Im September an der Mosel 2024

Bis vor wenigen Tagen hatten wir geplant, eine Woche im schönen Südtirol nahe der Kurstadt Meran zu verbringen. Nach dem herrlichem Wetter hier in Deutschland und auch in Südtirol kam ein plötzlicher Wetterumschwung, und die Temperaturen gingen in den Keller. In Südtirol waren Temperaturen von höchstens 18° angesagt. Das war uns entschieden zu wenig. Nachdem an der Mosel in der kommenden Woche warme 21 -23° angekündigt waren, entschieden wir uns kurzfristig eine Woche an einem Campingplatz an der Mosel zu verbringen.
Da wir schon mehrmals im Urlaub an der Mosel waren, haben wir uns dieses Mal für einen anderen Campingplatz hier an der Mosel entschieden, er befindet sich Flussabwärts einige Kilometer hinter Cochem.

Sonntag, den 15.09.2024

Es war alles vorbereitet für unsere Reise nach Südtirol. Gestern im Laufe des Vormittags haben wir uns nun entschieden statt nach Südtirol an die Mosel zu fahren. Wir telefonierten noch am Vormittag mit dem Camping Moselwunder, ob es noch freie Plätze bei ihnen gibt. Der Besitzer sagte uns, er hätte noch 17 freie Stellpätze zur Verfügung, wir sollten einfach kommen. Schon Wochen vorher stand auch die Mosel in der näheren Auswahl, und wir hatten uns damals für dem Camping Moselwunder in Pommern entschieden. Er machte einen recht guten Eindruck auf uns, und es war ein neuer Flussabschnitt an der Mosel den wir noch nicht kannten.
Unser Caravan war fertig beladen, bis auf den Kühlschrank, der noch auf seinen Inhalt wartete. Das Auto musste noch mit Tisch und den Stühlen bestückt werden. Ebenso kommen noch unsere kleinen faltbaren E-Bikes in den Kofferraum. Den Caravan hatte ich schon gestern Nachmittag auf den Parkplatz vor dem Haus gebracht. Nach unserem morgendlichen Frühstück habe ich unser Auto vor die Garage gestellt, um noch die Caravanspiegel am Auto anzubringen. Wir haben seit zwei Monaten ein anderes Auto, und das Anbringen des Caravanspiegels ist hier etwas schwieriger geworden. Nachdem im Laufe des Tages auch der Kühlschrank befüllt war, drehe ich die Kurbelstützen mit dem Accuschrauber hoch. Danach fahre ich den Wohnwagen mit dem Mover (Elektroantrieb) hinter das Auto um es an der Anhängerkupplung zu befestigen.

Um 16:47 ist es soweit, wir verlassen unsere Wohnstraße in Ottobeuren, fahren in Richtung Memmingen, obwohl unser Navi uns auf die Autobahnauffahrt bei Woringen schicken wollte (der etwas kürzere Weg ist wegen dem schlechten Straßenzustand für Caravan nicht geeignet).
Statt unserer üblichen Route zur Autobahn-Auffahrt Memmingen-Süd müssen wir heute beim Kreisverkehr bei Benningen in Richtung Memmingen fahren. Dort geht es weiter am Tiroler Ring bis zur Autobahn-Auffahrt MM-Ost, dann weiter zum MM-Kreuz und danach auf die A7 in Richtung Ulm. Der Autoverkehr ist heute recht angenehm für einen Sonntag Nachmittag. Nach knapp einer Stunde haben wir das Autobahnkreuz Ulm-Elchingen hinter uns gelassen. An der Raststätte Lonetal Ost legen wir eine kurze Pinkelpause ein. Nach weiteren 60 Kilometern haben wir die riesige Baustelle am Autobahnkreuz Feuchtwangen/Crailsheim erreicht. Hier wechseln wir jetzt auf die A6, die uns zu unserem heutigen Übernachtungsplatz bei Bad Rappenau führen soll. Da wir davon ausgehen, dass die parkenden LKWs auf unserem Übernachtungsplatz 24-ARAL Autohof hoffentlich gegen 22:00 ihr Wochenende-Quartier verlassen werden. Wir wollen bevor wir unser heutiges Tagesziel erreichen noch kurz Abend essen. Auf die Raststätte Hohenlohe Nord fahren wir kurz hinein, müssen aber feststellen, dass sie bis auf den letzten Platz mit LKWs gefüllt ist. Einige Kilometer weiter auf dem Rastplatz Weinsbach kurz vor Heilbronn finden wir noch einen Parkplatz um noch unsere Abendmahlzeit zu machen. Hier verbringen wir eine Stunde bevor wir weiter fahren, in Richtung Bad Rappenau.

Unser Übernachtungsziel den 24-ARAL Autohof erreichen wir gegen 21:15. Wie schon befürchtet war der Autohof bis zum letzten Parkplatz übervoll. Wie man auf dem Bild erkennen kann, ist er relativ klein, dazu wird er gerade umgebaut. So dass nochmals ein paar Parkplätze weniger zur Verfügung stehen. Nachdem ich erfolglos über den Parkplatz gegangen bin, fragt meine Frau in der Tankstelle nach, ob um 22:00 irgendwelche LKWs abfahren. Vor Morgen Früh um 5:00 fährt keiner der Fahrzeuge weiter, ist die Aussage der Mitarbeiter. Einer der Mitarbeiter bietet meiner Frau einen Parkplatz direkt vor den Abfall-Containern an. Hier kann kein LKW parken ohne die anderen Fahrzeuge zu behindern. Wir nehmen den Platz in Ermangelung eines besseren Platz an, morgen früh, so gegen 7:00 werden wir wieder aufbrechen in Richtung Mosel.
Wir stellen unser Gespann ab, danach drehe ich noch die hinteren Kurbelstützen vom Caravan hinunter, vorne drehe ich nur das Bugrad herab, um unser Auto etwas zu entlasten. Damit ist der heutige Tag beendet, zum Abschluss trinken wir noch ein Gläschen Rotwein bzw. ein Weizenbier. Kurz vor 22:30 hüpfen wir ins Bett, damit wir am nächsten Morgen auch wieder fit sind.

Unseren Übernachtungsplatz habe ich rot angezeichnet

Montag, den 16.09.2024

Guten Morgen, es ist kurz vor 7:00 als wir aufgewacht sind, und uns gleich angezogen haben. Wir trinken noch eine Tasse Cappuccino im Wagen bevor wir weiter fahren. Unterwegs werden wir irgendwo unser versäumtes Frühstück nachholen.
Gegen Morgen hat ein leichter Regen eingesetzt, der wohl zu der Bayrischen Schlechtwetterfront gehört, die gestern eingesetzt hat. Meine Frau hat zwischenzeitlich die Toilette im Rasthof aufgesucht, und als sie wieder zurück gekommen ist, fahren wir los. Es ist jetzt kurz vor 7:30 als wir den Rasthof verlassen. Ein paar Kilometer weiter fällt uns eine Fehler-Anzeige im Auto auf. Nach dem Durchschauen in dem sehr kurz gehaltenen Betriebsanleitungs-Buch (VW Tiguan bj. 2024) müssen wir feststellen dass mehrere Assistenzssysteme ausgefallen sind. Das ist sehr erfreulich bei einem Auto das gerade 2 Monate alt ist. Wir rufen über Handy eine VW-Werkstatt an, die in Zukunft unser Auto betreuen soll. Der Mitarbeiter kann mir über das Telefon keine Diagnose stellen, was und warum hier etwas ausgefallen ist. Er meint wir können aber unbesorgt weiter fahren, wir müssten halt auf verschiedene technischen Hilfen verzichten (zb. früher mussten wir auch ohne weitere Hilfe bremsen).
Mit dieser Auskunft fahren wir weiter, in der Hoffnung, dass nichts weiteres vorkommt. Ein paar Kilometer weiter kommen wir am Technik-Museum in Sinsheim vorbei, leider kann man in unserer Fahrtrichtung nichts davon sehen. Am Kreuz Hockenheimring wechseln wir auf die A61, die uns über Speyer-Nord an den Ballungsgebieten Ludwigshafen / Mannheim vorbei führt. Kurz nach 9:00 fahren wir auf einen Rastplatz zwischen Alzey und der Domstadt Worms, um unser versäumtes Frühstück nachzuholen. Nach einer dreiviertel Stunde geht es wieder weiter, der Rastplatz war leer bis auf ein Luxusmobil, das zwischenzeitlich gekommen ist und weiter hinten an der Seitenlinie parkte.

