Frühjahr in Kalabrien 2024

Heute ist wieder soweit, wir wollen eine Woche in Kalabrien, genauer gesagt in Tropea verbringen. Nach unserem kühlen Wetter hier im Allgäu hoffen wir auf einen endlich beginnenden Frühling hier in Süd-Italien. Meine Frau hat sich diese Reise als weiteren Ersatz für unsere entgangene Kreuzfahrt Seychellen bis nach Bali gewünscht. Seit Jahren wollten wir einmal nach Süditalien, entweder an die Amalfiküste, oder Ischia oder eben nach Kalabrien fahren. Immer wieder haben wir dieses für eine weitere Fern-Reisen verschoben. Jetzt endlich haben wir uns dazu entschlossen, dieses Jahr eine Flugreise zur Südlichsten Festland-Region von Italien, nämlich nach Kalabrien zu machen.

Sonntag, den 28. April.2024

Guten Morgen, es ist erst 4:00 am Morgen als wir heute aufstehen müssen, um 6:30 sollten wir schon an unserem Treffpunkt in Hallbergmoos nahe dem Flughafen München sein. Hier erwartet uns wie auch in vergangenen Jahren unser Shuttlebus von Parkfly, der uns anschließend zum Flughafen fahren wird.
Gestern waren wir noch bei meiner Schwägerin zu Ihrem 75.Geburtstag eingeladen, sind aber trotz allem nicht allzu spät nach Hause gekommen. Müde sind wir trotzdem und geschlafen haben wir auch nicht so gut, aber das ist nichts neues bei uns. Das passiert eigentlich bei jeder Flugreise die wir unternehmen.
Wir trinken schnell noch eine Tasse Cappuccino, ein Frühstücksessen gibt`s erstmals nicht, das holen wir dann im Flughafen-Terminal nach. Pünktlich um 4:45 verlassen wir das Haus, unsere großen Koffer haben wir noch am Vorabend in den Kofferraum des Tiguan geladen. Es ist Sonntag Morgen und der Verkehr in Richtung München hält sich in angenehmen Grenzen. Wir erleben auf unserer Fahrt zum Flughafen einen wunderschönen Sonnenaufgang.

Wir haben mehr als 5 Minuten vor unserer vereinbarten Zeit unseren Treffpunkt mit Parkfly in der Lilienstrasse erreicht. So etwas haben wir in den vergangenen Jahren noch nie geschafft. Gemeinsam fahren wir in das vorgesehene Parkhaus, hier werden unsere Koffer in den Shuttlebus geladen, danach fahren wir zum Flughafen. Dort setzt uns der Fahrer vor dem Terminal 2 ab.
Ich mag den Terminal 2 eigentlich gar nicht, hier sind wir schon vor einigen Jahren Orientierungslos durch den Terminal gelaufen. Allerdings fliegt die Lufthansa nur von diesem Terminal in die Welt.
Im Terminal angekommen, stehen vor uns Automatische Check-In Schalter wo wir unsere Koffer abgeben könnten. Das haben wir so noch nie gemacht, ein Dunkel-häutiger Mitarbeiter antwortet auf unsere Anfrage. Die Koffer kommen alle nach Italien, diese Aussage war uns zu dubios. Wir umgehen diese Schalterreihe und probieren unser Glück in der nächsten Reihe. Auch hier heißt es plötzlich man muss zuerst an einem der vielen Computer-Bildschirme auf der anderen Seite einchecken. Hier steht eine der Flughafen-Mitarbeiterin die wir um Rat fragen können. Sie füllt uns das Bildschirm-Formular aus, mit dem Ausdruck gehen wir auf die Kofferseite um hier unser Gepäck auf das Kofferband Zu bringen. Auch hier sind noch ein paar Angaben auf den Bildschirm-Terminal zu machen, bevor unsere Koffer auf die Reise gehen. Als nächstes müssen wir zum Terminal 2 Satellit mit der Untergrundbahn fahren. Hier auf Gate K mit der Nummer 14, warten wir auf unseren kommenden Abflug nach Kalabrien.

Auf unseren Bordkarten stehen keinerlei Angaben über unsere Sitzplatznummern im Flugzeug. Hinter unseren Sitzreihen befindet sich ein Schalter der sogar mit zwei Mitarbeiterinnen besetzt ist. Ich nehme meine Bordkarte und frage nach meiner Sitzplatznummer im Flugzeug. Eine der beiden Frauen murmelt etwas von einer Änderung, und stellt mir eine neue Bordkarte aus. Dasselbe mache ich nun mit der Bordkarte meiner Frau, auf unseren neuen Bordkarten ist nun endlich eine Sitzplatznummer angegeben. Kurz darauf beginnt nun das Boarding und wir können endlich an Bord unserer Airbus 319/100 gehen. Als wir an unserem Sitzplätzen ankommen, muss ich leider erkennen, dass schon alle Fächer für das Handgepäck in unserer Nähe restlos gefüllt sind. So muss ich einige Plätze weiter vorne unseren Trolly in ein halbleeres Fach schieben. Wie es sich später heraus stellt, haben viele der vorwiegend Italienischen Passagiere mehrere Hand-Gepäckstücke mit in den Flieger genommen
Wie vorgesehen startet unsere Maschine von der Star Alliance, einer Lufthansa Tochter um 8:45 hier in München. Der Pilot erzählt uns kurz über den Flugplan, wir fliegen über Salzburg nach Triest, hier geht es wohl ein Stückchen über Kroatien. Die Berge in Österreich und in Kroatien sind immer noch Schneebedeckt, wie man auch auf meinen Bildern erkennen kann.

Bei Pescara erreichen wir dann die Italienische Küste, fliegen weiter in Richtung Neapel, bevor unsere Reise um 11:20 in Lamezia Terme endet. Unser Anflug auf den kleinen Flughafen erfolgt von der Seeseite und ist nett zu beobachten. Nach unserer Landung können wir zu Fuß die kurze Strecke über das Rollfeld ins Terminal-Gebäude gehen. Uns erwartet ein Starker Wind als wir aus dem Flugzeug steigen. Eine Pass-Kontrolle im Terminal findet erst gar nicht statt, so dass wir gleich zu einem der beiden Kofferbänder gehen können.

Nachdem wir unsere Koffer erhalten haben verlassen wir den Terminal, der in meinen Augen nicht allzu groß erscheint.

(Ich habe mich hier wohl stark getäuscht, die Fluggastzahlen lagen in 2022 bei 2.7 Millionen)


Nach den Angaben die wir von unserem Reiseveranstalter bekommen haben, erwartet uns ein Mitarbeiter von Meeting Point Italy vor dem Terminal. Nach der Sichtung unserer Buchungsunterlagen weist diese Frau uns den Weg zum 200 Meter entfernten Bus, der uns in das ca. 60 Kilometer entfernte Tropea bringen wird. Der Busfahrer erwartet uns schon und ladet die Koffer in seinen Laderaum. Nachdem unser Bus fast gefüllt war mussten wir noch längere Zeit warten, unser Fahrer hat sich mit anderen Kollegen unterhalten. Endlich kam die Dame von Meeting Point Italy mit vier weiteren Gästen, die anscheinend Probleme mit Ihrem Gepäck hatten. Nachdem sie uns ein weiteres mal Begrüßt hatte, und Sie uns mitgeteilt hatte dass die Gäste im Bus in den verschiedenen Hotel abgeladen werden, konnte unsere Fahrt endlich beginnen.
Der Flughafen von Lamezia Terme liegt etwas außerhalb der Stadt, den genauen Weg den wir bis Tropea gefahren sind, kann ich gar nicht genau sagen. Teilweise sind wir eine Schnellstraße sowie auch Ortsverbindungsstraßen gefahren. Die normalen Straßen waren in einem schlechten Zustand mit vielen Schlaglöchern. Meistens konnten wir von den Hügeln an dessen westlicher Seite wir gefahren sind, hinunter zur Küste sowie zu den Ortschaften die direkt am Meer liegen, sehen.

