Wir hatten für diesen Sommer unseren Campingurlaub an der Ostsee geplant, meine Frau hatte sich dieses gewünscht. Ich hatte mir schon eine Tour mit unserem Caravan die uns über den Spreewald und die Müritz führt, ausgearbeitet. Als wir dann die AGB unseres gewünschten Super-Campingplatzes der das Endziel unserer Reise sein sollte, gelesen hatten, verzichteten wir auf diese Reise. Was mir hier überhaupt nicht gefallen hat, waren unter anderem die hohen Stornokosten zb. 80% bei Rücktritt ab 21 Tagen.
Wir sind eigentlich Schönwetter-Camper, und das Wetter an der Ostsee lässt sich genau so wenig voraus sagen wie im übrigen Deutschland. Aus diesem Grund verzichten wir auf diese Reise. Vor zwei Jahren hatten wir schon einmal einen Urlaub an der Mosel und in der Eifel geplant und Stellplätze reserviert. Zehn Tage vor Antritt der Reise mussten wir auf Grund der geltenden Corona-Regeln und dem Miserablem Wetter auf diese Reise verzichten. Kurz entschlossen hatten wir uns zwei Campingplätze in Südtirol ausgesucht, mussten hier natürlich genauso einen Stellplatz Reservieren. Aber unser Wetter war zu 85% Trocken und warm.

Camping Seiser Alm am Schlern
Sonntag, den 11. Juni 2023
Guten Morgen, es ist 6:20 als wir aufgestanden sind, für den heutigen Sonntag ist gutes und warmes Wetter hier im Allgäu angesagt. Unser 3 wöchiger Sommerurlaub in Südtirol und am Gardsee kann jetzt beginnen. Für etwa 15:00 ist unsere Ankunft am Campingplatz Seiser Alm am Fuße des Schlernmassivs geplant.
Aber bevor wir losfahren können gibt es noch einiges zu tun, unseren Kühlschrank im Caravan habe ich schon gestern Vormittag eingeschaltet, so dass er gut Vorgekühlt ist. Die frischen Sachen wie Wurst, Butter, Joghurt und ein paar Getränke, auch Grillfleisch für die ersten Tage haben wir dabei. Das alles wird meine Frau noch heute Morgen in den Kühlschrank einräumen.
Wie in den letzten Jahren haben wir am Vorabend unserer Abreise den Wohnwagen aus unserer Einfahrt auf einen Parkplatz vor dem Haus gebracht, mit dem Mover (Elektroantrieb) geht das ja recht schnell. Der Grund liegt leider auf der Hand, wir hatten vor einigen Jahren ein großes Problem unseren Caravan vor unserer Abreise auf die Straße zu bringen. Die Straße war zugeparkt von Schülern und Lehrern der nahe gelegenen Gesamtschule. Dazu kam dass ein Nachbar sein Auto ebenfalls in unmittelbarer Nähe parkte und damit war unsere Stichstrasse (Sackgasse) für die hinteren Anlieger blockiert.
Jetzt muss ich nur noch die Caravan-Spiegel am Auto zu befestigen, und die Kurbel-stützen am Caravan mit der Hand hoch zu drehen um unsere Nachbarn nicht so früh zu belästigen. Als letztes messe ich noch die Stützlast unseres Caravans um eine sichere Fahrt zu haben. Danach noch das Elektrokabel abzunehmen und im Bugraum zu verstauen. Anschließend den Wohnwagen mit dem Mover (Elektroantrieb) an die Anhängerkupplung vom Auto anzuhängen. Womit wir jetzt fahrbereit sind.
Um 8:50 verlassen wir unsere Straße, kurz nach der Basilika (Kirche) und dem großen Klosterkomplex machen wir noch schnell ein Foto von unserem Caravangespann und verlassen jetzt Ottobeuren in Südlicher Richtung, es geht den Konohof hinauf der mit seinen etwa 14% Steigung und dem noch kaltem Motor für ein größeres Wohnwagengespann durchaus eine kleine Herausforderung ist.

Wenig später fahren wir durch das kleine Dorf Wolfertschwenden, wo sich mein ehemaliger Arbeitgeber, die in der ganzen Welt bekannten Firma Multivac befindet. Hier habe ich über 33 Jahre meines Arbeitslebens verbracht.

Die Firmengruppe Multicac ist der Weltweit größte Anbieter von Verpackungslösungen …..
Eine Stunde nach unserer Abfahrt haben wir den Grenztunnel bei Füssen erreicht, hier staut sich erstmals der Verkehr. Es ist Kühl die Temperatur hier im Alpenvorland beträgt im Moment etwa 15°. Am Tunnel schaut es nach einer Blockabfertigung aus, aber wenig später geht es zügig weiter. Gut 10 Minuten später sind wir im ersten Stau angekommen, an der Anschlussstelle Reutte Nord stehen wir erstmals. Von hier geht es im Stop-and-Go die nächsten 7 Kilometer weiter. Am südlichen Ende der Orts-Umfahrung von Reutte haben sie eine mobile Ampel (Dosierampel nennt man das in Österreich) aufgestellt, die in der Grünphase zwei Autos durchlässt (Ein Schelm der böses dabei denkt / Verkehrerziehung, oder denen zeigen wir es mal ???). Für die 24 Kilometer vom Grenztunnel Füssen bis nach Bichlbach wo wir nochmals volltanken wollen, haben wir jetzt eine ganze Stunde gebraucht. Mittlerweile ist es 10:56 als wir die Tankstelle erreicht haben. Hier ist einiges los, sie ist aber auch die billigste Tankstelle im gesamten Lechtal.

Ampel bei Reutte 
Burg Ehrenberg 
Hängebrücke zur Burg Ehrenberg —– 406 Meter lang 
Stau auf der Gegenspur / Fernpass

Wie man auf dem Bild erkennen kann ist auch der Fernpass in beiden Richtungen voll. Wir erklimmen den Fernpass mit 20 Km/h, die Gegenfahrbahn nach Deutschland ist auf der ganzen Passlänge lang dicht. Sodass wir für unsere heutige Pause an der Raststation Pettnau A12 bei gleicher Abfahrtszeit wie vor zwei Jahren hier über eine Stunde später ankommen. Auf Grund dessen machen wir hier nur eine halbe Stunde Pause, bevor es wieder weiter geht. Wir wollten eigentlich gegen 15:00 unser Ziel den Campingplatz Seiser Alm erreichen. (Was nettes zu erzählen gibt es heute sowieso nicht — siehe entlaufener Hund wie vor zwei Jahren).
Bei weiterhin regem Verkehr fahren wir die A13 südlich von Innsbruck hinauf. Eigentlich wollte ich nochmal an der Raststation Europabrücke anhalten um noch ein paar Fotos von der hohen Lueg-Brücke zu machen, es ist leider unmöglich. Sowas von voll habe ich hier noch niemals gesehen. Die Auto stehen stehen sogar noch auf den Fahrwegen herum, mit Müh und Not kommen wir hier durch den Parkplatz, so fahren wir weiter bis zur Mautstelle der Europabrücke.
Bilder unten: Meine Bilder aus dem Jahr 2021

Raststation Europabrücke 
Europabrücke 
Europabrücke 
Meine Frau auf der Europabrücke 
Die Europabrücke im Bau ca. 1960
Die ASFINAG Mautstelle in Schönberg erreichen wir um 13:30. Der Österreichische Autobahnbetreiber ASFINAG will eine Maut von 11 Euro von uns, das ist sogar billig, wir haben schon mehr dafür bezahlt. Für den Caravan müssen wir heute nicht mehr extra bezahlen. Die aus Italien ausreisenden Urlauber sehen wir in einer endlos erscheinenden Auto- und- Wohnmobile/Caravan Schlange an uns vorbei schleichen. Bisher haben wir noch Glück und kommen gut voran. Wenig später erreicht der Stau auch uns, der uns bis zur nächsten Mautstelle in Sterzing begleitet. Da stellt sich heraus, dass von 6 möglichen Einreisespuren nur 3 Spuren zur Verfügung stehen. Hier stehen Männer der Autobahngesellschaft und reichen die Billetts per Hand an die Autofahrer weiter. Die restlichen 3 Fahrspuren werden für die Ausreise verwendet (6+3 =9 Fahrspuren).
Wir sind auf jeden Fall bereits eine Stunde später dran als vor 2 Jahren.
Aber das Drama geht weiter, im Autoradio erreicht uns die Nachricht, dass bei der Einreise nach Italien der Autostau bis nach Klausen bzw. Bozen gehen soll. Wir kämpfen uns Meter für Meter voran, meine Frau hat seit der Mautstelle Sterzing das Steuer übernommen. So geht es jetzt im Schritttempo die nächsten 40 bis 60 Kilometer bis zur Ausfahrt Bozen Nord.
Um 16:30 haben wir endlich unser Ziel den Campingplatz „Seiser Alm“ erreicht. Wir stellen unser Gespann vor der Schranke ab, und gehen in die Rezeption, wo uns ein junger Mitarbeiter erwartet. Da wir Reserviert hatten, geht die Anmeldung schnell voran, und wir bekommen den Stellplatz 303 zugewiesen. Er befindet sich auf der mittleren Ebene des Campingplatzes, eine Etage tiefer als im Jahr 2021. Auch hier haben wir einen fantastischen Ausblick auf den Schlern der vor uns in die Höhe ragt, sich aber im Moment Wolkenverhangen zeigt. Die Temperatur liegt heute Nachmittag bei ca. 26° .
Mit dem Mover (Elektrischer Antrieb) fahren wir unseren Caravan auf unseren Stellplatz, rollen im Anschluss unsere Markise herunter und stellen Tisch und die Stühle auf. Jetzt ist endlich Feierabend, zum Einstieg gibt es ein Weizenbier zum Trinken, das haben wir uns heute verdient. Abendessen gibt es ein bisschen später, für heute Abend ist eine Brotzeit mit Bratensülze, Thunfisch, Käse und Schinken angedacht. Plötzlich fängt es an zu Regnen, aber nur zwei, drei Minuten dann ist schon wieder Schluss damit. Gegen 20:00 zeigt sich ein Regenbogen der sich bis über die Santnerspitze spannt. (Die Santnerspitze 2.414 m ist von unserem Standpunkt aus gesehen der linke / Nördliche Felsen der ebenfalls zum Schlern-Massif gehört). Wir machen noch kurz einen Spaziergang über den Campingplatz, der gut besucht ist, ja eigentlich voll ist. Sogar auf der Zeltwiese weiter oben stehen noch zwei, drei Caravans neben den üblichen kleinen Zelten. Nach unserem Spaziergang gehen wir zurück zum Stellplatz, trinken noch eine Kleinigkeit. Um 21:00 kommt plötzlich ein Platzregen vom Himmel herunter, so etwas haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Bei unserem Nachbar hinter uns ist ein kleiner See am Vorzelt entstanden, weil das Wasser hier nicht schnell genug ablaufen konnte. Nach ca. 20 Minuten ist alles vorbei, wir gehen im Anschluss ins Waschhaus und danach in die Koje. Der Tag heute war anstrengend genug.

Ankunft auf dem Ca. Seiser Alm 
Platzplan 
Der Schlern 
Regenbogen am Schlern
Montag, den 12. Juni 2023
Guten Morgen, unser erster Tag in Südtirol. Die Temperatur jetzt um 7:45 beträgt erstaunliche 15°. Der Regen gestern Abend hat stark abgekühlt und natürlich wir liegen hier auf 880 Höhenmeter, das sollte man nicht vergessen. Der Himmel um uns ist strahlend blau. Als erstes müssen wir den Campingtisch und die Stühle vom gestrigen Regenguss säubern, unser kleiner Teppichboden wird mit einer Gießkanne Wasser abgespritzt und anschließend zum Trocknen auf die Caravan-Deichsel gelegt.
Während meine Frau den Morgen-Kaffee macht und den Frühstückstisch herrichtet gehe ich los um ein paar Brötchen zu holen. Der Lebensmittelshop befindet sich zwei Ebenen über unserem Stellplatz, im gleichen Gebäude wie das Restaurant und die Rezeption. Es geht steil bergauf meine Kondition liegt anscheinend bei Null. Im Lebensmittelshop wähle ich ein paar Brötchen und ein Ciabatta aus, der Preis für die Brötchen wird hier am Platz nach Gewicht berechnet. Anschließend schaue ich mir in einem Schaukasten die Speisekarte vom Restaurant zur Quelle der zum Campingplatz gehört an, finde aber nichts was meinem Geschmack entspricht, abgesehen vom Preis. Hier oben direkt neben dem jetzigen Hauptgebäude wird neu gebaut, (Einkaufspassage oder ähnliches, darüber auf dem Flachdach sind wohl Parkplätze bzw. Kurzzeitplätze für Wohnmobile angedacht)
Erhard Mahlknecht der Besitzer des schönen Campingplatzes wird hier einige Euro investieren.



Unser Frühstück wird begleitet von unzähligen Vogelgezwitscher, das von den umliegenden Bäumen tönt. Nach dem Essen haben wir uns überlegt ob wir unsere Klimaanlage aufbauen sollen, aber nach dem gestrigen Regenguss und der kühlen Temperatur heute Morgen halten wir das nicht für notwendig. Als erstes entleere ich noch die Toilettenkassette im Sanitärgebäude und mache im Anschluss mein Morgendliches Ritual. Anschließend gehe ich nochmals mit dem Morgengeschirr in das Waschhaus, meine Gattin hat mir gestern erklärt wie ungünstig es hier zu spülen wäre. Nach meinem Spülgang gehe in einen weiteren kleinen Raum, hier stehen drei Geschirrspülautomaten zur Benutzung. Ich frage bei einer Putzfrau nach, sie versteht nur Italienisch, versucht aber mir die Benutzung zu erklären. (Beim nächsten Spülgang habe ich zunächst unsere Teller und Tassen, Kunststoffgläser und das Besteck in den Automat gegeben — nach 5 Minuten war alles fertig und sauber)


Zur Mittagszeit haben wir uns eine Büchse mit Apfelmus zum Essen aufgemacht, schon seit vielen Jahren ist unsere Hauptmahlzeit am Abend. Für den Nachmittag haben wir uns eine kleine Wanderung ausgedacht, nämlich zum Völser Weiher, laut Beschreibung ist er ca. 45 Minuten entfernt (je nach Kondition natürlich). Wir kennen den Weg noch aus dem Jahr 2021, er geht ziemlich steil nach oben wie alles hier. Trotz allem dass wir die kürzere Version des Weges kennen und auch machen zieht sich der Weg unendlich. Am Völser Weiher angekommen sehen wir hier viele Touristen und Badegäste aus den umliegenden Ortschaften.


