Auch in diesem Jahr wollen wir wieder ein paar Wochen im schönen Südfrankreich verbringen. Eines unserer Ziele ist die Provence, die ein herrliches Klima besitzt. Unser Weg wird uns durch die Schweiz bis nach Genf führen. Von hier geht es dann weiter über Grenoble, und den Französischen Alpen entlang. Nahe einen kleinen Bergstädtchen werden wir unsere zweite Nacht verbringen, bevor wir auf der D 1075 weiter nach Süden fahren. Wir überqueren den Col de la Croix Haute mit seinen 1179 m Höhe danach geht es zu unserem ersten längeren Aufenthalt am schönen Lac de Sainte Croix . Unsere nächste Station wird an der Cote d`Azur sein, bevor wir an den Geburtsort von Nostradamus in Saint Remys de Provence fahren. Von hier geht es dann weiter an die malerische Ardeche. Unser letzter Aufenthalt in Frankreich wird in Mirabel et Blacons an dem Flüsschen Drome sein. Danach geht es wieder über die Schweiz zurück nach Deutschland. Soweit unser Plan.

Die Kilometerangabe und die Zeit stimmen nicht
Donnerstag, den 13. Juni 2024
Wie in den vergangenen Jahren haben wir unseren Caravan auf dem öffentlichen Parkplatz vor dem Haus abgestellt. Da wir noch keine Ferien haben, ist unsere kleine Straße meist mit Autos von Lehrer und Schüler der nahe gelegenen Schule voll gestellt
In den vergangenen Tagen haben wir unseren Caravan auf die große Reise vorbereitet, die Technischen Sachen wie Wasser in die Tanks füllen, und die Batterie für den Mover (Elektroantrieb) laden. Auch die Kleidung und die Lebensmittel und Getränke die wir mit auf die Reise nehmen werden, kommen in den Wohnwagen.
Guten Morgen, es ist erst 6:45 als wir aufstehen, heute ist der große Tag unsere Abfahrt in den Süden Frankreichs steht bevor. Nach einem kurzen Frühstück verlasse ich das Haus um den Wohnwagen zur Abfahrt vorzubereiten. Unsere Caravanspiegel von Repusel müssen noch am Auto befestigt werden. Mit dem Accuschrauber drehe ich danach die Kurbelstützen hoch und nehme das Stromkabel ab. Zwischenzeitlich hat meine Frau noch den Kühlschrank im Wagen befüllt. Zum Abschluss fahre ich den Caravan mit dem Mover aus der Parklücke heraus und hänge Ihn an unser Auto.

Um 9:20 fahren wir aus Ottobeuren los, unsere Nachbarin Susi Sch. winkt uns noch von ihrer Haustüre nach. Statt unserer üblichen Route zur Autobahn-Auffahrt Memmingen-Süd müssen wir heute beim Kreisverkehr bei Benningen in Richtung Memmingen fahren. Dort geht es weiter am Tiroler Ring bis zur Autobahn-Auffahrt MM-Ost, dann weiter zum MM-Kreuz und hier in Richtung Lindau/Bregenz abbiegen. Nach einer knappen Stunde haben wir Lindau und Hörbranz erreicht. An der Raststätte in Hörbranz verlassen wir nochmals die Autobahn, weil dringende Bedürfnisse uns quälen, um danach nochmals die Caravanspiegel frisch einstellen. Plötzlich steht neben uns eine Gruppe mit Porsche-Sportwagen (keine 911er).
Mit dem Porschefahrer neben uns unterhalte ich mich kurz: Sie wären wohl etwas schneller als ich unterwegs, sage ich zu ihm, er meinte darauf er sei nur unwesentlich schneller mit einem Blick auf mein R-Zeichen am Kotflügel. Ich fragte Ihn nach seinem Motor. Er antwortete mir 650 Ps aber genau weiß ich das nicht mehr. Und sie sind auf der Fahrt zum Gardasee und machen eine Spritztour dahin
Nach der kurzen Pause verlassen wir die Raststätte und fahren durch den Pfänder-Tunnel nach Österreich. Wir fahren bis zur Abfahrt Dornbirn, wo wir dann die A14 verlassen und Richtung Zentrum/ Dornbirn fahren. Hier wollen wir bei der Eni-Tankstelle in der Lustenauer Straße unser Auto nochmals volltanken. So können wir ohne Probleme durch die Schweiz fahren, ohne nochmals Tanken zu müssen. Danach geht es über die L204 nach Lustenau wo wir im Anschluss die Rheinbrücke und die Grenze zur Schweiz überqueren. Von hier geht es auf der A13 bis nach St. Margrethen, wo wir ab jetzt auf der A1 fast durch die ganze Schweiz fahren werden.



Wie in den vergangenen Jahren machen wir auch heute eine Pause auf der Raststätte Forrenberg im Nahbereich von Winterthur, die wir um 12:15 erreichen. Vor vielen Jahren hat hier ein Auto einen Wasserhydranten umgefahren, so dass die ganze Tankstelle über viele Stunden unter Wasser stand. Es dauerte einige Stunden bis die zuständige Gemeinde den Wasserzulauf zur Raststätte stoppte.

Von zu Hause haben wir Kaffee und belegte Brote mitgebracht, die wir jetzt mit Genuss im Caravan verspeisen. Nach ca. 45 Minuten fahren wir wieder weiter. Bis zum Dreieck Wangen-Brüttisellen sind es ja nur ein paar Kilometer die in wenigen Minuten geschafft sind. Von hier bis zur Abzweigung Zürich-Affoltern ist meistens Staugebiet. Aber es geht heute relativ gut, so dass wir nach 20 Minuten die Stadtumgehung in Zürich hinter uns lassen können. Das Verkehrsaufkommen ist heute relativ gering und so kommen wir schon um 14:05 an der Raststätte in Gunzgen an. Die Raststätte ist gut belegt, aber wir finden noch einen Parkplatz. Immer wenn wir nach Frankreich fahren, machen wir hier eine kurze Pause. Hier verbringen wir weitere 40 Minuten, wir haben ja keine Eile, da wir unser heutiges Ziel erst gegen 16:00 erreichen wollen. Zum Wetter wäre zu sagen, wir haben keine Hochsommerlichen Temperaturen, ca. 22 Grad zeigt unser Auto-Thermometer gerade an.

Ca. 30 Kilometer später werden wir heute erstmalig die Autobahn A1 verlassen. In den vergangenen Jahren haben wir in Payerne /Westschweiz in der Nähe des Lac de Neuchatel (Neuenburger See) auf dem gleichnamigen Campingplatz übernachtet. Nachdem aber Preis und Leistung des Campingplatzes in diesem Jahr überhaupt nicht mehr übereinstimmen, haben wir uns für einen anderen Campingplatz entschieden.
Bei Solothurn wechseln wir jetzt auf die Autobahn A5, die uns über Biel das am gleichnamigen See liegt an unser Ziel bringen soll. Die A5 bringt uns einen weiteren Vorteil, wir müssen nicht über den Verkehrsknotenpunkt Bern fahren. Des weiteren ist der Verkehr hier auf dieser Autobahn wesentlich geringer. So dass wir nach einer halben Stunde schon Biel/am See erreichen. Hier heißt es etwas aufpassen, überall in der Stadt wird gebaut, bis wir am Stadtende wieder die A5 die am Ufer des See entlang läuft erreichen.
Der Blick auf den See ist gut, aber auch hier wird viel an der Autobahn gebaut. Nach einer weiteren halben Stunde haben wir Le Landeron am Südwestufer des See`s erreicht. Wir verlassen die Autobahn am nördlichen Ende des Ortes, und plötzlich sind wir in der Innenstadt gelandet. Unser Navi ist nicht ganz im Bilde, und will uns immer wieder in die falsche Richtung schicken, aber irgendwie haben wir unser Ziel doch noch erreicht. Der Mann an der Rezeption vom Camping Le Peches bietet uns zwei oder drei Stellplätze zur Auswahl an. Wir gehen in den Campingplatz hinein, entscheiden uns aber doch für den ersten Stellplatz mit der Nummer 48. Nachdem die Schranke geöffnet ist fahren wir gleich hinein, und wollen den Strom anschließen. Hier gibt es gleich die erste Überraschung, unser Eurostecker passt nicht. Dieses Problem hatten wir in den vergangenen fast 10 Jahren nie. Zum Glück haben wir im Caravan einen Stromstecker gefunden, den wir irgendwann gekauft haben, und er passt. Das Wetter ist herrlich, und wir können noch vor dem Wohnwagen sitzen um ein Glas Weizenbier geniesen. Wie man auf den Bildern erkennen kann, haben wir einen blauen Himmel und die Temperatur liegt wohl bei etwa 23°. Der Preis ist ca. 10 € höher als der Camping-Card ACSI-Katalog angibt, warum auch immer.

im Campinplatz 
Wohnfässer 
unser Stellplatz 
Waschhaus von Außen 
Waschhaus Innen 
Waschhaus Innen 
Waschhaus Innen 
Rezeption
Im sehr gepflegten Waschhaus empfängt uns schöne Musik
Wenig später gehen wir noch zum Bieler See hinunter, der nur durch eine Mobilhome oder Gartenhaussiedlung, die anscheinend auch zum Campingplatz gehört getrennt ist. Am Lebensmittelladen vorbei kommen wir zum Seeufer, hier gibt es auch einen Boot oder Yachthafen sowie eine Slipanlage um die teilweise großen Boote aus dem Wasser zu heben.
Zurück am Caravan richtet meine Frau das Abendessen her. Wie immer gibt es am ersten Abend unserer Urlaubsreise eine Brotzeit, bestehend aus Tomatenhering, Sülze, Käse und Schinken und Brot. Dazu gibt ein oder zwei Gläser mit Weizenbier, meine Frau trinkt meistens etwas Rotwein. Zum heutigen Abschluss schaue ich noch auf einer Karten-App, die ich am Handy habe, wie unsere Abfahrt morgen Früh vom Camping-platz durch die Stadt zur Autobahn laufen soll. Kurz vor 22:00 gehen wir dann ins Bett um am nächsten Morgen gerüstet zu sein.
Freitag, den 14. Juni 2024
Es ist 6:30 als wir aufwachen und auch aufstehen, wir wollen ja weiter Richtung Süden fahren. Geschlafen haben wir recht gut, leider hat es gegen Morgen etwas zu Regnen angefangen. Während meine Frau unserem Cappuccino vorbereitet, bringe ich die Toiletten-Kassette ins Waschhaus. Auch hier gibt es wie überall einen eigenen Raum für die Entsorgung. Anschließend fülle ich noch das Wasser für die Toilettenspülung nach. Danach trinken wir unseren Cappuccino und essen ein Stück Kuchen dazu. Nach unserem gemeinsamen Waschhaus Besuch nehmen wir das Stromkabel ab. Um unsere Nachbarn so Früh nicht zu stören, drehe mit der Handkurbel unsere Stützen hoch. Und schon kann es los gehen, punkt 8:30 verlassen wir den hübschen Campingplatz. Dank der Karten-App vom Handy geht alles gut, und wir kommen ohne Probleme zur Autobahn-Auffahrt Le Landeron-Süd.
Wie erwartet wollte unser Navi uns wie schon gestern Nachmittag auf die Auffahrt Le Landeron-Nord schicken. Was wir natürlich ablehnen. Wir wollen nicht wieder durch die Innenstadt mit verkehrsberuhigter Zone fahren.
Zwischen den beiden Seen Biel und Neuchatel fahren wir kurz an einem Industrie-Gebiet vorbei. Ab der Stadt Neuchatel fahren wir meist unterirdisch am See entlang, was wir nicht erwartet hatten. Anscheinend sind die Grundstück am See nicht zu bebauen, was anderseits auch Richtig ist. So geht es gut 30 Kilometer immer wieder unter der Erde weiter. Am Ende des See`s kommen wir dann an Yverdon-les-Bains vorbei, wo es wieder auf die uns bekannte Autobahn A1 geht.
Auf dem Rastplatz La Cote Jura in Nähe des Genfer See holen wir unser versäumtes Frühstück nach. Es hat zu Regnen aufgehört, um 9:15 fahren wir wieder weiter, an Gland vorbei wo sich die Villa von Michael Schuhmacher befindet.
Gerüchten zufolge soll diese Villa verkauft sein, und Corinna Schuhmacher und Ihre Familie eine neue Heimat in den USA und auf Mallorca gefunden haben.


Kurz nach 10:00 haben wir dann Genf erreicht, fahren gerade am Flughafen vorbei wo soeben ein Flugzeug von Easy-Jet landet. Danach fahren wir an riesigen Parkdecks vorbei die ebenfalls zum Flughafen gehören. Hier müssen wir etwas aufpassen, es herrscht reger Großstadtverkehr. Aber es geht alles gut, und wir kommen zügig durch die Stadt.

Brücke über die Rhone 
Wegweiser nach Frankreich 
unser Navi weiß Bescheid 
Schweizer Grenzstation 
Französische Grenze 
wir sind in Frankreich
Auf der A41 geht es jetzt weiter nach Frankreich, ein paar Kilometer nach der Grenze befindet sich die Raststätte Ponts-de-la-Caille. Hier haben wir schon einige Frühstücks-pausen gemacht. Dieses Mal fahren wir weiter, unser heutiges Frühstück haben wir schon gemacht, leider ist die Aussicht auf die Brücke wegen der stark gewachsenen Sträucher und Bäume nicht mehr so gut wie früher. Wenig später haben wir die Mautstelle bei Cruseilles erreicht, wo wir unsere erste Französische Vignette erhalten. Wir fahren an Annecy vorbei und ein paar weitere Kilometer um ca. 10:45 sind wir an unserer Tankstelle Fontanelles La Ripaille bei Seynod angekommen, wo wir unseren Dieseltank befüllen.
Wir hätten gerne noch auf dieser schönen Raststätte einige Minuten Pause gemacht, aber von den Tanksäulen kommt man kaum noch zum Rastplatz hinüber. Das Wetter ist auch nicht schön, so dass wir mit einem leisen Bedauern weiter fahren.
Zur Errinnerung: Vor vielen Jahren machten wir hier eine Frühstückspause und hinter uns stand ein schönes Adria Wohnmobil mit einem Anhänger. Man Staune darauf befand sich ein roter Ferrari.
Unser Ziel heute ist ein Campingplatz in den Französischen Alpen südlich von Grenoble.
Unsere Fahrt durch Grenoble ging zum größten Teil recht gut voran, bis in den Südlichen Teil der Stadt, wo wir auf der N1075 fahren wollten. Unser Weg war gepflastert mit Baustellen ohne Ende. Bis zum Col de la Croix Haute mit seinen 1179 m Höhe war ein gutes Drittel der N1075 in Reparatur. Leider hat es seit geraumer Zeit zu Regnen angefangen, teilweise recht Heftig. Zwischenzeitlich haben wir eine kurze Pause gemacht. In Sichtweite des Col de la Croix Haute mussten wir ca. 15 Minuten warten bis unsere Fahrspur frei gegeben war. Wenig später fuhr ein Traktor mit einem Anhänger vor uns, der anscheinend aus einem Feld gekommen ist. Die Straße ist jetzt voll Erde die von den landwirtschaftlichen Gespann verteilt wird. Wie wir später feststellen wird von meinen eigenen Hinterrädern der Schmutz auf die Vorderseite unseres Caravans gespritzt.
Gegen 15:45 haben wir unseren gewünschten Campingplatz erreicht.
Ich habe lange überlegt, ob ich den Namen und den Ort dieses Campingplatzes nennen kann und soll. Aus Haftungsgründen verzichte ich aber darauf.
Aber ich möchte schon darauf hinweisen, dass dieser Campingplatz in einem bekannten Campingführer aus mir unbekannten Gründen 4 Sterne bekommen hat.
Schon vor vielen Jahren haben wir diesen Platz besucht, damals waren wir zusammen mit einem Holländischen Paar die einzigen Gäste hier. Es war ebenfalls innerhalb der begonnenen Saison und kein Waschhaus war geöffnet und in den zwei Pools befand sich kein Wasser, nur eine große Menge an Fröschen. Wir mussten oder durften im Haupthaus Duschen benutzen, die als privat galten.
Damals dachte ich das wäre eine Ausnahme, darum besuchen wir den Platz nach vielen Jahren ein weiteres Mal.
Es war leider keine Ausnahme, auch dieses Mal war der Platz nach Saisonbeginn nicht fertig.


Der Eingang war wie damals unverändert. Auf einer großen Wiese hinter dem Sportplatz stehen zwei große Concorde-Wohnmobile mit Hänger. Wie wir später gesehen waren darin 2 tolle Sportwagen drinnen. In den beiden Pools war dieses Mal Wasser im Becken. Meine Frau und ich gehen in die wenig aufgeräumte Rezeption, bei der jungen Dame, die hier sitzt bekommen wir mit viel Niesen einen Stellplatz zugewiesen. Ganz in der Nähe der beiden Wohnmobile hinter den Pools beziehen wir einen Platz auf dem Weg. Für diese eine Nacht verstellen wir nicht so viel, auch der Caravan bleibt zunächst am Auto angehängt. Ich mache einen kurzen Rundgang über den Campingplatz. Es gibt ein kleines Haus, wo sich zwei Toiletten sowie zwei Waschbecken befinden. Das Wasser bleibt hier kalt und der Händetrockner ohne Strom. Ebenso bleibt es in der Herrenabteilung dunkel. Etwa 150 Meter weiter befindet sich das Haupt-Waschhaus, leider ist das geschlossen und anscheinend für die Saison noch nicht vorbereitet.
Für das Entleeren der Toiletten-Kassette findet sich nach Anfrage beim Betreiber ein kleines Abfluss-Loch in einem Betonboden außerhalb des Campingplatzes, das wir auch am nächsten Morgen benutzen.
Kurz nach 17:00 fahren wir noch zur nächsten Ortschaft, wo es einen Super U mit angeschlossener Tankstelle gibt. Wo wir unserem Auto etwas Diesel geben. Nach meiner Erinnerung befindet sich der Supermarkt am Ortsbeginn, ich täuschte mich, er war am Ortsende. Mit dieser Tankfüllung kommen wir jetzt bis zur Cote d`Azur und weiter. Nach dem Tanken fahren wir zurück zum Platz. Hier reinige ich noch kurz die Vorderfront vom Caravan die von dem Traktor mit seinen Reifen stark verschmutzt war.
Etwas später gehen wir zum Duschen ins Haupthaus, wo sich in einem abgeteilten Bereich, gemeinsam mit Waschmaschine und Trockner zwei Duschkabinen befinden. Auch hier sind nicht alle Gerätschaften in Ordnung, es liegen auch leere Shampoo-Flaschen am Boden. Ob sie vom Besitzer oder von den noch vorhandenen 8 Camping-Gästen stammen, weiß ich nicht. Unser Abendessen nehmen wir im Wohnwagen ein, da es wieder etwas zu Regnen anfängt.
Gegen 21:30 gehen wir ins Bett, da wir auch sehr früh weiter nach Süden fahren wollen.
Samstag, den 15. Juni 2024
Hallo, guten Morgen es ist 7:00 früh als wir aufstehen. Geschlafen wir unterschiedlich, ich relativ gut, dagegen meine Frau hat wohl schlecht geschlafen, wie sie sagt. Während ich die hinteren Kurbelstützen (Vorne habe ich nur das Bugrad hinunter gedreht) mit dem Accuschrauber hoch drehe, hat meine Gattin unser Frühstück fertig gemacht. Es gibt einen Hefezopf von zu Hause, dazu verschiedene Marmeladen und Honig (wir sind süße Frühstücker).
Um 8:00 verlassen wir den Campingplatz (ein weiteres Mal werden wir diesen Campingplatz nicht mehr besuchen). Außerhalb des Platzes suche ich noch das Abfluss-Loch für unsere Toiletten auf, um die Kassette zu Entleeren.
Zum Abschluss noch ein Wort über den Platz: auf den ersten Blick macht er einen guten Eindruck, wenn man dann vor Ort ist, stellt sich soviel als Negativ heraus. Im Internet präsentiert er sich als das Urlaubsparadies mit 4 Sternen.
Meine Persönliche Bewertung gesamt liegt bei höchstens 2,5 Sternen.
Die nächsten 50 Kilometer werden wir noch auf der Nationalstraße 1075 fahren, bevor wir auf Wunsch meiner Frau auf die Autobahn wechseln. Auf dem Weg nach Sisteron müssen wir nochmal kurz die Straße wechseln, um ein paar Kilometer wegen einer Baustelle auf einer Nebenstraße zu fahren. Kurz vor Sisteron fahren wir jetzt auf die Autobahn A51 auf.
Nachfolgend ein paar Paar Bilder von Sisteron aus vergangenen Jahren, hier von der Autobahn hat man keinen Blick mehr auf die kleine Stadt, die gerne als das Tor zur Provence genannt wird.






Durance 

Hier ein paar Bilder aus Sisteron an der Durance, wo wir vor Jahren waren /Tor zur Provence
Die nächsten 50 Kilometer fahren wir auf der A51 weiter nach Süden. Kurz danach machen wir nochmal eine Pinkel-Pause und essen im Anschluss eine Banane.