Auf unserem Weg haben wir noch zwei andere Gäste in Ihr gebuchtes Hotel gebracht, das sich irgendwo im Landesinneren befunden hat. Unsere gesamte Fahrt dauerte ca. 60 Minuten genau wie die 60 Kilometer bis zu unserem Ziel dem Hotel Labranda Rocca Nettuno in Tropea. Um 13:00 haben wir dann unser Ziel erreicht

Das Hotel macht auf uns vom äußeren Aussehen einen guten Eindruck, die Guest Relations Managerin erwartet uns schon vor der Türe. Nachdem unsere Koffer aus dem Bus gebracht und vor dem Eingang geparkt sind, gehen wir zur Rezeption um im Hotel einzuschecken. Mit einem Klebestreifen für unsere Koffer mit einer Zimmer-Nummer ist unsere Aufgabe vorerst erledigt. In der Lobby bekommen wir ein Glas Limoncello zur Erfrischung angeboten.

Nach unserem Erfrischungs-Getränk führt uns einer der Animateure zu unserem Zimmer in Block 3. Wir haben ein Doppelzimmer auf der Garten Seite / All Inclusive gebucht. Wie oben schon beschrieben sind wir im Block 3 einem 2 Stöckigem Gebäude untergebracht. Unser Zimmer liegt im Erdgeschoß mit direktem Zugang zum Garten. Hier befinden sich unzählige Sonnenliegen mit absenkbarem Sonnendach. Man könnte auch von hier das übrige Hotelgelände betreten. Nachdem wir uns etwas frisch gemacht haben und leichtere Kleidung Angezogen haben, machen wir einen kleinen Spaziergang über das Hotelgelände. Vor der Poolbar stehen eine Menge Tische und Stühle in der Sonne, hier machen wir halt. Drinnen an der Theke bedient uns ein unheimlich netter Barkeeper. Wir bestellen zwei Cappuccino, ich nehme an der Kuchentheke noch ein Stück Marmorkuchen mit (mein Lieblingskuchen), beides schmeckte sehr lecker.

Anschließend gehen wir weiter in Richtung Strand, vorbei an den netten Villen die ebenfalls zu mieten sind. Hier wacht Ercole (Herkules) über die Bewohner der kleinen Häuser. Eine weitere Treppe nach unten und wir stehen vor dem Fahrstuhl der uns zum 30 Meter tiefen Strand hinunter bringt. Von der Terrasse des Fahrstuhles (2 Kabinen) hat man eine schöne Aussicht auf den Strand und die diverse Strandrestaurants. Sie müssen aber erst wieder zur kommenden Saisoneröffnung aufgebaut werden. Auf der Klippe oben sieht man Teile von der Neustadt/Tropea.
Auf einem Hochtisch an der Strandbar trinken wir zwei Gläser Aperol Spritz, die auch dieser Barkeeper ganz excellent zubereitet. Anschließend schauten wir noch die Pizzeria im Strandrestaurant an, die gerade ihre Türen schließt (Öffnungszeiten 12:30-15:00). Kurz darauf fahren wir mit dem Fahrstuhl wieder nach oben, der Fahrstuhl ist nicht der Schnellste, aber man hat ja Urlaub. Als erstes gehen wir in unser Zimmer zurück (137), wo meine Gattin noch die Koffer auspackt. Ich probiere während dessen die Gartenliegen vor unserem Zimmer aus. Sie sind sehr nett und haben sogar einen Sonnenschutz für das Kopfteil. Ca. 8 Meter vom Zimmer entfernt haben wir den ganzen Tag Sonne auf unserer Gartenliege.
Wenig später gehen wir zur Poolbar zurück, um hier ein Glas Bier zu trinken, danach geht es ein Stockwerk höher zum Hauptrestaurant, wo wir auf der freien Terrasse einen Platz finden. Zum Essen hole ich mir ein Stück Fleisch von einer Pute und dazu Pommes Frites. Beides schmeckt recht gut.
Den weiteren Abend verbringen wir nochmals an der Poolbar, wo ein paar junge Animateure ein Programm zur Unterhaltung bringen. Gegen 21:00 gehen wir in unser Zimmer zurück, da wir hundemüde von unserer entgangenen Vor-Nacht sind.

Montag, den 29.April 2024

Guten Morgen, es ist kurz vor 8:00 als wir aufwachen, die Nacht war super, wir haben beide sehr gut geschlafen. Nachdem wir uns fertig gemacht haben, verlassen wir unser Haus und gehen die Straße entlang in Richtung Pool. Hier steigen wir ein paar Stufen bis zur Lobby/Rezeption hoch, wo sich auch der Eingang zum Haupt-Restaurant befindet.

Meine Frau wünscht sich einen Sitzplatz in der warmen Morgensonne. Wir gehen also um die riesige Ess-Theke herum und finden im dahinterliegenden Teil unseren Platz an der Sonne. Hier sind noch viele Tische frei, wir suchen uns einen runden Vierertisch aus, der gleich in der Nähe des Kaffee-und Saft-Automaten steht. Durch die riesige verglaste Fensterfront kommen die ersten Sonnenstrahlen gut herein. Als erstes hole ich für meine Frau einen Cappuccino und für mich eine heiße Schokolade aus dem Automaten. Die Schokolade war allerdings, da sie mit heißen Wasser hergestellt wurde nicht allzu gut. Ich hole mir gleich im Anschluss eine Tasse Cappuccino, der war schmackhaft.
Nachdem wir uns Kaffee und ein Glas Ananassaft an den Tisch geholt haben, gehen wir auf die Reise um riesige Theke. Hier gibt es fast alles was das Herz und vor allem der Magen begehrt. Von diversen Salaten über Salami oder Aufschnitt von verschiedenen Fischen, Würstchen, Spiegelei, Rührei, hart gekochte Eier oder diverse Omelette mit verschiedenen Zutaten. Näheres kann ich nicht dazu sagen, weil mein Frühstück in der Regel ganz anders ausfällt.
Ich hole mir einen Teller mit Rührei, im Anschluss dann etwas Weißbrot mit zweierlei Käse und dazu eine Scheibe Schinken. Hinterher noch Marmelade auf Toast oder Brötchen. Es gibt zum Frühstück auch schon eine größere Kuchentheke, und dazu dreierlei Croissant mit Marmelade, Vanille oder auch leer. Zum Abschluss holt meine Frau eine Schale mit Ananasscheiben, die wir gemeinsam essen.
Unsere Tochter erzählte uns von einem einfachen und spartanischen Frühstück hier in Italien, dies hat nichts mit unserem Frühstück hier im Hotel zu tun. Wer das alles Essen kann und will, was angeboten wird ist in jedem Fall satt. Nach unserem für unsere Begriffe Opulenten Frühstück gehen wir in unser Zimmer zurück. Wir entschließen uns wenigstens eine halbe Stunde auf unseren Gartenliegen vor unserem Zimmer zu verbringen.

Gegen 11:00 gehen wir in Richtung Pool um beim Bademeister ein paar Badetücher zu holen und zwei Liegen zu belegen. Man kann bei den Sonnenschirmen eine Art Zimmerkarte in ein vorhandenes Fach stecken, so dass dieser Schirm und die Liegen darunter als besetzt gelten. Wenig später gehen wir zur Poolbar um einen schmackhaften Aperol Spritz zu trinken.
Bei unserer Reise war noch ein Ausflug Spicy Calabria Inkludiert. Diesen Ausflug in etwas anderer Form hatten wir gestern Nachmittag bei unserer Örtlichen Reiseleiterin bestätigt. Jetzt gegen 14:00 soll er am Parkplatz vor unserem Hotel starten, der gleiche Bus der uns vom Flughafen in Lamezia Terme nach Tropea gebracht hatte holt uns ab. Wir sind schon eine Viertelstunde vor der Abfahrt auf dem Parkplatz, da noch keine Gäste hier sind, überqueren wir die Straße und gehen in ein Geschäft wo auf einem Stand die Legendären Roten Zwiebeln aus Tropea ausgestellt sind. Auf dem Rückweg spreche ich noch mit einem Busfahrer aus Baden Württemberg der sich auf einer Rundreise durch das Südliche Italien einschließlich (Apulien) befindet. Auf meine Frage antwortet er Apulien sei auf jeden Fall eine Reise wert.