Aufstieg zum Weiher 

Restaurant am Völser Weiher 
Völser Weiher 
Baden im Weiher 
Schwimmhütte am Völser Weiher 
Restaurant am Völser Weiher
Wir gehen um den halben Weiher herum bis zu einem netten Lokal (Schwimmhütte), auf einem großen Steg wo mehrere Sitzbänke stehen, nehmen wir Platz. Die Schwimmhütte ist offensichtlich ein Ausflugslokal wo man auch essen kann. Immer wieder sehen wir eine Bedienung Teller zu den einzelnen Tischen tragen. Wir haben in unserem Rucksack etwas zum Knabbern sowie Obst dabei, ebenso eine kleine Flasche Wasser. Nach einiger Zeit kommt meine Frau auf den Gedanken uns im Restaurant einen Becher Eis zu kaufen. Der Einkauf dauert aber etwas länger, der Eisverkäufer arbeitet anscheinend auch noch in der Küche. Dafür schmeckt das Eis aber ausgezeichnet. Meine Frau steckt zur Erfrischung ihre Füße in das Wasser des in meinen Augen leicht Moorigen Naturweihers der sich immerhin auf einer Höhe von 1036 m befindet. Damit haben wir auf unserer kurzen Wanderung durch den Wald doch 156 Höhenmeter überwunden.
Nach einer dreiviertel Stunde brechen wir wieder zum Heimweg an den Campingplatz auf. Ich möchte aber einen anderen Weg als beim Hinweg einschlagen. Auf einem Schild lesen wir den Hinweis „Wanderweg vom Völser Weiher nach Seis 2h„. Unser Campingplatz ist in St. Konstantin, das wäre wohl die halbe Wegstrecke. Er ist für Radfahrer gesperrt, wenig später merken wir auch warum das so ist. Unser Weg führt über Hunderte von Baumwurzeln und steile Geröllwege, teilweise ist der Weg nur zu ahnen, wie die Natur ihn geschaffen hat aber es ist Interessant, Wir kommen auch an einer Almwiese mit weidenden Kühen vorbei. Gegen Ende müssen wir noch einen steilen Schotterweg hinunter gehen, bevor wir die Verbindungsstrasse von Völs nach Seis erreichen. Von hier geht ein Weg am Park Hotel Miramonti vorbei zum Campingplatz hinab. Etwas mehr als 1 Stunde haben wir wohl gebraucht für den Rückweg.

Wanderweg vom Völser Weiher nach Seis 
Der Schlern von der Seitenansicht 
Wanderweg vom Völser Weiher nach Seis 

Wanderweg vom Völser Weiher nach Seis 


Wieder am Platz angekommen gibt es nach einer kurzen Verschnaufpause Kaffee und einen Schokoladenkuchen von unserer Hausnachbarin, den sie uns auf die Reise mitgegeben hat. Nach unserer Pause beschließen wir doch noch unsere Klimaanlage aufzubauen, nachdem es am Nachmittag doch ziemlich warm geworden ist. Zur Belohnung für den aktiven Tag gibt es anschließend ein Glas Aperol Spritz zum Trinken.
So vergeht der restliche Nachmittag im Fluge und der Abend naht. Zum Abendessen gibt es heute nur Currywurst die wir von zu Hause mitgebracht haben dazu ein paar Brötchen vom Lebensmittelshop . Zum Trinken ein oder zwei Gläser Weissbier. Etwas später machen wir noch einen Spaziergang über den Campingplatz, der wie schon erwähnt zu 95% voll ist. Kurz nach 21:00 kommt ein Regenguss vom Himmel, allerdings heute nur ein paar Minuten, dann ist alles wieder vorbei. Gegen 22:30 gehen wir ins Waschhaus um uns im Anschluss Bettfertig zu machen.



Dienstag, den 13. Juni 2023
Es ist schon 7:45 als wir heute aufstehen, unsere Schweizer Nachbarn von nebenan frühstücken schon, anscheinend haben sie heute was größeres vor. Als erstes gehe ich auf die Toilette im Waschhaus, bevor ich die steile Straße (hier muss ich immer pusten) zum Lebensmittel-Shop hinaufgehe, um ein paar Brötchen zu holen. Ich wähle normale Semmel, Laugenhörnchen und ein Ciabatta, der Preis wird wie gesagt nach Gewicht berechnet. Der obere Teil des Schlern`s ist heute Wolkenverhüllt, aber wir denken in ein, zwei Stunden ist das Bergmassif wieder frei.
Gerade fällt mir ein, gegen drei Uhr Morgen`s hat es geregnet, man hörte den Regen am Caravan klopfen. Aber jetzt am Morgen ist alles wieder trocken. Nach dem Frühstücken ist erstmals die Morgentoillette angesagt und anschließend das Frühstücksgeschirr spülen. Dazu nutze ich den Geschirrspülautomat vom Platz, in fünf Minuten ist alles sauber.
Heute wollen wir die etwa 10 Kilometer nach Kastelruth (Kastelruther Spatzen) fahren, gemütlich durch den Ort schlendern, den Rundweg am Kalvarienberg (Kofel) hinauf gehen. Und danach im Posthotel Lamm**** einen Aperol Spritz geniesen. Gegen 10:30 geht` los, 15 Minuten später haben wir die Ortsmitte von Kastelruth erreicht. Auf der linken Seite befindet sich die Tiefgarage des Ortes, dieses Mal nehme ich die richtige Einfahrt. Hier stellen wir unser Auto ab und gehen zu Fuß durch die Dolomitenstraße, am Ende rechts in die Platten-Straße bis zum Krausenplatz. Das ist wohl hier der Marktplatz, mit dem Rathaus, Verkehrsbüro und der Kirche sowie der Rückseite vom Posthotel Lamm****. Beim Rathaus geht es durch einen Torbogen in die Kofelgasse hinauf zum Rundweg am Kalvarienberg.
Es ist kein Zufall, dass der Kofel den Beinamen hat, der an die einstige Hinrichtungsstätte Jesu Christi am Berg Golgatha erinnert. Denn auf der Kalvarienberg-anlage ist der Leidensweg von Jesus Christus beeindruckend nachgestellt. Zahlreiche kleine Kapellen, die mit holzgeschnitzten, nahezu lebensgroßen Figuren bestückt sind, lassen das damalige Ereignis nochmals lebendig werden.
Um den gesamten Kalvarienberg führt ein ziemlich ebener Rundgang, der sich auch für einen gemütlichen Spaziergang eignet. Während dieses Rundgangs hat man einen herrlichen Blick über Kastelruth mit seinem imposanten Kirchturm und dem Santner- und Schlernmassiv sowie auf einige Dörfer, die zur Marktgemeinde Kastelruth gehören.



Eingang von Haus im rechten Bild 



Hotel Lamm 
Kreuzigungsweg 
Nach unserem Rundgang um den Kofel gehen wir wieder zum Marktplatz (Krausenplatz) zurück um im Hotel Lamm ein Glas Aperol Spritz zu trinken. Im Verkehrsbüro das gleich daneben liegt, hole ich mir noch einen Ortsplan von Kastelruth.


Bild links: Rathaus; rechts: Speiselokal
Nach unserer Getränkepause gehen wir nochmals in die Dolomitenstraße zurück, wo sich der Spatzenladen von Walter Mauroner befindet. Hier kann man allerlei Souveniers und auch Andenken von den Kastelruther Spatzen kaufen. Im Untergeschoss befindet sich das Spatzenmuseum. Aber es ist gerade Mittagszeit und das Geschäft ist bis 14:00 geschlossen. Wir gehen zurück zur unterirdischen Parkgarage von Kastelruth, die im übrigen Albin Gross dem rührigen Manager der Kastelruther Spatzen gehört.
Auf der Wiese über der Parkgarage stehen seit vielen Jahren die Umrissfiguren der Kastelruther Spatzen. Wir müssen ein bisschen warten bis wir ebenfalls ein Foto von Ihnen machen können. Es stehen gerade einige weibliche Fans der Spatzen vor den Figuren um Selfies von sich mit ihren Lieblingen zu machen.
Nicht zu vergessen am kommenden Freitag 16. / Samstag 17 Juni ist ein OpenAir Konzert der Spatzen in Seis direkt auf dem Parkplatz der Seiser Alm Umlaufbahn.
Als wir vor zwei Jahren hier in Kastelruth waren, und bei einem Tagesausflug nach St. Ulrich unterwegs waren, tauchte plötzlich bei der Rückfahrt zum Campingplatz auf dem Navi die Anzeige vom „Fuschghof“ auf. Ein paar Tage vorher hatte ich im Internet gelesen, dass hier Norbert Rier der Sänger der Kastelruther Spatzen zu Hause ist.
Kurz entschlossen folgten wir der Navi-Anzeige, aber im Nachhinein ohne Erfolg, plötzlich war die Anzeige verschwunden. So dass wir erfolglos zurück fahren mussten.
In den vergangenen zwei Jahren habe ich immer wieder mal im Internet nach dem Fuschghof gesucht, auch ohne Ergebnis. Jetzt drei Wochen vor unserem heutigen Urlaub habe ich das Haus und den Pferdehof zufällig entdeckt.

Hier ein Bild aus dem Internet 
Der Fuschghof 
Der Fuschghof 
Der Fuschghof 
Der Fuschghof 
Blick ins Tal
Für den heutigen Nachmittag wollen wir den Fuschghof, das Wohnhaus und den Pferdehof von Norbert Rier aufsuchen. Hier züchtet er seit vielen Jahren erfolgreich Haflinger Pferde. Wir haben aber nicht vor, den Hof zu betreten und ihn zu belästigen, aus diesem Grunde gebe ich auch keine weitere und nähere Beschreibung die zu seinem Hof führt. Wir sind also am Hof vorbei gefahren, es standen ein paar Menschen vor dem Haus. Wie man im Internet lesen kann, möchte Norbert Rier ein paar Fremdenzimmer vermieten, allerdings habe ich noch keine Anzeige darüber gelesen. Erfolgreich und zufrieden machen wir uns auf den Heimweg zu unserem Campingplatz zurück.
Die Wege hier auf der Hochebene in der Nähe des Schlerns sind für uns in Deutschland abenteuerlich und sehr eng. Bei Gegenverkehr heißt es zurück fahren bis zur letzten Ausweichmulde. Was uns selber etwa hundert Meter oberhalb des Hofes passiert ist. Es kam uns ein Auto mit einem Anhänger entgegen, wir mussten etwa 100 Meter zurück stoßen. Vor ein paar Minuten sind wir gerade hier gestanden, und haben einen letzten Blick auf den Fuschghof geworfen. Das zweite Mal kam uns im Bereich St. Oswald unweit eines Wasserfalls ein Tesla (Elektroauto) entgegen, er hatte rückwärts etwa 50 Meter bis zu einer großen Parkbucht zu fahren. Das war ihm scheinbar zu viel, er fuhr immer näher an die Felswand heran, auch ich musste immer mehr an die Böschung fahren, bis wir endlich aneinander vorbei fahren können. Das Risiko einer Beschädigung einer oder beider Fahrzeuge war sehr hoch.
Um 14:00 haben wir wieder unseren Campingplatz erreicht. Gleich im Anschluss gibt es eine Brotzeit mit Käse, Brot und einem Südtiroler Schinken, den meine Frau in einem Lebensmittelladen in Kastelruth gekauft hat. Etwas später am Nachmittag mache ich noch ein paar Bilder mit meinem Handy vom Platz . Danach gibt es noch Kaffee mit Kuchen. Das Wetter kann man an meinen Bildern erkennen, und die Temperatur liegt bei über 25°.

Der Schlern hüllt sich in Wolken 
hintere Treppe zum Waschhaus 
vom Eingang des Waschhauses auf unsere Ebene
Mittwoch, den 14. Juni 2023
Guten Morgen, es ist 7:45 als wir aufstehen, wie jeden Tag gehe ich den steilen Weg zur Rezeption und dem kleinen Shop hoch, wo wir die morgendlichen Brötchen für unser Frühstück holen.
Nach dem Frühstücken und meinem obligatorischen Geschirr spülen (im Automat) wollen wir aufbrechen. Zuerst war für heute ein Ausflug zur Seiser Alm geplant, aber das Wetter ist auch heute noch nicht so konstant warm (Höhenunterschied von 1000 Meter oder mehr). Wir beschließen mit dem Auto nach Prösels wo sich ein schönes Schloss befindet zu fahren. Dort angekommen, entscheiden wir uns weiter bis nach Ums/Umes zu fahren. Das kleine Bergdorf liegt direkt zwischen dem Schlern und der Hammerwand. Die Straße hier hinunter ist wie alles schmal und nicht auf einen Gegenverkehr ausgerichtet. Am Ortsende von Ums finden wir einen Parkplatz wo wir unser Auto abstellen können.
Hier gehen wir die Via San Martino hoch, bevor es auf dem Tschafonweg weiter aus dem kleinen Ort heraus geht. Immer wieder kommen wir an einzelnen Häusern und Gehöften vorbei. Unter uns hört man einen Bach rauschen, wie sich später herausstellt ist das der Schlernbach (Rio Sciliar) der irgendwo auf dem Schlern entspringt. Wir überqueren auf einer Holzbrücke den Bach, danach geht der Weg immer Bergan durch den schönen Wald unterhalb der Hammerspitze. Unser Weg führt uns in Richtung der Tschafonhütte die sich zwischen der Hammerwand und der Völseggspitze befindet. Nach einer Weile des Wanderns die uns aber offensichtlich immer weiter vom Schlern-Massif wegführt, wir haben mittlerweile über 1100 Höhenmeter erreicht, beschließen wir den Rückweg anzutreten. Auf dem halben Weg ins Dorf zurück, sehen wir ein Schild das zum Heidegger und Eichbühlerhof, aber auch zum Schlernhaus (mein Traumziel) führt. Bis zur ersten Kehre folgen wir dem neuen Weg, aber als ein neues Schild auftaucht, das auf einen schmalen Trampelpfad hinweist, drehen wir um und gehen zum Auto zurück.