Strom-Tankstelle 
Ginster blüht überall an der Autobahn 
Ginster blüht überall an der Autobahn 
bizarrer Gebirgszug entlang der Durance
In Manosque verlassen wir die Autobahn auch schon wieder und fahren auf der D4 bis nach Vinon-sur-Verdon. (Unser Navi wäre wieder eine andere Strecke gefahren, was ich strikt ablehne). Hier in Vinon….. versäumen wir auf einem Kreisverkehr wegen mangelnder Ausschilderung die richtige Ausfahrt, können es aber nach ca. 1,5 Kilometer wieder Korrigieren. Weiter geht es über den kleinen Kurort Greòux-les-Bains in Richtung dem Lac de Sainte-Croix (Tiefblauer Bergsee).
In Riez muss ich wegen einer Baustelle und einer sehr engen Straße ein paar Meter zurück setzen, um die Engstelle für ein gerade entgegenkommendes Fahrzeug frei zu machen. Darauf setzte sich die ganze Wartepflichtige Karawane des Gegenverkehrs in Bewegung um die Engstelle noch schnell vor mir zu passieren.
Nach einigen Kilometern haben wir den wunderschönen Bergsee erreicht und damit vielleicht unser Ziel. Wir fahren an Moustier-Sainte-Marie vorbei bis zum See hinunter, über den Pont du Galetas hinüber der den Verdon-Fluss vom See trennt. Weiter geht es nach Les Salles-sur-Verdon wo sich unser gewünschter Campingplatz Les Pins befindet. Als meine Frau in der Rezeption nachfragt, stellt sich heraus, dass kein freier Stellplatz für uns zur Verfügung steht. Enttäuscht fahren wir über die kurze Waldstrecke (Einbahnstraße) zur Hauptstraße zurück. Ein bis zwei Kilometer weiter befindet sich der Gemeindliche Campingplatz „Muncipal Les Ruisses„. In der Hoffnung hier einen Stellplatz für zwei Tage zu bekommen, fahren wir in die enge Einfahrt hinein. Momentan ist die Schranke noch durch einen ankommendes Wohnmobil versperrt, wir gehen gemeinsam in die Rezeption und fragen nach einem freien Stellplatz. Die Dame am Computer erzählt, dass sie uns erst heute Nachmittag ab 14:00 sagen kann ob etwas frei ist.
Wir haben jetzt 11:30
Enttäuscht wollen wir wieder fahren, mittlerweile hat sich der Eingangsbereich noch mit ankommenden Fahrzeugen weiter gefüllt. Wir müssten rückwärts zwischen der Rezeption und den Müllcontainer stoßen. Allerdings kommt aus dem Ca.-Platz ein Ford Transit heraus, der Fahrer stellt sein Fahrzeug auch in die Einfahrt und bringt seinen Müllbeutel zum Abfallcontainer.
Weiterhin haben sie auf der linken Seite noch zwei Balken auf der Straße befestigt, was die Bewegungsfreiheit weiter einschränkt. Es herrscht jetzt nur noch Chaos.
Ich bin gezwungen den Caravan abzuhängen, und mit dem Mover (Elektroantrieb) zu bewegen, um endlich wieder nach draußen zu kommen.

Google-Bild vom Eingang
Die Frage lautete, was jetzt tun. Mein Plan war jetzt weiter ans Meer (weitere 180 Kilometer und 3 Stunden) zu fahren, unser nächstes Ziel wäre St. Raphael an der Cote`Azur gewesen. Dagegen meinte meine Frau, wir sollten einen Campingplatz bei Moustier-Sainte-Marie anschauen. Nach meinem Wissen gibt es keinen schönen Ca-Platz mehr am Ort, wir sind ja schon einige Male hier gewesen. Vor einigen Jahren hatte ich den Camping Le Vieux Colombier als Ziel ausgesucht, nach der Besichtigung sind wir weiter gefahren, der Platz entsprach damals nicht meinen Erwartungen.
Wir fahren wieder zurück in Richtung Moustier….., am oben genannten Campingplatz halten wir an einem Parkplatz an. Meine Frau geht den steilen Berg hinunter, in der kleinen Rezeption spricht sie mit dem Freund der jungen Besitzerin. Sie hätten noch ein paar Plätze frei, nach kurzer Durchsicht entscheiden wir uns für Platznummer 7 gleich im Eingangsbereich. Wie wir später feststellen ist der Campingplatz gut besucht. Im untersten Bereich sind einige hübsche Häuser zu vermieten.






die oberen 6 Bilder sind vom Campingbetreiber
Unser Stellplatz mit der Nummer 7 ist sehr groß, mindestens 12 Meter breit und etwa 20 Meter tief. Wir können unseren Caravan im Schutz der Bäume aufstellen, und müssen keine Markise ausrollen. Nun soll unser Urlaub endlich beginnen, den heutigen Nachmittag werden wir nach der etwas Stressigen Anfahrt in Ruhe genießen.
Am Spätnachmittag haben wir noch einen Spaziergang über den kleinen Campingplatz gemacht, das Waschhaus mit seinen Duschen und Toiletten angeschaut. Wir sind zufrieden mit dem was wir hier sehen. Gegen 22:00 gehen wir ins Bett, die Temperaturen heute lagen bei etwa 25°.

im Hintergrund die Berge von Moustier….. 
im Hintergrund die Berge von Moustier….. 
unser Stellplatz 
unser Stellplatz 
der Campingplatz hat viele Etagen 
Hübsche Häuser zu mieten
Sonntag, den 16. Juni 2024
Guten Morgen es ist schon 8:15 geworden als wir aufstehen, wir haben wunderbar geschlafen. Als erstes hole ich in der Rezeption ein Baguette das wir gestern Nachmittag noch bestellt hatten, der Himmel ist strahlend blau über unserem Frühstückstisch. Nach unserem ergiebigen Frühstück ist erstmals der Toilettengang und Duschen angesagt.
Heute wollen wir zum nahegelegenen Lac de Sainte-Croix fahren um hier am Stau-See ein paar schöne Stunden verbringen. Um 10.30 fahren wir los, bis zum Parkplatz in der Nähe des Pont du Galetas (Brücke am Einlauf des Verdon) sind es nur ca.6,5 Kilometer, hier stellen wir unser Auto ab und gehen zu Fuß zum See hinunter. Wir finden ein nettes Plätzchen am Ufer des herrlich blauen Stausee`s, der sich etwa 5 Meter unter uns befindet. Immer wieder kommen Badegäste oder andere vorbei, um sich ein nettes Plätzchen zu suchen. Von unserem Sitzplatz können wir die Pont du Gelatas Brücke sehen.

erstes Frühstück am Ca.PLatz 
Lac de Sainte-Croix 



Pont du Galetas 
Imbiss am See 

Etwa 1,5 Stunden später steigen wir ins Auto und fahren zur Brücke weiter, hier ist ein kleiner Parkplatz wo wir das Auto abstellen können. Im Einlauf des Verdon`s ist einiges los, Gleich in der Nähe kann man Tretboote sowie Elektroboote mieten, und unter der Brücke hindurch in den Verdon schippern, und schauen was sich hinter der Bergkante befindet. Auf der Brücke befinden sich Zuschauer aus aller Welt, eine Frau macht freundlicherweise ein Foto von uns.
Wenn man ein paar Kilometer weiter nach Süden fährt, geht eine Serpentinenstraße nach Aiguines hoch, wo sich der Campingplatz LÀigle befindet den wir vor einigen Jahren besucht hatten. Weiter geht es dann auf der Panoramastraße am südlichen Ufer des Verdon`s entlang, bis man dann am Pont de Soleils auf die Nördliche Seite des Verdon wechseln kann.
Um 13:45 fahren wir wieder zum Campingplatz zurück, als erstes Trinken wir einen Kaffee und genießen ein wenig die Ruhe, sowie Sonne und Schatten das wir auf unserem Stellplatz zur Genüge haben.
Da wir schon einige Male hier an der Verdon-Schlucht bzw. am See waren, haben wir für dieses Mal keine großen Ausflüge geplant. Zum Ausgleich habe ich ein paar Bilder aus vergangenen Jahren hier eingefügt.

das Bergdorf Trigance 
Verdonschlucht 
Verdon 
Verdonschlucht 
höchste Stelle am Südufer der Verdonschlucht 
Verdonschlucht 
Blick auf die Straße am Südufer 
Verdonschlucht 
Lac de Sainte-Croix – Pont du Gelatas 
Pont du Gelatas 
Verdonschlucht 
Der Stern von Moustier….. 
Pont de l’Artuby 
Blick über den See
Wir sind auch zweimal auf der Rte. des Cretes die am Nordufer bis über 1300 Meter in die Höhe geht, gefahren. Man kann auf 23 Kilometer Länge an 14 Aussichtsbalkonen einen Blick in die Tiefe machen. Hier kann man auch Adler und Gänsegeier auf Ihrem Flug über die Schlucht beobachten. Leider habe ich es bisher nicht geschafft, sie mit der Kamera festzuhalten.
Am Spätnachmittag gegen 16:00 machen wir einen Spaziergang in das nahe gelegene Moustier-Sainte-Marie, auch diesen kleinen Ort haben wir schon mehrmals besucht. Meistens essen wir hier einen Crepes mit Marmelade und danach ein Eis. An einem kleinen Parkplatz unterhalb des Ortes hält ein Bummelzug, um von hier Gäste in den Ortskern zu bringen.
Wir gehen die steile Abfahrt in unserem Campingplatz hoch, oben befindet sich neben dem Parkplatz auch ein Bistro, wo man sich eine Pizza holen, oder aber unter den Schattigen Bäumen sitzen kann. Danach gehen wir ein paar Meter nach links, bis wir einen Kreisverkehr erreichen. Die Straße weiter nach links führt nach Riez und Manosque, wir überqueren den Kreisverkehr und gehen die Av. de Lerins in Richtung Ortskern hinauf. In dieser engen Straße hatten wir schon öfters geparkt. Weiter oben gibt es einen kleinen Supermarkt mit einem Parkplatz hinterm Gebäude. Wir gehen weiter am Museum und der kleinen Polizeistation vorbei und sind schon auf der Rue de la Bourgade, ein kurze Einkaufsstraße die in Richtung des kleinen Wasserfalls führt. Über uns jetzt gut sichtbar hängt die 227 m lange Kette mit einem goldenen Stern.
Nach der von Frédéric Mistral übermittelten Legende ist dieser Stern ein Weihegabe an die Jungfrau Maria, die der Ritter Blacas vornahm, ein in die Gefangenschaft der Sarazenen geratener Kreuzritter, der geschworen hatte, dort einen Stern sowie eine Kette aufzuhängen, sollte er jemals in sein Dorf zurückkehren.
Seit dem Mittelalter gibt es in Moustiers…. Keramikhandwerk. Im 17. Jahrhundert ging man dazu über, die Technik der Fayence anzuwenden, und so wurde der Ort ein Zentrum der Fayence-Herstellung, die bis ins 19. Jahrhundert andauerte. Wegen sinkender Nachfrage und auf Grund gefallener Preise für Porzellan endete die Produktion in Moustiers…. Im 20. Jahrhundert wurde das Handwerk aber wieder belebt, so dass man heute wieder im Ort einige Betriebe und Geschäfte findet, wo diese spezielle Keramik hergestellt und angeboten wird. Ein Museum zeigt die Technik der Fayence und stellt einige schöne Beispiele aus.
Hier kommen wir nicht weiter und gehen über eine Brücke ins Zentrum vom Ort. Am Place Pomey ist unser Bistro wieder geöffnet wo wir schon in 2015 einen Crepes mit Erdbeermarmelade gegessen haben. Ein Jahr später war dieses Lokal geschlossen, und wir mussten im Haus gegenüber unseren Crepes essen. In diesem Jahr befindet sich hier im Haus ein Touristikgeschäft.
Wir setzen uns an einen gerade frei gewordenen Tisch und bestellen unseren Crepes, gleich neben den Tischen befindet sich ein Dorfbrunnen mit Quellwasser, wo sich Besucher erfrischen und trinken können. Nach dem Essen gehen wir weiter (eine Crepes mit Marmelade kostet 4 Euro, das ist zu akzeptieren), besuchen noch die im 12. Jahrhundert im Romanischen Stil erbaute Kirche Notre-Dame-de-l’Assomption. Auf dem Heimweg sehen wir noch den kleinen Touristenzug der die Besucher durch den Ort fährt und zum einem Parkplatz außerhalb des Ortes bringt.

Notre Dame …… 
Bummelzug 

Historischer Ortsplan von Moustiers …
Auf dem Rückweg zum Camping gehen wir einen anderen Weg, der ebenso in den Ca.-Platz führt. Es war einfacher als wir dachten, zumindest untertags. Am Stellplatz angekommen, trinken wir erst mal ein Glas Weizenbier. Wenig später essen wir zu Abend, mittlerweile scheint vor dem Caravan keine Sonne mehr, was ich sehr schade finde. Beim Gang um unseren Wohnwagen stelle ich fest, dass auf der Hinterseite unseres Caravans die untergehende Sonne noch gut eine Stunde zu sehen ist. Nachdem uns die Sonne endgültig verlassen hat, breche ich auf um im Waschhaus unser Abendgeschirr zu spülen. Danach setzen wir uns wieder vor den Caravan und trinken Rotwein, ich selber liebe seit vielen Jahren Sangria.
Um etwa 22:00 wie meist gehen wir ins Waschhaus und danach ins Bett, wir haben einen sehr schönen Tag hinter uns.

Montag, den 17. Juni 2024
Ein schönen guten Morgen, es ist inzwischen 8:00 als wir aufgestanden sind, die Sonne kommt gerade über dem Bergrücken den wir von unserem Stellplatz sehen hervor. Nachdem ich mich angezogen habe, gehe ich zur Rezeption um das von mir bestellte Baguette zu holen. Was ich nicht wusste, auch meine Frau hat ein weiteres Baguette bestellt. Heute Morgen ist eine Ältere Frau bei der Baguette und Croissantsausgabe, sie versteht so gut Deutsch wie ich Französisch. Ich hatte auf unsere Platznummer 7 bestellt, meine Frau dagegen auf unseren Namen. Die Namen auf Ihrer Liste waren für uns beide kaum lesbar, so kam ich nur mit einem Baguette zum Wohnwagen zurück. Unser Frühstück mit Marmelade, Käse, Salami und Schinken war deswegen genauso gut. Es ist schon ziemlich warm an unserem Frühstücksplatz, so dass ich mein T-Shirt ausziehen muss.
Für heute haben wir uns ein paar Lavendelfelder zur Besichtigung ausgesucht. Ich hatte mir vorgestern in der Rezeption einen Plan mitgenommen, darin sind Lavendelfelder eingezeichnet. Das berühmteste ist in Valensole, zwei schöne Felder habe ich vor Jahren zwischen Riez und Quinson gesehen. Auf meinem Plan befinden sich weitere Felder hinter Roumoules und auf der anderen Seite der D952 in der Nähe von Puimoisson. Wir fahren los an Moustiers …. vorbei, unterwegs nach Roumoules sehen wir schöne Salbeifelder rechts und links der Straße.

Durch den kleinen Ort Roumoules, geht es jetzt durch die Pampa, ob es hier Lavendel gibt, dafür gibt es keine Anzeichen. Plötzlich sehen wir auf der rechten Seite ein Rotwildgehege, wir steigen aus, um ein paar Fotos zu machen. Die ganze Herde kommt gleich an den Zaun gelaufen. Leider haben wir nichts zu fressen für die Rehe?.
Auf der anderen Seite des Feldweges ist ein riesiges Feld mit Muskatellersalbei. Auch hier machen wir ein paar Fotos. Etwa 200 Meter zurück haben wir ein Lavendelfeld gesehen, das wir jetzt zum Schluss noch anschauen.




Wir sind leicht enttäuscht, die Farben sowie die Dichte des Lavendelstrauches sind noch nicht so ausgeprägt. Es ist natürlich auch eine Sache des Lichtes und von welcher Seite man den Strauch anschaut. Aber vielleicht haben wir in Saint Remys-de-Provence oder an der Ardeche/Remeze mehr Glück.
Wir fahren zurück nach Roumoules und weiter an Puimoisson vorbei, wo sich ebenfalls Lavendelfelder befinden sollen. Wie es sich herausstellt leider ohne ein schönes Ergebnis. (Ich bin der Meinung dass der Lavendel dieses Jahr noch vielleicht 14 Tage benötigt, um schön zu blühen).
Wir fahren wieder zurück in unseren Campingplatz bei Moustier ….., auf dem Rückweg gibt es noch viele Felder mit Muskatellersalbei. Ich glaube fast, das der Salbei im Wechsel für den Lavendel angepflanzt wurde. Gegen 13:00 sind wir wieder am Platz zurück. Als erstes gibt es eine kleine Brotzeit, und später am Nachmittag noch Kaffee und Kuchen. Das Wetter ist wie man an unseren Bildern erkennen kann, sehr schön und die Temperaturen liegen bei über 25°. Zum Abendessen gibt es heute einen Tortellini-Auflauf mit Schinken und Pilze, der Ausgezeichnet geschmeckt hat.



Wir haben einen sehr schönen Stellplatz, unser Caravan steht im Schatten der Bäume, und die letzte Abendsonne geniesen wir hinter dem Wohnwagen, wie ich feststellen konnte.
Heute ist unser letzter Tag hier am Verdon, morgen Früh geht es weiter an`s Meer, Saint Raphael heißt unser Ziel.
Dienstag, den 18. Juni 2024
Wir haben Dienstag, unseren Abreisetag hier vom Lac de Sainte-Croix . Heute Nacht habe ich sehr schlecht geschlafen, vielleicht weil mir bewusst war, dass wir auch am Meer keinen sicheren Stellplatz bekommen könnten. Auch hier in Frankreich muss man wohl schon öfters Stellplätze reservieren, was mir Wiederstrebt.
Aber was soll`s, wir müssen los. Während meine Gattin im Waschhaus ist, und im Anschluss noch das Baguette zum Frühstück holt, mache ich den Caravan fertig. Mit dem Accuschrauber drehe ich die Kurbelstützen hoch. Auch die Gasflasche muss ja während der Fahrt geschlossen sein. Im Anschluss nehme ich noch das Stromkabel ab, und mache es noch sauber. Nun kann ich den Caravan drehen und ihn näher zur Straße Rangieren. Als meine Frau kommt machen wir ein kurzes Frühstück, der Kaffee ist schon lange fertig.
Als nächstes kommt unser Auto auf die Zufahrtsstraße, in der Hoffnung dass gerade kein Fahrzeug vorbei fahren muss. Aber es geht gut, wir können den Caravan ungestört an`s Auto anhängen. Die junge Campingplatz-Besitzerin winkt uns von Ihrem Schlafzimmer-Fenster ? zu, während Ihr Freund gerade eben den Berg herunter fährt.


Punkt 8:15 geht`s los, ich hatte mir gestern schon Sorgen gemacht, ob wir den steilen Berg ohne einen Anlauf hoch kommen. Aber es geht alles gut, unser Auto fährt ganz souverän die steile Auffahrt hinauf. Wir fahren an Moustiers … vorbei in Richtung Riez. Hier wartet die Baustelle bzw. die enge Straße, wo uns der Gegenverkehr Sorgen gemacht hatte. Wir haben Glück, kein wesentlicher Verkehr im Moment. Unser Weg führt uns abseits der Autobahn A51 über eine Nationalstraße. Ich bin die Strecke in der entgegengesetzten Richtung schon einmal gefahren. Hier müssen wir mit höchstens Tempo 65 kmh rechnen. Bei St.-Maximin-la-Ste-Baume erreichen wir dann wieder die Autobahn A8.

Unsere Abfahrt von der Autobahn in Saint Raphael klappt vorzüglich, bei der Peage (Mautstelle) befindet sich auch die Abfahrt Nr. 38. Vor einigen Jahren sind wir durch die Mautstelle gefahren, weil wir leider nicht wussten, dass sich hier die Ausfahrt nach St. Raphael befindet. So mussten wir weitere 30/40 Kilometer, bis zur nächsten Abfahrt in einem Vorort von Cannes fahren. Hier können wir nun über die DN 7 die am Esterel-Gebirge vorbei geht zurück nach St.Raphael fahren. (unser Ziel war damals der Esterel-Camping)
An der Abfahrt Nr. 38 fahren wir nun raus, es geht an vielen Kreisverkehren vorbei bis wir unser Ziel den Campingplatz Douce Quietude erreichen. Nur gut dass ich einen Stadtplan von Frejus/St.Raphael besitze. Während jetzt meine Frau fährt, kann ich die einzelnen Kreisverkehre abzählen. Kurz nach Mittag erreichen wir unseren Wunsch-Campingplatz. Der erste Eindruck ist sehr gut, wir sehen eine gepflegte Einfahrt. Der Campingplatz besteht allen Anschein aus einem Apartmenthaus, Hunderten von Mobilhomes und Cottages, sowie auch Stellplätze für Caravans und Wohnmobile. Während meine Frau hinauf in die Rezeption geht, warte ich an unserem Wohnwagen-gespann am Parkplatz. Kurz darauf kommt sie zurück und sagt: wir können hier stehen bleiben. Gemeinsam gehen wir in die Rezeption zurück.