Vom Hotel Rocca Nettuno steigen etwa 20 Personen ein, auf zwei weitere Personen warten wir vergebens. In Capo Vaticano (Leuchtturm 110 Meter über dem Meer) sollen wir noch weitere Urlaubsgäste, die an einer Bushaltestelle auf uns warten abholen. Auch hier fehlen noch angemeldete Gäste, auf die wir aber nur 5 Minuten warten, bevor es wieder zurück geht in Richtung Santa Domenica wo unsere heutige Reiseleiterin zu Hause ist. Wie Sie erzählt stammt sie aus Deutschland und ist seit vielen Jahren (14 Jahren) hier in Kalabrien zu Hause. Im Anschluss geht es eine Anhöhe hinauf am kleinen Bergdorf Ricadi vorbei in Richtung Brattiro. Kurz vor der Ortschaft halten wir am Ristorante Albergo L Ùliveto an und steigen aus. Hinter dem eiserenen Gittertor erwarten uns drei oder vier neugierige Hunde. Neben der Einfahrt befindet sich ein Gehege mit zwei schönen Pfauen und einem anderen Huhn (was ich aber nicht kenne).

Unter einem riesigen Baum erzählt unsere heutige Reiseleiterin Vera einiges über Land und Leute sowie die Besitzer des Weingutes die wir heute besuchen. Danach gehen wir einen Weg unter Olivenbäumen entlang, auf der rechten Seite des Weges befindet sich ein kleines Weinfeld dessen Weinreben ein seltsames Bild abgeben. Im unteren Bereich sind sie alle ohne Blätter und Triebe, die auf Grund dessen weniger Krankheiten erleiden sollen.
Nach einigen weiteren Meter erreichen wir ein kleines Gehöft, wo uns schöne Musik vom einem Dudelsack und einem Tamburin das hier in Kalabrien fast ausschließlich von den Frauen gespielt wurde entgegen schallt. Unter einem Baum sitzt der Opa des Hofes und flechtet aus Weide Körbe für verschiedene Anwendungen.

Der Besitzer des Weingutes hat einige Strohballen als Sitzgelegenheit unter die umliegenden Bäume gestellt. Nachdem die meisten Gäste irgendwo Platz genommen haben, Spielen und Tanzen unsere Gastgeber mit dem Akkordeon verschiedene Tänze aus der Region von Kalabrien sowie aus Campania, Basilikata und Apulien. Ebenso wird uns der Ursprung des Tarantella-Tanzes erklärt.

Hier in Kalabrien gab es auf dem Feld eine Menge Taranteln die zur Familie der Wolfsspinnen gehört. Bei einem etwaigen Biss wurden Vergiftungserscheinungen und auch die Tanzwut (Veitstanz) früher dem Biss der Taranteln zugeschrieben Dies schlug sich auch in der Redensart „wie von der Tarantel gestochen“ nieder. 

Ebenso erzählt uns Anna-Maria und Ihr Mann von den verschiedenen Instrumenten, die hier verwendet werden. Der Dudelsack hier in Kalabrien wird aus Ziegenleder hergestellt, wo gegen die Pfeifen im Unterschied zu einem Schottischen Dudelsack immer nach unten schauen. Die Pfeifen werden aus harten Holz wie Nussbaum oder aus Olivenholz gefertigt, was ebenfalls eine Frage des Preises ist. Der Mann von Anna-Maria spielt uns im Anschluss ein wunderschönes Lied auf dem Dudelsack vor. Nach all den Musikalischen Darbietungen die uns Anna-Maria und Ihr Mann mit Geige, Gitarre und Akkordeon zeigen, tischt uns Tony der Besitzer des Weingutes einige Schalen und Tablets mit Antipasti auf. Hier gibt es Salami, verschiedene Schinken, eingelegte Oliven und Tomaten, dazu schmackhaftes Pizzabrot. Bruschetta mit einer Oliven oder Leberpaste. Ebenso gibt es Knabberstangen mit Schinken und Speck umwickelt.
Dazu schenkt er uns schmackhaften Weißwein oder Rotwein ein, der sehr gern von allen Gästen getrunken wird, bei einzelnen Personen sogar zu viel. Nach etwa 2 1/2 Stunden verabschieden wir uns von unseren netten Gastgebern, und gehen zu unserem Bus, der uns in`s Hotel zurück fährt. Ein Wort zu den Straßen hier in Kalabrien, sie sind denkbar schlecht ein Schlagloch nach dem anderen, während der Fahrt scheppert es im Bus unablässig. Wir hatten das Glück das unser Hotel als erstes angefahren wurde.
Um 19:30 gehen wir zum Abendessen in unser Hauptrestaurant, zum Essen hole ich mir so eine Art Schweinebraten mit Kartoffeln. Zum Trinken bringt uns der Kellner eine Karaffe mit süffigem Rotwein.
Nach dem Essen gehen wir in die Poolbar, wo schon die meisten der Tische belegt waren. Heute Abend veranstalten unsere Animateure ein Spiel „Wie werde ich Millionär„, ein Fragespiel, wo die Gäste Antworten finden sollten. Die Veranstaltung dauerte etwa bis 22:00, danach gehen wir in unser Zimmer zurück.

(Nach Aussagen eines Gastes bekam der Sieger keinen Preis – es ist natürlich schwierig bei All Inclusiv noch etwas zu spenden)
(Es war trotz allem ein schöner und ereignisreicher Tag heute)

Dienstag, den 30.April 2024

Wie gestern sind wir auch heute kurz nach 7:30 aufgestanden, und haben uns zum Frühstücken fertig gemacht. Wir nehmen den gleichen Tisch wie gestern, er ist hell und freundlich und bietet sich auch wegen der Getränke, wie Kaffee und sonstiges Gebäck an. Auch mein Rührei, das ich mir hole ist nicht allzu weit entfernt. Als nächstes schneide ich, also zumindest versuche ich mir eine Scheibe Weißbrot herunter zu schneiden. Mit zwei großen Brotmessern versuche ich mein Glück, es dauert bestimmt ein paar Minuten bis die Weißbrotscheibe geschnitten ist. (beim Essen war es dann ähnlich). Anschließend hole ich mir von der anderen Seite der großen Theke zwei Scheiben Käse (Edamer ?). Dazu ein Brötchen und eine kleine Schale mit Erdbeermarmelade.

