen kleinen Campingplatz. Auf einer der Parkbänke am Ortsende von Bruttig-Fankel machen wir eine weitere Pause. Zwei, dreihundert Meter weiter kommt schon die Moselbrücke, hier könnte man weiter nach Cochem fahren. Aber wir wollen über Ellenz-Poltersdorf zurück nach Senhals/Senheim bzw. Mesenich fahren. Wir überqueren die höher gelegene Moselbrücke und fahren wie geplant in Richtung Ellenz-Poltersdorfzurück. Immer wieder kommen uns Radler mit ihren E-Bikes entgegen, im Gegensatz zu uns haben alle die größeren Fahrräder als wir. Wir kommen jetzt an der Ostseite der Staustufe Fankel vorbei, ein paar Urlauber gehen einen Laufweg hinaus bis zum Wehr. Wir fahren weiter, der nächste Ort ist Ellenz. Von hier hat man einen schönen Blick hinüber nach Beilstein hinüber.



Gleich nach Ellenz bei der Fähranlegestelle befindet sich der Camping Happy Holiday. Wir halten an, und gehen hinein. Unsere Enttäuschung ist sehr groß, er schaut eher so aus wie ein Platz wo am Wochenende mal ein paar Camper zu ihrem hier abgestellten Caravan kommen. Mehr möchte dazu nicht sagen.
Kurz darauf sehen wir von weitem das Freibad von Ellenz-Poltersdorf, und schon 1,5 Kilometer weiter in der Moselschleife kommt der Rieber Berg mit seiner bekannten Weinlage („Rüberberger Domherrenberg„) in Sicht. Wir halten an einem kleinen Parkplatz an, und machen ein paar Bilder von Briedern das jetzt auf der anderen Moselseite liegt. Hier kommen auch die Ausflugsschiffe der Gbr. Kolb wieder in Sicht. Es sind jetzt wohl nur noch ein paar Kilometer bis zur Brücke in Senheim. Kurz vor Senhals/Senheim ist auf der rechten Seit eine Ruine zu sehen. Ich sagte dazu immer die „Porta Nigra von Senheim„
„Es sei wohl eine Englische Brauerei gewesen die Mitte des vorigen Jahrhunderts gebaut und nur wenige Jahre später wurde der Betrieb wieder eingestellt„.
Fast gegenüber der Ruine sehen wir unseren Campingplatz auf der anderen Uferseite liegen. Von hier sind es ca. 1,7 Kilometer bis zur Brücke in Senheim. Unter uns auf der linken Seite der Ca. Holländischer Hof.
Bald darauf kommen wir wieder am Family Camping in Mesenich an. Heute sind wir ca. 23 Kilometer gefahren, die Tagestemperatur lag bei mehr als 25°. Am Campingplatz angekommen trinken wir erstmal eine Tasse Kaffee. Etwas später gehe ich los, um ein paar schöne Bilder vom Pool zu machen.
Wir sind begeistert von der hübschen Poolanlage, der Campingplatz in Mesenich ist der zweite Campingplatz an der Mosel, den wir kennen der einen Pool besitzt. Vor zwei Jahren waren wir in Pommern am Camping Moselwunder der ebenfalls einen netten Pool besitzt.
Heute am Abend wird gegrillt, wir holen unseren kleinen Grill aus dem Caravan und stellen ihn auf. Es gibt Steaks und ein paar Würstchen sowie Kartoffeln. Am Moselradweg ist nicht mehr allzu viel los. Vereinzelt sind noch ein paar E-Bikes am Radweg unterwegs, und auf der Mosel kommen allerhöchstens ein paar Transportschiffe mit oder ohne Ladung vorbei. Ich denke wer ein Kreuzfahrtschiff sehen will, muss wohl untertags nach Cochem, Traben Trarbach, Bernkastel-Kues oder Trier fahren. Die Schiffe fahren wohl mitten in der Nacht bis zum nächsten Hafen ?.