Schloss Prösels 
Schlernbach vor Umes
im Hintergrund der Schlern 
Schlernbach 
Schlernbach Bergaufwärts 
Schlernbach 
Schlernbach talabwärts 
Über die Umser und die Schlernstrasse fahren wir nach Völs zurück. Hier kommt uns der Gedanke noch zum Völser Weiher hoch zu fahren, der auch vom Ortsteil St. Konstantin zu erreichen ist. Wir wollen ein Eis essen oder kurze Zeit am Steg sitzen. Auch diese Straße ist eng und in einem nicht so guten Zustand. Als wir am Parkplatz Völser-Weiher ankommen, sehen wir das Schild mit den Parkgebühren an der Schranke stehen. Sechs Euro an Parkgebühren ist uns zu viel nur um am Weiher ein Eis zu essen, so drehen wir wieder um und fahren zum Campingplatz zurück.
Trotz allem, dass wir kein Namentliches Ziel erreicht hatten, bin ich mit unserer heutigen Tour zufrieden gewesen. Meine Frau dagegen war eher unzufrieden, weil sie mehr in der Sonne spazieren gehen wollte.
Am Camping-Platz angekommen trinken wir erstmals eine Tasse Kaffee und essen dazu einen Kuchen.
Verschiedene Ansichten vom Schlern
Unsere Schweizer Nachbarn sind noch nicht von Ihrer Tagestour zurück. Nach unserem Abendessen bin ich beauftragt mich um das schmutzige Geschirr zu kümmern. Da ich mich schon in die Materie Geschirrspülautomat eingearbeitet habe, ist das weiter kein Problem.


Donnerstag, den 15. Juni 2023
Heute ist es soweit, nach unserem Frühstück fahren wir die ca. 4 Kilometer bis zur Talstation der Seiser Umlaufbahn. Das Wetter ist gut und es verspricht ein schöner Tag auf der größten Hochalm Europas zu werden. Die Fahrt kostet für uns Rentner 40 Euro. Wir sitzen gemeinsam mit einem Ehepaar und dem 90 jährigen Vater der Frau in einer Gondel. Sie sind offensichtlich Bergerfahren, er erzählt von Ausflügen am Langkofel und Plattkofel die beide hinter dem Schlern liegen.
Als wir gegen 10:00 auf der Bergstation Compatsch 1850 m ankommen, sind wir etwas erstaunt über die niedrigen Temperaturen hier oben. Knappe 12 ° zeigt das Thermometer an der Bergstation an. In einem Sportgeschäft unterhalb des Gondeleinlaufes kaufe ich einen zweiten Trekkingstock, meinen ersten Stock habe ich vor zwei Jahren ebenfalls hier gekauft. Unser heutiges Wanderziel wäre die Spitzbühlhütte, sie liegt auf 1.934 m Höhe unterhalb der Santnerspitze (2414 m) und dem Burgstall.
Wir gehen die kleine Straße hinunter, vorbei am Hotel Seiser Alm***** und dem Touristenzentrum. Hier geht die Hauptstraße (Compatsch) die von Seis als Passstraße herauf bis nach Saltria und weiter führt. Auf meiner kleiner Karte ist ersichtlich, dass wir zur Talstation der Spitzbühlhütte einen längeren Weg an der Hauptstraße entlang gehen müssen. Vielleicht gibt es ja einen Wanderweg, wir fragen bei einem Parkplatz-Wächter nach dem Weg. Er sagt uns: die Spitzbühlhütte ist geschlossen, hier wird gebaut, einen Baukran kann man auch von hier unten erkennen. Wir sind ratlos und enttäuscht, die Laurinhütte wäre auch schön meint er, und der Weg nicht so steil. Er erklärt uns den Weg, vor zwei Jahren sind wir zum Panorama-Hotel 2009m hinauf gegangen. Bei dem ersten Haus auf dem Weg müssten wir rechts abbiegen, hier führt der Weg weiter zur Laurin-Hütte und der Spitzbühlhütte. Wie zu erwarten der steinige Weg führt stetig Bergauf, immer wieder muss ich anhalten, aber die Aussicht auf den Bergrücken des Schlerns und die Santnerspitze ist traumhaft. Immer wieder stehen kleine Hütten am Wegesrand, an einem Wegkreuz hat jemand Bastelsachen zum Verkauf für eine Spende von 5 Euro ausgelegt. Bei einer Hütte steht ein alter Holzbrunnen, ihn bewacht eine geschnitzte Eule. Es ist noch wenig Wanderbetrieb hier oben, aber ab und zu überholen uns vereinzelt Bergwanderer. Manche grüßen beim überholen, die meisten nicht. Nach gesamt eineinhalb Stunden haben wir den Bergkamm erreicht. Hier gehen die Wanderwege nach allen Richtungen weiter. Wir haben Glück soeben ist ein Tisch und eine Bank am Wegrand freigeworden, hier essen wir unsere belegten Brote, sowie hartgekochte Eier die wir in unserem Rucksack dabei haben. Zum Trinken haben wir Wasser und eine Flasche Orangenlimonade dabei.


Umlaufbahn Seis 
Talsstation Seis 
Seis 
Compatsch mit Bergstation 1.850 m
im Hintergrund der Puflatsch 2.174 m
der Schlern 2.450 m 
Verkaufstand am Joch Giogo 
der Schlern mit Santnerspitze (2.414 m) 
Brotzeit auf dem Bergrücken des Joch Giogo 
Wohin jetzt ? 
rechts: die Santnerspitze 2.414 m
Gleich neben uns teilen sich die verschiedenen Wege, einer führt zur Spitzbühlhütte, ein anderer zur Laurinhütte und zum Panoramahotel. Den Berg auf der anderen Seite hinunter geht es zur Prossliner Schwaige und zur Malga Gstatsch Schwaige. Ein weiterer Weg geht zum Saltnerhütte und zum Schlernhaus hinauf. Wenig später treffen wir unsere Platznachbarn mit Ihrem Hund. Er ist uns auf dem Stellplatz aufgefallen weil er so Gott`s erbärmlich jaulen kann. Unglaublich wie schlecht er sich wohl fühlt. Wir gehen weiter, kurz vor der Laurinhütte ist der Weg mit Holzplatten ausgelegt. Zehn Minuten später sind wir an der bewirtschaften Hütte angekommen. Ich habe mir für dieses Jahr Mal vorgenommen auf einer Almhütte zu essen.
Zum Trinken nehme ich ein Weißbier und meine Frau ein Radlerbier. Und zum Essen bestelle ich ein Wiener Schnitzel mit Pommes, da kann man nichts falsch machen. Als die Bedienung das Schnitzel bringt werde ich ein wenig blass, es ragt gut über den Tellerrand hinaus. Die nette Bedienung hat ein Einsehen und bringt einen zweiten Teller und Besteck dazu. Beim Essen stellen wir fest, das Schnitzel wurde wohl durch eine Walze gedreht, dessen Rollen-Abstand nicht allzu groß war. Dadurch wurde wohl die enorme Größe erreicht, aber es hat wenigstens geschmeckt.

ein Uhu bewacht den Wassertrog 
Santnerspitze im Hintergrund 

Laurinhütte 2021 m 
Mittagessen in der Laurinhütte 
Laurinhütte 2021 m 
Panoramahotel 2009 m
Eine dreiviertel Stunde später brechen wir wieder auf. Ein paar Meter von der Laurinhütte befindet sich die Bergstation vom Laurin-Sessellift (dieser ist aber nur in der Wintersaison in Betrieb). Wir gehen weiter, unser nächstes Ziel ist das Panoramahotel auf 2009 m Höhe, nur vielleicht einen Kilometer entfernt. Vor dem Hotel ist ein kleines Gehege worin sich ein paar Alpakas befinden. In dem Hotel hat meine Frau vor zwei Jahren gegessen. Wir gehen die jetzt geteerte Straße ins Tal (Compatsch) zurück. Vorbei am Hotel Seiser Alm***** das einen guten optischen Eindruck macht. An der Bergstation angekommen setzen wir uns für ein paar Minuten auf eine der zahlreichen Bänke vor der Lift-Station. Kurz darauf steigen wir in die Gondel und fahren abwärts ins Tal nach Seis. Auf einem großen Parkplatz neben der Talstation sehen wir zwei große Zelte und andere Aufbauten für das OpenAir Konzert der Kastelruther Spatzen dass an diesem Wochenende stattfindet.



Ein paar Minuten später sind wir schon wieder am Campingplatz angekommen. Als erstes trinken wir eine Tasse Kaffee, und essen dazu ein paar Kekse. Wenig später bekommen wir neue Nachbarn, am Stellplatz hinter uns ein Wohnmobil aus Böblingen. Der Fahrer wirkt nicht allzu freundlich, aber vielleicht sind sie auch nur müde von der Fahrt. Wenig später trinken meine Frau und ich ein Glas Weißbier, bevor ich mich mit dem Fotoapparat auf den Weg über den Campingplatz mache. Ich möchte noch ein paar hübsche Bilder vom Platz machen.

Unseren Caravan finde ich noch immer schön !

Kamin vom Waschhaus 
Waschhaus 
Salzwasserbecken 
Salzwasserbecken 
Spielplatz 
Spielplatz 
Spielplatz 
Heute Abend wollen wir noch Grillen, an jeden unserer drei diesjährigen Camping-plätze gibt es einmal gegrilltes Fleisch zum Essen. Dazu haben wir seit vielen Jahren einen kleinen Gasgrill von Camping-Gaz mit dabei. (Ich bin kein Freund von großen Grillaktivitäten)
Gegen 22:30 gehen wir ins Waschhaus, um diese Zeit benutze ich meistens den Gemeinschaftswaschraum und machen uns danach Bettfertig.

Gemeinschaftswaschraum 
Kinder-Paradies 
Kinder-Paradies 
Wäscheraum 
Trockenraum 
Geschirr spülen 
Deko im Mittelgang 
Mietbäder
Freitag, den 16. Juni 2023
Aufgestanden sind wir um heute Morgen um 7:30, wie immer als erstes gehe ich zum Einkaufs-Shop hinauf, um ein paar Brötchen für unser Frühstück zu kaufen. Die zwei kurzen Anhöhen schaffen mich immer wieder. Nach unserem Frühstück und dem Gang ins Waschhaus brechen wir auf. Wir wollen einen Spaziergang machen, ein genaues Ziel haben wir aber noch nicht vor Augen. Kurz nach 10:00 verlassen wir den Campingplatz auf der Zufahrtsstraße nach St. Konstantin. Bis wir die Hauptstraße erreicht haben, geht mir schon beinahe die Puste aus. Nach Geschätzten 1,5 Kilometern verlassen wir den Radweg und biegen nach Rechts ab. Wir lassen die Kirche von St. Konstantin links liegen, auf einer Wiese sehen wir einen Bauern, der mit einem kleinen Handtraktor sein Heu wendet.
Vor einem Waldstück auf der rechten Seite sehen wir ein Hinweisschild das nach St. Vigil weist. Es ist ein kleines Dörfchen mit knapp 100 Einwohnern die sich auf zahlreiche Bauernhöfe verteilen. Wir folgen diesem Weg, der nach geraumer Zeit durch einen Wald geht. Es ist eigentlich kein Wanderweg dem wir hier folgen, es geht durch hohes Gras, einen steilen und nassen Waldweg hinunter. Am Abend hat es ja immer wieder mal geregnet, und der Boden ist sehr nass. Später kommen wir an einem Bach vorbei, der aus der Richtung unseres Campingplatzes zu kommen scheint. Endlich sehen wir die Kirchturmspitze von St. Vigil (1353 erbaut und dem Hl. Vigilius geweiht) in der Ferne. Wir verlassen jetzt den Wald, unser Weg geht über eine Schotterstraße zum Örtlhof der offensichtlich auch Ferienwohnungen anbietet.

Oberhalb des Hauses steht eine Sitzbank die uns jetzt gute Dienste leistet. Während wir hier sitzen findet im Haus offensichtlich gerade eine Abreise der Feriengäste statt. Hinter uns befindet sich das Gelände des 18 Loch Golfplatzes von St. Vigil. Der Golfclub St. Vigil Seis gehört zu den besten Plätzen Südtirols, und ist auch der teuerste von allen. Wir schauen den Golfspielern in unserer Nähe beim Spielen ein bisschen zu, bevor wir weiter gehen.



Wir müssen noch ein paar Kilometer bis zum Campingplatz zurück legen. Wir quälen uns die Alleestraße am Golfplatz vorbei der mit Fangnetzen abgesperrt ist. Etwas später ist das Schotterwerk Kritzinger (Betonabrucharbeiten) auf der linken Seite zu sehen. Die Straße geht immer leicht bergan, bis wir endlich wieder die Hauptstraße nach Seis / Völs erreichen. Auf der anderen Straßenseite befindet sich eine Bushaltestelle, nur leider ist der Linienbus vor etwa 10 Minuten hier durch gefahren. Auch meiner Gattin reicht es inzwischen, aber es hilft nichts wir müssen weiter laufen. Unser Trost der Weg ist jetzt ein normaler Rad und Fußgängerweg geworden, der größtenteils entlang der Straße läuft und sich gut begehen lässt. Nach einiger Zeit geht der Weg von der Hauptstraße ab, wir haben wieder einen Blick ins Tal hinab. Unser Weg führt uns jetzt an weiteren kleinen Höfen vorbei, die Bauernhofurlaub mit Ferienwohnungen anbieten.
Kurz vor 14:00 haben wir endlich unseren Campingplatz erreicht. Die Wegstrecke wäre ja nicht so schlimm gewesen, es waren nur etwa 7 Kilometer, dafür aber fast 300 Höhenmeter den Berg hinunter und zum Schluss wieder nach oben geführt hat. In der Nähe des Golfplatzes haben wir unsere Camping-Nachbarn von Lippstadt getroffen, die mit Ihren E-Bikes unterwegs waren. Wir sind beide fast zeitnah wieder am Platz angekommen.



Im Anschluss gibt es eine Brotzeit mit Käse, Gurken und Südtiroler Schinken aus Kastelruth dazu ein Radlerbier/Alsterwasser. Eine Stunde später trinken wir noch Kaffee. Das Wetter ist heute sehr Wechselhaft, so etwas haben wir die vergangenen Tage nicht erlebt.

Mittlerweile ist es 18:30 geworden, das Vorgramm der Kastelruther Spatzen beginnt mit der Sängerin Marleen aus der Schweiz und den Sunnseit Brass aus dem Eissacktal. Bis dann um 19:50 Alexander Rier der Sohn von Rorbert Rier dem Sänger der Kastelruther Spatzen auftritt.
Das Konzert der Kastelruther Spatzen beginnt erst um 20:30.
Wir hätten gern das Konzert der Spatzen besucht, nur leider ist mir ein Versehen bei der Ausarbeitung meines diesjährigen Reiseplanes passiert. Ich bin davon ausgegangen, dass wir am (Freitag 16.Juni) nicht mehr in Kastelruth sind. Als wir den Terminfehler entdeckt haben, war der Ticketvorkauf im Internet und auch in Kastelruth schon beendet. Wir hofften dass wir das Konzert wenigstens in Teilen am Campingplatz mithören konnten.