Der Himmel ist grau und die Temperatur liegt bei 13,5°, wir hoffen dass es irgendwann schöner wird. Wir haben noch etwa 100 Kilometer bis an die Mosel die wir bei Alken-Brodenbach erreichen werden. Laut unserem Navi könnten wir um 11:00 an unserem Campingplatz ankommen. Das Verkehrsaufkommen hier auf der A61 ist relativ angenehm. Bei der Abfahrt 41 (Boppard) verlassen wir die Autobahn und fahren nach Buchholz, hier soll es weiter gehen, bis wir auf der L207 an die Mosel abbiegen können. So der Plan.
Unser Navi hatte sich die Fahrstrecke über Herschwiesen/Oppenhausen ausgesucht was ich abgelehnt hatte. Im kleinen Ort Buchholz angekommen bogen wir am Kreisverkehr beim ersten Wegweiser nach Brodenbach ab. Es ging weiter durch ein Wohngebiet. Ein entgegen kommendes Auto machte uns ein un­de­fi­nier­bares Zeichen, womit wir aber nichts anfangen konnten. Nach einigen Kilometern Wegstrecke kam ein Schild in Sicht, worauf hingewiesen wurde, das die Höhe der Fahrzeuge auf der folgenden Strecke auf 2,5 Meter begrenzt wird. (unser Caravan ist etwas höher)
Es hatte sich jetzt heraus gestellt, dass wir genau auf der Straße fuhren die ich eigentlich vermeiden wollte. Wir fahren wieder zurück nach Buchholz, beim Kreisverkehr wählen wir eine andere Ausfahrt und nach wenigen Kilometern kommen wir auf die gewünschte Straße L207, die uns jetzt zur Mosel führt. Zehn Minuten später beginnt der Abstieg zur Mosel hinunter bzw. nach Alken-Brodenbach. Auf relativ kurzer Strecke und ein paar Spitzkehren geht es jetzt 330 Höhenmeter nach unten. Die Fahrt hier hinunter ist für Caravan-Gespanne durchaus anspruchsvoll.

Die nächsten 15 Kilometer fahren wir jetzt auf der Südseite der Mosel entlang, kommen wir an verschiedenen Campingplätzen vorbei. So der Happy Life-Mosel und der Knaus-Campingpark in Burgen, die wir von der Straße aus und im Vorbeifahren begutachten. Kurz darauf fahren wir an der Schleuse Müden vorbei, die einen Höhenunterschied um 6,5 Meter ausgleicht, wie wir bald erfahren werden. Wenig später erreichen wir den Ort Mosel-Ort Treis und über die Moselbrücke den Ortsteil Karden. Von hier sind es weniger als drei Kilometer bis zu unserem Ziel dem Campingplatz Moselwunder, den wir um 11:30 erreichen. Im Eingangsbereich geht es ein bisschen eng her durch die schon wartenden Fahrzeuge. In der Rezeption bekommen wir drei Stellplätze zur Auswahl angeboten. Nach der Besichtigung der freien Plätze wählen wir den Stellplatz K10 aus. Nachdem wir danach mit dem Caravan am Stellplatz angekommen sind müssen wir feststellen, dass wir eigentlich den Platz mit der Nummer K09 mit einer guten Platzbeschaffenheit im Auge hatten. Nur der ist nicht frei. Unser jetzt gewählter Stellplatz hat im Bereich des Vorzeltes eine etwas feuchte Bodenbeschaffenheit. Wir sind enttäuscht auch über unsere eigene Dummheit, die sich nicht erklären lässt. (der Rezeptionist hat alles richtig erklärt: vor dem Nummern-Schild stehend ist es der rechte Stellplatz), wir haben wohl den linken angeschaut. Es gab erstmals heiße Debatten zwischen uns, über einen Austausch des Stellplatzes. Nur das Problem war, die Rezeption ist seit einer halben Stunde geschlossen.
Es hilft alles nicht, nachdem der Caravan steht, legen wir vor dem Wohnwagen wo das Vorzelt stehen wird, das wir seit 5 Jahren erstmals wieder benutzen, unseren großen Teppich aus. Das Aufbauen des Vorzeltes geht trotz der langen Zeit die wir es nicht benutzt hatten tadellos voran. So schön schaute es nach meiner Erinnerung in unserem Herbsturlaub in Ostfriesland 2019 nicht aus. Gegen 14:00 waren wir mit dem Aufbau des Vorzeltes und allem anderen fertig

Nachdem wir auch den Tisch und die Stühle aus dem Auto geholt hatten, trinken wir erstmals etwas, dazu stellten wir unseren kleinen Beistelltisch auf. Etwas später essen wir einen Teller Erbseneintopf mit Würstchen. Ein bisschen warmes Essen schmeckt bei dieser Temperatur gerade gut, ich schätze sie lag bei ca. 17-18°. Während wir genüsslich essen, fährt gerade ein Flusskreuzfahrtschiff auf der Mosel vorbei, ich glaube sie hieß Swiss Crystal. (Nach meiner späteren Recherche ist sie 101 Meter lang und hat 63 Kabinen)
Danach machen wir noch einen Spaziergang über den Campingplatz bzw. am Ufer entlang. Gerade kommt ein Tankschiff vorbei es ist die RP Dordrecht (Länge 110 Meter, Tonnage 2525 t). Ob sie Öl oder Gas geladen hat weiß ich natürlich nicht.

Gegen 15:00 wollten wir noch in der Rezeption unsere Frühstücks-Brötchen für den nächsten Tag bestellen, aber hier war die Hölle los. Der ganze Eingangsbereich bis einschließlich der Straße außerhalb des Campingplatzes war mit wartenden Wohnmobilen überfüllt. Ich habe insgesamt 8 Wohnmobile gezählt die alle in den Ca. Platz wollten. Im Moment war keine Chance hier Brötchen zu bestellen. Wieder am Caravan angekommen lese ich auf der Homepage des Ca. Platzes, das man die Brötchen auch hier bestellen kann, was ich gleich mache. Später trinken wir Kaffee und essen dazu einen Marmorkuchen (mein Lieblingskuchen). Etwas später hat meine Frau auf dem Informationsblatt vom Campingplatz gelesen, man möchte doch die Brötchen telefonisch oder bei der Rezeption bestellen. So gehe ich später zur Rezeption um mich zu vergewissern dass wir auch am nächsten Morgen frische Brötchen bekommen. Ich treffe hier den Chef an und frage nach meiner Brötchen-Bestellung. Darauf hin schaut er in seinem Handy nach und gibt meine Bestellung an seine Vertretung weiter, der sie jetzt auf Papier bringt.
Nachdem das alles geklärt ist, kümmere ich mich um die Wartungsaufgaben wie Toilettenkassette entleeren, die bestimmt gut gefüllt von der Anfahrt über zwei Tage ist. Ebenso die beiden Wasserbehälter auffüllen, während meine Frau das Geschirr im Waschhaus spült. Nachdem das alles erledigt ist, gehen wir nacheinander zum Duschen ins Waschhaus.

Eine kurze Beurteilung vom Platz, was wir bisher von ihm gesehen haben. Die Toiletten und Duschen im ersten Stock sind tadellos sauber und sehr nett. Die Duschkabinen sind in meinen Augen wohl etwas geräumiger als woanders. Wenn gleich im Internet der Ca.-Platz als etwas Altmodisch dargestellt wird, was vielleicht auch stimmt (Beispiel Rezeption).
Was von mir Negativ zu bewerten wäre: Die zu geringe Anzahl an Stromkästen, unsere Stromkabel laufen über Nachbars-Parzellen und Durchgangswege. Aber allen Anschein nach hat der heutige Besitzer den Platz erst vor zwei Jahren übernommen.