Nach dem Essen sind wir kurz in unser Zimmer, haben uns fertig gemacht, heute Vormittag wollen wir am Strand verbringen. Wir gehen mit unseren Badetüchern zum Fahrstuhl, der uns gemütlich nach unten zum Strand bringt. Einer der Bademeister macht uns den Sonnenschirm auf, der bei jeder 2. Liege steht. So verbringen wir erstmal eine längere Zeit auf den Badeliegen. Irgendwann möchte meine Frau einen Strand-Spaziergang machen, wie wir es gewöhnt sind. Unser Strand hier ist zum Teil Sand mit Kiesel und auch größere Steine in Salz/Pfeffer Optik. Auf jeden Fall komme ich so gar nicht gut zum Laufen.
Unser Weg am Wasser entlang, führt uns in Richtung Tropea. Vorbei geht es an Holzgerüsten die anscheinend in der Hauptsaison Strandrestaurants oder Cafe`s beherbergen werden sollen. Wir gehen bis zu einem Felsen der das Ende unseres sichtbaren Strandabschnittes anzeigt. Hier wechseln wir auf eine Straße die offensichtlich nach Tropea und zur Wallfahrtskirche Santa Maria dell`Isola führt. Nach 10 Minuten drehen wir wieder um, da ich eigentlich in Strandkleidung, also mit nacktem Oberkörper auf dem Fußweg gehe. Wenig später wechseln wir auf einen Strandweg der an noch geschlossenen Restaurants vorbei geht bis zu einem Kreis der einem Kompass gleicht. Zum Strand geht es über riesige Steine die nicht zu einem Abstieg einladen, und nach oben geht es über eine steile Treppe, an ihrem Ende wissen wir nicht auch weiter. So dass wir zurück gehen und zum Schluss ein kleines Wegstück wieder am Strand gehen müssen, um zu unserem Liegeplatz zu kommen.
Wenig später, es ist inzwischen schon 13:00 geworden gehen wir die paar Treppen-stufen zur Strandbar hinauf um hier einen Aperol Spritz zu trinken. Mittlerweile hat auch das Strand-Restaurant (Pizzeria) geöffnet. Wir wechseln hinüber, während ich uns ein paar Getränke am Automaten besorge, bestellt meine Frau für uns eine Pizza direkt beim Pizzabäcker und holt sich einen Teller mit Salat dazu.

Unsere Pizza hat sehr gut geschmeckt, wir werden wieder kommen.

Nach unserem Mittagessen legen wir uns noch für eine Stunde auf die Strandliegen, bevor wir mit dem Lift nach oben fahren. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen am Pool, später trinken wir an der Poolbar, Cappuccino, einen CubaLibre und für meine Frau einen Limoncello. Später machen wir noch einen Rundgang über das Hotelgelände. Im Leda-Komplex der sich ebenfalls an der Steilriffkante befindet, sind noch Handwerker unterwegs , die Einrichtungsgegenstände in die leerstehenden Wohnungen bringen. Bei uns gegenüber im Diana- Komplex sind die Zimmer ebenfalls noch nicht fertig eingeräumt.

Nachdem wir uns für den Abend fertig gemacht haben, machen wir uns auf den Weg in unser Restaurant. Im Innenbereich der Terrasse finden wir einen freien Tisch, beim Kellner bestellen wir eine Karaffe mit Rotwein, der übrigens ganz vorzüglich schmeckt. Was wir heute Abend gegessen haben, ganz ehrlich weiß es nicht mehr.
Nach dem Essen gehen wir ein Stockwerk tiefer in die Poolbar, hier ist schon einiges los. Trotz allem, wir finden noch ein Plätzchen, an der Bar bestellen wir für mich einen Cubalibre und meine Frau nimmt ein Glas Limoncello auf Eis. Die jungen Animateure versuchen ein Spiel auf zu bauen, was nicht immer gelingt. Wie auch die vergangenen Abende, gegen 22:00 gehen wir in unser Zimmer zurück.

Mittwoch, den 1. Mai 2024

Wir sind wie üblich, kurz vor 8:00 aufgestanden, und haben uns zum Frühstücken fertig gemacht. Im Restaurant gehen wir auf die Seite, wo die Morgensonne etwas herein schaut. Unsere Bekannten aus Aalen sitzen auch schon beim Frühstück.
Unser Frühstück gleicht dem was wir auch die vergangenen Tage gegessen haben, (aber das wird bei allen Leuten gleich sein). Das Rührei schmeckt heute besonders gut, zum Abschluss hole ich mir noch ein Croissant. Danach gehts auf`s Zimmer zurück, wo wir noch kurz überlegen, was wir heute Vormittag machen können. Wir entschließen uns in die Altstadt von Tropea hinein zu gehen. Nach Aussagen mehrerer Gäste sind es nur etwa 10 -15 Minuten bis zum Zentrum.

Bild links: karminroter Pfeifenputzer / Bild rechts: Trödelladen

Ein paar Meter vom Hotel entfernt, gehen wir an der Pfarrkirche Santissima Annunziata und Ihrem schönen Friedhof vorbei. In einer Kellerabfahrt sehen wir eine Art Trödelladen wo wir ein kleines Keramikbild von der „Wallfahrts-Kirche Santa Maria dell`Isola“ Kaufen. Leider können die Verkäufer nicht auf 5 Euro heraus geben, und sagen wir sollen auf unserem Rückweg bezahlen. Wenig später als wir die Piazza Cannone erreichen, können wir einen ersten Blick auf die kleine Kirche hoch auf dem Felsen werfen. Wir gehen erstmals nach Rechts auf der Via Umberto I eine kleine Anhöhe hoch. Vor uns Rechts befindet sich die Katholische Kirche San Michele, wir gehen aber weiter nach Links. Auf dem Corso Vittorio Emanuele III, die den Charakter einer Fußgängerzone hat, folgen wir ihr bis zu Ende.

Vom Ende dieser Straße hat man einen ungehinderten Ausblick auf die kleine Kirche auf dem Felsen. Wir gehen jetzt zurück auf die Piazza Belvedere del Cannone und setzen uns in ein kleines Cafe um ein Bier zu trinken und die warme Morgensonne zu genießen.

Es ist jetzt kurz vor Mittag, als wir uns entschließen noch hinunter zum Strand, bzw. die Kirche auf dem Felsen zu besuchen. Um zu dieser ehemaligen von den Normannen erbauten Bischofskirche zu gelangen, müssen wir von der Piazza Cannone über eine steile Treppe ca. 60 Meter zum Strand hinuntergehen. Vom Parkplatz führt dann ein kurzer, aber steiler in den Sandsteinfelsen gehauener Aufstieg zu dieser wunderschönen kleinen Kirche. Hinter der Kirche erstreckt sich ein wunderschön angelegter Garten mit mediterranen Pflanzen und Kakteen, der zu einem erholsamen Spaziergang einlädt. Der Eintrittspreis in den Garten sind 3 Euro pro Person. Wir verzichten aber für heute auf eine Besichtigung des Gartens.

Die Kirche soll schon im 4. Jahrhundert begonnen und seither immer wieder umgebaut worden. Im 18. Jahrhundert richtete ein schweres Erdbeben großen Schaden an dem Sakralbau an

Von der obersten Plattform der Kirche kann man eine wahrhaft atemberaubende Landschaft bewundern. Zu beiden Seiten der Kirche befinden sich Strände die zum Baden einladen. Auch der Campingplatz Marina Dell Isola mit vielen auch großen Wohnmobilen ist gleich in der Nähe.
Langsam und vorsichtig gehen wir den steilen Weg wieder nach unten, und laufen über den Parkplatz und die Uferstraße auf die andere Seite. Hier ragt der Felsen fast 60 Meter in die Höhe und das kleine Städtchen Tropea hängt Oberhalb an dieser Felsenkante. Über eine Treppe gehen wir jetzt wieder zurück in das Centrum. Als wir endlich wieder oben angelangt sind, muss ich erstmals durchatmen. An der Ecke Piazza del Cannone/ Via Via Umberto I befindet sich eine kleine Eisdiele. Ich nehme mir zwei Kugeln Eis, einmal Vanille und Erdbeere, was meine Frau ausgewählt weiß ich nicht mehr, sie nimmt meist etwas Exotisches. Wir zahlen für beide Hörnchen mit einer Riesen Menge Eis gerade mal 6 Euro, haben aber viel Mühe diese Menge abzuschlecken bevor uns das Eis einfach hinunterläuft.

