mit der Vasco Da Gama

Seit vielen Jahren schon, möchte meine Frau eine Kreuzfahrt nach/in Norwegen machen. Die Postschifffahrt mit Hurtigruten wäre eine Option gewesen, aber das Preisleistung-Verhältnis hat mich immer etwas abgeschreckt. Dazu kommt das kühle Klima, ich bin kein Freund davon. Aus diesem Grund fahre ich lieber in die Karibik oder ins warme Südostasien.
Montag, den 06. Oktober 2025
Es ist Sonntagabend kurz vor Mitternacht als unser Schwiegersohn uns mit seinem Auto von unserem Wohnort in Ottobeuren nach Memmingen-Nord zur Esso-Tankstelle / vormals OMV -Tankstelle an der Europastraße 3 bringt. Wir sind offensichtlich die einzigen Gäste, die hier auf den Bus warten. Wenig später es ist jetzt Montag um 00:30, fährt auch schon ein Bus in das Tankstellen-Gelände ein. Wir steigen in einem komfortablen Reisebus der Firma“ Komm mit “ den unser Reisebüro die Fa. Holdenried aus Wangen/vormals in Heimenkirch gechartert hat. Etwas erstaunt sind wir schon, ganze 10 Fahrgäste sitzen im Bus. Ein paar Minuten später kommt ein weiterer kleiner Bus und bringt weitere 5 Fahrgäste aus dem Raum Ravensburg / Friedrichshafen. Mit also 15 Fahrgästen startet unsere Transferfahrt in Richtung Ostsee.
Unser heutiges Ziel ist der Ostseehafen in Kiel. Laut Google Maps sind das gute 850 Kilometer, bis wir an unserem Zielort angekommen sind. Unsere Ankunft in Kiel ist für die Mittagszeit gegen 12:00 vorgesehen. Das Einschiffen soll laut Plan erst ab 15:00 beginnen, nach Auskunft von Nicko Cruises können die Gäste von Holdenried Reisen aber schon früher an Bord gehen.
Auf der Raststätte Riedener Wald es ist jetzt 3:10 wird unser Busfahrer ausgetauscht, da er seine tägliche Lenkzeit anscheinend schon ausgeschöpft hat. Es warten 2 Kollegen in einem Kleinbus, wovon einer der beiden anderen Fahrer seine persönlichen Daten in unserem Reisebus gespeichert hat. Früher gab es einen analogen Fahrtenschreiber, heute geht alles Digital. Nach einer genau vorgeschriebenen Pause geht unsere Fahrt nach Norden weiter. Es regnet immer wieder mal, die Fahrt wird für unseren Busfahrer bestimmt nicht angenehm. Auch wir sind etwas Müde, hoffen aber bis in in ein / zwei Stunden wenigstens ein kurzes Schläfchen zu machen.
Mittlerweile ist es kurz nach 7:00, wir sind an der Raststätte Hildesheimer Börde Ost angekommen. Es ist eine halbe Stunde Rast zum Toilettengang sowie Kaffee trinken oder ähnliches vorgesehen. Der Verkehr auf der Autobahn A7 ist bis jetzt recht angenehm und Ruhig. Aber das wird sich wohl bald ändern, wenn wir erst Hannover erreichen, und dann weiter Richtung Hamburg fahren werden. Kurz vor 9:00 erreichen wir die Autobahn-Abfahrt Soltau-Süd, hier geht es auf der rechten Straßenseite zum Südsee-Camping in Wietzendorf. Den wir in vergangenen Jahren schon mehrmals besucht haben. Bis Hamburg sind es jetzt nur noch etwa 75 Kilometer, das wir um 9:30 erreicht haben.
Der Hafen von Hamburg ist Deutschland größter Seehafen und beinhaltet 4 moderne Kreuzfahrt-Terminals. Das Cruise Center Altona steht seit 2011 zur Verfügung und ist für die kleineren Kreuzfahrt-Schiffe vorgesehen, das Cruise Center Steinwerder (2015) sowie das Cruise Center Hafencity (2025) ist für die großen Kreuzfahrtschiffe von und bis 340 Metern Länge vorgesehen und das Cruise Center Baakenhöft ist wiederum für etwas kleinere Kreuzfahrtschiffe gedacht.
Der Hamburger Hafen verfügt ebenso über 4 moderne Containerterminals, darunter den HHLA Container Terminal Altenwerder GmbH, der zu den modernsten Terminals seiner Art zählt. Das HHLA Container Terminal Tallert GmbH, den HHLA Container Terminal Burchardkai GmbH und den EUROGATE Container Terminal Hamburg

die oberen Bilder sind der Website Hafen-Hamburg entnommen
Die A7 führt durch das westliche Hafengelände, wir passieren die Auffahrt zur Köhlbrandbrücke auf der linken Seite. Rechts von uns fahren wir am EUROGATE Container Terminal Hamburg sowie gleich danach am HHLA Container Terminal Burchardkai vorbei. Im Anschluss geht es durch den 3,3 Kilometer Neuen Elbtunnel der sich bei mittlerem Tidehochwasser durchschnittlich 28 Meter unter der Elbe befindet. Am rechten nördlichen Ufer der Elbe befindet sich der Museumshafen Oevelgönne eV, von dem wir leider nichts sehen können. Die A7 führt westlich von HH-Altona vorbei, wir sehen die Wegweiser zum Volksparkstadion, wo der Hamburger SV spielt. Zur Rechten Seite geht es zum Flughafen Hamburg Fuhlsbüttel, sowie der Tierpark Hagenbeck ist fast neben der Autobahn. Von Hamburg-Stellingen sind es nur noch 90 Kilometer bis zum Cruise Terminal Ostseekai in Kiel.


Der Hafen von Kiel / Kieler Förde
Am Hafen angekommen sehen wir am Schwedenkai die Stena Germanica 51.837 BRZ stehen, ein Fährschiff das zwischen Göteborg/Schweden und Kiel verkehrt. Gleich dahinter steht die Color Fantasy, die zusammen mit der Color Magic das größte Kreuzfahrtschiff mit einem Fahrzeugdeck auf der Welt ist. (Sie ist 224 Meter lang und hat eine Bruttoraumzahl von 74.500 BRZ und Platz für 2.400 Passagiere) sie ist daher noch um einiges größer als unser Kreuzfahrtschiff die Vasco Da Gama.

Cruise Terminal Ostseekai
Um 11:00 sind wir dann am Parkplatz des Terminals Ostseekai LP 27 /28 angekommen. Wir müssen etwas warten, unser Busfahrer möchte noch nachfragen, durch welche Türe und in welchem Terminal wir mit unserem Gepäck gehen müssen. Nachdem dies geklärt ist, gehen wir mit unseren Koffern in die vollständig in Glas verkleidete Halle, wo wir gleich im Eingangsbereich unsere großen Koffer abgeben können. Vor uns liegt die Vasco Da Gama die auf den ersten Blick einen guten Eindruck auf uns macht. Gleich rechts daneben liegt die MSC Poesia; die mit Ihren 92.627 BRZ und 293 mtr. Länge wohl im Moment das größte Schiff hier im Hafen ist.
Wir fahren mit einer Rolltreppe in die erste Etage hinauf, wo wieder Erwarten der Check In schon um 12:30 (mit Foto und Bordkarte) und die Personenkontrolle gleich darauf stattfindet. Im Anschluss müssen wir in einem großen Warteraum mit Blick auf den Hafen einige Zeit verbringen, weil wir leider noch nicht auf unser Schiff können. Anscheinend sind einige Passagiere von der vorherigen Kreuzfahrt immer noch an Bord, wie wir sehen können.
In der Woche vor unser Ankunft in Kiel lag die AidaNova, sowie die AidaLuna und die Mein Schiff 3 hier am Ostseekai LP 27 mit seinem vollständig in Glas verkleideten Terminalgebäude.

Kurz vor 13:00 ist es soweit, über eine lange Zugangsbrücke können wir unser Kreuzfahrtschiff dieVasco Da Gama auf Deck 5 betreten. Da ich mich im Vorfeld schon gut informiert habe, gehen wir gleich im Treppenhaus des Schiffes eine Treppe hinunter bis auf Deck 4. Wir haben nur unser Handgepäck, das sind ein Rucksack und ein kleiner Koffer dabei. An unserer Kabine 4027 steht die Türe offen, offenbar ist sie schon freigegeben. Wir sind Optisch sehr zufrieden mit unserer Kabine, sie ist größer als erwartet, und die Einrichtung macht einen guten und wertigen Eindruck.
In meinem großen Rucksack befinden sich nur Technische und verschiedene andere Sachen wie Medikamente usw. Wir nehmen als erstes die Ladekabel heraus, um unsere Handy`s etwas aufzufrischen. Danach fahren wir mit einem der Fahrstühle zum Lidodeck hinauf das sich auf Deck 11 befindet. Dieses Deck hat einen größeren Pool sowie zwei kleine Wirlpools mit einer sehr angenehmen Wasser-Temperatur. Der gesamte Poolbereich ist mit einem verschiebbaren Dach verschlossen, das bei schönen und warmen Wetter geöffnet oder widrigem Wetter verschlossen werden kann. Hier befindet sich auch im vorderen Teil des Poolbereichs der Alfresco Grill. Da meine Frau Hunger verspürt setzen wir uns an einen der Tische, bei einem Koch am Alfresco Grill bestellt meine Frau eine Pizza Margarita und für mich eine Portion Pommes Frites. Ein Kellner/Steward bringt uns kurz darauf die bestellten zwei Glas Weizenbier. Es ist unser erstes Essen seit etwa 15 Stunden außer ein paar Brötchen von zu Hause. Die Pizza schmeckt meiner Frau und auch die Pommes sind nicht übel. Nach unserem Essen gehen wir weiter zum Heck des Schiffes, vorbei an der Lido-Bar die leider noch nicht geöffnet hat. Auf der Backbordseite (von hinten links) befindet sich eine Eisbar, das Cappuccino`s. Hier holen wir wir uns einen Becher mit leckerem Eis. Damit gehen wir durch das Club Bistro zum Heck der Vasco Da Gama, wo sich eine offene Terrasse befindet. Ein Deck tiefer auf Deck 10 befindet sich der Oasis Pool der in der warmen Jahreszeit sicher viele Freunde hat. Das Wetter ist schön der Himmel ist blau, vielleicht etwas zu kühl.
Wir genießen die schöne Aussicht auf die Kieler Förde, nach einer Weile gehen wir wieder in`s Innere vom Lidodeck. Auf einem der hübschen Sitzecken der Lido-Bar Platz nehmend, bestellen wir einen Cappuccino sowie eine heiße Schokolade mit Sahne, die beide ausgezeichnet schmecken. Etwas später trinken wir noch einen Aperol Spritz der ebenfalls sehr gut mundet.
Wir gehen danach wieder hinunter in unsere Kabine, wo sich vor der Kabinentüre einer unserer beiden Koffer befindet. Gleich darauf kommt ein Kabinen-Stewart vorbei und bringt uns ein Schreiben von der Rezeption. Darin steht die Sicherheits-kontrolle hat bei der Röntgenkontrolle einen bedenklichen Gegenstand im Koffer entdeckt. Wir sollen uns bei der Rezeption melden. Wir gehen gleich hinauf auf Deck 6 an den Schalter der Rezeption. Offensichtlich gibt es mehrere Gäste die Probleme mit Ihrem Gepäck haben. Die einen vermissen Ihr Gepäck, wiederum andere haben wie wir ein Sicherheitsproblem im Koffer. Neben der Rezeption befindet sich ein Raum wo die Koffer abgestellt wurden, die Besitzer müssen ihre Koffer Identifizieren, und öffnen, und wenn sie unbedenklich sind können sie gleich in die Kabine mitgenommen werden.
Unser großer Koffer ist noch gar nicht bei der Rezeption angekommen, wir warten gleich oben bei der Rezeption auf Deck 6. Mehrmals kommt ein Boy mit mehreren Koffern, unserer ist nicht dabei. Nach einer halben Stunde gehen wir zu unserer Kabine zurück, vor der Türe steht unser vermisster Koffer. Das Schreiben der Sicherheitskontrolle mit dem bedenklichen Gegenstand im Koffer war wohl eine Ente.
Um 17:00 findet eine Rettungsübung statt, angekündigt war über ein Video im Fernsehen sollte es losgehen. Stattdessen gingen alle Passagiere mit ihren Rettungswesten auf ihre Rettungsstation auf Deck 6 (Promenadendeck). Hier hat uns ein Mitglied der Besatzung die Handhabung der Rettungswesten erklärt. Zum Abschluss der Übung gibt es bei unserer Gruppe einen Medizinischen Notfall, eine Frau ging zu Boden, wie es sich herausstellte hatte sie wohl ein Kreislaufproblem.
Nach der Seenotrettungsübung sind wir wieder in die Kabine gegangen, um unsere Rettungswesten abzulegen und die Handys und meinen Fotoapparat zu holen. Kurz darauf es ist 18:00 legt die Vasco Da Gama von Ihrem Liegeplatz ab, viele Passagiere sind auf den offenen Deck 12 und beobachten unser Ablegen. Bald darauf fahren wir am Schleuseneingang des Nord-Ostsee-Kanal`s vorbei, den wir in größerer Entfernung sehen können, bevor wir die offene Ostsee erreichen.




Wir gehen danach in unsere Kabine zurück, um uns für das Abendessen fertig zu machen. Wir wollen in das Hauptrestaurant „Waterfront“ auf Deck 7 gehen. Interessanterweise ist es nicht direkt über einen der vorderen Lifte zu erreichen, sondern über Deck 8 über das Heck-Treppenhaus hinunter nach Deck 7. Oder wie wir es versuchten, von unserer Kabine im vorderen Teil des Schiffes den schmalen Gang bis zum Heck an den Kabinentüren vorbei bis zum hinteren Treppenhaus zu gehen, um hier mit dem Lift nach oben zu fahren. Das haben wir aber nur ein einziges Mal gemacht, der Aufwand war uns zu groß. Was wir im einzelnen gegessen haben, weiß ich nicht mehr so genau. Ich wählte eine Suppe aus Fleischbrühe, die Vorspeise war irgend ein Fisch, und zum Hauptgang wählten wir ein Rinderfilet.
Unsere Tischnachbarn sind ein älteres Ehepaar aus Bremen, beide wohl über 80 Jahre alt. Ihren Erzählungen ist zu entnehmen, das Sie schon einige Mal mit der Vasco Da Gama in Norwegen waren. Seit dem Jahr 1997 sind sie regelmäßig auf Kreuzfahrt in Europa oder weiter unterwegs. Unser Tischkellner stammt aus Bali, wie er uns auf Nachfrage erzählt. Nach dem Essen haben wir einen Spaziergang übers Schiff gemacht. Sind dann in der Ocean-Bar hängen geblieben, wo eine junge Asiatin mit ihrem Partner schöne Musik macht und singt. Um 21:45 ist dann Musikwechsel, es kommt ebenfalls ein Asiate der mit seiner Gitarre schöne Oldies und Country spielt und dazu sang. Nach einer dreiviertel Stunde gehen wir in unsere Kabine zurück.
Dienstag, den 07. Oktober 2025 Seetag
Guten Morgen, es ist 7:30 als wir aufstehen, meine Frau und ich haben wunderbar geschlafen, die See war sehr ruhig. Die vergangene Nacht sind wir durch den großen Belt der zwischen den Dänischen Inseln Fünen und der Insel Seeland führt gefahren. Irgendwann in der Nacht unterquerten wir die Storebæltsbroen-Brücke die mit einer Gesamtlänge von mehr als 13,5 Kilometern die beiden Inseln verbindet. Der östliche Teil der Brücke ragt 65 Meter über das Meer.
Heute haben wir Seetag unsere Fahrtroute führt weiter durch das Kattegat und dem Skagerrak der die Ostsee mit der Nordsee verbindet.
Wir machen uns zum Frühstücken fertig, das wir im Waterfront-Restaurant machen wollen. Laut einer Beschreibung hat man hier ein Buffet zur Selbstbedienung, wird aber auch von den Kellnern bedient. Wir werden am Eingang des Restaurants erwartet und zu einem der Tische geführt. Mit uns wird ein weiteres Ehepaar an unseren Tisch gebracht. Kaffee, Tee und andere Getränke sowie Eierspeisen werden von einem Kellner serviert. Auf dem Tisch steht ein kleineres 3 Stöckiges Etagentableau mit verschiedenen Schinken und Käse sowie Marmelade. In der Mitte des Tisches steht ein Körbchen mit verschiedenen Brötchen und Broten. Jeder der Tischgäste hat eine Schale mit Butter vor sich. Wenige Meter entfernt steht das kleine Buffett, das aber nicht ganz überzeugt. Bei unserem Tisch-Kellner bestellen wir eine Tasse Cappuccino, unsere Tischnachbarn trinken normalen Kaffee aus einer Kaffeekanne. Das Entnehmen der Brötchen und aus dem Etagentableau mit Schinken und Käse erzeugt bei mir ein blödes Gefühl, da jeweils nur ein paar Scheiben vorhanden sind. Man will ja nicht den anderen Gästen etwas weg nehmen. Unsere Tischnachbarn kommen aus dem Raum Berlin, und sind nach Ihrer Aussage erfahrene Flusskreuzfahrtgäste sowie AIDA Kreuzfahrer.
Die nächsten 14 Tagen gehen wir auf jeden Fall ins Buffet-Restaurant auf Deck 11.
Um 9:45 gehen wir in die Hollywood`s Showlounge auf Deck 7 & 8. Hier präsentiert unser Lektor Wolfgang Pröhl die Stadt Bergen „Alte Hanse, Viel Regen und hohe Berge“ der Vortrag von Wolfgang Pröhl war sehr Interessant und Witzig, so verbrachten wir etwa eine Stunde in der Showlounge die Optisch sehr ansprechend war.



Um 11:00 findet am Lidodeck auf Deck 11 ein Frühschoppen mit Snacks und Getränken statt. Zu beiden Seiten des Pools hat die Küche ihre Tische mit Leckereien aufgebaut. Es gibt Weißwürste, Leberkäse, Kartoffelsalat, Brezen und vieles mehr. Auch Süßes wie Waffeln und Omelette mit Marmelade wird angeboten. Die Küche hat sich wohl große Mühe gegeben. DJ Franky sorgt auf einer kleinen Bühne für die musikalische Unterhaltung. Wir sind etwas spät dran, alle Sitzplätze an Deck sind schon belegt. Daher setzen wir uns auf eine der Stufen die zum Pool bzw. zu den Whirlpools führt. Bei einem der Deckboy`s bestellen wir zwei Gläser Weizenbier (Erdinger Dunkel) das recht schmackhaft ist. Da ich noch keinen großen Hunger verspüre, hole ich mir nur eine Breze von der Anrichte. So genießen wir die hübsche Veranstaltung, die aber leider nach einer weiteren halben Stunde beendet ist, und die Poolboy`s die Tische und Bänke wieder abräumen.
Meine Frau möchte unbedingt einen Spaziergang über Deck machen, dazu bietet sich die Promenade auf Deck 6 an. Hier kann man um das ganze Schiff herum-gehen, da Bug und Heck im Gegensatz zu manchen anderen Kreuzfahrtschiffen offen zu begehen sind. Die Vasco Da Gama ist ja Gegensatz zu den meisten heutigen Schiffen noch klein, aber pro Rundgang kommen doch fast 460 Meter zusammen. Zwei Runden drehen wir heute, es ziemlich Kalt draußen, der Himmel ist grau und die Sicht eingeschränkt?. Unser Heckwasser schaut toll aus, oder.