Pool am Apartmenthaus
Der Angestellte der uns bedient, ist sehr umständlich wie wir im Nachhinein feststellen. Plötzlich kommt ein weiterer Mitarbeiter mit einem Gast und fragt nach dem Besitzer des Caravan-Gespanns. Wir sollten wegfahren, da ein Gast aus der Parklücke heraus fahren will. Da meine Frau mit der Buchung noch nicht fertig ist, muss ich allein mit dem Gespann zu unserem zukünftigen Stellplatz fahren. Die Einfahrt in unsere Straße ist nicht allzu breit. Nachdem ich feststelle, dass ich mit dem Caravan an einem Oleanderbusch nicht vorbei komme, hänge ich den Wagen einfach ab. Das Auto fahre ich zum Stellplatz, und den Caravan fahre ich die restlichen 80 Meter mit dem Mover hin. Leider wurde die Vorderseite meines Caravans durch den Strauch etwas verkratzt. Mal sehen, ob wir diese Beschädigung zu Hause wieder entfernen können.



Das ist jetzt unser Stellplatz, wir sind nicht recht zufrieden damit, es gibt keinen Grasboden, sondern nur Waldboden. Was wir hätten Denken können. Die Ausstattung des Platzes ist gut, zwei Badeliegen und eine Sitzbank mit Tisch. Und natürlich ein Häuschen mit Toilette, Waschbecken und Dusche, vor dem Haus befindet sich ein Spülbecken. Das hätten wir alles nicht gebraucht, ist aber im Preis enthalten.
Als meine Frau von der Rezeption kommt beginnen wir mit dem Aufbau, mit dem Accuschrauber die Stützen herunter drehen. Danach nochmals mit der Kurbel nachziehen, da sich der Caravan bewegt hat, als ich die Antriebsrolle vom Mover entferne. Als nächstes rollen wir die Markise herunter, und gleich danach befestigen wir noch die Klimaanlage am Heckfenster. Alles geht heute ein bisschen langsamer als normal, ich bin ziemlich müde, weil ich heute Nacht kaum geschlafen habe. Und es ist ziemlich warm, auf der Fahrt hatten wir etwa 28°, und hier am Platz ist es noch ein/zwei Grad wärmer.
Es gibt ein Highlight hier am Platz, als wir gerade an der Nachbarstraße vorbei gehen, hören wir ein lautes Grunzen, man glaubt es kaum. Es gibt Wildschweine hier am Campingplatz.

Den Rest des heutigen Tages verbringen wir vor dem Wohnwagen, und einem kleinen Spaziergang über Teile der schönen Anlage. Nicht weit von uns liegt eine wunder-schöne Badeanlage mit Whirlpool, Strömungskanal und ein Wellenbad, das von Zeit zu Zeit eingeschaltet wird.
Zum Abendessen gibt es heute panierte Schnitzel mit Kartoffelsalat, was vorzüglich schmeckt. Etwas Negatives zeigt sich leider an, ich habe seit einiger Zeit Husten, der sich immer stärker bemerkbar macht.
(Unser Verdacht ist: Der erste Abend in Frankreich in den Alpen, hier wurden wir von einer anscheinend kranken Mitarbeiterin bedient. Sie nieste in ununterbrochen während Sie uns bearbeitete. Als ich noch einen Platzplan anforderte, wurde auch der angespritzt. Damals dachte ich mir nichts dabei.)
Auf jeden Fall bin ich heute Abend schon gegen 21:00 ins Bett gegangen, und ich habe sogar sehr gut geschlafen.
Mittwoch, den 19.Juni 2024
Hallo Guten Morgen, es ist ziemlich spät als ich heute Morgen aufgestanden bin. Meine Frau hat oben im Shop schon ein Baguette geholt. So können wir jetzt Frühstücken, der Kaffee ist ebenfalls in der Kaffeemaschine durch gelaufen. Der Himmel ist leider bedeckt und keine Sonne hinter den Bäumen zu sehen. Die Temperatur liegt bei ca. 28° und es ist leider sehr schwül.
Nach dem Frühstück wollen wir erstmals den Müll entsorgen. Laut dem Platzplan befindet sich die Recycling-Station außerhalb des Camping an einem Parkplatz am Eingang. Wir gehen durch den Exit/Ausgang, am Sportbereich vorbei, hier sollte der Zugang sein. Leider Nein, über eine kleine Böschung verlassen wir den Bereich, und gehen über die Eingangsstraße zum Parkplatz/Recycling-Station. Die kleine Böschung ist leider Verletzungs gefährlich. Wir gehen lieber über die Einfahrts-Straße am Pool vorbei zurück zu unserem Stellplatz.
Plötzlich fängt es zu tröpfeln an, wir schauen dass wir zum Platz zurück kommen. Hier angekommen regnet es jetzt stärker, gute 20 Minuten lang. Die Temperatur liegt weiterhin bei ca. 28° und der Himmel bleibt grau.
Um 14:00 gehen wir in die Badeanlage um ein wenig die schöne Anlage zu geniesen. Wir finden auch einen netten Liegeplatz, es ist recht wenig los um diese Uhrzeit. Die Wassertemperatur im Strömungskanal ist recht angenehm, ich schätze um die 28°.
Vor einigen Jahren haben wir eine Woche im Esterel- Camping nur wenige Kilometer von hier verbracht. Auch der hatte eine wunderschöne Badelandschaft, allerdings in meinen Augen mehr für Kinder bis 12 Jahren geeignet.
Wir verbringen hier in der Poollandschaft eine gute Stunde oder mehr, bevor wir zum Stellplatz zurück kehren. Hier trinken wir einen Cappuccino und essen ein Stück Kuchen. Plötzlich stellt meine Frau fest dass die Temperatur im Kühlschrank viel zu hoch ist. Sie liegt schon bei 15°. Was ist der Grund ?, der Platz hat wahnsinnig viele Mobilhomes oder Chalets und alle haben natürlich eine Klimaanlage. Die Stromstärke am Platz liegt angeblich bei 16 Ampere, was ein sehr guter Wert wäre, aber es kommt nichts an. Oder aber der Grund liegt hier am Ort Frejus/St Raphael wo kein hoher Stromwert in den Platz kommt, wir wissen es nicht. Als erste Hilfe werden wir unseren Kühlschrank stundenweise auf Gas umstellen, mal sehen ob das hilft. Später möchte ich noch nachschauen was unser Kühlschrank an einem Tag an Gas verbraucht, wir haben ja nicht unendlich viel Gas dabei. Und hier in Frankreich gibt es andere Gasflaschen.
Als weiteres Problem stellt sich später heraus dass unsere Handys nicht mehr geladen werden, ob das Ladegerät oder das Kabel kaputt sind, weiß ich noch nicht. Nachdem ich verschiedene Ladegeräte ausprobiert habe und auf keines sprechen unsere Handys an, stellt sich wohl das Handykabel als defekt heraus.
Donnerstag, den 20. Juni 2024
Es ist kurz vor 7:30 als wir Aufstehen, es hat Frühmorgen schon einmal geregnet, die Temperatur ist auf 21° zurück gegangen. Neben dem Pool und Restaurant befindet der Shop wo es verschiedene Brote und Baguette gibt, holt meine Frau unser heutiges Baguette. Als Sie zurück kommt sieht Sie bei unserem Nachbarn nebenan, wie sich die Wildschweine an seinem Müllbeutel den er an den Außenspiegel seines Wohnmobiles gehängt hatte bedienen.


Nach dem Frühstück überlegen wir, wo wir ein passendes Handykabel bekommen könnten. Die Accu-Anzeige am Handy meiner Frau steht schon auf Rot. Sie fragt nun bei verschiedenen Platznachbarn nach einem Kabel. Ein Franzose ein paar Meter weiter hat zwar ein Apple, aber sein Kabel passt trotz allem nicht. Uns gegenüber sind zwei junge Belgische Frauen eine davon besitzt das passende Ladekabel, das sie auch meiner Frau für eine Stunde zur Verfügung stellt. Nachdem Ihr Handy einigermaßen geladen ist fragt sie in der Rezeption wo man hier ein passendes Ladekabel bekommen könnte. Zum Glück ist heute ein junges Mädchen am Tresen, sie erzählt das man im Supermarkt E.Leclerc der sich ganz in der Nähe befindet ganz bestimmt ein Apple-Ladekabel bekommt. Da man in diesem Supermarkt auch günstig Tanken kann machen wir uns auf den Weg dahin. Der Weg ist nicht weit, und tatsächlich bekommen wir das passende Kabel, und da es sehr billig ist nehmen wir gleich 2 Stück davon mit.
Im Anschluss tanken wir an der Tankstelle vor Ort, Danach fahren wir noch zur daneben liegenden Autowaschanlage. Hier gibt es zwei Fahrspuren zum selber waschen. Vor uns wäscht ein Mann sein Auto mit Kölner Autonummer, ich spreche Ihn an, aber es ist aber ein Franzose der gut Deutsch sprechen kann. Unser weißes Auto ist durch den heute Morgen stattfindenden Regen stark verschmutzt worden. Es ist jetzt Rotbraun, und unglaublich dreckig. Entweder ist das Sand vom Esterel-Gebirge, andere wieder sagen es sei der Sahara-Staub. Sie haben hier in der Waschanlage einen super starken Hochdruckreiniger für wenig Geld. Nachdem ich mit dem Abspritzen fertig bin, ist unser Auto wieder sauber.
Nachdem unser Auto gewaschen war, wollte meine Frau unbedingt ins Zentrum von St. Raphael fahren. Nach unzähligen Kreisverkehren hatten wir unser Ziel dann erreicht, und stellten unser Auto in einem Parkhaus ab. Wir sind jetzt im Centre Ville von St. Raphael. Als nächstes suchen wir den Weg zum Meer, an der Quai Albert I finden wir den Sporthafen. Hier befindet sich auch die Touristeninformation, ich wollte einen neuen Stadtplan von St. Raphael holen. Aber sie haben sowas überhaupt nicht, als wir vor einigen Jahren im Camping Esterel waren, bekam ich in der Rezeption eine ganze Stadtkarte vom Ort geschenkt. Da es gerade Mittagszeit ist, schlägt meine Frau einen Snack bei MCDonald`s vor, der sich vor uns befindet. Wir bestellen Frites und Chicken Nuggets, dazu Coca Cola zum Trinken.
Frisch gestärkt gehen wir über die Straße zum Sporthafen, hier befinden sich Schiffe in unterschiedlicher Größe. Eine Segelyacht in beachtlicher Größe gefiel mir besonders gut, während wir auf der Besucherplattform stehen, kommt ein jüngeres Pärchen aus der Kajüte und beginnt an der Takelage des Schiffes zu arbeiten. Leider wollen wir weiter, sollten die beiden mit Ihrem Schiff aus dem Hafen auslaufen wollen, dauern die Arbeiten bestimmt noch Stunden. Wir gehen zurück zum Parkhaus um unser Auto zu holen.
Nachdem wir schon auf dem Rückweg sind schlage ich vor einen Besuch im Camping Esterel zu machen. Unser Navi weiß den Weg dahin, zumindest hoffe ich das. Wir waren ja vor einigen Jahren in diesem Campingplatz. Laut seiner eigenen Aussage war der Ca. Esterel der erste FÜNF Sterne Campingplatz in Frankreich oder an der Cote Àzur. Wir fahren gerade am Campingplatz vorbei, unser Navi war doch nicht ganz im Bilde, aber es ist nicht so schlimm, wir drehen bei der nächsten Möglichkeit um. Es geht jetzt kurz eine Berganhöhe hoch und schon sind wir da. In der Rezeption fragen wir nach, ob wir den Platz besichtigen dürfen, nach der Abgabe eines Ausweises dürfen wir in den Ca. Platz hinein gehen.


Eingang 
Badeelandschaft 
Badeelandschaft 
Badelandschaft 
Spülen 
Waschhaus 
Waschhaus 
Hier sind ein paar Bilder von unserem Aufenthalt in 2018
Es hat natürlich auch hier Geregnet, der Platz war noch Nass, aber die Poollandschaft war immer noch schön und gut besucht, einige der Hauptwege waren nicht so gut in Schuss. Unser damaliger Stellplatz war mit einem Wohnmobil aus Belgien belegt. Wir hatten einen Standartplatz der von drei Seiten mit Oleandersträuchern umrahmt war. Auf vielen Stellplätzen befinden sich kleine Häuschen, wo Spülmaschine, Kühlschrank und mehr enthalten. Zu den neuen Plätzen (mit Whirlpool und mehr) weiter hinten sind wir nicht mehr gegangen, das ist nicht unsere Preiskategorie. Der Campingplatz bietet Stellplätze von 80 bis 250 Quadratmetern an.
Nach einer dreiviertel Stunde der Besichtigung fahren wir wieder zurück zu unserem Camping Douce Quitude. Nach 15 Minuten Fahrt sind wir wieder zurück, jetzt gibt es einen Cappuccino mit Kuchen. Unser Auto ist ja jetzt relativ sauber vom roten Staub und Dreck, wir wollen noch den Caravan, der ebenso verdreckt ist reinigen. Da ein Wohnwagen aber mehr als 2,5 m hoch ist, machen wir mit einem ausziehbaren Besen und heißen Wasser erstmals drei Seiten des Caravans sauber. Es klappt recht gut, die Vorderseite möchte meine Frau nicht machen, weil sonst vor der Türe wieder alles nass wäre. Wir machen nur die Bereiche außerhalb unserer Markise sauber. Als nächstes gehe ich mit meiner Toilettenkassette ins nächste Waschhaus, wo sich die Kimik (Chemietoilette) befinden soll, um sie hier zu entleeren.
Wir benutzen unsere Toilette im Caravan aber nur in der Nacht, Tagsüber gehen wir in unser privates Waschhaus mit Waschbecken, Dusche und eben Toilette sowie ein Spülbecken.
Aber zurück zu diesem Waschhaus, außer der Kimik sind alle Türen für den Öffentlichen Bereich verschlossen.
Wenig später gibt es zum Abendessen Putenschnitzel dazu Kräuterbaguette und Salat. Während meine Frau zum Duschen in unser Waschhäuschen geht, kümmere ich mich um unser Geschirr. Wir haben vor zwei Stunden unsere Klimaanlage eingeschaltet, und die Temperatur im Kühlschrank ist schon um 2 Grad nach oben gegangen. Wir stellen daraufhin den Kühlschrank wieder auf Gas um.
Freitag, den 21. Juni 2024
Hallo, es ist kein guter Morgen, in den frühen Morgenstunden hat es wieder Geregnet, das heißt unser Auto und Caravan ist so verdreckt wie gestern. Nach dem Frühstück stellen wir unser Auto auf den jetzt freien Stellplatz gegenüber. Von einem französischen Nachbarn leihen wir uns ein längeren Wasserschlauch aus und spritzen unser Auto ab. Dieser Stellplatz ist mit Kies belegt, und das Wasser kann hier gut ablaufen. Im Anschluss kommt der Caravan dran. In unseren mehr als dreißig Jahren Camping-Erfahrung haben wir sowas noch nie erlebt.
Wir machen einen Spaziergang über den Ca.Platz, mit seinen Mobilhomes, Chalet und was er sonst noch hat, ist er schon groß. Heute soll das Wetter endlich wieder besser werden, sowas hatten wir uns an der Sonnigen Küste „Cote Àzur nicht vorgestellt. Am Nachmittag gehen wir nacheinander zweimal in die wirklich sehr hübsche Poollandschaft. Einmal unter`s Schützende Dach und das zweite mal ins Freie, hier ist es allerdings heute sehr warm.



Wellenbad 
Strömungskana 
Wassergymnastik 

Strömungskanal 
Wellenbad 
Strömungskana 


Zum Abendessen gibt es heute Nudelsalat den wir mit Genuss verspeisen. Von den Cottage weiter hinten in unserer Straße kommen immer wieder nette und freundliche Franzosen vorbei. Eine Frau versucht immer wieder Deutsche Worte zu verstehen, bzw zu sprechen.
Bei unserem Abendlichen Spaziergängen haben wir am Theater oben, wo eine Animation für Kinder stattfindet, eine junge Familie kennen gelernt. Sie haben zwei nette Mädchen im Alter von 2 und 5 Jahren. Sie verbringen seit Jahren Ihren Urlaub in einem Mobilhome hier am Platz. Die Familie stammt aus Kirchheim/Teck, nur wenige Kilometer entfernt wo eine unserer Töchter wohnt. Sie erzählt uns, dass ihr Mann ein paar Tage vorher mit dem Auto alleine hierher fährt. Um ihre Unterkunft her zu richten, sie kommt dann mit den Kindern ein paar Tage danach mit dem Flugzeug nach, wo sie der Gatte abholt.



oben links: Animationsbereich ; unten links: Restaurant ; rechts: Eingangsbereich mit Pool bei Nacht
Heute Abend beginnt das Länderspiel Frankreich gegen Italien, für uns lässt sich auch an Hand der Jubelrufe nicht feststellen wer eigentlich gewonnen hat. Wir sitzen noch bis 22:00 draußen bevor wir unseren Campingtisch abräumen um ins Bett zu gehen.
Samstag, den 22. Juni 2024
Hallo, es ist kurz vor 8:00 als wir aufgestanden sind, der Himmel ist strahlendblau soweit wir das sehen können, und die Temperaturen sind angenehm. Beim Lebensmittel-Shop oben beim Pool ein Baguette zu holen was heute Morgen meine Aufgabe ist. So können wir das erste Mal hier in der warmen Morgensonne frühstücken. Unsere Belgischen Nachbarinnen sind auch schon auf Tour. Auch der Franzose auf unserer rechten Seite ist schon unterwegs. Eigentlich ist er jeden Tag mit seinem schicken Hybrid SUV von Daimler unterwegs. Wenn sie dann am Spätnachmittag von Ihrem Ausflug zurück kommen, wird schnell das Ladekabel an Ihrem Waschhaus angesteckt. Einmal ging es schief, laut seiner Aussage war sein Grill schuld, dass unsere ganze Straße keinen Strom hatte. Meiner Meinung ist der schicke Mercedes ein Hybrid, denn mit einem reiner Stromer könnten Sie Ihren großen Bürstner Averso 570 TS nicht ziehen. Die beiden sind wohl zum Strand oder aber in den Supermarkt zum Einkaufen, auf Grund Ihrer Figuren kann man Essen als Ihre große Leidenschaft betrachten.
Kurz nach 10:00 brechen wir auf zum Pool, um den Sonnigen sowie unseren letzten Tag hier in St. Raphael noch zu genießen. Es ist einiges los, heute merkt man wie viele Urlaubsgäste sich eigentlich in dieser Ferienanlage befinden. Wir bleiben etwa 2,5 Stunden hier, bevor wir zurück zum Stellplatz gehen.



Im Anschluss essen wir eine Kleinigkeit, bevor wir unsere Markise reinigen. Am Stellplatz gegenüber wird gerade das Waschhaus und die Badeliege gereinigt, ein Zeichen, dass neue Gäste kommen.
Heute Abend werden wir auf jeden Fall unsere Markise einrollen. Morgen Früh geht es los wir werden vorzeitig weiter nach Saint Remys de Provence fahren. Wir haben hier bis Montag bezahlt, aber meiner Frau gefällt es hier nicht. Das Wetter soll ab Sonntag hier in Saint Raphael schon wieder schlechter werden. Das wollen wir nicht abwarten.


Dieses Mal mussten wir unsere Markise zuerst mit einem Wasserschlauch abspritzen. Danach mit Wasser und Bürste und zum Schluss mit Schwamm und Wasser abreiben. So etwas haben wir in den vergangenen 30 Jahren noch nicht erlebt.
Wir haben heute im Laufe des Tages schon im Camping Monplasir in St. Remys …. angerufen, mussten aber wie oft schon hören, sie haben keine Plätze für längere Aufenthalte frei. Man müsste jeden Tag auf einen anderen Stellplatz ziehen. In den vergangenen Jahren konnten aber immer mehrere Tage auf einem Stellplatz bleiben. Wir fahren morgen Früh einfach los und schauen uns das vor Ort an.
Nachdem wir die Markise gereinigt und den Caravan zur Abfahrt vorbereitet haben, gibt es Abendessen. Heute grillen wir ein letztes Mal hier auf dem Platz. Auf unserer Straße läuft gerade ein Wildschwein vorbei, vielleicht ist es auch Irgendwo zum Essen eingeladen. Gegenüber kommt gerade ein neuerer VW Bulli an, zuerst glauben wir es sind Gäste aus der Ukraine, später stellen wir fest, sie kommen aus UK es sind also Engländer.