Zum Abendessen gibt es heute Allgäuer Käsespatzen, dazu ein Glas Weizenbier und eine Flasche Radler oder Alsterwasser wie der Norddeutsche sagen würde. Den restlichen Abend nach dem Geschirr spülen, verbringen wir in unserem kleinen Vorzelt. Wir sind froh dass wir die Markise zu Hause und das Vorzelt mitgenommen haben, dass sich bei diesen Herbsttemperaturen einfach anbietet.

Dienstag, den 17.09.2024

Guten Morgen, wir haben ausgezeichnet geschlafen, es ist jetzt gerade 8:00 geworden. Die Morgendliche Temperatur liegt bei 14,5°, hier im Caravan sind es etwa zwei Grad mehr. Während ich nach dem Toilettenbesuch weiter in die Rezeption gehe, um unsere Brötchen zu holen, macht meine Frau den Kaffee und den Frühstückstisch fertig. Auf dem Campingplatz ist es noch ziemlich ruhig, die meisten Gäste scheinen keine Frühaufsteher zu sein. Es hat wunderbar geklappt mit den bestellten Brötchen. Es herrscht hier Selbstbedienung und man muss seine Brötchen aus den entsprechenden Ablagen holen. Nach dem Bezahlen der Brötchen wird die Bestellung für den nächsten Morgen aufgenommen.

Im Laufe des Vormittags holen wir unsere kleinen E-Bikes aus dem Kofferraum unseres Tiguan und bauen sie zusammen. Wir wollen heute noch eine kleine Fahrradtour mit ihnen machen. Am Nachmittag geht es los in Richtung Treis-Karden, gleich im Anschluss an unseren Campingplatz befindet sich der Moselimbiss Pommern mit einem kleinen Park und Anlegestelle für die Ausflugsschiffe der Gebr. Kolb die hier öfters anlegen. Wir fahren weiter Richtung Karden, nach geschätzt einem Kilometer sehen wir auf der anderen Uferseite bei Treis eine Insel wo sich der Campingplatz Mosel Island befindet. Wir halten kurz vor der Brücke an, hier fragt uns ein Paar das ebenfalls mit dem E-Bike unterwegs ist, nach dem Weg zur Burg Eltz. Ich kann Ihnen nur sagen, dass sie bis Moselkern weiter fahren müssen. Von da führt ein Weg weiter zur Burg. Auch wir fahren weiter bis zum nächsten Ort Müden wo sich eine der 28 Mosel-Schleusen befindet. Wie ich schon erwähnt habe gleicht diese Schleuse einen Höhenunterschied von 6,5 Meter aus. Hier pausieren wir ein paar Minuten, bevor wir wieder zurück in Richtung Campingplatz fahren.

An der Moselbrücke die hinüber nach Treis führt, schwenken wir ein und fahren über die Mosel nach Treis hinein. Nach ein paar hundert Metern führt die Straße zum Fluss hinab, an einem parkähnlichen Gelände vorbei. Hier befindet sich ebenfalls ein Schiffsanleger für die Ausflugsschiffe der Gebr. Kolb. Wir setzen uns für eine Zeitlang auf eine der zahlreichen Ruhebänke bevor wir weiterfahren. Am Anleger liegt ein Flusskreuzfahrtschiff, ob das von Phoenix-Reisen betrieben wird, kann ich im Moment nicht sagen. Nachdem wir den Park verlassen haben, fahren wir an einem schönen Biergarten vorbei. Wenig später haben wir den Ortskern von Treis verlassen, vor uns auf der rechten Seite sehen wir die Insel, wo sich der Campingplatz Mosel-Islands befindet, sie ist über eine weitere Brücke zu erreichen. Wir fahren weiter, in der Rezeption ist gerade Mittagspause, so dass wir ohne uns hier anzumelden in den Campingpark hinein fahren. Er macht optisch einen sehr guten Eindruck, hat schöne grüne Wiesenflächen. Allerdings wirkt er auf uns etwas Leblos, es sind nur vereinzelte Stellplätze belegt. Im hinteren Teil des Campingplatzes stehen ein neuwertiger Toilettenwagen sowie ein Wagen mit mehreren Duschkabinen.
(Der Vorteil daran ist, bei Hochwasser sind sie schnell vom Ca.-Platz zu entfernen).

Wir verlassen den Campingplatz, auf unserem Weg kommen wir nochmals am Treiser Biergarten vorbei, der noch immer gut besetzt ist. Meine Frau möchte unbedingt hier einkehren um etwas zu essen oder wenigstens ein Eis zu bestellen. Eigentlich wollte ich nichts essen, aber wir haben uns trotz allem entschlossen zumindest ein Eis zu nehmen. Meine Frau bestellt sich einen großen Eisbecher mit Nüssen drauf, ich möchte nur eine Eisschokolade trinken, die aber ausgezeichnet schmeckt. Danach fahren wir durch die kleine Ortschaft Treis wieder zurück nach Pommern, wo sich unser Ca.-Platz Moselwunder befindet. Der Platz ist zu über 90 Prozent gefüllt, wie wir feststellen mussten. Kaum auszudenken wenn wir erst gestern Nachmittag hier angekommen wären. Die wenigen noch freien Stellplätze sind alle Vorreserviert. Danach trinken wir noch einen Cappuccino, wir essen dazu nicht ganz Stilecht ein paar Brötchen von heute Morgen mit Käse und Schinken.
Seit 14:00 haben wir einen Strahlendblauen Himmel, das Grau der vergangenen Tage ist vorbei, und Wettervorhersage sagt uns warme Temperaturen voraus.

Zum Abschluss des netten Tages gibt es noch etwas zu trinken. Am frühen Abend machen wir noch einen Spaziergang in den rechten kleineren Teil des Campingplatzes. Wir stellen fest dass hier meist Dauercamper ihre Stellplätze haben. Mit den üblichen Kriterien, manche Stellplätze sind nett angelegt, viele andere aber abgewohnt, wie auf den meisten Campingplätzen die wir schon besucht haben.
Als wir spätabends das Waschhaus für unsere Abendtoilette besuchten, konnten wir von der oberen Terrasse einen Schwan im Schwimmbecken des Campingplatzes entdecken. Leider hatten wir natürlich keinen Fotoapparat oder Handy dabei, um dieses Erlebnis festzuhalten.

Mittwoch, den 18.09.2024

Hallo, es ist schon wieder Morgen und 8:00 vorbei, wir haben ausgezeichnet geschlafen. Nach meinem Besuch im Waschhaus, gehe ich gleich weiter in die Rezeption um unsere Frühstücksbrötchen zu holen. Auch meine Frau hat schon den Morgendlichen Tisch gedeckt, so dass wir unser Frühstück genießen können. Die verschiedenen Brötchen die wir hier bekommen schmecken alle ausgezeichnet. Es sind wohl die besten die wir in den letzten Jahren auf einem Campingplatz gegessen haben.
Für heute haben wir einen Ausflug zur Burg Eltz geplant, die einst unseren 500 Mark-Schein schmückte. Wir fahren mit dem Auto nach Moselkern wo es irgendwo einen Parkplatz geben soll, von dem man laut einer Beschreibung eine kurze Wegstrecke zu Fuß zur Burg gehen soll. Im Ort angekommen folgen wir den Schildern die uns den Weg dahin zeigen. Es geht ein paar Kilometer durch ein kleines Tal an einem Bachbett entlang, bis wir zur Ringelsteiner Mühle (Landhotel) kommen. Ab hier müssen wir unser Auto abstellen und zu Fuß weitergehen. Die ersten paar hundert Meter geht es über eine Schotterstraße am Elzbach entlang.
Danach beginnt der Wanderweg (Moselsteig) zur Burg Eltz, es geht in teilweise steilen Treppenstufen durch den Wald. Unter uns vielleicht 30 Meter tiefer schlängelt sich der Elzbach durch das Tal. Unser Weg geht über Höhen und Tiefen, das hatten wir eigentlich so nicht erwartet. Wir gingen laut einer Beschreibung von ein paar hundert Meter Fußweg bis zur Burg aus. Wir wurden immer wieder von Schülern einer Schule aus Solingen überholt, die in einer Jugendherberge in Cochem? übernachtet haben. Kurz gesagt der Weg war Abenteuerlich für uns, da wir eigentlich keine Wanderungen durchs Gelände machen, und auch nicht dafür ausgerüstet sind. Im Gespräch mit einigen der Schüler kam immer wieder von einigen die Bemerkung (Soviel bin ich noch nie in meinem Leben gelaufen). Nach ca. 2,5 Kilometer auf dem Moselsteig der durch den Wald und über Stock und Stein geht, sehen wir vor uns auf einem kleinen Hügel die Burg stehen.