Wie meistens gegen 22:00 machen wir uns zum Bett gehen fertig.
Dienstag, den 08. Sept. 2026
Guten Morgen, 8:00 ist es vorbei, als wir aufstehen, der Herbst liegt in der Luft, und die morgendlichen Temperaturen gehen langsam zurück. Der Himmel ist leicht und stellenweise bewölkt. Wir gehen gemeinsam zum Bäckerei-Fahrzeug, das auch heute Morgen an der gleichen Stelle steht. Die nette Verkäuferin ist heute nicht da, ein junger Mann vertritt sie heute beim Verkauf der Brötchen. Auf meine Nachfrage antwortet der Verkäufer, sie hätte wohl frei. Mehr weiß er nicht.

Wir wollen heute mit dem E-Bike eine weitere Radtour machen, ich möchte in Richtung Ediger-Eller fahren. Vielleicht schaffen wir es ja auch weiter bis nach Alf zu fahren. Um 10:15 geht es los, bis Senheim und seiner Moselbrücke sind es 4 Kilometer. In Senhals fahren wir dann zum Moselradweg hinunter, nach etwa 6 Kilometer haben wir den Campingplatz in Nehren erreicht. Nach insgesamt 10,5 Kilometer kommen wir am Camping Feuerberg bei Ediger-Eller vorbei. Die beiden Campingplätze entsprechen meiner Meinung nicht dem Niveau, das ich erwarte. Man sieht an beiden Plätzen, dass sie von Dauercamper bewohnt sind. Und jetzt schon teilweise die Stellplätze abgeräumt sind (wegen dem Moselhochwasser im Herbst). An zwei Sitzbänken in Eller und kurz hinter Bremm machen wir eine Sitzpause. In Eller sehen wir wieder auf der Uferwiese einige Nilgänse grasen. Kurz darauf sind wir in der Moselschleife Bremm angekommen. Rechts über uns der Calmont Klettersteig. Heute sehen wir leider keine Gleitschirm-flieger über uns fliegen.



Wir fahren den Uferweg weiter, bei Kilometer 12,5 haben wir die Moselbrücke bei Neef erreicht. Hier gibt es ebenfalls einen Wohnmobilstellplatz.
(Vor einigen Jahren sind wir über diese Brücke gefahren, und wollten auf der Uferseite nach Bullay fahren. Leider mussten wir feststellen, dass dieser Weg gleich neben dem Zuggleis ein Schotterweg war. Wir fuhren die paar Meter zurück und auf der Uferstrasse weiter)
Wir fahren weiter an der Moselschleuse St. Aldegund und dem drauffolgenden Örtchen St.Aldegund mit seinen 700 Einwohnern. Der kleine Ort hat eine schöne Gotische Kirche.

Auch hier gibt es einen sehr gut besuchten Wohnmobilstellplatz. Wenig später fahren wir an einem umzäunten Sportplatz vorbei, auf dem mindestens 20 Nilgänse laufen. Ob sie sie hier ein Fußball-Spiel oder etwas anders machen, konnten wir in der Schnelle nicht erkennen. Es geht auf dem Radweg weiter nach Alf, ab und zu begegnen uns andere Leute auf dem Fahrrad/E-Bike. Ein Negatives Ereignis haben wir leider auch erlebt: Ein Radfahrer auf einem Rennrad musste unbedingt in einer Engstelle/Kurve wo eine Gruppe anderer Radler entgegen kommen überholen. Leider mussten wir in unserem diesjährigen Moselurlaub so eine oder Ähnliche Aktion mehrmals erleben. Offensichtlich haben diese Amateur-Rennfahrer keinen Sinn mehr für Sicheres Fahren.
Nach ca. 2,5 Kilometer haben wir Alf erreicht, bei einer Parkbank steigen wir vom Fahrrad ab und setzen uns hin. Auf der anderen Flussseite ist der Ort Bullay, hier gibt es ebenfalls einen netten Campingplatz mit dem Namen „Bärencamp„. Vor einigen Jahren sind wir mehrmals mit dem E-Bike von Zell hier vorbei gefahren.

