Eine Reise über Südtirol, an die Adria bis zum Gardasee
Trotz unserer großen Liebe zum Süden Frankreichs, wo wir viele Jahre durch die Alpes-de-Haute-Provence bis zum 700 Meter tiefen Gorges du Verdon und dem Lac de Sainte Croix mit seinem herrlichen tiefblauen Wasser gefahren sind, haben wir uns für diesen Sommerurlaub wieder für Südtirol und die italienische Adria entschieden.
Wir besuchten in den vergangenen Jahren mehrmals die Cote d’Azur mit ihren herrlichen Buchten, fuhren weiter nach Fontaine-de Vaucluse zur Quelle der Sorgue, die hier aus einer Felswand entspringt. Wir waren viele Jahre in Saint Remys de Provence einem kleinen Provinzstädtchen am Fuße der Alpilles. Ebenso waren wir mehrmals in den Schluchten der Ardeche, die in einhundert Millionen Jahren eine tiefe Schlucht gegraben hat.

Camping La Rocca/Bardolino
Donnerstag, den 18. Juni 2026
Es ist jetzt kurz vor 6:30 als wir aufstehen müssen. Heute beginnt unsere Campingreise nach Italien. Wie in den vergangenen Jahren haben wir unseren Caravan gestern am späten Nachmittag auf den Parkplatz vor dem Haus abgestellt. Da wir noch keine Schulferien haben, ist unsere kleine Straße meist mit Autos von Lehrer und Schüler der nahe gelegenen Gesamtschule voll geparkt. So kommen wir meist nicht ungehindert aus unserer Garagenausfahrt heraus.
In den vergangenen Tagen haben wir unseren Caravan auf die große Urlaubsfahrt vorbereitet. Die Technischen Dinge wie Wasser in die Tanks füllen, und die Batterie für den Mover (Rangierhilfe) laden. Ebenso die Kleidung und die Lebensmittel und Getränke die wir auf unsere Reise mitnehmen werden, kommen in den Wohnwagen oder in unser Auto.
Nach einem kurzen Frühstück verlasse ich das Haus um unser Auto aus der Garage zu fahren. Unsere Caravanspiegel von Repusel muss ich noch am Auto befestigten, mit den vormontierten Spiegeln komme ich nicht aus der Garage heraus. Im Anschluss gebe ich am Auto-Navi noch die Adresse von unserem Campingplatz an der Seiser Alm ein.
Heute Morgen entdecke ich in unserem Briefkasten noch eine Einladung meines ehemaligen Arbeitgebers zur Einweihungsfeier zur Eröffnung seines neuen Werkes 2 in Wolfertschwenden /Thal. Die Anmeldungsfrist läuft während meiner Urlaubsreise ab, da ich unbedingt dabei sein möchte, melde ich mich noch schnell per Internet an.
Danach bereite ich den Caravan zur Abfahrt vor. Mit dem Accuschrauber drehe ich die Kurbelstützen hoch und nehme das Stromkabel ab. In der Zwischenzeit hat meine Frau schon den Kühlschrank im Wohnwagen mit dem notwendigsten befüllt. Zum Abschluss rangiere ich den Caravan mit einem Mover (Elektroantrieb) aus der Parklücke heraus und hänge ihn an unser Auto an.

Kurz darauf kann es schon losgehen, wir verlassen gegen 9:00 unsere Wohnstraße in Ottobeuren, die Temperatur liegt im Moment bei etwa 22°, es soll heute Nachmittag noch ziemlich heiß werden.
Da wir auf den Anschluss der Autobahn A7 bei Markt Grönenbach auffahren wollen, müssen wir am südlichen Ende von Ottobeuren über den Konohof mit seinen etwa 14% Steigung fahren. Nach wenigen Kilometern erreichen wir das kleine Dorf Wolfertschwenden, wo sich mein ehemaliger Arbeitgeber, die Weltbekannte Firma Multivac befindet. In dieser Firma habe ich über 33 Jahre meines Arbeitslebens verbracht.

Die Firmengruppe Multivac ist der weltweit größte Anbieter von Verpackungslösungen …..

Zwei Kilometer später fahren wir auf die Autobahn A7 auf, und gute fünfzig Minuten später ca. 60 Kilometer haben wir den 1284 Meter langen Grenztunnel bei Füssen erreicht. Bisher war der Auto und LKW-Verkehr auf der Autobahn sehr angenehm.




Auch nach dem Grenztunnel schaut es verkehrsmäßig sehr ruhig aus, es sind nur ein paar Kilometer bis nach Reutte-Süd, wo die Österreicher gerne mal zwei Dosierampeln einschalten. Da kommen dann gerade mal 2,5 Auto pro Signalwechsel durch die Sperre. Heute sind die beiden Ampeln ausgeschaltet, so dass wir ungehindert auf der Fernpassstraße weiter nach Süden fahren können. Wir kommen an der Festung Ehrenberg mit ihrer über 400 Meter langen Hängebrücke der Highline 179 vorbei. Wir sehen einige Besucher über die Hängebrücke gehen. An der Tankstelle in Bichlbach fahren wir heute vorbei, da der Dieselpreis im Moment hier nicht billiger ist, als bei uns in Deutschland. Kurz nach dem Lermooser Tunnel fahren wir für einige Minuten auf einen Parkplatz, von dem man einen schönen Blick auf die Zugspitze haben soll, wir verbinden das gerne mit einer kleinen Pinkelpause im Caravan. Es ist 10:30 und die Außentemperatur liegt im Moment bei 23°. Nach etwa 15 Minuten fahren wir wieder weiter.

Jetzt geht es auch schon den Fernpass hinauf, der Verkehr auf unserer Fahrtspur Richtung Süden ist angenehm ruhig. Dagegen auf der Gegenseite in Richtung Norden ist wesentlich mehr los.




Bei Nasserreith wechseln wir heute auf die B 189 die in Richtung Obsteig/Obermieming führt. Auf der Autobahn A 12 zwischen Imst und Mötz wird seit langem ein neuer Fahrbahnbelag aufgebracht. Hier kann man sowieso nur noch mit 60 – 80 Stundenkilometer fahren.

Vor zwanzig/dreißig Jahren sind wir mit unserem ersten Wohnwagen die Straße 189 über das Sonnenplateau in Richtung Obsteig und Obermieming gefahren, damals war die Fahrt über die Straße nicht allzu attraktiv.
Die 189 über das sogenannte Sonnenplateau Mieming ist heute in einem guten Zustand und breit genug für ein Caravangespann. Nach etwa 20 Minuten haben wir schon wieder die Autobahn erreicht, hier befindet sich auch das Ende der Baustelle. Weiter geht es jetzt in Richtung Innsbruck. Auf der Raststätte Rosenberger in Pettnau machen wir eine halbe Stunde Pause. Wir haben eine Thermoskanne mit Kaffee und belegte Brote von zu Hause dabei. Als wir vor einigen Jahren das erste Mal auf diesem Rasthof waren, konnten wir ein für uns amüsantes Erlebnis sehen als wir im Caravan sitzen läuft plötzlich ein Hund an unserem Wohnwagen vorbei, und wenig später auch sein Besitzer. Ob der seinen Hund wieder gefunden hat, haben wir nicht mehr gesehen.




Um etwa 12:00 fahren wir wieder weiter, die Temperatur liegt im Moment bei etwa 27°, bis zur Asfinag Mautstelle am Brenner sind es noch fast 30 Kilometer. Der Verkehr ist ziemlich Ruhig, als wir über die Europabrücke fahren, und auch die Asfinag Mautstelle ist ohne Stau. An der Luegbrücke wird ja immer noch eifrig gebaut, wir zählten an die 20 Baukräne neben der Straße.



Es ist jetzt 13:00 vorbei, als wir die Italienische Mautstelle bei Sterzing erreichen, der Verkehr in Richtung Süden ist relativ ruhig. Allerdings nach Norden in Richtung Österreich ist starker Rückreiseverkehr, alle Fahrspuren sind voll, wir haben im Moment eine Temperatur von 31°.
Geplant hatte ich für dieses Jahr die Italienische Autobahn A22 bei Klausen zu verlassen, dann auf der SS 12 weiter nach Süden zu fahren. Um dann bei Waidbruck auf der Landesstrasse 24 hinauf nach Kastelruth bzw. Telfen-Lanzin zu fahren. Von hier sind es nur noch 5 Kilometer bis zu unserem Campingplatz „Seiser Alm„. Doch leider wurde durch einen Murenabgang im Bereich Kastelruth/Tisens Anfang Juni die Landesstrasse 24 verschüttet und wie es sich herausstellt für über einen Monat lang gesperrt. Auf Grund dessen müssen wir auch dieses Jahr die Autobahn bis Bozen-Nord fahren, um dann über Blumau die Pass-Straße nach Völs hinauf zu fahren. Sie hat in einzelnen Etappen eine Steigung von 12 – 14%, und ist durchaus anspruchsvoll, mit Ihren engen Kehren. Sie ist ebenfalls um etwa 25 Kilometer weiter als die Route über Waidbruck.
Um 14:15 sind wir an unserem Campingplatz „Seiser Alm“ angekommen. So früh waren wir in den vergangenen Jahren noch niemals hier.
Wir haben schon im Dezember vergangenen Jahres im Rahmen unserer Italien-Reise 2026 hier einen Stellplatz gebucht. (Auch wenn mir das vollkommen gegen den Strich geht). Wir hatten den Wunsch geäußert, einen Stellplatz in einem ganz bestimmten Bereich zu bekommen, um einen ungehinderten Ausblick auf den Schlern (Wahrzeichen von Südtirol) zu haben. Der Boy in der Rezeption bietet uns den Stellplatz mit der Nummer 303 an.
Meine Frau möchte sich trotz allem den Stellplatz anschauen, im vergangenen Jahr mussten wir umziehen, weil wir keine Sicht auf den Schlern hatten. Der heutige Platz ist in Ordnung, vielleicht etwas zu klein ?. Der Platz gegenüber mit der Nummer 316 hat eine Holzterrasse und ist offensichtlich nicht belegt.
Wir fragen in der Rezeption nach, er ist zwei Kategorien teurer und er ist leider vorbestellt. Sie bieten uns den Stellplatz mit der Nummer 125 an, er ist eine Terrasse weiter oben. Das hat den Vorteil beim Brötchen holen, allerdings beim Waschhaus müssen wir runter und wieder hinauf auf unsere Terrasse.

Wir entscheiden uns für den etwas teureren Stellplatz 125. Das ganze hat natürlich viel Zeit gekostet, zweimal auf die untere Terrasse hinunter und die Stellplätze anschauen.
Kurz vor 16:00 stehen wir endlich mit dem Caravan auf unserem gewählten Stellplatz, natürlich noch ohne eine ausgerollte Markise. Aber Tisch und Stühle mit Kaffee und Kuchen stehen bereit. Wir genießen bei blauem Himmel und strahlender Sonne die Aussicht auf unseren Schlern. Erst am späten Nachmittag rollen wir unsere große und nagelneue Markise aus. Danach, es ist schon 18:00 vorbei als wir unsere Split-Klimaanlage aufbauen, die wir erfahrungsgemäß brauchen werden. So genießen wir den restlichen Tag und Abend bei einem Spaziergang über den schönen Platz und ein paar kühlen Getränken. Die Temperatur hier oben bei 880 Höhenmetern liegt im Moment bei ca. 29°. Zum Abendessen gibt es heute wie immer bei einer längeren Anfahrt eine Brotzeit mit Wurst, Käse und einer Bratensülze bzw. Dose Fisch. Natürlich fehlt ein Glas Weizenbier nicht am Tisch.
Kurz nach 22:00 machen wir uns zum Bett gehen fertig, der Tag war doch etwas anstrengend.

Freitag, den 19. Juni 2026
Guten Morgen, wir sind heute relativ früh aufgestanden, es ist erst kurz nach 7:00. Geschlafen haben wir herrlich, nach einem kurzen Besuch im Dolomiten Waschhaus gehen wir gemeinsam eine Terrasse weiter nach Oben in den Lebensmittel Shop 1974. (Warum er so heißt weiß ich nicht)
Der Besitzer des Campingplatzes Erhard Mahlknecht hat den Shop 1974 zusammen mit der Rezeption vor etwa 2 Jahren neu erbauen lassen.
Wir wollen das Brötchenangebot gemeinsam erkunden, in der Regel gibt es drei verschiedene Brötchen-Sorten zum Verzehr. Abgerechnet wird hier nach Gewicht.



Nach einem geruhsamen Frühstück und einem weiteren Besuch im Waschhaus, muss ich noch das Frühstücksgeschirr waschen. Erhard Mahlknecht hat für seine Campinggäste neben dem Spülraum einen weiteren Raum mit drei kostenlosen Spülautomaten aufgestellt, den ich bei unseren Aufenthalten auf dem Campingplatz regelmäßig aufsuche. Wir wollen heute Morgen nach Kastelruth fahren, hier ist heute Bauernmarkt.
Zwischen 9:30 – 10:00 fahren wir los, bis nach Kastelruth (Castelrotto) sind es nur 6,5 Kilometer. Dieses Mal parken wir in der Panider Strasse, wo sich ein paar Parkflächen befinden, aber leider nur für Linienbusse. Gleich daneben befindet sich aber ein Parkhaus der Gemeinde Kastelruth, wir fahren gleich hinunter. Im Gegensatz zum Parkhaus von Albin Gross (Organist der Kastelruther Spatzen) am Ortsbeginn ist es nur locker besucht. Aber es ist sehr schön. Über einen Treppenaufgang verlassen wir das Parkhaus, schon nach wenigen Metern befinden wir uns auf dem Krausplatz, wo der Markt stattfindet.



Zu unserer Überraschung und Enttäuschung befinden sich nur 3 oder 4 Marktstände auf dem Platz. Nach einem Besuch im Touristikbüro machen wir noch einen kurzem Spaziergang am Rathaus vorbei zur Dolomitenstraße hinunter. Hier befindet sich der Kastelruther Spatzenladen und das Spatzenmuseum, das Walter Mauroner betreibt. Im letzten Jahr besuchten wir den Spatzenladen sowie das Spatzenmuseum, und führten auch ein kurzes Gespräch mit Walter Mauroner. Am Vorabend besuchten wir damals das Spatzen Open Air Konzert in Seis. Leider hat es ab dem Auftritt der Spatzen nur noch geregnet.
der Schlern in den Wolken; im Hintergrund das Dorf Sais; das Schwimmbad vom Campingplatz; der Schlern im Abendlicht.
Eigentlich wollten wir noch Irgendwo eine Tasse Kaffee trinken, aber in der Sonne war es zu heiß zum Sitzen, und Lokale im Schatten hatten zu dieser frühen Zeit noch geschlossen. Wir kehren zum Krausplatz zurück, hier beim Gasthof/Hotel Lamm befindet sich ein Cafe oder Eisbar, wo wir schon einige Male waren. Meine Frau wählte eine Eisspezialität während ich konservativ nur einen Aperol Spritz wählte. Was im Nachhinein die bessere Wahl war.