Sonntag, den 23. Juni 2024
Guten Morgen, wir sind heute relativ Früh um 7:30 aufgestanden, wir wollen ja weiter fahren in die Provence, besser gesagt nach St. Remys ….. Wir haben in den vergangenen Tagen schon mehrfach unser Auto und den Caravan geputzt, heute in der Frühe hat es schon wieder leicht Geregnet. Aber es hielt sich in Grenzen, so dass wir beide Fahrzeuge vor der Abfahrt nicht nochmals Reinigen müssen.
Zum Frühstück trinken wir nur eine Tasse Cappuccino, danach drehe ich die Kurbelstützen hoch. Nach dem Abnehmen des Stromkabels wird es auch kurz gereinigt, da es vom Regen der vergangenen Tage ziemlich verschmutzt war. Als alles fertig ist hängen wir den Caravan an unser Auto und fahren los. Es ist jetzt 8:30 geworden, wir kommen gerade bis zum Ende oder Anfang der Straße. Meine Frau glaubte nur weil sie dieses Mal dabei ist, kommen wir mit dem Gespann um die Kurve auf den Hauptweg. Wie schon bei der Anreise vor ein paar Tagen bleiben wir an den Büschen rechts und links unser Straße hängen. Und wie zuvor muss ich unseren Caravan abhängen und mit dem Mover auf den Hauptweg rangieren. Hier wird er wieder am Auto angehängt, und wir können den Campingplatz verlassen. Wir haben im Navi unser Ziel St. Remys ….. angegeben, das klappte im Allgemeinen recht gut, allerdings wollte es am Ausgang des Campingplatzes erstmals in die falsche Richtung fahren. Durch Saint Raphael und Frejus und all Ihren Kreisverkehren ging es dann recht schnell und fehlerfrei.
Allerdings bei der Autobahneinfahrt passierte mir ein Fehler, ich bin in die falsche Mautstelle hinein gefahren (in Richtung Nizza). Kurz vor den Häuschen und der Schranke haben wir es bemerkt und angehalten. Ich steige aus, zum Glück geht hier ein Weg auf der rechten Seite in einen Parkplatz hinein.
Ich gehe dem Weg nach, er führt danach auf eine Verkehrsstraße und einen Kreisverkehr. Hier können wir dann auf den richtigen Zubringer fahren. Ich kehre zum Auto zurück, und ich fahre in den Weg zum Parkplatz, es ist relativ eng hier, aber wir kommen durch bis zur Verkehrsstraße. Im Kreisverkehr nehmen wir dann die richtige Ausfahrt, wo wir in der Folge auf die richtige Autobahn-Auffahrt kommen.


li. Bild: Massif des Maures ; re. Bild das Massif von Saint Victory
Wir haben einen strahlend blauen Himmel, ganz entgegen der Wettervorhersage für Heute. Wenige Kilometer später kommen wir an Roquebrune-sur-Argens vorbei. Auch hier haben wir schon eine schöne Woche im Campingplatz Les Pecheurs verbracht. Gleich darauf fahren wir am Massif des Maures vorbei. Die nächsten Orte sind Brignoles und Saint-Maximin-La Sainte-Baum, wo wir im Hinweg auf die Autobahn A8 aufgefahren sind. Kurz vor Aix-en-Provence sehen wir auf der rechten Seite das Saint Victory Gebirge.

es war eines der Lieblingsmotive des Malers Paul Cézanne, er hat es auf über 60 Gemälden verewigt und berühmt gemacht.
Irgendwo vor Salon-de-Provence, ich glaube es war auf der Raststätte Lancon-Provence machten wir eine Mini-Rast, weil wir dringend auf eine Toilette mussten. Die Ausfahrt aus dem Parkraum war dann etwas Schwierig weil sie sehr schmal und eine enge Kurve besaß. Ansonsten war unsere Fahrt ohne Probleme, die Autobahnen hier in Frankreich sind meistens tadellos in Ordnung.
Kurz vor unserer Abfahrt in Cavaillon hat es uns doch noch erwischt, plötzlich standen alle Fahrspuren, und wir kamen nur noch schrittweise voran. Die Ursache für diesen Stau, lässt sich wie immer nicht feststellen. Wenige Kilometer vor uns in Senas wäre eine Abfahrt gewesen, hier müssten wir dann über die Nationalstraße D7n nach Orgon fahren. Auch hier waren wir schon einmal unterwegs, damals mussten wir durch die schmalen Straßen des Ortes fahren. Das wollte ich dieses mal mit einem Gespann vermeiden. So fuhren wir weiter, plötzlich ein paar Kilometer vor Cavaillon war der Stau verschwunden. So konnten wir planmäßig an der Abfahrt in Cavaillon herunter von der Autobahn, jetzt sind es nur noch 16 Kilometer bis nach Saint Remy de Provence. Es ist eine beschauliche Fahrt unter den Platanen, die sich Kilometer weit erstrecken. Endlich um 12:15 erreichen wir das kleine Städtchen bzw. unseren gewünschten Campingplatz Monplasir. Eine halbe bis dreiviertel Stunde später als gedacht. An der Türe hängt das Schild „Komplett“, und in der Rezeption scheint es dunkel zu sein.

Platanenallee vor St. Remys… 
Platanenallee vor St. Remys… 
Die Alpilles 
Gärtnerei 
St. Remys… 
St. Remys… 
Rezeption Ca. Monplasir 
Rezeption Ca. Monplasir
Wir gehen gemeinsam in die Rezeption hinein, und fragen nach einem freien Stellplatz für ein paar Tage. Leider bekommen wir von der Angestellten hinter der Theke die gleiche Auskunft wie am Telefon. Wir müssten jeden Tag an einen anderen Stellplatz wechseln. Das lehne ich ab, mit Urlaub hat das nichts zu tun. Die Chefin die daneben steht, fragt ob sie an einem anderen Campingplatz anrufen sollen, da jetzt gerade Mittagspause in den anderen Ca. Plätzen wäre. Die Angestellte ruft im Camping Le Parc de la Bastide an und meldet uns an.
Enttäuscht verlassen wir die Rezeption, wir haben seit 2012 Saint Remy de Provence und diesen Ca.-Platz immer wieder für ein paar Tage besucht. Wir haben uns immer wohl gefühlt auf dem Ca.-Platz, auch wenn die Sanitäreinrichtungen nicht wesentlich besser als auf den anderen Campingplätzen hier am Ort sind. Um den Ca.Platz zu verlassen, müssen wir durch die Straße fahren, wo wir in 2022 unseren Stellplatz hatten. Unser damaliger Holländischer Nachbar ist anscheinend in diesem Jahr nicht hier, zumindest habe ich seinen Caravan in dieser Straße nicht gesehen.
Wir fahren zurück bis zum Ortsbeginn wo sich der Camping Le Parc de la Bastide befindet. Wir waren vor Jahren schon einmal für ein paar Tage hier auf diesem Platz, er ist uns also nicht unbekannt. Ich hatte Ihn mir schon zu Hause als Ersatz ausgewählt, wenn wir im Ca. Monplasir keinen Stellplatz bekommen sollten.
Wir melden uns in der Rezeption bei der Chefin an und bekommen zwei mögliche Plätze zu Auswahl.
Zuvor hatten meine Frau und ich eine Disput darüber, weil Ihr trotz meiner wiederholten Beschreibung nicht klar war, um was für einen Campingplatz es sich handelte. Sie hatte den Camping Mas de Nicolas im Kopf, auch diesen Ca.-Platz haben wir wiederholt besichtigt. Abgesehen von dem schönen Pool lässt der Platz ebenso zu wünschen übrig.


Bild rechts: das alte Wohnhaus(Bauernhaus)
Wir entscheiden uns für Stellplatz D1, etwa in der Mitte des Campingplatzes. Der Campingplatz besteht aus eigentlich schönen Wiesenplätzen, nur das Toilettengebäude lässt zu wünschen übrig. Allerdings wurden auch hier in den letzten Jahren nette Kabinen aufgestellt.
Wir fahren zum Stellplatz D1 hinauf, angekommen überlegen wir, wie der Caravan zum aufstellen wäre. Zuerst drehen wir den Wagen in Ost/West Richtung, sind damit aber wegen dem starken Wind/Mistral nicht glücklich. Nach ein/zwei Stunden drehen wir ihn in Nord/Süd Richtung um. Rollen im Anschluss die Markise herunter und bauen gleich den Sun-Blocker an, der uns vor der starken Sonne schützen soll. Kurz darauf trinken wir einen Cappuccino und machen uns erstmals gemütlich. Je nach Bedarf sitzen wir in der Sonne oder im Schatten. Wir haben hier in Saint Remy de Provence Temperaturen bis über 32°.
Nach dem Abendessen und dem leider Notwendigen Spülen gehen wir zum Duschen ins Waschhaus hinauf. (wir haben nur eine Minimale Steigung hier zum Waschhaus ). Die Duschkabinen sind recht Ordentlich und sauber, allerdings die Armaturen sind unterschiedlich je nach Einkauf, aber man kann damit leben. Den Abend verbringen wir vor dem Caravan mit einem Gläschen Wein und Weizenbier. Wie meistens gehen wir um 22:00 ins Bett.
Montag, den 24. Juni 2024
Guten Morgen, hier in Saint Remy…., wir haben strahlenden Sonnenschein schon in aller Früh. Wie meistens sind wir gegen 8:00 aufgestanden, nach meinem Toilettengang bin ich in die Rezeption hinunter um unser bestelltes Baguette abzuholen. Hier wartet der Chef Honoré Aubert mit der Baguette und Croissant Ausgabe auf seine Gäste. Die Baguette sind in riesigen Tüten vom Bäcker untergebracht, und der Kunde zieht sie hier nur heraus. Das Baguette ist sehr groß und schmeckt hervorragend, auch der Preis ist mit 1,10€ billig.
(Baguette gehört in Frankreich zu den Grundnahrungsmittel und ist Preislich Reglementiert).
Nach einem reichhaltigen Frühstück das wir in der warmen Morgensonne geniesen, holen wir aus dem Kofferraum unseres Tiguan Allspace unsere E-Bike-Klappräder heraus.
Wir wollen im Laufe des Vormittages noch eine Fahrt durch das kleine Städtchen machen. Als erstes fahren wir zum Camping Mas de Nicolas, hier möchte ich meiner Frau diesen Ca.-Platz nochmals zeigen, wo sich sich gestern eingebildet hatte. Er ist am Nördlichen Ende von Saint Remy…. hinter den Sportanlagen des Ortes. Vor dem Eingang des Ca.-Platzes stellen wir unsere E-Bikes ab, und gehen in die Rezeption hinein. Bei einem jungen Mädchen hier fragen wir nach, ob wir den Platz besichtigen können. Zu unserem Erstaunen lehnt Sie ab. Wir sind bestimmt schon mehr als fünfmal hier im Ca.-Platz gewesen, und niemals gab es Probleme damit, bis heute. Die Geschäftsleitung möchte nur Gästen mit anschließender Buchung den Zutritt gewähren.
Leicht verwundert verlassen wir die Rezeption und fahren zurück zur Hauptstraße, wo ein Fußgänger und Fahrradweg entlang führt. Wenig später kommt eine Unterführung, wo wir die Seiten wechseln ins Zentrum. Wir kommen durch Wohngebiete, bis wir über die AV. A. Gleizes wieder zurück am Place de la Republique vorbei bis zum Fremden-Verkehrsbüro dass sich ein wenig außerhalb des Zentrums befindet fahren. Hier gehe ich hinein um eine neue Stadtkarte von Saint Remy… zu finden. Leider vergebens, auch hier wird wohl überall gespart. Wir fahren weiter in Richtung der Alpilles, die D5 führt über das Gebirge nach Maussanne-les-Alpilles und weiter. Kurz nach dem Ortsende befindet sich das Kloster Abtei Saint-Paul-de-Mausole und danach die Archäologischen Ausgrabungen von Glanum aus der Römerzeit, beides auf der linken Seite.


Wir sind mit unseren E-Bikes in den Park vor dem Kloster hinein gefahren und haben uns im Schatten der Bäume auf eine große Steinplatte gesetzt, zum Trinken hatten wir ja eine Flasche Wasser mit dabei. Dieses Jahr wollen wir nicht in das Kloster hinein gehen.
Als Ersatz zeige ich ein paar Bilder von Vincent van Gogh die als Reproduktionen in der Abtei Saint-Paul-de-Mausole überall aufgestellt sind. Die Originale hängen meines Wissens im Van- Gogh-Museum in Amsterdam.
Diese Bilder sind von unserem Besuch im Jahre 2013

Innenhof der Abtei 
Krankenzimmer Vincent van Gogh 
Badewanne mit Verschluß 
Klostergarten in 2013
Das Kloster Saint Paul wurde nach der Französischen Revolution in eine in eine private Nervenheilanstalt umgewandelt. Vom 3. Mai 1889 bis zum 16. Mai 1890 lebte Vincent van Gogh in dieser Heilanstalt. In dieser Zeit hat er über 150 Bilder gemalt. Wir haben einige Male das Krankenzimmer des berühmten Malers Vincent van Gogh besucht.
Heute nennt sich die Heilanstalt „Maison de Santé de Saint-Paul“. Die Patienten werden über die Malerei Therapiert.
Nach unserer kleinen Pause im Park fahren wir weiter, wir wollen neue Wege erkunden und fahren am Kloster vorbei auf der Chemin des Carrieres, der sich später als Waldweg entpuppt. Eigentlich sollte nach der Klostermauer ein Weg zurück nach St. Remys… führen, es war aber nicht so. Als der Weg für uns nicht mehr Interessant war, (es gab überall noch Abzweigungen die in den Wald und zu Gehöften führten) kehrten wir zum Kloster zurück. Von hier fahren wir weiter zum Ort hinein, und biegen anschließend in die Av. F.de Baroncelli ab. Zu Beginn der Straße waren relativ alte Häuser zu sehen. Später als wir in Richtung Norden in die Av.J.de Servieres und weiter fuhren, kamen wir an neueren Häusern und Villen vorbei.


Wenig später erreichen wir eine der beiden Hauptstraßen des Ortes die RD 99A auch Av.de la Liberation genannt. Wenige Meter weiter geht es auf der rechten Seite in die Av. Jean Moulin wo sich der Campingplatz Pegomas befindet. Meine Frau möchte ihn noch schnell sehen, Wir fahren ohne uns in der Rezeption anzumelden in den Platz hinein, er ist vielleicht zu 50% belegt. Meine Gattin besucht eines der Waschhäuser , kommt aber schnell wieder heraus, offensichtlich ist es nicht ansprechend. Vorne am Eingang gibt es noch einen kleinen Pool, man kann ihn gut von außen einsehen. Wir haben genug gesehen und verlassen den Platz. Von hier sind es nur noch ein paar Meter bis zu unserem Campingplatz Le Parc de la Bastide.
Wir waren jetzt bestimmt zwei bis drei Stunden mit dem Fahrrad unterwegs.
Im Anschluss trinken wir Kaffee und essen einen Kuchen von zu Hause. Später gehen wir zum Pool hinunter, der schon gut besucht war, zur Vollständigkeit die meisten Gäste auf dem Ca.-Platz waren schon Holländer. Der Pool ist im Gegensatz zur Rezeption eigentlich recht nett. Von der Poolanlage sehen wir auf die große Wiese die sich vor unseren Augen mit Caravan und vielen Wohnmobilen füllt. Hier bleiben wir ca. 1,5 Stunden, bis wir zu unserem Stellplatz zurück gehen.


Im Anschluss bauen wir unsere Klimaanlage auf, hier müssen wir leider immer zu zweit sein. Aber in 20 Minuten ist alles geschafft, heute Abend müssen wir aber die Temperatur im Kühlschrank beobachten. In St Raphael ging nach Einschalten der Klimaanlage die Temperatur im Kühlschrank nach oben. Nach dem Abendessen ist das obligatorische Geschirr spülen angesagt, danach gehen wir noch eine Runde über den Campingplatz spazieren. In der Straße beim Waschhaus oben steht ein Camperpaar aus Pirmasens in der Pfalz, nach einem Gespräch mit den beiden erfahre ich: sie wären schon seit April hier auf diesem Campingplatz. Das ist für uns unglaublich, wir könnten nicht so lange an einem einzigen Campingplatz verweilen.
Der heutige Tag war schön und auch warm, die geschätzte Temperatur lag bei ca. 28 oder mehr Grad. Mein Husten /Bronchitis baut sich leider immer mehr auf. Wir haben von zu Hause ACC Akut 600 Brausetabletten in unserer Medikamententasche vorsorglich mitgenommen, die ich seit einigen Tagen zu mir nehme. Bisher ohne großen Erfolg.
Dienstag, den 25. Juni 2024
Gegen 8:00, die Sonne steht schon am Himmel, steigen wir aus dem Bett. Ich gehe in die Rezeption hinunter, wo der Campingchef auf seine Morgendliche Kundschaft wartet. Man muss am Vortag in der Rezeption das Brot oder was auch immer bestellen, das ist fast überall so, nur in den größeren Campingplätzen kann man für das Frühstück ohne vorher gehende Bestellung einkaufen.
Nach unserem Frühstück überlegen wir, was wir heute unternehmen könnten, der Plan wäre auf Wunsch meiner Frau in das kleine Dorf Le Baux zu fahren. Zuerst aber geht meine Frau in die Apotheke am Bv. Marceau gegenüber des PL.de la Republique um ein neues Medikament für mich und Schmerztabletten für sich zu kaufen. Die Apothekerin kann anscheinend gut Englisch, und sie berät meine Frau gut.
Leider ist mein Husten nicht besser geworden und ich bin ziemlich verschleimt.
Sie bringt einen Schleimlöser wie der ACC Akut den wir von zu Hause hatten mit, er ist in der Dosierung etwas schwächer wie die Deutsche Ausführung. Man muss also die doppelte Menge einnehmen.
Danach fahren wir weiter über die Av. Vincent van Gogh (D5), vorbei am Kloster Saint Paul und der Römischen Archäologische Ausgrabungsstätte Glanum. Wir überqueren als nächstes die Alpilles, ein kleines Kalksteingebirge südlich von St. Remys….

(Ihre Ausdehnung beträgt in West-Ost-Richtung etwa 30 und in Nord-Süd-Richtung etwa 10 Kilometer, sie erreichen Höhenlagen von 300 bis 500 Meter).
Vor Maussanne-Les-Alpilles biegen wir auf die D27A ab, die direkt nach Les Baux-de- Provence führt. Kurz vor unserem Ziel, hoch oben vor uns das Chateau Le Baux, die Straße steigt etwas an, stehen die ersten Besucher-Autos. Hier hat die Gemeinde Parkautomaten aufgestellt, und verdient hier viel Geld damit. Wir stellen uns ebenso in die Parkreihe, und gehen zum nächsten Parkautomaten. Hier stehen schon einige Leute an und warten um ein Ticket zu kaufen.
Unsere Parkautomaten in Deutschland sind ein Kinderspiel gegen die Automaten in Frankreich, hier kommen nicht einmal die Einheimischen zurecht. Wir warten eine Viertelstunde am Automaten, es geht nichts voran, und die Warteschlange wird nicht kleiner. Ich beschließe ohne ein Parkticket ins Dorf zu gehen. Wir gehen den restlichen Weg hinauf in das kleine Dorf.
Über uns ragt das Chateau Le Baux. Diese Festung gehörte den Herren von Le Baux die ein arrogantes und mächtiges Geschlecht waren, das im Mittelalter im ganzen Süden Frankreichs verschwägert war. Die Herren hatten die unselige Angewohnheit missbillige Gäste vom Burgfelsen zu stürzen
Es war eine sehr mächtige Familie die hier herrschte, bis Kardinal Richeleu bei einer Abwesenheit der Burgherren die Festung im Jahr1632/33 schleifen lies. Es gab so einige Exesse zu dieser Zeit im Süden Frankreichs, die Adligen hatten freie Hand bei Ihrem Tun (so auch der Marquis de Sade in Lacoste).
Im Mittelalter war Les Baux das befestigte Zentrum einer mächtigen Feudaldynastie, die über 79 Orte in der Umgebung herrschte. Das Fürstenhaus Les Baux leitete seine Herkunft von einem der Heiligen Drei Könige, Balthasar, ab und führte deshalb den Stern von Betlehem in seinem Wappen.
Nach dem Einsatz auf der Seite Frankreichs gegen Spanien konfiszierte Spanien Gebiete der Familie Grimaldi. Durch den am 8. Juli 1641 geschlossenen Vertrag von Peronne, der jede französische Einmischung in die Regierung oder Justiz Monacos ausschloss, erhielt die Familie Grimaldi dafür als Ausgleich vier Lehen in Frankreich, darunter Les Baux, aus dem die Grimaldis zuvor die Spanier vertrieben hatten.

Wir haben einmal einen Fernseh-Film über Les Baux… gesehen, hier wurde erzählt, dass es nur noch ca. 20 Bewohner gibt die hier Wohnen. Der Rest des Ortes sind anscheinend Leute die hier nur ihre Ladengeschäfte haben, um an die Touristen zu verkaufen.