Auf dem Bild auf der linken Seite, geht es den Weinberg hinauf zu einer Hütte /Restaurant mit dem Namen „Onkel Toms Hütte“. Auch diese hatten wir vor Jahren besucht.
Nach einer Viertelstunde machen wir uns wieder auf den Heimweg nach Mesenich. In St. Aldegund haben die Nilgänse ihr Training offensichtlich beendet. Jetzt fährt der Platzwart mit dem Traktor-Mäher auf dem Platz. Kurz vor Neef kommt uns die Princesse Royal entgegen. Auf dem Deck kann man ein paar abgestellte Fahrräder erkennen. Laut Internet diente der Aufbau des Schiffes als Hochsee-Segelschiff. Deshalb auch die besondere Form des Schiffrumpfes.



Winzer bei der Weinernte
Bald darauf haben wir die Moselschleife bei Bremm erreicht und bald danach die Moselorte Eller und Ediger. Bei Senheim befindet sich der Camping Holländischer Hof, wo wir in 2023 eine schöne Urlaubswoche verbracht haben.
Um 15:30 sind wir wieder am Family-Camping angekommen. Hier trinken wir zuerst eine Tasse Cappuccino, und bald danach einen Aperol Spritz und ein Glas Weizenbier.


Um 17:00 kommt plötzlich ein starker Wind mit kräftigen Böjen auf, das ging dann weiter bis ca. 19:30. Gegen 22:00 ging der Sturm dann wieder los. Wir hatten unsere Fahrräder unter einer großen Fahrradhülle versteckt.
Im Laufe der Nacht hat der Sturm unsere Fahrräder mit der gesamten Fahrradhülle umgeworfen. Leider hatte die Hülle am nächsten Morgen einige Löcher.
Mittwoch, den 09. Sept. 2026
Wie meistens sind wir kurz vor Acht aufgestanden, im Vorzelt ist eine Verbindungs-stange vom Vorzelt wegen des Sturmes heute Nacht herunter gekracht, aber sonst war alles gut. Im Anschluss bin ich gleich mit der Toilettenkassette zur Kimik gelaufen. Das mache ich am liebsten, wenn Früh am Morgen noch keine Camper unterwegs sind. Anschließend gehen wir wieder zum Bäckereifahrzeug um Brötchen zu holen. Heute ist unsere nette Verkäuferin wieder hier. Wir wollen heute nochmals zur Burg Eltz fahren. Vor zwei Jahren hatten wir sie schon einmal besucht. In meinen Augen ist sie der Traum einer Mittelalterlichen Burg, und in einem guten Zustand.

Damals sind wir mit dem Auto nach Moselkern gefahren, im Ort angekommen folgen wir dann den Schildern die uns den Weg dahin zeigen. Es geht ein paar Kilometer durch ein kleines Tal an einem Bachbett entlang, bis wir die Ringelsteiner Mühle (Landhotel) erreichen. Hier müssen wir unser Auto abstellen und zu Fuß weitergehen. Die ersten paar hundert Meter ging es über eine Schotterstraße am Elzbach entlang. Danach kam der Wanderweg (Moselsteig) zur Burg Eltz, es geht in teilweise steilen Treppenstufen durch den Wald. so laufen wir einige Kilometer durch den Wald bis wir die Burg endlich sehen konnten.
Ich hatte dieses mal schon zu Hause eine weitere Route zur Burg Eltz gefunden, wo man nicht so lang laufen müsste. Es ist 10:15 als wir den Campingplatz verlassen, zuerst fahren wir aber nach Senheim um an der dortigen Tankstelle unser Auto voll zu Tanken.
Danach fahren wir zurück in Richtung Cochem also flussabwärts. Wir kommen am Ort Pommern vorbei, wo sich unser Campingplatz Moselwunder befindet, den wir vor zwei Jahren besucht hatten. Wir gehen kurz hinein, auch er ist gut besucht. Wir müssen an der Moselschleuse Müden vorbei bis Moselkern fahren, am Ende des Ortes geht es plötzlich steil in die Höhe. Binnen kurzem müssen wir mehr als hundertfünfzig Höhenmeter oder mehr aus dem Moseltal überwinden. Die Landstraße geht über Münstermaifeld und die kleine Gemeinde Wierschem mit ihren 300 Einwohnern bis zu einem Parkplatz wo wir unser Auto abstellen. Von Moselkern bis hierher sind es ca.10 Kilometer. Am Beginn des Parkplatzes steht ein Parkwächter der 4 Euro für das Parken unseres Autos verlangt. Nach etwa 150 Meter kommen wir an der St. Antonius Kapelle an, wo wir dann auf den Shuttlebus zur Burg Eltz warten. Nach weiteren 4 Euro für die Fahrt geht es zur 1,5 Kilometer entfernten Haltestelle des Shuttlebus vor der Burg Eltz, wo wir aussteigen.