Auf dem Rückweg zum Parkhaus versuchen wir das Hotel von Albin Gross der bei den Spatzen Akkordeon und Keyboard spielt zu finden, leider vergebens. Im Parkhaus angekommen zahlen wir für die angebrochenen zwei Stunden 4,40 Euro, auch kein Schnäppchen.
Zu Hause habe ich schon recherchiert, wo wir in unserem Urlaub günstig Tanken können ( Straße von Hormus usw.). Am Ortsrand von Kastelruth befindet sich eine Tankstelle mit passablen Preisen. Wir fahren sie an, leider ist es eine Automaten-Tankstelle, die im Ausland etwas gewöhnungsbedürftig sind. Nach kurzer Zeit klappt es, und wir können unser Auto mit frischem Treibstoff füttern. Dann fahren wir zum Campingplatz zurück. Es ist Mittag, und es wird immer heißer. Wir hatten Gestern am Spätnachmittag ein großes Sonnentuch, das wir im vergangenen Jahr gekauft hatten an der Markise aufgehängt. Heute wollen wir unseren Sun-Blocker der aus (Mikro-perforiertem Material besteht) an unsere Markise hängen. Die Sicht auf unseren Hausberg, den Schlern ist zwar etwas getrübt, aber die Hitze bleibt draußen. Später am Nachmittag haben wir das Schwimmbad besucht, das im Gegensatz zum letzten Jahr nochmal schöner geworden ist. Offensichtlich hat Erhard Mahlknecht der Besitzer das Schwimmbecken mit neuen Fliesen auskleiden lassen, obwohl die alte Beckenverkleidung keinen Makel hatte. Am Spätnachmittag spazieren wir zum Eingang des Campingplatzes, hier befinden auf einem weiteren Platz Stellflächen für Wohnmobile. Die Eigentümer sitzen hier auf engstem Raum vor Ihren Fahrzeugen. Offensichtlich sind die normalen Campinggebühren für manche Wohnmobilisten zu hoch.




Im Anschluss gehen wir in die unterste Etage des Campingplatzes, hier befinden sich Stellplätze für kleine Van`s, Fahrzeuge mit Dachzelten und natürlich normale Zelte. Weiterhin ist der Spielplatz für die Kinder ebenfalls untergebracht. Letztes Jahr hatte ich Erhard Mahlknecht mit seinem E-Bike auf einer wohl Inspektionsfahrt hier unten getroffen. Da konnten wir ein paar Worte wechseln. Mal sehen ob wir Ihn in diesem Jahr treffen.
Heute zum Abendessen gibt es Currywurst mit Resten von unserem Frühstück-Brötchen, die wir noch übrig hatten. Anschließend suche ich mit unserem Abend-geschirr noch den kleinen Waschraum mit den drei Spülautomaten auf. Im Anschluss gehen wir noch eine Runde über den Platz. Rechts von der Poolanlage befindet sich eine große Zeltwiese, die gut gefüllt mit kleinen Zelten, VW-Bussen und sogar 3 Wohnwagen sind hier aufgebaut. Ein Caravan steht auf einer Kuppe, ich hätte hier Angst dass er die kleine Anhöhe abrutscht. Seltsamerweise habe ich hier noch nie ein Foto gemacht.
Den restlichen verbringen wir vor unserem Caravan bei einem Glas Rotwein und Weizenbier. Kurz nach 22:15 packen wir zusammen, und gehen in das Dolomiten-Waschhaus.
Samstag, den 20. Juni 2026
Wir sind auch Heute Morgen schon Früh auf den Beinen, nach einem kurzen Besuch im Waschhaus mache ich mich auf den Weg zum Eingang des Campingplatzes. Der Shop 1974 neben der Rezeption hat schon seit 7:30 geöffnet. Vor mir sind schon einige Campinggäste hier, die Ihre Frühstücksbrötchen holen. Nachdem ich uns ein paar Brötchen ausgesucht habe, mache ich mich auf den Weg nach unten, wo meine Frau schon wartet.
Wir haben in diesem Jahr noch eine Elektropfanne für draußen gekauft, um nicht immer im Caravan kochen zu müssen. Heute hat meine Frau in der Pfanne noch Rühreier gemacht, zusammen mit den Brötchen wird das ein opulentes Frühstück. Soviel essen wir in der Regel nicht.


Der obere Teil von der Santnerspitze und vom restlichen Schlern ist um 7:00 noch in Wolken gehüllt. Jetzt nach unserem Frühstück haben sich die Wolken verzogen, und der blaue Himmel kommt hervor. Zuerst gehen wir ins Waschhaus um uns für den Tag fertig zu machen. Anschließend gehe ich mit unserem Frühstücksgeschirr zu den Spülautomaten und räume die Teile ein. Der Spülvorgang dauert etwa 5 -7 Minuten.
Heute Vormittag wollen wir zum Völser Weiher hoch gehen. Für den Weg brauchen wir etwa 45 Minuten oder mehr, der Höhenunterschied zwischen dem Campingplatz und dem Weiher liegt bei über 100 Meter. Die Sonne brennt mittlerweile heiß vom Himmel, Wir entschließen uns Heute mit dem Auto über Völs/St. Anton zum Weiher hinauf zu fahren. Die Weihertraße von St. Anton ist eng und kurvig, etwa 3 Kilometer lang. Am Parkplatz oben angekommen, muss man durch eine Schranke fahren und einen Parkschein lösen. mit 6 Euro ist man dabei. Der Parkplatz ist gut besucht, von hier kann man über den Huber Weiher, der gleich hinterm Völser Weiher liegt, zur Tuff Alm und weiter zur Hofer Alpl wandern (Schlernhaus) wandern.
Hier an der Schwimmhütte angekommen ist schon einiges los. Wir finden auf der Wiese ein schattiges Plätzchen. Etwas später gehe ich noch einmal zum Auto zurück um meine Strandliege zu holen. Während meiner Abwesenheit hat meine Frau ein weiteres Sitzplätzchen am Weiher gefunden.
So verbringen wir etwa 2 Stunden teils auf der Sitzbank, als auch auf der Wiese neben der Schwimmhütte. Viele Besucher kommen mit ihren E-Bikes vorbei, verweilen eine Weile und fahren zur Tuff Alm oder weiter. Neben einer kleinen Brotzeit kaufen wir uns in der Schwimmhütte einen Becher mit Eis, das ganz ausgezeichnet schmeckt wie wir vom letzten Jahr wissen. Gegen 14:00 gehen wir wieder zum Parkplatz und fahren mit dem Auto zum Campingplatz zurück. Die Anreise mit Wohnmobil oder Wohnwagen ist für heute Samstag sehr gering, wie wir am Eingang des Platzes feststellten. An unserem Caravan angekommen trinken wir erstmals eine Tasse Cappuccino und essen ein Stück Kuchen. Später gehen wir zum Schwimmbad hinauf, weil es doch sehr heiß heute ist. Auch das Wasser im Schwimmbecken kommt uns heute ziemlich warm vor.



Heute am Abend wollen wir grillen, meine Frau animiert mich zum Kartoffel schälen, das klappt soweit ganz gut. Die Gewitterneigung nahm zu, gegen 20:00 – 21:00 kam dann Regen und und auch Wind. Es wurde ziemlich Böig, so dass wir unsere Stühle und Tische zusammen räumten, und im Caravan sitzen bleiben. So nach 23:00 ließ dann der Regen wieder nach.
Sonntag, den 21. Juni 2026
Es ist auch heute sehr früh, als wir aufstehen, zuerst müssen wir aufräumen was uns der Sturm! hinterlassen hat. Die Mittelstange der Markise ist herunter gefallen, allerdings ohne ein Delle im Caravan zu hinterlassen.
Heute gibt es im Einkaufshop keine Brötchen, hier ist Ruhetag. Für diesen Zweck haben wir Backsemmeln von zu Hause dabei. Um 7:00 Heute Morgen war der Himmel noch grau, zwei Stunden später haben wir einen blauen Himmel und die Sonne scheint schon wieder, nur die Spitze des Schlern`s versteckt sich noch in den Wolken. Nach dem Aufräumen fülle ich noch Frischwasser in den beiden Behältern auf, und entleere den Kassettentank der Toilette.
Heute Morgen wollen wir nach Ums fahren, um am Tschafonweg in Richtung Schlernbach und der Hammerwand zu gehen. Leider verpasse ich die richtige Abfahrt in Völs, bis ich das merke sind wir schon auf der Passstraße in Richtung Blumau. Kurz vor dem Ort Blumau biegen wir auf die Tierser Straße ab, die wieder den Berg hinauf nach Prösels, Oberaicha und Tiers führt. In Prösels biegen nach Ums ab, diese Straße wollte ich eigentlich vermeiden, weil sie so schmal ist. In Ums angekommen fahren wir am Schlernbach und der Sägemühle von Martin Mahlknecht vorbei. Oben am Ortsende befindet sich ein kleiner Parkplatz wo wir unser Auto abstellen können. Von dort wollen wir den Tschafonweg in Richtung wo der Schlernbach aus dem Gebirge kommt, gehen. Von da führt der Wanderweg Nr.4 zur Völseggspitze 1835 m und zur Hammerwand 2128 m. Wir sind Teilstücke des Weges vor einigen Jahren schon einmal gegangen. Ich hatte den Tschafonweg eigentlich ohne Steigung im Gedächtnis, aber ich habe mich wohl getäuscht. Bis zur Hausnummer 21 am Tschafonweg geht es immer Bergauf. Hier biegt auf der linken Seite der Wanderweg Nr. 3 ab, der über den Heidecker Hof weiter zur Hofer Alpl 1340 m hinaufführt.
Wir gehen aber weiter den Tschafonweg entlang, die Hausnummer 21 ist ein kleiner Bauernhof etwas oberhalb des Weges. Unterhalb des Weges ist ein schickes Häuschen, das sich Strickerhäusl nennt. Ein paar hundert Meter weiter am Platzlunger Hof mit der Hausnummer. 23 steht der Fahrweg gute 20 Meter weit wegen des gestrigen Platzregens unter Wasser. Da wir keine Stiefel dabei haben, rangeln wir uns an den Begrenzungsschienen entlang. Bald darauf haben wir auf der Linken Seite den Violer Hof erreicht. Beim letzten Mal als wir hier vorbei gingen, sprangen Hühner umher. Jetzt sind es nur noch ein paar Meter bis zu der Stelle wo der Schlernbach aus dem Wald bzw. dem Gebirge tritt. Hier hat die Wildbachverbauung Geröll vom Hang abgeräumt und ein neues Rückhaltebecken gebaut. Als wir vor ein paar Jahren hier waren gab es nur einen Geröllhang wo der Schlernbach herunter kam. Wir überqueren die Brücke und gehen ein Stück weiter auf dem Wanderweg Nr. 4, auf dem man die Tschafonhütte sowie die Völseggspitze erreichen kann. Auf dem Weg treffen wir ein Ehepaar mit einem Hund, das am Wegrand irgendwelche Kräuter und Blätter sammelt.
Bild oben links: Geröllhang am Schlernbach; Rechtes Bild: Rückhaltebecken neu und Bild unten links
Bald darauf gehen wir zurück zum Parkplatz, und fahren auf der Umser Strasse und Schlernstraße nach Völs bzw. zum Campingplatz. Um ca.13:00 sind wir wieder zurück, im Anschluss machen wir eine Brotzeit mit Leberkäse, Käse und Eier usw. Gegen 15:00 fahren wir schon wieder los, meine Frau möchte nach Kastelruth um einen Spaziergang um den Kofel (Kalvarienberg) zu machen. Beim Rathaus gehen wir durch den rechten Torbogen in die Kofelgasse und weiter hinauf zum Rundweg.
Es ist kein Zufall, dass der Kofel diesen Beinamen hat, der an die einstige Hinrichtungsstätte Jesu Christi am Berg Golgatha erinnert. Denn auf der Kalvarienberganlage ist der Leidensweg von Jesus Christus beeindruckend nachgestellt. Zahlreiche kleine Kapellen, die mit holzgeschnitzten, nahezu lebensgroßen Figuren bestückt sind, lassen das damalige Ereignis nochmals lebendig werden. Während eines Rundgangs hat man einen herrlichen Blick über Kastelruth mit seinem imposanten Kirchturm und dem Santner- und Schlernmassiv sowie auf einige Dörfer, die zur Marktgemeinde Kastelruth gehören.
Auf dem ganzen Rundweg hängen oder stehen Artefakte von Schülern der Örtlichen Gesamtschule. Warum sie hier sind, weiß ich leider nicht.




Heute gehen wir zum ersten Mal auf die Bergkuppe des Kalvarienberges. Hier befinden sich noch die Teile eines Turms, der zum Kastelruther Schloss gehört haben soll. Von dem Schloss ist heute leider nichts mehr zu sehen. Jedoch hat das damals „zerfallene Schloss“ dem Ort Kastelruth seinen Namen gegeben, der sich aus dem Lateinischen „Castellum Reptum“ ableitet. Im Inneren der Anlage befinden sich heute noch zwei gut erhaltene Kapellen. Eine Kapelle ist dem heiligen Kajetan und eine dem heiligen Antonius gewidmet.

Eine Großveranstaltung ist der jährlich im Juni stattfindende Oswald von Wolkenstein-Ritt. Dabei handelt es sich um das größte Reitspektakel in Südtirol, dessen Namensgeber der einstige Ritter, Dichter und Minnesänger ist. Im Rahmen des Oswald von Wolkenstein-Ritts kämpfen die Mannschaften mit je vier Rittern um die Siegertrophäe an insgesamt vier Turnierplätzen. Der erste Turnierplatz ist der Kalvarienberg; hier findet das sogenannte „Ringstechen“ statt, im Rahmen dessen die Reiter einen Banner durch Ringe stechen müssen.
Nach unserem Rundgang um die Bergkuppe gehen wir wieder hinunter auf den Krausplatz. Auf der Rückseite des Hotel Lamm befindet sich das Cafe Lampl wo wir immer wieder an der Terrasse sitzen. Gemeinsam trinken wir ein Glas Aperol Spritz, bevor wir zum Zentralparkhaus zurück gehen. Für 2 Stunden 10 Minuten zahlen wir 6,30 Euro Parkgebühren, ein stolzer Preis. Aber vielleicht zahlen wir auch für ein schönes Gemälde im Treppenhaus von einem mir unbekannten Künstler den Eintritt ?.
Auf dem Weg zurück zum Campingplatz beeindruckt uns immer wieder der Schlern mit seinem gigantischen Anblick (weshalb wir auch immer wieder gern an der Seiser Alm Urlaub machen).
Der Schlern in seiner ganzen Pracht, unten links in der Abenddämmerung.
Montag, den 22. Juni 2026
Auch heute Morgen sind wir schon früh aus den Federn, der Himmel ist blau und die Sonne scheint warm. Ich bin schon auf dem Weg zum Shop, um ein paar Frühstücks-brötchen zu kaufen. Wir wollen Heute Vormittag nach Seis zur Umlaufbahn, um zur Seiser Alm hinauf zu fahren. Nach dem Frühstück soll es losgehen.