Es ist dann schon ca. 14:00 geworden, als wir uns auf den Rückweg zum Hotel machen. Der Trödelladen wo wir das Keramikbild gekauft haben, hat offenbar schon Mittagspause und das Gitter zum Kellerabgang ist geschlossen.
Im Hotel angekommen gehen wir zuerst auf unser Zimmer, um unsere Taschen abzulegen. Im Anschluss gehen wir kurz ins Restaurant um noch etwas zu Essen. Meine Frau holt sich einen Teller mit Salat und ein kleines Kalbsteak mit Pommes Frites, ich nehme mir einen Teller mit Suppe, und später ein Cordon Bleu und ebenfalls mit Pommes Frites. Zum Trinken bestellen wir beim Kellner eine Karaffe mit Rotwein und Wasser. Nach dem Essen gehen wir in die Poolbar hinunter um einen Aperol Spritz zu trinken, plötzlich fängt es an zu Regnen. Wir gehen wieder in unser Zimmer zurück in der Hoffnung, dass es später aufhört zu Regnen, und wir dann in der Poolbar einen Cappuccino trinken können.
Im Laufe des späteren Nachmittags hat es tatsächlich zu Regnen aufgehört, und die Sonne spitzelt ein bisschen hinter den Wolken heraus. Wir gehen zur Poolbar um wie beabsichtigt einen Cappuccino zu trinken. Unsere Bekannten aus Aalen sind inzwischen auch wieder aufgetaucht, sie haben gleich die nassen Stühle von der Poolbar gegen Trockene Stühle aus dem überdachten Bereich ausgetauscht. Dem habe ich mich auch gleich angeschlossen. An der Bartheke holten wir uns ein Glas Bier und einen Limoncello mit Eiswürfeln.

Nach unserer Tasse Cappuccino bestellen wir noch ein Glas Bier, meine Frau hat sich mit einem Glas Limonccello mit Eis angefreundet. Etwas später haben wir uns noch eine Weile auf die Badeliege gelegt, allerdings waren sie noch etwas Feucht. Wir bleiben bis etwa 18:30 am Platz, bevor wir in unser Zimmer zurück gehen, um uns für den Abend umzukleiden. Um 19:30 gehen wir dann zu unserem Haupt-Restaurant Nettuno hoch. Nachdem die vergangenen Tage auf der Außenterrasse öfters einmal Windig gewesen ist zogen wir uns zum Essen lieber in den Inneren Bereich der Terrasse zurück. Was wir heute Abend gegessen haben, ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr. Die Küche hier im Hotel ist sehr gut.
(für mich persönlich spielt das Essen keine so überragende Rolle, aber jeder wie er will).
Später sind wir wieder nach unten zur Poolbar gegangen, die meisten Tische waren trotz des etwas zweifelhaften Wetters schon belegt. Wir fanden trotz allem noch ein Plätzchen an einem der beiden riesigen Weinfässer, zum Trinken bestellt meine Frau einen Limoncello und für mich einen CubaLibre. So verbringen wir etwa eineinhalb Stunden hier in der Bar, bevor wir zurück in unser Zimmer gehen.

Donnerstag, den 02. Mai 2024

Guten Morgen, es ist 7:45 als wir aus den Federn hüpfen, die Sonne scheint schon auf unsere Bade/Strandliege vor unserem Zimmer. Wir machen uns kurz fertig und gehen zum Frühstücken ins Nettuno-Hauptrestaurant.

Vor der Türe hängt ein Hinweis für die Hauser-Busgäste:
Das Restaurant ist seit 7:00 geöffnet und die Abfahrt für den heutigen Ausflug geht um 8:00 los

Hier ein Bild vom Hotelier vom Nettuno Restaurant

Wir gehen zu unserem Frühstücksplatz in der Morgensonne. Unser Frühstück ist eigentlich fast jeden Tag gleich, höchstens noch eine Schale mit Obst dazu.
Wir beschließen auch heute Morgen in die Altstadt von Tropea hinein zu gehen. Kurz vor 10:00 sind wir bei unserem Trödelladen in der Via Liberta angekommen. Wir wollen ja unsere Schulden bei den beiden Trödlhändlern bezahlen, zusätzlich zum Kaufpreis von 2 Euro geben wir den beiden noch einen weiteren Euro Versäumnis-zuschlag. Die beiden verstehen nicht warum, aber sie nehmen das Geld trotz allem an.

Wir gehen weiter ins Zentrum auf der Piazza Cannone gehen wir nach Rechts auf die Via Umberto I . Hier auf der Straße hat der Besitzer der kleinen Pension Franco`s House auf dem Randstreifen vor seinem Haus ein schönes Blumenbeet angelegt.

Bild links: Ritterstern- ( Hippaéastrum reginae ) Bild mitte: Bornholm Margerite-Löwenmaul- (Antirrhinummajus) Bild rechts: Kahnorchidee- (Cymbidiumhybrid )

Bei der Ciesa di San Michele (Kirche) gehen wir nach Links in die Corso Vittorio Emmanuele III in Richtung der Piazza Ercole, gleich zu Beginn der Straße liegt ein Geschäft das Souvenirs und auch die berühmte Tropea-Zwiebel sowie angeblich die schärftste Chilisorte verkauft. Für unseren Hausnachbarn und unserem Schwieger-sohn wollen wir die schärftste Chilisorte mitbringen.

Nach getanem Kauf gehen wir weiter zur Piazza Ercole, hier befindet das Fremden-Verkehrsbüro von Tropea und gleich daneben das Cafe de Paris. Hier nehmen wir an einem gerade Frei gewordenem Tisch Platz. Meine Gattin möchte unbedingt das berühmte Tartufo-Eis das eigentlich aus der Nachbarstadt Pizzo stammt probieren. Ich bestelle mir ein Peroni Bier das hier aus Italien stammt, ich trinke das Bier bei uns im Hotel ebenfalls, es ist sehr süffig.

Bild rechts: Das klassische Tartufo-Eis besteht aus Nuss- und Schokoladeneis, ist mit Schokoladensauce gefüllt und mit Kakao ummantelt. Es sieht aus wie ein Ball und ist einer Trüffelpraline nachempfunden. 

Nach unserem Aufenthalt im Cafe de Paris machen wir auf den Heimweg ins Hotel, hier auf der Plaza vor der Poolbar herrscht um 13:00 gähnende Leere. Wir gehen weiter in unser Zimmer und ziehen unsere Badesachen und beschließen zum Strand hinunter zu gehen. Auch hier sind nicht allzu viel Badeliegen belegt. Wenig später gehen wir in das La Sirena (Strandrestaurant) um hier eine Pizza zu essen. Zum Trinken mixe ich ein Spezi aus Cola und Orangensaft, am Automaten muss man hier fix sein, und den Knopf kaum berühren, da läuft es schon los. Auch der Standort für das Glas muss für das Abfüllen genau stimmen, sonst geht`s daneben.

Die Pizza schmeckt genau so gut wie gestern. Gegen 16:00 sind wir dann wieder mit dem Lift nach oben gefahren und haben uns auf einen der vielen Tische der Poolbar gesetzt. Drinnen an der Bar haben wir uns als erstes einen Cappuccino geholt. Hier an der Poolbar sowie an der ganzen Piazza war immer noch nichts los. Vielleicht sind viele der Gäste auch auf einem gebuchten Ausflug.

Als wir am Sonntag mit dem Bus von Lamezia Terme abgeholt wurden, bekamen wir eine Liste mit 4 oder 5 Ausflügen ausgehändigt. Nach Durchsicht dieser Ausflüge hat mir aber keiner davon richtig gefallen, so dass ich das Thema ganz vergessen hatte.

Linkes Bild: Normalerweise hatten wir einen Super Bar-Chef, zwischendurch mussten wir mit nicht so guten Bediensteten auskommen.