Jedes Mal wenn wir in St. Remys….. zu Besuch waren, sind wir auch nach Les Baux…. gefahren, und waren immer wieder begeistert über den kleinen Ort. Wir streifen durch die schmalen Gassen und schauten uns die vielen Auslagen vor den Souveniershops an. Am Kirchplatz von Les Baux… besuchen wir die Kapelle Pénitents Blancs (Kapelle der weißen Büßer). Sie wurde im 17. Jahrhundert von der Bruderschaft der weißen Büßer errichtet. Auch hier waren wir schon mehrmals drinnen. Einmal konnten wir einen Bastelkurs in der Kapelle sehen.
Im Jahr 1937 wurde die Kapelle wieder errichtet die heute wunderschöne Wandmalereien trägt. Das Innere der Kapelle, früher ein Kreuzrippengewölbe, ist mit Fresken von Yves Brayer (1974) geschmückt, die an den Seitenwänden das Weihnachtsfest der Schäfer in der provenzalischen Tradition zeigen.

Schulklasse vor der Kirche 
Blick auf die Alpilles / Südseite 
Pénitents Blancs Kapelle 
Pénitents Blancs Kapelle 
Bastelkurs in der Pénitents Blancs Kapelle 

Pénitents Blancs Kapelle 


Wir gehen weiter, kommen an der Creperie die sich auf einer kleinen Terrasse befindet vorbei, Hier waren wir viele Jahr immer wieder zu Gast, meine Frau wollte unbedingt auch heute ein Glas Wein und Crepes essen. Leider sind alle Tische direkt an der Brüstung belegt, so nahmen wir einen kleinen Tisch gleich dahinter. Eine Frau neben uns am anderen Tisch bekam gerade einen Riesen Teller mit Salat und Fleisch. Meine Frau fragte die Nachbarin was sie denn esse, die Französin, wie es sich herausstellte antwortete ganz freundlich und zeigte Ihr sogar das Gericht in der Speisekarte.


auch hier hatten wir schon einmal eine Crepes gegessen 






unser Lieblings Terrassen-Cafe 
Cäsar-Salat 
Crepes mit Marmelade / Cäsar Salat
Meine Frau war ganz hingerissen von dem schön angerichteten Teller mit Cäsar-Salat, und bestellte den gleichen. Ich esse wie meistens einen Crepes mit Fraise (Erdbeere), dazu tranken wir eine kleine Flasche Rose Wein. Zwischen der Französin , die mit ihrem Mann hier saß, und meiner Frau entwickelte sich ein Intensives Gespräch mit Hilfe beider Handys. Auf Nachfrage erzählte Sie, sie wohnen etwa eine Autostunde von hier, wo genau wurde nicht klar. Sie erzählte uns mit Hilfe Ihres Handys wo es schön wäre, und war ganz erfreut als Sie erfahren hatte, dass wir bestimmt schon zehnmal oder mehr hier in Frankreich unseren Urlaub machten.
Wir verbrachten hier bestimmt eine Stunde mit Essen und guter Unterhaltung. Dann gehen wir die Gasse nach unten, an der linken Seite befindet sich eine Plattform. Hier hat man eine gute Aussicht ins Tal und die Alpilles. Vor uns befindet sich das Museè des Santons. Hier gibt es eine Kostenlose Ausstellung von Krippenfiguren aus dem 17. und 18. Jh. und 19. Jh.
Das Krippenfiguren-Museum zeigt eine große Anzahl dieser Figuren (darunter einige außergewöhnliche neapolitanische Figuren), sowie Szenen, die die mit der Geburt Christi verbundenen Traditionen der Provence und der Gegend um Les Baux veranschaulichen.
Nach dem Besuch des Museums beschließen wir unseren Ausflug hier in Les Baux…. und gehen zurück zu unserem Auto. In der Hoffnung, dass wir keinen Strafzettel wegen Falschparkens an der Windschutzscheibe haben. Es geht alles gut, keiner hat unser Auto Kontrolliert.
Für den Heimweg wählen wir die D27 eine Nebenstraße die ebenfalls nach Saint Remys… führt. Bevor wir aber den Ort erreichen kommen wir am Carrieres de Lumieres einem gewaltigen unterirdischen Steinbruch vorbei. In diesem Steinbruch gibt es die größte Multimedia-Einrichtung von Frankreich. Jedes Jahr werden hier einzigartige multimediale Ausstellungen durchgeführt, die sich den großen Namen der Kunstgeschichte widmen. Mit 70 Videoprojektoren und 70 Servern werden die Bilder auf einer Fläche von über 6000 m² auf den Stein projiziert. Hier werden unter anderem Bildprojektionen: von Van Gogh; Marc Chagall; Pablo Picasso oder Salvador Dali dargestellt.
Vom 19. April bis 5. Januar 2025 findet die Ausstellung statt:
Das Ägypten der Pharaonen, von Cheops bis Ramses II


Diese Bilder sind nicht von mir 
Diese Bilder sind nicht von mir 
Diese Bilder sind nicht von mir 
Diese Bilder sind nicht von mir
Wir fahren weiter auf der engen Serpetinenstrassen der D27 weiter hinauf ins Gebirge. Kurz vor dem Kamm kommt ein Parkplatz wo man sein Auto abstellen und einen schönen Blick nach Süden auf das Dorf Les Baux sowie die Ruine werfen kann.



Nachdem wir den Kamm der Alpilles wenige Kilometer später erreicht haben, führt unser Weg jetzt durch den bewaldeten Nördlichen Teil des Gebirges. Auf dem Weg zurück in die Stadt fällt mir ein, wir könnten noch die Ölmühle „Moulin du Calanquet“ besuchen. Sie liegt ja auf unserem Weg. In den vielen Jahren wo wir hier in Saint Remys… ein paar Tage verbrachten, hatten wir einer unser Töchter, sowie manchem unserer Nachbarn eine Flasche des „wertvollen“ Olivenöles mitgebracht. Die ersten Jahre kauften wir auf dem Markt in Saint Remys… unser Öl, zweimal direkt beim Erzeuger in Maussane, wo laut Aussage die besten Köche Frankreichs ihr Olivenöl beziehen. Das letzte Mal im Jahr 2022 besuchten wir Ölmühle „Moulin du Calanquet“ die 2019 in Paris für Ihr Olivenöl eine Goldmedaille bekommen hatte.


Moulin du Calanquet 

meine Frau probiert 
4 verschiedene Sorten Olivenöl 


Von der Hauptstraße in die Einfahrt erwartet uns ein ganzes Feld mit Gartenputinien die wohl zur Ölmühle gehören. Wir stellen unser Auto ab und gehen ins Haus hinein. Hier werden wir wie vor zwei Jahren von einer Frau empfangen und betreut. Sie berichtet von den 4 verschiedenen traditionellen Oliven der Alpilles, die seit dem Jahr 2000 rund um die Ölmühle neu gepflanzt wurden:
Grossane
Oliven französischen Ursprungs, die in den Bouches-du-Rhône verbreitet sind. Seine Produktivität ist durchschnittlich und regelmäßig. Diese Früchte sind sehr fleischig und von guter Größe (sehr runde Form) und werden hauptsächlich für die Herstellung von schwarzen Oliven verwendet und werden für ihren besonders süßen Geschmack geschätzt. Grossane wird auch bei der Herstellung von Olivenöl verwendet, seine Ausbeute variiert zwischen 10 und 12%.
Picholin
Diese Sorte kommt überwiegend in der Region Gard und zu 5% in den Alpilles vor. Er ist sehr widerstandsfähig gegen Kälte und Trockenheit, begann früh mit der Produktion und reifte sehr spät. Diese Spitzolive wird sowohl für die Zubereitung von grünen Tafeloliven als auch für Olivenöl verwendet. Die Extraktion ist nach wie vor schwierig und die Ausbeute der Früchte in Öl ist durchschnittlich: zwischen 14 und 18 %.
Aglandau
Französische Sorte mit Synonym Blanquette, Béruguette, Verdale de Carpentras. Er ist selbstverträglich und seine Produktion, die alle zwei Jahre stattfindet, ist in der Regel durchschnittlich. Sein Hauptziel ist die Herstellung von Olivenöl. Es ergibt ein Öl von ausgezeichneter Qualität, das sehr gut hält. Ihr Ertrag variiert zwischen 17 und 21%. Es wird auch für Süßwaren verwendet.
Salonenque
Die Salonenque stammt aus Frankreich und hat eine hohe und konstante Produktivität. Er reagiert empfindlich auf Kälte und Trockenheit. Seine birnenförmige Form und seine gelbliche Farbe machen ihn sehr charakteristisch. Im September werden nur die großen Größen für die unterbrochene Olivensaison und im November-Dezember für das Öl gepflückt. Sein Ertrag variiert zwischen 17 und 21% und verleiht dem Öl eine gewisse Cremigkeit.
Eine französische Sorte, genauer gesagt aus dem Süden der Bouches-du-Rhône, ist sie mit ihren vielen Lentizellen sehr charakteristisch. Diese Sorte ist kältebeständig.
Auf dem Tisch stehen Schälchen mit den verschiedenen Olivenölen in die man kleine Brotstückchen eintauchen kann. So soll man den Unterschied zwischen den verschiedenen Olivensorten erkennen. Das beim eventuellen späteren Kauf einer Flasche Olivenöl eine große Rolle spielt.
Aus dem Öl werden auch andere Produkte hergestellt: z.b. Brotaufstriche aus den verschiedenen Olivensorten wie Grossane oder Aglandau und mehr. Kekse aus grünen oder Schwarzen Olivenblättern.
Weiterhin gibt es Marmelade und Konfitüren aus verschiedenen Obstsorten die hier verkauft werden, und viele andere Produkte.
Nach der sehr ausführlichen Einweisung suchen wir eine Flasche einer Olivenöl-Sorte aus, die für unsere Tochter sowie eine weitere für unsere Hausnachbarn bestimmt ist. Die Preise sind wie wir später feststellen konnten auch auf dem Markt relativ ähnlich, wenn gleich auf dem Markt das Olivenöl meist auch nur von einer Ölmühle angeboten wird.
Gegen 15:00 waren wir wieder auf dem Campingplatz zurück, wenig später gibt es Kaffee und Kuchen. Anschließend versuche ich ein wenig zu Schlafen, was leider nicht klappt. Meine Hustenanfälle werden nicht weniger (vielen Dank auch an die Rezeption unseres ersten Französischen Campingplatzes, die mich angesteckt hat).
Mittwoch, den 26. Juni 2024
Guten Morgen, heute ist Markttag hier in Saint Remy, bestimmt einer der größten in der Gegend. Wir wollen auch heute zum Markt hingehen, wie all die Jahre davor.
Es ist kurz vor 8:00 als wir aufstehen, nach dem Toilettengang gehe ich in die Rezeption hinunter um unser Morgentliches Baguette zu holen. Der Chef wartet schon auf uns, er macht immer einen trotteligen Eindruck neben seiner Frau, aber eigentlich ist er der Besitzer des Ca.Platzes.
Während unseres Frühstücks haben sich unsere Nachbarn von gegenüber fertig gemacht zur Abfahrt/Heimfahrt. Um 9:30-9:45 sind wir dann zu Fuß aufgebrochen in Richtung Saint Remys… . Die Temperatur heute Morgen hält sich noch in Grenzen, soweit möglich sind wir auch im Schatten der Häuser gelaufen. Als erstes suchen wir das Postgebäude auf um ein paar Ansichtskarten für unsere Enkel abzugeben. Das klappt recht gut, von hier sind es nur ein paar Meter bis zum Place de la Republique, wo der Markt auf dieser Seite beginnt. Hier gibt es Kleider, Schuhe, Leder, Porzellan und sonstiges. Nach dem Stadtplan zu urteilen sollte sich hier eine Toilette befinden, was leider nicht stimmte.
Danach sind wir über den Boulevard Marceau in die Altstadt hinüber gegangen, wo sich in der Hauptsache der Lebensmittelmarkt befindet.



Widschweinwurst 


Oliven in allen Variationen 
Oliven in allen Variationen 




Wildschweinwurst 



Gleich am Anfang der Straße gibt es Stände oder Verkaufswagen wo es Fleisch, Hähnchen und Fischprodukte zu kaufen gibt. Wir schlendern durch die Straßen der Altstadt. Hier am Beginn der Av.de la Resistance direkt an der Collegiale St. Martin befindet sich ein Markthändler der Wildschweinwurst in Verschiedenen Variationen verkauft. Es gibt bei ihm Würste mit Nuss, Fromage, Tomate, Pfeffer, Fume und Natur. Ein Bund mit drei Stück kostet dieses Jahr Zwölf Euro.
Immer wenn wir hier auf dem Markt in Saint Remys… sind, kaufen wir ein oder zwei Bund dieser Schmackhaften Würste. Auf dem Platz vor dem Rathaus (Mairie) steht immer der Händler der Oliven in allen Variationen anbietet. Bei ihm haben wir jahrelang das Olivenöl unter anderem für eine unserer Töchter gekauft. An anderen Ständen gibt es Käse, Nougat, Brotaufstriche, Honig und Marmelade, halt alles was der Magen und das Herz begehrt. In den Straßen die auf der anderen Seite wieder aus dem Zentrum herausführen, gibt es Kleider, Bilder und Sonstiges. Wir suchen für unsere Enkel noch bestimmte T-Shirt, wie Einhorn, Spiderman oder Ähnliches, aber das gibt es hier wohl nicht.
Ich habe zu Beginn schon erwähnt, der Markt findet in der Hauptsache auf zwei Straßen sowie zwei kleineren Plätzen statt. Dazu kommt der Place de la Republique der aber sehr groß ist. Nach meiner Schätzung sind bestimmt an die 200 Marktleute hier in Saint Remys… an jedem Mittwoch. Der Markt wird gut angenommen von Touristen sowie von Einheimischen.
Gute 2 Stunden sind wir durch den Marktgeschlendert, gefunden haben wir außer den Wildschweinwürsten nichts. Für unsere Töchter haben wir schon gestern eine Kleinigkeit zum Mitnehmen gefunden, für uns gab es leider nichts.


Gegenüber des Place Favier, der heute mit Marktständen vollgestellt ist war früher ein kleiner Lebensmittelmarkt, heute befindet sich ein Eiscafe darin. Hier setzen wir uns für eine weitere halbe Stunde hin und beobachten das bunte Treiben auf der Straße. Danach machen wir uns auf den Weg zurück zum Campingplatz, inzwischen ist es ungleich heißer geworden als auf dem Hinweg, die Temperatur liegt bei etwa 29-31°. Irgendwann zwischen 13:30-14:00 sind wir wieder am Platz zurück. Wir setzen uns in den Schatten der Zypressen und genießen ein Glas Radlerbier.
Auch versuche ich ein wenig zu Schlafen, was leider genau so wenig wie gestern klappt. Auch meine Hustenanfälle werden einfach nicht weniger.


Gegen 16:00 gehen wir wieder hinunter zum Pool, der heute aber überraschenderweise nicht so voll wie am Montagnachmittag war. Die Poolanlage ist wohl das schönste was dieser Platz zu bieten hat, ausgenommen der einem grünen Park ähnlichen Zustand der Stellplätze.


Hier bleiben wir etwa eine Stunde, bevor wir wieder zum Stellplatz zurück gehen. Im Anschluss gehe ich zum Duschen ins Waschhaus weiter. Das Waschhaus ist wie ich schon einmal erwähnte eines der schwächsten Punkte in diesem Ca.-Platz. Die Kabinen sind zwar sauber, aber nichts besonderes. Die Armaturen in den Duschkabinen sind meist Einzelstücke, die wohl nach dem Momentanen Bedarf gekauft wurden. Nachdem wir beide geduscht haben, gibt es Abendessen, aber was weiß ich nicht mehr. In früheren Jahren habe ich unser Essen aufgeschrieben, aber dieses Jahr einfach vergessen.
Das mit dem Spülen ist sowie so immer das gleiche, es ist mein Part, da ja meine Frau kocht. Heute Abend wollen wir nochmals mit dem Fahrrad ins Centrum fahren, um in einem Lokal noch etwas zu trinken. In vergangenen Jahren waren wir öfters am Place Favier, wo wir unter den hohen Bäumen noch ein Bier oder ein Glas Wein getrunken haben. Als wir im Centrum angekommen sind stellen wir fest, dass heute kein Ausschank unter freiem Himmel stattfindet. Der Grund war einfach, heute war ja Markttag, und es wurden danach keine Tische und Stühle aufgestellt. Enttäuscht schieben wir unsere Räder durch die Rue Carnot bis zum anderen Ende des Altstadtring an der Boulevard Mirabeau.

Hier setzen wir uns in ein Bistro, fragen aber bei einem Kellner nach, ob wir ohne zu Essen überhaupt erwünscht sind. Wie es sich aber heraus stellt, sind wir beim Chef nicht unbedingt gewünscht. Wir trinken unser Bier aus, und fahren zum Campingplatz zurück.
Hier setzen wir uns vor unseren Caravan, ich trinke ein Glas Weizenbier und meine Frau ein Glas Rotwein. Gegen 22:00 gehen wir hinauf ins Waschhaus um uns zu waschen. Das Camper-Ehepaar aus Pirmasens sitzt ebenfalls noch vor Ihren Caravan, manchmal haben Sie auch Besuch von einem ihrer Platznachbarn.
Donnerstag, den 27. Juni 2024
Hallo, heute ist unser letzter Tag hier in Saint Remys…, es ist 8:00 als wir aus den Federn kommen. Geschlafen haben wir relativ gut, bis auf meinen starken Husten, der für meinen nächsten Nachbarn sicher auch eine Belästigung ist. Morgen früh fahren wir weiter an die Ardeche, besser gesagt an den Campingplatz La Bastide en Ardeche in der Nähe von Vallon Pont de Arc. Ich gehe zuerst in die Rezeption hinunter um unser Baguette und Croissants zu holen. Der Camping-Chef Honore Aubert wartet schon auf seine Kundschaft, die ihre bestellten Brote oder Croissant abholt. Nach dem Essen fahren wir nach Saint Remys… hinein. Auf dem Parkplatz beim Intermarche ist eine Tankstelle, hier kann man Preisgünstiger Tanken als auf der Autobahn oder sonst in den Städten. Danach gehen wir ins Zentrum, hier am Bv. Marceau gegenüber des PL.de la Republique befindet sich die Apotheke, um neue Medikamente für mich zu kaufen. Die Apothekerin kann gut Englisch verstehen und sprechen. Wir kaufen zweierlei Medikamente, das erste ist ein Hustensaft. Das zweite sind Tabletten die den Husten lindern sollten.
Danach gehen wir zurück zum Intermarche, wir brauchen noch eine Kleinigkeit, und zudem wollen wir für unsere Enkel noch T-Shirts mit speziellen (Superman, Rennwagen oder Einhorn) Motiven kaufen. Das gibt`s hier nicht, wo die Franzosen für ihre Kleinkinder einkaufen ist uns Schleierhaft.

Zurück am Ca.-Platz haben wir eine kleine Brotzeit gemacht. Mit Resten unseres Frühstück-Baguette`s, etwas Käse und einer Salami vom Rentier, die uns unsere Hausnachbarn von Ihrem Urlaub in Schweden mitgebracht haben.
Für heute haben wir beschlossen noch ein letztes Mal mit unserem kleinem E-Bike den netten Fahrradweg entlang der RD 99 nach St.Etienne du Gres zu fahren. Unser Campingplatz befindet sich im Osten von Saint Remys… wir müssen durch die ganze Stadt nach Westen fahren. Hier ist leider sehr viel Durchgangsverkehr an der RD 99 entlang. So wechseln wir halt zwischen Bürgersteig, Fahrradweg und Hauptstraße, bis wir hinter dem Intermarche ins Industrieviertel wechseln können. Hier an der Ecke Chemin Monplasir zur ZI de la Gare hätte mich beinahe ein Kleinwagen beim Links abbiegen (trotzdem Handzeichen) erwischt. Nach ein paar hundert Meter sind wir am Radweg nach St.Etienne du Gres angekommen. Von hier sind es nur noch ca. 8 km bis in das kleine Dorf. Es ist kaum Verkehr auf dem Radweg, in Mas-Blanc-des Alpilles kommen wir an einer Fabrik vorbei. Hier stehen Hunderte von Gastanks in allen Größen auf dem Fabrikgelände. In St.Etienne du Gres befindet sich ein kleines Bistro, wo wir schon des Öfteren etwas getrunken haben. An einer Anzeigetafel stehen 40° , die wir im Moment wohl haben. Wir verbringen eine gute Stunde im Schatten einer Markise, vereinzelt kommen andere E-Biker vorbei um auch etwas zu trinken. Dann machen wir uns wieder auf den Heimweg.
Hier angekommen, trinken wir noch eine Tasse Cappuccino, dazu setzen wir uns auf den jetzt freien Stellplatz gegenüber, wo ein hohes Bambusgebüsch die strahlende Sonne abhält. Wir müssen heute Abend noch unseren Sunblocker abbauen, unsere Fahrräder abbauen und ins Auto verstauen. Weiterhin unsere Markise reinigen und aufrollen. Es gibt also noch einiges zu tun. Unseren Tisch und die Stühle haben wir dann vor dem ins Bett gehen noch ins Auto verstaut.
Wie immer gegen 22:00 suchen wir das Waschhaus auf und anschließend geht es in die Koje.
Freitag, den 28. Juni 2024
Guten Morgen, heute ist unser Abfahrtstag hier aus dem Camping Park de la Bastide in der Provence. Wir sind kurz vor 7:00 aufgestanden und wollten eigentlich um etwa 8:00 – 8:30 den Platz verlassen. Das klappte natürlich nicht, trotz allem dass wir gestern Abend fast alles abgebaut und eingeräumt haben. Unsere Klimaanlage muss heute Morgen noch abgebaut und verstaut werden. Nachdem das Elektrokabel aufgerollt und die Kurbelstützen hochgedreht sind, können wir endlich los fahren.