Im letzten Jahr konnten wir unser Auto umsonst im großen Parkhaus abstellen, in diesem Jahr wollen sie Parkgebühren dafür. Ich finde noch einen freien Parkplatz vor der Umlaufbahn. Die Ticketschalter sind eine Treppe höher. Da wir beide schon Rentner sind bekommen wir den betreffenden Fahrschein. Allerdings muss auch ich mit meinen fast 76 Jahren meinen Personalausweis zeigen, was mich schon verwunderte. Die Frau am Fahrkartenschalter meinte, man könne nicht nach dem Aussehen beurteilen.
Es ist erst 9:40 als wir schon in der Gondel sitzen und auf dem Weg nach Compatsch sind, wo die Bergstation der Bahn ist. Heute wollen wir nicht in Richtung Panoramahotel, Laurinhütte oder Gstatsch Schwaige wie im letzten Jahr gehen. Ursprünglich hatte ich jetzt geplant auf die andere Seite, den Puflatsch zu gehen. Aber ich habe kein Vertrauen in meine derzeitige Kondition, so haben wir beschlossen auf dem Wanderweg 30 in Richtung Saltria zu gehen. Unser Ziel ist die Rauchhütte.

Hier ein Bild vom letzten jahr



In Compatsch angekommen, suchen wir erstmal den Einstieg zum Wanderweg 30. Er führt nur stellenweise an der Landstraße nach Saltria entlang, der Weg geht auf und ab. Es war ein Irrtum meinerseits, das es nur eben dahin geht. Wir kommen an mehreren Hotels und Restaurant vorbei. Für den Weg mit einigen kleinen Fotopausen von 5 oder mehr Minuten benötigen wir insgesamt fast 2 Stunden. Auf dem ganzen Weg von Compatsch nach Saltria begegneten uns sehr viele Asiaten, ich schätze an die Hundert werden es wohl gewesen sein. Das erlebten wir in den vergangenen Jahren als wir hier waren, nicht. Vielleicht gehen Sie auch keine Hügel und Berge hoch, sondern spazieren nur auf der Ebene? .
Die verschiedenen Sitz und Haltestationen meiner Wanderung


Endlich können wir die Rauchhütte von weitem sehen, an einer Abzweigung führt ein weiterer Wanderweg nach rechts zur Malga Romer Schwaige, die sich auf 1.850 m auf der Seiser Alm befindet. Dahinter ist der Bergrücken des Schlern in seiner ganzen Schönheit zu sehen. Vor uns erhebt sich gigantisch das Gebirgsmassif von Langkofel 3.181 m und Plattkofel 2.955 m. Wir gehen noch ein paar hundert Meter weiter bis wir die Rauchhütte erreichen. Die Hütte ist wunderschön und sehr gut besucht. Einer der Kellner führt uns zu einem freien Tisch. Zum Trinken bestellen wir jeder ein Glas Spezi (Cola-Mixgetränk), ich wollte schon lange einen Kaiserschmarren hier auf der Seiser Alm essen, meine Frau bestellt sich zum Essen einen Apfelstrudel. Das Essen schmeckt uns beiden sehr gut, die Preise hier wie in ganz Südtirol sind nicht mehr günstig, wir zahlten für die beiden Süßspeisen plus Getränke 43 Euro.

Rauchhütte mit dem Langkofel 3.181 m im Hintergrund
Nachdem der Weg bis zur Rauchhütte doch recht lang war (100 Minuten), beschließen wir mit dem Linienbus der von Saltria nach Compatsch verkehrt, wieder zurück zu fahren. Eine Haltestelle befindet sich kaum 100 Meter von der Rauchhütte entfernt. Nach ca. 20 Minuten hält der Linienbus und wir können einsteigen. Wir haben einen Südtirol-Pass vom Campingplatz bekommen, aber leider gilt er nicht für diese Buslinie. Acht Euro bezahlen wir die Rückfahrt nach Compatsch, aber dafür sind wir nach einer Viertelstunde wieder in Compatsch angekommen. Wir setzen uns eine Weile auf eine Sitzbank wo der Weg zum Joch der Seiser Alm führt. Hinter uns ein letztes Mal die Langkofel-gruppe und vor uns die Almwiesen mit dem Schlern und der Santnerspitze.


Kurz darauf gehen wir wieder zur Bergstation hinauf und steigen in eine der Gondeln, die uns in ca. 15 – 20 Minuten wieder hinunter nach Seis bringt. Im Anschluss fahren wir gleich zum Campingplatz zurück, der ja nur ca. 3,5 Kilometer entfernt ist. Hier angekommen essen wir unsere Brotzeit, die eigentlich für unsere Wanderung vorgesehen war, stattdessen sind wir ja zum Essen in die Rauchhütte gegangen. kurz darauf trinken wir noch eine Tasse Cappuccino vor dem Caravan. Als ich mich später zum Ausruhen in den Liegestuhl lege, mache ich eine böse Entdeckung. In unserer Nagelneuen Markise befinden sich zwei Beschädigungen im Tuch, in einer befindet sich sogar ein kleines Loch. Meine Freude war dementsprechend sehr groß.
Gegen 17:00 gehen wir nochmals zum Pool hinauf, das Wasser im Schwimmbecken wird immer wärmer, und das Duschwasser immer kälter.

Zum Abendessen gibt es heute Putenschnitzel mit Bratkartoffeln. Zwischendurch war ich noch beim Geschirr spülen, bzw. spülen lassen. Mit einem Glas Rotwein und Weizenbier lassen wir den heutigen Tag ausklingen.
Dienstag, den 23. Juni 2026
Es ist schon 7:15 vorbei, als wir aufstehen. Als erstes gehe ich in`s Waschhaus um mich etwas frisch zu machen, bevor ich zum Shop 1974 hinauf gehe, um unsere Frühstücks-Brötchen zu holen. Nach dem Frühstück vollenden wir unsere Morgendliche Toilette. Als nächstes richte ich meine Medikamenten-Box für die kommende Woche her. Heute soll es noch sehr Heiß werden hier, man spricht von 36°.
Am späten Vormittag wollen wir noch zum Völser Weiher hinauf wandern. Die Wegstrecke beträgt ca. 2,5 Kilometer auf mindestens 150 Höhenmeter, dafür benötigen wir etwa 40 -50 Minuten. Es ist jetzt 10:25 als wir losgegangen sind. Die Sonne brennt mittlerweile ziemlich stark vom Himmel herab, die schlimmste Wegstrecke ist vom Campingplatz hinauf über die Landesstrasse 24, weiter am Gasthof „Zum Schlern“ vorbei bis zum Waldrand. Auf der linken Seite kommen wir an der Residence St. Konstantin vorbei die (Ferienwohnungen) anbietet.
An einer Sitzbank am Waldrand treffen wir ein Holländisches Ehepaar, die im Parc Hotel Miramonti ein Zimmer gemietet haben. Während ich Ihm voller Begeisterung vom Schlern erzähle, ist sein Traumberg der Seceda (2.518 m) bei St.Ullrich (Ortisei) Gute 10 Minuten plaudern wir mit den beiden, bis wir uns wieder trennen, und weiter zum Völser Weiher gehen. Auf dem Weg nach oben kommt plötzlich ein Polizeiauto mit zwei Carabinieri den steinigen und eigentlich für Autos ungeeigneten Weg herauf. Was sie hier wollen, ist uns ein Rätsel, am Weiher sehen wir sie dann nicht mehr. An der Schwimmhütte (Gaststätte) angekommen, sehen wir, dass sie heute Ruhetag hat und geschlossen ist. Die Liegewiese und der große Badesteg sind gut mit Badegästen gefüllt. Wie wir etwas später feststellen sind auch die Toiletten geschlossen, die einige der Badegäste aufsuchen wollten. Die Schwimmhütte wie auch die Tuff Alm die sich weiter oben am Berg befindet, wird betrieben von der Familie Haselrieder aus Völs. Wir setzten uns auf eine der großen Sitzbänke, die gerade von einem Paar verlassen wird. Hier verbringen wir lange Zeit im Schatten eines Baumes. Leider können wir darum heute auch kein Eis in der Schwimmhütte kaufen.

Kurz nach 13:00 machen wir uns wieder auf den Weg zum Campingplatz zurück. Am alten Gasthaus auf der anderen Seite des Weiher`s, das sich direkt am Wanderweg befindet wollen wir noch einen Becher Eis kaufen. Im Moment ist keine Bedienung zur Stelle, so dass wir uns weiter auf den Weg nach unten machen. Die schöne Aussicht auf den Schlern begleitet uns den ganzen Rückweg. Unten am Waldrand angekommen, haben wir eine tolle Aussicht auf Seis am Schlern und den Puflatsch 2.174 m, der die Seiser Alm nach Nordosten begrenzt.
Wieder am Campingplatz angekommen, machen wir erst eine kleine Brotzeit, mit Wurst und Käse. Später mache ich noch ein paar Kleinigkeiten um den Caravan, z.b Wasser in den beiden Behältern auffüllen. Heute ist unser letzter Tag hier am Campingplatz „Seiser Alm„. Morgen früh wollen wir weiter an die Adria bei Venedig fahren.
Das heißt, wir werden in ein, zwei Stunden unseren Sunblocker, sowie die Markise abbauen. Wahrscheinlich ebenfalls unsere Klimaanlage, sofern wir sie Heute Abend nicht mehr benötigen.
Mittwoch, den 24. Juni 2026 unsere Fahrt zur Adria
Wir sind im Aufbruch, aufgestanden sind wir kurz vor 7:00. Unsere Stühle und den Tisch haben wir schon gestern Abend in`s Auto verbracht. Meine Frau hat oben im Shop noch ein paar Frühstücksbrötchen geholt, die wir im Wohnwagen zusammen mit einer Tasse Kaffee essen. Während meine Frau noch kurz ins Waschhaus geht, um ihre Morgendliche Toilette zu machen mache ich unseren Wohnwagen zur Abfahrt fertig. Mit dem Accuschrauber drehe ich die Kurbelstützen hoch, und klemme das Stromkabel ab. Nachdem meine Frau aus dem Waschhaus zurück ist, fahre ich mit dem Mover (Elektroantrieb) den Wohnwagen aus dem Stellplatz und hänge ihn an unser Auto. Die Caravanspiegel habe ich schon gestern Abend angebracht.
Am Beginn unserer Stellplatz-Straße ist ein enge Kurve mit einem großen Baum, hier müssen wir schon etwas aufpassen, um die Kurve zu kriegen. Alles geht gut und um 8:45 verlassen wir den Camping „Seiser Alm„.


Nur 4 Kilometer weiter in Nieder-Völs am Schlern müssen wir schon anhalten. Die Örtliche Feuerwehr hat die Durchfahrt durch den Ort gesperrt. Warum wissen wir im Moment nicht. Nach einer halben Stunde geht es ein paar Meter weiter bis über den Ortseingang wo schon die Serpentinen hinunter nach Bozen beginnen. Hier warten wir nochmals eine Zeitlang. Irgendwann setzt sich der Verkehr abwechselnd in Bewegung. In einer Kurve weiter unten sehen wir einige Rettungskräfte und Motorradfahrer stehen.
Später kommt im Autoradio eine Nachricht von einem Unfall auf der Landesstrasse 24 von Völs nach Blumau/Bozen. Ein Motorradfahrer hat einen Unfall verursacht und ist schwer verletzt. Die ganze Aktion hat uns bestimmt eine dreiviertel Stunde gekostet. Ohne weitere Probleme kommen wir jetzt die Passstraße hinunter, bei Blumau erreichen wir die Autobahn A22. Hier herrscht ein reger Verkehr der sich bis in den Großraum Trento (Trient)und Rovereto fortsetzt. Von hier bis Verona wird der Verkehr dann etwas leichter. Unsere Fahrt geht am Flughafen Valerio Catullo vorbei, bevor wir auf die E 70 wechseln, die in Richtung Vicenza und Venedig führt. Auf der Raststätte Scaligera Süd, wir sind immer noch im Raum Verona, machen wir eine 20 Minütige Pause, bevor es weiter geht. Der LKW-Verkehr auf der E 70 in Richtung Venedig ist riesig, kaum weniger als auf unseren Deutschen Autobahnen. Plötzlich überholen uns immer wieder Sport und Rennwagen vom Porsche bis hin zum Ferrari und Lamborghini allesamt mit gelbem Nummernschild (Holländer).
Aufregend auf der Fahrt war unser Navi, zu jeder Gelegenheit wollte es uns von der Autobahn herunter lotsen, und durch die Pampa fahren. Es ist immer noch falsch eingestellt. Wir fahren an Padua, Marghera und Mestre vorbei in Richtung Jesolo. Jetzt wurde unser Navi noch Aktiver, bei jeder Ausfahrt wollte er uns von der Autobahn jagen. Ich lasse mich aber nicht beirren, erst an der Abfahrt bei Meolo verlassen wir die Autobahn E70 . Von hier sind es noch etwa 40 Kilometer bis zu unserem Ziel in Cavallino/Treporti. Dieses letzte Stück bis Cavallino war etwas langatmig.
Also mir wäre das Zuviel, mehrmals im Jahr hierher zu fahren.
(wenn man hier wie im Fernsehen an die Bodensee-Boy oder an Sascha und seine Freunde Micha und Horst denkt, die voller Begeisterung mehrmals an den Campingplatz „Marina di Venezia“ fahren).