Die Burg Eltz ist eine Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert und eine der bekanntesten ihrer Art in Deutschland. Auf einem 70 Meter hohen Felskopf, der als Fundament diente und auf drei Seiten von dem Flüsschen Elz umspült wird, ragt die Burg Eltz steil bis zu sieben Geschosse hoch auf.
Die Erbauer orientierten sich beim Bau der Anlage, die eine der wichtigsten Handelsstraßen des Deutschen Reiches schützen sollte, an der natürlichen Felsformation.
Dadurch sind die ungewöhnlichen Grundrisse einzelner Räume der Häuser Platt-Eltz, Kempenich, Rodendorf und Rübenach zu erklären. Die Burg mit allen dazugehörigen Gütern wurde noch vor 1268 von den Brüdern Elias, Wilhelm und Theoderich geteilt.

Heute Mittag sind schon viele Besichtigungsgäste hier, es gibt eine etwa 30 Meter Besucherschlange auf dem Weg zum Äußeren Torbau. Im ersten Hof befindet sich das Kassenhäuschen, das pro Besucher 14 Euro abverlangt. Wir gehen am Goldschmiede-haus wo sich jetzt der Souvenirshop befindet vorbei. Danach gehen wir die kurze Treppe Richtung inneres Burgtor hinauf. Zur Rechten ehemals Handwerkerstube befindet sich jetzt ein Imbiss, auf dem Freiplatz davor stehen einige Tische und Bänke. Wir gehen weiter zum inneren Burgtor. (Es ist aber kein normales Tor, sondern ein Torhaus das Zugang zur Schatzkammer und zum Innenhof hat. Wir gehen als erstes zum Innenhof in der Hoffnung, eine baldige Führung zu bekommen. Die Kempenicher Häuser auf der linken Seite sind mit Schutzfolien verkleidet. In diesem Bereich hat die Kastellanei ihren Sitz. Die beiden Kastellane Angelika Nelius und Stefan Ritzenhofen verwalten die Burg und leben demzufolge sogar ganzjährig in einem der Wohntürme.
Die Grafenfamilie um Karl Graf zu Eltz, hat hier zwar einen Wohnsitz, übernachtet jedoch lediglich hin und wieder in ihren Wohnräumen auf der Burg.
Gute 20 Minuten müssen wir warten, bis eine junge Frau die Führung unserer Gruppe übernimmt. Wie wir schon wussten, beginnt die Führung im Rübenacher Haus. Leider darf man keine Bilder in den Innenräumen machen, was bei einem Eintrittspreis von 14 Euro nicht ganz verständlich ist. Als erstes kommen wir in die Waffenkammer, wo Schwerter, Hellebarden, Schilder und Bögen sowie Musketen aus dem 14. bis 17. Jahrhundert ausgestellt sind. Unsere diesjährige Führung läuft etwas anders ab als vor zwei Jahren. Als nächstes sehen wir den Rübenacher Untersaal, er diente der Familie Eltz-Rübenacher als Wohnraum und wurde im Jahr 1311 erbaut. Der Rübenacher Obersaal diente als Wohnraum sowie als Schlafgemach wegen seines großen Himmelbettes. Auf der Ostseite des Schlaf-gemaches befindet sich ein Kapellenerker mit Bleiglasscheiben aus dem Jahr 1520. Danach besuchen wir das Ankleidezimmer aus dem Jahr 1451. Das Schreibzimmer das Graf Karl für seine Frau Ludwine im Jahr 1881 mit Spätgotischer Rankenmalerei und Portraits seiner acht Kinder ausstattete, konnten wir leider nicht betreten. Als nächstes besuchen wir das Kurfürstenzimmer von Jakob III von Trier, und den Rittersaal aus dem Jahr 1520, er war ein Fest und Verhandlungsraum aller drei Familienzweige. Wir konnten auch in einen Dachraum wo einige kleine Kanonen und Truhen abgestellt waren, schauen. Meiner Orientierung müsste der Dachraum in den Rodendorfer Häusern gewesen sein.