Der Aufführungsplatz des Spatzenkonzerts war in Seis auf dem Geländer der Seiser Umlaufbahn. Unser Campingplatz ist nur 2,4 Kilometer Luftlinie entfernt. Wir hatten Pech, nur einmal hat meine Frau ein paar Musikfetzen vom Openair-Konzert vernommen.
Ich habe im Verlauf des Nachmittags noch die Caravanspiegel am Auto angebracht, und später am frühen Abend gemeinsam mit meiner Frau die Markise eingerollt, und vor dem Bett gehen, unseren Tisch und die Stühle ins Auto verbracht.
(Unsere Fahrräder haben auf der Seiser Alm das Auto nicht verlassen).
Samstag, den 17. Juni 2023
Guten Morgen, heute fahren wir weiter zum Gardasee, unser nächster Campingplatz ist der Piani di Clodia einige Kilometer südlich von Lazise. Wir waren zuletzt im Jahre 2000 mit unseren Kindern auf der Rückfahrt von der Toskana hier auf diesem Campingplatz. Damals war dieser Camping ziemlich neu am Gardasee und preislich auf sehr hohem Niveau.
Es ist 7:30 als wir aufstehen, zum Einkaufshop geht heute meine Frau den Berg hoch um ein paar Brötchen zu kaufen. Während ich alles für die Abfahrt vorbereite, siehe das Elektrokabel abmachen und aufrollen. Die Caravanspiegel am Auto befestigen und zum Schluss den Wohnwagen mit dem Mover (Elektroantrieb) hinter das Auto fahren, und danach auf die Anhängerkupplung setzten. Ein Frühstück ist jetzt nicht geplant, das werden wir irgendwo auf der Strecke nachholen. Um ca. 8:25 verlassen wir den schönen Campingplatz an der Seiser Alm. Ein Wiedersehen gibt es bestimmt einmal. An der Halteschranke steht der Besitzer Erhard Mahlknecht ein ehemaliger italienischer Naturbahnrodler und mehrfacher Medailliengewinner und wünscht uns eine gute Reise. Ich habe ihn ein paarmal gesehen und auch mit ihm gesprochen, allerdings war er im Gegensatz zum Sommer 2021 kaum mit seinem E-Bike auf dem Platz unterwegs.


Bild links-unten: die Brennerautobahn — Bild rechts: Fahrt durch das Trentino
Wir haben seit ein paar Tagen eine Anzeige in unserem VW Tiguan leuchten, die besagt „Partikelfilter mit Ruß zugesetzt“ Die im Handbuch beschriebene Regenerationsfahrt wollen wir jetzt auf der Fahrt zum Gardasee machen. Dazu muss man bis an die 60 Kilometer mit einer Drehzahl von mehr als 2000 Umdrehungen fahren. Danach wäre der Partikelfilter laut Aussage von VW wieder frei. Soweit der Plan, aber wir haben ein Automatikgetriebe das nach eigenem Ermessen schaltet. Aber man kann in den Manuellen Bereich wechseln und von Hand schalten, um den gewünschten Drehzahlbereich zu halten.
Mein Plan war ab der Mautstelle Bozen-Süden in den Manuellen Bereich zu schalten. Das klappte leider nicht, da die Mautstelle zu eng und kurz war, und ich nur mit der Automatik weg fahren konnte. Einige Kilometer südlich von Bozen auf einem Rastplatz hatte ich erstmals die Chance in den Manuellen Schalt-Bereich zu wechseln. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 85 Kilometer und einer Drehzahl von 2200 – 2800 Umdrehungen fahren wir jetzt Richtung Gardasee. Der Verkehr in Richtung Süden ist angenehm, wir sind ja früh los gefahren, auf der Gegenfahrbahn in Richtung Norden ist schon mehr los. So ging unsere Fahrt bis zur Abfahrt Affi wo es dann auf der Schnellstraße weiter nach Lazise geht. Unsere Anzeige Partikelfilter leuchtete lustig weiter. Wir waren ziemlich frustriert unser Tiguan ist gerade mal etwas über 2 Jahre alt und hatte noch keine 17.000 Kilometer auf dem Tachometer.


Um 11:30 sind wir dann auf dem Campingplatz Piani Di Clodia angekommen, der Parkplatz vor dem Campingplatz war noch leer, allerdings wenige Minuten später war er mit Wohnmobilen gefüllt. Das aufwendige Prozedere das hier in der Rezeption gepflegt wird, war uns neu. Nachdem wir in der Rezeption gute 10 Minuten auf eine freie Mitarbeiterin gewartet hatten, die uns dann folgendes erklärte. Man muss sich vor der Türe bei einem Boy anmelden, danach wird man mit einem Elektro-Car über den Platz gefahren und kann sich nach Vorschlägen einen Stellplatz aussuchen. Unser Fahrer hatte schon nach 2 angebotenen Stellplätzen keine Lust mehr, er meinte man könne ja auf eine höhere und teuere Kategorie wechseln.
Nachdem ein Stellplatz ausgewählt war, konnte man in der Rezeption zur Einbuchung gehen. Der Campingplatz war meiner Meinung höchstens zu 40 Prozent belegt. Unser Stellplatz war im Bereich Waschhaus B4 (Jungle) in der Via Melograno Platznummer 16. Wie man uns gesagt hatte fahren wir jetzt direkt an der Rezeption nach rechts und der nächsten folgend nach links den Berg hinunter. Die hat laut Anzeigetafel 20 Prozent Gefälle oder Steigung. Davor fahren wir an ein paar großen Wohnmobilen von Morelo und Niessmann-Bischoff vorbei, die hier ihren Stellplatz haben. Der Morelo ist wohl der größte den ich bisher gesehen habe. Auf der linken Seite fahren wir jetzt am Catullo-Wasserpark vorbei, gleich anschließend kommen wir am Sport und Vergnügungs-Zentrum mit seinen Restaurants, Geschäften und dem Atrium vorbei, wo Showdarbietungen für die Kinder geboten werden. An unserem gewählten Stellplatz angekommen, hängen wir den Caravan ab und fahren ihn mit dem Mover (Elektromotor) auf Position. Als nächstes werden die Kurbelstützen mit dem Accuschrauber herunter gedreht, und natürlich das Stromkabel angeschlossen. Wir wollen auch gleich unsere Klimaanlage installieren (wir haben bereits jetzt ca. 30° oder mehr). Zum Einbau müssen wir das Heckfenster ganz öffnen, was leider nicht geht. Wir stehen zu nah an einem Baum, also wieder die Kurbelstützen nach oben und den Wohnwagen um ca. 30 Zentimeter weiter nach vorne fahren.
Nachdem auch das erledigt ist, kommen wir erstmal dazu unser entgangenes und völlig vergessenes Frühstück nachzuholen.
Nach unserem verspätetem Frühstück suchen wir im Sport und Vergnügungs-Zentrum ein Informationsbüro, aber wie es sich herausstellt, gibt es nur „Infotafeln“. Der Supermarkt und Backshop hat erst um 16:00 geöffnet. Beim Restaurant Catullo das sich ebenfalls im Zentrum befindet, gibt es einen Eisverkauf, wir probieren gleich davon. Es schmeckt ausgezeichnet und ist nicht einmal teuer. (man muss sagen die Preise hier am Campingplatz sind nicht allzu hoch für Italienische Verhältnisse)
Danach gehen wir eine Treppe höher in die große Poollandschaft des Catullo-Wasserparks, der sehr beindruckend ist. An einem anderen Ausgang der ganz in der Nähe von unserem Stellplatz ist verlassen wir dann die Badelandschaft. Nur etwa 100 Meter weiter sind wir schon wieder an unserem Stellplatz angekommen. Hier trinken wir erstmals eine Tasse Kaffee und essen dazu ein Stück Kuchen. Die Stellplatzbelegung in unserer Straße ist nicht allzu stark. Uns gegenüber steht ein neuerer Wohnwagen von Hobby mit einer jüngeren Ehepaar und ihren zwei Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren. Zwei Plätze weiter hinten steht ein weiterer Hobby-Caravan mit einem Ehepaar. Die beiden Paare kommen aus dem Raum Aalen und haben sich hier wohl kennen gelernt.
Um 17:30 gehen wir noch zum See-Strand hinunter um ihn zu besichtigen. An der letzten Terrasse des Platzes befindet sich ein Tor das nur mit unseren Chips zu öffnen ist. Danach geht es ca. 25 Meter über einen abschüssigen Holperpfad nach unten. Der kleine Strand würde keinen Preis gewinnen. Leicht enttäuscht gehen wir nach einer Weile zurück zum Stellplatz.
Für heute Abend habe ich mir Nudelsalat gewünscht, dazu Hering und Käse, ein paar Brötchen haben wir nach 16:00 noch schnell im Supermarkt geholt. Zum Trinken gibt es ein Franziskaner Weissbier. Später gehe mit dem Geschirr in unser schönes Waschhaus, während meine Gattin sich in der Dusche hübsch macht. Danach machen wir ein kleinen Spaziergang über den Platz, schauen uns den Abenteuer-Spielplatz an. Vor wenigen Tagen haben hier noch unsere Enkelkinder gespielt. Wir gehen weiter auf die nächsthöhere Terrasse, wo in der Arena die MiniDisco läuft. Zwei junge Animateuren bespaßen hier die Kids mit ihrer Darbietung. Später genießen wir den weiteren Abend vor unserm Caravan, vom Theater klingt noch Musik herüber, wo immer noch die MiniDisco läuft.

Wie meistens gehen wir gegen 22:30 ins Waschhaus um uns ins Bett gehen vorzubereiten.
Die Tagestemperatur liegt heute am Gardasee bei über 30°
Sonntag, den 18. Juni 2023
Ein recht schönen Morgen, wir haben sehr gut geschlafen die Temperatur im Wohnwagen war dank der Klimaanlage sehr angenehm. Als erstes gehe ich zum Supermarkt um ein paar Brötchen zu holen (eine Brezel nehme ich auch zum Probieren mit). Währenddessen hat meine Frau den Frühstückstisch mit verschiedenen Marmeladen, Honig sowie Schinken und Käse bestückt, in dieser Reihenfolge. Wir sind süße Frühstücker wie ich immer wieder sagen möchte.
Als nächstes holen wir unsere kleinen E-Bikes aus dem Kofferraum, die seit über einer Woche auf ihren Einsatz warten. Heute Vormittag wollen wir mit den Rädern am Ufer-Radweg des Gardasee`s in Richtung Peschiera fahren. Man hat uns vorgeschwärmt wie schön und gut dieser Fahrradweg sei (Ich kann es nicht bestätigen !!!).
Als erstes müssen wir die Räder den recht steilen Weg zum Uferweg hinunter schieben, bevor es los geht. Der Weg nach Peschiera ist teilweise bekiest, manchmal mit Schotter oder auch Stücke mit Sand belegt, es gibt aber auch wenige aspaltierte Wegstrecken. Der Verkehr auf dem schmalen Weg inklusive dem Gegenverkehr ist sehr stark, und nicht angenehm. Hier fährt alles was sich in den letzten Jahren ein E-Bike angeschafft hat. Gleich in unserer Nähe befindet sich die Bootswerft Nautica Casarola Marina wo sich ein paar schöne Motorboote befinden. Hier muss man auf einem schönen Überweg über die Marina sein Fahrrad schieben (was auch nicht jeder macht).


Strand vom Piani Di Clodia 
Garda-Radweg 
Bootswerft Nautica Casarola Marina 
Bootswerft Nautica Casarola Marina 
Bootswerft Nautica Casarola Marina
Wir kommen an einigen Campingplätzen und ehemaligen Hotels und Bistros vorbei und näheren uns dem kleinen Städtchen Peschiera. Das Radfahren auf dem Uferweg ist in meinen Augen nicht angenehm. Man hat den Eindruck hier wären lauter Radfahr-Weltmeister unterwegs. Ich mag nicht mehr, kurz vor Peschiera drehen wir wieder um, und kehren zum Campingplatz zurück.
Mittlerweile ist es schon Mittag vorbei, so machten wir als erstes eine kleine Brotzeit und trinken dazu eine Flasche Radlerbier/Alsterwasser. Danach legen wir uns in den Schatten der Bäume die unseren Stellplatz rechts und links bisschen beschatten. Im weiteren Nachmittag suchen wir die schöne Badelandschaft des Catullo-Wasserpark auf, wo wir etwa 2 Stunden verbringen.


Heute Abend gibt es panierte Schnitzel mit Kartoffelsalat zum Essen. Kurzfristig entschließen wir uns heute mit dem Shuttlebus vom Campingplatz nach Lazise zu fahren.
(er fährt von 18:00 bis 22:00, alle 20 Minuten und ist kostenlos).
Wir müssen dafür zur Rezeption hinauf gehen, wo der Kleinbus losfährt. Auch hier sind es 20 Prozent Steigung bis zum Camping Eingang, in diesem Urlaub geht es anscheinend immer wieder Bergauf. Einige Minuten müssen wir noch warten, bis der Shuttle-Bus von seiner letzten Fahrt kommt. Bis Lazise sind es etwa 10 Fahrminuten, der Busfahrer lässt uns vor der Ausstiegstelle für Busse (Area Verde) aussteigen. Bis zum Porta San Zeno einem der Stadttore von Lazise, wo wir in das Städtchen hinein gehen sind es nur ein paar Meter. Ebenso die Piazza Vittorio Emanuele, die wohl als Marktplatz fungiert, im Hintergrund steht das Rathaus direkt am kleinen Fischereihafen. Hier beginnt die Hafenpromenade von Lazise die sich an die dreihundert Meter am Gardasee entlang zieht. Gegenüber vom Rathaus befindet sich eine Eisdiele wo in 2 großen Eisvitrinen viele verschiedene Sorten an ausgezeichnetem Eis verkauft wird. Danach spazieren wir die hübsche Seepromenade entlang, wo eine Restaurant (Pizzeria) nach dem anderen steht. Alle sind gut gefüllt, das Essen gehen ist des Deutschen liebstes Hobby. Unsere Nachbarn von gegenüber am Campinglatz fahren jeden Abend mit ihren Auto und den Kindern zum Abendessen weg.