Gegen 14:15 – 14:30 sind wir an unserem Ziel dem Campingplatz „Village Dei Fiori“ angekommen. Da ein Wohnmobil auf dem Warteplatz vor der Rezeption steht, schickt uns ein Bediensteter des Campings auf den großen Parkplatz auf der Straße vor dem Campingplatz. Hier parken offensichtlich Besucher die auf den Öffentlichen Strand bei einer Strandbar gehen. Wir stellen unser Gespann hier ab, und gehen in die Rezeption die geöffnet ist, wir können hinein gehen um uns anzumelden. In 10 Minuten ist alles erledigt, da es aber noch nicht 15:00 ist, sind die Schranken noch geschlossen, und wir können noch nicht in den Platz hinein fahren. So spazieren wir zu Fuß hinein um den Weg bis zu unserem Stellplatz zu erkunden. Wir haben die Platznummer 237, die uns seit unserer Buchung im Januar bekannt ist.
Wir gehen die Hauptstraße entlang, kommen am Camping-Zentrum vorbei, das einen Lebensmittelshop, ein Restaurant sowie einen Basar mit Campingartikeln und anderes beinhaltet. Die Straße weiter kommen wir am Waschhaus vorbei, wo sich in der ersten Etage ein Friseur sowie eine Massagepraxis befinden soll. Bis jetzt macht der Campingplatz einen sehr gepflegten Eindruck auf uns. Ein paar Meter weiter müssen wir nach links, wo sich unser gebuchter Pineta Platz 237 befindet. Wir befinden uns in einem Wäldchen voller Pinien und Laubbäumen. Unser Stellplatz gefällt uns sehr gut, er ist ausreichend groß und hat Sonne und auch Schatten. Nach der Besichtigung des Platzes gehen wir einen anderen Weg zurück zum Auto.

Mittlerweile sind die Schranken geöffnet, und wir können hinein fahren. Bis wir unseren Stellplatz erreichen, müssen wir in zwei Kurven sehr genau Rangieren weil die Camper ihre Wohnmobile oder Autos gern ganz eng in die Kurve stellen. Bei unserem Stellplatz gegenüber mit der Nummer 271 mussten sie ihr Auto 50 Zentimeter weiter vor fahren, sonst wären wir mit dem Caravan überhaupt nicht um die Kurve gekommen, geschweige in unseren Stellplatz gekommen. Mit dem Mover rangiere ich den Wohnwagen um einen Baum herum, der sich ziemlich nah an der Straße befindet. Nach einer Viertelstunde ist alles erledigt, und der Caravan steht dort wo er soll.
(In diesem Zusammenhang fällt mir unser Campingnachbar auf der Seiser Alm ein, er hatte ebenfalls einen Mover, sein Caravan war um einiges kleiner als unserer. Der Besitzer kurvte fast 10 Minuten umher, es war überhaupt nicht erkennbar, wo er überhaupt hin wollte. Wahrscheinlich ein Anfänger !)

Während ich die Kurbelstützen mit dem Accuschrauber herunter drehe und den Strom anschließe, hat meine Frau in der Zwischenzeit den Campingtisch und die Stühle aus dem Auto geholt und aufgebaut. Nachdem dies alles geschehen ist, setzen wir uns hin um einen Kaffee zu trinken. Es gibt auch Kuchen und Kekse dazu. Später trinken wir noch eine Flasche Radler (in Norddeutschland sagt man Alsterwasser).
Gegen 17:30, als es nicht mehr so heiß ist, bauen wir unsere Markise auf, und anschließend die Klimaanlage (Wir haben eine Splitanlage, sie hängt immer am Heckfenster).
Am späten Nachmittag fährt ein Wagen durch unsere Straße, auf der Ladefläche steht ein Mann. Mit einer Düse spritzt er in die Bäume hinein. Das ist gegen die Mücken die in der Lagune von Venedig beheimatet sind.
(Im Laufe unseres 7 Tägigen Aufenthaltes hier an der Adria habe ich etwa 10 Mückenstiche bekommen).
Kurz vor 19:00 essen wir dann zu Abend, es gibt heute Nudelsalat mit Käse, Wurst und Eier. Und natürlich ein bis zwei Weizenbiere. Wir sind bis jetzt noch keinen einzigen Meter in unserem neuen Campingplatz gelaufen, um ihn kennen zu lernen, so etwas kam bei uns noch niemals vor.
Den Abend verbringen wir vor unserem Wohnwagen, die Stellplätze in unserer Umgebung sind zu etwa 50 Prozent belegt, da trifft auch auf den ganzen Campingplatz zu, wie wir in den nächsten Tagen feststellen werden.
Die Temperatur lag den ganzen Tag bei etwa 32 -36°.
Donnerstag, den 25. Juni 2026
Guten Morgen, es ist 7:00, ein herrliches Vogelgezwitscher weckt uns, es war sehr warm heute Nacht im Wohnwagen trotz unserer Klimaanlage. Das Thermometer zeigt am Morgen schon 28° an. Gemeinsam gehen wir zum Lebensmittelshop um für unser Frühstück ein paar Brötchen einzukaufen. Alle Shop auf den verschiedenen Campingplätzen haben eine andere Ware/Brötchen. Danach gehen wir zu unseren Stellplatz zurück um gemütlich zu Frühstücken. Kurz vor 11:00 packen wir unsere Badesachen, wir haben zwei Strandhocker, einen kleinen Sonnenschirm und eine Badetasche mit Getränken dabei.
An unserem Gepäck erkennt man gleich, dass wir keine Strandurlauber sind. Es ist noch wenig los um diese Zeit, aber einige Campinggäste haben Ihre Badesachen schon an den Strand gebracht, und sind zurück zu Ihren Campingwagen. Vielleicht haben sie Angst dass der Platz am Strand knapp wird.
Die meisten Badegäste haben einen Strandwagen, vollgeladen mit Strandliegen, und mehreren Sonnenschirmen (manche haben 4 Stück dabei) und Luftmatratzen und Strandmuscheln dabei.
Von Süden sehen wir ein Schiff langsam näher kommen zuerst denken wir, es wäre ein Frachtschiff. Als es immer näher kommt, erkennen wir ein riesiges Segelschiff mit drei hohen Masten. Zuerst dachte ich es wäre die Yacht Koru von Jeff Bezos (Besitzer von Amazon) der vor kurzem in Venedig geheiratet hat. Aber dessen Yacht hat eine ganz andere Form, und ist ein bisschen kleiner. Als ich später im Internet Recherchierte konnte ich feststellen, das es sich um die Yacht SY A von Andrei Melnitschenko einem Russischen Oligarchen handelte.
(die Yacht SY A ist mit 143 Metern die größte Segelyacht der Welt sie wurde bei der Kieler Werft German Naval Yards gebaut. Auf Grund Ihrer 90 Meter hohen aus Kohlen-stofffaserverstärkter Kunstoffmasten konnte sie die Ostsee nicht ohne weiteres verlassen. Die einzige Möglichkeit bestand für sie eine 8 Meter tiefe Meerenge über einen Tunnel zwischen den Inseln Amager (Kopenhagen) und Saltholm im Öresund, zu fahren.
Die Yacht hat insgesamt acht Decks. Der Kiel ist am unteren Ende aus gebogenem Glas geformt, so dass man die Unterwasserwelt beobachten kann. Darüber hinaus verfügt die SY A über einen Hubschrauber-landeplatz und ein U-Boot. Der Rumpf besteht aus Stahl, der mit einer speziellen Kunststoffschicht überzogen ist).



Diese 3 Fotos stammen aus dem Internet
Die Yacht SY A hat eine bewegte Vergangenheit, im Februar 2017 wurde sie bei einem Tankstop auf Gibraltar wegen ausständiger Zahlungen arrestiert. Im Rahmen der Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland aus Anlass des Ukraine-Krieges wurde die Yacht SY A am 11. März 2022 in Triest von den italienischen Behörden beschlagnahmt und lag lange Zeit im Golf von Triest vor Anker.
Heute liegt sie nun vor dem Strand der Halbinsel von Cavallino. Vom Strand aus können wir beobachten, wie die Schiffsgäste mit Jet-Skier und anderen Booten um die Yacht herum fuhren.
Nach ca. 2 Stunden gehen wir wieder zum Stellplatz zurück, am Strand war die Temperatur durch den leichten Wind relativ angenehm. Hier am Caravan liegt die Temperatur weit über 30°. Wir trinken einen Cappuccino im Schatten der Bäume. Etwas später noch eine Flasche Radlerbier.

Zum Abendessen, es ist jetzt 18:00 vorbei, essen wir Lachs mit Erbsen und Karotten, dazu gibt es Salzkartoffeln. Etwas später machen wir noch einen Spaziergang ins Zentrum wo es eine Pizzeria, ein Schwimmbad und ein sehr gutes Speiseeis gibt.
Am Hinteren Ende der Poolanlage haben die Animateure des Campingplatzes eine Bühne, wo heute Abend eine Art Babyshow (genauer kann ich es nicht erklären). Danach kommt ein Künstler der eine Vorführung mit Seifenblasen macht. Am Ende der Vorstellung sind wir auch mit unserem Eisbechern fertig, und gehen wieder zu unserem Stellplatz zurück. Hier trinken meine Frau noch ein Glas Rotwein, während ich einen Sangria trinke. Gegen 22:30 gehen wir ins Waschhaus um uns zum Bett gehen fertig zu machen.
Freitag, den 26. Juni 2026
Ja, Guten Morgen, es ist kurz vor 8:00, als wir aufstehen. Die Temperatur im Caravan ist sehr warm, bestimmt schon über 28°. Wir lassen unsere Klimaanlage aus Rücksicht auf unsere Nachbarn auch nicht die ganze Nacht laufen. So müssen wir halt mit einer Morgendlicher Temperatur von 26° und mehr leben. Gemeinsam gehen wir zum Lebensmittelshop, um ein paar Frühstücksbrötchen zu holen. Nach unserem Frühstück machen wir uns auf den Weg ins Waschhaus, das auch ein paar lobende Worte wert ist.
(Das Waschhaus ist ziemlich neu und in einem Tadellosen Zustand, und wird fast den ganzen Tag vom Putzpersonal gepflegt und gereinigt. So etwas sieht man selten)

Wir haben einen Campingnachbarn der aus dem Raum Köln stammt. Er ist Campinganfänger und hat erst seit einem Jahr oder weniger einen Caravan. Verschiedene Male hat er mich schon um kleine Tipps gefragt, siehe Mover (Elektroantrieb) wo er bei seiner Ankunft Probleme hatte. Heute hat er ein Problem mit seiner Toilettenspülung. Gemeinsam finden wir eine Lösung.
Im Anschluss gehe ich mit meiner Toilettenkassette zur Kimik, die sich im Außen-bereich des Waschhauses befindet. Nachdem die Kassette entleert und gereinigt ist, fülle ich meine beiden Wasserbehälter auf. Um 10:30 machen wir uns mit unseren kleinen Strandhockern auf den Weg zum Strand hinunter. Wie gestern stehen auch heute einige Strandliegen da. Auch ohne die jeweiligen Besitzer. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, warum die Leute auf einem fast leeren Strandabschnitt sich irgendwelche Plätze sichern müssen. Man sieht so etwas bei einem Hotelaufenthalt, sei es in der Türkei oder in Ägypten. Auch auf Kreuzfahrtschiffen kann man diese Unsitte feststellen.
Heute ist keine große Segelyacht in der Bucht, der Russe ist wohl weiter gezogen. Von weitem kommt eine Motoryacht in Sicht. Sie ist bei weitem nicht so groß wie die Yacht SY A mit ihren 143 Metern. Sie ist hoch aufgebaut wie eine normale Motoryacht halt ist, die Größe kann bei 40 bis 60 Metern liegen. Der Besitzer ist halt nur ein armer Millionär und nicht wie gestern der Milliardär Andrei Melnitschenko. Dagegen sehen wir später ein Kreuzfahrtschiff in die Lagune von Venedig einfahren. Es muss sich um ein kleineres Schiff handeln, da große Kreuzfahrtschiff über 25.000 BRZ und >180 Metern nicht mehr den Giudecca-Kanal in Venedig befahren dürfen.
Nach meiner späteren Recherche muss ich feststellen, das es sich nicht um ein normales Kreuzfahrtschiff handelte, sondern um eine Luxusyacht. Es ist die Emerald Kaia die heute am Samstag in die Lagune von Venedig eingefahren ist.


Emerald Kaia: 120 Meter lang; 128 Passagiere
Auch heute ist es am Strand sehr warm, so dass wir öfters mal ins Meer gehen und schon mal eine Viertelstunde oder länger im Wasser verbringen. Nach weiteren 2,5 Stunden gehen wir zurück zum Stellplatz um einen Cappuccino zu trinken. Später gibt es noch einen kühlen Aperol Spritz zum trinken.
Wir haben in unserem Campingbasar einen Strandhocker gesehen, mein kleiner Hocker geht langsam kaputt, der Stoff bricht am Metallträger. Gegen 16:00 steigen wir ins Auto und fahren in Richtung Cavallino um ein Campinggeschäft zu suchen, und das auch finden. Nur ein Parkplatz für unser Auto zu finden gestaltet sich etwas schwieriger. Wir müssen nach dem Auto Parken in einer Seitenstraße wieder einige Meter zurück laufen. Im ersten Campingshop finden wir keinen passenden Stuhl, so fahren wir wieder zurück. In einem weiteren kleineren Geschäft das offensichtlich von Asiaten betrieben wir, sind wir ebenfalls erfolglos.
So fahren wir wieder zum Campingplatz zurück, auf der Hauptstraße vom Campingplatz sehen wir einen großen Fahrzeug-Anhänger mit einer Aufschrift „Barbecue„. Offensichtlich gibt es heute Abend eine Veranstaltung mit Essen und Musik. Wir stellen unser Auto am Stellplatz ab und gehen etwas später wieder zum Zentrum zurück. Beim Campingbasar befindet sich eine kleine Bühne, wo ein Gitarrist und eine Sängerin jetzt Musik machten. Ihr Programm umfasst von Country bis zu alten Italienischen Schlager/Oldies. Es hörte sich sehr schön an. Wir hören eine Weile zu, meine Frau holt im Basar noch ein paar Ansichtskarten für unsere drei Enkel. Anschließend kaufen wir uns noch ein Eis in der Pizzeria, wo eine große Kühltruhe mit offenem Eis steht. Um 21:30 gehen wir wieder zurück zum Platz, wo wir noch ein Glas Rotwein bzw. Sangria oder auch zwei Trinken.
Gegen 22:30 gehen wir ins Waschhaus, um uns zum Schlafen fertig zu machen. Die Temperatur heute unter Tages lag bei 38°
Samstag, den 27. Juni 2026
Ja guten Morgen, auch heute ist es schon wieder 8:00 geworden, als wir aufgestanden sind.
Unser Schwager feiert heute seinen 80. Geburtstag. Am Abend kommen Musikerkollegen um ihm ein Ständchen zu spielen, und natürlich eine Kleinigkeit bei Ihm zu trinken und zu Essen.
Gemeinsam gehen wir in den Lebensmittelshop um ein paar Brötchen für unser Frühstück zu kaufen.
Im Basar wollen wir heute Vormittag noch einen Strandhocker kaufen, da mein Alter so langsam den Geist aufgibt. Wir haben bis heute noch keine Besichtigung vom Campingplatz gemacht, die Hitze macht einen Träge und Faul. Geplant hatten wir ebenfalls eine kleine Fahrradtour zum Fährhafen zu machen, um dann mit der Fähre nach Venedig zu fahren. Aber bei durchschnittlich 36° macht das keinen Spaß.
So gegen 11:00 gehen wir wieder zum Strand, hier scheint die Temperatur etwas erträglicher zu sein als die vergangenen Tage. Heute ist gar nichts los in der Bucht von Cavallino, keine große Yacht oder ein Kreuzfahrtschiff am Horizont zu sehen.
Wie meistens gegen 14:00 kehren wir zum Stellplatz zurück, um einen Cappuccino zu trinken. Später um 16:00 besuchen wir erstmalig die hübsche Poolanlage. Sie besteht aus einem Niedrigwasser-Bereich und einem Schwimmbereich für Erwachsene. Rings um die hübsche Poolanlage stehen schöne Pinien, die den Pool teilweise beschatten.
Nachteilig ist für mich, es gibt in der hübschen Poolanlage keine Dusche, und die Toilette hier ist absolut daneben.
Gegen 18:00 gehen wir wieder zurück zum Stellplatz, heute Abend wird gegrillt. Einmal bei jedem Campingplatzwechsel wird gegrillt. Ich bin eigentlich kein Freund vom Grillen. Wie immer gibt es verschiedene Würstchen, sowie Hühnchen und Truthahnsteak, meine Frau mag auch gern ein Schweinesteak dazu.

