Campingurlaub auf der Seiser Alm und am Gardasee, anschließend eine weitere Woche in Tisens bei Meran !
Es ist schon wieder soweit, unseren diesjährigen Sommerurlaub verbringen wir in diesem Jahr in Italien. Eine Woche verbringen wir auf dem Camping Seiser Alm, danach fahren wir weiter nach Süden an den Gardasee. Der Campingplatz Lido bei Pacengo ist unser Ziel. Hier wollen wir eine weitere Urlaubswoche verbringen. Zum Abschluss unseres 3 Wöchigen Urlaubes fahren wir wieder nach Norden und machen Station auf einem schönen Campingplatz in Tisens. Von hier soll es dann über den Reschenpass oder den Brennerpass wieder zurück nach Deutschland gehen.

Freitag, den 20. Juni 2025
Guten Morgen, es ist kurz nach 6:00 als wir aufgestanden sind, für den heutigen Freitag ist gutes und warmes Wetter hier im Allgäu angesagt. Unser 3 wöchiger Sommerurlaub in Südtirol und sowie am Gardasee kann also beginnen. Unsere Ankunft am Campingplatz an der Seiser Alm am Fuße des wunderschönen Schlernmassivs habe ich für 15:00 – 16:00 geplant. Allerdings gibt es in diesem Jahr noch mehr Verkehrs-probleme als in den vergangenen Jahren. Auf der Brennerautobahn bzw. Luegbrücke wird gebaut und man kann nur auf zwei Fahrspuren in Richtung Süden fahren.
Aus diesem Grund möchte ich heute Morgen wesentlich früher als in den vergangenen Jahren unsere Fahrt nach Südtirol antreten. Bei unser ersten Reise nach Südtirol in 2021 kamen wir um 15:00 auf dem Campingplatz Seiser Alm an. Zwei Jahre später benötigten wir für die gleiche Strecke mit Ampelstau bei Reutte, dem normalen Stau an der Mautstelle Schönberg/Europabrücke, sowie der Mautstelle in Sterzing 2,5 Stunden mehr. Von der Mautstelle in Sterzing bis Bozen Nord konnten wir nur noch im Schritttempo Fahren.
Nach unserem kleinen Frühstück kümmere ich mich um den Caravan den ich schon gestern Nachmittag auf den Parkplatz vor unserem Haus gestellt habe. Unser Auto steht ebenfalls seit gestern Abend auf der Straße. Um zu verhindern dass irgendwelche Schüler oder Lehrer der nahegelegenen Schule oder gar Nachbarn sich neben den Caravan stellen und mir die Ausfahrt aus der Parklücke schwer machen. Als erstes drehe ich mit dem Accuschrauber die Kurbelstützen hoch. Danach montiere ich die Caravanspiegel ans Auto. Währenddessen füllt meine Frau den Kühlschrank im Wohnwagen auf. Nachdem das alles geschehen ist, kann ich das Stromkabel abnehmen und im Bugraum verstauen. Anschließend rangiere ich mit dem Mover (Elektrische Rangierhilfe) den Caravan hinter das Auto um ihn an der Anhängerkupplung anzudocken.

Es ist jetzt 8:30 geworden als wir losfahren, die Fam. Sch. steht im Nachbarhaus in ihrer Haustüre und winkt uns zum Abschied zu. Am südlichen Ortsende von Ottobeuren, wo es zum Konohof mit seinen etwa 14% Steigung hinaufgeht, steht ein Verkehrsschild das eine Sackgasse ankündigt. Vor uns fährt ein Holländer mit seinem Caravan der wahrscheinlich von unserem Ottobeurer Campingplatz kommt. Er fährt einfach weiter, auch mir ist nichts über diese Sperrung/Sackgasse bekannt, wir fahren ebenfalls weiter. Sollte dieses Verkehrsschild eine Bedeutung haben, hätten wir eine Zeitverzögerung von mindestens 45 Minuten. Aber es geht alles gut, unser Weg bis zur Autobahnauffahrt bei Bad Grönenbach bleibt auch weiterhin frei.
Wenig später fahren wir durch das kleine Dorf Wolfertschwenden, wo sich mein ehemaliger Arbeitgeber, die auf der Welt bekannten Firma Multivac befindet. Hier habe ich über 33 Jahre meines Arbeitslebens verbracht.

Die Firmengruppe Multicac ist der Weltweit größte Anbieter von Verpackungslösungen …..
Es ist mittlerweile 9:25, wir durchqueren den Grenztunnel bei Füssen, der Verkehr ist Lebhaft aber nicht unangenehm. Aber schauen wir mal, was in ein paar Kilometer weiter bei der Ortsumfahrung von Reutte los ist. Vor zwei Jahren kamen wir schon bei der Abfahrt Reutte-Nord zum stehen, die nächsten 7 Kilometer ging es dann im Stop-and-Go weiter bis zur südlichen Ausfahrt von Reutte. Aber Heute geht alles gut, kein Autostau, die beiden Dosierampeln am südlichen Ende der Umgehungsstraße sind erstaunlicher Weise ausgeschaltet.
Kurz darauf fahren wir an der Festung Ehrenberg mit ihrer über 400 Meter langen Hängebrücke der Highline 179 vorbei. Bald darauf haben wir den kleinen Ort Bichlbach erreicht, wo wir nochmals unser Auto volltanken wollen. Hier steht die in meinen Augen billigste Tankstelle im ganzen Lechtal. Kurz darauf gibt es Stau, wir fahren mit Tempo 30 weiter, vielleicht ist das die Baustelle von der meine Tochter berichtet hat. Kurz nach dem Lermooser Tunnel fahren wir für einige Minuten auf einen Parkplatz, von dem man einen Blick auf die Zugspitze haben könnte. Wir befinden uns jetzt auf der Fernpassstraße, auf unserer Fahrspur in Richtung Süden ist der Verkehr noch angenehm. Allerdings der Heimreiseverkehr nach Norden ist sehr stark. Die Pfingstferien sind in drei Tagen zu Ende, die Schüler müssen nach Hause. Nach dem Tunnel bei Nassereith will unser Navi hinauf auf das Sonnenplateau bei Obsteig und Obermieming fahren.
Vor zwanzig/dreißig Jahren sind wir mit unserem Caravan die Straße 189 über das Sonnenplateau in Richtung Obsteig und Obermieming gefahren, das hat uns damals nicht gefallen.
Ich habe das nicht gleich gemerkt, und muss nach wenigen Kilometer wieder umdrehen um auf der B189 gleichen Namens in Richtung Tarrenz und Imst weiter zu fahren. Bei Imst fahren wir jetzt auf die Autobahn A 12 in Richtung Innsbruck. Hier wird auf großen Teilen der Autobahn gerade gebaut. Kurz nach 11:15 erreichen wir die Raststätte Pettnau, wo wir schon mehrmals eine kurze Pause gemacht haben.



Hier verbringen wir etwa eine Stunde zum Teil im Caravan, um kurz eine Mittagspause zu machen. Vor einigen Jahren als wir das erste mal hier waren, sprang ein Hund an unserem Caravan vorbei, und sein Besitzer hinterher. Für uns war das Lustig
anzuschauen, aber für seinen Besitzer sicher nicht. Dieses Mal konnten wir beobachten, dass von einem größeren Viehtransporter Kälber in kleinere Auto-Anhänger geladen wurden.
Dann geht`s auch schon weiter, in wenigen Minuten haben wir die Ausfahrt Innsbruck-Kranebitten erreicht wo es laut Ansage meiner Tochter zum Camping Natterer See***** gehen soll. Dieser Campingplatz hat inzwischen ein 5 Sterne Niveau erreicht. Wir kommen an Innsbruck-West vorbei und gleich darauf haben wir die Auffahrt zum Brenner-Pass erreicht. Auf der linken Seite sehen wir die Bergiselschanze, eine ehemalige Olympiaschanze aus den Jahren 1964/76. Es ist 12:15 soeben haben wir die Europabrücke überquert, eigentlich wollte ich auf dem Rastplatz anhalten, um ein paar Bilder von der Europabrücke zu machen. Wir haben im Auto eine Temperaturanzeige von 28°. Um am Rastplatz anzuhalten, wenn ein Parkplatz frei sein sollte, um dann wieder ca. 200 Meter bis zur Brücke zurück gehen ist es einfach viel zu Heiß.
Bild Links: Bergiselschanze; die drei rechten Bilder sind im Jahr 2021 entstanden
Auf unserer Spur nach Süden ist der Verkehr relativ gering, dagegen die Rückreise nach Deutschland mitsamt den LKWs ist sehr heftig. Wir kommen an der ASFINAG Mautstelle Brenner an. Auf der Nebenspur hat sich ein junges Pärchen mit einem kleineren Van wohl falsch eingeordnet. Großzügig lassen wir die beiden vor uns in unsere Spur einfädeln. Bald darauf kommen wir an der Luegbrücke an, wo seit Anfang des Jahres 2025 gebaut wird. Die LKWs müssen auf einer vorbestimmten Fahrspur fahren. Heute am 20. Juni gibt es hier kein LKW Fahrverbot, dagegen Morgen am Samstag müssen die LKWS stehen bleiben. Es klappt alles gut und wir kommen gut voran. An der Grenze oben am Brenner wird es wieder etwas heftiger.


Mit einem Caravan geht es nicht so schnell; So schnell fährt nur Google Maps ; rechtes Bild: Luegbrücke.
Wir fahren weiter nach Süden, die Gegenfahrbahn ist mit stehenden LKWs voll gestellt. Wir kommen an der Mautstelle in Sterzing an, wo wir unser Ticket für die Italienische Autobahn ziehen. Keine 20 Kilometer geht unsere freie Fahrt. An der Franzensfeste beginnt der Stau, die linke Fahrspur mit den Autos kann immer wieder mal ein paar Meter fahren. Allerdings die LKWs auf der rechten Fahrspur stehen die folgenden beinahe 20 Kilometer vollständig. Wir brauchen für diese Fahrstrecke bis nach Klausen fast eine Stunde, positiv daran war nur, das es kein Stop-and-Go war. Wir standen in drei Zeiträumen, aber wie gesagt fast eine Stunde lang.
Die restlichen Kilometer bis nach Bozen gingen wieder flott voran. So gegen 14:45 haben wir die Autobahnabfahrt Bozen-Nord erreicht. Nachdem wir unsere Maut von knapp 8 Euro bezahlt haben, verlassen wir die Mautstelle. Wir müssen jetzt auf die SS 12 einbiegen. Es sind viele Fahrzeuge, LKWs und Busse die auf die Verkehrsreiche Straße, die vom Brenner parallel zur Autobahn nach Süden führt, wollen. Nach ein paar Minuten haben auch wir die Einfahrt geschafft. Im kleinen Ort Blumau biegen wir dann auf die Landesstrasse 24 ab, die uns jetzt hinauf zu den Ortschaften Völs, Seis und Kastelruth führt. Die nicht allzu breite Straße führt uns in engen Kehren mit einer ca. Steigung von 12-14% hinauf auf 880 Meter Meereshöhe.



Es ist 15:15 als wir endlich den Campingplatz Seiser Alm erreichen. An der schräg nach unten führenden Zufahrtstraße stellen wir unser Gespann ab, und gehen gemeinsam in die Rezeption. Ich bin das erste Mal hier in der Rezeption, vor zwei Jahren hat Erhard Mahlknecht der Besitzer des Platzes eine neue Rezeption und einen neuen Lebensmittel-Shop bauen lassen. Wir haben damals den Rohbau betrachten können.



Von der neuen Rezeption habe ich leider keine Bilder.
Das Einbuchen ging schnell voran, wir hatten im Januar schon vorgebucht, und den Wunsch geäußert in einem bestimmten Areal einen Stellplatz zu bekommen. Der junge Mann in der Rezeption gibt uns den Stellplatz mit der Nummer 215, das entspricht meinem Wunschareal. Den Stellplatz vorher anschauen gehe nicht, weil sie nach seiner Aussage schon vollkommen ausgebucht sind.
Wir fahren mit unserem Gespann drei Ebenen hinunter, bis wir unser Plateau mit der Platznummer 215 erreichen. Der Stellplatz ist gut aber die direkte Sicht auf den Schlern die wir uns gewünscht hatten, ist durch einen großen Baum verdeckt. Meine Frau ist sehr enttäuscht darüber.


Wir manövrieren den Caravan mit unserem Mover (Elektrische Rangierhilfe) auf den Stellplatz und richten ihn im Wasser (Niveau) aus. Gleich anschließend drehen wir unsere Markise herunter, und befestigen sie mit den passenden Sturmleinen. Nachdem wir auch unseren Tisch und die Stühle aus dem Auto geholt und aufgebaut haben, machen wir erstmal eine Pause. Wir setzen uns an den Tisch, freuen uns dass wir angekommen sind und trinken ein Radlerbier (im Norddeutschen heißt das Alsterwasser). Die Temperatur hier oben (unser Campingplatz liegt auf ca. 880 Meter) ist schon bei über 30°, bei der Herfahrt hatten wir auf der Autobahn laut Autoanzeige bis zu 37°. Später trinken wir noch Kaffee und essen ein Stück Kuchen von zu Hause. Wir beschließen nach unserer Kaffee-Pause noch unsere Klimaanlage aufzubauen. Es soll ja heiß genug werden in diesem Urlaub .
Man kann sich am Schlern einfach nicht satt sehen.


Auf einem Stellplatz schräg gegenüber von uns macht sich ein Camper auf den Heimweg nach Nordrhein-Westfalen. Es ist ein außergewöhnliches Fahrzeug, bei einem kurzen Gespräch mit dem Besitzer erfahre ich, er hat es selber gebaut. Das Fahrgestell sowie die Fahrerkabine sind aus einem Stück. Alles was dahinter kommt hat er angebaut. Mit Streben hat er den hinteren Anbau stabilisiert und verplankt/verkleidet. Bevor er endgültig losfährt holt er noch den Caravan seiner Schwiegermutter der auf einem anderen Stellplatz untergebracht ist. Es ist ein riesiger Wohnwagen, ein Tandem mit über 9 Meter Länge. Laut seiner Aussage beträgt die Gespannlänge die größtmögliche Länge von 18,75 Meter. Damit fährt er heute Nacht durch die Alpenländer Italien, Österreich und Deutschland.
Es ist schon lange nach 20:00 als wir noch einen netten Spaziergang über den schönen Campingplatz machen. Er ist tatsächlich fast bis auf den letzten Platz belegt. Auch die Zeltplätze auf der Wiese oberhalb des normalen Platzes sind gut gefüllt. In zwei großen Reihen stehen die Autos auf der etwas abfallenden Wiese.
Wir gehen später zum Eingangsbereich hoch, wo sich die neue Rezeption sowie der Shop 1974 (keine Ahnung warum er so heißt) befindet. Anschließend schauen wir noch die Speisekarte vom Restaurant zur Quelle an. Mal sehen vielleicht gehen wir in diesem Jahr doch einmal in diesem Restaurant zum Essen.
Kurz nach 22:00 gehen wir ins Dolomiten-Bad, wie das Waschhaus genannt wird, um uns für die Nachtruhe fertig zu machen. Es war ein langer und vielleicht auch anstrengender Tag.
Samstag, den 21. Juni 2025
Ja, Guten Morgen wir haben ausgezeichnet geschlafen, die Temperatur in unserem Wohnwagen war dank unserer Klimaanlage sehr angenehm. Es ist jetzt 7:45 als wir aufstehen. Gestern Abend haben wir noch festgestellt, dass zwei Platz-Nachbarn von uns offensichtlich heute Morgen abreisen werden, beide Stellplätze mit ihrer ungehinderten Sicht auf den Schlern würden uns sehr gefallen. Schon kurz vor 9:00 marschieren wir die Anhöhe zur Rezeption hinauf um unseren Wunsch einer Stellplatzänderung vorzutragen. Die Rezeptionsmitarbeiterin möchte das nicht entscheiden, und fragt beim Juniorchef nach. Es stellt sich heraus, dass nur einer der beiden Stellplätze frei wird. Er gibt uns den Stellplatz gleich neben uns. Wieder am Caravan angekommen baue ich gleich die Markise ab, bzw. nehme die Abspann-Schnüre ab und lasse die Markise einfach am Wohnwagen herunter hängen. Nachdem ich auch noch die Kurbelstützen mit dem Accuschrauber hochgedreht habe, fahre ich mit dem Mover (Elektrische Rangierhilfe) den Wohnwagen auf die Straße. Währenddessen hat meine Frau unser Auto umgedreht, so dass ich gleich den Caravan auf die Anhängerkupplung setzen kann. So fahre ich mit dem Gespann im Viereck auf unseren neuen Stellplatz mit der Nummer 306.