Wir gehen in die Kabine zurück, um hier unsere dicke Jacken wieder aufzuhängen, anschließend fahren wir mit dem Lift wieder auf Deck 11 hinauf. Hier in der Lido-Bar bestellen wir eine Tasse Cappuccino und eine Heiße Schokolade mit Sahne für mich. Im Buffet-Restaurant gleich nebenan holen wir uns noch zwei Stück Kuchen dazu. Eine größere Anzahl der Badeliegen am Pool sind mit Gästen belegt. Nachdem wir unsere warmen Getränke getrunken und den Kuchen gegessen haben, legen wir uns für eine knappe Stunde ebenfalls auf die hübschen Badeliegen.
Um 16:00 findet in der Hollywood`s Showlounge auf Deck 7 & 8 eine Ausflugs-Präsentation mit Reiseleiter Manfred statt. Es geht um nähere Informationen unserer Ausflüge in Bergen. Im Laufe des Tages bekamen wir schon die Information, das unsere Route auf Grund der schlechten Wetterlage sich verändert hat. Wir fahren nicht mehr wie mehr wie geplant nach Nordfjordeid sondern suchen Schutz im Geirangerfjord. Das heißt aber auch sämtliche Ausflüge, die wir im voraus gebucht hatten zb. in Kristiansund und Svolvaer auf den Lofoten fahren wir jetzt nicht mehr an. Alle diese Ausflüge werden automatisch Annuliert. Nach der Präsentation gehen wir auf Deck 7 zum Ausflugsbüro das leider im Moment noch geschlossen hat. Um 17:00 wird das Büro wieder geöffnet, wir sind die ersten am Schalter und buchen einen Ausflug „Panoramafahrt Geiranger„. Danach setzen wir uns in die Sports Lounge und bestellen zwei Erdbeer Colada Strawberry, Der Cocktail hat uns aber leider nicht allzu gut geschmeckt.
Im Anschluss gehen wir in die Kabine zurück und machen uns zum Abendessen fertig. Geplant ist für heute Abend das Mediterranean oder das Fusion Restaurant (Asiatischer Flair), leider waren beide Restaurants schon voll. Der Empfangschef ruft im Waterfront-Restaurant an, hier sind noch Plätze frei, dazu gehen wir die Treppe nach unten auf Deck 7. Unser Balinesischer Kellner freut sich uns zu sehen. Ich nehme eine Spargelcremesuppe, als Hauptgang eine Ente mit Schupfnudeln und zum Nachtisch eine Schale mit Eiscreme.



die zwei linken Bilder: Atrium auf Deck 6 sowie die Sports Lounge auf Deck 8; Vorspeise meiner Frau
Ab 18:30 war in der Hollywood`s Showlounge ein Willkommensempfang, wo der Kreuzfahrtdirektor Michael Schuller den Kapitän und einige der Offiziere vorstellt. Anschließend ist „Rock on“ mit Musik von den Queen, die Beatles, David Bowie und andere Rocklegenden. Kurz vor 22:00 gehen wir in unsere Kabine zurück, da wir noch etwas müde von der langen Anreise sind.
Mittwoch, den 08. Oktober 2025
Es ist schon 8:30 vorbei als wir aufstehen, am Fenster sehen wir ganz nah die Norwegische Küste an uns vorbeiziehen. In der nächsten Stunde werden wir durch den Byfjord bis nach Bergen fahren. Wir gehen hinauf zum Dome auf Deck 12, von hier hat man wohl die beste Aussicht auf unsere Fahrtroute. Auch unser Lektor Wolfgang Pröhl ist schon hier, und erzählte den Passagieren Interessantes von Bergen, und der Einfahrt in den Fjord. Es sind natürlich alle Sessel an der großen Fensterfront belegt. Unser Weg geht an vielen Inseln vorbei, deren Namen ich mir nicht merken kann. Zur rechten Seite kann man die neue Brücke Sotrabrua mit einer Durchfahrtshöhe von 49 Metern die von der Insel Sotra nach Bergen führen soll erkennen, sie soll im Jahr 2027 fertig gestellt sein. Bald darauf fahren wir unter der bekannten Askoy-Brücke hindurch und erreichen die Bucht und den Hafen von Bergen. Der Himmel ist grau aber es regnet wenigstens nicht.
Bergen soll die Regenreichste Stadt in Europa sein
Nachdem wir in den Hafen eingelaufen sind, es ist jetzt 10:45 als wir am Cruise Bontelabo Pier anlegen, gehen wir schnell in´s Buffett-Restaurant auf Deck. Wir haben Glück und bekommen gerade noch die letzten Brötchen von der Buffettheke. Nach unserem kurzen und mageren Frühstück gehen wir schnell in die Kabine zurück, und machen uns fertig für den Landgang.
Die Ausflugskarten dafür werden in der Hollywood`s Showlounge auf Deck 7 ausgeben. Anschließend verlassen wir unser Schiff über Deck 3. Ein paar Meter außerhalb des Hafengeländes trifft sich unsere Ausflugsgruppe. Wir bekommen vom Reiseleiter Manfred ein Audiosystem ausgehändigt, damit wir in der Gruppe alle Informationen zum Ausflug hören können. Eine örtliche Stadtführerin begleitet uns. Wir gehen an einem Park der die Festung Bergenhus umgibt vorbei, wir kommen an der Hakoonshalle vorbei, sie wurde von (König Hakon Hakonsson in den Jahren 1247 bis 1261 errichtet) und am Rosenkrantz Turm vorbei. Der Rosenkrantz-Turm war im 13. Jahrhundert die Residenz eines der bedeutendsten Könige Norwegens, Magnus des Gesetzeshüters.
Nach einem etwa 10 Minütigen Spaziergang kommen wir am Hanseatic Museum an. Hier werden wir von einer jungen Frau in einer Historischen Kleidung der damaligen Zeit empfangen. Sie erzählt uns viel über die Zeit als die Hanse diesen Kontor gegründet hat. Über viele Jahrhunderte wohnten Kaufleute der Hanse in einem eigenen Stadtteil, der Bryggen genannt wurde. In ihrer Blütezeit machten die Kaufleute ein Viertel der Stadtbevölkerung aus. Um Brände in dem eng gebauten Viertel das ausschließlich aus Holz gebaut wurde, zu vermeiden waren alle Gebäude unbeheizt. Die einzigen beheizten Räume befanden sich in den rückwärtig gelegenen Schötstuben
(Norwegisch = Schøtstuene), welche den Hanse Kaufleuten auch als Versammlungs- und Gerichtsraum dienten.


Hanseatic Museum in Bergen
Bergen wurde im Jahr 1070 gegründet und wurde rasch zu einer bedeutenden Handels- und Hafenstadt und später zu einem wichtigen Handelszentrum für die Hanse. Das Deutsche Kontor in Bergen wurde 1360 gegründet und währte 400 Jahre (ca. 1360-1761). Der Handel des Kontors stützte sich auf den Export von Stockfisch und Tran und den Import von Getreide, Mehl, Malz und Bier. Das Kontor erlangte ein fast vollkommenes Monopol auf den Handel mit Stockfisch und Tran und hatte ein eigenes Viertel im Stadtzentrum Bryggen.
bild oben links: Rosenkrantz Turm; bilder unten: Küche und Versammlungsraum in den Schötstuben
Nachdem wir das Museum wieder verlassen hatten, gehen wir an der Marienkirche, einer Historische Kirche aus dem zwölften Jahrhundert vorbei. Weiter geht es Richtung Hafenbecken und an den ehemaligen Handelskontoren der Hanse Bryggen vorbei. Unser nächstes Ziel ist die Fløibanen-Standseilbahn zum Gipfel des Fløyen. Hier holt unsere einheimische Stadtführerin die Fahrkarten und verteilt sie an die Gruppe. Mit der Fløibahn dauert es nur 6 Minuten, um von hier oben ganz Bergen sehen zu können.
Die Fahrt beginnt mitten im Zentrum, nur 150 Meter vom Fischmarkt und den Handelskontoren von Bryggen entfernt. An der Bergstation des Floyen angekommen, können wir einen schönen Blick auf die Stadt und unser Schiff die Vasco Da Gama genießen. In einem anderen Teil des Hafenbeckens (Puddefjorden) liegt ein Kreuzfahrtschiff der Holland America Line die Rotterdam (99.800 BRZ) an der Pier. Auch unser Schiff die Vasco Da Gama ist ein ehemaliges Schiff von Holland America Line das im Jahr 1993 in Dienst gestellt wurde.
Wir haben heute ein schönes Wetter für Bergen, das ja die Regenreichste Stadt Norwegens sein soll. Es ist nicht gerade warm, geschätzte 7-10 Grad werden es wohl sein. Wir machen einen kleinen Spaziergang auf dem 399 Meter hohen Floyen. Man hat eine tolle Aussicht auf die Stadt Bergen. Sogar einen der bekannten Trolle sehen wir in der Nähe eines Spielplatzes stehen.



Nach einer dreiviertel Stunde, es ist jetzt 14:30 fahren wir mit der Seilbahn wieder in die Stadt hinunter. Einige Minuten haben wir noch auf zwei Gäste aus unserer Gruppe gewartet, die aber nicht gekommen sind. Während wir nach unten fahren, hat unsere Stadtführerin noch weiter auf die Zwei Passagiere gewartet. (Versicherungs-Rechtliche Gründe ?). Vor der Talstation geben wir unserem Reiseleiter Manfred unsere Audioguides wieder ab. Wir haben jetzt die Möglichkeit uns von der Gruppe zu trennen, und allein ein paar Meter durch Bergen und den Hansekontor Bryggen zu gehen. Zuerst gehen wir nach links eine Straße entlang, wo sich ein Steh-Imbiss befindet. Hier gibt es anscheinend Rentier-Bockwurst zu kaufen, was offensichtlich viele Käufer anlockt.



Auf dem Herweg habe ich schon in ein paar Gassen zwischen den ehemaligen Handelskontoren hinein geschaut. In eine der Schmalen Gassen möchte ich auf jeden Fall noch hinein gehen. Heute sind in den Häusern viele moderne Geschäfte darunter auch einige Souvenir Geschäfte untergebracht. Für unsere Enkel wollen wir in jeden Fall einen Hübschen Troll mit nach Hause bringen. Wir haben Glück und finden in mehreren Geschäften das Passende. Auch für unsere Magnetwand findet sich ein hübscher Troll. Aber die Preise hier in Norwegen sind ziemlich hoch. Ein kleiner Kühlschrank-Magnet kostet etwa 8 Euro, ein kleiner Troll, der stehen kann, den gibt es ab 15 Euro, und nach oben unbegrenzt. Wir gehen in zwei der engen Gassen die sich zwischen den ehemaligen Kontorhäuser befinden. Die Häuser sind alle aus Holz gebaut wie auch die Wege dazwischen (Bürgersteig?). Hier wurden früher die Fässer mit dem Fisch und anderem vom Hafen oder zum Hafen gerollt.
Im Anschluss darauf gehen wir wieder zum Schiff zurück. Beim Betreten des Schiffes werden für die Sicherheitskontrolle unsere Bordkarten gescannt, und das Handgepäck durch einen Röntgenapparat geschleust. Wir gehen gleich in die Kabine zurück, um unsere Jacken und Handy, und meine Fotokamera abzulegen. Anschließend fahren wir auf Deck 11 um im Buffett-Restaurant noch etwas von der Kuchentheke zu bekommen. Ein paar Kekse sowie eine Art Zopf (Weißbrot) finden wir noch. An der Lido-Bar bestellen wir eine Tasse Cappuccino und eine warme Schokolade mit Sahne zu unserem Teller mit den Keksen.
Um 17:00 gehen wir nochmals in die Hollywood`s Showlounge auf Deck 7, wo unser Österreichischer Lektor Wolfgang Pröhl noch Interessantes zu unserem kommenden Ausflug in den Geiranger Fjord zu erzählen weiß. Wir werden Früh Morgens um 7:00 am Wasserfall „die sieben Schwestern und dem Freier“ vorbei fahren, alternativ gegen 17:00 auf unserer Rückfahrt noch einmal sehen. Gegen 21:00 werden wir dann in Alesund am Beginn des Storfjord ankommen.


die Vasco Da Gama vor der Abfahrt in Bergen; die Showlounge auf Deck 7
Unsere Abfahrt heute aus Bergen ist gegen 17:30. Nach dem Interessanten Vortrag von unserem Österreichischem Lektor Wolfgang Pröhl gehen wir zurück in die Kabine, um uns nach dem Duschen zum Abendessen fertig zu machen. Wir entschließen uns heute ins Buffett-Restaurant zu gehen, um hier einen Wok zu essen. Zum trinken bestelle ich ein Warsteiner Bier, Ich habe mit Wein Probleme, was ich als sehr Schade empfinde. Nach dem Abendessen gehen wir wieder zurück in die Hollywood`s Showlounge wo für heute Abend die bekannte Opernsängerin Deborah Sasson mit ihren Begleitmusikern angesagt ist. Mir ist sie noch aus ihrer gemeinsamen Zeit mit Peter Hoffmann bekannt. Nach der Vorstellung sind wir noch kurz in die Ocean-Bar zu einem kleinen Drink und anschließend zurück in die Kabine. Im Laufe des Abends ist der Seegang immer Heftiger geworden, man sprach im Vorfeld von einer zu erwartenden Wellenhöhe von 6 – 7 Metern. Aus diesem Grund haben wir ja eine Fahrtrouten-Änderung durchgeführt. Statt zum Nordfjordeid der am Ende des Hardangerfjord liegt und Südlich von Bergen ist, fahren wir jetzt in den Geiranger Fjord.
Donnerstag, den 09. Oktober 2025 136 Seemeilen
Wir haben es natürlich nicht geschafft um 7:00 die Wasserfälle der sieben Schwestern und den Wasserfall Freier von gegenüber anzuschauen.
Guten Morgen, es ist kurz vor Acht Uhr als wir aufstehen, wir fahren mit dem Fahrstuhl auf Deck 11 hinauf, gehen über das Pooldeck ins Buffett-Restaurant. Nachdem wir einen Sitzplatz gefunden haben und Kaffee und Orangensaft an unseren Tisch gebracht haben. Gehen wir als nächstes an eine Theke wo wir Käse, Wurst und Schinken sowie Brötchen verschiedener Art bekommen. Die Brötchen haben einen Durchmesser von etwa 5-6 Zentimeter schmecken aber recht gut. Dazu gibt es verschiedene Marmeladen, ich nehme immer Himbeere oder Erdbeere auf einer kleinen Schale. Auf der Vasco Da Gama wird man immer von einem Personal hinter der Theke bedient. Auf diese Weise wollen sie einen übermäßigen Verbrauch an Essen vermeiden. Das klappt ja auch sehr gut, aber bei der Streich-Butter gibt der Bedienstete meistens einen sehr großen Haufen Butter auf den Teller.
Einmal habe ich bei einem Mädchen das mich hier bedient hat, eine Little Butter bestellt, das ging Schief, das Mädchen gab mir so wenig Butter auf meinen Teller, die reichte gerade für ein Brötchen. Aus dem Grunde habe nie wieder etwas über die Menge gesagt. Während wir hier noch oben noch bei unserem Frühstück sitzen, fährt die Vasco Da Gama an den sieben Schwestern und dem Freier vorbei. Anscheinend sind wir heute Morgen etwas später mit unserer Durchfahrt durch den Fjord dran. Wir haben noch versucht ein paar Fotos durch die Fensterscheiben zu machen, durch die Spiegelung in den Scheiben, war alle Mühe vergebens. Wir saßen auf der Steuerbordseite am Tisch, auf unserer Seite glitt der Wasserfall Freier vorbei.
Hoffentlich bekommen wir Heute Abend bei unserer Ausfahrt aus dem Geiranger Fjord doch noch ein paar schöne Bilder von den beiden Wasserfällen.
Nach unserem Frühstück, gehen wir in die Kabine zurück, um unsere Handys und die Fotokamera zu holen. Danach fahren wir wieder auf Deck 12 hinauf und gehen ans Heck auf die Terrasse, das ganze Oberdeck ist nass, anscheinend hat es seit Stunden nur geregnet. Wir sind jetzt kurz vor unserem Ziel, der kleine Ort Geiranger mit seinen 250 Einwohnern liegt kurz vor uns. Der Blick auf den Fjord mit seiner schon Herbstlichen Färbung ist traumhaft.

Bis zur letzten Minute war es fraglich, ob wir an der Pontonbrücke, dem sogenannten „Sea Walk“ anlegen können oder mit dem Tenderboote an Land fahren müssen. Als wir vom Schiff nach unten schauen, sehen wir ein Tenderboot in Richtung Pier fahren, wo sich die Touristeninformation und ein Souvenir-Geschäft befinden. Damit sind wohl die Würfel gefallen. Da sich unser Schiff jetzt etwas dreht, gehen wir in den The Dome am Bug der Vasco Da Gama um von hier oben noch eine schöne Aussicht zu genießen. Hier trinken wir noch eine Tasse Cappuccino, bis wir dann das Schiff verlassen, haben wir noch viel Zeit. Wie üblich sitzen auch heute viele Passagiere in den Sesseln, um in Ihren Büchern zu lesen. Ich denke das ist ihre Beschäftigung den ganzen Tag und über die ganze Reise. Nach einer dreiviertel Stunde gehen wir wieder in unsere Kabine zurück, um unsere Jacken auszuziehen. Im Anschluss fahren wir wieder auf Deck 11 hinauf, um in der Lido-Bar noch einen Aperol Spritz zu trinken.