Nach dem Abendessen machen wir endlich den längst fälligen Campingspaziergang, um den Platz mal richtig kennen zu lernen. Ein paar Meter von unserem Stellplatz entfernt ist der Camping Al boschetto Village Wir hören an unserem Stellplatz am Abend manchmal Musik oder sonstige Veranstaltungen die hier stattfinden. Wir gehen eine Straße entlang die in Richtung Strand führt, hier befindet sich am Ende ein netter Kinderspielplatz. Im letzten Jahr war meine Tochter mit ihrer Familie hier auf dem Platz, und mein kleiner Enkel hat wohl öfters hier gespielt. Der Campingplatz hat verschiedene Kategorien von Stellplätzen, beginnend von Pineta den wir haben. Wenn man vom Waschhaus weiter Richtung Strand geht, hier befinden sich die Plusplätze. Was ich sehen konnte, sie sind im allgemeinen groß, haben aber meist keinen Baum der Schatten spenden würde. Und zu guter Letzt die Mare Stellplätze, die sich natürlich in der Nähe des Meeres bzw., an den verschiedenen Ausgängen zum Strand befinden. Der Campingplatz ist meiner Schätzung zu 50 Prozent belegt, was mir wenig erscheint. Im Anschluss gehen wir wieder in Richtung Zentrum, hier gibt es so ein kleines Atrium, wo ein paar Animateure ein Musikquiz veranstalten. Wir schauen eine Zeitlang zu, einer der Animateur spielt auf einem Notebook ein paar Sequenzen eines Liedes, und die Zuschauer müssen erraten, um welchen Liedtitel es sich handelt. Einige der Zuschauer sind recht gut und schnell, wir können da nur staunen. Gegen 22:00 gehen wir wieder zurück zu unserem Caravan, um hier ein Glas Rotwein bzw. einen Sangria zu trinken (ich mag Sangria). Bald darauf gehen wir ins Waschhaus um uns in`s Bett gehen zu machen.
Die Temperatur heute Abend liegt bei 25 – 28°.

Wie wir feststellen konnten ist der Campingplatz sehr schön, und sehr gepflegt. Wie ich schon bemerkt habe, wird das Waschhaus, das nagelneu ist, den ganzen Tag durchgehend gereinigt.
Sonntag, den 28. Juni 2026
Wir haben abgesehen von der Hitze recht gut geschlafen, stehen dann wie meistens gegen 8:00 auf, es ist leider schon wieder ziemlich warm vor dem Caravan.
Gestern hat unser Schwager Alfred seinen 80. Geburtstag im Kreise seiner Musikkollegen gefeiert. Leider konnten wir bei seiner Feier nicht dabei sein, wir hatten unsere Urlaubsreise schon im Dezember geplant und gebucht.
Gemeinsam gehen wir zum Lebensmittelshop hinauf um ein paar Brötchen für unser Frühstück zu kaufen.
Während wir bei unserem Frühstück sitzen, fährt ein Angestellter vom Campingplatz auf seinem Elektro-Car vorbei. Er steigt aus und schaut auf verschiedenen Stellplätzen nach der Wasserleitung, wo den Wurzelbereich der Hecken besprüht, bzw. den Wasserhahn. Da bei uns seit ein, zwei Tagen ein Bewässerungs-schlauch leckt, zeige ich ihm den Defekt. Er bedankt sich und dichtet den Schlauch ab, sucht aber anschließend nach weiteren Undichtheiten in der Umgebung.
Im Anschluss machen wir unseren Morgendliche Toilette zu Ende. Die Temperatur im Caravan liegt bei 25°, und für Außen zeigt er satte 35° an. Vielleicht scheint aber auch die Sonne etwas auf den Sensor.
Am Vormittag gehen wir nochmals eine Runde über den Platz um ein paar Fotos zu machen.
Wir gehen noch kurz zum Pool, hier ist aber um diese Zeit noch nicht viel los, wie man an den Bildern sehen kann.
Wir gehen zu unserem Stellplatz zurück um unsere Badesachen und die Strandhocker zu holen. Ich hatte gestern im Campingbasar einen neuen Strandhocker gekauft, da ja mein alter Hocker den Geist aufgegeben hat. Den habe ich gleich anschließend zum Sperrmüll gegeben. Wir gehen immer zum gleichen Strandausgang hinaus. Auf der linken Seite unseres Ausgangs befindet sich eine große Rutsche, und auf der rechten Seite befinden sich die Strandduschen. Am Strandende unseres Campingplatzes stehen einige Toilettenhäuschen.
Der Strand ist wie immer nur leicht gefüllt, auch heute mit leeren Strandliegen aber reservierten Plätzen. Es ist warm, so dass wir auch heute mehrmals ins Wasser gehen um uns zu erfrischen. In der Nähe des Strandes muss sich ein Sportflugplatz befinden, meine Frau hat mehrmals ein paar Sportflugzeuge im Tiefflug vorbei fliegen sehen.

Nach ca. 2 Stunden gehen wir wieder zurück zum Caravan um eine Tasse Cappuccino zu trinken, sowie ein Stück Kuchen zu essen. Für Heute Abend wollen wir eine Pizza im Restaurant bestellen. Nach Aussage meiner Tochter und des Schwiegersohnes soll sie ausgezeichnet schmecken, ein ausgezeichnetes Speiseeis haben sie ja, wie wir wissen.


Die Pizza schmeckt wirklich ausgezeichnet, später gehen wir nochmals zum Pool zurück, hier spielt die Camping-Animation ein Musical „Dirty Dancing„, danach gehen wir zurück zum Restaurant /Eisdiele, um uns noch ein Eis zu kaufen.
Im Anschluss gehen wir wieder zurück zum Stellplatz, um hier noch eine Kleinigkeit zu trinken. Eine kurze WhatsApp an unsere Töchter, bei Ihnen zu Hause hat es zwischenzeitlich schon mal geregnet, und es ist etwas Kühler geworden.
Wie meistens gehen wir gegen 22:30 ins Waschhaus um uns zum Bett gehen, fertig zu machen.
Montag, den 29. Juni 2026
Es ist 7:45 als wir aufstehen, blauer Himmel wie immer, wir haben ja seit vielen Wochen ein herrliches Wetter, keinen Tag geregnet (was ja auch als Nachteilig empfunden werden kann)
Heute Morgen gibt es Backbrötchen aus unserem eigenen Bestand. Wir haben in jedem Urlaub eine eigene Reserve an Brötchen dabei. Wir hatten bzw. auf der Seiser Alm im Shop am Sonntag Ruhetag und keinen Verkauf, für solche Tage ist das gedacht.
Nach unserem Frühstück geht es zuerst in`s Waschhaus, und später dann zum Strand. Eine Möglichkeit wäre zum Fähranleger zu fahren, aber bei dieser Hitze ist das auch kein Spaß. Auf jeden Fall möchte ich heute noch unser Auto volltanken. Ich hatte mir schon vor unserer Reise eine günstige Tankstelle ausgesucht.
Ca. 2 Stunden verbringen wir am Strand und im Wasser, anders ist die Hitze nicht mehr auszuhalten, bevor wir zum Caravan zurück um einen Cappuccino zu trinken. Wie alle Tage kommt ein Eiswagen an unserem Strandabschnitt vorbei. Aber sein Geschäft läuft meiner Meinung nicht allzu gut. Um etwa 13:00 wir sind gerade beim Kaffee trinken am Stellplatz, fährt ein Wohnmobil mit Mindelheimer MN-Kennzeichen bei uns vorbei. Auch sie haben unser Autokennzeichen bemerkt und kommen bald darauf vorbei. Es stellt sich heraus, das Ehepaar ist wie wir ebenfalls aus Ottobeuren. Sie waren auf ihrer Reise in Wien bzw. Kärnten.
Um 14:00 fahren wir dann los um eine Tankstelle zu suchen, ich hatte ja schon zu Hause eine Tankstelle im Blick, die wollen wir jetzt finden. Gleich hinter dem Camping Market Cavallino, den wir vor ein paar Tagen besucht hatten, finden wir eine Tankstelle mit günstigem Diesel. Nach dem Tanken fahren wir zurück , fahren aber an unserem Campingplatz vorbei. In ca. 2 Kilometer Entfernung befindet sich der Campingplatz „Marina di Venezia“ laut seiner eigenen Reklame der größte Campingplatz Europas. Hier wollen wir mal hinfahren. Kurze Zeit später stehen wir vor dessen Einfahrt, auf der linken Straßenseite gibt es noch einen weiteren Check-In. Anscheinend werden hier die neu ankommenden Gäste eingebucht.

Vor dem Camping-Eingang drehen wir wieder um und fahren die Via Adige wieder zurück bis in die Via Vettor Pisani wo unser Campingplatz liegt. Unser Campingplatz hat sogar einen Autowaschplatz, er ist gleich bei uns in der Nähe. Wir fahren hin und spritzen unser Auto mit einem Hochdruckreiniger ab. So einen hohen Arbeitsdruck würde ich mir für meinen Hochdruckreiniger zu Hause auch wünschen.
Nach unserem Abendessen machen wir nochmals einen Spaziergang über den Platz. Gehen an den Sportanlagen vorbei, auf der rechten Straßenseite befinden sich die Plusplätze. Die meisten dieser Plätze sind noch frei. Wir kommen an einem Hydromassage-Pool vorbei, er ist nur für Erwachsene gedacht. Im Anschluss gibt es noch ein Studio mit Sportgeräten.
Später kaufen wir uns noch ein Eis im Restaurant und setzen uns auf eine der vielen Bänke vor dem Service-Zentrum. Kurz nach 22:00 machen wir uns bereit um ins Bett zu gehen. Die Temperatur jetzt am Abend liegt bei 28°.
Dienstag, den 30. Juni 2026
Heute ist unser letzter Urlaubstag auf dem Camping dei Fiori hier an der Adria . Wir sind wie die meiste Zeit kurz vor 8:00 aufgestanden. Früh am Morgen etwa um 4:00 in der Frühe hat es ein Gewitter gegeben, mit Blitz und Donner, aber es kam kein einziger Tropfen Regen. Wir gehen gemeinsam zum Platzeigenen Supermarkt, um ein paar Brötchen für unser Frühstück zu holen. Kurz vor Mittag gehen wir zum Strand, um ein bisschen Erfrischung im Wasser zu erhalten. Gute dreimal sind wir im Wasser gewesen. Gegen 14:00 gehen wir wieder zum Stellplatz zurück. Im Schatten unseres Caravans trinken wir noch ein Glas Aperol Spritz. Und bald darauf noch eine Tasse Kaffee und essen dazu ein paar Waffeln mit Marmelade darauf.
So gegen16:00 beginnen wir dann unsere Markise abzubauen und auf der Oberseite zu reinigen. Wieder Erwarten ist sie sauberer als gedacht, wir hatten schon Angst dass das Harz der Pinien sowie die Vögel unsere neue Markise stark verschmutzen würden. Aber wir haben Glück. Gestern Nachmittag waren wir beim Tanken in Cavallino und haben hier im Campingshop einen Harzentferner gekauft. An die drei Harzflecken finden wir schon auf der Markise, kurz mit dem Reiniger darüber gewischt und die Flecken sind weg. Auch auf unserem Auto sind ebenfalls ein paar Flecken, die ebenfalls nach kurzer Behandlung entfernt sind.
Nach unserem Abendessen machen wir nochmals einen Spaziergang über den Platz gehen am schönen Spielplatz vorbei, wo unser kleiner Enkel vor einem Jahr wohl gespielt hat.