Als erstes müssen wir eine schmale Fußgängerbrücke überqueren, am Ufer des kleinen Elzbaches sitzen eine Unmenge an Schulkindern. Offensichtlich haben uns die meisten der 120 Schülern irgendwann überholt. Als nächstes müssen wir eine steile Treppe überwinden, bevor wir den Zugang zur Burg erreichen.

Die Burg Eltz ist eine Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert und eine der bekanntesten ihrer Art in Deutschland. Auf einem 70 Meter hohen Felskopf, der als Fundament diente und auf drei Seiten von dem Flüsschen Elz umspült wird, ragt die Burg Eltz steil bis zu sieben Geschosse hoch auf.
Die Erbauer orientierten sich beim Bau der Anlage, die eine der wichtigsten Handelsstraßen des Deutschen Reiches schützen sollte, an der natürlichen Felsformation.
Dadurch sind die ungewöhnlichen Grundrisse einzelner Räume der Häuser Platt-Eltz, Kempenich, Rodendorf und Rübenach zu erklären

Leider dürfen wir keine Bilder aus dem Innenräumen der Burg machen oder zeigen, da sich die Burg im vollständigen Privaten Besitz befindet.
Zur unserer Führung war nur das Haus der Familie Rübenacher freigegeben.
Im Bereich der Kempenicher Häuser befinden die Räume der Verwaltung bzw. der Kastellane die diese Aufgabe wahrnehmen. Der heutige und alleinige Besitzer der Burg ist Karl Graf von und zu Elz-Kempenich
Während unserer Ankunft befanden sich ca. 50 Besucher im Innenhof der Burg und warteten auf die Führung durch das Haus der Familie Rübenacher. Wie schon erwähnt befanden sich drei oder vier Schulklassen vor oder in der Burg, einige waren sehr laut zu hören. Die Kastellanin richtete sehr deutliche Worte an ein paar Schüler, die es zu toll trieben.
Unsere Führung durch das Haus der Familie Rübenacher war sehr Interessant und schön, leider ohne entsprechende Bilder machen zu dürfen. Trotz der hohen Eintrittspreise die hier verlangt werden (14 Euro).
Nachfolgend ein paar Bilder aus der Schatzkammer, die erlaubt sind.

Nach einer dreiviertel Stunde war unsere Führung zu Ende. Der Innenhof war jetzt voll mit Besuchern, wir hatten wohl Glück, dass wir etwas früher hier waren. Im Anschluss verlassen wir die wunderschöne Burg. Ich versuchte noch ein paar Bilder von der Nord/West- Seite zu machen, was allerdings sehr schwierig war, wegen der kritischen Sonnenbestrahlung.
Wenige Meter vor der Burg befindet sich ein kleiner Parkplatz wo ein Shuttlebus immer wieder Gäste bringt oder wieder mitnimmt. Meine Frau fragt den Busfahrer, ob er bei der Ringelsteiner Mühle vorbei fährt, was er aber leider verneint.
Anschließend machen wir uns auf den Rückweg durch den Wald. Dieses Mal brauchen wir für die etwa 2,5 Kilometer etwa 50 Minuten, für den Aufstieg waren es noch knapp eine Stunde. Hier an der Ringelsteiner Mühle haben wir unser Auto geparkt, von hier geht es weitere 2,5 Kilometer bis in den Ort Moselkern zurück.

Gegen 15:00 sind wir wieder auf dem Campingplatz zurück, wo wir als erstes eine Tasse Kaffee trinken, wir haben ja auch noch Kuchen von zu Hause dabei. In unserer Straße befinden sich einige sehr große Wohnmobile. Unsere nächsten Nachbarn, es sind 2 Geschwister mit Ihren Ehegatten aus Ostfriesland sitzen heute Nachmittag nicht vor Ihren Wohnmobilen. Mit den vier Ostfriesen aus der Nähe von Aurich haben wir während unseres Aufenthaltes immer wieder ein nettes Gespräch geführt. Am späteren Nachmittag setzen wir uns in die warme Sonne und trinken ein Glas Weizenbier bzw. einen Aperol Spritz vor dem Caravan. Ursprünglich wollten wir heute am Nachmittag noch mit dem E-Bike unterwegs sein, aber unser längerer Ausflug zur Burg Eltz war mit mehr als 3,5 Stunden so nicht geplant.

Wir haben herrliches Wetter, und die Temperaturen liegen bei etwa 25° oder mehr. Diese Temperaturen hätten wir in Südtirol nicht mehr erreicht. Am späten Nachmittag werde ich noch unsere Toilettenkassette entleeren und die Wasserbehälter auffüllen. Das gehört zu meinem Job.

Heute Abend gibt es Puten-Schnitzel mit Kartoffelsalat, zum Trinken ein Glas Radler oder Alsterwasser Für den morgigen Tag haben wir uns vorgenommen mit dem E-Bike nach Cochem zu fahren, es sind ja nur ca. 10 -11 Kilometer bis dahin. Wie immer sind wir nach dem Besuch im Waschhaus ins Bett gegangen.

Heute Abend habe ich mein Handy mitgenommen, um noch ein Foto des schwimmenden Schwanes in unserem Schwimmbecken zu machen.

Donnerstag, den 19.09.2024

Wir sind heute Morgen gegen 7:45 aufgestanden, ein Blick durchs Fenster zeigt einen strahlend blauen Himmel. Es scheint auch relativ warm zu sein, allerdings haben wir einen starken Morgentau. Das ganze Vorzelt ist innen und außen beschlagen. Wir sind sehr froh darüber, dass wir uns entschlossen haben, diesen Herbst mit dem kleinen Vorzelt statt unserer Markise zu fahren. Das letzte Mal als wir es aufgebaut hatten, war im September 2019 in Ostfriesland und in der Anschlusswoche in Bad Birnbach.
Wie die vergangenen Tage gehe ich zuerst in Waschhaus und anschließend in die Rezeption um unsere Brötchen zu holen, und für Morgen Früh frische zu bestellen. Auch heute Morgen ist die Tochter des Besitzer an der Kasse. Sie ist soweit ganz nett, hat aber immer Kopfhörer um Musik zu hören im Ohr.
Nach unserem Frühstück am späten Vormittag brechen wir auf nach Cochem, wie schon erwähnt sind es etwa 10-11 Kilometer und immer an der Mosel entlang. Kurz vor unserem Ziel fahren wir durch Klotten ein kleiner Weinort der ebenfalls zum Landkreis Cochem-Zell gehört.