Panoramabild der Bucht von Geiranger
Wir haben für heute den Ausflug „Panoramafahrt Geiranger„, die 2. Abfahrt gebucht. Um 12:30 ist es dann soweit, wir gehen in die Hollywood`s Showlounge um unsere Ausflugskarten zu holen, Gleich danach geht unsere Gruppe auf Deck 3 hinunter, wo sich auch heute der Ausgang zum Tenderboot befindet. Nachdem unser Tender gefüllt ist, fährt unser Boot in Richtung der Anlegestelle wo sich auch die Pontonbrücke, der sogenannte „Sea Walk befindet. Hier steigen wir aus, gehen an der Touristen-Information und dem Souvenirgeschäft vorbei, wo auf dem Parkplatz ein Bus mit der Ausflugs-Nummer 15 auf uns wartet. Als unsere Reisegruppe vollständig ist, kann es losgehen. Wir haben eine Reiseführerin die Ihrer Sprache nach aus Ostdeutschland stammt, besser gesagt aus Thüringen. Im Laufe der Fahrt erzählt sie uns viel von Norwegen, und das Leben hier. Sie und Ihr Mann sind vor etwa 5 Jahren von Deutschland nach Norwegen ausgewandert.
(die Gründe weiß ich jetzt nicht, vielleicht hat Sie es auch nichts gesagt).
Sie war anscheinend Berufschul-Lehrerin und übt hier in Norwegen den Beruf einer Reiseführerin und nebenbei betreut sie in einem Kindergarten eine Anzahl von Kindern.
Wir fahren die Fylkesvei 63 hoch in Richtung Eidsdal. Sie beginnt mit dem ersten Straßenabschnitt der sogenannten Adlerstraße, die sich in 11 Serpentinen von der Meereshöhe bis auf 620 Meter hinauf schlängelt. Von hier sind immer wieder eindrucksvolle Ausblicke auf den Geirangerfjord mit seinen Wasserfällen sowie auf den Ort Geiranger möglich An der höchsten Kurve gibt es einen kleinen Parkplatz mit einer Aussichtsplattform, der sogenannte Adlerkurve die einen schönen Blick auf den Wasserfall, die sieben Schwestern und auf der linken Seite nach Geiranger zeigen soll. Die Fylkesvei 63 führt weiter durch ein Hochgelegenes Tal, sie ist die einzige Straße die ganzjährig nach Geiranger führt und zu befahren ist. Aber im Winter ist mit Lawinen zu rechnen. Unsere Reiseleiterin erzählt, das früher die Schneehöhen in den Bergen um Geiranger herum bis zu 12 Metern hoch waren, heute aber nur noch bis zu 6-7 Meter erreichen. Aber auch diese Höhen können wir uns in Deutschland kaum noch vorstellen.
Aus diesem Grund hat man vor wenigen Jahren den Indreeidstunnel gebaut, der nach 3 jähriger Bauzeit fertig gestellt wurde. Unser erster Halt ist am Eidsvatnet See, wo wir eine kurze Pause machen, es ist ein Naherholungsgebiet mit einem Campingplatz, der See ladet ebenso zum Angeln ein. Hier steht auch eine kleine Hütte, wo sich 2 Toiletten befinden. Die Berge um uns herum sind schon leicht mit Schnee überzuckert. Wir fahren weiter nach Eidsdal das sich an der Südseite des Norddalsfjord befindet. Das kleine Dorf besitzt durch seine besondere Lage einen Fährhafen mit Verbindungen bis in den Storfjord. Die Fähre ist sehr wichtig für die Arbeitende Bevölkerung hier in der Gegend, wie auch am Fjord. Man ist oft viele Stunden von der Arbeit und zu der Arbeit unterwegs. Bei schlechtem Wetter fällt die Fähre schon mal aus.
Und im Winter ist sie die einzige Verbindung zum Dorf Geiranger, da der Schiffsverkehr durch den Geirangerfjord wegen der Lawinengefahr nicht mehr möglich ist.
Es regnet leider wieder stärker, so dass wir am Fährhafen gar nicht aus dem Bus steigen. Soeben kommt eine Fähre an, und bringt ein Defektes Auto, das von einem Abschleppdienst aufgeladen wird. Auf dem Weg hier nach Eidsdal und auch im Ort sehen wir viele Typische Norwegische Holzhäuser stehen. Auf unsere Frage erklärt unsere Reiseleiterin, dass diese Häuser sehr gut Isoliert und warm sind.

Wir fahren auf der Fylkesvei 63 wieder zurück nach Geiranger, dieses Mal fahren wir durch den 4.900 Meter langen Tunnel. Nach ein paar Kilometer kommen wir wieder an der Adlerstraße an. Hier gibt es einen kleinen Parkplatz mit einer Aussichtsplattform, der sogenannten Adlerkurve von hier hat man einen schönen Blick auf die sieben Schwestern und auf der linken Seite nach Geiranger. Leider Regnet es nach wie vor in Strömen. Die meisten Bus-Gäste gehen trotz dem schlechten Wetter nach draußen um ein Foto zu machen.
Wir fahren die Adlerstraße wieder nach Geiranger hinunter. An der Schiffsanlegestelle vorbei geht es auf der anderen Seite wieder die Serpentinen der Geirangerstraße wieder nach oben. Wir kommen an den beiden Hotels dem Havila und dem Union Hotel vorbei. Hinter unserem Bus fährt ein Schneeräumfahrzeug mit einem Riesenschneeschild, so etwas habe ich noch nie gesehen. Anscheinend muss er weiter oben in den Bergen schon die Straße vom Schnee befreien. An einem Parkplatz fahren wir auf die Seite um ihm den Weg frei zu machen. Wir fahren im Anschluss weiter bis zum Flydalsjuvet-Aussichtspunkt wo wir weitere schöne Bilder vom Geiranger Fjord machen können. Auch die schöne Färbung der Blätter und Bäume ist wunderschön, leider kann unser Handy das alles nicht so aufnehmen. Am Aussichtpunkt müssen wir auf jeden Fall umdrehen, weil die Geiranger Straße nach Süden schon gesperrt oder in den kommenden Tagen gesperrt wird.
Unten im Ort Geiranger angekommen, können wir endlich ein schönes Foto vom Imposanten Wasserfall machen, den wir schon vom Schiff aus, bewundert haben.

Wieder am Parkplatz angekommen, steigen wir aus dem Bus, bedanken uns bei der Örtlichen Reiseleiterin für die ausführlich Information mit einem Trinkgeld. Wir wollten ursprünglich noch in den Souvenir-Shop gehen um einen Troll oder Ähnliches für unsere Magnetwand zu kaufen. Aber es Regnet immer noch in Strömen, ein Tenderboot vom Schiff steht an der Anlegestelle und wartet auf die Kreuzfahrtgäste um sie zum Schiff zurück zu bringen. Dieser Einladung können wir nicht widerstehen und laufen schnell durch den Regen zum Boot.
Es 16:00 als wir wieder an Bord der Vasco Da Gama sind, hier findet auf Deck 3 noch kurz eine Anwesenheitskontrolle über die Bordkarte und eine Gepäckkontrolle statt. Wir gehen gleich in die Kabine und legen unsere dicken Jacken ab. Dann fahren wir auf Deck 11 um im Buffett-Restaurant noch kurz einen Kuchen zu ergattern (es ist kurz vor Ende). Aber wir haben Glück, in der Lido-Bar bestellen wir noch zwei Tassen Cappuccino.
Eine halbe Stunde später lichten wir den Anker und fahren los, für 17:00 war ja unsere Abfahrt aus dem Geirangerfjord angesagt. An der Nordseite des Fjords gleiten wir am Feriencenter Geiranger vorbei (Campingplatz mit 4**** Hotel). Wir sind auf das Sports Deck (12) gegangen, stehen neben dem riesigen verschiebbaren Schiebedach das den Pool und die Lido-Bar abdeckt. Auf der linken Seite von uns (Backbord) ist ein großer Berg dessen Spitze leicht mit Schnee überzuckert ist. Die Vasco Da Gama gleitet langsam durch den Fjord, bald darauf sehen wir auf der rechten Seite (Steuerbord) die Wasserfälle der Sieben Schwestern, eigentlich sehen wir nur sechs, eine ist wohl beim Einkaufen.
Auf der Backbordseite sehen wir den Freier, in meinen Augen ist er wohl um einiges imposanter als die Sieben Schwestern. (In der Mitte des Wasserfalles sieht man mit viel Phantasie eine Flasche).
Der Sage nach wollte der Freier nacheinander jede der sieben Schwestern heiraten. Alle lehnten jedoch ab und wiesen sein Werben zurück. Daraufhin griff der Freier zur Flasche und wurde zum Alkoholiker. Dieses spiegelt sich in der Form des Wasserfalls nieder, welcher die Form einer Flasche annahm.
Hier auf Deck 12 ist ziemlich viel Wasser auf dem schönen Teak-Holzboden, es hat ja den ganzen Tag nur geregnet. Nachdem wir an beiden Imposanten Wasserfällen vorbei sind, gehen wir in den The Dome. Hier spricht unser Lektor Wolfgang Pröhl, der immer viel neues zu erzählen weiß. Heute geht es um die Stadt Alesund, und was Deutschland damit zu tun hat.
(Kaiser Wilhelm II war ein großer Norwegen-Fan, und hat nach dem großen Brand in Alesund der im Januar 1904 fast den ganzen Stadtkern der aus Holz gebauten Stadt zerstörte. Maßgeblich große Hilfe geleistet, und dies ausschließlich aus seinem Privatvermögen finanziert. Innerhalb von 3-7 Jahren wurde die Stadt aus Stein im Jugendstil wieder aufgebaut.)
Der gesamte Dome auf Deck 12 ist gefüllt mit all den Gästen die wahrscheinlich den ganzen Tag hier oben sitzen, Bücher lesen und ihre Füße auf die Sitzbänke legen. Nachdem Wolfgang Pröhl seinen Interessanten Vortrag beendet hat, gehen wir wieder nach unten auf Deck 8. In der Ocean-Bar finden wir noch einen Sitzplatz, auch hier ist fast den ganzen Tag alles belegt. Das Personal hier in der Bar ist sehr nett, einer der Kellner kommt von der Indonesischen Insel Bali, eine kleine Kellnerin aus Java und eine weitere Kellnerin die ist wohl auch aus Indonesien. Wir bestellen bei der kleinen Kellnerin einen Aperol Spritz sowie einen Alkoholfreien Cocktail.
Später gehen wir zurück in unsere Kabine, um uns für das Abendessen umzuziehen. Vor dem Eingangsbereich von der Waterfront Mediterranean und dem Fusion-Restaurant befindet ein Tisch sowie eine Elektronische Anzeigetafel, wo man immer die aktuellen Speisekarten ablesen kann. Nach einer Durchsicht der Speisekarten entscheiden wir uns auch heute Abend für das Waterfront Restaurant. Der Empfangschef bringt uns zu einem Tisch seiner Wahl. Der Service-Kellner bringt uns eine Tischkarte / Speisekarte. Zum Trinken bestellt meine Frau zwei Glas Rotwein und eine Flasche Wasser. Nachdem ich einen Schluck vom Wein getrunken habe, brennt die Weinsäure schon in meiner Speiseröhre. Ich lasse das Glas Wein stehen und trinke nur noch etwas Wasser.
Als Suppe nehme ich eine Kürbiscremesuppe, als Vorspeise besteht aus einer Hühnerleber, und danach nehme ich einen Fisch. Als Nachspeise gibt es eine Schale mit Eiscreme. Was meine Frau bestellt weiß ich nicht mehr, ich bin ja schon mit meinem eigenen Essen überfordert.


Nach dem Essen machen wir noch Spaziergang über`s Schiff, streifen durch die verschiedenen Bars wie Blue Room, Captain` Club und der Sports Lounge. In der Ocean Bar bleiben wir wie immer hängen. Hier gibt es in der Regel gute Musik, allerdings ist das freie Sitzangebot immer sehr knapp. Wir finden noch zwei Sitzplätze bei einem Ehepaar aus Itzehoe, im Moment sitzt nur der Ehemann hier. Seine Frau steht mit dem Mikrophon in der Hand neben der kleinen Sängerin vom Instinct Duo die jeden Abend in den verschiedenen Bars auf der Vasco Da Gama mit einem oder zwei Partnern Musik macht und auch singt.
Wie schon gesagt, die Ehepartnerin unseres Tischnachbarn singt gerade auf der kleinen Bühne ein Lied. Sie hat eine schöne Stimme, ich würde mal auf Sopran tippen, auf jeden Fall einen Opernstimme.
(In der Folge darf Sie jeden Abend hier in der Ocean-Bar auftreten und ein Lied singen, die Sängerin vom Duo sitzt dann an der Orgel und begleitet sie).
Sie ist nicht sonderlich Attraktiv und kleidet sich auch nicht besonders gut.
Es ist schon 21:00 vorbei als wir in Alesund ankommen, es Regnet nach wie vor sehr stark, und das Anlegen an der Pier dauert ziemlich lange. Wegen dem starken Wind müssen zwei Schlepper die Vasco Da Gama an die Pier drücken. Ursprünglich planten wir heute Abend noch einen Spaziergang durch Alesund zu machen. Wegen dem schlechten Wetter ist das leider hinfällig geworden.
So verbringen wir die nächsten 1 1/2 Stunden bei guter Musik in der Ocean Bar, bevor wir in unsere Kabine zurück gehen.
Freitag, den 10. Oktober 2025 61 Seemeilen
Heute Morgen sind wir kurz vor 8:00 aufgestanden, nach einem Blick durch das Kabinenfenster stellen wir fest, es regnet immer noch ziemlich heftig. Wir ziehen uns an und machen uns auf den Weg auf Deck 11 ins Club Bistro, das schon gut gefüllt ist.
Als wir einen freien Sitzplatz gefunden haben, geht meine Frau los um zwei Gläser mit Orangensaft an den Tisch zu bringen. Nachdem auf diese Weise unser Sitzplatz gesichert ist, gehen wir zusammen an eine der Theken, wo es Wurst, Käse und auch Schinken gibt. Gleich daneben sind auch die verschiedenen Brötchen, Croissants, Schnecken und natürlich auch Scheiben von Schwarzbrot oder Ähnliches zu bekommen. Am Beginn der Theke gibt es auch verschiedene Marmeladen in diversen Behältern, in kleinen Schälchen nehme ich mir meistens Himbeere oder Erdbeermarmelade oder beides. Danach holen wir noch zwei Tassen Kaffee vom Automaten, er schmeckt gar nicht schlecht. Hier kann man auf jeden Fall gemütlich essen, und kann sich das holen, was einem gerade schmeckt. Als wir Heute morgen kurz aus dem Kabinenfenster schauten, sehen wir einen rauen Seegang im Hafen, dazu einen Böigen Wind, wir haben im Moment eine Windgeschwindigkeit von 40 Knoten oder ca. 75 km/h.


Nach dem Frühstück gehen wir zurück in die Kabine, ziehen unsere dicken Jacken an, wir wollen heute Vormittag noch zu Fuß in die Stadt gehen. Wir verlassen das Schiff, im Gebäude der Hafenbehörde nehmen wir noch einen Stadtplan mit. Danach ziehen wir uns noch einen Regencape über, und verlassen das Haus. Wir kommen keine 50 Meter weit, der Regen peitscht uns waagerecht ins Gesicht, und unser Regenumhang wird vom Wind hochgeblasen. Kurz entschlossen drehen wir wieder um und gehen ins Schiff zurück. In unserer Kabine legen wir unsere Jacken ab und gehen auf Deck 8 in die Ocean Bar, um hier etwas zu trinken. Gegen Mittag gehen wir ins Buffett-Restaurant hinauf um eine Kleinigkeit zu essen. Einen Schüssel mit Suppe würde uns schon reichen. Ich nehme mir eine Cremesuppe aus dem großen Suppenbehälter, wogegen meine Frau so eine Art Tomatensuppe bevorzugt.
Kurz vor 13:00 gehen wir wieder in die Hollywood`s Showlounge wo der Treffpunkt für alle Ausflüge ist. Wir haben für Heute Nachmittag die Panoramafahrt Alesund & Freilichtmuseum Sunnmore gebucht. In der Gruppe verlassen wir das Schiff und gehen zum Bus. Es regnet genauso stark wie heute Vormittag, aber es hilft nichts, wir haben diesen Ausflug gebucht. Wir haben eine nette Studentin als unsere Stadtführerin. Sie stammt aus der Deutschsprachigen Schweiz und studiert hier in Alesund. Sie weiß uns sehr viel über Norwegen, von den Bewohnern und ihren Eigenheiten zu erzählen. Wir fahren durch die Altstadt mit ihren schönen Häusern, deren Wiederaufbau ab 1904 zum Teil von Kaiser Wilhelm II und zwei großen Redereien HAPAG und vom Norddeutschen LIoyd finanziert wurden. Leider kann man durch die Busfenster nicht fotografieren, wegen den Köpfen der Busgäste die immer im Bild sind, als auch wegen dem starken Regen, der an die Fensterscheiben prasselt.
Unser Schiff liegt auf Aksla die Hauptinsel von Alesund, wir fahren über viele Brücken und Inseln, durchfahren einige der langen Tunnel wo die Inseln miteinander verbinden.
Man spricht hier von mehr als 4-5 Kilometern Länge und einer Tiefe von bis zu 150 Metern unter dem Meeresspiegel. Bei der Einfahrt in einen Tunnel fällt es nicht weiter auf, nur bei der Auffahrt im Tunnel sieht man wie steil die Strasse wieder nach oben geht. Einmal habe ich ein Verkehrs-Schild gesehen mit 10 Prozent Steigung, und das mitten in einem Tunnel.
Wir besuchen die Insel Giske dem Geburtsort des Wikingerhäuptlings Rollo. Auf dem Busparkplatz bei der Giske Church einer Lutherische Kirche aus dem 12.Jahrhundert halten wir an. Ein kleiner Teil der Busgäste steigt trotz dem starken Regen aus und geht zur Kirche um ein paar Fotos zu machen.


Rollo ist der fränkisch-lateinische Name eines Wikingers, der im Jahr 911 den letzten großen Überfall der Wikinger auf das Westfrankenreich kommandierte.
Rollo schloss mit Karl dem Einfältigen 911 den Vertrag von Saint-Clair-sur-Epte , Rollo ließ sich taufen er nannte sich jetzt Robert. Karl III. trat in dieser Vereinbarung – angesichts einer bevorstehenden Landnahme der Normannen in Neustrien – das Gebiet zwischen der Epte und der Oise mit Ausnahme des Vexin francais an Rollo ab. Es handelt sich hier um die Grafschaften und Bistümer Rouen, Evreux und Lisieux, was heute der Haute-Normandie entspricht.


Im Anschluss an die Kirche gehe ich noch ein paar Schritte in Richtung See, wo sich ein Bootshafen und eine kleine Bootswerft befindet. Hier steht auch ein größerer Kabe-Caravan, der würde mir schon gefallen. (Ist aber sehr teuer)
Wir fahren wieder zurück über die zwei großen Tunnels zum Zentrum von Alesund. Wir kommen am großen Sportstadion von Color Line vorbei, das mit einer Kapazität von fast 11.000 Plätzen für Fußballspiele als auch für Konzerte und sonstige Großveranstaltungen genutzt wird.
Color Line ist eine Norwegische Fährschiff-Reederei die mit Ihren großen Schiffen verschiedene Überfahrten von und nach Skandinavien macht. Wir haben zu Beginn unserer Kreuzfahrt die Color Fantasy im Hafen von Kiel gesehen.
Wir fahren weiter zum Freilichtmuseum von Sunnmore das sich in einem Stadtteil von Borgund befindet..
Das Freilichtmuseum besteht aus einer Sammlung verschiedener Gebäudetypen aus Sunnmøre. Es gibt hier Bootshallen und der Museumskai, wo eine große Sammlung traditioneller Sunnmøre-Boote sowie Kopien von verschiedenen Schiffen und kleineren Booten aus der Wikingerzeit ausgestellt sind.