Am späten Nachmittag kamen plötzlich viele neue Gäste ins Hotel, und wie wir von den Animateuren erfuhren, war die Rede von 50 Gästen die heute kommen sollen. Sie wurden von der Deutsch sprechenden Gästebetreuerin empfangen und wurden danach von den Animateuren in ihre Zimmer begleitet.
Bis ca. 17:30 blieben wir an einem Tisch bei der Poolbar sitzen, bestellten noch ein Peroni-Bier, das mir lieber als ein anderes angebotenes Bier war. Zwischendurch war es immer wieder stark bewölkt, ob es heute noch zum Regnen kommt, ich hoffe es nicht. Mittlerweile tauchten auf der Piazza wieder ein paar Gäste auf.
Im Zimmer angekommen, duschten wir erstmals und machten uns fertig für den weiteren Abend. Kurz nach 19:00 sind wir dann ins Nettuno Restaurant hinauf gegangen. Auf Grund des Starken Windes haben wir beschlossen heute im Restaurant drinnen und nicht auf der Außenterrasse zu essen. Wir fanden einen kleinen Tisch in der Nähe der Türe zur Terrasse. Während unseres Essen kam plötzlich ein Wolkenbruch vom Himmel herunter. Nach dem reinigenden Regen konnten wir plötzlich den 60 Kilometer entfernten Stromboli im Hintergrund wieder sehen. Anfang der Woche hatten wir ihn schon öfters vom Strand aus erkennen können.
Während unseres Abendessens, meine Frau hatte sich einen Weißen Snapper (Fisch) und eine Makrele geholt, zeigte sich ein wunderschöner Sonnenuntergang am Himmel. Ich hole mir zuerst einen Teller Linsensuppe und danach ein kleines Schnitzel mit Pommes. Zum Trinken bestellen wir wie immer eine Karaffe mit Rotwein und extra Wasser dazu. Zum Nachtisch holt meine Frau ein Stück Kuchen und für mich eine Schale mit Pfirsich-Eis. Nach dem Essen sind wir hinunter in die Poolbar gegangen, sie war vielleicht zur Hälfte besetzt, kurz zuvor hatte es ja noch stark geregnet. Die anwesenden Gäste haben sich, wie wir auch an der Innenseite der Bar unter dem Schützenden Dach verdrückt. Wir fanden einen Sitzplatz an einem der größeren Weinfässer. Beim Barkeeper holten wir uns einen CubaLibre und Limoncello mit Eis.
Drüben auf der Plattform, wo die Animateure ihren Room hatten, saß seit etwa18:30 der Alleinunterhalter mit seinem Keyboard und machte Musik. Er saß jeden Abend hier auf der Plattform und machte unterschiedliche Musik mit und ohne Gesang. Die jungen Animateure machten irgendeine Tanzveranstaltung, von unserem Sitzplatz konnten wir aber nicht allzu viel davon sehen.

Wie fast jeden Abend sind wir kurz vor 22:00 aufgebrochen, und in unser Zimmer zurück gegangen. Zwischenzeitlich hatten wir noch ein Interessantes Gespräch mit Gästen die eine Flugreise mit eigenem Bustransfer (Hauser-Reisen) gebucht hatten. Sie waren während ihres Aufenthaltes hier immer wieder mal auf einem Ausflug mit dem Reisebus von Hauser unterwegs. Seit Tagen war ein Ausflug mit dem Boot zu den Liparischen Inseln /Stromboli geplant, aber wegen der Stürmischen See immer wieder verschoben worden.
Das Ehepaar waren ehemalige Caravaner und trauerten schon etwas der Vergangenheit nach, als sie noch auf eigene Faust unterwegs waren.

Anfang der Woche hatte ich noch ein Gespräch mit dem Busfahrer von Hauser-Reisen , unter anderem über Apulien, das Landschaftlich so schön wäre.

Eine nette und Interessante Beobachtung während unseres Heimweges, als wir an den Pools vorbei gingen, ertönten Quak-Rufe aus der Richtung der Becken. Nachdem wir genauer schauten, konnten wir insgesamt 5 Frösche am Beckenrand erkennen. Wo sich die Frösche untertags aufgehalten haben, haben wir nicht feststellen können.

Freitag, den 03. Mai 2024

Guten Morgen, als wir heute Morgen aufstehen, ist der Himmel schon leicht bewölkt, die Temperaturen heute sollen etwas zurück gehen. Das ist sehr Schade, wir hatten die vergangenen Tage meiner Schätzung bis zu 24°, und jetzt sollen die Tagestemperaturn nur noch bis 18° erreichen. Und es soll Windig werden, was wir später auf unserem Vormittag-Spaziergang merken werden.
Es ist schon 8:00 vorbei als wir ins Nettuno-Restaurant zum Frühstücken gehen, das Restaurant ist schon sehr gut besucht mit vielen fremden Gesichtern, aber unser Platz an der Rückseite des Raumes ist nach wie vor frei. Unser Frühstück war wie immer, ein zwei Tassen Cappuccino und Ananas-Saft der vorzüglich schmeckt. Neben uns am Nachbartisch sitzt eine Frau mit Ihrem Gatten die uns immer wieder wegen Ihres etwas erhöhten Weinkonsum aufgefallen war. Zum Frühstück isst Sie gar nichts, stattdessen holt Sie ununterbrochen Getränke, zb. Kaffee, normale Säfte und reine Fruchtgetränke die sie auf dem Tablett im 6er Pack von der Saft und Obst-Theke holt. Diese Gläser schüttet sie sich nacheinander hinunter, am Abend gibt es dann wieder Wein in Fülle.
Wir beschließen heute Morgen wieder nach Tropea zu wandern, heute aber wieder über die Strandstraße. Wir verlassen das Hotel über den Straßen-Ausgang, gehen danach an der Statue von Heiligen Padre Pio vorbei und gehen die doch recht steile Straße Via Lungomare die zum Strand bzw. zum Campingplatz hinunterführt. Hier am Strand wird es schnell ziemlich windig, wie man an meiner Kleidung feststellen kann.

Als wir an der Kirche Santa Maria dell`Isola an der Promenade unterhalb von Tropea ankommen, beschließen wir gleich wieder die Steile Treppe zur Piazza del Cannone hinauf zu gehen. Wenig später fängt es tatsächlich an zu Regen, so dass wir uns an einer überdachten Haustreppe unterstellen müssen. Der Platzregen dauert aber nicht allzu lange, mit uns hat Ein Gästepaar aus unserem Hotel hier vor dem Regen in Sicherheit gebracht. Kurz darauf können wir weiter gehen. Einige Meter vor unserm Hotel befindet sich die Pfarrkirche Santissima Annunziata. Unter einem Vordach der Kirche können wir ein seltsames Gebilde erkennen. Wie es sich später heraus stellt: es ist das Modell eines Sarazenen-Schiffes das heute Abend für ein Fest das hier in Tropea stattfindet, benötigt wird.

Im Anschluss gehen wir noch kurz auf den daneben liegenden Friedhof. Wir schauen uns kurz im Eingangsbereich um, hier gibt es wunderschöne Familien-Urnengräber. Wenn man weiß was bei uns Gräber kosten, stelle ich mir schon die Frage, wer diese prachtvollen Familien-Gräber denn bezahlen kann.