Promenade am See 
Hier gibt es ein gutes Eis 

Sonnenuntergang am Gardasee 
Sonnenuntergang am Gardasee
Wir sind heute erst spät losgefahren, so dauert es nicht mehr allzu lange, bis die Abenddämmerung kommt. Meine Frau kann ein schönes Foto vom Sonnenuntergang am Gardasee machen. Wenig später fahren wir auch schon wieder mit dem Shuttle-Bus zurück zum Campingplatz. Es war ein schöner Ausklang auf den heutigen Tag.
Montag, den 19. Juni 2023
Heute ist unser dritter Tag hier auf dem Campingplatz Piani Di Clodia. Die Morgentemperatur liegt bei ca. 26°. Als erstes gehe ich zum Supermarkt hinauf um ein paar Brötchen zu holen. Statt der Brezel die ich versuchsweise gestern geholt habe nehme ich zu den normalen Brötchen heute Laugenhörnchen mit. Sie schmecken wesentlich besser als die Brezel die ich gestern geholt habe. Nach dem Frühstück wollen wir mit unseren kleinen E-Bike über den Strandweg nach Lazise fahren. Laut mehrfacher Aussage soll er sehr gut zu befahren sein. Dieses Mal fahren wir nach Norden , vorbei am Camping IdeaLazise (ehemals Ca. Ideal unser erster Campingplatz vor 30 Jahren hier am Gardasee) und dem Camping La Quercia ein preislich etwas gehobener Platz. Gleich danach kommt der Ca. Spiaggia DÒro, aber soweit komme ich gar nicht. Der ganze Weg hier führt über Schotter und teilweise Sandstrand. Vor mir taucht eine (tiefe) Sandkuhle auf, ich denke noch ich komme hier durch. Plötzlich stecke ich fest und stürze vom Fahrrad in den Sand. Es ist nicht viel passiert, leichte Schrammen an Arm und Bein. Der Mentale Sturz war schlimmer. Wir fahren noch am Ca. Du Parc vorbei und sind schon am Ortsrand von Lazise angekommen.
Vorbei am großen Parkplatz und über die Blumengeschmückte Fußgängerallee Via Rosenheim gehen wir durch die Porta Del Lion in das kleine Städtchen.

Castello Scaligero di Lazise 
Wir gehen aber nur kurz durch das kleine Städtchen, verlassen es wieder durch die Porta San Zeno. Auf dem Fußgänger und Fahrradweg entlang der Hauptverkehrsstraße fahren wir bis zum Campingplatz Du Parc, dem wir einen kurzen Besichtigungsbesuch abstatten wollen. Er überzeugt uns aber nicht, so dass wir gleich zum nächsten Campingplatz Spiaggia D Òro weiter fahren. Auch ihn schauen wir nur ganz kurz an, bevor wir wieder zu unserem Campingplatz zurück fahren. Der Fußgänger und Fahrradweg hier an der Hauptstraße ist sehr eng und stark belebt, die gleiche Situation wie gestern am See.
(Mit dem E-Bike fährt heute jeder, der sich gestern wegen Konditionsprobleme nicht mehr auf ein Fahrrad traute).
Bei der Einfahrt zum Camping La Quercia kommt jetzt ein breiter Fahrradweg der von der Hauptstraße wegführt und in der Folge am Eingang der beiden Campingplätze „Delle Rose“ und „IdeaLazise“ vorbei führt. Weitere etwa 200 Meter geht es wieder an der Hauptstraße entlang, bis der Eingang unseres Campingplatzes erreicht ist.
Wir hatten vor unserer heutigen Fahrradtour bei einer Service-Nummer von VW angerufen. Der Mitarbeiter am Telefon rät uns auf jeden Fall eine Vertragswerkstatt von VW aufzusuchen, um die Anzeige und den Defekt mit dem Partikelfilter klären zu lassen.
Mittlerweile ist es 12:00 geworden, sodass wir eine Kleinigkeit essen, bevor wir nach Garda in eine Vertragswerkstatt von VW fahren, um die Ursache des Defekts klären zu lassen. Vom Campingplatz sind es ca. 12 Kilometer bis in die VW-Werkstatt nach Garda. Wir haben Glück, die Mitarbeiterin in der Werkstatt spricht ein ausgezeichnetes Deutsch. Und vor allem, sie nimmt unseren Tiguan zur Kontrolle an. Sie wollen die Fehlermeldung mit dem Computer auslesen, wir sollen in 2 Stunden wieder kommen.

Hafenpromenade von Garda 

Hafenpromenade von Garda 

Bis zur Uferpromenade von Garda sind es laut der netten Frau etwa 20 Gehminuten, was in etwa stimmt. Wir schlendern die Promenade die mit großen Bäumen beschattet ist, entlang. Im Wasser steht ein kleiner Pavillon der von ein paar Jugendlichen besucht ist. Unter den Fußbodenbrettern sieht man viele große Fische umher schwimmen, anscheinend werden sie hier des Öfteren gefüttert ?.
Später kaufen wir uns im Caffe Roma das hier an der Promenade ist, noch ein Hörnchen mit Eis, das ganz hervorragend schmeckt.
Bevor die zwei Stunden vorbei sind, machen wir uns wieder auf den Weg zur VW-Werkstatt, unser Auto ist fertig und steht schon auf dem Hof. Laut Aussage der netten Büro-Angestellten ist der Sensor für den Partikelfilter kaputt. Sie können ihn aber nicht austauschen, es würde drei Wochen dauern bis sie das Ersatzteil bekommen, wir können aber ohne Sorgen bis nach Hause fahren.
Beruhigt bezahlen wir die 40 Euro für die Messung und fahren zum Campingplatz zurück. Es ist mittlerweile schon 17:00 vorbei.
Für heute Abend haben wir beschlossen, nochmals mit dem Shuttlebus nach Lazise zu fahren. Wir wollen in der Pizzeria Riviera das an der Uferpromenade liegt, eine Pizza essen. Vor ein paar Tagen war unsere Tochter Raphaela mit ihrer Familie hier zum Pizza essen, sie hat anscheinend ausgezeichnet geschmeckt. Wir standen gestern schon einmal an der Speisekartentafel, eine nette Bedienung (Maria) wollte uns zum Pizza oder Eis essen animieren. Wir hatten aber gestern Abend schon am Campingplatz gegessen.
Als wir oben an der Rezeption vom Ca.- Platz ankommen, fährt in diesem Moment der Shuttle-Bus vor unserer Augen los. Wir mussten nur etwa 15 Minuten warten, bis er wieder hier am Platz war, so schnell war er eigentlich noch nie. In Lazise angekommen spazieren wir sogleich zur Seepromenade, wo sich unsere gewünschte Pizzeria befindet. Die nette Bedienung (Maria) führt uns an einen freien Tisch, meine Frau bestellt sich meistens eine Pizza Spezial oder etwas mit Meeresfrüchten. Bei mir ist es einfacher, ich esse immer eine Pizza Funghi oder eine Prosciotto-Funghi. Zum Trinken bestellen wir eine Coca Cola (6€) und ein Glas Weizenbier (6€). Die Getränke sind fast so teuer wie das Essen, wir sind das wohl nicht mehr gewöhnt. Die Pizzen schmecken aber recht gut.


Nach einer guten Stunde brechen wir wieder auf, die Eisdiele am Hafen hält uns noch ein bisschen auf , das Eis hier ist einfach gut, wie man an der Menschen-Schlange gut erkennen kann. An der Bushaltestelle warten schon ein paar Campinggäste auf den Shuttle-Bus der uns zurück bringen soll. Eine Viertelstunde später sind wir schon am Campingplatz angekommen. Beim Theater ist gerade Babydance so bleiben wir noch ein paar Minuten stehen. Für Erwachsene ohne Kinder ist das sehr peinlich was die beiden Weiblichen Animateure so bieten. Ich mache noch schnell ein paar Bilder vom schön beleuchteten Minigolfplatz, der gleich neben dem Theater ist (auf diesem hübschen Platz spielt aber leider niemand).
Am Stellplatz angekommen trinken wir noch einen Aperol Spritz zur Entspannung. Um 22:00 gehen wir nochmals hinauf zum Theater, wo laut Abend-Programm etwas für Erwachsene sein sollte. Es stellte sich heraus, auch hier sollen kleine Kinder Karaoke singen, was leider daneben ging. Nach einer Viertelstunde waren wir wieder am Caravan zurück.
Wie üblich gehen wir nach 22:30 in unser hübsches Waschhaus um uns zum Bett gehen fertig zu machen.
Dienstag, den 20. Juni 2023
Guten Morgen, wir sind um ca. 7:45 aufgestanden, geschlafen wir fabelhaft. Die Morgentemperatur liegt heute schon bei 26° und der Himmel ist strahlend blau. Als erstes gehe ich zum Supermarkt hoch um unsere Morgendlichen Brötchen zu holen. Bis ich zum Caravan zurück komme hat meine Gattin schon den Frühstückstisch gedeckt. Was wir heute unternehmen wissen wir noch nicht, mit dem E-Bike am Strand entlang fahren möchte ich nicht mehr. Es ist mir einfach zu gefährlich, mit der Menge an Urlaubern die hier entlang fahren.
Wir fahren dann tatsächlich mit den Rädern über den großen Campingplatz um uns umzuschauen. Die Belegung in dieser Woche ist nicht allzu hoch, ich schätze, sie liegt bei etwa 35 Prozent. Wir schauen uns das Waschhaus 6 und die umliegenden Stellplätze an. An einem dieser Stellplätze war meine zweite Tochter Alexandra vorige Woche zu Gast. Unsere andere Tochter Raphaela hat mit ihrer Familie in der Relais Villa Clodia verbracht, da sie sich bisher nicht zu einem eigenen Caravan/Wohnmobil entschließen können.

Waschhaus 6 mit den Classic Plätzen 
auch ein nettes kleines Wohmobil 
Virgilio Waterpark 
Virgilio Waterpark 
Virgilio Waterpark 
Virgilio Waterpark
Wir besuchen ebenso den ziemlichen neuen Virgilio Wasserpark, wo sich unsere Platznachbarn mit ihren Kindern vorzugsweise aufhalten. Für etwas gehobene Ansprüche findet sich das Restaurant „Marc`Aurelio“ gleich oberhalb des neuen Wasserparkes.

Restaurant Marc`Aurelio 
Spielplatz 
Restaurant Marc`Aurelio 
Restaurant Marc`Aurelio 
Restaurant Marc`Aurelio 
Restaurant Marc`Aurelio



Bild links: Relais Villa Clodia; Bild oben: unser Caravan; Bild rechts: Blick auf den See;
Am Abend fahren wir nochmals in das hübsche kleine Städtchen Lazise, einfach zum Spazieren gehen und ein gutes Eis zu essen. Mit dem Platzeigenen Shuttle-Bus bietet sich das einfach an, und vor allem man braucht keinen Parkplatz für das eigene Auto zu suchen und bezahlen.
Mittwoch, den 21. Juni 2023
Heute ist Markttag in Lazise, ausgerechnet heute haben wir verschlafen, wir sind erst um 8:00 aufgestanden. Ich bin dann gleich zum Supermarkt hoch gegangen, um Brötchen für unser Frühstück zu holen. Nach dem Essen haben wir uns schnell fertig gemacht und sind um viertel nach neun, halb Zehn vor der Rezeption gewesen. Gut eine Viertelstunde später, waren wir schon im Marktstädtchen Lazise. Es ist schon ziemlich warm im Ort, am Caravan hatten wir vor einer Stunde schon 26° gemessen. Der Markt hier in Lazise ist ziemlich groß. Er beginnt an der Piazza Vittorio Emanuele, geht am kleinen Hafen vorbei, und zieht sich an der langen Seepromenade entlang. Am Ende der Promenade befindet sich ein weiterer kleiner Hafen, wo man sich anscheinend Motorboote mieten kann. Gleich dahinter befindet sich der Städtische Campingplatz (Campeggio Comunale). Vor fast 20 Jahren haben wir hier an diesem Camping-Platz eine Nacht verbracht, weil in den privaten Campingplätzen um Lazise herum kein freier Stellplatz mehr zu finden war.
Heute möchte meine Frau sich am Markt ein paar schöne Kleider für unsere Kreuz-fahrt im kommenden Jahr kaufen, die uns von den Seychellen bis nach Bali führen wird .



Das Angebot am Markt ist riesengroß, man bekommt hier einfach alles. Von Keramik, Schuhen, Kleidung, Handtaschen/Lederwaren, halt alles was man von einem Italienischen Markt so kennt. Was auffallend ist, dass viele Bekleidungsgeschäfte und Marktstände von Asiaten betrieben werden. An einem Marktstand wo meine Frau zwei hübsche Kleider gefunden hat, frage ich den Betreiber aus welcher Nation er abstammt. Seine Antwort lautet „China„, das hatte ich nicht erwartet. Ich dachte eher an Vietnamesen oder Thailänder. Nachdem meine Frau fündig geworden ist, vier hübsche Kleider konnten wir mitnehmen, machen wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Oben angekommen, hörten wir der Shuttle-Bus sei soeben weg gefahren. Die ganze Bus-Haltestelle war mit Ortsfremden Bussen voll gestellt, und es hatten sich schon viele Fahrgäste die zum Campingplatz wollten eingefunden. Als unser Shuttle-Bus wiederkam musste er in der zweiten Reihe anhalten, dass die Leute einsteigen konnten.
Als wir am Campingplatz angekommen waren, hatten wir neue Nachbarn bekommen. Eine Italienische Familie mit zwei Buben, einem Zwerghund und einem älteren Wohnmobil. Die erste Stunde waren die Kinder sehr laut mit ihren Handys und externen Lautsprecherboxen. Später wurde Ihnen wohl klar, dass sie Ihre Geräte leiser stellen müssen. Nachdem wir eine Kleinigkeit gegessen hatten, putzte meine Frau die E-Bikes die später wieder in unser Auto verstaut werden. Gegen 15:00 gehen wir in den Catullo Wasserpark, die Temperatur ist mit 34 -36° am Stellplatz nicht mehr auszuhalten. Zweimal gehen wir ins Laguna-Becken, das ist der tiefe und Schwimmbereich im Catullo Wasserpark. Als wir dann zum Kaffee trinken zum Stellplatz zurück kehren, ist es genauso heiß wie vorher. Ein nettes Erlebnis gab es noch, der kleine Zwerghund unserer Italienischen Nachbarn ist aus dem Fenster ihres Wohnmobiles gesprungen. Überall hat er seine Familie gesucht, bis zum Strand ist er hinunter gelaufen, ob er im Wasserpark drin war wissen wir nicht. Im ganzen Viertel war er unterwegs, kehrte aber immer wieder zum Wohnmobil zurück. Zwei kleine Mädchen brachten eine Schale mit Wasser für ihn zum Stellplatz. Offensichtlich hatte er auch Durst das ist uns gar nicht eingefallen. Sein Herrchen mit der ganzen Familie kam erst nach ein paar Stunden zum Stellplatz zurück. Eine Platznachbarin die selbst zwei Hunde hat, machte sie darauf aufmerksam, dass ihr Hund durch`s Fenster hinaus gesprungen. Sie machten sich gar keine Gedanken darüber, später banden sie ihn fest, als sie wieder auf Achse waren. Solche Leute sollten keine Hunde haben.
Heute Abend wollen wir noch einmal Grillen, für solche Zwecke haben wir einen kleinen Grill mit Gaspatronen. Nach dem Abendessen gehen wir noch eine Runde über den Campingplatz spazieren. Und danach zum Babydance oder Karaoke für die Kleinkinder oben am Theater. Zum Schluss noch ein Getränk am Caravan, ein Weizenbier oder einen Sangria den mag ich sehr gerne. Meine Frau trinkt meistens ein Glas Wein. Nach 22:00 machen wir uns fertig zum Schlafen gehen.