Ich kann leider nicht alle Räume beschreiben, die wir gesehen haben, zu guter Letzt waren wir noch im Fahnensaal mit seinem spätgotischem rheinischem Sternrippen-gewölbe von 1480. Er war um 1510 eine Kapelle, danach wurde es zum Wohn und Speisezimmer umgebaut. Der Kachelofen an der Wand wurde von der gleich daneben liegenden Rodendorfer Küche beheizt. Zu guter Letzt besuchten wir die Rodendorfer Küche, dessen Einrichtung und Inventar stammt aus dem 15. bis 19. Jahrhundert.
Unsere Führung ist damit beendet, wir gehen hinunter ins Torhaus, wo sich der Eingang zum Schatzhaus befindet. Unsere Eintrittskarte berechtigt auch zur Besichtigung der auf drei Etagen liegenden Schatzkammer. Sie besteht aus über 500 Exponaten aus neun Jahrhunderten.
Um Bilder von den Innenräumen der Burg Eltz im Internet anschauen zu können: gehen Sie auf die Seite: http://www.burg-eltz.de
Wir gehen den etwas glatten und steilen Weg vom Torhaus hinunter zur Remise, auch sie ist dieses Jahr teilweise eingerüstet. Hier befinden sich die Damen und Herren-toiletten. Im vorderen Bereich der Remise geht eine weitere Treppe nach unten, hier befindet sich die Unterschänke, ein weiters Bistro. Ob sie wegen der Renovierung geöffnet hatte kann ich nicht sagen. Wir setzen uns auf ein Stück des Felsrandes auf dem die Burg steht, und packen unsere Brotzeit aus. Es sind auch in diesem Jahr einige Schulklassen bei der Besichtigung der Burg, wie man sehen kann. Zum Abschluss gehen wir in den Souvenirshop, der sich im ehemaligen Goldschmiedehaus in der Vorburg befindet. Wir wollen noch ein paar Andenken für unsere Enkel kaufen, Mateo bekommt eine kleine Glas-Pyramide mit dem Bild der Burg drin, Marlo einen Drachen, und die Leona ein kleines Glasschwein. Für uns kaufen wir einen Magneten für die Magnettafel.
Wir gehen wieder zurück zum Parkplatz wo der Shuttle-Bus anhält, um seine Fahrgäste zum großen Waldparkplatz an der St. Antonius Kapelle zu bringen, wo unser Auto steht.
Zum Abschluss noch ein Bild dieser Traumhaften Burg von Osten.

Bei der Heimfahrt sind wir in Cochem die erste Moselbrücke hinüber gefahren, von hier geht es dann den Berg hinauf, nach einiger Zeit kamen wir wieder in Bruttig-Fankel an. Um etwa 15:30 sind wir am Ca.-Platz angekommen, im Anschluss trinken wir gleich eine Tasse Cappuccino. Das Wetter wechselt immer wieder zwischen Sonnenschein und ein paar Wolken. Die Temperatur lag heute bei Durchschnittlich 22°. Gegen 18:30 fährt eines der wenigen Kreuzfahrschiffe, die wir in diesem Urlaub sehen, Flussaufwärts in Richtung Trier.