Um 8:40 verlassen wir den Campingplatz, während ich hier meine Toilettenkassette an der hier vorhandenen Kimik-Station ausleere, ist meine Gattin in die Rezeption um unser bestelltes Baguette abzuholen.
Meine Frau hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten schnell mit dem Ca.-Platz arrangiert. Er hat ja eine nette Grünanlage und auch Schatten durch die hohen Zypressen. Lediglich die Sanitäranlagen lassen zu wünschen übrig.
Nachdem wir unser Bordeigenes Navi aktiviert haben, kommt die Meldung (Nutzerdaten nicht erfasst) und wir müssen feststellen dass sich kein Bild aufbaut. Ich habe zwar noch zwischen dem Tacho und dem Drehzahlmesser eine kleine Fahrroutenanzeige. Aber wir können zb. kein neues Ziel programmieren. Wir probieren es immer wieder vergebens, auch durch Ausschalten der Zündung dass sich ein Bild aufbaut. Erst einiges später, es wird schon kurz vor Graveson gewesen sein, probieren wir ein weiteres mal durch Ausschalten der Zündung und verriegeln der Autotüren das Navi zu starten.

das Bild ist nicht von mir 
das Bild ist nicht von mir
Und siehe da, es funktioniert, unser Navi baut sich neu auf und wir sind darüber sehr erleichtert. Ich könnte zwar aus dem Gedächtnis heraus unsere Route nach Vallon-Pont-d`-Arc fahren, aber mit Navi ist es viel angenehmer. Hinter Graveson fahren wir auf der D 570n bzw. N1007, das eine Umgehungstrasse hier in Avignon ist, die direkt über die Rhonebrücke nach Villeneuve-les- Avignon führt. Hier biegen wir auf die D 6580 in Richtung Bagnols-s-Ceze ab.
Erinnerungen werden wach, vor Jahren als wir einmal von der Ardeche gekommen sind und im Kreisverkehr falsch abgebogen sind und im Supermarktviertel von Les Angles gelandet sind. Oder weiter in Avignon nach der Brücke Pont de l’Europe mehrmals falsch abgebogen, und durch halb Avignon fahren mussten.
Aber es geht dieses Mal alles gut, wenig später überqueren wir die A9 die von Montpellier und Spanien kommt. Irgendwo vor und in Bagnols-s-Ceze befinden sich Baustellen, die wir mit etwas Glück hinter uns lassen. Hinter der Stadt geht es jetzt auf die D 980 (Überregionale Verbindungsstraße) bis nach St-Andre-….. Hier haben wir plötzlich eine ca.10 Kilometer lange Fahrbahnverengung. Und genau hier kommen uns zwei große LKWs entgegen. Auch das geht gut, wir kommen an einander vorbei. In Barjac will unser Navi direkt ins Zentrum hineinfahren wo sich heute ein Bauern-Markt befindet. Wir fahren weiter bis zum Ende der Ortschaft wo wir in die D 979 einbiegen, die weiter hinauf nach Vallon-Pont-d`Arc führt. Hier gibt es Abzweigungen die zum Aven dÒrgnac führen.
Der Aven dÒrgnac ist eine der großartigsten Sehenswürdigkeiten Frankreichs, Die Höhle wurde im Jahr 1935 von Robert de Joly entdeckt.
Das Höhlensystem erstreckt sich auf einer Länge von rund 4 km und ist in drei Bereiche unterteilt. Der allgemein zugängliche Besucherbereich mit einer Abmessung von 2 Hektar in drei großen Sälen mit dem natürlichen Eingang. Die durchschnittliche Temperatur beträgt 11 °C.
Wenn man also den ersten Raum der Höhle, den Salle De Joly, betritt, findet man sich vor 7000m² verschiedener Konkretionen (Stalagmiten und Stalaktiten).
Saal 1
Der „Salle Robert de Joly“ (Saal Robert de Jolys) hat eine Dimension von 125 m Länge auf 90 m Breite. Wir verlieren dann jede Vorstellung von Entfernung, unter mehr als 30 m hohen Decken… Stalagmiten sind überall!
Saal 2
Dieser etwa 70 Meter unterhalb der Erdoberfläche gelegene Bereich, des „Salle du chaos“ (Chaossaal) wurde vor rund 6 Millionen Jahren von Wasser durchströmt und bildete so eine Art Stollen. Die Decke stürzte teilweise durch diese Auswaschungen ein und bildet den Bodenbelag. Das Alter der dortigen Tropfsteine liegt bei rund 190.000 Jahren.
Saal 3
Im „Salle rouge“ (Roter Saal) befindet sich der tiefste Punkt der Höhle und des für Besucher zugänglichen Bereiches. Auf dem Boden befinden sich Lehmablagerungen. Bei Bohrungen in diesem Bereich wurde festgestellt, dass sich etwa 50 bis 100 m darunter ein weiteres wassergefülltes Höhlennetz befindet. Ein Lift führt von hier aus wieder hinauf zur Erdoberfläche.

Joly-Zimmer 
Joly-Zimmer 
Halle des Chaos 
Rotes Zimmer
Wir sind schon selber zweimal in der wunderschönen Grotte gewesen. Das erste Mal im Jahr 2002 als wir mit unseren Töchtern eine Woche an der Ardeche verbrachten. Anschließend fuhren wir zum Ca. Sagittaire bei Nyons. Als meine Frau und ich die Höhle besuchten und danach zum Ca.Platz zurück kehrten bekamen wir die Auskunft von unseren Töchtern dass die zweigeteilte Tür unseres Caravans ausgehängt sei. Wie sie das geschafft hatten ist uns immer ein Rätsel geblieben.
Unseren gewählten Campingplatz La Bastide en Ardeche erreichen wir um 11:30, etwas später als erwartet. Wie schon erzählt, hatten wir Probleme mit unserem Navi. Wir waren seit 2014 immer wieder mal auf diesem hübschen Platz zu Besuch. In der Vergangenheit haben wir in vier weiteren Campingplätzen an der Ardeche jeweils ein paar Tage verbracht, keiner hat uns wirklich zugesagt. Der Ca.-Platz La Bastide…. ist wirklich der erste Platz hier an der Ardeche, der uns immer wieder angesprochen hat. Er ist in Holländischer Hand, was uns nie gestört hat, und hat im vorderen Bereich ein hübsches Waschhaus und ebenso einen netten Pool.

Wir stellen unseren Wohnwagen neben der Verkehrsstraße ab und gehen zur Anmeldung in die Rezeption hinunter, hier werden wir freundlich empfangen. Eine der beiden Damen am Empfang gibt uns eine Liste der freien Stellplätze aus denen wir auswählen dürfen. Für uns ist der Bereich schon klar, wo wir unseren Caravan aufstellen wollen. Wir entscheiden uns für Platznummer 260 im vorderen Bereich, in nächster Nähe befindet sich das Waschhaus Nr. 2. Bevor wir unseren Wohnwagen aufstellen, diskutieren wir kurz, wie wir unseren Caravan wegen der Sonnen-Einstrahlung aufstellen wollen.

Auf der anderen Seite des Weges bauen gerade Holländische Nachbarn ihr Vorzelt ab, anscheinend wollen sie am nächsten Morgen abreisen. Der Campingplatz ist locker besucht, aber das sind wir von unseren bisherigen Besuchen an der Ardeche (Vorsaison ?) ja gewohnt. Nachdem der Wohnwagen steht, rollen wir die Markise ab, und hängen gleich unseren Sunblocker dran. Die Temperatur ist höllisch heiß, unser Thermometer zeigt fast 35° an. Als das alles erledigt ist, trinken wir erstmals ein Glas Weizenbier zur Abkühlung. Danach gehen wir ins Waschhaus um zu Duschen um unseren Temperatur-Pegel etwas zu senken. Im Nachhinein hat auch das wenig gebracht.

Waschhaus Nr. 2 
Geschirr spülen 
Duschkabinen 
Kinderabteil
Im Anschluss trinken wir eine Tasse Cappuccino, bevor wir unsere Badesachen einpacken, und die etwa 300 Meter zum Pool gehen. Seit unserem letzten Aufenthalt hier am Platz ist anscheinend der Pool renoviert worden. Das Schwimmbecken ist mit einer Folie ausgekleidet worden, die einen guten Eindruck macht. Es sind auch viele Badeliegen und Sonnenschirme aufgestellt. Am Eingang zum Pool befindet sich eine größere Baderutsche, die mir auch nicht bekannt war. Die Temperatur im Schwimmbecken war in meinen Augen genau richtig nicht zu kalt und nicht zu warm. Die Tiefe im Becken geht von 70 Zentimeter bis zu 1,70 Meter. Wir gehen ins Becken hinein bis wir zum Hals im Wasser stehen. Meine Gattin dreht im Anschluss noch ein paar Runden im Becken. Hier verbringen wir eine gute Stunde, neben uns auf der Liege sind unsere Holländischen Nachbarn die gerade Ihr Vorzelt abgebaut hatten. Gegen 18:00 gehen wir wieder zum Stellplatz zurück
Wir müssen heute noch unsere Klimaanlage aufbauen, das ist dringend notwendig bei dieser Temperatur. Etwas später am Abend baue ich unseren kleinen Gas-Grill auf. Meine Frau möchte mindestens einmal in der Woche grillen, und hat diverse Fleischpakete zusammen gestellt. Es gibt Hühnchen, Truthahn und diverse Würstchen mit Schinken umwickelt sowie Käsekrainer. Für sie selber nimmt sie noch etwas Fleisch vom Schwein mit, das mag ich nicht. Früher waren die Fleischportionen riesig, die wir mitgenommen und verzehren mussten. Das hat sich mit der Zeit etwas Reduziert.

Nach einem kleinen Spaziergang über den Platz geniesen wir die Ruhe und die etwas sinkenden Temperaturen. Zum Trinken gibt es Aperol Spritz, Rotwein, Weizenbier oder Sangria, den ich Persönlich sehr gern trinke.
Um 22.00 gehen wir ins Waschhaus um uns Bettfertig zu machen, der Tag war lang und sehr heiß.
Samstag, den 29. Juni 2024
Guten Morgen, wir sind nun den ersten ganzen Tag hier an der Ardeche, wir haben trotz der hohen Temperaturen dank unserer Klimaanlage sehr gut geschlafen. Meine Bronchitis ist natürlich nach wie vor vorhanden, aber der Husten ist etwas leichter geworden. Meine Frau hat schon im Shop ein Baguette geholt, während ich noch geschlafen habe. Auch der Kaffee ist schon fertig, so dass unserem gemütlichen Frühstück nichts im Wege steht.
Für heute Vormittag wollen wir ins Lavendelmuseum (Maison de la Lavande) bei Saint Remeze fahren. Das hiesige Lavendelfeld ist in der Regel wunderschön, sowie das danebenliegende Museum und die ganze Anlage ansprechend ist. Gegen 10:00 fahren wir los, unser Weg führt an Vallon-Pont-dÀrc mit seinen vielen Campingplätzen vorbei. An einem davon dem Rives dÀrc waren wir im Jahr 2002 mit unseren Kindern. Der Campingplatz zuvor heißt Natur Parc LÀrchechois ist wohl einer der Teuersten hier an der Ardeche. Auch ihn haben wir schon vor Jahren angeschaut. Wir fahren weiter an der Ardeche entlang, kommen an einigen kleineren Campingplätzen wie Camping dÌle** und Camping des Tunnels** vorbei. Wenig später kommen wir an der Prehistoric Lodge vorbei. Ich habe mir mal die Bilder der Lodge im Internet angeschaut, man könnte glauben man wäre in Afrika bzw. Kenia.

Prehistoric Lodge 
Prehistoric Lodge 
Prehistoric Lodge 
Prehistoric Lodge
Bald darauf fahren wir am Parkplatz vom Pont d`Arc vorbei, hier gibt es eine Auberge du Pont dÀrc mit dem gleichen Namen. Zu beiden Seiten des Felsentores gibt es einen Sand/Kiesstrand, einen davon werden wir auf der Rückfahrt bestimmt besuchen. Ab hier geht die Fahrt langsam in die Höhe, nach wenigen Kilometern erreichen wir den Belvédère du Serre de Tourre eine Plattform, die einen herrlichen Blick auf die 200 Meter Tiefer liegende Ardeche zulässt. Wenige Meter weiter gibt es einen kleinen Parkplatz längs der Straße, der gut gefüllt ist, wo wir unser Auto abstellen. Unten an der Ardeche sind heute leider wenig Kanus unterwegs. Seit einigen Jahren gibt es auf der Bergseite der Straße eine größere Anzahl Bergziegen, die von den Besuchern betrachtet werden, als auch von den Ziegen betrachtet werden.
Nach einer Viertelstunde fahren wir weiter, die Abzweigung nach Saint Remeze befindet sich vor der nächsten Kurve. Von hier sind es nur noch ein paar Kilometer bis zum Lavendelmuseum. Wir sind schon oft hier gewesen, im Schattigen Garten haben wir etwas getrunken. Als erstes gehen wir zum Lavendelfeld, das heute einen etwas Strubbeligen Eindruck macht. Es wachsen dieses Jahr auch irgendwelche Blumen und Kräuter zwischen den Lavendelsträuchern. Als wir da waren wurde gerade der Bummelzug repariert, er hatte wohl einen Plattfuß an einem der Reifen.



mit dem Zug durch den Lavendel 

mit dem Zug durch den Lavendel 

Lavendel-Ölpresse 
1000 Jähriger Lavendelbaum aus Spanien
Wenig später sind wir ins Lavendelmuseum bzw. in den Shop gegangen, unglaublich was alles aus den Lavendelsträuchern hergestellt wird. Hier gibt es auch seit neuestem ein Schwein, ob es eine Wildsau oder ein normales Hausschwein ist, kann ich nicht beurteilen. Gegenüber dem Bistro / Cafe was es bisher gab, steht nun ein großer Verkaufstand. Hier gibt es nun Fleisch, Pommes, Flammkuchen, Salate und vieles mehr. Natürlich auch Getränke mit oder ohne Alkohol. Es gab einige Besucher die hier gegessen haben. Während unseres Aufenthaltes waren zwei große Reisebusse hier, dessen Passagiere mit dem kleinen Zug durch die Lavendelfelder gefahren sind. Die Fahrt mit dem Zug und der anschließenden Besichtigung des Museum kostet anscheinend etwas über 10 Euro.
Wir setzen uns in den schattigen Vorgarten, um eine Coca Cola und eine Flasche Wasser zu trinken. Nach gut einer halben Stunde gehen wir zum Auto zurück. Gegen 13:00 sind wir wieder am Campingplatz zurück. Den Pont d’Arc werden wir Morgen oder in den nächsten Tage besuchen.
Nach einer kurze Essenspause vor dem Caravan, unsere Holländischen Nachbarn sind schon auf dem Weg nach Hause. Ein weiterer Camper baut gerade mit vielen Pausen sein Vorzelt ab, seine Frau gibt ihm technische Hilfe von ihrem Liegestuhl aus.
Vom Fluss hört man immer wieder Gelächter und Stimmen, wir nehmen unsere kleinen Sitzhocker und machen uns auf den Weg zur Ardeche, wo wir uns an`s Ufer setzen. Auf der Gegenüberliegenden Flussseite hinter den Bäumen und Büschen befindet sich der Campingplatz „Grand Terre„. Auch diesen Platz haben wir vor etwa 20 Jahren, beim Besuch eines Bekannten schon besichtigt.


In der nächsten halben Stunde kommt keine weiteres Kanu hier vorbei. Lediglich ein Ehepaar stellt sein Kanu am Ufer ab, und geht in den Campingplatz zurück. Wir haben ja immer wieder einen Geländewagen mit Anhänger gesehen der Kanus aufgeladen und damit den Campingplatz verlassen hat. Nachdem es leicht zu Regnen beginnt, gehen wir zum Wohnwagen zurück. Der Regen wird leider immer heftiger, bei uns würde man sagen ein richtiger Landregen (Wolkenbruch?). Es ist Samstag, eigentlich Anreisetag, aber es tut sich nichts. Der Campingplatz ist in Holländischem Besitz, auch mit vorwiegend Holländischen Gästen. Von Ihrer Heimat bis hier an die Ardeche sind es bestimmt mehr als 1200 Kilometer.
Von 16:00 an kommt ein starker Wind/Sturm auf, auch der Regen wird immer noch heftiger, so dass wir uns in den Caravan zurück ziehen. Etwas später baue ich meinen DVD-Rekorder auf (die Satellitenschüssel habe ich bisher nicht aufgebaut). Wir werden später ein paar Filme von „Verrückt nach Meer“ anschauen, und den Abend so beschließen.
Sonntag, den 30. Juni 2024
Hallo, es ist schon wieder Morgen, geschlafen habe ich leider nicht sehr gut, meine Bronchitis/Husten plagt mich sehr. Es ist mittlerweile schon 8:30 geworden, meine Frau hat im Shop schon Baguette geholt, und der Kaffee ist auch schon fertig. Nach unserem gemütlichen Frühstück wollen wir für ein paar Stunden an den Pont d’Arc fahren. Bis zum Felsentor sind es ja nur ca. 13 Kilometer, oberhalb davon gibt es einen großen Parkplatz um all die vielen Gäste aufzunehmen. Kurz vor 11:00 sind wir hier angekommen, für unsere gebuchten 3 Stunden haben wir 10 Euro bezahlt. Auch die Franzosen wissen mittlerweile wie man Geld verdient. Wir sind schon oft hier gewesen, fast jedes mal schaut der Fußweg zum Fluss etwas anders aus.

Parkplatz oberhalb des Pont d’Arc 
Stromschnellen 
lustiges Treiben im Fluss 
Stromschnellen 
Pont d’Arc 
Pont d’Arc 
andere Seite flussabwärts 
andere Seite flussabwärts
Entstanden ist der Pont d’Arc, als die Ardèche an der engsten Stelle einer Flussschleife, des Cirque d’Estre, die natürliche Barriere des Kalksteins durchbrach und den Cirque d’Estre in Tausenden von Jahren trocken legte. Festes obenliegendes Gestein wurde nicht abgetragen, sodass sich der Durchbruch als Steinbrückenbogen erhalten hat. Der Pont d’Arc spannt sich 59 Meter in der Breite und 34 Meter hoch über dem Flusslauf der Ardeche.
Unten am Felsentor angekommen, ist es heute noch etwas ruhiger als in anderen Jahren. Auch Kanus sind im Moment nur wenige unterwegs, in anderen Jahren kamen bis zu 20 Stück im Rudel den Flusslauf herunter. Etwas vom Sandstrand bzw. dem Pont d’Arc entfernt, befinden sich mehrere Stromschnellen wo alle Kanufahrer durchfahren müssen. Hier habe ich in all den Jahren schöne und Interessante Bilder davon gemacht. Nicht wenige Bootsfahrer sind hier ins Wasser gefallen. Vor einigen Jahren haben wir hier an der Ardeche eine Hitzewelle erlebt, laut unserem Auto-Thermometer hatten wir zwischen 42 – 45 °. Zeitweise wehte ein heißer Wind durch das Flusstal, man hatte den Eindruck dass ein Heißluftgerät hier durchbläst. In der Sahara kann es kaum heißer sein. Wir standen bis zum Hals im angenehm Temperierten Wasser der Ardeche, anders war die Hitze nicht auszuhalten.
Kurz vor 14:00 sind wir zum Parkplatz und zurück zum Camping Bastide… gefahren. Im Anschluss trinken wir eine Tasse Kaffee die darf bei uns einfach nicht fehlen. Rein zufällig entdecken wir auf unserem Vorzelt-Teppich die Hülle einer sich entpuppten Zikade.
Wer sich nicht für Zikaden und ihre Bilder Interessiert, möge doch an diesem Abschnitt weiter blättern.

leere Hülle einer Zikade 
nach dem Ausschlüpfen aus der Hülle
Unser erstes Erlebnis mit schlüpfenden Zikaden hatten wir 2015 an der Cote Àzur, damals hat sich eine Zikade an die Unterseite unseres Tritthockers geklebt. Wir brachten sie in die Sicherheit eines Strauches und schützen sie vor der starken Sonne. Wir beobachteten als Geburtshelfer die Geburt weiterhin, aber nach ein paar Stunden ist sie ohne sich bei uns zu Verabschieden, einfach weggeflogen. Das zweite mal war auf dem Camping Cervanne, wo ich ein größeres Insekt auf unserem Camping-Teppichboden entdeckte. Erst nach längerer Zeit kam mir der Gedanke, dass es sich um eine Zikade handeln könnte. Daraufhin brachte ich sie an den Stamm eines nahen Baumes, wo sie langsam hoch krabbelte.
Jetzt aufmerksam geworden, untersuchte ich den Umkreis zu einem in der Nähe stehenden Baum. Und siehe da ich wurde Fündig, zwischen den Blättern entdeckte ich weitere leere Hüllen von Zikaden. Und konnte mehrere Zikaden in verschiedenen Stadien sehen und Fotografieren. Unsere Holländischen Nachbarn in Zeltcaravan bekamen unsere Aktivitäten mit. Auf Ihre Nachfrage erklärten wir den Beiden dass es sich hier um Zikaden handelte. Das Ganze zog noch weitere Kreise, die beiden erzählten anderen Holländischen Nachbarn davon. Und so kamen einige Besucher an die zwei Bäume nahe unserem Stellplatz.
Man konnte erkennen, dass nur wenige Camper, obwohl der Zikaden-Gesang in Südfrankreich allgegenwärtig ist, jemals eine lebende Zikade gesehen hatten.