Eintrag ins Diktiergerät für meinen Reisebericht
Donnerstag, den 22. Juni 2023
Guten Morgen, heute ist unser letzter Tag hier am Camping Piani Di Clodia, es war nett hier am Platz, allerdings viel zu heiß für meinen Geschmack. Früher machte mir die hohe Temperatur nicht aus, aber im zunehmenden Alter macht mir das schon zu schaffen.
Wir sind gegen 7:30 aufgestanden, heute Nacht war es trotz Klimaanlage ziemlich schwül im Wohnwagen, und heute Morgen haben wir schon ca. 25 ° am Platz. Ich gehe zum Supermarkt hinauf um unsere Frühstücks-Brötchen zu holen. Später am Vormittag bringen wir unsere E-Bikes im Auto unter, das dauert auch immer wieder eine gute dreiviertel Stunde, bis die Räder festgezurrt sind. Der hintere Nachbar aus Aalen baut seit heute Morgen mit seiner Frau gemeinsam sein Vorzelt und alles was sie haben ab. Unser Nachbar von gegenüber ebenfalls aus dem Raum Aalen, die beiden fahren am Abend gemeinsam nach Hause, liegt da noch im Bett. Um 11:00 schickt er seine Familie zum Baden in den Virgilio Wasserpark. Er baut alleine seine Markise, den Tisch und alle 4 Fahrräder und was sie sonst noch dabei haben, und das ist nicht wenig ab. Ich möchte natürlich nicht in seinen Wohnwagen schauen, was er alles in den Caravan wirft. Da trennen uns Welten, in unserem Caravan kann man auf der Fahrt zu jeder Minute sitzen, in den Betten liegen oder Schlafen. Nach eineinhalb Stunden ist er mit seiner Arbeit fertig, und geht dann ebenfalls zum Baden in den Virgilio Wasserpark. Wir gehen etwas später in den Catullo Wasserpark, der ist gleich bei uns in der Nähe. Die Temperatur am Stellplatz ist mittlerweile auf 35° gestiegen. Mit meinem Handy in der Hand gehe ich durch den riesigen Campingplatz um noch ein paar Fotos zu machen.

unser Waschhaus B 4 
unser Waschhaus B 4 
unser Waschhaus B 4 
unser Waschhaus B 4
Etwas später am Abend, als die Sonne hinter den Bäumen verschwunden ist, rollen wir unsere Markise auf. Meine Frau putzt noch die Fenster von unserem Wohnwagen sauber. Die letzten Stunden verbringen wir vor unserem Caravan bei einem Glas Wein bzw. Weizenbier. Kurz nach 21:30 kommen unsere beiden Nachbarn aus Aalen vom Abendessen zurück. Bevor sie in ihre Autos steigen, verabschieden wir uns von den beiden Familien. Danach gehen wir auch ins Bett, morgen Früh fahren wir auch weiter, zurück nach Südtirol.
Freitag, den 23. Juni 2023
Guten Morgen, es ist kurz nach 7:00 als wir aufstehen, ich gehe als erstes zum Supermarkt um ein paar Brötchen für unser Frühstück zu holen. Währenddessen hat meine Frau schon den Kaffee gemacht und den Tisch gedeckt.
Nach unserem Frühstück bauen wir als erstes unsere Klimaanlage ab, die uns hier gute Dienste geleistet hat.

unsere Klimaanlage von Innen 
Klimaanlage außen / Foto aus Südfrankreich – Drome 2022
Zehn vor 9:00 verlassen wir den Campingplatz Piani Di Clodia bei Lazise. Laut Google Maps sind es etwa 157 Kilometer bis nach Lana, das kurz vor Meran liegt. Wir hoffen, dass es keine weiteren Probleme mit unserem Auto gibt. Und natürlich der Verkehr auf der Autobahn nach Norden sich bezüglich der Heimreisen nach Deutschland in Grenzen hält.
Wir haben Glück und kommen ohne einen Stau auf der Autobahn bis nach Bozen Süd, wo wir dann auf der SS38 weiter in Richtung Meran fahren. Von hier sind es nur noch etwa 23 Kilometer bis zu unserem Ziel. Kurz vor 11:00 erreichen wir den Schlosshof Camping in Lana. Die Morgendliche Temperatur von 25° ist während unserer Fahrt nach Norden nicht weiter gestiegen.
Der Campingplatz ist gut besucht aber nicht voll. Im Gegensatz zum Jahr 2021 haben wir dieses mal einen Stellplatz der Kategorie Classic gebucht. (meiner Frau war der De Luxe Stellplatz vom letzten Aufenthalt zu steril und abgeschieden). Nach einer halben Stunde sind wir mit dem Aufbau fertig, und genießen ein zweites Frühstück. Danach bauen wir gleich unsere Klimaanlage wieder auf, die Temperaturen hier in Südtirol sollen ja nicht wesentlich kühler sein als unten am Gardasee. Mittlerweile ist es 14:00 geworden, der Himmel ist blau mit einer leichter Bewölkung, als nächstes trinken wir eine Tasse Kaffee und essen dazu Kuchen. Bevor wir gegen17:00 noch zum Pool gehen, trinken wir noch eine Dose mit Radlerbier, die wir noch von zu Hause haben. Hier finden wir noch zwei freie Badeliegen, wo wir uns gemütlich machen. Wenig später gehen wir in den kleinen aber durchaus netten Pool, das Wasser ist für meinen persönlichen Geschmack etwas zu frisch (meine Wohlfühltemperatur liegt bei 28° aufwärts).




Plan vom Campingplatz
Der Schlosshof Camping hat seit diesem Frühjahr einen neuen Infinity Pool auf dem Dach des Sanitärgebäudes „Piccolo Amore“ der für die Gäste der Premium-Stellplätze reserviert ist. Unterhalb des Infinity Pools Piscina Blu steht die Blu Bar. Beides ist für einen Preis von 12 Euro von den Gästen zu nutzen, selbst wenn man es nur ein paar Stunden nutzt. Ich persönlich halte die Preisgestaltung dafür stark übertrieben. Ein spritziger „Veneziano Aperol“ auf der Terrazza oder vielleicht direkt auf der Liege kann an beiden Pools serviert werden. Die Getränke-Preise dafür sind im normalen Bereich.
die drei Bilder sind vom Betreiber; Bild rechts: der Sandstrand stammt von der Insel Lampedusa
Nach einer guten Stunde gehen wir zum Abendessen auf den Stellplatz zurück. Zwischendurch werde ich von zwei Campinggästen angesprochen, der eine Interessiert sich für unseren VW Tiguan (Automatikgetriebe). Einem Wohnmobilfahrer gleich gegenüber von uns gefällt unsere Klimaanlage sehr gut. Ich gebe ihm im Verlauf des Gespräches alle Technischen Daten darüber. Nach unserem Abendessen machen wir einen Spaziergang über den Campingplatz. Der Schlosshof-Camping hat drei Kategorien von Stellplätzen. Der billigste ist der Classic-Stellplatz, danach folgt der Deluxe und als drittes der Premiumplatz. Die Premiumplätze sind rechts vom Hotel/Restaurant und des Infinity Pools und bis 130 qm groß, hier sind im letzten Jahr einige riesige Wohnmobile gestanden. Mal sehen was in diesem Jahr los ist. Dieses Jahr stehen im Moment nur zwei große Morelos und ein paar große Tandem Caravans auf den Premiumplätzen .
Den Abend verbringen wir bei einem Glas Weizenbier, meine Frau trinkt lieber ein Glas Rotwein, bevor wir gegen 22:00 zurück zum Schlafen in den Caravan gehen. Zur Abend wie auch Morgentoilette gehe ich meistens in das Waschhaus „TIIAMO“. Es ist mir lieber als im gleich danebenliegenden Waschhaus „GRANDE AMORE“. Hier gibt es nur Regenduschen an den Decken. Dagegen sind im „TIIAMO“ abnehmbare Duschköpfe und Schläuche montiert, was mir wesentlich besser gefällt.
Samstag, den 24. Juni 2023
Wir sind heute Morgen erst gegen 8:00 aus den Federn gehüpft, geschlafen habe ich sehr gut, dagegen meine Gattin wurde von zwei Platznachbarn durch deren Schnarch-Attacken gestört. Unsere Frühstücksbrötchen hole ich aus dem Zentralgebäude wo sich das Hotel, die Rezeption, das Restaurant, bzw. Frühstücksraum, die Bar und eben auch eine Verkaufstheke für das Morgendliche Gebäck befindet. Die Preise dafür halten sich in Grenzen. Nach dem Frühstück wollen wir noch unsere E-Bikes aus dem Auto holen und vielleicht im Laufe des Tages eine Fahrt durch Lana oder den Radweg entlang der Etsch machen. Heute ist ja Samstag, das heißt es ist auch Abreisetag für einige Traditions-bewusste Camper. Die gerne am Samstag auf die Heimreise gehen, davon gibt es sehr viele. Was man an den vielen Staus auf den Autobahnen in Deutschland, Österreichs und hier in Italien feststellen kann. Natürlich kommen auch neue Gäste am Platz an. Vor zwei Jahren haben wir hier ein Ehepaar aus Görlitz kennen gelernt, der Mann ist an einem Tag von Görlitz an der Polnischen Grenze bis hier nach Südtirol gefahren. Das sind immerhin fast 900 Kilometer und bestimmt mehr als 10 Stunden Fahrt, und das allein. Ich denke das die beiden auch in diesen Jahr kommen werden.
Im Schwimmbecken vorne am Eingang sind trotz der frühen Stunde schon ein paar Erwachsene und Kinder im Wasser. Wir verlassen den Campingplatz über den Feldgatterweg und die Ing. Luis-Zuegg-Straße und überqueren die Bozner Straße. In Gewerbeviertel verfahren wir uns erstmals, bevor wir in den Sonnenweg einbiegen. Gleich am Anfang der Straße befindet sich die Halle der Obstgenossenschaft Lana. Die kleine Straße führt durch Apfelbaumfelder bis zur Niederlanaer Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ (Schnatterpeck-Altar). Ein paar Meter weiter oben befindet sich das Südtiroler Obstbaummuseum von Lana, und ein Zugang zum Brandiswaalweg, der von hier zu einem kleinen Wasserfall führen soll. Nach ein paar Fotos von der Kirche fahren wir weiter über die Lahnstraße und nachfolgend die Weinstraße, die aber durch riesige Apfelbaumplantagen führt. Ein paar Kilometer weiter gegenüber von Gargazon überqueren wir auf einer Brücke die Schnellstraße SS 38 und die Etsch. Auf der Ostseite der Etsch fahren wir auf dem Fahrradweg in Richtung Lana zurück. Auch heute ist reger Verkehr auf diesem netten Fahrradweg, der von Bozen über Meran bis ins Vinschgau hinauf führt.

Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ 
Schnatterpeck-Altar 
Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ 
Etsch ( Adige 
Schnellstraße SS 38 / Etsch
Wieder am Ortsrand von Lana angekommen, fahren wir am Freibad vorbei am Feldgatterweg entlang bis zum Camping Arquin, dem wir auch in diesem Jahr einen Besuch abstatten wollen. Wir waren schon im Jahr 2021 hier, damals war der Platz ziemlich leer. Er kann mit dem Schlosshof Camping Qualitativ nicht mithalten, obwohl er auch preislich gesehen nicht allzu billig ist. In meinen Augen ist es ein Campingplatz für Reisende die viel Ruhe suchen, sowie Wanderungen in den Bergen machen. Und der Flair keine so große Rolle spielt.

Camping Arquin 
Camping Arquin 
Camping Arquin
Kurz vor 13:00 haben wir wieder unseren Campingplatz erreicht. Etwas Negatives muss ich leider berichten. Auf der Weinstraße „Strada del Vino“ die durch lauter Apfel-Plantagen führt, fahren ein paar Mofafahrer an uns vorbei. Wir stehen am Straßenrand, nicht außerhalb der Straßenmarkierung, sondern knapp innerhalb. Nach der kleinen Gruppe kommt ein einzelnes Motorrad vorbei, der Fahrern schimpft während der Vorbeifahrt und zeigt mir einen Stinkefinger. Die Straße ist etwa 6 Meter breit und es kommt kein Gegenverkehr. Man sieht also solche Verkehrsrowdy`s gibt es auch hier in Südtirol und nicht nur bei uns in Deutschland.
Den Nachmittag verbringen wir dann am Stellplatz, die Temperatur liegt bei etwa 30° , allerdings ist es stark Windig. Er kommt immer wieder in Böen, bei einem Nachbarn hat er einen Wäscheständer umgeworfen, ob ihr danebenstehendes Auto dabei beschädigt wurde weiß ich nicht. Im Laufe des Nachmittages gehen wir zweimal an den netten Pool, dessen Wassertemperaturen für meine Begriffe etwas zu kühl sind.
Und schon ist der Abend da, heute gibt es einen Spinatspätzle-Auflauf mit Fleisch und Pilzen. Zum Trinken schenke ich mir ein Franziskaner-Weißbier ein. Danach machen wir einen kleinen Spaziergang über den Platz, um nach etwaigen Bekannten zu schauen, bzw. nach interessanten Caravans und Mobilen zu schauen. Später holen wir uns einen Becher Eis an der Eis-Theke des Restaurants. Der Schlosshof-Camping hat ein sehr gutes Eis und es ist nicht allzu teuer. Die letzten Abendstunden verbringen wir vor unserem Caravan, bevor es in die Koje geht.
Sonntag, den 25. Juni 2023
Guten Morgen, es ist 7:30 als wir aufstehen, der Himmel ist strahlend Blau und unsere Morgentemperatur liegt bei ca. 25°. Heute ist starker Abreiseverkehr in unserer Straße, vorhin sind schon zwei Wohnmobile hinter uns gefahren. Schon Gestern Abend haben ein oder zwei Fahrzeuge unsere Straße verlassen. Mal sehen, was heute im Laufe des Tages neu herein kommt.
Meine Frau deckt unseren Frühstückstisch, während ich die Brötchen aus dem Shop an der Rezeption hole. Die Brötchen machen heute Morgen keinen allzu guten Eindruck, sie wirken wie Frisch aufgebacken auf uns. So schmecken sie auch.
Unsere Aussicht auf die umliegenden Berge und Hügel ist traumhaft. Bevor wir uns heute auf die Räder schwingen, machen wir als erstes unsere Morgentoilette fertig. Auch unsere Kassetten-Toilette muss ich noch entleeren und Frischwasser in beide Tanks nachfüllen.