Heute Abend spielt oben im Zentralgebäude/ Restaurant Mosella wieder Musik. An einem Tisch sehe ich einen Gitarrenspieler der Musik macht. Neben ihm sitzt eine Frau, die Ihn mit ihrem Gesang begleitet, unglaublich was Sie für eine Liederauswahl besitzt. Wir haben im Pizza-Restaurant eine Pizza bestellt, die wir im Anschluss zum Caravan mitnehmen.
Eine gute Viertelstunde stehe ich beim Restaurant und höre der Musik und dem Gesang der übrigen Gäste zu. Wie üblich gegen 22:00 machen wir uns zum Bett gehen fertig.
Donnerstag, den 10. Sept. 2026
Einen schönen guten Morgen, es ist 8:00 vorbei als wir gemeinsam zum Bäckerei-fahrzeug hochgehen um unsere Brötchen zu holen. Es ist unser letzter Urlaubstag hier an der Mosel.
Nach dem Frühstück fahren wir noch kurz durch die Weinreben von Briedern/Mesenich , es ist kaum zu glauben dass auf einem so kurzen Wegstück so viele Weinreben stehen. In Unmittelbarer Nähe wird gerade geerntet, wir fragen bei einem der Weinbauern nach, um ein paar Trauben zu kaufen. Wir finden tatsächlich ein paar schöne Trauben die wir uns abschneiden dürfen.
Zum Mittag essen wir noch einen Teller mit Suppe, bevor wir dann unsere Klappräder zusammenbauen und im Auto verstauen. Bald darauf bauen wir unser Vorzelt ab. Nach einer letzten Tasse Kaffee verstauen wir den Tisch und die Stühle im Auto. Im Anschluss drehe ich die Kurbelstützen hoch und nehme das Stromkabel ab. Einer unserer Nachbarn, ein älterer Mann aus dem Weserbergland steht schon bereit, meine Frau holt noch das Holländische Ehepaar dazu, dass sich ebenfalls bereit erklärt hat, uns zu helfen. Gemeinsam schieben wir unseren Caravan in Startposition, um in an unser Auto zu hängen.


Um Punkt 16:02 verlassen wir den Family-Camping in Mesenich, wir fahren an der Hunsrück -Auffahrt in Senheim vorbei, gleich weiter in Richtung Zell an der Mosel. Sie ist wesentlich komfortabler, als die enge und schmale Auffahrt in Senheim. Oben im Hunsrück treffen sich beide Straßen wieder. Bei Kirchberg treffen wir auf die B50 die uns an Simmern vorbei zur A61 bei Rheinböllen bringt. Hier auf der Gegenfahrbahn, die ja weiter bis Koblenz oder Köln vorbei bis nach Mönchengladbach führt, gibt es immer wieder vereinzelt Stau. Auf unserer Seite ist es relativ angenehm zu Fahren. Auf dem Rastplatz Sitzborn bei Sprendlingen mach wir einen Fahrerwechsel, weil meine Frau unbedingt fahren möchte. Und ich keine weitere Lust zum Fahren habe.
Bald darauf kommen wir an Ludwigshafen und Speyer vorbei, wo wir den Rhein überqueren. Wenig später fahren wir am Hockenheim-Ring vorbei. Wir haben jetzt die A6 in Baden-Würtemberg erreicht. Von hier sind es noch etwa 50 Kilometer bis zu unserem Übernachtungsplatz bei Bad Rappenau. Kurz vor unserem Ziel fahren wir noch am Technik-Museum in Sinsheim vorbei, wo man die Concorde und eine Tupolev TU-144 gut von außen sehen kann.
(Im Museum befinden sich außerdem Sehenswürdigkeiten von Luft; See und Landfahrzeuge – ein Panzer der Leopard 1; sowie die SU 100 ein Russischer Jagdpanzer; auch das U-Boot U17 wird ab 2025 hier zu sehen sein.
Eisenbahnloks und Autos von Daimler, Maybach und ein Ferrari Lamborghini P 400;- Amerikanische Straßenkreuzer sowie Rennwagen verschiedener Hersteller, Ebenso Motorräder und Landwirtschaftliche Fahrzeuge aller Art)
Um 19:00 sind wir dann am Rasthof bei Bad Rappenau angekommen. Auf den ersten Blick war der kleine Rasthof voll, am Ende des Platzes befanden sich noch zwei freie Plätze, allerdings müssten wir Rückwärts hinein oder hinausfahren. Was beides nicht meine Königsdisziplin ist. Wir starten nochmals durch, umfahren die ganze Tankstelle und den Rasthof und stellen uns hinten an. Kurz darauf sehen wir dass einer der LKW`s weiter vorne weiterfährt. Wir warten ein paar Minuten ob einer der vorderen Lastwagen den jetzt freien Platz nutzt. Nachdem es nicht der Fall ist, fahren wir in die freie Lücke hinein. Plötzlich sind hinter uns wieder alle Plätze wieder voll. Der nächste Fahrer hinter unserem Caravan ist ein Dunkelhäutiger junger Mann mit polnischem Autokennzeichen. Er scheint sehr nett zu sein. Plötzlich taucht ein anderer Fahrer auf, und fragt mich, ob ich nicht zwei Meter weiter vorfahren könnte. Nach kurzem Überlegen tue ich ihm den Gefallen, und alle in der Reihe setzten ihre Fahrzeuge vor. Der Fahrer ebenfalls ein Pole ist sehr dankbar dafür, so kann er ebenfalls seine Nachtruhe einhalten, und muss nicht weiterfahren.