Fünf Minuten später sind wir auf dem neuen Platz angekommen, schließen das Stromkabel wieder an dem neuen Stromkasten an. Nachdem der Caravan wieder in`s Wasser gestellt ist, und die Kurbelstützen herunter gedreht sind, bauen wir noch die Sackmarkise wieder auf, und befestigen sie.
Anschließend, es ist gerade 10:00 geworden, genießen wir unser spätes Frühstück. Die Brötchen haben wir auch heute Morgen im Shop 1974, der gleich neben der Rezeption ist geholt. Am späten Vormittag machen wir einen Spaziergang über den Campingplatz. Dieses Mal benutzen wir so eine Art Trampelpfad, der hinab in die unterste Ebene des Platzes führt. Hier campen vorzugsweise kleine Van`s, VW-Bulli`s oder Familien mit kleinen Kindern. Es gibt da einen Kinderspielplatz, ich glaube sogar einen Grillplatz für Holzkohle ?. Gleich daneben auf der Wiese grasen Ziegen mit kleinen Glöckchen, die man immer wieder mal Hören kann.
Auf dem Fahrweg der wieder nach oben führt, kommt uns ein Mann mit einem E-Bike entgegen. Ein kurzer Blick, ich erkenne Erhard Mahlknecht den Besitzer dieses schönen Campingplatzes. Nach einem Gruß von uns, steigt er von seinem Fahrrad und wir führen ein kurzes Gespräch. Ich lernte Ihn zum ersten Mal im Jahr 2021 ebenfalls bei einem Gespräch kennen.
Als ich Ihn nach unserem Gespräch fragte wer er denn sei, antwortete er: Er sei der Ehemann der Besitzerin.
Im darauf folgenden Gespräch erzählt er, dass seine Familie im 1900. Jahrhundert aus dem Grödnertal zugewandert und sein Großvater hier mehrere Bauernhöfe gekauft hat. Ich fragte ihn ob aus der Besitzerfamilie ein bekannter Bergsteiger stammte, was er aber verneinte.
Als ich zu Hause einmal im Internet recherchierte konnte ich feststellen, dass mein Gesprächspartner Erhard Mahlknecht ein ehemaliger italienischer Naturbahnrodler und mehrfacher Medailliengewinner war.
Nach unserem kurzen Gespräch gehen wir weiter nach oben, und besuchen das nette Schwimmbad, das sich neben den Zeltplätzen befindet. Laut Beschreibung des Campingplatzes ist es 144 qm groß . Mit hochwertigen Quellwasser und mit Hilfe modernster Elektrolyttechnologie und natürlichem Salz wird das Wasser in ein erfrischendes Salzwasser verwandelt. Nach der Besichtigung des hübschen Pools gehen wir wieder zu unserem Stellpatz zurück.


Heute werden wir nicht mehr viel unternehmen, am frühen Abend findet im Nachbarort Seis ein Openair-Konzert der Kastelruther Spatzen statt. Zu meinem Geburtstag habe ich von meinen Töchtern Eintrittskarten für dieses Konzert bekommen. Als wir vor zwei Jahren hier waren, fand ebenfalls ein Konzert der Spatzen statt. Ich hatte das zu spät erfahren, und im Tagesverkauf damals keine Karten mehr bekommen.


Hier ein Bild aus vergangenen Jahren
Vom Schwimmbad zurück, trinken wir erstmals Kaffee und essen ein Stück Kuchen. Danach machen wir uns fertig für den Abend. Wir hatten Gestern bei der Ankunft in der Rezeption erfahren, dass wir im Rahmen des Südtirol Guest Pass mit dem Linienbus bis zum Parkplatz der Umlaufbahn von Seis fahren können. (Berggondel zur Seiser Alm).
Gegen 16:15 machen wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle hinauf an der Landes-straße 24. Es sind nur etwa 3 – 4 Kilometer bis zum Parkplatz der Umlaufbahn bzw. dem Platz wo das Konzert stattfindet. Neben dem Eingang zum Konzertgelände befindet sich ein Großes Parkhaus. Wir mussten unser Bestätigungs-Schreiben an einem Kiosk gegen richtige Konzertkarten umtauschen. Bei einem der Ordner fragen wir wo unsere Sitzplätze sind. Die Biertische sind alle nummeriert, wir haben Glück und unser Sitzplatz befindet sich ca. 15 Meter von der Bühne entfernt. Die Sicht bis dahin ist sehr gut. Wir sitzen bei heißen Fan`s der Kastelruther Spatzen, es ist ein Ehepaar aus der Nähe von Konstanz an der Schweizer Grenze. Nach Ihren Worten sind sie bei allen Konzerten der Spatzen mit dabei. Es ist schon Interessant solche Fan`s mal aus der Nähe zu erleben.
Das Vorprogramm beginnt mit der Amüsanten Moderation von Martin Wunderlich um 17:30. Er stellt mit der jungen Sängerin Elisabeth Kreuzer aus Kärnten, die schon seit über 10 Jahren im Musikgeschäft sein soll, die erste Interpretin vor. Sie bringt einige Lieder auch Ihr neuester Hit „Unsterblich verküsst“ ist dabei. Ein halbe Stunde lang unterhält Sie das Publikum.
Ab 18:00 kommen die Austrian Schlager Girls Acarina & Julia Raich
Das Gesangsduo aus Ober und Niederösterreich bringt viel Stimmung mit Ihren Liedern „Ich liebe das Leben“ und Warum hast du nicht nein gesagt“ und vielen anderen eigenen Liedern wie „Das war doch klar“ ins Publikum.
Es geht weiter mit den Jungböhmischen Pichl – Gsies aus dem Pustertal, auch diese 15 Musikanten aus einer Feuerwehrkapelle gegründet bringen viel Stimmung mit. Sehr schön war der Musikalische Betrag der 2 jungen Sängerinnen, die bekannte Schlager singen.
Zum Abschluss des Vorgrammes kommt Alexander Rier, der Sohn von Norbert Rier auf die Bühne. Ich bin etwas überrascht, über sein Gesangstalent, sein Lieder-Auswahl ist sehr groß, auch wenn ich keine Lieder davon kenne. Eines davon hat mir sehr gut gefallen „Wünsch mir eine Nacht, wo der Mond für uns beide lacht„. Zum Abschluss singen Vater und Sohn (Norbert Rier & Alexander Rier) gemeinsam ein Lied.



Wir haben sehr wenig Bilder an diesem Abend gemacht, einige Bilder habe ich aus den paar Videos heraus geschnitten, die meine Frau gemacht hat.
Nach einer Viertelstündigen Pause marschieren die Kastelruther Spatzen in Bauarbeiter-Uniform über die Zuschauerreihen ein. Man hatte sie laut Ansage der Moderation gesucht, und an einer Baustelle der Seiser Umlaufbahn gefunden, wo sie in einer Baugrube gearbeitet hätten!. Leider habe ich keine Bilder von Ihrem Einmarsch zur Bühne.
Mittlerweile hat das Wetter ziemlich umgeschlagen, es schaut nach Regen aus. Die Spatzen beginnen um etwa 20:45 mit Ihrem Konzert. Sie bringen neue und alte Lieder wie zb. „Schatten überm Rosenhof“ sowie „Atlantis der Berge“ und anderes, oder von den neuen Liedern wie „Bussi, Bussi„; „mein Südtirol„, oder „Friedensadler„.
Die Musikalischen Vorstellung der Spatzen war toll und ohne Tadel. Leider spielte das Wetter nicht mehr mit. Kurz vor 21:00 fing es an zu Regnen, auch mit kurzen Unterbrechungen. Wir hatten Regenumhänge aus Plastik mit dabei, mehrmals kamen Wolkenbrüche vom Himmel, die mein Musikvergnügen stark schmälerten. Lange Zeit konnte nicht mehr auf die Bühne schauen, weil bei gesenkten Kopf das Regenwasser von meiner Kapuze herunterlaufen konnte. Wir waren rechts und links von Fans umgeben, links war das Ehepaar aus dem Konstanz. Sie verließen uns gegen 22:30, die Frau war bis auf die Unterwäsche durchnässt, wie Sie mir sagte. Die Gruppe zur rechten Hand, sie kamen aus Freising und machten einen Kurzurlaub in Bad Ratzes, das hier gleich um die Ecke liegt. Sie bleiben bis zum Ende der Veranstaltung, offensichtlich machte der Regen Ihnen nicht soviel aus
Die Kastelruther Spatzen setzten Ihr Programm fort, in der Hoffnung dass es einmal mit dem Regnen aufhört. Die Musikalischen Darbietung war Toll, die Spatzen waren sicher Ihr Geld wert. Sie spielten bis ca.23:15 ohne große Unterbrechung. Zum Schluss der Vorstellung standen viele Fans auf den Gängen, so dass wir die Kastelruther Spatzen auf der Bühne nicht mehr sehen konnten, das war sehr schade.
Zum Abschluss des Konzerts konnten wir mit der Linie 2 vom Parkplatz der Seiser Umlaufbahn bis zur Haltstelle des Campingplatzes fahren. Kurz vor Mitternacht waren wir an unserem Caravan zurück.

Sonntag, den 22. Juni 2025
Einen schönen, guten Morgen, es ist kurz nach 8:00 als wir aufstehen. Heute muss ich nicht den Berg zur Rezeption bzw. dem Shop 1974 hinauf gehen. Die beiden Anhöhen bringen mich noch um. Der Shop, es ist Sonntag ist heute geschlossen, die Verkäuferin hat uns gestern schon darauf hingewiesen. Für solche Fälle haben wir immer noch ein paar Backsemmel und einen kleinen Backofen mit dabei.
Wir haben Heute Morgen schon blauen Himmel, die Temperatur liegt im Moment bei kühleren 18 Grad, aber die Sonne scheint schon. Nichts erinnert mehr an den gestrigen verregneten Abend. Vor uns ist der Stellplatz 305 schon gestern Nachmittag frei geworden. Nach unserem Frühstück besuche ich mit dem Morgengeschirr das Waschhaus und vertraue die Teller und Tassen einem der drei Geschirrspülautomaten an. Erhard Mahlknecht hat sie liebeswürdiger Weise zur freien Verfügung gestellt. Danach genießen wir geruhsam den Morgen, am späten Vormittag wollen wir noch einen Spaziergang zum Völser Weiher hinauf machen.


Kurz vor 11:00 brechen wir auf, wir müssen die steile Zufahrtstraße bis zur Bushaltestelle an der Landesstraße hinauf gehen. Ein paar Meter weiter geht es am Gasthof zum Schlern vorbei, hier geht jetzt ein Weg an den grünen Wiesen vorbei zum Waldrand hinauf. In steilen und engen Stufen geht es weiter in den Wald hinein. Von hier führt ein breiter und schattiger Waldweg entlang bis zum Weiher hinauf. Wir waren vor zwei Jahren das letzte Mal am Völser Weiher, ich hatte die Länge des Weges vollkommen falsch in der Erinnerung. Wir brauchten vom Campingplatz bis wir oben am Weiher angekommen waren, für die etwa 2 Kilometer und 86 Höhenmeter mindestens 45 Minuten.
Der Völser Weiher liegt auf 1036 Höhenmeter während unser Campingplatz sich auf 950 Meter befindet.





Als wir am Weiher ankommen, es ist ja kurz vor Mittag, sind wir erstaunt über die große Menge an Badegäste die schon hier sind (Der Völser Weiher ist anscheinend die einzige Badegelegenheit der Gemeinden Völs bis Kastelruth und daher sehr beliebt).
Am alten Gasthaus am Weiher vorbei gehen wir weiter zur Schwimmhütte am Westufer, wo sich ein großer Steg aus Holz befindet, und eine Liegewiese für die Badegäste gibt. Auf einer der Bänke nehmen wir Platz, und genießen die schöne Landschaft. Hinter uns ragt eines der Wahrzeichen von Südtirol, der Schlern 2.563 Meter in die Höhe. Wir haben auch etwas zum Knabbern dabei, obwohl es in der Schwimmhütte eine ausgezeichnete Speisekarte gibt. Nach etwa zwei Stunden und einem schmackhaftem Eis machen wir uns wieder auf den Weg zum Campingplatz zurück. Gegen 14:00 sind wir wieder am Platz angekommen, jetzt ging es natürlich etwas schneller als beim Aufstieg.
Unsere Nachbarn von Garmisch-Partenkirchen mit ihrem großen Kabe-Wohnwagen haben schon heute Morgen, bevor wir aufgestanden sind, den Campingplatz verlassen.
Während unserer Abwesenheit haben wir neue Nachbarn bekommen, es sind Niederländer aus der Gegend nördlich von Amsterdam. Wir begrüßen die beiden recht freundlich, in der Folge haben wir ein recht gutes Verhältnis zu Ihnen. Ebenso zu der jungen Schweizer Familie die jetzt auf unserem Stellplatz stehen, den wir gestern verlassen haben.
Die Temperatur liegt im Moment bei 30° oder mehr, so wollen wir Morgen Vormittag unseren geplanten Ausflug auf die Seiser Alm machen. Die Temperatur auf der Alm liegt bei etwa 20°, das wäre zum Wandern doch Ideal.
Etwas später trinken wir noch unseren alltäglichen Kaffee und essen dazu ein Stück Kuchen, und genießen den restlichen Nachmittag. Was es heute zum Abendessen gegeben hat, weiß ich gar nicht mehr. Auf jeden Fall machen wir am frühen Abend noch einen Spaziergang über den Platz. Als wir am Treppenabgang der von der zweiten Platz-Ebene ins Dolomiten-Waschhaus hinuntergeht, kann ich noch ein schönes Foto vom Schlern 2.563 Meter machen.