Eingang in die beiden Waschhäuser 
„TIIAMO“ 
„TIIAMO“ 
„TIIAMO“ 
„Grande Amore“ diese Bild musste ich unbedingt machen, es hat mir schon vor 2 Jahren gefallen
Oben sind die Waschräume vom „TIIAMO“ — die unteren Bilder sind vom „GRANDE AMORE“

„Grande Amore“ 
„Grande Amore“ 
„Grande Amore“ 
Geschirr spülen
Um 10:15 verlassen wir mit den Fahrräder den Campingplatz, der am Feldgatterweg liegt. Hier kommen wir nach ein paar Meter an die Bozner Straße die weiter zum Tribusplatz in Mitterlana führt. Dort fahren wir auf dem St. Agathaweg der uns wieder aus dem Ort hinaus führt. Hier befinden sich auf beiden Seiten der Straße ausgedehnte Apfelbaumfelder. Nach etwa 1,5 Kilometer haben wir das Flüsschen Falschauer erreicht, das von irgendwo aus dem Bergmassiv oberhalb der Gaulschlucht kommt. Sie wird im Normalfall zusätzlich von Waalen die ebenfalls von den Bergen herunterkommen und zur Bewässerung der Apfelbaumfeldern dienen, gespeist.
Wir sind erschrocken als wir den kleinen Flusslauf sehen, er führt heute fast kein Wasser, zum Vergleich habe ich unten zwei Bilder aufgeführt. Eines von 2023 und das zweite Bild ist im gleichen Zeitraum zwei Jahre früher entstanden.

Das Flüsschen Falschauer in 2023 
Das Flüsschen Falschauer in 2021 
Das Flüsschen Falschauer in 2021 
Das Falschauer Biotop in 2023
Das Falschauer Biotop in 2021 
Das Falschauer Biotop in 2021 
Etsch
weitere 1,5 Kilometer weiter kurz vor der Einmündung in die Etsch befindet sich das Falschauer Biotop, auch hier das gleiche Ergebnis. Erschreckend wenig Wasser im Fluss, dagegen ein paar Meter weiter die Etsch führt ausreichend Wasser. Erschüttert und Enttäuscht kehren wir um, gegenüber der Einmündung vom Agathaweg geht auch ein Fahrradweg nach Tscherms. Hier muss man durch einen abgewinkelten kleinen Tunnel fahren. Vorsichtshalber steige ich ab und schiebe das E-Bike die Abfahrt hinunter durch den Tunnel. Wie von mir erwartet kommen zwei Radfahrer in einem Wahnsinns Tempo uns entgegen, auch sie rechnen nicht mit einem Gegenverkehr. Meine Frau kommt gerade noch unbeschadet um die Kurve. Solche Radfahrer habe ich vorige Woche auch am Gardasee erlebt. Am kleinen Markplatz von Tscherms steigen wir ab, machen ein paar Fotos bevor wir am Radweg durch die Garberstrasse weiter fahren. Auf dem weiteren Weg nach Marling/Marlengo entschließen wir uns den Radweg an der Hauptstraße zu verlassen.
Bergauf geht es jetzt die Lebenberger Straße bis zum Haflingergestüt Schloss Baslan das seit 2001 von einer engagieren Pferdewirtin betrieben wird.

Im hinteren Teil des Schlosses befindet sich ein Montessori Kindergarten sowie eine Schule die Kinder in den Stufen Primaria, Sekundaria und weiter ab der 10. Jahrgangsstufe in der Oberstufe A.M.O.S begleitet.
Wir fahren aber weiter den steilen Berg hinauf bis zum Biohof Obergluninger, der meine Frau fasziniert. Mehr als 450 Jahre Geschichte und Gemütlichkeit atmet der alte Hof der Familie Platter aus.


(Bio-Bauernhof Obergluniger, der hier Ferienapartments im historischen Haus am Hof und auch im neuen Haus am Lebenberg zur Gänze aus natürlichen Materialien gebaut und nach eben diesen Kriterien ausgestattet hat. Vom Außenpool und der Liegewiese hat man einen weiten Panoramablick von Meran bis Bozen und auf die umliegende Bergwelt )




Zum Probieren werden am Morgen die Früchte und Kräuter des hofeigenen Gartens gereicht:
Äpfel in großer Sortenvielfalt, Rote und weiße Trauben, Kirschen, Pfirsiche und Marillen im Frühsommer, sowie Beeren, Feigen, Zwetschgen, Kiwi, Khaki und Gemüse zur jeweiligen Jahreszeit
Nach einer kurzen Außen-Besichtigung des hübschen Anwesens geht es mit unseren kleinen E-Bikes den steilen Berg am Schloss Baslan vorbei auf eine Straße (Baslingerstrasse) die uns zurück nach Tscherms führt. Hier verpassen wir die Abzweigung zum Fahrradweg der nach Lana führt. Stattdessen fahren wir auf der Hauptstraße die nach Oberlana geht. Wir kommen direkt an der Pizzeria Liesy vorbei, wo wir vor zwei Jahren eine ausgezeichnete Pizza gegessen haben. Dadurch konnten wir sogleich zwei Sitzplätze für unseren Pizzaabend hier in Lana reservieren. Wir fahren weiter in Oberlana durch die Fußgängerzone „Am Grieß“ und weiter über die Hauptstraße (Andreas Hofer u. Bozner Straße) zurück zum Campingplatz. Nach ca. 3 Stunden ist unser heutiger Fahrradausflug beendet.
Wir machen eine kleine Brotzeit, dazu gibt es Südtiroler Schinkenspeck, den meine Frau in einem Geschäft in Kastelruth gekauft hat. Etwas später besuchen wir den kleinen Pool, heute war das Wasser nicht mehr so kühl wie die vergangenen Tage. Die Tagestemperaturen steigen unermüdlich nach oben. Unser Thermometer zeigt über 35° an, am Abend haben wir immer noch eine Temperatur von 32,9°. Nur gut dass wir eine Klimaanlage haben, die uns gute Dienste in diesem Urlaub leistet. Im Laufe des Nachmittags suchen wir noch zweimal den netten Pool auf, die hohen Temperaturen lassen uns keine andere Wahl. Zwischendurch gibt es einen Kaffeepause mit Kuchen aus der Heimat. Um 18:30 machen wir uns fertig, ich habe für 19:00 zwei Sitzplätze in der Pizzeria Liesy reserviert. Dieses Mal fahren wir mit dem Auto durch die verkehrs-reiche Straße nach Oberlana. Leider gibt es keinen anderen netten Weg den man mit dem E-Bike bewältigen könnte. Das Lokal war sehr gut besucht, die Besitzerin hat uns einen kleinen Tisch im Vorgarten reserviert. Wir bestellten zwei Pizzen einmal „Funghi“ sowie eine „Speziale„. Die Pizzen schmeckten gut, auch wenn in meiner Erinnerung damals ein anderer Geschmack vorhanden war. Nach etwas mehr als einer Stunde verlassen wir die Pizzeria und fahren wieder zurück auf unseren Campingplatz. Wo wir den restlichen Abend verbringen. Kurz entschlossen machen wir noch eine kurze Platzbegehung, um nach großen Wohnmobilen zu schauen, die wir im letzten Urlaub hier gesehen hatten.

In der Straße wo wir vor zwei Jahren gebucht hatten steht heute ein Morelo sowie ein großer Bürstner Elegance der leicht schräg in seinem Stellplatz steht, weil er anders nicht hinein passt.
Montag, den 26. Juni 2023
Guten Morgen, es ist kurz vor 8:00 als wir aufstehen, heute verköstigen wir uns selber mit Baguette-Brötchen von zu Hause. Wir haben in jedem Camping-Urlaub Aufbackbrötchen als Reserve dabei. Fast in jedem Campingplatz gibt es Ruhetage wo die Bäckerei keine Brötchen liefert. Für solche Zwecke ist es einfach gut, eine Reserve zu haben. Nach unserem reichhaltigem Frühstück, überlegen wir uns was für eine Fahrradtour heute gemacht werden könnte. Die Temperatur liegt um 9:00 schon bei ca. 26°, es könnte ein heißer Tag werden. Leider verplaudern wir uns mit den Nachbarn von gegenüber, die uns von Kathi`s Jausenstation erzählen, die auf dem Weg nach Gargazon liegen soll. So dass wir erst um 10:30 vom Campingplatz loskommen. Unser Radweg führt durch die Sonnenstraße nach Niederlana, vorbei an der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt mit seinem Schnatterpeck-Altar. Danach geht es auf der Lahnstraße hinaus aus der Ortschaft.

Um nicht jedes Jahr auf dem gleichen Weg zu fahren, habe ich mir auf dem Ortsplan von Lana einen anderen Weg ausgesucht der bis nach Gargazon führen würde. Wir fahren also am Golfplatz vorbei, danach kommt ein kleines Waldstück mit einem kleinen Biotop. Auf der Linken Seite kommt eine (Kläranlage oder Fischzucht ? ), wenig später auf der rechten Seite eine Abzweigung die zu verschiedenen Bauernhöfen bzw. zur Leonburg hinauf führt. Hier sollten zwei Wege weiterführen, nach links geht es zu einem Restaurant (Krebsbach), hier ist abgesperrt. Weiter oben ist ebenfalls abgesperrt, so dass wir wie schon vor zwei Jahren nicht weiterkommen. Mit uns steht ein anderes Urlauber-Pärchen vor dem gleichen Problem. Wir müssen umdrehen und fahren den ganzen Weg zurück, bis wir wieder an der Weinstraße ankommen und hier nach rechts abbiegen.



Hier wachsen wunderschöne Malvensträucher am Straßenrand
Wir fahren Kilometerweit durch die Apfelplantagen, bis wir eine Kreuzung erreichen, die weiter bis nach Nals bzw. Gargazon führt. Wir überqueren sie und nach einiger Zeit haben wir dann „Kathi`s Jausenstation“ erreicht. Aber wir haben Pech, heute ist Montag und damit Ruhetag in der Jausenstation. Die mit seinen von Wein überwachsenen Lauben, und seinen überdachten Törggeleecken und Holzbänken im Eingangsbereich sonnige und schattige Plätze zur Erholung bietet.
Typisch Südtiroler Speisen stehen in großer Auswahl zu Verfügung: Vom Speckbrettl über Kaminwurz, Speck- und Käseknödel, Vinschgerl, Spaghetti, Apfelstrudel sowie weiteren Speisen und eine reichhaltigen Getränkekarte.

Während wir vor dem verschlossenen Eingang stehen, kommt ein Ehepaar aus südlicher Richtung, mit seinen Gelände-E-Bikes gefahren. Die beiden haben offensichtlich eine große Tour über Völlan und über die Berge gemacht. Sie sind aus Lindenberg im Allgäu zu Hause. Ihr Caravan steht auf dem Campingplatz Arquin ebenfalls in Lana, wie sie erzählen. Beide sind im Alter von etwa 40 Jahren und offensichtlich Sportlich sehr aktiv. Nach einem angenehmen Gespräch mit den beiden, trennen sich unsere Wege, und die beiden fahren weiter.
Auch wir müssen weiter, die Temperatur hat bestimmt mittlerweile mehr als 30° erreicht, und meine Arme und Beine sind irgendwie lahm, aber es hilft nicht, wir müssen zurück zum Campingplatz. Nach einer für mich schier unendlichen Fahrt sind wir kurz nach 13:00 wieder auf dem Schlosshof-Camping angekommen. Unser Thermometer am Caravan zeigt 36° an. Wir essen zu Mittag noch Reste von unserer Pizza vom Vorabend, die Besitzerin hat sie uns eingepackt. Früher hätten wir keine Probleme mit dem Essen einer normalen Pizzagröße gehabt, aber im zunehmenden Alter, das gilt zumindest für mich, schaffen wir es nicht mehr.
Etwas später suchen wir den kleinen aber durchaus netten Pool auf, auf der Liegewiese dahinter finden wir noch zwei freien Badeliegen. Das Wasser ist kühl wie immer, aber bei der heutigen Temperatur durchaus angenehm. Zwischendurch gehen wir zum Caravan zurück um einen Kaffee zu trinken. Wir haben vor kurzem in einer Bäckerei ein Zopfbrot gekauft, der bietet sich heute zum Snack an. Danach gehen wir wieder zum Pool zurück, wo wir eine weitere Stunde verbringen.
Mittlerweile ist es Abend geworden, der Campingplatz hat sich wieder etwas gefüllt, unser Nachbar von gegenüber will Morgen Früh weiter fahren. Auf dem Heimweg noch auf dem Campingplatz am Hopfensee ein paar Tage verbringen. (wir waren vor ein paar Jahren mit unserer Tochter Raphaela ebenfalls am Hopfensee zu Gast).
Heute gibt es zum Abendessen Spaghetti Bolognese, mir ist das fast zu Bauchfüllend, aber da muss ich wohl durch. Danach ist Spülen angesagt, hier gibt es ja einen schönen Geschirrspülraum auch mit einer Geschirrspülmaschine. Aber leider nicht umsonst, wie auf dem Campingplatz an der Seiser Alm. Den weiteren Abend verbringen wir vor dem Caravan mit Rotwein und Weizenbier. Gegen 22:00 geht es in`s Bett.
Dienstag, den 27. Juni 2023
Es ist 7:45 als wir aufstehen, der Himmel ist leicht dunstig aber die Temperatur liegt schon bei 25°. Ich gehe vor zum Brötchenshop bei der Rezeption um ein paar Brötchen für unser Frühstück zu holen. Während dessen hat meine Frau schon den Tisch gedeckt. Was wir heute unternehmen wissen noch gar nicht, aber bestimmt mit dem E-Bike unterwegs sein. Unser Schwager Fred hat heute Geburtstag, dem sprechen wir noch heut Vormittag zum Gratulieren auf seine Mailbox.
Unser Nachbar von gegenüber erzählt mir, er hat gestern Abend noch auf meinen Reiseblog geschaut. Er findet ihn sehr Interessant, auch die Art wie ich schreibe und erzähle, gefällt ihm, nicht so Selbstdarstellerisch. Sowas freut mich natürlich wenn ich einmal ein persöhnliches und positives Feedback bekomme.
Gegen 10:15 fahren wir los, unser Weg führt uns durch die Sonnenstrasse hinauf bis zur Niederlanaer Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ mit seinem bekannten „Schnatterpeck–Altar„. Danach fahren wir hinauf zum Margarethenweg mit der gleichnamigen Kapelle St. Margarethen. Bis zur Kapelle geht es steil bergauf, so dass unsere kleinen E-Bikes schon an ihren Grenzen kommen. Wir sind jetzt nur ein paar Meter vom Brandis-Waalweg entfernt der hier entlang läuft. Von hier oben hat man einen schönen Ausblick auf Lana und die Weinfelder die es hier im Ortsbereich gibt. Vorbei geht es jetzt an ehemaligen Höfen die zu Pensionen umgebaut wurden, und dem Garni Hotel Katzenthalerhof, bis wir wieder den Ortsrand von Lana erreichen.