Es regnet nach wie vor, wir gehen zuerst ins Bootshaus hinein um die alten Langschiffe anzuschauen, im Anschluss gehen wir ins Haupthaus hinauf, wo sich ein Cafe befindet. Hier trinken wir eine Tasse Cappuccino und eine Heiße Schokolade. Einer unser Mitreisender aus dem Allgäu setzt sich kurzzeitig zu uns an den Tisch. Wenig später, der Regen hat jetzt etwas nachgelassen, gehen wir noch ein Stück durch`s Freigelände um die hübschen Häuser aus vergangener Zeit anzuschauen.
Es ist kurz vor 16:00 als wir zurück zum Schiff fahren. Hier angekommen, gehen wir kurz in die Kabine zurück, um unsere Sachen abzulegen. Anschließend geht es noch schnell hinauf auf Deck 11 ins Buffett-Restaurant, damit wir noch ein Stück Kuchen von der Kuchentheke bekommen. Es hat noch geklappt.
Ich hole mir an der Kuchentheke eine Scheibe Zopf und zwei Krapfen oder Berliner, wie man auch sagen könnte. Die Krapfen sind etwa 5 Zentimeter im Durchmesser, aber im Inneren fast vollständig mit Marmelade gefüllt, Köstlich.
Das ältere Ehepaar aus Bremen ist auch gerade gekommen, sie haben ebenfalls eine Stadtrundfahrt gemacht, allerdings ohne einen Museumsaufenthalt. Später gehen wir nochmals kurz in die Kabine, ich möchte für meinen Reisebericht noch ein paar Daten in`s Diktiergerät sprechen. Kurz vor halb Sieben, also 18:30 gehen wir noch in die Ocean-Bar um hier eine Kleinigkeit zu trinken. Erstaunlicherweise ist die Bar heute mal fast leer.
Früher konnte ich in die einzelnen Bilder schreiben, das geht leider nicht mehr; Bild 1 u 2 Ocean Bar / Bild 3 Atrium auf Deck 8 / Bild 4 Sports Lounge
Anschließend machen wir einen Rundgang über Deck 8 mit seinen verschiedenen Bars und Restaurants. Im Heck der Vasco Da Gama befindet sich hier das Fusion sowie das Waterfront Mediterranean. Beide Restaurants sind sehr beliebt bei den Gästen, aber man bekommt hier kaum einen Sitzplatz.



Bild 1 Blue Bar / Bild 2 Captains Club / Bild 3 The Grill
Zum Abendessen gehen wir auch heute in das Waterfront-Restaurant auf Deck 7. Wir bekommen einen Tisch im Mittelteil des Restaurant. Die Kellner in den Restaurants sind sehr zuvorkommend, nur wenige Minuten nach der Bestellung bekommen wir unsere Getränke serviert. Zum Essen bestellen wir heute zum Hauptgang ein Steak, die Suppe und die Vorspeise habe ich vergessen. Zum Nachtisch gibt es auf jeden Fall eine Schale mit Schmackhafter Eiscreme.


Nach dem Essen machen wir noch einen kurzen Spaziergang über Deck 8 und landen wieder in der Ocean Bar. Hier spielt auch schon das Duo Instinct mit seiner netten Sängerin. Zum Trinken bestelle ich heute ein dunkles Weizenbier (Erdinger) das sehr süffig schmeckt. Im Laufe des Abends tanzen wir öfters (das erste Mal in den letzten 20/30 Jahren).
Wie meistens gegen 22:30 oder etwas später gehen wir zurück in die Kabine um zu Schlafen.
Samstag, den 11. Oktober 2025 753 Seemeilen
Guten Morgen, es ist kurz vor 8:00 als wir aufstehen, wir sind auf dem Weg zum Nordkap. Die Vasco Da Gama hat gestern Abend gegen 23:00 / 23:30 hier in Alesund abgelegt. Wir hatten einen sehr unruhigen Seegang heute Nacht / Morgen hinter uns, hoffentlich beruhigt sich das Meer im Laufe des Tages wieder. Wir haben zwar geschlafen mehr oder weniger, das Schiff stampfte schon etwas durch die schwere See.


Wir gehen zum Frühstücken hinauf auf Deck 11, hier gefällt es uns zum Frühstück besser als im Waterfront mit seinem zum Teil Buffett-Theke und dem Bedienen durch die Kellner. Heute Vormittag um 10:30 ist noch ein Vortrag unseres Österreichischen Lektors Wolfgang Pröhl, der uns heute ein paar Tricks vom Fotografieren zeigen will. Vielleicht kann ich ja noch einiges von ihm lernen, seine Vorträge sind immer wieder Interessant. Im Laufe des Vormittags machen wir einen Spaziergang auf dem Promenadendeck. Zwei/Drei Runden um das ganze Schiff, da kommen schon 1,5 Kilometer zusammen. Stellenweise ist es sehr Windig auf der Promenade, aber wir können ein paar nette Fotos machen. Um 10:00 gehen wir in den Captains Club, hier macht Reiseleiter Manfred das Spiel „Stadt, Land, Fluß„. Ich habe keine Ahnung von diesem Spiel, dementsprechend sind wir auch nicht sonderlich erfolgreich.
Um die Mittagszeit gehen wir in`s Club Bistro hinauf, wir essen aber nur einen Teller mit Suppe.
Im Laufe des Nachmittags trinken wir an der Lido-Bar noch einen Aperol Spritz, zuvor waren wir nochmals auf dem Promenadendeck unterwegs. Auf den Bildern kann man schon die unruhige See erkennen. Um 16:00 ist im Buffet-Restaurant Tea Time und damit wieder die Kuchentheke geöffnet. Wie gestern hole ich mir zwei der köstlichen Krapfen oder Berliner, wie sie wohl in Norddeutschland heißen.
Um 17:00 ist eine Veranstaltung im Auditorium (Kinosaal) auf Deck 7 mit Reiseleiter Manfred. Es nennt sich Globetrotter-Rätsel und ist ein Wissensspiel für erfahrene Kreuzfahrer und solche die es werden wollen. Wir sind das erste Mal dabei und schneiden dementsprechend schlecht ab. Gleich darauf um 17:30 ladet unser Lektor Wolfgang Pröhl zu seinem Filmvortrag „Elephant to India“ in der Hollywood`s Showlounge auf Deck 7 & 8 ein.

Zu dritt, mit zwei Knallroten Vespas und einem Himmelblauen Elefanten – von Berlin bis nach Indien.
Der Film dauerte über eine Stunde, er war unglaublich Interessant und Abenteuerlich. Mit dem Vespa-Roller 20.000 Kilometer durch Europa, die Türkei, Georgien und Aserbeidschan über das Kaspische Meer nach Turkmenistan. Weiter geht es über Tadschikistan nach Tibet. Nach einem weiteren etwas längeren Aufenthalt in Tibet ging es über Nepal bis nach Goa in Indien, wo das Ende dieser Reise war. Über ein halbes Jahr waren die drei Abenteurer unterwegs.
Zum Abendessen gehen wir heute in`s Club Bistro auf Deck 11, wir bestellen ein Schweinesteak, die Beilagen weiß ich nicht mehr. Danach gehen wir in unser Stammlokal, die Ocean Bar. Hier spielt immer gute Musik mit dem Instinkt Duo oder Trio. Wie wir beim Abschied von Ihnen erfahren, stammen Sie von den Philippinen. Ich trinke ein Dunkles Weizenbier, wie es sich herausstellt, verträgt mein Magen das eher wie ein Glas Rotwein, was sehr schade ist. Bettina unsere Hobbysängerin aus Itzehoe darf auch Heute Abend ein Lied singen, sie singt uns „Summer Wine“ ein Lied von Nancy Sinatra & Lee Hazlewood aus dem Jahr 1967.
Sie hat eine sehr schöne Stimme, auch wenn Sie nicht sonderlich Attraktiv erscheint. Wie immer gegen 22:30 oder etwas später treten wir den Weg in unsere Kabine an.
Sonntag, den 12. Oktober 2025 Seetag
Guten Morgen, heute ist unser zweiter Seetag. Irgendwann in der Nacht haben wir den Polarkreis überquert. Die kleine Insel Vikingen mit Ihrem Wahrzeichen dem Polar Circle Globus haben wir natürlich nicht gesehen. Zum einem weil es schon Dunkel war, zum anderen weil wir wahrscheinlich viel weiter draußen auf dem Meer gefahren sind. Auf jeden Fall sind wir an der Inselgruppe der Lofoten schon vorbei gefahren. Gestern am Samstag wären wir in Svolvaer / Lofoten angekommen, und hätten unter anderem das Fischerdorf Henningsvaer besucht. Leider hat sich das durch eine Änderung unserer Kreuzfahrtroute zerschlagen.
Auch heute Morgen gehen wir zum Frühstücken hinauf in`s Club Bistro, und wie immer ist es gut besucht. Wir finden auch heute einen Sitzplatz, die Fensterplätze sind ja immer belegt, das macht uns aber nichts aus. Hier einen Blick auf die Frühstückstheke, und auf unseren Teller. Er schaut nicht sonderlich voll aus. Nach diesem Teller holen wir uns noch etwas Obst, geschnittene Ananas oder Ähnliches. Wir essen in unseren Urlauben, egal ob wir im Campingurlaub sind oder auf Kreuzfahrt sind nicht allzu viel. Wenn wir dagegen auf Teller von anderen Gästen schauen, hier gibt es Rührei oder Spiegeleier mit Speck, Müsli in mehreren Gängen, da können und wollen wir einfach nicht mithalten. An unserem Tisch haben wir heute ein nettes Gespräch mit Gästen aus Thüringen.


Nach dem Frühstück ziehen wir wieder unsere dicken Jacken in der Kabine an, und gehen über das Atrium auf Deck 6 hinaus auf das Promenadendeck. Hier machen wir wieder einen Rundgang um das ganze Schiff. Heute sieht man die Küste von Norwegen ziemlich nah am Schiff vorbei gleiten. Der Regen hat aufgehört, das Meer ist immer noch etwas aufgewühlt, die Temperatur liegt bei schätzungsweise 7-10°. Allerdings ist es immer noch stark Windig. Wie schon die vergangenen Tage machen wir mehrere Runden um das Schiff, immer wieder trifft man Gäste, die auch 10 mal oder mehr in einem zügigem Tempo um das gesamte Promenadendeck gehen.
Um 10:30 gehen wir wieder in die Showlounge auf Deck 7/8. Hier hält unser Österreichischer Lektor Wolfgang Pröhl heute einen Vortrag über das Nordkap. Mit Erstaunen hören wir von ihm, das Nordkap wäre gar nicht der Nördlichste Punkt Europas. Auch nicht auf dem Festland. Wenn ich das richtig verstanden habe, wäre das zu Russland gehörende Sankt-Georgs-Land der Nördlichste Punkt Europa. Er erzählt uns etwas über Honningsvag auf der Insel Mageroya, das wir morgen Vormittag erreichen werden.
Ein kurzer Bericht von der Brücke: Seit unserer Abfahrt aus Alesund haben wir etwas über 500 Seemeilen zurück gelegt. Bis zu unserem nächsten Ziel Honningsvag sind es noch etwas mehr als 200 Seemeilen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit laut der Brücke betrug zwischen 13,7 und 14,2 Knoten. Das ist nicht allzu schnell, aber vielleicht dem Seegang geschuldet den wir in den vergangenen Tagen gehabt haben. Die Wellenhöhe beträgt heute etwa 2-3 Meter. Die vergangenen Tage waren mit einer Wellenhöhe bis zu 6 Metern wesentlich höher, Ich denke, es war der größte Seegang den wir jemals erlebt hatten.
Um die Mittagszeit müssen wir wohl an Tromsø vorbei gefahren sein. Schade dass die Stadt nicht auf unserer Reiseroute liegt. Tromsø liegt 344 km Luftlinie nördlich des Polarkreises, und hat fast 80.000 Einwohner. Sie ist damit die größte Stadt von Nord-Norwegen. Wahnsinnig gern hätte ich einmal die Eismeerkathedrale gesehen und auch besucht.


Aber nochmals kurz zum Vortrag von Wolfgang Pröhl, er erzählt von Honningsvag und dem Nordkap, und was man hier erleben und unternehmen kann. Zum ersten Mal haben wir gesehen , dass unser Lektor Wolfgang in seinen Unterlagen blättert. Normalerweise spricht er ohne Punkt und Komma frei heraus, ohne etwas nach zu lesen.
Gegen 12:00 gehen wir in`s Club Bistro, um einen Teller Suppe zu essen, und eine Kleinigkeit zu Trinken. Später gehen wir ein Deck höher in den Dome um eine Tasse Cappuccino zu trinken. Hier ist heute nicht so viel los, nur ein paar alte Tanten und Onkels die an den Fenstern sitzen und in ihren Bücher blättern und ihre Füße hochlegen, sind da. Eine Frau bei uns in der Nähe hat sich so hingesetzt, das sie mit ihrem Sessel einen ganze freie Sitzreihe blockiert hat. Um zu diesen freien Plätze zu gelangen, müsste man einen großen Umweg gehen. Es ist einfach unmöglich, wie sich manche Menschen benehmen. Nach einer Viertelstunde gehen wir wieder, da auch kein Kellner vorbei kommt um unsere Bestellung aufzunehmen. Wir fühlen uns hier einfach im The Dome nicht wohl.
Wir gehen wieder hinunter in die Ocean Bar, wo wir einen Aperol Spritz und ein Glas Rose Wein trinken. Danach gehen wir in die Kabine zurück, um uns wieder warm anzuziehen. Meine Frau möchte nochmals einen Spaziergang auf dem Promenadendeck machen. Um 16:00 gehen wir wieder hinauf in`s Club Bistro zur Kaffee oder Teezeit mit Kuchen und sonstigem Gebäck. Ich liebe die kleinen Krapfen oder Berliner, die es hier gibt, sie schmecken sehr gut. Nachteilig mag vielleicht sein, sie sind im Inneren fast vollständig mit Marmelade gefüllt. Die Hälfte der Menge an Marmelade würde auch ausreichen. An der Lido-Bar bestellen wir unseren Cappuccino, im Club Bistro gibt es ja nur den Automaten-Kaffee. Das Berliner Ehepaar das wir an unserem zweiten Tag beim Frühstück im Waterfront Restaurant kennen gelernt haben, sie setzen sich zu uns an den Tisch. Sie sind beide Nett, nachteilig ist vielleicht, er ist ein Schnellsprecher und ich habe Probleme ihn zu verstehen, schade.
Mittlerweile ist es 17:00 vorbei, wir sind in der Kabine beim Duschen, ich möchte noch Rasieren. Danach gehen wir auf Deck 8 hinauf, um uns hier bei den ausgestellten Speisekarten zu Informieren.



Wir entschließen uns heute Abend ins Fusion-Restaurant zu gehen (Asiatischer Stil). Wir bekommen einen Sitzplatz bei zwei älteren Damen, mit denen wir schon vor dem Restaurant ein paar Worte gewechselt haben. Es wird ein lustiges Gespräch mit den beiden Damen, die Schwestern sind und aus Wuppertal stammen. Ihren Erzählungen zu entnehmen, sind die beiden trotz Ihres fortgeschrittenen Alters sehr Urlaubs-Aktiv
Eine dreiviertel Stunde später, wir sind eigentlich mit dem Essen fertig, ertönt eine Durchsage von der Brücke. Der Kapitän teilt uns mit, dass Nordlichter gesehen wurden. Schlagartig verlassen fast alle Gäste das Restaurant, um auf Deck 12 oder Anderswo ins Freie zu kommen. Wir gehen zuerst in unsere Kabine um die Jacken zu holen. Mit dem Fahrstuhl fahren wir anschließend auf Deck 12. Hier ist schon alles voll von den Kreuzfahrtgästen. Wir stehen auf dem freien Deck neben dem Dome und dem verschiebbaren Schiebedach, der das Pooldeck /Deck 11 nach oben abschirmt.
Da erscheinen auch schon die ersten Polarlichter (Aurora Borealis) am Himmel.
Leider war schon nach wenigen Minuten der Zauber vorbei, meine Frau hat ebenfalls ein paar Bilder gemacht, aber sie sind alle noch schlechter als meine. Neu für uns war, das unser menschliches Auge die Aurora Borealis nicht so erkennen kann wie eine Kamera oder eine Handy-Aufnahme.
Danach gehen wir wieder nach unten, zuerst unsere Jacken in der Kabine ablegen. Dann fahren wir wieder hoch auf Deck 8 in die Fusion-Restaurant, hier ist unser Tisch schon wieder abgeräumt. Wir gehen in die Ocean Bar, sie ist voll bis auf den letzten Platz, so gehen wir weiter zum Blue Room. Es sind ja nur etwa 80 Meter bis in diese Bar. Leider war auch diese gut gefüllt. Hier spielt und Singt jetzt unsere kleine Philippinin mit Ihrem Partner vom Duo Instinct. Alle Bars auf dem Schiff sind der Länge nach zu einem Durchgang offen, hier im Blue Room stehen am Gang noch ein paar Sitzmöbel. Wo wir Platz nehmen, wenig später kommt ein Kellner vorbei, bei dem ich ein Erdinger Weißbier bestelle. Als er mit dem Getränk wieder kommt, schenkt er das Weizenbier fehlerfrei ein (der Mann kommt aus Bali).
Bald darauf kommt unsere Bettina aus Itzehoe in die Bar, Es dauert nicht lange, und Sie darf wieder ans Mikrofon um zu singen. Sie singt ja toll, wenn gleich nicht alles klappt und passt. Auch heute Abend singt sie uns den „Summer Wine“ ein Lied von Nancy Sinatra & Lee Hazlewood aus dem Jahr 1967.
Wie fast jeden Abend verlassen wir gegen 22:30 die Bar, und gehen kurz zur Rezeption um uns für den nächsten Morgen um 6:30 wecken zu lassen.
Montag, den 13. Oktober 2025
Es ist gerade 6:15 als wir alleine aufwachen, gut 10 Minuten später läutet schon unser Telefon, die Rezeption ruft an, um uns zu wecken. Als wir fertig angezogen sind, fahren wir hinauf auf Deck 11 zum Club Bistro. Heute Morgen gibt es nur ein schnelles Frühstück, weil wir etwas früher von Bord gehen müssen. Um 7:30 hat die Vasco Da Gama in Honningsvag auf der Insel Magerøya angelegt.

Der kleine Ort hat etwas über 2200 Einwohner, besitzt aber trotz allem seit 1996 den Status einer Stadt. Dadurch löste Honningsvåg die Stadt Hammerfest als nördlichste Stadt Norwegens ab. Ein Jahr später wurde das Recht, den Stadtstatus zu erteilen, auf Kommunen mit mindestens 5000 Einwohner beschränkt. Da Nordkapp unter 5000 Einwohner hatte, kam es daraufhin zwischen den Kommunen Hammerfest und Nordkapp zu einem Konflikt darüber, wer den Titel als nördlichste Stadt tragen dürfe. Im Jahr 2005 bestätigte das Kommunalministerium, das Honningsvag weiterhin den Titel einer Stadt tragen dürfe.
Wir holen nur kurz unsere Buskarten in der Hollywood`s Showlounge, und gehen gleich nach draußen auf den Parkplatz, wo vier Busse auf die Ausflügler warten. Um 8:30 geht es los, unser Ziel heute ist das Nordkapp. Von Honningsvag bis hinauf zum Nordkapp sind es ca. 34 Kilometer, durch eine karge Landschaft. Einige wenige Gräser, Flechten und bodennahe Sträucher sind alles, was auf dem felsigen Untergrund einigermaßen wächst. Magerøya, eine Insel, die sich bis zu 308 Meter über der Barentssee erhebt und jedes Jahr das Sehnsuchtsziel von Hundert-tausenden von Menschen ist. Magerøya, von Sturm und Wellen geformt, von eisiger Kälte umgeben. Wir benötigen mit unserem Bus bestimmt eine dreiviertel Stunde bis zu unserem Ziel.