Abendsonne beleuchtet den Schlern
Wie jeden Abend gehen wir um etwa 22:00 ins Waschhaus um uns zum Bett gehen, fertig zu machen.
Montag, den 23. Juni 2025
Ein neuer Morgen bricht an, die Zeit es ist 8:00 vorbei, und ich muss wieder den steilen Weg hinauf zum Shop 1974 gehen. Heute gibt es wieder Brötchen zum Frühstück, der Bäcker hat wohl geliefert. Der Weg bringt mich noch um. Auf dem Hinweg treffe ich noch unsere Holländische Nachbarn, die auch schon unterwegs sind.
Gestern Nachmittag hatte unsere Holländische Nachbarin erzählt, dass auf der Website Bergfex von einem Schlechtwetterumbruch ab 14:00 im Bereich des Schlern`s und der Seiser Alm berichtet wird. So haben wir uns entschlossen unsere Wanderung auf der Seiser Alm um einen Tag zu verschieben.
Unser neuer Plan ist nach Kastelruth zu fahren, und nebenbei eine andere Zufahrts-strasse die von der Autobahn bei Waidbruck herauf nach Kastelruth führen soll, zu testen. Zwei Campinggäste haben unabhängig voneinander diese Strecke (Landesstrasse 24) als wesentlich besser beurteilt als die Zufahrt, die von Bozen-Nord/Blumau herauf führt. Wir fahren in Richtung Kastelruth und biegen am Kreisverkehr in Telfen ab. (Hier befindet sich der Getränkegroßhandel von Albin Gross dem Keyborder und Manager der Spatzen).
Wir fahren weiter auf der Landesstrasse 24 in Richtung Tisens. Nach dem ersten Tunnel geht es jetzt in einigen Kurven und Schleifen in einem beachtlichen Gefälle immer weiter hinab nach Waidbruck. Irgendwo auf der Strecke sehen wir den Pferdehof von Norbert Rier, wir halten kurz an, um noch ein Foto von dem Anwesen zu machen. In Waidbruck drehen wir wieder um, und fahren zurück nach Kastelruth. Unser Fazit: Die Straße ist in einem wesentlich besseren Zustand und auch breiter als die Straße die von Blumau nach Völs hinaufführt. Allerdings die Steigung kommt mir noch etwas grösser vor als die vorgenannte Straße. Mein uralter Straßenatlas sagt 17% und in Google finde ich kein Ergebnis.
In Kastelruth angekommen besuchen wir das Parkhaus von Albin Gross und stellen unser Auto ab. Nachdem wir in der Nähe des Parkhauses keine Toilette finden, gehen wir Richtung Kirche oder Pfarrei wo sich laut einem Ortsplan ein WC befinden soll.
Da wir heute etwas später hier sind, entschließen wir uns als erstes den Kastelruther Spatzenladen von Walter Mauroner dem Trompeter der Spatzen zu besuchen, wo es alle Arten von Spatzenprodukten zu kaufen gibt, von CDs und DVDs bis zu T-Shirts und sonstigen Geschenkartikeln. Die vergangenen Jahre als wir hier am Schaufenster standen, war es immer um die Mittagszeit und der Laden war geschlossen. Als wir den Laden betreten, sind schon ein paar Kunden/Fan`s anwesend. Auch den Besitzer (Walter Mauroner) und seinen Sohn, sowie dessen Frau und ein junges Mädchen sehen wir im Geschäft.
Wir gehen durch die engen Gänge auf der Suche nach Souveniers von Südtirol, sowie Motiven der Spatzen. Was die Fan`s alles tragen haben wir am gestrigen Abend beim Konzert gesehen, auch hier gab es ja einen Verkaufstand. Nachdem wir etwas für uns gefunden haben, gehen wir ins Untergeschoß, wo sich das Museum befindet.
Das Spatzenmuseum, ist rustikal wie ein alpenländischer Bauernhof aus dem 18. Jahrhundert eingerichtet. Das Untergeschoss ist in mehrere Räume – wie Hütten dargestellt und untergliedert, in denen die kaum noch überschaubaren Auszeichnungen, Fangeschenke und Ehrungen den Interessierten gezeigt werden.
Bevor wir gehen, bedanke ich mich bei Walter Mauroner noch für den schönen Musikabend, er meinte schade dass es Geregnet hätte. Früher hätten sie drei Tage ihr Festival gefeiert, und man hätte wegen dem Wetter ausweichen können.
Im Anschluss gehen wir durch die Vogelweidergasse bis zum Krausplatz. In der Gasse mit der Hausnummer 4 befindet sich die Holzschnitzerei Familie Kostner.


Wir gehen am Rathaus vorbei in die Viale Kofel und weiter hinauf zum Kalvarienberg (Kofel).
Auf dem Kalvarienberg ist der Leidensweg von Jesus Christus beeindruckend nachgestellt. Es gibt zahlreiche kleine Kapellen, die mit holzgeschnitzten, nahezu lebensgroßen Figuren bestückt sind, sie lassen das damalige Ereignis nochmals lebendig werden.
Um die ganze Bergkuppe führt ein ziemlich ebener Rundgang, der sich für einen gemütlichen Spaziergang eignet. Während des Rundgangs hat man einen schönen Blick auf einige Dörfer, die zur Marktgemeinde Kastelruth gehören. So kann man von hier auch die Dörfer Tisens und Tagusens sehen. Man kann sogar das Gelände wo das Kastelruther Spatzenfest immer im Oktober stattfindet, sehen.
Am zentralen Punkt des Kalvarienberges befinden sich noch die Teile eines Turms, der zum Kastelruther Schloss gehört haben soll. Von dem Schloss ist heute leider nichts mehr zu sehen. Im Inneren der Anlage befinden sich heute noch zwei gut erhaltene Kapellen.


Nach unserem Spaziergang um die Bergkuppe gehen wir wieder nach unten. Eigentlich hatten wir geplant wie in den vergangenen Jahren auf der Terrasse des Hotel Lamm einen „Aperol Spritz“ zu trinken. Als wir hier ankommen, sehen wir, dass die Terrasse unbelebt und das Hotel geschlossen ist. Wir gehen weiter in die Dolomitenstraße, wo wir bei der Ankunft ein kleines Straßencafe gesehen haben, leider ist gerade Mittagspause und nichts mehr los. Aber gegenüber entdecken wir ein Schild „Pizzeria“ und Panoramaterrasse. Wir gehen die Treppe hinunter, gehen durch die Pizzeria auf eine schöne Terrasse. Eigentlich wollten wir nur etwas trinken.
Meine Frau kann wieder einmal nicht widerstehen, so bestellen wir zum „Aperol Spritz“ noch eine Pizza. So verbringen wir eine weitere Stunde auf dieser netten Terrasse. An einem Nebentisch sitzen drei Gäste die wohl ebenfalls zu unserem Campingplatz gehören, wie meine Frau sagt. Nach unserem Aufenthalt in der Pizzeria/ Panoramaterrasse gehen wir wieder zurück zum Parkhaus in der „Oswald von Wolkensteinstraße„. Das Parkhaus ist eine Tiefgarage, über dem eine Bushaltestelle, drei Häuschen stehen, seit neuem ein Kneippbecken, sowie etwas weiter oben die Blech–Figuren der Kastelruther Spatzen. Wir gehen hinauf um noch ein Foto mit den Spatzen zu machen. Gleich daneben stehen drei Motorräder und auf der anderen Straßenseite steht ein Polizeiauto mit den drei Motorradfahrer. Wie wir danach von Ihnen erfahren, mussten sie Strafe bezahlen, dass sie hier parkten. Wir finden noch einen Einheimischen, der seine Mittagspause etwas kürzt um uns hier zu Fotografieren.


Um 14:00 sind wir wieder am Campingplatz zurück. Das Wetter ist immer noch schön, 2 Stunden später kommt das für Heute angekündigte Unwetter, man kann oben am Schlern beobachten, wie die Wolken vorbei ziehen und sich dann verdichten. Zuerst kommt starker Wind und danach beginnt der Regen. Auch in Deutschland soll es Regnen wie man hört
Gegen 18:00 ist alles vorbei, der Himmel ist wieder blau. Bald darauf gibt es Abend-essen, heute Abend gibt es eine Brotzeit mit Käse, Schinken, eine Dose mit Truthahnfleisch eine weitere mit Thunfisch. Nach dem Essen kommen unsere Holländische Nachbarn vorbei. Jeder erzählt, von seinen Unternehmungen. Sie waren heute doch noch auf der Seiser Alm, in Compatsch und in Saltria, wo sie auf einer Berghütte zu Mittag gegessen haben.
Als sie wieder zurück zu Ihrem Wohnwagen gegangen sind, gehe ich mit dem Geschirr zum Waschhaus, hier werde ich die Geschirrspülmaschine beschäftigen. Später machen wir einen Spaziergang über den Platz. Morgen wenn nichts dazwischen kommt und das Wetter schön bleibt, fahren wir auf die Seiser Alm.
Dienstag, den 24. Juni 2025
Einen schönen guten Morgen, geschlafen haben wir gut, die Temperatur im Caravan ist dank unserer Klimaanlage sehr gut. Wir sind heute Morgen etwas früher als sonst aufgestanden, wir wollen ja heute auf die Alm fahren.
Wie meistens gehe ich den Berg hoch in den Shop, hier kann ich gleich Trainieren für die Seiser Alm. Meine Frau hat inzwischen den Kaffee und das restliche Frühstück fertig gemacht.
Es ist 9:00 vorbei, als wir aufbrechen und mit dem Auto nach Sais zur Umlaufbahn fahren. Hier angekommen, können wir gleich in das große Parkhaus fahren, dass die Umlaufbahn Ihren Gästen kostenlos zur Verfügung stellt. Über jedem der Stellplätze leuchtet ein Ampellicht das frei oder besetzt anzeigt. Über einen Zugangsweg gehen zur Talstation hinüber. An einem der vielen Ticketschalter kaufen wir eine Fahrkarte für die Gondel. Die Fahrt nach oben zur Bergstation in Compatsch (1850 Meter) dauert in der Regel 14 -18 Minuten je nach Auslastung der Bahn. Die Temperatur an der Bergstation liegt bei 20°, das wäre ja Angenehm für unsere Wanderung hier oben.
Geplant war der Weg der zwischen der Spitzbühlhütte und der Straße die zum Panorama-Hotel hinauf führt zu gehen.
Wir verlassen die Bergstation, in einem der vielen Sportgeschäfte hier habe ich meine zwei Wanderstöcke gekauft. Von der Bergstation geht es ca. 200 Meter den Hügel hinunter, vorbei am Seiser Alm Urthaler Hotel*****und am Seiser Alm Plaza*** bevor wir die Hauptstraße erreichen. Hier geht es auf der anderen Seite zum Joch Giogo wieder hinauf, im Hintergrund sehen wir die Santnerspitze und das Schlernmassiv. Wir gehen die Via Giogo hinauf bis zu einem Weg der zum Apartmenthaus Bernard führt. Diesen Weg kennen wir von unserem letzten Ausflug hier vor zwei Jahren.
Ab jetzt gehen wir den Wanderweg mit der Nummer 10 einem Schotterweg immer Bergauf, ringsum uns grüne Wiesen, keine Kühe ?, vor uns sehen wir das Schlernmassiv mit seinen 2.450 Meter und rechts davon die Santnerspitze mit 2.414 Meter. Bis wir den Höhenweg oder Panoramaweg mit der Nummer 6 erreicht haben, benötige ich noch einige Verschnaufpausen. Der Panoramaweg liegt auf einer Höhe von etwa 2000 Meter, so dass man von hier an beiden Seiten nach unten, bzw. zum Schlern oder zum Puflatsch hinüber schauen kann. An der Kreuzung wo wir am Panoramaweg ankommen steht eine kleine Bank, auf der wir schon beim letzten Mal (2 Jahre) eine kleine Brotzeit gemacht haben. Nach einer kurzen Pause entschließen wir uns den Berg hinunter in Richtung Malga Gstatsch Schwaige zu gehen. Den Berg abzugehen habe ich kein Probleme, aber wir müssen ja wieder die 165 Höhenmeter hinauf bis auf den Panoramaweg. Und danach auf der anderen Seite wieder hinunter bis nach Compatsch.
(Ich hatte es mir zu Hause so gewünscht diesen Weg zu gehen, also Riskiere ich es einfach).
Die ersten Meter geht es über eine Wiesenfläche, danach laufen wir über Rasengittersteine, wie über einen Entenpfad nach unten. Nach einiger Zeit stoßen wir auf den Wanderweg Nr. 5 der von der Spitzbühlhütte kommend den Hügel nach unten bis zur Gstatsch Schwaige und weiter bis zur Saltner-Tschapit-Hütte geht. Von hier geht es dann wieder hinauf auf den Schlern bzw. das Schlernhaus. Als wir zum Wanderweg Nr. 5 kommen, sehen wir die ersten Kühe hier auf der Alm. Sie stehen nahe einer Ruhebank eng gedrängt auf einem kleinen Stück pure Erde. Unter Ihnen ist eine schöne grüne Wiese. Von Hier oben können wir die Gstatsch Schwaige schon gut sehen. Wir gehen weiter, und nach weiteren 20 Minuten haben wir die Hütte erreicht. Sie ist relativ gut besucht, aber wir finden noch einen Sitzplatz bei Gästen, mit denen wir zuvor auf der Sitzbank oben am Promenadenweg noch gesprochen hatten. Die Speisekarte enttäuscht mich etwas, ich hatte im Internet eine ansprechendere Speisekarte gesehen. Meine Frau hat einen Apfelstrudel bestellt der aber anscheinend gut geschmeckt hat, gegessen.
Ich bestelle einen Becher mit Eis. Mit den Österreichern an unserem Tisch haben wir uns gut unterhalten. Sie waren anscheinend schon öfters hier auf der Seiser Alm. Die Frau erzählte, dass sie schon vor vielen Jahren oben auf dem Schlern und auch im Schlernhaus gewesen waren. Nach einer guten Stunde brechen wir zum Heimweg auf. Auf der Wiese vor der Hütte stehen jetzt 5 Männer mit Ihren Alphörnern, sie werden anschließend vor den Besuchern der Gstatsch Schwaige Hütte ein paar Lieder spielen. Wir warten noch, bis sie anfangen zu spielen, die Alphornmusik hört sich toll an, nach weiteren 10 Minuten brechen wir dann endgültig auf.
Wir haben jetzt zwei Möglichkeiten wieder auf den Panoramaweg zu kommen. Einmal den gleichen Weg zurück, Wanderweg Nr. 5 sowie wie wir hergekommen sind. Oder man verlässt die Gstatsch Schwaige Hütte und wandert zunächst nach links (also über den Weg, über den man gekommen ist) einige Meter bis an der ersten Linkskurve bzw. bei der Brücke auf der rechten Seite der Wanderweg 6 abzweigt. Dieser führt über Wiesenpfade bis zur Laurinhütte. Als wir an der Brücke ankommen sehen wir gerade Wanderer die von oben kommen, der Weg den wir da sehen überzeugt mich nicht ganz.