St. Margarethen Kapelle 

Weinfelder in Lana 
Weinfelder in Lana 
im Hintergrund: Heiligkreuzkirche
mit der größten Glocke von Südtirol
In der Kapuzinerstraße kommen wir an einem schönen älteren Haus vorbei. Es gehört dem bekannten Südtiroler Maler Ernst Müller. Im Internet habe ich ein paar seiner wunderschönen Bilder gesehen, die erstaunliche Preise erzielen.

Wohnhaus 
Wohnhaus 
Wohnhaus mit Garten 
Sandpichlhof 
Hof in Sarntheim 
Ganthof Langtaufers 
Tappeinerpromenade Meran
Weiter geht unser Weg die Erzherzog-Eugen-Straße bis zur Heilig-Kreuz-Kirche hinunter. dort wechseln wir die Richtung und fahren am Kulturhaus von Lana vorbei in den Lorenzerweg. Eigentlich fahren ziemlich planlos durch den Ort, an der nächsten Kreuzung wieder nach Links, plötzlich sieht meine Frau auf der rechten Seite ein nettes Gartenlokal. Wir steigen ab und schieben unsere kleinen E-Bikes in den Garten des Lokals. Auf einer großen Anzeige in der ersten Etage steht Cafe Bar Plankensteiner. In dem Laubenartigen Vorgarten finden wir einen freien Tisch. Bei einer Bedienung bestellen wir für uns beide Eis-Kakao, der im nachhinein ausgezeichnet schmeckt. Zuvor kontrollierte ich noch den Bestand in meinem Portemonnaie, da ich auf unseren Fahrradtouren nicht allzu viel Geld mitnehme. Die übrigen Gäste im Garten waren wohl Einheimische als auch vielleicht ein paar Urlauber. Hier verbringen wir eine knappe Stunde bis wir dann auf dem Aichweg der neben dem Flüsschen Falschauer entlang geht heimwärts fahren. Hier biegen wir in den Agathaweg ab, der uns durch die Apfelplantagen führt, bis wir wieder unseren Campingplatz erreicht haben. Es ist schon 12:30 vorbei, der Himmel ist leicht bedeckt, aber die Temperaturen erreichen auch heute wieder über 33°.
Als erstes genießen wir eine kleine Brotzeit mit Käse, Brötchen und dem Südtiroler Schinkenspeck, den wir in Kastelruth gekauft haben. Dazu ein Glas Radler oder Alster-wasser wie man in Norddeutschland sagen würde. Danach suchen wir wie auch die Tage zuvor für eine Stunde den Pool auf. Heute Nachmittag genießen wir am Wohnwagen noch einen Aperol Spritz.
Zum Abendessen wollen wir noch Grillen, es gibt Putenfleisch, Hühnchenfleisch, für meine Frau noch Schweinesteak und zweierlei Würstchen. Einmal Berner Käsergreiner, sowie Würstchen im Speckmantel. Wir haben davon noch eine ganze Portion von zu Hause mit dabei. Wir verbringen den restlichen Abend vor dem Caravan, wie meistens gegen 22:00 nach unserer Abendtoilette gehen wir ins Bett.
Mittwoch, den 28. Juni 2023
Es ist 7:30, als wir heute Morgen aufstehen, der Himmel ist stark bewölkt. Es ist relativ kühl, aber wir haben sehr gut geschlafen. Mein erster Gang ist ins Waschhaus, dort nehme ich die Tägliche Morgenpost vom Schlosshof mit, die jeden Tag hier im Hausgang abgeholt werden kann. Nachdem ich anschließend die Brötchen aus dem Frühstücksshop bei der Rezeption geholt habe, setzen wir uns zu einem gemütlichen Frühstück an den Tisch.

In unserer Straße einige Stellplätze hinter uns, sind zwei Familien aus dem Oberallgäu die sich gerade verabschieden, um mit ihren Caravans in Richtung Heimat fahren. Auch für uns ist unser letzter Urlaubstag hier im Schlosshof Camping angebrochen. Nach dem Frühstück steigen wir nochmals auf unsere E-Bikes und fahren über unsere Zubringerstraße und die Bozner Straße Richtung Etsch bzw. dem Fahrradweg der nach Meran führt. Es ist eigentlich ein schöner und breiter Weg, bis auf gelegentliche Unterführungen und andere Engstellen. Wo dann Rennfahrer und ungeübte Muttis an einem vorbei schießen. Wir fahren die etwa 6 Kilometer bis zum Stadtrand von Meran, hier kehren wir dann wieder um. (Vor zwei Jahren sind wir mit unseren Rädern bis ins Stadtzentrum gefahren, und haben im Terrassencafe des Hotels Aurora das direkt am Flüsschen Passer liegt eine Getränkepause gemacht).

Hotel Aurora – Terrasse 
Hotel Aurora – Terrasse 
Fußgängerbrücke über die Passer 
Flüsschen Passer


Rezeption / Restaurant 


Am späten Nachmittag beginnen wir mit dem Abbauen unserer Fahrräder und im Auto zu verstauen. Danach bringe ich die Caravanspiegel am Auto an. Und zum Schluss wird die Markise abgebaut. Um 19:00 haben wir schon wieder über 30° erreicht.
Wir haben bis zuletzt überlegt, ob wir denn Morgen zum Alpencamping in Nenzing/Vorarlberg fahren sollen. Aber die Voraussicht auf das Wetter für die nächsten Tage hat starken Regen für das gesamte Alpengebiet (Südtirol, Österreich und Süddeutschland) voraus gesagt. Bei dieser Wetterlage verzichten wir lieber darauf diesen Spitzencampingplatz im Vorarlberg zu besuchen, und fahren lieber nach Hause.
Donnerstag, den 29. Juni 2023
Heute Morgen sind wir schon sehr früh aufgestanden, der Uhrzeiger stand auf 6:45. Wir wollen ja heute unsere Heimreise antreten. Eigentlich war vorgesehen noch ein paar schöne Tage am Alpencamping in Nenzing/Vorarlberg zu verbringen. Aber in unserer Planung machte das Wetter einen Strich durch unsere Rechnung. Wie oben schon erwähnt war die Voraussicht auf das Wetter für die nächsten Tage mit starken Regen für das gesamte Alpengebiet (Südtirol, Österreich und Süddeutschland) voraus gesagt. Nach dem Frühstück geht es los, als erstes entleere ich die Toilettenkassette und fülle das Frischwasser von Toilette und Caravan auf. Die Caravanspiegel habe ich gestern am späten Nachmittag am Auto angebracht. Als nächstes machen wir unser Stromkabel sauber und rollen es zusammen, und drehen mit dem Accuschrauber die Caravanstützen hoch. Nachdem wir den Caravan mit unserem Mover (Elektroantrieb) auf den Weg gebracht haben und am Auto angehängt haben, wären wir eigentlich fertig. Vor uns in der Straße steht noch ein Knaus Sport und der wird mit vereinten Kräften der Nachbarn ans Auto angehängt. Endlich sind wir dran und können um 8:50 den Schlosscamping verlassen. Am Eingang fahre ich dieses mal nach links und bin in ein paar Minuten an der Bozner Strasse. (in 2021 bin ich nach rechts abgebogen und musste zweimal korrigieren, bis ich in der engen Ausfahrt heraus kam).
Ebenso unbeschadet erreichen wir die Staatsstraße 38 und sind im Nu am schönen Kurort Meran vorbeigefahren. Nach der Forstbrauerei in Algund sie ist die größte Bierbrauerei in Südtirol (ein schönes Gebäude) steigt die Straße langsam an.
Der Verkehr ist rege aber nicht unangenehm, in Naturns und Kastelbell wird es etwas dichter. Wenig später haben wir die Gemeinde Latsch erreicht, hier ist vor ein paar Wochen ein Felsbrocken so groß wie eine Garage auf die Staats-Straße gestürzt. Der Fels wurde bald darauf mit einem Bagger zertrümmert, aber die Straße war an dieser Stelle stark beschädigt. Danach musste man über eine Umleitung über den Ort Latsch fahren. Wir hatten Glück die Straße war wieder frei. (Wir sind früher mit unseren Kindern öfters mal für ein paar Tage auf dem Camping Latsch gewesen).
Um 10:35 haben wir dann die Grenzstelle am Reschenpass erreicht, auf dem Parkplatz direkt hinter der Grenze machen wir eine Kaffeepause. Dieser Parkplatz ist mittlerweile die einzige öffentliche Halt und Parkmöglichkeit für uns Caravanfahrer zwischen Meran und der Österreichischen Grenze. Bis vor 15 Jahren konnte man an einem Parkplatz in Reschen am See mit Blick auf den Stausee noch anhalten, um ein paar Bilder zu machen bzw. etwas zu essen. Heute sind alle Haltemöglichkeiten für uns abgesperrt.

Haltemöglichkeit am Reschensee vor 15 Jahren
Nach ca. 20 Minuten geht es weiter nach Nauders bzw. zum Finstermünz-Pass. Vielleicht hundert Meter nach der Festung Nauders am Beginn der offenen Tunnel-Galerien wo die Staatsstraße vor Steinschlag schützen sollen, stehen wir auch schon. Auch Gegenverkehr kommt uns nicht mehr entgegen, ein Grund ist nicht ersichtlich für uns. Nach etwa 20 Minuten können wir weiterfahren. Etwas später sehen wir auf der linken Seite ein Baustellenfahrzeug mit ein paar Arbeitern stehen. Sie schauen den jetzt fahrenden Autos nach. Ob und was sie hier gearbeitet haben, ist nicht ersichtlich. Jetzt können wir ungehindert die Passstraße hinunter fahren. Weiter geht es am Inn entlang, der aus Graubünden(Schweiz) kommt, und uns die nächsten Kilometer begleiten wird. Der Verkehr ist angenehm, so passieren wir die Orte Putz der einen netten Campingplatz (Via Claudiasee) besitzt. Als nächstes kommt Ried und Pfunds die beide ein hübsches Freibad besitzten. Kurz vor Landeck fahren wir an Prutz vorbei, wo es rechter Hand ins Kaunertal geht. Hier befindet sich der zweitgrößte Gletscher Österreichs. Es finden immer wieder verschiedene Musik-Events im Kaunertal statt. Bei Landeck durchfahren wir den fast 7000 Meter langen Landecker- Tunnel bevor es auf der A12 nach Imst geht. Die Vignette für die Autobahn hat meine Frau schon im Kiosk an der Grenzstelle/Reschenpass gekauft. Nach kaum 20 Kilometer haben wir auch schon Imst erreicht, wo wir die Autobahn wieder verlassen und Richtung Fernpass fahren. Auf der Fahrt nach dem Süden hatten wir in beiden Richtungen Stau, mal sehen wie es heute wird.

Aber es ging alles gut, der Verkehr war mäßig, ebenso der Gegenverkehr. So konnten wir mit einer am Fernpass üblichen Geschwindigkeit den Pass hinter uns lassen. Da meine Frau seit dem Reschenpass am Steuer sitzt, konnte ich ein paar Fotos machen.

Schloss Fernsteinsee 
Zugspitzmassiv ?????
Im Bereich von Reutte gibt es heute keine Verkehrsstörung von Seiten der Österreicher. Auf der Hinfahrt mussten wir einen 7 Kilometer langen Stau hinnehmen, weil die örtlichen Behörden eine mobile Ampel aufgestellt hatten. Die in der Grünphase maximal 2 Autos durchfahren lässt. Man kann sich ja denken, wie erfreut wir alle dabei waren.
Aber heute geht alles gut, die Ampel ist abgedeckt, so können wir ohne weitere Beeinträchtigung bis zum Grenztunnel bei Füssen fahren. Hier findet auf der deutschen Seite noch eine Kontrolle des Zolls statt, die uns aber nicht betrifft. Die restlichen etwa 70 Kilometer läuft alles gut, so dass wir um 14:25 unseren Heimatort Ottobeuren erreicht haben.
Fazit:
Wir hatten schöne und Interessante Wochen hier in Südtirol und am Gardasee. Die Temperaturen in Südtirol waren angenehm, nur am Gardasee war es uns mit bis zu 35° eindeutig zu heiß.
Etwa 5 Wochen nach unserem Urlaub am Gardasee wütete ein Unwetter mit schweren Hagel im südöstlichen Bereich des Gardasee`s. Laut ADAC sind ca. 30.000 Fahrzeuge davon betroffen.
Darauf folgend sind im ganzen Juli und August schwere Unwetter im ganzen Italienischen Alpenland sowie in Österreich, Slowenien und Kroatien. Wer zu dieser Zeit in diesen Ländern Urlaub machte, hatte keine Freude mehr.






