Unterwegs kommen wir an zwei Campingplätzen/ bzw. Hotels im 2 Sterne-Bereich vorbei. Direkt neben der Zufahrtsstraße zum Nordkapp sehen wir auch einen Parkplatz, wo sich ein paar Wohnmobile zwecks Übernachtung aufhalten.
Dann haben wir auch schon das Nordkapp erreicht, unser Lektor Wolfgang hat uns empfohlen, gleich nach dem Aussteigen aus dem Bus zu einer Felsenspitze zu gehen. Hier befindet sich die sogenannte Oskarsäule.
Sie wurde 1873 zur Erinnerung an den im Juli 1873 erfolgten Nordkap-Besuch des damaligen Königs von Norwegen und Schweden Oskar II. auf dem Nordkap errichtet.
Von hier hat man einen schönen Ausblick auf das Nordkapp-Denkmal, das wir gleich im Anschluss besuchen. Hier sind natürlich schon mittlerweile zwei Busse von der Vasco Da Gama angekommen. Aber wir können trotz allem noch ein paar nette Fotos machen. Danach gehen wir an den Nordkaphallen vorbei, zum Denkmal Kinder der Welt.
Mehrere „Kinder der Welt“ haben dieses Denkmal am nördlichsten „Festlandspunkt Europas“ 1988 mitgestaltet: Jasmin aus Tansania, Rafael aus Brasilien, Ayumi aus Japan, Sithidejaus aus Thailand, Gloria aus Italien, Anton aus der Sowjetunion und Louise aus den USA.
Alles entstand unter Anleitung der Künstlerin Eva Rybakken, die dazu eine Figurengruppe „Mutter mit Kind“ gestaltet hat.
Im Anschluss gehen wir in die Nordkaphallen hinein, die Eintrittskarten dazu waren in unserem Ausflugprogramm enthalten. Wir betreten die große Halle, wo sich auf der linken Seite ein netter Souvenir-Shop befindet, gegenüber liegt ein Cafe und ein Restaurant. Zuerst besuchen wir natürlich den Souvenir-Shop, hier gibt es Trolle in großen Mengen zum kaufen. Und immer wieder kann man feststellen, die Preise hier in Norwegen sind um einiges höher als bei uns in Deutschland. Während meine Frau Intensiv durch die Regale geht, sitze ich schon draußen in der Halle auf einem der freien Tische. Sie bringt ein paar Ansichtskarten für unsere Enkel mit, die sie am Tisch beschreibt. Im Anschluss werfen wir die ausgefüllten Karten in einen Briefkasten der vor dem Souvenir-Shop steht.



Bei einem Blick nach draußen zur Weltkugel kann ich tatsächlich einmal sehen, dass im Moment keine Besucher um die Kugel herum stehen. Eine Treppe führt in das Untergeschoss hier sind Toiletten und ein Museum, das wir aber gar richtig nicht wahrgenommen haben.
Unser gebuchter Ausflug hier zum Nordkapp ist heute ohne Führung und mit 3 Std. Dauer angegeben. Wir gehen zur angegebenen Abfahrtszeit zum Bus der uns wieder hinunter nach Honningsvag zurück bringt.
Am Hafen Parkplatz angekommen, gehen wir gleich auf das Schiff zurück, wo wir in der Kabine unsere Jacken ablegen. Gleich darauf fahren wir auf Deck 11 hinauf um im Club Bistro einen Teller Suppe zu essen.

Wenig später verlassen wir nochmals das Schiff um einen Wanderweg zu erkunden, den Wolfgang unser Lektor uns empfohlen hat. Dazu gehen wir an der Touristen-Information und dem Souveniergeschäft vorbei durch eine Nebenstraße in Richtung eines weiteren Hafenbeckens. Hier befindet sich unter anderem der Liegeplatz der Hurtigruten-Schiffe. Eine davon, die NORDNORGE liegt hier an der Anlegestelle. Wir gehen weiter die Storgata (Hauptstraße) entlang in Richtung zur Honningsvag Kirke. Wir kommen dabei an einem Haus vorbei, wo sich die Baptistische Kirche befindet vorbei, wir gehen weiter in die Skolegata und danach in der Elvedalen einbiegen. Hier sehe ich vor einem Haus einen schönen Kabe-Caravan stehen, es ist ein großes Tandemfahrzeug mit zwei Achsen (wir sind selber Camper und machen lange Reisen mit unserem Caravan). Kurz darauf verlassen wir die Ortschaft und gehen eine Schotterstraße den Berg hinauf.
Etwas weiter oben teilt sich der Weg, zur linken Seite geht er an einer kleinen Hütte mit zwei Außensitzbänken vorbei und danach über eine steile Treppe die mit Steinplatten ausgelegt hinauf zum Hausberg von Honningsvag und zum Stofjellet . Der rechte Weg geht flacher und soll aber wesentlich länger aber einfacher zu gehen sein. Wir gehen nur bis zum Beginn der Steinernen Treppe und drehen hier wieder um. Auch bei der Hütte hat man ebenfalls einen hübschen Ausblick auf die Bucht und den Ort sowie das Hurtigruten Schiff die NORDNORGE die hier am Kai liegt. Hier kommt uns das Berliner Ehepaar entgegen, die den langen Wanderweg auf der rechten Seite hinauf gegangen sind. Weiter oben führt der Weg über eine Ebene dann weiter über den Gipfel (Storfjellet) und wieder zurück über die Steinerne Treppe nach unten. Sie erzählen uns, dass der rechte Weg, gar nicht so leicht und ungefährlich wäre. Gemeinsam gehen wir wieder nach unten in den kleinen Ort .

Bevor wir zur Vasco Da Gama zurück kehren, besuchen wir noch das Artico Christmas House, das sich direkt am Hafen befindet. Als wir eintreten müssen wir staunen, soviel Weihnachts-Sachen auf so kleinem Raum. Eine so große Vielfalt an Weihnachts-Artikel habe ich noch niemals gesehen. Ich denke bei uns in Deutschland in unseren Weihnachtsmärkten gibt es nur noch Weihnachtskugeln zu kaufen, und natürlich verschiedene Imbissstände und Glühwein.

Nach etwa zwanzig Minuten verlassen wir das Artico Christmas House wieder, ein paar Meter weiter sehen wir auf der anderen Straßenseite die Bäckerei Honni Bakes. Meine Frau möchte unbedingt eine Norwegische Zimtschnecke probieren. Kurz entschlossen betritt sie das Geschäft, um zwei Zimtschnecken zu kaufen. An einem der Tische vor der Eingangstüre probieren wir gleich die leckeren Zimtschnecken.


Als wir danach an der Touristen-Information und dem Arctic Souvenir Shop vorbei kommen, fällt uns ein Riesenhafter Bernhardiner aus Metall aus. Es ist Bamse (ehemaliger Schiffshund) dessen Denkmal in Montrose/Schottland sowie auch hier in Honningsvag steht. Als wir über den Busparkplatz gehen, fällt uns ein Gestell mit ein paar aufgehängten Stockfischköpfen auf. An der Kontrolle der Hafenbehörde vorbei gehend, betreten wir unser Schiff, wo natürlich ebenfalls eine Eingangs-Kontrolle stattfindet.


Wir bringen unsere Jacken und die Handys und meinen Fotoapparat auf die Kabine und gehen anschließend in die Ocean Bar um einen Cocktail zu trinken. (Wir hatten für die Reise extra ein Getränkepaket gekauft) Eine halbe Stunde später es ist jetzt 16:00 vorbei, gehen wir auf Deck 11 in`s Club Bistro wo jetzt Kaffee oder Teezeit ist, mit Kuchen und sonstigem Gebäck. Ich hole mir an der Theke zwei der kleinen Krapfen /Berliner. Leider muss ich feststellen, heute sind sie mit Vanille-Pudding gefüllt, der schmeckt nicht ganz so gut wie die Marmelade. An der Lido-Bar neben dem großen Innenpool bestellen wir unseren Cappuccino , der hier an der Bar ganz ausgezeichnet schmeckt.
Kurz nach 21:30 setzt sich die Vasco Da Gama in Bewegung und wir verlassen langsam, während die Auslaufmelodie „High Above The Ocean“ erklingt, den Hafen von Honningsvag. Unser nächstes Ziel ist Hammerfest 64 Seemeilen Südöstlich von Honningsvag.



Zum Abendessen gehen wir auch heute in Waterfront-Restaurant. Nachdem wir ein paar Minuten gewartet haben. holt uns einer der Kellner ins Restaurant an einem seiner Tische. Zum Trinken entscheide ich mich für ein kleines Bier, ein Warsteiner. Ich habe mir wohl in den vergangenen Tagen den Magen verdorben, und vertrage die Säure im Wein nicht mehr. Zum Essen nehme ich ein Fleischbrühe-Suppe und danach Fleisch, ich weiß nicht mehr was für eines. Meine Frau bestellt als Hauptgang einen Fisch. Bis der Kellner unsere Nachspeise bringt, dauert es heute sehr lang. Ob es an der Küche oder am Kellner liegt, ist für uns nicht erkennbar.


Nach dem Abendessen gehen wir in Richtung Ocean-Bar, bekommen hier aber keinen freien Sitzplatz mehr, so gehen wir ein Stückchen weiter in die Blue Bar, wo unsere kleine Philippinische Sängerin mit dem Instinct Trio spielt und singt. An einem der kleinen Tische finden wir noch Platz, einer der Kellner bringt mir ein Glas Weizenbier, das er tadellos einschenkt kann. (zur Erinnerung er stammt aus Bali)

Um 20:40 gehen wir weiter in die Hollywood`s Showlounge, hier treten in wenigen Minuten die Ukrainischen Akrobatikkünstler Andrii Briutkin und Anastasiiia Peletska mit einer Zirkus-Theatershow auf.



Nach der Theater und Showvorstellung gehen wir wieder zurück in die Ocean-Bar, wo unsere Philippinische Sängerin jetzt nur mit einem Partner spielt und Singt.
Kurz vor 22:00 kommt die Ansage von der Brücke „Nordlichter gesehen„. Alles stürmt auf Deck 12 neben dem Dome und dem verschiebbaren Schiebedach, der das Pooldeck Deck 11 nach oben abschirmt.
Nach ein paar Minuten war der Zauber der Polarlichter leider schon wieder vorbei. Nach dieser Phantastischen Lichter-Show gehen wir wieder nach unten in die Ocean-Bar. Bei einer der beiden jungen und hübschen Kellnerinnen, eine der beiden stammt aus Java eine der vier großen Sundainseln mit der Hauptstadt Jakarta. Die zweite junge Kellnerin kommt aus Bali (auf dieser Insel wollten wir im Rahmen einer Asien-Kreuzfahrt in 2024 noch ein paar Tage verbringen) bestelle ich ein Glas Coca Cola. Etwas später tanzen meine Frau und ich noch bei einem schönen Lied, ich glaube es war eines von ABBA.
Gegen 23:00 gehen wir zurück in unsere Kabine, der Tag war Irgendwie schon lang.
Dienstag, den 14. Oktober 2025 64 Seemeilen
Einen schönen guten Morgen, es ist gerade 7:00 geworden. Wir sind soeben in Hammerfest angekommen. Hammerfest ist mit Ihren 10.000 Einwohnern die nördlichste größere Stadt der Welt, noch vor irgendwelchen Orten in Alaska oder Russland.
Nachdem wir uns zum Frühstück fertig gemacht haben, fahren wir mit dem Lift auf Deck 11. Am Pool und der Lido-Bar vorbei gehen wir in`s Club Bistro. Auch heute ist wie jeden Morgen das Selbstbedienungs-Restaurant sehr gut gefüllt. Zwei freie Sitzplätze findet man aber meistens noch. Auch unser Frühstück schaut in der Regel fast immer gleich aus.


Nach dem Frühstück gehen wir in die Kabine zurück um unsere Handys zum Fotografieren zu holen, und gehen hinauf auf Deck 12. In der großen Bucht etwas außerhalb liegt ein großer Gastanker auf Reede. Soeben kommt die Richard With von Hurtigruten in den Hafen herein. Sie legt in der Bucht uns gegenüber direkt am Kai von Hurtigruten an. Die Richard With ist seit 1993 in Dienst, 120 Meter lang, und gehört zur Gruppe der älteren Schiffe der Flotte. Als wir gerade zum Fenster unserer Kabine hinaus schauen, sehen wir zwei Personen mit Koffern auf unser Schiff zu gehen. Die einzige Erklärung für mich ist, es sind Besatzungsmitglieder, die heute ihren Dienst beginnen. Hammerfest hat tatsächlich einen kleinen Flughafen, der aber nur Inlandflüge anbietet. Eine weitere Möglichkeit wäre der Flughafen vom Tromsø, der einige Internationale Flüge anbietet, dafür aber einige Hundert Kilometer mit dem Autobus entfernt ist.

Kurz vor 12:00 gehen wir in die Hollywood`s Showlounge, um unsere Buskarten abzuholen, und verlassen anschließend das Schiff. Unser heutiger Ausflug „Sami Abenteuer in Mikkelgammen“ findet um 12:15 statt. Der Ausflugsbus steht schon vor dem kleinen Cruise-Terminal und wartet auf unsere Gruppe. Nachdem alle im Bus sind kann es los gehen. Wir fahren an der Hafenbucht entlang, zweigen dann in den Stadttteil Fuglenes ab. Hier fahren wir dann an einem kleinen See entlang, wo sich auf der rechten Seeseite ein kleiner Campingplatz befindet. Links von der Straße befindet sich ein riesiges Halbrundes Gebäude, die jetzige Nutzung sollen Apartment-Wohnungen sein. Bevor wir im Anschluss einen Berg hinauf fahren, kommen wir noch am Fußballstadion von Hammerfest vorbei. Wir fahren jetzt durch eine kleine und ruhige Siedlung, wo sich viele kleine Einfamilienhäuser aus Holz befinden. Ein paar Minuten später sind wir auch schon auf dem Hügel im Samicamp bei Mikkelgammen angekommen, der uns schon erwartet.
Gemeinsam gehen wir in eine Hütte, die Optisch einem Tipi-Zelt entspricht. Sie ist Quadratisch, alle Außenwände sind mit Gras bewachsen, sie ist etwa 5 – 6 Meter hoch. Wir betreten die Hütte, der Innenraum hat ebenfalls eine Kantenlänge von bis 6 Metern. Der Boden des Innenraumes ist mit Ästen und Reisig, vermutlich wegen der Bodenfeuchtigkeit abgedeckt. Darauf liegen überall Rentierfelle, die vermutlich sehr warm halten. In der Mitte der Hütte befindet sich eine Feuerstelle, die mit großen Steinen umrandet ist. Die Wände bzw. das Dach sind aus Baumstämmen und Ästen konstruiert, wie man an den Bildern erkennen kann.
An den Wänden stehen lange Sitzbänke für die Besucher die nicht auf dem Boden knien oder Sitzen wollen. Mikkel erzählt uns per Übersetzerin etwas über die Kultur der Samen (Lappen). Leider weiß ich gar nichts mehr darüber. Etwas später singt er uns noch ein Lied aus der Kultur der Samen vor.
Danach verlassen wir gemeinsam die Hütte und gehen in eine Art Gemeinschaftshaus, (Restaurant) wo uns Solveig die Frau von Mikkel vor der Türe begrüßt. Das Haus ist ebenso aus Baumstämmen und Ästen gebaut wie die kleinere Zelthütte.
Mikkelgammen ist laut der Reklame aus dem Internet, ein Restaurant in Hammerfest, das ein einzigartiges kulinarisches Erlebnis bietet, wo die Traditionen der Samen hervorhebt. Solveig bietet uns Tee oder Kaffee an, des weiteren können wir kleine Snacks vom Lachs und Rentier probieren, während Sie uns in Deutscher Sprache einiges über die Bräuche der Samen erzählt. Zu guter Letzt gehen wir wieder hinaus, um endlich ein paar Rentiere zu sehen. Leider Gottes bewahrheitet es sich. Wir sehen tatsächlich nur zwei Jungtiere. Ich hatte eigentlich gedacht, eine kleine Herde, mindestens aber 20 Rentiere zu sehen. Ein Sohn von Mikkel hat in einer Schüssel Futter/Lekkereien für die zwei Rentiere, die Besucher können damit die Tiere füttern.



Enttäuscht gehen meine Frau und ich etwa 100 – 150 Meter weiter, hier befindet sich ein kleines Hotel (Turistua Lodge), das aber jetzt geschlossen zu sein scheint. Von hier wie auch von einem Aussichtspunkt gleich in der Nähe haben wir eine schöne Aussicht hinunter auf den Hafen, die Bucht und die Stadt Hammerfest. Wir blicken vom Hügel aus direkt auf die Anlegestelle von Hurtigruten, und auf der anderen Seite der Bucht sehen wir unser Schiff die Vasco Da Gama stehen.
Kurz darauf gehen wir wieder zum Bus zurück, und fahren zum Schiff zurück.
Es ist ca. 14:40 als wir wieder den Hafen von Hammerfest verlassen. Laut Aussage der Schiffsleitung ist die Schönwetterperiode, die wir heute genossen hatten, schon wieder vorbei. Keine Stunde nach unserer Ausfahrt aus dem Hafen wird der Wellengang schon merklich höher, und es baut sich der nächste Sturm auf. Er soll dann bis Morgen Früh seinen Höchststand erreichen.
Hier zur Einstimmung ein paar der Bilder, allerdings habe ich niemals die größten Wellen fotografieren können.
Wir verbringen die nächste Stunde in der Ocean Bar im Gespräch mit einem Kölner Ehepaar. Danach gehen wir in unsere Kabine zurück, meine Frau möchte sich kurz mal in`s Bett legen und ausruhen. Allerdings sind die Wellenschläge die etwas weiter vorne am Bug an den Schiffsrumpf donnern, gewaltig. Auch sind die Wellen-Berge, die Teilweise noch über unser Kabinenfenster hinaus gehen, nicht sonderlich beruhigend. Während dieser Zeit schaue ich im Satelliten-Fernsehen noch ein paar Nachrichten-Beiträge an. Nach kurzer Zeit verlassen wir wieder die Kabine und gehen wieder zurück auf Deck 8. Akustisch und Optisch war der Aufenthalt in unserer Kabine nicht gerade Beruhigend.
Zum Abendessen gehen wir in das Waterfront-Restaurant, ich habe keine Ahnung, was wir gegessen haben. Was wir am weiteren Abend noch gemacht haben, darüber habe ich mir anscheinend keine Aufzeichnung gemacht.
Mittwoch, den 15. Oktober 2025 586 Seemeilen bis Trondheim
Hallo guten Morgen, ob der Morgen gut wird, wird sich herausstellen, es ist kurz nach 8:00, wir gehen hinauf auf Deck 11 in unser Frühstücksrestaurant (Club Bistro). Heute Morgen ist etwas weniger los, als die vergangenen Tage, es gibt mehr freie Plätze zur Auswahl. Unser Frühstück schmeckt wie immer, wir lassen es uns auf jeden Fall schmecken. Um 10:30 ist in der Hollywood`s Showlounge ein Vortrag unseres Lektors Wolfgang Pröhl: Trondheim im Reich der Kirche und der Wikinger. Dazu gibt er uns Tipps für einen persönlichen Trondheim-Besuch.
Kurz vor 12:00 gehen wir nochmal ins Club Bistro um eine Kleinigkeit zu essen. Wir entscheiden uns für eine Suppe. Der Seegang ist am Vormittag wieder etwas ruhiger geworden, so dass wir nach dem Mittagessen einen Rundgang auf dem Promenaden-deck machen können Das Deck ist jetzt wieder freigegeben, und die Türen nach draußen sind auch wieder offen. Danach gehen wir wieder in die Ocean Bar um hier eine heiße (warme) Schokolade mit Sahne zu trinken.