Wir nehmen den gleichen Weg wie auf dem Hinweg, eine dreiviertel Stunde später kommen wir oben an der Wegkreuzung an. Hier müssen wir uns entscheiden, ob wir Richtung Panoramahotel oder zur Spitzbühlhütte gehen. Auf den Schilder steht 35 Minuten zum Panorama-Hotel, weitere 35 Minuten bis nach Compatsch. Zum Parkplatz der Spitzbühlhütte sind es nur 25 Minuten, was uns überzeugte.
Wir entscheiden uns für die Spitzbühlhütte, was im Nachhinein falsch war. Wie es sich herausstellt, geht die Straße in vielen und weiten Kurven steil den Berg (geschätzte 14% oder mehr) hinunter bis zur Talstation der Spitzbühlhütte. Am Parkplatz an der Talstation angekommen, sehen wir dass die Straße nach Compatsch wieder Bergauf geht und unser Weg sehr lang wäre. Wir entscheiden uns für einen Schotterweg, der gleich oberhalb des Parkplatzes beginnt. Wenig später müssen wir über einen Trampelpfad in Richtung Compatsch gehen. Irgendwann kommen wir am Wellnesshotel Seelaus vorbei, das sogar eine eigene Skiabfahrt besitzt. Weiter geht der Weg vorbei an der Jaggl Schwaige, wo es anscheinend schöne Ferienwohnungen zu mieten gibt.
Es ist kurz vor 15:32 als wir wieder in Compatsch an der Bergstation der Umlaufbahn ankommen. Wir steigen gleich in eine der Liftgondeln und fahren hinunter zur Talstation. Um 16:10 sind wir wieder am Campingplatz zurück. Als erstes trinken wir Kaffee und essen einen Kuchen, das haben wir uns heute schon verdient, nach unserer schönen aber auch anstrengenden Wanderung auf der Seiser Alm. Während wir anschließend noch ein Glas Weizenbier trinken, kommen unsere Holländischen Nachbarn vorbei. Wir erzählen uns gegenseitig von unseren Unternehmungen.
Zum Abendessen gibt es heute eine Brotzeit, das schmutzige Geschirr waschen der Geschirrautomat und ich. Gegen 22:00 machen wir uns auf den Weg ins Waschhaus, anschließend gehts ins Bett.
Mittwoch, den 25. Juni 2025
Wir haben heute einen wunderbaren Morgen, der Himmel ist blau, es ist kurz vor 8:00 als wir aufstehen. Es ist heute der letzte Tag auf dem „Campingplatz Seiser Alm„. Wie üblich mache ich mich auf die beschwerliche Wanderung zum Shop 1974 hinauf um unsere Brötchen zu holen. Die Auswahl an Frühstückssachen ist recht gut, allerdings (größere Croissants) in verschiedenen Füllungen kosten hier 2,50 Euro. Das überrascht mich schon etwas. Die Brötchen werden hier nach Gewicht berechnet, so etwas kennen wir nicht in Südtirol, das war aber schon bei unserem ersten Aufenthalt so.
Nach unserem ergiebigen Frühstück ist für heute Hausarbeit oder rund um den Caravan den Service machen, vorgesehen. Im Detail heißt das Die Toilettenkassette entleeren, den externen Spülkasten wieder auffüllen, weiterhin noch den großen Wasserbehälter auffüllen. Während die Spülmaschine mein Morgengeschirr reinigt, gehe ich weiter um mich im Waschraum zu Rasieren. Es gibt eine größere Anzahl an Einzelkabinen, etwa 25 Mietkabinen, und natürlich den Gemeinschaftswaschraum mit etlichen Waschbecken. Nachdem ich mit dem Rasieren fertig bin, gehe ich mit dem gereinigten Geschirr zurück zum Caravan. Es ist jetzt 10:00 vorbei, die Temperatur liegt schon bei über 27°. Wir wollen heute den Tag etwas ruhiger angehen, nach unserer großen Wanderung gestern. Vielleicht fahren wir noch mit dem Auto zum Völser Weiher hinauf. Nochmals die etwa 50 Minuten Wegstrecke bis zum Weiher hinaufgehen, ist uns heute zu viel.
Kurz vor 12:00 fahren wir tatsächlich mit dem Auto hinauf zum Völser Weiher, es ist sehr warm und der Himmel blau. Wir wollen nicht nur vor dem Caravan sitzen. Beim Völser Ortsteil St. Anton geht eine Straße zum 1036 Meter hoch gelegenen Weiher. In der Nähe des Weihers befindet sich ein Waldparkplatz, wo man 6 Euro Parkgebühr bezahlen muss. Von diesem Parkplatz geht auch ein Wanderweg zum dahinter gelegenen Huberweiher und weiter zur Malga Tuff Alm und noch einiges weiter zur Hofer Alpl die auf 1340 Meter Höhe liegt. Von hier ist ein Einstieg oder der Beginn eines Wanderweges der über den Prügelweg auf den Schlern bzw. zum Schlernhaus führt.
Vielleicht dreihundert Meter vom Parkplatz entfernt befindet sich der Völser Weiher, wo wir hingehen. Meine Frau möchte auf der kleinen Badewiese einen Liegeplatz finden. Wir haben Glück, trotz der vielen Besucher die sich hier tummeln, gibt es noch einen Platz im Schatten der umliegenden Bäume.
Ca. 2 Stunden verbringen wir hier oben, es sind nicht so viele Badegäste wie am Sonntag hier, aber unsere Liegewiese war auf jeden voll. Zwischendurch kaufen wir uns noch Eis in der Schwimmhütte am Weiher. Das Eis schmeckt ausgezeichnet, jedes Mal wenn wir hier oben sind, kaufen wir uns eine Waffel mit Eis. Zurück am Caravan trinken wir erstmals Kaffee mit einem Stück Kuchen. Danach beginne ich die Spanngurte an der Markise zu lösen, da kein Wind zu befürchten ist. Unsere Nachbarn aus Meißen gleich hinter uns, mit ihren großen Kabe Wohnmobil sind irgendwann im Laufe des Tages abgereist. Das haben wir gar nicht mitbekommen. Die Holländer vor uns wollen heute mit ihrem Fahrrad eine Tour von der Seiser Alm hinunter nach St. Christina, das ist ein Ort zwischen St. Ullrich und Wolkenstein Selva liegt machen. Wo denn letzten Endes ihr Auto parkt, ob es in Sais oder in St. Christina steht, habe ich nicht ganz begriffen. In Ihrem großen Adria Caravan haben sie zwei Fahrradträger transportiert. Heute Abend haben wir noch Gegrillt, auf jedem Campingplatz einmal Grillen das reicht mir, ich bin kein großer Freund davon.
Ein kurzer Blick über den Campingplatz: das Waschhaus und ein letzter Blick zum Schlern.
Es ist schon Dunkel als wir den Tisch und unsere Stühle im Auto verstauen, unsere Markise haben wir schon am frühen Abend aufgerollt.
Donnerstag, den 26. Juni 2025
Guten Morgen, es ist 7:00 als wir aufstehen, es ist unser Abreisetag von der Seiser Alm. Zum Frühstück gibt es heute Morgen unsere eigenen Backbrötchen, da der Shop 1974 um diese frühe Zeit noch gar nicht geöffnet hat. Wir essen auch im Wohnwagen, wir haben ja Gestern Abend unsere Stühle und den Tisch im Auto verstaut. Anschließend bauen wir noch unsere Klimaanlage ab, sie hat uns auch in diesem Jahr gute Dienste geleistet. Während meine Frau sich um das Frühstücksgeschirr kümmert mache ich den Caravan zur Abfahrt bereit. Die Kurbelstützen mit dem Accuschrauber hochdrehen und das Stromkabel abnehmen und Reinigen. Als letztes dann die Spiegel am Auto anbringen. Mit unserem Mover (Elektrische Rangierhilfe) bewege ich den Caravan aus dem Stellplatz und hänge ihn ans Auto.

Es ist jetzt kurz vor 9:00 als wir den schönen Campingplatz an der Seiser Alm verlassen, vielleicht kommen wir im nächsten Jahr ja wieder ?.
Mit ca. 40-50 Stundenkilometer fahren wir die recht steile und auch kurvige Passstraße nach Bozen hinunter. Nach Blumau fahren wir auf die Autobahn A22 hinauf, der Verkehr ist recht rege, es sind viele LKW`s unterwegs, so dass wir meistens auf der rechte Seite fahren. Ich meine auch eine gewisse Seitenwindanfälligkeit zu spüren. Ab Trient wurde es mit dem Verkehr wieder leichter. Bei Affi schon in der Nähe des Gardasee verlassen wir die Autobahn und fahren auf der Schnellstraße SR 450 weiter. Zwölf Kilometer später auf der Abfahrt bei Cola verlassen wir die Schnellstraße schon wieder. Es sind noch etwa 4 Kilometer, bis wir unser nächstes Ziel den Camping Lido erreicht haben.
Im letzten Jahr waren im Camping Piani Di Clodia ein paar Kilometer Nördlich von hier. Wir sind um 11:30 vor dem Campingplatz angekommen, haben länger als erwartet für die Fahrt gebraucht, aber was soll`. In der Rezeption bekommen wir 6 Stellplätze zur Auswahl. Nach der Besichtigung aller angebotener Plätze haben wir den Stellplatz 10T ausgesucht. Er ist groß, wir haben eine gute Aussicht auf den See, sind neben dem Hauptweg, unser Caravan steht im Schatten eines Baumes, und es sind nur einige Meter bis zum Waschhaus. Nachdem wir unserem Caravan mit dem Mover (Elektroantrieb) auf den Stellplatz gefahren, und ins Wasser ausgerichtet haben, setzen wir uns ein wenig in den Schatten. Wir haben zur Zeit 37° hier in Lazise. Eine Viertelstunde setzen wir uns in den Schatten, essen einen Pudding und Joghurt, danach trinken wir noch ein Radlerbier (in Norddeutschland sagt man Alsterwasser). Anschließend drehen wir die Markise herunter, und hängen gleich unseren Sunblocker an die Markise an. Wiederum etwas später bauen wir noch unsere Klimaanlage auf, sie werden wir bei diesen Temperaturen nötig brauchen. Danach besichtigen wir die beiden Waschhäuser bei uns in der Nähe. Beide sind sauber und genügen absolut unseren Ansprüchen
Etwas später schauen wir noch die sehr schöne Poolanlage an, da es sehr warm ist, kühlen wir uns in einem der vielen Pools ab. Wir stehen bis zum Hals im (Kühlen) Wasser, es war herrlich.

Wir treffen heute Abend noch unsere zweite Tochter, die mit ihrer Familie in der Relais Villa Clodia ihren Urlaub verbracht hat. Kurz nach 17:00 fahren sie in die Einfahrt vom Camping Lido, so dass wir ihnen nur noch Nachfahren müssen. Es geht wieder hinaus in Richtung Cola. Ihren Worten nach besuchen wir den Agriturismo Le Caldane, einen Bäuerlich betriebenen Hof, mit Weinfeldern, Restaurationsbetrieb, Zimmervermietung und etwas Campingbetrieb.
Die meisten der Tische sind belegt, aber wir bekommen doch noch Platz an einem der Tische. Viele der Gäste, die hier sitzen sind allen Anschein von den Campingplätzen am See. Auch unsere Tochter war die vergangenen Tage schon einmal hier beim Essen. Es sind auch einige Autonummern aus dem Allgäu zu sehen. Bei den Weinfeldern stehen ein paar große Wohnmobile, darunter ein großer Morelo aus der Hansestadt Hamburg in der einige Hunderttausend Euro-Klasse. Zwischen den Weinreben steht ein VW-Bully wo ein Ehepaar das aus dem Raum Biberach stammt sitzt. Auch sie kommen kurz darauf zum Essen auf die Terrasse und begrüßen uns als Memminger Nachbarn. Meine Tochter bestellt für uns alle zum Trinken zwei Karaffen mit Holunder und Apfelsaft, da wir erstmal auf Alkoholische Getränke verzichten wollen.
Mein Schwiegersohn bestellt sich eine Caprese mit Tomaten und Mozzarella, für Ihre Kinder bestellt sie eine Lasagne, und für sich eine Pinsa. Ein Pizzaähnliches Gebäck aus verschiedenen Mehlsorten mit Mozzarella, Rucola und halbgetrockneten Tomaten. Meine Frau nimmt Focaccia mit Parmaschinken, Ruccola, Schinken und Thunfischsoße. Zu guter Letzt bestelle ich mir einen Toast mit Käse und Schinken, der allerdings etwas klein geraten ist. Es war nur ein Dreiecktoast, wie er in Amerika oder vielleicht gegessen wird.
Hier verbringen wir etwa eineinhalb Stunden, bevor zu Ihrer Ferienwohnung in der Relais Villa Clodia, beim Campingplatz Piani Di Clodia fahren. Es sind nur ca. 4 Kilometer bis zur Villa. Nach Absprache mit der Hausverwalterin können wir als Besucher auf das Gelände fahren. Es ist eine Obergeschoßwohnung mit großer Terrasse und Whirlpool. Der Preis ist sehr exclusiv für die nicht allzu große Wohnung (380 Euro pro Tag).


Unser Schwiegersohn bringt uns etwas zum Trinken, er hat einige Dosen mit Bier und Aperol Spritz gekauft. Auch den Whirlpool muss meine Frau zusammen mit der Enkelin Leona ausprobieren. Das Gelände um die Villa ist sehr gepflegt, es gibt sogar einen kleineren Speisesaal, wo zum Buffett Frühstück angeboten wird.
Wir können später einen schönen Sonnenuntergang am See erleben.
Es ist schon 21:00 vorbei als wir uns von unserer Familie verabschieden, sie fahren Morgen Früh wieder nach Hause, während unser Urlaub hier am Gardasee erst beginnt. An unserem Stellplatz am Camping Lido angekommen, genießen wir ein letztes Getränk, Es ist schon 23:00 vorbei bevor wir ins Waschhaus gehen.
Freitag, den 27. Juni 2025
Guten Morgen, es ist schon wieder 8:00 vorbei, als wir aufgestanden sind. Wie meine Frau erzählt, hat es heute Nacht einen starken Wind gegeben, der unsere Stühle umgeworfen hat. Unser Zeltteppich war ebenfalls etwas eingerollt. Die Temperatur heute Morgen lag aber schon wieder bei 30°.
Gemeinsam gehen wir die etwa hundert Meter bis zum Supermarkt hinauf, um hier unsere Frühstücksbrötchen zu kaufen. Die Brötchen sowie die gesamte Auswahl im Supermarkt ist ganz ordentlich, zufrieden gehen wir zum Caravan zurück.
Hier fällt meiner Frau auf, dass die Temperatur im Kühlschrank viel zu warm ist. Das Problem war, wir hatten seit gestern Morgen bei der Abfahrt auf der Seiser Alm unseren Kühlschrank auf Autostrom umgestellt. Und natürlich gestern Mittag bei der Ankunft hier im Camping Lido nicht auf Platzstrom umgeschaltet. So etwas ist uns in den vergangenen mehr als 30 Jahren noch niemals passiert. Nachdem das Malheur erkannt, und wir den Kühlschrank umgeschaltet haben, hoffen wir dass kein größerer Schaden mit dem Kühlgut entstanden ist.
Endlich setzen wir uns hin, um unser Frühstück zu genießen. Durch den Baum hinter unserem Wohnwagen sind wir die ersten paar Stunden von der Sonne geschützt. Am Nachmittag kommt sie dann von der Seeseite, da wird es schwieriger, hier hilft auch die Markise kaum.
Danach setzte ich mich hin um meine Medizin-Tabletten für die jetzige Woche zu sortieren. (Ich muss eine ganze Menge davon nehmen). Im Anschluss gehe ich noch auf die Toilette im Waschhaus und zum Duschen , um mich für den Tag frisch zu machen.
Unser Ausblick vom Stellplatz zum See hinunter!
Wenig später gehen wir den Hauptweg bis zum Strand hinunter. Unser Stellplatz liegt etwa in der Hälfte des mittelgroßen Campingplatzes. Oberhalb des Strandes gibt es ein weiteres Restaurant sowie ein Waschhaus und mehrere Reihen mit verschiedenen Maxicaravans von 34 -37qm. Die Garden und Garden Superior (Maxicaravans) machen einen sehr guten Eindruck.