Schon von weitem sehen wir einige Flusskreuzfahrtschiffe am linken Ufer der Mosel stehen. Als wir näher kommen sehen wir 6 zum Teil sehr schöne Schiffe, die in Cond einem Stadtteil auf der Nordöstlichen Seite der Mosel angelegt haben. Kurz vor der Brücke, die Cond mit dem restlichen Teil von Cochem verbindet, befinden sich einige Fahrradständer, wo wir unsere kleinen E-Bike festmachen. Als erstes gehen wir zu einem Treppenaufgang der auf die Skagerak-Brücke Bj. 1927 führt. Wir gehen auf die andere Moselseite hinüber wo sich die schönen Kreuzfahrschiffe befinden. Hier könnte man sich schon etwas Appetit holen, für eine tolle Flusskreuzfahrt, mal sehen ob es wieder einmal klappt. (In früheren Jahren hatten wir schon mehrmals eine Kreuzfahrt auf dem Nil gemacht).

Wieder auf der Cochemer Seite angekommen, gehen wir im Treppenhaus nach unten in die Brückenstraße. Unter den Brückenbögen befindet sich ein kleiner Obst und Gemüsestand wo meine Frau ein paar Äpfel kauft. Gleich gegenüber befindet sich ein Souvenier-Geschäft, hier kauft sie noch ein paar Ansichtskarten für unsere Enkel. Wenige Meter weiter stehen wir vor der historischen Kachelwand.(Sie spiegelt offensichtlich die Geschichte der Stadt Cochem seit dem frühen Mittelalter ab).
Im Anschluss gehen wir die Bernstraße (Fußgängerzone) in Richtung Marktplatz hinauf, wo sich das 1739 im Barockstil erbaute Rathaus mit dem Martinsbrunnen befindet. Passieren kurz vorher die Martinskirche, wo sich allerlei Gestalten tummeln.

Der Markplatz ist gut besucht, von Touristen die von überall herkommen. Wir haben ja heute 6 Kreuzfahrtschiffe, die angelegt haben. Es gibt im Umland überall Campingplätze, die voll sind, sowie Ferienwohnungen die ebenfalls stark belegt sind. Auf unserem Rückweg betreten wir ein Geschäft das leckere Getränke und mehr anbietet. Hier kauft meine Frau ein paar Gläser mit Weingelee für unsere Hausnachbarn, die große Feinschmecker sind. Ein paar Meter weiter befindet sich Bäckerei/Konditorei wo sie noch ein Brot und Nuss-Schnecken kauft.

Im Anschluss gehen wir zur Moselpromenade hinunter, wo wir unter dem Schatten der großen Bäume hier ein Mittags-Picknick machen. Wir haben von gestern Abend noch Reste vom Wiener Schnitzel sowie Brötchen von heute Morgen übrig, das wir jetzt mit Genuss verzehren. Unter uns am Ufer ist die Anlegestelle für Ausflugsschiffe hier an der Mosel. Morgen am Freitag fahren wir ja mit einem der Ausflugsschiffe Moselabwärts bis nach Koblenz. Im Anschluss gehen wir nochmals zum Brunnen in der Brückenstraße, hier an der Ecke zur Bernd-Straße gibt es schmackhaftes Eis zum Essen. Noch ein kurzer Blick zur Reichsburg hinauf.

Die wunderschöne Reichsburg wurde im Erbfolgekrieg zerstört und wurde 1868 von Louis Ravenè in kurzer Zeit wieder aufgebaut.

Kurz vor halb Drei machen wir uns wieder auf den Weg zu unserem Campingplatz in Pommern. Ursprünglich wollten wir noch im Nachbarort Klotten halt machen, sind aber dann doch weiter gefahren. Hinter unserem Campingplatz befindet sich eine Anlegestelle für die Ausflugsdampfer. Wir wollen noch schauen wie lange wir vom Caravan bis zu dieser Anlegestelle benötigen für unsere Moselfahrt nach Koblenz. Wieder am Platz angekommen trinken wir erstmals einen Kaffee, dazu gibt es die Nuss-Schnecken mit Schokoladen Splitter. Sie schmecken lecker, wie wir feststellen können. Etwas später trinkt meine Frau einen Aperol Spritz und ich ein Glas Weizen. Unsere Ostfriesen sind noch nicht an ihren Wohnmobilen zurück, offensichtlich haben sie auch einen Ausflug gemacht. Gegen 16:00 gehen wir zum Swimmingpool um auf den Badeliegen die Aussicht auf die Mosel zu genießen. Wir hoffen natürlich auf ein paar Kreuzfahrtschiffe die vorbei fahren könnten.

Am späten Nachmittag haben wir neue Nachbarn gleich nebenan bekommen, ein älteres Ehepaar aus Stade. Sie kommen mit einem ebenfalls älteren Hymer Mobil, angehängt ist ein Anhänger und darauf steht ein Smart. Mein erster Eindruck ist naja, übermäßig freundlich sind sie schon mal nicht. Aber, vielleicht wird es ja besser. Schräg gegenüber von uns ist vor einigen Tagen ein Ehepaar aus Heide in Schleswig- Holstein angekommen. Die beiden waren trotz ihrem Ankommens-Stress sehr freundlich.
Mittlerweile ist es schon Abend, zum Essen gibt es heute Spaghetti Bolognese, die wir mit Genuss in unserem Vorzelt genießen. Den restlichen Abend verbringen wir ebenfalls im Vorzelt, während alle unsere Nachbarn schon in Ihren Wohnmobilen verschwunden sind.
Wie üblich gegen 22:00 suchen wir das Waschhaus auf, um uns zum Schlafen fertig zu machen. Die Tagestemperatur lag heute bei etwa 25°.

Freitag, den 20.09.2024

Ja guten Morgen, heute ist unser Ausflug mit dem Schiff nach Koblenz. Wir stehen heute etwas früher wie sonst auf, kurz vor 7:00 im Anschluss gehe ich gleich ins Waschhaus. Und danach zur Rezeption um unsere bestellten Brötchen zu holen. Leider macht die Rezeption erst pünktlich um 8:00 auf. Im schnellen Tempo gehe ich zurück zum Caravan, wo meine Frau schon wartet. Der Kaffee ist fertig und die Brötchen schnell geschmiert und auch gegessen. Am hinteren Ende des Campingplatzes ist ein Durchgang der durch einen kleinen Park führt, wo sich die Anlegestelle befindet. In ca. 10 Minuten haben wir es geschafft. Hier stehen schon einige Fahrgäste die wohl auch auf das Schiff wollen, zumindest nehmen wir das an. Uns kommt ein Mann entgegen, er ist von der Reederei, und verkauft die Fahrkarten, zusätzlich beordert er das Schiff bei Bedarf an diesen Steg. Nachdem er uns bedient hat, fährt er zur nächsten Anlegestelle in Treis und all die anderen Orte an der Mosel, wo sich ein Anlegesteg befindet. Punkt 9:00 sehen wir das Fahrgastschiff Kröver Reich an unseren Steg zusteuern. Innerhalb von 5 Minuten sind alle Passagiere, wir sind ich glaube 8 Personen an Bord, schon geht es weiter in Richtung Treis, wo ebenfalls ein paar Gäste aufgenommen werden.

Nachdem wir auch hier Gäste aufgenommen haben, geht es weiter nach Müden wo sich die erste Moselschleuse befindet, hier müssen wir sehr lange warten. Ein Frachtschiff hatte die Schleuse Flussabwärts benutzt, und aus irgendeinem Grund wollte er im Anschluss wieder in Richtung Trier (Flussaufwärts) fahren. Darum mussten wir über eine dreiviertel Stunde vor der Schleuse warten, bis wir endlich hinein fahren können. In Burgen legen wir ein weiteres mal an, um weitere Gäste aufzunehmen. Auf der linken Seite sehen wir auf der Höhe die Burg Bischofstein stehen, außergewöhnlich ist hier ein weißer Putzstreifen auf halber Höhe des Bergfrieds. (Die Bedeutung des Streifens soll besagen, dass sich hier die Flusshöhe der Mosel bei Trier befände ?).
Auf der rechten Seite kommen wir am Knaus Camping-Park Burgen und am Happy Life – Mosel Camping Burgen vorbei. Am linken Moselufer fahren wir an der Campinginsel Sonnenwerth vorbei, die sich ebenfalls bei Burgen befindet. Bei Oberfell kommt uns ein Kreuzfahrtschiff entgegen, es ist die MS Asara ein Schiff das für Phoenix-Reisen fährt. (MS Asara 135 mt. lang, 190 Passagiere).
Kurz darauf kommen wir an der nächsten Staustufe an, es ist die Schleuse Lehmen mit einer Fallhöhe von 7,5 Meter, die Schleusenkammer ist wie in der Schleuse Müden 170 Meter lang bei einer Breite von 12 Metern. Hier müssen wir nicht ganz so lang warten bis wir die Schleuse passieren können. Gleich darauf fahren wir an der Ortschaft Lehmen vorbei und an der Oberburg der Fürsten von der Leyen vorbei.