Am Nachmittag wird der Wellengang wieder etwas höher. Man spricht von einer Windgeschwindigkeit von 60 Knoten, (112km/h) und einer Wellenhöhe von über 5 Metern. Kurz vor 14:00 gehen wir nochmals in die Hollywood`s Showlounge, hier präsentiert uns Reiseleiter Sven eine spannende Reise in das Land der aufgehenden Sonne „Japan“



Es ist 15:05 wir sind gerade wieder in unserer Kabine, als eine hohe Welle an unserem Kabinenfenster vorbei rauscht. Unsere Kabine ist auf Deck 4, und bestimmt 4-5 Meter über der Normalen Wasserhöhe. Diese Welle ging gerade eben über unser Kabinen-fenster hinauf bis auf Deck 5. Wir verlassen gleich wieder die Kabine und fahren mit dem Fahrstuhl auf Deck 11 hinauf. Das Gehen ist heute wieder etwas beschwerlich, man wankt von einer Seite des Ganges zur anderen. Wir haben schon einige schwere Seegänge erlebt, ob in der Karibik bei der Überfahrt von Kolumbien nach der Dominikanischen Republik. Oder auf einer Atlantikfahrt nach Tanger/Marokko. Oder mit der MS Artania von der Chinesischen Insel Hainan nach Hongkong usw.
In der Cappuccino-Eisdiele bestellen wir zwei Tassen Cappuccino, danach gehen wir ins Club Bistro hinein, und holen uns an der Theke zwei der kleinen Krapfen /Berliner und dazu zwei Scheiben einer Art Zopfbrot. Im Anschluss gehen wir auf Deck 7 hinunter, um im Ausflugsbüro nachzufragen, ob unser gebuchter Ausflug für Morgen/Mittag in Trondheim gebucht ist. Wir haben bis jetzt keinerlei Bestätigung darüber bekommen. Zuerst meinte der Bedienstete, die Karten wären schon unterwegs zur Kabine. Beim weiteren Nachschauen stellte sich aber heraus, dass keine Buchung erfolgt war. Um 17:30 gehen wir ein paar Meter weiter ins Auditorium zum Globetrotter-Rätsel mit Reiseleiter Manfred. Manfred ist sehr Sympathisch, wir hatten ihn als Begleiter auf unserer Ausflugstour in Bergen. Als auch in verschiedenen Gesellschaftsspielen wie Stadt, Land, Fluss und andere Rätselspiele.
Um 18:15 gehen wir zurück in die Kabine, um uns zum Abendessen umzuziehen. Während unseres Spazierganges auf dem Promenadendeck haben wir einmal in Richtung Westen einen blauen Himmel und etwas Sonne entdeckt, nur leider hat sich die Sonne nicht durchgesetzt. Wir haben jetzt am frühen Abend nach wie vor einen hohen Seegang, um die 6 Meter. Das hatten wir uns nicht vorgestellt, wenn wir das geahnt hätten, wären wir vielleicht nicht nach Norwegen gefahren. (Das ist auf jeden Fall keine Kreuzfahrt für reine Landratten).
Zum Abendessen gehen wir heute Abend in`s Club Bistro, heute gibt es Hirsch-Steak mit Pommes Frites. Später fahren wir in die Hollywood`s Showlounge hinunter. Hier singt und bringt uns eine junge Sängerin durch 5 Jahrzehnte Pop-Geschichte. Anschließend gehen wir in den Blue Room, wo unsere junge Sängerin von den Philippinen mit Ihren Partner singt und spielt. Nach einer dreiviertel Stunde wechseln die beiden in die Ocean Bar, wo wir ihnen nach kurzer Zeit folgen. Bei unseren Reisebekannten aus Geisenried nehmen wir Platz, es gibt ein angenehmes Gespräch mit den beiden.
Kurz vor 23:00 gehen wir in die Kabine zurück, die Nacht und der Seegang bleibt lebhaft.
Donnerstag, den 16. Oktober 2025
Es ist 8:00 als wir aufstehen, die See hat sich wieder beruhigt. Zum Frühstücken gehen wir wie immer auf Deck 11 in das Club Bistro. Hier ist es wie jeden Morgen, das Selbstbedienungs-Restaurant sehr gut gefüllt. Aber zwei Sitzplätze lassen sich finden, meine Frau geht los zwei Gläser Orangensaft zu holen, um damit unsere Tischplätze zu reservieren. Im Anschluss gehen wir zur Theke, wo sich Wurst und Käse als auch verschiedene Brot und Brötchen befinden. Unser Frühstück schaut in der Regel immer gleich aus, wir sind ja spartanische Esser. Die Küstenlinie von Norwegen rückt immer näher heran, und die Felsformationen werden immer deutlicher sichtbar.
Um 10:00 gehen wir in die Hollywood`s Showlounge, wo unser Lektor Wolfgang Pröhl uns etwas über Westnorwegen erzählen will. Seine Vorträge sind im allgemeinen sehr Interessant und lustig. Es ist mittlerweile 11:15 geworden, die Vasco Da Gama legt in Trondheim an. Leider erwartet uns, nach dem Unwetter der vergangenen Tage auch hier in Trondheim starker Regen. In einer Stunde beginnt unser gebuchter Ausflug, mit dem Besuch des Nidarosdom und dem Volkkundemuseum Sverresborg.

Das schicke Gebäude vor uns soll ein Indoor Wasser Park sein.
Trondheim ist mit 216.518 Einwohnern die drittgrößte Stadt Norwegens. Trondheim ist Sitz der Provinzregierung für Trondelag und des Nidaros Bistum, in dem auch der Präses der Norwegischen Kirche wohnt. Ein großer Teil der 30.000 in Trondheim lebenden Studenten ist an der Technisch u. Naturwissenschaftlichen Universität (NTNU) immatrikuliert. Das Universitätskrankenhaus St. Olavs Hospital beschäftigt etwa 10.000 Personen und hat eine Reihe von nationalen Spezialistenfunktionen und Abteilungen.
Unser Ausflugsbus steht auf dem Parkplatz neben dem Indoor Water Park ebenso ein Stadtführer der uns etwas über die Stadt Trondheim erzählen soll. Als wir einsteigen, stellen wir fest, der Bus oder einer der beiden, Fahrer oder Stadtführer riechen stark nach Fisch. Wir fahren also durch Trondheim, durch die Fensterscheiben unseres Busses lässt es sich sehr schlecht fotografieren. Es regnet leider ziemlich stark, und unser Blick nach draußen ist stark eingetrübt. Unser erster Halt ist am Nidarosdom, wo wir alle aussteigen, unser Stadtführer holt im Touristikbüro unsere Eintrittskarten für den Dom. Danach verschwindet er, ohne uns zu sagen, auf welcher Seite oder bei welcher Tür der Eingang zur Kirche ist.
Der Nidarosdom gehört zu den bedeutendsten Kirchen Norwegens und gilt als Nationalheiligtum, und war lange Zeit die Krönungs und auch die Begräbniskirche der Norwegische Könige.
Der Dom wurde auf der Grabstätte des Königs Olaf Haraldson errichtet, der 1030 in der Schlacht von Stiklestad gefallen ist Ein Jahr nach seinem Tod wurde er Heilig gesprochen, es setzte ein Pilgerstrom zu seinem Grab ein. Kurz darauf, unter Magnus dem Guten, wurde über der Grabstätte eine kleine Holzkapelle errichtet. König Olaf III. „der Ruhige“ ließ 1070 die Kapelle durch eine steinerne Kirche ersetzen, die 1090 fertiggestellt wurde.
Im Mittelalter und nach Norwegens wiedererlangter Eigenständigkeit ab 1814 war der Nidarosdom die Krönungskirche der norwegischen Könige. Als Letzter wurde König Håkon VII. hier 1906 gekrönt. 1957 wurde König Olav V. als erster König nicht mehr im Dom gekrönt, sondern gesegnet. 1991 setzte der heutige König Harald V. mit Königin Sonja diese neue Tradition fort.
Wir probieren als erstes eine der drei großen Eingangstore leider vergebens, unsere Gruppe geht ganz um den großen Kirchenkomplex herum. Auf der Nordseite der Kathedrale finden wir dann einen Eingang zum Dom. Es ist die nördlichste Mittel-alterliche Kathedrale der Welt in einem Romanisch/Gotischen Baustil.
Im Seitenflügel des Querschiffs erwartet uns eine junge Dame, die unsere Eintrittskarten kontrolliert. Unser erster Blick in die Kathedrale ist beeindruckend, der ganze Baukörper umfasst 102 Meter in der Länge und einer Höhe von 21 Metern. Das Querschiff von 50 Metern Breite ist in Nord-Südlicher Richtung angeordnet.

Sehr beeindruckt verlassen wir die schöne Kirche, bevor unser Stadtführer uns verlassen hat, erzählte er uns noch, in Nördlicher Richtung würden wir den alten Hafen von Trondheim erreichen. Wir sind etwas spät daran, weil er uns leider nicht gesagt hatte wo sich der Eingang zum Dom befindet, und wir ihn erst suchen mußten. Wir gehen trotz des Strömenden Regens durch die Munkegata bis zum Trondheim Zentrum. Hier drehen wir wieder um, meine Frau und ich sind klatschnass durch den Wolkenbruchartigen Regen. Unser Bus steht in der Nähe des Nidarosdomes, der Fahrer lässt uns einsteigen. Unser Stadtführer sitzt wohl in einem Cafe am Dom, und hat uns alleine springen lassen.
Nachdem alle Ausflügler wieder im Bus zurück sind, geht unsere Stadtrundfahrt weiter, Wie schon erwähnt durch die Fensterscheiben unseres Busses lässt es sich sehr schlecht fotografieren. Die Alte Brücke Gamle Bybro aus dem Jahr 1861 ist kaum zu erkennen.





Als nächstes fahren wir zum Sverresborg Trøndelag Folk Museum. Das ist ein Freilichtmuseum, das schon um 1915 gegründet wurde. Hier befinden sich ca. 60 Gebäude aus dem 17-18. Jahrhundert aus dem gesamten Trøndelag-Gebiet (Landesteil von Mittelnorwegen). Meine Frau und ich haben auf Grund des Starken Regens nur den Ausstellungs-Bereich der Altstadt angeschaut. In einigen der Gebäuden gibt es Zimmer mit alten Möbeln und Geräten. Im Haus Thanengarden ist ein Zahnarzt und Fotograph zu finden oder Friseur, in einem anderen Haus ist eine Bäckerei zu finden. So auch ein Café im Stil des vergangenen Jahrhunderts.



Bild links: Danielsveita und gegenüber die Löwenapotheke ; untere rechte Bild : Nissen – Haus





Bild links: Löwenapotheke; Bild rechts: Haus Thanengarden hier befindet sich eine Zahnarzt-Praxis sowie ein Fotostudio
Es regnet immer noch, wir gehen zurück in das Hauptgebäude am Eingang, hier gibt es ein Café und Taverne, dazu einen hübschen kleinen Souvenier-Shop, und gegenüber in einem Untergeschoß ist eine Ausstellung. Welcher Art kann ich leider nicht näher bezeichnen. Wir machen ein paar Bilder davon.
Im Anschluss an das Sverresborg Trøndelag Folk Museum fahren wir einen Berg hoch, wo eine gute Aussicht auf die Stadt sein sollte. Aber es Regnet halt immer noch. Keiner unserer Busgäste verlässt den Bus. Danach fahren wir durch das Universitäts-krankenhaus St. Olavs, das fast ein eigenes Stadtviertel ist. Das St.-Olav-Krankenhaus, ist eine der größten Gesundheits-Einrichtungen Norwegens, in der 11.000 Mitarbeiter arbeiten.
Die Geschichte des Hospitals geht auf die großen Pilgerströme seit dem Tod Königs Olaf Haraldson dem Heiligen im 11. Jahrhundert zurück. Es wurde von Pilger-Heilung erzählt, und die Pilger die nicht durch Wunder Geheilt wurden, sind im damaligen St.-Olav-Krankenhaus behandelt worden.
Kurz vor 16:00 kehren wir wieder auf unser Schiff zurück, legen in der Kabine unsere Jacke ab, um Anschließend auf Deck 11 zu gehen. Im Club Bistro ist jetzt Teezeit wie es auf der Vasco Da Gama heißt. An der Kuchentheke holen wir zwei der kleinen Krapfen (Berliner wie der Norddeutsche sagt), dazu bestellen wir an der Lido Bar zwei Tassen warme Schokolade mit Sahne. Wenig später kommt das Berliner Ehepaar vorbei und setzt sich zu uns an den Tisch. Sie sind sehr nett, nur leider spricht er sehr schnell und ist schwer für mich zu verstehen. Ich habe große Probleme dabei, sehr schade. Später machen wir noch einen Spaziergang über das Promenadendeck. Auf der Seeseite des Schiffes sehen wir in etwa 2 Kilometer Entfernung die kleine Insel Munkholmen liegen. Sie ist im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel zum Baden und in der Sonne liegen.
Munkholmen („Nidarholm“) wie sie heißt, diente im 10. und 11. Jahrhundert den Wikingern als Hinrichtungsstätte und wurde später Standort eines Benediktinerklosters, das als eines der ersten in Skandinavien gilt.
Es wird erzählt, dass der Wikingerkönig Olav Tryggvason im Jahre 995 dort den Kopf von Hakon Sigurdasson dem Jarl von Lade (Earl oder Graf) auf einer Stange ausstellen ließ.
Zum Abendessen gehen wir heute Abend in`s Waterfront Mediterranean, wir bekommen sogar einen Tisch direkt am Heckfenster. Ich trinke seit ein paar Tagen in den Restaurants ein Bier meistens ein Warsteiner. Ich habe mir wohl in den vergangenen Tagen meinen Magen verdorben, und vertrage die Säure im Wein nicht mehr. Zum Essen gibt es heute Rotbarbe und Gebratenes Kalbsfilet, beides sehr lecker.




Später gehen wir noch in die Ocean Bar, hier treffen wir unsere Allgäuer Bekannten, auch Sie haben heute wie auch die meisten Tage nur einen Spaziergang durch Trondheim gemacht. Und sind ebenso wie wir immer wieder vom stetigen Regen überrascht worden.
Um 21:30 verlässt die Vasco Da Gama die Bucht von Trondheim.
Wie jeden Tag suchen wir gegen 22:30 unsere Kabine auf.
Heute Nacht durchfahren wir die Gewässer von Hustadvika, das Seegebiet ist seicht und weist zahlreiche kleine Inseln und Riffe auf. Im Jahr 2019 mussten dort das Kreuzfahrtschiff Viking Sky sowie das Frachtschiff Hagland Captain, die ihr zur Hilfe eilen wollte, jeweils aufgrund Maschinenschadens und stürmischer See, evakuiert bzw. mit Schleppern geborgen werden. Auf der Viking Sky wurden insgesamt 460 Personen per Helikopter gerettet. Auf der Hagland Captain wurden alle 9 Besatzungsmitglieder per Hubschrauber gerettet. Ich kann mich sehr gut an dieses Drama errinnern
Am Abend des 23. März konnte ein Motor der Viking Sky wieder in Gang gebracht werden. Am folgenden Mittag konnten drei von vier Motoren wieder arbeiten und das Schiff aus eigener Kraft die Fahrt nach Molde fortsetzen.
Als Ursache für den Motorenausfall wurde später bekannt, dass aufgrund des starken Seegangs die Schmierölpumpen versagt hätten und die Motoren daraufhin wegen des zu niedrigen Öldrucks automatisch abgeschaltet worden seien. Auf Grund Menschlichen Versagens wurden die Schmieröltanks lediglich zu 28–40 % gefüllt waren und nicht, wie vom Hersteller empfohlen, zu 68–75 % befüllt.
Freitag, den 17. Oktober 2025 ca.100 Seemeilen bis Kristiansund
Guten Morgen, heute sind wir erst um 7:45 aufgestanden, laut der Schiffleitung war die Ankunft der Vasco Da Gama hier in Kristiansund um 7:30, davon haben wir aber nichts mitbekommen. Wie jeden Morgen fahren wir mit dem Fahrstuhl auf Deck 11 zum Frühstücken hinauf. Das Club Bistro ist wie jeden Morgen sehr gut gefüllt, ob das auch im Waterfront Restaurant, dem zweiten Frühstücksrestaurant so ist, können wir nicht beurteilen. Nach unserem Frühstück gehen wir zuerst in unsere Kabine und ziehen unsere dicken Jacken an. Anschließend fahren wir auf Deck 12 hinauf, hier über dem Pooldeck haben wir freie Sicht nach allen Seiten. Kristiansund scheint ein schöne Stadt zu sein

Kristiansund hat etwa 25.000 Einwohner, besteht aus 4 Stadtteilen auf den drei Inseln Nordlandet, Gomalandet/Kirklandet und Innlandet, die alle über Brücken verbunden sind. Der Hafenort erhielt 1742 unter dem Namen Christianssund, benannt nach dem dänisch-norwegischen König Christian VI, das Stadtrecht als „Handelsstadt“) Zu dieser Zeit wurde mit Holz gehandelt. Der Holzhandel wurde dann im 17. Jahrhundert vom Heringshandel ersetzt. Nach dem Handel mit dem Hering kam der Handel mit Kabeljau.
Nach wie vor ist der Fischfang und dessen Verarbeitung zu Klipp-oder Stockfisch (gesalzener, getrockneter Kabeljau) ein wichtiger Wirtschaftszweig. Die Konservierung des Stockfisches erfolgt nur noch zum kleinen Teil im Freien auf den Felsen. Der Stockfisch wird auch heute noch hauptsächlich in die Länder Südeuropas exportiert.
Kurz nach 10:00 gehen wir in die Hollywood`s Showlounge um unsere Buskarten für die gebuchte Panoramafahrt entlang der Atlantikstraße abzuholen. Unsere Ausfluggruppe verlässt das Schiff, und steigt in einen der Ausflugsbusse, kurz darauf kann es losgehen. Wir fahren in Nördlicher Richtung, im Stadtteil Karihola beginnt der 5.779 Meter lange Atlanterhavstunnel zur Insel Averoy. Seine größte Tiefe liegt bei 250 Meter unter dem Meeresspiegel, Er gehört damit zum fünf-tiefsten Tunnel in Norwegen. Unser Weg geht weiter über die Insel Averoy, zu unserer Linken ist der Bremsnes Fjorden zu sehen. Nach ca. einer halben Stunde erreichen wir die Stabkirche von Kvernes, wo wir schon von einer Frau erwartet werden. Sie gehört zu einer Stiftung, wo diese Kirche Renoviert bzw. Betreut.