Ich wollte immer schon mal einen Italienischen Friedhof mit seinen Urnengräbern besuchen

Kurz darauf gehen wir wieder in unser Hotel zurück. In der Lobby stehen ein paar der Animateure, auf einem Tisch stehen vollgeschenkte Gläser mit Limoncello. Offensichtlich werden auch heute neue Gäste erwartet. Es ist kurz vor 12:00 Mittags, als wir die Treppe hinunter zur Poolbar gehen. Als erstes holen wir uns zwei Tassen Cappuccino und setzen uns in die leicht scheinende Sonne. Mit der Zeit wird es wieder wärmer, so dass wir unsere Jacken öffnen bzw. ausziehen können. Später holen wir uns noch Wasser und einen Aperol Spritz zum Trinken.
Gegen 15:00 fahren wir noch mal mit dem Fahrstuhl zum Strand hinunter, alle Badeliegen sind Leer und die zwei Bademeister arbeitslos. Etwas später sammeln Sie alle Sonnenschirme ein und tragen Ihr Rettungsboot weiter nach oben zum Schutz vor der starken Brandung. In der Strandbar trinken wir Cappuccino und ein Glas Rotwein. Später fahren wir wieder nach Oben und legen uns auf die Badeliegen am Pool. Nach einer halben Stunde gehen wir an die Poolbar und holen nochmals zwei Tassen Cappuccino, und danach einen CubaLibre und für meine Frau ein Glas Limoncello mit Eis.
Das Wetter wechselt ziemlich stark und die Temperaturen liegen meiner Meinung nach bei etwa 16 – 18°. Wenn die Sonne durch die Wolken kommt wird es schnell warm, wenn dann die Sonne weg wird es ziemlich kühl.
Um 19:00 gehen wir ins Nettuno-Restaurant, heute nehmen wir gemeinsam von einem großen Kalbsschlegel ein schönes Stück Fleisch mit einer pikanten Soße und dazu Pommes Frites. Zum Trinken nehmen wir wie immer Wein und Wasser, oder Wasser und Wein, je nachdem wie man es lieber möchte. Zum Nachtisch gibt es eine Schale mit Eis, die Auswahl ist leider nicht allzu groß.
Kurz vor 20:00 brechen wir mit dicken Jacken bekleidet in Richtung Tropea auf , heute Abend ist ein großes Fest im Ortszentrum, das die Vertreibung der Sarazenen darstellt.

Im 9. Jahrhundert begann die traurigste Episode Kalabriens: die Invasion der Sarazenen, die in der Region eine beträchtliche Zeit lang wüteten und Kalabrien zeitweise verwüsteten. Dabei verhinderten sie jede friedliche Entwicklung.
Trotz der Zerstörungen muss bedacht werden, dass der Einmarsch der Sarazenen mit einem großen Sieg der Kalabresen endete, denn sie waren zwar lästige Räuber, aber wurden nie zu Herrschern über Kalabrien. Die aufsässige Haltung der Einheimischen machte jede Ansiedlung unmöglich und hinderte die Sarazenen daran, sich in Italien auszubreiten und bis nach Rom zu gelangen.

Es beginnt mit Musik und im Laufe des Abends wird das Sarazenen-Schiff verbrannt, um Mitternacht soll es ein großes Feuerwerk geben. Wir sind noch etwas zu früh in der Altstadt, es wird noch immer an der Tribüne gebaut. Auch das Sarazenenschiff das wir heute Nachmittag bei der Kirche Santissima Annunziata gesehen haben, ist noch nicht aufgebaut. So gehen wir die Via Umberto I hoch, und danach Richtung Piazza Ercole bis zum Ende der Straße, wo man die Santa Maria dell`Isola sehen kann. Es sind Leute unterwegs, aber alle gehen in eine andere Richtung wie wir. Im Cafe de Paris fragt meine Frau eine Bedienstete nach dem Beginn der Feier.
Laut deren Aussage soll das Fest nach 21:00 beginnen. Durch die Via Indipendenza gehen wir zurück zur Piazza del Cannone, hier stehen mittlerweile ein paar Musiker auf der Bühne. Auch ein paar Lichtspiele werden wohl vorbereitet, so gegen 21:15 fängt die Musikkapelle an zu spielen. Soweit ich etwas davon verstehe, ist das eine Rockband die hier spielt. Es kamen Bässe aus den Lautsprechern, dass gleich der ganze Boden im Umkreis vibrierte. Ein Wunder dass die Piazza del Cannone nicht gleich die 50 Meter den Hang hinunter stürzte. Auf der Bühne standen Fässer aus denen Feuersäulen nach oben schossen. Wir standen direkt an der niedrigen Umfassungsmauer die das Ortszentrum von der Bucht unten trennt. Es wurde im Laufe der Zeit immer Windiger/Kühler und nachdem auch die Musik nicht das war, was wir uns vorgestellt hatten, beschlossen wir wieder zurück ins Hotel zu gehen.

Gegen 22:00 sind wir wieder im Hotel angekommen, wir beschließen gleich in unser Zimmer zu gehen, und auf einen Absacker in der Poolbar zu verzichten.

Samstag, den 04.Mai 2024

Hallo, heute ist Samstag unser letzter Urlaubstag hier in Kalabrien. Morgen Vormittag geht es zurück nach Deutschland. Wie meistens stehen wir um 8:00 auf, und machen uns fertig zum Frühstücken. Der Himmel ist strahlend blau wie die letzten Tage auch. Unser Frühstückstisch ist zum ersten Mal besetzt, wir nehmen einfach den nächsten Tisch direkt am Fenster mit einer tollen Aussicht auf den Strand bzw. Tropea. Zur Abwechslung hole ich mir mal statt Rührei einmal Spiegeleier, Ansonsten bleibt bei uns alles wie gehabt
Im Zimmer zurück, beschließen wir auch heute Morgen nach Tropea hinein zu gehen. Etwa 10-15 Minuten brauchen wir bis ins Zentrum, danach gehen wir nach rechts die Via Umberto I hinauf und oben links in die Corso Vittorio Emanuele III. In der Via Umberto hat ja der Besitzer der kleinen Pension Franco`s House auf dem Randstreifen vor seinem Haus ein schönes Blumenbeet angelegt. Das bewundern wir auch heute, bevor wir weitergehen. In der Piazza Ercole und am Cafe de Paris vorbei laufen wir zur Abwechslung mal in die Via Roma hinein. Am Straßenende befindet sich auf der Rechten Seite die Kirche „Duomo di Maria Santissima di Romania„.

Die Kirche wurde um das zwölfte Jahrhundert von den Normannen erbaut. und im Im siebzehnten Jahrhundert wurde das Gebäude in den Barockstil umgewandelt.
Mit einer Längsbebauung mit drei Schiffen im normannischen Stil wurde das Bauwerk vollständig aus Quadern aus gelblichem Tuffstein und Lavastein gebaut. 

Als wir wieder zurück gehen sehen wir die Zwei Pärchen aus Aalen in einem kleinen Cafe in der Fußgängerzone bei einem Glas Bier sitzen. Wir gehen weiter die Via Umberto I hinunter, in einem kleinen Souveniergeschäft finden wir einen Kühlschrank-Magneten (Vesparoller in den Italienischen Nationalfarben) für unseren Enkel. Und für unseren Schwiegersohn dessen Eltern aus Sizilien stammen, eine Kochschürze mit dem Emblem von Tropea. Die Schürze hat mich so angelacht, ich konnte nicht anders, als sie zu kaufen. Für unsere Enkelin und Ihren Bruder kaufen wir einen Schreibstift mit Bildern von Tropea sowie einen weiteren Magneten mit einem Delphin.
Für unseren zweiten Schwiegersohn hatten wir ja schon am Donnerstag extra scharfe Chillis gekauft.
Zum Abschluss gehen wir nochmals in die kleine Gelateria Nonna Rosa deren Eis wir schon vor ein paar Tagen gekostet, und deren unglaubliche Menge wir schon bewundert hatten. Dieses Mal nehmen wir einen Becher mit Eis, damit wir nicht wie beim letzten Mal in Nöte kommen. Auch dieses Mal schmeckte das Eis hervorragend.