Nach der Ortschaft Dieblich auf der südlichen Moselseite kommt auch schon die Moseltalbrücke in Sicht. Die Autobahnbrücke A61 verbindet die Orte Winningen und Dieblich miteinander. (Die Gesamtlänge der Brücke ist 935 Meter bei einer Bauhöhe von 136 Metern). Sie ist ein durchaus beeindruckendes Bauwerk. Fast 80 Minuten später erreichen wir die letzte Schleuse in Koblenz, auch hier müssen wir noch etwas warten, bis wir endlich in die Schleuse fahren können. Hier ist die zweite Schleusenkammer in Reparatur.
Unsere Ankunft an der Anlegestelle am deutschen Eck in Koblenz ist um 13:45 fast eineinhalb Stunden später als geplant. Der Aufenthalt hier in Koblenz sollte ursprünglich 2,5 Stunden dauern. Die Abfahrtszeit bleibt weiterhin bei 14:50, das heißt für uns einmal kurz zum Deutschen Eck gehen, um Kaiser Wilhelm kurz die Hand geben. Das riesige Monument ist durchaus beeindruckend, allerdings frage ich mich schon, warum man das riesige Reiterstandbild niemals gereinigt hat, es ist fast Pechschwarz verschmutzt (es sollte doch Möglichkeiten der Reinigung für dieses Historische Denkmal geben).

Das Deutsche Eck in Koblenz

Hier am Zusammenfluss von Mosel und Rhein stehen ebenfalls ein paar schöne Kreuzfahrtschiffe, 2 Schiffe von Viking sind am Anleger an der Rheinseite fest. Eine davon ist die Viking Hild, von dem zweiten Viking-Kreuzfahrtschiff kann man leider keinen Namen lesen. Die beiden Schiffe von Viking sind wie viele andere Schiffe ebenfalls 135 Meter lang und für 190 Gäste gebaut. Meines Wissens fahren bei Viking meist Englisch sprachige Gäste, wie man sieht und auch hört. Wir gehen bis zur Talstation der Seilbahn, die über den Rhein hinauf zur Festung Ehrenbreitstein geht. Die Festung besteht seit dem 16. Jahrhundert, und wird heute als Landes-museum, Jugendherberge und für verschiedene Verwaltungsstellen genutzt.
Wir haben keine Zeit um mit der Seilbahn zur Festung zu fahren. An der Ufer-Promenade befinden sich einige Sitzbänke. Auf einer der Bänke nehmen wir Platz, wir haben heute Morgen noch Reste zum Essen mitgenommen. Nach einer Viertelstunde brechen wir wieder auf, unsere Zeit ist fast um, und wir müssen zum Schiff zurück. Auf der anderen Moselseite befindet der Knaus Campingpark Koblenz/Rhein-Mosel, er schaut aus der Ferne recht nett aus.
Unser Fahrgastschiff die Kröver Reich steht an der gleichen Anlegestelle, wir gehen gleich ganz hinauf auf das oberste Deck. Es ist jetzt Sonnig und sehr warm, im Gegensatz zu heute Morgen, wo es ziemlich kühl war. Auf der Rückfahrt sind wir weniger Gäste an Bord, einige fahren mit dem Zug zurück in ihre Ortschaften, wo sie eingestiegen sind.
Dann geht es auch schon los, wir durchfahren die drei kommenden Brücken und gleich dahinter liegt die Schleuse Koblenz, die nur eine Fallhöhe von 4,70 Meter hat. Wie ich schon erzählte, die zweite Schleusenkammer ist kaputt, und wird wohl gerade repariert. Wir kommen am Universitätsgelände auf der Nordseite vorbei, wo uns ein Sandstrand ins Auge sticht. Gleich dahinter befindet der Motorboot-Club von Koblenz. Es ist eine schöne Gegend hier draußen.

Nach etlichen Flusswindungen kommen wir an Winningen vorbei, wo sich das größte Weinanbaugebiet an der Mosel befinden soll. Hier gibt es auch einige Wanderwege um das Gebiet der Terrassenmosel. Unten am Fluss kommt die Ferieninsel Winningen (Campingplatz) in Sicht. Einige Meter weiter über uns Autobahnbrücke A61 verbindet die Orte Winningen und Dieblich miteinander. (Die Gesamtlänge der Brücke ist 935 Meter bei einer Bauhöhe von 136 Metern). Sie ist ein durchaus beeindruckendes Bauwerk.

Bald darauf erreichen wir die Schleuse bei Lehmen, dieses Mal müssen wir nicht so lange warten und können relativ bald hinein fahren. Nach und nach verlassen uns die Ausflugsgäste, anscheinend sind viele Gäste in Hotels und Pensionen in den umliegenden Moselorten untergebracht.
Als letztes kommt noch die Schleuse in Müden, sie hat uns bei der Hinfahrt die meiste Zeit gekostet, durch die doppelte Durchfahrt eines Frachtschiffes.
Wir kommen endlich um 19:30 an unserer Anlegestelle in Pommern an.
Die Kröver Reich (unser Ausflugsschiff) fährt weiter bis nach Cochem, auch von hier sind einige Gäste an Bord gewesen.

Samstag, den 21.09.2024

Hallo, guten Morgen heute ist unser vorletzter Urlaubstag hier an der Mosel, wir sind um 8:00 aufgestanden. Wir haben einen blauen Himmel, allerdings auch starken Morgentau. Unser Vorzelt ist von der Feuchte stark beschlagen. Wie jeden Morgen gehe ich zuerst ins Waschhaus und gleich danach in die Rezeption, um unsere Brötchen zu holen. Der Campingplatz ist fast bis auf den letzten Stellplatz belegt, es werden wohl sehr viele Wochenendgäste im Verlauf des gestrigen Tages gekommen sein. Wir frühstücken im Vorzelt, das wir statt unserer Markise mitgenommen haben es hat sich auf jeden Fall bewährt. Mit Markise wären wir immer nur ein paar Stunden vor dem Wohnwagen gesessen.
Nach dem Frühstück mache ich Wartungsarbeiten, wie Toilettenkassette entleeren, die heute gut gefüllt waren, sowie die Wassertanks auffüllen. Zwischen unseren Fahrrädern und dem Auto entdecke ich einen großen Hundehaufen. Vielen Dank auch an die Hundebesitzer, die gestern in unserer Straße angekommen sind, und deren Hunde auf anderen Stellplätzen ihre Notdurft verrichten können.
Wir wollen heute noch in Karden an der Aral-Tankstelle unser Auto volltanken, der Preis ist gerade sehr günstig. Weiterhin suchen wir in Pommern noch einen Briefkasten für die Ansichtskarten die wir an unsere unsere Enkel schicken wollen. Am Nachmittag fahren wir mit den E-Bikes in den Nachbarort Treis, wo es einen schönen Biergarten gibt, wir waren Anfang der Woche schon mal hier. Auch heute ist er gut besucht, viele Motorradfahrer machen hier Rast, und man kann hier gut essen.