Zwei Zikaden auf dem Weg ins Blattwerk 
Zikade kurz vor dem Abflug in höhere Bäume, wo der Typische Gesang zum Anlocken der Weibchen erfolgt 
Zikade kurz vor dem Abflug in höhere Bäume, wo der Typische Gesang zum Anlocken der Weibchen erfolgt 
Zikade kurz vor dem Abflug in höhere Bäume, wo der Typische Gesang zum Anlocken der Weibchen erfolgt 
nach dem Ausschlüpfen aus der Hülle
Lebenszyklus einer Zikade
Nach der Paarung verwenden Zikaden-Weibchen einen scharfen Legebohrer, mit ihrer Hilfe legen sie ihre Eier in geeignete Äste Jedes Weibchen kann Hunderte von Eiern legen und so den Fortbestand seiner Art gewährleisten. Die Eier bleiben normalerweise ruhen, bis günstige Bedingungen wie warme Temperaturen und ein reichliches Nahrungsangebot eintreten.
Das Nymphenstadium ist die längste Phase im Lebenszyklus einer Zikade und dauert je nach Art zwischen einigen Jahren und mehreren Jahrzehnten. Unter der Erde, die Nymphen ernähren sich vom Saft der Baumwurzeln. Sie nutzen ihre stechenden Mundwerkzeuge, um an Nährstoffe zu gelangen.
Wenn die Zeit gekommen ist, tauchen voll entwickelte erwachsene Zikaden aus dem Boden auf. Die Ihre Nymphen-Exoskelette abwerfen, und enthüllen ihre komplizierten Flügel und leuchtenden Farben.
Innerhalb weniger Stunden verwandeln sich die neu geschlüpften Erwachsenen in aktive Erwachsene, die für ihren endgültigen Zweck bereit sind: Paarung und Fortpflanzung. Männliche Zikaden erzeugen ihre charakteristischen Rufe, um die Weibchen zur Paarung anlocken.
Montag, den 01. Juli 2024
Das zweite Halbjahr hat heute begonnen. Wir sind ziemlich früh aufgestanden, mein Gesundheitlicher Zustand hat sich nicht verbessert. Für mich stellt sich die Frage, nach Hause fahren oder zum Arzt gehen. Meine Frau hat heute Morgen in der Rezeption die Adresse einer Ärztlichen Versorgungsstation erhalten. Wir wollen heute Vormittag zum Arzt nach Ruoms fahren. Der kleine Ort ist nur etwa 4 Kilometer von unserem Campingplatz entfernt. Die Praxis war nicht einfach zu finden, obwohl die Adresse klar war „6 place du Général de Gaulle in Ruoms„.
Wir meldeten uns an bei einer Sprechstundenhilfe an, sie füllte das notwendige Formular aus. Nach ca.20 Minuten im Wartezimmer holte uns eine junge dunkelhäutige Frau ab, wie es sich heraus stellte, war sie eine der Ärzte in dieser Praxis. Die Verständigung ging über Englisch sowie einem Deutschsprachigem Übersetzungs-Progamm, das Sie immer wieder benutzte.
Nach meiner Untersuchung stellte Sie die Diagnose “ verengte Bronchien“. Sie verschrieb mir ein Antibiotika gegen die Infektion mit Bakterien, weiterhin Cortison gegen die verengten Bronchien.
Ihrer Aussage zufolge sollte die Infektion in den nächsten zwei Tagen merkbar abklingen. Wir zahlten für die Untersuchung 50 Euro, die wir später von unserer Ausland-Versicherung inkl. der Medikamente wieder zurück bekommen haben. In der naheliegenden Apotheke holten wir die verschriebenen Medikamente.
Auf dem Rückweg zum Campingplatz haben wir noch im Super U unser Auto vollgetankt und anschließend ein Baguette für unser entgangenes Frühstück gekauft.
Am Nachmittag habe ich die notwendigen Arbeiten am Caravan gemacht, die Toilettenkassette entleert, und beide Wassertanks wieder aufgefüllt. Später sind wir noch zum Fluss hinunter, hier war soviel los wie gestern, nämlich gar nichts. Das Wetter war Relativ gut, der Himmel ist blau, ein Tag zum durch Lümmeln.
Heute Abend wird noch etwas gegrillt, es gibt leichte Grillkost Würstchen mit Bratkartoffeln und Salat.
Vor 22:00 sind wir schon ins Bett gegangen.
Dienstag, den 02. Juli 2024
Hallo, Guten Morgen zumindest hoffe ich dass es ein guten Morgen wird, oder wenigsten ein bisschen besser als die vergangenen 8 oder 14 Tage. Heute ist der letzte Tag hier am Camping La Bastide en Ardeche. Morgen geht es zur letzte Etappe hier in Frankreich an die Drome. Nach unserem Frühstück wollen wir einen Ausflug nach Labeaume machen, dass wir seit ein paar Jahren kennen. Wenn wir hier in der Gegend sind, besuchen wir das kleine Dorf am kleinen Fluss Beaume der hier unterhalb einer Imposanten Felswand vorbei fließt.
Wir fahren wieder nach Ruoms, hier geht es dann über eine schmale Brücke über die Ardeche, danach ein paar Kilometer bergauf. Am Beginn des Ortes stehen auch schon ein paar Ordner, die 3 Euro für die Parkgebühren verlangen, das gilt allerdings für einen ganzen Tag. Nach unserem Einparken gehen wir den restlichen Berg hinunter zum Fluss. Wir haben unsere kleinen Hocker und Stühle an den Kiesigen Strand-abschnitt mitgenommen. Im Gegensatz zu früheren Jahren ist heute sehr wenig am Flussufer los. Etwas später taucht ein Mann auf, der in das heute kühle Wasser geht.
Ich kann mich Erinnern, vor einigen Jahren waren wir hier selber im Wasser, allerdings war es damals sehr heiß. Nach etwa 1,5 Stunden tragen wir unsere Stühle und das andere überflüssige Gepäck wieder zum Auto zurück. In einem Parkähnlichen Garten macht eine Reisegruppe eine Picknickpause. Sie haben auch einen Holzofen-Grill dabei. Zu dieser Gruppe gehört auch der Mann, der vor einer Stunde im Flüsschen gebadet hatte.
Von unserem Gepäck befreit machen wir jetzt einen Spaziergang durch das kleine Dorf. An einem Platz in der Nähe des Flussufers befinden sich zwei Bistros, in einem der beiden Lokale haben wir schon mehrmals Crepes gegessen. Das macht uns heute nicht an. In diesem Urlaub haben wir schon in verschiedenen Orten Crepes gegessen. Zudem ist hier auch kein Sitzplatz mehr frei.
Wir gehen weiter bis zum nächsten Bistro, das heute einen sehr guten Eindruck auf uns macht. Dort setzen wir uns an einen freien Tisch, als der junge Kellner kommt, bestellen wir bei Ihm eine Pizza Raine sie ist mit Schinken und Pilzen belegt. Dazu zwei Gläser Coca Cola, eine Flasche Wasser in einer hübschen Dekorflasche wird vom Haus ebenfalls an den Tisch gebracht. Eine Französische Pizza hat für uns Deutsche einen etwas eigenwilligen Geschmack, auf Grund der verschiedenen Käsesorten.
Viele Franzosen essen gerne Pizza, die auf der Liste ihrer Lieblingsgerichte an dritter Stelle steht (nach Hühnchen mit Pommes frites und Raclette). Sie sind nach den Amerikanern die zweitgrößten Pizzakonsumenten der Welt mit mehr als 10 kg Pizza pro Jahr
Pizza ist ein beliebtes Gericht, das in Frankreich so vielfältig interpretiert wird, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Von traditionellen Belägen wie Schinken und Pilzen bis zu kreativen Kombinationen mit Ziegenkäse und Feigen – die französische Pizza bietet eine kulinarische Vielfalt, die es zu entdecken lohnt.
Nach unserem Pizzaessen gehen wir weiter durch die Gassen des Dorfes zurück zu unserem Auto. Mit Hilfe unseres Navis fahren wir durch Ruoms, das uns jetzt durch eine hübsche Fußgängerzone führt. Am Ende dieser Straße kommen wir am Super U vorbei, wo wir unser Auto waschen wollten, das es schon verdient hätte. Im Super U möchten wir noch etwas Käse und Sauerkraut kaufen. Es heißt Sauerkraut wäre gut für meine Darmflora, die auf Grund meiner Antibiotika-Behandlung geschwächt wäre. Das Mädchen an der Kasse schaute ganz fasziniert das Glas mit dem Sauerkraut an, sowas kannte sie wohl nicht.
Wieder zurück im Campingplatz gibt es erstmal einen Kaffee mit Kuchen, danach gehe ich zum Eingang des Platzes um hier noch ein paar Bilder zu machen. Danach gehe ich in die Rezeption um unsere Rechnung zu bezahlen.

Rezeption 
der Pool 
der Pool 
Spielplatz 
Restaurant innen 
Ausgang vom Ca. Bastide…. 
Zelt-Caravan von Nachbarn 
das wäre mein Traumwagen
Anschließend, als ich zurück zum Stellplatz gehe, nehmen wir den Sunblocker , und gleich darauf die Markise ab. Beides wird gereinigt und danach getrocknet. Unsere Markise ist immer noch leicht verschmutzt von unserem Aufenthalt an der CoteÀzur. Es ist jetzt 18:00 geworden, die Sonne scheint warm, aber wir haben ebenso einen starken Wind der die Wolken vor sich her treibt.
Etwas später wenn die Sonne weg ist, werden wir unsere Klimaanlage noch abbauen. Gerade fällt mir noch die Wäschespinne, auch die muss noch abgebaut werden.
Den Abend verbringen wir vor dem Caravan, es ist ja wieder wärmer geworden. Und wie immer gegen 22:00 gehen wir ins Waschhaus, um uns für die Nachtruhe fertig zu machen.
Am Nachmittag hatte ich einige Gabeln des gekauften Sauerkrauts mit Schweinefleisch gegessen, es hatte einen etwas eigenen Geschmack. Zu Hause esse ich Sauerkraut sehr gerne.
Dieses Sauerkraut hatte eine durchschlagende Wirkung, ich musste mitten in der Nacht, es war Stockdunkel die Toilette im Waschhaus aufsuchen.
Mittwoch, den 03. Juli 2024
Es ist soweit, wir wollen heute weiter an die Drome fahren, es ist ein kleiner Fluss der in den Voralpen in der Nähe von Aspres-sur-Buech entspringt. Hier in der Nähe ist unser erster Französischer Campingplatz gewesen.
Um 7:00 sind wir heute aufgestanden, zum Frühstück gibt es Kaffee und ein Stück Kuchen, wir wollen ja im Anschluss den Campingplatz verlassen. Es sind knapp 100 Kilometer bis nach Mirabel-et-Blacons zum Campingplatz Gervanne. Ich rechne mit ca. 2 Stunden. Nachdem wir das Stromkabel abgehängt haben, die Kurbelstützen hoch gedreht und den Moover (Elektroantrieb) angelegt haben, können wir den Caravan an unser Auto anhängen. Punkt 8:30 verlassen wir den schönen Campingplatz an der Ardeche. Während meine Frau noch ein Baguette im Shop holt, kommt gerade der Campingchef des Platzes mit seinem Elektroroller vorbei. Ich gratuliere ihm zu seinem schöne Camping-Platz was ihn sichtlich erfreut.
Unser Weg geht an Balazuc (gehört zu den 100 schönsten Dörfern Frankreichs, wir haben schon einige Male das schönen Dorf besucht) vorbei. Bei Vogue (gehört ebenfalls zu den schönsten Dörfern, nicht in meinen Augen) biegen wir auf die D579 ab, die D 104 erreichen wir bei der größeren Stadt Aubenas. Hier geht es weiter an Privas vorbei, bis wir die Rhone bei Le Pouzin überqueren. Auf unserem Weg von der Ardeche bis hinauf nach Le Pouzin an der Rhone bewegen wir uns im Bereich des Zentralmassivs mit Höhen bis 800 Metern.

die Rhone bei Le Pouzin 
Wegkreuzung bei Aouste-sur -Sye 
Lavendelfeld bei Aouste-sur -Sye
Auf der Östlichen Rhone-Seite kommen wir an Loriol-sur-Drome vorbei. Jetzt sind es nur noch ca.25 Kilometer bis wir unser Ziel in Mirabel-et-Blacons um 10:30 erreichen. Wir stellen unser Gespann auf der Straße vor dem Ca.-Platz ab, und gehen in die Rezeption hinein. Die Frau am Empfang bietet uns drei mögliche Stellplätze an. Nach Ihrer Besichtigung, die Freude darüber hält sich in Grenzen, sehen wir auf dem Rückweg zur Rezeption zwei weitere freie Stellplätze. Wir fragen gezielt nach Platznummer A19 und A20 beide liegen in nächster Nähe zum Waschhaus. Die Rezeptionistin ist ganz erstaunt, das beide Plätze frei sind. Kurz gesagt wir können Platznummer A19 beziehen. Wir fahren jetzt die kurze Anhöhe hinunter bis kurz vor das Waschhaus, hier hängen wir den Caravan ab, und fahren mit unserem Mover (Elektroantrieb) in den Stellplatz hinein. Der Stellplatz ist rund herum mit großen Bäumen beschattet, aber auch mit sonnigen Flächen ausgestattet. Wir werden bei der Platzierung unseres Wohnwagens von ein paar Holländischen Nachbarn beobachtet.

die kleine Rezeption an der Hauptstraße 
unser Stellplatz

Nachdem wir uns aufgestellt und die Markise ausgefahren haben, entscheiden wir uns für ein spätes Frühstück, mit den üblichen Zutaten. Ein Baguette haben wir ja von der Ardeche mitgenommen, und der Kaffee ist gleich fertig.
Nach einer geruhsamen Pause entschließen wir uns zu einem Spaziergang hinunter ans Ufer der Drome. Auf dem Weg dahin können wir eine etwaige Belegung des Campingplatzes von ca. 60 Prozent feststellen. In anderen Jahren war sie deutlich höher, wir sind heute das 4. Mal hier auf diesem Campingplatz. Am Strandufer war wenig los, ein älteres Pärchen saß einsam am Wasser. Als ich die beiden Grüßte schauten sie etwas fassungslos, offensichtlich hatten wir sie in ihrer Ruhe gestört. Die Drome führte im Verhältnis heute viel Wasser, das steinige Ufer fiel relativ steil ins Wasser ab. Wir sitzen eine halbe Stunde auf einer der Bänke, die der Campingplatz aufgestellt hat.
Vor ein paar Jahren hatte die Drome Hochwasser, das Wasser stand damals ein paar Meter über dem heutigen Flusslauf.

die Drome am Ca. Gervanne / Mirabel et Blacons 
die Drome am Ca. Gervanne / Mirabel et Blacons 

Campalune 12 qm 
Danach gehen wir zum Stellplatz zurück, auch dieses Mal haben wir das Campalune (2 Personen ein Bett in 4 Meter Höhe) bewundert. Allerdings der Preis ist selbst Angesichts der Extravagant in meinen Augen etwas zu hoch. Wie es scheint ist es auch heute von Gästen bewohnt. Wir gehen weiter, auf der linken Seite hat das Geschwisterpaar das den Campingplatz führt eine neue Toilettenstation mit 4 Einheiten aufgestellt. Im Jahr 2022 als wir das letzte Mal hier auf dem Platz waren, gab es diese neue Einheit noch nicht. Das ist bestimmt erfreulich für die Campinggäste in diesem Teil des Platzes. Hier unten gibt es teilweise schöne Schattige Stellplätze.

Waschhaus bei der Drome 
Waschhaus bei der Drome 
Waschhaus bei der Drome 
Perückenstrauch
Wir gehen weiter an unserem Caravan vorbei über einen kleinen Steg der unterhalb der Hauptstraße in einen anderen Platzteil führt. Hier befindet sich eine Bar-Eisdiele, ein Restaurant wo man auch Pizzas bekommt und Gerichte zum Essen mitnehmen kann. Gleich dahinter befindet sich der hübsche Pool. Er mag jetzt vielleicht nicht mehr der Neueste sein, aber Optisch ist er Tadellos in Schuss. Für einen Campingplatz in dieser Größe ist er ein Traum. Es sind nicht allzu viele Besucher heute in der Anlage. Auch hier verweilen wir etwa eine halbe Stunde auf den Badeliegen, die hier reichlich zur Verfügung stehen. Als nächstes kaufen wir in der Bar-Eisdiele, die zum Restaurant gehört zwei Becher mit Eis, das sehr gut schmeckt. Während unseres kurzen Aufenthaltes am Pool gibt es immer wieder Wind, der die Wolken vor sich her treibt. Wenn die Wolken weg sind, wird es schnell heiß.
Am Pool vorbei geht es eine kleine Anhöhe hoch zu einem anderen Platzteil. Hier befinden sich ebenfalls ein paar Urlauber mit Ihren Caravans. In der Hauptsache aber sind hier Chalets, Mobilhome oder Wohnwagen (Roulotte)aus Holz aufgestellt.
Der gesamte Campingplatz umfasst 142 Stellplätze, sowie 32 Mobilhomes, Chalets in verschiedenen Größen, Tente`s ebenfalls in zwei Größen, Lodges und die Trapperzelte sind nahe am Fluss aufgestellt.

Luxuszelt 35 qm 
Trapperzelt 20 qm
Nachdem wir den oberen Teil des Campingplatzes besichtigt haben, kehren wir wieder zum Caravan zurück. Die Stellplätze im oberen Teil sind in meinen Augen zu geradlinig, bei uns im unteren Teil in eher natürlicher Form.
Mittlerweile wird es langsam Abend, heute gibt es zum Essen Gorgonzola-Schnitzel mit Spätzle. Das essen wir seit über 30 Jahren auch im Campingurlaub sehr gerne.


Nach dem Abendessen gehe ich noch mit unserem Geschirr zum Spülen in das nahegelegen Waschhaus. Auf Grund meiner etwas angeschlagenen Gesundheit musste ich in diesem Urlaub noch nicht so oft das Geschirr waschen.
Nach dem Spülen machen wir einen kleinen Spaziergang über den Abendlichen Campingplatz, der Relativ gut besucht ist. Am späten Nachmittag ist ein Knaus TAB gekommen, unsere Tochter Alexandra besitzt so einen kleinen Caravan, sie schwört darauf. Wir wollen schauen wo er steht, sein Vorzelt ist schon aufgebaut und reicht bis zum Boden hinunter. Danach kehren wir zu unserem Stellplatz zurück. Meine Frau trinkt am Abend gerne ein Glas Rotwein oder auch zwei, dagegen trinke ich Weizenbier oder Sangria den ich auch gern mag.
Wie meistens gegen 22:00 gehen wir ins Waschhaus und machen wir uns Bettfertig. Die Tagestemperaturen lagen heute bei etwa 24-25°.
Donnerstag, den 04. Juli 2024
Guten Morgen, wir haben unsere erste Nacht hier am Camping Gervanne sehr gut geschlafen. Aus zweierlei Gründen, der erste wäre die Temperatur ist hier oben an der Drome etwas kühler. Der zweite Grund ist, mir geht es etwas besser, offensichtlich schlagen meine Medikamente an, und meine Bronchitis geht langsam zurück.
Um 8:00 sind wir aufgestanden, ich bin zuerst ins Waschhaus gegangen, und anschließend in das Lebensmittelgeschäft das oben an der Hauptstraße liegt gegangen. Heute Morgen habe ich ein Flûte (laut Internet ist dieses Brot kürzer und dünner, dem wir widersprechen müssen) mitgebracht, unser Brot ist etwas Dicker als das Baguette und dafür kürzer, schmeckt aber genauso gut. Im Laufe des Vormittags nehmen wir unsere Badesachen und gehen über den kleinen Laufsteg hinüber zum Pool. Trotz des frühen Vormittags sind schon einige Gäste hier. Wir haben einen blauen Himmel und die Temperatur liegt bei etwa 24°. Wir suchen uns ein paar Liegen im Schatten der Bäume. Gegen Mittag kehren wir zum Stellplatz zurück, hier gibt es eine Brotzeit, wir haben ja vom Frühstück noch ein großes Stück vom Flûte übrig, das jetzt große Dienste leistet. Als ich das Brot heute Morgen mitbrachte, meinte meine Gattin, es wäre viel zu groß wir müssten Reste davon wegschmeißen.