Wir sind unten am Strand bzw. Strandpromenade angekommen, hier gibt es nur wenige im Kies gelegene Liegeflächen. Wir haben meinen Strandhocker sowie ein großes Badetuch mitgenommen. Auf einem schmalen Kiesbereich lassen wir uns nieder. Später als die Sonne zu warm wird, ziehen wir uns in den Schattenbereich der riesigen Bäume zurück.
(Der Strand und die Uferpromenade sind Öffentlicher Bereich und kein Besitz des jeweiligen Campingbetreibers. Als Folge kann er auch keine Verbesserung und Instandhaltung des Strandbereiches veranlassen).
Nach ein bis eineinhalb Stunden später gehen wir wieder den Berg hoch bis zu unserem Stellplatz. Wir setzen uns in den Schatten eines Baumes der ebenfalls unseren Caravan schützt, der aber leider zur späteren Stunde immer spärlicher wird. Als erstes essen wir einen Becher mit Pudding bzw, Joghurt (wir essen zu Mittags niemals). Ein ganzes Stück später trinken wir Cappuccino und essen dazu Kuchen von zu Hause. Nach unserer Kaffeepause brechen wir auf und gehen ein Stück weiter hinauf zur schönen Badeanlage. Die Anlage besteht aus vier großen Schwimmbecken für Erwachsene und auch für Kinder. In einem der Becken gleich hinter dem Restaurant finden wir eine freie Badeliege mit Sonnenschirm. Da es heute sehr heiß ist, gehen wir gleich zweimal ins Wasser hinein, hier stehen wir bis zum Hals im wohl temperierten Wasser, das kommt nicht allzu oft bei mir vor. Gegen 16:00 hat sich der Himmel kurzzeitig zugezogen, nach einer halben Stunde war die Gewitterstörung ? aber wieder vorbei, und es wurde wieder heiß.


zwei der vier Kinderbecken
Beim Abendessen brannte die Abendsonne vom See unter unserer Markise herein, wir versuchten ein Badetuch über die Stützstange der Markise zu hängen allerdings mit mäßigem Erfolg. Nach dem Essen, es gibt heute Spaghetti Bolognese, gehen wir noch zum Duschen ins Waschhaus, unser Haus hat nicht die neueste Einrichtung, die anderen Häuser sind schon etwas moderner, aber ich bin mit der Ausstattung und Sauberkeit des Waschhauses sehr zufrieden.
Später am Abend gehen wir nochmals ins Zentrum hinauf, wo sich die Pools, das Restaurant und die Animateure ihr Abendprogramm machen. Heute findet ein Karaoke-Vorstellung statt, mit Teilnehmer aller Altersgruppen, die Gesangs-Darbietung war in meinen Augen etwas schwach. Übrigens es gibt im Restaurant ein sehr gutes Speiseeis, für zwei Euro gibt es auf einer Waffel eine Riesen Kugel Eis. Nach 21:00 gehen wir wieder hinunter zum Caravan um hier noch etwas zu trinken. Meine Frau trinkt noch einen Rotwein, während ich einen Spanier bevorzuge (Sangria) und bereiten uns zum ins Bett gehen vor.
Samstag, den 28. Juni 2025
Guten Morgen, wir haben Samstag es ist 8:00 vorbei, die Vögel zwitschern schon wie man hört. Die Temperatur liegt auch jetzt schon bei 30°. Auch im Caravan war es trotz unserer Klimaanlage zu heiß. Wir schalten ja das Gerät aus Rücksicht auf die Nachbarn gegen 22:00 wieder aus. Gemeinsam gehen wir in den Supermarkt der oben bei den Pools liegt, um unsere Frühstücksbrötchen zu holen. Wir haben zu Hause einen kleinen Tischventilator für den Urlaub gekauft, aber leider habe ich das USB-Ladekabel für das Gerät zu Hause vergessen. Im Supermarkt habe ich ein paar USB-Ladekabel gesehen, vielleicht haben wir Glück und finden das passende Kabel.
Wie schon gestern erwähnt, ist die Auswahl hier im Supermarkt sehr gut, bei der Bäckerei sowie im übrigen Shop. Auch ich habe Glück und finde das passende Ladekabel für den Ventilator.
Auf dem Stellplatz gegenüber steht ein Holländer, der schon gestern Nachmittag einsam und allein sein Vorzelt abgebaut und danach wieder eine Sackmarkise eingezogen hat. Seine Frau ist anscheinend oben am Pool, und lässt ihn alleine arbeiten. Heute Morgen ist er wieder alleine beim weiteren Abbau, wie Sackmarkise einrollen, sämtliche Tücher und Schnüre entfernen, den großen Kühlschrank in den Wagen heben, und vieles mehr. Seine Frau sitzt im Wagen und schwitzt ??.
Bald darauf ist er fertig mit dem Abbau seines Caravans, und sie steigen in Ihr Auto und fahren los. Wenig später wird Ihr Wohnwagen von einem Auto mit der Aufschrift http://www.parkingserena.it abgeholt.
Es ist eine Firma, nur einen Steinwurf vom Gardasee entfernt, wo man Wohnwagen und Hausboote übers Jahr abstellen kann. Nebenbei werden Reinigungen sowie Desinfektions-Arbeiten durchgeführt.
Kurz nach 11:00 gehen wir wieder zum Strand hinunter, solange wir noch den Schatten der großen Bäume genießen könne. Gleich hinter unserem Strandabschnitt geht der Strand-Promenadenweg von Lazise bis Peschiera vorbei.






Ein paar Meter von uns entfernt befindet sich das Strand-Restaurant Pirata Stube Pacengo. Weitere ca. 300 Meter weiter befindet sich der Bootshafen Porto di Pacengo mit einer kleinen Marina. Hier findet heute ein kleiner Markt statt. Bei einem der Händler sehen wir schöne Tücher /Decken wo die Sonnenseite unserer Markise abdecken könnte. Leider haben wir kein Geld dabei. Wir gehen wieder zu unserem Strandliegeplatz zurück, meine Frau erklärt sich bereit zum Stellplatz hinauf zu gehen, um etwas Geld zu holen. Es ist kurz vor Marktende als wir wieder bei einem der Händler sind, wir finden eine wunderschöne Decke mit einer strahlenden Sonne drauf.
Ein Problem hat sich leider herausgestellt, wir bekommen unseren Kühlschrank nicht richtig Kalt. Wir haben ja seit unserer Ankunft am Gardasee eine Temperatur von 35° oder mehr. Schon im vergangenen Jahr in Frankreich / St. Raphael hatten wir das gleiche Problem. Damals wie heute stellten wir den Kühlschrank auf Gas um, und die Temperatur im Gerät wurde merklich kühler. Aber es stellte sich in der Folge heraus, dass in der Gasflasche anscheinend nicht soviel Inhalt ist um alle Bereiche abzudecken.
(Bei unseren Fahrten nach Frankreich hatte ich immer eine volle Gasflasche dabei, da es unsere Gasflaschen in Frankreich nicht gibt).
Heute Abend werden wir in den Nachbarort Lazise fahren, um eine neue Gasflasche zu kaufen. Wir hatten in der Rezeption nach einem Campinggeschäft gefragt, welches solche Flaschen verkauft. Ihre Aussagen deckten sich mit meiner Erinnerung, wir waren ja schon vor 20 Jahren hier am Gardasee/Lazise in Urlaub. Damals kauften wir in diesem Geschäft öfters ein.
Es sind ja nur etwa 4-5 Kilometer bis in das kleine Städtchen, hier an der alten Stadtmauer entlang und durch zwei Kreisverkehre. Gleich danach geht es in die Corso Cangrande hinein, wo sich das kleine Campinggeschäft befindet. Gleich daneben befindet sich ein Parkplatz wo wir unser Auto abstellen. Mit unserer Gasflasche bewaffnet, betreten wir den Laden. Wir haben Glück, sie haben noch eine 5 Kg Flasche zum Tausch. Der Preis, na ja 30 Euro, daheim wäre es billiger gewesen. Anschließend fahren wir zurück, kurz vor der Altstadt gibt es einen großen Parkplatz, wo wir unser Auto abstellen können. Über die Porta Lion betreten wir das Schmucke Städtchen, zur linken Hand gehen wir am Garten des Ristorante Al Castello vorbei. Kurz vor der Piazza Vittorio Emanuele kommen wir am Innenhof des Restaurant Corte San Marco vorbei, hier haben wir vor vielen Jahren schon einmal gegessen. Wir gehen weiter nach links am alten Hafen vorbei, hier gibt es die Eisdiele La Cremeria di Lazise, wo wir vor zwei Jahren des öfters einen Becher mit Eis geholt hatten. Auch heute gelüstet uns nach einem Becher des damals Schmackhaften Eises. Damals wie heute stehen Gäste vor den beiden Eistruhen. Da die beiden Eisverkäuferinnen aus beiden Eis-Truhen die unter-schiedlichen Eissorten verkaufen, wird die Bedienung der Käufer mehr durch den Zufall bestimmt. Eine Zeitlang warte ich an einer der beiden Eistruhen, das ich bedient werde, und gehe danach verärgert weiter. Meine Frau hatte mehr Glück, allerdings war nach Ihren Worten das Eis in Menge und Qualität vor zwei Jahren besser.
Kurz nach 20:00 fahren wir zum Campingplatz zurück, kurz darauf erleben wir einen der schönen Sonnenuntergängen der nächsten Tage. Meine Frau kommt auf den Gedanken diesen Sonnenuntergang mit einem Glas „Aperol Spritz“ zu genießen. Also spazieren wir ein letztes Mal für heute zum Strand hinunter.
Nach dem beeindruckenden Sonnenuntergang gehen wir wieder zum Wohnwagen zurück, um noch eine Kleinigkeit zu trinken. Wie an anderen Abenden trinkt meine Frau gerne ein Glas Rotwein, während ich entweder ein Glas Weizenbier oder aber einen „Sangria“ trinke.
Kurz nach 22:30 machen wir uns fertig zum Schlafen gehen.
Sonntag, den 29. Juni 2025
Auch heute Morgen holen wir unsere Brötchen im Supermarkt nahe der hübschen Badeanlage, die mich wirklich positiv überrascht hatt. Nach unserem Frühstück und dem Abspülen des „Geschirrs per Hand“ machen wir uns wieder auf den Weg zum Strand hinunter. Die Liegefläche hier unten ist ja relativ klein, aber das habe ich ja schon gesagt. Wir machen einen Spaziergang in Richtung des Porto di Pacengo wo viele kleinere Boote im Hafen liegen.


Als wir wieder zu unserem Liegeplatz zurück kehren bekommen wir Besuch von einer oder zwei Entenfamilien, die direkt vor uns im Wasser schwimmen. In den folgenden Tagen machen wir auch Spaziergänge in die andere Richtung. In etwa 350 Meter befindet sich der Yachthafen Nautica Casarole Marina, und gleich danach die Campingplätze Belvedere, Fossalta und Piani di Clodia. Wo meine Tochter in der Relais Villa Clodia ihren diesjährigen Sommerurlaub verbracht hatten. Vor zwei Jahren sind wir diesen Uferweg fast bis Peschiera mit unseren Fahrräder gefahren.



Den restlichen Nachmittag verbringen wir am Caravan im Schatten der Markise. Nach unserer Kaffeepause gehen wir noch zum Pool hinauf, wo wir noch ein Liegeplatz unter einem Sonnenschirm bekommen. Gleich anschließend gehen wir ins Wasser, das ein wenig Abkühlung verspricht.
Am späten Sonntag-Nachmittag bekommen wir neue Nachbarn gegenüber in unserer Straße, sie kommen aus Dillingen. Ein hübsches Wohnmobil Knaus SUN TI Platinium fahren die beiden, dazu einen Anhänger, worin ein großer Motorroller sowie zwei E-Bikes befestigt sind.
In der Straße 12 auf der anderen Seite der Hauptstraße, versucht ein riesiger Caravan auf den ersten Stellplatz 27T in der engen Gasse zu kommen. Nach einer langer Zeit funktioniert das auch. Am nächsten Morgen das gleiche Schauspiel, jetzt möchte er wieder hinaus fahren, Beim Einschwenken auf die Hauptstraße touchiert mit seinem langen Caravan ein parkendes Auto seines Nachbarn. Das Auto ist mit einer Plane abgedeckt, so dass man die Beschädigung nicht gut erkennen kann. Sie melden den Unfall aber sofort, später kommt ein Mitarbeiter des Campingplatzes vorbei, da die Besitzer des Autos anscheinend nicht anwesend sind.
Am späten Abend gehen wir nochmals hinauf Richtung Pool und der Animation. Die Vorführung der Animateure ist schon für die Kinder unter 10 Jahren gerichtet. Was anderes gibt es leider nicht. Dafür gibt es ein gutes und nicht teures Eis zum Schlecken. Wie meistens gegen 22:30 machen wir uns Bett fertig.



Montag, den 30. Juni bis Mittwoch, den 02. Juli 2025
Ich habe hier ein paar Tage zusammen gefasst, weil wir eigentlich nichts erlebt haben, und ich meine Leser auch nicht Langweilen möchte. Unser Tagesablauf hier am Gardasee ist genauso wie in den vergangenen Tagen. Heute hat Dagmar, die Schwiegermutter meiner Tochter Geburtstag, da müssen wir unbedingt eine Whatsapp schreiben, und Ihr gratulieren. Zum Abendessen werden wir heute noch grillen, einmal in der Woche und Aufenthalt, ich bin kein Freund von Grillen.
Es ist Dienstagmorgen, heute Nacht hat es anscheinend gestürmt, davon ist meine Gattin wach geworden, und hat unsere Stühle, die der Wind umgeworfen hat, wieder zusammen gelegt. In der Regel klappen wir die Stühle zusammen und legen sie an der Caravanwand ab, stellen dann den Tisch davor. Keiner rechnet hier mit starkem Wind oder Sturm. Am Morgen ziehen wir den Vorzeltteppich wieder gerade, und was der Wind sonst noch in Unordnung gebracht hat.
Heute ist Mittwochmorgen, nach dem Frühstück und der Morgentoilette gehen wir zum Strand hinunter, verbringen hier 1 bis 1 1/2 Stunden im Schatten der großen Bäume. Machen irgendwann einen kleinen Spaziergang zum Porto di Pacengo , wo sehr viele kleine Boote im Hafen liegen. Es ist nach wie vor sehr heiss, die Temperaturen hier am Gardasee liegen schon die ganze Woche bei über 30°.
Am Nachmittag fahren wir mit dem Auto nach Peschiera zum Migros Supermarkt, um ein paar Kleinigkeiten zum Essen zu kaufen. Auf dem Weg dahin tanken wir unseren Tiguan noch einmal voll. Morgen Früh fahren wir wieder zurück nach Südtirol, aber in Richtung Meran.
Donnerstag, den 03. Juli 2025
Guten Morgen, wir sind heute kurz vor 7:00 aufgestanden. Zum Frühstück essen wir unsere eigenen Backbrötchen, so sind wir Zeitlich nicht abhängig vom Supermarkt. Unsere Markise und den Sunblocker haben wir schon Gestern Abend abgebaut. Und die Klimaanlage bauen wir nach unserem Frühstück ab, jede Stunde, wo die Anlage läuft ist ein Gewinn. Den Strom müssen wir hier nicht extra bezahlen, er ist in unserem Preis schon enthalten. Mit dem Accuschrauber drehe ich die Kurbelstützen vom Caravan hoch, zuvor habe ich noch die Toilettenkassette in der Kimik entleert. Nachdem ich den Caravan mit dem Mover (Elektrische Rangierhilfe) in Fahrrichtung an unser Auto angehängt habe, verlassen wir den Stellplatz und fahren den Berg hinauf Richtung Ausgang.
Wir müssen beide noch in der Rezeption vorstellig werden, um uns abzumelden. Hier werden die Bändchen mit der Code-Plakette abgeschnitten, mit der man den Camping-platz z.b. über die Türe zum Strand verlassen kann. Kurz nach 8:30 verlassen wir den Campingplatz.
Wie auf der Hinfahrt müssen wir durch die kleine Ortschaft Cola fahren um die Schnellstraße SR 450 zu erreichen. Zwölf Kilometer weiter geht es bei Affi auf die Autobahn A22, wo wir zuerst ein Ticket ziehen müssen. Die Fahrt nach Norden geht ohne Probleme voran, so dass wir die Autobahn in Bozen-Süd verlassen. Weiter geht es in Richtung Meran, unser Navi hat natürlich keine Ahnung und möchte uns schon an der Abfahrt Vilpian/Nals von der Schnellstrasse SS38 herunter schicken. Laut Ansage des Campingplatzes müssen wir aber die Abfahrt in Lana nutzen um den kleinen Ort Tisens zu erreichen. Am Nordöstlichen Rand des Ortes liegt der Campingplatz Luxury Camping Schlosshof, auf dem wir schon zweimal Urlaub gemacht haben.
Von der Abfahrt der Schnellstrasse SS38 fahren wir durch die Ortsteile Niederlana, Mitterlana und zum Abschluss Oberlana. In Oberlana geht dann die Gampenstrasse in teilweise engen Serpentinen mehr als 300 Meter in die Höhe, bevor wir das kleine Bergdorf Tisens erreichen. Im Ort müssen wir durch die einspurigen Straßen fahren, bis wir kurz nach 11:15 am Campingplatz Tisens angekommen sind.
Am Parkplatz vor der Einfahrt stellen wir unser Fahrzeug ab, gehen in die Rezeption die sich innerhalb des hübschen Gebäudekomplexes befindet. Wir haben im Januar einen der Panorama-Plätze gebucht, sie befinden sich im erhöhten Bereich der Anlage und bieten Ausblicke auf Tisens und die umliegende Naturlandschaft des Tisner Mittelgebirges. Das Einbuchen geht schnell voran. Die Dame in der Rezeption erklärt uns den Weg auf die obere Plattform, die durch ein eigenes Tor mit einem Code-Automaten gesichert ist. Wir fahren die Anhöhe hinauf, ich muss an einer Haltelinie warten. Meine Frau gibt einen Code ein und geht gleich weiter, eine Lichtschranke erkennt meine Gattin am Eingang und schließt darauf hin wieder das Tor. Gleich neben uns durch eine Hecke geschützt befindet sich die Werkstatt des Besitzers, der das Schließen des Tores mitbekommt. Seine Aussage ist: niemand darf während das Tor sich öffnet, im Sichtbereich des Sensor sein. Beim zweiten Mal klappt alles, und ich fahre mit viel Gas die weitere Anhöhe hinauf. In meiner Zufahrtsstraße angekommen, muss ich etwas warten, weil ein Caravan, der unten auf dem Parkplatz gestanden ist, gerade auf seinen Stellplatz gebracht werden soll. Während der Mann das Auto von der Straße fährt, bringt seine Gattin mit dem Accu-schrauber ihren Easydriver (Mover- Elektroantrieb) in Stellung. Bestimmt über eine Minute scheppert und ratscht der Schrauber bis der Easydriver endlich am Reifen anliegt.
(Ein Holländischer Campingnachbar am Camping Lido hatte den gleichen Easydriver, der Ratterte und lärmte bis er am Reifen anliegt- beim ersten Mal war ich ziemlich erschrocken als ich ihn hörte)
Ich selber besitze eine Rangierhilfe GO2 von Truma, die mit einem Hebel innerhalb von 20 Sekunden an den Reifen gelegt wird.