Wir bestellen stattdessen zwei große Becher mit Eis, der Preis ist mit ca. 6 Euro fair. Danach sind wir wieder zurück, etwas später trinken wir noch Kaffee und essen ein Stück Kuchen. Wir wollen heute noch unser Vorzelt abbauen, es braucht viele Stunden, bis es in dieser Jahreszeit wieder trocken ist. Da wir Morgen im Laufe des Tages wieder heimfahren wollen, sollte das Zelt heute Trocken wieder abgebaut werden. Als erstes putzen wir die Zeltschürzen und hängen sie zum Trocknen hoch. Am späten Nachmittag ziehen wir das Zelt vom Caravan herunter, der Abbau geht genauso gut wie der Aufbau. Wir lassen nur noch den Vorzeltteppich stehen, unter dem sich voraussichtlich viel Schmutz befindet.

Nachdem alles abgebaut und verstaut ist, gehen wir zum Duschen ins Waschhaus, das immer von unserer Reinigungsfee Corinna sauber gehalten wurde. Wir wollen heute Abend einen Versuch starten und im Restaurant das sich auf dem Campingplatz befindet zu Abend essen. Wir haben in den vergangenen Tagen vergebens versucht in der Umgebung ein Lokal mit guter bürgerlicher Küche zu finden. Es gibt hier nur Pommes und Würstchenbuden oder Hochklassige Restaurants mit den entsprechenden Preisen.

Es stellt sich leider heraus, dass der Service und die Leistung der Küche hier am Platz nicht ganz unseren Erwartungen entspricht. Die Schnitzel waren relativ groß allerdings nicht gewürzt. Pommes und Salat waren nicht schlecht. Nach dem Abendessen, heute ist noch Feuerwehrfest in Pommern, meine Frau hatte sich eingebildet, dass wir im Anschluss dahin gehen. Wir sind auch noch ein paar hundert Meter nach Pommern gelaufen, aber wo das Fest stattfindet wissen wir nicht, und im Dunkeln ist es kaum zu finden. Wenig später gehen wir zu unserem Stellplatz zurück, aber heute müssen wir in unserem Caravan Platz nehmen, was sicher auch schön ist. Heute während des Tages hatten wir viel Sonne und bis zu 25° warm, allerdings soll das Wetter ab Morgen Früh schlechter werden und es soll Regnen.

Sonntag, den 22.09.2024

Heute ist unser letzter Tag an der Mosel, ich bringe unseren Hausmüll zu den Müll-Container die sich in Nähe der Rezeption befinden. Anschließend hole ich bei der Tochter vom Platzchef unsere letzten Brötchen. Auch heute sind die Brötchen wieder sehr gut, ich denke es sind wohl die besten, die wir an den verschiedenen Campingplätzen jeweils gegessen haben. Ich teile der Tochter mit, dass es unsere letzte Brötchenbestellung ist, da wir heute am Spätnachmittag den Campingplatz verlassen. Nach dem Frühstück und uns für den Tag fertig machen, beschließen wir mit dem Auto nochmals nach Cochem zu fahren. An der Moselstraße ziemlich am Ortsbeginn finden wir einen freien Parkplatz für unser Auto. Zu Fuß gehen wir an den Moselanlagen entlang bis zur Skagerak-Brücke , wo wir die erste Treppe nach oben benutzen.

Wir wollten nochmals zu den Kreuzfahrtschiffen auf der anderen Mosel-Seite gehen.
Als wir auf der Südseite der Brücke nach unten schauen, sehen wir unten am Brunnen auf dem Josef-Steib-Platz, dass sich hier eine Musikkapelle aufstellt. So warten wir einige Minuten bis sie anfangen zu spielen. Es sind Holländer, die vermutlich ein paar Tage Urlaub in Cochem oder Umgebung machen. Es dauert etwas bis sie dann anfangen einige bekannte Lieder und Schlager zu spielen.

Danach gehen wir weiter über die Brücke zur Ostseite wo sich der Cochemer Stadtteil Cond befindet, und die Anleger der Kreuzfahrtschiffe sind. Wir wollen uns noch etwas Appetit holen, für eine etwaige Flusskreuzfahrt, die man auch wieder mal machen könnte. Wir gehen zurück zum Treppenhaus an der Kachelwand, wo wir die Brücke verlassen. Als nächstes gehen wir über die Sternstrasse (hübsche Fussgängerzone) zum Markplatz. Auch hier ist einiges los, eine zweite Musik-Gruppe aus den Niederlanden/Holland macht hier Musik. Auch sie spielen ein paar schöne Lieder. Wir setzen uns später auf ein paar der Stahldraht-Stühle die hier am Brunnen aufgestellt sind, und überlegen, ob wir zu den Cafe-Stühlen gleich nebenan wechseln um eine Kleinigkeit zu trinken. Aber wir entscheiden uns dagegen, und gehen durch das Endert-Tor in die gleichnamige Straße. Hier befindet sich die Alte Wein Wirtschaft ein uriges Speise und Weinlokal, das offensichtlich nur von ein paar jungen Asiaten betrieben wird. Die Dekoration des ganzen Lokales ist grandios und besteht nur aus alten Gegenständen die im Weinbau verwendet wurden. Hier setzen wir uns auf eine offene Terrasse die sich im ersten Stock befindet, bestellen zwei Gläser eines süffigen Moselweines. Es ist Mittagszeit und die Terrasse ist voll mit Gästen die verschiedenes zum Essen bestellt hatten. Die Preise hier wie in ganz Cochem sind nicht ganz billig, aber es hat uns trotz allem sehr gut gefallen.

Es ist 13:00 als wir aufbrechen und zum Campingplatz zurück kehren, vor dem Caravan essen wir noch Käsebrötchen vom Frühstück. Während unserer Abwesenheit haben viele Campinggäste den Ca. Platz (Wochenend-Gäste)verlassen. Wenig später trinken wir noch Kaffee und essen Quark-Käsekuchen den wir in Cochem gekauft hatten. Wir haben trotz der gestrigen Schlechtwetter-Meldung immer noch blauen Himmel, und die Sonne scheint warm. Wir nutzen die letzten Minuten in der warmen Herbstsonne mit einem Glas Weizenbier in der Hand. Etwas später haben wir unseren Vorzeltteppich abgekehrt und zusammen gelegt. Auf der Unterseite war er stark verschmutzt, zu Hause werden wir ihn wohl mit dem Hochdruckreiniger abspritzen müssen. Im Anschluss bringe ich die Toiletten-kassette zur Kimik am Waschhaus zum Entleeren. Vor zwei Stunden war das Rohr zum Wasserhahn noch Defekt, ein Gast versuchte mit seiner Hand die undichte Stelle abzudecken. Jetzt geht es wieder, Gottseidank.
Es ist soweit, pünktlich um 16:30 verlassen wir den Camping Moselwunder. Wenige Minuten zuvor haben wir Martinshorn und Blaulicht direkt am Campingplatz gehört und gesehen. Auch ein Helikopter kreiste über den Platz. Nur vielleicht hundert Meter weiter auf der Straße ist ein Unfall passiert. Polizei und Rettungswagen stehen hier, es könnte ein Motorradfahrer ? beteiligt sein. Die Verkehrsstraße ist erfreulicherweise nicht gesperrt. Als wir Pommern in Richtung Treis-Kaden verlassen, sehen wir auf einer Wiese den Helikopter stehen und auf den weiteren Transport warten.
Wir fahren den gleichen Weg wie auf der Herfahrt, bei Treis-Karden überqueren wir die Moselbrücke und fahren Richtung Burgen und Alken. Wo wir dann das Moseltal verlassen und auf der L 207 wieder in den Hunsrück hinauffahren. Auf der steilen und kurvigen Passstraße bei Alken können wir einen letzten Blick auf die Ruine von Burg Thurant werfen. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert von den Erzbischöfen von Köln und Trier geteilt und jeweils von eigenen Burggrafen verwaltet.

(Wir sind in den Letzten Jahren dreimal die Passstraßen zur Mosel hinunter gefahren, einmal nach Zell, das zweite mal nach Senheim hinunter, und jetzt die dritte Fahrt nach Alken hinunter. Die Straße nach Senheim war für mich abgesehen von den engen und steilen Serpentinen die schlimmste Strecke. Damals habe ich für den Rückweg den Weg über Zell genommen).