Nach einer längeren Mittagspause beschließen wir ein wenig an den Strand bzw. an das Ufer der Drome zu gehen. Heute Nachmittag ist hier an der Drome etwas mehr los. Man kann hier am Fluss ebenso Kanus mieten und den Fluss herunter schippern wie an der Ardeche, natürlich in einem kleineren Verhältnis. Ein paar Meter weiter oben unter der Brücke gibt es eine Rinne wo die Kanus herunter gleiten können. Heute Nachmittag sehen wir ein paar Gäste die sich irgendwo Kanus gemietet haben, und den Fluss herunter fahren. Ein paar davon legen bei uns am Strand an, und ziehen ihre Boote die Böschung hoch, wo sie offensichtlich später abgeholt werden.
Mir fällt gerade ein, das letzte Mal als wir hier an diesem Campingplatz waren, herrschte gerade eine große Hitzewelle in Frankreich. Viele Camper, auch wir gingen mit Ihren Ca.-Stühlen zum Fluss hinunter, und setzten sich mit ihnen ins Fließende Wasser der Drome. Andere Gäste wiederum bauten kleine Steindämme ins Wasser und legten sich dahinter in den Fluss.


Als wir wieder zum Stellplatz zurück gehen, kommen wir an ein paar hübschen Tentes und Roulottes vorbei die hier im Schatten stehen. Auch sie sind von Urlaubsgästen belegt. Hier sehen wir einen für uns außergewöhnlichen Caravan. Ich denke gleich an meine Tochter, sie liebt außergewöhnliche Caravans, und fährt selber einen TAB 320. Seit Jahren versuche ich Ihr einen größeren Wohnwagen einzureden, bisher ohne Erfolg.

Ich spreche die jungen Leute an, die am Wohnwagen sind, laut Aussage des jungen Mannes gehört der Caravan seinem Vater, bereitwillig darf ich einen Blick ins Innere des Wagens werfen, der mir sehr gut gefällt.
La Manchelle – Liberty


Hier ein paar Bilder vom Hersteller 
Hier ein paar Bilder vom Hersteller 
Hier ein paar Bilder vom Hersteller 
Hier ein paar Bilder vom Hersteller
Nach der kleinen Besichtigung gehen wir zurück zu unserem Caravan, der uns natürlich immer noch gefällt, auch wenn er schon ein paar Jahre hinter sich hat. Jetzt gibt es zuerst eine Tasse Cappuccino und ein Stück Kuchen bzw. von unserem Morgendlichen Flûte, das auch verbraucht werden sollte. Wir haben ein Traumhaftes Wetter hier in Frankreich, bis auf die Tage an der CoteÀzur, die für uns in diesem Jahr enttäuschend waren.
Nach unserem Abendessen machen wir wie gewohnt einen Spaziergang über den Platz, halten noch ein Schwätzchen mit unseren Holländischen Nachbarn die sehr Nett sind. Ach ja, seit heute Mittag ist der zweite Platz neben uns, die Nummer A20 besetzt. Seit gestern Abend steht ein Caravan plötzlich hier, offensichtlich wurde er hier in der Gegend in Langzeit untergestellt. Wie man am Autokennzeichen erkennen kann, stammen die Besitzer aus dem Languedouc Roussillon. Seit Mittag bauen sie den Caravan, das Vorzelt und alles dazu gehörige auf. Es ist ein älteres Ehepaar an die 70 Jahre alt und ihre ca. 14 jährige Enkelin?, die sich mit Leidenschaft Ihrem Handy widmet.
Wir sitzen noch eine Weile vor dem Wohnwagen und trinken einen Aperol Spritz, bevor wir ins Waschhaus gehen um den heutigen Tag zu beschließen.
Freitag, den 05. Juli 2024
Heute ist unser letzter Urlaubstag hier am Camping Gervanne. Wir sind immer wieder gerne hier, weil er so eine angenehme Atmosphäre besitzt. Um 8:00 gehe ich in das Lebensmittelgeschäft von Virginies und Anthonie um unser Morgendliches Baguette zu holen. Auf Anweisung meiner Frau besorge ich heute Morgen wieder ein Baguette, nicht weil das Flûte nicht geschmeckt hat, sondern wegen der Menge des Brotes.
Für heute Vormittag haben wir eine Fahrt zum Nachbarort Crest vorgesehen. Über dem Städtchen befindet sich ein Mittelalterlichen Wehrturm. Vor ein paar Jahren waren wir im Rahmen eines Mittelalterlichen Festes hier oben am Turm.
Um 10:00 fahren wir los, es sind nur ca. 10 Kilometer bis in das kleine Städtchen Crest. Leider sind wir nicht mehr ganz im Bilde, was für eine Abfahrt wir nehmen sollen, und fahren etwas zu weit. Es ist weiter nicht so schlimm, wir müssen halt den ganzen Ortsteil südlich der Drome entlang fahren, bis wir wieder den Champ de Mars erreichen, um hier unser Auto abzustellen. Im Anschluss gehen wir über die Drome-Brücke in die Altstadt hinüber.
Wir gehen in die Rue de L Hotel de Ville, bzw. der Rue de la Republique hinauf, das ist wohl hier eine Hauptstraße, wo sich auch das Rathaus befindet. In 2022 als wir das letzte Mal hier waren, fand eine Veranstaltung vor dem Rathaus statt.
Als wir vor dem Hotel de Ville (Rathaus) stehen, ist der ganze Platz mit Besuchern voll. Überall stehen Tische die übervoll mit Brot und Würsten sind, sowie Häppchen mit Schweineschmalz, und Pesto zum aufstreichen. Zum Trinken gibt es Bier und einige Liköre, alles kostenlos. Irgendwann finden wir heraus, dass ein Partnerschafts-verein zusammen mit dem Rathaus diesen Tag veranstaltet, auf irgendeine Weise ist auch eine Italienische Schule daran beteiligt.
Als wir 2019 in Crest waren, fand gerade ein Mittelalterliches Marktfest mit Kostümierten Verkäufern und Historischen Verkaufsständen statt. Damals stiegen wir auch zur im Mittelalter gebauten Burg hinauf. Der Turm hat eine Grundfläche von 20 mal 32 Metern. Die Burg besteht aber in der Hauptsache nur aus einem sehr großen Wohnturm. Mit seiner Höhe von 52 Metern ist er der höchste Bergfried in Frankreichs.
Heute ist leider nichts los in dem kleinen Städtchen, etwas enttäuscht gehen wir durch die Straßen. Wenig später überqueren wir wieder die Dromebrücke und gehen zum Auto zurück. Gleich in der Nähe unseres Parkplatzes gibt es eine Boulangerie / Patisserie, wo meine Frau noch ein Baguette und Croissants kauft. Im Anschluss fahren wir über die Brücke in Richtung Aouste sur Sye wo wir unser Auto volltanken wollten. Am Ortsrand von Crest kommen wir am Intermarche Hyper Crest vorbei. Wir fahren bis nach Aouste…. und weiter fast nach Mirabel…. hinein. Ich habe mich wohl getäuscht, hier in Aouste…. gibt es keine Supermarkt-Tankstelle.
Wir drehen um und fahren wieder zurück nach Crest zum Intermarche Hyper Crest, hier auf der anderen Straßenseite befindet sich die Intermarché Station Aouste-sur-Sye. Wie es der Name sagt gehört es wohl zum Nachbarort Aouste…. An unserem Campingplatz angekommen steigt meine Frau aus und geht in das Lebensmittelgeschäft an der Straße. Sie will noch eine Gurke für heute Abend kaufen. Für unser Abendessen gab es zwei Optionen, einmal eine Pizza vom Restaurant, aber so gut ist auch nicht, um hier zwei Pizzen zu kaufen. Wir haben uns für`s Grillen entschieden. Später am Nachmittag besuchen wir nochmals den Pool, das letzte mal in diesem Urlaub. Zuvor trinken wir aber noch eine Tasse Cappuccino. Die Temperatur heute ist bei 26-28°, zu Hause ist es um einiges kühler, die Temperatur liegt dort bei 15-16°.
Später rollen wir noch die Markise ein, und bauen unsere Klimaanlage ab, und verstauen Sie anschließend im Caravan. Danach baue ich noch unseren kleinen Grill auf, meine Frau hat schon das Grillfleisch und die Würstchen hergerichtet. Am frühen Abend haben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang am Himmel. Aber Morgen Früh soll das Wetter hier umschlagen und es soll regnen.

das letzte Grillen 
Sonnenuntergang an der Drome 
Schmetterlingsflieder 
Sonnenuntergang an der Drome
Heute Abend findet im Restaurant bzw. auf der Terrasse davor eine Musikveranstaltung statt. Das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Gegen 20:45 machen wir uns auf den Weg zum Restaurant, die Terrasse ist gut besucht. Die Chefin sitzt auf einem Barhocker in der ersten Reihe und will sich nichts entgehen lassen. Das Duo besteht aus einer jungen gut Aussehenden Sängerin und einem Gitarristen als Ihre Begleitung. Wir setzen uns etwas abseits auf eine der vielen Bänke und hören eine Weile der Musik zu. Es ist nicht ganz unser Geschmack, und so verlassen wir nach einer halben Stunde wieder die Veranstaltung.
Wir genießen gemeinsam den Restlichen Abend bei Rotwein und Weizenbier vor unserm Caravan.
Samstag, den 06. Juli 2024
Guten Morgen heute ist unser Abreisetag hier am Camping Gervanne. Wir haben eine schöne Zeit hier am Platz, wie auch in anderen Jahren.
Es ist kurz vor 7:00, als wir aufstehen müssen, während meine Gattin schon den Kaffee macht und Baguette und Croissant oben im Shop holt, kümmere ich mich um den Caravan. Als erstes leere ich die Toilettenkassette im Waschhaus aus, danach fülle ich die beiden Wasserbehälter mit frischem Wasser auf. Danach gibt es einen kurzen Kaffee. Im Anschluss geht meine Frau ins Waschhaus um sich für die Abreise fertig zu machen. In dieser Zeit drehe ich die Kurbelstützen mit dem Accu-Schrauber hoch, und nehme das Stromkabel ab, um es zu Reinigen. Ich drehe mit dem Mover unseren Wohnwagen in die Fahrtrichtung. Zum Anhängen des Caravans an unser Auto bleibe ich innerhalb des Stellplatzes, um vor uns den Fahrweg für die anderen Camper nicht zu blockieren. Zum Schluss montiere ich noch die Caravanspiegel und stelle sie frisch ein. Unsere Holländischen Nachbarn sind noch nicht soweit, obwohl sie heute auch abreisen wollen. Er sagt, sie möchten ihre Abreise heute am letzten Tag gemütlich gestalten.

Gestern hat es geheißen, dass es heute am Samstag kühler wird und Regnen soll. Als wir um 8:20 den Campingplatz verlassen, hat es noch nicht geregnet. Unser Weg geht über die D 111 direkt auf die Umgehungstraße von Valence. Eine Stunde nach unserer Abfahrt haben wir die Raststätte bei Royans-Vercors erreicht, wo wir eine Frühstücks-pause mit Baguette und Croissants und einer Tasse Kaffee machen wollen. Mittlerweile hat es angefangen zu Regnen. Um 10:10 geht es weiter durch das Tal der Isere, bei Voreppe wechseln wir auf die A 48 vorbei an den Ausläufern des Vercors-Gebirges. Der Himmel ist trübe und es Regnet immer wieder mal, die Temperatur liegt bei etwa 18°. Es ist jetzt 12:40 geworden und wir sind an der Tankstelle bei Seynod angekommen. Vor wenigen Minuten sind wir im Strömenden Regnen am Lac du Bourget bei Aix-les-Bains vorbei gefahren. Wir tanken ein letztes Mal hier in Frankreich, anschließend fahren wir ein paar Meter weiter auf die Raststätte, wo wir eine kleine Pause machen.



Es 13:45 geworden, als wir die Schweizer Grenze bei Genf erreichen. Im Detail heißt das unsere Handy`s umschalten, weil wir die EU verlassen, uns wieder im Europäischen Ausland (Schweiz) befinden. Das Wetter ist wieder besser geworden, der Himmel ist blau / bewölkt und die Temperatur liegt im Moment bei ca. 20-21,5°.
Wir fahren am Genfer See entlang, kommen an Gland vorbei, dem Heimatort von Michael Schuhmacher ?. Es sind nur noch etwa 50 Kilometer bis zur Raststätte bei Bavois, wo wir eine weitere Kaffeepause machen wollen.


Tunnel bei Genf 




Wir haben noch ein paar Croissants zum Essen übrig. Nach unserer Ankunft sind mehrere LKW`S mit lauten Signal-hörnern neben uns stehen geblieben. Im ersten Moment dachte ich an eine Hochzeit, die Jungs waren alle sehr jung, ebenso das Mädchen. Vielleicht war das nur ein Wochenend-Ausflug der Gruppe?.
Nach einer halben Stunde fahren wir weiter, es sind nur ein paar Kilometer bis zur Abzweigung bei Yverdon-Les-Bains. Von hier geht es dann am Lac De Neuchatel entlang. Am nordwestlichen Ende des Sees ist die A5 unterirdisch gebaut. Nur wenige Kilometer hinter Neuchatel erreichen wir unser heutiges Ziel den Campingplatz Le Peches in Le Landeron am Bieler See. Dieses Mal klappt alles vorzüglich mit der Abfahrt von der Autobahn. Nur im Ort selber fahren wir zuerst eine falsche Straße entlang. Es ist jetzt fast 16:30 geworden, als wir den Platz erreichen. Wir stellen unseren Caravan in der Anmeldespur ab, und gehen zur Rezeption um uns anzumelden. Auch heute bekommen wir gleich einen freien Stellplatz mit der Nummer 63 zugewiesen, auf den wir im Anschluss fahren. Hier hängen wir den Caravan ab und fahren ihn auf den Stellplatz. Während wir das Stromkabel im Stromkasten bzw. am Caravan anbringen, fängt es leider schon an zu Regnen.

Bei der Anmeldung in der Rezeption erwartet uns eine kleine Überraschung. Wir sind jetzt in der Hauptsaison, das wussten wir ja. Heute verlangen sie 52 Euro, fast 20 Euro mehr als beim letzten Mal. Das hat uns schon Schockiert, halt Schweizer Preise.
Es regnet fast die ganze Nacht durch, so dass wir den Wohnwagen heute überhaupt nicht mehr verlassen können. In Ermangelung Besseren macht meine Frau das Abendessen. Es gibt heute Rindergulasch mit Knödel und einer Pikanten Soße, das ausgezeichnet schmeckt.

Zum Geschirr spülen müssen wir leider den Caravan verlassen, aber das Waschhaus ist ja nicht so weit entfernt. Nachdem die notwendige Arbeit erledigt ist baue ich meinen Blu-ray DVD Player auf, wir wollen im Anschluss ein paar Filme von „Verrückt nach Meer“ anschauen.
Um etwa 22:00, eigentlich wie immer gehen wir ins Bett, es regnet immer noch.
Sonntag, den 07. Juli 2024
Es ist kurz nach 7:00, als wir aufstehen, ich entleere im Anschluss unsere Toilettenkassette im Waschhaus/Kimik und fülle unser Frischwasser bzw. das Spülwasser in der Toilette auf. Meine Frau macht in dieser Zeit Cappuccino, wir haben noch Waffeln die mit Marmelade beschmiert werden, von zu Hause dabei das soll unser heutiges Frühstück ersetzen. Um 8:35 verlassen wir den eigentlich sehr netten Campingplatz am Bieler See. Gleich darauf hat unser Navi wieder Probleme gemacht, es war nicht in der Lage, die Ländervorwahl von der Schweiz nach Deutschland durch zu führen. Nachdem wir eine Weile ohne Ergebnis am Navi gespielt haben, fahren wir einfach los.
Die A5 zwischen Le Landeron und Biel ist in großen Teilen eine Baustelle, aber es geht trotz allem voran. Auch in Biel selber kommen wir gut durch, dann passiert mir ein Malheur. Statt der A5 die nach Solothurn führt, biege ich versehentlich auf die A6 ab, die nach Bern führt. Im Nachhinein ist das ganze nicht so schlimm, wir kommen nach der Hauptstadt Bern auf die A1 (Hauptautobahn die weiter bis nach Zürich und St. Gallen geht).
Der große Stau von Bern bleibt uns damit erspart, es sind nur vielleicht 15-20 Kilometer mehr geworden. Bis Zürich läuft alles gut, dann beginnt das altbekannte Chaos. Am Limmatthaler Kreuz kommt die A3 aus dem Süden der Schweiz herein. Jetzt geht es nur noch im Schritt-Tempo weiter. Aber irgendwann haben wir auch Zürich hinter uns gelassen, es ist jetzt 11:20 als wir die Raststätte Forrenberg bei Winterthur erreichen. Hier machen wir noch eine Pause von 15 Minuten, bevor es weiter geht. Die Grenze von Österreich überqueren wir bei Lustenau, nur wenige Kilometer weiter in Dornbirn möchte ich nochmals volltanken.
(Allerdings ist mir ein Denkfehler passiert, drei Tage später geben wir unser Auto ab, dazu würden auch 15 oder20 Ltr. Diesel ausreichen).
In Dornbirn bei Eni tanken wir also unser Auto voll, und fahren anschließend durch den Pfändertunnel nach Hörbranz bzw. auf der A96 in Richtung Memmingen. Auch unsere letzten Kilometer laufen ausgezeichnet und wir erreichen um 14:30 unseren Heimatort Ottobeuren.
Fazit: Wir hatten in den dreieinhalb Wochen, die wir in Frankreich verbracht haben, die meiste Zeit ein schönes Wetter. Nur an der CoteÀzur hat uns das Wetter im Stich gelassen. Man könnte auch sagen, dass die Reichen und Schönen hier am Meer ein gutes Wetter nicht kaufen können.
Leider konnte ich in unserer Urlaubszeit wegen meiner Krankheit gute 2,5 Wochen kaum genießen.
Zu den Campingplätzen wär zu sagen: unser erster Platz in Frankreich war der Abschuss, dazu natürlich meine Infektion aus dieser Rezeption.
Der Platz Nummer 2 in der Nähe des Lac de Sainte-Croix zwei war nicht geplant, hat sich aber als positiv gezeigt. Trotz dem er von mir vor einigen Jahren als ungenügend klassifiziert wurde.
In Platz Nummer drei in St. Raphael war die Poollandschaft und die Außenanlage hübsch, die Straßen und Stellplätze dagegen waren eher schlecht. Da konnten auch die vorhandenen Wildschweine nichts ändern.
Nun die Nummer 4 war eigentlich nicht geplant, musste aber als Ersatz herhalten, da mein gewünschter Campingplatz Monplasir, den wir seit etwa 10 Jahren immer wieder besuchen keinen Stellplatz für uns hatte. Wir haben uns aber hier in St. Remys… gut Arrangiert.
Nun unser Platz Nummer 5 an der Ardeche, auch ihn besuchen wir immer wieder und sind auch heute mit Ihm zufrieden.
Unser letzter Platz in Frankreich, der Camping Gervanne, auch Ihn kennen wir gut, er ist immer wieder eine Reise wert.
Nun unser erster und letzter Campingplatz in der Schweiz Le Peches, er ist klein und nett. Das Waschhaus von außen ist mit sehr dunklem Holz verkleidet, im Innenraum aber mit Hochwertigem Sanitär ausgestattet. Schade dass wir unseren letzten Abend nur im Wohnwagen verbringen mussten.






















































































































Hallo Heinz
Bin etwas spät mit mein commentar, aber hab eerst gestern deises verslag gelezen.
Est ist wieder super Erzählung wohin ich viele zachen erkenne.
Wir sind anfang Juni nach süden verreist, eerst nach Crest,campingplatz an der Drome vur eine Woche.
Dan ging es nach Mon-Plaisir, da haten wir fur 2 Wochen ( in Januari ) reserviert von14-06 bis 30-06 auf der Platz die wir schon offters haten ,nr 48.
Schade das wir uns nicht getroffen haben.
Wenn man dort mall Urlaub machen will, mus man frü reserveren, es wahr diesen Jahr die ganse 2 Wochen jeden Tag Complet.
Wir habben fur nexten Jahr schon reserviert auf nr 48, sonst ist der Platz belegt.
Mus aber sagen das was ier macht ( die Reise uber mehre Camping Platzen ) mir aucg gevallen sol, aber das ist nichts fur meine Frau.
Noch vielen Dank fur das schone Reisetagbüch.
Mit Freundlichen Grüßen, auch an dienen Frau
Henk und Sieny de Ruiter
Niederlanden
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