Gleich danach können wir weiterfahren, es sind nur wenige Meter weiter, bis zu unserem Stellplatz P11 /A11 der sich am Ende des Weges befindet. Ich fahre jetzt mit unserem Mover in Fahrtrichtung in den Platz hinein, möchte hier umdrehen, was aber nicht gelingt. Der Stellplatz ist viel zu eng, ich muss wieder auf den Weg hinausfahren, um hier umzudrehen. Zwischen den Plätzen P12 und P10 komme ich gerade noch zum Drehen, und fahre jetzt rückwärts auf unseren Stellplatz. Die Kurbelstützen herunter-drehen und das Stromkabel anschließen geht schnell. Auch die Markise herunter-drehen ist im Nu passiert, während unsere neuen Nachbarn noch Ihr Vorzelt aufbauen. Sie sind zu Viert, müssen aber noch ein Iglu für die Kinder aufbauen.
Die Familie kommt aus Hildesheim, sie sind am Beginn ihrer Ferien, und wollen im weiteren Verlauf ihres Urlaubs noch weiter an die Adria bei Cavallino (Camping Ca. Pasquali) fahren.
Gegen 16:00 gehen wir hinunter zum Pool, um uns ein wenig zu erfrischen, ich nehme meinen kleinen Strandhocker mit, sollte es hier keine freien Badeliegen mehr geben. Um der warmen Temperatur zu entgehen wechseln wir nach kurzer Zeit in`s (kühle) Wasser. Es sind einige Campinggäste hier, dazu noch ein paar Kinder vielleicht vom Dorf. Die gesamte Badanlage einschließlich der Gebäude, wo die Rezeption, Restauration, den Shop, und den gesamten Wasch und Toilettenbereich einschließlich der Mietbäder beinhalten, ist wunderschön. Laut Aussage des Besitzers sind die Wasch u. Toilettenräume, obwohl das gesamte Gebäude erst wenige Jahre alt ist, erst im Frühjahr komplett erneuert worden.
Die beiden Bilder rechts: Bild oben Wohnung der Besitzer; Bild unten zwei Ferienwohnungen im Obergeschoß
Wir verbringen etwa 1,5 – 2 Stunden auf der Liegewiese, gehen auch zweimal in`s Wasser, die Temperatur im Wasser war für mich Grenzwertig. Allerdings fühle ich auch erst bei nahezu 30° wohl. Anschließend gehen wir wieder zum Caravan hinauf, wo wir noch ein Glas Weizenbier trinken. Zum Abendessen gibt es heute Tortellini mit Pilzen. Nach dem Geschirr spülen, wo meine Frau mich begleitete, gehen wir noch eine Runde spazieren.
Unser Weg führt uns zuerst an den Apfelplantagen vorbei zum Ortseingang von Tisens, wo wir wieder umdrehen. Am Parkplatz des Ca.-Platzes gehen wir durch das große Eingangstor und schauen uns noch die Comfort-Plätze des Campingplatzes an. Wir sehen hier zwei riesige Fahrzeuge stehen, ein großer Tandem-Achs-Wohnwagen und weiter hinten ein großes Morelo-Wohnmobil. Anschließend gehen wir eine Treppe inmitten des langgestreckten Gebäudes hoch, hier auf der Dachterrasse, befindet sich Willi`s Beach. Eingebettet zwischen dem Wohnhaus der Campingbetreiber und den Ferien-wohnungen „Solterra 1+2“ befindet sich ein Sandstrand mit Komfortliegen und Sonnenschirmen der nach dem Namen des ehemaligen Seniorchef Willi benannt ist. Hier kann man mit Sandfeeling die Aussicht auf die umliegenden Berge genießen.
Die folgenden Stunden verbringen wir vor unserem Caravan, und gegen 22:00 machen wir uns zum Bett gehen fertig.
Die Temperaturen waren im Gegensatz zum Gardasee mit ca. 27° hier sehr angenehm.
Freitag, den 04. Juli 2025
Guten Morgen, es ist schon 8:15 vorbei, als wir aufstehen, dank unserer Klimaanlage haben wir herrlich geschlafen.
Während meine Frau den Kaffee macht und den Frühstückstisch deckt, gehe ich zum Shop hinunter, um ein paar Frühstücksbrötchen zu kaufen. Man bekommt hier alles mögliche, von verschiedenen Brötchensorten, Südtiroler Schinken, Wurst und Käse. Ebenso Gläser mit den verschiedenen Marmeladen sowie Getränke für den Abend. Gleich daneben sind die Tische für das angeschlossene Restaurant. Bedient werde ich von einer sehr netten Frau. Mit dem Beutel unserer Frühstücksauswahl gehe ich wieder zu unserer Terrasse nach oben. Unsere Platznachbarn aus Hildesheim sind auch schon auf, und sitzen ebenfalls schon beim Frühstücken. Nach einem Morgengruß frage ich sie was sie am heutigen Tag unternehmen wollen. Die Frau ist sehr unternehmungslustig und erzählt mir dass sie heute ca. 600 Höhenmeter bewältigen wollen.
Nach einem reichhaltigen Frühstück mit Wurst, Schinken und Käse, sowie verschiedene Marmeladen und auch Honig darf nicht fehlen, wollen wir unsere E-Bike`s aus dem Auto holen. Wir haben kleine 20″ E-Bike`s, die man auch zusammen klappen kann, und im Kofferraum verstauen kann. Als wir das Fahrrad meiner Frau aus dem Auto holen, stellen wir fest, der hintere Reifen ist platt.

Mit unserer kleinen Fahrradpumpe versuchen wir Luft in den Reifen zu pumpen, leider ohne Erfolg. Etwas später geht meine Frau in die Rezeption hinunter, um Hilfe zu bekommen. Wenig später kommt Sie mit dem Ehemann der Campingplatz-Besitzerin zurück. Er hat eine große Fahrrad-Luftpumpe in der Hand, und versucht gleich sein Glück mit dem Aufpumpen des Reifens. Leider hat er auch keinen Erfolg, der Reifen bleibt platt, zwischenzeitlich kommt auch seine Frau vorbei, laut seinen Worten versteht Sie etwas von Fahrrädern, auch ohne Ergebnis. Der freundliche Platzbetreiber trägt jetzt mein Rad in seine Werkstatt hinunter, um mit einem Kompressor Luft in den Reifen zu bringen. Auch das hat keinen Erfolg, wir müssen erkennen, dass der Schlauch offensichtlich geplatzt ist.
(Ich hatte kurz vor dem Urlaub auch diesen Reifen aufgepumpt, und wohl zu viel Druck in den Reifen gebracht. Danach kam die große Hitze am Gardasee, das war wohl das Ende für den Reifen)
Der Platzbetreiber nennt uns zwei Fahrradgeschäfte in der Umgebung, eines wäre in Lana und das zweite Geschäft ist in Nals ca. 5 Kilometer von hier ins Tal hinunter. Um 11:30 sind wir am Fahrradgeschäft in Nals angekommen, der Besitzer und sein Meister haben unser Fahrrad zur Reparatur angenommen. Heute Abend um 17:00 können wir es wieder holen, versprechen sie. Die Fahrt von der Hochebene, wo Tisens bzw. Prissian liegt, bis hinunter nach Nals im Etschtal ist sehr anspruchsvoll. Es erklärt sich hier, warum die Anfahrt zu den Campingplätzen hier oben im Tal nur über die Ausfahrt Lana erfolgen soll.
Kurz nach 12:00 sind wir wieder am Platz zurück, wir haben einen blauen Himmel und die Temperatur liegt bei etwa 28°. Bei einem Besuch in der Toilette sehe ich dass das Restaurant, das ganz in der Nähe liegt gut besucht ist. Auf der Dachterrasse in Willi`s Beach dagegen herrscht Leere. Die Platzbetreiber haben offensichtlich Privatbesuch, auf dem Parkplatz neben ihrem Haus steht ein Wohnmobil, dessen Markise immer ausgerollt ist.
Bilder unten: links Einzel-Waschraum mit Toilette; rechts Dusche mit wahlweise Regen oder Handdusche
Nach einem kurzen Mittagsnack überlegen wir, was wir heute Nachmittag machen könnten, Fahrrad fahren fällt ja leider aus. Wir beschließen mit dem Auto zu einem Parkplatz bei Naraun zu fahren. Es sind nur 2 Kilometer bis dahin, wo wir unser Auto abstellen können. Von hier führt ein Wanderweg zum 758 Meter hohen Hügel wo die St. Hippolyt Kapelle/Kirche steht. Der Tisener Ortsteil Naraun gilt als ältester Siedlungsplatz Südtirols.
Zahlreiche Funde aus der Jungsteinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit belegen, dass der Hügel von St. Hippolyt bereits vor mehreren tausend Jahren besiedelt war und als Kultstätte genutzt wurde.
Zu Beginn des Waldweges passieren wir ein großes Baumlager, das beidseitig des Weges aufgestapelt wurde. Im Verlauf des Weges kommen wir immer wieder an Bronzetafeln vorbei, die Papst Johannes Paul II gewidmet sind. Nach zirka 100 Höhenmeter erreichen wir das neueröffnete Gasthaus Hippolyt, das mit einer gemütlichen Gaststube und der sonnenverwöhnten Terrasse uns willkommen heißt. Wenige Meter weiter stehen wir vor dem langgezogene Kirchhügel, auf dem das Kirchlein thront, das im Jahr 1288 erstmals urkundlich erwähnt wurde.
Leider ist die Kapelle geschlossen, so dass wir uns zuerst der atemberaubenden Kulisse des tiefer liegenden Etschtals widmen. Einige Bänke laden zum Genießen dieser malerischen Idylle ein. Links unter uns befindet sich die Ortschaft Lana und im Hintergrund kann man bis nach Meran und weiter sehen. Unter uns zur Rechten sehen wir die riesigen Apfelbaumfelder bis hin nach Vilpian oder Terlan, das kurz vor der Landeshauptstadt Südtirols Bozen liegt.
Nachdem wir eine Weile diese herrliche Aussicht genossen haben, gehen wir die paar Meter hinunter zum Gasthaus Hippolyt, wo wir uns in die Schattige Weinlaube setzen. Zum Trinken bestellen wir bei der freundlichen Bedienung zwei Gläser Spezi und als Belohnung für den Aufstieg einen Apfelstrudel mit Eis. Überflüssig zu sagen, dass der Strudel sehr gut geschmeckt hat. Gegen 15:00 machen wir uns wieder auf den Rückweg zum Parkplatz. Auf dem halben Weg begegnet uns ein Geländegängiges Fahrzeug das wohl dem Wirt des Gasthauses Hippolyt gehört. Laut der Beschreibung des Weges ist dieser auch Kinderwagentauglich und für Mountainbike / E-Bike geeignet, was kaum vorstellbar ist, wenn man den Zustand an manchen Stellen des Weges sieht.
Am Campingplatz angekommen, trinken wir erstmals einen Cappuccino und dazu ein Stück Kuchen. Kurz vor 17:00 machen wir uns auf den Weg nach Nals hinunter um unser E-Bike abzuholen. Der Reifen/Schlauch ist gewechselt, auch die Bremsbeläge hat er ausgetauscht, meine Frau bremst ja sehr viel. Der Preis ist in Ordnung, wir klappen unser Fahrrad zusammen und stellen es wieder in den Kofferraum. Im Campingplatz angekommen steckt meine Frau den Accu in das E-Bike und macht eine Probefahrt. Mit Schrecken erkennt sie, dass der E-Antrieb nicht funktioniert. Nachdem auch ich eine Probefahrt mit dem gleichen Ergebnis gemacht habe, ruft sie in der Werkstatt an. Der Meister kann es gar nicht glauben, wir sollen eine Steckerverbindung kontrollieren, die aber in Ordnung ist. Wir machen einen weiteren Termin für Morgen Vormittag aus.
Zum Essen macht meine Frau heute Abend Tortellini mit Pilzen, dazu trinke ein Glas Weizenbier, meine Frau möchte lieber ein Radler (Alsterwasser sagt man dazu in Norddeutschland) trinken.

Es ist schon 21:00 vorbei, als wir nochmals nach unten gehen um im Restaurant bzw. auf der Terrasse einen Aperol Spritz zu trinken, den wir bei einer Bedienung bestellen. Die Chefin des Campingplatzes bringt uns die Getränke, da die Angestellten anscheinend schon Feierabend haben.
Oben am Caravan angekommen, trinke ich zum Abschluss des heutigen Tages noch ein Glas Sangria, meine Gattin trinkt lieber ein Glas Rotwein. Gegen 22:45 machen wir uns Bettfertig, es war wohl ein ereignisreicher Tag.
Samstag, den 05. Juli 2025
Wir sind heute Morgen recht früh aufgestanden, es ist kurz nach 7:00. Meine Gattin möchte bei Öffnung des Fahrradgeschäftes um 8:00 vor der Türe stehen, um nicht wieder einen halben Tag oder mehr auf Ihr Fahrrad zu warten.
Es klappt, wir kommen als erste Kundschaft dran, schon 10 Minuten später hat der Meister den Fehler gefunden. Am Lager der Pedale gibt es eine Scheibe, die in einer bestimmten Position stehen muss. Beim Ausbau des Hinterrades hat der Lehrling nicht darauf geachtet, diese Scheibe wieder in die richtige Position zu bringen. Dieses Mal haben wir den Accu mitgenommen und meine Frau kann gleich eine Probefahrt mit dem Elektro-Antrieb machen. Während wir unser E-Bike wieder zusammen klappen, fährt ein Wohnmobil mit Mindelheimer Kennzeichen aus dem Parkplatz hinter der Werkstatt. Der Werkstattbesitzer hat anscheinend noch ein paar Wohnmobilstellplätze zu vermieten.
Zufrieden fahren wir wieder den steilen Berg nach Prissian und Tisens hinauf, über uns am Berg thront eine hübsche Burg. Da wir heute Morgen wegen des E-Bikes nicht beim Brötchen holen im Shop waren, müssen wir uns jetzt selber verköstigen. Für solche Fälle haben wir Aufbackbrötchen von zu Hause mit dabei. Nachdem der Kaffee und die Brötchen fertig sind, können wir endlich unser spätes Frühstück genießen.
Danach wollen wir endlich starten mit unser ersten Fahrradtour. Vom Campingplatz führt unser Weg über die Via Sant`Antonio und dem Casatschweg hinauf zum Erlebnisweg „Vorbichl“. Nachdem der Waldweg aber steil Bergauf führt, drehen wir wieder um, am Unterer Wiesenweg fahren wir in Richtung Prissian. Hier fahren wir am verschlossenen Eingang der Fahlburg vorbei. Weiter überqueren wir die alte Steinbrücke aus dem Jahre 1308, hier wurde sie erstmals erwähnt. Ihre Durchfahrtshöhe ist auf 3 Meter beschränkt. Das ist vielleicht ein Grund, warum man nicht mit einem Wohnmobil oder Caravan die steile Passstraße von Nals nach Tisens hinauf fahren soll.