Kurz darauf drehe ich meine hinteren Kurbelstützen mit dem Accuschrauber hinunter, vorne an der Anhängerkupplung drehe ich nur das Bugrad um das Auto zu entlasten. Im Anschluss nehme ich die Caravanspiegel ab und lege sie in`Auto. Ab jetzt ist für heute Feierabend. Meine Frau macht in dieser Zeit unser Abendessen fertig. Wie man sieht gibt es eine Brotzeit mit Leberkäse, einer Dose Fisch, Gurken und hartgekochte Eier sowie Brot. Zum Trinken haben wir noch Weizenbier, meine Frau trinkt eine Dose Radler/Alsterwasser sagt man in Norddeutschland.


Freitag, den 11. Sept. 2026
Guten Morgen, es ist 7:00 als wir aufstehen. Wir hatten eine sehr ruhige Nacht, es war sehr wenig Durchgangsverkehr auf dem Autohof. Nach einem kurzen Frühstück drehe ich die Kurbelstützen vom Caravan wieder nach oben, Danach befestige ich die Wohnwagenspiegel wieder am Auto. Meine Frau war in der Zwischenzeit im Rasthaus auf der Toilette. Um 8:00 fahren wir los, in Richtung Heilbronn. Wenige Kilometer weiter am Autobahn Kreuz Weinsberg ist mir ein Malheur passiert, statt wie alle Jahre auf der A6 in Richtung Crailsheim zu fahren, muss ich irgendwie auf die A81 in Richtung Stuttgart geraten sein. Sowas ist mir noch nie passiert, es dauerte natürlich eine Weile bis wir das gemerkt hatten.
Voller Freude fahren wir jetzt nach Stuttgart, der Großstadtverkehr beginnt ja schon ab Freiberg oder Ludwigsburg und geht bis zum Dreieck Leonberg, weiter am Kreuz Stuttgart, am Flughafen vorbei, bis mindestens Kirchheim unter Teck. Von der bekannten Staustrecke Mühlhausen nach Merklingen wollen wir gar nicht erst reden. Unsere Ankunft in Ottobeuren dauerte dementsprechend wesentlich später als geplant. Es war schon 11:00 am Vormittag, als wir in Ottobeuren angekommen sind.
Fazit: Wir hatten eine schöne Zeit hier an der Mosel. Das Wetter war toll mit Temperaturen von 22 bis 27°. Wir hatten auch dieses Mal wieder einen anderen Campingplatz ausgesucht. Wir waren sehr zufrieden mit unserer jetzigen Auswahl des Campingplatzes. Unsere erste Priorität ist die Gegend und die beste Möglichkeit zum Fahrrad fahren.
Mit unseren kleinen E-Bikes sind wir nach beiden Seiten von unserem Campingplatz gefahren. Die weiteste Entfernung war bis nach Alf, bis dahin sind wir ca. 36 Kilometer gefahren. Nur ein paar Kilometer weiter wären wir bis nach Zell an der Mosel gekommen. Auch in diesem Urlaub haben wir voller Begeisterung die Burg Eltz besucht.







































