Wir verbringen die letzten Stunden hier an der Adria, morgen Früh geht es weiter an den Gardasee. Kurz nach 22:00 gehen wir ins Waschaus und anschließend in`s Bett.
Heute hat die Schwiegermutter unserer Tochter Raphaela ihren Geburtstag, den sie mit Ihrem Mann hier am Gardasee verbringen wollen. Wahrscheinlich treffen wir die beiden noch, wenn wir unsere letzte Urlaubswoche am Gardasee verbringen werden.
Mittwoch, den 01. Juli 2026
Wir stehen heute sehr früh auf, bauen im Anschluss unsere Klimaanlage ab, und verstauen sie in unserem großen Kleiderschrank. Zum Frühstück gibt`s nur eine Tasse Kaffee und ein paar Waffeln mit Marmelade.
Als nächstes fahre ich den Caravan mit dem Mover (Rangierhilfe) auf den Weg, und hänge ihn an`s Auto an. Unser Kölner Nachbar steht auch schon bereit um uns zu verabschieden. Wir fahren zum Eingang des Campingplatzes wo sich die Rezeption befindet, hier müssen wir noch unsere Armbänder und alles was wir vom Campingplatz hatten abgeben. Inmitten einer langen Parkbucht kurz vor der Rezeption steht ein Fahrzeug vom Campingplatz, keine Chance zum Parken. Direkt neben dem Eingang stellen wir unser Gespann ab und gehen in die Rezeption.
Um 8:35 verlassen wir den Platz, und machen uns auf den Weg zur Autobahn. Ca. 200 Kilometer liegen vor uns, das meiste davon ist Autobahn, wenn wir Glück haben sind wir um die Mittagszeit (12:00) an unserem neuen Campingplatz am Gardasee.
Wir brauchen fast eine ganze Stunde bis wir die Autobahn in Richtung Mailand erreichen. Es herrscht ein reger LKW-Verkehr, aber kein Stau der uns weiter behindert. Bei Verona wechseln wir auf die A22 in Richtung der Brenner-Autobahn. Kurz darauf bei Affi verlassen wir mit Zahlung einer Maut von 18,00 Euro endgültig die Autobahn. Auf einer Nebenstrecke geht es über die Berge bei Albare Statione einem Ortsteil von Costermano. Kurz vor Bardolino geht es in Serpentinen wieder nach unten. Nun sind es nur noch ein paar Kilometer bis wir unseren Campingplatz La Rocca erreichen. Wenige Minuten vor Mittag kommen wir am Platz an. Auf dem Vorplatz steht ein Mitarbeiter des Campings, der nach der Kontrolle unserer Papiere uns zum Stellplatz führt. Die Anmeldung in der Rezeption können wir später machen.
Wir fahren mit Hilfe unseres Mover (Rangierhilfe) den Caravan auf den Stellplatz, schließen unser Stromkabel an. Danach drehe ich die Kurbelstützen mit einem Accuschrauber herunter. Wir haben einen Stellplatz PowerPlus mit 90 qm gebucht, das ist nicht allzu groß. Unser Auto müssen wir vorne quer an der Straße stellen.
Da wir schon gehört haben, dass am späteren Nachmittag ein Gewitter mit Sturmwarnung kommen soll, rollen wir unsere Markise noch nicht heraus. Auch den Vorzeltteppich legen wir ebenfalls nicht aus. Die Sturmwarnung bezieht sich auf eine Stärke und Geschwindigkeit von 50 – 60 Km/h, hier eine Markise frisch auszurollen wäre etwas dumm.
Nach dem wir unseren Caravan aufgestellt haben, gehen wir die paar Meter bis zur Rezeption, um uns auch hier anzumelden, Zum Empfang bekommen wir noch von einer Mitarbeiterin eine Flasche Wein geschenkt.
Die erwartete Schlechtwetterfront stellt sich gegen 15:00 ein, war aber bei langem nicht so schlimm wie angesagt und erwartet.
Wir stellten unseren Campingtisch und die Stühle ins Auto zurück und tranken unsere Tasse Cappuccino und den Kuchen einfach im Caravan. Während unseres Spaziergang zuvor konnten wir einige Camper beobachten, die Dachzelte, Markisen und andere in die Höhe ragende Dinge abbauten. Es gab einen kurzen Regenschauer und einige mittelschwere Sturmböen, aber nach ein / zwei Stunden war die Gewitterstörung vorbei. Der Tag war natürlich gelaufen, etwas später machten wir noch einen weiteren Spaziergang über den Platz, um ihn kennen zu lernen.

Der La Rocca Hausberg von Bardolino/Garda

Abenddämmerung am Gardasee
So gegen 22:00 sind wir dann ins Waschhaus Bagno Vigna gegangen, das nur ein paar Meter von uns entfernt ist, und einen passablen Eindruck macht. Kurz darauf sind wir ins Bett gegangen, die Außentemperatur war durch die Gewitterstörung etwas nach unten gegangen, so dass wir heute Abend keine Klimaanlage mehr benötigten.
Donnerstag, den 02. Juli 2026
Guten Morgen, der erste Tag in unserem Campingplatz am Gardasee, wir haben ausgezeichnet geschlafen. Die Temperatur heute Nacht lag im Wohnwagen bei ca. 22-23°. Nach einem kurzen Besuch im Waschhaus gehen wir gemeinsam in den Supermarkt, um ein paar Brötchen für unser Frühstück zu holen. Unser Stellplatz befindet sich im Olivo wie unsere Straße heißt. Wir gehen an der Rezeption vorbei ein paar Meter nach unten, am Botanika-Restaurant vorbei, das einen guten Eindruck macht.

hier geht es dann um die Ecke, auf der Rechten Seite befindet sich die Rocky Arena (Kinder/Theater) und vor uns der Smeralda Pool. Weiter geht es zum Beginn eines Tunnels der zum anderen Platzteil auf der anderen Straßenseite führt. (er ist natürlich nur für Fußgänger höchstens noch für Radfahrer gedacht?).
Hier am Beginn des Tunnels befindet sich der kleine Supermarkt (Garda Gourmet), wo man Alltägliches bekommt. Am Smeralda Pool entlang befindet sich der Spa und Wellness-Bereich Harmonia und danach ein weiteres Waschhaus mit dem Namen Bagno Gelso.
Mit den Brötchen in der Hand gehen wir auf unseren Stellplatz zurück, um zu Frühstücken. Die Sonne brennt schon ziemlich warm vom Himmel, so dass wir in den Schatten des Caravans rücken müssen. Nach unserem geruhsamen Frühstück entschließen wir uns auf dem Lungolago Spazier – Radweg in Richtung Bardolino zu wandern. Hier ist einiges los, Spaziergänger und Radfahrer die von Garda in Richtung Lazise oder umgekehrt unterwegs sind. Heute ist in Bardolino Markttag, er ist einer der größten Märkte hier am See. Vom Campingplatz bis zum Ortsrand von Bardolino sind es gerade mal 1,5 Kilometer. Am Centro Nautica vorbei, gehen wir an einer hübschen Promenade entlang. An der Spitze des Punta Cornicello steht ein großes Riesenrad. Hier sind schon die ersten Marktstände aufgebaut, die sich wohl bis ins Centrum ziehen werden. Wir gehen noch ein paar Meter weiter bevor wieder umdrehen.

Mittlerweile ist es sehr warm geworden. Der Lungolago Spazier – Radweg ist größtenteils beschattet, es gibt natürlich auch einige Sonnige Abschnitte. Das Spazieren Gehen auf dem Weg ist wegen der großen Anzahl der Radfahrer die heute unterwegs sind, nicht allzu schön. Wieder auf dem Campingplatz angekommen, es ist mittlerweile schon Mittag geworden entschließen wir uns unsere Markise auszurollen, um endlich Schatten am Caravan zu haben.
Nach einer Mittagspause mit einer Kleinigkeit zum Essen, packen wir unsere Strandhocker und gehen zum Uferweg hinunter. Hier zwischen Lungolago und See befindet sich der Strandabschnitt des Campingplatzes. Er ist zum größten Teil beschattet, ein paar Meter weiter befindet sich eine größere Bootswerft (Roccavela). Hier liegen teilweise sehr große Sportboote auf ihren Trailern, die auf Bedarf ihres Besitzers mit einem großen Bootskran ins Wasser gebracht werden. An die zwei Stunden verbringen wir im Schatten der Bäume bevor wir zum Stellplatz zurück gehen um einen Cappuccino zu trinken.
Nach dem Abendessen machen wir noch einen Spaziergang über den Lungolago und den Campingplatz. Wie man auch hier erkennen kann, gibt es wesentlich mehr Wohnmobile als Caravan. Auf einem Weg sehen wir einen Wohnmobilisten der seinen Stellplatz sucht. Er hatte eine falsche Bemaßung für sein Fahrzeug angegeben, und nun festgestellt, der Stellplatz ist zu klein. Nun ist er auf dem Weg zu seinem neuen Stellplatz. Über viel zu enge Wege und Straßen sucht er seinen neuen Platz. An einer Engstelle stehen einige Camper, auch wir und helfen ihm beim Rangieren. Er hat sein ein Jahr altes Wohnmobil schon zuvor beim Rangieren am Dach sowie an der Einstiegleiste beschädigt.
Danach gehen wir zum Wohnwagen zurück um eine Kleinigkeit zu trinken, bevor es ins Bett geht.
Freitag, den 03. Juli 2026
Wir sind jetzt schon den zweiten Tag hier am Gardasee, die Temperatur ist nach wie vor sehr hoch 35° oder mehr. Es ist erst 7:30 als wir aufstehen. Während die Kaffeemaschine läuft, geht meine Frau in den Supermarkt um ein paar passende Brötchen zu holen. Wie ich schon gesagt hatte, jeder Supermarkt hier in Italien hat eine andere Auswahl an Brötchen. Meine Frau kennt sich da besser aus.
Gestern am frühen Abend haben wir noch unsere kleinen E-Bikes aus dem Auto geholt, und zusammen gebaut (Klappräder). Heute Vormittag wollen wir damit einen kleinen Ausflug auf dem Lungolago nach Garda oder Bardolino machen.
Um 10:00 geht`s dann los, allerdings nach Bardolino, in Garda ist heute Vormittag Markttag. Wir haben Glück, im Gegensatz zu gestern ist wenig los, anscheinend sind die meisten Radfahrer heute in die andere Richtung nach Garda zum Markt gefahren. Wir kommen zuerst an der Bootswerft (Roccavela) vorbei, wo kleine Trecker immer wieder Trailer mit verschiedenen Sportbooten zu einem großen Bootskran bringen. Dort werden sie mit breiten Gurten angehoben und ins Wasser gebracht.
Als nächstes fahren wir am Hotel Sportsman**** und an drei weiteren Campingplätzen dem Serenella und dem Continental sowie dem Camping San Nicolo vorbei. Wieviel Sterne die Plätze haben, weiß ich nicht. Dann haben wir auch schon die Promenade vom Lungolago Preite erreicht, wo wir an einem Riesenrad vorbei fahren. Weiter geht es in Richtung Zentrum, auf der rechten Seite ist der Hafen mit der Anlegestelle für Ausflugsboote die von den anderen Orten am See kommen. Auf der linken Seite ist das Zentrum von Bardolino, das werden wir einmal gesondert besuchen. Es geht weiter auf dem Lungolago der aber immer wieder einen anderen Namen bekommt. Wir verlassen die Bucht um den Hafen und um eine Landspitze herum fahren wir plötzlich am Spiaggia Mirabella (Badebucht) vorbei. Hier befindet sich ein weiterer Campingplatz mit dem Namen Europa***. Wir fahren weiter bis nach Cisano einem Ortsteil von Bardolino. Hier am Campingplatz mit dem Namen San Vito setzen wir uns auf eine Bank um eine Kleinigkeit zu trinken, wir unterhalten uns mit einem älteren Mann der aus Dänemark kommt. Er verbringt seinen Urlaub mit seiner Tochter in einem Hotel hier vor Ort.
Danach fahren wir auf dem gleichen Weg wieder zurück zu unserem Campingplatz La Rocca. Um 12:15 sind wir wieder am Platz, es war eine schöne Radtour mit wenig Rad und Fußgängerverkehr und angenehmer Luft. Aber langsam steigt die Temperatur wieder an, es wird sehr warm. Da Mittag ist, machen wir eine kleine Brotzeit mit Hering, Käse und Schinken sowie Brötchen vom Frühstück. Anschließend legen wir uns in den Schatten unserer Markise um uns etwas auszuruhen. Gegen 15:00 trinken wir noch eine Tasse Cappuccino, bevor wir zum Strand hinunter gehen.
Nach dem Abendessen, heute gibt es Spaghetti Bolognese zum Essen und dem anschließenden Geschirr spülen im Waschhaus, machen wir noch einen Spaziergang am See. Wir wollen nach Garda laufen, bis dahin soll es nur 1 Kilometer sein. Der Lungalago nach Garda ist wesentlich Schattiger als der Weg nach Süden nach Bardolino. Nur wenige hundert Meter vom Campingplatz entfernt beginnt die Promenade von Garda. Sie ist wunderschön angelegt, mit Pflastersteinen, Bistros und Cafe`s am Ufer des See`s. Im Randbereich des Ortes sind einige Badestellen die noch jetzt am späten Abend, es ist 21:00 vorbei, von zahlreichen Badegästen besucht sind.
Am Beginn zum Ortszentrum drehen wir wieder um und gehen zurück zum Campingplatz. Auf unserem heutigen Spaziergang sehen wir ein für uns neues Erlebnis. Ein älteres Ehepaar überholt uns mit einem wunderschönen Kinderwagen/ Hundewagen. Voller Stolz schiebt die Frau Ihren Wagen, nur durch Zufall sehen wir darin einen kleineren Hund liegen. So etwas hatten wir bisher noch nie gesehen. Da fällt mir gerade ein, in unserer Straße am Campingplatz ist ebenfalls ein Ehepaar mit ein oder zwei Hunden, auch die beiden haben wir schon mit einem Hundewagen gesehen. Wieder an unserem Stellplatz angekommen, trinke ich ein Glas Weizenbier, meine Frau trinkt lieber ein Glas Rotwein. Kurz nach 22:30 gehen wir ins Waschhaus hinunter, zum Zähne putzen, Toilette usw. Wenig später sind wir schon im Bett.
Samstag, den 04. Juli 2026
Es ist schon 8:00 vorbei als wir aufstehen, wir haben blauen Himmel und auch die Sonne scheint warm vom Himmel. Wir gehen gemeinsam zum kleinen Supermarkt (Garda Gourmet) um ein paar Frühstückbrötchen zu kaufen. Nachdem auch die Kaffee-Maschine schon durch gelaufen ist, und der Tisch mit all dem bestückt ist, was wir brauchen.
Heute Morgen wollen wir mit unseren E-Bikes auf dem Lungalago (Ufer-Radweg) nach Garda radeln. Gestern Abend waren wir ja schon mal zu Fuß bis am Ortsrand. Der Lungalago führt am Fuß des La Rocca di Garda, der die beiden Gemeinden Bardolino und Garda trennt vorbei.
(Der/Die Rocca besteht aus zwei Gipfeln, der direkt am Ufer gelegenen Rocca Vecchia und etwas dahinter der Anhöhe mit dem Kloster „Eremo dei Camaldonesi„) der durch einen Wanderweg von Garda zu erreichen ist.

Blick auf Garda
Vor den vielen Restaurant`s am Lungolago Europa wie er hier in Garda heißt werden schon die Tische zum Mittagessen gedeckt. An einem der vielen Fahrradständern beim Rathaus stellen wir unsere Räder ab, und gehen zu Fuß weiter. Wir waren vor drei Jahren schon einmal in Garda, damals mussten wir in eine VW-Vertragswerkstatt, weil irgend ein Sensor verrückt spielte. Während dieser Zeit waren wir ebenfalls in Garda spazieren. Zu dieser Zeit gab es einen Pavillon im See, durch einen kurzen Steg mit dem Ufer verbunden. Leider gibt es ihn nicht mehr, er war offensichtlich ein Treffpunkt für Jugendliche. Wenn man durch die Lücken der Bodenplanken schaute, konnte man große Fische (Barbe, Karpfen ?) schwimmen sehen.
Wir gehen weiter am Bootshafen entlang, wo die kleinen Motorboote liegen, danach kommt die Anlegestelle für die großen Ausflugsboote die von anderen See-Orten kommen. Hier stehen ein paar Verkaufsstände für Souvenier, Lederwaren, Porzellan und ähnliches. Auf der Straße gegenüber befindet sich die Villa degli Albertini eine Villa erbaut im 17. Jahrhundert.