Die Stabkirche in Kvernes ist eine norwegische Stabkirche aus dem Jahr 1633 n. Chr auf der Insel Averoya zehn Kilometer südlich von Kristiansund. Der Name „Stabkirche“ geht auf die Bauweise der Gebäude zurück. Sie ist eine von zwei Stabkirchen, die auch außen hölzerne Säulen haben, um die Gebäudestruktur zu stützen und zu versteifen.
Die Stabkirche in Kvernes ist eine der größten Stabkirchen in Norwegen und bietet Platz für etwa 200 Personen. Neben Ihr steht eine neuere Kirche aus dem Jahr 1893 n. Chr.
Sie führt uns in die alte Stabkirche aus dem Jahr 1633 n. Chr. Von außen scheint sie in meinen Augen nicht Außergewöhnlich zu sein, bis auf die Stützbalken im Außenbereich, wo die Wände abstützen sollen. Im Innenraum ist sie Wunderschön, laut Aussage der Fremdenführerin ist sie eine Vierstabkirche und somit eine der größten Stabkirchen des Landes. Unsere örtliche Fremdenführerin erzählt uns viel, aber leider kann ich mir das alles nicht merken. Im Anschluss gehen wir noch in die neue Kirche, die größer und ca. 250 Jahre jünger ist. Auch sie schaut sehr schön aus und macht einen gepflegten Eindruck. (Sie besitzt sogar zwei Toilettenräume). Nach dem Bau der neuen Kirche wurde schon überlegt, die alte Stabkirche abzureißen. Man entschloss sich aber, sie als Museumskirche zu behalten.
Anschließend fahren wir weiter den Kvernesfjorden entlang in Richtung der Atlantikstraße 64 die von Kristiansund bis nach Molde führt.



Hier in der Nähe der kleinen Gemeinde Karvag beginnt der Faszinierendste Abschnitt der Atlantikstraße 64, die von hier zu der Kommune Vevang auf dem Festland führt. Wir fahren über die ersten 3 Brücken mit den Inseln Kuholmen, Roholmen, Litllauvoya, Storlauvoya. Auf der nächsten Insel Eldhusoya befindet sich ein großer Parkplatz, wo unser Bus anhält. Auch hier sind einige Deutsche Touristen mit ihren Wohnmobilen zu sehen. Um den Nordwestlichen Teil der kleinen Insel gibt es einen Rundweg, der einen schönen Ausblick auf die berühmte Storseisund-Bridge erlaubt. Am Rundweg befindet sich ein Informationscenter mit Shop und einem Cafe, das leider heute nicht geöffnet ist. Einige unserer Busgäste machen einen kleinen Spaziergang über den Rundweg.

Die Atlantikstraße umfasst einen 8.274 Meter langen Abschnitt zwischen Vevang in der Kommune Hustadvika und dem auf der Insel Averoy gelegenen Karvag. Durch ihren Verlauf mit acht Brücken über mehrere kleine Inseln ist die Atlantikstraße eine große Touristenattraktion geworden. Da die Atlantikstraße genau am Ausgang eines Fjords liegt, treten bei einem Tidenwechsel zwischen den einzelnen kleinen Inseln, wo die Atlantikstraße hinüber führt, gewaltige Strömungen auf.
Mit einer Länge von 260 Metern bei einer Höhe von 23 Metern ist sie die größte Brücke der in den 1980er Jahren gebauten Atlantikstraße und zugleich auch ihr Wahrzeichen. Sie verfügt über drei Bögen, der größte hat eine Spannweite von 130 Metern. Die Eröffnung der Storseisund-Brücke erfolgte im Jahr 1988.
Nach einer 20 Minütigen Pause ? steigen wir in den Bus, und genießen im Anschluss die Fahrt über diese einmalige (Storseisund-Brücke). Unsere Fahrt geht weiter über die restlichen Inseln, bis wir dann bei Vevang wieder auf`s Festland kommen. Auf dem Parkplatz eines Coop Market drehen wir wieder um, und fahren ein zweites Mal über diese Faszinierende Brücke.





Mittlerweile ist es schon 13:30, unser Ausflugsprogramm nähert sich dem Ende, und wir fahren zurück über die Insel Averoy und den 5.779 Meter langen Atlanterhavs-tunnel nach Kristiansund. Unser Schiff, die Vasco Da Gama liegt hier im Stadtteil Kirklandet an der Pier. Einige Meter vor uns liegt der Sundbaten (Hafenferry) mit Ihm kann man kostenlos zu den anderen Stadtteilen übersetzen. Wir sind der letzte Ausflugs-Bus der jetzt am Schiff ankommt. Eine halbe Stunde später legt die Vasco Da Gama mit Ihrem Auslauflied „High Above The Ocean“ ab.
Wir hatten irgendwann am Mittwoch den Polarkreis das zweite Mal überquert. Wegen dem Schlechten Wetter und der Stürmischen See konnten wir die Polartaufe beide Male nicht abhalten.
Heute Nachmittag findet nun auf Deck 11 am Pooldeck, die etwas verspätete Polartaufe statt. Die Crew hat im Vorfeld viele Tische mit Essen aufgebaut.
Es gibt Waffeln, Omelett mit Kompott, zum Trinken Kaffee, Bier, Schnaps und vieles andere.



Dieses Mal haben wir einen schönen Sitzplatz gefunden, es gibt auf der Vasco Da Gama ein paar Überdachte Poolmuscheln aus Korb. Auf einer dieser Möbel haben wir Platz gefunden. Das Berliner Ehepaar organisiert sich zwei Stühle und ein kleines Tischchen vom Alfresco-Grill und setzte sich zu uns. Zum Trinken bestelle ich zuerst zwei Coca Cola und danach ein dunkles Schneider-Weissbier. Das Berliner Paar, er bestellt sich ein Bier, und seine Gattin trinkt nur ein Glas Wasser.
Punkt 15:00 findet der Einmarsch von Neptun dem Gott des Meeres mit seinem Gefolge statt. An der Lido-Bar ist eine Tribüne aufgebaut, wo Neptun und der Kapitän eine Rede halten. Im Verlauf seiner Rede übergibt der Gott des Meeres Neptun dem Kapitän den Goldenen Schlüssel, für eine freie Fahrt ins Polarmeer.
Im Anschluss werden die Täuflinge die zum ersten Mal den Polarkreis überquert haben getauft. Sie müssen einen Fisch küssen, der ihnen vor ihr Gesicht gehalten wird. Danach müssen/dürfen Sie als Belohnung ein Glas Schnaps trinken.


Neben der Tribüne befindet sich ein kleines Podium wo eine Musik-Gruppe mit einer weiteren Asiatischen Sängerin spielt. Diese Musikgruppe kennen wir gar nicht, vielleicht spielen sie oben im The Dome & Nightclub. Wo wir niemals am Abend verkehren.

Direkt neben uns, ist ein Ausschank für die harten Getränke. Immer wieder geht ein Kellner mit seinem Tablett voller Schnapsgläser vorbei. Ich meine dass es Flaschen mit Bols waren, bin mir aber nicht mehr sicher.
Um 16:00 oder etwas später ist die Veranstaltung zu Ende, und die Crew baut die Tische mit dem Essen und Trinken wieder ab. Wir gehen im Anschluss noch ins Club-Bistro um einen Kaffee zu trinken, und ein, zwei Krapfen/Berliner zu essen.
Heute um 16:45 ist in der Hollywood`s Showlounge noch ein Vortrag von unserem Lektor Wolfgang Pröhl, der übrigens einer der beiden Eisbären war. Der Reisebegleiter bei unserer Tour durch Bergen war Manfred, heute Nachmittag ist er der Doktor bei der Polartaufe.

Wolfgang Pröhl der Liebling aller Frauen an Bord
Wolfgang Pröhl erzählt uns von Stavanger, dem einstigen Slum Skandinaviens zur reichsten Stadt von Norwegen. Wie immer gibt er Tipps für einen privaten Landgang der Gäste in einer der schönsten Städte von ganz Skandinaviens. Nach dem Vortrag von Wolfgang machen wir noch einen Rundgang um das Promenadendeck. Meistens zweimal um das ganze Schiff, etwa 1 Kilometer ist unsere Tour über das Deck lang. Man trifft hier Läufer/Geher, die durchaus Zehnmal um das ganze Schiff gehen.


Zum Abendessen gehen wir heute wieder in das Waterfront Restaurant auf Deck 7. Vom Empfangschef werden wir zu einem freien Tisch geführt. Zum Trinken entscheide mich heute für ein kleines Bier, ein Warsteiner. Meine Frau bestellt sich weiterhin ein Glas Rotwein. Es gibt einen Spanischen, Italienischen oder Deutschen Rotwein zur Auswahl. Sie bestellt einen deutschen Wein zum Trinken. Eine junge Kellnerin bringt bald darauf eine Karaffe des gewünschten Weines, und schenkt das Weinglas voll. Es sind durchaus sehr große Gläser.
Zum Essen bestellen wir für meine Frau einen Hummer mit Tagliatelle Nudeln und Spargel. Für mich gibt es heute eine Gefüllte Kalbsbrust mit Kartoffelbrei. Beides schmeckt ausgezeichnet. Zum Abschluss nehmen wir eine Schale mit Eiscreme. Sie haben ein Ausgezeichnetes Speiseeis hier an Bord.
Später gehen wir wie immer in die Ocean-Bar, die meiste Zeit finden wir noch einen Sitzplatz. Auf der kleinen Bühne singt die junge Philippinin mit ihrem Partner. Sie hat eine sehr schöne Stimme, auch ihre Lieder-Auswahl kann sich Hören lassen. Später kommt auch Bettina aus Itzehoe mit Ihrem Mann vorbei. Sie hat Ebenfalls eine gute Stimme, meiner Meinung singt sie Sopran. Etwas später bittet die kleine Philippinin Bettina auf die Bühne für ein Lied.
Wie fast jeden Abend verlassen wir gegen 22:30 die Ocean-Bar und gehen in unsere Kabine zurück.
Samstag, den 18. Oktober 2025 325 Seemeilen bis Stavanger
Hier eine kurze Auskunft zu Stavanger, die Stadt ist mit 150.000 Einwohnern die Viertgrößte Stadt und Kommune ist der Verwaltungssitz des Fylkes Rogaland und gilt als Zentrum der Erdöl- und Erdgasindustrie Norwegens. Die Geschichte der Stadt beinhaltet Perioden, wo der Fischfang mit Heringen eine große Rolle spielte.
Während des Ersten Weltkrieges gab es über 50 Konservenfabriken in Stavanger, die etwa 70 Prozent der Konserven Norwegens produzierten. Irgendwann veränderte sich das Bild, die Konservenfabriken verschwanden und die Stadt verarmte zusehends.
Erst nach den Ölfunden Ende der 1960er-Jahre entwickelte sich Stavanger zu einer modernen Großstadt. Im Jahr 1972 wurde der Gas & Ölkonzern Statoil (heute Equinor) gegründet und begann mit der staatlich gesteuerten Gewinnung. Im selben Jahr wurde die für die Erdöl- und Erdgasbranche zuständige Behörde Oljedirektoratet in Stavanger gegründet. Stavanger entwickelte sich damit zur „Ölhauptstadt“ Norwegens.
So entwickelte sich Stavanger von der Ärmsten Stadt zur Reichsten Stadt in Norwegen.
Guten Morgen, es ist 8:00 als wir aufstehen, für die Mittagszeit ist unsere Ankunft in Stavanger der letzten Stadt hier in Norwegen vorgesehen. Wir machen uns fertig zum Frühstücken im Buffett-Restaurant oben auf Deck 11. Die meisten Sitzplätze sind auch heute belegt, aber ein/zwei freie Plätze finden sich schon noch. Nach dem Frühstück gehen wir hinunter auf Deck 6 auf die Promenade, wo wir einen wunderschönen Sonnenaufgang bewundern können.


es ist 8:30, wir haben einen wunderschönen Sonnenaufgang kurz vor Stavanger
Es ist 11:30 als wir in den Hafen von Stavanger am Eingang des Byfjords einlaufen. Wir haben heute schönes Wetter, der Himmel ist blau und das Wasser ist ruhig. So hat die Schiffsleitung beschlossen, den Passagieren den Zugang zum Vorderdeck zu ermöglichen. Man kann über einen seitlichen Zugang beim Theater (Hollywood`s Showlounge) das Vorderdeck erreichen. Als wir das Vorderdeck betreten, war schon das ganze Vordeck gefüllt mit den Passagieren.

Um 12:15 ist Treffen in der Hollywood`s Showlounge, wo wir unsere Buskarten für den heutigen Ausflug bekommen. Im Anschluss gehen wir auf Deck 4 hinunter, wo sich der Ausgang befindet. Hier werden unsere Bordkarten zwecks Abwesenheit abgescannt. Unser Reiseleiter Manfred, den wir von unserem Ausflug in Bergen kennen, geht in Begleitung eines Kollegen ebenfalls in die Stadt.

Die Ausflugsbusse stehen in der Nähe des Konzerthauses, dazu überqueren wir einen großen Platz der mit mehreren Treppenstufen wohl für eine Open-Air Veranstaltung gedacht ist.
Wir haben heute eine Reiseleiterin / Stadtführerin, die aus Nürtingen bei Stuttgart stammt. Sie sind nach einem Norwegen-Urlaub vor 5 Jahren kurzfristig ein Jahr später gemeinsam mit Ihrer Familie nach Norwegen ausgewandert.
Ihr Mann ist Elektrotechniker von Beruf, während Sie in einem Büro tätig war, sie haben zwei Kinder. Ihr Mann geht einmal im Jahr zum Service auf eine der Bohrinseln, dazu musste er Kurse und Lehrgänge machen, sowie jedes Mal einen Gesundheitscheck. Sie erzählt uns in der Folge viel über Norwegen, über die Sozialen Unterschiede zwischen Deutschland und Norwegen, und vieles mehr.
Als alle Gäste eingestiegen sind, kann unser Ausflug beginnen. Wir kommen an der Domkirke vorbei, fahren weiter durch das Zentrum von Stavanger. Danach geht es auf der Stadtbrücke zu den Stadtteilen Grasholmen, Solyst und Engoy, die alle auf Inseln im Byfjord liegen. Auf Grasholmen sehen wir hübsche Ein oder Zweifamilienhäuser in einer kleinen Siedlung stehen. Über eine weitere Brücke die Engoybrua überqueren wir den Engoysundet. Hier auf der Insel Engoy, die nur einen Kilometer lang und 400 Meter breit ist, kehren wir wieder um. Während der Westen der Insel aus Gewerbebauten besteht, dient der Ostteil als Wohngebiet. Unter den Inseln befindet der Hundvag-Tunnel mit 5,5 Kilometer Länge. Er geht von Stavanger Zentrum bis zur Insel Hundvag. Im Anschluss folgt der Ryfylke-Tunnel der mit 14,4 Kilometer Länge und einer Tiefe von 292 Meter unter der Meereshöhe der derzeit der tiefste Tunnel in Norwegen ist. Von den Verbindungsbrücken die die Inseln miteinander verbinden, haben wir einen schönen Blick auf den Hafen von Stavanger mit den beiden Schiffen die gerade anliegen. Unsere Vasco Da Gama sowie die Borealis von der Fred. Olsen Cruise Lines.
die Olsen Linie ist uns bekannt durch die Black Watch, die uns auf Curacao begegnet ist/ Schwesterschiff der Albatros von Phoenix-Reisen.
Wir verlassen die Inseln und fahren in Süd-Westlicher Richtung nach Madlamark am Hafrsfjord. Hier ragen drei gewaltige Wikinger-Schwerter in den Himmel

Die Geschichte, die sich hinter den Schwertern verbirgt, ist sowohl eine dramatische Liebesgeschichte als auch eine blutige Kriegsgeschichte. Norwegen wurde im 8. Jh. von mehreren kleineren Königen regiert, und der Legende zufolge zog Harald I. Schönhaar los, um das Land zu vereinen und seine auserwählte Ehefrau, Gyda Eiriksdatter, die ihn nur heiraten wollte, wenn es ihm gelang, sich ganz Norwegen unterwürfig zu machen, zu beeindrucken. Er zog daher in den Krieg gegen die anderen kleineren Könige, und die entscheidende Schlacht fand 872 am Hafrsfjord statt. Harald I. schlug hier seine letzten großen Widersacher, und Norwegen wurde in einem einzigen großen Königreich vereint (und er konnte seine Gyda heiraten).
Harald Schönhaar wurde vermutlich um das Jahr 850 n. Chr. geboren und stammte aus einer angesehenen Häuptlingsfamilie. Sein Beiname „Schönhaar“ entstand laut Legenden aufgrund eines Schwurs, den Harald geleistet haben soll.
Der Legende nach erfüllte Harald nach seinem Sieg bei Hafrsfjord im Jahr 872 n. Chr. endlich sein Versprechen. Er ließ sich die Haare waschen, kämmen und schneiden, woraufhin man ihn „Schönhaar“ nannte.
Wir fahren weiter ins Landesinnere nach Sandnes, und weiter auf der E39 in Richtung Opstad und Algard. Von hier geht es auf der 450 am Limavatnet und dem Oltedalsfatnet (beides sind Seen) vorbei. Wir kommen an Oltedal vorüber, das auf beiden Seiten durch hohe Berge beschattet und begrenzt wird. Der Ort hat knapp über 1000 Einwohner und etwas Industrie. An einem Berghang haben die Bewohner ein riesiges Ortnamens-schild (siehe Hollywood) aufgestellt. Bei Dirdal erreichen wir wieder einen Ausläufer des Frafjords. Unser Ziel ist Byrkjedal, eine kleine Siedlung wo sich vier Täler und Straßen treffen.
Byrkjedal ist vor allem für Byrkjedalstunet bekannt, eine alte Käserei im Ort. Im Laufe vieler Jahre wurde diese zu einer Kerzengießerei, einem Souvenirladen, einem Hotel sowie einem Restaurant im alten Stil umgebaut. Entlang der alten Straße in Richtung Gloppedalen befinden sich ein paar Kopien alter Gebäude aus dem Tal. Byrkjedalstunet ist sowohl bei Einheimischen als auch Touristen beliebt. Hier kann man auf eine Tasse Kaffee mit Waffeln oder Pfannkuchen einkehren
Wir steigen aus unserem Bus, und unsere Reiseleiterin führt uns direkt neben der Bäckerei in eine mit blauen Licht beleuchtete Höhle. Wir werden schon erwartet, nach unserer Busgruppe kommt noch ein weiter Reisebus mit Gästen der Vasco Da Gama. Wir nehmen Platz an den zwei Reihen von Tischen die in der Höhle aufgestellt sind. Kaffeekannen sowie Tassen und ein Teller mit Pfannkuchen stehen schon am Tisch. Die Pfannkuchen haben eine Stärke von bis zu 2 Zentimetern und werden dann mit einem Kirschkompott belegt. Unser Tisch ist mit drei Paaren belegt, offensichtlich schmeckt allen der Pfannkuchen, manche der Gäste essen auch zwei Stück der Schmackhaften Pfannkuchen.
Es gibt hier auch einen größeren Raum für Tagungen oder Ähnliches, ebenso mehrere Toilettenkabinen in der Höhle.