Da ich ein großer Fan von Burgen und Schlösser bin, möchte ich heute die Wehrburg am Ortsrand von Prissian anschauen. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und wird heute als Hotel Schloß Wehrburg geführt. Wir besichtigen gemeinsam die Burg, gehen durch das niedrige Tor in den Innenhof der Anlage. Wir sind sehr angetan vom gepflegten Inneren der Burg. Über einen weiteren Torbogen sieht man eine die Erasmus-Kapelle. An einer Schmalseite des Palasgebäudes befindet sich ein kleiner Schlossgarten mit Tischen und Stühlen.
In den 50er Jahren kaufte Hermann Holzner, der Besitzer des Gasthofs Mohrenwirt in Prissian die Wehrburg, der sie anschließend zu einem Schlosshotel umbaute, das seine Nachkommen bis heute betreiben.
Wohnen in einem 3*** Hotel mit mittelalterlicher Schlossromantik, in einem der beiden 18 Meter hohen Wohntürme oder im langgezogenen Palastgebäude.
Das herrliche Panorama mit einer grandiosen Aussicht auf das ganze Etschtal. Bei Sonnenschein und guter Fernsicht können Sie das gesamte Panorama von den Dolomiten bis zum Rosengarten überblicken.


Wir sind begeistert von der hübschen Burg, am Fuße des Burghügels befindet sich sogar ein kleiner Pool. Etwas abseits des Schlosses befinden sich Garagen und Unterstellflächen für die Autos der Gäste.
Eigentlich wollten wir den Schlossrundweg fahren, müssen aber leider feststellen, dass er nur per Fuß zu begehen ist. Wir fahren also zurück zum Ortseingang, um hier auf die Grissianer Straße einzubiegen. Unser Ziel wäre das Hotel Grissianer Hof, wo man nach Ansicht unserer Campingnachbarin anscheinend gut Essen könnte. Leider müssen wir kurz vor dem Waldeingang bei einem Gehöft unsere Fahrt abbrechen, da es nur Bergauf geht. Dafür sind unsere kleinen Räder nicht geeignet. Wieder in Prissian angekommen fahren wir den Sebastian-Kneipp-Weg bis zu einer kleinen Tretanlage. Sie wird gerade von zwei Bediensteten mit einem Hochdruckreiniger geputzt.
Wir kehren wieder zum Campingplatz zurück, machen hier eine Vesperpause. Am späten Nachmittag gehen wir zum Pool bzw. auf die schöne Liegewiese hinunter. Der Himmel war bisher eher grau, aber langsam verziehen sich die Wolken, und der blaue Himmel kommt zum Vorschein. Die Badeanlage füllt sich auf Grund des schöneren Wetters schnell mit den Campinggästen. Kinder aus dem Dorf sind heute nicht zu sehen, aber das hat wohl mit dem Eintrittsgeld zu tun, das sie für diese 2 Stunden bezahlen müssten.
Gegen 18:00 gehen wir wieder zum Caravan zurück. Zum Schutz gegen die warme Abendsonne haben wir unser großes Tuch mit der Sonne aufgehängt. Wir hatten bei unserer Ankunft vor ein paar Tagen auch unseren Sunblocker auf der Vorderseite aufgehängt. Machten Ihn aber bald wieder weg, um die gute Aussicht auf die gegenüberliegenden Berge nicht zu verdecken.

Heute gibt es zum Abendessen Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat. Beides schmeckt hervorragend, und ist eines meiner Leibgerichte. Später bin ich noch zum Geschirr spülen ins Waschhaus hinunter gegangen, es gibt zweierlei Bereiche hier. Einmal einen Innenraum mit einigen Spülbecken und Waschmaschinen/Trockner. Dann im Außen-bereich ein paar weitere Spülbecken, gleich in der Nähe befindet die Kimik für die Toilettenkassetten, und für Hunde ein separates Bade oder Waschbecken.
Wie üblich nach 22:00 gehen wir nochmals ins Waschhaus, und machen uns zum Bett gehen fertig. Die Tagestemperatur lag Heute bei etwa 25°
Sonntag, den 06. Juli 2025
Es ist 8:00 Morgens, als wir aufstehen, heute Nacht hat es geregnet und war teilweise auch etwas Stürmisch. Nach Aussage meiner Frau war sie in der Nacht unterwegs, um diverse Dinge wieder aufzuräumen. Ich habe davon nichts mitbekommen.
Während ich unten im Shop unsere Frühstücksbrötchen geholt habe, hat meine Frau den Tisch mit den notwendigen Dingen gedeckt. Nach unserem schmackhaften Frühstück, das aus Käse, Schwarzwälder Schinken, Salami und natürlich verschiedenen Marmeladen und Honig besteht, überlegen wir was wir Heute im Laufe des Tages unternehmen könnten. Wir schauen in jedem Urlaub auch andere Campingplätze an, und wollten sowieso den Campingplatz in Völlan besuchen/anschauen.
Gesagt, getan, um nach Völlan zu kommen müssen wir die Gampenpaßstraße in Richtung Lana hinunter fahren. Fast am Ortschild von Lana angekommen, führt jetzt eine Abzweigung wieder hinauf nach Völlan. Am Eingang des Ortes führt ein Hinweisschild uns in den Zehentweg, wo bald darauf auf der rechten Seite der Camping Völlan auftaucht. Im vergangenen Herbst wollten wir diesen Campingplatz besuchen, wegen der schlechten Wetterlage in Südtirol haben wir darauf verzichtet, und haben eine Woche an der Mosel verbracht. (Wir hatten eine wunderschöne Woche mit herrlichem Wetter hier)
Wir stellen unser Auto ab, und fragen in der Rezeption nach, ob wir ihren Camping-platz besichtigen dürfen, was uns auch erlaubt wird. Der Platz liegt meiner Ansicht nach auf einer kleinen Hügelkuppe, und ist etwas schwach besucht. Die vorhandenen Gäste kommen aus Deutschland und aus den Niederlanden. Wir gehen den ganzen Campingplatz bis nach oben, wo sich das Waschhaus befindet. Das Sanitärgebäude macht einen tadellosen Eindruck, den ich mit 4 Sternen bewerten würde. Ohne den Platz weiter zu bewerten wollen, uns gefällt er nicht. Leicht enttäuscht gehen wir wieder nach unten, und verlassen den Campingplatz.
In Völlan gibt es noch einen weiteren Campingplatz den Alpin Fitness Waldcamping, den wollen wir jetzt auch noch anschauen, wenn wir schon mal hier oben sind. Der Weg ist etwas umständlich, es geht durch ein Industriegelände des kleinen Dorfes. Dann stehen wir auf dem Parkplatz vor dem Campingplatz. Wir stellen unser Auto ab, und gehen eine leichte Anhöhe hinauf um uns in der Rezeption anzumelden.




Die oberen 4 Bilder sind vom Campingbetreiber
Wir bekommen die Erlaubnis den Platz zu besichtigen. Gleich neben der Rezeption befindet sich die Bar mit einem kleinen liebevoll eingerichteten Einkaufsgeschäft das für Campinggäste ein Serviceangebot an verschiedenen Artikeln bietet. Wir gehen weiter durch das Gebäude und kommen an einen Pool 20*8 Meter geschätzt , der sehr gepflegt ausschaut.
Wir gehen eine mit Blumen geschmückte Treppe nach oben, auf der rechten Seite auf einer Wiese befindet sich eine große Grillhütte mit Tischen und Stühlen für die Gäste. Die Stellplätze die wir sehen sind groß, die Rasenflächen grün und in bestem Zustand. Da wir leider keinen Platzplan besitzen, können wir leider das Waschhaus nicht finden und besichtigen. Aber laut Ihrer Vorstellung im Internet ist es schön.
Wir sind der Meinung, sollten wir wieder einmal nach Völlan kommen, Campieren wir mit Sicherheit auf diesem hübschen Platz.
Wir steigen in unser Auto und fahren auf der Gampenpassstraße zurück nach Tisens bzw. Prissian. Wir wollen noch die kleine Kapelle St. Jakob im Weiler Grissian besuchen. Sie wurde im Jahre 1142 durch den seliggesprochenen Bischof Hartmann von Brixen geweiht. Wir fahren mit dem Auto den gleichen Weg (Grissianer Straße) wie am Tag zuvor, als wir bei einem Gehöft wieder umgedreht haben. Es geht einige Kilometer weiter, bis wir den Schmiedelhof und etwas weiter den Grissianer Hof erreicht haben. (unsere Hildesheimer Campingnachbarn waren auf einer Ihrer Wanderungen hier bis zum Schmiedelhof gekommen). Hier erkennen wir dass die kleine Kapelle noch sehr weit entfernt ist, und wir zu Fuß weitergehen müssten. Laut einer Beschreibung müssten wir noch weitere 15-20 Minuten bis zur Kapelle gehen, dazu haben wir keine Lust mehr.

Fresken im Romanisch, Gotischen Stil in der St. Jakob Kirche
Wir fahren über die alte, und enge Steinbrücke in Prissian die aus dem Jahre 1308 stammt. Hier in Prissian sowie auch in Tisens sind die Straßen so eng, das immer nur eine Fahrtrichtung fahren kann. In unserem Campingplatz in Tisens angekommen, trinken wir zuerst Kaffee und essen ein Stück Kuchen. Am späteren Nachmittag gehen wir zum Pool hinunter, das Wetter ist sehr wechselhaft, ein Mix aus Sonne, Wolken, Sonne. Am späten Nachmittag packen wir unsere E-Bikes in den Kofferraum. Morgen Früh wollen wir den Berg hinunter nach Lana fahren, um hier in der Ebene endlich eine längere Zeit mit dem Rad unterwegs zu sein.
Heute Abend gibt es Schupfnudeln mit Ei und Apfelmus zum Essen. Anschließend geht es zum Geschirrspülen ins Waschhaus hinunter. Ich bevorzuge die Außenspülbecken, hier ist kaum was los, man hat immer ein freies Becken zur Verfügung. Kurz nach 19:00 fängt es an zu Regnen, nur kurz aber das Wetter ist halt Wechselhaft. Den weiteren Abend verbringen wir vor dem Caravan.
Montag, den 07. Juli 2025
Es ist schon 8:00 Morgens vorbei, als wir aufstehen, heute hat es die ganze Nacht geregnet. Erst um 6:00 in der Früh hat der Dauerregen aufgehört. Jetzt zwei Stunden später klart sich auf, und hinter den Wolken ist blauer Himmel zu sehen. Unsere Hildesheimer Nachbarn verlassen uns heute frühzeitig. Ihr Stellplatz am Lido von Cavallino(Camping Ca Pasquali) ist vorzeitig frei geworden. Nach dem Brötchen holen im Shop und einem gemütlichen Frühstück packen wir unser Ausflugsgepäck zusammen. Es ist 10:00 vorbei, wir fahren auf der Gampenstraße die 8 Kilometer nach Lana hinunter. Unser Auto werde ich auf dem Parkplatz beim Schwimmbad parken, hier wird es die wenigsten Problem beim Langzeitparken geben. Wir müssen durch Oberlana und Mitterlana bis zum Ortsende fahren. Wir packen unsere Räder aus dem Auto und schon kann es losgehen.
Zuerst fahren wir zum Camping Arquin, der einem Onkel oder Cousin unserer Platzbesitzerin Stefanie Arquin gehört. Er ist wie immer, wenn wir hier vorbei kommen nur leicht besucht. Als erstes schaue ich mir das Waschhaus an, das einen guten Eindruck macht. Auf einer Campingstraße sehen wir einen kleinen und Interessanten Caravan, ideal für ein bis Personen zum Übernachten. Wir verlassen den Campingplatz und fahren in Richtung Burgstall, wo wir die Etsch sowie die Schnellstraße SS38 überqueren. Gleich danach biegen wir auf den Radweg Bozen/Meran ein, wo wir ca. 5,5 Kilometer nach Süden bis zum Naturbad in Gargazon fahren. Auf dem Radweg ist heute weniger Verkehr als in den vergangenen Jahren wo wir hier waren. Die Etsch auf unserer rechten Seite hat heute relativ viel Wasser, wie ich meine.
In Gargazon verlassen wir wieder den Etsch-Radweg und fahren durch das Industriegelände von Gargazon, überqueren wiederum die Etsch und die Schnellstraße SS38 in Richtung Tisens. Nach ein paar hundert Metern biegen wir rechts ab in die Weinstraße SP158 (Provinzialstraße). Unser Weg führt uns durch die Apfelplantagen die uns rechts und links der Straße begleiten. Wir waren im Jahr 2023 das letzte mal hier, damals waren die Felder voller. Kurz vor dem Ortsschild von Niederlana biegen wir nochmals nach links ab, und fahren am Golfplatz vorbei. Ein paar Leute spielen zu dieser Zeit. Wir fahren weiter an einem kleinen Biotop vorbei bis zu einer Fischzucht bzw. dem Restaurant Krebsbach. Hier kommen wir nicht weiter, der Weg durch die Apfelfelder ist durch eine Schranke versperrt, und weiter oben ist auch ein Privatweg, den haben wir schon vor zwei Jahren versucht.
Wir fahren zurück nach Niederlana, vorbei an der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ mit seinem berühmten Schnatterpeck-Altar und dem etwas oberhalb gelegenen „Südtiroler Obstbaumuseum“.


Der sogenannte Schnatterpeck-Altar stammt aus der Werkstatt Hans Schnatterpecks und wurde in der Zeit von 1503 bis 1511 gebaut. Der prachtvolle Flügelaltar gilt als eines der schönsten Werke der Südtiroler Spätgotik Bei diesem aus Kastanienholz geschnitzten Altar mit einer Höhe 14,10 Metern und einer Breite von 7,00 Metern handelt es sich um den größten Altar im Alpenraum
Wir fahren mit unseren E-Bikes weiter in Richtung Oberlana, auf den St. Margarethen Weg mit der gleichnamigen Kapelle verzichten wir. Beim kurzen Anstieg zur Kapelle geht unseren Rädern immer der Dampf aus. Stattdessen fahren wir den Kirchweg und die Kapuzinerstraße weiter.
Wir stehen jetzt vor dem auffälligen Haus von Ernst Müller des bekannten Südtiroler Malers, das wir in 2023 zufällig entdeckt hatten.


Ernst Müller wurde 1951 in Schlanders/Südtirol geboren. Zusammen mit seinen 10 Geschwistern wurde er im Sommer zum Arbeiten auf andere Höfe geschickt. Seine Werke können zwischen abstrakter und darstellender Kunst angesiedelt werden. Ein Großteil seiner Bilder sind Landschaftsbilder.
oben vier seiner Bilder
Weiter fahren wir die Erzherzog-Eugen-Straße bis zur Heilig Kreuzkirche wo wir auf einer der vorhandenen Bänke eine kleine Trinkpause machen. Im Anschluss wollen wir ein kleines Cafe besuchen, wo wir vor 2 Jahren einen Eiskaffee/Eiskakao getrunken haben. Beim Kulturhaus biegen wir in den Lorenzerweg ein, um dann wenig später in die Franz-Höfler-Str. einzubiegen. Am Ende der Straße auf der rechten Seite finden wir unser gesuchtes Cafe die „Bar Plankensteiner„. Ein kleiner Garten mit einem dichtem Baumbestand mit alten Tischen und Stühlen. Die Gäste sind meist Rentner die an einem der Tische Karten spielen. Wir bestellen wie vor 2 Jahren einen Eiskakao der von der Besitzerin nach einigen Minuten gebracht wird.