Nachdem ich hier ein Foto versucht habe, gehen wir wieder zurück, machen noch einen kurzen Abstecher durch die Gassen. Anschließend fahren wir mit den E-Bike`s durch bis Bardolino.

Wir spazieren über die Piazza Matteotti und dann eine kleine Gasse an der Kirche San Nicolo vorbei in die Via Fosse. Hier hat meine Frau gestern ein kleines Lebensmittelgeschäft gesehen. Heute will sie hier ein paar Kartoffeln kaufen. Im Anschluss gehen wir zur Schiffsanlegestelle zurück. Hier in der Nähe befindet sich die Pizzeria/Gelateria Cristallo die ein schmackhaftes Eis haben, wie wir feststellen. An der Anlegestelle fährt gerade ein Schiff ab. Eine Weile bleiben wir hier, essen unser Eis, bevor es zurück zum Campingplatz geht. Hier essen wir noch die Reste unseres gestrigen Abendessens Spaghetti Bolognese.
Anschließend trinken wir Cappuccino und dazu ein Stück Kuchen. Wir wollen heute noch den anderen Platzteil über der S.S. 249 Gardesana Orientale besuchen. Allerdings geht es hier ganz steil den Berg hoch.
(Eine Möglichkeit wäre durch den vorhandenen Tunnel zu gehen, die andere ist die Staatsstraße zu überqueren, um in den anderen Platzteil zu kommen)
Wir entscheiden uns die Straße zu überqueren, und mit den Rädern den Berg hoch zu fahren. Die ganze Siedlung besteht aus lauter verschiedenen Village mit Whirlpool oder ohne. Ganz oben am Berg befindet sich das Waschhaus Bagno Olivo mit dem Panorama Pool . Diesen Pool wollen wir uns heute anschauen.

Mit unseren E-Bikes oben angekommen, geht es noch eine weitere Treppe hinauf zum Pool. Er ist gut besucht, vermutlich von den Gästen der verschiedenen Village hier auf dem Berggelände.





Wir unten am Campingplatz hätten sicher die Möglichkeit, auch diesen Pool zu geniesen, für uns (Alte) gibt das wohl keinen Sinn mehr. Wir fahren wieder den Berg hinunter, und machen uns anschließend fertig für den heutigen Abend.
Kurz vor 18:00 wollen wir nach Lazise bzw, zum Camping Piani Di Clodia fahren. Hier verbringen die Schwiegereltern unserer Tochter in der Relais Villa Clodia ihren Urlaub. Auch unser Schwiegersohn ist für ein paar Tage vor Ort.
Als wir vor der Villa ankommen, stehen schon alle vor dem Eingangstor und warten auf uns. Unser Auto können wir innerhalb des Grundstückes der Villa parken. Dann gehen wir gemeinsam in den Campingplatz Piani Di Clodia hinunter. Wir hatten beschlossen, statt einer externen Pizzeria in Lazise oder in einem anderen Ort eine Pizza in der Pizzeria Catullo im Zentrum des Campingplatzes zu essen.


Wir sind ziemlich früh hier, es sind außer uns noch gar keine Gäste da. Wir können aber an einem Tisch im Außenbereich des Lokales Platz nehmen. Jeder bestellt eine Pizza seiner Wahl. Dagmar, Klaus und auch unser Schwiegersohn Chris nehmen eine Pizza mit Schärfe. Bei unserem Schwiegersohn kann sie gar nicht scharf genug sein. Ich bestelle eine Pizza mit Pilzen und meine Frau eine Pizza mit Meeresfrüchten. Zum Trinken ganz unterschiedlich von Spezi über Säfte, ein Bier oder der Schwiegervater trinkt nur Wasser. Die Pizzen schmecken ganz ausgezeichnet. Im Theater gleich nebenan bereiten sie sich auf das Abendprogramm vor.
Im Anschluss an unser Essen gehen wir wieder zurück zur Villa Clodia. Wir sind noch eingeladen ein paar Stunden in der Wohnung bzw. auf der Terrasse mit dem Whirlpool zu verbringen. Leider ist es sehr heiß auf der Terrasse in der ersten Etage, der vorhandene Sonnenschirm reicht nicht aus, um unseren Tisch und die Sitzplätze zu beschatten. Unser Schwiegersohn und seine Eltern haben Wein den sie hier gekauft haben sowie ein paar Flaschen Bier für uns bereit gestellt.




Wir erleben wie schon vor zwei Jahren, als wir unsere Tochter mit ihrer Familie in dieser Wohnung besuchten, einen wunderschönen Sonnenuntergang. Gegen 21:30 fahren wir wieder zurück nach Bardolino zum Camping La Rocca.
Hier angekommen trinken wir vor dem Caravan noch eine Kleinigkeit, bevor es ins Waschhaus und ins Bett geht.
Sonntag, den 05. Juli 2026
Guten Morgen, es ist kurz vor 8:00 als wir aufstehen. Nachdem die Kaffeemaschine läuft geht meine Frau zum Supermarkt um ein paar Brötchen für unser Frühstück zu holen. Aber heute hat sie kein Glück, in den Ablagen liegen wohl lauter Brötchen, die den gestrigen Tag auch schon erlebt haben. Schade so etwas haben wir in diesem Urlaub noch nicht gehabt. Wir haben wie immer einen blauen Himmel, die Temperaturen steigen schnell.
Heute Mittag haben wir neue Nachbarn auf dem Stellplatz gegenüber bekommen. Sie wohnen in der Gegend von Hamburg, heute Morgen sind sie um 3:00 vom Camping-platz in Ottobeuren aufgebrochen. Der liegt keinen Kilometer von unserem Wohnhaus entfernt. Unser Schwiegersohn wollte heute Morgen wieder nach Hause fahren, während seine Eltern noch bis Dienstag hier verbringen werden.
Wir haben überlegt, heute nach Torri del Benaco zu fahren, das ist ein kleiner Ort mit einem Scaligero Schloss aus dem 14. Jahrhundert etwa 5 Kilometer nördlich von Garda. Der Ort bietet einen netten kleinen Hafen, einen Historischen Ortskern mit engen Gassen zum Bummel. Sowie ein Museum im Scaliger Schloss.
Wir machen uns fertig, fahren mit dem Auto zum Campingausgang. Auf der S.S. 249 Gardesana Orientale vor unserem Tor stehen Autos, eine ganze Schlange voll. Ich drehe sofort um, anscheinend ist das ein Wochenend-Ausflugsverkehr, da muss ich nicht dabei sein. Wir packen unsere Badesachen und Strandliegen, gehen hinunter zum Uferweg, wo wir im Schatten der Bäume einen netten Platz finden.
Wenig später gehe ich zur Boots-Werft (Roccavela) hinüber. Heute am Sonntag ist sehr viel los. Die Arbeiter fahren mit ihren kleinen Treckern ein Schiff nach dem anderen auf ihren Trailern zu einem großen Bootskran hinaus. Hier werden sie mit breiten Bändern angehoben und ins Wasser gebracht. Die Jungs bringen ein Boot nach dem anderen heraus. Ich frage einen Mann der neben mir sitzt und wartet, wieviel Tonnen dieser Turm-Kran hebt. Auf dem Ausleger des Kranes steht 10 Tonnen, erzählt er mir. Gerade eben wurde ein Boot ins Wasser verbracht, im Anschluss steht der Mann auf und geht die Treppe hinunter zum Schiff, das anscheinend Ihm gehört. Wenig später startet er den Motor und fährt von der Anlegestelle auf den See hinaus.
(Die obigen Boote sind über 9 Meter lang, wiegen über 3 Tonnen und haben zwei Motoren mit 500 – 1130PS und einer Höchstgeschwindigkeit von bis 70 Knoten (129,640 km/h) .
Ich schaue mir das noch eine Weile an, bevor ich zu meiner Frau und zum Strand-hocker zurück kehre. Bald darauf später gehen wir wieder zu unserem Stellplatz zurück um eine Tasse Kaffee zu trinken, bzw einen Kuchen zu essen. So gegen 16:00 gehen wir zum Smeralda-Pool, der sich in der Nähe des Botanika-Restaurant und des Neuen Waschhauses „Bagno Gelso“ befindet. Der Smeralda-Pool ist eigentlich der einzige Pool auf dem Campingplatz der für die Camper nutzbar ist. Der Panorama-Pool den wir gestern angeschaut haben, ist hoch am Berg gebaut. Der Bellavista-Hydropool über dem Botanika-Restaurant bietet Hydromassage-Liegen, die Gäste können auch Spa-Harmonia Service nutzen. Alles natürlich gegen die Bezahlung von einem Eintritt. Das Wasser im Smeralda-Pool ist angenehm nicht zu kühl und auch nicht zu warm. Man bekommt hier den Eindruck eines Infinity-Pools. Auf der einer Seite kann man die unten stehenden Caravan und Wohnmobile betrachten. Auch hier bleiben wir eine Weile, bevor wir zurück auf den Stellplatz gehen.
Heute Abend wird gegrillt, bei uns wird nur einmal die Woche bzw. pro Campingplatz gegrillt (ich bin keine Grillfreund). Nach unserem Abendessen machen wir noch einen Spaziergang über den Platz, bewundern ein paar riesige Wohnmobile, und auch die Menge der vorhandenen Wohnmobile (60-70%). Den Abschluss unseres Tages verbringen wir vor dem Caravan bei einem Glas Rotwein und einem Sangria. Danach gehen wir in unser Waschhaus Vigna, das nicht so weit entfernt ist, und einen guten Eindruck macht.
Montag, den 06. Juli 2026
Kurz vor 8:00 sind wir heute aufgestanden, die Sonne scheint schon recht warm vom Himmel. Die Kaffeemaschine läuft und meine Frau geht in den Garda Gourmet (Supermarkt) um ein paar Frühstücksbrötchen zu kaufen. Heute Morgen sind die Bäckereiartikel im Gegensatz zu gestern wieder gut.
Heute fährt unser vorderer Nachbar wieder weiter, er und seine Frau gehören zu der Gattung, die in keiner Weise angesprochen werden möchten. Wenn man in bestimmten Fernsehsendungen sieht und hört, wie freundlich und Hilfsbereit die Camper sind, kann man das kaum glauben. Aber es gibt auch sehr freundliche Wohnmobilisten, ein paar Plätze weiter vorne sind Berliner, die wahnsinnig freundlich sind. In unserer Straße sind heute einige Stellplätz frei geworden, offensichtlich reserviert sind und nicht besetzt werden.
Heute Vormittag fahren wir nach Lazise, das hübsche Städtchen besuchen. Unser Auto stellen wir am großen Parkplatz südlich der Altstadt ab, und gehen durch die Porta Lion vorbei am Castello Scaligero in die Altstadt. Am Rathaus und am alten Hafen vorbei, gibt es eine Eisdiele, die in der Regel ein gutes Speiseeis verkauft. Anschließend gehen wir mit unserem Eisbecher den Lungolago Marconi entlang. Auf einer Bank sitzend genießen wir unser Eis. Gerade fährt ein Ausflugsdampfer auf die Anlegestelle zu. Hier warten schon einige Touristen auf das Schiff, das einige Orte am See miteinander verbindet. Die Promenade hier am Lungolago Marconi ist sehr gepflegt und schön.
Nach einer Weile gehen wir weiter, an der Pizzeria (mit Maria) vorbei. Hier haben wir vor einigen Jahren eine ausgezeichnete Pizza gegessen.

Wir kommen dann am Sporthafen vorbei. Hier an der Ecke zur Viale Roma ist der Eingang zum Campingplatz Comunale.
Vor zwanzig oder mehr Jahren verbrachten wir aus Ermangelung freier Campingplätze eine Nacht auf diesem Platz. Da ich sowieso gerade eine Toilette suche, gehen wir in den Campingplatz hinein. Er schaut erschreckend aus, die Hälfte des Platzes ist eine Baustelle, kein Vergleich zu früher, eigentlich schade. Im hinteren Bereich des Platzes befindet sich ein Waschhaus, das ganz passabel ausschaut. Danach gehen wir in die Via Bastia an einem größeren Parkplatz vorbei durch das Porta San Zeno (Stadttor) zurück in die Altstadt mit ihren kleinen Souvenir-Läden. An der Piazza Vittorio Emanuele vorbei erreichen wir wieder das Porta Lion (Löwentor). Kurz davor gibt es ein Geschäft wo es Weine, Nudeln in kultigen Beuteln und sonstige Souvenirs gibt. Hier geht meine Frau hinein, um ein paar Geschenke zu kaufen. Danach gehen wir zum großen Parkplatz wo unser Auto steht. Es ist mittlerweile schon über die Mittagszeit hinaus, wir fahren zu unserem Campingplatz zurück.
Später am Nachmittag suchen wir nochmals den Smeralda-Pool auf, der einen netten Eindruck macht. Wir haben Glück und finden zwei freie Liegestühle im Bereich des neuen Waschhauses. Gute zwei Stunden verbringen wir hier am Pool.
obere Bilder: Botanika-Restaurant ; li. Bild: Pool-Terrasse; re. Bild : Durchgang zum Tunnel
Dienstag, den 07. Juli 2026
Aufgestanden sind wir wie immer kurz vor 8:00. Nach dem Frühstück und getaner Arbeit rings um den Caravan beschließen wir heute einen Ausflug nach Torri del Benaco zu machen. Der kleine Ort mit knapp 3.000 Einwohnern liegt ca. 7 Kilometer nördlich von Garda entfernt. Es herrscht vom Campingplatz bis zum Ortsende von Garda ein reger Autoverkehr. Kurz vor Benaco kommt noch ein kleine Straßen-baustelle.
Der Ort Torri del Benaco besitzt ein Scaliger Castel aus dem 14. Jahrhundert und einen kleinen Hafen der einer der schönsten am Gardasee sein soll.
Wir stellen unser Auto auf einem großen Parkplatz südlich der Scaliger Burg ab, und gehen in die Richtung des kleinen Hafens. Zuerst gehen wir zum Eingang der Scaliger Burg, wo gleichzeitig der Eingang zum Museum ist. Ein paar Meter weiter zum See sehen wir eine Skulpturengruppe aus Bronze das Monumento all“alpino (sie zeigt einen Soldaten der einem Kind eine Geschichte erklärt).