Ein paar Minuten später fängt es plötzlich an zu Regnen, so das wir in der Gelateria Schutz suchen müssen. Der Regenschauer dauerte aber nicht allzu lange, so dass wir unser Eis fertig essen können, und uns anschließend auf den Heimweg machen können.
In unserem Hotel angekommen, gehen wir zuerst in die Poolbar und holen uns an der Theke zwei Gläser Aperol Spritz. In der Sonne ist es momentan sehr schön und warm. Danach gehen wir ins Zimmer zurück und holen unsere Badesachen und Badetücher und legen uns auf eine der vielen Badeliegen. Bei einem Gespräch mit einem der jungen Animateure erfahren wir dass die Verbrennung des Sarazenen-Schiffes die gestern wegen des starken Windes ausgefallen war nun am kommenden Wochenende stattfinden soll.
Etwas später am Nachmittag fahren wir mit dem Fahrstuhl zum Strand hinunter, in der Strandbar trinken wir noch Cappuccino.
(der Schmeckt hier besser als oben in der Poolbar, das liegt wohl am jeweiligen Barkeeper)

Danach holen wir noch einen Aperol Spritz und ein Glas Limoncello mit Eis. An einem Tisch neben uns sitzt ein Gast der uns in den vergangenen Tagen immer wieder wegen seiner außergewöhnlichen T-shirts aufgefallen ist. Leider habe ich kein einziges Mal ein Foto vom T-shirt gemacht, einmal hatte er ein T-shirt worauf ein Schwein mit bemalten Lippen drauf war an, es war auf jeden Fall immer köstlich Ihn zu sehen.
Kurz nach 18:00 begann der Alleinunterhalter mit seinem Keyboard zu spielen an. Heute Vormittag wurden Lieder von Modern Talking gespielt und Nachmittags ältere Italienische Schlager, das klang besser als der Alleinunterhalter am Abend.
Gegen 19:30 gehen wir ein letztes Mal ins Nettuno Restaurant, ich weiß nicht mehr was wir gegessen haben, danach auch ein letztes Mal in die Poolbar, allerdings nur bis ca. 21:00. Wir müssen unsere Koffer noch packen, wir könnten die Koffer bis 23:00 vor die Zimmertüre stellen, sie würden dann vom Personal geholt und irgendwo zwischen-gelagert.

Sonntag, den 05. Mai 2024

Es ist 6:20 wir müssen aufstehen uns zum Frühstücken fertig machen. Im Restaurant gibt es heute für mich nur zwei Stücke Toast mit Marmelade, dazu 2 Tassen Cappuccino und 2 Glas Ananassaft. Danach gehen wir ins Zimmer zurück um uns für den Flug fertig zu machen als letztes wird der Waschbeutel noch in den Koffer gepackt. Mit unseren Koffern gehen wir durch die Gänge von B1 Nettuno und B2 Nettuno. In der Rezeption müssen wir noch ausschecken, und die Kurtaxe mit 56 Euro bezahlen, die Höhe hat uns etwas überrascht. Um Punkt 8:00 ist unser Bus zum Abholen hier, eine Stunde später sind wir am Flughafen in Lamezia Terme angekommen. Der Flughafen hier ist doch etwas größer als wir bei der Ankunft am vergangenen Sonntag gesehen hatten. Die Dame von der Örtlichen Reiseleitung konnte uns zu Beginn nicht sagen welcher Check-in Schalter für uns zuständig wäre, und wo er sich befindet.
Der zweite Streich war, es hieß zu Beginn wir sollten für unsere Koffer extra 60 Euro pro Koffer bezahlen. Danach kam ein Mann von der Aufsicht an unseren Schalter und telefonierte mindestens 10 Minuten mit seinem Handy bis die Sache mit den Koffern geklärt war.
Es gab hier zwei Schalter zum Check-In, einmal für die Economy und der zweite für die Business Class. Kurz bevor als wir an der Reihe waren sagte die Dame von der Economy Class, wir dürften nicht zum Business Class Schalter wechseln. Zwei Minuten später hat uns die Dame von der Business Class gerufen, sie wäre ja frei. Das zeigte uns wohl, dass auch das Problem mit den Koffern wahrscheinlich von der Dame von der Economy Class ausging. Anschließend gehen wir durch die Passkontrolle, die nach Ansicht meiner Frau etwas zu nachlässig durchgeführt wurde. Auf dem Weg zum Gate 3 kommen wir durch eine kleine Halle wo es Toiletten und Erfrischungen sowie Gebäck zu kaufen gibt. Hier warten wir die nächsten eineinhalb Stunden auf unseren Abflug. Plötzlich heißt es unser Abflug wäre frei gegeben, wir wechseln in die nächste Halle, die nur aus einem großen Zelt besteht. Aber hier müssen wir ebenfalls mindestens 20 Minuten warten, bevor der Abfertigungs-Schalter sich öffnet. Nachdem diese Dame unsere Flugpapiere eingescannt warten wir nach dem Schalter nochmals eine ganze Weile, bis sich die Türe zum Rollfeld/Flugzeug öffnet. ( ja hier kann man noch über das Rollfeld gehen).
Um 11:30 fast pünktlich startet unsere Maschine, es ist eine Airbus 319-100 mit 138 Sitzplätze auf 25 Sitzreihen. Unser Sitzplatz ist in der Reihe 24 der Platz am Fenster sowie der Mittelplatz gleich daneben. Der dritte Sitz bleibt frei, ebenso in der Reihe 25 wo der Notfallkoffer platziert wird. Anscheinend praktiziert die Lufthansa sowie die Star Alliance das so.
Wir haben heute Nacht aus irgendwelchen Gründen wieder nicht gut geschlafen, so dass wir im Flugzeug eine Weile wohl einnicken. Der Vorteil daran war wohl dass die Wahrnehmung unserer Flugzeit sich verkürzt hat. Beim Anflug auf München hat der Pilot seine Maschine einige Male auf unsere Seite gelegt, so dass wir eine tolle Aussicht auf die Felder und Bauernhöfe von Niederbayern hatten. Dieses Erlebnis hatten wir bisher noch nie, obwohl wir bestimmt schon mehr als 20 oder 30 Mal einen Anflug zum Flughafen München hatten. Unten angekommen, es ist jetzt 13:00 als wir gelandet sind, waren wir natürlich fast die letzten die das Flugzeug verlassen konnten. Nachdem wir unsere Koffer hatten, mussten wir wieder den Ausgang suchen, wo unser Abholdienst uns erwartete. Das ging natürlich erstmals daneben, in der Ankunftshalle gehen wir geradeaus nach draußen. Hier konnte natürlich kein Auto fahren, also wieder zurück, und am Starbucks Cafe vorbei durch einen anderen Ausgang hinaus. Wie es sich zeigte waren wir hier richtig, nach ca. 7 Minuten kam unser Fahrer von Parkfly die Abfahrt herunter. In der Parkzone hielt er an, um unser Gepäck und uns nach Hallbergmoos mitzunehmen. Hier im Parkhaus wartet schon unser Auto sehnsüchtig auf uns. Schnell werden die Koffer umgeladen und die Parkgebühren bezahlt, und schon geht es auf die Fahrt nach Hause. Der Verkehr in Richtung München und auch ins Allgäu ist rege aber noch angenehm. So dass wir um 15:30 in Ottobeuren ankommen.

Fazit: Das Labranda Rocca Nettuno Hotel kann man auf jeden Fall weiter empfehlen, der Service sowie fast das gesamte Personal war gut und Freundlich. Die Leistungen aus der Küche waren beachtlich. Die ganze Hotelanlage war sehr schön. Unser Zimmer war tadellos, wenn man etwas aussetzen wollte, könnte das Badezimmer etwas moderner und ansprechender sein.
Aber wie man sehen konnte wurde im gesamten Hotelgelände renoviert, vielleicht wäre irgendwann auch B3-Nettuno wieder neu geschaffen worden.
Wir wollten uns in dieser Urlaubswoche ausruhen und entspannen, daher hatten wir keine weiteren Ausflüge von zu Hause geplant. Allerdings hatte ich gedacht, dass vor Ort / im Hotel irgendwelche Busausflüge z.b. nach Pizzo oder anderes in der näheren Umgebung stattfinden. Was leider nicht der Fall war.
Wir hatten die ganze Woche blauen Himmel, im zweiten Teil der Woche wurde es leider etwas kühler. Wir hatten es für Ende April/Anfang Mai eigentlich wärmer erwartet.

Der Flug von München nach Lamezia Terme war sehr kurz, allerdings wäre ein Flug von Memmingen nach Lamezia Terme durch die kürzere Anfahrt viel günstiger für uns.

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