Nach unserem kleinen Snack verlassen wir wieder die Höhle, und gehen ein paar Schritte eine Anhöhe hoch, wo sich ein paar Kopien uralter Gebäude aus dem Tal befinden.




Danach gehen wir am Restaurant vorbei in den Souvenirladen bzw. der Kerzengießerei. Was uns da erwartet kann man sich kaum vorstellen.
Hier nur eine kleine Auswahl an Bildern.
Unsere Reiseleiterin Anja erzählt uns, als sie einmal Besuch von Ihren Ehemaligen Nachbarn aus Nürtingen bekommen hat, machte Sie mit Ihnen einen Ausflug hierher nach Byrkjedal. Die Frauen kamen erst nach Stunden wieder aus dem Geschenkeladen Byrkedalstunnet heraus, so begeistert waren sie von dem Warenangebot.
Dann geht es auch schon weiter, wir steigen wieder in den Bus und fahren eine Anhöhe hinauf, kommen an einem kleinen See vorbei. Nach ca. 3 Kilometer erreichen wir das eiszeitliche Geröllfeld die Gloppedalsura. Es ist ein gigantisches Feld mit zum Teil riesigen Gesteinsbrocken, das vor 10.000 Jahren entstanden ist, und Europas größter Stein oder Geröllhaufen ist. Die Gloppedalsura liegt auf einer Endmoräne und trennt in einer 100 Meter breiten Geröllschicht die beiden Gewässer voneinander.
Mittlerweile ist es schon 15:45 vorbei, wir machen uns wieder auf den Heimweg zurück nach Stavanger. Bei Dirdal streifen wir den Lysefjord kurz, der bis nach Stavanger geht. Von hier fahren wir die 450 weiter über Oltedal bis nach Sandnes, das sind ca. 50 Kilometer, und noch weitere 16 Kilometer bis zum Schiff. Heute haben wir viel von Norwegen gesehen und auch gehört. Unsere Reiseleiterin Anja war wirklich spitze, sie hat uns von Land und Leute, über das Leben hier berichtet. Wie sie und Ihre Familie (4Personen) den Umzug in ein fremdes Land erlebt und geschafft haben.
Anja hat angeboten, mit uns noch einen gemeinsamen Spaziergang zur Altstadt (Gamle Stavanger) von Stavanger zu machen. Wir steigen in der Nähe vom Byparken aus dem Bus und gehen zu Fuß an der Domkirke (älteste Bischofskirche von Norwegen) vorbei, die leider geschlossen ist, zum Hafen. Die Uferpromenade (Strandkaien) entlang, gehen wir eine Treppe hinauf in die Gamle Stavanger. Auf dem Weg nach oben stolpere ich mal kurz, und verletzte ich mich etwas an der rechten Hand.
Kurz darauf erreichen wir das alte Stadtviertel mit seinen 173 weiß gestrichenen kleinen Holzhäusern. Wir gehen durch die Fußgängerzone Ovre Strandgate an den Häusern entlang, die alle bis auf einziges Haus nach dem großen Stadtbrand von 1760 erst viele Jahre später wieder aufgebaut wurden. Das weitgehend original erhaltene Haus Ovre Strandgate 60 (es wurde als einziges Haus durch den Brand nicht zerstört) steht seit 2018 unter Denkmalschutz.
Es sind wunderschöne kleine Häuser aus dem 18. Jahrhundert, sehr gepflegt. Anja hat uns gebeten, nicht direkt in die Fenster hinein zu schauen, sie sind ja alle bewohnt von einfachen Menschen. Anschließend gehen wir von der Anhöhe zum Hafen hinunter, wo unser Schiff die Vasco Da Gama auf uns wartet. Wir verabschieden uns von Anja unserer tollen Reiseleiterin und wünschen Ihr alles Gute für Ihr Leben hier in Norwegen. Wie sie erzählt bleibt sie heute Abend etwas länger in Stavanger, es ist Saisonende für die Touristik in der Stadt und die Stadtführer. Heute Abend wollen sie ihre Kollegen die aus anderssprachigen Ländern kommen, verabschieden.


Noch nie haben wir in kurzer Zeit so viele Regenbögen gesehen.

Es ist mittlerweile 17:00 vorbei, als wir wieder auf`s Schiff zurück kehren. In unserer Kabine liegen für jeden von uns zwei Urkunden auf dem Bett. Eine für die vergangene Polarüberquerung, und eine zweite Urkunde, die uns eine große Seefestigkeit bescheinigt. Als wir am Mittwoch zum zweiten Mal den Polarkreis überquerten, hatten wir auch eine etwas Stürmische See, so dass eine Polartaufe nicht stattfinden konnte.
Unsere Abfahrt aus Stavanger findet um 19:30 statt, leider ohne eine Abfahrtsmelodie. Es gibt leider Kommunen und Städte in Norwegen, wo dieses nicht gewünscht ist. Wir gehen zum Abendessen in das Club Bistro auf Deck 11. Heute essen wir einen Wok hier, ich meine der Wok auf der alten Mein Schiff 1 hat uns besser geschmeckt. Unsere heutigen Tischnachbarn kommen aus Aalen, das ist nördlich von Ulm, wir führen eine rege Unterhaltung mit den Beiden.
Heute Abend findet in der Hollywood`s Showlounge eine Crew-Show statt. Wir haben auf jedem Schiff auf dem wir bisher gefahren sind, eine Crew-Show erlebt. Nur auf der MSC Euribia kann ich mich nicht daran erinnern, obwohl erst ein dreiviertel Jahr seither vergangen ist. Diese Shows die von der Besatzung gemacht werden, sind in der Regel toll und können Qualitativ mit Professioneller Darbietung ohne weiteres konkurrieren.
Die Crew-Show war sehr schön, wir hatten einen Sitzplatz auf der Tribüne auf Deck 8. Sehr gute Interpreten waren zwei Mitarbeiter aus der Küche, und der Kellner vom Blue Room, der so gut ein Weissbier einschenken kann (Bali). Kurz zuvor hat er noch die Zuschauer auf der Tribüne auf Deck 8 bedient. Ich fragte ihn, ob er auch heute singt, er hielt sich den Finger an den Mund, und sagt er müsse noch Proben. Nach der Show, die wie erwartet schön war, gehen wir in die Ocean Bar die auf dem gleichen Deck ist, nur ein paar Meter weiter Mittschiffs. Die Ocean Bar ist wie fast jeden Abend sehr voll, wir bekommen zwar noch einen Sitzplatz, aber der zuständige Kellner kommt einfach nicht zu uns durch. Nach einer Viertelstunde gehen wir wieder, am Eingang treffen wir noch einen Reisekollegen aus dem Allgäu mit seiner Frau. Er hat immer einen flotten Spruch drauf.
Kurz darauf verlassen wir die Bar und gehen ein paar Decks tiefer in unsere Kabine zurück.
Sonntag, den 19. Oktober 2025 486 Seemeilen bis Kiel
Guten Morgen, wir sind kurz vor 8:00 aufgestanden, die See ist Ruhig wie man von unserem Kabinenfenster erkennen kann. Was man von den vergangenen 14 Tagen nicht immer sagen konnte. Wie jeden Morgen fahren wir mit dem Fahrstuhl nach oben auf Deck 11. Das Pooldeck bis zum Club Bistro ist immer ziemlich kühl, das verschiebbare Dach überm Pool hält die kalte Oktoberluft von draußen leider nicht ab.
Das Selbstbedienungs-Restaurant war wie jeden Morgen sehr gut besucht, aber zwei Sitzplätze finden sich immer. Meine Frau holt uns zwei Gläser mit Orangensaft, danach gehen wir gemeinsam zur Theke, wo es Käse, Schinken und Wurst gibt, gleich daneben befinden sich Brot, Brötchen in verschiedenen Versionen, Croissants und kleine Nussschnecken. Auch einen größeren Klecks mit Butter bekommt man vom verantwortlichen Mitarbeiter/in. Einmal habe ich bei einer Servicekraft eine Little Butter bestellt, das ging Schief, das Mädchen gab mir so wenig Butter auf den Teller, die reichte gerade für ein Brötchen. Aus diesem Grunde habe nie wieder was gesagt.
Nach dem Frühstück gehen wir zurück in unsere Kabine um uns für einen Spaziergang auf dem Promenadendeck fertig zu machen. Um 10:15 gehen wir nochmals ins Theater / Hollywood`s Showlounge, hier erzählt unser Lektor Wolfgang Pröhl heute Anekdoten, allerdings hatten wir etwas anderes erwartet. Es waren Geschichten aus den verschiedenen Wiener Theatern, von Schauspieler und Regisseuren usw. Das hat uns nicht ganz Interessiert.




Wenn man den Informationen unserer Handys glauben kann, befinden wir uns im Moment im Kattegat, genau zwischen Göteborg in Schweden und Frederikshavn in Dänemark. Wie man sehen kann, haben wir Heute ein Sonniges Wetter.
Als wir um 12:45 nochmals in`s Club Bistro gehen wollen, sehen wir unseren Kapitän Adrian Firsov (Rumänien) am Fußball-Kickertisch mit anderen Gästen spielen. Wir gehen weiter in`s Restaurant. Wir essen zu Mittag meistens einen Teller mit Suppe. Später als wir mit dem Essen fertig waren und schon gehen wollten, sehen wir Kapitän Firsov an der Eis-Theke im Restaurant stehen, und den Gästen ihr gewünschtes Eis servieren. Meine Frau kann natürlich nicht widerstehen, und holt sich ebenfalls ein Eis vom Kapitän.



Irgendwann am frühen Nachmittag sehen wir durch Zufall zwei Schiffe von AIDA die in größerer Entfernung in Richtung Norden unterwegs ist. Nach späterer Recherche konnte ich feststellen, dass es sich einmal um die AidaLuna sowie die AidaNova handelte. Sie hat gestern am Spätnachmittag unseren Liegeplatz in Kiel am Ostseekai LP 27 verlassen und ist in Richtung Oslo / Stavanger unterwegs.


Am späten Nachmittag, um 17:00 war der Auftritt des Passagier-Chores, der in den Vergangenen 14 Tagen, immer wieder geprobt hatte. Ich hatte eigentlich gedacht, wir würden Shanty-Lieder hören. Es wurde uns ein Potpourri aus Seemannslieder und Schlagern präsentiert. Dazu ein Soloauftritt von Bettina, die so eine Art Opernmelodie zum Besten gab. Der Auftritt des Chores fand im Atrium auf Deck 6 statt, und konnte auch vom Atrium auf Deck 7 und 8 gesehen und gehört werden.

Zum Abendessen gehen wir wie die meiste Zeit in das Waterfront-Restaurant auf Deck 7. Hier bekommt man eigentlich immer einen Sitzplatz, bei den anderen beiden Restaurants, dem Fusion oder dem Waterfront Mediterranean ist es meistens voll. Wir sitzen heute an einem 2er Tisch direkt am großen Heckfenster. Schade dass es schon Dunkel ist.
Zum Trinken bestellen wir ein Glas Rotwein und eine Flasche Wasser, ich nehme ein Glas Bier, da ich mit dem Rotwein hier an Bord nicht zurecht komme.
Zum Essen bestellen wir beide ein Rinderfilet, das vorzüglich geschmeckt hat.

Nach dem Essen gehen wir wie immer ein Deck höher in die Ocean Bar. Hier singt auch heute unsere nette Philippinin mit Ihrem Partner. Es ist unser letzter Abend hier an Bord, wo wir einige Male getanzt haben. Später kommt Bettina aus Schleswig Holstein mit Ihrem Ehemann vorbei, auch heute Abend darf Sie ein Lied zum Besten geben. Sie hat eine Opernstimme, das passt aber nicht immer!. Um 23:00 hört die Unterhaltungs-musik mit dem Instinct Duo also unsere hübsche und nette Sängerin auf. Da es auch unser letzter Abend hier an Bord ist, verabschieden wir uns von den Beiden. Wenig später möchte die kleine Sängerin noch ein Bild mit dem Handy von uns machen. Wie sie in Englischer Sprache erzählt, stammt Sie mit Ihrem Partner von den Philippinen. Noch 6 Wochen dauert ihr Engagement auf der Vasco Da Gama, dann kehrt Sie wohl auf die Philippinen zurück.
Die Abende in der Ocean Bar sind immer schön gewesen.
Nach Auskunft unseres Kreuzfahrtdirektors Michael Schuller sind wir gegen 23:30 durch die große Storebæltsbroen-Brücke gefahren
Montag, den 20. Oktober 2025 Ankunft in Kiel
Guten Morgen Kiel, wir sind um 7:00 hier in Kiel angekommen, unsere Koffer mussten wir schon Gestern Abend bis um Mitternacht vor die Kabinentüre stellen. Nachdem wir angelegt haben, sind unsere Koffer bestimmt schon auf dem Weg in`s Terminal-Gebäude. Als wir mit unserer Morgentoilette fertig sind, gehen wir mit unserem Handgepäck (ein Rucksack und kleiner Koffer) hinauf in unser Buffett Restaurant zum Frühstücken. Alles ist wie immer, nur heute sind noch mehr Passagiere zum Essen da. Aber wir finden noch ein Plätzchen für uns. Unsere Kabine mussten wir schon um 8:00 verlassen.
Mittlerweile ist es 8:45, die ersten Gepäckstücke im Terminal wurde vor 10 Minuten vom Zoll freigegeben, so dass jetzt die ersten Passagiere schon das Schiff verlassen haben. Bei uns dauert es etwas länger, wir sollen laut Angabe der Schiffsleitung erst nach 11:45 abgeholt werden. So wird es wohl Mitternacht werden bis wir wieder zu Hause sind. Unsere Berliner Bekannten essen an einem Stehtisch in unserer Nähe. Als sie uns gesehen haben, kommen Sie zu einem kurzen Gespräch vorbei. Sie sind mit ihrem eigenen Auto da, und haben es in einem Parkhaus in der Nähe des Terminals abgestellt. Somit sind sie Zeitunabhängig und können das Schiff jederzeit verlassen. Plötzlich kommt die Ansage vom Kreuzfahrtdirektor: Der Zoll hat jetzt auch unsere Koffer frei gegeben. Die Passagiere von Holdenried-Reisen können Ihre Koffer im Terminal abholen. Der Busfahrer wartet auf Sie.

Wir werden Heute Morgen um 7:00 am Terminal LP 27 anlegen.
Wir verabschieden uns von den beiden Berlinern, und fahren mit dem Fahrstuhl auf Deck 5, wo sich Heute der Ausgang befindet. Über eine lange Zugangsbrücke gehen wir in das Terminal, wo im Erdgeschoß alle Koffer nach Farbbändern sortiert stehen. Unsere Koffer sind schnell gefunden, zum Abschluss verabschieden wir uns noch von den Reiseleitern Romona (Indien/Sri Lanka ?) und Sven ein Hamburger. Noch liebe Grüße an Reiseleiter Manfred und unserem Lektor Wolfgang Pröhl, der uns so viel und amüsant zu erzählen wusste, sie wollen es ausrichten.
Mit unseren Koffern beladen, verlassen wir den Terminal, in der Türe begegnet uns der gleiche Busfahrer von „Komm mit“ der uns vor 14 Tagen hergebracht hat. Er erzählt uns, er sei schon Gestern Abend in Kiel angekommen, und hat hier Übernachtet. Im Gegensatz zum Letzten Mal ist er heute mit einem kleinen 20er Bus gekommen. Für 12 oder 14 Passagiere sollte das ausreichen. Das Gepäck stellte sich im Nachhinein als Problem dar. Es gab einige Passagiere, die belegten ganze Sitzreihen. Direkt vor uns saß ein Ehepaar, beide hatten ihre Sitzplätze auf beiden Fensterseiten, ihre Nebenplätze plus Fußraum und auch den Zwischengang haben sie mit Tüten und Taschen belegt.
Kurz nach 10:30 fahren wir los, ein kurzer Blick zur Stena Germanica ein Fährschiff aus Schweden. Kurz darauf verlassen wir Kiel, und fahren auf der A1 in Richtung Hamburg. Um 12:00 haben wir dann Hamburg erreicht, der Verkehr um diese Zeit war enorm, aber auch das schafften wir.



Gegen 18:30 oder später erreichen wir die Raststätte Ohrenbach oder Ähnliches, unser Fahrer muss Tanken. Überraschung für uns, ein weiteres Fahrzeug von „Komm mit“ steht hier, und nimmt ein paar Passagiere mit, die aus dem Württembergischen Raum kommen. Auch unser Fahrer hat seine Lenkzeit schon erreicht, und wird durch einen Kollegen ersetzt. Weiter geht es, unser Ziel ist Memmingen. Irgendwann vor 22:00 erreichen wir in Memmingen-Nord die ESSO-Tankstelle den Treffpunkt mit unserem Schwiegersohn, der uns hier abholen will.
Fazit: Es war unsere erste Kreuzfahrt in den Norden Europas, nach Norwegen. Ich hatte mich immer gesträubt so eine Kreuzfahrt zu machen. Ich liebe warme Gebiete wie die Karibik, Asien, Ägypten oder die Emirate.
Wir haben die Vasco Da Gama kennen und Lieben gelernt. Ein kleineres Schiff mit knapp 1000 Passagieren. Die Gesellschafträume sind wunderschön eingerichtet, zum Wohlfühlen. Unsere Kabine war entgegen unserer Erwartungen relativ geräumig und nett.
Die Shows waren Passabel, das Personal überall an Bord war sehr freundlich und zuvorkommend.
Unser Lektor Wolfgang Pröhl war spitze, er hat uns soviel über Norwegen und die Städte die wir besucht haben in seiner lustigen Art erzählt.
Unser Ausflug in Hammerfest war leider nicht ansprechend, wir fuhren mit dem Bus ein paar Kilometer einen Hügel hoch, Hier wurden wir von einem Einheimischen Sami / Lappen erwartet und in sein Zelt eingeladen. Er erzählte einiges, die Dolmetscherin übersetzte davon ein paar Worte, anschließend gehen wir in ein größeres Haus, wo es Kaffee und Tee gibt. Zum Abschluss sehen wir die Rentiere, ganze zwei Stück hat er in seinem Gatter stehen. Ich hatte mindestens 20 Stück erwartet. Dieser Ausflug war unser Teuerster Ausflug mit sehr wenig Leistung.
Die weiteren Ausflüge in Kristiansund und Stavanger*** waren gut. Dagegen unser Stadtführer in Trondheim machte sich wohl einen schönen Tag, indem er uns alleine durch die Stadt laufen lies.
Wir werden jederzeit wieder an Bord der Vasco Da Gama eine Kreuzfahrt machen, wenn uns eine schöne Reiseroute anspricht.
Unsere vielen Aufenthalte in der Ocean Bar, wir hatten beide ein Getränkepaket gebucht, zum Abschluss der Reise konnten wir aber feststellen, dass wir das Soll des Getränkepaketes nicht erreicht hatten.






































































































































































































































