Das rechte Bild ist aus dem Jahr 2023
Nach ca. 1 Stunde fahren wir weiter, ich möchte noch den Aichweg hinunter bis an die Max-Vallier-Straße fahren. Hier befindet der Zulauf eines Waals ? (Bewässerunskanal) in die Falschauer der im Jahr 2021 einen beeindruckenden Wasserzulauf hatte. Heute sieht man kaum etwas davon. Zirka einen Kilometer weiter unten an der Schnellstrasse SS38 befindet sich ein Biotop das von der Falschauer gespeist wird, bevor sie in die Etsch mündet.


Bild links: Falschauer im Jahr 2021; Bild rechts: Falschauer im Jahr 2025
Nachdem die Falschauer so wenig Wasser führt, verzichten wir darauf das Biotop anzuschauen. Wir biegen gleich am St. Agathaweg in Richtung Lana ein. Unser jetziges Ziel ist der Campingplatz Schlosshof wo wir in den Jahren 2021 und 2023 zu Gast waren. In Mitterlana kreuzen wir die Bozner Straße, wo es weiter bis zum Feldgatterweg, wo wir jetzt einbiegen geht.
Der Campingplatz „Schlosshof “ ist heute nicht so voll wie wir es in den vergangenen Jahren erlebt hatten. Der hübsche kleine Pool ist gut besucht. ich nütze die Gelegenheit und besuche im Waschhaus „Grande Amor“ die Toilette. Hier muss ich immer Lachen, im Hintergrund des Pissoir ist die Fototapete eines Mannes, der sich gerade in die Hose fasst, um sein Werkzeug zu entsichern.
Der Campingplatz hat drei verschiedene Waschhäuser , das etwas ältere „TIAMO“ , gleich daneben das „Grande Amore“ das einen sehr schönen und wertigen Eindruck macht. Zu guter Letzt das „Piccolo Amore“ das allein für die Premium Gäste vorbehalten ist.


Bevor wir den hübschen Campingplatz verlassen, mache ich noch schnell ein paar Fotos vom Pool. Vorbei geht es am 4 Sterne Hotel Pfeiss, das gleich neben dem Schlosshof Camping liegt. Wenig später fahren wir am Camping Arquin vorbei, den wir zum Beginn unseres heutigen Ausfluges besucht hatten, und kommen wir am Freibad von Lana an. Wir packen unsere kleinen E-Bikes in den Kofferraum, und fahren die Gampenstrasse hinauf bis nach Tisens zu unserem Campingplatz.
Hier angekommen trinken wir erst einmal eine Tasse Kaffee und dazu gibt`s ein Stück Kuchen. Später wollen wir noch zum Pool hinunter gehen. Leider haben wir keinen Erfolg, es fängt leicht zu Regnen an. Damit ist der heutige Tag soweit beendet.
Zum Abendessen gibt es Fleischpflanzerl dazu Erbsen und Kartoffelpüree wie man bei uns in Bayern sagt oder Frikadellen wie es in Norddeutschland heißt.

Dienstag, den 08. Juli 2025
Fast wie jeden Morgen stehen wir gegen 8:00 auf, während ich im Shop unsere Frühstücksbrötchen hole, deckt meine Frau den Frühstückstisch und macht den Kaffee. Die Temperatur liegt bei kühlen 17 Grad. Später am Vormittag machen wir einen Spaziergang ins Dorf Tisens. Meine Frau möchte zum Grillen heute Abend noch ein paar Brötchen und anderes kaufen. Ich schaue mich, während meine Frau in einem kleinen Lebensmittelgeschäft nach ihren Sachen schaut, ein wenig im Ort um. Hinter dem Rathaus und dem Tourismusverein befindet sich ein größerer Platz wo Feste, Musikveranstaltungen der Musikkapelle oder ähnliches stattfinden können. Unter dem Platz befindet sich eine Tiefgarage. Der kleine Ort ist für Überraschungen gut. Nach unserem Einkauf gehen wir zum Campingplatz zurück. Das Wetter ist nicht besonders schön. Es ziehen immer wieder Wolkenfelder vorbei und es ist nicht allzu warm. Eigentlich wollten wir heute noch das Schloss Katzenzungen besuchen, wo sich angeblich die größte und älteste Weinrebe der Welt befindet.
Das Grillen für Heute Abend fällt aus, stattdessen essen wir eine Brotzeit.
Den Abend verbringen wir im Caravan beim Mühle und „Mensch ärgere dich nicht“ spielen. So etwas habe ich die letzten vierzig Jahre nicht mehr gespielt.
Über meinen Handyvertrag habe ich Internetanschluss für das Notebook.
Wir suchen für unsere Nordland-Kreuzfahrt im Oktober auf der Vasco Da Gama, noch ein paar Ausflüge. Es war nicht ganz einfach, aber zum Schluss waren wir doch erfolgreich. Aber es war teilweise erschreckend, welche Preise für manche Ausflüge verlangt werden. Der Spitzenpreis mit 780 Euro liegt bei einer ATV-Safari (Quad).
Um 22:00 machen wir uns zum Schlafen fertig. Es hat heute die ganze Nacht geregnet, ich habe schon bedenken, das unser Heimweg über den Reschenpass wegen Steinschlag und sonstigen Moränenabgängen ein Problem wird.
Mittwoch den 09. Juli 2025
Guten Morgen es ist 8:00 vorbei, als wir aufstehen, der Himmel ist strahlend blau, und es ist verhältnismäßig warm. Es ist unser letzter Urlaubstag hier in Südtirol.
Wir können auf jeden Fall vor dem Caravan Frühstücken. Am späten Vormittag fahren wir mit dem Auto zum Schloss Katzenzungen in Prissian. Wie schon erwähnt befindet hier die größte und älteste Weinrebe der Welt. Die Versoaln-Rebe hier ist ungefähr 350 Jahre alt. Das Pflanzendach der Rebe ist nach der bedeckten Fläche circa 300 Quadratmeter groß. Damit ist sie die größte Weinrebe der Welt.




Das Schloss das in Teilen aus dem 12 Jahrhundert stammt, können wir leider nicht besichtigen. Die Besitzerfamilie Popitzer nutzt das Schloss als Eventlocation.
In den herrschaftlichen Sälen, getäfelten Renaissancestuben, der schwarzen Räucherküche und den Gewölbekellern finden das ganze Jahr über gastronomische und kulturelle Ereignisse wie Galaabende, Hochzeiten, Tagungen, Ausstellungen, Konzerte statt.
Wir fahren über die alte Steinbrücke zurück nach Prissian, auf der Herfahrt haben wir gesehen, dass die Toreinfahrt zum Castel Fahlburg geöffnet ist. Auf dem Markplatz des kleinen Ortes stellen wir unser Auto ab, und gehen die paar Meter zum Schlosseingang. Leider können wir auch dieses Castel nicht besichtigen, da es nach Aussage der Besitzer gerade Renoviert wird.




Auch dieses Schloss wird für besondere Events wie Hochzeiten und literarischer und kultureller Ereignisse genutzt. Bis vor kurzem war es im Besitz der Familie von Brandis. Wir fahren zurück zum Campingplatz, und da es gerade Mittagszeit ist, machen wir eine kurze Brotzeit. Danach werde ich die Spannschnüre für die Markise entfernen, da nicht mehr mit Starkem Wind gerechnet werden muss. Später am Nachmittag trinken wir noch Kaffee und Kuchen. Ich mache noch ein paar letzte Bilder von unserem Stellplatz, und der schönen Aussicht. Heute findet der Ausgefallende Grillabend mit Steaks, verschiedenen Würstchen und Pilzen statt.





Wir haben Nachricht von unserer Tochter erhalten, die ein paar Tage auf dem Camping Natterer See bei Innsbruck verbracht hat. Wegen anhaltendem Regen haben sie Ihren Urlaub abgebrochen und sind nach Hause gefahren.
Wir gehen zeitig ins Bett, damit wir einigermaßen ausgeschlafen sind. Ich habe mich Entschlossen über den Brennerpass nach Hause zu fahren, nach den starken Regen-fällen die vergangenen Tage. Es hat ja in der Vergangenheit am Reschenpass schon einige Felsabbrüche gegeben, mir ist das Risiko einfach zu groß.
Donnerstag den 10. Juli 2025
Hallo, Guten Morgen, es ist kurz vor 7:00 als wir aufwachen und auch gleich aufstehen. Heute ist unser Abfahrtstag aus dem schönen Südtirol. Während meine Frau den morgendlichen Kaffee macht, gehe ich mit der teils gefüllten Toilettenkassette nach unten ins Waschhaus zur Kimik. Im Anschluss gehe ich in die Männertoilette die sich im gleichen Sanitärgebäude befindet, um mich selber fertig und frisch zu machen. Nachdem ich wieder an unserem Caravan zurück bin, trinken wir gemeinsam eine Tasse Cappuccino und essen dazu ein paar Croissants, die wir noch von zu Hause mitgebracht haben. Es gibt heute Morgen keine frischen Brötchen vom Bäcker bzw. Campingshop, weil er erst um 8:00 öffnet.
Während meine Frau sich im Waschhaus frisch macht und das Frühstücksgeschirr abwäscht, kümmere ich mich um den Caravan um unsere Abfahrt vorzubereiten. Als erstes drehe ich die 4 Kurbelstützen mit dem Accuschrauber nach oben. Danach fahre ich mit unserem Mover (Elektroantrieb) den Wohnwagen von der gleich dahinter liegenden Hecke weg. Um ihn dann in Fahrtrichtung an unser Auto anhängen zu können. Jetzt sehe ich zum ersten Mal dass meine obere Begrenzungslampe auf der linken Fahrzeugseite abgerissen und eine größere Fläche einen Farb oder Kunststoffauftrag auf der Caravan-Lackierung aufweist.

Nachdem meine Frau mit dem Geschirr und dem Waschbeutel in der Hand zurück gekommen ist, zeige ich ihr die Beschädigungen. Erklärungen dazu haben wir im Moment, wo und wann das passiert ist, nicht.
Im Anschluss nehmen wir das Stromkabel ab, und verstauen es im Bugraum.
Jetzt kann es losgehen, die Schranke wo die oberen Stellplätzen abgrenzt ist etwas eng und knifflig. Aber es geht ja jetzt Bergab.
Um 8:30 verlassen wir den schönen Campingplatz in Tisens mit dem gleichen Namen. Die kleine Ortschaft (ca. 2000 Einwohner mit ihren Ortsteilen Prissian und Naraun) liegt nur wenige Meter vom Campingplatz entfernt. Auch hier heißt es aufzupassen, da Gegenverkehr auf der meist einspurigen Straße zum Ausweichen zwingt. Aber es geht alles gut, wir fahren die Gampenstrasse (ca. 9%)n Richtung Lana hinab. Mit dem Caravan im Schlepp kann man hier sowieso nur etwa 50 bis 60 Stundenkilometer fahren. Wir fahren durch Oberlana und Mitterlana um am Ortsende auf die Schnellstrasse SS 38 einzubiegen. Ich habe mich kurzzeitig entschlossen wieder auf der Brenner-Autobahn in Richtung Norden zu fahren. Ursprünglich wollte ich die durch das Vinschgau zum Reschenpass fahren. Der Verkehr wird wegen einer Baustelle zwischen Nauders und Pfunds über Ampeln geregelt. Wie sich das in der Praxis auswirkt ist mir nicht klar. Bis nach Bozen-Süd sind es nur etwa 21 Kilometer.

Bei der Einfahrt auf die Autobahn A22 in Bozen-Süd behindert ein Rumänischer LKW uns beim einbiegen. Wenige Minuten später fahren wir an der Abfahrt Bozen Nord vorbei, wo es zum Schlerngebiet / Seiser Alm hinauf geht. Hier begann vor drei Wochen unser Urlaub. Es geht an Brixen und der Franzensfeste vorbei. Bei der Herfahrt standen wir fast eine Stunde neben einer fast 20 Kilometer langen LKW-Schlange, die aus irgend einem Grund hier warten musste. Heute ist der Verkehr in Richtung Brennerpass sehr angenehm, so dass wir schon kurz nach 11:00 die Baustelle an der Luegbrücke bzw. die Europabrücke erreichen. Die Italienische Maut haben wir in Brenner sowie die Österreichische Maut in Schönberg bezahlt. Die Vignette für die Österreichische Autobahn haben wir auf dem Campingplatz in Tisens mit dem Handy im Internet gekauft.
Kurz nach 11:00 sehen wir schon Innsbruck unter uns liegen, der Himmel ist stark bewölkt, bei unserer Abfahrt in Südtirol hatten wir einen strahlend blauen Himmel über uns. Gleich darauf fahren wir an der Abfahrt Kranebitten vorbei. Hier geht es einerseits zum Flughafen von Innsbruck, sowie zum Campingplatz am Natterer See. Hier machte meine Tochter Alexandra ein paar Tage Urlaub mit ihrer Familie. Im Autoradio kommt eine Meldung über eine kurzzeitige Sperrung zwischen Nassereith und Lermoos wegen einem LKW der liegen geblieben ist. Wir hoffen, bis wir an dieser Stelle angekommen sind, die Sperre beendet ist. Der Fernpass ist wie bei der Herfahrt und wie im ganzen Jahr total überfüllt.
(Manchmal kann man schon nachvollziehen, dass man hier am Fernpaß einen Tunnel bauen und eine weitere Maut kassieren will.)
Die Sperrung wegen dem LKW ist beendet, und wir können weiter Richtung Reutte fahren. Bei der Ruine Ehrenberg kommt die Hängebrücke die Highline 179 in Sicht, sie war bis 2022 mit ihren 406 Metern die längste Hängebrücke der Welt. Hier machen wir einen Fahrerwechsel, meine Frau möchte noch ebenfalls mit dem Gespann fahren.


Die beiden Dosier-Ampeln bei Reutte sind der Herr sei Dank ausgeschaltet, so dass wir ohne weitere Störung bis zum Grenztunnel weiter fahren können. Hier zeigt die Ampel einen 2 minütigen Stopp an. Nach dem Tunnel müssen wir kurz durch das Große Zelt der Grenzpolizei Füssen fahren, kommen aber ohne weitere Beanstandung durch.

Eine knappe Stunde später sind wir in Ottobeuren in unserer Straße angekommen. Bei der Einfahrt in unsere Straße musste ich feststellen, dass ein Nachbar seinen Kleinbus kurz vor meiner Einfahrt geparkt hatte. Auf der anderen Straßenseite befand sich ebenfalls ein Auto in der Parkbucht. Ich muss zwischen den beiden Autos durchfahren und gleich danach mit dem Gespann in die Hofeinfahrt bzw Garage fahren.
(Ich ziehe mit dem Auto den Caravan über eine Bordsteinkannte und muss gleichzeitig ohne eingeklappte Außenspiegel in meine Garage fahren.)
Nachwort:
Unser Aufenthalt auf dem Campingplatz Seiser Alm war wie immer sehr schön. Wir konnten eine Wanderung auf der größten Hoch-Alm Europas machen, und besuchten dieses Mal die Malga Tschatsch Schwaige Hütte in der Nähe des Schlern. Ich wollte hier anständig zu Mittag essen, aber die Speisekarte war im Gegensatz zu unserem letzten Aufenthalt auf der Laurinhütte sehr mager. Insgesamt war unser Ausflug auf der Seiser Alm aber sehr schön. Auch der Campingplatz Seiser Alm ist für einen weiteren Urlaub eine gute Adresse.
In der folgenden Woche waren wir am Gardasee auf dem Camping Lido, der ebenfalls einen guten Eindruck auf uns machte. Zu schaffen machte uns die hohe Temperatur hier am Gardasee, dafür kann ja niemand.
Unsere letzte Urlaubswoche verbrachten wir wieder in Südtirol in der Nähe von Meran. Nachdem wir schon zweimal auf dem Schlosshof Camping in Lana zu Gast waren, haben wir uns einen schönen Campingplatz in Tisens ausgesucht. Leider kamen wir auf dieser Hochebene nicht zum Fahrrad fahren , irgendwie gingen alle Wege bergauf. Dafür sind unsere kleinen Räder nicht geeignet.






















































































































































































