Wir gehen jetzt um den kleinen Hafen herum an dem Albergo Gardesana (Residenza d’epoca) vorbei. Am Ende der Piazza Domizio Calderini befindet sich die Anlegestelle des Fährterminales. Ab hier beginnt die Promenade mit dem Namen Lungolago Barbarani. Überall werden schon die Tische bei den gegenüberliegenden Restaurants für den Mittagstisch gedeckt. Wenn man über den See schaut, kann man die gegenüberliegende Gardesana Occidentale mit ihren Ortschaften Salo, Gardone und Maderno erkennen. Auf der rechten Seite erreichen wir die Piazza Chiesa wo im Hintergrund die Kirche Santi Petro e Paolo steht. Wir gehen kurz hinein, sie ist sehr schön, und gefällt mir sehr gut.
Danach gehen wir die Parallelstraße die Via Cesesare Battisti zurück. Auf der linken Seite kommen wir jetzt an einer Eisdiele (Gelateria Gustomenta) vorbei. Als Deko sowie als Eiswagen steht vor der Eisdiele eine wunderschöne Piaggio Ape Calessino. Wir gehen weiter die schmale Straße/Gasse entlang. Was uns auffällt, ist die Beleuchtung in dieser Gasse. Überall hängen Stromkabel mit Hunderten von Led-Leuchten, als ob schon Weihnachten wäre. An einem der kleinen Tische an der Bar al Porto nehmen wir Platz, um eine Schale Eis und eine Tasse Cappuccino zu trinken. Wir sind jetzt am Ende dieser Fußgängerzone und fast schon wieder am kleinen Hafen angekommen.

Zusammen fassend wäre zu sagen, der Ort Torri del Benaco ist sehr hübsch, und wenn wir wieder einmal in dieser Gegend, schauen wir bestimmt einmal vorbei. Wir gehen zum Parkplatz zurück, zahlen die Parkgebühren, die erstaunlicherweise nicht allzu hoch sind.
Am Campingplatz angekommen, gibt es erst eine Brotzeit mit Käse und Schinken sowie Brötchen vom Frühstück. Etwas später nehmen wir unsere Strandhocker und gehen hinab zum Strand. Wir finden noch ein Schattiges Plätzchen unter den Bäumen des Lungalago (Spazier-Radweg). Als dann die Sonne um die Uferbäume herum kommt, ergreifen wir die Flucht, und gehen zum Caravan zurück. Hier gibt es dann Kaffee und Kuchen.
Zur Tagestemperatur heute wäre zu sagen, wir hatten am Vormittag um 10:00 in Torri del Benaco ca. 26 °. Bei unserer Ankunft am Camping um die Mittagszeit waren es dann schon über 30°.
Am späten Nachmittag gehen wir nochmals zum Smeralda-Pool . Und wir haben auch heute Glück und finden zwei freie Liegestühle im Bereich des neuen Waschhauses. Gute zwei Stunden verbringen wir hier am Pool. Gegen 18:00 bauen wir unsere Markise ab, und legen unseren Vorzeltteppich zusammen. Die Kassetten-Toilette hatte ich schon im Laufe des Nachmittages entleert und die beiden Wassertanks aufgefüllt. Unsere beiden Campingstühle und den Tisch werden wir kurz vor dem Bett gehen im Auto verstauen.


Gegen 21:00 waren wir noch kurz in der Rocky-Arena, wo die Übertragung des WM -Fußballspieles Spanien – Portugal gezeigt wurde.

Danach gehen wir wieder zurück zum Stellplatz, um hier noch ein Glas Rotwein und ein Weizenbier zu trinken, bevor es ins Bett geht.
Mittwoch, den 08. Juli 2026
Heute Morgen sind wir etwas früher aufgestanden, weil unsere Abfahrt vom Gardasee bevor steht. Während meine Frau im Supermarkt die Frühstücksbrötchen holt, bereite ich unsere Wohnwagen zur Abfahrt vor. Zuvor hatten wir noch gemeinsam unsere Klimaanlage abgebaut und verstaut. Nach dem Frühstück dieses Mal im Caravan, befestige ich noch die Caravanspiegel am Auto. Im Anschluss rangiere ich den Caravan mit dem Mover (Elektroantrieb) auf den Fahrweg um ihn am Auto anzuhängen.
Gegen 8:30 fahren wir Richtung Bardolino los, hier müssen wir auf die Straße nach Affi einbiegen, die über eine Hügelkette führt. In Affi fahren wir wieder auf der A22 bis hinauf nach Bozen-Süd. Von hier fahren wir auf der SS38 in Richtung Reschenpass. Wir kommen an Lana vorbei wo wir schon einige Male auf dem Schlosshof Camping verbracht haben. An der Blumenstadt Meran vorbei kommen wir jetzt ins Vinschgau. Ab hier wird das Fahren etwas problematischer, es gibt einige Ortsumgehungen und Tunnels, wo die Geschwindigkeits-Regelung auf beinahe jedem Kilometer geändert ist. Dazu haben wir einen regen Verkehr der bis hinauf zur Abzweigung die nach Prad führt.

Um 11:30 haben wir den Camping Sägemühle in Prad erreicht (vor ca. 25 Jahren waren wir das letzte Mal hier auf diesem Camping **** ). Wir haben noch eine halbe Stunde Zeit bis zur Mittagspause und die Rezeption geschlossen wird. Die Dame in der Rezeption gibt uns einen Platzplan mit ein paar freien Stellplätzen. Als wir anschließend den Platz anschauen, sind wir etwas überrascht über die Anzahl der noch freien Stellplätze.
Im Nachhinein denke ich mir, das durch die Baustelle am Reschenpass, sehr viele Camper die Campingplätze in Richtung des Reschenpass meiden, was natürlich gewaltige Einbußen für viele Campingplätze auf dieser Strecke bedeutet.
Der Campingplatz hat drei Kategorien, den Standardplatz mit 60-80 qm, etwas größer ist der Komfortplatz er hat 80-110 qm, und einen Premiumplatz mit 110-160 qm. Wir suchen uns einen Komfortplatz mit der Nummer 8 gleich zu Beginn des Campingplatzes aus. Eigentlich wollten wir zwei Tage hier bleiben, aber nachdem der Platz so leer scheint, werden wir das nochmals überdenken. Die Stromsäule ist ein bisschen kompliziert, zumindest hatte ich diese Handhabung noch nie praktiziert. Etwas später essen wir noch eine Kleinigkeit, auch eine Tasse Kaffee trinken wir noch später.

Im Anschluß machen wir einen Spaziergang über den sehr ruhigen Ca. Platz. In nächster Nähe befindet sich eine Hütte, wo einige Camper mit Plastikschüsseln hinein gehen. Ich schaue mir eine dieser Hütten an. Es sind mehrere Spülbecken in den Hütten installiert.

Wir gehen weiter, vor uns gabelt sich der Weg, auf der linken Seite ist eine Schranke, rechts geht es zu einem Tunnel hinunter. Wir gehen durch diesen Tunnel, hier befindet sich ein weiteres Waschhaus mit dem Namen Gliesenbad. Ich gehe kurz hinein, um mich hier umzuschauen. Es gibt hier normale Waschräume und Toiletten sowie komplett eingerichtete Mietbäder. Wir kommen auf der anderen Seite des Tunnels wieder nach oben. Vor uns sind jetzt 29 Premiumplätze mit 110-160 qm. Erstaunlicherweise sind diese großen Stellplätze besser belegt, als auf dem übrigen Campingplatz. Im Anschluss kommt ein sehr großer Sportplatz wo die Jugend Fußball oder anderen Sport treiben kann. Zum Abschluss schauen wir uns das schöne Hallenbad an.




Am Abend wollen wir zum Essen in die Pizzeria oder in das Restaurant Al Bun Bacun gehen. Wie es sich heraus stellt ist die große Terrasse fast vollständig besetzt. Nach einer kurzen Wartezeit bekommen wir einen Tisch zugewiesen. Da wir heute keine Italienischen Gerichte wie Pizza, Pasta, Polenta oder Spaghetti essen wollen, bestellen wir beide Wiener Schnitzel mit Pommes. Zum Trinken nehmen wir ein Glas Spezi sowie ein Glas Rotwein. Die Schweineschnitzel waren sehr groß, man könnte auch sagen, gut gewalzt. Die Menge insgesamt hat uns etwas überfordert. Wie es sich in der Nacht heraus stellte, hatte ich in der Nacht mit Magen und Darmprobleme zu kämpfen. Warum ist mir bis heut nicht ganz klar.
Donnerstag, den 09. Juli 2026 Heimfahrt
Es ist ziemlich früh, als wir aufgestanden sind, wir haben uns entschlossen heute doch noch nach Hause zu fahren. Wir hatten ja etwas mehr vom Camping Sägemühle erwartet. In unserer Erinnerung war die Aussicht nach Westen (Stilfserjoch) damals mehr und noch schöner. Hier hat der Besitzer des Campingplatzes ein hohes Apartmenthaus gebaut das die Aussicht leider etwas versperrt. Im Hauptgebäude unterhalb des Hallenbades befindet sich das Niggbad, das neben normalen Waschräumen und Duschen, ebenfalls über Mietbäder und Familienbadezimmer verfügt. Im Untergeschoß befindet sich auch ein Geschirrspülraum mit den gleichen Spülautomaten wie am Camping Seiser Alm. Ob die Automaten hier auch kostenlos sind kann ich leider nicht sagen. Ein kleiner Raum wo sich die Kimik und die Hundedusche befinden, ist gleich neben dem Hallenbad.
Nachdem meine Frau im Shop unsere Frühstücksbrötchen geholt und unseren Übernachtungs-Stellplatz bezahlt hat, setzen wir uns in den Caravan zum Frühstück.
Es ist jetzt 8:45 als wir den Campingplatz Sägemühle hier in Prad verlassen. Es ist schade dass zu dieser Jahreszeit so wenig los ist. Es ist bestimmt der Baumaßnahme (Bau neuer Steinschlaggalerien) am Reschenpass geschuldet die seit 2024 und bis Ende 2026 stattfindet.


Erfreulich in diesem Zusammenhang war, das heute Morgen von Prad bis zum Reschenpass hinauf, bis zum Grenzübergang kaum Autoverkehr statt fand. So etwas haben wir noch nie erlebt. Im Reschensee ist erstaunlicherweise viel Wasser. Der Mittelalterliche Kirchturm von Altgraun steht im voll Wasser, und vom versunkenen Dorf ist nichts zu sehen. Eine Behinderung konnten wir erst in einer Steinschlaggalerie am Hochfinstermünzpass feststellen. Wir waren schon am halben Weg nach unten zur Kajetansbrücke, als eine Ampel uns stoppte. Aber nach ca. 7 -10 Minuten konnten wir schon wieder weiterfahren.
An der Kajetansbrücke vorbei wo es auch nach Samnaun geht, geht es weiter am Inn entlang durch Pfunds und Ried, wo sich ein großer Badesee befindet. In Ried wollten wir nochmals Tanken, fanden im Industriegebiet die OMV-Tankstelle nicht. Es geht an Prutz vorbei, bald darauf haben wir den Landecker Tunnel erreicht. Danach fahren wir ein paar Kilometer auf der Autobahn A12 bis zur Abfahrt in Imst. Auf der Raststätte in Mils nur ein paar Kilometer vom Imst entfernt machen wir noch eine kurze Pinkel-pause von etwa 10 Minuten. Gleich darauf fahren wir die Abfahrt nach Imst hinaus. Von hier geht es auf der B189 bis Nassereith und weiter den Fernpass hinauf. Auf dem Hinweg sind auf der B189 in Richtung Obsteig/Obermieming gefahren und bei Telfts wieder auf die A12 in Richtung Innsbruck gefahren.
Der Verkehr auf dem Fernpass in Richtung Deutschland ist angenehm, Wir haben nach wie vor blauen Himmel und die Temperatur hier in Österreich liegt bei ca. 20°. Wir kommen an der Festung Ehrenberg mit ihrer über 400 Meter langen Hängebrücke der Highline 179 vorbei. Auf einem Rastplatz oberhalb von Reutte machen wir noch eine halbstündige Pause.
Wir wollen nicht vor 13:00 in Ottobeuren sein da wir zur Zeit keine Schulferien haben, und somit unsere kleine Straße mit Autos von Schülern und Lehrern zugeparkt wäre. Die Dosierampel auf der Umgehungsstraße von Reutte ist ausgeschaltet, so dass wir dann problemlos an Reutte vorbei bis zum Grenztunnel Füssen fahren können. Nach dem Tunnel können wir ohne weiteren Stopp mit niedriger Geschwindigkeit an den Grenzbeamten vorbei fahren.

Eine knappe Stunde später sind wir in Ottobeuren in unserer Straße angekommen. Es sind keine parkenden Autos von Schülern und Lehrern mehr in der Straße. Nachdem ich unsere Caravanspiegel vom Auto entfernt habe, fahre ich in einem bestimmten Bogen über die Bordsteinkante in meine Hofeinfahrt.
(Ich ziehe mit dem Auto den Caravan über eine Bordsteinkannte und muss gleichzeitig ohne eingeklappte Außenspiegel in meine Garage fahren.)
Nachwort:
Unser Aufenthalt auf dem Campingplatz Seiser Alm war wie immer sehr schön. Wir konnten auch dieses Mal eine schöne Wanderung auf der größten Hoch-Alm Europas machen, und besuchten dieses Mal die Rauch Hütte in der Nähe von Saltria. Ich wollte hier anständig zu Mittag essen, mein Kaiserschmarren und der Apfelstrudel meiner Frau schmeckten vorzüglich, war aber auch nicht ganz billig. Wir besuchten auch wieder Kastelruth und umrunden den Kofel (Kalvarienberg), am Spatzenladen von Walter Mauroner gehen wir heute vorbei.
In der zweiten Woche fuhren wir an die Adria bei Cavallino, auf den Camping „Dei Fiori“. Es ist ein kleiner und sehr gepflegter Campingplatz. Wir fühlten uns sehr wohl bis auf die große Hitze, die mir zu schaffen machte. Eigentlich wollten wir Venedig besuchen, aber es war uns viel zu warm für größere Ausflüge.
In der dritten Woche fahren wir an den Gardasee, ich hatte mir in diesem Jahr den Camping La Rocca bei Bardolino ausgesucht. Es war der für mich teuerste Campingplatz, den ich bisher besucht hatte. (Ob er es wert war, möchte ich in Frage stellen.)
Wir sind mit unseren kleinen Klappräder (E-Bike) den Lungolago in Richtung Garda oder Bardolino gefahren, es war Interessant und Schön. Auch hier machte uns die große Hitze zu schaffen.
Ob wir ein weiteres Mal nach Italien, an den Gardasee auf Grund der großen Hitze fahren, ist fraglich. Vielleicht wird es in einem schönen Herbst Südtirol mit seiner Seiser Alm sein.
Hier fühlen wir uns wohl.


















































































































