Bei Pfaffenheck verlassen wir jetzt die L 207 und wenig später fahren wir auf die Auffahrt der A61 auf. Bei Rheinböllen wird der Autoverkehr deutlich stärker, ich hoffe aber dass es nach dem Autobahndreieck Nahe, wo die Autobahn nach Mainz oder Frankfurt geht, wieder ruhiger wird. Unser Weg geht weiter an Alzey und Worms vorbei, wir lassen Mannheim und Ludwigshafen links liegen. Bei Speyer überqueren wir den Rhein. Dieses Mal sehen wir sogar den Hockenheim-Ring, bald darauf erreichen wir das Autobahnkreuz Walldorf. Hier kreuzt uns die A5 , die von Basel nach Frankfurt geht. Der Verkehr in dieser Nord-Süd Richtung ist gewaltig. Wir fahren aber weiter auf der A6 in Richtung Heilbronn. Kurz nach 19:00 kommen wir an Sinsheim vorbei, dieses Mal können wir von der Autobahn auf Teile des Technik-Museums einsehen. Die Concorde und die Tupolev TU-144 sind gut von außen zu sehen.

(Im Museum befinden sich außerdem Sehenswürdigkeiten von Luft; See und Landfahrzeuge – ein Panzer der Leopard 1; sowie die SU 100 ein Russischer Jagdpanzer; auch das U-Boot U17 wird ab 2025 hier zu sehen sein.
Eisenbahnloks und Autos von Daimler, Maybach und ein Ferrari Lamborghini P 400;- Amerikanische Straßenkreuzer sowie Rennwagen verschiedener Hersteller, Ebenso Motorräder und Landwirtschaftliche Fahrzeuge aller Art)

Etwa 20 Minuten später um 19:30 haben wir unser heutiges Ziel unseren Übernachtungsplatz 24-ARAL Autohof bei Bad Rappenau erreicht. Er schaut auch heute so voll wie letzte Woche aus. Nur der Platz vor den Müllcontainer, den uns letzte Woche ein Mitarbeiter zeigte ist noch frei.

Unseren Übernachtungsplatz habe ich rot angezeichnet

Ich darf heute unser Gespann nicht zu weit nach vorne fahren, vor uns steht ein Sattelzug, der bei seiner Abfahrt rückwärts aus seiner Parklücke fahren muss. Auch nach hinten muss ich Abstand halten, auch hier steht ein Sattelzug, der hinter mir ausscheren muss. Eine dreiviertel Stunde später spricht mich der LKW-Fahrer hinter mir an, es wäre knapp wie er aus seiner Parklücke heraus fahren muss. Er ist aus Bulgarien und fahre den LKW erst seit 14 Tagen. Ich weise ihn darauf hin dass er bis zu meinem Caravan noch 5 Meter Abstand hat, und er könne noch weitere 4 Meter zurückstoßen um aus seiner Parklücke zu kommen. Mit dieser Aussage gibt er sich zufrieden.


Ich hatte schon bei unserer Ankunft die hinteren Kurbelstützen vom Caravan herunter gedreht. Da wir schon zu Abend gegessen hatten, drehe ich jetzt die Stützen wieder hoch, sollte der LKW heute Nacht um 2:00 nicht aus seiner Parklücke heraus kommen, müsste ich ein paar Meter nach Vorne fahren. Gegen 22:00 kamen zwei Klein-Transporter auf den Parkplatz und fangen an ihre Fahrzeug umzuladen. Das eine Fahrzeug war fast voll mit Geräten (Waschmaschinen, Kühlschrank oder ähnliches). Jetzt sollte noch ein Fahrrad hinein, was einfach nicht mehr geht. Es wurde jetzt auseinander gebaut und in den Kleintransporter fast gepresst. Leider konnten wir die Nationalzeichen nicht gut erkennen, sie kamen auf jeden Fall aus dem Ostblock. Im ersten Moment dachten wir an Diebesgut, das ins Ausland gebracht wird.
Ansonsten ging alles gut, unser hinterer LKW kam ohne Probleme aus seiner Parklücke heraus, und wir hatten eine relative Ruhige Nacht.

Montag, den 23.09.2024

Es ist Morgen um 6:30 als wir aufstehen, der Rasthof hat sich gegen Morgen etwas geleert. Nur der LKW der vor uns in der Parklücke steht, und rückwärts heraus fahren müsste ist immer noch da. Wir hätten weitere 3 Meter nach vorne fahren können, wenn wir das gewusst hätten.
Nach einer Tasse Cappuccino verlassen wir um 7:15 den Autohof bei Bad Rappenau. Der Verkehr heute Morgen in Richtung Heilbronn und weiter ist sehr lebhaft. Das Wetter ist im Gegensatz zum letzten Jahr ziemlich diesig. Im vorigen Jahr musste ich bei aufgehender Morgensonne fast bis zum Kreuz Feuchtwangen /Crailsheim im starken Gegenlicht der aufgehenden Sonne fahren. Irgendwo auf dieser Strecke machten wir noch eine Rast zu einem späten Frühstück. Unsere Abfahrt in Richtung Ulm/Kempten am Kreuz Feuchtwangen /Crailsheim war fast Abenteuerlich. Hier am Autobahnkreuz wird ja seit einigen Jahren gebaut, wir mussten einige Abfahrten bewältigen bis wir auf der richtigen Spur der A7 nach Ulm/Kempten waren.
Jetzt sind es noch etwas mehr als 2 Stunden, und ca. 170 Kilometer bis nach Ottobeuren, die wir fahren müssen. Es läuft relativ gut und wir kommen um 11:15 in Ottobeuren an. Unsere Straße ist sogar frei von parkenden Schülern und Lehrer-Autos, so dass wir ohne Probleme in unsere Garagen-Einfahrt fahren können.
Wie es bei uns Gewohnheit ist, räumen wir in der nächsten Stunde unseren Caravan aus, und bringen alle Sachen, Schmutzwäsche zur Waschmaschine, Stühle und Tisch in den Keller. Nur unsere E-Bike kommen erst am späten Nachmittag aus dem Auto.

Fazit: Wir hatten dem Wetter nach eine schöne und erholsame Woche hier an der Mosel. Unser gewählter Campingplatz entsprach unseren Erwartungen, schöne und teilweise grüne Stellplätze. (Was bei mir zur Verwunderung führte, die Stromkabel der einzelnen Stellplätze führten über andere Stellflächen und über die Verkehrswege) sowas hatte ich in der Vergangenheit bisher nicht gesehen. Der Campingplatz hatte sogar einen Swimmingpool, auch das hatte ich bisher an der Mosel noch nicht gesehen. Das Waschhaus mit der Betreuerin Corinna war immer bestens gepflegt. Die Verpflegung mit den Frühstücksbrötchen war sehr gut und Schmackhaft. Ich möchte sogar behaupten, dass unsere Brötchen die bisher Besten in den vergangenen Jahren auf den Campingplätzen waren (ausgenommen in Frankreich wo es Baguette gibt).
Im Ort Treis haben wir einen schönen Biergarten gefunden, wo es schmackhaftes Essen sowie schöne Eisbecher gab.
Trotz allem werden wir bei einem weiteren Aufenthalt in den nächsten Jahren, wahrscheinlich wieder auf einen Campingplatz in Zell oder Senheim zurückgreifen.
Der Grund ist: Die Fahrradwege hier in Pommern + Treis/Karden sind alle direkt zwischen Mosel und Verkehrstrasse, auch nicht zu breit. Es gibt auch immer wieder Gegenverkehr der nicht korrekt auf seiner Fahrspur bleibt. In Zell oder Senheim hatten wir größtenteils schönere und breitere Weg durch die Weinfelder zur Verfügung.

Was uns insgesamt etwas enttäuscht hatte, es gibt an der Mosel, anscheinend keine Bürgerliche Küche, nur etwas im Pommes oder Hamburger-Stile. Alternativ gibt es gehobene Küche im entsprechenden Preissegment.

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